f Amtliches Ergan für den Lundgerichtsbesten Vorimund. Redaktion, Druck und Verlag 4 Bahrheit.— Gerechtigkeit.— Gemeinwohl. von Ph. Culbart in Castrop. Gichemn mitrmaht und Santant und dote 29. vierteljäbrlich in der Expedtion 1 Mark, durch Botm Kro... Parf.10.— Jlustr. Blater 50 Vie. Mittwoch, 11. April 1888. Vom Hochwasser. Ein Bild von den unsäglich drangvollen Zuständen in den Nogatniederungen bietet der Brief eines Ingenieuroffiziers, der bei dem Rettungsweik betheiligt ist und folgendermaßen schreibt:„Neukirch, Nogat Niederung, den 29. März 1888. Ich kann es nicht unterlassen, Ihnen, nachdem Sie mich mit so guten Wünschen für unsere Rettungsarbeiten auf die Reise geschickt haben, ein Lebenszeichen von der Unglücksstätte zu senden und mit einigen Worten einige Erlebnisse Ihnen anzuvertrauen. Sie wissen, daß am Sonntag der große Nogat=Damm gerissen ist und daß der Marienburger und Elbinger Kreis zwischen Marienburg und Elbing tief unter Wasser steht. Ein 300 Meter breiter Eisstrom mit furchtbaren Eisschollen und häuserlangen Tafeln ergießt sich fortwährend in die Niederung und isoliert durch Eisblöcke, die Mühlen und Häuser umreißend, die Ortschaften, deren Bewohner auf die Dächer geflüchtet sind. Ich kam hier am Sonntog Abend an, nahm das erste beste Pferd und ritt noch fünf Meilen von Marienburg den Deich bis zur Bruchstelle entlang und sah, wie der Eisgang sich ergoß. Ich ließ mich in der Nacht am Montag, bevor noch das sosort requirierte Pionierbataillon eintraf, schnell von der Regierung, die durch den Oberpräsidenten v. Ernsthausen und den Regierungspräsidenten v. Heppe vertreten war, auf der Karte über die Situation aufklären und konnte von dort aus am Morgen die Kompagnien nach den verschiedenen Seiten dirigieren. Ich für meine Person, mit einem Unteroffizier und drei Pontons, bemannt, fuhr über die Telegraphendrähte der Eisenbahn im Wasser nach Altfelde und fand jammerbare Zustände; eine Frau schrie aus dem Schornstein heraus nach ihrem Kind, das Wasser drang nach; wir rissen ein Loch in die Decke und fanden das Kind in der Balkenlage noch lebend; in Fischau sahen wir eine Frau todt im Bett liegen, im Wasser noch; an dem Tag habe ich mit meinen Leuten 16 Familien und 27 Kinder gerettet und nach einer hochgelegenen Zuckerfabrik gefahren und dort untergebracht. Ueber die unabsehbare See weiter fahrend, sah ich, wie im Dorf Sommerau eine Nothflagge flatterte und eine bleiche Gestalt winkte; der Eisgang nahm dort gerade seinen Strom; ich ging mit meinem Ponton hinein zum Retten, wir kämpften wie die Löwen gegen die Eisplatten, die sich gegen das schwache Ponton drückten; ich gerieth immer tiefer hinein, der Strom riß unser Ponton fort und in der Zeit von 10 Minuten war ich vereist, von allen Seiten bis an den Horizont nur Eisschollen sehend. Wir wurden eingeklemmt und haben 11 Stunden im Eis gelegen. Mit nackten Füßen auf den Eistafeln balanzierend, versuchte ich mit den Leuten das Ponton zu schieben, bis wir alle so entkräftet waren, daß wir uns auf Gnade und Ungnade auf den Hungertod gefaßt machten. Es war Abend geworden und ich wollte noch einmal Rettung versuchen. Wir nahmen, unserer Fünf, jeder ein Brett, ließen Ponton und G päck zurück, und uns platt auf den Brettern vorschiebend über die hochkantigen Eisschollen, kamen wir in 2 Stunden ans freie Wasser, wo der Stromstrich war. Nach vielem Rufen fand uns ein verirrtes Ponton, und wir hatten das nackte Leben gerettet. Wir logieren bei den Leuten auf den Böden mit dem geretteten Vieh zusammen; gestern habe ich mir einen Kamm und ein Stück Seife in Elbing, was zum Theil auch unter Wasser steht, kaufen können.“ Aus Elbing schreibt man: Es treffen so viele traurige Nachrichten aus den überschwemmten Ortschaften ein, daß auch das härteste Herz erweicht wird. Der Besitzer E. in Krebswalde sollte mit einem Rettungsboot mitfahren, was er nicht that, da er sein Vieh aufgesteuert hatte, welches er nicht verlassen wollte. Sein altes Gebäude trug aber die ihm auferlegte Last nicht. Es stürzte über Nacht zusammen. Am nächsten Morgen war Alles todt. Das Vieh fand sich zum Theil an den Ketten aufgehängt vor. Aus dem großen Dorf Stuba, welches vierzehn Tage durch gewaltige Eisschollen von der Außenwelt abgesperrt war, berichtet der dortige Lehrer, daß das Wasser im Schulhaus bis zum Keichelholz stieg. Kein Haus blieb trocken. In sämmtlichen Arbeiterhäusern sind die Schornsteine eingefallen, weil sie nur aus ungebrannten Ziegeln erbaut sind. Ställe und Scheunen sind ganz oder theilweise durch die Eisschollen zerstört. Ein Beispiel für die Höhe des Wassers ist auch, daß eine mächtige Scholle zwei Sparren von der einen Scheune geschoben hat. Ein massives Backhaus wurde wie eine Eierschale zusammengedrückt. Ein Glück für das Dorf war es, daß das Eis zum Stehen kam. Eine Vorstellung von dem auf der linken Seite der Nogat lagernden Eisberg bekommt man erst, wenn man bedenkt, daß hier der größte Theil des Eises von der ganzen Weichsel bis Polen lagert. Endlich fängt das Haff an auszugehen, und Jedermann hofft auf das Fallen des Wassers. Im Wartheund Netzebruch stehen 15 Quadratmeilen unter Wasser bei einer Einwohnerzahl von 25000. In Posen müssen täglich 1350 Menschen auf öffentliche Kosten gespeist werden. In Landsberg ist eine von 10000 Menschen bewohnte Vorstadt überschwemmt. Das unermeßliche Unglück, welches Tausende unserer deutschen Brüder in den Ostseeprovinzen durch Wasserverheerungen mit Eisgang schwer betroffen, hat auch das Mitgefühl der Meister und Arbeiter der Weseler Kunstziegelei wachgerufen. Auf Grund einer geringen Anregung beschlossen dieselben, 14 Tage je eine halbe Stunde der täglichen Arbeitszeit zuzusetzen und den Verdienst dieser Ueberstunden den Wasserbeschädigten zuzuwenden. Dieses hochherzige Vorgehen verdient in den weitesten Kreisen bekannt zu werden, sowie Nachahmung und Opferfreudigkeit hervorzurufen. Nachrichten vom Rhein halten die Gefahr einer Hochfluth für beseitigt. Das Wasser fällt stetig. für dite einspaltige Zele oder deren Kaum 10 Reelamen per Zelle 30 Pfennige. Aebersicht. Deutschland. Professor Esmarch, der bekanntlich zu unserer kaiserlichen Familie in