ie Heiden— redigt, am dritten der Erscheinung rche zu Berlin reis 2½ Sgr. lner Bredigt: die zu beil. drei Kirche gehalAcher!“ gründlichten und ord= Amerike fludet Staaten erika. Reisen in denselis von 7 Jahren. üttner. v. jeder 500 Seiten nur 3 Tdir. * Diese Zeitung erscheint täglich, Montags ausgenommen, und koster dier 2 Thlr. 10 Gar., auswärts portofrei 3 Thir. 15 Ser. halbjüährlich. Anfge: wrden uit 16g. pee Peinzelle oder deren Raum berechurt, müssen jedec gleichzertig ins diesige Intelligenzblatt inserirt werden. Nro. 43. Münster, Freitag den 19. Februar 1847. erfasser: Der Grund in kein anderer, als ich eigene Ansicht und 49 anders gefunden brieden ist und durch ne Stellung 2c. mich von keinem Reiseals u. A den kirchder Seminarien und ekannt zu machen GeComp. in Hamburg: ugen. in Münker in d Kunstdandlung) Fremde. nd(Gerdaulet.) Offermann a. Köln, König. Schröeder, a. lichen a. Hamburg, e. Wünster : Die Hugenotten. en von Meyerdeer. Geldspezien aviere. Fedruar 1847. ten 6 Koch. 35% G. anff.„„ 9%% amburg 2 M. 35% G. 4% 56 2/16 3 59 1/16 16% Munger 1847. 3 Tdh. 27 Ser.— I. Mahlsteuer. 200 Pfd. dlr. 19 Sgr.— Pl. beschäfts.Lokale Nro che einschließlich on Buch= u. Kunstban J. Ceppenrath. Deutschland. Bieleseld, 13. Fedr. So eben trifft hler die Nachricht ein, daß die Bürgerschaft von Herford, wohin bekanntlich das vermalen noch bei uns garnisonirende Füselier=Bataillon des 15. Infanterie=Regiments im Herbst verlegt werden soll, gegen diese Dislocirung bei Sr. Mejestät dem Könige einzukommen in Begriff stehe. Vielleicht, daß es noch Zeit wäre, eine für unsern Nahrungsstand so nachtbeilige Maßregel, wie die Verlegung des vorbemerkten Bataillons für uns ist, abzuwenden. Zwar schildert ein Correspondent der Düsseldorfer Zeit. den hiesigen Zustand als einen durch die Entlessung einiger Offiziere und wegen des von der Regierung stattgedabten Einschreitens bei einer Pfarrwahl böchst aufgeregten. Wir können jedoch zuversichtlich berichten, daß, wenn eine Aufregung statt findet, solche nur gegen die Leiter einer Partei gerichtet ist, die uns alles Unheil, das uns bis jetzt widerfahren ist, und das noch zu erwarten steht, bereitet hat. Auch in Herford scheint sich eine ähnliche Elique gebildet zu haben, welches in dem Aufwärmen eines längst vergessenen bedauerlichen Straites, indem auch dort in Kurzem in der Weise der Johanningschen Schrift eine Beleuchtung der in Herford stattgedabten Redungen zwischen Militär und Cioi# erscheinen soll, seine Bestätigung findet. (Rd. B. Berlin, 14. Fedr. Wie vorauszusehen war, hat die Gründung einer Fürsten= und Herrenkam mer unter unserm Adel einen großen Eindruck dervorgebracht, da durch diese Königl. Bestimmung unser Adel in zwei scharf begrenzte Classen geschieden wird. Wie man dört, sollen nun Gesuche auf Gesuche von Seite des der zweiten Kammer zugewiesenen Adels einlausen, welche die Aufnahme in die Fürsten= und Herrenkammer bezwecken. Diesen Geluchen wird jedoch nur so weit Genüge geleistet werden können, als es sich mit dem nothwendig aufrecht zu erhaltenden Gleichgewicht vereinigen läßt. Bis jetzt ist die Fürsten= und Herrenkammer durch vier neue Mitglieder vermehrt worden. Die Aufnahme eines sünften neuen Mitgliedes, nämlich des Grafen v. Redern, soll, wie man hört, bevorstehen.(M. B) Berlin, 15. Fedr. Am 11. d. M. ist die Rückkehr des Staatsanwalts, Ged. Justiz= Raths Wentzel aus Posen erfolgt, nachdem derselbe seine dortigen Geschätte in Angelegenbeiten des PolenProzesses zum Abschluß gebracht hat, und wird er nach Posen desbald nicht wieder zurückkehren. Die Anklageschrift ist jetzt vollendet, und wir dürfen bald dem wirklichen Beginn des wichtigen Prozesses entgegensehen, bei dem, dem Vernehmen nach, die Offentlichkeit nicht ausgeschlossen werden wird. Schreiden aus Berlin, 16. Februar. Der diesjährige Fasching steht hier dem in den verslossenen Jahren auch gar nicht nach. An allen öffentlichen Orten finden Maskendälle statt und nirgends scheiat auf einmal Noty zu berrschen. Pfannkuchen und Punsch ist heute in allen Familien das Schidoletd. Auf den Straßen werden, trotz der theuern Zeit, sechs Pfannkuchen für 1 Sgr. heute ausgeschrieen, so daß dieses Naschwerk oder diese Karnwals=Speise noch billiger, als das liebe Brod feilgeboten wird.— Uebermorgen geben die Studenten den Universitäts= Prosessoren und deren Familien einen akademischen Ball in den weiten Räumen des sogenannten englischen Hauses. Da es den Studenten an Damen zum Tanzen mangelt, so haben es die Familien der Professoren und anderer achtbarer Männer übernommen, junge Damen bei diesem Ball noch einzuführen.— Die vor drei Jahren zur Förderung der Wissenschaft so wie des Wohls der Frauen und Kinder dier ins Leben gerufene Gesellschaft für Geburtshülfe findet immer mehr Anklang und wächst an Mitgliederzahl.— Mit dem eingetretenen Thauwetter sallen auch hier schon die Preise der Lebensmittel und werden hoffentlich bei anhaltender milder Wit. terung noch mehr heruntergehen. Denen, welche auf noch größere Theuerung der Lebensmittel aus Gewinnsucht spekunrt haben, dürfte es wohl jetzt schlecht ergeben, was ihnen aber ganz recht geschieht, da sie sich doch hauptsächlich auf Unkosten der Armen bereichern wollten.— In der Nacht vom 14 zum 15. d. M. wurden einem Wächter, als er einen Died ergreifen wollte, von demselben mit einem scharfen Instrument ein Auge und die Bocke so bedeutend verletzt, daß er nun davon lebensgefährlich darniederliegt. Dem verruchten Verbrecher ist man leider noch nicht auf der Spur. Ihre Majestät die Königin haben den größten Theil der Nacht rubig geschlafen. Diesen Morgen ist der Husten seltener und gelöst und nur noch geringe Pulzreizung bemerklich.— Berlin, den 16. Februar 1947, Morgens 9½ Uhr.— Dr. Schönlein. Ur. von Stesch. Dr. Grimm.“ Königsberg, 9. Fedr. Die hiesige freie evangelische Gemeinde dat nicht, wie kürzlich angegeben worden, nur 273 Mitglieder, sondern 370 Haushaltungen, also mindestens 12 bis 1500 Seelen, und täglich erfolgen neue Meldungen, deren Zahl wöchentlich auf 12 dis 25 anzunehmen ist. Die Gemeinde muß daran denken, ein zweites Ber sammlungs=Local zu ermitteln. Am vorigen Sonntag trat der Predigkamtscandidat Ender der Gemeinde bei.(3. f. Pr.) Königsberg, 12. Fedr. Der hiesige Festungsdau ist den ganzen Winter hindurch nicht unterbrochen gewesen, sondern es ist, selbst bei der an mehreren Tagen slattgefundenen Kälte von 15 bis 18 Grad R. gearbeitet worden und zwar namentlich bei dem Aufschütten neuer Erdwalle, welche Arbeit, bei der in die Erde gedrungenen Kälte natürlich etwas schwer von Statten ging, aber doch durchschnutlich, selbst in den kürzesten Tagen einen Lohn von 6 bis 9 Sgr. pro Mann und Tag abwars. Der ganze Festungsbau hat sich jetzt auf einer Strecke von beinahe einer halben Meile ausgedebnt. Er hat jetzt 4½ Jahre gedauert und eine Ausgabe von circa 1¼ Mill. Thaler erfordert, indem der im Etat ausgeworfene Betrag von 100,000 Thaler pro Anno, nicht erhedlich überschritten ist. — Wie man hört, wird jetzt ernstlich an die schon früder erwähnte Ausweisung Walesrodes gedacht, und wir erwarten mit jedem Tage nähere Details darüber.