des d. M. u zum mann. Verein. ier.) Juli er. astrop das diesjährige 28. Juli c. igen werden. Verding der Schau= und im Termine nd en=Vereirs kayer Castrop. ann wolf. inden. 1de0. erstraße 68. urel Monatc. hr. Besprechung nelade für geladen. Gustrrger Revaktion, Druck und Verlag Autliches Ergau für den Landgrrichtsbestrn Vorimaus. Wahrheit.— Gerechtigkeit.— Gemeinwohl.= von#h. Culbart in Castrop. Nro. 54. Gechen Bühnce und Genden und dete vierteljährlich in der Expedition 1 Mark, durch Beten Mark.10.— Illustr. Blätter 50 Pig. Kaiser Wilhelm hat seine norwegische Reise angetreten! Der Kaiser traf am Montag Vormittag mit seinem Gefolge in Kiel ein und wurde am Bahnhof vom Prinzen Heinrich, der Admiralität, dem kommandirenden General und dem Oberpräsidenten von Schleswig=Holstein empfangen. Der Kaiser fuhr am Hafen entlang zum Schlosse. Vormittags 10½ Uhr bestieg der Kaiser mit dem Prinzen Heinrich an der festlich geschmückten Barbarossabrücke das Kaiserboot und fuhr an der Reihe der salutirenden Panzerschiffe und der Manöverflotte vorbei zur Yacht„Hohenzollern“. Der Hafen war mit zahlreichen Flaggen geschmückt, der Kaiser wurde von der Bevölkerung lebhaft begrüßt. An der folgenden Segelregatta der Marine, welcher der Kaiser an Bord der „Hohenzollern“ beiwohnte, nahmen 65 Segelboote theil. Der Monarch spendete zum Schluß selbst den Siegern die ausgesetzten Preise. Nach dem Abschiede von dem Prinzen Heinrich und den zur Begrüßung erschienenen Herren ging alsdann die „Hohenzollern“ in See. Die Kaiserflage wurde mit lauten Hurrahrufen und Salutschüssen begrüßt. Der Kaiser stand auf der Kommandobrücke des Schiffes und ließ das herrliche Panorama an sich vorüberziehen.— Das Gefolge des Kaisers besteht aus den Herren: Generalstabschef Graf Waldersee, General à la suite Graf Wedell, Hausmarschall Frhr. von Lyncker, Flügeladjutanten von Senden=Bibrau, von Lippe, von Bülow, von Scholl, Geh. Rath von Kiderlen=Wächter als Vertreter des Auswärtigen Amtes, Generalarzt Dr. Leuthold, der Gesandte Graf Eulenburg aus München, der Reisende Dr. Güßfeldt, Marinemaler Saltzmann, Premier= lieutenant von Hülsen. Die Dacht„Hohenzolkern“ mit dem deutschen Kaiser an Bord, und der Aviso„Greif“ sind Mittwoch Mittag im Hafen von Stavanger(Norwegen) eingelaufen. Die Behörden begrüßten den Kaiser, welcher auch der Stadt einen Besuch abstattete. Von St. geht die Fahrt nach Bergen. Die Kaiserin wohnte, wie aus Kissingen berichtet wird, am Sonntag Vormittag dem Gottesdienste in der evangelischen Kirche bei. Abends fand ein Konzert von Würzburger Sängern für das Denkmal Kaiser Friedrichs auf dem Schlachtfelde von Wörth statt. Die Kaiserin hatte eine Anzahl Einlaßtarten gekauft und war durch den Kabinetsrath Freiherrn v. d. Reck vertreten. Der Herzog von Edinburg wohnte der Aufführung bei. Wie der„Post“ mitgetheilt wird, ist die Kaiserin bei einer Ausfahrt durch mehrere ungeschickt in ihren Wagen geschleuderten Sträuße erschreckt worden. „Man fürchtet, die Kaiserin werde es in Zukunft vorziehen, auf der oberen Saline zu verweilen, über deren Einrichtung sie sich äußerst lobend ausgesprochen hat.“ Die Jury der Abtheilung der schönen Künste in der Pariser Weltausstellung hat den deutschen Malern Liebermann und Uhde die Ehrenmedaille zuerkannt. Ein weiterer Bericht von der Weltausstellung meldet: Oesterreich=Ungarn erhielt nur eine Ehrenmedaille, die nach hartem Kampfe mit 23 gegen 22 Stimmen Maunkaczy ertheilt wurde. Außer Deutschland erhielt von nichtfranzösischen Ländern nur noch Belgien drei Ehrenmedaillen. Von der Kamerun=Land= und Plantagen=Gesellschaft sind wiederum größere Zufuhren von Tabak aus der Plantage Bimbia in Hamburg eingetroffen. Die Qualität zeigt in jeder Beziehung einen wesentlichen Fortschritt gegen die vorjährige Ernte, namentlich ist auch in der Sortierung ein bedeutender Fortschritt zu erkennen. Die Waare erzielte den vollen Beifall aller Sachkenner. Die belgische Post ist bekanntlich nicht gerade durch besondere Fixigkeit berühmt. Zur Abstellung vorgekommene Unzuträglichkeiten ist jetzt ein deutscher Post=Inspektor mit 14 deutschen Postbeamten in Ostende eingetroffen, um fortab ständig mit 16 belgischen Postbeamten zusammen die deutschinglische Post zwischen Köln und Ostende zu befördern. Oesterreich=Ungarn. Bei den jetzt stattgehabten Landtagswahlen in Böhmen haben die Deutschen einen Sitz gewonnen; leider haben sich auch die Jungczechen, welche die Deutschen lieber heute wie morgen mit Haut und Haaren verspeisten und die ausgesprochensten Gegner des Friedensbündnisses sind, auf Kosten der Altczechen um 21 Sitze bereichert. Eine furchtbare Katastrophe ereignete sich Mittwoch in dden Gruben bei Saint Etienne durch wiederholte Explosion schlagender Wetter. In die Gruben waren am Morgen 300 Arbeiter eingefahren. Zahlreiche Leichen sind bereits herausgeholt, nur sehr wenig lebende; man fürchtet, daß gegen 200 Personen umgekommen sind. Samstag, den 6. Juli 1889. Gaaland. Nassreeddin, der König der Könige, für gewöhnlich Schah von Persien genannt, ist in England angekommen und dort mit großen Ehren empfangen worden. Jetzt wird es für die Herren an der Newa Zeit, die Ohren zu spitzen. Der Schah von Persien ist in London mit einem Aufwand von Enthusiasmus empfangen worden, als sei er der mächtigste Herrscher von ganz Europa. Er scheint aber gegen des Hurrahrufen schon ziemlich abgestumpft zu sein, denn alle Berichte konstatieren übereinstimmend, daß Se. Majestät bei dem feierlichen Einzug in die Themsestadt ein recht gleichgiltiges Gesicht gemacht habe. Der Schah von Persien nahm am Mittwoch in der Londoner Guildhall in Anwesenheit des Prinzen von Wales, Minister u. s. w. eine Adresse der Londoner Behörden an. Nassreeddin erwiderte, er schätze England hoch und hoffe auf neue, gute Beziehungen. Das wird den Russen angenehm sein zu hören. In Irland passiren bei den Pächter=Emmissionen immer noch recht nette Stückchen. Als die Gerichtsbeamten bei der Ausweisung der Pächterin Eliza Forest in deren Haus drangen, wurden sie von der Pächterin mit einer Heugabel und von deren Bruder mit einer Sense empfangen. In dem darauffolgenden Handgemenge erhielt der Polizeiinspektor Iyacke einen Stich unter das Auge und zwei Gerichtsvollzieher Kopfwunden. Vier Polizisten wurden von dem wüthenden Weibe in die Hand gebissen. Rußland. Die deutsche Kolonie in Moskau errichtete aus eigenen Mitteln Kaiser Wilhelm I. in der alten Czaren=Residenz ein Denkmal. Mit Genehmigung Kaiser Alexanders wird kommenden Samstag die Enthüllungsfeier in Gegenwart aller russischen Behörden von Moskau stattfinden. Im Kloster Zitsche hat am Dienstag die feierliche Salbung des jungen Königs Alexander von Serbien durch den Metropoliten Michael stattgefunden. Die Minister und Regenten wohnten der Zeremonie bei. Der junge König wurde von der Bevölkerung sehr herzlich empfangen. Der russische Gesandte Persiani überbrachte dem König ein eigenhändiges Glückwunschschreiben des Czaren und das Großkreuz des Annen Ordens. In der Kasan'schen Kathedrale in Petersburg fand aus Anlaß der Feierlichkeit ein zahlreich besuchtes