Nr. 293. 11. Juni 191 12. ger Wesisälische Merkur erscheint täglich zweimal, am Tage nach Sonn- und Feiertagen einmal. assagen: Illustrierte Unterhaltungs=Beilage(wöchentlich), Ven jungsliste von Wertpapieren(3 mal monatlich). nedaktion: Lütkegasse 1—3. Sprechstunden 10—11 Uhr vorm. geschäftsstelle: Königstr. 59. Geöffnet 8 Uhr vormittags bis 7 Uhr abende u. Rotationsdruck der Westfälischen Vereinsdruckerei. Probenummern: Achttägiger Probeversand des Westfälischen Merkur gratis und franko. Bestellungen mit deutlicher Adressenangabe wolle man richten an die Geschäftsstelle, Telegramm=Adresse: Merkur, Münsterwests. Redaktion Nr. 203, Geschästsstelle Nr. 112. I„** Segründet 1822. Illorgen-Husgabe. 91. Jahrgang. 1912. Bezugspreise: Vierteljährlich: In Münster bei der Geschäftsstelle KA 3.00; auswärts bei allen deutschen Postämtern K 3.50. Zweimonatlich: In Münster bei der Geschäftsstelle K 2.00; auswärts durch die Post(jedoch nur für die beiden letzten Monate eines Quartals) K 2.34. 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September von Cor Iskunfteblatt erscheint u# Tage. Dr. Susen, 1 rsitress Cölo, Steinse srzu## RRRRRA Rädchenschutzvercih für Dienstboter ünster i. W., Domplaz 3Unentgeltlich tellenvermittelung, Natun Auskunft jeder Art. inschreib=Gebüdren Herrschaften 50 F/ 1f Wunsch werden die Mädten## der Bahn abgebolt. eöffnet an Wochentagenbe mittags von 10 12 Uhr kontags und Donnru nachmitt, von 4½—6 Sonntags“ mäsan achmittags von 4.—6 RARAAN Bureaubeamte haben während Sommerzeit steis * Der evangelische Bund und der konfessionelle Sriede. Als vor einigen Jahren in Baden die antiultramontane vereinigung unter der Führung des Prof. Böthlingk ihren geldzug gegen die von katholischen Schwestern geleiteten Häh= und Kochschulen und Kinderbewahranstalten eröffnete, sah man das als eine fixe Idee der badischen Anti=Ultramon= sanen an. Man konnte sich wirklich nicht denken, worin die Gefahr“ für Staat und Volk liegen solle, wenn katholische Schwestern Mädchen im Kochen, Nähen und Flicken unterrichten oder Kinder bewahren. Doch haben Enthüllungen aus den letzten Tagen ergeben, daß man es hier nicht mit einer Spezialität des wegen seines Fanatismus besonders Hkannten badischen Anti=Ultramontanismus zu tun hat. Es wurde bekannt, daß die katholischen Schwesternheime Perlins von der Polizei eifrigst daraufhin visitiert wurden, ab sie auch protestantischen Mädchen Unterkunft gewähren. und wirklich: bei den Grauen Schwestern in der Waldstraße wurden einige protestantische Postbeamtinnen„entdeckt“. Polizei hatte nichts eiligeres zu tun, als die Grauen Schwestern aufzufordern, den protestantischen Beamtinnen kündigen. Die Beamtinnen, die natürlich auf ihr Recht, sich nach eigenem Ermessen eine Unterkunft zu wählen, nicht verzichten wollten und sich den polizeilichen Einmischungsversuch verbaten, weigerten sich natürlich, diesem Ausweisungsedikt nachzukommen. Aber die Berliner Polizei bestand darauf. Derartige Fälle sind in den letzten Jahren des öfteren vorgekommen. Von Zeit zu Zeit erhielten die katholischen Schwesternheime derartigen Besuch der Polizei. Man konnte sich nicht denken, daß die Berliner Polizei etwa deshalb die katholischen Schwesternheime so genau beaufsichtigte, weil sie nichts anderes zu tun hat. An anderweiter, ersprießlicher Arbeit mangelt es in der Millionenstadt sicherlich nicht. Aber man brauchte nicht lange zu suchen, um zu finden, wer hinter dem konfessionellen Absperrungsedikt des Berliner Polizeipräsidenten steht: der Evangelische Bund. Wenn in den katholischen Schwesternheimen Proselytenmacherei betrieben würde, fänden wir es noch einigermaßen verständlich, daß der Evangelische Bund die Polizei hinschickt. Aber das ist nicht der Fall. Der Evangelische Bund, der„gegen römische Geistesknechtschaft und mittelalterliche Bevormundung" kämpft, will nicht, daß protestantische Damen in katholischen Instituten Unterkunft finden und deshalb müssen sie heraus! Wohin? Darüber freilich geben die Herren vom Evangelischen Bund keine Auskunft. Scheint ihnen auch ganz gleichgültig zu sein. Die Hauptsache für sie ist, daß die Protestanten von den katholischen Schwestern wegkommen. Und das alles geschieht— um des konfessionellen Friedens willen! Um des konfessionellen Friedens willen hat der Evangelische Bund die Berliner Polizei auch schon des öfteren veranlaßt, die von katholischen Schwestern geleiteten Kinderbewahranstalten durchzusuchen und eventuell die Ausweisung der protestantischen Kinder zu veranlassen. Uns ist ein Fall bekannt, in dem die Polizei darauf bestand, daß die im Vorderhause wohnenden protestantischen Eltern ihr Kind aus der im Gartenhaus befindlichen Kinderbewahranstalt wegnehmen, weil es dort unter der Aufsicht einer katholischen Schwester spielte. Auf der anderen Seite hat der Evangelische Bund natürlich nichts dagegen einzuwenden, wenn in protestantischen Kinderbewahranstalten katholische Kinder aufgenommen werden. Es soll in Berlin sogar von protestantischen Schwestern geleitete Kinderbewahranstalten geben, die zeitweise überwiegend katholische Kinder in Bewahrung haben. Hier fällt es dem Evangelischen Bund natürlich nicht ein, für reinliche Scheidung zu sorgen. Weiß der Evangelische Bund in Berlin wirklich nicht, etwas besseres zu tun, als die Polizei gegen katholische Institute vorzuschicken, die nicht nur von Katholiken, sondern auch von Protestanten wegen ihrer caritativen Tätigkeit hochgeschätzt werden? Wenn die Protestanten Institute ihrer Konfession zur Verfügung hätten, so würden sie sich zweifellos nicht an die katholischen Schwestern wenden. Nicht darüber sollte sich der Evangelische Bund beklagen, daß die katholischen Schwestern ohne Unterschied der Konfession ihre Tätigkeit ausüben. Würde das Umgekehrte der Fall sein, würden sie ein Mädchen, das in der Weltstadt Berlin ein Heim sucht, nur aus dem Grunde abweisen, weil es nicht katholisch ist, dann hätte der Evangelische Bund ein Recht, sich zu beklagen. Die neuesten Enthüllungen über die Geheimtätigkeit des Evangelischen Bundes beweisen wieder einmal drastisch, daß er es ist, der den konfessionellen Frieden stört, der konfessionelle Absperrung predigt. Sogar liberale Blätter, die dem Evangelischen Bunde doch nicht allzufern stehen, können nicht umhin, den auf sein Drängen hin erfolgten Erlaß des Berliner Polizeipräsidenten als einen Skandal zu bezeichnen. Nicht eher werden wir in Deutschland den so sehr erwünschten Frieden zwischen den Konfessionen bekommen, nicht eher werden die Anhänger der christlichen Bekenntnisse in ungestörter Eintracht zusammenwirken können, als bis der Evangelische Bund seine Hetztätigkeit, seine öffentliche und geheime, einstellt. Deutschland. Berlin, 11. Juni. +Ueber Irhrn. v. Erffa schreibt uns unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter noch folgendes: Als Freiherr v. Erffa die Geschäftsführung des preußischen Abgeordnetenhauses als Nachfolger des Herrn v. Kröcher über1m, bestand allgemein der Eindruck, daß er trotz seiner 66 Jahre eine so körperliche Rüstigkeit und geistige Frische bewahrt habe, ihn zu dem verantwortungsvollen Posten des Präsidenten allfizierten. Gewiß hatte sein Vorgänger vor ihm manche Vorzüge, das war namentlich der frische Humor, mit welchem Herr v. Kröcher oft schwierigen Situationen im Hause begegnete und sie spielend zum Ausgleich brachte; ferner war es die große Adaptionsfähigkeit die Herrn v. Kröcher im gegebenen Augenblick auszeichnete. Frhr. v. Erffa war dagegen ein ernster, man darf wohl sagen, nüchterner Charakter, der aber gerade infolgedessen seine Aufgaben um so ernster und gewissenhafter auffaßte. Die kurze Zeit, während der Herr v. Erffa präsidierte, war eine so erregte und erregende, wie sie unter seinem Vorgänger auf dem Präsidentenstuhl des Abgeordnetenhauses bislang noch nicht zu verzeichnen war. In den Verhandlungen des Abgeordnetenhauses ist mit dem Eintritt der ersten Sozialdemokraten ein völliger Wandel eingetreten. Von Anfang an brachten die Sozialdemokraten einen Ton in die Beratungen hinein, der diesen bis dahin freind war. Da in diesem Verhalten der Sozialdemokraten System lag und man damit rechnen mußte, daß die parlamentarische Form in Zukunft von dieser Seite schwer bedroht werden würde, hat man im Jahre 1910 sich veranlaßt gesehen, die Geschäftsordnung des Hauses zu ändern und namentlich die Bestimmung aufzunehmen, daß bei widersetzlichem Verhalten der Ausschluß verfügt und die Exmittierung durch Polizeigewalt erfolgen könne. Als man diese Bestimmungen erließ, war man auf Seiten der Mehrheit der festen Zuversicht, daß sie niemals im Parlament zur Anwendung kommen werden. Man war vielmehr der Auffassung, daß die Existenz dieses Paragraphen genügen werde, um dem Terrorismus der Sozialdemokratie ein Ziel zu setzen. Es war also die Verschärfung der Geschäftsordnung gewissermaßen als eine Abschreckungsmaßnahme aufgefaßt. Die Dinge haben es anders kommen lassen. Frhrn. v. Erffa war die traurige Mission vorbehalten, diese Bestimmung der Geschäftsordnung in die Wirklichkeit umzusetzen. Wer die erregten Szenen im Abgeordnetenhause, wer diese Session mitgemacht hat, wer gesehen hat, wie diese Vorgänge den Präsidenten seelisch erregten und erregen mußten, für den liegt die Vermutung nahe, daß das traurige Ende des Präsidenten nicht unbeeinflußt ist durch die Vorgänge im Abgeordnetenhause. Dieser Aufsassung dürften sich selbst die Sozialdemokraten nicht verschließen, denn während einer solch erregten Situation war es ja gerade der Abg. Hoffmann, welcher dem Abg. Dr. Porsch mit frechem Cynismus zurief:„Erregen Sie sich nicht so, Herr Geheimrat, denn man kann bei Erregungen leicht einen Schlaganfall bekommen.“ Die deutsche Bevölkerung, soweit sie auf nationalem Boden steht, wird dem Frhrn. v. Erffa ihre aufrichtige Teilnahme an seiner Bahre nicht versagen. Angesichts der Begleitumstände, unter denen sein Tod erfolgte, darf man ohne Uebertreibung sagen, daß Frhr. v. Erfsa das Opfer seiner Dienstpflicht geworden ist, daß sein Tod herbeigeführt worden ist durch die energische und unermüdliche Wahrung des parlamentarischen Interesses, das er sich, in schwerer Stunde viel angeseindet, hat angelegen sein lassen. Nicht alle haben Kräfte und Nerven wie der mayarische Magnat Präsident Graf Tisza. Es ist zu erhoffen, daß das traurige Ereignis ein Anlaß für die bürgerlichen Parteien sein wird, sich fest gegen den sozialdemokratischen Terrorismus zusammenzuschließen und Zustände herbeizuführen, durch welche eine dauernde Ueberwindung dieses Terrorismus erzielt wird. Die konservativen Organe widmen dem verstorbenen Präsidenten höchst ehrenvolle Nachrufe. * Geheimrat Dr. Porsch, der Vizepräsident des preuß. Abgeordnetenhauses, hat auf dem Parteitag der Zentrumspartei für den Regierungsbezirk Wiesbaden, der am Sonntag in Wiesbaden unter dem Vorsitze des Kommerzienrats Cahensly stattfand, eine längere Rede gehalten, über die wir der„Rhein. Volksztg.“ folgendes entnehmen. Redner führte aus: „Das Wahlgeschäft wird immer schwieriger, insbesondere für das Zentrum. Der Parteitag dient auch dazu, um nachzusehen, ob noch alles stimmt in der Organisation. Wo etwas fehlt, da muß man verbessern. Wir dürfen nicht rasten; der Besitzstand ist zu mehren. Die Reihen lichten sich: deshalb ist es notwendig, die kommenden Generationen dem Zentrum zuzuführen. Mit Versammlungen allein ist kein Sieg mehr zu erringen; in allen Orten müssen wir unsere Parteimänner haben, aber nicht allein auf dem Papier, sondern in der Tat. Wir müssen dahin streben, daß sich alle unsere Freunde dem Zentrum anschließen. Wenn man werben will, muß man aber auch unterrichtet sein über die religiösen und politischen Fragen, die wir studieren müssen. Dies können wir aber nur durch das Lesen unserer Presse, der Zentrumspresse, die wir aber auch unterstützen müssen. Aus der Presse können wir die notwendigen politischen Kenntnisse schöpsen. Jeder Wahlberechtigte muß ein Blatt lesen, ein Zentrumsmann hat die doppelte Pflicht, seine Presse zu unterstützen. Unsere Presse wird viel angefeindet von denen, die nicht wollen, daß das Zentrum gestützt und gestärkt werde durch eine ausschlaggebende Presse. Mit übelster Nachrede werden Presse und Parlamentarier überschüttet. Es ist keine Freude für uns in Berlin, die wir seit Monaten dort sitzen, dies mitansehen zu müssen; doppelt unangenehm aber für denjenigen, der noch auf dem Präsidentenstuhl Platz nehmen muß. Die Konservativen behaupten, die Rechte der Protestanten wahren zu wollen. Und das Zentrum? Es sieht sich veranlaßt, die Rechte des kathollschen Volksteils zu wahren, weil es eine andere Partei nicht tut. Wir können doch nicht zusehen, wie man die Katholiken zurücksetzt, und wie man die Protestanten in katholische Kreise hineinsetzt, damit sie dort die ihnen gestellte Aufgabe der Protestantisierung betreiben. Wird die Regerung es anordnen, daß man katholische Kolonisten unter die dänischen Bauern in Nordschleswig ansiedelt? Was dem einen recht ist, sollte dem andern billig sein„Als neulich die bayerische Regierung einen Erlaß über die Behandlung des Jesuitengesetzes veröffentlichte, da fuhr durch die Presse ein gewaltiger Schrei der„Entrüstung". Dir armen Jesuiten! Was haben sich nicht schon alles über sich müssen ergehen lassen. Man schwärzt die Jesuiten an und schreibt: das Zentrum hat die Jesuitenfrage nur aufgerollt zwecks Propaganda. Der bayerische Erlaß sei das Werk des Zentrums. Frhr. v. Hertling und das Zentrum wollten gar nicht die Jesuiten zurück haben. Meine Herren! Eine solche erbärmliche Politik treiben wir nicht, dies überlassen wir Jenen, die uns solch' verwerfliche Tat zutrauen.(Lebh. Zustimmung.) Weiches Geschrei seit der Finanzresorm. Das Zentrum soll wieder herrschen! so heißt es. Wo herrschen wir denn? Mögen unserer Gegner, die dies immer wieder behaupten, doch einmal nach Berlin kommen und sich die Minister anschauen, wie wenige Katholiken und Zentrumsmänner darunter sind. Die Formen der Anfeindungen gegen uns sind verschiedene. Man hat s. Z. einmal Windthorsts Katholizismus angezweifelt. Was Windthorst geschehen, wiederholt sich jetzt gegen uns, nur mit dem Unterschied, daß der Angriff viel massiver, in gefährlicherer Weise erfolgt. So schrieb man jüngst in der Oppersdorff'schen„Wahrheit und Klarheit":„In den Fraktionen (des Zentrums) sitzt jetzt kein Mitglied mehr, das als solches sich an katholische Grundsätze zu halten entschlossen ist...