(Berl. V. 3.) Hirschberg, 12. Fedr. Gestern erschien der Hr. Assessor Ködler im Auftrage der Königl. Regierung zu Liegnitz in unserer Stadt, um dem Ledrer Wander zu eröffnen: daß es idm nicht ferner gestattet seyn könne, Religions= Unterricht in der Schule zu ertdeilen. Köln, 14. Fedr. Ein Ernotarius einer benachbarten Kleinstadt, welcher hier den desten Familten verwandt ist und sich gerade hier in einem Gasthofe in lustiger Gesellschaft befand, ist geschlossen von hier nach Aachen gebracht worden. Man will ion medrerer schwerer Verdrechen beschuldigen und seine Verdaftung überdies noch mit der vielbesprochenen rätbseldaften Leiche des Dürener Schlachthauses in Verbindung bringen. E. 3.) 1 Schreiben aus Köln, 17. Fedr. Unter Carneval ist zu Ende und nur die am heutigen Aschermittwoch üblichen großen Fischessen, wo es trotz des ernsten Tages bis zum Abend hin recht lustig zugebt, erinnern noch an das tolle Treiben der drei Faschingstage, mit deren Verlauf unsere zabllosen Carnevalsfreunde sehr zufrieden zu seyn alle Ursache hatten. Der gestrige Nachmittag war, wie üdlich, die eigentliche Tummelzeit für die Volkslust in den Straßen und es wogten auch, vom Wetter begünstigt, bis zum Abend eine Unzadl von maskirten Gecken einzeln und in Gruppen, mit und odne Musik, überall umder, odne daß, kleine Ercesse und einzelne Prügelei abgerechnet, irgendwo Unfug vorsiel oder Störungen des allgemeinen Jubels eintraten. Ganz besonders glänzend siel diesmal der Nachmittags=Pickenik auf dem Gürzenich aus, wo von 4 bis 9 Uhr etwa 3000 Personen, die großentbeils idre Vikeualien selbst mitgebracht hatten, in beiterster Laune bei Speise, Trank und Tanz versammelt waren. Neben diesem von der großen Carnevalsgesellschaft veranstalteten Pickenik hielten auch die zwei andern Gesellschaften ädnliche Zusammenkünfte in idren Festlokalen, wo es eben so fröhlich zuging. Den Schluß des Tages bildeten eine Menge Bälle, unter denen der Theaterball durch die Zadl und die eleganten Costüm's der Besucher hervorragte. Erst der einbrechende Morgen machte der allgemeinen lauten Freude ein Ende. Die Polizei und Gensdarmerie ließen nach altem löblichen Brauche während der drei tollen Tage der Geckenlaune des Narrenvolks völlig freien Lauf und man gewahrte sie nur da, wo ihre Anwesenheit zur Aufrechthaltung der Ordnung unumgäng= lich nöthig war; ihr ernstes Einschreiten wurde, so viel bis jetzt bekannt, nirgendwo nötdig gemacht. Vom rechten Rbeinufer, 14. Fedr. Wir lasen jüngst in öffentlichen Blättern, daß die Staatsregierung beabsichtige, bedeutende Quantitäten Korn in Rußland anzukaufen, um damit idre Magazine zu versorgen, was bekanntlich bisber ausschließlich im Inlande geschad. Ist das Gerücht begründet, so kann ein Sinken unserer Getreidepreise nicht ausbleiden. Zu solchem Ende erscheint es aber wünschenswerth, daß das, was bis jetzt bloßes Gerücht ist, ohne Verzug uns als offieielle Wahrheit zu wissen getdan werde. Die verhoffte Einwirkung auf den Getreide=, mithin auf den Brodpreis, würde dann, was sehr wichtig ist, um so rascher erfolgen.(K. 3.) *: Schreiden aus Munchen, 10. Fedr. Die dayerische Armee hat schon wieder einen idrer trefflichsten Generale verloren. In der Nacht vom 5. auf den 6. d. verschied in Würzburg der Brigadier der vierten Armee=Division und Generalmajor v. Greis im Alter von 68 Jahren. Er war einer der würdigsten Beteranen der dayerischen Armee, hatte von der Pike auf gedient und sich auf dem Felde der Ehre den daverischen Mar JosepbsOrden erworden. Deßdalb ist er auch mit den Edren, die einem Generallieutenant gebühren, zur Erde bestattet worden.— Die dier anwesende Deputation aus Nürnberg hatte letzten Freitag eine Audienz bei Sr. Maj. dem Könige. Es ist Hoffnung vorhanden, daß der Bitte der Stadt Nürnderg um #4 Errichtung eines Freidafens am Ludwigskanal daselbst werde willfahrt werden.— Unsere Faschings= Freuden bewegen sich gegenwärtig auf ihrem Hödenpunkte. Der allerhöchste Hof betdätigt eine tege Theilnahme an denselden. Heute findet bei Hof ein Dejeuner dansant statt, welches von 11 Uhr Vormittags bis 5 Uhr Abends dauert. Vor wenig Tagen war bei der verwittweten Frau Cdurfürstin eine glänzende Soi#e, wo sich die Elite des Adels versammelte. Auch in den Gesandtschafts=Hotels zeigt sich ein reges Leben; jüngst sand ein glänzender Ball bei dem königl. preußischen Gesandten statt, dem unsere Majestäten und die übrigen böch. sten Herrschaften beiwodnten. Am Faschingsdiens tag kömmt in der Vormittagsvorstellung unseres Hoftheaters eine neue Posse:„Eisele und Beisele“ von dem diesigen Theaterdichter Feldmann zur Auffüdrung. Den Stoff zur Posse liefern die berähmten Reisenden gleichen Namens, welche seit längerer Zeit in den„Fliegenden Blättern“, einem diesigen bereits über ganz Deutschland verbreiteten Caricaturen=Blatte, figuriren.— Einer bistorisch= statistischen Uebersicht des Bestandes aller Klöster und Hospitten des Franziskaner=Ordens in un. serm Königreich von Pfarrer Förtsch zufolge, zählt der ältere Franziskaner=Orden noch 97 ConventPatres; 6 ercmrir. Patres; 13 Cleriker Nevizen; 1. Curses; 4 Philosophen; 134 Lavenbrüder; 6 Layen=Nooizen und überdieß auch; eingekleidete Tertianer. Im Bistdume Augsburg befindet sich von diesem Orden 1 Kloster mit Wallfahrt(zu Maria=Hülf), in Lechfeld(Conv. Campolicianus), gegründet 1066— restantnt 1830, 1 Hospitium (zum beil. Stephan), in Füßen(Jussense), gegründet 1629— restaunirt 1836; und 1 Hospitium mit Wallfahrt(zum beil. Rasso), in Grafratd, gegründet 1678— restautirt 1836. Im Bisthum Passau besteht kein Haus dieses Ordens. Hannover, 13. Fedr. Die erste Verordnung welche mit Unterschrift des neuen Finanzdirectors Grafen von Kielmansegge erscheint, ist vom deutigen Tage und enthält die zeitweilige Aufdebung der Eingangs=Abgabe auf Medl. Dresden, 9. Fedr. Was schon längst besürchtet wurde, ist eingetreten, nämlich: die Chemnitz=Riesaer Eisenbahngesellschaft erklärt ihr Unvermögen zur Fortfüdrung und Beendigung ihres Unternedmens, und sucht die Vermittelung des Staates durch die Kammern nach. Eine hierauf bezügliche Eingabe ist dereits Seitens des Direktori jener Gesellschaft erfolgt, worin der sehlende Bedarf unter andern auf 1,700,000 Rtdir. angegeden und um schleunigste Hülfe gebeten ist, da bei der Leere der Kossen und allem Mangel an Mitteln die Arbeiten schon in einigen Monaten ein. gestellt werden müßten. Wahrscheinlich ist die Staatsregierung darauf nicht ganz unvorbereitet; es wäre außerdem schwerlich abzusehen, auf welche Weise bei diesem Landtage die geeigneten Maßregeln ergriffen werden könnten.