obei auf Seiten de Thielert, in mußten dies. unterlag gegen gegen Admira at sich nunmehr te der Tabelle ichen nun auch aften auf. In eits am Sonnt der Gedanke, auf jeder Seite is hat man beillsports getan. ien schwer fiel, und man sich, nit nur einem Stürmern bein, wie sich die aften nun im wird. irde am Sonneinem Hundertn Teilnehmern he Dauerfahrer lichen Thaddäus Ersatzmann einin den Tag, die ichen Zuschauer 65 Jahre alt! sheit gern von dem roh seinen. Tag er feige Mann rcht und geizig ich freuen seiner Mann und hoffl n F e i g l i n g a u c h sein eitles Hofndert, der wird n. 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Männer und Frauen des deutschen Landvolkes! Zum sechsten Male begeht das deutsche Volk den Erntédanktag in diesem gewaltigsten Ringen um den Bestand des Deutschen Reiches, ja darüber hinaus um den Bestand Europas. Der harte Kampf, in dem wir stehen, drückt diesem Tage seinen Stempel auf, und wir müssen auf die eindrucksvolle Feier, wie sie im Frieden auf dem Bückeberg stattfand, verzichten. Dennoch soll dieser Tag ein Tag sein, an dem das gesamte deutsche Volk der Vorsehung dankt, die die harte Arbeit des deutschen Landvolkes durch die eingebrachte Ernte gesegnet hat. Darüber hinaus ist es ein Tag, an dem die Stadt die Arbeit des Landes würdigt und anerkennt. Der Erntedanktag dieses Jahres steht im Zeichen des totalen Krieges. Die Hoffnungen des Feindes, uns niederzuringen, beantwortete das deutsche Volk mit dem totalen Kriegseinsatz, mit der bedingungslosen Bereitschaft, auch die allerletzten Reserven des Willens und der Kraft für den Kampf an der Front, für die Rüstung und für die Ernährung einzusetzen. Die Reste einer noch nicht auf die härteste Kriegsforderung ausgerichteten Lebensführung und Lebenshaltung verschwinden. Der unmittelbare Krieg ist nicht mehr allein eine Sache der Front, sondern er erfaßt jeden deutschen Volksgenossen in der Heimat in seinem Handeln und in seiner Haltung. Die deutsche Landwirtschaft hat ihre ungeheure Aufgabe in diesem Kriege nur erfüllen können, weil sie von vornherein— bereits im Frieden zur äußersten Anspannung verpflichtet— sich total einsetzte. Dennoch werden die noch gewaltigeren Aufgaben, die uns bevorstehen, den bisherigen hohen Einsatz noch umfassender, noch totaler und noch fanatischer machen müssen als bisher. Denn Deutschland muß siegen! Wir können insgesamt auf eine mittlere bis gute Ernte zurückblicken. Die Witterung war unserer Arbeit im Winter und im Frühjahr in den meisten Gebieten Deutschlands günstig. Die sich lang hinziehende außergewöhnliche Trockenheit im Sommer und Herbst hat in manchen Gauen, insbesondere in den östlichen Gebieten Deutschlands, hochgespannte Erwartungen nicht zum Tragen gebracht. Diese Rückschläge betrafen aber Teilgebiete, während die Witterung andere Teilgebiete unserer Erzeugung begünstigte. Das ist ja das Kennzeichen der nationalsozialistischen Agrar= und Ernährungspolitik, daß sie nicht den einseitigen Anbau von Früchten, sondern alle Zweige des Landbaues und der Viehwirtschaft in ihrer harmonischen Wechselwirkung fördert. Dadurch können Witterungsrückschläge nur immer einzelne Erzeugnisse benachteiligen. Gerade in diesem Jahre hat sich diese auf eine breite Grundlage gestellte Erzeugungspolitik wieder bewährt. Vor einem Jahre konnten wir mit Stolz die sehr gute Brotgetreideernte des 4. Kriegsjahres hervorheben. Mit Genugtuung können wir feststellen, daß die diesjährige Brotgetreideernte nicht wesentlich hinter der vorjährigen zurücksteht. Das ist eine ungeheure Leistung des Landvolkes, wenn man bedenkt, daß im letzten Jahre Menschen und Betriebsmittel in geringerem, zum Teil erheblich geringerem Ausmaße zur Verfügung standen als früher. Zwar stehen dieser guten Brotgetreideernte Ausfälle, die durch die Aufgabe besetzter Gebiete und den Ausfall Rumäniens entstehen, gegenüber. Aber auch hier hat die vorausschauende deutsche Ernährungspolitik vorgesorgt, indem sie aus der vorjährigen Ernte erhebliche Mengen Brotgetreide in Vorrat nahm, die nun dem Ausgleich dienen können. Hinzu kommt, daß auch namhafte deutsche Zuschüsse an Brotgetreide für außerdeutsche Gebiete— wie Belgien und Finnland— wegfallen. Die Futtergetreideernte, namentlich der Hafer, hat unter den Auswirkungen der Trockenheit wesentlich gelitten. Hierauf ist in erster Linie die Herabsetzung der Brotration um durchschnittlich 200 Gramm je Woche zurückzuführen; denn es war nicht möglich, wie in früheren Jahren Gerste der Brotversorgung zuzuführen. Das Landvolk weiß, welch großen Sorgen wir auf dem Futtermittelgebiet entgegensehen müssen, einmal um den Anforderungen der Wehrmacht an Heereshafer, die nun fast allein auf Deutschland ruhen, gerecht zu werden, zum anderen, um trotzdem noch mit dem verbleibenden Futtergersten ein Höchstmaß an Fleisch und Fett zu erzeugen. Solche Sorgen sind jedoch für uns nichts Neues! Wir haben die feste Ueberzeugung, daß wir— wenn auch durch härteste EinspaAcht Ritterkreuze für Männer des Landvolkes Dr. Goebbeis und Backe zum diesjährigen Erntetag □ Berlin, 2. Oktober. Aus Anlaß des Ernte=spflichtung, bis zum siegreichen Ende dieses Krieges danktages fand in Berlin am Sonnabendmittag eine noch mehr zu leisten und seine schweren Aufgaben für Feierstunde des deutschen Landvolkes statt, auf der acht besonders verdienten Männern des Landvolkes das auf Vorschlag von Reichsminister Backe vom Führer verliehene Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz überreicht wurde. Oberbefehlsleiter Reichsbauernführer Backe erinnerte in seiner Rede an die symbolhafte Bedeutung des Erntedankfestes, das durch den Nationalsozialismus zu einem Staatsfeiertag geworden ist. Vor dem Kriege hat alljährlich der Führer selbst auf dem Bückeberg dem deutschen Landvolk seinen Dank für die eingebrachte Ernte ausgesprochen. Welch neue Kraft und neue Stärke uns der Führer in diesen Stunden gab, kann nur ermessen, wer Zeuge dieser historischen Augenblicke war. Jetzt im Kriege findet die Feier in einfacherem Rahmen statt. Trotzdem nimmt das ganze Volk an ihr teil. Durch den Nationalsozialismus ist der Erntedanktag. den der Bauer früher für sich begangen hat, und das Wirken des Bauern in den Rahmen des gesamten deutschen Volkes gestellt worden. Von Jahr zu Jahr hat sich seit 1933 gezeigt, wie sehr der Glaube des Führers an das Landvolk gerechtfertigt war. Die heutige Ehrung ergibt für das Bauerntum die VerStarkes Feuer auf die Festungen am Kanal Vier britische Schnellboote versenkt— Im September 84 000 BRT versenkt dnb Aus dem Führerhauptquartier, 2. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gab Sonntag bekannt: An der Westfront kam es gestern von Holland bis zur lothringischen Grenze bei zunehmendem Artilleriefeuer nur zu örtlich begrenzten Kämpfen. Die über den Antwerpen=Turnhout=Kanal vorgedrungenen Verbände der 1. kanadischen Armee konnten trotz unseres zähen Widerstandes die Gegend nordwestlich Turnhout erreichen, während starke englische Angriffe am JulianaKanal bei Maeseyck scheiterten. In den Wäldern westlich Chateau—Salins und im Zaum, nördlich Luneville setzte der Feind seine starken Angriffe fort. Eigene Gegenangriffe führten zu heftigen Gefechten, Die Vorhöhen, Waldberge und Taleingänge der Pestvogesen werden weiterhin erbittert umkämpft. Ueberlegenen amerikanischen Panzerkräften gelang es im Laufe des gestrigen Tages in die Stadt Ramber= bisters einzudringen. Beiderseits Lure wurden alle Angriffe der 7. amerikanischen Armee in harten Kämpfen und in erfolgreichen Gegenangriffen abgewehrt. Starkes Feuer lag auch gestern auf unseren Festunden an der Kanal= und Atlantikküste. Vor Dünkirchen zerschlug unsere Artillerie feindliche Batterien. Eigene vorstöße aus Gironde=Nord warfen den Gegner aus seinen Stellungen. Sicherungsfahrzeuge eines deutschen Geleits versenkin den heutigen Morgenstunden vor der niederindischen Küste vor Amuiden ohne eigene Verluste #####kritische Schnellboote und schossen ein weiteres in Westalpen nahmen eigene Gebirgstruppen ädlich des Monte Geneve eine stark ausgebaute und — geind zäh verteidigte Höhenstellung. In erbitterNahkampf wurde die Besatzung niedergekämpft, Anzahl von Bunkern und Geschützen zerstört. „In Mittelitalien sind die Verbände der 5. amerikaniund der 8. englischen Armee auch gestern nicht Großangriff angetreten. Der heißumstrittene wesitz, Lattiglia im Etruskischen Apennin blieb nach echselvollen Kämpfen in Feindeshand. An der Küste es zu örtlichen Gefechten am Rubikon. Balkan halten die Kämpfe im Donau=Bogen beiderseits des Eisernen Tores an. unggrc## von Großwardein brachen deutsche und garische Truppen im Gegenangriff den feindlichen Widerstand und sind weites im Vordringen. Beiderseits Torenburg und am Moros gehen die lebhaften Angriffs= und Abwehrkämpfe weiter. Hartnäckige Durchbruchsversuche frisch herangeführter sowjetischer Kräfte scheiterten an den Pässen der Ostbeskiden. In und westlich Warschau wurden weitere eingekesselte Bandengruppen zerschlagen. Die Reste dieser Gruppen kapitulierten bedingungslos. Zwischen Düna und Rigaer Bucht blieben feindliche Angriffe in unserem Feuer liegen. Die Insel Moon ging gegen überlegenen Feind verloren. Unsere Bewegungen in Finnland nahmen den vorgesehenen Verlauf. Anglo=amerikanische Terrorbomber führten Angriffe gegen westdeutsche Städte. Besonders betroffen wurden die Wohnviertel von Bielefeld und Münster. In der Nacht warfen britische Flugzeuge Bomben auf Hamburg. 27 feindliche Flugzeuge, darunter 11 viermotorige Bomber, wurden abgeschossen. Die Kriegsmarine versenkte im Monat September 17 Schiffe mit 84000 BRT und beschädigte sechs weitere Schiffe schwer. Ferner wurden ein Zerstörer, drei Fregatten, vier Schnellboote und ein Minensuchboot versenkt und ein Zerstörer beschädigt. Leichte deutsche Seestreitkräfte, Bordflak von Handelsschiffen und Marineflak schossen vom 1. bis 30. September 206 feindliche Flugzeuge ab. In Angrift und Abwehr hervorragend geschlagen dnb Aus dem Führerhauptquartier, 2. Oktober. Ergänzend zum OKW.