vea„„„ V* HUNSTER. E lltios: Prinsipalmarht Ne. 4. Diese it Ausnahme des Montage taglich, Sesstage und Dossesnge mit den fer 4s. Neesterlasd“ al. A#geb muts Prat: 2 Thre, tgaghistzeusez portofrei 2 Thlr. 15 Sgr. halpjährlich.(Bei Begenn 2. ihlifte jedes Sementer: 125 IASERATE Andm gegen die Gebel von 1 Sgr.# Pf. di drewpeltige Petiaalie oder deren Aaum Aufschme. Mlesige wollen dieselben spätestenr bie 7 Uh: Abende in der Expeditien(sicht in der Drecherei) abgeben. Auswurtige Auftrage au Insertienen werden hrause erbeten und werden dis Gebehren in der Bagel gu kenresssun undgrsanum den 19. Juni 1852. En AAAyeren in Folge des mit dem 1 Juli zur Ausführvag kommenden Zeitungs-Steuergese Den geehrten Zeitungsleser ##beehren wir uns von den Veränderungen, zu welchen wir uns in goige ver mut vrm 1. Jun zur ausfugrung kommenven Hinungl. un dn guthnen Abonuenten wrsen Daul fsur due heut 30 Jatzren den West. Mortar gescheate Theluahos d. Boduyg., Lesenzane gigäge geuregten lese, asalich im 3 Pi. de. jährlich erhöhen, dagegen zur anderweitigen theilweisen Deckung der bedeutenden Stempelsteuer eine geringe Erhöhung der ie erisesteitin Potit eun vure Be. fasherign Ferset Tuch Aslaumn arwetent, se est as der Sias aserdert, 6 Nal vicheslich und un dn an westättigt mirte:, een brign. v.# wur,„enu, u. ga#l#, in Mäader bel ber Erpebitles balbjährlich „Kretatlan für dat Minkerlans:, 2 Nal wscenich alt Zugabe, mnatim, feßet beu-92, B., g#####ng u. Berise 2 Telr. 221, Tgr. und bice#per Stemelstener 2 Thlr. 12½ Sgr.; in allen Provinzen des preußischen Staatee mit Einschluß des Porto'e 2 Thir. 27“, Sgr eis vutr eim grühnen veltichn Zetunga das vetttelts. 81.:: Jus, v. 9.—. 4 bieeg Monats Lrpseles Hieflige dal der Erchites, Palachelnarnt Ne. 4. Bestellungen auf das mit dem 1. Juli beginnende 2 Semester wolle mas vor Ablauf virsev Momart dewieken, Hiesige Pesute Aune uen u##### Die Expedition des Westfälischen Merkurs. Uebersicht. Dtutschland.— Perlin. Hofnochrichten: Ordeusver####idungen in Schlesten: Minikerderathung üder die Gemeinde#rdnung zur Zokvereinscenserenz: Fürst von Hodenzollern Sigmaringrn; die angebliche Ausweisung des Generale Lomoriciere: Dr. Haries' Verufung nach Munchen: der Notdkans in Preußen: Perschtedrues. Cedienz. Die Oderdurgermeiser Bach mische Angelegendeit.— Kölu. Hausluchungen.— Hamburg. Admarsch der leoten Oeserreicher; Proceh gegen# Leugette.— Geiba Pubtictrung des nruen Staategrundgesetzes.— Krankfurt. Sraf Cdamberd; aus der Bundesversammlung; die Zek- und Handelsfrage; das Flotten=Lienidationegeschäftz Verschteoenes. part. Die Losung der Kichenftage.— Muachen. Neuer TiensSio für das Mitttär; die Quiescirung des Minisers v. KingelSann— Nurnberg. Zeitungslatste.— Wien. Zur Reise der #atsere die Zes- pod Handelseinigungsfrage; die TelegrandenHervindung mit Saieinten: Verdandlungen mit Neapel detreffe ##nedednung des Schiffabrtsvertragse # Niedertande.— Haog Amseidem. Die russischen GrotBetatee— Stichl Prmmtierete Briche won 1e Haltung Frankreiche; Minister=Couferenz in Mondorf:— gbeer een siom auberententl. Anloummbrmtuns in Sommre Speuten.— Madrid. Hefnachrichten; der neue Kriegsminister; dir Gerüchte über den angeblichen Pottceidtrector Cdice. Fraukreis.— Parts. Die Lurnskeuern und ihre Geguunn der Geleyentwurf üder die Neubildung der Geutral-, Leeund Gemeinderätde; angebliche Oppositton Montalemberte gegen die Eriken: dee Peltaeimintseriume: Errichtung naum Pfarrten im Werte: Pensieneveritionen alter Militäre: Eingabe der Kutschenfadricamen; begnadigte Devortirte; gunstige Nachrichtrn aus Cendantine:— Neuches Sretbeltenates.— London, Candidainten zum Var# lament; ein neues Ledentneichen des Ministertums; Procctz gegen □ Alderman Salomons: Parlamentsverdandlungen. Italten.— Rem. Der Endischef von Mhuchen=Freißine. #10— Turin. Aus der Depstirtrntammer: ein Abmisikrater für # bas Ersbieihum Turin vorgeschlagen; Wiederderstelung der Rute SAuttg,— ans in echentz. Die Tonlstamung in Kovendagen. Empfang des Kenigs in ##hiteng; die Erladtzung der Herseg ven Angusendurgschen Augesan.— Garschen. Erfemihalt und Wbrite brs Keitne artechenlend.— Aiten. Der Mbuch Chrikopberne: Pemn tr Schun Deutschland. CB Berlin, 17. Juni. Ihre Majestäten der König und die Königin, so wie die Königin Marie von Bapern sind gestern Abend hier eingetroffen. Nachdem sich die Allerdöchsten Herrschaften gestern alsbald nach Poisdam begeden datten, ist heute Se. Majestät der König wieder herübergekommen und hat im königlichen Schlosse mehrere Vorträge über Militär= und andere Angelegendeiten enigegen genommen.— Die Adreise Sr Majestät nach Stolzenfels bleidt für den 24. d. M. sestgesetzt.— In Sciesien haben Se. Majestät, wie wir vören, außer den dereits publicirten Ordensverleibungen noch gerubt, dem Grafen v. d. Schulendurg(in Sagan) den Rothen Adlerorden zweiter Classe zu verleihen.— Wie, wir schon berichteten, fand gestern eine Sitzung des Staatsministertums statt. In derselben ist, wie wir hören, die Gemeindeordnungs=Angelegenheit wiederum Gegenstand der Verhandlungen gewesen. demnächst noch mehrere Berathungen des Staatsministerit über diesen Gegenstand stattfinden, da man zu einer festen Position in dieser Frage kommen will.(Siebe jedoch unten.) Ein Gerücht läßt auch den Hrn. Präsidenten v. Selchow zur Begutachtung in der GemeindeordnungsAngelegenheit hierher eingeladen sein.— In Bezug auf die Situation in der Zollfrage überhaupt ist es von Wichtigkeit, daß in neuester Zeit der Verkehr zwischen Wien und München wieder weit vertraulicher und enger geworden ist. Die österreichische Regierung hat, wenigstens erzählen es unterrichtete Personen, befreundeten Regierungen der süddeutschen Coalition den Rath ertheilt, je weniger überhaupt von der Stellung der Coalition aus ein Schwanken in der Erklärung auf das von Preußen aufgestellte Programm möglich sei, doch diese seldst so lange zu verzögern als irgend möglich.— Man täuscht sich aber in der Wirksamkeit dieser Manipulationen, da die diesseitige Regierung fest entschlossen ist, einer etwaigen„Verzögerungspoluik“ zuvorzukommen. Sie wird, sollten die Erklärungen der süddeutschen Coalitions= Regierungen über Gedühr auf sich warten lassen, dazu schreiten, für das Abwarten der jenseitigen Erklärungen einen besticmten Termin anzusetzen.— Der jungst von Neisse nach Düsseldorf versetzte Fürst von HohenzellernSigmaringen wird dem Vernehmen nach eine längere Ervolungsreise unternehmen und in den Herbstmonaten auf seinen Posten zurückkehren.— Die in Bezug auf die Verweisung des Generale Lamoriciere von preußischem Boden von Aachen aus verbreiteten Nachrichten sind unrichtig. Dem General Lamoriciere wird, wie wir dören, ein Aufenthalt in den Nachener Bädern zu seiner Cur von unserem Ministerium nicht verwehrt.— Es ist vielsach davon die Rede und man nimmt in hiesigen tbrologischen wie in anderen Kreisen daran ein reges Interesse, daß der Hofprediger Dr. Harleß in Dresden an die Spige des dayerischen Oberconsistoriums berufen werden solle. Doch sagt man auch, daß Alles aufgeboten werde, Hru. Harleß in Dreeden zu sesseln, wo derselde seit sechs Jahren sich vollends eingebürgert hat.— In den vom Rothstande heiwgesuchten Kreisen der Provinz Preußen hat die Regierung den Landräthen eine größere Quantität Salz überweisen lassen, um durch Vertheilung derselben an den bedürftigen Theil der Bevölkerung derselben auch in dieter Beziehung eine Erleichterung zu gewähren. Es ist dies übrigens eine Maßregel, welche auch in Zeiten, die nicht mit einem ungewöhnlichen Nothstande verbunden sind, zur Anwendung kommt. Uebrigens soll die mildere Jahreszeit und die mit derselben eingetretene reichlichere Arbeitsgelegenheit die Noth bereits wesentlich gemindert haben. Ein großer Theil der aus Anlaß der Notystände angeordneten öffentlichen Arbeiten konnte gerade in der Zeit, in welcher der Druck am härtesten war, wegen der unzünstigen Witterung nicht in Angriff genommen werden. * Herlin, 17. Juni. In der„N. Pr. 3.