unzeigengebühren: 250 Ofg. für bie Smal gespelt. Lbilllmagerzalle Auswärte 900 Pfg., für die Empfehlungszelle 760 Pfg. Erfüllungsort Castrop. Der etwa gewährte Rabatt erlischt bei Konkursen, Zwangsvergleichen und gerichtlichen Klagen. Sröbere Anzeigen werden bis vorm. 11 Uhr, kleinere bis 3 Uhnach mittags vor Ausgabe der Zeitung erbeten. Postscheckkonto: 40 150 Köln.— Fernsprech=Anschluß Nr. 6. Verantwortlich, für von Schriftteil: Franz Joseph Pruns Caitrop Gusttere .•• B Dia Castroper Zeitung erschemer tuglich minr ausnahme der Sona: und Feiertage und kostet durch Boten frei ins Haus gebracht 110 Mark(im voraus zahlbar) für den Monat. Postbezug 360 Mi. für das Vierteljahr, ohne Postbestellgeld. Falls wir in der Herausgabe und Zustellung der Zettung gebindert sind, hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieserung oder Nachlieferung des Vlattes oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. Geschäftsstelle u. Schrtftleitung: Castrop, Münsterstraße 24. Sprechstunden der Schoiftlettung: reiktags—7 Uhr nachmittags. 2 # 48. Jahrgang Neueste Nachrichten Rotationsdruck und Verlag: Castroper Zeitung(Geschw. Schmitz), Castrop Veröffentlichungsblatt für den Landgerichtsbezirk Dortmund, für die Stadt Castrop und die Amter Rauxel und Bladenhorst Alle amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Castrov, der Amter Rauxel und Bladenhorst erlangen nach Veröffentlichung in obigen Blättern rechtsverbindliche Kraft. Bladenhorster Tageblatt Nr. 239 Freitag, den 13. Oktober 1923 des nde ittag nwe von E Die e 19 mit abdem geurde tner sung eins ein tenden ehrweverlles enn der der 19t. ner üdiErau rei. P. ein ster eilortilfe gesich lieder in ingen für den ist11. 18. r em en 15 er en es 1e afen 16. m. es uß er nd 6 er m n. en 8 In aller Kürze. 1 Umsturzpläne in Italien. Reichskanzler Dr. Wirth ist gestern vormittag von seinem dreiwöchigen Urlaub in Berlin eingetroffen. Zur Faszisten=Bewegung. Der sozialistische Parteitag in Rom hat Aus dem Reiche. Zur Wahl des Reichspräsidenten. Zur Frage der PräsidentenDie Reichsregierung lehnte, wie aus einer Denkschrift hervorgeht, die Einführung der gle tenden Lohnskala für ihre Beamten ab, weil die Minderheit geblieben und ven, den### wirtschaftlichen Folgen unübersehbar und die ausgeschlossen worden. Es ist bemerkenswert, daß praktischen Schwierigkeiten zu groß sein würden, die eingetragene Mitgliederzahl der sozialistischen **„„ Partei, die auf dem Parteitag in Rom vertreten Die Oberpostdirektion Berlin hat rund 600 war, nicht mehr als 72000 beträgt. Sie ist im Telephonistinnen zum 1. November gekündigt. Die Massenkündigung wird mit der verminderten Zahl der Fernsprechteilnehmer begründet, eine Folge der dauernden Verteuerung des Telefons. * In dem Gotteslästerungsprozeß wegen des Einsteinschen Buches„Die schlimme Botschaft“ erkannte das Gericht gegen Einstein auf 6 Wochen Gefängnis, gegen den Verleger Rowohlt auf drei Wochen Gefängnis. Diese Strafe wurde bei Einstein in 10000 Mk. Geldstrafe und bei Rowohlt in 5000 Mk. Geldstrafe umgewandelt. * Die Kölner Gerichtsverhandlungen sind gestern morgen zum Zeichen des Einspruchs gegen das Verbot der Interalliierten Rheinlandkommission, die Gefängnisstrafe an dem Sonderbündler Smeets zu vollstrecken, auf einige Zeit unterbrochen worden. Vorher verlasen die Richter Erklärungen, in denen sie Einspruch erhoben gegen den Vorwurf der Rechtsbeugung, der ihrer Rechtsprechung in der Begründung des Verbots gemacht werde. * Ministerpräsident Graf Lerchenfeld begab sich e sce und Bnaskelte, wenn die vriät, lich auslandische Zahlungsmittel ohne die vorherige Genehmigung der zuständigen Reichsbankanstalt abgeben. In leichteren Fällen kann auf eine geringere als die zulässige Strafe erkannt Tat fahrlässig begeht, wird mit zum fünffachen Betrage des ausländischen Zahlungsmittel bevorsätzlicher Zuwiderhandlung sind die tischen Lager ist eine demokratische Aeußerung zu gusländischen Zahlungsmittel, auf die sich die verzeichnen, worin ein überparteilicher Wahlaus, Strafhandlung bezieht, zugunsten des Reiches schuß zwar begrüßt wird, aber eine Ausschaltung einzuziehen, sofern diese dem Täter oder Teilnehder Partei für unmöglich erklärt wird. Es er= mer gehören. Wer vorsätzlich oder fahrlässig die scheint uns nicht ausgeschlossen, daß der Ausschuß vorgeschriebenen Angaben unvollständig oder und die Koalitionsparteien sich am Ende dahin falsch macht oder die von ihm geforderten Auseinig werden, den Reichspräsidenten Ebert zu bit- künfte nicht innerhalb der gesetzlichen Frist oder ten, daß er auf eine Volkswahl zurzeit verzichte#alsch gibt, wird mit Geldstrafe bis zu 1 Million und im Amte bleibe. Mark bestraft. die Prösidentenwahl vor dem Reichstag.] Das Gesetz über den Verkehr mit Getreide. Berlin, 12. Okt. Der Reichstag wird sich in sei] Berlin, 12. Okt. Im Wirtschaftspolitischen Ausübergegangen, weil sie dort für ihren Drang nach ner ersten Sitzung mit dem Gesetz über die Wahl schuß des Reichswirtschaftsrates, der sich mit der terroristischer Betätigung größere Erfolge erwar= des Reichspräsidenten befassen. Am 25. Oktober Abänderung des Gesetzes über den Verkehr mit teten. Die italienische Faszisten=Bewegung ist soll bereits eine Vertagung eintreten. Ferner Getreide befaßt, erklärte der Präsident der Reichsheute straff organisiert. Sie ist zugleich eine mili= wird sich der Aeltestenausschuß in den nächsten getreidestelle, Geheimrat Nerz, in den letzten Tatärische Organisation und eine politische Partei, Tagen mit der Frage zu befassen haben, ob die gen seien Gerüchte aufgetaucht, daß die Regierung die mit ihren Gewaltmethoden überragenden Ein, bisherige Zusamensetzung des Reichstagspräsi= Aufträge zum sofortigen Einkauf von Getreide fluß besitzt. Ihr politisches Ziel ist die Aufrich= diums nach der Vereinigung der beiden sozialisti= im Auslande in Höhe von 100 Millionen Dollar tung einer nationalen Diktatur unter Ueberwin= schen Fraktionen zweckmäßig erscheint. Bekannt, gegeben habe. Dies sei unzutreffend. Die Reichsdung des heute noch in Italien geltenden demo=lich haben zur Zeit die Sozialdemokraten wie die getreidestelle hat seit Wochen durch die Einführkratischen Regierungsprinzips. Der Wille zur Unabhängigen je einen Vertreter im Reichstags=gesellschaft für Getreide und Futtermittel keine ##ut D Büdiun.....[Einkäufe auf dem Weltmarkt tätigen lassen. Die im Auslande gekauften und auf die Umlage abgelieferten Getreidemengen reichten aus, um die letzten Jahre ganz gewaltig zurückgegangen. Daß das geschehen konnte und auch die Spaltung der Sozialisten auf dem Parteitage ist letzten Endes ein Erfolg der italienischen Faszisten. Sie haben die revolutionären Gährungen in der italienischen Sozialdemokratie im vorigen Jahre mit Gewalt niedergeschlagen. Zahlreiche früheren Anhänger des Sozialismus sind zu den Faszisten politischen Macht, gleich mit welchen Aitteln, kennzeichnet ihr ganzes Auftreten. Mussolini, der Führer der Faszisten, hat unlängst in Udine eine programmatische Rede gehalten, in der er seine Anhänger zu strengster Disziplin ermahnte. Er erklärte sich gegen die unorganisierten Strafexpeditionen und bezeichnete als Ziel der Bewegung präsidium. gegen den Brotversorgung bis Ende 1922 sicher zu stellen. Die Ablieferung des ersten Drittels der Getreide=Umlage. auf einen Tag nach Berlin. Dem Vernehmen nach die Herrschaft über Italien. Wenn die Monarchie handelt es sich bei den vorgesehenen Besprechun= sich ihren Bestrebungen nicht entgegenstellen gen in Berlin um eine Aussprache über Fragen der Ernährung und Teuerung. * In Kopenhagen wurde in Anwesenheit des deutschen Gesandten v. Rosenberg ein Gedenkstein eingeweiht, den die deutsche Kolonie in der dänischen Hauptstadt dem dort begrabenen deutschen Matrosen Asmus Nikolaisen aus Flensburg errichtet hat. Die Feier galt gleichzeitig dem Andenken der übrigen in Dänemark ruhenden deutschen Krieger. * Das italienische Königspaar ist zum Besuch der belgischen Königsfamilie in Brüssel eingetroffen. * Am 13. Oktober beginnt im großen Ratssaale in Basel die zehnte Vertreterversammlung der internationalen Vereinigung für den gewerblichen Arbeiterschutz. deren Sekretariat sich in Basel befindet. Auf der Tagesordnung stehen: Betriebsräte, der Schutz der Angestellten und der Hafenarbeiter und die Ratifikation der Arbeiter= schutzverträge von 1919 und 1921. würde, blieben sie monarchistisch gesinnt.„ Vorschriften, die eine Einschränkung der S####l Inzwischen haben die Faszisten, wie bekannt, tion in ausländischen Zahlungs.. Bozen überfallen in der Absicht, Südtirol seiner anerkannt. Es wurde einstie“ Selbstverwaltungsrechte zu berauben, die ihm die Reichspräsidenten den sofortigen Erlaß einer Notdieses verordnung auf Grund des Artikel 48 der Reichsvor allem die Notwendigkeit des Erlasses von Der Aktionsausschuß für die zerstörten Gebiete einigte sich endgültig über den Wortlaut des mit dem Verbande sozialer Baubetriebe abzuschließenden Vertrages. Er traf alle Vorberei= indiskrete rungen für die Gründung einer Zentralstelle für die Annahme und von örtlichen Stellen für die Verteilung von Lieferungen. in seiner überwiegenden Mehrheit deutschen Gebietes gelassen hat. In Mailand hat Moussolint verfastun wurheonhzzog#ug, Im Hertbestänbiger eine neue Rede gehalten, in der er ausfkührte, daß Schatzaumarsgabe pertbeständiger in Italien heute zwei Staaten existierten, der li. Schaßanweisungen für die Reichsbank erwogen. berale und der Faszistenstaat. weichen Auflösung sten selbst die Auflösung herbeiführen würden. Dieser Tage veröffentlichten die römischen Zeitungen folgende Pläne: 22. Oktober: Zusammenströmen der„squadre“ (Aktionstruppen) in der Provinz Latium. Militärische Vorbereitungen für den Staatsstreich. 