1% 48. Jahrgang eler Neueste Nachrichten Rotationsdruck und Verlag: Castroper Zeitung(Geschw. Schmitz), Casirop Amtl. Veröffentlichungsblatt für den Landgerichtsbezirk Dortmund, für die Stadt Castrop und die Amter Rauxel und Alle amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Castrov, der Amter Raurel und Wadendorß erlangen nach Veröffentlichung in obigen Blättern rechtsverbindliche Kraft. Anzeigengebkhre n: 100 Vjg. für ons Smal gespalt. Minlimeten selle Auswärtz 120 Vsg,, für die Empfehlungszelle„, Ersullungsort Castrop. Der etwa gewährte Rabatt erlischt bei Konkursen, Zwangsvergleichen und gerichtlichen Klagen. werden die mittag kleineze, bis. 4 Uhr muttags vor Ausgabe der Zeitung erbeien. Postschedkonto: 40 150 Köln.— Fernsprech=Anssluß Nr. 6. :zantwortlich für den Schrifttell:#anz Joseph##nys, Castrop. Die Casttoper Jettung erscheint tglich mit aulbnapete Bn in und be und Beterigge und kostet, durck 0,00 Mart(im voraus zahlhar) eüir das Blerelicht gusgaße und ss ber ue ge oder auf Btitge tettung: Castrop, de und kostet, durch Boten soet ins Haus gebrach m voraus zahlbar) für den Monat. Postbezug 90,00 Dak. tehjahr, ohne Poszbestellgeld. Falls wir zu der her nd Zustellung der Zeitung gehindert sind, hat der Bein Anspruch auf Lieserung oder Nachlieferung des Blattes lickzahlung des Bezugspreiseg:. Gesché astrop, munsterstraße 24. Sprechstu s4h Aa Istelle u. Sch—7 Uhr nachmittags. es. Geschäftsstelle u. Sa Sprechstunden der Se chrift##se Nr. 171 den 26. Juli 1922 In aller Kürze. keiten von Nah und Fern. desausschuß der Bayerischen Miti hat sich in einer Entschließung gegen # Nahmegesetz des Reiches gewandt. * Der ordentliche Parteitag der demokratischen Partei findet vom.—10. Oktober in den Räumen der Stadthalle in Elberfeld statt. * Die im Reichsfinanzministerium geführte Beratung zur Erhöhung der Staatsarbeiterlöhne haben zu einem Abschluß geführt. Die Auszahlung der Löhne soll mit größter Beschleunigung erfolgen. Litwinoff ist mit dem technischen Personal der russischen Haag=Delegation gestern in Berin eingetroffen. Krassin hat im letzten Augenblick seine geplante Reise nach Berlin aufgegeben und ist direkt nach London gefahren. Litwinoff begibt sich direkt nach Moskau. * Am Sonntag, den 30. Juli, finden in mehr als zweihundert Städten Deutschlands aus Anlaß der achten Wiederkehr des Tages des Kriegsausbruchs große Kundgebungen für den Weltfrieden unter der Parole„Nie wieder Krieg" statt. Am 29. und 30. Juli werden ähnliche Veranstaltungen auch in England, Frankreich, Holland, Oesterreich, den Nachfolgestaaten, Skandinavien, in der Schweiz, in Portugal und in den Vereinigten Staaten von Aermika vor sich gehen. * Aus Ludwigshafen wird gemeldet: In einem Maschinengebäude des Werkes Oppau der BaKischen Anilin= und Sodafabrik wurde durch eine nfolge eines Wasserrohrbruches erfolgte ExploVon der Boden eingedrückt. 7 Mann wurden verletzt, darunter einer schwer. * Im ganzen Freistaat Anhalt streiken die Landarbeiter seit Montag nachmittag. Der Betrieb auf allen Gütern ruht. Die Notstandsarbetten werden verrichtet. Da infolge des unbeständigen Wetters die Ernte in Gefahr ist, ist mit Einsatz der Technischen Nothilfe sehr bald zu rechnen. * Der belaische Gesandte reichte bei der aegyptischen Regierung einen Protest gegen den deutschen Geschäftsträger Schroeder ein weil dieser in einer aegyptischen Zeitung den Rathenaumord der verkehrten Ententepolitik zugeschrieben hat. * Der Schatzkanzler Sir Robert Horne berichtete gestern im Unterhause, daß Deutschland seit Abschluß des Versailler Friedensvertrages an England eine Summe von 956 662 000 Goldmark entrichtet habe. Dies mache gerade die Kosten der rheinischen Besatzungstruppen aus. * Die jugoslawische Regierung hat sich unter gewissen Bedingungen zur Annahme eines deutschen Angebots auf Lieferung von 2600 Eisenbahnwaggons entschlossen. * Die Verhaftung des Budapester Universitätsprofessors Mescaros, brachte, wie aus Buhapest gemeldet wird, interessante Aufschlüsse über das Zusammenarbeiten der ungarischen Legitimisten mit ihren österreichischen Gesinnungsgenossen. Bedeutsame Putschpläne wurden aufgedeckt. * Aus Konstantinopel wird gemeldet, daß die nationale Regierung in Angora Mustafa Kemal Pascha zum neuen Oberbefehlshaber bis zum Friedensschluß mit Griechenland ernannt hat. * Sir Robert Horne erklärte auf eine Anfrage im Unterhause hin, daß Frankreich ein Angebot, die Reparationsbedingungen herabzusetzen, wenn seine englischen Schulden erlassen würden, nicht gemacht hat. * Aus Vorislaw(Galizien) wird gemeldet, daß hort neue Petroleumquellen entdeckt wurden, die täglich 30 Zisternen produzieren, was eine Erhöhung der Vorislawer Petroleumpro= suktion um 20% bedeutet. * Der Minister des Aeußern von Uruguay sagte in einer Rede: Uruquay werde bei der nächsten panamerikanischen Konserenz, die im Mai 923 in Santiggo da Chile abgehalten wird, die Bildung eines amerikanischen Völkerbundes beantragen. Werschatsung res Aeisntis Mallchen=Bernn. das Reichskabinett und Bauern. Berlin, 25. Juli. Nachdem der bayerische Gesandte von Preger dem Reichskanzler von der Ablehnung des Reichsschutzgesetzes durch Bayern und der Veröffentlichung der bayerischen Verordnung zum Schutze der Verfassung Kenntnis gegeben hat, beherrscht die haperische Frage die Sitzungen des Kabinetts völlig. Dieses ist heute vormittag zusammngetreten und wird mit Untrebrechungen wohl den ganzen Tag zusammenbleiben, wahrscheinlich seine Beratungen auch noch die nächsten Tage über fortsetzen. Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, wird sich die Reichsregierung nicht mit einer einfachen Antwort an die bayerische Regierung begnügen, sondern ein ausführliches Gutachten ausfertigen lassen, das darüber befinden soll, ob die bayerische Regierung sich mit ihrer Eigenmächtigkeit im Recht befindet oder nicht. Der vorherrschende Eindruck des Kabinetts ist der, daß die bayerische Regierung mit ihrem selbständigen Vorgehen und der Nichtanerkennung der Entscheidung der Reichsreeine gegen die Verfassung verstoßende Haltung bewiesen hat. dollarkurs am 25. Juli: 502,00 zler Kurs: 508.00 Höchster Kurs: 535.00 Berlin, 25. Juli. Das Reichskabinett ist heute vormittag um 11 Uhr zusammengetreten, um über die durch die baverische Sonderverordnung geschaffene äußerst kritische innerpolitische Lage zu beraten. Die beiden beurlaubten Minister, der Reichsminister des Innern Dr. Köster und der Reichsjustizminister Dr. Radbruch, sind angesichts der wichtigen Entscheidungen, die zu fällen sind, vom Urlaub zurückberufen worden. Auch der dem Banerischen Bauernbund angehörende Reichsernährungsminister Fehr ist im Laufe des Vormittags wieder aus München zurückgekehrt und hat über die Stimmung in Bayern eingehend berichtet. Um 1 Uhr dauerte die Sitzung noch an. Endgültige Beschlüsse sind. soweit man hört, noch nicht gefaßt worden, doch wird an zuständiger Stelle erklärt, daß die Rechtsungültigkeit der Verordnung der banerischen Regierung gar keinem Zweifel unterliege. Sie sei verfassungswidrig und sabotiere die Reichsverfassung. Würde die banerische Verordnung als zu Recht bestehend anerkannt, so würde damit die Reichsverfassung selbst aufgehoben sein. In der Kabinettssitzung wurde auch die Frage erörtert, ob der Reichspräsident von seinem auf Grund des Artikels 48 der Weimarer Verfassung zustehendem Recht Gebrauch machen soll, wonach er oder der Reichstag eine Verordnung wie die jetzt in Bayern erschienene außer Kraft setzen kann. Einspruch der noröbayrischen Städte. Berlin, 25. Juli. Aus München wird gemeldet: Für heute nachmittag haben sich die 21 Bürgermeister der nordbayerischen Städte, darunter die von Nürnberg, Würzburg und Bamberg, heim Ministerpräsidenten Lerchenfeld angesagt, um re schweren Bedenken gegen eine das Verhältnis zum Reich gefährdende Abwehrtaktik vorzustellen. Die bayerische Regierung wird, wie das„Berl. Tageblatt“ erfährt, diese Vorstellungen mit der feierlichen Versicherung beantworten, daß ihre Verordnung sich gar nicht gegen die bestehende republikanische Verfassung und gegen die Reichseinheit richte, sondern Bayern unerschütterlich daran festhalte und nur den Staatsgerichtshof als einen verfassungswidrigen Eingriff in die bayerische Polizei= und Justizhoheit ablehne. Verwahrung Nürnbergs.