Tarnanstrich am laufenden Band wie eine Einheit sind die Stahlhelme aufgebaut. Sie erhalten einen grün=braunen Anstrich, eine Farbe, die sich der Umgebung naturgetreu anpaßt. PK.=Kriegsber. Kühne(Sch) Der Großkampf nördlich Aachen hält weiter an Säuberung des Parroy-Waldes macht Fortschritte— Deutscher Gegenstoß im Apennin dnb Aus dem Führerhauptquartier, 9. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gab Sonntag bekannt: An der holländisch=belgischen Grenze, besonders an der Westerschelde, wird weiter erbittert gekämpft. Der Großkampf im Raum nördlich Aachen hält in unverminderter Stärke an. Die Nordamerikaner setzten dort auch gestern nach heftiger Feuervorbereitung und unter Einsatz starker Schlachtfliegerverbände ihre Angriffe fort, liefen sich jedoch im Kampf um Bunker und ausgebaute Stützpunkte, die unsere Truppen hartnäckig verteidigen, fest. Schwere Kämpfe um einige Einbruchsstellen sind noch im Gange. Die Säuberung des Parroy=Waldes macht weitere Fortschritte. Nordöstlich Epinal wurde eine feindliche Kampfgruppe eingeschlossen. Beiderseits Remiremont verstärkt sich der feindliche Druck. Vor unseren Küstenstützpunkten nimmt das Artilleriefeur und auch die infanteristische Kampftätigkeit zu. Das==Störungsfeuer auf London wurde fortgesetzt. Im etruskischen Apennin nahm die VIII. amerikanische Armee nach heftiger Feuervorbereitung ihre Angriffe wieder auf. Fallschirmjäger und Grenadiere warfen die feindlichen Angriffsgruppen, im Gegenstoß auf ihre Ausgangsstellungen zurück. Ein feindlicher Einbruch in den Bergen westlich von Roccas Casciane wurde abgeriegelt. Eine Höhenstellung im Quellgebiet des Rubikon wechselte mehrfach den Besitzer. Auf dem Balkan hält der starke Druck des Feindes an der Theiß=Mündung, vor Belgrad und im Raum Zajecar an. In Südungarn sind heftige Kämpfe mit den weiter angreifenden bolschewistischen Verbänden besonders um die Kreisch=Uebergänge entbrannt. In den Paßgebieten der Waldkarpaten setzten die Bolschewisten ihre Angriffe fort, die im Gegenstoß abgewiesen wurden. In der Schlacht um die Pässe der Ostbeskiden haben die unter dem Oberbefehl von Generaloberst Heinrici tapfer kämpfenden Truppen, von unserer Luftwaffe wirksam unterstützt, alle Durchbruchsversuche der Bolschewisten in den slowakischen Raum vereitelt. In harten Lämpfen wurden dort seit dem 8. September 422 Pander und Sturmgeschütze vernichtet oder erbeutet, außerdem 3200 Gefangene eingebracht. Zwischen der Memel und der oberen Windau stehen unsere Truppen im schweren Abwehrkampf mit weiter vordringenden sowjetischen Infanterie= und Panzerkräften. Seit dem 5. Oktober wurden in diesen Kämpsen 180 feindliche Panzer abgeschossen. Zwischen Düna und Rigaer Bucht verliefen die befohlenen Absetzbewegungen planmäßig. Nachdrängender Gegner wurde abgewiesen. Oesel wurde Arensburg nach gründicher Zerstörung aller kriegswichtigen Anlagen aufgegeben. „Im Seegebiet von Oesel und in der östlichen Ostsee einsu#„ Sscherungsfahrzeuge der Kriegsmarine elf feindliche Bomber ab. Unter bolschewistischem Druck versuchten finnische Legimenter unsere Absetzbewegungen in Nordkarelien inniccher and zu stören. Vor Tornie an der schwedischischen Grenze ist es dabei nach Eröffnung der durch die Finnen zu heftigen Zusamnenstößen gekommen. Westlich Murmansk traten die Aschewisten mit starken Kräften zum Angriff an. zichn-###fe um unsete Stützpunkte an der sowie#chrinnischen Grenze sind entbrannt. Jäger schossen an der Ostfront bei geringen Verlusten in den beiden letzten Tagen 75 sodjetische Flugzeuge ab. ##i Augriffen nordamerikanischer Terrorbomber auf burg wez chland wurden Kassel, Magdeburg, Merse## Gielefeld bosonders betvoffen. Beitische Vomgriffen Emmerich an. Auch Breslau und andere schlesische Orte waren das Ziel feindlicher Luftangriffe. Durch Flakartillerie der Luftwaffe und in erbitterten Luftkämpfen wurden über dem Reichsgebiet und im Westkampfraum 121 feindliche Flugzeuge, darunter 75 viermotorige Bomber, abgeschossen. lagdgeschwader„Schlageter“ erzielte 2500 Luftslege dnb Aus dem Führerhauptquartier, 9. Oktober. Ergänzend zum Wehrmachtbericht wird gemeldet: Das Jagdgeschwader„Schlageter“ unter der Führung von Oberstleutnant Priller schoß seit Beginn der Invasion 300 anglo=amerikanische Flugzeuge ab und erzielte damit seinen 2500. Luftsieg im Westen. Die=Panzerabteilung 102 hat an der Invasions= front in der Zeit vom 10. 7. bis einschließlich 20. 8. unter Führung des Ritterkreuzträgers=Obersturmbannführer Weiß 227 Panzer, 28 Panzerabwehrkanonen, 19 Schützenpanzerwagen, 4 Panzerspähwagen und 35 Lastkraftwagen abgeschossen. Verbild unbedinigter Frede Feierlicher Staatsakt im Reichsehrenmal für General d. I. Rudolf Schmundt □ Tannenberg=Hotenstein, 9. Oktober. Der Chefadjutant der Wehrmacht beim Führer und Chef des Heerespersonalamtes, General der Infanterie Rudolf Schmundt, ist seinen schweren Verletzungen, die er bei dem verbrecherischen Attentat auf den Führer am 20. Juli dieses Jahres davongetragen hat, am 1. Oktober erlegen. Als einer der engsten militärischen Mitarbeiter des Führers, an dessen Seite er als hervorragender Offizier und glühender Nationalsozialist so viele Jahre gestanden hat, ist er zur großen Armee eingegangen und hat sein Leben mit dem Opfertod für den Führer gekrönt. Zu Ehren des Dahingeschiedenen ordnete der Führer ein Staatsbegräbnis an. Am Freitag nachmittag fand im Reichsehrenmal Tannenberg der feierliche Staatsakt statt. Generalfeldmarschall Busch, der dem Verstorbenen als sein früherer Regimentskommandeur besonders nahegestanden hat, würdigte im Auftrage des Führers Werk und Persönlichkeit General Schmundts und verlieh in seiner Ansprache dem Gefühl der Trauer des ganzen deutschen Volkes ergreifend Ausdruck. Zahlreiche hohe Vertreter von Wehrmacht, Partei und Staat nahmen an dem Staatsakt teil und erwiesen durch ihre Anwesenheit dem Toten die letzte Ehre. Der große Innenraum des Reichsehrenmals hatte eine der ernsten Stunde entsprechende würdige Ausgestaltung erfahren. Ein großes Eisernes Kreuz grüßte von der Stirnseite und inmitten von Blumen und schlichten Grünschmuck stand auf erhöhtem Podest der Sarg, überdeckt mit der Reichskriegsflagge und darauf Stahlhelm und Degen des Dahingeschiedenen. Vier Generale des Heres hielten die Ehrenwache. Vor einem Katafalk stand der Träger des Ordenskissens und im Hintergrund hatte die Traditionsfahne des Füsilierregiments Nr. 35, bei dem General Schmundt im Jahre 1914 als Fahnenjunker eingetreten war, sowie eine Fahne der Hitler=Jugend Aufstellung genommen. Auf der linken und rechten des Innenraumes war die Trauerparade angetreten und eine Ehrengefolgschaft der Hitler=Jugend säumte das weite Rund, in dessen Mitte die große Trauergemeinde sich versammelt hatte. Es waren anwesend: die Generalfeldmarschälle Keitel, Busch und von Manstein, die Reichsleiter Bormann und Dr. Dietrich, Reichsminister Graf von SchwerinKrosigk, die Generalobersten Guderian, Jodl, Harpe und Hoth, von der Luftwaffe die Generalobersten Ritter von Greim und Stumpff, Staatsminister Dr. Meißner, Gauleiter Stürtz, die Adjutanten des Führers=Obergruppenführer Schaub und Konteradmiral von Puttkamer sowie weitere Generale aller Wehrmachtteile. Außerdem waren zahlreiche Mitarbeiter und Kameraden aus dem unmittelbaren Wirkungskreis des Verstorbenen zugegen. Als die Witwe sowie die nächsten Angehörigen, geleitet vom stellvertretenden Chef des HeerespersonalWachsende Härte der Kämpfe an der Westfront Besonders hohe Ausfälle der 2. britischen Armee— Nachschubsorgen der Anglo-Amerikaner □ Berlin, 9. Oktober. Die anhaltend schweren lich Luneville im Wald von Parroy heftige Vorstöße upfe im Raum, nördlich Antwerpen können geradezu blutig ab. Oestlich Rambervillers und Remiremont als Gradmesser fur die großen Nachschubsorgen der führten die Nordamerikaner weitere sehr schwere AnAnglo=Amerikaner gelten. Fortgesetzt pumpt der Feind neue Kräfte in diese Schlacht, von der er hofft, daß sie ihm mit der Festung die Häfen an der niederländischen Küste bringen könnte. Hunderte von Panzern und zahlreiche Regimenter haben die Kanadier bereits geopfert, ohne bisher mehr als wenige Kilometer Boden gewinnen zu können. Auch am Freitag blieben ihre Fortschritte infolge heftiger eigener Gegenangriffe gering. In diesen Anstrengungen des Feindes liegt zugleich eine Bestätigung dafür, wie gründlich die heldenhaften Verteidiger der französischen Hafenstädte die Pläne der Ivasionsarmeen durchkreuzt haben. Erst nach zeitraubenden verlustreichen Kämpfen konnte der Gegner einige der Hafenplätze in völlig unbenutzbarem Zustand in Besitz nehmen. Nicht zuletzt aus diesem Grunde ist es ihm auch bisher nicht gelungen, die Westfront erneut in Bewegung zu bringen. Besonders hohe Ausfälle hatte bei den Kämpfen der letzten Wochen die 2. britische Armee. Entsprechend der gesunkenen Kampfkraft dieser Divisionen mußte das feindliche Oberkommando den Gefechtsstreifen der Briten auf dem Nordteil des Einbruchsraumes von Nimwegen verkleinern. Doch auch hier werden sie weiter von kraftvollen Gegenschlägen, die sich insbesondere gegen den Brückenkopf nördlich Nimwegen richten, getroffen. In Fortsetzung ihres Angriffes bildeten unsere Truppen weitere Brückenköpfe über den Niederrhein und schoben ihre Linien bis etwa 20 km südlich Arnheim vor. Auch der Versuch des Gegners, durch Absetzen mehrerer hundert Fallschirmjäger unsere schrittweise vordringenden Truppen aufzuhalten, blieb ohne Auswirkung. Südöstlich Nimwegen gingen bei Overloon die schweren wechselvollen Kämpfe weiter. Nördlich Aachen wurden die bei Palenberg eingebrochenen Nordamerikaner ebenfalls hart angefaßt. Geringfügige Vorteile, die sie hier am Vortage unter hohen Verlusten erzielt hatten, mußten sie im konzentrischen Feuer unserer Artillerie und unter dem Druck unserer Gegenangriffe wieder aufgeben. Trotz ihrer hohen Verluste setzten die Nordamerikaner ihre Vorstöße fort, die auch südlich Palenberg heftige hin= und herwogende Kämpfe auslösten. Im Südteil der Westfront blieb' es ebenfalls bei erbitterten Kämpfen„auf der Stelle". Südwestlich Metz schlugen unsere Truppen am Fort von Drians und östgriffe, die aber nur an zwei Stellen zu geringfügigen Geländegewinnen führten. Das Schwergewicht verlagerte sich in den Raum südöstlich Remiremont, wo in den zerklüfteten Waldgebirgen des Foret de Longeguotte harte Kämpfe mit örtlich eingebrochenem Feind entbrannten. Versuche der Nordamerikaner, ihre Einbruchsstelle zu erweitern, brachen im wesentlichen im Feuer unserer die Höhen beherrschenden Artillerie und in Gegenstößen zusammen. Die wachsende Härte der Kämpfe an der Westfront wird auch dadurch gekennzeichnet, daß unsere Truppen am Freitag über das Doppelte an feindlichen Panzern gegenüber dem Durchschnitt der letzten Tage vernichteten. Sie setzten insgesamt 85 Panzer und Panzerspähwagen außer Gefecht und zerstörten oder erbeuteten darüber hinaus weitere Schützenpanzerwagen, geländegängige Kraftwagen, Panzerabwehrkanonen und Geschütze. Neue Ritterkreuzträger dnd Führerhauptquartier, 9. Oktober. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberstleutnant Karl Ortlieb. Kommandeur eines Grenadierregiments, geboren am 4. 6. 1905 in Kirchheim(Heidelberg) als Sohn des Polizeikommissars a. D. August.; Major Franz Knapp, Kommandeur einer Panzerjäger=Abteilung, geboren am 2. 4. 1915 in Wiedenbrück; Hauptmann Anton Müller, Vataillonsfuhrer in einem norddeutschen Grenadier=Regiment, geboren am 12. 4. 1914 in Niedersteinebach im Rheinland als Sohn des Landwirts.; Hauptmann Franz Zenker, Kommandeur einer PanzerjägerAbteilung, geboren am 5. 8. 