der deutschsprachigen Presse e.V. Das Kreisblatt kostet vierteljährlich in der Expedition 5 Sgr. durch die Post bevogen# osr. Nr. 10. im Sieg-, Lahn und Ederthale. Sonnabend den 1. October 1873. Inserate werden die 1 spaltige Zeile oder deren Raum mit! Vorberechnet. 22. Jahrgang. Austache Brfannbmachunger. ist Meinem Herzen Bedürfniß, an dem Tage, an welchem Ich der feierlichen Enthüllung des Denkmals beigewohnt habe, welches das dankbare Vaterland Meinem siegreichen Heere in Meiner Hauptund Residenzstadt Berlin errichtet hat, wiederholt in Fehrender Anerkennung auch derer zu gedenken, welche in den letzten Kriegen den Heldentod für König und Vaterland gesterben sind. Mit freudiger Genuzthuung habe Ich vernommen, wit bereits mehrfach der Gedanke angeregt worden ist, das Gedächtviß dieser Tapferen in ähnlicher Weise zu ehren, wie dies nach den Kriegen von 1813 bis 1815 geschehen ist. Indem Ich den her#### Wunsch aus. spreche, daß die Ausführung dieses Gedankend, welche um so werthvoller sein wird, je schneller sie durch die freiwillige Liebesthätigkeit der einzelnen Gemeinden ihre Verwirklichung finder, eine allgemeine werde, genehmige Ich zugleich ausdrücklich, daß in jeder Kirche eine Tafel errichtet wird, welche dem Gedächtniß der in den letzten Kriegen auf dem Felde der Ehre Gefallenen gewidmet ist und die Aufschrift erhält:„Aus diesem Kirchspiel starben für König und Vaterland.“— Dieser Aufschrift mürden sodann die Namen aller zu dem Kirchspiol gehörig gewesenen Gefallenen zu toigen haben. Ich verantasse Sie, diesen Meinen Erlaß zur öffentlichen Kenntniß zu bringen und den kirchlichen Behörden mitzutheilen. Berlin, den 2. September 1873. Wilhelm. gegengez. Falk.“ Kameke. An den Minister des Krieges und den Minister der geistlichen 2c. Angelegenheiten. Die Wahl der Deputirten behufs Veranlagung der Gewerbesteuer pro 1874(IV. Abtheilung) wird a. für die Handelsklasse A II. und für die Fleischer am Mittwoch den 15. October k:, Vormittags 10 Uhr, in dem Magistratsbüreau zu Laasphe, unter Leitung des Herrn Bürgermeisters daselbst, b. für, die Wirthe und Bäcker an demselben Tage und zu gleicher Zeit im hiesigen Kreisbürean stattfinden. An die betreffenden Gewerbetreibenden ergeht daher hierdurch die Einladung, zur gedachten Wahl sich einzufinden. Zugleich wird bemerkt, daß die fragliche Wahl ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erscheinenden vor sich gehen und falls Keiner erscheinen sollte, seite des Landrathsamtes vorgegommen werden wird. Berleburg, den 2. October 1873: Der Landroth von Schrötter. Der Hausirer. Historische Erzählung von Friedrich Friedrich. (Fortsetzung.) Georg hatte Beide verstohlen scharf beobachtet, und war unwillig, als er aus ihren Worten und aus ihrem Benehmen nicht das Geringste zu errathen vermochte. Der Hausirer ist solzu uud vorsichtiz, spracher zu sich selbst, do er recht gur wußtt, daß der Wirth nicht auf dir Waaren gewartet hatte. Ge wird schwer halten, durch ihn vas Geheimniß zu erfabreu; aber nur Geduld, sch werde schon dahinter kommen. Es scheint ite ihn von großer Wichtizkeit zu sein, sonst würg##er nicht so äußerst vorsichtig sein Er wöre gern den beiden Männern in das Haus gefolzt; aber er mußte die Pferde ausspannen und versorgen,#und darüber zing ihm viel Zeit verloren. Ats der Wirth mit sem Hausirer in's Göstzimmer getreten wär, warfs dieser einen raschen und prüfenden Blick umher und ließ sich dand erschöpft guf einen der Stühle##der: Ich wollze durchaus#ute hier eintreffen, und ba habe ich mich fast übernommen, sprach er, Doch, was macht der Graf? Ist er nicht unzeduldig geworden? Freilich, freilich, behtzigte der Wiath. Se bet, mir Mühe gekostet, ihn an Geduld zu gewöhnen. Als ihr immer und imwer nicht zurückkehrtet, wellte er allein und auf eizihe Hand fliehen, nur mit Noth habe ich ihn eavon zurückzehalten. i Sein=Getück Smddbete vorSüustree#oft. hastig. Die Polizei int wieder auf seiner Spur. Ich woiß nicht, wie es r möglich geworden ist, dieselbe aufzusioden. Sog: ihm aber hiervon nichts, daß er sich ängstigt. Ich wäre früher hierhergekommen, aber es traten mir Schwierigkeiten entgegen, welche ich nicht erwartet hatte. Seit vier Tagen bin ich in kein Bett gekommen, und kaum habe ich in diesen vier Tagen vier Stunden geschlafen. Alles nur, um Euch und den Grofen nicht länger warten zu lassen. Ihr könnt bei mir ausruhen, entgegnete der Wirth. Aber sagt mir, wie stehen jetzt die Sachen? Gut, erwiederte der Hausirer, wenn ich die Mühen welche sie gemacht haben, nicht mit in Anregung bringen will.