sember neionat nngder Schwesternvog * Dienstmägde Mariä ps(Coolenbergh) bei Brüssel en von 14 bis 18 Jahren ikl. Gebrauch des gung der Wäsche. Zund Aufertigung von Kleishaltung. Dieses Jnstin besonders zur Erlernung Rischen empfohlen. Ba## Pflaumenmus Mt. 2.20 „ 2.30 eimer Br. 25 Pfd.„ 5.25 lunsthönig mer.... Mt. 2.75 p„ 288 Lagdeburg geg. Nachnahme. nton Mathy, umenmusfabrIk, lagdeburg F. 1. Die Fabrit ester Produte könig zu Annen i. W., erfeste Steine zu allen Feuerungsanigen. 1 enzenden Bedes FernDar n hhandlungen die lruckerei. str. 59. a. Rhein, wehrsabrik, istige Jagdartikel atis und franko: let, als Doppelstinten, ten, Dreilaufgewehre, Einzellader=Buchsen, zmatische Selbstlade behre für Schrot= und er, automat. Pistolen, I aller Art, ücke aller Art, er Art, parate und sonstigt vird eine Schußliste mitgeseibe. Auf Wunsch wird die it für Handseuerwaffen in 2437 aufzwang. ia. Rußland: G. Macostow a. Don, Alexaninkreich: E. Fougere, sen& Co., Nyköbing. 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Anzeigenpreise: Für die Petitzeile oder deren Raum 25 J, Anzeigen=Annahme: In Münster Kön sämtliche Annoncen=Bureaus des InKamezele 75 8 aße 59, sowie und Auslandes. „Dreibund und Sriedenskonferen3. Daß der Dreibund fortbestehen würde, war nach sage der Verhältnisse eine klare Selbstverständlicheeit. Daß man ihn gerade jetzt, noch vor der möglichen Kündigungsfrist, in aller Form und vor aller Welt erneuert hat, das ist, wie wir schon ausführten, eine demonstrazive, und zwar eine sehr zeitgemäße und eindrucksvolle Demonstration. Es wird allen, die es angeht, zum Bewußtsein gebracht, daß der Bund gegenwärtig fester dasteht, als jemals seit den 30 Jahren seines Daseins. Das ist mehr, als eine papierene Fortschreibung eine wahre Auffrischung und Neubelebung des Bündnisses. Italien, das bisher mit Oesterreich niemals so ganz glatt stand, hat jetzt über den wichtigsten Interessenknäuel, die Adriapolitik, mit dem habsburgischen Nachbarn eine Verständigung getroffen, die sogar zu einer gemeinsamen positiven Aktion, zum albazischen Kompagniegeschäft, die Grundlage geliefert hat. Dagegen ist die alte Herzlichkeit zwischen Italien und den Westmächten beträchtlich eingeschrumpft, hauptsächlich infolge der neueren Mittelmeerpolitik Englands und Frankreichs. Zu gleicher Zeit hat die sehr bestimmte Erklärung des deutschen Reichskanzlers vom 2. Dezember vor aller Welt klargestellt, daß der Dreibund, so friedlich seine Tendenzen und seine Geschichte sind, doch zu einem Abwehrkriege fähig und entschlossen ist für den Fall, daß eine dritte Großmacht ein Bundesglied angreift. Sonach ist in jeder Beziehung Vorsorge getroffen, daß der Dreibund bei Beginn der Verhandlungen in London so achtungsgebietend dasteht, wie kaum je zuvor. Der Dreibund hat nicht danach gestrebt, die Friedenskonferenzen in eine seiner Hauptstädte zu lootsen. Man hat der englischen Regierung diese Rose überlassen, an der die Dornen nicht fehlen. Diejenige Diplomatie, bei der die Unterhändler zu Gaste sind, mag wohl etwas mehr Einfluß haben können, aber sie hat auch viel mehr Verantwortlichkeit. Fürst Bismarck hat bekanntlich zehn Jahre lang sich wehren müssen gegen die Verantwortlichkeiten, die man ihm aus dem Berliner Kongreß von 1878 zuschob, weil er dort als„ehrlicher Makler“, präsidiert hatte. Der Londoner Regierung wünschen wir eine Präsidialehre ohne Nachwehen. Sie hat den„Vorzug“ verdient durch ihre bisherige friedliche Haltung, die offenbar wesentlich zur Eindämmung der Kriegstreibereien beigetragen und in dem Verhältnis zu Deutschland jené„Intimität“ herbeigeführt hat, die noch jüngst unser Staatssekretär pries. Die Verhandlungen, die jetzt in London beginnen sollen, sind nicht so einfach, wie es dem oberflächlichen Blick scheinen könnte. Es werden drei verschiedene„Konferenzen“, stattfinden. Zunächst tagen die Vertreter der 5 kriegführenden Mächte, um die Friedensbedingungen zwischen der Türkei und dem Balkanbunde festzustellen. Dann ziehen sich die türkischen Bevollmächtigten zurück, und die Vertreter der vier Balkanstaaten verhandeln unter sich über die Verteilung der Beute, was nach den bisherigen Vorzeichen nicht so glatt abgehen dürfte. Daneben tagen nun die Vertreter der Großmächte, die gewissermaßen eine Revision der Aufräumungsarbeiten vorzunehmen oder wenigstens vorzubereiten haben. Ueber den Beruf und die Vollmacht dieser letzteren Tagung muß man sich vorsichtig ausdrücken. Die deutschen Offiziösen vermeiden geflissentlich, von einer Botschafter=Konferenz zu sprechen; sie brauchen den Ausdruck Botschafter=Versammlung, um anzudeuten, daß es sich hier nicht um eine förmliche Konferenz a la Algeciras mit entscheidender Beschlußfassung handeln solle, sondern um ein Organ des vorbereitenden Austausches von Informationen und Ansichten.„Ein einhelliges Auftreten der Großmächte in den einzelnen noch strittigen Fragen vorzubereiten“, bezeichnet die„Nordd. Allg. Ztg.“ als Zweck der Botschafter=Versammlung mit dem Hinweis, daß die„angedeutete Beschränkung“ dem Beschickungsentschluß der Großmächte zugrunde liege. Also erscheint der Instanzenweg bis zur europäischen Sanktion der Neuordnung noch recht lang und umständlich. Aber die Verzögerung ist immer noch das kleinere Uebel gegenüber der Gefahr, daß bei plötzlicher Beschlußfassung die Mächte aufeinander prallen. Darum braucht man an einem guten Ausgang(langsam aber sicher!) durchaus nicht zu zweifeln. Serbische oder panslawistische Bluffversuche haben wenig zu bedeuten, wenn der Dreibund so mächtig dasteht und England auf seiner friedlichen Linie verharrt. Anläßlich der Erneuerung des Dreibundvertrages wird es von Interesse sein, den Inhalt des Vertrages wiederzugeben, der zum erstenmal am 3. Februar 1888 veröffentlicht wurde. Der Vertrag wurde zunächst zwischen Oesterreich und Deutschland abgeschlossen. Italien trat erst später bei. Der Vertrag besteht aus drei Artikeln, die folgendes besagen: I. Sollte wider Verhoffen und gegen den aufrichtigen Wunsch der beiden Hohen Kontrahenten eines der beiden Reiche von seiten Rußlands angegriffen werden, so sind die Hohen Kontrahenten verpflichtet, einander mit der gesamten Kriegsmacht ihrer Reiche beizustehen und demgemäß den Frieden nur gemeinsam und übereinstimmend zu schließen. II. Würde einer der Hohen kontrahierenden Teile von einer anderen Macht angegriffen werden, so verpflichtet sich hiermit der andere Hohe Kontrahent, dem Angreiser gegen seinen Hohen Verbündeten nicht nur nicht beizustehen, sondern mindestens eine wohlwollende neutrale Haltung gegen den Hohen Mitkontrahenten zu bewahren. Wenn jedoch in solchem Falle die angreifende Macht von seiten Rußlands, sei es in Form einer aktvien Kooperation, sei es durch militärische Maßnahmen, welche den Angegriffenen bedrohen, unterstützt werden sollte, so tritt die im Artikel I dieses Vertrages stipulierte Verpflichtung des gegenseitigen Beistandes mit voller Heeresmacht auch in diesem Falle sofort in Kraft und die Kriegsführung der beiden Hohen Kontrahenten wird auch dann eine gemeinsame bis zum gemeinsamen Friedensschlusse. III. Der Vertrag soll in Gemäßheit seines friedlichen Charakters geheim gehalten werden. Sollten sich aber die Hoffnungen, daß Rußland Frieden halte, nicht erfüllen, so würden beide Hohen Kontrahenten es als eine Pflicht der Loyalität erkennen, den Zaren mindestens vertraulich davon zu verständigen, daß sie einen Angriff auf einen von ihnen als gegen beide gerichtet betrachten müßten. Die Veröffentlichung erfolgte 10 Jahre nach dem Abschluß, zu einer Zeit, als das Verhältnis zwischen dem Deutschen Reiche und Rußland sehr gespannt geworden war. Am 3. Februar 1888 wurde gleichzeitig im„Deutschen Reichsanzeiger“, im„Pester Lloyd“ und in der„Wiener Abendpost“ der volle Wortlaut des am 7. Oktober 1879 abgeschlossenen Bündnisses veröffentlicht. Drei Tage später wurde im Deutschen Reichstage das neue Wehrgesetz angenommen, wodurch das erste Aufgebot um eine halbe Million Streiter vermehrt wurde. Das blieb nicht ohne Rückwirkung auf Rußland. Die jetzige Erneuerung wurde, wie der römische„Messagero“ erfährt, nicht in Berlin, sondern in Wien unterzeichnet; italienischerseits sei die Unterzeichnung durch den Botschafter Herzog von Avarna erfolgt. Sie fand bereits am 5. Dezember statt, doch wurde die Veröffentlichung bis zum Samstag abend verschoben, so daß wegen des Sonntags, dem Tage nach der Veröffentlichung, keine Börsenspekulationen vorgenommen werden konnten. * Sich selbst besiegen. Roman von L. Haidheim. (4. Fortsetzung.) Graf Otto konnte niemals hinweg über das, schste Pflicht des grundbesitzenden Adels nannte. was er die Und diese Wer nicht arbeitet verdient ächtliches Drohnenleben führten.„Wer nicht arbeite das Leben nicht, sei er arm oder reich, vornehm oder gering.“ Das war seine Ansicht und nach dieser maß er den Wert per Roscrn. unrde Mit diesem Gefühl harrte er unruhig des Bruders und dachte schon immer gereizter:„Wer weiß, wo der heute wieder dem Herrgott den Tag abstiehlt“— da sah er die erwartete hohe, elegante Gestalt auf sich zueilen und ihm schon von weitem beide Hände entgegenstrecken. „Welche Freude! Welche Ueberraschung! Gräfin, ich bin entzückt, Sie so blühend zu sehen! Ihr hab Euch also in unser geliebtes Babel hineingetraut? Nun ja, es ist ein Babel, wir wollen es ehrlich gestehen, aber wenn man so wie „wir“ und wie die Fliegen um den Rand herumspaziert und von dem Inhalt nur vorsichtig ein wenig nippt! Ach. Frau Schwägerin, verzeihen Sie dem von lieben Augen unbehüteten Bruder, daß er's trotz Ihrer strengen Miene gesteht: Paris ist himmlisch, es gibt nur diesen einen Platz in der ganzen Welt, wo man mit Grazie seine— Unterlassungssünden begeht! Aber Sie werden selber sehen, wie es bezaubert, unser Paris! Sie werden erfaßt werden von einer Art Rausch— einem ganz kleinen nur, dem auch die Engel auf Erden unterworfen sind — und dann werden Sie milder denken und verzeihen—“ „Na— na— laß nur! Wir wollen das später erörtern, Heinz! Zu verzeihen werden wir allerlei finden. Der eigentliche Zweck unserer Resse ist leider weder das, noch der dungstrieb, sondern wieder einmal die fatale Notwendigkeit, deinem Neffen und Schützling, unserm Herrn Sohn, auf die Graf Heinz Miene, eben noch so ftratsend und vol e. benslust, verfinsterte sich. Die beiden verschieden gearteten Brüder boten ein eigentümliches Bild. Sie glichen einander auffallend, und doch haten sie weder äußerlich, noch innerlich viel Sgrenzigngn, Neben dem, noch immer den stattlichen Granoseigneur repräsentierenden jüngeren Bruder, stand der Majoratsherr, nur eben mittelgroß, knorrig und breit wie ein Bild der Unbeugsamkeit; während Heinz Wesen und Manieren die ganze Glätte und den Schliff des Weltmannes zeigten, lag über Graf Otto eine gewisse Unbeholfenheit und Einfachheit. Dem entsprach auch seine Ausdrucksweise. Ehügling Erlaube. „Du nennst deinen Sohn meinen Schuginig. Erlube, Reichstags-Verbandlungen. + Berlin, 9. Dezember. Stimmungsbild. Ein Begräbnis erster Klasse ist dem Petroleummonopol heute im Reichstage zuteil geworden. Der Reichstag hat die Vorlage an eine Kommission von 28 Mitgliedern verwiesen, aus der sie nicht wieder zum Vorschein kommen wird. Nach dem Verlauf der Debatte ist ein Zweisel über das Schieksal der Vorlu#### nicht mehr angängig. Der Reichstag hat nur das Dekorum gewahrt. Wäre die Vorlage heute im Plenum zur Abstimmung gekommen, wäre sie mit überwältigender Mehrheit abgelehnt worden. Denn auch die Konservativen, die erst heute zu Wort kommen, haben eine große Reihe Bedenken gegen die Vorlage. Zwar erklärt ihr Redner Graf Westarp, daß seine Freunde dem Gedanken des Petroleummonopols an sich sympathisch gegenüber ständen, auch bei den Konservativen überwiegen die Bedenken. Uneingeschränkte Zustimmung hat die Vorlage bei keiner Partei des Hauses gefunden und man kann dem Sozialdemokraten Frank Unrecht geben, wenn er meint, nach den bisherigen Leichenreden zu schließen, sei für das Gesetz nicht bloß keine Mehrheit, sondern nicht einmal eine Minderheit vorhanden. Vom Zentrum faßt der Abg. Erzberger noch einmal alle Gründe gegen die Vorlage zusammen, und nimmt Gelegenheit, die Unterstellung der liberalen Presse entschieden zurückzuweisen, als ob das Zentrum der Vorlage ablehnend gegenüber stehe wegen der Entscheidung des Bundesrats in der Jesuitenfrage, und weil ein mann dem Zentrum große Summen für die Parteikasse zur Verfügung gestellt habe. Der Abg. Erzberger hat durchaus recht, wenn er eine derartige Unterstellung als schofel bezeichnet. Wir sind gespannt darauf, ob die liberale Presse jetzt wenigstens den Anstand haben wird, ihre Verdächtigung richtig zu stellen. Nach der Petroleuchmonopolvorlage an eine Kommission ging das Haus mdie Erledtgung von Mahtpritungen. daß ich dagegen protestiere,“ hatte Heinz so schnell gerufen, wie „Hahal das sagt freilich gleich allerleil“ lautete die Erwiderung des gereizten Vaters. Dann aber sah er do chein, daß hier im Wintergarten eine intime Unterhaltung unmöglich stattfinden konnte. Er bestellte ein paar Flaschen edlen Vordeaux auf sein Zimmer, dann geleiteten sie die Gräfin zu dem ihrigen und verabschiedeten sich von ihr, nicht ohne daß Heinz sich ihr für alle etwaigen Einkäufe und Ausflüge als Cicerone Ihm war bei diesen liebenswürdigen Redensarten schlimm Was mochte gegen den Unglüickssungen alls, vofigent 81. Sitzung vom 9. Dezember. Fortsetzung der ersten Beratung über den Gesetzentwurf betressend den P2 M S Verrehr mit Leuchtöl. Ueber den Anfang ist schon telegraphisch berichtet. Abg. Erzberger(Zentr.): Man sagt, den Toten soll man nur Gutes nachreden.