m 26.(Därz ilstand der Stadt Münster. urten: 16. März, S. d. 244. age Ate Pröcke o. Schupmachers Martas 8t. brers Verntz, Schrg seisterg.. Obstzäindlers Benz gevote: 23. März. ider Halgren Hendrint den. ni von Haag und Luise Pr### si von hier.— rbefälle: 21. März. Laz##### udolf Thöne, 41 3.— 2, Män gent Heinrich Benzler, 55 3.— uc, 1 Johr. 1—. S S 8 Gtorg Hen.r om, 9 16. Schrearsen, 9 A. est ea g Suche! es baunn. Gulang un Teibung v. Forderung erce ie un Referenze.## ebote befördert die G Heseircden bertn Lichung II., 12. u. 13. Apfl.— zum Besten der Kaiser-WühelnStittang 494 Gewinne ehne Abzug Mart PUTTL Hauptgewinne V0U1 O 501 1S 903 — se à 3 M. Eiaast 7# Cb., rlis C, Königstr. 84-36. ank- u. Lotterls. Sashtist e auch zu haben in eimit. terie- u. Cig.- Geschäften. talität * orzüglichsten Sitzes. e billigst. g, Wäschefabrll Ecke Bült. hon 568.— 4000 Neuplatz. ung in GastKuril er. ag!) mit Fest-Dorhr nachhrabends. ter park Konstier 105 100 Künstierinnen. arl Bastian lotographische Anstalt Spiekerhof 17 Porträts Postkarten Miniatur verlängert bis 31. März. 837 ahmen werden noch b. zun macht u. prompt geiekt tadl= Theatel. März, 8 Uh: Henschel.„ ard HauptmanPreise. März, 8 Uhr Male! ado..— Irihur Sulliv## Mittwoch, 27. März. ae Wesisälische Merkur erscheint täglich zweimal, am Tage nach Sonn= und Jeiertagen einmal. Belagen: Illustrierte Unterhaltungs=Beilage(wöchentlich), verlosungsliste von Wertpapieren(3 mal monatlich) Redaktion: Lütkegasse 1—3. Sprechstunden 10—11 Uhr vorm. Geschäftsstelle: Königstr. 59. Geöffnet 8 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends.g verlag u. Rotationsdruck der Westfälischen Vereinsdruckerel. probenummern: Achttägiger Probeversand des Westfälischen Merkur gratis und franko. Bestellungen mit deutlicher Adressenangabe wolle man richten an die Geschäftsstelle, Königstraße 59. chaft Telegramm-Adresse: Merkur, Münsterwesif. # Redaktion Nr. 203, Geschäftsstelle Nr. 112. 5o Klärung oder Spaltung? Der Gärungs= und Klärungsprozeß in der vielgeprüfen nationalliveralen Partei ist am 24. März in kräftigeren gang gebracht worden, aber er hat noch keinen Abschluß gefunden. Wer über eine Spaltung der Partei und über den Verbleib der beiden Teile orakeln will, sollte wenigstens grst den Vertretertag abwarten. Wir haben schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen, daß die geschichtliche ueberlieferung, das Andenken an die früheren großen Führer und der Name der Partei doch eine sehr große Sammel= und Bindekraft haben. Sonst hätte ja überhaupt die Partei die unglückselige Führung der letzten zahre nicht heil überstehen können. Im Zentralvorstand hatten die„Alten“ die MehrLeit. Das Stimmenverhältnis kann man wohl allgemein auf 63 gegen 43 schätzen. Mit dieser Mehrheit wurde nämsich der Beschluß gefaßt, daß fortan nur solche speziellen Vereine der Parteiorganisation angeschlossen werden können, welche ihrerseits den Landesverbänden angeschlossen sind und nicht einen besonderen organisierten Gesamtverband mit eigener Spitze bilden. Diese Satzungsänderung, richtet sich gegen den„Reichsverband der nationalliberalen Jugend“. Die sog. Jungliberalen hatten in dieser selbständigen Organisation eine Art von „Staat im Staate“ sich geschaffen. Sie sollen jetzt vor die Wahl gestellt werden, entweder ihren allgemeinen Reichsverband aufzulösen und sich an die Landesverbände anzugliedern oder auf die Anerkennung als vollberechtigte Parteivereinigungen zu verzichten. Herr Bassermann, der die Partei nur zu sehr im Sinne der„Jungen“ geleitet hat, widersetzte sich entschieden, aber erfolglos diesem Beschlusse. Herr Bassermann wurde freilich zum Vorsitzenden wiedergewählt, aber nicht wie sonst durch einmütigen Zuruf, sondern in einer Zettelwahl, bei der 79 Stimmen für ihn und 30 unbeschriebene Zettel abgegeben wurden. Der Führer der Jungliberalen, Dr. Fischer, fiel bei der Wahl zum geschäftsführenden Ausschuß durch; ebenso der Heißsporn Dr. Stresemann,— obschon der letztere zur Rettung seiner Kandidatur sich zu der Erklärung bequemte, er werde den Geschäftsführerposten im Hasabunde nicht annehmen. Der enttäuschte Herr Bassermann reiste nach der Sitzung sofort ab; auch die meisten Reichstagsabgeordneten enthielten sich der Teilnahme an dem üblichen Liebesmahle. Wenn nun in einigen Blättern gesagt wird, die gemäßigte Richtung habe einen entscheidenden Sieg über Bassermann und seine Linksrichtung davongetragen, so darf man sich doch nicht verhehlen, daß die Entscheidung noch aussteht. Es soll ein Vertretertag stattfinden, und zwar innerhalb sechs Wochen. Auf diesem Vertretertag können die Würfel fallen. Es ist freilich auch möglich, daß auf diesem Vertretertag die volle Klärung und Scheidung der Geister vermieden wird. Vorläufig rüsten sich die Jungen und die sonstigen BasserMänner zum Widerstande gegen die Mehrheit des Zentralvorstandes. Der Reichsverband der nationalliberalen Jugend will am nächsten Sonntag seinen Vorstand zusammentreten lassen. Die engeren Freunde Bassermanns planen den Gegenschachzug, daß die nationalliberale Reichstagsfraktion, die mehr nach links gerichtet ist, eine stärkere Vertretung im Zentralvorstande erhalten soll. Dabei geht man von der Ansicht aus, daß die gemäßigte Richtung ihre Hauptstütze in der preußischen Landtagsfraktion finde. Tatsächlich findet Herr Bassermann mit seiner Linksblockpolitik seine Unterstützung vorwiegend in der Rheinprovinz und in Süddeutschland, während die norddeutschen Nationalliberalen mehr für Besonnenheit und positive Mitarbeit sind. In die häuslichen Auseinandersetzungen bei den Nachbarn soll man nicht ohne guten Grund und Zweck sich einmischen. Es ist nicht unsere Sache, das nationalliberale Aktionsprogramm zu korrigieren. Wir wissen uns aber in Uebereinstimmung mit allen einsichtigen Freunden des Vaterlandes, wenn wir dem Wunsche Ausdruck geben, daß die Großblockpolitik sowohl in ihrer offenen als in der versteckten Form vollständig überwunden, die zur Umsturzpartei laufenden Fäden sämtlich durchschnitten und die Bereitwilligkeit zur gemeinsamen Arbeit mit den anderen positiven Parteien außer allem Zweisel gesetzt werden. Im übrigen: sehe jede Partei, wie sie's treibe, und wer steht, daß er nicht falle! „* Pennt. Segründet 1822. Illorgen-Husgabe. 91. Jahrgang. 1912.— Nr. 158. Bezugspreise: Vierteljährlich: In Münster bei der Geschäftsstelle K 3.00; auswärts bei allen deutschen Postämtern K 3.50. Zweimonatlich: In Münster bei der Geschäftsstelle K 2.00; auswärts durch die Post(jedoch nur für die beiden letzten Monate eines Quartals) K 2.34. Einmonatlich: In Münster K 1,00; auswärts durch die Post (für jeden einzelnen Monat des Quartals zulässig) K 1.17. Einzelnummer: Zu haben in der Geschäftsstelle, an den Bapshöfen 2c. à Exemplar 10 Pfg. Anzeigenpreise: Für die Petitzeile oder deren Raum 25 J. Rer Anzeigen=Annahme: In Münster Kön wr Deutschland. Berlin, 26. März. und Mährgereing... nedmen auch Flottenverein wie diese Ssesin.7an peißz, von vornherein, nicht, Natirich sch natütrlich diese e Mittel für die Deckung brauchen werden sie nicht berühel. werden sie nichl berühtt. Der Flottenverein erklärt, Iuhall auch die bescheidensten Jter wiedergegebene schen mußz“. Der Wehrungn Hoffnungen schwer entäusolution, die grverein verkündet in einer ReBrandenhrrn Togung des Provinzialverbandes Bündenburg angenommen wurde, er sei zu der Ueberzeuwebe, henn Frrsete a an=fündigte Vorlage militärischen Lage, noch berechtigten Versammlung entspricht. Die Lieser auberars zur Stellungnahme in vortand Rung Frase Gesamteins wäglichit beih einh deischen Wehrvereins moglichst vald einverufen werden.“ Also ehe überhaupt genauere Details vorliegen, erheben sich die beiden Organium mehr zu fordern. Glücklicherweise entscheiden über die Wehrvorlagen nicht diese beiden Vereine und auch ihr Inspirator Keim, sondern die Vertreter des deutschen Volkes im Reichstage, die auch die Deckungsfrage zu prüfen haben; andernfalls würden ja die Vorlagen leicht ins Uferlose gehen. Sozialdemokratisches Spiel mit den Arbeiterinteressen. War die ganze Art und Weise schon, wie der Bergarbeiterstreik im Ruhrgebiet von sozialdemokratischer Seite inszeniert und„geleitet“ wurde, ein frivoles Spiel mit den wirklichen Arbeiterinteressen, so war am unverantwortlichsten die Art der Beendigung des Streiks. Man halte fest: Die Grubenverwaltungen sorderten gegen Ende der ersten Streikwoche die einzelnen Bergleute auf, die Arbeit wieder aufzunehmen. Wer die Arbeit nicht wieder aufnehme, erhalte die Kontraktbruchstrafe, das ist der Lohn für 6 Schichten, eingehalten. Die Führer des Dreibundes aber sorderten die Streikenden auf, sich daran nicht zu stören, sondern weiterzustreiken. Es sei das nur ein Schreckschuß, die Sache der Streikenden stehe gut. Am Freitag erließen der sozialdemokratische Parteivorstand und die Generalkommission der sozialdemokratischen Gewerkschaften, also die höchsten Spitzen im sozialdemokratischen Lager, noch einen gemeinsamen Aufruf, um den Streikenden beizuspringen, Samstag forderte die Generalkommission der sozialdemokratischen Gewerkschaften ihre Genossen zur kräftigen finanziellen Unterstützung der Streikenden auf. Sonntag stellte das Hauptorgan der sozialdemokratischen Gewerkschaften, das„Korrespondenzblatt" der Generalkommission, als das bisherige Ergebnis des Streiks die Zertrümmerung des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter fest. In den Versammlungen wurde kräftig zum Weiterstreiken angefeuert und am Dienstag der— Abbruch des Streiks beschlossen. Man warlete, bis die Kontraktbruchstrafe verfallenwar und beschloß dann den Abbruch des Streiks. Am Samstag war die Kontraktbruchstrafe noch zu retten. Wer am Samstag die Arbeit wieder aufnahm, brauchte die Kontraktbruchstrafe nicht zu zahlen. Die Dreibundsleitung verhinderte aber die Aufnahme der Arbeit. Sie forderte auf, nicht zu arbeiten, obwohl der Streik offensichtlich verloren war. Sobald aber die Frist vorbei war, schon am Dienstag, wurde der Abbruch des Streiks beschlossen. So etwas steht in der Arbeiterbewegung einzig da. Durch die falsche Taktik der Dreibundsleitung sind die Streikenden um 4 bis 5 Millionen Mark geschädigt worden. Das nennt sich dann„einzig richtige" Wahrnehmung der Arbeiterinteressen! „Geschmack wie immer" behandelt das„Verl. Tagebli.“ die Krisis bei den Nationalliberalen. Es wendet sich besonders gegen den Abg. Friedberg und sagt u. a., geplatzt sei die„Bombe, die Herr Friedberg geladen und mit all der Wut und dem Gift und der Galle gefüllt hatte, die sich bei ihm seit zehn und mehr Jahren gegen die unruhige„Jugend“ in der Partei angesammelt hat. Herr Friedberg führt den Kampf gegen die Jugend, gleich dem leider auch nicht schwindelfreien Baumeister Solneß, als einen Kampf für sein eigenes Dasein. Und da er sein Leben— naturgemäß— lieb hat, so kämpft der sonst phlegmatische Genießer dann auch wie ein Löwe. Für Herrn Friedberg ist es nämlich ein Lebensbedürfnis, von den Reden der Nationalliberalen im preußischen Abgeordnetenhause mindestens 99 Prozent, am liebsten aber alle allein zu halten. Das Reden reden scheint für Herrn Friedbergs leibliches Wohlbefinden unentbehrlich zu sein wie für andere wohlbeleibte Männer die regelmäßige Massagekur im Frühjahr und im Herbst. Da aber die reaktionäre Mehrheit des Abgeordnetenhauses Herrn Friedberg von jeher zu den ihren gezählt hat, so ließ sie ihm das unschulWissen, Welt und Leben. X Die ältesten der europäischen Staatenlenker. Am 12. März det des Bayernlandes greiser Prinzregent Luitpold bereits sein 92. Lebensjahr begonnen(geb. am 12. März 1821). Luitpold führt das Alterspräsidium nicht bloß im Rate der sämtlichen 22 deutschen Bundesfürsten, sondern auch im Kollegium der gesamten Staatsoberhäupter von ganz Europa— unter Deutschlands Fürstlichkeiten bekleidet er das Amt des Seniors bereits seit fast acht Jahren(seit dem Tode des Großherzogs E#e#rich Wilhelm von Mecklenburg=Strelitz, welcher nach mjayriger Regierung am 30. Mai 1904 im 85. Jahre seines Alters aus dem Leben schied,(geb. am 17. Oktober 1819, also 1 Jahr und zirka 5 Monate vor Luitpold), unter Europas Staatenlenkern Überhaupt auch schon mehr als 6 Jahre: seit dem 29. Januar 1906, dem Sterbedatum des 88 Lebens= und stark 42 Herrscherjahre aufweisenden Königs Christian IX. von Dänemark, geb. am 8. April 1818, nicht ganz 3 Jahre vor Luitpold. In dem Verzeichnisse der gegenwärtig lebenden obersten Leiter der verschiedenen europäischen Staatswesen treten uns außer dem ehrwürdigen Verweser des Königreiches Bayern nur noch 7 entgegen, die es auf ein Alter von über 70 bezw. 80 Jahren gebracht haben. Zwei verselben sind bereits Achtzigjährige: Georg II., seit 45½ JahHerzog zu Sachsen=Meiningen und Hildburghausen; er vollendet am kommenden 2. April sein 86. Altersjahr(geb. am 2. art 4826)— als Konsenior von Luitpold also immerhin noch zan 2 dahre jünger als dieser;— 2. Franz Josef I., Kaiser „ Oesterreich und König von Ungarn, dessen Haupt schon im dahre(seit 2. Dezember 1848) die sorgenreiche Herrscherkrone stark 81½ Lebensjahre zählend(geb. am 18. August ben% bleibt er somit noch um fast ein volles Jahrzehnt hinter een 91 Jahren des bayerischen Prinzregenten, seines nahen Aneerwandten, zurück. Einer bringt binnen 2½ Monaten sein 80. dinig Abschlusse: Heinrich XIV., Fürst von Reuß jüngere s.::(geb. am 28. Mai 1832), für welchen sein Sohn, Erbprinz 1910·L XXVII.(geb. am 10. November 1858), seit 5. April " die Regentschaft führt. Im weiten Abstande folgen jetzt: 1681, hrige Hohenzoller Karl I., seit 31 Jahren(27. März 111 Jagus von Rumänien(geb. am 20. April 1839), der etwa von DigZ-Zählende(geb. am 5. Okt. 1840) Fürst Johann II. 7 ge(censtein, der um fast genau 1 Jahr jüngere(geb. am Man: 1841) König Nikola I., Petrovic Njegosch, von letzten Joches[Gließlich der seit dem 17. Januar bereits im ihre seiner Amtsdauer stehende Präsident der französischen bember 8ags1und Jallières, 70½ Jahre alt(geb. am 6. Nosich die hamsere Au der hier gebotenen Zusammenstellung ergibt üngsten. kenswerte Tatsache, daß mit Ausnahme der beiden deutschen ge Seniorenreihe die sämtlichen anderen sechs Kön.* Stammes sind.