Gugtand=knedelt=Indien=Krasnddar und Maitop Honomuten=Teeschlacht dei den Salomon=Insenn? Ein Wochenende großier Entscheldungen Britische„Humanität“ im Schatten deutscher und sapanischer Waffentaten Hochbetrieb an der Rollbahn.— Unaufhörlich flutet hier der Verkehr nach der Front. PK-Kriegsberichter Kunnert(Sch) Die Auban-Zentren inünserer Hand dnb Aus dem Führerhauptquartier, 10. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern abend folgende Sondermeldungen heraus: Deutsche Infanteriedlvisionen, hervorragend unterstützt durch Verbände der Luftwalle, durchbrachen nach außergewöhnlichen Marschleistungen und in harten Kämpfen bei tropischer Hitze stark ausgebaute Stellungen nördlich des Kuban und nahmen die für die feindliche Rüstungsindustrie wichtige Hauptstadt des Kubangebietes Krasnodar. Die Stadt Maikop, das Zentrum des bedeutenden Oelgebietes am Nordrand des Kaukasus, wurde heute um 18.20 Uhr von schnellen Verbänden Im Sturm genommen. Kautafus in 200 knldmeler Breite Erreicht Schnelle Verbände des Heeres und der Waffen=SS im Angriff nach Westen owp Castrop=Rauxel, 10. Aug. Ein ereignisreiches Kriegs=Wochenende liegt hinter uns; an ihm jagten sich die Sondermeldungen geradezu. Nachdem am Sonnabend mit der Meldung von der Versenkung von weiteren 103.000 BRT die Beständigkeit unserer=Boot=Waffe aufs neue unterstrichen wurde, konnte gestern die Einnahme der wichtigen Städte Krasnodar und Maikop im Kubangebiet mitgeteilt werden. Gleichzeitig haben unsere Truppen den nördlichen Kaukasus in einer Breite von 400 Kilometer erreicht. Schon gestern vormittag lief aus Ostasien eine aufsehenerregende Nachricht ein: Den japanischen Marinestreitkräften gelang es, britisch=amerikanische Flotteneinheiten bei den Salomon=Inseln zu stellen und ihnen schwerste Verluste zuzufügen. Ein Schlachtschiff, sieben Kreuzer, vier Zerstörer und zehn Transportschiffe verloren die Alliierten in dieser Schlacht. Bis jetzt. Denn es ist das vorläufige Ergebnis! Währenddessen ist es in Indien zu einer schicksalhaften Krise gekommen. Nachdem der allindische Kongreß die Entschließung des Arbeitsausschusses angenommen hatte, laut welcher die Engländer Indien unverzüglich verlassen sollen, wurden Gandhi, Pandit Nehru und eine Reihe weiterer Nationalistenführer verhafte: und eingekerkert. In Bombay kam es bereits zu großen Unruhen. Der Einfluß aller dieser Ereignisse wird auf die politische und militärische Lage zweifellos von großer Bedeutung sein. In England und in den USA mag man sich noch so winden und krümmen — an dem Zugeständnis der Fehlschläge Stalins und seines Feldmarschalls Timoschenko wird man nicht vorbeikommen. Hat man sich in Moskau schon angesichts des unaufhaltsamen deutschen Vormarsches im Kaukasusgebiet(bei dem besonders unsere Infanterie wieder heldenhafte Marschleistungen vollbrachte) zu gewissen Eingeständnissen bequemt— beispielsweise gab der„Rote Stern“ zu, daß alle Gegenangriffe den deutschen Vormarsch nicht aufhalten konnten— so wird man wohl oder übel auch die Schwere des Verlustes von Krasnodar und der so überaus bedeutenden Stadt Maikop ertragen und der Oeffentlichkeit preis□ Berlin, 10. August. In den frühen Morgenstunden des Sonntag wurden, nach einer Reutermeldung aus Neu=Delhi, in Bambay Mahatma Gandhi, der Kongreßpräsident Azad, Pandit Nehrn, Jawaharlal Nehrn, Patel, Frau Naidu und andere Mitglieder des Arbeitsausschusses des Kongresses verhaftet. Der Präsident und der Sekretär des provinziellen Kongreßausschusses und zwanzig örtliche Kongreßmitglieder wurden ebenfalls festgenommen. Mit einem Sonderzug wurden die Verhafteten nach Puna geschafft. Eine weitere Reutermeldung besagt, daß in Abmedabad ebenfalls 17 Kongreßführer verhaftet wurden.— Gleichzeitig hat die vom Vizekönig abhängige indische Regierung die Provinzialregierungen ermächtigt, die lokalen Behörden nach ihrem Gutdünken auszuschalten, wenn diese nicht im Sinne der britischen Zwingherren handeln. Außerdem hat die Regierung bekanntgegeben, daß sie die in der„Verlaßt=Indien“=Entschließung erhobene Forderung ablehne.— Mit der Verhaftung Gandhis und der anderen führenden Männer sind alle maßgebenden indischen Führer, soweit sie in Indien sind, in britischen Gewahrsam gebracht worden. Gandhi aus dem Bett verhaftet □ Stockholm, 10. August. Ueber die Verhaftung Gandhis werden jetzt noch folgende Einzelheiten bekannt: Um 5 Uhr morgens, als Gandhi noch schlief, fuhren drei Polizeiantomobile vor dem Hause Gandhis vor. Beamten drangen in das Haus ein und führten Gandhi. nachdem sie ihn zum Aufstehen genötigt hatten, ab. Als Gandbi zu dem Wagen der Polizei schritt, riefen die vor seinem geben müssen. Wenn man hört, daß allein im Gebiet von Maikop die Oelproduktion ein Drittel der gesamten rumänischen Produktion ausmacht, dann kann man den Wert dieses Erfolges, dem weitere folgen werden, nur in etwa ermessen; denn die wirtschaftliche Gesamtbedeutung des Gebietes ist ja noch weitaus größer, abgesehen von der strategischen Abriegelung, die sich an der Südostfront vollzieht. Diese hat besonders den westlichen Verbündeten Moskaus Angst und Schrecken eingejagt, deren„zweite Front“, schon wieder halbwegs ins Wasser gefallen ist und die jetzt nach Entschuldigungen und Beruhigungspillen suchen. Wie anders soll man sonst wohl die verschiedenen diplomatischen Reisen nach Moskau auffassen, zu denen sich selbst die allerhöchsten Herren gern bequemen möchten? Von der„Brüsseler Zeitung“ wird die in diesen Bahnen laufende Gerüchtemacherei damit umschrieben, daß sie sagt:„Die einzige Hilfe, die man augenscheinlich in London den Sowjets widerspruchslos geben will, ist eine neue Reise Churchills nach Moskau.“ Was Churchill tut oder läßt soll uns nicht kümmern. Man ist es von ihm gewohnt, daß er immer, wenn etwas„faul“ im Staate ist und eine Krise für England auf dem Höhepunkt steht, eine Reise antritt. Als er zum ersten Male nach Washington reiste, fiel Hongkong. Als er dann nochmals eine Visite bei Vetter Roosevelt machte, fiel Tobruk. Wir dürfen also, falls der Premier beim Genossen Stalin zum Tee erscheint, die entsprechenden Schlüsse ziehen. Kurz und gut: solche Reisen beeinflussen den Gang der Dinge überhaupt nicht. Auch Japan bleibt unbeeindruckt von all den kümmerlichen Versuchen, die angestellt werden, um den verlorengegangenen Vorsprung wettzumachen. Als eine— wie man nach den bekanntgewordenen Ziffern annehmen kann— immerhin sehr ansehnliche britisch=amerikanische Flotte bei Neu=Guinea vorbeikreuzte, wahrscheinlich um das bedrohte Australien zu schützen und zu versorgen, waren die Japaner mit der ihnen eigenen Fixigkeit zur Stelle und zerschmetterten die gegnerischen Schiffe. Anders kann man den Vorgang wohl nicht bezeichnen, und wenn es heißt, daß die Schlacht noch Fortsetzung 2. politische Seite Hause zusammengelaufenen Männer und Frauen: „Es lebe Gandhil“ und schmückten ihn mit Blumen.— Reuter meldet, daß diesmal Gandhis Haft bedeutend verschärft wird, als das bei seiner letzten Gefangenschaft der Fall war. Blutige Unruhen in Bombay □ Stockholm, 10. August. Meldungen des britischen Nachrichtendienstes aus Neu=Delhi besagen, daß es am Sonntag im Laufe des Tages zu Unruhen in Bombay kam. Die Polizei schritt ein und es gab eine Anzahl Toter und Verwundeter unter der Bevölkerung. ∆ Tokio, 10. August. Das Kaiserlich=Japanische Hauptquartier gab am Sonntagnachmittag bekannt: Japanische Marinestreitkräfte unternehmen seit dem 7. August heftige Angriffe gegen kombinierte britisch=amerikanische Flotteneinheiten, die in den Gewässern der Salomon=Inseln sich zeigten. Sie fügten den seindlichen Kriegsschiffen sowie den Transportern vernichtende Schläge zu. Der Kampf dauert noch an. Bisher wurden versenkt: 1 Schlachtschifs unbekannten Typs, 2 Schwere Kreuzer vom Typ„Astoria“, 2 Schwere Kreuzer vom Top „Anstralia“, mehr als drei Krauzer unbednb Aus dem Führerhauptquartier, 10. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern bekannt: In einer Breite von über 400 Kilometer haben deutsche, rumänische und slowakische Truppen die nördlichen Ausläuser des Kaukasusgebirges erreicht. Um den Brückenkopf am Kuban, den der Feind nördlich Krasnodar hält, wird noch gekämpft. Schnelle Verbände des Heeres und der Waffen=ff überschritten den Laba=Abschnitt und sind im Angriff nach Westen in Richtung auf Maikop. Die Luftwaffe führte ihre Angriffe gegen die feindlichen Rückzugs= und Räumungsbewegungen auf Straßen, Bahnen und aus den Häfen der nordkaukasischen Schwarzmeert küste. Im Hasen von Anapa wurden hierbei drei sowjetische Leichter durch Bombentresfer versenkt und ein Frachtschiff beschädigt. Zwischen Wolga und Don, südwestlich von Stalingrad, wurden Gegenangriffe starker feindlicher Kräfte in harten Kämpfen abgewiesen. Im großen Donbogen schreitet der Angriff der deutschen Truppen nordwestlich Malatsch erfolgreich fort. Dichtgedrängte Massen des Feindes an den Flußübergängen waren den vernichtenden Hochund Tiefangrissen der Kampf= und Schlachtfliegerverbände ausgesetzt. Nordwestlich Woronesch wurden mehrere Angrifse des Feindes abgeschlagen. Eigene Gegenkannten Typs, mehr als vier Zerstörer und mehr als zehn Trausporter.— Schwer beschädigt wurden: 3 Kreuzer vom Typ„Minneapolis“, mehr als zwei Zersörer und bestimmt ein Transporter. Bei Luftkämpfen wurden über 41 feindliche Maschinen abgeschossen. Die japanischen Verluste belaufen sich auf sieben Maschinen, die durch direkten Einsatz auf das Ziel verlorengingen. Außerdem wurden zwei Kreuzer leicht beschädigt, die jedoch weiterhin operationsfähig sind.