senßische Fonds. Rleite 4 105% e. 96% G. 18595 nl. 5058 57 59 4½½ nl. 1853 4S 96% 8. St.= An, 55 3½ 126.# ildscheine 3½ 89½ G. Rentbr. 408% C Bestellungen auf den Anzeier für das begonnene Quartal perden noch fortwährend angekommen. 1sländische Fonde. Retallig. 5 on.- Am. 5 0=Thl.=9= ische 35 fl.— Louisd'or Bauk=Actien. Ants. Sch. 4½ 4 62% 8. 69% G. 55¼ B. 30¼ 8. 110% S. 112 V. 9/0 8. Novhr. Weizen abne. Gegen in seinen Qualitäten kaNachfragen vor, wogegen anvernabläsüigt blieben. Ter### feste Tendenz und wurde eine g durchgesetzt. Gek. 11,000 schlechte Aufnahme. Hafer Gek. 1300 Crr. Rüböl stilGek. 1300 Ctr.) In Spidie Preise in Loco= Waaren (Mittel*) Preise Neuß, 8. Nov Pr5. v. 200 de I. Qust-Thl. 5.25 2. 3. Pfd "— 6,15 4.11 4. 7 55 de. v de. Scheffel 200 Plv. 11 zu 100 Pfo 0 27d Au bo. pd. 90 99 200 Pd. Stamplige# 2000 Pfd. H do„. 17740P44 * Ohm zu 123 7%(Hohe Ratse Jsch b 2 * * * 13, 1.20 1.15 46 5 13/12 25 Nr. 135. 1864. Sauerländischer Anzeiger Motig 14. November. Erschiut am Mou12s; Mittwoch u. Sonnabend, und kostet in Brilonbei der Exged. 23 Sgr. durch die Vos beiogen. vortofrei 27 Eg. 8 Pl. halbjährl. und 28 Ktitiligrs Arrtsalatt für die Kreise Prilon, Büren, Stadt und Amt Rüther. Sphache und Mkam= machungen kosten erpers 6 Pf., lehtem 1 8897die eweltige P eitzet, een dgren Kaug. Jahrzang Briefe und Gelder werden france unter der Adresse:„Sauerlänbischer Anzeiger und amtliches Kreisblatt“ erbeten.— Anzeigen, welche gleichzeitig in deu bei uns ebenfalls wöchentlich dreimal erscheinenden„Waldeckschen Anzeiger“ aufgnommen werden sollen, kosten für beide Blätter nur 1 Sgr. 4 Pf. vierspaltige Petitzeile oder desen Raum. Agenturenslauborg-Alions und Frankfurt a. A.: Haase nstein& Vogler., Frankfart.A: Täger sche Ruch andlung. Leipaig: Leipziger LoseratenComptoir(Neumarkt Nr. 9); Annoncenbureau von Illgen& Fort und H. Eng er, Annoncen-Bureau, Ritterstrasse 45. Deutschland. Berlin, 9. November. Ueber einzelne dem künsti#en Landtag zu unterbreikende Vorlagen treten bereits Petails in die Oeffentlichkeit. Ein Gesetz von weiterer Tragweite, dessen Einbringung bei dem nächsten Landge zu erwarten ist, betrifft die Vollstreckung der Zuchtausstrafe. Dieselbe soll fortan nur in der Form der inzelhaft geregelt werden. Der hierauf bezügliche Getzentvurf ist, wie man hört, seiner Vollendung nahe. fin weiterer Gesetzentwurf betrifft die Organisation der andgendarmerie, wodurch, dem Vernehmen nach, die sherigen Bestimmungen wesentlich verändert, respective ereinfacht werden dürften — Das neueste Justizministerialblatt“ enthält ein rkenntviß des Gerichtshofes zur Entscheidung der ompetenz=Conflicte, worin ausgeführt wird, daß Streigkeiten über die Frage: welche Vorarbeiten zur VerInlangung der neuen Gebäudesteuer auf Kosten des Staats, und welche auf Kosten der betreffenden Geweinen, bez. der Besitzer selbständiger Gutsbezirke auszuihren sind, zur Entscheidung im Rechtswege nicht gegnet erscheinen, daß dergleichen Differenzpunkte vielehr im Beschwerdewege ihre Erledigung zu finden ha#n. — 9. Nov. Der Kreisrichter Parisius in Gardeleen ist, wie das neueste Amtsblatt der Regierung in Magdeburg amtlich meldet, in Folge der gegen ihn ein leitet gewesenen Disciptinar=Untersuchung seines Am##entsetzt worden. — Der Präsident des Haupt Bank Direckoriums, Pirkl. Geh. Rath v. Lamprecht, ist schon seit längerer Braf Königsmark und die Prinzeß von Celle: Historische Erzählung. (Fortsetzung.) III. Am Tage nach der Ankunft der Gräfin in em Loger von Debrecz'n bereitete sich in den aufgräben der Schweden ein trauriges Schaupiel vor. Die letzten Strahlen der untergehenen Sonne beschienen einen auf der Mitte des Waffenplatzes errichteten Schnellgalgen. Der leischlose Arm der widerlichen Maschine streckte sch in vie Luft aus, und die Kette, welche bald ie Schultern des Verurtheilten auerenken sollte, kirrte einige Fuß über dem Boden hin und ber. Während des Kampfes, der den zueiten Tag #vor stattgefunden, hatte ein armer Teufel von Soldat, erschreckt rurch den Anblick des Blutes, betäubt, beransat durch den Lärm und den Pulerdampf, den ihm anvertrauten Posten verlassen lnd war bis zu eben dem Waff nplatz zurückzebichen, auf dem sich jetzt das Werkzeug seiner Strafe erhob. Wegen dieser Feigheit verurtheilt, ier Stöße mit kein Schnellgalgen zu bekommen, Zeit leidend. Die Präsidialgeschäfte werden inzwischen von dem Vicepräsidenten Dechend wahrgenommen. — Gestern, spät Abends, empfing der Minister=Präsident Herr v. Bismarck die große Mehrzahl der Ausschluß=Mitglieder des deutschen Handelstages, die ihre Ansichten in Betreff des mit Rußland zu schließenden Handelsvertrages vortragen wolten. Der Minister ging mit vollster Sachkenntniß sehr speciel auf den in Rede stehenden wichtigen Gegenstand ein und erklärte, daß seine Handelspolitik auch von den in Betracht kommenden russischen Staatsmänuern gleichfalls getheilt würde und die gewünschte Handelsverbindung mit der Zeit zu erreichen wäre, während für jetzt noch auf eine Verwirklichung der Wünsche nicht gerechnet werden könne. — 10. Nov. Die Ordres zum alsbaldigen Abmarsche der in Jütland garnisonirenden preußischen Truppen sind bereits abgegangen. Berlin, 