— Der nächste Siebziger ist der dänische sahr urledrich VIII., der am 3. Juni l. J. sein 70. Altersbeginnen darf. * Ein Jreund des humanistischen Gymnasiums schreibt uns: Alle Anhänger des humanistischen Gymnasiums— die ja trotz oder auch wegen dieses Standpunkts für die Gleichberechtigung aller drei Arten vollklassiger höherer Lehranstalten sein können — haben triftigen Anlaß, von Herrn Prof. Collischon weit abzurücken, der in den„Neuen Jahrbüchern für das klassische Altertum“ den griechischen Unterricht zur Kultur d. Nietzscheschen Übermenschen ausnutzen will. Bedarf es einer Begründung dieses Protestes? Verherrlichen Homer, Aischylos, Platon den Uebermenschen? Und gehört es zum Wesen des Uebermenschen, daß er die modernen Kulturvölker und ihre Sprachen außer den Deutschen bei der Jugendbildung nur nebenher heranzlehen will? Wenn ferner der Satz richtig wäre:„Nietzsche ist der letzte große Zeuge für die Wahrheit, daß der Weg zur Kultur über die Griechen führt,“ wäre damit nicht über alle Humanisten von heute, allenfalls mit Ausnahme Collischones, das Urteil gesprochen? § Die Wiederherstellung der Marienburg. Die altberühmte Residenz der Hochmeister des Deutschen Ritterordens, die Marienburg bei Danzig, die um das Jahr 1274 von dem Landmeister des Deutschen Ritterordens Konrad von Thierberg gegründet wurde, wiederherzustellen, ist der Zweck des Vereins zur Herstellung und Ausschmückung der Marienburg, der nunmehr über seine bisherige Tätigkeit einen reich illustrierten Bericht veröffentlicht. Die umfangreiche Anlage des Schlosses gliedert sich in ein Hochschloß, das aus vier einen quadratischen Hof umschließenden Flügeln bestand und das von Gräben, Mauern und festen Türmen umgeben war, sowie in ein Mittelschloß, das die eigentliche Residenz des Hochmeisters bildete und unter der Regierung des Hochmeisters Winrich von Knipprode Mitte des 14. Jahrhunderts mit großem Kunstsinn aufgeführt wurde, und endlich in eine Vorburg, die Pferde= und Viehställe, Vorräte und Kriegsmaterial enthielt. Das Schloß hat im Laufe der Jahrhunderte viel gelitten und sollte 1803 ganz abgebrochen werden. Gegen diesen Plan wandte sich aber der Dichter Max v Schenkendorf, der auf den künstlerischen Wert des Schlosses aufmerksam machte, und es wurde schließlich in den Jahren 1817 bis 1842 eine gründliche Restauration zunächst des Hochschlosses vorgenommen, die aber erst 1895 unter der Leitung des Baurats Steinbrecht vollendet wurde. Am 12. und 13. September 1872 wurde in den herrlichen gotischen Palasträumen des Hochschlosses in Gegenwart Kaiser Walhelms I. das 100jährige Jubelfest der Wiedervereinigung Westpreußens mit Preußen gefeiert. Die Arbeiten zur Restaurierung des Mittelschlosses sind in der letzten Berichtsperiode sehr weit vorgeschritten. Es wurde zunächst der im Jahre 1804 zugeschüttete Graben wieder hergestellt und auf den vorgefundenen alten Brückenpfeilern die Brückenjoche wieder aufgerichtet und mit einem Schutzdach überbaut. Auch die Torbrücke, die im Belagerungsfall schnell zerlegt werden konnte, wurde rekonstruiert und über dem Zugbrückenturm ein anmutiges Madonnenbild angebracht. Auch die Großkomturei ist beinahe vollständig wiederhergestellt. Das Hauptaugenmerk galt dem Remter. Es wurde eine hohe eichene erseim Bestes tat, um sowoht Preuhensu danidar indem Partei dauernd in senam Zustande shastz i uutenaliberate die für Ehren., Mer. und g... de Sterlität zu erhalten, Das Auftommen der Zun umnelgreise am zuträglichsten Ist. Hallung, die Bassermann Epikurder, der politische Beiä, Verdauung zuträglich. oweit wünscht als sie der mann auf Parteis it steigendem Unbehagen. Wenn Passerbaden wo er..in veralen Anlauf nahm wie in WiesMahtracht in umer dem Jubel der Versammelten das geheime wahlrecht für Preußen forderte, ging Friedberg mit hängenden Ohren umher und prophezeite im vertrauten Kreise das nahe Weltzu erwartenden Ueberschüsse aus der Post- und Eisenbahnverwaltung im laufenden Jahr. Bis einschließlich Ende Februar d. J. haben sich die Einnahmen der Reichspost auf 682,4 Millionen Mark belaufen. Da der im Haushalt angenommene Gesamtbetrag für das Jahr 1911 sich auf 734 Millionen beläuft, so fehlen bis zu dieser Summe nur noch 52 Millionen. In der Eisenbahnverwal1339 t#tder Voranschlag für das ganze Rechnungssahr mit 126,9 miionen bereits in den ersten 11 Monaten fast vollkommen erreicht. Es dürfte also hier der Ertrag des Mokärz als Ueberschuß erscheinen; seine Höhe darf man mit 12 Millionen annehmen. Das„Kienkopp“-Plakat. Im Ministerium des Innern ist man, wie die„Voss. Ztg.“ erfährt, in Erwägungen eingetreten, ob und auf welche Weise sich dem „Plakatunfug" steuern lasse, der von vielen Kinematographen=Theatern getrieben wird. Es handelt sich um jene grellen, bunten Bilder, die möglichst krasse Szenen darstellen und oft eine große Schar Jugendlicher anlocken. Zurückstellung der neuen Odervorlage. Bekanntlich war eine neue Kreditvorlage wegen Bewilligung von Mitteln für den Ausbau der Oder unterhalb Breslau bis Fürstenberg und für die Anlage von Staubecken für diesen Sitzungsabschnitt des Landtags angekündigt worden. Nach der„Post“ ist gegenwärtig die Vorlage im wesentlichen fertiggestellt. Von einer Einbringung des Entwurfes in den Landtag aber wird wohl vorläufig Abstand genommen werden. Die Vorlage, deren Kosten 50 bis 60 Millionen detragen dürften, soll die erste sein, die nach Verabschiedung des Schiffahrtsabgabengesetz überwiegend den Verkehr fördern soll. = Aus der Reichspartei. Die Ortsgruppe Groß=Berlin der Reichspartei veröffentlicht einen Aufruf. in dem es heißt: Das Anwachsen des Radikalismus in Deutschland muß jeden Vaterlandsfreund mit schwerer Sorge erfüllen. Der Zwiespalt der bürgerlichen Parteien ebnet der Umsturzpartei die Bahn. Die Reichsverfassung und unsere bürgerliche Freiheit ist bedroht, wenn die Erfolge der Sozialdemokratie uns vor innere Kämpfe stellen, welche zugleich die Machtstellung des Reiches und den Wohlstand des deutschen Volkes erschüttern müssen. Mehr als je erscheint es geboten, daß sich der national gesinnte Teil des deutschen Volkes zur gemeinsamen Abwehr vereinigt. Hierzu bedarf es einer starren Mittelpartei, die ihren Beruf darin erblickt, das Einigende hervorzuheben und das Trennende zurückzustellen. Die Unterzeichneten sind zusammengetreten, um in Groß=Berlin einen Mittelpunkt für alle diejenigen zu schaffen, die gewillt sind, einzustehen für Kaiser und Reich, für Deutschlands Machtstellung zu Lande und zu Wasser, für unsere koloniale Ausbreitung, für die Bismarcksche Wirtschaftspolitik,— den gleichmäßigen Schutz von Industrie und Landwirtschaft, Handel und Gewerbe—, sowie für die Aufrechterhaltung des sozialen Friedens. Der Gegensatz zu allen Feinden von Kaiser und Reich, insbesondere zur Sozialdemokratie, It für die Reichspartei unüberbrückbar; zwischen der Rechten und per Linken aber will sie, ihrer Aufgabe als Mittelpartei entsprechend, die Vermittelung herstellen. Wir wenden uns nicht nur an unsere bisherigen Freunde mit der Aufforderung zum Beitritt, sondern wir hoffen, daß die Ortsgruppe Groß=Berlin der Reichspartei vielen, die bisher abseits standen, Gelegenheit bieten wird, ihre Kraft in den Dienst vaterländischer Politik zu stellen. Gera, 25. März. Ein nicht bestätigter Sozialdemokrat. Das fürstliche Ministerium in Gera hat die Wahl des Kaufmanns A. Sandheim zum Stadtrate nicht bestätigt. Sandheim ist Sozialdemokrat. Hauptversammlung des Vereins deutscher Eisenhüttenleute. * Düsseldorf, 25. März. In Gegenwart des Oberpräsidenten Freiherrn v. Rheinbaben fand hier die Hauptversammlung des Vereins deutscher Eisenhüttenleute statt, zu der fast sämtliche Eisenhütten Deutschlands Vertreter entsandt hatten. Die diesmalige Tagung stand unter dem Zeichen zweier Jubiläen: Abgeordneter Dr. Beumer feierte sein 25jähriges Jubiläum als Redakteur der Zeitschrift„Stahl und Eisen" und als Vorstandsmitglied der nordwestlichen Gruppe des Vereins Deutscher Eisen= und Stahlindustrieller und des Vereins zur Wahrung der gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen in Rheinland und Westfalen. In Anerkennung seiner großen Verdienste wurde ihm die Karl Lueg=Denkmünze überreicht. Der Vorsitzende des Vereins, Kommerzienrat Dr. Springorum=Dortmund würdigte kurz die Verdienste des Jubilars.— Aus dem Jahresbericht des Vereins ist hervorzuheben, daß die Zahl der Mitglieder von 5120 auf 5265 gestiegen ist.— Hierauf Legrößte Oberpräsident Frhr. v. Rheinbaben die Versammlung und insbesondere den Jubilar Dr. Beumer, dem er im Auftrage der Staatsregierung den roten Adlerorden 3. Klasse mit der Schleife überreichte.— Kommerzienrat Niedt-Gleiwitz übergab dem Jubilar im Auftrage der oberschlesischen Eisenhüttenleute ein in Eisen gegossenes Bildnis Friedrichs des Großen.— Dr. Beumer hungt“ P er leine Sräite guchen „#.datz er feine Kraftr auch weiterhin in ihren Dienst stellen Bersih einen Vor Vernhard. Führte auge a ire8 über, Schwerindustrie und Sozialpolitik. Er führte aus: Wenn auch nicht zu verkennen sei, daß der Arbeiterschutz etwas Notwendiges sei, so dürfe man doch nicht übersehen, benen dsrchi itit ihre Zeiten des Riederganges habe, in berworträtenDi. Eirichtungen bedentlich werde 1ch de schn wie sie sebzt gehandhabt #9#; gpoere Gefahren in sich. Der Arbeiter glaube vielErkrankung und jeder Unfall ihn zum Rentenbezug berechtige. Daraus entstehe die sogenannte Rentenhysterie, einer Pachaseh ausgewachsen habe. Insolge um sich gegrisseg, daß sie dade diese Krankheit dermaßen zu einer Degeneration zu führen drohe. neve Ween- Sigem mir zn mußnahmen, nur zu dem Zwecke, den Arbeitermassen zu schmeicheln. Die Produktion werde durch pedantische Verordnungen gestört, ohne daß die Arbeiter einen wirklichen Nutzen davon harten. Durch die Erhöhung der Kosten der Produktion werde aber die Unternehmungslust erdrückt und eine Uebertreibung des Arbeiterschutzes schädige nicht nur Arbeitgeber, sondern auch Arbeit nehmer. Bis in die letzte Zeit hinein habe man hoffen können daß die Gefahren der Sozialpolitik durch eine rege und zweck mäßige Selbsthilfe der Arbeiterorganisationen hintan gehalten würden, aber leider sei diese Hoffnung durch die Ereignisse der letzten Jahre vernichtet. Sabotage und Terrorismus seien nicht nur in Frankreich, Italien und Belgien, sondern auch in Deutschland, England und Australien an der Tagesordnung. Um den drohenden Terrorismus der Arbeiterorganisationen, die unter der Oligarchie ihrer Führer entarteten, zu verhindern, müsse man einen energischen Schutz der Arbeitswilligen durchführen. Hier dürfe der Staat nicht mit gekreuzten Armen der Entwicklung der Dinge zusehen. .. Die Versammlung zollte diesen Ausführungen lebhaften Beifaul. Eine Diskussion schloß sich nicht daran. Bei dem Festmahl im Kaisersaal der Tonhalle zu Ehren des Jubilars Dr. Beumer, an dem etwa 700 Personen teilnahmen, brachte Kommerzienrat Springorum den Kaisertoast aus. Der Vorsitzende des Direktoriums der Firma Friedr. Krupp A.=G., Gillhausen, begrüßte die Gäste und brachte einen Trinkspruch aus auf die Redner des Tages und das Ehrenmitglied Bueck. Der Oberpräsident von Westfalen, Dr. Prinz von Rativor und Corvey dankte namens der Gäste, gratulierte seinerseits dem Jubilar. Er hoffe, daß bei der neuen Zolltarifgesetzgebung Industrie und Landwirtschaft zusammengehen würden(Bravo!), daß aber auch Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammenarbeiten würden, da beide dieselben Interessen hätten. Er toastete auf die versammelten Vereine. Italien. Eine Würdigung der Tätigkeit des Irhrn. v. Marschall. Rom, 25. März.„Popolo Romano“ konstatiert den begeisterten Empfang des Kaisers in Venedig, der in würdigster Weise die Gefühle der ganzen Nation zum Ausdruck gebracht habe. Das Blatt tadelt sodann die ungerechten und unpopulären Angriffe einiger Zeitungen gegen den deutschen Botschafter Freiherrn von Marschall, der mit größter Sorgfalt die ihm von seiner Regierung anvertraute Aufgabe, die Italiener in der Türkei zu schützen, erfüllt habe. Es sei geradezu kindisch, zu glauben, daß ein deutscher Botschafter in irgendeinem Lande der Welt sich erlaube, persönliche Politik zu treiben. * Das Attentat auf den König erregt noch immer alle Kreise. die Polizei, die sich in fieberhafter Suche nach dem Komplott befindet, mit einbegriffen. Was sich seit dem Mordversuch ereignet hat, ist übrigens geeignet, einen grellen Lichtstrahl auf das Trei. ben der revolutionären Sekten zu werfen. Alle die alten Geschichten von Königsmord und Rachetaten an den„Tyrannen“, die wir heute vielfach als Legenden betrachten, leben wieder auf und zeigen, daß jene dunkle Welt der Illuminaten und alten Corbonari lebendiger denn je ist. Es wird der Polizei schwer fallen, ein Komplott nachzuweisen. Man neigt nämlich in Rom zur Ansicht, daß ein direktes Komplott nicht besteht, sondern daß die Jungtürken von Saloniki, die sämtlich Juden und Freimaurer sind und mit der italienischen Loge in Verbindung stehen, den Attentäter auf dem Umweg über Gens, wo die Jungtürken Anarchisten zu ihren Freunden zählen, sich zu opfern und auf den König zu schießen überreden ließen. So kommt es, daß der Attentäter behauptet, er habe keine Komplizen. Ferner finden wir in den Zeitungen Berichte über die Einlieferung eines in Ancona gelandeten Ingenieurs Filander ins Irrenhaus. Dieser Filander ist ein Sendling des berüchtigten Komitees von Saloniki. Er erklärte zu wiederholten Malen, er müsse die Mörder des Königs von Italien überwachen. Er nannte auch Namen: Ghezzi und Alba. Wohlver. standen wurden diese Erklärungen vor dem Attentat in Ancona abgegeben und von der dortigen Polizei registriert. Jedenfalls sind diese Enthüllungen von großer Tragweite, da sie dem Mundeines Mannes entstammen, dem nur die schreckliche Aufgabe, dier übernommen, zeitweilig den Geist verwirrt zu haben scheint. Vor Kurzem erst war ein jüdischer Jungtürke, der Advokat Salem, ein griechisch-türkischer=italienischer„Untertan und Vertrauensmann des Komitees Einheit und Fortschritt" in Rom, um der Wandbekleidung angebracht und der Hochsitz für den Meister wiederhergestellt. Die im Besitz des Schlosses befindlichen Bildtafeln aus dem Dome von Hamburg kamen, zu einem Typtichon zusammengearbeitet, an einer Schmalwand zur Aufstellung und an den Längswänden wurden die schon vorbereiteten Prunkwap= pen und Helme der deutschen Fürsten und Gaue, die einst an der Eroberung des Preußenlandes teilnahmen, aufgehängt. Den Höhepunkt erwartete man von den Wandgemälden, die Professor Schaper herstellen sollte. Er verfertigte auch drei Bilder, deren eines die Schlacht an der Sirgune(1232) darstellt, durch welche der Kreuzzug des Burggrafen Burkhardt von Magdeburg die Eroberung Preußens einleitete, und das zweite ein Porträt des Markgrafen Heinrich von Meißen ist, der dem Orden 1236 ein Kreuzfahrerheer aus Obersachsen zuführte. Das dritte Bild stellt die Rettung der belagerten Balta durch den Herzog Otto von Braunschweig im Jahre 1241 dar. Diesen Bildern sollten noch drei weitere mit Begebenheiten aus der Eroberung Preußens folgen, nämlich dem Zug Ottokars von Böhmen, dem Eingreifen der Markgrafen Johann und Otto von Brandenburg und der Ostfahrt des Königs Johann und des Herzogs Ludwig von Bayern. Ein unerwarteter Tod hat aber den Künstler im Juni vorigen Jahres dahingerafft und ihn so an der Ausführung dieses Planes verhindert. Zur Wiederherstellung der Vorburgen mußten zahlreiche Grundstücke zurückerworben werden. Die Verhandlungen sind bis 1911 soweit vorgeschritten, daß mit dem Wiederaufbau der Vorburgen, der zur Erzielung eines richtigen Eindrucks des Schlosses als Burg notwendig ist, begonnen werden konnte.