Rauxeler Neueste Nachrichten Nr. 88 48. Jahrgang Rotationsdruck und Verlag: Castroper Zeitung(Geschw. Schmitz), Casirop Blädei rboten). inen Wo -ühorster Tageblatten Stube 1 Ordnur Estergedanken. Von Friedrich Lienhard. " Was ist eigentlich den drei großen Festen der Christenheit gemeinsam? Was verbindet Weihnachten mit Ostern und Pfingsten? Es ist in allen drei Zeitpunkten eine Feier des inneren Lichtes oder der geistigen Sonne. Das Licht kommt vom Himmel und verauf der Erde: Weihnacht ist Geburtsfest des Lichtsohnes Das Licht geht siegreich durch den Tod hindurch(Karfreitag) und kehrt auferstehend zum Himmel zurück(Osterfest und Himmelfahrt). Und das Licht erglebt, sch brausend in feurigen Zungen am Pfingst##n au, die Getreuen, die nicht irre geworden sind am hert nicht mehr in sichtbarer Gestalt unter ihnen weilenden Meister. Und was hat ihnen der Meister gebracht? Den Glauben an die Unzerstörbarkeit von Licht, Liebe, Leben. Die Quelle des Lichtes, der Liebe und des Lebenz insgesamt hat er mit dem trauten Namen„Vater" bezeichaWit, stehen mit dem Vater in Verbindung nicht Ilae rcht, alcht in einem Lohnverhältmis, sondern dle ne Kinder. Wir haben es nur vergessen, daß wir ###le von ihm, daß wir„Götter“ sind, daß wir aus Licht und Geist stammen. Daz ist uns auf dieser Erde verdunkelt worden. Darum ist der„Sohn“ selbst bom ter“ gekommen und hat es uns wiederum in Ergebracht. Und wer seine Stimme vernimmt, in dem erklingt ein Klang aus dem Reiche seiner wahden Feinat, der horcht emvor, der folgt dem Meiser in en Denkweise nach. Der ist auferstanden aus ##x, Vercunkelung der harten, trüben Materle in das wstliche Bewußtsein seiner ewigen Bestimmung. Ansocht war ganze einsache Vorgang. Unendlich „tore„Chrissen“, wie sich diese Menschen . zelnen nennen mögen, sind Auferstandene. #pocht aus dem dumpfen Triebleben ins Reich Biäte. Das Tier in aderwunden.. d: schöbferschen Gein. Dies. TE otzigen und genorcht nun dem eimmal Groß.......Sonnenaugen“, wie es ### von Wildenbruch so schön aussoricht: Lüschen in das Ewige Semenaugen, Sonnenaugen Grauch in Ruohland. ein wunderschöner Schwisterlich—:“ 4ch am Ostersest mit dem geschbisterlichen sruß auf die Stirn zu grüßen. Die erlandenen„Menschen sind in eine neue, sch mit demn gan Gerschenen Becie uer uich meitr kortenten, ur 1ch) weibten war. dserbrauch, in der noch unent. dem man iich hesprse.n: Passer zu schöbsen, mit erhalten 29 d, eritzt, um sich gesund und glücklich zu wenm mon.. Wasser des reinen Lebens. Und der Fruchtvarseit g. Osersest zugleich als ein Fest ooer des Lenzbeginns empfindet, so Pichuger noch in unserm wesenen de Bunsch, daß wir selber in indem wir mit d schöbfersch werden, len und umnsereu aste unsere Umgebung anstrah, Sehitsen Gattes Ardeit verklären. Schöpfersch werden! wie aa sich für e eni de Auswirkung alles Guten, Das in die rechte osterge ao dne unseres Vaters ziemtl! Es is ief bedenisge P-ctbartelt. den Tag der veorussam, daß man durch den Karfreitag, um zum Osersannz ads bindurch mußh, Tage versinstert sich die gelangen. An diesem schveren Sonne Donner und Stürme toschlossen där. aa laiit während sich der Himme verMächte, Dicht. sa dare Steg der unteren und Liebe scheinen ausgerottet zu sein. vorm burch Karftestag endelner Die Freudigkeit der ge bindurchwandern muß, um in der daß Herrisch uuferstehung zu gelangen. Da 11 sels und der Verzwesstun IweiPenster hren aber Zu. undg; da erhängt sich Judas. Geinrn üder die Erde, und als letzter Abglanz des entschwundenen Lichtes zucken fahle Blitze. Noch immer schwiggt, set seinen Karfeltag burch. ein uchnerscher mahr daß die Geißel. Eiwas wie Zahlen, Zahlen Zahlen, tiomen—— dag page und; Lohnerpressung, Reparameiall des Goldes in Geldsummen! Das Edelum wählt man d asd it längst dahin, Ein gieber hati ie: Die Seelen sind krank. ein Fiever hat die Völker und Volksschichten ergriffen. keine Spur! ersen Karfreitag 3 e aren denn die Zinger an senem den. Aber nicht langed nd in die Erde berschwunBesinung und des ge; Nach dem sülen Samslag der umbergleichliche cmerzlichen, Wartens dämmerte der wieder allen.sersonntag, woo es langsam, lanzsam u gg werzen bewußt wurde: Der Meister lebt! ruchtarer ap.. Parfreitagstränen waren ein die Oserfonne biegelt sich darin ####nge. Die Gemuter waren durch den Schmerz gelockert, waren durch das Furchtbare durchgerüttelt— zud rug erst recht hereit und empfänglich für das Wunaig gunzernört, c, wieder aufleuchtenden Lebens. wie Ebeisten, die jetzt in Deutschland in der Stille Osersonntag in sich atea dn d kommenden Suersomttag in say. Das ist unser tiefer, ruhiger Glauben. Diesen Glauben an die Sieghaftigkeit des an die Auferstehungskraft der schöpferischen Liebe wird uns kein Versailler Vertrag rauben. Haltet Sezimachen und starken Deutschen! Ostern kommt Samstag, den 15. Avril Tehle Brahtnleldungen. Eine neue französische Schuponote. Berlin, 15. April. In der Polizeifrage hat der Vorsitzende der Interalliierten Militärkommission das Schreiben des Auswärtigen Amtes vom 5. April mit folgender Note vom 10. April beantwortet: Ich beehre mich, den Empfang des Schreibens vom 5. April zu bestätigen, durch das Ew. Erzellenz zur Kenntnis der Kommission gebracht haben, daß die deut, Namen aller-Länder und des Reicheg sich verpflichte, für die Reorganisation der Poltzei das Prinziv der Rückkehr zur Organisation von 1913 gelten zu lassen. #I. Bieser, letztere Ausdruck faßt binsichtlich der Polizel die Verpfischtung zusammen, die Deutschland zur Ausführung der Vorschriften des Friedensvertrages und ergänzenden Entscheldungen der alltierten Regierun“ Hom. 28) Sun 1921(Note von Boulognei getroffenen Einzelbestimmungen wieder auf. In dieser Note hat hrugc gebrach Geli; haß die. Allierten der„Verstärkung der Sichimme... sogenannte„Ordnungsholizel“ 150000 Kopfe berechnet. 6 wugleich den 92000 au5 Bigisch aus meinem Schreiben vom 23. März ergrvi, mussen die Maßnahmen, welche Rückkehr zur Orn voi 1913 zum Gegenstande haben von den Ländern bis zum kommenden 25. Mai erlassen sein. nungen ober wichn an weiche zue.“ Lumkte mit sich bringen müssen, die scommission ausdrücklich am 23. März der gänder geiie, inschtlich deren es an Vorschlägen ersachen, daß iP dsese Parsch.mmision, derum iu ihr diese Vorschlage sobald als möglich mer unter Bor u desenigen, welche imRahmens von 1913 eine alein zugelassenen allgemeinen oder der 1913 vorhandenen Das bevorstehende Pariser Diktat. 18 Millionen neuerdings gezahlt. Paris, 15. April. Die Wiederherstellungskommission trat erneut zusammen, um die Note des Reichskanzlers zu prüfen. Ueber die Beschlüsse, die sie fassen wird, besteht kein Zweisel. Deutschland wird die Ausfordeberselungskommision Termin zu tügen aussielte, bis zu dem genannten Teimin zu ingen. . Die deutsche Regierung verständigte die Wiederherstellungskommission, daß sie 18051 079 Goldmark hinEbris vergeseben in.gsramm für den 15. Die Verhandlungen der Reparationskommistion. gan kan un.“. 15. Abrl. Die Revarationskommis, deutschen Reaierung. Brutung der von der auf die Note vom 21. März übergcthnis gelangt. das ##nis heinn,:, daß durch das Deutschland bis zum 31. mai gebilligte provisorische Moratorium eine Lage ge„Lie. die Revarationskommission der RotDie Repograiang ug##ommission bringt zwar für den Augenona eine Ennnannung der bisher gefahrdrohenden Lasch reimersel Pansch. Deu9land gut daran tun. Revarationer... dinzugeben, denn, was die in nach de desem Entscheid veranlaßte, der umnand Zeitung“ einzia und allein Erekutiprechet, dor die Rebarationskommission keinerlei Czeinnbreu. nude und demgemäß keinerlei Sanktionen verhängen ronne. Nach dem§ 17. Abs. 2 zu Teil 8 ### wenn, Deutschlond seinen Verpflichtungen nicht nach die Möglichkeit gegeben, darüber an die erbündeten Realerungen zu berichten und gleichzeitig trs 15angg erscheinenden Maßnabmen mitzuteloberden Baieg en ausschletlich Sache des Voinead fast fämtr. mit Ausnahme von sen Wodus brgende iu Venua versammelt knd. DieKonserenz von Genng, ade woll Frankreich auf der auf diese Weise dua e aus der Befürchtung heraus, daß une u die Revarationsfrage zur Sprache komJ unter allen Umständen vermeiden. Deshalb wie Verragung der Entscheidung bis zum 31. Mai. winzig ihkorb e 1942 zu wissel r K Norgärte die Antwort der Reparationskommissicharfreito „. Baxis, 13. Aprll. Laut„Joumal des Deda wiro vie Entschelbung der Reparationskommission.0s Sttt die deutsche Antwort heute dem deutschen Botschaft überreicht werden. zu frü Pes Aerfahren u.... st mittag Dus verfahren gegen die Helfer der Mörder ar für di Erzbergers. Berlin, 13. April. In dem Verfahren wegen#orde!,a heimbündelei gegen die Mitglieder der sogenannten##nte 200 ganisation C, das gegen etwa 50 Beschuldigte gefül Ich wird, hat, wie das„B..“ erfährt, das Reichsgerleitzung eine Entscheldung noch nicht getroffen. Es ist indessenschke ten Kapitänleutnant a. D. Manfred von Killinger Ung erschte Kauder nicht das Offenburger Gericht bei dem Verfahren jetzt schwebt, sondern das Münchener Geri# Feiertag zuständig ist. Wegen der anderen Beschuldigten sch schtill eine Entsechidung noch nicht getroffen. Es ist indess anzunehmen, daß die Verhandlungen gegen die Gehein. Und di bündler einheitlichen München geführt werden. och weite Unberührt hiervon bleibt das Verfahren gegen K Anfang Helfer der Mörder Erzbergers, das sich ebenfalls geg manfred von Killinger richtet. Dieses Verfahren blei schwöre in Offenburg anhängig und wird dort durchgeführ Herrjotte ist höchst bedauerlich, daß anscheinend wegen form ler Zuständigkeitsdifferenzen die Untersuchung so außellteten oi ordentlich langsam vorwärts geht. Es wäre dringeroch lang zu wünschen, daß die Verfahren jetzt endlich zum## 6 schluß gebracht werden. er heiser dem Mannheim, 12. April. Am 25. April beginnt###, A6. m Schwurgericht in Offenburg der Prozeß gegen#“ ttosten pitänleutnant a 9 von Killinger Aus dem die Entwaffnung in deutschland. alea von 13. Vprlig„Zar Erläuterung desen, was ben 14639. fAn Maschlnenzewehren sind der stört liegen auf Lager 14. An das Reich und an den und Rohren von solchen fud. 28 40, die alle verstört wurde; andesaten insgesamt schasrobren sinz. uden und Ge. angefallen insgesamt 54 415, die alle fals zersört wurden. um scharsom 27 669, die eben, und Minen sind angefallen uunen Krtilerlegeschosen zerstört 35 400000, noch.. 000, davon auf Lager 3 300000. unzersört auf Lager 800000. gr.i de 30 60, noch schlegnahmt wunrden inigesant 468 uutennunton ssersige ort 13 81, noch mzersört auf Lager vier, nahmt 27 711, davon Beaciäihder Beten, Prigseg Periden sel. vitoie eun Buse Se gerigen Vest, entsch vernichel berdenr der sich aberhaupt abe Zahlen wohl sedem, hauptung von einer ur geun asen win, daß die BeEine Erklärung der Reichspostgewerkschaft. 13. April. Die Reichsgewerkschaft der Postund Telegraphenbeamten teilt mit: Die in den letzten Foggn. gu2 die Presse verbreiteten Nachrichten über Vorgunge in der Reichspostgewerkschaft sind sämtlich frei erfunden. Weder findet derzeit eine Tagung der Reichs statt, noch sind Spaltungsbestrebungen Die christlichen Gewerkschaften gegen die Maifeler. babischen Realerung i Nach einer Verorbung der Heiertag. Wie die gu der 1: Mal ein gesetzlicher lehnen die chrislichen ukurer Tagespos“ mittell, ab. Sie werden, wo sie zu ausien die Arbeltsrube arbeiten. Die ger g der üeberzahl sind, an diesem Stellungnahme der Sosednung ist ein Protes gegen die der den ersen Far saldemokraste zu einem Antrag, grlege Gefaller gustenlonntag zum Gedenktag der im Friege Gesallenen machen wollte. die Deutsche Volkspartei für die Auflösung des sächsischen Lanötages. Dresden, 13. April. Heute tagte hier der Landessimmig, das Voltedegehren tages sofort einzuleiten. uut Ausissung des LandNeue Ausschreitungen der Franzosen im Saargebiet. 