Seislon# Leisten 6. (Castroper Anzeiger.) Amtisches Organ für den Länugerichtsbezirk Dortmund. Dnlerlousgeböhum gro Pelbisslle oder dares Raum 13 Pig. Rchlomen pro Zeile 30 Pig. Bei gröberen Unlercter Reban. Gröbere Dhlerets werden bis milegs, kisiosre bss 4 Ub nachmltiag vor Gusgade der Zelung erbele. 1a. De Galtroper Zahung enchemt jegich un Gmsachms der ###oos- u. Feienage und hotes durch die Bolen hei hs Haus Sepbrect 30 Plg. pro Gonm. DDn Düudr. Bloner 65 Pig. Empedlion und Redchtles: Münherkrase 24 Ea eunchf und brles: Gansdoiser Schats m Caurz. Zimtliches Organ für den Länügerichtsbezirk Dortmund.#m a. Reichmes ammperde: v. Eissen unp Gasern. Amtliches Organ für die Stadt Castrop sowie Amtliches Organ für die Remier Rauxel. Mengede und Bladenvorst. Verbunden mit„Deueste Dachrichten“, amtliches Orgen für das Hmt Rauxsel,„Vels-Zeitung“, Orgon für Sodingen, und„Bladenhorster Tegeblatt“, Alle amtlichen Bekannmmasungen der Nemler Kauzel. Mengede und Bladenborst erlangen nach Ueröllentlichung in obigen Blättere ecbtsverbindliche Kraft. Nr. 38. 9 Costroy, Monag, den 16. Febrnar 19/4. 40. Jahrg. Ein wichtiges Abkommen. Deutschland und Frankreich in Kleinasien. Die seit mehreren Monaten in Berlin geführten deutsch=französischen Verhandlungen über die Bagdadbahn und die Bahnverbindungen nach Kleinasien werden, wie der Matin berichtet, noch im Laufe des Monats zu Ende geführt werden. Die Regierungen von Paris und Berlin hoffen, den Abschluß der in Rede stehenden Uebereinkommen sehr bald ankündigen zu können. Nach den Mitteilungen des Matin verzichtet Frankreich auf seine Beteiligung an der Bagdadbahn, die bisher durch 30 Prozent der Kosten der Bahn repräsentiert wurden. Dafür schließen Deutschland und Frankreich ein Uebereinkommen betreffend den Anschluß der geplanten französischen Schwarzemeer=Bahn, für welche Frankreich im Einverständnis mit Rußland die Konzession von der Türkei bereits erhalten hat, an die Bagdadbahn. Das Eisenbahnnetz der Schwarzemeer=Bahn, die die französische Gesellschaft„Regie Generale des Chemins de Fer en Anatolie“ bauen wird, besitzt ungefähr dieselbe Kilometerzahl wie die Bagdadbahn Deutschland seinerseits verzichtet zugunsten Frankreichs auf jede Beteiligung an dem Bau von Bahnen in Syrien. Der Matin erinnert wieder daran, daß anläßlich der Potsdamer Entrevue 1910 eine Verständigung zwischen Rußland und Deutschland über die Bagdadbahn erfolgt sei, wobei sich Rußland und Deutschland für den Anschluß der Bagdadbahn an die von Rußland zu errichtende trauspersische Bahn geeinigt haben. Die deutsch=englischen Verhandlungen, die bereits zum Abschluß gelangt seien, beziehen sich auf das Endstück der Linie von Basra an den Persischen Golf. Die Unterzeichnung des deutsch=englischen Uebereinkommens dürfte wahrscheinlich zu gleicher Zeit wie die des deutsch=französischen Uebereinkommens erfolgen. Mit dem Abschluß der deutsch=französischen Verhandlungen kommt eine große internationale Vereinbarung zustande, die ihre Wirkung auf eines der wichtigsten Eisenbahnsysteme der Welt ausdehnen wird: auf die Bahnverbindungen vom Persischen Golf bis zum Bosporus und zum Schwarzen Meer, in Kleinasien, Syrien und Persien. Alle diese Schienenstränge kommen mit den europäischen Bahnen in Verbindung und schaffen ein Weltverkehrsnetz von außerordentlicher wirtschaftlicher Bedeutung. Die nach der Matin.Meldung jetzt abgeschlossenen deutsch=französischen Verhandlungen betrafen den Verzicht auf die französische Beteiligung an der Bagdadbahn, den Anschluß der projektierten französischen Bahnlinien im nördlichen Kleinasien und der schon bestehenden in Syrien an die Bagdadbahn. Die den Franzosen im nördlichen Kleinasien erteilte Bahnkonzession betrifft die Strecken Samsun=Siwas und Siwas=Kharput=Ersindschian=Trapezunt(Schwarzes Meer). Lazu bedurfte der Zustimmung der russischen und der deutschen Regierung. Denn Rußland besitzt durch das Abkommen mit der Türkei vom Jahre 1899 das Vorzugsrecht für den Bau von Eisenbahnen im nördlichen Kleinasien, und die Deutsche Bank hat den Anschluß der Bagdadbahn an die französischen Linien zu vergeben und besitzt außerdem Vorzugsrechte auf die Linie Angora=Siwas. Der Verzicht Deutschlands auf Eisenbahnbauten in Syrien ist eine seit langem erhobene Forderung Frankreichs, das dort uneingeschränkt wirtschaftlich— und damit auch politisch— herrschen will. Mit der Beendigung der deutsch=französischen Verhandlungen wird nun wohl endlich die türkische Anleihe in Frankreich flüssig werden. Frankreich hat im Einvernehmen mit England und Rußland Vorsorge dafür getroffen, daß diese 700 Millionen nicht für kriegrische Zweckc verwendet werden. Lanisches Reich. Doch eine Korfu=Reise des Kaisers, Nach einer Meldung der„Deutschen Tageszeitung“ wird der Kaiser doch noch in diesem Frühjahr Korfu besuchen. Wenn nicht besondere Umstände eintreten, wird der Kaiser in der mungen sem Jahre sind allerdings noch nicht getroffen. Erkrankung der Kinder des Kronprinzen. Berlin, 14. Febr. Prinz Wilhelm, der älteste Sohn des Kronprinzenpaares, ist ebenfalls von Keuchhusten befallen worden und in das Potsdamer Stadtschloß übergesiedelt. Dort befinden sich jetzt alle drei erkrankten Prinzen: Wilhelm, Hubertus und Friedrich. Prinz Louis Ferdinand, der bisher von Keuchhusten verschont geblieben ist, ist zum Besuch nach Kreuth gereist. Balkan. Die albanische Anleihe. London, 14. Febr. Ueber die Anleihe, von der der künftige Herrscher Albaniens die Annahme des Thrones abhängig macht, ist, wie es jetzt heißt, noch immer keine Einstimmigkeit unter den Großmächten erzielt worden. Bevor die Mächtegruppe die Garantie der Anleihe von 75 Millionen Franken nicht unterzeichnet, verlangt England, Frankreich und Rußland die Erfüllung folgender Bedingungen: 1. Die Albanische Nationalbank, deren Gründung Ismael Kemal Bei einem österreichisch= italienischen Banksyndikat am 4. Oktober 1913 die Konzession gab, soll nach dem Muster der marokkanischen Staatsbank internationalisiert werden. 2. Die Verwendung der Gelder, die geliehen worden sind, soll unter der Kontrolle der bestehenden internationalen Kommission erfolgen. Frankreich. Die Massenerkrankungen in den französischen Garnisonen. Paris, 14. Febr. In dem Militärlazarett zu Nancy liegen augenblicklich 500, zu Toul 800 und zu Luneville 125 Kranke. In Paris hat sich der Gesundheitszustand verschlechtert. Paris, 14. Febr. Gestern wurden drei neue Todesfälle aus Reversbe im 85. InfanterieRegiment, drei in Longry und zwei beim 37. Infanterie=Regiment in Bourges gemeldet. Auch in der westlichen Provinz Quimper sind bei acht Kompagnien 150 Mann erkrankt. Italien. Den Staat um Millionen betrogen. Mailand, 14. Febr. Der ehemalige Polizeidirektor Bondt hat gegen einen bedeutenden Mailänder Industriellen Anzeige wegen fortgesetzter Betrügereien zum Nachteile des Kriegsministeriums erstattet, die sich auf einige Millionen belaufen sollen. Zum Schutz der Jugend. Die Vorlage gegen die Schundliteratur. In der Bundesratssitzung vom 12. d. M. ist ein Gesetzentwurf angenommen worden, durch den die Gewerbeordnung im§ 43 dahin ergänzt werden soll, daß die Zurschaustellung von Abbildungen, Schriften und Darstellungen nicht in einer Weise geschehen darf, die wegen sittlicher Gefährdung der Jugend Aergernis zu geben geDer Herr von Imhoff. Roman von M. Weidenau. 13 „Warum machen Sie sich so selten, Herr von Imhoff? Gefällt es Ihnen bei mir garnicht mehr?