Montäg, 28. Januar. en, ihm stehenden im Backosen geI: verkauft,u antSpitzbubel- sagte gewaltig. so gern, en Herr'n," venn erreicht uleicht nches Jahr, war. chein ein; Kind, nd Gefahr ig war! nzen spricht nicht, 9 jaust vermag: hon, Hohn. No. 4. Bl. E. n. Nr. 42 1861. Erscheint am Montag, Mittwoch u. Sonnabend, und kostet in Brilon dei der Exped. 23 Sgr., durch die Post bezogen, portofrei 27 Sgr. Pf. halbjährlich. 25. und Tiittligrs Arrwatalt für die Kreise Prilon, Büren, Stadt und Amt Rüthen. Inserate v. Bekanntmachungen kosten erstere 6 Pf., letzter1 Sge. die 4spaltige Petitzeile oder deren Raum. Jahrgang. 9 =G.) Gew.) 28 26 25 10 4 3 24 2 12 13 9 Briefe und Gelder werden kranco unter der Adresse:„Sauerländischer Anzeiger und amtliches Kreisblatt“ erbeten.— Anzeigen, welche gleichzeitig in den bei uns ebenfalls wöchentlich dreimal erscheinenden„Waldeckschen Anzeiger“ aufgenommmen werden sollen, kosten für beide Blätter nur e n oaßt nicht für unser n g. gel zu Medebach“(in ir gef. zu verbessern: I, lies Orgeltheile; winkel, lies Schlitzeit des Verlegers. it Gelée. d günstigen Erdas Anacavon Mexico urzem ünbekannich den Gebrauch , LungenleiSchwindsucht n mich veranlaßt, Sendungen zu i der aus denselGelée wieder in zr.) ¼ Flaschen Sgr.) vorräthig. i bei Herrn M. Wünnenberg theker in Warendorf. ttel=) Preise. 17. Januar 1861. lität... 8—— neuer.. 7 20— ... 7 10— 200 Pfd U=Gew. idem idem idem idem idem Scheffel 5 17— 5 28— u. G. 44—— Pfund Zollgew. 17 25 13 24 1— 15 1 Pf. die vierspaltige Petitzeile oder deren Raum Bestellungen auf den Sauerländischen Anzeiger für das mit dem 1. dies. Monats begonnene lte Semester wolle man baldigst, in bekannter Art, machen und erneuern. Brilon, im Januar 1861. Die Exped. des Sauerl. Anz. S Deutschland Berlin, 23. Januar. Bei der Admiralität ist, wie man vernimmt, die erfreuliche Nachricht eingegangen, daß„Frauenlob“ nicht untergegangen ist. Berlin, 24. Jan. Der Darlegung des Finanz=Ministers über die Grundsteuer=Vorlagen entnimmt man nach den stenographischen Berichten über die vorgestrige Sitzung des Abgeordnetenhauses noch folgendes: Zu dem Mehrertrage der Grundsteuer von 2,073,000 Thlr. kommen eventuell aus der Gebäudesteuer 569,000 Thlr. Von dieser Gesammt=Mehreinnahme von 2,642,000 Thlr. werden 400,000 Thlr. zur Verzinsung und Amortisation der Entschädigungssumme erfordert, so daß für die nächsten 40 Jahre ein Plus von 2,200,000 Thlr. bleibt. Berlin, 24. Jan. Wie man hört, soll im Monat Mai(der Tag ist noch nicht bekannt) die Huldigung König Wilhelm l. im Königsberger Schlosse stattfinden. Um einen dem feierlichen Akte angemessenen Raum herzustellen, ist der Geh. Oberbaurath Stüler beauftragt, den über der Schloßkirche belegenen Moskowiter=Saal, der allerdings lang genug ist, aber eine seiner Länge wenig entsprechende Höhe hat, zu erhöhen, d. h. also die Deckbalken zu durchschneiden und so die erforderliche Erhöhung herzustellen. — Beim Universitäts=Curatorium hat eine Dame, die Anatomie studiren will, um die Erlaubniß nachgesucht, Soldaten lei d. Eine Erzählung von Friedr. Friedrich. (Fortsetzung.) erwiderte er. vUnd auf wie lange Zeit hast du Urlaud? wandie er sich an Heinrich, der sich langsam erhoben hatte und nun in seiner ganzen Größe und fast drohend dastand. vDu mußt dich gut gehalten haben, denn ich habe nach vier Wochen noch keinen Rekruten wieder daheim auf Urlaub gesehen.“ Es lag in dem Tone seiner Stimme Spott und Zweifel an der Wahrheit Heinrich's. =Hast du ein Recht danach zu fragen? erwiderte Heinrich mit fast tonloser Stimme, die aber seine heftige, leidenschaftliche Aufregung nur zu deutlich verrieth.„ Hast du ein Recht dazu? wiedetholte er nochmats. „Neinn, rief Franz spöttisch und gereizt. Aber ich weiß, daß nach vier Wochen noch niemand Urlaub bekommt, und wer dann schon heimkehrt, der ist desertirt!“ Heinrich's ganzer Körper erzitterte gewaltsam. Seine Augen blickten glühend. Bubel rief er laut und heftig und sprang auf Franz zu, um iho an der Brust zu erfassen und wie einen Ball an die Wand zu schleudern. Marie warf nur 1 Sgr. 4 die medicinisch=chirurgischen Vorträge an hiesiger Universität besuchen zu dürfen. — Bis jetzt sind etwa 200 Petitionen beim Hause der Abgeordneten eingegangen. Breslau, 22. Jan. Gestern gegen Mittag starb der Senior der hiesigen Universität, zugleich der letzte Repräsentant der Uebersiedlung derselben von Frankfurt nach Breslau, Ober=Consistorial=Rath Professor Heinrich Middeldorpf. Köln, 23. Jan. Die Mindener Eisenbahn=Gesellschaft hat in diesem Jahre eine Einnahme von über 6,000,000 Thlr., mithin ein ungefähres Mehr von 600,000 Thlru. gegen das frühere Jahr. Hannover, 24. Jan. Das muthvolle Ausharren der jungen Königin von Neapel, bekanntlich eine baierische Prinzessin, bei ihrem Gemahl Franz U. in dem Felsenneste, Gaeta hat in unsern Hofkreisen die lebhafteste Theilnahme erweckt. Das Legitimitätsprinzip, zu dessen enrangirter Verehrer der Hof Georgs V. gehört, wird ja von Franz II. mit besonderer Ausdauer vertheidigt und die junge Königin steht ihrem Gemahl hier= bei muthig zur Seite. Der Hof glaubt deshalb, der letztern seine volle Sympathie nicht vorenthalten zu dürfen und hat den Plan angeregt, daß derselben von den Fürstinnen Deutschlands ein goldener Lorbeerkranz verehrt würde. Jedes einzelne Blatt des Kranzes soll mit dem Namen der Geberin bezeichnet werden. Wien, 23. Januar. Die Abend=Ausgabe der „Presse“ bringt Nachrichten aus Pesth vom heutigen Tage, welchen zufolge das graner Comitat in seiner Antworts=Adresse auf das kaiserliche Manifest unter Anderm sagt, die ewigen Kämpfe machten Ungarn mißtrauisch; das October=Diplom widerspreche der pragmatischen Sanction, welche den König eben so wohl, wie die Nation binde; die Auferlegung von Steuern ohne Bewilligung des Landtags sei ungesetzlich; der König möge der Nation das Recht der Steuer=Ausschreibung bewilligen und sich bei der jetzigen ausnahmsweisen Lage an die Loyalität der Nation sich in diesem Augenblicke mit lautem Angstschrei zwischen sie.