pfehle: ca. 150 Stück., in allen Größen und d ca. 200 Stöck, an, mit u. ohne Ein kührungen 85 cm lan 8.— MII hteln allen Preisla, iktiach 11.— nibaren Ausfüh Rüge. 39 42 0 11.50 50— 1.50 eür praktüech und Bügel KL OS 11 K K— n. Plaidriemen, Schubtel, Reise-Weckuhre, rate, Thermal-Flaschen, weiche Brieftaschen für Josenträger etc. über. rtikeln, jede Preislage. hard, n-Fabrik, strasee 73. strasse 52. Fernruf 1102. Une r. Heilgkeit Papst Fiur K iche Kunst. und Gefässe. össtes Lager. beit! ung Brüssel 1910 ne Medaille. Samstag, 2. August. westsätische Merkur erscheint täglich zweimal. nach Sonn- und Feierlagen einmal. Tage ngsliste von Weitpapieren(3 mal monatlich). # Verlo“ galegasse 1—3. Sprechstunden 10—11 Uhr vorm. kschstsielle: Köngstr. 59. Geöffnet 8 Uhr vormitags bis P's. Rotationsdruck der Westfälischen Vereinsdruckerei. ###cchummern: Achtägiger Probeversand des Westsälschen gratis und franko. Bestellungen mit deutlicher Feissenangape wolle man richten an die Geschaftostelle, ### Telegramm=Adresse: Merkur, Münsterwesis. ## Redaktion Nr. 203, Geschäftsstelle Nr. 112. Illustrierte Unterhaltungs=Beilage(wöchentlich), ste von Wertpapieren(3 dr 7? 1913.— Nr. 387. mal monatlich). Gegründet 1822. Illorgen-Husgabe. 92. Jahrgang. Hierzu die„Illustrierte Unterhaltungs-Beilage“. ist Luftheizung stellbarer Wasserschale. de Wärme.— ag des Brennmateriah. beste Reterensen. räge.— ekdampfheizung, reitung. Ausführung. nd Referenzen. erstellbarem Rost, gen, Hotels und Restaurs# Wien sstenlos. 3744 lheizungsfabrik Unster i. W. Sozialdemokratische Spiegelfechtereien. In Spiegelfechtereien und Taschenspielerkunststückchen ist sozialdemokratische Presse immer sehr groß gewesen, beders wenn es sich um die Bekämpfung unserer„schändzen“ Wirtschaftspolitik handelt. Für die Sozialdemokratie es überhaupt keine Schlechtigkeit in der Welt, woran Ensere Wirtschaftspolitik nicht schuld wäre. Ein neues, niedTaschenspielerkunststückchen hat nach dieser Richlung eben ##eder die sozialdemokratische Presse(vergl.„Rhein. Ztg.“ ###z, 163) ausgeheckt, indem sie ihre diesbezügliche Schlauin einem Artikel mit der obigen Ueberschrift zum besten Sie geht davon aus, daß unsere landwirtschaftliche ProEittion uns im Kriegsfalle wenig nützen würde, da es dann ku den nötigen Arbeitskräften fehlen würde. Das braucht kun wirklich nicht die Sorge der Sozialdemokratie zu sein. khre Presse schreibt ja auch selbst, daß es sogar den Balkanhaaten gelungen wäre, während des Krieges die landwirthaftliche Produktion recht gut aufrechtzuerhalten. Wenn das En Balkan möglich war, wo es viel weniger Leute gibt, wo alles bis auf den letzten Mann zu den Fahnen berufen burde und wo das Land viel mehr unter den Verwüstungen Krieges zu leiden hatte, dann werden gewiß auch wir auu in der Lage sein. Doch das nur nebenbei. Die Hauptsache, worauf es der Lozialdemokratischen Presse ankommt, liegt anderswo. Sie bußert sich nämlich, daß an„allem“— selbstverständlich— zur die verflixte Wirtschaftspolitik schuld sei. Der Beweis" lautet etwa folgendermaßen: Der Getreidezoll stützt und erhält den Großgrundbesitz— der Großgrundbesitz ist auf Ausändische Arbeiter angewiesen— diese Arbeiter bleiben m Kriegsfalle aus. Dieser„Beweis" ist zunächst grundfalsch. ks sei nur auf die eine Tatsache hingewiesen, daß sich nirgendwo der Großbesitz auffallender entwickelt als gerade im freihändlerischen England, das keine Getreidezölle hat; in Eng##nd hat der Klein= und Mittelbesitz ganz enorm abgenomnen, während er im zollgeschützten Deutschland in fortwähkendem Steigen begriffen ist. An solchen unbequemen Tatachen drückt sich die Sozialdemokratie stets hartnäckig vorbei. Uleberhaupt gehen die sozialdemokratischen Schaumschläger nur grauf hinaus, den Leuten Sand in die Augen zu streuen und sie an den wirklichen Tatsachen vorbei auf ein falsches Geleise führen. Dies zeigt sich besonders auch wieder bei dem hier angezogenen Artikel. In der bekannten Manier sucht er den Lesern vorzureden, daß die Wirtschaftspolitik hickel für alles wäre, um so die Leser vor der Einsicht zu bewahren, daß nicht etwa der Wirtschaftspolitik, sondern ganz im Gegenteil der Sozialdemokratie selbst d Schuld zuzuschreiben ist. Zunächst behauptet also die rote Presse, die landwütschaftsiche Arbeiterfrage würde uns Schwierigkeiten bei der Volksrnährung machen. Wenn die Sozialdemokratie diese Gefahr ber wirklich für so groß hält, so müßte sie sich doch darum bemühen, daß die mangelnden Arbeitskräfte durch neue erletzt werden. Das beste Mittel ist hier anerkanntermaßen die Ansiedlung von Landarbeitern und die Schaffung neuer Bauernstellen. Die offizielle Sozialdemokratie hat sich aber stets ganz entschieden gegen die Arbeiter= und Bauernansied= ung ausgesprochen. Also hier stand, nicht die Wirtschaftspolitik, sondern die Sozialdemokratie im Wege. Ferner ist es eine Tatsache, daß wir ohne eigne leistungsfähige Landwirtschaft im Kriegsfalle in die größten SchwierigReiten kommen könnten. Das ist selbst von sozialdemokratischer Seite oft genug zugestanden worden. So äußerte sich Bebel auf dem Parteitage 1911 über die Wirkung eines Kriegsfalles:„Die Zufuhr der Lebensmittel yört ganz oder zum größten Teil auf..... Das wird tatsächlich die allgemeine Hungersnot bedeuten“(Prot. S. 346). Im gleichen Jahre schrieb die rote„Leipziger Volkszeitung“ Nr. 215) über das Fehlen der Lebensmittel:„Bricht ein Krieg aus, so stehen wir vor einer Hungersnot!“. Für England wäre die Gefahr wegen seiner insulären Lage nicht so groß, wohl aber für Deutschland. Hierzu schreibt die„Leipziger Volkszeitung": „Dagegen gehört ein Kapitän, der es bei einem Kriege zwischen England und Deutschland versuchen wollte, den Hamburger Hafen zu erreichen ins Tollhaus. Er liefe Gefahr, unfehlbar gekapert zu werden, gleichviel, welchen Weg er einschlagen würde.“ Und im vorigen Jahre äußerte sich die „Rheinische Zeitung"(1912, 123), daß eine„Entblößung von allen Getreidevorräten“ das Land im Falle eines Krieges ein eine fürchterliche Hungersnot" stürzen müsse. Wie aber steht es in Wirklichkeit mit der„Entblößung von allen Getreidearten"? Die Sozialdemokratie ist es doch Centralhof. Centralhot. ügung 66 usw. und Spee tike ang Katraus Eintritt gerade, welche diese„Entblößung" herbeiführen will. Denn sie kämpft in einem fort gegen die Getreidezölle und die„Agrarier". Den getreidebauenden Agrariern soll jeder Schutz versagt werden. Dann aber wäre der deutsche Getreidebau verloren. Sodann hätten wir die„Entblößung von allen Getreidearten“ und damit auch„die fürchterliche Hungersnol“, besonders da nach der sozialdemokratischen Theocie nur die großen Agrarier Getreide zum Verkaufe übrig hätten. Also auch hier hat die Sozialdemokratie die Schald. Ueberhaupt hätten wir schon längst eine„Entblößung“ nicht allein vom Getreide, sondern so ziemlich von allen Lebensmitteln und ständen somit vor der allerschlimmisten„Hungersnot“, wenn es nach dem Willen der Sozialdemokrctie gegangen wäre. Denn wenn wir nach dem Rezepte der Sozialdemokratie unsere Landwirtschaft schutzlos preiszegeben hätten, dann wäre unsere lebensmittelschaffende Landwirtschaft schon längst ebenso zurückgegangen wie in den Freihandelsländern, wo heute nur noch ganz wenige Lebens nittel selbst aufgebracht werden können. Wir aber haben durch unsere Wirtschaftspolitik unsere Lebensmittelproduktion in umfassender Weise erhalten und gestärkt. Jedenfalls haben wir mittels unserer Wirtschaftspolitik unsere Lebensmittelproduktion soweit gestärkt, daß wir nach dem ausdrücklichen Geständnis des„Vorwärts" selbst(1909, 195) 1/1, also fast den ganzen Bedarf an den wichtigsten Nährfrüchten durch eigne Produktion decken. Der„Vorwärrs" schreibt an dieser Stelle:„Handelt es sich also um die Ernahrung der Einwohnerschaft, so kann Deutschland im Ernstfalle diese noch immer allein besorgen.“ Und da kommt heute der Tintenspritzer in der roten Presse und will durch allerhand halsbrechet'sche Stilübungen Gegenteiliges beweisen. Alle mit den Haaren herbeigezogenen„Beweise" und Wortklaubereien werden aber nicht über die Tatsache hinwegtänschen, daß die Soz aldemokratie, wenn es nach ihrem Rezepte gegangen wäre, die Schuld an der„Entblößung" des Landes von Lebensmitteln und an der Heraufbeschwörung der„Hungersnot" tragen würde. Gott sei Dank. sind wir für absehbare Zeit noch nicht soweit. Deutschland. Berlin, 1. August. □ Fortschrittliche Großblocksehnsucht. Eine Mehrheit der Linken kann im Reichstage zustandekommen, aber sie ist noch ein sehr unsicheres Gebilde, und auf ihren Bestand ist wenig Verlaß. Das wissen die Sozialdemokraten und ihre Schleppenträger vom Fortschritt recht gut, und darum gehen sie jetzt darauf aus, eine Linksmehrheit im Reichstag zu sichern. Sprachrohr für die Bestrebungen und Wünsche der Großblockliebhaber ist selbstverständlich das„Berliner Tageblatt“, das sich von jeher durch seine besondere Vorliebe für die Sozialdemokratie ausgezeichnet hat. Dort meldet sich jetzt(Nr. 381) Herr Heinz Potthoff zu Wort und verlangt„eine festere Sicherung der Linksmehrheit, die diese Mehrheit von dem oft zufälligen Ausgange einzelner Wahlen unabhängig macht". Er meint, daß sich diese Mehrheit sehr leicht herstellen und konsolidieren lasse, wenn eine Teilung der übergroßen Wahlkreise vorgenömmen swerde, daß ein Wahlkreis im Höchstfalle 300 000 Einwohner umfassen dürfe. Dadurch würden etwa 20 neue Mandate geschaffen werden in großstädtischen Wahlkreisen, die„fast alle im Besitze der So zialdemokratie“ sind.„Die 20 neuen Mandate würden wohl, alle von der Linken erobert werden können.“ „daß die drei Parteien der Linken in der kommenden Tagung einen Gesetzentwurf annehmen, wonach kein Reichstagswahlkreis mehr als 300000 Einwohner haben darf; daß sie dem Bundesrate eine Frist von höchstens einem Jahr zur Vorlage der Bestimmungen über die Teilung der Kreise und zur Annahme des Gesetzes geben; und daß sie im Falle des Widerstandes von den parlamentarischen Machtmitteln(namentlich dem Budgetrecht) den nötigen Gebrauch machen.“ Darauf kommt es den Fortschrittlern also gar nicht mehr an, ob die Mandate ihnen selbst oder der Sozialdemokratie zufallen, fühlen sie sich doch mit der Sozialdemokratie auf Gedeih und Verderb verbunden, und unter Brüdern nimmt man's ja nicht so genau! Herr Heinz Potthoff schlägt darum vor, Interessant ist an diesem Vorschlage, daß mit ziemlicher Gewißheit auf die Mithilfe der Nationalliberalen gerechnei wird. Allerdings meint auch Herr Potthoff, daß,„wenn die drei Parteien sich über das Ziel nicht einig werden und nicht von vornherein entschlossen sind, es unbedingt durchzusetzen, sie dann am besten die Finger davon lassen". Ueberhaupt wird den Nationalliberalen von den Großblocklüsternen noch nicht so recht getraut. Kann man es den Nationalliberalen denn auch nicht sehr wohl nachfühlen, daß sie sich für eine Großblockpolitik mit Freisinn und Sozialdemokratie bestens bedanken? Es mehren sich die Stimmen im nationalliberalen Lager, die dringend vor den verderblichen Wirkungen einer Großblockpolitik warnen. Ein treffendes Beispiel für den Unterschied zwischen einem unabhängigen und einem durch den Großblock gefesselten Liberalismus bieten Württemberg und Baden. Hier völlige Abhängigkeit des Freisinns sowohl wie der Nationalliberalen von der Sozialdemokratie, dort im Nachbarlande eine immerhin erfreuliche Selbständigkeit der Nationalliberalen im Denken und Handeln. Daß die Bildung eines Großblocks im Reichstag für den Liberalismus mit einer Verurteilung zur Unselbständigkeit und völligen Abhängigkeit von der Sozialdemokratie gleichbedeutend wäre, ergibt sich schon aus der Zahl und Stärke zwischen diesen beiden Gruppen. Die Sozialdemokratie mit ihren 111 Abgeordneten und ihrem unvermeidlichen Terrorismus würde die beiden liberalen Fraktionen mit ihren 91 Mitgliedern in allen Fragen ins Schlepptau nehmen. Zumal die alten Liveralen in der nationalliberalen Partei würden sich wohl kaum je in ein solches Abhängigkeitsverhältnis zur Sozialdemokratie begeben. Und ihretwegen verlangt Herr Potthoff auch 20 neue Mandate der Linken, um in jedem Fall eine sichere Linksmehrheit zu besitzen. Ob aber die Jungliberalen sich so ohne weiteres auf den Großblockleim begeben werden? Der große und entscheidende Gegensatz ist schließlich nicht Hansabund und Bund der Landwirte, wie„Das Neue Deutschland“ treffend bemerkt, sondern Sozialdemokratie oder monarchisch=nationale Politik. Die erste Anwendung der„mildernden Umstände" im Militärstrafrecht. Ueber die Gründe der plötzlichen Vertagung der Strafsache der Erfurter Reservisten und Landwehrleute erfährt der„Berl. LokalAnz“ aus Kassel, daß der Berufungstermin, der auf den 1. August, vormittags 9 Uhr, vor dem Oberkriegsgericht in Kassel angesetzt worden war, plötzlich auf Anweisung des Kriegsministeriums durch das Generalkommando aufgehoben und auf unbestimmte Zeit vertagt worden ist. Wie man hört, soll das Kriegsministerium erneut um Uebersendung der Akten nach Berlin gebeten haben. Man hält es an zuständigen Stellen für möglich, daß die neue Aburteilung in der Strafsache bereits nach den neuen Richtlinien, die in der Militärstrafprozeßnovelle gezogen werden sollen, vor sich gehen dürfte. Es ist daher anzunehmen, daß vor dem Spätherbst auf die Verhandlungen der Strafsache See und Genossen vor dem Kasseler Oberkriegsgericht nicht zu rechnen ist. Der Verteidiger und auch die Angeklagten sind von der veränderten Sachlage Mittwoch abend in Kenntnis gesetzt worden. Preßbureau im preuß. Kriegsministerium. Aus Berlin wird gemeldet:„Die von der Presse wiederholt angeregte Errichtung eines Preßbureaus im Kriegoministerium war schon durch den Kriegsminister v. Heeringen eingeleitet worden und gelangt nun unter dessen Nachfolger zur Durchführung. Zu diesem Zweck wird im nächstsährigen Militäretat die Stelle eines besondern Referenten angefordert werden.“— Damit wird eine Anregung des Reichsverbandes der deutschen Presse befolgt, der bekanntlich in seiner Düsseldorfer Delegiertenversammlung in der Begründung dieses Wunsches auch darauf hinwies, daß im Reichsmarineamt bereits seit längerer Zeit eine amtliche Nachrichtenstelle für die Presse bestehe. (D Vermehrung der Postanstalten auf dem Lande. In diesem Etatsjahre soll eine Vermehrung der Postanstalten auf dem Lande um etwa 800 erfolgen. Außerdem ist den Oberpostdirektionen nachstehende Verfügung des Reichspostamts zugegangen:„Nach zahlreichen hier eingegangenen Beschwerden gewinnt es den Anschein, als ob einzelne Oberpostdirektionen bei Ausführung der Verfügung vom 13. Juni 1909, wonach ein Bedürfnis zur Beibehaltung der vorhandenen mehrmaligen Landbestellungen einer Nachprüfung zu unterziehen war, nicht immer mit der nötigen Unterscheidung und Mäßigung vorgegangen sind. Insbesondere ist aufgefallen, daß die Einschränkungen in der Zahl der täglichen Bestellungen vielfach lediglich von der Einwohnerzahl der zu bestellenden Ortschaften abhängig gemacht worden sind, ohne daß die Zahl der abzutragenden Sendungen die nötige Berücksichtigung gefunden hat. Durch die Aushebung von seit vielen Jahren bestehenden zweiten Werktagsbestellungen ist in weite Kreise der Landbevölkerung große Beunruhigung hineingetragen worden, die zu höchst unerwünschten Erörterungen geführt hat. Den Oberpostdirektionen wird deshalb zur Pflicht gemacht, bei der Aufhebung von Landbestelleinrichtungen usw. mit Vorsicht zu verfahren und unter Umständen vorher die beabsichtigte Beschränkung mit maßgebenden Interessenten zu erörtern.