“ Wenn man diese Vorlage vielleicht schon als tot betrachten kann— viel Gutes wird man ihr beim besten Wil nicht zochlagen können.(Sedr Siagtssekretär diese Erbschoft von persöntisch letd, daß der Herr Staatesekre„diese Erphgge einem Vorganger hat übernehmen mussen. Es ist ein Kuckucksei, das er nun ausbrüten muß.(Große Heiterkeit.) Die Aufnahme, die das Petroleunnnonopol in der Oefsentlichkeit gefunden hat, seit durch den Streit der Banken der Schleier zerrissen worden ist, eine durchwag verurtellende geweigur z L21g, Segrinsins der Vorlage ist uns gesagt worden, sie entsprache einem einstimmigen Beschlusse des Reichstages. Das ist ein gewaltiger tum. Meine politischen Freunde haben einmütig gegen die damalige Resolution gestimmt, und Angehörige anderer haben sich uns angeschlossen. Nun möchte ich den Spieß mal umdrehen und fragen: Wie steht es denn mit der Einstimmig keitim Bundesrat?(Sehr gut! im Zentrum.) Aus Pressemitteilungen und aus anderen Nachrichten hört man, daß die freien Hansastädte, die doch gewiß auf diesem Gebiete eimige, Eeighrunz, gen haben, gegen die Vorlage gestimmt haben. Die Vortuge will den Kampf gegen ein Privatmonopot aufnehmen. Das ist an sich eine ganz löbliche Absicht, aber dazu hätte man andere Mittel und Wege einschlagen sollen. Seit Jahren fordern meine politischen Freunde ein Kartellgesetz, das Vorschriften gegen die Auswüchse der Privatmonopole enthalten soll. in diesem Falle wirklich übereinstimmend auf den Boden dieser Forderung gestellt, aber von einem Kartellgesetz hört man nichts und wenn die Regierung das Privatmonopol auf dem Gebiete des Petroleums, das übrigens nach meinen Informationen gar nicht mehr vorhanden ist, denn außer in den Jahren die Standard Oil Company den gesamten Deutschland geliefert—, wenn die Regierung also ein PetroleumPrivatmonopot wirksam bekämpfen will, so gibt es dafür andere und wirksamere Mittel als dieses Petroleurg=Beichzeprsgozonegen Man kann alles mögliche monopolisieren. Kau oder Kohre, Eisen, oder Elektrizität, denn von allen diesen Dingen hat man oder kann man haben. Aber einen Artikel monopolisieren, den man erst von anderer Seite kaufen muß, das ist ein Unding. Wenn die Regierung auf diese Weise Auswüchse von Monopolbestrebungen bekämpfen will, warum hat sie dach nicht auf dem Gebiete des Kaffeehandels, wo es bekanntlich den Machinationen der brasilianischen Kaffeeinteressenaten(mit Hilfe der sog, Volgrl: sation) gelungen ist— und zwar mit Unterstützung Ter.## Bank(Hört! hört! im Zentrrum), die Kaffeepreise kolossal in die Höhe zu treiben. Warum tut sie es nicht gegenüber den Spekulationen Ran stieht bel der Veurtellung dieser Vorlage in grund die Frage: Kann die Regierung irgendweiche übernehmen, daß genügende Mengen von Petroleum zu billigen Preisen zur Verfügung gestellt werden? Man vertröstet uns in dieser Hinsicht auf die Verhandlungen in der Kommission. Aber damit ist uns gar nicht gedient. Wir haben gar nicht die Möglichkeit, die Ausführbarkeit der Lieferungsversprechungen der einzelnen Firmen zu prüfen. Und schließlich haben wir wunderschöne Verträge in der Hand, aber kein Petroleum. Wer die Machinationen der Standard Oil Company kennt, der wird ihr auch die Kraft und die Energie zutrauen, die Lieferanten, die uns solche Lieferungsversprechungen machen, in ihren Konzern hineinzubekommen, so daß wir doch immer wieder genötigt sein werden, ein gewisses Quantum von ihr zu kaufen und dann natürlich zu den Preisen, die sie uns diktiert. Es ist also ganz unmöglich, in dieser Beziehung in der Kommission zu einem endgültigen Refultat zu kommen, es sei denn, daß alle Interessenten zu den Verhandlungen zugezogen werden, etwa auch die Herren Gwinner, Nöllenburg, friedemann. Es wäre in der Tat interessant, die Herren an einem Tische beieinander zu sohen(Heiterkeit) und wir würden dabei wahrscheinlich manches interessante erfahren. Ich bezweifle also, daß uns der Bedarf ohne die Mitwirkung der zu bekämpfenden Gesellschaften zur Verfügung gestellt werden kann, ich bezweifle oder vielmehr bestreite auf das allerentschiedenste, daß das geschehen könnte ohne gewaltige materielle Opfer, d. h. eineenorme Preissteigerung. In der Beziehung ist sehr interessant ein Artikel der„Freisinnigen Zeitung“ vom 17. Januar 1908, der wohl Herrn Schultze=Gaevernitz entgangen ist. Der Artikel schließt mit den Worten:„Es bleibt dabei, daß ein Petroleummonopol nur dann einen Mehrertrag über den gegenwärtigen Zoll hinaus bringen kann wenn der Petroleumppeis in die Höhe geschraubt wird“, und die Folge wird sein, daß auch die Preise für Benzin, Schmierö1 und die anderen Nebenprodukte in die Höhe gehen. Auf dem Gebiete des Benzins haben wir ja heute schon wirklich ein Privatmonopol, und die Gesellschaft wird, wenn ihr jetzt mit einem Male der Import des Petroleums entzogen sein wiro, dafür durch erdie Voltuge dafür, daß nicht darüber zu wundern. Nun hat man als eine Garantie für billige Preise die Gewinnskala hergestellt. Sie soll etwas ganz Kluges und Schlaues sein. Es hört sich auch wenn gesagt wird, je niedriger die Verkausspreise, um so großer der Gewinn beim Verkauf. Nun wird es aber unter den gerissenen und gewandten Geschäftsleuten auch Leute geben, die Verkaufspreis will ich gar nichts verdienen, wenn ich nur beim Einkauf recht viel verdienen kann.(Sehr richtig! im Zentrum.) Wenn das nun zufällig dieselben Leute sind, so können sie ruhig auf jeden Verdienst beim Verkauf verzichten, wenn sie dafür beim Einkauf um so mehr verdienen.“ Und die Leute werden sa geradezu mit der Nase darauf gestoßen, er so zu machen, denn von jedem Pfennig Verdienst, den sie beim Verkauf haben, müssen sie einen Teil an das Reich abführen, dagegen von dem Verdienst, den sie beim Einkauf haben, brauchen sie keinen Pfennig abzuführen. Man müßte den Kaufleuten, die in und hinter der Deutschen Bank stehen, geradezu ein kaufmännisches Armutszeugnis ausstellen, wenn man ihnen zutrauen wollte, daß sie diese Chance, beim Einkauf zu verdienen, nicht ausnützen würden. Also die Gewinnskala wird nicht nur nicht eine Garantie geben für die Aufrechterhaltung billiger Preise, sondern sie wird dauernd zu #oster eitzsguspreisen reizen und damit den Verkauspreis in die ganze innere Konstruktion der Vertriebsgesellschaft— das wird uns auch durch noch so Kommisionsberatungen nicht widerlegt werden können— wird zu einer Verteuerung des Petroleums führen. Der ganze Aufbalt der Vertriebsgesellschaft entspricht unseren Wünschen nicht. Wir sind der Ansicht, daß es zweckmäßig wäre, das Aktienkapital in die Hände des Mittelstandes zu bringen. Allerdings würde es dann nötig sein, Aktien zu 500 A auszugeben. Wenn der kaufmännsche Mizellignd die Akten in br, 12°pre ie gieht#e haben wir auch die Gewähr dafür, daß die Preise nicht in die Höhe schnellen. Wenn man uns den Reichskommissar als den Mann bezeichnet, der bei Uebergriffen helfen werde, so kann ich mir davon nicht viel versprechen. Wir haben schon einmal Vorder kennen. einen Reichskommissar gehabt das war bei der Diamantenregie. Die Herren, die an der Spitze dieses Unternehmens standen, haben damals rundweg erklärt, daß der Reichskommissar überhaupt nichts zu sagen habe. Ebensso würde es ihm auch beim Petroleummonopol ergehen und ergehen müssen. Ueberblickt man das ganze Gesetz, dann kommt man zu dem schpoten. Rum ist en ader fnanztechnsch volländg vertchrt. sichere Ausgaben auf unsichere Einnahmen zu stützen. Ich habe die Empfindung, daß die Herren, die diesen Gesetzentwurf ausgearbeitet haben, das ganze Petroleumwesen überhaupt nicht rennen. Weite Mittelstandsgruppen werden dadurch gewaltig geschädigt, ebenso auch zahlreiche Beamte, die bisher in der Vetreoseumhen Ernischädigung. Des glesche tir Taulende ausreichenven Emsthchzergurgg,„Das gleiche, trifft zu für Tausez von Arbeitern, von Fuhrieuten, kleinen Agenten usw. Für die Beamten hat man wenigstens einigermaßen gesorgt, für die Arbeiter dagegen, die brotlos werden, ist gar nichts geschehen. Nun hat der Abg. v. Schulze=Gävernitz bei der Besprechung dieser Frage an einem der verflossenen Tage Herrn Riedemann in die Debatte gezogen. Das war nicht liebenswürdig, und ich glaube, es würde auch Herrn v. SchulzeGävernitz nicht passen, wenn man auf seinem Sexppog g. erg. klettert. Entschiedenen Protest aver muß ich erheben genen die perfide Unterstellung eines Parteiblattes des Herrn von das zige. Welche Garantien bietet uns nun die Vorlage dafür, daß Betroleum nicht teurer wird? Auch nicht eine ein(Sehr richtigl und Zustinnung Fr., S-OgP,., öche die Parteikasse zur Verfügung gestellt habe. Diese Unterstellung ist schofel, das möge sich der Handelbredakteur des„Berl. Tageblates grlagt seim lasten.. Joß ug Milionen A Die Regierung hat uns ausgerechnen, buß 19 Loeu ug noch nie bei einem Gesetzentwurf gefunden, gesellschaft so viel Machtvollkommenheit eingeräumt wird, hier, ohne daß ihr auf der anderen Seite entsprechende Verpflichtungen auferlegt werden. Es ist nicht einmal vorgesehen, daß sie Petroleum zu sorgen hat. Sie hat allein nun auch für genügend Petroleum zu sorgen hat. Sie.h das Recht, Petroleum zu verkaufen, aber sie hat nicht die nun auch genügend, Petroleum vorrätig zu halten. ihr auferlegte Verpflichtung ist, mindestens salten. Die einzige 4 Prozent Dividende Vater schlecht— eigenuah gar nicht. Es hatte kaum ein Briefwechsel zwischen ihnen stattgefunden. Die beiden— er sowohl wie sein Neffe— waren froh gewesen, wenn sie von Dinkelsroda nichts gehört hatten. „Man bekommt ja doch nur Moralpredigten! Ich lese sie nicht mehr, kannte sie schon auf dem Gymnasium auswendig," hatte Felix eines Tages im Anfang seines Pariser Aufenthalts zu dem Onkel gesagt. Und in diese sorgenden Gedanken hinein, die ihn mit größtem Unbehagen erfüllten, klang nun noch ein rätselhaftes Hochzeitsgeläute. Mit Grauen dachte er daran, wie er seinem Bruder dies sagen sollte. Der würde ihm natürlich die Schuld geben! Aber war es denn auch wirklich wahr? Lag##. irgend ein Irrtum vor, der mit Felix gar nichts zu tun hatte? all dieser Unruhe in der Seele der Schwägerin noch Gott sei Dank, endlich Und mit aul biesge unlühe in ber grrr# Schwägerin noch liebenswürdige Redensarten sagen! „Mata sieht brillant aus! Wer solle denken, daß sie einen erwachsenen Jungen und vier Töchter hotsg#g, ig doch vier? Du mußt schon verzeihen, so das nicht gleich.„Wie sind sie denn? Hübsche Mädchen?“ So plauderte er immer zu ihn in der Scheu vor dem Thema: „Na ja, so leidlich hübschl Aber laß die Mädchen, wir haben ernsteres zu reden,“ brach der Graf das Notthema Sein Diener trug soeben den Wein herein, holte Zigarren herbei und rückte die Sessel zurecht... g.g, bich nicht „Du kannst zu Bett gehen, Heinrich, ich orouche vich nicht mehrl“ schickte er diesen fort. 1994 Jetzt war die unangenehme Erörterung unvermeidlich. Graf Heinz haßte dergleichen, wie alles, was sein Vergnügen am Leben störte. Er fühlte einen heißen Aerger auf Felix in sich, „Das habe ich mir freilich auch gesagt. Aber er mag sich billigere Vergnügungen suchen, wenn er zu weiter nicht Wie die Empörung des rechtschaffenen, pflichttreuen Mannes aus jedem Worte klang! Welch bittrer Hohn! Für Graf Heinz hätte dasselbe gesagt werden können; er fühlte das auch und krümmte sich innerlich wie unter einem Aber weil ihn des Bruders Rede mit traf und er sich als ein freier Mann, der seine Vergnügungen selbst bezahlt, derartiges nicht sagen wollte, wurde er ebenfalls gereizt und „Ich hoffe nicht, daß du in mir den Hüter deines Sohnes „Genau dasselbe antwortete Kain dem Herrn!“ fuhr der Graf heftig auf.