68. Jährgang Kastroper Zeitung Rummer 175 M Raureler Neueste Nachrichten Mittwoch, den 29. Juli 1943 Uinoruchin dus Sal Nalhtsch Geviel Der ganze Unterlauf des Don in deutscher Hand] Ein Ubergang südlich Kalatsch 750 Sowjet-Panzerkampfwagen vernichtet Die starken Verluste des Gegners wirken sich mehr und mehr aus So stehen die Fronten heute... esd Berlin, 29. Juli. Drahtbericht unseres militärischen Mitarbeiters Unter gleichzeitigem Ausbau der jenseits des Don gebildeten Brückenköpfe, um vor allem den reihungslosen Nachschub an Waffen, Munition und Betriebsstoff für die kämpfenden Spitzenverbände unserer Truppen sicherzustellen, wird der neugewonnene Raum im Süden und Südosten von Rostow, Bataisk und Nowotscherkask in der Angriffsrichtung erweitert. Motorisierte Verbände, unterstützt von Infanterie, überwanden den Widerstand des Feindes und brachen in den Sal=Manytsch=Abschnitt ein, wobei sie die Flankensicherung der weiter südlich vorgehenden Truppen übernahmen. Nordöstlich hiervon haben Teile der bei Kalatsch kämpfenden Verbände südlich des Ortes den Uebergang über den Don erzwungen. Damit befindet sich der gesamte Unterlauf des Stromes in deutscher Hand. Die Kämpfe nordwestlich Kalatsch, in denen von den Sowjets starke Panzer= und Infanteriekräfte eingesetzt wurden, dauern noch an, doch beschränken sich hier die Sowjets auf die Abwehr unserer Truppen in diesem Abschnitt, und es ist ihnen nicht gelungen, den südlich Kalatsch gemeldeten Uebergang unserer Verbände über den Don zu verhindern. Die starken Verluste des Gegners bei Woronesch beginnen sich auszuwirken. Die Panzex, die der Feind hier in den letzten Tagen einrückte, sind nicht so leicht zu ersetzen, ebenso wenig kann er den Ausfall an Menschen trotz seines großen Reservoirs auf die Dauer ausgleichen. Die Angriffe haben deswegen nachgelassen, und wo sie noch aufflackern, handelt es sich um örtliche Vorstöße, die von unserer beldenhaften Verteidigung zurückgewiesen wurden. Der Härte der Kämpfe entsprechen die schweren Verluste des Feindes an Menschen und Material. Im Bereich eines Armeekorps wurden in den letzten Tagen 307 feindliche Panzer abgeschossen, wodurch sich die Zahl der allein von Verbänden des Heeres seit 10. 7. in diesem Kampfraum vernichteten bolschewistischen Panzerkampfwagen auf 750 erund Sturzkampfflugzeuge griffen nachhaltig in die Kämpfe des Heeres ein und zerschlugen erneute Panzerbereitstellungen der Bolschewisten. Dadurch wurden die deutschen Truppen bei ihrem Angriff auf die starken Verteidigungsstellungen des Feindes und bei der Abwehr bolschewistischer Vorstöße wirksam unterstützt. In Luftkämpfen wurden von deutschen Jägern über diesem Frontgebiet 33 bolschewistische Flugzeuge abgeschossen kommt Ihr, doch...“ □ Berlin, 29. Juli. In der Nacht zum Dienstag gab Moskau nach viertägigem hartnäckigen Leugnen den Fall von Rostow und Nowotscherkassk zu. Auch London setzte zu gleicher Zeit die britische Oeffentlichkeit von dem Verlust der beiden Städte, der natürlich noch durch das Wort„Evakuierung“ einen rosa Tarnanstrich erhielt, in Kenntnis. Deutschlands Freund om Berlin, 29. Juli. Drahtbericht unseres diplomatischen Vertreters Benito Mussolini, der Duce Italiens und Schaffer des faszistischen Imperiums, feiert heute seinen 59. Geburtstag. Das Leben dieses wirklich außerordentlichen Mannes ist in seiner Entwicklung den meisten Deutschen ebenso bekannt, wie Daten unserer nationalen Geschichte und Persönlichkeiten. Der Führer selbst hat in einer seiner letzten Reden die tiefen Wirkungen, die Mussolini auf Deutschland und ganz Europa ausgeübt hat, dahin gekennzeichnet, daß die Genialität dieses Mannes den ersten zündenden Funken in das stagnierende Leben nach dem Weltkrieg geworfen hat. An dem Beispiel, das Mussolini durch sein Und Timoschenko hielt den Don nicht... „Feldzüge können nicht durch Beifallklatschen bestimmt werden“ „Die entscheidendsten Kämpfe“. E. W. Berlin, 29. Juli. Auch die Londoner Times bemühen sich nicht verbergen, daß die Sache des bolschewistischen Alliierten schlecht steht, und in einem Artikel, der sich mit den Kämpfen im Südabschnitt befaßt, kommen sie zu der Feststellung, daß diese die bisher entscheidendsten an der Ostfront darstellten; je mehr Nachrichten einträfen, um so düsterer seien sie. Diese Resignation spricht auch aus der Daily Mail, die es als belangvoll betrachtet, daß auch der hartnäckigste Widerstand der Sowiets bisher den Vormarsch des Feindes nicht aufzuhalten vermocht habe, und sie spricht nicht weniger deutlich aus einer redaktionellen Note des Daily Expreß, man habe geglaubt, es werde Timoschenko gelingen, wenigstens die Donlinie zu halten. Der Londoner Sender war gestern offen genug zuzugeben, daß es dem Feind nunmehr möglich sei, beliebig viel Verbände über den Fluß zu setzen. Nur der Vertreter der United Preß in der Türkei will sich einer solchen Ansicht nicht anschließen können; vielmehr meint er, daß die zwiGroße Brande im Heniram Bleintaghans Industrieanlagen mehrerer Städte der Midlands und Ostengland im Bombenhagel Bei Woronesch keine Sowjetangriffe dnd Führerhauptquartier, 29. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Osten wurde der Brückenkopf über den Don bei Rostow in fortschreitendem Augriff stark nach Süden erweitert. Ostwärts der Stadt haben Infanterie und motorisierte Verbände in breiter Frout den Don überschritten und nach Brechen seindlichen Widerstandes den Manytsch= und Sal=Abschnitt erreicht. Im großen DonBogen dauern die Kämpfe nordwestlich Kalatsch noch an. Südlich dieses Ortes haben die deutschen und verbündeten Truppen den gesamten Unterlauf des Don erreicht bzw. überschritten. Die Luftwaffe hat durch starke Angriffe an der Niederkämpfung des feindlichen Widerstandes südlich Rostow besonderen Anteil. Bei Tag und Nacht wurden auch gestern die Nachschubverbindungen, der Fährverkehr und Flugstützpunkte der Sowjets augegriffen. Hierbei wurden zahlreiche Züge und Eisenbahnanlagen, mehrere Wolga=Frachtschiffe und 53 Flugzeuge zerstört. Im Raum Woronesch hatten die Sowjets nach ihren außergewöhnlich hohen Verlusten an Menschen und Material am gestrigen Tage außer in einigen örtlichen Vorstößen nicht mehr angegriffen An der Wolchow=Frout scheiterte ein seindlicher Angriff gegen einen Brückenkopf in hartem Nahkampf. In Aegypten griff der Feind mit starken sauterie= und Panzerverbänden nachts die deutschitalienischen Stellungen bei El Alamein an. Im Gegenangriff wurden die Briten unter hohen Verlusten zurückgeworfen und hierbei 1000 Gefangene eingebracht sowie 60 Panzersahrzeuge vernichtet. Kampf= und Sturzkampfflugzeuge griffen in die Abwehrkämpfe mit Erfolg ein. In Lustkämpfen schossen deutsche Jäger neun britische Flugzeuge ohne eigene Verluste ab. Auf Malta setzten deutsche Kampfflugzeuge die Bekämpfung von Flugzeugstützpunkten fort. Im#gege Großbritannien griff die Luftwaffe am gestrigen Tage zahlreiche Industrie= und Verkehrsziele in Süd= und Mittelengland mit Einzelflugzeugen und in der vergangenen Nacht mit starken Kräften das britische Industriezentrum Birmingham sowie kriegswichtige Anlagen mehrerer anderer Städte der Midlands und Ostenglands an. Bei guter Trefferlage wurden zahlreiche Zerstörungen und ausgedehnte Brände beobachtet. Bei militärisch wirkungslosen Tagesstörangrifsen einzelner britischer Bomber gegen Siedlungen im nordwestdeutschen Gebiet wurden drei Flugzeuge abgeschossen.“ schen Don und Wolga versammelten sowjetischen Reserven nunmehr sogar Gelegenheit zu einer„erfolgreichen Gegenoffensive“ hätten, die den Verlauf des Krieges völlig umkehren könnten, besonders,„wenn die Alliierten eine zweite Front in Europa errichteten.“ Es lohnt sich nicht, mit derlei Meinungen zu diskutieren, zumal jetzt immer mehr englische Zeitungen— vielleicht mit Ueberzeugung, vielleicht zum Bluff— täglich mit Argumenten, für die einiges spricht, ihnen entgegentreten. Die Londoner Evening News beispielsweise finden die Argumente für die zweite Front zwar verständlich, aber wenig gewinnbringend. Man müßte annehmen, daß die Regierung angesichts der jetzigen Lage Bilanz gemacht habe, und es sei zu fragen, wozu es gut sei, jetzt zu schreiben. Feldzüge, so sekzt das, Blatt warnend hinzu. könnten nicht durch Beifallsklatschen auf einem Markt in London bestimmt werden, und es sei nun nicht der Zeitpunkt für leidenschaftliche Reden und glühende Resolutionen, sondern für kühle Planungen. Der Daily Telegraph scheut sich nicht, noch einige Grade deutlicher zu werden und zu sagen, daß eine Niederlage bei einem Versuch, die„zweite Front“ zu errichten, nur von niederschmetternder Wirkung für die Sowjetunion begleitet sein werde. Wieso nur für sie? Telegramm des Führers an den Duce □ Berlin, 29. Juli. Der Führer hat an den Duce aus Anlaß des 59. Geburtstages nachstehendes Telegramm übermitteln lassen: „Zu Ihrem heutigen Geburtstag spreche ich Ihnen, Duce, in kameradschaftlicher Verbundenheit meine und des deutschen Volkes aufrichtigsten Glückaus. Sie gelten vor allem Ihrem versönlichen Wohlergehen und dem Gedeihen des faszistischen Italiens. In der unerschütterlichen Zuversicht, daß unsere Völker gemeinsam mit den Verbündeten der Achse in diesem Kampfe um Enropas Freiheit und Zukunft den Endsieg erringen werden, grüße ich Sie an diesem Tage wie immer auf das herzlichste. Ihr gez. Adolf Hitler“. Afrikakämpfer erhielten Ritterkreuz Inh. Berlin. 29. Juli. Der Führer verlieh das Ritterrreuz des Eisernen Kreuzes an: Major Georg Briel. Kommandeur eines Flak-Batail= lons: Hauptmann Richard von Hößling, Führer einer Panzer=Aufklärungsabteilung. 