Nummer 1900 Dienstag, den 11. August 1943 Raureter Neueste Nachrichten Strich durch die Rechnung 'po Castrop=Ranxel, 11. Aug. Wenn man die militärischen Erfolge der deutschen und verbündeten Truppen an der Ostfront in ihrer Bedeutung für die Gesamtkriegslage voll würdigen will, dann muß man sich vor Augen halten, was Plutokraten und Bolschewisten am Ende des letzten Winters von dem Sommerfeldzug im Osten erhofft haben. Die Winterschlacht, so glaubte man damals in London und Washington, werde die Kraft der deutschen Wehrmacht so geschwächt haben, daß eine erfolgreiche deutsche Offensive in diesem Sommer sich als unmöglich erweisen würde. Statt dessen sollte wohl eine Offensive der Sowiets einsetzen. Der von Timoschenko bei Charkow unternommene große Angriffsversuch hat gezeigt, wie ernsthaft dieser Plan gemeint war. Unser Schaubild gibt in dem eingerahmten Mittelteil eine Karte wieder, die am 30. März 1942 in der führenden New Yorker Zeitschrift„Time“ erschienen ist.„Ten Point Assault“(Angriff auf zehn Punkte) steht über der Karte. Zehn wichtige Stützpunkte der damaligen deutschen Front zwischen Ladogasee und Taganrog sind auf der Karte durch Hakenkreuze angedeutet. Jeder dieser Punkte ist von einer Sichel, dem bolschewistischen Symbol, umklammert. Damit sollte behauptet werden, daß es im Verlaufe der Winterschlacht gelungen sei, diese Stützpunkte so zu umfassen, daß sie zu gegebener Zeit unter einem neuen Angriff der Sowjets fallen würden, wie reifes Korn zur Zeit der Ernte. Durch diese Rechnung hat die deutsche Offensive einen dicken Strich gemacht. Kursk, Charkow und Taganrog gehörten zu den deutschen Stützpunkten, deren Fall die New Yorker„Time“ für den Sommer erwartete. Aus dieser Linie heraus aber ist der deutsche Angriff vorgebrochen und so zum Tragen gekommen, daß er bereits über den Don und südlich sogar über den Kuban hinaus bis zu den Ausläufern des Kaukasusgebirges gelangt ist. Nach dem wichtigen Donezbecken ist nun auch das Kubangebiet praktisch in unserer Hand, und wenn gestern im Anschluß an die Eroberung von Krasnodar und Maikop auch schon die Einnahme von Piatigorsk gemeldet werden konnte, einer Stadt, die in genau entgegengesetzter Richtung(etwa 150 km südöstlich von Woroschilowsk) liegt, dann bedeutet das, daß nicht bei der Bereinigung des Kubangebietes verweilt werden soll, sondern daß wir den ganzen Kaukasus entlang„reinen Tisch“ machen wollen Mit dem Finger auf der Karte kann man sich das leicht ausmalen, aber welche unerhörten Leistungen unserer Truppen und besonders unserer Infanterie dahinterstecken, die in andauernden Eilmärschen und bei Temperaturen bis zu 57 Grad im Kampfe stehen und vorrücken, das kann man sich in der Heimat nicht vorstellen. Dieser„Strich durch die Rechnung“ ist gleichzeitig eine leuchtende Spur deutschen soldatischen Heldentums.. Mätzige Kampftätigkeit an der ägyptischen Front * Rom, 11. August. Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: An der ägyptischen Front mäßige Kampftätigkeit zu Lande und in der Luft. Britische Flugzeuge warfen Bomben auf einige unserer Nachschubzentren ab und töteten dabei fünf libysche Zivilpersonen. Geringer Schaden. Verbände der Achsenluftwaffe unternahmen Tag= und Nachtangriffe gegen die Luft= und Flottenstützpunkte von Malta. IlterIhnderk. Spannung in Indien Englands Blutregiment tobt sich aus# Die Inder Aogekarleies Spiei des Bizelongs Aber auch die indischen Nationalisten haben alles bis ins kleinste vorbereitet Drahtbericht unseres eigenen diplomatischen Mitarbeiters om Berlin, 11. August. Das Vorgehen Englands gegen Indien konnte niemand überraschen, nachdem sich schon seit dem Beschluß des Exekutivausschusses der Kongreßpartei, der England zum Verlassen Indien aufforderte, auch die sogenannten„Freunde“ Indiens in England zu einer Politik rücksichtsloser Gewalt bekannt hatten; vor allem war Stafford Cripps in die Linien der konservativen Scharfmacher eingerückt und die Labourparty hatte ohnehin durch den„Daily Herald“ der Regierung ausdrücklich die Unterstützung der Partei zugesagt. Der Schlag ist jetzt auf Indien niedergesaust; er ist offenbar von der Regierung des Vizekönigs vorbereitet worden. Die Führer der Kongreßpartei hatten sich allerdings keinen Illusionen hingegeben und waren darauf vorbereitet, daß jetzt eine Periode des Leidens und der patriotischen Bewährung für sie anbrechen würde. Dies ging aus den Reden hervor, die Gandhi und Nehru und die anderen Sprecher auf der Tagung der Partei gehalten haben. Man darf daher annehmen, daß auch sie ihre Vorbereitungen getroffen haben, um ihre Politik des Widerstandes auch nach ihrer Verhaftung durchgeführt zu sehen. Wenn England sich jetzt entschlossen hat, die Maske abzuwerfen und sein wahres Gesicht zu zeigen, so ist man sich in London sicher bewußt, daß damit zugleich die ganze agitatorische Fassade zusammenbricht, mit der England und die verbündeten USA den Krieg gegen die Mächte des Dreierpaktes als Sache der Demokratien und der Völkerfreiheit darstellten. Die Atlantik=Urkunde, in der allen unterdrückten Völkern die Freiheit und Selbständigkeit versprochen wurde, hat sich damit endgültig als ein wertloses Stück Papier erwiesen. Auch ist es für alle, welche die wahren Beweggründe der englischen und amerikanischen dnb Aus dem Führerhauptquartier, 11. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern bekannt: Wie durch Soudermeldung am 9. August bekanntgegeben, durchbrachen deutsche Infanteriedivisionen, hervorragend unterstützt durch Verbände der Luftwaffe, nach außergewöhnlichen Marschleistungen und in harten Kämpfen bei trovischer Hitze stark ausgebaute Stellungen nördlich des Kuban und nahmen die für die feindliche Rüstungsindustrie wichtige Hauptstadt des KubanGebietes Krasnodar. Die Stadt Maikop, das Zentrum des bedeutenden Oelgebietes am Nordrand des Kaukasus, wurde von schnellen Verbäuden im Sturm genommen. Im raschen Vorstoß nach Südosten nahmen schnelle Truppen die Stadt Pjatigorsk. Südwestlich Stalingrad wehrte sich der Feind verzweiselt. Seine Gegenangriffe scheiterten in harten Kämpfen. Im großen Doubogen wurde eine starke seindliche Armee westlich Kalatsch eingeschlossen. Wiederholte Ausbruchsversuche blieben erfolglos. Den eingekesselten und auf engem Raum zusammengedrängten feindlichen Kräften fügten Nahkampffliegerverbände schwere Verluste zu. Außerdem wurden Truppen= und Materialeinschiffungen an der nordkaukasischen Küste durch die Luftwaffe wirkungsvoll bombardiert. Hierbei versenkten Kampfflugzeuge im Hasen von Tuapse ein Handelsschiff von 4000 BRT durch Bombentreffer und beschädigten ein weiteres schwer. Weitere Angriffe richteten sich gegen Eisenbahnanlagen südlich Stalingrad. Ein sowjetischer Panzerzug wurde vernichtet. Südostwärts Rschew setzte der Feind seine Augriffe fort. Sie wurden in erbitterten Kämpsen abgewehrt und hierbei 34 feindliche Panzer vernichtet. An der ägyptischen Front herrscht zur Zeit nur geringe örtliche Kampftätigkeit. Nach einigen militärisch wirkungslosen TagesStörangriffen über norddeutschem Küstengebiet und Westdeutschland griff die britische Luftwaffe in der vergangenen Nacht wiederum westdeutsches Gebiet an. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. In einigen Orten, hauptsächlich in Wohnvierteln Politik durchschauen, keine Ueberraschung, aber die wenigen Freunde, die England noch in der Welt der Neutralen besitzt, werden es von nun an noch schwerer haben, durch ihre Zeitungen die moralischen und weltanschaulichen Hintergründe des Krieges zu verfälschen. Insofern bedeutet die neue Wende, wie sie die indische Frage genommen hat, eine Klärung der Fronten, welche man in den Ländern des Dreierpaktes und ihrer Verbündeten nur begrüßen kann. Der Kampf um Indien tritt jetzt in eine Phase ein, welche den Indern selbst und den Mächten, welche entschlossen do Stockholm, 11. August. Aus Bombay, Kalkutta und New Delhi laufen ständig Telegramme britischer Indien=Korresvondenten in London ein, aus denen hervorgeht, daß die Lage mehr und mehr gespannt wird. Es ist nicht ausgeschlossen, daß auch in der indischen Rüstungsindustrie mit Zuckerbrot und Peitsche gedroht und gelockt wird. Dennoch hat sich in Judien in den letzten 24 Stunden die Lage keinesweas geklärt. In Bombay kam es zu wiederholten Unruhen; auch in anderen Städten dürfte es zu ähnlichen Vorgängen gekommen sein. Nur verhindert eine strenge Zensur die Weitergabe der Meldungen. Der Londoner„Daily Herald" befürchtet, daß sich der Stadt Osnabrück, entstanden Sach= und Gebäudeschäden. Fünf der angreifenden Bomber wurden zum Absturz gebracht. Die Luftwaffe belegte am gestrigen Tage Truppenunterkünfte und wehrwirtschaftliche Anlagen an der englischen Südküste mit Bomben schweren Kalibers. In der Nacht zum 10. August wurden Rüstungsanlagen in den Midlands sowie Werft= und Dockanlagen an den Küsten Englands bombardiert. In den frühen Morgenstunden des 9. August kam es im Kanal erneut zwischen deutschen Minensuchbooten und britischen Schnellbooten zu einem Gesecht. Auf einem Schnellboot wurde ein Volltreffer erzielt, ein weiteres blieb unter starker Rauchentwicklung brennend liegen. . □ Berlin, 11. Aug. Reichsminister Dr. Goebbels besuchte zwischen dem 7. und 10. August die Gaue Köln=Aachen und Düsseldorf. Bei seinen Besprechungen mit den Bombengeschädigten des englischen Angriffs auf Kulturdenkmäler, Wohnviertel und eine arbeitsame Bevölkerung kam immer wieder die harte Entschlossenheit und der ungebrochene Siegeswille der Bevölkerung zum Ausdruck.