13 80 8 50 3— 21— 74— 130— 31— 5 20 14— Amtliches Orgau für den Landgerichtsbezirk Vortmund. Asche in“ nach Anweinentgeldlich abgewerkschaft: he Erin“, ttermann, geb. shausen, gestorrie neuen WallHaltern. 10,000 M. Mark s. Heinemanne in der Expeist erKkunde rtmund, rte. rI Richter. Pfg. in Castrop. Lehrer gszeugnisse Preisen. Julbar WPier ). October. Cöln=Mind.=) ihn. Minden-Berlin: 4,52 9,25* 2,09 Deutz-Cöln: 10,57 1,49 8,01 Minden-Berlin: 5,03 9,36“ 2,22 Deutz-Cöln: 10,48 1,38 7,52 ilbahn. Sulbart. umistempel sowie Firmen zum kette, vernickelt , sind zu haben in Redaktion, Druck und Verlag 44 Wahrheit.— Gerechtigkeit.— Gemeinwohl. von Ph. Culbart in Castrop. Nro. 42. Erseim Mitwochs und Sanstags und fostel vierteljährlich in der Expedition 1 Mark, durch Boten Mark 1,10.— Illustr. Blätter 50 Pfg. Samstag 26. Mai 1883. Insertions=Gebühr: für die einspaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfennige. Reclamen per Zeile 30 Pfennige. ch u# 9. Jahrg. Deutschland. Berlin, 23. Mai. Weitere Moskauer Telegramme von 7 und 7½ Uhr bestätigen den glücklich erfolgten Einzug. Um 3 Uhr war der Zug bei der Ibeorischer Kapelle, um 3¾ Uhr im Kreml=Palais, die Kaiserin und die Großfürstinnen in russischen Nationalkostümen. Das Wetter ist milde, Abends glänzende Illumination. — Vor einigen Wochen gelangte die Nachricht in die Oeffentlichkeit, Prinz Friederich von Preußen habe bei seiner Reise in Syrien und Aegypten gewisse Landestheile in der Umgegend von Caesarea, die vom Sultan geschenkt worden seien, im Namen Preußens feierlich in Besitz genomen, um dieselben für Colonisationszweck zu benutzen. Aus einem dem deutschen Colonialbetriebe in Syrien gewidmetem Artikel des „Moniteur de Rom“, geht hervor, das diese Tathsache richtig ist. Gleichzeitig ist demselben zu entnehmen, daß Preußen bereits mehrere Kolonien besitzt, die sich durch die Tüchtigkeit und den Wohlstand ihrer Anbauer vor den andern rühmlichst auszeichenen. Ihre Ländereien seien vorzüglich bestellt und lieferten vier= und fünfmal mehr, als das unter den Händen der einheimischen Bevölkerung befindliche Land; der Boden sei allerdings von erstaunlicher Fruchtbarkeit, und wenn er in gute Hände falle, sei die Ueppigkeit des Pflanzenwachsthums über allen Begriff. Eine Kolonie sei in der Umgegend von Jerusalem nahe beim russischen Hospitz errichtet; diese scheine mehr dem Handel obzuliegen, aber auch sie stehe in großer Blüthe. Man empfindet in Folge dieses Eindringens deutscher Ansiedler in Palästina nun schon bereits sehr stark den deutschen Einfluß. — Abdel Kader, durch seinen Jahrzehnte langen tapfern Kampf gegen die Franzosen in Algerien berühmt, soll gestorben sein. Vor Kurzem noch hat ihn Prinz Friedrich Karl in Damaskus besucht. — Fürst Bismarck hat es trefflich verstanden, die kriegerischen Erfolge Deutschlands von 1870 zu benützen, um deutsche Niederlassungen im Orient zu begünstigen; die Araber seien die Anbeter des Erfolges und wenn sie auch zumeist die Engländer fürchteten, so seien doch die Deutschen, seit sie Frankreich besiegt, bei Araber und Türken in der höchsten Achtung. Seit 1872 sei durch Bismarcks Fürsorge der deutsche Einfluß in steter Zunahme; Preußen habe vom Sultan das alte Kloster der Tempelritter in der Nähe des heiligen Grabes zum Geschenk bekommen und noch am 7. April habe Prinz Friedrich Karl feierlich Besitz von den Ruinen von Caesarea genommen, die der Sultan mitsammt den umliegenden Ländereien dem deutschen Kaiser zum Geschenk gemacht habe. Caesarea sei ein alter Hafen, mitten zwischen den beiden deutschen Ansiedelungen von Jaffa und Caipha gelegen. Die beiden deutschen Kolonien würden einander bald die Hände reichen, und dann werde die ganze syrische Küstenstrecke vom Cap Carmel bis Jaffa in deutschen Händen sein. Mag hierbei auch Uebertreibung mitspielen, so verdienen diese Anfänge deutschen Kolonialbesitzes in Syrien jedenfalls alle Aufmerksamkeit und Pflege. — Wucherwechsel, d. h. Wechsel über Darlehen, welche in der Höhe des Wechselbetrages gar nicht gewährt worden, und bei denen der Nominalbetrag die wirklich geliehene Summe einschließlich den wucherischen Zins repräsentirt, sind nach einer seitens des Kammergerichts vor Kurzem ergangenen Entscheidung im Wechselprozeß überhaupt nicht, also auch nicht in Höhe der wirklichen Schuldsumme, einzuklagen. — Die Ziehung der 3. Klasse der 168. preußischen Klassenlotterie wird am 12. Juni ihren Anfang nehmen. — In Straßburg sind durch kriegsgerichtliches Urtheil 7 Soldaten des 25. Insanterie=Regiments aus dem Achener Bezirk wegen militärischen Aufruhrs mit Entfernung aus dem Heer und 5½ Jahren Zuchthaus bestraft worden. Oesterreich. — Spanga in Pest hat dem Untersuchungsrichter gestanden daß er mit Hülfe der Diener Berecz und Pitely den Oberstrichter Grafen Majlath ermordet und beraubt hat. Der Leibhusar Berecz ließ Spanga und Pitely in das Haus ein und verbarg sie. Um 1 Uhr Nachts drangen sie in Majlaths Schlafzimmer, Spanga rief: Ich will Geld! Majlath lief auf ihn zu, verwundete sich an dessen Messer, wurde niedergeworfen und an den Beinen gebunden, durch einen Knebel in den Mund still gemacht, und dann ermordet. Die Raubmörder nahmen Brieftasche, Uhr und Kette, da sie den Kassenschrank nicht öffnen konnten, und ließen sich an einem Seil auf die Straße hinab. Rußland. — Kaiser Alexander ist mit seiner ganzen Familie am 20. Mai in Moskau zur Krönung eingetroffen. Moskau, 22. Mai. Gegen Mittag gaben 9 Kanonenschüsse das Signal zur Bildung des kaiserlichen Zuges. Die Truppen formirten alsbald ein Spalier die ganze Ausdehnung der via trimphalis entlang, durch welche sich der Zug zu bewegen hat. Derselbe entspricht genau den Anordnungen des offiziellen Programms. Namentlich waren es die Deputationen der asiatischen Völkerschaften in ihren reichen und seltsamen Kostümen, welche, unmittelbar nach dem LeibConvoi des Kaisers reitend, zunächst die allgemeine Aufmerksamkeit erregten. Nachdem die Großwürdenträger zum Theil in Gala=Equipagen, zum Theil zu Pferde und eine Abtheilung der Chevaliergarde vorübergezogen war, erschien, einen gewissen Zwischenraum zwischen den Voranziehenden und den Folgenden lassend, der Kaiser in großer Generaluniform auf und Name. Novelle von Mary Dobson. m. „Eine sonderbare Heirath aber bleibt es doch, so sehr ich ihr auch das Wort geredet;“ dachte der Advokat weiter, sich eine Cigarre ansteckend,„Herr Kranzler aber muß wissen, was er thut, daß er seine einzige Tochter einem Manne gibt, den er nie gesehen, und ohne sie einmal zu fragen, ob sie ihn auch will. Wer weiß aber, die Sache kann besser enden, als man bei dem Hochmuth der gnädigen Frau und ihrer ältesten Tochter fürchten sollte, wenn nur Fräulein Kranzler klug genug ist, ihnen die Spitze zu bieten und gemüthvoll, liebenswürdig und schön, ihren jungen Gatten zu fesseln!