Rauxeler Neueste Nachrichten 48. Jahrgang Rotationsdruck und Verlag: Castroper Zeitung(Geschw. Schmitz), Casirop Blädei Bladenhorster Tageblatt Enzeigengebühren: 10 Dir. für die Amal gespalt. Drhrhneter. gelle Auswärte 12 00 Mr. für die Empfehlungszelle 30.00 Mt. Erfullungsort Caurop. Der etwa gewährte Rabatt erlischt bei Konkursen, Zwangsvergleichen und gerichtlichen Rlagen. Größere Anzeigen werden dis vorm. 11 Uhr, kleinere bis 8 Uhr nachmittags vor Ausgabe der Zeitung erbeten. Postschedionto: 40 150 Kbin.— Fernsprech=Anschluß Nr. 6. Verantwoitlich für den Schrifttell: Franz Joseph Pruys Castrop Gasnirpri 7ge Se esche als cheilcheee Gese che eusgobe und Zuselung der Jeizung, Sethinder fnd dalt der zieher keinen Anspruch auf Lieserung oder Vachtzgrung des Blatter leitung: Castrov, Mänstertraße 24. Sprechtunden dar Schem lettung: werktags—7 Uhr nachmittags. Nr. 299 Mittwoch, den 27. Dezember Gegen die Dielzuvie'en in den keutschen Vorlamenten. Die von Stefan Großmann und Leopold Schwarzschild herausgegebene Berliner Zeitschrift„Das Tagebuch“ ist im Begriffe, eine Umfrage über den Vorschlag des Staatsministers a. D. Dominicus zu veranstalten, der dahin ging, die Zahl der Abgeordneten in allen deutschen Parlamenten auf die Hälfte zu reduzieren. An der preußischen Landesversammlung könnten dann allein etwa 200 Millionen im Jahr gespart werden. Und es kommen noch 14 Einzellandtage mit 1300 Abgeordneten in Betracht. Schließlich würde auch der Reichstag vielleicht mit 250 Abgeordneten besser als mit 500 arbeiten. Aus den in der nächsten Nummer der Zeitschrift erscheinenden ersten Antworten bringen wir hier die Aeußerungen des„Vaters der Reichsverfassung“ zum Abdruck. Von Dr. Hugo Preuß, Reichsminister a. D. An die von Ihnen aufgeworfenen Fragen kann man meines Erachtens unmöglich von dem leidigen Diätenpunkt her herantreten. Gewiß ist der Betrag zahlenmäßig scheußlich hoch und seine Aufwendung zweifellos nicht populär; aber es ist doch nur ein Symptom unserer unsagbaren und unerträglichen Preisverhältnisse überhaupt. Im übrigen ist er verschwindend klein im Vergleich zu dem, was sonst ein ungeeignet zusammengesetztes Parlament dem Volke kosten kann. " Die Frage ist daher so zu stellen: ob die größere oder geringere Zahl von Mitgliedern eine größere oder geringere Wahrscheinlichkeit für die Güte der Arbeitsleistung und die Höhe des geistlgen Niveaus eines Parlaments bietet. Leider ist diese Frage theoretisch kaum zu beantworten. Das gefühlsmäßige Urteil wird sich für die Wenigen entscheiden wollen, indem es aus dem Wort: Verstand ist stets bei Wenigen gewesen“ folgert, daß die Wenigen nun auch vermutlich Verstand haben werden. Dagegen sprechen andere Erwägungen und das Vorbild der Länder älterer parlamentarischer Kultur für die größere Zahl, Sie schreiben:„Würde eine Beseitigung der Vielzuvielen in den Parlamenten nicht die Qualität der parlamentarischen Diskussion bedeutend heben?“ Ganz gewiß; aber wer sagt Ihnen, daß bei einer Halbierung der Zahl die Vielzuvielen verschwinden werden und nicht die Vielzuwenigen? Die Wahrscheinlichkeit, daß von der letzteren Art etliche durchschlüpfen, ist bei vierhundert immerhin größer als bei zweihundert. In der klassischen Zeit des englischen Parlamentarismus verteidigte man die Existenz der Rotten Boroughs damit, daß sie noch am ehesten selbständige Köpfe in das Parlament gelangen ließen; und in der Tat sind einige seiner glänzendsten Zierden so hineingekommen. Eine ganz andere und viel wichtigere Frage als die Zahl der Abgeordneten des einzelnen Parlaments ist die der Ueberzahl der Parlamente selbst. An dieser Hypertrophie der Parlamente krankt der deutsche Parlamentarismus schwer; und sie kostet dem deutschen Volke unendlich viel mehr als alle Diäten. Zwei Arten politischer Gemeinwesen und ihrer Vertretungskörper sind für ein großes Volk naturnotwendig; das nationale Gemeinwesen des Reiches und die kommunalen Gemeinwesen der Gemeinden; Art und Zahl der Zwischenglieder ist eine Zweckmäßigkeitsfrage. Kein Volk der Erde hat nun aber so viele solcher Zwischenglieder mit dem Apparat von Regierungen und Parlamenten wie Deutschland, und in Deutschland wieder Preußen. Während die übrigen deutschen Landtage nach ihrer tatsächlichen Bedeutung etwa mit den preußischen Provinziallandtagen auf eine Stufe zu stellen wären, ist darüber der preußische Landtag tatsächlich ein Reichstag zweiter Ordnung. Diese Verhältnisse erzeugen in Wirklichkeit jenes unklare Mißbehagen und drängen zu der Frage, wie lange noch wir in unserer Lage die Mitel aufbringen können und sollen, um solche Ueberorganisation zu erhalten, die die staatliche Arbeit nicht fördert und erleichtert, sondern erschwert und hemmt. Indessen dabei handelt es sich freilich um ein historisch eingewurzeltes Uebel deutscher Entwicklung. Und gerade die Versailler Politik hat alles getan, und nichts unterlassen, was die junge deutsche Republik an der allmählichen Heilung dieses alten Uebels hindern mußte. So lange die Franzosen am Rhein stehen, wird im Innern Deutschlands alles beim alten bleiben. Die Rep-rationsfrage. der Verbleib französischer Aufbauvorschüsse. Berlin, 23. Dez. In Berliner politischen Kreisen betrachtet man die Poincareschen Forderungen 1922 bergwerke und Staatsforsten verlange. Man glaube, daß England vielleicht der Ueberweisung gewisser Zolleinnahmen an die Alliierten zustimmen werde. Es ist wohl bekannt, daß selbst der britische Delegierte in der Reparationskonenission zwar daran zweifle, daß solche Pfänder vorteilhaft seien, jedoch der Ansicht sei, daß sie auch nicht besonders nachteilig wirken würden. Dem Berichterstatter zufolge ie Poincareschen Forderungen gälig wirken würden. Dem Berichterstatter zufolge nach produktiven Pfändern naturgemäß mit den dat Frankreich den Gedanken an die Ruhrbegrößten Besorgnissen und unter voller Erkenntnis sitzung noch nicht aufgegeben. Es sei jede Aktion der darin liegenden Gefahr Man ist sich dar= in diesem Sin 4 der barin legenden Geführ. Wan ist fiih barüber klar, daß ein solches Begehren Frankreichs, namentlich die Klammern Frankreichs um das Rheinland festigen würde. Mit Recht besteht an maßgebender Stelle die Absicht, daß derartige wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen, wie sie von Po#n viesem Sinne jedoch aufgeschoben worden und werde wohl nie unternommen werden, es sei denn, daß andere Pläne zur Regelung der Reparationen scheiterten. Der Druck auf Frankreich. inare und seinen Anhingern gefordert werden, ste. Der Daliy Telegraph berichim Versailler Vertrag keinrei Stüthe haben. Sol.u Waldington, daß die Regierung der Verche Mahnahmen seien allenfalls— auch das it einsten Staaten einen Beschluß über eine Teilumstritten— nur für den Fall böswilligen Ver, nahme an der Pariser Konserenz erst nach dem sicht auf die ausgesprochene Mißernte eine Erfüllung der Umlage für sachlich unmöglich hält. Entgegen den Behauptungen des Reichsernährungsministeriums, daß die Brotversorgung gesichert sei, unter der Voraussetzung, daß das Umlagegetreide entsprechend den Sätzen hereinkomme und das Reich in der Lage bleibe, die für die Getreideeinfuhr notwendigen Tevisen aufzukaufen, hat der Reichsausschuß festgestellt, daß die Brotversorgung nur unter der Voraussetzung gesichert werden kann, daß mindestens 1,7 bis 1,8 Millionen Tonnen Brotgetreide eingeführt werden können. Außerdem hat er mit Nachdruck darauf hingewiesen, daß nichts unversucht bleiben dürfe, um eine Brotstreckung in möglichst großem Umfange herbeizuführen. Unsteitten— nur für den Halt boswilnigen Oilschuldens vorgesehen, jetzt handele es sich darum, daß Deutschland wirtschaftlich eben nicht leisten könne, was ihm zugemutet werde und deshalb nun das Eintreffen des amerikanischen Botschafters in London, Harvey, in Washington treffen werde. Bis dahin werde die amerikanische Regierung versuchen Frankreich zu überzeugen, daß der ReRecht auf wirtschoftlihe Schonung in Anspruch spargt ga6 der Renimmt, das ihm durch den Friedensvertrag für