jungen wohlthäumen werden. „Ich begreife ne nicht rühren on verlobt.“ der Belegschaft folgende ForGtgan für den Landgrtichtsbesten Pertchans. der Waschkaue, an besonders nigung erzielt ndlungen eingesollen die VerNr..25 sch. Qual.)— 1s Fabeik=Depot whrd. Priecfe Das Depot des von W. H. ffinder, befindet rich Schmidt. nur rheinischen der gefälscht. 18. Arzinger. auen zu erwerben Uuggerd beherd. iller. Grrem. 10. Mai, Uhr inde. Turnwart. Suapernistrop. 12. Mai er., 1 Uhr, 91499 iner neuen Fahne. t nöthig. ten ersucht er Vorsand. 3 sicherung ammlung 12. Mai er., —6 Uhr: Eh. Bärnolf. tung: er von pro Mark Wten. noch betheiligen sich in dieser BezDer Verfech. n und rertochen 9 27 serleger, sabrin. 1 jung. kordenen Töchter= n, sagen wir hierrarübhlten Maril. kmann. — I. S. W. 30 Mack. Redaktion, Druck und Verlag Nro. 38. Beschen wmit mn duregter ere. vterntsährlich i der Erpchttr,„I###. Nark.10.— Illustr. wiamer 50 Bsg. — Gerechtigkeit.— Gemeinwoßt. e= von Ph. Culbart in Castrop. Samstag, den 11. Mai 1889. Jnsertions- Geb Uhr: emspaltios Zeile oder für bis einspaltles Zeus vorr veren Raum 10 Pfennige. Reclamm per Zeile 30 Osemnige. 15. Jahrg. Aebersicht. Deutschlend. Am Montag nahm der Kaiser im Kieler Hafen Flottenparade über folgende Kriegsschiffe ab:„Kaiser",„Deutschland“, „Friedrich der Große",„Preußen",„Baden",„Oldenburg", „Sachsen",„Irene“,„Sperber“,„Blitz",„Zieten",„Grille“, „lobe“,„Ariadne“, KKover“,„Rucgultok und„hein“. Kaiser Wilhelm ist aus Kiel Mittwoch früh wieder in Berlin eingetroffen. Der Aufenthalt in unserem ersten Kriegshafen hat dem Monarchen ungemein zugesagt, und sowohl über die dort versammelte Flotte, wie über die von ihm besuchten Arbeiten des Nord-Ostseekanals hat sich der Kaiser mit rückhaltlosem Lobe ausgesprochen. Die Kaiferin kehrt am Freitag von Schloß Grünholz bei Eckernsörde, wo sie ihre Schwester besucht, nach Berlin zurück. Kaiser Wilhelm hörte am Mittwoch Morgen im Berliner Schloß die lausenden Vorträge und begab sich dann nach der Kaserne des ersten Garde=Dragoner=Regiments in der BelleAlliancestraße, wo er zu Pferde stieg, und zur Beiwohnung der Truppenübungen nach dem Tempelhofer Felde hinausritt. Nach Schluß derselben kehrte der Monarch mit den Regimentern zur Stadt zurück und empfing im Schlosse den Besuch des Fürsten Leopold von Hohenzollern. Das Mittagsmahl nahm der Kaiser im Offiziers=Kasino des dritten Garde=Regiments in der Karlstraße ein. Bei der Taufe in Kiel hat das goldene Taufgeräth Verwendung gefunden, aus dem von Kaiser Friedrich an alle Kinder des preußischen Königshauses die Taufe empfangen haben. Es war eigens zu dem Zweck von Berlin nach Kiel geschickt worden. Die Taufkanne war mit Wasser aus dem Jordan gefüllt, das Prinz Heinrich von einer seiner Reisen mitgebracht hatte. Es wird noch rühmend hervorgehoben, daß der junge Prinz sich während der heiligen Handlung streng in den Grenzen der Etiquette gehalten habe. Patenstelle hatten übernommen: der Kaiser und die Kaiserin, Kaiserin Augusta, Kaiserin Friedrich, die Königin von England und der Großherzog von Hessen. Prinz Waldemar, der kleine Sohn des Prinzen Heinrich, ist der 21. lebende männliche Sprosse des Hauses Hohenzollern. Der älteste ist gegenwärtig der 1820 geborene Prinz Alexander, der Kaiser nimmt die 7. Altersstufe ein. Den 21 männlichen Hohenzollern stehen noch 15 weibliche Familienglieder zur Seite. Obschon über die Verhandlungen der Samoa=Konferenz Einzelheiten nicht bekannt werden, hört man doch von unterrichteler Seite versichern, daß sich die Dinge in erwünschtester Weise schnell und glatt abwickeln und ein befriedigender Verlauf der Verhandlungen in etwa vierzehn Tagen erwartet werden darf. Die amerikanischen Mitglieder der Konferenz nehmen jede Gelegenheit wahr, um ihrer Befriedigung über den Berliner Aufenthalt Ausdruck zu geben. Angela. Erzählung aus vergangenen Tagen. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Einen Augenblick schaute Angela der hinausgehenden Kammerfrau nach, dann trat sie aus Fenster und schaute in den sich hinter dem Hause ausgedehnten Garten hinab und dachte: „Wo ich auch sein mag, so bin ich hier wenigstens nicht in einem Irrenhause, und werde auch nicht wie eine Gefangene behandelt. Es wird mir hier wie dort kein Leid geschehen, und Giovanai mich zu finden wissen. Wer wohl die hier so einsam wohnende Contessa sein mag, und weshalb die so seltsam forschenden Blicke ihrer Kammerfrau. Vielleicht hat auch sie gleich Signora Antonia schon eine Aehnlichkeit entdeckt. Die arme Signora Antonia!— Sollte ich wohl ihre Lebensgeschichte erfahren?“ Ein vernehmliches Klopfen unterbrach ihr Sinnen, und ohne eine Antwort abzuwarten, trat Franzeska mit dem versprochenen Frühstück ein. Es auf dem Tisch ordnend, sagte sie zugleich: „Signora, die Contessa hat mich beauftragt, Ihnen zu melden, daß sie Sie, wie ich Ihnen auch schon gesagt, in den nächsten Tagen zu sich rufen lassen würde. Befolgen Sie hinsichtlich des Schlafens meinen Rath, und werde ich mich nach einigen Stunden wieder nach Ihnen umsehen!“ Nach diesen Worten und nach einem forschend=prüfenden Blick auf ihre Pflegebefohlene, verließ sie das Gemach, in welchem diese ihren Gedanken überlassen zurückblieb.— Der Conte di Locarno, welcher mit einer nur geringen Dienerschaft die Parterreräumlichkeiten eines alterthümlichen Hauses in Neapel bewohnte, schritt in einer späteren Morgenstunde in seinem Zimmer auf und ab und wer ihn gesehen, wußte auch, daß nicht Gedanken angenehmster Art ihn beschäftigten. Endlich diesen Ausdruck gebend, sagte er halblaut: Holland. Aus Hofkreisen verlautet, der kranke König habe die enthusiastische Aufnahme, welche Herzog Adolf bei seinem Eintreffen in Luxemburg gefunden, als eine antimonarchische Demonstration aufgefaßt; hierauf hauptsächlich sei die schnelle Aufhebung der Regentschaft zurückzuführen. Das klingt sehr plausibel, denn der König, der 1867 Luxemburg an Napoleon .rhandeln wollte, war und ist im Lande keineswegs beliebt. Der„Rhein. Courier“ meldet sogar, daß die holländische Regierung bei den Mächten angefragt habe, wie diese sich zu einer Abänderung der luxemburgischen Thronfolge verhalten würden. In ärztlichen Kreisen glaubt man übrigens nicht, daß die Besserung in dem Befinden des Oraniers anhalten werde. Man betrachtet seinen Zustand als kurze Krankheitspause und bezeichnet es als nicht unwahrscheinlich, daß der König schon in wenigen Tagen wieder das Bewußtsein verliert und überhaupt nicht mehr lange lebt. Frankreich. Am Montag hat die Eröffnung der Weltausstellung unter heller Begeisterung und großem Andrang der Bevölkerung durch den Präsidenten Carnot stattgefunden. Nicht alle Abtheilungen der Ausstellung sind fix und fertig, es wird auch in den nächsten Wochen noch manches zu thun übrig bleiben, aber die„Exposition universelle" bietet mit ihren malerischen Anlagen und glanzvollen Dekoration doch ein großartiges Bild. Es ist zweifellos, daß die diesjährige Ausstellung die früheren weit