68. Jahrhuug?Eastroper Zeilung Kaureter Neueste Nachrichten Maniag, don 2d. Augal 1943 Hel des Tieppe unternehmens katerwiesen. Amtlicher Bericht des OKW. über den englischen Landungsversuch bei Dieppe am 19. August 1942 Brückenkopf für die zweite Front Abgeschlagene Invasion- Aufklärung durch erbeuteten Operationsbefehl Der kürzeste Weg nach Paris dub Aus dem Führerhauptquartier, 31. August. Die dem Oberkommand der Wehrmacht vorliegenden Berichte von Heer, Kriegsmarine und Luftwasse, erbeutete Besehle und Gesangenenaussagen ergeben nunmehr ein vollständiges Bild über die schwere Niederlage, die der Feind bei seinem Versuch zur„Errichtung der zweiten Frout“ bei Dieppe erlitten hat. Die Absichten des Feindes sind durch die Ergebnisse der eigenen Aufklärung und durch den erbeuteten Operationsbesehl von nicht weniger als 121 eng bedruckten Schreibmaschinenseiten eindentig geklärt. Sie beweisen, daß es dem Feind nicht darauf ankam, einzelne Objekte nach Art der Kommandoangriffe zu zerstören, sondern daß schon der ersten Welle die Aufgabe gestellt war, Stadt und Hasen von Dieppe einzunehmen und einen tiesen Brükkenkopf zu bilden, dessen Umfang durch den als Angriffsziel genannten Ort Arques la Bataille, 7 Kilometer von der Küste entferut, gekennzeichnet ist. Weshalb Dieppel Für die Beurteilung des Wertes dieses Brückenkopfes sind folgende Feststellungen wichtig: Dieppe ist der der französischen Hauptstadt nächstgelegene Hafenplatz. Seine Hafenanlagen erlauben die Ausladung von Panzern und schwerem Gerät und damit das Anlanden der weiteren Angriffswellen. Der Besitz eines tiefen Brückenkopfes bei Dieppe schafft die Voraussetzung, um die Küstenverteidigung zwischen Somme und Seine aufzurollen und durch die Einnahme von Abbeville—Le Havre weitere leistungsfähige Häfen zu gewinnen. Der feindliche Einsatz Zur Durchführung dieser Absichten war in der ersten Welle die 2. kanadische Division in einer Breite von etwa 25 Kilometer zur Landung an sechs verschiedenen Stellen angesetzt, und zwar die Stäbe der 4. und 6. kanadischen Infanteriebrigade, das Royal=Regiment of Canadh, das Royal South SaskatschewanRegiment, das Essex Scottish Regiment, das Royal Hamilton Light Infanterieregiment, das Camerons of Canada Fusiliers=Regiment, das Fusiliers Mount Royal, das 14. Army Tank=Bataillon, Calgary=Regiment, ausgerüstet mit schweren Panzerkampfwagen vom Typ Churchill—3 und Panzerspähwagen, alle Wagen neuester Fertigung, Royal Canadian Engineers(...), das A. V. Commando und die Marine=Commandos Nr. 3 und 4, eine Abteilung eines USA.=Schützenbataillons, Abteilungen aus dem Interalliierten Commando. Diese Truppen bestanden aus ausgesuchten, hochwertigen, seit Monaten für die Landungskämpfe besonders ausgebildeten kräftigen Soldaten, in der Hauptsache allerdings nicht Engländern, sondern Kanadiern. Die schwimmende Reserve Hinter dieser ersten Welle stand— neben zahlreichen anderen im Seegebiet zwischen Dieppe und Portsmouth erkannten Gruppen von Landungsbooten, Transportern und leichten Seestreitkräften bis zur Kreuzergröße— eine schwimmende Reserve von sechs großen, auch mit Panzern vollbeladenen Transportern und drei Frachtern. Weiter nördlich befand sich eine weiiere starke Gruppe— wohl das Gros der Landungsstreitkräfte— mit 26 Transportern in See, an deren Deck Kopf an Kopf dicht gedrängt Truppen standen. An Luftstreitkräften hatte der Feind über 100 Kampfflugzeuge, darunter zahlreiche viermotorige, und mindestens 1000 Jäger vorwiegend zum Angriff auf die deutsche Küstenverteidigung eingesetzt. verfolgt wernoch durch die amerikanischen Angelegenhei20. August der Dieser starke, wenn auch in der Hauptsache den „Verbündeten" zugefallene Kräfteeinsatz beweist besser als alle nachträglichen amtlichen und nichtamtlichen Täuschungsversuche, daß mit der Laudung weitgesteckte operative Ziele den sollten. Unterstrichen wird diese Tatsache Erklärung des Vorsitzenden des Senatsausschusses für militärische ten, der nach United=Preß noch am Hoffnung Ausdruck gab, daß der gemeinsame Kommandoangriff sich zur zweiten Front entwickeln und ausdehnen würde. Die gelandeten Kräfte wären stark genug dazu, und das Kampfgelände wäre zu Landungsoperationen äußerst günstig. Wertvolle Aufschlüsse Die aufgefundenen Befehle geben auch noch in anderer Hinsicht wertvolle Aufschlüsse. Damit sie nicht in unsere Hand fielen, durften nur die beiden Brigadestäbe die Befehle zu dem Unternehmen mitführen. Durch die Gefangennahme eines Brigadestabes kam aber der Operationsbefehl doch in unseren Besitz. Die ersten Ziele sollten in der Zerstörung einzelner Küstenbatterien bestehen, die Küstengewässer und Strand beherrschten, und dann, unterstützt von den Geschützen zahlreicher Marineeinheiten, am Strand auszuladen, den Hafen und die Stadt in Besitz zu nehmen. S von Der Aktion von Dieppe waren am 28. März der Angrift auf St. Nazalre und am 23. Aprll ein Stoßtruppunternehmen südlich Boulogne vorangegangen. Alle Unternehmungen sind unter schwerem Menschen- und Materialverlust für den Feind gescheltert. Unsere Karte zeigt, daß die ersten Landungsversuche billigere Manöver waren, während des Unternehmen von Dieppe— wie der zusammenfassende OKW-Bericht nachweist— eine ernsthafte Errichtung der„zweiten Front“ sein sollte. Schon die Auswahl des Landungsplatzes, nur 150 Kllometer Paris, beweist dies. Plündern in jeder Form war strengstens]###, I 6 T12— J. „Erlährungen- Tatsachen in jeder Form war verboten. Die Begründung dafür in dem Operationsbefehl lautete, daß„die deutschen Besatzungstruppen einen hohen Standard individuellen Anstandes entwickelt haben" und danach auch die Landungstruppe durch die Einwohner beurteilt würde. Zur Ueberwachung dieser Anordnung, die ebenfalls auf die Absicht eines längeren Verbleibens an Land schließen läßt, war eigens ein Gendarmerieoffizier mid Hilfskräften vorgesehen. Trotzdem glaubte man, daß die französische Bevölkerung von den landenden Truppen Fortsetzung auf der 2. Seite Tiefer Einbruch im Raum von Stalingrad Stark ausgebaute Stellungen durchstoßen- Vordringen südlich des Kuban dnb Aus dem Führerhauptquartier, 31. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gab Sonntag bekannt: Südlich des unteren Kuban dringen deutsche und rumänische Truppen gegen starken feindlichen Widerstand in schwierigem Gelände vor. Im Raum von Stalingrad durchstießen Infanteriedivisionen und Schnelle Verbände, durch Kräfte der Luftwaffe unterstützt, stark ausgebaute Stellungen und brachen in harten Kämpfen tief in das feindliche Befestigungssystem ein. Südwestlich Kaluga wurden wieder Augriffe starker seindlicher Insanterie= und Panzerverbäude abgewiesen. Bei Rschew versuchte der Feind auch gestern unter Einsatz starker Kräfte die Frout zu durchbrechen. Unter Mitwirkung der Luftwaffe wurden alle Angriffe, zum Teil im Gegenstoß, abgeschlagen. Nach einmonatiger Dauer der Schlacht um Rschew ist es den Sowjettruppen trotz mass sierten Einsatzes von Menschen und Material von vier bis fünf Armeen nicht gelungen, die deutsche Frout zu durchbrechen. Der Geläudegewinn des Gegners steht weder taktisch noch operativ in irgendeinem Verhältnis zu ihm hierbei zugefügten Verlusten an Menschen und Material. Alle Behauptungen der Sowjets über einen gelungenen Durchbruch sind falsch. Die Frout ist geschlossen, die Angriffskraft des Feindes mehr und mehr erlahmt. Seit dem 30. Juli wurden in diesem Kampfraum 1572 Sowjetpanzer abgeschossen, teils von Fliegers und Flakverbänden der Luftwasse zerstört oder im Nahkampf vernichtet, 547 Flugzeuge bei 25 eigenen Verlusten zum Absturz gebracht und zahlloses Material durch das deutsche Abwehrsener und die Angriffe der deutschen Luftwaffe zerstört. Die blutigen Verluste des Feindes sind außergewöhnlich hoch. Südlich des Ladogasees verlor der Gegner bei weiteren vergeblichen Angriffen 21 Panzer. In der vergangenen Nacht führten Sowjetbomber militärisch bedeutungslose Flüge über Ostdeutschland durch. Durch planlose Bombenabwürfe entstanden an einigen Stellen geringe Schäden. In Nordafrika wurden durch deutsche und italienische Jagdflugzeuge und durch Flakartillerie 12 britische Flugzeuge abgeschossen. Im Seegebiet von El Daba wurde ein britischer Zerstörer durch Bombentreffer schwer beschädigt. Deutsche Kampfflugzeuge versenkten südlich Korfn ein britisches Unterseeboot. Bei Einflügen britischer Verbäude in die besetzten Westgebiete wurden gestern in Lustkämpfen fünf feindliche Flugzeuge ohne eigene Verluste zum Absturz gebracht. Im Kampf gegen Großbritannien griffen deutsche Flugzeuge bei Tage Industrie= und Versorgungsanlagen in Süd= und Ostengland sowie Schiffsziele an der englischen Kanalküste an. Ein britisches Handelsschiff von 5000 BRT und ein Geleitboot wurden durch Volltreffer versenkt. Ein weiteres Geleitboot blieb schwer beschädigt liegen. Sowjets verloren 2686 Flugzeuge Schwere Schiffsverluste auf der Wolga- Eine aufschlußreiche Uebersicht Lilfloses Londoner Gestammel □ Berlin, 31. August. Der amtliche Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht über den englischen Landungsversuch bei Dieppe am 19. August hat in London wie eine Bombe eingeschlagen. Die einzige Reaktion, die man an der Themse während der ersten 24 Stunden nach der Veröffentlichung dieses sensationellen Berichtes von sich gab, war ein hilfloses Gestammel des Londoner Nachrichtendienstes, der in allem Ernst zu behaupten wagte, der in dem amtlichen Berichte erwähnte englische Operationsbesehl von 121 Seiten habe niemals existiert und sei eine Ersindung der bösen Nazis. Diese dreiste Londoner Lüge wirkt angesichts der Tatsache, daß sich dieser Besehl schwarz auf weiß in unseren Händen befindet, geradezn grotesk. □ Berlin, 31. August. Das Schwergewicht der Kämpfe an der Ostfront lag in der vergangenen Woche bei dem deutschen Angriffsflügel im Süden und auf der deutschen Verteidigungsfront im Raum von Rschew. Die Kämpfe der deutschen und verbündeten Truppen im Raum zwischen dem 43. und 50. Breitengrad haben zur Einnahme der letzten noch nicht besetzten Hafenstadt am Asowschen Meer, Temrjuk, geführt, die am 24. August nach harten Straßenkämpfen durch rumänische Truppen erobert wurde. Zur gleichen Zeit versuchten die Sowjets, südlich des unteren Kuban den deutschen Vorstoß durch verzweifelte Gegenangriffe aufzuhalten, um die Häfen Anapa und Noworossysk