4. November: Einmarsch in Rom, Besetzung des Montecitorio(Parlamentsgebäude), Absetzung der legislativen Gewalt, Besetzung aller Ministerien. Abschaffung der Verfassungsgewalt. Eine faszistische Kommission begibt sich zum König und verlangt die Sanktionierung der neuen Ordnung, die Uebertragung der Staatsgewalt an einen provisorischen Ausschuß, der über den Parteien zu stehen hat. Ende des Parlamentarismus. Von Seiten der Faszisten wurde natürlich diese diskrete Voreiligkeit einer Nachrichtenagentur sofort in der üblichen Form dementiert. le und der Faseistenstaat. Jener müsse diesem Die Beratungen hierüber sollen in den nächsten Termin zu warten. Wie das Rundschreiben des en. Zu diesem Zwecke forderte er die baldige#### fortgesetzt werden. Zu der bevorsteben Landesgetreideamtes vom 28. August hervorhebt, ösuna der Kammer. widrigenfalls die Faszi= den Verordnung des Reichspräsidenten verlauten ist jedoch die Reichsgetreidestelle im Interesse der diung der Kammer, wiorigenfaus dir Fusor nach dem B. T. noch, daß es sich dabei um eine allgemeinen Brotversorgung darauf angewiesen, neue Devisenordnung handelt. Diese neue Ver= so schnell wie möglich in den Besitz des ersten ordnung soll darauf hinausgehen, daß alle Devi= Drittels der Umlage zu gelangen. Es wird daher senankäufe der Außenhandelsstelle angezeigt wer= in vielen Fällen den Kommunalverbänden oblieden, und daß keine Devisenankäufe stattfindengen, den Zeitpunkt für die Ablieferung durch die durfen, die nicht zur Bezahlung von Einfuhrwa= Erzeuger so frühzeitig anzusetzen, daß der Komren benötigt werden. Die Nichtbefolgung dieser munalverband seinerseits mit der Abführung des Verordnung soll unter strengste Strafe gestellt Getreides an die Reichsgetreidestelle bis zum 31. werden.[Oktober 1922 nicht in Rückstand kommt. Eine frühzeitige Ablieferung liegt auch im Interesse der Erzeuger selbst, da sie hierdurch auf dem schnellsten Wege in den Besitz des Kauspreises gelangen und bei etwaiger Ueberlieferung des ersten DritBerlin, 12. Okt. Eine heute in Kraft tretende tels ein geldlicher Nachteil unter allen Umständen Verordnung des Reichspräsidenten gegen die zusgtschlossen ist. Dagegen hat disg, rsgig#g Spekulation in ausländischen Zahlungsmitteln fichz Zie unter den'e Gefabr eiztmgäuße verbietet auf Grund des Artikels 48 der ReichsVerordnung gegen Devisenspekulation. Die italienische Regierung ist gegenüber diesem Petit Parisien“ zufolge wurden die Beratungen über die von Herriot und Bradbury vorgelegten Pläne, die sofortige Maßnahmen radikalsten Charakters enthalten. nahmen sollen sehr ver die anläßlich der deutsche rungen zur Sprache gek Bei der gestrigen Wiede zösischen Deputiertenkamme pellationen vor. Die Re sofortigen Aufnahme bereit, verlangt aber terpellationen über die auswärtige Politik. * Bestimmt durch die Befürchtung, ein Bruch mit Lloyd George würde einen Wahlsieg der Arbeiterpartei bedeuten, stellten die konservativen Führer Lloyd George ein Vertrauensvotum aus. Man erwartet, daß er sich damit stark genug fühlen wird, schon im November an die Wähler zu ippellieren. * Daily Chronicle erklärt, daß Lloyd George noch keinen endgültigen Beschluß wegen der Neuwahlen oder wegen seiner Demission faßte. Er konferierte in dieser Frage mit einigen seiner Parteifreunde. Eine Vereinigung der Koalitions= liberalen mit Asquith und Grey hält man für unwahrscheinlich. Man glaubt, daß es wahrscheinlich wiederum zu einer Koalitionsregierung kommen wird. diktatorischen Treiben ziemlich machtlos. Sie hat dem Kampf der Faszisten gegen die revolutionäSozialdemokraten tatenlos und hilflos zugeig Forverung und Annahme von Zah kalls als entschuldbar angesehen werden kann. in auslandischen Zahlungsmitteln bei diener Vorstoß der Baurischen Dolkspartei Partikularistische Programmänderung. Zahlungsmit= München, 12. Okt. Die Bayrische Volksverfassung Forderung und Annahme ungen 4. Veriegrog. ren sehen, jetzt ist ihr die Bewegung über gewachsen; die ganze Staatsautorität droht tel auf der Grundlage einer ausländischen Währung. Der Erwerb ausländischer Zahlungsdan Hons mittel ist nur nach vorheriger Genehmigung der den Kopf, Prüfungsstelle zugelassen, in deren Bezirk der Auftraggeber seine gewerbliche Niederlassung, Lolarkars am 12. Ot.== 255l.0 worden st. Man solle sich aber in Zalen tlar darüber sein, daß die Tyrannei des Faszismus mit ihren brutalen Gewaltmethoden sich allmählich auch zu einer internationalen Gefahr auswachsen kann. je Einschüchterung der Regierung. Rom, 12. Okt. Der Generalsekretär der Faszisten, Michelle Bianchi, erklärte, seine Partei bestehe auf Auflösung der Kammer und Neuwahlen. Das Militär werde niemals auf die Schwarzhemden schießen. Entweder siegt der Faszismus über die Regierung und dann hat er den Staatsstreich verwirklicht, oder die Regierung überwältigt den Faszismus und zerstört damit alle nationalen Werte. Die jetzige Kammer müsse aber auf jeden Fall weg, denn sie sei nicht mehr gesetzmäßig. Wenn die Kammer, falls sie überhaupt noch einmal geöffnet werden sollte, ein neues Kabinett wählen würde, so verlassen die Faszisten den Saal. Sollten die anderen Abgeordneten sich zum König begeben, um eine neue Regierung zu erhalten scehlchsck blscen halsch ie sen Verkaufsgeschäfte über ausländische Zahlungsmittel nur abschließen, wenn sie sich über die Person des Auftraggebers vergewissert haben. Die Auftraggeber haben vor oder bei Abschluß des Geschäfts Belege einzuziehen, aus denen ihr Name, Stand oder Aufenthalt hervorgeht, ferner Wohnung, Finanzamt und Gegenstand des Geschäfts und, soweit es sich um den Erwerb ausländischer Zahlungsmittel handelt der Verwendungszweck ersichtlich ist. Ergibt die Prüfung, daß die ausländischen Zahlungsmittel zu anderen als nicht zulässigen Zwecken erworben oder verwendet worden sind, so kann die hierfür bestimmte Stelle anordnen, daß diese erworbenen Zahlungsmittel nur bei vorheriger Genehmigung der zuständigen Prüfstelle ausgegeben werden dürfen. Geschäfte, die entgegen den Verboten in§ 1 abgeschlossen werden, sind nichtig. Die festgesetzten Strafen sind Gefängnis bis zu drei Jahren iezung au erhutten, und Geldstrafen des ein, bis zehnfachen des auf die Straße Wertes der ausländischen Zahlungsmittel oder muäihre Büsne dea Tandes sei se welches der eine dieser Strafen. Sie treffen auch Inhaber von ! Bankgeschäften deren gesetzliche Vertreter, Bepartei hat ihr Bamberger Programm umgearbeitet. Die wichtigste Aenderung ist, daß es im Rahmen der Reichseinheit den Ländern freistehen soll, nach dem Willen des eigenen Volkes Verfassungs= und Staatsform zu regeln. Das Schulwesen soll eigene Angelegenheit der Länder sein. Uunzius Pacelli beim Reichspräsidenten. Berlin, 12. Okt. Der päpstliche Nunzius Pacelli machte gestern mittag 12 Uhr einen offiziellen Besuch beim Reichspräsidenten. Gestern nachmittag um 6 Uhr hat er den Staatssekretär im preußischen Unterrichtsministerium, Becker, aufgesucht. Für heute früh ist eine Zusammenkunft mit dem inzwischen nach Berlin zurückgekehrten Reichskanzler Dr. Wirth vorgesehen. Man nimmt an, daß die Verhandlungen des päpstlichen Nunzius besonders die Konkordasfrage betreffen. Leipzig, 12. Okt. In dem Befinden des Angeklagten Warnecke ist keine durchgreifende Besserung eingetreten. Der Gerichtsarzt hält seine Verhandlungsfähigkeit zum Mindesten für sehr vermindert. Es ist möglich, daß das Verfahren gegen Warnecke noch heute abgetrennt wird, damit die übrigen Verhandlungen endlich ungestört zu Ende gebracht werden können. Als die Angeklagten gestern kurz vor 9 Uhr in den Saal geführt wurden, fehlte zuerst Warnecke, der infolge eines Herzanfalls im Stiegenhaus zusammengebrochen war. Etwas später wird auch er hereingeführt, sitzt aber abseits, augenscheinlich seine baldige Abführung erwartend. Die große Freiheit, die man bis zum Montag den Angeklagten belassen hat, hat zu einem heiklen Zwischenfall geführt. Einer der Verteidiger hatte einen Brief seines Kandida. ten angenommen und nach Frankfurt a. M. besorgt. Die Gefängniswache hatte Anzeige erstattet. Dann wird der Angeklagte Ilsemann aufgerufen. Berlin, 12. Okt. T. U. Halbamtlich wird mitgeteilt: Das Reichskabinett befaßte sich gestern Berlin, 12. Okt. Gegenüber einigen Angriffen mit Maßnahmen gegen den Marksturz. Es wurde in der Tagespresse, in denen bemängelt wurde, daß die Kommunalverbände mitunter die Frist für die Ablieferung des ersten Drittels der Getreideumlage verlegten, teilt der amtliche preußische Pressedienst aus einem Runderlaß des Staatskommissars für Volksernährung nachstehenden Absatz mit: Es ist mir berichtet worden, daß in einzelnen Landesteilen die Erzeuger versucht haben, mit der Ablieferung des Getreides bis zum äußersten de t P 7 um noch einige ergäuzende Frugen zu der Koffer, geschichte zu beantworten. Er wird gefragt, ob die rätselhafte Person, die den Kosser von ihm holte, im Saale sei. Er antwortete, so viel er wisse, nicht. Er habe die Person bis zu dem kritischen Sonntag nur flüchtig gesehen. Nun wird der Zeuge Brüdigam