„Heinrich, Heinrichu, rief sie, „Franz ist mein Verlobter!“ und um den Geliebten zu schützen, schlang sie ihre Arme um seinen Hals. Wie von einem Blitzschlage wurde Heinrich von diesen Worten getroffen. Alle Kraft seines starken Körpers schien mit einem male gelähmt zu sein. Seine Augen ruhten einen Augenblick starr auf dem Mädchen, mit der Rechten preßte er gewaltsam seine Brust zusammen, dann stürzte er rasch aus dem Zimmer und aus dem Hause. „Heinrich, Heinrich!“ rief Marie ihm nach und wollte ihm folgen, aber Franz hielt sie zurück. „Laß ihn“, sprach er.„Hier ist doch seines Bleibens nicht. Er ist desertirt, ich habe es seinen Augen angesehen. Man wird iha verfolgen, ist vielleicht schon auf seiner Spur und sucht ihn hier schon in nächster Stunde. Es ist das Beste für ihn, wenn er flieht, weit, weit, so weit als er kommen kann.“ Das Mädchen hatte ihm mit zunehmender Angst zugehört. Heinrich's Schrecken, als sie ihm gesagt, daß sie sich mit Franz versprochen, sein starter auf sie gehefteter Blick, die ungewenden. Schließlich wird der König eingeladen, seinen Wohnütz in Ungarn zu nehmen. 24. Jan. Wie die heutige Wiener Ztg. meldet, beginnt morgen die amtl. Wirksamkeit des croato=slavonischen Hof=Dikasteriums. Pesth, 23. Jan. Die hiesige Comitats=Gerichtsbarkeit mit Führung des Criminal=Prozesses hat begonnen, und die vom Judex curiae berufeue Justiz Conferenz ward heute eröffnet. Deak beantragte die Wiederherstellung der ungarischen Gesetze, so weit dies ohne Verwirrung privatrechtlicher Verhältnisse zulässig sei. — 24. Jan. Die honther Comitats=Versammlung beschloß eine Adresse als Antwort auf das kaiserliche Manifest. Es wird darin gesagt, das Komitat habe weder den Kreis der gesetzlichen Rechte überschritten, noch wolle es denselben überschreiten; doch müsse es an allen seinen Rechten festhalten, auch die Gesetze vom Jahre 1848 aufrecht erhalten, bis der Landtag deren Abänderung beschließen werde. Ohne ein durch die Gesetze angeordnetes unabhängiges ungarisches Ministerium sei eine gesetzliche Regierung des Landes undenkbar. Einem solchen verantwortlichen Ministerium werde sich das Comitat freudigst unterwerfen. Pesth, 24. Jan. Der Fürst Primas von Ungarn hat ein Schreiben des Hofkanzlers erhalten, wonach der Kaiser schon am 21. Oct. 1860 die Emigranten zurückrufen wollte, und die Sequestrations=Frage damals das Hinderniß gewesen wäre, woran dieses Vorhaben scheiterte. Jetzt hat der Kaiser eine beschleunigte Lösung dieser Frage befohlen. Nach Hebung des erwähnten Hindernisses soll sofort eine allgemeine Amnestie erfolgen Italien Neapel. Die Nachricht, daß das Bombardement von Gaeta am 21. Jan. von Seiten der Belagerer begonnen habe, erweis't sich als falsch. Cialdini u. Persano haben noch gezögert, weil die turiner Regierung stüme Hast, mit der er aus dem Zimmer gestürzt war—, dies alles hatte ihr hinreichend verratben, was in seiner Brust vorgegangen war. Sie wußte, daß er sie mit einer wilden Leidenschaftlichkeit und Glut liebte, sie wußte, daß er ihretwegen sich einer solchen Gefahr ausgesetzt hatte und vielleicht für immer unglücklich werden sollte. Aber das durfie er nicht. Das konnte sie nicht dulden! Konnte sie ihn auch nicht lieben, wie er es verlangte, so wollte sie ihn doch zum wenigsten retten, er stand ja als Bruder ihrem Herzen so nahe. „Wir müssen ihn retten“, sprach sie zu ihrem. Geliebten.„Laß uns ihn aufsuchen— er ist mein Bruder— in dem Hause seiner Mutter bin ich aufgenommen und wie ein eigenes Kind gehalten.“ Franz schwieg. Er sollte den zu retten versuchen, den er als Nebenbuhler fürchtete und haßte. Um dessen willen sollte er sich vielleicht selbst einer Gefahr aussetzen und die Strafe auf sich ziehen, die jeden traf, der einem Deserteur zur Flucht behülflich war! Das vermochte er nicht — er würde es nicht gethan haben und wenn Heinrich sein eigener Bruder gewesen wäre. Als Marie noch einmal in ihn drang, schlug er esoffen ab den Ober=Befehlshaber des Operationscorps Weisung ertheilt hatte, dem Könige Franz zwei Schiffe, den ausländischen Soldaten die Reisekosten zur Heimat und allen denjenigen Neapolitanern, die nicht in die italienische Armee treten wollen, einen dreimonatlichen Sold zur Verfügung zu stellen. — Nach einer pariser Correspondenz aus Neapel besteht die Besatzung Gaeta's aus folgenden: 4000 Artil= leristen, einschließlich der Marine Artillerie, 600 Schweizer Veteranen(ein Batail.), 400 Mann fremder Truppen, 300 Mann von verschiedenen Corps und dem Generalstab