bei engtbuhten:.00 Dil. für Die Smal gespalt. Dilllinseter. gesse Auswärte.00 Dr., für die Empfehlungszele 12.00 Me. Erfullungsort Castrop. Der etwa gewährte Rabatt erlischt Konkursen, Zwangsvergleichen und gerichtlichen Klagen. Größere Anzeigen werden dis vorm. 11 Uhr, kleinere dis 3 Uhr nachmittags vor Ausgabe der Zeitung erbeten. Postscheckkonto: 40 150 Köln.— Fernsprech=Anschluß Nr. 6. Verantwortlich für den Schriftteil: Franz Joseph Pruys Castrop. Gasnezei Die Castroper Zeitung eischeim anglich mit Ausnahlhe der Sonch, und Feiertage und kostet durch Boten frei ins Haus gebrach 270 Mark(im voraus zahlbar) für den Monat. Postbezug 270 Ul, für den Monat, ohne Postbestellgeld. Falls wir in der Hen ausgabe und Zustellung der Zeitung gebindert sind hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung des Blattes oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. Geschäftsstelle u. Schriftleitung: Castrop, Münsterstraße 24. Sprechstunden der Schrie lettung: werktags—7 Uhr nachmittags. Rauxeler Neueste Nachrichten 48. Jahrgang Rotationsdruck und Verlag: Castroper Zeitung(Geschw. Schmitz), Castrop für den Landgerichtsbezirk Dortmund, für die Stadt Castrop und die Amter Rauxel und Bladenhorst Alle amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Castrop, der Amter Rauxel und Bladenhorst erlangen nach Verösfentlichung in obigen Blättern rechtevertindliche Krest#.### Bladenhorster Tageblatt Nr. 268 Freitag, den 17. November 1922 Volksgesundheit und Kriegsfolgen. Von Dr. jur. et phil. Rudolf Günther. Im preußischen Landtag; ist es zu einer ausführlichen Aussprache über die Bedeutung volkshygienischer Maßnahmen für den Wiederaufbau Deutschlands gekommen. Die Wichtigkeit staatlicher Maßnahmen zur Verbesserung der Volksgesundheit ist weit größer, als man im allgemeinen annimmt. Ueber den Umfang, in dem unsere Die Tofung der Kise. Cuno—Hamburg bildet das neue Kabinett. die Lösung der Krise. Berlin, 16. Nov. Wie nachmittags im ReichsVolkskraft durch den Krieg und seine Nachwirkun= tag bekannt wurde, hat der Reichspräsident den gen geschädigt ist, ist unser Volk nicht unterrichtet. Zwei Millionen Männer sind im Felde geblieben. General=Direktor der Hamburg=Amerika=Paketfahrt=.=., Geheimrat Cuno, mit der NeubilRaum gewährt. Männer im besten Mannesalter, Jünglinge, deren dung des Kabinetts beauftragt, die dieser annahm. Kraft unserem Vaterlande noch zugute kommen] Damit sind die Befürchtungen, welche aus der sollte,— der Krieg hat eine schauerliche negative noch kurz vorher aus Berliner parlamentarischen Auslese unter den deutschen Männern gehalten. Zu diesen zwei Millionen Gefallenen treten 800 000 Todesopfer der Hungerblockade. Und unschätzbar ist die Einbuße an Kraft infolge der Geldentwertung, mit der Löhne und Gehälter nicht Schritt halten können. Millionen von Kriegsbeschädigten siechen hin. Kurz. in weitem Umfange ist unsere Volkskraft verwüstet, und diese Virwüstung wird sich zeigen an den nächsten Geschlechtern. Denn wie soll unser durch Krieg, Hunger, durch Leiden und Krankheiten aller Art schwer heimgesuchtes Volk imstande sein, eine gesundere Nachkommenschaft zu, erzeugen? Schlimmer denn je zuvor wüten die Volksseuchen: Tuberkulose, Nachitis, Geschlechtskrankheiten. Letztere scheinen nach übereinstimmendas Kabinett demissioniert habe, und gab dann eine Darlegung von der Entwicklung der Kabinettskrise. Im einzelnen führte er aus: Ich war zunächst für ein Kabinett der wirtschaftlichen Konzentrierung, bin aber dann durch die Forderung des Zentrums auf die große Koalition, der ich mich anschloß, auf einen anderen Weg gedrängt worden. Die Sozialdemokraten haben Grsiten eingelautenen uachttehendem gruu diese große Koalition abgelehnt, und damtt ist der Kreisen eingelaufenen nachstehenden Meldung Rücktritt der Regierung notwendig geworden. Die sprachen, hinfällig geworden. Zur Kennzeichnung Tatsache und der Gedanke der großen Koalition der Lage sei jedoch der Nachricht trotzdem noch leben weiter. Sie sind ja bereits verwirklicht durch die Zustimmung aller in Frage kommenden läßt leider nur den einen Schluß ziehen, daß die Krise sich nur sehr langsam entwickelt und wohl noch einige Tage dauern wird. Gerade was die Dauer der Kabinettskrise anlangt, besteht eigentlich kaum ein Unterschied zwischen den Auffassungen der verschiedenen Parteien im Reichstage und alle sind gleich pessimistisch. Nicht einmal der Gedanke den Berichten der Fachärzte mehr und mehr auf an die am Sontag bevorstehenden oberschlesischen dem flachen Lande Ausbreitung zu gewinnen. Eine Reichstags=, Landtags= und Gemeindewahlen wirksame Bekämpfung der Tuberkulose wird durch scheint beschleunigende Wirkung auf die Entschlüsse die noch immer zunehmende Wohnungsnot außer= der maßgebenden Faktoren ausüben zu können. ordentlich erschwert. Und diese Krankheitskeime Der Gedanke der großen Koalition lebt werden nicht nur auf die unmittelbaren leiblichen weiter, Nachkommen vererbt, sondern die Anlagen zu Krank=] gaxfin 10 Man ed. heiten schlummern ein, zwei Generationen hindurch] Derlin, 16. Nov. Der Reichskanzler empfing um plötzlich bei Urenkeln in der Form von Geistes= am späten Abend im Reichstage die Vertreter der Lange Dauer der Krise? Parteien zur letzten Note an den Präsidenten Berlin, 16. Nov. Die ganze Entwicklung der Potncare, die nicht nur in wirtschaftlicher, sonvergangenen Nacht und des heutigen Vormittags dern auch in politischer Beziehung die große Koakranhheiten, Idiotismus, Epilepsie, Blindheit, Sprachstörungen usw. in die Erscheinung treten. So bedroht die als eine Folge des Krieges sich darstellende Rasseverschlechterung nicht nur die jetzigen und die nächste Generation, sondern darüber hinaus bedroht und zerstört sie Gesundheit und Lebensglück ungezählter Tausender und Abertausender noch ungeborener Menschen auf unabsehbare Zukunft hinaus. Die Erkenntnis dieser Tatsache sollte uns alle ohne Ausnahme aufpeitschen, den Kampf gegen alles das aufzunehmen, was unsere Rasse verschlechtert, den Kampf gegen Alkohol und Nikotin und gegen die GeschlechtskrankPresse und machte ihnen Mitteilung, warum lition bedeutet. Alle Besprechungen sind gemeinschaftlich erfolgt. In meiner ganzen parlamentarischen Praxis habe ich eine solche Einigkeit wie bei der Behandlung dieser Note, nicht erlebt. Die Sozialdemokratie hat als Gründe für ihre ablehnende Haltung die Rede von Stinnes im Reichswirtschaftsrat und