„„ O Amtliches Organ für den Landgerichtsbezirk Vortmund. Redaktion, Druck und Verlag 6 Bahrheit.— Gerechtigkeit.— Gemeinwoßl.. von Ph. Culbart in Castrop. Nro. 41. Grschem mutmndhe und Sanstant und datel oterteljöhrlich in der Expedtion 1 Mark, durch Boim Mark.10.— Illustr. Blätter 50 Pfg. Mittwoch, 23. Mai 1888. Jasetions- Gebähe: für die einsspaltige Zeile oder deren Raum 10 Psennige. Relamen per Zelle 30 Pfenuige. 14. Jahrg. Politische Aebersicht. Deutschland. Die„Nordd. Allgem. Zeitung" schreibt vom 19. ds.: Der Kaiser war in der vergangenen Nacht häufiger durch Husten gestört und die Nachtruhe deshalb nicht so erquickend wie in den vorhergegangenen Nächten. Gegen Morgen fühlte der Kaiser sich aber kräftiger, verließ um 9½ Uhr das Zimmer und begab sich gegen ½11 Uhr zu längerem Verweilen in den Park. Die Königin Viktoria hat der Prinzessin Irene von Hefsen, ihrer Enkelin, zur bevorstehenden Hochzeit eine ganze prächtige Ausstattung nebst kostbaren Juwelen zum Geschenk gemacht. Die Wiesbadener brilliren mit der schönen Königin Natalie von Serbien, die als Kurgast angekommen ist, und mit ihrem Sohn, dem Kronprinzen, fleißig spazieren fährt. Die ältesten Kurgäste begreifen nicht, daß König Milan nicht eifersüchtig ist und sie so allein in der Welt herumspazieren läßt. Die Politiker aber sagen: Die Köpfe, die Köpfe passen nicht 1 zusammen, der schönere blickt unverwandt nach Rußland, der andere nach Oesterreich! Die„Berl. Pol. Nachr.“ weisen hin auf die Meldung mehrerer Blätter, wonach während der letzten zwei Tage wiederum 348 Waggons Getreide aus Rußland angekommen seien und sagen, wir dürfen die Hoffnung ausdrücken, daß man gegenüber diesem bedenklichen Uebelstande bald Abhilfe eintreten lassen wird durch neue energische Maßnahmen, welche eine weitere Ueberschwemmung unseres Marktes mit russischem Getreide verhindern werden. Die deutsche Ansiedlungskommission in Posen hat bis Ende April d. J. im Ganzen 45 Güter und 20 bäuerliche Wirthschaften mit einem Gesammtflächeninhalt von 5 Quadrat= meilen angekauft und dafür rund 17 Millionen bezahlt. Es sind 341 kleine Grundstücke gebildet worden, von denen 214 bereits an Ansiedler vertheilt sind. Die Größe beträgt—25 Hektaren. Schweiz. Die Verfasser bezw. Verbreiter des Spottgedichtes„Vive Ia France“, welches gelegentlich des letzten Basler Karnevals allgemeine Entrüstung hervorrief, der Kommis Karl Schill, die Buchdrucker Müller und Schmid und der Buchhändler Festersen=Mieg werden sich demnächst wegen öffentlicher Beschimpfung der deutschen Regierung vor den eidgenössischen Assisen zu verantworten haben. Großbritannien. Die Regierung muß sich über die militärischen Zustände unerhörte Dinge sagen lassen und noch dazu schweigen, weil jene Angaben wahr sind. So kommt unter anderen der Londoner„Daily Telegraph“ jetzt mit folgenden thatsächlichen Behauptungen: Infolge der bedauernswerthen Nachlässigkeit des Parlaments und des verderblichen Systems, welches von auf einander folgenden Ministerien angenommen wurde, nämlich die Wahrheit mit vollem Bewußtsein dem Volke vorzuenthalten, finden wir uns endlich zu unserer Sorge in der Lage eingestehen zu müssen, daß wir für den Fall eines Krieges völlig unvorbereitet, um nicht zu sagen, vollständig in der Hand irgend eines europäischen Feindes sind, wenn wir nicht sofort energische Schritte thun, London und das ganze Reich zu schützen. Die Stärke unserer Armee ist ungenügend, mehr Mannschaften, als vorhanden, werden auf der Stelle gebraucht und wenn wir dieselben morgen aufbieten könnten, würden wir keine Kasernen dafür haben. Das Land ist in der schmachvollen Lage daß viele der vorhandenen Batterien sich im Besitz der schlechtesten Kanonen befinden die je einer Armee der Gegenwart geliefert wurden. Es ist allerdings wahr, daß wir auch eine unübertreffliche gute Kanone haben, doch bestehen keine Vorbereitungen, dieselbe ohne großen Zeitverlust anzufertigen. Es heißt, daß wir das beste Magazingewehr, welches bisher erfunden wurde, besitzen; bis zum gegenwärtigen Augenblick jedoch ist noch kein einziges Regiment in der Armee mit jener Waffe versehen. Unsere Militärvorräthe sind in jammervoll ungenügendem Zustande. Zur Stunde befindet sich, wie von maßgebender Seite versichert wird, auch nicht in einer einzigen unserer Landfestungen von Portland Bill bis zum Tweedflusse ein einziges modernes Hintirladergeschütz. Das wirklich im Gebrauch befindliche Geschütz ist nämlich noch die siebenzöllige Armstrongkanone. Die Geschütze, welche den Freiwilligen geliefert wurden, sind veraltt; die Bewaffnung unserer Forts ist veraltet, und die Geschisse, Kugeln sowohl wie Bomben, die sich im Magazin zu Abolwich aufgehäuft befinden, sind ebenfalls veraltet. Kirgends sind die Pächter von Grundstücken übler daran, als in Irland. Die Grundbesitzer sind meist englische Lords und Fabrikbesitzer und gegen diese wird seit Jahrzehnten vin einem großen Theil der Irländer Krieg geführt mit Brand und Mord. Zahlt ein Pächter seinen Zins nicht, so wird er von dem Eigenthümer aus Haus und Pacht an die Luft gesetzt, zahlt er aber seinen Zins, so dringen irische Banden Nachts oder oft auch am hellen Tage ein und verwüsten ihm alles, wobei es oft zu Mord und Todtschlag kommt. Die Leute wollen aber doch leben und arbeiten, nicht lumpen und betteln wie ihre Gegner. Spanien. Die Königin=Regentin von Spanien ist in Barcelona eintroffen und enthusiastisch empfangen worden. Dieselbe begab sich nach ihrer Ankunft in die Kathedrale. Die hohe Frau besucht dort die internationale Kunst= und Industrie=Ausstellung. Die Mächte haben sich vor Barcelona ein so glänzendes Stelldichein zur See zu Ehren der spanischen Monarchin gegeben, wie es nur selten zuvor erlebt worden sein dürfte. Eine großartige Kriegsflotte aller Hauptseemächte wird dort vereinigt sein, um der jugendlichen Königin die Achtung Europas zu bezeugen. England, Italien und Oesterreich haben diese Kundgebung angeregt, Rußland, Frankreich und Deutschland sowie noch eine Reihe anderer minder bedeutender Seestaaten ihre Betheiligung daran zugesagt. Die Anwesenheit der Botschafter und Gesandten aller Mächte in Barcelona und das Erscheinen der Flotten daselbst wird