saftliches. Das abscheuliche t, wenn man die nisten, mit einer kehrt nie mehr an inde oder Zimmervor dem Gebrauch gen jedenfalls nicht es Alauns kann in lenschen nicht den hren ist bereits in ichen Erfolg angestember.) Mt. Pf. : 1 6 8 0 : 1 5 8 0 14 60 : 1 3 6 0 13 30 24 50 26— 4— 3 60 22— 55 50 126.— 5 30 15 30 r nationalu, neten Expedition pro ende Blatt Berlins, ten Errungenschaften is politischen, sociaPolitik; und von allen bedeungen; en, Cours=, BörsenConcursnachrichten, der Hauptstadt, die en, Gerichtszeitung, i interessante Kleine dem Reiche; astlerischem Werthe, 2c., sowie Theateri Erscheinungen der i erhalten die Neue esem Tage. Zeitung. der Wäsche =Kästchen Alphabet nebst Farbe zum Preise ark. Culbart. Damen! idermachen nnen sich bis zum Wirth Hellwig ist sehr mäßig und t, wenn die Damen n Kleid geschnitten e Sander. IngsBriefe ndtaufen, Fafertigt schnell Culbart’s hdruckerei. rt. nenten zur Nachrt rchestervereins zn 25. er., eginnend, Kalthoff stattlerkert, ellmeister. träge Ph. Culbart. 0 Amtichts Ergan für den Landgrrichtsbesten Horlmund. Redaktion, Druck und Verlag Bahrheit.— Gerechtigkeit.— Gemeinwohl. von Ph. Culbart in Castrop. Erscheim Mitwochs und Sanstags und kastet vierteljährlich in der Expedition 1 Mark, durch Boten Mark 1,10.— Illustr. Blätter 50 Pfg. Nro. 78. Abonnements=Einladung. Bei dem am 1. October beginnenden neuen Quartal laden wir zu recht zahlreichem Abonnement auf unser Blatt freundlichst ein. Verlag und Expedition des„Castroper Politische Aebersicht. Deutschland. Der Kaiser hat sich über die Leistungen des 7. Armeecorps, dessen Truppen, soweit sie die aktive Dienstzeit beendet, bereits entlassen sind, sehr anerkennend geäußert und den Kommandirenden des 7. Armeecorps, Generallieutenant von Witzendorff, zum General der Cavallerie ernannt. alle höheren Stabsoffiziere des 7. Armeecorps sind eine Charge höher gerückt und viele Offiziere haben hohe Orden erhalten. Der Bürgermeister von Benrath, Rittmeister a. D. Joosten, wurde zum Major befördert. Am 21. October d. J. beabsichtigen der Kaiser und das kronprinzliche Paar der goldenen Hochzeit des Fürsten von Hohenzollern, welche zu Krauchenwies gefeiert wird, beizuwohnen. Zu diesem Feste werden auch die Könige von Sachsen und von Rumänien, der Graf von Flandern und andere Verwandte des fürstlichen Hauses als Gäste erscheinen. In der letzten Sitzung des Bundesraths ist die Verlängerung des kleinen Belagerungszustandes für Leipzig noch nicht beschlossen worden. Dagegen ist für Berlin=Potsdam und Hamburg=Altona=Harburg der Belagerungszustand bis zum 30. September 1885 genehmigt. In einem unterm 26. v. M. erlassenen Rundschreiben hat der Handelsminister auf die Nützlichkeit von Innungsverbänden hingewiesen. Es heißt in dem Rundschreiben, „daß, wie in der Belebung des Innungswesens überhaupt, so insbesondere in der Errichtung von Innungsverbänden ein wirksames Mittel zur Hebung des Handwerker= und Gewerbestandes gewonnen zu sein scheine und es sich daher empfehlen werde, auch seitens der Behörden die Bildung solcher Verbände thunlich zu fördern sowie die Bestrebungen der bereits bestehenden wirksam zu unterstützen. Ihre Zwecke, welche im wesentlichen auf eine Kräftigung ihrer Mitglieder und Genossen in socialer, wirthschaftlicher und technischer Beziehung gerichtet sind, suchen die Verbände insonderheit zu erreichen sowohl durch Erweiterung des Wirkungskreises der ihnen Zugehörigen, als auch durch Anregung zur Bildung neuer Samstag 27. September 1884. Innungen in denjenigen Gegenden, in welchen es zur Zeit hieran noch fehlt. Nach beiden Richtungen bedürfen die Verbandsbestrebungen vielfach, zumal auch bei den dazu erforderlichen Ermittelungen und gewerbestatistischen Erhebungen, des wohlwollenden Entgegenkommens und der Unterstützung der Behörden, namentlich der staatlichen und communalen Localbehörden.“ Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt:„Augenscheinlich von dem Bestreben geleitet, Producenten wie Consumenten der preisvertheuernden Dictatur des am volkswirthschaftlichen Organismus der Nation schmarotzenden Zwischenhandels möglichst zu entziehen, machen die schlesischen Kreisblätter jetzt vielfach auf eine Bekanntmachung der Intendantur des 6. Armeccorps aufmerksam, welche den Bedarf an Hafer und Roggen für die Truppen bis einschließlich März 1865 burch die Magazinverwaltungen alsbald und möglichst direct von den Producenten freihändig ankaufen will. Da anzunehmen ist, daß dieses Verfahren nicht nur von der speciell erwähnten Corpsintendantur, sondern ganz generell geübt wird, so kann die seitens der Militärverwaltung ergriffene Initiative von hoher Bedeutung für die Stellung des Producenten im wirthschaftlichen Verkehr überhaupt werden.“ Italien. Der„Fanfulla“ zufolge wäre zur Errichtung des vom Papste projektirten Cholerahospitals die Kaserne der päpstlichen Gendarmerie in Rom bestimmt, die noch im Weichbilde des Vatikans gelegen ist. Als Prinz Amadeo kürzlich von der Cholerastadt Neapel nach Turin zurückkehrte, stürzte in dem Augenblicke, wo er die Secchistraße passirte, ein neugebautes Haus zusammen und verschüttete mehrere Arbeiter unter seinen Trümmern. Der Prinz und sein Gefolge sprangen sogleich aus ihren Wagen, griffen nach Hacke und Schaufel und betheiligten sich nun wacker an der Rettung der Verschütteten. Drei Viertelstunden arbeitete der Prinz unverdrossen fort, währenddem die herumstehende Menge ihm fortwährend applaudirte. Neapel, 22. September. Vom 21. September nachmittags 4 Uhr bis 22. September nachmittags 4 Uhr gab es 241 Cholerafälle und 114 Todte. Belgien. Der Abend des 23. ds. war abermals unruhig in Brüssel, mehrere Volkshaufen durchzogen lärmend und schreiend die Stadt und vor die Redaction des„Patriot“, wo der Lärm sich fortsetzte, indeß gelang es der Polizei, die Ruhestörer zu zerstreuen. Gegen 11 Uhr concentrirte sich die Bewegung hauptsächlich auf dem Münzplatze, hier schritt die Bürgergarde ein und säuberte den Platz; mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. Insertions= Gebähr: für die einspaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfennige. Reclamen per Zeile 30 Pfennige. 