— So wird in zäher Arbeit und unter großem Kostenaufwand ein herrliches Bauwerk des Mittelalters zum Ruhm und zur Ehre Deutschlands bald ganz wieder erstanden sein. 0 Graf Berchihld— und Mozart. Der Pariser„Figaro" veröffentlichte dieser Tage an der Stelle, die er den Witzen zur Geschichte des Tages einräumt, das folgende kleine Zwiegespräch: „Nun, das europäische Orchester erhält ja einen recht erfreulichen Zuwachs... Graf Berchtold soll ein Urenkel von Mozart sein...“„Bravo! Jetzt wird der„Türkische Marsch“ aber ordentlich in Bosnien gespielt werden!".... Der Nachfolger des Grafen Aehrenthal ein Urenkel des Schöpfers der„Zauberslöte"?! Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Von sehr altem Adel ist der neue Minister des kaiserlichen Hauses und der auswärtigen Angelegenheiten Oesterreich= Ungarns nach den Anschauungen der Genealogen freilich nicht. Erst am 5. Januar 1616 kam der Reichsadel an den Ahnherrn seines Geschlechts. Aber schon 1626 folgte der Ritterstand, 1633 der Reichsfreiherrnstand und 1673 die reichsgräfliche Würde. Und die Grafen Berchtold sind dann sehr schnell in der vornehmsten Aristokratie der Donaumonarchie aufgegangen; die Ahnenreihe des neuen Ministers weist nur altadlige, große Namen auf. Wer das wußte, dem mußte sofort klar sein, daß die niedliche kleine Glosse des„Figaro“ auf einem Mißverständnisse beruhte. Und es galt nun, dieses Mißverständnis festzustellen. Hier ist es. Direkte Nachkommen von Wolfgang Amadeus Mozart gibt er überhaupt nicht mehr. Seine Ehe mit Konstanze v. Weber, einer Verwandten von Karl Maria v. Weber, dem Komponisten des „Freischütz“, war mit sieben Kindern gesegnet. Fünf von ihnen starben indessen schon bald nach der Geburt und nur zwei Söhne, Karl Mozart und Wolfgang Amadeus Mozart der jüngere, überlebten ihn. Karl Mozart starb 1858 als untergeordneter Beamter bei der Regierung der Lombardei in Mailand. Wolfgang Amadeus Mozart der jüngere war Musiker und Tondichter wie sein Vater, doch ohne dessen geniale Begabung, und starb 1844 in Karlsbad. Von keinem dieser beiden Brüder sind Nachkommen am Leben. Aber Mozart hatte eine Schwester, Maria Anna Mozart, das„Nannerl“, an der er mit zärtlicher brüderlicher Liebe hing. Sie war am 30. Juli 1751 geboren und verheiratete sich im Jahre 1784 mit dem Reichsfreiherrn Johann Baptist Berchtold v. Sonnenburg, dessen Beruf uns ebensowenig bekannt ist wie das Datum seiner Geburt und die näheren Umstände seiner Herkunft. Er starb 1801. In glänzenden Verhältnissen ließ er seine Witwe und seine drei Kinder offenbar nicht zurück, denn das musikalisch hochbegabte„Nannerl“ ernährte sich nun in Salzburg hauptsächlich durch Klavierstunden; sie erblindete 1825 und starb am 29. Oktober 1829. Von ihren drei Kindern scheiden zwei, die keine Nachkommen hatten, hier aus, nur ein Sohn, Freiherr Leopold v. Berchtold, kommt für uns in Betracht. Er hinterließ eine Tochter Henriette, die sich mit Franz Ferschter verheiratete, 1890 in der Irrenanstalt Feldhof bei Graz starb und zwei Kinder hatte, einen Sohn Gustav, der 1878 gestorben ist, und eine Tochter Bertha, die 1844 geboren wurde und noch 1901, ebenfalls geisteskrank, sich in derselben Irrenanstalt befand, in der ihre Mutter ihre letzten Tage zugebracht hatte. Vorausgesetzt, daß Bertha Ferschter, die also eine Urenkelin von Mozarts Schwester und seine Urgroßnichte war, auch jetzt noch lebt, so ist sie der einzige Nachkomme aus Mozarts engerem Familienkreise. Es bleibt noch ein Wort über den verwandtschaftlichen Zusammenhang zwischen Mozarts Schwager, dem Reichsfreiherrn Johann Baptist Berchtold v. Sonnenburg, und der gräflichen Linie Berchtold, welcher der Minister entstammt, zu sagen. Um es vorauszuschicken: es ist ein sehr loser und weitläufiger Zusammenhang. Denn es wurde schon erwähnt, daß die reichsgräfliche Würde im Jahre 1673— genauer am 29. Juli 1673— an die Vorfahren des Ministers gelangte. Der gemeinschaftliche Stammvater der Grafen und Freiherren v. Berchtold muß allo vor 1673 gesucht werden. Man findet ihn in der Person des Freiherrn Jakob v. Berchtold, Doktors der Rechte, k. k. Regierungsrates und Direktors der Hofkammer, der 1641 starb, nachdem er sich zweimal verheiratet hatte. Aus seiner zweiten Ehe hatte er drei Söhne, die 1673 zu Reichsgrafen erhöht wurden, aus seiner ersten Ehe müssen die Reichsfreiherren v. Berchtold, die übrigens inzwischen erloschen zu sein scheinen, abstammen. Man wird zugeben, daß eine Blutsgemeinschaft, die um ein vierteltausend Jahre zurückliegt, nicht sehr eng genannt werden kann. # 22. Nr. 158.(Dorgen-Ausgobe Weftfällscher(Derka. Frieden anzudahnen Seine Miißor sching jehzl und es ist daßer wey mägsich daß eintge der exattuertetten Andänger des Kom daes nicht dieles selbst, sich von einer Mistion Fuander=D Bide desseren Erseig versprach Ein sonderdares Luchzt wirk auch eine andere Tatsache, wemignens indirelt auf das Amentai und die romtschen Verhaunisse Nach den Morde Nönig Humberts der Baters der Konigs gründeter due Uuerchinten in Nom einen Zerks„XXIX Juti“(Dmum des Mordes. Die Polizei huoß der der offen als sein Programm den Rönigsmord verkündete undehelligt Unter den Fodnen, die am legter D Sepiemder im Feuzug nach der Porte Pie mugetragen wurden, desand sich auth die des Zirkeis„XXIX Jui“ mn der Inschrif„Tod den Torannen“. Man logt. die Polizei bieß sie gewähren, um dieie rebeimtionäre Organisanon desser uberwathen zu konnen, mei die #urcht#ete, bie könnte umerdrückt, im Geheimen sich wieder konstzuieren. So üderwachte allo die Volize ein Dugend dueser dekannten Zirkeldesucher, bis sie sich nun dieser Tage überzeugen koante, daß dieses Dugend Leute mu der Aushangeschild mat himer dem sich die wahre Organiiation mu zuhtreicden Muzindern und viel Geid verderg. Der Amemater D. Aldo der sich an Gesangnis zu erdrossein veriutn, wurde oder giucklinerwene gerettel. Mar kennt dieie Selbitmorde, die von der Auftroggedern de:„Rongsmörder“ mu aller Mineln ermöglun werden, um die letzte Gelegenheu eines Verrats aus der Wen zu schaffen. Auch Bresci endett kurze Zeit nach seiner Verurteilung als Selpstmörder. Wird es der römncden Vouzei gelingen, volles Licz in die Dunkeikammer zu wersen, in der das Anenat auf Bittor amverderecher wirde! Rußland. Türkei. Jur Erwordung des Füriten von Samos. Der Mörder des Furkten Kopassis int ein Grieche namens Staoro Verides Er verden Arschlag, als der Fürst von der Kirche nach dem gerungsgebaude zuruckkehrte. Kopossis wurde angeichossen und erlag tags darauf seinen Berletzungen Der Mörder wurde verdotte: Die Insel Samos ist jeit 1822 ein der Türkei tridutpflichtiges Fürtzenum; die Pforte ernenm auch den Fürsten, der griewicher Nationaluät sein muß, und under türktscher Overherrschaft und uner dem Schutze von Frankreich, England und Rußland und erhedt eine zahrliche Abgabe von 300 000 Piostern. Im übrigen hat des kleine Fürstentum eine vollsandig eigene Verwaitung mu einer Kammer aus 40 aus zwei Jahre gewählten Mugliedern, die unter sich wieder den Senat wählen. Schon sei langem sind Bewegungen, die auf Bereinigung mit Eriecheulend oder auf gänzliche Unabhängigken abzielen, im Gange: genau so, wie auf Krein, wo 69 Abgeordnete in die Atdener Lammer gewählt wurden. Do nun die Schugmachte der Tforte kürzlich mugeteilt haben, daß die Insel wieder besegt werden wurde, solls die Kreier wieder deabsichtiger sollten. Abgeordnete noch Athen zu senden, so wäre es leicht möglich, daß das Verdrechen von Samos und das Verdalten der Kreuer die poi tiichen Schwierigkeiten vermehren konnten, die sich auf der Valkandeldinsel und den zugehörigen Inseln aus den durch den Tripolis=Krieg zu neuen Vorsoßen ermutigten Nationalbestredungen egeder (Darokko. Ports. 26. März. Die„Frauce Müneire“ meldet, daß die kranzöstiche Müllärmisbon in Merofte aufgelöst und vom 1. Aprt dieses Jahrer od eine scherifische Armee gebildet werde, deren Kommandon: dem Oderbeiehisdaber in Marokko untergeordnet lei, der gleichzeuig der Nriegsminister des Sutians sei. Die Verdandlung wird in franzosiicher Sprache gefuhrt werden; die für 1912 vorgesehene Summe belauft sich auf 15 Millionen. Allmähwerden die Stämme zum obligatorischen Münördienßt herasgengger. Griechenland. Uthen, 26. März(Tel.) Die neue dammer segzt sich bisher aus 181 Deputierten zusammen. Endgültig gewählt sind 147 Anhänger Benizelos, 8 Theotokisten, 3 Zaimisten, 7 Maoromichalisten und 8 Unobhängige. Zaimis, der frühere kretische Kommissar wurde gewählt, Rhallys ist endgittig gefallen. Benizelos erklärte, die überwältigende Meyrheit, die das Volk ihm gegeden hat, ermögliche es, des Werk der Landeshevung zu beendigen Dersien. Teheran, 25. März. Durch den steigenden Brotmangel und die auss Vierfache gestiegenen Preise leidet die ärmere Bevölkerung schwere Not. Die Regierung wird des Kornwuchers angeklagt. Frauen veranstalten Lärmszenen vor den Ministerhäusern. Der belgische Generalschatzmeister lehnt die Verantwortung ab. Amerika. Buenos Aires, 25. März, Blätter melden aus Affundon, daß die dortige provisorische Regierung die Auflösung des Senats und der Kammer verfügt hat. Emiliano nzales habe provisorisch die Präsidentschaft der Republik übernommen und werde die Wahl des Präsidenten, der Senatoren und der Deputierten noch vor dem 1. Juli ausschreiben. Das neue Kabinett sei gebildet, Eusebio Ayala werde das Ministerium des Aeußeren übernehmen. Arbeitsverhältnisse und Einwanderung. Der seit Moraten dauernde Ausstand der Weber hat viel Elend gezeitigt und die allgemeine Aufmerksamkeit auf die traurigen Ledens= und Lohnverhältnisse der Wever gerichtet. Es ist eine alte Klage, daß die amerikanischen Arbeitgeber die ungebildeten ausländ'schen Arbeitskräfte bei kärglicher Lohrgewährung gewissenlos und unmenschlich ausbeuten. Irgend eine Vorlage, welche die Einwanderung ausländischer Arbeitskräfte schmalern könnte, findet deshald steis den größten Beifall der amerikanischen Gewerkschaften Die American Federation of Lavor, der Zentralverband der Gewerkschuften, ist deshalb auch Feuer und Flamme für die Lodgevorlage und ist einer gutigen„Vorsehung" dankvar, die den Lawrencer Streik mit seinen traurigen Begleiterscheinungen gezeitigt und dadurch Anlaß geboten hat, die Arbeitsverhältnisse eingewanderter Arbeiter zum Gegensand eingehe nder öffentlicher Betrachrung zu machen. Wird doch dadurch der Anregung, Analphabeten auszuschließen, Unter den jetzigen Verhältnissen dis zu einem gewissen Grade das Argument entzogen, daß nur die organisierte Arbeiterschaft die Einwanderung einschranken wolle Gegner der Ausschließungsidee sind aber auch zahlreich im Felde; sie machen vor allem geltend, daß es„unamerikanisch“ sei, Einwanderern, die sich in das Land der Freiheit flüchten vor Tyrannei und Rnechtschaft im Vaterlande, die Pforte zu verschließen, nur weil sie nicht lesen und schreiden können. Falls das Amendement zur Annahme gelange, würde die Einwanderung aus Südeuropa stark reduziert werden Die Dillingham=Vorlage merzt eine große Härte der jetzigen Einwanderungsgesetze anscheinend aus. Diese Bill betrachtet eine jeweilige Familie, nicht den Einzeinen als Einheit. Unter dem jetzigen System kommt es oft vor, daß einwandernde Femilien auseinander gerissen werden, weil ein Familienmitglied irgend einen körperlichen Fehler hat, welcher die Ausschließung bedingt. Gegenwärtig laßt das Gesetz ganz außer acht, ob das Fomilienoberhaupt arbeitsfähig ist, falls eines der Kinder nicht erbeitsfähig ist. Kürzlich wurde ein Schweizer wegen seines schwyzer Dialekts, den die Einwanderungsbeamten für einen Sprachsehler ansahen, von der Landung ausgeschlossen Kuriose Entscheidungen, die auf irgend einem organischen Fehler eines Einwan derers basieren, der mit der Arbeutsfähigkeit desselben jedoch absolut nichts zu tun hat, erfolgen jeden Augenblick. Kürzlich wurde ein deutscher Bäcker ausgeschlossen, der etwas schwerhörig war. Alle diese Härten der jetzigen Bestimmungen sucht die DillinghamVill durch genauere Fassung der Gesetze auszumerzen. China. Peking, 25. März. Die Gesandten von Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den Vereinigten Staaten überreichten ein gemeinsames Memorandum, worin nach einer kurzen Darlegung der seit dem 27. Februar von der internationalen Bankengruppe über die Finanzierung der chinesischen Regierung gepflogenen Verhandtungen der Standpunkt vertreten wird, daß die englisch=belgische Unleihe einen Wortbruch darstelle, und gegen die neue Anleihe entschieden protestiert wird. Pelersbung, 25. März Der Muarbener der„Rheisch“ in London meidet zu der Nachwuch der„Times“, Roiser 25 helm dabe in einem eigendändigen Schre den dem Zeren von der Besserung der deutschenglischen Beziehungen Nuetung gemathzt:„Moßgevende ruisische Kreise erklären mir die Nochricht der„Timer“ sei eine dreiste Lüge, die hier sehr übel vermerkt werde. Er sei eine unerhörte Taktlosigkeit, die Perion des Zaren in die Machenschaften einer Pokitik zu ziehen, mit der die russische Regierung nicht das geringste zu tun hade“ Führende Polnier, deren Losung friebsiche Enwicklung und Berme dung jegi cher Häntestucht heißt, sind erfrem über den piumpen Nernsall der„Timer“ Beterzburg, 26. Marz. Die Pleuarversamndung des Seuats erklerte für die Aufnahme jüdischer Jurisen umer die Zay! der Rechtsanwansgehillen die spezielle Geneymigung des Juftizmin sters für notwerdig und die Normierung des Prozentsatzer der aufzunchmenden Juden für wünichenswer: Stoöticher Mänser, 25 März. Besorder: zu Lu der Rei. die Buwachmecte. Lomons Runter, des Hedurl Negs von Scharn dort(1. Hannos.) Nr. 10. Jordonien(Munster), des? Weirick. Fedar Ages Nr 22 zu Odertee die Lu. der Rel. Frh: von Friesen Kartsrude, der Kir Rogu vor Driesen(Weitsal) Nr 4, Schutte Meschede der 2 Weitä. Feldart Reges Nr 22 Der A##scier bewillig Feis(Münsters. Li der Landu Feidart 2 Au gedots. Verlieden wurde Hauptmann Riz im? Weirikl Feldor: Regi Nr. 22 der Nou Adier Orden 4 Klosse mu der Königlichen Krone. * Beiwerionahmn. Uebertragen## die Bermaiuung emner Poin mosielle in Munner dem Oder Loumipekto: Geper auf Stemn, die Stelle eines Luze=Teiegraphendirettort deim Fernpretzann in Hamduig dem Teiegrupdenmpetzor Endtriczt aus Münster, die Sielle eines Postdirettort in Dülmen dem Hauptmann a. D. Beice aus Niendurg(Weier), ferner sind übertrager die Sieüie eines Teiegraptenmnipetrorz in Munster dem Vonnipekto: Ruhzter u Munner und diezemige eines Joumpetiort 1 Minder den Odei=Pouprakuikanten Vertenlang in Munzter Bersegt sind die Oder Houpraktikanter Schelo von Münster nach Straßpurg Ehoß, und Hopi von Munster nach Konsrude(Bad In den Rudenand trin der Loirmipektot hoehne in Munster 0. Zur Berupigung neuerer Kreue der Bürgerschaft wird die Mineiung dienen, doß das Konigliche Provinzialschulkolleginen die Einfüdrung des ungeleitzen sechsstundigen Vormittagsuntertichts am Peutinischen Symnesinm obgelehn: hat. Wie wir dören, in finr des Schillergomnastum die Genehmigung erteitt. Ob denn dort die Verdältnisse so viel anbers begen! Steitbheetr O Jer und Zimmermann, komiicht Oper von Lorzing. Du einer ganz ausgezeichneten Wiede: gabe von Lorzings unsterdlicher omischer Oper— es ging manthmil erwas reitwucd komrich auf der Bühne zu— erfreute gestern adend unser städttiches Ensemdie eine wieder einma. nicht akzu zadtreiche Besutherschaar Die Au führung war jorgsäingn vorveremet, im Einzel= und Zusammenpiei klappte alles wie am Schnunrchen und der Chor der Ficherabchen und Schiisgriellen dewegte sich jo frei und ungezwungen. als ob er nie etwot anderet geton darte. Den Zaren sang und spielte Axel Ludwigser geich ausdrucksvoll und mu so vor sichtiger Stimmskonomie, daß uns fast nichts versagt plied. Nach dem herrlichen ewig=jungen„Einst spielt ich mit Zepier, mit Kron und mu Schwert“ konnte er sich für reichen Beisall bedanken. Sein unger Arde 1sgenosse Heier Iwanow(Adaider: Lieban) gefte. dem ganzen Hause. Alexander Trott leistete als Burgermeister van Ben das Menichenmöglude; einen so ausgezeichneten Vertreier dieses kluger, weisen Herrn, der sich einvildet, nie betrogen zu werden, haden wir seiten gesehen. Die scheimische Nichte Marze konnte nicht beller gegeden werden, als dies gesterr abend durch Mally Werkenthin geschat. In den kleinern Rollen betängen sich die Herren Frin Baur(General Lesort), Garry Bartels Lord Sondham), Karl Rull(Morquis von Chateauneu Fehcio Peste!