dem spanischen Volke Zeugniß geben, von der hohen Achtung und Verehrung, deren sich die Regentin Spaniens in ganz Europa erfreut. Die Königin hat am Pfingstsonntag die Ausstellung feierlich eröffnet. Der Maire von Barcelona und der Regierungskommissar hielten Ansprachen, nach welchen der Ministerpräsident Sagasta im Namen der Königin Regentin die Ausstellung für eröffnet erklärte. Die Königin wurde mit lebhaften Kundgebungen begrüßt. Amerika. Infolge Dammbruches ist der Mississippi an einer Stelle aus den Ufern getreten und hat die Umgebung von Quincy(Illinois) unter Wasser gesetzt. Der Fluß steigt noch, der Schaden ist sehr bedeutend, 200,000 Acres Land sind überschwemmt, die Ernte ist vernichtet. Die Einwohner haben sich nach der Stadt gerettet, viele haben ihre ganze Habe verloren. Jokales und Westfälisch=Rheinisches. Castrop, 22. Mai. Die so plötzlich eingetretene große Wärme, welche sich bis zu 22 Grad verstieg, erhielt Samstag Mittag durch den Ausbruch eines Gewitters einen Dämpfer. Im Laufe desselben Tages folgten dann noch mehrere Gewitter, so daß am ersten Pfingstmorgen eine mäßig=warme aber sonst angenehme Temperatur herrschte. Dieser und der etwas wärmere zweite Pfingsttag waren so recht zu Pfingstreisen, Ausflügen und Spaziergängen in die jetzt so herrliche Gottesnatur geeignet. Und dazu hat man denn auch die Tage überall in ausgedehntem Maße benutzt. Die Sommer= lokale und Ausflugsorte erfreuten sich eines sehr starken Besuches, und Tausende sah man sich in Feld und Wald ergötzen. Die Eisenbahnen konnten kaum die vielen Pfingstreisenden befördern und mußten Viehwagen zur Menschenbeförderung einstellen, wie auch auf vielen Strecken Extrazüge eingelegt waren. Nach dem langen Winter war das heurige Pfingstfest ein doppelt freudiges Frühlingsfest. Heute herrscht bei Nordostwind wieder eine merkliche Kühle verbunden mit etwas Sturm, welche aber hoffentlich den Frühling in seinem Siegeslauf nicht lange aufhalten werden. — Am Abend des 14. Nov. 1887 geriethen die Bergleute Josef Becker, Ernst Spadiwski und Louis Harig hier mit einer Anzahl anderer Bergleute in Streit, der in Thätlichkeiten ausartete, so daß auf beiden Seiten Blu: floß. Die genannten drei Leute waren Freitag wegen jenes Vorfalls vor der Strafkammer zu Dortmund, es erfolgte jedoch Freisprechung, da nicht festgestellt werden konnte, wer den Streit angefangen, bezw. wer der Hauptschuldige sei. — Den Stationsaufsehern, Stationsassistenten sowie den Telegraphenaufsehern im Eisenbahndienste ist durch Cabinetsordre vom 7. d. M. das Tragen des Degens und Anlegen von Achselstücken gestattet worden. — Das Oberlandesgericht in Dresden hat kürzlich in einer Prozeßangelegenheit wegen Hausfriedensbruchs im Gegensatz zum Reichsgericht dahin entschieden, daß ein Gastwirth erst dann einem Gaste sein Lokal verbieten dürfe, wenn Letzterer durch sein Verhalten hierzu genügenden Anlaß biete. Genügender Anlaß sei aber nicht allein dann vorhanden, wenn der Gast die gesetzliche Ordnung im Lokal köre, sondern auch dann, wenn er dem Wirthe selbst durch ungehöriges Benehmen lästig falle. Im Gegensatze hierzu hat bekanntlich früher das Reichsgericht sein Urtheil dahin abgegeben, daß es vollständig vom Willen des Inhabers einer Restauration abhänge, ob er einem Gaste Aufnahme gewähren wolle, und daß derjenige, welcher dem Wunsche des Wirthes, das Lokal zu verlassen, nicht Folge leisiet, sich des Hausfriedensbruchs schuldig macht. — Nachdem am Samstag Morgen die prachtvol geschmückte Nothkirche der katholischen Gemeinde eingeweiht worden, hat sich dieselbe bei den Gottesdiensten an den beiden Pfingsttagen ganz gut bewährt. Die Kirche ist sowohl hinreichend groß, als auch übersichtlich und luftig. — Für die diesjährigen Herbstübungen des VII. Armeekorps sind folgende Gegenden in Aussicht genommen: 1. Regiments= und Brigade=Exerzieren der 25. Infanterie=Brigade auf der pixeler Heide, nördlich Rheda; 2. Regiments=Exerzieren des Infanterie=Regiments Nr. 15 bei Minden; 3. Brigade=Exerzieren der 13. Kavallerie Brigade bei Lippspringe; 4. Brigade=Manöver der 25. Infanterie=Brigade zwischen Rheda=Beckum und Lippstadt; das der 26. Infanterie=Brigade von Detmold in der Richtung auf Paderborn, letztere hierbei die von der 13. Kavallerie=Brigade häufig in Anspruch genommene Gegend zu beiden Seiten der Straße Detmold=Lippstadt=Paderborn möglichst vermeidend; 5. Brigade=Exerzieren. und Manöver der 27. Infanterie=Brigade in dem Gelände Iserlohn=Menden=Unna=Schwerte; das Brigade=Manöver der 28. Infanterie Brigade in dem Gelände Wattenscheidt=Herne Castrop=Barop Bochum; 6. das Divisions=Manöver der 13. Division zwischen Paderborn und Lippstadt, dasjenige der 14. Division zwischen Dortmund und Hamm, das Korps=Manöver zwischen Hamm und Lippstadt. Schluß des Manövers in dieser Gegend am 15. September. — An Unglücksfällen mit erfolgtem Tode beim Bergwerksbetriebe waren im Oberbergamtsbezirk Dortmund im Jahre 1887 im ganzen 331(gegen 313 in 1886) zu verzeichnen, von denen 282 innerhalb 48 Stunden zum Tode führten. Diese Unfälle klassifiziren sich beim Steinkohlenbergbau folgendermaßen: bei der Schießarbeit verunglückten zu Tode 12, bei der Schrämarbeit 11, durch Zubruchegehen gebauter Pfeiler 3, durch plötzlich niedergehende Massen 99 (gegen 85 im Jahre 1886), ferner in Bremsbergen und Bremsschächten und zwar durch Sturz in dieselben 29, durch den Bremsapparat 10 und auf sonstige Weise daselbst 7— 46 Mann, welche Zahl ungefähr auf derselben Höhe des Jahres 1886 stehen blieb. Sodann bei der regelmäßigen Ausfahrt am Schachtseil 1, durch Sturz in den Schacht 11, durch in den Schacht gefallene Gegenstände 4, durch den Förderkorb 6 und auf sonstige Weise im Schachte 1. Bei der maschinellen Streckenförderung verunglückten 7, in schlagenden Wettern a) durch Explosion 36, b) im Nachschwaden 46=82 Mann (gegen 88 des Vorjahres). In bösen Wettern kamen zu Tode 5, durch Maschinen 7, oberirdisch fanden 24 Mann ihren Tod und durch sonstige Unglücksfälle 8, somit im ganzen 327, zu denen noch 4 tödtliche Unfälle beim Eisensteinbergbau zutreten=331. Bschäftigt waren auf den Steinkohlen= und Eisenstein=Gruben des Oberbergamtsbezirks Dortmund in Summa 103138 Mann, mit einer Steinkohlen=Produktion von 30 150238 Tonnen und einer Eisenstein Förderung von 658 164 Tonnen im ungefähren Werthe von respektive 140037·622 Mk. und 3516520 Mark. Demnächst werden die Unglücksfälle mit einer Arbeitsunfähigkeit von vier Wochen bis 6 Monaten und darüber folgen. „Der Kaiser hat Alles geschonken(geschenkt.)