— Nürnberg, 25. Juli. Der Stadtrat von Nürnberg hat gestern abend in geheimer Sitzung gegen die Stimmen der Bayerischen Volkspartei und der Bayerischen Mittelpartei beschlossen, an den Ministerpräsidenten Lerchenfeld und den Landtagspräsidenten ein Telegramm zu richten in dem es u. a. heißt: Nürnberg hält in unwandelbarer Tieue zum Deutsche Reich und ist gewillt, die Reichseinheit gegen alle Angriffe zu wahren. Der Stadtrat Nürnbergs legt Verwahrung ein gegen eine Mißachtung der verfassungsmäßig erlassenen Reichsgesetze und warnt Regierung und Landtag aufs dringendste vor einem Bruch mit dem Reich, der die Zertrümmerung Bayerns und ein weiteres furchtbares Unglück für das Reich bedeuten würde. Rücktritt des Reichsernährungsministers? Berlin, 25. Juli. Ob durch die Haltung des Bauernbundes, der sich in allen Punkten auf den Standpunkt der bayerischen Staatsregierung gestellt hat, das Ausscheiden des Reichsernährungsministers Fehr erforderlich wird, ob vielleicht auch die Stellung des der Bayerischen Volkspartei zugehörigen deutschen Botschafters in Paris Dr. Mayer in Mitleidenschaft gezogen wird, läßt sich im Augenblick nicht übersehen. Die Gründe für den Rücktritt Hamms. München, 25. Juli. Zum Rücktritt des bayerüchen Handelsministers Hamm ist noch zu melden, daß er verfassungsrechtlich und politisch die Verantwortung für die vom Ministerrat beschlossenen Verordnungen zum Schutze der Republik nicht übernehmen zu können glaubte und ebenso gegen die von der Regierung in Aussicht genommenen Erklärungen zum Reichskriminalpolizeigesetz schwere Bedenken trug, da sie eine Politik der üblichen Verständigung mit dem Reiche über die Ausführungen des Gesetzes erschwere. Die Frage der Regierungsbildung in Bayern München, 25. Juli. Die Münchener Post bezeichnet die Angliederung des Handelsministeriums an das Ministerium des Aeußern als bedeutsamen Schritt zur Vereinfachung der Staatsverwaltung. Sie sagt weiter, die bayerische Mittelpartei werde warten, bis von der bayerischen Volkspartei wegen der Neubildung der Koalition an sie herangetreten werde. Es ließe sich bereits vorher erörtern, ob für die kurze Zeit der sommerlichen Tagung eine Neubildung von Regierung und Koalition noch nicht notwendig sei. Drohungen der Sozialisten. Berlin, 25. Juli. In Kreisen der sozialistischen Parteien werden bereits die Maßnahmen erörtert, die seitens der Arbeiterschaft getroffen werden können zur Abwehr des bayerischen Vorgehens gegen das Reichsschutzgesetz. Der Aktionsausschuß der Gewerkschaften und sozialistischen Parteien wird wahrscheinlich morgen einberufen werden, um Vorbereitungen zu einem eventuellen Generalstreik und die Absperrung Bayerns von Rohstoffen und Kraftquellen vom übrigen Reiche zu treffen. Eine demokratische Mahnung zur Ruhe in Bayern. München, 25 Juli. Der Landesvorstand der demokratischen Partei, erläßt einen Aufruf, worin er seine Parteifreunde auffordert, in diesen Tagen höchster politischer Spannung Ruhe und Ordnung zu bewahren und sich nicht an Straßendemonstrationen zu beteiligen, ob sie nun von rechts oder links veranstaltet werden. Die Deutsche Demokratische Partei will keinesfalls eine Mitschuld auf sich laden, wenn es zur Zerreißung des Reichs kommen sollte. die Kundgebung der bayrischen demokraten München, 25. Juli. Die deutsche demokratische Fraktion beschloß nach längeren Fraktionsberatungen eine Kundgebung, in der sie hervorhebt, daß die demokratische Fraktion in den Vorverhandlungen schwere Bedenken gegen wichtige Bestimungen des Gesetzes zum Schutze der Republik und zu anderen Reichsgesetzen geltend machte, und bereit war und ist, alles zu tun, um eine baldige Verbesserung der Gesetze im Sinne allgemeiner Grundsätze und im Sinne der bayerischen staatlichen Hoheitsrechte auf verfassungsmäßigem Wege durchsetzen zu helfen. Die bayerische Volkspartei erklärte, ihre Beschlüsse seien unabänderlich. In der Kundgebung im Vollzuge der Beschlüsse der bayerischen Volkspartei einschlägt, erscheint uns verfassungsmäßig ungangbar und politisch gefährlich. Durch die Beschlüsse der bayerischen Volkspartei und die Mehrheit des Staatsministeriums ist das bisherige Regierungsprogramm einseitig durchbrochen und die bisherige Regierungskoalition aufgehoben. Der Staatsminister Hamm sah sich gezwungen, von seinem Amte als Minister für Handel, Industrie und Gewerbe zurückzutreten. Die deutsche demokratische Landtagsfraktion ist nicht in der Lage, die Verantwortung zu übernehmen für die jetzt von der Staatsregierung eingeleitete Politik, die zu einem tiefen Zwiespalt im deutschen und im bayerischen Volke und zu schweren politischen und wirtschaftlichen Schädigungen zu führen droht. Wir halten es für die Aufgabe aller gut deutsch und gut bayerisch Gesinnten, die zwischen Land und Reich ausgebrochene Krise trotz allem auf verfassungsmäßigem Wege auszugleichen, um der Einheit des deutschen Volkes willen. Bayerns Reichstreue. München, 26. Juli. Die„Münchener Neuesten Nachr.“ lassen sich von ihrem Berliner Vertreter melden, daß der bayrische Gesandté Dr. v. Preger bei seinem gestrigen Besuch beim Reichskanzler im Namen der bayrischen Regierung die Versicherung des Festhaltens am Reiche erneuert habe. Die Deutsche Volkspartei in Bayern für die Reichseinheit. München, 25. Juli. Der Vertretertag der Deutschen Volkspartei in Bayern hat sich in einer Kundgebung für die Erhaltung der Reichseinheit ausgesprochen. Gesandter v. Preger bei dr. Wirth. Berlin, 25. Juli. Wie verlautet, beurteilt man in Kreisen der Reichsregierung die durch die bayertsche Verordnung zum Schutze der Republik geschaffene Lage zwar als außerordentlich ernst, glaubt aber immer noch, daß sich vielleicht die Möglichkeit einer Vermittelung bietet. In Ber lin wird sich heute eine Kabinettssitzung mit der juristischen Einzelheiten der geschaffenen Lage be fassen. Dieser Sitzung wird sich gleich eine Be schlußfassung des Kabinetts anschließen. Heut abend hat der inzwischen wieder in Berlin einge troffene Gesandte v. Preger dem Reichskanzlei persönlich Mitteilung von der in München ver öffentlichten Verordnung gemacht. Vor Beendi gung der heutigen Kabinettssitzung sind entschei dende Schritte von Berlin nicht zu erwarten, Reichstages. Berlin, 25. Juli. Durch das Vorgehen der bayerischen Regierung, das hervorragende Po litiker glattweg als Rebellion bezeichnen, ist ein außerordentlich ernste Situation geschaffen. Dies sei die schwerste Krise, die, vom Versailler Ver trag abgesehen, Deutschland je bedroht habe. Die Reichsregierung steht vor Entscheidungen größter Tragweite. Es wird für wahrscheinlich erachtet daß der Reichstag seine Ferien sehr bald unter brechen muß. Erklärung des bayrischen Ministerpräsidenter München, 25. Juli. Ministerpräsident Gra Lerchenfeld wird heute nachmittag in der 4 Uhr beginnenden Vollsitzung des Landtages zu der veröffentlichten Verordnung der bayerischen Regierung eine Erklärung abgeben. Wie die Tel.= Un. hört, besteht die Absicht, die durch den nunmehr doch Tatsache gewordenen Rücktritt des bayerischen Handelsministers Dr. Hamm freigewordene Stelle nicht neu zu besetzen, sondern das Handelsministerium durch den Ministerpräsidenten mitverwalten zu lassen. Dagegen soll das Justizministerium neu besetzt werden und zwar durch den Oberregierungsrat im Justizministerium Dr. Gärtner. der als Vertreter der deutschnationalen Mittelpartei dem Ministerium angehören wird. Die durch das Verhalten Bayerns geschaffene Rechtslage. Berlin, 25. Juli. Ein führender demokratischer Politiker(man darf wohl auf Preuß raten, Anm. d. Red.), der einen hervorragenden Anteil an der Schaffung der neuen Reichsverfassung in Weimar hat, erklärte auf Befragen, daß nach seiner Ansich der bayerische Standpunkt in verfassungsrechtlicher Hinsicht vollkommen unhaltbar set. Das Reichsgesetz zum Schutze der Republik sei auf verfassungsmäßigem Wege vom Reichstag und allen vorgeschriebenen Instanzen angenommen worden. Infolgedessen habe sich die bayerische Regierung den Verordnungen zu fügen. Vor allem sei der Standpunkt der Bayerischen Volkspartei, daß durch das Schutzgesetz in Bayern eine solche Erregung hervorgerufen sei, gegen die sich Bayern durch ein eigenes Gesetz schützen müsse geradezu eine Nichtachtung der Reichsverfassung. Der Reichspräsident könne unter diesen Umständen anordnen, daß der bayerische Sondergerichtshof, der gegen den verfassungsmäßig zustandegekommenen verstößt, außer Kraft gesetzt wird. Sozialistische Arbeitsgemeinschaft in Bayern. München, 25. Juli. Die Fraktion der USPD. im bayerischen Landtag hat die Bildung der sozialistischen Arbeitsgemeinschaft im Reich als eine absolute Notwendigkeit gebilligt und gleiche Schritte für die Länder gefordert. Der Zentralvorstand der Mehrheitssozialdemokraten trat gestern zu eine Besprechung in München zusammen, um zur Haltung der bayerischen Regierung Stellung zu nehmen. Die Fraktionen der beiden sozialistischen Parteien versammelten sich dann zu einer gemeinsamen Sitzung, der Beschlüsse noch nicht vorliegen. Aus den gemeinsamen Besprechungen dürfte jedoch ein einheitliches Vorgehen der beiden Parteien zu erwarten sein. Man kam zu dem Entschluß, in Ruhe den weiteren Verlauf der Dinge abzuwarten. Die Reichstagsabgg. Herm Müller und Adolf Braun nahmen an diesen Verhandlungen teil. (Siehe auch letzte Drahtmeldungen.) dem Reiche. Ein Schreiben des Abg. Bazille an den Staatsexäsidenten Hieber. Stuttgart, 25. Juli. Der bürgerliche Abg. Bazille hat an den Staatspräsidenten Dr. Hieber ein Schreiben gerichtet, in dem er die Erwartung ausspricht, daß der Minister Keil seiner Ehrenverpflichtung nachkommen, und die im Reichstag gegen den Abg. Bazille erhobenen Anschuldigung gen dienstlich wiederholen und dann die Konsequenzen daraus ziehen werde. Er. Bazille, zweifl## nicht daran, daß der Staatspräsident in diesen Sinne auf den Minister Keil einwirken werde.f! asrze erikanif * Blitz fort nat #. 