Mn ted drat eotr dien osthohn ustostoseste Keachoenn. 1. * Die bam Spiesbminiter nan Büthune uus ishem Abicher. ubss.-Meshimuste u#.u OTetele Gahrper Zakung erchelnt legöb mib Aussahns em umn. u. Feierlegs une bolte durch die Boien hrei ins Daus gucbt 30 Pig. pre Gosel. Du Mliuhr Bicher 6s Pig. und Redokties: Münliersirabe 24 427 Ceicien 4. Ceielon a. Schmits in Cestrog. (Castroper Anzeiger.) Amtliches Organ für den Landgerichtsbezirk Dortmund. Snleriossgebchren pro Pelisells oder duten Raun 13 Pig.) Reklames pro Zeile 30 Pig. Bei größeren Unlereat Robal. Gröbers Dolsrots werdes bis minags, Lietnete bes 4 Ubr sachmitigs vor Rusgobe der Zeitung erbeien. kn Fe de Redallos ammzwonte: P. Ehsen in Gen Amtliches Organ für die Stadt Lastrop sowie Amtliches Organ für die Remter Kauxel, Mengede und Bladenhorst. Verbunden ml„Deueste Dachrichten“, amtliches Organ für das Amt Rauxel,„Volks-Zeitung“. Organ für Sodingen, und„Bladenborster Togeblatt“. Mie amtlichen Behanntmachungen der Stadt Gastron, der Hemter Rauzel. Mengede und Biadenberst erlangen nach Oeröllentlichung in ebigen Blättoe sedhtsverbindliche Rraft. 14. 40. Jahrg. Neue Wetterwolken. Der italienisch=griechische Gegensatz. es ist zu hoffen, daß solcher schließlich auf allen Trotz aller Versicherungen von der Harmonie Seiten vorhanden sein wird, denn keine Macht Tunter den Mächten har sich der aus der südalba= kann ernstlich eine Verlängerung der Orientkrise nischen und derInseitrage entstandene italienisch= wünschen. die Lösung der ägäischen Inselfrage große Schwierigkeiten bereiten werden; bei gutem Willen werden sie sich beheben lassen. Und es ist zu hoffen, daß solcher schließlich auf allen griechische Gegensatz in letzter Zeit unfraglich verschärft. Nachdem Frankreich und England durch die Entsendung der gemeinsamen Flotte # n a c h d e s P i r ä u s u n d d e n b e k a n n t e n e n g l i s c h e n Verschlag in Bezug auf die südalbanische Grenzen und die ägäischen Inseln den Griechen den Nacken gesteift haben, denken diese gar nicht mehr daran, den Fermit zendern Landenverstärkung dort ein. Sollte der Prinz zu Wied wirklich im Januar in das Land einzehen wollen, so kommt er dort zu der kritischden Zeit an. Es sei aber bemerkt, daß Oesterreich und Italien unter gar keinen Umständen xeendwelche Zugeständnisse in Albanien an Griechenland machen werden. Es ist dies eine gefährliche Illusion, der man sich in Athen hingibt! Ebensowenig sind die Dreibundmächte geneigt, in der ägäischen Inselfrage etwa restlos den Vorschlag Englands zu akzeptieren, ganz abgesehen von der Unmöglichkeit einer Verbindung dieser mit der albanischen Frage. Italien kann gar nicht auf ihn ohne weiteres eingehen, die wirtschaftlichen Expansionspläne, die es im südwestlichen Kleinasien hegt, machen es ihm unmöglich, auf jede Position im Aegäischen Meer zu verzichten, oder gar seinem gefährlichsten Konkurrenten, Griechenland, eine dominierende Stellung dort einzuräumen. und hinter Griechenland stehen England und Frankreich, von welchem letzteres durch den fakAschen Besitz sämtlicher syrischer Häfen ohnedies eine sehr starke Macht in der Levante wird. Italien ist gewiß, daß es in seinen Wünschen von seinen beiden Dreibundgenossen unterstützt werden wird, die außerdem genau wie es selbst ein starkes Interesse daran haben, daß auch, was die Türkei betrifft, der englische Vorschlag nicht in seiner Müßige Erfindung. Die„Vossische Zeitung" verbreitete die Meldung, daß der Reichskanzler, Staatssekretär des Aeußern, v. Jagow, und ferner der Kolonial= würden. Herr Wie dazu von zuständiger Seite mitgeteilt wird, ist diese Nachricht nichts als eine müßige Erfindung. Zur Geschite der Zaberner Vorkommnisse. In der„Nordd. Allg. Ztg.“ wird zur Zurückweisung der Behauptung, daß an der Zuspitzung der Verhältnisse in Zabern lediglich bestimmte dortige Militärpersonen schuld seien, ein Bericht des Zaberner Garnisonkommandos abgedruckt, in dem über Streitigkeiten zwischen Unteroffizieren und Zivilisten in Zabern vom August 1901 bis Dezember 1903 Mitteilungen gemacht werden. Ein Gesamtheit angenommen werden kann, da durch rungsgewalt bis zur Verwirklichung die Türkei auf Gnade Wied# Ansland. Balken. Sieg Essad Paschas. Belgrad, 17. Jan. Die„Politika“ meldet aus Ochrida: Nach dreitägigen blutigen Kämpfen haben die Truppen Essad Paschas die albanischen Truppen vollständig zerstreut. Die Truppen Essad Paschas stehen etwa 3000 Mann stark vor der Stadt Elbasan, deren Einnahme stündlich zu erwarten ist. Kritische Lage in Albanien. Valona, 17. Jan. In Albanien gestaltet sich die Lage immer kritischer. Die Kontrollkommission hat die tatsächliche Ausübung der Regieihm be=Albaniern befinden sich auf dem Marsche nach den Waffengebrauch des Militärs von werden Valonä. Auch in der Stadt kommt es häufig Teile der Allerhöchsten Kabinettsorder von 1820 mohammedanischen Fanatiker durchziehen die Dörfer und agitieren gegen die Christen und einen christlichen Fürsten. Paris, 17. Jan. Aus Valona meldet der „Temps“, daß die Erfolge Essad Paschas andauern. Die Einnahme von Elbasan sei nur eine Frage von Stunden. In Valona hält man das Vorgehen Essad Paschas für unbegreiflich, wenn er nicht auf die sichere Unterstützung einer oder mehrerer Mächte rechnen könnte. Keine Revision, aber Nachprüfung der Dienstvorschrift. Berlin, 16. Jan. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt: Aus Straßburg wird gemeldet, daß der zuständige Gerichtsherr in dem gegen den Leutnant v. Forstner anhängigen Strafverfahren auf die Einlegung des Rechtsmittels der Revision gegen das freisprechende Urteil des Oberkriegsgerichts verzichtet hat, Für diese Entschließung des Gerichtsherrn war ohne Zweifel ausschlaggebend, daß nach den tatsächlichen Feststellungen des Oberkriegsgerichts. der Angeklagte einen drohenden tätlichen Angriff der auf seinen Befehl verhafteten Person abgewehrt und sich dabei innerhalb der erlaubten Grenzen der Notwehr gehalten hat. Da eine Nachprüfung der Entscheidung des Oberkriegsgerichts in bezug auf die Würdigung des Ergebnisses der Beweisaufnahme dem Revisionsgericht nach der: Gesetz versagt ist, mußte das Rechtsmittel der Revision als aussichtslos erscheinen. Wie wir weiter hören, wird auch in dem Verfahren gegen den Obersten v. Reuter der Gerichtsherr auf Einlegung der Berufung gegen das freisprechende Urteil verzichten. Für diesen Verzicht mag gesprochen haben, daß die eingehende Beweisaufnahme vor dem Kriegsgericht einwandfrei den guten Glauben des Angeklagten an eine ihm nach seinen Dienstvorschriften zustehende Berechtigung zu dem Einschreiten des Militärs ergeben hat, und daß er deshalb nach anerkanniten Rechtsgrundsätzen straflos bleiben muß. Es ist richtig, daß in der Dienstvorschrift über Militärs von 1899 handlungen der beteiligten Ministerien im Jahre 1851 in allen seitdem erschienenen uns veröffentlichten Neudrucken der Vorschriften gleichlautend erfolgt ist, haben sich bis jetzt keinerlei praktische Unzuträglichkeiten ergeben. Nachdem sich indes bei den jüngsten Ereignissen in