“— Diese Nachricht sandte ein wegen Pfandverbringung vom Schöffengerichte zu 14 Tagen verurtheiltes Ehepaar an die Berufsstrafkammer zu Dortmund und blieb, obschon die Berufung von den Verurtheilten eingelegt war, ruhig zu Hause. Die Berufung wurde wegen Nichterscheinens der Angeklagten verworfen, und es kommt nun noch darauf an, ob die Strafe wirklich„geschonken“ wird. Auf dem Wochenmarkt in Dortmund wurhe einer Frau ein Portemonnate mit 23 Mark Inhalt aus der Tasche gestohlen. Der landwirthschaftliche Minister Dr. Freiherr v. Lucius in Bielefeld wünscht auf seiner im nächsten Monat stattfindenden Reise, wie Herr Graf Korff=Schmising in der Gen.= Vers. des landw. Kreisvereins Halle neulich mitgetheilt hat, zwei Höfe, einen auf schwerem Boden und einen auf Sandboden, zu=besichtigen.— Bei seiner Rundfahrt durch den Kreis Herford wird dem Minister einer alten westfälischen Sitte gemäß ein Reitergefolge von Bauernsöhnen das Ehrengeleit geben. Da der Absatz auf den Kohlenzechen ein reger bletbt, macht sich auf manchen Gruben ein Arbeitermangel bemerkbar. Die Zich:„Courl“, bei Camen hat sich bereits veranlaßt gesehen, eine größere Anzahl Arbeiter aus Schlesien kommen zu lassen. In diesen Tagen hat sich in Leer laut„W..“ ein entsetzliches Ungluck ereignet. Der Kaufmann J. K. nahm im Bette, ein Zeitungsblatt zur Hand und vertiefte sich in dessen Lectüre. Nach einer Weite schlief er ein, ohne die auf dem Nachstische stehende Kerze auszulöschen. Das Zeitungsblatt gerieth durch eine spätere Bewegung des Schlafenden an die brennende Kerze, so daß es Feuer sing und das Bett in Brand setzte. Als die Feuerwehr kam, konnte sie nur mehr den verkohlten Leichnam aus dem Schutte hervorholen.(So hat denn die so oft getadelte Unsitte, im Bette zu lesen, wieder ein Opfer gefordert.) Am Donnerstag Abend wurde die Uebung der freiwilligen Feuerwehr in Münster durch ein beklagenswerthes Ereigniß gestört. Bei einer Steigerübung fiel ein junger Mann mit der Leiter aus dem dritten Stockwerk des Steigerthurms am Realgymnasialplatz herab und erlitt so erhebliche Verletzungen, daß seine Aufnahme ins Hospital erfolgen mutzte. Ein Bein und ein Arm ist gebrochen, doch konnte nicht festgestellt werden, ob auch innere Verletzungen entstanden sind. Zum Glück sind solche traurige Vorkommnisse selten. Die Nachricht, daß in Altenberge bei Herrn Wältring alte Silbermünzen im Betrage von 13000 Mk. gefunden seien, ist, wie jetzt zuverlässig mitgetheilt wird, eine müßige Erfindung. Zwei Damen in Düsseldorf, die sich als Sängerinnen ausbilden wollten, bestahlen ihren Gesanglehrer, bei dem sie im Hause wohnten, und machten sich dann fort. Eine dieser talentvollen Sängerinnen wurde noch vor ihrer Abreise erwischt. Ein hohes Alter erreichte die frühere Leiterin einer höhe ren katholischen Mädchenschule in Düsseldorf, Fräulein Elisabeth Meier. Letzten Dienstag starb dieselbe im Alter von 91 Jahren. Vom prächtigsten Wetter begünstigt fand in Barmen während der Pfingsttage der vom Barmer Männergesangverein aus Anlaß seines 25. Stiftungsfestes veranstaltete internationale Gelangwettstreit statt. Von nah und fern waren die Sangesbrüder zum friedlichen Wettkampfe herbeigeeilt. Der am ersten Feiertage veranstaltete Festzug zählte an 90 Vereine, deren zum Theil prachtvolle Banner den Eindruck des Großartigen erhöhten und dem Zuge einen eigenartigen Reiz verliehen. Einen der Glanzpunkte des Festes bildete das Frühkonzert in den Anlagen des Verschönerungsvereins am Morgen des zweiten Pfingsttages. Wohl an 20000 Menschen hatten sich in den Laubgängen des prächtigen Parkes zusammengefunden um den Klängen der Musik zu lauschen. Den Schluß des Konzerts bildete der von 600 Sängern gesungene Chor„Das ist der Tag des Herrn.“ An den Nachmittagen beider Tage rangen die auswärtigen Vereine um die ausgesetzten Preise. Den 1. Preis in der 1. Klasse(1000 Mark und eine Medaille) errang der Liederkranz=Köln, den 1. Preis der 2. Klasse (400 Mark und Medaille) Einigkeit=Bochum. Von westfälischen Vereinen erhielten noch Preise: Bürger=GesangvereinGevelsberg(2. Preis der 4. Klasse) und Liedertafel=Schwelm (5. Preis der 4. Klasse.) Am Abend des 2. Pfingsttages sangen die preisgekrönten Vereine um die Ehrenpreise, darunter die beiden Kaiserpreise. Ueber das Resultat dieses Wettstreites berichten wir in nächster Nummer.— Daß bei einem so kolossalen Menschenzusammenfluß auch die Zunft jener dunklen Ehrenmänner, die es auf die Taschen ihrer Nebenmenschen abgesehen haben, ihre Vertreter am Platze hatte, ist fast selbst verständlich. So wurde u. a. am 1. Feiertage bei der dem Festzuge vorangehenden Festversammlung auf dem Neumarkt einem ehrsamen Schuster aus Dortmund, während er offenen Mundes den Begrüßungsworten des Herrn Oberbürgermeisters lauschte, die Cylinderuhr mit einer Geschicklichkeit, die auf lange Uebung schließen läßt, aus der Tasche eskamotirt. Als der Bestohlene seinen Verlust bemerkte, hatte der Langfinger das Feld seiner gemeingefährlichen Thätigkeit natürlich längst geräumt. Barmen hat bis jetzt stark 130,000 Mark für das Kaiser Wilhelm=Denkmal gesammelt. Eine eigenartige Ueberraschung wurde einem Bürger aus Barmen zu Theil. Derselbe war am Samstag mit dem Umziehen beschäftigt, wobei ihm ein Gebetbuch in die Hand kam, welches seit langen Jahren unberührt geblieben war. Erstaunt war er, als plötzlich einige Geldscheine aus dem Buche fielen. Beim näheren Durchsuchen fand der Mann vier Fünfthaler=Scheine, drei Thaler=Scheine, sowie ein Loos der Kölner Dombaulotterie, letzteres vom Jahre 1869 gezeichnet. Da das Geld noch von den Eltern des Mannes herrührte, so ist anzunehmen, daß das Geld die Ersparnisse derselben gewesen, wovon den Kindern nichts bekannt war. Ein Fabrikarbeiter in Barmen, welcher bereits seit 25 Jahren in dem Geschäft der Firma Vorwerk u. Sohn beschäftigt und als ruhiger und