verwandtschaftlichen Beziehungen steht, hat nun ebenfalls den Kehlkopf des Kaisers einer gründlichen Untersuchung unterzogen und mit Mackenzie eine ausfüorliche Unterredung gehabt. Das Ergebniß der Untersuchung war, wie der Magdeburger Zeitung darüber geschrieben worden ist, ein verhältnismäßig sehr günstiges. Gefährliche Weiterwuche. rungen im Halse, die man namentlich nach der Tracheotomie befürchtete, haben nicht stattgefunden. Der Kaiser leidet in der ersten Hälfte der Nacht öfters an Schlaflosigkeit bezw. an Störungen des Schlafes, da ihn beim Liegen anfangs die Kanüle reizt. In der zweiten Hälfte der Nacht ist der Schlaf in der Regel ununterbrochen. Auf Wunsch Kaiser Friedrichs, der selbst verhindert ist, sich in das Ueberschwemmungsgebiet zu begeben, reiste am Dienstag Kaisecin Viktoria nach Posen und wird dort Mittags vor 1 Uhr eintreffen. Nach vierstündigem Aufenthalt erfolgt die Rückreise nach Berlin. Unter der Bevölkerung der schwer heimgesuchten Stadt herrscht infolge der Ankündigung des hohen Besuches die größte Freude. Ein Kaiserlicher Gnadenerlaß für den Bereich des Reichslandes Elsaß Lothringen steht jetzt ebenfalls bevor. Dem Vernehmen nach wird derselbe sich an das preußische Muster anschließen. Die Begnadigung der Hoch= und Landesverräther erscheint ausgeschlossen. Das körperliche Befinden der Kaiserin Augusta wird nach den Wahrnehmungen durchaus glaubwürdiger Personen als überraschend gut geschildert. Die Kaiserin gehört zu jenen heroischen Naturen, welche durch schwere Schicksalsschläge gestählt widerstandsfähiger werden.„Wir müssen uns, jeder an seinem Platze, in dieser schweren Zeit zusammennehmen und mit aller Energie unsere Schuldigkeit thuen, damit der Staat keinen Schaden leide.“ Diese und ähnliche, in jüngster Zeit zu ihrer Umgebung gesprochenen Worte charakterisiren die ungewöhnliche Seelenstärke der erlauchten Frau. Zur Berichtigung mancher Ungenauigkeiten und Entstellungen des Toastes, welchen der Kronprinz Wilhelm am 1. April im Kanzlerpalais auf den Fürsten Bismarck ausgebracht hat, ist die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" ermächtigt, den Wortlaut der Rede des Kronprinzen mitzutheilen. Wir bemerken zum Verständniß derselben noch, daß der Reichskanzler vorher in längerer warmer Rede des dahingegangenen Kaisers gedacht hatte. Darauf hielt der Kronprinz folgende Rede: Euere Durchlaucht! Unter den 40 Jahren, welche Sie erwähnten, ist wohl keines so ernst und schwerwiegend gewesen, als das jetzige. Der Kaiser Wilhelm ist heimgegangen, dem Sie 27 Jahre lang treu gedient haben! Mit Begeisterung jubelt das Volk unserem jetzigen hohen Herrn zu, der Mitbe, puige. 14, Jahrg. Im Banne der Verhältnisse. Roman von Theodor Mügge. Nachdruck verbeten. (Fortsetzung.) Sein schlaffes Gesicht wurde roth, er sah scheu und scharf auf sie hin; in seinen Augen leuchtete ein Eatschluß. „Fort mit der Vergangenheit!“ rief er rauh, seine Hand ausstreckend, als wollte er etwas von sich stoßen.„Ich wollte Dich etwas fragen.“ „Was lieber Vater?“ Er legte die rechte Hand auf Ihre Schulter, sie fühlte sein Zittern. Er sagte nichts, es fehlte ihm der Muth. Sie hob ihr Gesicht zu ihm auf, und er suchte ein Lächeln auf seine Lippen zu bringen.“ „Könntest Du Dich entschließen," begann er und schwieg dann wieder. „Wozu?“ „Du mußt heirathen!“ fiel er hastig ein, und ohne inne zu halten, sprach er weiter:„Sage mir aufrichtig, ob es wahr ist, ob unser Gast, unser Freund— Rachau, ob er Dir gefällt!“ „Er mißfällt mir nicht,“ erwiderte sie. „Mißfällt er Dir nicht—“ „Was ist Dein Wunsch lieber Vater?“ Er blickte vor sich nieder, dann als habe er sich mit erneuter Entschlossenheit bewaffnet, wieder auf. Es kam ihm vor, als sei sein Kind ein Marmorbild, als starrten dessen Augen ihn todt an. Er hob seinen Arm auf, als wollte er einen Schwur thun. Bitte, Schmerz, Angst und Liebe rangen in dem Worte, das über seine Lippen drang. „Luise!“ sagte er dumpf aus der Brust. „Vater!“ „Willst Du es thun?“— „Ja, Vater." „Ich werde Dich nicht zwinzen.“ „Du sollst mich nicht zwingen.“ „Oh, das ist mir lieb! Wirklich, Luise, mein liebes Kind, — er suchte in tiefen Athemzügen ruhiger zu werden, und indem er sie festhielt, fuhr er dabei fort: Rachau besitzt viele Vorzüge und Kenntnisse. Ich bin ihm Dank schuldig, sehr großen Dank. Ohne seinen Beistand— ja, ohne seinen Beistand— ich weiß nicht, was daraus geworden wäre— Die Hauptsache ist jedoch die, daß er Dich liebt und verehrt, und ich hoffe, Luise, ich hoffe, mein Kind, daß Du glücklich sein wirst." „Ich werde es versuchen,“ erwiderte sie. „Soll ich ihm mittheilen, fragte er, seine Augen senkend — Morgen mittheilen, daß Du— wenn er Dir seine Neigung gesteht— seine Absichten ausspricht—“ „Ich werde ihn erwarten, theurer Vater,“ siel Luise ein. „Sage ihm, was Dir am besten scheint.“ Er hielt noch immer ihre Hände in den seinigen; sein graues Haupt neigte sich zu ihr. Wie ein Stummer sah er sie an, der ein schreckliches Geheimniß ausschreien möchte und dem doch die Sprache fehlt.„Ich habe das nicht gedacht," murmelte er kaum verständlich. „Handle, wie es nothwendig ist,“ unterbrach sie ihn. „Du, mein Kind, Du willst es so?“ „Ich will, ja, ich will.— Das Kind gehört dem Vater. Dein Wille ist mir heilig, Deine Hoffnungen sind meine Hoffnungen,“ sagte Luise mit einem begeisterten Lächeln, indem sie ihn umarmte. „Ich danke Dir! ich danke Dir!“ erwiderte er, sie zärtlich an sich drückend. „O, bester Vater, sei glücklich, sei froh,“ fuhr sie fort. „Alle Freuden des Lebens über Dein Haupt! Ehre hat Dein Leben begleitet, Ehre wird es nicht verlassen.“ „Ehre! Ehre!“ stöhnte der alte Mann. Theurer, theurer Vater! rief Luise, ihn mit ihren Küssen bedeckend,„gieb mir Deinen Segen, Sorge nicht, schlaf süß, Deine Tochter wird für Dich wachen!“ Sie ruhten einen Augeablick an seinem Herzen, die mitternächtliche Stille spann graue Schleier über sie; dann entfernte sie sich und wandte sich nicht zurück; sie wollte ihm ihr zitterndes Gesicht nicht zeigen, nicht ihre Augen, die von Thränen verdunkelt waren, denen sie nicht länger widerstehen konnte. Keines Wortes mächtig, streckte er seine Arme nach ihr aus.