10. November. Die„B. B. meldet mit Bestimmtheit die Einberufung des Landtages für die ersten Tage des Dezember. Breslau, 9. Nov. Auch von hier aus gebt eine Petition für den zum Tode verurtheilten Franz Müller nach London ab. Bedburg, 6. Nov. Vor einigen Tagen starb in einem Orte im Kreise Bergheim eine Frau in dem hohen Alter von hundert und zwölf Jahren. Dieselbe war bis zu ihrem Tode noch recht rüstig und gesund, führte die Haushaltung, rauchte und trank täglich ihr Schnäpschen Kümmel und ist nie krank gewesen. Leipzig, 7. Novbr. Die von dem fortschrittlichen Arbeiter=Bildungs=Vereine beabsichtigte Robert=BlumFeier war vom hiesigen Polizeiamte verboten worden; auf einen wider dieses Verbot erhobeuen Recurs an die Kreisdirektion hat letztere das Verbot bestätigt, da durch eine Feier des Andenkens Nob. Blums solche Handlungen verherrlicht werden würden, welche das Gesetz verbiete und mit Strafen bedrohe. Hamburg, 10. November. Kopenhagener und jütländische Blätter sagen, die dänische Regierung beabsichtige, sobald Jütland von den deutschen Truppen geräumt sei, die südliche Gränze Jütlanos stark zu besetzen, den Ortschaften an der Westküste Fühnens feste Garnisonen zu geben und in Südjütland außer Kolding und Riepen zunächst Peile und Friedericia mit Besatzung zu versehen. Rudolstadt, 6. Nov. Heute vor fünfzig Jahren übernahm Sr. Durchlaucht der regierende Fürst Friedrich Günther die Negierung seines Landes. Er hatte zur Feier seines goldenen Jubiläums eine Amnestie erlassen. Der Fürst, am 6 November 1793 geboren, feierte zugleich seinen Geburtstag. Schleswig, 4. Nov. Gestern Abend war von einem aus Bürgern und Beamten der Sradt gebildeten Comite zur Feier des Friedens ein Festessen in Stehn's Gasthof arrangirt, wozu sämmtliche hiee anwesende österreichische und preusiischen Officiere eingeladen waren. Ueber 100 Personen nahmen an dem Essen Theil. Italien. Turin, 9. November. Aus Florenz sind hier sehr beunruhigende Nachrichten über die in Folge von anhaltenden Regengüssen hervorgerufenen Ueberschwemmungen eingegangen. Die toscanischen Eisenbahnen, besonders die Strecken bei Empoli. Siena, Pracchia und Pistoja stehen unter Wasser; an der Bahn zwischen Pistoja und Bologna sind die Deiche am Arno durchbrochen und haben mehrere im Bau begriffene Werke zerstört. Die niedrig gelegenen Theile von Florenz stehen unter Wasser. Die letzten Depeschen aus Toscana lauten jedoch beruhigender. — Abgeordnetenhaus. In der heutigen Sitzung ergriff Buoncompagni das Wort, um zu entwickeln, er sei principiel zwar gegen die Convention und Verlegung der Hauptstadt, d. b. für immer verkrüppelt zu werden, erwartete der Unglückliche seit dem Morgen die Vollstreckung des Spruchs. Das Wirbeln der Trommeln versammelte bald alle Trabanten, die nicht auf Wache waren; vier Manu legten ihre Uniformen ab und ergriffen die Seile, mit denen die Arme des Schnellgalgens in Bewegung gesetzt werden sollten. Zwei Rottmeister, unter den ältesten des Corps gewählt, erschienen endlich mit dem Verurtheilten, und während die Tremmeln das Zeichen gaben, daß sich die Mannschaften im Halbkreis aufstellen sollten, banden sie ihm die Hände auf den Rücken und schlangen ihm die Keite des Schnellgalgens unter den Armen durch und unter die Handgelenke. Auf ein Zeichen des Officiers, der die Execut on commandirte, zogen die vier Mann die Seile an und der bleiche Kopf des Verurtheitten erhob sich langsam über die Menge. „Halt!“ schrie eine tiefe gebieterische Stimme, und der Obrist der schwedischen Trabanten, Graf Philipp von Königsmark, erschien in dem Kreise, der um den Verurtheilten gebildet war. Die vier Soldaten ließen langsam die Stricke los, und die Füße des Verurtheilten berührten aufs neue den Boden. „Von welchem Tage ist der Urtheilsspruch dieses Menschen? frogte der Obrist den Officier.— „Er ist ven gestern, Obrist“ „Er ist nichtig“ sagte der Graf, indem er aus seiner Tasche ein Pergament zog, das er dem Officier offen hinhielt.„Seit drei Tagen habe ich alle körperlichen Strafen im Regimente aufgehoben. Fesseln und Erschießen werden künftig die Spießruthen, den Schnellgalgen und die Strafe er über dem Kopf getragenen Musketen ersetzen. Lassen Sie den Unglücklichon losbinden und dieses abscheuliche Geräth fortschaffen. Die Ueberbleibsel davon mögen diese Nacht das Bivouacfener nähren.“ „Es lebe der Obrist! Es lebe unsrer kapfrer Commaudant!“ schrieen die Soldaten indem sie sich auf den Schnellgalzen stürzten, den sie mit Beilhieben zu zertrümmern begannen. „Was diesen Menschen betrifft,“ sagte der Graf, indem er auf den Verurtheilten deutete, den man losgebunden hatte, uso muß er bestraft doch gegenüber den fast einhelligen Wünschen Italiens glaube auch er vor der öffentlichen Meinung sich beugen und dieselben gutheißen zu müssen. Die italienische Regierung müsse stets Hand in Hand mit Frankreich in dieser Frage gehen, ohne jedoch ihre eigene Politik der Frankreichs unterzuordnen.„Wir können versichert sein,“ fügte er hinzu,„daß Frankreich, wenn es einmal aus Rom heraus ist, nicht wieder dahin zurückkehren wird. Wir werden nach Rom in einer Frist gehen, die sich nach den Fortschritten der Civilisation, der Freiheit und Gerechtigkeit bemessen wird.