=Bericht wird gemeldet: Im nordwestrumänischen Raum haben sich die 1. ungarische Panzerdivision unter Führung von Oberstleutnant im Generalstab Deak und die 7. ungarische Sturmgeschützabteilung unter Führung von Hauptmann Török in Angriff und Abwehr hervorragend geschlagen. Bei der Niederwerfung des Aufstandes in Warschau haben sich die im Verband des=Obergruppenführers und General der Polizei von dem Bach unter Führung des Generalmajors Rohr kämpfenden Verbände des Heeres, der Waffen= und der Luftwaffe durch Härte und kühnes Draufgängertum besonders ausgezeichnet. das Volksganze zu erfüllen. Bisher konnten diese Aufgaben nur gelöst werden, weil der Nationalsozialismus neue Formen geschaffen und der bäuerlichen Arbeit den Rückhalt gegeben hat. Dem dynamischen Element im deutschen Bauerntum verdanken wir es, daß unsere nationalsozialistische Agrarpolitik in diesem Kriege ihre Aufgaben meistern konnte. Das Bauerntum brauchte seine Arbeit nicht mehr konjunkturellen Einflüssen anzupassen, sondern konnte planmäßig und zielbewußt seiner Arbeit nachgehen. Zum Erntedanktag hat der Führer denjenigen Mitarbeitern des Reichsbauernführers, die das dynamische Prinzip der Agrarpolitik mit besonderem Erfolg in der Kriegsernährungswirtschaft verfochten haben, das Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz verliehen. Nach der Rede von Reichsminister Backe überreichten Ritterkreuzträger des Heetes und der Waffen= dem Leiter des Amtes Reichsnährstandsführung der NSDAP im Reichsamt für das Landvolk, Reichsobmann des Reichsnährstandes Bauer Gustav Behrens, dem Leiter der Reichshauptabteilung II des Reichsnährstandes Bauer Dr. Albert Brummenbaum, dem Vorsitzenden der Hauptvereinigung der deutschen Kartoffelwirtschaft Bauer Kurt Hecht, dem Vorsitzenden der Hauptvereinigung der deutschen Viehwirtschaft Bauer Dr. Walter Pflaumbau m, dem Gauamtsleiter für das Landvolk und Landesbauernführer Bauer Wilhelm Blödorn Pommern, dem Gauamtsleiter für das Landvolk Landesbauernführer Dr. Hans Joachim Kohnert, Wartheland, dem Gauamtsleiter für das Landvolk und Lndesbauernführer Bauer Reinhold Huber, Kärnten, und dem Landeshauptabteilungsleiter=Standartenführer Bauer Heinrich Pehle, Pommern, das Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz. Zum Abschluß der Feierstunde übermittelte Reichsminister Dr. Goebbels dem deutschen Landvolk den Dank und die Anerkennung des Führers und des ganzen deutschen Volkes.„Wenn unsere Feinde", so führte Dr. Goebbels aus,„seit Beginn des Krieges eine ihrer größten Hoffnungen auf die Aushungerung des deutschen Volkes setzten, die ihnen im ersten Weltkrieg gelang, so haben die Millionen deutscher Bauern und Bäuerinnen durch diese Feindrechnung einen dicken Strich gemacht. Im bisherigen Verlauf des Krieges ist unsere Ernährung durchaus gesichert gewesen, und zwar trotz größter Belastungen besonders durch den feindlichen Luftterror, unter dem wir seit über zwei Jahren zu leiden haben. Wenn angesichts der großen räumlichen Verluste, die wir im Verlauf dieses Jahres im Osten und im Westen haben hinnehmen müssen, auch für das kommende Jahr die deutsche Ernährung gesichert ist, so verdanken wir das dem Fleiß, der Einsatzbereitschaft und der Treue unserer deutschen Bauern und Bäuerinnen. Ich bin in den vergangenen Wochen als Reichsbevollmächtigter für den totalen Kriegseinsatz gezwungen gewesen, auch in den Personalbestand des deutschen Bauerntums einzugreifen. Trotzdem ist die Ernte gesichert worden, so daß das deutsche Volk auch in bezug auf seine Ernährung vertrauensvoll der Zukunft entgegensehen kann. Nachdem Dr. Goebbels besonders die Verdienste von Reichsminister Backe und seiner Mitarbeiter um die Sicherung der deutschen Ernährung gewürdigt hatte, fuhr er'fort:„Ich habe die feste Ueberzeugung, daß es uns bald schan gelingen wird, die kritischen Belastungen der augenblicklichen Kriegslage zu meistern. Daß Sie uns in dieser Zeit die schwere Sorge um die Ernährung des deutschen Volkes abgenommen haben, dafür möchte ich Ihnen und allen Bauern und Bäuerinnen im weiten Deutschen Reich danken. Sie haben sich damit im wahren Sinne des Wortes um das Vaterland verdient gemacht.“ Zum Schluß brachte Reichsminister Dr. Goebbels das Sieg Heil auf den Führer aus. Die Hymnen Nation schlossen die Feierstunde zum Entedanktag. rung auf weniger wichtigen Gebieten, insbesondere bei der Kleintierhaltung und beim Pferdefutter— auch mit dieser Schwierigkeit fertig werden. Aehnlich wie beim Futtergetreide wurden auch unsere hohen Erwartungen auf die diesjährige Kartoffelernte infolge der Trockenheit nicht erfüllt Immerhin köngen wir im Gegensatz zu der schlechten Ernte des Vorjahres mit einer mittleren Kartoffelernte rechnen. Diese Kartoffelernte erleichtert die Aufbringung von Speisekartoffeln. Sie wird jedoch den Futtersektor nicht entlasten können, da die Erfüllung größerer Ansprüche an die Verarbeitung von Kartoffeln durch den industriellen und Rüstungssektor erforderlich ist. Die Zuckerrübenernte verspricht, trotz der Trockenheit in manchen Gebieten, nicht hinter dem Vorjahre zurückzubleiben, was insbesondere für die Futterwirtschaft von größter Bedeutung ist. Hier werden allerdings nicht unbeträchtliche Ausfälle aus den besetzten Gebieten entstehen. Trotz aller Schwierigkeiten ist die Erzeugung an Butter nur unwesentlich hinter dem Reckordjahr zuvor zurückgeblieben. Dies ist eine ungeheure Leistung im Hinblick auf die Steigerung der Buttererzeugung gegenüber dem Frieden um fast die Hälfte und im Hinblick auf die Ausfälle an zusätzlichen Futtermitteln— eine Leistung, die gerade den mittleren, kleinen und kleinsten Bauernbetrieben zuzuschreiben ist, Betrieben, in denen zu einem großen Teil nun schon seit Jahren der Betriebsleiter durch seine Frau, seine noch im Kindesalter stehenden Söhne und Töchter, durch betagte Altenleiter oder verantwortungsvolle Gefolgschaftsmitglieder ersetzt werden mußten. Daneben wird die Oelfruchternte das Re kordergebnis des Vorjahres erreichen. Zwar ist der Ernteertrag bei den Oelfrüchten in diesem Jahre, je Hektar gerechnet, geringer. Die Erweiterung der Anbaufläche um 25 Prozent hat jedoch diesen Ausfall voll ausgeglichen. Was diese Leistungen auf dem Gebiete der Milchwirtschaft und des Oelfruchtanbaues bedeuten, werden nur diejenigen voll ermessen können, die die Fettrationen im vorigen Weltkriege vom Jahre 1916 an noch in Erinnerung haben. Auf dem Gebiete der Fleischwirtschaft können wir mit Genugtuung feststellen, daß unsere Rinderbestände, die vor zwei Jahren bereits abgebaut werden mußten, heute fast die Friedenzshöhe wieder erreicht haben. Auch der Aufbau der Schweinebestände seit dem Tiefpunkt vor zwei Jahren hat planmäßig stattgefunden. Die Futterlage in diesem Jahre wird zu einem gewissen Abbau dieser Bestände führen müssen. Das dadurch anfallende Fleisch wird weitgehend zum Ausgleich der Ausfälle an Fetten sowie an Fleisch aus den geräumten Gebieten dienen. Mehr als in irgendeinem der hinter uns liegenden Kriegsjahre wird im sechsten Kriegsjahr, an dessen Beginn wir stehen, die Ernährung auf die deutsche Ernte und die deutsche Erzeugung angewiesen sein. Große und wichtige besetzte Gebiete, in denen die Landwirtschaft durch die deutsche Landwirtschaftsführer entsprechend dem deutschen Beispiel der Agrar= und Ernährungspolitik mit Fleiß und Zähigkeit aufgebaut wurde, fallen als beachtliche Ergänzung unserer Ernährung aus. Den Ausgleich muß die deutsche Ernte und die noch gesteigerte Ablieferung der deutschen Landwirtschaft bringen! Mehr denn je kommt es auf die deutsche Ernte und die deutsche Erzeugung an. Darüber müssen wir uns alle— Erzeuger und Verbraucher— im klaren sein: Wir können die uns zugewachsene Ernte nicht durch unseren Willen vergrößern. Sie ist durch Arbeit und Witterung in ihrer Höhe gegeben. Sö können also die Anforderungen, die an sie gestellt werden, nur erfüllt werden, wenn einerseits der Erzeuger über das bisherige Maß hinaus den Anteil der Ablieferungen bei allen Hauptnahrungsmitteln durch ratio2 Ein wichtiges Stück Aus einem Transportflugzeug vom Muster„Ir wird auf einem Feldflugplatz im Osten# Nachschubmaterial ausgeladen, darunter verstellbares Ersatzblatt für die Lu#tRe=Erdggeberichter 1 nellsten und sparsamsten Verbrauch in Haus und Stall erhöht und wenn gleichzeitig mit demselben Verantwortungsgefühl wie der Bauer auch der Verbraucher auf das sparsamste wirtschaftet und Nahrungsmittel nur in dem Maße bezieht, wie er sie für seinen eigenen menschlichen Verbrauch benötigt. Wenn wir nach schweren Bombenangriffen bisher in großzügiger Weise den auf das härteste betroffenen Volksgenossen durch zusätzliche Lebensmittelausgaben ihr Los erleichtern konnten, so nur dadurch, daß uns die Ersparnisse verblieben; die aus nicht verbrauchten Lebensmitteln stammten. Beide Aufgaben: Mehrablieferung des Erzeugers und äußerste Sparsamkeit des Verbrauchers sind aber eine Frage der Haltung unseres Volkes. Diese Haltung, in fünf Kriegsjahren bewährt, muß noch straffer werden, noch verantwortungsvoller, noch fanatischer. Die vom deutschen Bauerntum und vom gesamten deutschen Landvolk erstellte diesjährige Ernte wird es uns bei dieser Haltung erlauben, mit Zuversicht in das 6. Kriegsjahr hineinzugehen. In dieser Feststellung liegt die hohe Anerkennung, die das gesamte deutsche Volk seinem Landvolk und dessen Leistung zollt. Wenn ich hier meiner Ueberzeugung Ausdruck gegeben habe, daß wir auch das sechste Kriegsernährungsjahr meistern werden, so fühle ich mich verpflichtet, auch die Gründe dieser meiner Zuversicht auszusprechen. Die Lösung jeder Aufgabe auf politischem oder politisch=wirtschaftlichem Gebiet setzt drei Dinge voraus: Die klare und nüchterne Erkenntnis der Ausgangslage, die Aufstellung eines Zieles und die daraus sich ergebende Festlegung des Weges, der um so erfolgversprechender und richtiger ist, je kürzer er ist und der kompromißlos und mit eiserner Beharrlichkeit gegangen werden muß. Daß diese drei Voraussetzungen bereits im Jahre 1933 gleich nach der Machtergreifung geschaffen wurden, ist die Ursache der Stabilität der Ernährungspolitik. Realisieren konnte man diese Voraussetzung jedoch nur aus der nationalsozialistischen Weltanschauung mit Haltung heraus. Denn erst sie gaben die Möglichkeit, weite und hohe Ziele überhaupt aufzustellen und ohne Rücksicht auf gewordene Formen und Methoden einer hinter uns liegenden 150jährigen liberalen Wirtschaftspolitik die neuen Grundlagen und neuen Formen zu schaffen, mit denen das Ziel erreicht werden konnte. Als 1933 der Führer in seinem ersten Vierjahresplan zwei Aufgaben aufstellte: Die Beseitigung der Arbeitslosigkeit und die Errettung des Bauerntums, war es für den Nationalsozialismus klar, daß die Errettung des Bauerntums nur möglich war, wenn ihm eine Aufgabe gestellt wurde, die eigentliche Aufgabe des Bauerntums, Blutsquell zu sein und die Nahrungsfreiheit zu erkämpfen. Zum ersten Male in der Geschichte der Völker wurde einem Bauerntum vom Staate eine solche Aufgabe gestellt. Eine Rettung des Bauerntums um seiner selbst willen ohne Rücksicht auf diese beiden großen Aufgaben wäre unmöglich gewesen. Erst die durch jahrelange Erziehung entstandene Ueberzeugung des Landvolkes von der Richtigkeit unseres Weges und der Notwendigkeit der Ordnung gaben uns die Voraussetzung einer stabilen Ernährungsgrundlage. Die Leistung der nationalsozialistischen Agrar= und Ernährungspolitik blieb im Laufe dieses Krieges nicht auf Deutschland allein beschränkt. In dem Maße, wie große Gebiete von Deutschland besetzt wurden, konnten wir durch die erprobten Methoden und durch die Abstellung bewährter Landwirtschaftsführer aus den Reihen des Bauerntums und seiner Organisationen in diesen Gebieten Erzeugung und Erfassung auf eine neue Grundlage stellen, trotz aller gerade in jenen Gebieten durch den Krieg bedingten besonders großen Erschwernisse. Im Gegensatz dazu haben sowohl die westlichen Demokratien wie der Bolschewismus nicht einmal in ihren eigenen Hoheitsbereichen eine aufbauende Agrarpolitik durchführen können, wie die Hungerkatastrophe in den Sowjets, in Indien und die eingestandene Unterernähming der eigenen Pälkor in den Nereinigt tetechahrung der eigenen Völker in den Vereinigten Staaten und in England ergeben. Um so weniger sind sie fähig und willens, in den nun von ihnen besetzten Gebieten