fleißiger Mann bekannt war, wurde in seiner Wohnung erhängt aufgefunden. Schwermuth, die schon seit längerer Zeit an ihm bemerkt wurde, wird als Ursache dieser unseligen That angenommen. Der Elberfelder Frauenverein sandte bereits die erste diesjährige Gruppe von 15 skrophulösen Kindern zu einer vierwöchentlichen Soolbadekur nach Salzuflen. In einem Werke zu Vohwinkel hat sich ein schwerer Unglücksfall ereignet. Einem Knaben im Alter von 15 Jahren, wurde von einem herniedergehenden Aufzuge, unter dem er unglücklicherweise gerieth, das Genick gebrochen. Der arme Junge blieb auf der Stelle todt. Während einer hl. Messe in der Marienkirche in Aachen wurde am Sonntag ein Mann plötzlich unwohl und von Um stehenden aus der Kirche geführt. Als an der Thüre Versuche gemacht wurden, ihn wieder zum Bewußtsein zu bringen, zeigte sich, daß der Mann bereits gestorben war: ein Herzschlag hatte seinem Leben ein unverhofftes Ende bereitet. Am 12. Mai wurden in Jülich die sterblichen Ueberreste eines alten Soldaten, des Sekondelieutenants a. D. Mathias Kniebler, unter zahlreicher Betheiligung der dortigen Bürgerschaft, des Offizierkorps und verschiedener Abordnungen von Ofiizieren mit militärischen Ehren bestattet. Der Ver blichene, der im Jahre 1832 als gemeiner Soldat in das Hohenzollernsche Füsilier=Regiment Nr. 40 eintrat, wurde zum Feldwebel und infolge seines tapfern Verhaltens vor dem Feinde zum Offizier befördert. Als Feldwebel der 8. Kompagnie des Regiments hat sich der Verstorbene in den Feldzügen von 1866 und 1870/71 ausgezeichnet. Wegen seines vorgerückten Alters von 56 Jahren ward er dazu bestimmt, wöhrend dieser Feldzüge beim Ersatzbataillon zu bleiben, doch seine Liebe zu König und Vaterland veranlaßten ihn, jedesmal zu bitten, daß es ihm gestattet sein möge, an den Feldzügen theilzunehmen. Sein Wunsch fand 1866 alsbald Gewährung. Als ihm aber bei Beginn des französischen Krieges seitens des Regiments=Kommandeurs auch unter Hinweis auf seine dem Vaterlande geleisteten treuen[Dienste seine Bitte abgeschlagen wurde, war er geradezu trostlos. Zu seinem Kommanbeur sagte Kniebler:„Herr Oberst, es ist mein Tod, wenn ich nicht mitgehe.“ Da meinte der Oberst:„Nun Kniebler, dann gehen Sie mit.“ Niemand war da glücklicher als Kniebler. Und wie hat der Alte die Strapazen und Mühseligkeiten des Feldzuges ausgehalten! Im Gefecht war er stets an der Spitze und ein leuchtendes Vorbild seiner Untergebenen. In der Schlacht bei Gravelotte, woer den 7. Zug kommandirte, führte er seine Leute mit bewundernswerther Energie vorwärts, und als die Soldaten sich wegen des heftigen Kugelregens niederlegen mußten, blieb er aufrecht stehen und sah dem Tode unerschrocken ins Auge. Wesentlich ihm ist es denn auch, wie der Gefechtsbericht besagt, zu danken, daß die Kompagnie dem energischen Vorstoß des Feindes gegenüber ihre Stellung behauptete. Für sein tapferes Verhalten in dieser Schlacht wurde er mit dem eisernen Kreuz ausgezeichnet. Bei Bapaume war er der erste, welcher das Dorf St. Aubin an der Spitze seines Zuges mitten im dichten Kugelregen stürmte. Für diese abermalige Auszeichnung wählte ihn das Offizier=Korps zum Offizier; bald darauf traf auch die allerhöchste Ernennung ein. Bei St. Quentin war der alte Offizier seinem Zuge stets voran und beim Angriff auf einen Bahnübergang der erste. Bei letzterm wurde er durch einen Schuß in den Oberschenkel schwer verwundet. Acht Orden und Ehrenzeichen schmückten die Brust des Mannes, welcher in 14 Schlachten ein hervorragendes Beispiel der Tapferkeit war. Im Jahre 1872 wurde Kniebler nach vierzigjähriger Dienstzeit im Regiment der Abschied mit Pension und der Erlaubniß zum Tragen der Regimentsuniform bewilligt. Das Hohenzollernsche Füsilier=Regiment und das Offizierkorps betrauern das Dahinscheiden eines treuen Dieners seines Königs und eines treuen Kameraden. Das Regiment war durch eine Abordnung von Offizieren und sonstigen Kriegs kameraden des Verstorbenen vertreten und hatte einen prachtvollen Kranz am Sarge niedergelegt. Ein Reisender aus Frankfurt a. M. wurde, als er in einem Putzwaarengeschäft in.=Gladbach vorsprach, zum nicht geringen Entsetzen der allein anwesenden Damen von Tobsucht befallen. Nachdem zunächst Hülfe aus der Nachbarschaft erschienen war, wurden zwei Polizeibeamten geholt, welche den Geisteskcanken vorläufig in die dortige Alexianer anstalt brachten. Eine Kölner Firma arbeitet mit 150 Leuten in eigener Werkstätte und vielen in ihren Wohnungen beschäftigten Arbeiterinnen an der Herstellung einer großen Zahl der in der Armee zur Einführung kommenden Mannschaftszelte. Diese setzen sich aus einzelnen Stücken zusammen, welche als bequeme Regenmäntel von den Soldaten getragen werden können, da dieselben einschließlich der Holztheile nicht ganz drei Pfund wiegen. Die älteste Bettlerin Kölns, Charlotte Hefé(französischer Abstammung, im Volksmunde als„Scharlott“ bekannt) ist vor einigen Tagen im Alter von 88 Jahren wegen Altersschwäche in ein Asyl aufgenommen worden. Die Person hat über 60 Jahre hindurch an den Domthüren ihr Gewerbe ausgeübt und den Domschweizern manchen Aerger bereitet; denn wenn sie von einem Portal verjagt wurde, tauchte sie ein paar Minuten später an einem andern wieder auf. Auch mit der Kölner Straßenjugend hat sie manchen Strauß gehabt, und im Verein mit der vor einigen Jahren verstorbenen „Böckderöck“ gehörte sie zu den bekanntesten Originalen in der Stadt. Die deutsch=nationale Kunstgewerbe=Ausstellung in München ist am Dienstag vom Prinzregenten Luitpold in feierlicher Weise eröffnet worden. Trotz der zahlreichen Lücken, welche einzelne Abtheilungen noch aufweisen, läßt sich bereits erkennen, daß das deutsche Kunstgewerbe in den letzten zwölf Jahren bedeutende Fortschritte gemacht hat und der Erfolg der gegenwärtigen Ausstellung somit voll gesichert ist. Besonders glänzend sind Oesterreich, Baden, Sachsen, das Elsaß und Württemberg vertreten. * Der Lehrer erzählt in der Geschichtsstunde, daß Heinrich 1. zur Kräftigung des Ritterstandes Turniere eingerichtet habe. In der folgenden Stunde erhält er auf seine Frage:„Was that Heinrich I. zur Kräftigung des Ritterstandes?“ von einer der jungen Damen die Antwort:„Er erfand die Tournüre.