— Diese Seeschlacht wird, wie das Hauptquartier hinzufügt, den Namen tragen: Seeschlacht bei den Salomon=Inseln. angriffe brachten örtliche Erfolge. Im Raum von Rschew dauern die schweren Abwehrkämpfe weiter an. In einem anderen Kampfabschnitt der mittleren Front zerschlugen Infanterieverbände in der Zeit vom 20. bis 31. Juli bei örtlichen Angrissen in schwierigem Gelände mehrere sowjetische Schützendivisionen. Der Feind verlor in diesen Kämpesbterschumn unibtehugen 0 fen über 4000 Tote und 1589 Gefangene sowie 24 Panzer, 20 Geschütze und 152 Maschinengewehre und Granatwerser. Am Wolchow führte der Feind wiederholt schwere Angriffe gegen einen kleinen Brückenkopf, die von der tapferen Besatzung in harten Kämpsen abgewiesen wurden. An der Ostfront schossen gestern Jagdfliegerverbände und Flakartillerie 82 sowjetische Flugzeuge bei sünf eigenen Verlusten ab. Im Kampf gegen Großbritannien griffen Kampfflugzeuge bei Tag und Nacht kriegswichtige Anlagen im Süden Englands bzw. im Norden und Nordosten der Insel an. Ein britischer Nachtjäger wurde im Luftkampf zum Absturz gebracht. Der Fall von Krasnodar □ Berlin, 10. August. Zur Sondermeldung über den Fall von Krasnodar teilt das Oberkommando der Wehrmacht ergänzend mit: Die Einnahme### Die indischen Vollssahrer berhaftel! Nach der„Verlaßt=Indien“=Entichließung entpuppt sich die britische Brutalität Pochlachtschiff, Kreuzer, 10 Transporier Britisch=amerikanische Flottenkräfte bei den Salomon=Inseln schwer geschlagen Hauptstadt des Kubangebietes Krasnodar erfolgte durch dieselben Infanterie=Divisionen, die vor 13 Tagen mit dem Sturm auf Rostow und Bataisk an dem Zusammenbruch der feindlichen Don=Verteidigungen beteiligt waren. In rastloser Verfolgung des aeschlagenen Gegners überwandten sie in ständigem Kampf bei trovischer Hitze, auf völlig verstaubten Straßen und Wegen einer schattenlosen Stepve in 18 Tagen die 280 km lange Strecke vom Don bis Kuban. Sie erreichten damit das der Stadt vorgelagerte, nördlich des Kuban sich hinziehende Stellungssystem, das durch einen großen Panzerabwehrgraben versperrt war. Nach harten Kämpfen wurden die Stellungen gegen zähen feindlichen Widerstand durchbrochen und die inmitten einer fruchtbaren Schwarzerdebene gelegene Stadt Krasnodar erstürmt. An dem Erfolg des Taaes haben leichte Flakbatterien der Luftwaffe in vorbildlicher Zusammenarbeit mit der Infanterie entscheidenden Anteil. Krasnodar. am nördlichen Kuban=Ufer gelegen, Kreuzungspunkt der Eisenbahnlinien nach NowoAchterkoje am Asowschen Meer und nach dem Schwarzmeer=Hafen Peisk. hat rund 210000 Einwohner. Die Stadt ist ein Hauptstandort der sowietischen Rüstungsindustrie. Außerdem hat sich hier ein bedeutender Fluß=Schiffsverkehr entwikkelt. dessen häufigste Umschlaggüter Nahrungsmittel und Erdöl sind. Die Industrie von Krasnodar umfaßt bedeutende Werke der metallverarbeitenden Industrie, die weitgehend auf Rüstungsfertigung umgestellt ist, ferner Fabriken für Erdölverarbeitung. Lebensmittel= und Leichtindustrie. Kunns Geheimdesehl sagl anes! „Weiterer Rückzug ist gleichbedeutend mit unserem Untergang“ Bombenangriffe auf zahlreiche nordaustralische Hafenstädte ∆ Tokio, 10. August. Auch am Freitag hielten die schweren japanischen Luftangriffe gegen die nordaustralischen Küstenpätze an. Auf einer Breite von mehr als 2000 km erlebten folgende Hafenstädte Nordaustraliens schwere Luftangriffe: Townsville in Queensland. Cairns, Cooktown. Normantow am CarventariaGolf. Port Darwin. Wyndham. Derby und Broome in Westaustralien. In allen genannten Orten wurden schwere Schäden in den Hafenanlagen angerichtet. In Luftkämpfen über der Torres=Straße schossen javanische Jäger 7 amerikanischen Bombenflugzeuge ab. Auch italienische.Boote erfolgreich * Rom, 10. August. Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonntag besagt u..: Am gestrigen Tage Spähtrupp= und beiderseitige Artillerietätigkeit an der ägyptischen Front. Zwei Flugzeuge wurden von der Bodenabwehr unserer großen Einheiten zum Absturz gebracht. Die Luftwaffe der Achsenmächte wiederholte ihre Angriffe auf feindliche Truppen= und Materialzusammenziehungen und schoß im Luftkampf zwei Curtiß ab. Unsere=Boote versenkten im Atlantik zwei Dampfer und einen Tanker mit zusammen 24875 Bruttoregistertonnen. Die im Atlantik, im Mittelmeer, im Roten Meer und im Schwarzen Meer operierenden italienischen=Boote versenkten auf Grund genau für jedes Schiff nachgeprüfter Angaben insgesamt über eine Million Bruttoregistertonnen feindlicher Kriegsund Handelsschiffe, genau 1018971 Tonnen. Alarmstimmung in arabischen Kreisen * Mailand. 10. August. Die Unterhauserklärung des englischen Kriegsministers Grigg, wonach die britische Regierung eine sogenannte „Palästina=Armee“ schaffen will. die in erster Linie aus Inden bestehen soll. hat, Istanbuler Meldungen zufolge, in arabischen Kreisen Alarmstimmung ausgelbst. □ Berlin, 10. August. Ein deutsches Panzerkorps hat an der Kaukasusfront den Gebeimbefehl Stalins für die Verteidigung der UdSSR Nr. 227 vom 28. Juli 1942 erbeutet. Dieser Befehl enthüllt mit einem Schlage die tatsächliche Lage der Sowjetunion. Wenn vor kurzem noch Moskau verkünden ließ, daß die Sowjets es sich leisten könnten, Schlachten zu verlieren, und zurückzuweichen, da sie immer noch die Kraft zu einer großangelegten Gegenoffensive hätten, so kommen jetzt in diesem Befehl äußerst schwere militärische und wirtschaftliche Besorgnisse der Sowjetgewaltigen ans Tageslicht. Wörtlich sagt Stalin: „Das Gebiet, das die Deutschen bereits eroberten oder noch erobern wollen, bedeutet Brot und andere Lebensmittel für die Armee und die rückwärtigen Gebiete. Wir haben über 70 Millionen Landesbewohner verloren. Wir ernten nun über 800 Millionen Pud Brotgetreide im Jahr weniger, und der Ausfall an Metallen übersteigt die Menge von 10 Millionen Tonnen. Von nun an sind wir den Deutschen weder an Menschenreserven noch an Getreidevorräten überlegen. Ein weiterer Rückzug ist gleichbedentend mit unserem Untergang.“ Am brennendsten aber ist dem roten Gewalthaber das Problem, wie er die ständig sinkende Kampfmoral seiner Truppen heben soll. Stalin sagt in seinem Befehl wörtlich: „Es fehlt bei uns an Ordnung und Disziplin. In den Kompanien, Bataillonen, Regimentern und Divisionen, in den Panzereinheiten, in den Geschwadern der Luftwasse. Wir können nicht mehr Kommandeure, Kommissare und Politruks dulden, die ihre Stellungen eigenmächtig verlassen und es zulassen, daß einige Panikmacher die Lage des Kampfes dadurch bestimmen, daß sie andere zum Rückzug verleiten und damit dem Feind die Front össnen. Die Miesmacher und Feiglinge müssen auf der Stelle vernichtet werden. Von nun ab muß das oberste Gesetz die Parole sein:„Keinen Schritt zurück!“ Die einzige Möglichkeit für die Erhaltung der Disziplin und die Rettung der Schlagkraft seiner Truppen sieht Stalin in der Schaffung von Strafbataillonen und in der Androhung drakonischer Strafmaßnahmen gegen Offiziere und Politruks, welche ein eigenmächtiges Verlassen der Stellungen ohne Befehl dulden. Wörtlich heißt es in dem Befehl: „Es sind im Bereich der Front jeder Armee ein bis zwei(je nach Bedarf) Strafbataillone zu formieren. In diese Strafbataillone sind Offiziere und Politruks einzureihen, die sich Disziplinlosig= keit und Feigheit vor dem Feinde zuschulden kommen ließen. Diese Bataillone müssen in besonders schwierigen Abschnitten eingesetzt werden, um den Angehörigen Gelegenheit zu geben, ihre Schuld vor dem Feinde zu fühnen... Außerdem sind im Armeebereich 3 bis 5 gut bewaffnete Einheiten aufzustellen, die unmittelbar hinter unzuverlässigen Divisionen einzusetzen sind und die Aufgabe haben, im Falle eines ungeordneten Rückzuges jeden Flüchtling und jeden Feigling zu erschießen.“ Resnöse Verseigung in Kautafusgedlei Neuer Angriff im Donbogen Ausdehnung der Abwehrschlacht im Rschew=Raum dnb Aus dem Führerhauptquartier, 10. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gab Sonnabend bekannt: Im Kankasusgebiet wird der Feind rastlos verfolgt. Dreißig Kilometer nördlich und nordostwärts Krasnador durchbrachen deutsche Truppen eine feindliche Panzergrabenstellung. Schnelle Verbände erreichten den Laba=Fluß. Die Städte Armawir und Kurgannaja wurden nach hartem Kampf genommen. Die Luftwaffe griff, den eigenen Panzerspitzen voraus, marschierende Kolonnen sowie Transportbewegungen und Einschiffungen an der Schwarzmeerküste an. Nördlich des Sal gewannen deutsche und rumänische Truppen bei ungewöhnlicher Hitze gegen zähen feindlichen Widerstand weiter an Boden und schossen bei der Abwehr von Gegenangriffen 23 feindliche Panzer ab. Im großen Doubogen sind die deutschen Truppen nordwestlich Kalatsch ernent zum Angriff angetreten. Starke Nahkampffliegerverbände griffen in die Erdkämpfe ein und zerschlugen Stanungen feindlicher Kräfte an den Uebergängen und Fähren des Don. Die Abwehrschlacht im Raum von Rschew hat sich noch auf weitere Frontabschnitte ausgedehnt. Die schweren Kämpfe halten an. An mehreren Stellen wurden die Sowjets im Gegenaugriff zurückgeworfen. Kampfgeschwader setzten sich in zahlreichen Augriffen gegen sowjetische Truppen=, Panzer= und Kraftfahrzeugansammlungen besonders ein. Die Bolschewisten hatten wieder hohe Prienzagralasteophe Tesnos getidel. Die Ramen der restlichen versenkten Schisfe- Schweigt Churchill auch weiterhin? □ Berlin, 10. August. Die Ermittlungen über die vom Oberkommando der Wehrmacht in der Zeit vom 5. bis 10. Juli 1942 gemeldete Vernichtung des anglo=amerikanischen Großgeleitzuges im Nordmeer sind nun abgeschlossen. Sie hatten bereits Ende Juli d. J. zur Bekanntgabe der Namen von 21 versenkten Schiffen geführt. Inzwischen wurden durch unsere Unterseeboote weitere Ueberlebende in deutsche Stützpunkte eingebracht. Ihre Aussagen bestättgen nicht nur die früher veröffentlichten Angaben, sondern ermöglichen darüber hinaus nun auch die Bekanntgabe der Namen der restlichen versenkten Schiffe. Es sind dies: Frachtdampfer „Ironclad“(USA) 5685 BRT, Frachtdampfer „William Hooper“(USA) 6800 BRT, Frachtdampfer„Washington“(USA) 5564 BRT, Frachtdampfer„Bolton Castle“(Brit.) 5200 BRT, Frachtdampfer„Trobadour“(Norw.) 5808 BRT., Tanker„Donbas“(Sowj.) 7925 BRT, Frachtdampfer„Pan Atlantic“(USA) 5411 BRT, Frachtdampfer„Nanarine“(Brit.) 4841 BRT, Frachtdampfer„Bollinham“(USA) 7000 BRT, Tanker „Greyranger“(Brit.) 3313 BRT, Frachtdampfer „Peter Kerr“(USA) 6476 BRT, Frachtdampfer „Benjamin Harrison“(USA) 7500 BRT, Frachtdampfer„Ocean Freedon“.(Brit.) 6800 BRT, Frachtdampfer„Fairfield City“(USA) 5686 BRT, Frachtdampfer„Richard Bland“.(USA) 8000 BRT, Frachtdampfer„Sam Chase“(USA) 8000 BRT.