(Nordd. Bl.) Leipzig, 14. Fedr. Heute Vormittag um 11 Uhr wurde im diesigen Schützenhause in einer von den Stadtverordneten Rod. Blum, Karl Loewe und Dr. Rud. Rüder derufenen Versammlung eine „seierlichste Verwadrung“ gegen alle etwanigen Beschlüsse der dermaligen angeblich verfassungswidrig zusammengesetzten Ständeversammlung vorgelegt und an deren Schlusse die Bitte ausgesprochen, die II. Kammer möge sich für inkompetent erklären und die sofortige Berufung einer„versassungsmäßigen“. Kammer beantragen. Es waren nur wadl= und stimmberechtigte Bürger Leipzigs geladen; über 1000 erschienen und 790 unterzeichneten nach sehr kurzer Verhandlung den Protest, welcher gar nicht ausliegen, sondern heute noch an die Kammer befördert werden soll.(D. u 3.) Von der Elster, 12. Fedruar. Ee hat in öffentlichen Blättern seit Kurzem ein Gerücht von einem gegen Ronge deabsichtigten Morde Raum gefunden, das schon mehrfache Besorgniß und Eiregung zur Folge hatte. Wir glauben mit Bestimmt= heit versichern zu können, daß die Sache sich in solgender Weise verdalten dat. Auf der Post zu Voigtlande nämlich war ein Biief von einem Böhmischen Kloster, wodin er zuvor gerichtet war, mit der Bemerkung:„Wird nicht angenommen," zurückgekom Absender ausfindig und das Schreiben wieder zustellig machen zu können, war es nötdig, es zu öffnen. Es ermangelte jedoch die Unterschrift; dafür sand sich die Bemerkung vor: man solle ein im Briefe selbst verlangtes Reisegeld unter G. H. an einen dasigen Fleischermeister Schm abgeben. Die weitere nicht zu umgehende Nachsorschung ergab nun Zolgendes: Ein Maurergesell aus Pirk bei Plauen, lutherischer Conseinon, wollte von dem Kloster 18 bis 20 Zl. Reisegeld zu einer Reise nach Breslau haben, um, wie im Briese selbst aufs Bestimmteste ausgedrückt war, daselbst Ronge vergisten zu kön. nen: doch auch dann, wenn man ihm kein Geld gäbe, würde er doch dieses heilige Weik für die Römisch katdolische Religion ausfüdren. Der Postmeister von Reichenbach konnte unter solchen Umständen nicht umbin, den Brief dem dasigen Justitiar mitzutheilen. Der Aufgeber, der eben jener Miurer war, wurde verhaftet und befindet sich noch gegenwärtig in strenger Untersuckung. Der Justitiar unterließ auch seinerseits nicht, die Sache Ronge selbst brieflich mitzutheilen. Ob sie von daber in die Zeitungen gekommen oder sonst wie bekannt geworden, ist ungewiß; wedl ader wissen wir, daß von Seiten des Reichendacher Postpersonals keine Ausplanderei stattgefunden hat, sondern vielmehr ein amisgebühruches Stillichkweigen beobachtet wor. den ist.(Jedenfalls ergiebt sich, daß die Zeitungsnachricht ganz falsch ist, wonach jener Urief von einem katbolischen Geistlichen berrühren und eine Aufreizung zum Morde enthalten daben sollte. Es mag sich wodl um die 18— 20 Fl. gebandelt daden und dem Kloster der Mensch schon von dieser Seite bekannt gewesen seyn, weßhalb es seinen Brief nicht annahm.)(D. A. 3.) Die Elderfelder Zeitung läßt wieder einmal aus Danzig das alte Gerücht von der Vergiftung des bekannten Dissidentenpredigers Dowiat auswärmen. Eine„sehr geachtete Dame“ schreibt nämlich aus Danzig, daß Hr. Dowiat in Folge des ibm beigebrachten langsam tödtenden Giftes nicht mehr predigen könne, am Stock gebe und geführt werde.(Ohne Zweifel dat das auch wieder ein katbolischer Geistlicher getban?!) ∆ Schreiben aus Stuttgart, 10. Fedr. Eine der Hauptfragen unsers außsordentlichen Land. tags ist gelöst: in idrer vergesttigen Sizung beschloß(wie bereits nach dem Schwäd. Merkur gemeldet) die Abgeordneten=Kammer mit 48 gegen 40 Stimmen, daß kein Papiergeld ereirt werden solle. So wären wir wenigstens einmal über diese Frage, die unsere National=Oekonomen und Publicisten so lange in Anspruch genommen, binaus; freilich bleidt jetzt die noch ungleich schwierigere Frage zu lösen, woher das daare Geld nehmen zum Ausdau unserer Eisenbahnen? Der Bericht der Eisenbahn=Anledens= Kommission über den bezüglichen Vortrag des Finanz=Ministers stellt zunächst die Summen zusammen, welche man nach den Voranschlägen zu Vollendung. der beschlossenen Staatsbahnen noch bedarf, und gibt dieselden auf 17,600,000 Gulden oder in runder Zahl auf 18 Millionen an. In Betreff der Voranschläge und des wirklichen Aufwandes von der in der sache vollendeten Ludwigs=Stuttgart=Eßlinger Linie ergibt sich im Ganzen eine Ueberschreitung der Voranschläge durch die voraussichtuchen wirklichen Ausgaben von 440,000 Zl. für Rechnung des Eisenbabnfonds, und von 55,007 Fl. 55 Kr. für Rechnung des Grundstocks. Bezüglich der ebenfalls in Betrieb gesetzten Linie von Eßtingen dis Plochingen stellt sich im Ganzen ein Mehrauswand von 20.200 Fl. voraussichtlich dar. Was die übrigen Eisenbahndauarbeiten detrifft, so wird angeführt, daß die Eröffgung der Bahn von Ludwigsburg dis Heilbron für den Sommer 1848, von Plochingen bis Kleinfüßen für das Spätjahr 1947, von Kleinfüßen dis Geißlingen für das Spätjahr 1848 und jene von Friedrichshafen bis wenigstens Ravensburg für Ende Sommers 1847 mit zumlicher Bestimmtbeit in Aussicht gestellt ist.— Es ist bekannt, daß Friedrich List sich große Verdienste um Deutschland erworben hat, indem er es war der zuerst die Vereinigung Deutschlands in Beziehung auf Handel und Gewerbe angestrebt und fort und fort bis an sein Lebens=Ende für das Aufblühen deutscher Indrustie gekämpft dat. Es ist ferner schon hervorgeboben worden, daß List, nach dem er in Nordamerika das großartige Verkehrsmitel der Eisenbahnen kennen gelernt, Deutschland über diese neue Verkehrsanstalt aufgeklärt und zu deren Einfüdrung in gemeinsamer Zusammenwirkung aufgerufen hat. Als besonderes Verdienst um Würtemberg ist dem seligen List anzurechnen, daß er die Errichtung einer staatswirthschaltlichen Fakultät auf der Universität Tübingen bedufs einer vollkommeneren Ausbildung der Verwaltungsdeamten in Anregung gebracht hat. Ebenso hat List im Jakre 1817 unter dem Ministerium Kerner die Anregung zur Begründung des Instituts der Gemeindedeputirten(Bürgerausschüsse) gegeben, welches für die Gemeindeverwaltung längst das Trefflichste geleistet, welches die wahren Interessen der Gemeinden vielfach gesördert, das Gemeindevermögen gegen Mißbrauch gesichert und den Gemeindebürgern manchfachen Schutz gewährt hat. Aus dem Herzogthume Bremen, 9. Fedr. Mit großer Freude haben wir vor einiger Zeit gelesen, daß die gegenwärtig versammelten Stände in Hannover abermals der so sehr beklagenswerthen Lage der Volksschullehrer idre Aufmerksamkeit geschenkt und darauf gedrungen haden, daß endlich einmal von den bloßen Worten zur That geschritten und Hand ans Werk gelegt werde. luch in unserem Herzogthume ist die Lage und Stellung der Ledrer in den meisten Dörfern und kleinern Ortschaften so bedauerungswürdig, wie nur ugend möglich. Es ist keine Zabel, wenn wir erzadlen, daß diese unglücklichen Menschen bei einem Gehalte von 8 bis 12 Thlrn. für den ganzen Winter oft nicht dles die Begünstigung genießen, einen Reidetisch zu haben, sondern auch jede Nacht ihre Schlafstätte wechsein müssen; es ist keine Fabel, daß vor einiger Zeit ein Hauptledrer einen Gedül. sen suchte, der sich auch zugleich den däuslichen und ländlichen Geschäften mitunterziehen müsse, also Unterledrer, Haus. und Ackerknecht in einer Person