„„„ O O Amtliches Organ für den Landgerichtsbezirk Vortmund. Redaktion, Druck und Verlag* Bahrheit.— Gerechtigkeit.— Gemeinwoßl. von Ph. Culbart in Castrop. Nro. 70. Gescdemn Bnudg und Sentan und daden abig. W vierteljährlich in der Expedition 1 Mark, durch Beten Mark.10.— Illustr. Blätter 50 Bfa. Samstag, den 31. Augus 1889. e — für dis aipspaltine Zale oder deran Kann 10 Psennige. Rorlamen per Zeile 30 Pfennige. 15. Jahrg. Politische Aebersicht. Deutschland. Kaiser Wilhelm traf Mittwoch früh zu den großen Festungsmanövern bei Küstrin ein. Vom Festungsmanöver in Küstrin begab sich der Kaiser Mittwoch Nachmittag nach Vietz und hielt Nachmittags und Donnerstag Morgen in der Königlichen Oberförsterei Massin Pürschjagden auf Rothwild ab. Donnerstag Nachmittag erfolgte die Rückkehr nach Potsdam. Bei der Grundsteinlegung für das Denkmal weiland Kaiser Wilhelm's in Metz sprachen Se. Majestät der Kaiser und König laut„Staats Anzeiger" zum Hammerschlag folgende Worte: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes! Zum Gedächtniß des Begründers der deutschen Einheit, des heimgegangenen Kaiser Wilhelms.! Ich sprach's— Gott walt'.“ Für die Armen von Metz sind 2000, für die von Straßburg 3000, für die von Münster 2000 Mark vom Kaiser überwiesen. Die kaiserlichen Prinzen haben Mittwoch Mittag nach fünfwöchentlichem Aufenthalte Schloß Wilhelmshöhe bei Kassel verlassen und sind am Abend wohlbehalten im Neuen Palais bei Potsdam angekommen. Der Aufenthalt in Wilhelmshöhe ist den Söhnen des Kaisers ersichtlich wohl bekommen. Die„Berl. Börsenztg.“ erklärt, auf Grund bester Informationen melden zu können, daß der Finanzminister von Scholz sein Amt nicht wieder antreten wird. Der Rücktritt des Ministers soll angeblich schon in den nächsten Tagen amtlich bekannt gegeben werden. Ueber die Person des Nachfolgers verlautet noch nichts Bestimmtes. Die Arbeiten am Nordostsee=Kanal schreiten rüstig vorwärts. Die gesammten Arbeiten werden von der„kaiserlichen Kanal=Kommission“ geleitet, einer Reichsbehörde, die unmittelbar dem Reichsamt des Innern unterstellt ist. In die Bauarbeit haben sich vier Bauämter berart getheilt, daß bei einer Gesammtlänge des Kanals von 98 Klm. das Bauamt Kiel 27 Klm., das Bauamt Rendsburg 33 Klm. und das Bauamt Burg 34 Klm. Baustrecke nebst allen zugehörigen Neubauten, Ueberbrückungen, Beamtenhäusern 2c. zur Ausführung erhielten, während dem Bauamt in Braunsbüttel nur die große Schleußenanlage an der Nordsee, einschließlich 4 Klm. Kanalstrecke überwiesen wurde. Die beiden großen Schleusen bei Holtenau(Kiel) und Braunsbüttel haben den Zweck, den Verkehr bei allzu hohem und allzu niedrigem Wasserstande in den beiden Meeren zu vermitteln. Der Kanal selbst wird einen nahezu horizontalen Wasserspiegel besitzen(auf Mittelwasser der Ostsee oder 23 Ctm. unter normal gelegt) und wird 80—100 Meter breit sein. Die vor Kurzem durch die Zeitungen gegangene Mittheilung, es sei beabsichtigt, Bronzekanonen an Stelle der Gußstahlkanonen einzuführen, weil die ersteren gegenüber den neueren Pulversorten vortheilhafter seien als die letzteren, ist auch in die französische militärische Fachpresse übergegangen. Demgegenüber bringt die„Deutsche Heeres=Ztg.“ eine Mittheilung, in welcher nachgewiesen wird, daß Bronze gegenwärtig für Kanonen überhaupt nicht mehr brauchbar ist. Auf Grund des§ 12 des Sozialistengesetzes ist die in Dortmund erscheinende„Westfälische Arbeiterzeitung", auf Grund des''§ 1 desselben Gesetzes der in Dresden bestehende Verein: Arbeiter=Wahlverein für Dresden=Altstadt verboten worden. Oesterreich=Ungarn. Beim 200 jährigen Jubiläum des 57. InfanterieRegiments in Krakau sagte der Korpskommandant Herzog von Württemberg in einem Toast auf die Armee:„Eine innige brüderliche Allianz, unerschütterlich fest, haben Oesterreich=Ungarn und Deutschland geschlossen; geeint stehen sie heute bereit, jeden gegen sie geführten Schlag gemeinsam abzuwehren, und zwar mit Erfolg, denn das verbürgt dieses mächtige Bündniß.“ England. London ist urplötzlich von der größten Streik Bewegung heimgesucht, die es noch erlebt hat und gerade die schlechtestgestellten, gänzlich unorganisirten Arbeiter, die Dockarbeiter, sind es, welche diese Bewegung in Fluß gebracht haben. Denn bei den Dockarbeitern ist es nicht geblieben. Gleich einer Fluthwelle hat sich die Ausstandsbewegung über verwandte Berufe anfangs, dann über ganz fernstehende verbreitet, so daß jetzt die Zahl der Streikenden schon auf 120000 geschätzt wird. Selbst die Buchdruckereien sind schließlich davon ergriffen worden. Gegen 2000 der daselbst Beschäftigten haben bereits die Arbeit eingestellt und fordern eine Erhöhung des Lohnes. Dem Andrängen des Publikums und der Presse haben die Vorsteher der Dockgesellschaften wenigstens insofern nachgegeben, daß sie eine Verständigung mit den Streikenden ernstlich versucht haben. Zu einem Frieden ist es indeß noch nicht gekommen, da ihr Angebot, alle Forderungen bis auf die wichtigste, den Stundenlohn von 6 Pence(50 Pfennige), zu gewähren, von den Streikenden zurückgewiesen wurde. Sie ließen durch ihren Bevollmächtigten John Burus erklären, sie hielten an ihren ursprünglichen Forderungen fest und würden keinen Vergleich annehmen. Man hofft indeß, daß die Verhandlungen wieder aufgenommen werden. Die weitere Ausdehnung des erst im Entstehen begriffenen Streiks der Kohlenarbeiter von London scheint dagegen durch ein sofortiges Entgegenkommen der Kohlenhändler verhütet werden zu sollen. Denn die Kohlenhändler haben den streikenden Kohlenträgern und Kohlen=Fuhrleuten eine deren Forderungen nahezu entsprechende Lohnerhöhung unter der Bedingung zugebilligt, daß die Arbeit Donnerstag früh wieder aufgenommen werde. Man glaubt, daß die Streikenden auf das Anerbieten eingehen werden. Auf die Schiffsrheder sucht der Abgeordnete Sydney Buxton einzuwirken durch einen Brief, den die Daily News“ veröffentlicht. Er hält es für erforderlich, daß die Schiffsrheder ein höheres Dockgeld zahlen, weil dann die Dockbesitzer ihre Leute besser besolden könnten. Nachdem die am Dienstag geflogenen Ausgleichsverhandlungen sich zerschlagen haben, streikten am Mittwoch fast 150000 Arbeiter in London. Die Nothlage ist ungeheuer infolge Mangels an Lebensmitteln, Kohlen und Getreide, aber die Arbeiter scheinen