wieder vorgerufen. Hierzu geladen sind der Polizeipräsident und der Irrenhausdirektor, der mit dem Brüdigam zwei Jahre interniert war, und der aussagen soll, daß Brüdigam ein pathologischer Lügner ist. Zunächst wird das Verhör des Gärtners Brüdigam fortgesetzt. Leipzig, 12. Okt. Zu Beginn der gestrigen Sitzung yurde der mehrfach vorbestrafte Zeuge Brüdigam vernommen. Er sagte aus, daß er von der O. C. eingestellt worden sei, um die Linksorganisationen zu bespitzeln. Nach der Gegenüberstellung Brüdigams mit Tilessen erklärte letzterer, daß er nicht in dauernder Verbindung mit Brüdigam gestanden habe. Brüdigam wurde wegen des Verdachts der Beihilfe nicht vereidigt. Die Beweisaufnahme wurde hierauf geschlossen, die Zeugen wurden entlassen. Darauf begann das Plaidoyer des Oberreichsanwaltes, der u. a. ausführte: Es handelt sich hier um eine mit Ueberlegung ausgeführte Tat. Täter sind Kern, Tilesen und Techow, und zwar gehe ich davon aus, daß sie in gemeinsamer Absicht handelten. Die Beweggründe zu diesem Verbrechen sind nicht nur gegen den ermordeten Minister, sondern gegen das ganze deutsche Volk gerichtet gewesen und wurden von den Angeklagten selbst bezeichnet: Rathenau war ein Jude. Der letzte Grund war, daß, wie Tilessen sagte, das Geld ausging. Ich halte es für meine Pflicht, daraufhinzuweisen, daß in den Verhandlungen gewisse Umstände eingetreten sind, die den Gedanken nahelegen, daß volitische Organisationen hinter den Tätern stehen. Soviel aber steht fest: Durch fortgesetzte autisemitische Hetze wurde eine Atmosphäre geschaffen, die den Mord reifen ließ. Ich habe nicht den geringsten Zweifel, daß auch Salomon von ¼ Anfang an eingeweiht war. Auch Küchenmeister scheint zu den Tätern zu gehören. Ich bin fest überzeugt, daß Techow von Anfang an eingeweiht war. Ich habe die Ueberzeugung gewonnen, daß Ernst Werner Techow in die Tat hineingewollt hat. Ich komme zu dem Schluß: Ernst Werner Techow ist der Mittäterschaft für schuldig zu erachten. H. Gerd Techow hat schon früher auf den Gedanken kommen können, daß ein Mord geplant sei. Ich erachte ihn der Beihilfe für schuldig. Ich komme zu Günther, einer wenig erbaulichen Type, psychopathischen Lügner, üblen, eitlen Burschen. Man kann sagen, daß er sich der Beihilfe schuldig gemacht hat und außerdem der Begünstigung. Auch bei Salomon kommt der Reichsanwalt zu dem Schluß, daß Beihilfe vorliege. Warnecke, der in Hamburg ein Sprengattentat versuchte, hat zweifellos von dem Plan gewußt, ebenso Niedrig. Der Begünstigung ist Ilsemann zweifellos überführt. Auch hat er sich durch unbefugten Waffenbesitz schuldig gemacht. Auch Steinbeck hat oon dem Plan gewußt, weil Brand ihn sicher eingeweiht hat. Gegen Schütt und Diestel haben die Verhandlungen den Verdacht wegen Beihilfe nicht bestätigt. Schuldig sind sie aber der Begünstigung. Was Tilessen und Plaas betrifft, so hat leider nicht die Anklage wegen Beihilfe oder Begünstigung erfolgen können, obwohl es mis wahrscheinlich erscheint, daß Tilessen einer der Hauptorganisatoren war. Ich mußte glauben, daß er nach feststehenden Plänen gearbeitet hat. Insolgedessen ist die Anklage wegen Unterlassung der Anzeige gegen ihn zu erheben. Der Oberreichsanwalt beantragte darauf die bereits bekannt gegebenen Strafen. Eine Agitationsrede Fechenbachs im Gerichtssaal. München, 12. Okt. Am gestrigen 8. Verhandungstage des Fechenbachprozesses verlas der Vorsitzende einen Bericht des Angeklagten Gargas über die Arbeitersportvereine, wobei er an den Bericht über die Alpenvereine anknüpfte: Gargas erklärte, daß diese Berichte nur die geistige Richtung der Arbeitersportvereine feststellen sollten. Auf mehrere Fragen des Vorsitzenden hielt hierauf Fechenbach einen Vortrag über seine politische Einstellung, wobei er so lebhaft wurde, daß der Vorsitzende ihn darauf aufmerksam machen mußte, daß er sich nicht in einem Agitationslokal befinde. Fechenbach behauptete, daß er immer nach seiner innersten Ueberzeugung und entsprechend seiner klaren politischen Ziele gewirkt habe. Der Vorsitzende hielt ihm aber vor, daß er amerikanischen, englischen, italienischen, schweizerischen und selbst griechischen Blättern seine Mitarbeit angeboten habe und daß ihm die Valuta anscheinend doch mehr am Herzen gelegen habe, als die Vertretung der deutschen Interessen. Außerdem habe er einem mmerikanischen sozialistischen Blatte seine Mitar# beit angeboten. Fechenbach erklärte in einem Brief aus dem Untersuchungsgefängnis vom 27. Sept., daß es ihm nie um seine Person, sondern um die Sache und um die Wahrheit zu tun gewesen sei. Demgegenüber erinnerte der Vorsitzende daran, daß Fechenbach in dem Kriegsschuldlügenprozeß, als man tagelang um die Wahrheit kämpfte und ils die angesehensten Männer der deutschen WisU enschaft würdige Erklärungen in einer die Exitenz des Vaterlandes betreffenden Frage abgau denen, Fechenbach gelogen und die Unwahrheit gesagt habe. Mbuchen 1s genbachprozeß. uns auchen, 12. Okt. In der Vormittagsverhand. ##ct im Fechenbachprozeß verlas gestern der Voritzende ein Telegramm des im Verlauf des Prog jesses vernommenen Redakteurs Stark in Ber2 Zeile weden##ueser erklärt, er habe mit keiner 54 weder für Gargas noch für irgend eine auständische Zeitung oder eine ausländische Agentur gearbeitet, sondern nur für die Frankfurter Zei# tung. Von der Existenz des Herrn Gargas sei ihm erst aus Zeitungsnachrichten etwas bekannt z geworden. Persönliche Beziehungen habe er zu s Gargas nie gehabt. Der im Laufe der Verhandwieder vorgeführte Angeklagte Lenmbke bexi Phieregug Angaben, Stark sei Mitarbeiter „Largas gewesen, auf Fragen des Vorsitzenden onyin, daß er glaube, einmal etwas serisrage hat zu haben. Der Angeklagte Gargas Start volinhaltlich bestätigen beistände der Angeklagt... aue Rechtsabergaben Pierauf ergn Gargas und Fechenbach Kontrollen, aus ain Veihe von Urkunden und werden sollte daß n der Nachweis erbracht ## verbreiteten Arite. vn beiden Angeklagten seutlichung nicht. Jeitpunkte der Veröfdewesen seien, medr als geheim zu betrachten selts eine Beige0de gs. er Vorsitzende seiner.“ Reihe von urrunden bekannt gegeben die das Gericht bei seiner Entscheidung herJgerantnachrschten. Die Frage der Freigabe der deutschen Guthaben in Amerika noch nicht geklärt. * Berlin, 12. Okt. Zu der Frage der Freigabe der deutschen Guthaben in Amerika liegen neue Serihleler aisenien uir Veräais gei Velige haben. Wie von amtlicher Seite mitgeteilt wird, ist ein endgültiges Gesetz bereits in der Ausarbeitung begriffen, so daß es demnächst den gesetzgebenden Körperschaften zugehen kann. In diesem Gesetz ist auch eine gewisse Devisenkontrolle vorgesehen, die bei jedem Kauf in Auslandswährung durchzuführen sein wird. Es wird ferner eine Angabe gefordert, zu welchem Zweck die Devisen gebraucht werden. Man wird auch nachprüfen, ob dieser Zweck wirklich erfüllt wird. Grundsätzlich zugelassen werden nur Devisenkäufe für das reguläre Einfuhrgeschäft und zur Bezahlung von Auslandsschulden. Ausdrücklich verboten wird in Androhung der Entziehung der Einfuhrgenehmigung die reine Spekulation. Mit der technischen Durchführung der Devisenkontrolle werden die Reichsbankstellen betraut werden, die am besten. geeignet sind, den örtlichen Zahlungsverkehr zu überwachen. Für Berlin werden auch noch andere Stellen, so die Außenhandelsstelle, für diese Arbeit herangezogen werden. stand der baraut folgenden Distasion bilbele dag tig von deuschen Vertretern in Amerlia gesühn Problem der Finanzierung des Wohnungbaues. werden. 8 Avignon=Gefangene begnadigt. Berlin, 12. Okt. Wie die Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgesangener soeben durch Telegramm aus Toulon vom Hilfsausschuß der dortigen Avignongesangenen erfährt, sind von den dort noch befindlichen 27 sogenannten Strafgefangenen 8 Kameraden begnadigt worden Es befinDer Krieg im Orient. Die Friedenskonferenz verschoben. Paris, 12. Okt. Es verlautet in hiesigen politischen Kreisen, es werde nicht möglich sein, die Iriedenskonferenz am 1. November beginnen zu den sich somit zur Zeit immer noch 19 Kriegsge= lassen, weil man bis zu diesem Zeitpunkte die sangene in Toulon. notwendigen Dokumente noch nicht bereit haben werde. Man hält weiter daran fest, daß die Friedie Plaidouers im RathenauLeipzig, 12. Okt. Die Sitzung wird um eröffnet. Vorsitzender: Angeklagter Te kamen Sie dazu, trotzdem Sie von den Gründen Kerns nicht überzeugt waren, ihm Ihr Ehrenwort zu geben, ihm zu helfen? Angeklagter: Darauf kann ich nicht antworten, weil es ein schlechtes Licht auf Kern werfen würde. Vorsitzender: Sie werden sich doch nicht selbst opfern wollen um Kern. Es geht um Ihr Leben. Denken Sie an Ihre Familie, an Ihre Mutter. Fürchteten Sie sich vor Kern? Angeklagter: Er hätte mich niedergeschossen.