noch weiterhin zu halten, da es sich um einige der ganz wenigen Häfen handelt, die der Schwarzmeer=Flotte der Sowiets noch zur Verfügung stehen. Der deutsche Angriff hat aber auch in diesem Abschnitt weitere Fortschritte gemacht. Weiter südostwärts kämpfen deutsche Gebirgstruppen sich zäh gegen Geländeschwierigkeiten, künstliche Hindernisse und feindlichen Widerstand im hochalpinen Gelände vorwärts und haben bereits einige wichtige Hochgebirgspässe des Kaukasus in über 3000 Meter Höhe in ihre Hand gebracht. Auf dem höchsten Gipfel des Gebirges, dem 5680 Meter hohen Elbrus, wurde bereits am 21. August die Reichskriegsflagge gehißt. Die Festung Stalingrad wurde in der vergangenen Woche in einem großen Halbkreis von Süden, Westen und Nordwesten her verschärft anFortsetzung auf der 2. Seite Von unserem diplomatischen Mitarbeiter om Berlin, 31. August. Der abschließende OKW= Bericht über das Unternehmen von Dievve macht den vielfachen englischen Versuchen, das Urteil der Welt über die vernichtende Niederlage durch die verschiedensten Darstellungen über den Zweck und Umfang des Unternehmens zu erweitern, ein Ende. Während es noch im Gange war, wurde es in der englischen und amerikanischen Presse in großen Schlagzeilen als Beginn der großen Offensive in Frankreich durch Bildung einer„zweiten Front“ gefeiert. Nachdem es in wenigen Stunden zusammengebrochen war, bezeichnete man es als vollkommen geglückte Probe einer künftigen Landung mit dem Zweck:„Wertvolle Erfahrungen“ über die deutsche Abwehr etc. zu gewinnen. Diese Absicht sei, so behauptet man, in vollem Umfange gelungen und die dafür gebrachten Opfer hätten sich reichlich gelohnt. In unzähligen Variationen wurde die eklatante Niederlage, bei der sich sowohl die militärische Unfähigkeit als politische Abhängigkeit Englands auf den Befehl der Sowjetunion erwiesen haben, zu einem Teilstück eines großen strategischen Planes umgefälscht, während ein solcher offensichtlich nicht besteht. Churchill selbst, auf dessen Geheiß die kanadischen Trupven in das Feuer der Abwehr getrieben wurden. schwieg und schweigt noch immer und überläßt es seinen Trabanten in der Presse und im Rundfunk, die Schmach von Dieppe, die sich würdig seinen Leistungen von Gallipoli, Antwerpen, Andalsnes und Dünkirchen an die Seite stellt, zu einem unwürdigen Narrenspiel herabzuwürdigen, dessen sich später die englische Kriegsmarine zu schämen haben wird. Ganz ist es ihm freilich nicht gelungen, denn in vielen englischen Pressestimmen konnte man in diesen Tagen jene Namen lesen, welche die Marksteine in der strategischen und politischen Karriere des Abenteurers Churchill sind, Ereignisse, die das englische Volk hätten warnen können, diesem Manne ein zweites Mal das Schicksal von Armee und Flotte anzuvertrauen. Die genaue Mitteilung des OKW=Berichts über die gegnerischen und eigenen Verluste zeigen auf der einen Seite, daß das Unternehmen in großem Stil gevlant und angelegt war und auf der anderen Seite, daß es der deutschen Abwehr mühelos und ohne Gefahr gelungen ist, den Geaner unter schwersten Verlusten in das Meer zu werfen, ohne daß der gesamte Plan der deutschen Kriegführung auch nur in einem Punkte oder an irgendeiner anderen Front dadurch berührt worden ist. Für Deutschland und seine euroväischen Verbündeten bedeutet deswegen der Tag von Diepve die Bestätigung, daß sie alle weiteren Versuche, den militärischen und politischen Zustand auf dem Kontinent zu ändern, wie er sich aus den glänzenden Siegen der ersten Kriegsjahre ergeben hat, mit größter Ruhe und Zuversicht entgegensehen können. Weitere Pässe im Kaukasus genommen! Berlin, 31. August. Wie das OKW mitteilt, wurden südlich des unteren Kuban mehrere Höhen besetzt; der Vormarsch vollzog sich in teilweise urwaldartigem Gelände bei hartnäckigen Kämpfen.— Von deutschen Gebirgsjägern wurden im Kankasus mehrere Pässe besetzt.— Sowjetische Marschkolonnen wurden im Raum von Noworossijsk von Kampfflugzeugen angegriffen. In Luftkämpfen wurden 4 Sowjetflugzeuge abgeschose sen. gegen Gandhis Sohn hat begonnen * I s t a u b u l, 3 1. A u g u s t. W i e d e r e n g l i s c h e Nachrichtendienst aus Neu=Delbi meldet, hat am Sonnabend der Prozeß gegen Gandbis Sohn begonnen. Als Hauptpunkt der Anklage wird ein stensae den, Hease. Die Gesetze aur Verteibiaung In des Dieppe=Unternehmens Portsetzung von det I Seite verlangen könnte, sie nach England zu evakuieren. Eine besondere Gruppe in Stärke von einem Offizier und sechs weiteren Dienstgraden französischer Nationalität war für diesen Zweck eingesetzt, wenn auch mit der Anweisung, lediglich wehrfähige Franzosen mitzunehmen und auch nur dann, wenn sie sich zur Einreihung in die De=Gaulle=Verbände verpflichteten. Auch Fischern, die ihr eigenes Fahrzeug mitbringen, sollte gestattet sein, unter dem Schutz der Geestreitkräfte nach England zu fahren. Umfangreiche Anordnungen waren für die Behandlung der deutschen Kriegsgefangenen ausgearbeitet. Zunächst sollten ihnen, „wo immer es möglich ist, die Hände gebunden werden, damit sie ihre Papiere nicht vernichten könnten". Ein Kriegsgefangenenlager sollte an einer genau bezeichneten Stelle am Strand eingerichtet werden. Die dazu abzustellenden Bewachungsmannschaften und ihr Verhalten, die Rückführung nach England und ihre weitere dortige Bestimmung waren genau festgelegt. Für alle Fälle enthält der Befehl aber auch in allen Einzelheiten diejenigen Maßnahmen, die zu treffen waren, wenn bei ungünstiger Entwicklung der Lage der Entschluß zum Rückzug gefaßt werden müßte. Die Befehlshaber der See= und Luftstreitkräfte sollten die notwendigen Erwägungen zu diesem Zweck früh genug anstellen. In diesem Falle war beabsichtigt, die gelandeten Truppen bis zum letzten Mann wieder an Bord zu nehmen, ebenso die als sicher erwarteten Massen der deutschen Kriegsgefangenen, das ausgeladene Kriegsgerät und vor allem die Panzer. Auch die Toten wollte man zurückführen. Dieser von 15 zu 15 Minuten bis in jede Einzelheit festgelegte Rückzug war auf dreißig Seiten und durch dreizehn Spitzen erläutert. Und was wurde daraus! Der wirkliche Ablauf der Ereignisse ist aus den Berichten des deutschen Oberkommandos der Wehrmacht im wesentlichen bekannt. Noch bevor die feindliche Landungsflotte in Sicht der Küste kam, war sie von den in See stehenden Sicherungsstreitkräften der deutschen Kriegsmarine gemeldet worden. Nachdem die schwachen Streitkräfte der Kriegsmarine in einem kurzen Seegefecht gegen die überlegenen feindlichen Einheiten ein Kanonenboot versenkt und mehrere Treffer auf den feindlichen Schiffen erzielt hatten, mußten sie den Kampf abbrechen. Aber die erste Störung im planmäßigen Ablauf der feindlichen Operationeu war eingetreten. Aus der großen Zahl der zur Besetzung und Zerstörung vorgesehenen deutschen Verteidigungsanlagen gelang es dem Feinde lediglich, unter Einsatz überlegener Kräfte an einer Stelle vorübergehend in eine Küstenbatterie einzudringen. Die Abwehr aller übrigen Verteidigungsanlagen erwies sich dem Gegner weit überlegen. Die örtlichen Reserven der Führung genügten, um den Feind, wo er vorübergehend am Strand Fuß gefaßt hatte, zusammenzuschießen oder in das Meer zurückzuwerfen. Seine Panzerkampfwagen endeten zerschossen und bewegungsunfähig auf dem Strand, ohne auch nur die Strandstraße erreicht zu haben. Von der höheren Führung alarmierte und in kürzester Frist in Marsch gesetzte Reserven erreichten zu den vorgesehenen Zeiten den Raum von Dieppe, fanden aber keine Gelegenheit mehr, einzugreifen. Die tapferen Soldaten der Küstenverteidigung hatten sich inzwischen aus eigener Kraft des Angreifers erwehrt. Am frühen Nachmittag schon konnte das in dem Abbefehligende Generalkommando melden: „Die rte Division hat mit Flak und Luftwaffe allein ihren Abschnitt gehalten oder wieder genommen. Kein bewaffneter Engländer steht mehr auf dem Festlande.“ Um 17.50 Uhr lag die Meldung des Kommandierenden Admirals in Frankreich vor, daß der Hafen Dieppe und die Hafensperre unversehrt seien. Keinem feindlichen Schiff ist es gelungen, in den Hafen einzulaufen. Die eigene Luftwaffe hatte unter ständiger Ueberwachung des Seeraumes bis zur englischen Küste in hervorragender Weise die Abwehrkämpfe des Heeres unterstützt und daneben in den angreifenden Luftgeschwadern des Feindes und unter den Schiffen der Landungsflotte verheerende Wirkung erzielt. Nachschub für die Landungstruppe zur Fortsetzung des Angriffs fordern, ergibt sich folgendes: Unter Einsatz zahlenmäßig beschränkter Streitkräfte und damit ohne allzu großes Risiko sollte der Versuch gemacht werden, auf dem Festlande einen Brückenkopf und einen brauchbaren Hasen zu gewinnen. Wäre das gelungen, so hätte die englische Führung nicht gezögert, weitere bereitgehaltene Truppen zu landen und damit die zweite Front in Frankreich zu bilden. Was unsere Truppen leisteten Für den Fall des Mißlingens aber war propagandistisch und militärisch der Rückzug vorbereitet, der Truppe die eigentliche Absicht verschwiegen und der französischen Bevölkerung durch Rundfunk bekanntgegeben, daß es sich nicht um eine Invasion handele. Bei den deutschen Truppen verdienen unter den zahllosen Beweisen hervorragender Tapferkeit und todesmutigen Einsatzes die folgenden Beispiele besonders hervorgehoben zu werden: Eine Küstenbatterie verteidigte mit ihrer schwachen Besatzung ihre Stellung in zweistündigem Ringen teilweise im Nahkampf gegen vielfach überlegenen Feind. Nachdem es dem Gegner vorübergehend gelungen war, in die Batterie einzudringen, eroberte die Bedienung sie im Sturm gemeinsam mit herangekommenen Reserven zurück. Ein Soldat der erstürmten Batterie verteidigte sich trotz schwerer Verwundung bis zur Wiedereroberung der Stellung in seinem Bunker, wobei er von den Angreifern geworfene Handgranaten kaltblütig wieder unter sie zurückwarf. Die vorgeschobene Marine=Signalstelle Dieppe hielt sich mit ihren schwachen Kräften gegen überlegenen Feind und konnte dadurch während der ganzen Dauer des Kampfes wertvolle taktische Meldungen an die Führung übermitteln. Eine andere hervorragende Leistung vollbrachte der Adjutant einer Flakabteilung, der mit sechs Soldaten seines Stabes den westlich Dieppe landenden Feind von der Steilküste aus bekämpfte, angesichts des mehrere hundert Mann starken Feindes mit 4 Freiwilligen den Steilhang hinunterkletterte und durch sein unerschrockenes Auftreten erreichte, daß der Feind nach kurzer Gegenwehr die Waffen fortwarf und sich ergab. 