68. Jahrgang! Castroper Zeitung S Kauretee Neueste Nachrichten Rummer 167 Montag, den 20. Juli 1942 Kacherhreit Der denrschen UWPVUTUNTPGTG Telegramm unseres ständigen Korrespondenten „New Republic“: Hiller hält seinen großen Vorsprung! kb Lissabon, 20. Juli. Zu den geheimgehaltenen Vorgängen, die sich im britischen Unterhaus während der Debatte über die Schiffsverluste abspielten, liefert die Presse der USA. die nötige Begleitmusik. Die New Yorker Zeitschrift„Time“ rechnet aus, daß die totalen Schiffsverluste der alliierten monatlich jetzt eine Million Tonnen erreichen und bestätigt mit dieser Zahl die Richtigkeit der deutschen Ziffern. Für die Wirkung dieses monatlichen Verlustes auf den gesamten, den Alliierten zur Verfügung stehenden Schiffsraum macht die Zeitschrift folgende Rechnung auf: Als die USA. in den Krieg eintraten und ihre Tonnage in den allgemeinen Pool einbrachten, schätzten die Sachverständigen die Gesamttonnage der Alliierten auf 25 Millionen Tonnen. Man dürfe vielleicht annehmen, daß die USA. England und seine Dominien zusammen 7,5 Millionen Tonnen an Neubauten herausbrachten. Bei einem monatlichen Verlust von 1 Million Tonnen blieben dann am Endes des Jahres noch 20 Millionen Gesamtton= nage über. 25 Millionen hätten bereits nicht ausgereicht, um die durch den Krieg entstandenen Transportaufgaben zu erfüllen. Um wieviel weniger also 20 Millionen! Zu der=Bootgefahr sei nun aber auch die der feindlichen Minen in den amerikanischen Gewässern gekommen. In der„New Republie“ wird der USA.= Marine vorgeworfen, bei der Berechnung der deutschen=Bootgefahr viel zu leichtfertig gewesen zu sein. Sie hatte offenbar völlig vergessen, daß Hitler die Rohstoffe und Werkstätten des ganzen enropäischen Kontinents zu seiner Verfügung hat und dazu noch die zahllosen Stützpunkte an der enropäischen Atlantikküste. Sie täuschte sich über das Ausmaß der Gefahr für die U1SA.=Handelsflotte, obwohl sie auf dem Papier das Uebergewicht an Schiffen und Mannschaften zur Bekämpfung der=Boote besaß, hatte sie nicht die nötige Schulung und Erfahrung für eine wirkungsvolle Abwehr. Hitler halte seinen großen Vorsprung und verhindere eine Aktion der Vereinigten Staaten in einem für die alliierten kritischen Jahr. Berniaende Schlage in Kaum am Kostole Unterlauf des Von erreicht- Verfolgung des Feindes im Südabschnitt Erfolglose Feindangriffe im mittleren Frontabschnitt dnb Führerhauptquartier, 20. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gab Sonntag bekannt: „Im Südabschnitt der Ostfrout geht die Verfolgung des geschlagenen Feindes trotz zum Teil grundloser Wege weiter. Die Luftwaffe griff die bei Woroschilowgrad geschlagenen und zurückgehenden sowjetischen Kräfte wirksam an und richtete an den Bahnverbindungen und den Zugstanungen des Feindes im Raume um Rostow schwere Zerstörungen an. Ostwärts Mariupol wiesen rumänische Truppen den Landungsversuch schwacher feindlicher Kräfte ab. Ungarische Verbände warfen eine noch auf dem Westufer des Don stehende Kräftegruppe des Feindes über den Fluß. Hier wurden 25 feindliche Panzer vernichtet oder erbeutet. Feindliche Angriffe nördlich Woronesch „HOASOR0D AILAENEEE GOGe AIDSD 9 100 Alt emoter Uebersichtskarte des südlichen und mittleren Abschnittes der Osttront wurden abgewiesen. Die Luftwasse zerschlug seindliche Kolonnen und Truppenbereitstellungen am oberen Don. Der Feind erlitt hohe blutige Verluste. Südlich des Ilmeusees setzten die Sowiets ihre erfolglosen Angriffe fort. In der Kolabucht wurden die Hafenaulagen von Rosta erneut schwer bombardiert.