Anost P14. Freitag, 23. August. Revelaer irch Sonderzug. zust. vormittags. vormittags. vormittags. gust. nachmittags. nachmittags. nachmittags. en Frauen und Junz. gern und Lüngsnge afahrt in Appelhüssen, nb en- und austhegr Her Westsälische Merkur erscheint täglich zweimalt am Tage nach Sonn- und Feiertagen einmal. Beilagen: Illustrierte Unterhaltungs=Beilage(wöchentlich), Verlosungsliste von Wertpapieren(3 mal monatlich). Bedation: Lüttegasse 1—3. Sprechstunden 10—11 Uhr vorm. peschäftsstelle: Königstr. 59. Geöffnet 8 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends. Verlag u. Rotationsdruck der Westfälischen Vereinsdruckerei. Drobenummern: Achttägiger Proveversand des Westfälischen Merkur gratis und franko. Bestellungen mit deutlicher Adressenangabe wolle man richten an die Geschäftsstelle. Königstraße 59. Telegramm-Adresse: Merkur, Münsterwestf. Redaktion Nr. 203, Geschäftsstelle Nr. 112. Seirrukr. 1912. Nr. 427. Segründet 1822. Illittags-Husgabe. 91. Jahrgang. 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Riehaus, Jüdefelder. bei B, Moll, Aegidieden. ur noch Fahrkarten bei Fahrkarten frühzeitig heriarten am Bahnbeit das Diözesan=Gesang. und Enbleme tragen den 19. August, abende weg, einzufinden. aft werden ersucht, die amann, Königstraße, Maria Hevelger. ensabend Spende. ür Alters=Reutenerung. heit der Kronprinz. durch Reudant a. D. r. 4, und die Direktion W. 68, Zimmerstr. 192. lat senossenschaft I. M.. tschen, französischen und 1 höheren Tochterschulen ensionspreis 290 Marl. dungs= nebst ZuschneideKursus, Preis 320 Ml. ung zwischen Millingen erzeitigen Besuch ihrer rteilt die Oberin und Akker. 3194 u. seines gleichm, mildes namentl. für alle Erkrank. Trink- u. Badekuren) er. Niederlassungsort Regelmässige Motor. erbahn projekt.— Freuodl erprachtv. Kursaal mit hlr. Villen, Hotels u. Pert vmp. Klassen(VI.-Olll.) h d. Städt. Kurverwaltung. e--. u lerwaldstätterser tunde von Luzern. Pilatus See Schiff u. Bahnstatgg ter Landaufenthelt,„## f. Touren- u. Seerahrt v. Fo. 6 an. Zimmer## Pr. 2 an. Midler. 5## es Haus. vorzügl. mrchcer? reise. rk. Besitzer. S Jad Ems. * Internationale Ueberwachung des Oseans. : Kurze Zeit nach dem Untergange der„Titanic“ erschien im„Manchester Guardian“ und anderen englischen Zeitunvon ein Artikel aus der Feder des Lektors an der Berliner Universität, Fred Harsley, worin der Vorschlag gemacht wurde, daß die großen Nationen sich jetzt die Hand reichen möchten zum Schutze des Ozeanhandels in Friedenszeiten, gaß wenigstens Europa und Amerika zu einer Verständigung gelangen und einen neuen Typ von Schiffen zu schaffen bemüht sein möchten, die die Aufgabe hätten, auf dem Meere zu patrouillieren, und zwar nicht bloß in den Breiten, wo man gewissen regelmäßig wieverkehrenden Gefahren(wie Eis) zu begegnen gewohnt ist, sondern auch in anderen Meeresteilen, wo die Gefahren unregelmäßig und verschiedenartiger Natur sind. Diese Patrouillenboote müßten natürlich internationalen Tharakter tragen, so daß sie keinem Mißbrauch in Kriegszeiten ausgesetzt wären. Alle Schiffe, die telegraphische Nachrichten von diesen offiziellen Booten empfangen, sollen durch internationale Vorschrift verpflichtet sein, gegebene Warnungen zu befolgen, und Patrouillenboote selbst sollen die Verpflichtung haben, ein Tagebuch zu führen, in das alle entsendeten und empfangenen Nachrichten eingetragen werden. Das aber schlösse nicht aus, daß andere, insonderheit die großen Privatdampfer angewiesen wären, auch ihrerseits Warnungen zu geben. Da dieser Vorschlag wahrscheinlich auf der bevorstehenden internationalen Konferenz zu London erörtert werden wird, läßt Fred Harsley jetzt dem Vorschlage weitere Bemerkungen folgen, die sicherlich weiteres Interesse verdienen. Abgesehen davon, meint er, daß die von ihm vorgeschlazenen Schiffe dieses neuen Typs als bewegliche Warnungsstationen dienen, würden sie noch folgende Vorteile mit sich bringen: 1. Ihre Einführung würde dem zur See fahrenden Publikum eine Beruhigung sein; das Publikum hätte mit Recht das Gefühl größerer Sicherheit. 2. Insbesondere auch beshalb, weil diese Schiffe die umhertreibenden Wracks beobachten, vor ihnen warnen und sie gegebenenfalls sprengen können. 3. Sie würden in gewissen Notfällen selber als Rettungsschiffe dienen. 4. Sie ließen sich so einrichten, daß sie auch für wissenschaftliche Zwecke verwendbar würden: meteorologische Beobachtungen, Meeresströmungen, Feststellung von Aenderungen in den Formationen des Meeresgrundes durch Erdbeben und anderes(seit dem„Titanic": Unglück ist ein Schiff an einem vermutlich durch Erdbeben emporgehobenen und deshalb bis dahin unbekannten Felsen gescheitert), Lebensweise der Fische und anderes mehr. Allen solchen Beobachtungen würde ein kontinuierlicher Fortgang und damit eine Steigerung ihres wissenschaftlichen und praktischen Wertes gesichert. 5. Es wäre auch diese(internationale) Einrichtung ein Schritt weiter auf dem Wege internationaler Verständigung und Zusammenarbeit. Aber, so fährt er fort, es bedarf noch einer anderen Erwägung, die alle übrigen in den Schatten stellt und bedeutfame Zukunftsausblicke eröffnet. Die Seepatrouillen könnten nämlich als das Aequivalent einer internationalen Ozeanpolizei angesehen werden, zum Schutze aller Nationen: ihre Einrichtung würde in diesem Falle ein weiteres Zugeständnis, und zwar diesmal ein praktisches, in ganz konkreter Form bilden, dahingehend, daß die Weltmeeregrundsätzlich inter nationalisiert werden; mit anderen Worten, daß sie neutrales Gebiet geworden sein werden; was wiederum bedeutet, daß, wenn zwei(oder mehr) Mächte sich des Meeres als Kampfplatz bedienen wollen, sie handeln müssen wie zu Lande, das heißt, sich von diesem neutralen Gebiet, dem offenen Meer, fernhalten und innerhalb ihrer eigenen(oder des Feindes) Heimatsoder Kolonialgewässer kämpfen müssen. Mit der Inauguration internationaler Patrouillen würde das offene Meer unter Zustimmung der Nationen nur die internationale Wasserstraße sein, und nichts weiter, welche alle Völker zu jeder Zeit befahren und zu ihren freundschaftlichen oder unfreundlichen Besuchen nutzen könnten: die aber zu Kriegszwecken auszunutzen verboten sein würde; gerade wie nahonale öffentliche Plätze— die Straßen, das Gemeindeland, die Chaussee— durch Landesgesetz für den Privatbürger neutral und seinen eigenmächtigen Zwecken entzogen sind. Wir haben Staats=, Stadt= und Flußpolizei, die dazu bestimmt ist, sowohl uns zu schützen wie uns als äußeres sichtbares Zeichen des Gesetzes zu dienen, dessen einschränkenden Bedingungen wir uns zu unterwerfen haben. Warum nicht eine Ozeanpolizei mit ähnlicher Bestimmung, die uns als ein Symbol des Gesetzes dient, in unserem Falle eines Gesetzes, das derartigen Unordnungen und Unstimmigkeiten entgegenwirken soll, die, wie doch die englische Untersuchung der„Titanic“=Katastrophe klar erwiesen hat, gegenwärtig noch auf dem Ozean herrschen. Jene Laxheit ist zum guten Teil ein Ueberbleibsel vergangener Zeiten, und heutzutag: eine leere Tradition der Gewohnheiten der alten Seefahrer, jener alten„sea-dogs“ und anderer Abenteurer, die ähnlich wie ihre vereinzelten Nachfolger von heute Leib und Leben von sich und anderen in Gefahr brachten, in einem Geist exzessiver Waghalsigkeit für materielle, selbstsüchtige und doch, wie man bekennen muß, dazumal oft ruhmreiche„records". So sehr jeder Sachkundige bereit sein wird, den Schiffsführern eine möglichst weitgehende Freiheit auf dem Meere zu gönnen, so haben manche unserer Seeleute doch vielleicht noch nicht gelernt, daß es wahre Freiheit nur innerhalb des Gesetzes gibt. Die Meerespolizei würde ein wirksames Wahrzeichen dieses Gesetzes sein. Wenn nun diese Neuerung weiterhin eine völkerrechtliche Ausdehnung der anerkannten„Dreimeilengrenze“ bedingen sollte(abgesehen von den schmäleren Meeresengen und anderen Gewässern, deren Küstenverhöltnisse besondere Regelung erheischen), so würde dies nur die Einführung einer längst nötig gewordenen Reform bedeuten; gerade wie die Ergänzung der Rettungsboote durch nationale Patrouillen längs unserer Küsten eine seit langem fällig gewordene Notwendigkeit ist, wie die Karten beweisen, die die jährlichen Unglücksstellen verzeichnen. Viele werden, so sagt der Verfasser zum Schluß, einen Versuch, Seekriege im allgemeinen auf die Heimats= oder die Kolonialgewässer zu beschränken, akademisch, phantastisch, vielleicht utopistisch nennen; aber wenn er vernunftgemäß und in irgend einer Weise durchführbar ist, so wird er eines Tages durchgeführt werden, und zwar von dem Moment an, wo man allgemein einsehen wird, daß ihm ein größerer ethischer Wert innewohnt als dem gegenwärtigen Prinzip, das uns daran gewöhnt hat, die offene See als offenes Schlachtfeld anzusehen. Es wird dann das Gesetz sein, unter dem zu leben wir uns gegenseitig werden verpflichtet wissen, und die Entwickelung der Kriegsrüstungen, deren Bürde von allen gefühlt wird, würde sich von selbst den neuen und höheren moralischen Bedingungen anpassen. Deutschland. Berlin, 22. Aug. Der Bundesrat wird seine Vollberatungen auch in diesem Jahre, wie gewöhnlich, anfangs Oktober aufnehmen. Noch im ersten Monate seiner wieder aufgenommenen Tätigkeit wird er, wie die„Post“ hört, Gelegenheit erhalten, sich mit der Feststellung des Reichshaushalts für 1913 zu befassen. Die Haushaltsarbeiten schreiten im Reichsschatzamt so vor wärts, daß mit einer Einbringung der ersten Haushaltsteile an den Bundesrat für das Ende des Oktobers gerechnet werden kann. Der Bundesrat wird diesmal auf die recht baldige Fertigstellung des Haushalts besonders Bedacht nehmen und alles tun; was an ihm liegt, um eine möglichst rechtzeitige Verabschiedung des Haushalts im Reichstage zu ermöglichen. Die Verhältnisse liegen diesmal insofern für die rechtzeitige Fertigstellung des Haushalts nicht gerade gün stig, als das Osterfest noch in den März fällt, nach der Weihnachtspause demgemäß für die Reichstagsverhandlungen nicht einmal zweieinhalb Monate zur Verfügung stehen. Es muß deshalb, um eine rechtzeitige Fertigstellung zu ermöglichen, darauf gesehen werden, daß der Reichstag, der am 26. November seine Beratungen wieder aufnimmt, bei seinem Zusammentritt den Haushalt für 1913 vorfindet. Diesem Ziele wird der Bundesrat nachstreben. * Das bayerische Ministerium Hertling wäre, wenn man dem Großteil der liberalen Presse Glauben schenken wollte, das unfähigste und haltloseste aller Ministerien, und alle Welt— mit Ausnahme vielleicht einiger ganz besonders verbohrter„Ultramontanek“— sei einig in der Verurteilung dieser Regierung. Jeder liberale Gegner des konservativen Ministeriums wird als ein David hingestellt, der den Riesen Saul erlegt habe, und immer wieder von neuem ertönt uns aus dem liberalen Unkenteich die Versicherung entgegen, daß dieses Ministerium schon völlig abgewirtschaftet und Fiasko gemacht habe. Da ist es nun interessant, zu lesen, wie man in ehrlich urteilenden liberalen Kreisen über das Ministerium Hertling, aber auch über diejenigen urteilt, die sich das Recht anmaßen, in höhnischer und wegwerfender Weise über einen Mann von den Qualitäten und Fähigkeiten eines Freiherrn v. Hertling zu urteilen. Die liberale und entschieden zentrumsfeindliche„Neue Züricher Zeitung" bringt in Nr. 223 vom 12. August 1912 einen Artikel aus Bayern, dem wir, nach dem„Deutschen Volksbl.“ folgendes entnehmen: Was dem unbefangenen Beobachter vor allem auffällt, das ist die blindwütige Verbissenheit, mit der sich die Liberalen hier wie in so vielen andern Dingen im Schlepptau der Sozialdemokraten an Freiherrn v. Hertling und seine Kollegen einhängen. Wenn sie einem so gewiegten Politiker immer wieder schwerste politische Mißgriffe, Verrat am Reich und Blamierung Bayerns vorwersen, so sind das Anklagen, die allzu plump sind, um wirklich ernst genommen zu werden. Gänz besonder# muß aber die Geflissenheit überraschen, mit der die Gegner Hertlings für den früheren Minister Wehner Partei ergriffen und es durchaus nicht wahr haben wollen, daß eben doch Wehner die Hauptschuld an der widerwärtigen Jesuitengeschichte trägt und seinem Nachfolger eine Erbschaft hinterlassen hat, die diesen nunmehr so teuer zu stehen kommt. Wenn man sich erinnert, in welch rücksichtsloser Weise gerade die Liberalen und Sozialdemokraten den Minister Wehner jahrelang verhöhnt, wie sie ihn bei jeder Gelegenheit als einen aller eigenen Ueberzeugung baren, lediglich im Dienste des Zentrums fronenden Staatsmann in den Kot gezogen haben, so kann man sich nicht genug wundern, wie derselbe Mann bei denselben Leuten über Nacht wieder zu Gnade und Ehren kam. Es folgen nun Angriffe auf die Jesuiten und Erzbischof Dr. v. Bettinger, die wir in diesem Zusammenhang ignorieren können. Dann fährt die„Neue Züricher Zeitung" fort: Für die Liberalen existiert alles das nicht. Für sie muß nun einmal Hertling das Karnickel sein um jeden Preis!. Als der Lärm in der Abgeordnetenkammer endlich verstummt war, hielt es Graf Törring in der Reichsratskammer für angezeigt, den Streit in seiner polternden Rede gegen das Ministerium Hertling, die in Wirtlichkeit aber viel höher zielte, sehr unnötigerweise nochmals vom Zaun zu brechen, ja gar noch die Reichsregierung aufzufordern, in Bayern nach dem Rechten zu sehen. Die Liberalen schwammen in Wonne. Sie waren ganz außer sich vor Entzücken über die unerwartete Unterstützung, die ihnen Graf Törring gegen das verhaßte Ministerium Hertling geliehen. Sie hatten kein Verständnio dafür, daß gerade dieses brüske Auftreten Törrings und namentlich sein Appell an die Reichsregierung, die die Minister des zweitgrößten Bundesstaates wie Schuljungen abkanzeln sollte, in den weitesten Volksteilen, die sich no cheinigen Sinn für die politische Ehre und Selbständigkeit ihres Heimatlandes bewahrt hatten, den peinlichsten Eindruck erregen