“ Aus Rom, 4. Nov., schreibt man der österreichischen General=Correspondenz:„Eine in manchem Betracht sehr wichtige Angelegenheit für Rom ist die Ernennung des Nachfolgers des verstorbenen Cardinals v. Geissel auf dem erzbischöflichen Stuhle von Köln. Während das Domcapitel von Köln zum ersten Male seit der Wiederherstellung der Erzdiöcese in den Fall kommt, sein ihm durch die Bulle de salute gewährleistetes Wahlrecht zur Wiederbesetzung des erzbischöflichen Stuhles ausüben— denn die erste Besetzung des kölner Erzstuhles nach der Restauration geschah zufolge Vereinbarung zwischen der preußischen Regierung und Rom, und nach dem Tode des Grafen von Spiegel wurde Clemens August Droste von Vischering dem Domcapitel einfach als Candidat der Regierung vorgestellt und von ersterem ohne Weiteres als solcher angenommen, während Herr v. Geissel zum Coadjutor dieses von seinem Sitze entfernten Erzbischofes mit dem Rechte der Nachfolge berufen wurde—, sind der heilige Stuhl wie die Landes=Regierung gleich sehr bei der kölner Wahlfrage interessirt. Der heilige Stuhl hat auf die Wahl keinen unmittelbaren Einfluß zu nehmen, besitzt aber das Recht, den Gewählten zu bestätigen oder zu verwerfen, während nach der in anderen preußischen Diöcesen üblichen Praxis die LandesRegierung in der vom Capitel aufgestellten Liste von fünf Candidaten die ihr nicht genehmen Namen streicht. Hier nun wünscht man sehr, daß die kölner Wahl aus den päpstlichen Kammerherrn Msgr. Fürsten Gustav von Hohenlohe, oder aber auf den Bischof von Mainz, Freiherrn v. Ketteler, fallen möge. Gegen beide Persönlichkeiten scheint auch die preußische Regierung, deren hiesiger Vertreter in Bezug auf diese Frage gegenwärtig viel ve hanwerden, und ich werde über sein Loos entscheiden, nachdem ich irn gehört habe. Er folgemir!“ Der Graf überschritt den Waffenplatz unter dem lauten Vivat seiner Leute und betrat den fürlichen Raum des Laufgrabens, während des ganzen Weges mit Segenesprüchen und Freudengeschrei begrüßt. Philipp trat in ein kleines Zelt, oder richtiger gesagt, in ein kleines Gemach am Ende des Laufgrabens. Eine Art von Dach aus Zwillich schügzte es auf der Seite der Stadt gegen Sonne und Regen, und alte Teppiche, an den Erdwänden aufgehangen, so gut es gehen wollte, gegen die Feuchtigkeit. Ein Vorhang, der sich auf einer eisernen Stange hin und her schieben ließ, schloß dieses Gemach nach der Seite des Grabens. Ein Felebett, ein eichner Tisch, ein Armstuhl und eine hölzerne Kiste bildeten das ganze Menblement. Eine kleine eiserne Lampe, die auf dem Tische stand, verbreitete im Umkreis von wenigen Fuß ihr röthliches flackerndes Licht. Der Giaf sank wie muthlos auf die hölzerne Kiste nieder, preßte die rechte Hand gegen die Augen, als wollte er die Gedanken von den Gegenständen, les machen, die ihn zerstreuen konnten, sie auf einen einzigen Punkt sammelnd. Der nach ihm eingetreteue Soldat stand in demüthiger Haltung an der Wand. Der Held unserer Erzählung hatte kaum sein vierunddreißignes Jahr erreicht. Von mittler Größe, doch elegant und kräftig in allen Preportionen, galt der Graf für einen der schönsten Erelleute, welche das 18. Jahrhundert, so fruchtbar an reichen Naturen, heroorgedracht hatte. Er war das Joeal eines seinen delt, keine Einwendungen zu erheben. Fürst Hohenlohe erfreut sich in Berlin, wie seine ganze Familie, des Wohlwollens des Hofes, der Bischof von Mainz aber dürfte in erster Reihe der Candidat des Herrn v. Bismarck sein. Jener thatkräftige, seine Ueberzeugungen furchtlos und männlich vertretende Prälat ist Herrn v. Bismarck schon längst eine sympathische Erscheinung, und seine streng kirchliche Gesinnung in den Augen des preußischen Staatsmannes weit eber eine Empfehlung, als ein Hinderniß seiner Rückkehr in die preußische Heimath als Leiter der wichtigen rheinischen Metropolie. Daß aber Freiherr v. Ketteler zugleich in Rom persona gratissima ist, braucht kaum erst gesagt zu werden“. Rom, 5. Nov. Der K. Z. schreibt man von hier: Ich sah den h. Vater gestern Vormittag vor der mir benachbarten lombardischen Nationalkirche San Carlo (Vorromeo) im Galazuge vorfahren, das Jahresfest ihres Patrons mitzufeiern. Er schien heiter und war, als der Wagen anhielt, in lebhaftem Gespräche mit den ihm gegenübersitzenden zwei Cardinälen; beim Aussteigen waren seine Bewegungen ohne Anstrengung, leicht und frei schritt er durch die Menge, dem Hochamte zu assistiren.— In ähnlicher Weise schreibt man der Voss. Z.:„Der Papst ist Angesichts der neuen Lage resignirt, zeigt sich aber von Tag zu Tag heiterer. Er sagte lächelnd zu Msgr, Stella, seinem ältesten, vertrautesten Freunde und ersten Kammerherrn:„Alla flne c’s tra Noi e l’imperstore Napoleoue il San Gievanni“, d. h.:„Wir sind am Ende der Gevatter des Kaisers Napoleon.