von Lersner im Auswärtigen Ausschuß angegeben. Diese Gründe können aber nicht auf die Dauer maßgebend sein. Der Gedanke der großen Koalition kann jedenfalls nicht erledigt sein. Allerdings mußte die Regierung jetzt zurücktreten. Es muß Aufgabe der neuen Koalition sein, diejenigen neuen Ergänzungen, die ich angestrebt habe, in die Tat umzusetzen. (Weitere Meldungen über die Regierungskrise befinden sich auf der zweiten Seite.) nahme der Arbeit sich glatt vollziehen werde. Ein Aufruf an die Bevölkerung. Köln, 16. Nov. Die Kölner Blätter veröffentlichten heute an der Spitze der 1. Seite folgenden Aufruf des berbürgermeisters Adenauer und der Stadtverordnetenältesten: Verwerfliche Ausschreitungen haben sich in den letzten Tagen in verschiedenen Teilen der Stadt abgespielt. nverantwortliche, zum großen Teil jugendliche Personen haben sich an dem Eigentum der Bürgerschaft freventlich vergriffen, Schaufenster zerstört und Auslagen geraubt. Derartige Handlungen sind aufs schärfste zu verurteilen; sie belasten die Gesamtheit und den einzelnen Bürger nur noch stärker. Unter der anhaltenden Teuerung leiden alle Schichten der Bevölkerung in empfindlichster Weise. Das darf aber kein Grund zu derartigen Vorkommnissen sein. Dadurch werden die Verhältnisse, die wir alle beklagen, in keiner Weise gebessert, im Gegenteil, das Elend, unter dem das ganze deutsche Volk leidet, wird noch schlimmer. Die anhaltende Steigerung der Preise hat der städtischen Verwaltung schon seit Wochen Anlaß gegeben, Vorkehrungen zu treffen, um den Erwerbslosen, den Sozial= und Kleinrentnern sowie den Kriegsopfern über das bisherige Maß hinaus zu helfen. Die Unternehmerverbände und die Arbeitnehmerverbände werden beraten, wie es möglich ist, den Arbeitnehmern zu Hilfe zu kommen. Die Bevölkerung wird in ihrem eigenen Interesse dringend gebeten, die in der Presse veröffentlichte Mahnung des Herrn Polizeipräsidenter zu beherzigen. Ausschusses des Reichseisenbahnrats, in der die seit dem 1. November eingetretene Geldentwertung besprochen wurde, gelangte einstimmig folgende Entschließung zur Annahme:„Der ständige Ausschuß des Reichseisenbahnrates nimmt zur Kenntnis, daß die seit dem 1. November eingetretenen Steigerungen der Löhne, der Materialien und insbesondere der Brennstoffe eine abermalige Erhöhung der Frachttarife notwendig erscheinen lassen. Er erwartet, daß diese Erhöhung sich in den engsten, durch die Verteuerung der Ausgaben heiten, Verbot des Alkoholausschanks an Ju=unbedingt gebotenen Grenzen halten wird.“ Durch gendliche, Verbot des Rauchens für Jugendliche Mehrheitsbeschluß wurde ein Zusatzantrag zu bis 18 Jahre, das würde schon etwas helfen. Alle diesr Entschließung angenommen, der die ErwarEhebewerber sollten vom Staat zum Austauschtung ausdrückt, daß die Verschiebung, die durch von Gesundheitszeugnissen gezwungen werden, aus die Steigerung der Frachtsätze für die einzelnen Güter eingetreten ist, durch neue Eintarifierung der Güter ausgeglichen wird. Es ist demnach zum 1. Dezember mit einer Angleichung der Gütertarife an den gesunkenen Geldwert zu rechnen, deren Ausmaß jedoch nicht übersehen werden kann. Regelung der ungarischen Vorkriegsschulden für deutsche Reichsangehörige. Berlin, 15. Nov. Die Pflicht zur Anmeldung ungarischer Vorkriegsschulden, wenn sie nachweislich deutschen Reichsangehörigen gehört, ist bis zum 1. Dezember verlängert worden, Auflösung von zwei Organisationen. Berlin, 16. Nov. Nach einer amtlichen Mitteilung hat der preußische Minister des Innern Severing mit Zustimmung des Reichstages auf Grund des§ 1 des Gesetzes zur Durchführung der Artikel 177 und 178 des Friedensvertrages vom 22. März 1921 den Heimatbund Brandenburg und Restkreise Posen und den Selbstschutz Charlotten= burg e. V. aufgelöst, weil aus seinem Verhalten hervorgeht, daß sein Zweck im Widerspruch zu den obigen Bestimmungen des Friedensvertrages stehe. Die Mecklenburger Nachrichten verboten. Schwerin, 16, Nov. Die Mecklenburger Nachrichten in Schwerin(Mecklenburg) sind auf Grund des Gesetzes zum Schutze der Republik auf 10 Tage vom 16. bis einschließlich 25. November verboten und zwar auf Grund des Leitartikels in Nr. 268 vom 15. November, in dem vom Reichsdenen vermerkt wird, ob dauernd oder zeitweilig die Eheschließung für den Betreffenden bedenklich erscheint. Man braucht kein Eheverbot einzuführen, sondern kann es den Verlobten selbst überlassen, ob sie die Eheschließung unterlassen oder aufschieben wollen, bis die in dem Gesundheitszustand des einen Verlobten begründeten Bedenken nicht mehr bestehen. Ein solcher zwangsweiser Aus tausch von Gesundheitszeugnissen zwischen Ehebewerbern würde dazu erziehen, daß sich die Verlobten und namentlich auch deren Eltern rechtseitig nicht nur um Einkommensverhältnisse und Vermögenslage, Stellung und Familie, also im wesentlichen um Aeußerlichkeiten kümmerten, sondern vor allem auch um den Gesundheitszustand der jungen Leute, die sich heiraten wollen. Im Kampfe gegen die Geschlechtskrankheiten sollten wir uns die Erfahrungen zunutze machen, die andere Länder, Amerika und besonders Schweden gesammelt haben, welch letzteres Land mit großer Energie und gutem Erfolg den Kampf gegen die Geschlechtskrankheiten führt. Alle Maßnahmen aber zur Hebung der Rassehygenie können nur dann wirklichen Erfolg haben. wenn sie im Volke Verständnis finden, wenn das Volk selber mitarbeitet und mithilft, von sich und einen Kindern schweres Leid fernzuhalten. Aus dem Reiche. Weitere Erhöhung der Gütertarise am 1. Dezember. 