10. Jahrg. Amerika. Welch' riesenhafte Verheerungen der neulich ausgebrochene New=Yorker Börsenkrach in der Handelswelt der Vereinigten Staaten angerichtet, kommt jetzt an's Tageslicht. Während im Jahr 1882 in New=York durch Bankerotte 5455 686 und im darauffolgenden Jahr 11291116 Dollars verloren gingen, stieg diese Summe im ersten Halbjahr 1884 auf 57611038 Dollars. In der ganzen Union belief sich die entsprechende Summe auf 124391 282 Dollars oder 522 Mill. Mk. Dazu kommt dann noch der Verlust der Speculanten, die nicht bankerott gegangen sind und den man sicher auf das zehnfache rechnen kann. Ein Glück, daß die Krisis nur Eisenbahnpapiere betraf, sonst würde der Rückschlag in Europa nicht ausgeblieben sein. Der Kaisertag in Münster. Münster, 25. September. Die Durchreise Seiner Majestät des Kaisers durch die Station Wanne glich einem wahren Triumphzuge. Auf die Nachricht hin, daß der Kaiserzug einen längeren Aufenthalt erfahren würde, hatten sich Tausende von Nah und Fern eingefunden und dicht gedrängt stand die Menge Kopf an Kopf auf dem Perron des Bahnhofes und der Chaussee. Als der Zug in den schön geschmückten Bahnhof einlief, erschallten begeisterte nicht endenwollende Lebehochs. Seine Majestät traten an das offene Fenster, woselbst durch Herrn Landrath Schmieding die Geistlichkeit von Eickel und Crange und die Amtmänner der Umgegend vorgestellt wurden, an die der Kaiser in gewohnter huldvoller Weise freundliche Worte richtete und sich dann längere Zeit mit Herrn Landrath Schmieding unterhielt. Während der Zeit des stücks, welches der Kaiser im Wagen einnahm, intonirte die Menge„Heil Dir im Siegerkranz“, unter dessen Klängen sich der Zug nach einem###fenthalt von etwa 10 Minuten in Bewegung setzte, begleitet von dem tausendstimmigen Jubel und Lebehoch der Menge, die um so freudiger erschallten, als das Aussehen des Kaisers ungeachtet der anstrengenden Tage vorher ein vorzügliches war und Niemand dem hohen Herrn die Strapazen ansah. Aber auch auf der ganzen Reise, namentlich auf den industriellen Werken der Umgegend, hatte der Kaiser Gelegenheit, sich von der Liebe und Verehrung des Volkes zu überzeugen, indem fast jeder Ort und wohl alle in der Nähe der Bahn gelegenen Werke Flaggenschmuck angelegt hatten. Ganz besonders war dies der Fall bei der Zeche Pluto, deren Lage in unmittelbarer Nähe der Bahn und der Station Wanne die Zechengebäude von der Bahn aus recht deutlich hervortreten läßt, während die Nähe der Station die vorbeifahrenden Züge zu einem langsameren Tempo zwingt. So hatten denn Beamte und Arbeiter in edlem Wetteifer alles aufgeboten, um die Zechengebäude mit 13 Eleanor. Uebersetzung nach dem Englischen. Nachdruck verboten. Nach diesen Worten schritt er der Thür zu. Sir William hielt ihn jedoch noch auf, indem er sagte:„Warten Sie doch, Sir! Wie kann ich wohl das Wohnzimmer erreichen, wenn Sie mir so schnell voraneilen!“ Archibald Hope war gleich wieder an der Seite des Greises und bot ihm seinen Arm. Dieser legte fest und schwer seine Hand darauf, und sagte leise, mit einem tiefen Seufzer: „Ich hatte einst einen Sohn, Mr. Hope, auf dessen Arm ich mich so gern zu stützen pflegte!“ „Und ich hatte einen Vater,“ dachte mit tiefer Empfindung Archibald Hope,„dem ich in seinen letzten Tagen als Stütze diente! Er glich in vieler Beziehung diesem alten Manne; war gleich ihm schwach, excentrisch, sonderbar und eben so stolz!“ Beide schienen einen Augenblick in der Vergangenheit zu leben, denn schweigend gingen sie weiter. Der jüngere Mann aber fühlte sich immer mehr zu dem Greise hingezogen, dessen Reden er mit einer ihm ungewohnten Ruhe und Gelassenheit angehört hatte. Geschah dies aus Mitleid mit seiner Hülflosigkeit und seinem so einsamen, freudenleeren Leben, oder machte sich in ihm schon die Ueberzeugung geltend, daß dieser eigenthümliche Mann mehr Hochachtung als Geringschätzung verdiene und daß die alte Fehde, die so lange ihre Familien erbittert, jetzt bald auf lange Zeit in den Hintergrund treten werde? 11. Kaum hatten Eleanor Relydale und Agnes Prayse das große, kostbar, wenn auch altmodisch ausgestattete Wohnzimmer erreicht, indeß die Herren noch beim Wein zurückblieben, so schwand auch die Selbstbeherrschung, welche erstere so lange mühsam bewahrt hatte, sie sank erschöpft auf einen Sessel, barg das schöne Haupt in den Händen und seufzte laut und schmerzlich. „Ihnen ist doch wohl, meine liebe Miß Relydale?“ fragte ängstlich besorgt ihre Gefährtin. „Ja, Agnes dem Himmel sei Dank, daß ich gesund und stark bin! Was würde auch sonst wohl aus mir werden?“ Miß Prayse blickte voll Bewunderung und Liebe in die mit Thränen gefüllten Augen und sagte schmerzlich:„Könnten Sie doch Vertrauen zu mir fassen, Miß Eleanor.— Ehe Sie nach Paris gingen, sah ich schon, daß Ihr Herz von schweren Last bedrückt war und Sie unglücklich seien! Vielleicht aber ist's ein Kummer, den manche Frauenbrust birgt, und den glaube ich mildern zu können.“ „Durch Rathschläge, Agnes?“ „Durch Mitgefühl, und wenn Sie sie nicht zurückweisen, durch meine Liebe!“ „Ich Ihre Liebe zurückweisen?“ rief Eleanor, beide Häude ihrer Gefährtin ergreifend,„ich, die des Mitgefühls so sehr bedarf, und kaum weiß, was Liebe und Zuneigung ist, wenn mir nicht die jenes Greises zu Theil würde, der aber so hülflos ist, wie ich es bin!— Seien Sie stets meine Freundin, Agnes, und denken Sie stets das Beste von mir, wenn ich Ihnen gegenüber auch zurückhaltend sein sollte; denn leider werden sie mich noch lange zurückhaltend und mißtrauisch sehen.“ „O, das hoffe ich nicht, Miß Relydale!“ „Eine Weile wenigstens noch, liebe Agnes, dann schwindet vielleicht der Nebel, der noch den Pfad umhüllt, welchen ich wider meinen Willen habe betreten müssen!— Doch still davon: wenn Sie mich einmal Unsinn reden hören, ich weiß, Sie besitzen keine lästige Neugier, wie andere Menschen, auch würde mein Vertrauen nur Unglück über Sie bringen!“ „Ich begreife wohl, Miß Eleanor, daß Ihr Geheimniß nicht Sie allein betrifft, und deshalb wage ich keine weitere Frage, dennoch glaube ich——“ „Glauben Sie, Miß Prayse, mir rathen zu können, die ich mir selbst nicht zu rathen weiß! O, sicherlich.— Allein ich hoffe, es wird ein Tag kommen, mo ich Ihnen Alles sagen darf, das selbst, was auch ich jetzt nicht begreise, noch verstehe.“ Miß Relydale blickte bei diesen Worten gedankenvoll in's Weite. In ihrem Innern schien, wie der wechselnde Ausdruck ihrer Züge dies verrieth, Muth und Entschlossenheit einen schweren Kampf gegen Rathlosigkeit und Schwäche zu bestehen. Dieser Kampf jedoch war nur kurz, und zu ihrer Freude gewahrte Miß Prayse, daß Erstere die Oberhand gewonnen haben müßte, denn schon saß Miß Relydale, eine ruhige Sicherheit in Haltung und Zügen, da. „Ich sehe, Miß Eleanor“, sagte Agnes tief bewegt,„Sie werden alle Schwierigkeiten besiegen——“ „Das hoffe ich, Agnes““ erwiderte das schöne Mädchen. — Ich hoffe, ich werde siegen, denn ich kämpfe für Andere, und meine Kraft wächst mit jedem Tage. Auch jetzt fühle ich mich wieder stark, mein ganzer Muth ist zurückgekehrt— und so lassen Sie uns denn von andern Dingen reden. Erzählen Sie mir zuerst die Neuigkeiten von Carrisford. Was hat sich hier während meiner Abwesenheit zugetragen?“ „Ich wüßte Ihnen Nichts zu erzählen; Carrisford hat in Ruhe und Zufriedenheit sich seines Daseins gefreut! „Glückliches Carrisford! Beneidenswerthe Bewohner desselben! Wie wenigen Menschen geht es doch so gut!— Aber,“ und hier schellte Miß Relydale,„wir wollen den Thee bringen lassen, die Herren werden gewiß bald ebenfalls hier sein. Doch was sagen Sie zu Großpapa's Gästen?“ „Ich halte Beide für Gentlemens, die auch Ihnen bei näherer Bekanntschaft zusagen werden!“ „So kennen Sie sie bereits?“ sagte Eleanor hastig. „Ja ich habe sie schon früher gesehen!