herrührend, 700 Mann der Garde=Tirailleur=Bataillons, sodann ungefähr 8000 Mann, welche die Guide=Compagnieen bilden, und 500 Mann reitenden Jägern. Rom, 19. Jan. Der Peterspfennig ist seit Neujahr so reichlich hergeflossen, besonders aus der nordamerikanischen Union, daß in der Staats=Central=Kasse bis zum Juni nicht allein zur Besoldung aller Beamten die nöthigen Geldmittel zur Verfügung sind, sondern auch ein voller Dispositions=Fonds da und selbst für Eventualitäten genügend gesorgt ist. Monsignor Ferrari berichtete darüber dem h. Vater, und was hier mitgetheilt, kommt aus jener officiellen Quelle. Die Regierung ließ im Augenblicke ihrer höchsten Bedrängniß in Paris und London vergebens Schritte thun, eine Anleihe abzuschließen: kein Bankhaus mochte darauf eingehen, Nun hilft ihr eine ganz andere Macht aus der Noth, die der zu jedem Opfer bereiten religiösen Anhänglichkeit und Pietät. Fraukreich. Paris, 23. Jan. Wie das in St. Etienne erscheinende Memorial de la Loire aus guter Quelle erfahren haben will, ist augenblicklich davon die Rede, der ganzen franz. Armee Revolver mit 6 Läufen zu geben. Diese furchtbare Waffe würde bei der Infanterie vermittels eines eiserneu Hakens am Gürtel getragen werden und bei der Cavallerie in der rechten Holster befindlich sein. Paris, 24. Jan. Wie der heutige Moniteur meldet, hat der Kaiser gestern den General von Willisen empfangen, der ihm einen Brief des Königs von Preußen, die Anzeige von dem Tode seines königlichen Bruders und von seiner Thronbesteigung enthaltend, überreichte. Paris, 24. Jan. Nach einer Verfügung des KriegsMinisters müssen alle Conscriptionspflichtigen dieses Jahres, ohne Ausnahme, mit dem 1. Februar sich zu ihren respectiven Depots verfügen. England. London. Eine am 22. Januar Abends in Berlin eingetroffene Depesche von hier, die der Bank= und Handels=Ztg. bereis auf brieflichem Wege bestätigt ist, meldet ein großes Fallissement des in Finanztrausactionen mit der Pforte seit langer Zeit verwickelten Hauses Francis Ere, Son and Ep. Die Passiva werden in der Depesche auf 350,000 L. angegeben. Nach der brieflichen Nachricht schwanken die Angaben zwischen 250,000 u. 400,000. L. London, 23. Jan. Das Reuter'sche Bureau bringt Nachrichten aus Washington vom 15. d. M. Die Staaten Missisippe, Alabama und Florida hatten sich von der Union losgesagt und der virginische Convent war einberufen worden, um die Losreißungs=Frage zu berathen. Die Kriegsschiffe Brooklyn, Harriet Lane und Star standen im Begriff, in den Hafen von Charleston einzulaufen. Die Secessionisten hatten sich mehrerer Forts in Louisiana bemächtigt. Landtagsverhandlungen. Berlin, 23. Jan.(Abgeordnetenhaus.) Die Adreß= Commission hält seit gestern täglich zwei Sitzungen. Ueber die Verhandlungen verlautet nur, daß dieselben sehr lebhaft sind und daß namentlich eine sehr eingehende Besprechung der Verhältnisse des hiesigen Polizei=Präsidiums stattgefunden hat. Außerdem hält die Commission für die Geschäftsordnung Sitzungen, in denen die Frage wegen Erledigung der drei Mandate verhandelt wird. Westfalen. Aus Westfalen, 23. Jan. Für die beiden Provineial-Blindenanstalten ist eine jährli. che Hauscollecie in der Provinz einstweilen bis zum Jahre 1865 bewilligt; die für die evangelische Anstalt in Soest wird d. J.vom 10.—16. Februar, und die für die katholische in Padervorn wird vom 18.—23. März gehalten. Die Präfungen zur Aufnahme in die katholischen Lehrer= resp. Lehrerinnenseminare zu Mügster, Langenhorst und Büren beginnen am 2. resp. 8. April resp. 21. Mai. Die schriftliche Meldung muß wenigstens 4 Wochen und die persönliche am Abende vor Beginn abgehalten werden. — Am vorigen Sonntage wurde zu Arnsberg ein ehemaliger Soldat, der später als Regierungsbote pensionirte Neumann, beerdigt, welcher noch unter Friedrich dem Großen gedient hatte. Derselbe war 1767 geboren.(K. Z.) Aus Westfalen, 23. Jan. Wie wir vernehmen, wild von Assessoren des Apellanonsgerichts=Bezirkes Hamm deadsichtigt, die Freigebung der Advokatur bei dem Hause der Abgeordneten mittelst folgeoder Petition in Antrag zu bringen: „Die der Zukunft des Richterstandes drohenden Gefahren lassen sich nicht verkennen. Die Heranziehung der Gerichts-Assessoren zuseiner Jahre langen unentgeldlichen Arbeii droht, ein Beamten Proletariat der Staatsverwaltung zuzufuhren, welchem bei der richterlichen Thatigkeit die Freude zur Arbeit, Freiheit und Selbstständig= keit fehlen wird.— Das Richteramt ist zu einem Vorstadium für die Rechtsanwaltschaft herabgesunken. Die Rechtsanwaltschaft ist ein lucratives Erwerdeprivile. „Ich mag mich nicht selbst in Gefahr bringen, weil ich einen Deseeteur in meinen Schutz nehme,“ sprach er.„Weshalb ist er geflohen? Ich weiß es und gerade deshalb mag ich ihm nicht behütflich sein.“ „Er ist mein Bruder“, wiederholte Marie bittend. „Und doch siebt er dich mit andern Augen als denen eines Bruders an!“ rief Franz.„Ich weiß, daß er dieh liebt, glühend und leidenschaftlich. Deshalb ist er geflohen'— und deehalb kann und werde ich ihn nicht reiten. Mögen sie ihn wieder festaehmen, mag er sein Vergehen büßen, er hat es selbst verschuldet!