— Furcht und Hoffnungen, ein Strahl von Frieden# und Zuversicht und ein Strom düsterer Zuversicht und banger Abnungen rangen in ihm, bis er mit einem tiefen Seufzer zusammenschaudernd sagte:„Meine Ehre ist ihre Ehre! Gerichter Gott! auch sie— was weiß sie, was ahnt sie? Wohin ist es mit mir gekommen!“ 12. Am nächsten Tage erfolgte die Erklärung, Rachau befand sich am Ziel seiner Wünsche. Ohne eine sichtbare Ueberwindung gab Luise ihr Wort und unterzog sich allen üblichen Zärtlichkeiten des neuen Verhältnisses mit tadelloser Bereitwilligkeit. Nur gegen die sofortige Veröffentlichung der Verlobung erklärte sie sich mit mancherlei Gründen.—„Wir müssen damit wenigstens noch einige Zeit warten,“ wandte sie ein, um den Verhältnissen nach, die hier gewaltet haben, der Schicklichkeit genug zu thun. Ich wünsche überdies, daß mein Bruder zunächst davon benachrichtigt wird und unsere Freunde umher nicht allzusehr überrascht werden.“ Rachau stimmte ihr bei, der wahre Grund schien ihm gewiß genug. Sie schämte sich vor dem Geschwätz und wollte dem flüchtigen Gottberg nicht die Verlobungskarte so schnell nachschicken. Im Stillen jedoch gelobte er sich, daß es nicht lange dauern sollte, und bis dahin ließ sich die Sache so weit vorbereiten, daß Niemand mehr überrascht sein konnte. „Lieben Sie mich nur ein wenig so, wie ich Sie liebe, theure Luise,“ sagte er,„so bin ich mit Allem zufrieden und darf getrost erwarten, daß Sie bald meinen Bitten nachgeben. gründer der Größe des jetzigen Vaterlandes ist. Ew. Durchlaucht werden Ihm wie wir Alle mit derselben altdeutschen Mannestreue dienen, wie dem Dahingeschiedenen. Um mich eines militärischen Bildes zu bedienen, so sehe ich unsere jetzige Lage an, wie ein Regiment, das zum Sturm schreitet. Der Regimentskommandeur ist gefallen, der Nächste im Kommando reitet, obwohl schwer getroffen, noch kühn voran. Da richten sich die Blicke auf die Fahne, die der Träger hoch emporschwenkt. So halten Ew. Durchlaucht das Reichspanier em vor. Möge es, das ist unser innigster Herzenswunsch, Ihnen noch lange vergönnt sein, in Gemeinschaft mit unserem geliebten und verehrten Kaiser das Reichsbanner hochzuhalten. Gott segne und schütze denselben und Ew. Durchlaucht! Wie verlautet, soll die Trauung des Prinzen Hein rich von Preußen mit der Prinzessin Irene von Hessen schon am 20. April im engsten Familienkreise in Charlottenburg stattfinden. Es werden schon jetzt Vorbereitungen zu dieser Feier getroffen. Die National=Zeitung schreibt in der Bismarck'schen Sache:„Die erneuten Bemühungen, für den Prinzen Alexan der die Hand der Prinzessin Viktoria zu erringen, sind erfolglos geblieben und schon deshalb Anlässe zu einem Konflikt, wenn derselbe jemals gedroht haben sollte, zur Stunde nicht mehr vorhanden. Von einer Demission des Fürsten Bismarck ist daher in keiner Weise die Rede.“ Der Minister des Innern ist von seiner Reise in das Ueberschwemmungsgebiet zurückgekehrt und es wird nunmehr eine Nothstandsvorlage für das preußische Abgeordnetenhaus ausgearbeitet werden, die schon in der nächsten Woche zur Berathung gestellt werden soll. Der Staatssekretär v. Boetticher ist nach Kiel in Angelegenheiten des NordOstsee=Kanals abgereist. Frankreich. Die vornehmste Pariser Zeitung, das„Journal des Debats", begrüßt den neuen Minister Floquet also: „Floquet war in seiner Jugend ein überschwänglicher Advokat, bekannt durch seine Redseligkeit und seine origiaelle Kleidung. Er trug die berühmten Westen à la Robespierre, um derentwillen ihn Gambetta eines Tages als„Maximilian Floquet" begrüßte, und Hüte, deren ausschweifende Form die öffentliche Aufmerksamkeit auf ihren Träger zog. Dann kam die That, der Ruf an den Zar, und Floquets Ruf war in gewissen Kreisen begründet. Aus dem Bürger Floquet wurde nach 1870 der Herr Floquet. In dem Maß, wie seine politische Wichtigkeit zunahm, wurden die Westen kürzer und der Hutrand schmäler. Seit Floquet ein reiches Fräulein Kestner geheiratet hat, ist sein Anzug vollkommen korrekt, der Hut steif und die Weste nicht mehr zu weit. Floquet hat zwei Bände Reden herausgegeben; sie sind stark gesäubert und man findet statt der Heftigkeit, welche das einzig Originelle an Floquet ist, die salbungsvollen Redensarten und Gemeinplätze der republikanischen Graubärte. Gestern Boulangist, heute Antiboulangist, morgen wer weiß was. Und dieser Mann hat es sich in den Kopf gesetzt, Frankreich zu regieren, und er wird es regieren. England. Die englischen Blätter treten geschlossen in ruhigen, aber sehr warmen Worten für des Battenbergers Vermählung mit Kaiser Friedrichs Tochter ein. Sie haben dabei den Hintergedanken und den heimlichen Wunsch, Fürst Alexander möge nach Bulgarien zurückkehren, und Deutschland habe dann die Verpflichtung, den Schwiegersohn seines Kaisers dort zu halten. Das läge natürlich im englichen Interesse, aber an die Erfüllung dieses Wunsches ist nie zu denken. Rußland. Es verlautet wieder von einem geplanten Attentat auf Kaiser Alexander von Rußland. Bestimmte Nachrichten fehlen noch. Castrop, 10. April. Am vergangenen Sonntag em pfingen in der kathol. Kirch: 115 Knaben und 94 Mädchen die erste heil. Kommunion. In der evangel. Kirche wurden 26 Knaben und 42 Mädchen geprüft, um am nächsten Sonn tag das heil. Abendmahl zu empfangen. — Der Viehmarkt am gestrigen Tage war in Folge des einfallenden Feiertages bei weitem nicht so reichlich beschickt, als dieses sonst auf den Ostermarkt der Fall ist. Aufgetrieben waren 890 Schweine, 104 Kühe und 38 Pferde, wofür an Marktstandgeld 53 Mk. 60 Pfg. vereinnahmt worden sind. Junge Schweine waren sehr begehrt und fanden zu hohen Preisen schlanken Absatz. Der Handel in Kühen und Pferden war bei mittelmäßigen Preisen weniger lebhaft.