Zabern Zweifel daran ergeben haben, ob die Vorschrift von 1899 die Befugnisse der Zivilund Militärbehörden richtig abgrenzte, ist von Seiner Majestät dem Kaiser und König eine Nachprüfung der Dienstvorschrift angeordnet worden. Wie von zuständiger Seite mitgeteilt wird, haben die kriegsgerichtlichen Urteile gegen Oberst v. Reuter und Leutnant Schad, sowie gegen Leutnant v. Forstner infolge Verzichts des Gerichtsherrn auf die Einlegung des Rechtsmittels nunmehr Rechtskraft erlangt. Gesamtheit angenommen werden kann, da durch rungsgewalt bis zur Ankunft des Prinzen zu seine volle Verwirklichung die Türkei auf Gnade Wied übernommen. Hunderte von bewaffneten und Ungnade Griechenland und den ihr weundeten Großmächten ausgeliefert werden Valonä. Auch in der Stadt kommt es häufig Teile der Allerhöchsten Kabin Man wird von seiten des Dreibunds zu Reibereien zwischen Albaniern und Gendar= verwertet worden sind, und zwar um das Notohl die Türkei in ihrem Bestreben wärmstens merie. Die Mitglieder der internationalen Kon= wehr= und Notstandsrecht des Militärs sowie die unterstützen, Samothraki und Lemnos, sowie trollkommission sind um ihre persönliche Sicher= Fälle, in denen die Anwendung des Militär= Lesbos und Chios nicht antreten zu dürfen. Es heit besorgt und treffen Vorbereitungen, um sich hoheitsrechts in Frage kommt, darzulegen. Aus wer von vornherein gewiß, daß eventuell auf die Stationäre zu flüchten. Die ihrer Verwertung, die nach eingehenden Verh, uu##### Scharf beobachteten die Jäger die Wasserstelle per, während mehrere Hände ihm den Mund zuDer dritte Krupp=Prozeß. Berlin, 10. Januar. Der dritte Krupp=Prozeß gegen die Zeugoffiziere Tilian und Genossen begann heute vor dem Oberkriegsgericht des Berliner Gouvernements. Bekanntlich wurden die sechs angeklagten Zeugsoffiziere Tilian, Schlender, Hinst, Hoge, Feuerwerker Schmidt und Militär=Oberintendantursekretär Pfeiffer vom preußischen Kriegsministerium wegen Verrats militärischer Geheimnisse, militärischen Ungehorsams und passiver Bestechung am 5 August 1913 vom Kriegsgericht der Berliner Kommandantur zur 43 Tagen bis zu sechs Monaten Gefängnis und zum Teil zur Dienstentlassung verurteilt. Der fiebente Angeklagte, der Zeugfeldwebel Dröse, wurde zu drei Wochen gelinden Arrestes verurteilt. Dieser hat auf die Berufung verzichtet. Die sechs genannten Angeklagten und auch der Gerichtsherr haben Berufung eingelegt. Nach Aufruf der Zeugen und Sachverständigen soll das Urteil der ersten Instanz verlesen werden. Auf Antrag des Vertreters der Anklage wird während der Verhandlung die Oeffentlichkeit ausgeschlossen, da durch die Verlesung die Staatssicherheit gefährdet werden könnte. Nach Verlauf von fast zwei Stunden wurde die Oeffentlichkeit wieder hergestellt und alsdann mit der Vernehmung der Angeklagten begonnen. Oberintendantursekretär Pfeiffer bestreitet den vollen Inhalt der Anklage. Er habe mit Brandt die Feuerwerkerschule besucht und sei infolgedessen seit längerer Zeit mit ihm beSchicksalswalten. Roman von Max Esch. 45 „Ich will die Tiere vorsichtshalber in der Nähe der Farm haben, denn es steckt fast mein gesamtes Kapital darin, das ich aus dem Zusammenbruche gerettet,“ wandte sich Peters erklärend zu seinem Nachbarn hin, der schweigend nickte, denn in Gedanken malte er sich aus, daß er nach Beendigung des Krieges zum Farmbetrieb übergehen wollte. Mit Stangen und Draht hatte Peters eine große Fläche Weideland eingezännt, in die die Rinder, Mauktiere und Pferde getrieben wurden. Darauf begrüßten auch die Söhne des Kolonisten die Gäste. Als der Mond sein silbernes volles Licht auf die Erde herabsandte, begaben sich Peters, Bellmann und einer der Soldaten mit den Hunden und guten Jagdgewehren versehen, in die Steppe. Der Farmer führte seinen Gast auf dem kürzesten Wege nach der Wasserstelle, wo er den Wechsel der Springböcke gesehen hatte. Heiter plandernd schritten alle drei in der kühlen Nachtluft dahin, während die Hunde sie spielend umkreisten. Noch hatten sie ja nicht nötig, besondere Vorsicht zu üben, als sie sich aber dann der mit Buschwald bestandenen Wasserstelle näherten, verstummte jedes Gespräch. Vorsichtig schlichen sie sich gegen den Wind an, alle drei hatten sich getreunt, um günstiger zum Schusse kommen zu Bunen. Die Hunde behielt Peters im Auge, damit sie durch keine Bewegung das flüchtige Wild bennruhigen sollten. So hatten sich die drei von verschiedenen Seiten der Wasserstelle genähert, aber noch zeigte sich nicht das geringste von der Anwesenheit irgend eines Wildes. Nur die Hunde hatten von Zeit zu Zeit ein leises, drohendes Knurren hören lassen, das Peters mit halblauter zorniger Sprache zu unterdrücken suchte, nahm er doch an, daß die Tiere irgend ein Wild gewittert hätten und den zu ihr führenden Wildpfad. Lange konnten sie so gelegen haben, ohne daß sich das ersehnte Wild zeigte, als die Hunde immer unruhiger wurden und von Peters gewaltsam am Vorbrechen verhindert werden mußten. Hätten alle drei nicht die Wasserstelle so scharf im Auge behalten, so hätten sie sicher dem leisen Rascheln im Gebüisch mehr Aufmerksamkeit geschenkt, das mehrere Gestalten trotz aller Vorsicht vollführten. Es waren zehn Hereros, die das Näherkommen der verhaßten Weißen gesehen hatten und nun versuchten, ihnen in den Rücken zu kommen, um sie zu überfallen. Die Augen der körperlich ziemlich heruntergekommenen Schwarzen, die raubend die Gegend heimsuchten, leuchteten vor Mordgier auf, denn über Erwarten gut gelang ihnen das Anschleichen der Weißen. Nur die Hunde knurrten fortwährend. Aber ihre Herren beachteten diese Warnung der treuen Tiere anscheinend nicht. Die Schwarzen handelten nach einem vorher verabredeten Plan. Sie wollten zunächst den einen und dann der Reihe nach die beiden übrigen niederschlagen und sich in den Besitz der Waffen setzen. Mißmutig hatte Peters das Betragen der Hunde beobachtet, denn diesem schrieb er es zu, daß das in dem Dickicht offenbar sich aufhaltende Wild nicht zur Tränke kam. Daß Wild in dem Busche war, verriet das leise Knacken von Aesten zur Genüge. Aber die Hunde wollten sich durch nichts beruhigen lassen, und schließlich erhoben sie gar ein wütendes Gekläff und suchten sich mit aller Gewalt loszureißen. In diesem Augenblicke hatte Bellmann das Gefühl, als ob er von jemand scharf beobachtet würde. Er wandte unwillkürlich den Kopf, um dann erschreckt vom Boden aufzuspringen, denn er sah in die mordblitzenden Augen mehrerer Schwarzer, die sich ihm von hinten lautlos genähert hatten und sich nun auf ihn stürzten. Ehe er auch nur einen Schuß abgeben konnte, war er durch den heftigen Auprall der Schwarzen zu Fall gebracht. Schraubstockartig legten sich mehrere Arme um seinen Körhielten, ihr Opfer so am Schreien verhindernd. Verzweifelt suchte Bellmann gegen die Uebermacht anzukämpfen, aber er sah nur zu deutlich, daß sein Ende nahe. In der Faust des einen der schwarzen Bestien blitzte ein Messer im Mondlichte auf. Teuflisch schien sich der Schwarze an der Angst seines Opsers zu weiden, denn das Messer