eine Ordnung der Ernährungs= und Landwirtschaft aufzubauen. Darum ist im Gegensatz zur Agitation der Feinde nicht der deutschen Besatzung Hunger und Elend gefolgt, sondern umgekehrt, dort traten Hunger und Chaos ein, wo die Feinde Gebiete besetzten. Der nahe Osten, Aegypten, Nordafrika, Italien sind dafür Beweis genug. Frankreich, Belgien. Finnland, Rumänien, Bulgarien werden in Kürze dieselbe Entwicklung erleben und damit ihren Völkern vor Augen führen, wer für Europa kämpft und wer gegen Europa und seine Völker steht. Der deutsche Beitrag zum Aufbau jener Gebiete aber und gerade auf dem Gebiete des Bauerntums und der Landwirtschaft wird. diesen Völkern die Augen über den Sinn des jetzigen gewaltigen Ringens öffnen und uns, dem Nationalsozialismus, die Bestätigung geben, wie sehr unser Kampf aauch ein Kampf für Europa ist. Deutsche Bauern und Bäuerinnen! Deutsches Landvolk! Es erfüllt mich mit Stolz und Zuversicht, heute am Erntedanktag euch wiederum bescheinigen zu können, daß ihr die Hoffnungen, die das gesamte deutsche Volk in euch und eure Leistung gesetzt hat, erfüllt habt. Was wären alle die von der nationalsozialistischen Agrarvolitik geschaffenen Voraussetzungen, wenn sie nicht durch eure Arbeit, eure Hingabe und eure Haltung erfüllt worden wären. Denn darüber wollen wir uns im klaren sein: Auch die besten und richtigsten Formen und Methoden einer neuen Agrarpolitik nutzen nichts, wenn sie nicht durch die Einsatzbereitschaft, die fanatische Beharrlichkeit von Millionen selbstverantwortlicher Bauern und Bäuerinnen, Landarbeiter und Landarbeiterinnen ausgefüllt werden. kämpfer durch die Verleihung des Ritterkreuzes zum Kriegsverdienstkreuz besonders geehrt. Diese Männer haben jahrelang, meist seit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus, in höchster Verantwortung große Gebiete der Agrar= und Ernährungswirtschaft verantwortlich und mit größtem Erfolg unter mir geleitet. Diese Ehrung ist zugleich eine Ehrung des gesamten Landvolkes, die verdient ist in erster Linie durch den Glauben des Landvolkes an unseren Führer, an seine nationalsozialistische Bewegung und an den Sieg des deutschen Volkes in diesem gewaltigen Ringen. Dieser Glaube ist stärker als alles andere. Er allein ist die Voraussetzung auch für die Haltung und Leistung. Indem ich euch allen am heutigen Erntedanktag für das Geleistete danke, rufe ich euch auf, diesen Glauben und diesen Willen im kommenden Jahre noch stärker und noch fanatischer einzusetzen. Dann kommt nach errungenem Siege einmal die Zeit, in der die jetzt gebrachten Opfer an Blut und Gut von der Gesamtheit des Volkes vergolten werden. Dann kommt die Zeit, in der der durch den uns aufgezwungenen Krieg unterbrochene Aufbau der Agrarpolitik seine organische Fortsetzung im nationalsozialistischen Sinne erleben wird. Denn niemals in der Geschichte noch hat ein hoher und höchster Einsatz seine endgültige Rechtfertigung und Belohnung nicht gefunden. Gedenkt am heutigen Erntedanktag das gesamte deutsche Volk in Dankbarkeit seines Landvolkes, so wollen wir, Männer und Frauen des Landvolkes, an unsere Soldaten denken, die draußen an allen Fronten unsere Heimat und unsere Höfe schützen. So hart auch sein mag, was euch an Aufgaben gestellt wird, es wird immer geringer sein als das, was jene leisten und opfern. Ihre Haltung sei uns Verpflichtung und Vorbild. Es lebe der Führer! den Männer. Es wirh angenommen, daß sich alle das# den Männer. Es wirb angenommen, daß sich alle dar Leben nahmen im Augenblick, als sich der Feind der## letzten Verteidigungslinie näherte. Sie hatten be## Egten Gerlewigungsline naherte. Sie hatten be### schlossen, nicht lebend in die Hände des Gegners zu fallen. DE Neue Ritterkreuzträger □ Berlin, 2. Oktober. Der Führer verlieh auf Vor schlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Groß. admiral Dönitz, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuze an den Kommandierenden Admiral der östlichen Ostsee Vizeadmiral Theodor Burchardi, für seine hervor. ragenden Verdienste um die Seekriegführung im Fin nischen Meerbusen. Die Abwehrschlacht in den Vogesen-Vorbergen Sowjets östlich Szeged wieder in Richtung auf die Grenze zurückgeworten dnb Aus dem Führerhauptquartier, 2. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gab Sonnabend bekannt: In Holland setzte der Feind am 29. September seinen Druck gegen die beiden Eckpfeiler seines Einbruchsraumes fort. Gegen heftige Angriffe zur Bezwingung des Antwerpen=Turnhout=Kanals und zur Erweiterung des Brückenkopfes nordwestlich Turnhout stehen eigene Verbände in schweren Abwehr= und Angriffskämpfen. Starker bei Maeseyck angreifender Feind wurde im Gegenstoß zurückgeworfen. Im Raum von Nymwegen und bei Metz kam es im Laufe des gestrigen Tages mehrfach zu erbittert geführten Luftkämpfen zwischen deutschen Jägern und feindlichen Jagdverbänden. Hierbei wurden 18 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Im Frontabschnitt von Aachen bis Naney beschränkten sich auch gestern die Kampfhandlungen auf einige örtliche Angriffe des Feindes und erfolgreiche eigene Gegenstöße. Im Raum von Chateau—Salins und Luneville gelang es dem Gegner in erbitterten Kämpfen einige Höhenstellungen und Waldgebiete zu nehmen. Die Abwehrschlacht in den Vorbergen der WestVogesen und nordwestlich Belfort dauert an. Um die Taleingänge kam es zu heftigen Kämpfen, in deren Verlauf an mehreren Stellen verlorenes Gelände im Gegenangriff wieder genommen wurde. Die Festungen an der Kanalküste melden Artilleriefeuer und örtliche Kampftätigkeit. Vor Calais herrschte eine 24stündige Waffenruhe zur Evakuierung der noch in der Stadt verbliebenen Zivilbevölkerung. Die Besatzung von Gironde=Nord vernichtete feindliche Stoßtrupps und drang mit eigener Aufklärung wiederum tief in das feindliche Hintergelände ein. Das==Störungsfeuer auf London wurde fortgesetzt. Durch die in den Vortagen erlittenen Verluste geschwächt, hat der Feind seinen Großangriff in MittelItalien zunächst nicht wieder aufgenommen. Nur am Monte Battiglia dauern die Kämpfe noch an. Auch an der Adia=Front hat sich die 8. englische Armee auf den Kampf um Savignano und einzelne erfolglose örtliche Angriffe beschränkt. Die Kämpfe in der Donau=Schleife beiderseits des Eisernen Tores, in die von beiden Seiten neuherangeführte Kräfte eingriffen, gehen weiter. Ein Stützpunkt an der Donau wurde den Sowjets wieder entrissen. Deutsche und ungarische Verbände, von der deutschen Luftwaffe gut unterstützt, warfen östlich Szeged, bei Sarkad und im Raum von Großwardein die Bolschewisten und Rumänen wieder in Richtung auf die Grenze zurück. Die Stadt Großwardein ist wieder in eigener Hand. Beiderseits Torenburg und SächsischRegen wurden heftige örtliche Angriffe des Gegners abgewiesen. An den zähen Widerstand unserer Divisionen sind auch gestern die gegen die Beskidenpässe auf breiter Front fortgesetzten Angriffe der Sowjets gescheitert. Ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers de## Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz de## Eisernen Kreuzes an: Hauptmann Seyfarth, Staf. felkapitän in einem Kampfgeschwader, und Feldweb##### Trenke, Flugzeugführer in einem Kampfgeschwader## Oberst Döring=Maanteuffel, Kommandeu## eines Flak=Regiments und Major Well, Komman deur einer Nahaufklärungsgruppe. Zwischen Düna und der Rigaer Bucht hat die Angriffstätigkeit des Feindes gestern nachgelassen. Unsere Truppen und lettische(=Freiwilligenverbände schlugen alle Angriffe ab. Während der Absetzbewegung im Nordabschnitt der Ostfront, über die gestern berichtet wurde, hat die Kriegsmarine wiederholt von See aus in die Kämpfe des Heeres eingegriffen und in kurzer Zeit starke Truppenverbände mit Waffen und Gerät, alle Verwundeten sowie Zehntausende von Zivilpersonen über See zurückgeführt. Anglo=Amerikaner setzten am 29. September die Terrorisierung der westdeutschen Zivilbevölkerung“ mit Bomber= und Jagdverbänden fort. Durch wahllose Angriffe auf Ortschaften und Eisenbahnzüge entstanden vor allem im links=rheinischen Reichsgebiet Personenverluste. Britische Flugzeuge warfen in der Nacht Bomben auf das Gebiet von Karlsruhe. Vorbildlicher Kampfgeist dnb Aus dem Führerhauptquartier, 2. Oktober. Ergänzend zum Wehrmachtbericht wird gemeldet: Bei den schweren Kämpfen im Raume Nancy hat sich das Grenadier=Regiment 1120 unter Führung von Major Kopp besonders ausgezeichnet. Die vor der französisch=belgischen Küste unter dem Befehl des Konteradmirals Breuning eingesetzten Sicherungsstreitkräfte der Kriegsmarine haben von Beginn der Invasion bis zum 30. 9. gegen eine drückende Luft= und Seeüberlegenhiet in vorbildlichem, Kampfgeist viele wertvolle Geleite durchgeführt und dabei fünf Zerstörer und 14 Schnellboote versenkt sowie zahlreiche weitere schwer beschädigt und 146 feindliche Flugzeuge abgeschössen. In der gleichen Zeit wurden— oftmals unter stärkster Feindeinwirkung— umfangreiche Minensperren geworfen und zahlreiche feindliche Minen geräumt. In der Abwehrschlacht in Lettland hat sich die 19. Waffen=Grenadier=Division der 4(lettische Nr. 2) unter Führung von-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen=] Streckenbach bei der Verteidigung ihres Heimatbodens hervorragend geschlagen. Die Bevölkerung von maßloser Angst erfaßt Wir haben von vornherein bei unseren agrarpolitiichen Maßnahmen den Glauben gehabt, daß es nur darauf ankommt, den Schutt der liberalen Zeit hinwegzuräumen, neue revolutionäre Wege zu öffnen, damit der millionenfache Wille des Bauerntums freie Bahn für seine großen Aufgaben bekommt. Diesen Glauben habt ihr alle, Mann für Mann und Frau für Frau, hundertfältig gerechtfertigt. Im Namen des Führers und des ganzen deutschen Volkes. als dessen Sprecher ich mich an euch wende. darf ich euch den Dank dafür aussprechen. Tausende von euch werden heute für die Leistung des letzten Jahres und für ihre Haltung in allen Gauen des Reiches durch die Hoheitsträger der Partei mit den vom Führer euch verliehenen Kriegsverdienstmedaillen und Kriegsverdienstkreuzen 1. und 2. Klasse ausgezeichnet. Ich bin mir bewußt, daß viele Zehntausende und Hunerttausende dasselbe geleistet haben wie diese Ausge#ten, die als Repräsentanten der gesamten LeiLandvolkes diese Ehrung erfahren. hat der Führer auf meinen Vorner bewührtesten Mitarbeiter und MitAugenzeugenbericht über den E == Belgrad, 2. Oktober. Der deutsche Korrespondent Edwin Konnerth, dem es gelungen ist, sich auf abenteuerliche Weise von Bukarest nach Deutschland durchzuschlagen, gibt der„Donauzeitung“ einen anschaulichen Bericht über die Verhältnisse in Bukarest und insbesondere in Hermannstadt. Konnerth verließ Bukarest zwei Tage nach dem Einmarsch der sowjetischen Truppen und erlebte dann auch in Hermannstadt den Durchmarsch sowjetischer Panzer und motorisierter Kolonnen. Er berichtet als Augenzeuge über die Ereignisse in Rumänien folgendes: Als am 23. August nachts Demonstranten auf den Straßen begannen, Fensterscheiben einzuschlagen und sinnlos in die Luft gefeuert wurde, als ich hörte, daß die rumänische Polizei nach mir fahndete, begab ich mich in die deutsche Gesandtschaft. Neun Tage nach dem Putsch des Königs entwich ich, nachdem ich