entschlossen, ihren Willen durchzusetzen. Lebensmittel und Kohlen sind auf das Doppelte des Preises gestiegen, viele Fabriken feiern aus Mangel an Materialien. Ganze Stadtviertel sind mit feiernden Arbeitern angefüllt. Die Garnison von London ist verstärkt, das Militär wird bereit gehalten. Es sind neue Verhandlungen angeknüpft. Unendliche Massen Lebensmittel, die aus den im Hafen liegenden Fahrzeugen nicht haben entferut werden können, verderben. Dänemark. Der Kaiser und die Kaiserin von Rußland sind mit den Mitgliedern ihrer Familie am 29. August, Nachmittags um 3 Uhr 50 Min. bei der Zollbude bei Kopenhagen gelandet und von der ganzen königlichen Familie empfangen worden. Dieselben fuhren alsbald durch die flaggengeschmückte Stadt nach dem Bahnhof und begaben sich von da nach Schloß Fredensburg. Frankreich. Die Boulangisten haben in Paris eine Skandal=Versammlung angestiftet. Vor 5000 Personen richtete der Abg. Laguerre heftige Angriffe auf die Gegner Boulangers und die Versammlung stimmte dem zu. Die Polizeibeamten, welche die Versammlung auflösen wollten, wurden mit Steinen geworfen und eine regelrechte Prügelei war bald im besten Gange. Berittene Polizei mußte schließlich mit der flachen Klinge dazwischen schlagen, um die Ordnung wieder herzustellen. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. und Castrop, den 30. August. Ach du klarblauer Himmel und wie schön bist du heut'! Möcht' an's Herz gleich dich drücken vor Jubel und Freud! Endlich hat uns der böse Regen verlassen und einem prachtvollen Sommerwetter Platz gemacht. Wie von einem drückenden Alp befreit, athmet alle Welt erleichtert auf und wird von neuer Hoffnung belebt. Unsere Landwirthe suchen jetzt schleunigst die Roggenernte zu beenden und bei Anhalten der warmen und trockenen Witterung hofft man auch noch auf eine gute Kartoffelernte. Wie Wetterkundige behaupten, soll das jetzige Wetter auch von Bestand sein, nur könnte mal ein Gewitter dazwischen kommen. Wir wollen es gerne hoffen und wünschen. — Wie aus dem Inseratentheil ersichtlich, wird der Turn Verein den Sedantag am Montag, den 2. September festlich begehen. Am Abend marschirt der Verein zum Kriegerdenkmal, um daselbst zum Andenken der im Felde Gefallenen einen Kranz niederzulegen. Nach der Rückkehr beginnt die Feier und glauben wir wohl jedem Besucher voraussichtlich einen vergnügten Abend versichern zu dürfen, weil bekanntlich der Turn=Verein bei solchen Gelegenheiten stets seine Schuldigkeit gethan hat. Gut Heil! — Zum Emscherthal=Steeple=Chase=Handikap, 4. Rennen, Preis 5500 Mk. sind 25 Unterschriften erfolgt, und zwar: Hrn. Adrian's„Ruppsippos“, Lin. Graf Arco's„Mondain“, Hrn. Balduin's„Holstein" u.„Spangle“, Lin. Frhr. v. FuchsNordhoff's„Vahrenwalde“, Frhr. v. Gienanth's„Plastfellow“, Prinz Fr. C. Hohenlohe's„Tommy“, Ltn. Graf Hallwyl's „Valtz“, Herrn Hensen's„Cyrus“, Lin. Hupfeld's„Machell“, Capt. Joé's,„Mohr“ desselben„Vivacious“, Monsign. Lichterasehtsehe e. Mannsfeld's„Floribel“, Hrn.Meier's„Exchange“, Hrn. Oehlschläger's„The Counteß“, Herrn C. G. Schilling's„Harzburg“ u.„Goldmädchen“, Hru H. Suermondt's,„Busy Bee“,„Nana““ u.„Perle Fine", Rittm. Suermondt's„Debarred“, Herrn von Tepper=Laski's„Kilt" und„Vagrant“. Eine solche Niunungstafel hatte der Castroper Rennplatz für das„Handikap“ noch niemals aufzuweisen. Was die Klasse der Pferde anbetrifft, so braucht nur erwähnt zu werden, daß gerade dieselben Pferde auf den ersten deutschen Rennplätzen, als: Charlottenburg, Berlin, Hannover, Baden=Baden u. s. w. die Rennbahn betreten, und daß viele davon bereits als glänzende Sieger in Sportskreisen Bewunderung erregten. Die Castroper Rennbahn, die durch ihre günstige Lage sich besonderes Ansehen erworben hat, wird am 14. September er. dem Publikum etwas ganz Vorzügliches bieten. Die Meldungen zu den Rennen 1, 2, 3 und 4 müssen bis zum 3. September cr. einschl. geschehen; ebenso sind bis zum 3. Siptember er. die Annoncen zur Renn=Agenda einzusenden. — Die Bierwirthschaften zu den am 14. Septbr. hier stattfindenden Rennen wurden Dienstag Nachmittag an die Herren Wirthe: 1. G. Eilbracht=Dortmund, 2. Fr. LotzBochum, 3. H. Vierhaus=Castrop, 4. Th. Bärwolf=Castrop übergeben. Die Weinwirthschaft übernahm Herr Friedrich Auweiler von hier. Das Pachtgeld für sämmtliche Wirthschaften beträgt 468 Mark. — Im Mai dieses Jahres drohte der Bergmann Wilhelm Mock von„Mont=Cenis“ seinen Genossen Stefan Mausbach, er werde ihm„die Knochen entzwei schlagen“, falls er die Arbeit vor der Beendigung des Streiks aufnehme. Diese „Liebenswürdigkeit“ hat Mock mit zwei Monaten Gesängniß zu büßen. — Der Sektionsvor###nd der Knappschafts=Berufsgenossenschaft hat in seiner Litzung vom 7. August d. I. schlossen, daß bei Aufßellung' der Lohn=Ermittelungen das den Bergleuten geliefen=Oel zür das Geleuchte mit demselben Satze zur Berechnung kommen soll, zu welchen es den Bergleuten von der Zechen=Verwaltung geliefert wird.— Die Zechen sind in einem Rundschreiben ersucht worden, dies für die Folge gefl. zu beachten. — Im rheinisch= westfälischen Kohlengeschäft entwickelt sich noch fortwährend eine zunehmende Nachfrage. Namentlich bleiben Industriekohlen und Koks lebhaft begehrt. Sowohl auf dem Rhein als auf den Eisenbahnen nehmen die Versendungen zur Komplettirung der Läger einen regelmäßigen Verlauf. Die Preise sind in den letzten Wochen wieder höher gegangen und behalten noch andauernd ihre steigende Tendenz bei, so daß bis jetzt sich noch nicht übersehen läßt, bis wann sie ihren Höhepunkt erreicht haben werden. — Die Bewegung auf Erhöhung der Kohlenpreise macht Fortschritte. Eine Versammlung von sogenannten Strecken# Kohlenhändlern(Versandts direkt ab Zeche) beschloß in Duis. burg, für bestimmte Kohlensorten eine allgemeine Preiserhöhung von—10 Mark für den Doppelwagen herbeizüführen. — Für die Ausführung des Kanals von Dortmund nach den Emshäfen sind nach den„Nachr. über den Bau und Betrieb von natürlichen und künstlichen Wasserstraßen" vorerst ffolgende Bäuämter errichtet worden: 1. Bauamt Münster für die Kanalstrecke von Dortmund bis Bevergern, einschl. des Zweigkanals von Henrichenburg nach Herne. Vorsteher des Bauamtes: der königliche Bauinspektor Herr Heekt zu Münster. Unterstellt sind dem Bauamt zu Münster die königlichen Regierungsbaumeister Herren Weber