in langsichtigen tigt werden kann. rönig, Rechts Anwalt. Tr. n und Kranken an mich wenden, wird franco die soeben im ienene Schrift von ülfe für Alle, welche Magen=Leiden, Hauthleimung, Bleichsucht, und Scropheln=Leiden, Gicht, weißem Fluß, 1 oder anderen Krank), u n d d e n e n a n s i c h e Wiederherstellung der uf die untrüglichen und teder Natur gegründet. s. Princkneier unschweig. erat. nnasiast chaßt. Loch' umher, id da wär' nmen könnt' er. Konat hier, 3te Quartier; Mancher gehaßt, kein Pötigen, wo seckel d'rauf paßt. * sänge zur Feier der des Allerheiligsten der Diözese Pader: U n t e r z e i c h n e t e n z u ahme von Parthieen . Friedländer's Buchhandlung. karten u. Holzschnitt, Fabrikat, in alzuft en gros& en bekannten billigen rzeichnete, bei weleinige Niederlage Bezirk Arnsberg N. Friedländer. elpreise Kärkten perberl. Schefl. Ganerianrrschemungtig?. Sonnabend. 15. Jan. z-Gesuch. lit den nöthigen ssen versehenen welcher die Abindlung zu erlern frequenten Coind Kurzwaaren= em Städtchen im ne offene Stelle, ing oder Mitte erden kann. Wo d. Bl. 31.) Erscheint am Montag, Mittwochund Sonnabend, und kostet in Brilon bei der Exped. 23 Sgr., durch die Post bezogen. portofrei, 27 Sgr. 8 Pf. halbjährlich. und 23. Tamliges Urrwotalt für die Kreise Prilon, Büren, Stadt und Amt Rüthen. Intrat u. Schand= machungen kosten erßere 8 Pf., leztene 1 Sgr. die 4spaktige Petitzeile oder deten Raum. Jahrgang. Briefe und Gelder werden franco unter der Adresse: Sauerländischer Anzeiger und amtliches Kreit in den bei uns ebenfalls wöchentlich dreimal erscheinenden„Waldeckschen Anzeiger“ ausgenommen werden vierspaltige Petitzeile oder deren Raum. t.. sblatt“ erbeten.— Anzeigen, welche gleichzeitig sollen, kosten für beide Blätter nur 1 Sgr. 4 Pf. die für das begonnene 1. wolle man die Bestellungen Semesser auf den„Anzeiger“ in bekannter Art, vor Ablauf dies. Monats, gefälligst machen und erneuern. Brilon. Die Expedition. Frankreich und Oesterreich. SS Brilon, 14. Januar. Frankreich und Oesterreich, das sind die Staaen, die jetzt alle Welt in Aufregung bringen, beil Jeder mit Sicherheit glaubt, daß zwischen Adiesen ein friedliches Uebereinkommen unmöglich, der Krieg nicht ferne sein könnte. Und was der Hauptgrund dieser Kriegsunruhen? Nicht Italien ist es, nicht die Absetzung des Fürsten Klexander in Belgrad und der darauf folgende Abmarsch österr. Truppen in die transalpinischen Provinzen u. s. w., nein, es war und ist nder Neujahrsgruß des Kaisers der Franzosen an den österreichischen Gesandten in Paris, Herrn v. Hübner, der die ganze zuropäische Welt in Aufregung brachte. Auf allen europäischen Börsen fielen die Curse und ###schon das franz. Staatsblatt, nder Moniteurn, beruhigende Erklärung über die friedliche Gesinnung des französischen Kaisers gebracht, der Glaube an Krieg hält sich immermehr aufrecht. And doch sollte man sich durch die französische Kriegstrompete nicht so sehr beunruhigen lassen; Nie Zeit ist Gott sei Dank vorüber, wo Deutschand sich durch„das große Wort. der Franzosen bange machen läßt und der junge Kaiser von Oesterreich hat durch die schönen Worte, die er dem französischen Gesandten in Wien— als Erwiederung auf den Neujahrsgruß an Hrn. v. Hübner— sagte, bewiesen, daß Oesterreich sich nicht einschüchtern läßt. Wie man in Engsland die Worte Louis Napoleons aufgenommen (die auch dort große Unruhe verursachten,) darüber lassen wir Das folgen, was das englische Blatt, die=Timesn, sagt und auch für uns paßt: „Wahrlich, es war hobe Zeit, daß eine beruhigende Note im Moniteur erschien. Seit einer Woche ist ganz Europa durch die kaiserlichen Expectorationen vom 1. Januar in Besorgniß versetzt worden. Die französischen Fonds sanken, England gerieth in eine unbehagliche Stimmung, Oesterreich in Bestürzung, die Italiener in die höchste Aufregung, und Jedermann fürchtete sich vor dem, was der nächste Tag möglicher Weise bringen werde. Ein solcher Zustand der Diuge ist in Europa selbst auf einen ganz kurzen Zeitraum unerträglich. Unsere gesellschaftlichen Zustände sind so künstlich, unsere commerciellen und Finanz= Verhältnisse sind so verwickelt, und unser politisches Gleichgewicht ist so leicht gestört, daß selbst die leicht hingeworsenen Aeußeruugen eines Machthabers eine allgemeine Bestürzung verursachen können. Man sagt uns jetzt, weungleich in noch immer zweidentigen Ausdrücken, die Besorgnisse der Welt seien grundlos gewesen und der Stand der diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und Oesterreich biete keinen gerechten Anlaß zu den Befürchtungen, welche die pariser Politiker und Speculanten in Schrecken versetzt haben. Wir freuen uns, das zu hören, obgleich wir trotzdem noch immer der Ansicht sind, daß Europa nicht ohne Grund in Unruhe versetzt worden ist. Die Worte, welche der Kaiser am Neujahrstage an Herrn von Hübner richtete„waren ohne Zweisel für Frankreich, Oesterreich, Italien und Europa im Allgemeinen bestimmt. Sie waren eine Demonstration, und als solche wurden sie ausgenommen. Der österreichische Gesandte zeigte durch sein Benehmen, und die übrigen Diplomaten zeigten durch das Interesse, welches sie an den Tag legten, daß sie diese schroffe Ansprache als einen vorbedachten politischen Act betrachten. Und in der That, wie war eine andere Auffassung möglich? Der österreichische Gesandte erscheint mit seinen Collegen, um dem Kaiser zum neuen Jahre zu gratuliren. Der Neujahrstag ist ein Tag, wo man die Geschäfte bei Seite legt, keine Anspielungen auf Difserenzen macht und allen Groll unter den allgemeinen, der Jahreszeit angemessenen Höflichkeiten vergißt. Da bricht plötzlich der Kaiser der Franzosen die Gelegenheit vom Zaun und redet den Diplomaten öffentlich in Ausdrücken an, wie man sie in Europa seit dem Tage nicht gehört hat, wo es sein heftiger Oheim auf einen Bruch des Friedens von Amiens abgesehen hatte.