#b: Auswärte ss Uis., 1 Dü Empiehhangegelle 250 Pig. Erfaltungsort Casirep, der etwa gewährte Rabatt ertischt bei Konkarsen Zwangovergleichen und gerichtlichen Rlogen. Grödere Anzeigen werden dis mittags, Reinere dis 4 Uhr nachmittags vor Ausgabe der Zeitung erbeten. Bestscheckkonto: 49 150 Köin.— Fernsprech=Anschluß Nr. 6. Verantwortlich für den Schristtell: Franz Joseph Prupe Castrop 48. Jahrgang bisd Miurtage ud bestar dung Veikea dul du. Laur gebtnsch 27.69 Mark(sm voraus zahlbar) für den Monat, Postdezug 65.,0 Mk. für das Viertelsahr, ohne Postdestellgeld. Falls wir in der Herausgabe und Instellung der Zeitung gebindert sind, hat der Bas zieher keinen Anspruch auf Lieserung oder Nachlieserung des Blattes oder auf Räckzahlung des Bezugspretseo. Geschäftestelle u. Schriftleitung: Castcop, Münsterstrabe 34. Sprechstunden der Schriftleitung: werktags—7 Uhr nachmittags. Rauxeler Neueste Nachrichten Rotationsdruck und Verlag: Castroper Zeitung(Geschw. Schmitz), Castrop Amtl. Veröffentlichungsblatt für den Landgerichtsbezirk Dortmund, für die Stadt Castrop und die Amter Rauxel und Bladenhorst Alle amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Castrop, der Amter Rauxel und Bladenhorst erlangen nach Veröffentlichung in obigen Blättern rechtsverbindliche Krast. Nr. 115 Mittwoch, den 17. Mai 1922 S In aller Kürze. Neuigkeiten von Nah und Fern. Im Laufe der Kabinettssitzung hat Keynes mitgeteilt, daß die durch Deutschland am 15. Mai an den belgischen Staat zu leistende Zahlung von 50 Millionen Goldmark entsprechend dem Mecatorium pünktlich geleistet worden war. * Die im Finanzministerium geführten Verhandlungen wegen der Lohnerhöhung der Staatsarbeiter wurden abgebrochen, da die Vertreter des Ministeriums die erhöhten Lohnforderungen erst zur Stellungnahme dem Kabinett vorlegen wollen. * Wie der„Vorwärts“ zu melden weiß, steht die Abberufung des französischen Gesandten in München bevor. * Reichsminister des Innern Dr. Köster hat seine geplante Reise nach Genua aufgegeben. * Reichswirtschaftsminister Schmidt feierte seinen 40. Geburtstag. Ihm wurden von allen Seiten zahlreiche Glückwünsche übermittelt. * Chamberlain hat eine Anfrage Kenworthys dahin beantwortet, daß die Zulassung Deutschlands und Rußlands zum Bölkerbund in der nächsten Zusammenkunft des Völlerbundsrates am 14. September zur Sprache kommen wird. * Der Völkerbund, der augenblicklich in Geuf lagt, hat eine Kommission damit beaustragt, eine internationale intellektuelle Zusammenatbeit zu ermöglichen. * Während des vergangenen Rechnungsjahres hat die italienische Eisenbahn ein Defizit von 700 Millionen Lire gehabt. * Der Vertreter Italiens ist beauftragt worden, die offiziellen Beziehungen Italiens und Jugoslawiens wieder aufzunehmen, damit ein Vertrag zwischen beiden Ländern avgeschlossen werden kann. * Ministerpräsident Pasitsch hat aus Gesundheitsrücksichten sein Amt provisorisch niederlegen müssen. Mit seiner Vertretung wird Trifkowitsch, Mitglied der radikalen Partei, beauftragt. * Im Laufe dieser Woche wird wahrscheinlich eine neue Konferenz über die irische Frage stattfinden. U. a. werden daran teilnetzmen Churchill, Grey, Collins und Griffith. * Im Unterhause hat Chamberlain namens der englischen Regierung erklärt, daß in Auberracht der verschiedenen öffentlichen Berichte über die türkischen Greueltaten die Mächte übereingekommen sind, sofort eine Untersuchungslommission zu ernennen, die sich an Ort und Stelle begeben soll. * Der amerikanische Vertreter ist beauftragt worden, der neuen ägyptischen Regierung die Anerkennung der Vereinigten Staaten auszusprechen. * Der amerikanische Senat hat ein Gesetz angenommen, daß die unerlaubte Einfuhr von narkotischen Mitteln in die Vereinigten Staaten mit einer Geldstrafe von 500 Tollar und Zuchthaus bis zu 10 Jahren belegt. * Eine bisher ganz unbekannte Evidemie ist auf den Azoren ausgebrochen. Die portugiesische Regierung hat sofort eine große Hiliservedition mit Medikamenten, Hilfspersonal usw. entsandt. Dollarkurs am 16..: 202—284 im Reschstag. Berlin, 16. Mai. Der Reichstag ist jetzt endlich bemüht, den Haushaltsplan des lausenden Jahres ferrigzustellen. Dazu benutzt er täglich acht Stunden im wunderschönen Monat Mai, und in der Vollsitzung werden noch einmal dieselben Reden gehalten, wie im Ausschuß. Seit drei Tagen ist man nun mit der Verwaltung des Postmininers Gisberts beschäftigt. Auch am Dienstag ging diese Aussprache weiter sie wurde durch eine eingesetes baverischen Volksparteilers Leicht zi..%, der stolz hervorhob, daß in Bayern die Post finanziell besser abgeschnitten habe, ols im Reiche. Er warnte davor, Banern bewährte Letzte Drahtmeldungen. Leipzig und Halle ohne Brot. Leipzig, 16. Mai. Sämtliche hiesigen Böckereien und Brotfabriken haben gestern ihren Betrieb geschlossen. Die Bevölkerung ist infolgedessen ohne Brot. Da der Magistrat sich gegen eine Brotpreiserhöhung ausgesprochen, lehnen die Bäckermeister die von den Gesellen verlangte Lohnerhöhung ab. Auch in Halle sind gestern sämtliche Brotfabriken und Bäckereien im Einverständnis zwischen Arbeitgebern und Gesellen geschlossen worden, weil der Magistrat nur einen Brotpreis von 12.50 Mark zugestanden hatte und dieser Preis allen Bäckereibetrieben zu niedtig war. Auch hier ist die Bevölkerung in größter Verlegenheit.. Abschluß der deutsch=polnischen Verhandlungen. Genf, 16. Mai. Die deutsch=polnische Kommission für Oberschlesien hat gestern im Völkerbund die Schlußsitzung abgehalten, die einen besonders feierlichen Charakter hatte. Es wurden verschiedene Reden gehalten, darunter von dem Vorsitzenden Calonder, Minister Schiffer, von dem polnischen Bevollmächtigten Olschewski und dem Generalsekretär des Völkerbundes. Das deutschpolnische Abkommen für Oberschlesien wurde unterzeichnet. Es ist in drei Exemplaren in deutscher, polnischer und französischer Sprache abgefaßt worden und umfaßt 600 Artikel, mit zahlreichen Kapiteln. Es ist 302 Schreibmaschinenseiten lang und zerfällt in 6 Teile, von denen jeder einzelne wieder zahlreiche Artikel und Kapitel umfaßt. Es ist eine gemischte Kommission vorgesehen zu der jeder der beteiligten Staaten zwei Mitglieder und ein anderer Staat einen Prasidenten zu stellen hat. Der Völkerbund hat sich die Wahrung der Rechte der Interessen der Minderheiten vorbehalten. Amerika über die deutsche Anleihe. Paris, 16. Mai. Vandervelde schreibt in einem Aufsatz: In französischen Kreisen hofft man, daß Amerika für die vorgeschlagene Anleihe für Deutschland eintritt. Wir haben erfahren, daß Frankreich nicht die Absicht hat, in der Weise vorzugehen, wie es wohl Poincare in seiner Diede in Bar le Duc angedroht hat. Deutschland muß sich an die Reparationskommission wenden, um einen Zahlungsaufschub zu erreichen und man müsse darauf hinwirken, daß in Genua untersucht wird, in welcher Weise Frankreich die bisher für den Wiederaufbau gezahlten Summen von 80 Millionen verwendet hat. Die Haager Konferenz ohne Amerikas Teilnahme. Genna, 16. Mai. Es ist eine offizielle Mitteilung Amerikas eingetroffen, in der Amerila erklärt, daß es ihm nicht möglich sei, auf Grund der ihm am 1. Mai von den Russen erteilten Antwort, an der Konferenz im Haag teilzunehmen. Es folgte dann eine neue lange Auseinandersetzung über die Fragen, die es den Vereinigten Staaten unmöglich machen, an den Haager Beratungen teilzunehmen. Außerdem hat es an den Beratungen in Genna nicht teilgenommen, und da die Haager Konferenz eine Fortsetzung der Genueser sei, so sei es Amerika nicht möglich, sich an den Verhandlungen im Haag zu beteiligen. Amerika sei aber bereit, eine Studienkommission nach Rußland zu schicken und sei ferner dazu bereit, in eine direkte Beratung über die russische Frage einzutreten. Eigentümlichkeiten in der Postverwaltung zu rauben. Die Portverhöhungen hält er für äußerst empfindlich. Er erinnert daran, daß in Rußland jetzt die Beförderung einer Postkarte 20000, die eines Ortsbriefes 30000 und die eines Fernbriefes 50000 Rubel kostet. Befremden erregte seine Mitteilung, daß wegen eines Kompetenzkonfliktes gewisse Renten noch nicht ausvezahlt werden konnten. Die Sonntagsruhe sollte nach seiner Ansicht auch auf das Reich ausgedehnt werden. Dem widersprach Reichspostminister Giesberts, weil das Publikum auch Sonntags Zeitungen lesen wolle. Er kündigte an, daß die Eisenbahn