—„„„„„„„ eigene vertretungen Kunftertscheeeinkers.. Wari Werie Soögt im Snpelnarken! Whanst enz Babeu-un h. 4 beuh. v. ut Zwptneraseld, Varmnsgrcher Nr. 121.: Vorodorn: Cmnodertauer Peuihugre.14 beubreche, de. u, o v. Ziadensraße 73 Hernspzucher Nr. A3; Coeoseld: Hindeandugplage Smode. beupiouden N., Lwoschulersztnsze c, Hernserncher Nr. 515; Cmodenen: Mänserstutzel. Keunbouncher Kr die, chrenen: Mlntutrodetichornzegie ult, Ganigersgt; Miestchslessa il. Keustender ir lie; ovo nbdr.v PMat enspzrncher t. 90, Sarenp: Laohnhostr.id Hernsgrcher.365; Abeine: Lahzasestr. 2 : Ostrase 24 Fersprcher Nte bil. Wderne: Klecolad 8 emsprcher Nr. 14. AnfTLICHESORGANDESGAUES WESTEALEN-NORD DERNSDAP UNDSANITLICHERBEHORDEN Montag, den 16. September 1940 Vertiog, un 8uu v zu gegt#, Lo. gopteg, Auntgate 4 210 noz, Ungade 9(euit Anserieng soritrletung: Rünkur t. B, Soyyuye,. 1, zehug und Versandeosen. vai Bostogzug ensch. 245 dis 2 Kosl. Begensgan) 25 Plmenalich enscht. Bodohu,gugig u go, Sestelgeld. De Bestalsche Tageintungerischeten — duphoe, wangene Angeigen: Jous an shze Kondutoten BKol. seshamnitenangetgen losot. si. Saden Rummer 254 Somden auf deus unsExe::] Am Sonnabend 30 Feinöflugzeuge vernichtet— Handelsschiff von 8000 GKT versenkt Ra Sonmmstm& Soinhup andgn tans Chunden ian Grdulel Berlin, 15. Seplember. Unsere Fliegerverbände grissen am heutigen Tage Docs und Spelcheranlagen von London wiederum erfolgreich mit Bomben an. Hierbei entwickelten sich hefüge Lustkämpfe, in deren Verlauf der Gegner zur Zeit über 60 Ilugzeuge verloren hat. 20 eigene Fiugzeuge werden vermißtl. Außerdem griff die Lastwasse einen Gelelzug ver der 7Cgis, Ss 7g00 und warf hierbei ein Handelsschiss von 8000 B RT. in Brand. Der hasen von Dover wurde erneut mit Bomben belegt. * Am Sonnlagmittag meldete der Bericht des Oberbmmandeg, der Dedenoht, tung satasten Belten, Verbände der Luftwasse sehzlen trotz bedecklen Welterauch am 14. und in der Nacht zum 15. 9. die Vergellungsangeisse gegen kriegemschüge, Zieie in Mitel-= und Südengland mit Schwerpunkt auf London fort. Im Raum der britischen Haupistadt erhielten Dock= und Hafenanlagen Treffer. Der Hasen von Liverpool und das Walzwerk von Warringlon sowie mehrere Zlughäsen, Verkehrseinrichlungen und Hasenplähze in Süden Englands wurden wirksam mit Bomben belegl. Bei Angriffen auf Geleitzüge gelang es, nördlich Jrland ein Handelsschif von 8000 BRT. zu versenke Ueber condon enlwickellen sich einige für nusere Jäger ersolgreiche Lufkämpfe. Der Gegner warf bei Nacht mit einzelnen Flugzeuger Aashenge e e..e ce wurden gelötel und 16 verletzt. Der angerschiele Sacheshons es ee i enr e. weilere 25 durch Däger abgeschossen. Jünf eigene ZiugOberleutnant Müucheberg ertang seiaen 2u. Cost sieg. Lustkämpfe über London Brände im Regierungsviertel— Australien=Haus getrossen Von unserem ständigen Vertreter hw Stockholm, 16. Seplember Am Sonnlag wiederhollen sich über London die hefeshch ese e bas. durch eine größere Pallonsperre unterstützten, pobel es schau zu wählen, habe. sich nach ihren Darstellungen um sehr hoch fliegende Ballone handelte, auf die sie nicht minder hochfliegende Hoffnungen setzten. Daß der Nachtalarm diesmal „schon“.30 Uhr morgens englischer Zeit(.30 Uhr deutscher Zeit) bendet war, ist ein magerer Trost nach all den Alarmen der beiden letzten Tage. Neutrale Berichte sagen, daß die deutschen Aktionen am Sonnabend offenbar vor allem dazu dienten, die Biderkandstratt, de Testezsbounpouniogen war der Stom von Flüchlingen kroß dieser Drohung längs eines großen Teiles der Südostküste auszuIn London riesen deutsche Vomben Brände in und naße dem Regierungsviertel hervor, so am Trafalgar Square, wo die Nelson=Säule steht. Getrofsen wurden u. a. das Südafrika= und das Australienhaus, wo Vertreter dieser Dominien ihren Sitz haben. sschau zu wählen habe. Die Blatter beschaftigen sich mit den Leiden der Zivilbevölkerung und weisen darauf hn, daßz biese de Foligen der verbre gzrlche Politik ihrer Regierung zu tragen. haben. Das standinavische Telegrammbüro berichtet, daß die englische Regierung drastische Maßnahmen ergreife, um die Massenflucht aus der Hauptstadt aufzuhalten. Scharfe Strafen wurden angedroht, falls weitere Personen die Stadt verlassen. Am Wochenende nicht auszuhalten. Die Regierung begründet dieses Verbot mit Truppenverschiebungen, für deren Durchführung von der Mittagsstunde ab alle Transportmittel reserviert werden. Die Welt glaubt London nicht mehr Englische Klagen über die neutrale Presse Rom, 15. September. Von unserem vh.-Berichterstatter Die oppositionelle englische Presse macht jetzt darauf wuhne Mäschten wenig befriedigend seien und die b5. Kriegslage fast ausschließlich Nachrichten aus deutscher und italienischer Quelle und weigere sich, lenglische Meldungen aufzunehmen. Dem Londoner Propagandamaterial, werde kein Glaube mehr geschenkt, während deutsche und italienische Meldungen überall vorbehaltlos übernommen würden. Die englische Agitation, erklärt Philipp Carr, sei allein darauf abgestell, Eindruck auf die eigene englische Bevölkerung zu machen, bleibe jedoch ohne jede Wirkung auf die Haltung der Oeffentlichteit des neutralen Auslandes. Dieses bemerkenswerte Zugeständnis eines Engländers über das Versagen der britschen Agitation verdient festgehalten zu werden. Ihr„herzlicher“ Empfang Kanadier wurden bei ihrer Landung auf englischem Boden von Alarm=Sirenen„begrüßl“ Genf, 15. September Paris oder Warschau! Churchill trägt alle Verantwortung und Schuld.— Ilucht wird bestraft Von unserem ständigen Vertreter bö. Kopenhagen, 16. September. Einen besonders„herzlichen“ Empfang hatte ein deser Tage in England eingekosen ist. Im soepezgz, L. Aher, Esieger übder England hörten.. onde Boschgl. Phspe, Kar ide, Leisiden Uaialon Lisgien Lascher Biger Ver Saslad hoilen 2— ker Statten Hehr Ghlmu, Noee In der Eyrenaika die Grenze nach Regypten unter heftigen Kämpfen überschritten— Stärkster Der Zeind hal in Nordafrika einige Luflangriffe noch 300 Kilometer, darunter größtenteils! ehne daus gertlagte Ergebnls abgenersea., In Stalie. nisch=Ostafrika hal der Jeind Luflangriffe gegen die Phantasie und Wirklichkeit J. B. Wenn man gewisse Engländer hört, dann erleben sie jetzt, wie„Daily Mail“ lapidar festgestellt, ihre „schönste Stunde“. Sie begeistern sich anscheinend über ihre brennende Hauptstadt, über das unsägliche Flüchtlingselend, über die Vernichtung ihrer Kriegsindustrie, über die Zerstörung der Verkehrswege, über die allmählich fühlbarer werdenden Ernährungsschwierigkeiten, über die Luftalarme am laufenden Band und über die täglich und nächtlich herniederprasselnden deutschen Bomben. Das alles und die Aengste einer Bevölkerung von sieben Millionen Menschen macht nach„Daily Mail“ Englands„schönste Stunde“ aus. Dazu kommt noch der von der Londoner Kriegsverbrecherbande unter Führung von Herrn Churchill organisierte Zweckoptimismus. Und wahrhaftig, wie kann da Englands Sieg noch von jemand bezweifelt werden! England lebt heute von der Illusion.„Nicht, daß der englische Plutokratenklüngel die Welt beschwindelt, sondern daß er sich und das englische Volk beir ist Englands Untergang. Es kommt heute nicht mehr darauf an, ob die englische Propaganda behauptet, die deutschen Bomben träfen daneben, das mit den Bränden sei nicht so schlimm, die englische Lustwaffe sei der deutschen überlegen, im Jahre 1941 werde eine englische Offensive gegen Deutschland beginnen, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen werde. Es tut auch nicht mehr viel zur Sache, ob Herr Dusgger zuie seine Trahanten beim Greuellügen etwas schpächer oder etwas dicker austragen, ob sie die Zenzur schafgz, oner schwächer handhaben oder ob sie der deutschen Führung nach bekanntem Muster irgendwelche Termine für eine Invasion— gerade als ob sie es nicht mehr erwarten könnten— andichten, um hinterher, wenn der prophezeite Termin nicht der richtige war, triumphierend zu verkünden, Deutschland habe wieder einmal keine Traute gehabt All das muß hinter der Wirklichkeit zurücktreten. Das Entscheidende ist, daß die Wirklichkeit ganz anders ist, und daß die Wirklichkeit heute von keiner Propaganda mehr verschleiert werden kann. Es ist harte und kontrollierte Wirklichkeit, daß die deutschen Flieger im Zuge der Vergeltungsaktion für die Bombenangriffe englischer Luftpiraten auf deutsche Wohnviertel und Kulturdenkmäler Tag für Tag Nacht für Nacht Londons kriegswichtige Teile in Brand setzen und zertrümmern, und daß nichts den deutschen eschschch s ganze Zone zwischen Asmara und Adi Ugri untervommen und botel einen Toren rsihten Sazsehogenr gn unter den Eingeborenen sowie leichten Sachschaden an einer Siedlung verursacht. Die seit einigen Tagen jenseits der lybisch=ägyptischen Grenze zu beobachtende außerordentlich, rege und wirktJu der Nacht zum Somiag glgnger beuigheg Po. teilungen wieder, genau wie es am Tage und in der Reses e sce de. eechesech das se in der Nacht zum Sonntag erstmallg wieder „Dünkirchen der Zivilbevölkerung“ Schwedische Stimmen bestätigen: Unheimliche Schäden in London Kem, 15. Seplember. Der stalienische Wehrmachtobericht vom Sonnlag hal folgenden Worllaut: Das Hauplquartier der Wehrmacht gibt bekannl: In der Cyrenalka haben unsere vorgehebenen Abtellungen Vggragge Ag schritten und lebhafte Kämpfe gege Kräfte ansgenommen. Ansere Loswase vimmt atie el, undem se durch Dankorhe wenb ud in. Poeyi/g,. Zpuase Heladighe Zugenge — Doden p utauns aun. Balaia uns iursh Grinung unr Au,g eherisch. ensiene. ier Ahrde ui.., auns ae use. Ceaslanese enite e. Keniesche eice a u Aasenmalege. ur gge Tru un g. Weighliche a onder und dir ve; Luienz I eiser Ssiet. Bei allen drei Punkten handelte es sich ursprünglich um keine doptische Dörser mit gomis Fichgongr„ieze. wodnern, die lüinmerich setzen.“ Ve. Böiser wunden ab 1935 zu Ser und Landstüßpunkten ausgeham, und wurden als Basen für=Boote wichtig. Sollum und Sidi Barani sind befestigt und weisen Schützengrabensele üir dos gelamte, Aozeseten Forts imn Siepoen: vontchunus in uns dur unitur Grheno.nu un uch tas m milen und edtnen Scden etshte bentorbert, brbesen., vn venemn Heag De, Zaherl Flegeriäigtelt engesetzt. Vei Khoriam wurden Volunr bnchn un ui Feg ueg tonteueg# e seser auf Fugenghalen eziell. Ferer, warde der Eisenbahnknotenpunkt Haga Jonetion schwer beschädigt, der Flughafen Atbara in Brand geworfen und, besonders im oberen Sudan, Truppenverbände im Tiefangriff unter verheerendes Maschinengewehrseuer genommen. Schließlich sind auch in den letzten Tagen die Luftangriffe auf die englische Flottenbasis Aden und im östlichen Kenia wirksam fortgesetzt worden, wo bei El Catulo 60 Lastkraftwagen und feindliche Truppenverbände ebenfalls unter vernichtendes Feuer schen(genommen wurden. Marnt P Alsesehenschale en eich. Geasce und damit um beverzichen Pei, Die Zahl der engtrhcheg. Aur,.00 hg Mguren mit des Homalgen.=VotcKtiege Gu 3ae ohif eiet Die Bausichen Vegese de der Bese aresenlchs wuie se dodv, Gagse hone Bertdie.the und kontrolerte Mirkscel, Joß de Endabrech: Giehheseunr Ganr egache dier ichee bid burch Alereazer Sebhelne alie Kegoese größter Hosen.— das Vollwerk Englands im Nahen Hsten und der einzige modern ausgebaute englische Kriegshasen in der ganzen Levante ist. Großangriff auf Malta Volltreffer auf die gesteckten Ziele Rom, 15. September der letzten Nacht haben italienische BomberAngriff auf das Arsenal von Malta Von unseren ständigen Vertreter hw Stockholm, 16. September. D=zatsrung 2 aine Aaubndewste de Dil den n de boh geung Vernisigant. de bagz e angriffe viele materielle Mängel aufgedeck habe, die in der Vorbereitungsperiode hätten ausgefüllt werden nen, wenn die Behörden vorausblickend genug gewes wären. Er deruft sich dabei auf die beftigen Krititen Sihteniator. Er setzt voraus u— wobel er die Gefälsczt, Ssgenrtose dech, gechef sg ase elaus zur Gholite erchatnises Tg5, Aigeige der leberlegenhest geürden, Ve, gt#r die Angriffe mit Sturmbataillonen und Flugzeugen Englische Truppenstärke: 60 000 Mann Von unserem ständigen Vertreter Dr. v. I. Rom, 16. Sept. In formationen einen wd den Lutfigdschen Stheinperser sowie das Mondvunven, bent Abwours der Vonden erleichert. Do, Unternehne, ien Psele Wwanden longenwese mit Voltrefern von Vomben ail am Sonntagpormitag von neuem mit eshsh hen. lie. angerichtet worden sind. sadt und, Die. Schöhen Jeizu, venn nur als soliertes Phönomen betrachte, unbeiglich, Ei Vn vvom vu dag die Votzutent Zer biaher in der Marschall Grazianis die und in schwere Kämpe mi englischen Truppen verwickelt snd. Jtaununterbrochen angegriffen zum Sonntag— Ernste Schäden an Industrieanlagen egeben— Fünf Alarme am Sonnabend euse Sau Sebastlau, 15. September. Ueber die Aktionen der deutschen Lustwasse in der Nacht zum Sonntag gibt, wie die englische Neuterdas britische auf mehrere zersternte, Gegeadeg ven England und Wales abgeworsen.“ Es wird dann zugegeben, daß eiven—. Sühmpesten seien Vomden abgeworsen worden. Prohton und Cesbourne seien greige Hochpsites er stschese ce Oebhuder gehen, Hann„Venn) sich vorielen, weiche amtlich zugeben, Honn kann man 5ch Pozie gez, gige Wirkung die deutschen Aktionen gegen die kriegs: tigen Objekte in England haben. Die engische Postgrgattung, hai am nicht vur auf das Gebiel von London, sondern Pesltanaten. Man muiz burgeg, Giezeg, Seseter de. Aaeng ee ls scen e groohen,.) ius angrschel. Zoschen dr nur als WOhgrreg. Prum H. Stigee Ganz London rings um die Themse liege b. Progur Mier in Eeionen dr Vermsthung genommen worden. Auch-Veichig, Ders huls uie die Vonkugoster Rese e ee äe Die Keichchnoeer e ei. escienr Sechiee De. Mlenl ail en. auimn 2t, Bchrge Verkehreieben gie. upoermeidbar und widerlegt damit oung, wel en Lel,e: Dog eislte, Totsihen. sehr Laen Lschaerseche u Pennt Dagbladez vergleicht 9o 1405 Munden, Hisemmer uug die Dat dem Foll.hesuchte; und sase sce e ebt an manchen Stellen jetzt weit Barcelona, als ich diese Stadt nach und Nersonen, die das Vombardeagen, daß Londons ErFal besuchte;, und Persogen, die dag. eschene ie bice. is ce Rataus haet. Due gewalign Sag- guigen Barcsk bie ment Warschaus muerlebten, sagen,„daß Londgns Ersahrungen Pup golnischen Paugstadt iu, e 7. osd.v De, Zschen an Lot, Mosr aud. Cut riäh vons.= Pezaid ur an Kehen Wend fiu ein eräikte Staht Die Bslchungen der Fia ie. eihen aliste aeshähchihe en S c. sedoch in en serten VerbändSturmdataillone erleichtert wird. Die Kämpse im westlichen Aegppten fnden im 8us mitstengdens Lhadg Zastn mnzatt.— Seschte Seegeis äe Kandon au den Londoner Beztk ahr gege., Toier Bomben auf den Londoige, Pezisg gergewageg, Veiter Engande Anpeprihter.dbh.de Zeschasbgn worden. Um Fühen Nachmillag dche den Banhone Geich unend scht mehzr Jiz D, Slcherhase Go), Ooien gusumesen kans und Marsa Matruk sind die Ziese der üolienischen Truppen. Sollum ist von dem lidyschen esche be. der Vorstoß in Bayerns entspricht, Kleriae Wie Ric oeren en Ilometzer geiter Pich, Ve.#e a sogeisgtr. er. stühpunkt Marsa Matruk snd 200 winden, während die Entsernung nach Usexandrig gewesen„Aggh, die englische Flog baße. 978 weise lahmazge gi„Dir, Sachidung ppnsen Se und Liverpool sei unterdrochen. — Westfälische Tageszeitung Nummer 254 Das Kabinett der Legionäre General Antonescu stellte die neue rumänische Regierung vor Bukaresl, 15. Seplember General Aulonesen hat sein Kabinett gebildet. Es bestehl aus folgenden Persönlichkeiten: Ministerpräsident: General Antonescu, gleichzeitig Minister für Landesverteidigung. In dem neu geschaffenen Ministerium sind die bisherigen dre. Ministerien für Landesverteidigung, Rüstung, Luftfahrt und Marine zusammengefaßt. Als Unterstaatssekretäre bleiben die bisherigen Unterstaatssekretäre der drei Ministerien: General Dodre, Pantazi, Jienescu. Vizepräsident des Ministerrates: Horia Sima, Kommandant der legionären Bewegung. Innenminister: General Petroviceseu (von der legionären Bewegung vorgeschlagen). Unterstaatssekretär, wie bisher, Oberst Riuschana. Auswärtiges: Gesandter Michal Sturdza (Gesandter in Kopenhagen und von den Leglonären vorgeschlagen). Wirtschaft: der bisherige Wirtschaftsminister Leon, mit den Unterstaatssekretären Dumitriuc für Petroleumangelegenheiten und Gheorghescu als Unterstaatssekretär für die evakuierte Bevölkerung aus den abgetretenen Gebieten(Legionär=Kommandant). Wirtschaftlicher Generalstab und Ministerium für die Koordination zwischen Wirtschaft und Finanzministe== rium: Oberst Dragomir(Chef der Wirtschaftsobteilung im Großen Generalstab). Finanzen: George Cretzianu mit den Unterstaatssekretären Papanage und Histrate Protopopescu (für Inventar, das bisherige Inventarministerium ist aufgelöst). Landwirtschaft: Ingenieur Maresch(ehemaliger Direktor der Eisenbahnen und Angehöriger der Partei des Ministerpräsidenten Margoliman); Unterstaatssekretär Lemoianu(Legionär). Ministerium für Unterricht, Kunst und Kultur: Professor Braileanu, bisher Professor in Klausenburg und der legionären Bewegung nahestehend, von dieser auch vorgeschlagen(in diesem Ministerium sind zwei Ministerien vereinigt). Justiz: Michael Antonescu(Neffe des Ministerpräsidenten). Gesundheit und Arbeit: Jasinschi (Legionärkommandant von Bukarest). Verkehr: Pompiliu Nicolau(Professor am Politechnikum in Temesburg). Das Propagandaministerium ist aufgelöst, seine einzelnen Abteilungen werden verschiedenen Ministerien überwiesen. Das neue Kabinelt setzt sich an den entscheidenden Stellen aus Legionären oder den Legionären nahestehenden Männern zusammen; die Fachministerien haben Spezialisten ohne politische Färbung erhalten. Durch ein Dekrei General Antonescus wurde ein Kabinettsrat für die Führung und Erledigung der laufenden Staatsgeschäfte ernannt. Ihm gehöten an: der Ministerpräsident, der Vizeprädent des Ministerrates, die Minister für nationale Verleidigung, auswärtige Angelegenheiten, Justiz, Wirtschaft und Finanzen. Manifest der Regierung „Rumänien wird ein national=legionärer Staat“ Bukarest, 15. September Nach der Bildung des Kabinetts wurde ein Manisest über die Neuordnung des rumänischen Staates veröffentlicht, das die Unlerschrift des Königs trägt und folgenden Wortlaut hal: „1. Rumänien wird ein national-legionärer Staat. 2. Die Legionäre Bewegung ist die einzige anerkannte Bewegung im neuen Staat. Sie hat die Aufgabe der moralischen und materiellen Hebung des rumänischen Volkes und der Erschließung seiner schöpferischen Kräfte. 3. General Anionescu ist der Chef des nationallegionären Staates und Chef des legionären Regimes. 4. horia Sima ist der Kommandant der legionären Bewegung. 5. Mit dem Inkrafttrelen dieses Dekreies ist jeder Bruderkampf eingestellt.