überragt. Der Fremdenandrang war stark, aber die Pariser schienen doch noch etwas mehr erwartet zu haben. Ungezählte Menschenmassen strömten zum Marsfelde dem Trocadero=Palast hinaus und stauten sich an den beiden Ufern der Seine auf, an welche die Ausstellungsgebäude herangrenzen. Hart an der Jena=Brücke liegt der imposante Eiffelthurm, welcher der Eröffnung zu Ehren mit zahlreichen Tricoloren geschmückt war. Trotzdem viele Staaten nicht offiziell an der Ausstellung berheiligt sind, ist die Beschickung doch stärker, als 1878. Die umfangreichste Schaustellung haben England, Nordamerika, Belgien und die Schweiz arrangiert. Die deutsche Abtheilung ist klein, aber geschmackvoll, Rußland und Oesterreich sind ziemlich stark vertreten, das Gleiche gilt von Italien. Das Hauptterrain beansprucht natürlich Frankreich. Die Stadt hatte sich zu Ehren des Tages festlich geschmückt, und als der Präsident der Republik um 1 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung fuhr, wurde er recht sympathisch begrüßt. Nach der offiziellen Begrüßung durch das Ausstellungskomitee in Gegenwart aller Staatsbehörden, von fremden Veriretern waren nur diejenigen Staaten zugezogen, die sich offiziell an der Ausstellung betheiligen, nahm Carnot das Wort zu der Eröffnungsansprache. Er betonte, daß die Republik hier ein großes Werk des Friedens vollendet habe, zu welchem Angehörige aller Nationen geladen seien, um sich auf dem Felde der Friedensarbeit zu messen. „Tomaso wird mir Nachricht schicken oder bringen, obgleich ich es nicht glauben kann, daß mein junger Verwandter den Aufenthalt seiner Verlobten, wie er sie nennt, entdecken wird oder es schon gethan hat. Mit dieser Nachricht muß ich mich bann nothwendig bei der Marchesa sehen lassen, die zu ihrer Zerstreuung und um den, ihr Gewissen treffenden Gesprächen ihres Mannes zu entgehen, sich auf ihre ländliche Besitzung begeben hat. Genau genommen wünschte ich jetzt, ich wäre dieser Angelegenheit fern geblieben, in der ich ihr auch nur die Hand gereicht, um einmal ihren gegen mich so wenig rücksichtsvollen Sohn empfindlich zu treffen; denn alle Verantwortlichkeit hat sie übernommen und durch meine Macht und den Einfluß ihres Gemahls wird sie die etwa entstehenden Schwierigkeiten zu beseitigen wissen!" Sein Diener meldete ihm einen Fremden, der ihn zu sprechen wünsche und als ihm geboten, diesen eintreten zu lassen, stand er alsbald Carlo, dem Gefährten von Tomaso und Stefano, gegenüber. Dessen Gruß kaum erwidernd, fragte er schnell: „Nun, Carlo, Was hast Du mir mitzutheilen; denn ohne Grund sehe ich Dich natürlich nicht hier!“ Dieser berichtete ausführlich, was bereits der Leser weiß. Er erzählte, daß der junge Marchese und sein Diener den Aufenthalt der Signora entdeckt, und daß diese am Abend, nachdem er am Nachmittag die Stadt verlassen, nach dem ihnen bezeichneten Jagdschlosse gebracht worden sei. „Und wann ist das geschehen?“ fragte der Conte, dem diese Mittheilung auf die er indeß thellweise vorbereitet war, wenig erwünscht kam. „Vor zwei Tagen, Conte,“ entgegnete Carlo.„Der elenden Postpferde und Wagen wegen konnte ich nicht schneller fahren, und bin erst diesen Morgen gekommen!“ Ihm durch eine Handbewegung andeutend, sich zu setzen, schritt wiederum nachdenkend der Conte im Zimmer auf und ab und nach einer Weile sich Carlo, der ihn verstohlen beobachtete, zuwendend, sagte er: Frankreich strebe darnach, durch Thaten auf diesem Gebiete zu glänzen. Der Präsident dankte Allen, die sich um das Zustandekommen der Ausstellung verdient gemacht und erklärte unter Kanonendonner die Ausstellung für eröffnet. Es folgie dann der übliche Rundgang. Abends fand große Illumination statt. An der Pariser Weltausstellung betheiligen sich offiziell: Die Vereinigten Staaten, Griechenland, Norwegen, Serbien, die Schweiz, Jopan, Persien, Siam, Marokko, die argentinische Republik, Bolivien, Chile, Kolumbien, Ekuador, Guatemala, Haiti, Mexiko, Nikarugua, Peruguay, die dominikanische Republik, Salvador, Uruguay, Venezuela, die englischen Kolonien Viktoria, Neu=Seeland, Südaustralien, die südafrikanische Republik, die Republik von San Marino und das Fürstenthum Monaco. Eine private Betheiligung, theilweise mit Subventionen der Regierung findet statt durch England, Oesterreich= Ungarn, Belgien, Holland, Dänemark, Rußland, Italien, Spanien, Rumänien, Portugal, Luxemburg, Aegypten, Brasilien, China. Deutschland, Schweden, die Türkei und Montenegro sind nicht auf der Ausstellung vertreten. Bei den am Sonntag stattgehabten Wahlen in SaintQuen wurden Boulanger, Deroulede, Naquet und Laguerre zu Mitgliedern des Munizipalraths gewählt. So unbedeutend dieser Erfolg der Boulangisten ist, wird er doch von den Feinden der Republik stark für deren Zwecke ausgebeutet werden. Rumänien. König Karol von Rumänien hat den Bürgern der Hauptstadt und der Provinz seinen besonderen Dank ausgesprochen für den warmen und herzlichen Empfang, der dem Thronfolger bereitet worden. Der letztere nahm Veranlassung, einer Begrüßungsdeputation gegenüber zu erklären, daß er von jetzt ab an allen Staatsgeschäften theilnehmen und sein Möglichstes thun werde, das Land kennen zu lernen. Amerika. Die Zahl der Einwohner der Ver. Staaten läßt sich schwer auch nur annäherungsweise bestimmen. Der frühere Vorsteher des amerikanischen stattstischen Büreaus veranschlagte sie am 1. Juni 1880 auf 52921 000, während der jetzige Leiter des Büraus glaubt, daß diese Zahl viel zu niedrig gegriffen sei und der nächste Zensus, welcher 1890 aufgenommen werden wird, eine Bevölkerung von 66 Millionen ergeben wird. Afrika. Aus Sansibar wird gemeldet, daß das Korps des Hauptmanns Wißmann jetzt vollständig in Bagamoyo versammelt ist. Dasselbe besteht aus 100 Europäern, 600 Sudanesen, 100 Somalis und 100 Zulus. Der Beginn der Operation steht demnächst bevor. „Das weitere werde ich wohl von Tomaso und Stefano erfahren——“ „Ja, Conte, und zwar so bald wie möglich,“ erwiderte Carlo,„da sie nicht voraussehen konnten, was der Marchese und sein Diener zunächst unternehmen würden!" „Sie werden die Signora nicht außer Augen gelassen haben,“ antwortete der Conte offenbar verstimmt.„Bleibst Du hier?“ „Ja, Conte," versetzte dienstfertig Carlo,„und steh ihnen jederzeit zu Befehl!