mußte. Ueberhaupt ruft es längst allgemeines Befremden hervor, wie Graf Törring, der Schwager des künftigen Königs, keine Gelegenheit verstreichen läßt, sich bei Liberalen und Sozialdemokraten lieb Kind zu machen; er scheint es planmäßig darauf abgesehen zu haben, sich die führende politische Rolle, die er jetzt noch nicht zu spielen vermag, auch für alle Zukunft unmöglich zu machen. Während die Liberalen und Sozialdemokraten den Grafen Törring in den Himmel hoben, fielen sie über den Prinzen Georg her, der den Mut besessen hatte, gegen diesen Appell Törrings an eine fremde Regierung sofort energisch zu protestieren und damit Millionen treuer bayerischer Bürger aus der Seele sprach, die nun einmal nur in der Landesregierung ihre eigene, in jeder anderen, auch berlinischen, aber eine für sie fremde Regierung sehen, ohne sich in dieser Empfindung durch entrüstete Telegramme und Manifeste Herrn Dr. Hirths, dessen krankhaftes Selbstbewußtsein im umgekehrten Verhältnis zu seinem Ansehen beim Volke steht, im geringsten stören zu lassen. Kundgebungen, wie die des Grafen Törring und Dr. Hirths schaden dem liberalen Gedanken im Volke unglaublich, da dieses so immer wieder den Eindruck gewinnt auf die Liberalen sei in Sachen der Wahrung der bayerischen Selbständigkeit kein Verlaß. Hat nicht jüngst noch ein liberaler Abgeordneter eine parteitaktisch ungemein törichte Rede gegen das bayerische Postreservat in der Kammer gehalten? So besorgen die Liberalen immer wieder die Sache des Zentrums, das sich nicht mit Unrecht stolz darauf berufen kann, das unübersteigliche Vollwerk gegen die Verpreußung Bayerns zu bilden. Die Spektakelmacher in der Rotblockpresse können aus solchen Auslassungen ersehen, wie ihr Verhalten in ihren eigenen Kreisen, die sich noch Objektivität bewahrt haben, beurteilt wird, und daß auch in ihren eigenen Reihen die Voreingenommenheit und Tendenz die nüchternen Erwägungen der Vernunft nicht totzuschlagen imstande sind. Für den Beginn der zweiten Lesung des Wassergesetzentwurfen in der 13. Kommission des Abgeordnetenhauses ist laut einer Mitteilung des Direktors des Hauses der Abgeordneten nach wie vor der 20. September festgelegt. Da der Bericht über die erste Lesung des Entwurfes den beteiligten Kreisen erst vor kurzem zugegangen ist, haben diese, um eine Stellungnahme zu dem Entwurf zu ermöglichen, die Verlegung des Beginns der zweiten Lesung auf einen späteren Zeitpunkt an zuständiger Stelle beantragt: sie haben dabei auf die einschneidende Bedeutung, die das Wassergesetz für die Industrie wie auch für andere Kreise hat, hingewiesen. In dem ablehnenden Bescheid weist der Direktor des Abgeordnetenhauses im Auftrage des Vorsitzenden der Kommission, Abg. v. Brandenstein, darauf hin, daß der Termin für den Wiederbeginn der Kommissionsarbeiten durch einstimmiger Aussch ußbeschluß festgelegt worden sei. Die Benutzung der Eisenbahnwagenklassen. Aus neuen Erhebungen über die Zahlenverhältnisse der Benutzung der Eisenbahnwagenklassen geht hervor, daß die vierte Klasse in der Zeit vom 1. Apris 1911 bis zum 31. März 1912 gegen früher ziemlich erheblich weniger benutzt wurde. Während im Vorjahre die Zahl der in der vierten Klasse beförderten Personen noch 48,5 Prozent aller Reisenden betrug, ist diese Zahl jetzt auf 45,98 Proz. zurückgegangen. Naturgemäß macht sich diese Abwanderung in die dritte Klasse auch in den Summen der Einnahmen bemerkbar. Während die Einnahmen aus der vierten Klasse im Vorjahre noch 38,5 Proz. der gesamten Einnahmen ausmachten, sanken sie in der Berichtszeit auf 35,7 Prozent. Dieses Ergebnis ist darum überraschend, weil in den letzten Jahren die Personenwagen der vierten Klasse in vieler Hinsicht, vor allem in Bezug auf die Ausstattung, sehr viel verbessert worden sind. Uebrigens ist auch eine Zuwanderung aus der zweiten Wagenklasse in die erste festzustellen, woraus hervorgeht, daß die wohlhabenden Klassen mehr als früher die erste Klasse bevorzugen. (D Erhebung der Kirchensteuer in Mischehen. Die Notiz in Nr. 425 Ihrer sehr geschätzten Zeitung betr.„Erhebung der Kirchensteuern in Mischehen“ enthält, so schreibt man uns, offenbare Unrichtigkeiten. Nach § 5 der mit dem 1. April 1906 in Kraft getretenen Gesetze (Kirchenges. betr. die Erhebung von Kirchensteuern in der evangelischen Landeskirche v. 26. Mai 1905 und Staatsges. betr. die Erhebung von Kirchensteuern in den katholischen Kirchengemeinden v. 14. Juli 1905) wird der katholische (bezw. evangelische) Teil einer gemischten Ehe von der Hälste des der kirchlichen Besteuerung zugrunde liegenden Steuersatzes, zu welchem der Ehemann veranlagt ist, zur Kirchensteuer herangezogen. Diese klare Gesetzesbestimmung ist natürlich durch das Oberverwaltungsgericht nicht für rechtswidrig erklärt worden. Es ist daher ausgeschlossen, daß vom nächsten Jahre ab der Ehemann die Kirchensteuer im vollen Betrage an seine Kirchengemeinde zu entrichten hat und die Ehefrau freibleiben werde. Das Oberverwaltungsgericht hat sich in der Entscheidung vom 14. Mai 1912 nur dahin ausgesprochen, daß im Falle einer Mischehe die Frau von ihrer Kirchengemeinde zur Steuer zu veranlagen, und daß die Zahlungsaufforderung der Frau, nicht ihrem Ehegatten, zuzustellen ist. Das entspricht auch ganz dem Wortlaute des§ 5 der beiden oben genannten Gesetze. c' Böswillige Verdächtigungen streut das„Neue Jahrhundert", das bekannte Organ der abgesallenen Katholiken, in Nr. 33 gegen die deutschen Bischöfe, insbesondere gegen Bischof Dr. Korum aus, und die sozialdemokratische„Rhein. Zeitung" beeilt sich natürlich, ihnen in Nr. 191 einen kräftigen Resonanzboden zu geben. Das Blatt wütet, wie man es von einem solchen Organ nicht anders erwarten kann, gegen den Aachener Katholikentag, beschimpft die dort versammelt gewesenen ausländischen Bi schöfe in gemeiner Weise, als ob sie auf den Katholikentagen bloß ihre„bischöfliche Würde spazieren führten", und hält sich darüber auf, daß außer dem Weihbischof von Köln und dem Bischof von Rottenburg„kein einziger deutscher Bischof sich bereit finden ließ, nach Aachen zu gehen". Dann aber fährt das Blatt fort: „Am auffallendsten ist das ohne Zweifel vom Bischof der nächstgelegenen Diözese, dem Bischof Korum von Trier. Diese Tatsache ist ebenso durchsichtig, als die andere, die nicht übersehen werden darf, nämlich das Nichterscheinen des Bischofs von Trier bei der Beisetzung seines Metropoliten, des Erzbischofs von Köln. Bischof Korum, der seine Gegnerschaft nicht einmal am Grabe des so rasch dahingeschiedenen Erzbischofs von Köln vergessen konnte, war natürlich noch viel weniger gewillt, im nahen Aachen einer Tagung beizuwohnen, die von Anhängern der Kölner Richtung vorbereitet, organisiert und geleitet ist.“ Das sind geradezu insame Verdächtigungen, die jeder Unterlage entbehren und nur vom Haß geboren sind. Es kann dem Blatte nicht unbekannt sein, daß die Beerdigung des Kardinals Fischer an demselben Tage stattfand, an welchem der 6. Internationale Marianische Kongreß in Trier begann, den Bischof Korum als Vertreter des Papstes eröffnen mußte, und zu dem bereits mehrere Bischöfe als seine Gäste erschienen waren. Es war also dem Bischof ganz unmöglich, an den Beisetzungsfeierlichkeiten persönlich teilzunehmen, und er ließ sich deshalb durch Dompropst Prälat Dr. Scher vertreten.„Durchsichtig“ ist also nur die Absicht des Blattes, wenn es den Glauben erwecken will, Bischof Korum sei absichtlich und aufgrund persönlicher„Gegnerschaft“ der Beerdigungsfeier ferngeblieben. Aehnlich ist (Dannchen. Roman aus Masuren von Horst Bodemer. „(14. Fortsetzung.) Gunild stand auf einer Leiter und wollte einen Haten einschlagen. Die Hände in den Rocktaschen sah ihr Mann mit spöttischem Lächeln zu. Der Schlag ging daneben, die kapete sprang, Kalksand rieselte die Wand herunter. Linz2e rsuch dich lieber nicht weiter in solchen Künsten, Ihr Gesicht war gerötet. Vorsichtig drehte sie sich auf der Leiter um.„Laß mir doch die Freude, Friedrich Karl, mein Heim selbst mit einzurichten! Du glaubst gar nicht, wie selig ich darüber bin!“ „Wie du siehst, kommt nicht viel dabei'raus. Stell dich Feldherr zwischen die Möbel und gib deine BeIn diesem Augenblicke trat Roßdorff über die Schwelle. „Alle drei brachen in lautes Gelächter aus. „Sehen Sie nur meine Frau! Sie wird noch das ganze Haus kurz und klein schlagen!“ Gunild kletterte von der Leiter herunter und stöhnte. Wie langsam die Leute hier sind! Dabei haben wir die Einrichtung dem ersten Spediteur Petersburgs übergeben!“ „ da, hier nimmt man sich zu allem Zeit, gnädige Frau. über warten Sie, ich werde die Arbeiter antreiben!“ „. Er zog ein kleines rotes Buch aus der Tasche, blätterte an und her, und dann rief er laut ein paar russische Worte durch die Zimmer. " Richtig! Es wurde jetzt herzhafter zugefaßt. Ein Vorebeiter verstand sogar deutsch, er trieb die Leute an. Was haben Sie denn gesagt?“ fragte Wullnow. =Meine Täubchen, wenn ihr fleißig seid, bekommt ihr Die Proei.— den Sinn meiner Worte wenigstens scheinen #eiter verstanden zu haben, wie der Augenschein lehrt. Leutes.—e hell auf.„Täubchen nennt man hier die Dar Vorläufig!— Erstes Stadium, gnädige Frau!— „enn wird man deutlicher, und wenn das nichts hilft, vertagen sie auch ein wenig körperlichen Schmerz!“ ##. Sie schüttelte den Kopf. War dieses heilige Rußland ene komische Welt! Selbst mit dem Droschkenkutscher wurde dem R.““d man einstieg.„Was kostet die Fahrt nach Man spekt?“—„Einen Rubel vierzig Kopeken!“ bis zur nächsten Laterne, der Kutscher folgte mit ter Wagen.—„Einen Rubel!“— Ein paar Schritte weiIn allan#92 Kopeken!“—„Schön, mein Täubchen!“ russische Size s9 gehandelt, das ist nun einmal Daus.now sah nach der Uhr.„Ich muß jetzt zum Kommen Sie mit, Herr von Roßdorff?" „Hab' nichts zu tun. Wenn die Herrschaften erlauben, mache ich mich hier nützlich.“ „Herrlich, Herr von Roßdorff!" jubelte Gunild. Ihrem Manne war das nicht angenehm, aber es blieb ihm nichts anderes übrig, als dem Zietenhusaren mit freundlichen Worten zu danken. „Meine Frau weiß, wie die Möbel gestellt werden sollen. Hoffentlich werden Sie besser mit den Leuten fertig wie wir, Herr von Roßdorff!“ Wie ein Feldherr stand der junge Offizier zwischen den verschiedenen Gegenständen, den Vorarbeiter an der Seite. Hin und her wurden die Stücke geschoben. Dekorateure machten sich an den Fenstern und Wänden zu schaffen, ein Heidenlärm begann, mit lautem Krachen sprangen Kistendeckel auf. Gunild eilte von einem Zimmer in das andere. Mit Diener und Zofe, die sie aus Berlin mitgebracht hatten, paßte sie auf, daß nichts gestohlen wurde. „So, gnädige Frau, nun machen wir eine Pause und lassen Schnaps für die Arbeiter holen!“ „Ihnen selbst vermag ich leider gar nichts vorzusetzen.“ „Wenn Sie gestatten, erzähle ich Ihnen unterdessen im Salon— er sieht ja schon ganz passabel aus— ein kleines Geschichtchen.“ Gunild wurde verlegen. Roßdorff würde doch nicht etwa anfangen, von Plattangen zu reden? Vorsichtig deutete sie in ihrer Antwort darauf hin. „Ist es traurig?“ fragte sie. „Im Gegenteil. Sie werden sich wundern, gnädige Frau „Dann kommen Sie!" Und während die Arbeiter auf den Kisten hockten und die Schnapsflasche kreisen ließen, saßen Gunild und Roßdorff im Salon einander gegenüber. „Vor allem muß ich um Diskretion bitten, gnädige Frau— gegen jedermann!" Da bekam sie Angst. Werde ich meinem Manne auch dadurch kein Unrecht zufügen?" „Nein!" „Da din ichtbespannt!“. Gunild hatte den Oberkörper vorgeneigt, die schlanken Hände im Schoße gefaltet und sah Roßdorff mit großen Augen an. „Vermutlich werde ich bald Ihr Vetter werden, gnädige „Mein Better?“— Sie rieb sich die Stirn.—„Ha, ich verstehe! Um Agathe Dittmork handelt es sich wohl?“ „Allerdings! Im Herbst fahr' ich zu den Jagden nach Masuren— einig sind wir schon!“ Herzlich streckte sie Roßdorff die Hand entgegen.„Wie mich das freut! Ich weiß nicht, wem ich mehr Glück wünschen soll Ihnen oder meiner Base.“ „Ich glaube, ich habe den größeren Anspruch darauf.“ „Und dann soll wohl schon im nächsten Winter Agathe hierher kommen?“ „Hoffentlich.“ Da klatschte Gunild in die Hände.„Wissen Sie was? Ich werde sie bitten, mich recht bald zu besuchen!" „Wäre das schön!— Aber wahrhaftig, gnädige Frau, auf den Gedanken bin ich noch gar nicht gekommen! Glauben Sie ja nicht, ich hätte Ihnen deshalb mein Herzensgeheimnis anvertraut!“ Gunild lachte ihn aus.„Meinen Sie, ich würde Ihnen das übel nehmen?— Aber wo haben Sie denn meine Base kennen gelernt?" „In Masuren.“ Ich habe auf der Herreise Plattangen und Herrn von Sollenstern besucht.“ Da biß Gunild die Zähne aufeinander. Wie hatte sie nur so töricht fragen können! Aber nun blieb ihr weiter nichts übrig, als das Gespräch in diesen Bahnen fortzuspinnen. „Hat sich Herr von Plattangen gut eingelebt?“ Roßdorff zuckte die Achseln.„Im Winter gibt's freilich nicht viel zu tun, aber nun wartet auf ihn die Arbeit. Es war sehr nötig, glaube ich, daß er die Bewirtschaftung der Herrschaft selbst in die Hand nahm.“ Er sagte dies alles mit der größten Seelenruhe. Gunild war neugierig geworden, sie wollte den Dingen auf den Grund gehen, und einen zukünftigen Vetter gegenüber meinte sie sich nicht allzu große Reserve auferlegen zu müssen. „Niemals hätte ich geglaubt, daß Plattangen so leichtsinnig sein könnte!“ „Wie meinen Sie, gnädige Frau?“. Ganz erstaunt sah sie Roßdorff an. Da wurde sie verwirrt.„Nun, nun— Herr v. Plattangen ist doch fertig, sozusagen!“ „Fertig?— Pekuniär?“ Sie nickte mit dem Kopfe. „Denkt ja nicht im Traume dran, gnädige Frau!“ Jetzt wußte sie nicht mehr ein noch aus. In ihrer Verlegenheit redete sie drauf los:„Er soll doch sein ganzes Vermögen verspielt haben, die Herrschaft kaum mehr halten können!— Ach Gott, in welchem Lichte steh' ich nun vor Ihnen!“ Da wurde Roßdorff sehr ernst.„Wer hat Ihnen das vorgelogen?