“ In Aegypten wurden mehrere örtliche britische Angriffe unter Verlusten für den Feind abgeschlagen. Einzelne britische Bomber warfen am gestrigen Tage Bomben über westdeutschem Gebiet ab. Die Zivilbevölkerung, besonders in Duisburg, hatte Verluste. Zwei britische Flugzeuge wurden zum Absturz gebracht. In der vergangenen Nacht unternahm die Sowjetluftwaffe mit schwachen Kräften wirkungslose Störangriffe auf einige Ort in Ostpreußen.“ Rückwärtige Bewegungen der Sowjets zerschlagen dnb Führerhaupt uartier, 20. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht aab Sonnabend bekannt: „Pauzerverbände und motorisierte Infauteriedivisionen sind ostwärts des Donez weiter nach Süden vorgestoßen und haben den Unterlauf des Don östlich Rostow in breiter Front erreicht. Infanteriedivisionen vernichteten eingeschlossene feindliche Kräftegruppen und gewannen im frontalen Angriff nach Osten Raum. Starke Luftstreitkräfte führten vor allem im Gebiet des unteren Don vernichtende Angriffe gegen rückwärtige Bewegungen der Sowjets. Südlich des Don wurden die mit Transportzügen in dichter Folge belegten Eisenbahnlinien und Bahnhöfe mit besonderem Erfolg bekämpft. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, wurde am 17. Juli nach tagelangen schweren Kämpfen die größte und wichtigste Stadt des Donez=Industriegebietes, Woroschilowgrad, von deutscher Infanterie im Sturm genommen. Große Teile der Stadt stehen in Flammen. Erneute feindliche Angriffe gegen den Brückenkopf Woronesch wurden abgeschlagen. Im mittleren Froutabschnitt werden die Säuberungsunternehmungen im rückwärtigen Frontgebiet fortgesetzt. Südlich des Ilmensees griff der Feind mit starken Kräften vergeblich an. Ein örtlicher Einbruch wurde im Gegenangriff beseitigt. In Aegypten verlor der Feind bei einem erfolglosen Augriff gegen die deutsch=italienischen Stellungen mehrere hundert Gefangene. Jagdflieger und Flakartillerie schossen 13 britische Flugzeuge ab. Im Mittelmeer schoß ein deutsches Unterseeboot ein britisches Flugboot ab. Im Kanalgebiet südlich Torqnai versenkten leichte Kampfflugzeuge am gestrigen Tage einen britischen Bewacher und beschädigten ein Handelsschiff.“ * Mit der Erstürmung von Woroschilowgrad ist eins der wichtigen Rüstungszentren des Feindes und mit dem neugewonnenen Gebiet zugleich eine der fruchtbarsten Kornkammern des Feindes in die Hände der verbündeten Truppen gefallen. Vergeblich versuchte der Feind Portsetzung 2. polltische Seite Zum Schweigen gebracht .... wurde dieses 16.2 cm=Geschüß, das unsere vorgehende Infanterie noch auf 500 Meter mit direktem Beschuß bekämpfte. Auch die beiden Soldaten schweigen— aber nur. weil sie sich eine kurze Erholung gönnen. Sie haben sie redlich verdient.(PK-Kriegsber. Hermann(2) Eichenlaub mit Schwertern fur Generalfeldmarschall Kesselring dnb Führerhauptquartier, 20. Juli. Der Führer hat Generalfeldmarschall Kesselring, Oberbefehlshaber der im Mittelmeerraum und in Nordafrika eingesetzten Verbände der deutschen Luftwasse, das Eichenlaub mit. Schwertern zum Ritterkrenz des Eisernen Kreuzes verliehen und ihm folgendes Schreiben übermittelt:„Herrn Generalfeldmarschall Kesselring! Im Ansehen Ihres immer bewährten Heldentums verleihe ich Ihnen als 15. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkrenz des Eisernen Kreuzes. gez. Adolf Hitler.