“ Der Conte entließ ihn nach einigen weiteren Fragen, und ging sinnend noch eine Weile im Zimmer auf und ab. Dann sich ankleidend, ließ er durch seinen Diener eine Gondel besorgen, und fuhr nach der am Golf gelegenen Besitzung der Familie Golonna. Hier angelangt, ward er von dem älteren Diener in den Gartensaal geführt, und erfuhr durch diesen, daß die Marchesa sehr leidend sei, doch ungeachtet der Vorstellungen ihres Gemahls keinen Arzt wünsche, sondern in der so schönen und frischen Luft der See zu genesen hoffe. Die hohen, weitgeöffneten, und bis auf die Terasse hinausführenden Glasthüren gewährten dem Conte den Blick in einen, allerdings schon von ihm gesehenen Garten, für den Kunst wie Natur in verschwenderischer Weise gesorgt hatten. Er erstreckte sich bis an den Golf von Neapel, dies ewig durch seine Gondeln, Barken, Fischerkähne und auch größere Schiffe belebte Bild, über das sich der tiefblaue italienische Himmel ausdehnte. Einige Minuten schweiften seine Augen über all' dies herrliche mit dem Ausdruck der Verwunderung hin, dann aber das Oeffnen einer Thür vernehmend, wandte er sich um und sah die Marchesa eintreten. Er erschrak über die, während einer verhältnißmäßig kurzen Zeit mit ihr vorgegangenen Veränderung. Ihre sonst so blühende Gesichtsfarbe hatte einer fahlen Blässe Platz gemacht, ihre schönen lebhaften Augen blickten matt, ihre vor kurzem noch so stolze Haltung war gebückt, und ihr rascher Gang ein schlürfender Lokales und Westfälisch-Rheinisches. Castrop, 10. Mai. Wie unseren Lesern wohl schon aus den Tagesblättern bekannt sein dürfte, hat die Streikbewegung unter den Bergleuten seit dem Erscheinen unseres letzten Blattes einen immer größeren Umfang angenommen, so daß jetzt wohl 80000 oder 80 pCt. der Bergleute am Streiken sind, wozu immer noch mehr kommen. Wie ein elektrischer Funke ist die Bewegung weiter gesprungen von einer Zeche zur anderen, und da im Essener Revier, wo gegenwärtig noch auf vielen Zechen gearbeitet wird, am kommenden Dienstag auch die Arbeit eingestellt werden soll, wenn die Forderungen der Bergleute nicht bewilligt werden, so dürfte fast der ganze Bergbau im Oberbergamt Dortmund ruhen. Was das sagen will, ist kaum zu beschreiben, da doch von der Kohlenindustrie Tausende anderer Betriebe, die Eisenbahnen und alle Haushaltungen abhängen, da sie ohne Kohlen keine Dampfmaschinen in Thätigkeit setzen, kein Eisen oder sonstiges Metall schmelzen, kein Gas erzeugen und unsere Hausfrauen auch nicht kochen können. Die Eisenbahnen sind heute schon wegen Mangel an Kohlen zu Betriebseinschränkungen gezwungen und mehrere Dampfer auf dem Rheine mußten aus dem gleichen Grunde schon ihre Fahrten einstellen. Aus Düsseldorf, Duisburg, Essen, Bochum, Schalke, Dortmund, Annen, Witten, Hagen, und anderen Industrieplätzen wird schon von Betriebseinstellungen oder Einschränkungen großer Hochofenwerke und Fabriken berichtet, wozu täglich und stündlich neue treten. Es ist eine Bewegung von unberechenbaren Folgen. Was nun die Aussichten für eine baldige Beilegung des Streikes anbelangt, so sind dieselben in dieser Stunde noch sehr gering. Die Zechenbesitzer wollen die Forderungen der Bergleute nicht annehmen und Letztere wollen von ihren Forderungen nicht ablassen. Eine am Mittwoch in Bochum abgehaltene Versammlung von Vertretern der Zechen des Bochumer, Herner und Gelsenkirchener Reviers hat folgenden Beschluß gefaßt: „Die Versammlung verurtheilt das ungesetzliche Vorgehen der Bergleute, ohne Einhaltung der Kündigungsfrist durch plötzliche Arbeitseinstellung eine Lohnerhöhung erzwingen zu wollen. Sie lehnt besonders die allgemeine prozentuale Erhöhung der Löhne und die Verkürzung der achtstündigen Arbeitszeit ab. Die einzelnen Zechenverwaltungen sind dagegen bereit, nach Wiederaufnahme der. Arbeit in der Lohnfrage berechtigten Ansprüchen entgegen zu Andererseits haben die streikenden Bergleute an den meisten Orten den Beschluß gefaßt: die Arbeit nicht eher wieder aufzunehmen, bis von allen Zechen die Forderungen der Bergleuteangenommen sind. Es ist der größte Lohnkampf, welchen wir in Deutschland je erlebt, ein Lohnkampf, welcher beiden Theilen furchtbare Verluste bringt, von denen zu erholen es langer Zeit bedürfen wird. Daß auch auf allen in unserer nächsten Nähe belegenen Zechen gestreikt wird, wissen unsere Leser ja wohl. Selbst auf dem im Abteufen begriffenen neuen Schachte „Adolf von Hansemann“ in Mengede ist die Arbeit eingestellt. Die Belegschaft der Zeche„Erin“ hatte Mittwoch und Donnerstag Morgen im Schulte=Becker'schen Saale Versammlungen, wo über die Forderungen berathen wurde. In der ersten Versammlung wurden Delegierte gewählt, welche der Verwaltung die Forderungen der Belegschaft (25 pCt. Lohnerhöhung,=stündige Schicht mit Ein= und Ausfahrt, Aichung der Kohlenwagen auf 10 Ctr.) übermitteln sollte. In der zweiten Versammlung berichteten die Delegierten über ihre Verhandlungen mit der Verwaltung, welche zu einer Einigung nicht geführt hatten. Die Versammlung veschloß an den Forderungen festzuhalten. Eine weitere Versammlung für die Bergleute von allen umliegenden Zechen fand Nachmittags 3 Uhr auf dem Germanenhügel statt, woran wohl 1500 Männer Theil nahmen. Bergmann Adrian eröffnete die Versammlung mit einem Hoch auf den Kaiser und frug die Versammlung, ob an den bekannten Fordefestgehalten werden sollte, welches einstimmig bejaht geworden. Als nach gegenseitiger Begrüßung sie sich nieder gelassen, sagte der Conte mit einem thüilnehmenden Blick: „Aber, Marchesa, was ist mit Ihnen vorgegangen?“— Kaum kenne ich Sie wieder——“ „Ich glaube es wohl, Conte,“ erwiderte sie schnell und mit leichter heiser Stimme,„doch still von dem und reden wir von dem, was Sie herbeigeführt. Sie wollen mir gewiß von meinem Sohn berichten—“ „Ja, das will ich,“ entgegnete der Conte,„und Ihnen zuerst sagen, daß sicheren Nachrichten zufolge, die ich vor wenigen Stunden erhalten, er sich vor zwei Tagen wohl und gesund befunden!“ Marchese, Himmel sei Dank,“ rief tief aufathnend die ###. Damit ist mir eine große Sorge genommen, doch täuschen Sie mich auch nicht?“ „Nein, Marchesa,“ versicherte ihr Verwandter,„wie Sie aus dem, was ich Ihnen weiter berichten werde, ersehen können“ und eingehend wiederholte er, was er von Carlo erfahren. Sie hörte ihm mit der größten Aufmerksamkeit zu und erwiderte nach kurzem Nachdenken: „Und glauben Sie, Conte, daß er nicht auch den jetzigen Aufenthalt jenes Mädchens entdeckt, nachdem er den ersten so schnell aufgefunden?“ „Das vermag ich nicht zu sagen,“ entgegnete der Conte, „doch werden wir darüber näheres erfahren, da ich morgen neue Nachrichten erwarte. Jedenfalls aber wird meine Schwester, der ich mit Ihrer Zustimmung die Sache anvertraut, mit ihm zu verhandeln und das Mädchen vor ihm zu verbergen wissen! „Das sicherlich durchschaut, weshalb man es aus der Anstalt fortgebracht,“ sagte die Marchesa. „Das dürfte uns gleichgültig sein,“ verseßte ruhig der Conte,„und würde schließlich ihm wenig nützen!“ „Wäre es nicht um unsere Familienehre, so wollte ich, daß ich mich nie in seine Liebesangelegenheit gemischt hätte!“ unterbrach die Marchesa die eingetretene Pause.