1/2“Million Kubikmeter Stahlbeton aun der anastäte erlin, 29. Juli. Der Stand der Befestigungsarbeiten in Nordfrankreich im letzten Movtt., läßt einen Vergleich mit der DurchschnittsJhagung der Westwallarbeiter aus den Jahren 1938/39 zu. Mit über 200000 Facharbeitern wurson PPcabirmerfu monatlich eine halbe Mil100 gg Letbitgeter Stahlbeton verbaut. Rund 100 dov com Felswand wurden hierbei gesprengt sgestesieh cen. Zu den Tausenden bereits ferFestungswerken kamen jetzt noch fahrungen Zieses Kr:.s9 auf Grund der Erausgestattet wurden.kommenste 737 Erstes Bild von der Eroberung Rostows Unser Bild zeigt Pioniere am Rande der Innenstadt, die mit den zum letzten Stoß auf die stark befestigte„Stadt eingesetzten Panzern vorgingen, um mit ihren Geräten die Straßen minenfrei zu machen. PK.-Kriegsberichter Knödler(Sch). Werk der Aufrichtung und der Erneuerung des italienischen Volkes aus den politischen Demütigungen durch die Welt des Versailler Vertrages gegeben hat, haben in vielen Ländern Männer den Mut und den Entschluß gefaßt, ihr Leben der Erneuerung, vor allem unseres Kontinents,“ zu weihen. Mussolini schöpfte wie der Führer die Kraft zu seiner Mission aus seinen Erlebnissen als Frontsoldat, und Frontsoldaten waren es, die sich in Italien wie in Deutschland als erste um die beiden scharten. Auch die Widerstandskraft war in beiden Männern dieselbe. Mussolini ist es in wenigen Jahren von 1919—1922 gelungen, die inneren Feinde niederzuwerfen und dann nach der Machtergreifung durch den Marsch auf Rom den faszistischen Staat zu organisieren und für den zweiten Teil seiner Aufgabe, für die Befreiung Italiens von der Vormundschaft der Westmächte, sturs zu, machen. Daß hierbei Italien mit dem nationalsozialistische Revolution erneuerdeutschland in immer engere Kampfgemeinschaft eintrat, lag nicht nur in der Gemeinsamkeit der weltanschaulichen Grundlagen des Faszismus und des Nationalsozialismus, sondern war auch begründet in der Gleichartigkeit der geographischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lage der beiden Länder. Es ist ein in der Geschichte seltenes Geschenk, welches Deutschland und Italien von der Vorsehung erhalten haben, daß es gleichzeitig diese beiden Männer erscheinen ließ und sie zu gemeinsamer Politik in einer tiefen versönlichen Freundschaft verband. Damit ist Mussolini auch einer der unserigen geworden. Sein vielseitiger Geist hat sich schon früh mit den Problemen der deutschen Kultur beschäftigt und sie auf scheinbar so abwegigen Gebieten zu ergründen versucht, wie zum Beispiel durch seine eingehende Beschäftigung mit Klopstock. Aus einem Kenner Deutschlands und der Deutschen ist er dann zu einem wahren aufrichtigen Freund unseres Volkes und seines Schicksals geworden. der von sich in seiner Rede auf dem Berliner Maifeld sagte, daß er. wenn er einen Freund gemählt habe, auch zu ihm stehen werde in Not und Tod. Der setzt 59jährige, der sich in strenger Selbsterziehung die Kräfte eines Jünglings bemahrt hat, steht deshalb den Herzen des deutschen Volkes näher als dies durch ein politisches Bündnis an sich bedingt wäre. An seinem Geburtstag vereinigt sich das deutsche mit dem italienischen Volk, indem es ihm seine freundschaftlichen Wünsche entgegenbringt. interessiert sich für das Del des Rahen re Ankara, 29. Juli. Drahtbericht unseres Mitarbeiters In der Hafenstadt Basra am Persischen Golf wird der Angrif von=Booten erwartet, die an Stelle der nach Aegypten abgezogenen britischen Streitkräfte die militärisch wichtigsten Punkte im Jrak und Iran besetzen sollen. Es erwies sich sehr deutlich, daß Roosevelt auch im Nahen Osten seine politischen Einflüsse durch militärische Maßnahmen verstärken will, um hier ebenfalls das britische Erbe anzutreten. Die vor einigen Tagen gemeldete Interessennahme der 1ISA. an der kranischen Erdölproduktion wird mit dem Hinweis bestätigt, daß darüber zwischen London und Washington eine bindende Vereinbarung zustande gekommen sei. Tag= und Nachtangriffe auf englische Industriewerke □ Berlin, 29. Juli. In den frühen Morgenstunden des 27. Juli griffen deutsche Kampffliegerverbände in mehreren Wellen Industrie=Zeutren in Mittel=, Süd= und Ostengland an. In einem am Ostrand von Birmingham gelegenen Gaswerk schlugen mehrere Bomben ein, wobei ein Gasoin die Luft flog. Eine Werksanlage bei Sheldenham in Mittelengland wurde durch mehrere Bombenvolltreffer in die Haupthalle zerstört. In den Montagehallen einre Lokomotiv= und Waggonfabrik bei Swindon wurden durch die Detonationen der Bomben Brände und Explosionen hervorgerufen. Bei einem Angriff auf einen Flugplatz in der Nähe von Swindon wurden Bombeneinschläge in Flugzeughallen und Abstellboxen beobachtet. Andere Kampfflugzeuge bombardierten zur gleichen Zeit den Flugplatz Bircham=Newtonen der englischen Ostküste, wobei vier zweimotorige Flugzeuge am Boden zerstört wurden. Zahlreiche weitere Städte an der Ostküste Englands und an den Midlands waren das Ziel deutscher Luftangriffe. So wurde u. a. die Stadt Hull bombardiert. Mehrere Eisenbahnstrecken an der Ostküste wurden durch Bombentreffer unterbrochen. 20 Stunden nach diesen ausgedehnten Tagesangriffen griffen deutsche Kampffliegerverbände die Rüstungsbetriebe von Birmingham mit Spreng= und Brandbomben an. Trotz heftiger Flak= und Scheinwerferabwehr trafen die deutschen Kampfflieger mit ihren Bomben die befohlenen Ziele. Del Ei Mamein neue Benlenschiappe Ueber 60 Panzer wurden bei britischen Angriffen in Aegypten vernichtet Mehr als tausend Gesangene and Rom, 29. Juli. Der italienische Wehrmachtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: 640 Deutsche aus Mittelamerika in Söteborg angekommen □ Göteborg. 29. Juli. Im Rahmen der vom Auswärtigen Amt durchgeführten Heimkehraktion für deutsche Staatsangehörige aus Amerika sind am Montag mit dem schwedischen Dampfer„Drottningholm“, 640 deutsche Staatsangehörige zumeist aus den mittelamerikanischen Staaten in Göteborg angekommen. Bei ihrer Ankunft wurden sie von dem deutschen Gesandten Prinz zu Wied im Namen des Auswärtigen Amtes begrüßt. An Bord der„Drottningholm“ befanden sich auch einige italienische und finnische Rückkehrer. Natürlich nach dem„Abzug“ □ Stockholm, 29. Juli. Reuter bestätigt am Dienstag die Einnahme der Oase Siwa durch die italienischen Truppen Ende der vergangenen Woche und gebraucht dafür wieder die alte Formulierung, daß„nach dem Abzua der britischen „Der Feind erlitt im Gebiet südlich El Alamein bei wiederholten heftigen Kämpfen am 27. Juli schwere Berluste, ohne irgendeinen Vorteil zu erreichen. Mehr als tausend Gefangene, zum großen Teil Australier, blieben in unserer Hand. 32 Kampfwagen und ungefähr 30 Panzerfahrzeuge des Feindes wurden zerstört. Südabschnitt der Frout wurden Panzergruppen, die sich unseren Stellungen zu nähern versuchten, durch gutliegendes Artilleriefener getrofsen und zurückgeschlagen. Bei lebhaften Treffen zwischen Aufklärungseinheiten wurden die Briten zum Rückzug gezwungen. Die Luftwaffe der Achse wirkte mit Bombenwürfen und MG.=Feuer gegen die feindlichen Streitkräfte. In Luftkämpfen wurden neun Flugzeuge von deutschen Jägern, eines von unseren Jägern abgeschossen. Ein Kampfflugzena. das von der Bodenabwehr von Tobruk getrossen war, stürzte ab. Die Flugplätze Halsar und La Venezia wurden mit Bomben belegt; drei abgestellte Flugzeuge wurden in Brand geworfen. Zwei englische Flugzeuge wurden vom Feuer der begleitenden Jäger getroffen und stürzten brennend ab. Von den Kampfhandlungen des 27. Juli sind zwei unserer Flugzeuge nicht zurückgekehrt.“ Londoner Konferenztisch immer größer di Stockbolm, 29. Juli. Eigene Meldung Bei der mit Geheimnissen, Flüsterpropaganda und Gerüchten umwitterten sogenannten strategischen militärischen Konferenz in London gewinnen allmählich die amerikanischen Partner an Zahl die Oberhand. Wie aus Washington gemeldet wird, hat Roosevelt, nachdem er vor einigen Tagen die beiden Schiffahrtssachverständigen Lewis Douglas und Richard Dissel nach London in Bewegung gesetzt hat, zwei Mitglieder des Rüstungs= und Produktionsamtes, Burens und Dineger, auf den gleichen Weg geschickt. Londoner Plutokraten gegen die Friedenspolitik des Reiches intrigierte, und bewußt somit an einem besonders klaren Beispiel den Bruch des deutsch=sowietischen Vertrages durch die Sowjetunion. Flugzeuge statt Frachter? di Lissabon. 29. Juli. Eigene Meldung Beigedes Beeschwööter und Rassord Teipps Gerbische Putschisten zum Losschlagen getrieben und- betrogen Hinter die Kulissen geschaut □ Berlin. 29. Juli. Vor kurzem ist in New York unter dem Titel „Stafford Cripps: Prophetic Rebel“ das Buch eines früheren amerikanischen Korresvondenten in Moskau, Eric Estorick, erschienen. Der Autor ist besonders gut informiert, da ihm Anfzeichnungen des Privatsekretärs des früheren Botschafters in Moskau, Cripps, eines Mr. Wilson. zur Verfügung gestanden haben. Das Buch zeigt erneut das langjährige Zusammenspiel zwischen England und der Sowjetunion und beleuchtet die besondere Rolle von Cripps, Streitkräfte die Oase be= bei den englischen Bemühungen um die Kriegssetzten. Reuter fugr hinzu,„zur Zeit“ werde diesem Unternehmen keine größer Bedeutung beigemessen. ausweitung. Ein bezeichnendes Beisviel für die englisch=bolschewistischen Intrigen verdient ausführlich wiedergegeben zu werden. Kooseden iin Erwenerung der Vonmacht Politik notfalls auch gegen die Grenzen des Kontinents Telegramm unseres ständigen Korrespondenten Verteuerung der Lebenshaltung kb Lissabon, 29. Juli. Um den Schwierigkeiten zu entgehen, die sich aus der Zusammenarbeit mit einem Kongreß ergeben, der in einigen Monaten neu gewählt werden muß, hat Roosevelt einen ungewöhnlichen Schritt getan. Er wandte sich an den Generalstaatsanwalt der USA. mit der Bitte, die ihm vom Parlament kurz nach Parl Harbour erteilten Vollmachten dahin zu untersuchen, ob er mit ihnen Gesetze des Preisund Lohnstops verkünden könne, ohne den Kongreß zu befragen. Die Antwort steht noch aus, aber dieser Schritt offenbart bereits den Konflikt, der zwischen dem Präsidenten und dem Parlament besteht. Der jetzige Streit brach aus, als die beiden Häuim Lande zu schließen. Die starke Mehrheit für dieses Veto gegen die Preisstop=Politik des Weißen Hauses kam in erster Linie mit Hilfe des Farmerblocks zustande, der die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse freihalten will. In der Hoffnung auf erhöhte Fleischpreise beliefern die Landwirte des mittleren Westens zur Zeit nicht einmal mehr in gebührendem Maße die Schlachthäuser von Chicago und New York, so daß in den Oststaaten eine spürbare Fleischknappheit eingetreten ist. Auch der Butterpreis zeigt wieder eine stark steigende Tendenz, nachdem bekannt geworden ist, daß das Landwirtschaftsministerium für die nach England verschiffte Butter erhebliche höhere Preise als die des USA.