die blaue Farbe einführen wolle und die Post folgen dürfe. Der schöne gelbe Wagen scheint sich somit im Aussterbezustand zu befinden. Der deutschnationale Abgeordnete Bruhn kritisierte zunächst den Beamtenüberfluß une bemerkte, daß im kaiserlichen Deutschland der Postetat im Jahre 1913/14 mit 100 Millionen Murk Ueberschuß abschloß. Er bezeichnet es als einen ungesunden Zustand, daß bei einer Paketpost jetzt von 15000 Hilfskräften 300 wegen Krankheit beunlaubt sind. Das Postzeitungsamt habe 1913 vier Millionen Mark Ueberschuß, 1921 18 Millionen Unterbilanz gehabt. Die Leistungen der Post seien dauernd gesunken. Vom Postministerium antworteten die Staatssekretäre Teute und Bredow, wobei der letztere erwähnte, daß die technischen Leistungen Deutschlands denen des Auslandes mit Ausnahme Amerikas bei weitem gleichkommen. Schließlich wurde der Postetat erledigt, ebenso der der Reichsdruckerei. Mittwoch steht der Staatshaushalt des Arbeitsministeriums zur Erörterung. Preußischer Landtag. Berlin, 16. Mai. Im preußischen Landtag wurden die ruhigen und sachlichen Verhandlungen über den Berghaushalt durch die Beratung des kommunistischen Antrags unterbrochen, der von dem Hause die schärfste Mißbilligung der Auslieferung des Italieners Voltrini verlangt, der der Teilnahme in dem großen Bombenattentat in Mailand beschuldigt wird. Die Kommunisten hatten ihren Hauptführer, den Abg. Dr. Mener vorgeschickt, um ihren Antrag zu begründen. Er sprach eimmerhin ziemlich ruhig und wird es nach Ansicht seiner Fraktionskollegen herzlich schlecht verstanden haben, diesen Auslieferungsfall zum Gegenstand einer politischen Skandalaffaire zu machen. Es ging auch zunächst verhältnismäßig ruhig in dem ziemlich schwach besetzten Hause her. Erst als für die Deutschnationalen der Abg. Regenborn den Standpunkt der Reichsregierung billigte, und als er sie durch staatsrechtliche Tarlegungen unterstrich, wurde es lebhaft im kommunistischen Lger. Es sing an, als für die Mehrheitssozialdemokraten der 9 bg. Heilmann die Erklärung seiner Partei vortrug, die im Hauptausschuß bei der Beratung der Justizverwaltung darauf binwies, daß eine Abänderung der Auslieferungsverträge notwendig sei. Die äußerste Linke war wenig einverstanden mit dieser ruhigen Erklärung. Ein Helfer erstand ihr lediglich in dem Unabhängigen Abg. Leid, der dem kommunistischen Antrag zustimmte. Als dann der Minister des Innern, Severing sich erhob. um sich gegen die zahlreichen gegen ihn erhobenen Angriffe zu verteidigen, wurde er nach dem bekannzen Muster empfangen: Der Angeklagte hat das Wort! In längeren Ausführungen äußerte sich der Minister über die Rechtslage, bedauerte, daß die Reichsregierung das ihr überlassene Material nicht zurückgegeben habe, sondern von sich aus die Initiative ergrisfen habe, um die Auslieferung durchzuführen. Sehr wirksam trat der Minister noch einer Reihe von Aeußerungen des kommunistischen Redners entgegen, der behauptet hatte, die Polizeibeamten ließen sich durch Annahme von Prämien zu besonders hartem Vorgehen gegen die auszuliefernden Ausländer verleiten. Severing erinnerte in diesem Zusammenhange an sein Verbot in der Dato=Angelegenheit, Prämien anzunehmen. Nachdem zum Schluß der unvermeidliche Herr Scholem vergeblich sich bemüht hatte, die Aussprache durch eine erneute Hetze lebhaft zu gestalten, wurde schließlich der kommunistische Autrag, wie nicht anders zu erwarten war, gegen die Stimmen der Antragsteller und Unabhängigen abgelehnt. Das Haus setzte dann die Beratung des Berghaushalts fort. Abg. Seidel,(D. V..): Wir wünschen, daß das Ministerium an die Umstellung der Bergwerke herangeht. Koks wird auch in Zukunft rar bleiben, einmal infolge der Forderungen der Entente, andererseits infolge des Mehrverbrauchs in der Eisenindustrie. Besonderer Hebung bedarf unsere Steinkohlenproduktion. Wir hoffen, daß durch gemeinsames Zusammenarbeiten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern das Ziel erreicht wird. Abg. Otter(Unabh.): Mit der Ugestaltung der Bergwerke muß endlich begonnen werden. Unerträglich ist die Kohlensteuer. 50 Millionen in bar sind für die Berginvaliden einzusetzen. Stinnes Geschäfte müssen ihm von der Regierung abgenommen werden. Abg. Fischbeck(Dem.): Die Kohlenlage kann nur gebessert werden, wenn wir die internationale Wechselwirkung der wirtschaftlichen Vorgänge beachten. Bei der Preiserhöhung im April vorigen Jahres ist man über die Grenzen des Möglichen binausgegangen. Die hohen Löhne helfen aber nichts, wenn die Industrie konkurrenzunfähig wird und Feierschichten eingelegt werden müssen. Man kann die Handelsbilanz nicht günstig gestalten, wenn die Preise künstlich in die Höhe geschraubt werden. Die Kohlenförderung in den uns gebliebenen Teilen Oberschle= siens muß wesentlich vermehrt werden. An den Arbeiten zur Umgestaltung wollen wir gerne mithelfen. Mittwoch 11 Uhr: Weiterberatung, Volkswohlfahrtsministerium. Schluß ½6 Uhr, Um Rhein und Ruhr. Um Rhein= und Ruhrgeblet.— so hieß es an sangs in Paris— geht der Kampf, der uns von „einem unverschuldeten Angriffe Deutschlands“ schützen soll,„Neutralisation der Rheinlande“ war daher das Schlagwort, das eine„französischdeutsche Entspannung“ einleiten und zugleich die Annexionspolitik der Pariser Nationalisten und der Großindustrie decken sollte. Die Friedenssehnsucht der Welt, die nun bald nach achtjährigenRingen Ruhe und nichts als Ruhe will, soll ausgenutzt und ausgewertet werden, um einer kleinen Klasse von Kriegsgewinnlern neuen Verdienst und Ruhm, Land und Kapital anzuteilen, und nichts erscheint leichter als gerade vom Rhein aus das wankende Gebäude des mitteleuropäischen, Staatssystems zu zerstören. Mit Erfolg wird zugleich der Abschluß des deutsch=russischen Handelsvertrages als Zeichen neuer Rüstungen Deutschlands ausgespielt: Asien und Mitteleuropa verbinden sich für die nationalistische Hetze zum Angriff auf das wehrlose Frankreich. Eine ganze Kette von Leitartikeln strebt in der rechtsstehenden Pariser Presse diese Einstellung nun schon seit mehreren Wochen an. Die„Action Francaise“, das beredte Organ des seit Jahren an führender Stelle beteiligten Charles Maurras steht an der Spitze und in ihrem Spiegel sieht vielleicht auch der Deutsche besonders deutlich und klar, mit welcher Geistesverfassung er in sehr, sehr weiten Kreisen zu rechnen hat. „Revision des Vertrages von Versailles“ is auch hier das Schlagwort des Tages. In schärfstem Gegensatz zur deutschen Auffassung aber sordert das junge nationalistische Frankreich Ausmerzung der im Frieden selbst verborgenen„Humanitätsideen“ und an ihrer Stelle„solide Vorsichtsmaßregeln, feste Garantien und substantielle: Pfänder.“ Zum Glück haben Tschitscherin und: Rathenau selbst, meint die„Action Francaise“, in letzter Stunde noch den Lügenschleier des internationalen Pacifismus zerrissen, der bereits Briand vor allem und den Kriegsgewinnler Philippe Berthelot umnebelte: 60 Millionen Boches: werden die Cadres bilden, für 140 Millionen: Asiaten jeder Rasse und jeder Sprache. Die gewaltigen Menschenreserven Rußlands werden der deutschen Organisation zuströmen. Das wird dann Krieg bedeuten Invasion, Gemetzel und Plünderung..... Dieser Krieg muß verhindert werden, muß um jeden Preis verhindert werden. Er muß verhindert werden, wie man: jedes entsprechende Verbrechen verhindert, indem man den Verbrecher rechtzeitig ergreift und unschädlich macht. Noch ist es Zeit.... Wir müssen: in Deutschland einmarschieren. Wir müssen in seine Städte eindringen, die abscheuliche Einheit: ('excreable unite) seiner kaiserlichen Republik zerstören und auf seinem ganzen Gebiete die praktische Eintreibung unserer Reparation organisieren. Verlangen wir von der Regierung, daß sie gegen den drohenden Krieg das einzige Mittel auwendet: eine continuierliche, schnelle Aktion mit allen Mitteln, deren Wirksamkeit die Geschichte zeigt. Die überlieferte Politik Frankreichs in Deutschland hat Frankreich früher die großen Invasionen, wie sie im Jahrhundert der Revolution so häufig waren, erspart. Auf alle Fälle sind sich Royalisten und Republikaner, sind sich alle Patrioten darin einig: Auf zur Aktion! Es lebe Frankreich!