zu Doctmund, Middeldorf zu Datteln(vom 15. Septbr. d. J. ab) und Maschke zu Münster; 2. Bauamt Lingen für die Kanalstrecke von Bevergern bis Dörpen a. d. Ems. Vorsteher des Bauamtes: der königliche Regierungsbaumeister Herr Lieckfeld zu Lingen; unterstellt der königliche Regierungs=Baumeister Herr Thiele zu Meppen; 3. Bauamt Emden für die Kanalstrecke von Dörpen bis Emden. Vorsteher des Bauamtes: der königliche Regierungs=Baumeister Heir Stosch zu Emden: dem Bauamt unterstellt: der königliche RegierungsBaumeister Schulte zu Emden. In Dortmund hat sich eine neue Gewerkschaft unter dem Namen„Hohenzollern“ gebildet, welche bezweckt, die Kohlenfelder der zu Ende der sechziger Jahre zum Erliegen gekommenen früheren Zeche„Am Schwaben“ auszubeuten. Die Gewerkschaft ist in 1000 Cuxe eingetheilt. Die„Wattenscheider=Zig. vom 22. d. M. bringt folgendes bedenkliche Inserat: Auf die Annoncen dieser Zeitung erwidere ich, daß meine Frau schon seit langer Zeit den Haushalt vernachlässigt, nicht kocht, nicht wäscht, sondern nur den Lustbarkeiten nachgeht, wo nach der Harmonika getanzt wird. Deshalb sehe ich mich gezwungen, den Haushalt aufzulösen und werde die Möbel verkaufen. Hugo Hoppe. Unter starker Theilnahme von Nah und Fern ist die 36. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands in Bochum auf das Großartigste verlausen. Außer einer öffentlichen Generalversammlung fand Montag Abend noch eine Arbeiterversammlung statt: In derselben sprach auch Exzellenz Dr. Windthorst über die letzte Lohnbewegung. Er warnte die Arbeiter vor den Wölfen in Schafskleidern, die sie auf andere Wege zu bringen suchen und goldene Berge versprechen würden. In der nächsten Reichstagssession würden er und seine Freunde eintreten für Gerechtigkeit für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.— In der zweiten öffentlichen Versammlung am Dienstag traten als Redner auf Pfarrer Klagges aus Letmathe über die katholische Presse in Deutschland und Abgeordneter Bachem aus Köln über die Gleichberechtigung der katholischen und evangelischen Konfession. Die letzten Abendstunden von Dienstag gehörten den Studenten, welche ihre Festkommerse abhielten, und zwar die(farbentragenden) katholischen Studenterverbindungen im großen Saale des Schützenhofes, die katholischen Studentenvereine und die Coeten der Unitas im Saale des Stadttheaters. Daß beide Festkommerse sich eines zahlreichen Besuches zu erfreuen hatten, ist um so erklärlicher, als studentisches Leben, das schon am Dienstag Nachmittag durch eine Festfahrt der Studenten Verbindungen in den Straßen Bochums zur äußeren Erscheinung kam, und insbesondere ein Studentenkommers vielen Mitgliedern und Theilnehmern der Generalversammlung aus eigener Anschauung noch nicht bekannt war. Selbstverständlich fehlte auch Windthorst nicht; nachdem er zuerst den Festkommers der Studentenverbindungen besucht, fuhr er zum Festkommers der Studentenvereine. Auf beiden Kommersen hielt er längere Ansprachen, die neben dem Humor aber auch ernstliche Mahnungen enthielten. Denn wie er in launiger Weise den anwesenden Eltern der Studenten die bekannten Sorgen des Musensohnes zur wohlwollenden Berücksichtigung empfahl, so ermahnte er die Studenten in eindringlicher Weise daran, daß sie als Entgelt dafür treue Erfüllung ihrer Pflichten den Eltern und der katholischen Sache zu leisten hätten, um mit gediegenem Wissen und als charakterfester Mann die Universität zu verlassen. In der dritten öffentlichen Versammlung Mittwoch Nachmittag hielt zunächst der Erzbischof Dr. Rihmani aus Edessa(Syrien) eine Anrede in französischer Sprache, in welcher er die deutschen Katholiken wegen ihrer Glaubenstreue und Fürsorge für die soziale Frage lobte und beklagte: daß der Orient, die Wiege des Christenthums, verloren gegangen sei, und erflehte mit den Anwesenden von Gott, daß dem Orient der katholische Glaube wiedergewonnen werden möge. Abg. Dr. Hitze, Gener alsekretär des Verbandes„Arbeiterwohl“, sprach über die katholischen Arbeitervereine und empfahl deren Gründung, die Geistlichkeit ermahnend, sich der Arbeiter anzunehmen.— Abg. Dr. Porsch Breslau behandelte die Lage der katholischen Kirche in Deutschland und die daraus sich ergebenden Pflichten der Katholiken. Der Zugang zum Frieden sei angebahnt, manche Fesseln seien der Kirche abgenommen, manche aber nur gelockert. Als Preußen freuen sich die Katholiken, daß sich Vieles gebessert habe, als Preußen beklagen sie zugleich, daß die Kirche noch immer nicht die ihr würdige Stellung errungen habe. Die Katholiken verlangten für die katholische Kirche die vom modernen Staate angeblich allem Denken und Glauben zugestandene Bewegungsfreiheit.(Stürmischer Beifall.) Noch schwebe die Anzeigepflicht als Damokles=Schwert über der Geistlichkeit, noch seien die Orden nicht zurückgerufen, die Schulfrage nicht gelöst. Der Kulturkampf sei noch nicht todt; wie ein böswilliger Hund, der von seinem Herrn zurückgerufen werde, knurrend im Winkel liege er. Der Herr werde den Hund wohl nicht wieder loslassen wollen, aber trotzdem könne der Hund doch irgendwie und irgendwo wieder loskommen. Noch sei die Kirche auf dem Markte des öffentlichen Lebens allen Angriffen preisgeben und werde bis zur verfassungsmäßigen Feststellung des Rechts der Kirche es auch bleiben. Die Katholiken müßten noch treuer als bisher an der Kirche festhalten, an die Seite der verfolgten und beschimpften Kirche treten, sie auf allen Punkten vertheidigen, sich bagegen wehren, daß der Kirche neue Fesseln angelegt werden oder ihr langsam wirkendes Gift eingeflößt wird, sorgen, daß die Kirche so, wie Gott gebietet, verehrt werde. Der alte württembergische Wahlspruch:„Furchtlos und treu“ solle gelten.„Treu Gott, treu allen Autoritäten, die er eingesetzt hat, treu den Mitkämpfern für Wahrheit, Freiheit und Recht! Ihr Katholiken, bleibt stark in einträchtiger Liebe, furchtlos und treu, für Gott und Vaterland.(Begeisterter Beifall.) Schreinermeister Euler=Bensberg ging auf die Handwerkerfrage ein, erblickte in der Beseitigung der schrankenlosen Gewerbefreiheit das Heil für den Handwerkerstand und stellte die Forderungen auf: Befähigungsnachweis, Prüfungszwang, sittlich religiöse Erziehung der Lehrlinge, Innungskammern, Abschaffung oder Einschränkung der Gefängnißarbeit. Prof. Dr. Schädler=Landau verbreitet sich über die Schulfrage und gab die Parole:„Unterrichtsfreiheit" aus. Er beanspruchte die Schule für Eltern und Kirche. Ehristus habe nicht etwa zu einem Kultusminister, sondern zu den Aposteln gesagt:„Gehet hin und lehret alle Völker.