“ Pflicht und Arbeit rufen Aufruf General Anlonescus an Rumänien Bukarest, 15. September General Antonescu erließ einen Aufruf an das Land, in dem er erklärte, daß der Geist der Reinheit das ganze Volk durchdringen müsse. Er werde sich unparteiisch, ohne Haß und ohne ungerechte Schläge durchsetzen. Darüber wache die Justiz. Jetzt rufe die Pflicht und die Arbeit. Die Stunde der Einigung aller Kräfte könne nicht mehr hinausgezögert werden. Die moralische, politische und militärische Kräftigung des Volkes müsse sogleich beginnen; die Lage der Bauern, Arbeiter und Angestellten müsse sofort gebessert werden. Das Gesetz der Disziplin, der Arbeit, der harten Erziehung, der Schweigsamkeit und der nationalen Solidarität sei das Gesetz des national=legionären Staates. Die Rückkehr der Königinmutter in das Land lege allen die höchste moralische Verpflichtung auf. Die königliche Familie werde nun wieder durch moralisches Beispiel, durch Mäßigung, Tadellosigkeit, Bescheidenheit, staatsbürgerlichen Geist und patriotische Haltung Symbol der rumänischen Familie sein, in der der Schlüssel zum Widerstand und zur glücklichen Zukunft des rumänischen Volkes liege. * Ministerpräsident Antoneseu hatte aus Anlaß der Feier des 13. September einen Appell an die Legionäre zur Mitarbeit gerichtet. In seiner Erwiderung übermittelte der Führer der Eisernen Garde, Horia Sima, dem Staatschef den herzlichen Dank der Legionärsbewegung, die auf den Appell zu ernsthafter und loyaler Mitarbeit mit sganzer Begeisterung und Freude antworte. die Königinmutter Jubeinder Empfang durch die Bevölkerung der Hauptstadt Bukarest, 15. September. Bukarest empfing am Sonntag feierlich die heimge1kehrte Königinmutter Helene. Sie wurde am Zuge grüßt von König Michael, Staatschef General Antonescu und den Mitgliedern des Kabinetts, dem Patriarchen von Rumänien und anderen Würdenträgern. Der Bürgermeister der Hauptstadt reichte der Königinmutter das traditionelle Brot und Salz. Der Weg durch die Stadt führte durch ein dichtes Spalier von Offizieren, Legionärskolonnen und Staatsbeamten, hinter denen in dichten Reihen die Bevölkerung stand. Die Königinmutter fuhr an der Seite des Königs, geführt und gefolgt von zwei berittenen Eskadronen. Vorauf fuhr, ebenfalls jubelnd begrüßt, stehend im offenen Wagen General Antonescu. Der Zug ging zur Patriarchie, wo der Patriarch den Gottesdienst zelebrierte, der durch Lautsprecher auf alle Straßen Bukarests übertragen wurde. Anschließend fuhren die Königinmutter und der König ins Schloß, um die Gratulationen entgegenzunehmen. Zur Gratulation und zur Vorstellung erschienen die in Bukarest beglaubigten Missionschefs und Waffenattachés. Dann kamen die Königinmutter und König Michael zusammen mit General Antonescu und Horia Sima auf den Balkon, stürmisch gefeiert von einer riesigen Volksmenge, und ließen die langen Kolonnen der Legionäre, Vereine der Kriegsteilnehmer und des Militärs vorbeimarschieren. Geist der Befriedung Feierlicher Einzug des Reichsverwesers in Colozsoar Budapest, 15. September. Die Feierlichkeitenn aus Anlaß der Rückgliederung Siebenbürgens fanden ihren Höhepunkt in dem feierlichen Einzug des Reichsverwesers in Colozsvar, in Anwesenheit sämtlicher Mitglieder der Regierung, Mitglieder der beiden Häuser, des Reichstages sowie anderer kirchl., militärischer und bürgerlicher Würdenträger. Hunderttausende umsäumten den Hauptplatz im Zentrum der Stabt, der mit den Johnen Ungarne, Deutschlands und Italiens reich deflagtt war. Auf der Ehrentribüne sah man die blumenumrahmten Bilder des Reichsverwesers, des Führers und des Duce. Der Reichsverweser wurde bei seinem Eintreffen von der Menge mit unbeschreiblichem Jubel empfangen. Ministerpräsident Teleki begrüßte den Reichsverweser im Namen der gesamten ungarischen Nation. Dem Ungartum der heimgekehrten Gebiete sprach er den Dank des Volkes für sein tapferes Ausharren aus. Nach weiteren Begrüßungsreden ergriff der Reichsverweser das Wort. In seiner Ansprache gedachte er der jahrhundertelangen, nicht aus eigener Schuld beraufbeschworenen Leiden der Ungarnation, die an der Schwelle von Orient und Okzident im Kampfe fast verblutete, während die glücklicheren Völker Europas wuchsen und gediehen. Hier wurden ihnen gesetzlich Freiheiten gewährleistet. Trotzdem wurde Ungarn zerstückelt, aufgeteilt und erniedrigt, nicht mit Waffengewalt, sondern durch den sogenannten Friedensvertrag. Doch jetzt sei der Schleier der Vergessenheit über diese traurigen Erinnerungen geworfen. Durch die Leiden sind die jetzt befreiten und heimgekehrten Brüder so an Leib und Seele gestählt und gestärkt, daß ihre Heimkehr inmitten des in Flammen stehenden Europa unblutig vor sich gehen konnte. Dafür sage ich aus tiefstem Herzen neuerlichen Dank unseren beiden mächtigen Freunden, Deutschland und Italien. Den Festlichkeiten folgen nun Werktage und an der Arbeit soll sich jeder beteiligen, auch die, die nicht ungarischer Muttersprache sind; ihnen gegenüber wird sich der Geist der Befriedung und guten Behandlung geltend machen, denn dasselbe Los erwarten wir auch für unsere senseits der Grenze verbliedenen Brüder. Was wir versprechen, werden wir auch helten. „Wie wollen gute Nachbarn sein“ Graf Chaky über Angarus Polilik Budapest, 15. September. Außenminister Graf Csaky schreibt im amtlichen Anzeiger der Ungarischen Partei:„Die den Frieden tierenden Westmächte stellten die Tschechoslowakei und Rumänien als Gesängniswärter für Deutschland und Ungarn an. Deutschland jedoch sprengte die Fesseln des Versailler Diktates und des Genfer Systems, um mit Italien zusammen auf der Grundlage der aufbauenden Gerechtigkeit eine neue europäische Ordnung zu schaffen. Diese Ordnung beruht nicht auf den Scheingleichheiten des Völkerbundssystems und benötigt auch nicht Stützen wie die Kleine Entente und den Balkanbund. Wir müssen die südöstlichen Pfeiler der neuen europäischen Ordnung sein und müssen uns dieser Rolle würdig erweisen. Wir fallen nicht in denselben Fehler wie die Tschechoslowakei und Rumänien. Nach der Regelung der territorialen Fragen wollen wir nicht Gefängniswärter, sondern gute Nachbarn, ja Freunde der Anrainerstaaten sein. Der Schiedsspruch der Achsenmächte eröffnete den Weg zur ungarisch=rumänischen Zusammenarbeit. Nach der Wiedergutmachung der Ungerechtigkeit sind wir bereit, diesen Weg zu betreten; ob beide Länder sich auf diesem Wege treffen werden, hängt nicht von Ungarn ab. bbraus! Srehe un! Deutsche Schnellboot-Flottille versenkt im Nachtangriff fünf feindliche Handelsschiffe und Zerstörer Von Kriegsberichter Herbert Nolte DNB, 14. September(PK). Die deutsche Schnellboot=Flottille versenkte in der Nacht zum 5. September an der englischen Ostküste aus einem Geleitzug heraus fünf bewaffnete Dampfer mit insgesamt 39000 Tonnen und einen modernen Zerstörer. Damit haben die Schnellboote eindeutiger als je zuvor den Beweis erbracht, daß es ihnen möglich ist, im offenen Seeraum erfolgreich zu operieren und Englands Flotte auch dort anzugreifen, wo sie sich bisher vor den Moskitos sicher glaubte. Um so höher ist deshalb dieser neue Schnellbooterfolg zu werten, der wieder beweist, daß diese Waffe in der Hand schneidiger Flottillenchefs und Kommandanten ein Faktor ist, mit dem Großbritannien rechnen muß, weil er immer überraschend und entscheidend eingesetzt wird. Am Abend des 4. September läuft aus einem Stützpunkt eine Schnellboot=Flottille zu einer neuen Unternehmung aus. Nacht für Nacht haben auch diese Flottillen in den letzten Wochen im Kanal gestanden und die Geleitzüge angegriffen und vernichtet, die diesen für England lebenswichtigen Seeweg passierten. An diesem Septemberabend hat eine der Flottillen eine neue Aufgabe. Während im Kanal andere Boate in dieser Nacht dafür sorgten, daß die Ueberwachung dieses Weges keine Unterbrechung erleidet, stößt sie weit vor ins offene Meer. Stunde um Stunde geht bereits der Marsch. Die Nacht ist angebrochen, in deren Schutz ein starker engKoiner Heresim., Ausführungen von Staatssekretär Dr. Tandfried über die Ziele der deutschen Wirtschaftspolitik Köln, 15. September. Am Sonntagmorgen wurde ohne besondere Feierlichkeiten die diesjährige Kölner Herbstmesse, die vom 15. bis zum 17. September dauert, eröffnet. Schon in den ersten Morgenstunden stellte sich ein äußerst starker Käuferandrang ein. Aus Anlaß der Herbstmesse sprach Staatssekretär Dr. Landfried vom Reichswirtschaftsministerium vor Vertretern der westdeutschen Industrie und vor Verlretern der im Westen besetzten Gebiete über die Ziele der deutschen Wirtschaftspolittk. „Die Westwirtschaft ist nicht nur in der Lage", so erklärte Dr. Landfried,„die Aufgaben des Krieges restlos zu erfüllen, sondern sie ist auch für die großen Aufgaben, die nach dem Kriege an sie herantreten werden, intakt und durchsetzt. Die westliche Industrie wird hierbei ihre Aufgaben von ihren alten Standorten aus erfüllen. Eine Verlegung westlicher Werke in andere Gebiete des Reiches, wie sie die englische Presse als Folge ihrer angeblichen Lufterfolge ankündigt und, ihrer Propaganda gemäß folgerichtig ankündigen muß, kommt nicht in Frage. Ihre Industrie wird im Westen heimisch bleiben und der hier bodenständigen Bevölkerung nach wie vor Arbeit und Brot geben. Staatssekretär Dr. Landfried sprach dann direkt die anwesenden Vertreter von Elsaß und Lothringen an und wies darauf hin, daß die Versuche Frankreichs, Elsaß und Lothringen anorganisch der französischen Wirtschaft einzufügen, erfolglos blieben und daß nur deshalb eine Katastrophe vermieden wurde, weil Deutschland immer wieder bereit war, Elsaß und Lothringen auf seinem eigenen Wirtschaftsgebiet Entwicklungsmoglichkeiten zu gewähren. Darauf wandte er sich den Beziehungen zu Belgien und den Niederlanden zu und sagte:„Die kriegerischen Ereignisse der letzten Monate haben engste wirtschaftliche Verflechtung dieser Länder mit dem Großdeutschen Reiche zwangsläufig mit sich gebracht, eine Verflechtung, die an sich insbesondere mit dem Westen Deutschlands schon immer bestand. Jetzt gilt es, diese Entwicklung im Sinne des Aufbaues eines neuen Europas einer blühenden, nicht durch überlebte Schranken zerbröckelten europäischen Wirtschaft vorwärts zu treiben. Diese Verflechtung auf wirtschaftlichem Gebiet muß im Interesse aller beteiligten Länder weiter vertieft und ausgestaltet werden.“ Am Schluß umschrieb Dr. Landfried das Ziel der deutschen Wirtschaftspolitik wie folgt:„Es geht nicht mehr allein um den Endkampf zur Verteidigung der vom Führer geschaffenen großdeutschen Einheit. Es geht um die Erringung der wirtschaftlichen Freiheit des europäischen Kontinents, um die Niederringung angelsächsischen Uebermutes. Europa hat es satt, sich durch die zur Genüge bekannten englischen Kolonialmethoden weiter vergewaltigen zu lassen: Wir stellen Englands Machtgelüsten entgegen: ein glückliches, befriedetes, in enger Wirtschaftsgemeinschaft verbundenes Europa, das ungehindert und ungefährdet seine Tore dem Welthandel öffnen kann zum Nutzen aller Völker der Erde!“ lischer Geleitzug an der Ostküfte entlang seinen Weg nimmt, um in der Morgendämmerung einen Hafen zu erreichen. Mehrere Zerstörer sichern den Konvoi, und jeder einzelne Dampfer ist dazu noch wehrhaft gemacht durch einige Geschütze, denn England braucht die wertvolle Ladung jedes einzelnen dieser Dampfer notwendiger denn je. Da ist zum Beispiel der große Tanker, 12 000 t fast; bis an die Scheuerleiste liegt ex im Wasser. „Schatten voraus! Greife an!“ In dem Augenblick, da einer der Schnellbootkommandanten diese Meldungen an den Flottillenchef gibt, ist die tödliche Gefahr über den Geleitzug gekommen— trotz des Zerstörerschutzes. Blitzschnell geht jetzt alles vor sich. Ringsum werden weitere Schatten ausgemacht, und Sekunden später steht es fest, daß dieser Geleitzug einer der fettesten Brocken ist, der je vor die Rohre von Schnellbooten kam. Hier heißt es jetzt, die dicksten Dampfer auszusuchen, Torpedos herauszujagen und dann den nächsten Dampfer anzuspringen. Noch hat niemand im Geleitzug die Schnellboote gesehen, als zum ersten Mal in dieser Nacht einer der Kommandanten den Befehl gibt:„Backbordrohr! Achtung! Backbordrohr los!“ Für einen kurzen Augenblick ist die Blasenbahn im Wasser zu sehen und Sekunden später ist ein 8000==Damper auf Tiefe gegangen. Im gleichen Augenblick geht noch zweimal das Dröhnen von Detonationen durch die Nacht als Beweis, daß zwei weitere Boote erfolgreich angegriffen haben. Ein 12000==Tanker und ein weiterer 8000==Dampfer fahren nicht mehr für England! Während es dem Führerboot gelingt, noch einen zweiten Angriff unbemerkt zu führen und einen 5000==Dampfer zu versonken, ist man auf den übrigen Dampfern jetzt wach geworden. In wilden Zickzack=Kursen versuchen die Reste des Geleitzuges zu entkommen. Doch noch geben die Schnellboote den Kampf nicht auf. Das Schnellboot, das den ersten erfolgreichen Schuß abgab, kommt dem als Schatten vor dem Boot laufenden Dampfer auf, dessen Besatzung nun versucht, mit den Geschützen den Angreifer abzuwehren.„MGs. besetzen! Feuererlaub= nis!“ befiehlt der Kommandant. Da prasseln schon die Garben dem Dampfer entgegen. Jeder Feuerstoß sitzt. Denen da drüben an den Kanonen aber vergeht die Lust zum Schießen. Es ist, als ob sie ahnen, daß es kein Entkommen gibt, wenn deutsche Schnellboote angreifen. Immer dichter kommt das Boot dem Gegner auf; dann springt der Aal ins Wasser und„Wumm“ sagt es noch einmal. Der fünfte Dampfer, ein 6000=Tonner, hat seine letzte Fahrt beendet.% Ebenso unerwartet wie für vie Dampfer ist dieser Schnellbootangriff auch für die Begleitzerstörer gekommen. Während die Boote schon mitten hineingestoßen sind in den Konvoi, während schon die ersten Detonationen die Luft erschüttern, fahren sie noch weit abgesetzt ihre Sicherung. Da ereilt auch einem von ihnen das Schicksal. Einer der Kommandanten— vor kurzem erst hat er sein Boot erhalten, und heute hat er seine erste Feindberührung— entdeckt ihn. Schmunzelnd reibt er sich die Hände und meint zu seiner Nummer 1 gewandt:„Der kommt uns für den Anfang gerade recht!“ Im schneidigen Angriff, wie er es in der Schulflottütle geüht hat, läuft er auf den Gegner zu, löst den Torpedo, bevor dieser ihn ausgemacht hat. Einer der modernsten englischen Zerstörer wird keinen Geleitzug mehr sichern. Auf dem Grund des Meeres liegt er neben den Dampfern, die seinem Schutz anvertraut waren und die er doch nicht zu schützen vermochte. London sucht Kredite Englands wirtschaftliche Schwüche in Südamerika erkannt Von unserem ständigen Vertreter Buenos Aires, 15. September. In Argentinien verlautet, daß England ein Kreditansuchen für etwa 40 Millionen Pfund Sterling gestellt habe, um für diesen Betrag Lebensmittel aufkaufen zu können. Als Gegenleistung für einen solchen Kredit will England die von Argentinien früher in England ausgenommenen Anleihen entsprechend streichen. Es ist verständlich, daß dieser Kreditwunsch Englands nicht nur Argentinien. sondern allen südamerikanischen Staaten die Augen über die tatsächliche Finanz= und Wirtschaftslage Englands vollends öffnete. England hat durch sein Ansuchen indirekt offen zugeben müssen, daß es heute nicht mehr in der Lage ist, seine Bezüge in Argentinien durch eine entsprechende Gegenausfuhr englischer Waren auszugleichen, obwohl dies noch vor einer Reihe von Monaten seine Absicht war und wozu es dann mit Argentinien auch eigens ein entsprechendes Zahlungsabkommen abgeschlossen hatte, nachdem in den letzten Monaten England sogar seine früheren Kohlenlieferungen nach Südamerika zugunsten der Vereinigten Staaten verloren hat, weil es infolge des Schiffsraummangels nur noch unregelmäßig lieferte und überdies seine Preise infolge der ungeheuren Fracht= und Versicherungskosten weit über die amerikanischen kamen. Zweifellos wird man sich in Argentinien gegenwärtig auch darüber klar sein, daß selbst eine Kreditgewährung an England keine wesentliche Belebung des Handels zwischen beiden Ländern herbeiführen kann, weil durch den Krieg die immer schwieriger und unlösbarer werdenden Transportprobleme keiner Lösung entgegengeführt werden können. Man wird in Südamerika das britische Kreditansuchen in erster Linie als ein Zeichen der wirtschaftlichen Schwäche und der stark zurückgegangenen britischen Ausfuhrmöglichkeiten werten. „Jundamentale“ Sorgen um die allersschwache St.=Pauls-Kathedvale Stockholm, 15. September. Aus London wurde gemeldet, man befürchtet, daß die St.=Pauls=Kathedrale, ein nationales Denkmal der Engländer, einstürzen werde, weil eine deutsche Fliegerbombe mit Zeitzünder in die Nähe der Kathedrale gefallen sei. Wieder einmal sollen die Deutschen verantwortlich gemacht werden, wenn die Kathedrale einstürzt. Es ist eine altbekannte Tatsache, wie auch jetzt vom Londoner Korrespondenten der United Preß betont wird, daß die Kathedrase sehr schlecht fundiert ist. Der Autobusverkehr ist schon seit Jahren in den um die Kathedrale führenden Straßen gesperrt, weil das Fundament der Kathedrale schon diese Erschütterungen nicht mehr aushält. Wenn also Einsturzgefahr beobachtet wird, so ist das nicht die Folge der deutschen Fliegerbomben, sondern eine altesundamentale Sorge der Londoner Bevölkerung. In Wie die„Prawda“ aus Klew meldel, hat der ErdölTransport auf dem neueröffnelen Wasserweg von Cherson am Schwarzen Meer über Kiew, den Dnsepr und Bug hinauf bis Brest-Litowsk an der deutsch-sowjetrussischen Interessengrenze bereits eingesetzt. In den letzten Tagen haben die ersten Karawanen von neugebauten Erdöl-Transportschiffen Kiew verlassen, denen zahlreiche andere Schiffe folglen, die Naphiha-Produkte und Getreide führen. * Nach einer Mitteilung des Chefs des ungarischen Generalstabes erweiterlen die ungarischen Truppen am 13. September die militärische Besetzung des durch den Wiener Schiedsspruch Ungarn wieder zugesprochenen Gebieles. * Nach einer Meldung aus Newyorker Schiffahrtskreisen wurde der britische Frachldampfer„Earlspark“ (5250 BRT) im Atlankik von einem deutschen-Boot versent!. Das Reichsaufsichlsamt für privale Versicherungen hat 24 bekannten deutschen Versicherungsgesellschaften das Rechl verliehen, in den Niederlanden in allen Zweigen des Versicherungsbetriebes tätig zu sein. Verlag: Westlälisehe Tageszeitung G. m. b.., Münster(Westf.). Verlagsleiter: Erich Frintrep(z. Zt. im Felde), 1. V. Arthur Peisch. Hauptschriftleiter: Dr. Anton Eickholl(z. 2t. im Felde): Stellvertreter Karl Kuhl. Verantwortliche Schriftleiter: Politik: Kerl Kuhl: Politische Nachrichten und Vermischtes: Dr. Eugen Wagner: Bewegung und Brovinz: Max Hlemlsch(z. 2t. im Felde). 1. V August Hollweg: Volkstum, Kunst und Unterhaltung: Wilhelm Vernekohl, Stadtanzeiger: Peter Jurascheck: Kommunglpolitik: Otto Petter (z. Zt. im Felde): Sport: Allred Stroßei(2 2t. im Felde). 1. V. Peter Jurascheck: Bezirksausgaben und Bildberichterstattung: Clemene Hülsbusch: Anzeigenleiter: Horei Entere (z. Zt. Wehrmacht). 1. V. Hane Wolfmaler. Sämtlich in Münster. Druck: Aschendorffsche Buehdruckerei. Hochzeit in Mutarara ROMAN VON HANSRICHTER (23 Fortsetzung.) Thema macht merkwürdige Augen.„Hören Sie mal, Sie müssen mich jetzt aber nicht falsch verstehen. Von der Thea von damals ist nicht mehr viel übrig geblieben, sonst könnte ich— ich—“ sie stottert.„Ich habe so um Weihnachten herum ein paarmal in Kindermärchen gespielt. In„Peterchens Mondfahrt' die Königin der Nacht und in„Schneewittchen' das Schneewittchen. Das habe ich immer besonders gern getan— wegen der Kinder. Und nun würde ich gern Ihr Mädelchen einmal sehen.“ Karla überlegt.„Dann müßten Sie aber gleich mit nach St. Pauli kommen, da hole ich nämlich meinen Mann ab, den kennen Sie auch. Wissen Sie noch, bei der Abwicklungsstelle?" Thea lacht.„Damals hat er furchtbar auf mich geschimpft.“ „Tut er heute bestimmt nicht. Kommen Sie nur mit, morgen wäre es nämlich zu spät.“ Sie nehmen eine Taxe und fahren nach den Landungsbrücken. Ludwig macht große Augen, aber Gerty findet die Tante, die ihr, während sie gemeinsam im Terrassenrestaurant Schokolade trinken, Geschichten erzöhn, sehr nett.„ 14 5 Gegen Abend wird für Gerty im Horei eine große Puppe abgegeben, und Thea hat dazu geschrieben, die Puppe wolle auch mit nach Afrika reisen und sie sei schon sehr neugierig auf alles, was sie da erleden würde. So hat Karla zuletzt noch eine nette Erinnerung an die Jahre in Berlin und eine Gewißheit dazu, daß die Menschen oft gar nicht so warenk, wie sie sich in den verrückten ersten Jahren nach dem Kriege gebärdeten. Auf der Linie ist ihnen die Zeit der Einschiffung mitgeteilt worden. Zum letzten Male essen sie miteinander zu Abend, dann nehmen sie einen Wagen, und die Fahrt nach dem Freihafen beginnt. Klein Gerty schläft auf dem Schoß der Mutter, Karla sitzt ganz still, und ihre Hand sucht manchmal die Hand der Mutter, um sie leise zu drücken. Ludwig ist wie ein Junge. Er erzählt unaufhörlich und berichtet jede Kleinigkeit. Dann stehen sie zwischen anderen gedrängt im Zoklschuppen, das Vordgepäck wird nachgesehen, und dann können sie über das Follreep Das Schiff liegt hell erleuchtet da. Uberall Menschen, Reisende und Freunde, die den Abfahrenden noch das Beleit geden. Gertrud, die den Kapitün von früher her kennt, legt ihm die Ihren noch einmal ans Herz. Und diese letzte halbe Stunde will kein Ende nehmen. So ist es fast eine Erlösung, als ein Steward mit dem Gong durch das Schiff geht und für die Zurückbleibenden das Signal gibt, das Schiff zu verlassen. „Viel Glück in Mutarara“, sagt Gertrud leise.„Und wenn du nach Tanga kommst...“ „Zuerst gehe ich an Vaters Grab“, verspricht Karla, und es ist ganz selbstverständlich, daß sie von Heinrich Gallaß als von ihrem Vater spricht. Und seitdem sie weiß, daß er es in Wirklichkeit nicht war, hat sich in ihrem Empfinden zu dem Manne, der ihre Kindheit behütet hat, nichts geändert. Noch lange steht Gertrud am Pier und sieht zu, wie die Brücke eingeholt wird, wie die Schlepper längsseits kommen, wie die Trossen losgeworfen werden. " Vor fünundzwanzig Jahren ist auch sie ausgefahren. Mit einem Kinde, das noch im Korb lag. Die fünfundzwanzig Jahre gleiten an ihr vorbei mit allem Guten und allem Schlechten, das sie ihr gebracht haben. Glück, denkt sie, Glück sollen meine Kinder haben. Immer breiter wird der Raum, der das Schiff vom Lande trennt, die Maschinen zittern, die Bordkapelle spielt. Tücher winken, Rufe hinüber und herüber. „Einmal wird es auch in Afrika wieder deutsches Land geben“, ruft eine Männerstimme. Wann? denkt Gertrud. Wann? Und wie ein glänzender Lichterberg verschwindet der Dampfer im Dunst des Hamburger Hafens ihren Blicken. * Etwa fünf Wochen später wirft das Schiff an einem frühen Morgen am Eingang der Tangabucht Anker. Seit Genua hat sich eine Gemeinde„alter Afrikaner“ an Bord gebildet, in welche Enkens— Karlas wegen— sofort aufgenommen worden sind. Hauptperson und Organisator ist ein ehemaliger Schutztruppenoffizier, der sogar einmal in Mutarara im Quartier gelegen hat. Er könnte Karlas Vater sein, aber er hat noch große Pläne. Wenn er von der Serengettisteppe erzählt, leuchten seine Augen.