Tedeum statt. Afrika. Zwischen England und Portugal ist es zu einem unliebsamen Zwist gekommen. Mit englischem Gelde war in der portugiesischen Delagna=Baa in Westafrika eine Bahn gebaut, die schon länger zu Streitigkeiten Anlaß gegeben hatte. Die Portugiesen haben nun kurzen Prozeß gemacht, die Schienen aufgerissen und die britischen Bahnbeamten nach blutigem Kampfe, welcher mehrere Menschenleben forderte, in ihre Station vertrieben. Die Engländer fordern die schleunige Absendung eines Kanonenbootes. Bei Oval an der Sudangrenze hat ein erbitterter Kampf zwischen den Derwischen und egyptischen Truppen unter englischer Anführung stattgefunden. Die ersteren hatten 500, die letzteren 70 Todte. Außerdem erbeuteten die Egypter zwei Geschütze. Die Derwische sind auf dem Rückzuge. üir ie Asgalshe el eir inm Koun 10 Phautg. per Zelle 30 Pfennige. Lokales und Westfälisch-Rheinisches. Castrop, 5. Juli. Sonntag Nachmittag 5 Uhr tritt das Schützen=Corps mit der Turner=Kapelle zum zweiten Ausmarsch nach Goldschmieding auf dem Marktplatze an. Da inzwischen viele weitere Anmeldungen erfolgt sind, so dürften die Compagnieen wesentlich stärker als vergangenen Sonntag auf dem Plan erscheinen. Auch die vom 85er Feste her noch gut bekannte sogen. 13. Compagnie, bekanntlich zum größten Theil aus älteren Herren und den Herren Lehrern bestehend, hat sich wieder gebildet und wird in stattlicher Zahl an dem Ausmarsch Theil nehmen. Jedenfalls bietet der Ausmarsch mit anschließender Uebung den Theilnehmern wieder viel Vergnügen. — Wie aus dem Anzeigentheil zu ersehen ist, findet am Samstag Nachmittag in den Gartenanlagen des Herrn H. Vierhaus bei Zeche„Graf Schwerin“ ein Konzert der Merkert'. schen Kapelle aus Dortmund statt. Da der Aufenthalt in den schönen Anlagen ein sehr angenehmer ist, so dürfte in Verbindung mit dem gewiß gediegen werdenden Konzert der Besuch wohl ein recht reger werden.— Von dem am vergangenen Samstag Nachmittag bei Herrn Th. Rombeck an der alten Bahn stattgehabten Konzert haben wir noch zu berichten, daß das von der Turner=Kapelle recht exakt ausgeführte Konzert nur mäßig, der Ball aber stark besucht war und die Theilnehmer bis zu später Stunde vereinigt hielt. Der neue Saal und Anlagen fanden die allgemeinste Anerkennun 15. Jahrg. Der Verwalter Schmitz, ein langjähriger und treuer Bediensteter des Oeconomen Schulte=Frohlinde, welcher Mittwoch eine Dreschmaschine(Locomobile) von Bodelschwingh holte, gerieth am Jägerhof auf Schwerin durch das Scheuen der Pferde unter die Rädr derselben und wurde an Brust und Kopf schwer verletzt in das hiesige Krankenhaus gebracht. Donnerstag ist er bereits seinen Wunden erlegen; er hinterläßt eine Wittwe mit 7 Kindern. — Am Sonntag und Montag, als an den beiden Kirmeßtagen feiert der Krieger= und Landwehr=Verein zu Bodelschwingh sein diesjähriges Sommerfest im Vereinslokale bei Herrn Wirth Albert Bergmann. Die Musik wird von der Merkert'schen Kapelle aus Dortmund ausgeführt. Näheres # aus dem im Anzeigenthell abgedruckten Programm mu — Vor dem hiefigen Schöffengericht stand am 9. Okecer porigen Jahres Termin an gegen den Bäcker Herrn .„ ti Westrich, gegen welchen der Landwirth Herr Wilheim Schulte=Strathaus Klage wegen Beleidigung angestrengt sollte das Gerücht verbreitet haben, der Landwirth Georg Borgmann in Rauxel habe für ihn— SchulteStrathaus— eine Bürgschaft in Höhe von 15000 Mark geleistet. Zu diesem Termine war Borgmann als Zeuge gedie erste Frage: ob er in der That eine solche Bürgschaft geleistet, verneinte. Auf die weitere Frage, ob Schulte=Strathaus ihm überhaupt etwas verschulde, antwortete Borgmann zunächst: das sei Geschäftsgeheimniß, er brauche keine solche Auskunft zu geben; vom Amtsrichter zur Rede gestellt, antwortete Borgmann: das könne er so nicht sagen, er müsse erst seine Bücher nachsehen. Da nun Borgmann hätte wissen müssen, daß ihm Schulte=Strathaus absolut nichts verschulde, soll er sich des fahrlässigen Meineids schuldig gemacht haben. In dem am Mittwoch vor der Strafkammer zu Dortmund stattgehabten Termine wurde festgestellt, daß seit 1886 mit Herrn Schulte=Strathaus in Geschäftsverbindung stand, wobei hohe Beträge, bis zu 2000 Mark, umgesetzt wurden. Zur Zeit, als der Termin stattfand, hatte Herr Schulte=Strathaus dem Borgmann einen Rechnungsauszug gesandt, wonach er an ersteren 1158 Mk. zu zahlen hatte, hierauf waren 1000 Mark gezahlt. Bei dem bestehenden Verhältnisse konnte der Angeschuldigte wohl annehmen, daß er erst nach Einsichtnahme in die Geschäftsbücher genaue Auskunft zu geben in der Lage sei. Der Gerichtshof erkannte deshalb auf Freisprechung. — Der bisher unbestrafte Bergmann Johann Beyga aus Herne erschien am Dienstag vor der Strafkammer in Dortmund. Derselbe war von der Belegschaft der Zeche „Mont=Cenis" als Delegirter gewählt worden und hielt in dieser Eigenschaft am 20. Mai in Sodingen eine allgemeine Bergarbeiter=Versammlung ab. Eine Ansprache des Angeklagten an die versammelten Bergleute war bis auf den Schlußsatz durchweg ruhig gehalten. Dieser Schlußsatz verwischte den guten Eindruck, den die Ansprache gemacht, ganz und gar. Der Inhalt war etwa folgender:„Kameraden, diejenigen, die während des Streikes gearbeitet, sind Lumpen und Schmierlappen, diese wollen sich bei den Beamten einschmeicheln, merkt euch die Leute!“ Ebenso führte er ein Gleichniß des Inhalts an, daß man die jetzt Arbeitenden später von den jetzt Streikenden unterscheiden und erkennen müsse, wie Drosseln und Sperlinge. Der Gerichtshof erblickte in dieser Aeußerung eine schwere öffentliche Beleidigung der trotz des Streikes arbeitenden Bergleute und erkannte auf eine Gefängnißstrafe von 2 Monat. — Eine gerichtliche Entscheidung über Zeugengebühren, welche ein Bochumer Fabrikbesitzer vor kurzem durchführte, dürfte von hohem Interesse sein. Bekanntlich erhalten Zeugen, welche selbstständig sind, also Handlungsmeister, etablirte Kaufleute, Aerzte u. s. w. keine Entschädigung, weil es bei ihnen kein Maßstab für die Beurtheilung des Schadens geben soll, den sie durch die Zeitversäumnisse etwa erleiden. Mit dieser Motivirung war auch die Liquidation des Fabrikbesitzers, der als Zeuge auf dem Kriminalgericht volle 5 Stunden hatte versäumen müssen, abgewiesen worden. Der aber beruhigte sich damit nicht, sondern verklagte das Gericht, indem er darlegte, daß auch für die Zeugen, welche einer Selbstständigkeit sich erfreuen, ein Maßstab vorhanden sei, nämlich die Einkommensteuer.„Der Staat hat“, so führt er aus,„laut beiliegender Quittung, mit einem Jahreseinkommen von 5000 Mark mich eingeschätzt. Pro Tag beläuft sich mithin nach der Ueberzeugung des Staates mein Einkommen auf 13,50 Mark und da ich 5 Stunden versäumt habe, so beanspruche ich nach dem Maßstab, welchen einem hohen Gerichtshof der Staat selbst an die Hand gegeben, 6,85 Mark Zeugengebühr.“ Diesen klaren Auseinandersetzungen stimmte der Gerichtshof bei, und der Fiskus wurde zur Zahlung der 6,85 Mark Zeugengebühr verurtheilt. — Ueber das Kündigungsrecht der Bergleute erhält die „D. Ztg.