“ lies man:„Nachdem vorgestern im Ministerium des Innern eine Ministerialconferenz abgehalten worden, der auch der Minsterpräsident beiwohnie, und in welcher die Gemeindeordnungsangelegenheit einer erschöpfenden Berathung unterzogen wurde, trat gestern das Staatsministerium in einer fünfstündigen Sitzung zusammen, in welcher, wie wir hören, der Beschluß gefaßt worden ist,„ die weitere Einführung der Gemeindeordnung vom 11 Mär; 1850 zu sistiren, von betreffenden Octropirungen ader Abstand zu nehmen.“— Das odige Blau ist erfreut, daß nun nach der ministeriellen„Oesterr. Correspondenz"(siebe unser gestr Bl.), auch die österreichische Regierung endlich erkenne, wie zu Verhandlungen mit Preußen über idre Zollprojecte kein Anlaß jetzt vorhanden sei; es handle sich jetzt nur noch darum, mit den andern bei der Zollfrage betheiligten Regierungen das Verhältniß eden so klar zu stellen, wie mit Oesterreich.— Der„Hamd. Corr.“ theilt mit:„Von Seiten der katpolischen hohen Prälaten Preußens(Cardinäle, Bischöfe u. s. w.) ist eine Uebereinkunft darüber getroffen worden, ob sie im Falle, daß Se. Majestät der König den einen oder den andern Kirchenfürsten zum Müglied der ersten Kammer ernennen würde, diese Ernennung entgegennehmen sollen. Die Prälaten sind übereinstimmender Meinung in diesem Puncte gewesen und haden sich für die Fernhaltung von aller parlamentarischen Wirksamkeit ausgesprochen. Einer der Prälaten hat diese Auffassung auch döchsten Ortes ehrfurchtsvoll zur Kenntniß gebracht, so daß mit#in eine Ernennung aus der Mitte der katholischen Prälaten nicht zu erwarten ist.(Bekanntlich hat jedoch des „C. B.“ dieser Mittheilung wiedersprochen.)— „Publicist“ berichter:„Am Sonntag ging, wie schon seit einigen Jahren, zur Feier des Frohnleichnamsfestet eine Procession von hier nach Spandau zu der dortigen katholischen Kirche ab. Der mu Fahnen und Städen reichlich decorirte, etwa aus 2000 Menschen bestehende Zug nahm seinen Weg, wie im vorigen Jahre, auf der rechten Seit der Spree; den Königsdamm entlang, ohne Cparlottendurg oder Moadit zu berühren. In Spandau angekommen, machten die Führer des Zuges Anstalten, noch erst einen Umzug durch die Stadt zu halten. Die Spandauer Behörden untersagten dies jedoch, mit dem Bemerken, wenn es den Wallfahrern um Ausüdung ipreo Cultus zu thun sei, worin man sie nicht stören wolle, so hänen sie sich in die Kirche zu verfügen. Die Straßen zu durchziehen und Altäre zu errichten, könne ihnen jedoch im Interesse der öffeutlichen Ordnung nicht gestattet werden. Wie man dört, ist er vierauf zu Reidungen zwischen den Theilnehmern an der Procession und dem versammelten Publicum so daß das Militär aufmarschirte und Angesichts der streitenden Menge die Gewehre lud. Diese Demonstration genügte, um den Frieden herzustellen.“— Seit vielen Jahren hat der Zug russischer Reisenden durch Bertin nicht eine solche Höhe erreicht wie in Sommer. Das hiesige„Fremdenblau“ giebt davon Zeugniß.— Wie die„N. Pr. 3.“ mit voller Bestimmtheit hört, wird die hiesige„Constitutionelle Zeitung“, einst durch Hru. Hansemann von Berliner Banquiers gegründet, zum 1. Juli zu erscheinen aufdören. Coblenz, 16. Juni. Eine gestern aus der Mitte unseres Gemeinderathes in der Angelegenheit des Herrn Oberdürgermeistere Bachem an Se. königl. Hohei den Prinzen von Preußen emsandte Deputation hatte das Glück, von Höchstdemselben aufs hu dvollste empfangen zu werden. Se. königl. Hoheit sollen sich in sehr anerkennender Weise für den Herrn Oberbürgermeister ausgesprochen und der Deputation, wenn wir genau unterrichtet sind, die Zusicherung ertheilt haben, Höchstsich dafür verwenden zu wollen, daß vorerst bis zur Ankunft Sr. Majestät des Königs dahier in dieser Angelegenheit Köln, 15. Juni. Es sollen dier kürzlich wieder Haussuchungen vorgenommen sein. Man bringt dieselden mit der Veardrettung wühlerischer Schrifger## VerHamburg, 14. Juni. Diesen Morgen sind auch die letzten dioher in Hamburg, behufe Regulirung der Liquidation, anwesend gewesenen k. k. österreichischen Ofsieiere, Unterofficiere und Soldaten mit der Eisendahn über Dresden nach ihrer Heimath abgegangen. Nachdem nun auch die bei dem Abmarsch der Oesterreicher aus Holstein hier im Krankenhause zurückgebliedenen zwei kraulen Soldaten gestorden und auf militairische Art beerdigt worden sind, definden sich keine österreichischen Militanpersonen mehr in Hamburg. 6 ur durc Hamburg, 15. Juni. Am Sonnavend war durch die vomn Riedergricht ius voem. Brgu, grteutnte, Berzer tion dem Jaguisien v. Lengerse das artienlirte Verhör in deissen Gesangatß, dem Winßerdaum, verzaigrg demselben bestätigt worden. v. Lenzerse sell sch. sen bo, ohy v, Aesterna Wilag arfteigte un " nes erwanen bon, Lurag nag Fiuals Sie Verlestung der peignlichen Balage, weiche über eine gelbz Stunde währte, in in einer späteren Mezitinnn Verbindung zwei. Du ganze Beinag der degangenen Defrendation ist von dem Juquisites im Verpöre auf 400,000 Mark Crt. zugestanden werden. Das döchst durchdachte und schlaue Verfahren, welches der Inquisit beobachtet hatte, boi großes Interesse dar. Die Anklage wies ferner nach, daß der Inquisit nicht, wie er angegeben habe, durch die Sorge für seine Kinder zu seinen strafwürdigen Hand lungen veranlaßt sei, sondern daß er die unterschlagenen Summen kururios und theilweise zu strafdaren Genussen verwendet hade. Die Anklage kauiete auf Berrug und Fälschung unter den gravirendsten Umständen und der Strafantrag auf lebenslängliche Zuchthausstrafe. (H. N.) Gotha, 15. Juni. Gestern Abend ist das neue Staatsgrundgesetz mit einem Einführungsgesetze, einem Gesetze übder den Civilstaatsdienst und einem dergleichen üder die Verantwortlichkeit des Staatsministeriume publigirt worden. Die neue Verfassung hedi die Verordnungen über die Gultigkeit der Grundrechte auf und läßt von dem Staategrundgesetze von 1849 nur die mungen über das Staatsgut und die Civilliste in GelFrankfurt, 14. Juui. Dem Vernehmen nach ist letzi die Mutheilung eingegangen, daß der Graf und die Gräfin von Chamdord zwischen dem 20. und 24 des nächsten Monats in Wiesbaden anlangen und daseldst dio Mitte Septemder ihren Aufenthalt nehmen würden. Von einem legitimistisch=orleanistischen Congresse ist indeß nicht im entferntesten die Rede.— Aus Langensel vold erfährt man, daß Dom Miguel, weicher seit seiner Vermählung mit der Princessin v. Löwenstein= Wertheim dort wehnt, eine Rectamation für Restituirung seiner von der provisorischen Regierung confiocirten Güter erhoden vat.(N. K.) Frankfurt, 16 Juni Wir vernehmen, daß Oesterreich in der letzten Sitzung der Bundesversamm tung den Antrag stellte, eine hohe Bundesversammlung wige nich vorheriger Erledigung mehrerer wichtigeren Fragen ihre Sitzungen die 1. August vertagen. Unter diesen noch zu erledigenden Fragen nehmen diejenigen der Aufstellung gleicher normativer Bestimmungen für die Preßgesetzgebung innerhalb des deutschen Bundeo eine Stelle ein. Die Abstimmung über den Vertagungsantrag soll in 14 Tagen erfolgen.(Fr. P. 3.) ∆ Frankfurt, 13 Juni. Es war gestern noch undekannt, an welchem Tage die Bundesversammlung in dieser Woche eine Sitzung halten werde. Ausschußsitzungen finden sast täglich statt, was erwarten läßt, daß die noch rückständigen Gegenstände ihre daldige Erledigung sinden werden. Die Behauptung, daß die Verbandlungen der Bundesversammlung über das Bundespreßgesetz eine weitere Verzögerung erleiden werden, ist insofern nicht ungegründet, als auch der von dem preuß. Fachmanne aufgestellte Separatentwurf den Regierungen zur Begutachtung nachträglich vorgelegt worden ist.