=Marktes verlangte. Die neue Verteuerung der Lebenshaltung wird von den Gewerkschaften mit einer Forderung auf Erhöhung der Löhne um einen ser des Kongresses bei der Beratung der für das Dollar täglich beantwortet. Würden sie bewilligt, Preisüberwachungsamt angeforderten Gelder diese so verteuerte sich die Produktion in USA. um um zwei Drittel kürzten und den Leiter dieses rund sechs Milliarden Dollar, und die Ansätze dadurch zwangen, an= seines allgemeinen Preisstops würden damit illunähernd sechshundert Büros der Preisüverwachung sorisch gemacht. Am 20. März 1941 findet in der Villa der britischen Botschaft in Perlowka bei Moskau eine geheime Besprechung zwischen Botschafter Cripps, dem Gehilfen des sowjetischen Außenkommissars, Wyschinski, und dem jugoslawischen Gesandten Gavrilovitsch statt. Gavrilovitsch ist soeben aus Belgrad zurückgekehrt. Er berichtet, daß die Unterzeichnung des Dreimächtepaktes durch die Regierung Zvetkowitsch bevorstehe, doch sei eine Gruppe serbischer Offiziere, geführt von General Simovitsch bereit, sich zu empören und an Englands Seite den Krieg gegen Deutschland zu wagen. England habe bereits seine grundsätzliche Zustimmung zu diesem Plan gegeben, aber was werde Moskau tun? Wyschinski erwidert. auch Moskau sei zur Unterstützung bereit. Die Sowietregierung werde mit den Putschisten einen Vertraa abschließen, sobald diese sich der Regieruna bemächtigt hätten. Am 26. werde er Stalin und Molotow auf einer Sitzung im Kreml einen Vertraasentwurf vorlegen und am 27. Gavrilovitsch entsprechende schriftliche Zusagen übergeben können. Aber die Zeit drängt. Am 24. März bereits erscheint Gavrilovitsch wieder bei Crivos. Der jugoslawische Ministerpräsident ist auf dem Wege nach Wien, um den Dreierpakt zu unterzeichnen. Die Putschisten sind bereit. Sie drängen auf Abschluß des in Aussicht gestellten Vertages. Cripps gibt diese Nachrichten telefonisch an Wuschinski weiter. Dieser hat Stalin noch nicht Vortrag halten können, verspricht aber, den Vertag so bald wie möglich Gavrilovitsch zuzustellen. Die Belgrader Verschwörer fühlen sich somit der bolschewistischen wie der englischen Hilfe sicher. Der Staatsstreich wird mit Erfolg in Szene gesetzt. Noch immer aber ist der Russenvakt nicht unterschrieben. Wieder bestürmt Gavrilovitsch den stellvertretenden Außenkommissar. Wuschinski erklärt, die Sowjetunion sei nach wie vor bereit, Belgrad zu unterstützen, Simovitsch solle nur voranschreiten. Aber was werde London tun? Cripps, in den Kreml gerufen, versicherte, Belarad genieße die volle Unterstützung Londons. Ja. die englische und amerikanische Diplomatie hätten sogar erreicht, daß die Türkei an der Seite Jugoslawiens in den Krieg trete. Jetzt ist die bolschewistische Regierung zum Vertragsabschluß bereit. Am Abend des 5. April wird der Freundschafts= und Nichtangriffspakt mit der illegalen serbischen Regierung Simovitsch unterzeichnet. Die auf authentische Unterlagen aegründete Schilderung des amerikanischen Journalisten gibt somit eine neue Bestätigung für die seinerzeit veröffentlichten deutschen Feststellungen über die Hintergründe des Belgrader Putsches. Sie zeigt wiederum, wie der Bolschewismus bereits im Winter 1940/41 in heimtückischer Hinterlist mit den In Washington läuft im Senat eine Debatte über einen Gesetzantrag zum umfangreichen Bau von Transportflugzeugen als Ersatz für die durch den=Boot=Krieg verlorengegangenen Frachter. Mit diesen Großflugzeugen soll das wichtigste Material aus den südamerikanischen Staaten nach den USA geholt werden. In der Senatsdebatte wird das Für und Wider ausgiebig besprochen, und vor allem wird dabei nicht nur auf die große Kostensteigerung hingewiesen, die das importierte Material auf dem Luftwege erleiden muß, sondern auch auf die Tatsache, daß mit Flugzeugen einmal nur ein gerinaer Bruchteil der über See verfrachteten Waren nach den USA gelangen kann und zum zweiten der Transvort mit Flugzeugen riesige Mengen des so knapven Brennstoffes verschlingen müßte. Die Kämpfe auf Reuguinea di Shangbai. 29. Juli. Eigene Meldung Heurnkeice uus Gel Aaße Kampfflieger mit den Infanteristen auf Tuchfühlung pk im Osten, Ende Juli. Viele Waffen sind es, die gezogen sind. Eine Planung, der alle unterstehen. Auch wir Kampfflieger—! Der=Boot=Fahrer, der Panzermann. der Flakkanonier, der Fallschirmjäger, der Kampfflieger und der Sturmvionier, der Bausoldat und der Küstenartillerist und der Kradmelder— wie weit sie zwar in der gleichen Front auseianderstehen, es ist dennoch ein und dieselbe Front. Jeder kämpft seinen Einsatz, jeder Einsatz berührt irgendwo den der anderen Waffe; alle Einsätze zusammen bestimmen den Marsch des Ganzen. Wohl weiß jeder um diese Bindung, die den ersten und letzten Mann im Gliede umfaßt. Sie indes unmittelbar zu erleben und einer Waffe, mit der man gemeinhin nur selten oder gar nicht in Berührung kommt, einmal im kämpferischen Einsatz als unerwarteter Nebenmann die Hand zu reichen, zählt zu den besonderen Erlebnissen soldatischer Natur. Das Vorpostenboot, das eine fliegende Besatzung aus dem treibenden Schlauchboot holt, die Flakbedienung, die den Angriff feindlicher Bomber auf Heereskolonnen zerschlägt, die Pioniereinheit, die noch im Feuer des Gegners den Panzern weiteren Weg bahnt und baut— sie alle erfahren die Gemeinschaft des Schicksals mit Kameraden. die, bisher auf Abstand gelegen, plötzlich auf unmittelbaren Nebenmann rückten. Wir fliegen unsere Kampfaufträge. Auch wir wissen, daß jeder unserer Einsätze einbezogen ist in die Kette, zu der viele Waffen die Glieder liefern. Ob Feindtonnage unter Wasser geschickt wird oder Nachschubstrecken unter unseren Bomben liegen, ob wir Industriezentren angreifen, militärische Ziele des Hinterlandes zerschlagen oder in bewaffneter Aufklärung den gegnerischen Raum abkämmen— die einzelne Tat steht nie für sich allein. In der Planung wie im Ergebnis strahlt ihr Erfolg auf zahlreiche andere Waffen aus. Wir wissen es, ohne den Zusammenhang im einzelnen zu sehen. Und die anderen wissen ebenfalls darum, ohne immer gleich diese Auswirkung zu spüren. Wir als Kampfflieger oben— der Infanterist unten. Es ist das mehr als nur eine räumliche Verschiedenartigkeit des Einsatzes. Zwar beide immer noch im gleichen Glied, indes so weit voneinander getrennt, daß sich nur selten die Tuchfühlung gemeinsamen Kampfes ergibt. Wird sie aber einmal hergestellt, suchen die Verbände der Luft ihre Ziele unmittelbar vor den eigenen Infanterielinien, zertrümmern sie die Befestigungen der gegnerischen ersten Front, schlagen ihre Bordwaffen in die Feindkolonnen des Angriffs oder der Verteidigung, sind sie Stoßkeile der Luft für die Truppen der Erde— kein Kampfflieger, der nicht einen solchen Auftrag mit besonderer Freude fliegt. Erdkampf und Luftangriff im gemeinsamen taktischen Ansatz, er bildet für die Besatzung in der Maschine die seltene Gelegenheit, Ausmaß und Auswirkung des eigenen Erfolges am Erfolg der Kameraden unter ihnen abzulesen. Zu erfahren, daß das, was gestern unter den Detonationen der Bomben lag, heute von den Truppen des Heeres genommen wurde. Zu wissen, daß das, was morgen als abermaliger Widerstand ihren weiteren Marsch hemmen sollte, übermorgen aus der Luft zerschlagen wird. Und dabei zu sein, wenn sich nach dem geflogenen Angriff die winzigen Punkte der Infanterielinien auf das eben bekämpfte Ziel hin vorarbeiten, wenn Panzer aus ihren Bereitstellungen rollen und Geschütze in Stellung vorpreschen. Zum abermaligen Einsatz zurückzukommen und festzustellen, daß die eigene Hauptkampflinie in der Zwischenzeit weiterwanderte und die Verbände der Erde aus neuen Stellungen angreifen. Und wir Kampfflieger wissen auch darum, mit welchem Schneid und welcher Hartnäckigkeit sich die Männer im Heeresgrau dann einsetzen, wenn sie ihren Kameraden von der Luftwaffe die helfende Hand reichen können. Eine Maschine, die im Vorfeld landet— ihre Besatzung wird herausgeholt. Ein Mann, der am Fallschirm in die feindlichen Gefechtsvorposten treibt— Sperrfeuer und Unterstützung, bis er sich zurückschlägt. Ein Feldflughafen im Angxiff feindlicher Gruppen— die Infanterie ist schnelle Hilfe und Entsatz, beides Voraussetzung für unseren weiteren Einsatz. Kommen Waffen, im taktischen Ansatz weit auseinanderliegend, durch die Eigenart militärischer Entwicklungen, einmal miteinander in engere Berührung, so ergibt sich daraus zugleich eine gegenseitige Wertung und Anerkennung, die jeder Seite wiederum Ansporn zu weiterer Leistung sind. Kampfflieger und Infanteristen###d nur ein Beispiel dafür. Kriegsberichter Robert Schiftmann. Nachdem das alliierte Hauptauartier in Melbourne bisher nur von seinen Luftanariffen auf die japanischen Landungstruppen in Neuguinea gesprochen hatte, wird jetzt im amtlichen australischen Heresbericht erstmalig auch von Landkämpfen gesprochen. Es heißt hier, daß vorgeschobene alliierte Verbände in Kampfberührung mit den japanischen Invasionstrupven östlich von Kokoda stehen. Damit dementiert Australiens Hauptquartier seine bisherigen eigenen Angaben, in denen es hieß, daß die alliierte Luftwaffe eine Entfaltung der japanischen Trupven sowohl auf dem Raum von Gona als auf dem Gebiet der japanischen Landung im nordöstlichen Neuguinea verhindern konnte. Mit dem javanischen Vormarsch ist Port Moresby erneut in das Interesse der australischen Militärs gerückt. Man fürchtet