“ von einem Bergmanne folgende Zuschrift: Es ist kehr verlangten, ohne daß sie rechtzeitig gekündigt hatten. Eine diesbezügliche Beschwerde bei der Verg#######e war ohne Erfolg. Da nun auf verschiedenen Werken laut nung die Abkehr nur am Schlusse oder Mitte des Monats ausgefertigt wird, so hat auch jeder Bergmann nur das Recht, am 15. oder Monatsschluß zu kündigen. Die Kündigung hat nur bei dem Betriebsführer zu erfolgen und falls derselbe etwa längere Zeit von der Zeche abwesend ist, bei dessen Stellvertreter. Fällt der bestimmte Kündigungstag auf einen Sonn= oder Feiertag, so hat die Kündigung an dem folgenden Tage zu erfolgen, spätestens aber am 2. Tage und zwar vor Beginn der Schicht. Dieser Bestimmung sind auch die Zechenverwaltungen resp. die Betriebsführer unterworfen. Eine Kündigung durch Anschlag in der Kaue, welche nicht rechtzeitig oder gar nicht zur Kenntniß des Bergmanns gelangt, ist unwirksam. Kommt es vor, daß am 1. oder 15. eines Monats ein anderer Arbeitslohn oder Gedinge vereinbart wird, so muß der Arbeiter, falls ihm die neuen Bedingungen nicht passen, am 1. oder 15. formell kündigen, andernfalls muß er die Arbeit noch bis zum nächsten Kündigungstage und dann noch 14 Tage fortsetzen. Verläßt er eher die Arbeit, so kann er für jeden Tag in eine Strafe genommen werden und ist der Betriebsführer vor Ablauf der vorschriftsmäßigen Kündigungsdauer zur Ausstellung eines Abkehrscheins nicht verpflichtet. Dagegen kann jedoch der Bergmann nach § 83 des allgemeinen Berggesetzes die Arbeit sofort verlassen, falls er von einem Beamten des Werkes thätlich angegriffen worden sst.„ J 855 — Die„D. Zig. schreibt: Wenn man sich ein Bilo davon machen will, wie tief der Streik eingegriffen hat und welchen Schaden er bewirkte, so möge man bedenken, daß allein die Zeche„ver. Westfalia“ im Monat Mai 43000 Mark Zubuße gebaut hat. — Mit Bezug auf die Inangriffnahme des Baues des Dortmund Emskanales können die„Berliner Politischen Nachrichten“ melden, daß, nachdem mit dem 1. d. M. die für den Bau eingesetzte besondere Kanalkommission in Wirksamkeit getreten ist, mit aller Energie an die durch die Schwierigkeiten der Sicherstellung der Grunderwerbskosten so lange verzögerte Bauausführung selbst herangegangen und die Durchführung des Unternehmens nach Kräften gefördert werden wird. Bevor indeß der erste Spatenstich geschehen kann, bedarf es noch einer ganzen Reihe zeitraubender Vorarbeiten. Da das Kanalprojekt bisher, wie dies bei großen Anlagen dieser Art stets geschehen muß, nur generell bearbeitet und ebenso die Kanallinie nur im allgemeinen festgestellt ist, bedarf es insbesondere zunächst der sp ziellen Durcharbeitung des Projekts und der Feststellung der Linie im einzelnen. Diese wiederum bildet die Voraussetzung für den Grunderwerb. Vor Beginn der nächstjährigen Bauperiode dürfte schwerlich mit den Bauarbeiten selbst begonnen werden. In den ersten Tagen wird der bisher mit der Bearbeitung der Angelegenheit betraute Oberbaudirektor Wieb sich mit dem jetzt damit betrauten geh. Baurath Tolle an Ort und Stelle begeben, um diesen dort in die Geschäfte einzuführen. In Dortmund fand am vergangenen Sonntag die erste Delegirten=Versammlung der Bergleute nach dem Streik statt, die zahlreich besucht war. Herr Schröder leitete dieselbe ein mit dem Hinweise, daß die Versammlung einberufen sei, um die Klagen und Wünsche zu formuliren und dieselben dann an geeigneter Stelle zu unterbreiten. Mit den Untersuchungen, die jetzt stattfänden, könne man nicht zufrieden sein, denn es würden dabei Leute vernommen, die entweder gar nicht gestreikt oder nicht den Muth besäßen, die Wahrheit voll und ganz zu sagen, wie es auf den Zechen aussähe; dadurch erhalte die Behörde ein unrichtiges Bild von den Verhältnissen u. s. w. In gleicher Weise sprach sodann Herr Siegel aus Dorstfeld, der eine Reihe von Beschwerden vorbrachte und dann bemerkte, wenn die volle Wahrheit an das Ohr Majestät gelange, dann hätten die Bergleute gewonnen. Nachdem nun noch einzelne Delegirten ihre Beschwerden zur Kenntniß gebracht, wurde folgende Resolution angenommen: 1. Die heutige von 36 Zechen besuchte Delegirten=Versammlung beschließt, an geeigneter Stelle dahin zu wirken, daß der Mindest=Nettolohn für verheirathete Bergleute bezw. Hauer nicht unter 3,50., für Unverheirathete und Schlepper nicht unter 2,50 M. betragen darf. 2. Von denjenigen Zechen, auf welchen eine Untersuchung der Beschwerden noch nicht stattgefunden hat, soll die Einführung von gewerblichen Schiedsgerichten angestrebt werden; wo die Vernehmung schon stattgefunden hat, soll eine solche Hauptforderung nachträglich zu dem Protokoll(der Untersuchungskommission) erklärt werden. Diese Schiedsgerichte sollen zur Hälfte aus Arbeitgebern, zur anderen Hälfte aus Arbeitern, die von den Belegschaften mittelst Stimmzettel gewählt werden, bestehen. Den Vorsitz führt ein staatlicher Kommissar.— Es wurde sodann die Versammlung mit einem Hoch auf Se. Majestät geschlossen. Der bekannte Bergmann Schröder in Dortmund hat auf Schacht„Kaiserstuhl“ seine sofortige Abkehr erhalten. Die Löhnung ist ihm bis zum 15. Juli ausgezahlt. Es war demselben von dem Direktor angedroht bei der ersten öffentlichen Erklärung, die„Bunte, Schröder, Siegel“ unterzeichnet sei, werde er ihn entlassen. Kürzlich wurde in Dortmund ein Zeuge in eine Geldstrafe von 40 Mark genommen, weil er zum zweiten Male der Strafkammer ferngeblieben, obgleich er vorschriftsmäßig geladen war. Dieser Tage stand in der Sache zum dritten Male Termin an, der Zeuge war abermals nicht zur Stelle. Das Gericht beschloß deshalb die Vorführung des Mannes zum nächsten Termine. Der widerspenstige Zeuge hatte seine bisherige Haushälterin des Diebstahls bezichtigt. Inzwischen ist der Grol geschwunden und beide sind entschlossen, den Weg durch das Leben gemeinschaftlich zu wandeln. Aus diesem Grunde mag der Mann nicht an das Gericht kommen. Sobald die Verheirathung stattgefunden, kann er ohnedies nicht zur Ablegung eines Zeugnisses gegen seine Frau gezwungen werden. In Bochum fand eine zahlreich besuchte Bergarbeiter: Versammlung statt, in welcher die Gründung eines„Verbandes zur Wahrung bergmännischer Interessen im Oberbergamtsbezirke Dortmund" beschiossen wurde. Ebenso wie in Bochum fand auch in Gelsenkirchen eine Bergarbeiter Versammlung statt behufs Gründung eines Verbandes. 