—— Doch zuvor noch eine Frage: weiß Euer Knecht etwas davon, daß Ihr den Grafen geheim haltet? Er hat keine Ahnung davon, versicherte der Wirth Ich traf ihn auf der Haide und din mit ihm hierher gefahren, fuhr der Hausirer fort; da hat er eine Frage an mich gerichtet, die mir auffiel und verrieth, daß er weiß, es gehr etwas Geheimes hier und zwischen uns vor. Nein, nein, es ist nicht möglich unterbrach ihn der Wirth. Hört, sprach der Andere weiter, der Bursche scheint mir ehrlich und zuverlässig zu sein; ich glaube, wir thäten am Besten, wenn wir ihm Alles mittheilen; dann haben wir, wenn es Noth thut, einen Mann mehr, auf den wir uns verlassen können: Was meint Ihr dazu? Der Witth schüttelte mit dem Kopfe. Ich will nichts gegen den Burschen sogen, denn ich kann nicht über ihn klagen; aber ich meine, je Mehre es wissen, um so leichter ist es verrathen. Ich traue ihm nicht zu, daß er uns absichtlich verrathen würde; aber junges Blut sagt leicht ein Wort zu viel, und dann ist es zu spät. Gut, gu, sprach der Hansirer. Was Ihr meint, denn Ihr müßt ihn besser kennen. Habt Ihr keinen ausreichenden Grund, um ihn für jetzt einige Zeit aus dem Hanse von dem Hofe zu entfernen? Eshtreibt mich, zam Grafen zu eiten, denn ich habe wichtige Mittheilungen, und der Bursche darf nichts merken, nicht einmal Verdacht schöpfen. Der Wirth kann einen Augenblick unc, d#no erwiderte er: Ich weiß keinen Grund. Se ist lpst Abends, da kann ich ihn nicht mehr anf das Feld senden, das würde seinen Verdacht am allerersten erregen. So laßt ihn, fuhr der Hausirer fort. Ich worte dann, bis er sich zur Ruhe gelegt höt. Georg trak in diesem Augenblicke ins Zimmer. Die beiden Männer hrachen sofort ihr Gespräch ab, und dies eniging ihm nicht. Er stelite sich ganz unbefangen, beobachtete aber den Haustrerverstohlen. Auch das fiel ihm auf, daß dieser sich erst jetzt Speise und Trank geben ließ, obschon#r unterwegs schon über Hunger geklagt hatte. Ge war für ihn deshalb außer Zweifel, daß er mit seinem=Herrn sehk Wichtiges zu bereden gehabt hatte. sehr hungrig zu sein. Das war ich, entgegnete ver Haustrer ruhig; aber meine Ermüdung war noch größer ale mein Hunger. Ich weiß nicht, ob es Euch schon je so ergangen ist, daß Ihr hungrig war't und daß Euch trotzdem eine übergroße Ermüdung den Appetit u. die Lust zum Essen benahm. Seht, deshalb mußte ich mich erst kurze Zeit erholen. Nun wirds schon eher gehen, sügte er lächelnd hinzu, und wenn Ihr hier nicht zu Hause wäret, würde ich Euch auffordern, mit mir zu essen. Ihr habt mich gefahren; ich würde Euch bewirthen, seht, do wäre keiner dem andern etwas schuldig. Oder habt Ihr Lust, dann greift ohne Umstände zu, mir kann's nur lieb sein. Georg dankte. Er fühlte bereits das Uebergewicht dieses Mannes und mochte nicht noch obendrein zu größerem Dienste verpflichtet sein, als b.reits der Fall war. Er glaubte auch, daß er hinter dieser Freundlichkeit eine besondere Absicht verberge. Als der Hausirer seine Mahlzeit beendet hatte, schützte er seine Müdigkeit vor, um sich aus dem Zimmer zu entfernen und sich zur Ruhe zu begeben. Georz durchschaute ihn, und fest überzeugt, daß er mit dem geheimen Manne noch verkehren werde, ging er auch fort in den Pferdestall, wo sein Bett stand. Auch er war ermüdet, aber statt sich zur Ruhe zu legen, stieg er auf den Heubeden, um dort über dem geheimen Zimmer zu horchen. (Fortsetzung folgt.) — Vorgestern wurde in Cöln ein Metzgerbursche verhaftet, welcher längere Zeit mit seinem Meister ein Compagniegeschäft geführt hatte, ohne daß dieser es wußte. Besagter Bursche nämlich zerlegte die ihm zum Forttragen übergebenen Fleischqualitäten in zwei Theile, den einen übergab er den Kunden, von welcher die Bestellung gemacht worden, den andern ——„„„„ romrchi der deutschsprachigen Presse e.V. verkaufte er für seine Rechnung. Der Meister kam endlich durch die vielen Reclamationen wegen Mindergewichtes seinem stillen Theilhaber auf die Spur. Siegen, 27. Sept. Diese Nacht wurden die Bewohner unserer Stadt durch die schrillen Töne der am Bahnhof stationirten Maschine aus dem Schlafe geweckt; ein furchtbarer Brand war im untern Theile der Kölnerstraße ausgebrochen, dem eine Stunde 5 Häuser ganz oder theilweise zum Opfer