1917 in Kunzendorf(Krs. Glag); Overleutnant Heinrich Dittlof, Kompaniechef in einem rheinisch=westfälischen Grenadier=Regiment, geboren am 14. 8. 1916 in Friedrichsfelde als Sohn des Landwirts.; Feldwebel Heinrich Nelles, Zugführer in einem rheinisch=moselländischen Grenadier=Regiment, geboren am 14. 8. 1914 in Antweiler als Sohn des Landwirts., Feldwebel Nelles ist im Beruf Bauarbeiter. Ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral Dönitz, an Oberleutnant zur See der Reserve Eugen Tellgmann, Kommandant eines Vorpostenbootes, Oberleutnant Tellgmann ist am 27. 6. 1910 in Kassel geboren. amtes, Generalleutnant Burgdorf, unmittelbar vor dem Sarg Platz genommen hatten, meldete Oberst Remer die angetretene Trauerparade. Wuchtig und ergreifend leiteten nun die heroischen Klänge der Trauermusik aus der Götterdämmerung von Richard Wagner, gespielt vom Musikkorps des Wachregiments Großdeutschland, den Staatsakt ein. Als die Töne verhallt, trat Generalfeldmarschall Busch neben den Sarg und gedachte in tiefempfundenen Worten des treuen Gefolgsmannes des Führers, des hervorragenden Offiziers und vorbildlichen Kameraden. „Auf Befehl des Führers“, so führte Generalfeldmarschall Busch aus,„stehen wir an dieser ehrfurchtgebietenden Gedenkstätte, um gemeinsam mit den nächsten Angehörigen Abschied zu nehmen von seinem Chefadjutanten der Wehrmacht und seinem Chef des Heerespersonalamtes, General der Infanterie Schmundt.? Ich unterziehe mich der schmerzlichen Pflicht, seines Lebens und Wirkens zu gedenken, tief bewegten Herzens im Geiste aufrichtiger und bewährter Kameradschaft, die mich mit General der Infanterie Schmundt in langen Friedens= und Kriegsjahren verbunden hat. Fast 11 Wochen haben wir um sein Leben gebangt, immer wieder gehofft, es möge gelingen, dem Führer einen seiner Treuesten zu erhalten. Trotz aller Wünsche und berechtigten Hoffnungen. trotz aller Mühen der Aerzte, aller Fürsorge und aufopferndster Pflege durch seine Gattin ist General der Infanterie Schmundt seinen bei dem verbrecherischen Anschlag auf den Führer am 20. Juli erlittenen schweren Verletzungen erlegen. Wir handeln im Sinne des Generals Schmundt, wenn wir uns von neuem bewußt werden, wie sehr dieser Krieg, wie sehr auch nicht zuletzt der 20. Juli uns zu einer bis zum letzten entschlossenen und verschworenen Gemeinschaft zusammengeschweißt hat. So wollen wir das Opfer auch dieses Lebens als Mahnruf auffassen, als Mahnruf der Opfer, die unser gigantischer Kampf um Ehre und Freiheit, um Sein oder Nichtsein fordert.“ Vor wenigen Wochen vollendete General der Infanterie Schmundt sein 48. Lebensjahr. Mit seiner Gattin stehen zwei Söhne und zwei Töchter und seine Mutter, denen tiefstes Mitgefühl sicher ist, trauernd an seinem Sarge. General der Infanterie Schmundt trat 1914 als achtzehnjähriger Kriegsfreiwilliger in das Füsilier=Regiment Prinz Heinrich von Preußen Brandenburg Nr. 35 ein, das sein Vater ins Feld führte. In seinen Reihen kämpfte auch sein jüngerer Sohn. Sein Eintritt als junger Kriegsfreiwilliger erfolgte in jenen Tagen, als das Eiserne Zeitalter der deutschen Geschichte sich durch die Kriegserklärungen von einer Welt von Feinden ankündigte. Während des ganzen Krieges im Füsilier=Regiment 85, wurde er nach Verwundung mit 19½ Jahren Bataillonsadjutant, mit 21 Jahren Regiments=Adjutant. In der schweren und schmachvollen Zeit nach dem Zusammenbruch 1918 bewährte er sich als pflichttreuer Offizier in verschiedenen Stellungen im Freikorps, an der Front und im Generalstabe. Im Januar 1938 wurde Major Schmundt anläßlich der großen Neuorganisation der Wehrmacht in die Vertrauensstellung des Chefadjutanten der Wehrmacht beim Führer berufen. Seiner hervorgetretenen vielseitigen Veranlagung, seinem weitgehenden Verständnis für wahre Kameradschaft, seiner aufgeschlossenen nationalsozialistischen Einstellung entsprechend, wirkte er in dieser Stellung im Sinne einer höchstmöglichen Zusammenarbeit und Verbundenheit aller Teile der Wehrmacht. Die in den damals 42jährigen Offizier gesetzten hohen Erwartungen hat General der Infanterie Schmundt nicht enttäuscht. Die glühende Hingabe und Verehrung, die ihn von der ersten Stunde an mit der Person des Führers verband und die ihm aus den Augen leuchtete, wenn je er von seinen Pflichten und Aufgaben sprach sicherte ihm schnell das rückhaltlose Vertrauen unseres Führers und das Vertrauen der Wehrmachtteile, des Heeres, der Marine, mend für die Auswirkung seines Wesens und seiner Armed für die Auswirkung seines Wesens und seiner Arbeit war die Tatsache, daß er durchglüht und erfüllt war von einem unbeirrbaren Glauben an den Führer und seine Sendung und von dem gleichen Glauben an die Mission des deutschen Volkes. Dieser Glaube war die Grundlage dafür, daß auch in schweren Tagen immer die belebende Kraft eines Optimismus von ihm ausging, der der Ausdruck seiner charakterfesten Persönlichkeit war. Die ihm gestellten Aufgaben erweiterten sich, als der Führer am 2. Oktober 1942 seinen Chefadjutanten zugleich zum Chef des Heerespersonalamtes ernannte. In dieser neuen vielseitigen und verantwortungsreichen Tätigkeit setzte der General der Infanterie Schmundt seine ganze Fähigkeit, Umsicht, Energie und eisernen Willen ein, die Forderungen des Führers zur Verjüngung des Offizierskorps durchzuführen und den revolutionären Grundsatz im Heer zu verwirklichen, daß in der nationalsozialistischen Wehrmacht nur die Leistung als entscheidender Maßstab für Beförderung und Betreuung mit Aufgaben maßgebend ist. Sein besonderes Interesse galt hierbei der Sicherung des Kaureter Neueste Nachrichten 1944 Nachwuchses im Offizierskorps, besonders für die Infanterie, der Waffe, der er selbst angehörte. Dem organischen Hineinwachsen der wehrhaften und nationalsozialistisch erzogenen Jugend in das Heer widmete General Schmundt seine volle Unterstützung und Förderung. Er kannte den Wert dieser Jugend mit dem tapferen Herzen und dem fanatischen Glauben an Führer und Reich als Nachwuchs für das Offizierskorps. Ein treuer, immer hilfsbereiter Kamerad, ein Offlzier ohne Furcht und Tadel und mehr, ein täglicher Begleiter und Mitarbeiter unseres Führers in verantwortungsreichen Stellungen ist nun mit den vielen vor ihm eingereiht in die große Armee derer, die für Führer und Vaterland gefullen sind. Bis zum letzten Atemzuge blieb General der Insanterie Schmundt sich und seinen Idealen treu. Beispielhaft hat er vorgelebt, was er von dem Offizierskorps des Heeres in seiner verantwortungsvollen Stellung als Chef des Heerespersonalamtes forderte, und in nimmermüde werdender Pflichterfüllung und Arbeit förderte er die Voraussetzungen für die bedingungslose Uebereinstimmung zwischen der Staatsführung und dem Offizierskorps. Auch hier setzte er zur Erreichung der kompromißlos gesteckten und verfolgten Ziele seine ganze Tatkraft ein. Wir erinnern uns seiner häufigen Besuche an der Front, und General der Infanterie Schmundt steht vor uns als ein reger Künder und Mahner der dem Offizierskorps in diesem Ringen gegen eine Welt von Feinden gestellten Aufgaben. Wir sehen ihn im Kameradenkreis fröhlich, mit viel Sinn für Humor, auflebend mit unserer Jugend, scherzend und singend unsere Soldatenlieder und Lieder der Jugend. Es war ihm in besonderem Maße gegeben, Vertrauen auszustrahlen und Vertrauen zu gewinnen. Aüe, die ihm näher standen, waren immer wieder beeindruckt von der Klarheit seines Wesens und der Lauterkeit seines Charakters. Ich weiß, daß ich im Sinne vieler Hunderte von Offizieren spreche, wenn ich seine verständnisvolle und wirksame Hilfsbereitschaft für seine Kameraden, ob jung oder alt, hervorhehe. Wenn wir in Zukunft in Kameradschaft und Dankbarkeit unseres Generals Schmundt gedenken, so wird sein Bild immer vor uns stehen als das eines vorbildlichen deutschen Offiziers in dieser Eisernen Zeit deutscher Geschichte. Der Vertiefung der wahren Tugenden des Preußentums Friedrichs des Großen, dem nationalsozialistischen Offizierskorps galt sein besonderes Interesse und immer starkes Bemühen. Der Führer hat das deutsche Offizierskorps, das den Bestand des Reiches garantieren soll, einmal das „eherne Gewissen der Nation“ genannt. Für die Art der Führerauslese und für die Erziehung überzeugter Kämpfer für den Nationalsozialismus unserer Weltanschauung hat General der Infanterie Schmundt durch sein von hohem Verantwortungsbewußtsein getragenes Schaffen einen wesentlichen Beitrag geleistet. Oft hat er in seinen Vorträgen das Offizierskorps dazu ermahnt, Soldaten heranzubilden, die dieses eherne Gewissen besitzen. Ihm bezeugen wir in dieser Stunde, daß er dieses eherne Gewissen besaß. Für den Führer und das Heer ist es eine besondere Tragik, daß schon viele derjenigen Offiziere, denen der Führer sein rückhaltloses Vertrauen schenkte, durch den Tod mitten aus ihrem Wirken abberufen wurden. Unter ihnen wird auch General Schmundt bei unserem Bemühen um die Erfüllung unseres soldatischen Auftrages immer ein leuchtendes Vorbild sein, Vorbild einem Offizierskorps, das gerade in der heutigen Zeit mit Clausewitz glaubt und bekennt, daß ein Volk nichts höher zu achten hat als die Würde und Freiheit seines Daseins, und daß es dieses bis zum letzten Blutstropfen zu verteidigen hat. Der Führer ehrt mit seinem Gruß seinen Chefadjutanten und seinen Chef des Heerespersonalamtes nach seinem Tode durch die höchste Auszeichnung, die das Großdeutsche Reich zu vergeben hat. Der Führer verleiht dem General der Infanterie Rudolf Schmundt„die höchste Stufe des Deutschen haber der Wehrmacht Adolf Hitler höchste Anerkennung seines Wirkens und seiner Arbeit für Führer und Reich ist. Wir wissen, seine letzten Gedanken neben heißen Wünschen für die Seinen waren eine Bekräftigung seines aufrichtigen Bekenntnisses, seines Bekenntnisses, für das er gelebt und gearbeitet hatte: Es lebe der Führer, es lebe Deutschland!“ Während gedämpft das Lied vom guten Kameraden aufklang, die Fahnen sich senkten und die Batterien einen Trauersalut von 17 Schüssen lösten, legte Generalfeldmarschall Busch den Kranz des Führers an der Bahre nieder und entbot dem Toten den letzten Gruß. Als dann die Nationalhymnen verklungen waren, wandte er sich zu der Witwe und sprach ihr sowie den übrigen Angehörigen das Beileid des Führers aus. Acht Unteroffiziere des Heeres trugen nun den Sarg unter den Klängen von Beethovens„Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre“ aus dem Innenraum. Voran schritten die Träger des Führerkranzes und des Ordenskissens, zu beiden Seiten Generale der Ehrenwache. Von einem motorisierten Geleit wurde der Sarg dann zum nahgelegenen Bahnhof gebracht, um von dort in einem Sonderzug zum Beisetzungsort übergeführt zu werden. Die Belsetzung auf dem Invalldentriedhot □ Berlin, 9. Oktober. Nach dem feierlichen Staatsakt im Reichsehrenmal Tannenberg wurde die sterbliche Hülle des Generals der Infanterie Schmundt in einem Sonderzug nach der Reichshauptstadt übergeführt. Ein motorisiertes Geleit brachte hier den Sarg nach der Ankunft vom Bahnhof zum Invalidenfriedhof, wo eine Kompanie des Wachregiments„Großdeutschland" unter präsentiertem Gewehr die Ehrenbezeigungen erwies. Vorbei an einem Spalier der Hitler=Jugend und unter Vorantritt der Träger des Führerkranzes sowie des Ordenskissenträgers wurde der von den vier Generalen der Ehrenwache flankierte Sarg zur Gruft getragen, dicht gefolgt von der Witwe und den übrigen Angehörigen des Verstorbenen. Dumpfer Trommelwirbel ertönte, als der Sarg langsam in die Tiefe sank. Dann widmete Generaloberst Guderian dem Toten tiefempfundene Abschiedsworte. Das Lied vom guten Kameraden klang auf, drei Ehrensalven hallten über das offene Grab. In stillem Gedenken traten noch einmal nach den Familienangehörigen die zahlreichen Trauergäste an die Gruft und entboten dem allzu früh Dahingeschiedenen ihren letzten Gruß. General der Infanterie Rudolf Schmundt hat inmitten großer Soldaten preußisch=deutscher Geschichte seine letzte Ruhestätte gefunden. Sein Name aber wird als der eines hervorragenden Offiziers und eines der treuesten Gefolgsmänner des Führers im deutschen Volk für immer weiterleben. Sowjet-Großangriff in Richtung Ostsee Die deutsche Verteldigung wies an allen Plätzen schwere feindliche Vorstöhe ab □. 