30, debenbuh 5 2 e Sider kann er Rach ur? ch verste Ehsam Zippen. Pr Coo Inderen Als wi #lich. übegriff einen h das R 9 bin h1 " Auf ssen ge ein Ker mngen H und auf er Neid. ch vereh ege nur , wo u1 h heute it maßl ernsten e und Mit es edt die die, Sie sa, das sa, glat 7 :: will Richtern rägen! 25 ind mit Ich ha ird gut astig ris Ich we ch selfe eund. ertraue Ski Kra asen vo er berst anggez besichten n oder hat so das wal e raus a, die t. Ich und S. mädche nd son Kleide ine an Wut: vsländ Kein e die 9 smitte! varen, mit d gebran eschlag atten ets hö einem, rnähr n Deu allein in Arr De we tzenden Blich ern rzwei #30 entg it trei 1 weii Ran mmer u Wit i Ein Der Protest des Kaisers gegen dus Bismarckdrama. Berlin, 25. Juli. Vor der Ferienstrafkammer des Landgerichts III begannen heute die Verhandlungen über die Klage Wilbelm II. und der Frau v. Botticher, der Gattin des früheren Staatsministers gegen Emil Ludwig, den Verfasser des vielumstrittenen Bismarckdramas. Bei dem Pro= gab geste####ndt zeß wird es sich um die Entscheidung der grund gestern im Landtag vor vollbesetztem Hause sätzlichen Frage handeln, ob es Künstlern erlaubt und überfüllten Tribünen in Anwesenheit des enhei. Ungen. Lerchenfelds Erklärung. München, 26. Juli. Graf Lerchenfeld 15 ist, noch lebende Personen auf der Bühne als handelnde Personen einer historischen oder frei erfundenen dramatischen Aktion auftreten zu lassen und tätig zu charakterisieren. In dem noch nicht aufgeführten Drama Emil Ludwigs treten Wilhelm II. und der Staatsminister v. Botticher auf. Zu Beginn der Verhandlungen machte der Vorsitzende den Vergleichsvorschlag, daß der Beklagte auf die Aufführung und das Erscheinen des Buches bis zum Haupttermin verzichten solle. Emil Ludwig erklärte sich bereit, die Aufführung des Dramas bis dahin aufzuschieben, nicht aber das Erscheinen des Buches. Der Vertreter der klagenden Partei wollte hierauf nicht eingehen. Soiree in der russischen Gesandtschaft. „Berlin, 25. Juli. Am Mittwoch findet in der russischen Botschaft eine Soiree statt, zu der der russische Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten einladet. Es haben Einladung u. a. erhalten der Reichskanzler, Vizekanzler Bauer, Reichsfinanzminister Hermes und andere Regierungsmitglieder sowie eine Reihe ParlamentaZeugnis des pflichtmäßigen Handelns gegenüber Staat und Reich ausstellen müssen. Zum Schluß erbat Redner die Entscheidung des Hauses, ob es gewillt sei, die Politik der bayerischen Regierung gut zu heißen und mitzumachen. Die bayerische Gesamtministeriums die erwartete Erklärung ab. Volkspartei brachte darauf sofort das VerIn ihr heißt es: Die frevelhafte Mordtat auf Ra= trauensvotum ein. thenan habe das deutsche Volk in die schwerste Krisis gestürzt. Die Bayerische Regierung sei von Anfang an gewillt gewesen, dem Reiche zu ge, das Vertrauensvotum. München, 28. Juli. Die bayerische Volsksben, wessen es bedurste, um Ruhe und Ordnung vartet, die bayerische Mittelpartel und der baveund die republikanische Staatsform aufrecht erhalten zu können. Leider sei die gebotene politische mittlere Linie nicht eingehalten worden, weil Parteien, die glaubten, daß für sie jetzt die Zeit zur Erreichung ihrer Ziele gekommen wäre, dafür sorgten, daß das Gesetz zum Schutz der Republik zu weit gegen rechts gerichtet wurde und somit einen Ausnahmecharakter erhielt und sich über die Hoheitsrechte der Länder einfach hinwegsetzte. Bayern habe demgegenüber alle gesetzlich zulässigen Mittel erschöpft, um dem Gesetze den rische Bauernbund sprachen in der gestrigen Sitzung des Landtages im Auschluß an die Rede des Ministerpräsidenten der Regierung das Vertrauen aus. Abg. Held(B. V..) erklärte, daß Bayern treu zum Reich stehe und nichts inn werde, um die Versassung zu ändern. Abg. Thimm(Soz.) erblickt in dem Vorgehen der bayerischen Regierung einen Treubruch gegen das Reich und die Verfassung. Abg. Wilpert(Mittelpart.) versprach der Regierung die Unterstützung seiner Partei im Konto Oderschles. Hilfsbund E. V. bei den bereite wiederholt bekannt gegebenen Banken erfolgen der Mörder Heinrich Braß erschossen! Marl, 24. Juli 1922. Große Aufregung herrschte gestern abend in unserem Orte, als bekannt wurde, die Mörder Gebrüder Braß, seien in Brassert aus der Straßenbahn gestiegen, hätten sich in die Falkstraße begeben, und hielten sich in einem Hause dortselbst auf. Dem Polizeibetriebsassistenten Funke gelang es, festzustellen, daß die gefährlichen Patrone tatsächlich in dem Hause Falkstraße 116 bei der Familie Janowski sich aufhielten. Er setzte sich sofort mit der Schupo in Recklinghausen in Verbindung, die ein Kommando von 20 Mann zur Unterstützung der örtlichen Polizei entsandte. Nach Eintreffen der Schupoleute wurde das Haus Falkstraße 116 umstellt: die Bewohner wurden ausgeeinseitigen Charakter zu nehmen und habe anderier, ferner Vertreter des auswärtigen Amtes und rerseits die äußersten Zugeständnisse gemacht, die Kampf zur Wahrung der staatlichen Hoheitsrechte der hiesigen Diplomatie. es unbeschadet seiner Hoheitsrechte geben durfte, der Polizei und Jnstiz. Transport nngarischer Kommunisten durch Trotzdem sei vor allem der Reichsgerichtshof ge Abg. Nikisch[U. S..) sprach die ErwarVerlia. 2. Juli. Gesterg voraitag taf in hoseat der ein Awenr Eingeit in de Jusiugstun aud bast die Beiczreaterung al: Strite Vegleitung fächfiscger Voltzisten ein Transpor: hobeit und somit eine Gesahr schwerster Art ber zur Wahrung des versasungsgenäßen Zustaudes HlIt., Die Taschen seiner Kleitbung waren iui von 83 gefangenen ungarischen Kommunisten auf deute, ferner das Beamtengesetz und das Reichs= mit aller Energie unternehmen werde dem Stettiner Bahnhof ein. Der Transport be= kriminalgesetz. Leider hat Bayern in seinem Bestand aus ehemaligen ungarischen Offizieren, Po= streben die versassungsmäßigen Rechte des Landes über Stettin nach Riga weiter geleitet wurden.###ten gefunden. Das zeugt von der bedeuerStaaten gefunden. Das zeugt von der bedauerUm den Zahlungsaufschub. „„„ lichen, weit verbreiteten Animosität gegen Bayern, welche die politische Atmosphäre vergiftet. So kam es zu dem schweren Eingriff in die Justiz=, Polizei= und Hoheitsverwaltung, der mit der Reichsversassung im Widerspruch steht und gegen welche die bayerische Regierung mit aller Schärfe protestiere. Bayern betrachte den Kampf um die Die Besprechungen zwischen Lloyd George und Poincare. Paris, 25. Juli.„Petit Journal“ glaubt, daß man in London innerhalb längstens 10 Tagen erledigt haben werde. Das das denlsche, Stunbdunasaesuch aubngrten“ zul als erledigt Die verzweisele Stimmung das deutsche„Stundungsgesuch autworten will.als erledigt. Die verzwerette Stimmung weiter Herald dagegen gibt zu verstehen, Kreise Bayerns beruhe auf der Besorgnis, daß hum wacr frichp arssgst emmnsion an diesem Da= die bayerische Staatshoheit Stück für Stück abdaß sie sich befinitive Beschlüsse für einen späte, Hat. sle g Dayern zu einer Provinz berabsinke, ren Zeitpunkt vorbehalte, um Herrn Poineare D Trostlosigkeit im Reiche bedinge den ZusamZeit zu geben, mit dem englischen Premiermini= menschluß aller Kräfte, und es müsse alles vermiester zusammenzuarbeiten zu dem Zweck, die jetzi= den werden, was Gegensätze hervorrufen und verheiten zu beseitigen und so eine wirkliche Lösung tung falle der Reparationsfrage vorzuberetten. salle auf die Reichsregierung zurück. Die Erweiterung der Londoner Verhap, dueriche Renterung babe als Hüterin der kratz Ge i##.