Kaureter Neueste Nachrichten Nummer 347 Mittwoch, den 16. September 1943 Lange vorbereiteter Plan, trotzdem— Tobrat war die gleicht Katustropte wdie=Tieppe. 2 Kreuzer, 4 Zerstörer und mehrere kleine Kriegsschiffe versenkt Drahtbericht unseres Im Angritt auf Stalingrad Schwere deutsche Flak ist zur Bekämpfung sowjetischer Befestigungen in Stellung gegangen. PK-Kriegsber. Faupel Kulngrad in milleipant des Aingens Erbitterter Kampf auf allen Schlachtfeldern des Ostens Von unserem militär sa Rom, 16. September. Der britische Laudungsversuch bei Tobrnk zeigt vor allem, daß die Lage des General Alexander bei El Alamein ziemlich unbequem ist. Er soll darauf gedrängt haben, eine Entlastungsoffensive im Rücken der Achsentruppen zu unternehmen. So kam offenbar dieser Angriff zustande. der ebenso wie der bei Dieppe für den Gegner mit schwersten Verlusten zurückgeschlagen wurde. Dieses unnütze und mit einer Katastrophe endende Abenteuer, beweist der italienischen Presse zufolge, erstens die Unerfahrenheit und Leichtfertigkeit der britischen Kommandostellen, zweitens eine falsche Einschätzung der strategischen Lage und drittens die ausgezeichnete Organisation der deutsch=italienischen Küstenverteidigung in Nordafrika, wo alle strateaisch=wichtigen Punkte gegen feindliche Ueberfälle gesichert sind.„Die Kopie von Dieppe“ kostete die Engländer in wenigen Stunden eine Reihe Vollkommen mißglückt! Luttwatfenverbände verlolgten die flüchtenden britischen Kriegsschiffe dnd Aus dem Führerhauptquartier, 16. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern in einer weiteren Sondermeldung bekannt: Die in der Nacht zum 14. September bei Tobruk unter Einsatz von Luft= und Seestreitkräften gelandeten britischen Truppen wurden im engen Zusammenwirken deutscher und italienischer Kräfte nach hartem schuellen Kampf vernichtet oder gefangengenommen. Die feindlichen Flotteneinheiten wurden von Küstenbatterien und Flakartil= lerie unter gutliegendes Feuer genommen und dabei drei Zerstörer, einige Korvetten und zahlreiche Landungsboote versenkt. Die daraufhin nach Osten abdrehenden Schiffseinheiten wurden von deutschen und italienischen Luftwaffenverbänden angegriffen, die zwei Kreuzer und einen Zerstörer und mehrere Motortorpedoboote versenkten. Weitere kleinere Einheiten wurden schwer beschädigt. Deutsche Räumboote brachten ein britisches Schnellboot mit 117 Gefangenen in den Hafen von Tobruk ein. Neun feindliche Bombenflugzeuge wurden abgeschossen. Insgesamt wurden 576 Gefangene, darunter 34 Offiziere, eingebracht, außerdem verlor der Feind eine große Zahl von Toten. Umfangreiches Kriegsmaterial wurde erbeutet. Unter den Gefangenen befinden sich zahlreiche Schiffbrüchige der versenkten britischen Kriegsschiffe.— Die eigenen Verluste sind gering. wertvoller Kriegsschiffe und weit über 1000 Tote und Verwundete und Gefangene. Der Landungsversuch war zu Wasser und in der Luft zweifellos lange vorbereitet. Der Plan war, Tobruk als Opevatidnsbasis auszuschalten, den Hafen und die Befestigungsanlagen zu zerstören und vielleicht sogar die Landung arößerer Streitkräfte vorzubereiten, um unsere Truppen zu einem Zwei=Fronten=Kampf zu stellen. „Groß angelegte kombinierte Operation“ Rom, 16. Sept. Zu dem gescheiterten britischen Landungsversuch bei Tobruk wird in Rom amtlich u. a. mitgeteilt: Nach den bei den Gefangenen vorgefundenen Operationsbefehlen hatte die vom Gegner in der Nacht zum 14. versuchte Aktion zu Lande, zu Wasser und in der Luft bei Tobruk zum Ziele, zu gleicher Zeit östlich und westlich des Hafens zu landen, um von beiden Seiten her die nehmen und mit Spezialmitteln die im Hafen anlagen die größtmöglichen Zerstörungen vorzunehmen und mit SSpezialmitteln die im Hafen liegenden Schiffe zu versenken. Soweit bis jetzt feststeht, waren an der Aktion zwei Kreuzer, mehrere Zerstörer,=Boot sowie eine beträchtliche Anzahl Korvetten und Schnellboote beteiligt. Der feindliche Versuch hatte somit das Ausmaß einer großangelegten kombinierten Operatio.n. Dem Versuch ging ein sehr heftiger, mehrere Stunden anhaltender Luftangriss von Sonntag 21 Uhr bis Montag.30 Berliner Vertreters Uhr voraus, währenddessen nicht weniger als 500 Bomben aller Kaliber abgeworfen wurden und die feindlichen Schiffe den Hafen und die Stadt unter Feuer nahmen. Kurz darauf erfolgte die Landung in den beiden Buchten von Marsa el Auda und Marsa Umm el Sciause, von denen die erstere westlich, die zweite östlich von Tobruk liegt. Die in der westlichen Bucht gelandete englische Abteilung wurde sofort von der örtlichen Verteidigung aufgehalten, während es der östlichen Abteilung, begünstigt durch beste Landungsmöglichkeiten, gelang, ein kurzes Stück vorzurücken; sie wurde dann aber sofort mit empfindlichen Verlusten von unseren direkt eingesetzten Truppen überwältigt. Die Ueberlebenden wurden gefangengenommen. Gleichzeitig mit dem sofortigen Eingreifen unserer Truppen entwickelten die italienisch=deutschen Küsten= und Bodenabwehrbatterien ein intensives, treffsicheres Feuer gegen die feindlichen Schiffe, die die Landungsaktion unterstützten. Drei Zerstörer und sieben Avisos wurden in Brand geschossen und versenkt, ein Kreuzer und zwei Avisos beschädigt. — Als um 9 Uhr die feindlichen Schiffseinheiten sich zurückzogen, nahmen italienische und deutsche Luftverbäude die Verfolgung auf. Dabei wurden ein Kreuzer, ein Zerstörer und mehrere Avisos versenkt. Ein Leichter Kreuzer und andere kleinere mit Truppen beladene Einheiten wurden teils versenkt, teils schwer beschädigt. E. W. Berlin, 16. September. Während die Londoner„Daily Mail“ schamhaft von einer„Krise bei Stalingrad“ sprechen und der Major astings, ein britischer Militärschriftsteller— der sich Rechenschaft über den tatsächlichen Stand der Dinge gibt, nicht ohne jedoch zu wünschen, es möchte ärgeres vermieden werden—. prägt Reuter in einem bezeichnenderweise für das Ausland bestimmten Nachrichtendienst den Satz, die britische Oeffentlichkeit könne jetzt nichts anders tun, „als diesem gigantischen Kampf mit fieberhaftem Interesse zu verfolgen.“ Nicht ohne Grund schreibt deshalb der diplomatische Mitarbeiter der römischen„Agenzia Stekani“, daß sich England damit begnüge. den Sowiets Beifall zu spenden und daß also das Hilfeversprechen Churchills an Stalin die gleiche Rolle wie die früheren Zusagen an Polen, Frankreich, Belgien, Holland, Jugoslawien und Griechenland spiele. In einer Glosse des Parifer„Aujourd'hui“ wird daher die britische Strategie mit einem Maikäfer in einer Wasserflasche verglichen, der darin mit großem Gebrumm herumsause, ohne Verstand und ohne Ergebnis. di Schaughai, 16. Sept.(Eigene Meldung.) Der Führer der indischen Moslems, Yünnah, wandte sich in New=Delhi in scharfen Worten gegen Churchill. Unter Bezug auf die letzte Rede des Premiers betonte Yünnah, daß die Moslems, wenn sie wollten, den Engländern viel mehr Schwierigkeiten in Indien machen könnten als die Kongreßpartei. Im übrigen bestand Yünnah auf der Moslem=Forderung nach Durchführung des Pakistan=Planes, das heißt, auf der staatlichen Selbständigkeit der indischen Gebiete mit moslemischer Mehrheit. * Englandfeindliche Kundgebungen * Rom, 16. Sept. Bei der Eröffnung der Sitzung der indischen gesetzgebenden Versammlung, an der die Mehrzahl der Abgeordneten, die Vertreter der Kongreßpartei, infolge ihrer Verhafog Berlin, 16. Sept. Die Erbitterung. mit der zur Zeit überall im Osten gerungen wird, ist zweifellos das Hauptkennzeichen der gegenwärtigen Kampflage. Im Mittelpunkt aller Betrachtungen steht dabei unbedingt der große Kampf um das Festungsgebiet von Stalingrad. Der Grund zu der besonderen Kraftentfaltung bei diesem Ringen ist in der außerordentlich hohen strategischen Bedeutung des Wolgaknies zu erblicken, das den Angelpunkt der Sowjet=Front zu ihrem Süd= und Mittelabschnitt bildet. Darüber hinaus aber geht mit dieser Festung mehr für die Sowjets verloren als nur eine befestigte Stadt: ein großes Rüstungs= und Verkehrszentrum mit bedeutenden wirtschaftlichen Werten. Stalingrad gilt seit 1918 als Hochburg des Bolschewismus, nachdem Stalin die damals noch Zarizyn heißende Stadt im Kampf der Weißen Uebrigens ist die Zusage einer zweiten Front ja im Mai Herrn Molotow in London gemacht worden, aber jetzt ist schon Mitte September und außer Dieppe ist nichts geschehen, obwohl Moskau drängt und auch von Washinaton der englischen Regierung immer wieder zu verstehen gegeben wird, daß es nun an ihr sei. zu handeln. Der New Yorker Korrespondent des„Manchester Guardian“ unterläßt es nicht, die enalische Oeffentlichkeit über diese Ansicht in den USA zu informieren. In Amerika hält man es nach wie vor für selbstverständlich.„daß noch vor dem Einsetzen des Winters die zweite Front errichtet werde, und man erwartet dort, daß die britische Regierung die Entscheidung über einen Angriff nunmehr ihren militärischen Führern überläßt.