9. Oktober.(PK.) Der im Kulminations= punkt stehende Krieg an den Grenzen Deutschlands und im Vorfeld des Reiches hat noch selten ein so geschlossenes Bild gezeigt wie gerade in diesen Tagen, in denen die verbündeten Feinde in alten und neuen Schwerpunkten ihre militärische Kraft in aller Rücksichtslosigkeit gegen die Festung Deutschland schleudern. Der Bolschewisten neuester Schwerpunkt ist seit zwei Tagen der schon vor Wochen heißumstrittene Raum zwischen Schaulen und Raseinen, jener mit aller Erbitterung von den feindlichen Armeen angegriffene litauische Raum, der die Absprungbasis an die Ostsee und nach Ostpreußen hinein sein soll, und in dem die bolschewistische Sommeroffensive endgültig an der Tapferkeit der deutschen Soldaten zum Erliegen kam. Der bolschewistische Großangriff— eine Verlagerung der sowjetischen Versuche zur Abschnürung der Heeresgruppe Nord— erwies sich schon in den ersten Stunden als von jener materiellen Wucht getragen, wie sie allen Großkämpfen im Osten eigen war. Mit einer ungeheuren Kräftemassierung aus zahlreichen Schützendivisionen und einer Reihe von Panzerkorps schlug die Schlacht über die deutschen Stellungen herein. Aus der Luft stürzten die Schlachtflieger mit geöffneten Bombenschächten und knatternden Bordgeschützen, um das sich teilweise bis zu 1½ Stunden steigernde Trommelfeuer auf der Erde zu unterstützen und die Stellungen sturmreif zu machen. Dieser eindeutigen Kräfteüberlegenheit hielten— um das Wesentliche der neuen Schlacht in seinem Anfangsstadium herauszustellen— unsere Grenadiere und Artilleristen in höchster Erbitterung stand und verhinderten durch ihre Bereitschaft, den Durchstoß aufzufangen, das endgültige Aufspalten unserer Front. In Gegenangriffen wurden die feindlichen Angriffsspitzen, nachdem der Einbruch in einige deutsche Stellungen gelungen war, zum Stehen gebracht. Umgangene oder abgeschnittene Stützpunkte, von allen Seiten konzentrisch angegriffen, trotzten dem gnadenlosen Ansturm des Feindes und waren so Schilde einer Schlacht, an denen der Feind sich teuer verbluten und schwere Opfer bringen mußte. Was dem Feinde gelang, hat er nicht zum Durchbruch ausweiten können, das ist die bedeutsamste Feststellung der bolschewistischen Großoffensive, von der man weiß, daß sie ihre Nährquellen nicht in der kämpferischen Qualität, wohl aber in der Zahl und der Masse erfährt. Wie so oft im Osten hat auch diese neue Schlacht, deren Zielrichtung die Ostsee ist, wieder den oft allein kämpfenden und allein auf sich gestellten Einzelkämpfer, gleich welcher Waffengattung, in den Mittelpunkt der Ereignisse gestellt. Daran ist die vom Feind anHarenstutzpünkte am Atlantik im Kampf Ordens mit Schwertern“. so grüßen auch wir abschiednehmend unseren toten Kameraden in dem Bewußtsein, daß diese hohe Auszeichnung durch den Führer und Obersten BefehlsNeuer Schwerpunkt der Ostfront— Stützpunkte Im Rücken des Feindes gestrebte Freiheit des Handelns bisher gescheitert. Sie wird auch weiter daran scheitern. In drei Schwerpunkten fängt sich diese herbstliche Offensive der Bolsche. wisten nordwestlich und südwestlich Schaulen, an der Straße Schaulen nach Tilsit und seit einem Tage bei Raseinen. Die Ziele dieser Angriffe sind nicht unbekannt. Sie sind die gleichen wie die der vergangenen### Monate, als der Feind sich hier verblutete und ers# einer erheblichen Auffrischung unter Zuführung neuer### und vor allem vieler Verbände bedurfte, um seine Durchbruchsversuche von neuem aufzunehmen. Kriegsberichter Peter Kustermann. Die Sowjetpolen fordern Stettin □ Stockholm, 9. Oktober. Der polnische Sowse# wird das ganze deutsche Gebiet bis zur Oder einschlief# lich von Stettin annektieren, erklärten nach einer Associated=Preß=Meldung sowjetpolnische Kreise in Moskau Dies sei„kein Racheakt", sondern„hiftorische Gerechtigkeit", so sage man. Der„pommersche Brückenkopf“ dürfe nicht in deutscher Hand gelassen werden: Dies sei Polens„Pflicht gegenüber dem neuen Europa“. USA-Tellgeständnis über die hohen Verluste □ Stockholm, 9. Oktober. Wie„Daily Expreß“ meldet, erweiterte der USA=Kriegsminister Stimson neuerdings das Eingeständnis der hohen USA=Verluste seit Pearl Harbour auf 400000 Mann, darunter 68017 dert USA=Kriegsmarine. Bei diesen Ziffern fällt der hohe Anteil der Marine=Verluste gemessen an den zugestandenen Einbußen der Heeresstreitkräfte und der unge# klärte Widerspruch dieser verhältnismäig niedrigen Verlustziffern an Toten, Verwundeten und Vermißten im Vergleich zu den ebenfalls amtlich mitgeteilten 94000 Todesfällen in der USA=Armee durch„nicht gefechtsbedingte Unfälle“ jeglicher Art. Kriegsminister Stimson verschweigt noch immer das meiste! □ Berlin, 9. Oktober. Schlagartig setzte am Freitagmorgen um 10 Uhr von neuem der Ansturm der Kanadier gegen Dünkirchen ein. Der Gegner hatte einer Verlängerung der Waffenruhe zustimmen müssen, da eine für den Abtransport der Zivilbevölkerung benutzte Behelfsbrücke einstürzte, deren Wiederherstellung vier Stunden in Anspruch nahm. Der Angriff begann mit schweren Bombardierungen und Feuerüberfällen auf den gesamten Festungsbereich. Weitere Batterien deckten mit Nebelgranaten die Bereitstellungsräume der Angriffstruppen ab. Dennoch konnten unsere Geschütze die feindlichen Truppenansammlungen fassen und zersprengen, so daß Infanterie= und Panzerangriffe zunächst unterblieben. Starke Bereitstellungen des Gegners waren auch im Bereich der Festung Lorient das Ziel unserer Geschütze. Eine marschierende Infanteriekolonne wurde in ihrer ganzen Ausdehnung mit Salven eingedeckt und auseinandergetrieben. Darüber hinaus beschoß die Festungsartillerie feindliche Flakstellungen auf dem Westufer der Leita und an der Brücke von Hennevont. Starkes feindliches Feuer, bei dem der Gegner auch neuartige Brandgranaten verwandte, lag auf dem Anhaltender Feinddruck nördlich Antwerpen Zunehmende Wucht der Feindangriffe Im Einbruchsraum südlich Gellenkirchen dnb Führerhauptquartier, 9. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gab Sonnabend bekannt: Am Leopold=Kanal nordöstlich Brügge blieben mehrere kanadische Angriffe erfolglos. Infolge seiner Verluste und des Ausfalls von über 300 Panzern und Panzerspähwagen, die unsere Truppen in der Zeit vom 29. September bis 6. Oktober abschossen, hat der Feind seine Angriffe an der belgischholländischen Grenze nur mit verrringerter Stärke fortgesetzt. Im Raum nördlich Antwerpen hält er seinen Druck aufrecht. Feindliche Panzerspitzen, die nördlich Baarle=Nassau vorzudringen versuchten, wurden im Gegenstoß abgewiesen, zahlreiche Panzer vernichtet. Die eigenen Angriffe gegen den feindlichen Brückenkopf südöstlich Wageningen gewannen weiter Boden: englische Gegenangriffe scheiterten. Im Einbruchsraum südlich Geilenkirchen nahm die Wucht der feindlichen, Angriffe zu. Gegen unseren hartnäckigen Widerstand konnte der Feind einige örtliche Einbrüche erzielen, verlor dabei jedoch 69 Panzer. Unsere Schlachtflieger bekämpften in der vergangenen Nacht in rollenden Einsätzen feindliche Truppenziele im Raume von Aachen. Die Besatzung des Forts Driant an der Mosel schlug starke feindliche Angriffe ab. Weitere Teile des Parroy=Waldes wurden vom Feind gesäubert. Beiderseits Remiremont haben sich die Nordamerikaner durch marokkanische und algerische Verbände verstärkt. Vor allem um die Talausgänge östlich Remiremont sind heftige Kämpfe im Gange. Von den Festungen und Stützpunkten am Atlantik wurden erfolgreiche eigene Stotztruppunternehmungen und Artilleriekampf gemeldet. B 1 lag auch gestern wieder auf London. In Mittelitalien haben die Kämpfe infolge der Verschlechterung des Wetters an Heftigkeit nachgelassen. Oertliche Angriffe des Feindes beiderseits der Straße Florenz—Bologna gegen unsere Bergstellungen blieben im zusammengefaßten Feuer aller Waffen liegen. Auf dem Balkan gehen die Kämpfe gegen die Banden weiter. Sowjetische Panzerspitzen haben die TheißMündung erreicht, wurden aber im Raum östlich Belgrad abgewiesen. Hier und bei Zahecar stehen unsere Grenadiere und Gebirgsjäger in erbitterten Kämpfen Grenzgebiet trat der Feind aus dem Raum nördlich Arad mit starken Kräften zum Großangriff an und erreichte nach heftigen Kämpfen mit Angriffsspitzen die Schnelle Kreisch. Die feindlichen Kolonnen wurden von unseren Schlachtfliegern wirksam bekämpft. Weitere Gegenmaßnahmen sind eingeleitet. Nordwestlich Torenburg und an der Maros scheiterten zahlreiche Angriffe der Bolschewisten. An den Pässen der Waldkarpaten lebte die Kampftätigkeit auf. Am unteren Narew wurde der feindliche Brückenkopf nördlich Seroc durch unsere Angriffe weiter eingeengt. Südlich Rozan führte der Feind unter dem Eindruck seiner hohen Verluste nur einzelne vergebliche Angriffe. Zwischen der Memel und der oberen Windau ist eine heftige Abwehrschlacht entbrannt. Unsere Divisionen setzten dem mit starken Kräften und Schlachtfliegerunterstützung vordringenden Feind zähen Widerstand entgegen und schossen zahlreiche Panzer ab. Nordamerikanische Terrorbomber führten unter Jagdschutz Terrorangriffe gegen die Reichshauptstadt, gegen Hamburg, Stralsund und Stettin, britische Verbände warfen Bomben auf rheinisch=westfälisches Gebiet und zerstörten bei Nachtangriffen Wohnviertel in Dortmund und Bremen. In der vergangenen Nacht unternahm ein schwächerer Verband britischer Flugzeuge einen weiteren Angriff auf Berlin. In heftigen Luftkämpfen und durch Flakartillerie wurden über dem Reichsgebiet nördlichen und westlichen Vorfeld. In seinem Schutz orgehende Aufklärungskräfte wurden jedoch blutig abgeschlagen. Die Verstärkung der feindlichen Aktivität läßt darauf schließen, daß der Ansturm auf den Festungsbereich von Lorient jede Stunde losbrechen kann. Die Verteidiger von St. Nazaire wiesen ebenfalls mehrere feindliche Vorstöße gegen den östlichen und westlichen Sicherungsgürtel ab. Eigene, von Artillerie unterstützte Stoßtrupps brachen wiederholt in die Stellungen der Belagerer ein, vernichteten dort Munitionslager und kehrten nach Erfüllung ihrer Aufträge mit erbeuteten Waffen zurück. Ein neues im Zusammenwirken mit Hafenschutzbooten durchgeführtes Unternehmen zur Verproviantierung führte zu einem vollen Erfolg. Die dabei von den Loire=Inseln eingebrachten 46 Rinder bedeuten für die Besatzung eine willkommene Bereicherung ihrer Verpflegungsvorräte. Ebenso wie in Lorient und St. Nazaire entwickeln sich nach längerer Pause auch im Raum von La Rochelle wieder heftigere Artillerieduelle. Als unsere Heeresbatterien auf Oleron von Land her beschossen wurden, erwiderte das Werk„Iltis" das Feuer und setzte einige feindliche Geschütze außer Gefecht. Beabsichtigte Vorstöße feindlicher Infanterie wurden durch gutliegendes Vernichtungsfeuer auf die Bereitstellungsräume unterbunden. Harte Kämpfe auf Pillllu ∆A Tokio, 9. Oktober. Frontberichte melden, daß die Kampfhandlungen auf den Inseln der Palau=Gruppe von beiden Seiten mit größter Entschlossenheit weitergeführt werden. Eine japanische Kommandogruppe durchbrach in der