139 Jahre bringt ein am Samstag in Gevelsberg getrautes Brautpaar zusammen. Der Bräutigam zählt 61, die Braut 78 Sommer. In Oberhausen wurde einem Zugführer ein Fuß überfahren und gänzlich zerschmettert. An einem Neubau in Duisburg stürzte einer der mit dem Richten des Daches beschäftigten Zimmerleute vom Dach bis in den Keller. Der Mann war sofort eine Leiche. Im Briefkasten am Bahnhofe in Brackel fand ein Postbeamter eine aus mehreren silbernen Strängen und goldenen Schlößchen bestehende Uhrkette. Gewiß ein seltener Fund. Der Kaiser hat für die drei Tage seines Aufenthalts in Minden während der Kaisermanöver das Anerbieten des Zigaxrenfabrikanten Fritz Leonhardy anzenommen, seine prächtige vor dem Marienthor gelegene Villa als Absteigequartier zu benutzen. Die Villa Leonhardy ist das schönste Gebäude der im ehemaligen Festungsgürtel entstandenen Villenstadt. Bei einem Preisschießen in Oberkassel, das die Post=Unterbeamten veranstalteten, wurde ein Knabe, der die Schüsse anzuzeigen hatte, erschossen. In Barmen haben dieser Tage mehrere Fabrikbrände stattgefunden, die bedeutenden Schaden verursachten. Wie gefährlich es ist, sich in Krankheitsfällen an einen Quacksalber zu wenden, zeigt wieder ein Fall, welcher in Barmen vorgekommen ist. Ein Wirth zog wegen einer unbedeutenden Wunde am Zeh einen Gelegenheitsdoktor zu Rathe und ließ sich von demselden monatelang behandeln, wobei der arme Mensch fürchterliche Schmerzen ausgestanden haben soll. Die Wunde wurde immer bedenklicher, so daß schließlich doch nach einem ordentlichen Arzte gesandt wurde. Derselbe rieth, sofort die Gefahr für das Leben des Kranken erkennend, das Bein abzunehmen, was denn in diesen Tagen auch geschah. Bei Kempen legte sich ein Mann auf die Schienen der Eisenbahn und ließ sich von einem heranbrausenden Zuge überfahren. Derselbe wurde schwer verletzt ins Hospital gebracht, wo er seinen Wunden erlegen ist. Zugleich mit dem Zuge von Solingen nach fuhr ein Radfahrer ab. Letzterer war 4 Minuten früher auf Bahnhof Ohligs als der Eisenbahnzug, dessen Fahrzeit 14 Minnten beträgt.., Guselune Fur Hens Die Leitung der„Internationalen Aussteaung für Hausbedarf und Nahrungsmittel“ in Köln hat sich mit den Königl. Eisenbahnbehörden in Verbindung gesetzt und für auswärtige Besucher folgende Verkehrserleichterungen erhalten: 1. bei einer Gesellschaft von mindestens 30 Personen wird für Hin= und Rückfahrt nur der Preis der einfachen Fahrt berechnet; 2. bei einer Gesellschaft von mindestens 200 Personen gewährt die Eisenbahnverwaltung außer der ersten Vergünstigung Extrazug. Die Leitung hat sich sodann entschlossen, den auswärtigen Vereinen, Schulen und Korporationen, welche die Ausstellung besuchen wollen, den Eintritt zu den Ausstellungshallen und den Parkanlagen im Kaisergarten für 50 Pfennig per Person zu gestatten. Die erforderlichen Billets würden auf Bestellung den Vorständen der Vereine 2c. vorher eingesandt werden. Das Räuberleben eines Rinaldini oder Schinderhannes scheint das Muster gewesen zu sein für die drei verwegenen Galgenvögel, welche am 24. v. M. die Anklagebank des Bonner Schwurgerichts verzierten. Der Leser gestatte mir, die Herren vorzustellen; Schlossergeselle Heinrich Heydelmeyer aus Coblenz, 28 Jahre alt, 24mal bestraft, Schuhmacher Mathias Hirschen aus Trier, in der rheinisch=westfälischen Spitzbubenwelt besser unter dem Diebsnamen„Nieres" bekannt, 57 Jahre, und der 42jährige Tagelöhner Reitz aus Niedermendig. Reitz saß bereits wegen Brandstiftung vier und wegen Straßenraubes fünf Jahre im Zuchthaus; kleineren Vorstrafen zählen bei ihm wie bei dem edlen„Nieres“ nach vielen Dutzenden. Dieses prächtige Kleeblatt lernte sich während eines längeren Sommeraufenthaltes in der Besserungsanstalt Brauweiler kennen und schätzen und durchzog, nachdem Reitz aus der Anstalt ausgebrochen, die beiden anderen entlassen worden waren, seit dem letzten Herbst Arm in Arm bettelnd und stehlend die Rheinprovinz. Den September und den ersten Theil des Oktober verlebten sie gemeinsam bei der Herbergsmutter in Oberdollendorf, indem sie ihren Lebensunterhalt durch Kreuz= und Querzüge in den rechtsrheinischen Gemeinden zu erbeuten verstanden. Zuweilen zogen auch die drei Burschen wohl über den Rhein, so war in der Nacht zum 2. Oktober der nahe gelegene reiche Badeort Godesberg das Ziel ihrer Raubfahrt. Es war damals Kirmeß in dem Ort und noch in der Nacht Leben auf den Straßen. An einer dunklen Straßenecke traf das würdige Kleeblatt auf einen jungen Buchdrucker. Ihn niederschlagen und seiner Uhr nebst der Kette berauben, war für die drei fachtüchtigen Männer das Werk eines Augenblicks. Nicht viel besser ergings einem älteren Herrn, der arglos des Weges kam. Er mußte dem Gefindel die mit zehn Mark beschwerte Börse und seinen nagelneuen Hut überlassen. Zu ihrem Unglück hatten die drei, die lange der Spürnase der Polizei entgingen, noch ein Frauenzimmer eine Zeit lang bei sich. Dieses Weib schwatzte, ihrer Evasnatur getreu, hier und da in den Herbergen und das brachte die ehrenwerthe Gesellschaft schließlich hinter die eisernen Gardinen. Das Gericht machte, obschon die Verbrecher bis zum letzten Augenblicke sich unter den heiligsten Betheuerungen für schuldlos erklärten, nicht viel Federlesens, Heydelmeyer als„Räuberhauptmann" bekam zwölf, Hirschen acht, Reitz fünf Jahre Luchthaus. Vermischtes. * Der Aufbau einer gesammten Stadt ist ein Schauspiel, welches man in Europa selten zu sehen bekommt, und das Neuentstehen der durch das Brandunglück fast bis auf den Grund eingeäscherten Stadt Hünfeld, an welchem mit beispiellosem Fleiß gearbeitet wird, lockt deshalb eine Menge Zuschauer selbst aus weiter Ferne an. Die Erdarbeiten zum Neubau der 168 zerstörten Gebäude sind größtentheils vollendet und nicht selten ragen die Grundmauern schon aus der Tiefe. Die neue Stadt, an deren Wiederherst=llung Hunderte von Bauhandwerkern arbeiten, wird stattlich aus den Trümmern erstehen. Einstöckige Häuser werden an den Baulinien nicht mehr errichtet, an Stelle des kleinen, ärmlichen, hessischen Landstädtchens wird ein schöner gesunder Ort mit breiten Straßen und geräumigen steinernen Gebäuden entstehen, den ein früherer Bewohner Mühe haben dürste, als seine alte Heimath wieder zu erkennen. * Das Brautdiadem, welches der Prinz Friebrich Leopold von Preußen seiner Braut, der Prinzessin Luise, als Hochzeitsgabe überreicht hat, ist ein Prachtstück von seltenem Werthe. Von dem Hauptringe gehen 33 breite, aus großen Brillanten zusammengesetzte Strahlen aus, zwischen denen ebensoviel kleinere Brillantstrahlen eingesetzt sind, Sämmtliche Brillanten sind frei in Silber gefaßt. An dem ganzen Diadem sind 170 Karat=Brillanten verwendet. Besonders bei Abendbeleuchtung ist die Wirkung des Diadems eine außerordentliche... 86 an k. * Ein neuer Bierverzapf=Apparat, durch werchen vas Bier ohne Anwendung von Eis oder kaltem Wasser während des Verzapfens nicht wärmer, sondern kälter wird, erregt in Berlin das Interesse lebhaft. Der Apparat wird im Wintergarten in der Brauerei=Ausstellung im Betrieb vorgeführt. Die Wirkung wird dadurch hervorgebracht, daß das Bier aus dem Faß nicht durch den Kohlensäuredruck, der durch Luftdruck herausgebracht, sondern bei geschlossenem Spund mittelst einer kleinen Luftpumpe herausgesogen wird. Dadurch entsteht im Faß ein Vacuum, in dieses verdampft die im Bier gelöste Kohlensäure und kühlt durch die Verdampfung das Bier ab.„„„„ * Die Bevölkerung der Stadt Berrin hat jetzt in Wayrheit die volle Ziffer von 1500000 erreicht. Die Vororte, die zusammen etwa 150 000 Einwohner haben, sind nicht mitgerechnet. 8 16 * Schwedische Studenten auf der Sangerfahll. Dreißig Mitglieder des studentischen Gesangvereins in Lund werden im Sommer eine Sängerfahrt durch Deutschland und Oesterreich machen, um Konzerte zu geben. Dieselben werden von dem Dirigenten des Vereins, Emil Normann, geleitet werden. Die Reise wird am 10. Juni angetreten und soll zunächst Kopenhagen besucht werden. *„Herr Kaiser halten S' auf!