“ Marie wandte sich von ihm ab. Sie hatte ihm mehr Großmuth und ein edletes Herz zugetraut. Sie fühlte sich getäuscht und gekränft, sie würde Hätte und Herzlosigkeit ihres Geliebten vergeben und vergessen hoben, denn ein liebendes Herz ist ja groß im Vergeben, bätte er ihr Ruhe und Zeit gelassen, sich zu fassen und ihre Aufregung zu bekämpfen. Er that es nicht, sondern schlang, um sie zu versöhnen, den Arm um ibren Nacken, fast heftig stieß sie den Aim zurück, sie konnte sich in diesem Augendlicke von dem Manne; nicht umfassen lassen, um dessen willen ihr„Bruder“ unglücklich werden sollte. Frauz verstand sie nicht. Unwillen und Eisersucht regte sich in seiner Brust und aufgeregt verließ er das Zimmer, ohne noch ein Wort zu dem Mädchen, das er so iunig liebte, zu sprechen. Marie bereute ihr Benehmen nicht. Frauengemüther bereuen selten, daß sie ihrem Gefähle gesolgt sind, denn das Gefühl besitzt für sie eine heiligende Macht. Und Marie mußte sich odenein gestehen, daß ihr Gefuhl ein wahres und edles war. Sie wußte ja, daß sie iyrem Geliebten kein Unrecht gethan hatte. Sie hätte alles für Heinrich opfern können, ohne ihrer Liebe zu nahe zu treien und Abbruch zu thun. Sie liebte Heinrich und Franz gleich innig und und treu und doch war diese Liebe so unendlich verschieden, doch konnte ihr Herz seldst nie dadurch in Zwiespalt gerathen. In Gedanken versunken stand sie da und wurde daraus erst gestört, als Heinrich's Mutter zu ihr ins Zimmer trat. Aufgeregt, wie sie noch nimmer war, warf sie sich ihr schluchzend gium für ältere Richter geworden. In den Gerichtssitzungen vertheidigt das ruhigere Seniorat dis Rechte der Parteien, das lebhaftere Janioriat entscheidet über die Ausführungen der Seniorien. Das Publikum ist bei der Auswahl von Mandatarien häufig über Gebühr beschränkt Die Verbindung des Notariats mit der Rechtsanwaltschaft ist naturwidrig. Zur Beseitigung dieser Uehelstände bitten wir: Das hohe Haus wolle dahin wirken, daß die Advokatur freigegeben, das Notariat von der Rechtsanwaltschaft getrennt und den Rechtsanwalten der Rücktritt in das Richteramt fernerhio nicht abgeschnitten werde.“ Hagen, 23. Jan. Schon nach Antritt der Regentschaft unseres jetzigen Königs verlautet: „unser früherer Landrath, der weltberöhmte Redner und Rechtsvertheidiger Freiherr v. Vincke sei dereinst zum Nachfolger seines für die Provinz, ja für's gesammte Vaterland hoch verehrten Vakers,— zum Ober=Prasident von Westfalen bestimmt;—“ neuerdings wiederholen sich diese Gerüchte und es wolle Gott, daß sie s. Z. in Erfüllung gehen. Vohwinckel, 22. Jan. Vor ungefähr 8 Tagen sind hierselbst aus einem Kohlenmagozin circa 1147 Thlr. in Geld und Wechseln gestohler worden; der Bestohlene hat eine Belobnung von 100 Thirn. ausgesetzt, um den Namen des Diebes zu erfahren. Bochum, 18. Jan. Am 15. d. M. bat sich auf der hier in der Nähe gelegenen SteinkehlenGrube ver. Hannidal ein höchst trautiger Unglücksfall ereignet. Der Steiger Schleyer und Arbeitsausseher Weber, welche im Nachmittags=Drittel die Aufsicht in der Grube zu führen hatten, haben sich des Seiles zum Einfahren bedient. Nachdem sie mittelst der Maschine bis einige Lir. über der Weuersohle eingefördert, bricht das Dratbseil über Tage, und zwar in der Gegend zwischen Seiltrommel und Seilscheibe. In Folge dieses Seilbruche fällt der Förderkorb, auf welchem sich die beide Personen befanden, die Anschlagsbühnen in der 1. Tiefbausohle durchschlagend, in das mit Wasser gefüllte Tiefste des Schachtes. Schleyer und Weber haden hierbei ihren Tod gefunden; sie waren verheirathet und hinterlassen Frau und Kinder. Der Förderkorb ist auf ca. 34 Lir. Teufe in dem ca. 100 Litr. tiefen Schlachte niedergefallen. Aus dem Mindenschen. An den Höhenzügen der Porta Westfalica, insonderbeu bei dem preußilchen Dorf Kleinen=Bremen zwischen Bückeburg und Rinteln, sollen sich Wölfe gezeigt haben, und man behauptet sogar, daß sie bis auf die südlich an Bückeburg gränzenden, von den Schloßgärten nur durch einen Graben getrennten Bleichen gelangt wären. Diese Wölfe würken unzweifelhaft aus den Ardennen sein. Herford, bringen, hal de mörder Graver ein vollständige legt. Münster, richts=Präsident weilte in vorig und hiel! Conf gehreren einflu um den Hals und erzählte ihr alles, was seie wenigen Siunden vorgefallen war. Die Frau war auf das heftigste erschrocken, aber in dem Mutterherzen gewann die Sorge um den Sohn sogleich das Uebergewicht. Sie hatte nur den Einen Gedaaken, ihn zu retten. Auch in Mariens Herzen gewann dieser Gedanke wieder Raum und sie eilte hinaus, um Heinrich zu suchen.—. Ohne daß sie sich zu sagen vermochte weshalb, trat sie in den kleinen Garten hinter dem Hause. Sie sah Heinrich, der auf einer Baak unter einem Apfelbarme in Gedanken versunken dasaß, und schweigend trat sie an ihn heran. Er demerkte es nicht. Sie legte ihre Hand auf seine Schulter und kaum hatte sie ihn berührt, so sprang er erschrocken und wild in die Höhe. Als er sie aber erkannte, legte sich seine Aufregung sofort, und er setzte sich wieder schweigend auf die Bank. „Heinrich!“ rief Marie bittend,„fliehe, ehe du dich und uns alle unglücklich machst!