225 Mann gefangene Kanadier waren der Erfolg dieser mutigen Tat. Die Besatzung eines alten französischen eingegrabenen Panzers verteidigte sich mit dem Gewehr weiter, auch als die Munition des Kampfwagengeschützes verschossen war, und hielt gleichzeitig 12 gefangene Kanadier in Schach. Schwere feindliche Verluste Das Unternehmen gegen Dieppe hat den Feind schwere Verluste gekostet: Er verlor 2195 Gefangene, darunter 128 Offiziere; unter ihnen befanden sich der Kommandeur der 6. kanadischen Infanteriebrigade, William Wallace Southam, zwei Obersten und 13 Stabsoffiziere. Außer den vernichteten 29 Panzern und Beideis für grozen Inousionsverfach! Erste Auslandsstimmen zum Schlußbericht des DKW über das Dieppe=Unternehmen + Mailand, 31. August. Der große Bericht des= OKW über das mißlungene britische Landungsunternehmen von Dieppe wird von der norditalienischen Presse ausführlich wiedergegeben. Die darin veröffentlichten wichtigen Dokumente werden als Beweis für den„großangelegten englischen Invasionsplan“ unterstrichen. □ Kopenhagen, 31. August. Die Kopenhagener Sonntagsblätter bringen die Mitteilungen des Oberkommandos der Wehrmacht in großer Aufmachung. Die in die Hände der Deutschen gefallenen englischen Befehle für das Dieppe=Unternehmen beweisen, so schreibt„Fädrelandet“, daß es sich um einen großangelegten Invasionsversuch handelte. Agram, 31. August. Der halbamtliche „Hrvatfki Narod“ kommentiert den zusammenfassenden OKW=Bericht über Dieppe dahin, daß es den Angelsachsen bei dieser Landung tatsächlich um eine Invasion zu tun war, und nicht um ein Scheinmanöver, wie man es jetzt der Welt vorzumachen versuche. * Rom, 31. August. In großen Schlagzeilenüberschriften unterstreichen die römischen Blätter die deutschen Feststellungen über den tatsächlichen Charakter des Landungsunternehmens der Briten, die die nachträglichen Versuche der englischen Agitation, das Unternehmen zu einem Experiment zu stempeln, Lügen strafen. Roosevelt läßt Heimkehrer festsetzen X Berlin, 31. August. Nach einer Reutermeldung aus New York sind 162 amerikanische Staatsbürger, die an Bord des Austauschdampfers„Gripsholm“ ankamen, in der berüchtigten Quarantänestation Ellis Island„zur weiteren Untersuchung“ zurückgehalten worden. Die nächsten Monate werden krittsch sein □ Stockholm, 31. August. Aus Washinaton wird gemeldet: Kriegsproduktionschef Nelson nahm das Rücktrittsgesuch des Präsidenten des Amtes für Eisen und Stahl entgegen und wird ihm wahrscheinlich entsprechen. Später erklärte er in einer Sitzung seiner Abteilungsleiter, daß es für sie Zeit sei, eine härtere und realistischere Haltung gegenüber der Freigabe von Rohstoffen für andere als Kriegszwecke einzunehmen. Die nächsten Monate würden kritisch sein, und jetzt sei es an der Zeit zu handeln Neue Luftangriffe auf Australien □ Berlin, 31. August. Die javanische Luftoffensive gegen Nordaustralien aeht weiter. Mehrere japanische Kampffliegerverbände ariffen am Freitag die nordaustralischen Stützpunkte Towns= ville, Port Hedland, Broome und Vort Darwin mit gutem Erfolg an. Landungsversuch auf der Insel Cerigotto abgeschlagen * Rom, 31. August. Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonntag meldet u..: In der Nacht zum 28. August wurde ein Landungsversuch auf der Insel Cerigotto(nordwestlich von Kreta) von einer kleinen feindlichen Abteilung durchgeführt, die durch den sofortigen Einsatz unserer Besatzung in die Flucht geschlagen wurde. Vor der ägyptischen Küste wurde ein britischer Zerstörer von einem unserer MAS. torvediert und schwer beschädigt. Berlin. Seit dem 30. Juli wurden im mittleren Frontabschnitt 1572 Panzer der Sowiets abgeschossen. Berlin. Innerhalb von drei Monaten hat das an der Ostfront eingesetzte Jagdaeschwader„Udet“ weitere 1000 Abschüsse erzielt und damit in den letzten Tagen den 3000. Luftsieg errungen. Berlin. Schon jetzt ist zu übersehen, daß der Kampf gegen die britische Versorgungsschiffahrt im Monat August wieder besonders erfolgreich geführt werden konnte. Die Beunruhigung darüber ist in gegnerischen Kreisen deutlich spürbar. Feindliche Funksprüche sagen alles So verlief der britische Landungsversuch beiDieppe nach den Meldungen der eigenen Truppe. Der Feind selbst hat diesen Ablauf der Kämpfe durch eine Reihe von offenen Funksprüchen bestätigt. Sie wurden in folgendem Wortlaut abgehört und bedürfen keinerlei Zusätze. .29 Uhr:„Noch keine Nachrichten von der Küste, „. jedoch Meldung über Verluste auf See.“ .40 Uhr:„An der Küste aufgehalten, schweres Feuer.“ 11.00 Uhr:„Viele Panzerkampfwagen außer Gegesetzt. Lage ernst. Verluste.“ 11.40 Uhr:„Lage schwierig auf ganzer Linie. Die Stabsschiffe werden angegriffen.“ 12.00 Uhr:„Lage sehr kritisch.“ 12.12 Uhr:„Lage sehr kritisch.“ 13.21 Uhr:„Lage kritisch. Beschleunigen die Unterstützung.“ 18.53 Uhr:„Die angeforderte Unterstützung ist nicht eingetroffen.“ 13.59 Uhr: Verluste sechs volle Landungsfahrzeuge.“ 14.80 Uhr:„Benötige große Hilfe für die Rückkehr.“ 15.10 Uhr:(An das Landungskommando)„Versuchen Sie sich zu retten nach Ihrem Ermessen.“ 18.40 Uhr:„Hilfe, Flugzeuge.“ 20.21 Uhr:„Welche Schiffe brennen?“ 20.52 Uhr:(Antwort)„Zwei Einheiten, beide wahrscheinlich inzwischen gesunken.“ 20.40 Uhr:„Hilfe, Hilfe, wir sinken.“ 22.45 Uhr:(An alle beteiligten Einheiten)„Sofort zurück in Ausgangslaget.“ Auch aus diesen Funksprüchen, die teilweise beschleunigte Zuführung von Verstärkungen und Narie Kräfte der nalagn zuraageschiagen Zusammenbruch erneuter Sowjetangriffe bei Rschew und füdlich des Ladogasees dnd Aus dem Führerhauptquartier, 31. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gab Sonnabend bekannt: Im Kankasus durchbrachen deutsche und verbündete Truppen in mehreren Kampfabschnitten zäh verteidigte feindliche Stellungen. Im Gebirge versprengte Kampfgruppen des Feindes wurden vernichtet.— Im Raum von Stalingrad sind die deutschen Truppen in fortschreitendem Augriff gegen zum Teil stark ausgebaute feindliche Befestigungen. Sie wiesen dabei mehrfache Gegenangriffe ab. Bei Tag= und Nachtangriffen der Luftwaffe auch gegen die rückwärtigen Bahnlinien erlitten die Sowjets wieder schwere Verluste. Auf der Wolga wurden zwei Tanker in Brand geworfen und 12 Frachtschiffe beschädigt. Südwestlich Kaluga griff der Feind mit starken, von Schlachtfliegern unterstützten Infauterieund Panzerkräften an. Die Angriffe wurden von Verbänden des Heeres und der Luftwaffe in vorbildlichem Zusammenwirken in harten Kämpfen abgeschlagen. Eingebrochener Feind wurde im Gegenstoß unter hohen blutigen Verlusten auf seine Ausgangsstellungen zurückgeworfen. In diesen Kämpfen wurden 111 Panzerwagen vernichtet, davon 91 allein im Abschnitt einer Panzerdivision. — Auch bei Rschew brachen erneute Augriffe starker feindlicher Kräfte im Gegenstoß deutscher Truppen und im zusammengefaßten Augriff von und Sturzkampfgeschwadern zusammen.— Südlich des Ladogasees wurden wiederholte Durchbruchsversuche des Feindes im Gegenangriff zum Stehen gebracht. Im Finnischen Meerbusen belegten Kampfflugzeuge einen Inselflugplatz mit Bomben und beschädigten fünf seindliche Bewacher. In Nordafrika und über der Insel Malta wurden in Luftkämpfen drei britische Flugzeuge ohne eigene Verluste abgeschossen. Verbäude der deutschen Luftwaffe griffen in der Nacht britische Flugplätze südlich Alexandrien mit Bomben schweren Kalibers an. In Flugplatzaulagen und zwischen abgestellten Flugzeugen entstanden ausgedehute Brände. Bei wiederholten feindlichen Luftangriffen auf ein deutsches Geleit im Mittelmeer wurden durch Bordwaffen sieben von 24 angreisenden britischen Bombenflugzeugen abgeschossen. Der Geleitzug erreichte unbeschädigt seinen Bestimmungshafen. Zwei britische Flugzeuge, die am 28. August nach Westdeutschland und über die Deutsche Bucht einflogen, wurden im Luftkampf zum Absturz gebracht, fünf weitere bei Einflügen in die besetzten Westgebiete abgeschossen. In der vergangenen Nacht führten Verbände der britischen Luftwasse Störangriffe auf südund südwestdeutsches Gebiet durch. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. In Wohnvierteln einiger Städte entstanden Sach= und Gebäudeschäden. Nachtjäger und Flakartillerie schossen nach den bisherigen Meldungen 32 der angreifenden Bomber ab. Im Kampf gegen Großbritannien grifsen deutsche Flugzeuge bei Tag und Nacht kriegswichtige Anlagen in Südwest= und Nordostengland mit beobachteter guter Wirkung an. Neue Ritterkreuzträger □ Berlin, 31. August. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Johannes Eisermann, Kommandeur eines motorisierten Infanterie=Regiments: Hauptmann Fritz Müller. Bataillonskommandeur in einem Jäger=Regiment.— Ferner verlieb der Führer auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe. Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Wandel, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader. □ Mainz, 31. August. Bei der Reichsstraßensammlung für das Deutsche Rote Kreuz am 22. und 23. August 1942 legte die Mainzer Bevölkerung, die nach dem starken Luftangriff mit persönlichen Sorgen genug zu tun hat, mit einem Sammelergebnis von 84300 RM. ein hervorragendes Bekenntnis zur deutschen Volksgemeinschaft ab. Panzerspähwagen wurden zahlreiche leichte und schwere Insauteriewassen sowie sonstiges Gerät aller Art, insbesondere auch Landungsboote, erbeutet. Die blutigen Verluste des Gegners waren schwer, sie sind der Zahl der Gefangenen weit überlegen. Allein an der Küste wurden rund 600 Tote festgestellt. Die Zahl der bei der Landung und mit den versenkten Schiffen Ertrunkenen ist nicht zu übersehen. Ständig werden noch Leichen Ertrunkener an der Küste angespült. Der Feind ließ die heimkehrenden Schiffe, die bis an die englische Küste von unserer Luftwaffe verfolgt und angegriffen wurden, eine größere Anzahl Häfen anzulaufen. Aus einem dieser Häfen berichtet ein Sonderkorrespondent der United Preß: „Um Mitternacht trafen lange Züge von todmüden Soldaten in diesem Feldlazarett ein. Es handelte sich zumeist um Arm=, Bein= und Gesichtsverletzte. Viele Mannschaften hatten auch infolge von Explosionen Nervenschocks erlitten. Es war die blutigste Szene hinter der Front, die ich seit Dünkirchen erlebte.