“ Diese Ausfälle, hinter denen der bekannte Pariser Abgeordnete Leon Daudet steht, sind nicht vereinzelt, sondern im Gegenteil typisch für den ganzen Ton, der uns zurzeit aus den nationalistischen Kreisen Frankreichs entgegenschlägt, und unverantwortlich wäre es, sich über die Tragweite dieser Kundgebungen hinwegzutäuschen, wenn auch ernsthafte französische Staatsmänner die Roheit und Brutalität solcher Logik ebenso wie wir gern zur Seite schieben möchten. Allzu oft schon in der Vergangenheit der romanisch=germanischen Völker haben wir gesehen, daß solch unverantwortliche Hetze dem Ausbruch einer nie wieder gutzumachenden Kriegspolitik voranging, und fast scheint es, als ob auch heute wieder Europa von einer derartigen Katastrophe bedroht werden sollte. Die im Versailler Vertrag gegebene Versicherung— das ist Anfang und Ende jeder französischen Erörterung—, genügt nicht; man muß über den Rhein hinübergreifen und Deutschlands staatliche Einheit, das Rückgrat und die einzige Stütze seiner Macht, mit Waffengewalt brechen. Die Zerschlagung der deutschen Einheit ist das## Hauptziel des eroberungslüsternen Frankreich. „In einem geeinten Deutschland“, so ruft Charles Maurras verzückt aus,„gibt es keine zwei Deutschlands(wie es Frankreichs Anschauung entspricht). es kann nur ein einziges geben. Ist aber die Einheit zerschlagen, dann treten 36 Deutschlande in die Erscheinung. Dreiviertel von ihnen werden der volitischen Tyrannei genügend# überdrüssig sein und sehr verträgliche Nachbarn werden. Die Rückkehr zu dem System der Deutschlande ist die Voraussetzung für die Sicherheit, gute Nochbarschaft und vielleicht Kreundschaft. Ke #nsmus brei Jahre nach Friedens Endziel desselben Weges bin, den Clemenceau und #in#trener Tardien während der Pariser VerFAIAFFTN sein getreuer Tardien wahrend der Pariser Verbandlungen selbst, nur vorsichtig einzuschlagen wagten. Uins Deutschen predial Fragsgeich also deutsch=volnischeg. Vexhandlungeg. mitz ig, srezem selbst wieder einmal, daß die einzige Rettung vor Erfolg geführt hat, bestimmt. Zum Vorsitzenden 1 Dat und Vernichtung nur die nationale Einheits= des dentsch volnischen Schiedsgerichtes wurde der Geuf, 16. Mai. Zum Vorsitzenden der gemischteu Kommission für Oberschlesien wurde gestern der ehemalige Bundesrat Calonder, der auch die deutsch=polnischen Verhandlungen mit so großem 1ss., Oie, Lar. Aulkar belfung Ded. Proselles 22: — u1 Bege ge. ir vermag. Vom Abeln Hgzmhische; sester der Redaktionsabtelige, gon den heutsch, s beute gerage eindringlich ein neuer Ruf Läpprg# vornischen Verlandlungen, Prosesser Kakenbeck, Not und Vernichtung nur stont beute gerade eindringlich ein ne 4 politischer Parteien in diesem Sinne herüber. An den verantwortlichen Stellen der Berliner Par## lament wird es sein, diese Klänge ebensowenig zu 2) überbören, wie die Stimme, die uns von Paris m# mit der Zerschlagung der deutschen Republik in VI 36 und mehr Deutschlande drohen! Aus dem Reiche. Die Antonomie der Reichsbank. Berlin, 16. Mai. Im Hauptausschuß Reichstages wurde der Gesetzentwurf über Autonomte der Reichsbank weiter beraten. des die 3 27 ernannt. die Forderungen an Rußland. Genna, 16. Mai. Die Unterkommission der ersten Kommission nahm gestern vormittag einstimmig das Protokoll eines Entwurfes zur Antwort an die ruffische Delegation an das bei der gestrigen Zusammenkunft der 5 einladenden Mäch te beschlassen worden war. Der Entwurf hat sol genden Wortlaut: 1. Die obengenannten Mächte beschlieben, daß eine Kommistion ernannt wird um die noch nicht erledigten Differenzen zwischen der russischen ### wurde in der Fassung der Regierungsvorlage an Somjetregterung und den anderen Regierungen (E genommen, wonach der Präsident der Reichsban= weiter zu erledigen und mit einer ebenso bevollli ken und die übrigen Mitglieder lebenslänglich mächtigten russischen Kommission zusammenzuL angestellt werden. Nach§ 28 sollen die Beamten kommen. 2. Spätestens am 20. Juni werden die Namen der Mächte die in der nichtrussischen Kommission nartreten sins, zusammen mit den Namen der Mitglieder der Kommission der russischen Sowjet regierung mitgeteist werden. Die Ramen der Entgegenkommen inbezug auf Mitglieder der russischen Kommission werden den die Besoldungsordnung zu zeigen. Der Gesetzent anderen Regierungen nicht später als am 20. Juni wurf wurde dann verabschiebet. bekanntgegeben. Eine Amgestaltung der Zwongvanteiher, 11ch hesasten soll. werden umiessen alle unexleöiste der Bösterbundeg Berlin, 16. Mai. Wie die„Telegraphen=Uuten“ ten Fragen bezügsich der Schulden, des Privat= griffe vorzunehmen. der Reichsbank die Rechte und Pflichten der Reichsbeamten baben. Der Reichsbankpräsient v. Davenstein wünschte eine Verbesserung der Besoldungsordnung für die Beamten der Reichsbank. Es wurde beschlossen, allen beteiligten Instanzen ebenfalls Entgegenkommen inbezug auf selen, die zur Ausarbeltung des Proselles der Geung, 16. Mai. Der amerikanische Botsche, Mächte geführt hätten. Man habe nur über eine ter Ehild, der zur Beobachtung der Konserenz Antwort für die russische Delegation beraten und hier weilt, hat gestern abend bereits einigen amebabe nicht gewußt, daß die Russen wegen der Aus rikanischen Journalisten mitgeteilt, daß die Rearbeitung dieser Antwort mitreden wollten. Eine gierung der Vereinigten Staaten eine Einladung Einberusung der politischen Kommission, wie zur Teilnahme an der Haager Konferenz in wohl Tschttscherin sie gefordert hätte. könnte nicht zuge wollende Erwägung ziehen würde. Diese Mitteilung bedeutet, daß die Frage der Teilnahme Amerikas an der Haager Konferenz eine günstige Entwicklung nehmen wird. standen werden. Es handele sich dabei um eine innere Frage der Konferenz, und die Sowlets allein wären nicht imstande, hierbei einen eurscheidenden Einfluß auszuülben. Am Schlusse seiner Rede regte Schanzer an, das Projekt zu prüfen, welches die einladenden Mächte ausgearbettet haben, um sodann die Russen zu einer Voll= treter der„The Evening Newssitzung der Kommission einzuladen, bei welcher de Botschaft übergeben: Wir Gelegenheit sie ihre Antwort bekanntgeben soll Phase der westlichen Zivilisation er ten. Barthou fragte Schanzer, ob er bei Tichtt= Religionskriege gegeben, dynastisch Eine neue Botschaft Lloyd Georges. London, 16. Mai. Lloyd George hat dem Verscherin gegen gewisse Anspielungen in seinem Briefe protestiert habe, Anspielungen, die Ungerechtigkeiten gegenüber Frankreich enthieiten. Barthou behauptete, daß er bei den Verhandlungen Beweise seines ernsten Willens versöhnlich zu wirken, gegeben habe. Jaspar gab eine ähnliche Erklärung vor Annahme der Note ab. Genna, 16. Mai. Nach den Erklärungen Jaspars in der gestrigen Sitzung der politi= fordernis. schen Unterkommision erarist, wie noch beronnt.“.71., Stimwan zum Fehraus in Genug wird. Skirmund das Wort, der ausführte, Englische Stimmen zum Keyraus in Genua daß die Frage der Grenze zwischen Russen und Polen die Durchführung des„Burgfriedens“ nicht verhindern solle. Brattanu machte Vorbebalte wegen des rumänischen Goldes, das in Rußland zurückgehalten werde. Motta begrüßte das Proin Genua folgen haben eine neue erreicht. Es hat gionskriege gegeben, dynastische Kriege und solche zur Sicherung reicher Vorräte an Rohzmaterialten. Die neue Phase ist die wirtschaftliche Verpflochtenheit Europas mit der ganzen Welt. Keine moderne Nation kann sich selbst behaupten. Der Nichtangriffspakt ist grundlegend für den wirtschaftlichen Wiederaufbau. Die Grenzen wer den dann offene Handelstore werden und nicht nationale Hindernisse. Friede ist das erste Erfordernis. jekt, das gestern ausgearbeitet wurde. Barthou erwiderte, daß Deutschland sich durch seinen VerLondon, 16. Mat. Carvin schreibt im„Obserper“, Poincare habe die Entente getötet. Die britische Wählerschaft werde selbst sorgen, daß keine Macht der Erde die Entente in der bisherigen Form neu belebt. Bei den nächsten Wahlen in England werde die Frage der äußeren Politik eine der Hauptfragen sein. Wenn Lloyd George trag mit den Russen außerhalb der Verhandlun= seine Kräfte für die Entente einsetze, könne er diese Kommission gen gestellt habe. Andererseits zwinge Artikel 10 dieg nicht tun für das Frankreich, das durch en alle unerledig=) der Völkerbundsakte Deutschland, keinerlei An= Poincare vertreten werde. Wenn Genna scheitern von gut unterrichteter Seite erfährt, ist im Ges gensatz zu anderslautenden Meldungen beabsichII tigt, die Zwangsanleihe nach folgenden neuen „# Gesichtspunkten durchzuführen: 1. Bisher solli ten Vermögen bis zu einer Höhe von 250000 4 A von der Zwangsanleihe verschont bleiben. b4ich dem neuen Entrvurf sollen bereits 100.000 A die ##b Grenze der Sieuerfreiheit bedeuten. 