„Nie werden sie uns unterkriegen,“ erklärten einmütig die Arbeiter eines großen Kölner Betriebes Dr. Goebbels, als er mit ihnen über die Erlebnisse in der Nacht des„Molotow“=Angriffes auf Köln sprach. Der Minister war von der heldenmütigen Haltung und dem unerschütterlichen Willen aller Schichten der Bevölkerung aufs tiefste beeindruckt. Auf einer Kölner Kundgebung brachte er vor rund 15000 Gefolgschaftsmitgliedern zum Ausdruck, daß der Führer und das ganze deutsche Volk „zu jedem Opfer bereit“ Gandhi(links) und Nehru sind, die Sache der indischen Freiheit zu vertreten, die Möglichkeit gibt, ebenso rücksichtslos vorzugehen, wie England selbst. kleine Widerstandszellen gebildet haben: es ist die einzige Zeitung, die es wagt, den Enschluß des Bizekönigs für fehlerhaft zu erklären. Selbst Reuter ist vorsichtig. Der Nachrichtendienst meldet allerdings aus der 150 Kilometer südöstlich von Bombay gelegenen Stadt Poona, die Polizei habe auf die Menge gefeuert, als sie versuchte, die Absperrung um das Kongreßgebäude zu durchbrechen. Auch sei der Gummiknüppel in Tätigkeit getreten und es habe Tote und Verwundete gegeben. Eine amerikanische Agenturmeldung besagt, in Bombay habe die größte aller verbotswidrig einberufenen Massenversammlungen wenigstens 30000 Menschen im ShivajaPark im Herzen der Stadt zusammengeführt. Die Sprecher hätten einen Aufruf Gandhis verlesen, in dem es heißt, daß alles zum Kampfe für die Freiheit Indiens eingesetzt werden müsse. Der Aufruf schließe mit den Worten„Handeln oder Sterben!" Die Polizei habe nicht weniger als sechs Mal Tränengasangriffe unternommen. Eine weitere Reutermeldung besagt, daß die Polizei auch die Büros des provinziellen Arbeitsausschusses in Nagpur versiegelte. Unter den dort Verhafteten befinde sich auch der frühere Minister für Industrien, C. J. Bharnka.— Im Distrikt von Kaira seien 17 Kongreßführer verhaftet und in das Zentralgefängnis in Saarmati gebracht worden. Auch in Cuttack habe die Polizei das Büro des provinziellen Kongresses besetzt. Tränengas und Schußwasfe * Bern, 11. August. Reuter meldet aus NeuDelhi:„Die Polizei beschlagnahmte am Montagmorgen das Provinzialbüro des Kongreßausschusses in Neu=Delhi. Aus Bombay meldet das englische Nachrichtenbüro:„Alle Märkte in Bombay waren am Montag geschlossen.“ Fortsetzung 2. politische Seite mit stolzer Dankbarkeit der Leistungen gedenke, die es durchführe, die sonst nur von Frontsoldaten bezwungen würden. Jedem, auch den Frauen müsse man für ihre tapfere Haltung größte Hochachtung zollen. Darüber hinaus haben sogar Knaben und Mädchen in großer Gefahr wahre Heldentaten vollbracht. Nach der Würdigung der schweren materiellen und seelischen Belastung, denen die Kölner Bevölkerung ausgesetzt sei, kam Dr. Goebbels auf die Ziele und Methoden der deutschen Kriegführung zu sprechen. Diesmal kämpfen wir den Krieg für Getreide und Brot, für einen gedeckten Tisch, für die Erringung der materiellen Bedingungen zur Lösung der sozialen Frage. Zu den Reden der feindlichen Agitationsleiter zur Errichtung einer zweiten Front sagte Dr. Goebbels u..:„Wir stehen der Ruhmredigkeit unserer Gegner kühl bis ans Herz hinein gegenüber. Neue Erfolge— Psatigorst genommen! Feindliche Armee bei Kalatsch eingesch lossen Luftangriffe auf Südengland Schiechie Nacheichten nog sirenger Heusur Gewaltmaßnahmen können Protestkundgebungen der Bevölkerung nicht verhindern Drahtbericht unseres eigenen ständigen Korrespondenten De. Gocodeis wente in Westdeutschans Larte Entschlossenheit und ungebrochener Siegeswille unserer Bevölkerung Es sind alle Vorbereitungen gekroffen, in welcher Zahl und wann sie auch kommen wollen, sie würdig zu empfangen.“ Die Zuhörerschaft dankte Dr. Goebbels mit stürmischem Beifall. Weiter besichtigte Dr. Goebbels die Städte Neuß und Düsseldorf, wo die Bevölkerung eine ebenso tapfere und siegesbewußte Haltung an den Tag legte. Sonnabendnachmittag empfing Dr. Goebbels die führenden Schriftleiter der rheinisch=westfälischen Presse zu einer Besprechung in der Gauleitung Düsseldorf. Anschließend sprach der Minister vor 10000 Volksgenossen auf einem Appell im Ritter= und Kaisersaal der Tonhalle. Er dankte den Düsseldorfern im Namen des Führers und des deutschen Volkes für die heroische Haltung während der englischen Terrorangriffe. Montag besuchte Dr. Goebbels seine Vaterstadt Rheydt. Danach begab er sich nach Berlin zurück. Eichenlaub für Generalmajor Herr General der Panzer Kempff und Sauptmann Sackel dnd Aus dem Führerhauptquartier, 11. August. Der Führer verlieh heute dem Generalmajor, Traugott Herr, Kommandeur einer Panzerdivision, das Eichenlaub, zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Ebenso verlieh der Führer heute dem General der Panzer Kempff, Kommandierender General eines Panzerkorps, das Eichenlaub. Ebenso erhielt Hauptmann Hackel, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, diese hohe Auszeichnung.— Der Führer sandte den verdienten Offizieren nachstehendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 111. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. gez. Adolf Hitler.“ Das Staatsbegräbnis für General der Flieger von der Lieth=Thomsen □ Berlin, 11. August. Im Ehrenmal des Reichsluftfahrtministeriums fand am Montag mittag auf Befehl des Führers in Gegenwart zahlreicher hoher Vertreter von Wehrmacht, Staat und Partei sowie einer Reihe von Militärattachés der befreundeten Staaten in feierlichem Rahmen der Staatsakt für den verstorbenen General der Flieger Hermann von der Lieth=Thomsen statt. Als Vertreter des Führers nahm Generaloberst Weise an der Trauerfeier teil, und General der Flieger Kastner=Kirdorf widmete als Vertreter des Reichsmarschalls dem großen Pionier der deutschen Luftwaffe tiefempfundene Worte ehrenden Gedenkens. Nach dem Staatsakt wurde die sterbliche Hülle des großen Soldaten nach dem Invalidenfriedhof übergeführt und dort zur letzten Ruhe gebettet. Die gescheiterten Sowjetangrisfe im Raum von Rschetv □ Berlin, 11. August. Im Raum von Rschew begannen die Bolschewisten am 30. Juli einen Angriff, der nach erbeuteten Befehlen eine Entlastung für die zusammengebrochene Südfront des Feindes bringen sollte. Auf engstem Raum wurden Tag für Tag starke Kräfte von Infanterie und Panzern, die von schwerem Artilleriefeuer unterstützt wurden, zum Sturm gegen die deutschen Stellungen eingesetzt. Alle Anariffe scheiterten an der unerschütterlichen deutschen Abwehr, insbesondere sächsisch=sudetendeutscher Regimenter. Bis zum 7. August wurden allein im Abschnitt eines deutschen Armeekorps 174 feindliche Panzerkampfwagen vernichtet und den Bolschewisten schwerste Verluste an Menschen und Kriegsmaterial zugefügt. Der Zebraut Verirag bestand die Prode Ankara und Sosia betonen ihr gutnachbarliches Verhältnis Von unserem eigenen ständigen Korrespondenten Piatigorsk ist eine Stadt von 65 000 Einwohnern, das in der Gegend der berühmten kaukasischen Mineral= und Heilquellen liegt. Das Stadtbild ist daher auch reich an Sanatorien und Hotels. Pjatigorst liegt inmitten eines reichen landwirtschaftlichen Gebietes, das besonders wegen seines Gartenbaues und seiner Milchwirtschaft bekannt wurde. Dementsprechend ist die Rahrungsmittel= und Genußmittelindustrie hier stark entwickelt. Von der metallverarbeitenden Industrie ist eine Fabrik zur Herstellung von Munition und Ueberholung von Kraftfahr. zeugen erwähnenswert. Vertreten sind hier weiterhin Werke der chemischen Industrie, Leder. und Textilindustrie und Möbelfabriken. Kühne Tat eines Leutnants □ Berlin, 11. August. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Leutnant Konrad Schirmer, Zugführer in einem Pionierbataillon.— Leutnant d. R. Schirmer griff aus eigenem Entschluß an der Spitze eines Pionierstoßtrupps im Zuge des Angriffs seiner Division nordostwärts Charkow sechs schwere bolschewistische Panzer an. Innerhalb kurzer Zeit vernichtete er durch Sprengladungen drei Feindpanzer, zwang die übrigen zum Rückzug und ermbalichte durch diese kühne Tat der Division, ihr Angriffsziel zu erreichen Vergeblicher Appell der„Prawda“ X Stockholm, 11. August. Der Leitartikel der„Prawda“ steht am Montag im Zeichen der vernichtenden Schläge, die die deutsche Wehrmacht im Osten austeilte.„Schwere und drohende Zeiten sind angebrochen,“ so heißt es u. a.„Die Lage an der Front wird immer gespannter. Der Feind dringt immer weiter vorwärts. Den Feind aufzuhalten, sich an jedem Fußbreit Boden zu klammern, ist die heilige Pflicht eines jeden sowjetischen Kämpfers. Man darf den Feind nicht weiter vorlassen, denn dann drohen noch größere Gefahren.“ Auch Washington hällt sich in Schweigen #n Vigo, 11. August. Meldungen aus Washington besagen, daß man dort über die Seeschlacht bei den Salomon=Inseln immer noch keine Einzelheiten bebanntgeben kann, obgleich die Operationen bereits vier Tage dauerten. Auch die japanischen ins einzelne gehenden Darstellungen konnten die Nordamerikaner nicht veranlassen, ihre Lurückhaltung“ aufzugeben. Ein Beweis mehr, daß das anfängliche Siegesgeschrei sich wieder einmal als dumme Lüge entpuppt hat. im Sofia, im August. In den Reden und Gesprächen bulgarischer Staatsmänner ist in letzter Zeit wiederholt auf die guten Beziehungen Bulgariens zur Türkei hingewiesen worden. Versuchte doch die Feindagitation mit allem Nachdruck, Spannungen zwischen beiden Ländern zu schaffen und somit die bulgarisch= deutsche und die türkisch=deutsche Freundschaft zu stören. Nur zu gut ist ihr bekannt, daß die Ruhe und die Sicherheit im Südostraum durch den bulgarisch=türkischen Freundschaftspakt, der am 17. Februar 1941 abgeschlossen wurde, garantiert ist. Das Abkommen, das den bulgarischtürkischen Freundschaftsvertrag von 1935 erneuerte, hat die Beziehungen beider Länder auf eine eindeutige positive Formel gebracht, Vertrauen und Freundschaft zwischen den beiden Völkern aufrechtzuerhalten und alle Angriffsabsichten auszuschließen, und sowohl Bulgarien wie auch die Türkei wünschen„diese Politik des Vertrauens fortzusetzen, die in den schwierigsten Momenten dazu gedient hat, Frieden und Ruhe zu sichern". Innerhalb der Balkaupolitik ist Bulgariens Haltung Griechenland und Ingoslawien gegenüber immer gespannter gewesen als seine Haltung gegenüber der Türkei. Die tiefste Ursache dafür liegt in der Tatsache, daß es zwischen Bulgarien und der Türkei keinerlei territoriale Forderungen gibt, und diese Tatsache ist das wichtigste Moment in der Politik des Südostraumes. Bulgarien hat der Türkei gegenüber keinerlei Grund, andere als gutnachbarliche Beziehungen zu pflegen. Man ist in beiden Ländern übereingekommen, keine Truppenverschiebungen an der bulgarisch=türkischen Grenze vorzunehmen. Im GriechenlandFeldzug wurden die Verkehrsverbindungen zwischen Bulgarien und der Türkei zerstört und somit der Handelsverkehr zwischen den beiden Ländern unterbrochen. Der Eintritt Bulgariens in den Dreimächtepakt wurde in der Türkei als eine rein bulgarische Angelegenheit bezeichnet und man gab freimütig zu, daß Bulgarien die Bestimmung habe, eine bedeutende Rolle zu spielen. Der Freundschaftsvertrag Sofia— Ankara hat seine Bewährungsprobe bestanden. 