Nacht zum 6. Oktober die feindlichen Linien und erreichte nach blutigem Handgemetzel das kürzlich erbaute Flugfeld bei Pililiu. Ausgedehnte Brände konnten dort noch am nächsten Morgen al: Folge japanischer Zerstörungen beobachtet; werden Feindliche Streitkräfte erlitten im Verlauf des Tages schwere Verluste, als sie versuchten, in die Höhenstellungen im mittleren Abschnitt der Insel einzudringen. Japanische Vorbereitungen, eine feindliche Einbruchs. stelle vom Feinde zu säubern, sind im Gange. Eine kleine Insel, die durch ihr tapferes Aushalten die Entwicklung der feindlichen Gegenoffensive im Pazifik gleichfalls beeinträchtigt hat, ist Wiak in der Schoutengruppe, nahe West=Neuguinea. Seit der ersten feindlichen Landung am 27. Mai haben die japanischen Verteidiger Wiaks dem zahlenmäßig weit überlegenen Gegner heftige Verluste zugefügt und halten ihre Stellungen gegen hartnäckige Angriffe. V 1 wieder über Südengland und London □ Stockholm, 9. Oktober. Wie der englische Nachrichtendienst zugibt, sandten die Deutschen in der Nacht zum Sonntag wieder Flugbomben über Südengland. Auch London hatte in der dritten aufeinanderfolgenden Nacht Alarm. Das deutsche Volk von seiner Führung nicht zu trennen = Madrid, 9. Oktober. Der Außenpolitiker des „ABC“ spricht in einem Artikel der„New Yorker Sun“ über die Forderung der bedingungslosen Kapitulation, die die Alliierten von Deutschland verlangen und schreibt dazu: "„Ob die Alliierten sich für Roosevelt, d. h. für die Formel der bedingungslosen Kapitulation entschließen, ist vollkommen gleichgültig. Die Deutschen setzen in ihre politische und militärische Führung ein so starkes Vertrauen, daß sie sich über eine Neuauflage der Wilsonschen 14 Punkte nur amüsieren würden. Das deutsche Volk von seiner Führung trennen zu wollen ist ein reichlich aussichtsloses Unterfangen, und darin liegt auch der Irrtum des Leitartikels der„New York Sun“. „Viel Blut wird fließen“ □ Stockholm, 9. Oktober. Die letzten Erklärungen und dem Westkampfraum 72 Flugzeuge, darunter 54 Churchills und Roosevelts über den versteiften deutviermotorige Bomber, abgeschossen. Ergegen den weiter angreifenden Seind. Am ungarischen kreuzträger). Besonders ausgzeichnet dnb Aus dem Führerhauptquartier, 9. Oktober. gänzend zum Wehrmachtbericht wird gemeldet: Oberleutnant zur See der Reserve Tellgmann hat als Kommandant eines zur Geleitsicherung wertvoller Schiffe gehörenden Vorpostenbootes durch geschicktes taktisches Verhalten und entschlossenes Handeln den Angriff eines aus sechs Booten bestehenden britischen Schnellbootverbandes vor der niederländischen Küste zum Scheitern gebracht und durch vollen Einsatz von Boot und Besatzung entscheidend zur Versenkung von vier Schnellbooten und der Beschädigung eines weiteren beigetragen.(Siehe auch Neue Ritterschen Widerstand stehen in einem bemerkenswerten Gegensatz zu dem Illusionsrummel, den diese Kriegsverbrecher vor wenigen Wochen veranstalteten. Churchil! hat am Freitag im Unterhaus diese seine neue Einstellung nochmals unterstrichen mit den Worten:„Wie dürfen uns nicht einbilden, daß die Lage nicht ernst ist. Viel Blut wird in den allernächsten Monaten vergossen werden.“ Churchill, der zu einem Gesetz über die Stadt= und Landplanung sprach, entschlüpften bei dieser Gelegenheit auch einige Geständnisse über die verheerenden Wirkungen, die die==Angriffe in England hatten. Städte sind verwüstet worden, so erklärte Churchill, Städte wurden vernichtet. Es gibt große Gebiete der Zerstörung und des fürchterlichen Schicksals zugrundegerichteter Heimstätten, die unseren Augen überall begegnen. Schon 1938 plante Moskau den Ueberfall auf Deutschland □ Stockholm, 9. Oktober. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, daß die Sowjets schon lange vor Ausbruch des deutsch=sowjetischen Krieges den Ueberfall auf Deutschland vorbereitet hatten, so wird er durch Mitteilungen des früheren finnischen Finanzminister Mauno Pekkala geliefert, die von der schwedischen Wochenschrift„Trots Allt“ wiedergegeben werden. Pekkala## machte auf einer Versammlung in Helsinki die Mitteilung, daß die Sowjetregierung 1938 bei der finnischen Regierung angefragt habe, wie sie sich im Falle eine deutsch=sowjetischen Krieges verhalten würde. Um diese Enthüllung richtig zu begreifen, müssen wir uns daran erinnern, daß 1938 zwischen Deutschland und der Sowjetunion noch normale diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen bestanden. Die Mitteilung Pekkalas beweist jedoch, daß der Kreml, während er nach außen hin ein gutes Verhältnis zwischen der Sowjetunion und Deutschland vortäuschte, die Lage für den Fall eines Krieges gegen Deutschland sondiert hat. Die se zweigesichtige Sowjetpolitik ist bereits mehrfach gebrandmarkt worden, sie wird daher durch die Mitteilung Pekkalas nur noch einmal unterstrichen. Alle Schwachen und Kranken werden erschossen □ Riga, 9. Oktober. Vor den deutsch=lettischen Behörden in Riga machten Ueberlebende aus den estnschen Städten Werro und Petschery folgende, die Vernichtungsmethoden der Bolschewisten kennzeichnende Aussagen: Alle Einwohner von 15 bis 65 Jahren wurden von RKWD=Kommandos aus ihren Wohnungen geholt und in Arbeitsbataillone gesteckt, die die Aufgabe hatten, Nachschubstraßen für die Sowiets instand setzen. Jeder Arbeiter hatte eine tägliche Norm zu erfüllen, die den in den Zwangsarbeitslagern Sibiriens eingeführten Normen gleichkam. Die Arbeitsbedingungen waren in dem wald= und sumpfreichen Gebiet unerträglich, daß nur die allerstärksten Naturen die““ forderte Arbeit ausführen konnten. Arbeiter, die diese Probe bestanden hatten, wurden nach Pleskau gebracht und von dort nach dem Ural deportiert. Die Erkrankten und Schwachen wurden mit der Begründung, s seien für die Sowjetunion doch nur nutzlose Wesen, erschossen und in den Wäldern verscharrt. Auf diese Weise sind aus den beiden obgenannten Ortschaften mehrere hundert Männer und Frauen von den Bolscht“ wisten vernichtet worden. Wie hören im Rundkunk Montag: Reichsprogramm:.30—.45: Zum Hören und Behalten aus der Geschichte Japans.80—5: Der Frauen“ spiegel. 12.35—12.45: Bericht zur Lage. 14.15—15: Unt haltung mit der Hamburger Kapelle Jan Hoffmann. 15 is; Schöne Stimmen und bekannte Instrumentalisten. 16—1“ Bunter Melodienreigen: Operettenklänge, Ballettmusik, u. a. 17.15—18.30:„Dies und das für euch zum Spaß Unterhaltung aus Wien. 18.30—19: Der Zeitspiegel bean“ wortet Hörerpost. 19—19.15: Korrespondenten berichten. 19.13 bis 19.30: Frontberichte. 20.15—22(auch über den Deutsch landsender): Für jeden etwas.— Deutschlandsender: 17.13 bis 18.30:„Musik zur Dämmerstunde“, Konzertsendung“ Hamburger Rundfunkorchesters mit dem Chor der gischen Staatsoper und Solisten, Werke von Cherubinl, Schumann u. a. Schalk Mit:1 M In der westfö gestern der Kam der Staffel 1 w Programm ordnu Sieg über SG. die Tabellenführ starke Besetzung Meisterschaft sich sind anscheinend vermeiden. In FC. Schalte0 SpVg. Erken In der Glücke gestern rund 500 den Kampf zwis erwarteten. Wi schewski, Berg, 9 hak, Gawliczek, schierten die W hausen, Hautkap; Chudziak und K sich die Wattens ihnen, ein- gleich erzwingen. Vor zeigte sich als M Spieldauer konn Winklers zum F höhte Gawliczek scheider nach der der eine saubere auf:1 herankan Die Königsblau Kanthak zwei 1 ihren Sieg siche wurde die Wat andergerissen. zwei schöne Tre :1 aus Rachde rieten Nowack un in ein Gedränge, war klar überle nichts mehr zu 5 Eine große E denburg=Stadion überraschend geg :3 Toren verlo recht vielversprei stürmer Glaubre Ludorf 1 durche kamen die eifrige hüter Geyer hiel aber einen Tre Hassel durch den setzte ein spanner Glaubrecht ließe rend Hassel kurz zum Siegtor kan aus, ist aber nie Der Tabe FC. Schalte 04 Westfalia Herne KS6. 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Diis Len DER SPORT Schalke 04 jetzt in Führung Mit:1 wurde SO Watlenscheid beslegt In der westfälischen Kriegs=Gauklasse" wurde gestern der Kampf um die Punkte fortgesetzt. Lediglich in der Staffel 1 wickelte sich bisher Sonntag für Sonntag das Programm ordnungsgemäß ab. Durch einen klaren:(:). Sieg über SG. Wattenscheid übernahm der FC. Schalke 04 die Tabellenführung. Der Altmeister hat immer noch eine starke Besetzung zur Verfügung und steuert der diesjährigen Meisterschaft sicher entgegen. In den beiden anderen Staffeln sind anscheinend Unterbrechungen und Spielausfälle nicht zu vermeiden. In der Stattel 1 klappt es! FC. Schalke 04— SG. Wattenscheid:1(:0) SpVg. Erkenschwick— SC. Buer=Hassel 1919:3(:0) In der Glückauf=Kampfbahn zu Gelsenkirchen hatten sich gestern rund 5000 Besucher eingefunden, die einen spannenden Kampf zwischen FC. Schalke 04 und SG. Wattenscheid erwarteten. Während die Königsblauen Klodt 1, Dargaschewski, Berg, Nowack, Schweißfurth, Megert, Winkler, Kanthak, Gawliczek, Kuzorra und Hinz zur Stelle hatten, marschierten die Wattenscheider mit Stein, Timpert 1, Stockhausen, Hautkappe, Philipp, Pape, Seifert, Rest, Timpert 2, Chudziak und Kirchhoff auf Zu Beginn des Spiels zeigten sich die Wattenscheider von ihrer besten Seite. Es gelang ihnen, ein gleichwertiges Spiel gegen den Titelverteidiger zu erzwingen. Vor allem der Wattenscheider Torhüler Stein zeigte sich als Meister seines Fachs. Erst nach halbstündiger Spieldauer konnte Schalke kurch einen sauberen Kopfball Winklers zum Führungstreffer kommen. Bis zur Pause erhöhte Gawliczek den Vorsprung auf:0. Als die Wattenscheider nach der Pause durch den jungen Rechtsaußen Seifert, der eine saubere Flanke von Klaus Timpert auswerten konnte, auf:1 herankamen, da stieg die Spannung auf den Rängen. Die Königsblauen drehten kräftig auf, erzwangen durch Kanthak zwei weitere Treffer und hatten damit bereits hren Sieg sichergestellt. Im weiteren Verlauf des Spiels wurde die Wattenscheider Deckung immer mehr auseinandergerissen. In kurzen Abständen erzielte Gawliczek zwei schöne Treffer und dehnte somit den Vorsprung auf :1 aus Rachdem Hinz Treffer Nr. 7 angebracht hatte, gerieten Nowack und Gawliczek nach einer Vorlage von Winkler in ein Gedränge, und schon stand die Partie:1. Schalke 04 war klar überlegen, während Wattenscheid nach der Pause nichts mehr zu bestellen hatte. Eine große Enttäuschung erlebten die Zuschauer im Hindenburg=Stadion am Stimberg, wo die SpVg. Erkenschwick überraschend gegen den Neuling SC. Buer=Hassel 1919 mit :3 Toren verlor. Für die Platzbesitzer begann das Spiel recht vielversprechend, denn schon bald verwandelte Mittelstürmer Glaubrecht auf:0. Noch vor der Pause erhöhte Ludorf 1 durch einen Strafstoß auf:0, aber nach der Pause kamen die eifrigen Gäste immer mehr auf. Erkenschwicks Torhüter Geyer hielt zwar einen Handelfmeterball, mußte dann aber einen Treffer des Linksaußen hinnehmen. Nachdem Hassel durch den Halblinken den Ausgleich erzwungen hatte, setzte ein spannender Kampf um den Sieg ein. Mittelstürmer Glaubrecht ließ eine große Chance für Erkenschwick aus, während Hassel kurz vor dem Schlußpfiff durch den Rechtsaußen zum Siegtor kam. Der Sieg der Gäste fiel etwas glücklich aus, ist aber nicht unverdient. Der Tabellenstand am 8. Oktober 1944 : S t a f t e l 1 besonders gut an. Nach dem schönen Auftakt vor acht Tagen gab es auch in der zweiten Runde wieder eine Reihe von spannenden und gut besuchten Spielen, die durchweg schöne Leistungen brachten. Die angenehmste Ueberraschung lieferte der Berliner SV. 92, der mit Jahn im Tor und erstmalig mit dem früheren Dessauer Schmeißer im Sturm zu einem :1(:1) über Union Oberschöneweide kam. Croß(), Hewerer(), Schmeißer, Holy und der Hockey=Nationalspieler Gilbert schossen die Tore. Der BSV. 92 