16. Nov. In einer vom Reichsverebrsminister einberufenen Sitzung des ständigen 65 Personen in Anklagezustand. Frankfurt a.., 16. Nov, In Kelsterbach(Kr. Gelnhausen) fanden am 14. Juli nach der Ermordung Rathenaus Ausschreitungen gegen Ortseinwohner statt. Es wurden 65 Personen in Anklagezustand versetzt. Verurteilt wurden jetzt 26 zu —18 Monaten Gefängni, bedingt begnadigt wurden 10 und freigesprochen 36 Angeklagte. Die Anklage lautete zum Teil auf Landfriedensbruch, in Tateinheit mit schwerem Hausfriedensbruch, der Gefangenenbefreiung und der Beamtennötigung, des Aufruhrs und der Erpressung. Antrag auf Aufhebung der bayrischen Volksgerichte. München, 16. Nov. Die sozialdemokratische Landtagsfraktion hat einen Antrag eingebracht, wonach die Staatsregierung ersucht wird, die bayrischen Volksgerichte mit sofortiger Wirkung aufzuheben. Dr. Meindl. zum Handelsminister ernannt. München, 16. Nov. In der gestrigen Landtagssitzung wurde mitgeteilt, daß der jetzige Staatsrat im bayrischen Handelsministerium, Dr von Meindl, als Fachminister zum Handelsminister ernannt wurde. Es ist ihm ein politischer Staatssekretär(Bayrische Mittelpartei) in der Person des bisherigen Ministerialdirektors Dr. Schmidt beigegeben worden. Die Unruhen im Rheinland. Die Lage in Düsseldorf. Düsseldorf, 16. Nov. Auch der gestrige Tag verlief ruhig. In einer Reihe von Betrieben war die Arbeit bereits wieder ausgenommen worden, Während des ganzen Tages haben Verhandlungen zwischen der Stadtverwaltung, den Arbeitgebern, den Streikenden und den Gewerkschaften stattgefunden, die darauf abzielten, der Bewegung in der Arbeiterschaft ein Ende zu setzen. Sie wurden günstig beeinflußt durch das befriedigende Ergebnis der Essener Tarifverhandlungen. Die Vertreter der Gewerkschaften gaben vor Schluß der Verhandlungen die Zusicherung, daß sie alles tun würden, um die Wiederaufnahme der Arbeit am Donnerstag morgen zu erreichen. Die Arbeitkanzler als Joseph IlI. und vom klebrigsten aller geber erklärten, daß keinerlei Maßregelungen Kanzler gesprochen worden ist. Jvorgenommen würden und daß die WiederaufDie Reparationsfrage. Die„Times“ über den deutschen Stabilisierungsplan. London, 16. Nov. Der Finanzredakteur der „Times“ schreibt, der Plan der deutschen Regierung für die Stabilisierung der Mark enthalte gewisse Vorschläge, die ihn wahrscheinlich in seiner jetzigen Gestalt für die Alliierten anehmbar machen würde. Die Vorschläge bedeuteten jedoch die ersten praktischen Anstrengungen, die Deutschland gemacht habe, um die Wiederherstellung seiner Finanzen zu fördern. Der Zeitraum eines Moratoriums müsse dem Belieben einer internationalen Ueberwachungskommission überlassen werden, die sich in Berlin befinden und die deutschen Finanzen unter dauernder Beobachtung halten müsse. Die Macht, das Moratorium zu beenden, würde für die Alliierten die einzige Garantie für seine Erfüllung sein. Ein Einwand würde sicher gegen den Vorschlag erhoben werden, nur die Hälfte des Ertrages dieser Anleihe für die Reparationszwecke zu bieten. Der Betrag, der für diese Zwecke verwandt werden solle, müsse dem Urteil der Kommission überlassen bleiben. Die Prüfung der deutschen Vorschläge verschoben. Paris, 16. Nov. Die Reparationskommission sollte gestern vormittag die Prüfung der deutschen Vorschläge für die Stabilisierung der Mark fortsetzen. Infolge des Rücktrittes des Reichskabinetts wurden die Beratungen verschoben. Bradbury ist nach London abgereist. Ueberreichung von 55 Millionen GoldmarkGutscheinen. Paris, 16. Nov. Die Kriegslastenkommission hat der Reparationskommission Gutscheine im Werte von 55 Mill. Goldmark überreicht, die gestern verfallen waren und die am 15. Mai 1923 in Brüssel zur Einzahlung gelangen werden. Am gestrigen Tage waren allerdings 60 Mill. Goldmark verfallen. Ein Teil war aber schon früher bezahlt worden und der Rest wird in den nächsten Tagen durch einen ergänzenden Gutschein geregelt werden. Drei Möglichkeiten für die amerikanische Kredithilfe. London, 16. Nov. Die vom„Manchester Guardian“ unter Leitung des Professors Keynes veröffentlichte Artikelserie über die amerikanischen Kreditmöglichkeiten bringt am Schlusse einen sehr interessanten Artikel des Leiter der„Newyorker Commerzbank".“ Danach bestehen drei Möglichkeiten der Kreditgewährung: 1. durch die Regierung: 2. durch Privatbankiers; 3. durch eine Or ganisation aller Bauren. Die ersten zwei Möglichkeiten seien taktisch auszuschalten, denn zu einer selchen Anleihe sei nur der Verband aller amerikanischen Banken imstande. Vorbedingung einer solchen Anleihe sei die Wiederherstellung der Kreditmöglichkeit Deutschlands, d. h. starke Herabsetzung seiner auswärtigen Verbindlichkeiten und Gewährung eines langfristigen Moratoriums. Als Garautie für diese Kredite kämen in Frage Fabriken und staatliche Unternehmungen, Aus dem Auslande. Dänemark Dänische Hilfe für dentsche und österreichische Kinder. Kopenhagen, 16. Nov. In den Kopenhagener Blättern wird ein Aufruf zur Hilfeleistung für deutsche und Oesterreichische Kinder veröffentlicht. Die Angelegenheit wurde im dänischen Reichstag behandelt, wo ein Vorschlag über Bewilligung von 35000 Kronen vorgelegt wurde. Es darf als sicher betrachtet werden, daß diese Summe bewilligt wird. Polen. Deutiche Mehrheit in Polnisch=Oberschlesien. Warschau, 16. Nov. Dienstag abend wurde die polnische Senatswahl beendet. Sie verlief unter wesentlich geringerer Beteiligung als bei den vorwöchigen Seimwahlen. Soweit sich bis jetzt übersehen läßt, errangen die Nationalen beinahe die Hälfte aller abgegebenen Stimmen. An zweiter Stelle steht der Minderheitsblock mit etwa 30 und an dritter Stelle die Sozialisten mit rund 20 Prozent aller Stimmen. In Lodz=Stadt und Tomaschow und in Stadt und Kreis Kattowitz hat der Minderheitsblock sogar die meisten Stimmen auf sich vereinigt. Im gesamten polnischen Oberschlesien sind die Blockstimmen sehr nahe an die polnischen Stimmen herangekommen, und wenn man bedenkt, daß dort an 14000 Stimmen sozialistisch gewählt haben, von denen ein sehr großer Teil von den Deutschen abgegeben sein dürften, so ergibt sich, daß auch die gestrigen Senatswahlen eine unzweifelhaft deutsche Mehrheit in dem an Polen ausgelieferten Teil Oberschlesiens ergeben haben. In dem aus Seim und Senat bestehenden polnischen Gesamtparlament haben die gestrigen Wahlen keine Verschiebung hervorgerufen. Bei der bevorstehenden Wahl des Staatspräsidenten werden die Stimmen des Minderheitsblocks ausschlaggebend bleiben, und bei diesen Wahlen wird das neue Parlament den ersten entscheidenden Kampf liefern. Oesterreich. Der neue österreichische Finanzminister. Wien, 16. Nov. Zum Nachfolger des zurückgeerretenen österreichischen Finanzministers Segur, der wegen eines schweren Herzleidens sein Amt niederlegen mußte, wurde der christlich=soziale Bundesrat Dr. Kienböck gewählt. Frankreich. Um das französische Budget. Paris, 16. Nov. Zu der gestrigen Budgetberatung der Kammer hatte die Finanzkommission einen Antrag eingebracht, die Regierung zur Aufstellung eines neuen Budgets aufzufordern, da die Kamemr es ablehne, über ein Budget, mit einem offenen Fehlbetrag(von bekanntlich 4½ Milliarden Franken) zu beraten. Zu diesem Antrag wird sich der französische Finanzminister heute äußern. England. Das Wahlergebnis. Paris, 16. Nov. Die bisher vorliegenden Er gebnisse der englischen Wahlen lassen erkennen, daß die konservative Partei doch auch einige schwere Verluste erlitten hat, ohne daß damit allerdings ihre Aussicht, die Mehrheit zu erlangen, wesentlich beeinträchtigt werden dürfte. Der Haupteinpeitscher der Konservativen. Oberst Leslie Wilson der von Bonar Law zum parlamentarischen Se kretär im Schatzamt ernannt wurde, ist in dem Londoner Wahlkreis St. George mit einer Mehrheit von 3693 Stimmen von dem Kandidaten der Sparpartei(An.