4000 Flüge eines Transportgeschwaders □ Berlin, 11. August. Ein an der Ostfront eingesetztes Transportgeschwader hat in 4000 Flügen, die trotz schwieriger Wetterlage und starker feindlicher Erd= und Luftabwehr durchgeführt wurden, wesentlich zur Behauptung wichtiger Stützpunkte beigetragen. Aus diesem Anlaß hat der Reichsmarschall allen Angehörigen des Geschwaders seinen Dank und seine besondere Anerkennung ausgesprochen. Reichsführer Es über die Ostaufgabe □ Berlin, 11. August. Der Reichsführer Heinrich Himmler hat in seiner Eigenschaft als Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums zu der volkstumspolitischen Ostaufgabe des deutschen Volkes in einem Geleitwort Stellung genommen, das er dem Heft 6/7 der volkstumspolitischen Monatsschrift„Deutsche Arbeit“, gab. „Unsere Aufgabe ist es,“ so schreibt der Reichsführer 5,„den Osten nicht im alten Sinne zu germanisieren, das heißt, den dort wohnenden Menschen deutsche Sprache und deutsche Gesetze beizubringen, sondern dafür zu sorgen, daß im Osten nur Menschen wirklich deutschen, germanischen Blutes wohnen.“ Dieses neue Heft der „Deutschen Arbeit“ befaßt sich mit dem Anteil der umgesiedelten Volksdeutschen an den volkstumspolitischen Aufgaben im neuen deutschen Osten und enthält u. a. Beiträge der=Obergruppenführer Lorenz, Koppe, Hildebrandt, des=Gruppenführers Greifelt und des=Oberführers Professor Dr. Meyer. Test kamen die Fiagzeuge, dann die Ztolie Interefsante Einzelheiten zu der Seeschlacht bei den Salomon=Inseln ∆ Tokio, 11. August. Ueber die Seeschlacht bei den Salomon=Inseln werden jetzt die ersten Einzelheiten bekannt. Danach wurde die britisch=amerikanische Flotte am 7. August 11.20 Uhr von japanischen Aufklärern in der Korallensee mit Kurs nach Norden entdeckt. Auf die Funkmeldung der Piloten hin starteten sofort Bomben= und Torpedoflugzeuge zum Angriff. Obwohl heftiger Sturm herrschte, stürzten sich die japanischen Flieger tief auf die feindlichen Schiffe herab und warfen aus nächster Nähe ihre Bomben und Torpedos. Der Gegner versuchte sich durch heftiges Abwehrfeuer der Angreifer zu erwehren, doch wurde ein Schiff nach dem anderen getroffen und versenkt. Inzwischen waren feindliche Jäger aufgestiegen, so daß es zu erbitterten Luftkämpfen kam. Den kampferprobten japanischen Piloten gelang es, in verhältnismäßig kurzer Zeit 41 gegnerische Flugzeuge abzuschießen. Am Abend erschienen japanische Flotteneinheiten am Kampfplatz. Sie eröffneten sofort heftiges Artilleriefeuer auf die verbliebenen feindlichen Schiffe. Das Feuergefecht dauerte die ganze Nacht an. Auch am 8. August wurde der Kampf mit großer Heftigkeit fortgesetzt und dauerte, als die letzten Berichte ausgegeben wurden, noch an. Die Nachricht von diesem glänzenden Seesieg der japanischen Marine hat im ganzen Lande größte Begeisterung ausgelöst. Der Bericht des kaiserlichen Hauptquartiers wird von der gesamten Presse in sensationeller Aufmachung wiedergegeben. Die japanische Marine, so schreibt „Tokio Nitschi Nitschi“, sei seit Wochen vergeblich bemüht gewesen, die feindliche Flotte zu stellen. Endlich sei ihr dies gelungen. Die Seeschlacht bei den Salomon=Inseln stelle einen der größten Siege in der Geschichte der japanischen Marine dar. Die gesamte Nation sei tief bewegt über diese Leistung. In kürzester Zeit seien 28 feindliche Schiffe versenkt oder schwer beschädigt worden. Doch trotz dieses großen Erfolges werde Japans Parole sein:„Nach dem Sieg bindet den Helm fester!“ Fapaner schlugen starke Seestreitkräfte bei den Aleuten zurück ∆ Tokio, 11. August. Das Kaiserliche Hauptquartier gab gestern bekannt, daß javanische Marineeinheiten am 8. August starke feindliche Seestreitkräfte bei den Alenten zurückgeschlagen haben. Neues in Kürze Amsterdam. Wie der britische Nachrichtendienst aus Teheran meldet, sind der britische Konsul in Asfahan, Harris, und der britische Sanitätsoffizier Dr. Griffth ermordet worden. Stockholm. Am Dienstag soll der erste amerikanische Militärgerichtshof in einer englischen Stadt eröffnet worden. Saloniki. Beim ägyptischen Versorgungsministerium ist der Bericht einer Prüfungskommission eingelaufen, nach dem unter den bei den britischen Militärbehörden arbeitenden ägyptischen Arbeitern der Kanalzone Hungersnot herrscht. Stockholm. Nach einer Meldung aus MexikoCity hat die Regierung die Ausbeutung der Oelfelder von Dosbocas im Tampico=Gebiet wieder aufgenommen, die in den 30er Jahren als erschöpft galten. Berlin. Ein mainfränkisches Panzerregiment schoß am 7. August bei den harten Kämpfen im südlichen Abschnitt der Ostfront seinen 800. bolschewistischen Panzer ab. Stockholm. Reuter muß zugeben, daß die Attakken der britischen Polizei auf die Volksmenge von Bombay bereits Todesopfer gefordert haben. Berlin. Die Gewaltmaßnahmen der britischen Regierung gegen Indien bilden das Hauptthema der Presse Europas. Bangkok. Als Protest gegen die Verhaftung der indischen Kongreßführer wurde am Montagmorgen in Bangkok ein Massenumzug von vielen tausend Indern veranstaltet. Stockholm. Nach der Verhaftung Gandhis herrschte in Londoner Kreisen am Sonntagabend eine beinahe deprimierte Stimmung. Rom. Ein heftiges Erdbeben zerstörte die Stadt Acatemango in Guatemala und richtete in anderen Städten und Dörfern im Westen des Landes ebenfalls Schaden an. Rom. Die kriegerischen Ereignisse an allen Fronten bilden die große Aufmachung der römischen Presse. Berlin. Der kaiserlich=japanische Botschafter in Berlin, Oshima, hat in den letzten Tagen eine Frontreise auf die Krim unternommen. Berlin. In den letzten Tagen des Monats Juli schossen im Bereich des Luftgaues Belgien=Nordfrankreich Einheiten der Flakartillerie der Luftwaffe ihr 500. Flugzeug ab. „Politisch und strategisch ein tödlicher Stoß“ ∆ Hsingking, 11. August. Bei einem Interview unterstrich der japanische Marineattaché in Hsingking die große Bedeutung des überragenden Seesieges der japanischen Marinestreitkräfte in der Schlacht bei den Salomon=Inseln. Politisch und strategisch bedeute er einen tödlichen Stoß für den Feind. Dr. Ley empfing westsälische Rüstungsarbeiter □ Berlin, 11. August. Reichsorganisationsleiter Dr. Robert Ley empfing am Montaa in Berlin hundert westfälische Rüstungsarbeiter, die sich auf der Rückreise von einem Hafen der=Boot=Waffe befanden. Sie hatten ihre Arbeit für kurze Zeit unterbrochen, um einer Anregung der=BootMänner entsprechend und betreut von der Deutschen Arbeitsfront, einmal die Waffe. deren Einzelteile sie herstellen, als Ganzes kennenzulernen und auch mit den Frontkameraden Fühlung zu nehmen, für die sie in ihren Betrieben schaffen. Dr. Ley dankte ihnen in einer Ansprache nicht nur für ihre Arbeit, sondern auch für die stolze Haltung, die sie als Gefolgsmänner des Führers zur Schau trugen. Auch Reichsminister Sveer ließ den Rüstungsarbeitern seine Grüße übermitteln und seinen Dank für ihren Einsatzwillen aussprechen. Verhaftungen Beweis für Englands Schwäche X Tokio, 11. August.„Die Tatsache der Verhaftung der indischen Führer zeigt, daß die indische Unabhängigkeitsbewegung so stark geworden ist, daß die gewöhnlichen Methoden der britischen Regierung zur Unterdrückung der Bewegung nutzlos geworden sind", erklärte der bekannte japanische Dichter und Freund Indiens Yonejiro Nogucho in einem Interview mit„Mijako Schimbun“ zu den Ereignissen in Bombay. Tränengas und Schutzwafse Fortsetzung von de.t 1 bU11 Seite Eine andere englische Nachrichtenagentur gibt Aufschluß darüber, daß auch am Montag Gummiknüppel und Tränengas, schließlich auch die Schußwasse von der britischen Polizei angewandt wurde. „19 britische Polizeibeamte,“ heißt es in der Meldung wörtlich,„wurden schwer verwundet und etwa 100 Demonstranten erlitten mehr oder weniger schwere Verletzungen. Der Belagerungszustand wurde überall im„Unruhegebiet" verhängt. Am Sonntagabend begann die, schon früher vom indischen Kongreß vorbereitete Bewegung, die zum Boykott britischer Waren auffordert." In einem Ort in der Provinz Bombay war, wie Reuter später drahtet, die„Polizei am Montagmorgen„gezwungen“, das Feuer auf eine große, wütende Menge zu eröffnen, die sich weigerte, auseinanderzugehen. Die Londoner Presse läßt, wie z. B. die„Daily Mail“, jetzt jede Maske fallen und gibt offen zu, daß die Versprechungen, die man den Indern gab, nichts als Täuschungen waren. Die„Dailv Mail“ schreibt, die indischen Kongreßführer hätten eigentlich schon seit Jahren im Gefängnis sitzen sollen. Massenumzüge in Bangkok ∆ Bangkok, 11. August. Als Protest gegen die Verhaftung der indischen Kongreßführer wurde am Montagmorgen in Bangkok ein Massenumzug von vielen tausend Indern veranstaltet, der sich durch die Straßen der Stadt bewegte. Schilder mit Aufschrift wie„Nieder mit England, dem Feind der Humanität!" und anderen antibritischen Aufschriften wurden mitgeführt. Der Zug wurde auf seinem Wege zu dem Hauptquartier der indischen Unabhängigkeitsliga überall von einer begeisterten Menge mit Hochrufen begrüßt. R. Bose, der Präsident des Exekutivrates, und D. Das, der thailändische Leiter der indischen Unabhängigkeitsliga, hielten Ansprachen an die versammelten Inder. Es wurde darin zum Ausdruck gebracht, daß jetzt die Zeit gekommen sei, um dem Vaterland zu helfen. Indien werde in diesem letzten Kampf um die Freiheit den Sieg davontragen.