“ Bei diesem Selbstgspräch des so wohlmeinenden Anwalts war die Station erreicht, er verließ den Wagen und den Bahnhof und begab sich nach seiner Wohnung, wo seiner noch Arbeiten warteten, die er für einen wichtigen Termin anzufertigen hatte. Am folgenden Morgen fuhr er nach Greifenberg und fand den jungen Gutsbefitzer in dem Arbeitszimmer seines verstorbenen Vaters. Mit gerötheten Wangen saß er bei dessen Hauptbuch, in welches stets die großen Summen eingetragen worden, und jetzt, wo Arnold von Greifenberg wußte, woher der Verewigte diese Summen genommen, schämte er sich, daß auch er so leichtsinnig vergeudet, und that sich das feierliche Gelübde, daß, wenn je die Geldangelegenheiten geordnet würden— und er hatte ja das Seinige gethan, daß dies geschehen konnte— seine Ausgaben nie die Einnahmen übersteigen sollten, und sich auch aller Verschwendung seiner Mutter und Schwestern zu widersetzen, was, wie er nun wohl einsah, sein Vater nie gethan hatte. „Guten Morgen, Herr Blumenthal! Schon so früh hier?“ so redete er den Anwalt an, welcher den erregten Zügen des jungen Freiherrn, als er, das von seinem Vater so oft mit Angst betrachtete Buch bei Seite schiebend, sich erhob, ansah, was in ihm vorgegangen. „Guten Morgen, Herr Baron! Schon so früh beschästigt?“ lautete der Gegengruß. „Das„Wie“ brauche ich Ihnen nicht zu sagen,“ erwiderte, mit düsterem Blick auf das Buch deutend, der junge Mann.„Schweigen wir aber davon, und sagen Sie mir dagegen, was Sie in... ausgerichtet haben!“ „Ich kann mit dem Ergebniß meiner Reise zufrieden sein, und Sie können, ja müssen sich als den Verlobten von Fräulein Helene Kranzler, und somit als den baldigen Besitzer von 100,000 Thalern ansehen!“ „Wäre es nicht um meine immer wiederkehrenden Bedenken, die Sie ja kennen, ich würde„Gottlob“ sagen, denn es ist eine schreckliche Sache, so verschuldet zu sein, wie wir es sind, und sich sagen zu müssen, gleichfalls Schuld daran zu sein!“ „Herr Baron, Sie sind so schuldig nicht, obgleich mich Ihrer selbst willen freut, daß Sie die Sache so ernst nehmen. Lassen Sie aber jetzt die Vergangenheit und wenden Sie sich der Zukunft zu, die Ihnen wirksame Hilfe bringt!“ „So ist das Geld uns sicher?“ „Ja, es kann schon zum bevorstehenden Johannistage hier sein, doch habe ich mit Herrn Kranzler verabredet, alle Zahlungen auf den Michaelistermin festzusetzen, zu welchem er herüber kommen wird!“ „Und das Uebrige! meine— nun ja, meine Braut— die Hochzeit!“ „Fräulein Kranzler und ihre Mutter waren nicht in der Stadt, ich habe sie also nicht gesehen. Die Verlobung wird noch geheim gehalten und Ihrem Wunsche gemäß findet die Hochzeit nach Ablauf des Trauerjahres statt!“ „Demnach habe ich mich also als gesesselt anzusehen und meine Freiheit für 100,000 Thaler hingegeben!— Mir bleibt also nichts übrig, als meine Mutter und Schwestern mit der nunmehr bestimmten Verbindung auszusöhnen.“ Der Advokat blieb auf diese Bemerkung die Antwort schuldig; es trat eine Pause ein und nach dieser besprachen die Männer noch einige nothwendige Geschäfts=Angelegenheiten, worauf Ersterer sich entfernte und Baron Arnold zu seiner Mutter ging, wo er zugleich seine Schwestern antraf. „Du hast ja schon einen Besuch von Herrn Blumenthal Sssemmm einem weißen Rosse. Bei dem Erscheinen des Kaisers brach unter der unzähligen Menscheumenge, welche die Straßen in undurchdringlichen Massen, ebenso wie alle Dächer, Balkone und Fenster besetzt hielt, ein unermeßlicher Jubel aus. Ruhig und ernst erwiderte der Kaiser, welcher langsam vorwärts ritt, die enthusiastischen Zurufe der Menge. Einen besonders prächtigen Anblick gewährten die nach einem gewissen Zwischenraum hinter dem Kaiser folgenden Großfürsten. Als die Kaiserin in einer reich vergoldeten, achtspännigen, von Stallmeistern und Pagen umgebenen Equipage erschien, brach der enthusiastische Jubel von Neuem los. Im Wagen der Kaiserin befand sich die fünsjährige Großfürstin Tenia, welche der Menge ununterbrochen Kußhände zuwarf. Anden Pforten der Kirchen, welche der Zug passirte, war die Geistlichkeit aufgestellt, welche das kaiserliche Paar segnete. Nachdem der Kaiser die eigentliche Stadt betreten hatte, erfolgte die Begrüßung durch den Generalgouverneur, Fürsten Dolgorucky, alsdann durch das Stadthaupt, den Adelsmarschall und den Civilgouverneur. An der Twerskaja=Straße, welche bis zur Kapelle der heiligen Jungfrau von Iberin stark absteigt, war es möglich, einen Blick über den größeren Theil des kaiserlichen Zuges zu werfen; der Anblick war überwältigend. Als der Kaiser am Woskressenski=Thor vom Pferde stieg und die Kaiserin den Wagen verlassen hatte, um in der iberischen Kapelle zu beten, erhoben sich aus der undurchdringlichen Menge wahrhaft betäubende Jubelrufe. Nachdem die Majestäten ihre Andacht verrichtet hatten, setzte sich der Zug von Neuem in Bewegung und betrat alsbald den Kreml. Der Kaiser wird nicht im Kreml Wohnung nehmen, sondern sich nach dem Alexandrowski=Palais begeben, und daselbst bis zur Krönung verweilen. Gegenwärtig findet in den verschiedenen Kirchen des Kremls der vorgeschriebene Gottesdienst statt. Das Wetter ist etwas bedeckt. Locales und Provinzielles. ** Castrop, 25. Mai. Das diesjährige große SteepleEhase=Wettrennen findet hier am 4. August statt. ** Castrop, 25. Mai. Wie wir aus sicherer Quelle erfahren, wird die Gesellschaft„Victor“ ihre neuerbaute Consum=Anstalt am Samstag den 2. Juni in ebenderselben durch Conceit und Ball seierlichst einweihen. Wir wir vernehmen, sollen zu dieser Festlichkeit zahlreiche Einladungen ergehen. Der Zeche„Victor“ ein herzliches„Glück auf!“ ** Castrop, 25. Mai.(Verspätet). Am vergangenen Sonntag fand nach einer längeren Unterbrechung die erste Spezial=Uebung der hiesigen Freiwilligen=Bürger=Feuerwehr statt. Die Uebungen gingen sehr gut und exact von statten. Die Betheiligung der Mitglieder an derselben hätte indeß wohl eine größere sein können, da fast nur die Hälfte der in der Mitgliedsliste figurirende Genossen zur Stelle waren. gehrbt,“ sagte die Freiherrin, ihren Sohn prüfend anblickend. „Galt dieser Besuch vielleicht——, „Herr Blumenthal ist in... gewesen und hat mit dem Banquier Kranzler die Geldangelegenheit geordnet.“ „Und wie ist's damit geworden?“ fragte hastig und mit stockender Stimme die Freiherrin. „Ich bin der Verlobte von Helene Kranzler— am Michaelistage kommt der Herr Kranzler und bezahlt unsere sämmtlichen Schulden mit dem Gelde seiner Tochter, wofür ihr natürlich Rechte und Ansprüche am Gute werden, denn das Geld ist auf ihren Namen eingeschrieben!“ „Es ist also dazu gekommen!“ rief, in ihren Sessel zurücksinkend, die Freiherrin, während Fräulein Theodora mit einer abwehrenden Bewegung ihrer schlanken weißen Hand hinzusetzte:„und der einzige Greifenberg heirathet eine Bürgerliche!“ „Laßt doch alles weitere Reden darüber, wenn die Sache, die schon der verstorbene Papa für gut befunden, abgemacht ist,“ sprach ungewöhnlich ernst die jüngste Tochter, fügte dann aber scherzend hinzu:„Wir können uns ja übrigens nur freuen, daß sich so ein Geldvogel eingefunden——“ „Wanda,“ unberbrach sie heftig und in verweisendem Tone ihr Bruder,„laß mich nie eine ähnliche Bemerkung bezüglich meiner Braut oder Verlobung hören, die ich nur eingegangen bin, um uns Alle der größten Verlegenheit zu entreißen, um uns das Familiengut zu erhalten. Ich bin auch entschlossen, meiner Braut, und später meiner Frau gegenüber den eingegangenen Verpflichtnngen pünktlich nachzukommen, mehr vermag ich allerdings nicht—“ „Und wann ist die Verlobung und Hochzeit?“ unterbrach schnell die Freiherrin ihren Sohn. „Die Verlobung ist gewesen, als Blumenthal in... war, die Hochzeit aber findet nach Verlauf unseres Trauerjahres statt!