den Oberleutnant der rumänischen Wache mit 120 000 Lei bestochen hatte. An den Tagen dazwischen habe ich erlebt, wie Bukarester Juden als Hilfspolizei mit Pistolen und Gewehren bewaffnet wurden. Ich habe auch bewaffnete Kinder gesehen, die sinnlos herumschossen. Als ich in meinem Kraftwagen durch Bukarest fuhr, konnte ich geplünderte Geschäfte sehen. Während ich auf der Gesandtschaft war, marschierten die Sowjettruppen ein. Am Tage nach dem Einmarsch war in Bukarest schon der Preis für ein Brot von 38 auf 2000 Lei gestiegen. Der größte Teil der Bevölkerung hielt sich in maßloser Angst versteckt. Viele waren aus der Stadt geflüchtet, um den Unruhen zu entgehen. Auf den Landstraßen, die von Bukarest nach Norden führen, traf ich auf meiner Flucht viele Bukarester, meist auf Pferdewagen, die mit dem notwendigsten Hausrat beladen waren. Die Gaststätten in Bukarest waren von sowjetischen Soldaten überfüllt, die vor allem tranken, ohne zu bezahlen. Um die Mittagsstunde sah man auf den Straßen in Bukarest kaum einen Menschen außer Sowjets. Ich fuhr in meinem Wagen von Bukarest nach Hermannstadt. Außer den 120000 Lei für den Kommandanten der Wache mußte ich noch viermal erhebliche Beträge zur Bestechung rumänischer Wachen verwenden. Hermannstadt fand ich noch ruhig vor. Die rumänischen Behörden verhielten sich korrekt gegenüber den Deutschen. Als am 7. September sowjetische motorisierte Einheiten während des ganzen Tages durch Hermannstadt rollten, wo eine kleinere Besatzung zurückblieb, änderte sich jedoch das Bild. Der rumänische Mob zog auf die Straßen. Die entlassenen Verbrecher aus dem Zuchthaus Ajud kamen nach Hermannstadt. Diese Zuchthäusler in total zeril geschorene Inzug der Sowjets In Rumänien ten mit einer roten Fahne den ersten Demonstrationszug an; der durch Hermannstadt zog, während die Masse der Bevölkerung sich in ihren Häusern verkroch. Jeder rumänische Kraftwagen und jeder Pferdewagen wurde von den Sowjets angehalten und sofort ohne Entschädigung beschlagnahmt. Die Soldaten stürmten in Hermannstadt als erstes die Juweliergeschäfte. Auf Uhren sind die Sowjets besonders wild. Jeder Soldat, der Lust und Laune hatte, nahm den Passan= ten die Uhren weg. Ich sah einen sowjetischen Soldaten, der drei Armbanduhren an der Hand trug. Am Abend war die Stadt von betrunkenen sowjetischen Soldaten bevölkert. In den Geschäften nahmen sich die sowjetischen Soldaten, was sie wollten. Keiner fragte nach dem Preis. Wenn er Lust hatte, legte er irgendeinen Geldschein hin. Die sowjetische Kontrolle auf den Landstraßen fragte jedermann nach seinen Papieren. Zeigte man rumänische Militärpapiere, so wurden sie sofort zerrissen. Offenbar hatten die sowjetischen Truppen den Auftrag, alle rumänischen Militärpapiere zu vernichten. Sie gingen auch in die rumänischen Kasernen, so in Buzau und vernichteten dort alle Register und Stammrollen. setzten Kleidern und mit kah. en Köpfen führGuam und Tinlan nach TOtägigem heldenhaften Kampf gefallen ∆ Tokio, 2. Oktober. Nach fast 70tägigem heroischem Kampf sind die beiden Marineinseln Guam und Tinian in feindliche Hände gefallen. In knapper militärischer Sprache teilte das Kaiserlich Hauptquartier am Sonnabend mit, daß die japanischen Verteidiger der Inseln bis auf den letzten Mann gefallen sind. Das gleiche Schicksal eines ehrenvollen Todes habe die gesamte japanische Zivilbevölkerung geteilt die die kämpfenden Truppen mit allen Kräften bis zum letzten Atemzug unterstützte. Feierlich erklang der japanische Trauermarsch„Umi Yukaha", als der Rundfunk diese Nachricht bekanntgab. „Das japanische Volk gedenkt in tiefer Ehrfurcht seiner gefallenen Helden, Brüder und Schwestern", so erklärte der Minister Ogata, der Präsident des Informationsbüros der Regierung.„Es leistet den feierlichen Eid, den Feind zu vernichten und damit das Gefühl der Rache zu befriedigen, das unser Leben erfüllt. Auf Tinian nahmen alle wehrfähigen Männer der Zivilbevölkerung zwischen 16 und 45 Jahren an den Kämpfen teil; sie sind zusammen mit unseren Truppen bis auf den letzten Mann gefallen. Ihre Zahl betrug etwa 8 500 von einer Gesamtzivilbevölkerung von 15.000 Menschen. Greise, Frauen und Kinder hatten sich das Gebiet von Karolinas zurückgezogen und unterstützten von hier aus mit allen Kräften die kämpfenFerner an: Generalmajor Paul Schürmann,# Kommandeur einer württembergischen Panzer=Grena#### dier=Division, geb. am 6. 12. 1895 in Plettenberg i. W. Major d. R. Erich Schulz, Bataillonskommandeu## in einem Lübecker Grenadier=Regiment, geb. am 12 12. 1904 in Hemstedt Braunschweig als Sohn des Be##amten Sch. Im Zivilberuf ist er wissenschaftliche Assistent; Hauptmann Rudolf Schallenberg, Ba### taillonsführer in einem fränkischen Grenadier=Reg ment, geb. am 28. 11. 1919 in Landshut als Sohn des Regierungsoffizienten a. D. Eugen Sch.; Leutnant# R. Paul Nowak, Kompanieführer in einem berlinbrandenburgischen Grenadier=Regiment, geb. am## 8. 1919 in Friedrichsgrätz bei Oppeln als Sohn de Arbeiters Paul N. Er ist im Zivilberuf Technische## Zeichner; Obergefreiten Anton Wilder, MG=Schüzin einem Grenadier=Regiment aus den deutsche Donaugauen, geb. am 25. 4. 1920 in Wien als Soh## des Hilfsarbeiters W. Im Zivilberuf ist er Maler „Marschall Petaln alleiniger Inhaber der legaten französischen Macht“ □ Berlin, 2. Okt. Der französische Staatsche Marschall Petain hat sich von Belfort nach Deutschlan### zum Schutz der wahren Interessen des französischen Volkes gegen die gaullistischen Usurpatoren und die britischen und nordamerikanischen Ausbeuter des fran zösischen Volkes begeben. In der ihm vom französt sischen Staatschef übertragenen Eigenschaft eines Generaldelegierten der französischen Regierung hat Botschafter de Brinon den Vorsitz des Französischen gierungsausschusses zur Wahrung der nationalen In teressen übernommen. Diesem französischen Regierungsausschüß gehören Arbeitsminister Marcel Dea### als Delegierter für die nationale Solidarität und di# Betreuung der französischen Arbeiter im Reich, der Staatssekretär des Innern und für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung Joseph Darnand als Delegierter für die Organisation der nationalen Kräfte der Miliz, der Freiwilligenlegion gegen den Bolschewismus und der französischen Waffen=5, der Staatssekretär für die Verteidigung General Bridoux all Delegierter für die Betreuung der Kriegsgefangenen und ihrer Hilfswerke und der Präsident der PresseKorporation Jean Luchaire als Delegierter für In formation und Propaganda an. Botschafter de Brinon hat bei der Uebernahme sei ner Funktion einen Aufruf an alle Franzosen erlassen. in dem er mit Nachdruck hervorhob, daß der französische Staatschef Marschall Petain der alleinige Inhaber## legalen französischen Macht bleibe. Die französischen## Interessen, die durch vier Jahre durch die Autorität de## Marschalls sichergestellt waren, werden auch weiterki## unter seinem Schutz stehen. Botschafter de Brinon be### tonte sodann, daß es seine und seiner Mitarbeite Aufgabe sein werde, die nationalen Interessen diese Landes zu vertreten. Der Aufruf de Brinons schlieft mit den Worten:„Es lebe Frankreich, es lebe de## Marschall!" Während das De=Gaulle=Komitee weder vom fran zösischen Volk noch von seinen sogenannten Alliierten## anerkannt ist und Frankreich dem Bürgerkrieg und de### bolschewistischen Chaos zutreibt, bleiben Petain und der französische Regierungsausschuß alleinigen Vertreter der legalen nationalen Interesen Frankreichs. Die Schweiz stellt den Export von Kriegsmaterial ein □ Berlin, 2. Okt. Die Schweizer Regierung da wie in Bern amtlich bekanntgegeben wird, beschlosset den Export von Kriegsmaterial nach allen kriegfu renden Ländern mit Wirkung vom 1. Oktober einn stellen. Sosnkowskl abgesagt □ Stockholm, 2. Oktober. Wie Reuter meldet, fing der„Präsident“ der Londoner Exilpolen am abend früh General Sosnkowski und enthob ihn sein Postens als Oberkommandierenden. Durch ein Delti wurde Generallentnant Komorowski Vor, der sator der Warschauer Aufstandsbewegung, zum N folger von Sosnkowski ernannt. In einem Reuterkommentar dazu heißt es, kowski sei nach einem langen und harten Kampf ntdem Präsidenten, dem Premierminister und seinen legen abgegangen. Seine Entfernung beseitigte n der Hindernisse, aber keineswegs alle, die der digung zwischen Mikolajczyk und dem Kreml entgege“ stehen. Die deutschen Soldaten— ein elserner Schutzwall * Genf, 2. Oktober. Mehr als töricht nennt die nadische Zeitung„Ottawa Journal“ die Hoffnung“ daß der Krieg noch 1944 zu Ende geht. Was wußl die Alliierten denn schon von der deutschen Heim front, von den deutschen Armeen wüßten sie alle dings mehr, vor allem, daß sie weiter harte blieben. Die Kämpfe, die die deutschen Armeen Westen den Anglo=Amerikanern und Kanadiern son im Osten den Sowjets lieferten, seien unerbittlt hart. Ihr Widerstand sei nicht geringer geworden, dern jetzt, wo sie ihr Vaterland verteidigen müssh bilden die deutschen Truppen einen eisernen Sch# wall. Schalke SPVG E In der„Krie mal das Fußball den. Von den v vier zum Austra fel 1, während i hausen 04 gegen den konnten die konnten wir kein auch kaum gespie Staffel Schalke 04— KS6 Bochum— EC Buer=Hassel 1 In der Glücka zwischen dem Wi SpVg. Erkens einen überraschen schewski. Berg, M Gawliczek, Kuzor diesmal eine star Sturm war der Tore schoß. Schall ten durch Kanthe bis zur Pause: von Hinz(), Ga dem Wechsel mac stärker bemerkbar zielten Gawliczek. Ergebnis hätte d fallen können. Leistung. Nur Bochum geger das die Bochumer stürmer Andreas Rechtsaußen Hark Pause erzielte d Führungstreffer. stark auf und Ar senguß=Elf“ gab hinnehmen. EinHassel 1919 schauern Mit 6 in der Pause sich Spielabschnitt ein Nur SpVg Röhlinghal BC Bövinghause Die SpBg Rö Start erschienen, guten Auftakt, d mund gleich ei außen Hoffmann, den linken Läufe Pausenvorsprung. schnitt auf:0 fl hausen leer aus. Der Tabe Westfalia Her: FE Schalke 0 KS6 Bochum S6 Wattensch SpVg Erkensa SV Alemanni EC Buer=Has Borussia Dor BfB Alemann VfL Altenbög BC Bövingha KS6 Ahlen SpVg Röhling 1. FC Im Rürnberge gegen den Lokal sehr schwachen W mit:6 Toren g urteilen, darf m Meisterschaft kein He Zum Abschluß det am Sonntag, des Kreises Mar Undda R016 Urbeberrechteche Deutt Der Baue „Mir wär: ich wär mit auf, schaute und sagte: kann. Viellei „Dös glau trocken. „Ich könn! nehmen.“ „Um Gott Bachschmied „Wenn d' hindern drat lange net. J Jahren ab. sondern du Jahr verlän „Sooo? W „Ich sag er „Dann tu „Ich täusch wollen, daß ou mir die „Aha, da plötzlich auf „Du hast rec es unter ur abend.