“ Abends fand im Stadtpark ein Gartenfest statt, welches einen wahrhaft großartigen Verlauf vahm. Ueber 10000 Personen waren dort anwesend. Zwei Kapellen conzertierten und gegen 9 Uhr fand großartige Illumination des Parkes und Feuerwerk statt.— Donnerstag Morgen war die letzte geschlossene und öffentliche Versammlung. In der letzteren wurde zunächst die Antwort des hl. Vaters auf das von der Versammlung entsandte Begrüßungstelegramm verlesen. Dann sprach Kurat Walsert aus Feldberg in Oesterreich über„Die konfessionslose Schule in Oesterreich“, Kaplan Dasbach aus Trier über Ordensleute und Arbeiterfrage. Exzellenz Dr. Windthorst hielt dann eine längere Schlußrede, in welcher er einen Rückblick auf die Thätigkeit der Bochumer Katholikenversammlung warf. Bekanntlich wurden am Samstag dem Kaiser in Münster durch e ine Deputation des westfälischen Bauern vereins unter Führung des Frhen. v. Schorlemer=Alst als Producte der westfälischen Landwirthschaft 2 Pumpernickel, 2 Schinken, 1 Tönnchen Butter und ein Fäßchen hundertjährigen Münsterländer= Konbranntweins(„Alten Klaren") überreicht. Einer der 6 Herren überreichte bei der Audienz folgendes entsprechende Gedicht in sauberer Niederschrift: „Kaiser Withelm sei willkommen Im Westfalen=Land; Hast das Herz uns eingenommen Rasch mit fester Hand. Pumpernickel, Speck und Schinken Bieten wir Dir an, Und dazu auch was zu trinken, Das man spüren kann. Stürmst nun bald durch unsere Gauen, Starker Friedensheld! Hoch zu Roß wird man Dich schauen, Imposant der Welt! Nahet dann die Zeit zum Rasten, Wo Du niedersteigst, Wo zum schlichten Frühstückskasten Du Dich freundlich neigst: Dann versuch's mit unsren Gaben, Lange tapfer zu, Kannst Dich leidlich daran laben, Trinkst auch eins dazu! Solche Kost hat unsere Jungen Groß und stark gemacht, Keiner hat sie noch bezwungen In der Männerschlacht. Brauchst Du sie, sie werden zeigen, Was ihr Schinken kann! Werden führen Deinen Reigen Auf des Kampfes Plan!“ Der Oberbürgermeister von Münster, Herr Windthorst, veröffentlicht folgende Bekanntmachung: „Se. Majestät der Kaiser und König und Ihre Majestät die Kaiserin und Königin haben mich zu beauftragen geruht, zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, wie entzückt Allerhöchstdieselben seien von dem Ihnen gestern hier bereiteten Empfange. Ihre Majestäten sprachen wiederholt Ihre Anerkennung aus sowohl über die würdige Haltung, die aufrichtige Herzlichkeit und Begeisterung der Bevölkerung, als über den reichen geschmackvollen Schmuck, welchen die Stadt angelegt, und insbesondere über die glänzende, wirkungsvolle Illumination, welche in ihrer eigenartigen Schönheit und Pracht alle Erwartungen übertroffen habe. Des Kaisers Majestät haben mir weiter den ausdrücklichen Befehl ertheilt, allgemein bekannt zu geben, wie wohlthuend Allerhöchstdieselben berührt worden seien von den Worten, welche die städtische Vertretung beim Einzug an Ihre Majestäten zu richten die Ehre hatte. Mit mir werden alle Bewohner Münsters von diesen Allergnädigsten Kundgebungen sich um so mehr beglückt fühlen, als wir uns bewußt sind, durch die im Namen der Stadt gehaltene Ansprache nur der innersten Gesinnung und wahren Meinung der hiesigen Bevölkerung Ausdruck gegeben zu haben. Hoch lebe unser erhabenes Kaiserpaar! Münster, den 25. August 1889. Der Oberbürgermeister: Windthorst. Als Zierde der kaiserlichen Tafel bei dem Festmahl am Samstag in Münster verdient Erwähnung der Tafelaussatz des Herrn Conditors Ant. Schlichting daselbst, 1½ Meter hoch aus Tragantzucker. Der Tafelaussatz, in Hallenform, mit der Germania gekrönt, trug die Wappenschilder des Kaisers, der Kaiserin, der Provinz Westfalen und der Stadt Münster. Die Widmung, am Fuße des Tafelaussatzes, lautet: „Die Provinz Westfalen ist nicht der kleinste Diamant, und die Stadt Münster nicht die geringste Perle in der Krone Preußens“, und diese Worte haben durch den Toast des Kaisers bei dem Festmahl in hohem Maße ihre Bestätigung gefunden. eigenthümlicher Unglücksfall ereignete sich am 24. August Morgens in dem Keller eines Metzgers in Barmen. Ein Metzgergeselle wollte nämlich in aller Eile eine Schürze voll Schweinepfötchen in ein im Keller stehendes Pökelfaß schütten; dabel glitt er mit den Holzschuhen, die er trug, aus und schlug mit dem Kopf gerade auf einen am Wagebalken befestigten Haken. Derselbe drang dem Bedauernswerthen gerade in der Augengegend dergestalt ein, daß er an demselben hülflos hängen blieb. Ein anderer später hinzukommender Geselle hatte Mühe, seinen Kollegen aus der fürchterlichen Lage zu befreien. Da dir Haken verrostet war, so ist eine Blutvergiftung nicht ausgeschlossen. Ein Kind in feinem Patent=Kinderwagen fand man am Donnerstag Mittag auf dem Bahnhofe zu Erkrath und kein Mensch hat sich bis jetzt als Elgenthümer gemeldet. Bei dem Kinde im Wagen lag ein Gebetbuch mit rothem Schnitt, dessen Blätter am Rande voll beschrieben waren, doch fand man nur eine Notiz, die auf das Rind Bezug haben konnte. Diese lautet:„Geboren am 5. Auguist, Morgens ½6 Uhr. Deine Mama“. Wie eine Frau aus Erkrath sagt, ist eine Frauensperson am Donnerstag Mittag in Düsseldorf mit dem Kinderwagen zu ihr in das Koupee des Zuges gestiegen und hat in Erkrath den Zug verlassen. Weitere Nachrichten hat man über das räthselhafte Kind noch nicht. Die Nachforschungen in Düsseldorf haben ergeben, daß hier ein zu der in dem Gebetbuche angegebenen Zeit kein Kind geboren ist. Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Thalers nicht werth, lautet ein Sprüchwort aus jener Zeit, welche die Markwährung noch nicht kennt. Die löbliche Steuerverwaltung hält diesen Spruch aber auch heute noch hoch. Die„Mülheimer Zeitung" behauptet, einen Steuerzettel der Steuerkasse Rheydt über einen Pfennig Grundsteuer vör sich zu haben, welcher dem inzwischen von Rheydt verzogenen Steuerpflichtigen nach Gladbach und dann nach Köln nachgesandt wurde mit der Fußnotiz:„Um umgehende Einzahlung wird gebeten“. Für den 1 Pfg. ist ein Steuerformular und die Zeit für dessen Ausfüllung, Buchung u. s. w. und ein Couvert verbraucht; die Post hat den Zettel nach Gladbach und dann nach Köln befördert und nun muß der Zahlungspflichtige 20 Pfg. für eine Postanweisungskarte aufwenden, um den 1 Pfg. zu befördern. Ueberdies wird er noch 5 Pfg. Zu stellungsgebühr darauflegen müssen, denn man kann Steuerkasse in Rheydt doch nicht zumuthen, daß sie die Zustellungsgebühr zahlt. Nun erübrigt noch die Frage: Wie bekommt der Mann seinen qutttirten Steuerzettel in die Hände? 