— Sämtliche indischen Länden waren am Montag in Bangkok geschlossen, um damit ihre Anteilnahme an der Verhaftung der indischen Führer zum Ausdruck zu bringen. „.... daß Gandhi erledigt werde“ Drahtbericht unseres eigenen Vertreters 28 Rom, 11. August. Die Lage in Indien verschärft sich von Stunde zu Stunde. Aus allen Städten werden Unruhen und Aufstände gemeldet; Schießereien zwischen Militär= und Zivilbevölkerung. Die Verhaftung Gandhis und aller führenden Kongreßmitglieder ist London nicht unerwartet gekommen. Der„Daily Telegraph“ hatte sogar schon Maßnahmen angekündigt und die Hoffnung ausgesprochen,„daß Gandhi erledigt werde". „Die Fanfare zur letzten Schlacht“ □ Berlin, 11. August. Anläßlich der jüngsten Ereignisse in Indien gah Subhas Chandra Bose folgende Erklärung ab:„Für das„Verbrechen", Indiens Freiheit gefordert zu haben, sind Mahatma Gandhi und eine Menge anderer Führer in den Kerker geworfen worden. Ich zweifle nicht, daß jetzt schon weitere Tausende verhaftet worden sind. Für diejenigen, die lange Jahre im Gefängnis verbracht haben, weil sie für die Freiheit kämpfen, kommt diese Entwicklung nicht überraschend. Von großer internationaler Bedeutung aber ist die Tatsache, daß die britische Regierung, während sie in die Welt trompetet, für Freiheit und Demokratie zu kämpfen, in ihrem eigenen Reich die Führer eines Volkes ins Gefängnis wirft, allein für das Verbrechen, ihre nationale Freiheit gefordert zu haben. Dies sollte das letzte noch notwendige Argument liefern, um alle unvoreingenommenen Männer und Frauen in der ganzen Welt zu überzeugen, daß England tatsächlich nur für seine eigenen imperialistischen Interessen und die alte Ordnung, die auf ihnen aufgebaut ist, kämpft. Ich habe keinen Zweifel, daß in diesem Kampf zwischen dem versklavten Indien und dem imperialistischen England die Sympathie der zivilisierten Welt in überwältigender Weise auf Indiens Seite sein wird. In dieser schicksalsschweren Stunde möchte ich meinen Landsleuten in Indien und im Ausland zurufen:„Die Fanfare zur letzten Schlacht unserer nationalen Befreiung ist erklungen. Jeder Mann, jede Frau und jedes Kind muß an diesem Kampf teilnehmen, gleichgültig, welche Leiden und Opfer dies bedeuten mag. Jeder Gedanke an ein Kompromiß, jedes Zandern und Zagen muß aufgegeben werden. Die Inder in Indien und im Ausland— voll und ganz unterstützt von der Weltmeinung und von den Feinden Englands— müssen Schulter an Schulter marschieren, müssen mit allen denkbaren Mitteln kämpfen, bis der letzte Engländer aus Indien vertrieben ist und die Fahne der Unabhängigkeit wiederum auf unserem heiligen Heimatboden weht!“ Die Verlustliste aus Bomban □ Berlin, 11. August. Ueber die Ereignisse in Indien meldet Reuter aus Bombay: Amtlich wird bekanntgegeben, daß bei den dortigen Unruhen am Montag 27 Personen verletzt wurden. Die Anzahl der Toten und der verletzten Polizisten seien noch nicht bekanntgegeben. Am Sonntag wurden 11 Inder getötet und 49 verletzt. 22 Polizeioffiziere und 69 Polizisten wurden verletzt. Wie hören im Ründkunie: Dienstag. Reichsprogramm: Karl Freund und Siegfried Schulze spielen von 11—11,30 Uhr Beethovens Violinsonate G. Dur. Von 16—17 Uhr Opern von Verdi, Emetana, Puccini und Die Rundfunkspielschar der Hitler=Jugend in Danzig singt und spielt von 20,15—21 Uhr volkstümliche Weisen. Klassische Operetten=Sendung von 21—22 Uhr. Film. und Bühnenmusik von 22,30—24 Uhr.— Deutschlandsender: Rudolf Watke singt Pfitzner=Lieder von 17,15 bis 18,20 Uhr. Von 2015—21 Uhr ein musikalisches Kunterbunt zeitgenöfsischer Unterhaltungsmustk. Fünf Orchester bringen heitere Weisen der Gegenwart von 21—22 NaS VET Castrop=Rauxel, 11. August Jasse dich kurz! Auch beim Fernsprechverkehr in den Abendstunden Der Sprechverkehr hat während des Krieges besonders in den Abendstunden erheblich zugenommen. Die Ferngespräche können in der Zeit nach 19 Uhr nur mit beträchtlichen Verzögerungen ausgeführt werden. Abhilfe durch Vermehrung der Fernleitungen usw. ist in absehbarer Zeit nicht möglich. Das weibliche Fernsprechpersonal ist durch vermehrten Spät= und Nachtdienst bereits bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit beansprucht. Im Interesse einer besser geregelten Abwicklung im Abendsprechverkehr und zur Sicherstellung des kriegswichtigen Sprechverkehrs hat die Reichspostdirektion Dortmund folgendes angeordnet: Die Fernsprechvermittlungsstellen sind ermächtigt, die Dauer der Fern= und Schnellgespräche nach 19 Uhr auf 6 Minuten zu beschränken. Nachfragen nach vorliegenden Gesprächsanmeldungen werden nach 19 Uhr nicht beantwortet. Für den Sprechverkehr nach 19 Uhr muß die Regel gelten: Fasse dich kurz! Allen Gesprächsteilnehmern wird empfohlen ihre Abendgespräche möglichst in der Zeit von 17 bis 19 Uhr zu führen oder schon anzumelden, damit sie nach 19 Uhr rechtzeitig ausgeführt werden können. Wer nicht lange warten will, möge seine Ferngespräche für die Zeit nach 19 Uhr von vornherein als„dringend, gegen doppelte Gebühr" anmelden. 80 Jahre alt Unsere Mitbürgerin Sofia Klüter, Gaswerkstraße 45, kann am heutigen Dienstag(11..) die Vollendung ihres 80. Lebensjahres begehen. Der in ihrem Bekanntenkreise recht gern gesehenen Altersjubilarin auch an dieser Stelle zu ihrem Ehrentage die herzlichsten Glück= und Segenswünsche, verbunden mit einem kräftigen„Glück auf“ für noch recht viele weitere Jahre in Gesundheit und Zufriedenheit.— Gestohlene Fahrräder Im Laufe der letzten Woche wurden folgende Fahrräder gestohlen: 1 Herrenfahrrad, Marke Göricke", Nr. unbekannt, 1 Herrenfahrrad, Marke„Witteler", Nr. unbekannt, 1 Damenfahrrad, Marke und Nr. unbekannt. Vor Ankauf wird gewarnt. Angaben zur Ermittlung der Täter nimmt die Kriminalpolizei oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Radfahrer, achtet besser auf eure Räder! Merkt euch auch die Nummern der Räder! Sichergestelltes Fahrrad Bei der Kriminalpolizei in Herne Adolf=Hitler= Platz, ist ein Herrenfahrrad, Marke„Volbros“, sichergestellt. Der Eigentümer kann seine Ansprüche dort geltend machen. Kreisleiter Nieper spricht auf Ickern 1/2 Im Rahmen der Aktion„Steigerung der Leistung" findet am morgigen Mittwoch, ab 14.45 Uhr, im Betrieb der Zeche Ickern 1/2 seitens der Fachabteilung „Bergbau“, eine Betriebsversammlung statt, in der Kreisleiter Nieper sprechen wird. NéV-Schulungs- und Arbeitstagung im nördlichen Stadtteil Am Donnerstag, dem 13. August beginnt um 19.30 Uhr im Saale Gertzen(früher Thimm) eine Arbeitsund Schulungstagung der NSV. der Ortsgruppen Rauxel, Habinghorst und Ickern. Sprechen werden Kreisamtsleiter Voigt und Kreisschulungsbeauftragter Schröder. Es nehmen teil: der Ortsgruppenleiter mit ihren Stäben, die Zellen= und Blockwalter, Frauenschafts=Zellenleiterinnen und Blockwalterinnen sowie deren Helfer und Helferinnen. Morgen Altstoffablieferung der Oberschule In der Oberschule für Jungen werden am Mittwoch, dem 12. August 1942, von 10—11 Uhr Altstoffe abgeliefert. Os tohnt sich, Bergmann zu werden Der Verglehrling ist besser als jeder andere Lhrling gestellt neg Es bedarf keiner Hervorhebung, daß der Bergbau durch die Gewinnung des einzigsten Rohstoffes, den Deutschland in größerem Ausmaße hat und mit dem es zur Zeit fast ganz Europa versorgen muß, heute eine Bedeutung besitzt wie nie zuvor. In richtunggebenden Worten des Führers und des Beauftragten für den Vierjahresplan, Reichsmarschall Hermann Göring, ist dem Bergmann so oft die Bedeutung seiner Arbeit aufgezeigt worden. Auch für den Bergmann selbst, der diese Appelle verstanden hat und der zur Erreichung einer Erhöhung der Förderung immer wieder durch eigene Leistungssteigerung beiträgt, hat der Beruf wieder seinen Wert bekommen. Nach den Jahren des wirtschaftlichen Niederganges im Bergbau hat er seit 1933 eine ganze Anzahl von Arbeits= und Lohnverbesserungen erlebt. Die Feierschichten fielen weg, die Feiertage werden bezahlt, neue Gedinge= und Schichtlöhne wurden eingeführt, das Reichserholungswerk der DAF. kommt in erster Linie dem Bergmann zugute, der Bergmannsberuf wurde Lehrberuf, und durch weitere Maßnahmen sorgen alle verantwortlichen Stellen dafür, daß gerade dem Bergmannsberuf wieder ein tüchtiger Nachwuchs zugeführt wird. Bergvorschulen und Bergschulen bieten jedem strebsamen und tüchtigen Berglehrling die Möglichkeit, vorwärts zu kommen. Entgegen der früheren starken Einschränkung der Ausbildung von Bergschülern ist in den letzten Jahren die Zahl der Bergschüler dem Beamtenberuf der Zechen wieder angepaßt worden, so daß heute alle Jungbergleute, die sich zu den Bergvorschulen melden, nach erfolgreichem Besuch günstige Anstellungsaussichten haben. Durch die Neuregelung der Erziehungsbeihilfe ist der Berglehrling heute viel besser gestellt als ein Lehrling in jedem anderen Beruf. Auch hiermit ist ein weiterer Schritt getan, dem Bergmann die Anerkennung zu zollen, die ihm im Hinblick auf die Schwere seines Berufes und die Bedeutung seiner Tätigkeit im deutschen Wirtschaftsleben zukommt. Das Einkommen der Berglehrlinge setzt sich nunmehr zusammen aus dem Betrag je Schicht, der nach Alter und Tätigkeit über oder unter Tage verschieden ist, und einer festen monatlichen Sonderzuwendung von 15 bis 30 RM. Aus diesen Beträgen errechnet sich die Gesamterziehungsbeihilfe. Sie vermindert sich um den Schichtsatz nur bei Fehlschichten(außer Tarifurlaub) und um ein Dreißigstel der festen Zulage je Tag nur bei Fehlschichten ohne genügenden Entschuldigungsgrund. Bei Krankheit wird dem Lehrling der Sonderzuschlag sechs Wochen weitergewährt. Die Bezüge der Berglehrlinge stellen sich wie folgt: 1. Lehrjahr bei 14 Lebensjahren über Tage 62.58 RM 1. Lehrjahr bei 16 Lebensjahren über Tage 98,20 RM unter Tage 111,26 RM 2. Lehrjahr bei 16 Lebensjahren über Tage 103,20 RM unter Tage 116,26 RM bei 17 Lebensjahren über Tage 116,98 RM unter Tage 130,30 RM 3. Lehrjahr bei 17 Lebensjahren über Tage 116,98 RM unter Tage 135,30 RM Diese Beträge erhöhen sich mit jedem Jahr. Wer sich beizeiten dem Bergmannsberuf zuwendet, steht sich finanziell am besten. Aber auch der ältere Junge kann sich noch für den Lehrberuf als Knappe entscheiden. Vom 16. Lebensjahr