“ empfing Frau von Fianelli den jungen Edelmann, der sich bemühte möglichst heiter zu erscheinen, und mit einem etwas banalen Kompliment antwortete. Es waren heute, da sehr schlechtes Wetter war, nur wenige Gäste anwesend, aber dennoch durfte man sich nicht über Langeweile beklagen, da die Baronin es meisterhaft verstand, solche nicht einreißen zu lassen. „Baronesse Isa ist natürlich wieder unsichtbar?“ fragte Imhoff die Baronin. „Ah, sehen Sie nur, da kommt sie ja,“ entgegnete die Dame lachend, indem sie nach der in die inneren Gemächer führende Tür wies, deren Portiere soeben von einer schmalen, braunen Hand zurückgeschlagen wurde. „Isa, mein Kind, komm her, Herr von Imhoft hat sich den Moment nach Dir erkundigt,“ rief Frau von Fianelli laut, so daß auch die andern sie hören mußten, zur Tochter hinüber, die langsam näherkam und mit kalten Blicken die Anwesenden streife,# Semen. Ank „Das ist lieb von Ihnen, Baronesse, daß Sie sich auch einmal sehen lassen,“ redete Imhoff das junge Mädchen, dem er eine merkwürdige Sympathie entgegenbrachte, mit freundlichem Lächelnan. „Lieb? Als ob mein Anblick eine Augenweide mine: „Aber Baronesse ich bitte, Sie sind—“ „0, nur kein Kompliment, Herr von Imhoff.“ unterbrach sie fast schroff den jungen Edelmann. „Wissen Sie, daß ich einen Freund habe, der mir täglich in derber Weise die Wahrheit sagt?“ „Und wer ist dieser— ungehobelte Freund?“ „Ein Freund, den ich von niemandem schelten lasse, auf den ich viel halte, da er der einzige ist, der mich noch nie belogen hat,“ antwortete das sektsame Mädchen.„Der Spiegel ist es,“ setzte sie, als der sonst so gewandte Edelmann diesmal nicht gleich eine passende Entgegnung fand, mit hartem Lachen hinzu und trat dann, ohne sich zu entschuldigen, zurück, um neben einem alten Herrn, dessen Frack ein Orden schmückte, Platz zu nehmen. „Mein Gott, welchen Kummer mir dieses Kind macht!“ klagte Frau von Fianelli und fuhr sich mit dem duftenden Spitzentaschentuch über die Augen.„Vielleicht hätte ich Isa nicht so lange im Pensionat lassen sollen, sie würde mir dann wohl weniger scheu gegenüberstehen.“ Auch auf diese Klage wußte Imhoff keine Antwort, machte sich indes darüber seine eigenen Gedanken. Er war froh, als jetzt Leo zu ihnen trat und die Unterhaltung sich einem anderen Thema Suwandte..# uuch ticht 625t 8 Es war heute noch nicht spät als sich die Gäste, zum Aufbruch anschickten, auch Imhoff erhob sich um zu geben. J uuch gis EAanfarts- Pis „Ach, warum wollen auch Sie schon fort?" hielt die schöne Frau ihn mit ihrem sanften Lächeln zurück.„Was versäumen Sie denn daheim?“ „Du solltest Herrn von Imhoff nicht zurückhalten, Mama, wern er nach Hause gehen will,“ klang in diesem Momente Isas Stimme neben beiden. Als sich Imhoff überrascht umwandte, begegnete er den merkwürdig starr auf ihn gerichteten schwarzen Augen der Baronesse, indessen Frau von Fianelli in leises Lachen ausbrach. „Da sehen Sie, mein Freund, diese Kleine erlaubt sich, mir Vorschriften zu machen. Weißt Du, daß Du eigentlich um diese Stunde schon ins Bett gehörst?" Dunkles Rot stieg bei diesen scherzhaft klingenden Worten in die bleichen, schmalen Wangen Isas, während ein zorniges Licht in ihren Augen aufflammte. „Du vergißt, Mama, daß ich nicht mehr im Pensionate bin. Aber, im Grunde genommen, hast Du recht, wenn Du mich wegschickst, denn meine Gegenwart—“ Herr von Imhoff war zurückgetreten, die Baronin ging rasch auf Isa zu und schob sie, sie derb am Arme fassend, zur Tür. Dabei flüsterte sie ihr der, vielleicht irgendein reichgewordener Krämer, einige Worte zu, die das Mädchen mit verächtlichem heute auf dem alten Ahnenschloß sich breit macht?“ Blicke beantwortete. „Die Kleine ist verzogen, man muß Geduld mit ihr haben,“ meinte Frau von Fianelli, als die Baronesse das Zimmer verlassen hatte, zu Imhoff und zwei Damen, die Zeugen der kurzen Szene zwischen Mutter und Tochter gewesen waren. Imhoff war verstimmt und hatte nicht länger Lust, zu bleiben, aber die Baronin nahm keine Notiz davon, sondern lud ihn ein, wieder Platz zu nehmen. „Ach, da ist ja auch noch Ihr Freund, Herr von Brandt. Er spricht mit Herrn von G. und ich möchte wetten, daß die beiden im Nebensalon noch ein kleines Spielchen arrangieren werden. Mögen sie es tun, während wir hier noch ein gemütliches Plauderstündchen halten.“ „Ich fürchte nur, meine Gnädigste, daß ich heute kein amüsanter Gesellschafter sein werde,“ meinte der junge Edelmann, indem er sich mit der Hand über die Stirn strich. Frau von Fianelli antwortete nicht gleich, sondern blickte forschend in Imhoffs finsteres Antlitz, dann neigte sie sich vor und berührte mit ihrer juwelengeschmückten Hand seinen Arm. „Halten Sie im Ernst an Ihrem Entschluß, die Heimat zu verlassen, fest, Herr von Imhoff?“ fragte die schöne Frau mit leiser Stimme. „Wie, gnädige Frau wissen darum?“ rief er, durch ihre Frage höchst unangenehm berührt, lebhaft aus. „Aber, mein Gott, Leo, wollte sagen Herr von Brandt, hat es mir mitgeteilt. Sollte es denn ein Geheimnis sein?“ Imhoff hob mit trotziger Bewegung den Kopf. „Ein Geheimnis? Nein! Man würde es ja bald genug erfahren. Alsoja, mein Entschluß steht fest, in acht Tagen reise ich.“ Frau von Fianellis Züge nahmen einen ernsten Ausdruck an. „So ist es wahr, daß der Letzte der Imhoffs das Erbe seiner Väter veräußert gat, daß ein Fremestce i. die Aasine bie elieste Maßregel erfahren wir folgendes: Auf Grund der Gewerbeordnung sind schon gegenwärtig vom Ankauf oder Feilbieten im Umherziehen ausgeschlossen: Druckschriften, andere Schriften und Bildwerke, insofern sie in sittlicher Beziehung Aergernis zu geben geeignet sind. Dieselben Gegenstände dürfen aber auch auf dem Wege des Straßenhandels oder der Kolportage von Haus zu Haus nicht vertrieben werden. Den betreffenden Schundschriften und Abbildungen sind, wie von der Rechtsprechung wiederholt festgestellt worden ist, solche Erzeugnisse der Schundliteratur gleichzustellen, die zwar nicht auf die Erregung geschlechtlicher Gefühle ausgehen, jedoch in anderer Beziehung die Jugend moralisch irreführen und gefährden können, z. B. Detektiv= und Verbrecherromane, kurz die Gesamtheit der sogen. Schundliteratur. Der Gesetzentwurf bezweckt nun, die schon bestehenden Bestimmungen sachgemäß zu erweitern, indem der stehende Handel gleichfalls angewiesen werden soll. solche Trucksachen und Abbildungen im Interesse unserer Jugend von der aufdringlichen Anpreisung auszuschließen. Es soll der Anreiz, den die Zurschaustellung der ärgerniserregenden Darbietungen in Schaufenstern und anderen öffentlichen Auslagen zu Reklamezwecken ausübt, ausgeschaltet werden. Was für Straßenhändler und Zeitungskioske schon jetzt gilt, soll auch für die Ladengeschäfte verpflichtend sein. Die anständigen Buch= und Kunsthandlungen sind bereits jetzt bestrebt, sichtlich anstößige Auslagen aus ihren Schaufenstern fernzuhalten. Man hofft, daß ein allgemeines Vorgehen in dieser Richtung dazu beitragen wird, die Kauflust der Jugend für solche Erzeugnisse einer verwerflichen Spekulation auf die niederen stinkte des Volkes und die unreife Jugend zu vermindern und dadurch die Verbreitung der Schundliteratur einzuschränken. Durch die Ausfüllung einer Lücke in der Gewerbeordnung soll weder die Freiheit der Presse, der Kunst und Wissenschaft beschnitten, noch das freie Belieben der Erw###nen in der Auswahl ihrer Drucksachen und Abbildungen unterbunden werden. Der Entwurf hat lediglich den Schutz der Jugend im Auge und lehnt sich in diesem Sinne eng an die Resolutionen des Reichstages an, der sich wiederholt für die Zurückdämmung der Schmutzund Schundliteratur ausgesprochen hat. Wovon man spricht. Die Erinnerung an die Befreiung SchleswigHolsteins von der dänischen Fremdherrschaft vor 50 Jahren findet in der Bekundung der deutschlösterreichischen Waffenbrüderschaft von heute, „Ja, es ist wahr. Uebrigens ist der Käufer eine. alte Frau:“ „Und Ihre Tante?