(Wuwe Brown) und Walther Brandt(ein O E###er) mit bestem Gelingen. Das Orchester, des Kunc Stierlin mu Schwung dirigierte, blied nichts schuldig. Beisoll gab's wiederholt bei offener Szene J Aus dem Theotervorean. Am Mittwoch findet die letzte Auffuhrung der melodienreichen Operette von Sullian„Der Mikodo“ stat. Auf das am Donnerstag den 28 März, stat: findende Gastipiel des Herrn Adoif Jager als„Stradella“ sei nochmals ganz besonders aufmerksam gemacht. Es getten zu dieser Vorsellung erhöhte Preise. Orovinzielle Nacbrichten. Coesield, 25. März Ein Schaufliegen mit hindernissen. Au dem Ren Wir lesen in der„Allgem. Zig.“: A. eim Arunplatz an der Riye sollte Sonntog nachminag das angekündigte und schon emnmal verschodene Schaufliegen durch den Piloten Krumsiek mit seinem Gradeeindecker stattfinden. Noch dem schon gelungenen Fluge über unsere Stadt, den Herr Krumsiek am vergangenen Donnerstag ausführte, war das Interesse der hiesigen Einwohnerschaft für die Veranstoltung begreitlicherweise ein sehr großes und demzufolge auch ein reger Beiuch zu erwarten. Die Wetteraussichten am Sonntag nachmittag waren auch keine ungünstigen und so war der 3 UhrZug mit Schaulustigen vor hier überfüllt. Der Nachmittagszug in der Ruchrung von Vorken brochte auch eine ganze Menge Neugierige, während ein großer Teil den Weg nach der Riye zu Fuß. per Rad oder per Wagen zurücklegte. Gegen 4 Uhr sollte das Fliegen programmaßig beginnen. Als aber der Apparat endlich aus seinem Schuppen gebracht wurde, war es hald 6 Uhr. Hatte die Zuschauermenge so lange geduldig ausgeharrt, so schien es, als sollte sie jegt defur delohnt werden. Krumsiek provierte seinen Propeller aus, aber der erste Anflug mißlang. Als er den zweiten Anflug versuchen wollte, geschah erwas Unerwarietes. Zwei Herren kamen in Begleitung zweier Schußleute auf den Apparat zu, um mit dem Flieger in einer anscheinend wichtigen Angelegenheit zu verhandeln. Der eine der beiden Herren war der Vertreter der Niederrheinischen Flugzeugbauanstalt in Holten und der andere der Gerichtsvollzieher(!!) Noch einmal setzte der Motor ein, noch einmal glitt der Apparat über die Wiese dahin, aber nicht, um aufzusteigen, sondern um„mit dem Kuckuck" im Schuppen zu verschwinden— der Apparat war gepsändet. Das Publikum war anfänglich verduzt, sand aber gleich seine Fassung wieder und gab nun seinen Unwillen über den so unerwarteten Abbruch der Veranstaltung inverschiedener Weise kund. Am schlimmsten erging es dem Vertreter der Flugzeuganstalt, die die Pfändung des Apparates veronlaßte. Der größte Teil des Publikums glaubte, er haute absichtlich den Moment zur Beschlagnahme des Axparates abgewartet, als Krumsiek die Schauflüge ausführen wollte. Nur mit großer Mühe und unter dem Schutze von Gendermerie= und Polizeideamten konnten der Vertreier den Platz verlassen. Die ganze Pfändungsgeschichte liegt aber nach den Angaben des Vertreters der Niederrhein. Flugzeugbauanstalt uns gegenüber doch wesentlich anders, als das getauschte Publikum glaubt. Danach bezog Krumsiek für seinen fruheren, von ihm selbst konstruierten Aeroplan von der genannten Firmo einen Hilt=Motor, der eigentlich 1500 M kosten sollte. Um den Anfänger zu unterstützen, überließ man ihm denselben zum Preise von 1000 M und räumte ihm ziemlich günstige Zahlungsbedingungen ein. Krumsiek behauptete, der Motor arbeite nicht richtig und verweigerte deshalb die Einlösung der fälligen Wechsel. Inzwischen sernte er in Vork das Fliegen und bezog von der Grabe=Gesellschoft einen Grade=Eindecker. Als die Niederrhein. Flugzeugbauanstalt dies erfuhr, drohte sie Kr. mit der Pfändung dieses Apparates, wenn er seinen Verpflichtungen nicht nachkomme. Kr. lehnte aber alle Verhandlungen mit der Gesellschaft ab. 4 Warendorf. 25. März. In der vergangenen Nacht starb im hiesigen Franziskanerkloster F. Odo Oldegerding. Geboren zu Dalum, Diözese Osnabrück am 13. Juni 1833, widmete der Verstordene sich zunächst der Lehrers= und Organistenlaufbahn. Im Jahre 1864 trat er in den Orden der Minderer Brüder des heiligen Franziskus ein. Pater Odo war mehreremal Hausoberer, drei Jahre Berater des Pater Provinzial Längere Zeit leitete er die jüngeren Kleriker. Er verwaltete alle ihm anvertrauten Aemter mit großer Gewissenhaftigkeit, wie er auch ein tieffrommer Priester und Ordensmann war. Die Leiden seiner letzten Krankheit ertrug er mit hingebender G=duld. K. i. p.— Im Gasthof Gretenkort fand gestern die Generalversammlung der hiesigen Oriskrankenkasse statt. Nach dem vom Kassenführer Finke erstatteten Rechenschaftsbericht betrugen die Einnahmen der Kasse 11 881, die Ausgaben 11 383+, so daß sich eine Mehreinnahme von 498 4 ergab. Verausgabt wurden für ärztliche Behandlung 3358 Mark, Arznei und sonstige Heilmittel 1839,11 MA, Krankengelder 1695,19 M. an Kur= und Verpflegungskosten 1396.65 JA. Der Reservefonds beziffert sich auf 4537,80 A. Die Kasse zählte Ende 1911 401 männliche und 103 weidliche Mitglieder. Der in der Generalversammlung gestellte Antrag, einen Kassenkontrolleur anzustellen, soll in der nächsten Generalversammlung beraten werden. In Würdigung der traurigen Erscheinung, daß die Zahl unserer Singoögel ständig sinkt, regte Pros. Dr. Wigger in der gestrigen Versammlung des hiesigen Geflügelzuchtvereins an, der Verein möchte den auf den Schutz der Singvögel gerichteten Bestrebungen kräftige Förderung zuteil werden lassen. Die Anregung wurde sehr sympathisch ausgenommen. Man will in der nächsten Versammlung die Angelegenheit beraten. Der Verein soll den Namen Geflugel= und Vogelschußverein annehmen. Jobenburen, 25. März. Wie vorsichtig man sein muß, beim Einkauf von Zigarren unbekannter Firmen, zeigt wieder folgender Fall. Bei einer vor kurzer Zeit hier abgehaltenen Versteigerung wurden auch mehrere Mille Zigarren mitverkauft und zwar das Mille für rund 20 AA. Aeußerlich sah die Zigarre sehr gut aus. Beim Rauchen stellte sich aber bald heraus, daß bei den meisten Zigarren der Inhalt aus kleinen Steinchen, Baumabfällen, Schrottkörnern und sonstigen Absallstoffen bestand und somit die Zigarren überhaupt nicht zu rauchen waren. Es liegt somit offensichtlich Betrug vor. Die Angelegenheit ist bereits zur Anzeige gebracht worden. * Lädinghausen, 25. März. Die Prüfung der Abiturienten der Landwirtschaftsschule vom 19. bis 22. März hatte ein sehr günstiges Ergebnis. Alle zum Examen zugelassenen 42 Prüftinge erhielten die Berechtigung zum einjährig=freiwilligen Militärdienst, 10 davon unter gänzlicher Befreiung von der mündlichen Prüfung.— In die Liste der Rechtsanwälte ist eingetragen der Gerichtsassessor Dr. Josef Schmitz bei dem Amtsgericht in Lüdinghausen. □ Dorsten, 26. März. Die angrenzende Station Feldhausen soll, wie verlautet, durch bauliche Anlagen verbessert werden. Anstatt der bisherigen Bretterbude als Warteraum soll ein Gebaude errichtet werden. Der Ort Feldhausen sieht ebenfalls wie die anderen westlichen Gemeinden seiner bergbaulichen Entschließung entgegen. Bohrversuche haben reiche Kohlenlager und zwar in geringer Tiefe ergeden. Dem Bernehmen nacd soll noc in diesem Jadre mu den erden Ardenen zur Abreuse begonnen bei und ###. 25 März In der Bauerschoit Brauck bei GiadOndrup(Ar Ludinghausen) werden zum 1. Aprt eingerichte:. Duie Agentur in Draus führ: die Be ###dnung Giaddeck(West, 2 und dai nur Arnahmedienst, eine Ausgade von Bostsendunger findet bei ihr nuht stan ∆ Reßungdausen, 25 März Durch des leucdesinnige Spielen mu einem geladener Reveiver wurde in der vergangenen Nachr gegen ½2 Uhr in dem von zahlreichen Gasten desuchten Kaerkaffer der Bureaugehilfe August Buschmann ledensgejährlich verlegt Die Nugel zrof ihn in die rechte Brusteue und verlegne ihn samwer Er wurde sofon in das katdoltiche Krankendaus eingeneier: Der leicheftanige Schuge, ein Vorführer Peier Lucassen von vier, wurde jestgenommen Socft. 25 Marz Gettern waren in hießiger Stadt der De ictut-Polizeudes und der Potizeijekretar von Rega, um unter Achmenz der diesigen Hundezucners Herrn Henze hunde anzukaufen für den russiichen Polizeidien st. Insgesamt wurden vor diesigen Hundebesigern sechs Hunde angekauft zum Preise von 1200 A Togs zuvor hauen die Herren in Hamburg Hunde erworden für 2000 4 * Dortmand. 25 März. Wie die„Derrmunder Zeg“ erfährt neht am 7 Juni vor dem Reicdsgericht Termmn in Sachen des grohen Deporunterschlogungsprozesses wider Ohm und Genossen vom Novemder vorigen Jahres an. Bekanntlich meldete seinerzeit nur Oym Aevision an, während sich seine Mitangeklogten bei dem ergangenen Urteile derudigten.— Die von Ohm neuerdings eingeeme Haitdeichwerde liegt augenblickun der Strofkammer zur Beschlußiastung vor.— Ein neues Warendans in Dortmund soll in Sicht sein. Die Warendausfirma Gedr. Un in Leipzig gehr seit langerer Zeu mu dem Blane um, in Dorrmund ein Warenhaus zu erruchten und zwar als Konkurrenzunternehmen gegen die Firma Th. Althoff, weil diese in Leipzig ein Warenhaus zu erdauen beschiossen dat. Die Firmo Ur dai sen Monaten in verschiedenen gelegenen Stadtteilen die Fühler ausgestreckt und sich Grundstücke an die Hand geden lassen, indes dlied es bisder immer dei Projekten, ohne daß man zur Tai überging. Neuerdings dar diese Firma sich den Hauserviock„Nomischer Kaiser" Maryias, Ortner und Wiskon an die Hand geder jassen, alio die deste Gescdäftslage Dortmunds für ihr Umernehmen in Aussicht genommen. Die Preise, welche die Firma Uri zahlen soll, sind horrende. So hatte Bankier Wiskon seine Besitzung am Weitendellweg mit 22000 4 pro Quadratrute angestellt, er soll ader bereits auf 14 000 4 pro Quadratrute zuruckgegangen sein. Od des Geschäft periest wird, ist jedenfalls zwereldon intereisiert auch weniger als die bei dem ganzen Handel wen medr intereisierende Froge, ob die städtische Verwaltung ihre Hand dazu bieten soll, daß in Dortmund das Warenhaus Uri zuntande kommt. Wenn die Firmo Uri dauen will, so bemerkt die „Tremonia“, ohne die Stad: in Anspruch zu nehmen, das Unternehmen schwerlich verhindert werden, aber anders en die Frage. ob die Siadt ein joicher Unternehmen fördern soll. Diese Frage muß im Interesse der Geichöftsweit, im Interesse des Niutekstandes undedingt verneint werden. : Herne, 25 Marz. Am biesigen Amtsgericht lehaten mehrere Sooffen und Hüfsschoffen ihre Mitwirkung in den Strafmozessen gegen Steikfünder mu der Begründung od, daß es sich sont ausschließlich um Angeklagte dandle, die zu ihrer geschäftlichen Kundscoft zählten, und daß sie(die Schössen sich nich durch Muwirkung an Urteilen, die ihrem inneren Volksempfinden entiprächen. ias eigene Fleiich schne den wollzer „ Siegen, 25. März. Als der Eisendahnschaffner Lorsdoch am Samstag morgen vom Dienst heimkehrte, fand er seine Ehefrau dewußtios im Beue liegend vor. Sämtliche Schränke und Schieviaden waren durchwühlt. Nachdem die Frau wieder zu sich gekommen war, teilte sie ihrem Manne mit, daß sie von einem maskierten Manne, der ihr einen Revolver vor die Stirn gedalten hätte überfallen worden sei. Der Maskierte habe dr ein Tuch über den Kopi geworsen, worauf ihr das Bewußtlein geschwunden sei. Der undekannte Verbreitzer hatte aus einer der Schlebiaden einen darin ausbewahrten Geldbetrag in Höhe von 18 A entwendet. Der Chemann erstattete von dem Vorgegangenen bei der Polizei sofort Anzeige * Podervorn, 25. März. Am nöchsten Sonntag wird die elektrische Straßenbohustrecke Schlangen=Horn i. Lippe dem öffentlichen Verkehr übergeden und damu eine elektrische Kleinbahnverbmndung von der Staatsbahnstrecke Soest=Autenbeken nach der Staatsbahnstrecke Auendeken=Löhne von Paderdorn nach Bad Meinberg dergestellt sein, welche in erster Linie für den sommerlichen Tourienverkehr Bedeutung hat, indem sie die bisher nur zu Fuß oder zu Wagen erreichbaren schonsten Punkte des Teutoburger Waldes(Klein=Egge, Varnacken, Bölmerstod, Externsteine usw dem Verkehr direkt erschließt. Die Strecke Pabervorn=Schlangen int seit einem Jahre in Betried. Küninghin werden Touristen aus dem Westen, die das Lipper Land, das Hermannsdentmal usw. zu besuchen gedenken, am vorteilhoftesten in Padervorn die Staatsbahn verlassen und von hier aus mit der elektrischen Kleindahn nach Horn=Bad Meinberg fahren, um von da ab wieder mit der Staatsbahn Dermold zu erreichen Köln, 25. März. Dieser Tage sand hier die Gründung eines Verbandes zur Wahrnehmung der Interessen der Großkaufmannschaft statt. Fost sämtliche erste Handelsfirmen der Stadt waren in der detr. Versammlung vertreten. Wahrend die Industrie sowie der Deteilhandel einerseits, und die kaufmännischen Angestellten anderseits schon lenge in Vereinen und Verdänden organisiert sind, fehlte es bisher der Großkaufmannschaft on einer ihrer Bedeutung entsprechenden Organisation. Die Versammlung wählte zum ersten Vorsitzenden des Verbandes Hrn Konsul Oehme in Firma Gebr. Liebmann und Oehme, zu dessen Stellvertreter Hrn. Dietrich Brugelmann in Firma F. W. Brügelmann Söhne. Ferner wurden in den Vorstand gewählt die Herren: Hermann Hertz in Firma Rosenberg und Hertz, Ernst Reimbold in Firmo Gebrüder Reimbold und Alfred Schmidi in Firma E. Leybolds Nachfolger. enburg, 24. März. In den Ostertagen wird der Flieger Albers aus Brake, der im vorigen Jahre in Johannistal sein Flugfahrzeugführerexamen bestand. Flugübungen auf dem benach barten Ohmsteder=Rennplatze veranstalten.— Im Streit schoß man dem Arbeiter Kutzemo in Delmenhorst mit einem Revolver in den Unterleid K. ist den Verletzungen erlegen.— In Elsfleth stürzte ein Arbeites aus einem Kahn in die Weser und ertrank. □ Aus dem oldenburgischen Münsterlande, 24. März. In Bohren bei Kloppenburg braunte die Besitzung des Zellers H. Schöning über Nacht vollständig nieder. 11 Stück Rindvieh, 1 Pferd und 1 Schwein kamen im Feuer um.