“(55 „Ein Abgeordneter, der seine katholischen Ueberzeugungen nicht in der Fraktionsgarderobe abgibt, muß aus der Fraktion nicht nur, nein, aus der Partel....4 Jsamesie Gart. M. H! Das Zentrum ist als eine nichtronfessioneue Partei gegründet worden: durch die Entw'ckelung wurde das Zentrum dazu getrieben, was es ist, eine Verteidigerin der katholischen Retigion. Das Zentrum öffnet seine Tore Jedermann. Wenn wir mit evangelischen Staatsbürgern uns verbinden, dann wollen wir kein verwaschenes Christentum, sondern für die Katholiken die katholische Weltanschauung und für die Evangelischen die christliche Weltanschauung. Wenn man von uns etwas anderes „behauptet, dann lügt man! Die leitenden Männer haben dies immer gesagt und geschrieben. Das Zentrum wandelt heute auf den gleichen Bahnen, auf denen Windthorst gestanden, wir sino die Alten geblieben!(Lebh. stürm. Beifall.) Wenn eine ausländische Presse von mir(dem Redner) behauptet, daß ich nicht mehr auf dem alten Zentrumsboden stände und nicht mehr katholisch sei, so spreche ich dem Redakteur das Recht und die Befähigung ab, hierüber zu schreiben.(Sehr richtig!) Angesichts des Mainzer Domes, den ich bei meiner Fahrt hierher erblickte, gedachte ich des großen Führers Fryrn. Emmanuel v. Ketteler, des großen Mainzer Bischofs. Er war ein ebenso großer und treuer Katholik wie Zentrumsmann. Vor der ersten Wahl zum deutschen Reichstag erließ der große Ketteler einen Hirtenbrief, in welchem folgende Worte stehen: „... Wenn ich auf diese Weise Euch auffordere, bei den Reichstagswahlen die Interessen Eurer Religion wahrzunehmen, so dürft Ihr Euch nicht beirren lassen durch die Einrede, der Reichstag sei ja keine religiöse Versammlung, er habe sich mit politischen und bürgerlichen Dingen zu befassen, welche die Kirche nichts angehen, und es sei überflüssig, ja sogar schädlich bei den Abgeordneten zum Reichstag auf die Religion zu sehen. Diejenigen, welche so zu sprechen pflegen, sind weit entfernt, nach ihren Worten zu handeln. Sie gerade beurteilen alle politischen Dinge nach ihren religiösen Sympathien. Selbst bei Gemeinderatswahlen verfährt diese Partei, wie Ihr selbst nur zu oft erfahren habet, nach religiösen Parteizwecken, und die tüchtigsten Männer werden von ihnen ausgeschlossen, bloß weil sie christliche, oder wie man sagt, ultramontane Gesinnungen haben. Diese Leute haben also am wenigsten das Recht, mir und Euch zu sagen, wir sollten in bürgerlichen und nationalen Dingen nicht an die Religion denken. Was aber das Verhältnis der politischen Fragen zu den religiösen selbst betrifft, so ist es allerdings richtig, daß dieselben zum Teil sich nicht berühren. So ist z. B. die Frage, wie man die Zölle und Steuern zu erheben habe, gewiß unabhängig von der Religion. Aber neben diesen rein bürgerlichen und den rein geistlichen Fragen gibt es eine Menge von Angelegenheiten, welche in beide Gebiete tief eingreifen. Dieses ist z. B. der Fall in den Fragen über die Ehe und die Erziehung. Aber nicht bloß in diesen besonderen Punkten, sondern in allen großen Grundfragen des bürgerlichen Lebens wird die Religion, welche mit Recht und Sittlichkeit unzertrennlich verbunden ist, sich ebenso offenbaren müssen, wie sich der mit Gewalttätigkeiten und Ungerechtigkeit verwachsene Unglaube geltend macht. Dieser Gegensatz wird in allen politischen und nationalen Fragen in den Vordergrund treten. Ihm gegenüber tritt der Unterschied, wercher uns Katholiken von den gläubigen Protestanten scheidet, zurück. Dem modernen Unglauben gegenüber, welcher die Grundlagen alles Rechtes und aller Moral bedroht, müssen alle zusammenstehen, die an Christus und einen lebendigen Gott glauben und eine ewige Seligkeit hoffen.“ Auf Grund dieser Kettelerschen Gedanken wurde dar Zentrum gebildet. Wort für Wort unterschreiben wiree auch heute noch und stehen auf demselben Grund wie damals. Wir wollen sehen, wer es wagt, zu behaupten, daß wir andere denken, anders handeln. Seit 31 Jahren gehöre ich dem Parlamente an; so schwere Zeiten wie heute, haben wir noch niemals gehabt, wie wir sie jetzt haben. So schwer und widerwärtig, daß wir je eher je lieber ausscheiden möchten aus dem öffentlichen Leben. Aber die persänlichen Rücksichten dürfen nicht maßgebend sein, sondern wir müssen ausharren und unsere Pflichten gegen Gott und das Vaterland erfüllen. Wir müssen eintreten für die Partei und ihr Programm. Möge man dies überall hören und beachten. An den monarchischen und religösen Grundpfeilern nagt es. Es ist Pflicht für jeden Deutschen, einzutreten für die Erhaltung des Staates; wir müssen eintreten für Gott und das Vaterland. Befestigen wir uns in diesen Grundsätzen. Das ist mein Wunsch, den ich den Teilnehmern des heutigen Parteitages mit auf den Wege gebe.(Lebhafter, stürmischer, nicht endenwollender Beifall.) Als Delegierte zur Weltwechselrechtskonferenz, die am 13. Juni im Haag zusammentreten wird, sind von der deutschen Regierung folgende Herren ernannt worden: Geh. Legationsret Simons und Herr v. Baligand vom Auswärtigen Amt, Geh. Regierungsrat von Simson und Amtsrichter von Flotow vom Reichsjustizamt und für die deutsche Bankwelt Herr Fischel von der Firma Mendelssohn. Die eine Stimme. Wie die letzten Reichstagswahlen, so haben auch die jüngsten Landtagswahlen in Schwarzburg= Rudolstadt die Redensart:„Auf eine Stimme kommt es nicht an“ widerlegt. Die Sozialdemokraten verloren nämlich Stadtilm mit 734 gegen 735 bürgerliche Stimmen. Es fehlte ihnen aiso gerade die„eine Stimme“. Die Zuständigkeit der Wasserstraßenbeiräte. In der Sitzung des Wasserstraßenbeirats für den Dortmund=Ekanal vom 22. Februar dieses Jahres hatte Geh. at Kleine folgenden durch den Abg. Dr. Beumer un berbürgermeister Dr. Eichhoff unterstützten Antrag eingebracht: „Der Herr Minister für die öffentlichen Arbeiten hat aus sachlichen Gründen wiederholt abgelehnt, die Frage, wieweit der Verkehr auf dem Dortmund=Emskanal dem staatlichen Schleppmonopol zu unterwerfen ist, auf die Tagesordnung des Wasserstraßenbeirats für den Dortmund=Emskanal zu setzen, obgleich die dahingehenden Anträge in vorschriftsmäßiger Weise gestellt waren. Der Wasserstraßenbeirat ist der Ansicht, daß diese Ablehnung im Widerspruch steht mit Art. 5 Nr. 6 der Verordnung vom 25. Februar 1907 und mit§ 3 Abs. 2 der Geschäftsordnung, und daß durch diese Ablehnung eines der wichtigsten Rechte des Wasserstraßenbeirats verletzt wird.“ Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen; ebenso in der dann folgenden Sitzung des Beirats für den Rhein=Hernekanal ein Antrag Dr. Cichhoff auf eine Abänderung der Geschäftsordnung. Darauf hat nunmehr nach der Meldung der„Köln. Ztg.“ aus Münster der Minister der öffentlichen Arbeiten folgende Entscheidung getroffen:„In Uebereinstimmung mit den übrigen beteiligten Herren Ministern erscheint es mir nicht angängig, darauf Verzicht zu leisten, daß die Tagesordnungen der Wasserstraßenbeiräte mir zunächst yur Genehmigung eingereicht werden. Den am 22. Februar dieses Jahres von den Wasserstraßenbeiräten für den Rhein=Hernekanal und den Dortmund=Emskanal beschlossenen Aenderungen der Geschäftsordnung vermag ich daher nicht zuzustimmen. Das Recht der Beiräte, im Rahmen ihrer Zuständigkeit selbständig gutachtliche Aeußerungen gemäß Art. 13 der Allerhöchsten Verordnung vom 25. Februar 1907 vorzulegen, wird durch die vorbehaltene ministerielle Genehmigung der Tagesordnung in keiner Weise beeinflußt.“ reu-Schokolase Pv. 10 8 pro ister i. W., Salzstr. 65 Wissen, Welt und Leben. ( Der deutsche Wald. Eine naturgeschichtliche Plauderei. Der deutsche Wald, wie er sich heute mit tausendfältigen Reizen den Blicken darbietet und Millionen Wanderer in seine grünen Hallen herbeilockt, ist ein Werk des Menschen. Die Natur schafft solche Wälder nicht. Wo im Laufe von Jahrhunderten und Jahrtausenden ihrem Schalten und Walten freies Spiel gegeben ward, da erzeugte sie Urwälder, die dem Menschen feindselig entgegentraten. Die schauerlichen Berichte, die uns römische Schriftsteller von den Wäldern Germaniens überliefrt haben, beruhen gar nicht auf Uebertreibung. Im Böhmerwald ist am Kubany noch ein Stück echten Urwaldes erhalten, und wenn wir ihn g betreten, so begreifen wir wohl, mit welchen Schrecken eine verartige Wildnis unsere Vorfahren erfüllen mußte. Wohl ist dieser Wald großartig. Riesenbäume, wie sie kein Kulturwald aufweist, streben dort säulengerade in die Höhe und #oilden hoch oben mit ihren weitverzweigten Kronen ein dichtes Dach, durch das das Tageslicht nur spärlich dringen kann. Zwischen den lebenskräftigen Titanen ragen gespenstisch abgestorbene Baumkolosse; völlig entrindet stehen sie bleich und starr da, Sinnbilder des Todes. Fast unzugänglich sind aber die Tiefen dieser schauerlichen Pracht; denn der Antergrund ist übersät mit gestürzten Baumriesen, die lang1#83 dahinfaulen und den vordringenden Menschen, wie Walle und Mauern, sich entgegenstemmen. Von einem Wandern ist hier keine Rede; schon nach einer kurzen Strecke 4 sinkt man ermüdet auf dem dumpfen Moder nieder. Am Beginn der geschichtlichen Zeit herrschte auf Deutschlands Boden der gemischte Wald vor. Wohl gab es weite Bestände von Nadelhölzern, aber in diese drangen rreckenweise Eichen und Buchen hinein, und ebenso wurden Laubwälder durch inselartige Massen von Nadelbäumen der Fergapest. In diese natürlichen Wildnisse griff nun mit “ ausbreitung der Kultur der Mensch ein. Der Urwald schwand und an seine Stelle trat der Nutzwald. Am Beden 3“s Mittelalters richtete sich die Axt vornehmlich gegen ang.“aelwald. In der damaligen Wirtschaft erschien dem genschen der Laubwald weit wertvoller. In ihm konnte dus Vieh geweidet und die Schweinemast betrieben werden, n ihm hielt sich auch das Wild besser. Und wenn man auch den Laubwald lichtete, so erneute er sich von selbst durch den 5dTausschlag. Anders beim Nadelwald. Der StockausAthiag blieb auf dem abgeholzten Grunde aus, und so wichen De Nadelwälder aus der Nähe der menschlichen Siedeluneen zurück. Der Laubwald wurde auf deutschem Boden rocherrschend. Wie gern man damals den Rand des Laubwaldes zu Siedlungsplätzen wählte, beweisen die Ortsnamen, die von Baumnamen hergeleitet werden. Nach gener Zählung, die von Edmund von Berg vorgenommen wurde, stammen 6115 dieser Namen von Laubhölzern und nur 700 von Nadelhölzern ab. Am Ausgang des Mittelalters erfolgte dann ein auffälliger Umschwung in unserer Waldwirtschaft. Höchst wahrscheinlich ist er auf die Verarmung der Böden an Nährsalzen zurückzuführen. Sie wurden durch die Regengüsse mehr und mehr ausgelaugt. Namentlich das Kali ging zurück, auch in dem gefällten Holze wurde es fortgeführt und ging dem Waldboden verloren, während es im Urwalde von jungem Baumnachwuchs aus den gestürzten und modernden Stämmen wieder benutzt werden konnte. Nun brauchen die Laubhölzer mehr Kali als die Nadelhölzer, die Eiche mehr als die Buche, die Buche mehr als die Tanne und die Fichte, während sich die Kiefer am genügsamsten erweist. Man mußte also wohl die Erfahrung gemacht haben, daß in gewissen Gegenden der Nadelwald besser als der Laubwald gedieh, und schritt zur regelrechten Nadelwaldkultur. Nürnberg, das inmiten eines alten Kieferngebietes lag, machte den Anfang. Dort wurde, wie Professor Johannes Hoops in seinem Werke„Waldbäume und Kulturpflanzen im germanischen Altertum“ ausführt, seit 1368 die Nadelholzsaat rationell betrieben. Die Neuerung gedieh und breitete sich allmählich aus. 1423 beschloß der Rat der Stadt Frankfurt am Main, aus Nürnberg Kiefern= und Fichtensamen kommen zu lassen, um Versuche mit der Anpflanzung dieser Bäume zu machen. 1498 verschrieb sich der Markgraf Christoph von Baden aus Nürnberg einige Säcke Samen und einen Mann, der sich auf die Kunst des Säens dieser Nadelholzsamen verstand. Seitdem hat die Kiefer im Rheingebiete schnell an Verbreitung gewonnen. Noch im 15. Jahrhundert waren die bischöflichen Laubwaldungen um Speyer so ausgedehnt, daß in guten Jahren gegen 20 000 Schweine, selbst aus weit entlegenen Orten, in sie getrieben wurden, um sich an den abgefallenen Eicheln und wofür der Bischof eine Abgabe von ½ Gulden vom Stück erhob. Im Jahre 1530 wurde aber dort bereits die Aufforstung der vorhandenen Blößen mit„Tannensamen“ in Erwägung gezogen. In Norddeutschland machten die brandenburgischen Fürsten mit der Aufforstung weiter zwischen Elbe und Ems den Anfang, ein Vorgang, dem sich später die hannoversche Regierung anschloß. Jahrhundertelang, bis in die Neuzeit, dauerte diese Bevorzugung der Nadelhölzer fort, und das Bild der deutschen Wälder wurde verändert. Der Laubwald trat zurück. Von den 13 995 869 Hektar unserer Gesamtforstfläche entfallen heute nur 4 544 800 Hektar auf den Laubwald, während 9 451 069 Hektar von Nadelwald besetzt sind. Die Eiche ist verhältnismäßig selten geworden. Ziehen wir den Hochwald in Be tracht, so ergeben sich für die Eiche nur 532395 Hektar. Besser hat sich die Buche gehalten, die als Hochwald im Verein mit anderen Laubhölzern eine Fläche von 1 tar bedeckt, während Birken und Erlen nur mit 212340 Hektar auftreten. An Tannenhochwold besitzen wir nur 298 708 Hektar, an Fichtenhochwald zavz 122 Hektar. Kiefernwälder bedecken dagegen eine Fläche von 5 603128 Hektar. So ist die Kiefer heute unbestriten der häufigste Waldbaum Deutschlands. Beklagenswert ist das Zurückweichen der Eiche, die in der Dämmerang der Geschichte der wichtigste Baum Deutschlands war. Treffend sagte ein Forstmann: alte Eichen erscheinen uns wie Gestalten aus der Vorzeit, so ganz anders wie andere Bäume, und in diesem Sinne singt von ihnen der Dichter: Dort im Mondschein ragt tot und kahl uralter Bäume Patriarchenzahl, wie Geister der im Kampf Erschlagenen fast, ein Stummes Händeringen jeder Ast. C. F. ( Die Patinnen der Rosen. Man schreibt der„N. G. C.