„Wir wurde. Demnächst nahm der Bergmann L. Schröder aus Dortmund das Wort. Derselbe überbrachte die Grüße der Bergleute von Dortmund und Umgegend, welche mit den hiesigen Kameraden völlig eins seien und aushalten wollten, bis ihre gerechten Forderungen erfüllt wären. Er mahnte zur Ruhe und Besonnenheit, damit den Bergleuten die Sympathien der Bevölkerung, welche ganz auf ihrer Seite stände, nicht verloren ginge. Er erzählte dann, daß ihm Herr Direktor Hilbck von Zeche„Westfalia“ vor Kurzem gesagt habe, er treibe ein gefährliches Spiel. Vor einigen Tagen habe ihm der Herr klarmachen wollen, daß die Löhne um 15 pCt. in die Höhe gegangen seien. Am Dienstag habe er ihn mit der Weisung zum Büreau beordert, daß, wenn er nicht käme, sofort Kündigung erfolgen würde, außerdem werde er dafür sorgen, daß er in ganz Westfalen keine Arbeit mehr erhielte. Er habe darauf geschrieben, daß er nur mit zwei Zeugen kommen würde. Er sei dann auf Donners tag früh 6 Uhr bestellt worden, jedoch wäre es zu einer Einsichtnahme der Lohnlisten nicht gekommen, da die Belegschaft nach Verweigerung ihrer Forderungen die Arbeit eingestellt habe. Von einer eingetretenen Steigerung der Löhne könne überhaupt keine Rede sein; wenn die Bergleute mehr verdienten, dann hätten sie das durch Ueberschichten redlich verdient. Das Ueberschichtmachen könne ein Bergmann aber auf die Dauer nicht aushalten, es ruinire seinen Körper und mache ihn frühzeitig krank und arbeitsunfähig. Redner schilderte die Folgen, wenn die Bergleute jetzt nicht aushielten und ermahnte zum treuen Festhalten an den gestellten Forderungen. Dann trat der Bergmann Johann Weber aus Bochum auf, welcher die Grüße der Kameraden aus Bochum und Umgegend überbrachte, welche ebenfalls mit den hiesigen Kameraden einig seien und aushalten wollten, bis sie ihre Forderungen erreicht. In langer oft von großem Beifall unterbrochener Rede entwarf W. sodann ein Bild von der Lage des Bergmannsstandes, der hohen Miethen, Steuern und Lebensmittelpreise 2c., welche bei den geringen Löhnen dem Familienvater eine auskömmliche und menschenwürdige Existenz nicht böten. Redner kam auch auf die von den Zechenverwaltungen aufgestellten Lohnberechnungen zu sprechen, welche durchaus falsch seien. Die Lohnbücher bewiesen am Besten, was die Bergleute verdienten. Sr. Majestät dem Kaiser müsse von den Bergleuten mal mitgetheilt werden, was sie verdienten und frage er, ob die Versammlung damit einverstanden sei, daß Delegierte gewählt würden, welche Se. Majestät persönlich von der Lage des Bergmannsstandes Mittheilung machten. Diese Frage wurde von der Versammlung einstimmig bejaht und sollten auf der heute Morgen in Bochum stattfindenden Delegierten=Versammlung Delegierte für die persönliche Unterrichtung Se. Majestät gewählt werden. Redner erklärte noch, daß die Behauptung, die Bewegung sei von den Sozialdemokraten angefacht, eine unwahre sei und forderte zum Beweise hierfür zu einem Hoch auf den Kaiser auf, welches begeisterte Aufnahme fand. Fassen wir das Resultat der Versammlung schließlich in wenigen Worten zusammen, so war die allgemeine Ansicht, daß ausgehalten und die Arbeit nicht eher wieder aufgenommen werden dürfe, bis die Lohnerhöhung und 8stündige Schicht mit Ein= und Ausfahrt erreicht sei. Samstag Nachmittag 3 Uhr findet auf dem Germanenhügel eine weitere allgemeine BergarbeiterVersammlung statt, wo die Delegierten von Bochum Bericht erstatten. Sonntag Nachmittag ist daselbst auch wieder eine Versammlung. Ruhestörungen sind hier bisher nicht vorgekommen und auch wohl nicht zu erwarten. Auf Zeche„Graf Moltke“ bei Gladbeck und Zeche„Schleswig" bei Brackel sind leider Zusammenstöße zwischen den Bergleuten und dem Militär vorgekommen, in Folge dessen das Militär von den Gewehren Gebrauch gemacht und auf die Menge gefeuert hat. Hierbei sind auf„Graf Molkke“, 5 Mann erschossen und 5 verletzt worden. Auf„Schleswig“ wurden 7 Personen getroffen, wovon drei Mann und eine Frau todt blieben. Ein kleines Kind soll durch die Hand geschossen sein. können aber unserm Sohn kein obskures, bürgerliches Mädchen heirathen lassen!“ „Wollen Sie dem Marchese die durch mich erfahrenen Nachrichten mittheilen?“ fragte, diese Bemerkung übergehend, der Conte. „Dann müßte ich ihm die ganze Wahrheit sagen,“ entgegnete seine Verwandte,„fühle mich aber jetzt außer Stande, seinen Zorn wie seine Vorwürfe zu ertragen. Ich will Ihre weiteren Nachrichten abwarten, vielleicht auch kehrt Giovanni bald zu uns zurück!“ Die beiden Verwandten setzten dies Gespräch noch eine Weile fort, dann bat der Conte die Marchese, einen Arzt zu konsultieren und für ihre Gesundheit zu sorgen, worauf sie „Kein Arzt ist im Stande, mir zu helfen. Ich aber werde genesen, sobald ich meinen Sohn wiedersehe!“ Wohl wissend, daß alles Zureden vergeblich sein würde, verabschiedete er sich bald und kehrte nach der Stadt zurück, während sie mit ihren vielseitigen Sorgen und schweren Gedanken auf ihrer schönen Besitzung zurückblieb, die ihr weder Genuß noch Freude zu gewähren vermochte. Am anderen Morgen wartete der Conte vergeblich auf seine Vertrauten, deren Ankunft ihm so sicher in Aussicht gestellt war, und gerieth darüber in große Unruhe. Carlos Erscheinen, welcher ihm anzeigte, daß sie noch nicht angelangt seien, er auch nichts von ihnen erfahren, erhöhte diese noch, und er trug ihm auf, sie, sobald sie eingetroffen, zu ihm zu 8 1.„Statt ihrer kam am Mittag ein Brief, dessen Aufscheift und Poststempel ihm sagte, daß er von Signor Vitali sei. Ihn hastig öffnend, las er: Mein werther Conte! Ihre Vertrauten werden Sie schon erfahren haben, daß die junge Signora, nachdem ich sie genügend beobachtet, meine Anstalt geistig gesund verlassen, und zwar wie sie gewünscht, in theilweiser Begleitung ihrer Wärterin. Auch ihre körperliche Gesundheit hat sich während ihres kurzen Soeben erfahren wir noch, daß gestern Abend auf der unteren Bahnhofstraße in Bochum ebenfalls 2 Personen vom Militär erschossen und ein Erwachsener und 2 Kinder nicht unerheblich verletzt worden sind. Eine 25 Mann starke Militärpatrouille trieb dort eine Rotte Kinder und unreife Burschen, welche durch Hurcahrufen und angeblich auch Werfen mit Steinen die Soldaten verhöhnten, auseinander. Sasiaer Bahnhofgche, ies der Offizüer Halt machen und 3 Unglück entsiand. 409ben, wodurch das e## Jateresse unserer ganzen Bevölkerung und Inbustrie kann nur sehnlichst gewünscht werden, daß bald eine SEitzigrns, zwischen den Vergleuten und Verzwerklsbesitzern Unter Bezugnahme auf eine diesbezügliche Mittheilung in der vorigen Nummer, haben wir noch zu bemerken, daß das System ..— Die Turnerschaft des 8. Kreises(die ganze Provinz Wegfalen, von Rheinland die Reg.=Bez. Köln, Düsseldorf Aachen und das Fürstenthum Lippe Detmold) ist nach der neuesten Statistik im J. 1887 um fast 2000 Mann, nämlich von 29,473 auf 31,329 gewachsen. Das turnerische Leben hat sich in gleich erfreulicher Weise fortentwickelt. — Ueber Kinderwagen schreibt ein angesehener Arzt: Da das warme Frühlingswetter wieder zum Ausfahren der kleinen Kinder lockt, so möchte ich an die Mütter und Kinderwärte. rinnen die Mahnung richten: Schont die Augen der Kinder! In Kinderwagen soll man niemals ein Kind auf den Rücken legen, auch selbst dann nicht, wenn kein Sonnenschein ist, weil das durch die Wolken dringende Licht blendet. Die Rückentage ist überhaupt keine gesunde und sollte auch bei den Kindern nicht angewendet werden. Außerdem vermeide man weiße Bettchen in die Kinderwagen zu legen oder über dem: selben weiße oder rothe Decken anzubringen. Wegen Mißhandlung ihres Stieskindes wurde in Dortmund eine Frau zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt. Einen vollendeten Straßenraub beging ein 10 jähriges Mädchen in Dortmund, indem es einem anderen Mädchen ein Markstüc entriß und davonlief. Die Stadtväter von Hamm waren in der erfreulichen Lage, den Zuschlag zur Klassen= und Einkommensteuer um 45 Prozent zu ermäßigen. Herr R. in Hamm, sowohl Brieftauben=Liebhaber, als auch Imker, schloß folgende Wette:„Auf einer Strecke von nicht ganz einer Stunde, nämlich von Rynern nach Hamm, sollen bei schönem Wetter Bienen eher wieder zu Hause eintreffen, als Brieftauben.