seon sollte; es ist Thatsache, daß die Schulledter sich für den Sommer als Schiffeknechte, Torfstecher, Rinderbirten, Ackerknechte u. s. w. verdingen und noch dazu an manchen Orten die Verpflichtung daden, des Sonntags(von 6 bis 8 Uhr Morgens) Schule zu halten. Eine große Menge von den Leuten, welche im Sommer den Torf nach Buemen bringen, sind von den Bauern zu diesem Zwecke gedungene Schulledrer. Für den Winter werden sie dann wieder als Ledrer angenommen, und zwar von den einzelnen Ortschaften wie Knechte förmlich gemiethet; sie stehen auf Kündigung und müssen sich oft, um nur nicht zu darben, die schmäblichsten Bedingungen gefallen lassen, von denen oben einige erwähnt sind. Mainz, 12. Februar. Die Erträgnisse der Subscription der Carnevals Freunde, die in diesem Jahre jede Festlichkeit eingestellt haben, sind für die Stadt=Armen bestimmt und delaufen sich auf 2000 Gulden. Kassel, 11. Fedr. Es hat sich dadier ein Verein unter dem Namen:„Deutsch=Chinesische Suftung" gebildet, dessen Zweck die Errettung des großen chinesischen Volkes aus der Finsterniß des Heidenthums ist. Spanien. Die Madiider Kor#espondeng der Morning Post will wissen, daß das neue Kabinet in Madrid auf sehr schwachen Füßen steht. Indem sich nur unter Christinens Einfluß gebildet, wolle sie jetzt die 30 Mill. Realen zurückhaben, welche sie für die abentheuerliche Flores=Erpedition gegen die Republik Ecuador vorgeschlossen, indem sie thöricht genug war, einen Sohn aus idrer Ebe mit Munnoz für einen Südamerikanischen Thron zu bestimmen! Außerdem soll Ludwig Pbilipp schon eine Dotation für die Infantin verlangt haben!— Auch ein Pariser Blatt, der Eoprit publie schreibt, Bressons Berichte von Madrid gäben ein sehr trauriges Bild der innern Zerwürfnisse am Madrider Hof. Der Gemahl Isadellens sev sehr unzufrieden mit der ihm angewiesenen Rolle und die Launen seiner Gemahlin so wie ihr herrschsüchtiges Wesen machten in den Tuilerien große Besorgnsß. Königin Christine werde in diesen Zamitien= Dramen wieder die entscheidende Rolle spielen, wenn sie nicht die Urbeberin aller dieser Wirren selbst schon wäre. Die Madrider Nachrichten geben bis zum 9. d. Der Insant Don Enrique dat sich den Besedlen der Königin endlich gefügt und ist unter Escorte des Obersten Maiyalde vom Regiment Maria Cbristing nach Barcelona abgereist, woselbst er weitere Verhaltungsbefehle der Regierung zu gewärtigen dat. Seine Braut, die Gräfin Castellan ist in ein Kloster gesteckt und deren Bruder, wie es heißt, aus Madrid verbannt worden.(Die Angabe, daß die Entfernung des Insanten noch andere Grünee, als sein Vermädlungsprojekt gehabt habe, scheint sich nicht zu bestätigen.)— Die Vermählung der Tochter des Insanten Don Francesco de Paula scheint auch auf Hindernisse gestoßen zu seyn.— Wie es heißt, wird der neue Figanzminister, Herr Santillan seinen Posten wegen seines schwächlichen Gesundheitszustandes nicht beidehalten können; man glaubt, in diesem Zalle werde Hr. Mon wieder ins Kabinet treten. General Armero soll Marine=Minister werden.— Der Adres=Entwurf der Deputirtenkammer ist noch immer nicht zum Vorschein gekommen; jedoch sagt man, die Adreß=Kommission sey mit dem Ministerium durchaus einverstanden. Mehrere Progressisten haben die Absicht, das Ministerium wegen des Versahrens gegen den Insanten Don Enrique zu interpelliren. Belgien. Brüssel, 15. Fedr. In der vorgestrigen Sitzung der Repräsentantenkammer kam die Erfindung Hrn. van Heckes, durch die nun das Problem der Luftschifffahrt gelöst seyn soll, zur Sprache, indem der Erfinder den Bericht der Akademie der Wissenschaften in Paris in Betreff dieses Gegenstandes der Kammer eingesandt hatte. Hr. Dumortier der die Aufmerksamkeit der auf jene Erfindung zu! dündigen Urtbeil der gele fuhr er fort,„müssen daß ein Belgier eine## gemacht dat. Ist auch fahrt noch nicht das letz doch fest, daß ein ima worden. Ich schlage v# Beweise ihrer Sympathie Bericht und das Begle Minister des Innern übe von allen Seiten aufs einstimmig angenommen. Fran Paris, 14. Febr. Schwelle der Tuilerien g stenz des Ministeriums, Majorität in den Kamm mehr in Frage gestellt. wickelungen sind wenigst diehen, daß Guizot oder alle beide, abtreten mü denkbar, daß zwei Minist der verhandeln können, andern öffentlich und feie so eben erscheinende Rean der Spitze des Blatte haben oft Gelegenheit get rigkeit der Lage unseret über auszusprechen." Di die wir uns keine Illusie den sich noch komplicirt. Palmersion resumirten Heute ist der Name# gekommen. Eine Lösung trifft, so verlangen wir der Politik der Isolirung ner, welche sie auch sen seyn werden, um die 2 wieder herzustellen, werde außerordentlich schwierig gessen nicht, daß die din uns Zurückhaltung desel wäre ein großes Unrecht, den zu Schulden kommer daß neue und baldige Ei und daß sie der Art sind lung herbeizuführen, un Ende zu machen.“ es gestern, Hr. Benedikt che in der Deputirtenkan gewöbnlichen Rentenkäu Zwecke der allmäligen Ti so lange auf die Hälste bis das Gleichgewicht den und Einnahmen her rium soll entschlossen sey theilig für die Aufrechtbe dits entschieden zu bekän zösische Eisendahnverwal den Tauf für den Tn Mehl bedeutend zu ermä wort des Ministers dara gen Kreisen versichert m spielerin, Demois. Rachel dem Grasen Bertrand, e Marschall Soult dat Murillos,„der Gichtbr Jahren aus Spanien mitg Fres.(!) verkauft. Paris, 15. Fedr. mehr, daß Lord Norman sandter hier ausgeben wi zufolge, hätte Gr Lord Palmersion sey en schäftsträger in Paris nicht gewisse Genugtduur monarchique, das neue aus London mancherlei, sehr Unliebsames schreibe: bis zum 20. d. die Ant Anfrage Palmerstons B folge in Spanien erwart in seiner Note angedeut wäre geneigt, eventual Montemolin anzuerkenne werth, daß die vier M (Die Presse begleitet d## Bemerkung:„Wenn die Lord Palmerstons Benehr scheinlich machen, so hätt die Achtung des Engl. G der Verträge und die U Sodann nill die Union richt von der bevorsteher sen Montemolin mit der chullehrer idre Aufuf gedrungen haben, dloßen Worten zur Werk gelegt werde. e ist die Lage und neisten Dörfern und ingswürdig, wie nur abel, wenn wir erMenschen bei einem für den ganzen Winzung genießen, einen uch jede Nacht ihre es ist keine Fabel, tlehrer einen Gedülleich den bäuslichen nerziehen müsse, also secht in einer Person daß die Schulledter sknechte, Torfstecher, w. verdingen und die Verpflichtung das 8 Uhr Morgens) ße Menge von den Torf nach Bremen zu diesem Zwecke den Winter werden enommen, und zwar wie Knechte förmlich eigung und müssen in, die schmäblichsten on denen oben einige Die Erträgnisse der unde, die in diesem haben, sind für die aufen sich auf 2000 hat sich dadier ein „Deutsch=Chinesische ick die Errettung des der Zinsterniß des n denz der Morning e Kabinet in Mastedt. Indem es fluß gebildet, wolle rückhaben, welche sie Erpedition gegen die , i n d e m s i e# r i c h t drer Ede mit Muna Thron zu bestim. Pbilipp schon eine verlangt daben!