— Für Buden wurde ein Standgeld von 135 Mark 70 Pfg. erzielt. Alle Schaustellungen waren vertreten. Ein Karoussel für große u. kleine Kinder, Schießbuden mit den vermeidlichen Lademädchen. Riesendamen, sogar auch eine elektrische Dame, welche auf der Fahrt nach Amerika ins Meer gefallen und von den Flossen eines Haifisches geschlagen und dadurch elektrisch geworden ist, produzierte sich und bewies dem staunenden Publikum die ihr anhaftende Elektrizität. Na, die Dummen werden nie alle! Auch ein Neger aus Kamerun und noch weiterer Klimbim fehlte nicht. An Kuchenbuden war auch kein Mangel. Hoffen wir, daß die Verkäufer mindestens für ihre Ausdauer in den luftigen Buden, bei der gestrigen Witterung, einig rmaßen durch gute Einnahmen entschädigt sind. — Alte Wetterprophezeiungen. Uralte Wetterregeln besagen:„Bringt Rosamunde— 2. April— Sturm und Wind, so ist Sibylle— 29. April— uns gelind“. „Sind die Reben um Georgie— 23. April—. noch blind, dann soll sich freuen Mann, Weib und Kind.„Der Monat April frißt der Lämmer viel."„Theodora— 1. April hell und klar, bringt Segen für das ganze Jahr.„Isidor — 4. April— taut gerne von unten vor.„Gibt Regen Julius— 12. April— bringt er groß Wasserfluß.“ — Eine neue erfreuliche Maßregel zur Ermöglichung eines wirksamen Wettbewerbs der westfälischen Kohle gegen die englische in Hamburg steht in Aussicht. Die königliche Eisenbahndirektion Altona stellt einen von ihr am Bahnhofe Sternschanze in Hamburg erworbenen Platz, der sich in vorzüglicher Weise als Zentralplatz für den Einzelverkauf des Hausbrandes eignet, den westfälischen Zechen unter billigen Bedingungen zur Verfügung. Das Ueberdachen der Magazine muß von den Zechen besorgt werden. Gehen dieselben auf die gestellten Bedingungen ein, so wird die genannte Eisenbahndirektion beim Herrn Minister der öffentlichen Arbeiten beantragen, daß die Eisenbahnfracht auch für die in Hamburg verbleibende Kohle um 50 Pfg. pro Tonne herabgesetzt werde, was bekanntlich schon für Bäckerkohle der Fall ist. Es dürfte kaum einem Zweifel unterliegen, daß die Zechen auf dies Angebot eingehen. — Der Hamburger Auswanderungsagent R. O. Lobedanz, welcher sich, wie wir jüngst meldeten, der brasilianischen Regierung zur Einfuhr von 6000 nordeuropäischen Einwanderern binnen Jahresfrist kontraktlich verpflichtet hat, beabsichtigt, wie das„Berl. Tabl.“ erfährt, die von ihm für Brasilien geworbenen Arbeiter nicht von Hamburg aus, wo die deutschen Behörden ihm auf die Finger sehen könnten, sondern von Antwerpen aus nach den nordbrasilianischen Häfen, Rio und Santos einzuschiffen. Er hat in Antwerpen ein Zweigbureau eingerichtet, und dorthin veranlaßt er die Auswanderer zu reisen, damit sie zur Einschiffung gelangen können. Er soll eine Ausgedehnte Korrespondenz, die haupt sächlich von Antwerpen ausgeleitet wird, mit Auswanderungslustigen in Deutschland Oesterreich unterhalten. Wir wiederholen aufs Eindringlichste unsere Warnung an alle Auswanderungslustigen, nicht in die Netze des Agenten R. O. Lobedanz zu aeben. Eine kaum glaubliche Unvorsichtigkeit beging in diesen Tagen ein Brunnenmacher in Wiehagen bei Wickede. Derselbe legte eine Dynamit=Patrone, welche ihm naß geworden war, zum Trocknen auf den Herd, während seine Frau in der Stube beschäftigt war. Nach kurzer Zeit explodirte die Patrone und richtete, der„Hag Ztg. zufolge, in dem Zimmer eine gräuliche Verwüstung an. Kein Gegenstand blieb ganz, Stücke von Möbeln flogen mit gewaltiger Wucht durchs Fenster auf die Straße. Als ein Wunder ist es anzusehen, daß die Frau gefährliche Verletzungen nicht erhalten hat. Nur einige Splitter trafen ihren rechten Arm; außer der Frau war niemand im Zimmer anwesend. Ein 63jähriger Manu aus Unna, der zu Ostern seine in Haspe wohnenden Verwandten besucht hatte und an einem der letzten Tage wieder die Rückreise antreten wollte, wurde hier auf dem Wege nach der Bahn plötzlich vom Unwohlsein befallen; er kehrte dieserhalb in einem an der Bahnhofstraße belegenen Wirthshause ein und hatte sich dort kaum auf einen Stuhl niedergelassen, als ein Herzschlag seinem Leben ein jähes Ziel setzte. Von dem Kornboden eines in Münster wohnenen Getreidehändlers wurden in der Nacht vom 30 bis 31. v. M. etwa 100 Pfund Kleesamen im Werthe von 40 Mark gestohlen. Der Dieb wurde indes kaum einige Stunden später entlarvt und zwar auf eine höchst wunderliche Art. Der Mann hatte nämlich zum Trankport der Beute einen Sack benutzt, dessen Seitennaht auf Daummbreite gepatzt war, der durchgesickerte Samen bezeichnete infolge dessen mit Sicherheit den Weg, den der Spitzbube genommen. Ein Polizeibeamter gelangte, dieser Spur folgend, zur Kirchherrengasse und bis an das Schlafzimmer eines dort im Hause Nr. 4 wohnenden Arbeiters, bessen Pantoffeln, inwendig und auswendig mit Kleesamem bedeckt, auf dem Flur standen. Der Ueberraschte mußte angesichts dieser erdrückenden Schuldbeweise nach anfänglichem Leugnen sich doch endlich zum Geständniß bequemen. Herzlose Eltern. In Aachen ist am 3. d. Mts. in einem Hause der Königstraße ein drei Monate altes Kind tot aufgefunden worden. Die Eltern hatten schon früh Morgen die Wohnung verlassen, ohne sich um das Kind weiter zu kümmern. Dasselbe lag in alte Lumpen eingewickelt am Fußboden und ist vermuthlich infolge der mangelnden Pflege u. s. w. verstorben oder gar erfroren. Der Leichnam wurde nach der Morgue geschafft. Die Untersuchung ist eingeleitet. Eine nette Ueberraschung wurde am 4. d. in Barmen dem Gesellen und Lehrlinge eines Metzgers in der Bredder. straße zutheil. Dieselben fanden in dem Magen einer von ihnen geschlachteten Kuh zwei 20=Markstücke. Da der frühere Eigenthümer kein Anrecht auf den Fund hatte und der Metzger darauf verzichtete, so konnten der Geselle und der Lehrling die 40 Mark theilen. Ueber vielversprechende kleine Gauner, berichtet v. 3. d. die„Osnabrücker Vztg.“: Ein Knabe wurde beauftragt, 243 Mk. zur Sparkasse zu bringen. Auf dem Wege traf er mit zwei anderen elf= bis zwölfjährigen Knaben zusammen, theilte diesen mit, daß er schönes Geld trage, worauf die beiden dasselbe in Augenschein zu nehmen begehrten. Der Korb, in welchem dasselbe in Papier gewickelt lag, wurde geöffnet und eine Besichtigung fand statt. Hierbei ließ der eine Knabe das Geld verschwinden und legte das Papier wieder in den Korb. Als der Gelotransporteur auf der Sparkasse angelangt war, hatte er nur noch das Papier. Er eilte nach Hause, und bald war eine Anzeige bei der Polizei erstattet. Mittlerwelle hatte der angehende Annektirer das Geld untergebracht. Dem Knaben, der mit ihm die Besichtigung vorgenommen, hatte er für sein Schweigen 2 Mk. gegeben, 120 Mk. unter der Brücke an der Georgsstraße und den Rest bis auf 5 Mark zwei Portemonnaies, Gummibälle 2c. gekauft. Die Polizei nahm den hoffnungsvollen Knaben zu sich. Wie glücklich bin ich nicht schon jetzt, da ich bei Ihnen sein kann; ein wie viel größeres Glück, wenn die ganze Welt es weiß, um mich zu beneiden!