“ Diese Wette hat Herr m elänzend gewonnen. Zwölf Brieftauben und zwölf mit ie Bienen, unter den letzteren vier Drohnen und acht Arbeitsbienen, wurden nach Rynern geschafft und dort gleichzeitig in Freiheit gesetzt, und siehe da, eine weiße Drohne war 4 Sekunden eher angelangt, als die erste Taube. Mit der zweiten Taube langten schon die übrigen drei Drohnen und mit dem Rest der Tauben auch schon die Arbeitsbienen an. Verdauungsorgane zu besitzen kann sich der 72 jährige Metzger H. in Soest rühmen. In Folge einer Wette verzeyrte derselbe nämlich in einer Wirthschaft in der Nähe des Brüderthores innerhalb 12½ Minuten 23 gekochte Eier, nach welcher Leistung derselbe keineswegs ein Unbehagen verspürte, sondern vielmehr die zahlreich anwesenden Gäste aufforderte, eine gleiche Wette nochmals für den Nachmittag mit ihm einzugehen. In einem Teiche der Thomeeschen Fabrikanlage in Werdohl fand man ein seit Wochen verschwundenes Dienstmädchen aus der Gemeinde Velbert gebürtig. In ihrem Koffer entdeckte man unlängst die Leiche eines neugeborenen Kindes, welches in Papier eingewickelt war. Durch einen freiwilligen Tod hat sich das Mädchen dem irdischen Richterspruch entzogen. Der Mörder Utdarp aus Bocholt, welcher im vorigen Sommer seine eigene Frau umbrachte und dann gräßlich verAufenthalts hierselbst gekräftigt, doch scheint der sie betroffene schwere Kummer noch immer nicht von ihr weichen zu wollen. Leider kann ich Ihnen dasselbe augenblicklich nicht von der Contessa sagen, die, ihre gelegentlichen Anfälle abgerechich Ihnen auch stets gemeldet, seither eines guten Wohlseins erfreute. Die Anwesenheit der Signora Angela hat sie in eine lange nicht gekannte Aufregung versetzt. Sie hat sie verschiedentlich im Garten gesehen, einmal auch haben sie sich auf ihrem Spaziegang unterhalten, und hat sie darauf wiederholt erklärt, eine Unterredung mit ihr eine große Aehnlichkeit mit ihrer Familie besitze. Thatsache ist es auch, daß Signora Angela der Contessa auffallend gleicht. Sie bedauert ihre Abreise, die sie vorher nicht erfahren, und hat erklärt, an sie, die sie in Neapel glaubt, schreiben zu wollen. So viel für heute von Ihrem ergebenen Maim Oesen dieser a y: Emanuelo Bitalt. Beim Lesen biese. Zeiten hatte das Gesicht des Conte einen nachdenklichen Ausdruck angenommen, und eine Weile auf die letzteren hinstarrend, sagte er endlich: „Es ist Zufall— kann nur Zufall sein!— Wie oft ist unter gänzlich fernstehenden Personen eine Aehnlichkeit vorhanden, warum auch nicht unter der Contessa Locarno und Signora Angela Manfredi, unter denen keine Verwandtschaft bestehen kann!“ und im Begriff, den Brief zu zerreißen, hielt er inne und fügte hinzu:„Einige Tage will ich ihn ieber verwahren,“ und ihn in seinem Schreibtisch verschließend, setzte er dann an diesem seine Arbeit fort. ##r. Tag verstrich ihm nur langsam, denn da er seine beiden Verkrauten nicht verfehlen durfte, konnte er auch während desselben das Haus nicht verlassen. Doch wartete er vergeblich; sie mußten aiso nicht angekommen sein, oder es war vielleich: gar ein Unglück geschehen, ein Gedanke, dee ihn ungeachtet seiner sonstigen Ruhe in Aufregung versetzte. K. 44 Provinzia ertliürt worden finden. Berschmnt Wierholz aus Ueberzieher, Schnürschuhen Eltern, Don 9 Nachricht im Auf eine „Herr“ in Es herein. Der Fräulein eine markstückes in Bildniß, des deren Seite „Lerne leiden auf 10 Mark eiligst aus dem Die Ehef: rettete ein drei In einem Geldern eine 8 In Kleve den fremden He geschenk. Kurz Herrn und per ihm selbstverstä nun den Herrn war, in sein# kurzer Kampf, den Hals stie nach dem Hosp Das Konz hat nach Abzu gebracht. Die Lire(96 Mk.). Konzert zu vo der minder gut gönnen kann. Nachdem wurde jüngst geschlagen. G General von L auf dem Karth pen ab. Der ist seit den 60e sich die Bürger Als Kurio gangene Woche ständige Steuer einen Einwohne dem Steuerarre den war. Als einen ein 13jähriger den Hafen gestü Kind aus dem Der kürzli Bazar hat die In der 9 ersten Kirschen stellte sich auf 1 (Fortsetzung folgt.) Zwei ihres gefährl Deutscher, N Plötzlich stürz Müller und z. der entsetzten berichtet, gab Vorstellung a „aro“ und gelehnt,„Rom die gereizte B Leib, daß Fetz ben. Giacom wundernswert sprang er emp es mit der P Käfig, worau letzungen Giac sicht auf Rettr * Von K für Stenogr.“ Stenograph ökonomiekollegi Gegenwart der der alljährlich einer besonder seine sämmtlich dern bis aufs strengungen,## Seite abzugewi schnellen Wechse des ihm schräg griff lächelnd erwähnten Stei Geschäft des B * Ein We augenblicklich# und unsere Ma wesen sein, bei plötzlich auf ei nennt, zu stoße amelte, ist nunmehr auf Grund der ärztlichen Beobachtungen Provinzial=Medizinal=Kollegium in Münster für irrsinnig erklärt worden. Er wird in einer Irrenanstalt Unterkunft finden. Verschwunden ist seit Mittwoch der 5jährige Knabe Hans Wierholz aus Essen. Derselbe war bekleidet mit braunem Ueberzieher, grauer Hose, dunkelbraunen Strümpfen, mit Schnürschuhen und mit schwarzer Mütze. Die trostlosen Eltern, Don Nr. 30 in Essen wohnend, bitten um schleunige Nachricht im Falle Antreffens ihres einzigen Kindes. Auf einen plumpen Betrug, den ein fein gekleideter „Herr“ in Essen verübte, fiel eine dortige Verkäuferin herein. Der erstere kaufte eine Kleinigkeit und drückte dem Fräulein eine werthlose Denkmünze in Größe eines Zehnmarkstückes in die Hand, welche auf der einen Seite das Bildniß, des hochseligen Kaisers Friedrich und auf der anderen Seite den denkwürdigen Ausspruch desselben trägt „Lerne leiden ohne zu klagen". Das übrige Geld wurde auf 10 Mark herausgegeben und der Betrüger verschwand eiligst aus dem Laden. Die Ehefrau eines Fabrikarbeiters in Fronhausen rettete ein dreijähriges Kind vom Tode des Ertrinkens. In einem Jauchekeller ertrank zu Stenden im Kreise Geldern eine 80jähr. Wittwe. In Kleve bettelte ein Strolch einen dort zur Kur weilenden fremden Herrn an und erhielt auch ein ansehnliches Geldgeschenk. Kurz darauf erschien der Strolch wieder vor dem Herrn und verlangte nochmals ein Almosen, welches dieser ihm selbstverständlich verweigerte. Der freche Mensch verfolgte nun den Herrn und überfiel ihn, als er eben im Begriffe war, in sein Hotel zu treten. Es entspann sich ein heftiger kurzer Kampf, wobei der Strolch dem Fremden ein Messer in den Hals stieß. In lebensgefährlichem