“ „Dann müssen Sie mir von ihnen erzählen! Namentlich von Dem, welcher mir zunächst saß. Er heißt also Hope?“ „Ja Maurice Hope.“„„„: 624. „Und ist der Bruder des Mannes, welcher unsere schonen Waldungen verheert? Ein eingebildeter, anmaßender Emporkömmling! Dies ist im Augenblick meine Meinung von Archibalbd Hope?..... gpise.scha,..ih B. 15 „Die werden Sie ändern, Miß Relyoale, svoald sie ion näher kennen lernen, wenn das überhaupt jemals geschieht. Sie werden dann einsehen, wie sehr Sie sich in seinem Charakter geirrt haben!“ Grün und Fahnen auszuschmücken, und zeichnete sich besonders die im Vordergrunde gelegene Separation aus, welche die Inschrift:„Glückauf unserem obersten Kriegsherrn“ mit bergmännischen Emblemen trug und darunter in einer mit Tannengrün verzierten Nische die Büsten des Kaisers und der Kaiserin. Ein wahrer Wald von Fahnen und Wimpeln zierte die ganze nach der Bahn gerichtete Frontseite und als die Böllerschüsse das Herannahen des Kaiserlichen Zuges ankündigten, eilten Beamte und Arbeiter, so weit sie über Tage beschäftigt waren, auf die hochgelegene Halde, nahmen hier Ausstellung und stimmten in das vom Direktor der Zeche dem Kaiser ausgebrachte Hoch kräftigst ein. Alle hatten die erfreuliche Genugthuung, ihren Kaiser, der am Fenster stand, zu sehen und zugleich wahrzunehmen, wie der hohe Herr durch anhaltendes Winken seine Freude über die ihm erzeigte Aufmerksamkeit zu erkennen gab. Dahin zog langsam der kaiserliche Zug, ihm folgten begeisterte Blicke und Gedanken. Dann ging es wieder an die Arbeit des Tages und die Erfüllung der Pflicht. Bei prachtvollem Wetter traf Se. Majestät der Kaiser gestern Mittag 1 Uhr mittelst Extrazuges auf dem Köln=Min.„Bahnhofe in Münster ein. Zum Empfange waren baselost unwesend der commandirende General des 7. ArmeeCorps, General der Cavallerie von Witzendorff, der Oberpräsident von Hagemeister, der Landtagsmarschall Freiherr von Bodelschwingh=Plettenberg, der Oberbürgermeister SchefferBoichorst, der Vicemarschall Reichsfreiherr von LandsbergSteinfurt, der Minister Maybach, die Chefs der Eisenbahnverwaltungen und höhere Militär= und Civilpersonen. Die Schüler und Schülerinnen der beiden oberen Klassen der Elementar=Schulen waren auf dem Perron versammelt und mit nicht endenwollenden Jubelrufen derselben und des auf der Tribüne sehr zahlreich vertretenen Publikums wurde der Kaiser empfangen. Se. Majestät reichte in dem zu seinem Empfange auf das Geschmackvollste hergerichteten Pavillon den ihn begrüßenden Herren die Hand und bestieg alsdann ungemein rüstig den bereitstehenden Wagen; zu seiner Linken nahm der Kronprinz Platz. Der Zug setzte sich sodann in Bewegung. Voran ritten zwei Feldgensdarmen, der PolizeiInspector Keutmann und der Hauptmann der Gensdarmerie, Graf von Hessenstein; es folgten in einem Wagen der Oberpräsident von Hagemeister und Oberbürgermeister SchefferBoichorst; darauf der Kaiser und der Kronprinz; sodann die Kronprinzessin, neben derselben die Prinzessin Victoria und gegenüber die Prinzen Wilhelm und Heinrich, im folgenden Wagen Prinz Albrecht und der russische Fürst Dolgorucki. Der ganze Weg bis zum Schloß prangte im reichsten Fahnenund Festschmuck. Das Bürgerschützencorps und die freiwillige Feuerwehr bildeten Spalier. Am Triumphbogen am Eingang der Salzstraße fuhr der Zug im Schritt und wurde dem Kaiser dortselbst ein m donnerndes Hoch durch den Bürgermeister Boele ausgebracht, in welches der Magistrat, die Stadtverordneten und die versammelte Menge begeistert einstimmten. Vor der Liebfrauenkirche waren die Schüler des Gymnasiums und des Realgymnasiums aufgestellt, denen sich die von anderen höheren Lehranstalten, wie von Rheine, Lippstadt, Burgsteinfurt, Soest, Iserlohn zahlreich herübergekommenen Lehrer und Schüler angeschlossen hatten. Zu beiden Seiten der Schloßallee standen in dichten Reihen die zur Feier des Tages mit ihren Fahnen und Musikchören erschienenen Kriegervereine. Sanitätsrath Dr. Hölker überreichte Sr. Majestät den Rapport, wonach 190 Vereine mit ca. 9000 Mann vertreten waren. Der Kaiser fuhr gegen 3 Uhr allein in offenem Wagen durch die Stadt und machte dem Grafen von Fürstenberg einen Besuch. Auch die übrigen hohen Herrschaften machten Fahrten in die Stadt; der Kronprinz besuchte u. A. den Dom, die Prinzen Wilhelm und Heinrich das Rathhaus. Der Münsterische Männergesangverein trug gegen halb 4 Uhr den Kaisergruß vor. Um 4 Uhr erfolgte vom Schlosse aus die Abfahrt des Kaisers und der Kaiserin zum Fest=Diner in dem AkademieGebäude. Vorher waren bereits daselbst angelangt der Kronprinz, die Kronprinzessin, Prinzessin Victoria, die Prinzen Wilhelm und Heinrich und Prinz Albrecht. Der Kaiser mit der Kaiserin sowie das Kronprinzenpaar und die Prinzen wurden von der auf dem Domplatze Kopf an Kopf stehenden Menschenmenge mit unablässigen Hurrahrufen begrüßt. An dem Diner nahmen im Ganzen etwa 450 Personen Theil. Während des Diners trug die Münsterische Liedertafel in Verbindung mit den andern Gesangvereinen unter der Leitung des Herrn Musik=Direktors Grimm die Kaiser=Hymne vor Der Landtagsmarschall, Herr Kammerherr Freiherr von Bodelschwingh=Plettenberg hielt folgende Anrede:„Allerdurchlauchtigster, großmächtigster Kaiser und König! Allergnädigster Kaiser, König und Herr! Allergnädigste Kaiserin und Königin! Ew. Majestäten haben eine Einladung der Stände der Provinz Westfalen zum heutigen Tage in Gnaden anzunehmen geruht. Im Namen der Vertreter, im Namen aller Bewohner der Provinz sage ich Ew. Majestäten den tiefinnigsten allerunterthänigsten Dank für die uns erwiesene Allerhöchste Gnade. Neunzehn Jahre sind verflossen, seit den Bewohnern Westfalens das hohe Glück zu Theil ward, Ew. Majestäten in Münster, der Hauptstadt unserer Provinz, empfangen zu dürfen. Ewig denkwürdige Ereignisse bezeichnen die zwischen dem damaligen und heutigen Fest= und Freudentage liegende Zeit. In zwei gewaltigen siegreichen Kriegen hat unsere ruhmreiche Armee unter Ew. Majestät glorreicher Führung den früheren Lorbeeren neue unsterbliche hinzugefügt, Preußen erheblich vergrößert durch schöne, blühende Provinzen die deutsche Kaiserkrone auf dem Haupte Ew. Majestät, Deutschland geeinigt, mächtig und stark ein Bollwerk des Weltfriedens, das sind in wenigen Worten zusammengefaßt die ewig denkwürdigen Ereignisse der zwischen der damaligen und der heutigen Anwesenheit Ew. Majestäten liegenden Zeit. In Liebe und Dankbarkeit, in Anhänglichkeit und Treue schauen die Söhne Westfalens wie das ganze deutsche Volk auf Ew. Majestäten; Millionen treuer Herzen vereinigen sich in dem einen Wunsche, daß der Allmächtige noch lange Sr. Majestät den Kaiser, Ihre Majestät die Kaiserin erhalten möge zum Segen des Landes, zur Freude eines treuen, dankbaren Volkes. Sie aber, meine hochzuverehrenden Landsleute, deren erster Vertreter ich durch die Gnade Sr. Majestät zu sein die hohe Ehre habe, fordere ich auf, bekräftigen Sie meine Worte, geben Sie den Gefühlen der Liebe und Dankbarkeit, dem Gefühle der Anhänglichkeit und Treue für Sr. Majestät den Kaiser, Ihre Majestät die Kaiserin und unser erhabenes Herrscherhaus als ächte Söhne der rothen Erde Westfalens einen kräftigen Ausdruck, indem Sie mit mir einstimmen in den lauten Ruf:„Se. Majestät der deutsche Kaiser, unser allergnädigster König und Herr, Ihre Majestät die Kaiserin und Königin, Sie leben hoch!