13. April. Nachdem in der letzten Lechusch imn Saargesieh üärs vorgekommen Ind, Keian licden französischen Miliein franzsscher Soiz uuud vier am Sonnabend früh Grund nieder und nzont einen Straßenbasanten ohne Stund miever und tieß ihn hilflos liegen. Hinzukomdas Krankendaus. In Eae; den Schwerderletten in franzsschem Minz, Du Saarlouis gab bei einem von Militär provozierten Wirtshausstreit ein mehrere Schüsse ab, die einen Briefträger in den Mann wurheund ii lebensgefährlich verletzten. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht. In aller Kürze. Neuigkeiten von Nah und Fern. Kein Eisenbahnerstreik in " Berlin, 13. April. Zu den in den letzten Tagen in relteten Gerüchten don neuen Streikadchten per Eisenbahner wird aus dem Reichsverkehrsunnisterium mitgeteilt, daß noch keine derartigen Melbungen borllegen.4“ Gach.s# eniaut eetrach. Noch rein Schiedsspruch in Genf. von unterescheter.: Wie die„Telegraphen=lnion“ londer dis wite Seite erfährt, war in Genf von Cawonden Sie ge gzg.d kein Schiedsspruch gefällt worven. Die Parteien verhandeln in der Nacht weiter. Ein neuer Putsch der Polen. Gleiwitz, 13. April. Wie wir aus best informierter Quelle erfahren, sind im Laufe des gestrigen Tages die Garssauseg Selbstschutformationen aus dem uberäu#e von, Glelwitz zurückgekehrt. Sie berichten .. keinmimmen, über Ausschreitungen der Polen und glauben mit westimmtheit, einen Putsch in den nächsten Tagen vorausfehen zu können. Eine Bestätigung erhält diese Meldung durch die Verschleppung von Arbeitern aus Friedenshütte und durch eine Reihe anderer volnisechr Gewalitaten. Deutsche Farbstoffe an England. London, 13. April. Nach einer Erklärung des englischen Schatzsekretärs Baldwin hat England auf Reparationskonten von Deutschland von Dezember 1919 bis 31. 3. 20 für 542 Millionen Franken Farbstoffe bezogen, wovon für über 18 Millionen Franken Farbhoffe eusgeliefert wurden. Sohltänsesmen:“ in Offenburg der Prozeß gegen#“ Kupilanteumant u. B. von Rillinger aus München ung den Korvettenkapltän Werber aus Kiel, die beschuldig“ srober werden, die Mörder Erzbergers auf ihrer Flucht begünte die stigt zu haben. Der Prozeß wird insofern von großecr dacht Bedeutung sein, als alle die politischen Fragen ausgerau hatt rollt werden dürften, die mit der Ermordung Erzbeyrend degers im Zusammenhang stehen. war, tten, und da wa au Schöl cht. Aber von Nah und Fern. solen, und Wie der Lokalanzeiger aus Breslau meldet, hat diperte Interalliierte Kommission eine Bekanntmachung erlasserf duerchgedaß Demonstrationen am 1. Maitag nicht ges“ duldet werden können. 6 Das englische Unterhaus vertagte sich außersamm den 26. April, das Oberhaus auf den 2. Mai. * Die beiden Mitglieder des amerikanischen Reprästee!" sentantenhauses Woodruff und Johnson brachten in TaschenRepräsentantenhaus eine Entschließung ein, worin steißes, gesich gegen die Verschwendung des beschlag, und die nahmten deutschen Eigentums durch den Se lag. questor wenden. Is er das „ das war Nach einer Meldung aus Washington betrachten diet blauen amtlichen Kreise angesichts der zustimmenden Beantwor. tung der amerikanischen Note betr. die Besatzungskosten die Angelegenheit als so gut wie erledigtoten KinDer von dem deutschen Geschäftsträger vorgesternslach bei dem Vertreter des belgischen Ministers des Aeußern unternommene Schritt bezweckte die Auslieferungann Joh des unter dem Verdacht der Täterschaft an der Ermor-rsich dung des Leutnants Graff verhafteten Habich an dieun zum Reichsbehörden zu fordern. 4778 Wie der Timeskorrespondent mitteilt, ist es zu schwe= mir war ren Unruhen in Damaskus gekommen. Deren! neue Innenminister des Staates Groß=Libanon, Assad K0 Bei, wurde ermordet. Die Reichsregierung hat den deutschen Botschafferder Erde. Dr. Mayer beauftragt, der französischen Regierung amt= werden. lich ihr Beileid, wegen des Gleiwitzer Un-... ohne glücks auszusprechen. * Dieser Tage ist im serbischen Verkehrsministerium eino schwach Plan für den Ausbau eines Hafens in Martin=eg. Und schitza, einem Küstenorte zwischen Susak und Buccari, Übergeben worden. Der Ausbau soll durch eine deutsche der VorFirma geschehen, die Kosten auf 37 Millionen Dinaringte sich kommen. Arm ein. * Auf dem Asterstein bei Ehrenbreitstein, in Engers und Neuwied sind kleinere Abteilungen des franzö;#ier sischen 19. Jägerregiments(Alpensäger) un, 08— tergebracht worden, als Wache für das dort noch vorhandene amerikanische Eigentum. 368 Frik * der Fruh# Die russische Staatsbank wurde durch Ver= n fügung der Regierung ermächtigt, Aufträge über pri.“ igt vate Versendung von Geld nach dem Ausland in aus“ z ländischem Silber und Gold in unbegrenzten Mengen ganz beentgegenzunehmen.: S209 Das Wolsche Bureau tellt mit: Die in der franzs= sestein sischen Presse aufgetretene Meldung, der Minister des plötzlich Aeußeren, Dr. Rathenau, habe versucht, durch Ver= ränen in mittlung einer der Verbandsmächte die Entschädigungs=), Willi.“ ftage in der Konferenz von Genua aufzurollen, ist, wie rden rot wir erfahren, aus der Luft gegriffen. s ten HauDer Prinz von Wales ist in Japan eingetrofsen.“ Wie die Times aus Kopenhagen meldet, hat sich 7 der bekannte dänische Sozialistenführer Stauning nach Genua begeben. Die Gründe für seine Reise zur Konferenz sind nicht bekannt. die deutsche denkschrift für Genua. Genua, 13. April. Das umfangreiche Buch, das die eutschen Vorschläge für den Wiederaufbau enthält, burde von Rathenau dem Präsidenten Facta überreicht. #s handelt sich um neuerliche praktische Vorschläge, um, penn nicht eine, vollständige Gesundung, so doch eine seträchtliche Besserung des Wirtschaftslebens herbeizuühren, die nur Hand in Hand mit Rußland durch Wieseraufrichtung dieses an Roystoffen so reichen Landes srzielt werden könne. Besondere Beachtung findet der seutsche Gedanke einer Reform des Weligeldes. Protest des Saargebietes. Genua, 13. April. In Genua ist eine Abordnung von politischen und Finanzpersönlichkeiten aus dem Saargebiet eingetrossen, um Vorstellungen zu erheben zegen die Besetzung des Saargevietes durch die Franzosen und eine Reihe von Klagen über das Verhalten der Besatzungstruppen vorzubringen. des schiefer die esdhe Asa Pranr Glig dos Bengadaust. De maseh PzgP, an.. uer schs, Veauer, Nant auns iun ut halge uet escdeg ege Tizahung dest Gelderbrauches zwunck bei aletnigen Interset. Van dar aber Pozsegjächordzung; auf den vergeschobeten Figel bendbnng ee nd dnd gen de Setautlegelen, uh de Bohih,ogzgen, ashzing, Ae u— hisen dan in Zeuntaumn die Zaleuer und Gngsäanuer. der du Galdeie, Aeachae en, Verziunr Anangz ur Bunihezae e. e e, sdis iun Aun Basrng sch esiennen Grlslg. nen. nnd Gedenge Biade arae unn n ane eg e en eu e e e e. Seuen ale daos Gerich, dost Venin scon buesgut, utesel Ppeidse setung ein. 2 us Benzuandun uridie as. De. Vn, Hrähadte, Lagzenten oise üidger Asasung uich nait. Ve lach sewensenen Biath unshtete. Penundhung, ung, bun ziae, Guade: Bsenligh brstäilch wierpuachen wie n den esen Lagen Monzsgasheskalsel ide Velaigsäteung und Kieri. buc de misberdsclase prschen Simeduan udlkest detz Grnig schen dem Zeilbut iür gelenrzga, e ung auist schuste u vrledigen. zads aiher brig esebez be Sbog bo ge zpe aeszhagna im ehmscoen Konrch prach:.3ch brsz, Zeaszlelt. De Zatuer und Eigscnet ilen lansen nsce VPeese ue bu u, Peu, asgeige Seiscenaung gochendge— dor, daute de Zauzgien se dn Enschebung. 1 Erste Sitzung lvereits zu einer sagenhaften Erschrlinzug agwporden, über gutziehen, sondern sich in die Verhandlungen verwoitS 7t8 St2ts oe Nöndg de besentlüchet burch Aneldoten umter- selg, die sie, dann nicht abbrechen Umnen, ohne die dee Einanzaugschusses. halten sein will... schwerste Verantwortung vor der Welt zu übernehmen. des Oindtiguuse.. Heht Lenin nach Genua? Die Engländer suchen die Amerlauer zum Eingreisen Sermrs Gnot ver der bererstenstroge gpri, wie wie aus Kreisen, die der zu veranlasen, ohne die die eurozäische Frage nach e be ue, ae S iue, Susaue hne, sen daue ien bash iun Kont) onhungzeziz, ase, sagsggn, i bue oe, Ze Mshesd aie ie. Seesee elshene. be ee ee eie aun u, Megane tair K. Sscheunr m daesoun uieh eungn e ouneuane esgesece ereschee euge eu u u u. den Geasengpsenaten ud enaunch eldr wuohz a,, Haund ustzn us Lasern uis uich Prier Verais eichl lendaicht ie die hohdene, Sichestuggengeue. ee Pe eug e ben eung# seut Aaten Sshangsant ich aunetmandergprist ar iute Dite piod inmngsichen Keiser Zersziszagen sier Basians eisenr unschihten Gntand uncge. eun Nndud un, ndu, n ae an n, Aaheghge, beuns Die Dur Uunrcdammnt, aun der ausehn un un Viger Gezhäiger beisel“- dich Gunge und dui. Zalteur uns Buldg uiane. eüe Au u un uue, an eaeae ae u eaee e, ae sccecesch at ein e. Prantrichs Hugs, vor der sien vom, KAltz Achben 19.13 uai lusgen ei, Pieria, Laisr ich eichen eiche: Busei Aisan Jauschtand in de eiste date shenr. 9. Polerung l. Ai pnun, an. Siegerasheur Lient Gerge und dus Veriskungepredten. beick u. Buit Du. Lealter Bostcen, budt, ster ind den Sachensthunge dir ster Lund eichr)“ eust zt. woele dr etatg ia un Glas er Pesichern. ebene; Wezug eiues Bate;, Verse, nigen, wos angnonur, Bunde. uis Polalepodsene arge inmer noch en D. wsch Feitalt in einen ge bes eeue, ng e un nn,#e, ier geligs die Keusz. W und sd ues.setgngen Benen uais uselngrasten. r. Hue erkrankt. Der Reichstagsabgeordnete und ist hier noch unbekannt. Aus Stadt und Land. Eine Auslegung des Programms von Cannes. April sanft entschlafen sei. Walter Jahre 1887 zu Hamburg geboren. Seine künstertsche Vorbildung erhielt er auf der Kunstakademie zu seldorf, wo er 1907 die Zeichenlehrerprüfung bestand. Genng, 13. Aprll. Las noch immer derworenel 1919 er goot gen geisege, warfe, ate periech. denen unDe en Penen An Aanhen un un aesane iese estesche as un. une uer e eside Aet.. astdlshzung en Poenanr enseherie un uen uiter iase i an eanstene Bis unr Sitene iun de eis Aan Ae eunuan, Voschies alite ban sen ie eanten de Muchilen Gesilasisgtzsenr deutlichsten Beweis hierfür darin, daß Deutschland und Hent“' Winsch aus, daß auch die ameriknische BundesRutzland trog des Widerstandes des Herrn Barthou auf hank zu dieser Konferenz eingeladen werde, da die gleichem Fuße mit den Allierten in den volitischen Menge Goldes, die sich in den Vereinigten Staaten beKommissionen ausgenommen worden sind. Nach dem finde, unbedingt dazu führen mässe, daß die VereinigGefühl der Franzosen siecken die Volschewisten mit sen Staaten an einer solchen Konferenz teilnehmen. So. Deutschland unter einer Decke, in dem Bestreben, einen hann wurde die Debatte eröffnet. Keil zwischen die Alltierten zu treiben. Mit größter Ssoen Garchiag, der dir Iusanrde aschang un auce, aud er die MAataien u dur Bote uong, speschgs ausgenonen venden uich Gion ultertsat Kensgaicht, tslt air Aasaschnes un. nd au, u a e eee ee ee e eene ece de en ie esce er ase, Gausdeuenen S ose e. e in Mdne un ee eee e aehe e esheen hese ate eans eiele ei Pieescheice Biche es Rue. und uge n e en unchg eaen boge eee eeche euchen die als e anten un unrg eaes easen ai Seaien e icenr ele. en eu- u, und### e ehg gauase e a, escseh eue, uien ee.) halten, alles für eine wahrschgigiugg, ntunn des fran= Budget im Innern ins esthgtggt nach bringen zu er, nanziellen.Verhältnisse Europas versammelten Vertre,) obgewe zgte, Röseler. Schonung wäre gepgteg gruge zösischen Ministerpräsioenten, Poincare am Mitwoch die Verpflichtungen, die ein Staat nach außen zu er- Poy her„achte:..