die, sjagan im Interesse Frankreichs beralgesen Fall zugeschert ist. Beziglich der Poineareschen den Beschlu. u beste Meitel bierzu set, Behauptung, daß Frankreich bereits 100 Mlliar= Dahlung geus über die Festsetzung der deutschen Behauptung, daß Frankreich bereits 100 Mlliarden Papierfranken für den Wiederaufbau Nordfrankreich ausgegeben habe, erfahren wir, daß diese Summe schwerlich zutreffen dürfte. Die Gesamtkosten für den Wiederaufbau in Nordfrankreich wurden seinerzeit von französischen Sachverständigen auf 15 Milliarden Goldfranken berechnet. Da aber Loucheur bereits Anfang November die aus dem Wiederaufbau erwachsenden Kosten auf 45 iß über die Festsetzung der deutschen Zahlungsfähigkeit einer Sachverständigen=Kommission zu unterbreiten. Bis zum Beginn der Pariser Konferenz werde Harding verschiedene Unterredungen mit Sachverständigen über die Reparationsfrage haben. Staatssekretär Hughes werde den amerikanischen Generalkonsul in London, Skinner, empfangen, außerdem den amerikanischen Delegierten in der Reparationskommission, Boyden, und den amerikanischen DelegierMiliarden Pavierfranken gleich 17 Milliarden(sien, Boyden, und den amerikanischen DelegierGoldfranken bezifferte, so müßte eigentlich der;i Handelskomitee, Logan, Mehrere einflußWiederaufbau schon vollkommen durchgeführt sein.]reiche Einanzleute bätten der Regierung vorgeDaß dies aber nicht im entferntesten der Fall ist, sschlagen, die Initiative in der Reparationsfrage zeige der Augenschein und würde der Umstand beweisen, daß bei Annahme der Richtigkeit der Poincareschen Ziffern nochmals 55 Milliarden für diesen Zweck ins Auge gefaßt sind. Man muß daher annehmen, daß, die Richtigkeit der Loucheurschen und Poincareschen Ziffern angenommen, der größte Teil der für den Wiederaufbau bestimmten Gelder einen ganz anderen Weg genommen hat. als den in die Taschen der Geschädigten. Es wäre deshalb angebracht, wenn die französische Regierung, die der deutschen Großindustrie beständig in der unverblümtesten Weise Bankerott vorwirft und ihr schwindelhaftes Geschäftsgebahren zu unterstellen für gut befindet, einmal ein wenig den Schleier des Geheimnisses über die Verwendung der Kredite lüften würde. Deutschlands hoffnungslose Lage. Berlin, 23. Dez. Der Außenminister v. Rosenberg empfing die ausländischen Journalisten zu einem Gesellschaftsabend bei sich. Einem italienichen Pressevertreter gegenüber erklärte er, daß Deutschland bereit sei, bis an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit zu zahlen. Zurzeit sei aber die Lage Deutschlands so schlimm, daß man sie als hoffnungslos bezeichnen müsse, wenn die Weltfinanz nicht das notwendige Zutrauen zu Deutschland gewinne. Rosenberg bezeichnete auch die sich hartnäckig erhaltenden Gerüchte über einen Geheimgertrag mit Rußland als durchaus unzutreffend. r englisch= französischen Verhandlungen. London, 23. Dez. Der Pariser Berichterstatter der Times erfährt, daß die Besprechungen zwischen Frankreich und Großbritannien über die Jan.= Konferenz fortgesetzt werden, und zwar auf franzosischer Seite hauptsächlich durch den französischen Botschafter in London, der kürzlich Paris besuchte und Unterredungen mit Poincare hatte. In französischen offiziellen Kreisen werde darauf bestanden, daß die Grundlage der französischen Politik in der Rede ausgedrückt werde, die Poincare in der Kammer hielt, während die Bonar Laws über dieselbe Frage im Unterhause weiterhin als die Grundlage der britischen Politik ang sehen werde. Es wäre daher verfrüht, anzunehmen, daß beide Standpunkte ausgeglichen seien. Frankreich sei gezwungen, die Gewährung selbst eines kurzen Moratoriums an Deutschland abzulehnen, ausgenommen gegen besondere Pfänder. Man hofse, daß sich Frankreich mit der Verpfändung der Einkünfte begnügen werde und nicht tatsächlich die Besitzergreifung oder Uebernahme der deutschen Staatszu ergreifen, da dies das einzige Mittel sei, um Europa wieder aufzurichten. Aussichten der Reparationsfrage. Paris, 23. Dez. Wie der Londoner Berichterstatter des Petit Parisien meldet, scheint es nicht daß die Regierungen von London und Paris neue Verhandlungen einleiteten, um noch eine Entscheidung vor der Pariser Konferenz zu erzielen. Der französische Botschafter habe sich zwar ins Foreign Office begeben, aber die Unterredung, die er mit dem Unterstaatssekretär Growe hatte, habe sich nur auf die laufenden Fragen bezogen; die Reparationen seien nur im allgemeinen besprochen worden. Der Botschafter werde erst in einigen Tagen von Bonar Law empfangen werden. Was die Gerüchte über ein mögliche Intervention Amerikas hinsichtlich der Festsetzung der deutschen Verpflichtungen durch das Bankierkomitee betreffe, so bestätige man, daß die englische Regierung nicht einmal indirekte Vorschläge des Kabinetts von Washington erhalten habe. Aber man erkläre, daß der Quat’Orsay und die Consulta offiziell ein derartiges Angebot durch ihre Botschafter in Washington erhalten hätten und füge hinzu, Paris und Rom hätten diesen Vorschlag für unannehmbar erklärt. Besonders die ttalienische Regierung habe in sehr bestimmter Form den Bankierausschuß in einer Frage, die für die Alliierten vitales Interesse hätte, abgelehnt. Protest einer oberschlesischen Gemeinde. Berlin, 23. Dez. Die Entscheidung der interalliierten Grenzkommission, wonach die GemeindHaatsch der Tschechoslowakei einverleibt wird, hal in Haatsch und dem gesamten Kreise Ratibor große Erregung hervorgerufen. Im Auftrage der Gemeinde begab sich eine Abordnung nach Berlin, um die maßgebenden Stellen aufzufordern, eine sofortige Revision der ungerechten Entscheidung durchzusetzen. Der Ratiborer Kreistag beschloß einstimmig die Absendung eines Protesttelegramms. das Schankstättengesetz. Hamburg, 23. Dez. Die Arbeitnehmer und Ar. beitgeber sämtlicher Gärungsgewerbe und des „Gastwirtstandes veranstalteten hier eine Kundgebung gegen das Schankstätten=Gesetz, beginnend mir der Schließung sämtlicher Lokalitäten um 12 lhl mittags und endigend mit einer Protestversammlung bei Sagebiel. Nachdem der Vorsitzende des Zentralverbandes der Gast= und Schankwirte Groß=Hamburgs, Carl Meibohm, die schweren Schäden des Gastwirtestandes, die dieser bei Annahme des Gesetzes erleiden würde, geschildert hatte, sprachen noch der Geschäftsführer des Zeutralverbandes der Weinhändler Norddeutsch= lands, Dr. Neumann(Berlin), Dr. Walburg für den Schutzverband der Norddeutschen BrauSteuergemeinschaft E. V. und Herr Köster(Berlin), der Präsident des Deutschen Gastwirtebundes, die alle mit ihren Ausführungen lebhaften Beifall fanden. Es wurde dann eine Entschließung angenommen, in der der vom Reichswirtschaftsministerium ausgearbeitete Entwurf eines Schankstättengesetzes einmütig abgelehnt wird, weil er viel zu weit geht und die Existenz der Arbeitnehmer und Arbeitgeber der genanten Gewerbe gefährdet. In einer zweiten Entschließung protestierten auch die Arbeitnehmer gegen das Gesetz, das gerade das Gegenteil des Beabsichtigten herbeiführen würde. die Not der Presse und die Dortmunder Die Orientkonferenz. Die gestrigen Besprechungen in Lausanne. Paris, 23. Dez. Aus Lausanne wird gemeldet: Die privaten Unterredungen zwischen Curzon und Barrere, Garonni und Ismed Pascha wurden auch gestern fortgesetzt. Die Türken lehnen die Idee einer Kontrollkommission für die Meerengen grundsätzlich nicht mehr ab. Die Diskussion bezieht sich nur noch auf die Zusammensettung und die Rechte dieser Kommission. Aus dem Reiche. Landwirtschaft und Umlage. Erfüllung unmöglich? Berlin, 22. Dez. Der Reichsausschuß der Landwirtschaft gibt eine Erklärung zur Frage der Brotversorgung bekannt, in der u. a. gesagt wird, daß der Reichsausschuß auf Grund seiner umfassenden Kenntnis der Ernährungslage mit RückDortmund, 23. Dez. Die hiesige Handelkammer faßte in ihrer letzten Vollsitzung nachstehende Entschließung:„Die immer größer werdende Not der deutschen Tages= und Fachzeitungen gebietet, daß Staats= und Gemeindehörden, sowie Handel und Industrie der Presse in erhöhlem Maße ihre Aufmerksamkeit zuwenden. Für die Gesamtheit des deutschen Volkes ist die Presse a13 die Vertretern der öffentlichen Meinung und als Bindeglied der wirtschaftlichen Beziehungen zum Auslande von unschätzbarem Wert. Eine Verkümmerung des deutschen Pressewesens muß deshalb mit großer Sorge erfüllen. Nur unter erheblichen Opfern haben die deutschen Zeitungen ihre bishetige Bedeutung und Unabhängigkeit zu behaupten versucht. Soll ihnen das auch weiter möglich sein, so bedarf es der Unterstützung aller Kreise. Die Handelskammer zu Dortmund hält es deshalb für ihre Pflicht, die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Notlage der Presse hinzuweisen und alle Kreise des Wirtschaftslebens, sowie die Behörden aufzufordern, der Tages= und Fachpresse durch Zuwendung von Anzeigenaufträgen und Aufrechterhaltung des Bezuges Unterstützung zuteil werden zu lassen“. Landesverrat. 