— prit publie schreibt. gäben ein sehr traufnisse m Madrider sev sehr unzufrieden le und die Launen rrschsüchtiges Wesen Besorgasß. KöniZamilien= Dramen ielen, wenn sie nicht n selbst schon wäre. geben bis zum 9. d. sich den Befedlen ist unter Escorte giment Maria Cbriwoselbst er weitere ung zu gewärtigen Castellan ist in ein der, wie es heißt, (Die Angabe, daß soch andere Grünee, ehabt habe, scheint die Vermählung der francesco de Paula stoßen zu seyn.— iganzminister, Herr seines schwächlichen halten können; man hr. Mon wieder ins ro soll Marine=MiEntwurf der Depunicht zum Vorschein e Adreß= Kommission haus einverstanden. ie Absicht, das Migegen den Insanen n. In der vorgestrigen mer kam die Erfinich die nun das ahrt gelöst seyn Erfinder den Bericht in in Paris in BeKammer eingesandt hatte. Hr. Dumortier benugzte die Gelegenheit, um die Aufmerksamkeit der Kammer und des Landes auf jene Erfindung zu lenken.„Nach einem so dündigen Urtbeil der gelebrtesten Körperschaft,(2!) fuhr er fort,„müssen wir uns Glück wünschen, daß ein Belgier eine so merkwürdige Entdeckung s. Dn uud„, Went alelet I8 8h fahrt noch nicht das letzte We., enige, s0 nehdoch fest, daß ein immenser Fortschritt gemacht worden. Ich schlage vor, daß die Kammer zum Beweise ihrer Sympathie und Erkenntlichkeit diesen Bericht und das Begleitungsschreiben dem Herrn Minister des Innern überweise.“ Der Antrag wird von allen Seiten aufs Lebhafteste unterstützt und einstimmig angenommen. Frankreich. Paris, 14. Fedr. Seit die Adresse über die Schwelle der Tuilerien geschritten, scheint die Eristenz des Ministeriums, das dieselde mit so großer Majorität in den Kammern durchgebracht, immer mehr in Frage gestellt. Die diplomatischen Verwickelungen sind wenigstens zu einem Grade gediehen, daß Guizot oder Palmerston, wenn nicht alle beide, abtreten müssen; es scheint uns nicht denkdar, daß zwei Minister noch ferner mit einander verhandeln können, von welchen der eine den andern öffentlich und feierlich Lügen straft.— Die so eben erscheinende Rerne diplomatique enthält an der Spitze des Blattes folgenden Artikel:„Wie haben oft Gelegenheit gehabt, uns über die Schwie rigkeit der Lage unseres Cabinets England gegenüber auszusprechen. Diese Schwierigkeiten, über die wir uns keine Illusionen machen konnten, daden sich noch komplicirt. Die Namen Guizot und Palmersion resumirten diese delikate Situation. Heute ist der Name eines edlen Gesandten dazu gekommen. Eine Lösung ist nötdig. Was uns betrifft, so verlangen wir vor allen Dingen das Ende der Politik der Isolirung. Diejenigen Staatsmänner, welche sie auch seon mögen, die stark genug seyn werden, um die Angelegenheiten Frankreiche wieder herzustellen, werden ein Werk vollenden, das außerordentlich schwierig geworden ist.— Wir vergessen nicht, daß die diplomatischen Komplikationen uns Zurückhaltung besehlen. Eine Indiskretion wäre ein großes Unrecht, das wir uns nicht werden zu Schulden kommen lassen, aber wir wissen, daß neue und baldige Ereignisse eintressen werden, und daß sie der Art sind, eine bestimmte Stellung herbeizuführen, und den Schwierigkeiten ein Ende zu machen.“— In den Finanzkreisen dieß es gestern, Hr. Benedikt Zould werde nächste Woche in der Deputirtenkammer deantragen, daß die gewöbnlichen Rentenkäufe der Tülgungscasse zum Zwecke der allmäligen Tügung der öffent so lange auf die Hällte beschränkt werden sollten, bis das Gleichgewicht zwischen den Staatsausgaden und Einnahmen dergestellt sey. Das Ministerium soll entschlossen seyn, den Vorschlag als nachtheilig für die Aufrechthaltung des öffentlichen Credits entschieden zu bekämpfen.— Sämmtliche französische Eisenbahnverwaltungen haben sich erboten, den Tauf für den Transport von Getreide und Mehl bedeutend zu ermäßigen. Man sieht der Ankwort des Ministers darauf entgegen.— In einigen Kreisen versichert man, die berühmte Schauspielerin, Demois. Rachel, werde sich ebestens mit dem Grasen Bertrand, Sohn des bekannten Freundes und Schicksalsgefährten Napolcons, vermädlen. Marschall Soult hat dieser Tage ein Gemälde Murillos,„der Gichtbrüchige“, welches er vor 38 Jahren aus Spanien mitgebracht hatte, für 160,000 Fres.(!) verkauft. Paris, 15. Fedr. Niemand zweifelt jetzt mehr, daß Lord Normandy seine Stellung als Gesankter hier ausgeben will. Dem Courrier francais zufolge, hätte Graf St. Aulaie gemeldet, Lord Palmerston sey entschlossen, bloß einen Geschäftsträger in Paris zu lassen, falls man ihm nicht gewisse Genugthuung gede.— Die Union monarchique, das neue Legitimistenblatt, läßt sich aus London mancherlei, für die franz. Regierung sehr Unliebsames schreiben. Zuerst, daß man dort dis zum 20. d. die Antwort der Kabinette auf die Anfrage Palmerstons Betreffs der eventuellen Erdfolge in Spanien erwarte. Lord Palmerston habe in seiner Note angedeutet, das Englische Kabinet wäre geneigt, eventualiter die Rechte des Grafen Montemolin anzuerkennen, und es sey wünschenswerth, daß die vier Mächte darüber einig seyen. (Die Presse begleitet diese Nachricht mit folgender Bemerkung:„Wenn diese Thatsache wahr ist, und Lord Palmerstons Benehmen möchte es ziemlich wahrscheinlich machen, so hätten wir das ganze Maß für die Achtung des Engl. Gouvernements für die Treue der Verträge und die Unabhängigkeit Spaniens.“) Sodann nill die Union Monarchique die Nachricht von der bevorstehenden Vermählung des Grasen Montemolin mit der Prinzessin Marie, Tochter des Herzogs von Cambridge, Onkels der 25. nigin, erhalten daden.„Die Werdungen(sagt das Blatt) sind beendigt und das einzige Hinderniß, die Verschiedenartigkeit der Religion, wird dald gehoben seyn.“— Dasseide Blott versichert, Peel's Sohn in der Schweiz, der in Bern Morier der tritt, habe von seiner Regierung(von Palmerston Besedl erhalten, dem Vorort zu erklären, daß England das Verfahren Berns vollkommen billige. Also neue Opposition gegen Gutzor. Der Sicele berichtet, es seyen wichtige Depeschen von Tunis eingetrosfen. Der Bev soll nämlich die Verlegenheiten schildern, welche die Pforte ihm jetzt erwecke, seitdem er in Frankreich als Souverän dedandelt worden und er verlange, daß Frankreich sich jetzt offen für ihn erklärt, wie Hr. Gutzot es versprochen habe. Odiges Blatt versichert, Hr. Guizot seo durch diese Nete in große Bestürzung versetzt worden.— Im Ministerium der Marine und Kolonien sind endlich Nachrichten aus Occanien eingelaufen. Sie geden bis zum 5. Oet. Bedeutende Gefechte zwischen unseren Truppen und den Eingebornen waren nicht vorgefallen; Punavia ist befestigt und häu die Kampflustigen im Schach Die Verdindungen mit Papeiti sind regelmäßig. Das Gouvernement wünscht Unterstützungen an Geld und Mannschaften. * Schreiben aus Paris, 15. Februar. Die Gerüchte von einem nahen Ministerwechsel erdalten sich, wobei Thiers als der muthmaßliche Nachfolger Guizots vorangestellt wird. Aufgefallen ist ein Artikel im heutigen Journal des Debais, worin Thiers sehr glimpflich bedandelt und auf die Stellung dieses Staatsmannes, der eifrig die Rückkehr der franz. Politik zur englischen Allianz versechte, der Opposition gegenüber, die nichts davon wissen wolle, hingewiesen wird.