in Melbourne, daß die Japaner das Owen=Stanley= Gebirge von der Straße aus überschreiten werden, die von Gona aus direkt nach Port Moresby führt. Nüir Kansimaler Kuet Aatbe □ Berlin, 29. Juli. Der Führer hat dem Kunstmaler Kurt Agthe aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebensjahres in Würdigung seiner Verdienste um die Akt= und Landschaftsmalerei die Goetbe=Medaille für Kunst= und Wissenschaft verlieben. für Lebensmittelkartendiebstahl □ Hamburg, 29. Juli. Die ehrenamtliche Helferin im Haupternährungsamt der Stadt Hamburg Pauline Schroeder hatte dort während mehrerer Versorgungsperioden gegen hundert Sätze Lebensmittelkarten entwendet und mit den dafür angeschafften Lebensmitteln ihren eigenen Haushalt zusätzlich versorgt, aber auch Lebensmittel an Bekannte abgegeben. Sie verkaufte auch einige Lebensmittel an ihre Mitarbeiterin Maria Berz, die hauptberuflich im Haupternährungsamt beschäftigt war. Als Volksschädling wurde die Schroeder vom Sondergericht in Hamburg zu einer Zuchthausstrafe von acht Jahren verurteilt. Die Mitangeklagte Maria Berz erhielt eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren. Vater und Sohn wegen Schwarzschlachtungen hingerichtet □ Linz, 29. Juli. Der Fleischhauer und Gastwirt Anton Lanner sen. aus St. Lorenz bei Mondsee hatte in der Zeit von Kriegsbeginn bis Frühjahr 1941 63 Rinder, 61 Kälber und 33 Schweine schwarzgeschlachtet. Sein 24jähriger Sohn Anton Lanner jun. war ihm dabei behilflich und hatte insbesondere den Verkauf des schwarzgeschlachteten Fleisches durchgeführt. Er war es auch, der die bei seinem Vater aufkommenden Bedenken zu zerstreuen wußte. Die beiden Kriegsverbrecher hatten sich vor dem Sondergericht in Linz, zusammen mit dem Gastwirt Otto Kain aus Bad Ischl und der Gasthauspächterin Theresia Kirchberger aus Pettighofen, Gemeinde Agerzell bei Lenzing zu verantworten, die von den Hauptangeklagten größere Mengen dieses Fleisches zum größten Teil, ohne Abgabe von Fleischmarken bezogen hatten. Die beiden Hauptangeklagten wurden zum Tode verurteilt. Otto Kain erhielt 3½ Jahre und Theresia Kirchberger 2½ Jahre Zuchthaus. Die Todesurteile sind bereits vollstreckt. Argentinischer Weizen für Spanien uenes Aires„Ende Juli. Die argentinisch=spanischen Wirtschaftsverhandlungen haben im Prinzip zu einem Ueberein. kommen geführt. Spanien wird in Argentinien eine Million Tonnen Weizen kausen. Der Gegenwert in Höhe von 70 Mill. Pesos soll durch Lieferung spanischer Fertigwaren ausgeglichen perden. Es wird ferner an die Möglichkeit gedacht, spanischen Schiffswerften Aufträge zum Bau von Schiffen für Argentinien zu geben. Bochumer Grillparser-Pflege Die Bühne der Gauhauptstadt Bochum setzt für die in der nächsten Spielzeit geplante Grillparzer=Festwoche ihre Grillparzer= Inszenierungen fort. In der vergangenen Spielzeit inszenierte Intendant Prof. Dr. Saladin Schmitt bereits„Ein treuer Diener seines Herrn" und„Der Traum ein Leben“. In der kommenden Spielzeit will er als nächste Werke des Dichters„Die Ahnfrau“ und die Trilogie„Das goldene Vlies“(„Der Gastfreund“, „Die Argonauten" und„Medea“) herausbringen. Wer kören im Ründeunie: Mittwoch. Reichsprogramm;„Sommerliche Weisen aus alter rch. twoch. Reichsprogramm: Sommerliche Weisen aus alter und neuer Zeit von 9,30—10 Uhr. Von Deutschland zum Nordland führt die instrumentale und vokale Sendung von 15—16 von Unterhaltungskomponisten im Soldatenrock wie Ernst Fischer, Fr. W. Rust, Helmut Ritter, Friedrich Hippmann u. a. von 20,15—31 Uhr.— Deutschlandsender: Elly Rey, Tiana Lemnitz hören wir mit verschiedenen Orchestern und Dirigenten in konzertanten Werken von 17,15—13.30 Uhr. Aus klaffischen Operetten dietet Gustav Görlich mit Soltsten eine bunte Folge ven 2 15—-21.15 Uhr. Kurzweilige klafsische Melodien von 21.15 9400 2 nog Das Mensch, der liches Wese Diesen H in seinen v# wiedererken für ihn ja zeigen kann Despot, der das Leben schaft lebte schreitet er recht, das setzen. Er r Hausfrauen mal etwas ist der Her Würde schal schen, da i Mensch. Er Kind zu me feiner Mani lichkeit schon recht. 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Juli. etier in Meltanariffen auf in Neuguinea lichen australivon Landhier, daß vorimofberührung den östlich von t Australiens enen Angaben, Luftwaffe eine in sowohl auf Gebiet der jan Neuguinea panischen Vordas Interesse kan fürchtet in Owen=Stanley= reiten werden, Zort Moresby lothe rer hat dem ß der Vollenrdigung seiner iftsmalerei die issenschaft verehrenamtliche r Stadt Hamwährend mehhundert Sätze nit den dafür igenen Hausbensmittel an auch einige Maria Berz, sungsamt bewurde die burg zu einer rurteilt. Die eine Gefänghingerichtet ter und Gastnz bei Mondnn bis Früh33 Schweine Sohn Anton ich und hatte arzgeschlachtees auch, der Bedenken zu egsverbrecher Linz, zusamus Bad Ischl Kirchberger bei Lenzing ptangeklagten größten Teil, sogen hatten. n z u m T o d e Jahre und chthaus. Die leanien einem Ueberein. en eine Million he von 70 Mill. ren ausgeglichen edacht, spanischen für Argentinien lege für die in der ihre Grillparzer= elzeit inszenierte in treuer Diener In der kommenhters„Die Ahnder Gastfreund“, #arie: isen aus alter land zum Nordung von 15—16 Soldatenrock wie drich Hippmann elly Rey, Tiana und Dirigenten Aus klaffischen ne bunte Folge odien von 21,15 Aus der Heimal Castrop=Rauxel, 29. Juli Mache, nichts dahinter! Menich der E aber wirklich ein netter freundlicher Herr Sowieso, der hat ein so umgängliches Wesen und ist immer zuvorkommend. Herrn Sowieso sollten Sie aber mal zu Hause in seinen vier Pfählen sehen, da würden Sie ihn nicht wiedererkennen. Hier kennt er keine Höflichkeit. Es ist für ihn ja seine Familie, der er sich ohne Hemmungen zeigen kann. Er ist der reinste Haustyrann, ein kleiner ####t, der, ewig schimpft, und seinen Angehörigen schaft sohnu t Mit der ganzen Verwandtchrsit##bt er in Unfrieden. Meckernd und kritisierend er durch die Zimmer. Dann ist dies nicht recht, das ist falsch. An allem hat er etwas auszusetzen. Er riecht in Töpfe und Truhen und maßt sich Hausfrauenrechte an. Aber der Frau zur Hand gehen, mal etwas aus dem Keller holen, beileibe nicht, dazu iß der Herr Sowieso zu bequem, das könnte seiner Wurde schaden. Aber draußen unter seinen Mitmenschen, da ist er der ewig höfliche, ja überhöfliche Mensch. Er versteht es, zu markieren und sich lieb Kind zu machen. Ja, der Herr Sowieso, das ist ein feiner Mann. Doch an manchen Stellen ist seine Höflichkeit schon aufgefallen und man traut ihm nicht so recht. nache/ Was nützt alle Höflichkeit die nur übertüncht ist und nicht von Herzen kommt. Da lob ich mir lieber ein frisches freies Wort. Wir danken der Front Sonntag letzte Haussammlung des Kriegshilfswerkes für das Das Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz geht zu Ende. Nur noch zwei Sammlungen stehen bevor: die 5. und letzte Haussammlung am kommenden Sonntag und gegen Ende des Monats August die 2. und letzte Straßensammlung. Jeder wird des Aufrufes des Führers eingedenk sein, der die Spende für das Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz als eine Pflicht bezeichnete, um der Front gegenüber einen bescheidenen Ausdruck des Dankes der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft zu geben. Geldpost ant und ohne Märke 15 Millionen Sendungen täglich Die neuen Marken für Kilopäckchen in während der Soldat an der Front den Brief abgibt oder die Frau zu Hause die Nummer der Einheit groß und deutlich hinmalt, setzt unmerklich der Organismus der Feldpost ein. Jeder Brief, jede Karte gerät sofort in den Kreislauf dieser vielbesprochenen und nie durchschauten Einrichtung, und erst grauen Sack, der aus dem Kraftwagen in die Schreibstube geschleppt wird, tritt die Feldpost sehezsicheg Tageslicht.— jubelnd begrüßt und ost Abendbrat. Kasseekessel oder das „Por wenigen Monaten brachte die Feldpost ihren großten Schlager: die Luf tbeförderung. Was da möglich gemacht wurde, war eine Verkürzung der Laufzeit um mehr als 60 Prozent. Denn nun war ein gescgaßter die Briese in frühestens sechs Tagen Sgrlänger zu bringen. Die blaue Marke mit,den.## ger guten„Ju“ tauchte auf, pro Kopf und Monat wurden vier Stück ausgegeben, und Wöchenn ied„ Froatsoldat des Ostens in vier xamilig spei Luftoriefe nach Hause schreiben und die kann zwei Luftbriefe an ihren Soldaten schicken. Eine großartige Sache mitten im Kriege. Aber es war auch nicht einfach, diesen Luftfeldpostdie Beine zu stellen. Was in der Heimat mit der blauen Marke in den Briefkasten fällt, wird zunächst nach Berlin geleitet, dort in=Züge verdert Aud bis zur äußersten zivilen Ostgrenze beförstaffeln, die stehen die Flugzeuge der Feldpostflug##e nur die Luftpostbriefe in die rückwärtigen Fronrgeviete fliegen und dann an besondere Kraftwagenkolonnen übergeben. Nun fahren die Lastwagen Pre. 31 den Truppenteilen vor und laden dort ihre „Beide Briefpartner können von sich aus die Pünktlichteit des Luftverkehrs wesentlich sichern, wenn sie im Blatt Papier, mit Grüßen und Wünschen und Nachrichten, ist ein kostbares Gut. Er wichtig als Brot oder Zigaretten oder Schokolade und hat dabei noch die Eigenart, daß man ihn nie auswechseln oder ersetzen kann. Brot ist Brot, aber Brief ist nicht Brief; das Geschriebene hat nur einen einzigen Empfänger in den fast unübersehbaren Reihen des kämpfenden Ostheeres. An einen ganz bestimmten Empfänger geht die Post; sie trifft ihn im alten Gefechtsabschnitt, sie rollt aber auch hinterher und wird umgeleitet, wenn der Soldat inzwischen anderswo steht. Mit oder ohne Marke, Brief oder Karte oder auch manchmal ein Päckchen fließen durch die unsichtbaren Kanäle der Feldpost, und wo die grauen Säcke ausgeschüttet und sortiert werden, ist sofort die beste Laune da: Wir haben wieder Post! Kriegsberichter Dr. Paul Neumair. „Kuriertelegramm Front—Heimat“ Neue Einrichtung für dringende persönliche Angelegenheiten laufenden Monat auch alle Marken verwenden. Das telegramm“ oft auch eine erfreuliche Nachricht enthalDie Volksgasmaske gehört zur Abwehrbereitschaft! Um dem Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz einen imposanten Abschluß zu geben, wird man sich bei der Spende zur 5. Haussammlung nicht nach dem Betrag richten können, der bisher üblicherweise bei den Haussammlungen gezeichnet wurde. Die Sammlungen für das Kriegshilfswerk sollen keine träge Gewohnheit werden. Sie sollen stets ein erneuter Beweis des Dankes an die Front sein. Zieht deshalb die Summe der für die voraufgegangenen sammlungen gezeichneten Spenden und setzt diesen Betrag als Schlußstrich unter die 5. Haussammlung am kommenden Sonntag! einleuchten, denn die Beförderungsmittel sind auf die ungefahre Zahl der ausgegebenen Marken abgestellt, und es müßten Stauungen auftreten, wenn etwa Tausende von Marken erst zurückgehalten und oann plotzlich nach Wochen oder Monaten benutzt würden, nachdem bereits eine neue Serie ausgegeben c zichtige Umlauf der Marken ist nicht weniger micht vaname auf das zugelassene Ge### 10 Gramm, das gar zu gerne überschritten wird, was nur Enttauschungen bringt! „Richt, weniger als 15 Millionen Sendungen beförträat täglich Dos die Feldpost; das heißt ungefähr, sie rleihen Gächn; naß Ders von Briefen, Karten und ##en Paachen ab, der das Zehnfache der Zugspitze mißt— eine fast unglaubliche Leistung! Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Rahmen der Truppenbetreuung ist von der Wehrmacht in dem„Kuriertelegramm Front—Heimat“ eine neue schnelle Verbindungsmöglichkeit von der Front zur Heimat geschaffen worden, die dem Frontsoldaten jeden Dienstgrades in dringenden Fällen offensteht. Das„Kuriertelegramm“ soll in erster Linie den in der Front eingesetzten Soldaten die Möglichkeit geben, in dringenden persönlichen Angelegenheiten ihren Angehörigen in der Heimat eine Nachricht schneller zukommen zu lassen, als es mit der Feldpost möglich wäre. Im wesentlichen wird es sich hierbei um die Benachrichtigung der Angehörigen im Falle einer Verwundung handeln. Andererseits wird das„KurierDreimonatige Sperrung der Borghagener Straße Die Borghagener Straße von der Adolf=Hitler= bis Ecke Römerstraße wird vom 27. 7. 1942 voraussichtlich für drei Monate für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Entsprechende Sperr= und Umleitungsschilder sind aufDie Sammler haben längst die Kuriösität der LuftSiese-Pgah ssa die jagen den Marken nach, denn ten, wie die Ankündigung einer überraschenden Beurtäudung oder Stellungnahme zu einer wichtigen Familienangelegenheit. Das„Kuriertelegramm“ darf außer der Anschrift acht Worte umfassen, also zum Beispiel„leicht verwundet, Lazarett Orel, bereits gute Die Anzahl der Telegramme, die täglich für die einzelnen Armeen zugelassen sind, ist so hoch bemessen, daß alle wirklich dringenden Benachrichtigungen durchgeführt werden können. Das„Kuriertelegramm“ wurde am 10. Mai dieses Jahres zunächst nur in einem bestimmten Sektor der Ostfront eingeführt und hat sich hier voll bewährt, so daß es nunwerden konntge gu Teil der Ostfront zugelasen „Mit dieser Neueinrichtung wird neben dem Hauptnachrichtenmittel, durch Feldpost sowie durch Flugpost, ein neues Bindeglied zwischen Front und Heimat geschaffen, das nicht nur die Frontsoldaten, sondern vor marken die es in Deutschland gibt. Doch nun iset allem die Angehörigen in der Heimat dankbar begestellt. auf die Lebensmittelkarten achten! Langsinger sind scharf auf sie! Am 24. 7. 1942 wurde einer Volksgenossin in dem Kaufhause Schulze die Lebensmittelkartenmappe, die sie auf den Kassentisch gelegt hatte, gestohlen. Sie enthielt sämtlich noch unbeschriftete Lebensmittelkarten der 39. Zuteilungsperiode für 5 Personen. Außerdem je eine Raucherkarte der 2. Ausgabe für Hugo und Anna Hölken, Datteln, Reddestraße 41. Angaben, die zur Ermittlung der Täter führen können, nimmt die Kriminalpolizei oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.e0enstst eine zweite Marke der Feldpost erschienen: die „4½anmarke. Pieder ein besonderes Geschenk für die Frontsoldaten: nur diese nämlich erhalten in ukunft monatlich eine Päckchenmarke, die nach Hause geschickt und dort für ein Kilopäckchen zur Front verwendet wird. Man sage nicht, das sei ein wenig umständlich; es ist im Gegenteil die beste Form der gerechten Steuerung, daß nur dem Frontsoldaten einmal im Monat ein größerer und handfesterer Gruß der Heimat zugesandt werden kann. Dabei aber darf man natürlich nicht an Luftposttempo denken! Denn s5g Kileräcchen nimmt Raum und Gewicht von etwa ### en ein, und der Brief ist und bleibt wichtiger ras Packchen— allein schon deshalb, weil man mir 500 Briefen 500mal mehr Freude und Aufmunterung verbreitet als mit einem Päckchen! Der neue Frühkartoffelpreis Die Preisfestsetzungskommission Arnsberg teilt die neuen Preise für Speisefrühkartoffeln ab 30. 7. 42 bis 5. 8. 42 mit. Sie betragen: bei Abgabe von je ½ kg Reie am a g, 1. Größenklasse 85 Je, 2. Größengrüßen werden. Das„Kuriertelegramm“ wird dazu beitragen, die sorgenvolle Ungewißheit, die bisher oft um das Schicksal des Frontsoldaten in der Heimat schwedie, wenn der Feldpostbrief infolge der Lage einmal längere Zeit ausblieb, bannen zu können. Gleichzeitig ist die Einführung des„Kuriertelegramms Front—Heimat“ ein Beweis für die hervorragende Leistungsfähigkeit der Nachrichtentruppe, die als Führungstruppe des Heeres auf ihrem Europa imspannenden Netz nicht nur den gesamten militärischen Nachrichtenverkehr trägt, sondern darüber hindiese neue Aufgabe übernehmen kann. Das siedem Fansgramm“ läuft auf Wehrmachtleitungen in jevem Faue bis nach Berlin und wird von dort aus als normale Feldpost weitergegeben, so daß die Gesamtlaufzeit meistens etwa drei bis vier Tage betragen 1. Gr.=Kl. 9,0 Rz, 2. Gr.=Kl..0 Me; 50 kg je 50 kg weiße, rote, blaue 1. Gr.=Kl..50.A, 2. Gr.=Kl. 5,90 .K, runde, gelbe, 1. Gr.=Kl. 8,00.K, 2. Gr.=Kl..20 , lange, gelbe, 1. Gr.=Kl. 8,50 Ruck, 2. Gr.=Kl. 6,50.K. Kaninchen=Jungtier=, Pelz= und Lehrschau dar Wairtschas, 7. gust 1942 findet in den Räumer Straße 79, eine Kaninchen=slug.u stellt werden Kaninchen der Sport= und der Wirtschaftsrassen. Außer einer großen Pelzschau sind Lehrgorträge erfahrener Züchter vorgesehen, so daß ein Desuch der Ausstellung nur empfohlen werden kann, und das insbesondere auch für jene vielen Volksgenossen, die durch die besonderen Umstände erst in der letzten Zeit sich der Kaninchenzucht zuwandten. Gerade sie können dort viel lernen, wodurch sie sich vor Enttäuschung und Schaden schützen können. Sprechstunden für Arbeitsrecht für Arbeitsrecht, die seitens der DAF. in Castrop=Rauxel abgehalten wurden, werden für die Zeit vom 10. bis 17. August nach Herne, Schaferstraße 16, verlegt. Ab 24. August werden sie wieder regelmäßig in Castrop=Rauxel, Viktoriastr. 10, in der Geschäftsstelle der DAF., abgehalten. Die Beratungsuchenden wollen sich dementsprechend einrichten. Selbstverständlich kann auch die Sprechstunde in Herne in Anspruch genommen werden. Am Freitag Abnahmeprüfung für das Reichssportabzeichen Am 31. Juli(Freitag) findet auf dem Sportplatz der Teerverwertung an der evangelischen Kirche in Habinghorst die nächste Abnahmeprüfung für das Reichssportabzeichen statt. Meldungen sind bei dem Ortssportwart Pg. Hild auf dem Sportplatz abzugeben. Leistungsbücher sind beim Schulamt erhältlich und müssen mitgebracht werden. Schweinezwischenzählung am 3. September einem Erlaß des Reichsministers für Ernährung und Lanowirtschaft wird am 3. September 1942 Reichsgebiet einschließlich der eingegliestgebiete die öffentliche Schweinezählung durchgeführt. In den Hauptweidegebieten Preußens und Oldenburgs wird auch das Weidefettvieh gezählt. Reichs=Mahl- und=Brotkarte für Getreideselbstversorger Mit Wirkung vom 27. Juli(Beginn der 39. Zuteilungsperiode) wird die Reichs=Mahl= und=Brotkarte Kart Seißht verlorger, in Getreide eingeführt. Diese dem Selostversorger grundsätzlich die Mögder Mihig zür das Lohn= und Umtauschverfahren bei der Muhle ooer dem Kauf von Mehl oder Brot beim Bäcker oder Verteiler zu entscheiden. Für die Zeit der Gultigkeitsdauer der Mahl= oder Brotkarte ist der Selbstversorger in jedem Falle an die Mühle oder an die Bäckerei(Verteiler) gebunden, die die Mahl= und Brotkarte mit ihrem Firmenstempel oder ihrer Firmenanscheift versechen hat.— dr 66 Brandgefahr an der Reichsautobahn „Der Regierungspräsident in Arnsberg teilt mit: worden, hatzte“ Zeit zst die Wahrnehmung gemacht die mit Kohlen, 3unehmendem Maße Lastkraftwagen, uind auf. Pez# Holzgasgeneratoren ausgerüstet eänzen und...