„Da irgendwo werde ich mich niederlassen und mir mein Haus dauen.“ Er betont, daß er für die ersten Jahre nur mit einem Grashaus rechnet und daß er ganz genau weiß, daß ihm keine leichte Zeit bevorsteht. „Sie werden das alles viel leichter haben, kleine Frau“, sagt er.„Ich erinnere mich noch ganz genau. wie es in Mutarara aussah. Ein tüchtiger Mann, Ihr verstorbener Vater, und Ihre liebe Mutter erst. Ich kann es Ihnen ja jetzt ruhig verraten, ich habe sie oft bewundert, wie sie so mit den Shensis umsprang.“ „Mutti ist ja auch viele Jahre in Afrika gewesen", erwidert Karla. Das ist der Unterschied zwischen Ludwig und den anderen. In diesem Kreis reden nur die alten Afrikaner, und er muß zuhören. Das ärgert ihn. Um so mehr gibt er sich den Bordspielen hin oder albert mit Gerty auf dem Sportdeck herum. Das Mädelchen, das ja gar nicht gewöhnt ist, den Vater den ganzen Tag über zu haben, findet die Zeit wundervoll. Karla möchte lieber, daß er jetzt schon die Erfahrungen sich anzueignen versucht, die ihm ja fehlen müssen. Aber sie hat nicht viel Glück bei ihm. Er findet die Leute ledern und seine Frau gouvernantenhaft. Er ist gereizter, als er es selbst in den schwersten Zeiten in Deutschland gewesen ist.„„ geirs Oerle Um ihn nicht noch mehr aufzubringen, wird Karla still und hält sich zurück. Das merkt wieder der Schiffsarzt, den der Kapitän aus Freundschaft für Gertrud auf Enkens aufmerksam gemacht hat. Eines Vormittags setzt er sich neben Karla in den Liegestuhl. Zuerst redet er um die Dinge herum, aber die Frau merkt bald, daß er etwas auf dem Herzen hat. „Sie wollen mit mir sprechen, Herr Doktor“, ermuntert sie br.„„ gfen Wit Sind „Über Ihren Mann, Frau Enten. Mit Kindern haben wir zumeist keine Schwierigkeiten, aber Erwachsene ertragen manchmal den Monsum nicht gut— und die Umstellung. Alte Sache, im Roten Meer, wenn es richtig heiß wird, fängt's an, und so um Kap Guardafui herum bricht's aus. Ihr Mann ist Kriegsverletzter?“ „Ja, Streifschuß an der Lunge.“ „Na, und das braucht man ja eigentlich nicht zu fragen, sieht man ja, so ganz rosig ist es Ihnen nicht ergangen in den letzten Jahren?" „Rein, mein Mann hatte ja seinen Posten, aber die Tätigkeit hat ihn nicht befriedigt.“ Und jetzt?" „Jetzt soll das anders werden. Mutarara liegt hoch und ist gesund.„Mag sein.“ Karla erschrickt.„Was wollen Sie damit sagen. Doktor!“ „Nur, daß Tropen Tropen sind— und bleiben. Auch Höhe in den Tropen will gewohnt sein.“ „Ich habe in Berlin mit einem Arzt gesprochen.“ „Was wissen Arzte in Berlin im allgemeinen von den Tropen. Dazu gehört Erfahrung. Na, liebe, gnädige Frau, ich will Ihnen nicht bange machen, aber achten Sie gut auf Ihren Mann. Chininprophylaxe, nicht wahr, und ein bißchen Vorsicht mit dem Whisky, dem Decheigzeng: „Mein Mann ist sehr enthaltsam.“ „In Deutschland, ja, aber hier sitzt er abends oft an der Bar, und immer hat er seinen Whisky vor sich. Karla versucht es, mit ihrem Mann zu sprechen, aber sie hat keinen Erfolg. Ludwig lacht sie nur aus. Die ganze Reise regt ihn, der nur im Felde war und sonst Deutschland nie verlassen hat, in hohem Maße an. Von Antwerpen aus besucht er mit Karla die Schlachtfelder und erzählt ihr, wie es gewesen ist, als er mit seiner Batterie hier gelegen hat. In Lissabon läßt sie ihn, weil sie das Kind nicht sich selbst überlassen will, allein gehen, und auch in Port Said bleibt sie an Bord. Mombasa besuchen sie gemeinsam. Mombasa ist der erste wirklich afrikanische Hafen, und alles ist neu für ihn. Schon hier steigen einige der Mitreisenden aus, und Ludwig, der sich mit einem von ihnen ganz besonders angefreundet hat, findet, daß man es ebenso hätte machen sollen. Er hat das Gefühl, daß Schiffsarzt und Kapitän sich über Gebühr mit ihm beschäftigen, und er empfindet eine Vorsorge, die nur gut gemeint ist, als lästig. „Wenn wir über Taveta gefahren wären, könnten wir zwei Tage früher in Moschi sein“, tadelt er. „Unsere Sachen gehen doch nach Tanga“, sagt sie leise.„Und in Tanga——“ Er merkt, daß er zu weit gegangen ist, und entschuldigt sich.„Ich habe nicht an das Grab deines Vaters gedacht, natürlich.. Und nun liegen sie vor Tanga. Das Schiff hat ziemlich weit draußen Anker geworfen, dicht unter Land zwar, aber doch weit von der Stadt, die im ersten Morgenlicht herüberschimmert. Karla und Ludwig sind längst angezogen und stehen oben auf der Brücke. Karla sucht die Stelle, an der einmal das Lager gestanden hat, in dem Mutter und sie so viele und so schwere Monate verbracht haben. Und sie denkt an die Abreise von damals. Hier draußen auf der Reede hat ein altes, englisches Kriegsschiff gelegen— als ob an einen Widerstand überhaupt noch gedacht werden könnte. Und das Schiff selder ist auch nicht sehr komfortabel gewesen, ein englisches Transportschiff auf der Rückreise von Indien. über die deutschen Zivilpersonen hat man sich nicht viel Sorgen gemacht. Jeder Augenblick ist noch in Karlas Gedächtnis. Der Voy, der sie an Vord begleitet und ihnen die Sachen getragen hat. Eine kleine Szene steht vor ihr: Der Zolldeamte hat die Puppe eines kleinen Mädchens zu den Sachen geworfen, die zurückbleiden sollen; es könnte ja in der Puppe etwas versteckt sein. Das Mädel weint. Und dann noch, im letzten Augendlick, dringt der Reger die Puppe und grinst. Merkwürdig, daß gerade diese Erinnerungen in Karla seht wach werden. Jetzt, wo sie sich doch eigentlich freuen sollte. Gegen acht Uhr löst sich ein Motorboot vom Lande und kommt in rascher Fahrt näher.„Das, ist Serdau", sagt Ludwig. Aber vorerst ist es die Behörde, und es dauert noch eine ganze Weile, bis die Flagge heruntergeht und das Schiff frei ist. Neun Uhr ist längst vorbei. Jetzt aber liegt eine ganze Menge von Booten unten, und in ihnen sitzen Schwarze und Weiße und sehen nach oben. Auf den ersten Blick erkennt Karla Serdau, und fast kommen ihr die Tränen in die Augen— neben ihm hockt im weißen Kansu und eine Mütze auf dem Kopf der Wagschagga Mohadem, der bis zuletzt noch ihr Hausboy gewesen ist. „Onkel Serdau!“ ruft sie.„Mohamed!“ Der Neger ist aufgesprungen und fuchtelt mit den Armen, daß er beinahe ins Wasser fällt. Serdau schimpft auf ein paar schwarze Ruderer ein und drängt sein Boot rücksichtslos an das Fallreep. Und nun steht er vor Karla, lang wie immer, auf dem haarlosen Schädel die unvermeidliche Baskenmütze, den Oberkörper in einem zerknitterten Tropenhemd, die Beine in schilfleinenen Shorts.(7. Mst Ludwig, der ganz neues Tropenzeug tragt, mustert ihn verwundert. Auch Karla sieht, daß er nicht viel auf seinen Anzug zu geben scheint, aber sie will es nicht Gortsetzung folgt.) Heitere Max hat sich verlobt. „Was, mit diesem Mädchen? Das schielt doch“, sagt die Schwägerin..4412 malmt 9, Schmeist. „Figur hat es gar nichtt meint die Schwester. „Ist das nicht die Rothaarige?“ fragt die Tante. „Ein schwächliches Ding", tadelt der Onkel. Ziemlich eingebildet“, sagt der Vetter. „ und dabei keinen Pfennig Geld!" trumpft die Kusive auf.„„4 beist „Ja, aber eine großartige Eigenschaft besitzt es“, sagt Max nachdenklich:„Es hat überhaupt keine Vereendtenl“ * Fritzchen hat zwei Apfel bekommen. Einen für sich und einen für den kleinen Paul. „Aber“, sogt Papa,„laß Paule die Auswahl.“ Nach einer Weile will Papa sich überzeugen, ob Fritzchen die Apfel richtig verteilt hat. Natürlich muß er feststellen, daß Paul den kleineren Apfel kat. „Hast du ihn selbst wählen lassen?" wendet sich „Jawohl-, mein Fritchen treuherzitg. 2ih saogte: entweder den kleinen oder keinen, da hat er dann den kleinen genommen.“.(Wegweiser.) Nummer 254 Westfälische Tageszeitung Knapper Sieg im Juriner Mussolinistadion Leichtathletik-Länderkampf Deutschland-Italien 94,5:83,5— Lanzi erreicht im 400-Meter-Lauf Jahresweltbestzeit und Landesrekord— 20000 Zuschauer bejubeln am zweiten Tag die hinreißenden Kämpfe 400 Meiet: 1. Lanzi=J. 46.7 Sek., 2. Linnhoff=D. 48.2, 3. Ferrassuti=J. 48,4, 4. Ahrens=D. 48,6. Des beste, bee arsien erneri Zig Zieg. bes anaresenden Daleners niczt ballg, Iorischt brachte den deutschen Spornern erneut den Sieg, des angreisenden Italieners nicht halten. Zunächst der alerdlngs bieomal in Turis ult 8495 Jn 83. Puut., Aber er Ztalsene vel seinem esonen Tempo sum Ooser 1. Mafsei=J. 7,36 Meter, 2. Pederzaniter Acht e Vertegen use). Peschewerben des und siel aus den letten Plahz urick. Veolaegua machte 9... on, Ze3,3..5. Males, 3386. Von den zeyn Agraorwerven ven und firt zuf den tebren ziuh 9. t. Gaughaf, .: sp. pie mährend sich von Syring frei und ebenfalls von Haushofer und Ver= vergrößerte seinen Vorsprung bis ins Ziel mehr und mehr. Haushofer konnte sogar noch den Wittenberger zpeilen Tages enschles Dtalen seys zur na, wäh Deutschland viermal den Sieger stellle, so daß im athleten mit insgesamt elf gegenüber acht iialienischen überlaufen und den zweiten Platz Erfolgen kriumphierten. Riesiger Beisall der rund 20000 Wieder italienischer Staffelsieg zum Abschluß Zuschaner im Turiner Musolint=Stovieon bziasenischen Auch die Viermal=400=Meier=Staffel konnten die alen Dingen die bervorrogende zie 400 Meier in 467 Italiener für sich entscheiden. Die deutsche Staffel war Westerläufers zstarie Cans), der.: Jahregwelithestzeit dem üalienischen Aufgebot nicht gewachsen, so daß sich Sekungen vewanigte und damit die Jungeraigensesvel, von Wechsel zu Wechsel der Vorsprung vergrößerte und ekaners Beicher einstelle. Lanzi als Schlußmann leichtes Spiel hatte. Mit:12.2 Lunzi als Schlußmann leichtes Spiel hatte. erzielten dabei die Italiener die gleiche Zeit, mit der die Italiener in Stuttgart geschlagen blieben. Ergebnisse: Speerwurf: 1. Lohse=D. 63,85 Meter, 2. Pektor=D. 62,89, 3. Buccassina=J. 60,30, 4. Rossi=J. 59.00. des Amerikaners Unisormen beherrschen das Rund Während am Vortage das Stadion im Sonnenglanz erstrahlte, war der Himmel am Sonntag bedeckt. über 20000 Zuschauer, in der Mehrzahl Soldaten der italienischen Wehrmacht, waren Zeugen schöner Kämpfe. Gegenüber der Ehrentribüne wehten an drei Fahnenmasten die Flaggen von Deutschland und Italien sowie die Wahrzeichen der Stadt Turin. Von Beifall überschüttet, marschierten die beiden Mannschaften unter dem Tor gegenüber der Ehrentribüne ein, angeführt von den Fahnenträgern Bongen=Deutschland und Proset=Ztogstien. Vor den zahlreichen Ehrengästen wurde sodan vn.. lung genommen und Trippe und Maffei tauschten Freundschaftswimpel aus. Nach dem Gesang der Nationalhymnen marschierten die Aktiven wieder aus der Bahn und die Wettkämpfe nahmen ihren Anfang. Lanzis große Leistung Gleich beim ersten Wettbewerb über 400 Meter kamen die Zuschauer in die beste Stimmung, denn in diesem Wettbewerb war an dem Sieg von Lanzi nicht zu zweifeln, nachdem der Weltrekordmann Harbig fernLanzi halte nach gelungenem Start auf der Innen- italienische Schiedsrichter Scarpi die Mannschaftsführer bahn schnell an Boden gewonnen und konnte Linnhoff zum Losen. Dr. 3. Giesen=D.:00,0, 4. C. Bertocchi=J.:01, 8. 100 Meier: 1. Mellerowicz=D. 10,7 Sek., 2. Monti10,7, 3. Mariani=I. 10,7, 4. Kersch=D. 10,7. Hochschprung: 1. Nacke=D. 1,93 Meter, 2. Donadonni=J. 1,90, 3. Schlegel=D, 4. Campagner=., beide je 1,85 Meter. Diskus: 1. Consolini=J. 50,24 Meter, 2. Trippe=D. 48.50, 3. Wotapek=D. 47,09, 4. Oberweger=J. 44,24. 110 Meier Hürden: 1. Caldana=J. 14,9 Sekunden, 2. Leitner=D. 14,9, 3. Eritale=J. 14,9, 4. Becker=D. 15,0. 10 000 Meier: 1. Beviacqua=I. 31:09,0, 2. Haushofer=D. 31:38.0, 3. Syring=D. 32:02,4, 4. Biachani=I. 32:22,0 4 mal 400 Meier: Erste Mannschaft Italien :12,8, zweite Mannschaft Deutschland:15,6. Schwer erkämpfter Sieg in Preßburg :0 gewann Deutschlands Fußball-Ländermannschaft— Conen bester Mann Schwerer als erwartet, kam die deutsche Jußballmannschaft am Sonntag in Preßburg im dritten Länderkampf gegen die Ssowakei zum:-Erfolg und ersocht damit im 175. Länderspiel ihren 85. Sieg. Dem Treffen in der slowakischen Hauptstadt wohnten rund 10000 Zuschauer bei, und dieses Spiel gestaltele sich zu einer machtvollen Kundgebung der deutsch-slowakischen Freundschaft. Das Spiel selbst stand im Zeichen ritterlichster Sportkameradschaft. Nach dem Abspielen der Nationalhymnen rief der rere Ecken können aber auch noch kein klares Bild erzielen. 9 Minuten vor Schluß das siegbringende Tor. Wie aus der Kanone geschossen eröffnen die Slowaken nach der Pause den Kampf. Aber schon war Hahnemann vor dem slowakischen Tor, sein Schuß verfehlte jedoch wiederum das Tor. Ein weiterer Freistoß Eine Ecke für Preußen, die der Borussen-Torhüter Jürgens trotz Verletzung meistert Aufn.: Hülsbusch bald leicht überlausen. Mit großem Vorsprung spurlete er die Gerade entlang und gewann in der in diesem Jahre nur von dem Amerikaner Belcher erziellen Zeit von 46,7 Sekunden, womit er gleichzeitig einen neuen Landesrekord aufstellte. Drei Jehlstarts über 1500 Meter Zu einem schönen Erfolg kam der Münchener Keindl in dem Rennen über 1500 Meter. Erst nach drei verfehlten Versuchen gelang der Start. Nach anfänglicher Führung von Keindl sorgte Vitale dann für schnellere Fahrt. Erst im Zielbogen ging Keindl wieder an seinem Gegner vorbei und konnte das Rennen mit 5 m Vorsprung gewinnen. Ilalienische Weilspringer in Froni Mit einem italienischen Doppelerfolg endete der Weitsprung. Fast durchweg wurden bereits im ersten Durchgang die größten Weiten erzielt, nur der italienische Meister Maffei verbesserte sich auf 7,36 m, womit er den Sieg vor Pederzani sicher hatte. Brust an Brust über 100 Meser Einen Brust=an=Brust=Kampf gab, es im 100=MeterRennen, das der Berliner Mellerowicz in 10,7 vor Monti, Mariani und Kersch gewann, wobei für alle Läufer die gleiche Zeit gestoppt wurde. Unser Meister kämpfte sich Brust an Brust an den Italienern vorbei nach vorn und zerriß als Sieger das Band. Deutscher Doppelerfolg im Speerwurf Die beiden deutschen Speerwerfer Lohse und Pektor kamen zu einem schönen Erfolg; im ersten Wurf kamen sie bereits über die 60=Meter=Marke und verbesserten sich ständig. Lohse stellte seinen Sieg beim dritten Wurf mit 63,85 m sicher. Nur Nacke bewältigte.93 Meier Zu einem weiteren deutschen Sieg reichte es auch im Hochsprung, wo der Jenaer Nacke als einzigster Teilnehmer 1,93 m schaffte, aber beim Versuch, 1,96 m zu überspringen, scheiterte. Schlegel, der geszundheizlich nicht ganz auf dem Posten war, riß jedesmal bei 1,90 m und teilte sich mit dem Italiener Campagner bei 1,85 m den dritten Platz. Consolini übertraf Trippe und Wolapek Als einziger Werfer schleuderte Consolini den Diskus über 50 mn und hatte dabei seinen Sieg sicher. Trippe und Wotapek kamen jedesmal über 45 m, während Oberweger(Italien) unter der 45=Meter=Marke blieb. Leiiver verschenkle den Sieg Über 110=Meter=Hürden vergab Leitner bereits beim Start seinen Sieg, er verlor sofort einen halben Meter und konnte den Rückstand bei der Klasse der Italiener Caldana und Eritale nicht mehr aufholen. Becker riß dreimal und kam dadurch etwas aus dem Tritt. Baviacqua sorgie für eine Überraschung Beim 10000=Meter=Lauf kam es zu einer Überhung, da der kleine Italiener Baviacqua Syring und Haushofer schlagen konnte. Unser Rekordmann Der schlechte Boden behinderte von Anfang an den Fluß der Aktionen. Die Slowaken fanden sich zunächst, und Janes kam sofort ins Gefecht. Auf der Gegenseite meisterte der lange Reimann eine Bombe von EppenDur Spiel gewann nunmehr immer mehr an 23. Minute durch den Röhlinghauser Mittelstürmer Spies. BSG Gelsenguß— Arminia Bielefeld:2(:0) Trotz des Union=Spiels gegen Schalke 04 hatten sich och 1500 Zuschauer auf dem Platz der BSG Gelsenhoff. Das Spiel gewann nunmeh Tempo, und nach und nach wurden die Angriffe der Slowaken immer gefährlicher. Auf der deutschen Seite scheiterten die besten Absichten an der starken Gegenwehr. Nur selten kamen brauchbare Bälle in die vorderste Linie, so daß unser Innensturm auf dem schweren Boden nicht zu stark in Angriff genommen wurde. Conen wurde mit der Zeit der aktivere Stürmer, er durchbrach mehrfach die Reihen des Gegners, ohne jedoch in eine klare Schußstellung zu kommen. Auf der Gegenseite war Luknar die große Gefahr für Janes, der schwere Arbeit zu leisten hatte. Das Spiel der deutschen Mannschaft wurde planvoller, und in der 25. Minute kam der große Augenblick: Von Eppenhoff wanderte der Ball über Hahnemann zu Jelienek, doch klärte Rados Schuß zur ersten Ecke ab. Schnell folate die zweite Ecke, und wiederum spielte sich Conen schnell durch, aber unser Mittelstürmer wird von Vanak gerammt und seine Absichten sind damit begraben. Mehvon Banes brargghagzelich eine weitere o, gsech ggne noch 1500 Juseyugie, P..: Wies Punitespiel gegen hervorragendex, Schus des jungen Jelienek bien vone guß eingefarzeg, vie hier ein harte„urztsägger#e Erfolg. Der Angriffsgeist der Slowaken zerbrach nun- Armima Bielefelh miterlebten, das der### er mit mehr an der deutschen Abwehr. Nach und nach kam es:2(:0) verdient gewann. In der 16. Minute ha dann noch zur neunten Ecke für die Deutschen. In der Mittelstürmer Matzek den Führungstreffer erzielt. Als 81. Minute aber schickte Hahnemann Eppenhaf ins Bielefelds, Mitelläuser#. er gri.,ugegrang Treffen, dessen Flanke zieigerecgt einram und Durek beging, üoernahm der gleice Meisigr, iue Tar sinrang. nur wenig Mühe hatte, den Ball aus kur des Strafstoßes, der von bericg zie Otwestalen besser ie: Entsernung durp=chasten sad nun Kart and hollen durch Hogenkang in der 16. Minute en einzuschießen. Beide Monyltgeischt auz im weiteren Tor austen Kurse Zeseziäster gelang es aber Kurze Zei spaler gelung,, nach einem zurchorugg die alte Trefferspange wieder yerzusteulen. In der 27. Minute wurde der Bielefelder Linksaußen von Ganswind gelegt. Hogenkamp schoß den Elfmeter sicher ein. Die Tabelle: ghogämpkt, und zu eperz, Erfolg ezag es im weneren 2or uu). a cghruch die alte Trefferspanne wiederVerlauf nicht mehr. Die Deutschen gingen schließlich als gach, zigem zurcoriz ge aue Treisersonpzegetelder glückliche Sieger vom Platz. Elwas Krilik. Unter der Einwirkung des Wetters hatten die jungen Spieler unserer Mannschaft zu leiden und waren dem Boden nicht voll gewachsen. Die Enttäuschung im Angriff war Hahnemann, der an seine alten Leistungen nicht anknüpfte. Conen war auch heute wieder nicht zu überbieten. Eppenhoff schaltete sich erst zum Schluß ein. Janes war wieder die wertvolle Stütze unserer Mannschaft und hatte in Moog einen guten Nebenmann. Jahn im Tor hatte während des ganzen Spieles nicht viel zu beweisen. Bei den Slowaken überragte Reimann im Tor sowie Vanag als Verteidiger, während im Angriff von Bolcek die größte Wirkung ausging. 1. FC Schalke 04 2. Borussia Dortmund 3. BSG Gelsenguß 4. Arminia Bielefeld 5. BfB Bielefeld 6. SpV Röhlinghausen 2 7. VfL Bochum 48 3 8. Union Gelsenkirchen 2 9. DSC Hagen 10. Westfalia Herne 3 11. Preußen Münster 3 12. Arminia Marten 3 0 0 0 0 0 1 1 0 0 0 0 0 15: 2 11: 1 6: 4 11: 6 7: 3 2: 1 5: 7 7: 9 2: 2 :12 :14 :17 —0 —0 —0 —2 —2 —1 —3 —2 —2 —6 —6 —6 Stürmern, durch zwei weitere Erfolge das Endergebnis herzustellen. TSG Dülmen— Vorwäris Gronau:1(:1) Das erste Meisterschaftsspiel auf dem eigenen Platze zegen Vorwärts Gronau konnte die TSG Dülmen mit einem schönen Siege beenden. Die Gäste von der Grenze kämpften sehr eifrig und konnten bereits 15 Minuten nach Spielbeginn die Führung an sich reißen. Aber die Freude dauerte nicht lange; denn 5 Minuten später fiel durch den Helbrechten des Platzvereins der Ausgleichstreffer. Nach beiderseitig verteilten Leistungen ging es beim Stande von:1 in die Pause. Nach dem Wechsel beherrschten die Dülmener das Spielfeld. Die Gäste hatten sich in der ersten Spielhälfte zu sehr ausgegeben und mußten dies mit einer Niederlage bezahlen.-Den Führungstreffer erzielte der Halblinke, während das dritte Tor der Halbrechte auf sein Konto brachte. Kurz vor Schluß mußte der Gronauer Torwart auf einen schönen Schuß des Dülmener Halbrechten den Ball zum vierten Male passieren lassen. Auf die anwesenden Zuschauer hinterließ der ritterliche Kampf den besten Eindruck. Die Preußen Münster ohne Schneid Wieder auf eigenem Platz hoch geschlagen—.Die flinken Dortmunder Borussen siegten:0!