“ forschte die Baronin anscheinend sehr teilnahmsvoll.„Was sagt sie zu dem allen?“ „Meine Tante hat mich enterbt und kümmert sich nicht mehr um ihren Leichtfuß von Neffen, wie sie mich jetzt immer zu titulieren pflegt, was ich ihr eigentlich nicht verdenken kann.“ „Und was werden Sie drüben tun, Herr von Imhoff?“ „Arbeiten,“ entgegnete er mit rauher Stimme und wie damals der alte Verwalter über diese Antwort ungläubig gelächelt hatte, tat es jetzt auch die Baronin. „Natürlich,“ fuhr Imhoff unmutig auf.„Niemand traut mir den Mut oder die Fähigkeit zu, zu arbeiten, wie es tausend andere tun müssen. Warten Sie nur, Sie sollen sehen, daß auch ich imstande sein werde, mir mein tägliches Brot zu verdienen. Warum wollen Sie mir nicht glauben?" Eine Weile schaute Frau von Fianelli, ernst und wie in Gedanken verloren, vor sich hin, endlich hob sie den Kopf und richtete die dunklen Augen auf den jungen Edelmann. „Hören Sie mich an, mein Freund. Wenn ich an Ihrer Stelle wäre, würde ich nicht so— töricht sein und mein Glück in der Ferne suchen.“ „Was wollen Sie damit sagen?“ Die Baronin zögerte eine Weile mit der Antwort und blickte verstohlen in Imhoffs erblaßtes Antlitz. „Man hat mir gesagt,“ sing sie dann mit leiser Stimme zu reden an,„daß die Imhoffs ein sehr altes Geschlecht sind.— Nun, wenn man einen so alten, ausgezeichneten Namen trägt, ist es am Ende doch nicht so schwer, sich von einem großen Geldverlufte wieder zu erholen. Es gibt auch heute noch genug Leute, die großen Wert darauf legen, sich mit einem Mann zu alliieren, dessen Stammbaum bis in die graue Vorzeit zurückreicht.“ 213.17 ns des Leitung stkapitel ruf: Bresdurch s und n Argkeitslandes #pfunseiner sundeenden i Zeit dem war, Zen#, hat hwerTod preche des Teilden pitel Aligen nals 8 o. — trei nich 2 die sche müt reic lich ters brir bris unt 18 Nitt aber won lage los eine Belg nich den wird Magien Sailidmeten Los### KT — 3 lähm verai den ihre Bekä des Kran nomi zum letzter Reih Anze derlä Kran außer chen einer ist. Da Besti beam dessen dacht Kran auf Eben geiche er 2 heit 4 nung auch Medi und! fung über keilun Salzb ischti getzt r ter, n aus i sorge Fällen geben „Ja, gegen getan! dete ic dumm aber 2 Aut 24 3 gen #ld 2 den 8 Oaer die sich der vor einem halben Jahrhundert harmonisch anschließt, ihren natürlichen Ausdruck. Mit Jubel hat die Bevölkerung der deutschen Nordmark die Deputationen der österreichischen Regimenter zur Erinnerungsfeier ausgenommen. Gerade zu Beginn des Feldzuges hatten die Oesterreicher bei Oeversee und anderwärts schwere Blutopfer, aber auch Erfolge, während die später entscheidenden Hauptschläge von Düppel und Alsen den Preußen zufielen. Das nationale Verdienst, die Bevormundung der anderen Großmächte endlich abgeschüttelt und die Herzogtümer endgiltig für Deutschland gesichert zu setzungen des§ 418 Abs. 2 Nr. 1 der.=.=O. sind auch gegeben, wenn der Antragsteller bei einer Versicherungsgesellschaft, einem Dienstbotenabonnementsverein oder einer ähnlichen Einrichtung eine Rückversicherung vorgenommen hat, sofern er den Versicherungsbeitrag aus eigenen Mitteln deckt. Den an die Leistungsfähigkeit des Dienstberechtigten zu stellenden Anforderungen sind nicht die höchsten Ansprüche zugrunde zu legen, die an ihn unter den äußerst jelten eintretenden Voraussetzungen erhoben haben, darf dem Verbündeten von damals und werden können, sondern die Unterstützungsfälle, von heute unvergessen bleiben. Wenn heute der die zwar schwererer Art, aber doch öfters vorzustolze Kaiser=Wilhelm=Kanal, der Reichshafen kommen pflegen. Eine allgemeine Norm dafür, Kiel und die mächtige deutsche Flotte von den wann das Einkommen und die Leistungsfähigdamaligen Kampfstätten zu sehen ist, so hat der keit des Antragstellers genügend gesichert ist, dänische Feldzug den Grund zur heutigen Macht= läßt sich nicht aufstellen, weil diese Frage nach entfaltung gelegt. Freilich zunächst auch zum Lage des einzelnen Falles beantwortet werden Bruderkampf zwischen den Verbündeten, die sich muß. Die von den Antragstellern nachgewieerst später wieder fanden, nun um so fester sene Rückversicherung muß bei Beurteilung seiSchulter an Schulter stehen, ein sicherer Hort ner Leistungsfähigkeit berücksichtigt werden. des Weltfriedens, aber auch bereit, wenn es gilt, Wenn der Antragsteller bei einer zuverlässigen zur Abwehr einer Welt von Feinden. *** Man braucht kein Abstinenzler zu sein und wird doch den jüngsten Bestrebungen des Eisenbahnministers nach Verbilligung der alkoholfreien Getränke auf den Bahnhöfen Beifall und Anerkennung zollen. Es ist noch gar nicht allzulange her, daß es in vielen Bahnhofswirtschaften außer Bier, Schnaps und Wein nur noch Kaffee und allenfalls kalte Milch gab. Jetzt kann es Magenkranken und alleinreisenden Damen mit Kindern nicht mehr passieren, daß ihr Wunsch nach einem Glase heißer Milch oder dergleichen mit Achselzucken aufgenommen und entweder gar nicht oder unmutig und verdrossen ausgeführt wird. Aber etwas teuer waren noch die alkoholfreien Getränke und mußten mit einem sehr erheblichen Aufschlag bezahlt werden. Die hierbei zutage getretene Preisüberspannung veranlaßte den Herrn Eisenbahnminister, die Pachtverträge der Bahnhofswirte einer Revision unterziehen zu lassen und die Pächter zu einer erheblichen Preisermäßigung für alkoholfreie und alkoholarme Getränke zu bewegen. Die billigen Preise sollen bereits am 1. April auf der Mehrzahl der Bahnhöfe in Kraft treten. Das große Heer der Touristen, der Sommerausflügler und Wandervögel beiderlei Geschlechts wird diese Neuerung sicherlich mit dankbarer Anerkennung aufnehmen. Auch die Pächter werden bei der zu erwartenden Steigerung des Konsums wieder ihre Rechnung finden. Und das gute Beispiel, das die Bahnhofswirtschaften dann bieten werden, dürfte auch für weitere Kreise des Gastwirtsgewerbes ein Ansporn sein, für eine Verbilligung der alkoholfreien Getränke Sorge zu tragen, damit diese allgemein zu einer Quelle „reinen Genusses“ werden und man sich auch alkoholfrei ordentlich satt trinken kann, ohne daß der Geldbeutetl ein zu tiefes Loch erhält. Versicherungsunternehmung, welche die gleichen Leistungen, wie die zuständige Krankenkasse gewährt, rückversichert ist, wird es sich in der Regel nicht rechtfertigen lassen, außerdem hinsichtlich der Höhe des Einkommens oder des Vermögens weitgehende Anforderungen zu stellen. Einem Antragsteller, der die Leistungsfähigkeit sonst nicht darzulegen vermag, kann die Stellung einer Sicherheit anheimgegeben werden, bei deren Bemessung aber nicht über den Betrag hinausgegangen werden darf, der zur Sicherstellung der Krankenkasse unbedingt erforderlich ist. Handelt es sich um eine Mehrzahl zu befreiender Dienstboten, so ist der auf jeden von ihnen zu berechnende Sicherheitsbeitrag entsprechend der bei zunehmender Anzahl eintretenden Minderung des Risikos herabzusetzen. Ein zwisch charat von lius drassy Briefe damal Minis Die Versicherung der Dienstboten. Berlin, 14. Febr. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ veröffentlicht einen Erlaß des Handelsministers Sydow an die sämtlichen Oberversicherungsämter in der Frage der Krankenversicherung der Dienstboten, in dem es heißt: Bei der Entscheidung über Anträge auf Befreiung von Dienstboten von der Versicherungspflicht nach§§ 435 und 418 der.=.