#“. Se tie vernandlungen lichen Hoheitsrechte und der Versafung diesen Granuc 25. Juli. Zeig Temps zufolge wird die Weg einschlagen müssen, um Rückschläge gegen französische Regierung damit einverstanden sein, Ruhe und Ordnung zu vermeiden. Sie sei daß an den Londoner Verhandlungen auch Bel= ihrer 9. zu vermeiden. Sie sei mit gien und Italien teilnehmen, obwohl den Londo= ihrer Verordnung nicht von dem Boden der Verner Unterredungen nicht der Charakter eines fassung abgegangen. Die bayerische Regierung Jens Auwesergeits ser Resslaßedn ol. Bel= werde den versaslungsmäßigen Schutz burcführen. das belgische Prioritätsrecht in der Reparations= dem Sniel mit dem Str. stage einen wichtigen Faktor bilde. Italienss. Spiel mit dem Streitgedanken. Die BaTeilnahme wird erwünscht, weil zweifellos die role: Bayern und Reich und das Reich und Bayern hrbedentende Role“ soielen wersen. Auf gus. gelte nach wie vor. Die hagerliche Haltung sei Frischlsge, Pazric Frantrichs wird auch ein vpos, wele das Most der Bapern, aber auch das ale gen, um bei den englisch=französisch=spanischen deutschen Staatsbürger. Alle Besorgnisse, daß Marokkoverhandlungen zugegen zu sein. Bayern sich in absehbarer Zeit vom Reiche abDie„verstärkte und konzentrierte“ Finanz, kehre sei angesichts der oft erprobten Reichstrene kontrolle. Bayerns unbegründet. Die kommende Geschichte Paris, 25. Juli. Das„Echo de Paris“ läßt sich werde Bayerns Haltung rechtfertigen und das i seinem Londoner Korrespondenten melden, daß heute bereits alle Anzeichen dafür bestehen, Sekap cae ebe, Pegierung bereit sei, dem Wie= weiteres eine prinzspiese Purte natirlich obne fordert, es innerhalb 5 Minuten zu räumen. Etwa 8 verdächtige Personen wurden dabei festgenommen. Als dann aus allen Ecken des Hauses Schüsse fielen, eröffneten die Schupoleute und die örtliche Polizei das Feuer und bombardierten das ganze Haus. Dabei muß sich der Polizei=Betriebsassistent Funke wohl zu weit vorgewagt haben, er wurde durch zwei Schüsse aus dem Hause getötet. Heinrich Braß wurde einige hundert Meter von dem Hause entfernt unter einem Strauch in einer Wiese tot aufgefunden; er bat sich anscheinend in schwer verletztem Zustande dorthin geschleppt. Bei ihm fand man zwei Armee=Revolver; ein weiterer Revolver lag einige Meter von der Leiche entvon Abg. Dirr(Dem.) befürchtet, daß mit der Entwicklung der Dinge der versassungsgemäße Boden verlassen worden sei. Abg. Staedele(Bauerubund) billigt voll und ganz die Haltung der Regierung. Abg. Bürger(D. V..) gab die Erklärung ab, daß seine Partei den jetzigen Schritt der Regierung nicht billigen könne. Sie werde sich der Abstimmung enthalten. Die Abstimmung, welche darauf erfolgte, ergab ein Vertrauensvotum für die Regierung Die Sitzung wurde darauf aufgehoben. die Auffessung in Berlin. Berlin, 26. Juli. Im Kouflikt MünchenBerlin wird hier die Lage nach dem Bekanntwerden des Vertrauensvotums und des Sitzungsverlaufs des bayerischen Landtages nach wie vor als äußerst ernst angesehen. Man hatte zwar mit einem derartigen Ergebnis nach den letzten hier eingelaufenen Meldungen gerechnet. Angesichts des Schrittes der Bayerischen Volkspartei hegt man Befürchtungen, daß eine Verschärfung der Lage eingetreten sei. Das Reichskabinett ist nach seiner ersten gestrigen Sitzung noch nicht wieder zusammengetreten. Es wird zur neuen Lage erst heute nachmittag Stellung nehmen. Zu dieser Sitzung werden auch die gestern noch abwesenden Reichsminister Geßler und Köster zurückerwartet. Geßler weilt in Bayern. Auf seinen Bericht, der den von Fehr ergänzen wird, legt man großen Wert. Es ist anzunehmen, daß die Reichsregierung in kurzer Frist in scharfer Präzisierung ihres Standpunktes vor die Oeffentlichkeit treten wird. Aus ihr wird vermutlich unzweidentig hervorgehen, daß die Reichsregierung der Ansicht huldigt, daß Bayern nicht berechtigt sei, auf den§ 48 der Reichsverfassung in diesem Falle zu fußen, weil seine Auffassung juristisch nicht zu halten sei. Feraufbau der örten Gebiete in Franrreich samten hießerigen Pursene Aenderung, seiner, ge die das einheitliche 2 ertoritätsrechte einzuräumen und eine inter= azm ga##geparigen Politik gegenüber Deutschland gerissen ist, hat in Oberschlesien selbst eine sehr Munition gefüllt, außerdem sand man bei ihm 3000 Mk. in bar. Der andere Mörder Braß ist dem Vernehmen nach in der Dunkelheit entkommen. Der in Ausübung seiner Berufspflicht zu Tode gekommene Polizeibetriebs=Affistent Funke war ein sehr pflichttreuer und allgemein beliebter Beamter. Marl, 25. Juli. Ueber den blutigen Kampf in Marl wird noch folgendes bekannt: Vor einigen Tagen wurde hier bekannt, daß sich die beiden Braß in der hiesigen Gegend aufhielten und zusammen in einem Hause bei Verwandten wohnten. Um die Verfolgung der Verbrecher systematisch in die Wege zu leiten und des Erfolges sicher zu sein, wartete man bis zum Sonntag und allarmierte die Schupo in Recklinghausen. Am Sonntag abend gegen 11½ Uhr rückte diese mit allen Hilfsmitteln und Waffen ausgerüstet im Verein mit dem Marler Polizeibeamten gegen das alleinstehende Haus vor. Das Haus wurde von allen Seiten umzingelt und als man in ziemlicher Nähe des Hauses angekommen war wurde plötzlich aus dem Hause von zwei Stellen geschossen. Die Beamten blieben die Antwort nicht schuldig und aus ihren Pistolen und Karabinern erwiderten sie das Feuer recht kräftig. Plötzlich wurde das Feuer im Hause eingenatonale Anleiße zugunsten der Reparation ein= zur Folge haben. zuleiten. Der schwierige Punkt sei nur, ob Deutschland imstande sein werde, die nötige Garantie zu leisten, und hier werde sich eine verstärkte und konzentierte Finanzkontrolle als notwendig erweisen. Aus dem Auslande. Die Vorschläge der Garantiekommission. Paris, 25. Juli. Die Garantiekommission wird erst morgen früh ihren Bericht fertigstellen. Für Pe Fortbestehen der polnischen Kabinettskrise. Warschau, 25. Juli. Einer halbamtlichen Mitder polnischen Telegraphenagentur zudie Sanierung der deutschen Finanzen wird sie folge ist in der Regierungskrise keine Aenderung eine sehr große Verminderung der eingetreten. Dagegen berichten die MorgenblätAusgaben und eine Erhöhung und Vermehrung ter; daß man in parlamentarischen Kreisen davon indirekten Steuern, vorzunehmen, wogegen spricht, daß wahrscheinlich der ehemalige Minidie Lppostion der deutschen Sozialisten rich ster Scholowicz mit der Regierungsbildung beten dürfte. Die Reparationskommission soll im traut werden soll. ten dürfte. Die Reparationskommission soll Laufe des Nachmittags den Rapport der Garantiekommission untersuchen. Viel bemerkt wird in volitischen Kreisen, daß sich in den letzten Tagen Poincare in seinem Kabinett streng zurückgezogen hält. Er empfängt selbst nicht, wie gewöhnlich, seine intimen Freunde. Man sagt, daß er den genauen Plan seiner Unterredung mit Lloyd George ausarbeite und davon im Voraus nichts verraten wolle. Ein Tauschgeschäft auf Kosten Deutschlands. a. Pgzis, 25. Juli. Von französischer Seite wird bevorstehende Zusammenkunft zwischen Lloyd George und Poincare ein Programm angemeldet, das in der englischen Oeffentlichkeit auf wenig Gegenli rechnen darf. Frankreich will als Gegenleistung für die Herabsetzung der deutschen Schuld die vollkommene Streichung seiner englischen Schulden verlangen, ohne Rücksicht auf die gegenwärtige oder spätere der Vereinigten Staaten. Es will weiterhin die französische Finanzkontrolle endgültig durchsetzen und erreicheu, daß die von Deutschland zunächst gemachten Zahlungen ausschließlich für Frankreich Verwendung finden sollen. England erwartet angeblich. deshalb eine Reihe von Zugeständnissen in Isstichent n ragen wie die Herabsetzung der franshuschen Rüstungen, Einigung über die Rheinlandfrage, worunter allerdings nicht die Räumung des Rheinlandes zu verstehen ist, Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund u. a. Im allgemeinen wird sich Frankreich dazu verstehen seine Haltung zu beweisen, daß es auf wirtschaftliche und politische Hegemopte in England. Amerika führt Kohlen aus England ein. 98. Fingenr. 71.=3½1. Tach einer Meldung aus Washington trifft das Schiffahrtsamt mit Rücksicht auf den Kohlenarbeiterausstand Vorkehrungen, um eine Flotte von gegenwärtige nicht in bedrohliche Lage geschaffen. Außer den bekannten schweren wirtschaftlichen Schädigungen, die eine Folge dieser Teilung der deutschen Industrie Oberschlesiens, darüber hinaus aber auch dem Wirtschaftsleben ganz Deutschlands entstanden sind, kommt als neue große Gefahr die planmäßige mit allen Mitteln einsetzende polnische Propaganda im deutsch verbliebenen Teile Oberschlesiens hinzu. Damit ist der bei Deutschland verbliebene Teil Oberschlesiens ebenfalls auf das ernsthafteste bedroht und gefährdet. Es gilt alle Kräfte einzusetzen, um wenigstens diesen Teil des für Deutschland so wichtigen Landes uns dauernd zu erhalten und die deutschfühlende Bevölkerung Oberschlesiens vom ganzen Reiche aus zu unterstützen. Oberschlesien ist die Eck=Bastion des Deutschiums im Osten, fällt sie, so fällt mit ihr die ganze deutsche Ostfront. Darum muß es auch unserer Ansicht nach auf das lebhafteste begrüßt werden, daß sich im Oberschlesischen Hilfsbund eine Organisation gebildet hat, die den Abwehrkampf des Deutschtums im deutsch verblieFahrt befindlichen Schiffen bereitzustellen, die benen Teil Oberschlesiens einheitlich leitet und Lohlen aus Wales einführen sollen. Zu diesem windier für notwendigen Mitel zentral sammeln Wir halten es daher für unsere vaterländische Pflicht, darauf hinzuweisen und die dringende Bitte auszusprechen, daß alle Kreise ganz Deutschlands den„Oberschlesischen Hilfsbund“ in weitestem Umfang tatkräftig unterstützen. Das Schreiben ist von folgenden Persönlichkeiten unterzeichnet: Franz v. Mendelson, Präsident des deutschen Industrie= und Handelstages; Dr. Ingenieur C. Sorge, Präsident des Reichsverbandes der deutschen Industrie, erster Vorsitzende der Vereinigung der deutschen Arbeitgeber=Verbände: Prof. Dr. Riesser. Vorsitzender des Vorstandes des Zentralverbandes des deutschen Großhandels; Dr. Rösicke. Vorsitzender des Reichslandbundes; Geh. Grünfeld, Vorsitzender der Hauptgrbeitsgemeinschaft des deutschen Einelhandels: Wie wir erfahren, haben die Prästdenten der Hansabundes für Gewerbe