„Gewiß sehe ich in dir seinen Hüter! Di Pflicht dazu liegt nahe genug!“ „Erlaube, Otto! Stimme lieber nicht diesen Ton an, der weder dir nützt, noch uns weiter bringt!“ entgegnete Heinz, „Weisße du, wie viel der Vengel in diesen zwei Jahren Der Graf nannte eine Summe, die des Onkels Befürchtungen so weit überstieg, daß er sichtlich stutzte. „Hahal siehst du! Das scheint selbst dir enorm!“ „Aber ich spiele grundsätzlich nicht; ich wette auch nicht.“ „Warum tut es der Taugenichts denn? Kann er sich nicht ein Beispiel an dir nehmen? Was diesen Punkt betrifft, wenigstens! Morgen greife ich mir den Monsieur auf und heimse ihn mir ein. Er soll mit nach Hause! Auf Dinkelsroda soll er arbeiten lernen und ein vernünftiger Mensch Graf Heinz sprang von seinem Sessel auf. Jetzt mußzte er mit der Sprache herauz,.„oment, großer Unruhe um „Du findest mich in einem— wosite ihn heute Seise, beounn er de geinen Irndimus, einen Baron Eltach aus Oesterreich, hatte „-Romn 2. de beiden wohnten zusammen und woren unMein Got, so schnelde mir)wg, sch jagesve,Dein Sohn vegesbach sehr liert gewesen; ihn wird dieVerhastung dot un ene Abdmung, denz won Geig de Ansunnen, I hezsalben aufs huihzerste verleten, und wenmn auch de genze Oie grinng e der benstruchr, Verzähigung, ppeselg an Berteur Dr gPranse Serad en. e immer pemuch hütr Feltz, dle Erlbocy= gleig immer ewas ist wie ein „Wahrscheinlich im Spiel, im Sport und bei den Weibern!“ versetzte Graf Heinz, der kaltblütig und cynisch scheinen wollte. aus der Gesetzesvorlage herausspringen sollen, Veteranen und für die Herabsetzung der Altersgrenze bei der Invaliden= und Altersversicherung von 70 auf 65 Jahre verwendet werden sollen. Ich habe die Befürchtung, daß dabei überhaupt nichts herausspringt. Wenn wir übrigens so lange warten wollen, bis die erste Miltion aus diesem Gesetz den Veteranen zur Verfügung gestellt wird, dann sind sie längst alle in die große Armee hinübergegangen. Es wird also in der Kommission zu prüfen sein, was sich mit dem Gesetz machen läßt, jedenfalls versprechen wir uns davon nicht viel.(Lebhafter Beifall.) Staatssekretär Kühn: Wir verfolgen nicht das Ziel, höhere Einnahmen zu erzielen. Wir wollen nur das heimische Wirtschaftsleben sichern. Wenn sich ein Gewinn dabei ergibt, so ist es nicht es e e e cce fassende Sachkunde uns geliehen hat und daß sie, das glaube ich annehmen zu dürfen, auch nicht versagen wird, wenn sie Engel! Insofern würde es für Felix also ganz gut sein, wenn er setzt Paris den Rücken kehrtel“,# 4 Lag nachl##. „So eine verwünschte Geschichte. Auch bur noah:-g: türlich wird das bei uns bekannt werden, und da ist's ja recht angenehm für ihn, zu seinen Regimentsgeschichten auch das noch auf den Buckel zu kriegen!“.„ „Ra— die Regimentsgeschichte:.— f4icmm Mat, „Was? Du meinst wohl, daß, einem dereinstigen Masoratserben erlaubt ist, jeder Pflicht zu spotten, sogar der ersten, die ein Ehrenmann hat, tüchtig und tadellos seinen Beruf zu erfüllen! Aber wozu streiten wir? Uebrigens nimm. bitte, an, daß ich deinen Ansichten und deiner wegs zu nahe treten will, sie gehen mich nichts an und du bezahlst selber, schädigst also niemanden. Freilich, Gutes tust du damit wohl auch keiner Seele! Aber wie gesagt, nimm Rücksicht auf meine Stimmung und rechte nicht mit mir um „Gaut— sei es sol Um so mehr, als ich mich in der unangenehmen Lage sehe, dich auf die Möglichkeit eines weiteren Aergernisses aufmerksam zu machen. Lies dies! Es ist durch Zufall an meine Adresse gelangt und ich habe es geöffnet.“ den Türen soh, Und ehericg dos Zlalk hir und der. ede ann nicht seinl Das st unmöglicht: steß er vonlos hervor. Die Farbe aus seinem vollen roten Gesicht wich Meinung bin ich auch. Ich würde mich auch gar nicht entschlossen haben, dir von der Sache zu reden Aüber mein Gott wen geht se demn müber and“ Komptg. Graf Waldkirch auf und stützte sich fest mit geballter Ho auf einen Tisch, als fühlte er sich schwach werden.,.3g — wenn nicht mein Kommissionär mir heite erguchte an un duer Jels. Frishe Kealde beich er e flüh zu trauenl- rief der Masorasher, indem er noch einmal den Brief überflog, ihn dann in rasendem Zorn zusammennahm die kleine be en aäg de urdeant Den Zent Haen Gertaus der er mir nicht kommen darf, anständigen Leien ubethauge nicht“ Nr. 62°.(ittags Ausgabe. Vertriebsgesellschaft vollständig ausgeschlossen werden sollte. Zu begrüßen ist es, daß alle Parteien dereit sind, in der Kommission mitzuarbeiten. Die Kommission wird Aufschluß geben, in welcher Form wir der Grundide: des Gesetzes zum Siege verhelfen können. Abg. Marquurdt(ntl.): Die Entschädigung der Angestellten müßte reichlich bemessen sein. Abg. Dr. Trendel(Zentr.): Regensburg hat einen tadellosen Petroleumhasen, von dem man seinerzeit sich viel versprach. Er sollte vermittelnd das Petroleum aus Rumänien auf der Donau herbeischaffen. Auch wurden in Bayern mehrere Umschlagsplätze für den Petroleumhandel errichtet. Da kam die Deutsche Bank und hat mit ihrer Politik die ganzen schönen Hoffnungen säh vernichtet, indem sie die rumänische Petroleumindustrie und damit den Petroleumtransport auf der Donau vollständig lahmlegte. Es kam nun auch noch die Standard Oil Company hinzu die auch das ihrige tat, um die rumänische Konkurrenz an die Wand zu drücken, indem sie dem rumänischen Petroleumhandel alle nur erdenkliche Konkurrenz bereitete und es fertig brachte, das rumänische Petroleum von den belebteren Petroleummärkten auf die schlechteren Märkte zu verdrängen. Der umfangreiche Benzintransport auf der Donau ist jedenfalls die beste Widerlegung des Einwandes, daß der Petroleumtransport auf der Donau unwirtschaftlich sei. Da das Petroleum immer mehr zum Heizen der Schiffe verwandt wird, also für einen Kriegsfall eine erhöhte Bedeutung erhält, ist es zu wünschen, daß der Petroleumtransport auf der Donau nicht unterbunden wird. Zum Schluß möchte ich noch an die Kommission die Bitte richten, insbesondere auch Unterbayern, speziell die Donaustädte Regensburg. Passau, Deggendorf bei der Einfuhr von Petroleum aus dem Osten zu berücksichtigen. Die Vorlage geht an eine Kommission von 28 Mitgliedern. Wahlprüfungen. Die Wahl des Abg. Bruhn(Deutsche Reformp.) wird nach turzer Debatte gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und einiger Freisinnigen für gültig erklärt. Ohne Devatte wird sodann beschlossen, über die Wahlen der Abgg. Herzog(Wirtsch. Vgg.) und Kopsch(Freis. Vp.) Beweiserhebungen zu veranstalten. Dienstag 1 Uhr: Kurze Anfragen, Interpellationen betreffend Koalitionsfreiheit der Staatsarbeiter und Wagenmangel. Schluß 6¼ Uhr. (9 Im preußischen Abgeordnetenhause hatten am Montag zunächst die Juristen das Wort. Daß sich in der unendlichen Massenhaftigkeit von Gesetzen, Verordnungen, Erlassen, Verfügungen, Reglements, Statuten usw. heutzutage genau genommen kein Mensch mehr zurechtfinden kann, darüber klagen nicht nur die Laien, sondern auch die Juristen. Im Abgeordnetenhause klagten darüber besonders, wie aus dem bereits telegraphisch gemeldeten Sitzungsbericht hervorgeht, der nationalliberale Kammergerichtsrat Schiffer und der Rechtsanwalt Dr. Bell=Effen und der erstere hat, um der wachsenden Rechtsunsicherheit Einhalt zu tun, mehrere Anträge eingebracht, von denen der eine die Anfechtung von Polizeiverordnungen und Ortsstatuten, der andere die Anfechtung amtlicher Verfügungen gesetzlich genau regeln will. Außerdem lag dazu noch ein Antrag seitens desselben Abgeordneten vor, der die Regierung auffordert, eine Sammlung und Sichtung des vorhandenen Rechtsstoffes vorzunehmen und so ein Kompendium zu schaffen, welches die gesamten Rechtsverhältnisse in verständticher und übersichtlicher Form zusammenstellt. Diese Anregungen wurden besonders vom Abg. Dr. Bell mit Freuden begrüßt und auch der fortschrittliche Abg. Dr. Ehlers kam vom wirtschaftlichen Standpunkte aus zu einer warmen Befürwortung der Schifferschen Anträge. Von der rechten Seite des Hauses wurden allerdings Zweifel ausgesprochen, ob die Vorschläge den Zweck erreichen würden, den sie verfolgen. Schließlich wurde die ganze Materie der Kommission überwiesen. Dann wurde das Entwässerungsgesetz für das linksniederrheinische Industriegebiet in zweiter Beratung en bloc angenommen. Einige kleinere Vorlagen wurden noch ohne Debatte erledigt und dann vertagte sich das Haus. Morgen beginnt die zweite Beratung des Schleppmonopolgesetzes. Darlamentarisches. X Die Kommission des preußischen Abgeordnetenhauses zur Beratung des Schleppmonopolgesetzes hat über seine Beratung Bericht erstattet. Die Kommission beantragt Annahme des Gesetzentwurfs in der Fassung der Vorlage mit Ausnahme der§§ 1 und 2, die Abänderungen erfahren haben. Danach sollen Fahrzeuge, die lediglich den Dortmund=Emshafenkanal benutzen, dem Schleppmonopol nicht unterliegen. Die Kommission hat auch beschlossen, die Staatsregierung zu ersuchen, im Hinblick darauf, daß der Verholverkehr innerhalb der Häfen, die an einer Schleuse in zwei Kanalhhrungen liegen, den Schleppgebühren unterworsen ist, auf die hieraus sich ergebenden Härten bei der Tarifierung der Schleppgebühren für den Verholverkehr solcher Häfen Rücksicht zu behmen. Deutschland. Berlin, 9. Dez. Ueber den Berg? Nach der„Schles. Ztg.“ hat der Reichskanzler auf einen ihm zu seinem Geburtstage(29. November) dargebrachten Glückwunsch folgende politisch bemerkenswerte Antwort gegeben:„Herzlichen Dank für Ihren freundlichen Glückwunsch, der in eine ernste Zeit fällt. Aber ich denke, wir sind über den Berg.“ Der Zwist zwischen Abgeordnetenhaus und Regierung. Die Beratung des Antrages Strosser über die Erwerdung eines Gartengrundstückes für das Abgeordnetenhaus wird auf Wunsch des Ministerpräsidenten, wie heute mittag im Abgeordnetenhause bekannt gemacht worden ist, nicht am Dienstag, sondern erst am Donnerstag dieser Woche stattfinden. Herr von Bethmann Hollweg und Herr von Heeringen werden dann dem Antrage des Abgeordnetenhauses gemäß persönlich erscheinen. Emden Kriegshasen? Die„Braunschw. Landeszeitung" meldet aus Berlin, die vom Finanzminister im preußischen Abgeordnetenhaus angekündigte Entschädigung Emdens für Nichtzulassung des Auswandererverkehrs bestehe in der Ernennung Emdens zum Kriegshafen. Keine Indiskretion. Dem Abg. Gröber wird vorgeworsen, daß er eine Indiskretion durch die Mitteilung der Tatache begangen habe, daß der verstorbene Staatssekretär Nieberding Jesuiten zu sich gebeten habe. Diese Mitteilung aber stammt nicht aus dem Jesuitenorden, sondern ist laut„Germ. einem Zentrumsabgeordneten von nahen Verwandten des verstorbenen Staatssekretärs in dessen Auftrag gemacht worden, die Verwandten freuten sich ob der Aussöhnung mit der Kirche und beide wünschten, daß die Tatsache bekannt werden solle; Herr Nieberding hatte noch ausdrücklich den Wunsch ausgesprochen, daß das ganze deutsche Volk es wissen solle, daß er versöhnt mit der Kirche gestorben sei, und daß ihm diese Gnade durch die Jesuiten zugeführt worden sei; er selbst erklärte, er habe nun reichen Lohn dafür gefunden, daß er selbst im Kulturkampf einen Katholiken dazu gebracht habe, den Geistlichen holen zu lassen. Herr „Ich besinne mich eben auf den Namen. Indes, mein Kommissionär wird ihn uns sagen können.“ „Wo wohnt sie denn? Man muß sie in irgend einer Sackgasse suchen, vermute ich.“ „Mein Komniissionär wohnt in demselben Hause. Laß sehen, er hat mir seine Karte gegeben, weil er umgezogen ist.“ „Glaubst du, daß ein Irrtum möglich— wahrscheinlich ist?“ „Beides! Rege dich noch nicht so auf. Wir können es als einen unmittelbaren Wink des Himmels betrachten, daß wir die Geschichte rechtzeitig erfuhren, suchte Heinz zu beruhigen. Der Aeltere ging minutenlang schweigend hin und her. Die Blässe wich, das Blut stieg ihm wieder heiß zu Kopfe. Graf Heinz ließ ihn gewähren, was mochte er brüten? Nach einer Weile stand sein Bruder vor ihm still. „Er ist ein Lump!“ zischte er vor Verachtung durch die Zähne.„Von Kind auf ist der Bursche ein Nichtsnutz gewesen. Keiner seiner Erzieher hat's mit ihm ausgehalten. Jeder war froh ihn los zu werden. Die Lehrer sagten:„Talent. aber kein Fleiß!" und nannten das ein Dangergeschenk.„Fleiß!“ Das einfachste, die Tugend, die gar keine ist! Denn Fleiß ist einfach jedes Menschen verdammte Pflicht und Schuldigkeit! Der Bengel war faul und ein Tunichtgut von Anfang bis heute, und ich habe schon hundertmal beklagt, daß ich so einem Menschen das schöne Majorat hinterlassen muß! Wofür arbeite ich und entbehre tausend Genüsse, die meine Standesgenossen sich vollauf gönnen? Wozu schone ich unsere Wälder, wie wenn jeder Stamm darin ein Mensch wäre? Wozu mache ich alle diese Meliorationen? Damit mein Erbe mit vollen Händen das Geld zum Fenster hinauswirft? Damit er mir die Wälder abholzt und alles verkommen läßt, was ich gechele? Beim Aülmächtgen— beimick r geen odr ger ine„einen Willen, so Ut's vorbei— *.