“ aus Paris: In dem reizenden, vom Grafen von Artois erbauten und mitten im Bois de Boulogne liegenden Schlößchen Bagatelle sind die neuen Rosen für die alljährlich im Juni in dem herrlichen Park stattfindende Rosenausstellung bereits eingetroffen. Es gibt 62 neue Rosenarten, von denen 37 aufs Ausland kommen. Die meisten von den in Frankreich gezogenen stammen aus der Umgegend von Lyon und Orleans. Den Frauen fällt die hübsche Aufgabe zu in Ermangelung von Feen die Patinnenstelle an der Königin der Blumen zu vertreten. Und wie galant erscheint die Aufmerksamkeit mancher Blumenzüchter, die den eben erblühten und nach mühevoller Arbeit von ihnen geschaffenen Rosen den Namen einer berühmten oder bekannten Frau verleihen, oder auch nur den des weiblichen Wesens, das ihrem Herzen nahesteht. Nichts kann die Erinnerung an eine Frau hübscher festhalten! In diesem Jahre findet man unter den Patinyen Frau Edmond Rostand, Fräulein le Breslau, die bekannte Malerin, die ihren holden Patenkindern auch auf der Leinewand Unsterblichkeit verleiht, und die Erbin des holländischen Throns, die kleine Prinzessin Juliane, die somit, wenn auch unbewußt, den Tulpen gegenüber eine kleine Untreue be" Ueber das Buch des Kronprinzen veröffentlicht die Deutsche Verlagsanstalt im Buchhändler=Börsenblatt folgende Empfehlung. Der Eindruck eines guten gewählten Geschmacks, den wir durch die in allen Einzelheiten von dem hohen Verfasser selbst bestimmte Ausstattung des Werkes gewinnen, wird auch in den zwölf Kapiteln, die den Inhalt des Buches bilden, festgehalten. Ein passionierter und kühner Jäger, aber auch eine frische, äußerst sympathische Persönlichkeit spricht zu uns, die eine wohlverdiente Aufmerksamkeit auch weit über den Kreis der Jagdinteressenten verdiente und fände, wenn sie nicht der künftige Träger der Krone, wäre. Daß aber der dereinstige Deutsche Kaiser dieses Buch geschrieven hat, und daß durch diese schlicht und liebenswürdig, manchmal mit einem leisen Anflug von Humor erzöhlten Jagdabenteuer das von Pirsch und Sport losgelöste Reinmenschliche so frei und liebenswürdig hindurchschimmert, das gibt diesem Buch für alle Deutschen besonderen Reiz und Wert. Wenn der Kronprinz in seinem frischen ######tmart bescheiden diesen Skizzen der Anspruch auf schriftstelleose Blätter sind es, genommen aus dem Tagebuch eines Menschen, der die echte, weidgerechte Jagd liebt, und dem die schöne, große Natur ein unversiegbarer Quell von Schönheit und Lebensfreude ist“, so hat er schon den starken Grundton dieses Buches selbst anklingen lassen. Ueberall in diesem Buche bricht die echte, dankbare Freude an den Wundern der Natur durch, ob der Verfasser nun durch die Wälder von Ceylon auf der Spur des Elefanten geht, im deutschen Walde auf den Rehbock pirscht oder in Schottland die Grouse schießen will. Und neben dieser ehrlichen Freude an Natur, Abenteuer und Gefahr, neben dem Sportlichen, Weidmännischen dieses Buches leuchtei aus diesen zwölf Jagdschilderungen des fürstlichen Jägers noch so manches von Anschauungen und Meinungen hindurch, das für unsere Augen dem Bilde des deutschen Kronprinzen Leben und Farbe gibt. Ueber gewisse Liebhabereien und seine Lektüre, über seine Freundschaften und seine Abneigung spricht der Kronprinz, gelegentlich vom Thema abschweifend, mit einer gewinnenden Offenherzigkeit. Und so ist dieses Buch, so schlicht es die Bescheidenheit seines Verfassers zu geben wünscht, und so vorsichtig es sich von den politischen Tagesfragen fernhält, doch ein erstes, starkes Bekenntnis eines Mannes, der einmal an der Spitze eines strebsamen Volkes und der tüchtigsten Armee Europas einen der wichtigsten Faktoren in allen großen Angelegenheiten der Welt darzustellen berufen sein wird.“ * Erfolgreiche Expedition. oßen Polarexpedition h Statt der in Aussicht genommeReterm. Mittlg.“ Geleitwört bescheiven viesen Skizzen den 9 rischen Wert abspricht und fortfährt:„Lose nen groß..„ulig#on hat, wie wir„Pereim. Eng, entnehmen, der Spanier Fr. G. Gisbert im Sommer 1911 eine Touristenfahrt im Juli mit amerikanischen Sportsleuten nach Jan Mayen und Ostgrönland, eine zweite im August mit Oesterreichern nach Franz=Josef=Land unternommen, die nicht ganz ohne Nutzen für die Forschung gewesen sind. Während die Herzogin von Bedford und später mehrere amerikanische Naturforscher auf Jan Mayen nicht hatten landen können, fand Gisbert kein Hindernis, die Insel an der Mary Muß=Bai zu betreten, wo er einige topographische Aenderungen in den letzten Jahren feststellen konnte; ein großer, 6 Kilometer langer See an der Great Wood=Bai ist verschwunden. Die vor 30 Jahren für die Ueberwinterung der österreichischen Expedition errichteten Gebäude waren noch in gutem Zustand, dagegen waren die Proviant= und Kohlenvorräte geplündert. Auf der Weiterfahrt kam die Ostküste von Grönland in Sicht, wurde aber schwieriger Eisverhältnisse halber nicht betreten. Ohne bedeutende Schwierigkeiten konnte Franz=Josef=Land erreicht werden, wo bei Kap Flora die einstmaligen Winterquartiere von Smith, Jackson u. a. besucht wurden, im Britischen Kanal gelangte das Schiff bis 81 Grad N. und kehrte durch die Bruynemeerenge nach der Südküste zurück. Im Britischen Kanal war eine kleine Insel, die von Jackson übersehen worden war, entdeckt worden. □ Ausgrabungen. Die diesjährigen Ausgrabungen der Engländer in Abydos haben bedeutende Resultate erbracht. Besonders bemerkenswert ist ein Graben aus römischer Zeit, in dem zwölf Sandsteinsarkophage gefunden wurden. Nach der„Umschau" tragen die darin liegenden Munien die blaugoldene Bemalung noch in ursprünglicher Farbenpracht. An einer anderen Stelle fand sich ein weibliches Stelett in vollem Schmucke im Sande eingebettet. Die Frau trug am Finger einen Ring mit fünf Skarabäen, von denen einer die Kartusle Scheschonk aus der 12. Dynastie enthielt. Unter ihr lagen massenhaft Schmuckgegenstände, Skarabäen, Muscheln, Kristalle, Kupfer= und Eisenringe, Glasperlen usw. Die Nase schmückt ein großer silberner Nasenring 12 Jwri 1912 Leittteer ung, von Maeusumatseben eenoehesenn 2 gnger der gemeilter wuce wurchen in Juuh Grasgppigen wggrch in non un ven wndn. em zu tnichen Stuum enen Damm#### #chotten eintlunen glle Ur zumntliche Mrz unr ##ng ens Eurag, we de bn n nelden Alo taien soch hr###Erti##r und er. Seche der Tatt=gmnuucher do S##t=#tith vo neeter veen seatchicchern Ucde ordeis einfihrer wrr les ba baugguug belüs-=lmen besenn volber!— zur eim tur, de aamer. Eneen wei wos der ben Lottere, aunders Leuisog: daues Weu R Rdomeh. Beberangeupgerrnser Leinene-s #ude un Beehsen Kene Lerr nuner Leetuunn des Letunz## Tel. Leter de Ln#ee## Geue-lcchurnen zur scme, nuck geiamttin 2#. e wess Seimpesezans soomrmorbes va mounclen Lebeumrsemer Anher. Leiur L Tw##brnans-Schesse. r Eige-beic-Achr. Totur 1. Wol==JuEn für Berter Hume Rericer son esnn 2ul Taufdenen per mutsser veeuteen Fituzer der gwreib##ge D##s 2r#ucter pa lergeenmur.. Der erin Reuie-, Deeiulget=zur Ttegrudl-bewsa begge enderen de geger dr. Hprinichraetcicen Aobencenung, hem fieu u# trerchane Latude iet, tot ichen zen uhchendenn 14 be beiien Cart heen 14 up ignen Sm Lotoer andene teien Bür kontie##ug Sunchs Suuftoneer verichhem em u. Sec#### ven weit un Jumpepieg, nn d ubd Fr. brcet wormn. Dia Humermanner der Boeinen Fomsbpetin beunen sich us vpttkunweg uniting mieen nuttduneice#####l *-— du bus ius em unrdestes Soihem uch gesane Beste. Ur dur unn der Puugs der tursiticchen Geu#### de. Detgu Shan. u. T.a un. D##.#. bochu## beichn un wonngichen Bctone ie ner camrrich De besesgenogursn Bei##ne uher wue Loutchemiit venrkade Tichnafer dber docn ve Achmung der Ader ermweven Der Woyimun i Dme macht. untt der Apyinann 2u Bele bendes bone Betier menegmggrung den un ue zu Der soziklltentshrutische Gei muh, wem er zur Her## zueren. T#el zum Berterten gereichen Diie abung der cpeifttecen Bene=Tuebner vu zuner großer ber-? gesuevepen suld Wir toülher erte P1:t1s#eT: Le### scherei sich mme nch. De Lehre von Roferkung du fulsh F. vernecten vu ih tlichse wicen Actenzun bche duns beten und schren pbommen Bb-Scherstrager pirher nichr vicher siehen ais de pucoten#rugenr dePPeichenebere von der Peron beder ds der Pe#torh und de Eeietgi-Pileneise nuehr das Vertalnung zu Vvr. gu 2.17.# gun Puur- aud. Da Bezemmam##den dich wr Telennemut hetben, zeapmichter den undhernigen, Vna#luntehaen Beeler. De * vo Frym, ebuuge#che aug br SE k. ##.#. zenchen 2.t po Luchrlt#che Mirlessenun: * Eine beutezenz von 20 ernngelichen Urbeter- und Or###l#nen dei ehe michneistu fecher Jundum reperz un virer dom. Prein bes Benerzliater#de: Mirt#n= Amer m 10 Jum u hagen sm Zum Leme=Schuro#ten wurhe nuchicheme Leche# geeig Dde Lortmeng beionen eidet## burch ven zungenen P#o#cot, der Lurchb#chen T#cheune n i d u d u n r z u, u n s a l. e h e n t e n T o# g u n g e n e m D e u m u b i g u n g de S1 44 LE S AirSiigre waser: selder ###ch seiche Suu ungen der kucheianchen Fr###eng min ui vie E## Aben Remn z# i# dert mul va ge#ine tur wräts und ##l durm Eung, bes teu#heen Lo##er geiate:. Da Vortereng, mi Geuher Be- bchucch Vernanch von der Erk.## n Schomssedernss der Geit den Oeurschenen und der angecchusenen Unnverbuie, zunt, weiche#iercich ve uam urbheb er## sin., pein deg Ben:d ain und Anccbeng eger ver#cher deue iammner e#geneln wat Unere engen#h #lager, die in den de##chmn Teme-Escheien er villin de##h ot ane Te fuch,(pchern wu gd. mnn Naech#### iu de ##uug derterber as del ger werzer Orgentu und mu aau Lahrichmuung ihrer wirtchr cher Inserellen an dem Poter a betden Statat= und##e-#ch######g einzunteten. #hreutt wit chnar zur P##lag der futluch teinnen Deutert in dex eurggtächen Arbetst. uch Shmngpraeren. noum amdeter Eiverseld, 11. Juri. Die hiefige Fortschrutliche Volksgeon bechich u von zel#nh beicheen Priommtung Austritt aus dem rheinischen Bezirksd und die Grundung eines Vergischen Verdander wit dem Sitz in Elbersel d. Diese Spoliung ist die der Zuwistes zu ichen den rechesiehenden bergischen Frei giorugen undter Eickhhoff und dem linken, sozialistenfreundchemn 3togc. 4 Kommunelwirtschaft und Kommunalpolitik. 11I. Ucber die Erfeige der Siodlerslauierung verdieuete sich der Direston der St####chen Hygemichen Instums zu Hamburg. Peoiehor Dr Duuder, in einem überaut intereilanten und eingetriden Vontag Au dem weiten Acbensele der oumunck wirtschot so führte er evs, tinden sich heue vur noch werige Gebele, in weichen der G###lut, der hyger#iche rungen sich nicht geiten macht. Tos wen verzweige Syiuen un serer geehigt icher Beyorden sietzt sich bei sont allen neu nommenen Acbeiten gencug, Abslicht auf die Fraze der luchen Gesummte###ege zu nehmen und den hiertur Zuttan##gen Lottangen seine Prozekte zur Teviung zu umerdretten. Ei J.######### m Nochendersein eines Mezeine Omme ganden na, mit dem? euus tum RöIn e er 1 mehr bege lgen ucherechegten Hymenster: id Chotlottenburg geton ##ch keine Stadt über ein dem Dr. dern die Arstellung Mazstraten, wie dies ###. Vor enisches Institut Cholera= toge, wa: nturmten, v##. sich und els Hamtzung Epemte von 1962 fur Gu für emne noch Lollig ungerl Zuintut in ep gaben, die auf dieser Inst#t. mohen, daß aus den zwei Aflistenten, die dem D 114, zmr Seite gestellt wurden, 44 geworhen sind, bei perlonel von 127 Angestellten. Inzwischen ist ein cher Grußstorze dem von Hamburg gegebenen Ze### Der Rothner gab sodenn einen Auckbick auf die Enist aphete en#schloß, golt er 122 schen Landen waren. hayerische Geheimret einer vollstündig medizinische zum Teil heute noch walle 6 mon Somcle über die galt sost allgemein als gustig, nrucfleigen mußten, ledichich der Manget an trintharste Wasser sollte verunreinigtes WBal wie be von 106) Jahl Um 1790 vertisentlichte der ind Leivarzt Johann Front Sein haben 9e lese 27 statt daß es sich selbst reinige. Noch soichen Gesichtepunkte überall, seibst in den Großstabten; man schoptie den Strhmen an aue anderen Unrot hin möglichen Insektion es in dem während 10% fur hygienischen Motn he Xetue #lDr. 45 Bonoterruger ige Soole ger Darlamentarisches. Der peeuigiche Lnuwuc, Ueechse 1n zum 22. Juuner veru den eferle minin der Togung on 2! Junuar bs zum 4. Jum ems ertediche Jus von Teücherungen Erschre. In Lizeramgemnug voret m Li.## auer 1 Baue izer g 1 fu Joei=It. zvei-bei. 5. 2 Derin unnd Aers#eite# eleieng. In 2 Loser wirt wem Omderr: Tün Louf., J.ui e n 2* ten in Suarsbern mrr: Tün Lork. mmsse# Tenseldr: kun. u 2 L##in fir der verturhener #e Furtchr Lossz#re Verspret Aiunier 2 mr 501 gezen Df stzullben Wicmanner ummen. u 1 Ters##m fr den ne turteuer Loneromien: Toh ter 1 2 vor Siümebrse: Shrkner: Tiegnz Porgen we ves Aeman zu E=eium S#####ber d vung den Tun üner Innaner An 2. Janure pianz der Lansser Niesch Temzeer fin 2 uhan=Fezrsendeng. In der Essusms guug der Frekunervumer dis Borser zeroter mr 25 gager 41 Semmen setze der korsuuurageisten FctScherkzu Scnersterg#I iner der Nrest##sduchet# ##r biedercha: An 24. Marz kort U#der: Trrese: To# Ter#eer in 1 Berln, an 11 Mor, Aert:=Buman 1 Verria=Smrguet, am 7 Ant o Krofigt(l. Lus#iiier im 11 Aprt, au jenen 75 Jerrnsug, dee Terz:: B#te#ll##chpur### Lischerseten. am 17 Nu. inn mei eiter Komm. Far###n.ug. i. Beruiich(1. honterp###er ker und am 22 Mr Pelessohs in Ver., Aoers=Inn=Worgrowa, um Firzlofi(1., Kioln=Rol#erz. Um 4 Aprs geung#e der Vergechr des Abz Areten(2 auf der Menden#r Te#=Smm: und Land zur vireler Anzeze Gesterr stach etta. Eo sund sonach z. Z. b Mondene Oefterreich-Ungarn. Zum Anichlog auf den Banus von Kroatien wird gemeldet, daß die Polizei in Agram im Laufe des Samstags des Sonntags nahezu 60 bosniiche Studenten unter dem Verdacht der Muwisserschaft an dem Auertat des bosnischen Studenten Jukics auf den königlichen Konnnissar von verhaftet hat. Jukics wurde wiederholt verhört und änderte sein Verhalten. Wahrend er anfangs ein verstockter Wesen zur Schau trug und erklarte, keine Mitwisser zu haben, gab er jetzt an, daß er an einem Ausfluge von Studenten nach Belgrad teilgenommen habe. Don seien im Gespräch mit serbischen Studenten die Zustände in Kroatien erörtert worden, wobei jemand erwöhme, es sei doch sonderbar, daß sich in Kroatien niemand finde, welcher das Land von der Gewaltherrschaft befreie. Damals lei in ihm zum ersten Male der Plan aufgetaucht, den königlichen Kommissar aus dem Wege zu räumen. Jukics erzahlte weiter, daß er drei Genossen gehabt habe, en. Alle ist auch vomilligt zu bekommen, als für Matnahmen, die die mei Gesundhen schützen sollen. Das Vieh hat einen bestimmten Marktwert. Bis zu einem gewissen Grade gilt das aber auch vom schen. Ein Englander hat ausgerechnet, daß die rund 10000 Menschenleben, die im Jahre 1910 allein durch die Maßnahmen zur Betampfung des Typhus echalten blieben, für 0 eine Erspornis von wenigstens rund 30 Millionen Mark bedeuten. weigerte sich jedoch, ihre Namen zu nennen. Die verdafteten bosnischen Studenten weisen mit Entrüftung die Behauptung zurück, daß sie in den Plan des Julics eingeweiht gewelen seien. Wien, 11. Juni. Der Minister für Landesverteidigung im Abgeordnetenhause Bericht über die Pulverexplosion in Möllersdorf am 7. und 9. d. Mis. und erklärte, das Ergebnis der angestrengten Untersuchung dem Hause mit rückhaltloser Offenheit mitgeteilt würde. Alle in der Oeffentlichkeit über die Ursachen der Explosior stellten P# Ursachen der Explosionen angevorläufig mehr oder weniger wahrscheinliche Hypothesen. Bei der Exxlosion am 9. dieses Monats lagen Anzeichen eines verbrecherischen Anschlags vor. Ein Zusommenhang zwischen beiden Explosionen sei nicht ausgeschlossen. Die Aufregung der Bevölkerung lei begreiflich, jedoch sei zu betonen, daß in Oesterreich=Ungarn derartige Unglücksfälle bisher viel seltener vorgetomen seien, als in anderen Staaten, und die tatsächlich vorkamen, seien meist durch äußere Einflüsse herbeigeführt worden. Für die Fomilien der Verunglückten werde in ausreichendem Maße gesorgt werden.