1 Oberhausen, 23. Dez. Unter dem Verdacht des Landesverrats nahm die Polizei den hier wohnenden Gemüsehändler Förterer und neun au Dre Personen Fest. Sie hatten hier in den letzten (Wochen beine rege Propaganda für die rheinische Republik betrieben und Flugblätter verbreitet, in denen Unwahrheiten über die deutsche Regierung und den preußischen Staat behauptet wurden. 2 Eine Gedenkseier. Frankfurt a.., 23. Dez. Der Magistrat beschloß auf Anregung des republikanischen Reichsbundes, anläßlich des 75. Jahrestages der deutschen Nationalversammlung in der Paulskirche eine Gedenkseier zu veranstalten und wegen der Vorbereitungen mit den Reichsbehörden in Verbindung zu treten. Die Feier soll im März in der Paulskirche stattfinden. Die Steuer vom Grundvermögen Der Entwurf zur Erhebung einer vorläufigen Bech int Bechchch. Reichskanzler Dr. Cuno entbot dem deutschen Volk am Samstag abend durch das Wolfs=Burean folgenden Weihnachtsgruß: „Wenn ich denen, die mich um einige Zeilen zu Weihnachten ersucht haben, wie den anderen, die mich zu hören bereit sind, ein Wort zum Fest sagen soll, so kann es kein anderes sein, als ein Wort vom Frieden und ein Wort zum Frieden der Menschen und Völker. Die Welt ist von diesem Frieden noch weii entfernt zauch dieses Weihnachten 1922 ist mehr ein Tag der Dahnund an ihn's seiner Erfüllung. Es gibt kaum ein Volk d Erke, das tiefere Sehnsutzt nach Frieden hot als das deutsche Volk. Inmitten der qualvollen Unsicherheit der Wirtschaft, die Millionen dem Schicksal der Ungewißheit preisgeben, will es sich Steuer vom Grundvermögen, der im Ausschußz einer mit den äußersten Notwendigkeiten des Lescus Aimertkansche Bancbsepähz R olheand. Eine Entscheldung des Obersten Gerichtshoses der Vereinigten Staaten. Newyork, 2. Dez. Der oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten fällte gestern ein Urteil zugunsten einer Newyorker Bank, die eine Haftung für die Beträge abgelehnt hatte, die in ihrer Petersburger Filiale deponiert waren und später von der Sowjet=Regierung beschlagnahmt wurden. Die Bank hatte erklärt, daß die Sowjets allein für die Verluste verantwortlich seien. Falls das Urteil rechtskräftig wird, werden alle Forderungen gegen Newyorker Banken hinfällig, die aus demselben Grunde eingeklagt waren. Sie betragen zusammen über 100 Millionen Dollar. bei der Bewertung der Kurse noch Kürker als der bisher schon geschehen ist. Infolgedessen dürfte sich auch nach den Feiertagen wieder eine starke Abhängigkeit des Effektenmarkts von der Devisenlage bemerkbar machen. dreimaligen Lesung unterworfen war, ist aus diesem mit mannigfachen Aenderungen hervorgegangen. Die zweite Pesung im Landtag hat nur unwesentliche Aeuderungen gebracht, so daß der Entwurf wohl in dieser Form Gesetzeskraft erhalten wird. Die Steuer, die nach der Regierungsvorlage am 1. Januar 1922 in Kraft treten sollte, wird jetzt vom 1. April 1923 ab erhoben. Ihr unterliegen alle landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich und gärtnerisch genutzten Grundstücke einschließlich des lebenden und toten Inventars. Alle Einrichtungen, die zu einem der Gewerbesteuer unterliegenden Betriebe gehöabsinden; nur Frieden will es und Gerechtigkeit. Das gilt nach innen wie nach außen. Es ist kein Zweisel darüon, deß dies: Gerechtigkeit im inneren Wirtschaftsleben eines Volkes schwerer nach erzwingkeren Regeln zu sichern ist als irgendwo sonst. Unise netwendiger ist es, daß ein Andeces einsetzt, was stärker ist: die tätige Liebe von Mensch zu Nensch. von jedem Einzelnen zum Nächsten und Fernsten, die an Kindern, Greisen. an ikerden und Verzweifelnden so viel tun kann, und zu der Weihnachten uns mahnt. Nie mehr als jetzt ist eine solche unpolitische, zein menschliche Pilichtbetrachtung zugleich der Rärsße ren, fallen nicht unter die Steuer. Exbbaurechte polittsche Tienst an der Nation und ihee: Einfallen ebenfalls unter das Gesetz. Die Steuer be= heit, National sein heißt vor allem Liebe zum trägt 6 vom Tausend des Wertes. Der Satz ist Velk hefen und an seiner Versöhnung gebeteen: send erhößt worden. Die Feisetung des Wertes“ beist unnsten Streit begraben oder vertagen; der Grundstücke hat sehr erhebliche Schwierigleiten“ deist, das gute Fite verehren, an die Zutunst bereitet. Als Grundlage für den Mart a....“(glauben und die Gegenwart tragen und nützen. Berliner Finanz= und Warschosfebries. Die Erschütterung der deutschen Devisen= wie der Effekten= und Produktenbörsen durch den plötzlichen Dollarsturz hat wieder einer gewissen Beruhigung und Erholung Platz gemacht. Es hat sich herausgestellt, daß der übertriebene Optimismus bezüglich einer großen amerikanischen Reparationsanleihe zur Zeit noch einer tatsächlichen Unterlage entbehrt, und daß bei der plötzlichen Markbesserung an der Newyorker Börse zu einem erheblichen Teil rein spekulative Absichten mitgewirkt haben. Daß durch die Newyorker Machenschaften die deutschen Börsen so stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, ist bei deren weitgehender Abhängigkeit von dem valutastarken Auslandskapital gewiß nicht zu verwundern. die Notwendigkeit von Erleichterung Bei der heutigen Lage der Devisenkurse vergrößern unseres Nachwuchses, besonders in den kinderLetzte Drahtmeldungen. Das Kabinett wieder in Berlin. Berlin, 26. Dez. Der Reichskanzler trifft heute abend aus Hamburg, wo er die Weihnachtstage verbracht hat, in Berlin ein. Auch Staatssekretär Hamm kommt heute aus Bayern zurück, sodaß das Kabinett wieder vollständig beisammen ist. Die Besprechungen über unsere neuen Reparationsvorschläge, die während der Feiertage nur in kleinstem Umfange fortgeführt worden sind, werden jetzt mit großem Nachdruck weiter geführt, und man darf annehmen, daß die endgültige Formulierung schon in den nächsten Tagen fertig gestellt sein wird. Minister Luther über die Ernährungslage. Essen, 26. Dez. Der Reichternährungsminister Dr. Luther empfing Sonntag die Vertreter der Essener Zechen und bestätigte seine Erllärung, daß bei der Anspnanung aller Krifte und selbstverständlich einschließlich der vergesehener und zum erheblichen Teil bereits bewirkten Auslandseinfuhr die Brotversorgung für den Winter gesichert sei. Streckung durch Kartoffel komme, wenn überhaupt, nur in geringem Umfange in Frage. Als ennsteste Angelegenheit dieses Winters bezeichnete er die Milchversorgung und wies unter Bezugnahm auf das Essener System der Vereinbarungen zwischen Verbrauchern und Erzeugern auf die Notwendigkeit von Erleichterungen zugunsten bereitet. Als Grundlage für den Wert gilt die Veranlagung zur Ergänzungssteuer für den Abschnitt 1917=19, und zwar wird bei bebauten Grundstücken, die nicht dauernd land= oder forstwirtschaftlichen oder gärtnerischen Zwecken dienen, das Einfache dieses Veranlagungswertes, bei allen übrigen Grundstücken das Achtfache dieses Wertes festgesetzt. Wohnungen auf diesen Grundstücken werden nur in Ansatz gebracht, wenn ihr Mietwert am 1. Juli 1914 mindestens 5000 Mark betragen hat, und zwar wird dann für die Berechnung das Achtfache des Friedensmietwertes zugrunde gelegt. Der § 4, der vom Ausschuß gestrichen war und vom Landtag