— So sehr man auch in der Berliner Presse bemüht ist, das Gegentheil zu dehaupten, so kann doch mit aller Verlässigkeit berichtet werden, daß in der ersten Conferenz der Hrn. von Biemark Schönhausen und des Grafen von Arnim mit dem Grafen von Buol=Schauenstein die Handelefrage Gegenstand ledhafter Besprechung war. Auch Graf Thun soll seit seiner Ruckkehr aus Wien in großer Thänigkeit sein und deßbald den gesellschaftlichen Anforderungen in diesem Augendlicke weniger entsprechen. — Einiges Befremden müßte er erregen, daß das Ligutdationsgeschäft der deutschen Schiffe und ihrer Ausrüstung so langsam von statten gehi oder eigentlich noch gar nicht begonnen zu haben scheint, wenn man nicht wüßte, daß der Bundescommissar, Gey. Staatsrath von Etscher, eden auf einem Terrain siehzt, auf welchem er doch einen Mangel an technischer Renntniß verspüren muß. Die häusigen hierder gelangenden Anfragen desselden sprechen dafür. Unter diesen Umständen ist man einigermaßen gespannt, welchen Fortgang das Liquidationsgeschäft nehmen werde.— Der Herzog von Holsein Glücksburg verweilte gestern in unserer Stadt und begad sich von hier auf das nahe Schloß Rumpenheim. Der Besehlehader der hier liegenden preußischen Truppen, Generalmasor von Herwarid, übergad in den letzten Tagen dem Prinzregenten von Baden das Condotruzgratulationsschreiden des Königs, seines Monarchen. — Der k schwedische Staatsminister, Freiderr v. Griepenstadt, begad sich von dier zur Eur nach Homburg. Dte Taunusbäder, Schlangenbad nicht ausgenommen, sind aber feitdauernd noch sowach desucht.— In Briesen aus Wiesbaden wird es bedauert, daß die seitderige und noch anhaltende stürmische und küdle Witterung die Cur der Kaiserin von Rußland in Schlangenbad einigermaßen denachtheilige.— Der Cur= und Spielpächter von Wildelmsbad, wohin man täglich von dier din und wieder zurück achtmal durch die Eisenbahn gelangen kann, dui, um diesem Vereinigungeerte einen neuen Reiz zu geden, eine franzesische Schaufpielergesellschaft engegirt, weiche heute ihre Vorstellungen in dem dasigen niedlichen Theoter deginnt.— Die Potemik in unserer Locatpresse, bezüglich der Verfassungerevision, erwacht von neuem, eerrifft aber namentlich die(Bleichberechtigungsfrage der Jnden. Bevor indessen unser Senat sich mit der Bundesversammlung über den der gesetzgebenden Versammtung vorzelegten, und von dieser mit einigen Veränderangen angenommenen Versaffungsentwurf verständigt det, ist an keinen Zortschrin zur Erledigung unserer Vensassungsfrage zu denken.— Seit mahreren Tazen herrscht, durch die ungünstigere Wiener Valutanotiz, wieder eine flauere Stimmung in den österreichischen Fonde. Das neue Speocentige österreichtsche Anlchen wird mit pCi. Agio bezahlt. Stuttgart, 15. Juni. Die„Württemd. Correspondenz" versichert:„Außer der auch von anderer Seite bestätigten vollen Einmutdigkeit der Beschlusse auf der Karleruher Conferenz in Sachen der katbolischen Kirche soll das Ergedniß auch ein solches sein, daß alle Aussicht vorhanden ist, es werde der Friede zwischen Kirche und Staat dadurch nicht gestört werden.“ München, 14. Juni. Die durch das allerböchste Publicandum vom 6. März 1848 avgeordnete Beeidigung des Herres auf die Verfassung ist wieder außer Wirksamkeit gesetzt worden und zwar zufolge allerböcsten Rescripts vom 9. l. M. durch einen Kriegsministerialer laß vom 12. d. M. und gleichzeitig wurde die Abnahme eines neuen Diensteides für die gesammte Armee verfügt Der neue Diensteid ist von sämmtlichen in activem Dienste stedenden Militairpersonen so wie von den pensionirten Officieren und Militairdeamten zu leisten. Die verschiedenen Abtheilungen der biesigen Garnison haben den neuen Diensteid dereits diesen Mittag geleistet. (Fr. P.=3.) München, 13. Juni. Die„Allg. Z1g.“ schreibt: Die Gründe der Quieecirung des Ministers v. Ringelmann datirten wohl von der Zeit der letzten Ministerkriße. Damals hatte bekanntuch Hr. v. Ringelmann, ohne vorder die Entscheidung Sr. Majestät des Könige eingeholt zu haben, die vorläufige Erlaubniß; ltung von Jesuttenmissionen in Franke gegeden. Sein Rücktrin stand von da an festgesetzt, und wurde, wie es scheint, nur verschoden, um nicht nädrend des Landtags eine Störung in die Vertretung der Verwaltung zu bringen. Nurnberg, 14. Juni. Die gestrige Nummer des „Nürnberger Courier“ wurde unter Allegirung des#. 15 des Preßgesetzes mut policeilichem Beschlag belegt. Veranlassung gad ein Artikel über die„Lage der deutschen Mittelstaaten“. Wien, 15. Juni. Wie man jegt mit Gewißbeit erfährt, wird die Rückkehr des Kaisers aus Ungarn nicht vor der Mitte des Monats Juli erfolgen.— Von verschiedenen Seiten erhalten wir heute die bestimmte Nach richt, daß von Orsterreich kein Anlaß gegeden ist, die Zollverhandlungen mit Preußen wieder aufzunehmen, daß sie(wie in dem gestern erwähnten Schreiden des Grasen v. Buol Schauenstein vom 23. v. M) nach wie vor als gänzlich abgebrochen zu betrachten sind, und daß sein der Erktärung Preußens vom 7. d. M. Oesterreichischerseits auch gar kein Grund vorttegt, sie wieder aufzunehmen. Ja so weit gehen diese neuen Nachrichten, zu erklären, die Sendung des Hu. Biemark vierder habe keinen anderen Zweck, als den Grafen v Arnim wahrend seines Urtaubs zu vertreten; d. h. die österreichische Regierung— welche diesen Erklärungen nicht fremd ist, ihnen vielmehr sehr nade steht— ignoriri jede andere Mission des außerordentlichen Gesandien und ziedi sich fest entschlossen hinter ihre in den hiesigen Zollconferenzen und bei der darmstädter Coalnion genommene Position zurück. Der„Llopd“, dem die Ehre geworden ist, eine solche Erklärung zu publiciren, faße sie in folgende Worte:„Die letzten preuß. Erklärungen lassen keine Ausgleichung zu! Von zwei Dingen kann man sich in Deutschland unbedingt versichert halten: Oesterreich wird erstene nie und unter keiner Bedingung einen Handetstractat ohne eine desinitive Zell= und Handelseinigung abschließen, und zweitens wird es nie irgend eine Unterdandlung anders, als mit vollem Muwissen und im vollsten Einverständnisse mit den zu Wien in Vereindarung getretenen deutschen Staaten eingehen. Oesterreich schließt keine Verträge himer dem Rücken seiner Allurten, oder gar seiner Mitcontrahenten, und das entgegengesetzte Beispiel, welches der Traciat Preußens mit dem Steuerverein gegeben hat, kann, Gott sei Dauk, für österr. Lopalitat nicht maßgedend sein.“ An einer noch aufben tischeren Sielle wird versichert, daß das kaiserl. Cabinet jetzt einen odjertiven Standpunct einzunehmen und namentlch die Wirkungen der darmstädter Uebereinkunft walten zu lassen gesonnen ist. Die von ihm diesen Staaten gegenüber eingegangenen Verpflichtungen ist er festzuhalten entschlossen und wird von ihrem Benehmen dao seinige ganz abhängig gestalten.— Diese sehr un umwundenen Antworten auf die Erflärung vom 7 würden gewiß nicht verfehlen, auch in Berlin zu entscheidenden Schritten zu drängen, wenn von Preußen nicht Alles zethan wäre, um im freibändlertschen Norden Deuischlands, wo allein ein Gegengewicht gegen die Zolleiniguegepläne Oesterreiche vorhanden war, für diese letzteren Propaganda zu machen: Nachdem Holstein und Schleswig imi Hulfe Oesterreichs auch in Tarifsachen Dänemark unterworfen sind, nachdem durch Preußens jahrelange Bemühungen erst Braunschweig, und jetzt auch Hannover und Oldendurg für das Schutzspstem gewonnen sind, und sett die Verhandlungen in Berlin von dem Gesichiepunct eines mit Oesterreich abzuschließenden Handelsvertrages gepflogen wurden, wird es schwer dalten, den Standpunct zu finden, den Preußen jetzt im Gegensag zu Oesterreich einnehmen kann. Dieses scheint man hier nicht nur sehr gut zu wissen, sondern außerdem auch Hinterhalte zu haben, die zu der obigen Sprache, und zu dem Verlangen äußerster Concessionen ermuthigen.— Der Anschlus, der Astenreich=sardinischen Tepzrophenlinte wirz in einigen Tagen bewerthelligt#ein. Dadurch gelangt Wien mit Genus in diruete Telegraphenverbindung. Für Genug dezegen wied die Hamburg Wien Trießter Linie geöffnet.