— Es folgen die Plaidoyers der Verteidiger. Verteidiger Dr. Feld schließt sich dem Antrage auf Freisprechung des Angeklagten Voß an. Verteidiger Dr. Hahn: Vor der Frage nach dem Schicksal des Angeklagten steht die Frage nach den Beweggründen. Ich glaube, daß die Verhandlungen dazu beitragen werden, die politische Atmosphäre zu entgiften, die getragen ist von dem Ausspruch des Reichskanzlers:„Der Feind steht fangene in Toulon. Vollständige Finanzkontrolle oder proouktive Pfänder. Paris, 12. Okt. Die Pariser Morgenblätter können über den Verlauf der gestrigen Beratung der Reparationskommission keine näheren Angaben machen. Das„Cablogramme“ will wissen, daß die alten Meinungsverschiedenheiten unter den Alliierten in vollem Umsange fortbestehen. denskonferenz in Skutari stattfinden soll, Rußland kriegsbereit. koskau, 12. Okt. In einer Rede auf dem 5 Textilarbeiterkongreß sagte Trotzki, er müsse die Notwendigkeit der Kriegsbereitschaft bestätigen. Das Hauptgewicht der Politik liege auf wirtschaft. lichem Gebiet. Das 6. Jahr der Rätemacht werde zweifellos im Zeichen des Aufbaues der Industrie und der Stärkung der Gewerkschaften stehen. „Eclair“ dagegen versichert, daß die gestrige Dis= Moskaus Drohung mit der Schwarzen Meer.15 Uhr kussion die Aussichten einer Verständigung günLechow, wie stiger erscheinen lasse. Die Alliierten dürften jedenfalls in der Sitzung an Freitag zu einer vollen Einigung gelangen. Die meisten Blätter äußern sich heute in Betrachtungen über den neuen Marksturz recht skeptisch über die Möglichleit einer Finanzkontrolle. Der„Matin“ versichert, Sir John Bradbury habe nach seiner Rückkehr von seiner letzten Berliner Reise wörtlich Flotte. London, 12. Okt. Vorgestern wurde gemeldet, daß mit Rücksicht auf die Lage im Orient die Sowjetregierung die Mobilisierung der Schwarzen Meerflotte angeordnet habe. Hier vorliegenden Nachrichten zufolge, ist die Flotte aber außerordentlich schwach. Sie hat angeblich nur ein brauchbares größeres Schiff, das soeben, dem türkischen Sieger zu Ehren, in Mustafa Kemal umgetauft wurde. Das Schiff wurde erst vor kuränhart: Man muß dahin gelangen#. dautsch, zer Zeit von der Werft von Nikolajew abgelassen. geäußert: Man muß dahin gelangen, die denische Alle anderen Schiffe werden als minderwertig Regierung ihrer Finanzgewalt zu entkleiden. bezeichnet. Nur die Unterseebootsflotille sei ein Auch die„Action Francaise" bezeichnet als einzig wirksames Heilmittel die Uebernahme der Finanz= gewalt in Deutschland durch die Alliierten, die aber mit diktatorischen Vollmachten ausgestattet sein müßten, um die als notwendig erkannten wenig besser. Sie soll in der letzten Zeit durch eine Anzahl Unterseeboote verstärkt worden sein, welche aus dem Norden auf den Binnenwasserstraßen nach dem Schwarzen Meer gebracht werden sollen, um in Nikolajew zusammengesetzt zu werden. rechts.“ Die Amnestien haben dazu beigetragen, Ianierungsmaßnahmen durchführen zu können. eine Rechtsunsicherheit hervorzurufen. Von allen Da eine solche Lösung unmöglich sei, täte man besAnträgen des Oberreichsanwalts hat mich am ser, zu den produktiven Pfändern zurückzugehen, Ludendorf zur englischen Orientpolitik. tiefsten der Antrag auf Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte erschüttert. Damit wäre die Tat als gemeiner Mord hingestellt. Aus ehrlosen Motiven hat sich nur ein Angeklagter beteiligt. Die Beweisaufnahme im Fechenbach=Prozeß geschlossen. München, 12. Okt. Die Beweisaufnahme im Fechenbach=Prozeß wurde heute nach weiteren Ausführungen des Sachverständigen Thieme geschlossen. Ausschluß Lembkes aus allen journalistischen Verbänden. München, 12. Okt. Der bisherige Journalist und Redakteur Karl Heinz Lembke wurde wegen grober Verletzung der Standesehre aus sämtlichen journalistischen Verbänden und Vereinen ausgeschlossen. auch wenn sie nur einige Millionen einbringen London, 12. Okt. Die Morning Post veröffent. licht eine Unterredung, welche ihr Münchener Vertreter mit General Ludendorff gehabt hat. Tagung des Wohnungs=Ausschusses des Reichstages. Berlin, 12. Okt. Im Wohnungsausschuß des Reichstages wurde vom Unterausschuß eine Reihe von Vorschlägen zur Förderung des Wohnungsbaues unterbreitet. Es wird die Beschlagnahme von Doppelwohnungen, Aufteilung großer Wohwürden. Das„Echo de Paris" bezweifelt gleich= Ludendorff soll dabei geäußert haben, die türkifalls, daß die Alliierten Deutschland eine Finanz= schen Nationalisten auf beiden Seiten der Meerteform aufzwingen könnten, die das deutsche Vole engen ständen geschlossen bintezherherstellung de nicht freiwillig annehme. warte von ihm deshalb die Wieverhersteuung bes nicht freiwinig annehme. türkischen Reiches innerhalb seiner alten GrenVereinigung der S. P. D. und der u. S. P. H. szen. Außerdem stehe die Sowjetregierung hinter in Bayern. ihm; es sei die russische Propaganda, welche den München, 12. Okt. Die Landtagsfraktionen der Widerstand der griechischen Armee gebrochen S. P. D. und der U. S. P. D. haben gestern ihre habe. Die Türken seien vielleicht niemals stärker organisatorische Vereinigung beschlossen, Damit gewesen als jetzt. Großbritanien sehe sich daher heute einem nicht zu unterschätzenden Feind gegenüber, umsomehr, als dieser nicht leicht anzuKhantsalbrische Bereinigung beschlossen. Bamir zählt die Landtagsfraktion der vereinigten sozialdemokratischen Partei zusammen 42 Mitglieder. Stapellauf eines Zwei=Schraubendampfers der„Hapag“. Hamburg, 12. Okt. Heute morgen lief auf der Deutschen Werft in Hamburg ein Zwei=Schrauben=Motorschiff von etwa 8000 Tonnen Tragfähigkeit für die Hamburg=Amerika=Linie vom Stapel, das den Namen„Spreewald“ erhielt. Das greifen sei. Es würde sich bei einem Zusammenstoß unter allen Umständen um einen Krieg von der Dauer eines Jahres handeln, der mit großer Härte geführt werden müßte. Das würde die mohammedanische Welt in Aufruhr bringen. Der Heilige Krieg, der 1914 nicht ausgebrochen sei, könnte dann leicht entflammt werden und sich auch auf die französischen Besitzungen in Nordafrika Schiff wird in den Dienst nach der Westküste Süd- ausdehnen. Es sei sicher, daß Kemal nicht wünamerikas eingestellt werden. Ein Schwesterschiff sche, in einen Krieg mit einer Macht wie Großwird in wenigen Monaten folgen. Die Deutsche britanien zu geraten, umso weniger, als dies die Werft in Hamburg hat in diesem Jahre ihren 11. Erfüllung seiner Pläne aufhalten würde. Aber Neubau vollendet. anziehen will, erfolgte auf Antrag des Rechtsanwaltes Dr. Hirschberg die Verlesung der Instruktionen, die dem Angeklagten Gargas für seine Berichterstattung erteilt worden waren. Diese wenden sich u. a. gegen die Auffassung, daß es sich bei diesem Unternehmen um einen Nachrichtendienst für die Hearst=Presse handle und betonen absolute Objektivität dieses Nachrichtendienstes. Es setzte sodann die Vernehmung des Sachverständigen Dr. Thieme ein. Ein süddeutscher Senat beim Staatsgerichtshof. Stuttgart, 12. Okt. Gestern nachmittag sind die Staatspräsidenten Justiz= und Innenminister von Württemberg, Baden und Hessen zu einer Besprechung über die Bildung eines süddeutschen Senates beim Staatsgerichtshof zusammengekommen. Man war einig in dem Wunsch, daß demnächst eine Besprechung der Justizminister von Bayern, Württemberg, Baden und Hessen dem Reichsjustizminister stattfinden solle. Amerkas stark bedingter Schuldenerlaß. mit die Reparationsfrage. das Geheimnis der Pariser Verhandlungen. Rom, 12. Okt. Aus tischen Kreisen erfahren italienischen Konsulta öb der europäischen Lage, die sich aus der Orientkrise entwickelt hat, stark beunruhigt fühlt. Der Sieg Lord Curzons im englischen Kabinett gegen Lloyd George soll nach Pariser Meldungen dazu geführt Paris, 12. Okt. Die gestern nach der Newyork World gegebene Nachricht, daß die Vereinigten auf der anderen Seite könne er nicht auf halbem Wege stehen bleiben. Auf die Dauer könne ein türkisch=britischer Streit nicht lokalisiert werden. Man könne schon jetzt erkennen, wie die Angelegenheit sich nach dem Westen ausdehne. Südslawien mobilisiere bereits und in Bulgarien könne leicht ein Krieg daraus enitstehen. Dem unparteiischen Beobachter komme es aber seltsam vor, daß es Großbritanien auf einen Krieg mit Häischen Finanz= und Wirtschaftproblemen zu he= der Türkei ankommen lassen könnte, wo es außer schäftigen, und an einer internationalen Finanz= allem Zweifel stehe, daß Rußland der eigentliche konferenz teilzunehmen, erfährt heute durch eine Feind set. Die Türken hätten nichts mit den Rusausführliche Depesche des Newyork Herald ihre sen gemein als ihre Feindschaft gegen. Großbrita, ##gesche des Newyorr Herato ihre#nien. Ludendorff kam dann auf den Vertrag von Bestätigung. Allerdings heißt es darin, daß die Vereinigten Staaten an einer„Londoner Finanz= konferenz“ teilnehmen würden, von der man in London gar nichts weiß. Weiter erklärt man, wie sich die„Chikago Tribune“ aus London melden läßt, daß die englische Regierung bereit wäre, eine solche Konferenz nach London einzuberufen, wenn dies der ausdrückliche Wunsch der Vereinigten Staaten wäre. Die amerikanische Regierung steht nach dem Newyork Herald auf dem Standpunkt, daß sie von einem Nachlassen der Schulden der europäischen Alltierten im Augenblick nichts wissen wolle, obwohl sie das BewußtVersailles zu sprechen, der ebenso wie der von St. Germain revidiert werden müßte, um Deutschland und Rußland wieder aufbauen zu können. Wenn sich die zivilisierten Mächte einigten, Rußland wieder aufzubauen, dann würde das ein festeres Band zwischen ihnen knüpfen als alle Völkerbünde. Wenn die zivilisierten Mächte nicht bald eine Interessengemeinschaft in dieser Richtung eingingen, dann würde die Sowjetregierung nicht nur in Kleinasien triumphieren, sondern auch auf dem Balkan. Obwohl die sozialistischen Parteiführer und Erfüllungspolitiker in sein habe, daß außer von England vo: de ähri= Deutschland von dem Bolschewismus nichts wisaußer von England von den übli#ssen wollten, seien sie in Wirklichteit ungewollt bestunterrichteten