hielt er noch eine geraume Zeit vor dessen Angesicht. Dann holte er zum Stoße aus, blitzschnell senkte sich das Messer hernieder, aber ehe es noch die Brust Bellmanns berührte, entfiel es kraftlos der Hand des Peinigers, der mit einem Schmerzensschreizu Boden stürzte. Die Hunde, zwei starke Doggen, hatten sich losgerissen und waren auf die Schwarzen losgestürmt. Das hatte Bellmann die Rettung gebracht, denn die Schwärzen ließen von ihrem Opfer los, um die wütenden Hunde zu verscheuchen. Im Nu hatte sich der Ueberfallene aufgelli und nach der treuen Büchse gegriffen, deren Kolben im nächsten Augenblick auß den Kopf eines seiner Angreifer herniedersauste, s5 daß dieser taumelnd zusammenbrach. Dann holte Bellmann abermals zum Schlage aus, aber nun erhielt er von Peters und dem Soldaten Hilfe, die den Hunals sie den Lärm vernommen, gefolgt waren. Mit der Schußwaffe ließ sich hier nichts ausrichten, wenn man nicht wollte, daß man Bellmann gefährdete, der von allen Seiten von der Bande umringt war. Peters feuerte die Hunde zum Draufgehen an, und immer wütendere Augriffe führten die mächtigen Tiere, obwohl aus mehreren Wunden blutend, auf die Schwarzen aus. Dann sansten die Büchsenkolben der beiden in den Hausen der Schwarzen hinein und schafften dem Angegriffenen Luft, dessen Kolben ebenfalls harte Arbeit verrichtete. Vier der Schwarzen lagen bereits besinnungslos am Boden, und als bald darauf nochmals zwei niederstürzten, wollten die vier übHörde Keaten Ve.“ Flucht entsernen, aber die Müße enin. ud se wulrden sie mit leichter die nach gesesselt. Darauf wurden untersucheu deubtlos am Boden Liegenden untersucht. Deren dicken Schädel erwiesen sich inintakt, so daß, auch sie gefesselt werden mußten. Die drei waren kaum damit fertig, als das Bewußtsein sich bei einigen wiedereinstellte. Sie rüttelten gewaltig an ihren Fesseln, doch die drohend gu#k. sie gerichteten Büchsenläufe und einige Worte Peters in ihrer Sprache bewirkten, daß sie sich sofort ruhig verhielten. Willig folgten, als auch die übrigen zu sich kamen, alle Gefangenen ihren Siegexr Kinan“ aus dem Gebüsch in die Steppe. Hier ss lagern. Da den. Plaugenen in einem Hausen sich tagern, da ihm Peters mitteilte, er wolle den Hunden den Busch untersuchen, ob noch mehrere der schwarzen Teufel dort herumkröchen. Während Bellmann und der Reiter mit schußbereiten Wassen die Gefangenen im Auge Sae 945h ad aedste sechäshgee Sstsicen schoren beganten, worauf der auf das Vegiunen Sest es escie Keicesc e Lasie besz hiek= Nach huze Zeitwaten diesesk. heitigt, und unn zeigte es sich, daß die Schwarzen ziemlich geräung— delegt halten. In einer a: Krängi gen, aber nicht tiesen Felsenhöhle Zeit erleit jese wvei Sprigböcke, die erst kuze ien geschosenen seigeskastes aau. Tiere nach oben, sie hatten ehr Gewicht. Und nur mit Anstrengung vermochte der Farmer Steppe zu schleppen. sie durch den Busch in die 9nn 8 rast häu son Ka Ott „A un dre chei jed rot Kö bal Tie Be die sta suc Sc Mi biss Ass me flit err üb St sch ra# tä rii do fer en un sch sel K al 11 55 E freundet. Er sei vielfach mit ihm zusammengekommen. Brandt habe ihm zu Weihnachten 100 Mark geschenkt. Er sei darüber stutzig geworden und habe ihm gesagt: Du verlangst doch nicht, daß ich Dir etwas von amtlichen Geheimnissen verraten soll? Brandt habe dies entschieden in Abrede gestellt. Er habe Brand niemals Mitteilungen gemacht, die er in seiner Eigengen l Beamter des Kriegsministeriums er fahren habe, einmal, weil er der Annahme sein Ionnte, die Sache sei im Interesse der Landesverteidigung geheim zu halten, und andererseits sei es überhaupt verboten, daß Beamte des Kriegsministeriums über amtliche Dinge etwas mitteilen. Er könne sich nicht enträtseln, wie Brandt dazu gekommen sei, zu behaupten, seine Quelle über Vorgänge im Kriegsministerium sei er. Auszüge aus dem Etat des Kriegsministeriums habe er Brandt nicht geliefert. Alle diese Mitteilungen aus dem Kriegsministerium könne Brandt sehr wohl von anderer Seite erfahren haben. Auf Befragen des Verhandlungsführers, wie Brandt denn mit aller Bestimmtheit behaupten könne, er habe diese Mitteilungen von ihm (von Pfeiffer) erhalten, bemerkte der Angeklagte, er vermute, da er Brandt häufig besucht habe, und Brandts Wohnung polizeilich beobachtet wurde, Brandt habe ihm gesagt, er wolle seinen richtigen Gewährsmonn schonen und ihn, Pfeiffer, da er doch einmal von der Polizei beobachtet und kompromittiert sei, als seinen Gewährsmann angeben. Der Angeklagte Zeugleutnant Hoge bestreitet ebenfalls, sich irgendwie schuldig gemacht zu haben. Er habe lediglich Brandt Mitteilungen gemacht, wenn er ihn fragte, ob das, was er erfahren habe, recht sei. Er habe also im wesentlichen nur das bestätigt, was Brandt bereits wußte. Er habe keinen Anstand genommen, dies zu tun, da er dem Brandt bezüglich seiner guten Stellung, die er bei Krupp erhoffte, förderlich sein wollte. Brandt habe ihm gesagt, er werde wohl in der nächsten Zeit der Berliner Vertreter der Firma Krupp werden. Er habe nicht das Bewußtsein gehabt, irgend ein Geheimnis zu verraten oder gar Landesverrat zu begehen. Der angeklagte Feuerwerker Schmidt bestreitet ebenfalls, sich schuldig gemacht zu habenEr habe keinen Anstand genommen, Brandt auf seine Fragen Mitteilungen zu machen, da ihm bekannt war, daß es gegenüber der Firma Krupp kein Staasgeheimnis gebe. Er habe jedenfalls nicht das Rewußtsein gehabt, etwas Strafbores zu tun. Die Verhandlung wird darauf auf Morgen(Samslag vormittag 10 Uhr) vertagt. räumen, sin ne Rolle spielt, so ist das für zutreffend; die besseren hygieniMutter hier die Stadt auch zutreffend; die besseren hygienischen Verhältnisse, die Sauglingsfürsorgestellen, die größere Bildung und Aufklärung der Massen wirken jedoch in der Stadt lebensfördernd. Gegen die nächtliche Unruhe der Kinder. Lebhafte, etwas nervöse Kinder wachen des Nachts mit einem lauten Schrei auf, der Traum verfolgt sie noch, wenn sie erwachen, sie zittern und versetzen die Mutter in den größten Schrekken. Bei Säuglingen verhindert man das Aufschrecken, das von einem lauten Schrei begleitet ist, indem man ihn nach der genossenen Nahrung einige Minuten in aufrechter Haltung umherträgt, damit die Luft aus dem Körper entweicht. Bei größeren Kindern achte man darauf, daß sie des Abends nur leichte Sachen essen, aber unbedingt nach dem Einnehmen der Mahlzeit noch Notverbandes wurde der Verletzte in das kath. Krankenhaus zu Castrop transportiert, woselbst eine Zerquetschung der Nase und Quetschung des linken Fußes festgestellt wurden. * Anmeldung ohne Steuerzettel. In zahlreichen Ortschaften ist durch Polizeiverordnung bestimmt, daß fortziehende Personen bei der polizeilichen Abmeldung ihren Steuerzettel vorzulegen haben. Der Zweck dieser Bestimmung ist eine behördliche Ueberwachung der Steuerpflicht. Das Kammergericht erklärte indessen eine solche Polizeiverordnung für rechtsungiltig. Sie sei nicht aus sicherheitspolizeilichen Rücksichten erlassen, sondern nur im steuerlichen Interesse von Staat und Gemeinde, was unstatthaft sei. eine Stunde munter sind. Im Bett dürfen sie außer einigen Schlucken Wasser nichts mehr genießen. Die Luft in dem Zimmer muß rein sein, das Fenster soll nur bei großer Kälte geschlossen werden. Die Kinder müssen aber ordentlich zugedeckt werden, damit sie nicht frieren, denn das Kältegefühl erschreckt sie und macht den Schlaf unruhig. Die Unterhaltung vor dem Schlafengehen darf besonders bei lebhaften Kindern sich nicht auf erregende Dinge beziehen, auch soll man den Kindern vor dem Einschlafen keine Geschichten erzählen. Aus Castrop und Umgegend. Castrop, 19. Januar. Für freiwillige Rekruten. 