fielen. Nur die vollkomme Windstille und die Austrengungen unserer wackern Feuerwehr machten eine Bewältigung des Brandes möglich. Wer die Bauart unserer Stadt kennt, wo die Häuser dicht aneinander stehen, ohne durch Brandmauern getrennt zu sein, wo viele Häuser nur zwei Wände(eine nach vorn und eine nach hinten), haben, der weiß auch die Gefahr zu würdigen, in welcher die Stadt schwebte. Bei den vier großen Bränden, welche Siegen in den letzten 4 Jahren heimsüchten, herrschte stets vollständige Windstille, ohne welche jedesmal wenigstens die Hälfte der Stadt eine sichere Beute der Flammen geworden wäre. Remscheid, 27. Sept. Landwirthschaftliches Jahresfest. Zu dem heutigen Feste der Local=Abtheilung Elberfeld=Barmen=Lennep hatte sich eine zahllose Menschenmenge zusammen gefunden, die Schützenhalle prangte im Festschmuck und das große Schützenfeld war theils mit Maschinen bedeckt, theils von der Viehausstellung in Anspruch genommen. Die Versammlung wurde um ½10 Uhr eröffnet und beschloß, eine silberne und 12 broncene Medaillen zur Vertheilung dem Festcomité zu übergeben, und den Bienenzüchter O. Stursberg zu Halbach zur Jahresausstellung des cheinisch=westfälischen Bienenzuchtvereins am 6. und 7. October c. nach Cleve zu senden, damit er der Versammlung später darüber berichte. Der Präiirungs-Commission wurden 250 Thlr. zur Vertheilung an Prämien überwiesen und schloß der Direktor die Versammlung mit dem Bemerken, daß er für das kommende Jahr die Anregung zur Kaninchenzucht zu geben gedenke, und dazu besonders auch die Mitwirkung der Herren Lehrer in Anspruch nehmen und der Versammlung wegen Bewilligung der Betriebsmitteln neue Vorlagen machen werde. Die Prämiirung fand in der Schützenhalle statt, die ein reiches Bild geschmackvollster Gruppirungen und Arrangements und eine Ausstellung landwirth= schaftlicher und gewerblicher Produkte, Geräthe und Maschinen bot, die an Mannigfaltigkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Die silberne Medaille wurde dem Herrn Lehrer Weber zu Barmen wegen allgemeiner Verdienste um die Landwirthschaft zuerkannt, an Geldprämien 60 Thlr. für lang gedientes, treues Gesinde, 60 Thlr. für Vieh. 80 Thlr. für Geräthe und Maschinen, 30 Thaler für Federvieh und Bienen, 20 Thlr. für Feld- und Gartenprodukte vertheilt und außerdem eine Anzahl Diplome und broncene Medaillen als Auszeichnung verliehen. Herne, 26 Sept. Am heutigen Tage verunglückten bei Ablösung der Nachtschicht auf Zeche Friedrich der Große durch zu frühes Entzünden eines Schusses 4 Bergleute, von denen 2 gleich todt und 2 schwer verletzt sind. Dortmund, 29. Sept. Am vorigen Mittwoch haben 17 Arbeiter, meistens beim Bau der Dortmund=Cronau=Enscheder Eisenbahn beschäftigt, in dem Hause des Wirths Schulte-Hostede zu Hostede, etwa eine Meile von hier, Alles, was nicht nietund nagelfest war, Teller, Gläser, Fensterscheiben, Stühle 2c., vollständig zerschlagen, so daß der Eigenthümer, um sich weiteren Gefahren zu entziehen, noch in derselben Nacht polizeilichen Schutz requiriren mußte. Es machten sich in Folge dessen Polizeibeamte von Lünen, Hörde und hier auf den Weg, bei deren Annäherung die Tumultanten entflohen. Inzwischen ist es gelungen, 5 derselben aufzugreifen und ins Gefägniß zu bringen; von dem Aufenthalt der übrigen ist jedoch noch nichts bekannt. Es ist noch nicht klargestellt, was die Ursache dieses Auftritts gewesen ist. — Die B'sche Familie, Spandauerstraße 12, saß am Mittwoch Mittag plaudernd beisammen. Da entstand im Nevenzimmer Geräusch, indessen vermuthete man, die Magd räume darin auf. Doch bald stellte es sich heraus, daß ein Unbefugter dort aufgeräumt und mit großer Sachkenntniß das Geschäft betrieben hatte, denn unter den vielen Werthsachen, die sich im Zimmer befanden, hatte der Dieb einen schweren silbernen Armleuchter und eine Brillantbroche ausgewählt. Der Portier des Hauses hatte auch einen elegant gekleideten Herrn, in grauem Ueberzieher und goldenem Kneifer, aus der Wohnung kommen sehen und ließ denselben ruhig bei sich vorubergehen, da er ihn für einen Gast der Herrschaft hielt. Von dem fein costümirten Diebe fehlt noch jede Spur. —(Ein gehobener Schatz.) Vor einiger Zeit berichtete die„Elberf. Z.