“ „Von uns Ohne Gruf rischer Schri der Dunkelhe Noch hatte vollends aufa Wiesen kam, eebnen Lönge Rembrandt, der Unvergleichliche DER SPORT Schalke 04 wieder zweistellig Spyg Erkenschwick ging:12 unter In der„Kriegs=Gauslasse“ Westfalen konnte diesmal das Fußballprogramm nicht reibungslos abgewickelt werden. Von den vorgesehenen sieben Begegnungen kamen nur vier zum Austrag. Ohne Ausfälle ging es nur in der Staffel 1, während in der Staffel 2 die Begegnung BC Bövinghausen 04 gegen KS6 Ahlen ausfiel. Aus technischen Gründen konnten die Ahlener nicht erscheinen. Aus der Staffel 3 konnten wir keine Meldungen erhalten, es dürfte dort aber auch kaum gespielt worden sein. Staffel 1 meldet volles Programm FE Schalke 04— SpVg. Erkenschwick 12:0(:0) (86 Bochum— SV Alemannia Gelsenkirchen:2(:2) EC Buer=Hassel 1919— Westfalia Herne:7(:6) In der Glückauf=Kampfbahn fand das Meisterschaftsspiel zwischen dem Westfalenmeister FE Schalke 04 und der SpVg. Erkenschwick vor 2000 Besuchern mit 12:0(:0) einen überraschend hohen Ausgang. Mit Klodt, Dargaschewski. Berg, Megert, Schweißfurth, Nowack, Bors, Kanthak, Gawliczek, Kuzorra und Hinz stellten die Königsblauen auch diesmal eine starke Einheit. Die treibende Kraft im Schalker Sturm war der Gastspieler Gawliczek, der allein sechs Tore schoß. Schalke war klar überlegen und ging nach 5 Minuten durch Kanthak in Führung. In kurzen Abständen fielen bis zur Pause noch weitere acht Tore, die auf das Konto von Hinz(), Gawliczek(5) und Kuzorra(1) kommen. Nach dem Wechsel machte sich die Ueberlegenheit von Schalke noch stärker bemerkbar aber erst in der letzten Viertelstunde erzielten Gawliczek, Kuzorra und Hinz die restlichen Tore. Das Ergebnis hätte dem Spielverlauf nach noch weit höher ausfallen können. Die Erkenschwicker zeigten nur eine matte Leistung. Nur 300 Besucher wohnten dem Treffen KSG Bochum gegen Alemannia Gelsenkirchen bei, das die Bochumer verdient mit:2(:2) gewannen. Mittelstürmer Andreas stellte die Bochumer Führung her, aber der Rechtsaußen Harkener holte bald den Ausgleich. Noch vor der Pause erzielte der Rechtsaußen Hornig den Gelsenkirchener Führungstreffer. Bochum stellte nach ded Pause um, kam. stark auf und Andreas schoß zwei weitere Tore. Die„Gelsenguß=Elf“ gab sich geschlagen und mußte noch zwei Treffer hinnehmen. Einen harten Kampf lieferten sich SC BuerHassel 1919 und Westftlia Herne vor gut 500 Zuschauern Mit:1 Toren hatten die Herner den Sieg bereits in der Pause sicher in der Tasche, so daß sie sich im zweiten Spielabschnitt eine Schonung erlauben konnten. Nur ein Spiel In der Staffel 2 SpVg Röhlinghausen— Borussia Dortmund:4(:3) BC Bövinghausen 04— KS6 Ahlen ausgefallen Die SpVg Röhlinghausen ist nun doch noch am Start erschienen, aber auf eigenem Gelände kam es zu keinem guten Auftakt, denn es gab gegen Borussia Dortmund gleich eine klare:=Niederlage. Durch den Rechtsaußen Hoffmann, durch den Halbrechten Schüttner und durch den linken Läufer Kindl sorgten die Borussen für einen:0Pausenvorsprung. Während Schüttner im zweiten Spielabschnitt auf:0 für Dortmund erhöhen konnte, ging Röhlinghausen leer aus. * Der Tabellenstand am 1. Oktober 1944 Staftel 1 sehr schwachen Mannschaft an und wurde überraschend klar mit:6 Toren geschlagen. Nach den gezeigten Leistungen zu urteilen, darf man dem„Club“ in dieser Spielzeit für die Meisterschaft keine guten Aussichten einräumen. Herbstwaldlauf in Hagen Zum Abschluß der diesjährigen leichtathletischen Saison findet am Sonntag, 8. Oktober, der traditionelle Herbstwaldlauf des Kreises Mark auf der bekannten Strecke an der Waldlust statt., Start und Ziel ist das Parkhaus in Hagen. Die Läufe beginnen um 10 Uhr. Folgende Klassen sind vorgesehen: Klasse 2: 3000 Meter für Mittelstreckler, Fuß= und Handballer. Klasse 8: 2000 Meter für ältere, Jahrgang 1912 und älter. Klasse 4: 1000 Meter für Mädchen bis 18 Jahren. Klasse 5: 1000 Meter für Frauen und Mädchen über 18 Jahre, Klasse 6: 3000 Meter für Jugend ab 1. 9. 1925 bis 31. 8. 1927, Klasse 7: Jugend ab 1. 9. 1927 bis 31. 8. 1929. Meldungen bis.80 Uhr am Parkhaus. Trotz Niederlage Punkte für Dorstleld Das Handballprogramm des ersten Oktober=Sonntags wurde zum größten Teil unter Dach und Fach gebracht. Ueberraschungen blieben aus. Ihren ersten Punktsieg holte sich die KSc Hagen in Recklinghausen gegen die dortige Reichsbahn mit 10:6. In der Pause führten die Gäste bereits mit:2 und waren nach dem Wechsel noch fünfmal erfolgreich. Auch die Reichsbahner waren in der zweiten Halbzeit besser und warfen noch vier Tore. Trotz eines 10:=Sieges mußte XV Eintracht Dortmund in Dorstfeld die Punkte lassen, da die Gäste anfangs nur mit sieben Mann spielten und später die Mannschaft ergänzten. Bei Halbzeit lagen die Eintrachtler mit:3 in Führung. Die Staffel Nord war aus technischen Gründen nicht zu ermitteln, jedoch dürften dort kaum Spiele stattgefunden haben. Bei den Frauen verzichtete Gladbeck Zweckel zuaunsten von Westerholt.— Das Spiel Dortmund 06— Westfalia Somborn wurde verlegt.— Trotzdem der TV Barop nur mit 10 Spielerinnen antrat, langte es noch zu einem:=Sieg über Eintracht Brambauer.— Einen klaren Erfolg sicherte sich Dortmund 95 über Germania Lütgendortmund mit:1. Egerland stärker als Saager Die letzten diesjährigen Bahnrennen der Reichshauptstadt wurden auf der Aschenbahn, im. Neuköllner Stadion zur Durchführung gebracht und gipfelten in einem 60-MinutenMannschaftsfahren, in dem Egerland=Zerm, Saager=Jährling. Bunzel=Lohrke und Buse=Spring nach jagdenreichem Verlauf die übrigen Mannschaften zu überrunden vermochten. Ausschlaggebend für den Sieg des Paares Egerland=Zerm war die starke Tagesform von Egerland, der trotz eines Sturzes sich aller Angriffe durch den früheren Deutschen Meister Harry Saager erwehren konnte. Viel Anklang fand auch der Mannschaftsmehrkampf, der sich aus einem Malfahren in zwei Läufen. einem 500 Meter Zeitfahren mit stehendem Start, einem Punktefahren über 12 Runden und einem MannschaftsVerfolgungsrennen zusammensetzte und von Saager=Jährling mit 37 Punkten vor Bunzel=Lohrke mit 31 Punkten und Egerland=Zerm mit 27 Punkten bzw. Tulies=Gebert mit 19 Punkten gewonnen wurde. Dabei erwies sich der deutsche Meister Werner Bunzel im Zeitfahren mit 42,3 Sek. etwas schneller als Saager, sein alter Widersacher, der für die 500 Meter 43 Sekunden benötigte. Das Ergebnis des 60=MinutenMannschaftsfahrens lautete: 1. Egerland=Zerm 20 Punkte, 2. Saager=Jährling 19 Punkte, 3. Bunzel=Lohrke 17 Punkte, 4. Buse=Spring 5 Punkte, 5. 1 Runde zurück Tulies=Peets 4 Punkte Schöne Leistungen der Alten Herren Im Kampf um die Deutsche Vereins=Meisterschaft der Leichtathleten haben sich in den letzten Wochen mehrfach auch die „Alten Herren“ auf der Aschenbahn gezeigt und dabei durchaus keine schlechte Rolle gespielt. So erzielte die KS6 Hamburger Turnerbund 62 /Reichsbahn Altona am Sonntag in der Klasse 1 eine Verbesserung auf 5 983,4 Punkte und in der Klasse 2(über 40 Jahre) sogar die stattliche Punktzahl von 6 138,4 Punkte. Hierbei gefielen vor allem die Gebrüder Maas durch ihre Steinstoßleistungen von 14,88 bzw. 14,36 m, ferner Lüeck im Weitsprung mit 5,82 m und Maas 1 mit seinen 6,5 Sek. für den 50-=Lauf. Zur gleichen Zeit unterzogen sich in Berlin auf dem Hubertus=Sportplatz die SGOP und der Deutsche Sport=Club einer weiteren Leistungsabnahme zur deutschen Mannschaftsmeisterschaft. Dabei erreichte die SGOP in der Klasse 1 der Alten Herren mit 6197,2 Punkte zwar nicht ganz ihre bisherige Bestleistung von 6286,8 Punkte. Der Deutsche Sport=Club verbesserte sich in der leichten Klasse auf 6009,4 Punkte und kam in der Altersklasse 8(über 50 Jahre) auf 8746,2 Punkte. Das„Flüssige“ Gottfried Keller litt mit zunehmendem Alter recht unter Gicht= und Rheumaschmerzen. Einst fühlte er sich so schlecht, daß er zu Hause bleiben mußte und den Arzt zu sich bat. „Herr Doktor“, sagte er,„woher kommen bloß diese gräßlichen Schmerzen?“ „Tja“, nickte der Arzt,„es läßt sich nicht leugnen, das kommt eben vom Flüssigen!" „Siehst Du, da hast Du'!“, sagte Keller zu seiner Schwester, die neben ihm stand,„das kommt von Deinen ewigen Suppen!" Am 4. Oktober dieses Jahres jährt sich zum 275. Mal der Todestag Rembrandts von Ryn. Er starb 1669 in Amsterdam. In der europäischen Malerei ist das Merkmal, das wir als das entscheidende jeder großen und echten Kunst ansehen: der Stempel der Persönlichkeit, die triebnotwendige Gestaltung aus äußerem und innerem Erlebnis, viel früher zu sieghaftem Ausdruck gekommen, als in der Dichtung, die zum Beispiel in Deutschland noch das ganze 17. Jahrhundert hindurch fast ausnahmslos als eine Art geistigen Handwerks mit wesentlich moralischen Zwecken aufgefaßt und betrieben wurde. In Frankreich fehlt selbst der klassischen Blüte mit Corneille und Kacine dieses Merkmal. Anders in der Malerei, die mindestens seit der Renaissance, zum Teil schon früher, in Italien, in Deutschland, in Spanien, in den Niederlanden eine Fülle scharfgeprägter Künstlerversönlichkeiten aufweist. Von Rembrandt gar gibt es kein Bild, ja, kein flüchtig hingekrizzeltes Blatt, das nicht seines Geistes und Wesens Züge trüge. Das Geheimnis des schöpferischen Menschen in seiner Einzigkeit tritt beim Rembrandt in höchster Vollendung zutage. Dies ist wohl auch der Grund, daß der Name Rembrandt sich in der gesamten Kulturwelt mit dem Begriff des großen Malers schlechthin deckt. Dieser Ruhm tritt erst ins volle Licht, wenn man sich vor Augen hält, daß allein im flämisch=niederländischen Raum ungefähr zu gleicher Zeit wie Rembrandt von Ryn, so große Maler lebten und schufen, wie Rubens, Franz Hals. Ruisdael, van Dyk. Teniers, Breughel, Brouwer und noch einige mehr von kaum geringerem Format. Dennoch wird. ähnlich Homer, Dante, Shakesveare, Goethe, Rembrandt bereits seit Jahrbunderten als ein künstlerisches Universum für sich empfunden. So gesehen erscheint auch der stürmisch=tragische Ablauf des irdischen Daseins bei Rembrandt als eine höhere Notwendigkeit; die frühe Ruhelosigkeit des Müllerssohnes aus Leyden; die beiden Ehen: das himmelhochjauchzende Glück mit der schönen, reichen Saskia von Uylenburg und das Rubesuchen bei Hendrikje Stoffels; der wilde, champagnerfrohe Lebensgenuß in den Jahren des Reichtums und der strotzenden, prunkenden, daseinsberauschten Verschwendung als Künstler und als Mensch und das leidvolle, bittere Versinken in Schulden, das Ende eines zu höchst Begnadeten in erbärmlicher Armut, der dennoch rastlos gestaltet bis zum Schluß. Rücksichtslose Lebenswahrheit—„Realismus" nach dem Kunstausdruck— und magische Durchseelung ist in Rembrandts Werk überall so innig verbunden, daß beide nicht zu trennen sind. Er entblößt Menschen und Dinge, hier und da bis zur Schamlosigkeit, und verklärt sie zugleich überirdisch. Nichts ist seiner besessenen Leidenschaft, die tausendfältige Erscheinung des Lebens zu malen, zu radieren, zu zeichnen zu hoch, nichts zu gering— nicht der zerlumpte Bettler, der Landstreicher mit den Malen der Lasterhaftigkeit, nicht die Gestalten aus dem Dreck des Amsterdamer Ghettos. Mit genialer Unbekümmertheit setzt er niederländische Menschen seiner Zeit, nur durch phantastisches Kostüm verhüllt, in seine biblischen und antik=mythologischen Bilder. Er hat den faustischen Drang=Germane. der er ist bis in den tiefsten Kern— sich einzubohren in alles, was unter der Sonne, in der farbigen Wirklichkeit, atmet und lebt, jauchzt und leidet— nicht zuletzt auch in das große Rätsel seines eigenen Ichs, wie es die rund sechzig Selbstbildnisse, die er der Nachwelt hinterließ, bewiesen. Und die Palette dieses großen Malers schlechthin wechselt von den ungebrochenen, jugendlich=kampffrohen, naiv=harten Farben seiner frühen Schaffenszeit in jenes Helldunkel der Reife, sprechenden Schatten und der mastischen Vernachtung, darin dennoch ein goldenes Braun von der Lust des Daseins glüht. K. E. K. Wie der„Erdrauch“ entsteht Nebel gehört zum Herbst. Nebelmond heißt der Oktober zu deutsch im frühen Mittelalter. Weshalb ist nun der Nebel gerade in der Uebergangszeit zwischen Sommer und Winter eine so häufige Erscheinung? Der Grund ist: im Herbst erfüllen die atmosphärischen Verhältnisse besonders oft die Bedingungen, vermöge deren sich Nebel bildet. Diese Bedingungen haben im wesentlichen zweierlei Form. Die eine, die besonders für die Nebelbildung in uns Bleil.n I.