“ Man würde in den USA tief enttäuscht sein, wenn nichts getau werde, denn schließlich sei England doch Verpflichtungen eingegangen. Es war Churchill, der sich zu einer schriftlichen Zusage an Molotow verleiten ließ und es ist deshalb auch an ihm, etwas zu unternehmen. Im nächsten Jahre würde es zu spät sein. meint der „Manchester Guardian". Es ist schon längst zu spät! tung durch die Engländer nicht teilnehmen konnten, ereigneten sich, wie Agenzia Stefani über Bangkok erfährt, zahlreiche Zwischenfälle. Gruppen von jungen Indern, darunter auch Frauen, suchten am Eingang des Gebäudes die Teilnehmer an der Sitzung am Betreten des Gebäudes zu hindern, während die auf dem Platz vor dem Gebäude befindliche Volksmenge englandfeindliche Rufe ausstieß. Die britische Polizei ging mit brutalet Gewalt gegen die Demonstranten vor. Es gab wiederum zahlreiche Verletzte. Auch die üblichen Verhaftungen fehlten nicht. „Tlmes“, gibt schwere Schäden zu r Geuf, 16. Sept. Auch der„Times“=Korrespondent in New=Delhi gibt jetzt zu, daß der an Portsetzung 2. politische Seite ischen Mitarbeiter gegen die Roten entgegen dem Willen Trotzkis dadurch rettete, daß er hinter seiner angreifenden Armee sämtliche Brücken und Uebergänge über die Wolga vernichtete. Der Verlust der Stalinburg bedeutet also, daß das Sinnbild der Machtübernahme durch den heutigen roten Zaren zerschlagen wäre. Stalin weiß, was das für ihn bedeutet, darum der letzte Befehl aus Moskau, den Widerstand bis aufs Messer aufrechtzuerhalten, darum das Einsetzen der Auffanglatten hinter der Front, die mit Maschinengewehrfeuer jedes Zurückweichen strafen. Darum das wiederum erfolgte Abbrechen aller“ Wolgabrücken und Vernichtung aller Boote im Rücken der bolschewistischen Armee— und letzten Endes darum der erbitterte Widerstand, mit dem die Sowjets mehr und mehr das feste Kampffeld verteidigen. Vergebens waren die Entlastungsangriffe der Sowjetführung von außen gegen den Nord= und Südflügel unserer Einschließungsfront, um diese von der Wolga abzudrängen. Vergebens die mit stärksten Kräften eingesetzten Gegenangriffe der Bolschewisten von innen, sobald ihnen irgendeine Stellung in der Front entrissen wurde. In dem zusammengefaßten Feuer aller deutschen Wafsen und dem Einsatz der Sturzkampfflieger brachen alle diese Versuche, dem deutschen Vordringen Einhalt zu gebieten, blutig zusammen. Aber nicht nur den Erdkampf unterstützte die Luftwaffe, weit über den Strom hinüber greifend hat sie den feindlichen Nachschub gestört, Bahnen und Straßenverbindungen zerschlagen und vor allem Bereitstellungen feindlicher Reserven vernichtet, ehe sie zum Angriff ansetzen konnten. Die unwiderstehliche Durchschlagskraft, mit der unsere Truppen den Kampf um Stalinarad führen, tritt auch in den Operationen an der Abwehrfront zutage. Dort ist im allgemeinen ein Abklingen der sowjetischen Gegenoffensive festzustellen. Im Raum von Rschew wo der Gegner noch einmal Ende der vorigen Woche mit stärkstem Einsatz angriff, haben unsere Divisionen im Gegenstoß sogar erhebliche Erfolge erreicht. An beiden Flügeln der Kaukasusfront östlich sowohl südlich Noworossijsk wie am Terek haben unsere Truppen im schwersten Kampf die auch dort errichteten starken sowjetischen Befestigungen durchstoßen. Darüber hinaus hat die völlige Vernichtung des starken Geleitzuges im Atlautik unseren Gegner wieder einmal bewiesen, wer zur Zeit Herr der Meere ist. Das lächerliche Laudungsunternehmen von 5 britischen Offizieren mit einem Feldwebel und einem Mann bei Cherbourg an der Kanalküste hat sein glatte Erledigung durch einen Volltreffer unserer Küstenartillerie gefunden. Der britische Landungsversuch bei Tobruk, der starke feindliche Kräfte in den Rükken der Armee Rommel vor El Alamein führen sollte, ist an der Wachsamkeit der deutsch=italienischen Küstenbesatzung schnell gescheitert und hat die Briten wieder einmal mehrere Kriegsschiffe gekostet. Die britischen Fallschirmtruppen, die afrikanischen Boden nehmen sollten, sind inzwischen in deutschen Gefangenenlagern gelandet. Der siegreiche Ansturm auf Stalingrad Was der gestrige OKW-Bericht meldete dnd Aus dem Führerhauptquartier, 16. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern bekannt: Südostwärts Noworossijsk wurde ein festungsartig ausgebautes Fabrikgelände trotz zähen feindlichen Widerstandes genommen.— Am Terek scheiterten starke feindliche Gegenangriffe. Der siegreiche Ansturm gegen Stalingrad durch die deutschen Truppen, von Verbänden der Mehe, sagl keuter, kann England nicht ian als„fieberhaftes Interesse". Aber Moskau und Washington drängen Drahtbericht unseres ständigen Mitarbeiters Ao dien Faheer Hannah=Croht=Chaechia Mohammedaner Indiens können mehr Schwierigkeiten machen wenn sie wollen Luftwaffe hervorragend unterstützt, gewinnt weiter Raum. 20 Panzerkampfwagen wurden bei diesen Kämpfen vernichtet. Nachschubverbindungen und Flugplatzaulagen des Feindes werden bei Tag und bombardiert. Auf der Wolga ist ein Schlepper durch Bombentreffer versenkt worden. Nördlich Rschew erneuerte der Feind unter Einsatz starker Artillerie seine Augriffe. Er wurde überall blutig abgewiesen. Ein Panzerzug der Sowjets wurde durch Bombenaugriff vernichtet. „An der Wolchow=Frout wurden bei einem erfolgreichen örtlichen Unternehmen zahlreiche Kampfstände zerstört, während südlich des LadogaSees örtliche Angriffe des Feindes im Abwehrfeuer zusammenbrachen. Auf dem Ladogasee versenkten Kampfflugzeuge einen Frachter und beschädigten drei weitere Schiffe.— In der vergangenen Nacht belegten Kampfflugzeuge Murmausk und Flugplätze in der Umgebung der Stadt mit Bomben schweren Kalibers. Vom 12. bis 14. September wurden 227 Sowjetflugzeuge abgeschossen. In der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 23 eigene Flugzeuge verloren. Einzelne britische Bomber überflogen am gestrigen Tage Norddeutschland. Einzelne Sprengbomben richteten nur geringen Gebändeschaden an. In der vergangenen Nacht griff die britische Luftwaffe norddentsches Küstengebiet an. Die Bevölkerung hatte Verluste. Vor allem in Wohnvierteln der Stadt Wilhelmshaven entstanden Brände, Sach= und Gebäudeschäden. Nachtjäger und Flakartillerie schossen vier der angreisenden Flugzeuge ab. Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, stießen am 9. September deutsche Unterseeboote mitten im Nordatlantik auf einen stark gesicherten, von England kommenden Geleitzug. In unnnterbrochenen harten Kämpfen haben zum großen Teil junge Unterseebootsbesatzungen den Geleitzug bis heute verfolgt und angegriffen und aus ihm 19 Schiffe mit zusammen 122 000 BRT sowie zwei Zerstörer und eine Korrette der feindlichen Sicherung versenkt. Sechs weitere Schiffe wurden durch Torpedotreffer schwer beschädigt. Nur kleine auseinandergesprengte Teile des Geleitzuges konnten entkommen. Kapitäuleutnant Rolf Mützelburg, Kommandant eines Unterseebootes, Träger des Eichenlaubes zum Ritterkrenz des Eisernen Kreuzes, ließ auf der Fahrt gegen den Feind sein Leben. In ihm verliert die Unterseebootwaffe einen hervorragenden Kommandanten und erfolgreichen Kämpfer. Das Boot setzt unter dem Kommando des ältesten Wachoffiziers die Unternehmung fort. Lobruk eine„kalte Dusche" für London! X Stockholm, 16. Sept. Zu dem Mißerfolg der Engländer bei ihrem aussichtslosen Landungsunternehmen bei Tobruk meldete Reuter in seiner hinlänglich bekannten Art. in der die Niederlage in einen Erfolg umzufälschen versucht wurde. Die englische Telegraphen=Agentur muß aber selbst dieser beschönigenden Darstellung hinzufügen:„Der Rückzug erfolgte nicht ohne eigene Verluste, die angesichts der Stärke der Abwehr zu erwarten waren.“ Aber selbst diese vorsichtiue Formulierung hat in London eine verheerende Wirkung ausgeübt, die sich auch vor den ausländischen Pressevertretern nicht verbergen ließ.„Die Wirkung der eigenen Version ist in London die einer kalten Dusche gewesen“— so berichtet darüber ein neutrales Blatt. das Stockholmer Aftonbladet. bei Rschew abgeriegelt □ Berlin, 16. Sept. Im Raum von Rschew führten die Bolschewisten nach starker Artillerievorbereitung stärkere Angriffe gegen die deutschen Linien. Während größere Feindansammlungen und Batteriestellungen schon im Abwehrfeuer der deutschen Artillerie und durch Angriffe von Kampfund Sturzkampfflugzeugen zerschlagen werden konnten, gelang dem Gegner nur an einer Stelle ein Einbruch in die deutschen Stellungen, der aber nach hartem Ringen abgeriegelt werden konnte. Im Verlauf der Kämpfe wurden im Bereich eines Infanteriekorps 67 bolschewistische Panzer abgeschossen. Telegramme des Führers und des Duce An den europäischen Zugendverband in Wien- Auch ein japanischer Glückwunsch Jüdischer Segen. Vazu eei gesagt: * Wien, 16. Sept. Die zur Gründung des europäischen Jugendverbandes versammelte Jugend Europas richtete an den Führer und den Duce telegraphische Grüße. Der Führer und der Duce haben auf diese Grüße mit folgenden Telegrammen geantwortet: Das Telegramm des Führers:„Ich danke Ihnen und den in Wien vertretenen Führern der europäischen Jugend für die mir übermittelten Reichsleiter Beldur von Schirach bei seiner Ansprache ser!) Grüße von der Gründungstagung des europäischen Jugendverbandes und erwidere sie mit besten Wünschen für einen vollen Erfolg der Tagung.