“ * Ein kaum glaublicher Auswanderungsversuch wird den„Brem. Nachr.“ vom Weserbahnhofe in Bremen berichtet. Dort sollten am Dienstag die Passagiereffekten für den nach Baltimore abgehenden Lloyddampfer in Schleppkähne geladen werden, um nach Bremerhaven expedirt zu werden. Unter den Effekten befand sich auch ein großer Schließkorb, welcher die Adresse eines Auswanderers trug, der nach Detroit reisen wollte. Als der Korb auf den Schleppkahn gesetzt war und in den Raum hinabgelassen werden sollte, bemerkten die Arbeiter, welche den Korb anfaßten, zu ihrem Entsetzen, daß sich etwas lebendiges darin zu befinden schien. Nachdem sie sich vom ersten Schreck erholt hatten, öffneten sie mit mit Mühe die beiden großen Vorhängeschlösser des Korbes, um der Sache auf den Grund zu kommen. Wer beschreibt ihr Erstaunen, als aus dem Korbe ein junger Mensch hervorkroch, der sichtlich erleichtert aufathmete, als er aus seiner freiwillig gewählten Haft erlöst wurde. Außer dem lebenden Inhalt fand sich im Koffer noch ein großes Brod, ein scharfes Messer und als Schlafunterlage ein Bündel Kleidung. Der blinde Passagier war ein 20jähriger Handlungs. gehülfe aus dem Kreise Schrimm, der auf dem ungewöhnlichen Wege der Effekten=Spedition sich seiner Militärpflicht zu entziehen versucht hatte. * Verkürzter Weg. Ein Fabrikant, der in einem Gasthof ersten Ranges abgestiegen ist, läßt einen Dienstmann herbeirufen. Der Eckensteher nimmt die Visitenkarte des Herrn und seinen Auftrag entgegen:„Lieber Mann, gehen Sie rasch zu dem Kaufmann Herrn Soundso und sagen Sie, ich lasse ihn recht sehr bitten, mir jedenfalls noch am Vormittag das Vergnügen zu machen. Ich habe eine dringende Angelegenheit mit ihm zu besprechen, kann aber selbst nicht abkommen. Bitte, gehen Sie gleich; da haben Sie zwei Mark für den weiten Weg.“ Der Dienstmann eilt davon, und kaum vergeht eine Stunde, so tritt der herbeigebetene Kaufmann schon bei dem Fabrikanten ein, der im Stillen den flinken Boten bis in's vierte Glied segnet.„Das ist schön, mein bester Freund, daß Du so rasch da bist.“—„“, lautet der Gegengruß,„wie konnt' ich auch anders, bei so dringend gestellter Bitte. Zwar, aufrichtig gesagt, ich dachte zuerst, man wollte mich anführen, denn ich konnte mit dem besten Willen nicht Deine Stimme erkennen...“—„Meine Stimme? Wieso meine Stimme?“—„O, ich erkenne sonst jede Stimme von Bekannten. Aber heute schienst Du mir Deinen schönen Bariton ganz eingebüßt zu haben, wiewohl ich mich jetzt wieder von dem erfreulichen Gegentheil überzeuge.“—„Lieber Freund, willst Du Dich nicht deutlicher erklären? Was willst Du denn von meiner Stimme? Ich hab' Dir doch nur einen Dienstmann mit meiner Karte geschickt.—„Dienstmann? Karte? Du riefst mich doch per Telephon.—„Telephon — ich! Nein, das muß dann der Dienstmann gethan haben!“ Und so war es. Der Schlaumeier hatte den Fernsprecher in der Portierloge benutzt und für den Weg die Treppe hinunter zwei Mark eingenommen. * Treu bis in den Tod. Auf dem Kaiser FranzGrenadierplatz Nr. 2 in Berlin wohnte seit mehreren Jahren der Schneider L. mit seiner Ehefrau; am vergangenen Sonnabend starb., nachdem er eine langwierige Krankheit durchgemacht. Am Dienstag Morgen wollte eine Verwandte der Frau L. dieselbe besuchen; als der Dame aber auf ihr wiederholtes Klingeln nicht geöffnet wurde, benachrichtigte sie den Hauswirth, welcher die Polizei holte. Diese ließ die Wohnung durch einen Schlosser öffnen und hier fand man Frau L. leblos an der Wand an einem Haken hängen, während im Bett die Leiche ihres Mannes lag. In einem hinterlassenen Brief erklärte die Unglückliche, daß sie mit ihrem Manne schon vor mehreren Jahren verabredet habe, daß im Falle des Todes einer der beiden Ehegatten der Ueberlebende den Tod durch eigene Hand suchen solle. * Ueber den Verbrauch von Pferdefleisch in Berlin gibt der Jahresbericht der Zentral=Roßschlächterei Aufschluß. Danach wurden daselbst in der Zeit vom 1. April 1887 bis zum 1. April 1888 rund 6034 Pferde geschlachtet. Einbegriffen ist hierin freilich das gesammte Pferdefleisch, welches der Zoologische Garten für seine Thiere bezieht. * Circusvater(zu dem Bewerber um seine Tochter): „Als Mitgift bekommen Sie meinen grauen Bären und zwei Boa Konstriktor, damit braucht Niemand Hunger zu leiden!“ * Die bösen Fremdwörter.„Wie wünschen Sie photographirt zu werden, sitzend, stehend, im Profil oder vielleicht en face?“—„I bin a Wirth wissen S' und da wär am Faß wohl's beste.“ * Ein kluger Mann. Mutter:„Lieschen, hat sich Dir der Doktor heute nicht bestimmt erklärt?“— Lieschen: „Nein, Mama, er fragte mich nur, ob Du bei uns wohnen würdest, wenn er mich nimmt.“ * Davon kommt's. Hans:„Woher hebben denn de Studenten de veelen Narben?“— Michel:„Ja, weeste, se hebb’ sick öwer dat Studiren de Köpp zerbraken.“ * Uebertrumpft. Zwei junge Kaufleute streiten mit einander. Jeder behauptet, das Geschäft seines Prinzipals sei das bedeutendere.„Unsere Reisenden,“ meinte der Eine, „haben so viel zu thun, daß sie fast das ganze Jahr auf der Tour sind.“—„Bah,“ entgegnete der Andere,„das ist noch gar nichts. Wir haben Reisende, die gar nicht mehr wiederkommen.“ * Der schlaue Paul. Paul: Mama, gieb mir noch ein Stück Kuchen, das meinige ist mir weggefallen. Mutter: Wohin ist es denn gefallen? Paul: In den Kaffee. * Ein Schreckmittel.„Wie machen Sie es denn, Herr Direktor, wenn Sie in Ihrem Bureau ungestört arbeiten wollen?“—„Sehr einfach, ich setze meine Schwiegermutter ins Vorzimmer.