“ „Deine Verlobung ist gewesen, Arnold, und Du und Deine Braut Ihr habt das Wichtigste dabei— das Ringewechseln— unterlassen, oder hat Blumenthal auch das für Dich gethan?“ fragte Wanda mit vielsagendem Lächeln. mischte Nachrichten. pete mit solcher Wucht auf den Kopf des Franzosen nieder sausen, daß dieser wie todt zusammenbeicht. Der Oberst war gerettet und nach der Schlacht wird dem braven Trompeter vor der Front das eiserne Kreuz auf die Brust geheftet. In den letzten Jahren war er nervenleidend und ist vor einigen Tagen in seinem Heimathsdörschen Gohlsdorf bei Berlin zur Ruhe eingegangen. * Aus bis jetzt noch unbekannter Ursache erhängte sich in Düsseldorf der Quartiermeister der fünften Schwadron des Ulanen Regiments. 8 Ktnseen em 8 * Es ist im Plane, auf dem St. Queninberg der Feitung Metz ein Mansoleum zu bauen, in welchem die Gebeine aller Krieger, die 1870 in den großen Schlachten um Metz herum gefallen sind, bestattet werden sollen. Diese Gebeine Bedauetlich ist eine solche magere Betheiligung immer um so mehr, als die Ausbildung trächtigt wird. Ein wenig Mitgliedern zu wünschen. um nur dem Vereine anzuge Genossenschaft, welche, wenn die Noth eintritt, sofort mit ihrer Gesammtmitgliedschaft an die Brandstätte eilen soll, um der Gefahr erfolgreich entgegentreten zu können, ein Unding. Hoffentlich werden diese Zeilen genügen, um die für unentschuldigtes Fernbleiben von den Uebungen vorgesehenen Geldstrafen, die allerdings stets zur Ausführung gelangen sollen, überflüssig zu machen. Bei der Feuerwehr bedarf man keiner Scheinmitglieder.— Die gestern in Dortmund stattgehabte und zahlreich besuchte außerordentliche Versammlung wurde durch den 1. Chef Herrn Lippmann eröffnet. Die Deligirten wurden beauftragt, mit aller Energie in der Deligirten=Versammlung in Bonn am Samstag dahin zu wirken, daß Dort mund im nächsten Jahre das Verbandsfest erhalte, ferner den von der Castroper Wehr eingebrachten Antrag,— der Ausschuß möge Schritte thun, daß auch Wehren von weniger als 30 Mitglieder die übliche Fahrpreisermäßigung erhalten, zuzustimmen. ** Castrop, 18. Mai. Die Verwirklichung des so lang gehegten Wunsches unserer Bevölkerung, die Zeche Erin wieder betriebsfähig zu sehen, scheint doch nun nicht mehr in zu weiter Ferne zu liegen, rührig wird dort gearbeitet, um dieses Ziel zu erreichen, und hoffentlich wird der Tag bald erscheinen! Herne, 23. Mai. Der Bäcker W. an der Shamrockerstraße ist, während er und seine Frau am Sonntag auf der Steeler Kirmeß mit Backwaaren ausstand, in seiner Wohnung das Pult erbrochen und aus demselben der Betrag von ca. 200 Mark geraubt. Der Geselle, welchem die Bewachung des Hauses anvertraut war, ist bis jetzt verschwunden, und muß sich deshalb nothgedrungen Verdacht auf denselben lenken. Dem Vernehmen nach will der Krieger= und LandwehrVerein zu Herne sein diesjähriges Stiftungssest om 8. Juli er. im Saale des Herrn Voß feiern. Die Bochumer Feuerwehr wird mit annähernd 50 Mann das Rheinisch=Westfälische Verbandsfest in Bonn besuchen. Bochum, 18. Mai. Auf der alten Gußstahlfabrik („Bochumer Verein") ereignete sich heute Morgen ein gräßlicher Unglücksfall. Aus einem sogenannten Converter(Bessemer Birne), gefüllt mit flüssigem Stahl, war eine Probe genommen, und sollte der zu dem Ende zur Seite geneigte Converter zur weiteren Bearbeitung wieder auf den BlaseApparat gehoben werden. Diese Manipulation geschieht durch eine hydraulische Vorrichtung, deren Hahnen ein sogenannter „Klavierjunge" bedient. Derselbe griff verkehrt und ließ den Behälter, anstatt ihn zu heben, sich noch mehr senken, so daß die ganz flüssige Masse, ohne daß natürlich zu deren Aufnahme die sogenannte Pfanne bereit war, sich in die Gießgrube ergoß, dort die Feuchtigkeit des Bodens zur Entwickelung von Dämpfen erhitzte und unter gewaliger Wucht nach allen Seiten spritzte. Von den in der weiten Gießgrube beschäftigten Arbeitern verunglückten 8 Mann, und zwei wurden so erheblich verbrannt, daß der Tod sie wohl noch in dieser Nacht von ihren gräßlichen Leiden befreien wird; zwei andere erhielten schwere Brandwunden am Rücken und schweben ebenfalls in Gefahr, während von den vier weiteren Arbeitern zwei nur unerheblich und zwei wenn auch nicht unerheblich, so doch nicht lebensgefährlich verletzt wurden. Der sogenannte„Klavierjunge“ ist laut dem„Westf. Merk.“ gegen 23 Jahre alt und stand seinem verantwortungsvollen Posten seit 1½ Jahren zur vollen Zufriedenheit vor. „Das hat er alerdings nicht, Wanda“, entgegnete ihr Dies Gespräch ward hier rechtzeitig durch den Sthzreiter Bruder, dessen Züge ebenfalls ein Lächeln überflog,„und unterbrochen, welcher den Herrn Baron zum Inspector verie, bist Du wirklich die Erste, welche von Ringen spricht. Nun, de ein Getreidehändler gekommen und seine Mutter und damit ist's ja noch Zeit genug bis zur Trauung——“ „Mich wundert, daß, da Herr Kranzler seine Tochter verlobt, er nicht auch für das äußere Zeichen einer Verlobung gesorgt hat“, sprach mich leichtem Spott die Baronin. „Also brauchst Du strenggenommen Dich nicht als gebunden anzusehen“, bemerkte Fräulein Theodera. „Mich bindet mein Wort——“ „Ich bitte Euch, Kinder, laßt uns nicht eher als nöthig ist, über ein Ereigniß reden, mit dem ich mich niemals aussöhnen werde“, sprach jetzt die Freiherrin,„sage Du mir vielmehr, Arnold, wie lange währt noch Dein Urlaub und wann gedenkst Du Deinen Abschied zu nehmen?“ „Mein Urlaub lautet auf zwei Wochen, meinen Abschied aber werde ich erst nach den Manövern bekommen, obgleich ich bei meiner Rückkehr in die Hauptstadt darum anhalten will, denn Jaspers hat mir gesagt, daß der Schreiber zu Michaelis seinen Platz gekündigt, da er eine Verwalterstelle bekommen kann!“ „Du wirst doch einen Schreiber wieder nehmen“, fragte Freiin Theodora. „Das werde ich gewiß nicht thun, Schwester, sondern mich unter Jaspers Anleitung nach allen Richtungen hin zu einem tüchtigen Landwirth auszubilden suchen!“ „Und im Nothfall helfe ich Dir, Arnold“, sagte seine jüngere Schwester.„Frau von Stein arbeitet trotz ihres Alters täglich mehrere Stunden an ihren Büchern, und führt mit ihrem Inspektor allein die Verwaltung von Steindorf. So gut sie das gelernt, kann ich's auch „Du wirst Dir doch nicht Frau von Stein zum Vorbild nehmen, mein Kind?“ fragte in strengem Ton die Freiherrin.„Diesen weiblichen Sonderling, die überall Gegenstand des Gesprächs ist, die nur Vergnügen an ihren Gutsarbeiten findet, selbst nach den Viehställen und dem Hühnerhof geht und ihre Leute auf eine Weise verwöhnt, wie es auf einem andern Hofe geschieht!