10 Pfg. Porto hin, 10 Pfg. Porto zurück; die Kasse hat ihr Geld, der Mann seine Quittung der zu Castrop vom 27. August 1889. (Schluß.) 8. Wegen groben Unfugs wurde gegen den Bergmann Heinr. Th. aus Castrop verhandelt, weil derselbe am Abend des 10. Juni d. J. sich auf den Straßen in Castrop recht unnütz benommen hatte. Es wurde nur auf eine Geldstrafe von 5 Mark nach§ 360 Nr. 11 erkannt, weil derselbe noch nicht vorbestraft ist. Die Kosten des Verfahrens fallen dem Angeklagten zur Last. 9. Der Holzausseher Joh. B. aus Castrop war der Bedrohung und der Körperverletzung angeklagt, weil er die Wittwe W. auf Kottenburg bedroht und deren Sohn gröblich mißhandelt hatte. Da, wie aus der Verhandlung hervorging, kein sehr freundschaftliches Verhältniß zwischen der Klägerin und dem Beklagten herrschte, auch der Sohn der Klägerin vielfach sich recht unnütz stellt und auch die Klägerin dem Angeklagten verschiedentlich die Erlaubniß ertheilt hat, den Knaben zu züchtigen, so lag doch in diesem Falle keine Veranlassung vor, den Knaben so zu mißhandeln, wie dieses von ihm geschehen. Der Gerichtshof erkannte wegen der Bedrohung eine Geldstrafe von 10 Mark und wegen der Mißhandlung ebenfalls eine Geldstrafe von 10 Mark eventuell 3 Tage Gefängniß und verurtheilte denselben in die Kosten des Verfahrens. 10. Der Menagenverwalter B. von Giesenberg=Sodingen war der Körperverletzung angeklagt. Aus den Zeugenaussagen ergab sich nur eine fahrlässige, keine absichtliche Körperverletzung, welche dadurch hervorgerufen war, daß derselbe den Kläger wegen seines unnützen Benehmens aus der Menage entfernen mußte, bei welcher Gelegenheit sich derselbe am Kopfe beschädigt haben wollte. Der Gerichtshof sprach den Angeklagten von Strafe und Kosten frei, da nicht einmal erwiesen werden konnte, daß derselbe bei der fraglichen Gelegenheit sich wirklich verletzt hatte. 11. Der Bergmann Michael K. aus Obercastrop hatte einen Knaben mit einem Riemen derartig bearbeitet, daß für denselben die Hülfe des Arztes in Anspruch genommen werden mußte. Da der Angeklagte von den Kindern gereizt worden war, auch bisher unbestraft ist, so wurde nur auf eine Geldstrafe von 5 Mark erkannt und dem Angeklagten die Kosten des Verfahrens auferlegt. 12. Die Bergleute Fritz B. und W.., beide Schwäger, aus Brüninghausen, begaben sich am 1. Mai cr. zu ihrem Miethsherrn um die fällige Miethe zu zahlen und dann auszuziehen. Letzterer war nur als Zeuge mitgenommen. Hier verweigerte in Abwesenheit des Miethsherrn die Frau desselben die Annahme des Geldes, da ihr Mann nicht anwesend sei. Die Miethsherrin, trotzdem sie die Schwester des Angeklagten war, wurde schon aufgebracht, als der Angeklagte, wie dies mitunter in Aufregung geschieht, etwas derb mit der Faust auf den Tisch klopfte, sodaß bei dieser Gelegenheit derselbe zersprungen sein soll. Nun kam der Sohn des Hausherrn und forderte die beiden Obengenannten auf, das Haus zu verlassen, diese giagen nicht und die Anklage wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs war fertig. Nachdem ein unparteiischer Zeuge den Hergang geschildert und eldlich bezeugt hatte, fiel die Anklage und beide Angeklagten wurden von Strafe und Kosten freigesprochen. In Nr. 69 unseres Blattes in der Privat=Klagesache C. D. zu Merklinde gegen den Anstreicher G. D. zu Castrop muß es am Schluß heißen: Die Kosten fallen dem Privatkläger zur Last, und nicht wie irrig angegeben, dem Beklagten. Bauernbutter oder Süßrahmbutter? Der Preis der Bauernbutter steht dem der Süßrahmbutter ziemlich gleich, wenn man in Betracht zieht, daß die Marktbutter häufig sehr stark gesalzen und ungenügend ausgeknetet ist, während die Süßrahmbutter eine sich stets gleichbleibende Kernigkeit besitzt und sehr schwach gesalzen wird. Außer dem Preise ist auf die Art der Zubereitung Gewicht zu legen. An manchen Orten haben die Bauern gemeinschaftliche Centrifugen, viele Bauern gewinnen ihre Butter aber dadurch, daß sie die Milch—3 Tage stehen lassen, bis der Rahm aus der Milch ausgeschieden und sich so verdickt hat, daß ein völliges Abheben des Rahms möglich ist. Wo steht nun während der—3 Tage die Milch? Im Sommer in einem luftigen Raume oder nicht zu tiefem Keller; bei kleinen Leuten auch in einem kühlen Zimmer, wenn sie ein solches frei haben, andernfalls ein Wohnzimmer. Fliegen und Staub können schon im Sommer der Milch schaden, jedoch nicht so viel wie im Herbst und Winter. Damit die Milch in dieser Jahreszeit in—3 Tagen dick wird, ist es nöthig, einen erwärmten Raum zur Aufbewahrung zu wählen. Auf großen Höfen steht der Milchschrank gewöhnlich in der Gefindestube. Diese wird in den Freistunden und zu allen Mahlzeiten von dem Gesinde benutzt. Dort raucht der eine, der andere kaut Taback; aller Schmutz der Schuhe und Kleider lagert sich in den langen Winterabendea, wo die Stube von 5 bis 9 Uhr benutzt wird, daselbst ab und wird dann am anderen Morgen von dem kehrenden Mädchen umhergewirbelt, Der Milchschrank sol wie es oft damit Kochzwecken benutzt; Luft, in welcher die mindestens zweimal nun von solchim R werden? Es giebt aber ein oder 2 Kühen, Der Ofen wird zun Kinder liegen da i eben möglich, in ei muß 2 bis 3 Tage Rahm vorhanden zweimal die Woche Wer Gelegenhe sehen, wird jedenfall Freuden begrüßen ihre Reinlichkeit der Vergangene? Empfang der liebe Gattin und u im Alter von 50 Verwandten mit der Bitte um Gysenbe * Um dem Pr sowie gewöhnliche Packetsendungen zu oder kurz nach Beg stunden sich darbiet einzuliefern, ist bei worden, daß dera Dienststunden anzei sonderen Einlieferur Packet. Bedingung Stunde vor dem 2 Aushänge b wo die Annahme d dienststunden stattfi Arnsberg, Der Im Wege der Band IV Artikel Lisette Endricat 3 571/155 der Steu am 20. S. vor dem unterzeich Das Grundst veranlagt. Auszu buchartikels— eti Nachweisungen, so schreiberei A