“ Aus dem gleichen Hafen berichtet Reuter: „Ein Lazarettzug verließ etwa vor Mittemnacht den Hafen, ein zweiter langer Lazarettzug folgte kurz vor Tagesanbruch.“ Weiter verlor der Feind: 127 Flugzeuge, 4 Zerstörer, 2 Torpedoboote, 11 Schnellboote, sieben Transporter und eine Anzahl von Landungsbooten, die durch Artillerie und durch die Luftwaffe versenkt wurden.— Beschädigt wurden: Vier Krenzer, 4 Zerstörer, 5 Transporter, 4 Schnellboote, 2 kleinere Einheiten, zahlreiche Landungsboote. Die eigenen Verluste Demgegenüber betragen die eigenen Verluste entgegen allen Behauptungen der gegnerischen Propaganda: Beim Heer: 115 Tote, 187 Verwundete, 14 Vermißte, bei der Kriegsmarine: 78 Tote und Vermißte, 35 Verwundete, bei der Luftwaffe einschließlich des Bodenpersonals, der Flakartillerie und der Luftnachrichtentruppe: 104 Tote und Vermißte, 58 Verwundete. insgesamt also 591 Mann Verluste, gegenüber den feindlichen also nur ein Bruchteil. An deutschem Material gingen 35 Flugzeuge und ein=Boot=Jäger verloren. Sechs Geschütze wurden beschädigt. Das Verhalten der französischen Bevölkerung war mehr als korrekt. Sie hat trotz eigener Verluste die deutschen Truppen in ihrem Kampf durch Hilfsbereitschaft jeder Art unterstützt. Sie hat Brände gelöscht, Verwundete gepflegt und die Kampftruppe mit Getränken und mit Lebensmitteln versorgt. In Anerkennung dieser Haltung werden auf Befehl des Führers diejenigen französischen Kriegsgesangenen, die in den französischen Orten des Kampfgebietes um Dieppe beheimatet sind, aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. Sowjets verloren 2686 Flugzeuge Fortsetzung van der I. oollt. Seite gegriffen, wobei es gelang, verschiedene Angriffskeile kräftig in den Angriffsraum vorzutreiben. Die Luftwaffe störte die rückwärtigen Verbindungen der Sowjets und verursachte große Brände in den wichtigen Rüstungswerken von Stalingrad. Ein neuerlicher Versuch der Bolschewisten, den Don nordwestlich von Stalingrad zu überschreiten, wurde von deutschen, italienischen und ungarischen Truppen abgewiesen. Ebenso brachen die zum Teil mit außerordentlich starken Kräften geführten Angriffe der Sowjets südwestlich Kaluga, nordwestlich Medyn, im Raume von Rschew, südostwärts des Ilmensees, im Wolchow=Abschnitt, südlich des LadogaSees und an der Leningrad=Front überall mit hohen blutigen Verlusten und unter Vernichtung einer außerordentlich hohen Zahl von Sowjetpanzern zusammen. Die deutsche Luftwaffe versenkte auf der Wolga in der Zeit vom 25. Juli bis 20. August etwa 30 Frachtschiffe, etwa 20 Tanker sowie etwa 60 kleinere Fahrzeuge und beschädigte eine größere Anzahl weiterer Fahrzeuge— insbesondere Tanker. Damit wurde der außerordentlich wichtige Frachtverkehr der Sowiets zwischen Kaspischem Meer und Inner=Rußland erheblich gestört. Der Kampf gegen ihre Luftwaffe kostete die Sowjets infolge der Verschärfung der Kämpfe in der Zeit vom 1. bis 28. August einschließlich die bemerkenswert hohe Zahl von 2686 Flugzeuge. Das Gesamtergebnis der Woche zeigt also erneut starke Verluste der Bolschewisten und fortschreitende Erfolge der deutschen und verbündeten Truppen. Dr. Goebbels auf der Biennale Venedig, 31. August. Reichsminister Doktor Goebbels ist am Sonntag in Venedig zur Fortsetzung der regelmäßigen Arbeitsbesprechungen mit Minister Pavolini eingetroffen, die diesmal ihm Rahmen der 10. Internationalen Filmkunstschau abgewickelt werden. Die Eröffnung der Filmkunstschau fand nachmittags mit dem italienischen Fliegerfilm„Drei junge Adler“ statt, abends gelangte der deutsche Großfilm„Der große König" zur Aufführung. Vom nordafrikanischen Kriegsschauplatz Berlin, 31. August. Im nordafrikanischen Kampfraum wurde ein britischer Geleitzug von deutschen Aufklärern festgestellt. Ein britischer Zerstörer wurde durch Bombentreffer schwer beschädigt. Jagdflieger und Flak schossen in diesem Kampfabschnitt 12 feindliche Flugzeuge ab. Südlich der, Insel Korin sichteten Kampfflugzeuge ein pririsches=Boot, sie versenkten es bei Tiefangrist sapanische Aktion in China Schanghai, 31. August. Wie aus Nanking berichtet wird, haben japanische Streitkräfte in drei chinesischen Kampfabschnittten neue Aktionen eingeleitet, denen im Ausblick auf spätere Operationen gegen Tschungking=China eine besondere Bedentung beizumessen ist. Der Vormarsch vollziehr sich plaumäßig, öhne daß er auf nennenswerte seindliche Gegenangriffe stößt. Die dh. Vommeriampssplele in Beeslau Die Entscheidungen am Sonnabend „“.#ten Tag der Sommerkampfspiele der Hitler=Zugend allenthalben weitere Entscheidungen so im „eiten Gigg:... zuvor war in entschieden märden enkampf im Turnen Schnaug für den sich mit dem Moselländer Heinz siebenten Uebung fief L; Turner qualitsitziert hatten. Nach der kämpfte sch dank aber an den dritten Platz zurück, er. ren und im Hoden. enden Leistungen am Bar. F.s Phaff. n0ch den Sieg. 1. Schnepf(Moselmiute Deiter,(Hannoner) hler(Rainfranken) 1905.; 3. Hel. J6f gers spunnover, 1895.; 4. Karl Joksch(westsalen) Haase wieder Meister im Kunstspringen Im Kunstspringen der HI verteidigte der Vorjahrsmeister Günter Haase(pamburg) seinen Titel mit Erfolg. Mit 108.98 P. wurde er erneut Meister vor dem Berliner Schurbaum. Neue Meisterinnen im Schwimmen Etwas überraschend kommt der dritte Platz der Deutschen MeiRekordhalterin Liesel Weber(Bayreuth) im 100 m. Rückenschwimmen.„Gerade auf ihrer Spezialstrecke mußte sie nicht guch####.„ Pestgatte von der Befehlsstelle Niederlande, sondern auch vertrud Herbruck(Westmark) den Vortritt lassen. Auf der =Kraulstrecke war Vera Schäferkordt allen ihren MitSieg der Riederschlerstoir und im Turmspringen wurde der #esierin Hartung besonders stark geseiert. Düf. seldorfs Madel schwammen die 3 mal 200=Bruststaffel ungefährBs5nsc„Hause, dagegen gewann bei den Jungen das Gebiet Nieverschiesten erst nach Kampf gegen Westfalen. 400 m Lagenstaffel; 2. Westfalen:22,6. m Rücken BUM: 4 Ilse Winkler(Westfalen):23,9; 5. Lore Teschner(Westfalen):26.5: 6. Inge Ahrens(Westfalen):26,8. 400 m Kraul: B0M: 3. Ilse Hornung(Westfalen):14,3. 3 mal 200 Brust: B0M: 3. Westfalen:57,5; 4. Ruhr=Niederrhein 10:02,7. DJ= Lagenstaffel 2. Westfalen:101. Kurhessen Handballmeister Der Bann Kassel des Gebietes Kurhessen erkämpfte sich mit 12:6(:4) über Sachsen ziemlich sicher den stolzen Titel. Neue Leichtathletikmeister Auf der Aschenbahn und dem Rasen der Schlesier=Kampfbahn sielen weitere Entscheidungen in der Leichtathletik. Eine sehr gute Leistung bot die Siegerin im Weitsprung der Mädel, die Kölnerin Misere mit 5,60 m. Das Diskuswersen des MDM fiel an Lassak(Kurhessen) mit 35, 78 m und das Kugelstoßen an Meh. nert(Sachsen) mit 12,29 m. Bei den Jungen siegte Noack(Niederschlesien) im Diskuswerfen mit 41,18 m und Ryska(Mainfranken) im Stabhochsprung mit.60 m. Den Weitsprung holte sich der niedersächsische Hitler=Junge Kuckuck mit der schönen Weite von genau sieben Metern. Stabhochsprung: 2. Rischen(Westfalen).50 m. Diskuswerfen: 2. Voß(Westfalen) 35.72 m. „Crans 1. Teihn Gerlo) 1m; 1. Belr(8 Setz, mund 1,80; 3. Hönig(SGO Dortmund 1,78 m. Viocus: 1. Wotapek(Wien) 48,44 m; 2. Krause(SGO Berlin) 35 62: 3. Wichmann(Recklinghausen) 35.54 m. der deutschen Zugund unkaslen karn.., Woz. Weitsprung: 1. Lönig(Sod Vortnund) 620; 2. Prahe(Dis g Jubens Verlassen kann. Der Reichsjugendführer Bochum) 6,29; 3. Weller(HV Dortmund) 6/28. schloß seine unsprache mit einem besonderen Dank an die wahr. Schleuderball: 1. Lutz(SGO Dortmund) 52.30; 2. Hönig(SGO hest isgalistischen Kampfrichter des RSRs, an die gastgebende vorimund) 4870. 940: 2. ouig“ Stadt Breslau und den Gauleiter Hanke, dessen persönlicher un. Dreikampf im Rasenkraftsport: Federgewicht: 1. Happel entwegter Einsatz alle Schwierigkeiten aus dem Wege räumte.(Westfalia Herne) 111 Punkte; Leichtgewicht: 1. Rockemann Aus diesem Grunde, so sagte der Reichstugendführer, habe er be.(Wanne=Eickel) 163; Mittelgewicht: 1. Lutz2(SGO Dortmund) schlossen, die Sommerkampfspiele der HJ. für alle Zeiten nach Breslau zu legen. Durch Handschlag beglückwünschte Reichsjugendführer Axmann alle Jugendmeister und Jugendmeisterinnen. Mit einem Sieg=Heil auf den Führer und den Liedern der Nation schloß die erhebende Feier. O. Lutz schuf neue deutsche Bestleistung Auf dem vor 5000 Zuschauern im Stadion Rote Erde in Dort260 Punkte; Schwergewicht: 1. Lutz1(SGO Dortmund) 306 Punkte(neue deutsche Bestleistung). Mohammedaner slegt Im Wesideutschen Jugend-Preis Die Gelsenkirchener Trabrennen hatten auch am Sonntag wieder Massenbesuch aufzuweisen Im Mittelpunkt des Programms stand der Westdeutsche Jugendpreis ein Zuchtrennen für den jür Hessen=Rassan im Rollkunstlauf voran Rollkunstpaarlaufen verteidigten Irma Fischlein(Lothar Müller(Hessen=Rassau) ihren Titel als Jugendmeister erfolgreich. Sie siegten mit 7/11,2 vor Hartmann Emanuel(Westfalen) 18/10.7. Die Endkämpfe am Sonntas Letzte Entscheidungen im Schwimmen Hoch gingen noch einmal die Wellen der Begeisterung im Schwimmstadion, als am Sonntag die restlichen Wettbewerbe abgewickelt wurden. Durch seinen Sieg im Turmspringen wurde Günter Haase(Hamburg) Doppelmeister. Einen zweiten Titel erkämpfte sich weiterhin Otto Reinhadt(Baden) über 100 m Kraul. Schnellster Brustschwimmer über 200 m war der Niederschlesier Dieter Korte. Die deutsche Rekordhalterin Gisela Graß siegte im 100=Brustschwimmen der Mädel, während Inge Schmidt(Hamburg) nur Dritte wurde. Westfalen belegte folgende Plätze: 4. Grauthoff(Westfalen)“ :28.4; 400 m Lagenstaffel(B0M): 2. Westaflen:54.4; 5. Westfalen 2. M.:06.1. Westfalen ist Wasserballmeister Das Endspiel um die Jugendmeisterschaft im Wasserball gewann Westfalen mit:1(:1) Überlegen gegen Franken. Radmeisterschaft auf der Straße Ungeachtet des erhöhten Schwierigkeitsgrades der 106 km langen Strecke des Schnellkgkeitsrennens, bei dem Steigungen von nahzu 600 m im Eulengebirge zu bewältigen waren, blieben doch rund 50 Jungfahrer bis zur Hälfte des Weges zusammen Erst dann gelang Vetisch(Sachsen) und Goldschmid ein Vorstoß, bei dem sie bis zum Ziel auf dem Hermann=Göring=Sportfeld rund vier Mi nuten Vorsprung gewannen. Im Endkampf siegte Hellmuth Vetisch um eine Radlänge vor Johann Goldschmidt. Reuhaus besiegt Tietze Im Boxen besiegte im Halbschwergewicht Neuhaus(West. falen) Tietze(Niederschlesien) nach Punkten. Neuhaus wird eine ausgezeichnete technische Schulung nachgerühmt. Die Fahnen wurden eingeholt Mit einer machtvollen Kundgebung wurden am Sonntag in Breslau die 6. Sommerkampsspiele der HI abgeschlossen. Reichsjugendführer Artur Axmann konnte am Ende des letzten Kampftages vor den gemeinsam mit den Mannschaften aus den niederschlesischen Wehrertüchtigungslagern aufmarschierten Siegern und Siegerinnen erklärten, daß Leibesübungen und Wehrertüchtigung zusammengehören. Der Reichsjugendführer führte weiter aus, daß die Ritterkreuzträger der Infanterie, die nach ihrem Besuch einzelner Wehrertüchtigungsleger auch den Sommerkampfspielen beiwohnten, der Front berichten werden, daß man sich auf den Geist sten Jahrgang. Das Rennen gab insofern keinen Aufschluß über Hortmund veranstaltet wurde stellte der bekannte Athlet Hskar die Güte der jüngsten Pferde, als einige ausschtereiche Bewerder Lutz von der Ordnungspolizei Dortmund(in Zivil Westsalig(von gleich, am Start ausfielen. Baku blieb am Start stehen. Herne) im Hreikampf der Schwergewichtsklasse(Hammerwersen Reteor verlor ein Eisen und muste angehalten werden und We. Feue, im Breitgng der Schwergewichlglasse(Hammerwersen, dium verlor durch einen groben Fehler am Start unzählige Längen. Mohamedaner, der schon bald in Front ging, behauptete sich an der Spitze und konnte einen Schlußangrisf von Jup v. d. Kiebitzheide mit einem kurzen Kopf abweisen. Hauptmann Kiel belegte den dritten Platz. 