— Man ist dier sehr gespannt auf den Ausfall der jetzt in England aus Anlaß der Bentinckschen Motion anhängigen Kabinetsfrage, welche unzweiselhaft auf die Beschlüsse Ludwis Philipps rückwirken wird. Man demerkt, daß Hr. Guizot einem großen musikalischen Feste, welches der türkische Gesandte vorigen Freitag gab, nicht beiwohnte. Lord Normandy und fast alle sonstigen fremden Gesandten, auch Hr. Thiers, waren unter den Gästen.— Die Pairskammer hielt heute eine kurze, uninteressante Situng, worin man sich hauptsächlich mit Petitionen beschäftigte.— Der Marineminister hat aus dem mit dem Veloce und Hrn. Alex. Dumas Vorgefallenen Anlaß genommen zu einem Befehle an die Capitäns sämmtlicher Regierungsdampf= schiffe, keinen Reisenden ohne schriftlichen Besehl ihrer unmitteldar vorgesetzten Bebörde aufzunehmen Der in Spanien zurückgewiesene Hr. Olozaga hat von der franz. Regierung Erlaubniß bekommen, sich zu Paris auszubalten.— Man spricht von der naden Abreise eines Abtbeilungschefs des Ministeriums des Auswärtigen mit einer Special=Mission nach Brasilien.— An der Börse war das Gerücht verbreitet, die Regierung dabe die Nachricht von der Ankunst Don Miguels in Portugal erhalten.— Renten 77, 85; 118, 60. wet man als eine Art Demonstration gegen den tranz. Gesandten betrachtet.— In der gestrigen Sitzung des Unterdauset sah man unter den Zuschauern den Grasen von Montemolin.— L Gennes ist schon seit zwei Tagen durch Unpätzuchkeit verdindert, den Unterdaussitzungen deizuwodnen. Auf den Grtrag der Repeairente dat seine Adwesendeit aus Dudiin so ungünsteg eingewiekt, det dieselde in der letzten Woche nur 20 Pfo. Si. detrug. — Unsere finanzielle Lage will sich noch immer nicht bessern. Der Notenumlauf der Bank von England hat in voriger Woche um 855,815 und der Baarvorratd um 613,921 Pfd. Si. abgenommen, so daß derselde jezt auf 12,297.737 pfd. Si. geschmolzen ist. Die Baorausfudren aus dem Hasen von London sind sortwährend betlächtlich. Von Manchester and Liverpool dört man nichte Günstiges. Die Rdeder sind fast nur mit Einsuhr von Ledenomitteln beschäftigt. Die Fends waren deute etwas besser.— Consols 90“; a“.: Ner. 1⅞ à 22½; span. Ard 24½ 2 25; p. fl. 5 1/84 ; deserred 16¼ 2 17½; 3 pCt. 35= 35½; Portug. 34% à 35½. Galizien Krakau 10. Fedr. Die Petersburger Zest. entdält die Nachricht, daß zu Anfange des Früdjadrs in dem Königreich Peien große Veränderungen vorgeben werden, und daß der Kauser zu dieser Zeit selbst nach Warsch au kommen wird.(In der deutschen Petersburger Zeitung und im Journal de Petersbourg, beide bis zum 7., sledi nichts davon.)(Schlef. 3.) Sch weiz. Luzern, 11. Fedr. Diesen Nachmittag wurde das Urtheil des Criminalgerichts in der Leuen=Procedur eröffnet. Michel Achermann ist zum Tode verurtbeilt; die Rosa Felir. Mutter des Jacod Müller, zu achtzednjähriger Zuchtdausstrafe mit Halsring und Schnabel; Anton Müller, Bruder des Jacod, in Contumaciam zu öffentlicher Ausstellung und lebenslänglicher Kettenstrafe; Hauptmann Corraggioni, Amtsratd Hüsler, Lerenz Schmid sind von der Instanz losgesprochen, die beiden letzten aber wegen Theilnadme am Freischaarenzuge jeder zu zehnmonatlicher Zuchthausstrafe verutheilt. Alt= Oberrichter Büdler wurde in Beziehung auf den Leuenmord ebenfalls von der Instanz absolvirt, hingegen wegen Theilnadme am Freischaarenzuge zum Tode mittelst Erschießen in Contumaciam verurtheilt, ebenso Lieutenant Brunner. Ludwig Ineichen ist von der Instanz absolvirt. Venanz Reinert ist polizeilich mit zwei Monaten Arbeitshausstrafe belegt; Wirth Troller endlich einsach losgesprochen. Das Criminalgericht verordnete die Freilassung der Losgesprochenen und Abends 4 Uhr verließen Hauptmann Corragzioni und Amterath Hüsler unter Zudrang einer großen Menge Volks, welches seine Theilnadme dezeugte, das Gefängniß. Corraggioni befindet sich heute gerade sechezehn Menate und Hüsler nur vier Wochen weniger eingekerkert. Vermischte Nachrichten. Großbrittanien. London, 13. Fedr.(Nachtrag.) Der Globe entdält ein Privatschreiden aus Paris, welches über die Zerwürfnisse zwischen Hra. Guizot und Lord Normandy handelt. Letzterer habe mit ersterem, seit seiner Rede in der Deputirtenkammer am 5. d. keinerlei persönlichen Verkehr mehr gehabt; der engl. Gesandte sey auf dem Punkte, Paris zu verlassen u. s. w. Der(lobe setzt dinzu:„Wir haden Grund zu glauben, daß unser Correspondent gut unterrichtet ist und können hinzufügen, daß der Eindruck der Kammerrede des Hrn. Guizot sich nicht blos auf Lord Normanky beschränkt hat. Auch die Gesandten der andern großen Mächte haben gleichfalls ihr Erstaunen über die Art, in welcher rr Guizot von dem unstrigen gesprochen, ausgedrückt“— Die Pariser Correspondenz der Times deutet an, Ludwig Philipp sey sehr aufgeregt darüber, daß das preuß. Gouvernement der englischen Ansicht über die Montpensier=Vermählung vollkommen beigetreten sey.— Die spanische Heiratbegeschichte hat dem hiesigen bekannten Karrikaruristen B. zu einem recht ergötzlichen Bilde Anlaß gegeben. Dasselbe stellt Normanby und Guizot in einem Cadinet vor, während hinter einer Spanischen Wand Ludwig Philipp dervorlugt.„Sie sagten ja,(sagt Normandy) die Heiratden würden nicht zur selben Zeit stattfinden?"„Gewiß,(antwortet Guizot mit unerschütterlicher Kälte) die Königin wird zuerst verheirathet.“ Normandy ist wie vom Donner gerührt dargestellt, während in Ludwig Philipps Zügen sich das innigste abspiegelt.— Zwei der angesehensten Cludbs der Hauptstadt haben dem Prinzen Ludwig Napoleon die Ernennung zum Ehrenmitgliede zugeschickt, Wien, 9. Februar. Nachrichten aus Adelsberg in Krain melden von einem in der dortigen Gegend Ktatgefundenen, in dieser Jabreszeit selten so großen Gewitter, wobei der Blitz in den Thurm der Ruche zu St. Peter (1½ Stunde von Adeloberg entfernt) mit ungebeuter Heftigkeit gerade zur Zeu des Gettesdienstes, bei welchem an 500 Personen versammelt waren, einschlug. Das Dach des Thurmes verdrannte zum Theil und wurde zum Theil weggeschleudert und Glocken und Uhrwerk beschädigt. In die Rirche eindringend, dob der Bligstradt vier große Steine, werauf Menschen standen, aus der Erde, zersplitterte einen Kuchstudl, in welchem funf Personen befindlich waren, ris an 40 Personen ihre mit Rageln beschlagene Beschudung von den Fußen und zerris ihre Kleider; zertrummerte, dann zum Theile noch die Frieddefsmaner und jene der naden Kaplanei. Wie durch ein Wunder ist Niemand bei dem Unfalle umgekommen, und die dabei Betäubten sind leicht wieder zur Besinnung gebracht worden.