“ Mit der Verleihung der hohen Tapferkeitsauszeichnung hat der Führer die persönliche Leistung des Generalfeldmarschalls Kesselring und die Erfolge seiner bewährten Truppen besonders gewürdigt. In klarer Beurteilung der Kampflage auf diesem Kriegsschauplatz richtete der Generalfeldmarschall in engster Zusammenarbeit mit den Luftstreitkräften Italiens schon im Winter 1941/42 den Schwerpunkt der Angriffe gegen Malta und den britischen Nachschub zu diesem See= und Luftstützpunkt. Es gelang eine weitestgehende Ausschaltung der Inselfestung und damit eine erhöhte Sicherung der eigenen Transporte zum nordafrikanischen Kriegsschauplatz. Von besonderer Bedeutung für die Entwicklung der Operationen in der Cyrenaika und in Aegypten war die Zerschlagung der großen britischen Geleitzüge in den Tagen vom 14. bis 17. Juli 1942. An diesem Erfolg hatten die Verbände des Generalfeldmarschalls Kesselring hervorragenden Anteil. Richt minder schlachtenent. scheidend war die Unterstützung der Panzerarmee Rommels durch Verbände der Luftwaffe und Flakeinheiten bei dem gewaltigen Offensivstoß nach Aegypten. Bir Hacheim, Tobruk und Marsa Matruk sind Marksteine des siegreichen Zusammenwirkens aller Streitkräfte der Achsenmächte. Generalfeldmarschall Kesselring hat durch rücksichtslosen persönlichen Einsatz seinen Verbänden stets ein Beiswiel höchster Einsatz: freudigkeit gegeben. Das Ritterkreuz für General der Infanterie Kurt Brennecke □ Berlin, 20. Juli. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an General der Infanterie Kurt Brennecke, Kommandierender General eines Armeekorps. Wieder einmal ein„neuer Zufuhrweg" tag Berlin. 20. Juli. Eigene-Meldung Zur Abwechslung kommt diesmal aus dem Tschunking=China die Meldung, es sei jetzt der Bau einer neuen Zufuhrstraße für die Sowiets beendet worden. Man nehme an, daß über diese Straße Material über China dem bedrängten Moskau geschickt werden könne. Ganz abgesehen von der Unglaubwürdiokeit dieser Meldung: Wo soll das Material herkommen? „Ersatz“ in Rabat— und warum? Frankreich zeigt seine Wirtschaft nach dem Waffenstillstand Von unserem nach Marokko entsandten Sonderberichterstatter Dr. Franz Mariaux Ein Erfolg gegen Washington im Rabat, im Juli. Dank einem Zufall habe ich, kaum in der Landeshauptstadt angekommen, einem Schauspiel beiwohnen können, das für Marokko und seine Beziehungen zu Frankreich, der Protektoratsmacht, aufschlußreich war: der Eröffnung der Schaumesse von Rabat. Der Sultan selbst war dabei zugegen, begleitet von General Noqués, dem Generalresidenten Frankreichs. Warum die Schaumesse in Rabat ihre Wichtigkeit hat? Aus zwei Gründen. Das eine ist, daß sie zur französischen Werbung gehört, das andere ist, daß sie auf gewisse Probleme verweist, die der Krieg über Marokko und sein Verhältnis zu Frankreich gebracht hat. Die Marokkaner sind neugierige Leute, wie normalerweise alle Nichteuropäer und sie sind es ganz besonders, wenn es sich um europäische Dinge handelt, die ihnen nützlich sein können. Mitten im Kriege von 1914—1918 hat Marschall Lyautey, der Mann, dem Frankreich seine Stellung in Marokko verdankt, in Casablanca und Rabat Mustermessen veranstalten lassen. Zu welchem Zweck? Er wollte den Marokkanern zeigen, daß Frankreich, obwohl im Kriege mit Deutschland liegend, ein Land voll von begehrenswerten Schätzen war. Die Eingeborenen staunten. Auch diesmal sollen die Besucher— und das sind in der großen Mehrheit die Eingeborenen— staunen, aber nicht über das gleiche wie im Kriege damals. Was ihnen heute geboten wird, ist der Versuch, ihnen vor Augen zu halten, daß Frankreich sich in der Not zu helfen vermag. Der Waffenstillstand hat den Strom von billigsten Gütern nach Marokko, zumal an Textilien, eingeschränkt. Die neue Schaumesse soll beweisen, daß Frankreich erfinderisch genug ist, um für Ersatz zu sorgen.