“ Das Telegramm des Duce lautete:„Ich habe mich sehr gefreut über den Gruß, den Sie mir im Namen des europäischen Jugendverbandes gesandt haben. Ihre große Tradition lebhaft mitfühlend, wünsche ich der europäischen Jugend den größten Erfolg in ihrer Mission des Glaubens, zu deren Erfüllung sie berufen ist." * Wien, 16. Sept. Im Einvernehmen und nach Absprache mit sämtlichen Jugendführern von Euxopa wurden in der Gründungstagung des europäischen Jugendverbandes die Arbeitsrichtlinien und Grundsätze durch Reichsleiter Baldur von Schirach bekanntgegeben, die für das Statut des Verbandes und seine künftige Arbeit Gültigkeit erlangt haben. Der neugegründete europäische Jugendverband ist, wie der Reichsleiter bekanntgab, ein Sinnbild der neuen und besseren Ordnung, die Europa auf friedlichem Wege aufrichten wollte Die kameradschaftlichen Grüße der japanischen Jugend Europas überbrachte für den kaiserlich=japanischen Botschafter Oshima der außerordentliche Gesandte und bev. Minister Sakuma, der mit großem Beifall begrüßt wurde Gesandter Sakuma gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß der europäische Jugendverband noch in der Zeit des großen Ringens in dem Geist der Ideale der Jugend errichtet worden sei und kündigte an, daß auch die Jugend Asiens Hand in Hand mit der geeinigten Jugend Europas marschieren wolle. Die Feiern zum 10. Jahrestag der Grundung Mandschukuos A Hsingking, 16. Sept. Eine Feststimmung wie noch nie herrscht in Hsingking, wo die Nationalfahnen von allen öffentlichen Gebäuden und Häusern wehen, während sich in den Straßen eine bunte Menschenmenge drängt. Die Straßen selbst sind von Girlanden umsäumt. Dies alles geschieht zur Feier des 10. Jahrestages der Reichsgründung Mandschukuos.— In Gegenwart des Kaisers von Mandschukuo fand im Nanling=Stadion die Hauptfeier statt. Führer=Glückwünsche an Mandschukuo dnb Führerhauptquartier, 16. September. Der Führer hat dem Kaiser von Mandschukuo aus Anlaß der offiziellen Staatsfeier des 10jährigen Bestehens des Kaiserreiches Mandschukuo am 15. und 16. September durch den deutschen Gesandten in Hsingking seine Glückwünsche aussprechen lassen.— Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop hat dem mandschurischen Ministerpräsidenten aus dem gleichen Anlaß die Glückwünsche der Reichsregierung übermittelt. Kume und Gehrieden und wirten sorl... Zum Tode Kapitänleutnants Mützelburg— Sein Leben ein Vorbild Neue Ritterkreuzträger □ Berlin, 16. Sept. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Gerhard Müller, Kommandeur eines Panzer=Regiments, Hauptmann Ernst Werner, Bataillonskommandeur in einem Infanterie=Regiment, Hauptmann, Alfred Engfer, Bataillonskommandeur in einem Infanterie=Regiment, Hauptmann Ewald von Stüngner, Kompaniechef in einer Panzerabteilung, Oberleutnant Klaus Wagner, Zugführer in einer Sturmgeschützabteilung, und Oberleutnant Rall, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader. 30 Kriegsschifse gegen wehrlose Insel di Vichy, 16. Sept.(Eigene Meldung.) Zu dem britischen Ueberfall auf Madagaskar wird in Vichy mitgeteilt, daß die Engländer die Invasion mit über 30 Einheiten ihrer Kriegsmarine durchführten. Das. an Land geschaffte Kriegsmaterial ist bedeutend. Die französische Verteidigung führt General Guillemets. Die Kämpfe auf Madagaskar * Bichy, 16. Sept. Wie amtlich bekanntgegeben wird, haben die britischen Streitkräfte den Ort Moranrava wieder geräumt. Durch den heftigen Widerstreit der französischen Truppen im Zusammenwirken mit den Eingeborenen kommt der britische Vormarsch nur langsam vorwärts. Um jeden Meter Boden wird hart gekämpft. Am Montagnachmittag jedoch gelang es den Briten, die Häfen Antsiafabositra, 280 Kilometer südlich von Tananarive, zu besetzen. Attlee in Neufundland di Stockholm, 16. Sept.(Eigene Meldung.) Englands Vizepremier und Dominionminister Attlee ist in Neufundland eingetroffen; er wird von dort nach Ottawa weiterreisen. Ein Besuch in Washington ist, wie in London betont wird, angeblich nicht vorgesehen. □ Berlin, 16. Sept. Der 104. Eichenlaubträger der deutschen Wehrmacht, Kapitänleutnant Rolf Christian Detlev Mützelburg, war einer der erfolgreichsten Kommandanten der=BootWaffe. Der am 23. Juni 1915 zu Kiel als Sohn eines Stabsingenieurs Geborene trat am 15. August 1932 in die Kriegsmarine ein und bekam im Frühjahr 1941 ein eigenes=Boot. Mützelburg gehörte zu den jungen Kommandanten, die die englische Propaganda seit längerem in ihrer Qualität und in ihrer Leistung herabzusetzen versucht. Sein schneller Aufstieg, die rasche Steigerung seiner Erfolge von Unternehmung zu Unternehmung und der hohe Gesamterfolg im Laufe fast nur eines Jahres sind ein besonders deutlicher Beweis dafür, daß gerade aus der Reihe der jungen Kommandanten immer wieder hervorragende Meister des=Boot=Krieges hervorgehen. Schon nach 5½ Monaten hatte Kapitänleutnant Mützelburg 100 000 BRT. versenkt und bekam bereits nach seiner dritten Feindfahrt das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Acht Monate später, am 15. Juli 1942, erhielt er das Eichenlaub zum Rittereinen Bewacher hatte er versenkt, einen Zerstörer vernichtet und einen Bewacher hatte er veresnkt einen Zerstörer vernichtet und außerdem zwei Treffer auf Schiffen erzielt deren Wirkung nicht beobachtet werden konnte. Unter schwierigsten Bedingungen wurden diese glänzenden Erfolge errungen, die in wenig mehr als in einem einzigen Jahr erzielt wurden. Sie stellen einen Versenkungsrekord dar, ein hervorragendes Beispiel der Qualität des deutschen.Boot=Fahrer=Nuchwuchses. Das Haupt=Operationsgebiet Kapitänleutnants Mützelburg war der Atlantik. Auch an dem Einsatz deutscher.Boote gegen die USA., bei dem er als einer der ersten zum Schuß kam, war er hervorragend beteiligt. Ein aufrechter, ritterlicher Soldat ein Kommandant, der kühl wägend mit überlegenem Können sein Boot führte, ein Kämpfer, zähe und einsatzbereit bis zum äußersten kehrt nicht mehr zurück. Sein Name und Geist aber leben und wirken fort in seinen Männern, die sein Boot weiter gegen den Feind führen, in den Besatzungen vieler neuer Boote, die zur gleichen Stunde, da sein sterblicher Leib der See übergeben wurde, seinem Vorbild getreu neue bedeutende Etfolge erringen konnten. Ritterkreuzträger Hauptmann Schiller gefallen □ Berlin, 16. Sept. Der Bataillonsführer in einem Infanterie=Regiment, Ritterkreuzträger Hauptmann Friedrich Schiller, fiel am 21. August im Kampf gegen den Bolschewismus. Anfang Januar 1942 wurde dieser bewährte Offizier vom Führer mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Als Leutnant und Kompaniechef hatte er im Rahmen der Vernichtungsschlacht bei Kiew im September 1941 aus selbständigem Ent. schluß den Uebergang über ein vom Feind zäh verteidigtes Sumpfgelände erzwungen und mit nur wenigen Insanteristen eine feindliche Batterie, die durch ihr Feuer den Angriff des Regiments stark behinderte, im Sturm genommen. Runmehr hat ihn der Tod auf dem Schlachtfeld ereilt. Seine Tapferkeit und sein opferbereiter Einsatz aber werden für immer seinen Infanteristen Vorbild und Ansporn sein. Ritterkreuzträger Lin. Lanne gefallen □ Berlin, 16. Sept. Im Osten fiel, 22 Jahre alt, Leutnaut Erich Hanme, Staffelführer in einem Sturzkampfgeschwader, dem der Führer für seine„hervorragenden Leistungen als Sturzkampf= slieger am 13. August 1942 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen hatte. dung, ihr Können, ihren Angriffsgeist und die Ueberlegenheit ihrer Waffe schlagend bewiesen. Trotz schwerster See gelang es den Booten in kurzer Zeit, aus ihren verschiedenen Positionen gegen den gemeldeten Geleitzug vorzustoßen und in unentwegten Tag= und Nachtangyiffen Schiffe um Schiffe aus ihm herauszuschießen. Ihre Angriffe haben unbeschadet der verzweifelten Anstrengungen der zur Sicherung eingesetzten Zerstörer und Bewacher, die die Unterseeboote mit Artillerie und Wasserbomben bekämpften, zu einer Geleitzugkatastrophe geführt. Der größte Teil der Schiffe wurde versenkt, zahlreiche weitere Schiffe wurden von einem oder mehreren Torpedos getroffen, ohne daß ihr Sinken von den Unterseebooten einwandfrei festgestellt werden konnte. Die Größe der Schiffe ist zum Teil durch Namensfeststellung belegt. So wurde z. B. der britische Dampfer„Hektoria“(13797 BRT) ein Opfer dieser Angriffe. Die Vernichtung von 122000 BRT feindlichen Handelsschiffsraums, die Torpedierung und wenigstens zum Teil wahrscheinliche Vernichtung von sechs weiteren Schiffen ist der zahlenmäßig erfaßbare Erfolg dieser Kämpfe. Ihr Ausmaß und ihr stolzes Ergebnis sind darüber hinaus ein Beweis für den Kampfwert deutscher Unterseeboote und ihrer Besatzungen. Straßensammlung nur am Sonnabend und Sonntag □ Berlin, 16. Sept. Die erste Reichsstraßensammlung des Kriegs=WHW 1942/43 wird am 19. und 20. September von dem NS=Reichsbund für Leibesübungen durchgeführt. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß nur am Sonnabend und Sonntag gesammelt werden darf. Moslem-Führer Bünnah droht Churchill Portsetzunn der Ioollt Seite Die Geleitzugsschlacht im Atlantik □ Berlin, 16. Sept. Zu den stolzen Erfolgen, die deutsche Unterseeboote an dem englischen Atlantik=Geleitzug erzielten, teilt das Oberkommando der Wehrmacht noch folgende Einzelheiten mit: Nicht einige„Asse“ der deutschen Unterseebootwaffe brachten hier ihre fahrelangen, schwer errungenen Kampferfahrungen zu Geltung und Erfolg, sondern junge Kommandanten und Besatzungen waren es, die den Wert ihrer sorgfältigen Ausbilden Eisenbahnlinien bei den Schießereien der brietischen Polizei in Indien angerichtete Schaden vor allem im Süden des Landes recht beträchtlich sei. Nicht nur seien die Bahnkörper auf einer Anzahl von Strecken aufgerissen, sondern auch viele Bahnhöfe eingeäschert und die Telefonleitungen an zahllosen Stellen durchschnitten worden. Immer neue Lahtl-Altacken ∆ Bangkok, 16. Sept. In Bombay wurde an sechs verschiedenen Plätzen wiederum die britische Lahti=Polizei eingesetzt um Demonstrationsumzüge auseinanderzutreiben. Es wurde eine Anzahl von Verhaftungen vorgenommen. Auch in Puna wurden drei Inder wegen aktiver Teilnahme an der Kongreßbewegung verhaftet. Kongreßanhänger veranstalteten in Rohtak, einem wichtigen Zentrum in der Pundschab=Provinz, Massendemonstrationen. In ländlichen Bezirken der AssamProvinz haben die Unruhen an Umfang zugenommen. „Der Wille fehlt, die Probleme zu lösen“ X Stockholm, 16. Sept. Der„Daily Herald“ setzt seine Kritik gegen die mangelnde Fähigkeit der britischen Regierung, in Indien eine konstruktive Politik zu führen, fort. So schreibt das Blatt am Montag u..:„Wir klagen die britische Regierung nicht deshalb an, weil ihr die Ueberwindung der Schwierigkeiten in Indien, die vielleicht unüberwindlich waren, nicht gelungen ist, sondern weil der Wille fehlt, die Probleme zu lösen.“ Der jüdische USA=Journalist Walter Lippman, der schon in Versailles eine Rolle spielte, besuchte neulich London und sprach über den englischen Rundfunk, wobei er mit patriarchalischer Gebärde die Aufsaugung Großbritanniens durch die Vereinigten Staaten einsegnete. Folgender Satz sei wörtlich angeführt:„Die englisch=amerikanischen Beziehungen sind jetzt so vielfältig, daß die Frage gegenstandslos wird, ob sie gut oder schlecht sind. Niemand kann sagen, wo unsere Beziehungen auswärtige und wo sie innenpolitische Beziehungen sind. Damit diese Verbindung blüht und gedeiht, müssen wir es lernen, unseren Blick zu weiten, unseren Stolz zu bezähmen, unsere Manieren zu bessern.“ Diese guten Lehren in allen Ehren; für den englischen Gentleman ist es nur fatal. sie von einem Juden vorgesetzt zu bekommen. Eine Bemerkung von Lippman läßt den Rückschluß zu, daß man in England über die Maulaufreißerei der Yankees enttäuscht ist. Im Zusammenhang mit den vielen Erzeugungsziffern, die in den Vereinigten Staaten bekanntgegeben werden, erklärt nämlich Lippman, man dürfe nicht vergessen, daß„die Amerikaner ein sehr freies und redseliges Volk sind, die nie gern zu geringe Angaben machen" Gebt alle Kupfer= und Rickelmünzen dem Kriegswinterhilfswerk □ Berlin, 16. Sept. Viele unter uns haben es seinerzeit übersehen, die außer Kurs gesetzten Kupfer= und Nickelmünzen vor Ablauf der Einlösungsfrist auszugeben oder gegen kursfähiges Geld umzutauschen. In allen möglichen Behältern, Schubladen und sogar in Geldbörsen sind immer noch derartige Münzen zu finden. Der einzelne Mann kann damit nichts anfangen; in der Masse gewinnen diese Münzen aber an Bedeutung und können nützlicheren Zwecken zugeführt werden. Das Kriegswinterhilfswerk 1942/43 gibt Gelegenheit, uns dieser außer Kurs gesetzten Münzen auf bequeme Art zu entledigen, indem wir sie bei der Reichsstraßensammlung am kommenden Sonnabend und Sonntag neben unserer üblichen Spende in die Sammelbüchsen der ehrenamtlichen Helfer stecken. Wir geben damit diesen für uns wertlosen Münzen eine neue Bestimmung und stellen sie in den Dienst jener Kraft, die uns den Endsieg sichert. Wieder zusätzliche Zuteilung von Käse! □ Berlin, 16. Sept. Wie der Reichsernährungsminister. mitteilt, ermöglicht die weiterhin günstige Erzeugungslage eine zusätzliche Zuteilung von 62,5 Gramm Käse auch in der kommenden 41. Zuteilungsperiode. Aus dieser allgemeinen Bekanngabe des Reichsernährungsministers ist jedoch für den tatsächlichen Zeitpunkt der Verteilung im Einzelfall nichts zu entnehmen. Hierfür ist vielmehr jeweils die örtliche Bekanntmachung abzuwarten. Hungerdemonstrationen in Kairo * Saloniki, 16. Sept. Trotz des Monats Ramadan, der bei den Muselmanen ein Monat der heiligen Fasten ist, finden in Kairo riesige Demonstrationen vor dem Ministerpräsidium statt. Die Manifestanten riefen:„Gebt uns Brot, wir haben Hunger! Alles haben uns die Engländer weggenommen!"— Die ägyptische Polizei war gezwungen, sich mit Stahlhelmen ausgerüstet vor den Bäckereien zu postieren, um sie gegen die Wut der Massen zu schützen. Todesdrohungen an iranische Generale * Sofia, 16. Sept. Informationen aus neutraler Quelle besagten, daß die iranischen Generale, die von Ministerpräsident Achmed Kawazi es Saltane befragt wurden, ob sie den Posten eines Kriegsministers übernehmen wollten, alle einen Brief erhalten hätten, in dem ihnen mit dem Tode gedroht wird, falls sie dieses Amt annehmen und ihr Land an der Seite der Demokratien zum Kriege zwingen. Neues in Kürze Berlin. Die Gründung des europäischen Jugendverbandes findet auf dem ganzen Kontinent lebhaften Widerhall und den Ausdruck begeisterter Zustimmung. Berlin.= Namhafte Vertreter des Schulwesens der deutschen Volksgruppen im Südosten trafen zu einer gemeinsamen fachlichen Weiterbildung in Berlin ein. Berlin. Die Deutschen im europäischen Ausland haben eine Erhöhung des Spendenaufkommens zum WHW 1941/42 um 52 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Rom. In Aleppo kam es ähnlich wie in anderen Orten Syriens wegen des Brotmangels zu heftigen Kundgebungen. Preßburg. Die Abordnung deutscher Schriftleiter wurde vom Ministerpräsidenten und Außenminister Dr. Tuka empfangen. Dienstag wurde die Schau„Dokumente europäischer Geschichte“ im Prunksaal der Nationalbibliothek eröffnet. Berlin Das kanadische Marineministerium gab den Verlust des Patrouillenbootes„Nacoon“ und die Versenkung von vier Handelodampfern in kanadischen Gewässern bekannt. Stockholm. Schweden hat erstmalig aus Argentinien größere Tabak=Einfuhren getätigt; sie werden zur Zeit auf einem schwedischen Dampfer verschifft. Görlitz. Der RS=Reichobund deutscher Schwestern führt vom 15. bis 18. September in Obelitz seine erste Oberinnen=Reichstagung Wer hören im Ründeuntt: Sochos m: Singspiele, Operetten u. a. von 13.30 Bie. 1ie U5: Pursikalische Kostbarketten unserer Klassiker 9. 16 Uhr. Neue Unterhaltungsmusik, von 16 bis 17 Unterhaltsame Stunde für Front und Heimat mit Musik und bekannten Sportlern unter dem Titel„Auf die Plätze— Fertig— Los!“ von 20.20 bis 21 Uhr.„Wenn der Tag zu Ende geot“, hunter Melodienreigen von 22.40 bis 23,15 Uhr. DeutschGgsthe Gen: Klassische und zeitgenössische Musik, darunter Grüner von 17.15 13.30 Uze. Au Arg. Geseaten von Aide 2ig 2h Jg.—nohne aus den Saizurge Aus der Heimat Castrop=Rauxel, 16. September Wieder Sonderzuteilung von Käse Im Bereich des Ernährungsamtes Castrop=Rauxel erhalten alle Versorgungsberechtigten, die im Besitz der rosa Nährmittelkarte 40 sind sowie die in Gemeinschaftsverpflegung befindlichen Bezugsberechtigten eine Käse=Sonderzuteilung in Höhe von 62,5 Gramm je Person. Alles Nähere ist aus der amtlichen Bekanntmachung im Anzeigenteil der vorliegenden Ausgabe unserer Zeitung zu ersehen. Wer will noch mit nach Niederschlesien? Der an dieser Stelle schon mehrfach angekündigte Kindertransport nach Niederschlesien wird von der NSV. am 26. September durchgeführt. Die Dauer des Aufenthalts beträgt 3 Monate. Zur Teilnahme können der NSV.=Hilfsstelle für„Mutter und Kind“ noch Jungen und Mädel im Alter von—10 Jahren gemeldet werden. Die Meldung muß aber umgehend erfolgen. Schwimmvorführungen der 53. im Freibad zugunsten des Kriegs=W5W. Am kommenden Sonntag, dem 20. d. Mts., finden im Städt. Freibad Castrop=Rauxel in der Zeit von 11—12 Uhr Schwimmvorführungen zugunsten des Kriegs=WHW. statt. Die Bevölkerung ist hierzu herzlichst eingeladen. Es darf wohl erwartet werden, daß sie angesichts des guten Zweckes der Veranstaltung von dieser Gelegenheit, zu sehen, wo unsere Jugend in der Kunst des Schwimmens und in der Fertigkeit als Lebensretter steht, gern Gebrauch macht. Wieder Diebstähle an Hühnern und Kaninchen In der Nacht zum 10. 9. 1942 wurden aus einem unverschlossenen Stall am Hause Karlstraße 37 drei Leghornhühner im Werte von 30.— RM, in der Nacht zum 11. 9. ebenfalls aus einem unverschlossenen Stall am Hause Viktoriastraße 27 zwei 8 Monate alte Kaninchen im Werte von 30.— RM gestohlen. Angaben, die zur Ermittlung der Täter führen können, erbittet die Kriminalpolizei oder jede andere Polizeidienststelle. Nach längerer Pause heben, wie es scheint, im bekannten Revier die nächtlichen Kleintier=Marder wieder frech ihr Haupt. Helft alle mit, daß es der Polizei jetzt endlich gelingt, dieser Schädlinge des kleinen Mannes habhaft zu werden! Fahrradeigentümer gesucht! Am 9. 9. 1942, in den Nachmittagsstunden, wurde in der Einfahrt eines Hauses an der Neustraße in Recklinghausen ein herrenloses Herrenfahrrad gefunden. Der Geschädigte kann seine Eigentumsansprüche bei der Kriminalpolizeistelle Recklinghausen, Krem.=Insp. I, 5. Krim.=Kom. in Recklinghausen=Süd, geltend machen. Betriebsappell verlegt! Der für den 18.