diploma, nicht zu erwarten seien. Aber in Amerira steße dessen Vorkämpfer. Eine Besserung der Verhälten wir, daß man sich in der man, wie auch der Senator Buston, ein Mitglied ni#e könne erst nach einer grundlegenden Reüber die neue Verschiebung der amerikanischen Schuldenkonsolidiern:vision des Versailler Vertrages erwartet werden. der ameritänischen Schulbenkonsonvierungskommission, öffentlich erklärte, auf dem Standpunkt, daß ein solches Abstreichen der Schulden nur zur Ausdehnung der militärischen und maritimen Rüstungen der Schuldnerstaaten führen würde. Handelsteil. ir Baris ben Kranzosen als Reauingr.. Des halb verlange das Kabinett von Wasbington, unterstützung Englands auf der Orientkonferenz daß zunächst Eurova selbst seine Angelegenheiten einen Vertragsenfmurs— ges#, hen. un! Ordnung bringen solle. Vor allen Dingen sobeinen Vertragsenndurf vorgelegr hat, der den französischen Forderungen nach politischen und militärischen Garantien im Rheinlande in einem hier bisher für unmöglich gehaltenen Umfang entgegenkommt. In diesem englischen Vertragsentwurf werden auch die französischen Ansprüche auf das Saargebiet anerkannt. Bezüglich des Ruhrgebietes scheint England gewisse Vorbehalte gemacht zu haben, doch wird hier befürchtet, daß England auch in dieser Frage Frankreich noch weitere Konzessionen einräumen könnte. Die neue Linie der englischen Politik wurde auf Betreiben der Konservativen und der maßgebenden englischen Militär. kreise eingeschlagen, die der Drohung einer türlisch=russischen Front nicht anders als durch ein politisches und militärisches Zusammengehen mit Frankreich begegnen zu können glauben. Man erwartet, daß sie die ersten Auswirkungen der englisch=französischen Verständigung in einem schroffen Auftreten des neuen französischen Vorsitzenden der Reparationskommission, Barthou, gegen Deutschland sehr bald äußern. Geld= und Essen, 12. Okt. 2,45 Uhr nachm. Im Verlauf des Geschäfts gestaltete sich die Kursbildung unter starken Schwankungen. Es eröffneten Gulden 500. Gegen 10 Uhr Den niedrigsten 2 nung bringen solle, Vor allen Dingen solle der Gedanke, der auf der Washingtoner Konferenz vertreten wurde, verwirklicht werden, daß zuerst 1010, Dollar 2600, Pfunde 11 eine allgemeine Abrüstung oder wenigstens eine erfolgte stärkeres Angebot. starke Verminderung der militärischen oder mari= Stand erreichten Gulden mit 920, Dollar 2350, timen Rüstungen aller Mächte erfolgen solle, da= Pfunde 10 400. Um 1 Uhr trat eine Befestigung mit die Vereinigten Staaten irgend ein Interesse ein: Gulden 950. Dollar 2450, Pfunde 10600. Im an der Regelung der europäischen Finanzfrage Moment ist die Stimmung sehr fest für Gulder haben könnte. Diese Rüstungsverminderung sollte 980, Dollar 2550, Pfunde 11 300. solange andauern, bis die Schulden der europätschen Staaten an Amerika abgezahlt werden könnten. Die Vereinigten Staaten würden an einer allgemeinen Wirtschaftskonferenz teilnehmen, wobei sie durch bedeutende Persönlichkeiten vertreten sein würden, die an allen Erörterungen und Abstimmungen teilnehmen, letzteres aber nur unter der Voraussetzung, daß die Abstimmung erst durch den Kongreß ratifiziert werden dürfte. Vor allem erwartet man nunmehr die Ankunft der englischen Finanzkommission und glaubt, daß diese am 20. Oktober Europa verlassen könnte.(Wenn nicht die innerpolitische Lage Englands eine Berzögerung berbeiführt.) Produktenbericht. Berlin, 12, Okt. Der Produktenmarkt zeigte im Einklang mit dem weiteren Rückgang der Devisenkurse eine schwache Haltung, doch konnte sich später eine leichte Befestigung durchsetzen Das Angebot ist immer noch zurückhaltend. Weizen war knapp, dagegen Roggen billiger zu haben. Für spätere Lieferungen zeigte sich Kauflust. Gerste war auch in den guten Brausorten wesentlich ruhiger. Mais war bei höheren amerikanischen Preisforderungen ruhiger. In Hafer zeigte sich nur wenig Angebot. Andere Artikel wurden nur in geringem Maße abgesetzt. Aus Castr (2 Neue Gas ren, wird der 4 z. Zt. stattfinden eit September= Da werden wir 1 Kubikmeter Gas Polizeiberi markt wurden v abgefaßt, daß sie die nicht geeicht senden Gegenstän ( Gesellenpri Herrn Obermeis Maler=Innung: linge ab. Sämtlidarf nicht verkani Leistungen infol dung während de können. Es zeigt Berufsschule ist, d nug einschätzen ko die neuen Geselle machte sie darauf sie hinkämen, dure Empfehlung bei er ihnen viel Gli wünsche, einerlei gen ernsten Zeit stets als wackere sich niemals ihres lem ihr erlerntes Treue bewahren. Gründlichkeit ver Kameradschaft übe Augen stehen die vermehren und de den. In diesem E auf den späteren daß bei den neue Kenntnisse sich ver in allen Innunge Mühe und Arbei um die Mängel seitigen. (2 Erhöhte Ge Notare, Rechtsan Gerichtskosten, di nungsgebühren sit Notare und Gerichk fache, die der Rec tel, gewisse Sätze d sache und das Zw der Notare beträgt Rechtsanwälten u die Schreibgebühr Stunde 30 Mk., v Stunde 6 Mk., fl Justizverwaltunger A Keine Eisern Regierung hat die Kreuze an Feldzu nach ihrer Meinun gemacht werden m Anträge nicht meh Schwarz=rot Flaggenmaste der Verfügung des R die Reichsfarben sind entweder in d grau, weiß oder farbigem Anstrich farben von etwa 3 gen. Es soll so au kenntlich gemacht m maste des Deutschen unter dem Flagg nicht besondere Ur Standort der Mas zweckmäßiger ersche ap Wann ist füllte Schulen und größten Nachdruck ten als überfüllt di Halbtagsschulen mit als 80 Kinder besuklassigen Schulen: eine Lehrkraft. Du setz ist diese Zahl 5' Die alten un Schule. Die Reich Karten für den S Die arm Roman von Er Und das tat beruhigendes Gef lein Wandel unn kann sich ein zärtlich werden zanken, sind ent sind einander ga nem Haß stumm Philipp Dor ein grausames Stunden den 1 nem jetzigen Lei lung hatten fre legentlichen Aus nervöse Hast in hatte diese belet sen. Jetzt dageTeppichen und lierten Möbeln stille— wie di#ertiggebracht he und Gekreisch m ädchen vom La wöhnt, daß die daß man ihn je Diese Dame muf den für die Ber voll Gram und ein weiterschler ihrer Anwesenhe seinem eigene untergebracht we den Kindern ge Großmutter ihre Kindern nach un dem bioher Frar lausend hülbschen Raise Reich a in das bish die notwendigen zur Verfügung vernünftig, Phili * Suthaben rt. er Freigabe liegen neue zung dieser n den Verorderungen gegenwär, ika geführt ent. sen. igen politih sein, die eginnen zu spunkte die ereit haben ß die FrieI auf dem 5 müsse die bestätigen. wirtschaft lacht werde der Inverkschaften en Meergemeldet, Orient die r Schwarvorliegenber außer. nur ein eben, dem isa Kemal st vor kur. abgelassen. iderwertig le sei ein durch eine den sein, nenwasserracht wergesetzt zu politik. veröffent. Nünchener habt hat. die türkiser MeerMan erllung des en Grenna hinter belche den gebrochen Is stärker sich daher Feind geicht anzuusammenkrieg von lit großer ürde die gen. Der ochen sei, sich auch ordafrika scht wünie Großdies die se. Aber f halbem önne ein werden. Angelee. Südulgarien Dem unr seltsam rieg mit es außer lgentliche den Rusroßbrita. trag von der von zte, um auen zu te einigwürde pfen als Mächte n dieser jetregieen, sonsozialttiker in hts wisngewollt Verhältden Rewerden. Verlauf ig unter Gulden 10 Uhr drigsten ür 2350, estigung 600. Im Gulder Aus Castrop und Umgegend (2) Neue Gaspreiserhöhung. Wie wir erfahren, wird der Gaspreis für Castrop von der z. Zt. stattfindenden Ablesung ab, also für die it September=Oktober auf 29,40 Mk. erhöht. Da werden wir wohl bald doppelt soviel für den Kubikmeter Gas zu zahlen haben wie Dortmund. Polizeibericht. Auf dem gestrigen Wochenmarkt wurden verschiedene Geschäftsleute dabei abgefaßt, daß sie Gewichte und Wagen benutzten, die nicht geeicht oder kassiert waren. Die betref- smgnilt Hgret#u werden, senden Gegenstände wurden beschlagnahmt.(mania winenoer Bescheid O Gesellenprüsung. Unter dem Vorsitz des Herrn Obermeister Roewer hielt die hiesige Maler=Innung die Prüfung ihrer Herbstlehrlinge ab. Sämtliche Prüflinge bestanden. Jedoch darf nicht verkannt werden, daß die theoretischen Leistungen infolge der mangelhaften Schulbildung während des Krieges nicht voll befriedigen können. Es zeigt sich immer mehr, wie wichtig die Berufsschule ist, deren Einfluß man nicht hoch genug einschätzen kann. Der Obermeister entließ die neuen Gesellen mit warmen Worten und machte sie darauf aufmerksam, daß sie, wo immer sie hinkämen, durch ihren Gesellenbrief Schutz und Empfehlung bei den Meistern fänden, und daß er ihnen viel Glück auf den ferneren Lebensweg wünsche, einerlei wohin derselbe sie in der heutigen ernsten Zeit führen würde. Sie sollen sich stets als wackere deutsche Gesellen betrachten und sich niemals ihres Berufes schämen, und vor allem ihr erlerntes Handwerk achten und ihm die Treue bewahren. Ihre Arbeiten mögen sie mit Gründlichkeit verrrichten und stets eine gute Kameradschaft üben. Als Ziel müsse stets vor Augen stehen die Kenntnisse und das Wissen zu vermehren und dereinst tüchtige Meister zu werden. In diesem Sinne wünschte er ihnen Glück auf den späteren Lebensweg. Es ist zu erhofsen, daß bei den neuen Prüflingen die theoretischen Kenntnisse sich verbessern, wie in diesem Punkte in allen Innungen zu klagen ist. Es wird viel Mühe und Arbeit in den Berufsschulen kosten, um die Mängel der Kriegsausbildung zu beseitigen. ( Erhöhte Gerichtskosten. Die Gebühren der Notare, Rechtsanwälte, Gerichtsvollzieher, die Gerichtskosten, die Schreibgebühren und Rechnungsgebühren sind erhöht worden: die der Notare und Gerichtsvollzieher auf das Zwanzigwerden. Der Minister hat angeordnet, daß die polltischen Grenzen des Reiches, sowohl die heutigen wie die vor dem Frieden von Versailles, angegeben werden. * Rücksicht auf katholische Feiertage. Auf eine vom Reichsgeneralsekretariat der Zentrumspartei an das Reichsministerium des Innern gerichtete Anfrage, ob katholische Reichsbeamte von der vorgesetzten Behörde fordern dürften, an besonderen katholischen Feiertagen zum Zwecke der Erfüllung ihrer religiösen kirchlichen Pflichten vom ist nach der„Germunia“ folgender Bescheid eingelaufen:„An den staatlich anerkannten katholischen Feiertagen ist den Beamten des betreffenden Religionsbekenntnisses Gelegenheit zur Erfüllung der religiösen Bedürfnisse zu geben“. 