“ Se. Majestät der Kaiser erwiderte darauf ungefähr folgendes:„Der Einladung der Provinz Westfalen folgend, bin Ich mit Meinem Hause gekommen und erschienen in Ihrer Milte. Sie haben in Ihren Worten erinnert an Meinen letzten hiesigen Aufenthalt und an die 19 Jahre, welche zwischen diesem letzten Aufenthalt und jetzt verflossen sind. in dieser Zeit beschieden gewesen, die Vorsehung des Allmächtigen zu erkennen. Denjenigen, welche in den Kriegen gefallen sind in dieser Zeit, ist von dankbaren Herzen ein Denkmal auf dem Niederwald errichtet, um die Erinnerung an diese Ereignisse auf die spätesten Nachkommen zu vererben. Die Gesinnungen, welche diese Zeit bezeichnen, konnten auch die Bewohner der Provinz Westfalen nur von Neuem bethätigen. Die Bewohner der rothen Erde haben gekämpft und gewetteifert mit allen anderen Provinzen des Staates, sie haben in den glorreichen Kriegen mitgefochten, von denen Sie sprachen, und das einige Deutschland ist ein Werk der Armee und der Gesinnung des Volkes. Ich trinke auf das Wohl der Provinz Westfalen, und im Namen der „Ich hoffe, Agnes, Sie finden diesen Mr. Hope nicht allzu bewunderungswürdig“, sagte Eleanor, ihre Gefährtin gedankenvoll betrachtend. „Das habe ich stets gethan,“ lautete die ruhige Antwort. „Ist er etwa ein Verehrer von Ihnen! In dem Falle müssen Sie meine Bemerkung entschuldigen.“ „Durchaus nicht, Miß Relydale, Mr. Hope ist ein alter Bekannter und Freund meines Vaters, ein sehr, sehr reicher Mann, und wird auch mir stets nur ein Freund sein.“ „Und sein Bruder, der auf sein schönes Gesicht einen so hohen Werth zu legen scheint? Was wissen Sie mir von dem zu sagen? Er hat gleichfalls mein Interesse erregt.“ „Ich sah ihn diesen Abend zum ersten Male nach langer Zeit wieder, und will Ihnen jetzt Alles, was ich von den beiden Brüdern weiß, erzählen, damit nicht Sir William Sie gegen dieselben einnimmt.“ .„Der Eintritt eines Dieners hinderte einige Minuten noch vie Millheilungen, welchen Miß Relydale mit Spannung entgegensah, denn kaum hatte sie den Theetisch geordnet und der Diener sich entfernt, so sprach sie auch schon mit ungewöhnlich eregter Stimme:0 „Nun, sprechen Sie, Agnes, und lassen Sie mich Alles erfahren!“ .. Und Agnes erzählte der aufmerksam lauschenden Eleanor „ die Geschichte der Familie Hope, von dem langjährigen Prozeß mit den Relydale's um den Weg durch den Park, und seinen so traurigen Folgen, kurz Alles, dessen sie sich erinnerte und (zu erzählen ihr nicht untersagt war. Ihr Instinkt sagte ihr, #oaß Sir William gewiß seiner Enkelin die jungen Männer im schlechtesten Lichte darstellen würde, und sie war entschlossen, ihm dies zu vereiteln. Sie schilderte ihre Charaktere, wie sie dieselben aus ihrer Kindheit und ersten Jugend— denn sie waren ihre Spielgenossen gewesen— noch wußte, vermochte jedoch von Maurice als Mann nichts zu sagen, mehr dagegen von Archibald, der fortwährend in Briefwechsel mit ihrem Vater gestanden. Dieser besaß nach ihrer Beschreibung einen edlen großmüthigen Charakter; zwar war er heftig, doch war Heftigin Meinem Namen fordere ich die Herren auf, auf das Wohl der Provinz Westfalen und ihrer Hauptstadt Münster zu trinken: Sie leben hoch!“ Um 6 Uhr war das Diner zu Ende und durch die Kopf an Kopf von der Akademie bis zur Bahn hin stehende Menge erfolgte die Abfahrt zum Bahnhof. Die Vorbereitungen, welche zu dem Empfange des Kaisers überall getroffen waren, verdienen alle Anerkennung. Namentdas Betriebsamt Wanne=Bremen auf dem KölnMindener Bahnhofe in der verhältnißmäßig kurzen Zeit alles Mögliche geleistet. Der Kaiser=Pavillon mit seiner Umgebung von Gartenanlagen mit Springbrunnen 2c. machen dem Leiter der Ausführungen, Herrn Regierungsbaumeister Wulff, alle Ehre. aug der, Straßen war bis in die Nacht hinein ein kolgssaler.## Kriegervereine zogen mit ihren KaPruen hierhin und vorlhin und wir erwähnen davon den sehr vertretengn. Dortmunder Kriegerverein mit der Gesenkirchen so,.pelle unter Leitung ihres Dirigenten, den i. Tee###egerverein mit der Bergkapelle in Uniform und die evenfaus zahlreich vertretenen Kriegervereine aus dem Amte Castrop. Ferner fielen auf die Schüler des Gymnasiums zu Rheine, welche mit ihrer eigenen wohlgeschulten Schülerkapelle erschienen waren. Es war ein buntbewegtes Leben, welches sich namentlich auf dem Neuplatz, dem Domplatz, dem Servatiplatz und schließlich am Bahnhofe in der Nähe des Kaiser=Pavillons concentrirte. Nach Mittheilungen sind mit den Eisenbahnen ca. 35000 Personen angekommen, so daß mit den Besuchern aus der nächsten Umgebung bis nahe an 40000 Auswärtige in Münster gewesen sein werden. Die Eisenbahn hat diese Massen trotz des unzureichenden Perrons auf der Westfälischen Seite bei dem kolossalen Andrange ohne jegliche Unordnung befördert. Das elektrische Licht, welches über den Köln=Mindener Bahnhof ausgedehnt war, kam dabei sehr zu statten. Der„Münsterische Anzeiger“ widmete dem Kaiser folgende Kaiserhymne. Dank sei Dir Gott, Lob und Preis in Ewigkeit! Deine Hand ruht segnend auf unsers Kaisers Haupte. Du senktest milde Güte Ihm in Herz und Auge Und gabst Ihm Weisheit, Gerechtigkeit und Kraft. Er besiegte alle unsere Feinde Und einte der deutschen Lande Söhne Zu Einem großen, mächtigen Volk. Dank sei Dir Gott, Lob und Preis!— Mit gesegneter Hand schuf Frieden Er Und waltet Heil verbreitend Im weiten Vaterland.— Heil Dir, Kaiser! Du mächtiger Herrscher! Ruhm und Preis! Du verbandst uns zu einigem Volk, Du führst uns zu würdiger That. Und Frieden schuf Dein siegreich Ringen. Heil Dir, Vater des Reichs! Heil Dir, siegreicher Held! Heil Kaiser Dir! In den Marken von Westfalen Gott vom Himmel sieh hernieder, Durch der rothen Erde=Rund Segne unsern Heldengreis! Alte Lieb’ und Treue strahlen, Segne Du Gebet und Lieder, Königstreu' aus Herzensgrund. Ihm geweiht zu Ehr' und Preis! Heil Dir in dem Land der Eichen, Das betrat Dein hehrer Fuß! Heil Dir Herrscher ohne Gleichen! Klingt des Volkes Jubelgruß. Der Oberbürgermeister von Münster veröffentlicht heute folgende Bekanntmachung: Ich gebe hiermit den Bewohnern keit ein Familienfehler der Hope's; aber dagegen war er aufrichtig und gerecht, und auf sein Wort konnte man sich zu jeder Zeit verlassen. Agnes schwieg einen Augenblick und diesen benutzte Miß Relydale, um fast heftig zu sagen:„Wie sehr, Agnes, haben Sie sich durch diesen Mann täuschen lassen. Ich habe ihn bis jetzt nur dreimal im Leben gesehen, und glaube Ihnen seinen wahren Charakter schildern zu können.“ „Versuchen Sie es denn!