“von einem in Mülheim in einem Keller versteckten und dort aufgefundenen Schatz. Die Sache hat ihre Richtichkeit, indem das Gericht jetzt den glücklichen Findern— einem Schuhmacher und seiner Frau— den Besitz der Sachen zugesprochen hat und diese letztern, wie man hört, zu einem Werth von mindestens 3000 Thlrn. abgeschätzt hat. Die Auffindung des Schatzes wurde durch die in dem Hause befindlichen vielen Ratten veranlaßt. Die jungen Eheleute hatten mit Aufbietung aller Kräfte das Haus erst vor kurzem gekauft und endeckten bald die nuliebsamen Gäste, die sich überall sehen ließen, dann aber bei einstlicher Verfolgung in den Keller retirirten und dort in einem ziemlich großen Loche in der Mauer verschwanden. Die Frau untersuchte die Oeffnung und dabei fiel ein Stein heraus, welchem eine kleine mit dickem Roste überzogene Blechschachtel folgte. Nichts ahnend übergab sie ihrem ebenfalls anwesenden Kinde die Schachtel zuerst zum Spielen, da in derselben wie es schien, Steine befindlich waren. Als sie jedoch bemerkte, daß das Kind sich damit beschmutzte, mußte dasselbe sein Spielzeug wieder fortwersen und zwar in den anstoßenden Garten. Da die Untersuchung des Rattenloches eine größere Höhlung zeigle, so ließ auch die Frau für diesmal von weiterer Untersuchung, als jedoch nach einigen Tagen ihr Strickzeug aus der Stube verschwand, u. sie das an demselben befindliche Knäuel nach vielem Suchen noch dicht vor dem Rattenloch sand, begann sie am Faden zu ziehen, um ihr Strickzeug aus der Höhle der gefräßigen Gäste zu retten. Kaum hatte sie eewas gezogen, so fällt wieder ein Stein und diesem folg eine Kugel, sowie verschiedene Stangen, so daß sie jetzt ihren Mann herbeiruft. Beide unte suchten nun den Fund und da stellt es sich bald heraus, daß die Kugel sowohl als die Stangen von purem Golde sind. Jetzt gedachten sie denn auch baldigst der weggeworfenen Blechschachtel, aber die war verschwunden und mit ihr die wahrscheinlich darin befindlichen Edelsteine.— Nun, die glücklichen Finder haben sich dabei beruhigt, haben jetzt ihr Haus aus. bessern lassen und gedenken mit dem übrigen Gelde ein größeres Geschäft zu beginnen, zu welchem wir ihnen alles Glück wünschen. — Eine originelle Depeschenverwechslung wurde dieser Tage in Berlin veranlaßt. Zwei Kaufleute aus Dresden hatten mit einem hiesigen jungen Baumeister mehrere Hypothekengeschäfte entrirt und telegraphirten demselben, er möchte sich am Freitag im Hôtel D.'s einfinden und und die drei Instrumente(Hypothekeninstrumente) mitbringen. Diese Depesche wurde aber irrthümlich an eine im selben Hause wohnende Ammenvermietherin abgegeben, welche, wie die„Tr.= meldet, mit dem Baumeister denselben in Berlin weitverbreiteten Vatersnamen hat. Frau M. liest erstaunt, aber verständnißinnig und nimmt andern Tages drei stramme Ammen mit, mit denen sie vor dem Bette der verwunderten Dresdener erscheint, welche jedoch bedauerten, von diseem Artikel keinen Gebrauch machen zu können. Die nun folgende Auflösung veranlaßte natürlich ein Lachconzert, wie es nur selten vorkommt. — Der Staats=Anwalt Tessendorf in Magdeburg veröffentlicht folgende Bekanntmachung an den Straßenecken der Stadt:„Zur Warnung für alle diejenigen, deren frecher Uebermuth, roher Sinn und Lust am Bösen die öffentliche Sicherheit gefährden, mache ich bekannt, daß vom hiesigen Strafgericht 3 jange Burschen, welche in einer Restauration mit friedlichen Gästen Händel gesucht, auf geschehene Aufforderung sich nicht eutfernt und demnächst Sachen zerschlagen hatten, zu je 6 Monaten Gefängniß, und Arbeiter, welche auf offener Straße ruhig ihres Wezes gehende Leute wörtlich und thätlich beleidigt haben, zu 1 Jahr Gefängniß und darüber verurtheilt worden sind. Wer das Messer zieht, hat noch weit härtere Strafen zu erwarten.“ Schwurgerichts Verhandlungen. In der am 23. Sept. zu Siegen abgehaltenen Sitzung war das Schwurgericht zunächst mit einer Anklage wegen unbefugter Ausübung der Jagd und vorsätzlicher Körperverletzung, begangen an dem Gräflich-Fürsteubergischen Förster Nückel aus Feudingen beschäftigt. Der Hauptangeklagte ist der bereits als Wilddieb bestrafte Heinr. Wagner aus Benolpe; wegen Jagdvergehen dessen Bruder Andreas Wagner aus Feudingen. Am 27. und 29. April d. J. hatten die beiden Angeklagten unbefugter Weise in den Forsten von Burgholdinghausen die Jagd ausgeübt, bei welcher Gelegenheit sie aber aur Mittag des letztgenannten Tages vom Förster Nückel angetroffen wurden, durch Davonlaufen aber zu enkkommen suchten. Der Förster verfolgte Beide, erkannte hierbei den als Wilddieb berüchtigten Hr. Wagner und rief demselben zu, er solle stehen bleiben; statt dessen wendet sich aber der Heinrich Wagner um, legt sein Jagdgewehr auf den Förster an und drückt los. Tödtlich getroffen sinkt derselbe nieder; er hatte einen Schrotschuß in den Unterleib und beide Arme erhalten, in Folge dessen er, nach ärzlicher Aussage, in wenigen Tagen verstarb. Der Angeklagte leugnete hartnäckig, er gibt an, sich in der Nothwehr befunden zu haben, indem der Förster mt dem Ausrufe:„Ich schieße Dich nieder!