1. David Kuser=Preis; 1. Agina IR. Hartseil), 2. Hartmund, 3. Oberhessen. Sieg 33, Platz 12, 11, 12. EW: 100:10. Ferner: Harthilde. Cachucha,. Tuvana, Ferdi 8t.::39,4. 2. Bell Guy=Rennen: 1. Aequator(R. Lörcks), 2. Markgraf, 3. Bartel 4. Aachen. Sieg 20 Platz 10, 12, 12, 12. EW: 152:10. Ferner: Reptun, Huberin Banderilla. Querian. Eva von On. drup, Dorskind. 3. Morgengabe=Rennen: 1. Annchen(W. Dahl), 2. Grafschafte. rin, 3 Drohne. Sieg 35, Platz 16, 23, 15. EW: 324:10 Ferner: Mona, Ferne, Florentine Rodena, Waldkauz. 4. Westdeutscher Jugend=Preis: 1. Mohamedaner(R. Hartseil), Setmenn(6. 2 Jupp v. d. Kibitzheide, 3. Hauptmann Kiel, Sieg 48 Platz 19, Po#fmann(96 121, 30 EW: 460:10. Ferner: Heidemarie, Ankunft, Medium, Banus, Baku, Meteor. 4071, 2eoium, Bu5. Bettie=Rennen: 1. Caprivi(E. Koshold), 2. Ende. 3 Henrick, 4. Dominikus. Sieg 38, Platz 13, 12, 12, 13. EW: 280:10. Ferner: Erik, Dorinus, Majoratsherr. Henny Mochester Lux Melitte. Hageno. 6. Margot=Rennen: 1. Petermann(Thomas), 2. Gerta, 3. Miky Williams. Sieg 55, Platz 15, 14, 15. EW 140:10. Ferner: Natango. Diethelm, Chef. Bernadotte, Hamal. 7. Lux=Ausgleich: 1. Teufels Ford(B. Geuting), 2. Jochen, 3. Hexenjunge. Sieg 23, Platz 13. 14, 17. EW: 104:10. Ferner: Lasur, Arrak Bergwacht, Marsilius Herbert June. 8. Iwan=Ausgleich: 1. Abtlg.: 1. Gladbeck(Panchow) 2. Dillar, Schwergewichtsllasse sHammerwersen, Gewichtswerfen Steinstoßen) mit 306 Punkten eine neue deutsche Bestleistung auf Bisheriger Rekardhalter war Mayer aus München=Pasing mit 305 Punkten. Auf dem gleichen Rasen mußte unsere Meisterin Christel Schulz aus Münster von der Hannoveranerin Brunnemann im Weitsprung eine Nieder= lage hinnehmen, da sie den 5,64 m von Brunnemann nur 5,51 m entgegensetzen konnte. Christel Schulz entschädigte sich dafür aber im 100=Lauf, den sie mit 12,5 Sek. vor Brunnemann(12,6) siegreich beendete. Aber auch sonst gab es sehr gute sportliche Leistungen der aus dem ganzen Reich erschienenen Athleten. So holte sich der Berliner Trippe das Kugelstoßen mit 14,68 m und den Hochsprung mit 1,88 m. Wotapek=Wien sicherte sich das Diskuswerfen mit 48,44 m vor Krause=Berlin mit 35 62 und Vogelsang=Berlin war Sieger über 5000 m in 15:51,2. Gewinner des 100=Laufs war Zielinski=Dortmünd In 11,1 Sek. über 400 triumphierte Weitz=Berlin in 53,3 und über 1500 m war es Kramer=Bochum in:08,5. Die wichtigsten Ergebnisse: Männer: 100 m: 1. Zielinski(HB Dortmund) 11,1; 2. Hoffmann Dortmund) 11,6; 3. Heinemann(SGO Recklinghausen) 11,6. 400 m: 1 Weitz(Berlin) 53.8; 2. Kraue(Hannover) 51,4; 4. Kokus(Recklinghausen) 53,6. 1500 m: 1. Kramer(VfL Bochum 48):08,5; 2. Klink(Lüdenscheid 08):11,9; 3. Wippermann(HV Dortmund):14,2. 5000 m: 1. Vogelsang(SGO Berlin) 15:51,2; 2. Brüseke(HV Dortmund) 15:51,2; 3. Pfarr(SGO Berlin) 16:35,0. 4 mal 100 m: 1. HV Dortmund 45,4; 2. S6O Recklinghausen 46,5; 3. SGO Dorftmund 46,8 3 mal 1000 m: 1. LSV Dorsten:10,6; 2. TB Hannover:45,4. Kugelstoßen: 1. Trippe(Berlin) 14,68 m, 2. Wotapek(Wien) 13,61. 3. Hönig(SGO Dortmund) 11,28 m. Oeffentliche Luftwarnung! Der Polizeipräsident als örtlicher Luftschutzleiter teilt mit: Für den Luftschutzort Bochum wird mit dem 1. September 1942. 7 Uhr moraens, ein Luftschutzwarusianal eingeführt. Es heißt„öffentliche Luftwarnung" und besteht aus einer dreimaligen Wiederholung eines hohen Dauertones von etwa 15 Sekunden Länge. Jeder Interwal beginnt mit einem austeigenden und endet mit einem abklingenden Ton. Dauer des gesamten Signals etwa eine Minute Das neue Signal bedeutet, daß feindliche Flugzeuge einfliegen, daß aber mit größeren Luftaugriffen nicht gerechnet wird. Der Abwurf einist jedoch nicht ausaeschlossen. Signal soll die Oeffentlichkeit zu erhöhter Aufmerksamkeit veranlaßt werden. Allgemeines luftschutzmäßiges Verhalten ist bei diesem Sigual nicht erforderlich. Verkehr und Wirtschaftsleben gehen weiter. „Beim Signal„Fliegeralarm“ ist in jedem Falle, auch wenn dieses Signal nicht im Anschluß an das Signal„öffentliche Luftwarnung" gegeben werden sollte, luftschutzmäßiges Verhalten allgemeine Pflicht Signal„öffentliche Luftwarnung“ wird am 31. August 1942, um 11 Uhr, probeweise gesandt. Schulle Ur bödiele Wesiende aus Mit:1 unterlag Westende nach fapferer Gegenwehr Im westfälischen Fußball interessierte gestern besonders das Tschammerpokalspiel zwischen FC. Schalke 04 und Westende Hamborn, das die Schalker in der Glückauf=Kampfbahn vor rund 6000 Besuchern sicher mit:1 gewannen. wodurch der Gau Westfalen auch in der zweiten Schlußrunde noch vertreten ist. In der Besetzung Flotho. Schweißfurth. Hinz, Zwickhöfer. Tibulski. Kantbak. Burdenski. Kalwitzki, Eppenhoff. Kuzorra und Urban wurde auch diese Hürde genommen. Bis zur Pause stellte Kuzorra die Partie auf:0. Nach dem Wechsel erhöhten Urban und Kalwitzki auf:0, doch schied Burdenski verletzt aus. Auf der Gegenseite trat Florkowski wegen Verletzung ab. so daß nur noch 20 Spieler auf dem Felde waren. Nachdem die Schalker durch Urban ein viertes Tor erzielt hatten, schoß Mittelstürmer Hetzel zehn Minuten vor dem Ende den Ehrentreffer für die Hamborner. Westende Hamborn war ein tavferer Verlierer. 3. Besper. Sieg 54, Platz 22, 24, 33. EW: 796:10. Ferner: Alkleopatra, Winzerin, Feldjäger, Damsbrück, Belisar.— 2. Abtlg.: 1. Rothäubchen(I. Schleyer), 2. Liebesglück, 3. Deutscher Vater. Sieg 28, Platz 12, 13, 21. EW: 112:10. Ferner: Enkel, Lueia, Ironfellow, Derwisch, Petrovsky jr., Zollern. Rennen zu Köln 1..: 1. Alster(H. Wenzel) 2. Astronom, 3. Corallina. Sieg 24; Platz 14, 17:10. Einlaufwette: 118.— 2..: 1. Patriok“(K. Bongen) 2. Expedient, 3. Gegenwind. Sieg: 26, Platz 14, 15, 11:10, Einlaufwette: 164.— 3..: 1. Omphale(G Jackel) 2. Rostrus, 3. Sturmgesell, 4. Colaventins. Sieg: 56. Platz: 24, 19, 14, 31:10. Einlaufwette: 534.— 4..: 1. Ajax(L. Sauer). 2. Grafar 3. Aulberg. Sieg 34, Platz 14. 12:10. Einlauswette: 52. — 5..: 1. Ad Astra(H. Schmidt) 2 Schwanenhals, 3. Heidgeist. Sieg: 13. Platz: 11, 12:10. Einlaufwette: 28.— 6..: 1. Cyrillus(G. Weidenfeld), 2. Farady, 3. Fatme. Sieg: 20, B20. Einlaufwpette: 20.— 7 Spug 88. Vaas), 2. Schneemann, 3. Gloricus. Einlaufwette: 146. 8. R. 8. Parforcejagd. Platz .: 1. Moins Cing(R. Sieg: 26, Platz 12, 14, 18:10. 1. Alkmene(H. Wenzel) 2. Nomade, Sieg 25, Platz 12, 12, 16:10. Einlaufwette: 54. Schwede Big Non von Messldor geschlagen Der Berliner Trabersport hatte am Sonntag in Ruhleben mit München 1860— SS Straßbura Werder Bremen— Kickers Offenbach SV Hamburg— SV Dessau 05 VfB. Stuttgart— Stadt Düdelingen Stettin—. LSV. Pütnitz 15:1 :1 :4 :2 :1 Westfalia Bochum steigt auf Im Kampf um den Aufstieg zur 1. Klasse wurde gestern das entscheidende Spiel zwischen Westfalia„###-#erliner Frabersport hatte am Sonntag in Zuhlehen mit 5 Ghalftebs Gartmund ausgetrs dem international besetzten Ratadoren=Rennen und dem glänzeno Bochum und Evelstahl Vorrmund ausgerragen. geglückten Rekordversuch Frömmings mit Iltis. dem ausgezeichneten Dreijährigen, sowie einem klassichen Rahmenprogramm einen nie erlebten stolzen sportlichen wie äußeren Höhepunkt zu verzeichnen. Im Matadoren=Rennen einem Stichfahren, wurden drei Stechen ersorderlich, da der Schwede Big Non seinen Sieg im ersten Stechen nicht wiederholen konnte. Teutonia Lippstadt geschlagen Nach dem überraschenden:=Erfolg im Entscheidungsspiel über BfR. Heessen hatte man der Lippstädter Teutonia auf heimischen Gelände im ersten Aufstiegsspiel einen Sieg über Preußen Münster zugetraut. Die Münsteraner überraschten aber angenehm und kamen nach den zwei Niederlagen gegen Tus Horst=Emscher diesmal zu einem:1= Erfolg. Die Tabelle der Grupve II Nachdem die Seiten torlos gewechselt waren. fielen die Dortmunder stark ab und mußten den Bochumer Westfalen schließlich einen hohen:=Sieg überlassen. Beide Vereine weisen ein Punktverhältnis von:4 auf. doch hat Westfalia Bochum mit 13:10 gegenüber Edelstahl Dortmund mit 11:14 das bessere Torverhältnis und steigt somit auf. SC Werne 19. Reichsbahn Wanne und Westfalia Bochum rücken somit zur 1. Klasse auf. während Edelstahl Dortmund und SuS Lütgendortmund in der 2. Klasse verbleiben. Torreiche Treiten im Westen In den Bereichen Westfalen und Niederrhein kam es am letzten August=Sonntag zu einigen Freundschaftsspielen im Fußball. Hierbei blieben Ueberraschungen nicht aus. Der BSG. Gelsenguß Gelsenkirchen weilte beim BV. Altenessen und Der Großkampftag in der Berliner Deutschlandhalle am 6. wurde im Kaiserpark von dem Bezirksliaisten kkar schen Adolf Heuser und Walter Neusel im Mittelpunkt hat ein ausgezeichnetes Rahmenprogramm erhalten. Die Kampffolge lautet: Bruch gegen Kratzer über vier Runden; Eder gegen Raadschelders über acht Runden: Kreitz gegen van Loon über acht Runden: Besselmann gegen Jan de Pauw über acht Runden und Heuser gegen Neusel um die Schwergewichtsmeisterschaft über zwölf Runden. Lohmann flegte vor Schindler Bei den Steherrennen in Andreasried um den Großen Preis der Stadt Erfurt kam Walter Lohmann endlich wieder einmal zum Sieg. Nachdem Schindler den Bochumer im ersten Lauf nur um fünf Meter schlagen konnte blieb Lohmann bei den zweiten 50 km überlegen siegreich. Im Gesamtergebnis triumphierte Lohmann mit 99,995 km. Von unseren Rennreitern Der bekannte Jockei I. Pinter scheidet mit Ende des Jahres aus seiner Stellung am Rennstall des Gestüts Schlenderhan aus und läßt sich in Wien als Trainer nieder. Ihm werden die Pferde einiger bekannter Ställe anvertraut. Weckerling und Westerholt in Krefeld„siegreich Mit etwa 4000 Zuschauern hatten die Krefelder Radrennen am Sonntag nachmittag einen ansprechenden Zuspruch gefunden. In den drei 20 km=Rennen der Dauerfahrer endete jewiels Werckerling in Front, der damit im Gesamtergebnis mit 12 Punkten den ersten Platz belegte. Rahmenprogramm um Heuser—Neusel Ein Arzt muß schweigenROMAN VON KARL UNSELT Copyright by Verlag Knorr& Hirth Kommanditges. München 1939 27. Fortsetzung. Aber auf dem Wege nach Hause sagte sie sich, daß eine Operation doch etwas anderes als eine Konzertprobe war. Außerdem kam es darauf viel weniger an als auf das ganze aufgeregte Getue und Gehabe beim Dirigieren. Sie klammerte sich jetzt an diese Aeußerlichkeiten und redete sich krampfhaft ein, daß sie für Horand beschämend, ja sogar erniedrigend seien, weil sie sich nicht eingestehen wollte, daß sie eifersüchtig auf die Musik war und Angst hatte, ihn an sie zu verlieren. Sie traf ihre Tante und den Onkel am Kaffeetisch und forschte sofort in ihren Gesichtern, ob sie schon etwas wußten. Kühn sah auf die Uhr.