“ len sich häufig. Wenn der Brief echt ist, so liegt seine ungeheure Tragweite auf der Hand; es kommt jedoch nicht selten vor, daß halbverrückte oder elende Menschen, die ein Vergnügen darin finden, schlechte Streiche zu spielen, derartige anonyme Schreiben abfassen. unsern ersten welche schon deckt ist, daß der Bau des n Liverpool, 9. November. Eine furchtbare Gas=Explosion ist so eben im Telegraphenamte erfolgt. Das Gebäude ist vollständig zertrüm: mert. Einige Menschen sind leicht beschädigt warden. Däuemark Kopenhagen, 11. November. Nach ziemlich inhaltloser Debatte hat heute das Landtshing mit 55 gegen 4 Stimmen seine Zustimmung zum Friedenstractate ertheilt. Vier Mitglieder enthielten sich der Abstimmung. Wie „Flyveposten“ vernimmt, würden die Ratificationen am nächsten Sonntag ausgewechselt werden. Amerika New=York, 1. November, Granks Rückzug aus der„fruchtlosen Recognoscirung“ am 27. October ist eine ernstlichere Affaire gewesen, als Anfangs berichtet## wurde. Er hat 1500 Mann Todte und Verwundet### gekostet. Butler's Verlust ist noch schwerer. Hood## stand, wie es heißt, am 39. October nördiich vom Ten## nesseflusse bei Cypreß=Creek, Price retirirt nach Arkang sas.— Westfalen. England. London, 9. November. Herr Beard, der Sachverwalter Müller's, hat einen Brief(mit dem Poststempel 7. Nov., Ripley) erhalten, welcher mit den Worten beginnt:„Ich bin in Verzweiflung, da ich nun weiß, daß Müller gehängt werden soll, weil es so sehr schlimm ist, unschuldiges Blut zu vergießen. Denn in Wahrheit, Herr, ich und ein Gefährte von mir haben es gethau.“ Das Schreiben wimmelt von orthographischen Fehlern, entbehrt jeder Interpunction und ist sehr unzusammenhängend abgefaßt. Die Aeußerungen,„wir haben den Hrn. Briggs erschlagen,„wenn Müller gehängt wird, so werde ih kommen und mich den Gerichten stellen", und„Maller ist so unschuldig wie ein neugebornes Kind, wiederhoHöflings, spöttisch und schön, gewiß zu gefallen und zu entzücken, und seine weibliche feine Hand führte ebenso gut den Degen, wie das Batisttaschentuch. Rabenschwarzes Haar fiel auf eine hohe weiße Stirn hergb, die von zwei Augen voll Geist und Begierde erleuchtet wurde. Seine Physiognomie lag aber hauptsächlich in seinem Munde, der schön unb spöttisch war und gleich bereit zur Ironie, wie zum Befehl zu sein schien. Die Uniferm Königsmark's war sehr einfach. Sie bestand aus einem langen Wamms von Leder unter einem Küraß von gebräuntem Stahl; Aermeln von grünem Tuch, enganliegend und quer mit silbernen Litzen besetzt; langen Gamaschen ven gelbem Leder, bis über das Knie herauf gehend und mit Stahlschnallen befestigt; endlich aus einem weißen Filzhut mit einer laugen grünen Feder. Dech der malerischste Schmuck dieses Anzugs war ein breiter türkischer Gürtel von goldbrochirtem Seidenstoff, in welchem ein Damascenersäbel mit Griff von Eifenbein und Korallen steckte. „Tritt nöher,“ fagte barsch der Graf, indem er den Kopf erhob. Der Soldat machte drei Schritte vorwärts. „Weshalb hast Du Deinen Pesten während des Kampfes verlassen?“ „Ich hatte Furcht,“ sagte der Soldat mit ziemlich fester Stimme. „Furcht!“ wiederholte Königsmark, indem er einen drohenden Blick auf ihn richtete,„Du scheust Dich nicht, das zu gestehen?“ „Weshalb sollte ich weinem ersten Fehler eine Lüge hinzufügen?“ „Und doch bist Du keine Memme. Dein Capitain hat mir gesagt, daß Du einer der besten# Soldaten seiner Compagnie warst. Sage mir etwas zu Deiner Vertheirigung. „Was soll ich Euch sagen, mein Oorist. Wal Gescheheue kommt mir wie ein böser Traum# vor. Als ich das Musketenfeuer der Vorposten hörte, erhob ich mich, fest entschlessen meine Pflicht zu thun, aber als ich durch den Laufgraben lief, um zu der großen Batterie zu gelangen, stürzte ein Kamerad, der die Brüstung erkletterte, um zu sehen, was da vorging, auf mich herab und bedeckte mich mit seinem Blute. Eine Kanonen kugel hatte ihm den Kopf fortgerissen. Geblendet durch das warme Blut, das über mein Ge### sicht rann, stand ich da wie von Schrecken erstarrt und blickte auf den verstämmelten Körper, Bald hörte ich Geschrei und Schüsse einige Schritte von mir entfernt. Es war der Feind, der den Laufgraben angriff. Iy sprang vor wärts, aber ich fühlte, daß mein Herz kalt wurde, daß meine Beine unter mir zitterten.— Dast Uebrige errathet Ihr, mein Obrist.". Der Grof stand auf und setzte sich an de# Tisch.„Dein Name?n fragte er, indem er zu schreiben anfing. 2 Arnheiter. „Der Obrist hielt plötzlich inne und blickt auf.„Du bist ein Schwede, nicht wahr?“ „Ja, mein Obrist, aus Ehristianstadt.= Aber Du bist nicht aus Schweden mit und gommen! „Nein, mein Obrist. Ich wohnte in Lun burg and trat in das Regiment, als es ducch unsere Provinz marschirte.“ (Fortsetzung folgt.) — Aus geschrieben, d #tige kathelisch verselben bede ogen lägen.# gle, in welchen Krere Häuser: angekauft wer Aus Westfalen, 9. November, Unsere# Steinkohlengruben entwickeln bei erhöheten Koh## lenpreisen große Thätigkeit und es ist manchmal# effectiver Mangel an geförderten Kohlen. Sicher## wäre es auch der Steinkohlen-Industrie zu gön neu, wenn ihre traurigen Magerjahre als vorübergegangen anzusehen, und wir wollen das Beste## hoffen.