[Is. erkrankte Röseler. Schonung Phe de auide Ade un. undu eng ue ue#en ie un. Boahachee geae scheen Genig unmn uis aune en er. es e e i. a. ae e ene u un, bbe, bung n en a uer Lagiashun, soite dr seus Rashalhg ant such bnden Barchge ur Misheung iunr Der Kic estant ie ai aie iachen. uus 8 bi den Stand gerezt. g, b.— zie hmnagten und üuteren Hahges war süte die Inpe=sdensdertige von Versgolst, Si. Gernals, Trlaun, sar han sen Prnen Sahnerzgaldsenatertaen. vo Kr K .hutsammerbuchk Maiggares. senden vollkommen verständlich. In der heutigen SitSovoiazeversuch Pomrares. zung wird Dr. Hermes dem Unterausschuß übrigens Genua, 13. April. Hier wird erzählt, am Montag einen eingehenden Finanzblan vorlegen. Sodann sprach abend nach der öffentlichen Sitzung habe Barthou ein ein dänischer Delegierter über den Wiederaufbau Oester, Telegramm von Pozncare erhalten, in dem dieser mit= reichs und warnte davor, sofort zur Goldwährung zuteilte, Frankreich werde vermutlich genötigt sein, ent= rückzukehren. schiedene Maßregeln gegen Deutschland in der Repara= Eterauf sprach 8 tionsfrage zu ergreisen. Infolgedessen könne die fran„.ggeghe Verirele, Bafomsti.“ zösische Abordnung nicht in der Finanzkommission mit der russische Vertreter Rakowski,, den Deutschen zusammensitzen. Barthou müsse entspre= der erklärte, daß seine Abordnung noch nicht genügen chend handeln. Daraufhin soll Barthou eine Unterre= Zeit gehabt habe, den Bericht der Sachverständigen zu dung mit Lloyd George gehabt haben, der aber sehr prüfen. Ein oberflächliches Studtiurg, Hohr. oter seigte entschieden den französischen Standpunkt ablehnte, ben, daß die Russen in grundlegenden Punkten se Trotzdem erhielt der französische Delegierte Pieard von Einwendungen erheben würden. So wie die Barihou den Auftrag, im Sinne Poincares zu handeln. ständigen ist auch die russische Abordnung der Anschau Picard blieb aber bekanntlich ganz oder beinahe isoliert. ung, daß eine Stabilisierung der Valuten nicht erfolgen Paris, 13. April. Poincare empfing gestern den könne, wenn die Ausgabe von Papiergeld nicht eingestel escen Grterier 2. Buvz. un sahn Badgr uis Stichenich.eigege, Bot Die Reparationsfrage in Genug. getpesgstaer gse abrigen sechs Ssepel wirden Genua, 13. April. In Kreisen der französischen Steuer und andere Einkünfte hereingebracht. Das Delegation verlautet, daß die Entscheidung der Repa= staatliche Beamtenpersonal würde um 40 Prozent berabaationskommission über die deutsche Antwort bereits gesetzt. In den letzten dier Jahren waren es namenteingetroffen sei. Die Reparationskommission werde isch die Kriegskosten, die das russische Budget schwer Deutschland mitteilen, wenn es die im Mai fällige Rate belasteten. Am 4. Januar 1920 hatte Rußland von 50 Millionen Goldmark nicht bezahlen werde, so Soldaten, am 1. Januar 1922 nur 1 450.000 Mann, perde die Reparationskommission Deutschland zunächst darunter ein Viertel an den Grenzen. Rakowskl veran Verzug erklären und die Mitteilung an die Regie= feidigte sich gegen den Vorwurf, den man ihm machen cungen der Entente erstatten, die dann ihre weiteren könnte, daß er die Frage der Abrüstmg aufs Tapet Schritte zu beschließen hätten. Die französische Dele= bringen wolle. Aber er müsse dennoch fesistellen, daß cation in Genua erklärt, daß unter diesem Schritt die militärischen Ausgaben das schwerste Hindernis nichts anderes als territoriale Sanktionen im Ruhrze= für die Wiederherstellung des finanziellen Gleichgewichts biet verstanden werden können. Die Franzosen behaup= in den euroväischen Staaten bilde. An eine Rückkehr ten ferner, Minister Hermes habe gestern in der Finanz= zur Goldwährung glaubt der russische Vertreter nicht. irmmission sich geäußert, er könne für Deutschland ein In der heutigen Sitzung wird er darüber nähere Ausendgültiges Budget erst aufstellen, wenn er die neuen führungen machen und einen Bericht niederlegen. Es Reparationszahlungen kenne. Die Franzosen behaup= wurde beschlossen, daß die deutsche und die russische ten, dies sei der erste Verschleierungsversuch Deutsch Abordnung heute vormittag ihre Memoranden, vorlelands, die Reparationsfrage Deutschlands in Genua gen sollen, worin ihre Bemerkungen zum Bericht der auf die Tagesordnung zu bringen. Die französischen Londoner Sachverständigen enthalten sein sollen. SoDelegierten werden daher bei der nächsten Gelegenheit dann wurde die Sitzung geschlossen. erklären, falls solcher Versuch nochmals gemacht werde, würden sie sofort die Finanzkommission verlassen. Die Londoner denkschrift. Paris, 13. April. Es steht nunmehr fest, daß die Genua, 13. April. Die russische Delegation hat sich Biederherstellungskommission den allierten Regierun= gestern vormittag mit der Denkschrift der Londoner gen über die Antwort der Reichsregierung keinerlei Sachverständigenkommission eingehend beschäftigt. WelMitteilungen zugehen lassen wird, weil sonst die Ge=Ichen Standpunkt sie zu den einzelnen Punkten einnehfahr besteht, daß das Wiederherstellungsproblem in Ge= men wird, ist natürlich noch ungewiß. Doch hofft man, mia erörtert werde. Die Reparationskgmmission wig, daßz sie der Londongz, Resolutten,., ehgeneigen vu. sich mit einer Neullh. Sepes, Rapasio und Bigg vicht brgzeig gechte halbsährigem Ausenthalt Hellung und Genesung er2 De aus desen Vertrügen be) eroobenden, der hosfie, erlegen. Sein Andenlent wird in den Herzen der in Genuag vertretenen Mächte zur Sicherung ver.: gLAgler und Lehrer, sowie aller, die mit ihm in Durchführung der Friedensverträge bleiben underührt.) ve, ohu, Zamen, fortleden.— Auf das Ansterische a Die Konserenz beseht auf einer Anerkennung der Sthaffen Hoselers, von dem wie dank seines Enigegenvon der eullschen, Vegierung eingegungenen teringen, ommens unseren Lesern in Gestalt ven Holzschaüten tungen als Grundlage für jeden weitern fruchthrsgeng seinige Proben bringen konnten, werden wir in einem den Meinungsaustausch, insbefondere der Verontug.., späleren Gedächmisartikel noch eingehend zurückommen u Prctnung dr ulicen Areg. und Bontyog,. J Da, Meregpaüheatr, Leazeut berigz rit her Ber. dr e... u.#. glution von Eomn. Iführung seigs hesonders Feigptrgg., eigegg. ie dd un uer Veicehhen un den, Heten ier Hersgung us Sddie Vealzgier är e: lennung der Interdentonschäden, de surecknerkennunz Lepaktige Hraus PAlntelien bes Keisfeer und Räteruhlands), werden zur EFrörterung, dugegsen, lo gxgt Horothös Bekenninis“, eine abeneiss voe Heisefenden Ver. 140 heraghen.).Frayz Dorothös Pekenninto;,„einge, aber, veit de die besebenden Vertröge vich,„ahnahmen zum teuerliche Angelegenheit“ in 5 Tellen auf. Aue drei de Poptern, o selien Wiedzeraufet Curodas Füne dürten in dieicher Bese daunt der spangenten. virschaftigen und hnonzeten Bie)x autzou, Pexrobo“ Handlung und der gescharen, Aufrnachng und erozarze, au tressen Zur raschen Erreichung deses Zwets Vpricht gen Austatung, sowie wegen der flotten Wiedergabe sie sich gegen die Erörterung von Fragen aus, die rpt burch erste Künsler den vollen Veisall aller Kinofreunde auf dem virschaftlichen Gebiet legen, wie de W= fnsg. schtung uu Londe und dr Se.,„Aung d, Moluten Vv H Namenstnderung. Dem Rotenfüher Huge 2 a. üeder de Vorschloge, bie dur Berizse Heffentlschlelt. m in s ki, Castropz=Schwerin, Kotenburgstr. 107d wurde ealheaise elshen aul echien ezie schselchtechelten eäice e oden) Gis hang biche Zuil erech si. ol von 4 Karck.(Vom Bestlseztszuch. 25 onmnsen ione ute Mlshongsate eieren zuie geais aes Kelshes Peltes. von den nationalen und Staatsgedanken anerkanmt!om I Hahinghorsi=Kaugel.(Der Damenchor verden... Eamr.) beranstaltet am 2. Ostertage nachmittags 4 Uhr bei die Beratungen der Verkehrskommission. Gernus, 13. Upril. Die Kommision der buternotv, iu dem ganz auf„ Leuzstenden“ eingesellen Konzert nalen Konserenz, die zur Erörterung der Verspormit, Frählingslieder von Mendelssohn, Schumann u. a. m. gelegenheiten gebildet worden V, trot vesger„heuniz sowie auch im Vollsliedton zum Vortrag, Unrahmi toa un 10 Uhr uum ersten Dox, Vusgrgepählt.“ Von lwerden die Vokaldarbietungen von solchen instrumenwarde burch Zurf vum Prähsbenten, PPothenau und taler Art selteng der bessens belamten Dortmunder beuscher Seie worden als Delegterte Boigenug, ve, Duektantendereinigung. Es sieht zu erwarten daß dant Schmibt und als Stelberteter Sipion un, Zur Zause der hingebenden Vorberetung dieses Konzers der ersen vonrg, vn der Steuye podm. Steier ve zugesegzt, der vor der Oesentlichlelt am 16. Brtober v. Js, aboelesder werde. Die Reparatonskommission wird daß sie der Londongz,„Resolution##., ehgege igen pirt ner Antwort an die deutsche Regierung wohl stimmt. Wie weit diese Hoffnung verechtigt ist, wird begnügen, worin sie darauf hinweisen wird, daß der 31. Mai der äußerste Termin für die Erfüllung der Reparationsforderungen sei. Genua, 13. April. Das im Laufe des gestrigen Ta(ges wiederholt betonte Gerücht, als ob Ende dieses Monats eine Sitzung des Obersten Rates stattfinden würde, erweist sich als unbegründet. Ebenso die Meldung von einem bevorsteyenden Eintreffen Poincares. Die Franzosen haben gar nicht die Absicht, den Obersten Rat nach Genug zu berufen, schon deshalb nicht, weil sie glauben, daß die Atmosphäre ihnen hier nicht günfüg sein könnte. die Dalutafrage vor der Konferenz. Genua, 13. April. Die Unterkommission der Finanzkommission hat gestern nachmittag eine Sitzung abgehalten. Nach kurzer Diskussion wurde beschlossen, daß die Kommission für heute nachmittag 4 Uhr zu einer Vollversammlung zusammenberufen werden soll. Ueber o die Valutafrage wurde gestern bereits diskutiert. Das Londoner Memorandum über die Stabilisierung der Währung. Genua, 13. April. Die Finanzkommission wird in ihren Arbeiten den Ausgang von dem Teil des Lonsich bald erweisen. die Russen lehnen ab. Genua, 13. April. Von gestern morgen 10 Uhr bis spät abends hat die russische Delegation die Denkschrift der allierten Sachversändigen geprosgz, Gazagn das Gerücht im Umlauf, daß die russische die allgemeine Diskussion auf der Basis der Londoner Bestimmungen der Sachverständigen ablehnen wird. Was die heutigen Bemühungen Schanzers und Evans bei den Russen fruchten, weiß man nicht. die russische Frage, die wichtigste Konferenzangelegenheit. Genua, 13. April. Der Sonderberichterstatter der T. U. hat an Delegiertenkreise die Frage gerichtet, was sie für die wichtigste Angelegenheit der Konferenz halten? Aus Kreisen der englischen Delegation wurde geantwortet: Die bedeutendste ist die russische Frage. Die FrFanzosen sind der Ueberzeugung, daß neben der russischen Frage im Laufe der Verhandlungen auch die deutsche Frage in den Vordergrund des Interesses rücken wird. Die Franzosen sagen, daß sie klar darin sind, daß die wirtschaftliche Sanierung Deutschlands das allergrößte Interesse in Anspruch nehmen wird, BeDiesem Ausschutz gehört se ein Verteter Buzlands und sucher vol beftedigen wicd. Deutschlands an, sowie auf Grund der Wahl ein Verer Schrt, Doi haisgeiset. sae de Gsesizeser Gottesöienstorönung. er Unterauschye, bobekondere I, guch in. besen! Katz, Lirche Costuog. 