9 5 5 Für die Frauenwelt. Säuglingssterblichkeit. Es wird allgemein angenommen, daß die großen Städte, mit ihrer eng zusammengepferchten Bewohnerschaft, den Säuglingen viel ungünstigere Lebensmöglichkeiten bieten als das platte Land. Eine kürzlich erschienene Statistik über die Säuglingssterblichkeit in Bayern zeigt uns gerade das Gegenteil. Bayern ist von allen deutschen Bundesstaaten überhaupt das Land mit der größten Säuglingssterblichkeit. Während diese im Reich erfreulicherweise auf 16,2 Prozent gesunken ist, beträgt sie in Bayern noch 20 Prozent. Der Höchststand ist aber nicht in den Großstädten zu finden, da München, das im Jahre 1878 die erschreckende Säuglingssterblichkeit von 35 Prozent aufzuweisen hatte, jetzt auf 17 Prozent gekommen ist. Dagegen gibt es niederbayerische Bezirke mit einer Säuglingssterblichkeit von 32 Prozent. Wenn man nun auch zugeben muß, daß die Erwerbstätigkeit der Da in der hiesigen Umgegend viele junge Leute gerne als Freiwillige dem Militärstand beitreten wollen, es jedoch nicht wissen, was sie zu tun haben, wird von der 8. Kompagnie des 8. Lothringischen Infanterie=Regiments Nr. 159 in Mülheim(Ruhr) darauf hingewiesen, daß Militärpflichtige, die im Herbste dieses Jahres in Mülheim=Ruhr als Freiwillige eingestellt zu werden wünschen, sich entweder persönlich Dienstags oder Freitags, vormittags zwischen—10 Uhr, auf der Schreibstube der 8. Kompagnie in der Kaserne melden, oder ein kurzes schriftliches Gesuch um Einstellung an die Kompagnie richten können. Die ärztlichen Untersuchungen finden Dienstags und Freitags, vormittags, jeder Woche, und zwar bis zum 20. Februar dieses Jahres, statt. Zur Vorstellung sowie dem schriftlichen Gesuch muß der Meldeschein zum freiwilligen Eintritt in das Heer vorgelegt bezw. beigefügt werden. Unbescholtenen jungen Leuten wird der Meldeschein zum freiwilligen Eintritt unentgeltlich auf mündliche oder schriftliche Anforderung vom Landrats= oder Bürgermeisteramt usw. des Wohnortes, wenn gleichzeitig die schriftliche Einwilligung des Vaters bezw. Vormundes vorgelegt wird, ausgestellt. An den obengenannten Tagen findet auch die Einstellung sowie ärztliche Untersuchung der Kapitulanten statt. * Zur Steuererklärung. Auf Anfrage erklärt das Finanzministerium, daß die Frist für die Abgabe der Steuererklärungen zum Wehrbeitrag, zur preußischen Einkommensteuer und zur preußischen Ergänzungssteuer gleichzeitig bis zum 30. Januar verlängert wurde. =l= Unfall im Bergbau. Ein Unfall ereignete sich im unterirdischen Betriebe der Zeche Viktor (2. Sohle) zu Rauxel. Beim Verbauen seiner Arbeitsstätte fiel dem Lehrhauer Adam Jankowiak aus Habinghorst ein Stück Nachfall auf die Nase und auf die Beine. Nach Anlegung eines * D i e B r a n d s t ä t t e a m M a r k t u m s t a n d e n g e stern noch hunderte Menschen. Noch immer glimmt es unter der Asche und steigen Rauchwolken auf. Die Feuerwehr hat am Samstag die hohen Giebelmauern zum Teil niedergelegt wegen der großen Einsturzgefahr. In welch großer Gefahr die kleinen Nachbarhäuser, besonders die auf dem Kirchplatz geschwebt haben, kann man jetzt recht deutlich sehen und war es keine leichte Arbeit für die Feuerwehrleute, das gewaltige Feuer auf seinen Herd zu beschränken. * Vorsicht mit Lysol. Da wiederholt Unglücksfälle zur Kenntnis der Behörden gelangen, die durch den Gebrauch oder die unvorsichtige Aufhebung von Lysol entstanden sind, so wird hiermit auf die mit dem Gebrauch und der Aufbewahrung des Lysols verbundenen Gefahren aufmerksam gemacht und vor unvorsichtigem Gebrauch oder Aufbewahren von Lysol oder dergleichen gefährlichen Cresotseifenlösungen gewarnt. * Was ein Schüler kostet. Im Jahre 1911 wurden in Deutschland ungefähr 670 Millionen für die Volksschulen, 31 Millionen Mark für die Mittelschulen und 177 Millionen für die höheren Schulen aufgewendet. Aus staatlichen Mitteln flossen für die Volksschulen 214 Millionen, für die Mittelschulen 3 und für die höheren Schulen 51 Millionen Mark. Für den Schüler wurden ausgegeben: 64,9 an den Volksschulen, davon vom Staat 20,7, an den Mittelschulen 111,9, vom Staat 9,4 und endlich 373,2 Mk. an den höheren Lehranstalten, davon vom Staat 106,7 Mark. Ein Schüler der höheren Lehranstalten kostet demnach den Staat alljährlich mehr als fünfmal soviel, wie ein Volksschüler und etwa zwölfmal soviel wie ein Mittelschüler. * Spanischer Schwindler. Wie uns mitgeteilt wird, werden neuerdings von einer Person aus Madrid wieder Briefe versandt, in denen um ein Gelddarlehen gebeten wird. Das Darlehn soll zur Einlösung des auf einem französischen Bahnhofe lagernden Handgepäcks dienen, das beschlagnahmt sei und in dem sich 800 000 Franken in Banknoten befänden, wovon der Geldgeber ein Drittel erhalten soll. Der Schreiber selbst befindet sich angeblich im Gefängnis. (!) Es kann nicht genügend davor gewarnt werden, sich auf derartige„verlockende“ Aufforderungen einzulassen. * Gefrorene Milch. Bei Kälteperioden kommt es häufig vor, daß die Milch in mehr oder weniger gefrorenem Zustande in den Handel kommt. Wird der ganze Inhalt eines Milchgefäßes aufgetaut und wieder sorgfältig gemischt, so sind Veränderungen bei der gefroren gewesenen Milch gegenüber der ursprünglichen Milch nicht festzustellen. Anders liegen jedoch die Verhältnisse, wenn die teilweise gefrorene Milch in meinen den Charakter einer stark gewässerten Milch hat. Die Milchhändler haben deshalb ihre Milch vor dem Gefrieren zu schützen bezw. gefrorene Milch vor dem Inverkehrbringen vollständig aufzutauen und gut zu mischen. Dem Publikum aber wird dringend angeraten, kein Milcheis anzunehmen. * Habinghorst, 17. Jan. Zu 4 Jahren Zuchthaus wurde der Bergmann Wilhelm Otto von hier von der Dortmunder Strafkammer verurteilt, weil er sich in schwerster Weise gegen seine Tochter vergangen hatt. Da die Gesinnung des Angeklagten eine niedrige war, wurden ihm die Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren aberkannt. diesem Zustande verkauft wird. Durch den GeHerne, 16. Jan. In der Kolonie Friedrich der Große spielte sich in der vergangenen Nacht eine furchtbare Familientragödie ab. Die Ehefrau des Bergmanns Schittkowsky wurde plötzlich vom Wahnsinn befallen; sie ergriff ihr sieben Wochen altes Kind und schlug es solange gegen die Wand, bis das kleine Wesen seinen Geist aufgab. Hierauf ergriff die Wahnsinnige ihren 3jährigen Sohn, um ihn auf die gleiche Weise ums Leben zu