— Für die Volksschulen des Herzogtums tritt soeben eine Aenderung in der Ferienordnung ein. Hiernach beginnen die Osterferien bereits am Palmensonntag und dauern bis Dienstag nach Ostern einschließlich. Die Maiferien dauern vom 1. bis zum 5. Mai einschließlich. — Am Bechtaer Lehrerseminar bestanden 9 Schulamtskandidaten die Reiseprüfung. Als Externer bestand ein Prüfling. Schule. Gegen übermäßige Ansprüche bei Schlußprüfungen wendet sich ein besonderer Erlaß des Unterrichtsministers an die Provinzialschulkollegien. An einzelnen sechsstufigen höheren Schulen werden bei der Einleitung und Ausführung der Schlußprüfungen mehr oder minder wörtlich die Bestimmungen durchgeführt, die für die Reifeprüfung vorgesehen sind. Es ist aber vorgeschrieben, daß für diese Prujung die Bestimmungen gelten, die an den Vollanstalten für die Versetzung nach Obersekunda vorgesehen sind. Es geht daraus hervor, daß bei den Schlußprüfungen z. B. in der Behandlung von schriftlichen Arbeiten oder bei der Zulassung wie der Zuziehung einzelner Schüler zur mündlichen Prüfung nicht so verfahren werden darf, wie bei den Reiseprüfungen. Derartige Anforderungen erklärt der Minister für Versetzungsprüfungen als nicht angebracht. Ueberall soll bei den Schlußprufungen so verfahren werden, wie es den allgemeinen Anforderungen entspricht. Volkswirtschaftliches u. Soziales. Hamburg. 25. März. Der Deutsche Transportarbeiterverband hatte zu gestern acht Versammlungen der hiesigen Hasenarbeiter einberufen, in denen unter vollständigem Ausschluß der Oeffentlichkeit über Lohnfragen verhandelt wurde. Ueber das Ergebnis ist zu erfahren, daß in allen Versammlungen beschlossen wurde, von den Arbeitgebern Lohnzulagen zu fordern. Zur Feststellung der Forderungen und ihrer Einrichtungen wurde ein Ausschuß gewählt. In gesonderten Versammlungen beschäftigten sich gleichzeitig die im Zentralverband der Maschinisten und Heizer organisierten Kranführer und Dockarbeiter mit der Erhöhung der Löhne. Das bestätigt die schon seit mehr als einer Woche umlaufenden Gerüchte von einer umfassenden Lohnbewegung unter der Hasenarbeiterschaft, die augenscheinlich mit großer Sorgialt vorbereitet wird. Jn den Kreisen der beteiligten Arbeiter gibt man sich der Hoffnung hin, die Arbeitgeber würden ihre Forderungen, die sie als sehr minimal bezeichnen, ohne nennenswerten Widerstand bewilligen. Diese Hoffnung entbehrt aber gerade angesichts der ungeklärten Lage des Arbeitsmarktes im Hafen der Berechtigung. Luftschiffahrt. Hannover, 25. März. In der letzten Finanzkommissionssitzung wurde mitgeteilt, daß die Herren Stadtdirektor Tramm und Wortführer Wegner übereingekommen wären, den städtischen Kollegien in der nächsten Sitzung zu empfehlen, dem Kriegsministerium für Zwecke der Luftschiffahrt einen größeren Beitrag zur Verfügung zu stellen. Rom, 25. März. Der italienische Lenkballon„Usuelli“ hat gestern bei Berona einen schweren Unfall erlitten, bei dem einer der vier Insassen ein Bein brach, die drei anderen mit leichteren Verletzungen davonkamen. Der Ballon wollte bei seiner Halle ankommen, doch versagte das Seitensteuer. Das Schiff wurde Nr. 168.(Dorgaus zirko 50 Meiern Höde derad. Ein Moicher## Der Konmrutterr Uhrees. und die Mutfahrer erlinen Hamtabschürtungen und Rißzwunden Angenzeoger des Bi=x,, erklaren, sie däuen geieden, wie das Luftsch aich kaum die Insassen mu dem Leden davongekommen in fost vollständig zerfoört. 20 Sport. Turnerschaft und Jotzdolbund. Man schreibi uns aufsehenerregende Mittellung enthau Nr. 9 des Nocnichteng des Westdeutschen Spielverbandes, das in Dorim Darnach hat der Deutsche Fußdalldund allen Sporta deutschen Turnvereine, die gleichzeing dem Deutschen F bunde angeschossen sind, ja sogar einzelnen Spielern dei# des Ausschlusser grundsaglich verboten sich an Deutschen Turnerschaft veranstalteten Meisterschensfpeie teiligen.— Damit häne allo der heue so viel beklagte mus auch seinen Einzug in das neutrale Gediet der Leitesür gedalten. Die Deursche Turnerschaft verzeichnet nach ehörige der Deuriche Jahresaufnahme rund 1 150 000 Angey#.#### ee. de und 137 000. Was nun den Futzdalldund bewen### solcher Weise gegen die Turnerschaft aufzutreten, ist im der Förderung der Leideskunn als Ganzes sehr st selbiwerständlich, daß die Deutsche Turnerschoft noHerausforderung gezwungen ist, auch ihrerseits Stellung Angelegenheit zu nehmen, sind doch viele erstklaßsige schaften des Fußballbundes in den Deutschen Turn: von diesen degründet worden. Der Zweck des Fußbe also nur sein, diese Sportgruppen mit Gewalt aus der einen derauspubringer c dieser Landwirtschaftliches. Neue Bestimmungen für die Abhoitung von Biehmärtien. Mu dem 1. Mei werden gleichzeiuig mit dem Inkrafute Reichsviehseuchengesetzes für Preußen neue Best die Abhaltung von Biehmärkten in Geltung treten. Hiernach sol der Beginn der Biehmarkte und des Antriebs, sofern nich: ausreichende künftliche Beleuchrung gesorgt ist, nicht vor Tageheile stattfinden. Der Aufmied kann auf bestimmte Sturden d. schränkt werden. Die Tiere müssen vor oder bei dem auf den Markt amtsnerärztlich untersucht werden. Rougerig kann auch die Untersuchung vor oder bei dem Antried angeordag werden. Mit Genehmigung des Ministers kann der Re pradent den gewerdsmaßigen Handel mit Bieh bestimmter Gai. tungen an Markttagen außerhalb des Marktplatzes verdieten oder beichranken Vermischtes. Des brandreichtte Jahr in Deutschland. Nie zuvor sind innerhalb des Deutschen Reiches soviel Brände vorgekommen, wie in Jahre 1911, das infolge seier außerordentlichen Trockenheit dazu allerdings auch besonders vordereitet war. Die offiziellen Angaben sind zwar erst nach Regelung aller Schäden in zwei Jahren zu erwarten, doch lassen die Angaden der Feuerversicherungsgesellschaften schon jetzt sichere Schlüfse zu. So berichtete die dadische staatliche Gebauteversicherungsanstalt, daß sie infolge der reichen Haus= und landwirtschaftlichen Brände ganz außerordentliche Entschädigungen zu leisten hatte. Ebenso bezeichne: die bayerische Gebaude=Vrandversicherungsanstalt das legte Geschäftsjahr als das schwerste seu ihrem Bestehen. Die Anstalt hone an Entschädigungen 81. Millionen AA zu zahlen, gegenüber 5,7 Millionen in 1910. Man hatte geglaubt, daß die Verbesserung der Bauari, der Betriebseinrichtungen in den Fabriken, der Feuerwehren usw., einen erheblichen Einfluß auf die Eindämmung der Brandschäden haben wurde. Der außergewöhnlich dürre und wasserarme Sommer hat aber einen dicken Strich durch diese rechnung gemacht. Berlin, 25. März. Ueder den bereits gemeldeten Zusammenstoß eines deutschen Kriegsschiffes mit dem schwedischen Dampfer„Pollux“ wird amtlich gemeldet. Das Linienschiff„Elsaß“ stieß am Samstag vor dem westlichen Eingang des Skagerak mit dem schwedischen Dampfer„Pollux" bei dichtem Rebel zusammen. „Pollux". ein Dampfer von 700 Tonnen, der Reederei Charles Hournburn, war von Uddevalle nach London unterwegs. Der Dampfer ist gesunken, die Besatzung wurde gerettet. Die„Elsaß“ blieb unbeschädigt. Personalverlufte sind nicht zu beklagen. Die Mastspigen des Wrocks ragen zwei Meter aus dem Wasser heraus. Erne Wrocktonne ist ausgelegt. Die Beleuchtung des Wrocks für die erste Nacht hat das Kriegsschiff sicher gestellt.— Gestern nachmittag gegen 6 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr von Treptow nach dem Gebäude der Berliner Puppenfabrik von Max Brandendurg. Aktiengesellschaft in Treptow, gerufen, wo im Keller Oel=, Petroleum= u. Benzinfässer in Brand geraten waren. Die Berliner Feuerwehr konnte nach einstündiger Tätigkeit den Brand loschen Halverstadt, 25. März. Zwei polnische Arbeiter einer hiesigen Firma erkrankten an schwarzen Pocken und wurden sofort in die Jsolierbaracke des Krankenhauses gebracht. Die übrigen mußten sich einer Schutzmpfung unterziehen. Stuttgart, 25. März In einer hier unter dem Vorsitze der Freiherrn von Gleichen=Rußwurm abgehaltenen Sitzung wurde die Gründung eines Vereins„Deutsches Syaphoniehaus" beschlossen. Der Verein hat den Zweck, als nationale Ehrung Beeihovenzu dessen 150. Geburtstage im Jahre 1920 ein Festspielhaus zu errichten, auf Grund von Entwürfen des Architekten Ernst Haiger (Munchen). Als Sitz des Vereins wurde Stuttgart bestimmt Salzburg. 26. März(Tel.) Drei Soizburger Touristen sind am Sonntag bei einem Ausfluge am Steinernen Meer von einer Schneeiawine überrascht und verschüttet worden. Zwei sind tot, einer rettete sich. Paris. 25. März. Eine 200 Millionen=Anleihe für den Bau von Wohnhäusern für kinderreiche Familien wird von der Stadt Paris geplant. Auf städtischem Gelände sollen nach den neuesten hygienischen Anforderungen Gebäude errichtet werden, deren Vierzimmer=Wohnungen an Familien mit 3 Kindern für 400 Franken, mit mehr als 3 Kindern für 300 Franken, deren Dreizimmerwohlrungen für 333 und 250 und deren Zweizimmerwohnungen für 233 und 175 Franken vermietet werden sollen. Nach den Berechnungen werden sich die Häuser mit 5,71 bis 6 Prozem verzinsen. Cochon, der Sekretär des Mietervereins, hat gestern dem Gemeinderat mitgeteilt, daß gegenwärtig 200 kinderreiche Familien kein Obdach finden können— zur Erläuterung führte er eine solche Familie mitsamt dem armen Hausrat in den Ehrenhof des städtischen Palastes! Birginia, 25. März. Die Jagd nach den virginischen Richtermördern. Der gefangen genommene Fuhrer der Allenbande, die die Morde in Birginia ausführte, weigert sich entschieden, das Versteck seiner Genossen anzugeben. Von dritter Seite ist ein Angebot gemacht worden, daß sich die Bande ergeben würde, wenn den Mitgliedern voller gesetzlicher Schutz zugebilligt werde, und wenn die Schuldigerklärung nur wegen Totschlages und nicht wegen Mordes erfolge. Die Regierung hat aber das Angebot abgelehnt, was die Bande veranlaßte, sich in die tiefften Schlupfwinkel des Gebirges zurückzuziehen. Man erwartet einen Kampf bis aufs Messer, bevor sich die Verbrecher ergeben. Ottawa, 26. März.(Tel.) Das geologische Departement von Canada beabsichtigt, im Sommer eine Expedition in das Polatgebiet zu entsenden. Die Expedition soll unter Führung von Boru# und Mc. Millan stehen, die Peary auf seiner Nordpolfahrt degleitet haben. Aufgabe der Expedition ist die Ersorschung des von Peary entdeckten Crottsandes und falls dies nicht gelinge, wissenschaftliche Beobachtungen im Ellismeer und Grantland anzustellen. New haven(Kentucky), 25. März. Eine Konserenz von Direktoren der Eisenbahngesellschaften, die 50 öftliche Eisenbahnen vertraten, lehnten die Forderung der Lokomotioführer auf erhöhung der Gehälter ab. Schweres Bergunglück. Wien, 26. März(Tel.) Nach der Unglücksstelle an den Serpentinweg zwischen dem Kaiserstein und dem Hochschneeberggebiet sind im Laufe der Nach und heute früh aus der Wiener Neustadt zahlreiche Rettungsehe ditionen abgeangen. Umfangreich sind die von der militärischen Set te getroffenen Maßnahmen. Die Mannschaften sind sämtlich en fahrer. Das Rettungswerk am Hochschneeberg, wo auch Hune mitgenommen wurden, gestaltete sich wegen des dichten Neveis,“ scharfen Nordwestwindes und des Schneetreibens sehr schwer gefährlich. Man befürchtet, daß von den 10 noch vermißten Den nehmern an der Expedition niemand mehr am Leben ist. Heun früh wurde die Leiche des Führers der Gesellschaft, des Besit“ ters Hacker, nahe der Stelle gefunden, wo gestern Fri. Pagleit am den Schneemassen gerettet wurde. Aus den Erzählungen von# Pagleit und anderen Augenzeugen geht hervor, daß die Katasstor“ während der Abfahrt über einen steilen Schneeabhang vom 50 schneeberg zum Ochsenboden nahe der Fischerhütte sich ereignett und daß die auf dem Schneeabhang befindlichen Personen von den in Bewegung geratenen Schneemassen in die Tiefe gerin“ und von mächtigen Schneemassen begraben wurden. Man vein“ tet, daß Dr. Hacker und Frl. Pagleit zuletzt die Lawine betraten,“ nun auf die übrigen, in grader Linie absteigenden Personen, anwachsend, hinunterstürzte. von den im Hochschneebzehn gthorgen worhen. Französlsch Der Leiter des E Becillou, sand bei dem de Fingerabdrücke der 2 den Raubüberfall in der 9 anral, deren Kassendote und deren Zweiganstalt dr Automobilbanditen wa umjenigen zugesichert, de Verbrecher ermöglicht die Automobilklubs, für göhten Bedeutung sei, ei ponditen festsetzen möge. Die Idee zu dem Re zuen durch eine Fraue Uly angekommen ist und gatz gesehen wurde. Nac gesellschaft der Räuber in dem Vororte Gentilly zinschleichen wollte. Mar socher nannte, einen Brie Aueordonner Bezug Zum Schluß der gestr deputierte Franklin Boui serte sehr scharf die Justä marchistisch bezeichnete. die Polizei in Schutz, ga timmung in der Tätigke henswert sei. Er erklät gotwendigen Maßnahmen tich schauerlicher Verbrech den 15 Polizeikommissare und die der Polizei zur auf 12 erhöht wer! perden noch heute von de Die Bluttaten in Mo sch das Thema der heutig Artikeln sich die dur verursachte Aufregung wi Naßregeln ergriffen wer srücklich, daß der Polizeip setzt werde, der im Besitze trast sei. Es sei unverze dder Schwäche zusehe, wie könnten, sich immer mehr der Ansicht, daß dem W verden müsse, Waffen nur feststellung der Identität allem müssen die Richter d. zegen diese außergewöhn! mit außergewöhnlicher St Das schon gemeldete 2 lostete, hat sich, soweit sich Nachrichten und Berichte einer Meldung der„Köln. zen verließ ein neuer Kre Riviera anzutreten, wo se einigen Tagen hier gekau Rechaniker und der Chau Die beiden hatten MonigLandstraße die Anzeige Straße! Sie hielten an. Karten. Rechts und links der Wagen hielt, schwenkt mitten auf der Straße st schienen. Einer von ihn Fuhrleute ein, die zwei Automobil. Die ersten Ki junge Chauffeur, der neben hände schützend vor den Kö in der rechten und eine in Rann sah, daß die Bandi dem Kraftwagen zur Seite Sofort drangen die RäubLeichnam des Lenkers auf stohlene Wagen tauchte geder Geschäftsstelle der Sodie Pariser Polizei über d dem lausenden war. Der nern besetzt, fünf von ih Steuer. Einer stellte sich kür der Bankfiliale; die Einer kommandierte: Feue und einen Angestellten u andere starb einige Minu hielt zwei Kugeln ins Sch schossen, weil er sich hinte dann konnte er in den H als kein Widerstand mehr den ganzen Inhalt von geg in den Kraftwagen, der sick Richtung nach Paris entse nuten gedauert. Wohl he und eilten herbei. Der 1 oder. Man schrie: Mörde konnte die Banditen nicht öffneten ein heftiges Feu wurde kein Mensch verletzt die Kugeln wurden ferner uchten Schutzleute auf den ad. Gegen 11,30 Uhr erbi orte Asnières und verfolg Bahnhofe, wo er anhielt. Reuerten die Bahnschrank Station Asnières fuhr. A leute an, aber von den Be Zweifel waren sie sämtlich nobil trägt verschiedene einen Ueberrock, eine An getränkte Taschentücher. 