##le##cht komms, besteht darin, daß die Temperatur auf der Erde und die der Luft erheblich auseinandertreten: die Luft ist kälter als die Erdoberfläche und die ihr nächste Luftschicht. In diesem Fall sättigt die sich auf der Erde verdunstende Feuchtigkeit— von feuchten Wiesen, Wasserflächen, sumpfigen Geländen— mit der kälteren Luft der oberen Schichten und wird als Wasserdampf. der aus feinsten Tröpfchen besteht, ausgeschieden— der Nebel ist da. Im Grunde ist der Nebel, den wir als graue Schwaden wallen, als graue Wand stehen sehen, nichts anderes als eine Wolke, die nicht hoch über uns hinwegzieht, sondern auf der Erde aufliegt. Wenn wir im Hochgebirge einmal durch eine Wolke hindurchwandern und schließlich, auf hohem Gipfel, über ihr stehen und dann gar etwa ein Gewitter unter uns beobachten können, dann empfinden wir das als ein Erlebnis. Die„Wolken auf der Erde“. der Nebel, macht uns nicht so außerordentlichen Eindruck, wenngleich auch er, als Naturstimmung, die Phantasie der Menschen seit Urzeiten lebhaft beschäftigt hat. Bei einer zweiten Entstehungsursache des Nebels liegen die Verhältnisse genau umgekehrt. Nebel bildet sich auch dann, wenn über Teilen der Erdoberfläche Luft steht oder über sie hin Winde streichen, deren Temveratur höher ist als die des Bodens unter ihnen. Während die erste Form in den gemäßigten Zonen die häufigere ist, ist die zweite besonders charakteristisch für die Subtropen und Tropen. Am frühen Morgen, vor Sonnenaufgang, und am Abend. findet das ganze Jahr hindurch hier und da Nebelbildung statt, im Herbst aber vermehren sich die atmosphärischen Voraussetzungen der Erscheinung erheblich. Dem Wetterkundigen sagt der Nebel mancherlei. Steigender Nebel deutet auf bevorstehenden Regen, fallender auf gutes Wetter. Zu starken Nebelbildungen kommt es, wenn im Herbst die ersten vorwinterlichen Abkühlungen der Luft eintreten. Im Winter ist es ein gutes Zeichen, wenn sich Nebel bildet: Tauwetter steht dann bevor. Mundartlich und dichterisch heißt der Nebel auch„Rauch“. Unter den Strahlen der erwärmenden Sonne löst sich der„Rauch“ auf und verschwindet. In großen Städten ist stärkere Nebelbildung selten, da auf dem Steinboden ihrer Straßen die zu seiner Entstehung erforderliche Feuchtigkeit nicht vorhanden ist. Eine bekannte Ausnahme bildet London, dessen dicke, gelben Nebel, die„fogs“, berüchtigt sind. Wir kören im Rürdeunle Montag. Reichsprogramm:.30—.45 Uhr: Eine Sendung zum Hören und Behalten aus der Geschichte Japans..50—.00 Uhr: Der Frauenspiegel. 12.35 bis 12.45 Uhr: Der Bericht zur Lage. 14.15—15.00 Uhr: Klingende Kurzweil mit der Hamburger Unterhaltungskapelle Jan Hoffmann. 15.00—16.00 Uhr: Schöne Stimmen und bekannte Instrumentalisten in Terzetten und Trios. 16.00—17.00 Uhr: Otto Dobrindt dirigiert das Berliner Rundfunkorchester. 17.15—18.30 Uhr: „Dies und das für euch zum Spaß“. Unterhaltung mit Wiener Künstlern. 18.30—19.00 Uhr: Der Zeitspiegel. 19.15—19.80 Uhr: Frontberichte. 20.15—22.00 Uhr (auch über den Deutschlandsender): Für jeden etwas. Deutschlandsender: 17.15—18.30 Uhr: Musik zur Dämmerstunde: Werke von Max von Schillings, Hermann Götz, Bizet und Berlioz, Dirigent: Artur Rother, Solist: Hans Priegnitz. „Küssenpfennig“— wenig besiebt Im 16. und 17. Jahrhundert bezeichnete man noch einen Geizhals als„Küssenpfennig". Aehnliche Ausdrücke dafür waren der„Drückenpfennnig“ und der„Nagerauft". Ihnen allen schob man den Wahlspruch zu:„Ich küsse, bete an das Geld.“ Das Wort„Geizhals“ ist erst durch Luther in die deutsche Sprache eingegangen, im 19. Jahrhundert sprach man auch von einem„Geizkragen".„Hals“ wird dabei als verschlingender Nachen oder Schlund gebraucht.„Geizhals" bedeutet im Grunde„gieriger Rachen". Wie entstand der„Leitfaden“ In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts begann man, ein Lehrbuch als„Leitfaden“ zu bezeichnen. Es ist dies eine vereinfachte Bezeichnung für„Faden der Ariadne“. In der griechischen Sage gab Ariadne dem Theseus einen langen aufgewickelten Faden mit, als er das berühmte Labyrinth des Königs Minos betrat, um das darin hausende Stier=Ungeheuer Minotaurus zu töten. Nur an Hand dieses Fadens gelang es Theseus, den Rückweg aus den verschlungenen Wegen des Labyrinths zu finden. Und das Leben gehlweiler. ROMAN VON HANS ERNST Urbeberrechtschutz: Deutscher Roman-Verlag Klotzsche(Bez. Dresden) 2. Fortsetzung Der Bauer stand auf und schickte sich zum Gehen. „Mir wärs recht, wenn es so käm, wie du sagst. Aber ich wär mit einem schon zufrieden.“ Er setzte den Hut auf, schaute die beiden dann ein wenig verärgert an und sagte:„Wie man nur grad so bockbeinig sein kann. Vielleicht reut es euch einmal.“ „Dös glaub ich weniger“, antwortete der Schmied trocken. „Ich könnt jetzt fad sein und euch die Pachtwiese nehmen.“ „Um Gotteswillen“, jammerte die Frau, aber der Bachschmied überschnitt sie mit scharfer Stimme: „Wenn d' meinst, Bürgermeister, ich kann dich net hindern dran. Verhungern tun wir deswegen noch lange net. Im übrigen lauft der Pacht erst in drei Jahren ab. Und da wirst du uns auch net kündigen, sondern du wirst den Pacht dann auf weitere fünf Jahr verlängern.“ „Sooo? Wer sagt dir denn dös?“ „Ich sag es.“ „Dann tu dich ja net täuschen, Bachschmied.“ „Ich täusch mich net, denn du wirst doch net hab'n wollen, daß die Leut im ganzen Dorf erfahren, warum du mir die Buckelwiesen nimmer geben willst.“ „Aha, da naus willst du.“ Eine Zornader stand plötzlich auf der hohen Stirn. Aber er beherrschte sich. „Du hast recht, Bachschmied. Es wär mir recht, wenn es unter uns blieb, was wir geredet haben heut abend.“ „Von uns erfahrt niemand was.“ Ohne Gruß verließ der Bauer die Stube. Sein herkischer Schritt verlor sich bald dararuf draußen in der Dunkelheit. * Noch hatte der Morgen das Tor der Nacht nicht vollends aufgestoßen, als ein Mann quer über die Wiesen kam, obwohl er ja auch die Straße hätte achmen können, die schön und breit durch Birkenzell führte. Aber er war aus dem Wald aufgetaucht, in dem er vielleicht die Nacht geschlafen, oder den er durchwandert hatte, um am Morgen am Ziel zu sein. Bald war er es, aber er lief deshalb nicht schneller, wie man es zu tun pflegt, wenn das Ziel nahe ist. Nein, ganz gemächlich ging er dahin, ja. nun blieb er stehen wie überwältigt von dem schönen Bild des aufsteigenden Frühlingsmorgens. Ueber der Ortschaft selbst lagen noch feine Nebel, aber über die Bergspitzen flutete es in heller Röte hin. Kein störender Laut war im Morgen, nur die Vöglein erfüllten ihn mit ihren jubelnden Liedern. Dann schlug die Glocke an im Zwiebelturm der Dorfkirche und läutete den Morgengruß. Immer heller wurden die Lüfte über den erstarrten Riesenwogen des Gebirgszuges, der das Tal umschloß. Ueber allen Spitzen aber ragte der Dämon heraus, dieser herrliche Berg, der das Auge immer trunken machte, zu welcher Zeit man ihn auch anschauen mochte. Am schönsten freilich wurde der Dämon erst am Abend, wenn die Sonne sinken wollte. Da sah dieser Riése— wenn das Abendlicht sein Haupt umschmeichelte— so zart aus wie ein Jüngling mit rotseidenem Umhang, wie ein guter Kamerad, der seine Urkraft schamhaft vor den Menschen verhüllte. Und doch war er gnadenlos, dieser Berg, im Bewußtsein seiner riesenhaften Macht. Er hatte schon manchen Menschen zerbrochen, der sich leichtfertig in seinen Bereich gewagt hatte. An die Wenigen aber, die ihn bezwungen hatten, verschenkte er wunderbare Herrlichkeiten, denn von seinem Gipfel sah man weit in das Land hinaus, und man sah über tausend Bergkuppen weg die silbernen Spitzen des Großvenedigers leuchten. Der Mann, der aus dem Morgen auftauchte wie ein Waldschratt, kannte den Dämon. Und er kannte auch die anderen Berge; das Sonnenjoch und die Schurerwand, und er suchte nun mit schmalen Augen die Routen, die er gegangen war. Es hing noch Schnee in den Rinnen und auf den Kuppen, obwohl der Frühling schon mit aller Macht im Lande war. O ja, es grünte und leuchtete alles, die kleinen Saatfelder lagen wie dunkle Teppiche im helleren Grün der Wiesen, und die blühenden Kirschbäume standen im Dorf und an den Hängen wie weißgekleidete Jungtrauen. Tief atmend trank der Mann das morgendliche Bild der Landschaft und dachte: dies ist nun wieder Heimat liebe, geliebte Heimat. Er spielte ein bißchen mit diesem Wort, dessen Klang und Bedeutung ihm gefiel, obwohl es eigentlich seine wirkliche Heimat gar nicht war. Immerhin waren es gern gelebte Jahre in diesem Tal. und er hatte so oft daran denken müssen in all den schweren Zeiten, die er durchlebt und durchgekämpft. Heimat ist eigentlich alles, dachte er,— alles Land, in dem die deutsche Zunge klingt. Es hat nur jeder Mensch einen bestimmten Platz, an dem er wohnt und der seinem Herzen näher liegt... Nun ging er wieder weiter und bog auf die stille Landstraße ein. Das Dorf war erwacht. Hunde schlugen an, als er vorüberging. und als er die Häuser des Oberdorfes hinter sich hatte, begann er ein kleines Lied vor sich hinzusingen, dessen Rhythmus sich in die Bewegung seines Schrittes einfügte. Hoben nicht die Blumen am Straßenrand verwundert die Köpfe beim Klang dieser Schritte? So etwas war fremd und deutete nur eine ganz ferne, verblaßte Vertrautheit an. Hier kannte man nur den schweren Schritt der Bauern oder den leichtsinnigen der Vagabunden. Ein Soldat war lange nicht mehr marschiert auf dieser Straße. Ob der Mann nun ein Soldat war, das konnte nicht sogleich ohne weiteres behauptet werden. Erst bei näherem Hinsehen konnte man feststellen, daß der Mann tatsächlich so etwas wie eine vergangene Uniform trug. Ja, da sah man auch, daß viele Sonneei= und Regentage hingegangen waren über dieses Kleid gegangen, viel Nebel und Winde und die Feuchtigkeit dunkelnder Nächte. Und noch etwas war an diesem Gewand, etwas, das man nicht auf den ersten Blick sah, das man überhaupt nur leise ahnen konnte: ein stilles, verborgenes Heldentum. „Die wiehernden Rosse sie stampfen— die Birken sie wiegen sich lind...“ sang der Mann. Und de weiter im Kehrreim: „Dort bei den Sternen überm Waldesrand liegt die neue Zeit...“ Hier lächelte der Mann nun ein wenig. Die neue Zeit lag wirklich noch hinter den Sternen, wenn die Menschen auch glaubten, schon in ihr zu leben, obwohl es nichts war als eine Zeit der Schande und der Schaer. Nun lag das Dorf schon hinter ihm. Einige hundert Meter noch, und er war am Ziel. Unter den blühenden Bäumen sah er schon das kleine Bachschmiedhaus hervorleuchten. Ueber der Straße stand die Schmiede. Das Tor stand weit auf, aber es tönte noch kein Hammerschlag. Darum ging der Mann hinein. Nichts war ihm fremd hier. Er zog den Rock aus, krempelte die Hemdärmel hoch und hing sich den Lederschurz um. Dann schlug er das Feuer an und trat den Blasebalg. Gleich darauf schlug er ein rotglühendes Eisen, daß die Funken sprühten. Von diesem Klang erwachten die Bachschmiedkinder. und sie wußten gleich, daß Robert wieder da war. Denn diesen schnellen. wilden Schlag, konnte nur Robert führen mit seiner ungestümen Kraft. Auch der Schmied. der drüben auf der Bachwiese das Grünfutter für die beiden Kühe mähte, hielt inne und hob lauschend den Kopf. „Hörst es. Mutter?