bringen. Auf das Geschrei des Knaben eilte der Ehemann herbei und hinderte die Frau an der Ausführung ihres schrecklichen Vorhabens. Nur mit Mühe gelang es, die Rasende zu überwältigen und ins Krankenhaus zu bringen. Gelsenkirchen, 17. Jan. Die ursprünglich für Mitte Januar. dann für den 1. Februar in Aussicht genommene Durchführung des Straßenbahnverkehrs durch die Unterführung am Bahnhof Gelsenkirchen=Wattenscheid ist abermals auf Mitte Februar verschoben worden. Ursache hier. zu ist der eingetrene starke Frost, so daß die Straßenarbeiten eingestellt werden mußten. * Essen, 17. Jan. In der letzten Gemeinderatssitzung in Borbeck wurde hinsichtlich der Eingemeindung nach Essen beschlossen, aufs neue in Verhandlungen mit der Stadt Essen einzutreten. Man fordert neuerdings 10 Stadtverordnete und sofortige Herabsetzung der Steuern auf die Essener Sätze. Als Grund wird die bedeutende Besserstellung der zur Eingemeindung gelangenden Teile von Bredeney und Haarzopf angegeben. Essen, 16. Jan. Der amtliche Bericht über das Eisenbahnunglück in Borbeck besagt: Heute vormittag gegen 10,20 Uhr überfuhr der von Oberhausen kommende Eilzug Nr. 163 auf der Sirecke Frintrup=Bergeborbeck bei Posten 149 an der Niederstraße einen Straßenbahnwagen der Süddeutschen Straßenbahngesellschaft, wobei drei Personen im Straßenbahnwagen getötet und acht teils schwer, teils leicht verletz wurden. Getötet wurden Gustav Bosselmann aus Bochum, Emil Hollweg aus Essen=Rüttenscheid sowie eine Frau, deren Personalien noch nicht haben ermittelt werden können. Die Getöteten und Verletzten sind nach dem Krankenhaus Philippusstift in Borbeck gebracht worden. Die Ermittelung der Schuldfrage ist eingeleitet worden. frierprozeß tritt nämlich eine Entmischung der Milch ein. Das Milcheis hat eine wesentlich andere Zusammensetzung als der übrige nicht gefrorene Teil der Milch. Beim Auftauen von Milcheis ergibt sich eine Flüssigkeit, die im allgepu * Hamborn, 17. Jan. Der Arbeiter Paul Pzischozk geriet mit dem linken Fuß in die Kammräder eines Rollengangs, wurde von den Rädern fortgerissen und vollständig zerstückelt. Düsseldorf, 17. Jan. Das Reichsgericht verwarf die Revision des Fabrikarbeiters Paul Faßbender, den das hiesige Schwurgericht am 27. November zum Tode verurteilt hatte. Faßbender hatte bekanntlich am 19. Juni in Neuß den Fabrikarbeiter Peter Dorsten ermordet und ihm die Barschaft in Höhe von 18 Mark geraubt. Kleines Feuilleton. Dienstmädchen oder Hausassistentin? Die alte— und doch ewig neue— Dienstmädchenfrage ist laut„K..“ zurzeit in Kopenhagen dadurch besonders aktuell geworden, daß sie mit einer Titelfrage verquickt worden ist, die den Gegenstand einer recht lebhaften öffentlichen Erörterung bildet. Die Kopenhagener Dienstmädchen sind tatkräftig und selbstbewußt. Schon vor längerer Zeit bildeten sie eine Art Fachvereinigung zur gemeinschaftlichen Wahrnehmung ihrer Interessen. Der Vereinigung gehören natürlich nicht alle Dienstmädchen Kopenhagens an; eine außerordentlich starke Verbreitung hat aber das „Fachblatt der Dienstmädchen", das auch an Nichtmitglieder versandt wird, und es wird hauptsächlich auf diese Weise eine sehr kräftige Werbearbeit für die von den leitenden Frauen der Fachvekeinigung ausgehenden Ideen betrieben. Neuerdings kämpfen die Leiterinnen der Dienstmädchenorganisation mutig wie Löwinnen für eine Hebung der gesellschaftlichen Stellung der dienenden Frauen. Es wird davon ausgegangen, daß die bisherige ungünstige soziale Stellung der Dienstmädchen— die Paria=Rolle, die sie im Vergleich zu andern selbsterwerbenden Frauen, beispielsweise zu Kontordamen, Lehrerinnen und Ladenfräuleins spielen müssen— in einem sehr wesentlichen Grade darin ihren Grund habe, daß sie einen unglückseligen, aus einer schon längst zurückgelegten patriarchalischen Zeit stammenden Titel führen, der unwürdig und un passend sei. Weshalb sollen, so wird gefragt, die Gehilfinnen im Hauswesen mit„Mädchen“ titukiert und mit ihrem Vornamen angeredet werden, während ihre Schwestern hinter dem Ladentisch„Fräuleins“ sind und es sich wohl sehr verbitten würden, Anna oder Maria genannt zu werden? Entsprechend dem Vorschlag der Vorsitzenden der Dienstmädchenorganisation Kopenhagens, des energischen Frl. Marie Christensen, hat die Fachvereinigung auf Grund solcher Erwägungen beschlossen, den Titel„Dienstmädchen“ abzuschaffen und anstatt dessen den Titel„Hausassistentin“ einzuführen. Diese Bezeichnung soll gewissermaßen der„Generalnenner" sein; besondere Titel sollen für jede Art der häuslich beschäftigten Damen Platz greifen; so soll das Stubenmädchen„Stubenassistentin“, die Köchin „Küchenassistentin", das Kindermädchen„Kinderassistentin“ schlechtweg heißen. Die Mitglieder der Organisation wollen sich künftig nur unter der Bedingung anstellen lassen, daß ihnen die jeweilige Hausfrau verspricht, die Titeländerung in der Praxis durchzuführen, demselben Verlangen schließen sich auch zahlreiche Kopenhagener Dienstmädchen an, die zwar nicht persönlich zur Organisation gehören, aber die dort herrschende Auffassung von der„Titelfrage" teilen.— Und wie stellen sich die Hausfrauen? Wenn man nach der Presseerörterung der Frage urteilen darf, bekommt man den Eindruck, daß die Hausmütter im allgemeinen der Forderung der dienenden Geister nach„Rangerhöhung“ keineswegs ablehnend gegenüberstehen. Viele Kopenhagener Hausfrauen denken über das Verhältnis zu den Dienstmädchen sehr„modern“ und möchten diesen gern in durchgreifender Weise die Anrede als„Fräulein“ einräumen, und die Nennung mit dem Vornamen unterlassen, so, wie es in mehreren Häusern übrigens schon jetzt vielfach geschieht. Den Assistententitel finden die meisten Hausfrauen zwar etwas,„komisch“ klingend; aber zur Anwendung eines neuen Titels würden sich wohl die meisten Hausfrauen herbeilassen, soweit sie dadurch den Mädchen— Verzeihung,„Assistentinnen“— eine Freude machen können; es kostet ja kein Geld, und eine tüchtige„Assistentin“ ist schließlich doch einem nachlässigen und gleichgiltigen„Dienstmädchen“ bei weitem vorzuziehen. Ein modernes„Hamlet“=Drama. Tristan Bernard, der Pariser Vaudevilleschreiber, der unzählige Male gespielte Autor des „Kleinen Cafe", will jetzt endlich Shakespeare Konkurrenz machen. Er hat feierlich beschlossen und verkündet, niemals mehr ein Vaudeville zu schreiben, oder höchstens nur noch eins, und sich fortan nur noch mit der seriösen Muse abzugeben. Einer lange gehegten Idee folgend, arbeitet er jetzt an einem„Hamlet". Herr Bernard will Shakespeares Tragödie modernisieren, den Charakter des Dänenprinzen von allen verschwimmenden Zügen befreien, vereinfachen, weniger Philosophie hineinbringen und dafür mehr dramatisches Leben. Raymond Bernard, der Sohn Tristans, der Schauspieler bei der Sarah Bernardt ist, wird die Rolle zum erstenmal spielen. Hamlet ist, nach Freiligraths Wort, Deutschland. Vielleicht erlebt der französische Vaudevillist hier sein Sedan: oder vielleicht kommt er gar nicht so weit, weil Sarah selbst den Hamlet spielen will. Er hat es erreicht. Eine hübsche Anekdote weiß der„Gaulois“ von dem Besuch zu erzählen, den das italienische Königspaar der Gioconda in Rom abstattete. Unter den jungen Offizieren, die bei dieser Gelegenheit den Herrscher begleiteten, befand sich auch ein Edelmann aus Piemont, dem noch nie die Ehre zuteil geworden war, von Seiner Majestät direkt angesprochen zu werden. Er brannte nach dieser Auszeichnung und verfiel auf ein seltsames Mittel, um sie zu erlangen. Als der König mit seinem Gefolge bewundernd vor dem Meisterwerk Leonardos stand rief er jedesmal, wenn der Name des Bildes genannt wurde, im Tone der festesten Ueberzeugung aus:„Was für ein Genie war doch Raffael!" Alle sahen sich erstaunt nach ihm um, und schließlich winkte ihn der König heran.