ab ist der Lehrling auch in der Lage, Ueberschichten zu machen. Sie werden mit einem Zuschlag von 25—100 Prozent vergolten, so daß ein Lehrling von 16 Jahren bis 7,46 RM. pro Ueberschicht, ein Lehrling von 17 Jahren bis 864 RM. und ein Lehrling von 18 Jahren bis 9,82 RM. unter Tage pro Ueberschicht erhält. Lehrlinge unter 16 Jahren sind zu Ueberschichten bisher noch nicht herangezogen worden und sollen auch weiterhin von dieser Inanspruchnahme möglichst verschont bleiben. Hat ein Berglehrling die Knappenprüfung nach dem 1. November 1941 abgelegt, so erhält er, wenn er weiterhin im Schichtlohn beschäftigt wird, mit Wirkung vom 1. April 1942 einen höheren Schichtlohn als derjenige ohne Knappenprüfung. Der Unterschied beträgt im Alter von 16 Jahren 70,20 RM monatlich, im Alter von 17 Jahren monat 54,60 RM., im Alter von 18 Jahren 48,62 RM. monatlich, im Alter von 19 Jahren 42.64 RM. monatlich, im Alter von 20 Jahren 36,66 RM. monatlich, im Alter von 21 Jahren 38,64 RM. monatlich. Selbst wenn in Ausnahmefällen Arbeiten verrichtet werden sollten, für die laut Tarif ein höherer Schichtlohn in Frage kommt, so wird auch dann der Bergjungarbeiter ohne Knappenprüfung doch niemals den Verdienst eines Knappen erreichen. Die Verdienstmöglichkeiten der Knappen gegenüber den Bergjungarbeitern sind in Wirklichkeit jedoch noch größer, als die vorstehenden Zahlen andeuten, denn der Knappe soll bevorzugt ins Gedinge verlegt werden, soweit es seine körperliche Entwicklung zuläßt. Er kommt also dann früher in den Genuß einer bedeutend höheren Lohnstufe als seine übrigen Altersgenossen. Zuden erhält in Zukunft bei der Verlegung ins Gedinge der Knappe bis zur Ablegung der Hauerprüfung einen wesentlich höheren Lohn als der Bergmann, der nicht im Besitz des Knappenbriefes ist. Die Kürzungen des verdienten Vollhauerlohnes betragen bei Verlegung ins Gedinge nach dem 1. 4. 42 im 1. Gedingejahr bei Knappen 10%, bei Nichtknappen 20%, im 2. Gedingejahr bei Knappen 7,5%, bei Nichtknappen 15%, vom 3. Gedingejahr bei Knappen%, bei Nichtknappen 10%. Wird z. B. ein Vollhauerlohn von 10 RM. zugrunde gelegt, so beläuft sich der Verdienst bei monatlich 26 Schichten im 1. Gedingejahr für Knappen auf 2 808.— RM., für Nichtknappen auf 2496.— RM., Unterschied 312.— RM.; im Gedingejahr für Knappen auf 2886.— RM., für Nichtknappen auf 2 650.— RM., Unterschied 236.— RM.; zvom 3. Gedingejahr an für Knappen auf 2964.— RM., für Nichtknappen auf 2 808.— RM., Unterschied 156.— RM. In den ersten drei Gedingezahren stellt sich damit der Gesamtunterschied zwischen dem Einkommen eines Knappen und eines Nichtknappen auf 702.— RM. Es lohnt sich also, nicht nur Berglehrling zu werden, sondern vor allem nach beendeter Lehrzeit auch die Knappenprüfung abzulegen. Mütter fuhren nach Baden und die Jungen wieder ins Ungarland Am Sonntagnachmittag fuhren vom Herner Bahnhof aus 500 Frauen und Kinder aus dem Kreise Herne—Castrop=Rauxel ins schöne Badener Land, um dort für etwa drei Monate zu leben und sich zu erholen. Die Mütter hatten die Kleinsten auf dem Arm, während der schulpflichtige Bub stolz mit seinem Schulranzen auf dem Rücken nebenher marschierte. Der Vater war um das Gepäck besorgt. Den Glücklichen, denen die schöne Reise bevorstand, leuchteten die Augen. Den Vätern sah man die Befriedigung über so viel Fürsorge seitens der NSV. an. Die Abfahrt von Herne erfolgte gegen 18 Uhr, die Ankunft in Freiburg war für Montag morgen gegen.30 Uhr vorgesehen. Mögen sich unsere Frauen und Kinder in dem schönen Badener Lande erholen und gesund und gestärkt wieder in die Heimat zurückkehren. Aehnliche Bilder brachte an gleicher Stelle der gestrige Montag, an dem weitere 80 Jungen aus unserem Kreisgebiet zur Fahrt ins Ungarland starteten. In zwei Zubringertransporten ging es mit fahrplanmäßigen Zügen zunächst bis Dortmund, von wo aus für die insgesamt 700 Jungen ein Sonderzug eingesetzt wurde. Endziel der Gemeinschaftsfahrt ist Budapest. Von dort aus erfolgt die Unterbringung der Jungen für die übliche Zahl von Monaten in deutschstämmigen Familien im Rahmen der erweiterten Kinderlandverschickung. Auch den Jungen, für die diese Fahrt zu dem schönen, von der Natur reich gesegneten Lande der stolzen und tapferen Nation der Ungarn zweifellos ein besonderes Erlebnis bedeutet, recht gute Erholung und die ersehnte Gewichtszunahme! Die Sammler tagen Am morgigen Mittwoch abend hält die Deutsche Sammler=Gemeinschaft der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" um 20 Uhr in ihrem Verkehrslokal „Stadtschänke“(Gustav Villis) im Lueg=Haus, Wittener Straße, ihre August=Zusammenkunft ab Es kommt eine Anzahl von interessanten Neuerscheinungen zur Verabgabung, ebenso werden verschiedene wichtige Mitteilungen gemacht, die sich jeder Sammler zu Nutze machen sollte. Zu der Versammlung werden daher die Mitglieder aller Sammelgruppen unbedingt erwarten. Gäste sind willkommen. Gäste und Mitglieder wollen Material für die anschließende Tauschbörse mitbringen. Freiwillige für die Lustwasse Meldungen als längerdienende Freiwillige und Kriegsfreiwillige für die Fliegertruppe, Luftnachrich= tentruppe, Fallschirmjäger und Offiziersbewerber für die Luftwaffe sowie langerdienende Freiwillige für die Flak=Artillerie werden laufend angenommen beim Wehrbezirkskommando Herne, Sachgebiet Luftwaffe, Hermann=Göring=Straße 26. Es können sich melden: Freiwillige bis einschließlich Jahrgang 1925. Bei Kriegsfreiwilligen ist die Freigabe des Arbeitsamtes erforderlich. Auch bereits Gemusterte können sich melden. Aus der Bewegung NSDAP., Ortsgruppe Habinghorst Am heutigen Dienstag. dem 11. August, 20 Uhr, Dienstappell der RSDAP., Ortsgruppe Habinghorst, bei Budde. Teilnehmen: Ortsgruppenstab, Zellen= und Blockleiter, Führer der Gliederungen und angeschlossenen Verbände sowie deren Mitarbeiterstab, Walter und Warte der DAF. und NSV., Zellen= und Blockfrauen der NS.=Frauenschaft, Betriebsobmänner der DAF., Führer und Führerinnen der HJ. und des BDM Platzeinnahme bis 19.50 Uhr, Führerbesprechung 19.30 Uhr, Zellenleiter und Ortsgruppenstab. Fußball 1. Jgd. BfB. Börnig— 1. Jgd. Erin:4(:3) Auch die starke Jugendmannschaft von VfB. Börnig mußte sich am Sonnabend den Erinern beugen. Obschon die Eriner nicht ihre stärkste Jugend zur Stelle hatten, hatten sie durchweg mehr vom Spiel. Eine Flanke des Rechtsaußen nahm der Linksaußen Nowak geschickt mit dem Kopf an und schon hieß es nach etwa 10 Minuten•0 für Erin. Nach weiteren 5 Minuten war es der Mittelstürmer Kallenbach, der auf:0 erhöhen konnte. Dann gelang es den Börnigern, ein Tor aufzuholen. Kurz vor der Pause nutzte der Rechtsaußen Kessebohm einen Fehler der gegnerischen Verteidigung aus und mit:1 für Erin ging es in die Pause. Nach Wiederbeginn erhöhte Iserloh durch Bombenschuß auf:1. Durch einen 11==Ball. der eine glatte Fehlentscheidung war. konnten die Börniger auf:2 verringern. Noch einmal bot sich den Erinern eine Torgelegenheit, doch der gegebene 11=mBall verfehlte knapp den Pfosten. 2. Jgd. BfB. Börnig— 2. Jgd. Erin:2(:1) Nach ausgeglichenem Spiel konnten die Börniger als Sieger hervorgehen. Erin Castrop 11— Blau=Weiß Ickern:2(:2) In der Kampfbahn Erin trafen sich am Sonntag obige Gegner. Während Blau=Weiß Nord eine der Zeit entsprechend gute Mannschaft zur Stelle hatte, konnten die Eriner der Pflichtschicht wegen nur mit 10 Mann, und noch reichlich geschwächt antreten. Daß die Oberstädter dennoch das Spiel für sich entschieden, verdanken sie der aufopfernden Spielweise der verschiedenen Stammspieler. Zum Spielgeschehen waren die Blau=Weißen besser im Zug, und konnten schon in der 4. Minute Forst, der wieder das Tor hütete, schlagen. Im Gegenzug erzielte der Mittelstürmer Gräf den Ausgleich. Schon 10 Minuten später wurde der immer noch gute Pütter von Ißhorst, durch Verwandlung einer Flanke, zum zweiten Male=überwunden. Noch vor der Halbzeit glich der vorzügliche Rechtsaußen von Nord aus. Nach der Halbzeit gelang es der Sportgemeinschaft nach verteiltem Feldspiel durch Ißhorst, den Siegestreffer zu erzielen. Der Lokalkampf endete verdient:2 zu Gunsten des Südens. Schiedsrichter Witkewitz von Habinghorst war dem Spiel ein Aufmerksamer Leiter. Germanias Jugendturnier Blau=Weiß Ickern ausgebootet Im Jugendturnier des Sportklubs Germania 09 Herne wurde am letzten Wochenende bei der Begegnung mit Höntrop Blau=Weiß Ickern nach tapferem Kampf 411 abgehalftert, so daß die Stadt Castrop= Rauxel im Endspurt nicht mehr vertreten sein wird. Die übrigen Spiele endigten: Westfalia Herne— SG. Mengede•3 Tus Helene Altenessen— Germania Herne:1 Union Recklinghausen— Rot=Weiß Oberhausen:2 Am Mittwoch tritt Westfalia gegen SV. Höntrop und am Donnerstag Tus Helene Altenessen gegen Union Recklinghausen an. Die beiden Verlierer spielen am Sonnabend um den 3. Platz, während am Sonntag das Endspiel auf der Germania=Kampfbahn stattfindet. En Arur muß schweihen ROMAN VON KARL UNSELT Cepyright by Verlag Knorr& Hirth Kommanditges. München 1939 11. Fortsetzung. Als Heini die Külherhaube schloß, sah Kühn herüber. Horand grüßte höflich und war ein wenig erstaunt, daß ihm der Sanitätsrat freundlich zuwinkte. Das hatte er bisher nie getan. Irgendwie freute es ihn. Als er sich dann neben Marhenke in den Wagen setzte, schoß ihm ein Gedanke durch den Kopf. Sollte etwa Lisa an der Freundlichkeit schuld sein? Das wäre aber sehr peinlich. Ich werde sie einmal fragen, schloß er die unbehaglichen Gedanken ab und sagte zu Heini:„Nach Hause.“ Als der Wagen das Dorf verließ tauchten die Gebäude des Kalibergwerks auf. Die Räder der Fördertürme drehten sich emsig, als sei nichts geschehen.