„Ranu? Schon da?“ „Herr Gudehus meinte, es wäre heute wegen des Konzerts doch nichts mehr los.“ „Da kann er recht haben. Und was sagst du zu Doktor Horand?“ „Schuster bleib bei deinem Leisten", antwortete sie, dabei sah sie ihren Onkel herausfordernd an. Er stutzte einen Augenblick, anscheinend hatte er diese Antwort nicht von ihr erwartet. Dann sagte er mit der ruhigen Ueberlegenheit seines Alters:„Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort. Du hast dir nicht überlegt. was du sagst. Doktor Horand hat sicherlich nicht die Absicht, morgen seinen ärztlichen Beruf aufzugeben und Dirigent zu werden. Ich glaube das seit gestern mit ziemlicher Sicherheit zu wissen. Er hat nämlich das Zeug in sich, ein tüchtiger Landarzt zu werden. Ich sage das ganz ehrlich, obwohl es auf meine Kosten geht, und ich mich wahrscheinlich noch oft über ihn ärgern werde. Du aber bist nicht ehrlich, dir paßt es aus irgendwelchen persönlichen Gründen nicht, daß Horand das Orchester dirigiert. Vielleicht hältst du es für nicht mit der Standesehre eines Arztes vereinbar, oder es ist in deinen Augen eine unernste dilettantische Spielerei, die nur den Zweck hat, sich hervorzutun. Das mag alles sein, aber eines darfst du dabei nicht vergessen: Doktor Horand hat durch seinen Entschluß vielen Menschen ein Geschenk gemacht. Und nur darauf kommt es an. Wie die Menschen sich freuen, habe ich genug gehört. Ich weiß von Horands Absicht bereits seit heute morgen, denn er bat mich, ihn zu vertreten. Das habe ich gerne getan.— Du hättest mal den junge Rengshausen sehen sollen, als ich ihm sagte, daß das Konzert doch stattfindet.“ Lisa, die während dieser Rede beschämt den Kopf gesenkt hatte, fuhr plötzlich erschreckt auf.„Das hast du ihm gesagt?“ „Weshalb sollte ich es nicht?“ fragte er erstaunt. „Er hätte es doch sowieso erfahren. „Geht es ihm den besser?“ „Leidlich. Aber er wird um eine Operation nicht herumkommen. Ich habe ihn schon darauf vorbereitet und ihm den Ernst der Situation klargemacht.“ „Dann ist es ja gut“, sagte Lisa und atmete erleichtert auf.„Sei mir nicht mehr böse wegen der albernen Worte.“ Es klingelte. Der Sanitätsrat erhob sich schwerfällig. „Ach, Mutter, man wird doch so langsam alt.“ „Das ist eine Ausrede, mein Lieber“, erwiderte seine Frau sanft.„Wenn das ein rundlicher Patient zu dir sagte, würdest du ihn anfauchen und auf strengste Diät setzen.“ Er schlug ihr lächelnd auf die Schulter.„Gut. Ich werde mich morgen mal in mein Wartezimmer setzen.“ „Aber bitte dann, wenn der Herr Sanitätsrat Sprechstunde hat. Ich kenne das", rief sie ihm nach, bevor er die Tür schloß.„Willst du dich nicht setzen und eine Tasse Kaffee trinken?“ wandte sie sich dann an ihre Nichte. „Danke, ich möchte gern nach oben gehen“, sagte Lisa, denn sie fürchtete sich vor den Fragen ihrer Tante. Als sie in ihr Zimmer eintrat, setzten in der Ferne helle Fanfaren ein. Sie eilte zum Fenster und schloß es mit einer heftige Bewegung. Dann ließ sie sich müde auf einen Stuhl nieder und starrte vor sich hin. Ihre Augen füllten sich mit Tränen, die lautlos auf den Teppich tropften. Sie hatte keinen Anteil an der Freude, mit der Horand die Menschen rings um sie herum beschenkt hatte. Es schmerzte sie tief, daß die Musik ihn verführen konnte, aller Welt seine geheimsten Gefühle preiszugeben, die er vor ihr sorgsam und überängstlich verborgen hatte. Ste kam sich gedemütigt und verraten vor. * Es war wenige Minuten vor acht. Horand stand im Frack hinter der Bühne und sprach mit Peter Böse. mit:4 geschlagen. Tus Helene Altenessen hatte VfL. 48 Bochum verpflichtet und schlug den westfälischen Bereichsligisten mit:0 überraschend hoch. Arminia Bielefeld fertigte SV. Neuhaus 16 haushoch mit 14:1 ab, während der Aufstiegskandidat Horst=Emscher gegen Beckhausen 05 unerwartet mit :4 im geschlagenen Felde landete. Im Bielefelder Lokaltreffen siegte VfB. über die Spva. 06/07 mit :3, während LSV. Gütersloh über Schildesche mit 14:1 und Union Herford über eine Stadtelf aus Minden mit:2 ebenfalls zu hohen Siegen kamen. Preußen Bochum hat anscheinend den Tritt verloren, denn bei Hagen 10 gab es eine:2= Niederlage. DSC. Hagen konnte den alten Rivalen Hüsten 09 sicher mit:0 abschlagen. Gegen die Tür, die zum Saal führte, brandete das dumpfe Gemutmel der erregten und gespannten Menge. Darüber erhoben sich wie helle Schaumkronen die scheinbar sinnlosen Tonfolgen des die Instrumente stimmenden Orchesters. „Lassen Sie doch endlich das Ding sitzen, wie er sitzt“, sagte Böse zu Horand, der wieder einmal an seiner weißen Krawatte zupfte.„Das Publikum sieht es nicht, solange Sie dirigieren.“ „Schrecklich, so'n Frack“, stöhnte Horand und fuhr mit dem Taschentuch über die feuchte Stirn.„Der Kragenknopf drückt, daß man kaum Luft kriegt. Das Hemd springt dauernd aus der Weste, als säße dahinter eine Sprungfeder.“ „Sie haben Lampenfieber, weiter nichts.“ Horand schüttelte den Kopf.„Das glaube ich nicht. Es ist was anderes. Ich habe so ein dunkles Gefühl, als wenn es doch besser gewesen wäre, die Finger davon zu lassen.“ „Sie haben also doch Angst vor den Lutterodern, weil sie Ihnen nicht grün sind, wie Sie mir andeuteten.“ „Nein, es ist auch keine Angst. Sie können das vielleicht nicht verstehen, weil bei Ihnen Musik und Beruf eins sind. Ich bin aber in erster Linie Arzt, und die Musik ist für mich so etwas wie eine heimliche Liebe.“ „Außerordentlich bildhaft gesagt“, meinte Böse mit einem verschmitzten Lächeln.„Um bei diesem Bilde zu bleiben: ich finde einen kleinen vorübergehenden Flirt mit dieser heimlichen Liebe ungeheuer reizvoll.“ Horand ging nicht auf den Scherz ein, sondern sagte ernst:„Es ist aber kein Flirt. Ich bin mit einer viel zu großen Begeisterung bei der Sache. Und das eben kommt mir wie ein Verrat an meinem ärztlichen Beruf vor.“ „Doktor, das ist Unsinn.“ Ich, würde Ihnen recht geben, wenn Sie sehr oft Gelegenheit hätten, zu dirigieren oder sich überhaupt musikalisch zu betätigen. Das Orchester reist aber morgen weiter, und zum Musizieren wird Ihnen die Praxis dann wenig Zeit lassen.“ Er sah auf die Uhr.„Es ist acht. Los— raus auf die Bühne. Hals= und Beinbruch!“ Er riß die Tür auf und stieß den Zögernden einfach in den Saal. Als Horand vor der Bühnenrampe erschien, verstummte plötzlich wie auf ein Kommando das Stimmengewirr. Hier und da hustete noch jemand. die Programme raschelten leise in den Händen. Jahresbestleistung der Gräfin Solme Gelegentlich eines Volks=Mehrkampftages auf dem Reichssportfeld stellte Gräfin Solms mit 1,60 m eine deutsche Jahresbestleistung auf. Ohne in den Saal zu sehen, stieg er langsam die provisorische Treppe zu dem Podium hinauf. Zwei Hände klatschten laut und auffordernd. Das ist sicher der Bürgermeister, suhr es Horand enwillkürlich durch den Kopf. Weitere Hände schlossen sich zögernd der Aufforderung an. Es dauerte eine Weile, bis sich alle Renschen im Saal entschlossen hatten, zu klatschen. Doch es war kein Orkan der Begeisterung, sondern ein höflicher, zurückhaltende Beifall. Diese etwas schwerfälligen, an harte Arbeit gewöhnten Menschen pflegten die Ernte erst zu loben, wenn sie sicher eingebracht war. Horand hatte das Podium erreicht, drehte sich um und verbeugte sich unsicher. Sein Blick fiel auf Lisa, und es beruhigte ihn, daß der Platz neben ihr leer war. Rengshausen hatte also doch seine und Kühns ernste Mahnung beherzigt. Dieser Gedanke war die letzte Verbindung mit seinem Beruf. Aufmerksamkeit heischend schlug er leise mit dem Taktstock auf das Pult und reckte beide Arme hoch empor. Alle Augen auf der Bühne hingen an dem dünnen einfachen Zauberstab. Spannung und Bangigkeit durchfuhren Horand wie ein elektrischer Strom und drangen bis in die Fingerspitzen. Doch ehe der Stab zu zittern begann, holte Horand weit aus. Die Hände beschrieben einen halben Kreis nach innen und tingen barin den ersten Ton ein, bevor er erklang. Plotzlich senkten sie sich und gaben ihn frei. Horand nickte unmerklich, der Einsatz war gut. Dann entführten ihn die ersten Takte der Eroika zu den einsamen majestätischen Höhen, in denen der Held lebt. Die Welt um ihn herum versank.