“ * Friedrich Rückert schrieb einst einem zudringlichen Handschriftensammler, der ihn gar zu sehr geärgert hatte, ins Buch: Grün ist der Himmel, Blau ist die Flur, Schwarz ist der Schimmel, Weiß ist der Muhr. * Schmugglerkniff. Aus der polnischen Fabrikstadt Lodz schreibt man:„Eine Sendung Spiegel für einen hiesigen Händler bestimmt, kam dieser Tage vom Auslande her in Graniza an. Als die russische Zollbehörde dort die Sendung in Empfang nahm, ließ ein Beamter aus Unvorsichtigkeit einen Spiegel fallen, wodurch das Glas zertrümmert wurde. Zu Aller Ueberraschung sah man nun, daß der hohle Raum zwischen dem Glas und der Rückwand mit echten Brüsseler Spitzen ausgefüllt war. Eine nähere Untersuchung ergab, daß auch die übrigen Spiegel mit demselben kostbaren Stoff gefüllt waren. In Frankenhausen ist kürzlich im Martinistift die Handarbeiters=Wittwe Bauer im Alter von 110 Jahren gestorben. Maisran auf 250 Gramn der Lösung eine blühender Wald Stunden ist der aus dem Waldm Flüssigkeit urdf trinken will, in großblätterigen im Garten aupfl benutzen. Diese A weichlicheres Ar meister bereiteten von Kernen bef ausgezeichneten Gegen W fähr 40 Jahren auf dem Mittelfi liche große War, blickte ich zufällig Puffbohne mit eignete. Mit de rieb ich nun die aufgebraucht wi immer verschwai wenig beneidens kleinen Zehen um höhung der BrMeine Frau wa Zoll dicken horn stechenden Wurze energischer fortg alles beseitigt. empfiehlt sich, di Stelle aufzubinde liegen, so lange am Hühnerauge ist es jedenfalls Bluten. Die 9 haben sein, des welche auch gege geren Ruten der Rinde, weiche Essig ein und fähr acht Tage schwinden, oder welches auf dem mir bekannte P angewendet, un vertreiben. Nich mit erwähnter Schwinden. Das dies kreis Dortmund 14., 15. un im Kühn'schen Militairp und Aushebung bis zu 30 Mar Jede Stö geschäftes wird mäßiger Gefän Eine glei hebungstermine gewiesenen Sar Reclamat Landrath und Commission noc Reclamat Ersatz=Commissit konnten, haben berücksichtigt zu Die Fam es bei der Beu Die Mili Ersatz=Commissi Die von ladungen sind zubringen. Militairp Truppentheil d möchten, sind oder bei dem k Diejenige freiwilligen Commission bei sind, haben ihr unter Beisügu solches nicht be Dortm abrik v zum Schut dem ungewöhnMilitärpflicht der in einem en Dienstmann arte des Herrn gehen Sie rasch Sie, ich lasse Vormittag das nde Angelegenicht abkommen. Mark für den und kaum veraufmann schon flinken Boten , mein bester lautet der Geringend gestellzuerst, man besten Willen eine Stimme? st jede Stimme Deinen schönen mich jetzt wie—„Lieber 1? 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Zwei Flaschen Moselwein werden auf 250 Gramm Zucker(Hutzucker) gegossen und wird zu der Lösung eine Hand voll suuber verlesener, frischer, nicht blühender Waldmeister hinzugegeben. Nach etwa 1 bis 2 Stunden ist der Geschmack und das Aroma meist genügend aus dem Waldmeister gezogen; man nimmt letzteren aus der Flüssigkeit urd füllt den Maitrank, falls man ihn nicht gleich trinken will, in Flaschen. Recht empfehlenswerth ist es, den großblätterigen spanischen Waldmeister, den man mit Vortheil im Garten aupflanzen kann, zur Bereitung von Maitrank zu benutzen. Diese Art Waldmeister hat ein lange anhaltendes, aber weichlicheres Aroma, schneidet man in aus spanischem Wald meister bereiteten Maitrank eine geschälte Apfelsine, die man von Kernen befreit hat, ein, so bietet der Maitrank einen ausgezeichneten Geschmack dar. Gegen Warzen und Hühneraugen. Vor ungefähr 40 Jahren hatte ich, so schreibt ein Leser des„Echo“, auf dem Mittelfinger meiner rechten Hand eine recht empfindliche große Warze. Auf einem abgeernteten Kartoffelfelde erblickte ich zufällig eine ganz einsam stehende Staude der großen Puffbohne mit zwei noch grünen Hülsen, welche ich mir aneignete. Mit der inneren, wolligen Seite dieser Bohnenhülsen rieb ich nun die Warze so lange wiederbolt, bis die Hülsen aufgebraucht waren, worauf in kurzer Zeit die Warze für immer verschwand. Im Laufe der Zeit kam ich auch in den wenig beneidenswerthen Besitz der Hühneraugen auf beiden kleinen Zehen und vor einigen Jahren, durch eine kleine Erhöhung der Brandsohle, eines solchen mitten unterm Fuß. Meine Frau war Jahre lang gequält worden durch einen ¼ Zoll dicken hornartigen Ausatz, welcher bis ein Dutzend jener stechenden Wurzeln enthielt und seitwärts am Fußoallen saß; energischer fortgesetzter Gebrauch der Puffbohnenhülsen hat alles beseitigt. Das Mittel ist also ein lang bewährtes. Es empfiehlt sich, die genügend zerriebene Hülse auf die betreffende Stelle aufzubinden; unterm Fuß kann sie beständig im Strumpfe liegen, so lange sie noch Feuchtigkeit enthält. Das Schneiden am Hühnerauge möge mit größter Vorsicht geschehen; besser ist es jedenfalls, nur daran zu schaben und nicht bis zum Bluten. Die Puffbohne möchte vielleicht nicht überall zu haben sein, deshalb lasse ich noch zwei Mittel hier folgen, welche auch gegen Warzen empfohlen werden. Von den jüngeren Ruten der gelben Weiden schabe man die innere(weiße) Rinde, weiche die dadurch erhaltenen Spänchen in scharfen Essig ein und binde dieselben— jeden Tag frisch— ungefähr acht Tage auf die Warze, so wird solche für immer verschwinden, oder man wasche die Warzen mit dem Regenwasser, welches auf dem Stumpfe einer abgehauenen Eiche steht. Eine mir bekannte Persönlichkeit hatte schon alle möglichen Mittel angewendet, um die vielen Warzen von ihren Händen zu vertreiben. Nichts half; aber das alleinige Waschen derselben mit erwähnter Flüssigkeit brachte die Warzen für immer zum Schwinden. Als ein natürliches Wetterglas empfiehlt das „Gewerbeblatt für Württemberg“ einen Blutegel in einer ein Pfund Wasser haltenden Glasflasche. Die Flasche ist dreiviertel hoch mit Wasser angefüllt, und es wird mit dem Wasser im Sommer alle acht Tage, im Winter alle vierzehn Tage gewechselt; sie hat ihren Platz im Fenster. Die Oeffnung der Flasche ist mit einem Stückchen grober Leinwand überbeckt. Liegt der Blutegel früh ohne Bewegung auf dem Boden des Glases und rollt sich wie eine Schnecke zusammen, so tritt anhaltend schönes und heiteres Wetter, sowohl heiteres Sonnenwetter, als heiteres Frostwetter ein. Ereignet sich Regen oder Schnee, so kriecht der Blutegel bis in den Hals der Flasche und bleibt daselbst so lange sitzen, bis die Witterung wieder heiter wird. Tritt Wind ein, so schwimmt das Thier außerordentlich geschwind im Wasser hin und her wird nicht eher wieder ruhig, bis der Wind wirklich eintritt. Einige Tage vor einem starken Gewitter mit Sturm und Regen verbunden, hält sich der Blutegel stets außer dem Wasser auf, ist äußerst unruhig und wirft sich heftig, sam als hätte er konvulsivische Anfälle, hin und her. Zimmerpflanzen von Ungeziefer zu befreien. Man wasche alle—14 Tage mittelst eines Schwammes die Blätter der Zimmerpflanzen mit lauem Seifenwasser und hernach mit reinem Wasser ab und sorge dafür, daß es im Zimmer so wenig Staub giebt, als es nur möglich ist. Wenn man vorstehende Waschungen mehrere Wochen vornimmt, dann werden die Pflanzen von Blatt= und Schildläusen befreit sein. Dieses Verfahren wird in englischen Treibhäusern häufig angewendet. Beeteinfassung im Schatten. Für Beete oder Wegränder, welche im Schatten liegen, empfiehlt die„Gartenfl.