(Lebhafter Beifall.) k ue ur en Banene D. Dr Du E. M E ar aa= ucd du Smam am un Secientrem. ul Jum 12 uriue n i# u de Sroüdlanmnssnraeltin. un der ken kroesgene uder oaue, ert m unrgen Schre winz dr s geneme de Sumnions emmein ium V###### um S aier ius Jamerrez zu veruntiumer. Gn Kir Frankreich. 5 Sun S# St: fenr Boru. 11. Juni. ur varinden dr Sptcft.? Bchen vever du haferzanfe P en Seecheur erun un 2 dr krotuicmmus B g„ Iener Bgemeuch S#ommt geiiane, ure Leugessoner durr ie S#oer uunmimer Lat . Somtll##ur ie der unmun Seursoinden und deurscher Horcher.„ and e her — Beituniche: Scpe m; Lunl., Huh Sp=Litmer u imder. De. Hond=summnter in Ananung##nmamnzesimner u ie L gee un n eer gscunr non uehr vuwerggn Buder Ermucer der im iger Peragememder nuch t##ie: Aur. S“ Jesuuten. 11. Jun. In der lezner Sut den m Umstanden vigen. Die bi Inhude gegenimer Dee d en m Hn. u ue us Eun. un eme Lommstion. Dem Erucder murde aur rrucher. Barn 11 Jum. Ter Smu d Kann a# emee Senmmg mr den Aunirganerc merrder der var.udr nhcmer St ur Sen„Eni u Lruss“ zuftüg. Spaperrt B Croirbeitannten London. 11. Jun. Be der Simmm mmm Sn#ct en Smmder a Ar#nger Beriiumgenen des Shner nor der teimicher Seie#mun, der ir der *.,##rzen für Zumeru Tecck 11. Jun. Ir der Nüde des ames mune de der# gunder. 14 m Se wiren ihr zuu achutet. Im Jahre 1.6 Samge. 25 Jun. Em egenuge Zm enn Wame nor vemerS#men zum ine#1 ien m uune Ett eum gter heucc eer de Hüe uudr. In einer Hicr vor eannt#### 2. Somem wen mn. ig dos us uu emnger Erz tut en der Igrung ier krgenung nar ter Techeor uner 855 und 2r r* die geiner derr #c Ece Rußland. Sogreustingeneen Borter undd der k. genr der boier, derienn vor dre 2: weier u einen Be#ue der aner Reiedern## mee gemoer Rac reoher Eug zer der Setcrden und des A##ls und— dere habe üger erschanen weren, suhren die Mcheninen mu der iner und Vonbager em dccene ##gelin#uch die se##c peichce Serde noch Dremel. übderell von der Veröikerung beges#en be(Darokko. Beris, 11. Juri. Der De####erne Long, der dereus Berichtersme über das derwsch=iranzsfiiche Abtommen s# 1. Nover der 1911 wer wir derte im Kammeransichß swirnzt Arselegrde##n einen Bersche üder den mit Br## Habd ebgeschiobenen Proiektoreisvertrag verlesen. Lonz gihr in dem Bericht u. a. mehrere von Rulao Ha#d derrührende Schrinrücke wieder. In einem derselber wei Suilzy Haiid auf das dreizehn Jadrdunderte alte Arieden hin, das niemals einer drinen Mocht al: Kolonie getön habe und seit vier Jahrhunderten im Besig seiner ich Madrid, 11. Juni. Der„Imparcial“ erklän, die An wort Englands auf die spanische Note berüglich des num ehr eingegangen und torme Urgatales den spanischen Wunschen entgegen. Da man über andere Punkte noch uneinig ist, werden die Besprechungen ziemlich lange dauern. eine Ersparnis von wenigstens rund 240 Millionen Mar“ In bezug auf die Typhusbekampfung steht Deutschland an der Spitze aller Länder. Dies hat es fast ausschließlich der Saniesserwerte zu verdanken. Dos gleiche gilt von ungder Wasserwerte zu verdanken. Dos gleiche gilt von den Pocken. Während es im 15. Jahrhundert sprichwornich hieß: „Von Pocken und Liebe bleiben nur wenige frei“, ist durch die Einführung der Zwangs#pfung ein plötzlicher Wandel geschaffen worden Allein In Preußen starben 1870 bis 1673 129 148 Personen, während im Durchschnitt der letzten 10 Jahre im ganzen Reiche allfährlich nur 36 Personen den Pocken erliegen. Die Gesamtsterdochteit verteilt sich nicht gleichmäßzig über alle Lebeneabschnitte. Der Redner kommt dann auf die Säuglingesterblichtent zu sprechen und fordert zur Einschränkung derselben eine eingehende Mischkontralle. Es wäre selbst zu erwägen, ob die Städte nicht eigene Musterställe für die Gewinnung von Kindermilch einrichten wollten. Die öffentliche Gesundheitspflege kann sich aber nicht damit begnüigen, nur die Momente zu beseitigen, die eine unmittelbare Lebensgefährdung für unsere Bevölkerung bedeuten, sondern sie muß darüber hinaus alle Schädlichkeiten beseitigen, die zu KrankAnlaß aeb beiten, Unpötzlichkeiten usw.—.—„ den können. In erster Eine Kundgebung zur Wahlreform. Wien, 10. Juni. Heute nachmittog versammelten sich die Obmanner der Alubs des Abgeordnetenhauses mit Abgeordnete##haufes Dr. Sylvester bei dem Mtaister des Innern, der im Einvernehmen mit dem durch n#runtheit am Erscheinen verhinderten Ministerprasidenten im amen der Gesamtregierung eine Erklärung abgab, in der er bedas internationale Prestige der Monarchie, Ungarns Bunt#sfahigken sowie die Sicherung der von ihm stets festgehaltenen Poluik des ehrenvollen Friedens erfordere die termingemaße Inkraftsetzung der Wehrreform. In gleicher Weise verlangten dies die militärischen Interessen, wie auch die Intereisen der Bevbikerung selbst, die die in der enthaltene Erfüllung zahlreicher dringender Wünsche rie. Die ohnedies weientlich verzögerten Affentierungen liesich nicht wener hinausschieben. Die Aushebung müsse unter bereits auf der Basis des neuen Wehrgesetzes oher in Ungarn der Wehrreform entgegenstehenerschienen wohl angesichts der Annahme des zorischen Abgeordnetenhause als behoben. Allen Fatioren der Reichs erwachse daher die Pflicht unter allen Umstönden auch in Oesterreich=Ungarn die Voraussetzungen für das Inkrafttreten der Vorlogen zu schaffen. Die Einhattung des in uritielbare Nähe geruckten Termins für die Durchfuhrung der Reform erheische, der Wehrreform unter allen des Reichsrates den ersten und vornehmsten Rang einzurhumen. Eine Verquickung dieser Angelegenheit mit irgend sprechen, ebenso wie die Regierung die Bewilligung der Vorlagen lediglich als unbedingte Staatsnotwendigkeit und nicht etwa ale konstitutionellen Vertrauensbeweis ansehe. Der einzig mögliche Weg zur Verwirklichung der festen Absicht der großen Mehrheit der Parteien des Abgeordnetenhauses, die Durchführung der Wehrresorm zu sichern, sei die Aufstellung und strenge Einhaltung es genauen Arbeitsplanes. Die Regierung verlange däher entsprechende Beschleunigung der Beratungen im Wehrausschuß, den Beginn der zweiten Lesung der Wehrvorlagen bis spätestens 17. Juni sowie die Erledigung aller Lesungen bis spätestens zum 25. Juni, damit noch die terminmäßige Erledigung des Budgetprovisoriums möglich sei. Die Regierung erbitte eine präzise Mitteilung über die Stellung der Klubs bis längstens übermorDie Regierung erwarte die erbetene Antwort im vollen BerSiche gen. Die Zeaierung erwarte die erbetene...# wußtsemn ihrer entscheidenden Besrutung für ofe An diese Ertlär## die Vertreter" der ung knupfte sich eine Debattg, in welcher olo“d=w#####atle sowie die Ruthe Sozlalvemorrurr sower die Ruthenen sich dagegen aussprachen, Budgetproossortum zu Stein wender tre arheiten sowie dafhr e beiten zuerst beendige wete. Der italienisch-türkische Krieg. Konflankinopel, 11. Juni. Der Dampfer„Ispohen“, der unter anderen Passagieren auch ausgewiesene Naliener an Vord führe, ist auf der Fahrt von hier vor der Einfahrt einer den Gerüchten Anlaß gab, die Dardanellen seien wieder gesperrt worden. Diese Gerüchte sind ganz unbegründet. Mu Hilfe verschiedener Bergungsdampfer ist der Dampfer „Ispahan“ am Nachminag wieder flott geworden und hat seine Reise fortgeiept. 8.4— Tripobis, 11. Juri(Tel.) Reldung der Agenzig Steram. Geüh machte eine Kwalleriedrgade einen Erkundungszug di Abgelgili hinaus. In der Nähe der Berschanzungen, Beiallene Wei-lat und Tnaranz Poaychiche die Brivon den Mer#as um Taalegs. Spounn uulichtt die Dose Zanzuk und steckte das an der füdlichen Grenze gelegene feindliche Lager, deren Varacken soeden verlassen worden Brand. Wie die Kundschafter und Kriegsgesangenen überei weder I7 nere A###eder n di Lung:: der T#####erreöes der dormredge Strmenn u.: nadm der breier Beeperder nac einer zümtender 2# ie r dde Seme der ganzen Kongregmmon in die Nror Em 5 Dir tegan m cgen S## shang em m vermmum de weche: der leger Lur des geoder Stacz 2## der Scern deiene wer Bs##ög genme## u ge Leeder des Koug-eoe alrch ec ae wsichen Lergregenmren u der Tosenge. Jer uu i). #am Zudireriaon zur Begesterunmr sa iur zm ko#me 116 Mun edern des Beremns in neu 25##r#n ###chen en wermehes O###m üder:: zu werter Bonn, 14. Jun. De Vorner Kooz#nd:# Jahren#uiriech Geger#tand heinger Ar#r#e= der Se#im: len geweien, die sich be##der: gegen üre#demer Un dee Vorwerke# dre Bereaw gen A##tänder espegen ten, sin der den 2### T#eeherte# Jeit m Lem es Artegeng zer kam heur dr Korgs Ver##hs und Tolono und umer Vor### zer Ezelz“, mn Deeter Vorner Belzer 25 Berreer aller Be##. ergerreen Li L#ecm der epgedenden Lerren.24 2# die en uuug gerrotiene Feisnellung, doß wenn 2nd?e###ä des Vomme: Ker###lerens von der O### erderl# üderm eden würden, doch in vichen Bezier ger de dessernde Hend engeleg: werden könne. a un nüpe Bedausgeten zu verwedden. Um seiche liedelninte deso m Lauie der Zeu der#usget ider haben, zu deiengen m.:# den Ae=Herren=Vereinigungen oller Korpt eine L##mn g. #, die in festen Zu Henrimen zwigamernreten 2d der Alren dermend zinr Seue sieden soll. &a Bonn, 11 Juni. Wer er für seinen Schatter, den Dzitn GS a-bgrit. riger Herma; heim aus Orer'ed Bei#ichen) am Sconsimm Numetere. Die Sbmmmerze##unz####pelegr du. Wrre 20 der Bommer Smailammer der 25äh#ge Br###lehrer E Staus Köln wegen Arkundenfälschung zu 3 Br##en verurteitz. Der Schiler, der sich ein Zeugnis mit der Urtrn#rdes Proauedrers selbit geschrieden * Dären, 10. Juni. Roch off. stern wo die Bngas instimmend versichern, nahmen an dem Kampfe bei ißer den regulären zurkischen Truppen sämtliche Rehallas teil, auch diejenigen aus den entfernten Lagern.— Wie aus Benghast gemeldet wird, zerstreuten italienische Karallerie und Kamelreiter bei einem Erkundungszug eine Gruppe Beduinen.„ Rom, 11. Junri(Tel.) Nach einer Mineilung des Kriegsminii den Schlachteldern oder infolge wundungen während des italienisch=türkischen Krieges 57 Offiziere und 588 Seldaten gestorden, die vermißten nicht einbegristen. Offyiere und 325 Mann, die zum größten Teil dem 11. Versaglieri=Regmmer angehörten, wurden seit dem 23. Okrober 1911, Schara Schat nicht mehr gesehen. London, 11. Juni(Tel.) Reuter meldet unter dem 10. Juni aus Smyrna: Am Samstag sollen 19 italienische Kreuzer auf der Höhe der Insel Leros bemerkt worden sein. Sie bewegten sich in der Richtung auf die türkische Küste. Kirchliche Nachrichten. Die Dibzese Breslau ist die an Seelenzahl größte ganz Europas und die an Ausdehnung größte Europas, wenn man vielleicht von Rußland absieht. Ihr Umfang 106 733,50 Quadrat= kllometer, der sich folgendermaßzen verteit: erggree## 45 256,73 Quadratkilometer, Delegatur 60 258/38 Juabruchilometer und der österreichische Teil 3091,39 Quadratkilometer. Die der Katholiken beträgt 3658 948 Seeien(ungefähr 20mai mehr als die Diözese Fulda, über 2½mal mehr als die Diözese Münster und wohl doppelt so groß wie das Vistum Padervorn), vor fünf Jahren betrug die Seelenzahl nur 3332 172, hat sich also um rund 326000 vermehrt. Diese Katholiken stehen einer Gesamtbeoölkerung von 13 210 353 gegenüber. In der Provinz Schlesien sind 54,34 Prozent der Bevölkerung katholisch, in Berlin 11,72 Prozent, in Berlin und Brandenburg(Provinz) 8,79 Prozent, Provinz Pommern nur 2,60 Prozemt; der Prozentsatz in Oesterreichisch=Schiesien beträgt 79.06. Den größten Prozentsatz von Katholiken hat der Landkreis Rativor(Oberschlesien) aufzuweisen, nämlich 99, den geringsten der Kreis Ueckermünde(Provinz Pommern, Regbz. Stettin), nur 0,37 Prozent! Das größte Archtpresbyterat(entspricht den hiesigen Dekanaten) ist das Archipresbyterat Bertin(Stadt) mit 265 767 Katholiken unter dem Erzpriester Alesch von Herz=Jesu(Berlin=Charlottenburg: 84 286; Berlin=Neukölln: 66 339); das kleinste Archipresbyterat(BunzlauN.=Schlesien) hat nur 5007 Seelen. Die größte Pfarrei der Delegatur ist St. Hedwig=Berlin mit 28 805 Katholiken, des engeren Bistums St. Maria=Beuthen(Oberschlesien) mit 41 520 Gläubigen. Der Klerus der Gesamtdiözese setzt sich zusammen aus 1814 Welt= und 145 Ordenspriestern; insgesamt 1959 Priester gegen 1763 im Jahre 1906—07. Städtisches. Münster, 11. Juni. * Personatien der Königl. Generalkommission. Versetzt wurden die Landmesser Rose von Soest nach Münster und Weinig von Münster nac Errst. nan Munste= nach Soest. 21 Unfall. Durch den Einsturz eines Gerüstes an einem Neubau auf der Gallitzinstraße siel heute morgen der Klempner Hähne aus dem 2. Stockwerf. Er zog sich einen Bruch des unterschenkeis zu und wuche ins Clemenshospital gebracht. Drovinzielle Nachrichten. J' Bottrop, 11. Juni. In einem Streit zwischen einer Gruppe von Bergleuten erschoß ein verheirateter Bergmann aus Königshard den unverheirateten Bergarbeiter Steinkemper von hier mit 9 dgewehr, Der Teter s# einem S####.-chr. stellte sich dletold der Polizei. ne. erhren die die de S: zieber Nacrich:—: den Kriegemmmsteriun wird die Amftige Garnison der Se: aus einem Bazoilion des Iafamerse=Regmmente Nr. 161—: 9. gmersitat bioder zu Trier, einer Abtelung fedrende: Fedethlere des Begmerns Nr. 83, das neu gebedder wiit nd ena Mochnengewehr=Kompagme destehen. Die Truppen sohen= Ferngstellung der Kolernen am 1. Apri 1914 noch Dur legt werden. Insgesamt wird die Germiion desiehen aus 43 D6. zieren, 1053 Mann und 251 Pferden. * Ahrweiler, 10. Juni. In Marienthal ist ein Mareinem Automobil öberfohren und getötet worden. Er wor von sechs####dern Osnabrück, 10. Juni. Der vergangene Osnabrück em Erinnerungseog erster Ordnung bleiden Steit sich am Vorminag der Zeppelinkreuzer„Vittoria L wurde man am Nachmuttag durch die Ankunft eines Funn verraschi, und zwar war es unser heimiiche Tweer, der als erster den Osnabrückern das Schau####e. Ueberfliegens vor, nachdem alle disherigen Veriuche und auch der Rundtlug am legten Sonmag geschenert sind. Gegen 7 Udr rr: schien Tweer, der in Lengerich ein Schausliegen üder unserer Stadt und bald war die ganze Ser in heller Begeisterung. Nach prächtigen Schleifenfabrten landen der Flieger unwen der Neuerheide nach 20 Minmnen g. dem Jubel der Tausende, die bereits berbeigeeilt waren, begrüßt Tweer fuhr, nachdem er seinen Apparat in Sicherhen gehr: hatte, in einem Auto gleich einem Triumphator durch die S#### nach seiner elterlichen Wohnung. Als er darauf zum Landung platz zurückkehrte, brach der Jubel der Menge erneut lo# e der anwesenden Herren hielt eine von Begeisterung und liebe getragene Ansprache. Neden der moralischen wir den jungen Flieger auf finanzielle Unterstützung zu teil werden. es sind bereits einige Summen gezeichnet, und es sollen noch öffenliche Zeichnungen veranstaltet werden. Heute morgen gege: erhob sich Tweer mit seinem Apparat, um nach Vebrie gen, wo als Abschluß des gestrigen Rennens ein Schau#negen staufinden sollte. Nach einem prächtigen Aufstieg und Fiag#r folgte die Landung in einem Roggenfeld, wobei der P# beschödigt wurde. *] Aus dem Oldenburgischen, 10. Juni. Am Sonntes. 