“ Er schüttelte ablehnend und schweigend mit dem Kopfe. In diesem Augenblicke trat auch seine Mutter #,=, Brilon, bäude ist für Wichtigkeit, daß genug beleuchtet deutenden Kosten und gibt nach de zurück, wodurch Kosten der Stadt Bauplatz. Als 1. der Garten Thore nebst häuschen de nen Garten 2. der Garte niedern Th 3. der Platz, rat) steht, n Spritzenhau einem Theil Der Garten zu diesem Zwecke das Pförtnerhäu der Garten des 3000 Thlr. abge behörde später z Als im verflosse gieuert werden si 500 Thlr. mehr Diese Mehrford weniger Prellere Verhältniß nöt klar gemacht h Dies Verhältnis terliegt keinem Anerbieten wied Mitverkäufer vi uördlich geleger K, kann oh Der demnächst Bauplatz ist: Der Garten deren Thore, ge Uebelstand hat, Wasser hält. Röhrenleitung werden, hat a daß das der S abgeführt wird in den Garte sich schmerzvo Für einen 2 Gefühle hin den Schmerz solchen Lage schmerzvoll, i er preßte sie sermet bist?“= daß du deine hast?“ Noch hiel: Armen, er so dann erwider „Meia G schreckene M Brust ihres dalb hast du fliebe, sie 0 Der Ged ließ sie den sich entschlos ihn zu rette n. In den Geihigere Seniorat ebhaftere Joniorungen der Seei der Auswahl bebühr beschränkt s mit der RechtsZur Besentigung zhin wirken, daß „ d a s N o t a r i a t ift getrennt und Rücktritt in das cht abgeschnitten lach Antritt der ön igs verlautet: der weltberühmte Freiherr v. Vincke es für die Proand hoch verehrsident von Westwiederholen sich ott, daß sie s. Z. Vor ungefähr 8 n Kohlenmagozin Wechseln gestoht eine Belobnung den Namen des 5. d. M. bat sich enen Steinkehlensst trautiger UnArbeitsausseher Drittel die Aufsatten, haben sich dient. 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Gerlach aus Magdedurg verweilte in voriger Woche mehiere Tage hierselbst und hielt Conferenzen über religiöse Fragen mit mehreren einflußreichen Katholiken. Mittheilungen aus den Kreisen. K2,=, Brilon, 26. Jan. Das neue Gerichtsgebäude ist für Brilon ein Gegenstand von so großer Wichtigkeit, daß dasselbe vor seiner Ausführung nicht genug beleuchtet und besprochen werden kann. Die bedeutenden Kosten dieses Gebäudes zahlt die Regierung und gibt nach dessen Vollendung uns unser Rathhaus zurück, wodurch für sonst nothwendige Bauten bedeutende Kosten der Stadt erspart werden. Die Stadt gibt den Bauplatz. Als solcher wurde gewählt: 1. der Garten des Posthalters Teuto am Kreuzger Thore nebst der daranstoßenden Ruine u. dem Thorhäuschen des Henke und dem dahinterliegenden kleinen Garten des A. Ulrich. 2. der Garten des Gewerkers R. Unkraut vor dem niedern Thore und 3. der Platz, wo das jetzige Rathhaus(die alte Pastorat) steht, nebst der dahinter stehenden Scheune mit Spritzenhaus, die daran stoßenden Wohnhäuser u. einem Theile des Gartens der Wittwe Jos. Ulrich. Der Garten des Posthalter Teuto wurde demselben zu diesem Zwecke vor ungefähr 6 Jahren zu 2000 Thlr., das Pförtnerhäuschen dem 2c. Henke zu 700 Thlr. und der Garten des A. Ulrich zu 300 Thlr., im Ganzen zu 3000 Thlr. abgekauft, der Kauf durch hiesige Gerichtsbehörde später zweimal erneuert ohne weitern Erfolg. Als im verflossenen Frühjahr der Ankauf abermals erneuert werden sollte, forderte Teuto für seinen Garten 500 Thlr. mehr, wodurch der Kauf rückgängig wurde. Diese Mehrforderung mag wohl nicht Eigensinn, noch weniger Prellerei gewesen sein; ein bestehendes eigenes Verhältniß nöthigte ihn dazu, was er auch betr. Orts klar gemacht hat, wie ich aus sicherer Quelle weiß. Dies Verhältniß ist jetzt gerichtlich gehoben und es unterliegt keinem Zweifel, daß Teuto auf sein früheres Anerbieten wieder eingehen wird, und wollen die beiden Mitverkäufer vielleicht nicht dasselbe thun, so bieten die uördlich gelegenen Gärten von Friedländer und Leisse Platz genug zu billigerem Preise und der sie trennende Weg kann ohne Mühe mehr nördlich gelegt werden. Der demnächst in Unterhandlung genommene zweite Bauplatz ist: Der Garten des Gewerkers R. Unkraut vor dem niederen Thore, gewiß ein guter Bauplatz, welcher nur den Uebelstand hat, daß er auf Kalkfelsen ruhet, der kein Wasser hält. Dieses kann ihm allerdings durch eine Röhrenleitung aus den städtischen Bassins zugeführt werden, hat aber für die Stadt wieder den Nachtheil, daß das der Stadt zugeführte Wasser zu schnell wieder abgeführt wird und durch sein längeres Bleiben und und Versinken die in seinem Bereich befindlichen Brunnen und Quellen mit Wasser nicht mehr bereichern kann. Dieser Wassermangel hemmt auch jeden ferneren Anbau nach dieser Seite hin, wohingegen der Stadt nördlich, wo sie wasserreich ist, eine bedeutende Erweiterung in Aussicht steht. Was nun den dritten Bauplatz betrifft, welcher erst jüngst durch Circular mit Unterschriften von vielen Bürgern in Vorschlag gebracht u. durch dieses Blatt besprochen wurde, so läßt sich wohl wenig dafür, aber Vieles dagegen sagen. Was ihn vorzugsweise empfehlen soll, ist, daß er mehr nach der Mitte der Stadt liegt u. dadurch den Bürgern mehr Verdienst, mehr Nahrung zuführen soll. Dieser Verdienst kann selbstredend nur darin bestehen, daß Auswärtige, welche von der Justiz eingeladen werden, durch Kauf u. Verzehr den geschäfttreibenden Bürgern Verdienst geben; ist es aber wohl anzunehmen, daß Auswärtige das hart an der Stadt gelegene Gerichtsgebäude besuchen und von da wieder umkehren sollen, ohne unsere Läden, unsere Schnaps= und Bierstuben gesehen zu haben? Gewiß von Tausenden nicht einer und wäre es einer unter hundert, welcher weniger Bedürfnisse hätte, als wir alle, die wir darüber