(Fortsetzung folgt.) Weftfällscher(Derkur. Gröber hat nur eine Art Testament des Verstorbenen ausgeführt und hat weder eine Taktlosigkeit noch eine Indiskretion begangen. Die Mitteilung selbst mag seinem Amtsnachfolger sehr unangenehm gewesen sein; das geben wir gerne zu. + Die Elatsberatungen im preußischen Staatsministerium haben begonnen und werden in etwa 10 Tagen beendet sein. Die Hauptzahlen des neuen Etats werden voraussichtlich schon Ende Dezember veröffentlicht werden. Der Gesetzentwurf über die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe, der dem Bundesrat vorliegt, soll soweit fortgeschritten sein, daß in nicht ferner Zeit die Einbringung der Gesetzesvorlage in den Reichstag erfolgen kann. Den Interessenten ist in umfangreicher Weise Gelegenheit gegeben worden, sich zu den Bestimmungen des Entwurfs, der nicht als Novelle zur Gewerbeordnung. sondern als selbständiges Gesetz aufgestellt ist, zu äußern. In letzter Zeit haben sowohl die Handelskammern wie auch die Kaufmannsgerichte Gelegenheit gehabt, Gutachten über den Entwurf abzugeben. Seitens der Handelskammern ist die Beurteilung im allgemeinen recht günstig und vorwiegend zustimmend gewesen. Wien, 9. Dez. Der hiesige grlechische Gesandte Streit dat heute die Reise nach London angetreten, um an den Friedensverhandlungen teilzunehmen. Paris, 9. Dez Der Sofioter Korrespondent des„Journal“ telegraphiert seinem Blatte, in der Lage zu sein, über den wahren Grund berichten zu können, der Griechenland veranlaßte, im letzten Augenblicke von der Mitunterzeichnung des Waffanstillstandes zurückzutreten. Griechenland hätte nicht etwa die Uebergabe von Janina als Vorbedingung verlangt, sondern es forderte, daß die Verbündeten sich vorher über das Schicksal Salonikis einigten, bevor sie mit Konstantinopel einen Waffenstillstand vereinbarten. Bulgarien aber erwiderte, daß man das Fell eines Bären erst dann zu verteilen pflege, wenn man ihn bereits habe, und daß Saloniki fürs erste noch türkischer Besitz sei, man sich also über diesen Hafenplatz erst dann verständigen könne, wenn er in aller Form von der Türkei abgetreten worden sei.— Das„Journal“ meldet, die Pforte sei offiziös benachrichtigt worden, daß Griechenland am 13. Dezember das Protokoll des Waffenstillstandes unterzeichnen werde, um an den Friedensverhandlungen teilzunehmen. [2] Der preußische Städtetag hielt Montag früh im Berliner Rathause unter Vorsitz des Oberbürgermeisters Wermuth eine Sitzung ab. Es wurde eine ganze Reihe von Anträgen erledigt. Außer anderem wurde beschlossen, in Berlin eine Geschäftsstelle des Preußischen Städtetages einzurichten. Die Leitung dieser Geschäftsstelle soll dem jetzigen Stadtrat Dr. Luther in Magdeburg übertragen werden. □ Eine Novelle zur Gewerveordnung. Eine neue Gesetzesvoralge als Novelle zur Gewerbeordnung ist nach Berliner Blättern von den beteiligten Regierungsstellen im wesentlichen fertiggestellt worden, so daß ihre Einbringung in den Bundesrat demnächst erfolgen dürfte. Es kann daher erwartet werden, daß sie den Reichstag noch in dieser Tagung beschäftigen wird. Der Gesetzentwurf umfaßt drei Abschnitte: Maßnahmen zur Einschränkung der sog. Vergnügungsplätze, zur Bekämpfung des Animierkneipenwesens und der Auswüchse des Kinematographenwesens. Stuttgart. 9. Bez. Der württembergische Minister des Innern, v. Pischek, wird, nach einer Meldung der„Schwäb. Tagwacht", von seinem Posten zurücktreten. Oesterreich-Ungarn. Wichtige militärische Personalveränderungen? Wien, 10. Dez. Die„N. Fr. Pr.“ meldet: Wie in politischen Kreisen mit Bestimmtheit verlautet, hat Kriegsminister v. Auffenberg dem Kaiser ein Gesuch um Enthebung von seinem Posten überreicht. Der kaiser habe das Demissionsgesuch angenommen. Zum Nachfolger des Kriegsministers sei Feldzeugmeister Krobatin bestimmt worden. Auch der Chef des Generalstabes habe seine Entlassung gegeben und werde wieder durch den jetzigen Armeeinspekteur General v. Hötzendorff ersetzt werden.(Nach von dem Wosifschen Telegraphen-Bureau in Wien eingezogenen Erkundigungen lag bis 2 Uhr nachte eine amtliche Bestätigung dieser Nachricht nicht vor.) Frankreich Jaures begründet seine Milizvorschläge. Paris, 9. Dez. Die Debatte über die Infanteriekaders wurde in der heutigen Kammersitzung fortgesetzt. Jaurés entwickelte einen Gegenvorschlag betreffend Einrichtung von Milizen, dessen hauptsächlichste Grundlagen folgende sind: Eine vorbereitende Erziehung für den Militärdienst beginnt im Alter von 10 Jahren; ein sechsmonatiger Besuch einer Rekrutenschule geht unmittelbar dem aktiven Dienst voraus. Jeder Soldat bewahrt die Waffen in seiner Wohnung auf. Die Armee hat ausschließlich den Zweck, die Unabhängigkeit des Vaterlandes gegen einen Angriff zu schützen. Das Parlament soll jede Regierung stürzen, die einen Krieg beginnt, ohne ein Schiedsgericht vorzuschlagen. Frankreich soll unverzüglich mit allen im Haag vertretenen Mächten über allgemeine Schiedsgerichtsverträge verhandeln. Jaures fordert weiter körperliche Ausbildung und staatsbürgerliche Erziehung der Jugend und erklärte, die Demokratie müsse vollständig Herrin der Leitung der auswärtigen Politik bleiben. Geheime Verträge dürfe man nicht mehr dulden. Jaurés sprach dann ausführlich zugunsten der Schiedsgerichtsverträge und erklärte dann, es scheine, daß auch Deutschland das System der Kasernierung der Armee ausgeben wolle. Jaurés verglich die deutsche und die französische Armee beim ersten Zusammenstoß, und sprach die Ansicht aus, sein System würde Frankreich gestatten, Deutschland eine überlegene Streitkraft entgegenzustellen. Die beste Deckung wäre die Aufstellung eines Milizheeres im Osten das aus 20 bis 25 Jahre alten Leuten bestände. Die Nichtstellung von 80000 Soldaten führte Jaurés auf das Gesetz vom Jahre 1905 und auf die schlechte Organisation der Gendarmerie zurück. Großbritannien. Die Flottenspenden der Kolonien. London, 9. Dez. Im Unterhaus fragte der Abg. Lee, wann beabsichtigt sei, die von Kanada angebotenen Kriegsschiffe zu bauen und wann die Schiffe zur Diensteinstellung fertig sein werden. Marineminister Churchill erwiderte, die Angelegenheit sei noch nicht spruchreif, da das kanadische Parlament dem ihm vorgelegten Antrag noch seine Zustimmung geben müßte. Lord Beresford fragte, ob man kanadische Schiffe noch denen hinzuzurechnen gedenke, welche nach Ansicht der Admiralität für den Dienst in den europäischen Gewässern gebaut werden müßten. Churchill antwortete:„Als ich am 22. Juli den Nachtragsetat einbrachte, sagte ich, es sei der Wunsch der kanadischen Regierung, daß Kanada eine Beihilfe in der Form der Erweiterung der bestehenden britischen Marineprogramme gewähre, daß jeder von Kanada etwa unternommene Schritt direkt dazu dienen solle, die Seestreitkräfte des Reiches auf den erreichbaren Sicherheitsfaktor zu verstärken. Er habe dieser Erklärung nichts hinzuzufügen. Im weiteren Verlaufe fragte Lee: Ist der Vorschlag, daß ein kanadischer Minister zum ständigen Mitglied des Reichsverteidigungs=Ausschusses ernannt werden soll, von der Regierung endgültig angenommen? Ist vorgeschlagen worden, diesen Grundsatz auch auf die Vertreter der anderen Dominien mit Selbstverwaltung auszudehnen? Asquith erwiderte: Der Vorschlag, daß einer oder mehrere Vertreter der Dominien zu den Sitzungen des Verteidigungs=Ausschusses hinzugezogen werden sollen, wurde von der britischen Regierung bei der Reichskonferenz des letzten Jahres gemacht und als prinzipiell wünschenswert von allen Premierministern angenommen. London, 9. Dez. Der Streik auf der Northeastern=Bahn ist noch nicht offiziell erklärt. Infolgedessen erhalten die Ausständigen noch keine Streikunterstützungen. Wie aus Newcastle gemeldet wird, ist der Güterverkehr infolge des Wagenmangels stark gestört. Die vom Kontinent eintreffenden Schiffe mußten ihre Ladungen in Lagerhäuser bringen. Ein Teil der Güter wurde durch Händler abgeholt. Auf einigen Kohlenlagerplätzen ruht die Arbeit. Dertien. Der belgische Jollinspekteur ermordet. Teheran, 9 Dez Kurden haben in der Nähe von Lohinjan südwestlich vom Urmiasee den belgischen Zollinspekteur Dunoz, vier ihn begleitende persische Zollassistenten und vier Reiter seiner Eskorte ermordet. Der Krieg auf dem Balkau. Zu den Friedensverhandlungen. Belgrad, 9. Dez. Der Präsident der serbischen Friedensgesandtschaft, der ehemalige Ministerpräsident Nowakowitsch, ist heute nach Paris abgereist, wo er mit dem Ministerpräsidenten Poincaré eine Unterredung haben wird. Die übrigen serbischen Delegierten werden sich morgen über Paris nach London begeben.— Der serdische Gesandte in Sofia, Dr. Palaikowitsch, ist in Belgrad eingetroffen. Sofia, 9. Dez. Von maßgebender Stelle wird erklärt, daß der König der Bulgaren in der nächsten Zett eine Reise durch die größeren Städte der neu eroberten Gebiete unternehmen und dann Selonik besuchen wird. Der Balkanbund. Ueber die bulgarischen Beziehungen zu Griechenland wurde dem Vertreter der„Köln. Ztg.“ in Sofia von zuständigster Seite erklärt, daß man die Schwierigkeiten überwinden werde. Das Militärabkommen mit Griechenland sei wenige Tage vor dem Entschluß zur Mobilmachung unterzeichnet worden. Man habe keine Zeit gehabt, die Grenzfragen zu ordnen, und es sei nichts bestimmt als das, falls der Krieg günstig ende, der Balkanbund unter sich die Gestaltung der Halbinsel beschließen selle. Und das werde auch geschehen, natürlich nach dem Friedensschluß des Balkanbundes mit der Türkei. Die Rechnung auf inneren Zwist im Bunde werde sich schwerlich bewahrheiten Der Balkanbund wolle sich genau unterrichten, in welcher Weise die Mächte ihre Interessen gewahrt wissen wollen. Der Sobranzepräsident Danew habe den Auftrag, dies auf der Reise nach London in Wien, Berlin und Paris zu besprechen. Rumänien werde aufgefordert werden, seine Wünsche mitzuteilen. * Sofia, 9. Dez. Die Sobranje tritt am 14. Dezember zusammen, um die dringendsten Gesetzesvorlagen zu beraten. Sie wird ein dreimonatiges Budgetprovisorium, d ie provisorischen Ausgaben für die besetzten Gebiete und eine Verlängerung des Moratoriums bis zu den orthodoxen Weihnachten votieren. Die Militärattachés sind von Lozengrad(Kirkkilisse) hierher zurückgekehrt.(„Frankf Ztg.“) Fortdauer der Kämpfe um Skutari. Paris, 9. Dez. Um Skutari dauern die Feindseligkeiten fort. Die Verteidiger weigern sich, den Waffenstillstand anzuerkennen, und die Montenegriner lassen sich diese Ablehnung natürlich gefallen, da ihnen nichts willkommener wäre, als die Stadt trotz der Vereinbarung der Waffenruhe einzunehmen. Eine Friedensbotschaft aus Petersburg. Wien, 9. Dez. Die„Polit. Korrespondenz" veröffentlicht eine Petersburger Mitteilung, die dagegen Stellung nimmt, daß Rußland die Rolle des kampfbereiten Beschützers Serbiens zugeschrieben werde. Die russische Diplomatie fühle sich infolge des geschichtlichen Verhältnisses Rußlands zu den christlichen Balkanvölkern zwar berufen, auch serbische Interessen zu fördern; es sei aber ganz unzulässig, diesen Freundschaftsdienst als Quelle der Ermutigung Serbiens hinzustellen. In Ratschlägen der Dreiverbandmächte in Belgrad sei angedeutet worden, daß Serbien bei einem rigorosen Auftreten das Schicksal wiberfahren könnte, sich isoliert zu finden und die Früchte seiner auf dem Schlachtfelde errungenen Erfolge gefährdet zu sehen. Infolge dieser Haltung der Mächte hat sich die serbische Regierung von den Ansprüchen auf Albanien losgesagt. In Anbetracht dieser Wendung werde hoffentlich die öffentliche Meinung in Oesterreich=Ungarn die kommende Auseinandersetzung zwischen dem Wiener und dem Belgrader Kabinett über die Hasenfrage, die Pasitsch mit dem Hinweis auf die Konferenz bisher immer abgelehnt hatte, ohne übermäßige Erregung abwarten und besonders die Ueberschätzung der nationalistischen Strömung in Rußland fallen lassen. Die vollständig ruhige und besonnene Haltung und die Friedensliebe der Kabinette von Petersburg und Wien, deren gegenseitiger Verkehr auch jetzt ein freundschaftliches Gepräge trage, und das Sinken der serbischen Ansprüche ließen trotz der noch bestehenden Gefahr hoffen, daß sich aus der Adriahafenfrage keine Bedrohung des europäischen Friedens entwickeln werde. Die Konfulnfrage. Berlin, 9. Dez. Von angeblich vortrefflich unterrichteter Seite erfährt der„L=A.