— Bedenkliche Schwächen der Preußenmannschaft 20 Nach den beiden verlorenen Spielen gegen Gelsenguß und Arminia Bielefeld mußten die münsterischen Preußen auch in dem dritten Punktekampf gegen Borussia Dortmund eine glatte:=Niederlage einstecken. Der Verlauf der Kampfhandlungen bewies wieder einmal ganz eindeutig die Schwächen und die großen Mängel, unter denen die Preußenelf augenblicklich zu leiden hat. Bis kurz vor der Pause konnte man noch mit den Leistungen der Preußen zufrieden sein. Als aber Vorussia innerhalb von einer Minute zwei Treffer erzielen konnte, schien die Elf vollkommen den Kopf verloren zu haben, was sich vor allem im Verlaufe der zweiten Spielhälfte bemerkbar machte. Es fehlte von nun an jeglicher Zusammenhang in der Mannschaft, jeder Spieler spielte auf eigene Faust. Die Verteidigung beging schwere Deckungsfehler, durch die ganz besonders der Torhüter Kurella benachteiligt wurde, der an den fünf Torerfolgen so gut wie schuldlos war. Auch die Läuferreihe der Preußen spielte vollkommen zerfahren, aber noch ärger war es im Angriff, der jeglichen Zusammenhang vermissen ließ und sich lediglich nur auf Einzelaktionen beschränkte. Dazu kam noch, daß in erster Linie Rabeneck als Rechtsaußen völlig ausfiel, aber auch Menski ist augenblicklich von seiner früheren Form sehr weit entfernt. Gelingt es nicht, die Preußenelf einer Wandlung zu unterziehen, so sehen wir sehr schwarz in die Zukunft. Die Dortmunder Borussen hinterließen ohne Zweisel mit ihrer spielerischen Leistung einen sehr guten Die Meisterschaftsspiele in der Staffel Münster der ersten Klasse wurden am Sonntag mit zwei Spielen weiter gefördert, wobei es den Platzvereinen gelang, zwei unerwartet hohe Siege zu erringen. Ballspielverein Rheine schlug den Sportverein Greven 09 auf eigenem Eindruck, obwohl der errungene Sieg dem Verlauf der Platze mil:1, während TSG Dülmen über Vorwärks Kampfhandlungen entsprechend reichlich hoch ausfiel. Grogau mit:1 die Oberhand behalten konnte. Die verhältnismäßig junge Mannschaft bot eine abge ötonan nie.1 vis., rundete Leistung, wobei die Schnelligkeit der einzelnen Spieler besonders auffiel. Aber den Ausschlag zum Sieg gab ohne Zweifel die Angriffsreihe, die in dem Mittelstürmer Erdmann einen vorzüglichen Spieler in ihren Reihen hatte, desgleichen konnte auch der Linksaußen Dunney sehr gut gefaller.„., au, ineet Der Kampf begann mit beiderseitig gut eingeleiteten und schnellen Angriffen, wobei die Preußen schon bald eine klare Chance herausarbeiten konnten, die aber von Auch die nachfolgenden Schulick glatz, vergebeg wurde. Auch, gichachfelgerggn, Grepener, Spaxtoereinz, auf dem Gelände, Froggam zwei Ecken für oie Preußen„brachten nichts ein. Da Rheine 10 niasi erfolgreich gurchsetzen, aber Hotzd eben.24 bel Her erien Eae für Doxinunpd hinerietzen, Dde Gös einen seyr guien Espdrnua. e, aber Kurella arrungene Sieg kam in der Hauptsache auf das Konto Der Zahlenspiegel des Sonntags Länderspiel: In Preßburg: Slowakei— Deutschland :1(:). Meisterschaftsspiele in den Bereichen: Ostpreußen: BfB Königsberg— Preußen Mlawa 211, LSV Richthosen Neukuhren— Prussia :1, SV Insterburg— Reichsbahn Königsberg:3, Freya Memel— Rasensport Preuß. Pommern: TSV Swinemünde— MTV Pommerensdorf:2, Viktoria Kolberg— Stern Fort. Stolp 41, Bttoria Stolp— Pggagz, 6z lim Po, FC 93 Hanau:1; Borussia Fulda— SpVg. LanSüdwest: Eintracht Frankfturt— Wormatia Worms •3; SV. Wiesbaden— Rotweiß Frankfurt:5; Union Niederrad— Germ. 94 Frankfurt:3; Kickers Offenbach— FSB Frankfurt:0 FV. Saarbrücken— BfR. Frankenthal:2; Bor. Neunkirchen— wigshafen:1; 1. FC. Kaiserslautern— SpVg. MunHaden: Freburger Fc.— Bis. Mannbeig, Phönitz Karlsruhe— SB, Walbhof Gozegfseg. Bigig feld— BfB Mühlburg:2; SpVg. Sanhosen— BfL. BV Rheine 10 TSG Dülmen SC Münster 08 SpVag Rheine 09 SpV Greven 09 Vorwärts Gronau BV Rheine 1910— Greven 09:1(:1) Wie zu erwarten war, konnte sich die junge Elf des Sreyenex, Spaxtvereins auf dem Gelände des 2 1 0 0 0 0 •2 :1 :0 :0 :5 :6 •0 :0 •0 •0 •2 •4 wurde es bei oer ersten Ecke äußert gesähzrlsch vor dem Preuzenlore, aber Kurela erungege Sieg, am in der Haupfsacz, auf konnte im Fallen die Gefahr bannen. Die Preußen der besseren Angriffsleistung des Pl Rause vam der Gastaeber durch den Halbais Kansicks Soncdtan 8e9.— Gantege gau. shie Kealsiehe. Seigaese ie 3i3 Shis. Aufstiegsspiele: Tasmania— St schscheice ence Feice censte Breslau 02— Hertha Breslau:2. Sachsen: Dresdener SC— Tura 99 Leipzig:1, Fortuna Leipzig— Sportfreunde 01 Dresden:1, Polizei Chemnitz— Riesaer SB:3, BC Hartha— ChemMitte: SB 05 Dessau— Cricket Viktoria Magdeburg 3·8, SC Apolda— BfL 96 Halle:3 FC Thüringen Weida— 1. SB Gera 412. As2 8 Nordmark: Barmbecker SG— St. Georg Sperder •2, Wilhelmsburg 09— Homburger Spartgereig:2, 935 Igm: Bayem Münhen— Stzurge3, Igphrge e ce e ee eche Pr= egos Woen. 2 oen Sopenhun 71. Meser. schaftsspiele: Austria— Wacker:1, Vienna Wien— Linzer ASK•1, Admira— FC Wien:1. 1. Klasse(Kriegsmeisterschaft): StaffelBochum: SC. Dahlhausen— Preußen Bietorts Hanburg— Hostein Kel 010, Volizel Lbeck Wonn= Gi Högtrgp Vur g E. Altenbocham 55(.29): — Eimebütel 134, Vortung Ottchodt.„Toge Schast, Preußen Bocham— Sc. Weiper 31(341). Wessalen: Union Gelsenkirchen,— Fe Da Schalre]“ Staffel Dortmund: Bw. Brambauer 127, Bf8 Bielefeld— Arminia Marten.0, Sp 39(SpBg, Kaiserau.2(:); Phönig Lindenhorst— AleRöhlinshausen— Dec hagen 10, Wekfalto Perv. zia mannia Dorimund 35(25). Gesteun um BfE 48 Bochum.3, Preußen Münster— Vorustia Staffel Minden(Untergruppe Lippstadt): BfR. Gelsenguß Gelsenkirchen— Arminia Heeßen—. Vorussia Lippstadt 522(.). Zwischenrunde um den Adler=Preis Ostpreußen— Niedersachsen 11:17 Dortmund:5, Riederrheig: Hamborn 07— Turn Düsseldorf.3, Rotweiß Essen— Duisburg 48/99:2; BfR. Ohligs— Schwarzweiß Essen:1; Rotweiß Oberhausen— Tus. 46.01“ se“ Heiene Essen 12: B/8. Solingen— Totung Züselhgr Peadngtrasen: (GS.):9; Rheydter Spielo.— ve# In Mlaanheim: Insteicheg: Sev. Triedon— wie Bug, 36; Mütheimer SB.— BfR. Köln:2: Düren 99—.8 Andernach.0; Köln Sülz 07— Bonner FV.0; gePeun—. uuig gasg#. Sphlelb. 8. SC. 05 Kassel— Kurhessen Kassel:1: Dunlop Hanau Peahi. 2. Sotey pehggen— Ostmurk 19., ja ghausen: Wescsalen— Niederrhein:10(.). Baden— Bayern 12:4(:). In Recklinghausen: Westfalen— Niederrhein:10 SpBg. 06/07 Bieleseld— TV. Altenhagen 11:4(:). klappen, und zählbare Erfolge stellten sich nicht ein. Schulick schoß mehrmals knapp daneben, aber auch Menski hatte einmal Pech, indem vom Torpfosten ins Feld zurücksprang. Immer mehr kam Dortmund in Vorteil, und eine Minute vor der Pause gelang es dem Mittelstürmer Erdmann, den ersten Treffer zu erzielen, indem er eine Flanke von links direkt verwandelte. Aber damit nicht genug, Borussia erzwang darauf noch eine Ecke, die ebenfalls von Erdmann zum zweiten Treffer verwandelt wurde. Mit dem Wiederbeginn drängten die Borussen mit aller Gewalt, während sich die Preußen fast nur auf die Abwehr beschränken mußten, wodurch dem Angriff auch jede Unterstützung durch die Läuferreihe genommen wurde. Unverschuldeterweise machte Wenning im Strafraum Hand, aber der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter, der von Erdmann prompt zum dritten Tor verwandelt wurde. Immer klarer brachten sich die Borussen infolge ihrer zielbewußten Spielweise zur Geltung. Im Anschluß an eine Ecke war es wieder Mittelstürmer Erdmann, der den Ball wunderbar einköpfte, während den fünften Treffer der Halbrechte Trägel auf sein Konto brachte. Nunmehr bemühten sich die Preußen, um wenigstens den Ehrentreffer zu erzielen, aber die Dortmunder Hintermannschaft aab sich keine Blöße, wobei zu bemerken ist, daß der Torhüter Jürgens mit einem gebrochenen Finger spielte, aber trotzdem seine Sache sehr gut machte. Die Mannschaften spielten in folgender Auitzellung: Borussia Dortmund: Jürgens; Rostea, Kosnicka: Pozuski, Michalski, Büttner; Stachorra III, Trägel, Erdmann, Schimensky, Dunney, Preußen Münster: Kurella: Schulte. Oligmüller, Wennina. Stetskamp, Liedtke; Rabeneck, Letzgus, Schulick, Menski. Spielmanns. Schalke schon in sicherer Führung Union Gelsenkirchen— JE Schalle 04:7(:3) Der Gelsenkirchener Hauptkampf kam zwischep, den beiden Ortsrivalen zum Austrag. Der Deutsche stellte sich dem Gelsenkirchener Anhang in der Kampfbahn am Südpark. Die Königsblauen waren in stärkster Verfassung. Das Treffen stand vom Anfang bis zum Schluß ganz im Zeichen der Knappen, die auch eindeutig mit:1(.0) siegten und damit die Tabellenspitze einnahmen. B/B Bieleseld— Arminia Marien:0(.0) Auch in ihrem dritten Spiel mußte die Martener Arminia eine Niederlage einstecken. Vor 2000 Zuschauern gab es einen durchweg ausgeglichenen Kampf, in dem der Martener Torhüter Agne eine recht gute Leistung bot, da, er schwerste Schüsse von Schielman und Urban meisterte. Erst in der letzten Viertelstunde ließ die Kampfkraft der Gäste nach, und in dieser Seit wurde auch ihr Schicksal besiegelt. Spbg Röhlinghausen— DSC hagen:9(.9) Das Khöne Kampsspiel am Stratmeggengn# der SpBg Röhlinghausen und dem Hagen nahm ein denkbar knappes Ende. Vor 500 Zukurz vor der Pause ram der Gastgeber burch een Halbrechten Beßmann abermals zum Führungstreffer. Schon bald nach dem Wiederbeginn war es abermals der Halbrechte Beßmann, der den Vorsprung auf:1 erhöhen konnte. Während sich der jugendliche Angriff der Gäste bei der Verteidigung des Platzvereins keine Geltung zu verschaffen vermochte, gelang es den Rheinenser Spoet in Kkeine Am Sonntag wurden in Rheine drei FreundschaftsBorusssa Rheine hatte eine Miltärmannschaft aus Rheine verpflichtet, die Spieler in ihren Reihen hatte, die über ein sehr gutes Können verfügten, so daß die Borussen gezwungen waren, alle Register ihres Könnens aufzuziehen. Nach torlosem Verlauf in der ersten Spielhälfte trennte man sich beim Schlußpfiff mit einem unentschiedenen Ergebris von.3. BSG Hammersen Rheine hatte ursprünglich den Spielverein Emsdetten verpflichtet, der aber absagte. Als Ersatz dafür sprang Preußen Rheine ein, und nach verteiltem Spiel gelang es Hammersen, mit 21 die Oberhand zu behalten.„.. Stautrumnd In Gellendorf konnten sich die Sportfreunde Gellendorf über Reichsbahn Rheine mit:1 erfolgreich hinwegsetzen. Gellendorf hatte mehrere alte bewährte Kräfte in seinen Reihen, die den Verein in den kommenden Meisterschaftsspielen gut vertreten werden. Meisterschaftsspiele in der Gruppe Ahaus-Coesfeld In der Gruppe Ahaus=Coesfeld feierte man wiederum regelrechte Schützenfeste. Einmal konnte Rasensport Coesfeld mit 14:1 das höchste Ergebnis der Gruppe erzielen, und zwar gegen BSG Gronau. Der ABC Ahaus gewann gegen Alstätte 10:1, hingegen Breden :0 gegen Reichsbahn Coesfeld spielte. Bei den alten Mannschaften schaffte der VfL Epe wider Erwarten ein :1 gegen Tus Stadtlohn. FC Gronau fand in 21/24 Gronau überraschenden Widerstand, der erst in BVlder zweiten Halbzeit mit dem Ergebnis von:2 gebrochen werden konnte. Die Gruppe Ahaus=Coesfeld führt demnach in der Spitze ABC Ahaus mit einem Punkt Vorsprung vor FC Gronau an. Ahlener Sportsonntag. Im Sport war am Sonntag hier nur ein mageres Programm. Im Pokalwettbewerb feierte die SS. Ahlen einen schönen:=Sieg über Ennigerloh. Das Hauptspiel des Tages verlor die Betriebssportgemeinschaft gegen den tüchtigen SpV. Beckum:3 und verschenkte so auch die Punkte. Ein Handballtreffen am Sonntagmorgen brachte einen glatten:=Sieg der Westfalia über Hammer Sportverein. WVesifatens=Failnenirel nurger Niederrhein siegt um den Adlerpreis in Recklinghausen 10:5(:3) In einem der vier Zwischenrundenspiele um den mann—Rado:7:7 gegen Jusits—Taroni im Adlerpreis des Reichssportführers trafen am Sonntag; finale aus. Recklinghausen vor 2000 Zuschauern die Handballften von Westfalen und Niederrhein zusammen. in alten schauern errang die Platzmannschaft, die sich aus und jungen Spielern zusammensetzte, einen verdienten .90(.)=Sieg. Die Entscheidung siel bereits in der Die westfälische Elf, die in der Vorrunde nur knapp über Hessen triumphieren konnte, blieb jetzt auf der Strecke und mußte den Rheinländern einen verdienten 10:5(:)=Sieg überlassen, so daß Niederrhein nun als einziger westdeutscher Vertreter in die Vorentscheidung Es war ein sehr schöner Kampf. Die westfälische Elf wehrte sich sehr tapfer, doch machte sich die Einheitlichkeit in der Niederrhein=Mannschaft zum Schluß doch entscheidend bemerkbar. Bester Spieler bei den Gästen war der Rechtsaußen Grosch von der deutschen Meistermannschaft des Lintforter SV, von der sich auch der Torhüter Körvers und die Brüder Brüntgens besonders auszeichneten. Deutscher Geherrekord von Prehn Bei einem 20-Kllomet.=Gehen in Treplow am Sonntag errang einen großartigen Sieg der frühere Deutsche Meister Prehn mit:38,06,8. 17 Jahre lang bestand der Deutsche Rekord des Berliners Hermann Müller, den Prehn um 19,2 Sekunden unterbot. Prehn lag auf halber Strecke noch beinahe 1½ Minute im Rückstand gegen den von Anfang an führenden Fritz Schwab, arbeitete sich jedoch mächtig nach vorn und siegte schließlich überlegen, nachdem der führend gewesene Schwab erschöpft aufgegeben hatte. Lidoturnier in Mailand Rosenom im Endspiel besiegl. Die Deutsche Tennismeisterin Ulla Rosenow erlitt in der Endrunde des Lido=Turniers in Mailand eine nicht ganz erwartete Niederlage durch die Italienerin Caviraghi, die allerdings erst nach hartem :4:6:5 gewann. Bei den Männern kommt es zu einem rein sDen Endspiel zwischen Asdoth und Gaborg. Asboth mug Deldello:4:4 und Gadory kam über Vido :3:4 in die Schlußrunde. Die beiden Ungarn stehen nach ihrem Sieg über Sadda—Bossi mit:6:2 3: :1:1 auch im Doppel im Finale und treffen hier auf Liegkeied Ludwigskaten Mannschaftsmeister im Ringen Mit einem ganz überlegenen:=Sieg stellte Siegfried=Ludwigshafen im Rückkampf über den Titelverteidiger AC. Köln=Mülheim 92 den Endsieg in der mehrfach unterbrochenen Mannschaftsmeisterschaft der sicher. Die Süddeutschen traten auf eigener Matte mit der gleichen Mannschaft wie im Vorkampf an und gewannen eigentlich sogar:1, denn Cavalar hatte im Bantamgewicht ebenfalls gewonnen. Der Punkt ging aber an den Kölner, weil der Ludwigshafener mit Uebergewicht angetreten war. Die Ehre der Kölner rettete der Mittelgewichtler Molitor, der Kreuz in neun Minuten durch Hammerlock bezwang. Wiener Boxstaffel geschlagen Am Vorabend des Fußball=Länderkampfes Deutschland— Slowakei gab es ein weileres deutsch-slowaktsches Sporttreffen. Eine Wiener Voxauswahl trat gegen die Nationalstaffel der Slowakei an und wurde überlegen 12:4 geschlagen. Geoßer Preis der Reichshauptstadt Schwarz=Gold wieder mit Weile. Mit dem„Großen Preis der Reichshauptstadt“ in Hoppegarten am Sonntag wurde das dritte und letzte 100000=Mark=Rennen des deutschen Galopprennsportes entschieden. Wie erwartet, endete auch in dieser klassischen Prüfung der besten Cuccelli—Delbello, die Chitarin—Canisto 11:9:6:6 •2 ausschalteten. Im Gemischten Doppel schieden Schuuntereinander mit einem überlegenen Sieg jährigen Schwarz=Gold, die ihren Stallgefährten Sumeira hinter sich ließ und damit das Hamburger Ergebnie wiederholte.. elie: Womi Der Richterspruch lautete erneut„Weite“, womit über den Stil, mit dem die Stute gewann, genug ge„Cewarte“ hnüpste mit dem briten Platz vor„Oetz. vianus“ an seine letzte gute Form an und schob sich noch vor Octavianus, sonst hätten die drei Schlenderhaner gleich auf die ersten drei Plätze Beschlag dem deweit wiederum dieses Ergebnis Die Jotezan, Ueberlegenheit der Pferde dieser erfolgreichen ehenischen Zuchmäte uk ceI6. September 1940 Nummer 254 Westjalen-Nosd uundd Nachbangane Hirietzungen Werden Jederwehemäinner Lehrgänge in der Provinzialfeuerwehrschule in Münster Aichi iun in Bemihshe, uin ur Bchungf stärkster sachlicher Kräfte die Ausbildungszeit zu verbringen, macht die jungen dienstverpflichteten Feuerwehrmänner unbändig stolz. Sie dürfen trotz ihrer Jugnd einen soldatischen Einsatz leisten. Das strafft ihren Willen, stärkt ihre Kraft und läßt sie heranreisen zu tüchtigen Kameraden, sowie sie uns auf dem Innenhof der Provinzial=Feuerwerschule entgegentreten. In zwei aufeinander folgenden Lehrgängen sind die wenigen ausgewählten H3=Kameraden aus handwerklichen Berufen oder wie diese jetzt aus kaufmännischen Lehrbetrieben nach eingehender ärztlicher Tauglichkeitsprüfung hier zusammengefaßt und für die Dauer des Krieges auch nach ihrer vollendeten Ausbildung dienstverpflichtet. Als„unberittene Remonte“ eingezogen, wie scherzend der Direktor der Provizial=Feuerwehrschule erzählt, haben die tungen kaufmännischen Lehrlinge eine Zeit harier, fachlicher Ausbildung seit dem 10. August hinter sich. Wir sollen uns selbst von ihrem Dienstplan überzeugen. Da klingt auch schon die Meldung des Uebungsleiters zu uns herüber:„ShD mit 14 Mann zu Fuß angetreten.“ Es sind keine Soldaten, die dort in Reih und Glied angetreten sind, aber das sieht man, sie fassen ihre Ordnungsübungen als die notwendige Disziplinschule auf, die ein jeder Feuerwehrmann hinter sich haben muß. 17jährige Kameraden sind sie in ihrer SHhD=Uniform, setzt mit dem Hakengurt der Schule und dem Lustschutzhelm ausgerüstet. Selbstzucht muß man üben, wenn man andern helfen will. Daß sie es können, das haben im Ernst die Kameraden des ersten Lehrganges bewiesen, als sie vier Stunden bei einem Brande tätig waren, sich einletzten, bewährten und auszeichneten. Die angetretene Mannschaft will uns auch jetzt eine zackige Uebung hinlegen. Da geht es schon los. Wir hören die Meldung:„Brennt im Hochhaus, 50 Meter entfernt Wasserentnahmestelle, hochsteigen, aussitzen!“ Mit der bekannten Feuerwehrhupe braust eine Feuerwehrspriße an uns vorbei, der junge H3=Kamerad fährt selbst. Der Ausbilder, ein erfahrener Feuerwehrmann als Leiter der Uebung, begleitet das Rettungskommando. Schon wie der Wagen hält, sehen wir, daß jeder einzelne Mann weiß, was er zu machen hat. Jeder Griff sitzt, möchte man sagen. Das ist geübt und gekonnt. Ein Trupp fährt die Spritze zum Löschsteig. Der erste Angriffstrupp spürt indessen den Feuerherd auf und macht dem örtlichen Vorstand Meldung von der Lage des Feuerherdes. Der Schlauchtrupp arbeitet mit dem Maschinisten an der Spritze. Der gewaltige Schlauch muß ausgeworsen werden. Die Jungen tun es mit großem Schwung, wir mächten das Nachmachen nicht versuchen. Denn wie der Schlauch ausgelegt wird, ist ja nicht gleich, an ihm werden neue Teile angeschlossen, kein Knick darf da sein, alles soll dazu schnell gehen, denn schon hat der zweite Trupp seinen Befehl erhalten, wieder in die Brondstelle hinein zu gehen und ist dazu schon auf dem Wege mit Leitern in den ersten Stock zu gelangen. Das zweite und dritte Strahlrohr ist angeschlossen, die Trupps bedienen es und löschen. Wir können uns die im Ernstfall arbeitenden Kameraden vorstellen, die bei einem Brand ihre vier Stunden mit dabei waren. Wir spüren bei allem Tun dieser Uebung, was daran sein muß und was dahinter steckt. Lange theoretische Uebungen im Kleinen, an nachgebildeten Fällen, ehe dieses hier gezeigt werden kann. Und das muß auch so sein. Denn jeder Brandfall ist anders und die Situation„muß sofort beherrscht werden, wenn man tatsächlich Hilfe leisten will. Was muß nicht alles gekonnt sein! Es gibt keine Spritzenmannschaft allein, daneben stehen die Schlauchmannschaft und die Steiger. Wer Hilfe leisten will, muß alles können. So sehen wir die jungen Männer vom Sicherheitshilfsdienst beim Retten, wie sie dem „Unglücklichen“ die Brustschlinge umlegen, der Frau die Sitzschlinge fertig machen. Wir sehen ein Mutstückchen, wie sich der Feuerwehrmann selbst zu retten hat. Mut ist Vorbedingung. Wer nur einmal ein Angstgefühl hat, wenn er sich am Haken, festseilt und das Seil in den Händen an der steilen Wand wagerecht herunterläuft, der hat schon verloren, der wird schwerlich sicher unten ankommen. Nach drei Wochen Lehrgang das schon können! Wir müssen den Kameraden bewundern und sehen, daß auch der Direktor Freude darüber empfindet, als er dem Selbstretter väterlich die Schultern klopft. aes haur euis hun iteus us unae e den Leitern fertig wird, bis in den dritten Stock des Hochhauses mit den Hakenleitern klettert und auch diese Mutprobe vor kritischen Augen glänzend besteht. Man möchte sagen, es gebt den Jungen nicht einmal schnell genug, so zackig ist alles. Flink wie sie sein müssen, klettern sie hernach auch die mechanische Leiter hinauf und sind stolz, als sie ein Lob einstecken können, das ihnen der Direktor vor angetretener Mannschaft ausspricht. Während die Jungen sich nach den vielerlei Uebungen gehörig auf das Mitagessen freuen, wollen wir nicht versäumen, einen Einblick zu tun in das Uebrige der Schule, wie Lehrgegenstände, Unterrichtsräume usw., wo täglich theoretische Schulungen den pratischen Uebungen vorausgehen. Wir lassen uns erzählen, daß ganz ähnlich den gewohnten Führerlehrgängen der 53 die Tageseinteilung aufgezogen ist mit Wecken, Frühsport, Innendienst und Dienststunden, nur daß hier eben die Ausbildung zum Feuerwehrmann im Vordergrund steht. Stufe um Stufe wird der Teilnehmer des Lehrgangs täglich durch reichen, theoretischen und praktischen Einsatz in die Gemeinschaft der Schule hineingeführt, immer stärker verwächst er mit der großen Aufgabe des Mannes, der mit starkem Willen und sanatischer Begeisterung hilft, wo er helfen kann. Einer für alle, alle für einen! Gott zu Ehr, dem Nächsten zur Wehr! Das sind die eingemeißelten Sprüche in der kleinen Ehrenhalle der ProvinzialFeuerwehrschule, die uns durch das Haus begleiten. Jeder, der hier einmal Einblick nehmen würde, ein wenig würde er den Geist verstehen, der bier in den jungen H3=Kameraden seinen Nachwuchs sucht und ausbildet. Verleihung von Kriegsverdienstkreuzen Essen, 12. Sept. Im Rahmen einer Feierstunde