9. Juni, fand in Blexen das Bundeskriegerfest der Kregerndes Herzogiums Oldenburg statt. An dem Feste berei 190 Vereine. Der Großherzog nahm die Parade ab. Am Loge vorher war der Vertretertag. Als Festort für das nächtte wurde Jever gewählt.— In Deimenhorst errichtete man en Denkmal für den Großherzog Nikolaus Friedrich Peter, den 1400 verstorbenen Herrscher Oldenburgs. Das Denkmal wird am 1.30 enthüllt.— Im Herzogtum Oldenburg wird demnächst ein Wincthorstbund für das Herzogtum ins Leben treten.— Das Haus ee Kolonisten Neumann in Südmoslessehn wurde während des Ge witters vom Blitz getroffen und eingeäschert. nr. 293.(Dorgen-A äserung.. 4 zailand, 11. Juni. Ein streß. C; Vot gicht augg Ssch. ea Res echer ier Siche Verfügung seiner Toch eecd Pantf kuer uuche Sonntag ganz unt dsche e are hatten den Ausbr seutschen Inseln beobachtet; dörfer an der Meerenge von E der surchtbaren Explosion siel das Land. Obwohl der #der Eruption entfernt war mttags vollständige Fi nieder, und die Asche bedeckte Schiffes.— 59 Arbei Tambow, 11. Juni.(Tel ##orlow Dawydow sind 59 Feld #schiefen, verbrannt. Die Urse ##ermittelt werden. Vermischtes. Rettungstat eines den □ London, 11. Juni. Aus ##heinrich XXXVII. von Rei * Moltke" als Offizier ###on Menschen, die zu ertrinke Poote, dicht besetzt mit M ##ver und wollten an dem ####en schoben das dritte vo ###oote bei dem„Moltke“ an M#cot umzukippen drohte. Es ##nd die Hälfte der Injassen, ##en, als der Prinz das Te gen Matrosen unterstützt, seuzers zog. Es gelang ihm ###cholt in Gefahr kam, im M ###ch in ihrer Todesangst wie ###es gerettet und in Sicher ##Furstensohn begeisterte rwa 10000 Personen haben Uhr # hagelschlag such;; 13 Lesen heim. Die Ernte ut eine Zugel durch den Kopf.„„„„ 4 Neukölln, 10. Juni. Die Einwohnerzahl von Neutoun venns am 1. Juni d. J. nach den amtlichen Ermittelungen 258 86; hat sich seit der letzten Volkszählung um 21 489 Seelen oder un eibbas üdrr 5 5. h. Vermehen um um etwas über 9 g 6 vermehrt... Menisles n Paris, 10. Juni. on einem Bauerngehöft vor##mahne, der Normandie wurden gestern früh die Leichen seiner Thuugagg eines 69jährigen Landwirts, seiner Frau und seines„Schunge# enitdeckt. Die drei waren in der Nacht auf das grausamste ern worden; die beiden Gatten mit einem gewaltigen Knup uuz Eschenyoiz, den der Mörder am Schauplatz hatte stehen ogh#n Lufts Fernflug Csakay ist gestern unweit Mfugfelde Aspern in einem m #####urchtete, der Motor halte Apparat wurde bei der Lan Fleger trug eine leichte Fleiso #ner Nietner blieb unverletzt. Der Aviatiker Blaschke Aspern schaffen. Der Flieger Krieger mit ##er heute früh in Kanig wiel # Min. in Breslau eingetr Blug nach Wien fortsetzen. I er Apparat ab und wurde #mverletzt. Wenn das Repar soch rechtzeitig eintrifft, wir en suchen. Der die Leistung von Oberi ##sgezeichnete, wie sie auch pird. Der Sieger des Flug euschen Zuverlässigkeitsflüge ####orit der ganzen Konkurrer #ndecker der Rumpler=Werkdas seinesgleichen in der # hirth einer der erfahrenst heherrscht er seinen Motor 5 #igeht auch die kleinste U. ##chine liegt, nicht. Wenn Seitt er stets noch längere ##n Motor zu kontrollieren, olle dauert meist fast eine #ichts, was etwa an dem M Helmut Hirth, der erst: Prettors der Fortuna=Werke en Motorsport in Fühlung. #achte dort das Vanderbilt ##ßerordentlich gut abschnitt #eie er sich der Aviatik un men. Das ging aber nock Aner, dem brillanten Etrich S#e dort schnell Erfolg. erlin über. Im März 19 ohannisthal; bald darauf n ##ege viel von sich reden. ##ur er der einzige Preisben ##urde. Er erhielt hier an ##ngsten Flugwoche in Kiele Preise und gewann über 20 Segenstände. Hirth, der n Steilung bei den RumplerBchenrekorde mit Passagier ##rer. Hirths Flug von M sohl noch in aller Erinnert ##ier lange Strecke von M ## der Zeit von knapp zwei 30 Kilometer in einer Fl #rückgelegt, und damit den is dahin einem deutschen lug München=Nürnberg=Lei ##eripreis in Höhe von 50 Hirth# Bald nach seiner Ankun ##s„Berl. Lokalanz.“ eine von Breslau zur Donaustad on allem Anfang an im S # einem Tage zu absolviere ###eslau angelangt waren, ###enden Charakter an, ## den Gewitterbildungen f e l h a f t e V e r g n ü g e n h a t t dnem Ereignis, das mir ni #winden wird, so wollte### surch die drohenden Wetter meine beiden 5 laschke und Oberleutnant Lonnitg bekommen hatten, ##s abgeraten wurde, " Spätnachmittags dahin, verschieben. Um am nä 2 um 6 Uhr abends zu P 9 Mitternacht. Um 1 U. 5 noch ## in völige Finste ##en noch fest, als ich #wecken. Mit nerschia de Posen, 11. Juni. Frichtbarer Strecken in der Provinz Tesen heim. Gnesener Gegend vollständig vernichtet.„..— Gerlg Kirchhain(Niederlausitz), 11. Juni.(Telegr.) Im Vei eines Streites gab der Malermeister Lind auf seine St germutter drei Revolverschüsse ab, die sie löteten. Er verleh darauf seine Frau durch einen weiteren Schuß und jagte sich seie Eschenholz, den der Mörder am Schauplatz, hatte sted mit dem er seinen Opfern den Schädel zerschlagen dem Schwager der Hals durchgeschnitten worden war. Von gli Sthrotge: Nr. us Guiugfafrttel Beicen G0l. Mörder hat man noch keine Spur., ird Paris, 11. Juni.(Telegr.) Aus Chervourg wng meldet, daß der am Ort der Katastrophe der„Vendemialk“ rückgelassene Torpedobootszerstörer keinerlei Besste#ag teile des Unterseeboots an der Ob Bestagd: t# an der Oberftghche Ertistzez bor# vermutet deshalb, daß die„Vendemiaire“ forrgerissen wul! jetzt auf dem 150 Meter tiesen Meeresboden bei Cap de la 90 hegt u wsnoch fest, als ich be weuen. Mit verschafen Freie, wo er schon um Bliegen Tane Meinuten vo ###u Feutnant Schoeller das Kommando flo Kaus zur Bersch wir bat gößere Höhanu Leriliegs: vogen zu komm gen, aus der schon deren Gege mußte ich or vo Meier““ mir auch tul schmg ereichen. zieren Wolkenmassen, kumet über. scwer u dses Schan“ und wir es Schauspiel, wie sng Pesten leuchtete ei Bolteumege Beoranis boß man d in ei ate, daß unwilltürlich urer Mlich mit a de schmereun u. e. 9 Pesgr. Die Orientieren Li weren Wolken h oustände gen. undd verliecß, nint ine mit au Spor. Hüldete mi den Tragflächen he 9“: n. 293.(Dorgen Ausgabe. 11. Juni.(Tel.) Die Herzogin von Connaughe indet sich gänzlich außer Gesahr und ist auf dem Wege der Bessegisand, 11. Juni. Ein 70jähriger Mann verübte dadurch daß er sich in einenrtsart legte und den DickeLahlimgt“: Nachrgein, der es aufgefallen war, daß der a.: Tag: nicht ausging drang in die Wohnung in und ##mn ein“. hisucee dei. Sarg und fand den Vermißten 90 esiu Schlafe liegent. ###andon, 11. Juni. Das Testament William T. Steads, der sinergang der„Titanic“ seinen Tod fand, wurde heute erp##em gtegd hinterläßt sein auf 260000 M geschätztes Vermögen Gattin und alle seine Papiere zur genaueren Prüfung und Gedgund sioer Tochter.. freiert 8lasta), 10. Juni. Der Dampfer„Vora, kam hier Sewore“„it Asche bedeckt an. Die Besatzung und die am Sonn“hatten den Ausbruch des Bulkans Katmai auf den Inseln beobachtet; sie glauben, daß mehrere Fischerbleutt an der Meerenge von Schelikow zerstört worden sind. Nach dör;#haren Explosion fielen bestandig gelsstücke und Asche der Land. Obwohl der Dampfer 70 Meilen von dem Orte 9) Arption entfernt war, herrschte auf ihm um 4 Uhr nachder„allständige Finsternis. Ein Aschenregen ging und die Asche bedeckte in dichten Mengen das Deck der Westfällscher(Derkur. Wittwoch, den 12. Juni 1912. neder, Schisfes von der Oernman: orehen Beziei gur de den könne.—— iche liedelninde des zu beieingen. w.:4 en ## eine en gbamerteer nd ke #####eer der. Wrse 20 guis mit der IIr####r erhren die gie de Sure r#ison der See#: Jun dung jedrende: Fedegebide urd int enr bi T. 1914 noch Duren ze. aus 43 OE. uhal ist ein Mann ne m„ Arer n Vertuche und auch der sind. Gegen 7 Ur: erdie ganze Se###tern 20 Minien glen.:n beigeeilt waren. i Siche mphator durch die S#### Renge erneut los Einer Legeisterung und moralischen wird den zung zu teil werden. E: es sollen noch iren: eute morgen gegen uul um nach Vebrie zu sie ennens ein Schau#egen Auffrieg und Ft#g eld, wobei der Proprun Juni. Am Sonntag. den gerfest der Kregemerene dem Feste bereiligen uu# e Parade ab. Am Tage ort für das nächtte Jahr nhorst errichtete man ein Friedrich Peier, den 1 Denkmal wird am 1.9 dird demnächst ein windttreten.— Das Haus wurde während des Ge scher! hagelschlag suche: 107 Die urnte stir (Telegr.) Im r Lind auf seine Stuie sie löteten. Er Schuß und jagte sich selbst rzahl von Neukölln Ermittelungen 258 867; n 21 489 Seelen oder um rngehöft von Leichen seiner Bewohner, zu und seines Schrrnggz, if das grausamste ermord. gewaltigen Knuppel al laßz hatte stehen lassen zerschlagen hatte, während n worden war. Von## Cherbourg wird he der„Vendemiaire leinerlei Besteg); fläche gesichtet hat. 1n ie fordgerisen undde.. bei Cap de la h 59 Arbeiter verbrannt. Xambow, 11. Juni.(Telegr.) In dem Vorwerk des Grafen Mosom Dawydow sind 59 Jeldarbeiter, die in einer Getreidedarre Bichsesen, verbrannt. Die Ursache des Brandes konnte noch nicht ermitelt werden. Rettungskat eines deutschen Offiziers in Newyork. condon, 11. Juni. Aus Newyork wird gemeldet, daß Prinz B#einrich XXXVII. von Reuß, der gegenwärtig auf dem sse“ als Offizier dient, gestern einer ganzen Anzahl van Menschen, die zu ertrinken drohten, das Leben rettete. Drei dicht besetzt mit Menschen, kamen auf dem Hudson Kiver und wollten an dem„Moltke“ anlegen. Zwei von den Ragten schoben das dritte vor sich hin. Schon waren die drei Ragte bei dem„Moltke“ angelangt, als plötzlich das geschobene Ragt umzukippen drohte. Es war bereits mit Wasser vollgefüllt und die Hälfte der Insassen, Frauen und Männer, lagen in den als der Prinz das Tau rasch kappen ließ und selbst, von Matrosen unterstützt, die Ertrinkenden an Bord des greuzers zog. Es gelang ihm, alle zu retten, wobei er selbst wiederholt in Gefahr kam, im Wasser zu versinken, da die Menschen lich in ihrer Todesangst wie wahnsinnig an ihn klammerten. Als lalses gerettet und in Sicherheit war, wurden dem deutschen Fürstensohn begeisterte Kundgebungen dargebracht. zwa 10000 Personen haben die„Moltke“ gestern besucht, Luftschiffahrt. Feruflug Berlin—Wien. Wien, 11. Juni(Tel.) Csakay ist gestern unweit Straßhof, etwa 20 Kilometer vom Flugfelde Aspern in einem mannshohen Kornfelde gelandet, da er lbsürchtete, der Motor halte nicht bis zum Flugplatze aus. Der Apparat wurde bei der Landung teilweise zertrümmert. Der Elieger trug eine leichte Fleischwunde am Knie davon. Der Passagier Nietner blieb unverletzt. Genserndorf, 11. Juni(Tel.) Der Aviatiker Blaschke(Csakay) läßt seinen Apparat nach Aipern schaffen. Breslau, 11. Juni(Tel.) Der Flieger Krieger mit Oberleutnant Bertram als Passagier, er heute früh in Kanig wieder aufgestiegen war, war um 5 Uhr Nin. in Breslau eingetroffen und wollte um 9 Uhr 35 den Fug nach Wien fortsetzen. In einer Höhe von 50 Metern stürzte Apparat ab und wurde leicht beschädigt. Der Flieger blied mverletzt. Wenn das Reparaturmaterial aus Johannisthal heute rechtzeitig eintrifft, wird Krieger noch heute Wien zu erreihen suchen. Der Ilug Hirths. Die Leistung von Oberingenieur Helmut Hirth ist eine so usgezeichnete, wie sie auch von Frankreich kaum übertroffen #ird. Der Sieger des Fluges München=Berlin und der beiden heutschen Zuverlassigkeitsflüge am Oberrhein war von vornherein ##vorit der ganzen Konkurrenz. Es hat sich gezeigt, daß der neue ndecker der Rumpler=Werke ein ganz ausgezeichnetes Fabrikat t, das seinesgleichen in der ganzen Welt kaum hat. Andererseits st Hirth einer der erfahrensten Flieger, die es gibt; insbesondere Oeherrscht er seinen Motor bis ins Detan; seinen geübten Ohren ngeht auch die kleinste Unregelmäßigkeit, die im Gange der Naschine liegt, nicht. Wenn Hirth nach einem Fluge gelandet ist, Keitt er stets noch längere Zeit bei seiner Maschine, um genau en Motor zu kontrollieren, wenn er noch warm ist. Diese Konolle dauert meist fast eine Stunde. Dafür entgeht ihm auch sichts, was etwa an dem Motor in Unordnung sein könnte. Helmut Hirth, der erst 26 Jahre alt ist, kam als Sohn der Pirektors der Fortuna=Werke Albert Hirth(Cannstatt) zeitig mit em Motorsport in Fühlung. Er ging später nach Amerika und achte dort das Vanderbilt=Automobilrennen mit, bei dem er ##ußerordentlich gut abschnitt. Von Amerika zurückgekehrt, widjete er sich der Aviatik und fing selbst an, eine Maschine zu auen. Das ging aber noch nicht so leicht. Er trat bei Kart Aner, dem brillanten Etrich=Flieger, sozusagen in die Lehre und #e dort schnell Erfolg. Kurze Zeit darauf siedelte er nach Perlin über. Im März 1911 bestand er die Fliegerprüfung in Bohannisthal; bald darauf machte er durch seine glücklichen Aufiege viel von sich reden. Im Oberrheinischen Flug Ende Mai par er der einzige Preisbewerber, der allen Bedingungen gerecht ##urde. Er erhielt hier an Preisen rund 60000 M. Bei der #ngsten Flugwoche in Kiel erwarb sich Hirth ebenfalls alle bessern Preise und gewann über 20000 A und mehrere wertvolle KunstBegenstände. Hirth, der nun als Oberingenieur eine leitende Stellung bei den Rumpler=Werken einnimmt, ist Inhaber der Döhenrekorde mit Passagier: 1600 Meter; ohne Passagier 2200 Meier. Hirths Flug von München nach Berlin im Juli 1911 ist sohl noch in aller Erinnerung. Die in der Luftlinie 145 Kllo#ner lange Strecke von München nach Nürnberg legte er dabei der Zeit von knapp zwei Stunden zurück. Im ganzen hatte er B0 Kllometer in einer Flugzeit von 5 Stunden 41 Minuten Rrückgelegt, und damit den besten Ueberlandflug zurückgelegt, der g dahin einem deutschen Flieger gelungen war. Für diesen #ug München=Nürnberg=Leipzig=Berlin erhielt Hirth den Kaiservoripreis in Höhe von 50000 M. Hirth über seinen Flug. Bald nach seiner Ankunft in Wien gab Hirth einem Vertreter on Fregia#lanz.“ eine fesselnde Schilderung über seinen Flug lon allem Anz: Donaustadt. Der Flieger erzählte:„Wir hatten ## einem Tgag a i Sinne, die Reise von Berlin nach Wien Peslau angelang.svieren. Gestern morgen aber, als wir in waren, nahm das Wetter leider einen sehr #rsoneg Starakter an, und von überallher von der Strecke peiselhafte Berdungen gemeldet. Da ich schon einmal das nem Ereian; znigen hatte, in einem Gewittersturm zu fliegen, Eteignis, das mir niemals im Leben aus dem Gedächtnis ##ch die drasen lte ich es womöglich vermeiden, abermals erdies meingeten meinen Weg zu nehmen. Da Baschte uns beiden österreichischen Rivalen, Oberleutnant Bahren va Vverleutnant Miller, Nachrichten aus Wien und Sonntag an datten, in denen ihnen vom Weiterflug am Spätnachmitt. ständigten wir uns im Laufe verschieben sun, dain, die Abfahrt auf den nächsten Morgen sich um 6 uhra nächsten Morgen frisch zu sein, legte ich #ch Mitternach. 1. 