„Was sagen Sie da, mein lieber Hauptmann“, meinte er lächelnd,„wissen Sie nicht, daß die Gioconda von Leonardo ist?“ „Gewiß weiß ich das, Majestät.“„Nun, was soll das dann?"„Majestät mögen verzeihen; ich habe nichts Besseres gefunden, um der Ehre einer Ansprache von Euer Majestät gewürdigt zu werden. Ich hoffe, Sie werden mir verzeihen.“ Der König lachte, und damit war die Verzeihung auch schon gewährt. Der„unsterbliche William“. Heiteres aus englischen Schulaufsätzen veröffentlicht die neueste Nummer des„University Correspondent". Aus der Auswahl seien fol gende Stilblüten mitgeteilt:„Unsterblicher Wil liam“ ist ein Beiname, den man dem deutschen Kaiser gibt.“—„Der Mut der Türken erklärt sich offensichtlich aus der Erkenntnis, daß ein Mann, der mehr als eine Ehefrau besitzt freudiger in den Tod geht, als einer, der nur eine Gattin hat.“—„Jakob 2. gab schließlich einem Sohne das Leben, worauf ihn das Volk vom Throne stürzte.“—„Nachdem er zweimal Selbstmord begangen, lebte Cowper noch bis zum Jahre 1800, um dann eines natürlichen Todes zu sterben.—„Der Wendekreis des Krebses ist eine schmerzhafte und unheilbare Krankheit.“— „Als die letzte französische Attacke bei Waterloo mißglückt war, wurde Napoleon sehr bleich und sprengte mit verhängten Zügeln nach St. Helena.“—„Aus Dänemark wird viel Butter nach England eingeführt, weil die dänischen Kühe ungleich größere Unternehmungslust und besseres technisches Training besitzen als die englischen.“—„Fußnoten und Anmerkungen bil den die Teile eines Buches, deren Nutzen noch kein Mensch zu entdecken vermochte.— * Uerdit budberg er bahndirekt Züge der n ##ten Haltest in Hohenb sonenzüge, eines Aufe Oppum ur dürfte für Aufschwungrung sein. — Berl eröffentlic nen, daß d bern ledigl ##son befind lichkeiten zu AGarnisonko 1903. 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Dies dürfte für die Entwicklung des augenblicklich im Aufschwung begriffenen Orts von großer Bedeutung sein. Jan. Nach den letzten Melbungen sind bei der Katastrophe in Kagoschima im ganzen 600 Personen umgekommen. Am Ufer der Bucht von Kagoschima sind alle Häuser, etwa 30000 beschädigt worden. Die Heftigkeit der Erdstöße hat nachgelassen. Die Gefahr scheint vorüber zu sein. 1 Denken aller Welt. Vermischtes. — Berlin, 17. Jan. Die„Nordd. Allg..“ #eröffentlicht, um die Behauptung zu kennzeichnien, daß die Zuspitzung der Berhaltnisse in HuMeuterei im Militärgefängnis zu Lille. Eine schwere Meuterei brach am Mittwoch im Militärgefängnis von Lille aus, in dem sich augenblicklich 180 vom Kriegsgericht verurteilte Soldaten befinden. Die Gefangenen klagten in der letzten Zeit sehr über die große Kälte und r Verhältnisse in Za= die schlechte Nahrung. Siebzig von ihnen bebern lediglich bestimmten, bisher dort in Garni= gaben sich in den Hof des Gefängnisses, lärmten son befindlich gewesenen militärischen Persön=sdort, warfen alle Fenster ein und bedrohten die lichkeiten zur Last zu legen sei, einen Bericht des[Aufseher. Sie versuchten die Gefängnistore zu Garnisonkommandos in Zabern aus dem Jahrel sprengen und ins Freie zu gelangen. Der Tu1903. Dieser Bericht schildert ausführlich, daß mult nahm auch kein Ende, als die Wache mit es bereits im Jahre 1901 in Zabern gelegent=geladenen Gewehr erschien, und es wäre sicherlich lich der Verhaftung eines Matrosenartilleristen zu Blutvergießen gekommen, wenn nicht der ##durch einen Unteroffizier zu Ausschreitungen Gefängnisdirektor den Einfall gehabt hätte, die # von Zivilisten, halbwüchsigen Burschen, gegen Feuerspritzen in Tätigkeit treten zu lassen. Da#den Unteroffizier kam. Der„Zaberner Anzei= durch wurden die Gefangenen zur Vernunft ge###ger“ gab diesen Vorfall in einer den Sachverhalt bracht und veranlaßt, sich in ihre Zellen zurückzu# völlig entstellenden Weise wieder und begann begeben. Drei der Rädelsführer mußten in # eine ununterbrochene Hetze gegen den betreffen=Ketten gelegt werden. ## den Unteroffizier und die Militärbehörde. Kleine Chronik. *— Posen, 17. Jan. Die Strafkammer ver= Aus Bebra wird gemeldet: In Melsungen Leutnant a. D. Franz Eisenhlätter(Fulda) schleuderte ein Arbeiter in einem Wutwegen Unterschlagung zu drei Monaten Gefang= anfall sein 6 Monate altes Kind mit solcher 4 hatte der Leutnant de 1u(chlagungen Wucht gegen eine Wand, daß es einen SchädelWEn— sant am Tage der Revision einen bruch erlitt und tot zu Boden fiel. Der Täter embruch in die Kasse fingiert. wurde verhaftet. Wittenberg(Bezirk Halle), 16. Jan. Aus) Der Kassiere Löwy und der Kassierer GrünAnlaß der vor 100 Jahren erfolgten Erstürmung spann von der Eisenwarenfabrik Blumenthal in der Festung fand hier eine Feier statt. Es ist Neustadt bei Tetschen wurden auf offener Straße ein Gedenkstein, aus Quadersteinen der ehemali= überfallen. Es wurden ihnen ihre Geldbeutel gen Festungswerke mit Kanonenkugeln gekrönt, abgenommen, die 2000 Kronen Bargeld entdie aus der Beschießung stammen, im Kasinogar=shielten. Außerdem wurden sie durch Revolverten, an der Stelle, wo vor 100 Jahren der schüsse schwer verletzt. Die Täter sind entlassene Sturm unter Leitung des Grafen Tauenzien Fabrikarbeiter. seinen Anfang nahm, errichtet worden. Der Ge=] In ganz Catalonien ist am Donnerstag zum denkfeier wohnten der Chef des hier garnisonie=lersten Male seit 23 Jahren ein heftiger Schneerenden Infanterieregiments Nr. 20 mit dem fall niedergegangen. Das Thermometer zeigt Offizierskorps und viele ehemalige Offiziere des 4 Grad unter Null. Regiments, der Kommandierende General des Der im Ritualmordprozeß freigesprochene 3. Armeekorps, General von Lochow, und andere! Beilis ist mit seiner Familie nach Jaffa abgereist. Unterwegs wird er Baron Rothschild beMünchen, 16. Jan. Der Finanzausschuß suchen, der für Beilis in Palästina ein Stück der Kammer der Abgeordneten hat in seiner Land gekauft hat. heutigen Sitzung den Antrag der Staatsregierung, 600000 Mark zur Beschaffung von Radium oder Mesothorium zum Zwecke der Krebs=! Richtige Erdhöhlenbewohner kann man heilung in den Kliniken der drei Universitäten jetzt in der Nähe des Seebades Cranz, nicht weit zu bewilligen, einstimmig angenommen. vom Aussichtsturm in Klein=Thüringen, am Leipzig, 16. Jan. In dem Spionagepro= Beginn der an dieser Stelle sehr schmalen Kurizeß vor dem Reichsgericht gegen