“ weise einzelne Bahnlinien, auf denen die krä und Beamten den Malaria=Fiebern nicht widerstehen können und für welche das daher nothwendige Personal felbst bei noch so glänzender Besoldung nur mit der größten Schwierigkeit * August Grosch, der viel besungene Trompeter von aufgebracht werden kann. Mars-la Tour, ruht nun auch im Grabe. Stabstrompeter(Für Naturfreunde.) Lieber Naturfreund! Wenn Du bei den 11er Husaren, folgte er bei einem der heißen Reiter= ein Pechvogel bist, so nimm Dich auf Deinen Ausflügen in Angriffe am 16. August seinem Oberst mitten in die Feinde, Feld und Wald ja wohl in Acht, denn es kann Dir ein sich immer an seiner Seite haltend. Da sieht er, wie im Spaziergage, wenn Du gerade Deinen Unglückstag hast, so dichten Gewühl ein französischer Gardist seinen Oberst, der Deine 500 Mark zu stehen kommen. Lenkst Du z. B. einsich zu stark ausgesetzt hatte, hinterrücks niederschießen will, mal zur Vermeidung eines Umweges Deine Schritte über eiist im Nu mit seinem Gaule neben ihm und läßt seine Trom-# nen bestellten Acker oder eine Wiese, so hast Du im Betretungsfalle eine Gelostrafe bis 60 Mk. verwirkt, zu der noch 10 Mk. hinzukommen, ließest Du es Dir einfallen, auf ergangene Aufforderung das Grundstück nicht auf sofort zu verlassen. est Du dabei die Hand nach den herrlich blühenden Feldblumen ausgestrekt, um Dir einen Strauß zu binden, so kann es Dich weitere 150 Mark kosten, denn bis zu diesem Betrag kann die Strafe für eine derarartige„Entwendung“ gehen. Du magst Dir nichts Böses dabei denken, wenn Du Dir an der am Wege stehenden Haselhecke eine schlanke Gerte schneidest. Die Strafe bis zu 10 Mark, die Dir im Betretungsfalle blüht, belehrt Dich aber eines andern. Nun kommst Du in den Wald. Hier ist Windstille, also geschwind eine Cigarre angezündet. Das Zündhölzchen wegwersend, schlenderst Du weiter, aber halt, der Forstwart hat Dich gesehen und notirt Dich mit einer Geldstrafe bis zu 50 Mk. Weiter im Wald locken Dich Pilze, Beeren, Kräuter, Nüsse. Kaum aber hast Du die Hand danach ausgestreckt so ist abermals eine Strase bis zu 50 Mrk. fällig, sofern Du es nämlich nicht verstehst, Dich den Blicken des Forstwarts zu entziehen. Halt! da findest Du ein schönes abgeworfenes Geweih, das gibt eine herrliche Krücke zu einem Touristenstock, danach hast Du schon lange gelechzt. Der Stock aber kostet Dich 30 Mrk. Strafe, weil Du das Geweih nicht binnen 24 Stunden abgeliefert hast. Plötzlich erschallt Lärm in einiger Entsernung. Du eilst hinzu und gewahrst, daß ein Waldbrand ausgebrochen ist. Natürlich bist Du für die Löschenden gute Beute, denn Du wirst alsbald aufgefordert, am Werke Theil zu nehmen. Solltest Du Dich etwa mit Rücksicht auf Deineu neuen Sommmeranzug dessen weigern, so droht Dir eine weitere Geldbuße von 50 Mark. Macht Alles in Allem so circa 500 Mark. Eine Höllenmaschine wurde auf einem der zwischen Liverpool und New=York verkehrenden großen Passagierdam= pfer eingeschmuggelt. Vor der Abfahrt von Liverpool kam ein Herr zum Steward des Schiffes und bat ihn um die Gunst, eine kleine Kiste nach New York für einen Bekannten mitzunehmen. Der Steward willfahrte dem Ersuchen. Zwei Tage später prüfte er die Kiste und schöpfte Verdacht, daß etwas nicht in Ordnung sei. Er sprach mit dem Kapitän und als man die Kiste öffnete, fand man in derselben eine Höllenmaschine, die natürlich so schnell als möglich über Bord ##sördert wurde. Die Kiste mit der Adresse wurde zurückbehalten und die Untersuchung ist im Gange. * Neuerdings wird gegen Rheumatismus und Gicht zum Einreiben empfohlen: rothe(nicht weiße) Kastanienblüthen auf Spiritus angesetzt und—6 Wochen in der Sonne destillirt. Soll auffallend gut wirken. Aus Blankenburg bei Rudolstadt geht uns folgende Schilderung der Schreckensnacht am 16. Mai zu: Ein entsetzliches Gewitter wüthete stundenlang vom Abend bis in die Nacht. Abends gegen 9 Uhr ertönte Feuersignal, am westlichen Himmel sah man gewaltigen Feuerschein; die Feuerwehr rückte aus, kehrte aber bald zurück, weil das Feuer liegen jetzt in Massengräbern und Einzelgräbern weit umher zerstreut und die 10 Jahre sind um, in denen sie verteagsmäßig geschont werden mußten und der Pflug nicht über sie hinge hen durse.„... Hesafte, fich dinen 8. Ein neugebackener Antachee besteute sich einen Frack. Als der Schneider ihn fragte, ob der Herr ihn nach englischem, französischem oder deutschem Schnitt gemacht wolle, antwortete der von der Wichtigkeit seiner diplomatischen Bedeutung ganz erfüllte junge Mann:„Wissen Sie was? Da ich bei keiner der Großmächte anstoßen möchte, machen Sie mir ihn neutral.“ *(Ausgleichung.) Eine Hochzeit wurde gefeiert. Beim Hochzeitsmahle, entfielen der Braut drei falsche, eingesetzte Zähne. Sie wußte sich nicht anders zu helfen, als in Ohnmacht zu fallen. Der Bräutigam fing sie in seinen Armen auf und bespritzte sie mit Essig—„Wo bin ich," lispelte die Arme, indem sie ihre Angen öffnete und ihre Lippen schloß.—„In der Mitte deiner Freunde und in den Armen deines Gatten.“—„Gott, was ist denn geschehen „Etwas Fürchterliches, nicht wahr?“—„Etwas Entsetzliches, etwas, um sich die Haare auszuraufen.“ Und mit diesen Worten faßte sich der Bräutigam beim Schopf und riß seine herrlich gekräuselte Perrücke ab.— Alle lachten und die Sache war paralzürt.., Jui eisum, * Italien ist das Land der Malaria, einer bösartigen aus sumpfigen Ausdünstungen 2c. entstehenden Fieberkrankheit. Vom den 69 Provinzen Italiens sind nur 6 vollständig von dieser Landplage befreit, welche sich in 21 Provinzen ganz besonders fühlbar macht. Man hat berechnet, daß allein in der Armee jährlich 40,000 Mann von dieser schrecklichen Krankheit befallen werden. Die Malaria kostet dem italienischen Staatssäckel mit Rücksicht auf die eigens wegen derselben nothwendigen Spitäler jährlich 10 Millionen Francs. Der Schaden für das allgemeine Vermögen ist kaum zu berechnen, wenn man erwägt, daß die Krankheit Hunderttausende von Arbeitern im besten Mannesalter ereilt und die Veranlassung ist, daß große und sonst sehr fruchtbare Landstrecken unbebaut gelassen werden müssen. Eine bemerkenswerthe Erscheinung ist es, daß die Malaira seit dem Bau der Eisenbahnen mit Dies Gespräch ward hier rechtzeitig durch den Schreiber unterbrochen, welcher den Herrn Baron zum Inspeccor berie, da ein Gerrewbehandter gekommen, und seine Mutter und Schwester allein lassend, sann er über das Gehörte nach und beschloß, Frau von Stein, die er seit langen Jahren nicht gesehen und die ihr Beileid an dem Trauerfall durch einen Brief ausgesprochen, bei seiner Rückkehr von der Hauptstadt zu besuchen und genauer kennen zu lernen:— Zur festgesetzten Zeit reiste Arnold von Greifenberg nach seiner Garnison zurück, wo er sogleich sich um seinen Abschied bemühte, den er zwar erhielt, doch mit der Bedingung, seinen Dienst bis zum Schluß des Manövers zu versehen. Die Zeit bis dahin verlebten die Seinen in stiller Hoffnung und Erwartung, daß durch irgend ein günstiges Ereigniß die von ihnen so wenig begehrte Verbindung wieder aufgehoben werden würde, allein leider fand ein solches nicht statt, denn es trat Niemand auf, die Schuldenlast der Greifenberg zu tilgen, wie dies mit den 100,000 Thalern seiner Tochter der Banquier Kranzler thun wollte, und pünktlich am Tage vor Michaelis kam der junge Offizier mit umfangreichem Gepäck aus seiner Garnison an. Seine vielen Kameraden hatten ihn nur mit großem Kummer scheiden sehen, denn alle liebten den für reich gehaltenen, ritterlichen und ehrenhaften Lieutenannt von Greifenberg und er hatte ihnen versprechen müssen, spätestens im neuen Jahr einige Wochen nach der Residenz zu kommen. Dies Versprechen aber nicht zu halten, stand in ihm fest, denn bis dahin konnte seine Verlobung bekannt geworden sein und um gegen sich aufrichtig zu sein, schämte er sich dieser vor seinen Kameraden, die ihn als sehr adelstolz gekannt, und bisher nur angenommen, daß er einmal seine Gemahlin aus der höchsten Aristokratje wählen würde, nie aber gedacht, daß eine drückende Schuldenlast ihn zwingen könnte, die ihm angetragene Hand eines bürgerlichen Mädchens anzunehmen. Und dies bürgerliche Mädchen hatte es sich ebenfalls noch nicht mit der ihm anfgedrungenen adeligen Heirath ansgesöhnt?