=O. ist davon auszugehen, daß das Gesetz dem Dienstherrn bei Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen den Rechtsanspruch auf Genehmigung des Antrages verleiht, der nicht durch eine mit der Absicht des Gesetzgebers unvereinbare Auslegung der Handhabung der gesetzlichen Vorschriften geschmälert werden darf. VorausCastrop und Umgegend Castrop, 16. Februar. * Ein interessantes Urteil über die Haftung der Eltern wegen Verletzung der Aufsichtspflicht. Ein 13jähriger Junge kaufte sich ein Teschin, mit dem er so mutwillig und leichtsinnig umging, daß er einem Kinde das Auge ausschoß. Der leichtsinnige Schütze wurde wegen schwerer Körperverletzung zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Außerdem wurde sowohl er als auch sein Vater zivilrechtlich in Anspruch genommen, und zwar ersterer auf Grund des§ 823 Abs. 2 B..=., letzterer wegen Verletzung der Aufsichtspflicht gemäß§ 832 B..=B. Das Amtsgericht Castrop verurteilte beide Beklagte nach dem Klageantrage. Gegen dieses Urteil legte der mitbeklagte Vater Berufung ein mit dem Erfolge, daß das Urteil erster Instanz aufgehoben und auf einen Eid für ihn erkannt wurde, daß er zur Zeit des Unfalles nicht gewußt habe, daß sein Sohn ein Teschin besaß. Bei Leistung des Eides wird die Klage abgewiesen, während es andern Falls bei seiner Verurteilung verbleibt. In den Gründen heißt es, daß nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme der Vater im Allgemeinen seiner Aufsichtspflicht nachgekommen sei. Es sei aber noch der Nachweis erforderlich, daß er im vorliegenden Falle selbst der ihm obliegenden Aufsichtspflicht genügt habe. In dieser Hinsicht sei es erheblich, ob der Vater gewußt habe, daß sein Sohn im Besitz der Schußwaffe war. Denn wenn er dies gewußt habe, sei er verpflichtet gewesen, das Hantieren seines Sohnes mit der Schußwaffe besonders zu überwachen, jeden freien Gebrauch, wie im vorliegenden Falle, aber zu verhindern. * Bei dem Auguste Viktoria=Kinderheim für schwächliche und skrofulöse Kinder in Bad Oeynhausen sind für die kommende Saison bereits viele Meldungen eingegangen, so daß schon 4 Monate besetzt sind. Weitere Anmeldungen sind daher baldigst bei dem Geschäftsführer des Kinderheims anzubringen, wenn sie Berücksichtigung finden sollen. Die Anstalt wird am 1. April d. J. eröffnet. * Die Militär=Brieftauben=Ausstellung der Reisevereinigung„Union“ im Lokale des Herrn Mohr(Zur deutschen Flotte) wurde am Samstag eröffnet. Die Ausstellung ist sehr gut beschickt und bietet sehr viel interessantes und lehrreiches für Brieftaubenliebhaber. Nur heute noch ist die Ausstellung geöffnet und dürfte sich ein Besuch derselben sicher lohnen. Die Ausstellungsräume sind schön dekoriert und die Käfige übersichtlich gruppiert. * Versammlung. Wie aus dem Inserat ersichtlich, hält am Dienstag, den 17. Februar, abends 8,30 Uhr, der Detailhandel= und Gewerbe=Verband Deutschlands im Lokale des Herrn Lueg, Wittenerstraße 4, eine Versammlung ab., * Der Kath. Frauenbund hielt am Sonntag nachmittag im Gesellenhaus wieder eine Versammlung ab, die, trotz des schönen Frühlingswetters, gut besucht war. Herr Rechtsanwalt Zapfe sprach über das neue Dienstboten=Versicherungsgesetz. Redner verstand es, die Lichtund Schattenseiten dieses neuen Gesetzes recht klar darzulegen und erntete für seine Ausführungen den Dank der Versammlung. Da wir wiederholt in längeren Artikeln uns mit diesem Gesetz befaßt haben, brauchen wir auf den Inhalt des Vortrages nicht näher einzugehen. * Der Rheinländer=Verein konnte mit seiner zweiten Gala=Damensitzung am Sonntag einen schönen Erfolg verzeichnen. Die Gefolgschaft, die dem Prinzen unter der Aegide des 2. Präsidenten Adams huldigt, war recht groß und in bester Stimmung. Selbst aus Rauxel und Habinghorst waren viele lebensfrohe„Narren" zum Reichsadler(Th. Sinder) geeilt, um für einige Stunden die täglichen Sorgen und Mühen zu vergessen. Unter den Schlägen des Adamsschen Stabes sprühte sofort echtes karnevalistisches Leben hervor, das sich flugs auf das Publikum übertrug. Gleich schon bei dem ersten gemeinschaftlichen Liede war die richtige Stimmung vorhanden, die sich immer mehr bei der buntbekappten Narrenschar steigerte. Die Lieder waren alle mit gutem Geschick gewählt, besonders „Wägen de Zemmermanns träcke meer nit uus!“ und„Was die Frauen lieben“ fanden allen Beifall. Die einzelnen Bütten=Vorträge waren ganz vorzüglich und originell und riefen oft stürmische Heiterkeit hervor. Besonders„Die Männer aus dem Volke", von denen der„polnische Bergmann" wohl den Vogel abgeschossen hat, waren sehr gut. Ein ulkiges Theaterstück„Die Flitterwochen“ eines armen Schusters, trug noch wesentlich zur Hebung der Stimmung bei. Ein flottes Tanzkränzchen beschloß die ohne jeglichen Mißton verlaufene Feier. =l. Rauxel. In der Nacht von Freitag auf Samstag ertönte in der frühsten Morgenstunde, etwa gegen 6einhalb Uhr das Brandsignal der Gewerkschaft Viktor und versetzte die Anwohner in große Aufregung. Einige Minuten später eilte schon die Zechenwehr der Brandstätte entgegen. Es brannte die Besitzung des Landwirts Schürmann in Pöppinghausen. Das Feuer hatte aber bereits einen mächtigen Umfang angenommen und schon bald das ganze Gebäude eingeäschert. Nach angestrengter Arbeit gelang es endlich der Feuerwehr, des Feuers Herr zu werden. Das sich im Gebäude befindliche Vieh konnte, bis auf einige Hühner, vor Schaden bewahrt werden. Der Brandschaden soll durch Versicherung gedeckt sein. * Habinghorst, 14. Jan. Der Detailhandelund Gewerbe=Verband Deutschlands(Sitz Bochum) hielt im Lokale des Herrn Wember eine Versammlung ab. Der Vorsitzende Hagemeier sprach über Zweck und Ziele des Verbandes. Die Ausführungen fanden reichen Beifall. Dem Verbande traten sämtliche Anwesenden bei. Es konnte die Ortsgruppe Habinghorst gebildet und der Vorstand gewählt werden. *?. Habinghorst, 15. Febr. Gestern morgen gegen 8 Uhr wurde in der Nähe des Emscherdückers in der Gemeinde Habinghorst im Dortmunder Ems=Kanal eine unbekannte männliche Leiche im Alter von ca. 35 Jahren gefunden. Dieselbe ist von gesetzter Statur, 1,65 Meter groß, hat dunklen Schnurrbart und ein hageres Gesicht. Die Leiche war wie folgt bekleidet: blauleinenen Anzug, graue Unterjacke, weißgestreiftes Hemd, blaugestreifte Unterhose und graukarrierte Mütze, außerdem trug sie Holzschuhe. Nach der Kleidung zu rechnen handelt es sich um einen Schiffsheizer. Da der Tod noch nicht vor allzulanger Zeit eingetreten war, ist auch anzunehmen, daß die Person von dem Dampfer Lauwersee, der eine Stunde vorher die Strecke passiert hat, stammt. Verletzungen sind an der Leiche nicht festgestellt. Ob es sich um einen Unglücksfall oder ein Verbrechen handelt, wird die bereits eingeleitete Untersuchung ergeben. Nähere Mitteilungen über die Person wolle man an die Polizeiverwaltung Rauxel richten. * Sodingen, 14. Febr. Ein Junge wurde hier auf offener Straße von einem halbwüchsigen Burschen angefallen, welcher ihm mit einem Brotmesser Schnittwunden im Gesicht beibrachte. Anscheinend hat den Jungen das Lesen von Indianer= und Detektivschauergeschichten zu dieser Tat getrieben. * Sodingen, 13. Febr. In der am 11. Februar er, unter dem Vorsitzende des Herrn Amtmanns Wiethoff stattgefundenen Sitzung des Schulvorstandes des Gesamtschulverbandes wurde der Schuletat in Einnahme und Ausgabe auf 204000 Mark festgestellt. Vertretung beschließt mit Rücksicht auf den Schülerzuwachs zu Anfang des Schuljahres 1914 die Gründung dreier neuer Klassen an der Kaiser=Wilhelmschule in Sodingen und genehmigte die Mittel zur Errichtung von 2 Lehrer= und 1 Lehrerinnenstelle. Für die Verwaltung der von dem Lehrer E. verwalteten Stelle wird die Kgl. Regierung um Entsendung eines Schulamtsbewerbers