“ Im weiteren Verlaufe dieses Gesprächs gab Herr von Rachau auch nähere Nachrichten über seine eigenen Verhält visse. Er legte dem Baron ein Taufzeugniß vor, in dessen Besitz er sich befand, und nach welchem er sich als der Sohn eines Oberbeamten in Preußen auswies. Seine Eltern waren beide früh gestorben, die mäßige Hinterlassenschaft zum Theil für seine Erziehung verwendet worden, zum Theil später bei Studien und Versuchen daraufgegangen, ihm den Weg in die Welt zu bahnen. Er deutete an, daß er sich vielfach litterarisch beschäftigt habe, auch mit mehreren Regierungen und politischen Personen in Verbindung gewesen sei. Die französische Regierung habe ihm zu einem längeren Aufenthalt in Nordafrika besondere Veranlassung gegeben, bis er nach seiner Rückkehr in Paris Eduard Wilkens kennen lernte, der, mit eigenthümlicher Zuneigung ihn beglückend, sich ihm anschloß, und den er begleitete, als die Nachricht vom Tode seines Vaters eintraf. Im Allgemeinen waren diese Nachrichten weder besonders befriedigend, noch besonders vortheilhaft. Ersichtlich hatte sich Herr von Rachau noch kein gesichertes Dasein begründet, son dern dem Anschein nach ein ziemlich ungewisses und wechselndes Leben geführt. Seine Heimath sollte ihm jetzt geben, was ihm fehlte, die feste Grundlage in der Gesellschaft; es hatten somit Diejenigen nicht eben so ganz Unrecht, die mit einigen mißtrauischen, kleinstädtischen Bedenklichkeiten nach Besitz, Amt, Würde oder Stellung des liebenswürdigen jungen Herrn spionirten. Indeß leben heut zu Tage Tausende wie die Lilienkauf dem Felde, und man kann eben so wohl große Vermögen in einer kleinen Brieftasche bei sich tragen, wie man weder Amt noch Geschäft, noch stolze Titel zu haben braucht, um viel Geld zu gewinnen und das bequemste und prächtigste Leben zu führen. Herr von Rachau sprach über Geldgeschäfte, Börsenpapiere, Aktienunternehmungen und Spe kulationen aller Art mit derselben Kenntniß und Lebendigkeit, wie über Litteratur und Zeitungen, Politik und Handel. Ein so gewandter, vielseitig gebildeter Mann, in feinen und hohen Kreisen so eingelebt, so vornehm und sicher, hatte nichts zu besorgen. Noch hatte er gewiß nie gekannt, gearbeittt auch nicht; wer aber das nicht nöthig hat, dem wendet sich immer die Hochachtung der Meistern ganz von selbst zu. Auch in den Eröffnungen, welche Rachau dem Herrn von Brand machte, behauptete er seine würdige und freie Form und eine Offenheit, die sich mit der liebenswürdigsten Dankbarkeit paarte. Er verleugnete durchaus nicht, daß er keine Reichthümer besitze, aber er that dies mit lächelnder Geringschätzung des elenden Metalls, das so oft den Unwürdigsten gehört, und sagte dann, Luisens Hände küssend und dem Major die seinen drückend:„Es ist eine höhere wesen, daß ich in die Nähe so edler, theurer Menschen geführt wurde. Liebend haben Sie mich aufgenommen; meine Aufgabe wird sein, diese Liebe zu. vergelten. Ich will keine Mühen, keine Anstrengungen sparen, ja mein theurer Vater — gestatten Sie mir, daß ich Sie so nennen darf— wir wollen vereinigt ein reiches und schönes Leben zu führen suchen. „Ein zufriedenes einfaches Leben ist das beste, murmelte der alte Mann.“ „Ein zufriedenes, ja, aber ein einfaches, was man gewöhnlich so nennt, ein zurückgezogenes Naturleben, nein!“ lächelte Rachau.„Warum sollt: man die Welt verachten?“ „Warum sich nicht mit allen edlen und schönen Genüssen umringen, die das Produkt des menschlichen Geistes und steigender Civilisation sind?“ „Die wirklich edlen Genüsse des Lebens sind allerdings dessen höchste Würze, sagte Luise. „Geist giebt es nicht ohne Körper," versetzte Rachau, Schönheit gedeiht nur in schöner Form. Die köstlichste Musik in einer Bretterhütte erregt Unbehagen, das edelste Dichterwerk auf schmutzig grauem Lumpenpapier widert uns an, und wenn der feinste Champagnerwein aus einem Küchentepf getrunken werden soll, verliert er allen Geschmack. Nein, meine theuerste Luise, wir können uns nicht mit hoher geistiger Regsamkeit in einer Diogenestonne wohl gefallen. Geistig regsame Menschen wollen auch das Leben fein und auserwählt, und sie sammeln sich da, wo ihnen alle Reize des Daseins geboten werden, an den großen Sammelplätzen der Künste, der Wissenschaften, der Industrie und deren verlockendsten Schöpfungen. „Ich kenne allerdings die glänzenden und luxuriösen Genüsse des Lebens sehr wenig,“ erwiderte Luise. „Und ich mag sie nicht kennen lernen, fiel der Major unmuthig ein. „Wir werden Sie kennen lernen, tröstete Rachau. „Wern wir künftig in der Hauptstadt wohnen, wird uns diese gewähren, was sie bieten kann, und wenn uns das nicht genügen sollte werden wir reisen und uns höhere Genüsse verschaffen. Wir werden nach Paris gehen, in den Mittelpunkt der feinsten und elegantesten Cultur.“ Es schien ihm Vergnügen zu machen, die Genüsse mit lebendigen Farben auszumalen und die glänzendste Zukunft vor dem unerfahrenen Mädchen auszubreiten, das ihm neugierig lächelnd und zweifelnd zuhörte. Dann und wann warf auch der alte Herr eine neue abweisende Bemerkung hinein; sie diente jedoch nur dazu, ihn um so eindringlicher zu überzeugen, daß eine neue Welt voll Glück und Freuden nothwendig sei und sie sämmtlich erwarte.„Nichis ist obenein leichter,“ sagte Rachau,„als daß ein reicher Mann, wie Sie es jetzt sind, sein Geld in kurzer Zeit verdoppelt und vervielfacht.“ „Ungeheure Vermögen werden von denen gewonnen, welche ihr Geld gehörig arbeiten lassen. (Fortsetzung folgt.) zu Castrop am 10. April. 1) In einer Anklagesache gegen den Bergmann B. aus Merklinde wurde gegen den Zeugen Sch. aus Castrop wegen ungerechtfertigten Ausbleibens zum Termin, eine Geldstrafe von 10 Mark erkannt. 