— Nach der amtlichen Productions=Ueg bersicht hatten Preußen schon 1862 eine Steinkohlen=Förderung von 261 bis 262 Millionen Cent# nern im Werthe von mehr als 22 MillionenThaler und participirte hteran der Oberberzes amts=Bezirk Dortmund mit etwa 125 Millionen## Centner resp. mehr als 10 Millionen Thaler. Iserlohn ,9. Nov. Die Frage nach Arbeiter=Wohnungen, welche in der letzten Zeit sehr dringend war, dürfte mit dem nächsten Sommer einer glücklichen Läsung entgegen gehen. Unter § Brilon glaubhafter6 glograph, A. Zündnadelgen gestellter Prol sell. Hoffent gethan, um die richtige A verschaffen, ni Herr Websehr in der gewiß nicht sein künstleris# Brilon, fälischen Pro d. I. ist be Gesecke der der Anstalt oder andern pflegung unte ab von 40 2 worden. 8* Cor Sonnabends, felge in der mighausen ein Kind, a dem Feuster Verletzungen Brandes, wi dämpft werd schon öfters glücksfälle h das so böck dörren beim dieser Geleg seine Vorderwerden. We meinten Inte zer Gemeind ie erst durch jener verderb sen, wodurch Elend gerath nichtswüreige wohl hat der erben sich G. ew'ge Krank! Möchte di sicht und Be Pari heute hie Reugem zweigung lungen e Millione den älte französis den bed. Mehrere schlecht e lungs. E n der Brief echt ist, so Tragweite auf der Hand; elten vor, daß halbvernschen, die ein Vergnüchte Streiche zu spielen, reiben abfassen. ember. Eine furchtbare en im Telegraphenamte ist vollständig zertrüm: n sind leicht beschädigt emark November. Nach ziemhat heute das LandtsStimmen seine Zustimtate ertheilt. Vier Mitder Abstimmung. Wie , w ü r d e n d i e R a t i f i c a t i ag ausgewechselt werden. rika ber. Grank's Rückzug aus irung“ am 27. October ist wesen, als Anfangs berichten inn Todte und Verwundete## ist noch schwerer, Hood October nördiich vom Ten# „ Price retirirt nach Arkang falen. 9. November, Unserckeln bei erhöheten eit und es ist manchmal örderten Kohlen. Sicher ikohlen-Industrie zu gönsen Magerjahre als vorund wir wollen das Bestep mtlichen Productions=Ues schon 1862 eine Steinbis 262 Millionen Cent# mehr als 22 Millionen e hteran der Oberberze mit etwa 125 Millionen 10 Millionen Thaler. Die Frage nach ArbeiIn der letzten Zeit sehr it dem nächsten Sommerentgegen gehen. Unters daß Du einer der bestenp# zuie warst. Sage mih Seigung.“ M u S. agen, mein Obrist? Tads wie ein höser Traumz sketenfeuer der Vorposten# entschlessen meine Pflicht urch den Laufgraben lief, terie zu gelangen, stürzte Brüstung erkletterte, um ing, auf mich herab und Blute. Eine Kanonen opf fortgerissen. Geblenlut, das über mein Gea wie von Schrecken eren verstämmelten Körper, rei und Schüsse einige ent. Es war der Feind, griff. Iy sprang vo## aß mein Herz kalt wurde, mir zitterten.— Das ein Obrist.“ uif und setzte sich an de# fragte er, indem er zu dlötzlich inne und blickte wede, nicht wahr?“ 16 Ehristianstadt.= aus Schweden mit und t. Ich wohnte in Lüne# Regiment, als es ducch se.! ung folgt.) Iunsern ersten Bürgern läuft gegenwärtig eine Liste, welche schon mit so vellwichtigen Zeichnungen bedeckt ist, daß schon mit dem nächsten Frühlinge der Bau des neuen Arbeiterviertels beginnen kann. — Aus Iserlohn wird der„Elbers. B's. geschrieben, daß die Galmei=Gesellschaft die dor #tige kathelische Kirche ankausen werde weil unter Vverselben bedeuteute minerolische Schätze vervorAgen lägen. Die Kirche liegt in einem Staattheigle, in welchem durch bergmännische Arbeiten mehhrere Häuser unbewohnbar gemacht würden, daher angekauft werden mußten. Mittheilungen aus den Kreisen. § Brilon, den 12. Nev. Wie uns von glaubhafter Seite versichert wird, sell Herr Pheglograph A. Weber hies. eine Zündmasse für Zündnadelgewehre erfunden haben, die— nach angestellter Probe— besser als die bisherige sein sell. Hoffentlich werden die Schritte, die man zethan, um dem jungen Erfinder höheren Orts die richtige Anerkennung für seine Leistungen zu verschaffen, nicht erfolglos sein. Herr Weber der durch eigenes Studium sich so sehr in der Photographie vervollkommnete, wird gewiß nicht ohne Erfolg auch in anderer Weise sein künstlerisches Genie versuchen. Brilon, 8. Nov. Durch Beschluß des westfälischen Provinzial=Landtags vom 14. October d. I. ist bei der Provinzial=Pflege=Anstalt zu Gesecke der Pflegegeld=Satz für unvermögende, in der Anstalt auf Kosten von Armen=, Gemeindeoder andern öffentlichen Kassen in Normal=Verpflegung untergebrachte Kranke vom 1. Jan. 1865 ab von 40 Thirn. auf 45 Thlr. jährlich erhöht worden. Feuersbrünste. aX Corbach, 7. November. Vorgestern, Sonnabends, brannte es, sichern Nachrichten zufelge“ in der Wohnung eines Bauers, in Wirmighausen, wobei eine erwachsene Person und ein Kind, welches in der Wiege lag und aus dem Fenster herausgelassen wurde, sehr arge Verletzungen davon trugen. Die Ursache des randes, welcher glücklicher Weise alsbald gedämpft werden konnte, war eine solche, wodurch schon öfters ähnliche und zwar viel größere Unglücksfälle herbeigeführt worden sind, nämlich das so böchst unvorsichtige, gefährliche Flachsdörren beim großen Familienofen, welcher bei dieser Gelegenheit 7fach geheizt wird, so daß seine Vorder= und Seitenwände glühend roth werden. Wann— so fragen wir im wehlgemeinten Interesse ganzer Fancilien, ja, selbst ganzer Gemeinden— wann werden unsere Landleuie erst durch Schaden klug gemacht sein und von jener verderblichen Unsitte endlich einmal ablassen, wodurch schon ganze Dörfer in Unglück u. Elend gerathen? Es hält schwer, solche alte, nichtswüreige Gewohnheiten auszurotten, und wehl hat der Dichter Recht, wenn er sagt:n6s erben sich Gesetz und Rechte(!?)