“ Im weiteren Verlaufe ihrer Betrachtungen nennt die Times die Rede des Kaisers eine beispiellose most unprecedendet(nicht vorher bedachte) und sagt:„Es uuterliegt nicht dem geringsten Zweisel, daß sie als ein an Europa gerichtetes Manisest gelten sollte und daß der Kaiser erfahren wollte, mit welchen Gefühlen die Großmächte das Projekt eines französischen Einschreitens in Italien aufnehmen würden. Zum Glück für den Weltfrieden ist das Ergebniß der Berufung ein höchst entscheidendes gewesen. Unter den mancherlei Blamagen, die der Käiser der Franzosen ueuerdings erlitten hat, ist keine stärker gewesen, als die, welcher er sich aussetzte, da er sich zum Kämpen der Unabhängigkeit Jialiens aufwarf. Die Welt läßt sich so leicht nicht betrügen. Manche Partei in Europa hegt kein besonderes Wohlwollen für Oesterreich, und die Freiheit Italiens wird stets ihre begeisterten Fürsprecher hahen. Aber der Gedanke, die Garden eines zweiten französischen Kaiserreiches auf die alten europäischen Monarchieen loszulassen, und die Verwüstung von Provinzen, die Erhebung von Contributionen, so wie die Plünderung von Städten und Museen zu sanctioniren, Alles im Namen der Freiheit, war denn doch zu viel für das Gewissen des modernen Europa. Wir wissen nicht, welches Verfahren unsere Regierung eingeschlagen hat; die Stimmung des englischen Volkes aber hat sich in den letzten paar Tagen deutlich genug kund gethan, und auch der französischen Nation müssen wir die Gerechtigkeit erweisen, daß die boutade [Laune] des Kaisers allerwärts aufs schärfste kritisire worden ist. Das einzige Ergebniß des unglücklichen Vorfalles wird darin bestehen, daß der Argwohn zunimmt, mit welchem man die Politik des Kaisers betrachtet. Die Welt wird die Sache ungefähr so aufEmil und Lina, oder psychologische Experimente. Eine novellistische Skizze von Theodor Herzog. [Fortsetzung. So natürlich die Frage war, so wenig hieß sie Lina schon jetzt willkommen. Aus der seligen Vergessenheit, in welche sie die Freude des Wiedersehens versetzt hatte, wurde sie an den schweren Ernst des Lebens und ganz besonders an den Zweck erinnert, welchen sie bei ihrem Hierherkommen im Stillen mit verfolgt hatte. Zögernd antwortete sie, über die Voraussetzung ihres glücklichen Looses äußerte sie sich gar nicht. Als sie aber Emils Namen nannte, war es, als ob ein leiser Schatten über Helenens Antlitz zöge. „Ich kenne Deinen Mann recht gut.— sagte Helene vollkommen ruhig, aber plötzlich ernst geworden, zwir sind vor meiner Verbeirathung in unserer beiderseitigen Vaterstadt oft in Gesellschaft zusammengetroffen. Später habe ich ihn ganz aus den Augen verloren. Damals war er ein verwöhnter und anspruchsvoller Mann, Lina, so weit ich ihn kennen lernte. Aber Dich trägt er gewiß auf den Händen?“ Lina wollte rasch eine Antwort geben, aber sie stockte. Es war ein bitteres Wort, welches Helene jetzt gesprochen hatte, und sie hätte mit solchem Urtheile wohl noch verziehen können. Sollte sie ihr beipflichten, indem sie das Geheimniß ihres ehelichen Lebeas offenbarte? Aber Jene empfand ihren Fehler eben so bald und sprach, die Freundin näher an sich ziehend, mit entschuldigendem Tone: a Siehst Du, Lina, ich bin noch immer die Alte, rasch und keck und dabei ein wenig unvorsichtig. Aber Du bist als Freundin zu mir gekommen und gemeinschaftlich haben wir die letztverflossenen Jahre übersprungen. Willst Du consequent sein, so darfst Du auch keine Geheimnisse vor mir haben und mußt mir meine Neugierde verzeihen. Was Du mir vertraust, ist sicher geborgen. Ich stehe einsam und allein in der Welt; was ich vielleicht an Deinem Besitze gewinne, ist nur ein Geschenk des Zufalls. Also hast Du nichts zu fürchten, wenn Du offen bist. Auf diese freundliche Ansprache hin trug Lina nicht länger Bedenken Helene zur Vertrauten ihrer Sorgen und Kümmernisse zu machen, ihr namentlich von jenem Briefe Emils an Erhardt zu erzählen und ihr ein treues Bild von ihrer Lage zu entwersen, wobei sie freilich nicht verbergen konnte, daß ihr, um glücklich zu sein, vor Allem das rechte freudige Bewußtsein fehle, glücklich zu machen. Helene hörte aufmerksam und mit der lebhaftesten Theilnahme zu; dann und wann unterbrach sie auch die Freundin mit einer nähern Frage, aber ein Versuch, dieselbe zu beschwichtigen, als sie aufgeregter zu sprechen anfing, machte sie nicht. Sie fühlte aus Lina's ungeschminkten Mittheilungen nur zu lebhaft heraus, daß an dem Glücke dieser Ehe ein Wurm nage, der schwer zu ertödten sein werde. Sollte sie, die Beide kannte und— liebte— ja, sie gestand es sich, daß sie vor Zeiten Emil geliebt hatte— die Heitung versuchen; und welche Heilung?