“ als Einfassung die Haselwurz(Asarum europaeum). Die flachliegenden Wurzelstöcke werden in ca. fünf Zentimeter tiefe Gruben gelegt und angegossen; das ist die ganze Arbeit, welche die anspruchslose Pflanze verlangt. Asarum bildet in kurzer Zeit dichte Wälle von immergrünen, glänzend dunkelgrünen Blättern, welche von keinem Insekt angegriffen werden. Da die Pflanze nicht rankt und nur sehr kurze Jahrestriebe macht, erspart sie auch für lange Zeit jedes Schneiden oder Stutzen. Sie gedeiht noch an Orten, wo sonst die Beschattung jede Vegetation tödtet. Von der ersten Biographie des neuen Deutschen Kaisers, welche unter dem Titel„Friedrich, Deutscher Kaiser und König von Preußen“, ein Lebensbild von Ludwig Ziemssen, im Verlage von Franz Lipperheide, Berlin, erscheint, sind bereits drei Lieferungen zur Ausgabe gelangt. In frischer, volksthümlicher Weise entwirft der Verfasser in den vorliegenden Heften ein umfassendes Bild von dem Entwicklungsgang des Monarchen von dessen Kindheit bis zum Eintritt in das Mannesalter, schildert die vielseitigen Studien des jugendlichen Fürsten, seine militärische Laufbahn, die Einführung in die Staatsverwaltung, die Verlobung mit der englischen Königstochter, die glänzenden Hochzeitsfeierlichkeiten und das traute Familienleben des neuvermählten Paares. Den Text begleiten zahlreiche, mit vollendeter Technik ausgeführte Illustrationen hervorragender Künstler. Zur besonderen Zierde gereichen dem geschmackvoll ausgestatteten Werke die Vollbilder auf Kupferdruckpapier, von denen die der zweiten und dritten Lieferung beigegebenen Darstellungen das Kostümfest zur filbernen Hochzeit des Kronprinzlichen Paares im Königlichen Schlosse zu Berlin, den Besuch des Kronprinzen Friedrich Wilhelm beim Papste Leo XIII., den Einzug des Kronprinzen Friedrich Wilhelm in Madrid und den Hofball im Königlichen Schlosse daselbst trefflich veranschaulichen. Das Buch umfaßt 10 Lieferungen, die in Zwischenräumen von vierzehn Tagen erscheinen. Jedes Heft kostet 60 Pfennig. Die Frauen ziehen sie allen anderen Mitteln vor. Vormholz. Seit ungefähr zwei Jahren litt ich an Leber= und Magenbeschwerden, hatte Verstopfung und alle 3 bis 4 Tage nur einmal Stuhlgang, konnte nichts essen ohne Beschwerden und Drücken auf der Magengegend zu fühlen. Seit einem halben Jahre brauche ich die Apotheker Rich. Brandt'schen Schweizerpillen, nehme täglich zwei, auch wohl alle 2 bis 3 Tage, 2 Pillen, darnach habe ich wieder regelmäßigen Stuhlgang bekommen, kann wieder Alles essen und trinken ohne Beschwerden zu fühlen, ich kann deshalb ähnlichen Kranken diese Schweizerpillen gewissenhaft empfehlen. Wittwe Striebek. „Die Apotheker Rich. Brandt's Schweizerpillen sind in den Apotheken à Schachtel Mk. 1 vorräthig, doch achte man genau auf das weiße Kreuz in rothem Feld und den Vornamen. Hauptdepot: Cöln, Einhorn=Apotheke. Handel und Verkehr. Fruchtpreise zu Neuß am 21. Mai. Weizen. à 100 Kilo 1. Qual. 17,00 M. 2.„ 16,30„ Roggen p. 100 Kilo 1.„ 13,00„ 2." 12,20„ Wintergerste per 100 Kilo 12,50„ Sommergerste p. 100 Kilo—.—„ Buchweizen p. 100 K..Qu. 15,—„ 2."—.— Hafer per 100 Ko. 1.„ ,12—“ 2." 11.— 22,30 M 23,80„ 4,.50„ 80.—„ 20.—* Aveelsamen 100 Ko. Rapssamen 100 Ko. Kartoffeln Heu per 500 Kilo Stroh per 500 Kilo Rüböl per 100 Kilo in Partien von 100 Ctr. Rüböl per 100 Ko. faßw. Preßkuchen per 1000 Ko. 120.— Weizenvorschuß p. 100 Ko.—.— Kleien per 50 Kilo„ 4,60 53,00 54,50 * Die gebildete Köchin. Hausfrau:„Rosa, ich dulde Ihr Verhältniß mit einem Soldaten nicht länger!“ O Madame, versündigen Sie sich nicht! Denken Sie an die Worte: „Und wenn ein Herz in Lieb' erglüht, O rühre nicht daran.... Serannrmachung. Das diesjährige Ober=Ersatz=Geschäft für den Aushebungsbezirk Landkreis Dortmund findet am 14., 15. und 16. Juni er. von Morgens 7 Uhr an im Kühn'schen Saale Wißstraße Nr. 17 zu Dortmund statt. Militairpflichtige, welche bei Aufrufung ihres Namens im Musterungsund Aushebungstermine nicht anwesend sind, werden mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mark oder entsprechender G fängnißstrafe belegt. Jede Störung der Ruhe und Ordnung während des Aushebungsgeschäftes wird mit einer Geldstrafe bis zu 15 Mark oder mit verhältnißmäßiger Gefängnißstrafe geahndet. Eine gleiche Strafe trifft den Militairpflichtigen, welcher im Aus hebungstermine ohne Erlaubniß der Ersatz=Commission sich von dem angewiesenen Sammelplatze entfernt. Reclamationen sind bei dem Amtmann, Bürgermeister oder dem kgl. Landrath und zwar so zeitig anzubringen, daß sie bei der Ober=ErsatzCommission noch zur Vorlage und Entscheidung gebracht werden können. Reclamationen, welche so spät eingelegt worden sind, daß sie bei der Ersatz=Commission nicht mehr zur Vorlage und Entscheidung gebracht werden konnten, haben keinen Anspruch darauf von der Ober=Ersatz=Commission berücksichtigt zu werden. Die Familienmitglieder, auf deren Arbeits= oder Nichtarbeitsfähigkeit es bei der Beurtheilung der Reclamation ankömmt, haben mit zu erscheinen. Die Militairpflichtigen müssen sowohl vor der Ersatz= als der OberErsatz=Commission sauber gewaschen und in reinlicher Kleidung erscheinen. Die von den Ortsbehörden den Gestellungspflichtigen zugehenden Vorladungen sind sorgfältig aufzubewahren und zum Aushebungstermine mitzubringen. Militairpflichtige, welche beim Kreis Ersatz=Geschäft für irgend einen Truppentheil designirt worden, aber eine Vorladung etwa nicht erhalten möchten, sind verpflichtet, sich rechtzeitig bei der zuständigen Ortsbehörde oder bei dem königlichen Landrathsamt zu melden. Diejenigen Militairpflichtigen, welche die Berechtigung zum einjährigfreiwilligen Dienst haben und in diesem Jahre der Ober=ErsatzCommission behufs Erlangung einer endgültigen Entscheidung vorzustellen sind, haben ihre Anträge spätestens bis zum 5. Juni cr. unter Beifügung ihres Berechtigungsscheines einzureichen, soweit solches nicht bereits geschehen ist. Dortmund, den 14. Mai 1888. Der Landrath: von Rynsch. MiEt's Berunmts-Stenkragen. Mey's Stoffkragen sind keine Papierkragen, denn sie sind mit wirklichem Webstoff vollständig überzogen, haben also genau das Aussehen von Leinenkragen; sie erfüllen alle Anforderungen an Haltbarkeit, Billigkeit, Eleganz der Form, bequemes Sitzen und Passen. HERZOG Dtrd. M.