=Wi'e= a e) gschlagen worden. Die Resultate aus 220 Wahlkreisen sind folgende: Konservative 130, Lloyd George=Liberale 18, Asquith=Liberale 20, Arbeiterpartei 48, Unabhängige aller Schattierungen 4. Gewinne und Verluste verteilen sich unter Vorbehalt spaterer Berichtigungen wie folgt: Konservative 3 gewonnen, 17 vervoren. Lloyd=George=Partei•7, Asquith=Grey=Partei:0, Arbeiterpartei 12:2. Abgegebene Stimmen: für konservative Partei 665 867, Arbeiterpartei 459708, Asquith=Liberale 331 441, Lloyd George=Liberale 96526, Andere Parteien 46829. Balkan. Die Rüstungen Serbiens. Belgrad, 16. Nov. Der 800 Millionen=Kredit für militärische Bedürfnisse ist von der Skuptschina endgültig angenommen worden. „Kabinett der Arbeit“. Heute Verhandlung mit den Ministerkanöidaten. Cuno hei der Gehinettahildung. ihre Unterstützung nicht versagen werde, Hermann Sand der der Habmentsoiloal9. Müller, der für die Sozialdemokraten darauf erBerlin, 17. Nov. Die Parteizugehörigkeit des schien, betonte, daß seine Fraktion dazu erst Stelneuen Kanzlers Cuno steht bekanntlich nicht fest.(lung nehmen müsse. Dann empfing Cuno die Cuno wird sowohl vom Zentrum wie von der Führer der Bayrischen Volkspartei, des Zentrums Deutschen Volkspartei als Parteiangehöriger an= und der Demokraten. Alle diese Herren äußerten gesehen. Nichtsdestoweniger wird man sagen kön sich nen, daß er es von jeher vermieden hat, partei= zustimmend zu dem Kabinett Cuno. politisch eingestellt aufzutreten. Das dürfte ihm seine jetzige Kabinettsbildung wesentlich erleichstand also am Abend nur noch die Haltung der ... Sozialdemokraten in Frage. Gegen 7 Uhr traten tern. Man wird aber nicht vergessen dürfen, daß die Sozialdemokraten zu einer Sitzung zusames sich vielleicht bei dieser Kabinettsbildung mehr um ein Provisorium handelt, um eine Regierung für den kommenden schlechten Winter zu haben, die nicht parteipolitisch festgelegt ist, als darum men. Nach beinahe zweistündiger Beratung faßte man, nach dem„Berl. Tagebl.“, folgenden Beschluß: Die sozialdemokratische Partei erhebt keinen Einspruch, daß Generaldirektor Cuno den wirklich dauernde Zustände zu schaffen. Im Versuch der Kabinettsbildung macht. Mit dieser Reichstag wird viel davon gesprochen, daß man mit Neuwahlen im Frühjahr ganz bestimmt rechnen könne und daß diese jetzt nur wegen der daLösung ist die Kabinettsbildung zu einer Möglichkeit geworden, wenn auch die Frage, wieviel sozialistische Mitglieder im Kabinett vertreten sein mit verbundenen großen Kosten seitens der gro= werden, noch ungeklärt ist. Kurz nach 7 Uhr emp. ßen Parteien abgelehnt werden. Ferner wird es noch darauf ankommen, ob es Cuno wirklich gelingt, ein Kabinett zu bilden. Ueber die Kandidaten für die Ministerposten fing Cuno den Reichstagspräsidenten Loebe, um mit ihm über die parlamentarische Lage zu sprechen, insbesonder darüber, ob die Plenarsitzungen des Reichstages bis zur Bildung des verlautet zur Zeit noch nichts Bestimmtes. Die Kabinetts unterbrochen werden sollen. Es wurde Angaben, die darüber gemacht werden, entbehren beschlossen, die Sitzungen des Plenums wie bisaller besonderen Wahrscheinlichkeit, zum Beisptel her weiter gehen zu lassen. Wie verlautet, rechnet die Behauptung, daß der Abgeordnete Mayer= man mit der Kauffbeuren, unser Pariser Botschafter, der sa Exklärung der neuen Regierung ebenfalls gestern zusammen mit Cuno beim Reichspräsidenten erschien, das Ministerium des Aus= am Mittwoch nächster Woche. Cuno hat noch gewärtigen übernehmen soll oder daß Graf Rödern stern abend Berlin wieder verlassen und sich nach für die Finanzen ausersehen sei. Es ist vielmehr Hamburg begeben, um sich mit seiner Gesellschaft noch mit einer mehrtägigen Dauer der jetzigen auseinanderzusetzen. Seine Rückkehr wird für Krise zu rechnen, wozu auch die übergroße Freitag nachmittag 5 Uhr erwartet. Dann dürften Schwerfälligkeit unseres Parlamentarismus bei= die Besprechungen mit den zum Eintritt in das tragen wird. Man kann einem Artikel, der in neue Kabinett bestimmten Herren erfolgen. Wie stegerwalds„Deutscher" erschienen ist und sich gesprächsweise verlautet, will Cuno kein Kabinett mit der Stellung der Sozialdemokratie zum Parlamentarismus beschäftigt, nur beipflichten, wenn er schließt, der deutsche Parlamentarismus stehe vor einer entscheidenden Kraftprobe. Man müsse sich fragen, was werde, wenn die berufenen Anwälte des Parlamentarismus ihn im entscheidenden Moment entthronten. Ein Kabsnett der Arbeit. Verhandlungen mit den Parteien. Berlin, 17. Nov. Nachdem der Reichspräsident gestern nachmittag dem Generaldirektor Cuno die Neubildung des Kabinetts angetragen hat, hat Herr Cuno die einzelnen Parteiführer zu einer Besprechung gebeten. Dr. Stresemann erklärte dabei, daß die Deutsche Volkspartei dem künftigen Kabinett nach den spezifizierten Richtlinten der Persönlichkeiten bilden, sondern ein Kabinett der Arbeit. Wie weiter verlautet, beabsichtigt Cuno, das Reichswirtschaftsministerium dem volksparteilichen Abgeordneten von Raumer anzubieten. Hermes dürfte Reichsftnanzminister bleiben. Dem früheren unabhängigen und jetzigen sozialdemokratischen Minister Hilferding soll das Wiederaufbauministerium angetragen werden. Die Minister Köster(Inneres) und Radbruch(Justiz) sollen ihre Aemter behalten, wenn die sozialdemokratische Fraktion keinen Einspruch dagegen erhebt. Ebenso dürfte der Reichswehrminister Geßler im Amt bleiben. Neu besetzt dagegen werden Post und Verkehr. Jedenfalls wird die schwerste Zeit für Herrn Cuno beginnen, wenn er zurückgekehrt sein wird. Die südslavisch=albanische Grenzregulierung beendet. Belgrad, 16. Nov. Die Grenzkommission beendete ihre Abgrenzungsarbeiten zwischen Südslavien und Albanien, wobei die neutrale Zone am Skutarisee aufgegeben worden ist. Amerika. Eine Rede Wilsons. Newyork, 16. Nov. Auf der Feier des Waffen. stillstandstages in den Vereinigten Staaten hat