“. Als der Kaiser von Oesterreich vor einigen Tagen in das Lainzer Schloß fuhr, lief bei der Speisinger Hofstraße ein neunjähriges Mädchen der Hofequipage nach und rief laut:„Herr Kaiser halten S' auf!“ Der Kaiser ließ halten und frug das Kind in gütiger Weise um sein Anliegen. Das Mädchen fing zu weinen an und brachte nur die Worte vor:„Herr Kaiser geben S' meinem Vater Arbeit!“ Der Kaiser streichelte das Kind, fragte um den Namen, ließ sich denselben nebst der Wohnungsadresse notieren und versprach Hilfe. Das Mädchen ist Wiener Blättera zu lesen ist, das einzige Kind eines seit 2 Monaten beschäftigungslosen Lohnarbeiters. * Ueber die Vergnügungssucht des schönen Geschlechts predigte kürzlich ein katholischer Geistlicher. Er sprach aber nur im Allgemeinen und belobte dann die Tugendhaftigkeit und Häuslichkeit der zu seiner andächtigen Gemeinde gehörigen jungen Frauen und Mädchen.„Nur eine",— so sagte er weiter—„nur eine kann ich nicht mit Stillschweigen übergehen, sie ist unter uns, ich will sie gerade nicht nennen, aber ich will mit der Mütze nach ihr werfen". Er nahm dabei sein schwarzsammtnes Käppchen ab, wickelte es fest zusammen und holte aus, als ob er es unter die Schönen werfen wollte. Schnell bückte sich Alles, was jung war. Der Pater aber setzte sein Mützchen wieder auf und fuhr folgendermaßen fort:„Ei, ei, meine Geliebten im Herrn, was muß ich sehen! Ich habe geglaubt, es sei nur eine, aber siehe da, es sind Alle.“ Und nun fuhr er fort, den geängstigten Schönen insgesammt tüchtig die Leviten zu lesen. * Darum..:„Warum sich nur adelige Offiziere so oft mit reichen Bürgerstöchtern vermählen?"—.:„Nun, die Bürgerlichen lieben die Von's und die Adeligen brauchen Fonds— da ist also dann beiden Theilen geholfen". * Chinesische Verwünschung.„Möge Dein Gewissen Dich martern, als wärest Du ein gewendetes Stachelschwein!“ Gemeinnütziges. * Gegen gelbe Wäsche. Man gebe in das letzte Blauwasser oder in die Stärke eine Mischung von 3 Theilen starken Spiritus und 1 Theil Terpentinöl, und zwar auf 1 Eimer voll Wasser 2 Eßlöffel voll der Mischung. Selbst wenn man auf einem Boden trocknet, der freilich nicht dunkel sein darf, so wird die Wäsche weißer wie durch Chlorbleiche. Terpentinöl schadet der Wäsche gar nichts; es verwandelt im Licht den Sauerstoff in Ozon und dieser Stoff hat die Eigenschaft, die Wäsche zu bleichen. Seiden=Reste schwarz und farbig für Schürzen, Besatz u. Mäntel 2c. in Coupons v. ½— 8 Met. Einsend. einer Seiden= od. Wollstoffprobe genügt mit Angabe der ungefähren Länge und Preis des gewünschten Stoffes; die Reste werden gewissenhaft ausgesucht und berechnet. Proben kann nicht davon versenden. Von 20 Mark an porto= und zollfrei. G. Henneberg, Zürich. Briefe kosten 20 Pfg. Porto. Suon Im hiesigen### soll eine Verbind werden. Die er werden im Wege den Mindestforde Nähere Beding u. s. w. sind auf einzusehen. Unterschrieben ten, welche mit bringung einer V sehen sein müsse 29. 3 einzureichen. Die Eröffnung am 30. Morge Zimmer Nr. 8 schienenen Subn Castrop, d Pechel soll das Gras im Alstederbeu bietend verkauft Gysenber Grae Nachwortol Montag, Nache soll das Gr Hof zu merweise verkauf weide verpachte Versammlung W. Th. Gras am Diensta Nacht werde ich 12 20 auf dem Koch. dit verkaufen. Boknackge. Gra Am Dien Rach werde ich für Schween zu 9 das in dessen Wiese vertaufen. Groppenb D. 5e L liefere ich zu 3 franko Castr. Boßnacker in Schaummt, und st bis auf elchem mit ine Menge beiten zum theils voll in aus der g Hunderte den TrümBaulinien hessischen eit breiten stehen, den seine alte ebrich LeoLuise, als on seltenem aus großen chen denen Sämmtliche anzen Diasonders bei eine außerselchen das er während d, erregt in im Wintervorgeführt. Is Bier aus durch Luftund mittelst hadurch entdie im Bier apfung das tzi in Wahrdie Vororte, , s i n d n i c h t et. Dreißig nd werden und Oesterwerden von eitet werden. soll zunächst Kaiser von schloß fuhr, zes Mädchen r halten S' Kind in güg zu weinen ser geben S' Kind, fragte nungsadresse ist wie in eines seit 2 u Geschlechts eiferte stark, die Tugendgen Gemeinde eine“.— so Stillschweigen nicht nennen, : Er nahm te es fest zudie Schönen jung war. uuf und fuhr n im Herrn, zur eine, aber t, den geängzu lesen. elige Offiziere —.:„Nun, igen brauchen ssen“. ige Dein Gedetes StachelSaomisston. 1 Vm Gigr., sum a u Wau(Freitag, ven 12. 616. 8613. in das letzte von 3 Theilen nd zwax auf chung, Selbst sch nicht dunkel h Chlorbleiche. verwandelt im hat die Eigenarbig 1/3—8 Met. nit Angabe der ffes; die Reste roben kann ich = und zollfrei. Im hiesigen Amtsgerichts=Gebäude soll eine Verbindungsthür angebracht werden. Die erforderlichen Arbeiten werden im Wege der Submission an den Mindestfordernden vergeben. Nähere Bedingungen, Kostenanschlag u. s. w. sind auf der Gerichtsschreiberei einzusehen. Unterschriebene und versiegelte Offerten, welche mit der Aufschrift„Anbringung einer Verbindungsthür“ versehen sein müssen, sind bis zum 29. Juli 1889 ensrühen. Die Eröffnung der Offerten erfolgt am 30. Juli 1889, Morgens 10 Uhr, Zimmer Nr. 8 in Gegenwart der erschienenen Submittenten. Castrop, den 29. Juni 1889. Königl. Amisgericht. Gras=Vertauf Montag, den 8. Juli er., Nachmittags 3 Uhr, soll das Gras in der Mühlenwiese im Alstederbruch nummerweise meistbietend verkauft werden. Gysenberg, im Juni 1889. Der Rentmeister: Galland. Gras=Verkauf und Nachweide=Verpachtung. Montag, den 8. Juli er., Nachmittags 4 Uhr, soll das Gras in der Wiese bei Heckt's Hof zu Behringhausen nummerweise verkauft und demnächst die Nachweide verpachtet werden. Bersammlung bei Wirth Th. Sinder. W. Hubbert, Th. Leineweber. Am Montag, den 15. Juli er., Nachmittags 6 Uhr, sos das gut gerathene Gras in der„Ochsenweide“ an der Emscher nummerweise meistbietend an Ort und Stelle Versammlung bei irtz Aöster ou. Fenke in Pöppinghausen. Pöppinghausen, den 1. Juli 1889. gez. H. Spinn. Gras=Verkauf. Am Mittwoch, den 17. d. Nachmittags 5 Uhr, werde ich für Herrn Berthold in Frohlinde ca. 4 bis 5 Morgen gutes Gras in der Wiese im Sunderkamp, unmittelbar bei der Linde belegen, nummerweise öffentlich meistbietend gegen Credit Versammlung bei Wirth und an Ort und Stelle. Bövinghausen, den 1. Juli 1889. D. Pütthoff. Gras=Verkauf. Montag, den 3. Juli er., Nachmittags 5 Uhr, werde ich 10 Morgen Weidegras auf dem Börnigerbruch nummerweise zum Verkaufe aussetzen. Voßnacken, den 1. Juli 1889. Th. Sehrbrock. Ereitag, den 12. 