“ „Es hieß allgemein so, Herr von Roßdorff.“ „Nein, denn davon hätten wir in Rathenow etwas erfahren, und mir gegenüber würde wenigstens Herr von Sollenstern offen gewesen sein. Das alles ist weiter nichts wie eine infame Lüge! Plattangen ist mein Freund, ich wünsche der Sache auf den Grund zu gehen. Also wer war der Lügner?“ „Bitte, bitte, fragen Sie nicht! Um Ihnen im übrigen alle Bedenken zu nehmen— ich habe es erst erfahren, als ich verlobt war.“ „Also durch Herrn von Wullnow?“ Das Blut schoß ihr zu Kopfe, sie war nahe daran, vom Stuhle zu sinken.„Das habe ich nicht gesagt!“ Roßdorff erhob sich.„Dann werde ich Ihren Herrn Gemahl sofort selbst fragen.“ „Bitte, tun Sie es nicht— bitte, bitte!“ Da biß Roßdorff die Zähne aufeinander. Also so sah diese Ehe aus! Wie ängstlich der Blick der jungen Frau an seinen Augen hing! „Sie wissen, Plattangen ist mein bester Freund.“ „Und ich versichere Sie, ich schätze Ihren besten Freund sehr hoch.“ Der Offizier sah zur Seite. Ganz dicht stand Frau von Wullnow vor ihm. „Gnädige Frau, diesen Verdacht darf ich nicht auf Mannchen sitzen lassen, wenn dieses alberne Gerede auch Ihre Entschlüsse nicht beeinflußt haben— sollte!“ Das letzte Wort empfand Gunild wie einen Schlag ins Gesicht.„Glauben Sie meinen Worten, oder nicht, Herr von Roßdorff?" „Ich muß wohl, aber es fällt mir wahrhaftig schwer!“ „Gut! Mein Mann hat es mir erzählt, aber als wir schon verlobt waren!“ Traurig nickte Roßdorff ein paarmal mit dem Kopfe vor sich hin.„Es hilft alles nichts, ich muß Aufklärung von Ihrem Herrn Gemahl fordern.“ Da ergriff Gunild seine beiden Hände.„Tun Sie es nicht— um meinetwillen nicht, Herr v. Roßdorff!" „Arme gnädige Frau!“ Weinend sank sie auf einen Sessel. Nebenan fingen die Arbeiter zu lärmen an. Die Frühstückspause war vorüber. * Die ersten Südstürme brausten über Masurenland. Sie legten sich auf die Schneemassen der Bäume, brachen ab, was nicht mehr lebenskräftig war. Ein Krachen ging durch die Wälder, und ab und zu klang dazwischen ein Schrei. Entwurzelte Bäume hatten sich hilfesuchend an die kräftigeren Nachbarn gelehnt. Stamm rieb sich an Stamm: wie ein Mensch, der in Todesängsten um Hilfe ruft, hallte der bange, kreischende Ton scharf durch das wilde Rauschen. Da wurde der Birkhahn lebendig. Er sandte Freund Sturm sein Liebeslied entgegen. Die Menschen standen an den Türen und hörten sich die „Reveille“ an, die der Südwind mit immer kräftigeren Akkorden blies. Nun nahten die Tage der Arbeit wieder. Höchste Zeit war's! Seit zwanzig Jahren hatte Masuren keinen so harten Winter erlebt.— Noch bevor der erste helle Schein im Osten sich angekündigt hatte, war Plattangen, den Hund an der Seite, hinausgegangen in seine Wälder. Nach drei Stunden kehrte er mit einigen Birkhähnen als Beute zurück. Nr. 427. Mittags-Ausgabe. Weftfällscher(Derkur. es mit der Nichtbeteiligung am Katholikentage zu Aachen. Bekanntlich fand die Katholikenversammlung Tage nach dem Marianischen Kongreß zu Trier statt. wird Man E.#— aber wahrlich einem Bischof von über 70 Jahren nicht gut zumuten können, unmittelbar nach den anstrengenden Tagen des Kongresses abermals die Anstrengungen, die mit der Teilnahme an einer Katholikenversammlung verbunden sind, auf sich zu nehmen. Uebrigens hat Bischof Korum schon seit Jahren seines hohen Alters wegen keine Katholikentage mehr besucht. Was aber die persönlichen Beziehungen des Bischofs Korum zum Kardinal Fischer betrifft, so geben gerade die letzten anläßlich der Ertrantung des Kardinals unmittelbar vor dem Kongreß zwischen beiden gewechselten, von uns veröffentlichten Briese den besten Beweis für das herzliche Verhältnis, das zwischen ihnen herrschte, und das auch in dem warmen Nachruf des Bischofs bei der Eröffnungsseier im Dome seinen lebendigen Ausdruck fand. Es gehort angesichts dieser auch den beiden Blättern gewiß nicht unbekannten Tatsachen wahrlich schon eine tiefgründige Bosheit dazu, solche Ausgeburten des Hasses und der Verleumdung strupellos in die Welt zu setzen. Aber darin gleichen sich ja das Apostatenorgan= und die sozialdemokratische„Rhein. Zig.“ wie ein Ei dem anderen. Kassel. 22. Aug. Der Kaiser ist mit seinem Gefolge heute abend um 7.05 Uhr im Sonderzug auf der Station Wilhelmshöhe eingetroffen. Er begab sich im Automobil nach Schloß Wilhelmshöhe. Berlin, 22. Aug. In gut unterrichteten Kreisen rechnet man stark mit der Möglichkeit eines Zusammentreffens der öhresten Söhne des Sultans mit dem Kaiser in der Schweiz nach den dortigen Manövern. Es heißt, der türkische Thronfolger wolle im Auftrage seines Vaters persönlich dem Kaiser den Dank für die Spende von 10000 Franken für die Notleidenden des Erdbedens am Marwarameer austgrachen. Berlin, 22. Aug. Der„Reichsanzeiger“ veröffentlicht die Ernennung des bisherigen Generalkonsuls in Budapest, Botschaftsrats Graf Brockdorss=Rantzau zum außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am dänischen Hofe, sowie des bisherigen Gesandten in Bukarest. Geh. Legationsrats Dr. Rosen zum außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister bei der portugiesischen Republik. München, 22. Aug. Reichsrat Justizrat Friedrich haas ist heute gestorben. Der Militäretat in der bayerischen Abgeordnetenkammer. München, 22. Aug. In der Abgeordnetenkammer führte bei der Generaldedatte zum Militäretat(wie schon kurz mitgeteilt) der Kriegsminister Frhr. bleß u. g. aus: Es liege im onteresse des Heeres, und es sei eine Pflicht der Heeresverwaltung, darüber zu wachen, daß eine Stärkung der sozial demokrmischen Idee bei den Angehörigen des Heeres nicht stattfinde. Den Offizieren falle es aber nicht ein, Soldaten, die sich etwas zu Schulden kommen ließen, zu fragen, ob sie Sozialdemokraten seien oder nicht. Eine Statistik, stat Sozialdemokraten se Eim Sumizen, Berichterattung oder Kontrolle über die Sozialdemokraten im Heere werde nicht geführt. Es tägen keine Beobachtungen vor, daß die Soziallokraten im baverischen Heere, die sich zweifellos auch darin beAbg. Freiherr von Franckenflein(Zentr.) scheidung über Krieg und Frieden müsse der Stelle, dem Kaiser, uberlassen bleiden. Die dembtrulen in Vaheen„„„„ fänden, irgend etwas bemerkenswertes gemacht hätten. Bei dem Erlaß betreffend das Verbot der Beteiligung von ReserveOffizieren an den Wahlen handele es sich nicht um einen Eingriff in das geheime Wahlrecht, sondern es sollte damit das öffentliche Eintreten der Offiziere zugunsten der Sozialdemokratie getroffen werden. Der Erlaß sei ausgegeben worden, lange bevor der Landtag aufgelöst worden sei und lange vor den Neuwahlen. Das Recht, über den Krieg zu entscheiden, bemerkte der Kriegsminister den Sozialdemokraten gegenüber, sei durch die Bestimmungen der Reichsverfassung festgelegt und setze auch die Zustimmung des Bundesrats voraus. Auch in republikanischen Staaten entscheide nicht das Botk über den Krieg. zm) betonte, die Entverantwortlichen Stelle, dem Kaiser, überlassen bleiden. Die Kriegsverwaltung müsse sich innerhalb der Verfassung gegen die Sozial demokratie wenden. Der Kriegsminster hätte seine programmatische Erklärung nach dieser Richtung hin noch schärfer unterstreichen sollen.(Unruhe links.) Wir müssen, fuhr der Redner fort, auf das bestimmteste verlangen, daß von den Kasernen die Sozialdemokratie fern bleibt. Es wäre das höchste, wenn in der Koserne, wo der Fahneneid geleistet wird, gegen den Fahneneid von der Sozialdemokratie agitiert werde.(Zuruf des Abg. von Vollmar: Das ist eine Unverschämtheit!) Der Präsident ruft den Abg. v. Vollmar zur Ordnung. Abg. Frhr. v. Franckenstein fortfahrend: Ich nehme kein Wort von dem zurück, was ich gesagt habe. Durch die sozialdemokratische Presse, die in die Kasernen kommt, werden die Disziplin und die Liebe zum Königshause untergraben.(Abg. Rollwagen(Soz.) ruft unter ständig wachsender Unruhe links: Das ist eine Verleumdung! Er wird deswegen vom Präsidenten zur Ordnung gerufen.) Abg. Frhr. v. Franckenstein(fortfahrend): Der Erlaß des früheren Kriegsministers, daß Reserveoffiziere sich nicht für die Wahl sozialdemokratischer Kandidaten betätigen dürfen, sei von den Liberalen und Sozialdemokraten verurteilt worden. Einen derartigen Erlaß halte seine Partei für selbstverständlich. Wer als Offizier des Beurlaubtenstandes den Fahneneid geschworen, der habe auch für den König treu einzutreten. Wer die Uniform des Königs trägt, von dem halten wir es für ausgeschlossen, daß er für eine Partei eintritt und sich dafür betätigt, die eine offene Gegnerin des Königtums ist. Wir verlangen vom Kriegsminister ausdrücklich Antwort darauf, ob der Erlaß auch jetzt noch Geltung hat, und wir warnen davor, in weiten Polkskreisen die Anschauung entstehen zu lassen, als ob ein großer Teil der Offiziere mit der Sozialdemokratie sympathisiere. Ein solcher Stand dürfe auch nicht sympathisieren mit einem Organ, wie es der„Simplizissimus“ sei, das in jeder Nummer jede Autorität verhöhne. Im preußischen Offizierkorps dürfe der „Simplizissimus“ nicht gehalten werden und im preußischen Offizierkasio nicht ausliegen. Die bayerischen Offiziere dürften nicht zur„Simplizissimus“=Kultur neigen. Der Kriegsminister müsse nach dieser Richtung Vorsicht üben.(Bravol im Zentr.) Abg. Dier(lid.) wendet sich dagegen, daß der Vorredner scharf machen wolle gegen die Offiziere des Beurlaubtenstandes. Es sei politisch unlogisch, und vom Standpunkt der Interessen des Heeres Kriegsminister Irhr. Kreß von Kressenstehn: Meme Stellung zur Sozialdemokratie hade ich meines Erachtens genügend klar gekennzeichnet. Ich mische mich nicht in Ihre Parteiangelegenheiten ein; ich vertrete hier jediglich die milnärischen Intereisen der Armee, und in deren Interesse weise ich den schweren Vorwurf, den Frhr. v. Francken stein dem Offizierkorps gemacht hat, auf das allerentschiedenste zurück.(Bravo! links, Hört! hört! rechts.) Er sprach von der„Simplizissmus"=Kultur, der ein groher Teil des dayerischen Offizierkorps huldige. Er hat sich auf einen Zuruf ausdrücklich dohin revidiert, daß es sich nicht um das Lesen und nicht um das Halten des Blaues handele, sondern um die ganze Stimmung. Ich muß es aufs tiefste bedauern, daß eine derartige Verdächtigung, für die der Abgeordnete (Stürmisches Bravo! links, Unruhe und Bewegung rechts.) Bizepräsident Frank: Ich möchte Se. Exzellenz ersuchen, dieses Wort nicht weiter zu gebrauchen. Der Kriegsmmister untersteht ja nicht meiner Korrektur, ich möchte aber bemerken, daß ich einem Abgeordneten gegenüber dieses Wort als nicht stanhaft bezeichnet pälte Kriegsminister Frhr. v. Kreß(sortsahrend):... für die der Abgeordnete auch nicht die Spur eines Beweises versucht hat. Das bayerische Offizierkorps hat, glaude ich, dem Adgeordneten nicht den mindesten Anlaß gegeben, an seiner Königstreue, seiner Loyalität und seinem inneren Gehalt zu zweiseln, und ich bin überzeugt, daß es in diesen Eigenschaften durch die Lektüre des„SimpliZusmus“ nicht wankend gemacht wird.(Sehr gut! u. Bravo! links. Hört! hört! rechts.) Der Adg. v. Franckenstein daue es aber mit Vorwürsen, die er der Armee und dem ganzen Offizierkorps machte, nicht genügen lassen. Er hat auch mir in nicht mißzuverstehender Weise seine Mißbilligung ausgesprochen, daß ich die Aeußerunsen des Abg. Simon nicht in seinem Sinne zurückwies. Meine usführungen bewegten sich auf dem Boden der Reichsverfassung, die sich über die Frage der Kriegserklärung in ganz zweiselloser Weise ausspricht. Einen stoatsrechtlichen Exkurs daran zu müpfen, habe ich keine Veranlassung. Der Abg v. Franckenstein ist auch neuerdings auf den heute bereits mehrfach erwähnen Erlaß zu sprechen gekommen. Er hat von mir die ausdrückliche Erklärung verlangt, daß ich mich mit diesem Erlaß identifiziere. Ich kann ihm darauf nur erwidern, daß der Erlaß noch in Kraft ist, woraus zur Genüge hervorgeht, daß ich mit ihm einverstanden bin. Dieser Aufforderung hätte es weiter nicht bedurft.(Sehr richtig! lmks.) Eine Bemerkung des Abg. Dr. Casselmann hat dann dem Abg. v. Franckenstein Veranlassung gegeben, die Disziplm in der Armee anzuzweifeln. Mir ist nicht bekannt, weiche Beobachtungen dem Abg. v. Franckenstein zu seinen Aeußerungen Veranlassung gegeden haben. Ich glaube auch kaum, daß Sie erwarten, daß ich daraus Veranlassung zu einer hochnotpemnlichen Untersuchung nehmen werde. Sie werden mir daher gestatten, nach wie vor davon überzeugt zu sein, daß Erlasse des Kriegsministeriums von den unterstellten Behörden strikte ausgeführt werden, in diesem falle wie in jedem anderen.(Lebhaftes Bravo! links, Unruhe im hentrunn.) Nach weiteren Ausführungen des Abg. held(Zentr.), der sich wegen der fortdauernden Unruhe im Hause und wegen der fortwährenden Unterbrechungen durch die Imke Seite des Hauses nur mit Mühe Gehör verschaffen kann, ist die Generaldebatte zu Ende. Ar Frankreich. Rambouillet, 22. Aug. In der heutigen Sitzung des Ministerrats ermächtigte Ministerpräsident Poincaré nach Prüfung der von der Nationalen Vereinigung der Lehrersyndikate auf dem letzten Kongresse angenommenen antipatriotischen Tagesordnungen den Unterrichtsminister, diese Syndikate zu zwingen, sich aufzulösen. Es handelte sich, wie wir meldeten, um nichts Geringeres als das Verlangen, syndikalistische Propaganda in den Schulen einzuführen. Kriegsminister Millerand wurde ermächtigt, die Grundsätze für die Ausübung des Vereinsrechtes in der Armee den aktiven wie Reserveoffizieren ins Gedächtnis gerück gernten. * Jür die Erschließung des Gebiets am Rongo, das nach der Abtretung an Deutschland den Franzosen noch geblieben ist, gehen diese außerordentlich großzügig vor. Wie bereits früher mitgeteilt, ist eine Anleihe von 172 Millionen Francs für das Schutzgebiet geplant. Dieser Gesetzesplan hat schon die Billigung der lokalen Verwaltung, des Gouvernements und der Landesräte gefunden, befindet sich zurzeit in den maßgebenden Ministerien und wird binnen kurzem vor das Parlament kommen, das ohne Zweifel der Anleihe zustimmen wird. Die 172 Millionen sollen in der Hauptsache für Eisenbahnen Verwendung finden; vorgesehen ist ein Schienenweg zwischen der Hauptstadt der Kolonie, Brazaville, und dem Hasen Pointe Noire, der etwa 85 Millionen kosten soll. Größeres Interesse für uns hat die in Aussicht genommene Strecke von Rdjole im Hinterkand von Lidreville, nach Xandjama, weil sie nicht allzufern von unserer neuen Kameruner Südgrenze und parallet mit dieser verläuft. 