Expräsident Wilson zum ersten Mal wieder eine Rede an eine große Volksmenge gehalten. Er betonte, daß die Bereinigten Staaten in den letzten Jahren sehr bescheiden geworden seien. Sie begnügten sich mit einem einfachen Waffenstillstande und hätten nicht einen Schritt getan, um den Weltfrieden zu sichern. Er führte ferner aus, die Vereinigten Staaten seien immer die Verteidiger der Gerechtigkeit gewesen und die Pygmäen, die sich ihnen heute in den Weg stellten, würden schnell genug merken, daß sie nicht im Stande seien, den Marsch der Vorsehung aufzuhalten. Es ist sicher, so schloß Wilson, daß das amerikanische Volk wünsche, eine Rolle zu spielen, um der Welt einen dauernden Frieden zu sichern. die Orientkrise. Aus der englischen Denkschrift an die Türkei. Paris, 16. Nov. Aus London wird gemeldet, daß die englische Denkschrift an die Türkei, in der eine Verständigung der alliierten Hauptmächte vor der Eröffnung der Lausanner Konferenz erwünscht erscheint, heute früh in Paris eintreffen wird. Sie behandelt die Frage der Ab stimmung in den arabischen Ländern, die Frage von Smyrna, von Mossul und von Mesopotamien. Ein anderer Teil des Memorandums bezieht sich auf die Kapitulationen, sowohl wirtschaftlicher, wie juristischer Art. Der letzte Teil des Schriftstückes wirft die Frage auf, was die allierten Mächte zu tun gedenken, falls Zwangsmaßnahmen ergriffen werden müssen. Das griech. Oberkommando gegen den Vormarsch auf Angora. Paris, 16. Nov. In der Verhandlung des Kriegsgerichts in Athen sagte der frühere oberkommandierende General Papula aus, der verhängnisvolle Marsch gegen Angora sei von einem Kriegsrat unter dem Vorsitz des König Konstantins gegen das Gutachten des Oberkommandos beschlossen worden Tschanak und Rodosto den Türken übergeben. London, 16. Nov. Dailv Mail meldet aus Tschanak: Mit Zustimmung der alliierten Oberkommissare wurde Rami Bai als neuer türkischer Gouverneur von Tschanak in die neutrale Zone zugelassen. Er betrat diese Stadt in Begleitung von 12 türkischen Gendarmen unter dem Jubel der Bevölkerung, die Umzüge zu seinem Empfang veranstaltete. Nach einer Meldung aus Konstantinop übergeben die Alliierten am Montag den Seehafen am Marmarameer, Rodosto, an die türkischen Behörden. Adrianopel wird am Sonntag übergeben werden. Die englisch=französische Einigkeit in der Orientfrage. Paris, 16. Nov. Das englische Memorandum ist Poincare gestern früh von Lord Hardinge übergeben worden. Die Zeitungen erfahren, daß der Notenaustausch der beiden Regierungen genügen werden, um ihre Einigkeit in der Orientfrage zu zeigen. die Besprechungen in London. Paris, 16. Nov. Havas teilt halbamtlich mit, Lord Curzon habe gestern mit dem französischen Botschafter in London eine Unterredung über die Vorbereitungen der Konferenz von Lausanne gehabt. Im Anschluß daran sei anscheinend folgendes Verfahren vorgesehen worden: Vor der Unterredung zwischen Poincare und Lord Curzon werde zwischen den beiden Kanzleien verhandelt. Dadurch würde in großen Zügen die Haltung beider Regierungen bestimmt. Lord Curzon und Poincare hätten auf diese Weise die vorher zustande gekommenen Abmachungen nur noch endgültig klar zu stellen. Zu diesem Zweck werde die englische Regierung ein Memorandum überreichen. Dieses behandelt die Hauptfragen, in denen eine gemeinsame Haltung während der Friedensverhandlungen nötig erscheine. Die französische Regierung werde diese Note beantworten. Erst dann würden Zeit und Ort der Besprechungen zwischen Lord Curzon und Poincare bestimmt werden. Nach einer weiteren Havasmeldung wird das britische Memorandum morgen vormittag überreicht werden. Bemerkenswert ist, daß das „Journal des Debats“ nichts von einer interalliierten Besprechung spricht, der die englische Regierung zugestimmt habe, die anfangs der kommenden Woche entweder in Lausanne oder anderwärts stattfinden werde. Wie Havas mitteilt, hat Poincare heute vormittag eine Unterredung mit dem englischen Botschafter Hardinge gehabt. Der Reichstag zur Not der Wissenschaft. Berlin, 16. Nov. Im Plenum des Reichstages ging bei wenig Interesse die Besprechung der Interpellation über die Not der Wissenschaft mit einer Rede des Abgeordneten Moses von den Sozialdemokraten weiter. Moses bezeichnete es als eine Ehrenpflicht der deutschen Industrie, der Not der deutschen Forschungsinstitute abzuhelsen. Namentlich sei dies erforderlich angesichts der Millioneuspende des japanischen Stinnes Hosht. Die Schieber würfen jetzt Hunderttausende für Berkämpfe aus, aber sie ließen die wissenschaftlichen Institute aus Mangel an Mitteln zugrunde gehen. Das Forschungsinstitut zur Bekämpfung der Krebskrankheiten könne seine Arbeit nicht fortsetzen. Die Regierungserklärung befriedige die Sozialdemokraten nicht. Die Reden des Abg. Stratmann(Dutl.) und der Professoren Moldenhauer(D. Vpt.), Schücking(Dem.) und Beyerle (Bayr. Vpt.) hielten sich von solchen Polemiten fern. Sie stellten nur fest, daß jedenfalls der Staat eingreifen müsse, um der Wissenschaft die dringend erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen. Es wurde zum Ausdruck gebracht, daß die Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft wenigstens 150 Millionen Mark brauche, um weiter arbeiten zu können. Die Mittel im Etat für 1923 müßten auf wenigstens eine halbe Milliarde erhöht werden. Abg. Dr. Pfeiffer(Ztr.) stellt in seinem Schlußwort fest, daß bei allen Parteien vollstes Verständnis für die Not der Wissenschaft bestehe. Die hier aufgerollten Bilder von Not und Elend seien erschütternd. Was bedeuteten aber die 20 Millionen für die Not der Wissenschaft, von der der Staatssekretär sprach. Auf das Mäcenatentum sei nicht zu rechnen, das liege nicht im Typus unserer Zeit und mit Almosen sei unserer Wissenschaft nicht geholfen. Damit schließt die Aussprache. Letzte Drahtmeldungen. vom Wahlrecht zur Wahlpflicht? Ein Antrag auf gesetzliche Regelung. Berlin, 17. Nov. Die Deutschnationale Volkspartei hat im Reichstag einen Antrag eingebracht, der der Reichsregierung dazu anhält, bis zum 1. Februar 1923 ein Reichsgesetz über die Wahlpflicht vorzulegen, wonach die Wahlberechtigten bei den Wahlen zum Reichstag und zu den Volksvertretungen der Länder zur Stimmabgabe verpflichtet werden sollen. Ruch das Markenbrot wird verteuert. Berlin, 17. Nov. Am 4. Dezember wird voraussichtlich eine 150prozentige Verteuerung des Markenbrotes eintreten, da zu diesem Termin die neuen