“ Von der Partei der„Brüderlichkeit". Aus den Erörterungen des kürzlich abgehaltenen Parteitages der württembergischen Sozialdemokratie seien nach einer Blättermeldung noch ein paar kleine Züge hervorgehoben, die bezeichnend sind für den„einmütigen Geist“, der die Beratungen der Genossen beherrschte: Ein Redakteur der„Schwäbischen Tagwacht" erklärte, kein Fabrikarbeiter müsse sich vom Unternehmer so viel gefallen lassen, wie ein Re dakteur eines sozialdemokratischen Partei Bezugspreise: Vierteljährlich: In Munster dei der Geschäftestelle A 3.90; auswärts bei allen deutschen Postämtern A 3.50. Zweimonatlich: In Münster bei der Geschäftostelle A 2.00; auswärts durch die Post K 2.34. Einmonatlich: In Münster A 1.00; auswärts durch die Post (für jeden einzeinen Monat des Quartals zulassig) 1.17. Einzelnummer: Zu haben in der Geschäftestelle, an den Bahnhösen 2c. 8 Exemplar 10 Pfg. Anzeigenpreise: Für die Petitzeile oder deren Raum 25°8, Reklamezeile 75 4. Anzeigen=Annahme: In Münster Königstraße 39, sowie sämtliche Annoncen=Bureaus des In= und Auslandes. blattes: der Genosse Hildenbrand habe ihm einmal gesagt, seine Artikel seien„Blödsinn“, und ihn als einen Anarchosyndikalisten bezeichnet; eine Möglichkeit der Verteidigung, wie sie in der bürgerlichen Presse gewährleistet sei, habe für die Redaktion des Parteiblattes nicht bestanden. Dem Abg. Lindemann wurde vorgeworfen, er ziehe auf Agitationsreisen im Lande umher, bringe es zu Hause aber nicht einmal sertig, seine Frau, die den Vorsitz in einem bürgerlichen Verein für Frauenstimmrecht führe, zur Sozialdemokratie zu bekehren. Darauf erklärte Genosse Lindemann, er habe wiederholt mit seiner Frau über die Dinge gesprochen, es sei ihm jedoch nicht gelungen, sie zu überzeugen. Er empfehle aber dem Genossen, sich einmal mit seiner Frau auseinanderzusetzen. Unter großer Heiterkeit wurde der Angriff gegen Lindemann als erledigt angesehen. 7 Die Freiheitskriege 1813 und die„Legende der Heiligengeschichten". Man könnte erstaunt fragen: Was haben sie miteinander zu tun? Die Antwort findet sich in der Rede des Professors Dr. Schrader, gehalten bei der Tagung des Westfalischen Hauptvereins des Evangelischen Bundes zu Minden, wo bekanntlich die katholische Kirche mit gewohnter Liebenswürdigkeit behandelt wurde. Im Merkur"(Nr. 236) ist damals des Historikers vom Gymnasium zu Bielefeld nicht gedacht worden; nach dem nun vorliegenden stolzen Berichte des Westfälischen Pfarrerblattes wäre es kränkend, ihn zu übergehen.„Tiefgrabend“, hat er die wichtige Emdeckung gemacht: „Ohne Luther, ohne die Reformation wäre das Volk nicht jener einzigartigen Erhebung(von 1813) fähig gewesen. Luthere Geist war wieder lebendig geworden. Luther protestierte einst gegen den Zwang auf religiosem Gediet um des Gewissens willen. Er vertraute auf Gott. So wurde der Protestantismus geboren, der zugleich ankämpfte gegen das Undeutsche, Römische, das damals dem deutschen Volke gefährlich wurde. Aehnliche Kräfte entsalteten sich auch 1813. Auch da regte sich wieder das protestantische Gewissen gegen die Gewissensvergewaltigung, die von Napoleon ausging, der das Recht der eigenen Art, der die sittliche Macht des geschichtlich Gewordenen mißachtete. Die Grundstimmung der weitesten Kreise war tiefe ernste Frömmigkeit. Unter dem Zeichen des Kreuzes zog die Gemeinde in den Kampf. So trägt die Bewegung religiösen, noch mehr, sie trägt protestantischevangelischen Charakter.“ Anderswo vernahm man aus dem Munde eines evangelischen Religionslehrers zur Feier des 10. März, die Königin Luise sei der Schutzengel der guten Sache, der Genius des Staates gewesen, ihr Geist habe voranschreitend zu Kampf und Sieg begeistert. Doch sei Herrn Schrader gern die Freude daran gegönnt, daß er die„Betätigung des evangelischprotestantischen Geistes in der geradezu heiligen Zeit vor 100 Jahren“ so vorzüglich dargetan hat. Er stellte Heinrich von Treitschke, der den alten deutschen Gott, zu dem die damalige Jugend betete, als den Gott der Protestanten bezeichnet, und der all ihr Tun und Denken auf dem sittlichen Grunde der strengen Pflichtenlehre Kants ruhen läßt, weit in den Schatten. Auch letzterer weist hin auf den finsteren kirchlich=nationalen Fanatismus der Spanier. Der Bielefelder Oberlehrer aber, ein Mann„vonl seiner, eigener Gedanken“, muß darüber hinausgehen. Es genügt ihm nicht die Behauptung, das protestantische Volk sei durch Bibel und Gesangbuch für den Aufstand so erfolgreich erzogen worden. Für den Evangelischen Bund des Katholikenhasses und der Katholikenhetze bedarf es der besonderen Hervorkehrung des konfessionellen Gegensatzes wie teg G „Die Legenden der Heiligengeschichten y#tten nicht solche Kraft geweckt. Und dazu blieb die ganze Stimmung frei von häßlichen Begleiterscheinungen. Die Geschichte unserer Freiheitskriege berichtet uns nicht solch dunktes blutiges Geschehen wie der spanische Freiheitskampf. Sie kennt kein Saragossa, kein Niedermetzeln auch der am Boden liegenden in surchtbarem Straßenkampf, keine Beschimpfung des Gegners. Gewiß hat der Druck auch bei uns einen kräftigen Haß entfacht. Aber als der Sturm losbrach, da tritt das Verlangen nach Rache zurück, da sind es tiefere heiligere Gefühle, die in Wort und Lied sich Ausdruck schaffen, da wird der Zorn gebändigt durch proteWahrlich, ein Muster der Geschichtsbaumeisterei! Es gehört die ganze Verbohrtheit des Bündlers dazu, um die Heiligenverehrung zu beleidigender Herabsetzung des katholischen Volksteils zu verwerten. Sie richtet sich selbst. Haben nicht die Untertanen Friedrich Wilhelms III. ohne Unterschied der Konfession ihre Pflicht treu erfüllt?. Die erste öffentlich erwähnte freiwillige Kriegsgabe kam von der katholischen Gemeinde in Marienburg in Westpreußen. Sie stellte schon um Neujahr 1813 alles entbehrliche Silberzeug ihrer Kirche dem Staate zur Verfügung. Es galt als selbstverständlich, um Gottes willen dem Ruse unter die Fahnen zu folgen. Als nach der Schlacht an der Kaßzbach drei Viertel einer französischen Division im Kreise Hirschberg versprengt waren, konnte Gneisenau dem Prälaten Stechow die Sorge dafür überlassen, daß unter dem Geläute der Sturmglocken der Landsturm zur Gefangennahme des Feindes aufgeboten wurde. Wie sehr der Masor von Arnim, Kommandeur, des Pommerschen Husaren=Regiments, die Mionmnnnce estfälischer Stolze-Schrey 1# 4. August 1913. der Oberpräsident der Ratibor und Corvey, Chillingsfürst. * Unpolitische Seitläufe. (Nachdruck verboten.) Cuxhaven, 31. Juli. Im Heißhunger nach frischer Luft bin ich auf dem birzesten Wege an die Nordsee gefahren. Ein weiser Gönner hatte mir freilich gesagt, in Cuxhaven gäbe es auch keine richtige Seeluft, weil dort zu viel rauchende Dampfer ein= und #ausliefen. O ja, der Schiffsverkehr ist bedeutend und bietet fne unendliche Serie von hübschen Bildern.(Als ob man In Klentopp säße, wie Jung=Berlin sagt.) Aber die Raucheuen der Dampfer tun uns wirrlich nichts zuleide. Die verschwinden in dem gewaltigen Luftmeer, das sich über der See wölbt, auf Nimmerwiedersehen; an den Strand gerät kein hauch davon. Was da an der Küste sitzt, liegt oder schwimmt, etmet reine Luft ein, das ist die Hauptsache in den sog. Seebedern. Ich gehe nicht mehr ins kalte Wasser, aber ich nehme sen Tag ein Luftbad. Und die Luft wird nicht bloß Lungen genossen, sondern von dem ganzen Körper, Uzeit frische und manchmal recht scharfe Wind die geElene Seeluft einem auf die Haut und in die Poren drückt. Dieses natürliche Frottieren macht mir Freude und schafft Erseschung. Daheim habe ich, wie die meisten Stubenmenschen, Scheu dor bemerklichem Luftzug. Am Strande suche und gemeße ich den Wind, ohne der sonst so gefürchteten Erkältung zu verfallen. Die Seele geht am Meeresufer auch nicht leer aus. Der Blick auf die grenzenlose Wassermasse, die den hanzen Erdball umgibt, das Beobachten von Ebbe und Flut und von dem ewigen Wogentreiben, das Nachdenken über die unermeßlichen Kräfte, die da rastlos tätig sind: das gibt ein erfrischendes Geistesbad in der Idee der Allmacht und Unendlichkeit. bir Der“ Manche Leute gehen lieber ins Gebirge. Das har auch ewas Herzerhebendes. Die Berge sind sozusagen versteinerte Gogen. Imposant, aber bewegungslos und stumm. Die Neeieswogen haben den Vorzug der lebendigen Kraft, des seien Wechsels der stetigen Wiedergeburt unter eigener Scchmustk. Sehe jeder, wo er bleibe. Die Erhabenheit des Schopfers kann man hier und dort bewundern und an der derflichkeit der flüssigen Natur sich gleicherweise freuen, wie in der ruhigen Schönheit der festen Natur. Viel erquickliche Fleckten gibts auf der Welt. Bedauerlich ist nur, daß die Menwden dort, wo die Natur besondere Anziehungskraft hat, alsbald ein modernes Weltbad mit allen Schikanen sthotschen Lebens einrichten. Voriges Jahr war ich einige Wochen an der Ostsee in Swinemünde. Der breite SandLrund dort ist herrlich, für Kinder namentlich ein Paradies. üver an der Ostseite, wo die Leute sich zusammendrängen, hat einn aus dem guten Seestrand einen Abklatsch von Berlin eemacht, sogar ein Berlin bei Nacht. Das sage ich nicht, um di Leute von Swinemünde abzuschrecken, sondern nur, um den Besuchslustigen den Rat zu geben: Geht nach Westen in die stillere Strecke nach Ahlbeck zu und laßt das aufgetakelte „Weltbad“ rechts liegen. In Cuxhaven geht es, obschon man dort auch 30 000 Sommergäste zählt, viel einfacher und natürlicher zu. Dort gibt Berlin in keiner Weise den Ton an. Der Ortsgeist ist plattdeutsch. Wenn auch die plattdeutschen Worte(leider!) sellen werden, so bleibt doch die Aussprache. Wie der Stimmenklang so zeigt auch das ganze Benehmen, die Kleidung, die Gesichtsfarbe und die Gesichtsbildung usw. einen angenehmen Unterschied von Berlin und dem verberlinerten Teil Deutschlands. Das Mittelglied zwischen beiden Richtungen bilden die Sachsen, und es ist wunderbar, daß man sowohl am Ostseestrand als auch hier an der Nordsee soviel urwüchsiges Sächsisch hört. In Sachsen herrscht offenbar eine große Vorliebe für die See, und unser Marieamt könnte bei weiterem Bedarf an Schiffsjungen und Matrosen wohl auf den sächsischen Nachwuchs ein Auge werfen. Uebrigens ist Cuxhaven sehr geeignet, um den Flottengeist zu wecken. Denn Hamburg ist der größte Hafenplatz des Festlandes, und Cuxhaven ist nichts anderes, als der Seehafen von Hamburg, in dem auch die Kriegsmarine ihre Tätigkeit entfaltet. Die hiesige Signalstation für den Schiffsmeldedienst bildet eine Zentrale von größter Bedeutung für den gesamten Verkehr auf dem Wasser. Von der Küstenartillerie bekommt man Imposantes zu sehen, ohne sich an militärische Geheimnisse heranzudrängen. Zivile Teerjacken und militärische Blaujacken beleben das Straßenbild, aber keineswegs in unangenehmer Weise. Die militärische Bedeutung von Cuxhaven hat nebenbei für die katholischen Einwohner und Gäste einen schätzbaren Vorteil. Es ist neben der protestantischen auch eine katholische Garnisonkirche erbaut worden, die auch den Zivilisten offen steht. Sonst würden schwerlich die Katholischen in dieser hamburgischen Diaspora schon zu einem so stattlichen Gotteshause gelangt sein. Wenn es hier im ganzen einfach und natürlich zugeht, ohne Protzerei und ohne Nachtleben, so hindert das freilich die Gastwirte und Zimmervermieter nicht, sich ihre Leistungen ordentlich bezahlen zu lassen. Das ist natürlich und bleibt erträglich, wenn die Leute etwas Ordentliches liefern für das Geld, und in der Beziehung bin ich bisher zufrieden. So gebe ich mich behaglich dem Genuß der frischen und würzigen Seeluft hin, um den Berliner Dunst und Staub aus den Lungen und der Haut nach Möglichkeit auszublasen. Ja, ist denn die Berliner Luft so schlecht, obschon doch Berlin als die reinlichste Stadt der Welt gepriesen wird? Leider wird sie trotz aller Straßensegerei immer schlechter, und zwar wegen der Automobile. Wenn ich jemals auf die Pferde gescholten habe wegen der Andenken, die sie auf den Straßen zurücklassen, so nehme ich jetzt alles zurück und erkläre die Zuggäule für Ehrentiere. All' der flüssige und feste Abfall der Pferdewagen ist ein kleineres, viel kleineres Uebel im Vergleich mit dem gasförmigen Abfall, den die Kraftwagen zurücklassen. Dieser Benzin= und Benzolgestank ist scheußlich und wird immer unerträglicher. Dem Unrat der Tiere konnte man immer noch ausweichen, aber den Mißdüften der vielen Automobile und der großen Kraftomnibusse kann man nicht entgehen. Immer wieder hat man die Nase voll von dem widerlich häßlichen Rauch, man muß ihn schlucken, weil man das Atmen beim besten Willen nicht einstellen kann. Und wenn man in so einem stänkrigen Omnibus fährt, so bekommt man für einen Groschen eine ganze Viertelstunde lang die Lunge mit Benzindünsten imprägniert. Bisher benutzte man den Asphalt, um das großstädtische Wesen und Treiben nach der Schattenseite hin zu kennzeichnen. Jetzt sollte man lieber auf den Benzingeist schimpfen, statt auf die Asphaltgesinnung, und wenn einer der Reichshauptstadt einen Ekelnamen anhängen will, so kann er statt Berlin kurzerhand Benzin sagen. Wo bleibt die Polizei, die doch sonst ihre Nase in alles steckt? Hier haben wir ein gröbliches Attentat auf die Nasen des Volkes, das zugleich ein Attentat auf die Gesundheit ist. Auge und Ohr werden viel sorgsamer beschützt, als die Nase und die mit ihr zusammenhängenden Atmungsorgane. Wir müssen uns in der Tat ernstlich an die Nase fassen und uns überlegen, daß der liebe Gott uns diesen fünften Sinn gegeben hat, um ihn zweckmäßig zu gebrauchen, nicht aber um ihn mißhandeln und verkümmern zu lassen. Die Polizei soll nur mal ernstlich gegen die Luftverpestung durch die Benzinwagen vorgehen. Dann wird sofort die Technik aus der Not eine Tugend machen und Vorrichtungen erfinden, um eine bessere Verbrennung des Benzins oder eine bessere Ableitung der Abgase herbeizuführen. Und sollte das nicht ausreichen, so müßte man für den regelmäßigen Verkehr in den städtischen Straßen den elektrischen Antrieb vorschreiben. Wir haben ja jetzt schon etliche elektrische Draschten. Es handelt sich nur um die Kostenfrage, und die so oder so überwunden werden, wenn so große ästhetische und gesundheitliche Mißstände aus dem Benzinverbrauch sich e beben..# 4... find 9; umemthehrlichtter Amit. Licht und Lust— das sinv die unenwehrlichsten Zwulingsgüter. Für gutes Licht wird besser gesorgt, als für reine Luft. Auch in unserem Privatleben und namentlich in der eigenen Häuslichkeit müßten wir die Nase besser gebrauchen. Eine Erholungsreise zum Luftschnappen ist doch schließlich nur ein Notbehelf. Sorge lieber jeder, daß er und die Seinigen andauernd in einer möglichst guten Luft leben. Wenn auch die herbe Lieblichkeit der Seeluft nicht überall und andauernd zu erreichen ist, so läßt sich doch für die Reinheit und Frische der Stubenluft sehr viel tun, wenn man nur die Nase als Prüfstein zu gebrauchen versteht und für die zweckmäßige Lüftung ebensogut sorgt, wie für zweckmäßige Ernährung und Kleidung. Und jetzt gehe ich noch etwas am Strand spazieren— mit aufgeblähten Nüstern. ( Das Ende eines Schinkeischen Baues in Berlin. Einem hervorragenden alten Bauwerk der Reichshauptstadt droht die Zerstörung: Die mit Schinkels Fassade geschmückte ehemalige Militärarrestanstalt in der Lindenstraße No. 81 soll unwiderruflich abgerissen werden. Das trotz seiner einstigen peinlichen Bestimmung ehrwürdige Haus steht gerade im Blickpunkt der Jerusalemerstraße an weithin sichtbarer Stelle und vertritt da mit seinem ganz schlichten, aber höchst abgewogenen, wahrhaft vornehmen Aufbau die beste Berliner Tradition der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Die Baulichkeiten in der alten kleinen Feilnerstraße nebenan sind bereits gefallen, und nun soll es auch bald an den nur drei Achsen tiesen Frontbau in der Lindenstraße gehen. Es ist ein ganz einfacher Backsteinrohbau mit weit ausladendem Holzgesims und pultförmig hoch emporsteigendem Dach Die Gliederung der Fassade aber spricht von reifer Kunst. Ein niedriges Sockelgeschoß, dann drei Hauptgeschosse, durch einfach geschnittene Lisenen der Höhe nach zusammengefaßt, sechs und fünf Achsen zu beiden Seiten des Tores und der breiteren Fensteröffnungen darüber, unter dem Gesims zwei feine, in ihrer Verschiedenheit wohlberechnete, ganz herumlaufende Zahnschnitte und dann mit kräftigen Konsolen vorspringend das Gesims selbst. Nicht auf diesen ganz anspruchslosen Formen beruht die Wirkung des Gebäudes, sondern auf der unaufdringlich sich äußernden Kunst der Verhältnisse. Früher hat die nach der Feilnerstraße zu belegene Hälfte des Gebäudes, die jetzt bereits gefallen ist, als Kasernement für eine Eskadron des zweiten Gardedragonerregiments gedient; in den siebziger Jahren befand sich hier aber auch noch ein Offizierskasino. Die eigentlichen Arrestlokalitäten lagen nach der Ritterstraße zu, bei deren Durchlegung bis zur Lindenstraße, man auch hier die Front der Schinkelschen Fassade entsprechend herstellte. Hinter den drei Geschossen aber lagen vier Zellengeschosse. Längs der Front lief der Korridor, von dem man aus durch Treppchen die Zwischenhöhen erreichte. 