den Haufmann schen Nehrung beobachten. Etwa acht Familien, „abrricht gegen den Kaufmann zusammen rund vierzig Menschen, die den Bau Höhlenbewohner auf der Kurischen Nehrung. Ausflügeler aus Köni besichtigen in zahlreichen Trupps diese primitiven Behausungen. Hubert Lathams Leiche in Frankreich bestatter. Der Tampfer„Europa“ brachte die Ueberreste is, wie erinnerlich sein wird, in Afrika bei %eljagd im Sommer 1912 verungli un, 10/ Fliegers Hubert Latham nach Havre. In GeStellung unter Ponzei=#genwart der Mutter und mehrerer Verwandten verurteilt. daß langer #bureau sie # den, daß der Angeklagte in Königsberg= von Beamten drei geheim zu haltende militärische Schriftstücke erwarb in der Absicht, sie an das russische Nachrichtenbureau auszuliefern. Ratibor, 17. Jan. Das Schwurgericht] Der Damp verurteilte gestern den 24jährigen Maurer des, wie erinnerlich sein wird, in Afrika bei einer Schwan aus Birawa(Provinz Schlesien) wegen Büffeljagd im Sommer 1912 verunglückten kordversuiches zu 8 Jahren Zuchthaus und 10 197#)s) Hub, Jahren Eyrverlust und Stellung unter Polizei= genwart aussicht.. 17 Jan In Sue:„. schritt der Polizeikommissar zu der gesetzlich vor.557—Bgris, u: Jan. In Sudfrankreich sind geschriebenen Feststellung der Leiche, die sodann in dige des überaus starten Schneefalles zahl= zur protestantischen Kirche übergeführt wurde, reiche Verkehrsstörungen eingetreten. Nach einer von wo sie dem Schoß der Erde übergeben wurde. Meldung aus Montpellier soll der Schuellzug K von Bordeaux nach Cette in einem Tunnel] Die Frau in der Dipwmatie. steckengeblieben sein. Die Lage der Reisenden ist! Die erste Frau, die berufen ist, einen diplomaangeblich kritisch. tischen Posten zu bekleiden, ist soeben in Christia— London, 17. Jan. Die gerichtliche Unter=snia ernannt worden. Frl. Henriette Hoegh, eine suchung über den auf hoher See verbrannten schöne Frau von 27 Jahren, hat den Posten einer Dampfer Volturno“ hat den Befund ergeben, ersten Sekretärin bei der mexikanischen Gesandtdaß das Schiff wegen des Feuers, das in der schaft in Christiania erhalten. Vor zwei Jahren Ladung entstand, verlassen werden mußte. Den beendete Frl. Hoegh ihre akademischen Studien, Kapitän und die Offiziere trifft kein Vorwurf. die sie zum Teil auch in Deutschland machte. Als — Petersburg, 17. Jan. In der Kavallerie=lerste Gesandtschaftssekretärin wurde ihr sogar kaserne der Offizierschule wurde der stark ver= das Tragen der Uniform gestattet, ausgenommen weste Leichnam eines Mannes in einem selten geheizten Osen aufgefunden. Ins Laufe Sie daran, daß Ihnen nur eine ständige Insertion in einer wirklich verbreiteten und vornehm ausgestatteten Tageszeitung den gewünschten erhöhten Umsatz bringt. Sie sehen vielleicht auf die paar Mark, welche Sie für die Reklame ausgeben müssen und Ihre Konkurrenz, welche häufig und geschickt zu inserieren versteht. schnappt Ihnen die Kunden vor der Nase weg: daran denken aber viele Geschäftsleute zu spät, denn vielfach hat die Konkurrenz sich Ihren Kundenkreis gesichert und zieht durch die Insertion immer wieder neue Käufer an. Die Zeitungsreklame ist der beste Vermittler zwischen Geschäftsmann und Publikum, denn woher sollen unsere Abonnenten wissen, 1a ss Sie vorteilhafte, gute und preiswerte Waren führen, wenn Sie nicht inserieren. Darum gehen Sie nicht achtlos an der Zeitungsreklame vorüber, sondern versuchen es mit einem Inserate, die erhofften Erfolge müssen dann kommen. Unsere Zeitung hat sich in den 35 Jahre. Festnahme eines„aristokratischen“ Hochstaplers. Ein Betrüger, der unter dem Namen eines Reichsfreiherrn von Droste zu Vischering reist, treibt sich seit Jahren in den verschiedensten deutschen Städten umher und begeht allerlei Schwindeleien. Meist sucht er Juweliere oder Handelsstätten mit kostbaren Waren heim. Am 5. d. M. mietete er sich in Würzburg ein und ließ sich von einem dortigen Pelzwarengeschäft Waren im Werte von 2700 Mk. zur Auswahl schicken. Für 200 Mark Waren schickte er zurück, mit den übrigen Pelzen verschwand er. Am 9. d. M. wurde er auf telephonisches Ersuchen der Nürnberger Polizei in Aschaffenburg festgenommen. In der Zwischenzeit hatte er nach polizeilicher Bekundung einen Betrugsversuch bei der Frankfurter Bank unternommen. fen aufgefunden. Im Laufe des Tages wurden noch zwei andere Leichen entdeckt. Es soll sich um Zivilisten handeln, die in die Kaserne gelockt und dort ermordet wurden. Die strengste Untersuchung ist eingeleitet. — Lissabon, 17. Jan. Von Oporto traf hier wieder der erste Zug ein. Gegen einen Militär= zug der Linie nach Cascaes sind drei Bomben geworfen worden. Die Soldaten feuerten und nahmen drei Verhaftungen vor. Einige Personen wurden verwundet. — Barcelona, 17. Jan. In einem Tunnel bei Garrafe de Torio explodieret der Zylinder einer Bohrmaschine. Drei Persönen wurden getötet und zehn verwundet. — Krakau, 17. Jan. Nach einer Feier im Hause des Artilleriehauptmanns Hausmann wurde dieser von dem Oberleutnant Ziegler beleidigt. Er rief seinen Burschen herein, gab ihm seinen Revolver und befahl ihm, den Oberleutnant zu erschießen. Der Bursche gehorchte, und der Oberleutnant sank tot zu Boden. Der Hauptmann und der Bursche wurden verhaftet. Beinden Galadegen und die goldbetreßten kleider. Millionennachlaß eines Bettlers. In einem Newyorker Krankenhaus starb ein Bettler namens William Smith, der vor wenigen Tagen dort eingeliefert worden war. Als man seinen Nachlaß näher untersuchte, fand man unter den Papieren des Verstorbenen ein mit „Duddly Jardine".unterzeichnetes Testament, in dem die letztwilligen Verfügungen über ein vier Millionen Mark betragendes Vermögen getroffen waren. Die polizeilichen Nachforschungen haben nun ergeben, daß Smith und Jardinc tatsächlich identisch sind. Welche Gründe den Millionär zu seinem Doppelleben veranlaßt haben, ist noch nicht aufgeklärt. Man weiß nur, daß Jardine schon lange Zeit als Bettler durch Niwyork zog und auch in einem elenden, schmutzigen Zimmer, für das er einen Dollar pro Woche zahlte, wohnte. Auch als Bettler Smith hat sich Jardine verheiratet und mit seiner Frau zusammen gelebt. Ja, der Ehe sind zwei Kinder entsprossen, ohne das Jardine jemals seine Frau darüber aufgeklärt hätte, daß er Millionär sei. Tehle Nachrichten. Beim Schlittschuhlaufen ertrunken. Essen=Ruhr, 18. Jan. Beim Schlittschuhlau fen auf der Ruhr sind heute Nachmittag in der Nähe von Rellinghausen der 12jährige Sohn des Bäckermeisters Becker und dessen 21jähriger Geselle eingebrochen und ertrunken. Schluß des Kölner Polizeiprozesses. Köln, 17. Jan. In der heutigen Verhandlung wurden noch Erklärungen abgegeben. Das Urteil lautet wegen öffentlich in der Presse begangener strafbarer Handlung auf 500 Mark Geldstrafe und Tragung der Kosten des Verfahrens.„Außerdem wurde den Polizeibehörden und der Staatsanwaltschaft die Publikationsbefugnis des Urteils auf Kosten des Beklagten in den Kölner Blättern zugebilligt. Sofortige Amtssuspension. Wie der„Köln. Ztg.