3 einen herzlichen Schlaf bis bb mich, nachdem erst stand ich auf und beDs noch in völlige Frinitzeg; rüchstückt hatte, auf das Flugfeld, Wliesen noch fest, als“"s gehullt war. Meine Monteure Esit wecken. Mit nariche.. Schuppen betrat, und ich mußte sie Freie ma...enen Gesichtern führten sie den Apparat ###r. Wenige Mingten.... 1 morgens startbereit Pflegen Leutwant Schagfp“ dem für 3 Uhr festgesetzten Start h a u f d a g e u e r u n d i c h u n s e r e n A p p a r a t, u n d p ü n k t cht ganz einfach wir los. Der Start gestaltete sich ##anz zur Rars“ wir hatten nämlich keine gar große Anlaufgrößere Höhen. ußten auch sonst trachten, sehr rasch P##rsiegen, aus zu kommen. Wir hatten nämlich die Stadt zu V#rnsteine drobens(con in allernächster Nähe einige Fabrik#beren, so muß, der erragten. Wollten wir mit ihnen nicht Es gesan..“ ich ordentlich ansteigen, was ich denn auch Meier. nir auch kurze Zeit nach dem Start, die Höhe von chweren agreichen. Nach kaum 30 Minuten gelangten wir 1 die Wolten, Tchuigeu 4ogen. Bald hatten # nel über uns, und miu. unter uns, den blauen ndioses Schaufn: genossen, im Fluge dahinsausend, ein Im Westan““: wie es eben nur uns Aviatikern geboten gerdings ein:.üchtete ein wundervoller Regenbogen, der uns Volteumegr Besorgnis einflößte. Die Sonne strahlte auf ##daß man.“.2as in eigenartiger Weise hin und her wogte, ###e, daß dag“ulich zu dem etwas trivialen Vergleich geUurer Milcenst aussah, als ob eine Riesenfläche von B##ndergerührt mirs, ei strahlenden goldenen Löffel durchdie sch“ wurde. Langer als eine Stunde bekamen wir ##chderen Wolken hindurch den Erdboden überhaupt nicht vollständ:. konnte mein Begleiter, auf den ich #gen. us verließ, nur aus dem Stand der Sonne bewerkEnne mit 3nwar bildete der Winkel, den die Strahlen der ven Tragflächen meines Flugzeuges bildeten, die Berechnungsmöglichkeit, wobei diese Aufgabe dadurch erleichtert wurde, daß wir genau die Richtung nach Süden einzuhalten hatten. Plötzlich teilten sich die Wolken, und unter uns lag in Sonne gebadet das Altvatergebirge, dessen Gipfel mit dem Schutzhaus und dem Turme sich zu uns emporzurecken schien. Wir waren hier in einer Höhe von 2100 Meter, also noch 600 Meter höher als die höchsten Erhebungen des Gebirgsmassivo. Wieder aber schlossen sich die Wolken unter uns und wir mußten wieder, ohne einen Durchblick auf die Erde zu haben, in rasendem Tempo weiterfliegen. Der nächste Ort, den wir zu Gesicht bekamen, wurde von Leutnant Schoeller nach der Karte als Mährisch=Schönberg erkannt. Das prachtvolle Schauspiel wiederholte sich immer wieder— die Wolken schlossen sich, öffneten sich, als wollten sie uns zeigen, daß wir die richtige Direktion einhielten. Von Brünn ab verließ ich mich blindlings auf meinen Begleiter. Ich hatte mit 3½ Stunden Fahrzeit gerechnet; wir waren aber nur 2½ unterwegs. Ich leitete den Gleitflug ein, der aus einer Höhe von 2000 Meter in sausender Fahrt bis 600 Meter hinunterführte. Kleine Häuschen erschienen, offenbar die Hangars. Wir hatten das Ziel erreicht. Aspern lag vor uns. Einige Zeit später schossen wir über das Zielband. Wir hatten zur Durchfliegung der 354 Kilometer langen Luftwegstrecke Breslau=Wien nur 2 Stunden 55 Minuten gebraucht, und waren demnach mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 120 Kilometern in der Stunde geflogen. Ich muß betonen, daß ich meinen Erfolg zum nicht geringen Teil meinem Begleiter, dem Leutnanr Schoeller, zu verdanken habe. Ich bin über unseren Erfolg glücklich, und um so glücklicher, als ich ein Schüler des Wieners Illner bin und hier meine ersten Luftsprünge gemacht habe.“ O Wanne, 11. Juni. Kapitän Thomik, der gestern abend auf dem Wanner Flugplatze eine Fahrt mit einem Heißluftballon antrat und dabei das Mißgeschick hatte, im Augenblick des Aufstieges den an einer Kordel hängenden Fallschirm zu verlieren, mit dem er auf dem Fluggelände niedergehen wollte, ist etwa 1000 Meter hinter dem Flugplatze auf einer Wiese dicht am Walde hinter dem Emscherlauf glucklich gelandet. Iliegerunfälle. Paris, 11. Juni. Der Militärflieger Infanterieleutnant Etienne stürzte gestern bei einem Fluge von St. Cyr nach Guyancourt aus etwa 30 Meter Höhe ab und zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu.— Auf dem Flugfelde von Duc bei Versailles überschlug sich bei der Landung das Flugzeug des Artillerieleutnants Happe, der schwer verletzt wurde. Volkswirtschaftliches u. Soziales. Brüssel, 11. Juni.(Telegr.) Gestern ist allgemein in der Industriegegend die Arbeit wieder ausgenommen worden. Als Beweis dafur, daß Ruhe herrscht, mag dienen, daß die königliche Familie gestern nach Ostende übergesiedelt ist und der Ministerpräsident einen Erholungsurlaub von drei Wochen nach Frankreich angetreten hat. Paris, 10. Juni. Die Compagnie Transatlantique hat sich an den Marineminister mit dem Ersuchen gewandt, ihr das erforderliche Personal für die Bemannung des Postdampfers France zur Verfügung zu stellen. Der Minister hat seine Entscheidung noch nicht bekanntgegeben. Der Direktor der Compagnie Transatlantique sprach einem Berichterstatter gegenüber die Befürchtung aus, infolge der unter den eingeschriebenen Seeleuten angefachten Gärung könne der Streik sich auf alle Schiffe in den Häfen ausdehnen. Der Ausstand sei ganz unerwartet gekommen und erscheine um so weniger gerechtfertigt, als die Gesellschaft erst vor kurzem ihrem Personal eine Lohnerhöhung bewilligt habe. London, 11. Juni.(Telegr.) Der gestrige Beschluß des Transportarbeiterverbandes, den Nationalstreik zu erklären, erfolgte, nachdem die Arbeitgeber den Vorschlag der Regierung abgelehnt hatten. Die Arbeitgeber erkannten an, daß die Hinterlegung einer beträchtlichen Summe seitens der Arbeiterorganisation bessere Garantien schaffen würde. Die Organisation der Arbeitgeber im Transportgewerbe erschien ihnen undurchführbar und gegen solche Ursachen, wie der gegenwärtige Streik, seien im Regierungsplane keine Vorkehrungen getroffen. Ferner würden, wenn der Plan Gesetz würde, die ausländischen Reeder nicht davon betroffen werden, so daß die englischen Reeder sich gegen sie im Nachteil befinden. London, 11. Juni(Tel.) Die Lage im Londoner Hafen ist durch die Streikerklärung nicht verändert. Riga, 11. Juni(Tel.) Die hiesigen Bierbrauer sind in den Ausstand getreten. Newyork, 11. Juni.(Telegr.) Die streikenden Kellner versuchten gestern das im Waldorf=Astoria=Hotel zu Ehren der deutschen Gaste stattfindende Bankett zu stören. Die Polizei mußte einschreiten. Viele Kellner wurden verhaftet. Neueste Nacbrichten. Berlin, 11. Juni.(Telegr.) Der König der Bulgaren verlieh dem Reichskanzler das Großkreuz des Alexanderordens mit der Kette, dem Staatssekretär des Auswärtigen, v. KiderlenWächter, das Großkreuz des Alexanderordens, dem Unterstaatssekretär Zimmermann das Großkreuz des Zivilverdienstordens. Berlin, 11. Juni(Tel.) An der Konferenz, die gestern auf Befehl des Kaisers im Königl. Schloß stattfand, an der die Ressortminister, der Oberpräsident und die Vertreter des Verbandes GroßBerlins teilnahmen, gelangten alle einschlägigen Fragen der Abtrennung von fiskalischem Gelände an den Verband sowohl hinsichtlich des Umfanges der abzutretenden Flächen wie hinsichtlich des Preises zur eingehenden Erörterung. Es wurde eine Basis für die weiteren Verhandlungen gewonnen. Berlin, 11. Juni(Tel.) Beim Rücktransport in die Jelle sprang der Untersuchungsgefangene Agent Mühlbach vom vierten Stockwerke in den Lichthof des Untersuchungsgefängnisses hinab. Er blieb jedoch wunderbarerweise fast unversehrt. Leipzig, 11. Juni(Tel.) Der Buchbinderobermeister und Geschäftsführer der Großbuchbinderrei Bösenburg G. m. b. H., Alfred Göhre, ist nach Unterschlagung einer größeren Geldsumme, angeblich 100000 A, flüchtig geworden. Stuttgart, 11. Juni(Tel.) Der Vorstand des Vereins deutscher Ingenieure bewilligte zur Förderung des Unternehmens zur Herausgabe eines neuen illustrierten technischen Wörterbuchs 50000 A unter der Bedingung, daß von anderer Seite jährlich mindestens 50000 A zu gleichem Zwecke zur Verfügung gestellt würden und von der deutschen Versuchsanstalt für Luftschiffahrt und Flugtechnik auf die Dauer von 3 Jahren ein jährlicher Zuschuß von 10 000 A bewilligt würde. Die nächstjährige Hauptversammlung des Vereins deutscher Ingenieure findet in Leipzig statt. Widerstand gegen die polizeiliche Ausweisung. Budapest, 11. Juni(Tel.) Graf Apponyi, der das Präsidium der ungarischen Gruppe der interparlamentarischen Union niederlegte, erklärte in seinem Demissionsschreiben, er wolle jede Berührung mit dem Präsidium des Abgeordnetenhauses vermeiden. In Nagyvarad hielten die Sozialisten eine Volksversammlung ab. Nach der Beendigung zerstreuten sich die Teilnehmer scheinbar, kamen aber später wieder zusammen, worauf sie grobe Exzesse verübten. Ein Polizeiwachtmeister wurde von einem Revolverschuß getroffen und ein Polizeibeamter blutig geschlagen. Die Fenster des Tiszaschen Hauses wurden zertrümmert. Militär zerstreute die Ruhestörer. Der Sozialistenführer Kondor, den die Budapester Parteileitung nach Nagyvarad entsandt hatte, wurde verhaftet. Budapest, 11. Juni(Tel.) Das Parlament ist durch Militär abgesperrt. An einem Punkte der Absperrungskette stehen ein Polizeibeamter und eine Anzahl Kommissare, bei denen sich die Eintretenden legitimieren müssen. Als die Oppositionellen mit dem Grafen Apponyi und v. Justh an der Spitze korporativ erschienen, wurden Apponyi und einige nicht Ausgeschlossene zugelassen, den Ausgeschlossenen aber der Zutritt verweigert. Apponyi erklärte, er nehme die Begünstigung nicht in Anspruch. Alle Oppositionellen zogen sich darauf unter Schmährufen auf Tisza zurück, ohne weiter als bis vor das Eingangstor des Abgeordnetenhauses gelangt zu sein. vertreten. Ueber 700 Personen nahmen an dem Bankett teil. Auf den Trinkspruch des Bürgermeisters Gaynor erwiderte Botschafter Graf Bernstorff: Er hoffe, daß die deutsche und amerikanische Flotte stets so einig sein möge wie heute auf dem Hudsonfluß. Amerika sei das Land der unbegrenzten Gastfreundschaft. Graf Bernstorff brachte sodann ein Hoch auf den Präsidenten Taft aus. Hierauf ergriff Konteradmiral von Rebeur=Paschwitz, von minutenlangem Beifall begrüßt, das Wort. Er dankte für den glänzenden Empfang, erinnerte an den Empfang des Prinzen Heinrich und schloß mit einem Hoch auf Bürgermeister Gaynor. Kaschgar, 11. Juni(Tel.) Die Lage verschlimmert sich täglich. In Aksu treten chinesische Pöbelhausen auf, die sich für Volksmiliz ausgeben und versuchen, die Massen an sich zu reißen. Truppen trafen aus Urumtschi ein und richteten die Mörder der Beamten hin. Bandels-Nacbrichten. Ermäßigung des Reichsbankdiskonts. Berlin, 11. Juni(Tel.) Die Reichsbank ermäßigte den Reichsbankdiskont von 5 auf 4½ und den Lombardzinsfuß von 6 auf 5½ Prozent. Berlin, 11. Juni(Tel.) In der heutigen Sitzung des Zentralausschusses der Reichsbank führte Präsident v. Havenstein aus, daß die Anlagen der Bank in Wechseln und Lombards noch um 100 Mill. M höher seien als in der gleichen Zeit des Vorjahres. Unverkennbar sei, daß die Anspannung der ersten Juniwoche wesentlich stärker abgenommen habe als im gleichen Zeitraume des Vorjahres. Am 31. Mai habe der Rückstand der steuerfreien Notenreserve noch 46 Mill. M betragen, am 7. Juni 6 Mill. M. Der Metallbestand sei um 100 Mill. M höher als im Vorjahre. Deshalb wolle das Reichsbankdirektorium nicht mehr zurückhalten, dem wirtschaftlichen Leben eine Erleichterung durch Herabsetzung des Diskonts um ½ Proz. zu gewähren. Es sei wünschenswert, daß auch die Banken ferner bestrebt seien, die Reichsbank zu bessern. Der Geldmarkt sei noch immer angespannt, aber der Status des Privatdiskonts beweise eine bemerkenswerte Neigung zur Abschwächung. Zum Ultimo seien sehr starke Ansprüche an die Bank zu erwarten. Hoffentlich würden auch die Banken in Zukunft eine Zurückhaltung in der Kreditgewährung üben, damit die Diskontermäßigung nicht nur für einige Wochen, sondern bis zum Herbste bestehen bleibe. Dresden, 11. Juni(Tel.) Die Sächsische Bank hat den Diskontsatz von 5 auf 4½ und den Lombardzinstuß von 6 auf 5½ Prozent herabgesetzt. München, 11. Juni.(Telegramm). Die Bayerische Notenbank hat gleichfalls den Wechseldiskont auf 4½ Prozent und den Lombardzinsfuss auf 5½ Prozent herabgesetzt. Stockholm, 11. Juni.(Telegramm). Auch die Schwedische Reichsbank setzte ab morgen den Diskont von 5 auf 41 Prozent herab. Rom, 11. Juni(Tel.)„Populo Romano“ wendet sich heute gegen die Anklagen, die gegen Deutschland erhoben wurden und deren Wortführer sich der Abg. Barzilai in der italienischen Kammer gemacht hat. Das Blatt weist darauf hin, daß der deutsche Konsul in Smyrna schon in den ersten Tagen nach der Ausweisungsorder an 5000 Pässe für die ausgewiesenen Italiener ausgestellt habe. Der deutsche Konsul habe durchaus korrekt gehandelt. Ebenso lächerlich sei die Beschuldigung, daß er den bei der Anatolischen Eisenbahn beschäftigten italienischen Arbeitern die Aufforderung Giolittis, nach Italien zurückzukehren, vorenthalten habe. London, 11. Juni(Tel.) Graf Wolff Metternich wurde heute vormittag vom König im Buckingham=Palast in Abschiedsaudienz empfangen, der Sir Edward Grey beiwohnte. Newyork, 11. Juni(Tel.) Gestern abend fand im Hotel Astor das offizielle Bankett der Stadt Newyork zu Ehren der deutschen Offiziere stattt, das sich zu einem der glanzvollsten offiziellen gesellschaftlichen Ereignisse gestaltete, die überhaupt jemals in Newyork stattfanden. Die Elite des Amerikanertums in Newyork war * Zum Zusammenbruch der Berliner Bankfirma G. Lilienthal wird der„K. V.