“ „Ich halte ihn für einen anmaßenden, selbstsüchtigen Menschen, der allerdings einen gewissen Grad von Scharfsinn besitzt, der aber allzu eitel auf diesen, wie er meint großen und Andere auch gar zu gern davon überzeugen möchte. Möge Ihnen dies für den Augenblick genügen, nach einer längeren Bekanntschaft würde ich Ihnen noch Weiteres sagen können. Doch hoffe ich, daß diese Bekanntschaft mit diesem Abend endet.“ „O! Miß Relydale, wenn Sie jeden Charakter so schnell, und dadurch natürlich unrichtig beurtheilen, so wundert's mich wahrlich nicht, daß Sie so unglücklich sind,“ sagte Agnes in traurigem, jedoch entschiedenem Tone. „Lassen Sie mir nur meine Meinung, sie braucht die Ihrige nicht zu beeinflussen. Eine der beiden muß nothwendig unrichtig sein, und ich bin großmüthig genug, besitze auch so viel Nächstenliebe, um zu hoffen, daß es die meinige ist. Jetzt aber lassen Sie uns von Mr. Archibald Hope schweigen. Er ist für mich kaum vorhanden, und wird Ihnen——“ —„Er kann und wird mir stets nur ein Freund sein „So ist es recht, Miß Prayse. „Das denke ich auch,“ erwiderte diese leiser als sie bisher gesprochen, und zugleich lag eine tiefe Trauer in ihrer Stimme, die Eleanor neugierig aufblicken machte. Glücklicherweise ward gerade jetzt die Thür geöffnet, was jede weitere Bemerkung abschnitt, und sogleich betraten Mr. Prayse und Maurice Hope das Zimmer, welche Miß Relydale noch beim Wein im Speisesaal wähnte. Letzteren hatte es jedoch daselbst nicht lange gehalten. Als Sir William sich mit seinem Bruder entfernt, und er mit Mr. Prayse allein war, hatte dieser ihn mit großer Herzlichkeit als einen alten Bekannten begrüßt, und Beide hatten eine Zeit lang die Vergangenheit besprochen. Das Gespräch wandte sich hierauf seinem Bruder und dessen Anwesenheit in Carrisford zu, und er erfuhr, daß Archibald während der ganzen Abwesenheit von seiner Heimath mit dem Verwalter in Briefwechsel gestanden. Dies, wie so manches Andere, was er erfahren, gesehen und gehört, machte ihm seinen Bruder unerklärlich; und doch wollte— nein, mußte er ihn genau kennen lernen und durchschauen, was aber nur während der kurzen Dauer ihres Beisammenseins geschehen konnte. Dazu nun sollte und konnte ihm Eleanor verhelfen, der er zugleich seine unfreiwillige Anwesenheit in Aver Court erklären mußte, und da er die schärfsten Beobachter ihres kleinen Kreises im Bibliothekzimmer wußte, wo ihre Geschäfte sie noch länger fesseln würden, schlug er Mr. Prayse vor, sich mit ihm zu den Damen zu begeben, ein Vorschlag, worauf dieser gern einging. Er konnte sich jedoch Miß Relydale nicht sogleich nähern; der Verwalter hatte ihn daran erinnert, daß er und seine Tochter frühere Spielgefährten seien, und als solcher mußte er ihr natürlich mehr Zeit, als seine Absicht war, schenken. Als er dies, wie er meinte, zur Genüge gethan, wandte er sich an Sir William's Enkelin, sprach anfangs mit ihr von alltäglichen Dingen, bis er, eine günstige Gelegenheit benutzend, da Vater und Tochter am andern Ende des Zimmers waren, hastig und leise zu ihr sagte: „Sie sind noch immer beleidigt, und doch habe ich Ihnen hinlänglich bewiesen, daß ich ganz gegen meinen Willen hier bin!“ „Ich kann es dennoch nicht glauben,“ entgegnete sie,„sondern fürchte, daß Sie ein neues Complot gegen mich ersonnen haben, und Ihr Bruder als Mitschuldiger auftritt. Wie kann ich auch nach allen ihren Reden und Drohungen in Paris besser von Ihnen denken?“ „Ich habe Ihnen noch niemals gedroht,“ antwortete er, „sondern Sie haben kein Vertrauen zu mir, und weisen mich stets zurück. Ich schwöre Ihnen nochmals, daß ich dem Wunsche meines Bruders zufolge hier bin.“(Forts. folgt.) vor Münster die freudige Nachricht, daß Seine Majestät der Kaiser und König mir den die Stadt auf das höchste ehrenden Auftrag ertheilt hat, der Einwohnerschaft von Münster Allerhöchst Ihren wärmsten Dank für den ausgezeichneten patriotischen Empfang auszusprechen, welcher Ihre Majestäten auf das wohlthuendste erfreut hat. Locales und Westfälisch=Rheinisches. * Castrop, 26. September.(Verspätet.) Am vergangenen Sonntag machte die hiesige freiwillige Bürger=Feuerwehr mit ihren Geräthen einen Ausflug nach Merklinde. Nach einstündigem Aufenthalt beim Wirth Hovemann daselbst ging es weiter nach Reinold auf Schwerin, um an dem Hause desselben eine Gesammt=Uebung vorzunehmen. Wenngleich die Betheiligung der Wehr an diesem schon so lange allseitig gewünschten Ausfluge aus verschiedentlichen Gründen keine vollzählige war, so wurde doch von den Betheiligten die Gesammtübung, ein markirter Angriff auf das Reinold'sche Haus von der Ostseite, wo in den oberen Räumen ein Feuer ausgebrochen, recht brav ausgeführt. Die Exerzitien der Steiger zeigten uns, daß die Uebungen derselben trotz des Mangels eines Uebungsplatzes, resp. Steigerhauses, dennoch nicht ohne Erfolg geblieben sind. Sehr beifällig wurden von dem anwesenden Publikum die Uebungen am Rettungsseil ausgenommen. Hoffentlich wird die Wehr auch mit der Zeit in die Lage kommen, ein Steigerhaus mit Raum für Geräthe zu besitzen. Eine besonders geeignete Stelle würde die Südseite des neuen Marktplatzes bilden, wo auch das Wasser zum Versehen der Schläuche und Spritzen stets vorräthig ist, um so die Geräthe in der Zeit der Noth stets intakt zu haben. * Castrop, 26. September. Am vergangenen Dienstag wurde der Neubau an der hiesigen katholischen Schule von Baurath Gensmann revidirt und in der ganzen Ausführung für tadellos anerkannt. Dem Herrn Bauunternehmer Koch wurde von demselben eine lobende Anerkennung für die gute Ausführung des Baues zu Theil. Wie wir vernehmen, sollen zwei Klassenzimmer in dem Neubau, so lange dieselben disponibel sind, einstweilen als Lehrzimmer für die Rektoratschule benutzt werden. = Castrop, 26. Sept. Das gestern Abend im Saale der WweKalthoff stattgehabte zweite Konzert des ganzen Dortmunder OrchesterVereins unter Leitung des Kapellmeisters Herrn R. Merkert war wiederum zahlreich besucht und lieferte von neuem den Beweis, daß sowohl unser Publikum die vortrefflichen Leistungen der genannten Kapelle wohl zu würdigen weiß, als auch die Anzahl der Musikfreunde in unserer Stadt und Umgegend die Veranstaltung derartiger gediegener Konzerte recht wohl ermöglicht. Wenn das erste Konzert einen mehr klassischen Anstrich hatte, so führte uns auf mehrfachem Wunsch der Orchester=Verein gestern, namentlich im zweiten Theile des Programms, mehr in das Gebiet der frischen heiteren Musik; und erzielte Herr Merkert auch mit diesem Arrangement den vollen Beifall seiner Zuhörer. Um einige Nummern des Programms besonders hervorzuheben, so nennen wir die beiden schwungvoll gespielten Ouvertüren zur Oper „Raymont“ von Thomas und zur Oper„Freischütz“ von Weber, die Fantasie aus„Lohengrin“ von Wagner, den reizenden Walzer aus der Operette„Nanon“ von Genée, das kleine prächtige Liebesliedchen von Taubert, bei dem die Geigen die Minnestimmung in äußerst zarter Weise hervorbrachten, und endlich das große„musikalische Aktienunternehmen“ von Konradi. Lobend erwähnen wir auch die beiden vorzüglichen Solisten der Kapelle. Die mustergültigen Leistungen des Dortmunder Orchester=Vereins werden neben geniäler Auffassung des Dirigenten und trefflicher Schulung der Kapelle zumeist durch den Umstand bedingt, daß Herr Merkert in seinem Orchester eine so stattliche Anzahl Streichmusiker placirt hat. An das Konzert schloß sich noch ein mehrstündiges fideles Gelegenheitstänzchen an.