(Oder=Zett.) Köln. Ein hiefiger ausgezeichneter theoretischer und praktischer Musiker, Herr Klein, Bruder des verstordenen trefflichen Componisten, wird in der Charwoche den interessanten und gewiß bei der Productien sehr befriedigenden Versuch machen, in einer unserer Kirchen am grünen Donnerstage und Charfreitage die Meisterwerke eines Palestrina und Allegrt ganz in der Weise, wie sie in der Sixtmischen Kapelle zu Rom seit Jahrhunderten mit solchem Erfolge gesungen werden, zur Ausführung zu dringen. Bisher hat man in Deutschland, so viel ich weiß, bloß in München sich veranlaßt gefunden, diese alte klassische Kirchenmusik dem musikalischen Pubticum vorzuführen und ihm Geschmack an derselben einzustößen. Wesel, 15. Februar. Bor einigen Tagen geriethen zwei Militairsträflinge bei der Arbeit in einen Wortwechsel, in Felge dessen der Eine dem Andern einen Schlag mit der Schuppe auf den Kopf versegzte, dos das Gedirn sogleich derausdrang. Der Verwundete ist an dieser Verletzung deute verschieden— Gestern erschoß sich aus unbekannter Ursache ein Unterofsizier des hier garnisonirenden 17. Insanterte=Regiments, der Zweite innerhald eines dalden Jahres. Berlin. Ein interessanter Fall kam dier neulich bei Gericht vor. Ein Mann klagte auf Scheidung von seiner Frau, weil legtere sich der Trunksucht ergeden datte, wogegen die kraftigsten Mittel, selbst unsere Mätzigkeitsvereine, nichts fruchteten. Die Edegattin sträudte sich indes wider die Scheidung und negirte dartnäckig idre Inclination zu spirituösen Gerranken. Bei idrem Ebescheidungs= Jemin erschien dieselbe ader in einem so trunkenen Zustande, daß die Richter sich selbst von dem Laster der Frau üderzeugen und nun odne Weitlausigkeiten in die Erescheidung von Rechtswegen consentiren konnten. In Poiladelpdin datte am 14. Januar ein furchtdares Eisenbadn=Ungluck statt. Die Lokomotive eines Guterzuges sprang, und die auf demselden defindlichen sieden Personen wurden spurlos zermalmt! Auch von der Lokometwe ist nichts gerettet. Da Niemand von diesem traurigen Zuge am Leden geblieden ist, so hat man über die Entstedung des entsetzlichen Unfalls nur Vermuthungen. Ein„Engländer dat sich eine ganz neue Todesart ausgesucht, da er des Lebens überdrüssig war, aber auf keine gemeine Weise sterden mochte Er dackte sich auf einem Teiche seines Gartens ein Loch in das Eis, das kaum so groß war, daß ein Mensch dindurch konnte, und durch dasselde kroch er, wie ein Schornsteinseger in die Esse, in das Wasser dinein und unter das Eis. In dem großen Concurrenz=Streite der Reitergesellschaften Lesas und Guerra in Petersburg dat, sicherm Vernedmen nach, die erste dadurch einen glänzenden Sieg errungen, daß der bekannze Komiker van Cattendyk auf dem Kopfe eines Pferdes mit dem Kopfe stebhend mit Augeln spielte. Aus Stuttgart läuft die betrubende Nachricht ein, das Gustav Schwab, der treffliche Dichter, dort im zweiundsechezigsten Ledensjadre gestorden sep. * Soest, im Fedruar. Eingesandt.) Wenn wir einen prufenden Blick auf den Entwickelungsgang der Synagoge in den letzten Decennten werfen, so gewadren wir, daß derselbe, wenn auch mit großen Schwierigkeiten kämpfend, doch bald zu dem ihm vorgesteckten erhabenen Ziele gelangen wird. Dank den Fortschritsmännern in Jeraels Mute, welche keine Klippen fürchteten, keinen Dammen wichen, um unsern Glauden wieder auf die Heve zu bringen, von welcher er(zur Zeu des Tempelo. allen Volkern Eorfurcht gebet.— Unsere Wassen, mit denen wir ankampfen gegen die Verfolgungen von Außen, unsere Palltatwe gegen die Bedruckungen bosgesinnter Feinde, desteden nicht in matertellen Strenkräften, vielmehr nur in geistigen: in der Bildung, dem Fortschrutte, der einfachen vernunfti. Zeitrat Joracls Schla 4 ie Gch 5 gegan st besergte n Frucht geri ausstreue ungen int aufDier Sonagogen idter Pr# das durfen wir bey Tempel zu Soest eine ie Bahn des Fortdre Gettesdäuser zu Musterizen erbeben. Unter diesen— ten!— nimmt der tsraelitische den Rang ein. Seit 20 Jahren unter der weisen Leitung des fur den teraelitischen Culiue so ungemein tvatigen, dochgeachteten und erfabrungsreichen Predigers, Herrn Oder=Vorsteders Hellwig, von Verdesserung zu Verbesserung schreuend, ist derselde— ein Glied des Berliner Reserm=Vereins— zu einem herrlichen Musterbilde für ganz Westfalen geschaffen.— Diejenigen, deuen es mit dem wahren Fortschritte Ernst ist, und damit nicht pfaffische Redenabsichten zu verstricken wunschen, konnen schon in etwa die bedeutende Verbessebiefigen vergelttischen Cultus aus dem Ruus heilen. welchem mnweidung einer neuen Orgel gefeiert wurde, wozu sich nicht allem fremde Isracktten, sondern auch gebildete Cbristen in großer Menge eingesunden hatten, die zum Theil druderlich eine dulfreiche Hand geleistet, das Zest durd großartige Cantaten zu verberrlichen, indem 36 christliche Sanger der biefigen kiedertafel gemeinschaftlich mit dem biesigen Synagogen=Gesangvereine wirkten. Rach dem Morgengedete wurde die Emweihung nach folgendem Ritus von dem Prediger vollzogen: 1) Chor=Gesang des Ennagegen=Gesangvereins.— 2) Einweitzunge= Rede.*)— J. Gesang der Liedertafel. Emnweidungs=Gebet vor dem Altar unter Oeffnung des Tadernakels.— 5) Stillee Gebei. Wädrend desselden: Orgelspiel.— 6) Der Prediger, in Assisten; des Canters, unter ausgebodener Tdora:„Dankei dem Herrn! denn er ist freundlich. Ewig wädrt seine Gute.“ Gemeinde: Dreimaliges Halleluja!— 7) Gesang der Lieder####fel.*) Der Prediger, unter derselden Ceremonte: Gesang der Liedertafel. Wädrend desselben: Sammlung für die Unterdaltung des Getteshauses.— 10) BeendtSeit längerer Zeit datten wir den Prediger Herrn Hellwie nicht mit solcher Vollkommendeit predigen gedört; sein Gemutd war nes ergriffen. Schade, daß er dem Wunsche so Vieler niet nachgeben will, die Predigt im Druck erscheinen zu lassen. zung des Gottesdienstes; größtentheilt nach der Verschrift ur den Reform=Gottesdienst in Berlin. Wenn in dem heiligen Raume dieses Gottesdauses das Gebei in unserer Ruttersprache emporsteigt zum Vater aller Menschen; wenn der deutsche Ederalgesang mit Orgeldegleitung die Herzen der Eintretenden zur Andacht stimmt und man in tiefer Ehrfurcht vor dem König der Könige nach europätscher Sitte das Haupt entdloßt: wer könnte bei einem solchen Gotteoguenste gleichgultig bleiden? Leider finden in äußerst wenigen teraelutischen Gemeinden solche Verdesserungen, die Jorael einer schonen Morgenrotde entgegenfuhren, zur Zeit noch Nachabmung; denn krasse Unwissendent, tiese religiose Verwilderung oder besartige Rohben, unterstugt von einer pharisatsch irregeleiteten Pfaffen=Versammlung, siebt, dem Dunkel des Herzens folgend, noch mit Ingrimm auf solche Anordnungen und deren Schaffer berad; sie werden sich aber bald abmüben in der sich selbst uberlebten Ortbodorte, die keine Befruchtungskeime mehr enthält.— Sallte es nicht jeden Menschenfreund freudig gestimmt baben, dier Glieder aller Confessionen zur Verebrung des Allvaters vereint wirken zu seben? Wer wollte dierin nicht die wahre Liede erkennen, von der sowohl das durchdrungen ist“ wer wellte nicht anerkennen, daß auf eine solche Bahn, die zu einem freundlichen und liedevollen Zusammenleden fuhrt, die biesige teraelnische Gemeinde durch ihren unermudet nach Wahrbeit und Licht strebenden wackern Prediger geführt worden, und daß nur auf selchem Wege eine dessere Aera fur die Israeliten derbeigeführt werde? Personal=Chronik. Arnederg. Der Oderlandesgerichts- Reserendarius de Niem in Arnsberg ist zum Kammergerichts=Assessor ernannt. Minden. Der Ausculiator v. Elmendorf beim Oberlandesgerichte zu Paderborn ist zum Referendarius ernannt worden. Bekanntmachungen. #% ann 29 Rechnungen, welche das Garnevals Comit betreffen, sind innerhald acht Tagen zu Handen des Herrn Kaufmanne Gladen sun. einzureichen. Spater eingehende mußten vorläufig zurückgelegt werden. Münster, den 18. Fedruar 1841. Der engere Ausschuß. Roggen=Verkauf. 