— Wenn sie den Zusammenhang der heutigen Stunde mit allem früher Erlebten erwog, war es doch ein höchst eigenthümlicher Zufall, der die drei von einander getrennten Menschen wieder in Berührug brachte, ein Zufall, den sie kaum anders ansehen konnte, denn als eine besondere Fügung des Himmels. Ihr Herz frohlockte über den Gedanken, uneigennützigen Beistand leisten zu dürfen, ihr energischer Geist über die Hoffnung, auch wirklich Hälfe bringen zu können. Und schien es nicht, als ob auch Lina von solchem Hoffen erfüllt den Weg zu ihr gefunden habe? Doch sie kehrte zu dieser zurück. 1 3 8 b 11 0 1 2 n * 11 st n 9 V se S n 2 P 6 C 1 1 K 4 s0 * di 5 18 A ki# A H pi 3 ha H ge mi sti M 19. endt Se bor hal bi *Maphilen Inn. Wil ein Eironi Bitlelde genörbige fet, feine Reihe von Novitäten zu produeiren und dem Geschmacke des Dublikums durch haarsträudende Melodramen oder die Lachmuskeln reizende Pessen Nahrung zu geben. Wenn die Welt klatscht, so freut er sich; wenn sie schweigt oder zischt, so zieht er des Stück zurück. Die Produktionen seiner letzten Saison haben aufs jämmerlichste Fiasco gemacht.“ Gekanntmachung des Königl. Ober= Präsidiums der Proviaz Westfalen. Die zufolge meiner Amtsblattsbekanntmachung vom 25. August c. am 24. September c. zu Burgsteinfun abgehattenen Prüfungen der im Hufbeschlage ausgebildeten Lehrlinge haben folgendes Ergebniß geliefert: Zu Hagen hatten sich im Ganzen 9 Lehrlinge zu der Preisbewerbung gemeldet. Von diesen haben nebst dem Fähigkeits=Zeugnisse zur Ausübung des Hufbeschlags an Prämien erhalten: 1) Johann Schulte aus Hüsten, 11 Thlr.; 2) Wilhelm Feldhaus aus Stockum, 11 Thlr.; 3) Georg Vockel aus Paderborn, 11 Thlr.; 4) August Dahme aus Herdecke, 5 Thlr. 20 Sgr.; 5) Jos. Vockel aus Paderborn, 5 Thlr. 20 Sgr. Außerdem hat das Fähigkeits=Zeugniß zur Ausübung des Hufbeschlages erhalten: riedrich Wilhelm Mäller aus Gummerbach. on den Schmiedemeistern haben, mit Rücksicht auf die Zahl und die Leistungen der von ihnen ausgebildeten Lehrlinge, an Prämien erhalten: 1) Heinrich Vockel zu Paderbora, 19 Thlr.; 2) Joseph Schnettler zu Hüsten, 12 Thlr.; 3) Frz. Feldhaus zu Stockum, 12 Thlr.: 4) Wilhelm. Dahme zu Herdecke, 7 Thlr. Zu Burgsteinfurt hatten sich im Ganzen 16 Lohrlinge zur Prüfung gemeldet. Von diesen haben nebst dem Fähigkeits=Zeugnisse zur Ausübung des Hufbeschlages an Prämien erhalten: 40 Bernhard Ströning aus Wetteringen, 10 Thlr.; 2) Karl Altwann aus Coesfeld, 10 Thir.; 3) Joseph Kalthoff aus Münster, 5 Thlr.; 4) Bernhard Stade aus Nottuln, 5 Thlr.; 5) August Oskamp aus Borghorst, 5 Thlr.; 6) Franz Thiel aus Herten, 5 Thlr.; 7) Heinrich Jansen aus Füchtorf, 5 Thlr.; 8) Clemens Anvon Zumhasch aus Ochtrup, 5 Thlr.; 9) Georg Oskamp aus Borghorst, 5 Thir.; 10) H. Huckriede aus Ledde, 5 Thir. Der gleichfalls an der Prüfung theilnehmende und gut bestandene Lehrling Heinrich Fiyge aus Elleringhausen, Kreises Brilon, ist auf den Vorschlag der Prüfungs=Commission, und im Einverstandnisse mit dem Departements Thierarzte uud Belekiaatsassessor Halm, weicher der Prusung als Sachverständiger beigewohnt hat, bei der Prämien=Vertheilung zu Hagen berücksichtigt worden, und hat, wie die ihm dort gleichstehenden Concurrenten, eine Prämie von 5 Thir. 20 Sgr., nebst dem Fähigkeits=Zeugnisse zur Ausübung des Hufbeschlags erhalten. Außerdem ist dieses Zeugniß dem Heinrich Bötefahr aus Steinfurt ertheilt worden. Von den Schmiedemeistern ist 1) dem 2c. Döbding in Münster, 2) dem 2c. Növer zu Dülmen, 3) dem Thierarzte Stentrup zu Münster, 4) dem 2c. Oskamp zu Borghorst jedem eine Prämie von 10 Thlr. für die Ausbildung der Lehrlinge bewilligt worden. Münster, den 21. December 1858. Deutschland. Berlin, 9. Jan. Die Niederkunft der Frau Prinzessin Friedrich Wilhelm wird erst von 15. d. M. an erwartet.— Die Hebamme, welche bei der Gebart I. K. Hoheit selbst zugegen gewesen, ist bereits im vorigen Monat auf Veranlassung der Königin Victoria aus Loudon hier angelangt. — Allgemeines Aufsehen erregt hier die kürzlich erfolgte Deustouirung des hiesigen Consuls der brasilianischen Regierung, Herrn I. D. Sturz. — Die legislative Thätigkeit des Landtages wird, so viel kann man mit ziemlicher Sicherheit voraus sagen, in der bevorstehenden Session wenig über den Bereich der nothwendigen laufenden Geschäfte hinausgehen; doch hat die Erledigung der Grundsteuer=Frage vielleicht noch einige Aussicht, vor das Forum der parlamentarischen Berathung zu kommen. Berlin, 10. Jan. Die Eröffnung des Landtages wird übeimorgen mit allem Glanze im weißen Saale Stait finden. Wie die Neue Preuß. Zig. bört, sind auch sämmtliche vier anwesende active Generale eingeladen worden. Se. Königi. Hoheit der Prinz=Regent wird vorher dem Gettescienste im Dome beiwohnen. Bereits sind verschiedene hervorragende Mitglieder beider Häuser vier eingetroffen, und heute Abends finden schon die ersten Vorversammlungen einzelner Fractionen Stait. — Auch für dessere Zeitungs=Berichte über die PlenarVerhandlungen der Häuser werden Vorkehrungen derathen. Mau hofft von Neuem, daß der Präsident des Abgeordnetenhauses den Referenten einen zum Hören besser getegeuen Platz anweisen wird. — Dem Fr. J. schreitt man aus der Provinz Sachsen: Alle Maßregeln deuten darauf hin, daß man an höchster Stelle zum Vergessen und Vergeden bereit ist, und daß man es den Magistraten an die Hand gegeben hat, für ihre von dem Sirudel der Bewegung ergriffenen und zur Strafe und Verbaunung verurtheitten Angehörigen das Wort zu ergreisen, um für sie die Freiheit, die straffreie Rückkehr und die Wiedereinsetzung in ihren