wurde im Hause der Technik verdienten Arbeitern und Betriebsführern westdeutscher Rüstungswerke das Kriegsverdienstkreuz, das ihnen vom Führer und Obersten Besehlshaber der Wehrmacht verliehen worden war, ausgehändigt. Reichsminister Dr. Todt betonte in seiner Ansprache, daß der dem deutschen Volk aufgezwungene Kampf nunmehr in seine letzte Phase eingetreten sei. Der Urheber dieses Krieges. England, sei nun nach Niederschlagung seiner Verbündeten der lette Gegner, gegen den sich die ganze Stoßkraft unserer Wehrmacht richte. So freudig, wie der deutsche Soldat an der Front seine Pflicht erfülle und sein Leben als höchstes Gut in die Waagschale werse, so wichtig sei auch die Arbeit in der Heimat, die dem Soldaten die notwendigen Kampfmittel bereitzustellen habe. An dieser Aufgabe wirke der deutsche Rüstungsarbeiter an erster Stelle mit. Die dem Einzelnen vetliehene Auszeichnung sei zugleich eine symbolische Ehrung der Kameraden in den Rüstungsbetrieben. Im Namen der ausgezeichneten Männer dankte ein Rüstungsarbeiter und versprach im Namen seiner Kameraden weiterhin treueste Pflichterfüllung für Führer, Volk und Vaterland. eschesh l Si. als esice e Größere Mengen der Diebesbeute und ein größerer Geldbetrag sind sichergestellt worden. Die Haupttäter sind dem Amtsgericht zugeführt worden. Da es sich bei der Diebesbeute hauptsächlich um bezugsscheinpflichtige Ware handelt, dürften die Beschuldigten mit einer entsprechenden Bestrafung zu rechnen haben. Die singierten Versicherungsanträge Detmold. Ewald K. von hier war bei einer Krankenversicherungsanstalt als Provisionsvertreter angestellt. Das ehrliche Geschäft erschien ihm zu wenig einträglich. So versiel er auf Fälschungen von Versicherungsanträgen, indem er die Namen der Antragsteller selbst unterschrieb und sich hierdurch Provisionen bis zu 200 RM. erschwindelte. Weiter ergaunerte er sich unter Vorspiegelung falscher Angaben Vorwegzahlungen von Neuversicherten und beging auch noch andere Schwindeleien. Der Detmolder Strafrichter, der jetzt das Wort hatte, schickte den Burschen wegen fortbesetzter schwerer Urkundenfälschung in Tateinheit mit Letrug und wegen Betruges in drei weiteren Fällen für ein Jahr und sechs Monate ins Zuchthaus. K Am 20. und 21. September findet die 1. Reichsstraßensammlung des 2. Kriegswinterhilfswerks 1940/41 statt. Die Mitglieder des NS-Reichsbundes für Leibesübungen werden in diesen Tagen sammeln und den Spendern diese fünf verschiedenen Büchlein„Des Führers Kampf im Osten“ anbieten(Scherl-.) Bettmatratze ist keine Spardose Das Geld seiner Zwillingsschwester durchgebracht Wanne=Eickel, 16. September. Wer sein erspartes Geld der Sparkasse anvertraut. der weiß, daß es aufgehoben ist und obendrein noch Zinsen trägt. Zwei Zwillingsschwestern kamen erst zu spät zu dieser Einsicht. Sie waren als Fabrikarbeiterinnen tätig und sparten von ihrem Lohn gemeinsam für eine spätere Heirat. Das Geld aber brachten sie nicht zur Sparkasse oder zu einer sonstigen Spareinrichtung, sondern bewahrten es im Bett unter der Matratze Weißkohl in zunehmenden Mengen Die reichhaltige Beschickung der Märkte sorgt für Abwechslung im Küchenzettel Die Gesundheit des Menschen ist sein größtes und bestes Kapital: denn nur der gesunde Mensch ist leistungsfähig und kann den an ihn gestellten Aufgaben gerecht werden. Zur Gesunderhaltung gehört aber vor allen Dingen eine gesunde Ernährung, die nicht etwa mit einer üppigen Ernährung gleichzusetzen ist. Einfache Kost, richtig zubereitet, ist im Gegenteil dem Körper zuträglicher als ein Speiseplan, der für jeden, Tag einen Braten mit allen möglichen Leckereien vorsieht. Trotzdem soll aber unser Küchenzettel möglichst viel Abwechslung zeigen. Dazu bieten die Märkte mit ihrer herbstlich bunten Beschickung der mannigfaltigsten Art willkommene Gelegenheit. Der Tomaten leuchtend Rot tritt besonders hervor und ladet nicht nur deshalb zum Kaufen ein, sondern weil diese Früchte sich ausnehmend vielseitig in der Küche verwenden lassen und ihres Vitaminreichtums wegen so sehr geschätzt werden. Als hervorragendster Vertreter des Konsumgemüses kommt nun der Weiß: kohl in zunehmend größeren Mengen heran und vermag den land gehegten Wünschen der Hausfrauen auf Frischverzehr. Die verschiedensten Birnensorten sind zu haben und in Aepfeln nimmt der Sortenreichtum ebenfalls zu. Wenn bei dem einen oder anderen auch nicht alle Wünsche Berücksichtigung finden, so darf doch festgestellt werden, daß alle bei dem verfügbaren Nährstoffreichtum noch satt werden können. Nur ist es wichtig, durch richtige Kochtechnik alle Nährwerte zu erhalten und der menschlichen Ernährung restlos zukommen zu lassen. Auch hier gilt„Kampf dem Verderb“. 409 229 um Radfahrwege in Westsalen Nach zuverlässiger Feststellung gibt es augenblicklich in Westfalen ein Radfahrwegenetz von 409 229 Kilometer Länge. Domit steht unsere, Provinz im Altreich an dritter Stelle. Die meisten Radfahrwege hat die Rheinprovinz mit 869 541 Kilometer Länge, an zweiter Stelle folgt die Provinz Brandenburg mit 548 546 Kilometern. auf. Für alles andere sorgte dann der eigene Bruder der kurz vor Weihnachten einfach die unter der Matratze liegenden 500 Mark in die Tasche steckte und sich einige vergnügte Tage machte. Er trieb sich in Bochum herum und brachte das Geld durch. Die Sache kam natürlich heraus, aber vor allem auf Drängen der Eltern wurde der Strafantrag zurückgezogen. Der leichtsinnige, 19 Lenze zählende Jüngling zog aus dem gutgemeinten Eingreifen der Eltern keine Lehre, sondern vergriff sich erneut an dem Geld der Zwillingsschwestern. Im Juli stahl er gleich 850 Mark und war auf dem besten Wege, sie ebenfalls restlos zu versubeln. Ganz gelang ihm das nicht, denn die Kriminalpolizei erwischte den Dieb, als er in Köln herrlich und in Freuden lebte. 336,92 Mark fand man bei ihm noch vor, das übrige Geld war schon durch die Kehle gewandert. Jetzt gab es keine Rücksicht mehr. Das Gericht mußte sich jetzt mit der Sache befassen. Der Angeklagte führte zur Entschuldigung an, daß er den Diebstahlk gangen hätte, weil er sich ständig mit seinen Geschwistern „in der Wolle“ gehabt habe. Sonst aber war der Angeklagte, der schon zwei Monate hinter schwedischen Gardinen sitzt, geständig. Das Gericht erkannte auf eine Gefängnisstrafe von lechs. Monaten, für die Landstreicherei gab es vier Wochen Haft. Aufklärung großer Reichsbahndiebstähle 20 Personen des Diebstahls und der Hehlerei überführt Krefeld, 16. September. In der letzten Zeit sind auf der Reichsbahn größere Diebstähle ausgeführt worden. Es sind in der Hauptsache Herren= und Damenbekleidungsstücke, Nahrungsund Genußmittel(Weinbrand, Käse usw.) gestohlen worden. Im Verlauf der Aufklärung dieser Diebstähle gelang es, weitere umfangreiche Lagerdiebstähle zum Vollstreckung von Tobesurteilen Dortmund. Die Justizpressestelle des Oberlaudesgerichts in Hamm teilt mit: Am 14. 9. 1940 ist der am 9. Juni 1920 in Essen=Rüttenscheid geborene Paul Merfeld bingerichtet worden, den das Sondergericht in Dortmund als Gewohnbeits= und Gewaltverbrecher zum Tode sowie zum Verlust der bügerlichen Ebrenrechte auf Lebenszeit verurteilt hat. Merfeld, ein vielfach vorbestrafter Verbrecher, bat in den vergangenen Monaten zahlreiche Einbrüche begangen und dabei in einem Falle den Verfolger mit einer Schuhwaffe bedrobt, in einem anderen Falle den Verfolger niedergeschossen. Am 14. 9. 1940 ist der am 23. 2. 1913 zu Gelsenkirchen=Buer geborene Ernst Aschendorf bingerichtet worden, den das Sondergericht als Gewaltverbrecher und Volksschädling zum Tode sowie zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt hatte. Aschendorf, ein schwer vorbestrafter Gewohnheitsverbrecher, hat neben zahlreichen anderen Verbrechen an der Ebefrau eines Soldaten einen Notzuchtsversuch begangen. Das Unglück am Bahnübergang Nochmalige Verhandlung des folgenschweren Unfalles am Bahnübergung Alneschel-ngerde Paderborner St. Josefs=Krankenhaus übergeführi, wo er setzt seinen qualvollen Verletzungen erlegen ist. Paderborn, 16. Sept. Mit einem bedauerlichen Verkehrsunfall hatte sich jetzt das Reichsgericht zu befassen. Am späten Abend des 24. November vorigen Jahres war an dem unverschlossenen Bahnübergang Lippstadt=Lipperode ein von acht Personen besetzter Personenomnibus von dem von Venteler in Richtung Lippstadt fahrenden fahrplanmäßigen Personenzug erfaßt worden. Bei dem Zusammenstoß wurden zwei Insaslen des Omnibus getötet und sechs weitere verletzt. Die Lokomotive des Personenzuges wurde dabei aus den Gleisen gehoben. Wie es zu dem bedauerlichen Unglück gekommen ist, ließ sich bis jetzt noch nicht einwandfrei feststellen. An dem Unglückstage hatte der 38 Jahre alte Heinrich D. aus Lippstadt, der seit 15 Jahren seinen Dienst versieht, den Schrankenwärterposten inne. Es war äußerst schlechtes Wetter und dazu stockdunkel. Dazu herrschte starker Sturm. Da der Personenzug nicht wie fahrplanmäßig um 21.31 Uhr gemeldet wurde, stellte sich der Schrankenwärter auf die Lauer. Plötzlich um 21.45 Uhr sah er in einer Entfernung von etwa 20 bis 30 Metern die verdunkelten Lichter des Personenzuges. Er versuchte sofort die Schranken herabzulassen, was ihm aber bei der ihm zur Verfügung stehenden kurzen Zeit nicht mehr gelang. Inzwischen hatte sich bereits der eingangs geschilderte Zusammenstoß ereignet. Ob der Schrankenwärter bei dem starken Sturm das Glockenzeichen des Läutewerkes überhört hatte oder ob das Läutewerk überhaupt versagt hatte, ließ sich nicht feststellen. Das Paderborner Landgericht,— dem die Sache am 5. Avril dieses Jahres zur Aburteilung vorlag, sprach den Angeklagten D. von der Anklage der fahrlässigen Eisenbahntransportgefährdung in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung frei. Dagegen richtete sich die Reoision der örtlichen Staatsanwaltschaft vor dem Reichsgericht. In Uebereinstimmung mit dem Antrage des Reichsanwalts hat jetzt der erkennende Senat des Reichsgerichts das angefochtene Urteil aufgehoben und nochmalige Verhandlung und Entscheidung der Sache durch die Vorinstanz angeordnet. Ein Omnibus in Flammen Minden. Auf der Straße Porta—Bergkirchen in der Nähe von Beckeloh geriet beim Abmontieren eines defekten Hinterreisens ein großer Personen=Omnibus aus Rahden, dem eine Zugmaschine vorgespannt war, in Flammen. Da der Fahrer den Brand nicht löschen konnte, suchte er wenigstens die Zugmaschine zu retten. Unter Außerachtlassung seiner eigenen Person gelang es ihm, die beiden Wagen voneinander zu trennen, zog sich dabei aber so schwere Brandwunden zu, daß er ärztliche Hilfe in Ansptuch nehmen mußle. Sonst wurde niemand verletzt. Vom Erntewagen gesallen Bad Driburg. Durch einen bedauerlichen Unglücksfall bei der Ernte kam der 64 Jahre alte Josef Pennig von hier zu Tode. Vor einigen Tagen stürzte er von einem beladenen Erntewagen und zog sich Rückgratverletzungen und einen Schädelbruch zu. Er wurde ins Hühnerhabicht mit den Händen gesangen Honnef. Ein großer Hühnerhabicht hatte schon häusiger Hühnerhöse im Siebengebirge heimgesucht. Tiere geschlagen und dann in seinen Fängen davongetragen. Nun stieß er erneut in einen Hühnerhof, der zu einem am Honneferweg liegenden Landhaus gehört. Als ein in dem Hause beschäftigtes Mädchen das klägliche Geschrei des Hühnervolkes hörte, eilte es hinzu und jah eben, wie der gefiederte Räuber mit seinem Raub entweichen wollte. In seiner Hast geriet er aber in einen Maschendraht. Das wackere Mädchen packte den Räuber, der sich mächtig wehrte. Auf die Ruse des Mädchens eilten Arbeiter herbei, die den Vogel töteten. Das Mädchen hat erhebliche Verletzungen am Arm erliten. Mit Kaffee verbrühl und gestorben Krefeld. In einem Hause an der Gladbecker Straße ereignete sich ein Unfall, dem ein Kind im Alter von 5 Monaten zum Opfer fiel. Während die Mutter des Kindes damit beschäftigt war, den Morgenkaffee herzurichten, saß das Kind mit einem eineinhalbjährigen Kinde auf einem hinter dem Tisch stehenden Sofg, Plötzlich wurde die Wohnungsklingel in Tätigkeit gesetzt, worauf die Mutter die Hausschlüssel zum Fenster hinauswarf. In diesem unbewachten Augenblick stieß das betroffene. Kind die auf dem Tisch stehende frisch gefüllte Kaffeekanne um. Von dem Inhalt der Kaffekanne erlitt das Kind Brandwunden, an deren Folgen es gestorben ist. Tödlicher Sturz aus 15 Meier Höhe Weeze(Niederrhein). Der 13jährige Sohn der Familie Hanenberg in Wirrenerfeld war in eine Pappel gestiegen, um seinen Papierdrachen zu befreien, der sich in dem Geäst des Baumes verfangen hatte. Hierbei brach der Ast, auf dem der Junge stand, und der Junge stürzte aus einer Höhe von 15 Metern ab. An den schweren inneren Verletzungen ist der Bedauernswerte am folgenden Tage gestorhen. Erkältungen in der übergangszell sollte man nicht vernachlässigen, da sich sonst leicht ernsthaftere Erkrankungen einstellen können. Deshalb wende man sofort bei den ersten Anzeichen beginnender Erkältung, wie Frösteln, Husten, Schnupfen oder Heiserkeit, folgendes Rezept an: Kurz vor dem Zubettgehen oder im Bett möglichst heiß—2 Eßlöffel Klosterfrau=Melissengeist und—2 gestrichene, Ehlöffel Zucker mit etwa der doppelten Menge kochenden Wassers gut verrührt trinken und dann schwitzen! Zur Nachkur, und um Rückfällen entgegenzuwirken, nehme man noch, einige, Tage, und zwar—3mal täglich, einen Teelöffel Klosterfrau=Melissengeist in einer Xasse Pfefferminz= oder schwarzen Tee. Versuchen auch Sie einmal bei den eksten Anzeichen einer Erkältung oder eines Grippeanfalls den bekannten Klosterfrau=Melissengeist in der blauen Backung mit den drei Ronnen; erhältlich bei Ihrem Apotheker oder Drogisten in Flaschen zu RM..80,.65 und.90(Inhalt: 100. 50 und 25 cem). Bergessen Sie ihn nicht bei Ihrem nächsten Einkauf! Sicherungsverwahrung vorbei Zuchthaus für Rückfallbetrüger Bielefeld, 16. September. Der 38 Jahre alte Fritz Berkenkamp aus Bielefeld ist auf dem besten Wege, schnurstracks in Sicherungsverwahrung zu marschieren. Schon dreimal stand er vor dem Richter. und auch die letzte Strafe von einem Jahr und sieben Monaten Gefängnis, die er erste im April v. J. verbüßte, hat ihn offenbar nicht zur Vernunft bringen können. Jetzt war er erneut vor der Bielefelder Großen Strafkammer angeklagt, als gefährlicher Gewobnheitsverbrecher umfangreiche Betrügereien begangen zu haben. Nach der letzten Strafverbüßung machte er zwar einen guten Ansatz zur Besserung, aber das war nur von kurzer Dauer. Als er im Herbst v. J. mal wieder Geld gebrauchte, bot er einem Schmiedemeister in Milse ein Pferd für 600 Nm. zum Kauf an und erschwindelte sich unter Vorlage irgendeiner alten Quittung eine Anzablung in böbe von 115 Nm. Von dem Pferd hat der Mann natürlich nie etwas geseben. Richt viel besser erging es einem Landwirt aus Güterslob, dem er etwas von einem günstigen Einkauf erzählte und 20 Nm. „locker“ machte. Zwischendurch schädigte er das Wohlfahrtsamt in Halle und verschaffte sich im übrigen dadurch eine laufende Einnahmequelle, indem er in Bielefeld. Herzebrock, Herford, Güterslob und Varensell unbefugt Rechnungsbeträge in Höhe von rund 200 Rm. einkassierte, die er angeblich mit seinem Arbeitgeber abzurechnen„vergaß“ und für sich verbrauchte. Um den Kunden die Barzablung schmackhaft zu machen, bewilligte er großzügig gröhere Skontoabzüge. Als er dann noch eine Erpreßgutsendung unterschlug, fiel er auf und wurde am 9. Juni in Untersuchungshaft genommen. Während der Staatsanwalt neben einer Zuchtbausstrafe auch die Sicherungsverwahrung beantragte, glaubte das Gericht dem Angeklagten noch Einschneiden zu Sauerkraut immer besser gerecht zu wer= mmmmmmettmmegemtemnmmmmmmmmn einmal eine letzte Chance geben zu müssen. Das Erend des ZerstreutenPröfessersnm inete sch gn gge ber, f. des Zerstreuten Professere geringe ertgnet sich m Tagesbetrieb ein schwerer haben sind: Der zerstreute Professor, die beliebte Witzblattfigur, des zerstteuten Professors werden konnte. Freilich fand schaft nichts Böses zufügen wolle. Gina gestand, daß; hohen in Fahrt befindlichen Güterwagen, als er mit dem Erischnerzehr s ist gewiß nicht nur eine boshafte Erfindung der Spötter, er bald viele Nachahmer, zu denen auch Alexander von all ihr Diensteifer zunächst nur eine Komödie gewesen; Kopf an einen Leitungsdraht geriet und vom Wagen ie nun reichlich s sondern lief früher tatsächlich in vielen Exemplaren um= Humholdt, gehörte.„Die Witzblätter aller Kulturländer sei. Sie gehöre zu einer Diebesbande und habe dens herunterstürzte. Hierbei geriet er unter die Räder des erfrischend und s her, und es gibt sogar ein Urbild des vielbelachten ge, bemächtigten sich dieses dankbaren Gegenstandes. und die Auftrag gehabt, sich das Vertrauen der Dienstherrschafts Waggons, wobei ihm das rechte Bein vom Körper geden. Das ist erfreulich, sind doch solche Wünsche begründet, denn was man im Faß hat, da braucht man: Buntes Weltgeschehen wintertags nicht hinterher zu lausen. Abgesehen davon ist Sauerkraut gesund und hilft später die Frühjahrsmüdigkeit vertreiben. Rotkohl und Wirling sorgen für weitere Abwechslung, und Blumenkohl findet stets flotte Abnahme. Angenehm empfunden wird es, daß immer noch; Stangenbohnen und Gurken zu haben sind.: Wenn sie auch jetzt hauptsächlich dem Pdienen.— Gurken als Brotbelag, wie die nun reichlichs londern, liet früher tatlächlich, iz. giezen vorhandenen Rettiche, wirken immer erfrischend und zher, und es gibt sogar ein Urbild des vielbelachten gesind gesund— so können doch versäumte Gelegenheitens lehrten Geistesabwesenden. Es ist jetzt gerade 110 Jahre im Einmachen für den Winterbedarf noch nachgeholt oders her, da brachte ein deutsches Witzblatt die erste ultige Ergänzungen vorgenommen werden. 5 Geschichte von einem solchen Professor, die ungefähr Vom Blattgemüse läßt die Anlieferung inzfolgenden Inhalt hatte: Kopfsalat nach, um bei Endioiensalat ente: Als der Profesor eines Morgens das Katheder besprechend stärker zu werden. Der Herbstspinat be=streten hatte und gerade seine Vorlesungen beginnen findet sich für die nächsten Wochen in seiner Haupternte=Zwollte, da konnte er auch bei eifrigstem Nachsuchen in zeit und wird seines Reichtums an Wirkstofsen und allen seinen Taschen seine Brille nicht finden. Eine ErMineralsalzen wegen besonders geschätzt. fleuchtung überkam ihn, er hatte sie in einem anderen Das Wuczelgemüse nimmt zusehends einen; Rock, in dem er gewöhnlich in der Universität erschien. breiteren Raum im Markigeschehen ein. Möhren sind; Mit einer gestammelten Entschuldigung unterbrach er dabei natürlich vorherrschend, aber auch Steckrüben, die verwirrt sein Kolleg und eilte nach Hause, um dort seinen zu Unrecht verachteten, mit etwas Liebe und Geschick; gewöhnlichen Rock zu suchen. Er fand ihn, und siehe J Urteil, das der Angeklagte sofort annahm, lautete auf zwei Jahre und sechs Monate Zuchtbaus und drei Jahre Eberverlust. sichner satteien die komische Figur des weltadgewandten Gelehrten mit allen möglichen Dingen aus, mit großen 3glinder und großer Brilse, mit Regenschirm, liebevollen Behandlung, sa sogar Botanisiertrommel und Schmetterlingsnest. In neuester Zeit freilich verschwindet der zerstreute Professor aus den Witzblättern, denn der moderne Gelehrte leidet nicht mehr an Gedächtnisschwäche und unterscheidet sich in seiner Kleidung durch nichts mehr von seinen Mitmenschen. Doren Sies verchmenh zubereitet immer schmackhaft, zeigen sich stärker. Rote zda, die Brille steckte darin. Triumphierend nahm er sie 929%te“ gugeronn, egr, aufs lieber Beete, Schwarzwurzeln, ja auch Oberkohlradi runden das jund steckte sie in den Rock, den er anhatte. Dann aber PlIedt. 20“„zzsig,###rten dis###. Versorgungsbild ab. Porree und Merretsich werden nun k zog er als ordentlicher Mensch seinen richtigen, Vor= gehen, und allmählich kehrten die Rose zeliefert: mon sollte auch darin für den Winter=Klesungsrock an und erschien nun atemtos im Hörsaal, gen zurück. DochZeit einen kleinen Bestand durch zum zu seiner größten Verblüffung und zum Gaudium Spaziergang nicht oder Sand sichern. Eder Studenten die Brille abermals in allen Taschen ver= stöderte am nächster endem zgehlich zu suchen... Die Verliner, Die diese Geschichte und, stellte ou ihr ar und slasen, wußten sofort, auf wen der Witz gemünzt war, Köfferchen mi al Dank zdenn es gab zwar so, manchen zerstreuten Prosessor an konst, ader jehltg en sich in kommender Zeit garsder Berliner Universität, aber nur einen, bei dem diese ergrissen? Darübe en. Dogegen tritt das übrige Eigenschaft so ungeheuerliche Dimensionen angenommen seine Frau noch den Kopf, als sie und Aprikosen, nun merklicher shatte. Das war der Professor August Neander, der dersetzten. Da ging das Telephon sankünfte nur klein sind. Auchtwegen seiner gelehrten„Axbeiten bereite mit 24 Jahren Hörer ab und erkannte om anderen stärker angeliefert; man sollte guch darin für den Winter= Flesungerock on und bedarf sich zu gelegener Zeit einen kleinen Bestand durch um zu seiner Einrschlagen in Erde oder Sand sichern.