1. Ostertag„6zd ug gen, für Bumen= und Seschfsaher. Vn gächte,., Hachamt mit Predigt, 645 Uhr Aülle Vl. Berze. 145 Ausschüsen werden die fünf einladenden Machre, Ver= Uhr Polenmesse,.30 Uhr Kindermesse mit Predigt, Rutland und Deutschland, sowie die fünf P,zagg,.30 Uhr Leviten=Hochamt, 1045 Uhr 6. Bl. Messe mit Länder se einen Vertreiter entienden. Der Arbe., uhr, Predit, nachm..30 Uhr Besper. 2. Ostertag.6 schuß wird Freitag, den 14. Aprilt, bormitags 10 ub., Uhr 1. hl. Messe..45 Uhr 2. vl. Messe mit Wcmmenteven. büix 39, D. C, agle., 745 Uhr Polenmese mit Predigt, 845 Uhz, Pischgegrese die deutschen Vertreter füur die Russchusse..30 Uhr Hochamt Bug sFergetz, 10#ütr##te## ascht ehehche be e esh oe s eee. P chiestske ece ele I Aaosigad(ode Phansoago); Lot: Sohr ze“- Zesh. Gerztischas un Gunenushaut. Garzn escane dans heaste elschse.seuse.. ese, esce else. e a. Kuschatz(üur Wirschaftsftagen): Vors.:, D gas Mitwoch 7 Uhr Sitngstunde, 8 Uhr Bibelbesprechtunde Stelbertreter Weigert; Sachgersändige; ,Paltrn.u.—.— 1720 uhr Bibesstunde im Gemeindehaus. cher, Erkelenz, Hagen, Hure, Katzenberg, Kraemer, Prdu,)“, Zirchs evgl. Gemeinschaftsbund. 1. östertag nach er Ausen. u. Nendeilloy, u. Bauna, Bistel, be, mitag, 33d Uhr Famileasest Broger Schung, Lers erenten: verger, Lowe.—4: Vors.: Stieler; 12. Ostertag nachmittags.30 Uhr Ebangelsal 4 burschus eiher Versehreuugen, Zahsen und Cros, Mitwoch, 6 Uhe abends Bibessunde, 8 Uhr JugenSscrensthunber Bugr, Gnz, dr. Abten u. un. anzgunsegue. Tree, i. Sstils an „„ evgt auche Sahngterk, 1,gr ubr Gotesdienst Satzerlztenhent, walthoft. 2. Ost4 tag..30 Uhr Gottesdienst mit Beichte und AbendDie strategische Lage in Genua. 1 * der Castroper Zeitung. Ostern. Und der goldne Strom des Lebens flutet Ueber die verjüngten Fluren neu. Deutsches Herz, das schon so viel geblutet, Sei getrost und stark! Gott ist getren. Seine großen, tiefen Augen sehen Ernst auf dich, wie einst auf Golgatha. Grauenvolles ließ er einst geschehen, Härteres, als dir, o Herz, geschah. Von getreuen Jüngern ward geborgen Christi reiner Leib in Grabes Schoß. Doch geheimnisvoll am Ostermorgen Ist er auferstanden, göttlich groß. Nun des Lebens ew'ger Sieg erstritten, Blühe mit dem Lenz dein Hoffen neu. Deutsches Herz, das schon so viel gelitten,— Sei getrost und stark!— Gott ist getren. Anna Dix. el Ueber die Herkunft unserer Ostern. Von Professor W. A. Hammer=Wien. Aehnlich wie bei Weihnachten deuten gewisse Gedräuche unfehlbar auf den heidnischen Ursprung diesee heute allgemein als christlich geltenden Festes. Zum Unterschied von den an die Geburt Christi erinnernden iltdeutschen„wihenahten“. ist Ostern ein bewegliches Fest; es wird an dem ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond, d. i. also frühestens am 22. März, spätestens am 25. April, gefeiert. Hiernach ergibt sich uch der wechselnde Beginn der vorangehenden vierziggigen Fasten wie weiter auch die kürzere oder länere Dauer des Faschings. Ursprünglich war aber, wie kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert anordnete, die fristliche Osterfeier ein unbewegliches Fest; es siel mit em jüdischen Passah zusammen und leitete ebenso wie sieses in früheren Zeiten das neue Jahr ein. An Stelle des jüdischen Opferlammes trat das Opfer des Herrn. luch bezog man den Karfreitag als den Todestag Jesu leich wie den darauffolgenden Sabbat(Sonnabend) das Fest ein; auch die vorangehende Fastenzeit sollte ner würdigen Vorbereitung dienen und wurde daher ir österlichen Zeit gerechnet. Bei der Christianisierung zeigte sich ähnlich wie bei sihnachten, daß man, um der neuen Glaubenslehre sum Siege über das Heidentum zu verhelfen, auf alle die im Volke so tiesverwurzelten mythologischen Geräuche Rücksicht nehmen mußte. Daraus erklärt sich, daß in Italien und anderen romanischen Ländern die sollen Karnevalsfestlichkeiten heute noch bestehen, die, zus Hellas stammend, an die Frühlingsfeste zu Ehren der Göttin der Fruchtbarkeit, Cybele(Göttermutter sthea) erinnern, zum Teil aber auch auf die Adonisite in Griechenland und Rom zurückgehen mögen. eselbe Feier begingen auch die Germanen im rauhen Norden, wo das Wiedererwachen der Natur auf den irten Winter allerdings viel schärfer in Erscheinung rat, aber ohne wilde Schwärmerei, sinnig und würdeoll. Vor und nach der Frühlings=Tag= und Nachtzleiche(21. März) opferten unsere deutschen Vorfahren der Göttin Ostara oder Costar(angelsächsisch Costre, Altgermanisch Austro, gleichbedeutend mit indisch„ufra“, steinisch„Aurora“, griechisch„Eos“— Morgenröte). inem im Klaster Corvai erhaltener altsächsischer Barenchor gibt uns hinlänglich von der Berehrung, die sie oß, Zeugnis. Gingen auch so manche alten Gebräude die von diesem Götterkult stammen, in dem Auferlehungsfeste des Heilands unter, so haben sich doch auch hiele Reste der heidnischen Ostern bis auf den heutigen kag bewahrt. Dahin gehören vor allem die zahlreich eraltenen Ostersteine, die Bezeichnung Ostermonat(für April), ebenso der Osterhase; denn Meister Lampe galt den Germanen als ein geheiligtes Tier und wurde dessalb auch von ihnen nicht gegessen; ebensowenig der 5ahn, als Sinnbild der Fruchtbarkeit Donar geweiht. damit in Zusammenhang steht die noch heute übliche Sitte, rote und gelbe Ostereier als das Symbol des neuerwachenden Lebens zu verstecken und Kinder suhen zu lassen. Wie sich die Griechen und die Römer deim Feste der Cybele lärmender Handtrommeln, rauschender Hornmusik und klirrender Waffen bedienten und dabei bacchantische Tänze veranstalteten, führten such die Germanen, mit den Speeren auf die Schilde schlagend, Reigen auf. Ein Ueberbleibsel dieser alten heidnischen Sitte sind die Osterratschen oder Osterklap= pern, mit denen allenthalben noch heute die Dorfjugend das Osterfest bewillkommnet. Auch das verschieden gesormte Ostergebäck geht auf die Ostergaben zurück, die man sowohl in Gestalt von Zerealien, als auch in Form von Brot der Frühlingsgöttin darbrachte. Auch der Aberglaube an das heilbringende Osterwasser sowie an die Zauberkraft mancher Pflanzen, z. B. der Osterluzei aus volksetymologisch umgedeuteten lat. Aristolochia), indlich das in manchen Gegenden z. B. in Westsalen lbliche„Plumpsackspiel“, weisen auf alte heidnische Bebräuche. Nach allem war das Fest der Ostara doch nur der Abschluß einer längeren Kette von Festlichkeiten, die man im Hinblick auf das Wiedererwachen der Natur beging. Sie fielen zum Teil noch in die Zeit unserer Fastnacht, zum Teil in die von der Kirche später eingeführte Fastenzeit, und galten zwei anderen Göttern, dem Donar oder Thor und dessen Mutter Frigga(auch Merthus), der Gattin Odius. Thor, der stärkste der Bötter, sandte, nach dem Glauben der Germanen, der Erde Blitz und Donner, Regen und Wind, Sonnenschein und Fruchtbarkeit, war also der Wettergott. Die Eiche war ihm geheiligt. Kein Wunder, daß sich das ackerhautreibende Volk um seine Gunst bewarb. Frigga, Im Norden Jörd genannt, verkörperte die sommersiche Fruchtbarkeit, ähnlich wie die phrygische Cybele. Auch ihr opferten die feldbauenden Germanen. Zu den Opsergaben für beide Götter zählten auch Eier. Donar war der 3. Tag, Frigga der 2. Tag vor dem Osterfeste jeweiht. Die anfangs nur für diese zwei Tage vervendeten Namen, Donnerstag und Freitag(ahd. friatac) burden später auf dieselben Tage aller Wochen ausgeBhnt. Mit der Verehrung Freyas hängt auch der „Palmkätzchen“ zusammen, die heute nicht bloß in den Kirchen am Palmsonntag geweiht werden, londern, wie der alte Volksaberglaube sagt, auch vor Ciitz, Halsweh, Drudenbannung u. a. schützen sollen. Auch erklärt sich aus dem heidnischen Opferkult, ebenso wie der blumengeschmückte„Osterochse" in manchen Gegenden, der sprichwörtlich gewordene bekränzte„Palmesel". Daß die„Weidenkätzchen“ statt der Palmenblätter verwendet wurden, ja sogar deren Namen bekamen, erklärt sich vor allem aus ihrer seit altersher verbreiteten mystischen Bedeutung. Zu den noch vorhandenen Resten der Ostaraverehrung gehören auch ganz besonders die Osterfeuer, die ebenso wie die zur Sonnenwende zu dieser Zeit der Tag= und Nachtgleiche entzündet wurden. Gesegnete Kohle, am Karfreitag entfacht, sollte gleich den Osterkerzen vor allerhand Ungemach(Gewitter, Ungezieser u..) bewahren. Diese Gebräuche wurden ebenfalls von der Kirche aufgegriffen und nach ihrer Art verwertet. So pflegt man in manchen Gauen heute noch eine Judasfigur zu verbrennen. Es war für die Christianisierung sicher viel schwieriger, als es ihr beim altgermanischen Julfest gelang, die heidnischen Ostergebräuche der Germanen dem christlichen Festkultus anzupassen und dienstbar zu machen. Dies lag schon in der Zeit begründet. Weihnachten fällt in den Winter, der die Menschen zu beschaulicher Enge zwingt, und die Leidenschaften bändigt. Auch beschränkt sich dieses Fest nur auf einen Zeitpunkt, die Sonnenwende. Anders bei Ostern, das bei unseren deutschen Vorfahren die ganze Zeit umsaßte, in der die Natur zu neuem Leben ersteht, die Kräfte des Menschen neubelebt werden und die Zuversicht, wieder einer besseren Zukunft entgegenzugehen, mit jedem Tage wächst. Osterwasser. Skizze von Käte Lubowski. Frau Ite, des bärenhaft starken und selbstbewußten Karl Terwiens zartes, verträumtes Eheweib, sah immer noch hinter jedem Strauch und Baum ein heimliches Wunder. Und daß der Liebste sie darin nicht störe, hatte sie sich als einziges ausbedungen, ehe sie ihm auf die kleinste, sandige Scholle folgte. Alles andere— als Liebe, Vertrauen und Nachsicht— war in Ordnung, meinte sie. Aber gerade mit der Nachsicht haperte es. „Was ist denn das für ein Firlesanz?“ lachte Karl Terwien am ersten Johannitage noch gutgelaunt, und zerrte das Kränzlein mit den neun hinter dem Kreuzweg gepflückten und gebundenen Blüten unter ihrem Kopfkissen hervor, um es mit einem Schwung durch das geöffnete Fenster zu schleudern. „Oh, machte die verträumte Frau Ite wehleidig und dachte, daß er nun noch ein weiteres Jahr trotzig und selbstbewußt, nur auf seine Kraft bauend, bleiben müsse. Knack— knack— brach er am Tage der heiligen drei Könige das Rotdornzweiglein aus dem Glas auf ihrem Nähtisch, das die Langmut ins Haus blühen wollte... Kinderlein, natürlich! Aber das Herz der jungen Frau klopfte jetzt zuwellen sehr schmerzhaft. Trotzdem wagte sie es am ersten Ostermorgen! Als sie sich sortschlich, schlief er traumlos und fest. Mit spitzen, vorsichtigen Fingern hob sie den schweren, bauchigen alten Krug von dem Wandbrett ihres Karl. Sonst durfte sie ihn nicht berühren. Fingerdick lag schon der Staub auf dem kostbaren Stück, das ein dankbarer Chinese seinem Urahn geschenkt hatte. Heute wollte sie ihn mit Osterwasser füllen, und er... der Liebste ... würde daraus trinken. Beim ersten Strahl der aufgehenden Sonne erwachte Karl Terwien, sah das leere Bett und fuhr eilig in die Kleider, um der kleinen Frau Ite das Österwasserholen gründlichst zu verleiden, kam aber nicht zur Ausführung des teuflischen Plans, sondern traf sie bereits, bitterlich schluchzend, auf der Diele an. „Warum weinst du eigentlich, du Kindekopf?