vorigen Stand zu wirken So ist in diesen Tagen der ehemalige Lehrer G. Conrad zu Steinseiffen in Schlesien, welchem in Folge seiner politischen Bestrebungen im Jahre „Das ist das Schwerste für uns Frauen,“ sagte Helege—„Männer zu beglücken, die ehrzeitig sind und zugleich liebebedürftig, die aber in der Welt nicht vorwärts kommen, wie sie Kreben und vordienen. Der Ehrgeiz, der keine Rahrung finder, drückt sie nieder und macht sie unempfänglich für das einfache Glück im Besipe eives liebenden Herzens. Und doch wählen ne sich, seben weil sie auch der Liebe bedürfen, so ger häufig Frauen, die eben nur ihre Liebe zu geben vermögen. Zürne mir nicht, Lina, aber auch Du gehörst zu diesen Naturen und es trifß Dicd ja deshalb kein Vorwurf. Wir Alle, die Eine mehr, die Andere weniger, können dem Manne keinen genügenden Ersatz bieten für die Täuschungen und bittern Kränkungen des versehlten ehrgeizigen Strebens. O wie glücklich mag die Frau sein, die einen Gatten zur Seite hat, dem die Welt genug bietet, um von seiner Gefährtin nichts Uamögliches zu verlangen! Dann ist ihre Liebe die theuere Begleiterin seines Lebens, aber sie braucht nicht dessen ganzer Inhalt zu sein. Ich fühle das als uich es auszudrücken vermag. Aber gewiß, Du verstehst mich, mein liebes Herz. Ich sehe err Dir an; vor kränke Dich nicht darüber, wenn Du an Deinem eigenen Loose bereite die Wahrheit meiner Worte erfahren hast. Nicht Dich trifft ein Tadel; ihn, ihn allein, der das besser voraussehen konnte, als Du harmlose Seele, oder, wenn Du willst, auch die Verhältnisse, die seinem Streben bieher entgegen traten, ihn mißuluthig und gegen Dich ungerecht machten. Glaub' mir, es wäre ein Leichtes, Alles, was zwischen Euch schlimm ist, zu heilen, wenn man die Macht besäße, Deinem Manne eine äußere, seinen Kräften und Wünschen entsprechende Stellung zu geben. Aber das sind leere Träume: Du wie ich, wir sind beide machtlos. Eines nur ließe sich thun, dasselbe, woran er selbst gedacht zu haben scheint. Du siehst mich verwundert an? Ist nicht ein ähnlicher Gedanke schon in Dir aufgestiegen, Lina? Frage Dich einmal in Deinem Innersten und sage mir dann, ob ich weiter sprechen darf.n(Forts. folgt.] Die Heimath. Einst spielt' ich mit Bluthen, ein fröhliches Kind, Und schenkte sie tändelnd dem säuselnden Wind; Er trug sie zur Höhe, er tuug sie zur Fern', Wie hätt' ich euch, Blüthen, doch heute so gern! O Kindheit, o Kindheit, du heilig Gefühl, Bewahre dir lange dein fröhliches Spiel. Ein Knabe geworden, wie schien mir die Welt So wunderhar fordig ins Leben gestellt, waren, ohne sein Zuthun in den Vollgenuß derfeiben wieder eingesetzt worden. Die Begnadigung Schramm's, des ehemaligen Nationalversommlungsmitgliedes für Striegan, ist bekannt. Ein gleicher Straferlaß soll in Bezug auf den ehemaligen Gymnastallehrer Schramm in Langensalza, gegenwärtig in Amerika verweilend, ausgesprochen sein, und ferner will man wissen, daß für den Affessor Reinstein aus Naumburg, welcher wegen Theilnahme am Rumpsparlament in Seuttgart in contumaciam zu lebenslänglichem Zuchthaus verurtheilt wurde, die straffreie Rückkehr in seine Vaterstadt ebenfalle in Aussicht stehe. Reinstein lebt als Flüchtling in der Schweiz. — 9. Jan. Nach einem Verzeichnisse der Abgeordneten, welches heute die=Dr. 3.= bringt, gehören 114 verselben dem Adel(1 Prinz, Schönaich=Carolath) und 238 dem Bürgerstande an. Berlin, 12. Jan. So eben 12½ Uhr Mittags hat die feierliche Eröffnung des allgemeinen Landtags durch Se. Königliche Hoheit den Prinz=Regenten stattgefunden. In der Throurede bedauert Hochderselbe die fortdauernden Leiden Sr. Majestät des Königs und fordert die Abgeordneten in voller Auerkeunung ihres hohen Berufs auf, die Regierung durch Einsicht und Hingebung auf dem Wege zu unterstützen, welchen der Prinz=Regent im Hinblick auf Preußens Aufgabe, glorreiche Geschichte und vaterländische Tradition betreten hat und denen der Prinz mit Festigkeit innerhalb unverrückbar gezogener Grenzen zu folgen entschlossen ist.=Hierbei dem Könige die Rechte Seiner Krone ungeschwächt zu erhalten, ist eine der Hauptaufgaben Meiner Regeutschafte. Die Thronrede bezeichnet den allgemeinen Landeszustand als befriedigend, verheißt wegen weiterer Ausdehnung und Vervollkommnung der Eisendahnnetze Vorlagen, gedenkt der erfreulichen Erscheinung erheblicher Abnahme der Untersuchungen und der Strafgefangenen, sieht darin sortschreitende Sittlichkeitserhebung und heilsamen Einfluß bestehender Strafgesetze. Die Regierung wird auf weitere Verbesserungen derselben, sowie auf genaue, den Mißbrauch möglichst ausschließende, Festsetzungen über zweifelhafte Verwaltungenormen Bedacht nehmen. Aus dem Staatshaushaltsetat ist ein günstiger Finanzzustand ersichtlich. Den laufenden Bedürfnissen fortschreitender Erhöhung des Amtseinkommens der Staatsdiener, auch neuen oder gesteigerten. Anforderungen auf anderen Gebieten wird durch denselben genügt. „Ich vertraue daher auf die bereitwillige Zustimmung zum Mehraufwande, welchen Ich zur Aufrechthaltung der Würde der Krone, zur Kräftigung des Heeres und der im Aufblühen begriffenen Marine und zu einer nach allen Richtungen gedeihlichen Entwickelung des Vaterlandswohles für geboten erUnd dennoch so eng' drin mein elterlich Haus, Wie zog es mich sehnend zur Ferne hinaus! O wär' ich noch Knabe, die Eltern noch mein Wie wollte bei