— Diese 16 Schiffe hatten eine Gesamttonnage von 95000 BRT. Damit sind von den 38 Schiffen des Geleitzuges 87 versenkte Dampfer namentlich festgestellt. Mit Schußwaffen und Tränengas gegen Indier □ Stockholm, 10. August. Wie Reuter aus Bombay meldet, war am Sonntaa bis 17 Uhr die Zahl der bei den Unruhen verhafteten Inder auf 149 gestiegen. Bisher wurden 15 Personen mit Schußwunden in die Krankenhäuser eingeliefert. Die Polizei ging in fünf verschiedenen Stadtteilen gegen die Menge mit Schußwaffen vor. Bei all diesen Gelegenheiten wurde Tränengas angewandt. Wie amtlich berannt gemacht wurde, wurden zwei Kornlager der Regierung gestürmt, die Polizeistationen mit Steinen beworfen. Mehrere Autobusse wurden in Brand gesteckt. Britische Polizeioffiziere wurden angegriffen. In Ahmedabad versuchte die Menge eine Polizeistation in Brand zu stecken. Die Polizei ging mit der Schußwaffe vor, wobei ein Toter und ein Verletzter zu verzeichnen war. Verhaftungswelle in Indien nimmt zu □ Berlin, 10. August. Die Verhaftungswelle in Indien nimmt nach neueren Meldungen weiterhin zu. Außer der gesamten indischen Führerschaft ist jetzt auch der Bürgermeister der Riesenstadt Bombay, Ameher Ali, hinter Schloß und Riegel gesetzt worden. Ferner wurden 26 aktive Kongreßangehörige in der Provinz Bombay eben—: falls verhaftet. Vor dem Riesenzelt des Kongreßausschusses kam es am Sonntagvormittag, als die Menge von den Verhaftungen erfuhr. zu großen Ansammlungen der Inder, die die britische Polizei veranlaßten abermals vom Gummiknüppel Gebrauch zu machen, um wie Reuter meldet,„die Menge auseinanderzutreiben“.— Die Erregung der indischen Völkermassen ist, wie die eingangs wiedergegebene Meldung erkennen läßt, in Anbetracht der britischen Gewaltmethoden aufs höchste gestiegen: Reuter berichtet in einer späteren Meldung, die britische Polizei hätte schließlich Tränengas angewandt, um die Menae vor dem Zelt zu vertreiben, die in laute Rufe„Es lebe Gandhi“ ausbrach. Blockade gegen die Kapverdischen Inseln □ Berlin, 10. August. Die Abreise des portugiesischen Kolonialinspektors Hauptmann Galvao nach den Kapverdischen Inseln hat die Diskussion über die Ernährungslage dieser Inseln wieder sehr stark in den Vordergrund des öffentlichen Interesses in Portugal rücken lassen. Die Ernährungslage wird allgemein als außerordentlich ernst bezeichnet. Schnierig sei die Lage nur durch die zahlreichen Schikanen der englischen Kolonialbehörden geworden die eine rücksichtslose Blockadepolitik betreiben. Menschen= und Materialverluste. Eine Panzerdivision vernichtete in diesen Kämpfen am 6. und 7. August 54 feindliche Panzer. An der Wolchow=Frout und vor Leningrad wurden mehrere Angriffe der Sowjets zum Teil im Nahkampf abgewiesen, feindliche Bereitstellungen durch wirksames Artilleriefener zerschlagen. Im Finnischen Meerbusen wurden auf einem feindlichen Wachboot Bombentreffer erzielt. In Aegypten griffen deutsche und italienische Kampfflugzeuge britische Batteriestellungen und Kraftfahrzeugansammlungen mit guter Trefferlage an. Deutsche Jäger schossen in Luftkämpfen 13 britische Flugzeuge ab. Ein eigenes Flugzeug ging verloren. Im Südwesten Euglands belegten leichte Kampfflugzeuge bei Tage kriegswichtige Ziele mit Bomben schweren Kalibers, die Brände und Explosionen zur Folge hatten. In der vergangenen Nacht wurden Hafen= und Rüstungsanlagen an der englischen und schottischen Ostküste sowie im Osten Mittelenglands bombardiert. In der Nacht zum 7. August kam es im Kanal zwischen deutschen Minensuchbooten und acht englischen Schnellbooten zu einem Gesecht, in dessen Verlauf zwei feindliche Boote so schwer beschädigt wurden, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist. Auf weiteren Booten wurden mehrere Treffer erzielt. Im gleichen Seegebiet griffen in derselben Nacht mehrere britische Schnellbootflottillen wiederholt ein durch Minensuchboot gesichertes deutsches Geleit erfolglos an. Im Verlauf des Gefechts, das teilweise auf nächste Entfernung von Maschinenwaffen und Handgranaten ausgetragen wurde, gelang es unseren Booten, ein britisches Schnellboot zu versenken, ein zweites, dessen Sinken nicht beobachtet werden konnte, in Brand zu schießen und sechs weitere Boote zu beschädigen. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, versenkten unsere Unterseeboote im Nordatlantik in harten Angriffen aus stark gesicherten Geleitzügen der Amerika=England=Fahrt sieben Schiffe mit zusammen 49000 BRT und einen Bewacher. Im Mittelatlantik, in amerikanischen Gewäslern und vor den Geleitzughäfen der westafrikanischen Küste fielen ihren Torpedos weitere acht Schiffe mit 45181 BRT und ein amerikanischer Zerstörer zum Opfer. Unter den versenkten Schiffen befand sich ein großer Munitionsdampfer und ein mit Panzerkampfwagen und Flugzeugen beladenes Schiff, das nach Alexandrien unterwegs war. Mit der Vernichtung dieser 15 Schiffe mit zusammen über 103000 BRT wurde der englisch=amerikanischen Versorgungsschiffahrt durch Unterseeboote ein neuer schwerer Verlust zugefügt. Ein Wochenende größter Entscheidungen Portsetzuna snn der I. oollt. Seite andauert, dann steht gewiß nicht zu erwarten, daß ein englisch=amerikanischer Sieg dabei herauskommt. Man fragt sich nur, wielange es Roosevelt und Churchill sich noch gestatten, ihre stolze Seemacht im Stillen Ozean auf die Schlachtbank zu führen. Denn mit ihrer„Macht“ ist es dort unten wohl endgültig vorbei. Wie man in japanischen Marinekreisen erklärt, hat sich bei dieser Gelegenheit ausdrücklich gezeigt, daß Japan die Gewässer des Pazifik und vor allem die Zufuhrwege nach Australien völlig beherrscht. Dieses Prä des Gegners sucht England durch die Behauptung der„indischen Front“ auszugleichen. Nie ist es den Briten ernst darum gewesen, den Indern die Freiheit wiederzugeben. Das zeigen die erschreckenden Vorfälle nach der Tagung des allindischen Kongresses. Man kann sich nicht damit entschuldigen, daß die gefaßte Resolution, die von den Briten die Räumung des Landes verlangt, nicht erwartet worden wäre. Gandhi hat sich schon vorher eindentig zu seinem Standpunkt bekannt. Aber daß man ihn, der in England sozusagen„erzogen“ wurde und dem viele Engländer angeblich sogar eine große Verehrung entgegenbringen, in seinen alten Tagen noch in den Kerker wirft, und mit ihm eine Reihe der weniger für Indien kämpfenden als leidenden Volksführer(denn unter „kämpfen“ verstehen wir ja etwas ganz anderes), das zeigt die heuchlerische Larve, die Albion schon immer vor dem Gesicht trug und die abgerissen wird, wenn jemand nicht mehr auf sie hereinfällt. Am Rande vermerkt sei noch, daß der in Deutschland lebende Nationalistenführer Subhas Chandra Bose die ungefähre Entwicklung der Dinge vorausgesehen und bereits eine Botschaft starken kämpferischen Inhaltes an das indische Volk gesandt hat. Weiter, daß man an vielen Stellen des Orients auf den Tag der Befreiung vom englischen Joch wartet, daß es überall brodelt und gärt— nicht nur in Indien, Aegypten, Syrien und im Iran oder im Hause Stalins, wo gerade zu dieser Zeit der aufschlußreiche Geheimbefehl des roten Diktators aufgespürt wurde— nicht nur im Stillen Ozean und im Pazifik, sondern auch in den Ländern selbst, die sich die„Gottes eigenen“ preisen. Hier allerdings verdeckt der fromme Pessimismus— vorläufig noch— die Zersetzung. Roosevelt fordert„noch größere und weitergehende Opfer" nachdem er sein Volk, das durchaus nicht bedroht war, in den Krieg hetzte. Aber es gibt gottseidank schon viele Yankees, die an die Notwendigkeit dieser Opfer nicht glauben. Lediglich die jüdische Presse tut es, und das mit gutem Grund. Leider muß sie sich darüber ärgern, daß man„auf dem Monde lebt“ (New York World Telegram) oder daß sie„viel unnützes Geschwätz über die zweite Front hört“ (Evening News). Viel unnützes Geschwätz, das ist es. Die Menschheit hat es lange genug gehört! Ritterkreuzträger der Panzerwasse dnb Berlin, 10. August. Der Führer verlieb das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Feldwebel Alois Eckert, Zugführer in einem Panzerregiment; Unteroffizier Otto Rendl. Geschützführer in einer Panzertäger=Kompanie eines InfanterieRegiments. Südafrika verdunkelt wegen=Bootgefahr □ Stockholm, 10. August. Wie sehr die Nervosität im Lager der Feinde über die=Bootgefahr steigt, zeigt eine Erklärung des südafrikanischen Innenministers. Dieser gab nach einer Meldung aus Kapstadt bekannt, daß an der südafrikanischen Küste des Indischen Ozeans=Boote gesichtet worden seien. Der ganze Küstenstreifen wurde unter Alarm gestellt; außerdem wurde die sofortige totale Verdunkelung angeordnete. Neues in Kürze Rüstungswerke in Leeds und Sheffield schwer getroffen □ Berlin, 10. August. Zu den im Wehrmachtbericht bereits gemeldeten Angriffen deutscher Kampfflugzeuge gegen militärische und kriegswichtige Anlagen der englischen Südküste teilt das Oberkommando noch ergänzend mit: In einer Hafenstadt beobachteten die deutschen Kampfflieger große Zerstörungen in Hallen und Hafenanlagen. Ein mit Truppen belegtes Barackenlager wurde von einem deutschen Kampfflugzeug im Tiefflug mit Bomben und Bordwaffen angegriffen und vollkommen zerstört. Wenige Stunden später waren deutsche Kampfflugzeuge erneut über der britischen Insel und richteten bis nach Mitternacht Angriffe gegen britische Rüstungswerke in den Midlands und kriegswichtige Anlagen der Städte Leeds und Sheffield. In mehreren der getroffenen Ziele entstanden Brände und Explosionen. Im Luftkampf schoß die Besatzung eines deutschen Kampfflugzeuges vor der englischen Ostküste mit Bordwaffen einen feindlichen Kampftäger ab, der brennend in die See stürzte. Tokio. Die Regierung beschloß den Bau einer Kraftleitung zwischen der Südinsel Kiuschiu und der Hauptinsel Hondo. Berlin. Der Führer hat für den General der Flieger Thomsen am heutigen Montag ein Staatsbegräbnis angeordnet. Tokio. Bei einem Luftangriff auf Kanton wurden zwei von 13 angreifenden amerikanischen Maschinen abgeschossen. Genf. Die auf der Strecke Kapstadt— Port Elizabeth liegende längste Eisenbahnbrücke über den Gouritzfluß wurde, wie„Daily Expreß“ melden, durch eine Sprengladung schwer beschädigt. Buenos Aires. Die Gegend um Santa Cruz im Süden Brasiliens ist von einer Typhus=Evidemie heimgesucht. Santiago de Chile. Nach eingehenden Kabinettsberatungen wurde ein„Ministerium für Wirtschaft und Handel“ neu geschaffen. Rom. Der frühere Ministerpräsident von Burma U Saw ist in Aegypten, wo er interniert war, gestorben. Madrid. Der spanische Luftfahrtminister hat der ersten spanischen Fliegerstaffel, die am Kampf gegen den Bolschewismus in der Sowjetunion teilgenommen haben, das Militärverdienstkreuz mit der Aufschrift„Rußland“ verliehen. Berlin. Vier weitere feindliche Handelsschiffe wurden in amerikanischen Küstengewässern von Unterseebooten der Achsenmächte versenkt. Rom. 32 Britenflugzeuge wurden an der Afrikafront abgeschossen und Nachschubzentren des Feindes bombardiert, wie der italienische Wehrmachtbericht vom Sonnabend meldet. Lissabon. Mit dem vortugiesischen Fahrgastschiff„Lima“ ging am Sonnabend ein weiteres Truppenkontingent zur Verstärkung der Garnisonen auf den Azoren von Lissabon ab. Madrid. In zwei New Yorker Untergrundbahnzügen wurden am Freitagabend mehrere mit Tränengas gefüllte Ampullen geworfen. Das Gas verursachte unter den Fahrgästen eine Panik. Berlin. Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Raeder, hat in der Woche vom 3. bis 8. August zahlreiche Marinestützpunkte an der Kanal= und Atlantikküste besichtigt. Riga. Der Reichsfinianzminister Graf Schwerin von Krosiak führte in diesen Taan eine Besichtigungsreise durch das Ostland durch. P. biing fenn mi Ines dentams filtet Strangfeld siegte leicht gegen Seidel, Pepper wuchs in Hochform Die Vorentscheidungen der Kriegsmeisterschaften der deutschen Amateurböxer in Hannover standen im Zeichen harter und ver bissener Kämpfe. Wohl am unerwartetsten kam der Sieg des Berliner SS=Mannes Adolf Kleinholdermann über den Schwergewichtsmeister und Europameister Hein ten Hoff(Oldenburg). Im Mittelgewicht hatte Rudolf Pepper vor seinem Eintritt in die Vorschlußrunde den Danziger Albrecht nach Punkten besiegt. Die Ergebnisse der Vorschlußrunde: Fliegengew.: Tietzsch(Berlin) besiegt Schlitzer(Köln) 3. Rd. k..; Koschir(Essen) besiegt Koch(Frankf.) n. P.— Bantamgezicht: Otto Goetzke(Hamburg) besiegt Artur Büttner(Breslau) n..; Dietrich(Mainz) besiegt Schiller(Berlin) n. P.— Federgewicht: Strangfeld(Herten) besiegt Petri(Kassel) n. Seidel(Berlin) besiegt Preiß(Kriegsmarine) n. P.— Leicht: gewicht: Nürnberg(Posen) besiegt Witte(Kriegsmarine) n..; Teilhofer(Stettin) besiegt Garz(Magdeburg) n. P.— Weltergewicht: Trittschak(Hannover) besiegt Mahn(KM) n..; Schneider(Generalg.) besiegt Zoost(Dessau) n. P.— Mittelgewicht: Pepper(Dortmund) besiegt Schellin(Berlin) n..; Imbsweiler(Wien) besiegt Grünewald(Dessau) n. P.— Halbschwergewicht: Karl Schmidt(Hamburg) besiegt Zwazl(Wien) n..: Sohn(Königsberg) besiegt Kleinwächter(Berlin) n. P.— Schwergewicht: Kleinholdermann(Berlin) besiegt H. ten Hoff (Oldenburg) n..: Runge(Wuppertal) besiegt Weidinger(Wien) n. P. Die Endrundenkämpfe: Vor Beginn der Schlußrunde in den acht Gewichtsklassen gedachte der stellvertretende Fachamtsleiter Hanns Hieron imus der gefallenen Kameraden. Der alte Kämpe Strangfeld Gerten) hatte es im Federgewicht gegen den schon sichtlich ermudeten Berliner Seidel nicht allzu schwer. Seidel brachte nicht mehr die Kraft auf, den harten Rechtsausleger auf Biegen und Brechen zu boxen und unterlag klar nach Punkten. Nach nur drei Kämpfen hatte Rudolf Pepper(Dortmund) sich schon in eine so vorgeschrittene Form gebracht, daß der Sieg im Mittegewicht nicht mehr aufzuhalten war. Der Wiener Imbsweiler hatte nur die erste Runde für sich, wurde dann aber durch Leberhaken zermürbt und hatte in der letzten Runde stark unter Luftmangel zu leiden. Olympiasieger Herbert Runge gewann als besserer Techniker zum Schluß im Schwergewicht verdient gegen Kleinholdermann(Berlin) nach Punkten. Der SS=Oberscharführer war nicht so wuchtig wie in seinem siegreichen Kampf mit dem Titelverteidiger ten Hoff, aber Runge verstand es meisterlich, allen Vorstößen durch schnelle Seitenschritte die Wirkung zu nehmen. Die neuen deutschen Meister: Fliegengewicht: Koschir(Essen) besiegt Tietzsch(Berlin) n..; Bantamgewicht: Dietrich(Mainz) besiegt Otto Götzke(Hamburg) .; Federgewicht: Strangfeld(Herten) besiegt Sold. Seidel(Berlin) n..; Leichtgewicht: Uffz. Nürnberg(Posen) besiegt Uffz. Zeilhofer(Stettin) n..; Weltergewicht: Uffz. Schneider(GG.) besiegt Schütze Trittschak(Hannover) n..; Mittelgewicht: Soldat Pepper besiegt Obergefr. Imbsweiler n..; Halbschwergewicht: Uffz. Karl Schmidt(Hamburg) besiegt Obergefr. Sohn(Königsberg) n..; Schwergewicht: Gefr. Runge(Wuppertal) besiegt SS=Oberscharf. Kleinholdermann (Berlin) n. P. Harbig in Jahresbestzeit ausgezeichneter Besetzung wurde am Sonntag auf dem FSV-Platz am Vornheimer Hang in Frankfurt a. M. vor über 5000 Zuschauern das reichsoffene Leichtathletikfest durchgeführt. Das überragende Ergebnis der 15 nationalen Wettbewerbe war der Sieg unseres Weltrekordmannes Rudolf Harbig(Braunschweig) über 800 m in Jahresbestzeit von:52,4 Min. Auch die dichtauffolgenden Giesen(Berlin) mit:52,5 und Seibert(München) mit:53,4 liefen Zeiten, die in diesem Jahr noch nicht erreicht worden waren Harbig ging vom Start weg in Führung und behauptete diese gegen den immer angreifenden Giesen bis ins Ziel. Ein scharfes Rennen lieferten sich über 5000 m Meister Max Syring(Wittenberg) und der Münchener Eberlein. Syring siegte in 15:03,2 vor Eberlein in 15:05 Min. Nur Handbreite trennte die drei ersten im 100=Lauf, den Kapellmann(Stuttgart) vor Linnhof und Schlecht(beide Berlin) in 11,8 gewann. Westfälische Schwimmeisterschaften in Recklinghausen Im schönen Strandbad„Mollbecke“ zu Recklinghausen wurden am Sonntag trotz widriger Umstände die westfälischen Schwimmmeisterschaften durchgeführt. Mit 250 Teilnehmern konnten sich auch im dritten Kriegsjahr die Titelkämpfe sehen lassen, wenn auch einige Spitzenkräfte fehlten. Sehr gut schlug sich auf der ganzen Linie unser westfälischer Nachwuchs, aber auch die alten Kämpen waren mit Begeisterung bei der Sache. Große Beachtung fand das Kunstspringen. Bei den Frauen siegte Paula Tatarek=Erkenschwick und bei den Männern der Dortmunder Wollenhaupt.— Im 200=Brustschwimmen konnte Helga Grauthoff=Bochum wie bei den Gebietsmeisterschaften ihre Mitbewerberinnen klar hinter sich lassen. Die Bochumerin legte bei stärkerer Konkurrenz die 200=Brust in:13,4 zurück. Münchener Koch am Hundertmeterlaus teil, in dem er Dritter werden konnte. Die herausragende Leistung des Abendsportfestes war aber der Hochsprung des finnischen Meisters Rils Riklen über eine Höhe von 1,95 m. Der Schwede Kristoffersen kam über 1,90 m, hatte aber vorher schon den 110=Hürdenlauf in 15,2 Sekunden gegen Hidas(Ungarn) in der gleichen Zeit gewonnen. Schweden stellte weiterhin die Sieger über 100 m durch Olsson vor dem Ungarn Solymosi(11,3) und Koch(Deutschland) Bror Hellström in:24 vor dem Ungarn Für Finnland gewannen Storskrubb die 400 m in und Väliaho die 80 0m in:55, ferner H. Sonck den Weitsprung mit 7,14 m vor den Ungarn Vermes(7,11 m) und Gyuaritza(6,78). Prüfungskämpfe der Turnerinnen im Achtkampf Auf dem Platz und in der Halle des TB Jahn Minden fand am Wochenende eine Ausscheidungsprüfung der westfälischen Turnerinnen im Achtkampf statt. Insgesamt stellten sich dem Kampfgericht 11 Turnerinnen. Die drei besten nehmen am 6. September bei den deutschen Meisterschaften in Nürnberg teil. Leider hatte die aussichtsreichste Bewerberin Gerda SchürmannGelsenkirchen schon bei der ersten Uebung das Pech, sich zu verletzen und konnte sich an den weiteren Uebungen nicht mehr beteiligen Erste Siegerin und Gaumeisterin des deutschen kampfes 1942 wurde somit Agnes Dahmen vom FVL Bochum 48 mit 144 Punkten. Die Ergebnisse: 1. und Gaumeisterin: Agnes Dahmen(Bochum) 144 Punkte, 2. Hetti Grunewald(TB Bottrop) 142,5, 8. Herta Birx(TG 48 Witten) 134.5. Abendsportiest in Wanne-Eichel Kommenden Mittwoch, 12. August, kommt im Wanne=Eickeler Stadion ein leichtathletisches Abendsportfest zur Durchführung. Da einige der besten Leichtathleten Westfalens zur Stelle sein werden, wird es in den einzelnen Disziplinen sehr hoch hergehen. Die Kämpfe beginnen pünktlich um 19 Uhr. Meldungen sind 15 Minuten vor jedem Wettbewerb bei der Wettkampfleitung abzugeben. Männer A: 100 m, 400 m, Kugelstoßen, Stabhochsprung und 4 mal 100=Staffel.— Jugend A: 200 m, 800 m, Weitsprung. Stabhochsprung, Kugelstoßen, Diskuswerfen.— Jugend B: 100 m, 800 m, Speerwerfen, Hochsprung und 4 mal 100=Staffel.— Frauen: 100=Lauf, Weitsprung, Diskuswerfen. Magdalena Hirdes Gebietsmeisterin Bei den diesjährigen Gebietsmeisterschaften in Herford, die bei guter Besetzung aus allen Bannen vor sich gingen, konnte die Herner Magdalena Hirdes zwei schöne Erfolge für sich buchen. Den 100=Lauf schaffte sie in 12,8 Sek. im Weitsprung. schaffte die tüchtige Leichtathletin 5,20 m. Wir gratulieren der Siegerin und dem Stammverein, dem Herner Turnklub. Aus unserem Gebiet waren noch weiter siegreich die Leichtathletinnen vom Turnverein Eintracht Dortmund. Im Kugelstoßen siegte Hanni Reuter mit 10,69 m, im Speerwerfen Christel Niederstebruch mit 30,80 m, im Diskus Gerda Voß mit 33,31 m, im Fünfkampf stellte Eintracht Dortmund die drei ersten Sieger. wonroute snamter inGanunmeben 10 000 beim Leichtathlefiktest In Helsinkl Vor rund 10000 Zuschauern wurde im Olympischen Stadion zu Helsinki das erste internationale Sportfest in diesem Jahre veranstaltet, dem viele verwundete finnische Soldaten als Ehrengäste beiwohnten. Als einziger Deutscher nahm der frühere Ein Arzt muß schweigen ROMAN VON KARL UNSELT Copyright by Verlag Knorr& Hirth Kommanoitges. München 1939 Schöcmunn nür Sechster Die im Zeichen einer geradezu friedensmäßigen Besetzung stehenden Meisterschaften der deutschen Gewichtheber in München brachten nicht nur hervorragende Leistungen, sondern in allen sechs Gewichtsklassen auch neue Titelhalter.— Die Ergebnisse: Bantamgew.: 1. Josef Schuster(München) 262,5 kg(Drücken 85, Reißen 77,5, Stoßen 100 kg); 2. Malecek(Wien) 247,5; 3. Antonie„(Dortmund,Hörde) 245 kg; 4. Wagner(Wien) 220 kg; 5. Sauerveck(Stuttgart=Fellbach) 220 kg; 6. Schwerge — Leichtgewicht: 1. Karl Schwitalle(Breslau) 322,5 kg(95 und 102,5 und 125), 2. Hermann(Wien) 315 kg; 3. Rettenbacher(Wien) 295 kg; 4. Schwemmer(Nürnb.) 292,5 kg; Schubert(Neuaubing) 290 kg; 6. Schormann(Wanne=Eickel) 287,5 kg.— Schwergew.: 1. Theo Aaldering(Essen) 380 kg(115 und 115 und 150), Stropek(Wien), Manger(München) und Garnat(Hamborn) ausgeschieden. Schormann(Wanne=Eickel) mußte nach seiner früheren Leistung besser abschneiden. Wir werden nach seiner Rückkehr die Gründe wohl noch erfahren. Möhler pfeift in Beuthen Schiedorichter des Fußball=Länderspieles Deutschland— Rumänien am 16. August in Beuthen wird der slowakische Wettspielleiter Josef Möhler sein. Der Preßburger hat bereits im letzten Länderkampf der deutschen Nationalmannschaft gegen Bulgarien in Sofia eine ausgezeichnete Leistung geboten.