Zustande wurde er nach dem Hospital geschafft. Der Thäter entkam leider. Das Konzert des Kölner Männergesangvereins in Rom hat nach Abzug der Kosten über 6000 Lire(4800 Mk.) eingebracht. Die besseren Logen kosteten nicht weniger als 120 Lire(96 Mk.). Bei der Rückkehr von Neapel wird ein zweites Konzert zu volksthümlichen Preisen stattfinden, damit auch der minder gut Situierte sich den Genuß des deutschen Liedes gönnen kann. Nachdem zunächst die Garnison in Köln alarmirt worden, wurde jüngst morgens 6 Uhr in Koblenz Generalmarsch geschlagen. Gegen ¼4 vor 7 Uhr ritt der kommandirende General von Loé mit seinem Stabe zum Löhrthor hinaus, auf dem Karthäuser Felde hielt er die Parade über die Truppen ab. Der Befehl zur plötzlichen militärischen Alarmirung ist seit den 60er Jahren nicht mehr gegeben worden, daher sich die Bürgerschaft sichtlich dafür interessirte. Als Kuriosum verdient mitgetheilt zu werden, daß ver gangene Woche auf dem Markt in Koblenz ein für rückständige Steuer gepfändeter kleiner Teckel für 30 Pfg. an einen Einwohner von Ehrenbreitstein versteigert wurde, da bei dem Steuerarrestanten kein anderes pfändbares Objekt vorhan den war. Als einen muthigen Lebensretter erwies sich in Koblenz ein 13jähriger Knabe, indem er am Schwanenthor einem in den Hafen gestürzten 4jährigen Knäbchen nachsprang und das Kind aus dem Wasser zog. Der kürzlich in Koblenz veranstaltete Wohlthätigkeits Bazar hat die Summe von 10000 M. eingebracht. In der Markthalle zu Frankfurt a. M. wurden die ersten Kirschen(aus Südfrankreich) verkauft; das Pfund stellte sich auf 1 M. 50 Pf. * Zwei Löwenbändiger sind in diesen Tagen ein Opfer ihres gefährlichen Berufs geworden. In Asti gab ein Deutscher, Namens Müller, Vorstellungen im Löwenkäfig. Plötzlich stürzte sich die stärkste und wildeste der Bestien auf Müller und zerfleischte ihn vollständig unter dem Angstgeschrei der entsetzten Zuschauer. Wie das„Echo du Nord“ ferner berichtet, gab der Löwenbändiger Giacometti am Montag eine Vorstellung auf dem Markt zu Roubaix mit dem Löwenpaar „Sara“ und„Romulus“. Als er, gegen die Löwin gegelehnt,„Romulus“ über die Gerte springen ließ, schlug ihn die gereizte Bestie plötzlich mit der Tatze derart gegen den Leib, daß Fetzen Fleisch an den scharfen Krallen hängen blieben. Giacometti bewährte in der kritischen Lage eine bewundernswerthe Kaltblütigkeit. Mit übermenschlicher Kraft sprang er empor und warf das mächtige Thier zurück, trieb es mit der Peitsche in einen Winkel und verließ dann den Käfig, worauf er ohnmächtig zusammenbrach. Die Verletzungen Giacometti's sind so schwerer Art, daß wenig Aussicht auf Rettung für ihn vorhanden ist. * Von Kaiser Friedrich wird im Maihefte des„Archivs für Stenogr. erzählt: Im Jahr 1883 nahm ein bekannter Stenograph die Verhandlungen des preußischen Landesökonomiekollegiums im Reichstagsgebäude auf und zwar in Gegenwart des damaligen Kronprinzen Friedrich Wilhelm, der alljährlich zu den Sitzungen zu erscheinen Pflegte. In einer besonders langen Sitzung waren dem Stenographen seine sämmtlichen Gleistifte nicht nur stumpf geworden, sondern bis aufs Holz abgeschrieben; er machte verzweifelte Anstrengungen, jidem Bleistifte noch die einzige schreibfähige Seite abzugewinnen. Der Kronprinz, welcher diese durch den schnellen Wechsel der Bleistifte sich kundgebende Verlegenheit des ihm schräg gegenübersitzenden Stenographen wahrnahm, geiss lacheind nach dem Federmesser und den Bleistiften des erwähnten Stenographen und unterzog sich eigenhändig dem Geschäft des Bleistiftspitzens. * Ein Westpreuße, so erzählt die Thorner Zeitung, ist augenblicklich Besitzer eines deutschen Hotels in Zanzibar, und unsere Marinetruppen werden nicht wenig überrascht gewesen sein, bei ihren Streifereien in der Stadt der Schwarzen plötzlich auf ein„Hotel zum Anker“, wie sich das Gasthaus nennt, zu stoßen. Die Geschicke des Besitzers, dessen Name Julius Michelsen ist, sind ziemlich romanhaft. als junger Maurer verließ er im Jahre 1860 seinen bei Straßburg i. W. belegenen Geburtsort und zing nach Rumänien, arbeitete dort einige Jahre und begab sich dann nach Aegypten, wo er bis zum Jahre 1873 beim Bau des Suezkanals beschäftigt wurde. In Kairo verheirathete er sich mit einer Oesterreicherin. Als die Zeiten für Handwerker in Aegypten schlecht wurden, wandte sich Michelsen wieder nach Rumänien, später nach Odessa, erhielt eine Anstellung im Kaukasus bei der angloindischen Telegraphen=Gesellschaft und mußte 1887 diese einträgliche Stellung aufgeben, weil er das Klima nicht vertrug. Er ging abermals nach Aegypten und fuhr, als er hörte, daß zur Errichtung von Gebäuden in Dar=es=Salaam Arbeiter gebraucht würden, nach Zanzibar. Hier eröffnete Michelsen ein deutsches Gasthaus, und es scheint ihm und seiner Familie dort ganz gut zu gehen. * Aus Paris wird berichtet: Schon wieder etwas Neues vom Eifelthurm: Der„Figaro" hat einen Theil der zweiten Plattform 115 Meter 73 Centimeter über dem Erdboden, gemiethet und dort aus nordischen Hölzern einen Bau errichten lassen, dessen Forderseite derjenigen des FigaroHotels in der Rue Drouot ähnlich sieht. Da ist alles für den Druck eines Blattes eingerichtet, eine Marinoni=Schnellpresse, die durch einen Gasmotor in Bewegung gesetzt wird, die Sitze für 12 Setzer, Werkstätte für 3 Clicheure, ein Pult für einen Correktor und ein Tisch für etliche Redakteure; denn der„Figaro de la Tour Eiffel“, eine kleine Sonderausgabe des großen Boulevardblattes muß ganz und gar mit Ausnahme des Papieres, auf dem Thurm hergestellt werden. Jedem Besucher der luftigen Höhe wird auf sein Verlangen eine Nummer des Blattes eingehändigt, welche noch die besondere Erwähnung enthält daß Herr, Frau oder Fräulein X. an dem und dem Tage den Eiffelthurm erklommen. * Vom Pariser Eiffelthurm. Die Auffahrtspreise zu den verschiedenen Stockwerken des Riesenbauwerkes sind jetzt festgestellt; sie betragen: 2 Frsc. zum ersten, 3 Frcs. zum zweiten und 5 Frcs, zum obersten Stockwerk. Für die Sonntagnachmittage sind indeß halbe Preise bestimmt. Auf der Plattform des ersten Stockwerkes, wo ein französisches und russisches Restaurant, eine englisch=amerikanische Schänke, sowie eine flandrische Brauerei für Erfrischungen sorgen werden, haben sechstausend Personen, auf der zweiten eintausendfünfhundert und auf der dritten fünfhundert Personen Platz. Rechnet man dazu die Zahl der Bediensteten und der jeweilig in der Auffahrt begriffenen Personen, die etwa zweitausend betragen dürfte, so werden im Ganzen etwa zehntausend Personen in den verschiedenen Theilen des Thurmes auf einmal Platz finden können. Zur Bequemlichkeit der Besucher sind auch in den oberen Etagen kleine Restaurationen vorgesehen und telephonische Verbindungen mit der Stadt hergestellt. * Ein amerikanisches Journal schreibt:„Die neueste Erfindung in der Papierbranche sind Hemden mit Papiereinsatz in sieben losen Blättern übereinander, von welchen man täglich eins abreißt und so alle Tage eine reine, weiße