— wie eine ew'ge Krankheit fert!“ Möchte dieser jüngste Vorfall- doch zur Vorsicht und Behntsamkeit mahnen!(W. A.) Landel und Industrie. Paris, 9. Nov. Große Sensation erregte heute hier die Nachricht, daß das alte Bankhaus Reugemont de Locwenberg, welches auch Verzweigungen nach Deutschland hatte, seine Zahlungen eingestellt hat. Die Passioa sollen 14 Millionen betragen. Dieses Haus gehörte zu den ältesten und geachtesten Bankhäusern der französischen Hauptstadt. Sein Fall wird von den bedauernswerthesten Folgen begleitet sein. Mehrere größere industrielle Speculationen, die schlecht ausfielen, sind die Hauptsache seiner Zahlungs-Einstellung. Literarisches. Der Schleswig= Holstein'sche Krieg von 1864, von C. ven Winterfeld. Erste Abtheilung. Vom Ursprung des Kampfes bis Fleusburg. 120 Seiten 8° 15 Sgr. Es wird für Jeden, der den einzelnen Kämpe, fen des Schleswig=Holstein'schen Krieges und allen seinen Episoden mit Spaunung gefolgt ist, ein Bedürfniß sein, später vie Gesammtheit dieser Kämpfe in einer zusammenhängenden, lichtvellen Darstellung überseben zu können und die Bilder derselben noch einmal an seinem Geiste vorz übergehen zu lassen. Die obige Winterfeld'sche Schrift eatspricht diesem Zweck. Mit sorgjältiger Benutzung eines reichen Materials versteht der Verfasser es, von unbefangenem Standpunkte aus, gewissenhaft zusammenzustellen, wie die Streitfrage, die durch das Schwert der vaterländischen Krieger gelöst werden mußte, sich entwickelte, und in einfocher, klarer und dabei überaus fließender Erzählung schildert er uns alle Kämpfe, die Preußens und Oesterreichs lapfere Söhne für Deutschlands gemeinschaftliche Sache mit und neben einander ausgefochten haben. Wir haben es hier mit einer fleißig hearbeiteten Geschichte des neuesten Krieges zu thun, der wir vor allem bisher darüber Erschienenen die erste Stelle einräumen müssen; ein Werk, das neben ausgezeichneten militäirischen Gesichtspunkten zugleich durch seine ganze Darstellung für die große Menge der bürgerlichen Gesellschaft berechnet ist, und welches unter allen Umständen auch über die Gegenwart hinaus seinen bleibenden Werth be, halten wird, ein Haus= und Familienbuch, das von festen, ächt vaterländischen Prinzipien bescelt ist. Die Ausstattung des ersten Hestes, dem noch drei weitere folgen sollen, ist, sauber und geschmackvoll, der Preis angewessen, und wir können daher dem von Winterfeld'schen Werke unsere beste Empfehlung geben. — Ein Kalender=Unternehmen, an dem sich Kräfte, wie Schulze=Delitzsch, Brehm, M. v. Scherzer, Spielhagen, Brachvogel, Rodenberg, Ring und andere Koryphäen aus allen Zweigen der Literatur betheiligen, erfüllt gewiß seine Aufgabe: in des Wortes bester Bedeutung ein Volksbuch zu fein und als solches sei denn der Jubiläums= Jahrgang des Steffen'schen Volkskalender mit acht meisterhaft ausgeführten Stahlstichen, vier Holzschnitten und einer Fülle belehrenden und unterhaltenden Textes dem Volke und seinen Freunden bestens empfohlen.— Der wohlfeile Preis von nur 12½ Sgr. für die Quantität und Qualität des gebotenen Stoffes macht die Anschaffung des Kalenders auch Unbemittelteren möglich. Landwirthschaftliches. Unser sonst bumanes Zeitalter hat es, tretz der Thierschutzvereine, noch nicht durchgesetzt, daß die Doppeljoche bei der Anspannung des Rindviehs verdrängt und die Einzeljoche allgemein eingeführt wurden. Die nützlichen Belehrungen, daß das Doppeljochen Thierquälerei sei. sind nicht überall zur Anerkennung gelangt. Wir geben uns daher der Hoffnung hin, daß die Mittheilung des folgenden Versuches nicht ungeeignet sein dürfte, auch diejenigen für die Einzeljochung zu gewinnen, die sich seither noch nicht entschließen konnten, dieselbe einzuführen. Wir haben 2 Kühe sechs Wechen lang täglich fünf Stunden als Zugvieh am Wagen arbeiten lassen, und sie währeno dieser Zeit in gleichmäßiger Fütterung und Pflege gehalten. Nach Ablauf der ersten 2 Wochen, während welcher wir ste in's Doppeljoch spannten, hatten wir gegen früher einen Verlust an Lebendgewicht von 31 Pfund und einen Milchverlust gegen die vorhergehenden zwei Wochen von 25¼. Maaß. In den zweiten zwei Wechen spaunten wir sie an Einze'joche. Nach Ablauf derselben hatten die Kühe wieder an Lebendgewicht um 21 Pfund und an Milch um 18 Maaß zugenommen. In den dritten zwei Wechen spannten wir sie wieder an's Doppessech und hotten am Ende derselben einen Verlust an Lebendgewicht von 19 Pfd. und einen Verlust an Milch von 31 Maaß. Po#tal#sches — Wie bekannt, bestebt in Preußen der Pestzwang gegenwärtig noch für verschlossene Briese, für Zeitungen politischen Inhalts, für gemünztes Geld und Papiergeld. Nach dem Preuß. Haudeisarchiv liegt es in der Absicht, auch die Aufhebung des Postzwanges für gemünztes Gelo u. P. pirzeld im Wege einer Gesetzzebungs=Maßre= gel einzileiten, sobald durch Veryandlungen mit Privat=Eisenbahngesellschalten die Sicherstellung dafür erreicht ist, daß die Einschränkung des Pestzwangs nicht eine vermehrte Bezahlung der Postverwaltung für die ihr zur Beförderung bleibenden Sendungen im Gefelge hat. Es ist Thatfache, daß. obwehl durch das Gesetz vom 21. Mai 1861 vom 1. September desselben Jahres an der Packelzwang aufgehoben wurde, sich das Publikum im ausgedehntesten Maße der Post zu den betreffenden Versendungen ferner bedient, wie die wachsende Zunahme bekundet. Gleichfalls ist die Ermäßigung des Briefportos in Aussicht genommen, insbesondere die„allmühliche Erstrebung eines mäßigen, gleichförmigen Briefportos, etwa von 1 Sgr. für die ganze Monarchie, anstatt der jetzigen drei Sätze von 1, 2, 3 Sgr. Der Preußische Briefpario=Tarif ist gegenwärtig einer der höchsten in Enropa, derselbe besteht seit 1850, während die meisten übrigen Staaten inzwischen erhebliche Erleichterungen in ihren Posttarifen haben eintreten lassen.