18913. 2 3), Montag den 22 2.# tags 3 Uhr sollen in meiner### 101, 3½ Malter Reggen rkauft werden. Jodoc Nachel, Nuctions=Commislait Fedruar NachmitAegion Str. Meindietenden Hol; Verkauf. (17914 Um kunftigen Mittwoch den 24. Fedr. 1 J., Morgens 10 Uhr anfänglich, sollen im Dorfe Altenberge 50 Stück gefallte Eichen, welche an der Gdaussee biegen, zu Balken und Sparnupbar, mit dem Meistgedote verkauft werden. a Kauflustige einladet A. Terfloth, Commissionatr. Altenderge, den 16 Fedruar 1917. 13915, Beim Handelsgartner Cornen ist frischer, echter, besonders guter Gartensamen jeder Art und von der besten Qualitat Pfund- und Loch weise, Blumensamen in Prisen und Sortimenten, vorzugliche Sommer Leokoyen und Asern, wie fruder Bäume und Rosen, spater auch mehrere Topfgewa billig zu haben Ein Berzeichniß erscheint nicht; jedoch werde ich ine geehrten Kunden eden so gut und punktlich früher bedienen. Das Verzeichnißs von Gemüse= und Blumen=Samen ven Aug. Fried. Dreyssig in Tondor ist vorräthig und besorgt die Aufträge Sch. Meiners. wire 21 Biehb#ndter aus Weenern, g mit 15 Stuck osttniefisch vorzüglich guter Race, 5—800 hier eintreffen. Dieselben werden deim Oeconomen Zuisting am Hersterthere zum Verkaufe ausgestellt werden „ 611918, Im 16. d. M. ist entlausen ∆D ein schwarzer, glatthaariger, langgeschwänzter Jagdhund mit weißer Brust, weißem Streifen unterm Bauche, einigen weißen Haaren besonders auf ein und einer Hinterpfote, und an einem Ohrlappen etwas ausgebissen. Beim Entlausen trug er ein ledernes Halsband. mit v. D. gezeichnet.— Er hört auf den Auf Dialma. Wer diesen Hund Frauenstraße M 46 abliefert, erhält 3 Thaler. (17824.3.5) 100 Stück werthvolle Orangen=, nen- und Apfelsinen= Bäume, mehrere Camellien, Gactus und Oleander slehen unter der Han kaufen Bei wem, ist in der Expedition dieses Blattes zu erfragen. HNZEIE. Den dem Herrn E. Overweg gehörigen Gasthof „Zum Konig von Preußen“ habe ich von demselben gepachtet und seit dem 17. v. M. angetreten. Ich bitte ein geehrtes Publicum, das dem Hrn. E. Overweg geschenkte Zutrauen auf mich zu ubertragen. Unna, 16. Febr. 1847. Theod. Gastwirth. 490 Bekanntmachung. (17820) In einem Grenzorte im Hollandischen wird ein geübter, mit guten Zeugnissen versehener Blaufarder= Gepülfe gesucht und kann gleich eintreten. Wo, sagt die Expedition des Wesfälischen Berkers. 17921) Ein im Jagd= und Forstwesen qualisicirter Forster, unverheirathet, wird eingetretener Verdaltnisse wegen dienstles, sucht eine andere Stelle und kann nach Belieden eintreten— Derselde besiet die vortheildastesen Zeugnisse und ist in jeder Hinsicht zu empfehlen. Die hierauf Restectirenden wollen sich unter dem Buchstaden k. an die Expedition des Wests. Merk. 21922) Ein gut empfohlener Apotheker=Gehülfe, welcher gleich oder Ostern eintreten kann, findet in einer frequenten Apotdeke Westfalens eine gute Stelle nachgewesen durch Schulte& Kirchhoff. (17923) Ein junger Mann, welcher dereite funf Jahre in einem Colonial resp. Tadaks=Geschafte gewesen und mit guten Attesten versehen, wunscht eine Stelle als Reisender, am liebsten in einem Tadake Geschäfte. Die Expeditten d. Westfäl. Merk. gidt nähere Auskanft. (17924) Ein Strickmuster mit Strams und Wolle is vorige Woche mit der Adresse„Prumers“ verloren worden. Es wird um Zuruckstellung in der Exped. d. Bl. gebeten. (17925) Brischer Kablien, Stinte. ratduckinge uderden. holland. und srinirte Heringe bei Wihelm Hocter, Roggesmarkt. Todes= Anzeige. (17926) Am 14. d. M. Ktard mein Bruder Elemene Landgraber, mit den heiligen Sterde= Gacramenten versehen, an Entkraftung. Ich zeige dieses seinen Freunden und Berwandten mit der Bitte an, seiner im Gedete sich zu erMunker, den 17. Jedruar 1897 Carl Landgräder. Augekommene Freide. Iw Münsterschen Hofe(Carl Röldens Nachfolger, 1 Beicker.) Fedr. v. Geuter, Landrath a. Tecklendurg. Fräul. Matpilde Schonfeld. Schauspielermn a. Greseld. Frieberg. Fadrikant a. Hamdurg. Kotgen neds Hamilie, Maler a. Elderfeld. De Geyen a. Zwolle. Kunkel a. Mulheim, Kaufl. Im Konig von England(Gerdaulet.) General=Lient. v. Fraugois a. Minden. 8. u. Pichler, Schauspieler a Detmold. Borchhard, Killing. a. Hamturg; Reis a Basel, Kaufl. Im Westfälischen Hofe(Krapp) Praal. Beltrup. a. Burgsteinfurt. Beltrup a. Burgsteinfurt, Ley a. Nachen, Rollmann a. Warendort. Riemoller a. Gutersloh, Harbegen a. Koln, Kaufleute. Becker a. Biersen. Dode a. Barmen, Kaufl. Ben Edeierim Pieper Gastgeder a. Lethmathe. Gedr. Pezel, Kaufleute a. Elderfeld. Bei Reuhaus. Wistott, Kaufm. a Mutheim a. d. 82. Theater in Münster. Freitag den 19. Fedruar: Die Jungfrau von Orleaus. Schauspiel in 5 Acten von Zried. v. Schiller. Feaal. Crnt Jungsrau, als Gaß. Druck u. Vertag der voprentatdschen Buch= u. Kunsthausl. Verantwortlicher Redacteur: J. Coppenrath. Diese Zeitung erscheint täglich, Montags ausgenommen, und koster hier 2 Thlr. 10 Sar., auswärts portofrei 3 Thir 15 Sgr. dalbjährlich. Nro. 44. Deutse Idre Majestät die K5 dieser Nacht eines anhalt quickenden Schlafes erfreut den Allerdöchstdieselben m lösendem Auswurf gehustet Fedruar 1847, Morgens lein. Dr. von Stosch. Berlin, 13. Fedr. nenden„Pudlicisten" vers wiß, daß bei Beratdung cdes die Nothwendigkeit? erkannt worden sev. Es daß diese Strafe in der n geschafft werden wird, da verworfen worden ist. Berlin, 15. Febr. einigen Tagen Schlußver Hast nicht entlassen wordstätsbeleidigung und Aufr angeklagt und soll zur durch Mittbeilung eines sung eines communistische tung verbotener Schrifte dängt dieser Prozeß mit tungen zusammen, die vo seden erregten, und einer teten, gegen welchen alle aufrecht erhalten wird, gen zu der nachträglichen? Anlaß gegeben daden. N3 satz, der bei einer früder blenzer Gerichts veranstalt dem 1):. Meyen gesunder wurde, dazu mitgewirkt, mit dem oben erwähnte von Handwerkern vorgeles# scheint. * 0• Schreiden In schaamloserer Weise? Fragen des Rechts zu Gi den, als dies von Sei „aus Schlesien“ in M Zeit. in Ansedung des# bischöflichen Konsistorium richt zu Breslau geschiet * Theater In den näosten Wochen lungen der Herren Dora finden. Ersterer dai„d#e dier früder sehr oft gesehen wählt, und wird das Publt finden, dem Künstler du Theilnahme zu beweisen, d# Herr Dorach die Rolle## Aller durchgeführt dat und belohnt worden ist. Wir in der Posse auf den Thea diesem höchst drolligen Seu könnte. Die Besetzung der Rummelpuff, Herr Dill: warten. Das von Hrn. Scheer Stück:„Die Karlosch kurzer Zeit die Runde Buhnen gemacht, und ist