45 Mill. Fres. sind für diese Eisenbahn eingestellt. Außerdem enthält der Gesetzentwurf noch 15 Millionen für eine Schmalspurlinie von Bangi am oberen Ubangi nach Fort Crampel. Der Rest von 27 Millionen Frcs. soll nutzbar gemacht werden für die Ausgestaltung der Seehäfen Pointe Noire, Kap Lopes, Libreville, sowie der Flußhäfen von Rdjole, Brazzaville und Bangi. Ein verhältnismäßig kleiner Posten soll der Herstellung einer drahtlosen Telegraphentinie von 2600 Kilometer dienen und der Rest gesundheitlichen Zwecken, sowie zur Errichtung von Postanstalten und Schulen. Eine französische Kolonialzeitschrift schätzt, daß die Erfüllung aller dieser Aufgaben 10 Jahre erfordern wird, daß dann aber auch die Möglichkeit gegeben sei, die durch den Vertrag vom 4. November v. J. herbeigeführte„Verstümmelung“ wieder gut zu machen, und ihre Folgen zu heilen. Italien. Rom, 22. Aug. Eine große Umwälzung wird in der nächsten Zeit in der diplomatischen Welt Italiens stattfinden. Die Botschafter von Paris, London, Berlin, Petersburg und Wien werden ihre Posten wechseln. Großbritannien. * Auf die schwache Seite der englischen Flotte, ihren eine Zuschrift unverständlich, daß der Fahneneid in die politische Diskussion gezogen werde. Er würde die Offiziere bedauern, die sich in ihrer politischen Ueberzeugung beeinflussen ließen. Im Kriegsfalle brauche man geübte und erfahrene Landwehroffiziere. Deswegen dürfe die Kriegsverwaltung keinen Mann wegen seiner politischen Betätigung aus den Reihen des Offizierkorps hinauszudrängen. Dagegen sei er gegen jede politische Agitation in den Kasernen selbst. Der Kriegsminister selbst habe erklärt, daß ihm von einer Agitation der Sozialdemokratie in den Kasernen nichts bekannt sei. Im ganzen Vorgehen des Zentrums liege System. Man wolle jetzt auch noch den Kriegsminister scharf machen gegen die politischen Freiheiten. Der„Simplizissimus“ scheine dem log. v. Franckenstein noch gefährlicher zu sein für die Armee als die Sozialdemokratie. Die Offiziere brauchten keine Bevormundung darin, was sie lesen dürften oder nicht. Wie gut hatte ihm dieses Jagen im Sturmesgebraus getan! Das peitschte das Blut auf, straffte die Nerven, mit hellerem Blick, gerötetem Gesicht und festerem Schritt betrat er wieder die Schwelle seines Hauses. Agrameit erwartete ihn. „Jetzt geht, Gott sei Dank, bald die Arbeit los, alter Freund!“ „Der Südsturm wird sorgen, daß sie nicht zu knapp wird: „Und das soll mich freuen! Der Wald sieht wie ein Schlachtfeld aus.“ „Noch'ne solche Woche und wir können mit der Feldbestellung beginnen. Ich habe die Einteilung mitgebracht.“ Und nun beredeten sie, wo zuerst angefangen werden sollte, was auf dieser und was auf jener Flur zu säen war. „Donnerwetter, so viel Hafer, Agrameit?“ „Die Preise steigen, ich denke, wir werden ein gutes Geschäft machen, denn der Roggen hat gut überwintert. Wenn nur kein Rückschlag kommt!“ „Schön! Sie kennen ja den Boden besser als ich!" „Der hat auch seine Launen, Herr Oberleutnant!“ Er erzählte ausführlich von den Erfahrungen, die er mit den verschiedenen Lagen gemacht hatte, und Mannchen schwieg und hörte andächtig zu. Wie vieles Lehrgeld würde ihm der biedere Agrameit wohl sparen? Aus jedem Worte klang seine Liebe zur Herrschaft Plattangen durch, er war festgewurzelt in diesem Boden, der machte ihm keinen Strich mehr durch die Rechnung wenn der Himmel ein Einsehen hatte und nicht noch n Mai Frost schickte, oder Wolkenbrüche und Hagel vom Openet war.— (Fortsetzung folgt.) gungen gegen Montenegro unbegründet, da sich Montenegro an die Großmächte wendete, damit sie sich mit der unerträglichen Lage befassen, die durch die fortwährenden, von türkischen Truppen hervorgerufenen Grenzzwischenfälle geschafsen werde. Es wird geduldig den Erfolg des Schrittes abwarten und ist entschlossen, bis dahin alles zu vermeiden, was die schon genug ernste Lage noch verwickeln könnte. Die Montenegriner erhielten strengen Befehl, nur dann zu schießen, wenn Angreifer die Grenze überschreiten. Türkei. Freitag, den 23. Ruguft 1912.##. 427. MittagsKassentührer des Denkmals=Auschusse Ler F.= Mangel an Mannschaften macht en.###, aus London an die„Schles. Ztg.“ aufmerksam: Der Mangel an Mannschaft in der englischen Flotte ist so groß, daß sich die Admiralität gezwungen sieht, drei verschiedene Kategorien von Seeleuten zu weiterer Dienstleistung aufzufordern. Seeleute und Heizer, die im Begriffe stehen, ihre 22jährige Dienstzeit zu vollenden und in Pension zu gehen, wurden aufgefordert, sich zu weiterer fünfjähriger Dienstzeit zu verpflichten. Die Bedingungen, die den Leuten gemacht werden, sind äußerst günstig. Sie sollen in den Bezug ihrer Pension treten und außerdem die Löhnung für aktiven Dienst erhalten. Ferner bemüht sich die Admiralität, das Weiterdienen der auf „Spezialdienst“ eingestellten Seeleute und Heizer zu erwirken. Diese Leute sind auf fünfjährige aktive Dienstleistung in der Kriegsmarine und auf sieben Jahre Reserve eingestellt. Schließlich können jene Seeleute und Heizer, die ihre neunjährige aktive und Reservedienstzeit vollendet haben, weitere drei Jahr aktiven Dienst machen. Wenn man die in der jüngsten Vergangenheit gesammelten Erfahrungen berücksichtigt, so ist aber zu befürchten, daß keine bedeutende Anzahl der Aufforderung der Admiralität nachkommen wird. Die Zahl der Leute, die nach Vollendung ihrer zwölfjährigen Dienstzeit von neuem eingestellt werden, hat sich von Jahr zu Jahr verringert. Und jene Seeleute, die 22 Jahre Dienst geleistet haben, werden sich schwerlich entschließen können, noch weiteren Dienst zu machen. Der dringende Wunsch der Admiralität, neue Mannschaft einzustellen, ist darauf zurückzuführen, daß mit Ende März nächsten Jahres 8 Panzerkreuzer, 5 kleine Kreuzer und 20 Zerstörer fertiggestellt sein werden, die eine Bemannung von mindesten10000 Seeleuten und Heizern benötigen. Rußland. Pekersburg, 22. Aug. Gerüchten zufolge hat die Mannschaft des Kreuzers„Rogul“ der Schwarz=Meer=Flotte gemeutert und ihre Offiziere ermordet. Da es kein anderes Mittel gab, die Meuterei zu unterdrücken, wurde der Kreuzer durch das Feuer der Küstengeschütze zerstört und ging mit seiner ganzen Besatzung unter. Petersburg, 22. Aug. Der deutsche Botschafter am russischen Hofe, Graf Pourtales, ist heute mittag 12 Uhr vom Zaren in längerer Audienz empfangen worden. Dem VerDie Albanesenbewegung. Konstankinopel, 22. Aug. Authentische Nachrichten bestätigen nach der Meldung des Wolffschen Bureaus, daß am 16. August ein Augriff auf Durazzo versucht worden ist. Eine Abteilung von 200 katholischen Albanesen erschien vor der Stadt und verlangte vom Mutessarif die Erlaubnis zum Einmarsch. Die Behörden wollten ihnen, in der Meinung, daß es sich um Leute des mohammedanischen Albanesenchefs Toptani handele, den Einmarsch gestatten. Als aber der Irrtum erkannt wurde, rückte eine Kompagnie Infanterie, 60 Gendarmen und eine Anzahl Freiwilliger gegen die Albanesen aus. Auf Ersuchen des Gouverneurs versuchte der katbolische Erzbischof einem Konflikt vorzubeugen, doch vergeblich. Der Kampf dauerte fünf Stunden und endete mit dem Rückzug der Albanesen. Die Verluste sind noch unbekannt. Von den Konfulaten eingelaufene Meldungen bestätigen, daß alle Albanesen Uesküb verlassen haben (Darokko. Marrakesch vom Prätendenten besetzt. Paris, 22. Aug. Aus Marrakesch wird unter dem 20. August gemeldet: Unter dem Eindruck der französtschen Kundgebung unter Mangin in Tukala hatten die Behörden von Marrakesch eine Mahalla vor die Stadttore gesandt, um El Hiba dazu zu veranlassen, an Marrakesch vorbeizuziehen. Diese Mahalla löste sich aber auf, vereinigte sich mit den meuternden Polizeitruppen und plünderte Läden und Häuser. Die Europäer sind seitdem von der Verbindung mit der Küfte abgeschnitten. Der Prätendent El Hiba ist am 16. August vor Marrakesch eingetroffen und hat bis zum 18. August mehrere Kämpfe geliefert. M'Tugi und die einheimische Polizeiabteilung gingen zu ihm über, darauf zog El Hiba am 18. August in die Stadt ein, bemächtigte sich der Kasbah und wurde zum Sultan ausgerufen. El Glaui der treu geblieben ist, wird mit dem französischen Konsul Maigret, dem Bizekonsul, einem Kapitän und einem Leutnant in seinem Hause belagert. El Hiba soll nur über 2000 Mann und 2 minderwertige Geschütze verfügen. An alle Stämme im Dukala=Gebiet soll er Sendboten gchich hoben. Tanger, 22. Aug. Angesichts des Vorbringens El Hibas verließ die deutsche Kolonie gemeinsam mit den übrigen Fremden Marrakesch und gelangte am 13. August unter Bedeckung nach Saffi. Einige Tage später reiste der deutsche Konsularagent Nier in der Richtung nach Casablanca ab. Wegen Beschützung des von den Deutschen in Marrakesch zurückgelassenen Eigentums ging dem dortigen Pascha ein Antrag auf konsularischem Wege zu, begleitet von einem Verzeichnis der ständig zu bewachenden deutschen Geschäftsund Wohnhäuser. In Mogador meuterte die Polizeitruppe. Die von Marrakesch gegen El Hiba abgesandte Expedition soll sich den Meuterern angeschlossen haben. Elksar, 22. Aug. Bei Sidi el Barek wurde ein neuer spanischer Posten eingerichtet, um die Bevölkerung zu beruhigen. Der italienisch-türkische Rrieg. Unverbindliche Verhandlungen in Paris. Paris, 22. Aug. Die Friedensverhandlungen zwischen den türkischen und den italienischen Delegierten sollen heute in Paris begonnen haben. Botschafter Rifaat soll sich an den Verhandlungen beteiligen. Der„Matin" erfährt, daß die Verhandlungen zwischen türkischen und italienischen Persönlichkeiten ohne offizielles Mandat geführt würden. Zugleich wird dem„Matin“ erklärt, daß man in russischen Kreisen keine große Hoffnungen auf diese Verhandlungen Bevorstehender Abschluß eines Waffenstillftandes. Konstankinopel, 22. Aug. In politischen Kreisen glaubt man an das Bevorstehen eines Waffenstillstandes, dem der Friede auf dem Fuße folgen würde.„Sabah" veröffentlicht eine Erklärung eines ungenannten Diplomaten über die Möglichkeiten eines Friedensschlusses, der ausführt, der Friede sei gesichert, wenn Italien nur ein wenig nachgebe. Kl Städtisches. Cetinse, 22. Aug. Wie aus amtlicher Quelle wird, sind die aus Konstantinopel stammenden## Münster, 23. August. * Im Zuge gestorben. Eine Amerikanerin aus New=Jersey wurde gestern nachmittag im Badezuge Hamm=Münster hinter der Station Hiltrup von einem Blutsturz befallen. Die Mitfahrenden des Coupés zweiter Klasse bemühten sich um die Dame und zogen die Rotleine. Der Zug fuhr dann nach Münster weiter. Amerikanerin nach kurzer Zeit verschied. Sie kan reise, um eine Freundin in Quakenbrück zu besuchen. Die Tote wurde in die Leichenhalte des hieslen Cremenzzag neuekenraget. Orovinzielle Nachrichten. Dieser hatte den Aufsemhuhl.. ds=Deninen Kausschäfftr, Dreckhoff=Bellinghausen und den ganzen Vorstand des Kreis=Inager=Verbandes wegen beleidigender Aeußerung verklagt. Die Z., klogten erhoben sofort Widerklage auf Rechnungslegung. Rechte, anwalt Aßmann wurde mit seinen beiden Klagen vom Schöffen, sericht m Soest abgewiesen, während die Gegenkläger mit ihrer Forderung durchgedrungen sind. Da Dr. A. Berufung eingelegt hat, wird nun die Sache das Dortmunder Landgericht noch einmet beschäftigen. Nach den Erklärungen des Denkmals=Ausschusseg steht fest, daß Dr. A. in Berlin etwa 1500 44 für das Dentmat ae. sammelt und davon nur 350 A dem Denkmalsfonds überwiesen hat. Nach seiner letzten Abrechnung hat Dr. A nun noch ein d., sizit von 100 M für sich herausgefunden.— Weiter hat der Vor. stand des Kreis=Krieger=Verbandes Soest mit dem Schöpfer de# Denkmals, Bildhauer Künne, die Beziehungen abgebrochen. Inggesamt fehlen noch etwa 600 MA an den Gesamtdentmalskosten. * Dortmund, 22. Aug. Das Resultat der eingehenden Unter, suchung Ohms im stodtischen Krankenhause in Köln hat auf diesen einen niederschmetternden Eindruck gemacht. Dr. med. Theien dat den verhafteten Bankier nicht nur als nicht krank, sondern als ter gesund bezeichnet. Der Arzt gab seiner großen Verwunderung darüber Ausdruck, daß Ohm sich fortwährend als nicht verned, jungsfahig hinstellte und auf eine spezialärztliche Behandlung ringe. Wenn früher eine Nierenerkrankung festgestellt worden in dring burde in d#e Leichenhalle des hiesigen Clemenshospitals Auszeichnung von Schutzengesenschagen. en Zestahi, stimmungen können bei der Feier von fünfzigjährige. Henaeschnitten des Bestehens von Schützer###sellschaften Allerhochste Auszeichnungen zwar beantragt werden, die Verleiyung des Schützenadlers wird indessen nur dann befürwortet, wenn die Schützengesellschaft mindestens 300 Jahre besteht. Die Verleihung goldener Medaillen hat regelmäßig zur Voraussetzung, daß die Gesellschaft 200 bis 250 Jahre besteht. Die Verleihung von Fahnenbändern erfolgt nur ausnahmsweise und auch nur dann, wenn es sich um sehr alte Gilden mit geschichtlicher Vergangenheit, besonders um solche handelt, die sich im Besitze einer von Allerhöchster Stelle verliehenen Fahne befinden. sei so handle es sich zweifellos um eine solche akuter Natur, die vollkommen geheilt wäre. Ohm sucht den Befund Dr. Thelendurch nochmaligen Hinweis auf das Attest Professor Dr. Rumpels, Charlottenburg zu entkräften, doch dürfte er selbstverständlich de, mit kein Glück haben, da der genannte Mediziner ihn nur einma gesehen hat und sein Attest sast ein Jahr alt ist. Ohm hat sich im Sanatorium vorzüglich erholt, so daß er alle Hoffnung, auf frei Fuß zu kommen, fahren lassen muß. Die Staatsanwaltschaft nimmt nunmehr an, daß Ohm von seiner Verschleppungspolin abstehen werde. Anfang Dezember dürfte die Untersuchung in Sachen der Niederdeutichen Bank abgeschlossen sein und das erste Vierteljahr 1913 wird unter dem Zeichen des riesigen Haupi, rozesses stehen. Das Material, das der Untersuchungsrichter z. sammengebracht hat, füllt sechszehn starke Bande, von denen acht von der Staatsanwaltschaft bereits durchgearbeite worden sind. =) Aus dem Sauerlande, 22. Aug. Mit großer Sorge blicht der Landmann zum Himmel empor, der nun schon wochenlang von Regenwolken behangen ist. In kurzen Zwischenräumen geht täglich Regen nieder, so daß es unmöglich ist, das auf dem Felde der Einholung harrende geschnittene Korn einzufahren. Aber nicht nur in unserer Gegend, wo bekanntlich später geerntet wird, int der Landmann beunruhigt, sondern aus allen Teilen unseres Vaterlandes kommen über das schlechte Wetter schwere Klagen. * Geldern, 22. Aug. Bekanntlich war beabsichtigt bei der Kruppfeier in Essen Abordnungen der evangelischen und katholischen Arbeitervereine dem kaiser vorzustellen, doch mußte diese Absicht aufgegeben werden, da dem Kaiser bei der knapo bemessenen Zeit die Gelegenheit zum Empfang der Arbeiter fehlte. Die Leitungen der westdeutschen Arbeitervereine haben nun, laut„Rhein.