2) Durch Vorspiegelung falscher Thatsachen hatte sich der Bergmann Heinr. B. aus Castrop des Betruges schuldig gemacht, indem er von dem Winkelier V. in Giesenberg Waaren entnahm und demselben einen beglaubigten Schein vorzeigte, nach welchem er in Höhe der Forderung des Geschädigten noch Lohn auf der Zeche zu empfangen habe. Er war aber thatsächlich nicht mehr auf der Zeche Mont Cenis beschäftigt und hatte schon vor Fertigstellung dieses Scheines seine Abkehr von besagter Zeche genommen. Der Gerichtshof erkannte gegen den Angeklagten eine Gefängnißstrafe von 1 Woche und in die Kosten des Verfahrens. 3) Gegen den domizillosen Arbeiter Wilh. H. aus Nettebeck war die Anklage wegen Bettelns erhoben. Derselbe wurde aus der Haft vorgeführt, war geständig, und weil derselbe schon vorbestraft, wurde eine 14tägige Haft erkannt. 4) Gegen den Metzger F. A. aus Castrop wurde ein Polizei=Strafmandat erlassen, weil er seine Zughunde Nachts habe frei umherlaufen lassen, was gegen eine Lokal=PolizeiVerordnung vom 10. Febr. 1881 verstößt. Der Angeklagte hatte hiergegen Berufung eingelegt, und behauptete, die Hunde hätten in der fragl. Nacht festgelegen, was aber von den Zeugen bestritten wurde. Der Gerichtshof erkannte auf eine Geldstrafe von 9 Mark und verurtheilte den Beklagten in die Kosten des Verfahrens. 5) Gegen den Bergmann Wilh. B. aus Rauxel war die Anklage wegen groben Unsugs erhoben, hervorgerufen durch einen Umzug in der Gemeinde Rauxel, welcher mit einer Keilerei endete und an welcher der Angeklagte sich mit betheiligt hatte. Es wurde gegen denselben eine nur geringe Geldstrafe von 3 Mark eventl. 1 Tag Haft erkannt, weil derselbe von einem Gegner angegriffen und dabei halb gereizt worden war. 6) Gegen den geschäftslosen Aug. H. aus Dortmund wurde wegen des Einwerfens einer Fensterscheibe aus Rache, eine Gefängnißstrafe von drei Tagen erkannt. Die Strafe wurde als verbüßt erachtet, da der Angeklagte bereits eine 14tägige Untersuchungshaft für die Bravour verbüßt hatte. Seine Freilassung erfolgte demgemäß sofort. Haus= und Landwirthschaftliches. [Wann soll die Frühjahrskopfdüngung von Chilisalpeter den Halmfrüchten gegeben werden?] Zu den Ansichten, die man bei bedeutenden Landwirthen und in anerkannt guten landwirthschaftlichen Büchern findet, gehört die, daß die Kopfdüngung mit Chilisalpeter bei Halmfrüchten so zeitig als möglich erfolgen muß, keineswegs mehr nach vollendeter Bestockung. Dieser Satz galt und gilt noch heute vielfach als unbedingt richtig und doch ist er in der Allgemeinheit ein irriger, wie neuere Versuche und Forschungen dies bewiesen haben. Bei dem Herannahen der Zeit, in welcher die Kopfdüngungen mit Chilisalpeter gegeben werden, hoffen wir, uns den Dank unserer Leser zu erwerben, wenn wir über die neuesten, begründeten Erfahrungen über den besten Zeitpunkt der peterdüngung einige Angaben bringen. Das Hauptdüngemittel im Chilisalpeter ist bekanntlich Stickstoff. Wird nun z. B. einem mit Winterweizen bestellten Feld im März eine Kopfdüngung gegeben, so tritt infolge des hohen Stickstoffgehaltes allerdings eine reiche Bestockung ein, ist aber gleich die ganze Menge Chilisalpeter aufgebracht, so kann durch die zu reiche Bestockung Lagerung entstehen. Es kommt in Betracht, daß der Boden auf diese Weise nach der Bestockung nicht mehr genügend Stickstoff besitzt, um die Halme auch kräftig auszubilden. Das Beste ist daher, auf sehr stickstoffarmen Boden die zu gebende Menge Chilisalpeter zu theilen, die Hälfte im März und Anfang April zu geben, um eine gute Bestockung zu erzielen, die andere Hälfte dagegen im Mai nach erfolgter Bestockung auszustreuen, um ein kräftiges Wachsthum zu er: zielen. [Reiniget die Bohnenstangen.] Da das ungünstige Wetter in fast allen Gegenden den Beginn der Garten= und Feldarbeit hindert, richten wir an unsere Leser die Mahnung, die unfreiwillige Muße dazu zu benützen, nachzusehen, ob alle Geräthe für den Gebrauch im kommenden Frühling und Sommer im guten Stand sind. Namentlich möchten wir auf die Bohnenstangen hinweisen. Dieselben kommen allgemein mit der Rinde bekleidet in den Handel und werden auch so verwendet. Wir können nun nicht dringend genug rathen, die Bohnenstangen der Rinde sorgfältig zu entkleiden. Der Grund für diesen Rath ist die Erfahrung, daß unter der Rinde und den Spalten und Rissen derselben zahlreiche, schädliche Insekten Unterschlupf und einen bequemen, sicheren Ort für ihre Eier, Larven und Puppen finden. Bei schon gebrauchten Bohnenstangen werden beim Abschälen der Rinde zahlreiche Schädlinge zum Vorschein kommen, ganz abgesehen von denen, die nur im Sommer dort zu finden sind. Also fort mit der Rinde. Darauf wird uns vielleicht entgegnet werden, daß die Rinde und Borke doch einen Schutz des Holzes gegen die Witterungseinflüsse bilde, indeß ist es damit nicht weit her. Die Nässe haftet z. B. länger an den mit der Borke bekleideten Stangen und kann ihre vernichtenden Einflüsse länger geltend machen, als an kahlen Stangen. Wer aber ganz sicher sein will, der konservire seine Stangen, indem er sie 24 Stunden in eine Auflösung des sehr billigen, blauen Kupfervitriols legt, dadurch wird das Holz sehr hart und gegen Witterungseinflüsse fast ganz unempfindlich. [Das Naßfüttern der Pferde.] Der Pferdehaltung schadet kein anderes Uebel so sehr, als die so weit verbreitete Unsitte des Naßfütterns. Es wird, wie gesagt allgemein betrieben und die Gründe, die dafür angeführt werden, sind oft seltsamer Art. Die Einen meinen, den Thieren schmecke das nasse Futter besser, die Anderen führen die Zeitersparniß an, weil ein Pferd mit einer nassen Mahlzeit viel schneller fertig werde, als mit einer trockenen, in den meisten Fällen denkt man sich bei dem Naßfüttern gar nichts und füttert naß, weil es immer so gemacht ist. Richtig ist indeß nur, daß die Thière weniger Zeit brauchen, um eine nasse Nahrung zu sich zu nehmen, als sie zu einer trockenen gebrauchen. Darin liegt aber gerade der Hauptnachtheil des Naßfütterns. Wenn das Fulter trocken gereicht wird, so muß es langsam gekaut und im Maule umgewandt werden, um es gehörig mit Speichel zu befeuchten. Ist das Futter an und für sich schon feucht, so fällt diese Aufgabe weg, und das Futter kommt nun ohne mit Speichel vermischt zu sein in den Magen. Dieser aber kann mit dem nicht mit Speichel vermischten Futter nicht viel