Mehlpreise für das zweite Umlageviertel in Kraft treten. Zuzüglich der Zuschläge der Kommunalverbände dürfte sich dann der Preis für den Doppelzentner Roggenmehl auf 14000 Mark und für Weizenmehl auf 15000 Mark stellen. Hierzu kommen die neuen Kohlenpreiserhöhungen, die vermehrten Lohnausgaben usw., so daß der Preis des Markenbrotes einen Sprung von 112 auf annähernd 300 machen dürfte. Der Zweckverband der Berliner Bäerckmeister wird heute nachmittag in einer Versammlung zu diesem Brotpreis und der neuen Lohntarifen Stellung nehmen. Die Lage in Düsseldorf. Düsseldorf, 17. Nov. Ueber die Berriebsräteversammlung, die hier stattfand, erfahren wir, daß außer der Erklärung des Generalstreiks noch die Forderung einer Lohnzulage von 100 Prozent beschlossen wurde. Ferner wurden, wie die Volkszeitung mitteilt, die wirtschaftlichen und politischen Forderungen der kommunistischen Betriebsrätezentrale und deren Kongresse zum Beschluß erhoben. Die Kommunisten und Syndikalisten verbreiten ein Flugblatt, unterzeichnet„Die Generalstreikleitung. I. A. Dietz“, in dem nunmehr zum Generalstreit mit den schärfsten Mitteln aufgefordert wird. Handelsteil. Devisenkurse. Essen, 16. Nov. 2,45 Uhr nachm. Wie allgemein liegt der Devisenmarkt auch im Westen sehr ruhig und fast umsatzlos. Die ungewisse innerpolitische Lage bildet den Grund erheblicher Kursschwankungen. Auf schwache Newyorker Markmeldung wurde der Dollar zu Beginn des Verkehrs mit 7850, Gulden mit 3075 und Pfunde mit 35.000 Mk, genannt. Im Verlaufe wurden diese Kurse noch überboten. Um 10 Uhr nannte man die höchsten Kurse mit 36.000—37000 für Pfunde, 7900—8100 für Dollar und 3100—3200 für den Gulden. Unter dem Fehlen jeglicher Unternehmungslust erfuhren die Kurse dann aber einen steten Rückgang. Zurzeit verzeichnet man die niedrigsten Tageskurse: Holland 2900—2950, London 33000—33 500 und Newyork 7400—7450.— Um 1 Uhr wurde die Mark aus Holland mit 3,32½—3,37½= 2950—3000 für den Gulden gemeldet. Weiterhin angeboten; Dollar 7000 Mk. Berlin, 16. Nov. In den Nachmittagsstunden blieben Devisen weiterhin angeboten. Den Dollar nante man gegen 7 Ukr abends mit 7000, London mit 31000. Das Geschäft war sehr still. Die Kurse entsprachen ungefähr der Newyorker Parität. Der Rückgang dürfte zurückzuführen sein auf die Klärung der innerpolitischen Lage und die Uebertragung der Kabinettsbildung auf den Generaldirektor der Hamburg=Amerika=Linie, Cuno. Wissenschaft. des Reichstages Besprechung der Wissenschaft mit ses von den Soezeichnete es als idustrie, der Not abzuhelfen. Nasichts der Millioes Hosht. Die isende für Berwissenschaftlichen zugrunde gehen. bekämpfung der rbeit nicht fortg befriedige die leden des Abg. essoren Molden.) und Beyerle lchen Polemiten z jedenfalls der Wissenschaft die zur Verfügung uck gebracht, daß Wissenschaft wesuche, um weiter im Etat für 1923 be Milliarde er(Ztr.) stellt in allen Parteien der Wissenschaft Bilder von Not Pas bedeuteten Not der Wissensprach. Auf das n, das liege nicht Almosen sei unDamit schließt dungen. ahlpflicht? Regelung. nationale VolksAntrag eingedazu anhält, bis sgesetz über die ie Wahlberechtigstag und zu den ür Stimmabgabe rö verteuert. ezember wird vorVerteuerung des iesem Termin die Umlageviertel in schläge der Komder Preis für den 14000 Mark und irk stellen. Hierzu erhöhungen, die so daß der Preis von 112 auf anZweckverband der ite nachmittag in srotpreis und der hmen. dorf. ber die Berriebsind, erfahren wir, beneralstreiks noch von 100 Prozent 1, wie die Volksen und politischen i BetriebsrätezenBeschluß erhoben. sten verbreiten ein seneralstreikleitung. zum Generalstreit ordert wird. 1. Wie allgemein Westen sehr ruhig sse innerpolitische cher Kursschwauer Markmeldung es Verkehrs mit de mit 35000 Mk. diese Kurse noch man die höchsten funde, 7900—8100 en Gulden. Unter mungslust erfuhsteten Rückgang. iedrigsten Tagesvon 33000—33 500 1 Uhr wurde die 37½= 2950—3000 ar 7000 Mk. achmittagsstunden oten. Den Dollar mit 7000, London sehr still. Die Newyorker Parirückzuführen sein chen Lage und die ing auf den Geneka=Linie, Cuno. Aus Castrop und Umgegend El Volksunterhaltungsabend. Der vom Dortmunder Madrigalchor in Aussicht genommene Volksliederabend bringt uns Volksliederperlen aus verschiedenen Jahrhunderten. Beginnend mit dem 15. Jahrhundert werden wir über das liederreiche 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart geführt. In einer Zeit, in der die heimische Mundart sich besonderer Pflege erfreut, dürften besonders die drei in der Vortragsfolge vorgesehenen Volkswiegenlieder in niederdeutscher Mundart allgemeinem Interesse begegnen. Alle drei sind humoristisch gehalten; allerliebst muten die neckischen Liedchen:„Buhköken“ von Halberstadt und„Bählämmken“ mit ihren geschmackvoll und geschickt in die Vertonung eingefügten Nachahmungen tierischer Laute den Hörer an. Von alten Volksliedern seien aus dem 16. Jahrhundert„Zug der Juden nach Babylon“ und„Amor im Nachen“, aus der um etwa 100 Jahre älteren Zeit das bekannte „Innsbruck, ich muß die lassen", erwähnt. Unter den neueren Komponisten sind Brahms und Radecke vertreten.(„In stiller Nacht,“„Aus der Jugendzeit" u..) Der humoristische Teil— die Vortragsfolge enthält einen ernsten und einen heiteren Teil— wird eingeleitet durch zwei von Othegraven bearbeitete Volksweisen. Den Beschluß bildet der von dem westfälischen Komponisten Friedhoff für Klavierbegleitung arrangierte Chor: „Der Wippauf.“ Wer vieles bringt, wird jedem eiwas bringen. 