„, sder Studenten An den Obstmärkten machen sich in wachsendem igeblich zu suchen Ansang die Leimischen Zwetschen bemerkbar, und zlasen, füllen die Tische der Verkaufsstände zu Bergen. einer guten Exnte lassen sich in kommender Zeit vielerlei Wünsche erfüllen. Steinobst, wie Pfirsiche Gina, die Magd, war recht schwer erkrankt und wurde von der Handwerkersamilie, bei der sie Hausangestellte gewesen, war, aufs liebevollste, gesund, gejseder ein wenig soazieren Rosen auf ihre Wangen zurück. Doch eines Nachmittags kam sie von ihrem cht beim. Die beunruhigte Haussrau hiten Morgen in Ginas Kammer herum und stellte zu ihrer Ueberraschung fest, daß Gina ihr Köfferchen mit allen ihren Sachen mitgenommen hatte;: sehlte, nichts, Warum hatte Gina die Flucht Darüder zerbrachen sich der Handwerker und die sich zum Essen nieou. Der Mann hob den anderen Ende der Leitung Ginas Stimme. Sie entschuldigte sich, bedauerte, zu erschleichen und dann ihren Spießgesellen die nötigens trennt wurde. Informationen und die Schlüssel auszuliefern. Nach der Schenendes Pferd liebevollen Behandlung, die ihr während ihrer Krank= Pramsche. Vor einem Kutschwagen scheute ein Pferd gemoggen. sei, gehe es ihr ader gegen den in der Bahnhofstraße und raste in gestrecktem Galopp Strich, sich so undankbar zu erweisen. Der brave Hand=; auf die Reschsstraße 68 zu, auf der zu dieser Zeit ein werksmeister und seine Frau waren baß erstaunt. Ders sebhafter Verkehr herrschte. Das Pferd landete mit der stellen, Habel ergab sch, daß Eina lalsachsch mit salei Stzusgen. siem Lastraeftwagen und erik einige Verschen Popieren hren Diens ausgenonmen halte. Mischviehumsatz auf der Eine Filmgesellschaft in Chikago drehte kürzlich einen! Milchviehversteigerung in Münster Film, in dem man an einer Stelle das Alarmsignal] Von der Westsälischen Provinzigl=Biehoerwertunge: hörte, durch das ein in voller Fahrt befindlicher Schnell; genossenschaft eGmöh Münster wird auf dem Gelände zug ausgehalten werden sollte. Da das Signal aus; der Münsterlandhalle wieder die bekannte Michoiebvereiner bestimmten Entfernung widerhallen sollie, mußte; steigerung abgehalten. Am Donnerstag, dem 19. Sepman die Sirene von einem Dach in der Nähe in unge tember 1940 werden von den Züchtern des Münsterwöhnlicher Stärke ertönen lassen, um die gewünschtes landes, unter Einschaltung einer großen Anzahl viehWirkung zu erzielen. Neben dem Hause, auf dem dies verwertender Genossenschaften der benachbarten Kreise, Sirene angebracht war, läuft aber eine Eisenbahnstrecke, 170 hochtragende und frischmelke Kühe und Rinder zum und der Zusall wollte, daß gerade in dem Augenblick, sA in dem die Sirene hre mächtige Stimme erhod, ein Schnellzug in höchster motioführer hörte das sahrt vorüberbrauste. Der LokoSignal, hielt es für ech und zog; zurück, zumal Auslandsankünfte nur klein sind. Auchzwegen seiner gelehrten Arbeiten bereite mit 24 Jahren 26 beim Kernobst macht sich die deutsche Ernte wehr be= Fals Ordinagus an die Universität Verlin gerusen,purde sofort, Ginas Stimme mertdar, wenn auch infolge der ungünstigen Witterung sund eine Leuchte der Wissenschaft, aber zugleich ein das Haus verlassen zu müssen, in dem sie fast wie ein im vergangenen Frühjahr der Anfall nur klein Ist. ggroßes Kind war, das sich im praktischen Leben nicht eigen Kind gehalten worden sei, blieb aber bei ihrem für den khaureicht fand und oieles tal, doß er wirtlich das Urdicd Enischlus nicht in vergangenen Frühjahr der Ansall nur Daumerhin reicht es bei sorglicher Einteilung Entschluß, nicht zuröckzukehren, weil sie der guten Heerstens zum Stehen gedracht und alle darin durcheinanzergeschüttelt wurden. Als die Zugbeamten nach der Ursache forschten, konnten sie zunächst nichts feststellen, und eg dauerte eine gute halbe Stunde, dis das Personal des Zuges dohintergekommen wor, daß ste einem Spiel zum Opfer gesallen waren. Auftrieb gelangen. Der Auftrieb ist bereits gegen 9 Uhr deendet, ie doß unter Zuhisenahme des Kaialoges, m dem alle nöhereg Angaben über Alter, Dack= und Kalbedatum. Milchmit aller Gewalt die Bremse, so daß der Zug schnell leistung usw. enthalten sind, eine sach= und sachkundige tehen gebracht und alle darin durcheinander. Prühung## Tien- urvacnammen machen baun Seihst. Prüsung der Tiere vorgenommen werden konn. Seldstverständlich wird auch eine scharfe tierärztliche Unterluchung durch Blutentnahme auf den Erreger des senchenhasten Verkalbens sowie eine Schutzimpfung mit Hochimmunserum gagen Maul= und Klauenseuche vorToerommen. 4 Nummer 254 16. Septemder 1940 Westfälische Tageszeitung Heieeichüst= den Eos vor den flügen * Mit serschossener Maschine über England auf Heimatkurs— Besatzung will die Kistenoch retten Minuten vergehen, wie Von Kriegsberichter Anton Diets Hinter dem Bombengeschwader liegt London. Hart ist die Vergeltung, die deutsche Flieger für englischen Meuchelmord an deutschen Kindern, Frauen und Greisen vollziehen. In Rechtsschwenkung nimmt der Verband über die Themse hin Heimatkurs. Wie wahnsinnig feuert die Flak heraus und liegt ausnahmsweise überraschend gut. Für eine Besatzung Einsatz zum Heldenepos deutschen Fliegergeistes. Mit zersetztem Leitwerk, nur ganz gering die Hoffnung auf Rettung, schwebt der lahme Vogel über Zeindesland Nordfrankwoich zu. . 13. September(PK) Die Sonne stand schon weit am Horizont, als die Maschinen, schwer bepackt, mit„eisernen Grüßen“ sich von unserem nordfranzösischen, holprigen Flugplatz schwerfällig abhoben, Kette um Kette, Staffel für Staffel, das ganze Geschwader. Nordwärts entschwand der Riesenschwarm. Noch lange ein Brummen von fernher, als das Auge längst nichts mehr zu sehen vermochte. In unerklärlich großer Höhe Drei Stunden später ihrem Munde erfahren wir das Heldenepos einer tapferen Besatzung, hören das Heldenlied von einem Staffelkapitän, der seinen tapferen Einsatz mit seinem Blute besiegelte. Keine Gewichtsverlagerung— Ruhe! d gefallen, auf militärische Ziele in eine Rechtskurve erzählt der Bordlandet. Die Zurückgeblehegen, die vom Be zählen. Alle Vögel sino schon gelandet, nur meuozeug fehlt, noch, die Kapitäsmaschine Flugzeug auf Flugzeug die vom Bodenpersonal, nur ein einziges ugzeug fehlt noch. die Kapitäsmaschine einer Staffel. Wo ist sie geblieben? In die Freude über den erfolgreichen Londonflug mischt sich die bange Sorge nach den guten Kameraden. Wer hat sie zuletzt gesehen? Reihum wird gefragt, jede Antwort aufgenommen und zu einem geschlossenen Bild gefügt! Richtung auf den Kanal ist nachgewiesen und eine unerklärlich große Höhe, in der das Flugzeug gewesen ist. Verloren?— Minute um Minute vergeht. Wir warten ein, zwei, drei Stunden, bis spät in die Nacht hinein auf einen Anruf, der die Mitteilung von einer geglückten Notlandung zum Inhalt hat. Endlich kommt, wie eine Erlösung, ein Telephongespräch. Ein Besatzungsmitglied, der Bordschütze, meldet seinen glücklichen Absprung aus der nicht mehr zu haltenden Maschine. Später kommt ein Lebenszeichen des Bordfunkers. Sonst nichts, nichts mehr. Am nächsten Morgen stehen wir vor den beiden Geretteten, einem Oberfeldwebel und dem Funker. Aus Die Bomben sind London.„Wir flegergern, teg. 71.5 Flae, schütze. Ueber der Themse erhalten wir starkes Flakfeuer. Unser Staffelkapitän, der als Flugzeugführer fliegt, kurbelt, um den ringsum berstenden Granaten zu entweichen. Plötzlich erhalten wir einen Einschlag im Leitwerk, der Treffer kaum vernehmbar. Hauptmann von., unser Staffelkapitän, spricht gleich darauf durch die Eigenverständigung den Befehl„Abspringen!“ Ich sehe nach vorn und bemerke, wie Oberleutnant., der Beobachter, aus der Kanzel zum Sitz geht, vor sich einen Fallschirm. Währenddessen eine neue Mitteilung des Staffelkapitäns:„Ich fliege mit Trimmung, ich habe keinen Staudruck mehr!“ Dem Bordmechaniker, einem Unteroffizier, rufe ich zu:„Fertigmachen zum Absprung!“ Noch hat die Maschine gleichmäßige Fahrt, die Motoren donnern ihr gewohntes Lied. Nur die Maschine steigt fortwährend, ohne Unterlaß. Keiner springt ab, jeder denkt: Die Maschine erhalten, den treuen Vogel retten. Und schon kommt vom Hauptmann von N. ein neuer Befehl:„Keine Gewichtsverlagerung, absprungbereit halten. Ruhe, vollkommene Ruhe!“ Es ist auch alles ruhig.„Wie weit ist es noch bis zum Kanal, wie lange noch nach Nordfrankreich?“, kommt vom Flugzeugführer dann eine Anfrage. Der Beobachter beantwortet sie. Darauf eine neuerliche Entscheidung des Staffelkapitäns: „Es wird nur auf meinen Befehl abgesprungen! Wir suchen noch die französische Küste zu erreichen!“ Ein SOS-Ruf gehl in den Aether hinaus In rauschender Fahrt fliegt England unter der Maschine vorüber und bald liegt die weiße Kreideküste der Insel im Rücken. Der Kanal unter dem Flugzeug, vorne deutlich erkennbar das nordfranzösische Tiefland. Der Funker gibt auf Befehl des Staffelkapitäns einen SOS= Ruf und den bevorstehenden Absprung der Besatzung durch. Ueber französischem Boden eine zweite. Der Bordmechaniker fragt den Hauptmann:„Können wir nicht noch ein Stück landeinwärts fliegen?" und prompt erhält er zur Antwort:„Jawohl, es springt einer nach dem anderen, zuletzt—— ich!“ Wenige zumuten vergehen, wir sind bereits auf 7000 Meter hoch, können die Maschine nicht in die Tiefe bringen. Da, der Befehl:„Fertig zum Abspringen! Absprung in folgender Reihenfolge: Vordmechaniker, Bordschütze, Funker, Beobachter—— Staffelkapitän.“ Die einzelnen Besatzungsmitglieder schnallen sich los. Die Bodenklappe ist bereits aufgemacht worden, der Beobachter öffnet auf Befehl beide Fenster. Der Bordmechaniker rüstet sich zum Absprung und sitzt vor der Luke nach unten.„Abspringen!“ rufe ich ihm zu. Er bittet:„Einen Moment noch!“, weil er durch die Stahlwand etwas Behinderung hat. Ich selbst rutsche etwas weiter unter den Bordfunkersitz, um ihm den Absprung zu erleichtern. Alles ist das Werk von Sekunden. Mit der abstürzenden Maschine in die Tiese Auf einmal bäumt sich das Flugzeug auf, überschlägt sich und geht trudelnd in die Tiefe. Wir alle sitzen bald an der Decke, bald am Boden. Schwache, hilflose Menschen bei solcher elementarer Kraft. Es kracht und splittert ringsumher. Mir ist es unmöglich, bei diesem herrschenden Druck ein Glied zu bewegen. Ich werde nach oben geschleudert und hänge mit den Beinen draußen. Den Drehkranzbügel vom Bordfunker halte ich in der Hand. Meinen Kopf kann ich ins Freie bringen, aber nur mit letzter Kraftanstrengung. Ein neuer Stoß wirft meinen Körper aus der Maschine, nur mein Fallschirm klemmt noch fest— bei sausender Fahrt. Ich versuche noch loszukommen— auf einmal weiß ich nichts mehr. Das Wander meiner Erreitung Als ich in der Luft hänge und der Fallschirm sich Kossturt yutir, zumm. guge wreder das Begpbziein, e Die ungarischen Truppen wurden im ganzen siebenbürgischen Gebiet, das sie planmäßig besetzten, mit großer Preude und Begeisterung begrüßt.— Unser marsch der Soldaten vor dem Reichsverweser Admiral v. Horthy(Scherl-.) Bnd in die Weit Der zuerst siel Erinnerung an einen gefallenen Kameraden Der erste Tote einer Batterie geöffnet hatte, kommt mir erst wieder das Das mag in 200 Meter Höhe gewesen sein. Ich öffne meine Augen— das war das schönste Gefühl meines Lebens. Ich höre ein Rauschen, sehe den blauen Himmel und weiß auch plötzlich wieder, was in Sekunden vorher sich zugetragen hat. Ueber mir schwebt noch ein Fallschirm und noch einer dort. Einer ist leer. Tiefer und tiefer falle ich. Vor mir in ganz niedriger Höhe ein Gehöft. In der Tür stehen Bewohner, denen ich zuwinke, mir zu helfen. Ich schlage auf den Boden auf und falle meiner ganzen Größe nach zusammen. Augenblicke nur diese Schwäche, dann bin ich wieder auf den Beinen, schimpfe fortan und fluche und weiß nicht warum. Vom Sturz benommen, nichts anderes. Wenig später eilen zwei Infanteristen auf mich zu und helfen mir. Und wie sehe ich nur aus, keine Schuhe mehr, den rechten Socken ausgezogen. In weiter Entfernung ein Brand— die Maschine. Wo sind meine Kameraden? Ich eile zur Unfallstelle. Dort finde ich meinen Hauptmann, eingewickelt in seinen Fallschirm. Er hat seinen Einsatz mit dem Leben bezahlt. Und wie geschah das Wunder meiner Rettung? Bis Von 11-Kriegsberichter D. J. Schmidt(/1-PR) Erst viel später hat er mir davon erzählt. In einer stillen Stunde, als man sich, abseits vom Kreislauf des Dienstes, über dies und jenes unterhielt. Denn es ist immer so. Erst müssen Wochen, vielleicht Monate vergehen, bis in die Fülle der Eindrücke die Klärung kommt..... 44 Jat Li, Stmd: II. 1. „Ich habe nicht geoacht, oaß die Stunde, als der erste tote Kamerad begraben wurde, mein stärkstes Erlebnis bleiben wird.“ Der Oberscharführer, der uns dies sagt, ist Zugführer bei einer Batterie. Er hat viele Stunden erlebt, die die Erinnerung für später ganz in Anspruch nehmen könnten. Auch er trägt das EK. II. Aber als er von dem toten Kameraden spricht, da merken wir, daß die Einzelheiten noch so deutlich vor seinen Augen sind, als hätten sie sich erst gestern abgespielt. Er schildert, gleichsam die Gegenwart abtastend, als würden die Kameraden im Halbkreis, den Helm in der Hand, vor dem Toten stehen, um dem, der jetzt nicht mehr mitmarschieren wird, die letzte Ehre zu erweisen. Gleichsam als höre er noch die Abschiedsworte, die Ansprache des Batterieführers. Aber auch das Knirschen Sputens,, un vom Wingtg, Numezugenchände Spatens, mit dem deutsche Kameradenhände in feindesland ein kleines Stück Erde ausheben, wo der Kamerad ruhen wird. Der nun tot vor seinen Kameraden lag, war als Kradmelder den anderen vorausgeeilt. Er hatte den schweren und gefahrvollen Dienst eines Melders mit der Selbstverständlichkeit der Pflichtauffassung getan, wie sie für deutsches Soldatentum kennzeichnend ist. Das Auge auf die Straße gerichtet, saust er voran, jede Sekunde in Erwartung, daß ihm von vorne oder von der Flanke feindliches Feuer entgegenschlägt. Allein die große Einsamkeit um sich, ohne Tuchfühlung mit dem Neben= oder Vordermann, ganz auf sich gestellt. Minuten, die einen sicheren Blick, ein starkes und entschlossenes Herz und die innere Freiheit erforDer Schlag des Motors wird durch den Knall von „ Schüssen unterbrochen, irgendwoher, von der Seite kommen sie. Ein Maschinengewehr setzt ein. Der Feind hatte auf der Lauer gelegen und den Melder in sein Visier genommen. Dieser will sein Krad herumreißen, um dem Feuer zu entkommen. Es ist aber zu spät. Der Melder sackt auf seinem Krad zusammen, verliert die Herrschaft über seine Maschine, die in den Straßengraben fährt. Er stürzt daneben. 18 000 RM. im Unterrock Hannover, im September. Eine bereits 75 Jahre alte Frau aus Hannover trug in ihrem Unterrock ein Geheimnis mit sich herum. Die bei ihr wohnende junge Nichte jedoch glaubte ihr die schamhafte Ausrede nicht, daß sie auf diese Weise ihre Liebesbriefe verberge. Kurz entschlossen ging sie bei günstiger Gelegenheit der Sache auf den Grund und fand in dem Unterrock eingenäht die Summe von 18000 RM. Sie nahm die Summe an sich und ging mit einem Freund auf Reisen. Am Rhein wurde in Freuden gepraßt, wobei die Summe sich rasch verringerte. Der „Freund“ scheute sich nicht, dem jungen Früchtchen im Rausch die restlichen Geldbeträge zu entwenden, um seinerseits zum zweitenmal durchzubrennen. Die Nichte der geprellten Greisin erhielt vom Hannoverschen Gericht acht Monate und ihr„Freund“ ein Jahr Gefängnis. Getreidewagen stürzie ins Wasser Havelberg, im September Ein ungewöhnlicher Verkehrsunfall trug sich in Havelberg an der Ufermauer des Hafens zu. Ein mit 100 Zentnern Roggen beladener Wagen kam an der steilen Uferböschung ins Rutschen und stürzte mit dem Kutscher und den beiden Pferden in die drei Meter tiefe Havel. Der Besitzer eines Getreidekahnes, der den Vorfall beobachtet hatte, ruderte mit seinem Handkahn heran, zog den Kutscher aus dem Wasser und zerschnitt das Die Schlacht in Frantrelch, 600 Meter über dem Boden hing ich nach der Erzählung Sie boben ein Mc. mit sch und wolen erst rih sch der Falschiem, igs., 36. habe ihr. nie genach ,vorne. Sie haben ein Mich, mit sich, und wollen Iffnet. Der Staffelkapitän hat als letzter das Flugzeug den Feind daran hindern, an den Verwundeten heranzukommen. Ein Feuergefecht entsteht. Nur schwer Gz, Stürstevung hat er bas Leben zu retten versucht, zu bergen. Als sie aber herankommen, erkennen sie, daß ihre Hilfe zu spät kommt. Ein erschütterndes Bild französischer Barbarei entsteht jäh vor den Augen der Kameraden. Frankreichs schwarze„Kulturträger“ haben hier ihr Werk getan. Im Straßengraben liegt der Melbesahrer. Tot— mit burchschnite. Amtliche Bezeichnungen des zweiten Teiles nem Hals. Die auf ihn abgegebenen Schüsse hatten.iche Bezeichnunge o nur verwundet.... zurüch.] Wie das Oberkommando des Heeres mitteiltz, Nun trugen die Kameraden ihren ersten Toten zur ,u; sind für die bei den Heeresgruppen A. B und C Sie wollten ihm ein würdiges Grab bereiten.„Er 9a. während des zweiten Teiles des Feldzuges gegen im Leben gut ausgesehen“, sagt der Oberscharführer, Frankreich beteiligten Stäbe und Verbände nunder uns dies erzählt.,„Auch setzt im Tode hatte er, falt mehr ebenfalls die Gefechtsbezeichnungen möchte ich sagen, ein schönes Gesicht. Wir haben ihn festgesetzt worden. Für die Schlacht in Frankalle sehr lieb gehabt, denn er war ein ausgezeichneter reich, die vom 5. bis 25. Juni 1940 stattfand, sind Soldat. folgende Bezeichnungen bestimmt worden: Dann lag er da, Kameradenhände hatten ihn vom Für die 4. Armee: 1. Durchbruchsschlacht Straßenstaub gereinigt. Vom Aermel seines Waffen= an der Somme und Verfolgungskämpfe bis zur rockes trennten sie das Hoheitszeichen ab und legten es Seine 5. 6. bis 10. 6. 1940, 2. Vernichtungsschlacht auf die freie Brust des Toten. Dann traten sie an zu bei Dieppe und St. Valery 9. bis 13. 6. 40, Beeiner würdigen Totenfeier. setzung von Le Havre 13. 6. 40. 3. Schlacht an der Einer sprach die Abschiedoworte. Die Herzen der Seigze 410. 2. Borstogz Hurch pie Rormandie und Eranderen Kameraden waren mit dabei. Sie lohen Aus oherung von Cherbourg 14. bis 19.., Vorstoß stile, zuhige Gesicht vor sich, in dem vüch; eigegracht durch die Bretagne und Einnahme von Brest 17. klage stand, weit ein sunges Leben zum Opfer vevrrgz, hig 99““. 5. Kämpfe um die Loire und Versolworden war.„Noch nie habe ich, eine Feier erlebt, die bis 22.., gzste 19, big 23, 6. einen so tiesen Eindruck auf mich gemacht hat“, sagte Burg ire Lit, 18 Armee: 1. Kämpfe um die der Oberscharführer. Den anderen Kameraden ging es /# Fur vie 18. Geschirr der Pferde, die er dann schwimmend von seinem Kahn aus zu einer seichten Stelle führtg.„Zur Bergung der Roggenlast wurde die Technische Rothilfe eingesetzt, die mit einem Taucher die Roggenlast aus dem Wasser retten konnte. Vermißle nach einem Jahr gefunden München, im September Bei der Suche nach verlaufenen Schafen fanden drei Hirten auf dem Grünberg in den Zillertaler Alpen die Leiche der seit Juli 1939 vermißten 26jährigen Erna Held aus Leipzig. Die Hirten erhielten die von den Eltern der Toten ausgesetzte Prämie von 500 Mark.— In der Ferwall=Gruppe(Vorarlberg) stürzte der Wiener Ingenieur Johann Hlawa beim Abstieg vom Pateriol auf dem normalen Wege tödlich ab. Die Leiche wurde geborgen und nach St. Anton gebracht. Im verdunkelten Zimmer den Gashahn geöffnet Neustadt(.=.), im September. Einem tragischen Versehen fiel die fast 76 Jahre alte Frau Schreiber zum Opfer. Sie war, nachdem sie sich bereits zu Bett gelegt hatte, noch einmal aufgestanden, um sich zu vergewissern, ob der Gashahn auch geschlossen war. In dem verdunkelten Zimmer vergriff sie sich und öffnete den Hahn. Sie scheint ihren Irrtum noch selbst bemerkt, aber nicht mehr die Kraft gehabt zu haben, aufzustehen oder Hilfe herbeizurufen. Hausbewohne: fanden die Frau am nächsten Tage tot auf. Pariser Schutzstellung 11. bis 13. 6. 1940. 2. Uebergang über die Seine(nur für 1. K..) 12. bis 13.., 3. Verfolgungskämpfe bis zur Loire 14. bis 18.., 4. Uebergang über die Loire 17. bis, 20.., 5. Verfolgungskämpfe südlich der Loire. 20. DALLITA enweicht der Oberscharführer. ebenso. An vielen anderen Gräbern kam die Batterie vorüber. Manch anderen sahen die Kameraden sterben. Tag und Nacht arbeiteten die Motoren und rasselten 5 gze die Ketten der Zugmaschinen durch ganz Frankreich. 25. 6. Wo feindliche Panzer erschienen, schwenkten Haubitzen Für die 6. Armee: 1. Durchbruchsschlacht und Kanonen ihre Mündungen drohend entgegen, und an der Somme und Oise 5. bis 8. 6. 40, 2. Ueberantworteten, wenn es an der Zeit war. gang über die Aisne 8. 6. 3. Verfolgung über Oise bis Zwischen Schlaf und Wachen, Staub und Regenschauer, zwischen Tag und Nacht vergaßen die Kameraden ihren Kradmelder nicht. Den ersten Toten der Batterie. gang uver die Aisne 8,., 3. Verfolgung über Oise und Ourca 9. bis 11.., 4. Einbruch in die Pariser Schutzstellung 12.., 5. Uebergang über die Marne und Verfolgung bis zur Seine 12. 