“, daß nach den nunmehr in Wien eingetroffenen Berichten des zur Untersuchung der Angelegenheit Prochaska entsendeten Beamten diese sich glücklicherweise als verhältnismäßig harmlos darstellen. Es wird nur noch die Rückkehr des Konsuls Edl abgewartet, um diese Angelegenheit, bei der es sich hauptsächlich um Formfehler handelt, mit der serbischen Regierung zu regeln. Rüstungen. Wien, 9. Dez. Der„Reichspost“ wird aus Belgrad gemeldet, die Mobilisierung der gesamten bisher noch nicht in Anspruch genommenen serbischen Landsturmmannschaft ist angeordnet worden. Die Einrückungsbefehle lauten auf Stellung innerhalb 24 Stunden. Die unter den Waffen stehenden, aus dem Feldzuge heimkehrenden Mannschaften erhalten nur kurzen Urlaub in die Heimat, die Offiziere gar keinen. Alle verfügbaren Werkstätten sind mit der Ansertigung von Winterkleidern für die Armee beschäftigt. Es wird über Hals und Kopf überall gearbeitet. Frankfurt a. M., 9. Dez. Nach einer Meldung der„Frankf. Ztg. aus Paris schloß Serbien mit Pariser Banken eine Schatzvon-Anleihe von 18 Millionen Francs mit 6½prozentiger Verzinsung. Auch Griechenland verhandelt mit Pariser Banken wegen Gewährung eines größeren Vorschusses in Form sechsmonatiger Tratten gegen Verpfändung des bisher noch unbegebenen Anleiherestes von 1911 Rumäniens Haltung. Die Thronrede Bukarest, 9. Dezember. Die Parlamentsession wurde heute eröffnet. Der König verlas folgende Thronrede: Unter den gegenwärtigen bedeutsamen Umständen und in dem für mich tief schmerzlichen Augenblicke empfinde ich besondere Genugtuung darüber, daß ich mich von den Vertretern ganz Rumäniens umgeben sehe. So begrüße ich Sie, die Sie zur ersten Session einer neuen Legislaturperiode versammelt sind, von ganzem Herzen. Mit der Bildung der gegenwärtigen Regierung ist ein neuerlicher Appell an das Land notwendig geworden. Aus den jüngsten allgemeinen Wahlen hervorgegangen, sind Sie, meine Herren, in der Lage, die wahren Bedürfnisse des Landes besser zu kennen. Die Politik Rumäniens, in ihrer traditionellen Beständigkeit als Politik der Mäßigung und des Friedens in den mit den höchsten Interessen des Landes verträglichen Grenzen, hat uns in die Lage versetzt, mit allen Staaten freundschaftliche Beziehungen zu unterhalten und uns namentlich des besonderen Vertrauens der Großmächte zu erfreuen. Rumänien hat bei dem Bestreben, zur Lokalisierung des Krieges beizutragen, gegenüber den kriegführenden Balkanstaaten Neutralität bewahrt, wobei es jedoch die Entwickelung der Ereignisse, die zahlreiche Interessen unseres Staates berühren, aufmerksam verfolgte. Wir sind zu der Hoffnung berechtigt, daß diese Haltung günstige Ergebnisse für gute Beziehungen zu den Balkanstaaten in der neuen Gestaltung zeitigen wird und daß unsere Interessen Berücksichtigung finden werden. Rumänien wird als ein wichtiger Faktor des europäischen Konzertes angesehen. Bei der endgsiltigen Regelung der durch die Balkankrisis aufgeworfenen Fragen wird sein Wort Gehör finden. Das Vertrauen, das die Nation in die ausnahmslos anerkannte Tapferkeit ihrer Soldaten setzt, ist vollauf berechtigt. Unsere Armee istimstande, diesem Vertrauen zu entsprechen. Sie ist immerdar bereit, ihre Mission zu erfüllen. Die neuen Kredite, die von Ihnen für die Armee angesprochen werden, werden in Ihrem erleuchteten Patriotismus ihre Begründting finden. Meine Regierung unterbreitet Ihnen zur Beratung mehrere Gesetzentwürfe, die dazu bestimmt sind, das Werk der Konsolidierung und des Fortschrittes des rumänischen Staates in jeder Beziehung zu fördern. Ich zweifle nicht, daß Sie unter den gegenwärtigen Umständen auf der Höhe der Ihnen vom Lande anvertrauten Mission stehen, und, indem Dienstag, den 10. Desember 1912. r 629. Mittag Sie der Regierung die notwendige Unterstützung leihen, di, berechtigten Hoffnungen der Nation erfüllen werden. G## spende Ihren Arbeiten seinen Segen. Bukarest, 9. Dez. Der Sobransepräsident Dr. Danew z. gestern abend hier eingetroffen ist, stattete heute vormittag d. Minister des Aeußern, Masorescu, einen längeren Besuch Nachmittags wurde er vom König in Audienz ensangen. Abends fand im Ministerium des Auswärtigen seinen Ehren ein Bankett statt. Heute wohnte er der rumänichParlamentseröffnung bei. Sofia, 9. Dez. Hofmarschall General Draganow und du Generalprokureur der Armee Agura sind nach Bukarest abgreist, um dem König Carol anläßlich des Jahrestages der Ein nahme von Plewna die Grüße des Königs der Bulgaren zu über. bringen. (Weitere Meldungen siehe unter„Neueste Nachrichten“.) Kirchliche Nacbrichten. Rom, 9. Dez. Morgen empfängt nach vorhergegangener hl. Messe in der Privatkapelle des Kardinaldiakons den, Volpe im Beisein des Präfekten des Ceremonials, MonsignoRiggi, Prälat Lohninger als Prokurator des Erzbischofe Felir v. Hartmann von Köln und des Erzbischofs von Bamberg deren Pallien zur Weiterbeförderung.(„K. P. Städtisches. Münster, 10. Dezember. ∆ Lotterie des Vereins Handwerker-Erholungsheim. ursprunglich für den Oktober geplante Ziehungstermin der Louerie des Vereins Handwerker=Erholungsheim konnte nicht abgehalten werden, dck der Absatz der Lose in der letzten Zeit durch mancherlei Umstände veranlaßt, nachgelassen hatte. Mit Genehmigung Ministers des Innern ist der Ziehungstermin nunmehr endgültig auf den 10. und 11. Januar 1913 feftgelegt worden. Es darf waßt gehofft werden, daß der Absatz der Lose bis dahin in vollem Umfange stattgefunden hat. Jedenfalls werden die Handwerker, organisationen und die dem Handwerk nahestehenden darauf auf, merksam gemacht, daß sie durch weiteren Ankauf von Losen das schöne Unternehmen fördern mögen. Der Neuvau des Erholungs, heims bei Traben=Trarbach ist nunmehr soweit gediehen, daß der innere Ausbau seinen Anfang nehmen kann. Die Vergebung der hierauf bezüglichen Arbeiten erfolgt in den nächsten Tagen." Gebäude macht mit seinen großen Dimensionen, die sich dem Moselcharakter anschließen einen ganz vortrefflichen Eindruck und fügr sich dem Landschaftsbilde in vorzüglicher Weise ein. Fertigstellung wird mit allen Mitteln beschleunigt, um die Benutzung des Gebäudes mit dem kommenden Frühjahr vornehmen zu können. 2 Ein leichtfertiger Schütze. In der Nacht zum Monteg wurden an einer Wirtschaft auf der Sonnenstraße mehrere Fensterscheiben zertrümmert. Ein Angestellter der Wirtschaft griff zu einem Revolver und ellte den Tätern nach. Am Hörstertor gab er zwei scharfe Schüsse auf die Ausreißer ab, wobei einige Personen, die sich in der Schußlinie befanden, in große Gefahr rieten. Ein Polizeibeamter brachte den leichtfertigen Schützen zur Anzeige. Die Täter, die böswilliger Weise die Fensterscheiben zertrümmert hatten, sind ermittelt worden. * Verhaftei wurde der Gauner, der, wie mitgeteilt, am Samstes sich hier am Neuplatz Pferd und Wagen erschwindette, Der Dieb hatte das Pferd einem Pferdemetzger in Dülmen verkauft. Das Tier, das einen Wert von 500 A hatte, sollte geschlachtet werden. Das Gefährt nebst Geschirr und Decken konnten dem Besitzer wieder zugestellt werden. Der Died ist bei der Polizei eine bekannte„Persönlichkeit" und schon mehrfach vorbestraft. - Gestohlen wurde Ende der vorigen Woche auf dein städtschen Schlachthof zwei Metzgermeistern je ein halbes Schwrein. Im ersten Falle wurde das Fleisch aus der Kühlzelle, das andere Mal aus der Halle entwendet. Es sind auf dem Schlachthose in letzter Zeit mehrfach Fleischdiebstähle ausgeführt worden, ohne daß er gelang, die Täter zu ermitteln. Orovinzielle Nacbrichten. Der Diebstahl der Kölner Kaiserkette vor Gericht. 4 Köln, 9. Dezember. Unter starkem Andrange des Publikums verhandelte die hiesige erste Strafkammer wegen des seiner Zeit vielbesprochenen Diedstahls der P##iserkette, die seit Kaiserpreisfingen i Nlühle der Ranserielle, die seil dem Russerpill##ingen. in Frankfiat am Main sich im Besitz des hiesigen Männergesangvereins befunden hatte.(Vergl. den Vorbericht in Nr. 628.) Das Kleinod, das einen Wert von 25000 A repräsentiert und mit 50000 A versichen war, wurde in einem Schrank in der Eigelsteiner=Torburg, die ein Museum umgestaltet ist, aufbewahrt. Nach längeren Bemühln. gen der Behörden konnten die Diebe bezw. Hehlor festgenommen werden, die nunmehr auf der Anklagebank Platz nehmen müssen. Es handelt sich um folgende Personen: 1. den Tagelöhner Jakoo Kniep aus Köln, 2. den Kellner Johann Hochgeschurz aus Holztar a. Sieg. 3. den Mechaniker Franz Bayer aus Köln,“ den Artisten Emil Rolla aus Altkloster, 5. den Möbeltischler Heinrich Hammacher aus Köln und 6. den Zahntechniker Ludwis Thill aus Nippes. Die drei erstgenannten kommen als die eigen lichen Diebe, die übrigen drei Angeklagten als Hehler in Betracht. Die Angeklagten werden von einer großen Zahl von Rufseheln bewacht. Der Angeklagte Thill gibt bei seiner Vernehmung an, daß Hammacher, ein Neffe von ihm, zu ihm gekommen sei und!9 zwei silberne Platten und 34 Rubine, die von der Kaiserkette her“ rührten, gebracht habe. Er habe aber nicht gewußt, daß die Sachen gestohlen waren. Die 34 Rudinen wurden bei der Haussuchung em Messingknopf eines Schirmständers gefunden. Thill gab an; daß er dieses Versteck gewählt habe, damit eine Frau Schmidt, de der er wohnte und vor der der Angeklagte einen heillosen Respen an den Tag legte, die Steine nicht finde. Der Angeklagte Ham“ macher, der früher in Altona wohnte, erzählte, eines Tagesse der Mitangeklagte Kniep, sein Schwager, mit Hochgeschurz zu se Uhaus, 9. Dez. Der hiesige Jugendverein feierte gestern im Burbaumschen Saale unter großer Beteiligung sein zwein Stiftungsfest. Vikar Hild=Dümen hielt die Festrede und zeigte, wie die Jugend so recht eine Zeit der Freude sei und wie namentlich im Jugendverein dieser Forderung Rechnung getragen würde Die Freiübungen der Turnriege gelangen vorzüglich. Auch durch das Theaterstuck„Dein Sohn wird mein Rächer sein" erwarden sich die jugendlichen Spieler den Beisall der Erschienenen. Der Präses des Jugendvereins, Vikar Grüter, gab noch einen kurzen Bericht über das verflossene Vereinsjahr und legte dar, in welcher Weise im Jugendverein gearbeitet worden wäre, und schloß mit der Bitte um allseitige Unterstützung. * Iserlohn, 8. Dez. Auf der Suche nach einem städtischen Kapellmeister ist es zwischen der städtischen Musikkommission und den Mitgliedern der städtischen Kapelle zu einem Bruch gekommen. Die Mitglieder der Kapelle vertraten die Ansicht, daß ihre Interessen nicht genügend gewahrt, und sie bei Besetzung der Kapellmeisterstelle nicht gefragt würden. Es hat die Kapelle zudem an einen zur engeren Wahl stehenden Herrn ein Schreiben gerichtet, in dem hervorgehoben wird, daß die Mufiker einmütig beschlossen hätten, an dem bisherigen Leiter und der Kapelle sestzuhalten, und daß sie, weil sie ohnedem mit Nebenbeschäftigung sich befassen müßten, ruhig und mit aller Zuversicht der Zukunft entgegensehen könnten. Infolgedessen beschloß die Musikkommission, dem auch der Vorstand des Theater= und Musikvereins zustimmte, vorläufig von der Wahl eines städtischen Kapellmeisters abzusehen und die gesamten, für eine zu gründende städtische Kapelle alljährlich bereit zu stellenden 6000 A für einen Fonds zurückzulegen. Findet dieser Beschluß die Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung, woran nicht zu zweifeln ist, dann wird der jetzigen Kapelle die bisherige Unterstützung von jährlich 2000 A entzogen. Der zu bildende Fondo wird in fünf Jahren mit Zinsen ein Kapital von etwa 35000 A ergeben. Dieses Kapital soll dann, nach Ansicht der Musikkommission, unter Hinzunahme der weiterhin von der Stadt zu bewilligenden 6000 dA in einem jährlichen Zuschuß von etwa 10000 e für die neue städtische Kapelle auf mehr wie zehn Jahre zur Verfügung stehen. Durch diese Vorkommnisse werden noch einige Jahre vergehen, bis Iserlohn wieder in den Besitz einer städtischen Kapelle kommen dürfte. Einen höheren Zuschuß wie 6000 A jährlich ist die Stadt zurzeit nicht in der Lage zu leisten. („Rhein.=Westf. Ztg.