gebeten werden. Für die Lehrerin., welche mit Anfang des neuen Schuljahres aus dem öffentlichen Volksschuldienste austritt, wählte die Vertretung die Lehrerin., welche bisher die Stelle vertretungsweise verwaltete. Die neugegründete Lehrerinnenstelle wurde der Lehrerin Hest aus Sodingen übertragen. Eine weitere Lehrerstelle wurde an der kath. Schule in Holthausen gegründet; gleichzeitig stimmt Vertretung dem Antrage auf Neuschaffung einer Klasse an der evangelischen Schule Holthausen=Landwehr zu. Mit Rücksicht darauf, daß die Holthauser=Landwehr zum 1. April 1914 nach Gerthe umgemeindet wird, überläßt Vertretung die Einrichtung der Klassen dem Schulvorstande in Gerthe. Den an den Schulen des Gesamtschulverbandes Sodingen endgiltig oder einstweilig angestellten oder auftragsweise oder vertretungsweise beschäftigten Lehrern und Lehrerinnen, soweit sie nach den Bestimmungen der RVO. der Krankenversicherungspflicht unterliegen, wird für den Fall der Erkrankung vom ersten Tage der Erkrankung ab für die Dauer von 26 Wochen wahlweise nach Bestimmung des Schulverbandes entweder Krankenhilfe in Höhe der Krankenkassen gewährt oder für die gleiche Zeit Gehalt oder für jeden ärztlich bescheinigten Krankheitstag ein Betrag in Höhe des anderthalbfachen Krankengeldes zugesichert. Die Ortszulagen für die Lehrpersonen des Gesamtschulverbandes Sodingen sollen ab 1. April d. J. erhöht werden, und zwar nach den Sätzen der Stadt Dortmund. Für die Frauenwelt. Eine echte deutsche Frau schreibt uns: Durch die Presse der Hausfrauen gehen nicht selten Klagen über mangelnde Gewissenhaftigkeit, geringes Verantwortlichkeitsgefühl und unbescheidenes Wesen des Hauspersonals. Aber nicht nur in der Presse der Hausfrau treten uns diese Klagen gegenüber, sondern es ist betrübliche Tatsache geworden, daß, wo immer mehrere Hausfrauen versammelt sind, alsbald„unsere Dienstmädchen“ den Gesprächsstoff bilden. Ist es denn nun wirklich so schlimm mit den heutigen Mädchen? Bemühen wir Hausfrauen uns einmal, ernstlich über diese schon so oft aufgeworfene Frage nachzudenken, so wird sich, wenn wir offen und ehrlich sein wollen, ergeben, daß vielfach wir uns schuldig bekennen müssen, wo oft gedankenlos die Mädchen beschuldigt wurden. Da ist beispielsweise eine Familie mit—4 Kindern; das Einkommen des Mannes ist bescheiden; der Hausfrau ist zur Hilfe ein 15—16= jähriges Mädchen beigegeben. Nun ist es eine bekannte Sache, daß die heutige Zeit schon ziemlich hohe Ansprüche stellt in bezug auf Ausstattung und Instandhaltung der Wohnungen, Garderobe und dergleichen. Wollte nun in solchem Falle die Hausfrau allen diesen Forderungen gerecht werden, so wird von ihr weit mehr Cnergie, Umsicht und wirkliche Arbeitsleistung gefordert, als eine Frau im Durchschnitt aufzubringen imstande ist. Die Folge dieser Ueberanstrengung ist große Reizbarkeit, die nicht selten auf die ganze Umgebung einen starken Druck ausübt. Dieser Quelle entspringen dann auch in der Regel die mannigfachen Ungerechtigkeiten dem Mädchen gegenüber. Ein 15jähriges Mädchen wird gar manche Fehler und Ungeschicklichkeiten begehen, die eben auf das Konto seiner Jugend und Unerfahrenheit zu setzen sind. Die Frau bedenkt das aber in ihrer üblen Laune nicht und tadelt oftmals das Mädchen über Gebühr. Es darf uns nun nicht Wunder nehmen, wenn darob das auch meist mit Arbeit überhäufte Mädchen einmal mürrisch und verdießlich wird und zuletzt noch schnippische Antworten gibt. Die Frau verträgt aber keinen Widerspruch, ein Wort gibt das andere und der Schluß lautet: Kündigung. Ein neues Mädchen wird gedungen, doch bald sind dieselben Verhältnisse wieder da. Wie ist dem nun abzuhelfen? Wenn die Reizbarkeit der Frau sich herleitet von der Ueberbürdung ihrer Kräfte, so kann sie für ihre Launen nicht ganz verantwortlich gemacht werden und demnach wären Erörterungen über Bekämpfung der üblen Laune wenig angezeigt. Das Uebel muß vom Grund aus behoben werden, d. h. die Frau muß vor Ueberanstrengung geschützt werden und da die Einkünfte des Mannes eine weitere Hilfe nicht gestatten, so gibt es nur das eine Mittel:„den ganzen Haushalt so einfach als möglich gestalten und ihn vollständig den Verhältnissen und dem Einkommen anzupassen.“ Das ist der Krebsschaden unserer Zeit, daß so vielfach über die Verhältnisse gelebt wird und die Haushaltungen zu vornehm gestaltet sind. Da sieht und bewundert man bei Bekannten die stets blank polierten und gebohnerten Möbel und Fußböden, das tadellos aufliegende Tischzeug, die nur in Weiß gehaltene und mit vielen Garnierungen besetzte Wäsche, das stets in weißer Schürze aufwartende Dienstmädchen und überhaupt eben die ganze tadellose Führung des Haushalts. Statt es nun bei der Bewunderung bewenden zu lassen, sucht man dies, durch falschen Ehrgeiz dazu gestachelt, im eigenen Heim nachzuahmen, was aber trotz Aufbietung aller Kräfte von seiten der Frau und des Mädchens überwindung und Entsagung einsetzen, der Ehr= bei uns, liebe Hausfrauen, der Unzufriedenheit geiz muß auf das rechte Maß zurückgedrängt und dem immer„Höherhinauswollen“ der untewerden; wir müssen es unbedingt lernen, eine ren Schichten zu steuern. Also darum noch einoben geschilderte Art der Haushaltführung jenen zu überlassen, denen ihre Verhältnisse es gestatten, mehrere Mädchen zu halten. Wer nur ein bescheidenes Einkommen zur Verfügung hat, der muß es sich zur Grundbedingung machen: zurück zur Einfachheit im ganzen Haushalt. Sauberkeit und Gemütlichkeit muß auch hier herrschen, aber alles, was nur der Vornehmheit dient, soll weggelassen werden. Wenn die Frauen sich erst einmal zu diesem Standpunkt durchgerungen haben, so werden sie selbst zu der Erkenntnis kommen, wie viel Angenehmeres ihr Dasein ihnen bieten wird. Wie manche Stunde kann dann der Erholung gewidmet sein; die üble Laune infolge Ueberarbeitung fällt weg, der Druck, der auf den Gemütern lastete, weicht und die Zänkereien mit den Mädchen hören auf. Wir werden willigere und zufriedenere Mädchen haben und die manchmal ganz ungerechtfertigten Klagen über dieselben verstummen dann allmählich. Haben wir nun gesehen, wie das Sichanpassen an die Verhältnisse auf das ganze Familienleben wohltuend wirkt, so können wir weiter noch konstatieren, daß wir dadurch auch unseren Teil zur Lösung der sozialen Frage beitragen können. Nur eine Frau, die nicht mit Arbeit überlastet ist, kann und wird Muße finden, sich auch um das persönliche Leben des Mädchens zu kümmern. Durch Belehrungen sowohl als auch durch ihr gutes Beispiel wird sie dem Mädchen ihre eigenen Anschauungen anzuerziehen suchen. Das Mädchen, das einmal Bescheidenheit und Einfachheit in allem bei seiner Herrschaft gesehen und gelernt hat, wird diese sich angeeigneten Tugenden mit in den nicht gelingen kann, weil eben dazu eine weitere Ehestand nehmen und dort auf das eigene FaHilfe erforderlich wäre. Hier nun müssen Selbst= milienleben übertragen. So liegt es also auch mal: „Zurück zur Einfachheit!