“ rief er der Frau zu. die das Gras auf den Schubkarren lud. Die Bärbel aber verließ den Stall und lief barfuß über die Straße und blieb unterm Schmiedetor stehen. „Robert.“ sagte sie leise, und der Mann hielt mitten im Schlage inne, sah das Mädchen stehen und lächelte beinahe kindhaft. Sein Gesicht war vom Feuer rot beleuchtet und eine schwarze Locke fiel verwegen in seine Stirn. „Ja, da bin ich wieder, Bärbel“, sagte er.„Hoffentlich kann mich dein Vater noch brauchen.“ „Und wie notwendig!“ sagte sie.„Wo bist denn jetzt gewesen die ganze Zeit?“ Da lächelte er wieder auf die gleiche Weise. „Mußt net fragen, Dirndl. das verstehst du doch net. „Kimmst rüber, dann richt ich dir eine Supp'n her“, sagte das Mädel noch und sprang über die Straße. Ja, da war nun Roberi wieder zurückgekehrt. Es gab nicht viel zu reden über seinen Verbleib während der Zwischenzeit. Er war wieder da und es war gut so. Für die Bachschmiedkinder war das so. als wenn nach langen Regentagen nun plötzlich die Sonne wieder scheint. Er wußte so vieles und man konnte“: so gut gebrauchen, diesen Robert. Niemand auf Welt hatte solche Geduld wie Robert. Ein fa“ Spielkamerad war er den Kindern. Ber Aus der Heimat Castrop=Rauxel, 2. Oktober 40 Jahre im Dienste der Stadt Verwaltungsdirektor Alois Krampe konnte am 1. Oktober 1944 auf eine ununterbrochene 40jährige Tätigkeit im Dienste der früheren Stadt Castrop und der jetzigen Stadt Castrop=Rauxel zurückblicken. Zu diesem Jubiläumstage wurden ihm für seine in treuer und gewissenhafter Pflichterfüllung geleisteten Dienste Dank und Anerkennung seitens des Oberbürgermeisters ausgesprochen. Dem allseits geschätzen und besonders auch um die Entwicklung des Rennvereins hochverdienten Beamten herzliche Glückwünsche und ein kräftiges„Glückauf“ für viele weitere Jahre ungebrochener Lebens= und Arbeitskraft! Wie stehr esum die Voilsernchrung! Staatssekretär Riecke vom Reichsernährungsministerium zieht Bilanz Grüße für die Heimatstadt Wir erhielten folgenden Gruß zur Weitergabe durch Veröffentlichung in der Heimatzeitung: „Ihre Heimatstadt und insbesondere all ihre Castrop=Rauxeler Verwandten, Freunde und Bekannten grüßen recht herzlich die Grenadiere: Adolf Senft, Günther Martin, Karl=Heinz Schleich, Herbert Kölling, Helmut Theodor Jankowiak, Friedhelm Kund und Helmut Engelhage.“ Die Grüße werden an dieser Stelle herzlichst erwidert! „Lampes" Jagdzeit fing an Nach dem Reichsjagdgesetz fing die Bejagung des Hasen am 1. Oktober an. Sie endet am 15. Januar. Bei der milden Witterung im Oktober werden im allgemeinen nur wenig„Krumme“ geschossen. Die Häsinnen haben oft noch Junge. Viele Hasen sind noch zu klein, und die Rammler stinken bei warmer Witterung. Exst mit dem St.=Hubertus=Tag am 3. November sangen die Treibjagden an, die manchmal eine bunte Strecke liefern: Hasen. Kaninchen, Fasanen, Feldhühner, Schnepfen, Füchse usw. Winterkartoffeln schadenfrei lagern! „Wenn wir jetzt wieder Winterkartoffeln einkellern, wollen wir alles tun, um sie möglichst schadenfrei zu lagern. Am geeignetsten ist eine Lagertemperatur von 2 bis 6 Grad Wärme; bei 1 Grad unter Null tritt aber bereits eine gewisse Schädigung ein. Kühle Lagetung verhindert das Keimen, durch das den Kartoffeln ein Teil ihres Nährwertes entzogen wird. Das einzige Hilfsmittel gegen Massenverlust ist frische und kühle Luft, die im Herbst, solange die Witterung es erlaubt, durch das Oeffnen der Fenster zugeführt werden soll. Erwünscht ist es, daß sie nicht unmittelbar auf dem Boden lagern, sondern auf einem Lattenrost, der auf Bohlen ruht. Auch die Seitenwände können aus Latten bestehen, damit die Luft von allen Seiten hinzutreten kann. Zur Aufbewahrung kleiner Mengen eignen sich erhöht stehende Holzkisten, besser aber ausdediente Reisekörbe ohne Futter. Ein guter Aufbewahrungsraum für Kartoffeln ist die gegen Frost hinreichend geschützte Grube im Garten. Lagernde Kartoffeln neigen zum Faulen. Vorbeugend bringe man die Kartoffeln stets trocken ins Lager und vermeide alles unnötige Werfen und Treten. Ferner sind alle eingesunkenen, fleckigen, angefaulten und angenagten Knollen herauszusuchen. Wenn nach längerem Lagern die Luft im Keller feucht und dumpf wird und sich an der Decke Wassertropfen ansetzen, so sind bestimmte Fäulnisherde entstanden. Es ist schon Gefahr in Verzug und die Kartoffeln müssen durchgemustert werden. Ein erprobtes und einfaches Mittel, die Siedlung der Fäulniserreger zu vermindern, ist Holzkolenpulver, das die Kartoffeln gesund und die Lagerräume geruchfrei erhält. Man überstäubt die Bestände leicht damit; auf den Zentner genügt schon ein Viertelpfund. Auch Torfmull und gebrannter Kalk, neuerdings Karsan, haben die gleiche Wirkung. Zum sechsten Kriegserntedanktag veröffentlichte der Staatssekretär im Reichsernährungsministerium Riecke eine Betrachtung unter dem Titel„Ernährungsbilanz am 6. Kriegserntedanktag". Die Ernährungswirtschaftslage wird durch die Tatsache gekennzeichnet, daß noch mehr als bisher das Schwergewicht im eigenen Raum liegt. Man müsse dem Reichsminister und Reichsbauernführer Backe dankbar sein, daß er selbst in Zeiten, als uns größte Räume als Zuschußgebiete zur Verfügung standen, nie zugelassen habe, unsere heimische Landwirtschaft zu vernachlässigen. Infolge dieser konsequenten Haltung könnten wir heute in ein Ernährungsjahr hineingehen, das uns zwar viele Schwierigkeiten bringen, das aber in seinem Ablauf keineswegs den katastrophalen Verhältnissen von 1918 auch nur annähernd gleichen werde. Da die Zufuhr aus dem Ausland um sehr vieles geringer geworden sei, müßten wir mit dem haushalten, was die Ernte des eigenen Raumes ergebe, und was wir an Vorräten hätten. Alle Maßnahmen dienten dazu, die Grundernährung des deutschen Volkes zu sichern nach Ueberlegungen und Planungen auf lange Sicht. So sei eine geringfügige Senkung der Brotration erfolgt. Die angeordnete Herabsetzung der Schlachtgewichte der Marktschweine und die Herausnahme überzähliger Ferkel verhinderten einen Verzehr von Getreide und Kartoffeln, der der menschlichen Versorgung gefährlich werden könnte. Das bedeute keinen„Schweinemord". Der durch das Abschlachten der schweren Schweine zeitweilig etwas stärkere Fleischanfall mache eine neue Ausdehnung der Fleischausgabe an Stelle von Fett erforderlich. Ausdrücklich betont der Staatssekretär, daß die angeforderten Maßnahmen zur Einschränkung der Kleintierhaltung mit aller Strenge durchgeführt werden müßten. Zur Sicherung der Hauptgebiete der menschlichen Ernährung muß eine Reihe von Dingen, die nur am Rande liegen, eingespart werden. So werde zur Stärkung der Futterbestände die Bierherstellung eingeschränkt, ebenso die Zuteilung von Ersatzkaffee. Zucker für Kuchenherstellung könne in Zukunft den Bäckern und Konditoren nicht mehr zugeteilt werden. Die hierdurch und durch die Einschränkung der Süßwarenherstellung eingesparte Zuckermenge werde der Haushaltversorgung zufließen und so ein längeres Durchhalten der heutigen Zuckerration ermöglichen. Sicher würden diese Einschränkungsmaßnahmen in ihrer Gesamtheit als lästig empfunden werden; von einschneidender Bedeutung seien sie aber nicht. Der Kern unserer Ernährungswirtschaft bleibt intakt und unberührt. Gesichert sei unsere Ernährung im übrigen nach wie vor nicht zuletzt dadurch, daß der Ablieferungswille der Landwirtschaft keinerlei Einbußen erleide. Durch einen Erlaß des Reichsfinanzministers ist deshalb die„Ersatz=Lohnsteuerkarte 1944/46" geschaffen worden. Der Antrag auf Ausschreibung ist dom Arbeitgeber bei der Gemeindebehörde des Wohnsitzes zu stellen, er kann auch unmittelbar beim Finanzamt des Wohnsitzes gestellt werden, wenn Eintragungen über Kinderermäßigung, steuerfreie Beträge usw., vorzunehmen sind. Sind in einem Betrieb mehr als zehn Lohnsteuerkarten vernichtet, dann stellt der Arbeitgeber den Antrag beim Finanzamt der Betriebsstätte. Der Antrag soll spätestens drei Monate nach Vernichtung der Lohnsteuerkarten gestellt werden. Beide Beine und ein Arm abgefahren Schwelm. Nicht weit von der Station Martsed wurde morgens auf dem Gleiskörper der Bergisch. Märkischen Bahn ein unbekannter Mann gefunden der offenbar aus dem Zuge gefallen war. Von einem Gegenzug waren ihm beide Beine und ein Arm ab. gefahren worden. In lebensgefährlichem Zustande brachte man ihn ins Krankenhaus. Durch eigenen Leichtsinn getötet Milspe. Auf der Kölner Straße hatten sich zwei dreizehnjährige Jungen auf die Gabel eines Anhängers gesetzt und ließen sich mitfahren. Dabei erlor der eine von ihnen das Gleichgewicht, wurde überfahren und so schwer verletzt, daß er wenige Minuten später starb. Den Trauring nach 27 Jahren wiedergefunden Hamm. Die im Hause Werler Straße 57 wohnende Ehefrau F. H. verlor vor 27 Jahren bei Gartenarbeiten ihren Trauring und konnte ihn trotz allen angestrengten Suchens nicht wiederfinden. Jetzt entdeckte ihn ihr sechsjähriges Enkelchen ganz unerwartet wieder. Es hatte der Großmutter im Garten beim Jäten geholfen und fand beim Zusammenharken des Unkrautes plötzlich das so schmerzlich vermißte Ehepfand. Zuchthaus für jugendliche Einbrecher Bielefeld. Zwei jugendliche Tunichtgute namen Rohdenburg und Burmeister waren aus dem Jugend gefängnis in Herford ausgerissen und hatten dani in der dortigen Gegend, wo sie sich verborgen hielten wie auch in der Gegend von Bremen und Oldenbur allerhand Eigentumsverbrechen, vor allem auch Ein bruchsdiebstähle, begangen sogar aus einer Garag einen Kraftwagen gestohlen und waren mit diesen „auf Fahrt“ gegangen. Das hiesige Sondergericht ver urteilte den Rohdenburg zu 2½ Jahren und den Bur meister zu zwei Jahren Zuchthaus wie auch entsprechendem Ehrverlust. Todesopfer gefundener Munition Lemgo. Eine hier wohnende Mutter war mit ihrer beiden Kindern zum Biesterberg gegangen, um Hol; und Brombeeren zu suchen. Dabei fand das eine der Kinder eine Handgranate. Im nächsten Augenblie aber explodierte das Geschoß und verletzte die Mutte und ihren achtjährigen Sohn, letzteren so schwer, das er später den Verletzungen erlag. Lingen. Ein 16jähriger Junge fand in der Näh unserer Stadt feindliche Bordwaffenmunition und hantierte damit— bis diese explodierte. Ein Splitter flog dem Jungen ins Auge und zerstörte dessen Seh kraft, ein anderer Splitter drang ihm in die Brust und außerdem wurden ihm drei Finger der linker Hand abgerissen. Mitleid auf faischem Gelege Von denen, die trotzdem reisen und reisen lassen „Na ja, wenn es der guten Tante wirklich so schlecht lebt, daß der Zug dann nicht alle Fahrgäste beförden eht dann fahren Sie halt siher Mochende einmal kannte la daß ein Teil nan ihnen meitere StendoDie Publikumszeiten des Arbeitsamtes Unser Arbeitsamt und seine Nebenstellen sind ab heute, wie auch