— Die Telegraphenlinten zwischen Reggio, Modena und Parma sind nun auch dem öffentlichen Verkehr geöffnet. Durch die k. k. Gesandtschaft in Neapel sind auf Veranlassung des Handelsministeriums bei der dortigen Regierung Verdandlungen angetnüpft worden, um dem am 4. Juli 1846 abgeschlossenen Schifffahrtsvertrag eine größere Ausdednung zu Gunsten der österreichischen Schifffahrt zu verschaffen. Niederlande. Haag, 15. Juni. Die Großfürsten Michael und Nilolaus von Rußland sind gestern Abend gegen 8 Uhr in Arnbeim angekommen. Amßerdam, 16. Juni. Die russischen Großfürsten, welche deute Vormittags im hiesigen Palaste eintrafen, die Merkwürdigkeiten der Stadt besichtigten und auch die Wohnung Peter's des Großen zu Saardam besuchten, sind gegen Abend wieder abgereist. Beigien. Brüssel, 16. Juni. Eo circuliren von neuem deunrubigende Gerüchte in unserer Stadt über das Verhalten Frankreichs in Bezug auf Belgien; man geht soger do weil, Worte dachgesteller Perionen, so, seie 8 Briefe doher militairischer Würdenträger anzuführen, welche sehr bedrohlich für unsere Nationalität sind. Wenn man nun auch fast das Recht hat, für die seit seche Monaten sich kreuzenden und widersprechenden Gerüchte ungläudig zu sein und dieseiden nur mit dem größten Vordebatte aufzunehmen, und wenn wir auch, für den Augenblick wenigstens, keinen Angriff mit bewaffneter Hand von Süden aus zu befürchten haben, so liegen nicht dieselden Gründe vor, um über die Adsichten unserer mächtigen Nachdarn in Bezug auf unseren Handel und unsere Industrie gleichsalls derubigt zu sein. Eo vergeht kein Tog, wo unserem Bevollmächtigten nicht neue Schwierigkeiten von Seiten der französischen Unterhändler in den Weg gelegt werden; ein Puuct, welcher heute entschieden ist, wird morgen wieder in Frage gestellt, und unser Handelsvertrag wird ein wadres Peurlope: Gewede. Diese Schwierigkeiten haben dieser Taze einen solchen ernsten Charakter angenommen, daß unser Gesandter in Parte, Herr Firmin Rogier, nach Brussel kommen mußte, um dieselben dem Cabinette vorzulegen. Er ist soeden wieder abgereist, indem er neue Verhaltungemaßregeln mit sich nimmt, weiche, wenn wir unseren Nachrichten weiter Glauden schenlen wollen, fest und bestimmt sind und die Absicht ankündigen, die Conerssienen nicht zu weit treiben zu wollen. Was die Sachloge noch schärfer bezeichnen, ist die gleichfalle stattgefundene Adreise des Seaateministers und Gouverneurs von Bredam, Herrn Liedts, nach Paris, eines unserer zeichnetsten Staatsmänner, zu dessen Erfahrung man, wie gewöbnlich, für die Lösung der schwierigen Fragen, welche bei den internationalen Unterbandlungen vortommen, seine Zuflucht nimmt. Diese Verwickelungen haden die Minister der Finanzen und des Innern Hru. Frere dan und Charles Rogier, bestimmt, gestern in aller Eile nach Mondorf(Mineralbad im Großberzogidum Lurcmburg abzureisen, um dort mit dem Justizminister, Hru. Tesch, welcher seines kränklichen Zustandes halder sich dort aufbält, zusammen zu kommen. Ich raibe Ihnen indetz, sich vor den übertriedenen Auslegungen in Acht zu nehmen, zu weichen die Zusammenkunft unserer drei Hauptminister auf fremdem Boden Veranlassung geben wird.(f. 3.) Brüssel, 15. Juni. Wie vrlautet, sollen die Kammern zu einer außerordentlichen Gession für den nächsten Monai einderufen werden und zwar auf den 10. oder 15. Juli. Spanien. Madrid, 11. Juni. Die Königin wird die vieldesprochene Reise nicht antreten, den Sommer vielmehr in La Granja zubringen und dis zum 25 d. M. in Aranjuez verbleiden. Am 28 d. M. wird sie in Madrid eine große Revue abhalten. Sämmtliche Truppencorpe von Castilien, Aragon und Estremadura sind zu dieser Revue nach Madrid deordert. Die Zahl derselden wird zusammen 35.—40,000 Mann betragen.— Der Erzherzog Ferdinand Marimilian von Oesterreich ist am 4. d. M. in Cartagena gewesen und hat am 5. die alte Stadt Murcia derhri. Er wird sämmtliche Häfen Spaniens desuchen und von Santander aus der Königig zu La Granja seine Aufwartung machen; Isabella hat ivn dortbin eingeladen.— Keiner der drei angegebenen Candidaten hat das Portefeuille des Krieges angenommen. Auf besonderen Wunsch der Königin dat General Pavia, Marquis von Novalliches und zeitiger General Inspector der Infanterie, sich nun destnitiv zu dessen Annahme entschlossen; General Don Juan de Lara soll GeneralInspector der Infanterie werden. Es ist dies einer d.r wichtigsten Posten, da von ihm allein die Besetzung der Officierstellen abhänge. Frankreich. * Parts, 16. Juni. Gegen die neu vorgeschlagenen Lurussteuern— namentlich die Papiersteuer— sosl in der Commission des gesetzgebenden Körpers sehr viele Abneigung herrschen und nur vier Mitglieder derseiben dilligten dieselbe vollständig, wie es heißt, während zwei andere sie nur mit gewissen Beschränkungen gelten lassen wollten, acht andere dagegen ihnen entschieden feindlich * seien. Dies Seim geung; wrnn aber quellen zur D.ckm zu vermeiden, not nehmen, daß der Commission theilen nichts schadet un Theile des Volkee werde. Od diese Verhandlung kom lich und es stehr rung, da eine Pr fassung unzulässig als dem Burger den Senat votire langend hat der Millionen von de den Körpers von die aber zum grö kommende öffen! niger sind es Er ein künftiges(ie nahme weientich bringen.— De Entwurf über die und Gemeinde R gemeinen Wablen das directe allgen Präsidenten und Maires und Adzu nannt; Lyon und Gesetz ausgenomn heißt ee: obgleie Localwadlen nicht geliefert häue, doch die Regier ihm gerade jetzt nigen Monaten bewiesen habe. dem edlen Vertra spräche, so würde von ihrem Rechtschaften Gebrauch Budget Commissirecht unterrichtet Svige einer Par Policeiministeriun Verwaltungszwei wissen will. Ee die Majorität de beitreten wird,## viel auf die von tung dält.— 1 richtung von 1 eine Maßregel börden beantragt mat ist mit bese eingetroffen. Milttärs eingela 22. Januar den unn evenfalls an Gütern gestiftete Beamten des S sie als Staattd eidigt worden. Arbeiter haden sergedenden Kör durch eine Ku werken um 50 haben 315 der genten die Erla balten, wo man sie unter Policei ten aus der Colonne, die im bei dieser Stadt Mai in dieser chen Sperif Bo Treffen geliefer: Stämme zur 8 noch mit dem E fung des Lank die französischen Paris, Gerüchte zufolg Stimmen den eine obligat anerlannt. 4½ pEr. 6. 10 G* * Londo von Clarendon, ollle sind nach Parlaments Mi burv, zieht sich went zurück. radicalen Spar ehrlichsten Beter Wählerschaft ve der Macaulap poppläre Nopell nergabe, sonder sterium Derby Teltropbenlinte in. Dedurch geztaphenverbindung. Wien Trießfer Linie en Reggio, Modena iu Verkehr geöffnet. apel sind auf Verder dortigen Rerden, um dem am fahrtsvertrag eine erreichischen d e. krsten Michael und lbend gegen 8 Uhr russischen Großdiesigen Palaste Stadt besichtigten roßen zu Saardam gern?. uliren von neuem adr über das Verzien; man gebt sowionen, so. fetbt## uder anguführen. Nationalität sind. bat, für die seit dersprechenden Geeiben nur mit drmm 0 wenn wir auch, Angriff mit beefürchten baben, so über die Absicoten auf unseren Hanrubigt zu sein. Eo# sellmächtigten nicht französischen Unter# ein Duuct, weicher sieder in Frage geein wahree Peurhaben dieser Taze dmmen, daß unser ogier, nach Brüssel abinette vorzulegen. er neue Verhalk, wenn wir unselen wollen, fest und gen, die ConerssieWas die Sachloge bfalle katigefundene werneurs von Branes unserer ausgerfahrung man, wie rigen Fragen, wellungen vortommen, kelungen baden die rn Hru. Frere Orgestern in aller Eile sberzogidum LuremJustizminister, Hru. ustandes halder sich Ich raibe Ihuen legungen in Acht zu nkunft unserer drei Veranlassung geben (k. 3.) ##rlauter, sollen die Session für den und zwar auf den Königin wird die in Sommer vieli6 zum 25 d. M. M. wird sie in immtliche Truppenadura sind zu Dirser zahl derselden wird m.