=Westf. Zeg., den gemeinsamen Plan gefaßt, dem Kaiser bei seiner Anwesenheit in Geldern im nächsten Jahre durch Abordnungen der Vereine eine Huldigung darzubringen Man rechnet auf einen Besuch von etwa 1000 Arbeitervertreten aus Rheinland und Westfalen. * Mülheim-Ruhr, 22. Aug. Der Beigeordnete der Stadt Mülheim=Ruhr Dietrich wurde zum Oberbürgermeiste. der Stadt Raumburg an der Saale gewählt. * Elberfeld, 22. Aug. Einen guten Jang machte heute nachmittag die hiesige Kriminalpolizei. Auf dem hiesigen Hauptbahnhof machten sich zwei Männer dadurch auffällig, daß sie gemeinsam ein Klosett der Bedürfnisanstalt betraten und dort, wie ein Kellner aus dem Gespräch vernahm, die Teilung eines Diebstahls, dessen Erträgnis sie in zwei Koffern mit sich führten, vornahmen. Die Polizei schritt zur Festnahme der beiden Verdächtigen. Die Umtersuchung ergab, daß man es mit dem Friseur Gerke aus Elderfeld und dem Kellner Pelzer aus M.=Gladbach zu tun hatte, die in Kiel einem Goldwarenreisenden seine beiden Musterkoffer mit Goldwaren im Werte von 20000 entwendet hatten. Die beiden waren in später Abendstunde mit dem Schnellzug hier angekommen. Man fand eine Beute von etwa 10.000 J vor, den übrigen Teil hatten die Diebe bereits in Berlin, Magdeburg und Hannover ver# Düsseldorf, 22. Aug. Ueber die Verjährung von Unfakverletzungen fällte das Reichsversicherungsamt ein für weitere Kreise bedeutung wrurk Rehl„svolles Erkenntnis. Der Tatbestand ist folgender: Im Oktober 1904 stürzte in einem Neubau zu Stratum der Maurer Sp. durch eine Betondecke in den Kellerschacht; der Unfall wurde jedoch nicht zur Anzeige gebracht. weil äußere Verletzungen nicht wahrnehmbar waren und der Mam seiner Arbeit sofort wieder nachgehen konnte. Erst im Jahre 1906 wurde das Befinden des Mannes ein derärt ungünftiges, daß ihm jede weitere Beschäftigung unmöglich gemacht wurde und seinUeberführung in die Heilanstalt Johannisthal bei Süchtein erfolgen mußte. Der nunmehr am 13. Juli 1909 gestellte untkag auf Gewährung einer Unfallrente wurde von der Rhein.=Westfälischen Baugewerks=Berufsgenossenschaft abschlägig beschieden und dieser abschlägige Bescheid vom Düsseldorfer Schiedsgerich mit der Begründung bestätigt, daß ein Zusammenhang des jetzigen Leidens mit dem damaligen Unfalle unwahrscheinlich sei, dann aber auch die Ansprüche des Verletzt aber auch die Ansprüche des Verletzten gemäß§ 72 des Unfallversicherungsgesetzes verjahrt seien. was Reichsversicherungsamt hat nunmehr dieses Erkenntnis aufgehoben und dem Klager die Vollrente zugebilligt. Eine Verjährung der Ansprüche sei nicht eingetreten, da nach ärztkichem Gutachten des zuerst 1908 beobachtete Leiden des Klägers mit dem Unfalle vom Oktober 1904 in ursächlichem Zusammenhange stehe. Zu dieser Zeit aber war der Kläger wegen seines Leidens höchstwahrscheinlich nicht mehr in der Lage, seine Rechte selbständig wahrzunehmen. Die im§ 72b bestimmte dreimonatige Frist konnte deshelb zuungunsten des Klägers erst zu laufen beginnen, nachdem ihm ein Vertreter bestellt war. Innerhalb dieser Frist ist aber der Entschädigungsanspruch angemeldet worden. X Köln, 22. Aug. Landrat a. D. Dr. Walter Langen, der im Juni d. J. nach 15jähriger Tätigkeit von seinem Posten als Direktor des A. Schaaffhausenschen Bankvereins zurückgetreten war, um in den Aufsichtsrat überzutreten, ist heute seinem Leiden erlegen. Dr. Langen gehörte zu den führenden Männer: des Bankvereins. Im Jahre 1897 trat er in die Leitung des A. Schaaffhausenschen Bankvereins über, dessen Beamten er mit der Zen eine mustergültige Ruhegehalts= u. Witwenversorgung verschaffte. Der Deutsche Bankbeamtenverein ernannte ihn zu seinem Ehrenrie, Gasmotorenfabrik Bohrgesellschaft, Internationale KohlenbergwerksSchoellersche und Eitorfer Kammgarnspinnerei und 2 Schoellersche und Eitorfer Kammgarnspinnerei und Tiesba, Kälte=Industrie A.=G. vorm. Gebhardt u. Konig sowie steuvertretender Vorsitzender bei der Stahlwerk Krieger A.=G. Ferner gehörte er bei folgenden Gesellschaften dem Aufsichtsrate an: Asti Romana, Bergmann Elektrizitätswerke, Bergmann, Elettxizithtz= Unternehmungen, Bergwerks=Gesellschaft Aller=Nordstern, Leunc + Warendorf, 22. Aug. Der„Reichsanzeiger“ meldet die Verleihung des Roten Adlerordens 4. Klasse an den Pfarrer und Landdechanten Heinrich Hauschop in Warendorf. § Oelde, 22. Aug. Im 79. Lebensjahre verschied heute nachmittag nach längerem Leiden der hochw. Jubilarpriester und Pfarrer Adolf Thier zum Berge. Ein schwerer Verlust hat die Gemeinde Oelde betroffen; nicht weniger als 27 Jahre wirkte er unermüdlich, mit rastlosem Eifer, für seine hiesige Pfarre. Ein Leben voller Arbeit hat mit dem Tode des geschätzten Pfarrers seinen Abschluß gefunden, aber auch der reichste Erfolg sollte ihm beschieden sein. In der langen Zeit seiner eifrigen Tätigkeit in Oelde hat er sich die Herzen und Wertschätzung aller erworben, nicht nur seiner Pfarrkinder, sondern auch der Andersgläubigen. Das zeigte sich so recht bei der Feier seines goldenen Priesterjubiläums im März vorigen Jahres. Der evangelische Pfarrer Siebold, der seit 24 Jahren mit dem Jubilar in Oelde zusammengewirkt hat, betonte beim Festmahl das gute Verhältnis der beiden Konfessionen am Ort. Auch der Vertreter der jüdischen Gemeinde hob ehrend hervor, wie der Jubilar stets darauf bedacht sei, den Frieden zwischen den Konfessionen zu hüten und zu fördern. Er fuhr dann fort:„Wir haben in dem Jubilar einen geistlichen Herrn kennen gelernt von hohem Sinn für wahre Menschlichkeit und durchdrungen von tiefer Retigiösität. Darum schlagen ihm unsere Heczen schon seit langem in Achtung und Liebe entgegen, und wir sind gern zum Festmahl gekommen, um diese Achtung und Liebe zu beweisen. Möge der Allmächtige Sie ferner in seinen Schutz nehmen und noch recht lange erhalten zum Wohle Ihrer Gemeinde und zum Segen für die ganze Stadt.“ Doch der Herr über Leben und Tod berief seinen treuen Diener schon bald zu sich. Pfarrer Thier zum Berge stand im 52. Jahre seines Priestertums. Geboren am 18. Juli 1834 in Dülmen, wurde er 1861 zum Priester geweiht. Er war Inhaber des Roten Adler= ordens, der ihm bei seinem goldenen Priesterjubtläum verliehen wurde. R. i. p. I' Dülmen, 22. Aug. Schwerer Unfall. Der 24jährige Handlanger Karl Bösing wurde heute mutag beim Dalklöschen auf dem kirschnerschen Bauplatze von epileptischen Kratupfe société anonyme Belge d’Entreprise de Forage et de Fo cage, Kölnische Unfallversicherungs=A.=G., Rheinisch=Westfälische Bodenkreditbank, Rheinische Baugesellschaft, Société Francaise de Forage et de Recherches Minières, Treuhand=Vereinigung, Ver. Stahlwerke v. d. Zypen und Wissen, sowie Weyersberg, Kirsch baum u. Co. A.=G. für Waffen= und Fahrradteile. Dr. Walter Langen war eines der bedeutendsten Mitglieder der deutschen Bai welt: sein Name nimmt in den Annalen der deutschen Wirtschaft: geschichte einen hervorragenden Platz ein. 6 i Lus, * Saarbrücken, 22. Aug. Auf der Fettkohlengrube i## thal entstand im Ostfelde auf der 600 Meter=Sohle ein Grn brand. Den Beamten und Arbeitern der Belegschaft gelang es nach großen Anstrengungen, den Brand zu ersticken, so daß ein großt Unglück vermieden wurde. Von den Belegschaften ist niemand 4 Hameln, 22. Aug. Einem Bootsunfall zum Opfer ist auf der Weser ein Mittelschullehrer. Er hatte mit eineg kannten in einem Ruderboot, welches durch Entfalten eines in ein Segelboot umgewandelt wurde, eine Fahrt unternommen Plötzlich wurde das Boot durch eine Gewitterböe zum Rei gebracht. Die beiden Insassen fielen ins Wasser. Während Lehrer ertrank, konnte der andere Mitfahrer gerettet werden [2) Emden, 22. Aug. Der Aufsichtsrat der Emdener Heringfischerei=Aktiengesellschaft beschloß für das abgelaufene Geschaf jahr die Verteilung einer Dividende von 8 Prozent(1911“rz## Die Gesellschaft Dollart wird 4(7½), die Gesellschaft Kurfürst ebenfalls 4(4½) Prozent ausschütten.— In Tehn, burg brannte das im Neubau kaum fertiggestellte Platze### burg brannte das im Neubau kaum fertiggestellte mit allen Erntevorräten vollständig nieder.( wird * Pyrmont, 22. Aug. Die Nachsaison steht in Pyrmoni,# von dort geschrieben, auf vollster Höhe. Der fürstliche Hof hat Sommerresidenz auf längere Zeit von Aroisen dorthin verley.„ Ferien im Rheinland und in Westfalen haben nochmals einen chen Fremdenzustrom gebracht, wie zum andern das name langer Karl Bösing wurde heute mittag beim Delklöschen auf dem Zirschnerschen Bauplatze von epeptischen Kräupfen befallen. Der Bedauernswerte sturzte mit dem Gesicht in die Kalkgrube und fand seinen Tod durch Ersticken. Zu beklagen ist die Mutter, die durch den Tod ihres Ernährers beraubt wurde.— Gerettet wurdchen Fremdenzustrom gebracht, wie zum andern das n... zi, Pi. den Seebadern herrschende Negenwetter. In Pyrmont ist o terung infolge der geschützten Lage sehr beständig. Heitere nentage herrschen jetzt hier. Der diesjährige Fremdendes# die höchste Ziffer erreichen. durch den Tod ihres Ernährers beraubt.—. Wellnrt—..0e vom sicheren Tode des Ertrinkens bei hohem Wellengange am Strande von Blankenberghe ein 19jähriges Mädchen durch den Kaufmann Franz Hinderkinck von hier. Die Badende hatte sich zu weit ins Meer hineingewagt und war von der Flut überrascht worden. □ Seeft, 22. Aug. Der Kreis=Krieger=Verband Soest hat anSacuern seines Bellinghausener Kirchliche Nacbrichten. Dieburg(Hessen), 22. Aug. In seiner Nunger,112 ugn wog=Rittagsausgabe) veröffentlichte der„Westzuggglgt, das 10 e Preszers. büchum einng d4 Ledenssahre Zädenden u egenschewestsälischen Ordensp. folgender i das gerade ganz neu bege (Bistum Hildeshein wpäter aufgegeben wurde und ##staner ist. Der Aufenthalt drdensniederlastung währte b 1862, nicht aber 1865, wie d September 1862 nämlich wur nach Dieburg berufen, penige Monate zuvor— im gehalten hatten. Von zu nur kaum einjährigem W Ranz und Cbreziggstzig e reche f bearder Bohie * Alterslenior seiner a. zuch der Aulerssemer semttg Bumf z4 Jahre(jeit 13. Pv: Heimatprovinz— die ui Cr. Hon Die Ordenspatriarchen schon seit 1905— ihren Senior, nach! Zadem ist Pater Ingenzig männlichen Ordensgenossen 1#### schon reichlich 5½ Jahre(seit4 seit fast 1½ Jahre— sei Alterspräsident der gesamten Speziell in der Diözese Mair albes Jahrhundert seine Dien ies Alterspräsidium bereits *• Dern 0 Rheinhausen, 22. Aug. sich heute morgen gegen 10 Afredhütte in Rheinhausen. Firma Gebr. Kiefer=Duisburg Als sich nun heute morgen e grüst befand, stürzte es pl sammen. Während es einem in letzten Augenblick durch A derer Teil unter den Gerüstt benachrichtigte Feuerwehr de: Arbeiter nahmen sofort die gelang, die Verschütteten nach Arbeiter war tot, drei schwe Verletzten wurden sofort in die gebracht, wo einer der Schw#eierung verstarb. Der 3 verletzten ist bedenklich. Ueber nichts Genaues zu erfahren. Nürnberg. 21. Aug. Die den Geschäftsführer einer Mo 4Oprozentig gewässerte Ailch Gefargnis. * Eine Erinnerung an Die Erinnerung an die schwe der Besitzer der Magdeburge Opser gefallen ist, wird durch die aus dem Brandenburger Rathge wollte sich, wie noch November 1908 in sein Gesch Verwunderung unverschlossen ###.bekannte Männer entz ven, der jedoch unter Abst Fucht ergriff. Auf der Stra gestellt und festgenommen. D durch einen Schuß aus einer verletzt, daß dieser noch am genommene, bei dem man ein zeuge fand, wurde durch den Detektiv Nitter ermittelt, Cafés eine große Rolle spielte schießung des Rathge teilgen weis gegen ihn gefuhrt werdEinbruchs zu vier Jahren Zu die Poligei weiter ermittelt, schaft eines 28jährigen Kaufm einer angesehenen Kaufmann nach bestandenem Abiturient worden, bald aber auf die## bereits früher einmal in ein wobei es sich darum drehte, reichen Gutsbesitzer gegene treier wollte. Zu einer Ver male sicht, die Polizei befand kinses, Körpermaße. Knitelius in sehr geschickter Weise allen folge der Veröffentlichungen denen dieser eine Belohnung setzte, faßte ein Einwohner de Janeiro in Brasilien Verdacht der den Namen Walter fül unterricht den Lebensunterhal wegen seiner gefälligen Maniallgemeine Sympathien, sein lautend, waren in tadelloser L aber doch die Sache verdächt Polizei, den Mann noch ein Stunden ein Dampfer au das genaue Signalement des geschah auch und durch Mes wurde die Identität des Wal gestellt. Knitelius wurde au Schwurgericht gestellt. Nach reichen Verhandlung, in der A sch beide ein Geständnis ab. Jahren Zuchthaus verurteilt. dem Zuchthaus zu Brandenb Zeit bei ihm Anzeichen bemer er seinem geistigen Verfall sachtung auf seinen Geisteszu unheilbar geisteskra n die Krankenabteilung der geuefert. #n 8 Einer furchtbaren 1. die Spur gekommen ##nonaten zwei weiße Vamneilt, ein aus Haslach #l## Sommer aus B wonschen hatten viele W ##indhut ein Räuberlebe #des Gebirges und verüb ##hupstadt Einbruchsdiebst Whuichlgs ausführen. Peolzelpatrouille, die ein aass ein Reiter erschosf Die Tät 13, Tode verurteilt. In # nis abgelegt, won 4Mi Jahres zwei ssionsstation Döbra es Wder 91tiöhrigh Bege 3thtigen, in d ürbrechernur nach Unterwegs schnitt Somm Aund bang den beiden8 Gesändnig bleichfalls erm #r Ortsgr obbelegt hatte e a—ungaben nach de uchae den bis auf die 9 # rreste sind kürzlich miet worden.