“ von zuständiger Seite gemeldet wird, ist vom Regierungspräsidenten gegen die in Köln angestellten Polizeiinspektoren Votsch, Landschulz und Eiben das Disziplinarverfahren mit dem Ziele der Entfernung aus dem Amte und der sofortigen Amtssuspension verhängt worden. Ueber die gegen den Polizeiinspektor Kautz zu ergreifenden Maßnahmen hat der Regierungspräsident in Hannover zu befinden. Berufung im Kölner Gewerkschaftsprozeß. Köln, 18. Jan. Im Kölner Gewerkschaftsprozeß hat Generalsekretär Stegerwald vom Gesamtverband der christlichen Gewerkschaften gegen das Urteil des Schöffengerichts, durch welches eine Anzahl sozialdemokratischer Redakteure zu Geldstrafen bis zu 500 Mark wegen Beleidigung bestraft wurden, aus taktischen und prozeßtechnischen Gründen Berufung eingelegt. Schweres Grubenunglück im Siegerland. Siegen, 19. Jan. In der Erzgrube Friedrich stürzten gewaltige Gesteinsmassen ab. Drei Bergleute blieben auf der Stelle tot, zwei andere wurden schwer verletzt. Das Urteil im Mordprozeß Hopf. Frankfurt a.., 17. Jan. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zum Tode und zu 15 Jahren Zuchthaus. Von der Anklage des Mordversuchs an seinen Eltern erfolgte Freisprechung. Hopf nahm das Urteil gefaßt auf. Ordensverleihung an den Obersten v. Reuter. Berlin, 19. Jan. Bei dem gestrigen Ordensfest ist dem Kommandeur des Infanterie=Regiments Nr. 99, Obersten v. Reuter, der Rote Aileronden 5. Mhaslte mid Schelle verlichen vels den. Der Kommandeur der Artilleriebrigade in Straßburg, Generalmajor Kühne hat den Roten Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub erhalten. Verfassungsreform in Mecklenburg in Sicht? Schwerin, 18. Jan. Erblandmarschall v. Lützow auf Eichhoff, das Haupt der ritterschaftlichmecklenburgischen Fronde, ist, 70 Jahre alt, auf seinem Schlosse Dobertin gestorben. Er war der Organisator und die Seele des ritterschaftlichen Widerstandes gegen die Verfassungsreform. Nach seinem Hinscheiden ist anzunehmen, daß die gemäßigte Richtung die Oberhand gewinnen wird. Massakre der Truppen Essad Paschas in Elbassan. Belgrad, 19. Jan. Wie gemeldet wird, haben die Truppen Essad Paschas Elbassan eingenommen. Ein Teil der Stadt steht in Flammen. Die Bevölkerung hat vor den eindringenden Truppen Essad Paschas die Stadt verlassen. Unter dem zurückgebliebenen Teil der Bevölkerung haben die Truppen Essads ein furchtbares Massakre veranstaltet. Der Bürgermeister der Stadt soll ermordet worden sein. Das Schicksal der ägäischen Inseln. Petersburg, 19. Jan. Wie der„Rjetsch“ erfährt hat die Frage über das weitere Schicksal der ägäischen Inseln wesentlich an Schärfe verloren. Die Antwort der Dreibundmächte betr. die ägäischen Inseln wird von der russischen Diplomatie als überaus befriedigend erklärt. Genickstarre auf einem Schulschiff. Paris, 19. Jan. Wie aus Lorient gemeldet wird, ist an Bord des Schulschiffes„Caledonien“ die Genickstarre ausgebrochen. Zwei Matrosen wurden in hoffnungslosem Zustande insHospital gebracht. Bei dem in Lorient in Garnison stehenden 1. Kolonial= Infanterieregiment wütete eine Scharlachepidemie. Zum Untergang des Unterseebvotes„A“. London, 18. Jan. Die Gerüchte, mit dem gesunkenen Unterseeboot sei die Verbindung hergestellt und Taucher hätten auf Klopfen gegen den Schiffsrumpf Antwort erhalten, sind falsch. Die von einem Schiffe des Uebungsgeschwaders an der Unglücksstelle ausgelegte Boje wurde von einer Welle fortgerissen. Die Bemühungen, die Unglücksstelle wieder zu bestimmen, sind bisher vergeblich geblieben. Italienische Luftschiffe für England. Mailand, 19. Jan. Die englische Admiralität beschloß, drei lenkbare Luftschiffe nach dem System des Mailänder Ingenieurs Ferlanini in England zu erbauen. Die Arbeiten wird Forlanini selbst leiten. Anhaltende Kälte in Spanien. Madrid, 19. Jan. Die Kälte hält mit erbitternder Heftigkeit an. Der Schneefall war so stark, daß in ganz Spanien der Verkehr teilweise lahmgelegt ist. Aus verschiedenen Provinzen kommen beunruhigende Nachrichten. Eine Anzahl Dörfer ist durch den Schneefall vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten. Ueber das Schicksal der Bevölkerung ist man sehr beunruhigt. Auf den Feldern hat man Leichen erfrorener Arbeiter gefunden. In Madrid betrug die Temperatur 10 Grad unter Null, in Saragossa sogar 19 Grad unter Null. Große Hungersnot in Japau. Tokio, 19. Jan. Die Hungersnot im nördlichen Japan verschlimmert sich. Hunderttausende sind brot= und arbeitslos. Im ganzen Lande bilden sich Hilfskomitees, die Geldsammlungen veranstalten. Im Sturme untergegangen. Kap Haitien(Haiti), 18. Jan. Drei Leichterboote mit Kolonialprodukten für die„Calabria“ von der Hamburg=Amerika=Linie sind hier im Sturme untergegangen. Die Besatzung, bestehend aus sieben Leuten, konnte gerettet werden. Der Schaden wird auf 100 000 Mark geSpielplan des Dortmunder Stadttheaters. Montag, den 19. Januar 1914. Abends 7,36. bis 10 Uhr. Schauspielpreise. Zum zweiten Male. Neuheit. Das Buch einer Frau. Lustspiel in 3 Akten von Lothar Schmidt. Dienstag, den 21. Januar 1914. Abends 7,30 bis 10,30 Uhr. Opernpreise. Undine. Mittwoch, den 21. Januar 1914. Abends 7,30 bis 9,45 Uhr. Volkstümliche Preise. Zum dritten Male. Neuheit! Mein alter Herr. Lustspiel. Donnerstag, den 22. Januar 1914. Abends 7,30 bis 10,30 Uhr. Opernpreise. Neuheit! Zum zweiten Male! Die Boheme. Freitag, den 23. Januar 1914. Abends 7,30 bis 10,15 Uhr. Schauspielpreise. Zum zweiten Male. Emilia Galotti. Ein Trauerspiel in 5. Aufzügen von G. E. Lessing. Sonnabend, den 24. Januar 1914. Abends 6,30 bis 11,15 Uhr. Außer Abonnement. Erhöhte Preise. Einmaliges Gastspiel des Kgl. Kammersängers Fritz Feinhals von der Kgl. Hofoper München. Die Meistersinger von Nürnberg. In 3 Aufzügen von Richard Wagner. Haus Sachs: Kammersänger Fritz Feinhals. Sonntag, den 25. Januar 1914. Nachmittags 3,30 bis 6 Uhr. Volkstümliche Preise. Der Hochtourist. Schwank in 3 Akten von Curt Kraatz und Max Neal. Abends 7,30 bis 10,30 Uhr. Opernpreise. Der Barbier von Sevilla. Komische Oper in 2 Aufzügen von G. Rossini. Hierauf: Tanzbilder. ras hät son Ka Ot „T un br che jed ro Kö ba Ti Be die sta suc So M bis As me fli: er üb St sch ra tä rii do fer en ur sch se K al u P E 9 5 r 5 Batlankz. — Ale:.# und un Siandiend anhinss Tast. Geunge ber batte 8 Die auf den SteckenpferdSeife (de beste Lillenmlichseile), ven Bertmana& Ce., Radebeul, à Stück 50 Pig. Ferner macht der Cream„Dada“(LilienmiichCream) reie und spröde Haut weiß und sammetweich. Tube 30 Plg. 6 -Hlei 50 3• P 4 90 nicht abgegangenen Sachen, wie — Anzüge:: = Joppen, Hosen usw. Nauen Rleider Nbae, Taillen, Jacen Mantel Verrwaren De Riepentert Westfälischer volkskalender für 1914. 1 Begründet von De. Rugustin Wibbelt. „Preis 50 Ofs. Reich illustriert. Die Jahrgänge 1999—1611 können auch in einem Sammelhand zu 1 Mark dezogen werden. In allen Buch= und Schreibwarenhandlungen vorrätig. Cllanzen Verhinderung von Konkursen, Finanzierung. Nur streng diskrete, gewissenhafte Arbeiten. Willy Behle, Bücherrevisor, Dortmund, Mühlenstrasse 9. Telefon 8586. 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