— Der Erzsterreich ist am 4. u am 5. die alte utliche Häfen Spaus der Königig zu Isabella hat ivn angegebenen Caneges angenommen. gat General Pavia, General Inspertor essen Annahme entara soll Generalist dies einer d.r die Besetzung der e neu vorgeschlawviersteuer— sont örpers sehr viele itglieder derseiben gi, während zwei ungen gelten lassen mtschieden feindlich seien. Dies Stimmenverhättnißz is allerdings ungünßig geung; wenn aber Frankreich wirklich dieser neuen quellen zur Deckung eines Defieits und um eine Anleihe zu vermeiden, nothwendig bedarf, so lätt sich kaum annehmen, daß der gesetzgebende Körper die Ansicht seiner Commission theilen und einer Steuer, die der Industrie nichts schadet und edensowenig auf dem producirenden Theile dee Volkeo lastet, seine Genehmigung versagen werde. Od diese Frage noch vor dem 28. Juni zur Verhandlung kommen wird, ist mehr als unwahrschein lich und eo stehr deshald zu erwarten, daß die Regie rung, da eine Prosongation der Kammer nach der Verfassung unzulässig ist, diese neuen Steuern, die sie einsach als dem Burgei von 1853 anner vorgeschlagen, durch den Senat votiren lassen wird. Das Budger selbst aulangend hat der Staaterath dem Vernehmen nach 10 Millionen von den von der Commission des gesetzgebenden Körpers vorgeschlagenen Reductionen defürwortet, die aber zum größten Theile doch nicht zur Ausführung kommende öffemtliche Ardetten detressen. Nichtodestoweniger sind es Ersparungen, welche die Heffnungen auf ein künftiges Gleichgewicht zwischen Auegabe und Einnahme wesentlich unterstügzen und der Erfüllung nöber bringen.— Der dem gesetzgebenden Körper vorgelegte Entwurf über die Neudildung der General=, Bezike und Gemeinde Räthe bestimmt im Wesentlichen: die all gemeinen Wablen sollen in vier Monaten Stan finden; das directe allgemeine Stimmrecht ist beidehalten; die Präsidenten und Schriftführer, in den Gemeinden die Maires und Adjuncten, werden durch die Regierung ergannt; Lyon und Paris sind wie gewöhnlich von diesem Gesetz ausgenommen. In den einleitenden Betrachtungen heißt er: obgleich das allgemeine Stimmrecht bei den Localwadlen nicht immer eben so defriedigende Resultate geliefert hätte, wie bei den politischen Wahlen, so pade doch die Regierung es für eine Beleidigung gehalten, ihm gerade jetzt zu mißtrauen, wo es zwei Mal in wenigen Monaten so viel Patriotismus und Intelligen; bewiesen habe. Wenn aber hier und da das Resultat dem edien Vertrauen des Staats=Oberhauptes nicht entspräche, so würde die Regierung keinen Anstand nehmen, von ihrem Rechte der Auslösung der gewählten Körperschaften Gebrauch zu machen.— Sonst kommt aus der Budget Commission wenig ins Publicum Sind wir recht unterrichtet, so steht hr v. Montalembert an der Spige einer Partei, die gegen die ganze Eristenz des Policeiministeriums Opposition machen und die für diesen Verwaltungszweig ausgesetzte Summe ganz gestrichen wissen will. Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß dir Majorität der Kammer einem solchen Ansinnen nicht beitreten wird, besenders da k. Napolcon bekanntlich sehr viel auf die von ihm wieder ins Leden gerufene Einrich tung dält.— Der„Patrie“ zufolge gehi man mit Errichtung von 130 Pfarreien oder Succursalen um, eine Maßregel, die schon längst von den geistlichen börden beantragt wurde.— Ein vortugiesischer Diplomat ist mit besonderen Aufträgen seiner Regierung dier eingetroffen.— Beim Senat sind Penitionen vieler alter Militärs eingelaufen, die schon vor dem Decrete vom 22. Januar den Orden der Ehrenlegion desaßen und uun ebenfalls an der aus den confiscirten Orleanoschen Gütern gestifteten Pension Theil haben wollen.— Die Beamten des Senates und des Staatsrathee sind, da sie als Staatsdiener betrachtet werden, dieser Tage vereidigt worden.— Die Kutschen=Fabricanten und ihre Arbeiter haden eine Eingabe an die Commission des gelergedeuden Körvers gerichtet, werin sie darlegen, daß durch eine Kutschensteuer die Geschäfte in Lurus Fubrwerken um 50 pCi. abnehmen würden.— Bie jetzt haben 315 der nach Algier devortirten December Insur genten die Erlaudniß zur Rücklede nach Frankreich erhalten, wo man idnen ihren Aufenthalteort anweisen und sie unter Poticei=Aufsicht stellen wird.— Nach Berichten aus der Provinz Constantine war die Expeditions. Colonne, die im Bezirke von Collo operirte, am 10 Juni bei dieser Stadt angelangt, nachdem sie seit dem 21. Mei in dieser gebirgigen Gegend den von dem angeblichen Sperif Von Seva ausgewiegelten Kadplen einige Treffen geliefert hatte, welche die Unterwerfung mehrerer Stämme zur Foige hatten. Andere Stämme halten ee noch mit dem Sherif, der bis zur gänzlichen Unterwerfung des Landes verfolgt werden soll. Bisher hatten die französischen Truppen diesen Landstrich nie betreten Paris, 17 Juni, 7 Uhr Adende. Einem Gerüchte zufolge hat der Staatsrath mut neun gegen acht * Stimmen den Act des Orleans=Deerete als eine obligatorische Berwaltungs=Maßrege anerkannt.— Schlußcourse der heutigen Börse 4½ pEt. F. 100.65; 3plt. 70,05.(K. 3.) Gropvritanuien. * London, 16 Juli. Der Earl und die Gräfin von Clarendon, so wie der Carl und die Gräfin Gran ollle sind nach Deutschland ins Bad gereist.— Waktey, Parlaments Mitglied für den londoner Burgflecken Finsburv, ziehzt sich aus Gesundheits Rücksichten vom Parlawent zurück. An ihm verliert die kleine Partei der radicalen Sparsamkeitsmänner einen ihrer fleißigsten und ehrlichsten Beteranen. Wie es heißt, sucht die liberale Wählerschaft von Finsburv entweder den Geschichtschreider Macaulap oder Charles Dickens zu gewinnen. Der populäre Nopellist besitzt nicht nur eine bedeutende Rednergabe, sondern auch politischen Ehrgeiz.— Das Ministerium Derdy hat wieder ein seltsames Lebenszeichen von sich gegeben. Die amliche„London Gazette“ enthält nämlich eine vom gestrigen Tage dauirte lönigliche Proclamatton, welche, sich auf eine aus den Zeiten Georgs IV. verrührende Parlaments Acte stügend, den katholischen Priestern verbielet, irgendwo anders, als in den kathotischen Kirchen, eine kirchliche Ceremonie zu verrichten, zu predigen oder in geistlicher Tracht zu erscheinen, weil dadurch Veranlassung zur Siörung der öffentlichen Ruhe gegeben werde. In Augen des„Herald“ ist diese Proclamation der Königin die herrlichste That des Ministerium Derdy. Ein solches Lod will freilich nicht viel sagen; denn mit der Herrlichkeit dieses Ministeriums ist er nicht gar weit her. Als„protestantisches“ Ministerium wird es per muthlich eden so glänzend Fiasco machen, wie als„conservatives“ und als„agrieuliurfreundliches". Mag die ser neue Erlaß nun aus ehrlichem protestantischem Eifer bervorgegangen sein, oder bloß die Bedeutung einer Wahl Manövers haben, ungeschickt ist er jedenfalls und das wird sich bald zeigen.— Vor dem Schatzkammergericht kam heute ein neuer Proceß gegen Alderman Sa lomons(jüdisches P.=M. für Greenwich) wegen undefugten Abstimmens im Unterhause zur Entscheitung. Die Jury sprach den Angeklagten frei, weil der Oberrichter erklärte, es sei nicht dinlänglich durch Zeugen erwiesen, daß Salomons wirklich mitgestimmt habe. Mehrere Unterhauemitglieder, die als Zeugen geladen waren, machten nämlich von ihrem Rechte Gebrauch, wonach sie nicht gezwungen werden können, über Vorgänge im Unterhause per Gericht aue zusagen.— Am Schlusse der gestrigen Oderhaussitzung wurde die vom Herzog von Wellington lebhaft unterstützte, vom Earl Grey dagegen bekämpfte Milizbill zum zweiten Male verlesen. Das haus trat um 7 Uhr wieder zusammen, vertagte sich aber bald wieder, da nicht die erforderliche Anzahl Mitgliedern anwesend war. Auf der Tagesordnung stand ein Antrag Bustep's betresse der Ausweisung englischer Missionare aus Oesterreich im Januar d. J. In der heutigen Sitzung desselden Hauses lenkte Krogy die Aufmerksamkeit auf die in den Morgenblättern erschienene königliche Proclamation, und wunschie zu ersahren, ob die Regierung beabsichtize, dieselde auch in der „Dustin Gazeite“ zu veröffemtlichen; ferner, od die Regierung den irischen Attorney General anweisen wolle, die katholischen Geistlichen wegen Uebertretung der in der Proclamation enthaltenen Bestimmungen gerichtlich zu belangen, während sie in diesem Falle doch nichts Ande thun würden, als was sie seit 1829 gethan hätten. Ipole erwiedert, vor zwei Monaten habe die Rezierung von einer katholischen Proce sion in Irland gehört, bei welcher ein Bischof in seiner Amtstracht erschienen sei. Die Regierung habe den Bischof verwarmt und die Hoffnung ausgedrückt, daß er in Zukunft das Gesetz nicht wiederum verletzen werde. Vor Kurzem nun habe in Irland eine Procession zu Ehren der Jungfrau Maria Stat gefunden, bei welcher die Priester in ihren Priestergewändern erschienen seien. Da dies im Publicun großen Anstoß erregi habe und geeignet gewesen sei, Rubestbrungen zu veranlassen, so habe die Regierung sich veipflichtet gefühlt, das Gesetz zur Anwendung zu bringen. Jralten * Aus Rom deute abermals nichts von Belang am 5 Juni war paselbst der Erzbischef von München Freising eingetroffen.