°9. 1942, 18.00 Uhr, vorgesehene Betriebsappell für die betrieblichen Unterführer im Rahmen der Aktion„Steigerung der Leistung" Zeche „Ickern 1/2“ mußte auf den 29. 9. 1942, 18.00 Uhr, verlegt werden. Heute Heilkräuterablieferung im Norden Die Ablieferung der im Stadtteil Rauxel gesammelten Heilkräuter erfolgt am heutigen Mittwoch von 10—12 Uhr im Lager Berhorst, Westerholtstraße 50. Die im Stadtteil Ickern gesammelten Heilkräuter, Teeblätter usw. werden am gleichen Tage von 10—12 Uhr in der Goetheschule abgeliefert. HJ. und BdM. liefern am gleichen Tage an den genannten Stellen zwischen 15 und 17 Uhr ab. Thmodie deutscher Geschichte Bauten und Burgen, Tore und Denkmäler Zur ersten Reichsstraßensammlung im Kriegswinterhilfswerk 1942/43 werden 15 Glasplaketten mit Darstellungen deutscher historischer Bauten ntmäler ver und Denki verkauft werden. nsk. Zu den lebendigsten und unmittelbarsten Mittlern der im Geschehen wie in der Beharrung, in der Tat wie im Geist so reichen deutschen Geschichte gehören die Bauten, die Tore und Burgen und Denkmäler in den deutschen Gauen, denn sie sind Zeugen jener Zeiten und ihrer Inhalte. Wo sonst nur die geschichtliche Erinnerung ihre Bilder sich schafft und wo sonst nur noch der Mythos vergangener Zeiten und Taten geheimnisvoll mächtig ist, da künden noch Bauwerke von dem Geschehen, das sie selber erlebten, das sie sahen oder zu dessen Erinnerung sie geschaffen worden sind. Immer ergreifen uns die Bauten und Denkmäler der Vergangenheit mit ihrem symbolhaften Gehalt besonders stark. Beim Anblick der Marienburg denken wir an den vielhundertjährigen Kampf im Osten den wir jetzt endlich auch ganz zu gewinnen im Begriffe sind, und beim Anblick des Straßburger Münsters etwa denken wir an die deutsche Behauptung im Westen, an den ewigen Grenzkampf, der nun sein. Ende gefunden hat. Die Garnisonkirche in Potsdam ist uns untrennbar verbunden mit der Zeit und dem Geiste des Großen Friedrich, und das Bild des Stephansdomes in Wien ist uns Gleichnis des deutschen Geistes an der Donau und der deutschen Sendung der alten Ostmark des Reiches. Das Völkerschlachtdenkmal bei Leipzig beschwört uns die Erinnerung an die Zeit der Freiheitskriege, und das Hermanusdenkmal im Teutoburger Walde lenkt unsere Gedanken zurück bis zu dem ersten großen germanischen Schicksatskampfe. Aber auch unsere heutige Zeit schafft sich schon, wie jede echte geschichtsträchtige Zeit, ihre Symbole in Baudenkmälern: der Mythus der nationalsozialistischen Revolution lebt in dem Münchener Mahnmal, jedem Deutschen längst vertraut, und das Tannenbergdenkmal ist uns Denkmal des deutschen Heldentums im Ersten Weltkrieg und zugleich Mahnmal und Verpflichtung für uns, den damaligen Krieg, um dessen Preis und Krönung wir betrogen worden waren oder uns selber betrogen haben, nun doch noch für Jahrhunderte zu gewinnen, damit alle großen Opfer von damals ein Vierteljahrhundert später doch ihren Sinn, ihre Krönung und Erfüllung finden sollen! Mit solchen Gedanken werden wir auch die sechzehn Bilder deutscher Bauten, Türme, Tore und Denkmäler, der Zeugen deutscher Geschichte und der Zeugnisse deutschen Schicksals, auf den Glasplaketten der der ersten Reichsstraßensammlung im Kriegswinterhilfswerk 1942/43 betrachten und wir werden uns auf solche Weise abermals erinnern, worum es in diesem Kriege geht und wofür wir kämpfen. Staarsrat=Meinderg sprach auf„Ged, Schwerin Soldat und Bergmann hand in Hand, schützen deutsche Freiheit, deutsches Land! Filmschau„Junges Europa“ Die Reichsjugendführung hat eine Filmschau„Junges Europa“ herausgebracht, die sechsmal im Jahr herauskommt und gemeinsam mit der Wochenschau gezeigt wird. Diese Filmschau dürfte wohl das Interesse der Deutschen Jugend finden. Ein Arzt muß schweigenROMAN VON KARL UNSELT Copyright by Verlag Knorr& Hirth Kommanditges. München 1939 41. Fortsetzung. Seit einer halben Stunde gingen Lisa und Beate, in graue Regenmäntel gehüllt, den Gartenweg hinter der Apotheke auf und ab. In der feuchten Abendluft hing ein zarter Dufthauch, der den Beeten mit den Gewürz= und Arzneipflanzen entströmte. Ueber den fernen dunklen Feldern lag das Knarren der hochbeladenen Rübenwagen. Frauen mit nassen, strähnigen Haaren und schweren Kiepen auf den gebeugten Rücken stapften wortlos vorüber. An ihren derben Schuhen klebte zäher Lehm, der ihrem Gang etwas Mühseliges gab. Sie strebten den matt erleuchteten Fenstern zu, hinter denen kleine fleißige Kinderhände sich abmühten, der Mutter von der Hausarbeit so viel abzunehmen, wie sie nur konnten. Als sich die Schemen der wankenden Frauengestalten im Dunkel des Regenabends auflösten, sagte Lisa nach langem Schweigen:„Ich werde mit meinem Onkel sprechen, ob er Ernst die fünftausend Mark leihen will.“ „Tun Sie es bitte, Lisa, ich weiß sonst nicht, was werden soll.“ „Aber dann muß ich Onkel und Tante sagen, was mit uns ist." „Das sollen Sie auch. Es ist doch sinnlos, jetzt noch ein Geheimnis daraus zu machen.“ Lisa seufzte tief auf.„Ach, Beate, ist es alles so ganz anders, als ich es mir gedacht hatte. Wir sehen uns kaum noch, immer hat er noch einen dringenden Besuch zu machen und wenn wir uns wirklich einmal ein paar Minuten sprechen, dann ist er fahrig und unruhig und kann mich nicht einmal richtig ansehen.": Es war gut, daß die Dunkelheit Beates gequältes Gesicht verhüllte.„Das wird besser werden“, sagte sie und bemühte sich, ihrer Stimme einen festen Klang zu geben,„wenn er die Sorge um das Geld los ist. Er ist jetzt in Panikstimmung, die begreiflich ist.“ Lisa schüttelte den Kopf.„Nein, er ist ja nicht seit heute oder gestern so, sondern seit dem Konzert.“ Im Rahmen der Aktion„Steigerung der Leistung" geht eine große Veranstaltungswelle durch den Gau. Von ihr wurde am letzten Montag auch die Zeche „Graf Schwerin“ erfaßt. Mittags 14.15 Uhr fand auf dem Zechengelände ein Sonder=Betriebsappell statt, zu dem u. a. auch Staatsrat MeinbergBerlin und Kreisobmann Baum=Herne erschienen. Nach der Eröffnungs= und Begrüßungsansprache des Bergassessor Richter nahm in Staatsrat Meinberg ein ausgezeichneter Kenner der politischen und wirtschaftlichen Lage und Zusammenhänge in Europa und in der Weltwirtschaft und Weltpolitik das Wort zu eingehenden und aufschlußreichen Darlegungen. Nach der Darstellung der Wichtigkeit des Niederringens des Bolschewismus durch die deutsche Wehrmacht und idie Verbündeten(da anders eine Ausmerzung dieses Krebsschadens aus dem europäischen Kontinent nicht möglich ist), ging der Redner dazu über, im Besonderen den Anteil des deutschen Kohlenbaues und damit des deutschen Bergtnappen an diesem Lebenskampf des deutschen Volkes klar zu legen und zu würdigen. Er zeigte die mannigfachen Fäden auf, die von der harten Arbeit des Bergmanns vor der Kohle zu härtestem Einsatz des deutschen Soldaten an der bolschewistischen Front sowohl als auch zum Einsatz unserer=Boote in allen Meeren und der unvergleichlichen Afrikakämpfer des Generalfeldmarschalls Rommel führen. Die Kohle ist unbestritten die wichtigste Stütze unserer Kriegswirtschaft und damit unserer Fronten. Deshalb sei es nach dem Eintritt Nordame= rikas in den Krieg des Judentums und des Freimaurertums gegen den deutschen Lebensanspruch und das deutsche Lebensrecht und gegen das Selbstbestimmungsrecht der jungen europaischen Völker und die damit zusammenhängende Neuorganisation des europäischen Wirtschaftsraumes ein Gebot der Selbsterhaltung von uns selbst und von unseren Nachkommen, daß in fester und entschlossener Zusammenarbeit von Führung und Gefolgschaft die Kohlenförderung weitgehend zu steigern und damit das nötige Rohmaterial und die erforderliche Kraftquelle für die Rüstungswirtschaft zu schaffen. Aus solchen Erwägungen heraus redete Staatsrat Meinberg auch der Sparaktion im Gas=, Elektrizitäts= und Kohlenverbrauch eingehend das Wort. Wer ihn hörte, wird sich der Notwen„Ich glaube, das bilden Sie sich ein, Lisa. Er hat seit dem Konzert mehr zu tun, das müssen Sie auch bedenken. Was sollte er wohl sonst für Gründe haben, anders zu Ihnen zu sein?“ Beate hielt den Atem an und wartete gespannt auf die Antwort, die ihr verraten mußte, ob Lisa einen Verdacht auf Cornelia Rupprecht hatte. Eine Weile schwieg Lisa, dann sagte sie leise:„Ich weiß es auch nicht. Vielleicht hat er keine Lust mehr, Arzt zu sein, vielleicht liegt ihm die Musik mehr. Und dann— dann werde ich ihm nichts mehr sein können, denn ich verstehe von Musik ja viel zu wenig. Zum Dirigieren braucht er keine Apothekerin und keine ausgebildete Krankenschwester.“ Beate atmete erleichtert auf.„Sie haben recht. Die Gefahr, daß er seinen Arztberuf aufgibt, besteht. Das gebe ich offen zu. Aber daran können Sie ihn hindern. Lisa. Wenn Sie ihn mit Hilfe Ihres Onkels von seinen Geldsorgen befreien, dann ist er Ihnen verpflichtet. Verlangen Sie einfach von ihm, daß er hier bleibt und seine Praxis weiter ausübt Nur unter dieser Bedingung geben Sie ihm das Geld, und ich glaube sogar. daß Ihr Onkel schon von sich aus diese Sicherheit fordern wird" „Was habe ich davon“, sagte Lisa bitter.„Das ist doch gewissermaßen Erpressung. Nein, das tue ich nicht. Ich helfe ihm ohne jede Bedingung, wenn ich es kann.