führt nun mit 16:3 Toren vor Blau=Weiß und dem Pokalspieler SGOP. Berlin, die ebenfalls wie er:0 Punkte aufweisen, die Tabelle an. HerthalBSC., der Titelverteidiger, fiel durch eine:(:)= Niederlage durch die KSG. Minerva 93/ Sandauer SV. auf den 6. Platz zurück und sorgte damit bei den 6000 Zuschauern am Gesündbrunnen für eine herbe Enttäuschung. Das Fußballprogramm im Sportbereich Niederrhein konnte am Gonntag restlos unter Dach und Fach gebracht werden. Im Bezirk Essen konnte Rellinghausen 08 an die Leistungen des Vorsonntags anknüpfen und mit:4 gegen die Sportfreunde aus Katernberg einen weiteren Punkt buchen. Auch das Halbzeitergebnis von:2 gibt den durchweg ausgegliche. nen Kampf wieder. Fortuna Bredeney war dem technisch reiferen Können der KSG. Rot Weiß Essen nicht gewachsen und unterlag glatt mit:9(:). ESV. 99 Essen hatte TuS. Heleve Essen zu Gast und konnte nur in den ersten 45 Minuten einigen Widerstand leisten. Die Helenen flegten mit:1(:). Im vierten Spiel der Gruppe 1 siegte die KSG. Essen=West über Tura 86 klar und eindeutig mit:3. Volles Programm Im Bezirk Dulsburg Bei der Fortsetzung der Meisterschaftsspiele im Bezirk Duioburg konnten am Sonntag die Vertreter der bisherigen Bereichsklasse neue Siege erzielen. So war vor allem der Niederrheinmeister KSG. Duisburg wieder gut in Fahrt, allerdings machte ihm der SV. Neuenkamp den Erfolg auch nicht schwer. Mit:0(:0) landete die Meisterelf einen überlegenen Sieg. Der Torwart von Neuenkamp, Schuffeln, verhinderte durch gute Paraden eine noch höhere Niederlage. Einen klaren Erfolg von:2(:1) buchte auch Gelb Weiß Hamborn gegen den SpV. Beeckerwerth. In einem schnellen und fairen Kampf zeigte sich Gelb Weiß klar als die bessere Elf, doch ließ es der Sturm an der nötigen Entschlußkraft fehlen, sonst wäre der Sieg noch eindeutiger ausgefallen. Mittelstürmer Nazaika(2) Halbrechts Kleingans(2) und Halblinks Heuser schossen die Tore. Mit viel Glück holte sich die KSch. Westende Schwarz(Weiß Hamborn bei der KSG. Ruhrort die Punkte.:2(.), hieß es am Schluß für Westende, dessen neuer Mittelstürmer“ drei Tore vorgelegt hatte. Dann kam Ruhrort auf, holte durch den Halblinken Staring zwei Treffer auf und hätte bei etwas mehr Schußglück zumindest noch ausgleichen können. Im übrigen waren die einzelnen Ergebnissee im Bezirk wie folgt: Gruppe 1: KSG. Duisburg— SpV. Neuenkamp:0(:0) KSch. Reichsbahn Wedau— Union Mülheim:0(:0) TuS. Kaslerfeld— KSG. Duisburg=Süd:5(:1) KSG Mülheim— Duisburg 08(:1(.0) Gruppe 2: KSG. Ruhrort— KSG. Westende Hamborn:3(:3) GelbWeiß Hamborn—. SV Beeckerwerth:2(:1) TuS. Neumühl— Grün=Weiß Beeck:1(:1) KSG. Hamborn 07/02— KSG. Meiderich:4(:1) Zwei Meisterschaftsspiele in Oberhausen Im Bezirk Oberhausen gab es am Sonntag zwei Meisterschaftsspiele. Die KSG. Rot Weiß Oberhausen gewann gegen Concordia Lirich knapp mit:4(:). Im zweiten Spiel war der BfR. Alstaden gegen Schwarz Weiß Oberhausen mit:0 (:0) erfolgreich. Im Bezirk Düsseldort spielten: VfL. Benrath— Viktoria Düsseldorf:1(:0) BV. 04 Düsseldorf—. VfB. Hilden:0(:0) Freundschaftespiele: VfB. Eintracht Düsseldorf— KSG. Düsseldorf:3(:3) KSc. Leverkusen— Viktoria Köln:0(:0) abgebr. Dresdner SC muß auf Schön verzichten Auch die Reihen des deutschen Fußballmeisters haben sich in den letzten Wochen ständig gelichtet. Nach Kreß, Hempel, Schubert. Dzur und Schaffer wird der Dresdner SC. nun auch ohne seinen so überaus wertvollen Mannschafts= wie Einzelspieler Helmut Schön auskommen müssen. Trotzdem kamen die Dresdner in ihrem dritten Meisterschaftsspiel vor 2000 Zuschauern im Ostragehege zu einem:(:)=Erfolg über die Spielvereinigung Südwest Dresden, wobei Siegert(), Pohl, Hofmann und Fischer die Tore schossen. Die Mannschaftsaufstellung des DSC. lautete: Weber: Kreisch, Adam; Pohl, Claus, Fleischer; Fischer, Voigtmann, Siegert, Hofmann und Lehmann. An der Waterkant. Das besondere Ereignis in den Meisterschaftsspielen des Gaues Hamburg war die erstmalige Mitwirkung der bisherigen LSV.=Spielet in den Reihen der Hamburger Zivilvereine. So standen sich am„Millerntor“ Gebhardt, Lotz und Miller in der Elf des St.=Pauli=FC. und Münzenberg, Ochs und Pickert in der Mannschaft von Victoria gegenüber. Vor gutem Besuch gab es ein flottes, kampfreiches Treffen, das der St.=Pauli=FC.:2(:2) durch Tore von Lotz, Wagner und Fischer gewann. Victorias erfolgreichster Spieler war Reinhold Münzenberg als Mittelläufer, der eine höhere Niederlage verhinderte. Am„Rothenbaum“ bezwang der Hamburger SV. mit dem früheren LSV.=Halbrechten Zahn im Sturm den alten Ortsrivalen Eimsbütteler TV. mit.1(:), wobei Ebeling alle HSV.=Tore schoß. Das dritte Spiel endete mit einem:000:)Erfolg von Wilhelmsburg 09 bei der Barmbecker SG. Um jene Zeit— sie lag an dreißig Jahre zurück— hatte Bobby den aufgeblasenen Sohn des Bürgermeisters windelweich gehauen. Die Sache machte das Maß voll. Bobby mußte über Nacht verduften. Dann galt er als verschollen. Eines schönen Tages legte ein Schiff an. Im weißen Sweater, einen Papagesenkäfig in der Hand, drei Viecher saßen darin und kreischten, spazierte Bobby auf den Deich los, ging nach dem Gasthaus zum Blauen Anker. Bobby mietete zwei nebeneinanderliegende Zimmer, ohne nach dem Preis zu fragen. Und eine Kammer mußte man ihn obendrein für seine fünf Kabinenkoffer einräumen. Wer mit Bobby einmal eine Stunde zusammengesessen und ihn erzählen hören hatte, der duldete ferner kein übles Wort über ihn. Bobby war reich geworden, und er hatte was von der Welt gesehen. Seine Frau war ihm gestorben. Seine Kinder verwalteten ihre überseeischen Besitztümer, und Bobby hatte ihnen seine Anteile geschenkt. Einen Abend, die Gaststube saß voll von Menschen, murrte der alte Wirt:„Wenn ich den Gasthof wenigstens zu einem vernünftigen Preise verkaufen könnte, da hätte ich Aussicht, mich mal wieder auskurieren zu lassen!“ „Was. Sie wollen verkaufen, Kruse? Das muß doch ganz einfach sein?“ fragte Bobby. „Eben nicht. Gestern war wieder so'n Makler hier. Auf achtzehntausend wollt“ er mich drücken. Wenn ich die Hypothek ablöse, dann bleiben nur knapp elf für mich. Unter zwanzig gebe ich das Haus nicht her.“ Bobby zog ein längliches Heft und eine Füllfeder aus der Hosentasche und kritzelte einige Zahlen auf das Papier. „So. Kruse“, sagte er, indem er dem Wirt das Blatt reichte, ich zahle fünfundzwanzigtausend bar aus. Sie können das Geld morgen früh von der Bank abheben.“ Der alte Wirt ging von Tür zu Tür und zeigte die knisternden Scheine. Von dem Tage an war Bobby Mann Inhaber vom„Blauen Anker". Das Haus wurde gestrichen. Nach ein paar Wochen kannte niemand den alten Kasten wieder. Bobby hatte sich eine tüchtige Mamsell für die Küche und einen Hausdiener genommen, sa, in der Gaststube scharwenzelte sogar ein Kellner herum. Und Bobby saß unter der Hängelampe wie ein Präsident von dem allen oder draußen vor der Tür neben seinen Papageien. Er hatte scharfe Augen„Sonderbar, nicht wahr“, sagte er einmal beim Skat,„daß die Frau von Schlachtermeister Wilm jeden Morgen schon um sieben zu Frisör Knuff geht.“ „Ja“, verteidigte jemand die Frau,„sie will immer adrett hinter der Toonbank stehen. Und um acht machen sie doch den Schlachterladen schon auf——“ „Ja. um acht!“ Bobby blinzelte ganz eigen mit den Augen. „Wenn ich so denke, daß sie in Hamburg eine ganze Frauenfrisur in sieben Minuten zustandebringen.“ Bobbys Aeußerung wurde dem Schlachter von einem guten Freunde gesteckt. Er ging seiner Frau nach und brach, weil sie von innen verschlossen war, mit der von der Eifersucht verliehenen Kraft die Tür des Frisörladens auf. Und dann SC. Reichsbahn bleibt Favorit KSG. Castrop 02/11 unterlag in Wanne:5 Das Programm in der Staffel Bochum 2 der 1. Klasse war wieder recht mager. Nur die Begegnung zwischen Sc. Reichsbahn und KSc. Castrop 02/11 wurde durchgeführt. Der Tabellenführer Reichsbahn traf harten Widerstand an. Im Feldspiel waren die Castroper vollkommen gleichwertig, aber mit den Torschüssen hatten die Reichsbahnstürmer mehr Glück. Schon bald lagen die Reichsbahner :0 in Führung. Castrop holte einen Treffer auf, aber wieder holte Reichsbahn einen:=Vorsprung. Als die Castroper auf:2 herankamen, da stieg die. Spannung bei den Zuschauern stark an. In kurzen Abständen dehnten die Reichsbahner ihren Vorsprung auf•2 aus, während Castrop nur noch einen Gegentreffer erzielen konnte. Der Sieg der Platz= elf ist etwas glücklich, denn die Gäste zeigten prächtige Leistungen. Vor allem der Castroper Linksaußen stellte die Reichsbahnabwehr vor harte Aufgaben. Das Punktespiel SuS. Gerthe gegen Preußen Wanne fiel aus. In Herne endete das Freundschaftsspiel zwischen SV. Sodingen 1912 und Germania Herne mit :1(:). Sp. u. Sp. Gerthe blieb Turnlersleger Vor gutem Besuch kam am Sonntag in Bochum erstmalig ein Fußballturnier mit Siebenermannschaften zum Austrag. Insgesamt neun Vereine nahmen an diesem Turnier teil. Nach schönen Leistungen in den Vorrunden konnte in der Zwischenrunde Wanne 11 die KSG. Werne mit:1 ausschalten. In der Vorschlußrunde siegte Sp. u. Sp. Gerthe über Wanne 11 mit:0, während die KSG. Bochum den SC. Dahlhausen trotz zweimaliger Verlängerung nicht bezwingen konnte. Das Spiel endete 010. Das Los entschied zugunsten der KSG. Bochum. Im Endspiel gab es dann die große Ueberraschung, da es den Gerthern gelang, ziemlich eindeutig die KSG. Bochum mit:0 auszuschalten und damit Turniersieger zu werden. Von Walter Persleh jagte er Kuuff den ganzen Deich entlang und verklopfte ihn and ernd mit einem Holzpantoffel, bis Knuff endlich die Puste wegblieb Die Schlachtersfrau mußte aus der Stadt verschwinden. Schade!“ sagte Bobby.„Und sie war doch immer die Moral selbst.“ Fremde, die bei ihm wohnten, behandelte Bobby mit väterlicher, zuweilen fast streng wirkender Fürsorge. Manche sah man jedes Jahr, und es wurden bald so viele, daß auch die anderen Gasthöfe welche abkriegten. Da gab Bobby glatte zwanzigtausend Mark her, damit die Gemeinde einen ordentlichen Badestrand bauen konnte. Ob der Arzt oder der Schulleiter einen Schoppen bei Bobby tranken, der Apotheker oder der neue Bürgermeister, Bobby machte vor keinem einen Buckel. Eine einzige Ausnahme machte er mit der Frau des Apothekers. Was sie anzog, auch das Einfachste, wirkte an ihr immer viel hübscher als selbst die teuersten Sachen, mit denen andere Frauen sich behängten. Ihre drei Kinder erzog sie vorbildlich, dagegen gab es nichts zu sagen— und trotzdem! Irgendetwas stempelte sie zu einer Ausnahme. Bobby hatte das bald heraus. Der Apotheker und seine Frau kamen zuweilen mit anderen Gästen. Dann hielt sich Bobby immer in der Nähe der zarten Frau auf, um ihr jeden Wunsch sofort selbst zu erfüllen. Für ihren Platz hatte er immer ein Kissen in Bereitschaft.= Und wenn sie ihm die Hand reichte und dankbar lächelte, dann beugte er sich darüber und hauchte einen verehrenden Kuß auf die weiße Haut. Am liebsten hatte sie es wenn er von seinen Reisen erzählte.„Wie war das denn, als Sie in Indien Jagd auf das Panzernashorn machten?“ fragte sie.„Na, so ein Biest wiegt an die siebzig Zentner", erklärte er,„und es kam unversehens auf uns zugesteuert und riß gleich dem ersten Gaul mit seiner auf der Schnauze bofestigten Mordwaffe die Gedärme heraus. Zurück konnten wir nicht———“ Zu einem Familienfest wurde Bobby bei den Apothekersleuten eingeladen. Er küßte der Dame des Hauses die Hand. „Sie sind schöner als je“, sagte er bewundernd, obgleich sie errötete Nachher spielt; sie einiges auf dem Flügel. Versunken hörte Bobby zu.„Das war Brahms“, sagte er einmal.