“ *** Nacht=Aussichtswagen. Daß die Eisenbahnverwaltungen aller Länder fortschreitend bestrebt sind, den Reisenden wähvend der Fahrt möglichst viele Annehmlichkeiten zu bieten, und zu diesem Zwecke auch u. a. in Züge, die landschaftlich reizvolle Gegenden durchfahren, besondere Aussichtswagen einstellen, ill allgemein bekannt und wird ohne Zweifel vom reisenden Publikum auch dankbar begrüßt. Weniger bekannt dürfte es sein, daß die Reisenden in Nordamerika anscheinend auch während der Nacht das Bedürfnis empfinden, die Aussicht zu genießen und dafür ihre Nachtruhe im Schlafwagen zu opfern. Einem solchen Bedürfnis ist, nach einer Mitteilung von Perkins(Buffalo) in der„Welt der Technik“, die Chicago=Milwaukee= und St. Paul=Eisenbahn durch Einstellung eines Aussichtswagens entgegengekommen, der bei Nacht die durchfahrene Strecke tageshell erleuchtet. Dies wird durch eine auf der Plattform des letzten Wagens aufgestellte elektrische Lampe erreicht, die mit 4,5 Millionen Kerzenstärken das Land meilenweit(??) erhellt. Diese Lampe kann in senkrechter Richtung um 90 Gr., in wagrechter Richtung um 45 Grad gedreht werden. Da die genannte amerikanische Eisenbahnstrecke mehr als 100 Meilen am Ufer des Mississippi entlang führt, wird die Flußlandschaft nebst den auf dem Flusse verkehrenden Schiffen durch die Lampe grell beleuchtet. Es soll ein Bild von höchst eigenartiger Schönheit sein, wenn die Landschaft so in scharfer Kontur aus dem Dunkel der Nacht hervortaucht. Luoschasluchte Bbeneb Dem evang. Frauen= und Jungfrauenverein wird für einen Kochkursus eine Beihilfe bewilligt. Weitere Arbeiten für den Schulneubau in Börnig wurden vergeben, die Installationsarbeiten dem Klempner Jochum, die Schlosserarbeiten dem Schlossermeister Pflüger und die Lieferung des Treppengeländers dem Schlossermeister Dröge von hier. Im Auschluß an die Schulvorstandssitzung beriet die Amtsversammlung über den Amtskasseneiet, dessen Einnahme und Ausgabé auf 303000 Mark festgesetzt wurde. Der Etat der gewerblichen Fortbildungsschule ergibt in Einnohme und Ausgabe die Summe von 1900 Mk. In. Sparkassenvorstande wurden Neuwahlen vorgenummen. Zun Vorsitzenden wurde Herr Geichüftsführer Hoffmann, sowic als Mitglieder die Herren Apotheker Strenge und Landwirt Schulte=Uhlenbruch wiedergewählt. Für ein Erholungsheim der Kommunalbeamten wurde eine einmalige Beihilfe bewilligt. Die neuein. gerichteten Polizei=Sergeantenstellen wurden den Polizei=Sergeanten Bentz aus Duisburg und Schürmann aus Trier übertragen. Die Beamten werden ihren Dienst am 1. April antreten. Aus den Provinzen. * Dortmund, 14. Febr. Die hiesige Strafkammer verurteilte den Kaufmann Josef Wichrowski aus Berlin, der auf dem Dortmunder Rennplatz„Wetten auf Sieg“ machte und empfangene Gelder bei Buchmachern anlegte, wegen unerlaubten Glückspiels und Vergehens gegen das Totalisatorgesetz zu 2 Wochen Gefängnis und 300 Mark Geldstrafe. * Iserlohn, 13. Febr. Heute vormittag lösten sich beim Verschiebebahnhof Gerlingen schwere Gesteinsmassen von der Böschung und stürzten gegen den um 7,05 Uhr von hier nach Dortmund fahrenden Personenzug. Der Zug wurde sofort zum Halten gebracht. Lokomotive und Wagen waren beschädigt. Der kurz darauf von Schwerte kommende Personenzug mußte an der Unfallstelle halten; er nahm die Reisenden auf und fuhr zurück. Das Geleise konnte bald für den durchgehenden Verkehr wieder freigegeben werden. * Essen, 14. Febr. Der Frühjahrspferdemarkt 1914 findet am 26. und 27. Februar auf dem mit direkten Bahnanschluß versehenen städtischen Viehhofe statt. Der Viehhof hat Stallungen für 1200 Pferde und Plätze jeder Art zum Vorführen der Pferde. Neben den in erster Linie in Frage kommenden kaltblütigen Arbeitspferden(Belgier) werden auch Pferde der übrigen Rassen, wie sie in landwirtschaftlichen Betrieben Verwendung finden, sowie Luxuspferde jeder Art gehandelt. Außerdem kommen Wagen, Geschirre und Zubehör zum Verkauf. * Ohligs, 14. Febr. Ein Hauseigentümer an der Marktstraße ist zu den Kosten der Pflasterung mit einem Beitrage von rund 10 000 Mark herangezogen worden. Nach§ 15 des Gesetzes vom 2. Juli 1875 kann durch Ortsstatut bestimmt werden, daß bei der Anlegung von neuen, bisher nicht vorhandenen Straßen die angrenzenden Eigentümer, sobald sie Gebäude an der Straße errichten, der Stadt die Kosten für die Freilegung, erste Einrichtung, Entwässerung= und Beleuchtungsvorrichtungen der Straße anteilig zu erstatten haben. Die auf Aufhebung der Heranziehungsverfügung nach fruchtlosem Einspruch erhobene Klage wies der Bezirksausschuß ab. Dieser Entscheidung ist das Oberverwaltungsgericht am 12. Februar 1914 beigetreten. Es begegnete dem Einwand des Klägers, daß das für die Marktstraße erforderliche Land bisher nur teilweise an die Stadt aufgelassen sei und daher in keinem Falle die Veranlagung aufrecht erhalten werden könne, mit dem Hinweise, daß die Pflasterung einer Straße nicht zu ihrer Freilegung, sondern zu ihrer ersten Einrichtung gehöre. * Düsseldorf, 14. Febr. Bei einem Sprung über einen quergestellten Bock war während der Turnstunde ein Schüler zu Schaden gekommen. Sein Vater wie er selbst strengte darauf gegen die Stadtgemeinde Düsseldorf und Prof. St., der den Turnunterricht geleitet hat, die Klage auf Schadenersatz an. Zugleich erhob das Provinzialschulkollegium auf Grund des Gesetzes vom 13. Februar 1854 den Konflikt zu Gunsten des Prof. St. Der erste Senat des Oberverwaltungsgerichts hat dahin erkannt, daß der Konflikt begründet und das gerichtliche Verfahren gegen Prof. St. endgiltig einzustellen sei. Er hatte zuvor ein Gutachten des Direktors der Landesturnanstalt eingeholt. Es sprach sich dahin aus, daß der Sprung über den quergestellten Bock bei seiner geringen Höhe von 13= bis 14jährigen Schülern habe gefordert werden können. Es habe genügt, wenn Prof. St. einen Schüler mit der Hilfeleistung bei der Uebung beauftragt habe. Der Turnlehrer habe nicht Vorsichtsmaßregeln außer acht gelassen. Im Anschluß an dieses Gutachten führte der Senat aus, daß der Unfall auf einen bedauerlichen Zufall, aber nicht auf einem Versehen des Prof. St. beruhe. * Köln, 14. Febr. In der gestrigen Generalversammlung der Kölner Wirte=Innung wurde einstimmig beschlossen, im Jahre 1915, gelegentlich des 25jährigen Bestehens der Innung eine Wirte=Fach= und Kochkunst=Ausstellung zu veranstalten. Wie auf der Versammlung mitgeteilt wurde, wird die Stadt Köln die Hallen der Ausstellung Alt= und Neu=Köln, die noch erweitert werden sollen, zur Verfügung stellen. Prostituierte Schmidt ermordet zu haben, nicht erwiesen wurde. Der Mörder trieb sich unter den verschiedensten Namen in Deutschland her= daten verhaftet, die seit einigen Wochen zur Feld. um. Er ist auch verdächtig, im letzten Herbst bäckerei abkommandiert worden waren. Seit in Köln eine Prostituierte ermordet zu haben, ihrer dortigen Tätigkeit kamen zahlreiche Rom, 14. Febr. Die Meldung des krankungen, und auffälligerweise meistens nach — duug ar. vrrr. Die Meldung des hemt gp gutz dez frischen Brotes, zum Ausbruch. Mainzer Journals“, der Venediktinerabt Wie sich herausstellte, hatten die Leute Vitriol in Janssens ger.mit einer Visstationsreise.,—..I. Wgolen, br. Das Schwurgericht von Skutari, 15. Febr. Bekiv Aga und die aninen Deutschen, namens Jei.- deren türkischen Offiziere, die wegen Verschwöter seiner Herrschaft, bei der rung in Valona verurteilt worden uind, sind in t war, aus Nache erstochen, das hiesige Gefängnis eingeliefert worden. Janssens sei mit einer Visitationsreise nach ver..„ Gratteig gegoffen schiedenen Ligzesen Deutsagands beaustragt, ente ven Ototrig.