6. bis 15.., 6. Uebergang über die Seine und Verfolgung bis an den Indre 15. bis 22.., Einnahme von Orleans 16.., Uebergang über die Loire 17. bis 19..„ 6522 Für die 9. Armee: 1. Kämpfe um den Oise—Aisne=Kanal und den Chemin des Dames 5. bis 6. 6. 40. 2. Kampf um den Aisne=Abschnitt und Verfolgungskämpfe bis zur Marne 7. bis 10.., 3. Kampf um die Marne und Verfolgung bis zur Seine 11. bis 14.., 4. Verfolgung von der Seine bis zur Loire 15. bis 17.., 5. Verfolgung von der Loire bis zum Cher 18. bis 20.., 6. Sicherung der Demarkationslinie 21. bis 25. 6. Für die 2. Armee: 1. Kampf um die Aisne=Uebergänge 9. bis 10. 6. 40, 2. Kämpfe beiderseits Reims 10. bis 13.., 3. Verfolgungskämpfe überMarne. Aube und Seine bis zur Loire 14. bis 19. 6. Für die 12. Armee: 1. Durchbruchsschlacht durch die französische Aisne=Front 9. bis 13. 6. 40, 2. Verfolgungskämpfe durch die Champagne und über den Rhein—Marne=Kanal bis zur Schweizer Grenze 14. bis 17.., 3. Verfolgungskämpfe beiderseits der Côte'Or 18. bis 22.., 4. Angriffskämpfe gegen Isére und Westalpen 23. bis 25. 6. Für die 16. Armee: 1. Kämpfe an der Maginot=Linie 5. bis 25. 6. 40, 2. Durchbruch Richtung Verdun 9. bis 13.., 3. Einnahme von Verdun 14. bis 15.., 4. Vernichtungsschlacht um Toul 16. bis 25.., 5. Vorstoß Richtung Metz=Dieden= Für die 1. Armee: 1. Durchbruchschlacht durch die Maginot=Linie südlich Saarbrücken 14, bis 16. 6. 40, 2. Kämpfe zur Einschließung der Magi* Csagte das Waschpulver, habe ich beim Waschen viel weniger zu tun.“ (So sparen Sie Seife und haben so schöne weiße Wäsche wie früher.) KleinVerkaufspreis 30 Pfennig. not=Linie zwischen Mosel und Warndt bzw. Saar und Rhein 16. bis 24.., 3. Angriffe über Seille und den Rhein—Marne=Kanal 17. bis 20.., 4. Durchbruch durch die Maginot=Linie nördlich Wörth 19. bis 20.., 5. Vernichtungsschlacht an der Mosel und in den Vogesen 21. bis 24. 6. Für die 7. Armee: 1. Angriff über den Oberrhein 15. bis 18. 6. 40. 2. Verfolgungskämpfe im Elsaß 18. bis 20.., 3. Vernichtungsschlacht in Lothringen 21. bis 25. 6. Für nicht im Kampfe gewesene [Einheiten, im Overationsgebiet: Verwendung im Operationsgebiet während der Schlacht in Frankreich 5. 6. bis 25. 6. Für die während der Overationen zurückbleibenden Besatzungen: Sicherheitsbesatzung in den Westbefestigungen 10. bie 25. 6. 40. 1 S Für Hauptquartier des OKH: 1. Verwendung im OKH während der Schlacht in Frankreich 5. bis 25. 6. 40, 2. Verwendung im OKH während der Besatzungszeit in Frankreich 26. 6. Das Ans des Artäuders Skizze von Ernst Flessa Der Gefreite Peter Holt war zum Rapport befohlen. Der Hauptfeldwebel steckte blankes Wohlwollen heraus: „Nun kommen Sie aber dran, Holt!“— Es stimmte: Er hatte immer wieder auf seinen Urlaub verzichtet zugunsten verheirateter Kameraden.„Sie sind kaufmännischer Angestellter? Keine Angehörigen, die auf Sie warten? Da wird Rat geschaffen. Sie haben Ihren Urlaub genau so gut verdient wie die anderen. Uebermorgen melden Sie sich wieder und holen sich Ihren Urlaubsschein ab!“ Dagegen ist nichts zu machen. Hacken zusammen und kehrt marsch! So kam es, daß Peter Holt nach einer langen Bahnfahrt auf einem einsamen Gebirgsbahnhof landete und sich vom Stationsvorstand den Weg beschreiben ließ. Ein richtiger Hof sei es nicht, aber gut werde er es dort schon haben. Außerdem weiß er, daß dort iemand Frontsoldaten ohne Angehörige einen FreiaufIt für den Urlaub bieten will. Es beunruhigte Da sah er ein kleines, aus Holz geschnitztes Zicklein, das in seiner sprungfrohen, linkischen Lebendigkeit beinahe über sich selbst hinaushüpfte. Wie kam das nur, daß sich solch kleines starres Holzwesen so nahe ans Herz herandrängen konnte? Und dort der Knabe? War das nicht die eigene, wunderbar neu erschlossene Kindchen. Er erkannte wohl einige recht Aobsche, hogspzächen hobener als die veronnene Lebensgesialt am eigenen schiaten eu Hause, de wonchmo., bzeichgüitig ge. Anfangs Ein fast sebensgroßes nackes Mädchen wagte 9ect boten un de den, wistigeg Soldatenlieichen er kaum zu umschreiten. Was se seine Sehnsucht über bieden woren, Wixterguarter, aber das zähle auf alle frühen, sungen Erfüllungen Hinaus in dunkler on nicht mehr mit Er zmotete, daß es solche Ahnung erträumt hatte, hier lebte es makellos in der einmal niegt mehr mu. er vermutete, daß es holhe Rrung errhugt Feisch, und underühriheit. Frauen für ihn bieher eigentlich nur imn Fim gegeben“tü, er haite über seinem Enidecken und Anschanen die habe und auch da wieder nicht, denn ihnen„alen grag vergesen, die in sich versunken eiseig an einem mangelte etwas, was er nicht benennen konnte: Die Tonhlock sormie, während ihr Blick oft zu dem jungen schöne klare Aufgeschlossenheit für Von abein, Vowiszte, Soldaten Hinüberging. Bis ihre Stimme auf einmal hübsche fernfeste Mädchen, die für einen lungen Sol= als für einzelne eine hbehagliche Urlaubsrast, hübsche, kernfeste Mumchen, die für, einen jungen Sol= lals für einz ein leises Unbehagen mit sich umhertragen müssen? Auch ich bin sehr natürlich ins Leben verflochten und mit dem daten schon etwas übrig haben werden.“ Oh, darauf sei er nun gar nicht so sehr erpicht. „Je nun“, sie, war heiteren Blickes aufgestanden, wagt, aber wi als für einzeine eine behägliche urlaubsruft, wir wollen uns bemühen, die besten Träume zu hüten, damit sie auf euch warten, wenn ihr zurückkommt. Das ist jetzt unser Maß und unsere Rechenschaft geworden: Euer Sier“. Nach einer Weile, lächelte, sie aufwärts war schön. Das ermunterte ihn. Als sich auf einsamer Halde der Blick öffnete, blieb er überrascht stehen: Aus nebelerfüllten Gründen ragten, vom Abendlicht fast zu überweltlicher Höhe und Ferne erhoben, ungeheure riesige Kristalle. Davon war auch die Nahe verzaubert: Die Mauen mut ven Feivorvuen dazwischen, das Weidevieh, der Hof seitab am Waldrand mit seinem breiten Holzaufbau, mit der blumenüberhangenen Altane und den Steinen auf dem Doch,.suerständlicher alDann schickte sich alles viel selbstverstandlicher, als er gefürchtet hat. Er spürte wohltuend, daß er gerne erwartet wurde. Von der Frau, die ihn mit natürlicher Herzlichkeit willkommen hieß, wußte er zunächst nicht, ob sie alt oder jung war. Er hatte noch nicht sehr viel Erfahrung im Umgang mit Frauen. Eine Bäuerin war sie nicht; auch trug sie einen weißen Arbeitsmantel, wie ihn die Aerzte in den Lozaretten übergeworfen hatten. Erst später hat er erfahren, daß sie Bildhauerin war und weit älter, als die frischen draunen Züge ihres straffen Gesichtes verrieten. „Zu tun und zu lassen, was Ihnen beliebt, sich ungezwungen wohl und dahehm hier zu fühlen, das ist die einzige Hausregel, die für Sie gilt.“ Peter Holt wurde auch am Frühstückstisch eine erhebliche vor der fremden Frau nicht los, so sehr er sich innerlich dafür schalt. Er wußte sie mit niemandem zu vergleielsch due e. hice ische bent n uen ungnu gaungig.— eusun Poe, i, wighe“,. 1 Sie sich bel mie dangelen Ene Opser und aur Gerg. Nech eiger Bele Ahelt= 16 Het etwaz, boh beier reunztge Vemond eine Brou Frau, Ve Steige bellopst, bie sie Gestalten hergeben, st über ven stunenden Ausdruc m seinem Gescht.„.Lin sein, sollte. Aber der Fußweg durch Wälder Sie führte ihn in einen Raum mit großen Fenstern. In einer Helle, die fast noch stärker als im Freien wirkte, standen hier Bildwerke von Tieren und MenSchrosen auf. Ihre Bruchflächen schimmerten Die wrze, halte Im vie Bidhauerin zwischen ihnen sich 9“ pr. ttan mit dam Telahrocken dazwischen, daa Mai, selbst überlassen. Es war ihm etwas beklommen zumute: Er verstand etwas von Buchhaltung, besonders bewandert war er in Reklamations= und Steuersachen — d. h. man wird sich nach dem Krieg erst wieder richtig einarbeiten müssen. Vorderhand freilich hatten ihn die soldatischen Pflichten völlig erfüllt. Das Band an seinem Waffenrock legte Zeugnis ab dafür, daß es ihm mit seinem jungen Einsatz bedingungslos ernst war. Kunstdinge aber hatten ihn nur immer im Vorübergehen gestreist. wen Dienst am scheinbar Zwecklosen#periieß er gern den Künstern, uu veren wen er bemen“33ge dort Aher die Drakenberge trieb, wo sie 1848 die Herrlicht u gusen. sh, un.d demn Midhen wor.5 zid hniter beingen Landolenten bura Naater lich ins Leben verflocht Herzen bei euch. Ich habe zwei junge Söhne bei den Fliegern, mein Mann steht in seinem zweiten Krieg bei der kämpfenden Truppe. Genug! Kommen Sie! Sind Sie zufrieden?“ „Das also bin ich selbst?“ Ergriffen sah er in ein männlich junges straffes Gesicht, um dessen Blick ein sieghaft schönes Erwachen anhob.„Sonderbar“, dachte er,„wenn ich fallen sollte, werde ich nun dennoch weiterleben, auch wenn die Kontobücher längst eingestampft sind, in denen ich einmal gerechnet habe.“ „Jetzt aber endlich genug! Von den Hochwänden draußen stürzt eine so herrliche Lichtflut, die wir uns nicht entgehen lassen dürfen. Ich will Ihnen die schönsten Ausblicke zeigen.“ * Als Peter Holt von seinem Urlaub zu den Kameraden zurückkam, wurde er weidlich ausgefragt. Mädchen? Oh, das auch, aber es war noch viel schöner! Sie kamen mit ihren Anzüglichkeiten nicht ganz auf ihre Rechnung. Aber sie waren froh, daß er wieder unter ihnen war, einer ihresgleichen und doch ein neuer Mensch, einer, der immer mit dem Herzen ein Stück weit vor ihnen voraus ist. Es wird gut tun, auf ihn zu blicken, wenn es wieder hart auf hart geht. Ohm Krüger“ auf der Leinwand Der große Burenführer erscheint im Film Die Tobis dreht im kommenden Produktions= jahr einen neuen historischen Film:„Ohm Krüger“ mit Emil Jannings in der Titelrolle, der den denkwürdigen Kampf des großen Burenführers gegen Englands blutige Kolonialvolitik schildert. Durch alte holländische Ansiedler die sogenannDeoy un deren Baster eursen Bouoe) Kazlosganise urzäf. gach Retzel und, dann. ven männische Klugheit. Mut und Kaltblütigkeit auszeichnete. Er gelangte hierdurch bei ihnen zu solchem Ansehen, daß sie ihn zu ihrem Feldhauptmann und 1883 sogar zum Präsidenten der neuen Südafrikanischen Republik und späteren Oberkommandierenden im Krieg gegen England wählten. In ihrer neuen Heimat führten die Buren. ein Ackerbau und Jagd betreibendes fleißiges Volk von einfacher, patriarchalischer Lebensart und großem Familiensinn, zunächst ein beschauliches Dasein. bis die Briten in ihrer hemmungslosen Eroberungsgier und Sucht nach mübelosem Geldgewinn auch hier in ihren Frieden einbrachen. Cecil Rhodes bereitete insgeheim im Einverständnis mit den führenden englischen Minenbesitzern in Johannesburg einen militärischen Einfall in die SüdafeiEntlarvtes England „Rule, Britannia, rule the waves!“ Mit diesem Wahlspruch, glaubt mancher, seien den Engländern die Küsten, die Länder, die Nation und die Reichtümer der Welt gegeben. Der Kapitän und sein Matrose seien die Haupträder der Schöpfung, durch welche die Vorschung ihr ewiges Werk ausschließlich zur Ehre der britischen Nation und zum Vorteil der indischen Compagnie bewirkt. Politisch und für das Parlament mögen solche Berechnungen und Schätzungen gelten, dem Sinn und Gefühl der Menschlichkeit sind sie unerträglich. Herder. diesem Vorhaben wohl unterrichtet, so daß, als der Vertrauensmann von Rhodes. Jameson. am 30. Dezember 1895 mit 1200 Mann und Geschützen die Westgrenze überschritt, dieser von den vortrefflich vostierten Landesverteidigern bei Krügersdorp eingeschlossen und zur bedingungslosen Uebergabe gezwungen werden konnte. Die Haupträdelsführer wurden gefangen und nach Pretoria gebracht, dort vor ein Kriegsgericht gestellt und zum Teil, darunter auch Jameson, an England ausgeliefert, das sie nur zum Schein bestrafte, teils zum Tode verurteilt, vom Präsidenten Krüger aber zu Gefängnisstrafe begnadigt. Kailer Wilhelm II. sandte damals an das Staatsoberhaupt der Südafrikanischen Repubik ein Glückwunschtelegramm, die bekannte historische„Krüger=Devesche". was der öffentlichen Meinung und Presse in Großbritannien Veranlassung gab, sich in haßerfüllten Ausfällen gegen Deutschland zu ergehen. Wenige Jahre später brach dann England, dessen Habsucht durch in der Gegend von Kimberley entdeckte große Diamantenfelder neuerweckt worden war. trotz aller Ausgleichsbestrebungen und Friedensbemühungen der Südafrikanischen blik und ihres Präsidenten den Krieg vom Zaun. Die Ansiedlungen und Farmen der im Felde stehenden Buren wurden niedergebrannt und ihre Viehberden erbarmungslos bingeschlachtet. Nicht weniger als 14000 burische Frauen und Kinder kamen damals— ein ewiger Schandfleck in der Geschichte Großbritanniens— in englischen Konzentrationslagern um. Dieses Heldenringen eines tanferen kleinen Volkes und seiner wackeren Anfübrers „Ohm Krüger“ wird nunmehr in einem Film neuderen Einverleibung in die englische spbäre führen sollte. Doch waren die Buren von Kämpfer sein soll. 16. September 1940 Westfälische Tageszeitung Nummer 254 Reichsbahnmädkels in bester Form Knappe:-Niederlage gegen die Meistermannschaft der Stahlunion Düsseldorf ist ein schöner Erfolg Das Spiel der Gaumeisterin im Frauenhandball, Reichsbahn Münster(Westf.) gegen Stahlunion Düsseldorf(Niederrhein) konnten die Düsseldorfer Mädel mit einem:=Ergebnis für sich entscheiden. Stand dieses Spiel unter einem unglücklichen Stern für die Reichsbahn, denn nicht nur daß sie gezwungen waren, drei Stammspielerinnen zu ersetzen, was gegen eine Mannschaft wie Stahlunion, in deren Reihen doch vier Internationale spielen, von großer Bedeutung ist, wurde auch noch im Laufe des Spieles die Mittelläuferin Franger verletzt und mußte ausscheiden. Jedoch zeigten die eingestellten Nachwuchsspielerinnen seine Leistung und schlossen sich gut in die Mannschaft ein. Zum Spiel: Reichsbahn hatte Anstoß und kommt gut durch, die Rechtsaußen Herzog läßt einen Bombenschuß vom Stapel, trifft aber nur die Latte. Gegen diesen Schuß wäre selbst eine internationale Heßmann machtlos gewesen. Es will den Reichsbahnmädels nicht (.) 36.50, 4. Uken 35.20.— Kugelstoßen: 1. Zeidler(.) 12,88 m, 2. Westdickenberg(.) 12,18 m, 3. Wolbert(Gr.) 11,60 m, 4. Wagner(Gr.) 10,05 m.— Diskuswersen: 1. Zeidler(.) 36,60 m, 2. Westdickenberg(.) 30,48 m, 3. Wolbert(Gr.) 28,12 m, 4. Jansen(Gr.) 22.70 m.— Keulenwurf: 1. Schippmann(.) 57,70 m, 2. Abeling(.) 56,44 m, 3. Wagner(Gr.) 50,40 m, 4. Wolbert(Gr.) 45,80 m. Punktwertung: Sieger Reichsbahn Münster mit 52— 45 Punkten. Handballspiel: RSG A 1— Greven A 1 10:2. Jußballspiel: RSG A 2— Preußen A 2:3. Nürnberg Kollschuhmatader Ausschließlich Nürnberger Siege gab es bei der zweitägigen Rollsportveranstaltung in Nürnberg, die neben von diesen den Aufstieg erkämpfen wird. Vielleicht werden die Mannschaften von Blau=Gold und Münster=Süd im Endspiel stehen. Warten wir einmal ab! Nachstehend die Termine: 1. Bezirksklasse vom 22. 9. bis 28..: Postsportverein— Blau=Gold, Luftwasse— Reichsbahn; vom 29. 9. bis 5. 10.: Münster=Süd— Reichsbahn, BlauGold— Luftwafse; vom 6. 10. bis 12. 10.: MünsterSüd— Blau=Gold, Reichsbahn— Postsportverein; vom 13. 10. bis 19. 10.: Blau=Gold— Reichsbahn, Münster=Süd— Luftwaffe, Luftwasse— Postsportverein, Postsportverein— Münster=Süd. 2. Bezirksklasse vom 22. 9. bis 28..: Postsportverein 2— Blau=Göld 2, Reichsbahn 2— Münster= Süd 2; vom 29. 9. bis.10.: Münster=Süd 3— Reichsbahn 2, Blau=Gold 2— Münster=Süd 2; vom 6. 10. bis 12. 10.: Reichsbahn 2— Blau=Gold 2, Postsportverein 2— Münster=Süd 2, Münster=Süd 2— Münster=Süd 3; vom 13. 10. bis 19. 10.: Blau=Gold 2— Münster=Süd 3, Reichsbahn 2— Postsportverein 2. Postsportverein 2— Münster=Süd 3. 9n Sontoplelandiuter arerspantü. arte Famose Radrennen in Dortmund— Bielefelds Mannschaft gewinnt 20 Mittionen Sportter Reichssportführer von Tschammer und Osten, der in den sieben Jahren seiner Tätigkeit auch im internationalen Sport einen großen Ruf und einen bedeutenden Einfluß errungen hat, hat bei seiner Anwesenheit in Helsinki bei dem Dreiländerkampf den Pressevertretern der nordischen Länder einige Angaben über den Aufbau der deutschen Leibesübungen gemacht, die einen starken Eindruck gemacht haben. Wie der Reichssportführer mitteilte, sind in rund 50000 Vereinen etwa 6 Millionen Mitglieder zusammengefaßt. Die Gesamtzahl der Sporttreibenden liegt aber noch beträchtlich höher und in den verschiedenen Organisationen stehen nach den Worten des Der Chemnitzer Straßenfahrer Bruno Schulze hat in den letzten Wochen eine bemerkenswerte Reihe von Siegen errungen. Seinen neuesten Erfolg holte sich der unter dem Namen„Schloßteichschulze" bekannte Fahrer bei einem Dortmunder Rundstreckenrennen am Sonntag, wo er sich in den Wertungen als weitaus bester Sprinter zeigte und die meisten Punkte einheimste. VennedeyBielefeld gelangte trotz zwei Kettenschäden noch auf den zweiten Platz, dagegen enttäuschte der Nürnberger Keßler. Im Vierstädtekampf der Amateure von Köln, Dortmund, Bielefeld und Münster blieben die Bielefelder siegreich, obwohl schon gleich nach Beginn der Westfalenmeister Wilkenloh ausgefallen war. Ergebnisse: Preis der Roten Erde, 100 Kilometer: 1. Schulze=Chemnitz:43,00, 38 Punkte, 2. Vennedey=Bielefeld 26 Punkte, 3. Heuser=Dortmund 20 Punkte, 4. Masolle=Bielefeld 15 Punkte, 5. SalmanskiDortmund 9 Punkte, 6. Keßler=Nürnberg 9 Punkte. Mannschaften: 1. Mannschaft Bielefeld 41., 2. Mannschaft Dortmund 36., 3. Mannschaft Köln 12., 4. Mannschaft Münster 6 P. Die Radrennen in Hannover sielen aus. Die für Sonntag angesetzten Dauerrennen um den Goldpokal über 100 Kilometer mußten aus technischen 1 Ein flotter Durchbruch der Reichsbahnmädel, der im letzten Augenblick von den Düsseldorfer Mädel gestoppt wird Aufn.: Hülsbusch im Sturm gelingen, sie spielen zu„nervös“, aber auch Stahlunion muß 7 Minuten kämpfen, um zum ersten Erfolg zu kommen. Für diesen zeichnete sich„Wildhagen“ in die Liste der Torschützen. Wildhagen, mehrfache Internationale, die treibende Kraft im Unionsturm, wirft immer wieder ihren Sturm nach vorn, aber ein zählbarer Erfolg will sich nicht einstellen. Erst als die Reichsbahnhüterin, die ein gutes Spiel lieferte, einen flachgeschossenen Ball passieren lassen muß, steht es:0. Mit diesem Ergebnis geht es in die Pause, trotzdem die Mittelläuferin ausscheidet und Reichsbahn 5 Minut. mit 10 Mädel spielen muß. Nach der Pause, als die Reichsbahn sich wieder auf 11 Mädel ergänzt hat, findet die Reichsbahnhintermannschaft ihre gute Form wieder und stellt den gefährlichen Unionsturm kalt, so daß diesem jeder weitere zählbare Erfolg verwehrt wird. Beistermann und Gerda Heithorn taten sich durch ihre gute spielerische Leistung besonders hervor. Auch in der zweiten Halbzeit konnte der Reichsbahnsturm sich nicht erfolgreich gegen die fabelhafte Hintermannschaft der Union durchsetzen, und wenn sie einen eventuellen Erfolg erspielt hatten, konnten sie ihn infolge ihrer Nervosität nicht verwandeln. Diese Begegnung war ein faires Spiel und brachte doch Reichsbahn durch die spielerische Leistung in demselben dem münsterischen Frauenhandballsport einen guten Ruf weit über die Gaugrenzen ein. Weitere Spielabschlüsse mit führenden deutschen Frauenhandballmannschaften stehen vor dem Abschluß. dem Reichssiegerwettbewerb im Rollhockey auch die Schnellaufmeisterschaft brachte. Im Rollhockey löste Postsportverein Nürnberg den Vorjahressieger 1. FC Nürnberg ab. Der Schnellaufwettbewerb für Männer und Frauen endete mit dem Sieg des Titelverteidigers Alfons Heiß und Hilde Lang, die jeweils beide Laufe gewannen. Auf die Austragung des Wettbewerbs über die langen Strecken wurde verzichtet. 20 Millionen VolksReichssportführers schätzungsweise genossen aktiv in den Leibesübungen. Reichssportführer von Tschammer und Osten teilte noch weitere Einzelheiten über den Aufbau der Arbeit auf dem Gebiete der Leibesübungen in Deutschland mit, die von der nordischen Presse veröffentlicht werden und damit zur Aufklärung über die Bedeutung beitragen; die das national==# Dautschlar)##rnen und SSpart zuwißt sozialistische Deutschland Turnen und Sport zumißt. 