— Das am 23. August in Preßburg veranstaltete Länderspiel zwischen Rumänien und der Slowakei wird der deutsche Schiedsrichter Helmuth Fink(Frankfurt a..) leiten. Fuhballnationale schossen sechs Tore Die Vorbereitungen der deutschen Fußball=Nationalmannschaft für den Länderkampf gegen Rumänien am 16. August in Beuthen haben auf der dortigen Hindenburg=Kampfbahn mit einem Uebungsspiel begonnen. Obgleich Decker Kupfer, Sing und Jahn noch nicht zur Stelle waren, hatte Reichstrainer Herberger mit Flotho; Janes Hempel; Voigtmann, Sold, Bergmann; Malecki, Herrmann, Willimowski, Schaletzki und Arlt gegen die Beuthener Stadtmannschaft eine starke Elf aufgestellt, die dann auch zum Schluß sechs Tore herausgeholt hatte, ohne einen Gegentreffer einstecken zu müssen. Obgleich die Reichsauswahl einen schwachen Beginn hatte, wobei der rechte Flügel überhastet wirkte und Schaletzki zum Unmut seiner engeren Landsleute sich wenig einsatzfreudig zeigte, sielen dennoch drei Tore. Zuerst hatte der Außenläufer Voigtmann mit einem langen Schuß Erfolg, einen zweiten Treffer steuerte Beuthens Schlußzmann Jaworek durch ein Eigentor bei und noch vor der Pause traf Willimowski das Ziel. Wesentlich besser wurde das Spiel der Nationalen, als nach dem Wechsel Fritz Walter für Willimowski und Klingler für Schaletzki eintraten Alfons Moog nahm den Platz von Hempel ein. Walter schoß im zweiten Abschnitt zwei schöne Tore und das halbe Dutzend machte Malecki voll. VII. Bochum 48 hat das Endsplel erreicht Während das Vorschlußrundenspiel um die westfälische HIGebietsmeisterschaft zwischen Borussia Dortmund und Arminia Bielefeld ausfiel, trennten sich in Schwelm der dortige Fußballklub 06 und VfL Bochum 48 trotz Verlängerung mit:2. Durch das Los schied Schwelm aus, so daß die Bochumer das Endspiel bereits erreicht haben. Preußen Bochum führt mit:2 Wieder nahmen die Aufstiegsspiele zur westfälischen Gauklasse einen interessanten Verlauf. In der Gruppe 1 konnte Preußen Bochum im Rückkampf über SpBg Olpe zu einem verdienten:1= Sieg kommen Da der DSC Hagen nach der hohen:=Nieder= lage im Hinspiel diesmal auf eigenem Gelände Arminia Marten mit:2 überraschend hoch abfertigen konnte, ist Preußen Bochum mit:2 in Front gezogen und ist somit erster Anwärter für den Aufstieg zur Gauklasse. Das angekündigte Aufstiegsspiel der Gruppe 2 zwischen Preußen Münster und Teutonia Lippstadt fand nicht statt. Preußen Bochum 4 S 0 1:5:2 Arminia Marten 4 2 0 2 13:12:4 DSC Hagen 5 2 0 S 21:16:6 SpBg Olpe 5 2 0 S 18:22:6 lbis siegt im Preis von Wolfersom Die Gelsenkirchener Trabrennen waren auch am Sonntag wieder ausgezeichnet besucht. Im Mittelpunkt der Tageskarte stand der Preis von Wolfersom, den der sieggewohnte Stall Tausendfeuer mit Ibis auf sein Konto bringen konnte. Herbert June hatte längere Zeit die Führung, wurde aber zum Schluß von Ibis überholt, der sicher gewann. 1..: 1. Medium(W. Dahl), 2. Ankunft, 8. Anthraztt. Sieg 21, Pl. 13, 15, 18. EW 84.— Ferner: Bettinor, Mykene. Mohammedaner Raufbold. 2..: 1. Dublette(B. Geuting), 2. totes Rennen zwischen Neuß und Waldkauz. Sieg 40, Pl. 14 14, 12, EW 56.— Ferner: Rebel Haribald. Dorskind, Petri. 3..: 1. Jurist(J. Schleyer), 2. Huberin, 3. Bertel, 4. Aequator. Sieg 73, Pl. 17, 15, 30, 19. EW 254.— Ferner: Evavold, Rosenstolz, Kongo, Neptun Evan, Datum, Schellentin Aachen. 4..: 1. Ibis(J. Fellermeier), 2. Herbert June, 3. Teufels Ford, 4. Kurier. Sieg 63. Pl. 17, 35, 23. 15, EW 4052.— Ferner: Lasur, Bernadotte, Jochen, Peter v. Wedel, Diethelm. Guy Martin, Hamal, Ministrator. 1. Alcazar((Kornau), 2. Rosenrot, 3. Florentine. Sieg 48, Pl. 17, 21. 22. EW 288.— Ferner: Grafschafterin, Rodena, Iwan. 6..: 1. Ernica(G. Krämer), 2. Dominikus, 3. Majoratoherr. Sieg 227, Pl. 38, 20 18, EW 1452.— Ferner: Amenophis, Flitzer, Lux, Militte Caprivi. Ende. 7..; 1. Hageno(A Lochtkemper), 2. Heiderose, 3. Natango. Sieg 41, Pl. 13, 12, 12 EW 84.— Ferner: Lindenwirt(disg.), Chef Hexenjunge(disg.), Benno Lee, Egbrecht, Arrak. 8..: 1. Kleopatra(Middeldorf) 2. Liebesglück, 3. Rothäubchen, 4 Albinus. Sieg 78, Pl. 16, 28, 28, 13, EW 1828.— Ferner: Dilla, Petrovsky jr.(als 1. durchs Ziel, aber ohne Wetten), Enkel, Gladbeck, Vesper. Hennt Mochester, Iron Fellow. Winzerin, Damsbrück. neun Pferden bestritten. Kurz nach dem Start legte sich Rektoy in Führung gefolgt von seinem Wiener Landsmann Ural und dem Berliner Pilatus. Go blieb die Spitze bis zum Schlußbogen, wo Jauß jr. mit Pilatus zum Angriff überging und 10 m vor dem Ziel Rektor bereits geschlagen hatte. Beduine„Berolina“-Sieger Der jüngste Steeplerjahrgang stand am Sonntag auf der Bahn des Vereins für Hindernisrennen in Karlshorst im Kampf um die für die Dreijährigen wichtige Entscheidung der„Berolina", in der es 32000 RM zu gewinnen galt. Dem Starter stellten sich 13 Bewerber, von denen der savorisierte Ultra Posse nicht rechtzeitig beim Ablauf absprang und nur aussichtslos auf der 3000 m langen Rennstrecke nachgeritten werden konnte. Nach einigem Hin und Her lag das Feld im Einlauf wie folgt: Aussig vor Atrappe Term, Generoso, Humor 2 und Beduine Aussig und Atrappe sielen bald zurück. Nach dem letzten Sprung war Term kurze Zeit in Front, wurde auf der Flachen aber bald sicher von Beduine geschlagen. W. Lohmann Sleger in der Deutschlandhalle Die Berliner Deutschlandhalle war am Sonnabend zu den Radrennen vollkommen ausverkauft. Bei den Dauerrennen um das Goldene Rad sprang der Däne Danholt für den am Start verhinderten Schweizer Meister Heimann ein. In den beiden Vorläufen über je 20 km kamen Lohmann vor Hoffmann, Schorn und van Amsterdam sowie Schindler vor Schön, Danholt und Weckerling zum Erfolg. Mit Glück blieb im Kleinen Goldenen Rad über 25 km van Amsterdam in 24:15 vor Weckerling, Danholt und Schorn siegreich nachdem Schorn als überlegener Fahrer durch Reifenschaden zu viel Boden verloren hatte. Im Gro= ßen Goldenen Rad über 30 km war Walter Lohmann klar überlegen. In 29:02 verwies er Hoffmann(100) Schön(120) und Schindler(610) auf die Plätze. Sven Johansson Sechstagefahrtsleger Mit einem Rundstreckenrennen in der Stockholmer Vorstadt Gürdet wurde die schwedische Rad=Sechstagefahrt abgeschlossen. Als Sieger ging Sture Andersson hervor, der die insgesamt 54 km in :34:05 zurücklegte und mit einer Sekunde Vorsprung gegen Harry Jansson, Sven Johansson, Ake Seyffarth und den Dänen Knud Andersen siegte. Helmann außer Gelecht Der Schweizer Stehermeister Theo Heimann ist das Opfer eines Unfalls geworden. In seiner Heimatstadt Zürich stürzte er auf dem Heimweg und brach einen Unterschenkel. Dadurch kann der außerordentlich tüchtige Fahrer seinen besonders in Deutschland zahlreichen Startverpflichtungen für die nächste Zeit nicht nachkommen. Braunschweig: Ursula Rosenow ausgeschieden Bei den Deutschen Tennismeisterschaften in Braunschweig gab es am Samstag im ersten Vorschlußrundenspiel der Frauen eine große Ueberraschung. Die Titelverteidigerin Ursula Rosenow wurde von der Wienerin Frau Hilde Doleschell mit:4,:5 geschlagen. Rennen zu Köln 1..: 1. Gotha(Haupt), 2. Corallina, 3. Martha, 4. Prellschuß. Sieg 79, Pl. 22, 13, 17, 19, EW 880.— 2..: 1. Patriot(Bongen), 2. Graf Aldenhoven, 3. Gärtnerin. Sieg 52, Pl. 21, 15, 19, EW 126.— 3..: 1. Tiptop(H. Schmidt), 2. Spielart, 3. Frl. Jo. und Alkemene. Sieg 42, Pl. 12, 13, 11, 6, EW 102.— 4..: 1. Schwarzkittel(Hochstein), 2 Kobold, 3. Bandora. Sieg 23. Pl. 10, 10, 10, EW 28.— ö..: 1. Tango (M. Schmidt), 2. Dukaten, 3. Panzerangriff, 4. Staatspreis. Sieg 67. Pl. 28, 28, 71, 57, EW 638.— 6..: 1. Schneemann (Bongen), 2. Hadrian, 3. Gloricus. Sieg 52, Pl. 17, 17, 13, EW 278.— 7..: 1. Abt.: 1. Garant 2(M. Schmidt), 2. P. M.., 3. Paracelsus. Sieg 42, Pl. 15, 14, 31. EW 82.— 2. Abt.: 1. Asti(B. Wenzel jun.), 2. Bonanzi, 3. Taiga. Sieg 98, Pl. 23, 15. 26. EW 306. Pllatus slegt im„Goldenen Pferd“ Zum größten Tag in München=Daglfing, in dessen Mittelpunkt das„Goldene Pferd von Deutschland“ über 300 m Grundstanz und ausgestattet mit 75.000 RM Rennpreisen stand, hatten sich auf der in herrlichem Flaggenschmuck prangenden Bahn Tausende von Zuschauern eingesunden. Das Rennen wurde von Seltsame Geschichte eines altägyptischen Sartophags — Triest, Anfang August. Auf dem Hofe eines Hauses der Via Milano zu Triest steht seit etwa 100 Jahren ein höchst wertvoller altägyptischer Sarkophag. Dieser ist aus prächtigem roten Granit gemeißelt, mit unentzifferten Heroglyphen bedeckt, und sehr wohlerhalten. Neuerdings beschäftigen sich die Triester Zeitungen wieder einmal mit dem seltsamen Schicksal dieses nach Triest verschlagenen altägyptischen Museumsstückes. Der Sarkophag gelangte vor 100 Jahren nach Triest und zwar als ein dem Werftbesitzer Odorico Panfili überlassenes Faustpfand. Eigentlich sollte der Granitsarg, der einst die Mumie eines ägyptischen Königs barg, einem französischen Schiffskapitän als Grabstätte dienen. Doch dieser gab ihn als Pfand für die Bezahlung von Ausbesserungsarbeiten, die er durch den Werftbesitzer an Bord seines Schiffes hatte vornehmen lassen. Im Jahre 1852 wurde die Werft geschlossen. Der Sohn des verstorbenen Eigentümers ließ aus dem Verkaufserlös einige Häuser bauen. Im Hofe eines von diesen harrt der Sarkophag noch heute seiner Auslösung. Das Triestiner Museum für antike Kunst hat schon öfter versucht, den Sarkophag von dell Erben Panfili zu erwerben. Diese weigerten sich bis jetzt mit dem Hinweis, daß sie nicht Eigentümer, sondern nur Pfandinhaber seien. Zwei Kleinkinder im Dorfteich ertrunken Blasheim, Kr Lübbecke, im Aug. Das dreijährige Söhnchen des Landwirts Meier war beim Spielen dem Dorfteich zu nahe gekommen und hineingefallen. Auf sein Hilfegeschrei hin versuchte ihn sein vierjähriges Schwesterchen aus dem Wasser zu ziehen und fiel dabei aber ebenfalls in den Leich. Da nicht sofort Hilfe zur Stelle war, ertranken die beiden Geschwister. Später einsetzende Wiederbelebungsversuche hatten keinen Erfolg. Wer hören im Ründkunke: Montag. Reichsprogramm: Maestro Barzizza mit dem Orchester und Chor Cetra von 14,20—15 Uhr„Neue italienische Unterhaltungs. und Tanzmusik“ mit solistischer Mitwirkung. Tiana Lemnitz. Marta Rohs, Felicie Hüni=Mihacek, Selstino Sarobe und weitere Solisten von 15—16 Uhr. Karl Eisele, die Kapelle Kurt Grannke und Solisten in der Sendung„Dies und das für euch zum Spaß“ von 17,15—18,30 Uhr.