anfangen, es ist für ihn unverdaulich und geht auch zum großen Theil unverdaut mit dem Miste ab. Es ist durch vielfache Versuche festgestellt worden, daß die Pferde von trockenem Futter sechs bis achtmal mehr verdauen, als von nassem Futter. Die Pferde, die naß gefüttert werden, sehen meist sehr wohlgenährt aus, aber sie sind nur durch die übermäßige Wasseraufnahme aufgeschwemmt. Sie schwitzen und ermatten leicht und sind deshalb zu anstrengenden Arbeiten ehr schlecht verwendbar. Auch treten Magenschwäche und Kolik sehr häufig als eine Folge des Naßfütterns auf. Sehr ins Gewicht fällt auch die furchtbare Futterverschwendung, die beim Naßfüttern getrieben wird. Dena es ist klar, daß alle die Haferkörner, die sich unverdaut im Miste finden, nichts zur Ernährung und Kräftigung des Pferdes beigetragen haben, daß sie ihm vollkommen nutzlos gereicht wurden, während sie dem Besitzer doch Geld kosteten. Es kann darum gar nicht dringend genug vor der Anwendung des Naßfütterns gewarnt werden. Wer seine Thiere pflegen und schonen will, gebe ihnen nur trockenes Futter und dazu reines, klares Wasser zum Saufen. Wer nur einige Zeit den Versuch mit dem Trockenfüttern gemacht hat, wird gewiß nicht wieder zum Naßfüttern zurückehren. [Das Sauerwerden der Ecde in Biumentopfen ist in sehr vielen Fällen der Grund für das Kränkeln und schließliches Eingehen der Pflanzen. Es kommt am häufigsten Ende Winter vor und hat seine Ursache meist in der verkehrten Behandlung der Pflanzen und namentlich in zu vielem Begießen der Töpfe. Die Erde, die im Winter immer und immer wieder begossen wird, ehe sie genügend getrocknet ist, muß schließlich versauern, zumal wenn die Töpfe, was gewöhnlich hinzukommt, keinen genügenden Abfluß haben. Daß die Erde bei Topfpflanzen von vornherein sauer ist, kommt gewiß nicht vor, denn in humussaure Moorerde setzt kein Gärtner Topfpflanzen ein. Mit den angeführten Gründen der Versauerung sind auch die Mittel zur Beseitigung angegeben. Man nimmt die Pflanzen heraus, sorgt durch Unterlegen von Scherben und Holzkohlenstürchen auf den Boden des Topfes für einen stetigen Wasserabfluß, mischt die Erde des Ballens zu demselben Zweck mit etwas groben Sand und setzt dann die Pflanze wieder ein. Ein mehrmaliges Begießen mit ziemlich warmen Wasser ist ferner von Vortheil. Nuch solcher Behandlung wird sich die Pflanze bald erholen. * In einem Lokalblatt in Eisenach suchte kürzlich ein dortiger Hausmiether, der sich seiner Zeit hatte kontraktlich verpflichten müssen, seine Wohnung genau in dem Zustand zu verlassen, in welchem er sie bezog, einige Hundert lebende Wanzen. * Die noch lebende 95jährige Schwester des Turnvaters Jahn ist, wie man der„Staatsb.=Ztg.“ schreibt, bei der Ueberschwemmung der Dannenberger Gegend durch die Elbe ebenfalls in großer Wassersnoth gewesen. Dieselbe wohnt in dem Dorfe Dreetz bei Lenzen; bei der Ueberschwemmung war das Wasser auch in ihre Wohnung getreten und erst durch die aus Berlin zu Hülfe geeilten Pioniere wurde sie aus ihrer gefahrvollen Lage befreit. Das Wasser steht in der Wohnung der alten Dame gegenwärtig noch vier Fuß hoch. Für die Ueberschwemmten an der Elbe, Nogat, Weich sel und Warthe gingen bei uns ein: Frau F. B. Münsterstraße 3 Mark, Lehrerin Fräul. H. 1 Mark, Sch., Rauxel 2 Mark, Heiermann, Giesenberg 2 Mark, Cramer, Rauxel 1 Mark, von Ungenannt W. B. 3 Mk. Weitere Gaben nimmt gern entgegen die Expedition des „Castroper Anzeigers“. Senuuutmachn!.g Durch Verfügung des Herrn Landraths des Landkreises Dortmund v. 3. März cr. Nr. 592 ist der Amtssekretair August Staas hierselbst auf Grund des§ 25 der Kreisordnung, in Verbindung mit den§§ 73, 48 und 38 der Landgemeinde Ordnung, als Amt sekretair für das Amt Castrop auf Lebenszeit mit Pensionsberechtigung bestätigt resp. ernannt, und als solcher heute von mir verpflichtet worden. Castrop, den F. April 1888. Der Amtmann Müller=Tolffs. Gekanntmachung. Durch Verfügung des Herrn Landraths des Landkreises Dortmund v. 27. März cr. Nr. 959 sind die hiesigen Bureaugehilsen Müller, Groote und Viebahn auf Grund des§ 25 der Kreisordnung, in Verbindung mit den§§ 73, 43 und 38 der Landgemeindeordnung, als Amtsheamte d. Amtes Castrop mit 3 monatlicher Kündigung ohne Pensions=Berechtigung bestätigt resp. ernannt, und als solche heute von mir verpflichtet worden. Castrop, den 7. April 1888. Der Amtmann Müller=Tolffs. Ein Hund zugelaufen. Keinr. Fröhling im Holz. arlenburger Geldlotterie. Ausschliesslich baare Geldgewinne. Ziehung v. 17. bis 19. April. Löose bei W. Sebald. H. und G. Preher, Hannover, Dreyerstraße, Hof=Schönfärberei und chemische Wäscherei von Herren= und Damen=Garderoben jeder Art, Möbelstoffen, Sammet und Seide, Spitzen, Gardinen, Federn, Handschuhen u. s. w. halten ihr Eta blissement als das größte u. leistungs fähigste dieser Branche in NordWest= Deutschland bestens em pfohlen. Annahmestelle: Frau Wilhelmine Berkenbusch. Nag gragee Bettfedern-Lager William Lübeck in Altona versendet zollfrei gegen Nachn. (nicht unter 10 Pfd.) gute neue Bettfedern für 60 Pf. d. Pfd. vorzügl. g. S. 125 Pf.„ Ia. Halbdaunen 160 Pf.„ und 2 Mark, reiner Flaum 2,50 Mark„ Bei Abnahme von 50 Pfo. 5% Rabatt. 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Es hat Gott in seinem unerforschlichen Rathschlusse gefallen, * Sonntag Abend 12½ Uhr unsern innigst geliebten Bruder, Onkel und Schwager, den Schmiedemeister Heinrich Wilhelm Villmann ## nach kurzem Leiden, an den Folgen einer Lungenentzündung, vorher gestärkt mit den Heilsmitteln der katholischen Kirche, im Alter von 58 Jahren, zu sich in ein besseres Jenseits zu nehmen. Verwandten und Bekannten diese Mittheilung mit der Bitte um stille Theilnahme. Castrop, den 10. April 1888. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag um 4 Uhr statt. Pesanntmachgungh Indem ich den nachstehenden Aufruf zur öffentlichen Kenntniß bringe, erachte ich es für Pflicht meines Amtes, an die Bewohner der Provinz Westfalen die herzliche Bitte zu richten, diesem Werke der Nächstenliebe eine warme und opferwillige Theilnahme nicht versagen zu wollen. Münster, den 4. April 1888. Der Ober=Präsident der Provinz Westfalen. v. Hagemeister. an die Bewohner der Provinz Westfalen. Die verheerenden Ueberschwemmungen der Elbe, Weichsel, Nogat und Warthe haben in weiten Gebieten unseres Vaterlandes einen speispiellosen, in seiner ganzen Tragweite noch gar nicht zu übersehenden Nothstand erzeugt. Zahlreiche, nach Tausenden zählenden Familien sind von Haus und Hof vertrieben, ihrer Habe und aller Unterhaltungsmittel verlustigt einem namenlosen Elende preisgegeben. Die zu erwartende Staatshülfe kann zu jeder Zeit und überhaupt nur in beschränkten Grenzen wirksam werden. Es ist daher dringend geboten, die Mildthätigkeit der Einzelnen anzuregen und ohne Aufschub den Nothleidenden Hülfe zu bringen. Wir bitten deshalb um Gaben für dieses Liebeswerk. Zugleich möchten wir empfehlen, überall, wo dies noch nicht geschehen, mit der Bildung von Kreis= und Orts=Comitee's vorzugehen. Außer den Unterzeichneten wird die Hauptkasse der Provinzial=Verwaltung zu Münster zur Entgegennahme von Belträgen bereit sein. Ueber die eingegangenen Beiträge wird durch die Regierungs=Amtsblätter quittirt werden. Wegen möglichst schneller und anzemessener Vertheilung der Gaben werden wir mit dem Central=Comitee in Verbindung treten. Münster, den 4. April 1888. Baare. Geheimer Commerzienrath=Bochum. General= Bilar Hader born. Vergenthal, Geheimer Commerzienrath=Warstein. Wleeß. Oberbürgermeister=Minden. Frhr. v. Podelschwingh=Plettenberg. Vorsitzender des Provinzial=Landtags auf Haus Bodelschwingh. Vollmann, Oberbürgermeister=Bochu m. Oberbürgermeister=Bielefeld. Rittergutsbesitzer=Rothenhof, Kr. Minden. Cremer, Rentner=Lüdinghausen. Delius. Commerzienrath=Bielefeld. Ebbinghaus, Commerzienrath=Iserlohn. Elbers, Iduard, Fabrikbesitzer=Hagen i. W. Jelthauß, Stadtverordneten=Vorsteher=Altena i. W. Dr. Giese, General=Vikar=Münster. von Hagemeister, Ober=Präsident von Wesfalen=Rünster. nnn Umhange Fichus Jacquettes Promenades Regen-Mäntel W. Rummenhöller. sind in großer Auswahl eingetroffen. em geehrten Publikum von Castrop und Umgegend die ergebene Anzeige. daß ich mit dem heutigen Tage im Hause des Herrn Sattlermeister Carl Heyng eine Niederlage sämmtlicher Möbeln, sowie auch Korbsachen, Sessel, Kinderwagen etc. errichtet habe. Achtungsvoll J. Kortkamp, Tischlermeister. Bezugnehmend auf Obiges offerire sämmtliche in das Schreiner=, sowie Sattler= und Polsterfach einschlagende Artikel bei solider Arbeit zu mäßigen Preisen. Um geneigten Zuspruch bittet C. Heyng, Sattier u. Polsterer. Empfehle mein Lager selbstgefertigter Möbel von den einfachsten bis zu den elegantesten zu mäßigen Preisen und halte mich bei Bedarf bestens empfohlen. Desgleichen Särge, in allen Größen u. zuodellen in großer Auswahl, zu billigen Preisen, wie auch Grab- u. Trauerkränze in Natur u. künstlich, Kreuze, Bouquets, Schleifen, Todtenhemden 2c. empfiehlt Julius Kortkamp, Biesenkamp. Sandwehr und Pgrceuegrrertein Overeasttop. General-Versammlung am 25. April, Nachmittags 5 Uhr. 1. Aufnahme neuer Mitglieder, 2. Zahlung der monatl. Beiträge, 3. Vereinsangelegenheiten. N3. Jeder kann Mitglied des Vereins werden, welcher seiner Militärpflicht genügt hat und im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte ist, auch diejenigen Mannschaften, welche als Ersatz=Reservisten nur 10 Wochen gedient haben. Vorstand. Rektorat- und Höhere Mädchenschule. Das neue Schuljahr beginnt Mittwoch den 18. April. Anmeldungen neuer Zöglinge erbittet bis dahin Der Rektor Castrop, den 29. März 1888. Dahmen. Am 29 dieses Monats findet die Einweihung des neuen Vereinslokals unter folgendem Programm statt: Nachmittags 4 Uhr: Antreten sämmtlicher Mitglieder(mit Mütze und Abzeichen) am Vereinslokal, Abholen der Fahne und Zug durch die nächstliegenden Straßen des Ortes. mm: großes Concert und nach demselben Tanzkränzchen. Es können Nichtmitglieder gegen ein Entree von 75 Pfg. durch Mitglieder eingeführt werden. Die Musik wird ausgeführt von der Mohr'schen Kapelle. Si ein Geschäftslocal befindet sich im Hause des Herrn Emil Herdieckerhoff (früher Frombach'sche Besitzung). Sämmtliche Manufacturwaaren werden zu sehr billigen Preisen abgegeben. L. L. Cohen. Castrop empfiehlt zur Aussaat Peru-Guano Knochenmetzl u. Grassanen Saatwicken Saathafer Große Bohnen. Cafbolineum Avenarius, bestes Mittel zum Anstreichen von Pallisaden, Pfosten, zu haben bei Hr. Schmidt. I. Stager zu Bauzwecken empfiehlt F. W. Sassenhoff, Herne-Bahnhof. Der Vorstand des Landwehr= u. Kriegervereins zu Obereastrop bittet sämmtliche gediente Leute, welche noch nicht Mitglied des Vereins sind, dem Verein beizutreten. Durch den Neubau des Vereinslokals wird der Vorstand, sowie die jetzigen Mitglieder alles aufbieten, den Verein zu heben und die Kameradschaft zu befestigen. Der Vorstand. Wirthe=Verein. Donnerstag, den 12. d. Mts., Nachmittags 5 Uhr bei College Schulte Middelmann Versammlung. Der Vorstand. Der Vorstand. Der heutigen Nummer ein Prospect über Richard Brandt's Schweizerpillen bei. liegt Redaktion, Nre. 30. Den Wien richtet: Am 31. Vortrag und er geplante Verbin Prinzen Alexar werden solle. welche er als gegen diesen Pl Kaiser eröffnete sehnlichste Wun bat, von der Ko wurde sofort bei wart des Kaiser Verlobungsplan, Gründen nicht bindung unausf Sinne aus. D seinen Widerspr die Kaiserin au gesuch überreich 31. März. An burtstag Bisma bekannten Toast. diesen Umstände prinz auf Bism mission angekün wieder zum Vo Verlobungsfrage Anlaß vorlag. daß ein weiterer die Ankunft der diesem Augenblic eröffnete augenb punkte beharre, berg als ersten deshalb an dem Battenberg besc werde. Diese 6 einer längeren 1 daß es ihm gel abzubringen.# Feld behauptet: wurde vorläufig Demmission einst der Kaiserin un auf beiden Seit So kann man wunden, aber Wahrheit werd unterrichteten K allerdings niem Im Obe graße mungen beruhen lichsten sich umr reicher zu werde „Ich verste Spekulationen,“ „So nennt versicherte Nach werden anders tapeten ausgesch wie angenehm nennt und tug danach seuszt.„ Lächeln hinzu, der Herr Mini und was meine schöne Stirn sie nicht böse von allerlei blit In dieser ständigung, wel den Ministerial was Rachau i von der bevorste Rachau bei, ein welcher in diese gewesen und üb habe. Rachau er sich verdien Worte an den 2