mit einer Abänderung wieder eingesetzt wurde, bestimmt, daß Neubauten, die nach dem 1. Januar 1920 bewohnbar werden, solange steuerfrei sind, wie sie Wohnzwecken dienen. Die Regierungsvorlage hatte diese Vergünstigung nur für nach dem 1. Januar 1920 bewohnbar gewordene Bauten vorgesehen. Die Steuer ist vom Eigentümer des Grundstücks zu zahlen, bei Ausnutzung des Erbbaurechts durch den Erbbauberechtigten für das Erbbaugrundstück. Nutznießer haften neben dem Eigentümer als Gesamtschuldner. Der Pächter haftet neben dem Eigentümer als Gesamtschuldner, soweit er Eigentümer des lebenden und toten Inventars ist, im Verhältnis dieses Wertes zum Gesamtwert. Für jeden Veranlagungsbezirk ist ein Steuerausschußz zu bilden, dessen Vorsitzender der Vorsteher des Katasteramtes ist und dessen übrigen Mitglieder, die teilweise gewählt und teilweise ernannt werden, je zur Hälfte Grundbesitzer und Nichtgrundbesitzer sein müssen. Für jeden Regierungsbezirk wird ein Berufungsausschuß gebildet, deren Mitglieder ebenfalls je zur Hälfte Grundbesitzer und Nichtgrundbesitzer sein müssen. Die Veranlagung zur Steuer geschieht durch den Steuerausschuß. Die Rechtsmittel im Veranlagungsverfahren für den Steuerschuldner sind: 1. Der Einspruch gegen den Veranlagungs=Beschluß des Steuerausschusses; über den Einspruch entscheidet der Steuerausschuß. 2. Die Berufung gegen die Einspruchsentscheidung beim Berufungsausschuß. 3. Die Rechtsbeschwerde gegen die Entscheidung des .ngsgericht. Von seiten des Steuerausschusses steht dem Vorsitzenden das Berufungsrecht an den Berufungsausschuß und dem Vorsitzenden des Berufungsausschusses die Rechtsbeschwerde an das Oberverwaltungsgericht zu. Die Steuer ist in vierteljährlichen Beträgen in der ersten Hälfte des zweiten Monats des Vierteljahrs Kann, ja muß nicht in solcher Auffassung der nationalen Pflichten sich gerade jetzt das deutsche Volk zusammenfinden, wo schwere und schwerste Entscheidungen bevorstehen, die der Welt wirklichen Frieden bringen oder versagen werden? Damit wird zugleich die Entscheidung darüber fallen, ob die Wirtschaftskraft Deutschlands vor dem Zusammenbruch gerettet, für uns und für die Welt nutzbar gemacht, oder ob sie neuerlich zum Schaden des deutschen Schuldners wie seiner Gläubiger durch einen, politischen Tendenzen dienenden Zwang geknebelt werden soll, der gegen den Vertrag von Versailles verstößt und den hinzunehmen keine vom Volkswillen getragene Regierung bereit sein kann Was immer in unseren Kräften steht, um der Welt schwerstes Unheil zu erspären, und den Weltfrieden zu verwirklichen, soll geschehen. Wir sind entschlossen, schwere Opfer an Gut und Geld auf uns zu nehmen, um der Freiheit deutschen Blutes und um der Gleichberechtigung und der friedlichen Arbeit mit anderen Völkern willen. Im besonderen gedenken wir dabei des Landes am Rhein. Nichts, was deutsches Land dort noch mehr als bisher unter fremde Macht brächte, kann Deutschland zugestehen; alles, um es aus diesem Zwang zu lösen, muf es versuchen, bis zu den äußersten Grenzen, die Wirtschaft und Wahrhaftigkeit ihm ziehen. So ist der Dienst am Frieden des deutschen Volkes und der Welt die Gabe, die wir unter dem Christbaum niederlegen. Weihnachten recht feiern, heißt, den Willen zu solchem Frieden in allen Häusern und Hütter und in allen Gotteshäusern stärken und gestärkt ins neue Jahr zu tragen, im männlichen Glauben an das Recht unseres Volkes und an den endlichen Sieg der Gerechtigkeit“. sich die Schwankungen des Markkurses, wenn sie sich auf den Dollarstand in Berlin übertragen, in gewaltigem Maße. Wenn der Markkurs in Newyork von.01 einviertel auf.02 emporgetrieben wird, so bedeutet das, daß der Dollarkurs in Berlin von 1000 auf 5000 heruntergehen muß. Die, absolut strachtet, nicht allzu beträchtlichen Steigerungen rüben ergeben bei uns riesenhaft erscheinende Abschwächungen. Nachdem aber das Pendel der Devisenkurse einreichen Familien hin. Er teilte mit, dach kürzlich eine Verordnung ergangen sei, wonach die Laudesregierungen den Ankauf von Butter und Käse an eine besondere Genehmigung knüpfen können. Der Minister bat die Presse, alles zu tun, damit die Bevölkerung die wirtschaftlichen Zusammenhänge richtig erkenne und betonte, daß die Frage unserer Ernährung, besonders auch in der Zukunft, so ernst sei, daß sie aus jeder Parteipolitik ausgelöst und rein sachlich behandelt werden müsse. Aus dem Auslande. Rußland Die Lage der Sozialrevolutionäre. Brüssel, 23. Dez. Der Peuple erfährt aus angeblich zuverlässiger Quelle in Moskau, daß die zum Tode verurteilten Sozialrevolutionäre sich in einem jammervollen Zustand befinden. Sie seiVerufungsausschusses beim Oberverwal= in./a..az. Zicht hringe. Es sei.. „in welche kein Licht dringe. Es sei verboten, ihnen Nahrungsmittel zu bringen. Auch das Lesen sei ihnen nicht erlaubt. Wenn die Behandlung nicht sofort geändert werde, sei zu befürchten, daß die Gefangenen alle elend zugrunde gehen würden. Sücslavien. Die Neuwahlen für das Parlament. Belgrad, 23. Dez. Gleich nach Eröffnung der mal so heftig in Bewegung gesetzt worden ist, kommt Werde aber einmütig zusammengearbeitet und es auch so schnell nicht mehr zur Nuhe. Obwohl der Dollarkurs inzwischen wieder bis auf etwa 6500 bis 7000 in die Höhe gegangen ist, einen Stand, der auch bisher durchaus nicht als ungewöhnlich tief angesehen wurde, sind doch recht heftige Schwankungen zurückgeblieben, die auf unsere Wirtschaft auch weiter recht schädliche Wirkungen ausüben, da sie jede feste Kalkulation und jede geschäftliche Disposition ast zur Unmöglichkeit machen. Die Folge ist, daß auf dem Warenmarkt Unlust und Geschäftsstille eingezogen ist. Die Zurückhaltung der Käufer hat auch eine ziemlich weitgehende Zurückhaltung der Produzenten und des Handels zur Folge gehabt. Man wartet ab, und das schlechte Weihnachtsgeschäft hat die Unlust zur Betätigung auf allen Gebieten nur verstärkt. Es kommt hinzu, daß auf einigen Gebieten die Inlandspreise nunmehr, auch bei dem jetzigen Dollarstande, die Weltmarktpreise überschritten haben. Es handelt sich dabei um überaus wichtige Exportindustrien. So sah sich der Richtpreisausschuß des deutschen Stahlbundes gezwungen, sowohl die Preise für Halbzeug= wie die für Walzfabrikate um etwa 8 Prozent herabzusetzen, obwohl die Roheisenpreise erst am 15. Dezember wieder erhöht worden sind und bisher keine Ermäßigung erfahren haben. Es ist nicht zu bestreiten, daß dadurch manche Industrien, insbesondere Erportindustrien, in eine überaus schwierige Lage gecaten. Der Ausfuhrabgaben=Ausschuß des vorläufigen Reichswirtschaftsrates hat denn auch bereits den Antrag gestellt, mit Rücksicht auf die ungünstigere Lage des Ausfuhrgeschäfts mit dem Abbau des Ausfuhrabgabentarifs in zahlreichen Positionen sofort zu beginnen. Auch der Handel, insbesondere der Klein= und Einzelhandel, ist durch die allerdings die Produktionssteigerung im Auge behalten, so könne man durchaus mit Hoffnung in die Zukunft blicken. Ein Konzil 1925. Rom, 26. Dez. Zu Weihnahten erschien eine Encyklika, in der der Papst ein ökumenisches vatikanisches Konzil für 1925 ankündigt. Das spanische Handelsabkommen mit Deutschlaus. Modrid, 26. Dez. Im Ministerrat gab der Außenminister bekannt, daß er mit der deutschen Regierung ein Handelsabkommen schloß, nach dem Deutschland vom 20. Dezember ab den spanischen Erzeugnissen die Meistbegünstigung gewähre. Spanien werde seinerseits die deutschen Erzeugnisse nach dem Tarif der zweiten Kolonne behandeln und die Koeffizienten für Länder mit entwerteter Währung aufrechterhalten. Eine Spaltung unter den amerikanischen Unversöhnlichen. Washington„26. D z. Der im Senat von dem Führer der Unversöhnlichen, Senator Borah. eingebrachte Zusatzantrag zur Marinekreditvorlage. der den Präsidenten ersucht, eine Konferenz der Weltmächte einzuberufen, um die Wirtschaftsfragen zu prüfen und die Herabsetzung der Land= und Seerüstungen zu sichern, rief eine Spaltung der Unversöhnlichen im Senat hervor. Sie wird wahrscheinlich zu einer Generaldebatte