— Die ihrem letzten Gesté gebrachten #ct werden, dessen Au ##n eein wird. Währer Lonte Aburteilung hamit sch die deutsche Die Verlobu iche Anzeige Ihiger Goe 947 sch aun d e 5 dauee#nd Unannehmlichkeiten wegen Diegesdenkmals. Erst geriet er mit dem Vorsigzenden der Bertiner Aufesammeistelle, Rechtsanwalt Dr. Uhmann, Verlin, zusammen, Zuguft 1912. =Ausschusses, Lehrer g verklagt. Die Be. mgelegung. lagen vom Schöffeneesgrläger mit hrer Gerufung eingelegt ogericht noch einmael denkmals=Ausschusse für das Denkmal wemnte shemen E nun noch ein DeWeiter hat der Vort dem Schöpfer des abgebrochen. Insmtdentmalskosten. r eingehenden Unter. Köln hat auf diesen Dr. med. Theien hat sondern als kernoßen Verwunderung d als nicht vernehirztliche Behandlung g festgestellt worden de akuter Natur, die Befund Dr. Thelenofessor Dr. Rumpelsselbstverständlich deziner ihn nur einmal „oen bar fom Hoffnung, auf freien e Staatsanwaltschaft Verschleppungspolitik die Untersuchung in n sein und das erste des riesigen Haupt. tersuchungsrichter zu. rke Bande, von ereits durchgearbeiter großer Socge blickt schon wochenlang von henräumen geht täg. is auf dem Felde der ufahren. Aber nicht ter geerntet wird, ist Teilen unseres Vaterpere Klagen. beabsichtigt gewesen, der evangelischen und zustellen, doch mußte kaiser bei der knapp mpfang der Arbeiter Irbeitervereine haben nsamen Plan gefaßt, rn im nächsten Jahre digung darzubringen 000 Arbeitervertreten eigeordnete der im Oberbürgermeiste. ig machte heute nachdiesigen Hauptbahnhof daß sie gemeinsam ein t, wie ein Kellner aus Diebstahls, dessen Ervornahmen. Die Poächtigen. Die UnterGerke aus Elderfeld tun hatte, die in Kiel usterkoffer mit Goldtten. Die beiden wozug hier angekommen. vor, den übrigen Teil rg und Hannover verrjährung von Unfalrungsamt ein für rkenntnis. Der stürzte in einem Neune Betondecke in den zur Anzeige gebracht. waren und der Mam :. Erst im Jahre 1908 ungünstiges, daß ihm icht wurde und seinhal bei Süchteg er1909 gestellte untfag n der Rhein.=Westfälillägig beschieden und er Schiedsgericht mit menhang des jetzigen hrscheinlich sei, dann näß§ 72 des UnfallReichsversicherungsamt 1 und dem Klager Verjährung der Ankichem Gutachten des mit dem Unfalle vom nge stehe. Zu dieser idens höchstwahrscheinelbständig wahrzunehe Frist konnte deshelb eginnen, nachdem ihm ser Frist ist aber der 1. : Walter Langen, der ion seinem Posten vereins zurückgetreten st heute seinem Leiden hrenden Männer: des Leitung des A. Schaaffnten er mit der Zeit wersorgung verschaffte. ihn zu seinem Ehrenender des Aufsichtsrate lschaft Trier, Deutsche deutz, Internoti bergwerks= Gesellschan, erei und Tiesbau= und König sowie stellverkrieger A.=G. Ferner Aufsichtsrate an: Astra ergmann Elektrizitätsller=Nordstern, Deutsch.„ Entreprise Generale Mines, de Fries A.=G. de Forage et de FonRheinisch=Weltisglige Société Franzugse## sand=Vereinigung, Ver. ie Weyersberg, Kirschrradteile. Dr. Walter der der deutschen Bankr deutschen Wirtschaftstkohlengrube in Luisener=Sohle ein Grudalegschaft gelang es nach cken, so daß ein großer schaften ist niemand erNr. 427. Dittags-Ausgabe. Westfällscher(Derkur. Freitag, den 23. Rugust 1911. Jubelgreises— kam nach neunjährigem priesterlichem Eirten in seiner Heimat Tirol zunächst— wie der Herr Verfasser #*“: hemertt— im Jahre 1851(und zwar Mitte Oktober) in Werne, das damals noch erst einzige Ordenshaus der Linsch=westfälischen Ordensprovinz der Kapuziner. Indes be#ue im Sommer des folgenden Jahres 1852 ging Pater Ingenuin gerade ganz neu begründete Kloster Ottbergen im Han#ugrichen(Bistum Hildesheim), das von den Kapuzinern jedoch NWvs gutgegeben wurde und nunmehr Noviziatskloster der FranWhstaner ist. Der Aufenthalt unseres Jubilars in dieser neuen #rdensniederlassung währte bis in den September des Jahrenicht aber 1865, wie der angezogene Artikel besagt. Im Ehntember 1862 nämlich wurde Pater Ingenuin von Ottbergen ### nach Dieburg berufen, woselbst seine Ordensbrüder erst F“„onate zuvor— im Dezember 1861— von neuem ihren Einug gehalten hatten. Von hier führte ihn dann der Gehorsam „ gur kaum einjährigem Wirken in die Ordenskonvente von inz und Ehrenbreitstein(bei Koblenz), um ihm dann zu Anlung September 1865 für die ganze Folgezeit wiederum das viclter Dieburg anzuweisen. Bereits von diesem Zeitpunkte ab Amichin 47 lange Jahre— ist Pater Ingenuin das älteste Mit##ich der kleinen Klosterfamklie von Dieburg, seit fast 10 Jahren ### der Alterssenior seiner ganzen rheinisch=westfältschen Ordensaninz(seit dem 10. Januar 1903, dem Sterbedatum des mit 16 Jahren im Kloster Werne verlebten Paters Aloysius Börding, us ebemaligen langjährigen(1872—1890) Pönitentiars am Dome Rünster, hinsichtlich des Priesteralters jedoch deren Senior thon volle 34 Jahre(seit 13. April 1878), und in Bezug auf das adensalter sogar fast 36 Jahre(seit 24. November 1876). Auch Heimatprovinz— die nordtirolische— verehrt in diesem Ordenspatriarchen schon seit fast 7½ Jahren— seit 19. März 05— ihren Senior, nach Lebens=, Ordens= und Priesteralter. Locdem ist Pater Ingenuin das älteste Mitglied von sämtlichen ninnlichen Ordensgenossenschaften in deutschen Landen, und zwar ican reichlich 5½ Jahre(seit 4. Februar 1907), wie auch schließlich nach seit fast 1½ Jahre— seit 13. April, 1911— der ehrwürdige zuerspräsident der gesamten Priesterschaft von ganz Deutschland. kneziell in der Diözese Mainz, welcher er nun schon gleich ein halbes Jahrhundert seine Dienste weiht, führt der greise Kapuziner wees Alterspräsidium bereits im 13. Jahre: seit 30. Mai 1900. Vermischtes. 0 Rheinhausen, 22. Aug. Ein schweres Bauunglück ereignete ich heute morgen gegen 10 Uhr auf der Kruppschen Friedrich= Aredhütte in Rheinhausen. Hier wird gegenwärtig von der Furma Gebr. Kiefer=Duisburg ein neues Drahtwalzwerk erbaut. his sich nun heute morgen eine Anzahl Arbeiter auf dem Baugrüst befand, stürzte es plötzlich unter gewaltigem Lärm zusammen. Während es einem Teil der Arbeiter gelang, Jich noch #im letzten Augenblick durch Abspringen zu retten, wurde ein an###rer Teil unter den Gerüsttrümmern begraben. Die sofort ##benachrichtigte Feuerwehr des Werkes und eine große Anzahl #Arbeiter nahmen sofort die Bergungsarbeiten in Angriff. Es aie Seseichen uch mestrnder Achdt ee ren. 6o rbeiter war tot drei schwer und drei andere leichtverietzt. Die terletzten wurden sofort in die Kruppschen Krankenbaracken untergebracht, wo einer der Schwerverletzten alsbald nach seiner Einleierung verstarb. Der Zustand der beiden anderen Schwerverletzten ist bedenklich. Ueber die Ursache des Unglücks war noch #nichts Genaues zu erfahren. Die Untersuchung ist eingeleitet. Nürnberg, 21. Aug. Die Strafkammer in Fürth verurteilte #den Geschäftsführer einer Molkerei in Hellmitzheim, Gräntzel, der ###oprozentig gewässerte Milch verkauft hatte, zu drei Monaten befargnis. Kp Eine Erinnerung an den Magdeburger Apothekermord. Die Erinnerung an die schwere Bluttat, der im November 1908 ##der Besitzer der Magdeburger Hirsch=Apotheke, Rathge, zum Advfer gefallen ist, wird durch eine Mitteilung wieder aufgefrischt, ##die aus dem Brandenburger Zuchthaus kommt. Der Apotheker Rathge wollte sich, wie noch erinnerlich, am Nachmittag des 25. November 1908 in sein Geschäftslokal begeben, das er zu seiner #Verwunderung unverschlossen fand. In der Apotheke kamen ihm zwei unbekannte Männer entgegen. Rathge packte den einen von diesen, der jedoch unter Abstreifung eines kostbaren Pelzes die Flucht ergriff. Auf der Straße wurde er aber von der Menge Weestellt und festgenommen. Der zweite Einbrecher hatte inzwischen Aburch einen Schuß aus einer Browningpistole Rathge so schwer verletzt, daß dieser noch am gleichen Tage verstarb. Der Fest#eenommene, bei dem man eine große Anzahl von Einbrecherwerkzeuge fand, wurde durch den Erkennungsdienst als der angebliche detektiv Nitter ermittelt, der in gewissen Berliner HalbweltCafés eine große Rolle spielte. Er bestritt, irgendwie an der Er#schießung des Rathge teilgenommen zu haben, und da kein Beweis gegen ihn gefuhrt werden konnte, wurde er nur wegen des #Einbruchs zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Inzwischen hatte ##de Poligei weiter ermittelt, daß sich Nitter meist in der Gesell#schaft eines 28jährigen Kaufmanns Knitelius befand, der aus einer angesehenen Kaufmannsfamilie aus Offenbach stammt und nnach bestandenem Abiturientenexamen ebenfalls Kaufmann ge#worden, bald aber auf die schiefe Ebene geraten war. Er war bereits früher einmal in eine Erpresseraffäre verwickelt gewesen, wobei es sich darum drehte, daß Knitelius seine Geliebte einem Areichen Gutsbesitzer gegen eine Abfindung von 10000 A abA#treier wollte. Zu einer Verurteilung des Knitelius kam es daamalt sicht, die Polizei befand sich aber seit dieser Zeit im Besitze #leiner Körpermaße. Knitelius wußte sich aber beinahe zwei Jahre A#ln sehr geschickter Weise allen Nachforschungen zu entziehen. Infolge der Veröffentlichungen des Magdeburger Staatsanwalts, in benen dieser eine Belohnung für die Ergreifung des Knitelius ausette, faßte ein Einwohner des Städtchens Petropolis bei Rio de ##aneiro in Brasilien Verdacht gegen einen dort lebenden Deutschen, #der den Namen Walter führte und sich durch deutschen SprachZ##erricht den Lebensunterhalt verdiente. Der Betreffende genoß regen seiner gefälligen Manier und seines bescheidenen Auftretens algemeine Sympathien, seine Papiere, auf den Namen Walter Alauend, waren in tadelloser Ordnung. Dem deutschen Konful kam aber doch die Sache verdächtig vor. Er bat die brasilianische Lolizei, den Mann noch einen Tag in Haft zu behalten, da in 42 Stunden ein Dampfer aus Deutschland eintreffen müsse, der achs genaue Signalement des Verbrechers mitbringen würde. Das ##echah auch und durch Messen nach dem Bertillonschen System sburde die Identität des Walter mit dem gesuchten Knitelius festAsestellt. Knitelius wurde ausgeliefert und vor das Magdeburger #Schwurgericht gestellt. Nach einer an dramatischen Zwischenfällen Sleichen Verhandlung, in der Nitter als Zeuge auftrat, legten schließSich beide ein Geständnis ab. Knitelius wurde zu 15, Nitter zu 6 b##chren Zuchthaus verurteilt. Knitelius verbüßte die Strafe in Zuchthaus zu Brandenburg. Hier machten sich seit einiger Aden bei ihm Anzeichen bemerkbar, die darauf schließen ließen, daß dei seinem geistigen Verfall entgegengehe. Eine genaue Beobauf seinen Geisteszustand hin ergab denn auch, daß er Alüheilbar geisteskrank geworden ist. Er wurde daher an de Krankenabteilung der Moabiter Anstalt in Berlin ein#eiefert. * Einer furchtbaren Bluttat in Deutsch-Südwestafrika ist man 15 de Spur gekommen. In Windhuk wurden vor drei Pdonaten zwei weiße Vagabunden wegen Mordes zum Tode ver#ssett ein aus Haslach in Baden gebürtiger Falk und ein ge#uig sommer aus Bernau in der Mark stammend. Die beiden #inen hatten viele Wochen lang in den Eros=Bergen, unweit Ds Gehirgag äuberleben geführt, hausten in einer der Höhlen haumstadt Fin verübten nachts in der nahen Schutzgebietsne, loruchsdiebstähle. Ende März d. J. wollten sie ihren #ouzs ausfuhren. Sie überfielen unweit Windhuk eine seipatrouille, die einen amtlichen Geldtransport ausführte, 6es ein Reiter erschossen wurde, während der andere mit dem #um 7884sam. Die Täter wurden dingfest gemacht und letzthin Ständn? Im Gefängnis hat nun Sommer ein Gebeies Johraas“ est, wonach er mit Falk zusammen Ende Februar #sionast zwei weibliche Eingeborene von der katholischen V#ewöhn Döbra ermordet hat. Eine 50jährige, außershrer 9122„fleißige und sich gut führende Hererofrau war mit 872jahrigen, in der Mission erzogenen Enkelin auf dem Ardrecher. 194) Döbra begriffen, als sie von den beiden Alintermar„L#feffelt und nach ihrer Höhle geschleppt wurden. ##urd“ scchnitt Sommer der Alten den Hals durch; das Kind und dann Strolchen einige Tage lang gemißbraucht gleichfalls ermordet. Nachdem die beiden Mörder ihr #e#' gzvdnis abgelegt hatten, wurde in den Eros=Bergen auf Grund I## Kmp; angaben nach den Resten der Opfer geforscht. Man fand Fliedern.dis auf die Knochen von wilden Tieren zerstört. Die ###attez sind kürzlich von der katholischen Mission feierlich beAmt einem dar— D' beiden Verbrecher sollten zur Hinrichtung Nach ihrem letzten Dampfer nach Deutschland befördert werden. Unu ans gicht tten Geständnis wird ihnen nun auch wegen der nacht werden zebrachten Untaten im Schutzgebiet der Prozeß gemteil sein mirz.“ Ausgang zweifellos noch einmal ein TodesWe einem. Während die beiden Weißen wegen des Mordes Sberlangt iden in Deutschland hätten hingerichtet werden sollen, #elonie g#.. der Untat an Farbigen ein Teil der Presse der #lennen. das..s in Afrika— damit die Eingeborenen erUamit sich 6 die deutsche Herrschaft auf Gerechtigkeit beruht und Verbr## nicht der Gedanke verbreite, als würden die weißen " ru in Deutschland freigelassen. #gliche Anzage. ige des Somalinegers. Eine nicht allWerge Gse enthält eine der letzten Nummern des„FreiUned die M######gers: Dort kündigt der Scheik Yamah Moham#tieger au3 odung seiner Nichte Gumma Hussen mit dem Somaltsch auf d.s“ Ali an. Man sieht, daß auch die Somalineger, die #iten* gebirgsausstellung in Freiberg befinden, deutsche unzunehmen beginnen. Luftschiffahrt. Hüsten, 22. Aug Der vor acht Tagen in dem benachbarten Hachen bei dem Ballonunglück schwerverletzte Führer des Ballons „Hannover“, der im hiesigen Krankenhause untergebracht war, ist in die Bonner Klinik übergeführt worden. Die Verletzungen sind lebensgefährlich. Hannover, 23. Aug.