““ ihren Kohlenvorrat erio hierbei die nur zum Teil verbrannten, aus reste gur gat Fates'stohenen Kohlen und Kohlender Fayroahn oder auf den Parkplätzen lassen. Diese Kohlenreste sind fast stets noch glüheno und brennen noch lange nach. Sie werden gußerordentlich leicht durch Wind oder durch vorüberschungen Kraftfahrzeuge auf die angrenzenden Bö#gelder und insbesondere in die Waldungen auf die 11 und führen dort zu Bränden. Mit Rücksicht auf die trockene Jahreszeit werden die in Frage kommenden Kraftfahrer aufgefordert, die Ergänzung des Kohlenvorrates möglichst in der Nähe von Wasservorzunehmen und die glühenden Kohlenreste zu löschen Dig“pasn Ausstoßen aus dem Generator zu loschen. Die polizeistreifen sind angewiesen, die ordnungsmäßige Löschung zu überwachen. Verbot der=Zug=Benutzung durch Polen Nach einer im Tarif= und Verkehrsanzeiger 2 bekannt gegebenen Anordnung dürfen Zivilarbeiter und =albeiterinnen polnischen Volkstums, die durch ein violettes„P“ auf gelbem Grunde kenntlich sind und an die Fahrausweise nur gegen Vorlage der polizeilichen Genehmigung zur Fahrt auszugeben sind, DZuge nicht mehr benutzen. Werden sie in einem=Zug angetroffen, so sind sie am nächsten Haltebahnhof ausROMAN VON KARL Cepyright by Verlag Knorr& Hirth Kommanditges. München 1930 Das älteste und schönste Haus von Lutterode lag an dem kleinen viereckigen Marktplatz. Es gehörte dem Apotheker Gudehus. Ueber dem breiten Eingang thronte ein goldener Löwe mit dem braunschweigischen Wappen, unter dem die Jahreszahl 1576 stand. Die Balken des spitzgiebeligen Fachwerkhauses waren reich mit kunstvollen Ornamenten und Sinnsprüchen verziert, die der Malermeister Sandvoß vor zwei Jahren durch rote, grüne und goldene Farben einem grauen verwitterten Dasein entrissen hatte. Gudehus war stolz auf das Haus seiner Väter, und es gab Tage, da floh er vor ihren Bildern an den Wänden, weil er sich als Junggeselle pflichtvergessen vorkam: er war der letzte Gudehus und fünfundvierzig Jahre alt. In der Offizin der Löwenapotheke wurde es nie richtig hell, denn das niedrige Gewölbe dehnte sich tief bis in die Mitte des Hauses hinein. Das Dämmerlicht, das matte Schimmern der weißen Gefäße mit den geheimnisvollen lateinischen Aufschriften und der strenge durchdringende Geruch der Medikamente erfüllten den Raum mit einer magischen Atmosphäre und riefen dunkle Erinnerungen an mittelalterliche Bilder wach, auf denen ein bärtiger Alchimist zwischen Retorten und Mörsern den Stein der Weisen zu ergrübeln suchte. Doch diese Verzauberung hörte sofort auf, wenn der Apotheker Gudehus in seinem langen weißen Kittel aus dem Laboratorium in die Offizin trat, die schwarz umrandete Brille über die buschigen Augenbrauen schob und in seiner scharfen und kurz angebundenen Art fragte:„Was wünschen Sie?“ Dabei stemmte er beide Hände auf den Verkaufstisch und musterte den Besucher auf eine eindringliche Art und Weise, als wollte er die Berechtigung seines Wunsches feststellen, bevor er geäußert wurde. Gerade heraus, manchmal ein bißchen grob, ein Feind von Halbheit und Zimperlichkeit— das war seine Art, sie stand in einem grellen Gee deutlich die Meinung sagte. Sie fühlten, daß er es Geii- immer nur gut mit ihnen meinte. Er war mit ihnen rraigur aufgewachsen, kannte genau ihre häuslichen VerhältUNSELI nisse und wußte oft besser, wo sie der Schuh drückte, 1930 als die beiden Aerzte der kleinen Stadt. Eben hatte die Frau eines Steinhauers, der in dem Steinbruch des Hofbesitzers Riffarth beschäftigt war, ein Rezept von Doktor Horand gebracht. Gudehus schob die Brille hoch, studierte es sorgfältig und runzelte die hohe Stirn.„Wo fehlt's denn Ihrem Mann, Frau Grotjahn?" „Er hat's auf der Brust, Herr Apotheker.“ „So, so, auf der Brust. Na, dann warten einen Augenblick.“ „Diese Frage sollten Sie gar nicht stellen“ sagte„Eine Unnerschämtheit“ ent## #a ernst, und prüfte gemissenhaft den Ausschlag der wuage.„Die Apotheke ist neutrales Gebiet zwischen den gronten. Das verpflichtet zur Objektivität. Mich als Doktor Horand Konkurrent meines ist und erst ein halbes Jahr hier praktiziert.“ erz##ch#t Hstand in einem grellen Gegensatz zu dem die Rezepte Doktor Horands nicht mit demselben ee tan.#ägmer, einer Offizin. Die Lutteroder ver= guten Willen wie die meines Onkels. Das habe ich ehrten ihren„Aptheiter“, obwohl er ihnen oft ziemlich in den sechs Wochen meiner Tätigkeit hier schon her„Ich habe noch was zu besorgen.“ „Gut, dann kommen Sie nachher wieder vorbei.“ Als Frau Grotjahn die Offizin verlassen hatte, ging Gudehus zur Rezeptur, die sich dicht am Fenster befand. „Nun sehen Sie sich bloß die Klaue dieses Burschen an“, brummte er und hielt der jungen Apothekerin Lisa Brandt das Rezept hin.„Was soll das nun wieder heißen?“ Sie warf einen Blick darauf und nannte den Namen Medikaments.„Es ist ein neues schleimlösendes Mittel.“ „So“, sagte er ärgerlich.„Wieder so eine neumodische Patentmedizin. Wir haben ja noch nicht genug. Ich werde nächstens draußen an die Fensterschreibe: Pharmazeutische Konservenhandlung schreiben.— Uebrigens scheinen Sie sich ja bereits an die Klaue des Herrn Horand gewöhnt zu haben.“ „Ich finde sie gar nicht so unleserlich“, sagte Lisa, während sie mit einer Pinzette eines der hauchdünnen Zentigrammgewichte aus einer Schachtel nahm und in die Schale der Handwaage legte. „Ihr Onkel schreibt jedenfalls deutlicher.“ Lisa lächelte.„Sie kennen seine Handschrift seit fast zwanzig Jahren und haben sich daran gewöhnt.“ Er ließ die Brille auf die Nase rutschen und warf ihr einen schrägen Blick zu.„Meinen Sie? Ich meine jedenfalls, daß der Sanitätsrat deutlicher schreibt. Und“, er sah sie fast drohend an,„ich sage das nicht etwa, weil er Ihr Onkel und mein Freund ist.“ „Das weiß ich. Trotzdem glaube ich, Sie entziffern „„Das ist richtig“, meinte Gudehus ein wenig verhlämt soggand hat mir deswegen auch mal unver## nr vie meinung gesagt, als er hörte, daß ich ausSie mal gerechnet die Nichte seines Kollegen aushilfsweise als Mitarbeiterin einstellen wollte Es wäre eumindest Mitalbeilerin einstellen wollke. Es ware zumindest ren Ausdruck zu gebrauchen. nicht einen stärte, Hierseins Anlaß zu einem Vorwurf gegeben habe und ich werde mich auch in Zukunft jeder persönlichen Stellungnahme enthalten. Hier in der Avotheke gibt „Eine Unverschämthelt“, entfuhr es Lisa, und der Zorn trieb ihr jäh die Röte ins Gesicht. Güdehus lachend“ der wilde Robert“, bestätigte Doktor Horand dem langen hageren Menschen etwas zu sagen, denn dieser drehte sich brüsk ohne allerdings die Hände aus den Taschen iner Lodenjoppe zu nehmen. Die Unterhaltung war Wortwechielg, machte den Eindruck eines #e##s, ist nicht angenehm Riffarth zum Feinde zu Gudehus ernst.„Das hat schon Horands verstorbener Bruder zu fühlen gekriegt. Diese Feindsaelütr mich teinen, Priel Szhn und keinen schen oder unsymparhischen Doktor Horand Für mich sind sie die Aerzte von Lutterode, deren Verordnungen ich ohne persönliche Kritik auszuführen habe. Ich setze bei beiden den guten Willen voraus, kranke Menschen zu heilen und Gesunde vor Krankheit zu bewahren.“ gus sah sie verstohlen an. Ein prächtiger Kerl, bachte er und nickte vor sich hin.„Das haben Sie wunderschön gesagt. Davon kann ich mir ja nun gut und gerne mindestens zwei Scheiben abshneiden.— Haben wir überhaupt das Wunder„Sie schneiden sich ja nicht einmal eine Scheibe ab. Weshalb nun wieder Wundermittel? Weshalb nicht geinsa% Heilmittel? Bloß weil es Doktor Horand ver„Sie legen sich ja doch mächtig für Horand ins Zeug“, sagte er und zwinkerte ihr lustig mit den Augen zu.... reckte er plötzlich den Kopf ein wenig höher und say auf den Marktplatz.„Lupus in fabula. Da kommt gerade der Wagen Ihres Schützlings.“ „Bitte, Herr Gudehus“, wies Lisa ihn zurecht. interessant. Da laufen sich ja zwei Feinde Pgeiste Be äie#eue Bin gespannt, was nun kommt.“ Schritte“ auch aus dem Fenster. Wenige vor dem Gasthaus„Zum Sachsenroß“ hielt der Wagen Doktor Horands, der soeben ausgestiegen nicht hoch„Ich finde es unerhört, wie man sich gegen ihn be#e e e. epoine au vorgngehled veil derr Aitsartz mit eutem Veiotel sa nun auch nicht. Er har so seine Ar. Vorand Fih unch trchrein. Doktor Horand öffnete die Er war ein schlanker Mann von etwa vierunddreißig Jahren mit dem klugen und stillen Gesicht steht. Die dernötigen du gschen, der über den Dingen auf ihn keinen aep nde Begegnung mit Riffarth schten Gudehus und aendruc gemacht zu haben. Nachdem er Gagehus und risa flüchtig begrüßt hatte, fragte er, ob Frau Grotjahn schon dagewesen wäre. „Ja“, sagte Gudehus und nahm das Rezept zur 53n)„Aber sie hat das Medikament noch nicht abmächt es denn 32 ie noch rechtzeitis gekommen. Wasein Heldstüc hervor geili in eine Talche und beltbezablen 2s(ah ihn verwundert an.„Wollen Sie 6s Lisa war inzwischen ee ec cece Fortsetzung sotgt. Wie steht's mit dem Wetter? Volksweisheit, Mondglaube und Hundertjähriger Kalender Gar zu gern möchte Frau Nachbarin im voraus wissen, was für Wetter es in nächster Woche gibt. Sie hat Waschtag und wünscht gutes Trockenwetter. Sich dabei auf die Treue ihres Mannes allein zu verlassen, die ja ein Maßstab für das Wetter am Waschtag sein soll, erscheint ihr doch zu unsicher. Etwas Geheimnisvolles ist schon dabei in der immer wiederkehrenden Wetterfrage, und alles Geheimnisvolle hat von jeher schon seinen Reiz gehabt. Wie aber ist das Geheimnis des kommenden Wetters im voraus zu ergründen? Wohl hat die Wissenschaft ihre genauen Methoden der Wettervorhersage; aber die Nachbarin hält's mit der Vorfahrenweisheit, wie sie sich ausdrückt in Sprichwort und Bauernregel. Wer möchte sie drum belächeln? Beobachtung und Erfahrung bildeten schon in alter Zeit eine Quelle der Wettervorhersage. Aberglaube und Geheimnistuerei mochten hinzukommen. So chwört Frau Meier auf das Wetter an bestimmten Tagen. Solche„Lostage“ spielten schon im Mittelalter bei der Wetteroorhersage eine große Rolle; es waren das bestimmte Tage des bäuerlichen Lebens, die nach kirchlichen Fest= und Heiligentagen ihren Namen führten, z. B. Lichtmeß(2. Febr.), Johanni(24. Juni), Michaeli(29. Sept.) u.., auch„Siebenschläfer", „Siebenbrüder“ und die„Hundstage“ gehören dazu. Bestimmte Wettererscheinungen an diesen Tagen sollten auch für das Wetter eines kommenden Zeitraumes maßgebend sein. Wetterregeln, die sich an solche Tage anschließen, haben sich deshalb auch heute noch in weiten Kreisen erhalten, z. B.„Lichtmeß hell und klar, gibt ein gutes Jahr“.