1 zeigt deutlich die Gewohnh Zeit Paris und seine Un Polizei wohl gelungen,e ader die Rädelsführer sin! Zur Ber Der Streik auf der chachte ist beigelegt. D Aschenbornschachtes sind wurde den Arbeitern eine golligt Die Sonntag nachmit sammlung in Radzionkau von sämtlichen Grubenvert und Hauerlöhne um 15 P mitgeteilt, daß, falls nicht digende Antwort an die Ge n einen Generalstreik tret Der Streik auf der K hon Knurow ist beendet. eingefahren. Ueber 100 M den, sind wegen Kontraktb Die La it der Betri Falkenau al streiken 2300 Teplitz wirt von 31, in Reuuste in Kerte brach verich. des Briate: bs se ggen forts wour und. gelommer. Dos an schreidt uns: E: des Rocnrichtendie:: in Dortmund erschein n Sportabte Der Spielern dei St: sch an den vor uch beflense Perrer diet der Leitesürungen eun uch drrr rrge. der Deursche Fot. ound dewegt der, in treten, ist im Inerete sehr zu beklagen urnerschoft nach dieser rseits Stellung zu der uklafsige Sußzdaum schen Turnvereinen Fußdallbander kenn vell auns den Turnger. Nr. 158.(Dorgen-Ausgabe. iches. ba 2 wnlages verb. Nie zuvor sind in vorgelommen, wr llichen Trockenbeit Die offiziellen Ango en in zwei Jahre eugrversicherungsge erichtete die dad sie infolge der nde ganz außerord Ebenso bezeichne: sanstalt das legte ehen. Die Anstalt han zahlen, gegenüber 5, daß die Verbesserrn en Fabriken, der Feuer f d i e E i n d ä m m u n g d e gewöhnlich dürre un Strich durch diese Be gemeideten Zptammer. s mit dem schwedischen das Linienschiff„Elsaß“ gang des Skagerak mit chtem Rebel zusammen. der Reederei Charles ndon unterwegs. Der gerettet. Die„Elsaß“ nicht zu beklagen. 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März.(Telegr.) aer Leiter des Steckbriefamtes des Sicherheitsdienstes, scellen, sand bei dem in Asnieres zurückgelassenen Automobil u. Fingerabdrücke der Anarchisten Gannier und Carouny, die „ Raubüberfall in der Rue ordonner verübt haben. Die Sociele enrgl, deren Kassendote Gaby in der Rue ordonner ausgeraubt ., deren Zweiganstalt in Chantilly der Schauplatz der Bluttat # Automobilbanditen war, hat eine Belohnung von 100 000 Fr. cienigen zugesichert, der durch seine Angaben die Verhaftung verbrecher ermöglicht.— Der„Gaulois“ regt an, daß auch Automobilklubs, für die die Sicherheit der Straßen von der „chten Bedeutung sei, einen hohen Preis für die Festnahme der Landiten festsetzen möge. die Idee zu dem Raubanfall in Chantilly scheint den Banun durch eine Frau eingegeben zu sein, die gestern in Chanuan angekommen ist und vor dem Ueberfall auf dem Bahnhofs##ag gesehen wurde. Nach dem Attentat wurde die Frau in der A.telschaft der Räuber im Automobil gesehen. Heute nacht wurde Lm Vororte Gentilly ein Mann verhaftet, der sich nach Paris aschleichen wollte. Man fand bei dem Manne, der sich Bußnannte, einen Brief, der auf den Raubanfall in der zueordonner Bezug nahm. Zum Schluß der gestrigen Kammersitzung brachte der radikale gemutierte Franklin Bouillon die Bluttat zur Sprache und kritisehr scharf die Zustände auf der Polizeipräsektur, die er als Sarchistisch bezeichnete. Der Minister des Innern Steeg nahm u Polizei in Schutz, gab jedoch zu, daß eine große Uebereineimmung in der Tätigkeit der verschiedenen Abteilungen wunigenswert sei. Er erklärte, daß die Regierung ungesäumt alle gelwendigen Maßnahmen treffen werde, um eine Wiederholung bich schauerlicher Verbrechen zu verhindern. Wie verlautet, werIn 15 Polizeikommissare und 35 Inspektoren ernannt werden und die der Polizei zur Verfügung stehenden Automobile 12 erhöht werden. Die hierzu erforderlichen Kredite auf 12 erhöht werden. Die uerden noch heute von der Kammer verlangt werden. Die Bluttaten in Montgeron und Chantilly bilden ausschließuch das Thema der heutigen Presseerörterungen. Die Blätter, in vren Artikeln sich die durch diese Verbrechen in der Bevölkerung gerursachte Aufregung wiederspiegelt, fordern, daß die ernstesten Naßregeln ergriffen werden.— Der„Rappel“ verlangt nachhücklich, daß der Polizeipräfekt Lepine durch einen Mann erbtt werde, der im Besitze seiner körperlichen und geistigen Volltrast sei. Es sei unverzeihlich, daß die Regierung aus Furcht der Schwäche zusehe, wie das Uebel, dessen Folgen unheilvoll sein sönnten, sich immer mehr verschlimmere.—„Petit Republique“ ist der Ansicht, daß dem Waffenhandel die Verpflichtung auferlegt perden müsse, Waffen nur in der Wohnung der Käufer und nach feststellung der Identität abzuliefern.— Der„Radica!“ sagt, vor allem müssen die Richter dem Gesetz seine ganze Kraft wiedergeben; ugen diese außergewöhnlichen Verbrechen müsse das Gesetz auch nit außergewöhnlicher Strenge gehandhabt werden. „ * Das schon gemeldete Verbrechen, das drei Menschen das Leben sostete, hat sich, soweit sich aus der Fülle der bis jetzt eingelaufenen Zachrichten und Berichte von Augenzeugen ersehen läßt, nach einer Meldung der„Köln. Ztg.“ wie folgt abgewickelt: Heute morzen verließ ein neuer Kraftwagen Paris, um die Reise nach der Kiviera anzutreten, wo sein Besitzer wohnt, der den Wagen vor einigen Tagen hier gekauft hatte. Auf dem Führersitz saßen ein Rechaniker und der Chauffeur des Besitzers; der erstere steuerte. die beiden hatten Montgeron hinter sich, als sie auf der offenen Landstraße die Anzeige erblickten: Aufgepaßt: Frischgeschotterte Straße! Sie hielten an. Mit ihnen hielten zwei schwer beladene karren. Rechts und links von der Straße befindet sich Wald. Als der Wagen hielt, schwenkte ein großer schwarzhaariger Mann, der mitten auf der Straße stand, ein Taschentuch. Drei Männer erschienen. Einer von ihnen schüchterte mit einem Revolver die Fuhrleute ein, die zwei anderen eröffneten ein Feuer auf das Automobil. Die ersten Kugeln trafen den Lenker ins Herz. Der junge Chauffeur, der neben ihm saß, hatte die Geistesgegenwart, die hände schützend vor den Körper zu halten. Drei Kugeln blieben ihm in der rechten und eine in der linken Hand stecken. Als der junge Rann sah, daß die Banditen fortfuhren zu feuern, ließ er sich aus dem Kraftwagen zur Seite auf die Straße fallen und stellte sich tot. Sofort drangen die Räuber auf den Kraftwagen ein, warfen den Leichnam des Lenkers auf die Straße und verschwanden. Der gestohlene Wagen tauchte gegen 10 Uhr 30 morgens in Chantilly vor der Geschäftsstelle der Societs generale zu einer Stunde auf, wo die Pariser Polizei über das Verbrechen bei Montgeron schon auf dem lausenden war. Der Kraftwagen war jetzt von sechs Männern besetzt, fünf von ihnen stiegen ab. Der sechste blieb am Steuer. Einer stellte sich mit einem Karabiner bewaffnet vor die kür der Bankfiliale; die vier anderen drangen in das Bureau. Einer kommandierte: Feuer! Die erste Salve streckte den Kassierer und einen Angestellten nieder. Der erstere war sofort tot, der andere starb einige Minuten später; ein dritter Angestellter erhielt zwei Kugeln ins Schulterblatt, ein vierter entging den Geshossen, weil er sich hinter ein Bureaumöbelstück kauerte. Alsdann konnte er in den Hof flüchten. Die Mörder machten sich, als kein Widerstand mehr zu befürchten war, an die Kasse, nahmen den ganzen Inhalt von gegen 50000 Francs an sich, stiegen wieder in den Kraftwagen, der sich mit der größten Geschwindigkeit in der Richtung nach Paris entfernte. Das alles hatte nur wenige Minuten gedauert. Wohl hatten die Bewohner die Schüsse gehört und eilten herbei. Der Mann mit dem Karabiner bedrohte sie ader. Man schrie: Mörder! Diebe! Haltet sie an! Aber man konnte die Banditen nicht mehr an der Flucht hindern. Sie eröffneten ein heftiges Feuer auf die Verfolger. Glücklicherweise wurde kein Mensch verletzt. Ein Pferd erhielt einen Schuß, durch die Kugeln wurden ferner mehrere Scheiben zertrümmert. Sofort suchten Schutzleute auf dem Rade die ganze Umgebung von Paris ab. Gegen 11,30 Uhr erblickten zwei das Automobil in dem Vorerte Asnières und verfolgten es. Der Wagen steuerte nach dem Bahnhofe, wo er anhielt. Sämtliche Insassen stiegen aus, überkletterten die Bahnschranke, als eben ein Zug langsam durch die Station Asnières fuhr. Als der Zug weg war, kamen die Schutzleute an, aber von den Banditen war nichts mehr zu sehen, ohne Zweifel waren sie sämtlich in den Zug gesprungen. Das Autonobil trägt verschiedene Kugelspuren. Im Innern fand man einen Ueberrock, eine Anzahl Revolverpatronen und zwei blutgetränkte Taschentücher. Die ganze Aufmachung des Verbrechens zeigt deutlich die Gewohnheiten der Autobanditen, die seit einiger Zeit Paris und seine Umgebung unsicher machen. Es ist der Polizei wohl gelungen, einige Mitglieder der Bande zu fassen. ader die Rädelsführer sind immer noch in Freiheit. Zur Bergarbeiterbewegung. Beuthen, 26. März.(Telegr.) Der Streik auf der Gottessegengrube auf dem Hildebrandtschachte ist beigelegt. Die Belegschaften des Hildebrandt= und Aschenbornschachtes sind wieder angefahren. Als Zugeständnis wurde den Arbeitern eine 7½ prozentige regelmäßige Prämie zugebilligt. Oppeln, 26. März(Tel.) Die Sonntag nachmittag abgehaltene große Bergarbeiterverimmlung in Radzionkau hat eine Resolution angenommen, in der von sämtlichen Grubenverwaltungen eine Aufbesserung der Schichtund Hauerlöhne um 15 Prozent gefordert wird. Gleichzeitig wird nugeteilt, daß, falls nicht bis zum 27. März eine allgemein befrieogende Antwort an die Gewerkschaften eingehen sollte, die Arbeiter n einen Generalstreik treten würden. Jabrze, 26. März(Tel.) Der Streik auf der Königin Luisengrube und der Berginspekvon Knurow ist beendet. Die Belegschaften sind heute wieder voll engefahren. Ueber 100 Mann, die drei Tage der Arbeit fern blieeen, sind wegen Kontraktbruchs entlassen worden. Prag, 26. März(Tel.) Die Lage im Kohlenrevier ist folgende: In Kladno und Schlan #der Betrieb normal. In Aussig wird in 14 von 15 Schächten, in vnkenau auf 12 von 32 Schächten gestreikt, von 7083 Arbeitern steiten 2300. Auf zwei Schächten ist der Ausstand beigelegt. In wird auf 17 von 25 Schächten, im Brüxer Revier auf 20 von 31, in Dux auf sämtlichen 42 Schächten gestreikt. Neuerste Nuchttesten. Reichstag. w Berlin, 26. März.(Telegr.) Bundesratstische Kühn und Kraetke. Präsident Kaempf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 20. auf der Tagesordnung steht die dritte Lesung des in Brüssel 17. März 1912 vollzogenen Protokolls betreffend die Fortsetzung durch den Zuckervertrag vom 5. März 1902 gebildeten internakonalen Vereinigung. 45g. v. Grabski(Pole): Beim Abschluß der Konvention ist eie Rücksicht auf die Interessen der Konfumenten genommen wor“ fer Rußzland springen außerordentliche Vorteile aus dem Abeamen heraus, Anstatt geeignete Moßnahmen zu treffen, den Rübendeu einzuschränken, denutt Rutzlond die Gelegenheit, seinen nüderdan rach erdeteicher anggeichren. nachn mi 3(Te.) Die Sieuerkommisson den Reichelager iune S# gegen 12 Stimmen den freikonservativen Antrag an, Heravsetzung um eine Steuerstufe bei einem Einkommen unter 1200 A schon bei einem Kinde oder einem anderen Femilienange. horigen eintreten zu lassen. Reicheigan heschlos,(74.) Die Geschälsochnungskommisien der Fraktion nur eine Mitgliedervereinigung segeriennen Westfällscher(Derkur. Abgeerdneten haus. w Berlin, 26. März.(Telegr.) Der Brziche utusminister von Trott zu Solz, whr und ie Frdr. u. Cessa eröstnet die Sitzung um 11.15 ##ellt mit, daß er beabsichtige, morgen eine Abendsitzung abzuhaiten. Sollte der Kultusetat am Donnerstag erledigt sein, könnte das Haus an diesem Tage in die Ferien gehen. Andernfalls würde am Freitag noch eine Sitzung stattfinden. Im übrigen ersuchte er die Redner, sich möglichst in ihren Ausführungen zu beschränken. Der Gesetzentwurf betr. die Erweiterung des Stadtkreises Lichtenberg wird in zweiter und dritter Lesung debattelos angenommen. ang folgt die Fortsetzung der Beratung deskultusetats deim Kapitel Elementarunterrichtswesen. Zunächst wird die Besprechung über Jugendpflege sortgesetzt. liegen eine Reihe von Anträgen vor, wovon der Antrag des Abg. Goßler(kons.) betr. Ausdehnung der Jugendpflege auf die weibliche Jugend bereits in der vorigen Sitzung begründet wurde. Abg. Hackenberg(ntl.): Wir sind erfreut über die von der Regierung vorgelegte Denkschrift, die ausführlich über die Entwickelung der Ziele der Jugendpflege Auskunft gibt. Im Jahrhundert der Jugendpflege findet durch den Verein Jung=Deutschland und andere Organisationen ein förmlicher Wettbewerb um die Jugendpflege statt. Wenn der Abg. Goßler vor Uebertreibung von Spiel und Sport warnte, möchte ich betonen, daß auf dem Gebiete der körperlichen Ausbildung bisher zu wenig geschehen ist. Bei dem inneren Ausbau der Jugendpflege müssen wir uns auf dem Boden der ministeriellen Grundsätze bewegen. Wenn sich nicht überall gleich die gewünschten Erfolge zeigen, müssen wir uns bewußt sein, daß zwischen Säen und Ernten ein weiter Weg ist. Eine staatliche Unterstützung der Jugendpflege ist besonders angezeigt in den Gegenden, wo große Arbeitermassen zukammenströmen. Die kirchlichen Vereine im Westen fördern die Jugendpflege auf dem Boden der Religion in weitherziger und großzügiger Weise. So hat der Essener Jünglingsverein ein evangelisches Jugendhaus in vorbildlicher Weise begründet. Die konfessionellen Vereine sollen sich schätzen und anerkennen lernen. Auf dem Gebiete der Jugendpflege stehen wir in ausgesprochenem Gegensatz zu der Sozialdemokratie. Wir wollen aber nicht gegen sie polemisieren, sondern einen Kampf führen durch Aufbauen der Arbeit in den Vereinen. Redner schloß: In dem Wettbewerb um die Jugendpflege wird nicht Ihnen(zu den Soz.), sondern uns der Sieg zufallen.(Beif.) Kultusminister v. Trott zu Solz: Wir freuen uns, daß die Anregung zur Denkschrift über die Jugendpflege vom Hause ausgegangen ist. Wir wünschen, daß das, was wir auf diesem Gebiete tun und anzuregen beabsichtigen, zur allgemeinen Kenntnis kommt. Aufgabe der Jugendpflege ist die Heranbildung einer frohen, körperlich leistungsfähigen, sittlich tüchtigen, mit Heimatsliebe und Vaterlandsliebe erfüllten Jugend. In christlich=konfessionellen Vereinen, die seit Jahren vorbildlich wirken, sollen die Tore zu diesem Werke nicht verschlossen werden. Die Vereine müssen persönlich nebeneinander wirken. Leutnant und Feidmarschall beteiligen sich an der Arbeit. Sie alle sind willkommen.(Bravo!) Die Abreise des Kaisers von Venedig. Venedig, 26. März.(Telegr.) Die„Hohenzollern“ mit dem Kaiser, dem Prinzen und der Prinzessin August Wilhelm und der Prinzeffin Vitoria Luise an Bord ist heute früh 7 Uhr, gefolgt vom Kreuzer„Kolberg“, von hier abgefahren. Rom, 26. März(Tel.) Der König ist heute vormittag wieder hier eingetroffen. Abg. Träger f. Berlin, 26. März(Privattelegramm.) Der freifinnige Abg. Justizrat Träger ist heute nachmittag 3 Uhr im 82. Lebensjahre gestorben. Die Kunde von seinem Tode kommt überraschend, da Abg. Träger trotz seines hohen Alters neulich noch mit ungeschwächter Kraft das Alterspräsidium des Reichstages geführt hatte. Albert Träger war am 12. Juni 1830 in Augsburg geboren. Er besuchte das Domgymnasium zu Naumburg a. S. und studierte dann an den Universitäten Halle und Leipzig Rechts= und Staatswissenschaften. 