„Es ist sein schönstes Impromptu“, und niemand konnte etwas erwidern, denn so gut war nicht ein einziger beschlagen. Wenige Wochen später zog sich die Apothekersfrau eine Lungenentzündung zu. Sie starb daran. Bobby und alle seine Leute erschienen auf dem Friedhof und er selbst schleppte den herrlichsten aus der Großstadt bezogenen Flieder— ihre Lieblingsblume. Nachher ging der Apotheker neben Bobby. Da sagte der Weitgereiste plötzlich: „Jetzt kann ich es ja sagen. Es tut ihnen ja auch nicht weher als der Verlust, es nimmt Ihnen nichts: ich habe sie geliebt wie niemals eine Frau. Sie war ein Kunstwerk.“ Ging den Deich runter nach seinem Haus und fütterte gedankenvoll ein paar Stunden die Papageien mit den besten Nüssen, die sonst nur für den Sonntag waren. Ueber sein kupferfarbenes Gesicht liefen die blanken Tränen. Das Geschenk der Danaer Ein Geschenk, das sich für den Beschenkten später als recht unerfreulich erweist, wird im allgemeinen Sprachgebrauch häufig als„Danaergeschenk“ bezeichnet. Der Name der Danaer, eines griechischen Volksstammes, wird von Homer genannt, später diente er oft als Gesamtbezeichnung der Griechen. Der eigentliche Stamm der Danaer war in geschichtlichen Zeiten bereits verschollen. Alte ägyptische Inschriften berichten aber von einem Volksstamm der„Danauna“, der im Jahre 1190 v. Chr. das Rildelta angegriffen haben soll. Das„Danaergeschenk“ kommt als Redewendung; erstmalig in Vergils Aeneide vor. Als die Trojaner sich anschickten, das von den Griechen bei ihrer scheinbaren Abfahrt zurückgelassene hölzerne Pferd in die Stadt hineinzuschaffen, rief ihnen Laokoon zu: „Was es auch sei— ich fürchte die Danaer, selbst wenn sie Geschenke bringen!“ Hier wird bereits ersichtlich, daß man zur Zeit Vergils bereits die Bezeichnung„Danaer“ allgemein für die Griechen anwendete. Strümpfe schon Im 1. Jahrhundert Es ist wenig bekannt, daß die Germanen mit die ersten waren, die eine Strumpfbekleidung kannten. Sie wurde zuerst nur von der männlichen Bevölkerung getragen und diente dem Schutz der Beine vor Kälte. Schon um das Jahr 100 trugen die germanischen Männer eine Art Strumpf, der einem Stiefelschaft ähnelte, mit offener Ferse und ohne Zehenbekleidung. Er war durch ein Band vorn an der Oberbekleidung befestigt. In Gestalt einer Socke hat man die Fußbekleidung zuerst in Aegypten im 4. Jahrhundert nachgewiesen. Die ersten Strümpfe waren von Tuch und wurden vom Schneider angefertigt. Allmählich wurde bei der Verkürzung der Oberkleidung der Männer des Abendlandes die Strumpfbekleidung länger. Sie reichte bis zum Oberschenkel, wurde an der Latzhose angebunden oder am Wams angenäht. So entstanden„Beinlinge“, eine Art Strumpfhose. Gestrickte, von den Beinkleidern getrennte Strümpfe sollen zuerst im 1. Jahrhundert in Spanien im Gebrauch gewesen sein. Und gasteben gemn keherm. ROMAN VON HANS ERNST Urheberrechtschutz: Deutscher Roman-Verlag Klotzsche(Bes. Dresden) 8. Fortsetzung Der Eggl konnte sich nicht anders helfen. Er mußte inem Herzen auf diese Weise Lut machen. Und dabei chaute er diejenigen an, die dagegen waren, als er den Robert mitnehmen wollte. „Aber das ist doch eine Narretei! Schließlich geht es doch hier um ein paar Menschenleben und nicht um die verschrobenen Ueberlieferungen einzelner. Bitte, Herr Inspektor, satteln Sie mir das Pferd.“ Wenige Minuten später ritt die Freifrau über das Almfeld und verschwand im Walde. Niemals noch hatte die Freifrau Ilona von Lenz ein Tier gequält, es war das erstemal in ihrem Leben. Der schöne Apfelschimmel bekam die Sporen, sobald das Gelände nur irgendwie einen schnellen Ritt gestattete. Den steilen Waldweg hinunter war es zwar unmöglich, aber als die Hügelwiesen kamen, flog der Schimmel darüber hin, als wüßte das Tier, um was es ging. Die Freifrau ritt um das Leben ihres Sohnes, obwohl die Aussichten verschwindend klein waren, denn— wie sollte ein einzelner Mensch es zwingen können, was andere nicht sertig brachten, obwohl es geübte Kletierer waren und das Menschenmögliche versucht hatten. Immerhin, es war noch ein kleiner Srtohhalm, irgendwie klammerte sich das Herz der Gutsfrau baran, weil sie nicht glauben konnte und daß dieser blühende Sohn ihr mit zerschmetterten Gliedern vor die Füße gelegt werden könnte. Und eine rasende Angst bemächtigte sich ihrer plötzlich, daß dieser Schmiedegeselle nun nicht zu Hause sein könnte. Jede Stunde war setzt von einer unwiederbringlichen Kostbarkeit. Er war daheim. O ja, Robert Blank war daheim. Er saß am Bach unten, und die Kinder hockten bei ihm im Gras. Sie sahen den lustig hüpfenden Wellen zu und den Forellen und es war eine jener fröhlichen Stunden, die Gott nur an zufriedene Menschen verDa brach ein schnaubendes Roß den stillen Frieden. Es hielt vom jähen Zügelgriff mit einem Ruck, daß die Hufe in der feuchten Bachwiese ein wenig einsanken. Schaum triefte in hellen Flocken von seinem Gebiß. Das Gesicht der Frau war gerötet vom schnellen Ritt. „Sind Sie der Geselle vom Bachschmied?“ fragte sie in hastiger Aufgeregtheit. Ja, der sei er, antwortete Robert und er könne sich wohl denken, weshalb die Frau nun hier bei ihm sei. Ob es seine Richtigkeit habe, daß er die Nordwand durchstiegen habe, wollte die Freifrau wissen. Robert nickte und nahm den Ambros auf den Arm, weil er den Schimmel streicheln wollte. Eine Falte des Unwillens stand plötzlich zwischen den Brauen der Frau. „Und da können Sie ruhig hiersitzen, wenn Sie wissen, daß da zwei Menschen droben um ihr Leben ringen?“ „Man hat mich net gebraucht. Und aufdrängen—“ „Ja, ja, ich weiß. Aber nun— ich bitte Sie herzlich——.“ Robert hob leicht abwehrend die Hand und ließ Ambros wieder zu Boden gleiten.„Bitten brauchen S' net, Frau von Lenz. Sie sind kommen und holen mich und— ich geh. Da brauchts keine weiteren Reden.“ Er wandte sich dem Haus zu und die Frau sprang aus dem Sattel, ging neben ihm her. Sie war plötzlich wieder voller Zuversicht. „Wenn Sie etwas brauchen, sagen Sie es. Ich lasse alles besorgen. „Was ich brauch, dös hab ich.“ Er ging ins Haus, nahm ein Seil, das im Flur an der Mauer hing, und packte es in den Rucksack. „Was is jetzt?“ fragte der Schmied aus der Küche tretend.„Könnens dich jetzt doch brauchen?“ Robert deutete mit dem Daumen über die Achsel zur Haustür. „Die Gutsfrau ist kommen. Geh, gib mir ein Flascherl Schnaps mit, von dem scharfen. Und ein Stück Hausbrot, mehr brauch ich net.“ Als Robert aus dem Haus ging. fragte ihn die Gutsfrau: „Glauben Sie, daß Sie ihnen helfen können?“ Robert schaute ihr gerade in die Augen „Versprechen kann ich aar nix. Aber ich hoff es.“ In der Schmiede drüben suchte er noch eine Anzahl Mauerhaken. Jeden einzelnen prüfte er gewissenhaft, legte ein paar auf die Seite, und nahm dafür andere. Zehn Minuten später ging er schon mit weitausholenden Schritten über die erste Bergwiese. Die Gutsfrau aber saß noch eine Weile auf der Hausbank bei der Bachschmiede und lehnte sich erschöpft an die Mauer. Auf einmal fesselte sie das blonde Bubengesicht des Ambros, der immer um den Schimmel herumstrich. „Ist das Ihr Jüngster?“ fragte sie den Bachschmied, der unter der Haustür lehnte. „Naa, mir ham schon noch ein'n Kleineren drin.“ „Komm mal her, Bübchen“, sagte Ilona von Lenz freundlich.„Sag mir, du willst wohl auch einmal Schmied werden wie dein Vater?" „J? Naa, wen im amal groß bin, möchte ich auch so ein Rössl reiten wie du.“ „Merkwürdig, wie blond er ist, und die anderen Kinder sind alle dunkel. Sag mir einmal, warum willst du denn nicht Schmied werden?“ Statt des Knaben antwortete sein Vater. „Er sieht halt, daß die Schmiedn net viel eintragt.“ Da plapperte Ambros vorlaut drein: „Weil uns der Schmied vom Oberdorf die ganze Kundschaft wegschnappt.“ Daraufhin entstand eine Stille. Die Gutsfrau erhob sich und streifte die Handschuhe über. Dann zog sie die Gurt des Sattels um ein Loch enger und richtete den Steigbügel. Irgendwie zwangen die Worte des Buben sie zum Rachdenken. Als sie schon im Sattel saß, fragte sie noch: „Dieser junge Mann da— wie heißt er gleich, Ihr Geselle?“ „Robert. Robert Blank.“ „Gut! Wenn er meinen Sohn retten kann, will ich ihn dafür auch anständig belohnen!“ Sie ritt davon. Die Sonne stand jetzt schon hoch am Himmel. Kein Lüftchen kühlte den Tag. Die Mittagsglocken läuteten, aber ihr Ton warf das Echo nicht weit in die flimmernde Luft. Robert sah schon von weitem die Menschengruppe vor der Hierangl=Alm und machte deshalb einen Umweg, stieg durch das Latschenfeld und gelangte verhältnismäßig schnell an den Einstieg der Nordwand. Ohne zu verschnaufen, begann er den Aufstieg, und er mochte vielleicht schon eine halbe Stunde gestiegen sein. als man ihn bei der Almbütte drunten gewahrte. „Da schauts hin, da hängt einer in der Wand“ sagte der Göggerl Michl. „Der Schmiedgesell ist es“, erklärte der Eggl und nahm den Fernstecher an die Augen. „No da bin ich jetzt neugierig“ meinte der junge Schuller, setzte sich erwartungsvoll in Positur und wickelte ein großes Stück Wurst aus dem Papier „Bis jetzt geht er den gleichen Weg, wie mir gegangen sind. Und wenn er dort is, wo mir warn, dann muß er halt auch umkehren. Plötzlich war auch die Gutsfrau wieder da. Es wurde nicht mehr viel gesprochen. Alle Augen waren auf die Wand gerichtet. Langsam aber unbeirrt arbeitete Robert sich in die Höhe. Hell klang das Eisen herunter, wenn er einen #en einschlug. Eine Stunde verging und eine zweite und Robert kam nun ungefähr in die Richtung, in der die anderen umgekehrt waren. Da verhielt er nun eine Weile. Es war, als suche er, wo es weitergehen sollte. „Hab ich's net gesagt?“ greinte der junge Schuller „Jetzt muß er wieder runter.“ Da— was war das? Nun wandte sich Nobert nach rechts. Nun wich er ab von der Route der anderen Er packte die steile Felsflucht an, in der sich kein Haken anbringen ließ. O, man weiß es doch. Es ist nur ein Experimentieren, was der windige Schmiedgesell da versucht. Es kann ja nicht glücken. Auf der Alm drunten hielten alle den Atem an Nun mußte das Ende kommen. Er würde umkehren müssen. Selbst wenn er noch etwas höher käme, wie wollte er üebr das vorspringende Wandl kommen? Da klang das Eisen wieder aus der Wand. Langsam zog der Einsame im Fels das Seil durch den Ring. Hart an den Felsen gepreßt, schob er sich hinauf, krallte seine Finger in die schmalsten Rinnen und Risse, hielt sich immer mehr rechts. „So ein Depp“ platzte der Strixner Alois heraus. „Ich möcht nur wissen, was er da drent sucht. Da gehts ja gleich gar net auffe.“ „Jetzt werds ihn gleich abihaun“ prophezette der Schullerbub. Heftig ließ die Freifrau das Glas sinken. „So seid doch einmal ruhig. Der Mann weiß, was er will.“ Fortsetung solet. Aus der Heimat Castrop=Rauxel, 9. Oktober 75 Jahre alt Bezugscheine ohne Namens=Eintragung Entlastung der Wirtschaftsämter Der Verlierer haftei in jedem Fall für seinen Verlust Sektor der Wirtschaft die Fertigkeitsprüfung und de### schriftliche Teil der Kenntnisprüfung gezeigt haben daß die Prüfung bestanden oder nicht bestanden ii Mündliche Prüfungen bleiben auf Fälle beschränk in denen Zweifel auftreten, ob die Prüfung als bes standen oder nicht bestanden anzusehen ist. Bei derBewertung der Prüfungen sind die Leistungen des# Berufsschule zu berücksichtigen. Nach einer Anordnung des Reichswirtschafts: Fl=Bezugsausweise recht größte Obacht geben. Es ist Frssefrtung, der. Am gestrigen Tage konnte unser Mitbürger Wil= ministers sollen in Zukunft zur Entlastung der Wirt= auch nicht damit zu rechnen, daß im Falle eines Ver= Pruftings in der helm Schütt, Münsterstraße 62, sein 75. Lebensjahr schaftsämter und Kartenstellen Bezugscheine aller Art, lustes das Wirtschaftsamt einen neuen Bezugschein Lag gisorne: Luftschutze Letztverbraucher gelangen ohne Eintre=ausstellt zmal sich in der Regel=Angaben über einen Jus„Plterne Tustsmuhgeväck! vollenden. Dem allverehrten und überall gern gesehenen Altersjubilar gingen aus überall gern ge die an den Leßrveroraucher gelangen, ohne Eintra= ausstellt, zumat sich in der Regel Angaben über einen diesem Anlaß viele gung des Namens und des Wohnortes des bezugsbe Verlust gar nicht nachprüfen lassen, darüber hinaus glückliche und zufriedene Jahre! Staatseramen und Doctor=Promotion Cand. med. Paul Lambertz aus Castrop=R. 1, Zeppelinstraße bestand in Münster vor dem Prüfungsausschuß der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Landes=Universität das Staatsexamen und promovierte zum Dr. med.