“) * Dortmund, 9. Dez. Gestern fand hier eine Versammlung westfälischer Ortskrankenkassen statt, zu der 27 Kassen mit etwa 91000 Mitgliedern ihre Vertreter entsandt hatten. Nach einer längeren Aussprache, die die Ansicht ergab, daß ein neuer Verband für Westfalen notwendig und zweckmäßig sei, wurde einstimmig die Gründung eines Provinzialverbandes beschlossen. Da die Satzungsberatungen nicht zu Ende geführt werden konnten, wurde der geschäftsführenden Kasse, Dortmund, aufgegeben, bis zur nächsten Versanmlung, die im Januar 1913 stattfinden soll, die zur Verwirklichung des Beschlusses erforderlichen Schritte zu unternehmen. Es wurde von der Versammlung beschlossen und in der Satzung ausdrücklich zum Ausdruck gebracht, daß der neue Verband sich vollständig auf neutralen Boden zu stellen und keiner der bestehenden Parteirichtungen anzuschließen habe. * Sclingen, 9. Dez. Die Untersuchungen wegen der Unterschlagung in der Allgemeinen Ortskrankenkasse werden noch einige Monate in Anspruch nehmen. Obwohl der Rendant Reinhardt ein ziemlich umfassendes Geständnis abgelegt hat, nimmt die vollständige Aufdeckung aller ungesetzlichen Handlungen doch infolge der Mißwirtschaft in der Kasse geraume Zeit in Anspruch; auch die Frage der Mitschuld der bisher nicht festgenommenen Vorstandsmitglieder bleibt noch zu klären. nung Dn Prien uuchi habe mit Kulep auch eine kommen und am selben Abbeiden die Diebe der Publikum aufgesordert, m endeckt würde. Im Einv daher die Möbel und zog Platte am Waschtisch nen Platten und die Rub Strümpfen verborgen erklärt weiter, er habe di# oder den Rhein zu versen In Köln habe er zufälligs er die Platten und die S seine Frau und seine So führen. Schließlich habe zu übergeben. Er sei zu: ausgabe der Steine und wiederkommen, da er gere Da sei ihm aber die Polize zurückkehrte, sei er verh## Der Angeklagte Ha Verdienst an, daß durch teuersten Teile der gestoh er habe dem Kriminalkom Der Angell. Rolla dem Angeklagten Hochge haftung bekannt geworden burg. Dort habe der An und ihn angesprochen. 0 im Begriffe nach einem A setzen. Hochgeschurz habe wegs ein Stuck Gold gezei In demselben Moment, a tet worden. Rolla gab n schäftsführer in einer P habe er einen Zeugen Sti Bekanntschaft sei er mit sen und dort habe Sturn und einen schwarzbraune wohl echt wären. Darau sei. Zuletzt hätten sie um ten oder nicht. Ein paar gen der Wette Klarheit zu Goldarbeiter Bierfreund nicht echt. Dem habe mai die Steine in einem gro Der Juwelier sagte, es h Stück 3,50 A wert seien. wisse nicht, ob er in jen Kaiserkette gelesen habe. Steine von dem Diebstah Der Angekl. Baher mit vier Jahren Zuchtha dem gegenwärtigen Diet sitzende hält ihm vor, teilweises Geständnis ab aber bei seiner jetzigen Die Anklage behauptet, stahl gewesen sei. Der Angeklagte Hol mit Bayer, der früher# seiner Zeit in Aachen. Aachen nach Köln gekomr übernachtet; Bayer sei ni die Wirtschaft gegangen, aber seinen Freund dort kärt, er sei bereits seit8 sei bis zum Morgen naund dann nach Köln geko lesen, wonach die Kette seit Neujahr davon gefab Kaiserglocke müßten aus seien auch tatsächlich an! aber vor dem Militärpo Lesen der Extrablätter h hätten die Kette gestohl dem noch ein Mann gen Montag sei der Bekann eine Wirtschaft gekommer nach der Stammtneipe 2 Polizei gesucht; es wäre weil er mit Bayer verkeh gekommen, sie hätten zu nach Mucheim am Rhein habe er von Harry, edr ache, zwei Steine bekon dieselben Steine, die er ann die Verhaftung in Der Angekl. Knie tages, wie immer, zu Eigelsteiner Tor habe er und Hochgeschurz in wen sie wollten die Kaiserkett die Tat ausgeführt hätt auch Hochgeschurz gekom den Kopf zugesagt. Hod sei Bayer gekommen un sohne ihn gemacht hätte. Hierauf wurde in ständigen eingetreten. Ariert den Wert der Kett ung Magerechnet sei. pure Geldwert betrage! zeichnet den Urheber det neriert. Diese Degenei Abenteuerlust. Der gri gehen wollen und habe s Diebstahls bezahlen hurz, der schon Dr. Mertz den Antrag steszustand zu untersuc gerllärte, auch er möchte ersuchen lassen.(Allg Mangelsdorf äuß die erfolgte, als die Ha Bande war, die auf eine.— Der Zeuge Fr Eisenbahnfahrt nach He Apräch entnommen, daß den Burschen an und 1 acht Tage, bis er mit Die Aussage dieses Zeu Im Verlauf der 3 ngekl. Hochgeschu befängnis befinolichen deiße und der schwarz ##unden wurden, befänd Nachsorschung darüber saren die beiden Brille Am Dienstag wei U der bekannt Der bekannte Vei m Montag nachmitt torben. Ein schwere inigen Wochen an d sicht wieder erheben gich Jahren errein Prugr 1832 in Potst uindierte in Berli Uuversitäten Rechts#r sich der Philosoph esttion ausgeübt ha geehr als erei Jahrze Name ist mit einer g halpxozelsen pertnügt und besonvers erwähn Auflage des esember 1912. Nr. 629. Mittags-Ausgabe. nterstützung leihen, Fülllen werden. dent Dr. Danew, de te heute vormittag n längeren Besuch in Audienz emp. n des Auswärtigen uu ihnte er der rumänischen Draganow und der nd nach Bukarest abges Jahrestages der Ein s der Bulgaren zu über. ueste Nachrichten“.) richten. nach vorhergegangener Kardinaldiakons della eremonials, Monfignor kurator des Erzbischofs des Erzbischofs Hauc rbeförderung.(„K. V.“) nster, 10. Dezember. er-Erholungsheim. Der hungstermin der Lotterie konnte nicht abgehalten ten Zeit durch mancherlei Mit Genehmigung der rmin nunmehr endgültig t worden. Es darf wohl bis dahin in vollem Umverden die Handwerkerabestehenden darauf auf. Ankauf von Losen das Neubau des Erholungssoweit gediehen, daß der nn. Die Vergebung der en nächsten Tagen. Das sensionen, die sich dem rtrefflichen Eindruck und glicher Weise ein. Die seschleunigt, um die Beden Frühjahr vornehmen der Nacht zum Monteg enstraße mehrere Fensterder Wirtschaft griff zu ach. Am Hörstertor aab r ab, wobei einige Per. en. in große Gefahr geeichtfertigen Schützen Leise die Fensterscheiben n. der, wie mitgeteilt, am nd Wagen erschwindette. etzger in Dülmen ver500 M hatte, sollte gechirr und Decken konnten Der Died ist bei der ind schon mehrfach vorn Woche auf demn städttein halbes Schwein. Im fühlzelle, das andere Mel em Schlachthose in letzter tt worden, ohne daß er brichten. gendverein feierte gestern Beteiligung sein zwein t die Festrede und zeigte, eude sei und wie namentlechnung getragen würde vorzüglich. Auch durch Rächer sein" erwarden der Erschienenen. Der üter, gab noch einen insjahr und legte dar, in eitet worden wäre, und tützung. jach einem städtischen ädtischen Musikkommission elle zu einem Bruch geertraten die Ansicht, daß und sie bei Besetzung der Es hat die Kapelle zuden Herrn ein Schreiben aß die Mufiker einmütig iter und der Kapelle sestmit Nebenbeschäftigung r Zuversicht der Zukunft dloß die Musikkommission, Musikvereins zustimmte, Kapellmeisters abzusehen städtische Kapelle alljährnen Fonds zurückzulegen. Stadtverordnetenversammwird der jetzigen Kapelle 000 A entzogen. Der zu t Zinsen ein Kapital von 1 soll dann, nach Ansicht der weiterhin von der n jährlichen Zuschuß von apelle auf mehr wie zehn ese Vorkommnisse werden wieder in den Besitz einer en höheren Zuschuß wie st in der Lage zu leisten. hier eine Versammlung der 27 Kassen mit etwa indt hatten. Nach einer gab, daß ein neuer Vereckmäßig sei, wurde einverbandes beschlossen. Da geführt werden konnten, ortmund, aufgegeben,„b uar 1913 stattfinden soll, erforderlichen Schritte zu ammlung beschlossen und ck gebracht, daß der neue oden zu stellen und keiner ließen habe. ungen wegen der Unternlasse werden noch einige der Rendant Reinhardt legt hat, nimmt die vollHandlungen doch infolge Zeit in Anspruch; auch cht festgenommenen Vorr Kaiserkette 2 Köln, 9. Dezember. ms verhandelte die hiesige it vielbesprochenen Diedrpreisfingen in Frankfurt nnergesangvereins befun628.) Das Kleinod, das id mit 50000 M versichert gelsteiner=Torburg, die in Nach längeren Bemühnnzw. Hehlor festgenommen nk Platz nehmen ntzisen, I. den Tagelöhner Jakob nn Hochgeschurz aus nz Bayer aus Köln, 4. den Möbeltischler Heiz; in Zahntechniker en kommen als die eigentn als Hehler in Betracht. oßen Zahl von Aufsehern ei seiner Vernehmung an, im gekommen sei und ihm von der Kaiserkette herht gewußt, daß die Sachen n bei der Haussuchung in gefunden. Thill gab au; s eine Frau Schmidt,„ te einen heillosen Respelt Der Angeklagte Hamerzählte, eines Tages sei mit Hochgeschurz zu ihm #ch Altona gekommen. Es wurde beschlossen, eine größere Wohung zu mieten, damit alle drei zusammen wohnen könnten. Er Lrhs mit Kniep auch eine zeitlang auf derselben Werkstatt gearbeines Tages selen Hochgeschurz und Kniep nicht nach Hause gean und am selben Abend habe er in einer Zeitung gelesen, daß beiden die Diebe der Kaiserkette seien. Zugleich wurde das Sadtikum aufgesordert, mitzuwirken, daß die Wohnung der Diebe #checkt würde. Im Einverständnis mit seiner Frau verkaufte er Socher die Möbel und zog nach Köln. Bei dem Umzug habe er uiune Platte am Waschtisch hochgehohen und dabei die beiden silberWeftfälischer(Derkur. Dienstag, den 10. Degember 1912. und die Rubine gefunden. Diese Sachen habe er in Die eime Platte 0 Len Strümpfen verborgen mit nach Köln genommen. Hammacher Stärt weiter, er habe die Absicht gehabt, die Steine in die Elbe Rhein zu versenken, sei davon aber wieder abgekommen. a koln habe er zufällig seinen Onkel Thill getroffen. Diesem habe * zig Platten und die Steine zum Aufbewahren gegeben, damit Ene Frau und seine Schwiegereltern von der Sache nichts erjühren, Schließlich habe er sich entschlossen, die Sachen der Polizei u übergeben. Er sei zu Thill gekommen und habe diesen um Herzuggabe der Steine und der Platten ersucht. Thill hieß ihn aber wiederkommen, da er gerade einen Patienten zu behandeln hatte. da sei ihm aber die Polizei zuvorgekommen, denn als er nach Hause zrückkehrte, sei er verhaftet worden. *“ Der Angeklagte Hammacher rechnet es sich weiter zum verdienst an, daß durch ihn der Kölner Männergesangverein die zzuersten Teile der gestohlenen Kette wiederbekommen habe, denn e habe dem Kriminalkommissar angegeben, wo sich die Sachen beDer Angekl. Rolla gibt bei seiner Vernehmung an, er sei mit dem Angeklagten Hochgeschurz erst eine Stunde vor seiner Verhastung bekannt geworden, und zwar im Café Hammonia in Hamturg. Dort habe der Angeklagte Hochgeschurz neben ihm gesessen und ihn angesprochen. Er, Rolla, habe zu diesem gesagt, er sei im Begriffe nach einem Wettbureau zu gehen, um auf ein Pferd zu setzen. Hochgeschurz habe sich ihm angeschlossen und ihm unterwegs ein Stück Gold gezeigt, das in Seidenpapier eingewickelt war. demselben Moment, als er das Paket aufmachte, sei er verhafworden. Rolla gab weiter an, daß er zur damaligen Zeit Geschäftsführer in einer Pferdehandlung in Hamburg war. Dort habe er einen Zeugen Sturm kennen gelernt. Acht Tage nach der Bekanntschaft sei er mit Sturm in einer Kneipe zusammengetrofsen und dort habe Sturm ihm zwei Steine gezeigt, einen weißen und einen schwarzbraunen. Sturm habe gefragt, ob die Steine wohl echt wären. Darauf habe er erklärt, daß das nicht der Fall sei. Zuletzt hätten sie um 5 A gewettet, ob die Steine etwas taugten oder nicht. Ein paar Tage später hätten sie die Steine, um wegen der Wette Klarheit zu bekommen, einem anderen Zeugen, dem Goldarbeiter Bierfreund gezeigt. Dieser sagte, die Steine seien nicht echt. Dem habe man aber nicht Glauben geschenkt und daher die Steine in einem großen Juwelengeschäft untersuchen lassen. Der Juwelier sagte, es handele sich um Aquamarinsteine, die pro Stück 3,50 A wert seien. Der Angeklagte Rolla erklärt noch, er wisse nicht, ob er in jenen Tagen etwas von dem Diebstahl der Kaiserkette gelesen habe. Jedenfalls habe er nicht gewußt, daß die Steine von dem Diebstahl herrührten. Der Angekl. Bayer ist wegen einer anderen Straftat bereits mit vier Jahren Zuchthaus vorbestraft. Er erklärt, daß er mit dem gegenwärtigen Diebstahl nichts zu tun habe.— Der Vorsitzende hält ihm vor, daß er früher in Untersuchungshaft ein teilweises Geständnis abgelegt habe.— Der Angeklagte bestreitet aber bei seiner jetzigen Vernehmung die früheren Aussagen.— die Anklage behauptet, daß Bayer die Triebjeder zu dem Diebsahl gewesen fei. 4 428219#hs im Eiren Der Angeklagte Hochgeschurz behaupter, er habe im Streit mit Bayer, der früher sein Freund war, gelebt. Er befand sich seiner Zeit in Aachen. Einige Tage vor dem Diebstahl sei er von Aachen nach Köln gekommen und habe in der Wohnung von Bayer übernachtet; Bayer sei nicht nach Hause gekommen. Er sei dann in die Wirtschaft gegangen, in der er ständig zu verkehren pflegte, habe ober seinen Freund dort nicht gefunden. Der Wirt habe ihm erkärt, er sei bereits seit 8 bis 14 Tagen nicht mehr dagewesen. Er sei bis zum Morgen nach dem Diebstahl in Dortmund geblieben und dann nach Köln gekommen. Dort habe er die Extrablätter gelesen, wonach die Kette gestohlen worden sei. Bayer habe schon seit Neujahr davon gefabelt, die Kaiserkette, der Zeppelin und die Kaiserglocke müßten aus Köln hinaus, so lange bleibe er hier. Sie seien auch tatsächlich an der Luftschiffhalle in Köln gewesen, hätten aber vor dem Militärposten gleich wieder Kehrt gemacht. Beim Lesen der Extrablätter habe er gleich gedacht, Bayer oder Kniep hätten die Kette gestohlen. Er habe dann Bayer getroffen, bei dem noch ein Mann gewesen sei, den er nicht gekannt habe. Am Montag sei der Bekannte von Kniep, der sich Harry nannte, in eine Wirtschaft gekommen und habe ihm gesagt, er solle nicht mehr nach der Stammkneipe Bayers kommen, denn dieser werde von der Polizei gesucht; es wäre am besten, wenn auch er sich fortmachte, weil er mit Bayer verkehrt habe. Dann sei auch noch Kniep hinzugekommen, sie hätten zusammen beratschlagt und seien zusammen nach Mülheim am Rhein gegangen. Auf dem Wege nach Mülheim habe er von Harry, edr jetzt in England sitze und sich ins Fäustchen lache, zwei Steine bekommen, einen schwarzen und einen weißen, dieselben Steine, die er dem Rolla gegeben habe. Er schilderte dann die Verhaftung in Hamburg. Der Angekl. Kniep gab an, er sei am Morgen des DiebstahlAtages, wie immer, zu seinen Eltern zum Kaffee gegangen. Am Eigelsteiner Tor habe er Strickleitern hängen sehen und weil Bayer und Hochgeschurz in wenigstens 20 Familien Kölns erzählt hätten, sie wollten die Kaiserkette stehlen, habe er sich gleich gedacht, daß sie die Tat ausgeführt hätten. Er sei in ein Café gegangen, wohin lauch Hochgeschurz gekommen sei; diesem habe er den Diebstahl auf den Kopf zugesagt. Hochgeschurz habe aber alles bestritten. Dann sei Bayer gekommen und habe sich beschwert, daß man die Sache ohne ihn gemacht hätte.