ihnen so heimisch ich sein! Zum Jüngling gereifet in kräftiger Lust, Wolli' Liebe mich schließen au freundliche Brust, Rief schmeichelnd im Hüttchen, dem tranlichen hier: Da weile beglückend und glücklich bei mir! Ich küßte die Liebe, ich hielt sie im Arm, Zog weiter— und wurde an Liebe so arm. Und stürzte mich kühn in das Wellengewühl Des brausenden Lebens, im waglichen Spiel, Sah Tiefen und Höhen, und Dunkel und Glanz, Und kämpfte, dochstrebend, nach ehrendem Kranz; Und als er errungen im blutigen Strauß, Wolli' heim ich ihn tragen ins friedliche Haus. Doch, als ich ihm nahte im falbigen Roth Der finkenden Sonne, war Alles drin todt,— Gestorben der Vater, das Mütterchen mein, Das Liebchen gesenket ins Schlummerbett ein, Da ging ich zum Kirchhof in Abendscheins Glanz, Und hing auf die Gräber der Lieben den Kranz. Nun fühlt' ich erst, wie ich geworden so alt, Das Leben so fremd mir, so herbstlich und kalt; Wie, während auf Höh'n ich ein Traumbild umsing, Im Thale das Liebste still schlasen mir ging. Mir, Wandrer zur Ferne, nahm Alles der Tod:— 0 wahre doch Jeder, was Heimath ihm bei! 16.#.) achte. Sie erat ersehen Psetzten Verv# die mit um Kriege wie recht zu In den fr i keine B schaftlichen #nd ungetr veutschen 2 hungen der richtet, die en deu! voller Uebu welche ihne dem deutsch Vereinbarn spruch v Als Ich Vaterlands auf, Preuß selben steht den,= fest sung. T bewußten beit. Ver heifen Sie foigt, folg nere Geschl erden, welch Gegeistertem Se. Mai Mürche in der Allerbe Marie durch Kronprinzen gendster Weise Aus Wien Die österreic die Fahrt auf schiffjahrts=Ge in der Ankun Kebt, ist unte und Oesterrei #twortung a Wien, 8. #ärtungen bei bestehen aus ang, welch wird durch Aus Berl Inhalt sich ar ad in hobem Wien, 9. Times meldet lich Sprache #ubsicht sei, d Zertrümmern reich sei berge in der Türkei Turin, Krona, Man stärkt worde die Festung versehen. soll auf die verden. — 10. 3 wichtigsten der König! Kammer er . Der Kön den Beistan sion geleistet tionalität u sei. Er fü er Justiz., ; spricht der die gen ancielle gestört Borten: Di znressen sehe heit enigege kechte aberkannt worden den Vollgenuß derfeiten Begnadigung Schramm's, ommlungsmitgliedes für leicher Straferlaß soll in nuastallehrer Schramm in merika verweilend, ausvill man wissen, daß für aumburg, welcher wegen ent in Seuttgart in conuchthaus verurtheilt wurde, e Vaterstadt ebenfalls in Flüchtling in der Schweiz. rzeichnisse der Abgeordne3.- bringt, gehören 114 Schönaich=Carolath) und So eben 12½ Uhr sche Eröffnung des irch Se. Königliche nten stattgefunden. Hochderselbe die fortdau8 Königs und fordert die nung ihres hohen Berufs tsicht und Hingebung auf hen der Prinz=Regent im be, glorreiche Geschichte betreten hat und denen b unverrückbar gezogener t.=Hierbei dem Könige eschwächt zu erhalten, ist Regeutschafte. t den allgemeinen riedigend, verheißt g und Vervollkommte Vorlagen, gedenkt erheblicher Abnahme der Strafgefangenen, Sittlichkeitserhebung ehender Strafgesetze. seitere Verbesserungen e, den Mißbrauch 1de, Festsetzungen er waltungenor. Aus dem Staats= istiger Finanzzustand Zedürfnissen fortschreimtseinkommens der der gesteigerten. AnGebieten wird durch die bereitwillige Zunde, welchen Ich zur Bürde der Krone, Heeres und der enen Marine und gen gedeihlichen Entohles für geboten ernein elterlich Haus, ür Ferne hinaus! Eltern noch mein nich ich sein! stiger Lust, freundliche Brust, en, dem tranlichen hier: ücklich bei mir! sie im Arm n Liebe so arm. 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Im Verein mit den übrigen veutschen Bandesregierungen waren die Bemühungen der Regierung sortdauernd darauf gerichtet, die unter dem Dänenscepter stehenzeu deutschen Herzogthümer endlich in voller Uebung deijenigen Rechte zu sehen, auf welche ihnen die Bundesgesetze und die zwischen dem deutschen Bunde und Dänemark getroffenen Vereinbarungen wohlbegründeten Anspruch verleihen. Als Ich zum ersten Male als Regent zu den Vaterlands=Vertreiern sprach, forderte Ich sie auf, Preußens Fahne hoch zu tragen. Aus derselben steht: Königthum von Gottes Gnaden,= festhalten an Gesetz und Verfassung, Treue des Volkes und des sieg. bewußten Heeres, Gerechtigkeit, Wahrheit, Vertrauen, Gottesfurcht. Wohlan, heifen Sie diese Fahne hoch tragen. Wer ihr folgt, folg! Mir. Dann werden wir auf spätere Geschlechter den altpreußischen Geist vererden, welcher in mit Wemuth gemischtem, dennoch begeistertem einmüthigem Rufe Ausdruck findet: Se. Majestät lebe hoch!“ München, 9. Jan. Gestern, Abende 3 Uhr, wurde in der Allerheiligen=Hofkirche die Tranung der Prinzessin Marie durch Procuration mit dem Herzog von Calabrien, Kronprinzen beider Sicilien, in feielichster und gläuendster Weise vollzegen Aus Wien, 8. Jan., wird dem=Norde telegraphirt: Die österreichische Regierung hat dem Fürsten Milosch die Fahrt auf einem der Dampfer der Donau=Dampsschiffjahrts=Gesellschaft nicht gestattet. Die Verzögerung in der Ankunft des Fürsten in Serbieu, die daraus entKebt, ist unter den jetzigen Verhältnissen beklagenswertb, und Oesterreich ladet durch dieses Verfahren schwere Verutwortung auf sich. Wien, 8. Jan, Die nach Italien beorderten Ver#ärkungen belausen sich auf beiläufig 18,000 Mann und bestehen aus vier Infanterie=Regimentern.