2. Sollte die Grenze der Höchstbelastung erst bei 20 MilAm Schluß seiner Erklä= werde, werde Lsovd George nicht ruhen bis er 24 Mitteslung daß die werde, Werve gtgeg, gaß zt. gxzitg, dte die Hanrung machte Barthou die weiteilung, oaß Oic tes sicher gemacht habe, daß die Kräfte, die die Konfranzösische Regierung die Vorschläge, die gestern ausgearbettet worden seien, in allen Punkten billige.„„„ 4 u: SiGenna, 16. Mai. Der Vertreter des Intrausigeant erfährt, daß die französische Regierung eigentums und der Kredite. 4. Die Mitglieder der ganzen Kommission wer den sich am 28. Juni 1922 im Haag einfinden. 5. Die Kommissionen werden sich bemühen, gemeinsame Anempfehlungen bezüglich der in Klau sel 3 verhandelten Angelegenhetten zu erreichen. sigeant erfährt, daß die franz 6. Um es zu ermöglichen, daß die Arbeit der bei der amerikanischen die schriftliche Bitte überKommisionen in Ruhe durchgeführt werden kann reichte, an der Konferenz im Hagg offiatell mitdie Grenze der Höchstbelastung erst bei 20 Mil= und um das gegenseitige Vertrauen wieder ber= zuwirken. Poincare als französischer Außeumilionen A erreicht werden, nach dem neuen Ent= zustellen, werden Verpflichtungen übernommen nister bestättgte diese Information. ui wurf aber bereits bei einer Millionen. Bei einer werden laut denen die rusische Sowjetregterung, ungte am 2s. Buslen * Lofachen Entwertung der Mark, die den tatsächlt= einerseits und die anderen teilnehmenden Regie= Die Antwortnote an die Russen übergeben. zu empfehlen und die abgeschlos : chen Verhältnissen entsprechend dürfte, würden rungen andererseits sich aller Angriffe gegen ihre Geuug, 16, Mat. Heute um 312 Uhr trat die anzunehmen, jedoch keine Gewähr geben sich die Einnahmen durch die Zwangsanlethe auf Staatsgebiete und jeder umstürzlerischen Prova= Unterkommission der politischen Kommission wie daß die Vereinbarung auch angenommen würde. “ zwei Goldmilliarden stellen und hierdurch der ganda enthalten. Die Vervflichtung, sich aller der zusammen und zwar zum ersten Male seit Zwischen dem 15. und 26. Juni könne jede Reh Steuerzahler nicht mit 7 Prozent, sondern miit aggresssven Handlungen zu enthalten, wird auf Wochen offiziell, da dann auch die Russen erschei= gierung ihre Vertreter von der Konferenz zurücke etwa 15 Prozent belastet werden. der Grundlage des gegenwärtigen Status au0 nen werden. Gestern nachmittag ist den Russen ziehen, ohne sich dem Verdacht auszusetzen, in un n Die Wartegeldempfänger im Hauptausschufz, beruhen. Sie wird in Kraft bleiben, bis die,n die am Vormittag beschlosene Antwortnote über freundlichen, Geiste gehgndfit ang#a# ge, Hez### I Berlin, 16. Mai. Im Hauptausschuß des erledigten rensfragen in Eurova gerege, Fe#, geben worden. auch nicht sicher, ob die Bolschemisten den BeoinI# Demokraten und der Sozialdemokraten angenom pflichtung, sich der Pravaganda zu enthalten, wird Rakowsky über die Haager Konferenz. e men, der die Mindestzeit einer vorülbergehenden alle unterzeichnenden Regierungen binden, sich von Genna, 16. Mal. Das Mitglied der russischen Beschäftigung in Reichsbetrieben für Wartegeld= fealicher Einmischung in die inneren Augelegen=]Delegation Rakowsku gab gestern nachmittag den empfänger auf 2 Jahre sordert. Auch sollen Bar heiten anderer Staaten zu enthalten, ebenso da= Pressevertretern folgende Erklärung ab: Wir ha ferenz zum Scheitern gebracht haben, niemals wieder triumphieren. Nach Genua werde die Welt anders aussehen. Die Blätter weisen in Telegrammen aus Genua auf die Annahme des britischen Vorschiages für die Behandlung der russischen Frage und des dadurch erzielten vollständigen Uebereinkommens hin. Steed hebt jedoch in der„Times“ hervor, daß die Delegationen Frankreichs und Belgiens sich wohl bereit erklärten, den Vorschlag anzu empfehlen und die abgeschlossene Vereinharung si tegelbenpfänger, die das Gd. Lebenssahr vollendet gon. burch nanzelle oder andere Ritel voltlche ben die Mittellungen des Communigues ber, Kle tzr der„Westminster Ez. guaunz Geurag am haben, berechigt sein, unter Stellung eines An= Organisattonen, die in anderen Ländern istzig literten noch nicht empfangen, kennen aber seinen Nachrichten Zuvine witre grnt, errscteire 5e I trages auf Versetzung in den Ruhestand die sind, zu unterstützen, sowie in ihrem eigenen, Fs Inhalt. Wir müssen unser Erstaunen ausdrücken, tag ober Sonnabend von Genua zurückehren. Es ai liebernahne eines besonderen Amtes in vorüber biete Versuhe, die darauf binzielen, Gewaltafle daß man zwar unseren Vorschlag,angenommen,set zu erwarten, daß er Anfang nächter Ltone im Weitere auf andere Staten bervorzurufen, sowie Versu= uns aber bei der Beantwortung nicht gefragt hat, Unterhause beseutliche Veränderungen wurden an der Re=sche, den territorialen oder volitischen Status auo wie wir uns die Sache gebache hätten. Hitte man zierungsvorlage nicht vorgenommen und der Ge in anderen Ländern zu stören zu unterbrücken, das getan, so wäre eine ungeteilte und gemischte setzentwurf war damit erledigt. Schließlich gob] Der Kampf um die Russen. Kommission in Vorschlag gebracht worden. Wir gungen des geplanten Burgfriedenpaktes zustimmen werden. Rückkehr Lloyd Georges Ende der Woche. London, 16. Mat. Der politische Berichterstatter der„Westminster Gazette“ schreibt, den letzten 52— uch der lot un Po7 ag rechk die jür e in das ach 6r ## im eine Erklärung abgeben könne. der Abg. Morath im Ramen der, Deutschez, P1 Genna, 16. Mai. Heute vormittag 11 Uhr vartet eine Erklärung ab, in welcher die Mollve, de die von den einladenden Mächten, Polen, Ru= ten Kommissionen machen wird, einen schlechten Dr. Hermes' Besprechungen mit der Reparationskommission. Paris, 16. Mai. Der Besprechung, die Finauzminister Dr. Hermes bereits am Samstag, dem Tage seiner Ankunft in Paris, mit dem Präsiden n0 * 4b 201 115. in 9 sch! ten genfest sle mi mi im u0 J1 mitegte mi üdn in ro n 9e eit iter 5 de itise folg dei run erde n. glis F E ##r se 1 6 se## die zur Vorlage des Gesetzentwurfes gersübet bu, mönten, Echweden und der Schweiz gestern ezage. Helesgenh. Hs mit Poten bonkaer sterent alle elne de Anahne geäissert fuodt, de dech Geloh de Facta ao ie geteige musiche Vrosehuote vgz Plezhedse beibsehalten, die 56 in Gennezal ise denr der Reparzilonstomnnson, Dasosz, gristn. die Bestimmungen des Reichstages durch gegäft und bevor man sich dazu äußern konnte, ergriff gruchlhar erwiesen bat. Wir Bur Pgez, paß, dbese hatte, sind bis beute Unterredungen mit den übrie Die Fraktion der Deutschen Volkspartei behält Schanzer das Wort und erklärte, daß er und de Methode dazu führen wirhzug#grgct zu fchla, gen Mitgliedern der sich deshalb ihre Stellungnahme vor. Daraus ver Facta heute vormittag eine Unterredung mit) vertie Wenut grau etzn., eingestliche Kommision gel folgt, so mit dem englischen Delegierten John Berlin, 16. Mai. Nachdem den planmäßige und außervlanmäßigen Beamten in Beregggst. ei Ssondere Wiserulische Blelch.bohoden, Feieiten haumer vbe usch udb is Genas eud der Dek Lag s ung ald Verchausangdoetl uichKeiseadhsktschusgen ver keit Lusketr ie Sertligt worden Andt, bedinut der Vrenuh zuen sür gearbeiet Torauf wirden die einzelten sehr sonpatisch, Bel wir mit Holand keie Ve Rig st Kenstals geiest und, derdmtnister für den Vereich der augenen.:1 Hunkte des Beschlusses verlesen, die man schon ziehungen haber. Auch haben wir keine Verträge dem Präsidenten Dubois ein Schriftstück überVerwaltung, daß die Wirtschaftsbeihilfen aum v gestern in der Billa Alberti festgesetzt hatte. An mit Holland. Die Stadt liegt uns sehr unbegugg reicht, in dem diese deutschen Vorschläge festgelegt Seamten im Vorbereitungspienf, seizgleshung einzelnen Bunkten nahm man noch heute einige noch unbeguemer als Genua. Wir hätten Riga snd. Erst wenn zie Deleaterten der Reparations informatorischen Beschäftigung einberufenen Aenderungen vor. Alle in der gestrigen Sibungs oder Stockholm vorgeschlagen, weil uns diese sud., Erk. venr, Vie, Telegterge, be Wist,s„Arzeter vom 1 Kannar 1922 ab mit anwesenden Mächte haben zu diesem Beschluß Städte bequemer liegen. sstgraupo## vom„werden, die der Berech ihre Zustimmung erklärt mit