— Streng genommen, nein, lieber Leser, denn Helene Kranzler, die im Stillen gehofft, ihr Verlobter werde kommen und sich ihren Eltern und ihr selbst vorstellen, fühlte sich tief verletzt, als dies unterblieb und sah es als eine neue Nichtachtung an, als einen Beweis, wie wenig ihre Person und ihre Gefühle bei dem Geschäft begehrt und berücksichtigt worden. Vielleicht hatte auch sie im geheimsten Herzen gehofft, daß ihr Vater die Sache rückängig machen werde, da nie mehr die Rede davon war, allein sie sah bald ein, daß sie sich in ihrer Erwartung getäuscht, denn am Morgen vor dem Michaelistage sagte er beim Frühstück zu Gattin und Tochter: „Ich we de diesen Abend nicht nach Hause kommen, sondern nach W. fahren, um mit den Anwalt Blumenthal die Greifenberg'sche Geldangelegenheit zu ordnen.“ „Diese Verlobung, von der unter uns nie wieder die Rede gewesen, besteht also noch?“ unterbrach ihn Erstere. „Ohne allen Zweifel! Ihr habt doch nicht geglaubt, daß ich sie rückgängig machen würde. Eine Verbindung mit einer der ältesten Familien von ganz.....?— Und der Baron hat es eben so wenig gethan— er, der Besitzer eines gänzlich verschuldeten Gutes, er wollte doch wohl nicht die Braut aufgeben, die ihm noch vor der Hochzeit baare 100,000 Thaler gibt!“ „Vater“, sprach hier mit bewegter Stimme Helene,„Du sagst die Braut——“ „Oder ihr Vater und gesetzlicher Vormund, da sie noch unmündig ist!“ entgegnete mit scharfer Betonung der Banquier.„Ich lerne Morg'n Deinen Verlobten kennen und bin fest überzeugt, er rechtfertigt in jeder Beziehung das Ver: trauen, welches ich, ohne ihn zu kennen, in ihn gesetzt!“ In diesem Augenblick fuhr der Wagen vor und Kranzler, welcher ihn sonst sehr oft warten ließ, um noch mit Frau und Tochter zu plaudern, oder gemächlich seine Cigarre zu rauchen, verabschiedete sich heute schnell von ihnen und fuhr bald auf der Landstraße der großen Stadt zu. (Fortsetzung folgt.) dem Vau verlegen stehender st es beispielstigsten Arbeiter erstehen können selbst bei noch n Schwierigkeit und! Wenn Du Ausflügen in kann Dir ein ckstag hast, so Du z. B. einschritte über eiim Betretungsder noch 10 Mk. auf ergangene rt zu verlassen. blühenden Feldbinden, so kann zu diesem Bentwendung“ geken, wenn Du e schlanke Gerte Dir im Betre: Nun kommst geschwind eine versend, schlenat Dich gesehen 50 Mk. WeiKräuter, Nüsse. eckt so ist aberrn Du es nämstwarts zu entorfenes Geweih, stenstock, danach aber kostet Dich innen 24 Stunin einiger Entein Waldbrand Löschenden gute im Werke Theil icksicht auf Deidroht Dir eine es in Allem so m der zwischen 1 Passagierdam= Liverpool kam at ihn um die einen Bekannten Ersuchen. Zwei Verdacht, daß st dem Kapitän n derselben eine zlich über Bord wurde zurückbeius und Gicht e) Kastanienblün in der Sonne t g e h t u n s f o l 3. Mai zu: ang vom Abend inte Feuersignal, feuerschein; die weil das Feuer vorstellen, fühlte sah es als eine wenig ihre Perihrt und berückgeheimsten Herkängig machen ein sie sah bald , d e n n a m M o r rühstück zu GatHause kommen, Blumenthal die * nie wieder die ihn Erstere. ht geglaubt, daß indung mit einer — Und der Baer Besitzer eines wohl nicht die t baare 100,000 me Helene,„Du ind, da sie noch onung der Bankennen und bin ehung das Ver: ihn gesetzt!“ vor und Kranzz, um noch mit lich seine Cigarre von ihnen und adt zu. zu wAlzentfernt war. Da füllt ein zweiter Feuerschein den nördlichen Himmel weithin, Blitz und Donner folgen sich unaufhörlich. Gegen 11 Uhr kommt die Schrenkensnachricht: „Ein Wolkenbruch ist niedergegangen, das Rinnethal ist ein See, die Wasserfluthen in die Staot!“ Sofort eilten Männer zur Stadtmühle in die Häuser an der Chaussee, die am meisten bedroht sind, um zu wecken und zu retten. Die Fluthen aber waren noch schneller, viele Ziegen und Schweine konnten nur noch auf die Böden gerettet werden. Bald strömten die Fluthen über den Markt als breiter Strom. Das unheimliche Gurgeln des Wassers, das Angst= und Hülfeschreien der Menschen, das Brüllen der Thiere war herzzerreißend. Die Feuerwehr watete mit Fackeln bis an den Leib ins Wasser in den Straßen, um zu retten, was zu retten war. Eine Männerleiche schwamm die Straße entlang, eine andere durch die Stadt; auch Leichen von Pferden und anderen Thieren trieben vorüber, bald auch Balken, Möbel, Ackergeräthe und sogar Lastwagey. Der Mond beleuchtete ein trauriges Bild. — Endlich gegen 1 Uhr gingen die Wasser zurück. Heute bietet die Stadt ein trauriges Bild. Auf dem Markte und in der Unterstadt ist alles mit tiesem Schlamm bedeckt, in den Häusern der Unterstadt hatte das Wasser sußhoch gestanden und Schaden angerichtet, besonders in den Kaufläden. Die Gärten zeigen sich als Wüsteneien, auch die schönen Gärten in der Nähe der Villa Leonhardt, also die des Dr. Wendroth, des Hauptmann Sachse und der Frau Kleist sind mit dickem Schlamm überzogen, andere vollständig ausgewaschen, Erde und Zäune fortgeschwemmt, auch die meisten Brücken verschwunden. In der Stadtmühle waren die Fluthen durch die Mahlstuben gedrungen und hatten die Maschinen umgestürzt. In den Häusern an der Chaussee fluthete das Wasser durch die Fenster oder wusch die Wände durch, dort ist auch viel Vieh ertrunken. Lösche's Bierlokal auf der Lindeninsel und mehrere Gerbereien sind, fortgeschwemmt oder umgestürzt. In Ködiz soll eine Frau mit 2 Kindern ertrunken, ihr Wohnhaus sortgeschwemmt sein. Eine Frau von Quittelsdorf wurde heute todt aufgefunden; das Wasser hatte sie gegen Bäume angetrieben, wo sie in sitzender Stellung ertrank. * Osnabrück, 19. Mai. Der Ort Neuenkirchen bei Melle existirt nicht mehr. Durch eine gestern Nachmittag 4 Uhr ausgebrochene Feuersbrunst wurde derselbe innerhalb 4 Stunden beinahe vollständig eingeäschert. Wie ein Augenzeuge heute erzählt, sind von 90 Gebäuden 86 abgebrannt, darunter Kirche, Schule, Apotheke und Post. Zur schnellen Verbreitung des Feuers haben außer dem starken und der Richtung nach günstigen Winde auch der Umstand beigetragen, daß die Gebäude fast ausnahmslos in Fachwerk aufgeführt und die Ziegeldachung mit Docken versehen war. Die Immobilien sind fast sämmtlich bei der landschaftlichen Brandkasse und die Mobilien meistens bei der Stettiner, Gothaer und Elberfelder Versicherung versichert. Die Feuerwehr aus Spenge und zahlreiche Spritzen waren zur Hülféleistung herbeigeeilt; es fehlte aber an Wasser. * In dem weinfrohen Rüdesheim hat eine Feuersbrunst am 19. Mai 25 Wohnhäuser mit Nebengebäuden (Rheinstraße bis zum Holel Rheinstein, das verschont geblieben) verzehrt. Aus Cassel eilten 50 Pionire zur Hülfe. (76 Gebäude, darunter 28 Wohnhäuser, sind abgebrannt). * In Nacine in Wiskonsin hat ein Orkan 150 Häuser umgeworfen, 20 Personen getödtet, 100 verletzt. * Hinter die Nachricht, daß der Thüringer Städtetag beschlossen habe, die Einführung der Prügelstrafe in den Besserungsanstalten zu beantragen, haben wir ein großes Fragezeichen gemacht. Wir haben recht gethan; denn die betreffenden Herren, die regierenden Bürgermeister und städtischen Vertreter, haben in diesem Jahre noch gar nicht getagt und werden erst im Herbste in Erfurt zusammen kommen. *(Nordamerikanische Repressalien.) Es ist schon mehrfach von uns darauf hingewiesen worden, daß in den Vereinigten Staaten von Amerika ernstlich davon die Rede ist, das deutsche Verbot der Einfuhr Amerikanischen Schweinefleisches mit Repressalien zu beantworten. In Bestätigung dessen schreibt man uns aus New=York:„Es ist begreiflich, daß die Deutsche Handelspolitik, welche nicht nur den Kornzoll erhebt, sonden auch die Einfuhr Amerikanischen Schweinefleisches verbietet und den Holzzoll projektirt, die Vereinigten Staaten zur Wiedervergeltung auffordert. Zwar wird der Antrag, den der Repräsentant Townsend in der Kongression stellte und dahin ginz Einfuhr der Deutschen Weine zu verbieten, nicht so leicht Gestzesklaft erhalten; auch wird man der Deutschen Einwanderung keine Hindernisse in den Weg legen, aber das darf doch als ziem lich sichte angenommen werden, daß der 48. Kongreß im nächsten Winter die schutzzöllnerische Politik des Deutschen Riches in Betracht ziehen wird und das die von dort gegen unsern Handel geführten Schläge nicht unerwidert bleiben.