“ auf ihn angeleg habe. Dem widersprach jedoch der mitangeklagte Bruder, welcher, den Förster, nur die Worte hatte rufen hören: Wagner, stehe! Der Verstorbene hatte sich ebenfalls kurz vor seinem Tode bei seiner gerichtlichen Vernehmung dahin ausgesprochen. Die Herren Geschworenen bejahten denn auch die ihnen vorgelegte Frage, welche lautete: „Ist der Herar. Wagner schuldig, am 29. April d. J. in der Nähe von Burgholdinghausen dem Förster Nückel vorsätzlich eine Körperverletzung beigebracht zu haben, welche den Tod zur Folge gehabt hat und zwar bei unberechtigt Ausübung der Jagd, um sich der Verfolgung zu entziehen," und verurtheilte der Gesichtshof hiernach den Angeklagten zu einer achjährigen Zuchthausstrafe, Verlust der Ehrenrechte auf 8 Jahre und Tragung der Kosten des Gerichtsverfahrens. Ferner wurde seine Stellung unter Polizeiaussicht für zulässig erklärt. Der mitangeklagte Andreas Wagner erhielt wegen einfachen" Jagdvergehens eine Gefängnißstrafe von 4 Wochen, welche durch Untersuchungshaft vom 5. Mai bis 15. Juli als abgebüßt betrachtet worden. Feudingen, 28. Sept. 1873. Wir haben heute hier ein sehr schönes Fest gefeiert. Es galt das 50jährige Amts=Jubiläum unseres geliebten Seelsorgers, des Herrn Pfarrers Vogel. Er hat unserer Gemeinde fast 44 Jahre lang in Treue und Ausdauer gedient, nachdem er vorher in Laasphe und dann als Pfarrer in Fischelbach fungirt hatte. Durch seinen lebhaften für alles Gemeinnützige offenen Sinn, durch seine besondere Theilnahme für unsere Kranken, und durch seine freie anregende Predigt ist er uns in dieser Zeit sehr lieb geworden, unv daß mit der Jubelfeier auch die Amtsniederlegung, in Folge wiederholter Krankheits=Anfälle, verbunden sein mußte, das war das Einzige was der Feier zugleich einen wehmüthigen Charatter gab. Schon frühe erschien unser Presbyterium im Pfarrhause um dem Jubilar seine Liebe und Verehrung bei Ueberreichung eines Silber=Pocales auszudrücken. Bald erschien ein reitender Bote Sr. Durchlaucht des Fürsten Alexander von SaynWittgenstein-Hohenstein, welcher die warmen Glückwünsche hochdesselben in eigener Handschrift überreichte. Telegraphische Depeschen brachten dann aus Nah' und Fern, eine sogar aus Moscau her, die willkon cher Freu: das Haus Consistoria Kgl. Const der Kreisdie noch z wenn der gewünscht Gemeinde auch schon nur Krank Schwieger Pfarrer B meinde sch des Amtes rischen Gel bar ergriffe der, es ist diesem apo und bezeug kündigung, lebendige C sei. Er spi aus für so selbe ihm herzlichsten sleibliche W Dann tr meinde,(es lobe dich, u Erdenrund, Altar, ihm welcher nach wunschschrei dann das C Kaiser und Adlerorden tendent spra Synode aus an die Geift Gebrüder Fr Länder und Abbildungen, der Gesang Reinheit un und Frauens liche Feier. dann die zah und Freunde genheit, die welche die in zen Familie vereinigte ein Theil der E kirchlichen Ge ten, fanden i druck. Der die Sehnsuch zur Erfüllung druck. Dann Glas, um de hoch auszuspr nach den Wo Geiste wieder wie die Adler der Gemahlin ter und Pfarengeren Kreise Hatte der Hei rung und Liel unserer Provin gesprochen, un selben ausgebr ganz aufzulöse Staat, wie sie des Landrathes gestellt habe, i te. Am Aben Singverein der einen prachtvoll krankten Haupt fAitrefilm-r-hint krsmmarente der deutschsprachigen Presse e.V. de Leute wört1 Jahr Geden sind. Wer ärtere Strafen ungen. n abgehaltenen ichst mit einer der Jagd und gen an dem ckel aus Feuigte ist der beWagner aus 1 Bruder An27. und 29. geklagten unbegholdinghausen genheit sie aber vom Förster vonlaufen aber verfolgte Beide, erüchtigten Hr. er solle stehen r der Heinrich uf den Förster n sinkt derselbe den Unterleib dessen er, nach verstarb. Der sibt an, sich in der Förster h nieder!“ auf jedoch der mitirster nur die ehe! Der Verr seinem Tode dahin ausgebejahten denn welche lautete: im 29. 