— Horand mußte an das Gespräch mit Frau Wolter denken und begann sich einer strengen Prüfung zu unterziehen. Lag' die Schuld des mangelnden Kontaktes mit der Bevölkerung nur an ihm persönlich? Lag sie nicht auch an der zu plötzlichen Umstellung und an den Menschen hier? Die Universitätsklinik, in der er noch vor einem halben Jahr gearbeitet hatte, diente der Vertiefung und Erweiterung wissenschaftlicher Erkenntnisse und dem ewigen Suchen und Forschen nach neuen Wegen zur Klärung der Rätsel, die der wunderbare aber so unendlich komplizierte menschliche Organismus aufgab. Alles geschah hier von einem höheren und weiter reichenden Gesichtspunkt aus zum Segen der gesamten Menschheit. Der einzelne Kranke war nur ein winziges Stück aus einem Mosaik, das die Forscher aller Welt in mühseliger Kleinarbeit zusammentrugen, um sich ein eindeutiges und klares Bild über bestimmte Krankheitsgebiete zu verschaffen. Man wußte daher kaum etwas von dem privaten Leben der Patienten außer den wenigen Angaben in der Vorgeschichte der Krankenblätter, die zu der Krankheit in Beziehung stehen konnten. Die Patienten kamen und gingen oder starben. Meist blieb von ihnen nichts weiter zurück als das Krankenblatt. Nur manchmal tauchten wohl die Anfangsbuchstaben ihrer Namen in einer wissenschaftlichen Abhandlung wieder auf, und dann erinnerte man sich des„Falles“. Und was man selbst gewesen? Ein kleines Rädchen in dem. großen und weitverzweigten Triebwerk der wissenschaftlichen Institute, es hatte eine ganz bestimmte vorgeschriebene Aufgabe zu erfüllen gehabt, zu deren Lösung alle Hilfsmittel jederzeit zur Hand waren. Hier draußen in der Praxis war alles ganz anders. Man war plötzlich losgelöst aus einem festgefügten und eingespielten Mechanismus und stand nun, ganz allein auf sich selbst angewiesen, vor einer Unsumme täglich neur Aufgaben; die schnell und sicher gesöst werden wollten. Es war kein Lehrer da, den man um Rat fragen konnte. Es fehlten manchmal die praktischen Erfahrungen, die einem die überlegene Sicherheit verliehen, und doch mußte man handeln, sofort und ohne langes Ueberlegen, wollte man nicht den letzten Funken eines schwachen Lebenslichtes ganz erlöschen lassen, denn das nächste Krankenhaus war zwanzig Kilometer entfernt. Wehe, wenn der rettende Eingriff mißlang! Denn man war hier nicht nur Arzt, sondern auch Mensch unter Menschen. Man lebte mit ihnen in einem engen Bezirk, in dem jeder von jedem wußte. Hier konnte sich kein Arzt in die Anonymität der großen Stadt retten, sondern er stand immer im hellsten Licht der Oeffentlichkeit und unter der Kontrolle der kleinen Gemeinschaft. Wer nicht ihr Vertrauen besaß, mußte abseits bleiben, und ohne Vertrauen konnte kein Arzt Kranke heilen und Gesunde vor Krankheit bewahren, abgesehen davon, daß sie überhaupt gar nicht erst zu ihm kamen. Gewiß, so gab er zu, war er ein etwas schwerfälliger Mensch, der sich nicht leicht anderen anschloß, aber waren diese Niedersachsen etwa besser? Sie waren stur und mißtrauisch und kamen dem Fremden nicht einen Schritt entgegen. Was konnte er denn tun, um ihr Vertrauen zu erwerben? Nichts— er mußte warten, bis sie zu ihm kamen, oder er mußte eines Tages das Feld räumen, wie es ihm Riffarth bereits angeboten hatte. Die Lutteroder hatten ihren alten Sanitätsrat. und der genügte ihnen vollkommen. Außerdem verbot es die Berufsehre, ihm Patienten abzunehmen. „Dieser verdammte Nebel“ fluchte Heini in Horands schwere Gedanken und hupte laut. Weiße undurchsichtige Schleier zogen über die Straße, lösten sich plötzlich auf und ballten sich wieder zusammen. So ist mein Leben, dachte Horand bitter und starrte in die wogende Wand. Mal ein kleiner Lichtblick, dann ist alles wieder grau und trostlos. Als der Wagen vor dem Haus am Berge hielt, brannte heißer Haß auf diese kleine unbarmherzige Stadt in seinem Herzen. Selbst das Haus blieb von dem Haß nicht verschont, weil seine Hypothekenzinsen ihn auffraßen. Was sich sein Bruder wohl bloß gedacht hatte, als er den Querflügel im Hof zu einem kleinen Krankenhaus von fünf Zimmern für Notfälle ausbaute? Da lag in den Schränken die Bettwäsche aufgestapelt, und es war noch nie ein Stück davon gebraucht worden. Wozu schleppte er diesen ganzen Ballast da mit herum? Jeden Tag putzte Beate da oben Staub! Für wen? „Ich mache das nicht mehr mit“, preßte er zwischen den Lippen hervor, und seine Zähne knirschten aufeinander. Als er das Haus durch den Hofeingang betrat, hörte er die Klingel des Telefons. Ich werde mich mal heute abend hinsetzen, dachte er in einem Anfall finsterer Entschlossenheit, und nachrechnen, ob nicht soviel Geld übrig bleibt, daß ich alle Schulden bezahlen kann, wenn ich den ganzen Krempel hier verkaufe. Ich werde mal mit Lisa und Beate darüber sprechen. Während er durch die Diele ging, zog er seinen nassen Regenmantel aus. Am Garderobenständer blieb er plötzlich lauschend stehen. Das konnte doch nur Beate sein, die da hinter der Tür am Telefon sprach. Und trotzdem war es nicht ihre Stimme. Jedenfalls klang sie vollkommen verändert. Vorsichtig trat er in das Sprechzimmer und erschrak unwillkürlich, als er Beates Gesicht sah. Es war unnatürlich blaß und starr wie eine Maske. Nur die zuckenden Lippen verrieten den gewaltsam unterdrückten Aufruhr, der in ihr zu toben schien. „Danke, es geht mir sehr gut“, sagte sie in einem übertrieben kühlen Ton. Den Eindruck macht sie im Augenblick nicht, schoß es Horand durch den Kopf, während er sich langsam und von einer leisen Spannung durchzittert dem Schreibtisch näherte. „Hier kommt mein Bruder.“ Sie reichte ihm hastig den Hörer hin.„Herr Riffarth möchte dich sprechen.“ Zögernd nahm Horand den Hörer entgegen und blickte forschend und nachdenklich in Beates Gesicht. Aber sie entzog sich sofort seinem Blick und verließ das Zimmer. „Horand“, sagte er dann in die schwarze Muschel und schüttelte verwundert den Kopf. „Ich habe das Gutachten von Professor Hottenroth bekommen.“ „So.“ „Grotjahns Lunge scheint ja wirklich nicht in Ordnung zu sein.“ „Es scheint nicht nur, sondern es ist sogar so“, verbesserte ihn Horand ein wenig scharf. „Das kann ich nicht beurteilen. Ich werde jetzt gleich nach Hannover fahren und mit Professor Hottenroth sprechen. Ich kenne ihn gut.“ Horand dachte an die persönlichen Zeilen, die ihm Hottenroth geschrieben hatte, trotzdem ärgerte ihn diese Mitteilung, weil er sich als Arzt herabgesetzt fühlte. „Ich weiß nicht, weshalb Sie mir das sagen. Es interessiert mich wirklich nicht, ob Sie Professor Hottenroth gut kennen oder nicht.“ „Es scheint aber doch so, denn sonst würden Sie nicht so beleidigt sein; aber das ist ja egal.“ „Bitte, wir wollen doch nicht wieder persönlich werden, Herr Riffarth. Was wünschen Sie von mir?" „Ich wollte Ihnen nur sagen, daß ich Grotjahn von Professor Hottenroth behandeln lassen möchte, eben weil ich ihn persönlich gut kenne. Und wenn es nötig ist, möchte ich Grotjahn auf meine Kosten ein paar Wochen zur Erholung wegschicken.— Ich hielt es für korrekt, Ihnen diese meine Ansicht mitzuteilen. Das war der ganze Zweck meines Anrufs. Haben Sie etwas dagegen einzuwenden?“ Horand biß sich auf die Lippen. Es kostete ihn große Mühe, sich zusammenzunehmen. Dann sagte er mit erzwungener Ruhe:„Dagegen kann ich nichts einwenden, da es ja um das Wohl eines kranken Menschen geht. Wollen Sie nur Herrn Professor Hottenroth bitten, sich mit mir wegen der Unterlagen und der Ueberweisung in Verbindung zu setzen.“ „Das werde ich selbstverständlich tun. Für Frau Grotjahn ist übrigens gesorgt. Ich werde ihr dußerdem zwei Landhelfer für die Kartoffelernte zur Verfügung stellen. Sie brauchen also Ihren Heini nicht zu entbehren. Wegen der Schutzmaßnahmen im Steinbruch werde ich mich mit der betreffenden Amtsstelle in Verbindung setzen. Damit dürfte dieser Fall wohl ein für allemal erledigt sein.“ Fortsetzung folgt. 4 — Die lehten Techzehn. Schalke nahm die zweite Pokalhürde mit:0 Auch die Frankjurter Eintracht durch den Kreisel zermürbt 7 Ohne Wien in die dritte Schlußrunde Wer wird der Gegner der Knappen? Höhepunkt auf dem Turf Von unserem kg=Sportmitarbeiter Teilnehmer, denn im Bezirk Minden will man anscheinend nicht zu Rande kommen. Wie man hört, soll der BfR. Heessen den Ausgang des Treffens Teutonia Lippstadt— Spielv. Gütersloh beanstandet haben. Die Lippstädter gewannen dieses Spiel mit 12:3, nachdem es bei der Pause noch:1(!) gestanden hatte. Durch das hohe Ergebnis kamen die Lippstädter zu einem besseren Torverhältnis als die punktegleichen Heessener. Dem Vernehmen nach soll nun ein Qualifikationsspiel zwischen dem BfR. Heessen und Teutonia Lippstadt anberaumt werden. Ob nun das eine oder andere zutrifft oder nicht, jedenfalls wird man sich im Mindener Land beeilen mussen, denn Anfang September sollen die neuen Meisterschaftsspiele ihren Anfang nehmen und bis dahin müssen auch die beiden westfälischen Gauligisten feststehen. Im übrigen glauben wir kaum, daß trotz August Lenz, der Gastspieler bei den Heessenern ist, der Minder Meister, mag er Heessen oder Lippstadt heißen, viel ausrichten wird. Denn in der Gruppe 2 wird sich Horst=Emscher nach den beiden Siegen über Preußen Münster wohl kaum noch einen Strich durch die Rechnung machen lassen. Mit Rudi Pepper und dem kleinen Hertener Strangfeld hat Westfalen wieder zwei Amateurborer, die sich mit dem stolzen Titel des Deutschen Meisters schmücken konnten. Besonders eindrucksvoll war wieder einmal die Art und Weise, in der Pepper im Mittelgewicht seinen Wiener Gegner Imbsweiler abfertigte. Der junge Dortmunder ist zweifelsohne nach Michel tod gestorben ist, der technisch reifeste Vorer, den der Die Verpflegung von Aushillskräften in der Castrop=Rauxel, 11. August Von dem großen Heer der Mannschaften, die zum Kampf um den Tschammer=Pokal antraten— im Gegensatz zu der Deutschen Meisterschaft machen hier ja auch die Vereine der unteren Klassen mit— ist nur noch ein kleiner Haufen übrig geblieben. Zu den 14 Mannschaften, die als Sieger aus der zweiten Schlußrunde hervorgingen, gesellen sich noch die Sieger aus den beiden Treffen Hamburger SV.