— zurgischen Siziere behrt, wie er selbst mitteilt, jeder Begründung. Die verurteiter##..61 Paris, 14. Febr. Das Schwurgericht von tar; Belfort verurteilte einen Deutschen namens Kirstetter, der die Tochler er früher bedienstet batte, sum Tode. Kohlengaserplosion. König Alfons 13. als Verleger. Bachmut, 15. Febr. Bei einer KohlengasMi: einem Kostenaufwande von 25 0000 explosion auf einem Schacht der Neurussischen Frank, die er aus eigenen Mitteln bestreitet, hat Gesellschaft in Jusowka wurden acht Albeite# der König von Spanien eine umfangreiche lebensgefährlich und fünf leicht verletzt. Druckschrift herstellen lassen. Sie gibt den spa Ein ganzes Dorf von Eingeborenen vernichtet. Ein niederträchtiges Attentat. Amiens, 15. Febr. Hier wurden zwei Solnischen Landwirten Ratschläge, wie die ausgedehnten, brachliegenden Ländereien wirtschaftlich nutzbar zu machen seien, und wird jedem Interessenten kostenfrei zugesandt. Der König hat überdies eine Anzahl Prachteremplare des Werkes für die Staatschefs und undere bedeutende Persönlichkeiten bestimmt. Tehle Vermischtes. Berlin, 13. Febr. Der Magistrat trat einenn Beschlusse der Stadtverordnetenversammlung über die Verwendung von 300000 Mark zur Gewährung unverzinslicher Darlehen an Personen, die infolge wirtschaftlichen Niederganges vorübergehend in Not geraten seien, bei. — Friedrichshafen, 14. Febr. Das 23. Zeppelinluftschiff, das künftige Militärluftschiff Z. 8, ist soeben auf der Friedrichshafener Luftschiffwerft fertiggestellt worden. Der Führer des neuen Luftschiffes, Hauptmann Andree vom 3. Luftschifferbataillon in Düsseldorf, ist bereits hier eingetroffen. Das Luftschiff wird in den nächsten Wochen seine Probefahrten unternehmen, und dann, da die Düsseldorfer Halle erst im Laufe des Sommers fertig wird, voraussichtlich in Trier stationiert werden. Fleusburg, 14. Febr. In dem deutschen Kreise Schleswig herrscht über eine Schändung an dem deutschen und österreichischen Denkmal bei Oeversee, das erst vor einigen Tagen bei der 50jährigen Gedenkfeier der Schlacht bei Oeversec enthüllt wurde, große Erregung. Von den Kränzen, die an dem Denkmal niedergelegt wurden, sind sämtliche Schleifen und Widmungen gewaltsam abgerissen worden. An dem benachbarten dänischen Denkmal hat man dagegen die Kränze vollkommen unberührt gelassen. Dresden, 14. Febr. In dem nahegelegenen Städtchen Hartenstein hat der Kassierer Kramer Unterschlagungen verübt, die sich nach näherer Prüfung auf 80000 Mk. belaufen. — München, 14. Febr. Die Kolportage der Karnevalsnummer des Simplizissimus ist von der Polizei verboten worden, angeblich wegen einer Zeichnung von Dudowic. Prag, 14. Febr. Dem unter dem Verdachte des Mordes verhafteten Mann, der als Deserteur festgestellt wurde, wurde der Raubmord an einer Prostituierten in Josefstadt nachgewiesen, während seine Angabe, die Wiener Eine Stiftung für die Akademie der Wissenschaften in Berlin. Berlin, 15. Febr. Der Berliner Akademie der Wissenschaften ist in letzter Zeit die größte Stiftung zugefallen, die sie bisher überhaupt erhalten hat, eine Summe von einer Million Mark, die ihr der in Brüssel verstorbene Bankier Albert Samson vermacht hat. Erkrankung des Kronprinzen. Berlin, 16. Febr. Der Kronprinz ist an einer Mandelentzündung erkrankt. Durch diese krankung dürften die Festlichkeiten im Kronprinzenpalais, die heute und Mittwoch stattfinden sollten und zu denen der Kronprinz das Trompeterkorps der Leibhusaren in Danzig bestellt hatte, in Frage gestellt werden. Allem Anschein nach ist die Erkrankung nur eine leichte. Prinz Wilhelm zu Wied in Berlin. Berlin, 16. Febr. Prinz Wilhelm zu Wied ist gestern früh aus Wien wieder in Berlin eingetroffen und hat ebenso wie die Prinzessin im Hotel Esplanade Wohnung genommen: Mittags nahmen der Prinz und die Prinzessin an der Frühstückstafel beim Kaiser und der Kaiserin teil, zu der auch verschiedene Prinzen und Prinzessinnen geladen waren. Heute nimmt der Prinz an einem Abschiedsessen teil, das ihm seine Kameraden vom 3. Garde=Ulanenregiment in Potsdam geben. Genickstarre. Luxemburg, 15. Febr. In einem luxemburgischen Grenzorte starb der Arbeiter Barthels an Genickstarre. Gegen die Ansteckungsgefahr haben die Behörden strenge Maßnahmen angeordnet. Vom Sturm zerstört. Helgoland, 15. Febr. Sämtliche Kabel nach Helgoland sind durch den Sturm zerstört; nur die drahtlose Verbindung ist möglich. Fürstenbesuche in Paris. Paris, 15. Febr. Im Ministerrate unter dem Vorsitz des Präsidenten Poincaree gab der Ministerpräsident Doumergue zur Kenntnis, daß das Königspaar von Dänemark am 15. oder 16. Mai nach Frankreich komme:. Mairobi(Britisch=Ostafrika), 15. Febr. Ein aus dem Norden zurückgekehrter Reisender berichtet, daß ein ganzes Dorf des Stammes Rendille von den Eingeborenen Borans vernichtet worden ist. Dabei sind 200 Männer, Frauen und Kinder getötet worden. Der Stamm der Borani ist sonst ein friedlicher Stamm, der aber fortgesetzt von dem Stamme der Rendille heimgessccht wurrde. Gefährlicher Schneesturm in Amerika. Newyork, 15. Febr. Seit gestern herrscht hier ein wütender Schneesturm; der Verkehr ist lahmgelegt. Die Droschken und Automobile versagen und brechen zusammen. Der Schnee liegt fußhoch; es schneit aber noch immer weiter. London, 15. Febr. Der gestern über die amerikanische Seite des Atlantischen Ozeans hinfegende Schneesturm war von sehr starkem Frost begleitet. Der Dampfer„Oceanic“ traf gestern Abend in Newyork mit dreistündiger Verspätung ein. Deck und Schiffsrumpf waren mit einer dicken Eiskruste überzogen. Eine riesige Sturzwelle drückte unterwegs die Kabinenfenster des Salons ein. Das deutsche Geschwader in den brasilianischen Gewässern. Rio de Janeiro, 15. Febr. Das deutsche Geschwader ist begleitet von einer brasilianischen Division heute unter dem Salut der Festungsgeschütze in die Bai von Rio de Janeiro eingelaufen. Die japanischen Bestechungen. Tokio, 15. Febr. 5 Seeoffiziere, darunter ein Kontreadmiral, sind vom Marinedepartement verhaftet worden, bis das Kriegsgericht in Sachen der Bestechungsangelegenheit zusammen— Oemt-S Einen wohlschmeckenden Fruchtpudding bereitet man am besten aus„Reeses Fruchtpuddingpulver“. Es ist dieses ein neuer Artikel der Reese Gesellschaft in Hamneln, der allenthalben infolge seiner hervorragenden Qualität Anklang gefunden hat und gern gekauft wird. Das Puddingpulver enthält unzerstückelte Früchte, z. B. Rosinen und Korinthen, die dem fertigen Pudding einen ganz besonderen Wohlgeschmack verleihen. Daß man den Reese=Artikeln unbedingtes Vertrauen entgegenbringen darf, wissen die meisten Hausfrauen ja schon vom Gebrauch des Backwunders, Puddingpulvers, Vanillinzuckers. Spielplan des Dortmunder Stadttheaters. Dienstag, den 17. Februar. Abends 7,30 bis 10 Uhr. Zum 2. Male: Tiefland. Musikdrama in 1 Vorspiel und 2 Aufzügen von Eugen 'Albert. Mittwoch, den 18. bis 9,45 Uhr. Zum Lustspiel in 3. Akten. Februar. Abends 7,30 3. Male: Kammermusik. Statt jeder besonderen Anzeige. ∆ 0 In seinem unerforschlichen Ratschlusse, hat es dem lieben Gott gefallen, Freitag abend 11 Uhr, unseren lieben unvergesslichen Sohn und Bruder, den Werkmeister Auelf im Alter von 29 Jahren, infolge eines Unglücksfalles, vorher gestärkt durch den öfteren Empfang der hl. Sterbesakramente zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Castrop, den 14. Februar 1914. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 17. ds. Mts., nachmittags 3 Uhr, vom Elternhause,: Castrop. Cottenburgerstrasse Nr. 46, aus statt.— Das feierliche Hochamt findet am Mittwoch, den 18. ds. Mts., morgens 7¼ Uhr, in der Filialkirche Castrop-Schwerin statt. Nachrul. Gestern abend 11 Uhr starb nach kurzer Krankheit, an den Folgen eines Unfalles, der Werkmeister unserer Fabrik Rummenohl, Herr Adolf Kösters aus Castrop. Er war seit 1898 in den Diensten unserer Gesellschaft und verlieren wir in ihm einen treuen und gewissenhaften Beamten, dem wir ein ehrendes Andenken über das Grab hinaus bewahren werden. Hagen, den 14. Februar 1914. Die Direktion der Westdeutschen Sprengstollwerke.