“ fragte er, schon halb besänftigt. In stummem Flehen hob sie die Rechte. Da sah er, daß sie blutete. Und nun fand sie auch eine Antwort. „Ach, Karl, sei mir nicht böse; ich habe deinen Krug genommen, und auf dem Heimweg ist er mir entglitten und zerbrochen. Als ich die Scherben verwahrte, obgleich nur der runde, starke Boden heil geblieben ist, schnitt ich mich... Da packte Karl Terwien, den Bärenstarken und Selbstbewußten, eine unbändige Wut.„Weißt du, daß du damit rund zwölftausend Mark vergeudet hast? Jawohl! Soviel hatte mir ein Liebhaber geboten. Demnächst sollte er fort, und das Geld war für unsern Jungen bestimmt, den uns der Spätsommer bescheren soll.“ Obwohl er dies alles eiskalt sagte, glühten doch seine Augen, und er hob die Hand in ohnmächtigem Zorn, als wolle er sie auf ihr geneigtes Köpfchen niedersaufen lassen—— hätte es schließlich aber doch wohl nicht getan. Wer kann dies indes wissen?— Mit einem Wehlaut fiel Frau Ite in diesem Augenblick zu seinen Füßen nieder. So gab es an diesem heiligen Festmorgen kein Osterwasser, wohl aber gegen Mittag eine wichtige Kunde seitens des herbeigeellten alten Arztes, der Karl Terwien eröffnete, daß es leider für diesmal mit den Vaterfreuden aus sei.— Nicht immer bedeuten Scherben Glück, obwohl die kleine Frau Ite fest daran glaubte, als sie wieder gesundete. Die junge Ehe schlen vielmehr aus hundert Wunden zu bluten. In der Dämmerstunde hockte Frau Ite nicht mehr auf ihres Liebsten Arbeitsstuhl und streichelte ihm die Sorgenfalten fort... Sie hatte sich Im Obergeschoß ein Dachstüblein hergerichtet, darin sie jede Stunde, die sie sich von der Hauswirtschaft reimachen konnte, verbrachte. Als er ihr einmal nachschlich, fand er keinen Einlaß. Sie hatte sich eingeschlossen... Einmal sah er, vom Pferd aus, einen fremden Herrn ins Haus gehen, aber Frau Ite leugnete ihm nachher jeden Besuch ab. Da wäre vielleicht auch jeder andere, als der bärenstarke, zielbewußte Karl Terwien von toller Eisersucht geschüttelt worden! Und wieder war's Ostern, und auch diesmal erwachte er vom ersten Sonnenstrahl, der Frau Ites leeres Bettchen zeigte, und suchte sie im Oberstübchen, das nicht verschlossen war. Genau wie im Vorjahr fand er sie mit tränenüberströmten Gesicht—— vor sich die Scherben der unglückseligen Vase und ein Päckchen Geldscheine, nebst Abrechnungen über viele Dutzende bemalte und abgelieferte Tonvasen. „Kleine, törichte Ste.“ sagte Karl Terwien atemlos,„was wolltest du denn mit all diesem sauer verdienten Mammon ansangen?“ Da sah sle ihn an, und nun entdeckte er, daß sie diesmal bestimmt nicht aus Kummer, sondern aus eitel Freunde weinte. „Ich wollte dir das... vergeudete Geld wieder einbringen", gestand sie.„Darum schloß ich mich hier beim Malen ein, und der Herr damals war mein Abnehmer... Freilich hätte ich mich aus eigener Kraft schließlich doch wohl nicht aus deiner Schuld lösen konnen... wenn ich nicht aus dem heilgebliebenen Boden des kostbaren Kruges dies gefunden hätte. Gerade heute erst, denn früher hatte ich die Scherben hervorzuholen.“ nicht den Mut, Und sie hielt ihm einen alten, goldenen Armreisen * hin. „Merkst du jetzt, Liebster, daß das Osterwunder im vorigen Jahr sein mußte? Sonst würde der Liebhaber den Reisen ja mitgekauft haben...“ Karl Terwien vertiefte sich in den Anblick des Reisens und erkannte an den sechs silbergrauen, echten Perlen und den beiden helleuchtenden Edelsteinen seinen ungeheuren Wert; er wurde rot vor Scham und verlor zum erstenmal seine Bärenstärke. Da schlang Frau Ite die Arme um seinen Nacken und fragte:„Ohne Wunder und den festen Glauben daran geht es wirklich nicht. Siehst du das jetzt ein?“ Mit Worten antwortete er ihr nicht.... aber er trank das heilige Österwasser ihrer Tränen und öffnete dem holden Wunder, das des Menschen Kraft und Willen zuweilen ausschaltet, willig und demütig sein Herz! Osterfreude. Von M. A. von Lütgendorff=München. Wenn die Zeit kam, da die warmen Strahlen der Lenzsonne die Natur wieder zu neuem Leben erweckte, seierten die alten Germanen alljährlich ihre Frühlingsfeste. Sie feierten das wiedererwachende Grün und alle Fruchtbarkeit und Schöpfungskraft, die der Frühling ihnen versprach, und wer die erste Schwalbe sah, die liebliche Botin der Ostara, der kündete es jubelnd den Genossen. So lebte die Osterfreude denn schon lange im Germanenvolk, lange Jahrhunderte, ehe aus fernen Landen die Heilsbotschaft kam, daß eben um diese Zeit, als die Natur ihre Blütenwunder enthüllte, der Erlöser der Menschheit den irdischen Tod siegreich überwunden hatte.: Nun aber gab es doppelte Freude. Zunächst wohl noch immer die alte urwüchsige Naturfreude, die Sonnensegen und Mutter Erde pries, dann aber die Freude, die weit hinausführt über Sonne und Erde, über Licht und Erdenlust: die Freude an der Kraft, die nicht nur das Leben, sondern auch den Tod besiegen konnte und besiegt hatte. Diese gesunde, reine Menschenfreude schuf denn auch unsere Osterspiele, alle die heiteren und schelmischen Bräuche, die in die Festtage so selbstverständlich hineinschlüpften, als müßten sie dabei sein. Die Freude am frischen klaren Wasser, das nun wieder vom Eisbann befreit dahinsprudelte, machte das Wasser zum Zauberwasser: wer es in der Osternacht holt und sich sterwasser so gründlich als möglich. Oder sie schlägt mit frischen, sung ergrünten Ruten auseinander los; aber auch diesen Brauch schuf die scheue Freude an der geheimnisvollen Blühkraft des winterkahlen Gezweiges, denn diese Kraft sollte sich auf den übertragen, der mit dem Zweig in Berührung kam.„Schmeckoster“ nennt man dieses österliche Rutenschlagen, und wer geschlagen wird, der nimmt es weiter nicht übel; weiß er doch, daß es ihm Glück und Kraft bringt. Was war es auch für eine seltsame Freude, die die österlichen Ballspiele erstehen ließ! Es gab eine Zeit, da jedes Kind wußte, daß am Ostermorgen die Sonne drei Sprünge macht, weil sie sich so sehr freut über ihren Sieg über Winternacht und Eis. Aber nicht jeder sah die springende Sonne, und so versinnbildlichte man denn die Sonnensprünge, indem man Bälle springen ließ. Auch in den Klöstern fand das Osterball= schlagen Eingang und wurde zum beliebten Ostervergnügen, und in England hat sich das österliche Handballspiel sogar bis heute erhalten, ist indes im Lauf der Zeit zu einer Art“ gen S. de mer ull Sport geworden. Dem alten, freudisonnenkult galten einst auch die Feuer, die bei en germanischen Frühlingsfesten in die Nacht hinausloderten und die sich, als das Christentum einzog, in die Osterseuer verwandelt haben, durch die der Bursche mit seinem Madchen springt, weil ihre Flammen Segenskraft spenden, ja, deren ferner Schein sogar dem Glück bringt, der ihn erblickt. Aber ganz und gar unzertrennlich von der Österfreude ist doch nur das Osterei, das uralte Sinnbild des Lebenerschaffenden in der Natur, des Keimes, der aus sich selbst junges Leben hervorgehen lassen kann. Und das christliche Symbol des seinem Grabe entstiegenen Erlösers und Schöpfers neuen Lebens. Ist es also nicht ganz natürlich, daß das Osterei Glück bringen muß? Besonders wenn es rot gefärbt ist, denn das Rot ist die Schutzfarbe gegen alles Böse, und wenn es von lieber Hand gespendet wird. Oder gar, wenn im holen Ei, sorgsam um ein dünnes Stäbchen gewickelt, ein kleines Brieschen ruht. Vom Osterei sind sogar auch die Schalen glückbringend und sollen darum nicht vernichtet, sondern auf die Felder gestreut werden, daß ihre Segenekraft der Saat zugute kommen kann. Daß auch unsere österlichen Eierspiele uralt sind, daß auch sie altgermanische Frühlingsfreude schuf, wer möchte daran zweifeln? Zumal da die Eieropfer bei den alten Frühlingsfeiern— war das Ei doch Donar geweiht!— eine bedeutsame Rolle spielten. Das alte deutsche Eierrollen, wobei man die Ostereier von einem kleinen Abhang herabrollen läßt, und der Sieger ist, dessen Ei heil bleibt, hat sich übrigens sogar bis nach Amerika hinüber verirrt, bis in den Garten des Weißen Hauses“ in Washington, wo die Kinder alljährlich am Ostertag mit großem Vergnügen ihre Eier rollen lassen. Auch das Eierpecken oder=picken, bei dem der Spaß darin besteht, daß man mit einem Ei gegen das Ei eines anderen so lange klopft, bis eines der beiden Eier ein Loch hat, dessen Besitzer dann der Verlierer ist. Auch das Eierpicken ist merkwürdig weit verbreitet; man findet es hoch oben in den Karpathen so gut wie im norddeutschen Flachland und im bayerischen Gebirge in der Stadt so gut wie auf dem Lande, und überall ist denn auch der gleiche Jubel, wenn das zerbrochene Ei in die Tasche des Siegers wondert.6 Umkehr... Skizze von Else Kraft. (Nachdruck verboten). Wilhelm Schöll schloß die Tür seiner kleinen Wo nung, die viele, viele Wochen ohne Hausfrau gewese und ging schwerfällig die Treppe hinunter. Die Nac barin hatte ihm beim Reinemachen der beiden Stube und Küche geholsen, damit die Frau alles in Ordnur fand. Im letzten Augenblick hatte noch etwas winzig Weißes im Wege gelegen, unter Mariens Nähkorb Er hatte es mechanisch in die Tasche gesteckt und hie nun die zarten Finger darum, ohne recht zu wisser warum er das tat und was es eigentlich war... Die Straße lag in Feiertagostille. In den Vorgärte der kleinen Häuser hier draußen blühten die erste Veilchen. Irgendwo läuteten Glochen den Charfreito ein. Wilhelm Schöll überlegte gerade, ob er die Stre ßenbahn bis zum Krankenhaus benutzen oder den we ten Weg lausen sollte. Aber er würde wohl zu frü kommen mit seiner Unruhe; Marie soll ja erst mittag entlassen werden, wenn die Luft wärmer war für di kaum Genesene. Langsam schritt er an den Fabrikanlagen vorbei, ar Gaswerk und den Arbeiterhausern und schreckte hock als ihn jemand anrief und hinter ihm herlief... „Willi, Menschenskind, wat döste wieder! Ick wol frade bei dich rankommen! Heute Abend is Sitzung: Abstimmung, um sechse bei Rehfischer. Stenschke 1 krank, kann nich reden, du mußt wieder als erschte ran. Jehts jut, is morjen schon Schluß mit'en Betrieb Paßt sein für Ostersamstag! Wern vafnüfte Feiertag für die Protzen, wenn man wieder allens hübsch schtil! steht!“ Schöll nickte und wußte gar nicht, warum. Und di Mütze nahm er auch ab, als der Kamerad noch weite sprach. Oh die Frühlingesonne schon brannte? Anfang „Also wa rechnen uff dir, Willi! Uff dir schwöre se! Du hast's raus. Wo willften hin in aller Herrjotte frühe?“ Schöll ging immer langsamer. Was läuteten di Glocken nur so endlos lange? Es mußte doch läng zehne durch sein... „Ins Krankenhaus, de Frau holen,“ sagte er heiser „Ueber zwee Monat war se drinne!" „Na, nu kommt se ja wieder un is jesund," tröstet der andre. „Ja, aber det Kleene! War'n Junge... n, froßer strammer Kerl! Sieben Pfund, Karl...“ Darauf sagte der andre nichts. Er kannte die Ge schichte schon. Es rührte ihn nicht mehr. Er dachte auch nicht gern darüber nach. Die junge Frau hatt eben Unglück gehabt, daß sie gerade während der Streiks niederkam. Und daß kein Arzt da war, unt keine Bahn, und das Telephon durchgeschnitten, und Wasser hatte es auch nicht gegeben. Na sa. da war das Kind eben kaput gegangen, und die Frau Schöl hatte man schließlich ine Krankenhaus gebracht. Aber heute konnte der Wilhelm sie sich sa wieder holen, und er konnte ja noch ein Dutzend Kinder kriegen. De brauchte er wahrhaftig nicht wie das verkörperte Unglück herumzulaufen, Überhaupt, wo der Tarif durchgenommen war mit den Löhnen... Der Mann blieb stehn, nahm die Hand aus der He stasche, und streckte sie Schöll hin. „„Also denn bis heute Abend, Willi, bei die Versamm Willi stand wie ein Stock. „Nee,“ sagte er und noch einmal lauter!