(Tel.) Der französische Flieger Brindejone will den Flug Paris-Berlin von neuem unternehmen, um den Pommery=Pokal zu gewinnen. Brüssel, 22. Aug.(Telegr.) Bis 9 Uhr abends ist es nicht gelungen, über den Weiterflug des Fliegers Frankz etwas zu erfahren. Man weiß nur, daß er mit einem Passagier um 8,50 Uhr früh in einer Höhe von 80 Meter Mons passiert hat. Er flog zunächst in nördlicher Richtung weiter, schien dann aber nach Charleroi abzulenten. Dort trafen keine Nachrichten von ihm ein. Der Flieger Audemars bleibt in Berlin. Der Flieger Audemars wird in Deutschland bleiben. Er will für die nächste Zeit noch einmal kurz nach Paris zurückkehren, um seine dortigen Verträge zu lösen und den Fernflug Paris=Berlin noch einmal durchführen, dann aber in die Dienste der Verkehrsgesellschaft BerlinJohannisthal treten. Er wird als Fluglehrer wirken und soll hauptsächlich an Preisflügen teilnehmen. Redelte Nachriesten. Köln, 23. Aug.(Tel.) Das Domkapitel trat gestern zu einer Besprechung über die Stellungnahme zur Erzbischofswahl zusammen. Berlin, 23. Aug.(Tel.) Die Unterschlagungen des Bankbeamten Klotsch vom Schaaffhausenschen Bankverein sind auf die Spielleidenschaft des ungetreuen Beamten zurückzuführen„der kurz nach seiner Anstellung 5000+ auf der Rennbahn gewonnen hatte. Das gewonnene Geld reichte jedoch nicht lange. Er gab sich als reichen Mann aus und erzählte von einer großen Erbschaft. Dayer siel es zunächst nicht auf, als er vorgestern Konsols im Werte von 71000 A auf sein Konto bei seiner Bank gut schreiben ließ. Als man Verdacht schöpfte, entfernte er sich und begab sich in seine Wohnung, wo seine Verhaftung erfolgte. Hanau, 23. Aug.(Tel.) In Bad Brückenau wütete gestern ein großes Feuer, das in einer Scheune des Königl. Kurhauses an der Stelle entstand, wo die Einstellhalle für Automobile angebaut ist. Das Feuer breitete sich rasch aus und äscherte auch ein Nebengebäude ein, in dem sich die Feuerlöschgerätschaften befanden. Fünf Automobile sind verbrannt. In einem derselben befanden sich Schmucksachen von hohem Werte und 2000 in bar. Dresden, 23. Aug.(Tel.) Die städtischen Kollegien planen aus Ankaß des diesjährigen Kaiserbesuches in Dresden, einen Jonds von 50000 A zu stiften, der jährlich um 20000 A erhöht werden soll und zur Verbesserung der Wohnungsverhältnisse und Erhaltung von Spielwiesen für Kinder dienen soll. München, 22. Aug. Das Befinden der Töchter des jetzigen amerikanischen Botschafters in Berlin, Leishman(nicht Hill), die, wie berichtet, nach ihrem gestrigen Automobilunfall bei Ingolstadt ins Regina=Pglasthotel nach Munchen übergeführt worden sind, ist durchaus befriedigend. Die jüngere, Miß Nany Leishman, war gestern abend bereits wieder munter und guter Dinge, und auch der Zustand ihrer Schwester, der Komtesse L. Gontaud-Brion die gestern noch über Schmerzen klagte, hat sich wesentlich gebessert, so daß die leichtere Gehirnerschütterung, die sie erlitten hat, wohl keine weiteren Folgen hinterlassen wird. Botschafter Leishman ist nachts in München eingetroffen und hat sich an das Krankenlager seiner Töchter begeben. München, 22. Aug. Kommerzienrat Verlagsbuchhändler Ritter Dr. Rudolf v. Oldenbourg, früherer italienischer Generalkonsul in München, ist heute gestorben. München, 23. Aug.(Telegr.) Durch Blitzschlag wurde gestern in einem Bauernhause in Auerbach im Bayerischen Walde die Tochter des Bauern und der Hofhund getötet und der Bauer einseitig gelähmt, während ein kleines Kind, das der Bauer auf dem Arme trug, unversehrt blieb. Die Eisenteile einer Nähmaschine und die darauf liegende Schere wurden durch den Blitz geschmolzen. Der entstandene Dachstuhlbrand wurde durch den Gewitterregen gelöscht. Bern, 23. Aug.(Tel.) Blättern zufolge ist der Bergführer Angerer aus Gomagoj am Ortler in eine Felsschlucht gestürzt. Seine Leiche konnte noch nicht geborgen werden. Innsbruck, 23. Aug.(Tel.) In Peo(Südtirol) befinden sich seit einer Woche ein italienischer Advokat und ein Notar in Haft wegen Spionageverdachts. Die österreichischen Behörden haben eine Haftentlassung gegen Kaution abgelehnt. Noordwyk, 23. Aug.(Tel.) Im hiesigen Seebade ertrank vor den Augen des Badepublikums der 20 jährige Sohn eines holländischen Notars, der trotz des hohen Seeganges zu weit ins Meer geschwommen war. Rom, 23. Aug.(Tel.)„Tribuna“ erklärt auf Grund von Informationen von autoritativer Stelle, daß die Behauptung eines ausländischen Blattes, die Regierung habe den Krieg wegen Tripolis beschleunigt, weil Deutschland beabsichtigt habe, die Cyrenaika und Tobruk zu besetzen, vollständig ohne Begründung sei. Keiner der Beweggründe, die das Blatt auseinandersetzte, habe die italienische Regierung zu dem Unternehmen gegen Tripolis bestimmt. Mailand, 23. Aug.(Telegr.) Aus dem Landhause der gräflichen Familie Sormani in Castellazzo bei Como wurden Juwelen, kostbare Münzen und andere Pretiosen im Werte von einer halben Million Lire gestohlen. Von den Tätern fehlt jede Spur. London, 23. Aug.(Tel. Der Boxer Kid Mc. Coy, dessen Auslieferung von Belgien gefordert wurde, weil er in dem Verdachte steht, an dem Juwelendiebstahl bei der Fürstin von Thurn und Taxis beteiligt zu sein, wurde auf freien Juß gesetzt und das Auslieferungsverfahren eingestellt. Tiflis, 22. Aug. Die Alpinistin Preobraschenskaja hat am 19. d. M. den Gipfel des Kasbek erreicht und dort einen meteorologischen Beobachtungsposten eingerichtet. □ Konstantinopel, 22. Aug. Die Regierung hat versprochen, den Südalbanesen die gleichen Zugeständnisse zu gewähren, wie den Nordalbanesen.— Laut einer Mitteilung Ibrahim Paschas aus Uesküb sind in den verschiedenen Positionen in Nordkossowo insgesamt 44 Bataillone vorhanden, welche in gegebenom Moment zum Schutze der türkisch- montenegrinischen Grenze herangezogen werden könnten. Washingion, 23. Aug. Das Schatzamt hat einen Ausgleichszoll auf deutsches Weizenmehl, Roggenmehl und auf Plißerbsen, die eine Ausfuhrprämie genießen, angeordnet. Die Verfügung tritt nach 30 Tagen in Kraft. Es wird erklärt, sie betreffe namentlich die Plißerbsen, die infolge der Ausfuhrprämien eine gefährliche Konkurrenz für die Plißerbsenindustrie Minnesotas seien. Washingion, 23. Aug.(Tel.) Wie gemeldet wird, sind zwei Amerikaner, die im Kampfe bei Leon in Nicaragua verwundet waren, im Hospital durch Aufständische ermordet worden, als diese die Garnison umbrachten. Die Aufständischen fahren fort, Städte zu besetzen und zu plündern. Newyork, 23. Aug.(Telegr.) Der Zeltzirkus von Ringling Brothers in Sterling in Illinois ist heute während einer Vorstellung niedergebrannt. Der Zuschauer bemächtigte sich ein panikartiger Schrecken. Die Zahl der Verletzten ist noch nicht bekannt. Peking. 23. Aug.(Tel.) Nachrichten aus chinesischer Quellen zufolge sind 2000 Mongolen in die Mandschurei eingefallen. Mit Maschinengewehren ausgerüstete Truppen aus Mukden haben die Mongolen am 20. August angegriffen. Der Kampf, dessen Ausgang noch unbekannt ist, dauerte bis zum 21. August. Bandels-Nacbrichten. * R h e i n i s c h- W e s t f ä l i s c h e s Z e m e n t- S y n d i k a t, B o c h u m. In der letzten Gesellschafterversammlung haben sämtliche Kommissionen wegen Erfolglosigkeit der Erneuerungsbestrebungen ihr Mandat niedergelegt Im Anschluss hieran wurde beschlossen, mit der Wiederaufnahme der Verhandlungen bis zu dem neuen Urteil des Oberlandesgerichts Hamm in der Klagesache wegen vorzeitiger Auflösung des Syndikats zu warten, in der bekanntlich am 9. Oktober Termin anstcht. Einer weiteren Meldung zufolge hat angesichts der zu Ende 1912 zu erwartenden Auflösung des Rheinisch-Westfälischen Zementsyndikats eine größere Anzahl Werke, hauptsüchlich solche des Beckumer Bezirks, eich zu einem Abkommen auf Bildung einer Verkaufsvereinigung im Falle der Nichterneuerung des Syndikats bereit erklärt. U. a. werden sich die Werke„Westfalia“,„Mark“ und„Anna“ dem Abkommen anschließen. * Hypothekenbestände bei Versicherungsgesellschaften. Die zur Belegung der Prämiewreserve verwendeten Hypotheken müssen nicht nur zur Zeit der Beleihung, sondern dauernd den geseizlichen Vorschriften entsprechen, Wenn daher das Aufsichtsamt für Privatversicherung, wie es in seinen neuesten„Veröffentlichungen berichtet, bei der Prüfung der Beleihungstätigkeit der Gesellschaften die Ueberzeugung gewonnen hatte, daß eine Beleihung die ersten drei Fünfteile des Wertes des Grundstücks nicht unerheblich überstieg(sei es, daß das Grundstück bei der Beleihung von Anfang an zu hoch bewertet worden war, sei es, daß erst durch epäter eingetretene Entwertung des Grundstücks die erwähnten drei Fünfteile überschritten wurden), so hat es darauf gedrungen, daß solche Hypotheken entweder dem Prämienreservefonds entnommen oder wenigstens nur mit einem drei Fünfteilen des wirklichen Grundstückswerts enteprechenden Betrag auf den Prämienreservefonds angerechnet wurden. Die von einer Gesellschaft vertretene Auffassung, es könne nach Lage der gesetzlichen Vorschriften und aus praktischen Rücksichten(z. B. Unmöglichkeit voller Belegung der Prämienreserve in Zeiten von Grundstückskrisen) nur gefordert werden, daß die Hypothek zur Zeit der Beleihung innerhalb der gesetzlichen Beleihungsgrenze liege, hieß das Amt nicht gut. Der Zweck der gesetzlichen Bestimmungen über den Prämienreservefonds sei zweifellos der, die Ansprüche der Versicherten auf die ihnen zukommende rechnungsmäßige Prämienreserve im weitesten Umfange sicher zu stellen. Daraus ergebe sich ohne weiteres die Pflicht der Gesellschaften, dem Fonds nicht nur sichere Werte zuzuführen, sondern auch dafür zu sorgen, daß der Fonds dauernd mit Werten belegt ist, welche die vom Gesetze vorgeschriebene Sicherheit bieten. Insbesondere sei der Spielraum zwischen Beleihungsgrenze und Beleinungswert(60 und 100 Proz.) nicht etwa dazu bestimmt, der Gesellschaft zu ermöglichen, über spätere Wertänderungen hinwegzusehen, so lange die Beleihung nur noch innerhalb des vollen Wertes bleibt. Vielmehr sollen damit Unvollkommenheiten der Wertbestimmung und die Gefahren ausgeglichen werden, welche aus unerwarteten Störungen des Grundstücksmarktes erwachsen könnten.(„Frankft. Ztg.“) * Umwälzung im landwirtschaftlichen Genossenschaftswesen. Vor einiger Zeit wurde von der stillen Liquidation der Reichsgenossenschaftsbank und der geplanten Angliederung der provinziellen Unterverbände dieses Instituts an die Preußische Zentralgenossenschaftskasse berichtet. Hierzu erfährt jetzt die „Deuteche Volksw. Corr. weiter, daß nunmehr die Verhandlungen zwecks Anschlusses an die Preußische Zentralgenossenschaftskasse mit der Zentrakkasse der badischen landwirtschaftlichen Ein- und Verkaufsgenossenschaften in Karlsruhe, mit der Landesgenossenschaftskasse in Oldenburg und mit der Landwirtschaftlichen Zentradkasse für Elsaß- Lothrin den in Straßburg zum Abschluß gekommen sind. Die genannten Banken haben die Gesamtheit der ländlichen Genossenschaften der Großherzogtümer Baden, Hessen und Oldenburg sowie einen großen Teil der reichsländischen Genossenschaften hinter sich. Die außerpreußischen Genossenschaftsbanken haben der PreuGischen Zentralgenossenschaftskasse bisher fern zum Teil ablehnend gegenüber gestanden. Der Gedanke, der Preußischen Zentraigenossenschaftskasse entsprechend ihren Mitteln im ländlichen Genossenschaftswesen eine ähnliche Stellung zu geben, wie die Reichsbank sie im übrigen Bankwesen einnimmt, ist damit seiner Verwirklichung einen weiteren Schritt näher gekommen. * Wochenbericht vom Holzmarkt. Auf dem Bauholzmarkt ist eine Stille eingetreten, wie sie schon seit Jahren nicht beobachtet worden ist. Die Bauunternehmer, auch in den größeren Städten, haben so wenig zu tun, daß sie den erheblichsten Teil ihrer Leute entlassen mußten. Die Hergabe von BauLeldern seitens der großen Banken ist durchaus nicht reichlicher zeworden. Von einigen Seiten wird zwar verbreitet, daß der Verrainmarkt eine Belebung zeige, in sachkundigen Kreisen ist man indessen gegenteiliger Ansicht. So kommt es, daß die SäLewerke, die jetzt im Sommer Bauholz geschnitten haben, nicht in der Lage sind, auch nur zu einigermaßen nutzbringenden Preisen ihre Balken und Kanthölzer abzusetzen. Die Balkenpreise sind um 1 bis 1.50 M gegenüber den Notierungen im Winter zurückgegangen. Nach Kantholz herrschte überhaupt keine Nachfrage. Schalbretter werden allein gesucht, indessen will man auch nicht mehr die Preise bezahlen, die in den ersten Monaten dieses Jalfres üblich gewesen sind.— Etwas lebhafter sah es im Berichtsabschnitt auf dem Markte der Tischlereihölzer aus. Die Möbelfabriken in Nord-, Ost- und Westdeutschland haben gut zu tun. Besonders bevorzugt wird das billigere Genre, namentlich Küchenspindware. Infolgedessen war die Nachfrage nach deringen Zopfbrettern größer als 1911. Dementsprechend konnten sich auch die Winterpreise behaupten. Polnische Kiefer sing in größeren Mengen nach den Industriegebieten Sachsens und Mitteldeutschlands. Speziell sind gut beschäftigt die Möbelfabrikation und die Spielwarenbranche, dagegen klagen die Mueikinstrumentenfabriken, daß der Export in letzter Zeit geringer geworden sei. Darauf ist auch der verminderte Absatz von Erlenholz zurückzuführen. Die ungeflößte Ware ist weit schwerer zu verkaufen, als in den vergangenen Monaten. Diese Erscheinung hängt auch mit dem sehr starken Angebot in ungeHößter, geschnittener Erle aus Rußland zusammen. E. werden gegenwärtig degen 800 Waggonladungen, zumeist in dizekten Bezügen, aus Wolhynien und Podolien offeriert, ohne daß die Konsumenten ernstlich dazu Stellung nehmen. Dagegen wird deflößte Erle, die auf ostdeutschen Mühlen geschnitten wird, bevorzugt.