„Ersatz“ ist eines der beiden Leitmotive der Messe, das andere lautet„Fortschritt“, das heißt: Fortschritt in den drei Jahrzehnten des französischen Protektorats, und kein Zweifel, die Veranstalter hatten allerlei an Zahlen und Tatsachen, um zu beweisen, daß unter französischer Vormundschaft der Durchschnittsmarokkaner sich beachtlich besser stellt als zu der Zeit, als er von den anarchischen Kriegen der Kaids und Sultane gebrandschatzt wurde und außer einem Gebet zu Allah kaum ein Mittel wußte, um sich vor den Tücken der Natur zu schützen. Die Ausstellung ist ein Publikumserfolg geworden. Am Eröffnungstage belagerte eine große Volksmenge die Straße, über die der Sultan in die Messe einfuhr. Infanterie und Musikkorps zogen voran. Malerisch glitzerte die rote Uniform mit den goldenen Schnüren in der Sonne, halb ermunternd, halb einschläfernd klangen die Weisen, von Trompeten übertönt und von einem unaufhörlichen Trommelschlag begleitet ins Ohr. Die Frauen waren mit ihren Kindern gekommen und als die sultanische Kavallerie auf ihren prächtigen Rossen, die grünen Wimpel hoch zum Himmel gereckt, in untadligem Paradeschritt heraufsprengte, der Sultan mit seinem Gefolge und dem General Noqués hinterdrein, abschließend noch einmal Kavallerie, da waren sich die Marokkaner einig, daß sie an einem Schauspiel teilnahmen, das sich gelohnt hatte. Auf der Schau steht ein Pavillon, wo ersichtlich ist, daß in Marokko in den letzten 20 Jahren ganze Städte neu gebaut worden sind: nach den modernen technischen Baumethoden, aber im überlieferten Stil der Eingeborenen. Der Mangel an Einfuhrwaren hat dem einheimischen Handwerker wieder zu Aufträgen verholfen. Spinnrad und Webstuhl sind wieder zu Ehren gekommen. Die Geschichte geht weiter, aber sie bewegt sich im Kreise. Der Marokkaner ist ein Philosoph. Er nimmt, was er bekommen kann, aber er weiß auch zu schätzen, was er hat. Dieses ist einer der Gründe, warum Washington mit seiner Propaganda es hier schwerer hat als seinen Agenten das Geldausgeben fällt. Die Schaumesse von Rabat ist ein Unternehmen auch gegen Washington. Wieder ein britischer Sündenbock □ Stockholm, 20. Juli. Nach einer Reutermeldung aus London wurde der Vizeluftmarschall Keith Rodney Park zum Nachfolger von Vize luftmarschall Hughes Lloyb, der im letzten Jahr die britischen Luftstreitkräfte im Mittelmeer kommandierte, ernannt. Vizeluftmarschall Lloyd wurde also kaltgestellt, obgleich Reuter behauptet, er sei für einen anderen wichtigen Posten vorgesehen. Park hatte seit Anfang dieses Jahres die Streitkräfte der britischen Luftwaffe in Aegypten kommandiert. Portsetzung von der I. oollt. Seite durch Angriffe gegen die Don=Brückenköpfe, besonders bei Woronesch, deutsche Kräfte zu fesseln. Nach Vernichtung von fast 300 feindlichen Panzern brachen die Vorstöße des Feindes unter hohen Verlusten ergebnislos zusammen. Deutsche Kampfund Sturzkampfflugzeuge unterstützten in rollenden Einsätzen die Angriffe der vordringenden Truppen. Darüber hinaus