8 Der 3. Westfälische Beamtentag findet am 14., 15. und 16. Okt. in Hagen statt. Die Tagung wird für die westfälische Beamten= und Lehrerschaft von besonderer Bedeutung sein, weil sie zu einer Reihe sehr wichtiger und aktueller Beamtenfragen Stellung nehmen wird. Die Referate liegen in den Händen erfahrener Sachverständiger. Aus dem Emschertal. L Habinghorst.(Firmung). Am Donnerstag Nachmittag traf der hochw. Herr Bischof von Münster, Dr. Johannes Poggenburg, auf seiner Firmungsreise von Datteln kommend hier ein. Er wurde von Henrichenburg und von einer Radfahrerabteilung mit sein geschmückten Rädern, einer Anzahl Reitern und aus Mitgliedern der kirchlichen und weltlichen Gemeindevertretung im Wagen abgeholt. An der Gemeindegrenze erwarteten den Bischof die Schulen und die kirchlichen Vereine mit ihren Fahnen. Ueber die Dortmunder=, Nord=, Kronprinzen=, Josef=, Hermann=, Prinz Heinrichstraße bewegte sich der Zug zur Kirche, wo der Beschof eine kurze Ansprache hielt und den Segen erteilte. Am heutigen Tage wird er etwa 300 Kinder das Sakrament der hl. Firmung spenden. Die Straßen der Gemeinde sind mit Fahnen, Kränzen und Triumphbogen guf das. Herrlichste geschmückt. □ Habinahorst.(Die Drahtdiebe gefaßt). In letzter Zeit haben wir wiederholt über Kupferdrahtdiebstähle in der Kanalstraße berichten müssen. Allein bei den letzten Diebstählen graphenvereine. Ueder dus Wesen verfelden sind im Laienpublikum nicht selten Anschauungen vorhanden, die es, namentlich im Interesse der zahlreichen Stenographielernenden, wünschenswert erscheinen lassen, Aufklärung darüber zu verbreiten. Die folgenden Zeilen haben den Zweck, einen Einblick in die Tätigkeit der Stenographenvereine zu verschaffen. Wie schon der Name andeutet, sind die Stenographenvereine Vereinigungen zur Ausbreitung und Pflege der Kurzschrift. Zu diesem Zwecke veranstalten sie öffentliche Unterrichtskurse zur ste sic im früheren Ausmaß fortsetzen tassen wiro. Das verarmte Deutschland kann nicht mehr das sozialpolitisch reichste Land der Welt bleiben. Vielmehr müssen wir einen den wirtschaftlichen Möglichkeiten sorgfältig angepaßten Ausgleich finden zwischen dem riesenhaft gewachsenen Fürsorgebedürfnis und den immer knapper gewoide. nen Mitteln zu seiner Befriedigung und können unter Beseitigung alles irgendwie entbehrlichen Beiwerks und bei Verzicht auf manches liebgewordene Gute nur das für den Wiederaufbau der Nation Beste, Wertvollste erhalten. Das ist eines Erlernung des Systems und sorgen später durch der schwierigsten aber bisher noch viel zu wenig in mannigfache Einrichtungen innerhalb des Vereimz seiner vollen Tragweite erkannten Probleme, die für die praktische Ertüchtigung der angehenden bei der Neugestaltung unserer Sozialversicherung ** zu lösen sein werden. Für ihre in diesem Sinne zeitgemäße Reform ist es in erster Linie geboten, den Schadensausgleich vornehmlich in Gestalt fortlaufender Geldrenten nicht mehr als das Kernstück der sozialen Fürsorge zu behandeln, dagegen Schadenvergütung und=Vorbeugung möglichst in den Vordergrund zu rücken. Für die Invalidenversicherung ergibt sich hieraus u. a. die Notwendigkeit, sich mit der Fürsorge für den Stenographen. In letzter Hinsicht ergänzen sie den stenographischen Schulunterricht, der sich in der Regel mit der bloßen Darbietung des Systems begnügt, die Uebung aber dem Lernenden selber überläßt. Es kann daher allen Stenographielernenden, ganz gleichgültig. ob sie die Kurzschrift in einem Vereins= oder Schulkursus erlernt haben, nur dringend empfohlen werden, sich sofort nach Beendigung des Unterrichts einem Stenographen= verein anzuschließen. Welche Vorteile bietet der Stenographenverein seinen Mitgliedern? Der erste Gewinn besteht darin, daß die angehenden Stenographen in einen Kreis gleichstrebender Systemgenossen eingeführt werden, und daß dadurch das Interesse für Stenographie in ihnen lebendig erhalten wird. Geschieht das nicht, wird der rechtzeitige Anschluß versäumt, so geht das Erlernte sehr bald wieder verloren, und die aufgewendete Zeit und Mühe ist nutzlos sheißer vertan. Sodann sorgt der Verein für eine pan S# durch die verheerenden Folgen des Weltkampfes und der Nachkriegszeit schwer geschädigten jugendlichen Nachwuchs, Deutschlands Hoffnung, eindringlicher zu befassen. Hier steckt die Gesetzgebung noch in den Anfängen, und das, was die Landesversicherungsanstalten unter dem Schutz der vom Reichsversicherungsamt weitherzig ausgeleg. ten Vorschriften der Reichsversicherungsordnung bisher leisteten, war nur ein Tropfen auf einer ßen Stein. Soviel Dunkel auch über unseren gegenwärti. mäßige Wetterbildung seiner Mitglieder. Zu=sgen Geschicken liegen mag, erhalten wir uns Tatnächst läßt er es sich angelegen sein, daß das neu kraft und lebensbejahenden Geist. Fest die Hand eingetretene Mitglied das System vollkommen an den Pflug gelegt, nicht rückwärts geschaut, son. richtig, schön und geläufig schreiben lernt, was ein dern entschlossen die Furchen in die Zukunft geAnfängerkursus mit meist beschränkter Stunden=zogen. zahl nicht immer zu erreichen vermag. Die im Der Verbandstag faßte einstimmig folgende Anfängerkursus erworbene Systemkenntnis wird Entschließungen: im Fortbildungskursus berichtigt, vertieft und abgeschlossen. Darauf beginnen die Schnellschreibübungen, die von erfahrenen Stenographen geleitel gewisse Säbe der Gerichtskosten auf das Drei, wurde aus den Zugsthetzngen Draht im Werte der Notare beträgt statt 20 Psg. 10 Mark. Bei den teilten,““ konnte die Polizet, wie wir mitRechtsanwälten und Gerichtvollziehern beträgt ihr gelingen wollte. die Diebesbande die Schreibgebühr für den Zeitaufwand von einer spüren. Am Donnerstag konnte sie 3 Personen Stunde 6 Mk., für jede Seite Schreihwerk in Althändler aus Recklinghausen Saß altungen 10 Mark usw.(wieder mit seinem Wagen durch die Gemeinde A Keine Eiserne Kreuze mehr. Die preußische fuhr und wieder gestohlenes Gut auf dem Wagen Regierung hat die weitere Verleihung Eiserner hatte. Die Drahtdiebe haben bisher eingestanden, Kreuze an Feldzugsteilnehmer abgelehnt, weil vor 3 bis 4 Wochen in Bladenhorst Leitungsdraht nach ihrer Meinung mit der Verleihung ein Ende gemacht werden müsse und die Berechtigung der Anträge nicht mehr nachzuprüfen ist. tet werden. Jedes Mitglied wird in die seiner Fertigkeit entsprechende Uebungsabteilung eingereiht; je nach der Steigerung der Fertigkeit erfolgt der Uebertritt in die nächst höhere Abteilung. Wenn die Schreibgeläufigkeit eine gewisse Höhe erreicht hat, wird Gelegenheit zur Erlernung der Redeschrift gegeben, die die wörtliche Aufnahme der schnellst gesprochenen Rede ermöglicht. Der Wetteifer der Mitglieder wird angespornt durch die Wett= und Preisschreiben, die in kürzeren oder längeren Zwischenräumen abgehalten werden; meist ist mit ihnen auch ein Wettlesen verbunden. Demselben Zwecke dienen die Gaubundsund Verbandswettschreiben und Wettlesen, die alle 1. Der Verbandstag der Versicherungsanstalten Deutschlands hält bei der fortschreitenden Geldentwertung und Verteuerung aller Lebensmittel und Bedarfsartikel des täglichen Lebens eine schleunige Heraussetzung der Höchstgrenze des anzurechnenden Einkommens zur Gewährung der Notstandsbeihilfe an Sozialrentner für dringend geboten. 2. Das Gesetz vom 18. 7. 1922 hat den Landesversicherungsanstalten eine Rentenbelastung auferlegt, der eine entsprechende Erhöhung der Einnahmen nicht gegenübersteht. Wenn vielleicht bei Fortbestand der jetzigen Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt die Deckung der Ausgaben für Rentner noch möglich werden wird, so ist bei wirtschaftlichen Krisen, namentlich bei Eintritt einer umfangreicheren Arbeitslosigkeit, damit zu rechnen, ein bezw. drei Jahre anberaumt werden, und bei daß die Beitragseinnahmen hierfür nicht mehr Schwarz=rot=gold bei der Eisenbahn. Die Flaggenmaste der Reichsbahn sollen nach einer Verfügung des Reichsverkehrsministers sämtlich gestohlen zu haben. Den Draht haben sie nach ihren eigenen Angaben zunächst vergraben, dann zerschlagen und an dem Althändler Karl M. aus Recklinghausen=Süd verkauft. Dieser will zwar mit der Sache nichts zu tun haben. Doch wurde auch er als hinreichend verdächtigt festgehalten. die Reichsfarben schwarz=rot=gold erhalten. Sie Zaxe Raß)“ war mit Waffen gut ausgerüstet. In sind entweder in diesen Farben oder einfarbig.