— Bei gelegener Zeit wünschen wir abermals ein Konzert der genannten Kapelle im Kalthoff'schen Saale, der durch seine gute Akustik hierzu aufs beste geeignet ist. * Castrop, 26. September. Heute Morgen 7½2 Uhr verließen uns die vom Kaisermanöver auf dem Rückmarsch nach Münster begriffenen Kürassiere, welche am 24. ds. eingetroffen waren und hier einen Ruhetag gehalten hatten. Die Mannschaften und Pferde hatten ein gutes Aussehen. Ein Theil derselben denkt schon an die Reise nach Muttern. — Anläßlich der Anwesenheit unseres Kaisers in Westfalen sind nachbenannten Herren Geistlichen Orden verliehen worden: Pfarrer Sanders zu Neuarenberg im Kreise Meppen, Pfarrer Münch zu Lathen, desselben Kreises, Pfarrer und Landdechanten Wenker zu Haltern im Kreise Coesfeld, Vikar Stroetmann zu Ahaus, dem Vikar Hilbing zu Wüllen im Kreise Ahaus und dem Jubilarpriester Kaplan Schweling zu Münster der Rothe Adler=Orden vierter Klasse; dem Vikar Ruin zu Dülmen im Kreise Coesfeld der Kgl. Kronen=Orden dritter Klasse. Castrop, 26. September. Einen so schönen September wie den heurigen haben wir lange nicht gehabt, die Winzer hoffen auf einen vortrefflichen„Heurigen". In ganz Mitteleuropa, in Deutschland, der Schweiz und in Oesterreich=Ungarn war der Luftdruck hoch und gleichmäßig, der Himmel heiter, die Temperatur höher als die normale. Vielfach wurde außergewöhnlich starke und schöne Abendröthe beobachtet. In den letzten Tagen ist das Barometer im Fallen. (2 Kirchlinde, 25. September. Wie wir erfahren, wird der hiesige Herr Kaplan Albmann mit dem 1. Oktober von hier nach Höchsten und der Herr Kaplan Müller von Höchsten als Seelsorger nach hier versetzt. Herr Kaplan Albmann war in allen Kreisen hier wegen seiner Leutseligkeit und seinem biedern Charatter recht beliebt und sieht man ihn daher sehr ungern scheiden. Möge es ihm in seinem neuen Wirkungskreise recht wohl gehen! Am Freitag voriger Woche fand man in einem Busche eine halbe Stunde von Waltrop die Leiche des seit fünf Wochen vermißten Schneiders Hermann Rodegro von da erhängt vor. Die allenthalben grassirende Vereins=Gründungswuth hat dieser Tage in Groß=Recken bei Borken einmal eine gute Frucht gezeitigt; denn man ist dazu übergegangen, einen Antiwucherverein zu bilden, der sich zur Aufgabe gemacht hat, unbemittelte Geschäftsleute aus den Klauen der Halsabschneider zu retten, indem der Verein an vertrauenswürdige Leute Capitalien zu niedrigem Zinsfuß ausleiht. Bereits 60 der bestsituirten Bürger sind dem Verein beigetreten. Von einer unglaublichen Rohheit, begangen von einem Soldaten gegen einen andern, ist von Hagen zu melden. Ende der vergangenen Woche passirten den dortigen BergischMärkischen Bahnhof die entlassenen Reservisten des 7. Westfälischen Fuß=Artillerie=Regiments. Als die Leute im Einsteigen in den Zug Unna=Soest begriffen waren, erhielt plötzlich einer der Reservisten, anscheinend ohne jede Veranlassung, mehrere wuchtige Hiebe über den Kopf, daß das Blut hervorspritzte und der Mann die Besinnung verlor. Der erheblich Verletzte mußte in die Krankenstube des Bahnhofes und in ärztliche Behandlung gebracht werden, die Schläge sind wahrscheinlich mit einem Kugelstock geführt worden; es gelang nicht, den Thäter zu ermitteln, da die Schläge aus einem großen Menschenknäuel heraus geführt worden; in gewisser Beziehnng war es ganz gut, daß der Thäter nicht erkannt worden, weil sonst an ihm sicher Lynchjustiz geübt worden wäre. Der Zuhälter eines nicht im besten Rufe stehenden Mädchens in Essen hatte sich mit dem letzteren entzweit und auf Rache gesonnen, wozu sich ihm am 21. ds. Abends in der kurzen Straße Gelegenheit bot. Kaum hatte er das Mädchen erblickt, als er auch schon aus einem bereit gehaltenen Revolver einen Schuß auf dasselbe abfeuerte, der indeß glücklicherweise sein Ziel verfehlte, dagegen drang die Kugel einem Arbeiter, welcher in einem gegenüberliegenden Hause am Fenster saß, in die Schulter. Der Schießheld wurde noch Nachts verhaftet. * Unter dem Verdachte, die jüngst aus Köln gemeldete Wechselfälschung im Betrage von 84000 Mark verübt zu haben oder doch an ihr betheiligt zu sein, wurde vorgestern Abend spät der Buchhalter eines Wetzlarer Eisen= und Schlackensteingeschäfts verhaftet. Derselbe hält sich, der„Elberf. Zig. zufolge, erst seit etwa einem halben Jahre dort auf und suchte, wie aus mehrfachen über ihn eingelaufenen Anfragen hervorging, Theilhaber eines auswärtigen Geschäftes mit einem angeblich nicht unbedeutenden Einschusse zu werden; einstweilen hatte er die erwähnte Stellung angenommen. Der Verhaftete, der übrigens seine Unschuld behauptet, wurde festgenommen, als er ahnungslos eine Weinrestauration verließ. * Für den tiefsten Kohlenschacht der Welt gilt gegenwärtig der 931 Meter tiefe Frisch=Glück=Schacht bei Oelsnitz in der Nähe von Chemnitz in Sachsen. Seiner ungünstigen Kohlenverhältnisse halber hat der Schacht jedoch wieder verlassen werden müssen. Von den in Betrieb befindlichen Schachten des dortigen Reviers, deren durchschnittliche Tiefe 549 Meter beträgt, mißt der tiefste 894 Meter. * Anarchist Kammerer, eines der schrecklichsten Ungeheuer, ist am 20. September in Wien durch den Strick des Henkers aus der Welt geschafft worden. Auf seinem Gewissen hatte er folgende Schandthaten. In Straßburg mißhandelte er einen Droschkenkutscher auf den Tod, ermordete den Soldaten Adels und ermordete und beraubte den Apotheker=Provisor Linhart; in Stuttgart machte er einen mißglückten mörderischen Raubanfall auf den Bankier Heilbronner, in Wien erschoß er den Polizeimann Hlubek, ermordete den Geldwechsler Eisert und Kinder und beraubte ihn, alles, wie er sagte, um sich und Andere Geld zu verschaffen zur Ausführung seiner weltverbessernden Pläne. Er starb, wie er gelebt, verstockt und ohne Reue, den Geistlichen wies er zurück und sagte, er glaube an kein Jenseits. Er hatte erbarmungslos gemordet, als er aber den Galgen erblickte, erbleichte er und die Knieen schlotterten ihm, und als ihm die Hände gebunden und der Strick um den Hals gelegt wurde, da brach er in die Kniee.„Machen Sie geschwind,“ sagte er zu dem Scharfrichter. Er wurde an demselben Galgen aufgehängt, an welchem seine Spießgesellen Stellmacher, Schlossarek und und der Mädchenmörder Schenk ihr Ende fanden. * Nach Beendigung des diesjährigen Manövers, wird erzählt, ruhte ein Stabsarzt nach den ausgestandenen Strapazen noch sanft in Morpheus Armen, als der Bursche denselben gemäß Befehl um 6 Uhr weckte und die Reisedisposi: tionen seines Vorgesetzten einholte.