„Einen Abend bei Paul Lincke" erleben wir in Alfred Schröters bunten Stunden„Für jeden etwas" in Verbindung mit Vorträgen beliebester Solisten und bekanntester Orchester aus Oper, Konzert, Film usw. von 20,15—22 Uhr. 10. Fortsetzung. „Wann wollen wir schießen?“ fragte er sofort ohne alle Umschweife. „Sie wollen eine Kammersprengung machen?" Düsterdieck nickte.„Ich habe heute morgen den Sprengstoff von der Bahn geholt.“ „Ich sage Ihnen noch Bescheid, Düsterdieck. Muß erst mal sehen, ob ich Gespanne kriege, damit die beiden Waggons wegkommen.“ „ös gut, Herr Riffarth. Ich bin oben im Steinbruch.“ Riffarth wandte sich plötzlich ab zur Tür. Er hatte auf Düsterdiecks Schulter ein langes rotes Frauenhaar gesehen. „Ich komme nachher rauf.“ Mit schwerfälligen, ein wenig wiegenden Schritten ging Düsterdieck über den Hof. Die Nägel seiner plumpen langschäftigen Stiefel gaben einen harten, metallischen Klang. Riffarth sah ihm noch mit einem langen, nachdenklichen Blick nach, dann begab er sich in sein Wohnzimmer, wo ihn Troll mit einem mißtrauischen Beschnüffeln empfing. Anscheinend hatte sein Herr einen Geruch an sich, der ihm im Augenblick nicht behagte, und so begab er sich wieder zu seinem Platz unter der Ofenbank. Riffarth ließ sich auf dem Stuhl vor dem Vertikow nieder, und als sein Blick auf einen ausgeschriebenen Scheck fiel, der als Empfängerin Cornelias Namen trug, nahm er ihn und riß ihn durch.„Das ist ja nun nicht mehr nötig“, murmelte er. Dann stützte er den Kopf in die Hände und dachte an ferne glückliche Zeiten. * Der letzte Ort der nachmittäglichen Besuchsfahrt war Groß=Götzendorf, in dessen Nähe das Kalibergwerk „Gluckauf“ lag. Horands Wagen fuhr langsam durch die langen Reihen der hellen, freundlichen SiedlungsLäuser. In den kleinen Gärten arbeiteten die Frauen der Bergleute, ihre Kinder ließen sich nicht durch den Regen beim Spielen stören. Sie hatten pralle, gesunde Backen und blanke Augen. Der Gesundheitszustand dieser weitläufigen und aufgelockerten Siedlung war ausgezeichnet. Der Wagen bog in die gewundene Dorfstraße ein. Vom Turm der Kirche kamen fünf dünne Glockenschläge. Vor dem Gasthof„Zum grünen Jäger" stieg Horand aus und sagte zu Heini:„Ruf mal zu Hause an, ob was los war.“ Dann betrat er die kleine Gastwirtschaft. In dem niedrigen Raum, in dem nur wenige Tische standen, roch es nach kaltem Rauch. Ein wenig müde ließ er sich auf einem Stuhl nieder und betrachtete den bunten Druck eines Ulanen, der auf einem Schimmel saß. Zwischen Tschapka und Uniformkragen war ein Männerkopf geklebt, der sorgfältig aus einer Photographie geschnitten war. Er trug einen hochgezwirbelten Schnurrbart und sah verwegen und tatendurstig aus. Das Bild stammte aus dem Jahre 1912. Wen es darstellte, wußte Horand nicht, obwohl er es nun seit Monaten beinahe täglich sah, denn bei Frau Wolter — so hieß die Besitzerin der Gastwirtschaft— meldeten sich die Bewohner von Groß=Götzendorf, die ihn sprechen wollten, wenn er in der Wohnung telefonisch nicht mehr zu erreichen war. Aus irgendeinem Grunde hielt er es jetzt für ein Versäumnis, sich noch nie erkundigt zu haben, wer der Soldat war. Als nun Frau Wolter durch eine schmale Tür hinter die Theke trat und ihn in ihrer mürrischen Art begrüßte, fragte er sofort:„Wer ist eigentlich der schneidige Ulan dort?“ Die große stattliche Frau griff nach einem Glase: „Ein kleines Helles, Herr Doktor?“ „Bitte“. Ihm war ein wenig unbehaglich zumute. Frau Wolter ließ das Bier einlaufen, strich den Schaum ab und stellte das Glas vor ihn hin. „Eigentlich kommen Sie ja nun schon lange genug zu mir, Herr Doktor, und könnten wohl schon mal gefragt oder von den Leuten gehört haben. was mit meinem Mann passiert ist.“ „Das ist also Ihr Mann“, stammelte Horand verlegen und sah angestrengt zu dem Bild hinüber.„Entschuldigen Sie, wenn man aus Berlin kommt, wo sich die Menschen alle fremd sind, und wo man sich nicht so umeinander kümmern kann, da braucht man eine Weile, um sich umzustellen" „Mag sein, daß das nicht so einfach ist. Aber was die Leute hier sind, Herr Doktor, die wissen das nicht und fragen auch nicht danach. Sie gehen nur danach. was sie sehen. Und das muß ich Ihnen sagen. Sie verstehen nicht, mit ihnen umzugehen. Das hört man überall. Die Leute denken, Sie sind dochnäsig und sehen auf sie herab, weil Sie von Berlin kommen." Horand trank einen kleinen Schluck. Das Bier schmeckte schal und warm.„Ich kann mich nicht anders machen, als ich bin“, sagte er ärgerlich,„nur den Leuten zuliebe. Aber hochnäsig bin ich jedenfalls nicht." „Das weiß ich“, beschwichtigte ihn Frau Wolter. „Ich sage Ihnen nur, was die Leute denken, weil ich es gut mit Ihnen meine, Herr Doktor. Sie kommen doch so nicht auf den grünen Zweig. Nehmen Sie es mir nicht übel, wenn ich mal offen mit Ihnen spreche.“ „Dab tue ich auch nicht, Frau Wolter. Ich bin Ihnen sogar dankbar, denn ich fühle selbst, daß man gegen mich ist.“ Frau Wolter sah über ihn hinweg aus dem Fenster. Gegenüber der Wirtschaft hielt ein Auto. Es war ein uralter Wagen, eine hohe Limousine, in der man bequem mit einem Zylinder auf dem Kopf sitzen konnte. „Sehen Sie“, sagte die Wirtin,„da hält gerade der Wagen vom alten Sanitätsrat.“ Horand drehte sich halb um und sah. wie Sanitätsrat Kühn ein wenig umständlich dem Wagen entstieg. Er war ein Mann mit einem weißen Schnurrbart und einer goldenen Brille, nicht sehr groß und ein wenig rundlich. Sein straffes Gesicht hatte eine frische rote Farbe, die ihn erheblich jünger erscheinen ließ, als er war. „Was er für einen alten Lodenanzug trägt“, fuhr Frau Wolter fort.„Und dieser große Schlapphut! Der könnte doch aus einem Museum stammen. Das paßt alles zu dem alten Klapperkasten.“ Horand fühlte den Vorwurf, der unausgesprochen in ihren Worten lag, und lachte bitter auf. Sollte er den Leuten erzählen, daß er seinen Anzug in Berlin vor einem Jahr für achtzig Mark von der Stange gekauft hatte? Sollte er ihnen sagen, daß er die Praxis seines Bruders hatte übernehmen müssen weil er nicht gewußt hatte, wie er von seinem Gehalt als Assistent dessen hinterlassene Schulden bezahlen sollte? Wäre es nicht Unsinn gewesen, den bezahlten Wagen seines Bruders zu verkaufen, um sich auch so ein altes Vehikel anzuschaffen, nur damit die Leute zufrieden waren? Ach, er hatte es manchmal so satt Kühn war in dem gegenüberliegenden Haus verschwunden. „Der Sohn vom alten Tegtmeier ist heute mittag im Schacht verunglückt", erläuterte Frau Wolter den Besuch des Sanitätsrats. Er wird wohl auch nach Braunschweig ins Krankenhaus müssen. Wie mein Mann vor vier Jahren. Da es er dann nicht wieder rausgekommen.“ Sie wischte sich verstohlen über die Augen. „Ihr Mann ist verunglückt?“ fragte Horand teilnahms voll. Sie nickte.„Er war Steiger, der Vorgänger vom Obersteiger Rengshausen. Vier Mann sind damals verschüttet, als die Strecke einstürzte. Er wurde noch lebend geborgen, aber es war zu spät.— Jetzt haben sie den langen Notstollen bauen müssen. Ja, ja, wenn die Erde unruhig wird... Da“— sie wies in eine Ecke des Raumes—„die Risse, die kommen davon.“ Vor dem Fenster erschien Heini, der in der Posthilfsstelle telefoniert hatte; Horand erhob sich und zahlte.„War niemand da?“ Frau Wolter nahm das Geld vom Tisch.„Rein. Jetzt hat auch keiner Zeit, krank zu sein. Alles ist auf den Feldern.“ Draußen fuhr der Krankenwagen des Kaliberg= werks„Glückauf“ vor. Einen Augenblick zögerte Horand, ob er nicht hier warten sollte, bis der Wagen Kühns abgefahren war. Es war ihm nicht angenehm. dem Kollegen zu begegnen. Aber dann griff er doch kurzentschlossen nach seinem Hut, gab Frau Wolter die Hand und verließ das Gastzimmer. „War was?“ fragte er Heini, der die Kühlerhaube aufgeklappt hatte und den Oelstand prüfte. „Nein, es ist niemand da, sagte Schwester Beate.“ Der Verunglückte wurde herausgetragen. Als die Bahre in den Wagen geschoben wurde, trat Dr. Kühn mit dem alten Tegtmeier heraus. Es lag etwas Beruhigendes und Tröstendes in der Art, wie der Sanitätsrat seine Hand auf die Schulter des Vaters legte: „Er ist ja ein stabiler Junge. Tegtmeier, ich kenne ihn doch, als er noch in den Windeln lag.“ Der alte Mann nickte. Sein Gesicht war starr, nichto darin verriet, was in seinem Innern vorging. Das ist es, dochte Horand bedrückt. Er keunt Generationen, ich kenne kaum jemanden. Ich werde nie gegen ihn aufkommen können. Fortsetzung folat, Aus berg.sellilll Castrop=Rauxel, 10. August Die Ernte Von Werner Tillmann Die Gense, von des Schnitters Hand geführt, Bahnt Wege sich durch goldne Aehrenflut. Und Halm für Halm neigt sich zur Erde hin. Nun reif geworden durch der Sonne Glut. Wie feierlich des Bauern Schritte sind, Sein Haupt ist leicht geneigt, wie zum Gebet. Ein weiser Gott gab seinen Segen mit, Daß Volkes Brot zu aller Zeit ersteht. Der Abendsonne Purpur streift das Feld. Und übergießt die pralle Frucht mit Glanz. Gleich einer Andacht ist es ringsumher. Altar ist hier der große Aehrenkranz. Im Gau 350 000 Reichsmark mehr! Im Heimatkreis Herne—Castrop=Rauxel rund 25 900 RM. mehr als vorläufiges Ergebnis der letzten Haussammlung für das DRK. Die am vergangenen Sonntag durchgeführte 5. und letzte Haussammlung für das Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz stand ganz im Zeichen der neuen großen Erfolge unserer Soldaten im Osten. Dadurch ist es bei dieser Sammlung im Gau Westfalen=Süd möglich gewesen, sie wieder zu einem Ergebnis zu führen, das schon heute über 350 000 Reichsmark höher spendet. Das ist erst das vorläufige Ergebnis. Es wird sich noch um soviel erhöhen, daß wohl auch das Ergebnis des Juli 1942 überschritten wird. Im August 1941 betrug das endgültige Ergebnis im Gau Westfalen=Süd 1 033 153,84 RM. Wie wir Kaßland fahen?.. Sowjetparadiesische Zustände Na, wir danken höflichst aber bestimmt! Bewahre deine Volksgasmaske sorgfältig auf In unserem Heimatkreis Herne—Castrop=Rauxel wurde ein neuer Rekord an Spendenfreudigkeit mit insgesamt 67739,45 RM. aufgestellt; es sind rund 25000 RM. mehr eingekommen als bei der Augustsammlung des Vorjahres; das Juli=Ergebnis, die bisherige Hochstleistung wurde um 700 RM. überboten. Allen Spendern herzlichen Dank! Allen Sammlern und Sammlerinnen aber, die durch ihre Tätigkeit zum werden des neuen Erfolges an der Heimatfront beitrugen, auch an dieser Stelle gern alle Anerkennung, die sie durch ihre