8 Die Neuverpachtung der Jagd des Bezirks der früheren Gemeinde Castrop hatte am Mittwoch nachmittag 5 Uhr sehr viele Interessenten zur Wirtschaft Westerbusch gelockt. Der 420 Hektar große Bezirk mußte wegen Ablebens des alten Pächters neu ausgeboten werden. Er hatte bisher 750 Mk. jährlich erbracht. Das Erstgebot das Mittwoch mit 10000 Mk. abgegeben wurde, überstieg diesen Betrag bereits bedeutend. Die eifrige Konkurrenz unter den Jagdliebhabern ließ den Preis aber immer noch höher klettern. Bis 82000 Mk. boten noch auswärtige(Dortmunder) Interessenten mit, dann spielte sich der„Endspurt" zwischen den beiden Castroper„Favoriten“, den Herren Kaufmann Felix Vogel und Bauunternehmer Otto Lambertz ab, bis ersterer mit 111000 Mk. Höchstbietender blieb. Der jährliche Pachtpreis von 111000 Mk. bedeutet 148mal den alten Betrag von 750 Mk., der im Jahre 1919 erzielt wurde. Wird zu diesem Preise, wie zu erwarten steht, der Zuschlag erteilt, so kommt 1 Hektar Jagd auf 264,30 Mk., ein Morgen Jagd auf 66,07 Mk. Die Jagdverpachtung läuft für den Rest der sechsjährigen Periode, also bis zum 31. Juli 1925. Wie wir hören, haben sich die Jagdgenossen, d. h. soweit die Grundbesitzer, die mit über 5 Morgen an dem Jagdgebiet beteiligt sind, in Frage kommen, größtenteils bereit erklärt, auf die Auszahlung des Pachtgeldes zu Gunsten der Wohltätigkeits= und Armenpflege zu verzichten. Es wäre zu begrüßen, wenn auch die kleinen Teilhaber diesem anerkenenswerten Beispiele folgen würden. An die auswärtigen, industriellen und privaten Grundbesitzer, die in Frage kommen, ist ebenfalls in diesem Sinne herangetreten. Es steht zu hofsen, daß auch sie einer derartigen Verwendung des Geldes zustimmen werden. Mit dem Gelde könnte viel Elend gelindert werdne, das durch die Schwere der Zeit über so viele unserer Mitbürger hereingebrochen ist, während früher auf die einzelnen Jagdgenossen infolge der Verwaltungskosten(Aufstellung der Verteilungslisten, Zustellung usw.) nur ganz geringfügige Beträge entfielen. J Ein Fahrradmarder wußte am Mittwoch Mittag gegen 1¼ Uhr in der Wirtschaft Thiel (Wittenerstraße) aus dem Hausflur ein Rad zu ergattern. Er ist damit wahrscheinlich in der Richtung Dortmunderstraße verschwunden. Das Rad(Marke Dürkopp) hatte vorn kein Schutzblech und war schwarz lackiert. Wer über den Verbleib desselben Angaben machen kann, wolle sich bei der hiesigen Kriminalabteilung melden. inen 8 Personen— den Rest der Würste, etrba 9 Pfund, wegzunehmen. Merklinde.(Grausiger Fund.) Mittwoch vormittag fand ein Bewohner eines Hauses an der Wittenerstraße eine etwa 18 Wochen alte Leibesfrucht. Die unnatürliche Mutter, ein Dienstmädchen, befindet sich zur Zeit im kath Krankenhause. Aus dem Emschertal. 8 Habinghorst.(Krieger= und Landwehrverein.) In der am letzten Sonntag abgehaltenen, gut besuchten Versammlung des hiesigen Krieger= und Landwehrvereins hielt der, Direktor des Kreiswohlsahrtsamtes Herr Kurt Mathaei aus Dortmund einen lehrreichen und interessanten Vortrag über Kriegerwohlfahrtspflege und gab dadurch manche anregende Aufklärung. Im Verlauf der Versammlung wurde beschlossen, an der Einweihung des Ehrenmals der evgl. Kirchengemeinde in Castrop am 26. d. Mts. durch Entsendung einer Fahnenabordnung sich zu beteiligen. Etwaige Beerdigungen von Kameraden sollen nach wie vor unter Musikbegleitung erfolgen. Der Verein hält es für eine Ehrenpflicht in althergebrachter Weise den Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen. Im Monat Februar soll in der Wirtschaft Sondermänd“ eine geschlossene Fam#lienfeier veranstaltet werden. Der Vorstand wurde mit den nötigen Vorarbeiten betraut. Angenehm überrascht und ersichtlich erfreut wurde die Versammlung durch die Mitteilung des Kameraden Herrn Brandinspektors Teschke, die in Aussicht stellte, zu dem Feste wie auch zu den übrigen Veranstaltungen des Vereins die neugegründeet Kapelle der Feuerwehr der Gewerkschaft „Viktor, zur Verfügung zu stellen. O Unglaublich! Wie uns von einem zuverlässigen Augenzeugen mitgeteilt wird, sind am Mittwoch abend, als der letzte Zug Castrop— Dortmund vorschriftsmäßig gemeldet wurde, die Schranken an der Münsterstraße nicht geschlossen worden, sodaß der Zug die noch dicht belebte Straße frei passierte, und ein Unglück sich leicht hätte ereignen können. Der Zugführer, welcher bemerkte, daß die Schranken nicht geschlossen waren, gab zwar mit dem Läutewerk der Lokomotive Warnungszeichen, doch wären diese, wenn beispielsweise ein Lastauto herangerattert gekommen wäre, von dem Lenker kaum gehört worden, um das Aute rechtzeitig zum Stehen zu bringen und den Zusammenprall mit dem Zuge zu vermeiden. Der Unmut des Publikums machte sich, wie der Augenzeuge weiter berichtet, in lauter Weise gegen den Schrankenwärter Luft. 9 Im Metropol=Theater wird heute nachmittag und abends zum ersten Male die bereits angekündigte und an dieser Stelle ausführlicher gewürdigte Singspielfilmoperette„Du Mäde! vom Rhein“ in Szene gehen. Erstklassige Berliner Sangeskräfte und die verstärkte Hauskapelle werden die gesangliche und musikalische Begleitung übernehmen, so daß den Besuchern genußreiche Stunden bevorstehen. Auf die Darbletung selbst werden wir morgen eingehend zurückkommen. Einstweilen diene die Anzeige in der vorliegenden Ausgabe unserer Zeitung zur Orientierung. Die Roland=Lichtspiele beginnen heute mit der Vorführung der Verfilmung des großen Dumas=Romans„Der Graf von Monte Christo", worauf auch an dieser Stelle unter Hinweis auf die Anzeige besonders aufmerksam gemacht sei. * □ Merklinde.(Rasch gefaßt.) Die Diebe, die kürzlich, wie gemeldet, auf der Ziegelet 2 Zieglern ihre Wurst= und Fleischvorräte gestohlen haben, sind ermittelt. Es gelang der Lütgendortmunder Polizei, die sofort verständigt war, die Diebe, deren Spur nach Bövinghausen=L ging, ausfindig zu machen und sie beim Verzehren der Leckerbissen abzufassen. Die Hermandad war rauh und lieblos genug, den Dieben— in Frage kom=OSACSSCOCO Dleu Eröffnung! Dleu Eröffnung! Den geehrten Bewohnern von Babinghorst und Umgegend die ergebene Hnzeige, daß ich Im hager Wirtschaft Wember, Kronprinzenstraße 65 ein ständiges bager in prima " TU• Harreyrert eröffnet habe. Prompte reelle Bedienung zugesichert. Auf Wunsch hieferung ins Haus. E. Lindemann, Rarfeffeihändler. 5989 E OOS Vorteilhafte Angebote in 1 4 Aliang Beachten Sie meine Prüfen Sie meine Moderne Schlüpfer in ein= und zweireihigen Formen, weitem Rückenschnitt, aus schweren Cheviol=, Noppen= und Ulsterstoffen, zum Teil mit angeweblem Futter 1325.- Sreb-. Wziee-, eis Zoite. Neue Alster in zweireihigen längeren Formen, zum Teil mit Rückengurt und Falten, aus besten wollenen Ulster= und Flauschstoffen Zötos.- Safts.- 9sres.“ i Corte.“ Elegante Paletots in ein= und zweireihigen Formen mit und ohne Sammetkragen aus dunkelgr uen oder schwarzen Cheviol=, Meltonund Tuchstoffen in bester Verarbeitung Zeres.- Zores.- Zores.“ eis vores.reichhaltige Auswahl, guten Qualitäten. aus soliden Buxkin= und Cheviotstoffen in modernen Mustern, bestens verarbeitet 5989 9750.- 12750.- 16750.- bis 24750.Elegante Anzüge in ein= und zweireihigen Formen aus besten Cheviot= und Kammgarnstoffen, in modernen Farden 26750.- 29750.- 39750.- u 59750.Strapazierhosen aus starken Buxkin=, Tirihev= und Cheviolstoffen 2975.- 3275.- 3975.- bi 5475.Elegante Hosen aus Kammgarn= und Cdeviolstosfen 6975.