über die Teilnahme Amerikas an den europäischen Angelegenheiten führen. Borah veröffentlichte eine Erklärung, in der er sagte, Europa müsse geholfen werden. Wenn das Problem nicht gelöst werde, werde das einen ungeheuren Verlust für die amerikanischen Produzenten und den amerikanischen Handel bedeuten. Paris, 26. Dez. Aus Washington wird gemeldet: Der Antrag des Senators Borath, der den zu zahlen. Der Finanzminister kann in bestimmten Parlamentssitzung wurden zwei königliche ErlasFällen die Steuern erlassen er teilweise erstat= se verlesen, der eine über die Ernennung der bisher recht geringfügigen Preisrückschläge, wie er Bevorstehende Debatte im amerikanischen Senat. auch in dem Rückgang der Großhandelsinderziffer sie von 1459 am 5. Dezember auf 1468 am 15. Dezember deutlich zum Ausdruck kommen, vielfach Präsidenten Harding aufforderte, eine Wirtrecht unangenehm überrascht worden, weil er sich schastskonferenz einzuberufen, hatte eine Teilung in Erwartung weiterer Preissteigerung sehr reichlich in der Partei der Richtinterventionisten zur Folmit Ware eingedeckt und dabei vielfach Kredite ge, und überdies wird die ganze Frage der Bein erheblichem Ausmaß in Anspruch nehmen mußte, teiligung der Vereinigten Staaten an den euroBei der Kapitalschwäche der gegenwärtigen Wa= päischen Fragen wieder im Senat zur Sprache gereninhaber ist es ohne weiteres klar, daß bei län= bracht werden Senator Johnson aus Kalifornien gerer Dauer des gegenwärtigen Stillstands der klagt seinen Kollegen Borath schon eines Treubülig erschent. Gaue oder ten. ause Erialtung der bes Varlanenic. Die Verlesung beider Erlase dder Kaushgsche der Alsemeten Nausantatseruiches grgen die dlten Grndäite eu. Senat: (Sienern s auch für Grndtuicke vorgelschen. die derswurde von Kurmischen Einspruchsrusen begletet.l chärfere Preiadeus uich gutzxd neige bald eulbtog, V. eAsu pi. u,.mnge gemesbet Veisedlung des platten Landes oder der Schafung Der Ausissungserlatz besimmt versafungsnäßig“pie zesoruc sio geltend machen müßte ter.— Wetterhiu wird aus Newvort gemeibet: von Kleinwohnungen für Minderbemittelte dienen, als Tag für die Wahlen den 18. März und als####., Weihnachtsstille ist auch an den Effekten= Präsident Harding billigt den Plan der Einbejedoch nur für die Zeit der Vorberetung der VesTag uux Tirdaustu,.; m z. zg“: vörsen diesmal stärker als sand zu kadren, Zmarkrutung einer Virsichaltskonserenz nicht. siedlung bezw. der Bauzeit des Wohnhauses, im ganzen höchstens für drei Jahre. Diese Grundstücke Umüssen aber in Besitz von öffentlichen örperschaften oder von Personenvereinigungen sein, die dielen Zweck verfolgen und deren Reingewinn sich höch[Sei Tag der Einberufung des Parlaments den 18. April. Amerika Die neue Abrüstungskonferenz. London, 23. Dez. Zu dem von Borah im Senat zur Marinekreditvorlage eingebrachten börsen diesmal stärker als sonst zu spüren. Zwar rufung einer Wirtschaftskonferenz nicht, da dies ist nach den scharfen Kursrückgängen der Industrie= seiner Ansicht nach nur geeignet wäre, das Chaos, S 9. S, der Hopstalgiger den..(Senat zur Marinekredlvorlage eingebrahten den Gemeinden ode: anrderen Ifentlich rehlicgt Den Abänderungsantrag, Präsident Harding möge eine nde oder anderen öffentuch rechtlichen Ver= Konferenz der Weltmächte einberufen, um die Schr bedürsen Jostrig, von aber 2ggg ände zu erwägen, und um migung nach den Vorscheilten des Konmanalahag, eue Vermiundernna der Rutungen iun Boser und Heriaeseter. Wied die Steuer für ein über meisrerel Maseinuat ur a. ahei eiut deiter noc al Hengesetes. Wied die Steuer zut en uder meureres Wassinaton: Der Antrag stell demn.zsgaeur vigen u. gobt aber denoch die gröbder: Vereit, Wünchen, A. Det. Die bieterioe Gemeinden und Gutebeitie reichendes Grundstüick lanbeim, die Mächte zu bezelschnen.. iicleit Amerlag, an dem Revarationsprodlens in München der Uinterkommiston fur sSthohen, ie ik se ausf dise Geneiaden und=Gate= teren eltgeloder werden solen. Vorach sogte ne. ituardieiten u. Guten Deuliclands und usen in Sutont muite in einer ethudoe stestgrecs den Batzaltaie de an iuenr beiegenaensder seiner anden ustantgen Ergehaizsen werde Vur in Sulioen Adtang ir Dileruen blunertbemmidtoen iur Butugute in. Bunde. Grundstücksteile zu zerlegen. Die Geltungsdauer des der Antrag vielleicht dazu fahren, über den toten Pehnung stellt. Man hat die ungeheuren Schpie, erhoben. Sie setzt sich zusammen aus 4 Franzo(Gesetzes it auf drei Jahre(1. April 1926) be= Punkt bei der Behandlun, Wiederberges, tskeiter erkannt, denen die Inhustrie auch im Falle sen, einem Belgter, 8 Engländern und zwei Itoeffekten und Valutawerte naturgemäß wieder eine in dem sich Europa jetzt befindet, noch zu verErholung eingetreten. Aber diese war doch mit schlimmern. Gut informierte Kreise in WashingRücksicht auf die bevorstehende Weihnachtspause ton erklären, der Präsident befürchte, eine derrecht schwach. Auch veranlaßte wohl die Lage auf artige Konferenz würde ernste politische Verwickdem Warenmarkte manche Kapitalbesitzer, ihr Geld lungen zur Folge haben. Von anderer Seite wird möglichst flüssig zu erhalten und es nicht den dazu gemeldet, daß Präsident Harding jedenfalls Schwankungen der Effektenbörse auszusetzen. Dazu nicht die Initiative ergreifen, sondern auf eurokommt, daß man sich zwar in der Beurteilung der räische Vorschläge warten möchte, außenpolitischen Lage keinem übertriebenen Opti= Eine neue Ententekommission für Rüstungswesen. Zweigstelle Rüstungssetostandiger (cränkt. Punkt bei der Behandlung lungsfrage hinwegzuhelfen. der Wiederherstelsie Industrie eines Gelingens der Stabilisièkungs= und Anleihe-lienern. Das bedeutet eine Verdoppelung der pläne gegenüberstehen würde und berücklichtigt das Kommilion auf Kosten Deutschlands. Rus Tastrop und Amgegend a. u aitne sheuin, R cist=Patis i. Die kommenden Eisenbahnfahrpreise. Wie bereits bekannt, werden am 1. Januar die Personentarife abermals erhöht, und zwar in der 3. und 4. Klasse um 110 v.., in der 2. Klasse um 125 v.., in der 1. Klasse um etwa 200 v. H. Die Einheitssätze für den Kilometer betragen dann in der 1. Klasse 24 Mark, in der 2. Klasse 12 Mark, in der 3, Klasse 6 Mark und in der 4. Klasse 4 Mark. Die Schnellzugzuschläge betragen in der 1. Zone(bis 75 Kilometer) 1. Klasse 400 Mark, 2. Klasse 200 Mark, 3. Klasse 100 Mark; 2. Zone(75 bis 150 Kilometer) 1. Klasse 800 Mark, 2. Klusse 400 Mark, 3. Klasse 200 Mark; 3. Zone(über 150 Kilometer) 1. Klasse 1200 Mark, 2. Klasse 600 Mk., 3. Klasse 300 Mk. Auf den Fahrkarten werden nur noch die Kilometerzahlen aufgedruckt, um bei der fortschreitenden Geldentwertung Tariserhöhungen in kürzerer Zeit durchführen zu können. Der Reisende muß sich dann, wie die Wie Reichsbahn= direktion mitteilt, der kleinen Mühe unterziehen und den Kilometerpreis mit der Kilometerzahl multiplizieren, um sich von der Richtigkeit des gezahlten Fahrpreises zu überzeugen. Um die Nachprüfung zu erleichtern, werden auf den Bahnhöfen Aushänge erscheinen. Weitere Erhöhung der Postgebührwir zuverlässig erfahren, wird bereits Januar ab eine neue Heraufsetzung de bühren eintreten. Sie soll sich auf das der jetzt gültigen Sätze belaufen. Ein Inlande wird 50 Mark, eine Postkarte 25 kosten. A Zur Nachahmung empfohlen! Aus des Weihnachtsfestes stiftete ein hie 2000 Mark für die Ortsarmen und ebensoviel für die Städtische Kinderhilfe. □ Für die Weihnachts=Bescherung armer Kinder wurden vom Klub„Fidele Brüder“ noch #1200 Mark gestiftet. ∆ Die Katze läßt das Mausen nicht. Die Frau von der Ringstraße, von der wir vor einigen Tagen bereits mehrere Laden= und Marktdiebstähle berichteten, hat schon wieder in mehreren Geschäften sich Sachen, ohne an Bezahlung zu 16. Dez. 20 Kähne ostwärts, 25 Kähne westwarts. In Anbetracht der geringen Verladetätigkeit, welche naturgemäß nur einen schleppenden Schiffsverkehr mit sich bringt, waren zim Betriebe des Schleppamtes Stockungen nicht zu verzeichnen. Die Schleusen des Rhein=Herne= sowie des Dortmund=Ems=Kanals konnten ihren Anforder: gerecht