-G. Nachruf. Pastor Felke Heilweise Augendlagnose, Homöopathle, Naturhellweise. Keine körperliche Untersuchung. Dr. phil. Magus, Dortmund, Burgwall 27. Einzig beglaubigter Vertreter am Platze. Sprechzeit: Montags u. Donnerstags 9½—1 u. 2- 5½ Uhr Gestern abend starb im Marienhospital zu Hagen unser Werkmeister Rach Höstere nach kurzer, schwerer Krankheit an den Folgen eines Unfalles. Wir verlieren in dem zu früh Entschlafenen einen lieben, hochgeschätzten Kollegen und einen gerechten, aber wohlwollenden Vorgesetzten, dessen lauterer Charakter und fröhlicher Sinn ihm ein ehrendes Andenken bei uns sichern. Rumenohl b. Hagen, den 14. Febr. 1914. Die Beamten und Arbelter der Wesideutschen Sprengstoffwerke.-G. Tanz Eilterrient Monopol I. Etage beginnt bestimmt Mittwoch, den 18. Februar. Der Einzel- sowie Tango-Unterricht nachmittags von 3 Uhr an. Gemeinschaftlicher Kursus 8 Uhr abends. Referenzen von den höchsten aristokratischen Familien Deutschlands im Besitze. Hohmann. Assistenten: Laborde, Mira. eus des leitung kapitel achruf: Bresdurch s und en Argkeitslandes öpfunseiner pundessenden n Zeit dem war den pitel ligen nals den öln. enen von die r ind hn— Sände Papier vollschreien, das Spricktwart„(dta.1 Dduanschatt.— 78-.-—-—.-—272 tre ni. die sch mni rei lich ter bri bri un 18 mi abe woo lag los ein Bel nich den wir zur wir sah Erl D lähn vera den ihre Bekä des Krau nom zum letzte Reih Anze derlö Krai auße chen einer ist. Besti beam dessen dacht Kran auf Eben geschi ber 2 heit nung auch Medi und fung über Eir 5 zuc! charal von lius drassy Briefe damal Minis keilun Salzb. ischti etzt r e ster, n aus i sorge Fällen geben „Ja, gegen getan dete ic dumm EFr 6 aber 2 Aus 94 0 bid 99 den B ###er alc P 2. Kein Kautzwang! Riesen-Massen-Verkäufe aus den grössten Emalllewerken Deutschlands! Nicht zu verwechseln mit kleineren Unternehmungen ähnlicher Art. Alles zum Aussuchen! —m FraPree Mehrere EisenbahnWaggonladungen sollen zu fabelhaft billigen Preisen verkauft werden. Alle Haus- und Küchengeschirre in selten grosser Auswahl spottbillig! Zur Gufklärung: Die von vielen fausend Hausfrauen anerkannte Billigkeit und Haltbarkeit meiner Eurailleiparen liegt in dem Riesen-TllassenUmsatz und in den direkten Bezügen ohne Ziischenhandel von den grössten und leistungsfähigsten Emaillewerken. Stets neue Sendungen. Vergleichen Sie die Preise und Sie werden staunen. = Verkauf täglich von 9 bis 1 Uhr und von 2½ bis 7 Uhr.= 9 — Sonntags kein Verkauf. W. Benecke aus Bremen. NB. In allen grösseren Städten Deutschlands Riesenerfolge. In Frankfurt a. M. verkaufte ich 60 Wagenladungen dieser Emaillewaren in kurzer Zeit, in Essen 40, in Nürnberg-Fürth 50, in Offenbach 60, in Würzburg 40, in Regensburg 35, in Mannheim 40, in Pforzheim 40, in Dachau 30, in Koblenz 28 usw. Letztmalige nie wiederkehrende Gelegenheit! Detailhandel u. Gewerbeverband Deutschlands Sitz Bochum. Nur 6 Tage! Letztmalige nie wiederkehrende Gelegenheit! Dienstag, den 17. Februar, abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Lueg, Wittenerstrasse 4 Versammlung. Ortsansässige Geschäftsleute und Handwerker sind freundlichst eingeladen. Der Vorstand. Sit. Vaur humte 3at. Cilt. Unübertroffen auf dem Gebiete! Die berühmte Wahrsage=Kunst! Nach langjährigem Bereisen der größten Städte Deutschlands beurteile ich nach dem Schema Mlle. Lenormand von Paris, die Napoleon., Kaiser Friedrich Wilhelm, Königin Josephine. Kaiser Alexander von Rußland vollständige Lebensschicksale und Zukunft sagte. Restaurant Heinrich Hettermann, Castrop, Hernerstrasse 24. Sprechstunden täglich von morgens 10 Uhr bis abends 9 Uhr. In das Handelsregister Abteilung A ist bei der unter Nr. 83 eingetragenen, in Bövinghausen im Amte Lütgendortmund domizilirenden offenen Handelsgesellschaft in Firma Schöppner, Grollmann& Co., am 4. Februar 1914 eingetragen worden: Der bisherige Gesellschafter Landwirt Heinrich Grollmann in Westerfilde ist infolge To sein, Sohn, der Landwirt Rudolf Grollmann in Westerfilde, in die Gesellschaft eingetreten. Amtsgericht Castrop. Landkreis Dortmund. Bekanntmachung. Die Verhandlung und Entscheidung über die zum diesjährigen Kreis=Ersatz=Geschäft angebrachten Militär=Reklamationen findet soweit dieselben nicht bereits erledigt sind, am 6. April 1914 im Gewerbeverein zu Dortmund, Kuhstraße statt. Zu demselben Termin findet auch die Verhandlung über die Zurückstellungsgesuche der Mannschaften der Reserve, Marine=Reserve, Landwehr, Seewehr, Ersatzreserve und MarineErsatzreserve, sowie ausgebildeter Landsturmplichtiger des zweiten Aufgebots gemäß§ 123 Nr. 2 der Wehrordnung statt. Gemäß bestehender Vorschrift müssen diejenigen Familien=Angehörigen eines Militärpflichtigen, auf deren angebliche Erwerbs. resp. AufIchtsunfähigkeit ein Anspruch auf Befreiung oder Zurückstellung des letzteren vom Dienste im stehenden Heere gegründet werden soll, sich soOber=Ersatz=KomGestern nachmittag 5 Uhr, starb plötzlich, doch wohlvorbereitet, meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwägerin, Schwester und Tante Frau behrer a. D. Johannes Roch Anna geb. Reinold im Alter 74 Jahren. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Merklinde, Dortmund, Frohlinde, Börnig, Münster i.., den 14. Februar 1914. Die Beerdigung findet am Montag, den 16. Februar, nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause Lessmöllmann, aus statt. Das Seelenamt ist am Montag, 7½ Uhr, in der Kirche zu Merklinde. * 8 * 35 Anfang April erscheint in unserem Verlage das 25 Auressbuch Wi für die Stadt Lastrop genau nach amtlichen Material bearbeitet. Bestellungen für das Adreßbuch od. Insertionsaufträge für den Reklameteil des Adreßbuches, das eine vornehme und wirksame wohl der Ersatz= als auch der mission persönlich vorstellen. Indem ich dieses zur öffentlichen Kenntnis bringe, mach ich zugleich darauf aufmerksam, daß die Reklamanten den Nachteil, der ihnen durch etwaige Nichtbefolgung dieser Vorschriften erwachsen möchte, sich selbst beizumessen haben. Dortmund, den 2. Februar 1914. Der Landrat: J..: Heinichen, Regierungs=Assessor. Biesenkampsr. 30. De e ceche Kinderleichenwagen u. Begleitwagen billigst. Thüringer Hausscladtiene Marstwaren la Qualität, versend. p. Nachn Thür. Blutwurst sà Pfd.—.90 Leberwurst„—.90 „ Sülzwurst)„—.90 „„ Zungenwurst„„.20 „ Knaawurst„..20 Mettwurst„„..20 Zervelatwurst u. Salami.50 (geräuch. 10 Pfg. mehr) Max Gemelnhard: Schweineschlachterei Herressen bei Apolds. Amtlich festgestellte Wochenmarktpreise in der Stadt Castrop vom 12. Februar 1914. Sleisch: Rindfleisch pro Pfund 30— 90 Pfg. Schweinefleisch(Schinkenstück)„ „(Nackenstück)„ „(Kotteleits)„ „(durchwachsen) „ ifett) „ ger.(durchwachsen)„ "(fett) Fische: pro 80— 90 90—100 90—109 75—85 70—80 110 100 Habe stets große und kleine Dauer-Reklame während des ganzen Jahres bildet, werden schon jetzt entgegengenommen. Verlag der„Castroper Zeitung“. Paseisulweine vorrätig und verkaufe dieselben billigst. Teilzahlung gestattet. Helur. Hirseh, Schweinehandlung, Zeche Graf Schwerin, Obere Dortmunder= u. KoiserMithelmitaße 1. Schellfisch(groß) "(mittel) „(klein) Seeaal Schollen(klein) Bresen(groß) „(klein) Prunrbahn grüne Heringe Butter=Land Butter=Rolkerei Land=Eier Blumenkohl Rotkohl Weißkohl Wirsing Rosentohl Kartoffeln Pfd. 40 Pfa 25„ 29„ „„ 80„ „„ 30„ „„ 45„ „„ 30„ „„ 25„ „„ 10„ Butter. Eier. pro Pfd..40 Ml. .50 „„„ ½„ pie Diz..10—.29„ Gemüse. pro Kopf 50—69 Pfg. „„ 30„ „„ 30„ „„ 30„ „„ 30„ " Itr. 300—360„ . e DORTMUNG Steinplatz Austuach und Srasiäher Sristes Preise der Bratschellfisch Portionsschellfisch Cablian Heringe Seelachs Fische auf dem städt. pro Pfd. 25 Pig „„ 26„ „„ 22„ "„ 12„ " 22„ SEn S/, a ## Wismar, OStsee Loglagonsure, Geemste: (Eiaskhetonber und Fuchuzochalt.): Hieue—oorztorien 505000HCSOCIEEITTTGEEE