134 Arrestzellen gab es hier, dazu die Wohnung des Platz= majors, die des Inspektors der Militärarrestanstalt und eine Telegraphenstation. Es ist aufs höchste zu bedauern, daß ein an so hervorragendem Platze gelegener Bau von Meisterhand, dessen, man möchte fast sagen, edle Haltung manchem modernen Bau zum Vorbilde gedient hat, jetzt der Vernichtung anheimfallen soll. X Die Vermehrung der Bevölkerung des russischen Reiches. Die Bevölkerung des russischen Reiches übersteigt jetzt 171 Millionen. Von der letzten Volkszählung, 1897, bis heute, 1913, läßt sich eine Vermehrung der Bevölkerung um 42 Millionen— ungefähr die Einwohnerschaft Frank Nr. 387.(Dorgen-Ausgabe. Westfällscher(Derkur. Katholken schäßte, zeigte er, als er sich am 9. November 1813 in seinem Aufrufe mit den Worten an„die braven Bewohner des Münsterlandes" wandte: „Deutsche Brüder! Biedere Münsteraner! Gleich Euren andern westfälischen Brüdern rufe ich Euch auf zum Kampf für Deutschlands Befreiung, zum Kampf für das gemeinsame Vaterland, zum heiligen Kampfe für Religion, Freiheit und Recht. Groß sind die Ansprüche, welche die gemeinsame Sache an Euch machen kann, noch größer die Erwartungen, welche das deutsche Vaterland von Euch hegt. Wie groß aber auch diese Ansprüche. diese Erwartungen sein mögen: Ihr werdet sie erfüllen. Ihr werdet sie übertreffen. In Euren Adern rollt noch echt deutsches Blut, in Euren Herzen wohnt noch altdeutscher Sinn. Ruhmvoll werden die Münsteraner kämpfen als echte Deutsche.“ Nicht anders dachte der General von Bülow, der am 16. November in Münster einzog. Von den Oesterreichern bezeugt der Kriegshistoriker des preußischen Generalstabes, Rudolf Friederich: Mag ihnen die Begeisterung der preußischen Soldaten gesehlt haben, da sie erst wenige Tage vor Beginn des Krieges erfuhren, gegen wen sie eigentlich zu Felde rücken sollten. Nachdem es ihnen aber bekannt wurde, daß sie gegen die Franzosen zu sechten hätten, ließen sie auch nach dieser Richtung nichts zu wünschen übrig,„„ Und über die Erhebung der Tiroler sagt der proteBerliner Universität, Dietrich der stantische Historiker Schäfer, also: „Ueber sie sind später aus liberalen Anschauungen heraus abfällige Urteile gefällt worden, weil sie nicht zuletzt gegen Montgelas, des allmächtigen bayerischen Ministers, Aufklärungssostem sich richtete. Das feste Einstehen des tapferen Bergvolkes für einen Kaiser und seinen Glauden bleidt doch eine defreiende Tat, sein unverzagter Mut, der die Landeshauptstadt dem Feinde dreimal zu entreißen vermochte, ein Ruhmestitel deutscher Volkskraft. Ebenso schreibt der Protestant Theodor Lindner: „Tirol gab das Beispiel eines Volkskrieges, wie man ihn schon an den Spaniern bewunderte." Der Geschichtsforscher Schrader versucht auf Kosten der letzteren, der Katholiken, seine Glaubensgenossen zu verherrlichen: er sei aber nur an das Blutbad von Hagelberg, am 27. August 1813, erinnert. Der ihm offenbar wohlbekannte Heinrich von Treitschke gibt davon nachstehende Schilderung: „Als der erste Schrecken überwunden war, stürmten die brandenburgischen Bauern unaufhaltsam vor, und dann brach sie los, jene Wildheit des nordischen Verserkerzorns, wovon die Sagen der Romanen seit den Zeiten des Barus so viel Gräßliches zu erzählen wußten. Welch ein Andlick, wie die Bauern auf ein dichtgedrängtes Viereck französischen Fußvolkes an der Hagelderger Dorfmauer losschlugen, schweigsam, unervintlich, in namenloser Wut: als das Krachen der Gewehrkolden endlich verstummte, da lag ein scheußlicher Leichenhaufen hoch aufgeschichtet bis zum Rande der Mauer, das Hirn quoll den Toten aus den zerschmetterten Schädeln. Von seinen 9000 Mann rettete Girard nur 1700 aus dem Entsetzen dieser Landwebrschlacht.“ Wie hat„protestanttsche Frömmigkeit" da den Zorn gebändigt? Es fällt uns natürlich nicht ein, dieraus den Protestanten oder dem Protestantiomus als solchem Vorwürfe zu machen, aber es wäre nicht notwendig, auch einmal an solche Tatsachen zu erinnern, wenn es die Evangelischen Bundesredner unterließen. Behauptungen aufzustellen. die geradezu zu scharfen Entgegnungen zwingen! Die katholischen Krieger haben sowohl 1813 als auch sonst wacker ihre Schuldigkeit getan im desten Verein mit den evangelischen Kameraden. Steht es nun einem protestantischen Oberlehrer, einem Erzieher auch von katholischen Schülern, zu, den Samen der Zwietracht zu säen? Bemerkenswert erscheint es, daß unter den 18 Mitgliedern des Vorstandes des Westfälischen Hauptvereins des Evangelischen Bundes 12 Pfarrer sich befinden, dabei der Pfarrer Schütz zu Münster als Vorsitzender der Gruppe Münsterland=Hellweg. Pfarrer sind die beiden Vorsitzenden und der Schriftführer. Belgien. 6 Zur Wahlreform in Luxembung. Jahren schon wünscht die Bevölkerung Luxemburgs eine Wadkreform. Da jedoch eine Reform auf der Konstituvon des Landes während der Regentschaft nicht durchgeführt werden konnte, sieht das Volk erst jetzt nach Beendigung der Regentschaft die Möglichkeit der Erfüllung seines Wunsches. Der üderal=sozialistische Block konnte es aber nicht über sich bringen, die Einführung des allgemeinen Wahlrechts anzuerkennen, weil er befürchtete, daß dadurch die katholische Rechte die Mehrbeit bekommen könnte. Die Blockmehrheit stünmte daher nicht für das allgemeine Wahlrecht, sondern brachte an dem bisherigen Wahlrecht nur eine Aenderung an: wädlen kann, wer wenigstens 10 Francs Steuern. die Gemeindeumlagen mit einbegriffen, zahlt. Durch diese Aenderung ist die Zahl der Wahlberechtigten bedeutend gestiegen, aber es bleiben doch noch viele kleine Arbeiter, besonders Landarbeiter, welche an der Religion hängen, ausgeschlossen. Die Linke hat auch den Vorschlag der Rechten, daß das Wahlrecht nicht än dem Hauptort des Wahlkreises, sondern in den einzelnen Gemeinden ausgeübt werden soll, zurückgewiesen. Man fürchtet, daß durch die Annahme der letzteren Bestimmung den katholischen Wählern die Ausübung ihres Rechtes erleichtert werden könnte. Trotzdem besteht begründete Hoffnung, daß bei den nächsten Wahlen das Regime, welches die Entchristlichung der Schule in die Wege geleitet hat, gestürzt wird. Frankreich. Die Verandung der rehgiösen Kongregakionen. C' Paris, 30. Juli. Der Generalfuperior der Väter vom Heiligsten Herzen von Picpus hat bei dem Ministerpräsidenten Barthou gegen den Beschluß der Kammer, welcher die Regierung autortsiert, die Immobilien der Gesellschaft in der Rue de Picpus zu erwerden. feierlichen Protest erboben. Die Läter vom Heiligsten Herzen sind eine Missionsgesellschaft. die 1805 nan dem franzöfischen Priester Pierre Jos. Co die 1000 von dem ftünzesichn#iester Pierre S.. Coudrin reichs— konstatieren. In den ruffischen Städten überwiegt das männliche Geschlecht. auf dem Lande das weidliche. Nach der offiziellen Stanftik der Nationalttäten sind die Russen 65 v. H., Türken und Tartaren 10.6 v. H., Polen 6.2 v. H., Finnländer 4.6 v. H., Litdauer 2.4 v. H., Deutsche 1.6 v. H. Trot der Fortschrine, die die russische Industrie in den lezen Jahren gemacht dat, zähl man immer noch auf 1000 Einwodner 771 Bauern. Die Zahl der in den Fabriken des Reiches beschäfngten Arbeter beträgt 2068(32. Von 1000 Einwohnern können nur 229 lesen und schreiden. Wenn man die Vevöikerung Deuchlands. Oeberreich=Ungarns und Frankreichs zusammenzählt, bleibt sie immer noch mit 16 Mäillionen unter der russischen Vevölkerimgsziffer. = Bimowih über griechische Pevornsfunde. Die itolienische Gesellschoft für Paporusforichung veröffentlicht unter der Leitung G. Viwlis ein zweites Heft griechischer und lateinischer Papori, die aus Grabungen der Gesellschaft in Hermupolis und Orordynchos stammen. Ged. Rat von Wilamowitz bedandelt dieses neue Material soeden in der „Deutschen Literaturzeitung". Das Hauptstück ist fraglos ein aus dem Kunsthandel stammendes Pergamentblatt aus einer Komödie Menanders. Wir erhalten da einiges aus dem Ende des ersten und den Anfang des zweiten Aktes. Noch mindestens einer Einleitungsszene gab Tyche die Expofition der sehr kompfizierten Handlung; nicht alles ist klar. Smikrines, der Geizdals, exponiert sich selbst vortrefflich. und in voller Leddaftigkeit sehen wir die Vorbereitungen zu einer List, die ihn verdindern soll, seinem Stiefsohn ein Mädchen zuzuschanzen, dessen Liebdaber verreist ist. Sein eigener Bruder soll sich tot stellen oder vielleicht ein anderer den toten Bruder spielen. Im zweiten Akt wird döchst ergötzlich diese Trauernachricht dem Smikrines von seinem durchtriedenen Sklaven durch eine Menge tragischer beigebrocht. Das zweite wichtige Stück ist ein winziger Fetzen aus der Hekale des Kallimachos. Er stommt aus Ororbonchos. und die Schrift hat mit dem Berliner Bruchstücke aus einem Papyrusbuche des Kallimachos so große Aebnlichkeit, daß Prof. Schubart die Zugehörigkeit zu demselben, sehr starken Bande vermutet; denn die Berliner Bruchstucke stammen aus anderen Werken des Kallimachos. nämlich aus der Aitia und den Liedern. Endlich sind von Wichtigkeit zwei nicht ganz kleine Stücke, die den Frauenkatalogen des Hesiod mit ausreichender Sicherheit zugeschrieden sind. Wir hatten uns, schreibt Wilamowitz diese Periode wohl besser, minder sklavisch homerisierend vorgestellt. Das eine Bruchstück erzählt den Wertlauf der Atalante mit Hippomenes, das andere hält Wilamowitz für den Uebergang von einer Geschichte zur anderen. gegründet wurde und von dem Mutterhaus zu Paris in der Picpusstraße den Namen Picpusgesellschaft annahm. Von diesem Hause, das jetzt vom Staate„liquidiert“ wird, sind im Laufe eines Jahrhunderts zahlreiche Missionäre besonders nach Polynesien ausgezogen, wo sie französischen Einfluß und französische Sprache verbreiten und ehren halfen. In dem Hause der Rue Picpus hat sich eines der bekanntesten und berühmtesten Mutglieder der Gesellschaft. der Apostel der Aussätzigen Pater Damian, Gott geweiht. All die Erinnerungen md Verdienste der Missionäre haben ihre Grür dugestatte nicht retten können. Ein merkwürdiger Korpskommandeur. Paris, 1. Aug. Vor dem Kriegsgericht in Lile sand gestern ein Prozeß gegen den Actillerieunteroffizier Deflorane statt, der bei einem Fon auf Wachtposten gestanden und von der„Braut“ eines Soldaten verleitet worden war, den Posten zu verlassen und ins Wirishaus zu geben. Der Kommandeur des ersten Armeekorps erklärte in einem Schreiben an den Regimentsobersten, daß ein Exempel statwiert werden müsse, da die Festungen im Norden und Nordosten Frankreichs von zahlreichen Spionen überwacht würden. Er würde deshalb, selbst wenn das Kriegsgericht den Angeklagten freisprechen würde, über den letzteren eine 60tägige Gefängnisstrafe verhängen. Der Veneidiger Defloranes protesnerte gegen diese Drohung, die einem Befehl gleichkomme, den Angeklagten zu verurteilen. Das Kriegsgericht sprach den Unteroffizier mit 5 gegen 2 Stimmen frei. Paris, 1. Aug. Wie aus Belfort gemeldet wird, hat sich der Disziplinarrat für die Absetzung des Volksschullehrers Frossard ausgesprochen, weil dieser an verschiedene Syndikalistenführer antimilitaristische Schriften gerichtet hatte. Spanien. Borcelona, 1. Aug. Die Polizei schätzt die Zahl der Streikenden auf 22.000. Das Streikkomitee glaubt, daß der Streik allgemein wird. Amerika. Washingion, 1. Aug(Reutermeldung.) Der Sekretär des Schatzamtes gibt bekannt, daß bei den nationalen Banken im Westen und Norden 25 bis 30 Millionen Dollar deponiert werden sollen, um die Erntebergung zu erleichtern, worauf die Banken 2 Prozent Zinsen zu zahlen haben.— Senator Thornton war der erste demokratische Redner, der im Senat gegen die Tarifvorlage sprach, seit diese von der Finanzkommission zurückgekommen ist. Mr. Thornton griff leidenschaftlich die freie Zuckereinfuhr an, die im Widerspruch zu der demokratischen Politik einer allmählichen Herabsetzung der gegenwärtigen Zölle stehe.— Staatssekretär Bryan erklärte, daß er die Hoffnung noch nicht aufgab, daß Großbritannien und Deutschland ihre Entschlüsse nochmals erwägen und an der Panama-Ausstellung in San Franzisko teilnähmen. Er fügte hinzu, daß weitere Verhandlungen eingeleitet wurden in der Absicht, beide Länder zu der Teilnahme zu veronlassen. Der neue Balkankrieg. Paris, 1. Aug. Der Petersburger „Figaro“ meldet aus angeblich bester Quelle, daß die russische Diplomatie mit Entschiedenheit dafür eintreten werde, daß den Bulgaren Kawala und Thasos erhalten bleiben. In dieser Frage sei die russische Diplomatie mit der österreichischen einig. Wien, 1. Aug.(Tel.) Die„Neue Freie Presse“ meldet aus Kalasat: Vidin ist vorgestern bis 9 Uhr abends von den Serben bombardiert worden. Beide Seiten verloren insgesamt über 1000 Tote. Durch das Vombardement wurde die halbe Stadt in einen Trümmerhaufen verwandelt: 200 Einwohner wurden getötet und 600 verwundet. Die Versuche der Serben, noch vorgestern abend in Bidin einzudringen, wurden durch die bulgarische Artillerie vereitelt. Gestern morgen um 6 Uhr wurde das Bombardement auf eine Entfernung von 6 Kilometern wieder ausgenommen: es dauerte mittags noch heftig an. Nachmittags um 3 Uhr fuhren die rumänischen Delegierten auf einem Dampfer von Kalafat über die Donau nach Vidin, um den Kriegführenden die in Bukarest beschlossene Waffenruhe mitzuteilen und den Befehl zur Einstetlung der Feindseligkeiten zu übermitteln. Sofia, 1. Aug. Die Agence Bulgare teilt zu den griechischerseits gemeldeten Vorkommnissen in Dedeagatsch und Xanthi mit, daß die aus beiden Orten im Interesse der Sicherheit der militärischen Operationen hinweggeführten Griechen sich in voller Gefundheit in Bulgarten definden. Ferner wird mitgeteilt, daß die Griechen niemals einen dreitägigen Waffenstillstand zurückwiesen, daß ihnen vonseiten Bulgariens überhaupt niemals ein solcher Vorschlag gemacht wurde. Sofia, 1. Aug.(Tel.) Die Agence Bulgare meldet: Gestern griffen die Serden Tscherniorh im Norden von Deschankiadenae an. Sie wurden mit großen Verlusten zurückgeschlagen. Auf dem griechischen Kriegsschauplag ist der bulgarische linke Flügel Herr der Wasserscheide im Piringedirge. Heute früh fanden auf der großen ausgedehnten Front keine ernsten Kämpfe statt. Die Lage der bulgarischen Armee war im Augenblick des Erscheinens des griechischen Parlamentärs für die Waffenruhe ausgezeichnet. Beim Beginn der Waffenruhe ist die griechische Armee von beiden Flügeln zerniert und im Rücken bedroht. Infolge dieser kritischer Situation erschien der griechische Parlamentär für die Waffenruhe schon um 8 Uhr morgens. Im Geviete von Kotichang machten die bulgartichen Truppen einen merklichen Vorstoß. Bukorest, 1. Aug(Tel.) Bis gestern abend wurden 7 CholersAlle in der rumänischen Armer Konstantinepel, 1. Aug.