Brustfläche darbietet. Der Erfinder dieser sehr praktischen Tracht druckt jetzt auf die Rückseite der einzelnen Blätter eine höchst spannende Novelle in Fortsetzungen. Hat nun der Träger eines solchen Hemdes einmal mit dem Lesen der Geschichte begonnen, so kann er oft nicht bis zum nächsten Tage auf die heiß ersehnte Fortsetzung warten, sondern reißt die Blätter herunter, bevor es sonst nöthig sein würde, wodurch sich der Verbrauch dieser Hemdeneinsätze so steigert, daß der Patentinhaber den an ihn gestellten Ansprüchen kaum mehr genügen kann. * Das Geschäft eines Scharfrichters gehört dem Einkommen nach noch lange nicht zu den schlechtesten. Der gegenwärtig in Haft befindliche Scharfrichter Krauts hat für jede Hinrichtung in Berlin eine Pauschalsumme von 500 Mk. erhalten. Davon hatte er das sehr einfache Begräbniß der Gerichteten und das Honorar für die bei der Exekution beschäftigten Gehülfen zu bestreiten. Bei Hinrichtungen in anderen Orten wurden ihm außerdem noch die Reisespesen vergütet. Und dabei bleibt den Scharfrichtern so viel Zeit zu anderen Geschäften, daß sie das Richtamt schließlich als Nebenerwerb betrachten können. * Das überaus traurige Schicksal der Braut eines Kaufmannes in Lübeck erweckt dort allgemeines Bedauern. Bei dem am Vorabend der Hochzeit statt gehabten„Polterabend“ hatte die Schwester der Braut in üblicher Weise unter Aufsage eines Wunschgedichtes den Brautkranz und Schleier überreicht. Kaum war dies in feierlicher Form geschehen, als die Braut von einer Ohnmacht befallen wurde, aus der sie trotz aller angewendeten ärztlichen Mittel nicht mehr erwacht ist. Sie starb an ihrem Hochzeitstag wenige Stunden vor dem Augenblicke, in dem sie mit dem geliebten Mann ehelich verbunden werden sollte. Statt der Freudenkrone ward ihr eine Todtenkrone. * Der deutsche Luftschiffer Streif verunglückte in Booneville, Indiania, in gräßlicher Weise. Als er etwa 1500 Fuß hoch gestiegen, platzte der Ballon. Streif war trotz des schrecklichen Sturzes nicht auf der Stelle tot, aber so zermalmt, daß er bald seinen Geist aufgab. Von den Zeugen der entsetzlichen Szene wurden viele ohnmächtig, und Streifs Frau, die ihn stürzen sah, wahnsinnig. * Die Ausstellung für Unfallverhütung in Berlin war am letzten Sonntag von mehr als 20,000 Personen besucht. Leider sind auch eine größere Zahl von Diebstählen, meist Taschendiebstähle, vorgekommen, aber auch an der Ausstellung selbst sind mehrere Gegenstände entwendet. Am Abend war der Andrang so groß, buß sich die Menschenmasse kaum noch zu rühren vermochte. * Eine sonderbare Verlobung fand dieser Tage in Frankfurt am Main statt. Die Braut wandelt stark in den Fünfzigern, der Bräutigam ist erst einige dreißig Jahre alt. Sie ist bereits Großmutter, er wollte früher ihre Tochter heirathen und nimmt jetzt die zur Frau, die einst seine Schwiegermutter werden sollte. * Die Bauthätigkeit in Berlin ist jetzt bei dem günstigen Frühlingswetter eine äußerst rege; Berlin braucht alljährlich bei einer Bevölkerungszunahme von 50000 Seelen 800 neue Häuser. * Deutsche Sinnsprüche. Froh und ernst, doch immer heiter, Leite dich die Poesie, Und die Welle trägt dich weiter, Und du weißt es selbst nicht, wie.— Laß dich Poesie geleiten Auf des Lebens rauhem Weg! Ueber alle Schwierigkeiten Hebet sie dich leicht hinweg.— Allem läßt sich abgewinnen Eine Seite, wo es glänzt; Und was kein Verstand ausfinnen kann, hat Poesie ergänzt. * Sie reden wohl, thun aber nicht darnach. Bei Gastmahlen bringen die Menschen Gesundheiten aus, und dabei trinken sie sich zu Tode! Gemeinnütziges. * Mittel gegen den Fußschweiß. Die MilitärMedizinal=Rbtheilung des deutschen Kriegsministeriums macht bekannt, daß zu dauernder Beseitigung des Fußschweißes die Chromsäure ein sicheres, unbedenkliches und billiges Mittel sei, dessen Anwendung auch keine vorübergehende Dienstesstörung nothwendig macht. Durch einmaliges Bestreichen der Fußsohle und der Haut zwischen den Zehen mit Verbandwatte, welche mit Hilfe einer Kornzange in eine 10proc. Chromsäurelösung getaucht worden ist, soll eine sofortige Wirkung erzielt werden. Bei Schweißfüßen mittleren Grades genügen angeblich einige in Zeiträumen von 6 bis 8 Wochen zu wiederholende derartige Bepinselunzen, während höhere Grade in den ersten Monaten häufigere Anwendung des Mittels(alle 2 bis 3 Wochen) erheischen. Bei wunden Füßen wird empfohlen, zunächst einige Tage hintereinander eine 5proc. Lösung zu benützen und erst nach Wiederherstellung der Haut zur stärkeren Lösung überzugehen. Zuweilen soll sich nach Gebrauch des Mittels, namentlich im Hochsommer, eine vermehrte Schweißabsonderung am ganzen Körper einstellen, die indessen schon nach 1 bis 2 Tagen sich ohne Nachtheile wieder verliert. * Gegen Ungeziefer an Vieh wird ein Mittel empfohlen, das nicht nur sehr einfach ist, sondern auch ganz sicher wirken soll. Man soll nämlich die Thiere mit dem Wasser waschen, so räth der Wahrheitsfreund, in welchem Kartoffeln gekocht worden sind. Eine einmalige Waschung soll in den meisten Fällen schon hinreichen, doch ist es gerathen, das Mittel einige Male anzuwenden, um auch die Brut zu zerstören. Auch gegen Milben an Thieren, wodurch die Räude verursacht wird, soll das Mittel erfolgreich sein. Die Wirkung wird dadurch erklärt, daß das Kartoffelwasser einen gewissen Gehalt an Solanin(Nachtschattenstoff) besitzt, das auf die Insekten wie Gift wirkt. *(Der kleine Geschäftsmann). Auf dem Marsche zur Schießübung kommt eine Feldbatterie durch das Städtchen T. Am Ausgang desselben wird eine kurze Rast gemacht. In unmittelbarer Nähe des Rastplatzes liegt die Knabenschule des Ortes, deren Schüler sich, da gerade Freistunde war, bald vollzählig um die Batterie versammelt hatten und das seltene Schauspiel mit größter Aufmerksamkeit betrachteten. Dreistere Knaben erkundigten sich bei den Mannschaften danach, wie denn eigentlich geschossen würde, wie weit die Kugeln fliegen u. s. w. Da tritt aus dem Schwarm ein kleiner Knabe vor den Batterie=Chef, legt salutierend die Hand an die Mütze und fragt;„Versaihen Se, Herr Lieutenant, was kostet so a' Kanon?“ * Strafe. Mutter:„Warum weinst Du denn, Karlchen?“—„Ich hatte mir eine Cigarre für zwei Pfennige gekauft und rauchte sie,— und da kam der Papa und—“ —„Prügelte Dich durch?“—„Nein, er sagte, ich muß sie ganz zu Ende rauchen.“ * Was ein Vokalbewirken kann. Pfarrer:„Ist es wahr, daß sie ihren Mann, wenn er betrunken ist, mit dem Stubenbesen schlagen?“— Frau:„Ja, Herr Pfarrer, das hab ich von meiner Mutter selig, die sagte immer: Wenn es nicht im Guten geht, muß man es mit dem Besen versuchen.“ * Pastor:„Sie wollen Leichenbitter werden? Das geht nicht? Sie haben ein viel zu heiteres Gesicht dazu.— Bewerber:„Ja, Herr Pastor, heut ist auch erst Montag, Sie sollen mich aber mal am Freitag sehen, wenns Geld alle ist.“ * Grober Flegel. Ein Amtmann fuhr einen Bauern an:„Die Bauern sind grobe Flegel!“—„Richtig, Herr Amtmann, aber nicht alle grobe Flegel sind Bauern!“ *(Etwas spät.)