9s8. Nachmittags 5 Uhr, läßt Herr Gutspächter Vierhaus zu 12 Morgen Weide=Gras bei seinem Hofe nummerweise gegen Eredit versteigern. Göttinger. Am Samstag, den 6. Juli en., Nachmittags 5 Uhr, werde ich an der Behausung des Zimmermanns Krimpmann zu Börnig 1 Kleiderschrank, 1 Tisch, 1 Heizofen, 1 Glasschrauk und 200 Ruthen Roggenfrucht öffentlich meistbietend gegen Baar verkaufen. Castrop, 5. Juli 1889. Bergerhosf, Gerichtssolzieher. Wohnungen im neuen Böckmann'schen Hause (Holthauser Bruch) nebst Gartenland auf 1. August cr. zu vermiethen durch M. Göttinger in Castrop. Sämmtliche Bürger der Gemeinde Kauxer werden hiermit auf Sonntag, den 7. d. Monats, Nachmittags 5 Uhr, bei Wirth Th. Klöster zur Besprechung über Gründung einer Schweinelade für die Gemeinde Rauxel eingeladen. Geschäfts Pehinge Mit den hentigen Tage habe ich mich hier als ker Meister niedergelassen und empfehle mich einem verehrl. Publikum von Castrop und Umgegend bei Bedarf sowohl für Neubauten als auch bei Dachreparaturen bestens und verspreche forgfältigste und prompte Ausführung aller in mein Fach einschlagenden beiten bei w# billigster Bedienung. Castop, den 1. Juli 1999. Achtungsvoll Franz Wand, wotnhet Hirchplatz bei Julius Schterdof. Lebensbitter von A. Hellmich, Dortmund. Inhaber der goldenen Medaille von Paris 1885. Auch ein eigenhändiges Dankschreiben vom Fürsten Bismarck 1885. Gottschimmerbruch, den 31. Dezember 1888. Herrn Anton Hehmicz in Dortnund).#rp, aan Smmaten Ich litt seit langer Zeit an Magenübel, hatte bald Verstopfung, bald Durchfall. Aerztliche Hülfe war vergebens. Ich bekam von einem Freunde 1 Flasche von Ihrem Lebensbitter, welcher mir sogleich mein Uebel bedeutend Uinderte. Ich kann den bitter Jedem als das beste Hausmittel empfehlen. Hitte übersenden Sie mir wieder 3 Flaschen Lebensbitter. 2 Achtungsvoll Frau Wiersch. Massenhafte Dankschreiben werden gratis eingesandt. Wiederverkäufer erhalten Rebatt. Vor Fälschung wird gewarnt. Man achte genau auf meine blauen Flaschen mit 4maligem Namen nebst Schutzmarke(An Schiff). Die 1ss=Liter=Flasche kostet Ziederlage in Coßtsop bei Hetrn Gastpiteih Bürwolf, in Börnig bs hem Hantelathet. Gras=Verkauf. Montag, den 8. Juli eurr., Nachmittags 5 Uhr, läßt Herr W. Schlingermann zu Obercastrop in seiner Hofeswiese (III. Abtheilung) 12 Morgen bestes Gras nummerweise gegen Credit verkaufen. Göttinger. Gras=Verkauf. am Dienstag, den 9. Juli er., Nachmittags 4 Uhr, werde ich 12 Morgen gutes auf dem Kochen nummermeise gegen Credit verkaufen. Boßnacken, den 28. Juni 1889. Westerbusch. Gras=Verkauf. Am Dienstag, den 9. Juli, Nachmittags 5 Uhr, werde ich für den Okonom Herrn Wes. Schween zu Ickern das gute Gras ver hessen Wiese„Bestag“ mummerwese Groppenbruch, den 30. Juni 1889. D. H. Schröder-Prein. Roggenstroy 3 Mark per 100 Pfd. franko Castrop und nächste Umgegend. Soßhnaden. F. Behmer. Donnerstag, den 11. d. Mts. Nachmittags 5 Uhr, werde ich für Herrn Vethacke gt. Stromberg in Börsinghausen 4 Mrg. gut gerathenes Gras in seiner Wiese auf dem Holthauser Bruch bei dem Schriwer'schen Hause nummerweise öffentlich gegen Credit verkaufen. Holthausen. Kämper. den 13. dis. Mts. Nachmittags 5 Uhr, werde ich für Herrn Herntrey in Börnig 4 Morgen gutes Gras in seiner Wiese am Verkel nummerweise öffentlich gegen Credit verkaufen. Holthausen. Kämper. 2 möblirte Ziuner mit Frühstück oder auch voller nsion zu vermiethen. Wer? sagt die Exped. d. Bl. Kechmeriune Leihe.-boel) operationen unter Anwendung von Schlafgas. Plombirungen. Künstlicher Zahnersatz. Bochum, Bengardtsstrasse 91. Löhers pract. Zahn-Arzt, trüher Assistent bei Dr. med. Witzel, Essen. Bis 10,000 Mark auf 1. Hypothek gegen 4 pEt. Zinsen zu verleihen. Mubrad in de Spch. k. Sl. Dris= Kranken Kasse für die Amtsbezirke Castrop und Mengede. Amtobezirk Neygedé: Conntag den 3. Juli er.: UnOCD! Empfangnahme der Beiträge. Der Rendant. -1 2851 Samstag den 6. Juli Nachmittags 3 Uhr Abfahrt von Wirth Adolf Thiel zum Konzert bei H. Vierhaus Zeche „Graf Schwerin“ a Person 25 Pfe, Zur Kirmeß nach Bodelschwingh Sountag den 7. und Montag den 8. Juli: Sonntag Abfahrt von Wirth Adolf Thiel Mittags. 12 ½ Uhr. Montag 6½ Uhr Vormittags, 4 Person 50 Pfg. Nic. Müller. bearse, u gut. Holft. Holländer, à Centner 20 M. Holst. Edamer, à Centner 28 M. ab hier gegen Nachnahme empfiehlt Julius Werner, Neumünster i. H. 10 Pfund=Probepostcolli 3 M. und 3 M. 50 Pfg. franco jeder Poststation. Ein kräftiges Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit wird per 1. November gegen Zhohen Lohn nach außerhalb gesucht. Nähere Auskunft ertheilt Frau P6. Aronhein. (Ein ordentliches E Dienstmädchen für Hausarbeit gesucht. Wo sagt die Erped. d. Bl. Eintüchtiger Fuhrknecht auf sofort gesucht. Wo sagt die Exped. Ein Lustdruchopparat für Wasserleitung billig zu kaufen. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. Ein gutes Buch.e .: Die Anleitungen des gesandten Buches sind zwar turz und bündig, aber für den praktischen Gebrauch wie geschaffen; sie haben mir und meiner Familie bei den verschiedensten Krankheitsfällen ganz vorzügliche Dienste geleistet.“— So und ähnlich lauten die Dankschreiben, welche Richters Beelags=Anstalt fast täglich für Übersendung des illustrierten Buches„Der Krankenfreund" zugehen. Wie die demselben beigedruckten Berichte glücksich Geheilter beweisen, haben durch Befolgung der darin enthaltenen Ratschläge selbst noch solche Kranke lung gefunden, welche bereits alle Hoffnung aufgegeben hatten 9 Dies Buch, in welchem die Ergebnisse langjähriger Erfahrungen niedergelegt sind, verdient die ernsteste Beachtung jedes Kranken. PNiemand sollte versäumen mittelst Postkarte von Richters Verlags=Anstalt in Leipzig oder New=York, 310 Broadway, die 936. Auflage des „Krankenfreund" zu verlangen.2 Die — Zusendung erfolgt kostenlot. Eilgekeiler GHürger= Shiben Perein. (250 jährige Jubelfeier.) Verding. Am Dienstag, den 9. Juli er., Nachmittags 4 Uhr, soll im Hotel Busch in Castrop das Festzelt mit Restauration für das diesjährige Schützenfest, welches am 27. Juli gefeiert wird, öffentlich verdungen werden. Gleichzeitig findet auch der Verding der Standplätze für Karoussels, Schau= und Schießbuden statt. Die Bedingungen werden im Termine bekannt gemacht. &# Castrop, den 2. Juli 1889. Der Vorstand des Allgem. Bürger=Schützen=Vereins —— z u C a s t r o p. De dlche und grsche William Lübeck in Altona versendet zollfrei gegen Nachnahme(nicht unter 10 Pfund) gute neue Bettfedern für 60 Pfg. das Pfund, vorzüglich gute Sorte Mk. 1,25, prima Halbdaunen n..1,60 u. 2M. reiner Flaum nur M. 2,50 u. M. 3. Bei Abnahme von 50 Pfd. 5% Rabatt. Umtausch gestattet. Prima Inlettstoff zu einem Großen (Decke, Unterbett, Kissen und Pfühl) zusammen für nur 140Mark. seete Mau GUDEU KUGTLT, Westenhellweg 46. DORTMUND.* Westenhellweg 46. c De sch ushgad dr Saihen u gohen Regen ansaenmslten Bohte v......5 Letzgichmagran D(m # huuun 2 Kuttnnen, Amn, Fetizragen, Gardmihh, Wetzamtrn u. f. v. * audfellend biligen Preisen zum Ausverkant. P Ssa en aumallend biligen Preisen zum Au. zen unter Preis abgegeben. Sämmtliche Damen-Umhänge, Promenades, Jagnettes werueen unter Preis. nn L. H. Bauer, Castrop er Arile Kusvernauf. Allgemeines 40 (250 jährige Jubelfeier) zu Castrop. Durch Beschluß des Vorstandes und in Anbetracht der guten Vermögensverhältnisse der Schützenkasse ist der Beitrag für die Schützen von 3 Mark auf 2 Mark& Person herabgesetzt worden. Der Vorstand des Allg. Bürger=Schützen=Vereins. 