Mühewaltung verdienen! Der 80. Geburtstag Am heutigen Montag(10..) kann unsere Mitbürgerin Maria Bertnik, Graf=Haeseler=Sraße 7a, ihr 80. Lebensjahr vollenden. Der allverehrten Altersjubilarin auch an dieser Stelle die besten Glückwünsche zu ihrem heutigen Ehrentage, verbunden mit einem kräftigen„Glück auf“ für noch recht viele weitere Lebensjahre in Glück und Zufriedenheit! Es gibt Heringe Die neuen Pellkartoffeln sind da. Und wie üblich, läßt nun auch der zugehörige Hering nicht lange auf sich warten, wenn er sich sonst auch rarer gemacht hat, als er seinen so zahlreichen Freunden lieb ist. Die Einzelheiten über den Heringbezug wolle man aus der amtlichen Bekanntmachung der vorliegenden Ausgabe des„Stadtanzeiger“ ersehen. Bei Lustalarm in den Luftschutzkeller! Der Polizeipräsident in Bochum erläßt folgende Anordnung: „Es wird erneut darauf hingewiesen, daß bei Fliegeralarm auch am Tage die Straßen, Plätze usw. sofort freizumachen und die nächstgelegenen Luftschutzräume aufzusuchen sind, sofern sich nicht der eigene Hausschutzraum in unmittelbarer Nähe befindet. Insbesondere gilt dies für die Käufer auf den Wochenmärkten und in den Einzelhandelsgeschäften. Die Inhaber von Geschäften und Lokalen aller Art haben bei Fliegeralarm sofort jeden Verkauf einzustellen und die anwesenden Käufer zum Aufsuchen der Schutzräume aufzufordern. Alle Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten werden aufgefordert, ihren Pflichten nach dieser Richtung hin mit besonderer Sorgfalt nachzukommen und darauf zu achten, daß ihre Kinder bei Fliegerlarm sofort die Schutzräume aufsuchen. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Neigung sich erst bei Wahrnehmung von Flaktätigkeit luftschutzmäßig zu verhalten, neben dem Verstoß gegen gesetzliche Vorschriften eine große Gefahr für jeden einzelnen in sich birgt. Die Polizeidienststellen sind deshalb angewiesen vorden, in Zukunft allgemein, insbesondere aber auf Wochenmärkten, vor Geschäften, an Straßenbahnhaltestellen usw. entsprechend einzuschreiten. Es wird erwartet, daß den obigen Anordnungen, die im Interesse der Bevölkerung zur Vermeidung unnötiger Verluste ergehen, das erforderliche Verständnis entgegengebracht wird. Bühnenjubiläum eines auch hier bekannten Schauspielers Am 4. August 1942 feierte einer der hervorragendsten Repräsentanten der klassischen Bauerntragödie und=komödie, der Leiter der Ludwig=Thoma=Bühne in Egern am Tegernsee, Bertl Schultes, der durch den Einsatz der Ludwig=Thoma=Bühne durch die RSG.„Kraft durch Freude“ auch schon verschiedentlich in Castrop=Rauxel auftrat, sein 40jähriges Bühnenjubiläum. Es ist das große Verdienst des Jubilars der vom Münchner Volkstheater kam, 1907 die Direktion des Tegernseer Bauerntheaters übernahm, wenn heute der Name Thoma, aber auch der eines Ganghofer und Anzengruber weit über die Grenzen des Reiches hinaus einen guten Klang hat. Unzahlige frohe Stunden hat Schultes Bertl auch mit seinen Künstlern unseren Soldaten an der Front bereitet. Dem Berichte eines Rußlandkämpfers entnehmen wir folgende interessanten Ausführungen: Das weite russische Gebiet, das wir kämpfend durchquerten und in dem wir monatelang lebten, bot uns vielfach Gelegenheit, Einblick in Verhältnisse zu tun, die wohl niemand als paradiesisch bezeichnen kann. Die verstreut liegenden früheren Bauernhöfe verschwanden unter dem Sowjetregime. Häuser und Stallungen wurden abgerissen und neue Einheitshäuser in Kollektiv=Ortschaften errichtet. Schematisch und nüchtern mutet solch eine Dorfanlage an. Keine richtigen festen Straßen, keine Kanalisation, ein Blumengartchen, das sonst so gern ein Bauernhäuschen schmuckt, sucht hier das Auge vergebens. Einige einfache Brunnen liefern unsauberes Wasser. Trostlos, freudlos ist der Anblick solcher Dörfer. Nichts, aber auch nichts, was das Auge erfreuen oder auf daseinsfreudige Lebenshaltung schließen lassen könnte. Für den Hausbau hat man hier nur zwei Muster, das Einzelhaus und das Doppelhaus. Innen wie außen sind sie gleichmäßig ausgestattet und eingerichtet. Das ganze Haus besteht fast nur aus Holz. Da alles mit der Hand gearbeitet werden muß, dauert solch ein einfacher Hausbau ziemlich lange. Zur Errichtung der Hauswande werden rohbehauene Baumstämme verwandt. Die Fugen dichtet man einfach ab mit Moos oder Hans. Was machts', daß das der herrlichste Unterschlupf ist für allerlei Ungezieser! Haben schon die Menschen kein Paradies dort, dann wenigstens die Viecher. Wer vornehm einigen Luxus haben will,„tapeziert“ den einzigen Wohnraum mit Zeitungen, alten Briefen oder Schreibheftblättern. Jedes Haus hat Doppelfenster. Wer aber glaubt, daß sie auch nur einmal im Jahre zu Lüftungszwecken geöffnet würden, der kennt Russenleben nicht. Ein Fensterputztuch kommt auch nicht an die Scheiben, und Gardinen sucht man vergebens. Die meisten Häuser haben nur ein Zimmer, ziemlich groß zwar, dafür aber auch dienend für alles. Eine Ecke ist ausgefüllt durch den großen Backofen, der aus Ziegelsteinen und aus Holz errichtet ist. Außer ihm gibt es keine Herdstelle mehr. Auf diesem Backofen spielt sich das nächtliche Familienleben ab. Dabei genügen dann einige Lumpen zum Zudecken. Für ganz alte Leute ist oft eine einfache Eisenbettstelle vorhanden, in der eine Bretterlage als Matratze dient. Ebenso primitiv wie originell ist die Kinderwiege, eine kleine Holzkiste, mit vier Stricken aufgehängt an einer langen federnden Stange, die unter der Decke befestigt ist. Ist nun so ein Kleines angekommen, dann schläft die Mutter nicht auf dem Backofen, sondern in dem Eisenbett; ihren großen Zeh steckt sie in die Schlinge einer Schnur, die von der Wiegenkiste zu ihr herüberführt. Schreit das Kleine, so braucht die Mutter nur ihren Fuß zu bewegen und das quietschende Geschaukel der Wiege ist im Gange. Regelrechte, reinliche Säuglingspflege gibt es nicht; zum Einhüllen der Kleinen dienen nur Lumpen. Die Leute gehen mit den Hühnern zu Bett und stehen mit ihnen auf; das Fehlen der Beleuchtung in den Häusern veranlaßt sie zu solch einfacher Lebensweise. In der Frühe wird auf ganz einfache Art Getreide gemahlen(sofern ihnen der Krieg noch etwas ließ). Von dem Mehl wird mit unreinlichem Brunnenwasser ein säuerlicher Teig angerührt und zu einer flachen dunklen Masse ausgerollt. Inzwischen sind auch Pellkartoffeln gekocht und zu Brei gestampft. Dieser grobe Kartoffelbrei wird nun auf die Teigschicht gelegt und damit umhüllt. Das Garbacken geschieht dann im Backofen, und das Kartoffelbrot ist fertig. Im warmem Zustande dient es Tag für Tag als Hauptnahrung. Damit es besser„rutscht", trinkt man dazu das unsaubere, halbwarme Brunnenwasser. Auch Kartoffelwassersuppe wird manchmal mittags gegessen, wobei dann alle Familienmitglieder mit einem selbstgeschnitzten Holzlöffel in einer hölzernen Suppenschüssel herumfischen. Von kultivierten Tischmanieren kann da wohl keine Rede sein, selbst die Ansätze dazu fehlen. Auch Taschentücher kennen diese Leutchen nicht. Wird ihre Bude mal gefegt, so ersetzen zusammengebündelte Birkenreiser den Haarbesen. Damit es nicht allzu sehr staubt, feuchtet man das Reiserbündel etwas an. Sonnabends genügt ein Eimer Wasser zur Generalreinigung. Zur Hauseinrichtung gehört noch ein selbstgezimmerter Tisch mit ein bis hochstens zwei Stühlen; sonst sitzt man einfach auf Holzklötzen oder Kisten. Die ärmlichen Bauern nennen meist nur ein hutzeliges, vernachlässigtes Kühchen ihr eigen, dazu noch einige Hühner. Der Stall macht den Eindruck, als würde er nie ausgemistet, meterhoch liegt der Unrat drin. Die Hühner werden unter dem Backofen gehalten. Ganz primitiv sind meist noch die wenigen landwirtschaftlichen Gerate. Aber eines fehlt kaum mal in einem Hause, der Teesamowar; wer dennoch aber glaubte, Tee und Kaffee dort vorzufinden, würde in den meisten Fällen enttäuscht. Die„Hausarbeit“ der Frauen— was man da so Hausarbeit nennen kann— ist bald getan. Die Frauen zeichnen sich schon nicht durch große Arbeitsamkeit aus, aber die Männer noch weniger. Rauchen, Holzkleinmachen und Wasserholen genügt ihnen schon als Tagewerk. Jetzt im Sommer läuft alles barfuß. Aber der gewohnte Pelzmantel wird meist anbehalten. Groß ist die Kindersterblichkeit. Aber was macht's? Kommt doch gewöhnlich in jedem Jahre ein Kind. Stirbt eines, so ist das weiter nicht schlimm, und es mutet uns eigenartig an. in solchem Falle aus Frauenmunde zu hören:„Iwan kaputt. Wenn Pan zurück, neuer Iwan.“ Erledigt ist der Fall. Eigenartig berührt uns auch eine Hochzeitsfeier in diesen Gefilden. Das Brautpaar, die Angehörigen und der Gemeinderat versammeln sich im Brauthause, pumpen sich gehörig mit Wodka voll und haben durchaus kein Verständnis für ein„Endlich allein“, sondern die ganze Gesellschaft bleibt zugegen und erst dann gilt die Ehe als geschlossen. Man kann wohl sagen, daß die Kultur in diesem Sowjetparadies um Jahrhunderte zurück ist. Wohl keinen unserer Soldaten wird jemals die Lust anwandeln, solche Zustände am eigenen Leibe zu verspüren oder gar die gesegneten Gaue unserer deutschen Heimat damit zu beglücken. Wer wirklich noch an paradiesische Zustände dort geglaubt hätte, kommt als gründlich geheilt zurück. Mehr noch als vorher wissen wir jetzt, wogegen und auch wofür wir kämpfen. Was Walter von der Vogelweide schon vor 700 Jahren schrieb:„Deutsche Art geht vor in allem!