“ Das Landbrief=Bestellgeld ist auf die Hälfte des bisherigen Satzes ermäßigt. Buntes. — Ueber den Aufenthalt der Kaiserin von Rußland in Nizza wird folgende artige Anekrote erzählt:„Die Kaiseria fragte bald nach ihrer Ankunft einen der zur Ebrenwache commandirten Zuaven, woria die gewöhnliche Verpflegung des Regiments bestände. Der Zuave grüßte militärisch und antwortete:„Mojestät, wir erhalten gewöhnlich ein Beefsteak mit Kartoffeln, einen Trutbahn, Kaffee, einige Näscher#ien zum Dessert und Verdeaux, so viel wir wollen.“ Die Kaiserin erwiederte lächelnd, daß an diesem ordinaire auch während der Wache der Zuaven in Nizza nichts geändert werden selle.“ des Logogryphs in Nr. 132 d. Bl. Frost— Forst— Rost. Redigirt unter Verantwortlichkeit des Verlegers. Zur Sache des Abraham Bichard zu Hiringhausen, Kläger gegen den Philipp Walther zu Sachsenhausen, Verklagter Wechselforderung betr. N. Wildungen, am 29. Okt. 1864. Für den Kläger erklärte RechtsAnwalt W. Hagemann: der Verklagte hat am 1. Juli d. J. den sub A. anliegenden eigenen Wechsel über 15 Thlr., zahlbar am 1. d. Mts. dem Hirsch Hirsch zu Sachsenhausen ausgestellt und hat dieser den Wechsel auf den Kläger in blanco indossirt. Da Zahlung nicht ersolgt ist, wird klagend gebeten: das Wechselverfahren einzuleiten, den Verkl. zur Anerkennung, oder eidlicher Ableugnung seiner Unterschrift unter dem Wechsel und darnach zur Zahlung von 15 Thlr. mit Zinsen des Verzuges seit 1. d. Mts unter Kostenverurtheilung schuldig zu erkennen. Der Verklagte hat sich seit einigen Wochen von seinem Wohnorte Sachsenhausen entfernt und in unbekannter Ferne begeben, wie ich durch die Anl. B. bescheinige. Ich beantrage demnach weiter: Den Verkl durch Insertion die. ser Klage und des zu erkassenden Decretes in öffentliche Blätter edictaliter zu dem anzuberaumenden Termine zu laden. Vollmacht ertheilt die Anl. C. Ger. W. Hagemann. Bescheid. Zur Anerkennung, bezw. eidlichen Ableugnung der Unterschrift unter dem Wechsel, event. zur mündlichen Verhandlung bei Meidung der Anerkennung und des Ausschlusses mit Einreden, wird Termin auf den 1. Dezember d. J. Morgens 9 Uhr bestimmt. Vorstehender Antrag, nebst dieser Verfügung, sowie die Anl. A. u. B. soll öffentlich bekannt gemacht und auf diese Weise zur etwaigen Kenntniß des Verklagten gebracht werden. Alle weitere Bekanntmachungen erfolgen durch Anschlag an die hiesige Gerichtslade. N. Wildungen, am 29. Okt. 1864. Fürstl. Wald. Kreisgericht Abth. 3. gez. A. Klapp. Anl. A. Eine neue Sendung prachtvoller enpfichlt M. Friedländer in Brilon. Ein längßt bewäßries Stärkungs. Annt. dienen folgende Zeilen Seiner Ehrwürden des Herrn Pastor Hoffmann zu Mesenich an die Dampfbrauerei des Malz=Extract=Fabrikanten Herrn Hoflieferanten Johann Hoff in Berlin neue Wilhelmstraße Nr. 1, so wie dessen Filiale in Cöln Hochstraße Nr. 12: Erster Brief. Mesenich(Reg.=Bez. Koblenz). Anbei erfolgen Kisten und leere Flaschen sammt dem Betrage für die letzte Sendung.„Ihr Malz Extrakt hat sich auch diesmal als ein wohlthätiges Ernährungs= und Stärkungsmittel bei Appetitlosigkeit und allgemeiner Schwäche bewährt. Hoffmann, Pastor.“ Zweiter Brief. Mesenich(Reg. Bez. Koblenz.) „Ihr Malzextrakt=Gesundheitsbier hat auch diesmal wie früher seine gute Dienste gethan, und ich habe bis dahin noch kein so stärkendes Hausmittel gefunden. Es verdient daher dasselbe, wie schon früher ausgesprochen, allseitige Empfehlung. Hoffmann, Pastor.“ Haupt Depot: bei M. Friedländer in Brilon. Preise des Malzextractes: Eine Flasche 7 Sgr. 6 Pf., Fünf Flaschen für 1 Thlr.— Bei Abnahme von größeren Parthien billiger.— Auswärtige Aufträge werden prompt, gegen Nachnahme des Betrages und Berechnung der Emballage, ausgeführt.— Für zurückgegebene leere Flaschen wird per Stück 1 Sgr. vergütet. 1149# Endlich geheilt von meinen fürchterlichen Zahnschmerzen, danke ich dies lediglich dem(in der Buchhandlung von M. Friedländer in Brilon für 5 Sgr. zu bekommenden) Buche:„Keine Zahnschmerzen mehr“ und mache alle an hohlen Zähnen und rheumatischen Zahnschmerzen Leidende darauf aufmersam. 