832 übertrifft alle ähnlichen Fabrikate durch Haltbarkeit, Eleganz, bequemes Passen und Billigkeit. Mey’s Stoffkragen und Manschetten sind mit Webstoff vollständig überzogen und infolgedessen von Leinenkragen nicht zu unterscheiden. Mey’s roffkragen und Manschetten werden nach dem Gebrauch einfach weggeworfen; man trägt also immerneue, tadellos passende Kragen u. Manschetten. Re ecicie K ece LINCOLN B Umschlag 5 Cm. breit. Dtzd.: M.—.55. GOETHE (durchweg gedoppolt) ungef. 5 Cm. hoch. Dtzd.: M.—.90. COSTALIA eonlach geschnittener Kragen., ausserordentli.h schön und bequem am Halse sitzend. Umschlag 7½ Cm. breit. Dtrd.: M.—.85. —HERZOG Umschlag 7¼ Cm. breit. Derd.: M.—.85. FRANKLIR 4 Cm. hoch. Dtrd.: M.—.60. 0 Breite: 10 Cm Dtrd. Paar: N..20. SCHILLER (durchweg gedoppelt) ungefähr 4½ Cm. hoch. Dted.: M.—.80. 90 ungeilür 8 Cm. Loch. Dtrd.: M.—.70. Fabrik-Lager von Mey’s Stoffkragen in %astrop bei: Wilh. Berkenbusch, Wilh. Sebald, Carl Schmidt’jr. grect vom Versandgeschäft Mey& Edlich, Leipzig-Plagwitt, beeitecece Am Samstag, den 6. Juli cur., Nachmittags 3½ Uhr, findet in meinen Gartenanlagen ein CONOERT ausgeführt von der Merkert'schen Kapelle unter persönlicher Leitung ihres Dirigenten statt. Bei eingetretener Dunkelheit Illumination der Garten=Anlagen und Brillant=Feuerwerk. Entrée àp Person 50 Pig. Programms werden an der Kasse ausgegeben. Achtungsvoll H. Vierhaus, Zeche Graf Schwerin. zu dem bei Gelegenheit der Bodelschwingher Kirmeß am Sonntag, den 7. und Montag, den 8. Juli im Lokale des Herrn Albert Bergmann zu Bodelschwinah Lasadendenr.. JodtelGuing Sommer-Fest des Krieger= und Landwehr=Vereins. Sonntag, den 7. Juli er., Nachmittags 3 Uhr: Antreten der Krieger, Zug durch's Dorf. Von 3 Uhr ab: □□ der Merkert'schen Capelle aus Dortmund(20 Mann.) Programm für Sonntag: I. Theil: II. Theil: 3: Hohenzollern=Rarsch von zurath.„ 6. Ouverture z. O.„Leichte Cavallerie“ empfiechlt billigst (250 jährige Jubelfeier.) Regiments=Befehl. Das Schützenbataillon tritt am Sonntag, den 7. Juli er., Nachmittags 5 Uhr, auf dem Marktplatze zum Ausmarsch nach dem Gute Goldschmieding an. Die Gewehre sind mit zur Stelle zu bringen. Die Musik wird von der Turner=Kapelle ausgeführt. Castrop, den 5. Juli 1889. Der Oberst. Sterbelade. Sonntag, den 7. Juli er., Nachmittags 4 Uhr Versammlung im Locale des Wirthes W. Baack. Der Vorstand. von Murath. *. Durscluge z. Oper„Joseph und seine Brüder“ von Mehul. 3. Pilgerchor„Lied aus der Oper Tannhäuser“ von Wagner. 4. Zigeunerbaron, Quadrille von Strauß. 5. Fantasie a. d. Oper Faust von Gounod. von Souppée. 7. Finale a. d. Oper Lohengrin v. Wagner. 8. Künstlerleben, Walzer von Strauß. 9. Patriotischer Liederkranz, Poutpurri von Menzel. 10. Ein Trompeterstückchen, Polka v. Faust. SerAwagen in schönster Auswahl liast Peter Mönnich. . oper Faux von Gounod. 4o. vin Ktompeterstüchen, Polka v. „Montag, den 3. Juli er., Morgens von 9 Uhr ab: Frei-Concert der ganzen Merkert schen Capelle. e..„Nachmittags 3 Uhr: Forrsetzung des Concerts nach folgendem Programm. 1 Thc ogramm für Montag: 2. Veris=Oiderture von Saermo. I. Hupertvur z, Drone Aegert o. Sanpte, 3. Vorsaiel z. Ooer Kön m ved. S. Szene„Arie a. d. Oper La Traviata“ Vorspiel z. Oper„Konig Manfreo“ von von Verdy. : Seatese e. d. Kalde Getaee, 19. u ghasgh, Celids ir Trnzat,) wrux aus Herzliebchen(Polka f. Tromp.) 1. Kladderadatsch, Poutpouri von Latann. von Boym. 12. Preußen=Marsch von Galde. Photographisches Atelier F. Bahnhofstrasse, von Herne, Bahnhofstras 4 vis--vis Hôtel Schlenkhoff, 1 Sochum, Hellwegstr.7 4 moment-Aufnahmen. # Garantie für feinste Ausführung bei billigen Preisen. 4 Das Atelier in Herne ist an allen # Sonnt- u. 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Dieser Gedanke widerstreitet jedoch der allgemeinen Vorstellung von der allmählichen Umbildung des Erdkörpers aus gluthflüssigem Zustande und ist nebst allen daraus gezogenen Schlüssen irrig. Die Beziehungen des Mondes zur Erde geben sich am deutlichsten in den Erscheinungen von Ebbe und Fluth zu erkennen, die nur zum kleineren Theil auf Rechnung der Sonne zu bringen sind. Diese Wirkung der gegenseitigen Anziehung ist so alt wie beide Himmelskörper, und wenn die gesammte Erdmasse sich einst in heißflüssigem Zustande befand, hat nothwendig der Mond in Verbindung mit der Sonne schon damals eine periodische Aenderung der Gestalt des flüssigen Rotationssphäroides in Form von Ebbe und Fluth bewirkt. Und auch nachdem bereits eine dünne, biegsame Erdschaale sich gebildet hatte, blieb das gluthflüssige Erdinnere dem bewegenden Einflusse von Sonne und Mond unterstellt, waren täglich zweimalige Ebbe und Fluth der inneren Erdmassen und bei Sonnen= und Mondfinsternissen erdinnere Springfluthen, welche die dünne Schaale in gewissen Zeitintervallen mächtig hoben und senkten, eine öftere in der Natur der Sache begründete Erscheinung. Damals bestand die Falb'sche Erdbebentheorie jedenfalls vollkommen zu Recht. Nothwendige Folge hiervon waren Niederungen und Becken, deren zusammengeströmte Binnenwässer durch das heiße Erdinnere in siedendem Zustande erhalten wurden. Keinesfalls nun haben sich aber die Vorgänge überall gleich, sondern vielmehr örtlich und zeitlich verschieden vollzogen. Denn vermöge der an den Polen geringeren Arbeit der Sonne und vermöge der daselbst geringeren Wirkung der Centrifugialkraft, mithin ruhigen Verbleibens der dortigen Erdmassen in ihrer regelrechten örtlichen Entwickelung und Lage mußte die an den Polen befindliche Erdmasse früher und energischer erkalten und verkrusten, und niemals kann demnach zu irgend einer Zeit gleichmäßige Temperatur auf der ganzen Erdoberfläche gewaltet haben.„Die Pole waren von Urbeginn an Entwickelungscentren, alles organische Leben hat von Urbeginn an, im Anschluß an die Inkristation und an die Erkaltung bis zu der Vegetationsfähigkeit, auf den Polen begonnen und sich radial nach dem Aequator verbreitet.“ Die Bedingungen für das Wachs thum der Pflanzen, welche das Material zu den Kohlenlagern geliefert haben, waren also zuerst an den Polen gegeben, und die Steinkohlen sind demnach in den einzelnen Zonen, nicht allein örtlich, sondern auch zeitlich verschieder entstanden. Fragen wir nun, wie es möglich war, daß die tropische Vegation der Polarzone den Winter überdauerte, de im Winter die Sonne dort nicht geschienen hat, also un während des Sommers gespendet haben kann, so erübriger uns nur zwei Elemente dieser Leistung: einmal Luft= un Wasser Bewegung von den noch nicht vegetationsfähigen Aequa torialgegenden her, welche jedoch für sich allein nicht ausge reicht haben würde, und deren Annahme wiederum das Zu geständniß die Temperaturdifferenz zwischen Polen und Aequa tor involviert, und andererseits heiß gewordene Wasserdämpfe welche den durch Bodensenkungen in den heißen Erdkern hinet: entstandenen und durch ständige, mächtige Regengüsse stetgefüllten Siedbecken entstiegen. Hierdurch ist die Existen dieser Siedbecken unentbehrlich, um das tropische Klima den Polen zu erklären. Ihre Nothwendigkeit zu der Bildun der Steinkohlenlager in noch anderer Richtung werden wi sogleich kennen lernen. Aus den Versuchen und Aussprüchen der berühmteste zuverlässigsten Chemiker geht auf das bestimmteste hervor daß die in Wasser löslichen