„Pack alles ein und kehre mit den Pferden heim, ich werde mit der Bahn fahren“ lautete die Antwort und der Herr Stabsarzt schlief den Schlaf des Gerechten weiter. Man denke sich indessen seine Ueberraschung, als er nach einigen Stunden wieder aufwachte und gewahr wurde, daß seine ganze Garderobe von seinem allzupünktlichen Burschen fortgeführt war, und auf sein Nachtcostüm beschränkt war. * In Australien hatte man vor Jahren Kaninchen und Sperlinge eingeführt. Beide Thierarten haben sich jedoch so ungeheuer vermehrt, daß man genöthigt ist, zur Abwehr des von ihnen angerichteten Schadens und zu ihrer Vertilgung jährlich 200,000 Pfd. Sterling oder 4 Millionen Mark aufzuwenden. Die inzwischen eingeführten Hasen haben sich ebenfalls schon so stark vermehrt, daß man auch auf deren Vertilgung Bedacht nimmt.(Wäre etwas für Sonntagsjäger.) * Obrist:„Herr Lieutenant, wie kommt es, daß Sie heute Nacht die Runde nicht gegangen sind?" Lieutenant: „Entschuldigen der Herr Obrist, i hob halt das Wacht'l mal in Spannung halten woll'.“ Herr Dr. C. Rüst, Großherz. Medicinalrath in Grabow in Meckl. äußert sich über die Vorzüglichkeit des rheinischen Trauben=Brust= Honigs wie folgt: „Den rheinischen Trauben=Brust=Honig aus der Fabrik von W. H. Zickenheimer in Mainz habe ich oft und seit langer Zeit empfohlen und stets gefunden, daß derselbe ein ausgezeichnet gutes Hausmittel gegen chronische Husten, Heiserkeit u. s. w. ist. Auch habe ich den Trauben=Brust=Honig während einer Keuchhusten=Epidemie anwenden lassen. Während dieser Husten, mit anderen Mitteln behandelt, stets circa ½ Jahr angehalten hat, war er bei Anwendung des Trauben=Brust=Honigs in einigen Wochen beseitigt. Ich kann also den rheinischen Trauben=Brust=Honig als ein ganz vorzügliches Mittel bei Husten=, Brust= und Halsleiden empfehlen.“ Wir machen hierbei darauf aufmerksam, daß dieses seit einer Reihe von Jahren eingeführte und vorzügliche Hausmittel an hiesigem Platze bei den Herren Hintzen u. Schmidt zu haben ist. Ministerium des Innern. Berlin, den 20. September 1884. F Anntmachung. Nachdem durch Kaiserliche Verordnung vom 18. d. M. bestimmt worden ist, daß die allgemeinen Wahlen für den Reichstag am 28. October d. J. vorzunehmen sind, setze ich auf Grund des§ 2 des Reglements vom 28. Mai 1870(Bundesgesetzblatt S. 275) den Tag, an welchem die Auslegung der Wählerlisten zu beginnen hat, auf den 30. September d. J. hierdurch fest. Minister des Innern. (gez.) von Puttkamer. Vorstehende Bekanntmachung wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Dortmund, 22. September 1884. Der Landrath. von Rynsch. Tenunntmachung. Diejenigen Ersatz=Reservisten, welche im Jahre 1879 zur Ersatz=Reserve 1. Klasse designirt worden sind, werden Besgun, aufgefordert, ihren Ersatzvrselbe=Schein behufs Ueberführung zur Ersatz=Reserve 2. Klasse bei dem Bezirksfeldwebel baldigst, spätestens aber bis Ende October cr. abzugeben. Dortmund, 19. September 1884. Königliches Bezirks=Commando. Cekunnimachung. Die Meldestunden für die Reservisten und Wehrleute aller Waffen bei den Bezirksfeldwebeln sind in den Wochentagen auf—12 Uhr Vormittags festgesetzt und werden persönliche Meldungen nur während dieser Zeit entgegengenommen. Schriftliche Meldungen sind unter Beifügung des Militär=Passes und mit genauer Angabe des Wohnorts mit Wohnung in offenem Couvert, welches mit der Bezeichnung„Militaria“ versehen werden muß, einzureichen. Stadtbriefe sind nicht portofrei. Dortmund, 23. September 1884. Königliches Bezirks=Commando. Senunntmachung. Diejenigen Amtseingesessenen, welche für das Jahr 1885 einen Wanderwünschen, wollen sich spätestens bis zum 10. er. unter Vorlage des Gewerbescheins pro 1884 auf dem Amtsbureau melden. Castrop, den 25. September 1884. Amtmann. I..: Schmidt=Köllmann, Beigeordneter. Vorstehende Bekanntmachung wird hiermit zur Kenntniß der GemeindeEingesessenen gebracht. Castrop, den 26. September 1884. Der Gemeinde-Vorsteyer. Senanntmachung. Setannrmachung. Die Vertheilung der Verpflegungsgelder für die Einquartierung am 24. und 25. d. M. findet am Dienstag den 30. Vormittags von 9 bis 12 Uhr, in der Wohnung des Unterzeichneten statt. Castrop, den 26. September 1884. Der Gemeinde-Vorsteher. Keinemann. Senunntnachung. In Gemäßheit des§ 8 des Wahlgesetzes für den Reichstag vom 31. Mai 1869 und§ 2 des Reglements vom 20. Mai 1870 wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Wählerliste der Gemeinde Castrop in meiner Wohnung acht Tage lang und zwar vom 30. einschließlich 7. October d. J. öffentlich ausgelegt ist. Innerhalb acht Tagen nach dieser Bekanntmachung steht es Jedem frei, gegen die Richtigkeit oder Vollständigkeit dieser Liste seine Einwendungen schriftlich anzubringen oder zu Protokoll zu geben. Castrop, den 26. September 1884. Der Gemeinde-Vorsteher. Keinemann. Am Dienstag den 7. October d.., Nachmittags 2 Uhr anfangend, findet im neuen katholischen Schulgebäude zu Castrop die Ergänzungswahl von 5 ausscheidenden Kirchen=Vorstehern und 15 ausscheidenden Gemeindevertretern der katholischen Kirchengemeinde Castrop statt. Es scheiden: aus dem Kirchen-Vorstand: 1. Dr. Zumbusch, 2. Heinr. Osterholt zu Castrop, 3. J. Heidfeld zu Bladenhorst, 4. Theod. Sehrbrock zu Voßnacken, 5. Hubert Schencking zu Castrop, aus der Gemeinde-Vertretung: 1. C. Heinemann, 2. F. Grote, 3. H. Callenberg, 4. H. Dieckhöfer, 5. Jos. Beulmann, 6. D. Werth, 7. B. Kroes, 8. J. H. Becker, 9. E. Brüggemann, 10. F. Geilmann, 11. C. H. Brinckmann, 12. J. Sebald, 13. F. Becker, 14. C. Kalbheim zu Castrop, 15. W. Reinold zu Frohlinde. Die wahlberechtigten Mitglieder der Gemeinde werden ergebenst hierzu eingeladen mit dem Bemerken, daß die Wahl der Kirchenvorsteher der der Gemeindevertreter vorhergeht. Castrop, den 20. September 1884. Der Vorsitzende des Kirchen-Vorstandes. Schencking. Patentbuchstaben und Zahlen zum Selbstanfertigen v. Plakaten und Aushängeschildern empfiehlt H. Reinhardt. Joose zur 2. Ziehung der Lotterie von Baden=Baden sind angekommen und müssen bis spätestens zum 20. October abgeholt werden. Ziehung am 28. October. Ph. Culbart. Gebrader-kaufmann,Bereinund, Westennellweg 40, * zeigen den Empfang Sammtlicher Keuheiten der Herbst= und Winter=Saison an und empfehlen insbesondere in reichhaltigster und schönster Auswahl: Herbst=Mäntel, Regen=Mautel, Kad= und Winter=Mantel, Kleider=Mantel in allen Größen. Kleiderstoffe, Besatzartikel, Gardinen. Strenge Reellität, feste Preise, große Coulanz, aufmerksame Bedienung werden wie bisher die Grundsätze unseres Hauses bleiben. h... S] Von heute ab empfehleich: s Auflage 321.000; das verbreitetste aller Kappus=Verrauf. Am Montag den 29.., Nachmittags 2 Uhr, Gärten=Verpachtung. Montag den 29. Sept.., Nachmittags 5 werde ich mein in der Nähe der Wittwe Schaumann in der Kottenburg belegenes Ackergrundstück, circh 2 Morgen groß, zu Gärten nummerweise meistbietend verpachten lassen. Versammlung bei Wittwe Schaumann. Castrop, den 25. September 1884. Josef Becker.. Dienstag den 30. d. Vormittags 9 Ahr, werde ich an dem Hause der Wirthin Wwe. Klein zu Castrop 1 Commode, 1 Sopha, 1 Spiegelconsole, 1 Mahagoni= Kleiderschrank, 2 Schweine, 1 sehr gut erhaltene Nähmaschine u. f. w. öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung verkaufen. Paßmann, Vollziehungsbeamter. Auppas=Herkaus. Montag den 29. Septbr., Nachmittags 4 sollen auf dem Gute Haus Henrichenburg 30,000 sehr gut gerathene Kappus öffentlich meistbietend verkauft werden. Haus Henrichenburg, 23. Septbr. 