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Diese war denn auch schon frühe wohl vollzählig erschienen, so daß nur Kranke und Altersschwache zurückblieben. Der Schwiegersohn des abgehenden Jubilars, Herr Pfarrer Becker von Erndtebrück, welcher der Gemeinde schon lieb geworden war durch Vertretung des Amtes in Kirche und Haus, hielt die agendarischen Gebete, und dann betrat der Jubilar, offenbar ergriffen, seine Kanzel zum letzten Male.„Kinder, es ist die letzte Stunde,"(1 Joh. 2. 18.) mit diesem apostolischen Worte machte erseinen Abschied und bezeugte noch einmal seine evangelische Verkündigung, als durch welche er stets nur das innere lebendige Christenthum zu pflanzen bemüht gewesen sei. Er sprach seinen heißen Dank der Gemeinde aus für so viel Liebe und Vertrauen, welche dieselbe ihm stets bewiesen habe, und schloß mit den herzlichsten Wünschen für das fernere geistliche und sleibliche Wohl der Gemeinde. Dann trat er, nach vorherigem Gesang der Gemeinde,(es war sein Lieblingslied Nr. 390„Ich lobe dich, mein Auge schaut, wie du auf diesem Erdenrund, die eine Kirche hast erbaut 2c.) an den Altar, ihm zur Rechten der Kgl. Consistorialrath, welcher nach einer kurzen Ansprache ihm das Glückwunschschreiben des Kgl. Consistorii vorlas, und dann das Ehrenzeichen, womit Sr. Majestät unser Kaiser und König ihn begnadigt hatte, den rothen Adlerorden IV. Klasse übergab. Der Superintendent sprach ihm dann die Segenswünsche der Synode aus, und überreichte ihm zum Andenken an die Geistlichen derselben, das Prachtwerk der Gebrüder Friedrich Adolf& Otto Strauss: Die Länder und Stätten der heiligen Schrift mit vielen Abbildungen. Nach einem Schlußgebet beendigte der Gesang der Gemeinde, der wie immer durch Reinheit und Abwechslung zwischen den Männer und Frauenstimmen sehr erbaulich war, die kirchliche Feier. In das Haus zurückgekehrt hatten dann die zahlreichen Kinder, Kindesk nder Verwandte und Freunde bei einem gastfreien Frühstück Gelegenheit, die prachtvollen Geschenke zu bewundern, welche die innige Anhänglichkeit und Liebe der ganzen Familie zu ihrem Haupte bekundeten. Dann vereinigte ein Festmahl im Gasthaus einen großen Theil der Erschienenen; und die patriotischen und kirchlichen Gefühle, welche die Versammlung beseelten, fanden in den Toasten einen lebendigen Ausdruck. Der Jubilar brachte die Liebe zu dem, der die Sehnsucht der Nation nach endlicher Einigung zur Erfüllung gebrachte hatte, zu jubelndem Aus" Dann erhob der Herr Consistorialrath das Glas, um der Hauptperson des Festes das Lebehoch auszusprechen, daß er, wie sein Name es deute, nach den Worten der Schrift, auch im Alter am Geiste wieder jung werden möge, und auffahren wie die Adler. Dann gedachte der Herr Landrath der Gemahlin des Jubilars als einer rechten Mutter und Pfarrfrau, deren Andenken in weiteren u. engeren Kreisen ein unvergessenes bleiben werde. Hatte der Herr Superintendent dann die Verehrung und Liebe der ganzen Synode zu dem Haupte unserer Provinzialkirche, dem Kgl Consistorium aus. gesprochen, und das Wohlsein des Deputirten desselben ausgebracht, so rühmte dieser nun die nie ganz aufzulösende Verbindung zwischen Kirche und Staat, wie sie in dem gemeinschaftlichen Erscheinen des Landrathes und des Superintendenten sich dargestellt habe, indem er das Wohl beider ausbrachte. Am Abend des schönen Tages erschien der Singverein der Gemeinde vor dem Pfarrhaus, stellte einen prachtvollen Sessel dahin, und statt des erkrankten Hauptlehrers ergriff ein anwesendes früheres Glied der Gemeinde, der Lehrer Bauf von Schwelm, das Wort, und rühmte aus eigener vieljähriger Erfahrung, was der geliebte Pfarrer der Jugend in den Schulen, den Familien und der ganzen Gemeinde in langer Dienstzeit gewesen sei, und bezeichnete als Ausdruck ihrer Wünsche ihre Gabe als Symbol der glücklichen Ruhe, die sie ihm in langen Tagen seines Ruhestandes von Gott erbitte. Das Fest schloß, so wie es ganz ohue Störung verlaufen war, in der befriedigendsten Weise. Versetzungshalber von Berleburg nach Hörde sage ich bei meiner Abreise Freunden& Bekannten ein herzliches Lebewohl! A. Gehrke Beim Laaspher Creditverein liegen 300 Thlr. zum Ausleihen bereit. Laasphe, den 2. October 1873. Der Vorstand. Kriegerverein zu Berleburg. Am Sonntag den 5. October c.; Nachmittags 3½ Uhr, Versemmlung des Kriegervereins im Vereinslokale zur Lause. Tagesordnung: Ballotage. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. Veranlassung des von dem Herrn Pofessor * Dr. Krämer aus Zürich am 7. Sept. c. zu Berleburg abgehaltenen Vortrags über die Anwendung der künstlichen Düngemittel bin ich mit der berühmten Düngersabrik von Georg Carl Zimmer in Mannheim in Verbindung gel#eten und hat mir dieselbe eine Agentur für ihre Fabrikate für den hiesigen Kreis and Umgegend bereitwilligst übertragen. Indem ich den Lauvwirthen des Kreises hiervon Mittheilung mache, bemerke ich, daß von jetzt ab alle gewünschten Düngemittel nach feststehenden Original= preisen unter Garantie des angegebenen Gehalts mit Gebrauchsanweisung von mir geliefert werden können. Um schon in diesem Herbste einen Versuch machen zu können und im nächsten Frühjahr ein Resultat über die Wirkung der künstlichen Düngemittel zu haben, habe ich von den gangbarsten für die hiesige Gegend besonders empfohlene Düngerfabrikate, als: Superphosphat, Kali=Superphosphat und Amoniac=Superphosphat, eine Partie kommen lassen und bin ich bereit, hiermit Versuche, wo es gewünscht wird, anzustellen. Preisverzeichnisse 2c. werden unentgeltlich abgegeben, sowie jede beliebige Auskunft dieserhalb gern ertheilt von Berleburg, im September 1873 A. Nilasch. ∆ n mein Eisengeschäft suche ich alsbald einen Lehrling. M. Adreansen in Gladenbach. Lungemittel der Chemischen Fabrik Griesheim in Frankfugt am Main. Sauere phosphorsauere Kalke(Superphosphale) jewächse, Reps u. s. Gedämpftes Knochenmehl,(zuanisirt) in fei em und gröberem Pulver, für Getreide u. s. w. -Grisesheimer Sestseat) erg Guano(Weinberg=Dünger.) Mischunge.(Gul Dlger) Salifalzen.“ von Superphosphaten mit Futterknochenmehl. 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Gemeindeblattes für Rheinland und Westfalen Nr. 16, 1872:„die Aufgaben unserer Zeit in Staat und Kirche im Lichte des Glaubens an den gekreuzigten Christus darzustellen, sei dem Verfasser sehr wohl gelungen.“ F Quehls Aunoncen-Bureau, Cleve Centralbureau für holl. Annoncen Reell. Discret. A. W. Bullrichs Universal-Reinigungssalz, ein altbewährtes Mittel gegen Magenleiden aller Art, verpackt B. 13 ¼ Pfd., allein echt und unverMischt in Berleburg bei Ludwig Althaus Wegen Errichtung neuer Niederlagen wende man sich an das Generaldepot für RheinlandWesttalen und Holland J. W. Becker in Emmerich. Abonnements- Einladung auf das IV. Quartal des„Wittgensteiner Kreisblatt: Neue Bestellungen auf das mit dem October beginnende IV. Quartal des„Wittgenstein Kreisblattes" wolle man gefälligst bei den Kais lichen Postanstalten, den bekannten Herren Spediten oder in der Expedition machen. „Der Abonnement spreis ist wie bisher Wochlnllich einmaligem Erscheinen für Auswärt 6 Sgr., in der Expedition 5 Sgr. Die Expedition. Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse e.V. 74711. Die Gartenlanbe 16 Sgr. bringt im 4. Quartal außer dem Schluß der geistvollen und spannenden Novelle von Lienhardt„Künstler und Fürstenkind“, Erzählungen von L. Schücking und A. Godin. Aus der Reihe der unterhaltenden und belehrenden urtikel heben wir hervor: „Aus den amerikanischen Gefängnissenn von Franz von Holtzendorf.—„Vor fünfundzwanzig Jahren in Frankfurt a. M.u—„Eine deutsche Malerherberge im Sabinergebirgen und„Der Eiugekerkerte von Hohen-Urach.= Die Verlagshandlung von Ernst Keil in Leipzig. Alle Postämter und Buchhandlungen nehmen Bestellungen an. 911510 Weltausstellung Wien 1873. Fortschritts-Medaille. Die einzige zuerkannte Medaille dieser höchsten Klasse für Hand.& Göpel=Dreschmaschinen, Futterschneidmaschinen. Mustermaschinen wurden für die landwirthschaftlichen Museen in Berlin, St. Petersburg und Petrowskoje-Moskau angekauft. Katalöge werden auf Wunsch franco zugesandt. ##enh Heinrich Lanz in Mannheim. 4 Weils Dreschmaschinen 8c 25 □) haben sich unter vielen bekannten Systemen als die besten erwiesen, denn sie bedürfen geringer Zugkraft, leisten am meisten, sind die einfachsten und die billigsten, zerschlagen nie ein Körnchen und lassen keines in den Aehren. Man drischt mit der Handdreschmaschine per Stunde 300 Pfund Körner. Dieselbe kostet Thlr. 60—66. Man drischt mit der zweispännigen Göpeldreschmaschine per Stunde 600 Pfund. mmm Dieselbe kostet Thlr. 200•— 212. Lieferung geschieht franco.— Garantie 2 Jahre.— Probezeit 14 Tage. Nähere Auskunft ertheilt auf briefliche Anfrage Moritz Weil Jum.., Maschinen=Fabrik in Frankfurt a. M. sowie unser Agent Herr Carl Schneider in Berleburg. Handdreschmaschinen. 