sprechen, so könnte auch das nicht in Berechnung kommen. Dagegen sind die Kosten für diesen Bauplatz enorm hoch und dürfen unter zehn bis zwölftausend Thlr. nicht in Anschlag gebracht werden. Die Stadt aber hat durch die vielen nothwendigen Bauten und Anlagen bedeutende Schulden und Verbindlichkeiten zu tragen, zu deren Deckung die Einnahme der städtischen Etats nicht mehr ausreicht; die Bürger müssen in die nicht gefüllten Taschen greifen und es wäre in der That zu viel verlangt, wenn man ohne große Noth uns noch mehr zu tragen aufbürden wollte. Daß das neue Gerichtsgebäude auch zur Verschönerung unserer Stadt beitragen möge, ist gewiß wohl der Wunsch aller Bürger; aber wie groß wird diese sein, wenn ein werthvolles Gebäude mit einer schönen Fronte und hübschen Umgebung— bisher auch eine Zierde der Straße— weggenommen u. ein anderes, wenn auch größeres Gebäude an dessen Stelle gesetzt wird? Wie ganz anders wird es zieren, wenn die alte Ruine am Kreuzger Thore mit dem daran gehängten Pförtnerhaus verschwindet und ein prachtvolles Gerichtsgebäude dessen Stelle einnimmt. Welch eine Verschönerung für die Stadt, welch eine Entrée für Fremde, nachdem sie die Vorstadt passirt haben. Das jetzige Rathhaus(die alte Pastorat), dessen Zerstörung durch mehrere Bürger ausgesprochen wurde, ist, wie gesagt, ein noch ganz werthvolles Gebäude, gelegen un der lebhaftesten Straße der Stadt und zu jedem Geschäft geeignet. Wenn die Stadt dasselbe späterhin entbehren kann, warum es nicht zum Verkaufe aussetzen, warum es nicht der Oberpostbehörde anbieten für's zukünftige Postamt? Durch den zunehmenden GeschäftsVerkehr, die vielen hier mündenden Kunststraßen, das Kreisgericht, das Landraths= und Bürgermeisteramt, das Gymnasium 2c. muß der schon lebhafte Postverkehr noch ferner zunehmen und ein Postamt in Aussicht stellen. Für ein Posthaus und für den Geschäftsverkehr sind die lebhaftesten Plätze der Stadt am gedientesten, für ein Gerichtshaus wohl weniger. X Stadtberge, 24. Jan. In der Sitzung des hiesigen Gemeinderaths, am 16. d. M., ist abermals die Bewilligung der Baukosten für Kanäle und Mollen in der Hauptstraße unserer Stadt berathen worden, um, im Einverständnisse mit dem Fiskus, doch endlich einmal den gänzlichen Neubau der Straße zu erzielen. Trotz der eifrigen und energischen Bemühungen des Herrn Amtmannn Riedel um den gewiß sehr erwünschten Neubau der Straße zur Verschönerung der Stadt und zur bessern Passage, haben die Väter der Stadt, aus weiser Oekonomie und aus Liebe zum guten Alten, die Sache einstweilen wieder auf sich beruhen lassen. Berichte über Schnee, Kälte und Ueberschwemmungen. Mainz, 19. Jan. Hier sind drei österreichische Soldaten, welche als Posten fungirten, in Folge der Kälte gestorben. Man schreibt aus Medeah in Algerien, daß es in der Nacht vom 5. auf den 6. Jan. anfing zu schneien und bis zum 9. Jan., Abends, fortschneite, und zwar so stark, daß der Schnee über einen Meter hoch lag. Mehrere Dächer sind unter dem furchtbaren Gewichte zusammengebrochen, und die Getreidehalle, welche nicht weniger als 100,000 Fr. kostete, liegt ganz in Trümmern. Die ganze Gegend ist verschneit, und die ältesten Muselmänner erinnern sich nicht einer solchen Schneemasse. Viele Arbeiter, größtentheils aus Militärs bestehend, sind mit der Wiederherstellung der Wege beschäftigt. Feuersbrünste. Wesel, 21. Jan. Die Mittheilung in Betreff des stattgehadten Casernenbrandes ist während des Brandes niedergeschrieben und wird daher dahin vervollständigt und resp. berichtigt, daß außer der Fourrage eine ganze Kammer, enthaltend zwei Garnituren Röcke und Hosen der 3. reitenden Batterie, eine Masse Schuhwerk ein Raub der Flammen wurde und sehr viele Sachen Schaden erlitten haben. Von dem abgebrannten Theile der Caserne stehen nur noch die äußeren Wände. Das Feuer hat nur den Stall unversehrt gelassen. Der ganze Brandschaden dürfte sich wohl annährend auf 30,000 Thlr. belaufen. In den drei Monaten September, October und November des Jahres 1860 sind in Rußland 3000 Feuersbrünste vorgekommen, die einen Gesammtschaden von ca. 2,200,000 Rubel angerichtet haben. Bunte — Auf der Eisenbahn von Cast=Lancashire werden jetzt die Passagierwagen mie Gas erleuchtei. Ein elastischer Gasbehälter befindet sich im in den Garten und als sie ihn erblickte, warf sie sich schmerzvoll und laut weinend an seine Brust. Für einen Augenblick gab er sich ganz seinem Gefühle hin, das ihn überwältigte. Er fühlte den Schmerz der geliebten Mutter, ihn in einer solchen Lage wiederzuseben, es war auch ihm schmerzvoll, ihr solchen Kummer zu bereiten, und er preßte sie fest an sich. „Ist es war, Heinrich, daß eu geflohen, desernet bist?“; rief sie schluchzend.„Ist es wahr, daß du deiner Mutter solchen Kummer gemacht hast?“ Noch hielt er die weinende Motter in seinen Armen, er schien einen Augenblick zu schwanken, dann erwiderte er fest:„Ja, ich bin desertirt!“ „Meia Gott, mein Golt!“ klagte die erschreckene Mutter, indem sie den Kopf an die Brust ihres Sohnes legte.„Heinrich— wesvalb hast du das gethan! Doch du mußt fliehen, fliebe, sie dürfen dich nicht wieder bekommen!