(Tel.) Der tärkische Thronfoiger ist in Kirkkilisse eingetroffen. Er wurde feierlich empfangen. Aldanische Fragen. Rom, 31. Juli. Die„Tribuna“ schreibt in einem Ankel über die Regetung der Grenze Südalbaniens:„Unsere Lage im unteren Adriatischen Meere erfordert unbedingt, daß das Kap Stylos. die Frdelia=Vay und das Territorium von Koritza vollkommen zu Albanien gehören. Die Londoner Konserenz dürfte diese Lösung, in der unsere Lebensinteressen im füdlichen Adnatischen Meere zusammengejaßt find, auf keinen Fall ändern, ohne daß das Preinge Italiens in seinen eigenen Gewässern und die Möglichken, die Küften der Abbruzzen und von Apulien zu verreidigen, vermindert würden, da eine nicht italienische Torpedoboorflotille, die sich im Kanal von Korfu und in der Umgebung des Kap Stylos und der Bay von Ftbelia verdergen würde, schneller in Ban und Brindest sein könnte, als eine von Tarent kommende italienische Floue. Dasselbe müsse von der Lebensfähigken des neuen Albaniens gesagt werden. Jedes weitere Zugeständnis im Norden der Galamasmündung wäre eine Abbröckelung und Schwächung Aldaniens und dadurch eine Ursache von politischen Umtrieben sein. Wer Südalbanien kennt, weiß, daß ihm das Terrtoriunn Korita nehmen, es um das fruchtbarfte und bevölkertste Gediet deichneiden dieße! Man würde ihm alle Mögl: keiten eines ökonomischen und moralischen Fortschrittes nehmen. Im Anichluß an die Bedauptung gewisser Blauer sagt die„Tribuna“, die Fragen betreffend die Südgrenze von Aldanien und die Aegäischen Insein sind von einander unabhängig. Die Frage der Inseln gehe nur Italien und die Türkei an und nemand anders; sie wird durch den Vertrag von Lausanne ceregelt. Die Frage Aldaniens ist internotional und muß durch die Mächte geregelt werden. Dies ist eine klare Entscheidung, die keinerlei Aenderung zuläß London, 31. Juli. Meldung des Remerschen Burcaus. Bei der Sitzung der Botschaftervereinigung am Donnerstag der vorigen Woche hatten die Botschafter von der Erklätung des montenegrinischen Bevollmächtigten Wo####des montenegrinischen Bevollmächtigten Wo###witsch Akt genommen, daß sämtl. montenegrinnchen Truppen Albanien geraumt hätten. Die Botschafter kamen dahin üderein, die Regierungen der Großmächte zu bitten, ihre Montenegro wiederdolt gegebenen Zusicherungen, in eine internationale Anleihe zu willigen, zu bestängen und Pontenegro bei den Entwässerungsorbeiten am ekutarisee zu unterstügen. Man glaubt, daß sich die Anleihe auf 30 Millionen Francs belaufen wird, die zu gleichen reilen unter die 6 Mächte verteilt werden soll. Montenegro versicherte die Mächte, daß es als Grenzberichtigung die von dem Stamme der Clementi bewohnten Enklave mit Braka am rechten Ufer des Skuarisees wünscht und außerdem das rechte User der Bosana. Montenegrinische Kreise versichern. Montenegro werde diese Grenzberichtigung bei den Friedensverbandl! #####dlungen in bestimmtester Form vertreten. Gegen die griechtsch-serdischen Anschuldigungen. Gegenüber den von griechischer und servischer Seite erhobenen Anschuldigungen gegen Bulgarien wegen verübter Greueltaten geht verschiedenen deutschen Zeitungen drahtlich aus Sofia folgende, von Pater Rychard Lyiebl unterzeichnete Darlegung zu: Als katholischer Missionspriester, der bulgarischen Kapuzinermission angehörend, fühle ich mich verpflichtet, meine Stimme zu erdeden für die vor der ganzen Welt verleumdete bulgarische Nation. Serdien und Griechenland haden alles getan, um die Welt irrezuleiten, was für sie ein leichtes Spiel war, weil Bulgarien gänzlich von der zivilisierten Welt abgeschnitten war. Ich folge nur meinem Gewissen und meinem freien Entschlusse, wenn ich gegen alle von Griechen und Serben unter der Führung idrer Offiziere verübten Greueltaten protestiere. Wenn die Bulgaren wirklich die Scheusale sind. als welche die verleumderischen Depeschen aus Athen und Belgrad sie anzuklagen belieben, warum gehen denn dann die Mazedonier nicht nach Griechenland und Sexdien, warum fliehen denn die sich auf Tausende und aber Tausende belaufenden unglücklichen Mazedonier gerade nach Bulgarien? Von Philippopel bis Sofia sieht man nichts als arme Flüchtlinge, die sich vor den so humanen Griechen und Serden flüchteten. Man frage diese Unglücklichen, deren Zahl schon Hunderttausende übersteigt, und man wird Qeueltaten erfahren, daß einem Haare zu Berge stehen. Obwohl Rumänien im Einvernehmen mit Servien und Griechenland gegen Bulgarien vorgegangen ist, fliehen die Kuzowalachen doch nicht nach Serdien und Griechenland, sondern nach Bulgarien, wo sie ebenso gastfreundlich empfangen werden, wie die anderen Mazedonier. Es entspricht so recht dem Charakter der Griechen und Serden, ihre eigenen Greueltaten anderen in die Schuhe zu schieden. Ich war in Sofia und Philippopel selbst Augenzeuge, wie gut und human nicht nur die türkischen Gefangenen, sondern auch die griechischen und serdischen behandelt werden. Besser würden sie nicht in Europa behandelt! Möge die öffentliche Meinung ihr ganzes und gewaltiges Gewicht zugunsten Bulgariens in die Wagschale werfen, auf daß dieser deroische Land jene Stellung im Balkan einnehme, die ihm gebührt, denn der Bulgare ist im Grunde genommen der einzige Gentleman des Balkans. Das hohe sittliche Gewissen Europas möge endlich den serdischen und griechischen Verleumdungsfeldzug entrüftet zurückweisen. Städtisches. Münfter, 1. Auguft. [=) Bezirkssptetfeste und Jugendpflege. Für die am kommenden Sonntag in Altenberge und Eschendorf bei Rheine stattfindenden Bezirksspielfeste des 1. und 2. Bezirks des Münsterländer Turngaues werden umfangreiche Vorbereitungen getroffen. Beide Feste, sowie auch das am 17. August in Recklinghausen stattfindende Spielfest des 3. Bezirks, sind in der Hauptsache der Jugendpflege und den Ausscheidungskämpfen in Schlag= und Faustballspiel um die Bezirksmeisterschaften gewidmet. Mit dem Bezirksspielfest in Eschendorf ist auch die Fahnenweihe des Turnvereins Jahn, Eschendorf, verbunden. Zum zweiten Male ist den Jungmannschaften des Münsterländer Turngaues Gelegenheit gegeben, ihre Kräfte bei öffentlichen Turnfesten zu zeigen und hierbei den schlichten Eichenkranz zu erringen. Von den Bezirksleitungen, sowie den Fest= und Ehrenausschüssen der Festorte sind folgenden Festordnungen aufgestellt: 1. Bezirk in Altenberge. 11½ Uhr Beginn des Wetturnens der Zöglinge im Vierkampf(2 Abteilungen); 4 Uhr Festzug durch den Ort zum Festplatz; daselbst Freiubungen, Ausscheidungsspiele der Turner, Gesellschaftsspiele der Turner und Zöglinge; 7 Uhr Verkündigung der Sieger. Abends im Lokale des Herrn Stöveken Festversammlung. 2. Bezirk in Eschendorf bei Rheine. 9 Uhr Beginn des Wetturnens der Turner und Ausscheidungsspiele: 3 Uhr Festzug zum Festplatze(Cordesmeyer), 4 Uhr Weihe der Fahne durch den Landrat Geh. Reg.=Rat Plenio, Burgsteinfurt: 5 Uhr Freiübungen und Wetturnen der Zöglinge in 2 Ab7 Uhr Verkündigung d teilungen,.—. Verlunigung der Sieger. * Volksbureau— nur Verspoel Nr. 6, eine Treppe hoch.— Während des Monats Juli wurden 297 Auskünfte erteilt und 31 Schriftsätze angefertigt. Auf dem Hauptarbeitsnachweis— ebenfalls Verspoel 6. eine Treppe hoch, Fernruf 427— wurden angemeldet im Monat Juli er. von 292 Arbeitgebern 403 Stellen, davon für ungelernte Arbeiter bezw. Arbeiterinnen 128, für gelernte 163 und für Gesinde 112 Stellen. Arbeitsuchende meldeten sich 505, und zwar ungelernte 160, davon auswärtige 95; gelernte 268 und Gesinde 77, männliches 59, weibliches 18. Dem männlichen Gesinde konnte zu zwei Fünfteln, dem weiblichen zu drei Bierteln Gefinde konnte zu zwei Fünfteln, dem weiblichen zu drei Vierteln gnd den gelernten Arbeitern zu einem Drittel Arbeit nachgewiesen werden. Von den ungelernten Arbeitern erhielten 44 Prozent eine Aroeitsstelle. Orovinzielle Nacbrichten. * Plettenberg, 31. Juli. Der Bahnbau von hier nach Herscheid hat in letzter Zeit erhebliche Fortschritte gemacht. Kurz vor dem hiesigen Bahnhof Eiringhausen ist man mit dem Bau der Durchlässe bezw. Biadukte beschäftigt. Die Bahn mündet am sogen. Kaley in den Bahnhof. Hier ist man mit Anschütten für den Bahndamm tätig. Die Brücken auf der ganzen Strecke sind fast überall fertig und auch die Erdbewegungen nehmen einen guten Fortgang. Nachdem die Herstellung der meisten Bahnhofsgebäude schon vor längerer Zeit verdungen worden waren, gelangten jetzt auch die Nebenbauten, wie Güterschuppen und dergl. zur Ausschreidung. Bei den Neubauten wird überall darauf gesehen, daß sie sich der heimischen Bauweise anpassen. Schreiten die Arbeiten so weiter fort, wird der Eröffnung im Laufe des nächsten Sommers nichts mehr im Wege stehen. X Arnsberg. 31. Juli. Alte Musikschätze Westfalens. Im Auftrage des Kultusministeriums und der Musikgeschichtlichen Kommission zur Herausgabe der Denkmäler deutscher Tonkunst bereist augendlicklich Dr. Krabbe=Berlin die Provinz Westfalen. um in privaten und öffentlichen Archiven und Bibliotheken alles zu katalogisieren, was sich irgendwie auch an Handschriften, Drucken und sonstigen Spuren einer musikalischen Kultur vor 1800 finden mag, um es so der wissenschaftlichen Forschung zugänglich zu machen. Alle, die auch nur einen ganz bescheidenen Beitrag zu dieser Forscherarbeit liefern könnten, sind herzlich gebeten, eine kurze Nachricht hiervon an„Herrn Dr. Krabbe, z. Z. Arnsberg. Hotel Husemann" zu schicken. Jederlei Unkosten werden gern zurückerstattet. Es handelt sich— noch einmal bemerkt— nur darum. Nachrichten und Quellen an Ort und Stelle zu notieren, nicht um Erwerdung oder Verschleppung. — Oeventrop bei Arnsberg, 30. Juli. In der Kapelle des Herz=Jesu=Missionshauses erteilte heute der hochw. Herr Weihdischof Haehling von Lanzenauer die dl. Weihen an die Alumnen der Missionare vom hl. Herzen Jesu. 17 Fratres erhielten die Tonfur und die niederen Weiben, 7 das Suddiakonat, 3 das Diakonat. 8 Theologen, die Patres Mener, Petto, Stamm, Gerlach, Wilmsen, Knudel. Kappell wurden zu Priestern geweiht. Sie werden morgen teils hier, teils im Missionshause zu Hiltrup bei Münster ihre erste hl. Messe feiern. * L ü d e n s c h e i d. 3 1. J u l i. E i n e B e t r u g s g e s c h i c h t e, d i e d i s j e t z t einzig dasteht. bildet augendlicklich den Gegenstand strengster Untersuchung deim diesigen Postamt. Ein Gerichtsbote von hier führte unter Vorzeigung eines Postanweisungsabschnitts Beschwerde, daß er die zu diesem Abschnit gehörende Postanweisung mit dem Berrage von 500.A an eine Firma in Hagen abgesandt hade, das Geld aber nicht angekommen sei.— Nach Feststellungen ist die Postanweisung beim hiesigen Postamt nicht gebucht, doch trägt der Abschnin den Poststempel Lüdenscheid und den Namen eines Beamten. Dieser Name ist aber nach Prüfung eines Sachverständigen gefälscht, auch hat der Beamte nach Maßgabe des Stempels in der Zeit der angedlichen Auflieferung keinen Dienst gehabt. Man hält hier auch letzteren, der in diese Sache unangenehmer Weise mit hineingezogen wird, für vollständig unschuldig. Die Untersuchung ist bei der Staatsanwaltschaft Hagen in vollem Gange unter Vernehmung von bis ungefähr 40 Jeugen, doch hat sich etwas Pofitires noch nicht feststellen lassen. * Siegen 31. Juli. Dem Aluminiumwerk H. Siedel in Freudenberg ging eine Bestellung von 95.000 Aluminium=Feldfleichen von der bulgarischen Regierung zu, mit dem Auftrog, diese in kürzetter Frist fernigzustellen. * Bodervorn. 31. Juli. Vom Blitze getroffen und getötet wurde gestern die Tochter des Bohnwärters Breker in Schwanen. Ein anderes Madchen und ein Knade, die sich mit der Getoteten wädrend des Gewimerz auf freiem Felde aufhielten, konnten sich noch kurzer Veräubung wieder erholen. * Ulbenessen, 31. Joli. Die diesige Zweigertbrücke über den Rhein=Herne=Kaual ist infolge Einwirkungen des Bergdauetz gefunken und muß, damit die für die Schiffahrt erforderliche Durchit#insshe dergestellt werde, gehoben werden. Gleichzeitig muh un Nücksicht auf den Straßenverkehr die unmittelbar deueden begende Brucke über die neue Emicher gehoben werden. Du herungseurwarf hegt zegt vor. Danoch soll die Hedung im in zme Meier derragen(ursprünglich waren 1.50 Meter vorgeieden! Lie hedung in diesem Umjange geht über das Maß der gegenwärtg norwendigen(rund 1 Meter) erheblich hinaus, damit bei dem Ferigung der Bodensenkungen eine erneute Hedung der Brücken und die dabei entstedenden Verkehrsstörungen für absebdare Zeit vermieden werden. Der Entwurf ist vom Kgl. Kanaldauamt im Einvernehmen mit der Gemeinde und dem KölnNeu=Essener Berawerksverein aufgestellt. — Essen-Ruhr, 1. Aug. Heute früh gegen 8 Uhr schoß ein junger Mann auf die 19jädrige Kontoristin Margarethe Bussen, die er vor der Tür des Baugeschäfts W. Schwarz in EssenRüttenscheid, wo sie beschäftigt war, erwartet hatte. Das Mädchen wurde lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus gebracht. den Mund und verletzte Liede zu Grunde liegen. Duisb Hamstag, den 2. Rugust 1913 chmer ursburg, 1. August. Der Minister der öffentlichen hat die Königliche Eisenbahndirektion Köln deauftragt## wurf für eine neue viergleisige Eisendahnbrücke über den### bei Duisburg=Hochseld aufzustellen. Dieselbe jan Abe halb der bestehenden und später als Straßenbrücke denden Rheinbrücke gebaut werden.— zu berog * Krefeld, 31. Juli. Das Rennpferd Romby, das zue der Krefelder Bahn lief und einen Wert von 15 00 4 bok. an Vergiftung eingegangen. Der B# die Ermittelung des Täters eine setzt Nun wurde von der hiesigen Polizei der Stallbursche verhaftet. Kielow, der die Tat ableugnet, wurde Stallmeister schwer belastet. eidorf. 31. Juli. aftsmäßig Besitzer des Belohnung vor Polizei der Ste Pferdes haue Düsseldorf, 31. Juli. Die hiesige Strafkammer heute wegen, gescha...— ziger Vermittlung von Rennwetten. Kaufmann peter Mayon(aus dem gleichen Grunde ve zu 1000 A Geldstrafe event. 100 Tage Gefangnis, den s Arnold Groß(ebenfalls deshalb vorbestraft) zu 1500 4l 7.8 strafe event. 150 Tage Gefängnis und die Ehefrau des o. manns Franz Schauerte zu 600 c4 Geldstrafe eventl.### ignis. Besonders die beiden Erstgenannten hatten, wie Urteil ausführte, in ganz erheblichem Umfange Wetten fur zösische Pferdewetten vermittelt. Die Verhandlung ließ me# deutlich erkennen, wie die verhangnisvolle Wettleidenschaft in#### weitesten Volkskreise eingedrungen ist und große Verdeern anrichtet. So trat u. a. ein junger Arbeiter als Zeuge auf, der den Angeklagten im Zeitraum von vier Wochen 130 M4 persa. hat. 10 2) Köln, 31. Juli. Heute begann hier die fünfte der Gesellschaft für deutsche Vorgeschichte. Die erste deusche b.2 historiker=Versammlung fand im Jahre 1907 ebenfalle zu e.## gelegentlich der Eröffnungsfeier des städtischen prähistorsiche Museums auf Veranlassung der Kölner Anthropologischen Geic, schaft statt. Infolge der damaligen vielfachen Anregung den Wert und die Bedeutung der vorgeschichtlichen Forschunen wurde dann später durch Universitätsprofessor Dr. Koffina# deutsche Gesellschaft für Vorgeschichte gegründet, die nachder jetzigen Namen„Gesellschaft für deutsche Vorgeschichte" um damit anzudeuten, daß sie sich vornehmlich die Erforschn, der deutschen Vorgeschichte zum Ziele gesetzt hat. Die Erkenung von dem Wert dieser Forschungen für unsere gesamte nationelGeschichtskunde ist inzwischen in immer weitere Kreise gedrungn Heute zählt die Gesellschaft für deutsche Vorgeschichte nahen### Mitglieder laut Mitteilung in der zur Einreitung der Tagunstatgehabten Geschaftssitzung des Vorstandes und der Mitgliede. versammlung. An leztere schloß sich dann im großen saale ein von der Stadt Köln gegebener Empfangsabend an. iu einen glänzenden Verlauf nahm. Für die Tagung sind neben 3. sichtigungen, Ausgrabungen usw. 15 wissenschaftliche Vorträg . Köln, 31. Juli. Auf der Kölner Fliegerstation ereigneten sie heute mehrere Unfälle. Zunächst stürzte ein Taubeapparat### infolgedessen das Flugzeug teilweise zertrümmert wurde. Ein anderer Flieger stieß beim Landen in der Nachbarschaft von Zür -ung steis im Unrecht sin Vmer auch dann, wenn una #chtet. Ein Gesetz, das ###dacht, nicht viel wert zu ## Standals gegen diet ossizielle Vorbereitung a * Standal dieser Art. beweist diee ordnung, die mit W Tung eine andere 2. de Punkt berührt wir ## vermuten, daß nahezu ## eiten und der kaltblütig # bichtigen Dingen nur da ##indete Ursache haben„ ###esgaben und in dem ni ### Ueberwindung der Prüf chwere Anklage gegen die Prufung der Juristen vera ### Aufforderung an sie, n ## tar, daß die bloße Ersch slausurarbeiten eine Al ### kann wohl den Prüflin ###ndlungen bei diesen Arb ###er Kur auf Symptome u hverhältnig zwischen Kö ##m andere yrage könnte geworsen werden: #oun; Huanahmel— bier in iunr Seihd Wie enige cer— Heerr Beamten in verselben ##pürde? Denjenigen unter ##gen wollen, daß an der Ordnung sei, möchten v ###ür ihre Behauptung nicht Die Ludwi Luxemburg, 31. Juli. „Wacht“ gemeldet, daß hei #de in Ludwigshafen in di ##ngen, erkannt worden ### ihre Verfolgung und ##ettionsladen, wo er sich ##brecher feuerte auf die Be ##ne. Der andere Gende ##sreckte den Verbrecher du ###o daß er auf der Stelle Düren ein Unfall zu; der Apparat wurde schwer beschädigt. V## Köln wurde mittels Automobils eine Fliegermannschaft welche die Admontierung des Apparats vornahm. Joly und sen Begleiter blieben unverletzt. Der auf einem Erkundigungsilug von Köln nach dem Sennelager begriffene Leutnant Reuß von d Fliegerstation Metz mußte im Teutoburger Wald eine Notlandung wegen Propellerschadens vornehmen. * Aachen, 31. Juli. In den letzten Tagen hat hier en Schwindler in der Tracht eines Klosterbruders für das Kloin in Moresnet Gaben gesammelt. Die Polizei vermutet in den Schwindler einen wegen Eigentumsvergehens schon oft bestranen 40jährigen Tagelöhner, der das Gewand eines Klosterdruden trägt. ( Trier, 1. Aug. Auf der Eisenbahnneubaustrecke ButlichDaun fuhren gestern mehrere Rottenarbeiter mit einem nen beladenen Wagen eine abschüssige Stelle hinunter. Infoige Versagens der Bremse ftießen sie mit einem das Gleis kreuzenden Passagierfuhrwerk zusammen. Zwei Arbeiter wurde# schwer, die übrigen leichter verletzt. Da wertes wurde getotet. * Koblenz, 31. Juli. Am 24. Juli wurde von der hiesen Strafkammer, wie berichtet, der angebliche Hausdiener Frau## Chmerzinski aus Thorn, der im Kloster zu Ebernach bei Cochen sich als Bischof ausgegeben und heilige Handlungen vorgenommen hatte, von der Anklage des Betruges freigesprochen. Gar baldist er wieder in sein Treiben zurückgefallen. Leiten Samstag wud in Hönningen ein Mann verhaftet, der in einem dortigen Hoi# als Universitätsprofessor aus Jürich sich einquartient datte und du am selben Tage sich bei der Frau Gräfin von Billers als Gre Arnim einzufuhren versucht hatte, und auf die Angabe, daß du Gräfin verreist sei, in deren Zimmer zu gelangen suchte. Es nur der falsche„Bischof“. Man vermutet übrigens jezt in ihm eine ehemaligen Theologiestudierenden aus Lissa, namens Tomanst, der vor Empfang der höheren Weihen unter Vortäuschung ein Selbstmordes durch Ertränken aus dem Seminar verschwand. * Trardach a. d. Mosel, 31. Juli. Heute Vormittag fand uu Einwethung des von den Handwerkskammern der Rheinprovi#z von Westfalen und Hessen=Nassau unter Ausschluß der hau werkskammer Köln in der Nähe von Wildbad errichteten haut werkserholungsheim statt. Anwesend waren u. a. Staatsminister Schorlemer=Lieser. Nach den verschiedenen BegrüßungsanFrankfurt a. Main, ##hört, hat sich Geheimrat Tuberkuloseserum einer P Studium des Serums un ##von neun Monaten dr. Friedmann waren kür #heimrat Ehrlich nach Frai Darmstadt, 1. Aug. #des Raubmordes im Bal #Tagelöhner ist wieder aus #ein Alibi nachweisen. Mannheim, 31. Juli. #der Buchhalter Julius M # mern u. Co. in Mannhe 320000 A begangen. Die Asir Mayers größtenteils Graz, 31. Juli. Hei narkischen Landhaus en # dem Dichter der Heimat □ Luremburg, 1. Augu Asabrik Kochelscheuer ein S en Arbeiter getötet unde Dochen bereits das zweit #fegestellt werden konnte. Mailand, 31. Juli. von einer Genieabteilung #schlagene Ponton bru ##und dreißig Soldaten: ##tiefen Fluß. Alle konnt zwei Reitern, die ertri Mailand, 1. August. die sich auch auf Lecco au ##stötzen zwischen den Auss morgen schlossen sich die dem Streik an. sprachen dankte der Vorsitende der Handwerkskammer in ko.