1851 trat er in den Staatsdienst, 1857 wurde er Assessor, 1862 ließ er sich als Rechtsanwalt und Notar in Cölleda nieder, siedelte 1875 nach Nordhausen und 1891 nach Berlin über. Im Reichstage vertrat er von 1874—1878 Reuß j. L., 1880 Berlin 5, 1881 Berlin 4, 1884 Grünberg=Freystadt, seit 1887 Oldenburg 2. Im preußischen Landtage vertrat er von 1879—1882 Frankfurt a. M., 1884—1887 Hamm=Soest und seit 1892 Berlin 1. Träger gehörte im Reichstage zu den angesehensten und sympathischsten Erscheinungen. Der Wasserstraßenbeirat für das Schleppmonopol. Bertin, 25. März. In der am Samstag abgehaltenen Sitzung des Gesamt=Wasserstraßenbeirats bildete die Einführung des Schleppmonopols auf dem Rhein=Weser=Kanal den Hauptgegenstand der Tagesordnung. Der Beirat war im allgemeinen mit den Vorschlägen der Staatsregierung einverstanden. Eine lebhafte Erörterung entspann sich— wie sich schon aus der Dauer der Sitzung von 10 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends ergibt— über die Frage, ob die Strecke Herne(Dortmund)Bevergern in das Monopol einzubeziehen sei, und in welchem Umfange Schiffe mit eigener Kraft auf dem Kanal zugelassen werden sollen. Die Mehrheit des Beirats stellte sich auf den Standpunkt des Westfälischen Provinziallandtages, nach dem der vorhandene Verkehr des Dortmund=Ems=Kanals, der also keine der neuen Wasserstraßen berührt, dem Monopol nicht zu unterwerfen ist. Ein Vermittlungsantrag, die Freilassung für die ersten 10 Jahre zuzugestehen, gelangte nicht zur Abstimmung, da der Beirat sich für den weitergehenden Antrag auf vollständige Freilassung aussprach. Der Vermittelungsantrag fand entgegenkommenderweise auch die Zustimmung solcher Mitglieder, die sich früher grundsätzlich ablehnend einer, wenn auch nur vorübergehenden Einschränkung des Monopols verhalten hatten. Hinsichtlich der Selbstfahrer schloß sich der Beirat dem auch von der Regierung vertretenen Standpunkt an, daß diese für den Massengüterverkehr nicht in Frage kommen, daß sie aber im übrigen für kleinere und eilige Sendungen unentbehrlich sind. Der Beirat hielt es für unumgänglich notwendig, daß die nach dem Wasserstraßengesetz erforderliche besondere Genehmigung zum Befahren des Kanals mit Selbstfahrern für jedes Schiff einzuholen sei, nicht aber— wie von anderer Seite beantragt wurde— für jede einzelne Fahrt. Die Staatsregierung wird nun zu diesen Beschlüssen des Gesamt=Wasserstraßenbeirats in der dem Landtage zu machenden Vorlage Stellung zu nehmen haben. Köln, 26. März(Tel.) Die„Köln. Volksztg.“ meldet: Kardinal Erzbischof Fischer unterzog sich heute vormittag in Aachen einer glücklich verlaufenen Staroperation. Bremen, 26. März(Tel.) Der Nordd. Lloyd meldet aus Konstantinopel: Der deutsche Botschafter erklärte die Nachricht von einer angeblichen Gefährdung der Dardanellen durch treibende Minen für erfunden. Hamburg, 26. März(Tel.) In der Generalversammlung der Hamburg-Amerika=Linie teilte der Vorsitzende des Aufsichtscats über die Geschäftslage mit, daß der große Aufschwung des letzten Jahres sich bisher ungeschwächt auf das gegenwärtige Jahr übertrage. Alle Anzeichen sprechen dafür, daß der lebhafte Güteraustausch weiterhin anhält. Die Arbeitsverhältnisse in den Vereinigten Staaten erscheinen gebessert, denn die Auswanderung zeigt eine bescheidene Zunahme. Das Erträgnis der Hamburg Amerika=Linie für die ersten Monate des laufsenden Jahres ist erheblich besser als für die gleiche Periode des Vorjahres. Der englische Kohlenarbeiterstreik bedingt zurzeit beträchtliche Mehrausgaben, weshalb in Gemeinschaft mit anderen Reedereien Frachtaufschläge beschlossen worden seien. Auf Antrag eines Aktionärs, die Kapitalserhöhung im Hinblick auf die politischen und Arbeiterschwierigkeiten abzulehnen, erklärte Generaldirektor Ballin: Die Gesellschaft habe mit der Erhöhung gewartet, bis über die Verträge usw. Klarheit geschaffen sei. Die Weltkonjunktur müsse er als Hochkonjunktur bezeichnen. Die Weltlage sei niemals sicherer gewesn als jetzt. Die drei neuen Dampfer der Imperatorklasse würden die Rentabilität auf eine ganz andere Basis stellen. Der Antrag der Kapitalserhöhung um 25 Mill. A wurde sodann nur gegen die Stimme des einen Aktionärs angenommen.(Vergl. den Handelsteil.) Alle Punkte der Tagesordnung wurden durch Zuruf genehmigt. Gastein, 26. März(Tel.) Anläßlich der Neuregulierung des Wassereinlaufs in den Betriebswässertamat für die elektrischen Kraftwerke wurde eine neue Thermalquelle entdeckt; die Temperatur an den Austrittsquellen beträgt 28 Grad. London, 25. März. Heute nachmittag sand in der Queenshell eine Versammlung der britischen Abteilung der Vereinigung deutscher und britischer Kirchenmänner zur Förderung der Beziehungen zwischen England und Deutschland statt. Der Erzdischof von Canterbary hieß in seiner Eigenschaft als Präsident Dr. Spiecker und Prosessor Deißmann, die als Abgesandten der deutschen Abteilung erschienen waren, willkommen und erklärte, es sei eine bindende Pflicht für die Völker beider Länder, eine breite und feste Grundlage zu legen, auf der ein aufrichtiges Gefühl zwischen beiden Nationen unbewegbar feststehen könne. Dr. Spiecker und Professor Deißmann traten in beredten Worten für freundschaftliche Beziehungen ein und Pros. Deißmann erklärte, daß die Verstärkung der Verteidigungskräfte Deutschlands nichts als ein Mittel sei, um die großen.deutschen Handelsunternehmungen zu schützen. Konstamntinopel, 26. März(Tel.) Nachrichten aus türkischer Quelle zufolge erschien gestern ein italienischer Kreuzer vor Beirut, entfernte sich aber bald wieder. Ein italienisches Kriegsschiff erschien auch bei Selefkeh gegenüber Cypern und in der Nähe von Mytilene. Konstantinopel, 26. März(Tel.) Es verlautet, daß die Pforte die türtischen Truppen aus Urmia zurückzog. Rußland soll auf die Zurückziehung aller türkischen Truppen bestehen, die auf persischem Gebiet außerhalb der strittigen Zone, namentlich im Distrikte Kutur, bestehen.— Eine amtliche Meldung dementiert, daß die Pforte den Besitz des persischen Distrikts Kutur beanspruche. Konstantinopel, 26. März(Tel.) Der Sultan verlieh Tscharykow den Großkordon des Osmanieordens mit Brillanten und dessen Gemahlin den Großkordon des Nischan=ei=Chefakat=Ordens. Tscharykow besuchte gelegentlich des diplomatischen Empfangs den Minister des Aeußern. Sandels-Nacbrichten. * Reichsbenkeusweis. Für die drilte Märzwoche erhöhte sich der Metallbestand um 11.2(21,4) Mill. Die Wechsel vermehrten sich um 21,3(— 15,7) Mill., während die Lombards um 27,1(17,1) Mill. zurückgingen. Der Notenumlauf vergrößerte sich um 19.2(11.5) Mill., anderseits wurden den Depots 49,7(7.6) Millionen entzogen. Die steuerfreie Notenreserve, die sich in der Vorwoche auf 341,2 Mill. gehoben hatte, stellt sich jetzt auf 341.6(438) Mill. Nunmehr werden sich die großen Ultimoansprüche in gewohnter Weise geltend machen. In der letzten Märzwoche 1911 hatte das Institut eine Verschlechterung des Ausweises um 731 Mill. M zu verzeichnen. * Discontogesellschaft in Berlin. Die Generalversammlung genehmigte die Auszahlung von 10 Proz. Dividende auf die alten und von 5 Proz. auf die neuen Kommanditanteile, und wählte die Herren August von der Heydt von der Firma von der Heydt, Kersten u. Sohn und Geh. Reg.-Rat a. D. v. Klitzing, Präsident der Preufischen Zentralbodenkreditbank-A.-G., neu in den Aufsichtsrat. Auf Anfrage verbreitete sich Dr. Salomonsohn über die bei der Discontogesellschaft bestehenden Kontrollorganisationen. Er verwies dabei auf die von ihr ins Leben gerufene Revisions-Treuhandgesellschaft. Auch die der Disconlobank befreundeten Unternehmen bedienten sich ihrerseits dieses Inalituts. Was die von der Discontogesellschaft übernommene Garantie für Warenhaushypotheken anlangt, so würden die hierbei in Betracht kommenden Beträge wesentlich überschätzt; sie seien relativ nicht bedeutend. Auch hätten die Besitzer der nachstehenden Hypotheken ein unbedingtes Interesse des Erwerbs der Etablissements, falls überhaupt eine Uebernahme jemals notwendig werden sollte. Die Geldmarktlage sei nicht nur in Deutschland, sondern auch in den meisten europäischen Ländern angespannt. Man erwarte, daß die Geldverhältnisse im April sich etwas leichter gestalten werden. Ueber die weitere Entwicklung etwas vorauszusagen, sei schwierig, weil die auf den Geldmarkt einwirkenden Faktoren zu vielseitig wären, als daß sie sich auf längere Zeit übersehen ließen. Bei der Discontogesellschaft war zu Beginn des Jahres das Börsengeschäft sehr rege, dann sei es auf ein normales Maß zurückgegangen. Das Enissionsgeschäft in festverzinslichen Papieren war im laufenden Jahre zunächst außerordentlich lebhaft; nachher wurde es durch die schwierigen Geldmarktverhältnisse beeinträchtigt. Anderseite bringen die hohen Geldsätze vermehrte Einnahmen an Zinsen. Was die Emission von Aktien betrifft, so habe die Discontegesellschaft große Geschäfte in das laufende Jahr teils herübergenommen. teils neue abgeschlossen, so zum Beispiel die Emissionen der Nobelaktien, neue Aktien der Gelsenkirchner Bertwerksgesellschaft, der Deufsch-Ueberseeischen Elektrizitätsgesellschaft, des Barmer Bankvereins, der Leipziger Kreditbank, der Gesellschaft für elektrische Unternehmungen usw. * Rheinische Hypothekenbank in Mannheim. Die Generalversammlung beschloß die Kapitalerhöhung um 3 Millionen auf 28.5 Mill. M. Auf ½ der jungen Aktien wird den Aktionären ein Bezugsrecht eingeräumt. * Schweizerisch: Nationalbank in Bern. In der Aktionärversammlung bemerkte der Präsident des Bankdirektoriums, seitdem Frankreich seine reichen Geldmittel aus allen Ländern zurückgezogen habe, seien die einzelnen Märkte auf ihre eigenen Kräfte mehr oder weniger angewiesen. Es sei daher dringend notwendig, daß sich die leitenden Finanzkreise, Kantone, Gemeinden und besonders die Banken, welche die Ersparnisse des Landes verwalten, dieser neuen Lage bewußt werden und die Dispositionen über diese reduzierten Betriebsmittel so gestalten, deß sie zum Notwendigen ausreichen. * Vereinigte Ahlen-Geisenkirchener Stanz- und Emaillierwerke, A.-G., Ahlen. Das Unternehmen konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 1911 den aus dem Vorjahre übernommenen Verlust von 199304 M durch den Ertrag aus der von der außerordentlichen Hauptversammlung im vorigen Herbst beschlossenen 30proz. Zuzahlung von 178 004 M bis auf 21 299 M tilgen. Diejenigen Aktien, auf die die Zuzahlung geleistet worden ist, sind in Vorzugsaktien umgewandelt worden. Im verflossenen Geschäftsjahre wurde ein Rohüberschuß von 549 608 M erzielt, wovon aber die Unkosten 491 456 M erforderten, so daß ein Reingewinn von 58 152 M verblieb. Hieraus sollen nach Tilgung des Verlustvortrages 25 793 M zu Abschreibungen und 3000 M zu Rückstellungen verwandt, 4702 M auf neue Rechnung vorgetragen werden.—.Die ordentliche Hauptversammlung am 25. März genehmigte den Abschluß für 1911 und erteilte der Verwaltung Entlastung. An Stelle des Rentners W. Büscher in Gelsenkirchen wurde dessen Sohn Ernst Büscher in Gelsenkirchen neu in den Aufsichtsrat gewählt. Der Vorstand teilte mit, daß der Bestand an Aufträgen weiter zugenommen habe, beide Werke der Gesellschaft seien zu guten Preisen auf längere Zeit hinaus voll beschäftigt. Falls nicht außergewöhnliche Umstände einträten, sei für das laufende Geschäftsjahr mit Sicherheit die Verteilung einer angemessenen Dividende zu erwarten. * Elektrizitätswerk Westialen, A.-G., Bochum. Die Gesellechaft beruft auf den 17. April eine außerordentliche Generalversammlung ein, die beschließen soll über Erhöhung des Grundkapitals um 2 Mill. M unter teilweisem Ausschluß des gesetzlichen Bezugsrechtes der Aktionäre; die Modalitäten der Erhöhung; die Abänderung des 8 3 des Gesellschaftsstatuts durch Einfügung des neuen Grunckapitals und Zuwahlen zum Aufsichtsrat. * Eisenlätte Thale, Aktiengesellschaft. In der Generalversammlung wurde die sofort zahlbare Dividende auf 18 Proz. festteseizt. Ueber den Geschäftsgang bemerkt der Vorstand auf Anfrage, daß die gute Beschäftigung unvermindert anhalte und der Auftragsbestand in der letzten Zeit noch gestiegen sei, bei Verkaufspreisen, die angemessenen Nutzen lassen. Durch die vor kurzem erfolgte Inbetriebnahme einer größeren Neuanlage ist die Korkurrenzfäbigkeit weiter gehoben, indem dadurch die Produktion der betreffenden Abteilung bei Ermäßigung der Gestehungskosten gesteigert werden kann. Eine weitere Verbesserurg der Einrichtungen steht durch die Anlage eines neuen Anschlußgleises an die Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn bevor, das durch die Vereinfachung des Rangierbetriebes und auch nach anderer Richtung Vorteile bringt. Durch den Ausfall der Kohlenlieferungen ab Westialen infolge des Bergarbeiterstreiks ist das Werk nur in geringem Maße berührt worden, da man durch Verwendung anderer Feuerungsmaterialien rechtzeitig vorget ergt hat. Nach allem glaubt der Vorsland, die Aussichten für das laufende Jahr unter den üblichen Vorbehalten als günstig bezeichnen zu können. * Neufer Jeferbausgesellschaft. Neuß. Für 1911 wird nach 14 881(18 338) M Abschreibungen eine Dividende von 6(6) Proz. auf 250 000 M Aktienkapital verteilt. * Hemburg-Süc’amerikanische Dampfschilfahrts-Gesellschaft in Henburg. In der Gereralversammlung wurde der Abschluß genehmigt und die Dividende auf 10 Proz, festgeselzt. In den Aufsichtsrat wurde Herr Richard C. Krogmann wiedergewählt, neugewählt wurde Herr Jchs. S. Amsinck in Firma Johannes Schuback u. Schne. Ueber die Aussichten bemerkte der Vorsitzende, daß die Ergebnisse des laufenden Geschäftsjahres bisher gut gewesen seien. * Hamburg-Amerika-Packetfahrt-A.