Handel und InVehisbanss Tsh“ Iudeshriesenganlationen bustrie; Freiherr v. Kerckerinck=Zuborg, Vorwitrtschaft dem Oberschlesischen Hiufsbund zu vereine. de Vereinigung der Denschen Bauern. IPerbessässec imgoen Kreisen ihrer Mitglieder] Im Anschlußz bieran bittet uns der Oberschle. hen ausgestek uze: antes Empfeblungsöchet; sische Hilfsbund, darauf binzuweisen, daß die für den ausgesteut, dem wir folgendes entneymen: ihn bestimmten Zahlungen ausschließlich auf das Zwecke sind bereits 14 Schiffe gechartert worden. Ferner, nd Abmachungen getroffen worden. um 31 britische Schiffe heranzuziehen. Diese Flotte würde die Einfuhr von 500000 Tonnen Kohlen im Monat ermöglichen. Amerika. Kein englischer Sympathiestreik für Amerika. Washington, 25. Juli. Die Nachricht, daß die englischen Bergarbeiter auf Ersuchen der amerikanischen Bergleute jetzt einen Sympathiestreik beginnen, entbehrt jeder Bestätigung, die Wirtschaftsverbände für Rbeschliche. stellt, so daß die Polizeibeamten ohne Hindernis das Haus betreten konnten, das gründlich abgesucht wurde. Es wurden acht Personen, darunter einige Frauen, die in dem betreffenden Hause wohnten, festgenommen und noch in derselben Nacht von den Schupobeamten nach Recklinghausen gebracht. Offenbar hat man geglaubt, daß sie in Marl von putschlustigem Gesindel wieder befreit werden könnten. Beim Absuchen des Hauses fand man auf der Hofseite die Leiche des Polizeibeamten Funke. Er hatte versucht, mit einigen Beamten von hinten ins Haus einzudringen, wobei er den todbringenden Schuß wahrscheinlich von Heinrich Braß erhalten hat. Er hatte einen Kopf=, einen Brust= und einen Handschuß. Beim weiteren Absuchen des Terrains fand man etwa 200 Meter vom Hause entfernt die Leiche des Heinrich Braß, von mehreren Kugeln durchbohrt. Die rechte Brustseite wies ein großes Loch auf, das jedenfalls von einem Querschläger verursacht worden ist. Heinrich Braß war vom Scheitel bis zur Sohle vollständig neu eingekleidet. U. a. trug er ein Paar nagelneue englische gelbe Schnürschuhe. In seinen Kleidern wurden zwei große Brownings und die dazu gehörigen Ladestreifen gefunden. Außerdem trug er noch eine kleine Wildledertasche, gefüllt mit Patronen, bei sich. Nicht weit von seiner Leiche wurde noch eine große Mauserpistole gefunden. Er hat also anscheinend drei Pistolen in seinem Besitz gehabt. Der Bruder Emil Braß ist leider in der Dunkelheit entkommen. Die Familie, bei der die Gebrüder Unterschlupf gefunden hatten, heißt Pontowski. Zur Ermittelung des Tatbestandes waren gestern nachmittag außer den Polizeibeamten auch der Beramann Straschak und noch zwei Frauen aus Brambauer hier anwesend, um der Leiche des Heinrich Braß, die in der Friedhofskavelle in Marl liegt, gegenübergestellt zu werden. Diese drei Personen haben die beiden Verbrecher, die den Oberlandjäger Jaskowski erschossen haben, allerdings nur flüchtig gesehen aber sie glauben, in dem Erschossenen einen der damaligen Täter wieder zu erkennen. Den gefährlichsten der beiden Verbrecher. Heinrich Braß. hat also sein Schicksal endlich ereilt. Er hat wiederholt erklärt, daß man ihn lebend nicht bekommen werde und daß er jeden, der sich ihm nähere über den Haufen schießen werde. Von dem einen Unhold ist die Oeffentlichkeit befreit; möge der andere nun endlich ebenfalls von dem Arm der Gerechtigkeit ereilt werden, ehe er neues Unheil anrichten kann. Handelsteil. Berliner Produktenbericht. Berlin, 25. Juli. Der heutige Geschäftsverkehr am Produktenmarkt war sehr ruhig. Entsprechend der Tendenz des Devisenmarktes herrschte abwartende Stimmung. Für Weizen gab sich eine abschwächende Tendenz kund. Roggen war ungefähr zu gestrigem Preise etwas mehr angeboten. In Gerste kommt nun Wintergerste mehr heraus. Für Hafer hat sich die ganze Situation und der Preis nur wenig verändert. Im Mehlgeschäft macht sich die Zurückhaltung ganz besonders geltend. Das gleiche gilt für Hülfenfrüchte und Futterstoffe, die namentlich von der Landwirtschaft menig gekauft werden: drahtgepr. Roggen= und Weizenstroh 205/225, Haferstroh 205/225, bindfadengepr. Roggen= und Weizenstroh 190/220, gebündeltes Roggenlangstroh 205/235, loses und gebündeltes Krummstrob 175/190., Häcksel 270/285, hande lkübliches Heu 4001440, gutes Heu 470/510. Lagen Archt Gasikep 26. bis 30. Juli 1922. Zur Eröffnung der Jugendwoche. Die in den letzten Jahrzehnten erfolgte Veränderung der Erwerbsverhältnisse mit ihren nachteiligen Einflüssen auf das Leben der Familie und Gesellschaft, bann auch die Entbehrung einer strengen Erzieherhand während der Kriegsjahre haben einen großen Teil unserer heranwachsenden Jugend in eine Lage gebracht, die ihr letbliches und noch mehr ihr geistiges und sittliches Gedeihen aufs schwerste gefährdet. Immer dringender wird es daher Pflich: all derer, die es wahrhaft gut mit dem heranwachsenden Geschlecht meinen, sich mit in die Reihe derer zu stellen, die der Jugend ein fröhliches Heranreifen zu körperlicher und sittlicher Kraf= zu ermöglichen. Wie vielerorts so ist leider ach in Castron und Umgegend noh nicht überall in der Ingendsürsorge der Hebel angesetzt, wo es die Nöte der Zeit gebieten. Noch stehen weite Kreise der Jugendpflege teilnahmslos oder in Verkennung und Mißverstehen der Ziele gar feindlich gegenüber. Diesen will die Jugendwoche, die heute nachmittag offiziell durch eine Feier aus dem Markt erüffnet werden soll, Führe: und Berater sein. Das Werk der In bedarf nor andern des Wohlwollens und der opferwilligen Mithilfe aller Stände und aller Berufsklassen. In freier Entfaluung aller geeigneten Kräfte muß das lostbale Reis der Jugend von berufenen(härtnern gehegt und gepflegt werden, auf iß es blühe, und daß seine Früchte spater dem Gesamtvolle zu Nutze gereich.n. In sieen Zinne wanschen wir der Castroper Jugendwah: einen guten erlauf, starken Besuch und iustesonde# auch günstiges Wetter. Dann wird sie zu dem werden, mes ihre Veranstalter wollen, ein frisch sorudelnder Quickborn für unsere Mädchen und Jungen. Was die Jugend=Woche, abgesehen von den im besonderen für Schulkinder vorgesehenen Veranstaltungen, bietet, ist aus der Bekanntgabe im Anzeigenteil unserer heutigen Ausgabe zu ersehen. Jugendwoche und Kino. Im Rahmen der Jugendwoche finden heute und morgen im Metropoltheater und im Kath. Gesellenhause, dessen Umbau für Filmvorführungen(Schulkino) zum ersten Male benutzt wird, Vorführungen von Musterfilmen statt. A. Vorführungen für Schulpflichtige. Im Metropoltheater, dessen Saal und Einrichtung in dankenswerter Weise für die Veranstaltung überlassen wurde, werden am Mittwoch und Donnerstag morgen um 8 und 10 Uhr den Jahrgängen—IV sämtlicher Schulen folgende Filme gezeigt: 1. Rotkäppchen, Dornröschen, Schneewittchen, Frau Holle. 2. Ein Tag aus dem Katzenleben. 3. Eine pommersche Gänsefarm. 4. Wilde Tiere in Gefangenschaft. 5. Assen von Borneo. 6. Hase und Swinegel. 7. Jambo und die Dampfwalze. 8. Münster, die alte Westfalenstadt. 9. Berlin. 10. Hans, der Langschläfer. 11. Die lebende Puppenstube. 12. Ein Platzregen. Die Filme sind alle kurz und werden 1¼ Std. beanspruchen. Im Gesellenhaussaale gelangen am Mittwoch und Donnerstag morgen um 8 und 10½ Uhr für die Jahrgänge—VIII sämtlicher Schulen(einschließlich der unteren Jahrgänge des Realgymnasiums und der Höheren Mädchenschule) folgende Filme zur Vor1. Seidenraupenzucht. 2. Barmen, die Stadt der deutschen Bandwirkerei. 3. Neuenahr das Thermalbad. 5. Der kleine Muck. Dauer ungefähr 2¼ Stunde. B. Vorführungen für Schulentlassene. Im Metropoltheater werden am Donnerstag abend ab 7 Uhr für 1. Die Wunder des Meergrundes. 2. Der Spreewald. 3. Entwicklung der Buchdruckerkunst. 4. Jagd auf Giraffen. 5. Michel und sein Esel. Dauer ungefähr 2½ Stunde. Im Gesellenhaussaale wird für Schulentlassene Donnerstag abend ab Uhr vorgeführt: 1. Die Wunderwelt des Mikroskops. 2. Großeisen=Industrie. 3. Die wirtschaftliche Bedeutung Oberschlesiens. 4. Ein Ausflug in den Teutoburger Wald. 5. Hamburg. 6. Deutsche Kampfspiele. 