## blenz den Rednern. Hierauf folgte eine Besichtigung des Hautet und em Feitmahl. * Emden, 31. Juli. pran schreibt der„Rd.=W. Zig.: u Norddeutsche Lloyd hat nunmehr die bereits angekündigte Emtung seiner„Jiliale Emden“ vollzogen. Es ist zu begrußen, d## der Norddeutsche Lloyd, der bekonntlich als Aktiengesellichaft senen Stammsitz in Bremen hat, seine geschäftliche Tätigken in den Nordseehafen auf die formelle Basis stellt. dem Handelsrecht die vollgültigste Vertretung einer Aktiengeselschaft darstellt, nämlich die Form einer eigenen Zweignieter lassung. Zum Geschaftsführer der Zweigniederlassung Emden## Herr Hermann Lumme, ein geborener Emdener, ausersehen. An Bureau sind die Parterreräume des Hauses Schwecke auf eine längere Reihe von Jahren gepachtet worden. Die ers# Dampfererpedition wird am 2. Oktober mit dem Damse Schlesien“, der nach Australien geht, stattfinden. Vermischtes. Der Berliner Prüfungsskandel. Berlin, 31. Juli. Wegen unerlaubter Hilfeleiftung bei der Examenarbeiten von Referendaren war gegen eine Anzadl Juristen ein Verdacht entftanden, und die Behörde leitete ichung ein, die den Berreffenden recht peinlig werden dürfte. Es verlautet darüber, nach dem„Berliner Lok### anzeiger“ in Ergänzung unserer ersten Meldung: Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft wurde gestern nachmittag bei mehretet der Staatsanwaltschaft wurde gestern nachmittag bei mehrere Rechtsanwälten eine Haussuchung vorgenommen, da Verdacht besteht, daß sie für Reserendare gegen Eng schriftliche Arveiten zum Afsessoreramen angefertigt danen, jene dann als ihre eigenen Geistesprodukte der Kommission anreichten. Die Durchsuchungen, von denen namentlich junge Rechtsanwälte detroffen wurden, haben ein umfangreicht? belastendes Material zutage gefördert, durch das sich ee Verdacht vollauf bestätigte. Für die noch vor der Prüfung stehenden beteiligten Reserendürfte diese Entdeckung die Beendigung ihrer juriftche bare Laufbahn, für die auf Grund solcher Arbeiten früher zu A Ernannten oder möglicherweise schon zu Richtern Beforderten den zur Rechtsanwaltschaft Uebergetretenen aber die Einleitung Disziplinarverfahren mit schweren Folgen nach ziehen. Sind doch die Betreffenden von Rechts wegen nitt Ein 19.000 Kilomete u. Co. und die Eastern neues Kabel von Lan Colombo, Penang und durch wird beabsichtigt, unmittelbar von Londo# Beförderung um 2½ St sogar um 4 Stunden 5 telegraphierung in Lissa Aden erfolgen. Die Lä die Kosten sind auf 21 Bochse X Hannover. Der werts an der Techni #3 August seinen 60. G früher Regierungs= und * Jena. Auf eine rarprofessor an der Uni tieter der topographisch Bardeleben zurückt arzt à la suite des Köl Volkswirtsch Berlin, 1. Aug. 5 streiks und zur Beil kenden und dem Zentre ralversammlung des d 8. und 9. August nach Hamburg, 1. Aug. streikenden Werstarbeit Erwiderung auf die E darin der Ueberzeugur die Gründe für die pli werde, den Arbeitern Werftarbeiter hielten sie sich auf die Forder# den Kampf der Werft Werstarbeiter lehnten dortige Maschinenbaua München, 1. Augl Arbeitslosenversicherung keit, für die sich kürzlick Weise zu regeln suchen Regierungsbezirke du getroffen wird und da ianziell unterstützen. Neuest das, was sie scheinen, sondern nur Scheindeamte. Schei anwälte. Ihre Existenz beruht auf dem falsch abgegedenen Ehter wort, daß sie die von ihnen vorgelegten Arbeiten ohne Hilfe angefertigt haben, denn eine solche Erklärung muß jeder se didat unterschreiden. Für die als Verfasser der Arbeiten som digen Rechtsanwälte wird edenfalls ein Disziplinarverfahren Folge sein. Vielmehr: ein solches ist schon eingeleitet. Denn von der Staatsanwaltschaft jetzt vorgenommenen Harziugz#g dienen der Einleitung nicht von Strafverfahren auf Srt., Strafgesezduches, sondern von Disziplinarverfahren auf Grume* Rechtsanwaltsordnung. Von diesem Gesetz ist der Staatsann schaft die Anklageerhedung und Anklagevertretung auch in dier Disziplinarsachen übertragen worden. Die Anklage wird ich#g den ordentlichen Gerichten, den Schöffengerichten. Straffe usw. erhoben, sondern vor den Ehrengerichten, des dlskammer weichr Instanz der jegt aus zwei. bestedende und aus Richtern und Rechtsanwälten des Retu richts zusammengesetzte Ehrengerichtshof für das Strafen sind der Reidenfoige nach: Warnung, Verweis. Geldiutm bis zu 3000 Mark. Geldstrafe in Verbindung mit Verweis. schließung von der Rechtsanwaltschaft. Man draucht es nicht erst zu sagen, so bemerkt die-#### Zig., daß die Beteiligten eine schwere Schuld auf si Win haben. Denn sie haben an der Korruption des öffentlichen mitgearbeitet. Ob sie richtig oder falsch, ob vernünftig oder los sind, die öffentlichen Einrichtungen müssen, solange sie besteden, respektiert werden. Das ist schließlich das Fundamen Das Vors Die heutige Verh zahl der Zeugen wurk Verhandlung wurde des Staates. Wenn man sie verlezt, so trifft man nicht diesee jene sinnlose oder verwerfliche Einrichtung, sondern den Stt gedanken selbst. Am wenigsten können Juristen, die Hüter de gedanken selbst. Am wenigsten konnen Juristen. die„ung## steyenden Rechts, in diesem Punkte eine müde Beurten###“ langen. Aber! Wenn auch die Gesegzerüdertreter in formolet“. eingetreten, folgte Aeuße über die Gle Polizeir polizeilichen kundet: Na ließ ich i Brandt teilungen au Den Namen die übrigen stehende Vei Brandt die brochenen E Der Ar einem Tage in Berlin, dekundet hi Schreibf handele. 1 Brandt offe ter der öffent! Köln beauftragt, Straßenbrücke zu erd Romby, das zulen### ert von 15 00 u hak. des Pferdes ohnung von 500 M au izei der Stallbursche s e Tai begangen zu bleugnet, wurde von enen tlung von Renawetten geichen Grunde vorheinnun bestraf) mu 150 4 ach Padtei 84 Abstrufe eventl. 60 Tag „f. g ee voule Weineibenschaftin t und große als Zeuge auf, der#### er Wochen 130 M zu. bier die fünste To. chie. Die erste deusche z##### re 1907 ebenfalle zu 1 er Anthropologischen Ge### vielfachen Anregungen un orgeschichtlichen Forsch#### tsprofessor Dr. Koffina## gegründet, die nachher### sche Vorgeschichte“ ann#### vornehmlich die Erforich gesetzt hat. Die Erkenn#n## ir unsere gesamte nation## er weitere Kreise gedrunge. he Vorgeschichte nahem 50 zur Einleitung der Tagug standes und der Muglieer. dann im großen Gürzen##### ner Empfangsabend an,## die Tagung sind neden### 5 wissenschaftliche Vortri## Fliegerstation ereigneten# ürzie ein Taubeapparat u. ertrümmert wurde. Ein an.# der Nachbarschaft von###### peller zertrümmert und#### In beiden Fallen blieden# oly stieß beim Starten urde schwer beschädigt. V## Fliegermannschaft requirien. uts vornahm. Joly und sen us einem Erkundigungs#### fene Leutnant Reuß von e# urger Wald eine Notland. itzten Tagen hat hier n sterbruders für das Klos## e Polizei vermutet in den ergehens schon oft bestranen ewand eines Klosterdraten# mnbahnneubaustrecke Bu#ch. beiter mit einem mit Stie ze Stelle hinunter. Infolge## it einem das Gleis kreuzer. Zwei Arbeiter wurde# tzt. Das Pferd des Furali wurde von der hiesteen angebliche Hausdiener Frau ster zu Ebernach bei Cochen e Handlungen vorgenommen freigesprochen. Gar bald ist en. Letzten Samstag uid## der in einem dortigen Heu# ch einquartien datte und u Bräfin von Villers als Gre# nd auf die Angabe, daß# zu gelangen suchte.(Es wat übrigens jetzt in ihm ein## is Lissa, namens Tomanst in unter Vortäuschung e m Seminar verschwand. Heute Vormittag fand du skammern der Rheinprov### inter Ausschluß der Hau 1 Wildbad errichteten haut. waren u. a. Staatsminiter erschiedenen BegrüßungsanHandwerkskammer in Koine Besichtigung des Hauet bi der„Rd.=W. Zig.“: du bereits angekündigte Emien. Es ist zu begrußen, det lich als Aktiengesellschaft seigeschäftliche Tänigkeu in den elle Basis stellt, welche net ertretung einer Akt einer eigenen Zweignieder weigniederlassung Emden## er Emdener, ausersehen. A Hauses Schweckendieckstraße! gepachtet worden. Die erst tiober mit dem Damzie I, stattfinden. tes. stets im Unrecht sind, so sind sie es freilich noch lange dann, wenn man die Sache von der andern Seite beblit“ Ein Gesetz, das allzu häufig übertreten wird, erregt den viel wert zu sein, die Interessen, die es regeln soll, Westtälischer(Derkur. De Samstag den 2. Aug ist 1913. zachte!. rsct zu regeln. Ein solcher Verdacht könnte angesichts dieses standals gegen die heutige Form der Assessorprüfung oder Vorbereitung auf sie entstehen. Denn er ist nicht der skandal dieser Art. Daß an der Assessorprüfung etwas zu este““ zst, beweist die erst vor sechs Wochen erschienene neue Fchfungsordnung, die mit Einführung der Klausurarbeiten ing eine andere Gestalt gegeben hat. Ob damit der Funet berührt wird, kann zweifelhaft sein. Denn man „„inuten, daß nahezu ein System der Anfertigung fremder tonn und der kaltblütigen Abgabe eines falschen Ehrenwortes Arben“““ Dingen nur da aufkommen kann, wo die Kandidaten #te Ursache haben„auch in dem besten Willen, in normalen esgaben und in dem nötigen Fleiß keine sichere Bürgschaft für ' sieberwindung der Prüfung zu besitzen. Das enthält aber eine chwere Anklage gegen die Gesamtheit der für die Ausbildung und Brüfung der Juristen verantwortlichen zahlreichen Instanzen und Aufforderung an sie, nachdrücklich auf Abhilfe zu sinnen. Es lu tlar, daß die bloße Erschwerung der Prüfung durch Einführung slausurarbeiten eine Abhilfe im wesentlichen nicht bieten kann. gie kann wohl den Prüflingen die Begehung solcher verwerflichen gandlungen bei diesen Arbeiten unmöglich machen, nicht aber mit Kur auf Symptome hin zugleich auch das zutage getretene ##sverhältnis zwischen Können und Sollen beseitigen. Und noch #ue andere Frage könnte vielleicht aus Anlaß dieses Vorfalles ###geworsen werden: Wie ist es zu erklären, daß Rechtsanwälte A## zur Beihilfe zu solchen Handlungen hergegeben haben? Wie ###cmmt es, daß Rechtsanwälte— und zwar mehrere, nicht eine ###nzige Ausnahmel— hier so gehandelt haben, wie eine Mehrheit ##n Beamten in derselben Stadt ganz sicher nicht gehandelt haben Denjenigen unter den Rechtsanwälten, die davon überwollen, daß an der Organisation ihres Standes etwas nicht Ordnung sei, möchten vielleicht diese Vorfälle als Beweisstücke #für ihre Behauptung nicht unwillkommen sein. Die Ludwigshafener Kassenräuber. 31. Juli. Aus Esch an der Alzette wird der Luxemburg.#r. Juni. Bul Esch an der Alsen. uno di. Pacht“ gemeldet, daß heute nachmittag die beiden Kassenräuber, ##de in Ludwigshafen in die Badische Anilin= und Sodafabrik ein#rangen, erkannt worden waren. Zwei Gendarmen machten sich ##af ihre Verfolgung und trafen einen von ihnen in einem KonP##ettionsladen, wo er sich einen neuen Anzug kaufte. Der VerP##recher feuerte auf die Beamten und verletzte einen derselben am #nie. Der andere Gendarm zog dann seinen Revolver und ##treckte den Verbrecher durch einen Schuß in den Rücken nieder, # daß er auf der Stelle tot war. Frankfurt a. Main, 1. Aug. Wie das„Berl. Tageblatt“ ##hört, hat sich Geheimrat Ehrlich bereit erklärt, das Friedmannsche Zuberkuloseserum einer Prüfung zu unterziehen. Er hat sich zum Studium des Serums und zur Beobachtung der Fälle eine Zeit ## von neun Monaten ausbedungen. Professor Schleich und dr. Friedmann waren kürzlich zu mundlicher Aussprache mit Ge##heimrat Ehrlich nach Frankfurt a. M. gefahren. Darmstadt, 1. Aug. Der in Isenburg unter dem Verdachte #des Raubmordes im Bahnzug Frankfurt=Darmstadt verhaftete #Tagelöhner ist wieder aus der Haft entlassen worden. Er konnte sein Alibi nachweisen. Mannheim, 31. Juli. Nach dem amtlichen Polizeibericht hat ###er Buchhalter Julius Mayer bei der Getreidefirma Gebr. Zimmern u. Co. in Mannheim Unterschlagungen in der Höhe von 320000 i begangen. Die Firma ist durch Haus= und Grundbeia Nayers größtentells gedeckt.. Dengug... Graz, 31. Juli. Heute ist ein Rosegger-Ventmal im steiermärkischen Landhaus enthüllt worden. Es trägt die Inschrift: dem Dichter der Heimat Peter Rosegger das Land Steiermark. Luremburg, 1. August. Gestern mittag flog in der Pulversabrik Kochelscheuer ein Schüttelsiebwerk in die Luft. Dabei wurde Vein Arbeiter getötet und einer schwer verletzt. Dies ist in wenigen Pochen bereits das zweite Explosionsunglück, ohne daß die Ursache festgestellt werden konnte. dg, G. Sett##be Golasecca von einer Genieabteilung über den Tessinfluß bei * e und breißig Soldaten und Pferde stürzten in #tiefen Fluß. Alle konnten sich aber retten mit Ausnahme von zwei Reitern, die ertrunken sind. * Mailand, 1. August. Die Streikbewegung der Metallarbeiter, die sich auch auf Lecco ausdehnte, hat zu verschiedenen Zusammenslößzen zwischen den Ausständigen und der Polizei geführt. Heute morgen schlossen sich die Depeschenausträger des Telegraphenamtes dem Streik an. Mailand, 31. Juli. Als gestern nachmittag Kavallerie eine von einer Genieartenung über den Lessiiftaß In Volasecca geschlagene Ponton brucke passierte, machte sich ein Ponton los und breißig Soldaten und Pferde stürzten in den reißenden, fenbel. ler Hilfeleistung bei den gegen eine Anzadl###n etreffenden recht peinlich ich dem„Berliner Lok#lAdung: Auf Veronlafung iachmittag bei mehreren ommen, da der dringende re gegen Entgelt der angefertigt danten, di ikte der Kommission ensen namentlich jungee ein umfangreiche: irdert, durch das sich da nden beteiligten Jcucdigung ihrer juriftischen eiten früder zu Affessoren Richtern Beforderten oder aber die Einleitung von weren Folgen nach Rechte wegen ger uer glich abgegebe m Arbeiten ohne iren## irklärung muß jeder Kanasser der Arbeiten schulLiszuplinarverfatzren angeleitet. L### ommenen haustuchue rfahren auf Grugz verichrem andf Br etz ist der Stoatsa. vertretung auch in dierje Anklage wird nicht vor gerichten. Strafkamme gerichten, das ist kammer, welcher der## r jetzt aus sanwälten des Reicht ür bs Geomet ung, Verweis. bung mndd Verwee De k. so bemerkt die Schuld auf sich gelade n des öffentlichen Wese ob vernünftig oder gus, üssen, solange sie zu dließlich das Fundamen fritt man nicht diete 50 na fenden den Sth buristen, die Huter der müde Beurteilung oer.