— Der Abzang, welchen dadurch die hiesige Garnison erleidet, vird durch Truppen aus Mähren und Böhmen ersetzt. — Aus Berlin sollen Depeschen eingetroffen sein, deren Inhalt sich auf die gegenwärtige Lage in Italien bezieht nd in hohem Grade befriedigend lautet. Wien, 9. Jan. Wie der wiener Correspondent der Times meldet, führte der russische Kaiser ganz die nämlich Sprache wie der französische. Die gemeinschaftliche cubsicht sei, den Grafen Buol zu stürzen, der auf die Zertrümmerung der Türkei nicht eigehen wolle. Oesterreich sei vergebens für die Lombardei eine Entschädigung in der Türkei angeboten. Italien. Turin, 9. Jan. Die Besatzungen von Verona, Mantua Mailand und Pavia sind verstärkt worden, und es ist der Befehl ergangen, die Festungen vollständig mit Lebensmittel zu versehen. Das österreichische Heer in Italien oll auf die Stärke von 140,000 Mann gebracht perden. — 10. Januar. Nachstehend theilen wir die wichtigsten Stellen der Thronrede mit, womit der König Victor Emanuel so eben die sardinische Kammer eröffnet hat: . Der König dankte der Kammer zunächst für den Beistand, den sie ihm in der vorigen Session geleistet habe, wodurch die Politik der Nationalität und des Fortschrittes befestigt worden sei. Er kündigt dann Gesetze über Reformen er Justiz=, Staats= und Gemeindeverwaltung i; spricht sein Bedauern über die Krise und der die geringe Seiden=Aernte aus, welche das Mancielle Gleichgewicht des Staats=Haushalgestört habe. Der König schloß mit den Worten: Der politische Horizont ist nich heiter, znressen sehe ich der Zukunft mit Entschlossenheit entgegen; die Zukunft wird eine glückliche ein durch eine auf Gelcotiglen Und n Freiheit und zum Vaterlande begründete Politik. Piemont ist klein an Umfang, aber von Bedeutung unter den Cabinetten durch die Grundsätze, welche es vertrint, und durch die Sympathieen, welche es einflößt; es achtet die Verträge, ist aber nicht unempfänglich für den Schmerzeneruf Italiens. Frankreich. Paris, 9. Jan. Die Stimmung der Geschäftswelt wird immer kleinmüthiger und ergebener; von einer Garantie für die Erhaltung des mitteleuropäischen Friedene, die man dis zum 14. Jan. 1858 mit dem Kaiserthum gewisser Maßen indentificirte, kann jedoch keine Rede mehr sein. — Was die serbischen Angelegenheiten anbelang:, so scheint das wiener Cabinet sich eine Intervention in diesem Fürstenthume nicht untersagen lassen zu wollen. Dasselbe soll zwar nicht die Absicht haben, im gegenwärtigen Augenblicke dort Truppen einmarschiren zu lassen, aber es besteht darauf, eine bewaffnete Jutervention in diesem Lande als sein Recht zu betrachten für den Fall, daß durch die dortigen Ereignisse die Sicherheit seiner eigenen Provinzen bedroht werde. Paris. Wie ein englisches Journal behauptet, soll der sogenannte Croup oder die Halsbräune der Kinder, die so viele Opfer fordert, zuverlässsg geheilt werden durch Einathmen der Ausdünstungen des zum Gasreinigen gebrauchten Kalke. In Preston soll sich das einsache Mittel trefflich bewährt haben. Paris, 10. Jan. Die juugen Leute sind sehr begeistert bei dem Gedanken an einen Krieg in Italien, und das Kriegs=Ministerium hat viele Anwerbungs=Anträge zurückzuweisen gehabt, mit dem Bedeuten, es sei vorläufig kein Krieg in Aussicht. Daß man darum in militärischen Kreisev Kriegshoffnungen hegt, darf nicht mehr befremden. Paris, 11. Jan. Der heutige Moniteur veröffentlicht den zwischen Frankreich, dem Deutsch=Oesterreichi. schen Verein und Belgien in Bezug aus telegraphische Correspondenz abgeschlossenen VertragDem officiellen Blatte zufolge haben die indirecten Steuern für das Jahr 1858 eine Mehr=Einnahme von 6,300,000 Frs. ergeben. England. London, 10. Jan, Dem heutigen Morning Herald zufolge beginnen die Sitzungen des Parlaments wahrscheinlich am 1. Februar. Die Times spricht sich heute in einem iorer LeitArtikel auf das entschiedenste gegen die italienischen Plane des Kaisers Napoleou aus. Aus New=York sind Nachrichten bie zum 30. Decbr. v. J. eingelausen. Einem dort vielfach verbreiteten Gerüchte zufolge will Zuloaga Mexico unter englischen Schutz stellen; man glaubt aber, daß Zuloaga bald zur Flucht genöthigt sein werde. London, 11. Jan. Gerüchtweise verlautet, die Canal=Flotte solle um zwölf Linienschiffe verstärkt werden. Die sardinische Thronrede wirkt hier heunruhigend. Laut einer Depesche aus Neapel vom gestrigen Tage hat der König Ferdinand 61 politische Gefangene begnadigt. Türkei. Belgrad, 4. Jan. Seit gestern befindet sich der Fürst Alexander Czerny mit seiner Familie in Semlin. Wie wir erfahren, will derselbe seinen Winter=Aufenthalt in Wien nehmen, den Sommer aber auf seinen Gütern in Ungarn zubringen. Es stellt sich nunmehr heraus, daß der Anhang des Fürsten Alexander in Serbien zahlreicher und achtunggebietender ist, als man von gewisser Seite vermuthet hatte. In einigen Nahien, besonder# in Kragujevacz, griffen die Bauern zu den Waffen und würden sich mit der dortigen Garnison zum Marsche auf Belgrad vereinigt haben, wenn sie hierzu den Besehl des Fürsten erhalten hätten. Belgrad, 1. Jan. Heute hier aus Konstantinopel eingetroffeue Meldungen lassen vermuthen, daß die Pforte nicht weiter darauf bestehen wird, den Fürsten Milosch zunächst dorthin kommen zu lassen, und es dürfte demnach bei der Reise, die er im Laufe des Sommers zuverlässig nach der Hauptstadt des suzerainen Hofes antreten wird, sein Beweuden haben. Auch weitere Nachrichten Dinge wie in letzter Zeit ihren geregelten Fortgaug nehmen, dürste auch die Zeit nicht fern sein, in welcher der Bestätigungs=Ferman eintressen wird. Von der serbischen Orduse, 3. Jan. Heute nach 3 Uhr Nachmittags langte der Fürst Alexander Karagjorgjevies auf dem Dampfschiffe Bater, aus der Festung Belgrad kommend, in Semlin an. Er sah blaß und angegriffen aus, und seine ersten Worte, als er den Landungeplatz betrat, waren:=Sechszehn Jahre habe ich der Türkei treu und redlich gedient, und dies ist unn der Dank.