„„me. 224. Hierauf wurde in die Verneymung der Zeugen und Sachverständigen eingetreten. Zeuge Hosjuwelier Heiden=München talriert den Wert der Kette auf 18000 A, wobei allerdings die Fassung mgerechnet sei. Der Kunstwert sei bedeutend höher. Der pure Goldwert betrage 1500 fA.— Gerichtsarzt Dr. Lempel bezeichnet den Urheber des Diebstahls, Bayer, als hochgradig degeneriert. Diese Degeneration erstrecke sich auf abnorm gesteigerte Abenteuerlust. Der größenwahnsinnige Bayer habe nach Kanada gehen wollen und habe wohl die Kosten der Reise aus dem Ertrage Diebstahls bezahlen wollen. Aehnlich liege die Sache auch mit #ochgeschurz, der schon im Irrenhause war. Als der Verteidiger Mertz den Antrag stellte, auch den Rolla auf seinen Geisteszustand zu untersuchen, meldete sich der Angekl. Kniep und erllärte, auch er möchte sich einmal auf seinen Geisteszustand unstersuchen lassen.(Allgemeine Heiterkeit.)— Kriminalschutzmann Mangelsdorf äußerte sich über die Festnahme in Hamburg, erfolgte, als die Hamburger Polizei auf der Suche nach einer Bande war, die auf einem Kölner Postamt 52000 M gestohlen hatle.— Der Zeuge Franke=Hamburg hat die Diebe auf einer Eisenbahnfahrt nach Hamburg kennen gelernt und aus deren GeApräch entnommen, daß es„schwere Jungen“ waren. Er schloß sich den Burschen an und verbrachte in ihrer Gesellschaft in Hamburg ncht Tage, bis er mit Hilfe der Polizei ihre Festnahme bewirkte. Die Aussage dieses Zeugen war für die Angeklagten sehr belastend. Im Verlauf der Zeugenvernehmung erregte eine Aussage des Angekl. Hochgeschurz großes Aufsehen, daß sich in seinem im mis befindlichen Portemonnaie die beiden Tafelsteine, der weiße und der schwarze Diamant, die in Hamburg bei Rolla ge#unden wurden, befänden. Der Staatsanwalt ordnete alsbald die Nachforschung darüber an und zu Beginn der Nachmittagssitzung ###ren die beiden Brillanten zur Stelle. Am Dienstag werden die Verhandlungen fortgesetzt. Vermischtes. Justizrat Sello f. Justizrat Dr. Gello F, der bekannte Berliner Rechtsanwalt und Verteidiger. Der bekannte Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Erich Sello Montag nachmittag nach längerem Leiden in Berlin geGlorben. Ein schweres Nieren= und Blasenleiden hatte ihn vor einigen Wochen an das Krankenlager gefesselt, von dem er sich Nicht wieder erheben sollte. Justizrat Sello hat ein Alter von # Jahren erreicht. Der jetzt Dahingeschiedene war am 29. Fewruar 1852 in Potsdam als Sohn eines Hofgärtners geboren, studierte in Berlin und an verschiedenen anderen deutschen Aniversitäten Rechts= und Staatswissenschaften, daneben widmete sich der Philosophie. Nachdem er kurze Zeit die richterliche Bunktion ausgeübt hatte, ließ er sich als Anwalt in Bertin nieder. Mehr als krei Jahrzehnte hindurch war er als solcher tätig. Sein Nlame ist mit einer großen Reihe von aufsehenerregenden Krimikalprozessen verknüoft. Aus der S periode seiner Tätigkeit sanders erwähnenswert der Sternbergprozeß und später die #ite Auftage des Moltke=Harden=Prozessen. von anveren bebnd Pi Wrmutnn. aus der letzten, periage seingr, Tätig; rno besonders erwähnenswert der Sternbergprozeß und später die kannten Progessen, an denen er als Verteidiger beteiligt war, seien noch der Königsberger Giftmordprozeß, der Arnimprozeß, der Löffler=Damaschke=Prozeß, die Verhandlung gegen den Mörder der Gipsschulzen und der Allensteiner Mordprozeß gegen Frau v. Schönebeck erwähnt. Es gab lange kaum eine namhafte Privatklagesache, an der nicht Sello beteiligt gewesen wäre. Bewunderungswürdig war der Fleiß, mit dem sich Sello seinem Beruf hingab. Obwohl schon seit Jahren leidend, pflegte er noch täglich nach einer ausgebreiteten sorensischen Tätigkeit bis spät abends in seinem Bureau zu arbeiten. Sello, der in zweiter Ehe verheiratet war, hinterläßt eine Witwe, zwei Söhne und eine Tochter. Die Berliner Anwaltschaft hat in Sello einen ihrer tüchtigsten, vornehmsten und würdigsten Vertreter verloren. Sello gehörte schon vor Jahrzehnten neben den Justizräten Munckel und Saul zu den bekanntesten und angesehensten Verteidigern Damais zirkulierte über diese drei Juristen folgendes Verschen: „Ist die Sache hell, o, Dann gehe nach Sello— Ist die Sache dunkel, Dann gehe nach Munckel— Ist sie aber faul, Dann hilft dir nur Saul.“ Trotz seiner ausgedehnten Anwaltstätigkeit fand Sello Zeit zu einer ganzen Reihe von Publikationen, die sich alle durch eine überaus große Anschaulichkeit der Darstellung auszeichneten. Sein Hauptwerk sollte das Buch über die„Irrtümer der Strafjustiz" werden deren erster Tell, eine Darstellung der Justizmorde des letzten Jahrhunderts, vor einiger Zeit bereits erschienen ist und Aufsehen erregt hat. In einem zweiten Bande wollte er die Nutzanwendung aus dem Material des ersten Bandes ziehen; man darf vielleicht hoffen, daß dieser zweite Teil im Manuskript fertiggestellt war, bevor den Verfasser der Tod ereilte. Volkswirtschaftliches u. Soziales. Menden, 9. Dez. Die Abkehr aller Arbeiter in den zum Arbeitgeberverbande für Menden und Umgegend gehörigen Benieben der Metailindustrie hat sich am Samstagabend in aller Ruhe vollzogen. Heutel iegen sämtliche Betriebe kt— Neueste Nacbrichten. Brüssel, 9. Dez. Die ständige Kommission der Zuckerunion ist heute in Brüssel zu einer Tagung zusammengetreten. Sie beschäftigte sich in der heutigen Sitzung mit der Frage der Ursprungszeugnisse für den aus England ausgeführten Zucker und mit der Prüfung der russischen Ausfuhrstatistik. Im Laufe der Sitzung bestätigte der engliche Delegierte, daß Eng land sich am 1. Januar 1913 aus der Union zurück ziehe, daß es aber nach diesem Datum in der gleichen Weise verfahren werde wie früher, d. h., daß es handeln werde, als ob es noch der Union angehören werde. Mailand, 10. Dez.(Telegr.) Eine Grenzwachpatrouille im Hochgebirge der Provinz Udine, oberhalb von Cambola, stürzte in einen Abgrund. Ein Unteroffizier ist tot, mehrere Gemeine erlitten schwere Verletzungen. Christiania, 9. Dez. Die Königin von Norwegen, die gegenwärtig in England weilt, und seit drei Wochen das Bett hüten muß, ist mit Erfolg operiert worden. Sie befindet sich jetzt besser. Zum Fall Bruning. Berlin, 10. Dez.(Telegr.) Der Bankräuber Bruning hat für Ländereien, die er in Kanada erworben hat, 30000 A angezahlt. Dieser Wert ist also zugunsten der bestohlenen Bank vorhanden, außer den bereits beschlagnahmten 117 000 M. Schreckliches Brandunglück. Paris, 10. Dez.(Telegr.) Eine furchtbare Brandkatastrophe hat sich in Montpellier ereignet. Dort brach in dem Laden eines Buchhändlers Fever aus, das mit großer Schnelligkeit um sich griff und sich über das ganze Gebäude verbreitete. Der Buchhändler, der gelähmt war, konnte sich nicht retten, und verbrannte, ebenfalls kamen drei Frauen in den Flammen um, während mehrere andere Personen mit schweren Verletzungen aus dem brennenden Gebäude herausgeholt werden konnten. Kein Friedenspreis. Christiania, 9 Dez.(Telegr.) Das Nobelpreiskomitee beschloß, den diesjährigen Friedenspreis nicht zur Verteilung zu bringen. Der Betrag wird für das nächste Jahr zurückbehalten. Die Panamakanalabgabenfrage. Washington, 9. Dez. Kriegsminister Stimson verlangt in seinem Jahresbericht an den Kongreß die Annullierung des Abschnittes des Panama=Kanalgesetzes, der die amerikanischen Küstenfahrzeuge vom Kanalzoll befreit. Damit stellt sich Stimson in Gegensatz zu der letzten Erklärung des Präsidenten Taft. Matsukata japanischer Ministerpräsident. Tokio, 9. Dez. Die Bildung des neuen Kabinetts gestaltet sich sehr schwierig. Graf Terauchi lehnte die Uebernahme des Präsidiums ab.„Die Ratgeber des Kaisers schlugen nun Matsukata, der gegen jede Armeevermehrung und für die äußerste Sparpolitik ist, als Präsidenten vor. Es ist wahrscheinlich daß Matsukata annimmt. Matsukata ist eine der größten Finanzautoritäten Japans, der während der letzten Krisis die Ablehnung der Forderung der Militärpartei im Rate der älteren Staatsmänner durchsetzte. Krieg auf dem Balkau. Greueltaten im Balkankriege. London, 10. Dez.(Tel.)„Daily Telegraph“ veröffentlicht eine Depesche seines Spezialkorrespondenten aus Wien, Dillon, daß demnächst eine Reihe der schauderhaftesten Greuel, die je in einem Kriege verübt worden seien und die einen schwarzen Flecken auf den Ruhm der Balkanvölker werfen, in den Vordergrund der öffentlichen Erörterung treten würden. Dillon hat in Konstantinopel und Bukarest Nachrichten von unmenschlichen Metzeleien erhalten, die die christlichen Soldaten in der Umgebung von Saloniki unter der unbewaffneten mohammedanischen Bevölkerung angerichtet haben. Die Mohammedaner wurden von den bulgarischen Banden nicht nur hingeschlachtet, sondern es wird glaubhaft versichert, daß sie Martern der schauderhaftesten Art unterworfen wurden. Die Scheußlichkeiten, die gegen Frauen begangen wurden, lassen sich nicht wiedergeben. Zu den abscheulichsten gehört, daß Verwundete mit Absicht lebendig begraben wurden. Dillon fügt hinzu, daß die Einzelheiten dieser Greuel nicht mehr lange unbekannt bleiben würden, da die Konfuln Frankreichs, Deutschlands, Englands und Italiens ihren Regierungen bereits ausführliche Berichte telegraphiert hätten. Sandels-Nacbrichten. * Wochen-Uebersicht der Reichsbank vom 7. Dezember. Aktiva: 1) Metallbestand(der Bestand an kursfähigem deutschen Gelde oder an Gold in Barren oder ausl. Münzen, das Kilogr. sein zu 2784 M berechnet) M 1028 586 000— darunter Gold 747884000— 2) Deutsche Reichskassenscheine 23427000— 3) do. Noten anderer Banken 19 480 000-4) do. an Wechseln 1 420 254 000 4 5) do. an Lombardforderungen 93012000 6) do. an Effekten 28619000 7) do. an sonstigen Aktiven 225 446 000 8) das Grundkapital 180000000 9) der Reservefonds 66 937000 10) der Betrag der umlauf. Noten 1 956 160 000 11) dertsonstig. täglich fälligen# Verbindlichkeiten 570 465 000 12) die sonstigen Passiven 65 262000 Steuerpflichtiger Notenumlauf 334667000 M gegen einen steuerpflichtigen Notenumlauf von 360 159000 M am 30. Nov. 1912 und einen steuerpflichtigen Notenumlauf von 7596 000 M am 7. Dezember 1911. * Berliner Maschinenbau-A.-G. vorm. L. Schwartzkopfl in Berlin. Die ordentliche Generalversammlung seizte die Dividende auf 14(13½) Proz. fest. Seitens der Verwaltung wurde mitgeleilt, daß der Auftragsbestand sich seit Ausgabe des Geschäftsberichts durch Hereinnahme größerer Auslandsaufträge, namentlich der Lokomotivbau-Abteilung, von 19,5 auf etwas über 21 Mill. M gehoben habe. Der Zuschlag aus der Herbstvergebung der preußischen Staatsbahnverwaltung noch nicht erfolgt. Aus der Vergebung erwarte die Gesellschaft einen Auftrag von rund 6.50 Mill. M, eventuell einen noch höheren, da möglicherweise ein großer Teil der normal im Frühjahr auszuschreibenden Lokomotiven schon jetzt mit verzeben werden dürfte. Die Lieferungen bis zum 1. d. M. übersteigen diejenigen des Vorjahres um rund 16 Prozent. Das Ergebnis des laulenden Geschäftsjahres werde davon abhängen, ob die Gesellschaft bis zum Schluß ruhig weiterarbeiten hönne oder nicht. Im ersteren Fall sei mit einem beiriedigenden Ergebnis zu rech* Maschinsslabrik Augeburg-Nürnberg, A.-C. in Nürnberg. Hauptversammlung genehmitte den Abschluß, setzte die Dividende auf 20 Prozent fest und wählte Generaldirektor v. Petry in Nürnberg neu in den Aufsichtsrat. Wie mitLeteilt wurde, sind die Werke auf längere Zeit genügend beschäftigt; eine Aenderung hierin siehe nicht bevor, wern keine Zwischenfälle einträten. Die politische Lage habe bisher keine Beeinträchtigung ausgeübt, mahne aber zur Vorsicht. Wegen der Ausdehnung der Gesellschaft sollen demnächst neue Schuldverschreibungen aufgenommen werden. * Amtlich fostgestellte Marktpreise der Stadt Mänster vom 1. Dez. bis 7. Dez 1912. Weizen inl.