— Am 12. Juni hat der Justiz= minister Boncompagni der turiner Deputictenkammer einen die Einführung der Civilehe deiressenden Gesetz entwurf v. gelegt.— Wie das„Risorgimento“ vom 13. meldet, hat die piemoniesische Rezierung Monsignor Charvaz für den Bischofesitz von Genua und Mensignor Amat ale Administrator der Diöcese Turin vorgeschlagen. Der heilige Studl hat die erstere Ernennung genehmigt, sich jedoch geweigert, die letztere zu bestätigen.— In Trussarello, wo die Eisenbahnarbeiten(Bahn von Turin nach Genua) vor Kurzem durch die Einwohnerschaft eine Unterbrechung erlitten hatten, ist die Ruße vollständig wiederbergestellt worden und die Arbeiten haben ihren ungestörten Fortgang.— Die Behauptung der„Opinione", daß das„Risorgimento“ mit dem 1. Juli eingehen werde, wird von letzterem Blatte in Abrede gestellt. Schweiz. Aus der Schweiz, 14. Juni. Die„Gazette de Lausanne“ stellt folgende Uebersicht von der Voike stimmung im Canion Freiburg auf:„Das Land ist beunruhigt und murrt. Es beschuldigt das Comité der Zögerung, der Aengstlichkeit, ja sogar eines verrätherischen Einverständnisses. Die Landleute fangen an sich unter einander zu sagen, sie seien von den„Herren“ verrathen, und bald würden sie genöthigt sein, ihre Sache seldst zu machen. An zwei oder drei Puncten des Cantons sprechen einige Hizköpfe bereite von Organisirung geheimer Comite's zur Ueberwachung des bereits bestehenden Comit#'#, sodann zum Zweck energischen Handelns, sogar durch Uederfall und Flintenschüsse, mag daraus entstehen, was will. Nur mit der größten Mübe gelingt es, die Bevölkerungen, welche bereits auf demjenigen Grad dumpfer und stummer Wuth angelangt sind, der vor einem heftigen Ausbruch einzutreten pflegt, noch auf kurze Zeu zurückzuhalten und zu zügeln. Gott bewahre uns davor!“ Dänemark. Kopenhagen, 15. Juni. Der König ist vorgestern in Aaldorg angekommen und dert festlich empfangen werden.— Der„Pr. Zig.“ zufolge is dir Angelegenbei der dänischen Krone mit dem Herzog von Augußenburg durch eigenhändige Unterzeichnung der beiressenden Acten durch den König am vorigen Freitag erledigt. Holen. Warschau, 11. Juni. Seit langer Zeit ist eine Inspertion nicht so gründlich und aufmertsam prükend gewesen, wie die, welche der Kaiser in diesem Johre üder alle Bestungen, Kriegsmoterialien und Truppen abgehalten hat. Eist wurden die einzelnen Truppengantungen, dann ihre Lager, endlich ihre Geschicklichkeit in zusammengezogenen Massen geprüft; alles aber wurde in bester Ordnung defunden. An jedem Tage, so lange der Kalser hier weilte, ward außerdem für Diners, Illumtaation in Lazienki gesorgt, und am Montage gewann der Kaiser in Mitte seiner mitttairischen Geschäfte auch Zeu, das diesige Findelhaus zum„Jesuskinde“ zu desuchen, ein Jasum, daß sich denen in Rußland(Peiertdurg und Meskau) würdig anreibi und zu den weblthänigsten, wirksamsten und gedeiblichsten der Art gedert. Am Mitmmoch inspicirte der Kaiser einige Ulanen Commandos und Cavallerie Recruten Gestern Morgen degaden sich die dier weilenden fremden Offiriere nach Nowogicorgirwel, um diese großartige Festung an dem Zusammenfluß der Weichsel und Narew, welche ein Wassendepot für 150,000 Mann enthält, zu besichtigen.(Hamd N.) Warschau, 12 Juni. Der Kaiser hat deute Morgen die Rückreise nach Si. Peiereburg angerretrn. Griechenland. Arben, 8. Juni. Der fanatische Mönch Chrisephoros, welcher die Maina aufzuregen fortfuhr, ist, durch einen Banubrief der beiligen Spnode geächtet, von Truppen verfolgt, nach Messenien entsloben. Die Aufregung der Mainoten dauert fort; neuerdinge sind Truppen mit Geschützen nach jener Gegend deordert worden (Tel. Der d. C. B) Hirtenbrief des bochwürdigsten Bischofe von Breolau. Melchtor, durch Gottes Erbarmung und des heiligen apokolischen Studlee Gnade Cardinal=Priester der beiligen römischen Kirche und Fürstbischof von Breolau, Doctor der Theologie 2c. Seinem ehrwürdigen Klerus preußischen Bisthums=Antheilee Gruß, Friede und Segen in Christo unserm Herrn! Geliebte Brüder! Wir lasen in den letzten Tagen in ösfentlichen Blättern*) von einem offieiellen„Sendschreiden an die evangelische Geistlichkeit der Prorinz Schlesen“, worin dieselbe von Amtswegen aufgefordert werde, den„von katholischer Sette unerwartet mit großer Leidenschaft eröffneten Kampf aufzunehmen; da offener und lauter als je jetzt das Belenntniß der evangeluchen Kirche als ein falsches und ihre Glieder ale Irrende bezeichnet, und der Wahn, welchen die glaudenestarten und frommen Vater aus Gottes Wort verworsen hätten, in allen Fermen und mit allen Mitteln wieder ale eine göttliche, allein seligmachende Wahrbeit gevredigt werde“.— de weise dann das Sendschreiden(deißt ee weiter)„auf die besondere Thätigkeit der Väter der Gesellschaft esu din, welche im Lande derumzieden, um in dieser Ihnen besonders günstig erscheinenden Zeit mit alten und neuen Waffen ibre alte Aufgade zu lösen“. Gern mochten wir die Wahrdeit dieser auffallenden Nachricht bezweiseln, wenn sie nicht von zu vielen Seiten bestatigt wurde, namentlich durch die nachträglich bekannt gewordene Weisung einer noch böberen Behörde, welche das Sendschreiden, wenn auch nicht in solcher Fassung, veranlaßt hat — So müssen wir es denn wohl ale eine gewisse, wenn auch höchst befremdliche Tbatsache binnedmen, daß ein solcher amtlicher Aufruf zum Kampfe gegen uns protestantischer Seits ergangen ist, uns auf die unausbleiblichen Folgen davon gesaßt machen und und rüsten im Geiste Jesu Christi mit Geduld und Sanftmutd, wie bieher; deshalb, Geliebte, habe ich diese Worte an Euch richten wollen, obgleich darnieder gedrückt durch ein schmerzlichee Unwoh### seit längerer Zeit und aumnn„ ligen geste des grohnleichname unseree Herrn erhabenen Functionen meines Amtee fern hält. über wie matt und müde ich mich auch fühle: so lange ich athme, soll mit Gettes Hülfe das Zeugniß der Wahrbeit und das Wort des Friedens meinem Munde nicht fehlen. In der Kraft der Wahrdett und in der Gesinnung des Friedene weise ich dader vor Allem die in tenem Sendschreiden enthaltene Anschuldigung zurück, daß von unserer, von katholischer Seite unerwartet mit großer Leidenschaft ein Kampf gegen Anderegläubige in Salesien eröffnet worden, und daß dies naneattig durg die Volkenissionen zegetes. Ich deruse mich auf das Zeugniß der sende, welche mit undesangenem Sinne den Misstonen beigewohnt haben, ob den Predigern(die nicht alle dem Jesutten-, sondern auch dem Redemptoristen= Orden angebören, welcher von tensp Bogtmggspiehen 19), e,#u. Stimmet# rechter Weise gemagt werden konnes u##nen, die dis jetzt über die Missionen se zadlreich unn###### bsedenen Ston zn gan, Leuzschland baben das gerade eenuve) ein bag H., Pistensprediger die Grundiehren Pflichten des Ehrißen in der Kirche, in der Zamilse, im Staate, von der Nächsten= und Feindesliebe, von den christlichen Jugenden der Gerechtigkeit, Mäßigkeit, Keusch2) u. 8.„Couservative Zeitung für Schlesen“, Nr. 130 vom 20 Mal. „Neue Preuß.