“ * In Kutzdorf bei Fürstenfelde hat der Schneider Genz seine Frau erschlagen. Genz ist Baptist und behauptet, daß er den Befehl zu der That von Gott selbst echalten habe mit dem B deuten, daß dieselbe bis zum dritten Tage Nachts 12 Uhr vollbracht sein müsse. Schon am Abend des Tages, an welchem er die Eingebung erhalten haben will, hat er das Veil herbeigeholt, um den Mord zu vollbringen. Der Sohn des Genz, nichts Gutes ahnend, nahm das Beil sort, und die That unterblieb. Am Abende des dritten Tages hatte Genz keine Ruhe mehr. Als seine Frau arglos Gegenstände gegen die eierlegenden Weibchen zu schützen. Häufiger Gebrauch, Lüften, Ausklopfen oder Abbürsten sichern freilich am meisten; das Erstere, natürlich nicht immer anwendbar, wird ersetzt durch sorgfältiges Einwickeln der betreffenden Pelze 2c. in geschwefelte oder in mit Salpeter gewaschene Linnentücher. Der Terpentinölgeruch ist auch den Motten zuwider, noch mehr aber Kampher und Carbolsäure. Sino die Raupen schon vorhanden, so wird die Sache schon bedenklicher, und wiederholt sorgfältige Revision nothwendig. Insektenpulver bewährt sich auch gegen die Motten, vora#sgesetzt natürlich, daß es ächt, und nicht blos aus Kamillen und ähnlichen Pflanzen besteht. Um Pelzwerk wirksam zu schützen, bestreue man es mit einem der angegebenen Pulver oder tränke einige Papierbäuschchen mit Carbolsäuere, lege sie zwischen die Pelze und wickle dieselben dann in Zeitungspapier ein. Das Papierpackei wird dann fest in Leinwand verpackt und währeno des Sommers in ein Blechgefäß oder dergl. gesteckt. Bei solcher Behandlung wird man zu Anfang des Winters sein Pelzweik unversehrt finden. zu Bett gegangen war, rüstete er sich zur Unthat. Kurz Schla: vor Mitternacht trat er an das Bett und schlug der fenden mit dem Beil den Schädel ein, dann drehte er die für Leiche im Bette um und zerschlug ihr mit dem Beil das Kreuz. Dann setzte er sich gleichmüthig aus sich von den durch Sohn alarmirten Nachbarn ruhig fesseln und ins Gefängniß führen, indem er fortwährend wiederholte, er habe das thun müssen, weil es Gott ihm befohlen. * Ein Berliner Schutzmann trifft zwei Pagabunden im Thiergarten nächtigend. Wo wohnen Sie? fragt, er den Einen.—„Ick wohne jar nicht!“— Und Sie? fragt er den Zweiten.—„Ick''ne Treppe tieser.“ die Zeit vom 11. bis inclus. 20. Mai er. Geboren: Bett und ließ I ein Knabe: Tagelöhner Heinrich Hunecke zu Bodelschwingh,— Ackerer Hermann Friedrich Theodor Wörtder zu Ickern,— Bergmann Wilhelm Schäfer zu Gisenverg=Sodingen,— Landwirth Heinrich Diedrich Dingebauer zu Nette,— Bergmann Gisbert Böcker zu Bodelschwingh; ein Mädchen: Bau=Unternehmer Franz Koch zu Castrop,— Consum=Verwalter Arnold Fischdieck zu Westerfilde,— Maurer Anton Specht zu Merklinde,— Tagelöhner Carl Friedrich August Wischmeier zu Obercastrop,— Bergm. Heinrich Zimmermann zu Merklinde,— Bergm. Heinrich Voßbrink zu Rauxel,— Fuhrknecht Christian Heibel f zu Gisenberg=Sodingen,— Weichensteller Heinrich Sauermann zu CaUnliebsame Hausgäste. strop,— Bergm. Wilhelm Kröselberg zu Obercastrop,— Zimmergesell Zu den unliebsamen Hausgästen gehören unstreitig die Simon Petrus Dornieden zu Castrop. Kleidermotten, diese erbarmungslosen Verwüster der Kleidungs= Gestorben: Heinr. Hunecke zu Bodelschwingh, 2.,— Henriette Hülsmann zu Castrop, 9 Mon.,— Ottilie Dietzel zu Castrop, 26 Tage,— Wilhelmine Schulte=Ladbeck zu Börnig, 3 J. 8 Mon.,— Ehefrau Maria stücke, Pelzsachen, Polster. Man kennt hauptsächlich zwei Arten, eine kleinere und eine größere, die in ihrer Lebensweise jedoch vollständig miteinander übereinstimmen. Die Schmetterlinge der kleineren Art zeigen auf den Vorderflügeln einige dunklere Flecke, welche der größeren aber mangeln. Die Raupe der ersteren Art lebt im Pelzwerk und in den Roßhaaren der Polster, die von dieser Art in Wollenstoffen. Der an sich durchaus harmlose Schmetterling legt seine weißen Eierchen an die genannten Gegenstände, an das Pelzwerk so lose, daß man sie leicht kann abklopsen lassen, wenn man noch zu rechter Zeit konzt, denn nach 8. Ludowika Hettermann geb. Haacke zu Behringhausen, 25 J. 9 Mon., — Todtgeborner Sohn des Bergmanns Theodor Wellmann zu Mengede,— Friedrich Vorghardt zu Obercastrop, 3 J. 8 Mon. Aufgeboten: Bergmann Peter Lechtenfeld zu Ickern mit der Dienstmagd Maria Franziska Füßmann zu Waltrop,— Bergm. August Szpotak zu Deininghausen mit der gewerbslosen Augusta Wilhelmine Eichler zu Oestrich. Verheirathet: Bergm. Franz Lopinski mit der Wittwe Lina Laura Heidrich geb. denn nach—12 Tagen bekommen sie Bergm. Franz Lopinski mit der Wittwe Lina Laura Heidrich geb venn nich G.#8 WbagenP####tommen sie Strothmann genannt Koch zu Gisenberg=Sodingen,— Bergm. Johanr weißlichen, durchsichtigen Raupchen mit Diedrich Heinrich Schmölte; zu Mengede mit der Nätherin Friederik eiten sich aus den Abnagseln ihres Fut= Mühlmann zu Groppenbruch,— Landwirth Wilhelm Gralmann zu ters kleine Gehäuse, die mit ihrm Wachsthum in kunstvoller Deininghausen mit der gewerbslosen Anna Caroline Isbruch zu BrüWeise verahbern. Von der Mitte eines Tuichstückes 2c. be vinghausen,— Anstreichermeister, Wittwer Carl Friedrich Pleuger zu Teise vergoßern. Hn##n Wachnucte## de: Börnig mit der gewerbslosen Elisabeth Maria Drevermann zu Gisenginnt der Bau und setzt sich gleichmäßig nach beiden Seiten berg=Sodingen,— Milchfuhrmann Johann Friedrich Hollmann zu fort, indem der Insasse einmal mit den vorderen, ein anderes Mal den hi Wird die Wohnung zu eng, so schneidet sie der kleine Futteral= seinem Spinn=Aparat: Nette mit der gewerbslosen Alwine Gertrud Florentine Krüdelbach zu zinieren Rand bearbeitet. Westerfilde. macher Länge nach ein St tchen auf, wie mit einer# Für die Nothleidenden in der Eifel gingen ferner ein: Scheere, und setzt in Tagesfrist ein Stück dazwischen; dann wendet er sich um, vollendet nach der anderen Seite den Durchschnitt, oder bringt die Fortsetzung desselben auch an einer andern Stelle an, und webt dort ebenfalls ein Streifchen ein. Oefters kann man auch vier Zwickel eingesetzt sehen. Bei diesen Arbeiten hat er das Häuschen mit einigen Fäden angeheftet, und sitzt fest, so lange er, nur den Kopf und die drei vordern Füße vorbringend, noch Material ereichen kann; erst wenn die Wollfäserchen abgenagt sind, reißt er sich wieder los und rückt weiter fort. Abwechselnd werden die Materialien zum Bau verwendet, oder— verzehrt. Treibt man eine Raupe aus ihrem Futteral, so zieht sie es häufig! vor, eher ein neues anzufertigen, als das alte wieder zu beziehen. Im November oder December sind sie erwachsen, verlassen meist ihre bisherigen Aufenthaltsorte sammt dem Sacke und verstecken sich zwischen Balkenwerk, die Polster der Stühle und suchen Winkel auf, oder erklettern sogar die Decke der Zimmer. Die Verpuppung geht Ende April oder Anfangs Mai vor sich, worauf nach 14 Tagen der kleine Falter herausflattert. Es ist also gegenwärtig gerade die Zeit, auf die Vertilgung dieses Ungeziefers bedacht zu sein.