einge Alle Realbe den Ersteher über aus dem Grundbi nicht hervorging, wiederkehrenden H vor der Aufforder betreibende Gläub widrigenfalls diese sichtigt werden 1 sichtigten Ansprück Diejenigen, werden aufgeforde des Verfahrens h Kaufgeld in Bezu Das Urthei , a m 2 1. S an Gerichtsstelle Castrop, der Am 2. Septem Schalterdienststun Weise, wie an de halten. Castrop, 29. Kaffer die Zeit für souvert verund dann ingspflichtige , u m d e n 1 5 Pfg. Zu1 kann der sie die ZuFrage: Wie ittel in die zurück; die strop Bergmann am Abend jastrop recht e Geldstrafe verselbe noch fallen dem war der weil er die Sohn gröbndlung herzwischen der * Sohn der die Klägerin ertheilt hat, Falle keine , w i e d i e s e s gen der Beder Mißeventuell 3 Kosten des eg=Sodingen Zeugenausiche Körperaß derselbe der Menage erselbe am sprach den einmal eren Gelegenstrop hatte et, daß für neu werden eizt worden eine Gelddie Kosten Schwäger, ; zu ihrem dann ausnen. Hier Frau desit anwesend des AngeAngeklagte, derb mit Gelegenheit des Hausdas Haus egen SachNachdem und eidlich ten wurden KKlagefache zu Castrop m Privat= , dem Beter? Süßrahm= t, daß die igend aus. tets gleichu wird. eitung GeBauern geihre Butter zen lassen, ich so vernöglich ist. Rilch? Im sem Keller: wenn sie : F l i e g e n chaden, jeDamit die ird, ist es zu wählen. zöhnlich in d zu allen der eine, ind Kleider Stube von dann am rgewirbelt. Der Milchschrank soll zwar verschlossen sein, doch weiß man, wie es oft damit steht. Das Feuer wird auch zu allerlei Kochzwecken benutzt; die aufsteigenden Dünste verderben die Luft, in welcher die Wilch ihren Verdickungsprozeß während mindestens zwiimal 24 Stunden durchgemacht. Wie kann nun von solchem Rahm eine mustergültige Butter gemacht werden? Es giebt aber viele kleine Leute auf dem Lande mit ein oder 2 Kühen, welche nur ein heizbares Zimmer haben. Der Ofen wird zum Kochen gebraucht, Kleine und große Kinder liegen da in ihren Bettchen; die much steht, wenn eben möglich, in einem Schranke, manchmal oben auf und muß 2 bis 3 Tage stehen, oft länger, weil noch nicht genug Rahm vorhanden ist. Die Leute können nicht öfter als zweimal die Woche buttern; ihre Zeit erlaubt es nicht. Wer Gelegenheit gehabt hat, solchen Betrieb mit anzusehen, wird jedenfalls den neuesten Fortschritt im Buttern mit Freuden begrüßen und nach Prüfung beider Methoden auf ihre Reinlichkeit der Süßrahmbutter den Vorzug geben. Diese Letztere wird in wenigen Stunden aus der süßen Milch mit Hülfe der Centrifuge gewonnen und hat keinen der erwähnten Nachtheile. Vermischte Nachrichten. * Ueber Nacht reich geworden. Aus Oberhessen wird gemeldet: Unerwarteten Reichthum hat Fortunas Füllhorn über einen armen Flickschneider in Giesen ausgeschüttet. Der in den dürftigsten Verhältnissen lebende Mann erhielt vor einigen Tagen die Nachricht aus Amerika, daß ein dortselbst verstorbener Verwandter ihn zum Universalerben seines riesigen Vermögens eingesetzt habe. Wie die Giesener Zeitungen melden, ist der Glückliche dadurch Besitzer eines Vermögens von mindestens 800000 Mark in Baar, sowie obendrein Erbe zweier Fabrikanlagen und eines Landhauses mit ausgedehntem Grundbesitz geworden. Die unbeschreiblich große Freude der unbemittelten Familie kann man sich denken. Hoffentlich wird der so unerwartet über sie hereingebrochene Reichthum der Familie zum Segen gereichen. * Ein Geschenk an den Prinzen von Wales. London, 22. August. Vor einigen Tagen langte im Palais des Thronfolgers, des Prinzen von Wales, ein eingeschriebener Brief an, der 10000 Pfund Sterling(200000 Mark) in englischen Banknoten enthielt. Die Sendung stammte von einer unbekannten Dame, welche um Entschuldigung für das Geschenk bat, da ihr Einkommen ihre Bedürfnisse weit übersteige. Ob die Geschenkgeberin wohl keinen Bedürftigeren finden konnte? * Vor ungefähr zehn Jahren gerieth ein Luxemburger achtbarer Bürger und bekannter Geschäftsmann H. Hyppolithe Cahen, unverschuldet in Verlegenheit; die Folge davon war, daß er vergantete und die Gläubiger erhielten 50 pCt. aus der Masse. Sein Sohn nun, Herr Baudirektor Cahen, dem das Glück in letzter Zeit holder lächelte, als seinem unterdessen verstorbenen Vater, macht den Gläubigern des Letztern bekannt, daß er durch ein hiesiges Bankhaus die anderen 50 pEt. ausbezahlen lasse. Das Andenken seines Vaters ist somit rehabilitirt. Der in der Ferne weilende Sohn wendet mehr als 100000 Frcs. auf sein gutes Werk. Vergangene Nacht gegen 12 Uhr starb, wohlvorbereitet durch den frommen Empfang der hochh. Sterbesakramente der römisch=katholischen Kirche, meine liebe Gattin und unsere gute Mutter, die Ehefrau Anna Vogl, geb. Knapp, im Alter von 50 Jahren. Verwandten, Freunden und Bekannten widmen wir diese Traueranzeige mit der Bitte um stille Theilnahme. Gysenberg=Sodingen, den 30. August 1889. trauernde Gatte und Kinder. Bekanntmachung. Zwangsversteigerung.(Gras=Verkäuse. im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die im Grundbuche von Um dem Publikum die Möglichkeit zu gewähren, Einschreibbriefe, sowie gewöhnliche als„dringend" bezeichnete und dementsprechend frankirte Packetsendungen zu solchen Postbeförderungs=Gelegenheiten, welche außerhalb oder kurz nach Beginn der für den Verkehr am Schalter bestimmten Dienststunden sich darbieten, in Ausnahmefällen bis kurz vor Schluß der Posten einzuliefern, ist bei der Mehrzahl der Postanstalten die Einrichtung getroffen worden, daß derartige Sendungen auf Verlangen auch außerhalb der Dienststunden anzenommen werden, und zwar gegen Entrichtung einer besonderen Einleferungsgebähr von 20 Psennig für jeden Brief bu. für jehge Das Urtheil über die Erhellung des. t, a wer Packet. Bedingung ist, daß die Einlieferung bis spätestens eine haloe; am 16. Jovember 1889, Pormer##g# Stunde vor dem Abgange der Beförderungsgelegenheit erfolgt. an Gerichtsstelle verkündet werden. Aushänge bei den betreffenden, Verkehnsanstalten ergeben, daß und, Castrop, den 28. August 1889. wo die Annahme der Einschreibbriefe oz. der Packete außerhatb der Schalter=, Laft..— KJasial; dienststunden stattfindet. Königlie Arusberg, 17. August 1889. Wäcter. Im Wege der Zwangsvoustreaung souen die im Grundbuche von Bövinghausen, Band 11, Artikel 3 auf den Namen des Gastwirths Diedrich Heinrich König zu Bövinghausen eingetragenen Grundstücke, Flur 10, Nr. 694/165, 695/168, 703/171 Steuergemeinde Bövingam 15. November 1339, Vormittags 9 vor dem unterzeichneten Gericht, an Gerichtsstelle, Zimmer Nr. IV versteigert werden.