“ berichtet: Der in der kürzlich unter Ausschluß der Oeffentlichkeit abgehaltenen Versammlung der Gläubiger gewählte Ausschuß der Gläubiger hat beschlossen, falls es nicht gelingen sollle, die Verwaltung der Niederwaldbahn zur Zurückziehung des von ihr ausgebrachten Arrestes zu bewegen, der nächsten Versammlung der Gläubigen die Anmeldungdes Konkurses vorzuschlagen. Somit dürfte sich der Konkurs kaum mehr verhindern lassen; denn in einer jetzt in Berlin abgehaltenen Sitzung des Aufsichtsrates der Niederwaldbahn ist die Verwaltung dieses Unternehmens sich dahin schlüssig geworden, den ausgebrachten Arrest nicht zurückzuziehen. Die Forderung der Niederwaldbahn an die Firma G. Lilienthal beträgt 65 000 M. Eine Aufstellung über den geldlichen Stand der Firma konnte bisher noch nicht angefertigt werden; doch ist man der Ueberzeugung, daß die seinerzeit in der Versammlung der Gläubiger vorgebrachte Schätzung, daß eine Auszahlung von 40 bis 50 Proz. an die Gläubiger zu erwarten stehe, bei weitem zu hoch gegriffen sei. Unverbindliche Schätzungen sprechen jetzt von einer Auszahlung von nur etwa 4 Proz. Gegen den verschwundenen Bankier Lilienthal ist bishen Anzeige noch nicht erstattet worden, doch dürfte dem Vernehmen nach mit der Eröffnung des Konkursverfahrens ein Strafantrag Hand in Hand gehen * Bielefelder Maschinenfabrik vorm. Dürkopp. Wie verlautet, wird die Verwaltung die Erhöhung des jetzt 3 Mill M betragenden Kapitals um 1 Mill. M vorschlagen. Die Wirkung dieser Verlautbarung zeigte sich an der Berliner Börse bereits in erheblichem Steigen des Kurses für die Aktien dieser Fabrik. * G e w e r k s c h a f t d e r Z e c h e B l a n k e n b u r g, H a m m e r t h a l a n d e r Ruhr. Nach der Bilanz für 1911 waren Ende Dezember an Anlagewerten vorhanden 2 307 717 M; ferner wurden ausgewiesen: Kohlenlager 13 250(22 850) M; Materialien 31 718(16 975) M, Kasse 85(5006) M, Außenstände 144 090(167 029) M. Anderseits betragen die Anleiheschulden 293000(302 000) M, längere Kredite 90000(120 000) M und sonstige Kredite hatten 216 449 (139 206) M zu fordern. Dem Geschäftsberichte ist zu entnehmen: Die Förderung betrug im Jahre 1911 zusammen 131 270 t (Legen 134 040 t im Jahre 1910). Aus dem Tiefbau wurden 119 266 lonnen und aus dem Jäger- und dem Laurentius-Erbstollen 12004 t gefördert. Von der Gesamtförderung waren 116 329 t Eß- und 14 941 t Magerkohlen. Der vom Kohlensyndikat vertragsmäßig zu entschädigende Minderabstz betrug 16 226 t. Der Absatz abzüglich Selbstverbrauch und Deputatkohlen betrug 119 888(120 303) t. Der Selbstverbrauch stellte sich auf 11 606 (12 918) t. Brikettiert wurden 70 695(71 565) t. Die Leistung je Mann und Schicht stieß um 3,7 Proz., der Durchschnittslohn um 1,6 Prozent. Die Selbstkosten sielen um 1,5 Proz. Der Reinerlös für die abgesetzten Mengen, abzüglich der auf 12 Proz. gestiegenen Syndikatsumlagen, fiel weiter um 8,9 Prozent. Der hierdurch entstandene Einnahmeausfall gegenüber dem Vorjahre beläuft sich auf 105 000 M; dabei hatte das Jahr 1910 schon 67 500 Mark schlechter abgeschlossen wie 1909. Absatzschwierigkeiten verursachten zeitweilig recht erhebliche Lagerbestände, namentlich in Nußkohlen, wovon am Jahresschluß noch 1476 t lagerten. Der Betriebsüberschuß ging von vorjährigen 141 746 auf 51 832 M zurück, die ganz zu Abschreibungen verwandt werden mußten. Eine Ausbeute konnte nicht verteilt werden(i. V. wurden auf 964 Kuxe je 135 M gleich 130 140 M verteilt). Die öffentlichen Lasten betrugen 91 385(90 399) M oder auf den Kopf der Belegschaft 163(151) M. Die Wiederaufnahme der Ausbeuteverteilung erleidet eine Verzögerung dadurch, daß man mit Rücksicht auf die Verhältnisse des Geldmarktes der beabsichtigten Begebung des verfügbaren Teils der 4proz. Anleihe die Deckung der Kosten der Neuanlagen aus laufenden Ueberschüssen, unter teilweiser Inanspruchnahme von Bankkredit, vorziehen mußte. Infolge der gegenwärtigen günstigen Absatzverhältnisse, die allerdings durch starken Arbeitermangel nicht voll ausgenutzt werden können, und der ab 1. April eingetretenen Erhöhung der Kohlen- und Brikettpreise, verbunden mit einer Ermäßigung der Syndikatsumlagen um 3 Proz., erscheinen die Zukunftsaussichten wesentlich hoffnungsvoller. Eine endgültige Besserung wird aber erst die Erneuerung des Kohlensyndikats, unter Abänderung der die Lebensbedingungen der reinen Zechen treffenden nachteiligen Vertragsbedingungen bringen können * K r e i e l d e r S t r a ß e n b a h n A.- G. I n d e r H a u p t v e r s a m m l u n g am 10. d. M. kam es zu lebhaften Auseinandersetzungen zwischen dem Vorsitzenden und zwei Aktionären, die die Geschäftsführung und das schlechte Ergebnis des Geschäftsjahres(es wird wieder keine Dividende gezahlt) bemängelten. Vor allem war es Regierungsrat Jentges aus Krefeld, der zunächst bemängelte, daß für die Erneuerungen zu große Aufwendungen gemacht würden. An dem schlechten Ergebnis sei ferner die Errichtung der Vorortlinien Schuld. Es habe den Anschein, daß die Stadt als Großaktionärin die Minderheit der Aktionäre drücken wolle, daß die Stadt ferner bis zum Uebergangsjahr 1923 sich ein möglichst günstiges Ergebnis sichern wolle. Der Vorsitzende, Kommerzienrat C. W. Bellardi, bemerkte darauf, daß die neuen Straßenbahnlinien auf Grund der schon im Jahre 1899 geschlossenen Verträge ausgeführt worden seien. Die Erneuerungen seien nötig gewesen, weil der Zusland des Ober- und Unterbaues so wohl als auch der der Wagen unter der frühern Leitung(als die Stadt noch nicht den maßgebenden Einfluß in der Gesellschaft hatte) außerordentlich vernachläßigt gewesen seien und seine Erneuerung noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen werde. Schließlich wurden die Anträge der Verwaltung genehmigt. * Vom Roheisenverband. Der Verband benachrichtigt seine Mitglieder, daß der Maiversand 96 Proz, der Beteiligung erreicht hat gegen 86 Prozent im Vormonat April. Der Auftragsbestand beziffert sich unverändert auf 3,2 Mill. Tonnen. * P r e i s e r h ö h u n g f ü r M e t a l l-, B l e c h- u n d L a c k s e r w a r e n. Nach Vermittelung des Verbandes Deutscher Fabrikanten von Eisen- und Metallwaren, Werkzeugen, Haus- und Küchengeräten, Kunst. und Luxuswaren haben, wie jetzt bekannt wird, die Firmen der Metall-, Blech- und Lackierwaren-Industrie in einer am 31. Mai in Frankfurt a. Main abgehaltenen Versammlung einstimmig beschlossen, wegen der andauernden Steigerung der Gestchungskosten vom 10. Juni d. J. ab einen Preisaufschlag von 10 Proz. für Haus- und Küchengeräte, Blech-, Lackier- und Metallwaren, sowie vernickelte Tafel- und Küchengeräte eintreten zu lassen. Für versilberte Waren und für nickelplattierte und Reinnickel-Waren ist der Aufschlag auf 5 Proz. bemessen worden. An der Preiserhöhung sollen sämtliche maßgebenden Firmen der genannten Industriezweige beteiligt sein. * B a u m w o l l t e r m i n b ö r s e i n B r e m e n. W i e d e r„ H a n n. C.“ von zuverlässiger Seite hört, sind die augenblicklich schwebenden Verhandlungen wegen Errichtung einer Baumwoll-Terminbörse in Bremen so weit gediehen, daß aller Voraussicht nach die Einführung des Baumwoll-Terminhandels Börse bis Ende des Jahres als gesichert erscheinen kann * Die A.-G.„Rheingold“, Söhnlein u. Co., Rheingauer Schaumweinkellerei in Schierstein, erzielte im Jahre 1911 einschließlich 23 777(40 873) M Vortrag einen Rohgewinn von 458 010(496 623) M und nach 33 428(32 295) M Abschreibungen und 327 544(361 550) M Betriebsunkosten einen Reingewinn von 97037(102 777) M bei 1 500 000 M(wie i. V.) Aktienkapital. * Z i g a r e t t e n i n d u s t r i e u n d T a b a k t r u s t. A u f d e m V e r b a n d s tag der deutschen Zigarettenindustrie in Dresden hielt der Syndikus Greiert einen Vortrag, in dem er, Blättermeldungen zufolge, u. a. folgendes erklärte: Nach außen hin scheine die Industrie in günstiger Entwicklung zu sein, aber sie habe für die Kenner ihre schwarzen Seiten. Besonders von dem englisch-amerikanischen Trust sei die deutsche Zi. garetteneindustrie vor einem Jahrzehnt schwer bedroht gewesen. Auch heute sei diese Gefahr noch nicht beseitigt. Während der Trust früher mit offenem Visier gekämpft und den deutschen Markt zu erobern gesucht habe, erstrebe er jetzt versteckt sein Ziel. Vertreter seien von dem Trust, der im Jahre 1893 schon über 670 Mill. M Vermögen verfügt habe, nach Deutschland und besonders nach Dresden entsandt worden. Anlang 1900 sei es ihnen geglückt, die Firma Jasmitzi in ihren Besitz zu bekommen; in den letzten Jahren hätten sie noch zwei Dresdner Fabriken dazu erwerben können, wofür er, Redner, die Beweise habe. Die Gerüchte vom Ankauf weiterer Dresdner Zigarettenfirmen hätten von ihm noch nicht auf ihre Richtigkeit geprüft werden können. * Verband der Teppich-, Linoleum- und Möbelstoff-Händler Deutschlands. Aus dem Geschäftsbericht geht hervor, daß der Verband jetzt 243 ordentliche und 91 außerordentliche, zusammen also 334 Mitglieder, die über 124 Ortschaften des Reiches verteilt sind, zählt und damit den bisher höchsten Mitgliederbestand erreicht hat. Den Bemühungen der Verbandsleitung ist es gelungen, den„Verband der Deutschen Linoleum-Fabrikanten zur Rücknahme der Kündigung der von den einzelnen Linoleumfabriken den ordentlichen Mitgliedern des„Verbandes der Teppich-, Linoleum- und Möbelstoff-Händler Deutschlands“ gewährten Umsatzvergütung zu bewegen und damit das gute Einvernehmen zwischen beiden Verbänden wiederherzustellen. * Furcht vor einer neuerlichen Schließung der Dardanellen. Aus den südrussischen, rumänischen und bulgarischen Häfen wird nach Konstantinopel gemeldet, daß dort überall Ladungemangel herrscht. Dieser sei nicht durch die bisherigen Preise, sondern hauptsächlich durch die Furcht der Warenverlader vor einer neuen Schließung der Dardanellen veranlaßt, da niemand dieses Risiko tragen wolle. In den bezeichneten Häfen liegen 250 Schiffe in vollkommener Untätigkeit. * Vom französischen Textilmarkt wird berichtet, daß die inländischen Verbraucher ihren Bedarf in französischen Wollen auf den soeben abgehaltenen Wollauktionen gedeckt haben, so daß in der letzten Woche irgendwie größere Verkäufe kaum ge tätigt wurden. Ebenso waren die Umsätze in überseeischen Wollen nicht von großer Bedeutung; in beiden Fällen ist die Preistendenz fest, für einzelne Sorten sind die Notierungen sogar erhöht worden. Auch der Kammzutmarkt war ohne besondere Lebhaftigkeit. In Kämmlingen fanden regelmäßige Verkäufe an inländische wie an ausländische Verbraucher zu unveränderten Preisen statt. Das Wollabfallgeschäft befriedigte auch bezüglich der Preise. Neue Aufträge in Kammgarn sind kaum erteilt worden, die Spinner behaupten noch auf längere Zeit mit älteren Orders beschäftigt zu sein. Der Verkehr in Streichgarnen ist im ganzen genügend, die Preise entsprechen aber noch immer nicht denjenigen des Rohmaterials. Während die Fabrikanten von leichteren Flanellen etwas besser beschäftigt sind, ist der Verkehr in wollenen und halbwollenen Damenund Herren-Konfektionsstoffen keineswegs groß. Auch die Preislage muß als gedrückt bezeichnet werden, in Möbelstoffen, Teppichen und Decken fanden nur kleine Verkäufe statt, in allen Zweigen wird über große Ruhe im Exportverkehr geklagt. Die Baumwollgarnpreise sind nominell niedriger; da aber die Spinner noch genügend beschäftigt sind, so haben eie keine Veranlassung, billigere Preise zu stellen. Auch in baumwollenen Webwaren wurden neue Aufträge von Bedeutung nicht gebucht. In der Seidenindustrie liegt das Geschäft ruhig. Die Umeätze in Rohseiden waren ohne jeden Belang. Auch Wirkwaren haben größere Verkäufe nicht gezeitigt. Ueber die Lage der Flachsund Leinen-Industrie liegen in dieser Woche verhältniemäßig günstige Berichte vor; die Spinner haben voll zu tun und können täglich neue Aufträge hereinnehmen, jedoch sind die Preise noch immer nicht hinreichend. Die Leinenwarenfabrikanten haben größere Orders für den Export in Händen. Bei festerer Preistendenz machte sich für Juteerzeugnisse aller Art gute Kauflust geltend. . Eigene Drahtberichte des„Westl. Merkur“. Getreide. * Berlin, 11. Juni. Produktenbörse. Weisen Juli(229½) 229½, Sept.(206) 205¾, Okt.(205¼) 205¼. Roggen Juli (194½) 193¼, Sept.(175¼) 1741. Okt.(175)—. Hafer Juli(191¾) 190, Sept.(169½) 169, Okt.(—)—. Mais amer. Juli(152) 153, Sept.(—)—. Mehl 26,25—28,75. Roggenmehl 23,10—24,80. Stimmungsbericht. Das günstige Wetter und die mattere Haltung der amerikanischen Märkte hatten am Getreidemarkte eine etwas schwache Haltung für Brotgetreide zur Folge. Das Geschäft war jedoch recht still, und die Preisveränderungen waren gering. Der ungünstige amerikanische Saatenstandsberich blieb auf den Weizenpreis ohne Einfluß. Hafer verkehrte in mat. ter Haltung, Julihafer mußte auf umfangreiche Realisationen 1,71 Mark nachgeben. Mais und Rüböl lagen träge. Das Wetter ie bewölkt. Hafer Juni Juli Juli-Aug. Sept-Dez. Roggen Juni Juli Juli-Aug. Sept-Dez. * L i v e r p o o l, 1 1. J u n i. Okt.(7 6½) 7 6 7/8. fest. 5/3½, Sept.(50“.) 5/0 11. stetig 31.85 30.15 28.55 26.75 stetig 40.60 39.50 38.60 34.20 Roter Winterw. Juli(7/9“ Anfang Schluß 10. ruhig 31.90 30.15 28.60 26.20 willig 40.60 39.60 38.55 34.20 7/9½ 5) Mais bunter Amerikaner Juli(5/3 träge. Sucker. * Hamburg, 11. Juni, nachm. 3 Uhr.(Mittelbericht.) RübenRohzucker 1. Produkt Basis 88% Rendement neue Usance frei an Bord Hamburg. Juni(11,90) 12.15. Juli(12.10) 12.20, Aug.(12,27½) 12,30, Okt.-Dez.(10.26) 10,22½. Jan.-März (10,30) 10,30, Mai(10.45) 10.47½. Alles die S0kg. flau. * M a g d e b u r g, 1 1. J u n i. K o r n z u c k e r 8 8% o h n e S a c k 1 2, 8 0- 1 2. 8 0. Nachprodukte 75% ohne Sack 10.75-11,00. Stimmung stetig. Brodraffinade 1. ohne Fass 23,20-23.75. Krystallzucker 1. m. Sack 00,00-00,00. Gem. Raffinade mit Sack 23,25-23.50. Gem. Melis mit Sack 22,75-23,00. Stimmung ruhig. Bei Abnahme von mindestens 200 Zentnern alles netto Zentner. Rohzucker 1. Produkt Transito frei an Bord Hamburg. Juni 12,10 Gd., 12,20 Brf., Juli 12,25 Gd., 12,35 Brf., Aug. 12,47½ Gd., 12.50 Brf., Okt.Dez. 10.30 Gd. 10,32½ Brf., Jan-März 10,37½ Gd., 10,40 Brf., Mai 10.50 Gd., 10,55 Brf. Alles die 50 kg. ruhig. Roffee. * Hamburg, 11. Juni, nachm. 3 Uhr.(Mittelbericht.) Good average Santos Sept.(69¼) 69¼, Dez.(68½) 68½. März (68) 68, Mai(68) 68. stetig. Havre, 11. Juni, nachm. 3 Uhr 30 Min. Kaffee good average Santos Sept. 85, Dez. 84½. März 84, Mai 83¼. ruhig. Oele und Spiritus. * Berlin, 11. Juni. Rüböl. Juni(—.—)—.—. Okt.(68,70 68,70, Dez.(—.—)—.—. • Paris, 11. Juni. Wetter bewölkt. Anfang Schluß 11. 10. 11. Anfang Schluß 10. ruhig 97.25 89.75 stetig 67.75 68.— 68.— 53.75 Rüböl Juni Juli Juli-Aug. Sept-Dez. Leinöl Juni Juli Baumwolle. * Bremen, 11. Juni. Baumwolle. Upland middl. loco(59½) 59¼ s. ruhig. * Liverpool, 11. Juni, mittags 12 Uhr 45 Min. Baumwolle. Umsatz 1000 Ballen, davon für Spekulation u. Export— Ballen. Tendenz für Amerikaner loco: stetig. Preis: 5,53. Amerikanische Good ordinary Lieferungen—. stetig. Juni(6,29) 6,29, JuniJuli(6,28) 6,32, Juli-Aug.(6,30) 6,34, Aug.-Sept.(6,31) 6,35, Sept.Okt.(6,27) 6.30, Okt.-Nov.(6,24) 6,27, Nov.-Dez.(6,23) 6,26, Dez.= Jan.(6,22) 6,25, Jan.-Febr.(6,22) 6,25, Febr.-März(6,23) 6,26. Amerikanische Warenkurse. * New Vork, 11. Juni. Baumwolle. Juli(11,34) 11.31. Okt.(11.56) 11,53, Dez.(11,67) 11,63, Jan.(11.64) 11,61, stetig. * Chicago, 11. Juni. Weizen. Juli(109⅞) 110¾, Sept, (105½) 107. stramm. Mais. Sept.(72½) 72 1/. Stetig. Hafek. Sept.(41½) 41 Chicago, 11. Juni. Schmalz. Sept.(11,22) 11.22. Port Sept.(19.20) Für nervöse Kinder dmr besanders versicue Wan der Nahrung schmn ggs in Binn dier Ehrs und E#ene Ender seiner dgun aus Führüch gurr Lit## bes##e Zadr ubrer Kohne bg A## gt und wrrr awggent, so dus dus Lms Autmert. uuiet und uate Lo..—#l. hen S.