Ausnahme von Bar Kimmt Fmerika empfehlen wollen, indessen an der Haager Zusammenkunft teil? zuschase bezw. Veradtungen) zugrunde leven, wiänschen, Jaß sie zuerst von den, Rusen angengn Genna, 16. Mat. Wie die,„Pos., Ztg, aus) Belich, den der Präsbegt der das Arbeitsprogramm des Dreußischen men werden. Die politische Kommission wird Genua meldet, hat gestern der Präsident der Kon= mission gestern morgen Poincarg, abgestratgt# e bee gee## morgen eine Sitzung abhalten, in der die Dele ferenz de Facta die Vereinigten Staaten offiziell dazu diente, dem französischen Ministersrchu Landtages. gierten die Zustimmung zu obigen Beschlüssen eingeladen, an den Verhandlungen mit den Rus= ten die deutschen Vorschläge zu unterbreiten und Berlin, 16. Mai. Der Aeltestenausschuß des empfehlen werden. Man sagt, daß auf dieser Ba=sen im Haag teilzunehmen. Mau hofft, daß die sein Urteil und sich Instruktionen einzuholen. reußischen Landtages hielt am Montag vor Be sis eine Einigung erzielt werden kann. Die letzte Antwort im Lause des heutigen Tages eintrei-] D4, Papiser Verhandlungen. nn der Vollsitzung eine Besprechung über die Plenarsitzung ist auf Donnerstag anberaumt. sen wird. 8inan i„ dem trüßen Wor=] Die Puriser Verhandlungen. adr: Zanächse wirt, vie vorter, be Dax Haplauf Landon, 1a. Nat. Einer in den feühen Nor) ig ig, Wat wie die vi..— snd. Erst wenn die Belegierten der nepa kommission durch solche privaten Unterredungen die Möglichkeit von einer befriedigenden deutschen Offerte ersehen, wird Minister Hermes von der Reparationskommission offiztell empfangen und angehört werden. Es ist anzunehmen, daß der den der Präsident der Reparationslom# Preußischeg, glnn der Vollsitzung eine Geschäftslage ab. Zunächst wird, wie vorher reits beabsichtigt war, der Berghaushalt erledigt. Da bei der Beratung auch die Streikverhältnisse im Ruhrgebiet besprochen werden sollen, ist die Rebezeit auf zwei Stunden erhöht worden. Nach Der Verlauf der Kommissionssitzung. Genna, 16. Mat. Eine Sitzung der Unterkomeodev, V. Veo eine Aingetrossenen sen. Paris. 15. Mat. Wie die Blüter melzer, uehz. s chche ie elce u. ie bante aie ease es ee scheie he Sonui Poerniag Bog, welset us Besztizgz. ebeug e, be un 4 Gelpek us eusen de enten, eezhig busde Sezge gelgz. Voe. Nasiaston Vor= Hie bereis mesesgaster als Verkgrsaunostege, Sitrchte, der Oeetzentpurf, über, as Kratwex' Vouns, Imitag von 10K bis 123 Uhr, Zungan.perias baß die„Wasbington, Poft;, die bereits wesehegz Hs. Zeuische Regierung scheine die Absicht zu vader bestandeit verden. Von Eiaz vun von ve Echanzer den gestrigen Brief Tichlischerins und Gezganfgar des Prisdenten Harding wor, I Vie heis, die Pote der Revarationstommision vom den Penaterten ges den Lautegt iür Voit, demerite dahet er babe Tlhuschgrin berzits erte, Geponten beg äagten muerhswpest und ertüärf, dos 21. Marz Punck für Punit zu beantworten. E. eescher und den füir Sutie vernten. versbnlich gespracen und ihm gelagt, dahz bie Un, Der- Pekeinloten Stagten mit Consetrüizandl werdse nach immer de Unndgalchlest betont, I Techuige wese Bresion vez.(terkonmiston über de Auslau)-greund eine pichte ut un haben wolen. bevor dieses uicht die Millarden neue Steuern auszaubriagen und audh Pesian 16. Mat. Vom v4. e v. Bg.) untwot, ber, gusichen Zelegierten nicht in Fral Gesebe der Ziolsation annehme. die Fiuanzkontrolle wole Deutschland in der ver. ir Breslau die Technlsche Miese, vtel,zascg, uit Telinohr Zie Aintwort an die rusische Delegation] Einer Reutermeldung aus Wasßington zu. langten Form nicht marck erbsret Der Austelung ie wie in Vor, de darau genebrger. PVoteazguacgt pies Zie lntel beis Tellabne der Vereiniolter Stadter aun der sahre eine besondere Baumesse und eine Ausstel=sabend abgesandt. Vevu: Lommision bei Anwesen Haager Kommission für Pes, De boecherhihnge, erl gunchasen Zsen, Anerios, usep errark, eshahiete escheier icie. lung für modernen Bureaubedarf und Bureaumaschinen angegliedert. der deutch=pelnuische bertrag unterzeichnet,“ Genn, I. Mat. Jyx, Zgasfersgaungeer Vor Eine andere Melluns sozscht von einer bediur, Glelschsähoertrages, ein Proset, das er Pet ie. Mat. Gestern nachmtag land in grung an Rutian ertirte Spoauve, u..1. Geung, 1a, Malk. Wie wie ersahren in die u in Gena mit Sahoerstzrigen, Hesgresden. Jseig Setretariat des Bölterbundsrates die Unterzeich Kommistionssbung, beide Pposkiommene Parität gimmende Antwort Amerlkas betresfend seiner Dieser Gebanke d De Aeuid eiie Bertiug baot, bel oechehe bden bue ede zuit zensgelisgen Leilasne an ier nauen dangr Laistraz Verlsz, Besz eig seserete eisen Bael= le Ve. Pos. der er seiner Genuanzung Harl.Burariedenspertag shränte die Souverinicäh eingetrofr„Amerika Niln Pontertuf zus ooe. vlicsktungen des ui. Rat schern, Er werdse ietze4 von diesen Verpflichtungen für unsichere Zueniwersen Heiz 4 Jotz Misrend,.de, Lahne der— Paria. 1 Nat. Reichostuagzunsgtez. De. Pverschiesten gebachte er botet worm, gu. Van Boz bos Vervot lu, Vie opiet, Ovigi Gtaten ver, zxeits laufenden Verträge, nämlic Ria.] Hernes, der am Sonnaßent, den Verszengen be kerbund sprach er mit derselben Bärme, der lhml sondere Abmachungen mit den andere Herin Har, liens, Javans, Schwebens und der Tschecho=Slo= Reparationskommisign Dubois ale Erleichterungen zur leberwindung der ege abzuschlteben, lo leote Srthzaz;ote aut hie Kusen wakel, zschlossen werden dürsen. Die erste Be= heute dem englischen Delegierten Sir John Brats der Autgabe genshr, bolg,.„Minster, Shlter batz nur die Mächte, die die Rote am Vie V,Ven Hiagung enilspricht zweisellos dem Bunsche Ame:]burg, dem belgaischen Velegierten Delaerotz, den deundie in einer Rede den Prisbenten Calonder unierzeichnen würden, gebunden sein olen, bin= taz, uichk shersimnt sul wersen und steie Haud laltanschen Lelegterten Saltuage Rags 10d den shleslens anerkennen wüirde., tev oox den Rusen der Pedauptung, als ob die Nai Deutschlands vertreten seitg. Besptechungen nehmen worgen soren Kortgans, dielem Anlaß bielt Präsdent Calonder eine län= würde bergestellt. Der Plan r z 12rXeutirtpstät eingetrossen. Emerisa vimmk urten ir se“e apgrgog in der er geiner Den zezung bur). u At e. u tiu, zu keiner Weise ein, denn dingungen teil: 1. daß die Konfereng nur Vorder Ausdruck verlieh, daß es nach Besetigung der Somsetregternn Vertrag unterschrieben, wür= schläge, aber keine endgültigen Bedingungen zu anlaugs unüberwindlich scheinender Schwierig=Tahe, Wächte, v, gseichmäzig behandelt werden, entwersen bat: 3. daß während der VerbandlunEeiten gelungen sei, dos Wore u vohepper, Bsl. Bag bag Verso, für— Lowieis anbelangt, ber gen keine Separgtaßkommen mit Ausnahme de Oberschlesien gedachte er dabet warm. Vom Bhl.]Baz das, Verbot für die Sowiets anbelangt, be ven pergug laufenden Verträge, nämlich Rite sche Botscha## r Konserenz einigen amedaß die Reie Einladung renz in wohl Diese Mitr T e i l n a h m e eine günstige Beorges. hat dem VerGenug folgen n eine neue eicht. Es hat Kriege und an Rohmawirtschaftliche ganzen Welt. ist behaupten. send für den Grenzen wer en und nicht das erste Er's in Genua st im„Obserstet. Die brien, daß keine er bisherigen u Wahlen in ßeren Politik Lloyd George etze, könne er das durch senna scheitern ruhen bis er die die Konben, niemals 1 werde die rammen aus chen Vorschlaen Frage und Uebereinkom„Times“ hersichs und BelVorschlag anVereinbarung geben könnten, ommen wärde. önne jede Renferenz zurückusetzen, in unhaben. Es sei en den Bedinpaktes zustimder Woche. e Berichterstateibt, den letzten eorge am Freitrückkehren. Es chster Woche im n könne. die Finauz= mstag, dem m Präsiden sis, geführt it den übrimission geerten John d dem Itan, daß diese en Charakder Reparatattgefunden seinen bistglieder der itschen Vorir erfahren, ftstück überige festgelegt Reparations terredungen sen deutschen ies von der fangen und en, daß der irationslomgestattet hat, sterpräsidenebreiten und nzuholen. ingen. melden, nehanzministers genden Verorschläge des d und könntet werden. lbsicht zu hamission vom tworten. Es it betont, 60 gen und auch d in der verDie deutsche iderungen an tskommission. rschläge eine erständigung eich wolle Dr. Verbindungen )=französischen as er bereits prochen habe, in Frankreich Die franzöngen die Verwerde keine unsichere Zuninister ersitzenden der suchte, stattete r John Brabt #elacroix, dem