7. Jagd auf Eisbären und Robben. Daner ungefähr 24 Stunde. Es ist ins Belieben der schulentlassenen Jugend gestellt, welcher von beiden Vorführungen jeder beiwohnen will. Jugendwoche— Berufsberatung. Mehr als früher steht die Berufsfrage im Vordergrunde des Interesses. Der Krieg mit seinem unglücklichen Ausgang und der nachfolgenden Revolution hat das wirtschaftliche Leben umgestaltet und zahlreiche Menschen gezwungen, ihre Stellung zum Erwerbsleben und im Erwerbsleben zu verändern. Aus dieser Not der Zeit ergibt sich die Aufgabe, den notwendigen Berufswechsel zu erleichtern, für die vielen Lücken im Berufs= und Arbeitsleben unseres Volkes Ersatz zu schaffen und die Jugend durch eine fachkundige und geschickte Berufsberatung zu einer angemessenen Beschäftigung im wirtschaftlichen Leben zu führen. Die Frage: Was sollen unsere Kinder werden? tritt an alle Eltern heran und von ihrer richtigen Beantwortung hängt alles für die Zukunft des Kindes ab. In vielen Fällen haben die Eltern keine Zeit und Möglichkeit, die Antwort auf diese Frage selbst zu finden. Aus eigener Anschauung lennen sie nur das Arbeitsfeld, auf dem sie selbst stehen. Ste können die Aussichten nicht beurteilen, welche die anderen Berufe bieten. Rat und Hilfe von sachverständiger Seite ist da dringend notwendig. Die Jugendwoche hat deshalb auch die Berufsberatung auf ihr Programm gesetzt und für die Vorträge eine Dame und einen Herrn gewonnen, die seit Jahren mitten in der Bewegung stehen und daher aus dem vollen schöpfen können. Am Donnerstag spricht um 2½ Uhr im ev. Gemeindehaus Herr Dood, der Leiter des Landesberufsamtes zu Münster über„Notwendigkeit, Aufgaben und Organisation der Berufsberatung", um 4 Uhr der gleiche Redner über„Berufswahl der Knaben" und um 5 Uhr Frl. Brüning, Referentin im Landesarbeitsamt Münster über Berufswahl der Mädchen". Besonders die beiden letzten Vorträge dürsten für alle Eltern von größtem Interesse sein, weshalb sie herzlichst und dringend dazu eingeladen werden. Reichsjugen wohlfahrtgesetz. Rektor M. Junge. Bereits in der 1. Wahlpertode des Reichstages 1920=21 ist durch den früheren Reichsminister Koch dem Reichstag der Entwurf eines Reichsjugendwohlfahrtgesetzes mit Begründung zur Beschlußfassung vorgelegt. Nach langen und eingehenden Verhandlungen in der Kommission ist derselbe vom Plenum des Reichstags in der diesjährigen Sommertagung angenommen. Das beschlossene Reichsgesetz hat aber so viele und bedeutende Abweichungen von der Regierungsvorlage, daß zweifellos mit einer Novelle zum Reichsjugendwohlfahrtsgesetz gerechnet werden kann. Durch das Reichsjugendwohlfahrtsgesetz ist die Macht der Jugendwohlfahrt Staats= und Reichssache geworden, und jedes deutsche Kind hat jetzt ein Recht auf körperliche, geistige und sittliche Erziehung erhalten. Die Organe der öffentlichen Jugendhilfe sind die bis 1. April 1924 einzurichtenden Jugendwohlfahrtsbebürden. Diese neue staatliche Organisation ist bann uder vas ganze Deutsche Reich verdreitet, um alle Maßnahmen zu treffen, die gesamte Jugendwohlfahrt— öffentliche Jugendfürsorge und Jugendpflege— in Stadt und Land zu ersassen und auszugestalten; dabei soll aber der privaten Tätigkeit Raum zur Betätigung frei bleiben. Das neue Reichsgesetz für Jugendwohlfahrt ist von dem Gesetzgeber nur als Rahmengesetz gedacht; es will keinesfalls die deutsche Jugendbewegung in Bestimmungen pressen. Die früher vorgetragenen Bedenken, daß das Gesetz beabsichtige, die private Jugendhilfe zurückzudrängen, sind gegenstandslos geworden. Der Aufbau der Jugendwohlfahrtsbehörden gliedert sich in Jugendämter(Amt— Stadt— Kreis), Landesjugendämter und als oberste Behörde das Reichsjugendamt. Die Aufgaben der Jugendämter sind Jugendämter und Jugendpflege. Die Terminologie dieser beiden Tätigkeiten der Iugendhilfe ist noch nicht allgemein anerkannt, doch verbindet man mit dem Begriff der Jugendfürsorge meistens die soziale Tätigkeit für die geer zahlt also 350 Mer. Steuern. Uhsere Leser werden gut tun, diese Notiz auszuschneiden und auszubewahren, damit sie vorkommenden Falls immer zur Hand ist. ( Beschlagnahmt wurde bei einem Althändler auf Schwerin ein Posten Eisenschrott, der aus einem Diebstahl stammte. Als Eigentümerin wurde eine Zeche ermittelt, der ihr Eigentum wieder zugestellt wurde. Diebische Elstern. Es gelangten zwei Dienstwädchen zur Anzeige, die im Ortsteile Schwerin ihre Dienstherrschaften bestohlen haben. * Früh krümmt sich, was ein Häfchen werden will... Eine Anzahl Schüler gelangte zur Anzeige wegen fortgesetzter Eisendiebstähle auf einer hiesigen Zeche. Ihre Beute verkauften die Burschen bei„Klüngelkerls". Das dafür erlöste Geld setzten sie in Rauchwaren um. Die Eltern wollen doch ja ein aufmerksames Auge auf ihre Kinder haben. Die Fälle, wie der oben genannte, mehren sich in der letzten Zeit in erschreckender Weise. Nur zielbewußte, strenge Erziehung und stetige Beaussichtigung durch das Elternhaus kann der verfährdete oder bereits gefallene Jugend, während derblichen Sittenverwilderung Einhalt gebieten. sich die Jugendpflege um die normale Jugend Also: Eltern tut eure Pflicht! bemüht. Die Jugendfürsorge will den Jugend= A Im Metropoltheater gelangen z. Zt. lichen wieder in die Gesellschaft eingliedern, die drei Teile des Riesenfilms„Die Abenteurerin Jugendpflege ihn innerhalb der Gesellschaftsord= von Monte Carlo“(16 Akte) in einer Vorführung nung sozial ertüchtigen. lzur Darstellung. Infolge der großen Länge des Die Notwendigkeit dieses Reichsgesetzes hat, Films muß der Beginn der Nachmittagsvorstelsich ergeben einerseits durch die im Krieg und, lungen bereits auf 4 Uhr angesetzt werden. Hierder Nachkriegszeit entstandene Verwahrlosung auf seien die Kinobesucher besonders aufmerkder deutschen Jugend, der aus staatsgebietenden sam gemacht, ebenso darauf, daß die DonnersGründen dringend Einhalt getan werden mußte, tagsabendaufführung ausfällt, weil dann das andererseits durch die Buntscheckigkeit der gesetz=[Metropoltheater in den Dienst der Jugendwochlichen Bestimmungen auf dem Gebiete der Iu=gestellt ist. gendhilfe in den deutschen Freistaaten, der es an„' Eine hollis dische Falschmünzerbande ist im Einheitlichkeit fehlte. Das Gesetz bezeichnet„der rheinisch=westsälischen Industriegebiet an der ArJugend Wohlfahrt als höchstes Gesetz". Es gilt, beit. So ist in den letzten Tagen in mehreren alle öffentlichen Kräfte für diese soziale Tätig= Städten versucht worden, holländische gefälschte keit zu interessieren, daß sie sich die Hand reichen, 25-Guldenscheine einzuwechseln. Vor der Annahme um das körverliche, geistige und sittliche Gedei= dieser Scheine muß, zumal sie nicht jedem bekannt heu jedes Staatsbürgers von der Geburt an bis sein dürften, dringend gewarnt werden! Die Fälzur Volljähigkeit zu sichern. Bei den geführten Beratungen wurde von einer Seite ein einheitliches Jugendgesetz erstrebt, das alle jugendgesetzlichen Bestimmungen aus dem Bürgerlichen Rechte, Strafrecht. Armenrecht, den Versicherungsgesetzen, dem Gewerberecht u. s. w. systematische verarbeitet enthält. Der Gedanke ist nicht zur Ausführung gekommen. Die praktische Durchführung des Gesetzes stellt an den Staat hohe geldliche Forderungen in der Zeit unserer höchsten wirtschaftlichen Not. Der Entwurf hatte 1920=21 nur 50 Mill. Mark jährlich in den ersten drei Jahren vorgesehen, die auf Drängen des Ausschusses nach den diesjährigen Pfinastferien durch Annahme des Gesetzes auf 100 Mill. Mark erhöht wurden. Das ist nur eine kleine Summe, die die praktische Durchführung bei weiterer Geldentwertung von Reichswegen allein fast unmöglich macht. Doch ist das Gesetz als ein wertvoller Baustein des Wiederaufbaues des Deutschen Reiches und seines Volkes zu beachten und zu würdigen. schung ist verhältnismäßig plump ausgeführt. Das echte Wasserzeichen ist durch Preßdruck nachgeahmt worden. Die Scheine tragen zumeist das Datum vom 20. April 1919. El Holthausen.(Für Jagdinteressenten.) Die Gemeindejagd in Holthausen(ca. 372 Hekt.) wird am Mittwoch, den 26. d. Mts., nachm. 5 Uhr im Sitzungszimmer des neuen Verwaltungsgebäudes öffentlich meistbietend neu vernachtet. Aus dem Emschertal. ∆ Habinghorst.(Dieb.) Anzeige wurde erstattet gegen den Bergmann., der einem Arbeitskollegen und Zimmergenossen., während er sich im Krankenhause befand, das Spind erbrach und für etwa 1500 Mk. Kleidungsstücke und Eßwaren stahl. Bladenhorst.(Nachrichtendienst des Schifffahrts= und Speditionskontors Jul. Herrmann. Schleuse VII.) Gegenüber den Vorwochen war eine kleine Besserung in der Auftragserteilung zu verzeichnen, die gleich eine Abnahme der hier wartenden Fahrzeuge mit sich brachte. Im übrigen war auch die Nachfrage nach Kahnraum für Erz=, Getreide=, Kies=Reisen usw. äußerst rege. vom Reichstage beschlossenen Novelle zum Ein=[Unter diesen Umständen verminderte sich die kommensteuergesetz tritt am 1. August d. Is. ein Zahl der beschäftigungslosen Schiffe auf ca. 50 neues Steuerabzugsverfahren in Kraft. Es wer= Stück. Die Kohlen= und Koksfrachten im Kanal= Aus Castrop und Umgegend. □ Die Neuregelung des Steuerabzugsverfahrens vom 1. August d. Is. ab. Nach der neuen 0 den 10 Prozent des Arbeitslohnes als Steuer berechnet: Die Steuer ermäßigt sich für den Steuerpflichtigen und seine Frau monatlich um je 40 Mark(bei Wochenlohn 5,60 Mk., bei Tagelohn um 1,60 Mk., bei Stundenlohn um 40 Pfg. für 2 Stunden), für jedes minderjährige Kind um 80 Mk. monatlich(bei Wochenlohn um 19,20 Mk., bei Tagelohn um.20 Mk., bei Stundenlohn um 80 Pfg. für je 2 Stunden). Kinder über 17 Jahre, die Arbeitseinkommen beziehen, rechnen nicht. Als Werbungskosten kommen monatlich 90 Mk. in Abzug(bei Wochenlohn 21,60 Mk.. bei Tagelohn 3,60 Mk., bei Stundenlohn 90 Pfg. für 2 Stunden). Anträge auf Erhöhung der Werbungskostenabschreibung sind zulässig, wenn die Kosten den Betrag von 10 800 Mark um mindestens 1200 Mark übersteigen. Die genannten Sätze von 40 Mark, 80 Mark und 90 Mark sind von der errechneten Steuer abzuziehen, z. B. erhält ein Verheirateter mit einem Kinde 6000 Mark Monatsgehalt, so sind als Steuer zu berechnen: 6000 Mark minns 40 Mark+ 40 Mk.