— Herzlichen Glückwunsch! Dienststunden de: Veirmeideamtes Salkron=Nautel Die Dienststunden des Wehrmeldeamtes sind täglich (auch Sonntags) von—18 Uhr. Für die berufstätige Bevölkerung ist die Dienststelle an jedem Donnerstag von—20 Uhr geöffnet. „Dürfen wir an den Sieg glauben?“ Diese Frage wird morgen in der Kundgebung von Castrop=Rauxel=Nord beantwortet Es ist wichtig, im Luftschutzgepäck auch eine eisern# Ration von Eßwaren mit dem nötigen Zubehör(Bepsteck. Trinkgefäß, Suppenteller) mitzuführen Zwech mäßig sind(für jede Person) ein Päckchen Zwiebach ein par Kekse, eine Dose Büchsenmilch und etwag Zucker. Außerdem eine kleine Menge Haferflocken. au denen mit Wasser, Milch und Zucker schnell eine Stät kung bereitet werden kann. Eine Flasche Mineral wasser oder eine allabendlich mit frischem Wasser u füllende andere Flasche vervollständigen die eisern## sie bei Fliegeralarm schnell einstecken zu können. Lehrlingsausbildung muß trotz Abkürzung abgeschlossen sein! Die Heranbildung eines guten Berufsnachwuchsen Es wird noch einmal an die Großkundgebung erinnert, die morgen(Dienstag, den 10. Oktober) im Saalbau Felling von den 3 Ortsgruppen von Castrop= Rauxel=Nord gemeinschaftlich veranstaltet wird. Das Thema„Dürfen wir an den Sieg glauben?“, über das Pg. Webepohl, dem der Ruf eines guten Redners voraufgeht, sprechen wird, muß allgemein interessieren, so daß alle deutschbewußten Männer und Frauen an der Veranstaltung teilnehmen. Platzeinnahme bis 17.50 Uhr. Unbedingt beachten! Noch Luftangriffen gefundene Munition ist zu melden, stie darf nicht berührt werden! Wiederholt ist schon vor dem Berühren, Zerlegen, Abbrennen und Aufbewahren von Blindgängern oder Teilen feindlicher Abwurfmunition insbesondere auch Phosphorstabbrandbomben und Leuchtbomben, gewarnt worden. Trotzdem verunglücken immer wieder Volksgenossen, vor allem Kinder, durch unbefugtes Hantieren mit dieser gefährlichen Munition schwer, manchmal sogar tödlich. Sesie gtlscgt se sihe a ia er Khalstusg, dacs dae) Sher adene Fage a die a us de. Veren. notwendigen Eintragungen auf den Personal= und losigkeit der Bezugscheine nicht einem unerlaubten Haushaltskarten der Verbraucher auch weiterhin vor Schleich= oder Tauschhandel der Weg geebnet wird. genommen werden..1 J 7, s4iuen Js. s Auch diese Frage ist zu verneinen, schon aus dem Auf den ersten Blick könnte es so scheinen, als ob Grunde, weil eben nur in wirklichen Notstandsfällen der namenlose Bezugschein nicht so ohne weiteres sich ein Bezugsrecht ausgegeben wird. Sollte aber tat: Ration Etwas Brot und Butter stellt man am besten# in das äußerst strenge Reglement unserer Bewirt=sächlich ein Bezugschein auf unredliche Weise— z. B. jeden Abend ebenfalls neben das Luftschutzgepäck, un schaftungsmaßnahmen eipgasse und unter Unständen durch falsche Angaben gegenüßer, der Kartenstelle— 6..; Tsageralarm scho n, besz.Lutschuzeräk, die Namenlosigkeit der Urkunde zu Mißbräuchen Ver= erschlichen worden sein in der Absicht, das Bezugsrecht anlassung bieten könne. Wenn man aber berücksichtigt, gegen andere Vergünstigungen einzutauschen, so ändert daß die Ausstellung von Bezugscheinen nur noch nach die neue Handhabung hieran kaum etwas. Denn der eingehender Prüfung der Bedarfslage und nur im Einzelhandelskaufmann, bei dem ein Bezugschein Falle eines wirklich vorliegenden Notstandes erfolgt, untergebracht wird, war zwar bisher dazu berechtigt, so werden diese Bedenken ebenso schwinden wie sie die Identität zwischen dem Vorzeiger und der auf etwa bei der Anonymität des Geldes, einer Eintrittskarte oder eines anderen Ausweises unangebracht sind. Gewiß, Geld kann man verlieren und die nach langen Mühen erlangte Eintrittskarte zur Kinovorstellung ebenfalls. Aber es ist eine alte Erfahrungstatsache. daß die Sorgfalt bei der Aufbewahrung eines solchen Ausweises dann um so größer ist, je dringender sie benötigt wird. Das gilt auch von den namenlosen Bezugscheinen der Zukunft. Früher bestand immerhin, wenigstens theoretisch, noch die Möglichkeit, dem Diebstahl oder Spur zu und deie Khlsche Radet e dusäihelen asteite Heate beist Alsez in elen fahi die Tctechausge die Reiche. onder vernadt suod bilbese gerichen wengen. 81 ist der Verlust endgültig, denn niemand kann aus wirtschaftsministers somit eine echte Ersparnis dar, Lehrstoff somit auf das Unentbehrliche beschnitten dem Bezugschein mehr feststellen, wer der berechtigte sohne auf der anderen Seite irgendwelche Nachteile wird, aber nicht etwa so. daß bei mangelnder Zei# Inhaber ist. Die natürliche Folge wird sein, daß, wenn mit sich zu bringen. Der Verbraucher aber wird diese einfach die letzten aber vielleicht gerade wichtigsten schon in der Vergangenheit der Verlust eines Bezug= neuen„Inhabervapiere“ wie seinen Augapfel hüten, Arbeiten weggelassen werden. Der verbleibende Sto scheines zu den Ausnahmefällen gehörte, dies erst recht denn, wie bereits gesagt, mit Ersatz kann bei Verlust, soll mit größter in Zukunft der Fall sein wird, denn jeder Verbraucher auch wenn dieser unverschuldet ist, nicht gerechnet wird schon im eigenen Interesse auf Bezugscheine und werden. f0. Julsegal Rummer 238 Alles am Fundort belassen! Alle aufgefundenen Teile von Abwurfmunition, Reste von Abwurfmitteln. Stabbrandbomben, Hilfsgeräten(z. B. Blechhülsen), Zünder. Leitwerke, Gerät zum Abwurf von Flugblättern, Brandmittel, Fallschirme oder ähnliches. Teile abgeschossener Feindflugzeuge, Ausrüstungsstücke von Feindflugzeugen, im Notwurf abgeworfene Türen. Schlauchboote usw. sind am Fundort unberührt zu belassen und schnellstens der nächsten Polizeidienststelle zu melden. Neugierige, insdem Bezugschein vermerkten Person festzustellen, in wird infolge der kriegsbedingten Lehrzeitverkürzunge der Praxts wird dies aber nur in Ausnahmefällen ge= und vorzeitigen Lehrabschlusses sowie des Mangel schehen sein, so daß solchen Machenschaften auch jetzt an geeigneten Ausbildern immer schwieriger. Es be### keine größeren Möglichkeiten geboten werden. steht die Gefahr, daß bei Abkürzung einer Lehrzeit von## Schließlich muß noch vermerkt werden, daß die 3¼ oder 3 Jahren auf 2½ oder gar 2 Jahre der AuNamenlosigkeit des Bezugscheines nicht etwa ein Recht bildungsplan in den letzten Monaten durchgepeitsch gibt, ihn an andere abzutreten.„Inhaber“ im Sinne wird, wenn nicht schon gleich bei Beginn der Lehns des auf dem Schein befindlichen Vordrucks ist natür= die abgekürzte Lehrzeit in Rechnung gestellt wird. Des lich, rechtmäßig nur derjenige Verbraucher, der selbst Generalinspektor für Wasser und Energie hat deshal beim Wirtschaftsamt den Antrag auf Ausstellung eine Anordnung getroffen, die allgemeine Beachtun Heftige de dub Aus dem Fü Oberkommando der 90 Technische Kotheifer vor! Vor 25 Jahren entstand die technische Rothilfe 66 In den dunkelsten Tagen der deutschen Geschichte, Herbst 1919, entstanden die ersten Anfänge jenes Freikorps der Technik, das heute unter seinem Ehrennamen„Technische Nothilfe“ ebenso einsatzbereit, tapfer und still im größten Ringen um Deutschlands und Europas Schicksal seine Pflicht tut wie einst. Als das Fieber des Klassenkampfes, der SpartakusSo kam denn auch mit Ausbruch dieses großen Ringens die Technische Nothilfe unter erheblicher Steigerung ihrer Leistung zum Einsatz. Allein im vierten Priegssahr estete 9. 11. Fil(Pxsel ges vierten bleiben. Ein solcheg, Versahren ist unzusähig. Al4 den weben ie Peinagbs seinen bisherigen Wohnort verläßt, auch wenn 4 9. Millionen Arbeitsstunden„Regen vem Einsatz bei etwa seine Wohnungseinrichtung zurückläßt, muß sih sofern möglich, ordnungsmäßig beim Ernährungsam## (Kartenstelle) des alten Wohnortes abmelden und an der Technischen Schadensbekämpfung bei und nach Bombenangriffen hat die Technische Nochilfe auch von Anfang an im Feldeinsatz gestanden. Auf allen Kriegsschauplätzen hat sie sich nicht weniger bewährt als in der Heimat. In den besetzten und rückwärtigen Heeresgebieten, bei der Luftwaffe und im Polizeieinsatz haben die aus Freiwilligen gebildeten technischen aufstände, der Streiks und Aussperrungen, der Not und Unruhen durch Deutschland raste, waren oft die von der jüdisch verseuchten Presse angespien, von einer verhetzten Menge der Volksgenossen verfemten Freikorps die Keimzellen und Sammelpunkte neuen Wer= haben die aus Freiwill dens, und des Gedankens des Wiederaufbaus trotz Fachtrupps und die motorisierten Bereitschaftszüge beallem und allem. So ward die technische Abteilung sonders bei vioniertechnischen Arbeiten Hervorragenbesondere Kinder, sind vom Fundart fernzuhalten. erlin im Ver= des geleistet. Aber auch kurz, oder langfristig dienstMeide. d Acbi:. uilicht hestebt insbefandere# 2 sni bände der Kern verpflichtete geeignete Helfer finden wir in zahlreichen Melde= und Ablieferungspflicht besteht insbesondere der gewaltigen Organisation„Technische Nothilfe“, die TN=Einheiten, so in motorisierten TN=Kompanien auch beim Auffinden feindlicher Flugblätter. sich heute wieder überall bewährt. Damals haben die und TN=Sondereinheiten für den auswärtigen Dienst technischen Freivilligen manchen bedrohten für diel im Felde underi beiter. soll mit größter Intensität behandelt werden. Meldenflicht beim Ernährungsamt Infolge feindlicher Handlungen sind Bewohner auf Rand= und bedrohten Gebietn des Reiches in anden# Gegenden des Reiches verzogen. ohne sich aus de## Lebensmittelversorgung ihres bisherigen Wohnort### abzumelden und beim Ernährungsamt des neuen Au enthaltsortes anzumelden. Teilweise ist die Anmei## dung unterlassen worden, um in der Lebensmittelve### sorgung des früheren Ortes wegen der angeblith besseren Versorgung mit Gemüse, Obst. Fisch oder Sonderzuteilungen für schwere Luftangriffe zu ver#Sammeln von Andenken dieser Art ist strafbar! Wer sich feindliche Abwurfmunition oder feindliche Flugzeuge oder deren Ausrüstung einschl. Gegenstände aus dem Privateigentum feindlicher Flugzeugbesatzungen aneignet, macht sich strafbar. Dies gilt auch für deren Vernichtung durch mutwilliges Abbrennen oder Zerstören sowie für deutsches Flugzeuggerät und deutsche Munition. Wer durch leichtsinniges und unbefugtes Arbeiten an Blindgängern feindlicher Abwurfmunition oder an eigener Munition sich selbst oder andere gefährdet, macht sich strafbar und ist für den entstandenen Schaden verantwortlich. Eltern und Erziehungsberechtigte haben mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln darauf hinzuwirken, daß Kinder und Jugendliche von feindlicher Abwurfmunition und deren Teilen sowie auch von eigener Munition fernbleiben bzw. ferngehalten werden. Volksgemeinschaft lebenswichtigen Betrieb erhalten und wieder in Gang gesetzt. Mancher von ihnen hat die Treue zum Gedanken des unbedingten Einsatzes in schwerer Zeit mit seinen gesunden Gliedern oder gar mit dem Leben bezahlt. Aber der Gedanke der„Technischen Rothilfe" lebte weiter durch alle die schweren und dunklen Jahre. Viel verleumdet, nicht immer anerkannt taten