## und mustelunente, gühririttge and güirkende Oeriat S tains uerpocht bichtbeudes be arnmw: dsst mnn inn nur is in hrbsrese Erpina pathung, det geeicnmüsbipen BeSnmeen und brachen, wöns Ar### gens ühreistee. e Hrmnete Süb. S S. " Ss-Pr. Sbengessentergr banse Lewatiäne Lüdensch Mesaf Magten. Berze Sansermar main: Par Port.-Cen. Märk-Uls Mrschment Borm R u 12 M0 1275 265 00 994.50 Nrr N 28355 u e 129 75 129 75 Mon 125.34 125 93 154 p 15530 391.90 514 40 2179 t 9175 90•5 12565 125.50 9S 139 50 Stollwerek-Kande ADLER Beigüe 212 GOLD 1.— SILBER * 4n Aür drei ürrtmn, gleich reis und alhr##. unterscheiden sich wie die deutschen Liowent, an durrh ür Arens. Uteitöblicher Oittwoch, den 12. Juni Bekanntma: Mittwoch, ng. 2n IRIOSET 10 V. per ungarer Kassen WET 19. Junian unseren tage e shite eche am Tage nach SonnBeilagen: Illustrierte Unter Veriosungssize, von Wer Redaktion: Lutkegasse 1—3. 6 Geschäftsstelle: Königstr. 59. 7 Uhr abends. Verlag u. Rotationsdruck der Probenummern: Achttägiger Merkur gratis und frank Adressenangabe wolle mai Königstraße 59. Telegramm-Adresse: ## R e d a k t i o n N r. 2 6 Westlanschel Gulkverein Manstel Tredit-Anstalt Act.-Ges. Alterfischmarkt 13-15. Sr 2) gedäuet: Magdeburg-Buckau Filiale Cfls: Nm 12 75 # Prosereien. Bemerloers sook 1o0. Deren Airer- Se. 190 " Umsen-Br. " victerte Germsse v. Gch. berbech tienm. Lundenbr. Unns Sserlangends. 9 M415 0 192 75 14240 191.350 131.39 99.20 99.25 7225 7225 17325173 25 Päheme- Brze ertt Sommcr " Wollzämmere 145.50 146. Enssmeer. 68 Ui50 Orensen Koppe 21350 111 73 Oenebr A#pier Ric### Beugsen M u. 27“ b#ii 17 30172# 1r „ Statluerte 175 15 175.39 Cam=Irecdoun 134 28 157 20 Spres gsoft 221.#0 Roubecher Hane 1749 175 75 Rote Erde, Eisen— Sasanen Kaer. 19. 8 12 K 8 4# Backswunder“ ist das schon millionenfach bewährte Paieni-Häißdampf: Lokomobilen Oridinalbenag. Deite. estope ven 10-400 P ö: Vertenlhafteste Kraffqelie für alle Betriebszweiße 12 ür g Der Standesbramte. Lobeet In Haudette Sememwerte J. Kriu,elx: & Ca. die: #-lVenenrsn. 219 o9 24139 Schrir-Kuaudt.. P77### A#g. Eleter Ges. 254 00 243.30 Set=Sol. Gasset„. ###e Con Guane 111.30 11190 Siemens u Halste zu1# Aabers. Hengst. 120 2519 25 Steaue Rom###,#### #pen Berghon. 1419/14139 Sten. Chomone A.;##g Aumen Frete.. 163 7513390 Stemner Vuiken 1939 19150 Bache, Telen 4c. 113m 115330 Thaite Euen 8. p. Tu. 2 25 3 1330 13700„ V-A B.--13400 B#er Nuch. Dört. 91390 84175 Leonh Tieu.. 1189 111.5 Biomerchüne. 13925 141.90 V. Berl.-Frt. Gum. 136,25 122 Sechum. Gußstehl 228/10 226.10 Borler Bosperde Welzw. 99.00 101 00 Breink u Bris-ind. 193.00 193 40 Buderus Eisenw. 109.400 109 40 Cem. ind Gelsen. 191.30 152.30 Göiner Bergwerk. 472.90 472.90 Concord. Bergdau 255,00 290 40 Consohdstion... 300 00 340 0 B. Lun Bergw.. 177.80 17330 O. Uebers. Elektr. 175/40 175.40 Deutsch. Gesglöhl 814/ 610.90 „ Erdöl 266.75 272.90 " Watten-M. 499.75 504 00 Donnersmardhüt. 313.00 312.75 Düss. Eisen Draht 149.00 149.00 " Eisenhötte. 139,00 158.75 Dynamit Trust.. 117980 179.80 Nechbörse. 199%— 1 Phöniz Cöin-Rottw. P 316.25 317.30 " Disch. Nichelw. 273.50 276.25 Zypenk Wissen 183.90 183.50 Wasserw. Gelsenk. 199.10 129.10 Westeregeln Alkali 194.25 194290 Westfahn Cement 125./30 124 00 Drahtinduit. 162.50 162.00 Drahtwerke 146,00 152.20 " Kupter. 114.39 114.#30 Stahlwerke. 5310 53.00 Wick. Portl.-Cem 163.25 102.50 Wittener Glashütte 99.75 101.25 " Gussstabl 183 00183.75 Stahlröhren 195/00 194 90 Sicherheits-Fackpucher „Wers kennt nimmt’s immer PanPlal....., für Westfalen und die angrenzenden BeDas unentbehrische gilfsmittel der bebildeten OTUTTE KollbersattensTornnto.. #bi 191% Nann peichillgbr.###de M 113.— Ergänzr ois 1vno, neua reiopmnosr. Könde. M 113.— 26 B##### Lexikor geichret sich dedurt ans, deß es in aur Bönden den gerzer ungeberren D. seuid: aus vorgKimgds vrrerdenn: bei. Cd erdes: tatrrc der Bognz der Gendlichbeit zut Billigheit. Sener er ene utengstesgen sgog n 1.=— in mannsch derd uir Lechetionen n Prospekte kostenfrei von der herderschen Verlagshandlung, Freiburg im Breisgau.— Berin: Karisrabe: Eöncen: StraßeLüdingdauser. Königliches Amiezerit. Eimmenserter enraas tig Villa Augista. Der Neuseit er Zimmer mit vam##n ir a Preise Ci: k Ste. Gietilag Kathol. Föchter Bildungsanstalt I. Arenue des Acacias 51. k Jy. Lause Proapeht u. 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Autoninsn sendet ein Brot für: n!. 4— Waisenkinder im Antonn# Waisenhause in Laur Llobg. Bad Ems Soltau Senernens Guit dieis iwr tal erc. ur Kauets antrchn. renoviert, Elektr. Licht. Pension von Mk. 5.50 ab. Prospekte graiis. Garl Becher. Sicherheitssonds: Versicherungsbestand im Febeuar 1912: 396 Millionen Mark.] 900 Millionen Mark. Zividende an die Versicherten in 1913/14 bis zu 90““ der vollen * Isteuer: Leidrenden. Anfasl= und HaftpflichtGeschäftezreige: Ledens=, Invaliditätte, tineneuer=, Leibrenten=, UnfallVersicherung. 2569 Neu ausgenommen: Todetfax=Versicherung ohme ärztliche Untersuchung mit durchweg gerantierten Laistungen und zu den vorteihaftesten Bedngungen. Sue Walhaff Souniesent Danaln.-- 11 Frits Werthoff, Hauptagent, Kanalstraße 11, Pro veh.—. Lug, Fahlmang, Bricisbeumter, Frauenfraße 25 m Mörser. Appels Garten Ritlwoch, den 12. abends 5t Militär=Konzen Re RE UE N N Verlosung und feendatu# leuchtung d. Ziegensen#### anariih des.:s:: B. Vereins der ErrerH bung dnr Zezerut:— mitglieder zudten 20 Pfe. k Der Aeterueg s stonündente Ziegerenster Tendens: schwech. Teadenz- Berlebt. * B e r l i s, 1 1. J u a i. D i e D i e k o n t e r m ä ß i g u n g d e r R e i c h s b a n k kem im Börsenverkehr nicht besonders zum Ausdruck. Es fand vleimehr eine Abschwächung statt, die in der Weise erklärt wurde, daß in den Taten vorber die Erwartung dieser Maßsahne fünstit euf die Stimmunt 4ewirkt habe, nunmehr aber gech vollzotener Tatesche der Impals aufgebört habe und die Haussespekulation den Zeitpunkt für gekommen halte, zu res#ieieren. Verstärkt wurde diese Abgabenneigung durch den unbetriedttenden Verlauf der gesinger Newyorker Börse und durch eine den Erwartungen nicht entsprechende Zunahme des Auftrediebestandes beim amerikanischen Stahltrust. Auch die Haltung der wesieurophischen Börten war nicht seeitnet, die Unternehmundelust zu ermutigen, und so(rili alsbald eine hochGradite Geschäftsstille Platz. Die Kurebewegung war anfang: varegelmäßig, aber epäter überwotzen entschieden die Rück4änge, namentlich auf dem Montanmarkte. Allerdinze hielten ach die Veränderungen in recht mäßigen Grenzen. Erheblicher gaben Canads nach, nämlich um 1 Proz., weil das Papier an den Auslandsbörsen keine Stütze fand. Durch Festigkeit zeichneten eich Schantung- und Orientbahnen aus. Auf dem Markte der Elektrowerte zeigte sich Interesse für Schuckertaktien. Im dbrizen bot der Verkehr wenig Bemerkenswertes. Tägl. 3 Prosent.. Jier Isies 18). amp Tim. Die Börse war auch spater iustlos und schwach. Industriewerte des Kassamarktes vorwiedend lest. Vottländische Maschinen 10. Ludwis Loewe 4, Rheisisch-Westfälische Industrie 2 Proz. höber. * 4. 4 auf Grund amtlicher Marktberichte zusammengestellt und nach eigenen telegraphtschen Berichten keutte# Schlachtviehpreise nach Levendgewilht I Sanuceinsninhelegun, Heria V. Böszgxiz. Ende 1. ee eun een umn uie urm mim dent egr tri iat Det dur iun unr Su. Sur:: Austrieb: S# Tendenz: Ae.: Schafe sende Soien Leruw durg don—.“, utg 4142 7a. 4ppie. tar, uii2##. van —- a"—— — 25 4# #a# gaa 16 aa. a 33 uun— aczsum rasi; lax:sam enzsam langsam sangsan schlecht kanssaz minal ginel minei unge mitte! näte mine eten zuni gitz don eubig uichg ledcot nst: ger mune delebi mas A. Cefen: I. Kinder: A. Pesen: werses rien A biseice eeee Bür hen Konkurse. (Reihenfolge der Antaben: Ort, Firma, Tag der Eröffnung. Anmeldetrist.) Bechum. Bauunternehmer Gottfried Lauer. Verfahren mandels Masse eingestellt. Deimenborst. Mühlenpächter Hermann Brinkmann in Edenbettel. Verfahren aulgehoben. Geisenkirchen. Faßsroßhandler Theodor Klein. Verfahren auftehoben. Hertord. Bierbrauer August Weting. Verfahren aufgehoben. Munster, Westt. Firma Leutertiensterfabrik, G. m. b. H. 2# Münster i. W. 7. 6.— 1. 6. c) bunge, Reschlge, nicht ausgemsfiete und allers 0) Dätig gendhris hunge, gut gensheie Aiene v. Sullen: ul beilbeichtge, anbgenachtenn bsamäre. Seds#age, Mrgatz meheen ae e) wäte genährte hunge und gu genährne Sitere 2. Fürsen Kaiben und Aübe: e) vosgeischige, gubgemöstete Zärsen höchsten v) Seäsefig, ensgens Schlschmeries, bis m.: Jaten. 11017 Achre Entgreien. Kid fund uunid an entwickelte jängere Kühe und Färsen... mötz t Sräce##e m. öcen.... e) gerinz genüttte Köhe und Firsen... D. Gering genührtes Jungdies(Frasser) UI. Kälber: 2 Dorpelender keinster Mas.... semnste Mosttälder........ mittiere Mast= und beste Sangkälber 2) geringere Mast= und gute Saugkälder e) geringe Cangsälber....“... Ratichmmer Verentwortlich für den redaktionehen Teil: Hauptredakteur Theoder Warnecke, für den Nugeigen- und Metiemctell: Miceie Hesgen, beibe in Manker. Foulard-Seide — Schon verzo O. Honneberg, Zürloh. III. Schafe: d. Stallmastschafe: 9) Mait dmmer und füngere Mosthammel I üiere Meildggu,#rrarn Pat und gut genährte funge Schafe..... e) wähg genätrte Hammel und Schafe(Merzschafe) 8 Beidemestschafe: 2) Masihumer.... Hh geringere Lämmer und Schafe W. 9 Geulichpeine. über umd Ptand Lehenbsspice ) voll#ersch Schweine d 300—30) V.) Mdgen 3 Seeig SAweme 1ch-M z. Söarr 9 Peürer d g 6. Sauen 9915 Tcmeine umnter 190 ofi: 99 Seogen 9##d. Lbdgew. ###d ALödgen *„„„— Hotel Uillen Feuschwetn, über 2o0 Phand Lebendgewicht Schweinev 24)- 70 p, Aozen. e besta scm Schreine d. 20-24. 5 Löphen. getch weineumer ½40##f0. Otögem. 3 4) von#etich Schweine s. 140—20) 2½ Lbbgem. 2) vo#flelschige schweine umer 140#6. Ldgew. Ceuen.............. 100 9. 4—7 100 9fb. 100 pra, 100 0fb. 100 Pfd. 100 Pfd. — 6-82 100 ufb. 100 Pfb. 8———0 —.— 100 90d. 100 u7d 100 Pfd. —.— 40—44 20—94 44—6l 8-6 69—45 46-81 49-50 46-59 46—59 93—41— 34—99 40—44 6—45 42-—44 0—43 49—44 100 00. inn umen un 91—25-44 unon mm e: urr un — 8-8 40—51 3—40 9—45 80—-99 Sn-n EE 8-34 40-61 88-45 40—38— 40—30 64—63 8—43 85-29 8—40 25—95 19—25 72—55 20—91———*0 99-00 6-40 51-8 54-85 54-89 54—-95 6-91-891-8#-###9-80 8—85 9—45 8—6 94—97 41—99 6—11 a-B A-41 A-9 4-5 3-3 2-9- 3—3 1-91 8-5 6—0 4-99 6-50 4—f 3—3 4—17 8-—452—-40 95-45 9-89-89 4-25 43—97 45—49 40—49 85—06 40— 90-m8 43-84 6-51 4449— 4-51 * 2-37 8-919—71 441 4-9 3-8- 10 99—99 34—90 40—45 24—9 29—29 83—-55 25—60— 38—82 *] 8-98 61—59 5—49 47—50 48—4: 4-44 89—45 8-46—55 6—*—45 43—47 8-* % — 3—9 4—9 6—51 4—5(—55 5-B 9-4 8-4 8-4 4-9 — 8-90 = 90-—64 45—59 7—99 8—45 s-*99—14 60—90 60—64 " 8-940—09 8—73 99-44 55—65 65—50 34—46 6—48 54—-50 44—-90 W-S/5-½ 6-4 n-2 d-n n-9 8-0— 90 * * 9-97* 4—-8 8-4 33—43 54—57 35-31 S 6-3 A-K 4-43— 53—54 6—53— AA * 6-5 3.u 4-3 k-2 u.-8 k-6/8-R 3-n 8.-2 8-6 f-tu-g-uEg 9-8 69-79 0-7 84—07 65—46 91—44 25.-40 64 3-77 72-74 75—71 1— 15—755—-38 —— 55 85—45 90—55 24—67 85 62-76 — 62—76 4-3 3-4 4-45 8-3 8-5 51—40 51—54 co Einmisc Durch die Zeitungen Anschein erwecken kanzler sich in die beiterorganisationen einn eingemischt habe. Zunächst wird beha lichkeit im evangelisch=soz sten Vorgänge an den ihm von der Reichskanzl Reichskanzler verfolge di samkeit, wie dies der zur nationalen Arbeiterorgas schaftliche und politische des Reichskanzler merksamkeit" verkündigt, gelüste gedeutet zu werd gung hatte der evan ziehungen zwischen den und ihrem obersten politischen Zentra hat er berichtet, was ha Noch viel anstößige der„Saaleztg.“ stammt. währsmann“ aus Rom kanzler dort wegen der ordentlich entschieden vir eines Verbotes oder ein werkschaften die soforti schen Gesandtscha keit dieser Meldung lie gehen wäre nicht bloß brüsk und beleid liche Einschüchterungsv# da von seiten des Hk. E oder einer Verdammun keiner Weise bek und sein Kardinalstaatt an die interkonfessionell nur an die konfessionell eine, und der Hl. Sti geistlichen Hirtenamtes, lischer Arbeiterverei: in Bezug auf die rel der gewerkschaftlichen Grundlage entstehen kö keit des Oberhauptes u walt einzumischen, und uns auf das entschieder ziehungen zwischen den fremde Eingriffe profa Der Phantasienach eine bösartige Te schein erweckt werden, welche der Uditore Hei Ausdruck der väterlich durch den Druck de Wir weisen mit Entri unter den Katholiken: stimmung zu erwecken. klärung, die Prälat H Auseinandersetzung, di hat, die wahre Willer und keinen anderen U standenen Mißverstän men und allen Teil Sicherheit des väterlich über den Fortbestand geben. Die Gegner, wele und Erschütterung de Seite so voreilige Ho hatten, sind natürlich ruhigenden Maßnahn sind. Wenn sie nun wollen, als ob die St „verdient“ gemacht he daß das ganze kat 88 9-3 85—67 50-54 55-3 49—89 44—4 44—4— 41—49 5-8 4——2—4 Barerstrasse( Kathonsches Kasino A. V. Vornehmes, modernst eingerichtete: Famillenhetel. =• a-SSAEAAAS-T-ATEN T **) Kälbernotiz vom 4. 6. Schweinenotiz vom 7. 6.— f) Kälber= und Schafnotiz vom ö. 6.— 1f) Kälbernotiz vom 7. 6. Iusewet Hitzi Narktmoterngen nuchz Aebgntgepiczt Verlegen, 8.) De. bou, Hepräse vich oiae pesitekrea P rselähor stod, hod Hiasestige D P.sgritzis amgagesen. ichtspreise ermittel“ und daher mit den amtl *) Kälbernotig vom 6. 6. 1912.— Insowelt nicht Marktnotierungen nach Stiatgensgregrete eemmelt und daser, mit den sowohl die Preise für reines Lebendgewicht, soweit endgete Karliegen, find die Schlacht, mmtlichen Feststellungen der Lebendgewic z vom 7. 6.— f) Kälber= und Schafnotiz vom ö. 6.— ff) Kälbernotiz vom 7. 6. Pseprc s, ggcnt. Soweit die obigen Preikangaben dur9 brstäg e## h nicht ohne weiteres vergleicholt sing, im bieselben m Jurmrratten angegeben.#### nuich für Schlachtgewicht bzw. Lebendgewicht abzüglich einer festen Tara von 20—54 u. K. ausrasbe U1 und daßer mit den Juisthon Fich zehunzen der Levendgewichtspreis, nicht, ohne, weiteres vergirichogt pnp. Jur, bieselven ii Hurtrragten angspeog. Lebendgewicht, soweit solce amnich festgesteut werden, als auch für Schlachtgewicht ozw. uevendgewicht abzüglich eintt sesten Taua von 20—##u 6. ansee Ein dumpfes Sti habe das Licht gebra eigene Licht erloschen sehen, ich will leben! und krallte sich fest. Doktor!— Was ist „Ich fürchte, es „Und— muß m er röchelnd, mit dem Auf seine Frage des Todes lag über Da schien sein le wie ein Wimmern kla — Blind!— und de verloren, kann mein ich will es vollenden Jahr Frist!— Nur Retten Sie mich!— Millionen gebe ich ich lebe, lebe—“ „Herr Cooper der Welt geben wür „Also sterben, dauert es noch?“ „Das weiß Go Ihre Rechnung mit dem Priester geschick Draußen erklan er schon. Herr C mit!—“ Die Aerzte ent streten, der seines he Die Türe schlos das Schuldbuch seit gefolterte Seele nah ein Leben lang gen ., Sie zitterte vor kühler, erquickender Todwunden:„. einen Sünder, der Gerechte, so der Bu Die beiden Aer ihnen das Geleite Baldwin blieb paar Minuten trat sie standen stumm Drinnen im K