„, 6— Wix. Die Grundstücke sind mit 14,77 Thir. Reinertrag und einer Flache von 1,38,03 Hektar zur Grundsteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchartikels, etwaige Abschätzungen und andere die Grundstücke betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichtsschreiberei A eingesehen werden. Alle Realberechtigten werden aufgefordert, die nicht von selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks nicht hervorging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt werden und bei Vertheilung des Kaufgeldes gegen die berücksichtigten Ansprüche im Range zurücktreten. Arrgasg. Kamskmcken unt. Diejenigen, welche das Eigenthum der Grunostucke beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird Königliches umtsgericht. Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das im Grundbuche von Castrop Band IV Artikel 60 auf den Namen der Wittwe Bäckers Sasse, Lisette geborene Geesmann auf der Kottenburg, jetzige Ehefrau H. Endricat zu Frohlinde eingetragene Grundstück Flur 11 Nr. 571/155 der Steuergemeinde Castrop am 20. September 1839, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 4 versteigert werden. Das Grundstück ist mit 300 Mk. Nutzungswerth zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchartikels— etwaige Abschätzungen und andere das Grundstück betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichtsschreiberei A eingesehen werden. Alle Realberechtigten werden aufgefordert, die nicht von selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks nicht hervorging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt werden und bei Vertheilung des Kaufgeldes gegen die berücksichtigten Ansprüche im Range zurücktreten. Diejenigen, welche das Eigenthum der Grundstücke beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird , am 21. September 1889, Vormittags 9 Ahr, an Gerichtsstelle verkündet werden. Castrop, den 25. Juni. 1889. Königliches Autsgericht. Bekanntmachung. Der Gefreite Bergmann Wilhelm Augus Hagemann, geboren am 23. Januar 1858 zu Rauxel(Landkreis Dortmund), zuletzt wohnhaft in Rauxel, wird beschuldigt, als Wehrmann der Landwehr ersten Aufgebots ohne Erlaubniß ausgewandert zu sein. Uebertretung gegen§ 360 Nr. 3 des StrafGesetzbuchs. Derselbe wird auf Anordnung des Königl. Amtsgerichts hierselbst auf den 22. Oktober 1889, Vormittags 10 Uhr, vor das Königliche Schöffengericht Castrop zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach§ 472 der Strafprozeßordnung von dem Königlichen Bezirks=Commando zu Dortmund ausgestellten Erklärung verurtheilt werden. Castrop, den 31. Juli 1889. Rössing, Gerichtschreiberdes Kgl. Antsgerichts. Am Dienstag, den 3. September er., Vormittags 9 Uhr, werde ich im Pfandlokale hier, 2 Kleiderschränke, 2 Commoden, 3 Bettstellen mit Matratzen, 1 Tischchen, 1 nußb. Tisch, 2 3 Stühle, 1 gold. uhr u. s. w. öffentlich meistbietend gegen Baar verkaufen. Castrop, den 30. Aug. 1889. Bergerhoff, Gerichtsnallzsecher. Montag, den 2. Septbr., Nachmittags 4 Uhr, für Herrn Borgmann zu Rauxel, in der Heuwachswiese daselbst. Versammlung bei Wirth Klöster. Dienstag den 3. Septbr., Nachmittags 4 Uhr, für Herrn Landwirth Reineld zu Frohlinde, in der Bruchwiese. Göttinger. Die Wäsche wird sauber und billig gewaschen bei Frau Wittwe Koch nebst Tochter, Biesenkampstraße Nr. 31. Photographisches Atelier von J. Herne, Bahnhofstrasse, vis--vis Hôtel Schlenkhoff, Bochum, Hellwegstr.-. Moment-Aufnahmen. Garantie für feinste Ausführung bei billigen Preisen. Das Ateller In Herne ist an allen Sonnt- u. Feiertagen und Montage, in Bochum täglich geöffnet. Von WeizenMalz-Bier erhalte ich stets wieder frische Sendungen. Mobilar=Verkauf. Samstag, den 7. Septbr.., Nachmittags 4 Uhr, werde ich in meinem Saale Küchen= und Kleiderschränke, Bettstellen, Tische und mehrere andere Haus= u. meistbietend gegen Baar und Kredit verkaufen. Holthausen. Kämper. Am 2. September d. J. werden die Schalterdienststunden in beschränkter Weise, wie an den Sonntagen abgehalten. Castrop, 29. August 1889. Kaiserl. Postamt. Das auf der Kottenburg stehende Wohnhaus mit Garten steht zu pachten oder zu kaufen. Der Kaufpreis kann größtentheils stehen bleiben. Näheres zu erfahren bei Heinrich Bernighaus im Sandweg bei Castrop. In dem Conkurs Köster wird zum Zwecke der Schlußvertheilung in Gemäßheit des§ 139 der ConkursOrdnung zur Kenntniß gebracht, daß laut dem auf der Gerichtsschreiberei des Königl. Amtsgerichts hierselbst niedergelegten Verzeichnisse der verfügbare Massenbestand Mk. 1671,55, die Summe der zu berücksichtigenden Forderungen Mk. 8215,48 beträgt. Castrop, 26. Aug. 1889. Der Conkursverwalter: Diericr, Rechtsanwalt und Notar. billig und gut. Holländer, à Centner 28 M. Sdamer, à Centner 32 M. ab hier gegen Nachnahme empfiehlt Julius Werner, Neumünster i. H. 10 Pfund=Probepostcolli 4,— M. und 4,50 franco jeder Poststation. Reise, fäße, ungarische Weintrauben 5 Kilo M. 2,70 franco sammt Korb gegen Postnachnahme. Gute Ankunft garantiert. Anton Fohr, Weingutsbesitzer, Werschet(Süd=Ungarn). Bauholz-Verkauf. Donnerstag, den 5. Septbr., Nachmittags 4 Uhr, werde ich am Ringofen 60 Nummern(1800 Kbf.) gutes Eichen= und TannenBauholz, eichene Treppen, Thüren 2c. gegen Kredit versteigern. Göttinger. Schmerzlose Zahn- u. Mundoperationen unter Anwendung von Schlafgas. Plombirungen. Künstlicher Zahnersatz. Bochum, Bongardtsstrasse 17. Löhers pract. Zahn-Arzt, trüber Assistent bei Dr. med. Mitzel, Essen. 