“wnung des einen, namens., wurden grau, weiß oder schwarz zu streichen. Bei einfarbigem Anstrich ist ein Ring in den Reichsdenen den Siegern wertvolle Preise winken. Wer ein Zeugnis über seine Fertigkeit wünscht, der kann sich einer Prüfung vor dem von dem Stenographenverbande Stolze=Schrey eingesetzten Ausschuß für Fertigkeitsprüfungen unterziehen. Die ausgestellten Zeugnisse haben einen hohen Wert. Wer daher in der Stenographie und in seinem Berufe vorwärts kommen will, der beherzige den Rat: Tritt sofort nach Erlernung des Systems in einen Stenographenverein als Mitglied ein. Tagung der Landesversicherungen Der Verband deutscher Landesversicherungsanfarben von etwa 30 Zentimeter Breite anzubringen. Es soll so auch bei kenntlich gemacht werden, daß maste des Deutschen Reiches unter dem Flaggenknopf nicht besondere Umstände, Standort der Maste usw. eine andere Stelle zweckmäßiger erscheinen lassen. ap; Wann ist eine Schule überfüllt? Ueberfüllte Schulen und Schulklassen sollen mit dem zrößten Nachdruck beseitigt werden. Bisher galten als überfüllt die einklassigen Schulen und die Halbtagsschulen mit einem Lehrer, wenn sie mehr als 80 Kinder besuchten, und die zwei= und mehrklassigen Schulen mit mehr als 70 Kindern auf eine Lehrkraft. Durch das Diensteinkommensgesetz ist diese Zahl auf 60 verringert worden. 5' Die alten und neuen Reichsgrenzen in der Schule. Die Reichsgrenzen sollen auf sämtlichen Karten für den Schulgebrauch sichtbar gemacht allein 4 Sprengpatronen, eine Flasche loses Pul gastemt######## Lesversicherungsan. ver und eine neue Tasche für eine Armeevistole stalten hielt seinen 3. Verbandstag in Münster ab, gefunden und beschlognahmt. Die Pistole will der zu dem zahlreiche Vertreter der Landesversicheistalten erschienen tsbehörden waren der Herr Oberhauptmann und der ichsversicherungsamtes soit noch weitere Kreise ziehen, da wie Vertreter des sächsischen und des bayrischen man annehmen darf, daß noch mehr Helfer und Landesversicherungsamtes zugegen. Aus den BeHelfershelfer in Frage kommen und daß es sich grüßungsansprachen erscheint uns die des Herrn um die Bande handelt, die seit Wochen plan= Präsidenten des Reichsversicherungsamtes besonmäßig im Landkreise Dortmund größere Draht=ders erwähnenswert. Präsident Kaufmann führte diebstähle ausführte und dadurch Licht=, Kraft= u. a. aus: Deutschland leidet unsagbar unter der und Telephonleitungen unterbrach und so große noch ungelösten Reparationsfrage. Der gewalBennruhigung erregte.itige Sturz der Mark, unsere beginende Kreditund Zahlungsmittelnot sind Wetterzeichen, die mit erschreckender Deutlichkeit zeigen, daß wir einem Abgrund zueilen, in dem mit dem Besiegten auch die Sieger versinken würden. Hoffen wir, daß Warum Sie Mitglied eines Stenooraphenvereins werden müssen? ausreichen werden. Sollten daher weitere Rentenerhöhungen zu Lasten der Versicherungsanstalten in Aussicht stehen, so müßten diese zur unerläßlichen Voraussetzung haben, daß die Beiträge entsprechend erhöht werden. Ein beschleunigter Aufbau neuer Lohnklassen nach den jeweiligen Geldverhältnissen ist mit Hilse des sozialpolitischen Ausschusses des Reichstages dringend erforderlich. 3. Die Vollversammlung der Träger der deutschen Invalidenversicherung hält nach wie vor an der gesetzlichen Verschmelzung der Invaliden= und Angestelltenversicherung fest. Für diese Forderung ist die Erkenntnis maßgebend daß eine für das Wirtschaftsleben brauchbare Abgrenzung des beiderseitigen Versicherungskreises nicht möglich ist. sowie daß keine Art der Trennung eine klare und reibungslose Durchführung der beiden Versicherungen gewährleistet, vielmehr jede weitere Trennung die Interessen aller Versicherten, insbesondere der der Invalidenversicherung unter Vermehrung der schon jetzt bestehenden Schwierigkeiten, schädigt. Der Stenographen=Verein Rauxel=Castrop bald Hilfe kommt und es trotz allem gelingt, die für schreibt uns: leinen Aufstieg unseres Volkes unentbehrliche soIn fast allen größeren Orten des deutschen Vaterlandes und darüber hinaus bestehen Stenoziale Fürsorge durch die Stürme der Zeit zu retten. Dabei dürfen wir aber nicht erwarten, daß (Staatsmedaille, gold. Ausstellungspreise,# Flügel. Harmcviums u. Kunstspielinstisnente unübertroff. an Qualität und Preiswürdigkeit p. B. G. Ju. 45853 Roth& Junius Hof-Piano- u. Plügelfabrik Hagen I.., Bahnhofstr. 20 * deg der ttag wer Es Die in mit absem gerde ner ung ins ein enden hrweerles inn der der gt. ner diEru eiP. ein ter ilrt. se desich ieder in inen ür ten si11. 8. r m n die r r. en es e #f en 6. nes er 1d e 1 Die arme Sünderin. Roman von Ernst von Wolzogen. (Nachdruck verboten.) beruhigendee Gefsch gut. Es wor so ein sein Bandel.31 wisen, daß man sich mit Fräukann sich ein au Jauben konnte. Denn zanken Mann nur mit einer Frau, zu der er auch zärtlich werden kann. Mann und Frau, die sich nie zannen, sind entweder geborene Engel oder aber. sie nem eingnger ganz gleichaültig, wenn sie mit verbissenem Haß stumm aneinander vorbei leben. sich in diesen Tagen manchmal Vergnügen daraus, in seinen einsamen in seinem früheren und seisung hoften freisch. püren. Farbe und Abwechs. lagentlichen.; arrys Launenhaftigkeit, ihre ge„ausbruche kindischer Unvernunft und ihre hatte diese hef“ das Familiendasein gebracht. Aber er ken Jetzt besecbendsgcutheift zu teuer bezahlen müsen. Feyl dagegen iche### über allen wohlgeklopften lierten Mäzein fosch u einlichst abgestaubten vostille— wie dia Person dag. ai0e, hühle Kirchenstille— wie die Person dus nur in den paar Tagen als er, eines Abends heimkehrend. den ganzen Umzug schon bewerkstelligt fand. Das Bett seiner Frau benutzte jetzt die Mutter— das war auch gut, denn mit dem leeren Bett neben sich wäre ihm die Nachtruhe wohl noch mehr gestört worden. als es so schon durch sein Sorgen und Grübeln geschah. Er hatte der Wandel gesagt, daß er von seiner Frau trennt lebe, ohne sich auf weitere Erklärungen einzeigte ung der konnte chsetzen. d. Weiger zu Kaufusorten ameriHafer Artikel und Gehreisch mebr be Prang, daß e dei Cevolter und Gentrisch mhr heraufdlung, daß sogar das Hausnädchen vom Lande sich einen schwebenden Gang angewöhnt, daß die Wirtschaft tadellos geführt wurde, ohne je mit irgend welchen Fragen behelligte! „Dame mußte offenbar ein seines Verständnis haden für oie Bedürfnisse eines nervösen Mannes, der Vein Prgr. WPd.Ser Si sein freudloses Dohrar###terschieppt. gie hatte schon am dritten Tage er Anwesenheit denretiert, daß der Hausherr wieder n seinem eigenen Bett in dem ehelichen Schlafzimmer untergebracht werden müsse. Und damit er nicht von werde und gleichzeitig auch die itter ihre Bequemlichkeit habe, war sie mit den ldern nach unten gezogen in das Gartenzimmer, in jeher Frau Carry inmitten ihrer Blumen und mutiges Reich gehabe hale erdnet anRat in das bieherige;“ uufüc wurde die Frau die notwerdiger Wi: Frinderzimmer einquartiert und zur Bers gen Madel azz, jenem Gartenzimmer ihr vernämt. GtIG,Hestest, Plele.„Maßnahme war sehr reiichiflag,##hilipo Dorn vonnie sio nur autheißen, gerrennt zulassen. Was sie wissen wollte, hatte die kluge Dame mit leichter Mühe und ohne daß sie indiskret erschien, aus der Frau Rat herausgeholt. Von den Dienstboten ließ sie sich nichts erzählen, und Suse. die sie in den ersten Tagen vorsichtig über ihre Gefühle für die Mutter sondiert hatte, war allen klaren Antworten mit zarter Scheu ausgewichen. Ohne besondere Schwierigkeit war es Fräulein Wandel geglückt, die naiv zur Schau getragene Abneigung der beiden Knaben zu überwinden, indem sie sich gegen sie zunächst sehr freundlich und nachsichtig erwies und einige neue amüsante Sviele mit ihnen spielte. Sie hatte den Buben geheißen, sie„Wandelchen“ zu nennen, und wenn sie etwas eBsonderes zu erbitten hatten, so mußten sie„liebes Wandelchen“ sagen oder gar „süßes Wandelchen“— dann wurde es lächelnd gewährt. Und da diese Kinder auch noch plumpe Egoisten waren, wie es sich für gesunde, normale Kinder gebührt, so gewöhnten sie sich, um ihres Vorteils willen, ohne viel Widerstreben das„liebe“ und das„süße Wandelchen“ an. Ueber die Fragen nich der Mutter ging sie mit unbestimmten Antworten leicht hinweg. Suse gegenüber— das merkte das kluge Fräulein schon am ersten Tage— galt es nun freilich, einen andern Weg einzuschlagen. Deren Vertrauen war nicht so leicht zu gewinnen; denn sie trug die Erinnerung an die Mutter als einen frischen Schmerz tief in dem von frühem Kummer aufgewühlten Gemüt. Dies kleine Mädchen litt wie ein Erwachsener unter dem schweren Verlust, den die Trennung der Eltern ihm zugefügt hatte. Und seine ersten Augen folgten jeder Bewegung der Fremden, der sie nun Gehorsam und Liebe zollen sollte on Stelle der Mama, mit scheuem Argwohn. Suse trotzte der Gouvernante nicht aus Haß, sondern aus dem sicheren Instinkt der Liebe heraus, der ihr sagte, daß sie das Schönste und Beste ihres zärtlichen Herzens immer für die arme Mutter zurückbehalten und an heine Freinde nerschwenden dürse, Sie tat ohne Murren, was Fräulein Wandel von ihr verlangte, soweit es ihre Schularbeiten, ihr Betragen und sonst allerlei Aeußerlichkeiten betraf. Aber sie war nicht zu bewegen, in Worten oder Handlungen Zärtlichkeiten zu bezeigen, die sie nicht empfand. Fräulein Wandel war sich schon nach wenigen Tagen über die Charakter der Familienmitglieder vollkommen klar. Der Herr Doktor Dorn schwach, sehr gutmü fg. gelegentlich aufbrausend, verliebter Natur und doch linkisch schüchtern. Der Mann war ihr sicher: wenn sie etwas von ihm wollte, konnte sie ihn um den Finger wickeln. Dann war die Großmutter: etwas beschränkt, wenig gebildet, wie die meisten Damen ihrer Ceneration; und dann die Kinder: die Knaben gesunder Durchschnitt, ohne besonders hervorstechende Talente oder Eigenschaften, in der Lenkbarkeit dem Vater ähnlich und ihren Temperamentsüberschuß in gelegentlichen kleinen Tobsuchtsanfällen äußernd. Das Mädihen aber ganz fremd in diesem Kreise, schwer zugängllich, empfindsam, nachdenklich und dennoch keine träumende Phantastin, sondern ein ganz klares, auf das Wirkliche gerichtetes Köpschen. Es mußten verschiedene Bluterbschaften dazu beigetragen haben, dies eigennntige Wesen zu erzeugen. Was aber das Kind, vielleicht ihm selbst unbewußt, in diese stille und hartnäckige Opposition gegen den Einfluß der Fremden trieb, das war ofsenbar das Gefühl ihrer heiligen Verpflichtung. die Rechte der Mutter in der verwaisten Fomilie wahrzunehmen. Fräulein Wandel war natürlich von vornherein überzeugt, daß diese Mutter eine leichtsinnige, unmoralische Person gewesen sein müsse. Die Verschwiegenheit des Herrn Dorn und der Großmutter über den wahren Grund ihrer Entfernung aus dem Hause, das bedeutsame Achselzuchen der Dienstboten— das alles sagte ihr deutlich: die Frau hat Dinge begangen, über die man sich zu sprechen scheut. Wenn nicht eine schwere Versündigung gegen das sechste Gebot der Grund der Trennung gewesen wäre, so hätte der Gatte wohl auch nicht mit solcher Geschwindigkeit einen Ersatz herbeizuschaffen gesucht. Eine Wiedervereinigung mußte ausgeschlossen sein. Von dieser Voraussetzung ausgehend, folgerte Fräulein Wandel ferner, daß die kleine Suse Dorn zu viel von dem Blute der Mutter in sich haben müsse. Dieser Erbteufel in dem Kinde erblichte in der Gouverneite, über deren Sinne niemale die Versuchung Gewalt gehabt hatte, den natürlichen Widerfacher und stachelte es zur Auflehnung an. Und ernst, wie sie ihre Erziehungsaufgaben immer genommen hatte, beschloß, die Wandel demgemäß, das Werk der Teufelsaustreibung bei Suschen sofort und mit allen Mitteln in Angriff zu nehmen. Glaubensstark, wie sie war, erkannte sie in allen Schicksalsfügungen die Hand eines persönlichen Gottes, der in seinem Zornmut und in seiner fanatischen Gerechtigkeit noch ganz der alte Jehovah war, und in allen bösen Regungen der Menschenbrust das Werk des leibhaftigen Satans, der die Legionen seiner Unterteufel in allen Menschenseelen einquartierte, die nicht bis ins letzte Winkelchen hinein von Gott erfüllt waren Des Menschen Wille war vom Teufel, und ihr oberster Erziehungsgrundsatz war demgemäß der bewährte jesuitische, zunächst einmal den Willen vollständig zu brechen; dann war der Teufel. lahmgelegt und die Wohnung für den Geist Gottes bereitet. Fräulein Wandel fühlte, daß Suse neben der instinktiven Antipathie auch noch ein besonders Geheimnis vor ihr hatte. Sie vermutete, daß das Kind hinter ryrem, vielleicht auch hinter des Vaters Rücken Be; ehungen zur Mutter unterhielte. Darüber wollte sie erst Klarheit gewinnen. Sie ließ das Kind nicht aus den Augen, solange es im Hause war. so daß es tatsächlich nur in der Schule etwa an die Mutter hätte; schreiben können. Sie hatte Suse einmal scheinbar gleichgültig gefragt, ob sie wisse, wo ihre Mama sich gegenwärtig aushalte. Und da hatte das Kind errötend und sichtlich verwirrt nein gesagt. Also kannte es zweifellos die richtige Adresse. Der Zufall verschaffte Fräulein Wandel bereits am fünften Tage ihrer Anwesenheit im Hause die gewünschte Klarheit. Sie ging eines Morgens gerade über den Vorflur, als der Briefträger klingelte, und nahm ihm die Postsachen ab. Da war ein Brief debei aus München an Fräulein Susanne Dorn. Den steckte sie ohne Zögern in die Tasche und legte die übrigen Sachen neben Herrn Dorns Platz auf den Frühstückstisch. Und als Suse zur Schule gegangen war und die beiden Buben im Garten spielten, las sie im Schlafs zimmer in aller Muße den Brief Carry Dorns an ihn Töchterchen durch. . Fortsetzung folgt. Dem Herrn über Leben und Tod hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, Mittwoch morgen 9½ Uhr unseren innigstgeliebten hoffnungsvollen Sohn, unseren guten Bruder, meinen lieben Schwager, Neffe und Vetter P Mr, SUncel im Alter von beinahe 22 Jahren infolge eines schweren Unglückstalles zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. In tiefem Schmerz: Die trauernden Hinterbliebenen. Castrop, Brakel(Kreis Höxter), Huckarde, Gelsenkirchen und Merklinde, den 11. Oktober 1922. Die Beerdigung findet Samstag, den 14. Oktober nachm. 4¼ Uhr vom katb. Krankenhause aus statt. 5510 9 5 5 1 55 e für Milch- und Mehlspeisen, Saucen, Kakao, Tee, Puddings, Kuchen, Torten, Eis und als Zusatz zu solchen eingemachten Früchten, die nur ein schwaches Aroma haben, wie z. B. Apfelgelee, Marmelade etc. ist Dr. Oetker’s Vanimin-Zucker Hiermit kann man den Speisen und Getränken auf die einfachste Weise den feinen VanilleGeschmack und das köstliche Vanille-Aroma geben. Vielfach wird nun sog. Vanillin-Zucker zu vielleicht etwas billigerem Preise angeboten, der jedoch einen so geringen VanillinGehalt hat, daß Geschmack und Aroma schon beim Lagern in den Geschäften sich verflüchtigt hat. Man achte daher beim Einkaut darauf. daß man nur Dr. delker's Fabrikale mit der Schutzmarke „Detker’s Heilkopf“ erhält. Hiesiges Werk sucht zu sofort einen zuverlässigen, gut empfohlenen " N a c h t w ä c h t e r 95 Schriftliche Angebote unter 5504 an die Geschäftsstelle dieser Zeitung erbeten. — Höchste Waschkraft Größte Ergiebigkeit HENKEL&ap CIE., DOSSELDORF. KIE BParur L arke Rotfrosch- Schuhposto Verner& Merts.-G. Moinz Nur Barachc! besattigt Kräge ohne den Rörper einzuschaleren. Se genügt einaches Einretden der Hände. Das und einfachste euf biefem Gebiste. Verlangen Sie auebrücklich Sarachol. 5e beben in den Apotheken und Drogerten. Fabr. Pharma, Mänster I. B. Auf Teilzahlung Herren u. BurschenAnzüge, Schlüpfer. Regenmäntel, CoverCoats. Culaways, Hosen. Damenmäntel Costüme, Kleider, Blusen, Röcke bei Max Mischkowski 55 12 Dortmund Steinstraße 60. banse, Enten, Hühner Auken, Hähne kauft zu hohen Preisen und bolt selbst ab. (Nachricht durch Postkarte genügt). Gustav Birkbahn 5506 Castrop Geflügelhandlung Widumerstraße 37. Fernruf 332. 1 last neue Matratze im br Beltstelle m.„ 2 schl. Waschkemode Mantelstock zu verkaufen. 5115 Kirchplatz 9. Rebhuhnfarb. Italiener 1920 u. 21er hn 1922 er zu verkaufen. Her#gerstr. 59. zu verkaufen. 5511 Schäfer, Rauxel=Dorf, Mittelstraße Jahle höchste Preise für gebrauchte Möbel, Fahrräder, Nähmaschinen, Kochherde. Oefen, Kleidungsstücke usw. Postkarle genügt. G. Olter=, Biesenkampftr. 17 Döbermann Teisen preisweri abzugeben. 5520 Sommer, Zeppelinstr. 3. Heute bis einschl. Montag! Eints Spielplan I. Katsel-Awias Wellner Metropol- Theater Castrop, Kalser-Friedrichstraße 21. —* Aelteste und hervorragendste*# — Lichtbildbühne am Platze— 41% verbunden mit Cafe-Restaurant# Eigene elektr. Lichtzentrale- Zentralbeizung 3. Tell betitelt Die Kampte Ar Sadan 6 Akte. 6 Akte. In der Hauptrolle: Mary Walcamp. 2. Tarzans neue Mission 6. Tell betitelt: varzan der Farentisse 6 Akte. 6 Akte. In der Hauptrolle: Elmo Lincoln. 3. Als Lustspiel: SUI Original amerik Humoresk. An allen Tagen großes KünstlerOrchester unter Leitung des Kapellm. 5117 Carl Wilhelm, Cafe Becker TWVeigseber“ Sie kauten die Weine bei mir 50% billiger wie beim Produzenten. Ein 5487 Sienst mäuchen gesucht. Gasthof Strotkamp, Rauxel=Bahnhof. Ordentliches fleißiges 1 für alle Hausarbeiten für ruhigen Privathaushalt nach Dor mund gesucht. Näh. bei Geschw. Reinhard, Castrop, Wittenerstr. 21 Ig. anständ. Herr sucht für sofort 5516 Kechhung stermutare Castroper Zeitung Die Tage der Sensationen!!! Gollath Armstrong alias Elmo Linooln Der Meister der Sensation Der Fürst der Abenteurer Der König der Krall in seinen unübertroffenen Evolutionen Heute! Heute! I. Teil Das unkeimnene Phanten. Eine original amerikanische Episoden-Sensation in 6 Teilen. Heute die ersten 5 Akte. Etwas nie Dagewesenes und auch bis heute nicht Uebertroffenes. Die Fortsetzung des amerikanischen Riesenfilms Das grosse Kaufumgeneinnis 3. Tell: in der bewalt eines Wähnsinnigen 6 Akte, welche bereits die erzeugte Spannung veiter steigern werden. Fabelhafte Vorkommnisse von ungeahnter Wirkung. Voiol Der Roman einer Mutter. Baron Herbert von Strehlen erwartet in sehnsüchtiver Ungeduld die Rückkehr seines Weibes. Charlie Chaplin in Wreh Sänige Sie platzen vor Lachen. Aenderungen im Programm vorbenalten Musikalische Begleitung: 5514 Herr Kapellmeister Schmitt mit seinen Künstlern. Mi Jugendliche unter 18 Jahren haben# auch in Begleitung Erwachsener## keinen Zutritt En * oder Schlafstelle Janiczek, Monteur, Mühle Büchter, Bövinghausen. zugelaufen. statlung der Gegen Erstatlung der Unkosten binnen 8 Tage abzuholen. 5505 Hellmich, Hernerstr. 122. Ratskeller Rauxel Gürgerlicher Mittag u. Abendtisch, kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit 5509" Johann Rauen. Bekanntmachung. Die festgesetzte Stadtkassen=Rechnung für 1919 liegt vom 16. d. Mts. ab 14 Tage lang im Verwaltungsgebäude 1, Zimmer 11, zur Einsicht offen. Castrov. 10. Oktober 1922. Der Maaistrat. Nähe Jeche Graf Schwerin. Zu erfr. in d. Gesch. d. Itg2 anständige Leute erhalten Zu erfragen in der Agentur Wedekind Hobinabork Ausgiebig im Gebreud enfolge Seines storhen Vanille- Aromas 2f der bewöhrteWanner Vonillin- Zucker onrer Nahrmittelfahrt