+ 80 Mk.+ 90 Mk., und Wesergebiet sind am 15. d. Mts. vom Syndikat erhöht worden. Im Schleppbetrieb wurden abbefördert: am 17. 7. 29. Kähne westwärts, 34 Kähne ostwärts, am 18. 7. 17 Kähne westwärts, 24 Kähne ostwärts, am 19. 7. 17 Kähne westwärts, 23 Kähne ostwärts, am 20. 7. 35 Kähne westwärts, 18 Kähne ostwärts, am 21. 7. 23 Kähne westwärts, 26 Kähne ostwärts, am 22. 7. 15 Kähne westwärts, 20 Kähne ostwärts. * Henrichenburg.(Kanalausbau.) Der Bezirksausschuß zu Münster hat die generelle Genehmigung zur Ausführung von Vorarbeiten für den weiteren Ausbau des Dortmund=EmsKanals für 1000=Tonnen=Schiffe in der Gemarkung Henrichenburg erteilt. Mit den Vermessungsarbeiten wird demnächst durch den Regierungslandmesser Jankowski von der DortmundEms=Kanalverwaltung begonnen werden. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, daß nach§ 30 des Feld= und Forstpolizeigesetzes vom 1. 4. 80 die zur Vermessung von Grundstücken und Wegen dienenden Merkzeichen nicht entfernt werden dürfen. e des jeßlich 1, bis über zurige Am S. B. betra= 4“ hr beaß zu illion Kopferden ntrag ten. *7 InEssen Bau. Mark erbedie GanibeneuerGeBauutlich des nden werden Nark ttion zur lung rustbesetz abnicht alen Dies als Verheute tzgebeden aden kominen. die rofdes GehaVerbeDie erm ische irtdier und, end. das: hen: bezzu, um onus. per-, senifft ehr ar E5 ei em die er 11 beig 5 m Fin Vermächtnis. koman von W. Waldbröhl. Unter anderen Umständen würde Doktor Hellbach sielleicht über die holde Unschuld gelächelt haben, die sich in Adas Worten offenbarte; jetzt aber fühlte er sich durchaus nicht versucht, ihr seltsames Bekenntnis von der scherzhaften Seite zu nehmen. „Die Liebe, die von den Dichtern verherrlicht wird als die Quelle der höchsten irdischen Glückseligkeit— diese Liebe, Fräulein Ada, ist ein Himmelsgeschenk, dessen Empfang man in Geduld abwarten muß und das auch Ihnen sicherlich eines Tages zuteil werden wird, (sobald der Beneidenswerte Ihren Weg gekrenzt hat, im es beschieden ist, es Ihnen zu gewähren.“ In hellem Erstaunen sah sie ihn an. Der Sinn seiner Nede war ihr effenbar vollständig dunkel. Aber als nun sein Wlich dem ihrigen begegnele, färbten sich Ihre zarten Wangen plötzl'ch mit dunkler Glut. Sie schlug die Angen nieder, und Hellbach sah, wie ihre junge Brust sich in stürmischen Atemzügen hob und sennte. Er bereute, sie in Verwirrung gesetzt zu haben. und machte sich den Vorwurf. mit plumper Hand an das Zarteste in der keuschen Seele eines reinen jungen Wesens gerührt zu haben. Das Schweigen, das seinen Worten folgte, lastete ein paar Minuten lang cecht schwer auf ihnen. Dann aber war es Ada, die sich lapfer aufraffte, um die abgerissene Unterhaltung wieder aufzunehmen „Ich fürchte, Sie haben mich doch nicht recht verstanden.—Ich weiß nicht, von welcher Art von Liebe Sie da sprechen. Die, an die ich dachte, ist die Liebe eines Menschen zu denen, die ihm am nächsten stehen sollten: zu seinen Eltern und seinen Geschwistern.— Und ich trage eine dunkle Erinnerung in meiner Seele, daß es eine Zeit gegeben haben muß, in der diese Liebe mich namenlos glücklich gemacht hat.— Ich will nicht von meiner Mutter sprechen, denn ich war wohl noch zu jung, als sie aus dem Leben schied. Aber ich weiß, daß ich einen Vater hatte, der einer der desten und delsten unter allen Menschen gewesen sein muß. Und es kann keine Täuschung sein, wenn vor meinem Gedächtnis allerlei Bilder aufsteigen von einem herrlichen, zärtlichen Familienleben, das ich unter seinem Schutze genossen. Aber es sind Bilder wie die Bilder In einem Buche, das man mit Interesse, vielleicht auch nit einer gewissen Bewegung, durchblättert, um iu bei, doch wieder zu vergessen, sobald man es aus der Hand gelegt hat. Mein Herz bleibt dabei ganz stumm. Es ist nicht anders, als ob dieser Vater, von dem ich doch weiß, daß ich ihn einst heiß geliebt habe, mir allezeit ein sremder Mann gewesen wäre.“ „Das ist nicht so unnatürlich, als es Ihnen in Ihren Grübeleien erscheinen mag!" suchte er sie zu beschwichtigen.„Die Liebe eines Kindes zu seinen Erzeugern kann nicht so nachhaltig und dauernd sein, wie es die Empfindungen der Eltern für ihre Nachkommenschaft sind. Die ganze Kraft unserer Gefühle gehört nicht denen, die vor uns waren, sondern denen, die nach uns kommen. Und es wäre schlimm, wenn es anders wäre. Denn auf diesem Gesetz beruht die Erhaltung alles Lebendigen.“ „Es wäre ein grausames Gesetz, wenn Sie recht hätten! Aber nun erklären Sie mir doch das andere— das tausendmal Schlimmere, was mich in diesen Tagen schon so unendlich oft gequält hat, und was ich vollends heute als etwes Schreckliches empfinde!“ „Welches andere, Fräulein Ada?“ „Daß ich nicht trauern kann um den Tod meiner Schwester— daß die Tränen, die ich um sie weine, im Grunde nichts anderes sind als Lügen.— Ich kann mir nicht einmal mehr eine klare Vorstellung von ihrem Aussehen, ihrer Stimme, ihrem Wesen machen. Und doch habe ich sie geliebt, so innig und treu geliebt, wie sonst keinen Menschen auf der Welt.— Wenn diese Liebe in meinem Herzen bis auf den letzten Rest ersterben konnte, dann habe ich wohl ein Recht, mich für sehr unglücklich zu halten!“ „Und ich weiß wirklich nicht,“ fuhr Ada sort,„ob der Tod unter solchen Umständen nicht auch für mich eine Erlösung wäre, wie für die arme Hilda. Denn auch ich komme mir wie ein Krüypel vor. Ein Mensch mit einem abgestorbenen Herzen ist kein Mensch mehr, für den es sich noch verlohnt, zu leben!“ Nun erst machte sich die wilde Verzweiflung Luft, deren Ausbruch Doktor Hellbach vorhin gefürchtet hatte. Ada drückte ihr Gesicht in das Kissen und weinte herzzerbrechend. Wie ein Fieberparoxismus schüttelte es ihren zarten Körper, und alles, was der junge Arzt ihr Tröstendes und Ermutigendes zu sagen versuchte, schien nur in die leere Lusa gesprochen. Sie antwortete ihm nicht, und er mußte sich wohl sagen, daß keines seiner Worte den Weg zu ihrem Heraan.::“. Er begriff es sehr wohl; denn ihn selbst dünkte ja alles, was er vorbringen konnte, leer und nichtssagend. Er begriff die Ursache ihres Jammers nur allzu wohl, und dabei fühlte er seine eigene Seele von dem heißesten Mitleid für dies teure junge Wesen erschüttert und zerrissen. Jahre seines Lebens würde er dahingegeben haben, wenn er sie hätte beruhigen und aufrichten können. Und nie hatte er so schwer unter dem niederdrückenden Bewußtsein menschlicher Ohnmacht gelitten, als in diesen namenlos schmerzlichen Minuten. Als er die Hoffnungslosigkeit seines Zuredens erkannte, wußte er nichts anderes mehr zu tun, als daß er seine Hand sanft auf ihren Scheitel legte und nur immer und immer wieder in innigstem, zärtlichstem Ton ihren Namen nannte. Und seltsam, was alle seine Vernunftgründe nicht vermocht hatten, das schien diese liebkosende Berührung, das schien der zu Herzen dringende Klang dieses immer wiederholten einzigen Wortes zu bewirken. Es war unverkennbar, daß der wilde Sturm in ihrem Innern sich allgemach zu sänftigen begann. Ihr Weinen wurde weniger ungestüm. die Zuckungen ihres Körpers hörten auf, und plötzlich hob sie das trunenüberströmte Gesichtchen aus dem Kissen. „Doktor Hellbach,“ sagte sie, und ihre Stimme klang wie die eines in rührender Hilflosigkeit flehenden Kindes.„bitte— lassen Sie mich nur dies eine Mal die volle, reine Wahrheit erfahren! Hat meine Krankheit mich um soviel schlechter gemacht? Oder wird auch dies noch einmal zur Heilung gelangen, wie meine Wunden geheilt sind? Werde ich noch einmal so tief und innig lieben können, wie ich vor diesen schrecklichen Ereignissen geliebt habe?" „Ja, Fräulein Ada, das ist meine feste, heilige Ueberzeugung!— Sie werden wieder lieben können, und Sie werden, so Gott will, in dieser neuen Liebe tausendmal glücklicher werden, als Sie es in je einer früheren gewesen sind!“ Er mußte sich energisch zusammennehmen, damit seine Stimme bei dieser Erwiderung ihren festen und ruhigen Klang behalte. Denn eigentlich war ihm ja zu Mute, als ob er da das Todesurteil seiner eigenen Glückshoffnungen gesprochen hätte. Bewiesen denn nicht ihre Verzweiflung und ihre angstvollen Klagen sonnenklar, wie wenig er selber ihrem Herzen bedeutete!. Dies arme. vereinsamte junge Herz sehnte sich inbrünstig nach Liebe, es erzitterte bei der Vorstellu daß ihm die Fähigkeit, sich ganz einem anderen zen hinzugeben, für immer verloren gegangen#### könnte. Und er war in manchen Augenblicken wi lich schon so töricht gewesen, sich einzubilden, daß etwas wie tiefere Zuneigung für ihn in ihrer Seele regen beginne! Dieser Wahn war ihm jetzt grauf und hoffnungslos zerstört worden, und er wußte,? die beglückende Liebe, auf die er sie vertröstete, ein anderen gehören würde als ihm. Ada war sich mit ihrem Taschentüchlein über Augen gefahren, und jetzt machte sie sogar einen schi chen Verzuch, die Lippen zu einem kleinen Lächeln verziehen.