“ „Das ist schön von Ihnen, Lisa, aber man soll einen Menschen, den man liebt, nicht einfach so ohne Kampf aufgeben.“ Lisa wandte ihr das Gesicht zu.„Ausgerechnet Sie sagen mir das? Haben Sie nicht auch einmal einen Menschen, den Sie sehr lieb hatten ohne Kampf aufgegeben?“ „Woher wissen Sie das?“ stieß Beate atemlos vor Schreck hervor. „Von Ihrem Bruder“, bekannte Lisa ohne Besinnen. „Ich sollte es Ihnen nicht sagen. Aber ich halte es für anständiger, wenn zwei Verbündete keine Geheimnisse voreinander haben.“ „Ja, das wollen wir auch nicht. Aber wie kam er überhaupt dazu, mit Ihnen von mir und Riffarth zu sprechen?": „Ich hatte die Absicht, Herrn Riffarth einmal wegen seines unbegreiflichen Hasses um Aufklärung zu bitten. Das verbot mir Ernst, weil Sie es ihm auch verboten hatten, und dann deutete er mir Ihre Gründe dafür an.— Beate, weshalb haben Sie der Frau einfach das Ekternrente unter Berücksichtigung der Berufszulage von 10 RM monatlich und der Elternzulage nach dem Einstweiligen Wehrmachtfürsorge= und=versorgungsgesetz betragt für den Elternteil in Ortsklasse S mit 3 v5. Zuschlag 34.30 RM, S 33,75 RM, A 32,50 RM, B 31,25 RM. C 28,.75 RM. D 27,50 RM; für das Elternpaar in Ortsklasse S mit 3 vH. Zuschlag 58,65 RM, S 57.50 RM, A 55.— RM, B 52,50 RM, E 47,50 RM, D 45.— RM. Die Beschaffung von Schulheften Amtlich wird mitgeteilt: Der Verkauf von Schulheften aller Art ist künftig nur gegen Vorlage eines mit dem Stempel oder Sichtvermerk einer Schule versehenen alten Heftes oder der von einer Schule, einem hauptberuflich tätigen Privatlehrer oder einem Erziehungsheim(auch KLV.=Lager) erteilten Bescheinigung zulässig, daß die Anschaffung des Heftes für Unterrichtszwecke erforderlich ist. In dem vorgelegten alten Heft ist die Aushändigung des neuen Heftes zu vermerken. Besondere Bescheinigungen sind von den Schulen nur bei der Erstbestellung auszustellen. Die Anordnung erstreckt sich nicht auf digkeit nicht verschließen können, daß diesen Sparbestrebungen zum Nutzen der Gemeinschaft und nicht zuletzt des mit den besten Waffen der Welt zu beliefernden besten Soldaten der Welt größte Beachtung und allgemeine Unterstützung zu gewähren ist. Die besten Waffen sind den besten Soldaten nicht nur die besten Angriffsmittel, sondern auch die besten und sichersten Garanten des Lebens und der Heimkehr in die freie und schöne Heimat nach Erringung des Endsieges. Je besser und je zahlreicher die Waffen, desto geringer ist, das hat die Erfahrung gelehrt, der Blutzoll, den dieses Völkerringen erfordert. An recht einleuchtenden Beispielen verstand es der Redner, seinen aufmerksamen Zukörern klar zu machen, wie durch allseitiges Ziehen an einem Strang, durch immer lebendigeres Hineinwachsen in die Volksgemeinschaft, durch Leistungswillensstärkung betriebliche Erfolge erzielt wurden, die man in früheren Jahren in den kühnsten Träumen nicht zu erwarten wagte. Unerschütterlich dem einen Ziel— dem deutschen Sieg — dienens heißt sich und seinen Kindern den besten Dienst erweisen, heißt sich und seine Kinder vor Unfreiheit. Schmach und Elend bewahren, heißt sich und seinen Kindern ein schöneres und größeres Deutschland und damit eine bessere und sichere Zukunft bauen. Den Dank der Versammlung, der in wiederholten Beifallskundgebungen aufbrandete, brachte Betriebsobmann Achatz in seinem Schlußwort zum Ausdruck, verbunden mit dem, kräftig unterstrichenen Gelöbnis der Gefolgschaft zu treuer und pflichtbewußter Arbeit im Berufe als Dienst am Werke des Führers. Mit dem Treueschwur zu Adolf Hitler ging der von Musikvorträgen der Werkskapelle der Zeche„Graf Schwerin" aufgelockerte Betriebsappell zu Ende. vorzunehmen, in dem dies auch bisher üblich war. Invaliden, Witwen und Waisen spendeten Man sagt im Volksmund, daß der, der die Armut am eigenen Leibe verspürt hat, sie am besten einschätzen kann. Das haben jetzt auch die KnappschaftsInvaliden,=Witwen und=Waisen durch die Tat bewiesen. Im Bereich der Knappschaft Herne wurden von dieser Gruppe im September 955,25 RM für das Kriegswinterhilfswerk gespendet. Bravo! Das ist doppelt anzuerkennen und anzurechnen. Denn wer von seinem Wenigen gibt, hat den Sinn des Kriegswinterhilfswerkes am tiefsten erfaßt. Die Steuergruppe der ledigen Soldaten Beim Reichsfinanzministerium ist angeregt worden. die Sätze der Steuergruppe I für die im besonderen Einsatz stehenden Männer und Frauen herabzusetzen, da sie mit längerer Kriegsdauer als unbillig empfunden würden und es oft nicht möglich sei, einen geeigneten Ehepartner kennenzulernen. In der„Deutschen Steuerzeitung" werden von zuständiger Stelle die Gründe dargelegt, aus welchen dieser Anregung nicht entsprochen werden kann. Es würde zunächst eine gerechte Umgrenzung des Personenkreises so gut wie unmöglich sein. Jedenfalls wäre es nicht vertretbar, alle zum Kriegsdienst einberufenen ledigen Männer zu beGruppe I keineswegs eine Strafe dafür sind, daß der Steuerpflichtige nicht verheiratet ist. Die Steuersätze des Tarifes sind ausschließlich auf die wirtschaftliche Die höhe der Kriegerelternversorgung Nachdem inzwischen durch Gesetz vom 7. Mai 1942 für die Kriegerwitwen der neuen Wehrmacht die Berücksichtigung der niedrigsten Berufszulage in Höhe von 10 RM bestimmt worden ist, hat das OKW nunmehr bestimmt, daß auch für die Bemessung der Elternrente mindestens die Berufszulage in Höhe von 10 RM zugrunde zu legen ist. Der Höchstbetrag der ratete. Der Grund der Nichtverheiratung ist steuerlich bedeutungslos. Schließlich würde auch der Steuerausfall sehr groß sein. Ein solcher Steuerausfall würde nur durch eine allgemeine Erhöhung der Einkommensteuer ausgeglichen werden können, also auch zu Lasten der Verheirateten und kinderreichen Frontsoldaten und Rüstungsarbeiter. Das würde eine soziale Ungerechtigkeit sein und würde außerdem bei den ledigen Personen zur Bildung eines unerwünschten Kaufkraftüberschusses führen. Aus der Bewegung NSDAP.=Ortsgruppe Castrop=Rauxel=Süd Am heutigen Mittwoch(16..) ist um 20 Uhr bei Haller für den Dienstbereich der Ortsgruppe Castrop=Rauxel=Süd Dienstbereichsappell. Er umfaßt alle Mitglieder des Ortsgruppenstabs, alle Zellen= und Blockleiter, die Amtswalter und=walterinnen der DAF., NSV. und NS.=Frauenschaft mit ihrem Mitgliederstab, die Führer der Gliederungen und angeschlossenen Verbände. NS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk Castrop=Rauxel=Ost Am heutigen Mittwoch(16..) findet um 20 Uhr im Saale Oestreich eine Zukamenkunft der NS.= Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk Castrop=RauxelOst(Schwerin) statt. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. Feld überlassen, statt mit ihr um Riffarth zu kämpfen? Das hätte ich nicht getan. Sie machten mir vorhin den Vorwurf. daß ich Ernst ohne Kampf aufgeben wollte. Sehen Sie mit der Musik kann ich nicht um ihn nicht kämpfen, das muß er mit sich allein abmachen. Aber wenn ihn mir eine Frau wegnehmen wollte, dann würde ich mit ihr kämpfen bis zum äußersten.“ Beate ging schneller, von Unruhe über diese Wendung des Gesprächs gepeinigt. „Ich würde“, fuhr Lisa in ihrem kämpferischen Ton fort,„diesen Kampf in aller Ehrlichkeit vor den Augen des Mannes führen, und wenn es sein muß würde ich auch anständig verlieren können. Aber Sie, Beate. haben nichts getan, und das verstehe ich nicht. Ich verstehe es um so weniger, als Sie mich aufforderten, um Ernst den viel schwereren Kampf gegen einen nicht faßbaren Gegner zu führen. Ich an Ihrer Stelle hätte doch zunächst einmal festgestellt, ob Riffarth Sie betrogen hätte oder die Frau mit den angeblich älteren Rechten. Was heißt das überhaupt? Was nützen mir die schönsten älteren Rechte, wenn der Mann, an den ich sie stelle, mich nicht mehr liebt? Und das scheint doch bei der Frau der Fall zu sein, denn sonst hätte Riffarth sie doch geheiratet. Wer ist denn eigentlich diese geheimnisvolle Frau? Würden Sie es mir sagen?“ „Wissen Sie das denn nicht?“ entfuhr es Beate. „Nein Ihr Bruder hat es mir nicht gesagt.“ Weshalb tat er es nicht? schoß es Beate durch den Kopf. Wahrscheinlich hatte er Angst vor Lisas derb zupackender Art. „Ich will Ihnen den Namen anvertrauen“, entschloß sie sich nach einer Weile kurzen Ueberlegens.„Es ist Fräulein Rupprecht.“ „Oh“. sagte Lisa überrascht und blieb stehen. Sie hatten den Marktplatz erreicht.„Das ist allerdings eine gefährliche Gegnerin. Aber trotzdem würde ich—“ „Nein“, fiel ihr Beate hastig ins Wort.„Es hat keinen Zweck. Ich will von dieser Geschichte nichts mehr wissen. Soll sie Riffarth heiraten, denn deshalb ist sie doch sicher hierher gekommen.“ Der bittere und entsagungsvolle Ton ließ Lisa aufhorchen. Sie warf einen ängstlichen Blick in Beates Gesicht, und dann wurde ihr plötzlich schmerzhaft bewußt, daß diese ihre hoffnungslose Liebe noch nicht überwunden hatte. Ein schwerer Wagen glitt leise über das regenblinkende Pflaster des Platzes und hielt vor dem„Sachsenroß“.