25 Soldaten unter 33 Weltkämpfern Wenn der deutsche Sport auch inmitten des Krieges so große internationale Erfolge erzielen konnte, so ist das zu einem nicht geringen Teil dem tatkräftigen Einsatz der im Wehrdienst stehenden Sportkameraden mit zu danken, die auch unter den schwierigsten Verhältnissen hervorragende Leistungen vollbracht haben. In vielen Fällen konnte erklärlicherweise das vorbereitende Training nicht ausreichend sein, aber trotzdem konnte gerade auch durch den Einsatz von Soldaten die führende Stellung im europäischen Sport behauptet werden. Von den 33 Aktiven, die für den Leichtathletikkampf gegen Finnland und Schweden in Helsinki aufgeboten wurden, trugen 25 den Soldatenrock, und nur 8, darunter die Nachwuchskräfte, waren Nichtsoldaten. Wenn man diesen Umstand in seiner vollen Bedeutung würdigt, dann gewinnen die Leistungen in Helsinki noch erheblich an Wert, kommen doch auch noch die ungewohnten Verhältnisse, die klimatischen Einflüsse und die Nachwirkungen der langen Flugreise hinzu. Daß hier und da ein Ausfall eintrat, daß muß hingenommen werden, aber im ganzen gesehen darf der Reichssportführer wirklich stolz auf die Leistung seiner Mannschaft sein. Gründen abgesagt werden und können wegen Terminschwierigkeiten nicht nachgeholt werden. Stach wieder Winterbahnmatader# eigene vertreiu: Die Deutschlandhalle leitete am Sonntag ihre neue hatter Winterbahnrennzeit ein 5000 Zuschauer#####en sich zur Eröffnung eingefunden und erlebten teilweise schöne Kämpfe, an denen neben Stach in den Dauerrennen auch eine Reihe Berliner Amateure ihren Anteil hatten. Stach, der in diesem Jahre die Straßenmeisterschaft gewann, dann aber als Steher auf der Zementbahn enttäuschte, bewies wiederum einmal mehr, daß er der Holzbahnfahrer ist. Allerdings machten ihm im letzten Lauf Wengler und Ehmer schwer zu schaffen. Bei den Amateuren gab es einen Doppelerfolg des Doppelmeisters Erwin Schulz, der sich zusammen mit Kuffel das 100=Rundenrennen holte und auch im Punktefahren den ersten Platz belegte. Ergebnisse: Dauerrennen: Erster Lauf über 10 Kilometer: 1. Stach:16, 2. Ehmer 100 m zurück, 3. Wengler 160 m zurück, 4. Schorn 210 m zurück. Zweiter Lauf über 20 km: 1. Stach 18:32,2, 2. Wengler 240 m zurück, 3. Ehmer 480 m zurück, 4. Schorn 650 m zurück.— Dritter Lauf über 20 km: 1. Stach 19:25, 2. Wengler 5 m zurück, 3. Ehmer 40 m zurück, 4. Schorn 160 m zurück. Gesamt: 1. Stach 30 km, 2. Wengler 49,595 km, 3. Ehmer 49,380 km, 4. Schorn 48,980 km. Erfolgreichster Verein der westfälischen Gaumeisterschaft VIL. Bochum 48 Bei den westfälischen Leichtathletik=Meisterschaften Kurze Sportnotizen Wer wird Jischtennismeister 194017 Spannender Jugendklubsampf Es ist schon in den letzten Jahren zur Tradition geworden, daß die Reichsbahnsportler alljährlich Meister werden. Allerdings scheint die Siegeskette in diesem Jahre unterbrochen zu werden denn die Aussichten sind nicht gerade rosig. Man muß den Mannschaften vom TTV Blau=Gold und Luftwaffensportverein die ersten Chancen geben. Selbst Blau=Gold kann man nicht als 1. Kandidaten ansehen, da sich der Luftwaffensportverein durch einen neuen Spieler namens Stecher verstärkt hat. Durch diesen Mann hat sie ungeheuer an Spielstärke gewonnen und wird ein wichtiges Wörtchen bei der Vergebung der Meisterschaft mitreden. Besonders in diesem Jahre ist das Feld sehr ausgeglichen, zumal auch der neue Verein Münster=Süd sich gut gefunden hat und stark genug ist, für eine Ueberraschung zu sorgen. In der 2. Bezirksklasse treffen gleichfalls sehr starke Mannschaften aufeinander und es ist schwer zu sagen, wer sich Reichsbahn Sportgemeinschaft Münster gegen Turnverein Greven Es kam zu einem spannenden Jugendwettkampf. Die Jugendabteilung der Reichsbahn Sportgemeinschaft Münster hatte sich den Sportverein Greven als Gegner verpflichtet. Die Leistungen, die man von den Junggenossen aus dem kleinen Emsstädtchen Greven zu sehen bekam, waren sehr gut. Besonders zu nennen ist die Leistung im Weitsprung von Spackel mit 5,98 und der 100==Lauf von 11,9. Von dem Münsteraner Zeitler wurde die Weite von 11,88 gestoßen. Ergebnisse: 100==Lauf: 1. Sprackel Greven 11,9, 2. Deyer Münster 12,4, 3. Augustin Münster 12,5, 4. Wolbert Greven 12,6.— 4mal 100==Staffel: 1. RSG Münster 49,2, 2. Greven 50,2.— 1000=m= Lauf: 1. Brener Greven 2,58,1, 2. Brinkhoff(.) 2,58,3, 3. Blomberg(Gr.) 3,01, 4. Jacobs(.) 3,10.— Weitsprung: 1. Sprackel(Gr.) 5,98, 2. Dreis(Gr.) 5,90, 3. Heidtmann(.) 5,77, 4. Mader(.) 4,72.— Hochsprung: 1. Heidtmann(.).63 m, 2. Dreis (Gr.) 1,55 m, 3. Schippmann(.) 1,50 m, 4. Blomberg(Gr.) 1,40 m.— Dreisprung: 1. Heidtmann (.) 11,40 m. 2. Jacobs(.) 10,40 m, 3. Mader(.) 10.,15 m.— Speerwersen: 1. Wolbert(Gr.) 36,67 m, 2. Vogelpohl(Gr.) 36,78 m, 3. Schippmann Mssn Die„weltrehordetnde“ Ragnhild Die dänische Kraulschwimmerin Ragnhild lonnte am Sonntag in Kopenhagen bei neuen Wellrekordversuchen ihre eigenen Weltbestzeiten über 300 und 400 Meler erneut herabdrücken. Die 300 Mel. schwamm sie in:42,5(bisher:46,9) und bewältigte die 400 Mel. in der phankastischen Zeil von:00,1, nachdem sie erst einege Wochen vorher mit:05.5 hierin eine neue Weltbestleiftung aufgestellt hatte. Damit hat Ragnhild zvei 37. Male Weltrekord geschwommen. Drei deutsche Amateurstraßenfahrer beteiligen sich an dem 150 Kilometer langen Rudersdal=Straßenrennen am 29. September in Kopenhagen. Es sind dies Meister Kittsteiner(Nürnberg), der Berliner Saager und Krips (Memel). Neben den besten, dänischen Straßenfahrern werden auch Spenkräfte aus Schweden am Start sein. + Das Nürnberger Vierländertreffen der besten Straßenamateure von Deutschland, Italien, Ungarn und der Slowakei wird wegen der großen Mailänder Veranstaltung nicht am 29. September stattfinden, sondern wahrscheinlich am 6. Oktober. gab es eine Reihe von sehr guten Leistungen, die die Aufwärtsentwicklung in der westfälischen Leichtathletik deutlich erkennen lassen. Ganz hervorragend ist vor allem die 10000=Meter=Zeit von Josef Legge(BfL. Bochum 48) in 31:46,0 Minuten. Sehr beachtlich ist ferner der Hammerwurf von Oskar Lutz(Hüttenverein Dortmund) mit 53,55 Met. Ueber 100 Meter mußte sich der eigentliche Favorit der kurzen Sprinterstrecke, Rademacher(VfL. Hagen), mit dem dritten Platz hinter dem in 10,9 Sekunden siegenden Siebert(Rote Erde Schwelm) und Zielinski(Hüttenverein Dortmund) (11,1) begnügen. Im Weitsprung kamen Knobbe(Hoesch Dortmund) und Hennemeier(BfL. Bochum 48) beide auf die gleiche Zahl von 6,72 Met. Knobbe wurde Meister. In der=mal=400=Meter=Staffel wurde der Olympische Sportverein Hörde entthront, da er in :34,4 Minuten nur den zweiten Platz belegte hinter SuS. Menden 09. Bei den Frauen verteidigten am Samstag Hackert(VfL. Bochum 48) über 200 Met. in 28,7 und Wessel(SC. Rote Erde Iserlohn) im Kugelstoßen mit 12,21 Met. ihre Titel erfolgreich. Im Weitprung fehlte Christel Schulz. Frl. Nevoigt(BfL Bochum 48) gewann mit 5,24 Met., nachdem sie vorher schon das Diskuswersen mit 32,62 Met. gewonnen hatte. Im 80=Meter=Hürdenlauf wurde die Vorjahrsmeisterin Zorzi(Rote Erde Iserlohn) hinter Kampmeier(BfL. Detmold) nur In den weiteren Kämpfen kam der Dortmunder Zeisig zu schönen Erfolgen. Er gewann den 400Meter=Hürdenlauf in 59,1 Sekunden und dazu den 110=Meter=Hürdenlauf. Auch Jupp Legge Dortmund. Die deutsche Mannschaft für die Radsportkämpfe mit Italiens bester Klasse am 29. September in Mailand setzt sich aus Merkens, Lohmann, Stach, Schorn, Lorenz, Wengler, Schertle, Voggenreiter, Preiskeit, Richter, Mirke und Kappey zusammen. Der Däne Hans Spanheimer unterbot jetzt erneut den Landesrekord über 800 Meter. Nachdem er unlängst erst auf:54,2 gekommen war, benötigte er jetzt nur:53,8 Minuten. Harry Siefert legte bei der gleichen Veranstaltung die 5000 Meter in 14:38,2 Minuten zurück. Treundlalftirumpfe der Scäiten Pötterhock und Postsportverein waren die Sieger Zwei interessante Schützenkämpfe fanden am Sonn Sieg sicherzustellen, während die DAF=Wehrmacht au tag in Münster statt; sie führten einerseits den Pötter= 1065 Ringe kam. höcker Schützenverein und die Pluggendorfer Schützengesellschaft, andererseits die Schießabteilungen des Postsportvereins und der DAF=Wehrmacht zusammen. In beiden Kämpfen schoß jeder Schütze je fünf Schuß liegend freihändig, kniend und stehend freihändig= 15 Schuß mit der Kleinkaliberbüchse auf die 12er Ring= scheibe, 50=Meter=Stand. Pötterhöcker Schützenverein— Pluggendorfer Schützengesellschaft 548:505 Ringe Schützen-Großkampf erst am 29. September in Münster Dieser Freundschaftskampf war von Anfang bis zum Schluß gleich interessant und spannend. Die Pötterhöcker Schützen, die in letzter Zeit wiederholt von sich reden machten, erkämpften sich bald einen kleinen Vorsprung, den sie auch bis zum Schluß zähe verteidigten, während ihnen die Pluggendorfer, in deren Mannschaft überwiegend ältere Schützen standen, nicht viel nachstanden. Die Mannen um Willy Grabert(zugleich mit 148 Ringen bester Schütze seiner Mannschaft) errangen mit 548 Ringen den Sieg, derweil„Pluggendorf“(bester Schütze Stracke, 140 Ringe) 505 Ringe schoß. Postsportverein— D2J-Wehrmacht 1098:1065 Ringe Im zweiten Freundschaftskampf des Sonntags trasen sich die Schießabteilungen des Postsportvereins und cht D“ Nastler erz# der DAF=Wehrmacht. Die Postier erzieiten durch Dieckmann(153) und Busch(152 Ringe) einen beachtlichen Vorsprung, den die DAF=Mannschaft trotz der glänLeistungen ihre Schlußschützen Wüschem(156) zenden Lenangenihter Schlupftzugen, Wuschem(156) und Ohme(155 Ringe), nicht ganz aufholen konnten. So gelang es dem Postsportverein mit 1098 Ringen den Mit Rücksicht auf die 1. Reichsstraßensammlung für das Kriegswinterhilfswerk 1940/41, die am 21. und 22. Sept. 1940 durchgeführt wird und für deren Gelingen sich auch die Schützen tatkräftig einsetzen, ist die Austragung des Mannschaftswettkampfes um den„HeroldPokal" des Kreisschützenführers Ebbers auf Sonntag, den 29. September verlegt worden. Wie ein Blick in die Meldeliste beweist, hat dieses Kampfschießen größtes Interesse hervorgerufen. Nicht weniger wie 33 Mannschaften, unter ihnen die besten des Kreises Münster, werden sich einen harten Kampf um den vom Kreisschützenführer Ebbers gestifteten„Herold=Pokal“ liefern. Diesen wertvollen Wanderpreis, der erstmalig im Jahre 1937 ausgeschossen wurde und der stets heiß umstritten war, errangen bisher der Kleinkalibersportverein Seppenrade, das Allgemeine Bürgerschützen=Corps Münster und die Schützenkameradschaf Münster=Westen. Außer dem Pokal für die beste Mannschaft, winkt dem besten Schützen die Gauplakette des Gaues Westfalen des Deutschen Schützenverbandes. Die zehn besten Mannschaften erhalten Urkunden und jeder beste Schütze dieser zehn Mannschaften eine Medaille. Mit diesem Mannschaftsschießen ist ein Preisschießen verbunden, bei dem wertvolle Ehrenpreise zu erringen sind. Die Gesamtleitung dieses Großkampftages, der vormittags.30 Uhr im Schützenhof beginnt, ligt beim Kreisschießwart Kochseder. Im Anschluß an das Schießen nimmt Kreisschützenführer Ebbers die Siegerehrung vor. aus Bochum wurde Doppelsieger. Er war dazu über 5000 Meter erfolgreich. In den Wurfübungen landete zweimal der Mindener Thur in Front, und zwar im Diskus als auch im Kugelstoßen, das er mit 13,71 Meter klar gewann. Die 800 Meter sicherte sich der Bielefelder Schüler in :59,0, während im 1500=Meter=Lauf Eichner aus Meschede den Sieg errang.— Einmal mehr war der Bochumer Henkemeier im Hochsprung erfolgreich. Er schaffte 1,80 Met. Dazu belegte er im Dreisprung hinter Schmidt(TV. Gladbeck), 13,24 Met., mit 12,90 Met. den zweiten Platz. Ueber 200 Metzer erwies sich Seinetz als bester Sprinter, während über 400 Meter der Coesfelder Bäumer den savorisierten Dortmunder Mackowiak niederringen-konnte. Im Speerwersen war Stracke(Menden 09) mit 55,87 Met. der neue Titelhalter. In der=mas=100Meter=Staffel gab es einen packenden Endkampf zwischen dem VfL. Hagen und Hüttenverein Dortmund, den die Südwestfalen zu ihren Gunsten entscheiden konnten. Bei den Frauen sicherte sich das BDM.=Mädel Liesel Hoppstädter im Speerwerfen mit der guten Leistung von 38,30 Met. den Titel, während im Hochsprung ihre Klubkameradin Niederstebruch mit 1,41 Met. die Meisterschaft erhielt. In der=mal=100= Met.= Staffel stellte der BfB. Detmold die schnellsten Frauen und siegte in 53,4 Sekunden vor dem BfL. Bochum. Der erfolgreichste Verein der westfälischen Gaumeisterschaft war insgesamt der BfL. Bochum 48 mit seinen sehr guten Leichtathleien, der 30 Punkie errang. Mit 10 Punkten Abstand folgte dann die BSG. Hoesch Wichtiges für HSRL-Vereine Was die Sportler wissen müssen— Hinweise aus dem Alltag des Sports Die Gastmitgliedschaft im RSRL=Verein hat soeben seitens der Sportabteilung des RSRL in Berlin eine nicht unwesentliche, neue Deutung erfahren. Alle Sportler, die infolge Einberufung zur Wehrmacht oder zum RAD oder infolge militärischer bzw. beruflicher Versetzung einen vorübergehenden Wohnsitzwechsel vornehmen müssen, können bei einem' Verein des neuen Aufenthaltsortes die Gastmitgliedschaft erwerben. Ist ein Verein der gleichen Leistungs= oder Spielklasse am Aufenthaltsort nicht vorhanden, so können diese Sportler ausnahmsweise bei dem nächstgelegenen Verein dieser Leistungs= oder Spielklasse Gastmitglied werden. Ein Wechsel des Aufenthaltsortes ist nicht gestattet. Für ihren alten Stammverein sind diese Kameraden nur dann start= und spielberechtigt, wenn sie einen mindestens einwöchigen Heimaturlaub haben. Die Meisterschaftsspiele der HitlerJugend haben bereits begonnen. Der H3=Gebietsfachwart weist darauf hin, daß zu diesen Spielen der Saison 1940/41 die Kameraden des Jahrganges 1922 bis zum 31. 8. 1922 einschließlich ausscheiden, so daß folgende Jahrgänge noch für die Aufstellung der Mannschaften in Frage kommen: in der Altersklasse A Jahrgang 1922 ab 1. 9. 1922 und Jahrgang 1923/1924, in der Altersklasse B Jahrgang 1925 und 1926. Wo eine solche Trennung nicht durchzuführen ist, wie z. B. auf dem Lande, werden Spieler zu einer Mannschaft der Klasse A zusammengefaßt. Eine Zurückversetzung bzw. Belassung von Kameraden älterer Jahrgänge in der Jugend ist nicht zulässig. Die Sportordnung der 53 gibt im einzelnen nähere Anweisungen. Wieder einmal haben sich die Fußballinstanzen an die Vereine gewandt, um im Rahmen der Schiedsrichter gestellung neue Nachwuchskräfte zu erhalten. Viele Schiedsrichterkameraden stehen im Felde. Der Gau benötigt für die Spiele der Gauliga und 1. Klasse zahlreiche Kräfte. Darüber hinaus will die 2. Klasse und auch die H3 ein gutes, ausgebildetes Schiedsrichtermaterial zur Verfügung gestellt erhalten. Die Vereine müssen gerade jetzt dem Schiedsrichterproblem mehr als bisher ganze Aufmerksamkeit und Unterstützung schenken. Es ergeht daher der Ruf an die Vereine: stellt Kameraden als Anwärter zur Verfügung. Nach einer gründlichen Ausbildung werden diese Kräfte entsprechend ihrer Leistung eingesetzt. Die 3. Beitragsrate für die RSRL= Vereine ist am 1. Oktober 1940 fällig. Die Ermäßigung der Beiträge um 50 Prozent wird auch für das zweite Halbjahr 1940 zugestanden. Wichtig ist, daß jeder einzelne Verein pünktlich seiner Verpflichtung nachkommt. Es ist dies auch ein Gebot der Kameradschaft und des Gemeinschaftsgeistes im RSRL. Gaufußballfachwart Jersch hak auf Grund zahlreicher Anfragen und Anträge nunmehr den Vereinen unseres Gaues mitgeteilt, daß die letzthin vorgenommene Klassen= und Staffeleinteilung im westfälischen Fußballsport eine endgültige ist, so daß Anderungen nicht vorgenommen werden können. Wer wird Stadtmeister im Faustbalt? Münster 62 führt in Gruppe I— Friesen liegt in Gruppe II sicher an der Spitze Im Laufe der letzten Woche wurden die Faustballspiele um die Stadtmeisterschaft fortgesetzt. Am Donnerstag trafen sich die beiden ersten Mannschaften der Polizei und des TV. Friesen. Die Polizei, die mit einer verjüngten Mannschaft erstmalig in den Kampf eingriff, hat sich gut bewährt und konnte in beiden Spielen die Friesen erfolgreich schlagen. Am Samstag trafen die Polizisten auf die spielstarke Mannschaft der 62er. Die 62er befanden sich in sehr guter Form und konnten den Polizisten die erste Niederlage beibringen. Bis kurz vor Schluß stand das Spiel noch zugunsten der Polizei, und erst in letzter Minute konnten die 62er beide Spiele mit einem Vorteil für sich entscheiden. In der zweiten Gruppe setzten sich die Friesen erfolgreich durch und konnten alle Spiele für sich entscheiden. Die Ergebnisse: Gruppe 1: Friesen 1— Polizei 1 21:36; Polizei 1— Friesen I 33:24; Polizei I— Post 35:15; Polizei I— Münster 62 1 28:29; Friesen 1— Post 45:22; Münster 62 1— Polizei I 30:29. Gruppe 2: Münster 62 II— Polizei II 15:26; Friesen II— Münster 62 II 29:22; Münster 62 11— Polizei III 41:39; Polizei II— Friesen I1 25:35. Nach den bisherigen Spielen ergibt sich folgender Tabellenstand: Gruppe 1: Münster 62 k 6 Spiele 9 Punkte; Polizei 1 6 Spiele 8 Punkte; Friesen . Statt jeder besonderen Anzeige Nach Gottes heiligem Willen entschlief gestern abend 11 Uhr meine liebe Frau, unsere gute Schwester, Schwägerin und Tante, die Ehefrau Rudolf Sellenscheid Marla geb. Heuveldop Ste stard nach längerem Leiden an Herzechwäche, wohlvorbereitet dur-h ein christlich-frommes Leben, versehen mit den hl. Sterbesskramenten, im 75. Lebensjahr sanit und ruhig im Ierrn. Im Namen der trauernden Ansehörigen: Radelt Sellenochels Emsdetten, dmm 14. September 1949. Die Bserdiguns wonn die Eingesessenen der Stadt treundlichst einseinden werden. Andet statt am Dienetas, den 17. Sepiember, mordens.20 Uhr, von der Marienstreße aus. Anschließend des Sesienamt in der Ners-Jesu-Kirche. entfärbt Stoffe, entfernt viele Flecke, bleicht vergübte Wäsch Auch s0 gut wie die bekannten Daguf Stoffarben Erhöltlich in Drogerien, landopotheken v. anderen fochgeschöhen Altgold keuft auch in kleinsten Mengen zu höchet sulbeeigen Preisen Geldschmiee Jg. Backmann Münster, Selastrabe 42-44 Schlachtgeslügel wie Hühner, Ganse K Suche zum 1. oder 15. Oktober eine für landw. Haushalt bei voll. Zam.= Anschluß. Angebote unter R K 5146 an die Hauptgeschäftestelle Münster. Bekanntmachung Suche zum 1. Oktober oder später tüchtigee kinderliebes, zuverlässiges Um einen Leerlauf in den Schuhmacherbetrieben möglichst zu unterbinden und um die Arbeitokraft des Schuhmachermeistere besser auszunutzen, haben das Bezirkswirtschaftsamt und der Herr Regierungspräsident sich damit einverstanden erklärt, daß Schuhmacherwerkstätten nur Montags, Dienstags und Sonnabende geöffnet sind. Schuhmacher=Innung Schuhmacher=Innung Stadt Land „Weilmädchen mit guten Zeugnissen. Frau Juliue Lefert, Bochelt k. Wertherstraße 3. Hähne, Sunse, Enten usw., ferner Feldhühner, Rehwild, Wildhanin kaufe lausend jede Menge. Wilh Diening. Münster in Westsalen, Wasserstraße 10 Rus 281 27 Aufkäufer gesucht. 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Ahaus: van=Delden=Straße 6, Realschulstraße 14, Fernsprecher Straße 6, Fernsprecher Nr. 222:1 Fernsprecher Nr. 304; Dülmen sprecher Nr..6: Greven: Mill Zobenbüren: Adolf=Hitler=St Lüdinghausen: Markt, Fernso Zemlgrechen Nr. 810: Sbhoren Beginn der Winterserie im Jaustball. Wie im vergangenen Jahr so werden auch in diesem Jahr die Faustballspiele im Winter fortgesetzt. Be'= der Winterserie ist auf Anfang Oktober festgesetzt. Eine interessante Entscheidung Der Bereichsfachwart Handball im Bereich Niederehein hat eine interessante Entscheidung gefällt. Es heißt im Bereichs=Verordnungsblatt vom 10. September: „Der Spieler Fauer(Rasensport Mülheim) wird bis zum 15. November 1940 wegen wiederholter Schiederichterbeleidigung gesperrt. Sauer wird aufgegeden, sich als Schiederichter zu betätigen, damit er erkennt, wie schwierig das Amt des Schiedsrichtere ist.“ Zweifellos eine praktische Maßnahme, die es nicht bei der Bestrafung allein beläßt, sondern daruder dinaus erzieherisch nicht ohne Wirtung sein dürfte. 89. Jahrgang Trotz schlee Von unserem h Die deutschen Einfl# Montag trotz der Wetter bis zum Nachmitlag ha sich. Das Luftfahrtmin Nachlangriffen schon wi deutschen Taktik“ entde kleinen Gruppen ausge den Montagseinflügen in kleineren, dichtgedrän pen von vier bis fünf Wie der englische Einzelheiten, wie üblich fest, daß es vielen de bei ihren Luflangriffen zukommen, um ihre Be Opfer und der Umfang hauptungen der Londo „sehr gering". Demge Landoner Quelle, daß stadt Sprengbomben den“ anrichteten. Reu geralarm im Londoner Zeit zu Ende ging, di dauert hat und somit? Tagesalarme gen Die Londoner Reg fort, ihr Volk weiter unzweifelhafte Tapfer ihre tollen Lügen zu b lischen oder kanadisch brauchten, denn die se ihrem bloßen Anblick lung wie die Fliegen. Bomber in der Nach Nordwest=, Südwesten tagnachmittag wieder Verluste von 185 un zeugen“, verkündete sterium am Montaga zu übertreffen,„seien Montag unentwegtf Diese deutsche sichtnahme auf die L nachlassende Kampfti gern als Folge ihr London schwer versti denn die englischen sten Einsatz beanspri ob mit oder ohne? licher Abnutzung de während deutschersei Kräfte eingesetzt v Erneute Fer Neuer englsche Von unser über den Kanal ein neuer Artillerieg Behauptungen eröff Feuer, worauf den Hover 10 Minuten Churchill wo Nach den Lon Luftwaffe am Son zeuge abgeschossen nämlich die Nach den Erfah „Erfolgsmeldungen die Wirkung der d nicht wenige 24 Stunden in entsprechen. Man nimmt, daß die 2 stungsbetriebe und Gaswerkes Brei den gewohnten B ein Narkotikum, dem Volk einzufl durch den ständig und das nicht al auch bei den weit die gewünschte B4 Wenn man sie mit den phantasti ten Schäden“ zuzugeben und es deutschen Angriff dieses anerkannte Land zu lähmen Egönder, daß esten„Luftsl herau; bekommen. chils in Norwe im Somaliland die gleiche gebliel neue Einduße# wirklich noch Be Im Ausl Mißersolg. so vielsältige Mö heit zu Hause ist Unterrichtung d# richtig meint, au Fällen habe