die TR=Männer ihre Pflicht, wohin sie gerufen wurden. Sie haben bis zur Machtübernahme bei Naturkatastrophen und anderen Notständen nicht weniger als 6000 Einsätze geleistet. Der Führer hat dann diese Leistung dadurch anerkannt, daß er die TN als technische Hilfsformation der Polizei dem Reichsführer f unterstellte. Ihre Aufgaben wurden gesetzlich festgesetzt. Sie bestehen im wesentlichen in der Hilfeleistung bei der Bekämpfung öffentlicher Notstände und der Lösung bestimmter Aufgaben der Landesverteidigung und des Luftschutzes. Deutschlands einziges Hirtenmuseum Alphörner und Kuhglocken unter Glas— Die Schau einer versunkenen Nomantik Ein an der Pegnitz idyllisch gelegenes Städtchen beherbergt Deutschlands einziges Hirtenmuseum. An einem Hause am Marktplatz weist eine Tafel, auf der ein Akthirte in bodenständiger Tracht dargestellt ist, auf diese Sehenswürdigkeit hin, die in ihrer Art in der ganzen Welt kein Gegenstück hat. Die einzigartige Sammlung enthält viele Erinnerungen an jene Hirtenromantik, die heute nur noch in Büchern lebendig ist. Wenn man alle die Schaustücke aus Bayern, Thüringen, Tirol und der Schweiz besichtigt hat, glaubt man jenen graubärtigen, würdigen Alten, der, begleitet von seinem treuen Hund und eifrig Strümpfe strickend. die ihm anvertraute Herde bewacht, leibhaftig vor sich zu sehen. Ab und zu wird er ins Dorf geholt, um als Krankenhelfer bei Mensch und Tier zu wirken versteht er es doch die heilsamsten Tränklein und Mixturen zu brauen. Sonst aber verbringt er die Nächte in seinem Schäferkarren auf freiem Felde. Im Gebirge jedoch sind es statt des Alten meist ein halbwüchsiger Junge oder eine sangesfreudige Sennerin, die das Vieh betreuen. Mit diesen Vorstellungen untrennbar verknüpft ist das Alphorn, ein primitives, etwa eineinhalb Meter langes Blasinstrument, das aus Holzdauben zusammengesetzt ist. Es ist eine schwierige Kunst, dieses unförmige Langrohr richtig zu handhaben. Auch der Almabtrieb in jedem Herbst hat in diesem Hirtenmuseum seinen Niederschlag gefunden. Die Tiere werden zu diesem Zweck reich mit Tannenkränzen geschmückt und tragen auf den Häuptern ein Holzgestell, das sogenannte Fuikl, von dem Federbüsche und bunte Seidenbänder im frischen Bergwind flattern. Hierzu kommen oft noch kunstvoll angefertigte Holzspanrosetten, die im Volksmund„Zitterrösln“ genannt werden. Das Hauptgewicht hat man in der Sammlung natürlich auf Schaustücke aus dem Heimatgau Franken gelegt. Unter ihnen sind besonders sehenswert die sogenannten Schellenbögen breite, gebogene Nußbaumbretter, die den Kühen über den Nacken gelegt werden, um eine handgeschmiedete volltönende Glocke zu tragen. Diese Erzeugnisse der Volkskunst sind gewöhnlich mit Ornamenten reich geziert, die vor erstaunlicher Formenfülle und Vielseitigkeit sind. Schließlich fehlt es in dem Museum auch nicht an Hinweisen auf die Hirtenpoefie, die jedoch nicht mit jenen Schäferliedern und=spielen verwechselt werden darf, die besonders von den Franzosen und Italienern im Mittelalter gepflegt wurden. Zahlreiche handschriftliche Aufzeichnungen lassen deutlich den Unterschied zwischen der echten Volkskunst und jenen oft recht sittenlosen Vergnügungen erkennen, die ein Vorrecht des Adels und der Fürstenhöfe waren. im Felde und in der Heimat. Heute stehen TR=Männer überall mit gleicher Einsatzfreudigkeit und hohem technischen Können bereit, als Mitglieder einer weitverzweigten, auf schnellstes Eingreifen und mutiges Zupacken ausgerichteten Organisation, deren große Leistung für die Gemeinschaft innerhalb eines Vierteljahrhunderts hier nur kurz umrissen werden konnte. Auch ihre Geschichte von den Tagen ihrer Gründung bis zu ihrem großen und umfassenden Einsatz im Schicksalskampfe unseres Volkes wird erst später ihre Würdigung mit allen Einzelheiten finden könen. neuen Aufenthaltsort innerhalb drei Tagen beim Ernährungsamt anmelden. Nur gegen Vorlage einer Reiseabmeldebestätigung oder einer Fl=Abreisebesche## nigung erhält er vom Ernährungsamt des neuen Auss enthaltsortes Lebensmittelkarten. War aus irgend# welchen triftigen Gründen die Abmeldung im Heima### ort nicht möglich, ist erst recht die sofortige Anmeldurg# beim Ernährungsamt des neuen Wohnortes erforder## lich. Hier erhält er gegen Vorlage von Ausweis papieren eine Fl=Abreisebescheinigung, die ihn nun mehr zum Empfang von Lebensmittelkarten berechtig## und ihm gleichzeitig als Legitimation gegenüber den Wirtschaftsamt und sonstigen Dienststellen dient. Erstattung von Fahrtkosten nach Fliegerschäden auch über 26 Wochen hinaus Nach dem Erlaß über die Lohnausfallregelung von## 1044 marden arbäkte Fahrtk.““ ur8Fortfall der mündlichen Prüfung Re echente uind Bctercione Da der totale Kriegseinsatz es erforderlich macht, das Prüfungswesen für Gesellen=, Kaufmannsgehilfenund Facharbeiterprüfungen zu vereinfachen, hat der Reichswirtschaftsminister in einem Runderlaß(Ministerialblatt des RWM Nr. 16) die Gauwirtschaftskammern und Wirtschaftskammern angewiesen, bei den Prüfungen in den Lehr= und Anlernberufen bis auf weiteres eine Bewertung der Prüfungen nur noch nach den Prädikaten„Bestanden" und„Richt bestanden“ vorzunehmen. Andere Prädikate sind nicht mehr zulässig. Außerdem ordnet der Erlaß an, daß der mündliche Teil der Prüfung fortfällt, wenn im Handwerk die praktische Prüfung und der schriftliche Teil der theoretischen Prüfung, in kaufmännischen Berufen die schriftliche Prüfung und im übrigen gewerblichen 25. Januar 1944 werden erhöhte Fahrtkosten erstattei# die dadurch entstehen, weil das regelmäßige Verkehr### mittel nicht mehr verkehrt oder beschädigt ist oder wei dann ein erhöhter Tarif— z. B. Nachttarif— ode weil weitere Anmarschwege zur Arbeitsstätte ersor## derlich sind. Bisher galt als Höchstdauer für die Er stattung dieser Kosten die Zeit von 26 Wochen. Durdsden Erlaß zur Ergänzung der Lohnausfallregelung beisFliegerangriffen(RA Nr. 211) ist diese Frist insosen# erweitert worden, als das Arbeitsamt allgemein odesvon Fall zu Fall zulassen kann, daß die Zahlung un Erstattung der Kosten über 26 Wochen hinaus erfolg. wenn hinreichend glaubhaft ist, daß das Gefolgschafts## mitglied nicht eine geeignete Unterkunft in größere Nähe seines Betriebes finden konnte. Die Zahlun### und Erstattung erfolgt auch, wenn das Gefolgschafts mitglied außerhalb des Betriebsortes wohnt. Die feindlichen gestern auf weitere dauernder örtlicher ländischen Grenze Schlacht im Raum der Erbitterung we Gegenangriffe unse sten Kämpfen die lachen angesetzten Stehen. Um einen Frontv feind seit gestern Kämpfe entbrannt, nit amerikanischen Lanzerkräften unve Starkes feindliche tirchen. Angriffe deund im Vorfeld von Sicherungsfahrzeu vr der niederländi boot. Im Verlauf fahrzeug verloren. Das==Feuer a In Mittelitalien ##ielen Tagen südlich tehen, erneut einen hnnte zwar unter in unsere vorderste #urch sofort einsetze zum Stehen gebrach Auch im adriatisch #en Kämpfe weiter Berggelände westlich Im Banat und in #er zähe Widerstand ingriffe neu heranVormarsch zum Ste Im Kampfraum u# wei in ihre Stellur taillone auf. Geger zront angreifenden ihe Truppen in Br In Angriff nach Ne schnelle Kreisch bis eedrungen. Eigene( chreiten. Bisher wi Deutsche Schlachtutem Erfolg die fei Nachschubverkehr der In den Paßstraßer ud ungarische Tru vise im Gegenangr Aus ihren Weichse und nördlich Seroe in der Schlacht zwi iehen unsere Trupp tind. In vergebli Aus des Beweauna Appelld Laufende NSDAP=Ortsgruppen Castrop=Rauxel=Süd u.=Mitt Am Mittwoch, dem 11. d. Mts., findet um 19.30 Uh im Wichernhaus eine Kundgebung der RSDA#### Ortsgruppen Süd und Mitte statt. Geschäftliche Empfehlungen Kunst und Wissenschaft Gerrit=Engelke=Archiv vernichtet Bei einem der Terrorangriffe anglo=amerikanischer Luftgangster auf Hannover ist auch das GerritEngelke=Archiv der Gerrit=Engelke=Gedächtnisstiftung vernichtet worden. Alle Bücher, Aussätze und ZeitEin gesunder Körper leistet mehr! Tue jeder seine Pflicht an seinem Platz. Der totale Krieg erfordert den höchsten Einsatz aller Kräfte. Ein gesunder Körper leistet mehr! Erhalte ihn gesund. Achte dabei besonders auf die Kinder. Macht sie stark für die kommenden Friedensaufgaben. Ernährt sie gut und richtig. Dabei hilft euch: MAAZENN schriften, die sich mit dem am 3. Oktober 1918 in einem englischen Lazarett in Frankreich gestorbenen Arbeiter, Dichter und Soldaten Gerrit Engelke beschäftigten, sind, wie die Bibliographie, ein Raub der Flammen geworden. Aber die handschriftlichen Gedichte, darunter viele unveröffentlichte, blieben erhalten. Aber wären sie auch vernichtet worden, was Wenn„sie“ den Lieferwagen fährt, wird daheim die Wäsche durch Einweichen in Henko gründlich u. schonend vorgereinigt. Nach dem Kochen gibt das Spülbad mit Sil der Wäsche frischen Duft und gutes Aussehen. HENKO, SII., IMAI, ATA aus den Persil-Werken wir aus der Feder Gerrit Engelkes kennen, der sich Pelikan=Tinten-Tabletten gibt es seit als Arbeiter emporrang zum Dichter und Kämpfer 20 Jahren. Jeder stellt sich daraus und der für Deutschland starb, das in seinem Herzen lebte, das bleibt unvergänglich wie das Vermächtnis eines jeden, der damals wie heute und einst sein Leben und seine Tot, sein Dichten und Handeln für unser Volk einsetzte. seine Tinte selbst her; denn flässige Tinten werden zur Einsparung von Arbeit, Glas, Kohle und Fracht während des Krieges nicht wehr geliefert Güatber Mlagper Nebensächlich oder unwichtig sind heute viele alte Gewohnheiten gegenüber dem einen Ziel: Dem baldigen Sieg. Zahnpflege ist zwar nicht unwichtig, aber Aufmachung und Geschmack einer Zahnpasta. „Rosodont“ bittet hierfür ebenfalls um Verständnis. Rosodont Bergmanns feste Zahnpasta. Am 13. Oktober 1944 beginnt wieder die Ziehung der 1. Klasse der Deutschen Reichslotterie. Unveränderter Gewinnplan! Größter Gewinn im günstigsten Falle: 3 Millionen RM4.! Gesamtsumme aller Gewinne und Prämien: Mehr als 100 Millionen Ra4. Alle Gewinne sind einkommensteuerfrei. Ausspielung in s Klassen. Losangebete und Gewinnlisten können nicht mehr versandt werden. Wählen Sie also selbst rechtzeitig ein Los in einer Staatlichen Lotterieeinnahme, wenn Sie neu mitspielen wollen. Vergessen Sie nicht die rechtzeitige Loserneuerung, wenn Sie schon früher mitspielten. Los nur.— Rdd, ½ Los nur .— RMA je Klasse. Spielen Sie mit! Vermiechtes Weiche dure atnnt bichel anu e. Castrop-Rauxel nach DuisburgHamborn? Zu erfragen bei: Rotmann, Frohlinde, Kirchlinder Str.2% Srobieren geht über Studleren. Alse probie ren Sie es endlich mal mit eine kleinen Anzeige im Stadtanzeige Sie bringt Ihnen woe Sie zuchen on ansmsnnm, gundem etum undl Besersprete: Menatich an unl Postbesorsoreis: am.— usselle Dract end Verias: amp C m ir Gobere Horos Henpsechrindelur Bo Frante te aa Wohrnacht) V Wemwer fierse Verastwertheh# Pelcst and allemstaes Tel: 4 sw. für de Grtlichen und grorpstis Aitellsssen: Pr. dos Prove Ceire Kaurel., Sa.-Nr. 2191 Cosven„ 1n elt Preichste Nr. 1. Alle Biüder sicht anders engerchen. Schert. .0 Berlin, 10. Ol Mus die gesamte 5# #tüchtigung an und uachtvollen Appelle ieitschaft der Juge #inden und im Ge #ices Bild der vie säge de 319 Sessug unterdi Zusammen mit der ###schlußappellen die ##e in allen Wehr ###immenarbeit, die ## der vormilitärisch bemeinsam mit scziugendführer Wlüictigung, eines #### Bahreuth. Er ko #en von dem uh #litärischen Wef ##eztigen Erfahrun #. Sziebung„eum #tepadier als Beisoi #auußappell erklär # Hitler=Jugend Wie Paerenz iaie im ## Repräsentanten sein würden. immer die Ueber Inme, mit dem eir Masache, daß sich die ###en Urlaub der terziehe, charakteri ##retschaft, durch auszeichnet. engsten Wassen=A