—„Martinstag trüb, macht den Winter mild und lieb“— Regnet's am Siebenbrüdertag, regnet's noch sieben Wochen danach"—„Sankt Dorothea(6. Febr.) gibt den meisten Schnee“. Und was sagt die Wissenschaft dazu? Als Tatsache kann man annehmen, daß gewisse Witterungstypen periodisch auftreten können, ferner auch, daß bestimmte Erscheinungen auch bestimmte Wetterverhältnisse nach sich ziehen können; aber solch unbedingt sichere Voraussagen für die genannten Kalenderzeiten kann keine noch so alte Wetterregel geben. Einen anderen Wettermacher, auf den sie große Stücke baut, hat Frau Müller. Es ist der Mond mit seinen wechselnden Lichtgestalten, die uns dieses oder jenes Wetter bringen sollen. Und es sind viele, die diesem treuen Begleiter unserer Mutter Erde trauen in seiner Wetterkunst. Wirklich bescheren uns Vollmond= und Neumondtage manchmal Wetteränderungen, aber wissenschaftliche Grundlage dafür, daß das immer so sein müßte, fehlt uns doch. Bleibt noch ein anderer Wetterverkünder, der auch seine Freunde hat; die auf ihn schwören: der„Hundertjährige Kalender“. Ob er das hohe Ansehen verdient, in dem er bei vielen Leuten steht? Ursprünglich bezeichnete man mit dem Namen„Hundertjähriger Kalender" gewöhnlich die„Immerwährenden Kalender" des Mittelalters, die auf eine Reihe von Jahren berechnet waren. Spricht man heute vom Die Geopraphie des Tager „Hundertjährigen Kalender" und stützt sich auf seine Wetterregeln, so steht die Sache auf sehr schwachen Füßen, denn was da als Vorhersage angegeben wird, ist eine wertlose Umarbeitung von Aufzeichnungen, die eigentlich gar keine Vorhersage sein können. Der Abt des Zisterzienserklosters Langheim beschäftigte sich um 1650 mit Studien über den Einfluß bestimmter Planetenstellungen auf das Wetter und schrieb viele Beobachtungen, die er gemacht hatte, nieder. Diese Niederschrift von Beobachtungen verwandelte ein Thüringer Arzt um 1700 in die Form von Vorhersagen, ließ das Buch drucken und verbreitete auf diese Weise die Erfahrungen des Abtes Knauer, als wären sie gültige Voraussagen. So schwören wir also lieber nicht auf den fast sagenhaft gewordenen„Hundertjährigen Kalender“, sondern halten uns, abgesehen von der wissenschaftlich begründeten Wettervorhersage, an bewährte Erfahrung, sei es eigene, sei es die der naturverbundenen Vorfahren, wie wir sie in so vielen volkstümlichen Wetterregeln niedergelegt finden. Schäfer und Hirten, Fischer und Waldleute, Bauern und auch Handwerker, Menschen, die dem Einfluß des Wetters besonders ausgesetzt waren und bei ihrer Beschäftigung Gelegenheit und Muße hatten zum Beobachten. Sinnieren und Spintisieren, waren die hauptsächlichsten Wetterbeobachter, die Erfahrungen sammelten und sie in Worte kleideten; einem alten Schäfer glaubte man schon, wenn er sein Wetterwissen an den Mann brachte. So entstanden dann„Wetterregeln“, die von alter Zeit her überliefert wurden, teils von Mund zu Mund, teils auch schriftlich niedergelegt. Wenn schon einige„Jahrzehnte nach der Erfindung der Buchvruckerrunst auch ein Buch mit Wetterregeln gedruckt wurde(1508), so zeigt das wohl, daß man schon damals der Wettervorhersage hohe Bedeutung beimaß. Heute sind wir nicht nur in Arbeit und Erholung, Gesundheit und Krankheit abhängig vom Wetter, da Ernährung, Kriegswirtschaft und Kriegführung zu Lande, zu Wasser und in der Luft auch Regen und Sonnenschein, Hitze und Kälte, Wind und Nebel bald für sich, bald gegen sich haben. Aber dafür genügen nicht Schäferweisheit und Bauernregel, Lostage, Mondglaube und Hundertjähriger Kalender, sondern die genau arbeitende Wissenschaft muß auch hier Helfer sein zum Siege. W. Reiterausbildung in den SA.=Reiterstürmen Die Reiterstürme der westfälischen SA. vermitteln jedem, der Lust und Liebe an Pferden und dem Reitsport hat, im Rahmen der vormilitärischen Wehrerziehung eine Reiterausbildung. Die Ausbildung umfaßt einen Zeitraum von 4 Monaten und ist kostenlos. In der Hauptsache ergeht der Ruf, Reiten zu lernen, an Schüler, die Offizier werden wollen und an Jungen, die zu einem berittenen oder bespannten Truppenteil möchten. Schwierigkeiten, die in Bezug auf die Beschaffung von Stiefeln und Reithosen entstehen, werden weitgehend durch die SA. beseitigt. Die älteren Angehörigen der Reitereinheiten der SA. sind gern bereit, der Jugend Stiefel und Kleidung zu leihen. Neuordnung der Jugend= und Jugendschutzgerichte Ls eint uiizgen, elung un M Durch eine soeben veröffentlichte Allgemeine Ver= des einzelnen. Für Schüler, die versichert sein wollten, fügung des Reichsministers der Justiz sind alle AufNowotscherkafk. die Hauptstadt der Donkosaken Einst Hochburg der„Weißen" Russen Wie der Wehrmachtbericht meldete wurde Nowotscherkask im Sturm genommen. Die Stadt liegt etwa 50 km nordöstlich von Rostaw am Don auf einem 100 m hohen grünen Hügel, bis 1917 war der Ort die Hauptstadt des Gebiets der Donkosaken. Auf drei Seiten umflossen vom Aksai, einem Nebenarm des Don, und vom Tuslow, bietet die Stadt mit ihren breiten Straßen und ihren Obst= und Weingärten einen freundlichen Anblick. Nowotscherkask entstand erst 1805. Es ging hervor aus der Tscherkeßkaja Staniza, in welcher der Hetman der Donkosaken keine Residenz hatte. Die Staniza lag 37 km weiter südlich am Don, litt unter beständigen Ueberschwemmungen und wurde deshalb nordwärts nach dem vor Ueberflutung sicheren Hügel des jetzigen Nowotscherkask verlegt. Das Kriegervolk der Donkosaken hatte sich 1579 gebildet. Am unteren Don hielt es in seinen Stanizas, befestigten Dörfern, Grenzwacht gegen die Türken. Seit 1805 war Nowotscherkask der Hauptwaffenplatz der Donkosaken und eine wichtige Vorposten= und Ausgangsstellung in den Kriegen gegen die Türken und bei der Unterwerfung der kaukasischen Völkerschaften. Hier befand sich die Kadetten= und die Feldscherschule der Donkosaken sowie eine Technische Lehranstalt. Von hier aus erfolgte auch die allmähliche Umbildung in eine reguläre Reitertruppe. Gewisse Eigenarten blieben gewahrt. Noch immer genoß der Hetman hohes Ansehen, wenn er auch nicht mehr wie einst in der Versammlung der Krieger durch Zuruf gewählt, sondern vom Zaren ernannt wurde. Doch er hatte nicht mehr Gewalt über Leben und Tod. außer einigen Ehrenrechten nur die Befugnisse des Kommandierenden Generals eines Armeekorps. An den alten Glanz des Kosakentums erinnern heute der Hetmanspalast und zwei Denkmäler. Eines ist dem großen Hetman Jermak errichtet, der mit 1000 Kosaken gen Sibirien zog und dieses durch die Schlacht am Irtysch(1581) bis zum Ob eroberte. Das andere gilt dem Hetman Platow. dem Gründer der Stadt. Die sangesfrohen Donkosaken bewahrten trotz veränderter Umwelt den alten Freiheitssinn. Als 1917 das zaristische Rußland zusammenbrach, wurde Nowotscherkask Hauptstadt des Don=Freistaates. Vom Bolschewismus wollten die Donkosaken nichts wissen. Sie wehrten sich mit allen Kräften. unterstützten die Unternehmen der Generale Denikin und Wrangel und kämpften bis zum bitteren Ende. Nowotscherkask war in den Sturmjahren 1918—1920 die Hochburg der antibolschewistischen Bewegung des russischen Südens. Auch heute birgt der rund 90000 Einwohner zählende Ort nur wenige Fabriken, vielmehr ist Nowotscherkask eine Stadt der Schulen. Es befanden sich dort ein Polytechnikum sowie ein Pädagogisches, ein Landwirtschaftliches und ein Tierärztliches Institut. Industriell waren nur die Getreidemühlen von Belang. Bedeutend hingegen war die Stadt als Stapelplatz für Obst und Wein. Gaben doch die Weinberge, die sich am rechten Donufer bis zum Meere hinziehen, einen vorzüglichen Tropfen. Dänemark unter dem deutschen Einfluß der Klopstock=Zeit Es ist behauptet und bestritten worden, daß über die Hälfte des dänischen Wortschatzes aus dem Deutschen stammt. Auf jeden Fall ist ein recht großer Teil des dänischen Wortschatzes Lehngut aus dem Deutschen. Viele sind unmittelbare Entlehnungen, Lehnwörter, mehr aber noch sind nur Nachbildungen nach deutschen Vorbildern. Nach der Darstellung von Dr. Werner Betz kann man fünf Zeiten verstärkten deutschen Einflusses auf die dänische Sprache unterscheiden: die älteste Missions= und Wikingerzeit, die Zeit der Hanse, der Reformation, die Klopstock=Zeit und die GoetheZeit. Die Zeiten verstärkten sprachlichen Einflusses gehen immer mit einem verstärkten politischen oder kulturellen Einfluß zusammen. Außerordentlich stark war der deutsche Einfluß auf Dänemark während der Klopstock=Zeit. Christian VII., der erst 1808 starb, sprach in seinem täglichen Privatgebrauch Deutsch, die deutschen Kommandoworte im Heer wurden erst nach dem Sturze Struensees 1772 durch dänische ersetzt, der dänische Staatskalender, der zuerst 1734 heraus kam, erschien erst 1801 in dänischer Sprache. Dänen schrieben über dänische Verhältnisse in deutscher Sprache, so E. Pontoppidan in den Jahren 1741 bis 1752 eine Kirchengeschichte Dänemarks. Der dänische Historiker Ronning hat über diese Zeit einmal geschrieben: „Wenn man für diesen Zeitpunkt sich ein Bild der geistigen Physiognomie Kopenhagens machen will, bekommt man ein seltsames Ergebnis. Wohin man sich in Dänemarks Hauptstadt wendet, wimmelt es von fremden Gesichtern und Namen. Man findet unter den Handwerkern, unter den Fabrikanten, als Schöngeister im Gesellschaftsleben, in der Uniform des Heeres, auf den Kathedern der Universität und auf den Ministersesseln. Und fast alle diese fremden Gesichter zeigen einen bestimmten Typus und reden eine bestimmte Sprache: Deutsch.“ Es sind dies die Männer der Klopstock=Bernstorff=Zeit: Außer dem deutschen Minister vor allem also Klopstock und Gerstenberg, Cramer als Theologe ist Professor an der Universität, die beiden Schlegels, der Professor an der Malerakademie Martin Preisler, der Musiker, Uebersetzer und Holberg=Biograph Scheibe. Basedow bekam eine Professur in Soro, der Botaniker Oeder wurde mit der Herausgabe der Flora Danica betraut, und so gab es noch viele andere hervorragende Deutsche in Dänemark. der Entwicklung begriffen sind oder die sich typischer Jugendverfehlungen schuldig gemacht haben. Die Mitglieder dieser Kammern, besonders ihre Vorsitzer, sollen Familienväter und nach Möglichkeit ehemalige Jugend= und Vormundschaftsrichter sein. Bei den Amtsgerichten sind die Erziehungsaufgaben des Jugendrichters wie des Vormundschaftsrichters in der Hand eines Richters zusammengefaßt. Die Neuregelung wird den Erziehungsgedanken, der das nationalsozialistische Jugendrecht beherrscht, in der Praxis vertiefen und den Schutz und die Erziehung der Jugend eine im Kriege vordringliche Aufgabe von Partei und Staat sichern helfen. Aus der Bewegung NSDAP., Ortsgruppe Rauxel Am Donnerstag, dem 30. Juli 1942, um 19 Uhr ist Arbeitstagung der Ortsgruppe Rauxel in der Hoheitsdienststelle für den Ortsgruppenstab und Zellenleiter. Fußball Westfalen ändert nichts Die Gauführung des Gaues Westfalen=Lippe im RSRL. teilt mit:„Für die Spielzeit 1942/43 findet weder eine Teilung der aus zehn Vereinen bestehenden Gauklasse im Fußball in je eine Staffel Nord und Süd statt, noch werden zur Abrundung dieser Staffeln Vereine aus Osnabrück oder dem Gau hinzugenommen. Ebenso wenig tritt eine verwaltungs= und gebietsmäßige sowie sportliche Neueinteilung des Gaues ein. Die Gauklasse bleibt wie bisher mit zehn Vereinen bestehen und der Auf= und Abstieg wird gemäß den hierfür geltenden Bestimmungen durchgeführt.