laggi und dem bei der Reuche ab. zen Fortge —•1* Dortmunder Blätter brachten gestern übereinstimmend nachstehende Meldung: Meuschenhändler. Ein aus Elsaß=Lothringen ne Castrop verzogener 52 Jahre alter Oüttenarbetter hatte unter den verlockendsten Verfrrechzungen 70 Bergleute aus Castrop duzu bewogen, sich als Grubenarbeiter für Bergwerke in Nrdfrankreich anwerben zu lassen. Von diesem Vorhaben, dessen Vorbereitungen natürlich Lochen in Anspruch nahmen, hatte auch ein Unterbeamter der Dortmunder Schupo Wind bekom men, und. da ihm die ganze Sache verdächtig vorlam, sich in Zivil zu dem Werber begeben und unter der Angabe, er sei Bergmann, sich gleichsaus anwerben lassen. Gleichzeitig machte der pflichetreue Beamte seiner vorgesetzten Behörde Attetlung von dem Vorbaben des Lothringers, worauf sich ein höherer Offizier unserer grünen Pollzei mit dem Polizeiinspektor von Castrop ius Einvernehmen setzte und beide Herren nun gemeinsam im Bunde mit dem schon erwähnten linterbeamten den Gang der Angelegenheit verfelgten. Schon war der Tag der Abfahrt nach Welschland festgesetzt und alle siebzig angeworbenen Castroper Bergleute sanden sich pünktlich zur angegebenen Abfahrtszeit am Donnerstag früh am Castroper Bahnhof ein. Natürlich befand sich unter den abfahrenden Bergleuten auch der Schupobeamte von Dortmund, gleichfalls hatte aber auch ein höherer Poltzeibeamter von Dortmund in Zivil den Zug bestiegen und dampften mit in Richtung Krefeld ab. In Krefeld angelangt, ließ der Lothringer als Führer des 70 Mann starken Transportes die Leute mit Speise und Trank versehen, während er selbst inzwischen die Pässe für die Frankreich=Reisenden besorgte. Nach Erledigung dieser Arbeit dampfte der Zug nach Köln=Deutz weiter. Hier aber walteten die mit fahrenden Poltzetbeamten ihres Amtes, legitimierten sich und verhafteten den gewisseulosen Transportführer und Anwerber und brachten ihn mitsamt den inzwischen aufgeklärten 70 Bergleute wieder zurück nach Castrop, wo er bis auf weiteres in Gewahrsam gehalten wird. Ob die 70 angeworbenen Bergleute wohl jemals eine Grube in Nordfrankreich gesehen haben würden oder ob sie nicht etwa bei der Fremdenlegion gelandet wären? Die Untersuchung dürfte wohl bald Licht in die dunkle Angelegenheit bringen. — Wie wir hierzu von zuständiger Stelle erfahren, sind in dieser Angelegenheit bereits fünf Personen verhaftet, darunter ein Vater mit drei Söhnen. Diese Menschenhändler treiben seit läugerer Zeit ihr gewissenloses Geschäft. Wieviel Personen von ihnen schon verschleppt worden sind, konnte noch nicht festgestellt werden.“ Als man gestern diese den Stempel der Unwahrscheinlichkeit an der Stirn tragende Nachricht in Dortmunder Blättern las, mußte man tatsächlich mit dem Kopf schütteln, wie es möglich set, daß so eine Meldung in die Presse lanziert werden konnte. Von den mitgeteilten„Tat— führten, bereits vorgefahren. Der Lothringer, ein gewisser Rolinger, der aus dem Saarlande gebürtig ist, aber die letzte Zeit in Lothringen verbrachte, 48(nicht 52) Jahre alt ist und in Castrop Jahnstraße 1 wohnt, war damals am solgenden Tage wieder freigelassen. Er fuhr dann mit 10 Mann, darunter waren freilich der in den Dortmunder Zeitungen erwähnte Schupobeamte und zwei seiner Söhne, hinter den 14 Mann her und wollte für sie in Düsseldorf(nicht Krefeld) beim französischen Konsulat die notwendigen Pässe besorgen. Es handelte sich dabei wie wir sahen um 14•·8—22 Mann. Auf 70(!) tst der Dortmunder Berichterstatter wohl gekommen, weil bei der Festnahme des Rolinger bei diesem noch 50 Paßphotographien vorgefunden wurden. Als er in Tüsseldorf mit den Pässen nicht, wie er erwartet hatte, fertig werden konnte, fuhr 1 Mann nach Kreseld zum dortigen französischen Konsulat, um dort sein Glück zu versuchen. Den übrigen gab Rolinger den Rat ius Saargebiet zu fahren und nicht nach Lothringen. Er nannte den Leuten dabei verschiedene Zechen, wo sie auch ohne Pässe Arbeit bekommen würden. Nun ist aber die Einreise ins Saargebiet ohne Paß verboten; die„Angeworbenen“ liesen Gefahr, von der französischen Kontrollbehörde aufgegriffen und ins Gefängnis geworfen zu werden. Vielleicht lag auch die Möglichkeit vor, daß sie von hier aus den Weg zur„Freiheit“ nur durch Anerkennung und Unterschrift eines Anwerbeformulars für die Fremdenlegion wiedergewinnen konnten. Die Sachlage ist noch nicht genügend geklärt, um hier schon zu einemabschließenden Urteil zu gelangen. Die sensationelle Aufbauschung durch die Dortmunder Presse hat in den Gang der Untersuchung sehr unliebsam eingegriffen. Wir hatten bisher von diesen uns bereits seit mehreren Tagen bekannten Einzelheiten noch nichts gebracht, weil wir uns von dieser Schuld freihalten wollten. Jetzt obliegt uns aber 12 die Pflicht, zur Beruhigung der hiesigen Bevölkerung den wahren Sachverhalt aufzudecken. Es handelt sich bei dem„Menschenhandel" also, wie gesagt, um 22 Bergleute und nicht um 70. Von diesen kam am letzten Freitag einer nach achttägiger Irrfahrt mittellos nach hier zurück. Er war an der laremburgischen Grenze, weil er keinen vorschriftsmäßigen Paß hatte, angehalten worden. Ueber das Schicksal seiner Relsegefährten konnte er keine Auskunft geben, da er sie in Düsseldorf, Trier usw. aus den Augen verloren hatte. Rolinger und seine beiden Söhne wurden am letzten Samstag von der biesigen Polizel festgenommen und dem Amtsgericht zugeführt, weil sie gegen das Gesetz über das Auswanderungs= wesen vom 9. Juni 1897 verstoßen hatten, das für die Anwerbung von Reichsdeutschen für ausländische Arbeitsstätten die Erlaubnis des Reichskanzlers und die Zustimmung des Bundesrates bezw. dessen Rechtsnachfolgers vorsieht. Diese waren aber nicht vorhanden. Was für Motive den Rolinger leiteten, steht noch nicht fest. Aber selbst für den Fall, daß er keine bösen Absichten hatte, muß seine Handlungsweise durch die er 22 Deutsche in unabsehbare Gefahren brachte, unglaublich leichtfertig genannt werden, und unsere jüngst gebrachte Warnung vor diesem Werbemanöver war nur zu berechtigt. Das Verdienst, in dingen will mit Castrop verhandeln. In der Wirtschaft„Zur Bergquelle"(Rüther) in Dingen fand gestern nachmittag 5 Uhr eine Sitzung der Gemeindevertretung statt, die von Herrn Amtmann Pauli=Mengede geleitet wurde und an der von den 8 Gemeindevertreiern 7 teilnahmen. Nach Erledigung von zwei die Kanalisation betreffenden Angelegenheiten wandte man sich der Eingemeindungsfrage zu. Amtmann Pauli gab einen Ueberblick über die bisherige Entwicklung der Dinge und wies auf das Plebiszit vom 7. Mai hin, das 12 Stimmen für ein selbständiges Dingen, 103 für die Eingemeindung nach Mengede und 91 für die Eingemeindung nach Castrop ergeben habe bei 21 unSache der Gemeindevertregültigen Stimmen.#e der tung sei es heute, nun ihrerseits präzise Stellung in der Sache zu nehmen. Die Herren Strot=(#g mann und Remmele erörterten die Vorgänge bei der Abstimmung der Gemeinde und kritisierten scharf das partetpolitische Gebahren und das Verhalten eines Mitgliedes der Amts, sträfling), Schauspiel(Bill der Waldläuser), Lust verwaltung; sie würdigten wetterbin die wirt spt.](Kakadu und Kiebitz), historisches Tram schaftlichen Verhältnisse und traten für Ableb=(Hamlet), alles ist vertreten, und die Vorfüh Tülen, Köamenhok vur dangt, Sar Sito mütterchen erzählt“ von Ritter,„Ein Traun von Ritter und„Frohsinn aus den Bergen" ve Fetras, welche mit großem Beisall ausgenomme wurden. Die Vorträge würden noch gewonne haben, wenn die Besetzung des Chores etwo besser gewesen wäre. Einen besonderen Kunsig nuß bot Frl. Schreiber=Castrop, die als Solist verpflichtet war. Sie trug zunächst als Solo zr Harfe„Hymne du Barde“ von Emile Boussagvor, dann folgte:„Letzte Rose",„Traumeres „Nachtwache" und„Spinnlied". Nach jedem Votrag erntete Frl. Schreiber großen Beifall, soda sie auf allgemeinen Wunsch nach Beendigung de Programms die Wiedergabe von„Letzte Rose wiederholte. Nicht enden wollender Beifall lohnt die junge Küstlerin auch dann nochmals für de gebotenen Genuß. Er legte sich erst als Fr Schreiber sich zu einigen Zugaben entschloß. Ei eitstänzchen bildete den Abschluß de n Abends. Das Metrovoltheater bringt z. Zl. in nem sehenswerten Spielplan 4 Filme mit zusam men 22 Akten. Sensationsdrama(Der Bagne nung der Eingemeindung nach Mengede ein, dagegen für ein Vertagen der Abstimmung über den Anschluß nach Castrop, mit dem sie aber in Verhandlungen zwecks Festlegung der Bedingungen etutreten wollen und zwar unter Fühlungnahme mit den Nachbargemeinden Bodelschwingh und Deininghausen. Wenn diese Verhandlungen nicht zum Ziele führen, dann sollte Dingen seine Selbständigkeit wahren.