— Ueber den weiten halbdunklen Saal senkte sich eine feierliche Andacht. In den Gesichtern der einfachen Menschen stand ein stummes, fragendes Lauschen. Die meisten von ihnen hörten wohl zum ersten Male in ihrem Leben eine Sinfonie. Sie hatten dieses Wort auf den gedruckten Zetteln in ihren Händen gelesen und wußten nicht viel damit anzufangen. Es sagte und bedeutete ihnen nichts. Aber als sie nun die Musik hörten, da fragten sie nicht mehr nach Sinn und Bedeutung eines Wortes, sondern boten ihre kindlicheinfältigen Herzen der Erweckung eines nie gekannten Gefühles dar. Sie erschauerten wie vor einem unbegreiflichen Geheimnis und wußten nicht, daß sie von dem Göttlichen angerührt wurden, das sich in der Musik dieses einsamen. Gott so nahe gekommenen Genies offenbarte. Fortsetzung Aus der Heimat Castrop=Rauxel, 31. August Eine zeitgemäße Erinnerung OKW=Berichte von 1870 Als im September 1870 die große entscheidende Schlacht bei Sedan geschlagen war, spielten natürlich die Heeresberichte oder Depeschen, wie man damals sagte, eine genau so große Rolle wie heute. Sie zeichneten sich auch damals schon durch Prägnanz und Kürze aus. Ueber die Schlacht bei Sedan wurde folgender„OKW=Bericht 1870“ herausgegeben: Malamcourt, 2. Sept., 11 Uhr 20 Min. Vorm. Vom Morgen des 31. August bis Mittag des 1. September hat Marschall Bazaine fast unausgesetzt versucht, mit mehreren Corps aus Metz nach Norden durchzubrechen. Unter Oberbefehl des Prinzen Friedrich Karl hat General Manteuffel alle diese Versuche in ruhmvollen Kämpfen, die sich in dem Namen Schlacht bei Noisseville zusammenfassen, zurückgeschlagen. Der Feind wurde wiederum in die Festung zurückgeworfen. An den Gefechten waren beteiligt: das erste Armee=Corps, das neunte Armee=Corps, die Division Kummer(Linie und Landwehr) und die 28. Infanterie=Brigade. Die Hauptgefechte fanden um Servigny, Noisseville und Retonfay statt. Nächtliche Ueberfälle wurden mit ostpreußischen Kolben und Bajonetten zurückgewiesen. Unsere hierfür verhältnismäckig nicht sehr großen Verluste noch nicht zu übersehen, die des Feindes sehr bedeutend. General v. Stiele. Ein neuer Monat steht vor der Tür Herbstmonat September Die Zeit des„Herbstens“ beginnt im September. Die Angelsachsen nannten ihn den Monat der Heiligen. Da ist der kleine Frauentag, wie das Fest Mariä Geburt(.) genannt wird, das Bonifatius einst in Mainz einführte. Dann der Lambertustag(17.), der an den bischöflichen Märtyrer Lambertus erinnert und an dem man besonders in Münster die bekannten Lambertuslieder sang. Lambertus ist bekanntlich auch der Patron der ältesten Kirchengemeinde Castrop= Rauxels. Der 21. September ist der Tag des Evangelisten Matthäus, der in Brabant und Flandern der Wintertag heißt, weil von ihm an die Nächte länger als die Tage sind. Am 29. September wird seit alten Zeiten das Gedächtnis des heiligen Michael gefeiert. An diesem Tage beginnt fast überall das Lichtarbeiten. In Schwaben und Bayern bewirteten die Meister am Michaelistag früher ihre Gesellen mit einer Lichtgans. Ab heute Gemüseausweis in Kraft Der Bezugsausweis für den Bezug von Obst, Gemüse und sonstigen verknappten Waren tritt am heutigen Montag in Kraft. Die je Abschnitt zu verabfolgende Ware und Menge wird durch amtliche Aushänge an den Marktständen bzw. in den Schaufenstern bekannt gegeben. Bestellscheine werden vorab noch nicht abgetrennt. Näheres ist aus der amtlichen Bekanntmachung Nr. 202 des„Stadtanzeiger“ zu ersehen. Sonderzuteilung von Käse Das Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft teilt mit: Die günstige Erzeugungslage ermöglicht in der zur Zeit laufenden 40. Zuteilungsveriode eine nochmalige Zuteilung von Käse in Hohe von 125 Gramm. Die Abgabe erfolgt auf den Abschnitt N 30 aller rosa und blauen Nährmittelkarten 40 bis Ablauf des 20. September 1942. Oertliche Regelung ist abzuwarten. Drei neue Meister Vor dem Prüfungsausschuß der Handwerkskammer zu Dortmund bestanden der Obergefreite Alb. Wettkamp Castrop=Rauxel 1, Hochstraße 73, die Prüfung als Schlossermeister mit dem Prädikat„Gut“ und Paul Hinzmann, Castrop=Rauxel 4, Kriegerheim= straße 35, mit einer Magnetbremse und Fabian Preuß, Castrop=Rauxel 2, Boelcke=Straße 10, mit einer Unterflasche für einen Wertstattkran als Meisterstück die Meisterprüfung im Schmiedehandwerk. Allen drei neuen Meistern ein herzliches und kräftiges „Glück auf“ für ihre fernere Berufs= und Lebensarbeit. Aach der„Radtpseiser kampft mit für Einigkeit und Recht und Freiheit Deutsche Heimat, deutsches Volk und deutsches Vaterland sind es, die Heinrich Haslinde immer und immer wieder die Harfe des Dichters stimmten. Wenn sie in hunvertfach abgewandelten Akkorden aufklangen, dann öffnete sich ihm die Seele des Volkes am weitesten. Vor allem was seine schöpferische Phantasie an volksliedhaften Balladen schuf, fand den Weg zum Herzen der Gemeinschaft des deutschen Bluts in einer Weise, daß es nicht Wunder nimmt, wenn aus dem Singen und Sagen Haslindescher Musenkinder durch die Nachkriegs=Jugendherbergs= und Wandervogelbewegung bleibendes Volksgut wurde. Gerade in diesem schicksalhaften Ringen besinnt sich unsere Jugend, durch unseren Führer wieder wehrhaft geworden und mit den besten Waffen versehen, auf Haslindes Lieder„Aus wehrhafter Zeit". Auch der Westdeutsche Rundfunk und der Kölner Sender haben unter der Intendanz von Paul Haslinde und Dr. Glasmeier gute Vorarbeit in der Richtung geleistet, daß heute jeder Rezitator, der im Rahmen der Wehrmachtbetreuung Verse von unserem Heinrich Haslinde bringt, auf bereitwillige Ohren und beifallspendende Hände unserer Landser rechnen darf. Das wurde in roldatenheimen Norwegens und Afrikas, Frankreichs und Rußlands, der dänischen wie der Balkan=Halbinsel erprobt. Der deutsche Soldat und Freiheitskämpfer von 1942 fühlt sich dem ganz und gar unsentimentalen Landsknecht der derben kraftstrotzenden Zeit des ausgehenden Mittelalters innerlich nahe und verwandt, den Hauslinde wie kaum ein anderer der neueren Dichter in stärkster Diesseitsbejahung und doch beseligendem Jenseitserwarten in seinen Dichtungen hinstellt als den guten Kameraden, der Tod und Teufel nicht fürchtet, der mit dem Leben wie mit Würfeln spielt und bei aller rauher Schale doch ein„empfindsam Herze" bewahrt, das für Blumenduft und Minnelust zu schwärmen nicht verschmäht. Mit besonderem Stolz muß es uns Castrop=Rauxeler erfüllen, daß unser, von Heinrich Haslinde gedichtetes und in den begeisterten Augusttagen von 1914 von den Lippen unserer zu den Fahnen eilenden Landsleute ertönendes„Stadtpfeiferlied“ gerade jetzt in den Entscheidungskämpfen auf den weiten Schlachtfeldern Rußlands überall wieder aufklingt; Schrittmacher für diese Verbreitung des„Stadtpfeiferliedes“ bildete seine Aufnahme auf Schallplatten, durch die es jedem Volksgenossen zugänglich gemacht wurde. Auch die Propagandatätigkeit der Stadtverwaltung, die auf Veranlassung des Städt. Verkehrsamtes fur die Versendung ins Feld kostenlos Karten mit Abdrucken des „Stadtpfeiferliedes" zur Verfügung stellte, wirkte sich hier positiv aus. Es darf wohl als eines der vielen Anzeichen der soldatischen Härte des deutschen Volkes von 1942 angesprochen werden, wenn sich die deutschen Volksgenossen, vorab die Waffenträger der Nation abwenden von gar zu schmalzigen und reichlichen Tirilieren und Quinkelieren, erst recht aber von Operetten= und TonfilmSchlagern, und sich dem ewigen Jungborn zuneigen, der erfrischenden und stärkenden Kraft hingeben, die Eisen ins Blut gießt, wie das bei Heinrich Haslindes „Lieder aus wehrhafter Zeit“ in so erfreulich hohem Maße der Fall ist. Schade, daß der Dichter nicht mehr Zeuge werden sollte, wie sein„Stadtpfeifer“ nicht nur Sänger, sondern auch Kämpfer für die Freiheit der Heimat wurde. Das Erleben des überwaltigend großen Geschehens der Gegenwart würde gewiß aus seinem Herzen noch mehr als einen heißen Hymnus auf Führer und Volk, auf Heimat und Vaterland, auf todesmutiges Kämpfen und Siegen, auf heldischen Soldatentod für des Reiches Herrlichkeit und Freiheit herausgeholt haben. Pr. Churchills mißglückte Landung in Dieppe Die neue Deutsche Wochenschau Den Auftakt der neuen Deutschen Wochenschau bildet der mißglückte Landungsversuch der Briten und Amerikaner am Strand von Dieppe. Eindringlich und beweiskräftig wirken die Aufnahmen der deutschen Kriegsberichter, die auch hier sofort zur Stelle waren. Man sieht unsere Artillerie im Kampf mit schweren Einheiten der feindlichen Kriegsmarine, beobachtet die erbitterten Luftkämpfe vor und über Dieppe, verfolgt den Einsatz unserer Flakartillerie und begleitet im Bilde die Infanterie, die zum Gegenstoß gegen die gelandeten Feindkräfte ansetzt.— Der Strand von Dieppe wird von letzten versprengten Feindtrupps gesäubert. In großen Sammellagern strömen die Gefangenen zusammen, zumeist Kanadier und nur ganz vereinzelt Engländer. Der Strand selbst ist mit Leichen britischer und amerikanischer Soldaten übersät. In langen Reihen liegen sie vor den deutschen Stellungen, vor denen ihr Angriff unter schweren blutigen Verlusten zusammenbrach. Brennende Spezialtransporter, von denen aus die Panzer an Land gingen, schwabbern in der aufkommenden Flutwelle, die immer neue Leichen anschwemmt, hin und her. Auf dem Strand selbst türmen sich Stahlgiganten zu mächtigen Trümmerhaufen, amerikanische und britische Panzer modernster Bauart; zerschossen und zersetzt blieben vor den deutschen Drahtverhauen liegen. Dieppe zeigt wenige Stunden nach dem Kampf wieder normales Leben, Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe sichern in engem Zusammenwirken die Atlantikküste. Die deutsche Wacht im Westen sieht allen weiteren Landungsversuchen der Briten und Amerikaner mit der Ruhe und Kraft einer Wehrmacht entgegen, die in Hunderten von Schlachten den Sieg an ihre Fahnen geheftet hat. Nach butragst unt daza der Wo steht dein Kreis bei der 4. Haussammlung für das Deutsche Rote Kreuz nsg Nun haben wir auch in diesem Sommer wieder Abschied genommen vom Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz. Nicht lange mehr und das vierte Kriegs=Winterhilfswerk nimmt seinen Anfang. Doch vor seinem Beginn wollen wir kurz noch einmal einen Einblick in die Rangordnung der Kreise des Gaues Westfalen=Süd bei den Spenden für das Deutsche Rote Kreuz werfen. Dieses Mal ist es eine Gegenüberstellung zwischen der 4. Haussammlung am 12. Juli 1942 und der Juli=Sammlung des Vorjahres. Geradezu erstaunenswert ist die Opferfreudigkeit unseres armsten Kreises, des Wittgensteiner Landes, das immer wieder die ersten Stellen behaupten konnte. So auch bei dieser Sammlung. Mit einem Spendenaufkommen von 18 809,35 RM. nimmt es die Spitze ein. Obwohl andere Kreise ein höheres Gesamtergebnis erzielten, muß doch in der Endwertung die Summe bemessen werden, die auf den einzelnen Haushalt entfällt, und diese Summe beträgt im Kreis Wittgenstein bei dieser Sammlung 3,09 RM., womit eine Steigerung gegenüber dem Vorjahre von 22,73 Prozent erreicht wurde und die erste Stelle beibehalten werden konnte. Der zweitbeste Kreis ist Soest mit einer Steigerung von 23,38 Prozent. Hier entfallen 2,69 RM. auf jeden Haushalt. Mit seinem Ergebnis von 44 586,70 RM. drängte der Kreis Soest den Kreis AltenaLüdenscheid auf die dritte Stelle, dessen Plus 15.27 Prozent bei 2,61 RM. pro Haushalt und einem Ergebnis von 110 320,23 RM. beträgt. Siegerland konnte wie im Vorjahr die vierte Stelle präsentieren, ebenfalls der Kreis Meschede, den wir wiederum an fünfter finden. Der Kreis Iserlohn sank von der sechsten Stelle im Juli 1941 auf die 10. in diesem Jahre. Sonst sind größere Schwankungen im großen und ganzen nicht festzustellen. Die Rangordnung der Kreise ergibt bei dieser Sammlung folgenden Stand: Wittgenstein, Soest, Altena=Lüdenscheid, Siegerland, Meschede, Ennepe=Ruhr, Hagen, Hellweg, Olpe, Iserlohn, Lippstadt, Arnsberg, Witten, Brilon, Dortmund, Herne— Castrop=Rauxel, Bochum, Wanne=Eickel—Wattenscheid. Die Spitze haben wieder die sauerländischen Kreise, von den reinen Industriebezirkskreisen steht Herne— Castrop=Rauxel hinter Dortmund an 2. Stelle. Die unter Einsatz von Männern und Frauen des Deutschen Roten' Kreuzes, des RSKOV., des Reichskriegerbundes sowie von Hitler=Jungen und BDM.