griffen sie den feindlichen Nachschubverkehr bis zu den Kaukasushäfen erfolgreich an. Besonders wirksam waren die Luftangriffe auf Rostow und die Kaukasushäfen Noworossifsk und Poti. Im mittleren Frontabschnitt entwickelten sich schwere Kämpfe durch wiederholte starke Angriffe der Bolschewisten im Raum von Orel. Trotz rücksichtslosen Einsatzes von Menschen, zern, Artillerie und Flugzeugen vermochte der Feind keinerlei Erfolge zu erzielen, verlor aber durch Heerestruppen und Bombenangriffe der Luftwaffe mehr als 450 Panzer. Im Raum von Rscheh wurde das Gelände der Kesselschlacht weiter von bolschewistischen Kampfgruppen gesäubert, so daß sich die Zahl der eingebrachten Gefangenen auf über 40000 und die Beute auf 220 Panzer, 788 Geschütze und 1660 Maschinengewehre und Granatwerfer erhöhte. Im nördlichen Abschnitt der Ostfront entwickelten sich südlich des Ilmensees. am Wolchow=Brückenkopf und vor Leningrad örtliche Kämpfe. Alle Angriffe des Feindes brachen zusammen. Der Schiffsverkehr in der Kronstädter Bucht wurde mehrfach erfolgreich von schwerer Heeresartillerie unter Feuer genommen. während die Luftwaffe im hohen Norden die Murmanbahn, Murmansk und Rosta bei Murmansk mit nachhaltiger Wirkung angriff. Zu der Verfolgung der Bolschewisten durch die deutschen und verbündeten Truppen im südlichen Abschnitt der Ostfront teilt das Oberkommando der Wehrmacht ergänzend mit: Deutsche Panzerverbände erweiterten einen Brückenkopf am Donez und traten trotz starker Regenfälle zu neuen Angriffen an. In überholenden Verfolgungskämpfen wurden im Raum südlich Millerowo gemischte feindliche Verbände weiter zusammengedrängt und das Kampfgebiet durch deutsche und rumänische Truppen von führungslosen Teilen mehrerer bolschewistischer Armeen gesäubert. Wiederum wurden mehrere tausend Gefangene eingebracht. Penung der Ei Miamnein=gehatten Briten durch kraftvolle Gegenstöße weiter nach Osten zurückgedrängt Luftwasse unterstützte wirksam □ Berlin, 20. Juli. Ueber die Kämpfe in Aegypten werden vom Oberkommando der Wehrmacht noch folgende Einzelheiten mitgeteilt: In der Nacht zum 15. Juli führte der Feind einen von Panzern unterstützten stärkeren Angriff gegen den mittleren Abschnitt der El=Alamein=Stellung. In erfolgreichem Gegenstoß wurden die Briten zurückgeworfen. Ueber 1200 Gefangen wurden eingebracht und eine Anzahl feindlicher Panzerkampfwagen vernichtet. Im Laufe des 16. Juli wurden die feindlichen Panzerkräfte durch einen weiteren Gegenangriff deutscher Panzerverbände trotz stärksten feindlichen Artillerieeinsatzes weiter nach Osten zurückgedrängt. Der erfolgreiche Angriff wurde durch die Achsenluftwaffe wirksam unterstützt. In den frühen Morgenstunden des gleichen Tages unternahm der Gegner nach starker Artillerievorbereitung im nördlichen Teil der ElAlamein=Stellung einen von Panzern unterstützten Vorstoß südlich der Küstenstraße. Der Feind wurde durch kraftvollen Gegenangriff deutscher Truppen in seine Ausgangsstellungen zurückgeworfen. Acht britische Panzerkampfwagen wurden dabei abgeschossen. In den frühen Marz## 5 Juli trat wegen der herrschenden Korruption erhohen hatte. — Figures hatte nachgewiesen, daß die Regierung unter dem Schlagwort„Demokratische Freiheit" im Auftrag einer fremden Macht jede andere politische Meinung unterdrückt und dafür bedeutende Summen eingesteckt hatte. Die Enthüllungen von Figueres haben im ganzen Lande beträchtliches Aufsehen erregt, so daß sich der Abgeordnetenkongreß der Sache angenommen hat. London sträubt sich gegen die Wahrheit mi Berlin. 