=— Sicherem Vernehmen nach sollen der rnssische und der französische Consul bereits erklärt haben, daß ihre respectiven Rezierungen die Beschlüsse der Skupschtina als legal und zu recht bestehend betrachten werden. Westfalen. Arnsberg, 7. Januar. Bisher bestand in Rumbeck nur eine Filial=Kaplanei=Stelle, statt derselben ist setzt dort eine selbstständige katholtsche Pfarrerei errichtet und dem Kaplan Herrn Böller verliehen. Es gehören zu derselben die bisher zur Pfarrkirche in Arnsberg gehörigen Ortschaften Rumbeck, Oeventrop, Dinschede, Wildhausen und Lalienberg. Alittheilungen aus den Kreisen. :h: Brilon, 13. Jan. Nr. 8 des Königl. Preuß. St.=Anz. enthält für Brilon und ins. besondere für das Briloner Gymnasium solgende freudige Nachricht: Se. Kgl. Hoh. der PrinzRegent haben, im Namen Sr. Maj. des Königs, Allergnävigst geruht: Die auf den Director des Gymnasiums zu Osnabrück, Anton Joseph Schmidt, gefallene Wahl zum Director des Gymnasiums zu Brilon zu bestätigen. Herr Director Schmidt wird also die Leitung=unsers Gymnasiums übernehmen, und wir wissen aus glaubhafter Quelle mitzutheilen, daß derselbe mit Anfang des Sommersemesters seine Function hies. schon übernommen haben wird. § Brilon. Im letziverflossenen halben Jahr 1858 waren auf den Gymnasien der Provinz Westsalen im Ganzen 3132 Schüler, auf den Progymnasien 136 Schüler, auf den mit Realschulen verbundenen Gymnasien(Minden, Bielefeld, Dortmund und Steinfurt) 149 Schüler; darunter u. A. auf den Gymnasien in Arnsberg 204, Paderborn 520, Miaden 236, Münster 608 Schüler. Büren.(Pers.=Chron.] Der Wundarzt Hr. Probsthan ist zum Kreis=Wundarzt hiesigen Kreises ernannt. == Iggenhausen,(bei Lichtenau,) 4. Jan. Am Sonntage vor Weihnachten im vor. Jahre saßen in einem Bauernhause zu Kühlsheim, Kreis Hörter, die Hausbewohner zusammen am Kaffeetische, als plötzlich die Magd rief: „Es ist gewiß Jemand im Brunnen gefallen! Sie hatte nämlich einen 16jährign Jüngling aus der Nachbarschaft zum Brunren gehen sehen, um Wasser zu bolen; aber auf einmal war er verschwunden. Alles stürzt heraus an den bis zum Rande vollen Brunnen. Man sah aber nichts, als die Bewegung des Wassers. Allmälig kommt etwas in die Höhe, es wird deutlicher, es ist der 16jährige kräftige Jüngling. der sich noch einmal in die Regionen des Lichts begibt, um von der Welt Abschied zu nehmen, und dann rasch als Leiche in sein nasses Grab hinabzusinken. Es steht aber am Rande des Brunnens ein handfester Bauer, Namens Joseph Böhmer aus Herbram. Er faßt mit seinem starken Arm über das sehr niedrige Geländer, und ziehr den Unglücklichen heraue. Er war noch am Leben, und wurde durch ärztliche Hälfe bald wieder hergestellt. Er war auf dem Glatteise ausgeglitscht, und über das Geländer gestürzt. Nutzanwendung:„Bewahrt das Wosser und das Licht, ndos dem Nachbar kein Schaden gebricht.= Redigirt unter Verantwortlichkeit des Verlegers 18 Verding. Am Mittwoch den 26. d. M. soll die Ausführung des Planums, die Anfertigung der Steinbahn und Anlieferung des Chaussirungsmaterials auf der im Gebiete der Stadt Marsberg liegenden Strecke der Marsberg= Fürstenberg= Bürener Straße mindestfordernd verdungen werden. Der Verding findet Nach mittags 2 Uhr in der Behausung des Wirth Steinhoff an der Chaussee statt. Die Kostenanschläge, Bedingungen und Baupläne liegen im Geschäftslokale des Amtmanns Rie del zu Marsberg zur Einsicht offen. Brilon, 12. Januar 1858. Die Chaussee=Bau=Commisson des Kreises Brilon. 36.) Ein erfahrener Muller, der mit guten Zeugnissen versehen ist, kann sofort gegen gutes Salair dauernde Beschäftigung finden. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 40.) Nicht zu übersehen! Die unterzeichnete Schauspieler=Gesellschaft wird heute, den 15. Jan., im Körting'schen Saale Zum Beßten des hiesigen Krankenhauses Verkauf von Grundstücken. Im Laufe des nächsten Monates werden die Unterzeichneten folgende Grundstücke der Steuergemeinde Brilon öffentlich, meistbietend, gegen Credit verkaufen: I. Gärten. Flur 22 Nr. 1477 an der Hunderbeck 8 Rth. 70 Fuß; Nr. 1412 ebendas. 26 R. 95 F.; Nr. 1599/1 zwischen der Chaussee u. d. Hoppeker Wege 48 R. 30 F.; Flur 23 Nr. 190, Stotengarten, 29 Ruth. II. Accker. Flur 9 Nr. 273 in der dollen Seite 1 M. 56 R.; Flur 11 Nr. 225 am Schrotwege vorn am Schaaken 1 M. 33 R.; Fl. 12 Nr. 566 hinterm Gallberge 2 M. 99 Rth.; Nr. 1018 bei Altenbriion 1 M. 49 R. mit Fettungen; Fl. 13 Nr. 313 des Eichholz 147 R.; Nr. 568 an der Windmühle 166 R. mit aufstehendem Roggen; Fl. 23 Nr. 424 am Voßloh 2 M. 52 R.; Fl. 28 Nr. 125 auf dem Hösterloh 142 Rth.; Nr. 267 am Kohlwege 2 M. 106 R.; Nr. 410 vorm Kalberstert 1 Mrg. 165 Ruthen. III. Wildländer. Flur 20 Nr. 41 hinterm Schön schede 3 M. 101 R.; Flur 21 Rr. 164 am Poppenberge 1. M. 77 R. IV. Flur 22 Nr. 1416 und 1417 Wiesen auf der Hunderbeck, zusamwen 58 R. 95 F. Der Verkaufstermin wird noch näher bestimmt. 