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Für das uns seither geschenkte Vertrauen und Wohlwollen bestens dankend bitten wir, dasselbe auch auf unseren Nachfolger zu übertragen. Mit Hochachtung Wilhelm Schäfer& Co. Bezugnehmend auf obige Mittheilung soll es mein eifriges Bestreben sein, nur stets beste Waaren zu den billigsten Preisen zu führen und bitte ich um geneigten Zuspruch. Indem ich mich den geehrten Bewohnern von Castrop und Umgegend bestens empfohlen halte, sichere ich prompte und sorgfältigste Bedienung zu und zeichne hochachtungsvoll Fritz Seemann, ln Grafenhof 5. Grafenhof 5. Einem verehrlichen Publikum die gefl. Mittheilung, dass ich Wohnung und Geschäft in mein Haus Grafenhof No. 5, naug beim Westenhellweg u. der Gewerbeschule, verlegt habe. Indem ich für das mir bislang geschenkte Vertrauen bestens danke, bitte ich, mir dasselbe auch fernerhin bewahren zu wollen. Ich empfehle mich zur Aufnahme von Taxen, Gutachten, Schichtungsarbeiten, Erbschaftsteuer-Regulirungen etc., ferner zum Abschluss von Feuer- u. Spiegelscheiben-Versicherungen, zur Beschaffung von Hypothek-Capitalien zu den niedrigsten Zinssätzen mit und ohne Amortisation, zum An- und Verkauf von Grundstücken und Gebäuden, zur Uebernahme von Privat-Verwaltungen und Abhaltung von Auctionen. Dortmund, im August 1888. I. E. Schumacher, Gerichtstaxator. * Grafenhof 5. Grafenhof 5. Sedan=Feier verbunden mit Stiftungsfest des Krieger= u. Landwehr-Vereins auf dem Germanenhügel in Castrop. — 1889.— Samstag, den 31. August, Abends 8 Antreten der Vereine auf dem Marktplatze; Abends 8½ Uhr: Grosser Zapfenstreich. Nachdem Frei=Konzert. n BRESUH, -Maschinen„Breit-Drescher“ f Göpel- u. Dampfbetrieb, Schlar leisten u. Stiften-Dreschmaschinen Tneuester Construction. Göpelwerke mit Schutzvorrichtung geg. Unfälle. Jahresproduction 18000 Maschinen. Lokomobilen, Häckselmaschinen, eiserne Tiefcultur- und Wende-Pflüge, 2 und 3scharige Pflüge neuester Construction. Solide und tüchtige Agenten u. Provisionsreisende gesucht. Ph. 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Die Brauer-Akademie zu Worms begründet 1861 und immer zahlreich besucht von Bierbrauern aus allen Ländern beginnt den nächsten Cursus am 1. November.— Programme sendet auf Wunsch Die Direction Dr. Schneider. Sonntag, den 1. September, Morgens 5 Uhr: Reveille. Vormittags von 11 bis 1 Uhr: Früh-Konzert. e Nachmittags 3 Uhr: Antreten der Kameraden im Festlokale, Zug durch die Stadt, Ansprache an den Drei-Kaiser-Eichen und am Krieger-Denkmal. Nach dem Festzug Konzert. Abends 7 Uhr: inn des Die Musik wird ausgeführt von der Düsseldorfer Kapelle. Eintrittspreise: Früh=Konzert 20 Pfg., Nachmittags=Konzert und Ball 1 Mark, für Damen 30 Pfg. Für diejenigen Mitglieder der Vereine, welche an dem Zapfenstreiche theilnehmen, werden Karten zum Nachmittags=Konzert und Ball zum ermäßigten Preise von 75 Pf. aber nur im Festlokale gleich nach dem Zapfenstreiche verausgabt. Kameraden, welche ohne Abzeichen und Mütze erscheinen, werden zum Feste nicht zugelassen; diejenigen, welche an dem Festzuge nicht theilnehmen, werden statutgemäß bestraft werden müssen. Nach dem Zapfenstreich können die Kameraden die Freikarte für Damen in Empfang nehmen.— Kinder unter 14 Jahren werden beim Beginn des Balles ausgeschlossen. Der Vorstand. Zu obigem Feste versichere ich den geehrten Besuchern prompte Bedienung, gute Speisen und Getränke, wie bekannt. Hochachtungsvoll Th. Bärwolf. Gaftreprt Turnverein. Montag, den 2. September cr., im Turnlokal(H. Lueg.) Abends 6 Uhr: Marsch zum Kriegerdenkmal, Ansprache und Niederlegen eines Kranzes, Rückmarsch zum Festlokal, daselbst Concert, Vorträge, Theater: „Preußische Farben“ Militär=Schwank in einem Akt. „ 9 Uhr: Tanz-Kränzchen. Eintrittspreis: Herren 1., Damen frei. Festausschuß. des Vereins„Rindvieh=Versicherung“ findet unwiderruflich am Sonntag, den 15. September, statt. Mittags 12 Uhr, Th. Bärwolf. Stroypapier 12 velgg hat, vorräthig.— empfiehlt zum Er.,.„ u. Horden und billigsten Tagespreis Ph. Culbart. Ein ordentliches kath. Dienstmädchen zum 1. November gesucht. Näh. in der Exp. in großer Auswahl. Reste von 5 bis 15 Rollen gebe zu Einkaufspreis ab. H. Reinhardt. Freiwillige Borger-#sfeuennenr Oastrop. Die Wehr tritt am Sonntag, den 1. September, Vormittags 11¼ Uhr, in Uniform im Wachtlokale an. Punkt 11½ Uhr Abmarsch mit Musik zum Kriegerdenkmal zur Niederlegung eines Kranzes zum Andenken an die gefallenen Krieger 1870—71. Um pünktliches und allgemeines Erscheinen wird gebeten. Der Chef. Krieger= und Landwehr-Verein zu Castrop. Die Kameraden treten am Samstag Abend punkt 7½2 Uhr im Festkokal zum Abholen der Fahnen und zum Abmarsch zum Marktplatze an. Der Vorstand. Castroper Curn= Verein. Samstag Abend 7¾ Uhr: Antreten im Vereinslokal zur Theilnahme am Zapfenstreich. Der Vorstand. Castroper Curn=Verein. Die Mitglieder treten am Montag, den 2. September(Gedantag), punkt 5 Uhr im Turnlokal zum Abholen der Fahnen an. Um zahlreiche Betheiligung sämmtlicher Mitglieder wird gebeten. Der Vorstand. Evangelischer Arbeiter-Verein. Samstag, den 31. August, Abends 7¾ Uhr, tritt der Verein zur Theilnahme an dem Zapfenstreich im Vereinslokale an. Um rege Theilnahme bittet Der Vorstand. !! Endlich!! Unter strengster Garantie der Echtheit ist es mir durch günstige Speculation gelungen, die für jeden Raucher unentbehrliche Wiener Rauch-Garnitur, bestehend aus: 1 echten Meerschaumpfeife mit massiver Feuervergold. od. versilb=Beschlag, samt 1 echt Badener Weichselrohr mit Hornmuntirung, 1 echt Meerschaum=Cigarren=, 1 echt Meerschaum=Cigarettenspitze, mit echt Bernstein, garantirt Ia. Qualität, 1 Cigarren=Etui mit Nickelverzierung, 1 Nickel=Feuerzeug, in eleganter Ausstattung für den ber.= Preis von nur Mk..40 abzulassen. Dieselbe Garnitur complett mit unbeschlagener Pfeife Der nur Mi..30. 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Die gräben und unterir leisteten Minen, V spitzen Pfählen den stand. Der Feind ##sich u. A. mit ein mächtigen Scheerei Kwerden. Eine mä berg“ fuhrt, war ausgerüstet. Um Ader Pioniele trug, Frichten hatten, in Idie Bewegungen d krachte Schuß au gebenso antworteten leines wuchtigen A das Belagerungs! Werke über, der 12 Uhr beendigt, währende Kritik a dem Kaiser im Par Anstrengungen mi Noch im Laufe de provisorischen Wer Truppen marschier offenen Feld zu m Der Kaiser kleinem Gefolge n in den Massiner Die Kaiserin Geburtstage der in Kopenhagen „Daneborg“ soll holen. Die Zeitu der Prinzessin M Sohne des däni Glauben. Der vorläufig noch nie Der Reichska ler sich auf seine befindet. Wie veo die Absicht, seiner die Witterung ve Ortotn: ## Sehr billig. 2 Habe ein ganz werthvolles, preisge## kröntes, neues Salon=Pianino beson. derer Umstände halber sofort abzugeben. Musikfreunde mache auf dieses hochelegante, spottbillige Pianino besonders aufmerksam. H. Hilger, Bochum, Kaiserstr. 14. 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