„Ein Berliner“, stellte Lisa flüchtig fest und fuhr leicht zusammen, als sie ihm Cornelia und Peter Böst in scheinbar aufgeräumter Stimmung entsteigen sah Plötzlich packte sie eine heimliche Wut auf diese fröhliche Frau, die jetzt mit tänzelnden Schritten im Eingang des Gasthauses verschwand, während Peter Böse über den Platz zur Apotheke rannte. „O je“, sagte Beate mit völlig veränderter Stimme und trat einen Schritt in die Straße zurück.„Kommer Sie, damit man Sie nicht sieht.“ Erst jetzt bemerkte Lisa daß vor der Apotheke Jocher Rengshausen aufgetaucht war Er hatte wohl im Tor des Nebenhauses gewartet und sah nun angriffsbereit dem herannahenden Böse entgegen. Mit vorsichtigen Worten berichtete Beate von ihrem Gespräch mit Jochen, und Lisa bedankte sich, daß sie ihr diese peinliche Aufklärung abgenommen hatte. Sie hätte schon selbst die Absicht gehabt, aber die Gelegenheit wäre nie günstig gewesen. Sie sah, wie Böse an Jochen vorbei ging, ihn von unten bis oben musterte und etwas sagte, was sie nicht hören konnte. Anscheinend blieb Jochen die Antwor nicht schuldig, denn Böse blieb stehen, stemmte die Hände in die Hüften, schüttelte den Kopf und begann dann laut schallend zu lachen Als er dem Jungen aber väterlich eine Hand auf die Schulter legen wollte trat dieser stolz zurück und wollte ihm wohl heftige Worte in das lachende Gesicht schleudern doch da kündigte das abendliche Postauto hupend sein Nahen an, und als es in den Platz einbog. drehte sich Jochen in ohnmächtiger Wut um und stürzte zur Haltestelle hinüber. Böse aber schritt langsam und nachdenklich die Stufen zur Apotheke empor. „Ich will gehen“, sagte Lisa hastig,„ehe er mich hier entdeckt. Morgen werde ich mit ihm sprechen. Er ist ein sehr netter und kluger Mensch, aber er wird mir allmählich zu deutlich. Was Ernst zu wenig hat, hat er zu viel.“ Beate nickte und lächelte ihr verstehend zu.„Höre ich heute noch von Ihnen. falls Sie mit Ihrem Onkel gesprochen haben?“ „Bestimmt. Ich ruse Sie an oder komme unter Umständen auch zu Ihnen rauf.“ „Kommen Sie doch. Wir machen es uns bei mir gemütlich.“ Sie verabschiedeten sich herzlich und wußten voneinander, daß das gemeinsame Leid sie nun noch fester zusammengeschlossen hatte. Fortsetzung folgt. Cherner Wehrwine der Ration Was wird im Castrop=Rauxeler Wehrkampftag 1942 der SA. gesordert? „Dieser Krieg hat auch den letzten deutschen Menschen erfaßt und läßt ihn nicht mehr los, da es sich wahrhaft um die allerletzte und endgültige Entscheidung über unser völkisches Schicksal in der Welt handelt.“ Diese Worte schrieb Josef Magnus Wehner in einer Betrachtung, an deren Spitze er die klare, unzweideutige Forderung stellte: „Kämpfen, opfern, arbeiten!“ Auch die Arbeit, die der Wehrertüchtigung auf geistigem und körperlichem Gebiet dient, darf, so entnehmen wir einer längeren Abhandlung des Obersturmbannführers Spanholz, nicht ruhen, sie darf insbesondere jetzt während des Kriegs nicht vernachlässigt werden. Im Gegenteil, der Krieg mit seinen gewaltigen Anforderungen an Wehrgesinnung und Wehrkraft verlangt äußersten Einsatz aller Männer und Mittel. Die weitaus meisten Angehörigen der SA. stehen am Feind und beweisen ihre kämpferische Haltung auf dem Schlachtfeld. Um so mehr sind die wenigen in der Heimat verbliebenen SA.=Männer älterer Jahrgänge bemüht, in der knappen Freizeit ihrem soldatisch=politischen Ideal zu dienen, d. h. alle Reserven der Wehrkraft zu erfassen und auszuschöpfen, damit sie im gegebenen Augenblick zum Einsatz in der Wehrmacht bereit und fähig sind. In mühseliger Kleinarbeit hat die SA. in den abgelaufenen drei Kriegsjahren viele hunderttausend Männer außermilitärisch auf den Waffendienst vorbereitet und ihnen das seelische und geistige Rüstzeug für ihren soldatischen Dienst mitgegeben. Diese Arbeit vollzog sich in der Stille. Wenn sie nun in den Septembertegen 1942, an der Schwelle des vierten Kriegsjahres, mit dem Wehrkampftag an die Oeffentlichkeit tritt, dann soll damit aller Welt kundgetan werden, daß die Wehrbereitschaft und Wehrkraft des deutschen Volkes durch drei Kriegsjahre nicht gemindert worden ist. Der Wehrwille ist nur noch fanatischer, die Wehrkraft nur noch härter geworden. Die Wehrkämpfe, die in mehr als 300 Standarten, darunter bekanntlich auch in Castrop= Rauxel, am Sonntag, dem 27. September, auf der Sportstätte„Erin“ an der Karlstraße unter Beteiligung der Betriebssportgemeinschaften, von KdF. und von Gemeinschaften der NS.=Reichsbundes für Leibesübungen abgewickelt werden, entsprechen in Anlage und Durchführung dem Ernstfall des bewaffneten Einsatzes. Beim Wehrkampf 1„75=Meter= Sturmlauf“. ist der Start aus dem Liegen zu vergleichen mit dem Vorbrechen aus der Deckung. Der Schnellauf über 75 Meter mit Ueberwindung je eines Balken= und Kriechhindernisses kommt dem Sturm der Truppe gleich. Das erneute Hinlegen und der Handgranaten=Zielwurf dem Kumpfe auf nächste Entfernung kurz vor dem Einbruch in die feindliche Stellung. Nur geschlossener Einsatz verbürgt den Erfolg; deshalb Mannschaftskampf! Der Wehrkampf 2„Tauziehen“ erfordert raschen und unvermittelten kräftigen Einsatz. Wie oft ist es im Ernstfalle von entscheidender Bedeutung, daß zehn oder zwanzig Männer entschlossen und hart zupacken, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern. Diejenige Mannschaft ist Sieger, die den Gegner in 45 Sekunden mit der Seilmitte über die=Meter=Grenze zieht oder bei Abpfiff die Mittelmarkierung des Taues auf ihrer Seite hat. Im Wehrkampf 3„Mannschafts=Fünfkampf“ sind alle wichtigen Erfordernisse des soldatischen Einsatzes enthalten. Ein Führer und sieben Männer bilden eine Gemeinschaft. Im KK.=Schießen liegend freihändig stehen jedem Mann einschließlich Probeschießen zwei Minuten zur Verfügung. Beim Weitspringen über einen Graben liegt das wesentliche nicht daran, daß der Mann 3 Meter springt, sondern daß er die Scheu vor natürlich und plötzlich auftretenden Hindernissen augenblicklich überwindet. Beim 200=Meter=Hindernislauf müssen Balken=, Wand= und Holzstöße bezwungen werden. Der Handgranatenweitwurf und Anlauf erfordert einen guten Durchschnitt. Jeder Mann hat zwei Würfe. Die 8X75=Meter=Träger=Pendel=Staffel mit zwei meinschaft bilden, sind drei Uebungen im Gelände abzuleisten. Der 20=Kilometer=Marsch verlangt Ausdauer, Zähigkeit und kameradschaftliche Haltung, während die zwei Orientierungsaufgaben vom Führer der Mannschaft geistige Beweglichkeit erwarten. Ein eingelegtes KK.=Schießen soll die ständige Gefechtsbereitschaft unter Beweis stellen. Die Wehrkampfbahn muß fünf Minuten nach Ankunft am Ziel des Geländemarsches überwunden werden. Ausdauer, Orientierungssinn, Zielsicherheit, Schnelligkeit und Härte gegen sich selbst bilden die Voraussetzung für das Bestehen dieses Kampfes. Der Wehrkampf 5„Mannschafts=KK.= Schießen; im Handgraatenziel= und Weitwurf bereinigt vier Manner Die zu diesen Kämpfen antretenden Männer bekunden mit ihrer Teilnahme den entschlossenen Wehrwillen und die Einsatzbereitschaft der Nation. Die Erhaltung und Festigung der deutschen Wehrgemeinschaft ist eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Beendigug unseres schicksalhaften Ringens. Prämien für Verbesserungsvorschläge An sich dürfen Prämien für Verbesserungsvorschläge im Betrieb nur nach vorheriger Zustimmung des Reichstreuhänders ausgeschüttet werden. Um jedoch den Ausbau des betrieblichen Vorschlagwesens zu fördern und Verwaltungsarbeit zu sparen, hat der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz eine Regelung getroffen, wonach den einzelnen Betrieben auf Antrag die Ausschüttung solcher Prämien auch allgemein gestattet werden kann. Die Zahl der jährlichen Prämienanfälle im Betrieb darf grundsätzlich nicht mehr als fünf Prozent der Gesamtgefolgschaft betraFür weitere Prämien soll der Betriebsführer gen.„. t murf“ vereinigt vier Männer zu einer möglichst in Zusammenarbeit mit einigen bewährten Mannschaft. eder Mann schießt fünf Schuß liegend Gefolzschaftsmitgligdern des Betriebes bestimmen. freik“ an: r0 Mater Entfarnung Der Handarg= Die Namen der Ausgezeichneten und die Verbesserungsvorschläge sind der gesamten Gefolgschaft bekanntzugeben. Auf diese Weise wird nicht nur das Interesse für derartige Vorschläge geweckt, sondern zugleich verhindert, daß unberechtigterweise Prämien ausgeschüttet werden. Die allgemeine Erlaubnis wird nur Betrieben gegeben, gegen deren betriebliche Lohngestaltung bisher keine Einwendungen zu erheben waren. stethändig auf 50 Meler Entsernung. Der Handgranatenzielwurf erfolgt auf 30 Meter Entfernung. Im Wehrkampf 6„10XHalbrunden= und Hindernisstaffe!