— Minerva Berin und Blauweiß Berlin— Fortuna Leipzig, die am nächsten Sonntag nachgeholt werden. Die„letzten Sechzehn" treten dann am 30. August zur dritten Schlußrunde an. Unter ihnen befindet sich auch der Deutsche Meister Schalke 04. Als bekannt wurde, das die Schalker ohne Flotow und Urban nach Kassel fahren mußten, die Reichstrainer Herberger zum Vorbereitungskursus für das Länderspiel gegen Rumänien nach Beuthen beordert hatte, fehlte es selbst in der nächsten Umgebung der Königsblauen nicht an Leuten, die die Stirn in krause Falten zogen. Denn bekanntlich ist Fritz Szepan durch einen Rippenbruch außer Gefecht gesetzt und mit Tibulski und Kalwitzki war nicht hundertprozentig zu rechnen. So sah man im Geiste schon eine wahre„Verlegenheitsmannschaft" nach der schönen Stadt im Hessenland fahren, erblickten viele in der alten ruhmvollen Frankfurter Eintracht eine Hürde für den Deutschen Meister, an der er seine Pokalhoffnungen zu Grabe tragen könnte. Aber die 18000 Zuschauer, die sich auf dem Kurhessen=Platz in Kassel eingefunden hatten, bekamen dann doch noch eine recht starke Schalker Elf zu Gesicht. Urban hatte in letzter Stunde„Urlaub“ von Herberger erhalten und für Flotow sprang als Gastspieler der Wuppertaler Kurella ein, einer der befähigsten Nachwuchstorhüter, über den der Westen verfügt. Und da auch die beiden Kölner Soldaten Tibulski und Kalwitzki zur Stelle waren, brauchte Schalke nur zwei seiner Jungmannen einzusetzen, den langen schmächtigen Zwickhöfer, der aber als Außenläufer schon bei dem Schalker Spiel in Stendal seine Bevährungsprobe abgelegt hatte, und den gleichfalls bereits wiederholt herangezogenen Kempen. Sie fügten sich, wie man es bei den Schalker Nachwuchsspielern ja gewohnt ist, reibungslos in das Spiel der„Alten“ ein, so daß der„Schalker Kreisel“ wieder mal zum Tanzen kam und auch die Frankfurter zermürbte. Eine Stunde lang leisteten sie erbitterten Widerstand, wobei sich auch der 36jährige Stubb, einstmals als Verteidiger ein Glanzpunkt der deutschen Nationalelf, ganz famos hielt. Dann aber hatte das Schalker Kombinations= und Stellungsspiel sie zermürbt, so daß es zuguterletzt mit:0 einen über Erwarten hohen Sieg der Knappen gab. Damit wird Schalke 04 wohl wieder mal zum„Favoriten Nr. 1“ für das Endspiel gestempelt werden. Denn, wenn man sich nach den sonst noch im Rennen befindlichen Mannschaften umschaut, dann taucht bereits die Frage auf: Wer kann Schalke schlagen? Zu einer Wiederholung der Kraftprobe Schalke— Wien wird es bei dem diesjährigen Endkampf um die Trophäe des Reichssportführers nicht kommen denn mit der Vienna wurde am Sonntag die letzte Elf der Donaustadt ausgebootet. Ohne ihre Hauptstützen Decker und Schmaus fuhren die Wiener ins Sudetenland und mußten hier durch die NSTG. Falkenau, die in der ersten Schlußrunde den Sachsenmeister SC. Planitz aus dem Rennen geworfen hatte, eine glatte :=Niederlage einstecken. Außer der Vienna blieben mit dem VfB. Königsberg, Breslau 02, Stuttgarter Kickers und dem VfL. Köln 99 vier weitere Gaumeister auf der Strecke. Der Ostpreußenmeister VfB. Königsberg scheiterte an dem LSV. Stettin, der niederschlesische Meister Breslau 02 ließ sich von Tus Lipine mit :0 abhängen, der Mittelrheinmeister VfL. Köln 99 mußte nach hartem Kampf mit°1 Werder Bremen den Vortritt überlassen und die Stuttgarter Kickers mußten ihre Hoffnungen in dem Kampf gegen München 1860 zu trabe tragen. Die Münchener„Löwen", die förmlich darauf brennen sollen, mit Schalke 04 im Pokalkampf zusammenzukommen, setzten sich hier mit einem:=Sieg durch. Weiter im Rennen geblieben sind der LSV. Adler Deblin, der über den LSV. Reinecke Brieg einen hohen:=Sieg feierte, der PfB. Stuttgart, der dem FC. Mülhausen 93 mit:0 das Nachsehen gab, Westende Hamborn, das dem zweiten westfälischen Vertreter Arminia Bielefeld nach erbittertem Kampf mit:0 den Eintritt in die dritte Schlußrunde versperrte. Dazu gesellen sich Schalkes Gegner aus den Vorrunden um die„Deutsche". Der Mosellandmeister Stadt Düdelingen, der den Knappen im Luxemburger Stadion so viel zu schaffen gemacht hatte, kam gegen Köln=Sülz 07 zu einem sicheren:0Sieg, die Offenbacher Kickers schalteten Hanau 93 mit •1 aus und die Straßburger setzte sich gegen Mannheim=Waldhof erst in der Verlängerung mit•4 durch. Wenn man nicht gleich auf München 1860, den Hamburger SV. oder Blauweiß Berlin, die wir aus den beiden noch ausstehenden Spielen als Sieger erwarten, zurückgreifen will, so wird es also ja nicht so einfach, sein, Schalke in eine Paarung zu bringen, die den Reiz der Neuheit hat. Wir glauben im übrigen, daß das nächste Pokaltreffen der Königsblauen„im Lande bleibt“, und daß man die Knappen mit dem„Favoritenschreck“ vom Niederrhein, Westende=Hamborn, zusammenbringt. Aber schon jetzt über das Pokalendspiel zu orakeln, wäre verfrüht. Also warten wir ab, was die Runde der letzten Sechzehn bringen wird. Aus dem Beuthener Trainingslager ist nicht viel zu berichten. Herbergers Kursisten absolvierten zwei Probespiele, gegen eine Beuthener Städtemannschaft und die Sportv. Bismarckhütte, die hoch mit:0 und 10:0 gewonnen wurden. Das eine Mal stand Flotow, das andere Mal der Berliner Jahn im Tor, ohne daß einer von ihnen ernsthaft auf die Probe gestellt wurde. Die Entscheidung, welches Gesicht die deutsche Elf in dem Kampf gegen Rumänien haben wird, dürfte erst am Wochenende fallen. Sonst standen im Fußballsport wieder die Aufstiegspiele im Vordergrund des Interesses. In Westfalen nähern sich in der Gruppe 1 die Kämpfe dem Höhepunkt und zugleich dem Abschluß. Tabellenführer und aussichtsreichster Bewerber sind hier jetzt wieder die Bochumer Preußen, die im Rückspiel den Siegerlandmeister Spielv. Olpe mit:1 schlugen. Hingegen mußte Arminia Marten nach dem:=Sieg über den DSC. Hagen auf Hagener Boden eine schwere Niederlage hinnehmen. Die Sauerländer revanchierten sich mit:2. Die Mannen um„Papa Kunze“ haben jetzt noch das Spiel in Olpe sowie auf heimischem Boden den Rückkampf gegen Preußen Bochum zu bestreiten. Sie müssen beide Spiele gewinnen, wenn sie die Bochumer vom ersten Platz verdrängen wollen. Hagen und Olpe kommen nicht mehr in Frage. In der Gruppe 2 wartet man immer noch auf den dritten westfälische Boxsport hervorgebracht hat. Ansonsten stand der Sonntag im Zeichen der deutschen Tennismeisterschaften und der Großereignisse auf dem Turf. Auf der„Flachen“ gab es den Großen Preis von Wien. Den„Hunderttausender“ holte sich der Erlenhofer Ticino, der in überlegener Weise mit vier Längen vor Ortwin und dem heißen Favoriten Effendi gewann. Der Italiener Scire spielte diesmal eine noch bescheidenere Rolle als bei dem„Braunen Band“ in München und hatte mit dem Ausgang des Rennens überhaupt nichts zu tun. Unser DreijährigenJahrgang scheint also doch recht gut geraten zu sein. Den Großen Preis von Köln holte sich erwartungsgemäß der auf 15:10 heruntergewettete prachtvolle Schimmel Berber aus dem Gestüt Zoppenbroich. Sein Reiter Starosta brauchte keine Hand zu rühren, so überlegen gestaltete sich der Sieg der Zweiten im „Braunen Band“ und des Gewinners des„Großen Preis von Horst". Die Traber hatten ihr Spitzenereignis mit dem„Goldenen Pferd", das mit 75000 RM. ausgestattet ist und in München=Daglfing zum Ablauf kam. Den fetten Bissen heimste der Berliner Trainer und Fahrer Jauß jun. ein, der Pilatus zu einem sicheren Siege fuhr. Auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn erlebten hingegen die Besucher, die es in dem Hauptrennen des Tages mit dem erklärten Favoriten Kurier hielten, eine nicht geringe Enttäuschung; denn der Schimmel wurde nur Vierter. Beinahe hätte es eine Ueberraschung ganz großen Stiles gegeben; denn die frühere Hamburgerin June, von der man bisher in Gelsenkirchen nichts zu sehen bekommen hat, bekam plötzlich das große Laufen und belegte hinter dem Sieger Ibis aus dem Stall„Tausend Feuer“ den zweiten Platz, was sich in der Einlaufwette in der Bombenquote von 4052·10 widerspiegelt. Im übrigen liefen„Formpferde" und Außenseiter hübsch durcheinander, so daß es wieder einmal einen buntgemischten Turfnachmittag mit all seinen Rätseln gab. Die Gebgraphie des Tages Die mittleren Schwarzerdegebiete Durch den Vormarsch der deutschen Truppen im Laufe der Kampfhandlungen ostwärts Kursk und Charkow sind die in der Oeffentlichkeit zuletzt häufiger genannten„Mittleren Schwarzerdegebiete“ fast ganz in deutsche Hand gefallen. Die Gebiete des mittleren Schwarzerdegürtels umfassen die Hauptmasse der schweren Schwarzerden der Somjetunion. Sie bilden eine große Ebene und gehören zu den dichtest besiedelten Teilen der UdSSR.; nach sowjetischen Angaben leben auf dieser Fläche von rund 268 000 gkm etwa 14 Millionen Einwohner. Die wichtigsten Städte sind Ordschonikidsegrad, das schon längere Zeit in deutscher Hand ist, Lipezt, Woronesch, dessen Bedeutung als Industrie= und Rüstungszentrum und wichtiger Verkehrsknotenpunkt für den Warenverkehr nach und von dem Kaukasus bekannt ist, außdem Kursk und Orel. Die Landwirtschaft im Schwarzerdegürtel ist hoch entwickelt, die Hektarerträge liegen über dem Durchschnitt der UdSSR., wenn auch selbstverständlich unter deutschem Durchschnitt. Hier ist ein Hauptanbaugebiet für Weizen, der diesen Landstrich zu einer Kornkammer der Sowjetunion gemacht hat, für Zuckerrüben, Sonnenblumen, Hanf, Kartoffeln, Gemüse und Tabak. Der hier angebaute Tabak ist von minderer Qualität und mit seinem Namen Machorka bekannt geworden. Auch die Viehzucht hat hier in der letzten Zeit eine ansteigende Entwicklung genommen; gezüchtet werden Schweine, Geflügel, Rinder, Schafe und vor allem Pferde, deren Aufzucht sogar eine breitere Anerkennung erworben hat. Dem verhältnismäßig hohen Stand der Landwirtschaft entsprechend sind die mittleren Schwarzerdegebiete ein Hauptgebiet der Lebensmittelindustrie der Sowjetunion. Besonders reich vertreten sind die Müllerei, die Zuckerindustrie, deren Erzeugung an zweiter Stelle in der Gesamterzeugung der UdsSR. steht, die Oelschlägerei und Margarinefabrikation. Von tierischen Produkten werden vor allem Häute in Lederfabriken verarbeitet; in Webereien wird Wolle für grobe Tuche verarbeitet. Die Erforschung der Bodenschätze hat in den letzten Jahren entgegen früheren Ansichten ergeben, daß in den Schwarzerdegebieten reiche und abbauwürdige Vorkommen verschiedener industriell nutzbarer Mineralien