Pflanzenzersetzungsprodukte dure jede Veränderung, welche der Aggregatzustand des Wasser infolge von Temperaturextremen durch Kochen oder Frost er leidet, aus dem löslichen Zustand chemisch umgewandel werden und gleichzeitig ihre Fähigkeit, in der Zersetzung fort zufahren, zerstört wird. Ist hiernach nicht daran zu zweifeln daß die in Zersetzung begriffenen Pflanzenreste durch längere Kochen in einen indifferenten, der weiteren Zersetzung nich unterliegenden Brei verwandelt werden, so ist die Entstehun der Steinkohle in einfachster Weise erklärt. Die Kohlenlage sind entstanden durch Zusammenschwemmung vegetabilische Massen in jenen Siedbecken, in welchen die im ersten Stadiun der Zersetzung begriffenen Blätter lange Zeit gekocht, hierdurt von allem mineralischen Bestande gereinigt, vor Verwesur dauernd geschützt und zur Krystallisation vorbereitet wurder Der Mineralbestand schlug sich nieder, wiederholte Senkunge rzeugten die Wechsellager mit mineralischen Zwischenmitteln ind unter der Mineralüberdeckung vollzog sich schließlich die Verkohlung. Mit dieser Erklärung stehen die Ergebnisse der isherigen auf künstliche Erzeugung von Steinkohle gerichteten gelungenen Versuche durchaus im Einklang; denn die drei vesentlichen Bedingungen, Wasser(enthalten in dem verwendeten Pflanzenmaterial), Hitze und Druck in den hermetisch verschlossenen, dem Feuer ausgesetzten Retorten, waren gegeben. (F. d. Zt.) Der unerschrockene Richter. (Nach einer alten Urkunde vom Jahre 1424.) Im Jahre 1424 ist Herzog Hans Herrscher in der Pfalz gewesen. Da starb zu Neumarkt ein wohlhabender Bauer ohne männliche Nachkommen, und der Herzog freute ich, das ganze Lehen des Verstorbenen an sich zu bringen. Nun aber hinterließ der Bauer zwei Töchter, denen der Kumner, von ihrem Anwesen ziehen zu müssen, schier das Herz frach. Da vernahmen sie, daß der Herzog, um den Schein der unrechtmäßigen Besitzergreifung von sich abzulenken, einen Schiedstag festgesetzt, in welchem sämmtliche Stimmberechtigte der Gegend ihr Urtheil sprechen sollten, ob dieses Lehen dem Herzog oder den Töchtern des Verstorbenen zukommen sollte. Als das die Waisen hörten, gingen sie von Haus zu Haus zu den Stimmgebern und baten unter vielen Thränen, ihnen zu ihrem Recht zu verhelfen. Viele dieser Männer waren gerührt und versprachen, ihnen das Erbe zuzusprechen, ob sie gleich dem gnädigen Herrn mißfallen könnten. So nahte sich der entscheidende Tag. Der Herzog, umgeben von seinem glänzenden Gefolge, saß in der säulengetragenen Halle zu Gericht, und vor ihm in demüthigem Verhalten standen die Schiedsmannen, denen jetzt befohlen ward, ihre Stimme abzugeben. Da ward es manchem ganz schwer und bange zu Muthe, und viele, die gekommen waren, den Töchtern des Verstorbenen zu ihrem Rechte zu verhelfen, sprachen hier mit zitternder Stimme das hinterlassene Lehen dem Herzog zu. Der Fürst hörte die Männer befridigt an; er glaubte alle Stimmen vernommen zu haben, als noch ein letzter Mann durch die Menge sich drängte. Man hieß ihn rasch sein Urtheil sprechen, um der Sache ein Ende zu machen; er aber blieb ruhig mit entschlossener Geberde und bleichem Antlitz stehen, schaute gen Himmel, dann wieder auf den Herzog und Lief endlich mit vor Aufregung zitternder Stimme laut und gewaltig, durch die düstere Halle:„Ich spreche zu Recht und Gericht, daß die Richter und Stimmgeber hier alle des Teufels sind bis in den Abgrund der Hölle; und ich spreche weiter zu Recht auf meinen Eld, daß, wo kein Sohn vorhanden ist, eine Tochter der Erbe des Lehns soll sein!“ Eine tiefe Bestürzung und allgemeine Aufregung folgten der kühnen Rede des muthigen Mannes. Er hatte gegen des Herzogs Willen gesprochen, und dabei gethan, was keiner gewagt. Lautlose Stille herrschte jetzt rings umher; man schaute auf den Herrscher und wieder auf den Bauersmann, der hier mit allzu kühnem Urtheil sein Leben gewagt. Da erhob sich der ernst gewordene Herzog plötzlich von seinem Thron; er schritt auf den Bauern zu, legte seine Rechte auf dessen Schulter und sprach:„Du frommer Mann! Du allein hast ein gerechtes Urtheil gesprochen; ich will die Töchter bei ihrem Gute bleiben lassen!“ Der Herrscher sprach es, und die Töchter verblieben in ihrem Erbe. Vermischte Nachrichten. * Aus Calcutta(Indien) erzählt man: Eine Tiegerin, welche in Jounsar hauste und viele Menschen gefressen hat, ist endlich von einem Förster erlegt worden. Das Thier ist der Schrecken der Gegend von Chakrata die letzten zehn Jahre gewesen und die Zahl seiner Opfer ist unzählig. Einmal packte es einen Förster aus der Mitte seiner in einer Hütte schlafenden Kollegen und trug ihn fort in seine Höhle, wo seine Jungen mit ihm spielten. Die übrigen Förster mußten sich auf einen Baum flüchten, von dem sie Zeugen eines furchtbaren Anblicks waren. Die Tiegerin kehrte zurück und stellte sich vor ihr entsetztes Opfer, während die Jungen den anscheinend leblosen Körper des Försters hin und her rollten. Dann legte sie sich einige Meter davon hin und betrachtete mit leuchtenden Augen die Sprünge ihrer Kleinen. In einigen Augenblicken richtete sich der Mann in die Höhe und versuchte die jungen Bestien abzuwehren. Dieselben waren zu jung, um ihn niederzuhalten. Er machte deshalb einen verzweifelten Versuch, sich frei zu machen, und sing an zu laufen. Ehe er jedoch zwanzig Meter fort war, sprang die alte Tiegerin ihm nach und schleppte ihn wieder zu ihren Jungen. Noch einmal begann sich der Unglückliche gegen die Spielereien derselben zu vertheidigen und erneuerte seine Versuche, die Freiheit zu erlangen. Jedesmal aber packte ihn die alte Tiegerin wieder und brachte ihn zurück, ehe er viele Meter weit gekommen war. Sein Schreien um Hülfe war herzzerreißend. Die auf dem Baum sitzenden Kollegen aber waren von Schreck gelähmt und vermochten kein Glied zu rühren. Endlich fing auch die alte Tiegerin an, mitzuspielen; sie schleuderte ihr Opfer empor, wie eine Hauskatze Ratten und Mäuse in die Höhe wirft, ehe sie sie frißt. Die Anstrengungen des Mannes, sich zu befreien, wurden immer schwächer. Zum letzten Male versuchte er, auf Händen und Füßen nach einem Feigenbaum zu kriechen, während sich die Jungen an seinen Beinen festhielten. Dieser Versuch war jedoch ebenso vergeblich, wie die früheren. Die Tiegerin schleppte ihn zurück und setzte ihn ihre Tatzen auf die Brust, worauf sie vor den Augen der Förster ihre Beute zu verschlingen begann. Diese furchtbare Bestie griff ein junger Beamter von Coopershill und ein Student zu Fuß an. Als sie 15 Meter von einander ihre Spur verfolgt hatten, hörte Mr. Osmaston plötzlich seinen jungen Collegen stöhnen. Als er sich umsah, sah er, wie die Tiegerin denselben zu Boden geworfen hatte. Da traf ein Schuß des Mr. Osmaston die Bestie zum Glück ins Rückgrad und ein zweiter Schuß streckte sie nieder, als sie mitten im Sprung begriffen war. Sein College rollt mittlerweile den Hügel hinunter und wurde bewußtlos einige Schritte von der Tiegerin aufgefunden. Er war schrecklich zerfleischt und befindet sich jetzt im ChakrataHospital. Man hofft jedoch, daß er genesen wird. a 19 5 A # #4 #4 A