“ Der Gedanke an die Gefahr ihres Kindes ließ sie den Schmerz vergessen und sie richtete sich entschlossen empor, um alles zu thun, was ihn zu retten vermöchte. Heinrich würde der Bitte und dem Drängen seiner Mutter vielleicht nachgegeben haben, wäre Marie nicht daneben gestanden. Ein Blick auf sie und sein Körper zitterte vor heftiger innerer Erregung. Er siel in seine frühere, scheindar ruhige, willenlose Stimmung zurück.„Ich fliehe nicht, ich bleibe hier!“ erwiderte er und seine Stimme klang fast finster. „Du mußt fliehen“, rief die Mutter,„du darfst nicht hier bleiben, es würde mein Too sein, wenn du hier vor meinen Augen fesige nommen würdest.“ Auch Marie bat ihn, für seine Freiheit und sein Leben bedacht zu sein, aber er schien keine ihrer Worte zu vernehmen. Auf die Bank zurückgesunken saß er regungelos da. Sein Blick ruhte bald starr auf der Erde, bald richtete er ihn auf Marie. Sein Körper schien ermaitet und erschlafft, jede Thatkraft von ihm gewichen zu sein. Nur aus dem lauten Pochen seiges Herzene, aus dem raschen Athmen seiner Brust mochte man erkennen, daß es in seinem Innera nicht so still und ruhig war, daß heftige Leidenschaften darin stürmten. Noch einmal suchte ihn die bekümmerte Frau u bewegen, auf seine Sicherheit bedacht zu sein, Is er aber auch jetzt hierauf nichts erwiderte, rfoßte ihn Marie an der Hand und führte ihn n das Haus zurück. Er folgte ihr ohne Wierstreben, willenlos wie ein Kind. In dem ehnstuhzle hinter dem Osen ließ er sich wieder jeder, dort verfiel er wieder in sein stilles, finieres Brüten. Kein Wort kam über seine Lipden, nur mit den Aogen verfolgte er Marie und ede ihrer Bewegungen. Die besorgte Mutter berieth sich mit Marie, was sie zu seiner Reitung thun könnten— er agie kein Wort dazu. Nur als das Mädchen sagte, daß sie zu ihrem Geliebten gehen und ihn noch einmal um Beistand bitten wolle, sprang r heftig empor und hielt sie zurück.„Bleid“, rief er finster.„Ich mag von ihm keinen Beistand— ich will iho nicht sehen. Ich kann allein helfen, aber ich will is will ich bleiben.“ Er schwieg wieder und alles, was um ihn vorging, schien ihm völlig gleichgültig zu sein. (Forts. solgt) Coupes des Hauptschaffners und leitet das Gas mittels Kautschukröhren über die Dächer der einzelnen Coupee's, so, daß diese vortrefflich beleuchtet fi. d. Vielleicht lassen sich die englischen Bahn=Directionen durch diesen gelungenen Versuch endlich doch herbei, eine Verbindung der einzelnen Wagen mit dem Locomotivföhrer berzustellen, wodurch manchem Ungläck vorgebeugt werden könnke. Zur Schiller=Lottterie. Dresden, 18. Jan. Die Versendung der Schiller=Lotterie Gewinne ist in ihrer Verbreitung größtentheils vollendet und wird in den nächsten Tagen massenweise vor sich gehen, zu großer Ueberraschung der allermeisten Empfänger. Unter-diesen werde; wie tuit, überzeugt sind, diejenigen fest om Meisten„defriedigt sein, welche durch, diese Verloosung in Besitz einer Uhraaus Lahn gelangen. Denn nabgesetzen von den wenigen Hauptgewinnen, erscheinen ans jene Uhren, sowohl die 200 goldenen, als die 1000 silbernen Taschenuhren und die 20 Regulatoren aus der Eppnerschen Fabrik in Schlesien als edie werihvollsten und angenehmsten Gewinne. — Es wird vielfach im Publikum die Ansicht verbreitet, daß es mit den in der Schiller=Loiterie zu hoffenden größeren Gewinnen äußerst dürftig und kläglich bestellt sei und das beinahe auf sämmtliche 660,000 Nummern nur Gewinne von ganz geringem Werth, unter denen man scherzweise die haumwollenen Regenschirme noch zu den theuersten zählt, gefallen seien. Diese Meinung ist jedoch durchaus irrig, indem, außer einer großen Anzahl von Kunstwerken und werthvollen Fobrikaten aller Art, namentlich auch 10,000 Exemplare von Schillers sämmtlichen Werken, desgleichen 5000 von Göthes vollständigen Schriften, so wie die Werke von Lessing, Wieland, Platen u. T. in vielen Tausenden von Exemplaren zur Verloosung. gekommen sind. Was übrigens die beröhmten Regenschirme betrifft, so wirden deren im Ganzen nur 5000 als Gewinne vertheilt werden. Die Versendung der Gewinne wird nunmehr bald beginnen. Redigirt unter Verantwortlichkeit des Verlegers. Bekanntmachung. „Die Postfuhr=Entreprise in Corbach, mit welcher die Unterhaltung von durchschnittlich 4 Aferden, 2 Postillonen und 2 Wagen verbunden ist, soll vom„16ten Juli d. J. ab auf mehrere Jahre contractlich anderweit verdungen werden. Unternehmungslustige, welche die näheren Bedingungen bei der hiesigen Ober=Post=Direction, sowie bei der Post=Erpedition in Corbach einsehen können, werden auf gefordert, ihre Offerten bis zum tten März d. I. schriftlich an die hiesige OberPost=Direction, oder an die Postexpedition in Corbach ein zureichen. Die Auswahl unter den Bewerbern bleibt, ohne entscheidende Rücksicht auf die Mindestforderung, lediglich der Postverwaltung überlassen. Minden, den 23ten Januar 1861. Der Ober=Post=Director. 56.) 6ez. Der Unterzeichnete will am 1•2ten Februar c., Morgens 9 Uhr anfangend, in seiner Behausung dahier öffentlich meistbietend unter annehmbaren Bedingungen verkaufen: 1, seinen sämmtlichen Viehbestand, bestehend in fünf jungen Pferden, 3 Kühen und 30 Schaafen; 2, zwei Wagen, 3 Eggen, 2 Pflügen und sämmtliches Pferdegeschirr, auch zu Fuhrwerken eingerichtet, alles noch in gutem Zustande; 3, vorräthige Fourage an Heu und Stroh, auch einen Winterhaufen mit Rauhfutter; 4, mehrere Haus=Moblien. wozu Kaufliebhaber eingeladen werden. Rösenbeck, 28. Jan. 1861. 