— „Ich weiß nicht, was Sie jetzt von mir denken w, den, Herr Doktor!— Vielleicht wäre es besser gen sen, wenn ich das alles für mich behalten hätte. A Sie haben ja gewoilt, daß ich mich Ihnen anvertra Und ich danke Ihnen jedenfalls von ganzem Herze: Sie reichte ihm ihre kleine, noch immer eiske# Hand. Hellbach widerstand der Versuchung, sie seine Lippen zu ziehen. Denn jetzt wäre ihm jede, a die kleinste und unschuldigste Zärtlichkeit wie ein T. brechen vorgekommen. Er behielt also die schlan!" Finger nur für einen flüchtigen Augenblick in den nigen. Dann stand er auf. „Sie haben keine Veranlassung, mir zu dank Baronesse!— Ich sagte ja schon vorhin, daß ich## Lrzt bin, und nur zu Ihrem Arzte haben Sie gesey chen. Es wäre mir lieb gewesen, wenn es in meig Macht gestanden hätte, Ihnen eine noch bessere## wirksamere Arznei zu reichen!“ „O, Sie ahnen nicht, eine wie große Wohltat## mir erwiesen haben!— Aber wollen Sie denn wirke jetzt schon fort?" 6 „Meine Pflichten rufen mich,“ erwiderte er, wohle es eine Unwahrheit war, die er da ausspr# Aber er fühlte sich nicht mehr stark genug. länger bleiben. Wenn er in den glückseligen letzten Ta: zuweilen mit Schrecken an den Augenblick gedee# hatte, wo zugleich mit der ärztlichen Behandlung el sein Verkehr mit Ada von Reichenau ein Ende fing würde, so war jetzt nur noch der einziee heiße Wurn in seiner Seele, daß er der Qual auf der Stelle Ende machen dürfte. (Fortsetzung folat.) mart. er. 40 ssech d Ni In— #0 in. chrur le#c rag re 3 GE Statt Karten. Robert Exner Maria Exner geb. Schultheis Vermählte Castrop, den 26. Juli 1922 4160 JuSERDNwOCHE der Stadt Castrop. 10 Vom 23.—80. Juli. Mittwoch den 26. Juli 1922. Nachmittags 2 Uhr: Vortrag über die Entwicklung und Bedeutung des Fußballspiels. Ev. Gemeindehaus.(Direktor .. M a t t h a e i v o m K r e i s w o h l f a h r t s a m t D o r t m u n d- L a n d.) = 3 Uhr: Eröffnungsfeier auf dem Marktplatz, bestehend in Aufmarsch der Jugend, Eröffnungsrede(Bürgermeister Wynen), Jugendchöre.— Anschließend auf dem Renngelände Vorführung von Leibesübungen: Massen-Freiübungen, Jugendwettkämpfe der Vereine und Schulen, Eilbotenlauf. 9 Dienstag b. einschl. Donnerstag I. 6 kollossale Akté 6Dieser wunderbare Film mit dem Panorama des Nils zeigt in seiner Folge: Krieg in Aegypten. Der Admiral der Flotte. Die nächtliche Landung. Die Römer kommen. Die Qualen der Gefangenen. Die Römer stürmen die Tore. Der letzte Widerstand. Tod der Heldin. Cleopatras letzte Worte sind: „Mein Königreich ist die Weltgeschichte und der Tod“ II. Lustspiel in 2 Aken III. Der große Abenteuer-Film 6 Akte aus dem Tagebuch eines Londoner Kriminalisten. NB Vorstehender Spielplan mit drei besonders gut ausgewählten Filmwerken, wird das Interesse jedes unserer verehrten Besucher in jeder Beziehung zufrieden stellen. 4210 Achtung. Anfertigung von Donnerstag, den 27. Juli 1922. Nachmittags 2½ Uhr: Vortrag über Notwendigkeit, Aufgaben und Organisation der Berufsberatung im evangel. Gemeindehause.(Dorr, Leiter des Landesberufsamtes Münster.) 3 Uhr: Vorführung von Leibesübungen auf dem Renngelände. Spiele der Vereine: Handballspiel, Reigen, Volkstänze, Staffellauf, Waldlauf. 4 Uhr: Vortrag über Berufswahl der Knaben im evangel Gemeindehaus.(Dorr, Münster.) ## 5 Uhr: Vortrag über Berufswahl der Mädchen im evangel. Gemeindehause.(Fräulein Brüning, Referentin beim „, Landesarbeitsamt Münster. ss, 172 Uhr: Vorführung von Musterfimen für die schulentlassene Jugend.(Metropoltheater u. kath. Gesellenhaus.)s Freitag, den 28. Juli 1922. Nachmittags 2½ Uhr: Vortrag über Zimmerspiele und Winterbeschäftigung der Jugend im Lokale Haller.(Stadt.., turnrat Frankenberg in Dortmund.) = 3 Uur: Vorführung von Leibesübungen auf dem Renngelände. Massenstabübungen der Mädchen, turnerische Vorführungen der Schulen an den Geräten. Endkampfs der Schlagballmannschaften der Schulen, Tamburin-s und Korbballspiele der Mädchen. 3½ Uhr: Vortrag:„Inwiefern muß der Jugendpfleger die seelischen Entwickelungsvorgänge des Ubergangsalters# berücksichtigen.“ Evangel. Gemeindehaus.(Rektor# Heinen,.-Gladbach.) 5 Uhr: Vortrag über die körperliche Ertüchtigung der# deutschen Jugend im evangel. Gemeindehause.(Stadtturnrat Frankenberg in Dortmund.) 8½ Uhr: Bunter Abend(kath. Gesellenhaus und evangel.# Gemeindehaus.) Sonnabend, den 29. Juli 1922. Nachmittags 2 Uhr: Vortrag und Unterrichtslektion über die Bedeutung des Filins für Unterricht und Erziehung im kath. Gesellenhaus(Prof. Sellmann-Hagen.) 3 Uhr: Vortrag über Jugendwanderungen und Jugendherbergen(Münker, Hilgenbach.) = 3 Uhr: Vorführung von Leibesübungen auf dem Renn# gelände. Geräteturnen der Vereine, Stabhochsprung, volkstümliche und Mannschafts-Wettkämpfe, Schleuder s ballweitwurf, Speer- und Diskuswerfen, Gerzielwurf, Kugelstoßen. Sonntag, den 30. Juli 1922. Vormittags 11 Uhr: Fußballspiel der schulentlassenen Jugend### .(Sportplatz auf dem Renngelände.) Nachmittags 3 Uhr: Festzug der Jugend, Festrede des a# Herrn Rektors Kramwinkel. Kundgebung auf dem Renngelände. Anschließend Spiele der Jugend, scherzhafte Wettkämpfe; Tauziehen mit Anlauf, Eierlauf, Bälleauflesen, Dreibeinlauf, Karrenschieben, Reiterwettkämpfe und dergleichen. 0 Uhr: Freilichtaufführung für Erwachsene„Wilhelm Tell“(Grund zwischen Renngelände u. Cottenburgerschlucht.) Montag, den 31. Juli 1922. Nachmittags 6 Uhr: Wiederholung der Freilichtaufführung „Wilhelm Tell“ 4225 55 s An sämtlichen Tagen findet eine Ausstellung von Büchern im evgl. Gemeindehaus statt. Henker: Waichund Bleich-Sode für Wäsche und Hausputz. HENKEL&am CIE., OUSSELDORT. für halbe oder ganze Tage für sofort gesucht. Frau Frarz Falkzenhahn, Widumerstraße 49. Lebensmitelgeschäft. Suche ein in sämtlichen Hausarbeiten erfahrenes, tächtiges, sauderes, kath. Lohn nach Uebereinkunft. Frau A. Placke, Saltterei, Herne, Monl=Cedisstr. 7. Telefon 572. 4221 4223 Zuverlässiges nach Mas mit guten Zutaten und tadelloser Verarbeitung. von 3000.— Mark an. H. Moschkowitz, Castrop Christinenstr. 7. 4224 In das Handelsregister Abteilung B ist am 21. Juli 1922 bei der unter Nr. 43 eingetragenen Gesellschaft: Heinrich Büchter Aktiengesellschaft in Bövinghausen eingetragen worden. Der bisherige Vorstand Kaufmann Heinr. Löffler in Dortmund ist abberufen, an seine Stelle ist der Kaufmann Heinrich Büchter in Bövinghausen zum Vorstand bestellt. Den Kaufleuten Heinrich Löffler und Wilhelm Schmitz beide in Dortmund ist Gesamtprokura dergestalt erteilt, daß sie gemeinschaftlich zur Vertretung der Firma besechtigt sind. 212 Amtsgericht Castror, Ca. 30 gm 4215 Brantgenecht 5x5 cm, 3 mm stark 150 cm hoch, gebraucht, und Glscke mit Küken preiswert zu verkaufen. Habinghorst, Kronprinzenstraße 36. Sescil bücher's für den praktischen Gebrauch zu verkaufen. erfragen in der Geschäftsst. dies. Ztg. Natratzen und Sotas polstert mit bestem Maierial dauerhaft und billig auf. Neue Polstersachen werden n eigner Werkstatt angeertigt. Aufhängen von Gardinen und Dekoralionen. Jakob Deden, Polsterer und Dekorateur, Widumerstraße 50, Viktoriastraßé###. Wieur Masuiiken eigene Fabrikation tadellose Ausführung billigste Preise Ch. Roinge (Firma: Fr. 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Aelteste und hervorragendste — Lichtbilsbühne am Platze— verbunden mit Cafe-Restaurant Eigene elektr. Lichtzentrale- Zestralheizung Fernrut 144 Amt Castrop. Anrang 4 Uhr. Die Aochteurerin von Monte-Cario ., 2. und 3. Teil Ein Film in 3 Teilen von Dr. Willy Wolf und Arthur Somlay 16 Akte .Teil: 2.„ Marokanische Nächte 3„ Mordprozeß Stanley. Ellen Richler— Eduard von Winterstein— Hermann Picha— Toni Tehlaff— Alber! Paulig— Henry Bender und Magnus Stifter bürgen für erstklassige Darbietung. Die Aufnahmen werden auf einer Expediton gemacht, die über Basel, St. Gotthardt, Mailand, Genua, Rapello, Neroi, Monte=Carlo, Nizza=Narbonne, Marseille, Barcelona, Algeciras, Centa, Tetnan, El Asasch, Ksarel Kedir, Gibraltar, Granada, Sevilla, Madrid, San Sebastian, Tours, nach Paris führte. Unsern verehrten Besuchern zur gefl. Kenntnis, daß am Donnerslag die Abendvorstellung im Interesse der Jugendwoche ausfällt, dafür aber die Nachmittagvorstellung schon um 4 Uhr beginnt. „ B. WELLNER. Ab Freitag, den 28.—31. Juli: Sensationsmeisterdetektiv und Marga Lindt Sensationsschauspielerin Persönlich! Persönlich! Näheres am Freitag. Aenderungen im Programm vorbehalten Musik: 4156 Herr Kapellmeister Schmidt mit seinen Künstlern. Jugendliche unter 18 Jahren haben#####n auch in Begleitung Erwachsener heinen Zutritt CAFE METROPOL Täglich Konzert von—11 Uhr. GesangseinlagenZither-Soli des Kapellmeist. RothBedienung in bekannter Güte. Conditore; g, W einstube Weine und Liköre preis1 wert aus dem Hause. 2862 Mihusgsnnnnunun 8396 Platin, Gold, Silber, Juwelen Miliggggngggggg kauft Schmudde, Juwelier, Castrop, Wittenerstraße 3 am Markt Achtung! Achtung! Kaufe jeden Posten Weiss- und Rotweintlaschen und zahle allerhöchste Preise. Adolf Kalsbach, Hillma, Münsterstr. 3. 4210 Münsterstr. 15.