= Mädeln durchgeführte 2. Reichsstraßensammlung für das Kriegshilfswerk des DRK. erbrachte als Abschluß ein vorläufiges Ergebnis von 35000 RM. in unserem Kreise Herne—Castrop=Rauxel. Der Ertrag liegt erheblich über den der gleichen Sammlung des Vorjahres. 9 daß es in Budapest viele heiße Quellen gibt, gegen die der Winter mit seiner Eis= und Schneedecke völlig machtlos ist? daß der bekannte Illusionist Marvelli zuerst Kaufmann, dann Geiger werden wollte, sich aber schließlich dem Beruf eines„Zauberkünstlers“ verschrieb? daß manche Bambusarten nur in großen Zeitabständen blühen, die oft Jahrzehnte umfassen? daß das Leibpferd Incitatus des römischen Kaisers Caligula mit edelsteinbesetzten Halsbändern geschmückt war und in einem Stall aus Marmor mit einer Krippe aus Elfenbein gehalten wurde? daß für die Bewohner des Nordpols, falls es überhaupt dort welche gäbe, alle Winde aus dem Süden kämen? daß das sportliche Gewichtwerfen heute nur noch selten geübt wird, da es durch das Hammerwerfen verdrängt wurde? Der Generalpostmeister Stephan ging nur selten auf die Jagd, doch liebte er Jagdgeschichten und Erzählungen, die die Intelligenz der Jagdhunde zum Gegenstand hatten, über alles. Allerdings durften sie nicht übertrieben, sondern mußten wahr sein. Nach beendeter Jagd. an der auch Stephan teilgenommen hatte, erzählte ein Jäger, wie sein Hund von ihm einmal in einem Bauernhof vergessen worden war, sich schließlich von der Leine abriß und nach fünf Stunden die Fährte seines Herrn, die durch Feld und Wald, durch Moor und Wasser ging, wieder fand. Der Erzähler blickte sich triumphierend im Kreise um und fragte:„Na, was sagen Sie dazu, meine Herren?" Stephan machte den Wortführer:„Na, ich meine, Sie sollten öfter mal ein Bad nehmen.“ Zusammenstoß zwischen Straßenbahn und Auto Sommerfest im Kindergarten Am Mittwoch, dem 2. September, dem Tage des Beginns des neuen Schuljahres, begeht der NSIo.= Kindergarten in der Holzstraße um 16 Uhr sein diesjähriges Sommerfest. auf das sich die dort betreuten Kinder schon seit Wochen freuen. Für den ältesten Jahrgang wird es gleichzeitig eine Abschiedsfeier sein. Aus dem Landeinsatz zurück Am letzten Wochenende kehrten unsere Mädel frisch und munter vom Ernteeinsatz im Paderborner Land heim. Sie haben sich in den 3 Wochen ihres Fernseins von der Heimatstadt Castrop=Rauxel„drüben" bei „ihren" Bauern recht nützlich gemacht, so daß sie nicht mit leeren Händen entlassen wurden, sondern mit einem Stück lockeren Knochenschinken, fetten Speck, einer Anzahl Eiern oder einem Karton von Aepfeln, Birnen oder Pflaumen als„Mitbringe“ für die Eltern enklassen wurden. Im Sudetengau Am letzten Freitag fuhren um 19 Uhr ab Herner Bahnhof im Sonderzug rund 700 Mütter und Kinder unseres Kreises Herne—Castrop=Rauxel im Rahmen des Hilfsdienstes„Mutter und Kind“ der NSV. zum voraussichtlich dreimonatigen Aufenthalt in das schöne und vor vier Jahren um diese Zeit so heiß umkämpfte deutsche Sudetenland. Am Sonnabend kam der Zug nach rund 24stündiger Fahrzeit im landschaftlich ebenso reizvoll wie gesunden Sudentengau an. Mögen sich die Kleinen und ihre Mütter in ihm recht gut erholen. Glücksmänner kommen wieder Reichslotterie der NSDAP. für nationale Arbeit 1942 Von der Reichsleitung der NSDAP., Amt für Lotteriewesen, wird auch in diesem Jahre, und zwar vom 1. September bis Ende November 1942, eine Losbrieflotterie mit Straßenverkauf unter der Bezeichnung„Reichslotterie der NSDAP. für nationale Arbeit 1942, durchgeführt. Oberschule für Jungen Altstofssammlung Letzter Abgabetermin ist Dienstag, 1. 9. von 10 bis 11 Uhr, und zwar vor allem für alle die Schüler, die ihre Ablieferungspflicht bisher noch nicht erfüllt haben. Wagner=Schule ein Verkehrsunglück. Als der Fahrer eines Personenautos einen Bochumer Straßenbahnwagen überholen wollt;, bemerkte er im letzten Augenblick einen aus der entgegengesetzten Richtung kommenden Trupp französischer Kriegsgefangener. Um einen Zusammenstoß mit diesen zu vermeiden, überholte er den Straßenbahnwagen, der sich im Auslauf der Weiche befand, von der linken Seite, also verkehrswidrig. Da der Straßenbahnfahrer dies nicht ahnen konnte, kam es zu einem Zusammenstoß zwischen Straßenbahn und Auto. Das Auto wurde an einen Straßenbahnmast gedrückt und zertrümmert. Auch der Straßenbahnwagen wurde arg beschädigt. Wie durch ein Wunder ist der Autofahrer unverletzt geblieben. Die Insassen der Straßenbahn kamen mit dem Schrecken davon. Deutsche Stenografenschaft Die Uebungsabende des Ortsvereins Castrop=Rauxel beginnen wieder Nach den Ferien ist der erste Uebungsabend in der Berufsschule am 3. 9. und in der Hans=Schemm=Schule am 7. 9. 42. In beiden Schulen wird wie bisher von 19.40 bis 21.10 Uhr geübt. Die Vereinsführung bittet um recht zahlreiche Beteiligung. Jugend sammelt Heilkräuter Die letzten Tage der Sommerferien benutzt die Jugend, um fleißig Heilkräuter zu sammeln. Das augenblickliche gute Wetter ermöglicht es, rege Arbeit zu leisten. Da der Gau Westfalen=Süd durch Pflanzen, die in anderen Gaue des Reiches nicht vorkommen, ein besonders hohes Kontingent erfüllen muß, setzt die Jugend alles daran, um dieser Pflicht nachzukommen. Bräuteschule sehr zeitgemäß Am 18. September Beginn eines neuen Kursus in Brüggen „Das Haushalten nach dem Grundsatz„Man nehme“. ist nicht schwer zu erlernen. Schwieriger für eine junge Frau ist es schon, sich den notwendigen Einschränkungen des Krieges anzupassen und dennoch in Küche, Wohnung und in Kleidung guten Geschmack zu entwickeln und dem Schönheitssinn zu dienen. Eine wertvolle Helferin hierbei ist Bräuten und jungen Frauen die Bräuteschule Brüggen am Niederrhein. Die Teilnehmerinnen des jetzt laufenden Sechswochen=Lehr= ganges lernen zum Beispiel alle zeitgemäßen Arten der Vorratswirtschaft kennen. Sie ernten selbst im schönen Garten der Bräuteschule und sind mit großem Interesse dabei, auf verschiedenerlei Art Gemüse und Obst für den Winter haltbar zu machen. Natürlich kommen die anderen Kursarten, wie Nähen, Säuglingspflege, Erziehungsfragen usw. nicht zu kurz, denn am Schluß des Kursus sollen ja die Teilnehmerinnen sich die Grundlagen auf allen hausfraulichen und hausmütterlichen Gebieten erarbeitet haben, um mit sicherem Ziel an die Gestaltung des eigenen Heimes und den Aufbau einer glücklichen Familie gehen zu können. Ein neuer Kursus beginnt am 16. September. Anmeldungen dazu sind an die Gaufrauenschaftsleitung, Abteilung Mütterdienst, Düsseldorf, Wilhelm=Marx=Haus, zu richten. Vorschülerin in der RSV. Die NSV.=Volkswohlfahrt bietet auch allen Mädchen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (Seminare und andere Ausbildungseinrichtungen können erst ab 18 Jahren besucht werden), die Möglichkeit, sich mit 14 bis 16 Jahren schon auf den späteren Beruf als Kindergärterin, Jugendleiterin, NSVGemeideschwester oder Säuglingsschwester, Volkspflegerin usw. vorzubereiten. Dafür hat„sie die Einrich= tungen der Vorschülerinnen geschaffen. 14—16jährige Mädchen wenden sich an die NSV. für den Einsatz als Vorschülerin. Sie erhalten in ihren Einrichtungen (Mütterheimen, Kindergärten usw.) eine gründliche hauswirtschaftliche Ausbildung, die für alle sozialen Berufe mit Recht verlangt wird. Auskunft und Anmeldung bei den Dienststellen der NSV. oder beim NS.=Reichsbund Deutscher Schwestern, Dortmund, Dudenstraße. * Der unerbittliche Tod entriß uns am Freitag, 13.45 Uhr nach schwerem Leiden unsere liebe, treusorgende Mutter und Großmutter, unsere gute, Schwester, Schwägerin, Tante u. Kusine Heewig kohler geb. Berger im Alter von 51 Jahren. In tiefer Trauer: Geschw. Köhler und Anverwandte. Herne=Börnig(Baarestraße 9) und Castrop= Rauxel, den 28. August 1942. Die Beerdigung findet statt am Dienstag, dem 1. September 1942, 16 Uhr, vom Trauerhause aus, Baarestraße 9. Ur= und Erstaufführungen in Bochum Die Konzerte des Städtischen Orchesters Bochum bringen in der kommenden Spielzeit die Uraufführung der sinfonischen Suite von Hermann Blume„Meine Berge— meine Heimat“. Hermann Degens Doppelklavierkonzert und einer Passacaglia für großes Orchester von Joseph Knettel. Zur Erstaufführung gelangen Cellokonzert in=dur von Weber, das Violinkonzert in=dur von Paganini, das Cellokonzert von Bernhard Hamann, das Cellokonzert von Karl Höller sowie Werke von Busoni, Otto Besch, R. Strauß, Julius Klaas, Paul Graener, Hans Wedig, Max .e lich ons. Bitzner, Robert Rehon und Hermez. sent.ch. In Kammerronzerten werden das Sextett für lote, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier von Theodor Blumer und das Konzertante Trio für Violine, Viola und Violoncello op. 32 des Bochumer Kapellmeisters Emil Peeters uraufgeführt. Deulägerpiolz-Aufsener mitarbeitend. eotl. ein Invalide, auch kriegsversehrt, zuverlässig, gewissenhaft und schreibgewandt für Dauerstellung sof. gesucht. Wohnung wird später gestellt. Angebote an:(P306 I. Perpeet, Stahl=Betonbau Castrop=Rauxel 1, Münsterstr. 3 Fürsorgerin sucht (6381 Du Mitglied der Rés.? oder—=Zimmer=Wohnung in guter Wohnlage zum 1. 9. oder 1. 10. 42. Angebote unter Nr. 2248 an den Stadtanzeiger. 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