57. Franz Dessel. haft und ist somit das sicherste Mittel, die Füße gegen Erkältung zu schützen. Für die angegebenen Eigenschaften wird garantirt. Für Brilon und Umgegend nur allein ächt, à Flasche 10 Sgr., bei. M. Friedländer 58.) in Brilon. feinste Sorte, 11½ Pfund für 1 Thlr. bei Levy Löwengrund in Rimbeck 59.)(Kreis Warburg.) Peirche. Orientalisches Enthaarungs-Ertract, à Flasche 25 Sgr., ein unschädliches Mittel, da anzuwenden, wo überflüssiges Haar die Entfernung desselben wünschenswerth macht. Dieser Toilettengegenstand darf bei keiner Dame im Oriente fehlen und gibt es zur Beseitigung des oft zu tief wachsenden Scheitelhaares kein sichereres Mittel. Die Anwendung Ein ganz neues und bereits bewährtes Mittel, jede Art lederner Fußbekleidung vollständig wasserdicht zu machen. Die Pedine macht das Leder nicht nur wasserdicht, sondern auch ganz weich und dauergeschieht durch einfaches Ueberstreichen. Für den nach 10 bis 15 Minuten sichtbar werdenden Erfolg garantirt die Fabrik und zahlt im Nichtwirkungsfalle den Betrag zurück. Die alleinige Niederage befindet sich bei M. Friedländer 60.) in Brilon. Course. Berlin, 25. Januar 1860. Eisenbahn=Stamm=Actien. Aach.=Düsseld. 3½% 73½ bz. Aachen=Mastr. 4„ 16 ¾/5z Berz.=Märk. A 4„ 83 B. „ B. 4„— Berlin=Anhalt 8½, 108 bz. Berliu=Hamburg 5½.,, 108 Brl Potsd.Magd. 7„ 128½ bz. Berlin=Stektin 6„ 101½ bz. Cöln=Crefeld 1½.— Köln=Mind. 3„ 124½ bz Ludwigshaf. Berb. 4„ 125 bz Magdb.=Halbrst. 4„ 185 bz. Magdb.=Wittenb. 4„ 31¾ B. Mainz=Ludwigsh. 4„ 95½ bz. Münstr.=Hamr. 54„— Nrd. Fr. Wilh. 4„ 41½ bz. Obschles. A. C. 3½, 117¾ bz. „ B. 3½. 106½ 5z. Oestr.Franz.Staat 5„ 125¼ bz= Pr. Wly.(Steele V) 4„ 48½ B. Rheinische, alte 4„ 74½ bz. „ St. Pr. 4„— Rhein=Nahebahn 4„ 42 bz. Ruhrort=Creseld 3½, 75 B. Bank= und Industrie=Actien. Berl. Handels=Ges. 4% Braunschw. Bk.=Act. 4„ Bremer Bank 4„ Darmstädt. abgest. 4„ „ Ber. Scheine— Zettel=B. A. 4„ Dessauer Cred. B. A 4„ Disc.=Comm. Anth. 4„ Leipz. Cred.=Anth. 4„ Luxemburger Erd. 4„ Norddeutsche„ 4„ Oester. Cred.=Anth. 5„ Prß. Bk.=Anth. Sch. 4½ Hörder Hütten=V. 5„ Concordia 4„ 75 G. 64 bz. 95¼ G. 66½ bz. 92½ G. 10 bz. 79½ bz. 57 G. 80 B. 77 G. 51 bz. 128 bz. 60½ G. 2. Ser Cöln=Crefeld Köln=Mind. „ II. Emiss. 4½— 4½ „ III. Emiss: 4½ 5„ 4„ 4„ 4 4„ 3 „IV. Emiss. Oesterr.=Franz. Prinz Wilh. 1. Ser. 5„ „ 2. Ser. 5„ . 3.Ser. 5„ Rheinische Pr.=Ob. 4 „ garant. 3½, Ruhrort=Crefeld 4½„— „ 2. Ser. 4 100¾ bz. 102½ bz. 87 G. 83½ bz. 91¾ bz. 81½ bz. 249½ B. 3. Ser. 4½ 80 85 G. B. Druck und Verlag von M. Friedländer in Brilon. Ausländische Fonds. 41½ B. 49 bz. 58% 6. Oesterr. Metallig. 5 „, Nation.=Anl. 5 250 fl. O. 4 „ 100 fl.=4.— Kurhess. 40Thl.=L.— Neue Badische 35 fl.— Geldcour's. Cöln, 26. Januar 1860. Briefe. Geld. 5, 20 5 20 5, 13, 6 5, 13 44 9. 30% B. 5, 1. 9 10, 1 Preuß. Frdd'or. Ausl. Louisd'or Napoleons d'or Wilhelms d'or Fünffrankenstücke Französ Kronen— Brabanter Kronen— Livre=Sterling— Amer. Dollars— Imperials— Gold=Kronen— Metall= und Papier Friedrichs d'or Gold=Kronen Ausländ. Louisd'or Gold pr. Zoll=Pfund Sitber„ Fremde Banknoten „(Leipzig) Fremde kleine Oesterr. Banknoten Getreide5, 8. 6 5, 13 6 1, 9, 10 1. 16. 6 1, 16 6, 18 6 9, 2½ ##eld. 113½ bez. 9.3¼ G. 109 bz. 453½ G. 29.21 G. 99% 99% G. 99¼ G. 65⅞ bz. Pr eise. Berlin, 25. Jan. 1860. Weizen loco 79—82 Thlr. n. Qu. Roggen niedriger, Jan. 49¼ G., März 48⅞ G., Juli 49 bz. Hafer fest, Jan. 27 G., Frühj. 27 G., Juli 28 bz. Rüböl behauptet Jan. 11 3/8 G., März 11 3/12 G., Okt. 11 12 G. Spiritus sehr fest, Jan. 21 1/12 G., März 21 1/12 G., Juli 21¾ bz. Frucht=(Mittel=) Preise. Neuß, 25. Januar 1861. Weizen 1. Qualität.... 727— à 200 Pfd. 2.„ neuer.. 7 17— Zoll=Gew. 13.„ à 200 Pfd Land=Roggen Zoll=Gew. Wintergerste.. idem 5 21— Sommergerste idem 5 21— Buchweizen.. idem Hafer, neuer,. idem Erbsen.... idem Rübsamen pr. berl. Scheffel Avel=Saamen 7 7— 5 14— 5 28— 4 28— 7 10— 4 4— Aveel=Saamen 3 24— Kartoffeln(à 200 Pfd. Z.=G.). 2 12— Rüböl(p. 100 Pfd. neues Gew.) 13 6— Rübkuchen p. 2000 Pfund.. 48—— Preßkuchen p. 2000 Pfd. u. G. 44—— Leinkuchen pr. 2000 Pfd.—— Branntwein pr. Ohm.... 17 25— Gereinigtes Oel...... 13 21— Heu pr. Ctr. à 100 Pfund 1—— * 9 000 Pfd Zollgew. 1— 15 Stroo pr. 200 pfe Feügen. Weizen.. Roggen Gerste Hafer Erbsen. Bohnen Kartoffeln Heu pr. Ctr. Nr. 13 1861. Erscheint am tag, Mittwo Sonnabend, kostet in Brilo der Exped. 23 4 durch die Post bezi portofrei 27 Se Pf. halbjähr 25. Briefe und E in den bei un Pf. die vierst Sauerl mit dem wolle man baldi neuern. Brilon, im Di Berlin, 25. Westfalen geschri che in diesem Jo auf unbestimmte Monat Mai, ver — Durch Bef geschwindigkeit v eine solche von 1 auch bei Parade= — Dem Vern einer vierten Kri sicht, außerdem nißmäßige große onsofficieren der mit Orden und — Heute wer Fonds der Fri ausgestattet wor sich 2 jüdische. Berlin, 2 Ztg. hört, wir der conservativ ähnliches Blat spinne“ erschei — Bei der S 0 Eine Er So schwan Tag dahin. E Haus zu verl erank nur, we dürfniß dana saß still, fast an dem öfter konnte man nur eine schei Franz kam Haus und es rich's ganzer richtet und## nicht längerz Auch Mari ser Zeit nicht. Hälfe anbot, einen kleinen Sie wußte, ober dieser E tigtsten, dend Franz mußte eigen war. K