werden. die Kriegermal-Errichtung in Castrop. Aus der Versammlung der Kriegsopfer. In der letzten Versammlung der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen wurde zunächst seitens des Vorsitzenden mitgeteilt, daß eine allgemeine Weihnachtsbescherung, wie sie in den Vorjahren üblich war, diesmal nicht veranstaltet werden könne. Seine Ausführungen, die bei allen Anwesenden Verständnis und Billigung fanden, wurden unterstrichen durch Herrn Altenhein, der insbesondere auf die starke finanzielle Inanspruchnahme der Industrie und Bürgerschaft der Stadt durch die Hilfsaktion hinwies, von der ja auch den Bedürftigen der Kriegsopfer ein gewisser Anteil zugute komme. Von der Ortsgruppe lsoll in diesem Jahre am 30. Dezember ein Bescherung der Vollwaisen stattfinden, für die 11 300 Mark durch Wohltätigkeitsveranstaltungen aufgebracht wurden. Man ging dann zur Bespreschung der Errichtung eines Ehrenim Mark Anlaß üirger stge=smales über. Der Vorsitzende begrüßte es freuppelte dig, daß die öffentliche Aussprache über die Angelegenheit, die durch die Castroper Zeitung angeregt wurde, jetzt endlich einen frischen Zug in die Behandlung der Sache gebracht habe. Redner hielt die Errichtung eines Ehrenmales auf dem Schellenberge für nicht besonders sympathisch. Er befürchtete, daß man bei der Angelegenheit bald mit ähnlicher Verwahrlosung rechnen müsse, wie sie jetzt am Germaniadenkmal leider an der Tagesordnung sei. In der sich anschließenden Aussprache, an der sich eine ganze Reihe von Mitgliedern der beiden Gruppen beteiligten, ergriff Stadtv. Altenhein das Wort. Er bedauerte unter Zustimmung der Versammlung, daß man erst jetzt ernsthaft an die Schaffung eines Ehrenmales gehe. Andere Städte von weit geringerer Bedeutung als Castrop seien in dieser Sache schon viel weiter gekommen. Die Errichtung eines Wahrzeichens für die Gefallenen sei eine unabweisbare Ehrenpflicht der man so rasch und so gut als benfen angesianet Terner murda uan.: ga, möglich nachkommen müsse. Bezüglich des Scheldenken, angeeignet. Ferner wurde von der Po-slenbergplanes bemerkte der Redner:„Nach meilizei ermittelt, daß die Frau auch die Türmatten='ner Ansicht wäre es gewiß sehr schön wenn das diebstähle in den verschiedenen Häusern ausge= Denkmal als ein weithin sichtbares Wahrzeichen r.. 2 L. 12. 5, Tas Deukmal guf Fer Linie Die großen Lokomotivfabriken, sowh. dem:“!er(eihrs zu ei##enen und sagte:„Ich ihre Beteiligung bei der Hannoverschen MaschiA. es#### act:#e Reinung derer, die genfabrik.=G. in die Interessengemeinschaft einSeingung sind als ich, die sich vielleicht gebracht haben, bilden diese den Grundstock der für den Scheuenverg aussprechen; aber ich möchte Eisenindustriellen Interessen des Konzerns, dem meinerseits doch empfehlen das Denkmal auf in der Heuschel=Lothringen=Steinkohlenvereintdem alten Friedhof zu errichten. Wohl jeder Ca= gung G. m. b. H. mit dem Sitze in Hannover eine stroper Bürger kommt in der Woche mehrere Spitzenorganisation gegeben wurde, dessen oberste einmal an dem alten Leitung in den Händen eines geminsamen VerFriedhof vorbei. Unbedingt wirdeer, wenn er waltungsrates liegt, in welchem der eigentliche einen Blick auf den Friedhof mit seinen schönen, Schöpfer des Lothringenkonzerns. Otto Gehres, alten schattigen Bäumen wirft, auch das Krieger= seine, leitende Rolle spielt. ehrenmal sehen. Gibt es überhaupt eine ehrwür=] Vor dem Zustandekommen der Transaktion Castrov sind leider nicht in der Lage, Castrop uno leider nicht in der Lage, heimische erweitert durch den Ankauf der Aktienmehrheit hen wir Feing, Grünische Märkisch=Bestsälischen Bergwerksvereins, der wäre, wenn man neben Zinkhütten und Zinkerzgewinnung auch Eisensteingruben betreibt, und den Erwerb der führt hat. seinen Platz an einer auffallenden Stelle bekommen könnte. Aber ist denn wirklich der Schellenven de für dte Kinder=(berg eizale heregrgenhez, Plat, daß er ausge, wertsegant uno zeuige Bergvan=.=6. ninver-srechnet für ein Denrmal der Castroper Gefalle= ein halbes Jahrhundert besteht, vollend noerhilfe des Amtes Rauxel inen die Stätte abgeben soll? Zunächst liegt der 20. Dezember Otto Gehres sein 50 C Rauxel.(Spe Hilfe). Für die Kinderhilfe Ktiftete Bäckermeister Makosch 500 Mark Mehrere Schellenberg fast außerhalb der Peripherie tunge Leute, die bei Klöster eine gemeinsame Weihnachtsfeier veranstalteten, überwiesen einen Betrag von 1000 Mark für den gleichen Zweck. Jus dem Emschertal. 5' Habinghorst.(Festgenommen) wurde ein Mann, der im Schuhwarengeschäft von Weiland auf der Kronprinzenstraße ein Paar Schuhe mitgehen ließ und das Bezahlen„vergaß“.#####g bie Eastroper Einwohnerschaft aus. * Bladenborst,(Nachrichtendienst des gsglten. Dazu möchte ich vor allem eins beE(Nachrichtenvtenn venimerten, daß ja wohl die Absicht bestehen kann, Schiffahrts= und Speditionskontors den Schellenberg zu einem Ausflugsplatz auszubauen, aber es ist die große Frage, wird die Absicht überhaupt ausgeführt. Die Ausführung wird letzten Endes scheitern müssen an der finanziellen Frage. Solange die Stadt Castrop nicht in der sich auf den alten Friedhof einigen könnte, selbstverständlich Pflicht der Stadtverwaltung, durch einfache gärtnerische Anlagen, die mit wenig Unkosten verknüpft sein dürften, dafür zu sorgen, daß dem Denkmal ein stimmungsgemäßer Rahmen gegeben würde. Der alte Friedhof ist nach meiner Ansicht für die Denkmalsaufstellung geschaffen, wie kein zweiter Platz in Castrop. Ich komme nun zum Schluß zur Beantwortung der Frage: Wie soll das Denkmal aussehen? Die Denkmäler sind Zeichen ihrer Zeit. Wir müssen, wenn wir unseren Gefallenen ein Denkmal errichten, ein Standbild nehmen, mit dem wir auch bei kommenden Geschlechtern Ehre einlegen. Es muß ein Wahrzeichen vom Geist und Ernst der hetigen Zeit sein. Das Denkmal muß schlicht und einfach gehalten sein, frei von jeder Lobhudelei und unnützer Zierart. Geschmacklosigkeiten müssen vermieden werden. Ich denke mir das Denkmal nicht in der Ausführung wie das Kriegerdenkmal für die Gefallenen von 1870=71 am evgl. Krankenhause. Diese überall wiederkehrenden Formen und zusammengesuchten Sculpturen sind zu trivial für die Gesallenen des Weltkrieges. Ich stelle mir das Denkmal vor, meinetwegen als einen Obelisken oder auch als einen mächtigen Findling mit einer einfachen Eisenplatte mit Inschrift und einem Spruch, entsprechend der Taten der Gefallenen der ernsten Zeit, als Mahnung an die Nachwelt. Zum Schluß möchte ich zusamenfassend noch einmal wiederholen, der Reden sind genug gewechselt, laßt uns nun die Taten lsehen. Es wurde sodann ein Ehrenmalkommission gewählt. die aus 5 Personen besteht. Herr Altenhein wurde einstimmig zum Mitglied des Kreisbeirates für Kriegsbeschädigten= und Hinterbliebenenfürsorge gewählt. Nach Erledigung einiger wirtschaftlicher Fragen und Beantwortung von Anfragen wurde die Versammlung geschlossen. Ein Jubiläum auf„Lothringen“. Ansang und Bedeutung des Henschel=LothringenKonzerus. Bövinghausen, den 23. Dez. 1922. In diesem Jahre, in welchem die frühere Gereschaft und jetzige=Rerghau==., Lothringen vollendete auch am ezember Otto Gehres sein 50. Lebensjahr, der der als langjähriger Leiter des Steinkohlenberg= daß nur wenige werks Lothringen diese frühere reine Kohlenzeche in den letzten Jahren zum Mittelpunkt eines der größten rheinisch=westfälischen Montankonzeine gemacht hat. Heute zählen zum Lothringenkonzern rund 30 Schachtanlagen des Ruhrbezirks, die Fett= und Magerkohlen, sowie auf Zeche König Ludwig auch Gasflammkohlen liefern. Durch die Begründung der Chemischen Werke Julius Herrmann, Schleuse.) Schon im letzten Bericht war die Rede von einer eingetretenen Schiffsflaue, die, wie vorauszusehen war, auch in der Berichtswoche anhielt. Die Zahl der Stadt Castrop. Ich befürchte, daß nur wenige Castroper regelmäßig den Schellenberg besuchen. Die Not und die Hast des Alltags lassen heute dem Einzelnen nicht viel Zeit und Muße, seinen Gedanken nachhängend ins Freie zu gehen. Der Zweck der Denkmals=Errichtung ist nach meiner Ansicht verfehlt, wenn das Denkmal der Mitwelt und der Nachwelt nicht immer vor Augen steht. die Begründung der Ch der Lothringen im Jahre 1906 übernahm Gehchellenberg nicht der geeignete Platz für das res die Verwirklichung eines Gedankens von GeKriegerehrenmal sei, anführen, daß man beabsich=heimrat Ostwald, aus Kohle künstlichen Salpeter tiassngesin die den Schellenberg zu einem Aus= zu gewinnen. Inzwischen ist der LothringenkonCastroper Einwohnerschaft aus, zern durch seine Chemischen Werke, die im Kriege für die Munitionsherstellung eine wichtige Rolle spielten, nach dem Bochumer Anzeiger, zeitweise unter Beteiligung des Reiches betrieben und nach dem Kriege bedeutend erweitert worden, in eine enge Verbindung mit der chemischen Großindustrie gekommen in Form einer Interessengemeinschaft mit den Badischen Anilin= und Sodafabriken in Ludwigshafen. Die im Jahre 1916 von Gehres durch die Gründung der Sekuritaswerke .