(neuer) per 100 kg 20,25, 20,00, 19.75 M, do. inl.(alter) 00,00, 00,00, 00,00 M. Roggen inl. 18.25, 17,75, 17.50 M, do. inl.(alter) 00,00, 00,00, 00,00 M. Gerste(Brau-) 24,00, 23,00, 21,00, do.(Futter-) 17,10, 16.50, 16.00 M. Hafer inl. 21,75, 20.25, 17,00 M, do. inl. (alter) 00,00, 00,00, 00,00 M. Erbsen 34.00, 28.00 M. Bohnen 38,00, 30,00 M. Linsen 48.00, 32,00 M. Kartoffeln 6,00, 5.00 M. Richtstroh neu 4,00.3,60 M, Krummstroh neu 3,10, 2,50 M. Heu (altes) 0,00, 0,00 M, do.(neues) 7,00, 5.50 M. Rindfleisch per 1 kg 2.00, 1.60 M. Schweinefleisch 1,90, 1.50 M. Kalbfleisch 2,10, 1,30 M. Hammelfleisch 1,90, 1,50 M. Speck geräuch. 2.40, 2,00 M. Eßbutter 2.70, 2.,60 M. Eier 60 Stück 9,00, 7,80 M.— Vorstehende Notierungen verstehen sich bei höchsten, mittleren und niedrigsten resp. höchsten und niedrigsten Preisen. Essen, 9. Dez. Getreidemarkt. Weizen, inländischer M. 20,20—20,70, fremder M. 22,50 23.70, Roggen, inländischer M. 17,90—18,50, fremder M. 19,90—21.50, Hafer, inländischer M. 00,00—00,00, fremder M. 19,20—20,90, Buchweizen M. 21.20 bis 21,75, Futtergerste M. 15,90—16.20, Mais M. 15.20 19.75. Weizen-Vorschuß M. 28,90—32,20, Roggen-Vorschuß M. 25.50 bis 26.75, Weizenkleie M. 10,10 10,50. Alles Frachtgrundlage Essen die 100 Kilo ohne Sack, bei Abnahme von Doppelladungen mit Ausnahme von Kleie, die mit Sack gehandelt wird. Duisburg, 9. Dez. Fruchtmarkt. Weizen inländischer M. 20,50—20,70, Donau 22.50 24,00, Schwarzes Neer 22.50 bis 24,00, Asow 22,50—24,00, Amcrikaner 23,00—24,00, Roggen, inländ. 18.20 18.50, Donau 19.50 21.00, Schwarzes Neer 19.50—21,00, Asow 19.50—21,00, Amerikaner 00,00—00,00. Hafer, inländischer 18.00—18,30, Donau 18,50 21,00, russ. 18,50—21,00, Amerikaner 18.50—18.75. Futtergerste, russische 15,40—15.80, rumänische 00,.00—00,00, amerik. 00,00—00,00. Mais, amerik. 14.75—15,25, Donau 14,75—15,25, Cinquante 19,25—19,75, russ. 00,00—00,00. Buchweizen 20,25—20,75. Weizenmehl Nr. 000 28,75—29,50, Nr. 00 28.00—28,50. Roggenmehl Nr. O 25,00—25.50, Nr. 0/ 24,50—24,75. Bollmehl 14,00—15,00. Grand 10,00—11,00. Kleie 10,00—11.00.„ * N e u s s, 9. D e z. P r e i s t e s t s e g u n g d e r N e u s s e r O e l m ü l l e r. Rüböl, 100 kg(ohne Faß), beim Kauf von 400 Ztr. 66.50 M, beim Kauf von 100 Ztr. aber 67,00 M, mit Faß 3,00 M die 100 kg mehr. Gereinigtes Oel 3,00 M teurer. Rübkuchen bei Abnahme von 10000 hg 125.00 M die 1000 kg. * Köln, 9. Dez. Fruchtmarkt. Luzerner Heu 10,00 bis 10.50 M, Wiesenheu neues 7.00—7.50 M, Roggen Breitdruschstroh 4,20—4,60 M, Krumm- und Preßstroh 3,20—3.60 M die „„ * Hamburg, 9. Dez. Weizen, mectienburger und ostholsteiner. 185 197, ruhig. Roggen, mecklenburger u. Altmärker. 169.00—175,00, ruhig, russischer, 9 Pud 10 15 vorrätig 132,00, ruhig. Hafer, Holsteiner u. Mecklenburger, 170—194, ruhig. Futtergerste, südruss., schwimm., 58 59 Kil., 134,00-000.00, Dez. 133.00, Febr.-März 133.50, matt. Mais, La Plata, cif. Dez.-Jan. 110,00. unbeachtet. Hamburg. S. Dez. Salpeter. 11.05, Febr.-Mürz 11,32 Plei 1090, sterig. Me## M. E u. * Antwerpen, 9. Dez. Chillsalpeter. 21.30, rebr.-Flarz 27.90. London, 9. Dez. Ammoniak schwefels. grau 24## prompt 14 Pfd. 1 s. 3 d. Essener Börse. Amtlicher Kursbericht vom 9. Desember. Berlin(14.11. 12) Berlin(Lomb.)(24. 10.12) Privatdiskont Amsterdam(30. 9. 11) Brüssel(16. 10. 12) Christiania(29. 9. 11) Ital. Plätze Kopenhagen(15. 11. 12) Mank. Dückante Lissabon 6 London(17. 10. 12) 6 Madrid 6½ Paris 4 Petersb. Warsch.(29.10.12) 3½ Schweiz(28. 11. 12) 5 Stockholm(14. 11. 12) 8½ Wien 6 Amerikanische Warenkurse. New-Tork. 9. Dez. Schlußpreise. Weizen Mais MNeisen Mais 7. 32¼ 33½. 10.82 10.53 10.22 19.35 18.80 9. 12.22 12.31 12.32 12.40 12.36 12.36 12.32 12.31 9. 32%½ 32% 10.77 10.50 10.17 19.10 18.67 Weizen stetig. Mais k. stetig. Dortmund, 9. Dez. Städtischer Viehhof. Zu dem heutigen Schlachtvichmarkt waren aufgetrieben: 849 Stück Großvich, 234 Kälber, 34 Schafe, 2082 Schweine. 1. Rinder. A. Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, die noch nicht gezogen haben(ungejocht), Lebendgewicht 00—00 M, Schlachtgewicht 00—00 M. b).. fleischige, ausgemästete, im Alter von 4—7 Jahren 00—00 M, 00—00 M. c) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 00—00 M. 00—00 M, d) mäßig genährte junge, gut genährte ältere 00—00 M, 00—00 M. B. Bullen: a) vollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 49—32 M, 85—89 M, b) vollfleischige jüngere 42—45 M, 80—84 M, c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 36—39 M, 73—79 M. C. Färsen und Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 47—30 M, 84—89 M, b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 43—45 M. 83—87 M. c) ältere, ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 38—41 M, 76—82 M. d) mäßig genährte Kühe und Färsen 31—34 M, 70—76 M, e) gering genährte Kühe und Färsen 25—28 M. 60—67 M. D. Gering genährtes Jungvieh(Fresser) 00—00 M. 000—000 M. 2. Kälberra) Dopelender, feinste Mast 00—00 M, 000—000 M. b) feinste Mastkälber 65—70M, 104—113M, c) mittlere Mast- und beste Saugkälber 60 64 M, 100—106 M, d) geringere Mast- und gute Saugkälber 55—58 M, 95—100 M, e) geringere 47—52 M. 85—94 M. 3. Schafe. A. Stall5400 19 300 6725 29 700 31 500 21 800 30 500 19 300 500 2225 23 000 Saugkälber 47-32 F, 85-94 M. 3. Schafe. mastschafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel 00—00 M, 00—00 M, b) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe 00—00 M, 00—00 M, c) mäßig genährte Hammel und Schafe(Merzschafe) 29—32 M. 70—75 M. B. Weidemastschafe: a) Mastlämmer 00—00 M. 00—00 M. b) geringere Lämmer u. Schafe 00—00 M. 00—00 M. 4. Schweine: a) Fettschweine über 300 Pfd. Lebendgewicht 00—00 M, 00—00 M, b) vollfleischige Schweine von 240—300 Pfd. Lebendgcwicht 64—66 M, 80—83 M. c) vollfleischige Schweine von 200—240 Pfd. Lebendgewicht 64—66 M, 80—83 M, d) vollfleischige Schweine von 160—200 Pfd. Lebendgewicht 62—65 M. 78—82 M, e) vollfleischige Schweine unter 160 Pfd. Lebendgewicht 61—63 M, 76—79 M. f) Sauen 61—63 M, 76—79 M. Tendenz: Kälber gut, sonst sehr schleppend. sich 8 * Essen, 9. Dez. Viehmarkt.(amtucer Bericht der Notierungskommission.) Auftrieb: Großvich 706, hierven 70 Ochsen, 239 Bullen, 457 Färsen und Kühe, 000 gering genährtes Jungvich(Fresser), 418 Kälber, 95 Schafe, 3660 Schweine. Preise für 100 Pfd. Schlachtgewicht(in Klammern Labendgewicht). Ochsen: vollfleischige, höchst. Schlachtwerts 94—95(34—35) M. desgl. 4—7 Jahre alt 90—93(48—50) M; junge fleischige und ältere ausgemästete 90—93(48—50) M; mäßig genährte und ältere 85—88(42—44) M. Bullen: vollfleischige, höchsten Schlacitwerts 88—90(51. Im freien Vorkehr ermittelte Kurse. Adler b. Kupferdreh Anneliese Brassert Die Lippe Dorsten 775 6900 6650 4800 9300 11 000 9390 4225 2900 6550 925 Ergänzungstabelie zur Berliner Börse. Preussische Pfandbriefe. Berl. Hyp.Pfdbr.-B. 3.2. do. I, II unk. 14 do. 4% III, IVuk. 15 do. 3 ½% Tunk. 16 Dt. Hyp.-B. IV.VI do. VII, X, XI, XII do. XIII unk. 1913 do. Hom.-O. u. 1913 Deutsche Hypotheken-Pfandbriofe. Pr. Ctr.-Bdkr. 1 890 83,80 95.75 95.75 90,00 96.00 90.00 83.50 85.8 95.75 95.75 99.00 96.00 90.00 88.00 Gasn-g. M 36 065 000 21 748000 1340000 9078000 10626 000 35 518000 4 458 000 3 366 000 unverändert unverändert 53 819 000 — 30 755 000 + 2 279000 Goth. Grundkr. II 116.20 115.75 do. V, VIII 87.50 do. VI, VII 96.00 do. IX, IXa 96.00 do. X, XII uk. 13 14 96.00 do. XIII 1915 97,90 do.„XIV, XIVa 97.00 Hamb. Hyp. 4 u. 13 96.00 do. 3½ unk. 13 87,25 Hann. Bodkrd. II 87.50 do. IX, X unk. 13 96.25 do. 90.50 de. III, VIII Meining, Hyp.-Bnk. u. VI, VII do. VIIl unk. 1914 do. XIII 4 1918 do. Präm.-Pfdbrf. Mitteld. Bdkr. 31 Nordd. Cirdkr. III de. VI, X, XI do. 3½ VII IX Pr. Bodkr.-Pfdbr. xIn, XIV,XVII.XIX do. XXI unk. 1913 Argent. Anl. 1887 do. äuß. 88 1000 C do. 300 do. 100 87.50 96.00 96.00 96.00 97.00 97.30 9600 87.25 87.50 96.25 90.50 96.25 do. 1899, 190:. do. 1903 unk. 1912 do. 1906 unk. 1916 do. Kom.-Obl. 1901 do. do. 87, 91, 96 Pr. Hyp.-A.-B. 4% do. do. 3½ Pr. Hyp.-V.-Z. 4% do. 3½% Pr. Pfandbr.-Bank 95.70 95.70 95.70 96.00 95.80 95,70 95.70 96,00 97.80 97,60 87,60 87.40 94.75 86.30 97.60 91.60 94.80 86.10 97.60 91.60 96.25 96.10 96.20 96.80 139.40133.20 87,25 87, 95.00 95.00 87,00 96.10 96.20 96.80 95.00 95.00 87.00 96.00 96.10 95.90 96.00 Rh.-Westf. Bodkr. 1. II, V, VIl, Vila do. IX unk. 1912 de. X unk. 1915 do. XI unk. 1918 do. II, IV, vi Westd. Bodenkr. 1, u, v, vI do. IlI, Iv 96.00 96,00 96.10 96.25 87.40 96.00 96.00 96.10 96.25 87.50 Schlacttwerts 88—90(31—52) M, desgl. jüngere Bullen 82—86 (43—44) M; mäßig genährte und ältere 76—80 Försen und Kühe: vollfleischige Färsen höchsten Schlachtw. 9192(50 51) M, desgl. Kühe bis zu 7 Jahren 87—90(45—47) M; altere u. geringere Kühe und Färsen 82—86(40—43) M; mäßig genährte 75—80(32—34) M; gering genährte 75—80(32—34) M. Gering genährtes Jungvieh(Presser): 00—00(00—00) M. Kälber: Doppelender feinster Mast 115—123(83—83) M: feinste Mastkälber 102—107(65—68) M; mittlere Mast- u. beste Saugkälber 100—107(60—64) M; geringere 93—109(48—30) M. Stallmastschafe: Mastlämmer und jüngere Masthummel 00—87(43—44) M; ältere Mast- und gute junge Schafe 75—83 (35—39) M; Merzschafe 00—00(00—00) M. Weide-Mastämmer 00—00(00—00) M, desgl. geringere 00—00(00—00) M. Fettschweine, Lebendgewicht über 150 kg 00—00(00—00) M; Vollfleischige, 120—150 kg. 82 8S(65—66) M; 100—120 bg 80—82(64—65) M; 80—100 kg, 77—80(61—64) M; unter 80 kg 74—78(59—62) M. Unreine Sauen u. geschn. Eber 73—79 (58—63) M, alle mit 20 Prozent Tara.— Tendenz: langsam. Verantwortlich für den redaktionellen Tell: Hauptredakteur Theodor Warnecke, für den Auzeigen= und Reklametett: Ricole Foegen, beide in Münster. Lebertran! Dieses Wort ist für solche Kinder, die Löflund's Malz=Lebertran nicht kennen, ein wahrer Schrecken. Es ist dies auch leicht begreiflich, denn selbst in reinem Zustand wird durch Lebertran in vielen Fällen Brechreiz hervorgerufen und die anderen teuren Emulsionen, zu deren Herstellung Glyzerin, Gummi und viel Wasser verwendet werden, verlieren durch diese Zusammensetzung bedeutend an Nährwert. Bei dem Löstund'schen Präparat wird dagegen der Tran durch seine Vermischung mit Malzextract nicht nur leichter verdaut, sondern seine Wirkung findet auch durch die Nährstoffe des Malzextracts eine vorteilhafte Unterstützung, was im Sommer sehr von Wichtigkeit ist. Löslund's Maiz=Lebertran besteht nur aus reinem Malzextract und Lebertran und erfreut sich durch seinen angenehmen Ge und Erwachsenen großer Beliebtheit. schmack bei Kindern S Monche Ausländische Fondr. Buen. Air. Pr. 10 Oest. Gold 1000 fl. do. Kronen-R. Port. unif. III 02 96.00 97.30 96.50 96.50 96,00 96.00 87,60 87,60 88.25 88.75 91.80 91.75 83.80 83,70 65,90— kostet der Westfäl. Hlerkur, durch die Post bezogen, 3.50 Mark; in der Stadt Münster, tägl. Zweimal ins Haus gebracht, 3.00 Mark. Industrie-Aktien. 149,00 148.50 Schwabenbräu 1— Alsen Portl.-Cem. 231.50 231.00 Düsseld. Waggon 253,00 253.00 do. Maschinenb. 105.00 105,00 Elberfelder Papier 68.25 67.00 Gasmotor Deutz 127.75|127.25 Bank-Aktien. Kaliwerk Aschersl. 160,00 158.25 Marienhütte Kotzn. 116 00 115.75 Richeck. Montanw. 178.25 177 00 Teutonia Misburg 137.75 137 25 Vogt& Woll.... 230 25 231.00 Elberfelder Baniw. 103,30 103,30 Hannoversche Bk. 139,00 137.75 Mittelrhein. Bank 107,10 107,10 Old. Sper- u. Leihb. 179, 75/179, 25 Petersburg. Intern. Hand.-Bank 203.00 201.50 Rheinische Bank. 104,80 104,50 Westf.-Lipp. V.-Bk. 100,00 100.00 Bestellungen für das u. vierteljabr 1913 werden schon seizt entgegengenommen. Neu hinzutretenden Beziehern liefern wir die Zeitung bis Ende dezbr. graiis. Dienstag den 10. Desember 1912. Bekanntmachung. Die Körung der Peivatbeschhler ßrou für der##### (Steit und Lard) am 81. Tezemder 1912 vorm. 10 Urr an der Wuite Stapeskoten vart. Du Heugub= per werder der:. ersmertsum gemott, deß die im Körvermin vorgehekter Heugbe vergeuuer und vergfohres werder miben! Mürßer, den 5. Derbi. Der Landrat. Grat von Westphalen. Alcbosderiache Rittergut im ech (Kesb=Luuch) sor. gedueh Schmp###r asre ua 92 ba Wz. enerehs g billig zu verkaufen. 1 Verlag. Mi: a. FÜR DIE FREUNDE □ VOR RICHTERS 44 * HNKER-STENBAUKHSTEN“ FREIS-AUSSCHREIBEN FÜR BAUTEN NACH EIGENEN ENTWURFEN UBER 200 PREISE UND PRAMIEN MAN VERLANGE DEN PROSPEKT ZUM VETTBENERB VON F. AD. 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