- 9750.- 12750.- ui 19750.Manchester=Anzüge mit und ohne Futler offen und hochgeschlossen, glatte und Sportformen in allen Farden 19750.— bs 32750.— Loden=Anzüge offene und hochgeschlossene Formen mit Falten und Gürtel, mit langen oder kurzen Hosen 22750.— bis 34730.— Breeches=Hosen aus Manchester=, Cord= und Lodenstoffen, in nur strapazierfähigen Qu alltäten 9750.— bis 16750.— Heute bis einschl. Montag! Ente aufsehsenerregene Sarbielung. Der langangekündigte Groß=Film ist endlich eingetroffen und Anck att ist es nicht, wenn man schreibt, es gibt 10 000 Filme, aber nur einen Film betitelt: 8 G 2 te 6 * ∆ OBVUTTTANS Variele Palast Dortmund, Brückstr. Tel. 3047/4900. 3941. Tüchtiges 5995 Das führende Baus am Platse. Elalag 7 Uhr. Honzert Anleng .30 Uhr, Verltellung.40 Uh: Madchen für Nachmittags gesucht. Realgymnasium. Ausenag Vom 15.-30. Non. 1922 Das neue sensallonelle Weltstadt- Programm! 10 anserlesche Debals 10 Fellx u. Frltz Brlant In Ihrer phünomenelen Szeae: „im Rausche des Aibohols“ Bellopia Trlo sensallonelle Egallibristen. Original Daysons Comp. „Die Ideles Hochtschwärmer“ serlös homischer lherischer Bar-Abl. 3 Geschwister Correro Bühnes ball-Akt Elly Reme die brillante Opernsüngerte Fred Bero „Des goldene Quskelspiel“ Hons Wienert der belichte Grolesquckomiker Dos Hstro, des Unlbersel Unikum. Siddl u. Partnerin, Bomben amp; Gransten Dongleur ax Okeans& Partnerin Combinations Akt an Illegenden Ringen. — 5980 6 G TE 2 Nach dem Roman von ALEKANDER DUMAS Noch nie hat ein Film ein so dankbares Pudlikum gefunden, wie dieser. In allen Städten waren die Theater wochenlang ausverkauft, und mit Recht, denn nie ist eine Fülle von abenteuerlicher Romant'k, Spannung und Sensation zusammengetragen worden, wie in diesem Meisterwerk französischer Regiekunst. Der Film bereitet niemand eine Enttäuschung, sondern steigert das Inleresse von Akt zu Akt, von Episode zu Episode. Der gewaltigste Groß=Film, welcher bisher erschienen ist. Fünf Teile, zusammen 30 Akte. Ab heute der 1. Teil: das Geheimnis eines Sträflings. Sechs Riesen=Akte. 3 S 8 Ueberwältigend und packend wirkt das Riesenwerk Alexander Dumas, welcher den Beschauer bis zur letzten Szene gefangen hält und Worte können dieses Kunstwerk nicht schildern. I SEE SSSS S SSGESSAE Ferner: Fortsetzung des hier mit wachsendem Erfolge aufgeführtem Sensations= Films Die Simme Ui Telesen. 6 Akte 4. Teil 6 Akte Kriminell! Sensationell! Das Spannendste der Gegenwart! 50 5 6 ∆ 6 Karlchen in seiner tollen Groteske: Rarichens Sraatilacht 2 Akte zwergfellerschütternder Heiterkeit. An allen Tagen großes verstärktes Künstler=Orchester (10 Mann) Leitung Kapellmeister Carl Wilhelm. uummmümmme Die ausgezeichnete Reichhaltigkeit und Schönheit vorstehenden Programms rechtfertigen es, allen Filmfreunden des erwartenden Andranges halber den Besuch unserer Nachmittagsvorstellung angelegentl. zu empfehlen. N. B. Karten sind im Vorverkauf an der ageskasse von 10- 1 Uhr und ab 4 Uhr zu haben. Tel. 3047 u. 490 Kräftiges 5996 für bald gesucht. Castrop, Wittenerstr. 2175 Zuverlässiges sauderes gesucht. Vorstellung mittags oder abends nach 0 Uhr Rauxel, 5990 Bahnhofstr. 77, 1 Treppe. nausschlachtungen werden zu den billigsten Preisen entgegengenommen Habinghorst, 5992 Kaiserstraße 31. Dienstag den 14. Nov. Deutscher VVirtschaft ed. Geschäftshaus oder Wonnhaus in Castrop oder Umgegend. 5951 Josef Wagner, BBelsenkirchen, König Wilhelmstr. 31. Oeia abhanden gekommen Wiederbringer erhält Belohnung. Vor Ankauf wird gewarnt. 5991 Josef Reidt, Schwerin Frohlinderstr. 19. G Krätzurgan? beseit. schnell Bettjucke. Ausschlag, Kräße, Flecht., d. Erw. u. Kind. ohne Berufs tör. 1000000 fach bewährt. Drog. Appelbans, Widumerstr. 23; Habing= horst: Fuls; Kronpr.=Str. 58; Ickern: Rohrer. — Auch Versand.— nur Fabrikate Küppersbusch und Senking in sehr großer Auswahl äußerst billig. Heinrich Heiland, Herne, Bahnhofstraße 3. 5586 Achtung!, Achtung! Zahle Altpapier(Zeitschritten, Akten die höchsten Preise. Garantiere für soloruge Einstampfung. Größere Posten werden abgeholt. Zahle auch die höchsten Preise für Felle. Max Schwarz, Münsterstr. 18 Eingang Biesenkampstraße. o en usehnsehechl Zante anerhechste Preiss-Tur Kougrsuun!s besonders für Flaschen, altes Eisen, Papier usw. Epstein u. Co., Castrop Widumerstr. 37. Beranntmachung. Die Schuldienerstelle an der evgl. Schule in Bövinghausen=Rauxel ist zum 1. Dezember d. Is, neu zu besetzen. Mit der Stelle ist Dienstwohnung verbunden. Persönliche Meldungen von Bewerbern, die über eine Austauschwohnung verfügen, sind bis spätestens 25. November im Amtshause, Zimmer 6, erbeten. 2374 Rauxel, den 15. Nov. 1922. Der Amtmann: Schulze. WOerspel Aas. Castrop, Kaiser-Priedrichstraße 21 Freitag Samstag Sonntag Montag 17. 11. 18. 11. 19 11. 20. 11. 6 Uhr. 9 Uhr. Ein lustiges Filmsingspiel in 5 Akten v. Hans Felsing mif Rhemliedern, Tänzen, Scherzliedern und Gesängen von Brahms, Gounod, Rubinstein, Zeller, Enders u. a. Gesungen von ersten Berliner Hofopernsängern. Die musikalischen Szenen sind nach dem Beck-Patent aufgenommen. Der große Feisen im Vorstellbild der Hauptdarstellerin ist der Loreley-Feisen. Das Schloß im Rhein ist die Burg Palz bei Caub. Lieder im 1. Akt. 1. Einsam bin ich nicht alleine 2. Mein Mädel hat einen Rosenmund 3. Sei nicht böse, s’ kann ja nicht sein 4. Du Mädel vom Rhein 2. Akt. 5. Mädel ruck, ruck. ruck 6. Fröhlich Pfalz, Gott erhalt's 3. Akt. 7. Liebchen komm mit in's duftige Grün 8. Es blinkt der Tau auf den Gräsern der Nacht 9. Stellt ein Mann sich an so dumm 4. Akt. 10. Deutsche Reigentänze 11. Scherzlieder 12. Was bringen uns die Reben 13. Ein rheinisches Mädel, beim rheinischen 5. Akt. 14. Du, du, liegst mir im Herzen 15 Morgen muß ich fort von hier 16. Weiber, ach mich packt ein Schreck 17. Pinale 8ein Das Lied im Filmsingsplel:„Du Mädel vom Rhein“ ist unter dem Titel:„Mädel, ich bin dir so gut“ für Gesang und Klavier an der Kasse zu haben.(Textbücher 10 Mk.) Elmo Lincoln In Der gianende Aristah 6. Tell! 6. Tell! 6. Episode: Unheimliche Mächte. Charlie Chaplin Matteich doch kurlavel rechtzeitig denußt!— so flagt jetzt mancher Kab'köpfige. Laß es nicht sowen kommen, sondern pflege Dein Haar regelmäßig mit JAVOL Kopfschuppen und Schinn werden befeitigt, das Haar wird und bleibt schön, duftig, seidenweich und gesund. In jeder Apotheke, Drogerie, Barfümerie und deim Eriseur zu haben.“