„Nee!" Seine Finger suchten im Rock nach dem Taschentuch und hielten plötzlich etwas kleines, weißes, gestricktes fest. Wischte damit über die Stirn, und die unbedeckten Haare, auf denen die Lenzsonne lag. Der Andre lachte und hörte wieder auf, als er das Gesicht des Kameraden sah. Das war... ja, das war ein Stricksäckchen... ein neues, weißes, mit blauem Band durchzogen, wie hoffende Mütter es tun. „Wat denn— nee?“ fragte er. Schöll hielt das kleine Wäschestück seines toten Kindes noch immer in der Hand. „Nee, ick komme nich heute Abend! Ick mach nich mit! Nie mehr! Macht, wat ihr wollt! Aber ick komm' nich!“ Der andere redete noch ein Weilchen, dann gab er es auf.„Schlappfritze!“ murmelte er ärgerlich,„nu seht am Ende wesen dir die janze Vasammlung zum Deibel!“ „Denn ist's ooch jut,“ sagte Schöll und schritt weiter. „Wat Marie ausjehalten hat, weeßte nich! Wie mir war ... ooch nich! Nur wer wees, kann mitreden! Ju' Morsen... Nun hatten die Glocken ausgeläutet. Ein weicher Wind wehte durch den stillen Freitag. Ein winzig kleines seines Hoffen lag über der Erde. Vielleicht konnte doch noch einmal alles gut werden. Alles Kämpfen, Hassen, Sorgen und Frieren... ohne Streik! Vielleicht... Die Marie kam ja nun wieder! Er mußte sie fast auf seinen Arm tragen, so schwach war sie noch, als man in die Straßenbayn stieg. Und so schmal und blaß und traurig... Als sie kurz vor der kleinen Wohnung in der Vorstadt die letzten Schritte zu Fuß gingen, hängte sich die junge, blonde Frau fest in den führenden Arm ein. „Is wirklich schon Frühling, Willi?“ „Ja, Marie „Im.. im Krankenhaus haben sie erzählt... ihr ihr wollt wieder streiken zum Fest...“ Js— ie das wahr, Willi?“ „Ich nich, Marie, ich nich!“ Da blieb die junge Frau stehn. Mitten in der Frühlingssonne. Ungläubig, zitternd... „Aber.. aber du bist doch immer der Redner... Jewerkschaftsführer, Willi; ohne dich haben se sa keinen Mut.“ „Nee,“ sagte der Mann, lächelte und strich ganz behutsam über die dünnen Finger seiner Frau.„Det schadt' ooch nischt, Marie! Denn wird eben nich jestreikt, un wir wern ooch nicht verhungern!“ „Nein,“ sagte die junge Frau und hatte plötzlich vor dem unverhofften Lächeln des Mannes Tränen in den Augen.„Ich koche ja jetzt wieder für dich, Willi.“ Und da mußten sie beide lachen und wurden rot und schritten so sacht und selig über des kleinen Hauses Schwelle, ale wären heute die Charfreitagsglocken gar Hochzeitsglocken gewesen,u Hhertiut un 8. Molare. (Nachdruck verboten). Golden lacht die Sonne vom tiefblauen Himmel ab. Ein frischer Erdgeruch steigt aus den blumigen lesen und den jungen Saaten auf, zwischen denen letzten Häuser der kleinen Landstadt verstreut liea. Eine Lerche schwingt sich subilierend in das reine immelsblau, den Frühling verkündend und frohkend über die Auferstehung der Natur. Um das Haus der Witwe Langendorf zwitschern die hwalben; aus dem Garten weht der Duft von Veilzn, auf den Beeten blühen Schneeglöckchen, Krokus d Aurikel. Weiß wie Schnee schimmert die Schlehrnhecke und an den Kirschbäumen sprießen schon nospen Mit langsamen müden Schritten geht ein sunges enschenkind zwischen den Beeten einher. Zum ersten ale nach langer, langer Zeit darf Trudchen Langenrf das Zimmer verlassen, an das ein schweres Nernfieber im Verein mit Gehirnentzündung sie gefesselt. schreckend blaß ist das süße Gesicht mit den unendlich gaurig blickenden Augen, die infolge der dunklen hatten unter denselben unnatürlich groß erscheinen. n schmerzlicher Zug liegt um den kleinen Mund, auf m das Lächeln erstarrt zu sein scheint. Schwermütig steht sie dem Spiel der Schwalben zu, ährend sie in einem. Sessel ruht, die Hände im Schoß faltet. Ostern steht vor der Tür— das Fest der Aufersteing, das die Herzen der Menschen mit neuer Hoffnung, it neuem Sehnen nach Glück erfüllt. Glück! Ach, für sie gab es kein Glück, keine Hoffung mehr. Ihr junges Leben war in der Blüte gesickt von rauher Hand. Ach, wenn sie sterben könnte! arum war sie nicht gestorben, als sie so schwer krank zrniederlag, daß der Arzt sie schon aufgegeben? Müde und traurig gleiten die großen dunklen Aun in dem in Frühlingsschmuck prangenden Garten nher. Und plötzlich steigen heiße Tränen in ihnen emK. Ach, immer dieses wehe Sehnen in der kranken junen Brust, wenn Trudchen an Ostern vor zwei Jahren enkt. Damals war sie mit ihrem Verlobten, Kurt Maltz. auch hier spazieren gegangen am Ostermorgen und itte sich an den Schönheiten der im Frühlingsgrün daegenden Natur erfreut. Eine glückliche Zukunft lag eerheißungsvoll vor ihr. Kurt war auf Wunsch seines Vaters seit einem Jahr einem großen Handlungshaus der Hauptstadt tätig, m seine Geschäftskenntnisse zu erweitern, da er später is ausgedehnte väterliche Geschäft übernehmen sollte. is zur Hochzeit sollte er in dieser Stellung bleiben. Ostern war er dann zu Besuch gekommen. Aber rudchen hatte bald herausgefühlt, daß mit Kurt eine roße Veränderung vor sich gegangen war. Obgleich mit vielen guten Eigenschaften ausgestattet, ar Kurt doch in mancher Hinsicht von schwachem Chaikter. Und gerade deshalb hatte Herr Maltitz in der erbindung seines Einzigen mit Gertrud Langendorf lle Verbindungen für eine glückliche Ehe und Zukunft esehen. Denn Trudchen besaß— außer ihrer wunderolden Schönheit— so reiche Geistesgaben und einen festen und edlen Charakter, daß Kurts Vater über je Wahl seines Sohnes hocherfreut war. Und nun waren alle Hoffnungen für die Zukunft Trümmer gegangen! Die Großstadt hatte auf Kurt nen verderblichen Einfluß ausgeübt. Bei seinem Besuch zu Ostern war sein Wesen Trudsen gegenüber so verändert, daß diese vor einem Rätstand. Er war verdrossen und von einer Unruhe, ie nie zuvor. Er wich beharrlich den dunklen Augen us, die oft mit banger Frage auf ihm ruhten. Und ann log er ihr etwas vor von schrecklicher Nervosität ifolge von Ueberanstrengung. Und dann— dann kam eines Tages ein Brief von im— grausam, brutal in seiner ganzen Fassung. Er hrieb, daß er Trudchen nicht mehr unter die Augen eten könne— daß er ihrer unwürdig sei— daß er ne andere liebe mit einer Leidenschaft, die ihn wie ne Flamme versenge— daß sie ihm den großen ichmerz, den er ihr bereite, verzeihen möge— und weiter. Als Trudchen den Brief gelesen, starrte sie eine Zeile wie geistesabwesend vor sich hin, dann brach sie iit leisem Wehlaut zusammen. So fand sie die Mutter. Monate lang schwebte das junge Mädchen zwischen eben und Tod. Sie sehnte sich den letzteren sogar herei, und wirklich schien das Lebensfünkchen auch alljählich zu erlöschen— bis Trudchen eines Tages einen ufschrei ihrer Mutter hörte, der ihren Gedanken eine ndere Richtung gab. Frau Langendorf hatte den alten Arzt draußen um zahrheit über den Zustand ihres Kindes gebeten. Da hatte der alte Familenfreund die Achseln gezuckt nd traurig gesagt: „Wo der Wille zum Leben fehlt, wo der Patient mit inem ganzen letzten bischen Willenskraft der Grenze tstrebt, die uns Menschen von einer anderen Welt ennt— da versagt jede ärztliche Kunst.“ Als der Doktor das Haus verlassen, war Frau Lanendorf aufschluchzend in die Knie gesunken. „Sterben! Mein Kind— sterben!“ Laut hinauseschrieen hatte sie es, daß sie vor ihrer eigenen Stimme Als sie dann mit rotgeweinten Augen an Trudchens ett trat, blickte diese ihr mit schreckensstarren Augen itgegen. ##„Mutter,“ hauchte sie matt,„weine nicht um mich. ch werde schon wieder gesund werden. Ich habe dir viel Schmerz bereitet— ich will mir jetzt Mühe geen, um gesund—“ * Hier war sie in ein leises Weinen ausgebrochen. Zutter und Tochter hielten sich innig umschlungen und # ergossen heiße Tränen. „Kannst du ihn denn nicht vergessen?“ schluchzte rau Langendorf. Er ist ja so schlecht und deiner Liebe icht wert!“ „Sprich nicht so. Mutter. Kurt ist nicht schlecht ch, wäre er doch hier geblieben!“ „Denke nicht mehr an ihn, mein armes Kind!“ Da schüttelte Trudchen traurig den Kopf. „Ich liebe ihn noch— meine Liebe stirbt nicht— ie— wenn er mich auch verlassen und vergessen hat—“ Von jenem Tage an war in dem Befinden Trudsens eine leichte Besserung eingetreten. Aber ihre eele schien erstorben; ihre Augen blickten traurig und m ihren Mund lag ein Zug, der von tiefem Seelenhmerz zeugte. Nun brauste der Frühling mit Macht durch das Land , und küßte die Natur zu neuem Leben wach. Ueberall eimte und sproßte es; überall herrschte Jubel und Leensfreude. Sehnen und Wünschen— scheue, heimliche iedanken, die sich bei der Erinnerung an die ihr zugeigten Bitternisse nur nicht ans Licht getrauten. G. Ostersonnabend wars. Der alte Hausarzt und Falltenfreund kam wie üblich, als er seine Patientin ich# erließ, erbat er sich eine Unterredung mit Frau Lan ###endorf unter vier Augen. :„Ich weiß,“ sagte er am Schlusse seiner Rede,„daß h eigenmächtig gehandelt habe, aber das ist nicht mehr u ändern. Als alter Familienfreund durfte ich mir as schon erlauben. Ich will doch mal sehen, ob ich in iesem Fall als Seelenorzt nicht mehr erreiche, denn ale schlef zu gehen. Das mit„der anderen“ damals war eine Verirrung, wie sie sunge Leute in der Großstadt nun mal anficht; aber tief ging das nicht. Er liebt Trudchen noch ebenso innig, wie früher— vielleicht noch inniger, nachdem er den Unterschied zwischen echtem Gold und Talmi erkannt hat. Also, meine liebe Frau Langendorf. hier gilt es das Lebensglück zweier Menschen; lassen wir die jungen Leute selber entscheiden, wie die Zukunft sein soll.“ Das heilige Osterfest war herangekommen. Die Sonne warf goldene Strahlenbündel in reichster Fülle über die verjüngte Erde. Die Vögel sangen und zwitscherten in den Zweigen, daß einem das Herz aufgehen mußte. Feierliche Glockenklänge hallten durch die Luft und erfüllten Trudchens Herz mit einem heiligen Schauer. Sie saß wieder in dem kleinen Blumengarten und lauschte einer Amsel, die von dem Frühling sang, der junges jauchzendes Leben hervorzaubert, von der großen heiligen Auferstehung der Natur, von der ewigen Liebe, die alles Elend und allen Kummer besiegt. Andächtig faltet das junge Mädchen die Hände. Sie träumt und träumt— träumt davon, daß heute eigentlich ihr Hochzeitstag sein sollte——— Und plötzlich heben sich ihre Augen auf—sa, träumt sie denn? Ein seliges Leuchten schimmert in den dunklen Sternen— sie lächelt glückselig— sie breitet die Arme aus— Und der Mann der dort am Gartenzaun gestanden — auf dessen bleichem Gesicht deutliche Spuren bitterer Seelenqualen ausgeprägt sind— stürzt ihr zu Füßen, birgt das Gesicht in ihrem Schoß und schluchzt laut auf. Den Augen. die eben noch voll so heißen Flehens auf sie gerichtet waren, entströmten brennende Tränen, die auf ihre Hände fallen. „Trudchen— oh vergib mir— vergib mir meine Schuld!" stöhnte er. Da bricht aus den dunklen Augen ein Strahl jener Liebe auf ihn nieder, die größer ist, als alle Vernunft der Erde „Kurt, mein Kurt, ich habe dich wieder!