„ derrreter in sormals Ein 19000 Kilometer langes Kabel. Die Eastern Telegraph u. Co. und die Eastern Extension u. Co. haben beschlossen, ein neues Kabel von Lands End(England) über Suez, Aden, Colombo, Penang und Eingapore nach Hongkong zu legen. Hierdurch wird beabsichtigt, die Telegramme ohne Umtelegraphierung unmittelbar von London nach Bombay zu geben, wodurch die Beförderung um 2½ Stunde und die von Colombo nach London sogar um 4 Stunden beschleunigt werd. Jetzt muß eine Umtelegraphierung in Lissabon, Gibraltar, Malta, Alexandrien und Aden erfolgen. Die Länge des Kabels beträgt 19000 Kilometer, die Kosten sind auf 21 Millionen A# veranschlagt. Sochschul-Nacbrichten. X Hannover. Der Geheime Baurat Prof. Justus Danckwerts an der Technischen Hochschule zu Hannover begeht am 13 August seinen 60. Geburtstag. Geheimrat Danckwerts war früher Regierungs= und Baurat in Cassel. * Jena. Auf eine 25jährige Tätigkeit als ordentlicher Honorarprofessor an der Universität Jena kann am 7. August der Vertieter der topographischen Anatomie Hofrat Dr. med. Karl von Bardeleben zurückblicken. v. Bardeleben steht als Generalarzt à la suite des Königlich sächsischen Sanitätskorps. Volkswirtschaftliches u. Soziales. Berlin, 1. Aug. Zur Besprechung des Werftarbeiterstreiks und zur Beilegung der Differenzen zwischen den Streikenden und dem Zentralvorstande ist eine außerordentliche Generalversammlung des deutschen Metallarbeiterverbandes auf den 8. und 9. August nach Berlin einberufen worden. Hamburg, 1. Aug. Die Obmänner und Vertrauensleute der streikenden Werstarbeiter in Hamburg erließen gestern eine lange Erwiderung auf die Erklärung des Hauptvorstandes. Sie geben darin der Ueberzeugung Ausdruck, daß der Vorstand, wenn er die Gründe für die plötzliche Arbeitseinstellung eingehend prüfen werde, den Arbeitern Recht geben würde.— Die Stettiner Verftarbeiter hielten gestern zwei Versammlungen ab, in denen sie sich auf die Forderung einigten, daß die Generalversammlung den Kampf der Werftarbeiter anerkenne.— Die Lübecker Verstarbeiter lehnten es ab, in den Streik einzutreten. Die dortige Maschinenbauanstalt erhöhte den Stundenlohn um 2 Pfg. München, 1. August. Die Regierung wird das Problem einer Arbeitslosenversicherung. bezw. die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, für die sich kürzlich der Prinzregent versönlich einsetzte, in der Weise zu regeln suchen, daß zwischen den Städten der einzelnen Regierungsbezirke durch gemeinsames Statut eine Vereinbarung zeitzessen wird und daß die einzelnen Kreisregierungen die Städte ell ein Geständnis nur von Vorteil sein könne. Bei der Hau suchung Boß=Straße 8 wurden verschiedene Abschriften von nach nicht? Essen gesandten„Kornwalzern“ gefunden. Kriegsgerichtsrat Dr. Welt: Wie wurde die polizeiliche Beobachtung von Brandt in Szene gesetzt? Zeuge: Die Beobachtung erfolgte ununterbrochen, ausgenommen die Nachtzeit; es handelt sich um eine ununterbrochene deln. Kette. In die Beobachtung teilten sich mehrere Beamte. Es folgt dann die Vernehmung Brandts. Dieser gidt an, 46 Jahre alt, evangelisch und verheiratet zu sein. Vorbestraft ist er nicht. Der Verhandlungsleiter ersucht den Zeugen, bei der Wichtigkeit seiner Aussagen sich streng an die Wahrheit zu halten. Die Vereidigung des Zeugen wird vorläufig ausgesetzt. Brandt bekundet, daß er bis 1898 Zeugseldwebel gewesen sei und dann eine Stellung bei der Firma Krupp angenommen habe. Er habe einen Posten im Preisbildungsbureau gehabt. 1906 sei er nach Berlin versetzt worden, und zwar auf Veranlassung der Herrn von Schütz. Die Firma wollte mich anfangs nicht nach Berlin gehen lassen. Mein Gehalt in Essen betrug 5200 MA, Wohnungsgeldzuschuß hatte ich nicht. In Berlin sagte mir Herr v. Schütz, ich sollte mich nach den Preisen erkundigen. Er hat mir streng verboten, unerlaubte Mittel hierbei anzuwenden, es liege im Interesse der Heeresverwaltung, wenn Krupp mit den Preisen herabgehe. v. Schütz war mit meiner Tätigkeit sehr zufrieden und berichtete in diesem Sinne nach Essen. Ich habe mich mit mehreren Zeugfeldwebeln in Verbindung gesetzt und auch von ihnen Material erhalten. Meine Berichte wurden vertraulich behandelt. Mein Gehalt betrug zunächst in Berlin 5200 A und Wohnungsgeldzuschuß. Im September 1909 erhielt ich 6500 M, außerdem wurden mir meine Auslagen ersetzt. Herr v. Schütz war sehr entgegenkommend und gestattete mir auch, die Kosten meines Umzuges zu liquidieren. Der Verhandlungsführer stellt fest, daß der Zeuge in 8 Monaten 2700 A liquidiert hat, einmal innerhalb eines Zeitraumes von 14 Tagen mehrere hundert Mark. Die Frage, ob diese hohen Ausgaben notwendig gewesen seien, wird von dem Zeugen entschieden bejaht. Zuletzt betrug das Gehalt Brandts 7000 cA plus 3500 M Repräsentations= resp. Funktionszulagen. Die Weihnachtsgratifikationen betrugen bis zu 2000 A. Diese stellen meine Ersparnisse dar. Die Funktionszulagen dürften bei dem kameradschaftlichen Verkehr der Kruppschen Beamten und ehemaligen militärischen Kameraden verbraucht worden sein. Im übrigen lebte ich sehr bescheiden mit meiner Frau und den drei Kindern. Dadurch wurde es mir möglich, mich in Ramsdorf anzukaufen. In Essen war mein Vorgesetzter Direktor Budde, der als Assistenten Herrn Mouth hatte. In Berlin mußte ich Herrn v. Metzen vertreten, namentlich im Verkehr mit Behörden, wozu ich jedesmal besonderen Auftrag von der Firma bekam. Ich befand mich in einer Zwitterstellung als Bureauchef und Vertreter der Firma. Herrn von Metzen gefiel mein Verkehr mit den Behörden nicht recht. Daß ich mich den Angeklagten gegenüber als Krupp aufgespielt hätte, trifft nicht zu, das widerspricht auch meiner Natur. Sämtliche Sachen der Firma gingen durch meine Hand. Ich hatte auch alle Briefe zu öffnen mit Ausnahme der Privatbriefe für Herrn v. Metzen oder Herrn v. Schütz. Verhandlungsführer: Enthielten nicht diese privaten Briefe die wichtigsten geheimen Dinge? Zeuge Brandt: Das ist ausgeschlossen. Ich kenne alles Material, ich kenne auch sämtliche Konstruktionen im Heer= und Marinewesen. Geheimnisse gibt es hierin vor mir nicht. Verhandlungsführer: Warum sind Sie denn an die Angeklagten herangetreten? Zeuge Brandt: Mehr als 50 Prozent der Berichte bezogen sich auf die Konkurrenzpreise, ich wollte damit meinen Eifer bekunden. Die meisten Berichte waren überflüssig. Herr von Schütz hätte das Material auch amtlich bekommen. 2½ Jahre lang habe ich die Vertretung allein führen müssen, da Herr v. Metzen kränkelte und viel abwesend war. Nach dem Tode des Herrn v. Schütz führte ich einige Monate als Vertreter v. Schütz die Geschäfte selbständig. Von den Kornwalzern behielt ich, um nachschlagen zu können, zum Teil Kopien zurück, die später beschlagnahmt worden sind. v. Metzen verstand sich schließlich mit der Firma Krupp nicht mehr. In dieser Zeit nahm er mehrere Kopien an sich und gab sie mir nicht wieder zurück, obwohl ich ihn widerholt darum ersuchte. Anscheinend wollte er mit ihnen einen Druck auf Krupp ausüben. Er sagte eines Tages, ich sollte mich der Firma Krupp gegenüber sichern, er hätte sich auch gesichert. Von diesem Gespräch machte ich unverzüglich Direktor Dreger Mitteilung. Die Kornwalzer, von denen Liebknecht Kenntnis erhalten hat, fallen in die Zeit, we Herr v. Metzen sich mit der Firma Krupp überworfen hat. Verhandlungsführer: Wissen Sie, wer das Material Herrn Liebknecht übergeben hat? Zeuge Brandt: Meiner festen Ueberzeugung nach kann nur Herr v. Metzen in Frage kommen. Verhandlungsführer: Sie selbst kommen nicht in Frage? Zeuge: Nein, ich wäre ein Idiot, wenn ich mich mit Liebtnecht in Verbindung gesetzt hätte. Man bereitet sich doch nicht selbst Unannehmlichkeiten. Verhandlungsführer: Es ist die Rede davon gewesen, daß Sie bei der Verwahrung der Kopien nicht die notwendige Vorsicht und Sorgfalt geübt haben; so haben Sie Kopien mit in Ihre Wohnung genommen. Zeuge Brandt: Ich habe einige Kopien mit in die Wohnung sie dort zu vernichten; im Bureau hätte ich keine Aandlungshührer: Sa üderlühlig datten Ba er dech und Es sei wichtig, daß Frankreich ein gleiches tue, „p fei und gegen memand einen Angriff Zeuge Brandt: Ich bin aber doch so gutmütig.(Heiterkeit.) Anklagevertreter Kriegsgerichtsrat Dr. Welt: Wenn wir jetzt auf das Notizbuch zu sprechen kommen, so denke ich, können wir bei einiger Vorsicht in der Ausdrucksweise ruhig öffentlich verhanfriedsertig sei und gegen niemand einen An#### (Beifall.) General Pau fuhr dann fort: Es ist mit ußert sich Einzelne Firn st. Der Zeugdarauf in einer Unterredung mit die Rubrizierung seiner Preisnotisuch mit Buchstaden des in dem Notizbuch einstammt, er habe auch Zeuge bemerkt auf Beell unterstützen. Neueste Nacbrichten. Das Vorspiel Zweiter Tag. w Berlin, 1. Aug.(Telegr.) Die heutige Verhandlung begann um 9½ Uhr. Die Mehrsahl der Zeugen wurde zunächst bis 1 Uhr mittags entlassen. Die Verhandlung wurde öffentlich weitergeführt. Es wurde in die Zeugenvernehmung eingetreten, nachdem der Verhandlungsführer eine gestern ersbigte Aeußerung des Verteidigers Rechtsanwalts Dr. Barnau üder die Glaubwürdigkeit des Zeugen Brandt richtiggestellt hatte. Polizeirat Koch gibt eine Darstellung der von ihm geleiteten vollzeilichen Beobachtung Brandts und der Angeklagten. Er bekundet: Nachdem Brandt längere Zeit beobachtet worden war, nes ich ihn festnehmen. Auf dem Polizeipräsidium tegte Skandt ein Geständnis ab, namentlich, daß er die Mitenluingen aus dem Kriegsministerium von Pfeiffer erhalten habe. den Namen Pfeiffer hat Brandt von sich aus genannt. Auch de übrigen Angeklagten hat er genannt, wodurch der beschende Verdacht bestärkt wurde. Ich hatte den Eindruck, daß Standt die volle Wahrheit sagte. Er machte durchaus keinen gebrochenen Eindruck. Der Angeklagte Tilian hat gestern behauptet, daß er an enem Tage, wo ihn die Polizei beobachtet haben will, gar nicht Berlin, sondern in Magdeburg gewesen sei. Polizeirat Koch errundet hierzu, daß es sich wahrscheinlich um einen Schreibfehler des mit der Beobachtung betrauten Beamten ##### Der Zeuge erklärt weiter: Ich bin überzeugt, daß Sichor offen die Wahrheit gesagt hat, denn er sah ein, daß ihm genommen, um f vol. ga Pklin#ill., im Bultau hall. k. Gelegenheit dazu gehabt. Verhandlungsführer: Haben Sie das Material nicht etwa absichtlich zurückgehalten, vielleicht um eine Waffe in der Hand zu haben, ähnlich wie es Herr v. Metzen getan hat? Zeuge Brandt: Nein, wenn mir derartiges in den Sinn gekommen wäre, hätte ich dem Direktor Dreger von dem Gespräch mit Herrn v. Metzen sicher keine Mitteilung gemacht. Das Material habe ich mit nach Hause genommen in der Absicht, es dort zu vernichten, besonders das beschlagnahmte Notizbuch. Ueber artilleristische Geheimnisse, Kruppsche Patente usw. glaube ich nie gesprochen zu haben. Keineswegs habe ich über Kruppsche Geheimsachen jemals etwas verlauten lassen. Rechtsanwalt Ulrich: Hat der Zeuge nicht neben seinen Umzugskosten auch die Ausgaben für Möbeleinrichtungen in die Liquidation hineingeschustert? Zeuge Brandt: Das entsprach den Abmachungen mit dem Direktorium der Firma Krupp. Rechtsanwalt Ulrich: Hatte der Zeuge Aussicht oder Hoffnung definitiver Vertreter der Firma Krupp in Berlin zu werden? Zeuge Brandt: Eine ähnliche Aussicht ist mir eröffnet worden, ich habe auch kein Hehl daraus zu machen brauchen. Auf das Herabdrücken der Kruppschen Preise mußte bei kleinen Heereslieferungen hingearbeitet werden, weil die Armeeverwaltung ein Interesse daran hatte, daß Krupp sich auch an diesen Lieferungen beteiligte, die bis dahin absichtlich abgelehnt wurden. Rechtsanwalt Ulrich: Mußte nicht Krupp die kostspieligen Vorversuche auf die Preise schlagen? Zeuge Brandt: Gewiß, es mußte deshalb auf die Konkurrenzpreise eingewirkt werden. Rechtsanwalt Ulrich: War der Zeuge dahin instruiert, daß es zwischen Armee und Krupp kein Geheimnts gibt? Zeuge Brandt: Das trifft zu, se mehr Krupp erfährt, desto besser ist es für die Armee. Rechtsanwalt Dr. Wirt: War es dem Zeugen verboten, kameradschaftlichen Verkehr zu beruflichen Zwecken zu pflegen? Verhandlungsführer: Wir wollen doch hier nicht der Urteilsbildung im Hauptprozeß in Moabit vorgreifen.(Die Frage wird zurückgezogen.) Der Zeuge Brandt erklärt sodann auf Befragen: Den Angeklagten Tilan lernte ich auf einem Kegelabend kennen, wobei ich ihm meine Wünsche, die ich für völlig harmlos hielt, vortrug. Ich wollte namentlich die Konkurxenzpreise wissen. Regelmäßig fan den die Zusammenkünfte nicht statt. Meine früheren Aussagen in der Untersuchungshaft standen unter dem Eindruck einer seelischen Depression. Ich hatte Selbstmordgedanken und litt noch unter den Folgen einer Gehirnerschütterung. So ist es gekommen, daß ich nicht Herr meiner Sinne war. Das Protokoll ist voll von Unrichtigkeiten. Mit Tilian traf ich mich in einfachen Bierlokalen. Wenn ich auch einmal das Bier oder etwas Essen bezahlte, so ist darin kein Entgelt zu erblicken, ich habe es nie so aufgefaßt. Von Sektgelagen kann keine Rede sein. In 6 Jahren haben wir zu Hause vielleicht 8 Flaschen Sekt getrunken. Auch in den Winzerstuben habe ich keine Sektgelage veranstaltet. Kleine Darlehen von 10 oder 20 A hat Tillan mir stets sofort wiedergegeben. Verhandlungsführer: Sie haben davon gesprochen, Tilian Geld in die Hand gestect zu haben. Man Zeuge Brandt: Das muß eine Verwechselung sein. Meine dahingehende Aeußerung fällt unter meine Depression in der Untersuchungshaft. Ich kann diese Behauptung nicht aufrecht erhalten. Die Weihnachtsgratifikationen habe ich an Pfeiffer gegeben, weil ich ein gutmütiger Mensch din(Bewegung), und weil ich dem Pfeiffer gern eine Freude machen wollte. en sind in dem Notizb gibt an, daß nicht allegetragene Material von den Angeklagten manches von anderer Seite erfahren. Der fragen des Rechtsanwalts Wirt weiter: Ich glaube nicht, daß ich heute noch eine Darlehnsforderung an den Angeklagten Tilian habe. Tilian hat die ihm geliehenen Summen in der Regel am Monatsende zurückgezahlt. Anklagevertreter Dr. Welt: Würden Sie Titlan gemahnt haden, wenn er ein Darlehen nicht zurückgezahlt hätte? Zeuge Brandt: Das glaube ich nicht. Rechtsanwalt Wirt: Der Zeuge hat heute, wie ich feststellen möchte, seine ursprüngliche Aussage ganz wesentlich eingeschränkt. Zeuge Brandt: Ich besand mich während meiner Vernehmung in einem derartigen Seelenzustand, daß ich alles über mich ergehen ließ. Vieles ist niedergeschrieben worden, was den Tatsachen nicht entsprach. Anklagevertreter Dr. Welt: Der Zeuge hat bei seiner Vernehmung nie etwas davon verlauten lassen. Hätte er es getan, dann wäre selbstverständlich jede Rücksicht genommen worden. Zeuge: Es tut mir heute leid, daß ich von meinem krankhaften Zustand keine Mitteilung gemacht habe, ich war eben völlig gebrochen. Kurz vor meiner Verhaftung hatte ich mir durch Unfall eine Gehirnerschütterung zugezogen, die mir sehr zu schaffen machte. Rechtsanwalt Dr. Barnau beantragt die Ladung des praktischen Arztes Dr. Wangemann=Friedrichshagen, der Brandt bei seinem Unfall behandelt hat. Dr. Wangemann soll sich über die Art und die Schwere des Unfalles und seine Folgeerscheinungen äußern. Der Zeuge macht dann Mitteilungen über seine Beziehungen zu Dröse. Er hat früher bekundet, Dröse hätte einen Gefallen von ihm verlangt und u. a. gewünscht, von Krupp angestellt zu werden. Darauf habe er geantwortet, er werde in dem gewünschten Sinne tätig sein, wenn er als Gegenleistung von Dröse Nachrichten erhalte und dieser ihm Auszüge aus dem Bestellbuche verschaffe. Heute behauptet der Zeuge, die damalige Aussage sei salsch gewesen oder nicht richtig wiedergegeben worden. Ich befand mich, wie ich schon vorhin ausführte, bei meiner Vernehmung in keinem normalen Zustand; ich kann dem Angeklagten Dröse ein solches Versprechen gar nicht gemacht haben, denn mein Einfluß ging nicht so weit, um Dröse bei Krupp anzubringen. Anklagevertreter Dr. Welt: Sie hätten die Unterstützung des Herrn v. Schütz nachsuchen können. Zeuge: Herr v. Schütz hätte es unbedingt abgelehnt, etwas in einer solchen Sache zu tun. Er hatte mir doch strikte verdoten, zur Erlangung von Informationen unerlaubte Mittel anzuwenden. Der Zeuge betont dann nochmals, er habe keine Auszüge von Dröse erhalten, und fährt fort: Wenn ich früher Gegenteiliges behauptet habe, so ist dies auf den Einfluß meiner seelischen Depression zu setzen. Wie der Zeuge weiter ausführt, hat der Angekl. Dröse in seiner Wohnung Einblick in das Bestellbuch gegeben. Angekl. Dröse: Nein, es war das Forderungsbuch, in dem keine Preise enthalten sind.