“ das bewahrheitet sich auch hier wieder in überzeugender Weise. W. gonnenen Jusammenarbeit zu schöpferischer Leistung vereinigen. Zum„Deutschen Goldschmiedetag“ am 1. Oktober d.., an dem auch die Hanauer Goldschmiedeschule als älteste Meisterschule des Reiches auf ein 170jähriges Bestehen zurückschauen kann, wird in dem Deutschen Goldschmiedehaus die Ausstellung„10 Jahre Deutsche Gesellschaft für Goldschmiedekunst" als erste Reichsausstellung der Deutschen Gesellschaft eröffnet werden. Kunst und Wissenschaft 50jähriges Bestehen des Essener Opernhauses In der kommenden Spielzeit blickt das Essener Opernhaus auf ein 50jähriges Bestehen zurück. Die Erinnerungsseiern werden in würdigem Rahmen stattfinden. Zu diesem Zweck wird eine Reihe von Aufführungen zeitgenössischer Opern durch den Intendanten Dr. Karl Bauer vorbereitet, so die Erstaufführung von Bresgens„Das Urteil“, Orffs„Die Kluge" und„Carmina Catulli“. Außer der Uraufführung eines großen Tanzwerkes von einem zeitgenössischen Komponisten wird die neue Oper von Malipiero„Capricio di Callot“ zur deutschen Erstaufführung kommen. Erweitert werden die Pläne zu den Erinnerungsfeiern durch Vergebung von Kompositionsaufträgen an die Komponisten Ernst Pepping und Erich Sehlbach durch den Essener Oberbürgermeister Dillgardt. Hamburger Erstaufführung einer ungarischen Komödie Am Thalia=Theater in Hamburg wird unter der Spielleitung von Paul Mundorf im September d. I. die ungarische Komödie„Wildvogel“ von Ernst Innorent=Vincze ihre deutsche Erstaufführung in der Bearbeitung von Paul Mundorf erleben. Preissenkungen im GaststättenBeherbergungsgewerbe und In einem gemeinsamen Erlaß an die Preisbildungsstellen haben der Reichskommissar für die Preisbildung und der Staatssekrteär für Fremdenverkehr mit Rücksicht auf die kriegsbedingten Leistungsminderungen der Gaststätten und die veränderten Verhältnisse im Beherbergungsgewerbe die Nachprüfung der Preise dieser Betriebe angeordnet. In dem Erlaß sind Richtlinien gegeben, nach denen die Preise der Gaststätten für Speisen, Kaffee und Wein sowie die Preise der Hotels und der Pensionen für Zimmer, Tages= und Halbpensionen und Frühstück, soweit sie den gegenwärtigen Verhältnissen nicht mehr entsprechen, zu senken sind. Das Ausmaß der Senkung bestimmen die Preisbildungsstellen, die sich dazu mit den örtlichen Vereinigungen des Gaststätten= und Beherbergungsgewerbes in der Reichsgruppe Fremdenverkehr ins Benehmen setzen, an Hand der erwähnten Richtlinien je nach den örtlichen Verhältnissen. Ein zweiter eiserner Bergmann Die vollmaschinelle Gewinnung und Verladung von Kohle ng Nach der selbständigen Konstruktion(genannt „Eiserner Heinrich“) für eine vollmaschinelle Gewinnung und Verladung der Kohle auf dem Steinkohlenbergwerk Rhein=Preußen, für die der Leiter des Bergbauvereins, Generaldirektor Bergassessor Buskühl, im vergangenen Herbst den ausgeschriebenen Preis verleihen konnte, und nach dem Einsatz der„PanzerJohanna“ im oberschlesischen Bergbau, hat die Maschinenfabrik und Eisengießerei Gebr. Eickhoff in Bochum eine weitere Anlage konstruiert, die seit einigen Monaten auf einer Ruhrzeche eingesetzt und völlig zufriedenstellend arbeitet. Sie ist aus zwei Hauptteilen aufgebaut, dem Kohlen=Gewinnungsteil und dem Kohle=Ladeteil. Der Grundgedanke des Gewinnungsteils besteht in der Kombination einer Kettenschrämmaschine mit einer zusätzlichen Schrämstange, durch die die Kohlenbank in förderfähige Stücke zerkleinert wird. Je nach der Kohlenbeschaffenheit erfolgt der Gang der Schrämstange bzw. ihre Schwenkungen. Es wird eine Kohlenstückgröße von 30 bis 50 cm Kantenlänge erzielt. Am Ende der Schrämstange ist ein Schneidrad größeren Durchmessers eingesetzt, das den Kohlenstoß hinterschneidet und das Hereinbrechen der Kohle erleichtert. Die von diesem Gewinnungsteil der Maschine aus dem Flözverband gelösten Kohlen werden über den Ladeteil dem Strebfördermittel zugeführt. Die gelösten Kohlen fallen dabei zunächst auf kurze Querforderer, der sie dem Kratzförderer zuführt. Bei einigermaßen geradem Ausbau und entsprechend ausgerichtetem Strebförderer gelangt so die Kohle fast vollständig auf das Strebfördermittel; ein geringer vorbeifallender Rest wird leicht von einem Mann aufgeschaufelt. Die Maschine ist außerordentlich leicht zu bedienen, und zwar von einem Maschinenführer und weiteren 11 Mann. In der Zeit vom 2. März 1942 bis 30. April 1942 hatte die Maschine in 52 Tagen insgesamt 6463 laufende Meter geschrämt, so daß 67643 Tonnen Kohlen gewonnen und geladen wurden. Dabei wurden 1154 Schichten aufgewandt, so daß der Förderteil 23,99 To. je Schicht und Mann betrug. Im Vergleichsstreb ohne Maschine wurden je Schicht und Mann 12,6 To. erzielt. Umgerechnet auf 100 To. erfordert die Förderung 7,94 Schichten ohne Maschine und 4,18 Schichten mit Maschine. Es werden also mit der Maschine 3,76 Schichten je 100 To. erspart. 58 Enkel und Urenkel gratulierten Bottrop. 52 Enkel und 6 Urenkel gratulierten dieser Tage ihrer Ahnin, der Witwe Krämer, zu ihrem 81. Geburtstag, der durch die Rekordzahl der Gratulanten seine besondere Weihe bekam. Erst vor kurzem konnten in Bottrop 50 Enkel dem Großvater zum 90. Geburtstag ihren Glückwunsch sagen. 140 Füchse müssen dran glauben Altenkirchen. Infolge des strengen Winters hat das Raubwild überhand genommen, und besonders der Fuchs ist zur Landplage geworden. Im Jagdkreis Altenkirchen im Westfälischen ist daher durch Jagdanordnung der Abschuß von 140 Füchsen erlaubt worden. Drei Wehrertüchtigungslager der Hitler=Jugend Münster. Die Hitler=Jugend versäumt keine Zeit und Gelegenheit für eine Wehrertüchtigung der ältesten Jahrgänge. Auch die Ferien werden dafür ausgenutzt. In vorbildlicher Zusammenarbeit zwischen H5. und Wehrmacht werden laufend Wehrertüchtigungslager durchgeführt, in denen in drei Wochen die Jungen vormilitarisch ausgebildet werden. Im Gebiet Westfalen finden Wehrertüchtigungslager statt in Haltern, Oer und Bielefeld. Jo Hanns Rösler:„Liebesbrief an den eigenen Mann“. Im Paul Hugendubel Verlag, München, erschien ein zweiter Band der„Liebesbriefe“ von Jo Hanns Rösler mit dem Titel„Liebesbrief an den eigenen Mann“, Röslers Name hat in den letzten Jahren auf dem Gebiete der humorigen, heiteren Kurzgeschichten mit knapper, aber treffender Pointe und der vier bis fünf Zeilen Witze einen eigenen Klang bekommen. Wie in jedem Buch von Rösler kommen auch hier Bekenntnisse zur Freude und zur Lebensbejahung zu Wort. Zwischen den Zeilen aber spürt man, wie ernst der Verfasser es meint, wie er über schwierige Situationen, des Zusammenlebens in der Ehe, mit Nachbarn und Freunden durch weise Humorigkeit hinweghelfen will. Und es gelingt ihm, in die Herzen der Leser jenes Gefühl der heiteren. alles vergebenden Duldsamkeit und Anpassungsfähigkeit zu säen, das nun einmal das A und O der Ehe, der Freundschaft, der guten Nachbarschaft ist. Dabei ist auch der Ton einer leisen Belehrsamkeit zu hören, der den Menschen eindringlich und doch ohne„Moralin“ den Weg zur Vernunft, zur Ueberwindung ihrer Schwächen weist. Es ist ein Buch, das man immer wieder einmal zur Hand nehmen wird, wenn der tägliche Lebenskampf die Freude, die Schwungkraft des Handelns und Denkens zu erlahmen droht, und das durch seinen konzentrierten Humor ein wirksames Reizmittel zu echtem, bebreiendem Lachen der Menschen ist. Die trefflich karikierten Federzeichnungen sind von Fr. Bilek. H. Sch. S Betrifft: Verteilung von Salzheringen Die Inhaber von Fischbezugsausweisen erhalten ab sofort auf den Abschnitt„SF 1“ etwa 350 Gramm Salzheringe, und zwar bei den Einzelhändlern oder ambulanten Händlern, bei denen die Eintragung in die Kundenliste erfolgt ist. Die Kleinverteiler Bies, Herner Straße 58 Wiencke, Wittener Straße 136, und Hill, Münsterstraße 3 sind nicht zum Verkauf von Fischwaren zugelassen. Die bei den Kleinverteilern Bies und Wiencke eingetragenen Kunden haben sich bei dem ambulanten Händler Reuter und die bei Hill eingetragenen Kunden bei dem ambulanten Händler Hußmann, beide auf dem Wochenmarkt in Castrop=Rauxel=Süd, wegen ihrer Belieferung zu wenden. Die Abschnitte„SF 1“ sind bei der Belieferung abzutrennen und aufgeklebt bis spätestens zum 15. d. M. bei der Abrechnungsstelle des Ernährungsamtes gegen einen Bezugschein umzutauschen. Dieser Bezugschein ist unverzüglich dem Großhändler zur Abdeckung des Warenvorschusses einzureichen. Verstöße gegen diese Bestimmungen werden nach der Verbrauchsregelungs=Strafverordnung bestraft. Castrop=Rauxel, den 8. August 1942. Der Oberbürgermeister. „Vogel flieg in die Welt hinaus.. Aber er kehrt immer wieder zurück Einen seltenen Fall von Anhänglichkeit eines Vogels erlebt eine Familie in Kreuzingen bei Tilsit. Die Bäuerin hatte einen jungen Star aufgezogen, der aus dem Nest gefallen war. Das Tier wuchs und wurde flügge. Man wollte es nun wieder in die Freiheit setzen. Freund Star flog auch davon. Er unternahm sogar weitere Ausflüge; zu den Mahlzeiten aber stellte er sich immer wieder ein, um danach wieder in die Welt hinaus zu fliegen. Gründung eines Deutschen Goldschmiedehauses Vor zwei Jahrzehnten schon gab der Goldschmied F. R. Wilm, Berlin, der Gründer und Leiter der Deutschen Gesellschaft für Goldschmiedekunst, deren Präsident der Staatssekretär Hermann Esser ist, die Anregung zur Schaffung eines Deutschen Goldschmiedehauses. Kaum eine Stadt war geeigneter dazu, diese Idee in ihren Mauern zu verwirklichen, als die alte Goldschmiedestadt Hanau, die schon die Gründung ihrer Neustadt vor Jahrhunderten den zugewanderten Gold= und Silberschmieden verdankt. So wurde denn im Geiste dieser alten Tradition der Vorschlag von F. R. Wilm von den Ratsherren der Stadt angenommen, die ihrem Altstädter Rathaus den Namen „Deutsches Goldschmiedehaus“ gaben und das Haus der Deutschen Gesellschaft für Goldschmiedekunst zur Durchführung ihrer kulturell bedeutsamen Ausstellungen zur Verfügung stellten. So wird sich denn die Arbeit der Deutschen Gesellschaft in diesem Haus mit der alten Goldschmiede=Tradition Hanaus in der beSaubere (W682 Roubgennn.. für ½ oder ¼ Tage für gepflegten Haushalt sofort gesucht. Von wem, sagt der Stadtanzeiger. Zuverlässige (C84 Kausgemm wegen Erkrankung der jetzigen aufs Land sofort gesucht. Paul Lohe, Wuppertal=Kohlfurtherbrücke Teleson 25234 Amt Solingen. Möbl. Zimmer mit Kochgelegenh. Nähe Bahnhof Castrop gesucht. Angebote unter Nr. 2229 an den Stadtanzeiger. Wünschen Sie Neigungsehe mit oder ohne Vermögen? Wir senden Ihnen unverbindl., diskret. bei Einsendg. v. 1 RM. als Arbeitsvrobe zahlr. Vorschläge und ca. 100 Bilder oder 250 Bilder geg. ? RM. acht Tg. zur Ansicht. Eos=Briefbund Bremen Postach 791. Srobieren geht über Studieren. Also probieren Sie es endlich mal mit einer kleinen Anzeige im Stadtanzeiger, sie bringt Ihnen was Sie suchen. 9 pise., Postbezagepels 2 KR. monat. Druc u. Verlag u. 3u. Th. Kartenberg. Herne. Hauptschriftleiter Willi Franke, z. It. Weyrmacht. Verantwortlich für Politik, Kunst u. Wissenschaft i. V. Otto Pohle. Wanne=Eickel, verantwortlich für die örtlichen sportlichen und provinziellen Mitteilungen Franz Josef Pruns, Castrop= Rauxel. Sa.=Nr. 2131 Castrop.— Anzeigenpreis 1 mm hoch und 72 mm breit 25 Pfg. Nachlaß nach den vom..D W. herausgegebenen Richtlinien. Z. Zt. gilt Preisliste Nr. 1. Alle Bilder, soweit AAbt andete angegeben, Schock.—4