“ klingt es in leisem Jubelton von ihren Lippen. Und sie beugt sich nieder zu ihm, sie küßt seine Stirn und flüstert: „Hörst du die Osterglocken, Kurt? Sie läuten zum Auferstehungsfest— sie läuten auch für uns— zur Auferstehung unserer Liebe— zu neuem Leben!“ Der Osterfrosch. Humoreske von Hedwig Stephan. (Nachdruck verboten.) „Mutti, diesmal wünsch' ich mir zu Ostern gar keine Eier. Ihr sollt was sparen. Weil doch alles so teuer „Ach?“ sagte Frau Tiedemann bedenklich.„Und was willst du denn nun anstatt der Ostereier haben?“ „'n Frosch. „'n was?“ „'n Laubfrosch, der soll Schultze heißen. Mit'n Glas und’ner Leiter. Werner Noack hat auch einen, der heißt Müller. Mutter, der macht mächtig viel Spaß! Wenn der so'n dickes Mehlwurm runterschluckt— sein, sag ich dir!“ „Mehlwürmer auch noch! Du lieber Gott! Da muß ich aber erst den Vater fragen. Herr Tiedemann wurde gefragt und sagte glattweg: „Nein.“ N Laubfrosch, ausgerechnet! Im Winter frißt er Mehlwürmer, die sind jetzt teuer, und im Sommer Fliegen, die sind bei uns knapp. Und wenn Fritz auf die Fliegenjagd geht, da bleibt kein Auge trocken und keine Fensterscheibe ganz! Und wenn der Frosch schön Wetter anzeigt und du gehst daraufhin ohne Schirm aus und regnest ein, dann haben wir den Salat!" „Mein Himmel“, sagte Frau Terese spitz,„hast du eine Fantasie! Du kriegst es ja fertig, auch aus einem Schokoladenei irgend ein schreckliches Unheil zu prophezeien! Ja, wenn du Fritzchen diese harmlose Freude nicht mal gonnen willst!“ Vater Tiedemann knurrte noch allerlei, aber das Kurze und Lange von der Sache war, daß schließlich doch der Frosch bewilligt wurde, dem die Mutter noch einen Schokoladenhasen nebst ein paar gefüllten Eiern hinzufügte. Als Fritz am Ostersonntagmorgen das Froschglas auf dem Tisch erblickte, stürzte er mit einem wahren Indianergeheul darauf los und warf eine volle Kaffeetasse um, was Herrn Tiedemann zu der Bemerkung veranlaßte:„Dieses war der erste Streich!" Hierauf tobte Fritzchen mit seinem Froschglas durch sämtliche Räume der Wohnung, weil der Frosch durchaus Sonne haben sollte, und als diese Naturerscheinung nirgends aufzutreiben war, begab er sich tiefbetrübt ins Wohnzimmer zurück, wo Herr Tiedemann friedlich bei seiner Morgenzeitung saß. „Vater, laß mich mal ans Fenster— vielleicht kommt da bald die Sonne hin!" „Vater, der„Müller“ von Werner Noack sitzt immer oben auf der Leiter— warum sitzt'n der„Schultze“ unten?“ „Vater, der hat Hunger— aber die Mehlwürmer wollen nich! Vater, darf ich die mal'n bischen stöckern?“ Etwas gereizt erhob sich Herr Tiedemann und flüchtete ins Besuchzimmer, wo es zwar ungemütlich war, aber wo er wenigstens Ruhe vor der Froschangelegenheit zu finden hoffte. Indessen es waren noch keine zehn Minuten vergangen, als ein gellender Schrei ihn aufstörte. Er stürzte in die Wohnstube— von der andern Seite kam schreckensbleich Frau Terese— und da stand Fritz laut heulend vor dem leeren Glas, von dem der Deckel abgenommen war. „Ich— ich woll't ihn man bloß'n bischen streicheln— und da is er mir rausgehuppt——“ „Na laß nur!“ tröstete die Mutter,„den finden wir schon wieder! Adalbert, hilf mal suchen!" Es wurde also die Trittleiter hereingebracht, der Teppich aufgerollt, die Fensterdekorationen abgenommen, die Möbel abgerückt— schließlich sah es aus, als hätte Frau Tiedemann das große Frühlingsreinemachen gerade auf den Ostersonntag verlegt. Aber der Frosch war nirgends zu erblicken. Und als eben Herr Tiedemann mit dem Feuerhaken unter dem Büffet herumstocherte, klingelte es draußen heftig. Entsetzt fuhr Frau Terese hoch und sah nach der Uhr. „Himmel, schon halb Eins!. Das ist Tante Ottilie— Adalbert, du mußt sie vorn empfangen, bis ich hier Ordnung gemacht habe— sie grault sich vor Fröschen und Kröten und all solchem Zeug— wenn sie erfährt, daß Fritz einen Laubfrosch hat, verkehrt sie nicht mehr mit uns!“ Da Tante Ottilie ein ältliches Fräulein und recht vermöglich war, durfte man es keinesfalls mit ihr verderben; Herr Tiedemann schoß deshalb schleunigst zur Flurtür, begrüßte Tante Ottilie liebevoll und ließ sich ausführlich von einem Zahngeschwür berichten, das sie seit der vorigen Wochen plagte. Aber die Aufzählung ihrer Leiden schien ihm nicht sonderlich nahe zu gehen; er trommelte auf den Tisch und horchte angestrengt nach 4cee Ssgaagieg aporuch. „Ach, du hörst sa gar nicht zu! Und überhaupt— wo bleibt denn Terese? Und Fritzchen läßt sich auch nicht sehen! Ich komme euch heute wohl ungelegen?“ Zum Glück trat in diesem kritischen Moment Terese ein, etwas rot und aufgeregt aussehend, und bat zu Tisch. Man begab sich in die Wohnstube. Fritz kam auf die Tante zu und gab ihr die Hand, und Ottilie saßte ihn scharf ins Auge. „Du hast ja geweint! Das habe ich doch gleich gemerkt, daß bei euch was nicht in Ordnung ist!“ rief sie triumphierend.„Was ist denn los?“ „Der Schultze ist weg!“ wimmerte Fritz, der ganz in seinen Schmerz vertieft war. „Der Schultze?“ „Ach,“ sagte Herr Tiedemann und gab Fritz einen heimlichen Knuff,„das— das sagt ein Lehrer von Fritz, den er sehr gern hat— und der geht Ostern ab——“ „So, so, das ist ja sehr nett, daß du dich deswegen grämst!“ lobte Tanke Ottilie und kratzte Fritz liebevoll auf dem Kopf herum.„Aber dafür habe ich auch was Schönes mitgebracht— sieh mal her—“ und sie nahm eine Tüte aus ihrer Ledertasche— vier frische Eier! Und damit Mutter sie nicht auf etwa 4 Wochen verteilt will ich euch selbst zum Nachtisch Elerkuchen backen— ja, sa, liebe Terese, soviel kann ich mit meinen alten Augen noch sehen—— den Flammri oder was du uns loxst zugedacht haft, kannst du dann sa zu morgen aufK—— Das Mittagessen nahm keinen besonders gemütlichen Verlauf, well Herr und Frau Tiedemann reichlich zerstreut waren. Fritzchen von Zeit zu Zeit leise aufheulte und Tante Ottilie behauptete, der Schmorbraten wäre für ihre kranken Zähne zu zäh. Trotzdem langte sie reichlich zu, und erst als sie die fünfte Scheibe bewältigt hatte, erhob sie sich, um nach der Küche zu gehen. „Ich weiß ja Bescheid, liebe Terese— laß mich nur machen.“ Sie kehrte denn auch bald darauf mit einer Schüssel zurück, auf der ein dicker Eierkuchen lag, von dem sie jedem ein Viertel auf den Teller packte. „Na, nun guten Appetit! So was Feines habt ihr wohl lange nicht gehabt!“ Man begann zu essen, aber bereits nach ein paar Bissen legte Herr Tiedemann Messer und Gabel hin, schickte Fritz in die Küche nach Streuzucker und sagte, als er heraus war: „Liebe Ottilie, entschuldige schon— aber der Eierkuchen schmeckt ja ganz eigentümlich! Und— so merkwürdige Klüter sind ja drin!" „Ja eben!“ pflichtete Frau Therese bei,„und das Mehl in der Tüte war doch ganz klar——“ „Tüte! Das Mehl stand ja auf dem Fensterbrett in einem Steintopf——“ In diesem Augenblick kam Fritz in Tränen gebadet wieder herein.„Mutter— nu sind die Mehlwürmer auch weg! Der Topf stand auf dem Fenster— und nu — nu is er beinah ganz leer——“ Eine Minute lang herrschte Totenstille. Herr Tiedemann saß kreidebleich, das Mundtuch vors Gesicht gepreßt, Tante Ottilie war in ihrem Stuhl hintenübergesunken und sah stieren Blicks auf den halbverzehrten Eierkuchen Dann plötzlich gellte ein Doppelgeschrei durch die Luft— ein grünes Etwas war vom Rand der Hängelampe erst auf den Tisch gesprungen und dann in Ottilien's Schoß, und Fritz stürzte mit einem Freudenquitsch drauf los“.„Da is er! Da is Schultze, da is Schultze. Tante Ottilie erhob sich mit schlotternden Knien, warf drei vernichtende Blicke auf die Mitglieder der Familie Tiedemann und ging hinaus. Es erübrigt sich zu sagen, daß sie nie mehr wiederkehrte. Herr Tiedemann aber pflegte seitdem bei allen häuslichen Unannehmlichkeiten, die sich ereigneten, zu sagen: „Daran ist wieder bloß der Osterschultze schuld!“ Der Osterbraten. Humoreske von Georg Persich. (Nachdruck verboten). Noch jede Ostern, mochte das Fest früh oder spät fallen, hatten Müllers in Berlin die Tante Emilie besucht, die in einem kleinen Provinzstädtchen wohnte, wo sich, wie Herr Müller behauptete, die Füchse Gute Nacht sagten. „Man darf seine verwandtschaftlichen Beziehungen nicht ganz einrosten lassen“, meinte er.„Und die Alte hat Geld, muß Geld haben! Ist Haus= und Grundbesitzerin und von einem Geiz! Als sie das letzte Mal vor zwölf Jahren in Berlin war, war doch alles noch so billig und ich habe sie öfter freigehalten. Trotzdem hat sie jahrelang gestöhnt, was das für eine schrecklich teure eise gewesen wäre. Na, die lachenden Erben! Und wir sind die nächsten!“ Und Herr Müller lachte schon im voraus. Aber da war letzten Weihnachten eine Frau aus dem Städtchen gekommen. Die besuchte ihre in Berlin verheiratete Tochter und überbrachte einen schönen Gruß von der Tante. Und dieser redseligen Dame hatte Müller ein wenig auf den Zahn gefühlt. Zunächst, wie es der Tante gesundheitlich ginge. Nicht besonders; sie litte noch an den Folgen einer Influenza. Müller und Frau machten mitleidig:„Oh. oh!“. Aber das wäre ja sehr bedauerlich. Und dann gab Müller dem Gespräch geschickt eine Wendung, so man sich unversehens bei den Verhältnissen der Tante befand, den materiellen, finanziellen. Ja, sie hätte als Hausbesitzerin wohl auch ihre Sorgen! Und sie hätte auch schon davon gesprochen, daß sie verkaufen und dann ganz fortziehen wollte, wahrscheinlich nach Berlin zu ihrem Neffen. „Oh, oh!“ machten Herr Müller und Frau wieder, und diesmal klang es aufrichtiger, weil es aus Mitleid mit sich selbst geschah. Das wäre doch ein sehr schwerwiegender Entschluß, den sich die Tante nur reiflich Überlegen sollte. „Wenn Sie Ostern kommen, und sie erwartet Sie, wollte sie mit Ihnen darüber reden.“ „Bereden kann man ja alles,“ meinte Müller gedehnt, und fragte, warum die Tante nicht längst schon wieder mal auf kurzen Besuch nach Berlin gekommen sei. „Das teure Reisegeld setzt—!“ „Aber so knapp wird sie's doch nicht haben!“ „Nun, rechnen und sich einschränken müßten heute die meisten Menschen!“ Müllers wurden sehr einsilbig.—— Und seit dieser Weihnachtsvisite war kaum ein Tag vergangen, an dem sich nicht über Tante Emiliens Verhältnisse, die materiellen, finanziellen, unterhalten hätte. „Ich denke mir, die Alte wird in Effekten und in Valuta spekuliert haben,“ sagte Herr Müller,„und wird dabei wohl auch im Stacheldraht hängen geblieben sein. Jetzt schämt sie sich in ihrem Nest und möchte in Berlin untertauchen. Ja, man erlebt wenig Freude an seiner Verwandtschaft!“ Und auf einmal war er sich schlunsig geworden: die Tante sollte diese Ostern nicht besucht werden. Als Grund wollte man ihr angeben: die hohen Eisenbahnfahrpreise, die sich in dieser schlechten Zeit nicht mehr erschwingen lietzen. Und wollte überhaupt durchblicken aus würde Tante Emilte schon ihre Schlüsse Der Brief wurde geschrieben, aber eine Antwortk darauf nicht. „Läßt tief blicken!“ meinte Herr Müller.„Das wär ein Riesenreinfall geworden. Wir hätten Wanda u Herta mitnehmen müssen und die Reise hätte uns mit destens sechshundert Mark gekostet. Dafür hätten wir ein paar Schokoladeneier bekommen und zum Abschiel vielleicht noch ein halbee Pfund Butter oder diesme bloß noch ein Viertelpfund. Für das Geld werden wir uns hier zu Ostern was Extraes leisten. Lammbraten mit Spargel und eine anständige Flasche Wein! Und einen seinen Ausflug mit Kaffee. Kuchen und warmen Abendbrot! Was kann das schlechte Leben nützen!