— Um den Woll= und Haarschaben vorzubeugen, sind natürlich die 1 Von Ungenannt aus Obercastrop 1 Mark— Pfg. Früher eingegangen 252„ b6 Summa 253„ 56 Weizen per 100 Kilo koggen per 100 Kilo Buchweizen„ Hafer, neuer„ Aveelsamen Fruchtpreise zu (24. Mai.) 1. Qualität 2. 997 Mk. Pf. 21— 19— 1. Qualität 2.„ 14 40 12 40 13 80 Rapssamen Kartoffeln Heu per 50 Kilo... Stroh per 600 Kilo Rüböl per 100 Kilo Preßkuchen per 1000 Kilo Vorschuß per 100 Kilo Kleien per 50 Kilo Wintergerste per 100 Kilo Sommergerste„ 1. Qualität 2. S.„ FEFFFGRRRc Vergangene Nacht entschlief in Folge einer Brustkrankheit unser lie 5 * * bes Töchterchen LiIy im zarten Alter von 10 Wochen. Wir bitten um stille Theilnahme. Castrop, 23. Mai 1883. Simon Cohen u. Frau, geb. Müller. 68 2 * „ Am 17. ds. Mts. verschied unter schwerem Leiden, nach Stägiger## Krantheit bei mir meine llebe Schplegerin „ Malchen Türich, ### wohl vorbereitet durch den Empfang der hl. Sterbesakramente. Sie war zur Pflege Ihrer Schwester, meiner Frau und unserer 4 Kinder, die sämmtlich #### am Scharlach und an der Dyphteritis darniederlagen, zu uns gekommen und# Mein Bureau befindet sich V erlag bei Ihrer liebevollen Pflage durch Ansteckung derselben Krankheit. Mut chubkof Noo, K# # ter und Geschwister verlieren in Ihr eine liebevolle Tochter und Schwester### Schihhof Nro. F und werden wir Ihr für immer ein dankbares Andenken bewahren.. 1# Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: K Card Peus. Becinghasstn, 12 Moi 1689. w Loose der Stettiner KirchenbauLotterie zu 1 M. zu haben in der Expedition des„Castroper Anzeiger“. Den Herren Lehrer empfehle Schulentlassungszeugnisse zu billigsten Preisen. Ph. Culbart. Krieger- und LandwehrVerein Castrop. Die General=Versammlung findet des Turnfestes wegen nicht am 27. d.., sondern am 3. Juni statt. Der Vorstand. Eisen=Schleifels für Dachdecker wird eimerweise abgegeben von Auffermann& Kemper, Dampfschleiferei in Witten. (an der Marienkirche). Dortmund, 22. Mai 1883. 2 Voigt, Rechtsanwalt, erhalten sofort dauernde Beschäftigung bei nnuu DamenMädchenKnabenTrauer- u. Modellin grösster Auswahl zu bedeutend herabgesetzten Preisen Garnirte Nats Etüchtige Hantischirt Vortäthig weiße und rothe„ Maurer und Zimmermeister. o möopathie heilt sicher und dauernd alle heilbaren Leiden auf e. f. d. Kranken im Keller des Herrn Lehrer Theis, früher angenehme Weise, u. wolle m. s. vertrauSchulte, Frohlinde.(ensvoll(auch brieflich) wenden an DiäteFriedr. Schomburg. tiker Menlle, I. Kampstr. 143, Dortmund. empfiehlt Pauline Caspary,= 8 Westenhellweg 8 vis--vis Wiskott& Cie. Dortmund. Bitte auf die Nro. zu achten. WRRRRRRRRRRNR Unsern Freunden: Wilhelm Bomholt, Wilhelm ### Overländer, Wilh. Brüggemann, W. Köllmann, Wilhelm Korte, Wilhelm Sebald, zu ihrem am 28. Mai stattfindenden Namenstage die herzlichsten Glückwünsche. Gewidmet von ihren Freunden;#. C.., C. H. G.., 9. L. Türn TeTerin Gut-Heil! „ Barnen verbunden mit dem 0 am T7. Mal im Lokale der Wwe. Cart Kalthoff. Programm: Samstag den 26. Mai, Abends 8 Uhr: Vorversammlung im Turnlocal. „Sonntag den 27. Mai, von Vormittags 10½ Uhr an: Empfang der fremden Vereine., Nachmittags 3 Uhr: Festzug durch die Hauptstraßen der Stadt zum prachtvoll gelegenen Turnplatze auf dem Gute Goldschmieding. Nachmittags 4 Uhr: Riegen=Kürturnen mit einmal. Wechsel. Nachmittags 5 Uhr: Preis=Wett=Turuen am Reck, Barren und im Sturmsprung. (Die Preise bestehen in 12 prachtvoll gearbeiteten Diplomen und Kränzen.) Abends 7½ Uhr: Rückzug zum obengen. Festlocal; daselbst Preis=Vertheilung und Grosser Festball in beiden Salen. Die Musik wird ausgeführt von der ganzen Kapelle des Herrn Schulte aus Horneburg. Entree zum Turnplatz à Person 30 Pfg. Zum Turnplatz und Ball 1 Mk. Zum Ball Herren 1 Mk.— Damen frei. Es ladet ergebenst ein Das Comité. Schweine=VersicherungsSime ei Sttpp. „Alle diejenigen Mittglieder des Vereins, welche ihre Auflagegelder am 14. Mai er. bis heute noch nicht gezahlt, müssen selbige bis Sonntag den 27. ds. Mts. gezahlt haben, widrigenfalls selbige statutengemäß aus dem Vereine gestrichen werden. Ein Vereinsbote zum Einholen der Gelder ist nicht mehr vorhanden. Castrop, 25. Mai 1883. Der Vorstand. Am Dienstag 29. Mai, Vorm. 9 Uhr, werden im Pfandlokale beim Wirth Herdickerhoff hier Mobilien aller Axt, als: Tische, Stühle, Glas= u. Kleiderschränke, Commoden, Spiegel u. s.., sowie eine Cylinderuhr öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung verkauft. Castrop, 25. Mai 1883. Bergerhoff, Gerichtsvollz ieher. 6 Morgen guter Rothklee sind ruthenweise von mir unter der Hand zu kaufen. H. Reinold, bei Zeche„Graf Schwerin.“ Karten für die ganze Festlichkeit sind im Vorverkauf zu 80 Pfg. bei den Mitgliedern des Turn=Vereins zu haben. Beranntmachung. Auf Grund des§ 10 des Gesetzes vom 15. November 1811 wegen Verschaffung von Vorfluth und§ 7 des Gesetzes vom 28. Februar 1843 über Benützung der Privatflüsse wird hiermit die Räumung der Bäche und Abzugsgräben angeordnet bei Vermeidung von Executivstrafen von je 6 Mark für jeden Fall. Die Räumung ist auszuführen bis zum 1. Juli 1883. Nach Ablauf dieser Frist wird eine Schau stattfinden und bei unterlassener, oder nicht ordnungsmäßig ausgeführter Räumung nicht nur eine Executivstrafe festgesetzt und eingezogen, sondern die Räumung auch durch Zwangsmaßregeln oder auf Kosteu der Verpflichteten herbeigeführt werden. Dortmund, den 12. Mai 1883. Der Landrath: v. Rynsch. Die nachstehend benannten Personen: 1. der Schneider meier, geb. 13. April 1854 zu Telgte, zuletzt wohnhaft in Castrop, 2. der Tagelöhner Bern. Klein, geb. 2. Januar 1854 zu Speicher, zuletzt wohnhaft in Rauxel, 3. d. Stellmacher Johann Stell, geb. 9. April 1850 zu Complas=Frankenberg, zuletzt in Castrop, werden beschuldigt, Nr. 1 und 2 als beurlaubte Reservisten und Nr. 3 als Wehrmann der Landwehr im Jahre 1882 ohne Erlaubniß ausgewandert zu sein.(Uebertretung gegen§ 360 Nr. 3 des Strafgesetzbuchs). Dieselben werden auf Anordnung des Königlichen Amtsgerichts hierselbst auf den 18. Sept. 1883, Vormittags 9 vor das Königliche Schöffengericht zu Castrop zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Grund der nach § 472 der Strasprozeßordnung von dem Königlichen Bezirks=Commando zu Dortmund ausgestellten Erklärung verurtheilt werden. Castrop, den 20. Februar 1883. Sudsof, Gerichtsschreiber des Königl. Amtsgerichts. Aufgebot. Der Landwirth Anton Vetthake zu Börsinghausen, der Oekonomiegehülfe Franz Heinrich Vetthake zu Holthausen und der Landwirth Anton Vetthake zu Holthausen als Vormund der Geschwister Maria, Anton, Eduard und Heinrich Vetthake zu Holthausen haben das Aufgebot der über die in dem Grundbuche von Obercastrop Band II Artikel 2 Abtheilung III Nro. 1 zum Betrage von 1442 Mark 20 Pfg. nebst 5% Zinsen seit dem 1. September 1880 für sie eingetragenen Forderung aus der Urkunde vom 21. Juli 1880 gebildeten HypothekenUrkunde vom 23. Juli 1880 beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 22. September 1883, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nro. 4, anberaumten Aufgebots=Termine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos=Erklärung der Urkunde erfolgen wird. Castrop, den 30. April 1883. Königl. Amtsgericht. Verding. Habinghorst. Sssssss-eens rein Sächht. ssea Anein acht mit dieser Schutzmarte. KE eschchsthe hesete feoche #.a.