vorhanden sind. Der Boden enthält besonders viele Baustoffe, wie Mergel, Kalksteine, verschiedene Tone und Kreiden. Die Flußtäler bergen Quarz= sande, deren Qualität auch höheren Ansprüchen genügen soll. Es gibt außerdem Phoshoritlager und vor allem ein Eisenlager von größerer Bedeutung, die sogenannte magnetische Anomalie von Kursk. Kleinere Eisenerzvorkommen sind bei Lipezk und Kaltschejewsk vorhanden. Diese Rohstoffquellen haben in den Schwarzerdegebieten den Aufbau einer verhältnismäßig vielseitigen Industrie gefördert. Mittelpunkte der Schwerindustrie sind die Städte Brjansk, Ordschonikidsegrad, Ljudinowo und Lipezk. Schwerpunkte der Maschinen= industrie und Metallverarbeitung die Städte Orel, Woronesch, Tampow und Pensa. In Poronesch sind der Maschinenbau und die Metallverarbeitung, in Lipizk die Hüttenwerke, die vor allem Gußeisen liefern, von größerer Bedeutung. Ordschonikidsegrad besitzt bedeutende Stahlgießereien, Orel ein Werk für Traktorenteile. Der Rayon Brjansk=Ordschonikidsegrad gehört mit zu den größten Maschinenbauzentren der UdSSR. Das Erdölzentrum Maikop Das Gelände von Maikop weist tiefe Einschritte durch Flußtäler auf. An die vormarschierenden Truppen und ihre Maschinen werden also hohe Anforderungen gestellt. Im Gebiet von Maikop liegen die drittgrößten Erdölvorkommen der Sowjetunion. Sie erstrecken sich etwa von Apscheronskaja in nordwestlicher Richtung bis auf die Halbinsel Taman. Mit einem Gehalt bis zu 30 v. H. an Benzin ist das dort geförderte Rohöl besonders wertvoll und von entsprechender Bedeutung für die Brennstoffversorgung der bolschewistischen Armee. Im Jahre 1938 lautete die Schätzung der gesamten Erdölförderung auf 2,2 Millionen Tonnen, was rund einem Drittel der Durchschnittsförderung Rumäniens in den letzten Friedensjahren entspricht. In den Rayons von Neftegorsk ragen die ergiebigsten Bohrtürme auf, wo auch neben den Raffinerien von Grasnodar und Tuapse die wichtigsten Verarbeitungsstätten sind. Erdölleitungen verbinden das Gebiet mit Armawir, dort wird der Anschluß an die Rohrleitung nach Rostow erreicht und ist die Umschlagmöglichkeit auf die nordkaukasische Eisenbahn vorhanden, die für den Weitertransport über vierachsige Kesselwagen von 20—40 Tonnen Fassungsvermögen verfügt. Nach Krasnador besteht eine zweite Erdölleitung, wärend eine dritte mit dem Schwarz= meerhafen Tuapse verbindet. Aus diesen Tatsachen ergibt sich, daß ein Ausfall des Erdölgebietes von Maikop für die Sopjets wirtschaftlich und besonders rüstungsindustriell sehr einschneidend ist. Während die in erster Linie von diesem Erdölgebiet aus belieferten Rüstungszentren bereits durch unsere Soldaten den Bolschewisten genommen wurden, fällt der für die Kriegführung so unentbehrliche Rohstoff des genannten Gebietes nunmehr auch für die unmittelbare Versorgung der bolschewistischen Armee aus. Landwirtschaft nag Für Aushilfskräfte, die nicht Selbstversorger sind, aber in der Landwirtschaft vorübergehend beschäftigt und im Betrieb mitverpflegt werden, erhält der Betriebsführer je Arbeitstag und Kraft zusätzlich bewilligt: 150 g Mehlgetreide oder Brot, 50 g Fleisch und 15 g Butter oder Margarine, Speck, Schweinerohfett. Diese Mengen können auch dann gewährt werden, wenn sich die Beschäftigung nicht über einen ganzen Tag erstreckt. Es bleibt dem Betriebsführer überlassen, ob er zur Beschaffung dieser zusätzlichen Mengen Berechtigungsscheine in Anspruch nehmen will, oder ob er entsprechende Gutschrift und Verrechnung aus der Mahl= oder Schlachtkarte bzw. auf dem Anrechnungsbescheid oder bei der Butterrücklieferung der Molkerei wünscht. Für Lebensmittelmengen, die über den Rahmen dieser Zusatzrationen hinaus gehen, können die Betriebsführer von den zum Einsatz kommenden Personen die Abgabe der entsprechenden Abschnitte der Lebensmittelkarten für Normalverbraucher verlangen. Da die Beköstigung der nichtständigen Arbeitskräfte innerhalb der landwirtschaftlichen Betriebe nicht in allen Fällen möglich ist, ist nichts dagegen einzuwenden, daß Betriebsführer für die Zusatzverpflegung der nichtständigen Arbeitskräfte Reise= und Gaststättenmarken oder die sonstigen Lebensmittelmarken erhalten und diese Marken an die nichtständigen Arbeitskräfte als Ersatz für die nicht gewährte Beköstigung weitergeben. Aushilfskräfte, die nicht im landwirtschaftlichen Betrieb beköstigt werden, erhalten keine Zusatzverpflegung. Lediglich für die in der Hackfruchternte tätigen Landarbeiter sind, soweit sie nicht schon von sich aus Selbstversorger sind, zusätzliche Rationen je Woche in folgender Höhe bestimmt: 1400 g Brot, 300 g Fleisch, 100 g Butter oder Margarine, Speck, Schweinerohfett usw. Die Betriebsführer können auch von den in der Hackfruchternte tätigen Landarbeitern für Lebensmittelmengen, die über den Rahmen der diesen Arbeitern zustehenden Zusatzrationen hinausgehen, die Abgabe der entsprechenden Abschnitte der Lebensmittelkarten für Normalverbraucher verlangen. Für die Erlangung all dieser Zusatzrationen für Aushilfskräfte muß der Betriebsführer bei der Kartenausgabestelle eine entsprechende Bescheinigung des Ortsbauernführers vorlegen, aus welcher hervorgeht, in welcher Zahl und für welche Zeit Aushilfskräfte beschäftigt und beköstigt werden. Hande! Mindestalter für Jungbullen wird erhöht Auf Grund des Vatertiergesetzes obliegt den Rinderherdbuchzüchtern ganz besonders auch die Versorgung der Landeszucht mit guten gekörten Bullen. Der Absatz der Bullen erfolgt bekanntlich ausschließlich auf den Zuchtvieh=Absatzveranstaltungen(Sonderkörungen) in bestimmten Altersklassen. Das Mindestalter dieser Bullen wird nunmehr für Westfalen auf Anordnung der Landesbauernschaft mit Wirkung vom 1. 11. ab auf 12½ Monate, ab 1. 12. auf 13 Monate und ab 1. 3. auf 14 Monate erhöht. Hast du Fragen, die sich auf den Gasschutz und die Volksgasmaske beziehen, so wende dich an die Dienststellen des Reichsluftschutzbundes Korfiz Holm gestorben Am 5. August starb in München nach langem Leiden der Dichter Korfiz Holm. Er hätte am 21. August seinen 70. Geburtstag begehen können. Korfiz Holm, am 21. August 1872 in Riga geboren. seine Mutter war die Lyrikerin Mia Holm, kam Mitte der 90er Jahre nach München, dessen schöngeistige Welt den jungen Studenten schnell gefangen nahm. In seinen autobiographischen Büchern„Ich— klein — geschrieben" und„Von Lauser zum Leiber“ hat Holm diese frühe Münchner Zeit beschrieben. 1896 trat er als Volontär bei dem Verlag Albert Langen ein, ste##slis führendem Stab er bald gehörte und dem er nietzlich selbst das Gesicht gab. Seiner väterlicherseits skandinavischen Herkunft nach war er fast dazu bestimmt, zum Mittler des nordischen Schrifttums in Deutschland zu werden. So erschienen im Verlag Langen in fortlaufenden Gesamtausgaben die Lagerloes, Knut Hamsun, Heidenstam, Gunnarsson u. a. Von deutschen Autoren wären zu nennen, die schon früh bei Langen herauskamen, Hanns Johst, Hans Grimm, Ludwig Thoma. Mit dem Weg des Verlegers Korfiz Holm geht die Entwicklung des Schriftstellers Korfiz volm parallel. Sind Bücher wie„Herz und Trumpf“. oder Bühnenstücke wie die vielgespielte Komödie „Marys großes Herz“ allgemein bekannt geworden, so ist das tiefste Erlebnis von Holms künstlerischer Art wohl das in„Thomas Kerkhoven" oder dem großen Roman„Die Tochter“. Klaus Herbert Die glückliche Geburt eines kräftigen Stammhalters zeigen hocherfreut an Heinz Weber und Frau Mally geb. Deden Castrop-R. 1, den 9. Aug. 1942 z. Zt. St.-Rochus-Hospital Möbl. Zimmer mit Kochgelegenheit oder ein leeres Zimmer in Castrop=R. 1 zu mieten gesucht. Angebote u. Nr. 2230 an den Stadtanzeiger. Saubere (70882 Rousgemtat für ½ oder ¼ Tage für gepflegten Haushalt sofort gesucht. Von wem, sagt der Stadtanzeiger. Danksagung Für die lieben Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung sagen wir hiermit unsern herzlichsten Dank. Alfred Kentrup und Frau Elli geb. Langguth gen. Woestmann Litzmannstadt, im August 1942. z. Zt. Castrop-Rauxel 1, Holzstraße 123. Sonntag morgen.30 Uhr verschied sanft nach langem, schwerem Leiden, meine innigstgeliebte, herzensgute Frau, unsere gute, unvergeßliche treusorgende Mutter, Schwiegermutter Schwester, Schwägerin und Tante Bernhardine Calmus geb. Scholten Inhaberin des Silb. Ehrenkreuzes der deutschen Mutter im Alter von 59½ Jahren. Ihr letzter Wunsch, ihre vier in Rußlaub und Norwegen stehenden Söhne noch einmal wiederzusehen, wurde ihr erfüllt. In tiefer Trauer Ludwig Calmuo, Willi Celmue Obergese. Ludwig Calmus, z. It. im Felde, u. Frau Aenuchen geb. Kaatz Obergefr. Gustav Calmus, z. It. im Felde Ussz. Artur Calmus, z. It. im Felde, u. Frau Johanna geb. Müller Gefr. Walter Calmus, z. It. im Felde Herbert Calmus Castrop=Rauxel 3(Hugostraße), den 10. August 1942. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, 12. August 1942. 16 Uhr. von der Halle des Friedhofes in Hadinghorst, Castrop=Ranzel 3. 1— Dier oeire rbengte schonen will, weicht sie in DALLITA —2 Stonden ein. Gewebeschonend wwicht OALLITA den Schmutz ganz zart von den Strümpfen ob. So fabelhah sauber, daß selbst das öbliche Nochwaschen in Seifenlauge oft unnötig ist. So schonen Sie die Strümpfe und sporer Soke. SAUE! 2a4! Habe mehrere Läuferschweine erhalten.(R870 Joh. Kuhlmann, Heurichenburg Hindenburgstraße 1. Bist Du wattgsteh Srobieren geht über Studieren. Also probieren Sie es endlich mal mit einer kleinen Anzeige im Stadtanzeiger, sie bringt Ihnen was Sie suchen. Der„Stadtanzeiger“ erscheint wöchentlich 6mal. Wochenbezugspreis 50 Pfg., Postbezugspreis 2 KM. monatlich. Druck u. Verlag.3t. C. Th. Kartenberg, Herne. Hauptschriftl. Willi Franke,.3t. Wehrmacht. Verantwortl. für Politik, Kunst u. Wissenschaft i. B. Otto Pohle, WanneCickel; verantwortl. für die örtl., sportlichen u. provinziellen Mitteilungen Fr. Jos. Pruys, Castrop= Rauxel..=Nr. 2131 Castrop.— Anzeigenpreis 1 mm hoch u. 72 mm breit 23 Pig. Nachlaß nach den vom W. d. D. W. herausgeged. Richtlinten. J. 3t. gitt Preisliste Nr. 1. Alle Bilder, soweit nicht anders angegeben, Scher!