=G. und dem von diesen begonnenen Bau einer Maschinenfabrik bei Bochum, der heutigen MaschiHarzer Werke Zu Blankenburg, Rübeland und Zorge, die mit den Schwarzwälder Erzbergwerken in engere Verbindung mit dem Märkisch=Westfälischen Bergwerksverein gebracht wurden. Daneben laufen noch andere Erwerbungen, wie die einer Fabrik feuerfester Steine und eines großen westfälischen Kalkwerkes. Die von ihm schon bei der Gründung der Sekuritaswerke angebahnte Verbindung mit dem Schiffsbau und der Schiffahrt hat Gehres in der Folge in großem Umfange erweitert. Die Schiffswerft der früheren Sekuritas wurde vor einiger Zeit als Ottowerk.=G. in eine besondere Gesellschaft umgewandelt, ebenso, wie die Sprengstoff=Fabrik in Büchen, die als Westlignose.=G. in enger Verbindung steht mit, der schlesischen Lignose.=G. Außer dem maßgebenden Einfluß auf die Schiffswerft.=G. Henry Koch in Lübeck erwarb Gehres auch die Uebernahme eines großen Teiles des Aktienkapitals der Kosmos=Linie nicht nur die Kontrolle über dieses Seeschiff ihrtsunternehmen, sondern auch über die Deutsch=Australische Dampfschiffahrts.=., die mit der Kosmos=Linie durch eine Interessengemeinschaft verbunden wurde. Auch die Hochseefischerei Wieting in Bremerhaven steht, unter dem maßgebenden Einfluß Gehres bezw.“ der Lothringengruppe, die aber auch, wie übrigens die meisten anderen großen Zechengruppen, des Ruhrbezirks, an der Rheinschiffahrt und am Kohlenhandel durch maßgebende Beteiligung an der Linden=Rhederei G. m. b. H. in Duisburg interessiert ist. Otto Gehres, der Schönser dieses mächtigen Konzerns ist vor einiger Zeit von seinem Amt als Generaldirektor der Bergbau=.=G. Lothringen; zurückgetreten. Gehres entstammt einer bei Hörde, ansässig gewesenen Bergarbeiterfamilie. Er besuchte als junger Bergmann die Bochumer Bergschule und wurde, nachdem er eben Steiger gewor) den war, im Jahre 1900, erst 28 Jahre alt, Be. triebsführer und bald darauf Direktor der damaligen Zeche Lothringen. Ein Selfmademann in des Wortes bester Bedeutung, erfreut sich Otto Gehres bester Wertschätzung. Viel hat er getan für die Gemeinde Gerthe, die ihm sein Aufblühen vers) dankt. Vor einem Jahre ernannte ihn der Gemeinderat unter Zustimmung aller Vertrete# zum Ehrenbürger. Aus aller Welt. Lage ist, den letzten Kriegsopfern, der letzten unverfügten Kähne beläuft sich jetzt aus etwa 25 Kriegerwitwe und den letzten Kriegerwaisen fibis 40. Am 15. d. M. wurde die an Schleuse 5 nanziell eine Daseinsmöglichkeit zu geben, solangesunkene Pünte„Eva 3“ wieder gehoben, as ge dürfte nach meiner Ansicht auch kein Geld für am 11. Dez. 20 Kähne ost= be auch kaum, daß es im Sinne der Gefallenen an 12. Dez. 25 Kähne s4gfg, Piriez,. Phur,Cartenanlagen künstlich zu ter erweitert worden burch die Interesengemeinostwärts, 35 Kähne westwärts, am 13. Dez. 25/, zi, antgsan### urmal setzen zu können, solan= schaft mit der Henrichshütte der Firma Henschel Kähne ostwärts, 27 Kähne westwärts, am 14. Dez. mirtschaftlichen Hage### Lasten der, heutigen in Kassel. Nachdem dann im vorigen Jahre die *, um er. Deg. swirtschaftlichen Lage zu leiden haben“. Redner Firma Henschel auch ihre Kasseler Betriebe, in erGeheimnis von Dubschinka. Kriminalroman von Erich Ebenstein. (Copyright 1913 by Greiner u. Comp., Berlin W. 30.) 72(Nachdruck verboten.) — die hast du? Und die Polizei gab sich alle Müche, diesen Menschen ausfindig zu machen, ohne daß aes ihr gelang! Alle Träger wurden bereits verhört *„Wer ist es denn?" * Der Hausdiener des Albergo Vittorio in der Ba della Vittoria. Du siehst, Sanzio ging von anDeren Voraussetzungen aus als die Behörde. Er hielt sich nicht damit auf, die konzessionierten Träger auszufragen, sondern forschte in den Hotels und Logierhäusern nach. Wenn es dir recht ist, wollen wir nun dem Hausdiener Francesco Dorkini einen Besuch absatten.“ Im Albergo, einem Gasthof dritten Ranges, wo meist ärmere Leute abzusteigen pflegten, gab es jetzt aam Vormittag nicht viel zu tun, und die beiden Männer konnten den Hausknecht also leicht sprechen. Dorlini, ein mehr gutmütig als geweckt aussehenDer junger Mensch, war in dem düsteren Hof des Gasthofes eben damit beschäftigt, Aale abzuhäuten. Hempel, der— ebenso wie Lindemann— das Itasienische vollkommen beherrschte, bot ihm eine Zigarette an und fragte dann gemütlich: „Sie also sind Francesco Dorlini, der am 1. Dezember abends Reisegepäck vom„Robber“ abholte?“ „Ja, Herr,“ antwortete der Bursche und hob mißch den Kopf.„Was ists damitk Schon einmal fragte mich heute einer danach. Ist etwas nicht in Pous Cenier— 6 „hm— das wird sich aus Ihren Auskünften erbeen. wendun! *„Ich' tat doch alles genau so, wie der junge Herr m eich alles in Orchunger er* wirtschaftlichen Lage zu leiden haben“. Redner „Darum handelt es sich nicht. Also, ein Herr Baviani hat Sie nach dem Gepäck geschickt?“ „Es waren zwei, Signor. Vater und Sohn. Der Alte ist ein blinder Maler, der in seiner Jugend lange in Neapel lebte. Jetzt hat ihn die Sehnsucht wieder hergetrieben. Sein Sohn begleitet ihn, weil er doch als Blinder nicht allein reisen kann.“ „Komisch! Er ist bünd und will die Stätte seiner Jugend wiedersehen!“ „Nur die Luft, das Meer will er atmen, Herr! Er sagt, er kenne jeden Stein hier, und wenn er nur am Strande sitze, dann wäre es ihm genau so, als sähe er das Meer vor sich und den Besuv und Capri und ganz Napoli! Sein Sohn mußte ihn stets an ein bestimmtes Plätzchen am Strande führen, dort saß er dann stundenlang, sogar des Nachts manchmal.“ „So. Und die beiden wohnten hier in Albergos Seit wann?“ „Vor vierzehn Tagen kamen sie an. Der Alte erzählte, daß er in seiner Jugend fünf Jahre lang hier in demselben Hause gewohnt habe. Sogar dasselbe Zimmer hatte er, Nr. 5, im ersten Stock.“ „Nun, das Haus wird seitdem wohl längst umgebaut worden sein?“ „Keineswegs.“ Unser Herr übernahm es von seinem Vater. Seit sicher fünfzig Jahren ist hier kein Stein verändert worden.“ „Erinnern Sie sich noch des Tages, an dem diese Bavianis ankamen?“ „Sehr gut! Es war am Abend des 23. Noreinber, an einem Donnerstag.“ „Und wann reisten sie ab?“ „Am Abend des 1. Dezember— als ihr Gepäck. endlich kam. Dieses blieb nämlich irgendwo liegen, glaube ich, und es gab endlose Schreibereien deshalb. Der junge Herr mußte zuletzt selbst fort, um es zu holen. Er war sehr ärgerlich deshalb, denn sie wollten le bon ale möosich weitzer gach#lerna“ „So. Hm, das ist ganz interessant. Wohin reiste denn der junge Baviani nach seinem Gepäckk“ „Das weiß ich nicht.“ „Blied er lange fort?“ „Drei Tage!" „Wie behalf sich denn der Alte inzwischen?“ Oh, er blieb meist auf seinem Zimmer. Nur vormittags ließ er sich eine Stunde lang durch einen Jungen an den Strand führen und dann am letzten Abend wieder. Da geleitete ich ihn hin. Er wollte Abschied nehmen von seinem Lieblingsplätzchen, sagte er.“ „Um welche Stunde war dast“ „Gegen halb zwölf.“ „Wie,— so spät in der Nacht? Fiel Ihnen das denn nicht auf? Man geht doch nicht mitten in der Nacht am Strand spazieren, wenn man seine fünf Sinne beisammen hat!