-Kepgerücer ebhilr Gesetzich tereorlse Schosimasteng Der rheinische Honig, seit 16 Jahren aus dem Extracte edelster Trauben bereitet, und als angenehmstes und vorzüglichstes aller diätetischer Genußmittel b. Gusten, Katarrh, Heiserkeit, Der Solide Pohnung v. 4. z. 1. Aug. v. mi —5 Räumen „ 1. Aug. v. mir z. mieth.n Offerte: Mau, Bahnmstr. Benanutmachung. Am Montag 28. Mai er., Nachm. 6 Uhr, soll bei Wirth H. Lambertz die Anfuhr von 466 cm. Ziegelschutt u. Kesselasche, auf dem Communalwege von Wirth Hahnholz bis H. Braukhoff und 13 1/8 em. am Eselsberge, sowie 640 lsd. m. Gräben auszuheben, öffentlich an den Mindestfordernden verdungen werden. Unternehmungslustige werden hiermit eingeladen. Obercastrop, 24. Mai 1883. Bresser, Gemeinde=Vorsteher. Bekanntmachung. Am Donnerstag den 31. Mai er., Nachmittags 3 Uhr, soll in dem Lokale des Wirths Fischdick, Colonie, das Anfahren von ca. 350 Kubikmeter Kesselasche auf hiesigen Kommunalweg sowie das Anfahren von circa 30 Kubikmeter Asche zum Auftragen des äußeren Raumes am Spritzenhause, öffentlich mindestfordernd verdungen werden. Westerfilde, 22. Mai 1883. Der Gemeinde=Vorsteher: Budde. Am Dienstag den 29. Mai er., Nachmittags 4 Uhr anfangend, soll das Anfahren von 2000 Chm. Kohlenasche, sowie das Ausbreiten und Auswerfen von 2000 lfd. Meter Gräben an dem Communalwege in der Gemeinde Börnig, beim Wirth F. Schulte=Ladbeck in Börnig an den Wenigstfordernden vergeben werden. Die Bedingungen werden im Termine bekannt gemacht. Der Vorsteher. Börnig, den 22. Mai 1883. Klaver=Verkauf. Am Dienstag den 29. Mai d.., Nachmittags 4 Uhr, läßt der Hofespächter Herr W. Vierhaus zu Rauxel 3 Morgen sehr gute Klaverfrucht auf Lackenbergs=Feld bei der Menage zu Obercastrop nummerweise durch's Meistgebot an Ort und Stelle zum Verkaufe aussetzen. Castrop, 21. Mai 1883. Klaver=Verkauf. Montag den 28. Mai ds. Ihs., Nachmittags 5 Uhr, läßt die Wittwe Jos. Becker hierselbst in der Nähe der Auweiler’schen Ziegelei 1 Scheffelse vorzügliche Klaverfrucht nummerweise an Ort und Stelle verkaufen. Castrop, 25. Mai 1883. Werth. Klaver=Verkauf. Am Montag den 28. Mai er., Nachmittags 4 Uhr, werde ich auf der Brecke zu Obercastrop und um 6 Uhr im Sandwege 3 Scheffelse vorzüglichen Klaver nummerweise gegen Credit zur Versteigerung aussetzen. Castrop, 25. Mai 1883. C. Schisser. Land=Verpachtung. Sämmtliche Vikarie=Ländereien werden am 11. Novbr. d. J. pachtlos. Dieselben sollen am Donnerstag den 31. Mai d.., Nachmittags 5 Uhr, in der Wirthschaft des Herrn Hr. Callenberg hierselbst von Neuem auf 6 Jahre verpachtet werden. Castrop, den 25. Mai 1883. Werth. Den Besitzern von Hühnern diene zur Nachricht, daß ich in meinem Garten schleimung, Hals u. Brustleiden, Reizim Keblkopfe, Blutspeien, Keuchbusten d. Kinder allseitig als unübertrefflich anerkannt, ist käuflich in Castrop allein bei Hintzen& Schmidt. Hombopnihlsche Kurrn. Krankheiten aller Art werden rasch und sicher geheilt, als: Drüsen, Flechten, Krätze, offene Wunden, Gicht, Magenkrampf, Lungen=, Leber= und Unterleibsleiden, Epilepsie (fallende Krankheit), Brüche, Augenleiden, Trunksucht, Bettnässen, Bleichsucht, Bandwurm(ohne Gefahr), Verbrennungen 2c. 2c. Auswärtige brieflich. Dortmund, Rheinische=Straße 53. H. Ravenschlag. Sitorts Tluch! Zoll- u. Disconterhöhungen die Folge der Goldwährung. Das richtige Verständniß d. Währungsfrage von OTTO VON BAR. Das richtige Verständniß der Währungsfrage bietet allein den Schlüssel, um die Gemeinsamkeit der Interessen der verschiedenen producirenden Berufsstände bezüglich der Zölle richtig erkennen zu lassen, es läßt die Gefahr und die Heilung der socialen Revolution, welche ganz Deutschland zu verschlingen droht, sehen und zeigt die Ursachen der Auswanderungen aus den Goldwährungsländern, der Verbrechen gegen das Eigenthum, Raub, Brände hochversicherter Häuser 2c.— Auf die innige Verbindung zwifchen der Währungs= und Zollfrage das deutsche Volk aufmerksam zu machen, ist der Zweck dieses Büchleins. 10 Pfg. C. Heinemann'sche Buchhandlung in Castrop. Am(entag wir bei mir ein settes Kalb ausgekegelt. H. Wessels. Hintzen& Schmidt empfehlen sämmtliche trockene, sowie in Oel geriebene Farben, ferner Fussboden-, SpiritusLacke, Firnisse& Pinsel. Tapeten 20—30 Pfg. per Rolle. V. Lotterie von Baden=Baden. Concessionirt durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 29. Dezember 1882, sowie durch Landesherrliche Genehmigung vom 26. März 1883 für den Umfang der preußischen Monarchie und im Bereiche anderer deutscher Staaten. Preis des Looses für jede Ziehung Mk. 2,10. Gesammtzahl der Loose 100,000. Gesammtzahl der Gewinne 10,000. 1. Ziehung am 5. Juli 1883. Hauptgewinnne: 10,000, 4000, 2000, 1500, 1200, 1000, 700, 500 Mk., sowie noch viele Gewinne in geringerem Werthe. 2. Ziehung am 9. August 1883. Hauptgewinne: 10,000, 4000, 3000, 2000, 1500, 1000, 700 Mk., sowie noch viele Gewinne in geringerem Werthe. 3. Ziehung am 11. Sept. 1883. Hauptgewinne: 12,000, 4500, 2500, 1800, 1200, 900, 700 Mk., sowie noch viele Gewinne in geringerem Werthe. 4. Ziehung am 9. Octbr. 1883. Hauptgewinne: 15,000, 4500, 2500, 1800, 1200 Mk., sowie noch viele Gewinne in geringerem Werthe. 5. Zieh. vom 20.—27. Nov. 1883. Hauptgewinne: 60,000, 30,000, 12,000, 6000, 5000, 4000, 3000, 2500, 2000, 1800, 1500, 1200 Mk., sowie noch viele Gewinne in geringerem Werthe. Zu haben bei Ph. Culbart. Automatische Gummistempel sowie Handstempel, desgl. Firmen zum Tragen an der Uhrkette, vernickelt und galv. vergoldet, sind zu haben in der Expedition d.„Castroper Anz.“ Bei C. Braus in Schwerte ist erschienen: Heimathskunde des Kreises Dortmund, nebst Karte. Bearbeitet von Carl Richter. Preis 50 Pfg. Vorräthig bei C. Heinemann in Castrop. Rechnungs-Formulare empfiehlt zu billigsten Preisen die Buchdruckerei von Ph. Culbart. Gesenderucher sind zu haben bei Ph. Culbart. Eisenbahn=Fahrplau. Gültig vom 15. October. Rechtsrheinische(Cöln=Mind.=) Eisenbahn. Von Castrop nach Minden-Berlin: Abfahrt: 9,17 11,58 4,52 9,25* 2,09 Von Castrop nach Deutz-Cöln: Abfahrt: 6,13 8,17 10,57 1,49 8,01 Von Mengede nach Minden-Berlin: Abfahrt: 9,28 12,09 5,03 9,36“ 2,22 Von Mengede nach Deutz-Cöln: Abfahrt: 6,06 8,09 10,48 1,38 7,52 Emscherthalbahn. Von Wanne nach Dortmund: Gift Packpapier gelegt habe. Carl Spangenberg. Castrop, den 25. Mai 1883. mit Firma empfiehlt Ph. Culbart. Dortmund nach Wanne: Dorzmund Abf. 9,10 3,50 7,50 Huckarde„ 9,25 4,01 8,04 Marten„ 9,41 4,09 8,16 Merklinde„ 10,— 4,20 8,33 Castrop(Stadt)„ 10,13 4,31 8,46 Herne„ 10,30 4,42.05 Wanne Ank. 10,42 4,49 9,13 * Fährt nur bis Hamm.