(Auf die in mehr als einer Hinsicht sehr interessanten Ausführungen der Redner werden wir noch zurückkommen.) rungsfolge daher so abwechslungsreich wie nu möglich. Besondere Beachtung verdient die Ham letaufführung, die auf der von dem ame rikanischen Literaturforscher und Philosophen Prfessor Vining aufgefundenen alten Hamletsag aufbaut und damit an die Quellen führt, au denen das Gente eines Shakespeare den Stoff zu seinem gigantischen Hamletdrama schöpfte. Da Asta Nielsen den Hamlet mimt, gibt Gewähr da für, daß das seltsame, Menscheuherzen tief rüh rende Geschick, das auf dem Leben des Dänen, prinzen lastet, glaubhaft gestaltet wird. Da auch Die Abstimmung über den Anschluß nach die anderen Rollen erstklassige Besetzung Mengede ergab dessen Ablebnung mit 5 gegen.. zi, Vlzstattung gerahem gmumtnofl genaun Stimmen.(Selter und Rüther.) Für den oben augeführten Antrag Remmeles, mit Castrop in Verhandlungen einzutreten, stimmten die 5 anderen Gemeindevertreter(Remmele, Strotmann, Bracke, Bökamp und Lehmhaus.) Der Beschluß über die Form der Verhandlungen mit Castrop und die Einsetzung einer Eingemeindungskommission wurde bis zur nächsten Sitzung des Gemeinderates zurückgestellt. sachen“ entspricht kaum eine dem wahren Sach= manöver war nur zu verhalt. Alles ist surchtbar aufgebauscht und diese Angelegenheit hineingeleuchtet zu haben, übertrieben, und wenn nicht mehrere Zeitungen gebührt allein unserer Castrover Polizei. auf einmal die Nachricht gebracht hätten, so müßte Dortmun, gte zgen ol##e zus Einvernehmen“ man annehmen, daß es sich um eine verurtellenswerte Sensationsmache oder auch um eine bedauerliche aber angesichts der Vorkommnisse der letzten Zeit immerhin begreifliche Gespensterfurcht handelt. So wie die Dinge aber liegen, kann man nur annehmen, daß entweder nur die Indiskretion eines Zeilenjägers oder waz noch bedenklicher wäre die ungerechtfertigte Wichtigtuerei einer amtlichen Dortmunder Stelle in Frage kommt. Wie verhält es sich denn nun mit der„Menschenjägerei“ in Wirklichkeit?— Unsere Leser werden sich der Warnung erinnern, die wir vor ungefähr einer Woche vor der Anwerbung für Lothringische Gruben erließen. Wir teilten oamals mit, daß ein nach hier eingewanderter Lotbringer auf dem Bahnhof Rauxel durch die Castroper Poltzei festgenommen wurde, weil er 4 Mann zu ausländischen Arbeitsstellen führen spollte.14 Mann waren, wir wir damals aus. Der 10 mit der heesigen Porizer„ins Einvernehmen setzte. stellt die Tatsachen auf den Kopf, da diese erst von hier aus benachrichtigt wurde. Es ist weiter unwahr, daß ein Offtzier der Schupo oder weiter unwahr, daß ein Offizier oder„höherer Beamter“ der Dortmunder grünen Polizei den „Transport nach Krefeld“ in Zivilkleidung begleitet haben soll, und daß er gemeinsam mit dem Schupomann die Rückleitung der 70 Mann in die Heimat veranlaßte. Endlich kommt als Ausgangsbahnhof Rauxel und nicht Castrop in Frage. Nast all dem Gesagten, schrumpft der Allarmbericht der Dortmunder Blätter recht empfindlich zusammen, und die schwachen Nerven, die sich über ihn in Castrop und Umgegend aufgeregt haben, können sich wieder beruhigen. Es war eine Tartarenmeldung, wie sie zum Glück im deutschen Pressewesen nicht allzuhäufig vorkommen. (•) Castroper Turnverein 1874. Die der vorigen Woche bei Haller stattgefundene Versammlung zwecks Gründung einer Altherrenriege war gut besucht. Vierzig Herren sind der Riege beigetreten, ein erfreuliches Zeichen dafür, daß in unserer Stadt das Interesse für Leibesübungen zu wachsen beginnt. Besonders zu begrüßen ist es, daß alle Stände zahlreich in der Riege vertreten sind. Damit wird dem Verein eine höchst wertvoller Rückhalt geboten und das Beispiel der Alten wird gewiß seine Wirkung auf die Jugend nicht verfehlen. Leider begegnet man sehr oft der Ansicht, daß den Mitgliedern der Altherrenriege allerlei mehr oder weniger schwierige Geräteübungen zugemutet würden, und mancher bleibt daher der Altherrenriege fern. Es sei daher ausdrücklich darauf hingewiesen, daß in der Altherrenriege unter fachkundiger Leitung der Körper nur in einer Weise durchgearbettet wird, die volle Rücksicht nimmt auf Alter und Beweglichleit des Einzelnen. In erster Linie kommen Freiübungen, verbunden mit Atmungsübungen, in Betracht, bei der Auswahl der übrigen Uebungen, Geräteturnen, Leichtathletik und Spiel, wird der Neigung eines jeden Rechnung getragen. Uebungszeit jeden Donnerstag abend—0½ Uhr in der Turnhalle des Realgymnasiums bezw. auf dem Schulhof und der in nächster Nähe gelegenen Purvriche.„„ 1 ∆ Der Mandolinenrino„Jillerthal- Castrop= Schwerin veranstaltete am Sonntag, den 14. Mai, im Saale des Herrn Oestreich vor geladenem Publikum einen Konzert=Abend. Sehr zahlreich waren die Gäste erschienen. Schon vor der festgesetzten Zeit waren sämtliche Plätz besetzt. Pünktlich konnte so mit dem Programm begonnen werden. Der Verein hatte sich alle Mühe gegeben und keine Kosten gescheut, um seinen Gästen einen angenehmen und genußreichen Abend zu beretten. Das Programm wurde mit„Marche orientale“ von Fetras eröffnet. Nach einer Begrüßungsansprache des 1. Vorsitzenden wurde das Pround die ausstattung gerabezu prunivon genung werden muß, so ergibt sich eine ergreifende Vir, kung, der sich kein Zuschauer entziehen kann. * 6 Merklinde.(Von Glück sagen kann der Eisenbahnbeamte Blattler von Castrop, Kai ser Friedrichstraße 4, der am Montag nachmitta 2 Uhr, als er in der Ausübung seines Dienster auf dem hiesigen Bahnhof die Gleisanlagen über, schritt, von der Lokomotive eines Güterzuges er, faßt wurde. Er wurde auf das Geleise geworfen zu seinem Glück aber zwischen die Schienen und zwar in Richtung des Zuges, der über ihn dahin brauste. Durch den Aschenkasten der Lokomotiv wurde er am Kopf erheblich, aber nicht lebensge fährlich verletzt. Aus dem Emschertal. □ Bladenhorst.(Nachrichtendienst des Schiffahrts= und Spedittonskontor: Herrman, Schleuse VII.) Bezüglich der Schif fahrtslage auf den westdeutschen Kanälen ist zt sagen, daß das Geschäft gleich von Ansang dei Woche an sich etwas lebhafter entwickelte. Obgleich die Zechenaufgaben nur schleppend eingin gen, so war unfehlbar eine Besserung gegenüber der Vorwoche zu verzeichnen. Die meisten Ladehäsen sind derart mit Ententekohlenkähnen überfüllt, daß zeitweise über diese eine Sperre verhängt werden mußte. In dieser Woche waren es z. B. die Häfen Mathias Stinnes, Wanne=West usw., von denen bei normalen Zeiten große Mengen nach dem Osten geliefert werden.— Am Freitag passierten die ersten für die Entente fertiggestellten Penichen Schleuse 7, um gleich eine Ladung Kohlen für diese im Rhein=Herne=Kanal einzunehmen.— Es wurden abgeschlept: am 8. Mai 22 Kähne westwärts, 31 Kähne ostwärts, am 9. Mat 21 Kähne westwärts, 20 Kähne ostwärts am 10. Mai 16 Kähne westwärts, 28 Kähne ostwärts, am 11. Mai 12 Kähne westwärts, 32 Kähne ostwärts, am 12. Mai 15 Kähne westwärts, 30 Kähne ostwärts, am 13. Mai 32 Kähne westwärts, 25 Kähne ostwärts. Im Schleppverkehr trat keine Verzögerung ein.— Wie bereits erwähnt, leidet der Verkehr unter der besonderen Berücksichtigung der Ententekähne, die inständig den hiesigen Fahrzeugen vorgezogen werden. Die Zahl der unverfügten Fahrzeuge beträgt heute noch 100 S 16. uu Frühlingsstürme. Roman von Paul Oskar Höcker. Copyright by I. Engelhorn, Stuttgart. e Nur ein paar Frauen und Kinder seierten as Naturschauspiel in ihrer Weise mit, indem mit mehr Gefühl als Wohllaut den melancholischen serzenkanon sangen:„O. wie wohl ist mir am Abend 5. mir am Abend..