37.) Geschwister Neusch. eine theatralische Vorstellung geben, und bittet— besonders in Rücksicht des guten Zweckes,— um recht zahlreichen Zuspruch. Das Nähere besagt der Zettel. Brilon. 41.) Familie Heiden. Lehrlings-Gesuch. Für einen mit den nöthigen Schulvorkenntnissen versehenen jungen Mann, welcher die Absicht hat die Handlung zu erlernen, ist in einem frequenten Colonial=, Eisen und Kurzwaaren= Geschäft, in einem Städtchen im Walveck'schen eine offene Stelle, die schon Anfang oder Mitte März besetzt werden kann. Wo sagt die Exped. d. Bl. 38.) Auf dem Gute Geveling= hausen bei Bigge stehen 4 fette Kühe zum Verkaufe. 39.) Inserat. Der Teusel reitet den Besenstiel, ich aber wählte Rechtens den Kiel. Ihr bösen Jungen! habt euch vor fremden Leuten Wirthshäuser in der Neujahrsnacht gebockset, da ihr doch diese Ehre, über euch aufgebrachten, unserm Freunde von Rechtswegen hättei zukommen lassen müssen, da er euch doch kurz vorher dazu Geistig inspirirt hatte!— Edler Mann! bei uns ist alles aus seinen Banden, wenn du bisher das ganze Städtische Gebäude nicht im Zwange und Frieden gehalten hättest, dann stünde nichts mehr in seinen Rechtsfugen; wir ertheilen dir darum das gebührende öffentliche Lob, wie gut du es mit jedem meinest, wie du mit deinem Worte und deinem Federkiele, öffentlich und geheim, Weltlichen und Geistlichen Personen dienest, um Sie entweder zu Ehren oder zu Brode zu bringen oder Sie darin zu erhalten, wie genugsam bekannt. Jüngst noch den Stadt=Rath resp. dessen Wahl, vertheidigest, ohne besondere Neben=Absichten. Wie du für deinen früheren Brodherrn K. jetzt noch so gütlichst sorgest. Dem friedliebenden Bauern in deiner Kammer dienest, den Geist des Friedens einathmest, Rath, Rütchens zu seinem Nutzen für eine Kleinigkeit ihm gibst. Jetzt sind wir darauf recht gespannt, waß du gegen das unnatürliche Kind rathen und schreiben wirst, welches seine eigene Mutter, im Sauerländer kürz= lich an den Schandpfahl der Lüge zur Schau ausgestellt hat. Mittelpreise der Früchte auf den Märkten perberl. Schefl. Ein junger Mensch, der Lust hat die Töpferei und Thonofenfabrikation zu erlernen, kann gleich in die Lehre treten bei Liedtke 43) in Gashol(bei Rhoden.) Berichtigung. In den beiden Ediktalladungen in vorig. Nr. d. Bl. lies am Schlusse: Kurfürstl. Justizamt, statt Königl. Justizamt. Für Müller und Mehlfabrikanten. Meine Fabrik französischer Mühlsteine(s. g. Champagner= Steine) aus dem besten Rohmaterial, welches ich aus Frankreich direkt bezogen habe, bestehend, befindet sich seit einiger Zeit in vollem Gange, so daß fertige Steine von allen gängigen Größen bereits vorräthig sind. Diese Steine sind mit vielen kleinen Löchern oder Augen versehen,(bimssteinartig porös,) wodurch die Mahlfähigkeit und Güte erhöhet wird. Es werden sowohl Weizen= als Roggenmahlsteine geliefert und können solche, sofern es gewünscht wird, auch besonders angefertigt werden. Es ist ferner den Käufern gestattet, die rohen Stücke sich selbst auszusuchen und sich von der guten und richtigen Zusammensetzung zu überzeugen. II. Belgisch=französische Dieselben bestehen aus einer glasigen, fessten, wenig porösen, dunkel=grauen oder bläulichen Feuersteinmasse und werden gleichfalls zum Weizenmahlen verwendet. III. Grawinkler Steine. IV. Osterwalter Roggen=, Schrot=, Graupen=, Grütze=, Senf=, Oel=Mühlsteine u. s. w. V. Mündener Roggensteine. VI. Lohemahlsteine. Die Preise sind auf das Billigste gestellt. Alle Briefe müssen frankirt sein. Mein Lager befindet sich unmittelbar am hiesigen Bahnhofe und besteht aus circa 350 Stück Mühlsteinen. Der Transport per Eisenbahn kommt bekanntlich billig zu stehen. C. Mosqua in Hildesheim. Bei M. Friedländer in Brilon ist vorräthig: Höchst einfaches und erprobtes Universal=Heilmittel gegen Rheumatismus, Kopf=, Ohren= und Zahn=Schmerzen, Schwerhörigkeit, Gehirnentzündungen, Bräune, Krebsschäden, Lungenentzündungen, Schwindsucht, heftige Nervenzufälle, Tobsucht, Wechselfieber, Rückenschmerzen, Unterleibsentzündungen, ChoSchlüden. offenen Preis 10 Sgr. Ein alter Schäfer Schlesiens, gestützt auf jahrelange gewissenhafte Beobachtungen und Versuche, der Tausenden in der Noth ein Helfer und Retter wurde, empfiehlt in obigem Buch allen Leidenden die Anschaffung eines Medicaments, das mit nur wenig Kosten verbunden ein Jeder sich selbst bereiten kann. Besonders nützlich möchte dieses Werkchen für Familienväter sein, denen das Wohl ihrer Angehörigen am Herzen liegt, für den Landmann, welcher wegen oft zu großer Entfernung seiner Wohnung nicht immer einen Arzt zur Hand hat, und endlich für den wenig Bemittelten, welcher nicht im Stande ist, die gewöhnlich kostspielige ärztliche Hülfe zu Rathe zu ziehen. Das Mittel selbst ist einfach, aber seine Wirkung überraschend und groß, so daß Alle in ihm das finden werden, wonach sie so oft im Leben vergebens geseufzt haben: Gesundheit und frischen Lebensmuth. 45.) Moras haarstärkendes Mittel. Dieses feinduftende Toilettmittel(zu haben in Brilon bei M. Friedländer) zu täglichem Gebrauche verleiht dem Haare Weichheit und Glanz, beseitigt in 3 Tagen die Schuppenbildung, sowie das Ausfallen der Haare und fördert deren Wachsthum ohne Ueberreizung aufnie geahnte Weise. Preis 20 Sgr. 46.) Fabrik von A. Moras& Comp., Trankgasse 49 in Cöln. Nr. 8. 859. 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