—.85. FRANKLIN LINCOLN B Dtrd..—.60. Dtrd. M.—.55. WAGNER Dtrd.-Paar M..20. Jeder Kragen kann eine Woche lang getragen werden. Fabriklager von Mey’s Stoffkragen in Wilhelm Berkenbusch, Wilhelm Sebald, Carl Schmidt, oder direct vom Versand-Geschäft MEY& EDLICH Leipzig-Plagwitz. Sabtr T In der gerichtlichen Verhandlung amp vom 27. v. Mts. haben die Brautleute Geschäftsreisender und Kaufmann Carl Röder zu Hückeswagen u. Fräulein Anna Arzinger zu Castrop, welche ihren ersten ehelichen Wohnsitz in Castrop nehmen wollen, für ihre künftige Ehe jede Art der Gütergemeinschaft ausgeschlossen. Castrop, den 1. Mai 1888. Königliches In der gerichtlichen Verhandlung vom 18. d. Mts. haben die Brautleute Schreiner Gustav zu Castrop und Fräulein Clara Fahnenstich zu Dortmund für die von ihnen beabsichtigte Ehe jede Art der Gütergemeinschaft ausgeschlossen. Castrop, den 21. April 1888. Königliches Amtsgericht. Verkauf auf Bohnrastangra. Mieilegramm auf Briefbogen, Karten und Couverts Uefere in geschmackvoller Ausführung. Ph. Culbart’s Buchdruckerei. Sehr schöne sechs Wochen alte Schweine. Wilh. Langmann. Ca. 1 Morgen Rothklee, parzellenweise, nicht unter 10 Ruthen werden abgegeben v. W. Langmann, Tönnishof. Gegen Hhollen. Heiserkeit, Hals=, Brust= und Lungenleiden, Keuchhusten. * abrik von Roll-Jalousien und seiz sspiseh Marquisen zum Schutze gegen die Sonne aus Holzbrettchen und aus gereittem Stahlblech ED. BECKER, Barmen, Alleestr. 147. ##nmm# vorzüglich wirkendes Rittel gegen alle Arten Gicht und Rheumatismen. In Paketen à. 1 M. u. halben à 60 Pf. bei Entbindungsverzeichnisse für Hebammen der Königlichen Regierung, zu haben bei Ph. Culbart. 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Der Testsacke Wahrheit dieser Worte D ernt man besonders in Krankheitsfällen kennen und darum erhielt Richters VerlagsAnstalt die herzlichsten Dankschreiben für Zusendung des kleinen illustrierten Buches„Der Krankenfreund“. In demselben wird eine Anzahl der besten und bewährtesten Hausmittel ausführlich beschrieben und gleichzeitig durch beigedruckte Berichte glücklich Geheilter bewiesen, daß sehr oft einfache Hausmittel genügen, um selbst eine scheinbar unheilbare Krankheit in kurzer Zeit geheilt zu sehen. Wenn dem Kranken nur das richtige Mittel zu Gebote steht, dann ist sogar bei schwerem Leiden noch Heilung zu erwarten, weshalb kein Kranker versäumen sollte, mit Postkarte von Richters Verlags=Anstalt in Leipzig einen„Krankenfreund“ zu verlangen. An Hand dieses lesenswerten Buches wird er viel leichter eine richtige Wahl treffen können. Durch die, Zusendung erwachsen dem Be# steller keinerlei Kosten. Nach dem Feld= und Forstpolizeigesetz ist das Viehhüten und das Ausstecken von Disteln auf fremden Grundstücken untersagt. Um dem Ueberhandnehmen dieses Unfugs auf unseren Grundstücken in Obercastroper= feld ein Ende zu machen, werden wir fortan jeden einzelnen Fall der Polizeibehörde zur Anzeige bringen. Callenberg und weitere Interessenten. Katholischer St. Barbara=Knappen= Verein Castrop. Sonntag den 27. Mai er. Nachmittags 4 Uhr General=Versammlung. Tagesordnung. 1. Zahlung der monatlichen Beiträge, 2. Aufnahme neuer Mitglieder, 3. Wahl der diesjährigen Rechnungsrevisoren, 4. Berathung neuer Statuten u. mehrerer wichtiger Vereins=Angelegenheiten. Nach Erledigung der Tages=Ordnung: Vortrag. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstanz. Unserm Freunde Heinrich Lindert zu seinem am Donnerstag den 24. Mai stattfindenden Geburtstage die Glück,= und wünsche und ein von Castroperholz schallendes bis nach Rauxel wiederhallendes donnerndes Heinrich giffst Du uß den Anker nich, Dann krigst Du auck die Rika nich. Gewidmet von seinen Freunden A..,., F. X BergmannsUnterstützungs=Verein zu Mengede. Außerordentliche General=Versammlung Sonntag den 27. Mai Nachmittags 5 Uhr im Vereinslokale bei Herrn Schimmel. Tages=Ordnung. Beschlußfassung über Nachtrag Statut und Abänderung einiger I# des Vereinsstatuts, Die Mitglieder werden ersucht recht zahlreich zu erscheinen. Vorstand. Junge fette Gänse 60 Pf. per Pfd. Grau doppelgerein. Bettfedern à1,304 „ Gänsefedern à2,—„ „ Halbdaunen à 2,50„ „ Daunen 4 3,50„ versende in Postkollis zu 10 Pfund fre. gegen Nachnahme.— Nichtkonvenirende Federn und Daunen nehme zurück. R. Z. Arsell, Attendern. Redaktion, Nro. 42. Die Nachtri Donnerstag keine Auswurf stelltes Pause ein, so da giebiger war. Haut= u. Sexualleiden: vom 19. bis 22. Mai S Verreiet— Specialarzt Dr. med. Schreiber Bochum, Augustastraße 2. Frischer Maiwein pr. Glas, 1/5 Ltr., zu 35 Pfg. empfiehlt Wüller, Bahnhof Castrop(Stadt). wohl und vermoc zen Heinrich mit bis zu Ende beiz Friedrichskron so wenn die Hitze n Aufenthalt mit# den. Vor dem 2 parke, wo er die Der„Staa Heute(24.) fand ir Feier der Vermäl rich von Preußen mit Ihrer großhe Hessen und bei burg statt. Nach dem hohen Brau Ministeriums des gemäß nach den Funktionen des E Hauses wahrneh Stolberg=Wernige darauf in der Ka Einsegnung der Dieser feierliche? lichkeit haben in höchsten Anordnu aufgestellten Progr gebracht worden Der Traurel Evangelistenwort: Euch“ zu Grunde ziefer Trauer un und Glanz das# küßte nach beendig Heinrich kniete vo vurde dann von der Kaiser das B beide herzlich, eber Das Fest in wohnern Berlins kausende wandert Charlottenburg hi Privathäuser hatt wurden bald nach Rauh und Ainheimlich sauste ischte sich mit des Donners; lagerten am Ho Ihrer ganzen Wi Feuerblitze erhellt welche in diesen Anblick darbot. itter im Anzuge Ju können, sagt, Alles, was Leben ichst schnell ein ruche des Stur In der einz ine Anzahl zech sich um einen gr pielte. Der We genossenen Bauern zu erhitz Vortwechsel herv sten Grobheiten Soeben erh. ichter, und war dem er halb zori „Unglück he u, es ist umso assen; mein Ger