— Der Grubenholzhandel war nicht mit starken Aufträgen versehen; infolgedessen liefen bewegte Klagen über die Ungunst der Zeitverhältnisse ein. In erster Linie beechwerte man sich über unbefriedigende Verkaufspreise, die in keinem Verhältnis zu den teuren Einkaufspreisen ständen, dann aber auch über qualitative Differenzen, die vielfach seitens der Grubenverwaltungen mit Rücksicht auf die Unsicherheit der Konjunktur anhängig gemacht würden.— Der Papierholzhandel berichtet über befriedigende geschäftliche Ergebnisse; der Absatz war rege, der Preisstand höher als 1911. * Neuss, 22. Aug. Produktenbörse. Weizen la. 21,00, do. lla. 20,00. Roggen la. 17,40, Ila. 16,90. Hafer la. 21,00, Ila. 20,00, neuer 18,00 M per 100 kg. Kartoffeln 3,00 bis 4,00 M. Heu 0,00—4,00, Luzerner Heu 0,00—4,00 M für 50kg. Krummstroh 13,00, Breitdruschstroh 14,00 M für 500 kg. Kleie 6,50 M für 50 kg. * Köln, 22. Aug. Fruchtmarkt. Luzerner Heu 10,00 bis 10,50 M, Wiesenheu neues 6,80—7,20 M, Roggen Breitdruschstroh 4,20—4,50 M, Krumm- und Preßstroh 3,40—3,80 M die 100 kg. * H a m b u r g, 2 2. A u g. W e i z e n, m e c k l e n b u r g e r u n d o s t holsteiner, Aug.-Sept. 222-223, ruhig. Roggen, mecklenburger u. Altmärker, 179,00—180,00, ruhig, russischer, 9 Pud 10 15 127,00, fest. Gerste, südrussische, cif Aug. 123,00, schwimmend 128,00—142,00, Sept. 121,50—000,00, fest. Mais, amerik, mined cif Aug. 000,00. Hamburg, 22. Aug. Salpeter. 11.05, Sept. 11,05, Febr.März 11,40. stramm. * A n t w e r p e n, 2 2. A u g. C h i l i s a l p e t e r. 2 7, 0 0, F e b r.- M ä r z 28.60. * London, 22. Aug. Ammoniak schwefels. grau 24% prompt 14 Pfd. 108. Essener Börse. Amtlicher Kursbericht vom 22. August. Deutsche Hypotheken-Pfandbriefe. 91.00 91.00 97.00 97.00 91.00 91.00 89.00 89.00 96.80 96.80 96.80 96,80 96.70 96.70 97.50 97.50 97.80 97.50 Berl. Hyp. Pfdbr.-B. 3 ½2 88.00 38.00 do. I, II unk. 14 97,00 97.00 do. 4% III, IVuk. 15 97,00 97.00 do. 3½ a I unk. 16 Dt. Hyp.-B. IV.VI do. VII, X, XI, XII do. XIII unk. 1913 do. Kom.-O. u. 1913 Goth. Grundkr. II 117,00 117,70 do. V, VIII 88,25 88.25 de. VI, VII do. IX, IXa do. X, XII uk. 13 14 do. XlII 1915 do. XIV, XIVa Hamb. Hyp. 4 u. 13 97,00 97.00 do. 3½ unk. 13 88,00 88.00 Hann. Bodkrd. II 88.75 88,75 do. IX, X unk. 13 97.70 97.70 do. 91.25 91.25 do. III, VIII 97.50 97.50 Meining.Hyp.-Bnk. u, vI, vil 9710 97.10 do. VIII unk. 1914 97,20 97.20 do. XIII 4 1918 97.90 97,90 do. Präm.-Pfdbrf. 136,90 136.90 Mitteld. Bdkr. 3½ 88,00 88.00 Nordd. Grdkr. III 96.75 96.75 do. VI, X, XI 96,75 96.75 do. 3½ VII/IX 88,00 88.00 Pr. Bodkr.-Pfdbr. xIn, XIV,XVII-XIX Pr. Bodkr.-Pfdbr. XXI unk. 1913. Pr. Ctr.-Bdkr. 1890 do. 1899, 1901|.. do. 1903 unk. 1912 do. 1906 unk. 1916 do. Kom.-Obl. 1901 do. do. 87, 91, 96 Pr. Hyp.-A.-B. 4% do. do. 3½ Pr. H.-V.-Z. 4 do. do. 3½ Pr. Pfdb. XVIII-XXI do. XXII(1912) do. XXV(1914) de. XXVIII(1917) do. XXIX(1919) do. XXIII(1912) do. XXVI(1914) do. XXIV(1912) do. XXX(1920) do. K.-Obl.(1917) do. do. IX(1920) Rh.-Westf. Bodkr. I, II, V, VIl, VIIa do. IX unk. 1912 do. K unk. 1913 do. XI unk. 1918 do. II, IV, VI Westd. Bodenkr. 1, UI, V, V do. III, IV 97.00 97.00 97.10 97.10 97.50 99.40 89.50 95.10 87.50 97.50 92.10 97.00 97.00 97.30 98.00 98.10 91.00 91.00 87.80 99.00 99.30 99.70 97.00 97.10 97.10 97.8 99.4 89.60 95.11 87.60 97.50 92.10 96.90 96.90 97.30 98.00 96.10 90.80 90.80 87.80 99.00 99.30 99.65 96.70 96.7 96.70 96.70 97.30 97.30 97.60 97.60 88.00 33.00 96.30) 87.80 96.80 87.20 Argent. Anl. 1887 do. äuß. 88 1000 do." 300# do. 400 96.80 97.10 Ausländische Fonds. Buen. Alr. Pr. 10 90,10 90.00 Oest. Gold 1000 fl.— 95,60 do. Kronen-R. 88,60 88.40 98,75 Port. unif. III 02 68,00 68.00 Industrie-Aktien. Kaliwerk Aschersl. 169,75/169.76 Marienhütte Kotzn. 122,50 122,50 Riebeck. Montanw. 191,10190,80 Teutonia Misburg 153,40153.50 Vogt& Wolf 268,50 267,00 Schwabenbräu 155,50 155.25 Alsen Portl.-Cem. 241,00 241.50 Düsseld. Waggon 245,00 241.00 do. Maschinenb. 113,00 113.00 Elberfelder Papier 94,00 93.00 Gasmotor Deutz 129,00129.30 Bank-Aktien. Elberfelder Bankv. 105,75 105,75 Hannoversche Bk. 143,00 143,00 Mittelrhein. Bank 107,75 107,75 Old.Spar- u. Leihb. 179,50 179.50 Petersburg. Intern. Hand.-Bank 219,00s217,4 Rheinische Bank 108.10 Westf.-Lipp.V.-Bk. 100.10 108.10 100.10 Berlin(11. 6. 12) 4½ Berlin(Lomb.)(11. 6. 12) 5½ Privatdiskont 4 Amsterdam(30. 9. 11) 4 Brüssel(30. S. 12) 6 Christiania(29. 9. 11) 6½ Ital. Plätze(28. 9. 11) 6½ Kopenhagen(21. 9. 11 6 Bank-Diskonte. Lissabon London(9. S. 12) Madrid Paris(21. 9. 11) Petersbrg. Warschau Schweiz(28. 9. 11) Stockholm(11. 6. 12) Wien(22. 9. 11) Amerikanische Warenkurse. * New-York. 22. Aug. Schlußpreise. Neueste Nachrichten über die Bewegungen der Dampfen der Hambura=Amerika=Linie. Die nächsten Abfahrten von Post= und Passagierdampfern finden statt: Nach Newyork: 29. August„Kronprinzessin Cecilie“ 31. Aug. „President Grant". 3. September„Hamburg". 5. September „Amerika". 7. September„Cincinnati“, 12. September„Kaiserin Auguste Victoria:— Nach Boston: 29. August„Pretoria“. 12. September„Bosnia".— Nach Baltimore: 29. August„Pretoria“. 12. September„Bosnia“.— Nach Philadelphia: 3. September „Bethania". 8. September„Graf Waldersee, 23. September „Prinz Oskar".— Nach New Orleans: 3. September„Bethania (via Newport News). (Die weiteren Listen sind bei Heinr. Hornung, Münster, Windthorststraße 11, einzusehen.) Letzte Nachrichten über die Bewegungen der Schnelldampfer des Norddeutschen Llovd in Bremen. „Kaiser Wilhelm II.“(nach Newyork) 20. August in Newyork.„Kaiser Wilhelm d. G.“(nach Newyork) 21. August Eastbourne passiert.„Kronprinz Wilhelm“(nach Bremen) 20. August von Newyork.„Coburg“(nach Breinen) 21. August in Bremerhaven.„Roon“(nach Bremen) 19. August von Genua.„Tübingen“(nach Breinen) 20. August in Antwerpen.„Lützow(nach Hamburg) 20. August in Hongkong. (Die weiteren Listen sind bei H. Coenen, Münster, Königstraße, einzusehen.) Wetter-Nacbrichten. Wetterbericht vom 22. August, 9¼ Uhr vormittags. Wetter-Drognose. (Unbéfugter Nachdruck wird gerichtlich verfolgt.) 24. Aug.: Anfänglich ziemlich heiter, trocken, steigende Ten#peratur, später zunehmend bewölkt, Regen, vielfach Gewitter. 25. Aug.: Etwas kühler, zeitweise heiter, vielfach wolkig, Regenschauer. (Deteorologische Beobachtungen in(Dünften am 23 August morgens 7½ Uhr:+ 11,0°C. Am 22. August betrug das Marimum+ 16.0° C., das Minimum+ 10.0° C. Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Hauptredakteur 2 für den Anzeigen= und Reklameteil: Ricole Hoegen, beiede in Münstet. Bei BLUTSTAUUNGEN, HAMORRHOIDAL-LEIDEN gibt es nichts besseres, als eine häusliche Kurmit Han, aursazes (Sarlehner’s Bitterquelle). Nr. 427. Mittags Ausgabe. Weftfällscher(Derkur. Freitag, den 23. 8.ju, 19.2. Gott, dem kierrn über Leden und Tod, hat es gefallen, heute nachmittag um 2 Uhr den hochw. Herrn Jubilarpriester und Pfarrer Ritter des Roten Adlerordens IV. Klasse Adol Thel zum Berge zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Er starb nach längeren mit grosser Geduld ertragenen Leiden, gestärkt durch den andächtigen Empfang der hl. Sterbesakramente, im 79. Jahre seines Lebens, im 52. seines Priestertums und im 27. seiner segensreichen Wirksamkeit als Pfarrer in Oelde. Die Seeie des Verstorbenen wird der Fürbitte der Gläubigen, besonders dem Memento der Priester am Altare empfohlen. Oelde, den 22. August 1912. Die Pfarrgeistlichkeit. Der Kirchenvorstand. Die Kirchengemeindevertretung. Die Lehrpersonen. Das feierliche Seelenamt findet statt am Montag, den 26. August, morgens 9½ Uhr; darauf die Beerdigung. INEIEZ wird der grösste Tell der Weggelegt, Gerade deshalb emnpfiehlt sich gelegt. Gerade deshalb empfiehlt der Gebrauch der Continental Gumm“ AmmiVon der Aeise gebeks Sanitätsrat Dr. Schlutgen Engelstraße 43. Bonn a. Rh. föchterpenlionat Kuuppert: Für Haushalt, auf Wunsch Wissenschaft. I. Refr. u. Verpfl. Ausb. im H. Prospekt. 5656 Heute morgen verschied um 9 Uhr plötzlich aber nicht unvorbereitet, versehen mit dem hl. Sterbesakramente, im 71. Lebensjahre unsere gute Schwester. Tante, Grosstante und Schwägerin Das katholische Deutschland begeht die Jahrhundertseier der Geburt seiner Führers durch Veranstaltungen aller Art. Die katholischen Frauen, die unser Windthorst so sehr schätzte, wollen nicht zurückstehen und ihrem verstorbenen Freunde und Schützer ein bleidendes Denkmal setzen durch eine Windtdorst-Missionsstiftung. die unseren Missionen in den deutschen Schutzgebieten zugute kommen soll. Ein religiöses und nationales Werk wollen wir zu Ehren Windthorst's, des erfolgreichen Förderers des Missions= und Kolonialwesens ins Leben rufen. Fis under keioniales Neudruschsand in Afrika und in der Südsee ist die Stiftung bestimmt. Die Gelder sollen verwendet werden, um Dattbert.-Ullffensstellener zu errichten und zu unterstügzen, um Lodeighirches und Sopether zu erbauen, um Heidenkinder auf den Namen des hl. Ludwig zu taufen. So soll der jetzigen und künftigen Generation im kolonialen Deutschland das Verdienst des größten Katholikenführers in der Heimat stets lebendig vor Augen geführt werden: schwarzgelockte Negerknaben sollen immer den heiligen Ludwig als ihren Patron verehren und das Jahr 1912 zum Ludwig=WindthorstJahr für unsere Missionstätigkeit werden. Katholiken Deutschlands, an Euren Opfersinn wenden wir uns! Eure Dankbarkeit und Euer Edelsinn ist uns Bürge, daß die Windthorst=Missionsstiftung jenen vollen Erfolg haben wird, den der Mann verdient, den zu ehren wir uns vorgenommen haben, denn treu half er mit durch Wort und Tat, daß unsere Missionäre sich in Deutschland niederlassen und unsere Missionsanstalten eröffnet werden konnten. Jede Gabe ist willkommen, auch die kleinste. Die Sammelstelle ist bei unserer Zentrale Fräulein Schynse, Pfassendorf bei Koblenz. Die Missionsvereinigung kutholischer Frauen und Jungfrauen. Der Vorstand: Fürstin Waldburg Wolfegg, geb. Prinzessin Lobkowitz, Ehrenpräsidentin; Freifrau zu Franckenstein, geb. Prinzessin von der Leyen, Vorsitzende: Grafin Agnes Ballestrem, geb. Gräfin zu Stolberg=Stolberg; C. Schynse: Maria Freiin von Thüngen, erste Schriftführerin; Sophie von Steinle, zweite Schriftführerin: Therese Weißmüller: Fr. Direktor Luise Wörz, Wolfegg, Württbg.; Kanonikus Prälat Dr. F. Fels: Prälat Forschner, Mainz: Prof. Dr. Hamm, Trier. Das Ehrenkomitee der Windthorst=Missionsstiftung: Graf Droste zu Bischering=Münster: Verleger Fr. Bachem=Köln; Amisgerichtsrat Engelen, M. d. R.=Osnabrück; Erzberger, M. d. R.= Berlin: Frhr. zu Franckenstein, erbl. Reichsrat der Krone Bayern; Erokämmerer Graf Galen, M. d. R.=Münster; Amtsgerichtsdirektor GießlerMannheim: Landgerichtsdirektor Gröber, M. d. R.=Heilbronn: Stiftspropst Dr. Kaufmann, M. d. p. A.=H.=Aachen; Aloys Fürst zu Löwenstein, M. d. R.=Kleinheubach: Rechtsanwalt Dr. Mayer=Kaufbeuren, M. d. R.= München: Dr. Porsch. Geh. Justizrat, erster Vizepräsident des preuß. Abg.= Hauses in Berlin, Graf Praschma, M. d. R. und d. pr. A.=H.=Schloß Rogau i. O.=S.: Geistl. Rat I. Pütz, M. d. R.=Wemding: Justizrat Dr. Schmitt, M. d. H.=L.=Mainz. Absätze. Anzenehm weicher, elastischer Gang. Erschütterungen vermindert. Verlangen Sie daber steis Continental Gummi-Absätze Eaore heitber K Schweimer Gammiwaren- Industrie 6. m. b. M. Schwelm i. W. Gake tec, 6. Servatiiplatz. Operetten- und Walzer-Abend des Salon-Orchesters Seibert. Supre 1. Ouverture zu Dichter und Bauer 2. Luxemburg-Walzer a. d. Operette„Der Graf von Luxemburg“,. Lehar 3. Potpourri aus Obersteiger.....:. Zeller 4. Geschichten aus dem Wiener Wald, Walzer Strauss 5. Zigeunerbaron, Potpourri Strauss 6. Im Reiche des Indra, Ouverture. Linke 7. Die Teufelszunge, Bravourstück für Piston Schmidt 8. Fledermaus-Potpourri Strauss 9. Boccacio Suppé 10. Wenn der Vater mit dem Sohne Marech aus„Keusche Susanna“. Gilbert Fräulein St nde Rchte= Paderborner Brot jeden Morgen frisch eintreitend 80 Pig. echtes Simons-Brot 55 Pig. 3657 Rabattmarken! Heinr. Hill, Ecke Alter Steinweg und Telgterstrasse. Josephine Ebbing, Lehrerin a. D. Als Lehrerin war sie tätig in Münster, Ahlen und von 1874 bis zu ihrer Pensionierung im Jahre 1911 in Wadersloh. In den zahlreichen Jahren ihrer Wirksamkeit hat sie viel getan zur Ehre Gottes und zum Heile der ihr anvertrauten Kinder. Ihre Seele wird dem Gebete der Gläubigen, ihrer vielen Schülerinnen und besonders dem Opfer der Priester am Altare empioblen. Die feuerfester Produtte Radelf König zu Aunen i. W., Uesert seuerfeste Steine zu allen Feuerungsanlagen. 2 Theodor Clöer Münster I. W. Ladgeteird Spezial-Abteilung für Leinen u. 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Rotationsdruck: Probenummern: Achttägige Merkur gratis und frar Adressenangabe wolle m Königstraße 59. Telegramm-Adresse ## R e d a k t i o n N r. Bierzu? haltungs o0 Läßt sich sicheres Anl. Immer noch unt Reichs= und Staats=An Alle Hebungskünste der ventionskäufe der Seeho wieder in die Höhe b Schwankungen ausgeset beoürfnisses so empfind dienen eigentlich den El sicherheit nicht mehr. Wenn es nun nicht leihen wieder zu heben für die schutzbedürftigen papier schaffen, daß d oder doch auf ein gerin Zu dieser Frage ge „Die Einrichtung würde ihren heilsamen die Einleger nicht bloß dern auch gegen Kursv kalste und einfachste Hi Einlagen in barem Ge zu einer zentralen heitlichkeit des G Staatskasse durchbreche wonach die Schuldbuch rückgibt und deren Ver weist, wird wohl in ab Danach bleibt also kein Schaffung eines neuen der Mündel und der Korporationen, Stiftun Die unangenehmen Reichs= und Staatspap sind wir unter Führun Herabsetzung de gen. 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