„Wann hast Du denn eigentlich Frau kennen gelernt?“—„Nach den Flitterwochen!“ * Logisch. Lehrer:„Wir kommen nun zur Bildung von Gegensätzen. Zum Beispiel: Die Frau liebt das Einfache! Wie würdest Du hier den Gegensatz bilden? Schüler: „Der Mann liebt das Bayerische.“ * Eine Löwenmutter. Frau.:„Sehen Sie nur, welche Anstrengungen die Frau Oberst macht, um ihre Tochter an den Mann zu bringen!“— Frau.:„Ja sie kämpft wie eine Löwin, deren Junges man nicht rauben will!“ * Eine nette Gegend. Fremder: Sagt mir, sterben denn hier so wenig Leute, weil der Kirchhof im Vergleich zu dem großen Dorfe so klein ist?— Bäuerin: Ja, wissen Sie, die Mannsbilder aus unserm Ort sterben meist im Zuchthaus! * Grausame Rache. Söhnchen des Leierkastenmannes: Vater, warum spielst Du in diesem Haus immer so lange? Vater, weil hier ein Feind von mir wohnt. Ganz seid. bedruckte Foulards Mk..90 bis.25 pr. Met.— versendet roben= und stückweise portound zollfrei ins Haus das Seidenfabrik=Debot G. Honnoberg,(K. u. K. Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pfg. Porto Genehmigt durch Allerhöchste Ordre für den ganzen Umfang der Preußischen Monarchie. III. Weseler Kirchbau- Ziehung am 4. Juni d. Is. Keine Ziehungs=Verlegung. „ T FI. #### 4 Weseler Kirchbeu.“ Ziehung am 4. Juni d. Is. Keine Ziehungs=Verlegung. eid-Lotterie. treger 40,000 Mark, 10,000 Mark, 5000 Mark u. s. w. LOOSE nur 3 Mark Sscintlihe versensst F. G. Schrader, Hannover, sraße 23.“ Heinster Treffer 30 Mark. Loose sind an heben in der Erped des„Castroper Anzeiger S Landwirthschaftlicher Kreis=Verein Dortmund. Wir machen dringend aufmerksam auf die Beachtung der Bestimmungen in den§ 11 und flad. unseres Statuts, nach welchen bestehen im Kreisvereine und in jedem Local=Vereine: 1. Vertrauens= Commissionen und Commissare: um der wucherischen Ausbeutung der Landwirihe entgegen zu wirken und den Vereins=Mitgliedern in geeigneten Fällen in der Ordnung ihrer Verhältnisse und in der Befriedigung ihres Credit=Bedürfnisses zur Seite zu stehen. 2. Schiedsgerichte, um herbeizuführen eine gütliche Verständigung bei Streitfällen, auch zu vermitteln Grenz=Regulirungen, Berichtigung von Wegegerechtigkeiten 2c. v. Rynsch. Bekanntmachung. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß jeder Landbriefträger auf seinem Bestellungsgange ein Annahmebuch mit sich führt, in welches er die von ihm unterwegs angenommenen Sendungen mit Werthangabe, Einschreibsendungen, Postanweisungen, gewöhnlichen Packet= und Nachnahmesendungen sowie die ihm übergebenen baaren Geldbeträge für Zeitungen, Postwerthzeichen u. s. w. einzutragen hat. Will der Auflieferer die Eintragung selbst bewirken, so hat der Landbriefträger demselben das Buch vorzulegen. Bei Eintragung des Gegenstandes durch den Landbriefträger muß dem Absender auf Verlangen durch Vorlegung des Buches die Ueberzeugung von der stattgehabten Eintragung gewährt werden. Arnsberg, den 25. April 1889. Der Kaiserliche Ober=Postdirekter. I..: Raabe. Empfehlung. Mit dem 1. Mai er. übernahm ich die Metzgerei des Herrn W. Arzinger. Mein Bestreben soll es sein, mir durch gute schöne Waare Vertrauen zu erwerben und zu erhalten und empfehle mich den Bewohnern von Castrop und Umgegend bestens. Hochachtungsvoll Franz Müller. Germanenhügel Mit dem heutigen Tage eröffne ich mein Sommer=Lokal auf dem Germanenhügel. Jeden Morgen von—8 Uhr frische Um recht regen Besuch bittet Hochachtungsvoll! Theod. Bärwolf. ccee Soolbau Gralsau eröffnet am 1. Mai. *FT (Ein ordentlicher Knabe unter sehr günE stigen Bedingungen als Lehrling gesucht. Wos sagt die Erped. d. Bl. Die Chocoladen-Bonbons der Königl. Preuss. u. Kaiserl. Oesterr. Hof-Chocoladen-Fabrikanten: Gebr. Stollwerck, Köln, aus den aromareichsten Cacao-Sorten hergestellt, bilden mit ihren verschiedenen Füllungen, als: geriebene Mandeln(Pralinéen), Vanille-, Himbeer-, Citron-, Orangen-, Aprikosen-, Pistazien-Créme, mit Croquant, Liqueur, Frucht-Gelée das feinste Tafel-Dessert. 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Beamten=Familie(2 Personen) zum 1. Aug, eine Wohnung von 3 Räumen gesucht. Die Exped. sagt von wem. Heckenruthen und zu haben bei H. Knappe. Beste Soester und Werler Pflanzkartosseln empfiehlt billigst E. Neuhaus, Herne. Bestellungen werden franco Haus gelcer. Stat leder besonderen Auzege. Die Verlobung meiner Altesten Tochter Louise mit dem Herrn PostAssistenten Joseph Lappe beehre ich mich hiermit ergebenst anzuzeigen. Castrop, im Mai 1889. Frau Ww. Rendant Osterholt Louise, geb. Echtermeyer. Louise Osterholt Joseph Lappe Verlobte. Castrop, im Mai 1889. Mein Bureau befindet sich jetzt Hintoriastraßt 18. Dortmund. Tewaag, Rechtsanwalt und Notar. K 4 4 Bekanntmachung. Der W. Möhrchen zu Castrop hat den Antrag um Ertheilung der Genehmigung zur Ansiedelung auf Flur 11 Nr. 82 der Gemeinde Castrop gestellt. Es wird dieses Vorhaben mit dem! Bemerken zur Kenntniß der GemeindeEingesessenen gebracht, daß nach§ 16 des Ansiedelungs=Gesetzes vom 25. August 1876 gegen den Antrag von den Eigenthümern, Nutzungsberechtigten und Pächtern der benachbarten Grundstücke innerhalb einer Präclusiv= frist von 21 Tagen bei der OrtsPolizeibehörde hier Einspruch erhoben werden kann. Castrop, den 8. Mai 1889. Der Vorsteher. Brinckmann. Verding. Am Freitag, den 17. Mai 1889, Nachmittags 5 Uhr, soll in der Wirthschaft Kleinalstede hierselbst die Anfuhr und Einplanir= ung von ea. 400 Kubikmetern Kesselasche auf den Weg von der Chaussee nach Pöppinghausen, sowie auch das Ausheben der Gräben an demselben, öffentlich mindestfordernd verdungen werden. Habinghorst, den 8. Mai 1889. Gemeindevorsteher: Schulte-Ladbeck. Das Betreten meines im Scheiten bei Schencking belegenen Grundstücks ist streng verboten und werde ich Zuwiderhandelnde unnachsichtlich zur Anzeige bringen. H. Callenberg. Radau, Radau, so’n bischen bum bumbum. Marsch für Klavier mit humoristischem Text von Op. 13— Friedr. Ullrich.— Mk..—. Seit dem heiteren Marsche„Die Musik kommt“, hat wohl keine Komposition einen solchen Riesenerfolg wie Ullrichs Radau-Marsch. Gegen Einsendung des Betrages, versende ich franco. P. J. Tonger in Köln a. Rhein. sulius Kortkamp, Castrop Münsterstraße Nr. 3, empfiehlt sein Lager in * Möbel- u. Polsterwaarena; aller Art. Särge in großer Auswahl und in seinster Ausführung, Grabkränze u. Ausstattungen für Teichen zu billigsten Preisen. Photographien der kathol. sind in 2 verschiedenen Größen zum Preise von Mark.25 und Mark.25 in der Expedition des„Castroper Anzeiger“ zu haben. Ein hochseines Pianino, nur 1 Jahr gebraucht, habe wegen Umzugs billig zu verkaufen. Wilh. Hohrath jr., Dortmund, Burgwall 41. täglich frisch, per Glas(1/5 Ltr.) 35 Pfg. empfiehlt W. Müller Bahnhof Castrop(Stadt.) Marienburger Loose bei Wilh. Berkenbusch. sicherungen gegen billige feste Prämien(ohne Nachschuß), erstere mit Gewinnbetheiligung der Versicherten*), besorgt prompt Wilh. Berkenbusch in Castrop, Agent d. 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