— Und ein lieblicher Lammbratenduft zog am Ostersonntag Vormittag durch das Heim der Familie Mül ler. „Man müßte eigentlich Türen und Fenster aufmachen, damit die verehrten Nachbarn auch was davon ab kriegen!“ meinte der immer menschenfreundliche Gatte und Vater.„Wenn wir in unserer Ahnungslosigkei Tante Emilie besucht hätten! Da würde es heute kei nen Lammbraten gegeben haben! Wer sich verspekuliert hat, kann am Finger lutschen!“ Wanda hatte schon den Tisch gedeckt, als es draußen klingelte. Herta öffnete. Ein Ausruf der Ueberraschung. Und da hörte Herr Müller eine Stimme, bei der er# ihm kalt über den Rücken lief. Tante Emilie! Und ausgerechnet jetzt, wo man essen wollte! Nein. man erlebte nie Freude an der Verwandtschaft! „Da Ihr mich Ostern nicht besuchtet, mußte ich woh zu Euch kommen,“ sagte die Tante.„Ich hatte übrigen auch sonst in Berlin zu tun.“ „Aha!“ dachte Herr Müller.„Von wegen des Um OP „Warum hast du denn deinen Besuch nicht angemeldet?“ fragte er vorwurfsvoll. „Weil ich bis zuletzt geschwankt habe, ob ich die Reise machen sollte. Das viele Fahrgeld! Und man lies## sa auch so wenig Gutes von Eurem Berlin!“ „Ja, wohl dem. der hier nicht zu wohnen braucht! erwiderte er bedeutungsvoll.„Du glaubst gar nicht, wie wir euch in der Provinz beneiden!. Wenn ich da zu Hause wäre, keine zehn Pferde sollten mich nach Berlin ziehen. Miserabel lebt's sich hier.“ Die Tante hob schnüffelnd die Nase.„Ihr wollte wohl gerade essen?“ „Ja, heute etwas zeilig, weil wir für Nachmittag Verabredung zu einem kleinen Österausflug haben.“ Es verlohnte sich wirklich nicht mehr, auf diese Provinztante viel Rücksicht zu nehmen. Auch Wanda und Herta beherrschten sich hinsichtlich Liebenswürdigkeit Man sah es ja dem Besuch auch an der Kleidung an daß er nicht mehr auf zeitgemäßer Höhe war. Das Kostüm augenscheinlich gewendet, der Hut vom vorigen# oder vorverigen Jahr„Dann störe ich wohl gar?“ meinte Tante Emill# „Aber ich wollte mich coch einmal persönlich nach Euc umsehen. Du schriebst mir, daß du das Reisegeld nich mehr erschwingen könntest und ich schloß daraus, da es euch nicht gut ginge Aber ich habe mich anscheinen! geirrt.“ „Man muß auskommen!“ sagte Herr Müller.„Unt man kommt aus, wern man richtig wirtschaftet und sich nicht auf faule Spekulationen einläßt. Tja— aber zu verschenken habe ich nichts und auch nichts zu verborgen. Heute muß jeder sehen, wie er mit sich alletn fertig wird!“ Frau Müller hatte sich noch nicht blicken lassen,## war in der Küche zu sehr beschäftigt. Tante Emilies Nase nahm wieder Witterung.„ deiner Mutter, der Braten wird anbrennen, wenn nicht aufpaßt!“ wandte sie sich an eines der jungen Mädchen.„Und es wäre doch schade darum!“ „Mutter wird schon aufpassen!“ meinte Herr Müller Und zu seiner Tochter:„Bleib man hier!“ Er ärgert# sich immer mehr über die Tante, die an seinem Öster braten doch offenbar nur solches Interesse nahm, wei sie mitessen wollte.„Aber daß du die Reise gemach hast!“ wunderte er sich.„Diese Unkosten heute!“ „Wie ich schon sagte, ich hatte hier auch geschäftlich zu tun— bei meinem Bankier.“ „Auch reingefallen?" lachte der Neffe spöttisch. von hättest du mon die Fingerchen lassen sollen. Un unn bist du in tausend Aengsten, wie? Und weißt dit nicht mehr zu helfen? Ta— Tante Emilie, wenn man so alt geworden ist wie du, soll man nicht meht aufs Glatteis gehen.“ „Da hast du ganz recht,“ antwortete sie.„Aber aue jüngere Esel sind schon aufs Eis gegangen und habe sich ein Bein gebrochen. Der Hauptzweck meines Be suchs in Berlin war der: Die Tochter meiner Freundi die euch zu Weihnachten besucht hat, ist sa hier verheiratet und der junge Mann hat jetzt Gelegenheit, eine kleine Fabrik zu kaufen. Dazu braucht er zweihunderttausend Mark. Nun wollte ich mich mal an Ort und Stelle erkundigen. Der junge Mann ist ehrlich und fle ßig, die Fabrik eine solide Sache. Auch die Auskünfte die mein Bankier eingeholt hat, lauten gut. Da wi ich nun die zweihunderttausend Mark hergeben.“ „Du——* „Nun ja, ich! „Aber kannst du denn— hast du denn——? „Soviel, daß ich sogar für andere etwas übrig habe, die nicht allein mit sich fertig werden!" „Aber liebe, beste Tante— das will doch überlege und besprochen sein! Du kennst Berlin nicht, ich kenne es aus dem ff. Kinder, helft doch Tante beim Ablegent Du ißt mit uns! Versteht sich! Lammbraten mit Spargel. Spargelspitzen! Und nachher machen wir zusame men unseren Ausflug!“..,„ 82### Tante Emilie stand stocksteig.„Ich bullllel Ich esst bei den jungen Eheleuten, wohne ja auch bei ihnen. Und wieder schnüffelte ihre Nase.„Es wird sa auch Zeit, daß ihr zu Tisch kommt. Euer Braten ist nun schon richtig angebrannt. Grüß deine Frau von mir) ud fröhliche Ostern allerseits!“ „Aber Tantchen, liebstes Tantchen——!“1 Sie ließ sich nicht halten und ging. Und der Österbraten war nicht nur angebrann., sone dern auch versalzen,— wenigstens schien es Müllers so. Zweigsteile der Gewerbebank in hauingherst e. G. m. b. 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Aenderungen im Programm vorbehalten Jussndliche unter 18 Jahren haben Begleitung Erwachsener# # per- heinen Zutritt * Spimmmmamimimmmmicg Für die musikalische Begleitung Herr Kapellmeister H. Schmidt mit seinen Künstlern. Seieeie ie Volcle! S1111 KARIEN! Kl de Eine Erzäntung, Wie man das Cidek feicht erringen Kann, zür Rutzanwendung füf alfe, die uarnach Streben To Ka W bes Die Reichsmark fiel, es steigt die Steuer Und alle Waren werden teuer. Voll Trauer geht Franz Honigsüßs Mit seiner Braut der Annelies und denkt o, wehe..... wehe Wie fern ist noch die Ehe. Frau Plefke und ihr Ehemann Sind ebenialls recht schlimm daran; Rechnungen häufen sch. o Graus, Wie läutt die Sache bloß noch aus. Dazu Aussteuer für die Annelies, Niemals schaft ich dazu den Kles, so denkt der arme Pleike. Wer Sorgen hat..... hat auch Likör Das ist ein Spruch von altersher, Sie sitzen darum beide In ihrem großen Leide Der Plefke und der Honigsüß, In jener Kneip' zum Goldnen Vlles. 4. Da lesen sle in einem Blatt, Ne große Lotterie sind statt, Da wollen wir schnell eilen, Die kann die Sorgen hellen. Sie holen Tinte und Papier Und schrelben an die Firma hier O schicken Sie uns schnell Sechs Lose hler zur Stell. Do An Cas Drauf nehmen sie noch'nen Likör Und dann und dann noch einen mehr, Und werden riesig heiter. Doch wehe, als die Zeche kam, Da wurde ihnen übelsam. Sie konnten es nicht zahlen, Das waren bittre Qualen. Prau Pletke weint und Annelies, Voll Sorgen auch Franz Honigsüß, Pleske bohrt in den Nasen Er vagt es nicht zu rasen. Gerichtsvollzieher Crobian, Klebt kleine runde Zettel an, Die Nachbarn schauen durch die Tür, Tun sie dies vohl aus Neuegier? Doch plötzlich tritt ein Mann herein, Das muß ein Dollarmensch wohl sein, Ein Pelz hüllt seine Glieder ein, Des Stiefels Lack glänzt höllisch sein, Herr Grobian wird sogar höllich, Das schien noch keinem Menschen möglich, Als aus’ner dicken Aktentasche Er zieht die Tausender in Masse. Und aus Dollarika der Mann, Der rief:„Herr Plefke, kommen Sie ran, ich drücke Ihnen hoh die Tatze, Sie sind heraus aus aller Matze. Das große Los gewannen Sie, Ja, wer nicht wagt, gewinnet nie, Sie hatten nicht den Mut verloren Sie hat Portuna auserkoren.“ Die beste 2. 24: Rapretr. Ei Vermogen für Gmeig Der Honigsüß= die Aennelies, Herr und Frau Piefke hatten Kies Nun in 0 schweren Massen Und konnten es kaum fassen. Herr Grobian war schwer gekränkt, Und hat er sich nicht aufgehängt, So lebet er noch heut, lch weiß nicht, vem zu Freud? ein paar Mark 80 Dortm Oerwall Dr Sace KOTUST für das Deutschtum im Auslande. Ziehung am 24.—29. April 1922 Gesamtbetrag der 26673 Gewinne Peters! Gewinn-Plan: Gewinn zu:.:**„„ 100 000 M. Gewinn zu.....:.: 80 000 M. Gewinn zu 70 000 M. Gewinn zu 60 000 M. Gewinn zu.. J 50 000 M. 40 000 M. Gewinn zu 8 Gewinne zu je 25 000 M. 100000 M. 80000 M. 70000 M. 60000 M. 50 000 M. 40 000 M. 50 000 M. 5 Gewinne zu je 10 Gewinne zu je 50 Gewinne zu je 100 Gewinne zu je 500 Gewinne zu je 1000 Gewinne zu je 25 000 Gewinne zu je 10 000 M. 5 000 M. 1 000 M. 500 M. 100 M. 50 M. 10 M. 50 000 M. 50 000 M 50 000 M 50000 M. 50000 M. 50000 M. 250 000 M. 26 673 Gewinne zusammen 1000000 M. Lose zu 8 Mk. einschlleßlloh Relohsstempel und Porto, Gewinnliste 1,50 Mk. extra. Sohnellste Bestellung In Ihrem Interesse dringend geboten. F D. D. Die Sehnaucht nach Geld und Gut, der heiße Wunsch zu Reichtum und Wohlstand zu gelangen, legt in der Brust jedes Menschen. Ein jeder weiß wohl, wie schwer es Ist, sich durch harte Arbeit einen Notgroschen zu ersparen; heut erscheint es gradezu unmöglich, denn Wohnung, Kleidung, Nahrung sind unerschwinglich teuer. Mit jedem Tag steigen die Preise und dabel besicht keine Hoffnung auf Besserung; kaum reicht der Lohn für die notwendige Ernährung jede Anschaftung, auch die notwendigste, muß unterbleibenEs ist wohl leicht begreiflich, daß ein jeder etirig darüber nachsinnt, wie er sich einen Nebenerwerb schaffen, wie er sich Kapftal erwerben kann, um den grauen Sorgen des Alltags zu entrinnen. Einen Weg gibt es, um mit einem Schlage Hunderttausende zu erwerben, nur durch Lotterle können Sie es erreichen. Warum sollten Sie weniger vom Glück begünstigt sein, als Tausende Ihrer Mitmenschen? Millionen und Abermillionen werden jedes Jahr ansgelost, und auch diesmal gelangen wieder Rlesengewinne zur Verteilung. Treten Sie mit hinein in die Reihen der Spieler und beherzigen das alte wahre Sprichwort;„Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, sein Glück verscherzt, wer sich besinnt!“ Wir hoffen. Sie als Kunden begrüßen zu können und würden uns aufrichtig freuen, Ihnen einen größeren Treffer auszahlen zu können. Hochachtungsvoll Starch& Ce. Sastr Die De 20. Ap Unahme Speil Zur Beachtung! Volle Adresse angeben. Recht deutlich schreiben. Die Anzahl der gewünschten Lose bitte zu unterstreichen. Zur Beachtung! Bestellschein in offenem Briefumschlag, mit der Aufschrift„Drucksache“ versehen. zur Absendung gebracht, kostet nur 50 Pig. Porto. Dier astenen. Bestellschein. * Unterzeichneter bestellt bei dem Bankhaus Starck& Co., Hamburg 35, Eiffestraße 18, 1, 2. 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 20 Lose der Wohlfahrts-Geld-Lotterie für das Deutschtum im Auslande. Zahlung erfolgt nach Empfang der Lose. Name u. Vorname—— Wohnort(Kreis, Provinz)— Wohnung(Straße, Hausnummer) K Lonkar, Siöhere Anz Belsiches wonimen! Nr. 8 Neu Nach den beabsichtigen, nach Berlin seiner Abwes nennen. Nach Mel durgische nung von der der Begründi ausschuß gen teressen sollen nommen werd Die voli sich auf Dien! Die belaise dem Leutne heit gelassen, Genera Baris in dier eine Der„Aben präsident Gra zrückberufen tats im Ellsal In der F schafterko Fragen bezüal Bestimmte Besi Der eng fours zm Die Gel Infolg Verhandlu des polnist war eine vermeiden selbst, daß neue Inst nicht fehl deutsch=poli andere als Ende woch nische Dele stage den Gründe ihr können wo den, darüb tonzen nick die Haltun Veriragswe gefährdet werkes aber die heurte ständlich un durchaus einen letzte deutschen 9 mittlung ge damit ihren Ende zu br das hängt Bel der mittlung ist über die gri kar ward. wird man 15 athmosph dieser al liches Läslich stimmung 91 des Volens“ bieten, unter Auch de Ueber wortnote sofort er auf das handene wendet Oberschle Inkraftt gehen, deutschen guhalten. setzungen deutsche Entscheld 1921. 9