5 □ 98 in Verzugshalber beabsichtige ich Mittwoch den 15. October c., Morgens 9 Uhr anfangend, meiner Wohnung in Schwarzenau: mein Wohnhaus mit Garten, 2 junge Fahr=Kühe, 1 Kalb von 8 Monaten, cu. 5000 Pfund Kartoffeln, einige Malter Korn, „„ Gerste, Hafer, ca. 4000 Pfund Heu, cu. 2000 Pfund Stroh, verschiedene Haus- Mobilien, 1 drei Ellen breiten Gebildstuhl mit sämmtlichen Geräthen, 1 einfachen Leinen-Webstuhl, 1 Wagen und 1 Pflug, zen gleich baare Zahlung zu verkaufen. Friedrich Meyer. Keine Frauenzeitung erfreut sich einer grössere Verbreitung und ist dabei trotz ihrer trefflichen Original-Abbildungen so billig, als die Modenwelt. Preis vierteljährlich 12½ Sgr., mit colorirten Modekupfern 1 Thlr. 5 Sgr. Dem bewährten Streben der Redaction, vor Allem die Bedürfnisse der Familie zu berücksichtigen und gleichzeitig den Anforderungen der beleganten Welt in vollstem Maasse Rechnung zu tragen, verdankt die Modenwelt ihren stetig wachsenden Ruf. Mehr als 200 Schnittmuster jährlich, die sowohl ihrer Genauigkeit, als sorglichen Auswahl wegen gleich sehr berühmt worden, ermöglichen es selbst ungeübteren Händen, alle Gegenstände der Toilette, Leibwäsche etc. selbst anzufertigen. Auch im Gebiete der Handarbeit gilt die Modenweltalsbeste Lehrmeisterin. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen jederzeit Bestellungen an. Ein Schneidergesell und ein ling werden gesucht von Wilhelm Ambrosius in Berleburg. Bekanntmachung. Am Freitag den 10. October c., Nachmittags 2 Uhr, sollen die den Erben der verstorbenen Elisabeth Becker hier gehörigen, in der hiesigen Steuergemeinde belegenen Grundstücke, als: 1) Flur II. 221, Acker, am Sengelsberge, 37 Ruthen 60 Fuß, 2) Flur II. 225, Acker, daselbst, 28 Ruth. 50 Fuß, 3) Flur III. 1289/208a, Garten in der Aue, 25 Ruthen 60 Fuß, 4) Flur III. 302, Garten, am kleinen Hillscheid, 10 Ruthen 10 5) Flur III. 152, Acker, im Rohrbach, 1 Morgen 43 Ruthen, in der Wohnung des Wirths Louis Cronau hierselbst öffentlich meistbietend auf 7 nach einanderfolgende Jahre verpachtet werden, wozu Pachtlustige einladet Berleburg, den 29. September 1873. Königliche Kreisgerichts=Commission I. V. c.: Drucke. Ilm Dienstag den 30. Sept. c. ist mir ein * Rind, dunkelroth, mit weißem Kopf und weißen Flecken vorn am linken Knie, von der Berleburger Viehheerde entlaufen. Derjenige, welcher mir dasselbe wieder zuführt, erhält eine anzemessene Belohnung. Berleburg, den 2. October 1873. Heinrich Schneider. Vacante Lehrerstelle. Für die einklassige Elementarschule zu Deiringsen bei Soeft wird ein Lehrer gesucht. Das Einkommen beträgt dreihundert Thaler incl. Wohnung mit Garten. Auch sind 6 Morgen Ackerland inbegriffen, durch dessen Ertrag in hiesiger Gegend das Einkommen bedeutend erhöht wird. Qualificirte Bewerber wollen ihre Zeugnisse dem Schulvorstande, per Adresse Pfarrer Schetter in Soest, einreichen. Der Heinrich Hackebracht(Kempers) hier hat für die Oberstädter Rindviehheerde dahier einen neuen Zuchtochsen, welcher 1¾ Jahr alt ist, von rother Farbe mit großer Blesse und Wittgensteiner Race, angeschafft und ist dieser Zuchtochse von jetzt ab bis zum 1. April 1874 angekört worden. Berleburg, den 27. September 1873. Der Bürgermeister Barth. Gesucht gegen hohen Lohn ein braves, starkes Kindermädchen von Gustav Höver in Hilchenbach. Geld-Course. Oestr. Gulden Brabanterthaler Franz. Kronthaler Preuss. Friedrichsd'or 5 Frankenstücke 20 Frankenstücke Ausländische Pistolen Thlr. Sgr. Pf. — 19— 1 16— 1 17— 5 1 5 5 20 10 10 16 Redaktion, Druck und Verlag von Wilh. Winckel in Berleburg. Das Kre kostet viertel der Expeditic durch die zogen 6 Nr. 4 9 In der ernte bis tungs= und aufzuräumer Nach Ab jenigen Gen ordnung ein lichen Wiese statt und w jenigen Wie bei der In rungsanlage Berleburg Historische C Wie Geor nicht schlafen er nach Geo vorsichtig zun niß dovon. Gedanken v die Thür leis leise eintrat. Einen An Mann still Trauer auf Grafen ruh er diesen? er früher nie umgeben erbl wie einen G thum, was Feinde entzog setzt, sein Lei mußte er sich für dessen Fre Was ist d wie schnell m diesen Mann vielleicht kein frei, kannst Vogel umher muß in diese sitzen. Das Herz Mannes wur willkürlich in er sie mit sei er wollte sich er durfte es unerschütterlie Herr Graf näher an den Der Anger Kaum hatte er über sein Ge Heinrich, lange ausgebl Ja, länger a Hausirer, ind erfaßte und