“ bilden zehn Männer eine Mannschaft. Von jedem Läufer sind Wand= und Balkenhindernisse zu bezwingen. Nicht die Schnelligkeit allein, sondern die Gewandtheit im Angehen und Nehmen der Hindernisse bringt die Entscheidung. Gaugesuncheitsfahrer sur Westsaten Nad Keine neue Behörde, sondern ein Sammelpunkt zur Zusammenarbeit Der Gauleiter von Westfalen=Süd, Paul Giesler, hat den Leiter des Gauamtes für Volksgesundheit, Dr. Lotz, zum Gaugesundheitsführer berufen und ihm die Ueberwachung des Gesundheitswesens im Gau verantwortlich übertragen. In der Anordnung des derung und Pflege sowie wirtschaftliche Fürsorge für den Kranken und seine Familie. Die Gaufürsorgeverbände gewähren Tuberkulosehilfe, wenn das steuerpflichtige Jahreseinkommen des Kranken den Betrag von 7200 RM nicht übersteigt straffe Zusammenfassung der Gesundheitsführung des Gaues in einer obersten Spitze erfordere. Das bestehende Nebeneinander der verschiedenen Gesundheitsdienste der Aemter der Partei, ihrer Gliederungen, der angeschlossenen Verbände und des öffentlichen Gesundheitswesens habe verschiedentlich zu einem Leerlauf und zu Doppelarbeit geführt, die wir uns in der heutigen Zeit der Verknappung an Arbeitskräften gerade auch im Gesundheitswesen nicht erlauben können. Die für die gesamte Gesundheitsführung des Gaues allein zuständige und verantwortliche Dienststelle ist das Gauamt für Volksgesundheit der NSDAP. Der Gauamtsleiter des AfV. führt ab sofort die Dienstbezeichnung Gaugesundheitsführer. Es wird ein Gesundheitsrat gebildet, dem alle Leiter übergeordneter Gesundheitsdienststellen der Aemter der Partei, ihrer Gliederungen, der angeschlossenen Verbände und des öffentlichen Gesundheitswesens im Gau angehören. Dem Gaugesundheitsrat gehören auch die Leiter der Berufsorganisationen aller Gesundheitsberufe des Gaues an. Diese Anordnung zur Vereinheitlichung der Gesundheitsführung im Gau Westfalen=Süd hat die besondere Zustimmung des Reichsgesundheitsführers gefunden. Diese gemeinnützige Einrichtung schafft keine neue Behörde, sondern einen Sammelpunkt zur kameradschaftlichen Zusammenarbeit aller auf dem Gebiete der Volksgesundheit tätigen Kräfte unter eindeutiger nationalsozialistischer Führung, die an entscheidender Stelle mit dazu berufen ist, wichtigste Voraussetzungen für den Endsieg zu schaffen. Verordnung über Tuberkulosehilfe Der Ministerrat für die Reichsverteidigung hat eine Verordnung über Tuberkulosehilfe erlassen: Danach werden' Gaufürsorgeverbände In Wehelsche“. Teuts de, binde Kesiadert sen und=3ie Tihgelatgsehäise st eiuandsähzlichl che schaftskampf“, in dem sieben Männer eine Ge= zurückzuerstatten. Sie umfaßt Heilbehandlung, Absonjeden weiteren Familienangehörigen. Es kann aber Tuberkulosehilfe auch dann gewährt werden, wenn das steuerpflichtige Jahreseinkommen des Kranken diese Grenze übersteigt und die Gefahr besteht, daß ohne die Tuberkulosehilfe die erforderlichen Maßnahmen nicht oder nicht ausreichend durchgeführt werden. In diesen Fällen können die Gaufürsorgeverbände die Empfänger der Tuberkulosehilfe und die nach bürgerlichem Recht Unterhaltspflichtigen in angemessenem Umfange zum Kostenersatz heranziehen. Die Verordnung wird nach einer vom Reichsministerium des Innern bestimmten, für die organisatorische Vorbereitung erforderlichen Uebergangsfrist in Kraft treten. 50 Jahre Kriegerkameradschaft Herne=Horsthausen Herne. Die Kriegerkameradschaft Horsthausen ist dabei, die Vorarbeiten für ihr 50jähriges Gründungsfest zu tätigen. Die Einladung an die Partei und deren Gliederungen, an den Kreiskriegerverband und die angeschlossenen Kameradschaften sind ergangen und nach ihnen findet die Feier am 4. Oktober im Kansio Friedrichseck statt. Eine schlichte, aber doch würdige Festfolge ist der Feier zugrunde gelegt. Im Mittelpunkt der Festfolge steht die Ansprache des Gaukriegerführers Generalmajor v. Cranach und die Ehrung verdienter Kameraden. Statt Karten Ihre Vermählung kannt: geben bePaul Lenz Trude Lenz geb. Beckmann Nierstein Rh. Castrop-R. 1 Widumerstr. 31 17. September 1942 Ihre Kriegstrauung zeigen an: Franz Blöink Gefreiter Elisabeth Blöink geb. Grüning z. Zt. im Felde 16. September 1942 Attendgen Attahügel Alleinstehende Lehrerin sucht sofort oder später zuverl. älteres Halbtagsmädchen —4mal wöchentlich. Zu erfragen im Stadtanzeiger.„(Wé99 Gut erhaltener 1620 Juno-Zimmeroten Allesbrenner, für RM. 65.— 2— verkaufen. Wo, sagt der Stadtanz. Bernhard Ette kommt! „KdF.“ teilt mit:„Am 23. September 1942, um 20 Uhr, gastiert Bernhard Ette mit seinem großen Bühnen=Ensemble in Herne, im Saalbau Strickmann. Wer die musikalischen Qualitäten dieser Kapelle seit Jahren kennt, für den ist es unschwer, dem Gastspiel im voraus einen ganz großen Erfolg zu geben. Dieser Erfolg wird sich geradezu zwangsläufig einstellen, denn Bernhard Ette ist ein zuweilen etwas eigenwilliger Musiker, ein Mann, der durch besondere Bearbeitung des musikalischen Parts, durch geschicktes Herausstellen eines besonderen Solo=Instruments selbst dem Schlager bei aller Wahrung seiner Eigenheit noch einen mehr oder minder konzertmäßigen Charak* Dis0 Eiim. Welllig. in Castrop evtl. gegen 3 Zimmer mit Garten in Castrop-Rauxel 2 zu tauschen. Angebote unter Nr. 596 an den Stadtanzeiger. Küchenherd gut erhalten, für RM. 150.— zu verkaufen. Von wem, sagt der Stadtanzeiger.(196 Rältung! Ab Mittwoch, dem 16.., verkaufe ich einige prima Tiere.a. Schlenfleisch Kaufe jederzeit Schlachtpferde zu höchsten Tagespreisen. Bei Notschlachtungen schnellste Bedienung. Rohmeizgerei E. Kuhn Castrop-Rauzel 1 Wittener Straße 30. Ruf 2481. 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Ein gleich hohes musikalisches Können zeichnet aber auch sämtliche Mitglieder seiner 25 Solisten starken Kapelle aus. Eintrittskarten sind in jeder KdF.=Verkaufsstelle sowie durch die KdF.=Betriebswarte erhältlich. Handel Auch der zweite Tag der großen RotbuntVeranstaltung sehr flott Münster. Obwohl die September=Veranstaltung des Westfälischen Rinderstammbuchs der Rotbuntzuchter in erster Linie dem Rinderabsatz gilt, war diesmal doch die Nachfrage nach guten Vatertieren so stark, daß alle 107 gekörten Bullen durchweg heiß umstritten waren und restlos vergriffen wurden. Wenn auch diesmal Spitzenbullen nicht zur Stelle waren, so wurde doch in der zweiten und dritten Wertklasse so ausgeglichenes Material gezeigt, daß auch nicht einer ohne Käufer blieb, vielmehr auch oft das Los entscheiden mußte. Bei der Prämiierung der Bullen wurde der von Eugen Platte in Osterbönen(Krs. Unna) gezüchtete„Waschbär“=Enkel„Wacker“ in seiner Klasse an die Spitze gestellt und weiterhin zum Siegerbullen erklärt. Ihn sicherte sich die Provinzialverwaltung Westfalens für ihr Gut Maria=Veen(Krs. Borken). Fast ebenso wertvoll war der in der jungen Klasse mit dem 1a=Preise ausgezeichnete Waschbär“. Enkel„Waghals“ aus der Zucht des Bauern Wernei Berendes in Brakel(Krs. Höxter). Es folgten mehrere mit ersten Preisen ausgezeichnete Vatertiere die der Landeszucht viel Gutes bringen werden. u. a. „Trist“(Bes. Heinrich Rensing=Löhring, Alstätte Krs. Ahaus),„Trigon II“(Bes. Franz Budde=Schürmann, Nottuln),„Rolf“(Bes Reinhold Schulze Dernebockholt, Albersloh),„Nestor“(Bes. Diedrich Joormann, Burgsteinfurt),„Uranus“.(Bes August Ermann, Visbeck),„Jans“(Bes. Gerdemann, Saerbeck) und„Malchus“(Bes. Josef Feldmann, Holtwick). Einige Tage vor dieser Absatzveranstaltung war bereits ein Transport von mehr als hundert Gebrauchsbullen für den Ostraum erworben worden, ein Beweis dafür, daß die Nachfrage nach rotbuntem westfälischem Zuchtvieh nach wie vor groß ist. 200 schwarzbunte Bullen und Rinder in Hamm Auf die am Freitag, den 18. September, in den Versteigerungshallen in Hamm stattfindende 170. Zuchtvieh=Absatzveranstaltung der„Westfälischen Herdbuchgesellschaft“ seien alle Interessenten nochmals hingewiesen. Alle zum Verkauf gelangenden Tiere können mit Erfolg zur Verbesserung der Zucht verwandt werden. Die der Auktion vorausgehende amtliche Körung bürgt dafür, daß nur typtreue Bullen mit praktischen Wirtschaftsformen zum Verkauf gelangen. Wie immer, steht im Vordergrund die Versorgung der Landeszucht und Hochzucht mit allerbestem, preiswertem Zuchtmaterial. Amliche Betanntnachung— Sonderzuteilung von Käse Im Bereich des Ernährungsamtes Castrop=Rauxel erhalten alle Versorgungsberechtigten, die im Besitz der rosa Nährmittelkarten 40 sind und die in Gemeinschaftsverpflegung befindlichen Bezugsberechtigten eine Sonderzuteilung von 62,5 Gramm Käse. Urlauber, Zugänge usw. können in den Kreis der Bezugsberechtigten nicht einbezogen werden. Juden sind bestimmungsgemäß von dieser Sonderzuteilung ausgeschlossen. Die Ausgabe erfolgt auf den Abschnitt Nr. 34 der rosa Nährmittelkarte 40. Dieser Abschnitt wird bis zum 27. 9. 1942 gültig gestellt. Um zu vermeiden, daß Nährmittelkarten aus anderen Bezirken beliefert werden, darf die Ausgabe nur durch den Kleinverteiler erfolgen, bei dem der Bezugsberechtigte mit seiner Reichsfettkarte für den Bezug von Käse eingetragen ist. Je nach Vorratslage wird Hart= Sauermilch= oder Schmelzkäse ausgegeben. Der Einzelhandel, der vorschußweise mit Waren versorgt wird, hat bei der Ausgabe die Bezugsabschnitte N 34/40 abzutrennen und dem Ernährungsamt. Abt. B, zur Abrechnung und Ausstellung eines Bezugsscheines über Käse einzureichen. Die Bezugscheine sind beschleunigt an den Vorlieferanten weiterzugeben. Verstöße gegen diese Bestimmungen werden nach der Verbrauchsregelungs=Strafverordnung verfolgt. Castrop=Rauxel, den 15. September 1942 Der Oberbürgermeister. DALETTA reicht fer 100tiser Einweichlouge. Mon löst cie entsprechende Menge in laswarmem Wasser onter Uerrühren aof.— Kein heilen Wasser nehmen, da DALLTEA sonst unwirksam wird.— Nun die Wäsche locker einlegen Bontes getrennt— und öben Nocht stehen lassen. Daan, Wäsche get ausdrücken spülen und dann wie öblich werchen eier ec elen gebüg BALET Ner dd. ls. ie. lait ähaer ie.