“ Besonders ein scharser, schneisender Mädchenalt, der im Kommunalschulton einzelse hohe Noten quetschte, die ständig wiederkehrten, zerdarb das gutgemeinte Ensemble. Aber eine wundervoll weiche Knabenstimme schwang sich mehrmals so klar und befreiend über den stumpfen, leirigen Geang der andern auf, daß die beiden stumm Lauschenden einander unwillkürlich in ihrem Händedruck die harmonische Wirkung verrieten, die diese glockenseine, sast heilige Stimme auf sie ausübte. Es war kalt, sehr kalt geworden, Fränze hatte den Kragen ihres Jacketts aufgeschlagn und schmiegte Ich enger an ihren Begleiter an. Allmählich ward es vier oben ganz leer, auch die Kanonsänger zogen sich Eöstelnd in die punschduftende Kajüte zurück. * Sie nahmen nun wie am Mittag ihre Wanderung übers Deck wieder auf. Hatten sie den Wind im Alcken, dann plauderten sie leise und munter miteirander, so oft sie aber wenden und gegen den Wind ankämpfen mußten, schloß Fränze die Augen und greßte die Lippen aufeinander. Zupitza hatte den Arm um ihre Schulter geschlungen und führte sie. Sie gingen im Gleichschritt und senkten die Köpfe. ben angekommen lachten sie, preßten sich für eine bekunde noch zärtlicher aneinander und der Marsch egann fröhlich von neuem.582 K Um volle zwei Stunden später als fahrplanmäßig I erwarten gewesen, kam das Delta in Sicht. Man 9 rechts die wenigen Lichter, die die Strehme=EinGei bezeichneten, links den Schilwer. Leuchtturm, der Mündung des Karpaßstroms vorgelagert war. * Auf dem Wasser war es schon Nacht. Den letzten #####ten, goldverbrämten Wölkchen, die wie die verNachzügler eines Fackelzuges noch hoch oben Korden standen am sonst erloschenen Firmament, de beide noch stumme, liebevolle Grüße zugesräcn blihten auf der Rehruina und an der Küste immer mehr Feurfunken auf, ganz versprengk und verloren, oft war es wie das unbestimmte, Flimmern von Leuchtkäserchen. Das Wasser erschien rabenschwarz. Nur den beim Radkasten aufgewühlten schwarzen Gischt sah man durch die Schiffolichter in flackernden Streisen erleuchtet. Aber Fränze blickte geflissentlich weg. so oft sie daran vorüberkamen. Das Rauschen und Stampfen in Verbindung mit dem an der Kajütenecke so scharf vorbeipfeifenden Wind ließ ihr das grelle Bild der tief da unten kochenden und stürzenden Brandung unheimlich erscheinen.### Als die Schiffspfeife das Signal gab, das den die Laterne hissenden Kemeneit benachrichtigte, daß sein Boot in Sicht gekommen war, bewerkte Zupitza ein Zittern in Fränzes Arm. Sie fürchtete sich offenbar, bei dem hohen Seegang, bei Wind und Finsternis den Dampfer zu verlassen und sich dem schwankenden Fahrzeug anzuvertrauen. Man verlangsamte jetzt die Fahrt und warf dem Bootsführer, haarscharf gezielt, ein Tau zu. Während das Schiff weiterging und den Kahn mitzog, mußte der Uebergang ziemlich flink ausgeführt werden. Aus der Schiffsluke fiel ein Lichtschein über das Boot und bemalte das härtige, rothraune, gutmütige Gesicht des Fischers. Fränze mußte die Augen schließen, es schwindelte sle. Sie klammerte sich an Zupitza an, sie fühlte den Boden unter sich schwinden, es sauste ihr in den Ohren,— gleich darauf saß sie aber schon auf der Bank im Segelboot, sie wußte selbst nicht, ob sie gelaufen, gesprungn, gefallen war, ob man sie getragen hatte. Zupitzt hüllte sie in Keineneits Flausrock ein, preßte dann aber sofort ihr Gesicht an seine Brust, denn in dem Augenblick, da der Fischer das Tau losließ, geriet das Boot mächtig ins Schwanken. Auf der Fahrt zur Küste schwieg Fränze, ganz betäubt vom Winde und vom Schaukeln des Bootes. Erst als sie wieder festen Boden unter sich hatte, ging der Schwächeanfall vorüber. Und nun schämte sie sich ihrer Angst. Zupitza merkte es ihr wohl an. Aber er sprach kein Wort darüber. Am raschen impulsiven Druck seiner Hans fühlte Fränze, daß er in dieser Sekunde an den größeren, bedeutungsvolleren Kampf dachte, der ihr nahe bevorstand,— wo sie Mut und Kraft beweisen sollte, ohne sich an seinen schützenden, helfenden Arm anKlammern zu bönnen## # In Sangallen trennten sie sich. Fränze kehrte vom Krug aus mit dem Marktwagen nach Sakuthen zurück; Zupitza wollte zu Fuß heimwandern. In seinen einsamen vier Wänden hätte es ihn heute Abnd doch nicht geduldet— mit gleichgültigen Bekannten zu sprechen, gar in der Kneipe zu sitzen, das wäre ihm erst recht nicht möglich gewesen. a Es ging schon auf neun Uhr. Seit dem Beginn von Dieters Krankheit war dies der erste Fall, daß Fränze sich versäumte. Sie wunderte sich darüber, daß sie gar keine Skrupel empfand, während das Gefährt sie in langsamer, holpernder Fahrt über die Landstraße führte. Si durchlebte schon im voraus die ernste, gewichtige, folgenschwere Aussprache, die sie nun mit Dieter herbeiführen mußte. Sie soh sich dabei selbst, sah thr bleiches Gesicht, ihre nervös sich ineinander krampfenden Hände, sie hörte sich, als ob es eine andere wäre, und sie staunte über ihre knappe, zwingende, dabei so leidenschaftlich bewegte Rede. Ihm sollte nichts genommen werden— nein. nein, ihm sollte ja nichts genommen werden! Was sie miteinander all die finsteren Jahre hindurch verbunden hatte, das nur eine tiefe, ehrliche Freundschaft gewesen— und die sollte bis ans Grab ihm treu bleiben nach wie vor. Aber so wie bisher konnte es nicht bleiben. Sie trat mit einem fertigen Plan vor ihn in. Das Geschäft sollte in fremde Hände übergehen. Sie selbst mußte Gill vorläufig verlassen. Vielleicht zog man am besten nach dem Rhein, nach Wiesbaden oder einem anderen Heilbad, wo er gewissenhafte Pflege fand,— ihre wärmste, innigste Fürsorge konnte dann um ihn sein bis zu seinem letzten Atemzuge.— Denn sie wollten ihm ja beide als treue Kameraden beistehen in jeder Not, zu jeder Stunde. Aber ihr Herz hatte gesprochen, ihre Sinne sprachen, ihr Blut,— sie war ja längst nicht mehr sein Weib— und wenn er Erbarmen mit ihr hatte, so mußt er sie nun ihrem Glücke nachziehen lassen. Ja, er mußte, denn in ein unwürdiges Verhältnis wollte und konnte und sollte er sie nicht stoßen. Seines Namens wegen nicht— und ihres Stolzes halber. Sie vernahm Wort für Wort, wie diese Fremde es ihm sagen würde, und sie suchte sich gegen den Schreck, die Bestürzung des unglücklichen, ganz niedergeschmetterten Mannes zu panzern. Aber es gelang ihr doch nicht. Die grauscme Härte kürze dieser Kremden####e er#escst anbr#nd wehr curchio eie— Mehrmals wollte wieder das innerliche Zittern erfassen— der Schwindelanfall, der sie vorhin ar dem Wasser wie in einer Ohnmacht hatte überwältige wollen. Immer wieder zwang sie sich, die Händ krampfhaft ineinander schlingend, zu einem feste willensstarken:„Es muß sein!" Und dann tauchten ferne, verlorene Klänge au wunderbare, sehnsüchtige, leidensvolle Klänge, die n her kamen, immer näher, über sie hinrauschten, il das Herz bewegten, sie wie in einen Taumel ver setzten... Sie sah sich im Sturm droben auf de Düne stehen, in den Armen des Geliebten... „Es muß sein! Es muß sein!“ sagte sie ganz lat vor sich hin— voller Ekstase. Die Einfahrt zum Werk war Sonntags geschlo sen, sie entließ das Gefährt also auf der Straße un schlüpfte durchs Hoftor,— etwas scheuer als si wollte. Das Wohnhaus lag völlig dunkel da. Auch in de Küche brannte kein Licht. Sie entsann sich, daß si. der Köchin erlaubt hatte, wenn der Besuch aufbrack selbst auszugehen. An all die wirtschaftlichen Dinge hate sie den gan zen Nachmittag über nicht gedacht. Wie egoistisch doch das Glück macht!— sagte si zu sich, während sie in wachsender Hast sich der Haus tür näherte. Nachdem sie aufgeschlossen, blieb sie einen Augen blick auf der Schwelle stehen. Die Luft war dick, si legte sich ihr schwer auf die Brust. Kalter Tabake qualm, der scharfe füß=säuerliche Geruch von Run Zigaretten, Punsch und Bier füllte die Diele. Ein Fen ster schien Tirsell nicht geöffnet zu haben. Sie lauschte. Es war totenstill im ganzen Haus Nur irgendwo hörte man stöhnend atmen. Es konnt im Büro sein, aber ebensogut auch in Dieters Schlaf bstube; bei den dünnen Holzwänden täuschte man sic so leicht. Dieter selbst war es aber wohl doch nicht, ehe Tirsell, dessen gutmütiger, tiefer, brummender Vaß sich au ce ung! Schlief hier denn schon alles? Auch hier sein Laut. Sie machte Licht und sah sich um. Durch die essene Speisezimmertür erblickte sie den noch unabgeräumter Götisch, auf dem halbgeleerte Flaschen und Gläser stan den. Vielleicht hatten die fremden Herren erst von kurzem das Gelage hier abgebrochen: Gamnering mar (Fortsekung lolot. Mur S K— Statt Karten! X Ihre Vermählung geben bekannt: Leo Borgsmüller Lina Borgsmüller 8 3S verv. Welling, geb. 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Mai in Dortmund teilzunehmen wünschen, G liegen Listen zur Einzeichnung in den 2 Buchhandlungen Schriewer und Mucha und im Parteilokale Lueg bis zum 18. ds. Mts. einschließlich auf. Der Vorstand. M 5