(Es wird festgestellt, daß der Inhalt der Bücher sich materiell nahezu deckt.) Der Zeuge fährt fort: Welches Material ich vom Angeklagten Schleuder erhalten habe, kann ich nicht sagen. Regelmäßige Zusammenkünfte hatten wir nicht. Welche Geldbeträge ich ihm gegeben habe, weiß ich nicht mehr, im ganzen vielleicht 200 M für seine Auslagen für Automobile und Porto. So viel ich weiß, habe ich ihm Weihnachtsgratifikationen nicht gegeben. Angekl. Schleuder: Ich habe tatsächlich nur weine Auslagen erstattet erhalten. Niemals habe ich Brandt gesagt, daß ich im Dalles sei. Zeuge Brandt: Ich habe das letztere aber öfter aus seinen Redewendungen herausgehört. Vom Angeklagten Hinst habe ich einzelne Notizen über Konkurrenzpreise erhalten. Rechtsanwalt Ulrich: Betrafen diese Preise die kleinen Feldhaubitzen? Hat Hinst sich durch kleine Blumenarrangements an Frau Brandt revanchiert? Zeuge: Die meisten Kornwalzer bezogen sich auf diese Waffe. Geldgeschenke habe ich ihm nicht gemacht. Es waren immer Erstattungen für Auslagen. Hinst verkehrte dei uns zu Hause und da bringen die Herren durchweg Blumen mit. Rechtsanwalt Ulrich: Hinst bestreitet, Weihnachtsgratisikationen erhalten zu haben. Zeuge Brandt: Das stimmt. Beisitzer Hauptmann von Langendorf: Es ist derh eigenartig, daß, während Brandt die Verbindung aus geschättlichen Rücksichten suchte, die Angeklagten ihm die Nachrichten als Freundschaltsbeweise gaben. Zeuge Brandt: Hätte man mir Geldforderungen vorgelegt, so würde ich die Beziehungen sofort abgebrochen haben. Anklagevertreter: Dem Angekl. Schmidt rechne ich es hoch an, daß er Gewissensbisse hatte und sich versetzen ließ. Verhandlungsführer zum Zeugen Brandt: Besonders sollen Sie sich dem Angekl. Hoge gegenüber als künftiger Direktor oder als Nachfolger des Herrn v. Metzen aufgespielt haben. Angekl. Hoge: Der Zeuge Brandt hat mich derart ausgefrogt, daß ich nur seine Ansichten und seine Erfahrungen zu bestätigen hatte. Zeuge: Ich war über alles informiert. Angekl. Hoge: Ich hatte vielfach mit Bauten zu tun und mußte z. B. bei Telephonanlagen auch mit Unternehmern unterhandein. Verhandlungsführer: Das ist etwas ganz anderes. Im Verkehr mit Brandt waren Sie zu Auskünften nicht berechtigt. zu erhöhen. odgleich et wriedfertig sei und geger plasse.(Ptsau., Pontich 4—.— Einstimmigkent im Senat erklärt worden, daß es nicht genüge, stark zu sein, sondern daß wir dem Gegner Achtung vor unserer Stärke einflößen mussen. Um dieses zu erreichen, müssen wir aus unserer Militärorganisation alles entfernen, was mit dem Grundsatze des Gleichgewichts der Kräfte nicht übereinstimmt. Anders zu handeln heißt, den Gegner versuchen. Wenn man die Ausbildungszeiten in Betracht zieht, so bemerkt man, daß zwischen der deutschen und der französischen Armee ein Gleichgewicht besteht. Jedoch nicht mehr, wenn das Datum der Einstellung geändert wird. Folglich ist es nötig, ein drittes Kontingent einzustellen. General Pau, dessen Rede großen Eindruck hervorgerufen hat, wurde, wie ein Berichterstatter erklärt, beiin Verlassen der Rednertribüne von dem Senator Chautemps mit den Worten begrüßt:„Ich habe etwas im Namen meiner Familie wieder gut zu machen und tue dies sehr gern, indem ich Sie aus vollem Herzen beglückwünsche. Chautemps ist der Vater des Deputierten Chautemps, der in der Kammer das Dreisahresgesetz heftig bekämpft und dabei durch seine Angrifse gegen den Generalstab die Entrüstung des Generals Pau hervorgerufen hatte Infolge des Beschlusses des Senats, wegen der Deputiertenwahlen morgen und Montag keine Sitzungen abzuhalten, wird die Devatte über das Dreisahresgesetz wahrscheinlich erst am 8. August beendet werden können. An diesem Tage soll auch die Parlamentssession geschlossen werden. Man glaubt, daß die Parlamentsferien bis zum 4. November dauern weiden. Dortmund, 1. Aug.(Telegr.) Ein Eisenbahnraub wurde in der vergangenen Nacht gegen 2½ Uhr in dem Eilzuge haunover—Dortmund an einem Herrn und einer Dame verübt. Ein in einem Abteil allein schlasender Herr fühlte, daß ihn semand betastete; als er auswachte, verschwand der Eindringling. Nach etwa 10 Minuten hörte er aus einem Nebenabteil Hilferufe, während eine Dame erklärte, daß ihr soeben die Handtasche mit etwa 100 Mark Inhalt von einem Eisenbahndeamten entrissen worden sei. Der Herr zog die Notdremse und bemerkte, als er aus dem Fenster sah, daß aus den Trittbrettern des Zuges ein Eisenbahnbeamter entlang lief. Der Herr sowohl wie die Dame erkannten in einem der mitfahrenden Eisenbahndeamten den Täter, doch bestreitet dieser vorläufig die Tat. Berlin, 1. Aug.(Tel.) Wie das Wolffsche Bureau erfährt, ist die endgültige Entscheidung über die Beteiligung Deutschlands an der Ausstellung in San IFrancisco noch nicht getroffen. Straßburg i. E., 1. Aug.(Tel.) Bei einer Brückenschlagüdung schlug gestern mittag in der starken hochgehenden Rheinströmung ein mit 10 Mann besetzter Ponton um. Zwei Pioniere des 15. Bataillons namens Schrade aus Kottbus und Paul Schimank aus Friedeberg ertranken. Einer erlitt einen Beinbruch. Die Untersuchung ist eingeleitet. München, 1. Aug.(Telegr.) Die„Bayerische Staatszig.“ veröffentlicht folgende Erklärung:„In der Presse wird neuerdings darauf hingewiesen, daß ein Beamter des Ministeriums des Aeußern, der mit dem Ministerpräsidenten Hertling im März in Berlin weilte, von der vielbesprochenen Affäre Phönig-Ballin wisse und daß er dem Abgeordneten Erzberger Insormationen gegeben habe. Demgegenüber sind wir zu der Erklärung ermächtigt, daß der betreffende Beamte, Legationsrat v. Stockhammern, den Direktor der Hamburg=Amerika=Linie, Ballin, nicht kennt und daß er weiter mit Erzberger nur jene Worte wechselte, die bei der Vorstellung unter Fremden üblich und hergebracht sind.“ Ofenpest, 1. Aug. Aus Udwarhely wird berichtet: Bei einem schweren Gewitter schlug der Blißz in das Haus des Landwirtes Nory ein und tötete seine Frau und seine 5 Kinder. Konflantinepel, 1. Aug.(Tel.) Es wird ein neues Armesterpe gebildet. Das Kommando übernimmt der Milifärgouverneur Oberst Dschemal Bei. Schanghal, 1. Aug.(Reutermeldung.) Die Pause in den Kämpfen hält an, offenbar da Verhandlungen über die Uebergabe der Wusungforts im Gange sind. In dem Bezirk von Schanghai sind die Truppen der Redellen auf 1600 Mann zusammengeschmolzen. Das internationale Schutzbeträchtlich geringere Zahl von " d i e B e rt. komitee hatte gestern eine beträchtlich Flüchtlingen zu versorgen, ein Beweis dafur, daß völkerung wieder Zuversicht gewinnt und heinike.,. Sandels-Nacbrichten. Angekl. Hoge: Ich gebe zu, gegen die Vorschriften ungehors im gewesen zu sein; daß ich durch Handschlag zur Verschwiegenheit verpflichtet worden bin, war mir nicht bewußt. Ich habe den Handschlag durch den General nur als Begrüßung aufgefaßt. Verhandlungsführer: Das haden Sie als Offizier geglaubt, Herr Leutnant Hoge!(Bewegung.) Darauf tritt eine halbstündige Pause ein. Vorläufiger Schluß Punkt 1 Uhr. Um 1½ Uhr eröffnet der Verhandlungsführer Kriegsgerichtscat Coerrens wieder die Sitzung. Major Sames vom Feuerwerkslaboratorium in Spandau gibt Kenntnis von einer Verfügung der Feldzeugmeisterei, die dem Unterpersonal die Verpflichtung zur strengen Dienstverschwiegenheit auferlegt. Oberstleutnant Jung vom Kriegsministerium wird dann darüber vernommen, ob eine Verfügung bestehe, durch die der Firma Krupp Vorteile eingeräumt werden. Er bekundet: Die Behaupt tung, daß die Firma Krupp eine Vorzugsstellung genieße, tritt sehr häufig auf und ist auch jetzt wieder vorgebracht worden. Ich bin seit 1899 im Kriegsministerium tätig und habe seitdem dauernd mit den Ausschreibungen zu tun. Ich kann die Behauptung von der Exislenz einer derartigen Verfügung nur auf das allerentschiedenste zurückweisen. Es besteht eine Verfügung, die vorschreibt, daß die Firma Krupp zu den Ausschreibungen zugezogen werden muß, wie die Aufträge später verteilt werden, ist eine ganz andere Sache. Ich wiederhole, daß eine Verfügung, durch die der Firma Krupp eine Vorzugsstellung eingeräumt wird, mir nicht bekannt ist. Wenn eine existierte, müßte sie mir unter allen Umständen bekannt sein. Es wird darauf das Protokoll über die kommissarische Vernehmung von Offizieren verlesen, das ergab, daß es den Zeugfeldwebeln streng untersagt ist, mit Vertretern einzelner Firmen zu verhandeln und ihnen Auskünfte zu erteilen. Zeuge Major a. D. Wollenhaupt bekundet ebenfalls, daß er dem Personal der Feldzeugmeisterei nicht gestattet ist, Vertretern der Privatindustrie Auskünfte, namentlich solche über tatsächliche Preise zu geben. Der Verkehr mit diesen Herren liege lediglich den Dezernenten ob. Auch diesem Zeugen ist von einer Verfügung, die vorschreibt, daß Krupp von allen Aufträgen einen gewissen Prozentsatz erhalten muß, nichts bekannt. Das Dreijahresgesetz im Senat. Paris, 1. Aug. Im Senat erklärte gestern General Pau als Regierungskommissar, daß in der gegenwärtigen Debatte von dem eventuellen Gegner Frankreichs nicht abgesehen werden könnte. Er zog sodann die deutsche Armee im Vergleich heran und sagte: Es werden ernste Anstrengungen nötig sein, wenn Frankreich nicht in der Reihe der Nationen gestrichen werden will. Wir werden sonders durch die Qualität antworten. Der General wies dann darauf hin, daß Deutschland sich vor allem damit befassen werde, den Offenslowert seiner Armee Eigene Drahtberichte des Westl. Merkur Getreide. Berlin, 1. Aug. Produktenbörse. Weisen Sept.(300%) 208½, Okt.(—)—. Des.(—) 202¼. Roggen Sept(163½) Okt.(—)—. Dez.(—) 1691/8. Hafer Sept.(—) 166. Dez.(—) 167½. Mals emerik. Sept.(—)—. Des. (—)—. Mchl 24.30 26.75. Rosgenmehl 20.50 bis 22.80. Stimmungsbericht. Infolde des anhaltenden günstigen Weiters, größerer Verkäufe der Provinz sowie infolge des umlangreicheren Angebots seizte sich die rückläufige Preisbewegung des Getreidemarktes heute fort. Die Kurseinbußen bei Brotgetreide waren aber nur unbedeutend, die Preise für Hafer konaten sich behaupten. Mais und Rüböl waren träge. Wetter: schön. Hamburg, 1. Aug. Produktenbörse. Gerste, südruss., cit Joli 119½. fest, schizimmend 127—125¼, fest. Okt.-Der. 191—000.„„ * Liverpool, 1. Aug. Roter Winterw. Okt. 47#2) 7/2½, Des.(7/2) 72¼. stetig. Meis gelber La Plate Sept.(4/11) 4/11, bunter Amerikaner Okt.(S 0) S,0. stetig. • Parie, 1. Aug. Weiter schön. Anfang Schluß Rlofes Aug. Sept. Sept-Dez. Nov.-Febr. Roggen Aug. Sept. Sept.-Dez. Nov.-Febr. Anlang Schluß 1. 31. rubig fest 28.13 27.65 27.50 27.53 ruhig 37.50 36 45 36.20 36.— 36.40 36.20 (Mittelbericht.) Rüben(9.08) 9,12½ Jan.-Märt Sucker. Hamburg, 1. Aug., nachm. 3 Uhr. Produkt Besis 80% en Bord Hamburg. Aug.(8.97½) 9.06. Sept. Okt.(—) 9,27½. Okt-Dez.(9.23) 9.30, (9.40) 9.45, Mei(9,57½) 9,62 1/. Alles die S0hg. ruhig. * Magdeburg, 1. Aug. Hornzucker 38% ohne Sack 9,10-9.20. Nachprodukte 75% ohne Sack 0.00-6.90. Stimmung ruhig. Brodraffin. 1. ohne Fass 19,25-19.37½. Krystallzucker 1. m. Sack 00,00-00,00. Gem. Raffinade mit Sack 19,00-19,12½. Oem. Melle m. Seck 18.50-18,62½. Stimmung ruhig. Bel Abnahme von mindestens 200 Zentnern alles netto Zentner. Rohzucker 1. Produkt Transito frei an Bord Hamburg. Aug. 9.05 Od., 9.10 Brf., Sept. 9,10 Od., 9.15 Bri., Okt. 9.27½ Od., 9.30 Brf. Okt.-Dez. 9.30 Gd., 9.32½ Bri., Jan.-März 9.45 Od., 9.30 Bri., Mai 9,62½ Gd., 9,65 Bri. Alles die S0kg. stetig. Raffee. * Hamburg, 1. Aug., nachm. 3 Uhr.(Mittelbericht.) Good werage Santos Sept.(47¼) 47. Dez.(46½) 40. Müärz(48¾) 46¼. Mei(49) 48¼. ruhig. “ Havre, 1. Aug., nachm. 3 Uhr 30 Min. Kaffee good sverage Santos. Sept. 60. Dez. 60¼. Märr 60¼, Mei 60¾. ruhig. Oele und Spiritus. * Berlin, 1. Aug. Rühe Aug.(—.—)—.—. Okt.(67.50) 67,90, Der.(—.—) 67.50. ° Parie, 1. Aug. Wetter schön. Anlang Schluß 31. Anleng 1. Rüböl Aug. Sept. Sept.-Dez. Jen.-April Spieitue Aug. Sept. Amerikanische Warenkurse. * New Vork, 1. Aug. Baumwolle. Okt.,(11.22) 11.28, Der.(11.18), 11.20, Jon. O Chicago, 1. Aug. Weisen. Sept.(38 ½/),8 3½, Aug.(11.71) 11.76, 1.11) 11.13. Meis. Dez.(62⅞) 63%.— neter. (89¾) 90¼. fest. * Chicago, 1. Aug. Schmelz. Okt.(11.83) 11,72. Perb. Okt. Nr. 387.(Dorgen Ausgabe. Weftfällscher(Derkurr. Hamstag, den 2. Rugust Baumwolle. 1. Aug. Baumwolle. Upland middl. loco(611 Dramen. ruhig. Liverpool, 1. Aug., mittags 12 Uhr 45 Min. Baumwolle. Umsetz 7000 Ballen, daron für Spekulation u. Export— Ballen. Tendenz für Amerikaner loco: stetig. Preis: 6.57. Amerikanische dood ordinamy Lieferungen— stetig. Aug.(6.28) 6,31, Aug.Sept(6.20) 6.23. Sept.-Okt.(6.11) 6 14, Okt.-Nor.(6.07) 6.09, Nov.Der.(8.07) 6.04. Der.-Jan.(6.02) 6. 04. Jan.-Febr.(6. 0S) 6, 05, Febr.März(6.04) 6.06. März-April(6.05) 6.08. April-Mai(6.06) 6.00. und M. Morgen sontag geschlossen. * Bergwerke. Das Steinkohlenberzwerk Grai Bismarck. Gelsenkirchen-Bismarck, erzielte im zweiten Viertelahr 1913 bei einer Kohlenförderung von 575262 t getzen 601 087 t im Vorvierteljahr und 522630 t im zweiten Vierteljahr 1912 einen Betriebsüberschuß von 1 680 768(1 771 360 bzw. 1511 308 M. Nach Abaug von 71 250(71 250 berw. 30000) M für den Anleihe-Dienst bleiben 1570 518(1700110 bezw. 1 481 308) M. die sich durch 117 723(117613 beru. 8593) M Vortraf aus dem Vorvierteljahr auf 1697242(1817723 bezw. 1 480 902) M erhöhen. Sie wurden wie folgt verwandt: Ausbeute für das rweite Vierteljahr 1 Mill.(1 Mill. berw. 900 000) Mark. Rucklage für Neuanlagen 600 000(600 000 bern 400 000) M. Rücklage für Bergschaden 0(100 000 berw. 100 000 Mark und Vortrag 97242(117 723 berw. 39 902) M.— Bei der Gewerkschaft dr Steinkohlenreche Moat-Ceais. Sodingen i. W. betruß im rweiten Quartal 1913 die Kohlenförderung 210 273 (feten 194 445 t im Vorquartall, die Kokserzeugung 41 930 42 142) t. Die Einnahmen bezifferten sich auf 2 770 741 Mark [2557 581 M), die Ausgaben auf 2116 014(1 942 933 M. der Gewinn auf Kohlengewinnung mithin 660 72°(614 590) M. Es erforderten hiervon: Zinsen der Anleibe 71 50S(71 538 M. Ausbeutung des Pachtfeldes Veronika 20 000(27 T00 M. Steuern 41 500(66 000) M. Es ergibt sich eine Ausbeute von 518 691 (449 360) M.— Bei der Gewerkschaft Admiral in Hoerde i. W. betruß im rweiten Vierteljahr 1913 die Gesamtförderung 28 251 Tonnen(gegen 7712 t im rweiten Vierteljahr 19121. Die Förderung des ersten Halbjahres 1913 betrug 51 127 t gegen 13 930 im ersten Halbjahr 1912 Die Briketterreugung behef sich im rweiten Vierteljahr 1913 auf 1704 k(Gegen 1158 t im rweiten Vierteljahr 1912). Der durchschaittliche Erlös für die im Rahsversand abgesetzten Tonnen Kohle betruß 12.74 M und derteniße für Briketts 14.55 M(gegen 11 91 M berw. 1371 M in rweiten Vierteljahr 19121 Der Betriebsnberschuß betraß 45 505 Mark(gegenüber 13824 M im ersten Viertebahr 19131 Auf Neuanlagen wurden im rweiten Viertebahr 1913 137 154 M verbucht(gegen 109 438 M im ersten Viertebahr 19131— Die Gewerkschaft ver. Trappe zu Süschede ermelte im 2 Vierteljahr 1913 eine Kohlenförderung von 41 701 t lgegen 4 413 1— 1. Vierteljahr 1913 und 38 379 t im 2. Viertelahr 1912! Der erzielte Reinüberschuß betrug 102 344(104 907 berw. 69 303) M er erhöht sich um 187 923(143 110 berw. 39.352) M Bestand auf 200 267(247 923 berw. 123 835) M. Als Ausbeute sind für da: 2. Vierteljahr 80 000(60 000 berw. 4000 M zur Verteilung gekommen. Es verbleibt mithin als Bestand per 30. Juni 1913 ein Betrag von 207 767(187 923 berw. 90 201) Mark * G e r r e s b e i m e r G l a s h a t t e n w e r k e. D u s s e l d o r i- G e r e s b e i m. Die Gesellschaft teilt mit daß die Ergebaisse des laufenden Geschäftsjahres vorauseichtlich aicht hinter 1912 zurückstehen werden. Im ersten Halbjahre 1913 sei der Verdienst infolge der vermehrten Einstellung von Orens-Maschinen gröBer als im Vorjahre gewesen. Die von den Spießelglashutten geplante neue Flaschenfabrik in Dorsten werde die Gesellschaft kaum beeinflussen, weil sie nicht in der Lage sei mit der allein rationell arbeitenden Oweas-Maschine zu fabrizieren. * Die deutsche Maschinenindustrie aul dem Weltmarkte. im Juni 1913 hat sich die deutsche Maschinenausfuhr den Vormonaten gegenüber ganz weseatlich gchoben, sie behef sich, wie eine vom Vereine deutscher Maschinenbau-Anstalten bearbeitete Aufstellung reigt, für die eißentlichen Maschinen auf 52 230 t im Werte von 60 440000 M. denen eine Einfuhr von nur 10 459 t im Gesamtwerte von 9 246 000 M gegenüberstand. Die Zunahme der Ausfuhr entfiel zun 4rößeren Teile auf landwirtschaftliche Maschinen, in denen der Betraß der Einfahr annähernd erreicht wurde. Die Ergebause der Monate Januar bis eiaschließlich Juni 1913 mmsanmengenommen brachten es in dea eifentlichen Maschmen auf eine Einfuhr von inssesamt 49 833: im Werte von 45 109000 M und auf eine Ausfuhr von 273274 t im Werte von 331 500 000 Mark. Das Gesamterfebais vom Jahre 1912 stellte sich darn in der Emfuhr auf 77 837 t mit 73278 000 M an Wert. feten 536 676 t mit einem Wertbetraße von 628 071 000 M in der Ausfahr. Beschtenswerte Aufschlasse über die Bedeutung der dertechen Maschmenindustrie auf dem Weitmarkte erhält man. wens man cie Gewichtsmengen zu den Werten der Ein- und A usfahr is Beriehung setrt. alsdana ergabt sich für 1 t alWert in Mark für die letrten Monate 1913 Män April Mei Juni in der Einfahr 10063 6719 9662 9632 in der Ausfahr 11849 11903 11953 11351 während der gleiche Wert für den Durchschaitt des Jahres 1912 sch in der Emfuhr auf 9402 in der Ausfahr auf 11702 behef Dieser verhiltaismäßge Wert der Einfahr beharrt also. verglieben mit dem der deutschen Ausfahr, auf einem recht niedrifen Stande Am der deutschen Textühndastrie. Auch in dieser Woehe machte sich eine Belebung des Wollgeschäftes nicht bemerkber. in Gegenteil soweit dertsche Wolles in Betracht kamen wer aoch eine wertere Abschwächung des Verkehr: bemerkbar. Die Preise selbst haben ebenso wemt wie de für Kamnrage Kämnünfe und Vollabfille eine besondere Veränderunf erfahren Für Vollengarne fchlte es an jeglicher Kauflust ialänduscher wie auslindischer Verbraucher. Das Geschäft ir onücnen und halbwallenen Uebwaren bewegte sich in den Glierbeschesdensten Grensea vielfach eingeleitete Exportgeschäfte fanden keie Ericditmn Die erwartete Besserung der Besatrindustrie ist nicht eingetreten Ohne Aendernnt bebriedstens lauten ce Berichte am der Vrk- und StrapfHe in Conse: hänfrt nischen Generalkonsulat in Hamburg ist ein offizielles gramm der argentinischen Rezierung eingetroffen, worin erklärt wird, daß die zurreit in Europe umlaufenden Geruchte ven einer schwierigen Situation der Banken in Argentinien aicht auf Wahrheit beruhen. Deren finanzielle Lage sei im Gegenteil ausgereichnet. Die Banken hätten wohl ihren Kredit eingeschränkt, jedoch nicht gegen die Handelswelt, sondern nur, um die überhandnchmende Landspekulation an bemmen. Koakurse. Reihenfolge der Antaben: Ort. Firma, Tat der Eröffnung. Anmeldefrist.) Bartsteinfurt. Händler Josef Wellering in Borthorst. Verfahren aufgehoben. Abam. Muller Gerhard Beuker zu Heek. Verfahren aufgehoben. Barmen. Firma Barmer Wagenbauanstalt Johann Honscheid in Barmen-Rittershausen. 