1150) nn: Wepa#eih, inn E. Launer, Inspector. Sachsenhausen am 1. Juli 1864. Für Thlr. 15 Pr. C. Den 1. Oktober c. zahlte ich gegen diesen meinen Sola=Wechsel an Hrn. H. Hirsch, oder dessen Ordre die Summe von Thlr. Fünfzehn Pr. C., den Werth dafür habe ich baar erhalten, leiste zur Verfallzeit prompte Zahlung nach Wechselrecht unter Begebuug aller Ausflüchte sub hypoth. bonorum Sola auf selbst zahlbar. Philipp Walther. Anl. B. Ich bescheinige hierdurch, daß Philipp Walther nicht mehr hier ist und sich in unbekannter Ferne aufhält. Sachsenhausen, am 27. Okt. 1864. Hisch Leof. Die von dem K. Professor Dr. Li des zu Berlin autorisirte Vegetabilische Stangen-Pomade(à Originalstück 7½ Sgr.), sowie die Italienische Honig-Seife des Apotheker A. Sperati in Lodi(à Päckchen 2¼ u. 5 Sgr.) erwerben sich allerwärts den ungetheiltesten Beifall der Consumenten und sind in frischer und guter Qualität zu den festgestellten billigen Fabrikpreisen stets in Blilon zu haren bei M. Friedländer. 5n#n 1151) Bei B. F. Voigt in Weimar ist erschienen und bei M Friedläuder in# r. i. lon und a Speyer in Arolsen zu haben: Leopold v Reindeck, Achtzig anleitende Beispiele, um auf Ballen, in Gesellschaften, Konzerten und im Theater, bei Besuchen, Diners und Landparthieen, auf der Straße, auf Promenaden, Reisen, sowie überhaupt unter den verschiedenartigsten Lebensverhältnissen auf eine passende, anziehende und interessante Weise eine Unterhaltung anzuknüpfen, sowie mit Takt und Gewandtheit fortzuführen. Ein Rathgeber für unerfahrene und schüchterne junge Leute beiderlei Geschlechts. 8. Geheftet 18. Sgr. 1152. Bei den jetzt beginnenden langen Abenden sei allen lebensfrohen jungen Damen und Herren als gemüthlicher Begleiter bestens empfohlen: Der kleiue Gesellschafter. lung der neuesten und beliebiesten Gesellschafts=Spiele, Lieder, Hochzeitsvorträge, der Liebe und Freundschaft gewidmete Albumblätter; als Anhang: Touren=Commando des Contre-danse und der Quadrille à la cour, Cotillontouren. Mit 10 Illustrationen und einem Tableau, enthaltend Schema einer Hochzeitszeitung. Herausgegeben von C. F. Wienecke.— 148 Seiten eleg. geh. Preis nur 5 Sgr. Vorrathig in der Buchhandlung von M. Friedländer in Brilon und A. Speyer in Aroisen. 1153 Auckion. Ich unterzeichneter diente 2 Jah re bei dem Oekonomen Josep Schlüter in Brilon; er kann mir das Zeugniß geben, daß ich stets ordentlich war;— ich ließ fü mich einen neuen Sensenhamme machen, welcher in seinem Dienste im 2ten Jahr kaput ging; trotzden dr Knecht nicht verpflichtet ist, di Sachen für seinen Herrn mitzubrin gen, mußte ich den Hammer doch bezahlen Diese Handlungsweise fühle ich mich verpflichtet, alles Dienstbeflissenen mitzutheilen. Joseph Stratmann aus Thülen. 1111 4455 Armensache. Decret in Sachen der Ehefrau des Kiefers Heil Aihgerin gegen rich Flor, Katharine geb. Beckestunden Betreffs d zu Ellnhausen, armstadts und A vom 28. Juni un Dresden, 12. Journal berichtet, ihren genannten Ehemann, vonlbung der rendsb da abwesend, Verllagten wegen Ehescheidung. Nachdem Klägerin dahier vorgeschen und stellt hat, daß Verklagter seit län geren Jahren sich nach Amerika belusammen, und Er vor. Der Präside mit einem dreimali Im ebenfalls zu geben, sie aber ebenwohl seit vi len Jahren von seinem Aufenkhalts orte Kenntniß nicht erlanzt un demgemäß gebeten hat, die Ehe mit ihm dem Bande nach zu trennenchmerling das auch ihn in die gesetzlichen Vermöheordnete, darunter gensstrafen zu verurtheilen, diesshaßner hielt eine! Klage aber im Wege der Edicta ladung zur Mittheilung zu bringen so wird nach stattgehabten amtli chen Ermittelungen dem Verklagteaufgegeben, sich hierauf binnen Monaten so gewiß durch einen An walt vernehmen zu lassen, als sonst mit Einreden ausgeschlossetzämlich, daß zwisch werde und zu gewärtigen habe, daß in der Sache einseitig fortgefahren werde und die ergehenden Verfü gungen durch Auschlag im Ge richtslocale als behändigt angese hen werden. Marburg, den 5. Nov. 1864. Kurfürstl. Obergericht, Civil=Senat *" Wegner. 1156) 1140 Beglaubigt Todt. Montag, den 21. d. M., Morgens 10 Uhr, läßt die Frau Wittwe Kaufmann M. Schlüter hier folgende Schlosser= u. Schmiedegeräthschaften: 1. 1 Metall=Drehbank mit den erforderlichen Werkzeugen und Instrumenten, 2. 1 Ambos, 3. 1 Blasebalg, 4. 5 Schraubstöcke, 5, 5 Schneidkluppen, 7. 1 Bohrmaschine, 7. Hämmer, Feilen, Zangen 2c. im Meistgebote gegen Credit verkaufen, wozu Kaufliebhaber einladet, Brilon, den 13. Novbr. 1864, 1154) Koch, Auctions=Commissar. in Stahlstich u. Holzschnitt Stralsunder Spielkarten i allen Sorten, verkauft en gros&chp; en detail, zu den bekannten billige Preisen, der Unterzeichnete, bei wel chem sich die alleinige Niederlag für den Regier.=Bezirk Arnsber besiadet. M. Friedläuder. Nr. 136. 1864. Erschiut am Montag, Mittwoch u. Sonnaben d, und lostet in Brilonbei der Exped. 23 Sgr. durch die Post bezogen, Portofrei 27 Eg 6 Pf. halbis##l. V-IpIL 28 Briefe und Geld den bei uns eber vierspaltige Peti Agenturen Bestellun her für werden no nommen. Berlin, 12. 9 keiger meldet, daß 15. d. in Kiel zuse Darmstadt, 1 mer sprach sich he Wien, 12. Nov Fragen berührte ur ung endigte, die L hern zu concentri sorwärts zu schreitt Homburg, 9.9 Es scheint sich ein em die rheinischen on ach Hessen-Darms welchem das Braf Königsmas □ „ So?“ fagte Du warst in L Zweiundzwanz berzog von Celle ienstes, den ie leisten, in se glaubte, ich nd lehnte es ab. vUnd welchen 3“ „Die Prinzeß ahr alt war, fu luß, wollte mit Ind stürzte in das diesem Orte Druck und Verlag von M. Friedländer in Brilon schwimmer— thei Ihr,“ sag hbefangenen Ein sandtung desselbe