(Kreuz=) Zeitung“, Ne. 151 vom 8. Juni. an Körper und Geist nwodlsein, das mich leider schon 1ch heute wieder an dem bochhei heit, der Ergebung in Gottes Willen Geduld in Trädsal u. s. w., kurz die gesammte christliche Lehre von der göttlichen Weltordnung mit wahrdaft aposolischer BegeiR#ung, tedoc stete ohne alles Verletende für Anderegläudige(wie ich es den in meinem Sprengel Wirkenden zum Uederflusse noch ausdrücklich zur Pflicht gemacht hatte) gepredigt, und mit den segensreichsten Erfolgen gevredigt haden, die sich schon alsbald in der Aussodnung von Zeindschaften und Edezerwürfnissen, in der Wiedererstattung ungerechten Guteo u. s. w. auch sichtbar kund gegeden.— Wenn Protestanten ungerufen und aus Neugierde diesen Vorträgen, von denen man sie ja nicht zurückweisen konnte, odwodl sle leider häufig den Katdoltken die Platze wegnahmen, detwodnten, so konnten sle doch wahrlich nicht erwarten, aus dem Munde katbolischer Priester Anderes, als katdolische Ledren, d. h. das Chrikenthum in katholischer Auffassung und Anwendung, zu vernehmen, und wenn sie dann zu idrer großen Ueberraschung die gräßlichen Vorstellungen von katholischer Dummbeit, katholischem Aberglauden und Bopendienst nicht wieder fanden, womit man sie von Jugend aus gefissentlich genährt, so ist das wahrlich nicht unsere, nicht der Misstonaie Schuld.— Ueberdaupt verkennt man unbewußt oder absichtlich Besteden und Zweck der katdollschen Volksmissionen, wenn man sie auf Andersgläubige derechnet glaudt. Sie sind eine uralte katdolische Einrichtung die seit Jahrbunderten vorzüglich in ganz katbelischen Ländern, j. B. in Bavern, Wessalen*), bestanden dat bis zur Aufbedung der dieser Tdatigleit sich widmenden Orden(nebst den Jezuiten auch die Capuziner, Franetecaner, Dominicaner, und nun auch die soater entstandenen Liguorianer oder Redemptoristen). Da nun solche Orden der katdolischen Kirche wieder geschenkt worden, so war er natürlich, daß sie auch idre alte gesegnete Thatigkeit, auf welche das katdolische Volk ein Recht dat wieder begannen.— Und unsere kranke Zeit, unser armes verführtes Volk bevurfte dessen wahrlich wohl. Hatte man dasselde doch seit lange der der offenen, mündlichen und gedruckten Predigt des Unglaudens, des Adfalles von Gott, Christenthum und Kirche preisgegeden, dem Spotte über Alles, was ihm die dadin ehrwürdig und heilig gewesen, der Verfüdrung zur Untreue und Empörung, zur Gewaltthat und Ungerechtigkeit.— Wie Kand ee nur in Schlessen, als ich vor nun steden Jahrer dierder derufen ward! Der Abfall eines elenden, entarteten Priesterals ein allgemeiner Triumph gefeiert; seine gemeinen Schmädungen gegen die Kirche, die er eidbruchig verlassen, als erbadene Weisbeit ausposannt, er selbst mit Huldigungen aller Art und aller Orten überschüttet, von Hochgestellten geedrt und mit Weidgeschenken überdäuft, von „Dienern des Worteo“ festlich mit brüderlicher Umarmung und dem Willkommelusfe degrüßt und ausgenommen, von Schaaren weißgekleideter Madcden feierlich bekrängt und besungen, seine pseudoapostolischen Schmah= und Rundreisen im Lande als Triumphzüge befördert und gefeiert, — und dies Alles nicht wegen des innern Wertdes oder der bedeutenden Personlichkeit des Mannes, denn weder damals, noch seitder hat irgend etwas der Art in ihm entdeckt werden können; sondern lediglich weil er so seindlich gegen uns, gegen die Katholiken, die ältesten Bewodner des Landes, auftrat und sein Mutterdaus auf offener Gasse mit Kotd bewarf.— Wir haden dies alles mit Geduld über uns ergeben lassen, uns darauf beschränfend, die Unfrigen vor der Verfuhrung, die sich idnen häusig mit blanken Thalern näberte, zu hüten, sie zu trösten, zu ermahnen und in der Treue gegen Gott, gegen die Kirche und den König zu erhalten, und geeigneten Ortes wohlmeinend auf die undeilvollen Folgen dieses verderdlichen Treidens, auch für die Verirrten und Verführten selbst, auf die schreckliche Zerrüttung aller Rechts= und Familienverhältnisse durch ihr gesetzloses Gebahren, warnend aufmerksam zu machen.— Man hat uns damals nicht hören, nicht einmal im achtzehnbundertjädrigen Besitze unseres katholischen Familiennamens schützen wollen. Biele von Guch, geliedte Mitbrüder, erinnern sich gewiß noch. wie sie damale häußig Trost suchend zu mir kamen und ihren Jammer mir klagten über den Spott und Hohn, dem sle und ihr heiliges Amt schutzlos preisgegeden waren, Geächteten gleich; und wie ich sie zur Geduld, zum Aufblicke, zum Vertrauen, nicht auf Menschen=, sondern allein auf Gottes Schut verwies, der uns auch von dieser schweren Prüfung seiner Zeit befreien werde.— Und ale nun das Blatt sich wendete, und was diesseits AnoKasle, Katholikendaß und Kirchenlasterung geheißen datte, auf der umgeschlagenen Seite in Fracturschrift sich als Revolution, Emporung, Freiheitsschwindel und freveldafte Gottlosigkeit offenbarte und, was man als ein heilsames, fruchtbares Ferment gebegt und gepflegt hatte, sich, wie wir es vorausgesagt, als ein zersetzendes, zerstörendes Gist erwies, da daben wir uns nicht schadenfroh die Hände gerieden, sondern das allgemeine Unbeil aufrichtig mit beklagt und abzuwehren gesucht nach bestem Können.— Und als dann gar der Sturmwind von Westen plötzlich dereinbrach und Alles in der Höde und Tiefe erschütterte, als so viele Stüpen wankten, so viele Wächter verstummten oder gar in das Empörungsgeschrei mit einstimmten, da daden wir, Ihr mit mir, unser katdollsches Volk ermahnt zur Treue und zum Gedorsam, zum Bebarren in der alten katholischen Sitte, den von Gott gesetzten König zu ehren und ihm Steuer und Adgaben pflichtgetreu zu entrichten und sich von aller Gewalttbat sern zu halten; und das Volk, so weit es noch gläudig und unverdorden war, hat unsere, meine und Eure Stimme als Gottes, als Seiner Kirche Stimme gebört und gern befolgt.— Warum ich an diese Dinge, die so Biele chon scheinen vergessen zu haben, dier erinnere? Wadr tich nicht, um uns in eitler Ueberbebung und Selbstgefälligkeit dessen zu rühmen; da wir alle nur gethan, was die pflicht, die Rirche gebot, und wir dennoch als unnüße dem gewit Niem. averische Staateregte) Schen vor 23 Jul mein verehrter bedAnnung" vorwers# Hände gegungenen Gutarung für die Wiedereinfuhrung der Beikemtssonen(wie sie bie 1773 üdlich gewesen), um der zunehmenden Entsitiltchung und Verwilderung des Volkes früftig zu degegnen.— In Westfalen waren die Missionen in den Lanostädten zu Ansang der Fastenzeit üblich, und ich erinnere mich noch wosl. aus dem Munde meiner frommen Eitern und anderer alter ehrwürdiger Leute das dezeisterte Lob derselben und das schmerzliche Bedauern üder ihr Aufdören, dem man gern das Schlechterwerden der Mruschen zuschrieb, vernommen zu baden. Dem Gesange des Rinken, der um diese erste Früdlingszett zu schlagen deginnt, hatte man folgende plattdeutiche Wern unterlegt, die noch wodl in Westsalen bekannt sein werden:„S##nd,###nd.####e swarte Jusutterkes noch nlc deri“ erbandes willen, den man nun der Welt als einen längst adget bauen Wahn bezeichnet.— Doch, ee gehört wohl einige Kühnheit dazu, mit demseldem Atdem, womit man sich so ditter über den katdolischen Vorwurf des„Irrens“ beschwert, den Glauden von 22 Millionen Deutschen und mehr als 170 Millionen katholischen Christen üderhaupt einen„verworsenen Wahn“ zu nennen, einen Glauden, eine Kirche, die achtzehn Jahrbunderte binter sich und in jedem dieser Jahrdunderte die anerkanntesten Heiligen und die ehrwürdigsten größten Männer für sich hat!— Küdn ists, einen„verworfe nen Wadn“ zu nennen den Glauden, daß Christus Sich die Eine, heitige, ungetbeilte, katdolische Kirche gestiftet, sichtbar wie die Stadt auf dem Berge(Mattd. 5. 14.), in der Einbeit beschlossen wie des Leides Glieder unter Ihm, dem Haupte(1. Cor. 12. 25 bis 29), bei der Er bleibt alle Tage die zum Weltende(Maitd. 28. 20), die Sein deiliger Geist in alle Wahrdeit leitet(Joh. 14. 16), vor allem Irrthum bewahrt, gegründet auf den Felsen Petrus, daß der Hölle Pforten sie nicht überwältigen (Mattd. 16. 18), unter Hirten geordnet, die der beilige Gheis setzet, sle zu regieren(Apostelgesch. 20. 28); eine Säule und Grundfeste der Wadrheit(1. Timotd. 3. 