“ Leichtathletisches Abendsportfest Am Mittwochabend kommt auf dem WestfaliaStadion am Schloß Strünkede in Herne ein leichtathletisches Abendsportfest zur Durchführung. Da viele der besten Leichtathleten Westfalens zur Stelle sein werden, sind harte und spannende Wettkämpfe zu erwarten.— Ausschreibung: a) Männer: 100 m, 800 m, 500 m. Weitsprung, Hammerwerfen, Speerwerfen, 4X400==Staffel; b) Jugend: 200 m, 1500 m, Hochsprung, Hammerwerfen, Kugelstoßen, 4X400==Staffel; c) Jugend B: 200 m, 3000 m, Kugelstoßen, Weitsprung. d) Frauen: 100 m, Diskuswerfen, Hochsprung, 4X100==Staffel. Die Veranstaltung beginnt pünktlich um 19 Uhr. Uhr. Die Meldungen sind 15 Minuten vor Beginn eines jeden Wettbewerbs bei der Wettkampfleitung abzugeben. Westdeutschland Bochum versichert die gesamte Jugend Bochum. Die Versicherung von Schülern gegen Unfall und Haftpflicht war bislang eine Angelegenheit Bekannter Pferdesportfreund 70 Jahre alt Essen. Der Vorsitzende des Rheinischen Pferdestammbuches, der Bauer Theodor Huttrop, feierte am 27. Juli seinen 70. Geburtstag. Theodor Huttrop entstammt einem alten Bauerngeschlecht, dessen Stammbaum sich bis zum 12. Jahrhundert zurückverfolgen läßt, und das seine Aecker und Wiesen— zwischen Essen und Steele im damaligen Huttrop gelegen — bis zum Jahre 1934 bearbeitete. Die industrielle Siedlung ließ die Ländereien immer stärker zusammenschrumpfen, und Theodor Huttrop, der als ältester von sechs Brüdern im Jahre 1894 den elterlichen Hof übernommen hatte, sah sich nach 40 Jahren gezwungen, den alten Hof aufzugeben. Seine Liebe zur Landwirtgaben der Jugenderziehung und des Jugendschutzes sowohl bei den Landgerichten wie bei den Amtsgerichten in der Hand derselben Richter zusammengefaßt. Bei den Landgerichten werden die Aufgaben der bisherigen Jugendschutzkammern, vor denen erwachsene Schädlinge an der Jugend zur Verantwortung gezogen werden, mit denen der Jugendstrafkammern, vor denen schwerere Verfehlungen Jugendlicher verhandelt wer=] Waltrov. Am 26. 7. 42 gegen 15.45 Uhr wur den, bei den neu errichteten„Jugendkammern“„Tiggesbusch“ ein 26jähriger Mann erhängt aufgevereinigt. Vor dieser Kammer können ferner 18= bis funden. Es liegt Selbstmord, hervorgerusen durch 21=jährige Beschuldigte angeklagt werden, die noch in Nervenkrankheit, vor. zahlten die Eltern die Jahresprämie. Dadurch standen viele Kinder außerhalb einer Versicherung. Das wird nun anders. An Stelle der bisher freiwilligen Versicherung hat die Stadt Bochum eine Gemeindekollektipversicherung eingeführt, die alle Schüler erfaßt. Die Pramten oafür werden von der Stadt übernommen. schaft, vor allem aber seine starken Bindungen zur Pferdezucht, ließen ihn nicht die Hände in den Schoß legen, er übernahm vielmehr trotz seiner Alters das etwa 500 Morgen große Gut Marienforst bei Godesberg, das er im Laufe weniger Jahre zu einem Mustergut machte. Schon während seiner Essener Zeit war Theodor Huttrop Vorsitzender des Pferdezuchtvereins und der Kreisabteilung des Rheinischen Pferdestammbuches und wurde später Mitglied des Ausschusses für Pferdezucht der Landwirtschaftskammer, dessen Vorsitz er 1932 übernahm. Im gleichen Jahre wurde er auch Vorsitzender der Hengstkörkommission, und als zwei Jahre später dieses Amt durch den Landstallmeister übernommen wurde, trat er diesem mit seinen reichen Erfahrungen als dessen Stellvertreter zur Seite. Die staatliche Anerkennung erhielt Huttrop dadurch, daß ihn der Landesbauernführer im Jahre 1934 zum Landesfachwart für Pferdezucht berief und ihn gleichzeitig zum Vorsitzenden des Rheinischen Pferdestammbuches ernannte. Wie ein Sattelmeier bestattet wird Enger. Sechs Sattelmeierhöfe liegen um die Kirche zu Enger und damit um die Stätte, auf der der Ueberlieferung nach die Burg des Sachsenherzogs Wittekind stand, der auf dem Chore der Kirche in einem vergoldeten Silbersarge zur letzten Ruhe gebettet ist. Einer dieser Höfe ist der Ringstmeyersche in Westerenger. Sein Besitzer, der Sattelmeier August Ringstmeyer, ist dieser Tage im Alter von 84 Jahren gestorben. Die Sattelmeier waren ursprünglich die Knappen des Sachsenherzogs. Jeder dieser sechs Höfe vererbte sich nachweislich seit Wittekinds Zeiten stets vom Vater auf den Sohn, also mehr als 1100 Jahre hindurch. Nur der Hofesinhaber, der auch heute noch besondere Vorrechte genießt, darf sich als Sattelmeier bezeichnen, und so ist denn auch die Beerdigung mit besonderen Zeremonien verbunden. Solange die Leiche über der Erde steht, wird mittags von 12—1 Uhr in der sogenannten„Königsstunde“ geläutet, ein Vorrecht, das im Mittelalter nur fürstlichen Personen zuteil wurde. Am Beerdigungsmorgen wird der Sarg auf einen mit Tannengrün geschmückten„Ringsenwagen“.(Ernte=Leiterwagen) gehoben, den sechs Pferde zur Kirche ziehen. Dort wird der Sarg vor dem Hochaltare auf der sogenannten„Luikendirl“(wörtlich Leichendeele) aufgebahrt, und die Trauerfeier beginnt. Während deren hält einer der Gefolgsmänner des Hofes das im Leichenzuge mitgeführte Lieblingsoder Sattelpferd. Nach der Feier geleiten die Gefolgsmänner neben dem Wagen die Leiche auch zum Friedhof, wo sich die Familiengruft befindet, das Sattelpferd geht gleich mit den nächsten Angehörigen hinter dem Sarge, dieser wird von den nächsten Nachbarn und Gefolgsmännern in die Gruft gesenkt, und während der Feier ist dafür zu sorgen, daß das Sattelpferd die Möglichkeit hat, der Bestattung seines Herrn zuzuschauen. Unerwartete Forellenmahlzeiten Mit Eimern aus dem Fluß geschöpft die Forelle ein leckerer Fisch ist, hat sich nun schon längst überall herumgesprochen. Leider ist er nicht immer und überall heute zu haben, aber schließlich kann man ja auf Forellen auch verzichten. Wir haben anderes und wichtigeres zu bedenken. Immerhin freuten sich neulich trotzdem eine Anzahl der Bewohner von Herste sehr darüber, als sie unversehens und unvorbereitet zu reichen Forellenmahlzeiten kamen. Es war nämlich leider durch ein Versehen geschehen, daß eine Säurenmenge in das Gewässer der forellenreichen Aae gekommen war. Das tat den Fischen große Not. Sie kamen zahlreich an die Oberfläche, um Luft zu schnappen, die nicht wie das Wasser von der bedrängenden Säure gesättigt war. Da die Pächter der Fischerei auf der Age gerade anwesend waren, so gaben diese die Fische zum Einsammeln frei, damit sie nicht umkämen und dann nicht nur niemand zu Nutzen wären, sondern auch das Wasser noch weiter verseuchten. Flugs eilten nun die Leute von Herste, voran die Anwohner der Aae, heran und schöpften mit Eimern und anderen großen Gefäßen die Forellen aus dem Fluß. An diesem Tage gabs in vielen Familien in Heiste Forellenmahlzeiten, auch wurden trotz des reichen Fischessens noch viele Fische abgegeben. Grabbe als Kritiker Anekdoten, erzählt von Joseph Lang Der Dichter Christian Dietrich Grabbe war wegen seiner scharfen Kritik, die allerdings dabei recht witzig war, gefürchtet. In einer rheinischen Stadt gab ein damals berühmter Tenorist namens Hahn ein Gastspiel, über das Grabbe für eine auswärtige Zeitung zu berichten hatte. Grabbe ging hin, hörte sich den Sänger an und war von dessen mangelhaften Leistungen erschüttert. Er setzte sich also an seinen Schreibtisch und verfaßte diese Kritik: „... und als der Hahn zum dritten Male krähte, ging Petrus hinaus und weinte bitterlich!“ * Und ein andermal schrieb er über einen nicht sonderlich begabten Schauspieler:„Dieser Akteur scheint viel Glück in der Liebe zu haben, denn er hat namenloses Unglück im Spiel.“ * Einen jungen Schauspieler, der in einem Stück eine recht unglückliche Figur machte, zeichnete er in seiner Kritik so: „Er hat Arme so lang wie die Reue und lief damit den ganzen Abend herum, als suche er mit nassen Händen ein Handtuch.“ Selbstmord durch Erhängen Waltrop, Am 26. 7. 42 gegen 15.45 Uhr wurde im Wönn- Cder Gesutahshaus von Privatmann zu kaufen gesucht. Anzahlg. bis 25.000.K. Offerten erbeten Essen=Steele, Postfach 30.(B288 Bäuher Datkelrüde auf den Namen„Sepp“ hörend, entlaufen. Gegen Belohnung abzugeben.(K880 W. Köster, Castrop=Rauxel 2 Bahnhofstraße 262. Einfach möbl., sauberes Schmer an Herrn zu vermieten. Stadtmitte. Wo, sagt der Stadtanz. Podel ap; Tocie-Einher von älterer, alleinsteh. Frau in gutem Hause, am liebsten in Castrop=Rauxel 2, zu mieten gesucht. Zu erfragen.„.(881 Castrop=R. 2, Bahnhofstr. 307. Habe mehrere größere Läuferschweine erhalten.(R870 Joh. Kuhlmann, Henrichenburg Hindenburgstraße 1. Rantag, 2r. I..1530 Usr. rote Boldbörse mit Reißverschluß und Inhalt im Telefonhäuschen a. d. Münsterstraße(Bahnübergang) liegen geblieben. Es wird gebeten, dieselbe gegen Belohnung im Stadtanzeiger abzugeben. Dracksochen für Handel und Industrie Kataloge Preislisten lietert schnell und preiswert Druckerei des „STADTANZEIOER Der„Staotanzeiger erigennt bochentlic ömal. Wochenbezugspreis 50 Vtg., Postbezugsprete 2 RM. monat: Druck u. Verlag It C. Td Kartenberg. Herne Hauptschriftleiter Willi Franke, z. Jt. Wehrmacht. Verantwortlich für Politik. Kunst und Wissenschaft i. B. Otto Pohle. WanneEickel; verantwortlich für die örtlichen wortlichen u. provinztellen Mittetlungen Franz Josef Pruns. Castrop=Rauxel Sa.= Nr 2151 Castrov.— Anzeigenorets: 1 mm doch u. 72 mm breit 25 Vsg Nachlaß nach den vom W. 9 D. W. derausgegebenen Richtlinten. 3. J1. gilt Preisliste Nr. 1. ###e Bilder. lowelt nicht eubers angegeden, Schert.