-G., Hamburg. Ein Telegramm aus Hambuig, 26. März, meldet uns: Die Generalversammlung der Hamburg-Amerika-Linie beschloß mit allen gegen eine Stimme eine Erhöbrng des Grundkepitals um 25 Mill. M. Die neuen Aktien sind für 1912 zur Hälfte, für 1913 ganz dividendenberechtigt und werden den Aktionären au 120 Proz. angeboten. * Die Wäschefabrik und Wäschegroßhandlung Karl Menckholl u. Co. in Berlis hat den Konkurs erklärt Mechenbche Webarel an Linden. Die Verwaltund 441 m der Late, ihren Aktionäsen für das Jahr 1911 ein sehr tünstche: Ergeoms voriegen zu können. Es wird mit 20 Pros, eine jetzen 1s Vorjahr um 8 Proz, erhöhte Dividende in Vorschlag gebracht, Die numehr vorliegenden Bilenzzitiern zeigen jedoch, daß die erwaltung sehr wohl in der Lage dewesen wäre, noch mindestens 3 Pros. Drvidende mehr auszuschütten. Sie hat es jedoch, lugenscheinlich im Interesse der weileren inneren Krältitung es Unternehmens und siabiler Dividenden, vorgezogen, den dafür eventuell zur Vertügung siehenden Betrag zur Erhöhung des Vortrages von 74 266 M auf 211 053 M zu verwenden. Auf Fabrikationskonto wurden im Jahre 1911 2221 077 M eingenommen, das eind 571 537 M mehr als im Vorjahre. Es erforderten u. a.: Ausgaben für Instandhaltung der Anlagen 228 676(180 855) Mark, allgemeine Verwaltungskosten 221 240(199 218) M. Zinsen, Wechsel-Diskont, Steuern usw. 240 860(215 855) M. Die Abschreibungen werden auf 300 000(283 283) M bemessen, darunter auf Anlagekonto Linden 184000 M. Der Reingewinn übersleigt den vorjährigen mit 1 214 417 M um 540 952 M. Die Gewinnanteile betragen 160 739(79 925) M. Dem geseizlichen Reserveionds sollen 32 625 M zugewiesen werden, wodurch er mit 405 000 M die gesetzliche Höhe erreicht. Wie der Vorstand im Geschäftsbericht betont, haben seine energischen Bemühungen hinsichtlich Hebung des Umsatzes und Ausdehnung der Absatzdebiete, namentlich im Auslande, vollen Erfolg gehabt. Der Umsatz im Jahre 1911 ist um etwa 2 250 000 M größer als im Vorjahre. Auf Hauptfabrikkonto ist ein Zugang von 283 760 M zu verzeichnen, der zum größten Teil von der neugeschaffenen Wasserversorgungs- und Reinigungsanlage berrührt. Infolge des heißen Sommers und langanhaltenden Wassermangels wäre das Unternehmen ohne diese Anlage gezwungen gewesen, einen großen Teil des Betriebes für längere Zeit stillzulegen. Das Resultat des Jahres 1911 würde sonst nicht erzielt worden sein. ausführt, konnte der volle Betrieb erst von April ab durchgeführt werden, da in den ersten Monaten des Jahres 1911 Neuanschaffungen und Umänderungen ausgeführt werden mußten. Oelkuchen konnten infolge der guten Marktlage zu andemessenen Preisen verkauft werden. Der Abschluß ergab einen Betriebsüberschuß von 174 260 M und nach 27700 M Abschreibungen. (i. V. außerordentliche Abschreibungen für die Neuordnung 478 737 M) und nach Absetzung von 8000 M für Anleihekosten und 10 000 M für Gewinnanteile des Aufsichtsrats einen Reingewinn von 128 500 M(i. V. Verlust 146 025 M, der durch die Neuordnung der Gesellschaft gedeckt wurde). Davon werden für die Rücklage 8750 M verwandt, 6 Proz. Dividende auf die Vorzugsaktien und 11 Proz. auf die Stammaktien ausgeschüttet und 5810 M vorgetragen. Infolge der in Aussicht stehenden zuten und gleichmäßigen Beschäftigung der Fabrik glaubt die Gesellschaft auch für das laufende Jahr ein befriedigendes Ergebnis erzielen zu können. Concordia Spinnerei unsi Weberei in Bunzlau und Marklissa. In der Generalversammlung am Montag bemerkte der Vorsitzende Herr G. A. Simon, daß die im zweiten Halbjahre einsetzende rückläufige Konjunktur für Baumwolle und in gewissem Maße auch für Wolle die Verwaltung zu großer Versicht im Einkauf veranlaßt habe Hierzu trat der durch die Mode verursachte Rückgang des Umsatzes, so daß sich ein erhebli es Bankguthaben ansammelte, daß, so wünschenswert es auch sei, immerhin nur mäßig verzinst werden konnte. Das Bild werde sich indessen wesentlich ändern, wenn der Umsatz wieder zunehme. Die Gesellschaft sei in der glücklichen Lage, die Ausgaben, die notwendig sind, um das Etablissement auf der Höhe zu halten, aus eigenen Mitteln bestreiten zu können. So sei die Ercichtung einer Kraftanlage in Bunzlau geplant u. ein Teil des alten Spinnmaschinen soll durch neue ersetzt werden. Um Marklissa rentabel zu machen, sind ebenfalls einige Aufwendungen erforderlich, besonders um in dieser Abteilung Artikel aufnehmen zu können, die weniger von der Mode abhängig sind und die eine leichtere Geschäftsführung gestatten. Auf die Anfrage eines Aktionärs bemerkte der Redner, daß diese Neubauten in der Ausführung begriffen sind und erst in diesem Jahre in die Erscheinung treten werden. Der in der Bilanz ausgewiesene Zugang auf Grundstücks- und Gebäudekonto von 67 683 M betreffe ein in Bunzlau errichtetes neues Lagergebäude, das für einen rationelleren Betrieb erforderlich war. Die Versammlung, in der 896 000 M Aktien vertreten waren, genehmitte den Abschluß für 1911, seizte die sofort zahlbare Dividende auf 7½ Proz. fest und erteilte die Entlastung. Das ausscheidende Aufsichtsratsmitglied Herr G. Aug. Simon wurde wiedergewählt. Auf eine weitere Anfrage teilte der Vorsitzende mit, daß der Geschäftsgang der Spinnerei Bunzlau fortgesetzt gut, die Spinnerei sei für geraume Zeit mit Aufträgen zu auskömmlichen Preisen versehen. Auch in Marklisea sei eine entschiedene Belebung und ein etwas günstigerer Geschäftsgang zu konstatieren. Eigene Drahtberichte des„Westl. Merkur“.“ Getreide. * Berlin, 26. März. Produktenbörse. Weisen Mai(216¼) 218. Juli(219) 219¼, Sept.(204½) 204. Roggen Mai (191) 191½. Juli(193) 193¼, Sept.(176) 175¼. Haler Mai(194) 194, Juli(194¼) 194 1/3, Sept.(—)—. Meis amer. Mai(—)—. Juli(—)—. Mehl 24.25—28,00. Roggenmehl 21,70—23,90. Stimmungsbericht. Die Stimmung am Weizenmarkte war jest infolge größerer Exportnachfrage und Abschlag von Ware nach auswärts. Nur September war im Zusammenhang mit der milden Witterung angeboten. Roggen blieb behauptet. Herbstsicht war ebenfalls auf günstige Witterung angeboten. Im schwächeren Hafer stellte sich per Mai unverändert, Juli lag eswas fester. Mais war träge. Rüböl litt unter Realisierungen. Wetter regendrohend. * Paris, 26. März. Wetter schön. Anfang Schluß Anfang Schluß 26. 20. Hafer März April Mai--Aug. Juli-Aug. Roggen März April Mai-Aug. Juli-Aug. * L i v e r p o o l, 2 6. M ä r z. R o t e r W i n t e r w. M a i( 7/ 8 ¼) 7, 8 ¼. Juli(76“.) 76“. stetig. Mais bunter Amerikaner Mai (6 5) 6.5, gelber La Plate Juli(5.6½) 5/6½. ruhig. Sucker. * Hamburg, 26. März, nachm. 3 Uhr.(Mittelbericht.) RübenRohzucker 1. Produkt Basis 88“ Rendement neue Usance frei an Bord Hamburg. März(14.80) 14.55, April(14.80) 14.50, Mai(15,02½) 14,70, Aug.(15.20) 15.87½. Okt.-Dez.(11.30) 11.12, Jan.-März(—.—)—.—. Alles die 50 kg. ruhig. * Magdeburg, 26. März. Kornzucker 88% ohne Sack 14,75-15,00. Nachprodukte 75% ohne Sack 11,50-11,80. Stimmung matt. Brodraffinade 1. ohne Fass 26,75-27,00. Krystallzucker 1. mit Sack 27,00-27,00. Gem. Raffinade mit Sack 26,50-26,75. Gem. Melis mit Sack 26,00-26,25. Stimmung still. Bei Abnahme von mindestens 200 Zentnern alles netto Zentner. Rohzucker 1. Produkt Transito frei an Bord Hamburg. März 14,50 Gd., 14.60 Brf., April 14.50 Gd., 14.60 Brf., Mai 14.67½, Gd., 14,70 Brf., Aug. 14.87•, Gd. 14,90 Brf., Okt.-Dez. 11,15 Gd., 11,17½ Bri., JanMärz 11,20 Gd., 11,22½, Brf. Alles die 50 kg. flau. Raffee. : Hamburg, 26. März, nachm. 3 Uhr.(Mittelbericht.) Good average Santos März(68.) 63¼, Mai(68½) 68½. Sept. (69“,) 69¼, Dez.(69) 68¼. stetig. Havre, 26. März, nachm. 3 Uhr 30 Min. Kaffee good average Santos März 87¼. Mai 85¼. Sept. 84“,, Dez. 84. stetig. Oele und Spiritus. * Berlin, 26. März. Rüböl. März(—.—)—.—. Mai(62.10) 61.60, Okt.(61.90) 61.60. * Paris, 26. März. Wetter schön. Rüböl März April Mai-Aug. Sept-Dez. Leinöl März April Baumwolle. * Bremen, 26. März. Baumwolle. Upland middl. loco(35¼) " Pfg. ruhig. Liverpool, 26. März, mittags 12 Uhr 45 Min. Baumwolle. Umsatz 10 000 Ballen, davon für Spekulation u. Export— Ballen. Tendenz für Amerikaner loco: ruhig. Preis: 6,12. Amerikanische Good ordinary Lieferungen—. ruhig. März(5.88) 5,88, MärzApril(5.88) 5,88, April-Mai(5.87) 5.87, Mai-Juni(5.87) 5.87, Juni-Juli(5.86) 5,86, Juli-Aug.(5.85) 5,85, Aug.-Sept.(5.81) 5.81, Sept.-Okt.(5.78) 5.78, Okt.-Nov.(5.75) 5,75, Nov.-Dez.(3.73) 5,73. Amerikanische Warenkurse. * New Vork, 26. März. Baumwolle. März(10,32) 10,36, Mai(10.38) 10.41 Juli(10,50) 10.51, Okt.(19.57) 10.60. stetig. * New Vork, 26. März. Weizen. Mai(108) 107¼. Stetig. * Chicago, 25. März. Weizen. Mai(102“,) 102 7/8. Male. Mai(72") 71⅞. schwach. Hafer. Mai(53½.) 83½. Chicago, 26. März. Schmalz. Mai(9.60) 9,65. Mai(16,33) 16,62. 56 Perk per Westsälische mn am Tage nach## Bellagen: Illustrierte Verlosungsliste von Redaktion: Lütkegasse 1 beschäftsstelle: Königstr 7 Uhr abends. Verlag u. Rotationsdri Probenummern: Achttä Merkur gratis und Adressenangabe woll Königstraße 59. Telegramm-Ad Redaktion A 25 1. 22 1 Eieis Tacher T.eur 111 3011410 Lenmeher berge. 111 S0171 20 nommee Möbel-Ausstellung Ses. weberiachf! Ludgeriplatz 3. Preisürdigkeit, Güte und Fermenschönheit Siection der bisconts-Gesehschäfti Bermi. Die Gärung in der Sitzung des Zei zutage getreten ist, Allerdings ist die Bei der einen Seite der sundung bezeichnet## Widerspruch gegen len“, auf die in letzte# Von den Jungliberal mehr wissen. Das? ralen Reichsverbandder parlamentarische werden. Entweder stehende Organisatior den süddeutsche Gruz als sie sich dem Frei anbelange, so erinne er heute bereits 58 J zigern nähere, sei di Punkt angelangt. Al „Solange Basserman die Oberhand haben, zu hoffen.“ Das hei Bassermann und den Uebrigens ist n graphen Bureaus beg Seite" zugegangeni „Bei der gestrigen rechte Flügel der Part Fuhrmann nach ei die überwiegende Meh Bassermann und die Gruppen präsentierten stand, nachdem die Wah berg und Vogel vollzog hielt u. a. die Namen deren Wahl Basserman heftig bekämpfte. Auf lich die Norddeutschen, hessen, während um 2 deutschen scharten, sowie der Bassermann ganz b Die Abstimmunge gels durchschnittlich 60, hielten. Mit Stresem merkwürdigerweise Dr. gehört, in den Zentralo nommene Delegiertenta Ereignisse eintreten, m tung der Parteie unter diesen Verhältnif könne. Es wird ein? Reichstagsfraktion eine erhält, so daß sie nicht desavouiert werden kan überwältigenden Mehr! für Bassermann durchg Partei nieder.“ Nachträglich wif sante Einzelheiten zu tung“ entsprechend keilen, gegen Basse wiederholt erklärt ha den nicht daran denk länger in der Hand der frühere Reichstag gewandt, während sich zum größten Tei stellten, die mit weni Der weitere Verlauf die Gegensätze innerk mehr zu überbrücken rufenden Vertreterta die Reichstagsfraktion tion selbst im Zentre erhalte, damit es für Reichstagsfraktion die vorstande versagt wigehen, so werde vora Partei niederlegen u werden.— Das letzt warten müssen. Im vom Zentralvorstand kalen gerichtete Antr Bilanz am 31. Dezember 1911. Cosens-busen 256 70256 20 Haun.-A. Posseel. 140 30 141 30 Ho#ne Demgisn. 219 90 214. 25 Nerdi. Liep 10430 104 10 Ahsies ae v. Maine Ichmeg. 1 C. ir Mr n Laureitene 17575175.59 Luten#ch. Metal 190 30136.39 Magten Bergu 315.98.511.39 Meissom morbs 26.1 S# S Mars Pors. Cem. 11175110.25 Mie#n Zerge 119 Maschment Boum 118.25111 50 Massener Bergu.—!— Mihener bergu 181 30 193 75 Gumatasr— 39.25 " Sellschmiaserer 144 10144.59 Oberlal En-Bei 901 90 101.30 " Esemuchustr. 65#0 26.25 g Kupter 98.0 1951 Pander 120 751250 P#dam Bergwert 299 39-25980 309 20— Sbe. Metall St. A. 9e30 9es0 " Verz.-Ait. 2575— " Staibwerte.. 165.30 145.25 ##V Lairserse 17325 173 75 „Ceulachustr. 11275132.50 " Sprengmost 22550— Rounecher Hime 174 90 175 80 Bese Erte. Eisen 1720 18.50 199.30 199 50 Scmuchert Letar 154 u0 154 40 Schubz-Kaantt 161.5012575 Guses. 16 70 25.30 Semenn àmp; Hoise 291.51 232 40 Stemus Romane 111.30 154 40 Sten Comore-A. 230 10 239 50 Sserener Vokan 213.53 210 75 Zuusch. 132.15 113#0 Theie Esen St P. 222 90 224.30 „ V A 22210 234 25 Lesah. Tietz... 126 9b 125 50 V. Ber.#Ff. Gom. 113.59 138.50 " Gin-Rosu. P. 314.50 31 520 " Dlech.#ischkein. 293 25 290 50 „ Zypenk Wissen 17625177.25 Wassern. Genenk. 197.59 197.50 19275191.75 Wesstahe Cement 19290 192.25 Weutt Drashncecht. 156 90 155 25 Drettwerke 19025 154 30 Kupter 16329 106 50 " Statdwerte. 30 95 32.1 Wick. Port. Cem 1139011325 Wutener Ciost ütte 111 10 112.50 Gussstabl 191.40 191.30 Stahlrbhren 265 75 297 50 e Fas na-Teh Ser 1754 Barmen Neserver 38—42. Bei Kauf, Miste, Untasse Besanter eder wende mas niel zn die mel alehundertjährige k fabrung des durch vier Ge bensader kans Bechieer Vschera 114 2d 114 8. De. 165.50 59 20 " Unmn-Gr. 866 70 445 0 Vscherte 111 80 110.50 Gernans Oren Sehte Sein Gei. 110 90 150 30 sensen Hamm. 145 10 101 50 71.30 71.30 Usessr. Doriu. 171.539 17725 Biserlengendr. bei betSt SchiffPensionat der Schuestern vom armen Kinde Jes: in Heresset(bei Aachen). Iesen. 100 2b 100 50 Al Eese es 25510 257 50 ####cn Cost Qusse 114 10 11550 A##re Henen. 121.10722#2## Auare bergen 110.50 11775 145 50 195 50 bune Vaschmen 2390 299 75 Buche, Teier&. 100 50 106 50 Bezamse Llertr. 17175 175 75 S##i M#sch. Dsrr. 462.30 441 50 Somsrecdiste 112 40 132.30 Bosum. Gußstonl 225 90 224 50 Beaser 20 2141 B###gerte Vars. 109 10 140 50 Brams e Bru-led. 291 10 291 10 Butern Lsenn 129.90 193.50 Cem. lat Sessen. 132 40 192 2e Gises Berguert 439 75 459 75 Cretert Berpes 294 30 294 30 Cmsendenen 3%5 1 155 50 D. Lis Berge 191.30 191.10 D. Ceser Lessr. 171.59 17750 bestech. Gesgr#4. 654 N0 454 50 E=43 256.75297 25 Weiten+. 410 1 455 50 Besserrmsrin is senie 16c. 10 Dise. Lses Drest 143 75149 75 " Essend bte 136.30 155.50 Dymsma Trest. 196.50 126 20 Gewinn- und Verlust-Rechnung 1911. andorer. BonlfatiusSammelVerein, Sammelstede für die Münkter: Septan Soierren. Liester leus Hperrrnsbehente. Lahusen's Jod- Eisen- Lebertran Katholischer Nädchenschutzverein für Zienstboten Münster i. W., Tenz a; 77—20 Marke Jodellsr ist und bleibt der beste. wirksamste liebterte Lebertran. und Enuinosen vorzaneben. aste Anßlicht den Lath. Ceislieben in der Domäue Heschir-Hammamet in Tunis gekeltert u. unter deren Siegel versandt. Preististen zu Diensten. Alleinige Vertreter für Deutechland: Unentgeitlic Stellenvermittelung, Raiund Auskunft jeder Art. Einsch:eid=S=dhhren für Hertschetter 50 Lfr Ar Barich werder die Miechen von der Behn edzeholt. Gebknct an Bocentagen vormittags von 19 12 Udr. Montags umd Lonnersiag! 4.—8 Udr. nachmittags vor 4.—%, Uhr. VIIR nazuru, lnner in Apotheken in Münster 4 Umgebung. ##ben.. 258 291 ies Seahlwerhe 166: 185. Ronbecher Hätte 174 177 Gessenkurcener. 190 194 Horgener 194% 194 Homb.-A. Pochetl. 149 141 Nases bemgjachst 27.21* Nort#. Liepd... 10 104 Allg, Eleit: Ges. 255.255 D. Uebere. Elektr. 177 177 Ssemen: à Helste 237 232 Schucker: Elektr. 154 154 Ges i eien Untern 190 190 Soith West Nirza 154 154 Sorntchtesten tielders umgänge Zunentur; derse ldn dure Sern###n Piarre bestelenden Bcronders ereiich. Geldbettäge. Haßt du virl, so gtb wung, io gid auch von dem gern. 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Er und se on dem von uns bem vollkommen freies V Ursula mit den Ihri gegen wird mein Va „Darin stimme Aso, daß ich Mauric „Ich bin überzei seltenen Tugenden. im Gegenteil still, saf Hat er sich scho er war krank, glaubgütige Fee spielten.“ Er behauptet, nicht glauben, denn und ist mager wie ei Was ist seine Er war Redakt ist mir entfallen, obse er in Folge seiner K „Wovon leben d „Ich weiß es nie die Stimme dämpfen „Du sollst dich u von besonderer Wicht ner Cousine Ursula st dem entdecken.“ ##.„Das ist mit ein als möglich feiern m ich offener sprechen u Das weiß ich.“ Du wirst natür Geliebter?“ fragte de Wie sollte ich n „Ich werde nie und 42—51 43—50 40—4: 34—38 4 biesta. s##.### c gerrgers Biot= und ge∆ getet Ceucder II. Schafe: u. Stellmenscafe: a) Prshumer und füngere # durs Borchommr.# 5—54 42—49 tantus den redaktionellen Tell. Hauptredakteur Theoder Warnele, ngigen. und Aetlomcteil: Be=1.. micois Zoegen, beide in Munster. Tausendfach bewährte Nahrung bei: Brechdurchfall, Kindermene Diarrhös, Krankenkess Darmkatarrh, etc beächel " K9 61 E-4 54 5-3- 5-4 8-R " Tra s8 70 f-6— 8-09 B-3 6-3 2n D-B 9.99 7—74 74—-76 72-14 0 8-70 61—0 67½- 8 66—79 74-77 79-75 74—73 60-78 70—72 95-93 85-33 3-3: 3-3 8-3 und Shafnotiz vom 21. 3.— 1f) Kälbernotiz vom 20. 3. Soweit die obigen Preisangaben durch sichbar sind, sind dieselben in Kursivzaklen angegebabzüglich einer festen Tara von 20— te bectesch v##ftleischte wird auf den Schiffen von 32 d. grössten Dampferlinien serviert 22 v. h. angegeben.