15), die da jeder hören soll, will er nicht als ein Heide und Pudlicane von ihr ausgeschlossen sein; hören soll, wenn ste in einem Privatstreite zwischen Bruder und Bruder entscheidet; um so mehr dann, wenn der Bruder den Bru der falscher Ledre, abgöttischen Dienstes, des Abfalls von Gott und Seiner Wahrbeit beschuldigt!(Mattb. 18. 25 bis 17).— Küdn iste, einen„verworfenen Wahn“ zu nennen den achtzehndundertfährigen frommen Glauden, daß Christus diese seine ausdrücklichen Verbeißungen wirklich erfüllt, diesen mit seinem Blute erwordenen Kirchenleid wirklich Sich erbaut(Apostelgesch. 20. 22), und ihn durchwohnend vor Irrthum und Untergang bewahrt bat; daß also Christus Ja und Amen, und nicht ein falscher Resstas, ein getäuschter Provbet oder ein Betrüger, sondern der wadrhaftige Sohn Gottes, der Erlöser der Menschbeit und der treue Herzog und Hirt seiner Gläubigen ist!(Schluß folgt.) Personal=Ehronik. Se. Maj. der König daden Allergnädigs gerubet, dem Wirklichen Gebeimen Kriegsratd a. D. Briesen zu Münster den Rothen Adlerorden zweiter Classe zu verleiden. Bekanntmachung. (2392) 30 steinfurt vom n gesucht. Unternehmungslustige wollen sich bis zum 12. Juli e. frankirten Briefen oder persönlich bei der Oder-PostDirection in Münster melden. Die Auswahl unter den Bewerbern wird ohne Rücksicht auf den Mindestfordernden ausbrücklich vordehalten. Münster, den 17. Juni 1852. Der Oder=Post. Director. In, Vertretung o f- Raty Richte (2317. 3. c) Nachstedende wordene siecalische Jagden werden wie folgt anderwett zur Vervachtung ausgesetzt werden: I. am 24. d. M., Vormittags 11 Uhr, im Bureau der königlichen Domainen=Rentei zu Münster, Hörsterstraße No. 118: 1) die Jagd im königlichen Forstdistriete Rabringsu dern, im Kirchspiel Amelsburen gelegen, und 2) desgleichen in den dei Rengering und Binnenber Zusammenhange gelegenen königlichen Fo en, so wie II. am 28. ejusd., ebenfalls Vormittags 11 Uhr, in der Behausung des Gastwirths Leggemann zu Tecklendurg: 1) die Jagd im königlichen Tecklenburger Sundern, 2) desgleichen in den königlichen Tannenlämpen auf dem Schafberg, und 3) desgleichen in dem königlichen Forste Buchholz und den daselbst neu cultivirten königlichen Markengründen. Die Bedingungen werden in den Verpachtungs-Terminen bekannt gemacht werden. Woldeck, den 7. Juni 1852. (283. 2.=). Die Gewinnung und Anfuhr der zur Chaussirugg, d#r Wages von Altenberge nach Laer ersorderlich den 30. Juni c, Nachmittags 4 Uhr, beim Wirth Bungelen zu Altenberge an den Mindestfordernden öffentlich verdungen werden. Die Bedingungen llegen beim Herrn Bürgermeister Hunekabl zu Altenberge zur Etnsicht offen. Steinfurt, den 16. Juni 1852. Landeat! (291. 2.=) Ein Basse. apttal v Elftausend Thlr. Cour. ist entweder als Ganzes oder in mehreren * Theilen gegen sichere Hypotdek, am liebsten auf liegende Grundstücke zu verleihen. Nähere Auskunft alst die Erveditton d. Bl. (236) Zwei schon mödlirte Wohn= und Schlafzimmer stehen zu vermiethen. Wo, sagt die Erped. d. Bl. (236. 3.=) Horsterstrage No. 102 sind verschiedene elegante Mödel, Wirtdschaftegeräthe 2c. aus freier Hand billig zu verkaufen. Ein Dienstmädchen#c. 1. Juli se(238. 3.:) Das dem Zimmermann Guem Ven wem, sagt die Exped. d. Bl. dörige, auf St. Maurig dinter Linnendrinke an der Querstiege gelegene, im besten Zustande besindliche Haus nedst schönem Garten wird am Samstage den 3. Juli c., Nachmitt. 3 Uhr, an Ort und Stelle verkauft. G. Meyer kann Auskunß Nacmitags 8 usr, in der Wiese der Herrn Oekonomen Meckmann hinter der Enting-Mühle am Canal. (2336. 2 b) 9. Rever. Gras=Verkauf Jaanltest 4 huk, a.; Capitalien schere pppoiset 5 Die zweite Quslität Die Etiqnette ist##09 C. Etiquette, mit dem Gelddruck auf weiß#1333e“ Unterschiede, das Glanzpapier. 122 statt dee II#. des Wortes ##gc„Besten 9. 3#a### Qual. stebt. Preise für den Detail Verkauf: 3 Silbergroschen für 25 Erste Qualität Zweite Qualität 1½ Der Ausverkauf gen, gesietem Rel, baunwollenen, halbleinenen und Brüsseler Spitzen, faconnisten schwarz= und weißseidenen Tülle, schwarzseldenen Spipzen, Blonden und Batis= Taschentüchern wird sortgesetzt. Gestickte Tücher, Kragen und Chemisettes in T##, se in Rol, desgl. schwarzfeldene Franzen und Agrements, faconnirte seidene und Gaze=Bänder verkaufe ich Awr. G. Baher. Frisches Selter balden Krügen billig det on J. A. Roliuck. (1445)) A der Münsterschen Wiedertäufer das deutsche Volk Joh. Chr Fässer, Mitglied des Vereins für Geschichte und Alterthumtkunde Weßsalene. fl. 8.(15 Bogen.) gebeftet 15 Szr. Obige dem deutschen Volle gewidmete Schrift enthält in einer gedrängten Darstellung die Geschichte der denkwürdigen Wiedertäufer=Wirren zu Münster in den Jahren 1533—1535, getreu nach den Quellen bearbeitet. Schwerlich gibt es in volitischer wie religiöser Beziehung ein Seitenstück in der Geschichte zu diesem furchtdareDrama, wie es zu Münster in der Wirklichkeit zur Ausführung gekommen ist. Eine klare Anschanung der Motive und dee ganzen Verlaufs jener schrecklichen Vorgänge, se überaus wichtig in ihren Folgen für das ganze Münsterland, bietet offenbar auch für unsere Zeit, in der es an Verführungen zum Abfall von der Kirche, von Ordnung und Gesetz, so wie an communistischen Bestredungen nicht gefehlt hat, des Lehrreichen und Abschreckenden so viel, aß man dem Verfasser es offenbar nur Dank winen kann, egenstand neuerdines behandelt und in so bec HUNSTER. Nachmittage 4 Uhr, auf dem Stoltenfoet bei dem Gute Lütkenbeck. (2557. 2. b 6. Mese Die Nähnadelfabrik Steph. Beissers Wwe. u. Sohn in Nachen, Sonntag bestedend seit 1730 unter derselden Firma, is die einzige des Continents, welche auf der großen Industrie=Ausstellung in London 1851 die Preis=Medaille für Nähnadeln erhalten dat. Die Fabrik bürgt nur für die Güte ihrer Nähnadeln, wenn sie die beigefügte Etiqnette tragen. Veraniwartlicher Redacteur: H. Cooventald. bechren wir uns von Un den geehrten Abjährlich erhöhen, die dreigespaltene Pet Der Wes „Kreisblatt fur der Stempelstene mithin unter allen g Bestellungen Auswärtige jedoch De Berlin, 17. (aebesondere von fre bemerkt worden, de min gestellt hade. 1 Gouvernement erst dervertrag zum Abst chen Termin stellt. Der„D fl. 3 Seiten des biesigen Prokesch=Osten ist: s c h r i f t i n d e r Z o l l a n die Ansichten des G bedeutendes Anseber #für eine endliche Ei jedoch sehr bindend fordern für die Erf vertrags mit Oester CR Berlin, werden wahrscheinl: Stoizensels abreisen möglichst deschränkt Juli verlassen Se tressen mit der K Berlin ein.— Ger Gefolge de land auf seinen gen, Rüchenstude, Keller, Garten, stedi zum 1. Octoder zu vermietden. Wo, sagt die Erbed. d. Bl.(24072) Im Verlage der Theifsingschen Buchbandlung in Münker ist so eben erschienen und durch alle übrigen Buchhandlungen zu bezieden: Geschichte Azurücklehren— D ###tenffel wird im Au andlicher den Gegennane nrurrbinge vrgnnbene und in so 9 Form dem größeren Publicum zugänglich gemacht zu baden. Noch moge für Eltern die Bemerkung dier Platz finden, daß die Darstellung se gehalten ist, daß die Schrift auch der Jugend ohne Bedenken in die Hand gegeben darf. Die der gegenwärtigen Nummer d. Bl.(für die städtischen Abonnenten) beigegebene„Extra=Beilage“ empfiehlt der Unterzeichnete zu gef. besonderer Beachtung. Hermann Hoettger. Feruser wur. — G r a f A r n i m, wohl erst in 8 24 übernehmen; ein stellung der sehr ## mannes erforderlich # dem Wiedereintreffe wird also vor Ein Frankfurt kommen. Frankfurt aus die beschleunigt. Es## Dieselbe dis zum 2 Azu haben, so daß Berichterstattung Die Rücklehr ####e wird ziemlich ul ständigung dieses# in Hand gezangen ## anderts Auftreten ## scheint nicht angeme ##sonlich zu sehrf Unfraglich ist es# ### politik seiner veran schenkt. Bei die Sgreifenden Minister #palien, als er es oldendurgischen Konferenz, Steuerdi der Verhandlungen dem Landtage in wartet. Eine offi jener Verhandlung Wollmarkt nimmt doch herrscht scho Wolle, die bereite im Verhältniß zu Qualität— findet nach gute Preise. werde und öffent stellung des Gener werbeverhältnisse lage für diese Arbeit