1884. Ernst Schulte im Hofe. werde ich 25,000 Stück gut gerathenen Kappus Zusammenkunft am Bodelschwingher öffentlich meistbietend gegen Baar verkaufen lassen. Handweiser. Westhofen, den 17. September 1884. D. Borgmann. werde ich für den Oekonomen Heimann zu Brüninghausen 8000 Stück Kappus=Verkauf. Mittwoch den 1. October, Nachmittags 4½ Ahr, werde ich in der Nähe meines Hofes 10,000 Stück gute öffentlich nummerweise verkaufen. Dingen, den 26. September 1884. H. Lesmöllmann. Prima Gerstenmehl 150 Pfund 11½ Mark gegen baare Zahlung bei Fr. Neufeld, Castrop=Bahnhof. Geshiacde Blicher zu haben bei Ph. Culbart. STEMPEL aus echt vulkanisirtem Kautschuk als Handstempel, Selbstfärbe-Apparate, Datum-Stempel, Berloques-, Medaillon-, Federhalter- und Taschenstempel empfiehlt in allen vorkommenden Formen und Ausführungen Philipp Culbart. Auppus Trrnauf. Dienstag den 30. d. Nachmittags 5 Uhr, Herrn gut gerathenen festen Kappus Herrn Wilhelm nummerweise verbei der Besitzung des Giesenbauer stehend, kaufen. Groppenbruch, den 20. September 1884. D. H. Schröder-Prein. Bllgste Zmal täglich erscheinende Zeitung. = Nur 3 Mark 75 Pf.= für das V. Quartal 1884 kostet die zweimal täglich erscheinende Thrintsch-Westsältschr Hettung. Hauptorgan des Niederrheins und Westfalens. Nr. 4208 der offiziellen Zeitungs=Preisliste. Schon jetzt eintretende neue Abonnenten erhalten nach Einsendung des quittirten Abonnementsscheines die bis Ende September erscheinenden Nummern gratis zugeschickt. De anger ordentliche Verbreitung dieses Hausmittels hat eine ebenso grosse Zahl ähnlicher Präparate als Nachahmer hervorgerufen, welche sich nicht entblöden, Verpakkung, Farbe und Etiquette in täuschender Weise herzustellen. Die Packete desächten Stollwerck'schen Fabrikates tragen den vollen Namen des Fabrikanten und kennwsichnen dich lie Verkanfstelen durh ungselerte Pirnen-Schildler. Zum Druck der Statuten für die am 1. December d. J. ins Leben tretenden empfiehlt sich die Buchdruckerei von Ph. Culbart. Für meine Zuschneiderei, Werkstelle bei mir im Hause, werden einige tüchtige Schneider=Gesellen auf Stückarbeit gesucht. L. L. Cohen. Zum 1. November werden zwei brave tüchtige Mädchen vom Lande, nicht unter 20 Jahre alt, die gut melken können, gesucht. Lohn 120 Mark. Näheres in der Exped. d. Bl. 2 olie Bigen zu verkaufen. Von wem, sagt die Expedition d. Bl. Wildlegitimationen resp. Wildkarten zum Versandt sind stets vorräthig bei Ph. Culbart. Empfehle Von heute ab empfehle ich: Prima rothe Speisekartoffeln, per Centner 3 Mark, weiße zu 2,80 Mark, Mainzer Sauerkraut, per Pfund 10 Pfg., prima sächsischen Kümmelkäse, per Pfund 50 Pfg., holländischen Käse, per Pfund 60 Pfg. Ferner empfehle ich mein großes Gemuse=Lager in rothen und weißen Kappus, Wurzeln, Zwiebeln 2c. zu den billigsten Preisen. Prima Vollheringe per Stück 5 Pfg. Wilh. Sternemann, Castrop. deutschen Blätter überhaupt; außerdem erscheinen Uebersetzungen in zwölf fremden Einige Centner schönes Heilungspapier gibt billig ab Ph. Culbart. Sämmtliche Korbwaren, besonders Kartoffelkörbe, stets vorräthig bei Kalknott, Korbmachermeister in Castrop, im Wormland'schen Hause. 52 Echter MedicinalTohager-Auebruch a. d. Hof-Ungarwein-Gross-Handlung von Rudolf Fuchs Pest. Hamburg. Wien. In der vorliegenden Analyse des vereidigten Gerichts-Chemikers Herrn Dr. Kayser und anderer berühmter Analytiker ist dieser Wein sowohl wegen seiner vollkommenen Reinheit und seiner grossen Milde als auch wegen seines hohen Gehalts an Nahrungsstoffen zur Stärkung(f. Kranke, Reconvalescenten, Frauen u. Kinder) empfohlen. Originalflaschen 1/1 M. 3, ½ M. 1,50, ¼ 75 Pfg. sind vorräthig bei Hintzen& Schmidt in Castrop, Fr. Blanke in Wanne. Billigste Bezugsquelle. Complete □ SX 8 Nathenower Brillen, Pince=nez, Nivellen, Thermometer, Barometer, Aleoholometer, Aräometer. H. Bremer. Brust= und Lungen=Leidende und solche Personen, welche an Katarrh, Heiserkeit, Verschleimung etc. leiden, seien hiermit wiederholt auf die seit 18 Jahren bewährte Vorzüglichkeit des ächten rheinischen Trauben=Brust=Hönig als das reinste, edelste und natürlichste, für Erwachsene wie Kin### der gleich angenehmste zuträglichste Mittel, welches überhaupt geboten werden kann, aufmerksam gemacht. Zu haben in 3 Flaschenfüllungen mit neb. Verschlußmarke in Castrop bei Hintzen & Schmidt. „Sorahen. Die Modenwelt. Illustrirte Zeitung für Toilette und Handarbeiten. Alle 14 Tage eine Nummer. Preis vierteljährlich Mk..25= 75 Kr. Jährlich erscheinen: 24 Nummern mit Toiletten und Handarbeiten, enthaltend gegen 2000 Abbildungen mit Beschreibung, welche das ganze Gebiet der Garderobe und Leibwäsche für Damen, Mädchen und Knaben, wie für das zartere Kindesalter umfassen, ebenso die Leibwäsche für Herren und die Bett= und Tischwäsche 2c., wie die Handarbeiten in ihrem ganzen Umfange. Abonnements werden jederzeit angenommen bei allen Buchhandlungen und anstalten.— Probe=Nummern gratis und franco durch die Expedition, Berlin W. Potsdamer Str. 38; Wien I, Operngasse 3. Wichtig für Damen! Damen, welche einen Cursus im Kleidermachen durchmachen wollen, können sich bis zum 15. October beim Wirth Hellwig und beim Unterzeichneten melden. Da ich schon mehrere Cursen in Castrop geleitet und wieder eine Zuschneiderin mit ganz besonderen Fachkenntnissen engagirt habe, bitte ich ein geehrtes Publikum um recht rege Theilnahme. Sebastian Porsch, Mechaniker. lange Pfeisen echt. ungar. wohlriechend Weichsel, weitgebohrte Kernspitze, 30—36 Zoll lang, à Dtzd. 18 Mk., hochsein 24 Mk., halblang 13 Mk. 20, versendet gegen Nachnahme C. Weisse, Pfeifenfabrik, Stolberg bei Aachen. ½2 Dtzd. zur Probe wird abgegeben und nehme nicht Convenirendes zurück. Zur Ergänzungswahl des hiesigen katholischen Kirchenvorstandes. Katholische Mitbürger! Wählen wir am 7. October e. für einen der ausscheidenden Kirchenvorstandsmitglieder den Herrn Steuerempfänger Schlichting. Dieser kennt genau die Leistungsfähigkeit der katholischen Kirchenmitglieder, wird den Daumen fest auf den Kirchenseckel drücken und gegen jede überflüssige Ausgabe seine Stimme erheben. Mehrere Castroper Krieger- und Landwehr-Verein. Sonntag den 28. Septbr., 5 Ahr, Miethverträge zu haben bei Ph. Culbart. Tages-Ordnung: 1) Aufnahme neuer Mitglieder. 2) Wahl des Vorstandes. 8) Wahl des Boten. 4) Wahl des Vereinslocals. 5) Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. .-P..-V. Sonnabend den 27. cr., Abends „ 8 Uhr, Versammlung im Vereinslocale.