aus einer amtlichen Bekanntmachung in der vorliegenden Ausgabe des„Stadtanzeiger“ hervorgeht, für den Publikumsverkehr Montags, Dienstags und Donnerstags von—13 und 14—18, Mittwochs von—13 und 14—20 und Freitags von —13 und 14—20 sowie Sonnabends und Sonntags von—12 Uhr geöffnet. Petroleumbewirtschaftung Auf die Bekanntmachung des Oberbürgermeisters über die Petroleumbewirtschaftung in der vorliegenden Ausgabe des„Stadtanzeiger“ seien alle Interessenten besonders hingewiesen. geht, vunn juhren Sie hutt übers Wochenve einmal hin und schauen nach ihr“, meinte Herr Mitleidsvoll zu seiner langjährigen Sekretärin und setzte bedächtig das Dienstsiegel unter die Reisebescheinigung. Und damit trug wieder ein Fahrgast mehr dazu bei, daß die Züge, die am Wochenende verkehrten, noch etwas voller wurden. Gewiß, der gute Herr Mitleidsvoll ist eine rührende Seele und möchte jedermann gern einen Gefallen tun, aber was zuviel ist, ist zuviel. Denn ihn gibt es ja nicht etwa nur ein einziges Mal im Lande, sondern er läuft in vielfältiger Auflage herum und greift gar zu gern und ohne große Hemmung zum Dienstsiegel. Wer selbst jetzt, nach Einführung der neuerlichen Reisebeschränkungen, einmal zur Nachtzeit auf einem Großstadtbahnhof stand, wer infolge kriegswichtiger Aufträge häufig auf der Bahn sein muß, der stellt mit Erstaunen, aber auch mit Verbitterung fest, daß es scheinbar immer noch gewissen Volksgenossen gibt, die auch ohne wichtigen Grund reisen müssen, ganz gleichgültig, wie groß die Aufgaben der Reichsbahn auch sein mögen, gleichgültig, welcher Andrang auf den Zügen herrscht. Die„Reisetante“ früherer Zeiten findet sich auch heute noch in jeder Alterslage und sogar beiderlei Geschlechts Es bleibt meist dem Betrachter ein Rätsel, wie diese Leute zu einer Reisebescheinigung gekommen sind. Und irgendwo saß der Herr Mitleidsvoll und stempelte die Reisebescheinigung ab, weil der doch kein Ersatzlohnsteuerkarten 1944/46 Regelung der Neuausstellung Unmensch ist und die Antragstellerin ihn fast mit Tränen in den Augen darum bat. Aber an die MänDer Arbeitgeber ist verpflichtet, die Lohnsteuerkarten seiner Gefolgschaftsleute so luftschutzsicher wie möglich .g Bostanthart. ch er, W hots.—.— auszubewahren. Trot dieser Vorforge kommt es vor, Grüne Posiguckärten duch für Panere zulässig daß Lohnsteuerkarten durch Feindeinwirkung vernichtet werden. Die Lohnsteuerkarten, die ab 1. 1. 1944 ausgegeben wurden, gelten für die drei Kalenderjahre 1944/45/46. Während früher bei der einjährigen Geltung der Lohnsteuerkarten auf einen Ersatz derselben verzichtet werden konnte, ist dies bei der langen Geltungsdauer der jetzigen Karten nicht möglich. Vom Reichspostministetium wird daran erinnert, daß bis auf weiteres an Stelle der gelben Paketkorten grüne Postgutkarten verwendet werden können. Druckereien können ihre Bestände an grünen Postgutkarten für den Druck von Paketkarten aufbrauchen. ner und Frauen, die um kriegswichtiger Aufgaben willen die Bahn benutzen müssen, an die Familien, die im Zuge der Kriegsereignisse umquartiert werden müssen, an die Männer, die einmal im Monat ihre Familien besuchen dürfen, an die Urlauber der Wehrmacht und der Rüstungsindustrie, die nach kurzer Ausspannung pünktlich wieder zum Dienst zurückzukehren haben, an all die dachte Herr Mitgeidsvoll nicht. Er hat noch nicht nachts auf dem spärlich beleuchteten Bahnsteig inmitten einer Menschenmauer gestanden, müde und abgespannt von den Aufgalben des Tages, bereits einen neuen dienstlichen Auftrag in der Tasche. Er hat es dann gewiß auch noch nicht erkonnte, so daß ein Teil von ihnen weitere Stunder wartend verlor, ehe der nächste Zug kam und sie zun Ziel brachte. Er kommt gar nicht auf den Gedanken jener gefühlsbetonte Herr Mitleidsvoll, daß es viel leicht nicht die alte kranke Tante, sondern der jung und gesunde Freund ist, um dessentwillen die Rei gemacht wird Er weiß jedenfalls bestimmt nicht, wie viel Unheil er mit dieser leichtfertig ausgestellten Reisegenehmngung anrichten kann. Die Bestimmungen die um des Sieges willen, den unser ganzes Voll in gemeinsamem Kampf und unter gemeinsamen Opfern erringen will, auch auf diesem Gebiet erlassen wurden, sind an und für sich so denkbar einfach und einleuchtend. Irgendwo muß die Grenze gezogen wer den; und daß sie jetzt, wo es um alles geht, etwas eng ausgefallen ist, darf niemanden überraschen oder verbittern. Gewiß— hin und wieder mag es auch eine Härte geben, aber wo ließe sich das vermeiden und wer ertrüge sie nicht willig, wenn er weiß, daf auch sein kleines persönliches Opfer ein Beitrag zum Sieg ist? Energisch gehen die Kontrollorgane des Staate: und der Reichsbahn künftighin gegen jene zweifelhaften Elemente vor, die unter Vorspiegelung falscher Tatsachen die Bahnbenutzung erschlichen haben. Ueber haupt muß immer wieder darauf hingewiesen werden daß sich heute jeder Fahrgast, der die Deutsche Reichs bahn benutzt, über seine Person und die Berechtigung seiner Fahrt, auch innerhalb der 100=Kilometer Grenze, auszuweisen hat. Manch„Springer“, der sich in Etappen durchzubummeln gedachte, ist schon böse hereingefallen. Jede Reise, die beantragt und bewilligt wird, ohn daß wirklich ein zwingender Grund dafür vorliegt ist ein Bremsklotz auf dem Wege zum Sieg. Wenn es um Sein oder Nichtsein geht, wenn wir vor der Entscheidung stehen, unterzugehen oder einem siegreichen Frieden entgegenzustreben, dann gibt es keinen Zweifel, dann gibt es aber auch kein Opfer, das zu groß wäre, als daß es nicht von jedem einzelnen gebracht werden könnte, der das Glück hat, noch innerhalb der Grenzen unseres Reiches zu leben und zu schaffen. Der Verzicht auf eine Reise aber ist nicht einmal ein Opfer, sondern lediglich ein selbstverständlicher Beitrag zu den Kriegsanstrengungen unseres Volkes. A. Nach einem Leben treuester Pflichterfüllung entschlief heute morgen.30 Uhr mein lieber Vater, unser guter Schwager, Onkel, Großonkel und Vetter Ueber die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Silberhochzeit haben wir uns sehr gefreut und danken hiermit herzlichst Wilh. Kessebohm u. Frau Rektor 1. R. Franz Schonekatie Castrop-R. 1, im Okt. 1944 Kreuzstr. 68. Amtliche Bekanntmachung im Alter von 82 Jahren. In tiefer Trauer: Ferdinande Schonekatte Castrop-Rauxel 1, Wittener Str. 60, den 30. Sept. 1944. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, dem 4. Oktober 1944, nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause aus, Wittener Straße 60.— Das Seelenamt ist am gleichen Tage, morgens 8 Uhr bzw. 10.30 Uhr, in der St.-Lambertus-Pfarrkirche. Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche danken wir herzlichst. Heinrich Westrop u. Frau Ilse geb. Wieschemann Castrop-R. 1, im Sept. 1944 Franzstr. 31. exmischte Danksagung Für die Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange meines lieben, unvergeßlichen Mannes und unseres guten, treusorgenden Vaters sagen wir unseren herzlichen Dank. Frau Emmy Oberbossel und Kinder -R. 5, im Okt. 1944 venstr. 45 Wachmänner jeden Alters, auch ungediente rüstige Invaliden und Rentner zu den üblichen Bedingungen für leichten Wachdienst nach ländl. Gegend Mitteldeutschlands sofort gesucht. Kein Rentenabzug. Wachdienst, Gelsenkirchen, Bahnhofstr. 40. Biete: Herrenarmbanduhr(auf 18 Steine laufend). Suche: Herrenoder Damenfahrrad. Zu erfragen im Stadtanzeiger. Biete: Hellen Wollmantel, Gr. 4244. Suche: Pelz. Wertausgleich. Zu ertragen im Stadtanzeiger. Biete: Gut erhaltenen Zimmerofen. Suche: Kinderwagen. Angebote unter Nr. 2496 an den Stadtanzeiger. Betrifft: Petroleumbewirtschaftung. Die im Umlauf befindlichen Petroleum-Berechtigungsscheine der Serie„L“ dürfen seitens der Ausgabestellen (Wirtschaftsämter und Kontingentsträger) nur bis spätestens 30. 9. 1944 an die Verbraucher abgegeben werden. Die Einlösung dieser Berechtigungsscheine dem Verbraucher gegenüber darf seitens der Einzel- und Großhändler ebenfalls nur bis zum 30. 9. 1944 vorgenommen werden. Petroleum-Einzelhändler haben die von ihnen belieferten Berechtigungsscheine der Serie„L“ entsprechend ihrem Aufdruck bis spätestens zum 31. 10. 1944 dem Vorlieferanten entwertet einzureichen. Bei Postsendungen ist der Aufgabestempel maßgebend. Sendungen mit dem Stempel 31. 10. 1944 sind vom Vorlieferanten noch einzulösen. Irgendwelche Ausnahmen von dieser Regelung sind unzulässig, spätere Anträge auf Umtausch verfallener Scheine sind zwecklos. Im IV. Vierteljahr 1944 dürfen nur Petroleum-Berechtigungsscheine der Serie„M“(grün mit rotem Aufdruck) von den Ausgabestellen an Verbraucher abgegeben und seitens der Einzel- und Großhändler eingelöst werden. Auf die pünktliche Einhaltung der Termine wird besonders hingewiesen. Die z. Zt. geltenden Petroleum-Bezugsausweise verlieren mit Ablauf des 31. 12. 1944 ihre Gültigkeit. Es wird hiermit folgendes bestimmt: Die Verbraucher haben ihre Petroleum-Bezugsausweise zwecks Gültigkeitsverlängerung bis zum 31. 10. 1944 bei dem sie beliefernden Einzelhändler einzureichen. Die Einzelhändler haben die abgegebenen Petroleum-Bezugsausweise ihrer Kunden bis zum 15. November 1944 gesammelt beim Wirtschaftsamt einzureichen. Der Anlegung einer Kundenliste und Uebersendung dieser Kündenliste an das Wirtschaftsamt bedarf es nicht. (ele) Deschs erdel. werden. Es wird darauf hingewiesen, daß die Einreichung der Petroleum-Bezugsausweise zwecks Gültigkeitsverlängerung als Genehmigungserschleichung strafbar ist, wenn die tatsächlichen Voraussetzungen für die Erteilung des PetroJeum-Bezugsausweises nicht mehr vorliegen. Castrop-Rauxel, den 29. 9. 1944. Der Oberbürgermeister: Wirtschaftsamt. Ab 2. 10. 44 sind die Büros des Arbeitsamtes Herne sowie der Nebenstellen Wanne-Eickel und Castrop-Rauxel für den Publikumsverkehr wie folgt geöffnet: montags, dienstags und donnerstags: von.00— 13.00 und 14.00— 18.00 Uhr; Ein gesunder Körper leistet mehr! Tue jeder seine Pflicht an seinem Platz. Der totale Krieg erfordert den höchsten Einsatz aller Kräfte. Ein gesunder Körper leistet mehr! Erhalte ihn gesund. Achte dabei besonders auf die Kinder. Macht sie stark für die kommenden Friedensaufgaben. Ernährt sie gut und richtig. Dabei hilft euch: MAIZENA. Schrracher dingen, achlechte 1erdauung. Ein echtes Diätetikum und ein Mittel zur besseren Auswertung d. Nahrung ist: Gerbio Kalmuspulver. Eine Dose, mehrere Wochen reichend, kostet 75 Pfg. Erhältlich in allen Reformhäusern Großdeutschlands. mittwochs: von.00— 13.00 und 14.00 bis 20.00 Uhr freitags: von.00— 15.00 und 14.00— 19.00 Uhr; samstags und sonntags: von.00— 12.00 Uhr. Arbeitsamt Herne Täglich kommen die Beschwerden, daß Brause-Federn selten werden. Drum pflege sie und halt' sie rein, die Rustica und Cito-fein. Brause& Co., lserichs. Der Stodtanseiser wrecheint wichent mei Bezugspreis: Menatlich RM.17 Pestbezuxspreis: PM.— menatlich Drech und Verlan e 24. C. Th Kar tenbers Herne. Haaptschrittleiter: Will Pranke(a. Zi. Wehrmacht). I. V A Wemper Herne. Verantwertlich Iu: Polltik und allgemeisen Tell: A. Wem per. für die örtlichen und erovinzieller Mittellungen: Pr. Jos. Prae Castrop. Rauzel. Sa.-Nr. 2181 Castres.— 2. 21 alls Preististe Nr. 1. 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