“ „Er ging ja auch nicht spazieren, sondern ich mußte ihn nur auf sein Plätzchen führen, wo er sich ruhig niedersetzte. Uebrigens hatten wir Mondenschein, und es war eine sehr schöne Nacht. Viele Leute gehen da spazieren— die Promenade auf der anderen Seite des Hasens war ganz voll, wie ich mich erinnere. Aber Herr Baviani liebte das Gedränge nicht. Er wollte das Meer rauschen hören und nicht in seinen Gedanken gestört werden.“ „So liegt sein Lieblingsplatz wohl sehr abgelegen?“ „Ja. Ganz drüben hinter den Lagerhäusern. Dort gibt es eine einsame Bank an der kleinen Treppe, die zum Fischerstrand hinabführt.“ „Fürchtet er sich denn nicht so alletn dort?“ „Oh, Herr— ein alter Mann un noch dazu ein blinder— wer sollte ihm etwas tun?“ „Man konnte doch nicht wissen, daß er blind sei!“ „Doch! Er trug ja stets einen breiten, grünen Schirm über den Augen, da er trotz seiner Blindheit den grellen Schein des Lichtes peinlich empfand.“ a3 swar io damde Nachti“ Milchnotopfer. Auf Anregung des Landrats des Kreises Gardelegen beschlossen die Molkereien des Kreises die Schafung eines Milchnotopfers. Jede Molkerei zahlt für jeden Liter Milch, der von ihr verarkeitet wird, 1 Mark in den Milchnotfonds, der vom Landrat verwaltet wird. Auf diese Weise kommen monatlich etwa 1400000 Mk. als Milchnotopfer zusammen. Diese Summe soll den Säuglingen und den Kranken zugute kommen. Ein neuzeitliches Verpachtungsangebot. Der Magistrat der Stadt Hannover schreibt die Verpachtung des Zoologischen Gartens der Stadt mit Wirtschaftsgebäuden, aber ohne Tierbestandaus. Die Angebote sind in Prozentsätzen von der Bruttoeinnahme oder in Roggenzentnern zu machen. Angebote in festen Geldbeträgen werden,: wie der Magistrat ausdrücklich betont, nicht berück. sichtigt. Goldfunde in Waldeck. Aus Arolsen wird uns geschrieben: Vor einiger Zeit erregten Meldungen aus Bergbaukreisen „Nun, er war den Lichtschirm wohl gewöhnt, den er legte ihn niemals ab, auch nicht im Zimmer.“ „Wann mußten Sie ihn denn wieder abholen?“ „Gar nicht! Er hatte nämlich an jenem Tage ei# Telegramm seines Sohnes erhalten, daß dieser endlich das Gepäck ausfindig gemacht habe und um halb zwöl hier mit dem„Robber“ ankäme. Es sollte jemand an den Hafen kommen, es in Empfang zu nehmen, und wenn es dem Vater recht wäre, könnte es gleich auf den Küstendampfer„Violetta“ geschafft werden, der eine Stunde später nach Palermo abdampfte. Den Alten war dies recht, denn er sehnte sich schon nach Sizilien, wo er Freunde besaß, wie er sagte. wurde also ausgemacht, daß ich ihn zuerst auf seine Strandbank führe und dann den jungen Herrn er warte, um das Gepäck gleich nach der„Violetta“ zu bringen. So geschah es auch. Den Handkoffer der alten Herrn hatte ich bereits am Nachmittag nach der „Violetta“ geschafft, und auch gleich die Karten gelöst.“ „Und der junge Boviani kam wirklich mit den Robber?“ „Ja. Er übergab mir einen Koffer und eine Reiset tasche, bezahlte mich gleich und sagte, ich brauche nach her auf der„Violetta“ nicht mehr auf ihn und den alten Herrn zu warten. Ich möge das Gepäck einst# weilen nur dem Steward übergeben, und es auf seinen Namen in der Kajüte unterbringen lassen.“ „Er selbst ging also nicht mit?“ „Nein. Er erkundigte sich nur, wo sein Vater sei und meinte dann, er müsse zuerst einer jungen Dame, die er auf dem Schiff kennen gelernt habe, zu einen Wagen verhelfen, dann wolle er den Alten holen und mit ihm gleich auf die„Violetta“ gehen.“ „Sahen Sie diese junge Dame!“ „Natürlich. Sie stand einige Schritte entfernt un wartete, die Hers Roviani mit mir fertig sei.“ (Fortsetzung fofgt. l großes Aussehen, wonach die in früheres Jahf- Das Drohgelnenst des H hunderten geübte und bei den damaligen Lohnver Teehgespenst des Zungers. hältnissen ertragreiche Galhmßscherei iu Wderfluß 1 Wis- Noub. Eine kundgebung der deutschen Aerzteschaft. haltnissen ertragreiche Goldwascherei im Eberstnß wieder aufgenommen werden sollte. Nunmehr scheint Waldeck, einer der kleinsten deutschen Freistaaten, Goldland zu werden, denn im altberühn:ten, sagenumwobenen Eisenberg bei Corbach, einem betriebsamen Industriestädtchen, ist Gold gefunden worden. Professor Dr. Beyschlag, der Präsident der Geologischen Landesanstalt in Berlin, leitete persönlich mehrere Schürfungen. Dabei wurden an verschiedenen Stellen des Berges goldhaltige Lettenschichten gefunden. Die in Berlin vorgenommene Untersuchung zeitigte günstige Ergebnisse. So wurden in einer Tonne jener „roten Lettenerde 44 Gramm Gold gefunden. Dabei ist zu bemerken, daß heute Goldbergwerke in Betrieb sind, in denen goldhaltige Schichten abgebaut werden, die nur 10 Gramm Gold pro Tonne geben. Es sind auch Schichten mit sichtbarem gedieigenen Gold aufgefunden worden. Die Vorarbeiten für den planmäßigen Abbau stehen vor dem Abschlas SSSNGSSSSScEG Statt Karten. 6491 Die drohende Gefahr, daß unter der wirtschaftlichen Katastrophe der letzten Monate der bisher nur mühsam erhaltene Gesundheitszustand des deutschen Volkes zusammenbricht, veranlaßte die gesamte deusche Aertzteschaft, die Vertreter der medizinischen Fakultäten und ärztlichen Fachvereinigungen in einer ausdrucksvollen Kundgebung, die in Berlin in der neuen Aula stattfand, ihre warnende Stimme zu erheben. Geh. Obermedizinalrat, Professor Dr. Rubner ging als Vorsitzender in seiner Begrüßungsansprache auf die verheerenden Folgen des Friedensvertrages für Deuschland ein. Wirt wollen nicht warten, so erklärte der Redner, bis uns das„erakte“, statistische Material durch den Tod von Tausenden gewonnen wird, sonndern von Anfang an den Gefahren ins Auge sehen. Geh. Medizinalrat Professor His von der Universität Berlin entwarf ein erschreckendes Bild unserer heutigen Ernährungslage. Geh. Sanitätsrät Dr. K Dippe=Leipzig, Vorsitzender des deutschen Aerzte= welt auf, die Dinge mit klaren Augen zu detrachten und sich nicht blenden zu lassen durch die Lebenfühlung einer dünnen Schicht von Genüßlingen. Das am Krankenbett des deutschen Volkes". Als letzter Referent sprach der ärztliche Beigeordnete der Stadt Köln, Prof. Krautwich, über„Deutsche Kinder in Not. Des deutschen Volkes Schicksalsfrage".— Nach einem Schlußwort des Vorsitzenden fand die Kundgebung mit Annahme folgender Entschließung ihren Abschluß:„Die deutschen Aerzte, die Hüter und Pfleger der Gesundheit der Gesamtheit wie des einzelnen, halten es für ihre Pflicht, aus ihren Beobachtungen und Erfahrungen heraus auf die große Gefahr aufmerksam zu machen, die dem deutschen Volke infolge der stets zunehmenden Verelendung drohen. Die Folgen zeigen sich jetzt schon und werden sich bald in erhöhtem Maße besonders bei den Kindern und der heranwachsenden Jugend geltend machen. Die Tuberkulose greift weiter um sich, Rachitis und Blutarmut breiten sich aus, Skorbut und Hungerödem sind keine Seltenheiten mehr. Die Seuchengefahr kann nicht schwer genug eingeschätzt werden. Erliegt Deutschland dieser Gefahr, so ist die ganze Kulturwelt bedroht. Wir rufen unsere Kollegen im Auslande, wir rufen die gesamte KulturElend ist schon jetzt weit verbreitet. Kleine Mittel können wesentliche Aenderungen nicht mehr herbeiführen, die gesamte verzweifelte Wirtschaftslage bedarf gründlicher Umgestaltung. Wir fordern die Welt auf, uns diese Umgestaltung zu ermöglichen“. Rechnungslormulare liefert schnell u. billig Castroper Zeitung Am 1. Weihnachtstag auf der Bochumerstraße von Falkenhahn bis zur Viktoriaschule silberne Handtasche verloren. Gegen hohe Belohnung abzugeben in der Geschäftsstelle dieser Zeitung. Hleinrich Bauer Mally Bauer geb. Henkel Vermählte Castrop, den 27. Dezember 1922. Heute u. Donnerstag Der in allen Großstädten mit großem Erfolg vorgefuhrte Film: 1n Taris 6 Akte Historischer Kriminalroman dem Pariser Volksieben. 6 Akte. aus Geschmackvolle zins=Tradfachen! Alle Vereins=Veranstallungen Festlichkeiten, Bälle, Konzerle und Thealer=Aufführungen werden dadurch am besten gefördert, wenn sie durch eine wirklich vornehm und gechmackvoll ausgest tiee Drucksache angezeigt werden. 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