24 7.— 27. 6 Berliner Börse. Eigener Drahtbericht des Westfälischen Merkur. Schlusskurse. 1. 8. 84.60 84.575 97.75 97.75 31. 7. Privatdishont 45 Wechs Amst. kurz 168.40 " Brüssel„ 30.35— " Italien„ 78.90— Scheck London.. 20.470 20.465 Wechs. Lond. kurz 20.435— Scheck Paris 81.10 81.075 Wechs Paris kurz—— . Wien D. Reichsenl 5"„„ 68 Preuse. 313 5" #4 Wen Pr.-dnl B. s dnr 1 s Minst St-4 St, 5 di 45R-M * dia. 1s die. Bd.-Nr. Pldbr. IX 31 8 dia N 84.60 74.10 97.75 84.60 74.10 96.30 83.70 95.50 94.25 34.00 95.40 34.30 84.60 74.10 97.75 84.60 74.10 96.25 85.70 93.30 94.00 84.00 98.40 84.30 92.30 92.50 85.75 83.25 Transport-Werte. Canode-Aktien 217.10 215.00 Hamb.-A. Pschetf. 130.75 139.25 Hanse Dampfsch. 293.00 233.50 Nordd. Llord.. 116.70 116.67 Banben. Barmer Bankv. 110.00 109.75 Berg.-Märk. Bank 144.00 143.00 Berl. Handelsges. 189.25139.75 Darmstödt. Bank 113.75 114.00 Deutsche Bank.. 244.90 245.90 Dishentogesellsch. 130.60 182.50 Dresdner Bank 149.00 149.00 Ess. Krednanstalt 155.00 154.25 rrech Natonalb. f. Drsch. 114.10 114.30 Osnsbrücker Bank 123.90 124.50 Rh.-Westf. Dise 11725117.10 Schaaffh. Bankn. 108.80 108.20 Brauereien. Bochumer Uictoria 103.30 103.30 Dortm. Ahnen-Br. 365.50 56 S. 30 " Union-Br. 405 50 405.50 " Victoria 112 50 112.50 Germanie Dortm. 132.30 132.80 Glücksufbr. Gels. 126.00 120.10 isenbeck Hamm 99.80 99.30 Lindenbr. Unna 69.25 Löwenbr. Dortm. 173.25172.00 Müser Langendr. 118.00 118.00 Industrie-Aktien. A-G.f. Verkehrsw. 211.50 216.00 Allg. Elektr-Ges. 242 00 243.00 Angie Cont. Guano 117.25 117.50 Anterr. Hengst 101.00 101.00 Apierb. Berzbau 148.00 159.00 Aumet Friede 161.60163.00 warezindustrie, obechles and in esen Zwesge an nenen größeren Anfträßes ichlte Die Zahl der ses eingefangenen O-sen n der Seiden branche war recht gerint ebense kenbea ce Barnvollsmser und besender: cre Berzwollweder nrne Orders nur veremreit bochen. Geger die Vorwoche weist üre Lage der Jute-Industrie keme Verinderung auf Ee Flachssamner hattes auch weterhn starke Nachtraße be gebeserten Preisen. Dhe Leisenwebereien haben gut zu tun Eur lemnvolltsnnemementen-Frage. Der„Verein der Schweirerneber Bamwolsomner und weber fordert seine Mitcheder auf Baurwalle su mit sogenanzten„Corierence ef Laämt za kaufen oder mit Thronch Bills ei Ledmt. Enklang mit dem Lrrerpooler Cettor Bells af Ladmt nercner Comttter ausfertellt wurden Dabei muß immer vorgeschreben werden daß Aopsen dieser Konossemeate dem Zestralduens nn Veryrart zu Terchinm eingesand werden. und chr haale scle angeuseses werden, nur seiche Tratten an ahreréeren dir ves Deksneatea betleitet and abe dese Beinfungen ertüllen Gescticht des damr dürtten Betrhgereien uns anr ver ernagen Jahrer zan großer Schaden der europämcher Spamner und Händer vorkamen in Zakunft #icht mehr möchct sen En gesch##igter Hiccer a Lirerpotl hatie Klafe jefer ene Baat n Vervort engelestet die ense Tratte mit seidlochten Konossement zan inkasse weiter Geteber hatte. Er gewam den Prosel der aber von der Unterbegenden werter verfalg: wurd vor dem Ausfant kemes emnd gens geuzt#nge * Vechenbericht von Hakrngtt ke Te gil aur zui den Heimmarit en Lienes Aufacter des Be#aries bemerkt haben. Die Umsitze nofes sch mähit erböht haben vei verscheiene Juschenhirdern der Untermaasjen aller Angebeten der Sätrwerhe recht teiinahmeles geßerSberfestander haben aich: zu verkennen mi aber in allgeDesen das das Angehet der Schombemühlen der bestebender gei nec nennerte bedat be veren iberng Lnf den Lasgbeimirkter an Rben Neckur mnd m Bähmes kan An eima dai ce Stinübierbentrer sehr zurbeihatend in Euhan gewrder and Die Preue haber nachteber zisder alberdmge noch zicht anf der ganren Lune PrenberahSrtrunger babean der Hauptseche für germges Materm. stattgeiunden Aber zuch die berter Sorter äuttea n Zuamit an #etraßen Preme zicht bebaupten dem ferade i der Möbelindustrie mt der Absatr viel schwicher ah n dun genen Woches h Rbenasd min Vestiales und setrt sark E.: Kokuren de mdbertschen Sifewerte beebechtet das Gas aul eie Preue wuüt nt rereiches h ecberer Schattmateriahes wur der Abratt mizn noch bef-oechserd ablerEnge int such iner zu bemerten dab richt mehr se viel Nach. bragen verbegen wir zu Begmr derers Jahrea. Dbe allfenaamn ungunsteßen wutachaftbeben Verhiltomer beangen einen er#nferen Beschäftserngegrein der Inrumibehndustrie die Deister Fabrtter haber be veien zicht mehr so viel ra tun. wis in verngen Jahre. Auch auf der#etdertschen Harmitkden unbt er sehr raht am au der Weichsel and trott 6e: starker Anjebets n Rahböirers ism wesezthebe Umsäitre erf#igt und cr Preise haber 3 hu 4 Prarest nechfeßeben kr den Kreuer der Säßemühlerbeutser bereschoet man duse Ermibisraten noch nscht al amrechend eun der Bedart i= Berin Nagdeberg Halle Posen Stetin mi Dhamt verertäch Liomer gewerdes nt Der Nühlea die an Vanerwete begen schh sehr der Alsats aach Artteldemschland Die Fumen des Z#cheahanden u Lupnj und Erfut haber vun wennter 2= iin als m Moaat 5uni boemden start.wrörktetunger in der Beschäftgeergetred n der Mem#mstramertnbanche der Cersererpert hei verentich nachgeiasen, aucd selbrigpeerreGe Isstruncate werder zu n(eur beacbendener Menger unPesetzt In Grobenbairhandel varm ür Umeitre beirecgend in Popserbairgeschäft beher 31.7. 1. 8. Elektr. Lichtu Kraft 126.00 126.00 Eschweiler Bergu. 212.00 212.75 „ Eisen— Ess. Steinkohlen 158.25 156.50 Fag. Mannst. V.-A. 153.50 153.50 Felt.& Guill. Lahm. 142.50 143.00 Plöther Maschinen 238.50 259.00 Geisweider Eisen 192.50 192.00 Gelsenk. Bergw. 181.30 189.10 " Gußstahl 93.25 93.25 Georgs-M. St.-Akt. 90.75 90.30 Vorz.-A. 113.10 112.50 Ges. f elektr. Unt. 183.90 154.40 Hann.Masch. Egeit. 300.00 297.75 Hark. Brück St.-A. 95.00 96.00 " St.-Pr. 118.25 118.25 Harpener Bergbau 190.10 190.50 Hasper Eisen. 168.00 166.50 Hedwigshütte 139.10 139.25 Herbrand Waggon 183.00 152.00 Höchst. Farbwerte 605,00 605. 75 Hoesch Stahlwerke 318.00 310.00 Hohenlohe-Werke 149.60 148.75 Hotelbetr. Ges. 149.25 150.10 Humboldt Masch. 117.00 117.25 Kön. Wilh. B. St.-A. 2KS 00 283.50 " St.-Pr. 329.75 330.25 Königsborn Bergu. 246 00 247.00 Körting Gebr 122.00 122.00 Käppersbusch 205.80 203.80 Lahmeyer& Co. 122.25 122.50 Laurahütte 168.70 167.50 Lüdensch. Metall 132.00 132.10 Magdeb. Bergu. 505.50 505.30 Mannesmannröhr. 206.00 207.73 Mark Portl.-Cem. 88.00 83.00 Märk.-Witf. Bergw. 107.00 107.25 Maschinenf. Beum 134.00137.50 Massener Bergu.—— Mülheimer Bergw. 162.75 164.00 Nordd. Gummifabr 70.25 70.25 Wollkämmerei 138.50 139.00 Oberichl.Eis.-Bed. 92.10 92.25 " Eisenindustr. 75.90 75.50 Orenstein 4 Koppel 176.40176.75 Osnabr. Kupfer. 65.00 65.00 Panzer 86.50 86 50 Phönix Bergwerk 256.75 252.25 Rheinfelden 142.00 142.00 Rbein. Braunkohl. 166.25 166.75 „ Metallw. St.-A. 101.00 108. 90 „ Vorz.-Akt. 115.05 117.00 " Stahlwerke 156.25 156.60 Rh.-W. Kalkwerke 167.00 166.50 " Cem.-Industr. 124.75 124.75 " Sprengstofi 224.50 225.00 Rombacher Hütte 154.00 154.90 Rote Erde, Eisen 13.10 13.10 Rütgerswerse 135.50 135.75 Schuckert Elektr. 150.25 151.00 Schulz-Knaudt 135.00 136.00 Sieg.-Sol. Gussst. 25.10 25.00 Siemens àmp; Halshe 217.75 217.50 Steaus Romana 154.60 154.00 Stett. Chamotte-A. 106.10 167.00 129.00 123.10 131.75 132 25 221.00 220. 50 222.00 221.00 116.90 116.00 1.8S.50 151.50 V. Berl.-Frf. Gum. 125.75 126.25 219.90 215. 90„ Cöln-Rottu. P 552.00 533.00 " Drech. lächelw. 265 10 266 25 „ ZypenkWissen 176.00 172.50 Wasserw. Gelsenk. 193.50 193.80 Westeregein Alkali 188 90 153.10 Westtalis Cement 105 00 108.00 Westf.Drahtinduft. " Drahtwerte " Kupfer " Stahlwerhe Wick Portl-Cem Auteser(ochtne Balce Naschinen 220.00 290. 50 5 uikan Zinkh. Stettiner Stoiberger Balce, Teller.& C. 101.00 101.08 Thale Eisen St.-P. Bergmann Elektr. 126.50 126.50„ V.-A. Biel. Masch. Dürk. 586.50 561 50 Leonh. Tietz Besmarchüns Bocum Ghafte: Böhler 2550 228.00 Bösperde Walra. 76.75 76.75 Braunk u Brik-ind. 176.00 176.50 Buderus Eisenw. 106 2S 106.50 Chem. lnd Geisen. 130.50 199.50 Cöh-Neuess Byr 425 30 496 90 Concond Bergbau S45 40 50S 10 Consobdaben 558.90 539. 50 D.-Lnn Bergr 148.75 145.30 L. Uebers Elektr. 163.50 163.50 Deutach. Gasglähl. 473.00 4 71.00 " Erssl 200 00 241.59 „ Watien-M. 611.00 61S 80 Dennersmarchüt 318.50 319.00 Duss. Eisen Draht 130.75131.90 " Essenbüste 141.10141.28 Opaamn Trast.. 165.50 169.90 Nachbörse. 164.50 164 50 32.00 30.00 103.60 109.10 40.00 42.50 83.50 33.50 81.25 81.50 191.25192.10 Stahlröhren 134.00 132.50 Otsriminen 108 40 108 25 Deursche Kall-Alt. 125.00 124.90 Oerterr. Trede Aussenbank Russen 1902. Schanfungbehn Lombarden ***** Baimmere Orental Eisend Warsches- Uierer Bocne Dertach- Lnnemb Roteniche Werte Lourshüne 197"— 1304, 1301 99 136 136 195., 1205 2. 216, 2147 95 93 125 1761, 221 2125. 1381, 168: 1921. 143: 109 167:, Pbsoik Rhem. Stahlwerke Rombacher Hütte Gelsenurchener Harpener Hamb.-A Packetf. Nousi Daugfache Nors4 Liord Allg. Elertr.-Ges. D. Uebers Eiekrr. Stemens& Halste Souter Geer Ges i Sext untera Seath West Africh 1315 Tentenn 4i Iendeetberlebt. Aufmt. Dus berverstecbendste Moment an der Börre ist und bieibt dir starke Geschiftastille am dieser beram mi es erklärhch daß beute infelge des germetütiten Angebets eine nabern allgememe Abechwächung Platz(ri5 ebrchl ürr pebstrsche Lafe nach wie ver ginstat beurteilt urd Als Bewettrinde für Er Abschwächmt vurde u a. auch auf das anbaliende Nachjeben der Cannds-Akten verobesen worin setrt eine rührige Baissepartei in Einklang mit des maß. gebenden Amlandsbirses anschemend bemüht ist unter Verbrestung ras allerhand Nachrichten den Kurrstand berahmdröcken. An Nostanmarkte warm Abfaben besonder: in Destech-Lasenbuter un den Erteimss cise Jprcr. Räckganges zu bemerken. in Zusammenhanj mit eisem Artikel der Fraakt Zid vorn Ee Geidbeschafmngzisge cieses Verte: einer Betrachtung mnterzogen wrrd he cie röckläußte Bewegant wurden auch drr anderen Verte direes Gelsets soci auch Schiahrts-Akues einberogen mit dem Erteinn Esteßen bis 1428 Prosent. Von den ährngen Marktgebneten mt außer der Tatrache unbedeutender Kurchvankunten aschts mierensantes zu berschten, böchstens daß bei eie schen Verten uch eundes interesee für Gesellschaft für eleitrische Unternchmungen zeigte. Des Geschäft schleppte sich träße dahm eine Stütre aber gewährte dem dir am Boskirenes lnerber gelangte Nechricht dal der Streik# Tranrraal angebüch endgünd verneden werden am. The Geid S Prosent. in der 2. Birsenstunde machtm suich Ansätre zu euder Bemerunf bemerther ür aber beit rieder rerschwanden Orsenthehn var mieite Vieser Auregund stärter geirag: mi baarter amhaft nnchn in der i Semde vur da Verkahr fast rolständf feschäftsien An Kamamartt der haimtueverte erhinl sich auh beii: ü bsste Grundsiimmung. Vesentich biher vurer ahn a— eursise Poper —* Die allgemeine Anerkennung des Kakaos in seiner Bedeutung für die Volksernährung und sein erfolgreicher Kampf gegen den Kaffee, der bei dauerndem Genuß zu einem Feinde der Nerven wird setzten wirksam erst ein, nachdem in dem vollendet entölten und staubfein gesichteten Empihle in nur bester ausgesuchter frisch gesch lachteter Ware: junge Hahnen „ Gäuse „ Enten „ Lauben 1 la. Poularden feinste Poulets schw. Suppen= u. Frikasseehühner ferner Nehrücken Rehkeulen Rehblalter =Kakao ein leicht verdauliches, nahrhaftes und wohlschmeckendes, zu dauerndem Genuß geeignetes Getränk in den Handel gebracht war. Reichardt=Schokoladen haben durch ihre unerreichte Geschmacksvollendung und Vorbildlichkeit bewirkt, daß sich Schokolade beim Publikum bewußtermaßen ständig mehr vom Naschwerk zu einem Nahrungs- und Stärkungsmittel entwickelt.— Verkauf zu Einzelpreisen der Reichardtfabrik in eigenen Filialen, in Aufp. 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Sestsroße 53.—e man Felegramm=Adresse:1 Redaktion Nr. 403 50 Der Bist Als am vorletzten It ismarcks wiederkehrte L#nnteln hier oder da den sa on der Geist Bismal Adig bleiben! u bissel Lieb, a bisse ##lweil dabei. Falschheit #folgern, insbesondere haber des Reichskanzlerpos Oroben u. Nestenanschlége berenwägs u. ohne Verbindichhen auswärtigen Politik, die Verrungen hat, sind seinen? ##ndet es immer bei der ##ll wenn man die Nachfo Vererbten Kürassierstiefeln v Zu der Beschwörung möchten wir unsererseits o ###ei und Gerechtigkeit h# #deer Geist nicht auf gallen Zeiten von de Der Geist der Kraft Reich begründet und d sterreich zustande illen Nachfolgern 9 Verehrer Bismarcks könn ##daß in der inneren Po selben Höhe gestanden, w ##er eine ungeheure Macht innere Entwicklung ruhig bungen, Krisen, Fehlschlä Am allerschlechtesten bew Kulturkampfe. We „ unter der Devise: Nach s ##ch hat er doch die Wer de tatsächlich ein Kanoss Staatsmann, der wenig hatte, den Zwang zum wurde aus den Men Staatsmannes Andra ginn des Kulturkampfes ##tholizismus besser kannte, die Antwort erhielt:„D mögen sie mich hassen. nicht fürchten, so werder Geist, der den Jesuiten traute und selbst von ei ## blind wegen der vol Bismarck hat sich selbst zeichnet. Von dieser E des kirchenpolitischen Ke ihm viel Reibung und 2 keiten und Schaden bere Uebermaß von Selbstt nicht verewigt zu wünsc Es ist ferner zu be nicht zu allen Zei hat. Auch nicht auf der wärtigen Politik. „Krieg=in=Sicht=Zwischer schakoff Gelegenheit gab, Wage aufzuspielen, er Schlappe. Das russisch seinen Nachfolgern aufs Wurzeln, und der Geist nicht zu hindern. Fü Regiments genügt es, Es gelingt nichts machte dieser Tage die im Jahre 1890 sei fü Wohltat gewese inneren und äußeren C besten Teil von seinem Also: wenn man so muß man genau Geistes und welches! Leben und Wirken ma nur das beste! 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Die r der Großstadt verfeh mendes Temperamer Stange, war pünktlic seinen Ehrgeiz an, s# „Hier ein Billet, an, die schwierigste werden kann!“ Am nächsten M und war erstaunt il ihm eine ganz eigen „Herr Direktor, so gespielt!“ Nicht immer## nichts, die Hauptsach tiefe Durchdenken. „Für nächsten? den, Sie werden de Heini erinnerte dies eine sehr dankbe aus der Theaterbibl Drama in einem Al für ihn! Beim näch warmen Worten be Nach Schmolle nur kurze Antworte tun, und die Fried allen Ecken und En und Mägde merkte gut wie keine Ahn