20. Juli. Eigene Meldung Bei allem Pessimismus, mit dem man in London die Meldungen von der Ostfront verfolat, hat sich bisher noch keine Aenderung in der Nachrichtenpolitik ergeben. Gewiß, mat hat sich inzwischen damit abgefunden, daß Woronesch wohl oder übel im Besitz der Deutschen sein muß, aber was nun Woroschilograd angeht, so versteift man sich auf die Erklärung,„daß kein wirklicher Beweis vorliegt. Daß die deutsche Meldung auf mehr Wahrheit beruht, als die Behauptung. Woronesch eingenommen zu haben.“ Immerhin, so wird einschränkend hinzugefügt, sei es angesichts des schnellen deutschen VorIn den fruven worgenstungen des 17. marsche“ es angesichts des schnellen deutschen VorFinnische Auszeichnung für Generalfeldmarschall von Brauchitsch □ Berlin, 20. Juli. Im Auftrage des Marschalls von Finnland, Freiherrn von Mannerheim, überreichte Generalleutnant Talvela dieser Tage Generalfeledmarschall von Brauchitsch das„Großkreuz des Finnischen Freiheitskreuzes“. unterzeichnete eine Proklamation □ Stockholm, 20. Juli. Wie der Pressedienst oes Weißen Hauses mitteilt, hat Präsident Roosevelt eine Proklamation unterzeichnet, in der erklärt wird, daß der Kriegszustand zwischen den Vereinigren Staaten einerseits und Ungarn. Rumänien und Bulgarien andererseits besteht. * Das ist wirklich nichts Neues. Die betroffenen Länder haben nämlich im Dezember des vergangenen Jahres die diplomatischen Beziehungen mit den USA und Großbritannien abgebrochen und sich als im Kriegszustand mit den USA und Großbritannien befindlich erklärt. Diese nochmalige Erklärung Roosevelts ist also nur eine formelle Angelegenheit und ersichtlich dazu bestimmt, den Sowjets einen Gefallen zu tun. Fapanische 1. versenkten in einem Monat 200 000 A Tokio, 20. Juli. Wie das jaapnische Hauptquartier amtlich bekanntgibt, wurden in dem Zeitraum von Anfang Juni bis Anfang Juli von japanischen=Booten im westlichen Indischen Ozean und in südamerikanischen Gewässern 25 feindliche Schiffe mit insgesamt 200 000 To. versenkt. Infanterie und Panzern zum Angriff an. In erbitterten Kämpfen warfen die deutschen Truppen mit Unterstützung zusammengefaßter Sturzkampfund Jagdflugzeugverbänden den Gegner nach Osten zurück. An anderer Stelle wurde ein feindlicher Vorstoß durch italienische Truppen unter erheblichen Verlusten für den Feind abgewiesen. Im mittleren Abschnitt der El=Alamein=Stellung wurde am 17. Juli ebenfalls ein schwächerer, durch Panzer unterstützter Infanterieangriff des Feindes von deutschen Verbänden abgeschlagen. Jusgesamt wurden bei den Kämpfen der letzten drei Tage 25 britische Panzer abgeschossen. Die Luftwaffe unterstützte die Kämpfe der Achsentruppen durch Angriffe auf feindliche Stellungen und Angriffsspitzen. Darüber hinaus wurde der britische Nachschubverkehr nordostwärts und südostwärts von El=Alamein wirksam mit schweren Bomben belegt. Etwa 250 feindliche Kraftfahrzeuge wurden vernichtet und zahlreiche weitere durch Splitterwirkung schwer beschädigt. Deutsche Jäger schossen bei freier Jagd und bei Begleitschutz in diesen Kämpfen 19 britische Flugzeuge ab. * Costaricos Regierung Hochburg der Reaktion * Madrid. 20. Juli. In Costarico wurde der Nationalist Jose Fiqueres verhaftet, weil er in der Oeffentlichkeit schwere Vorwürfe gegen den dor= Deutsche Unterseeboote vernichteten 35( tigen Staatspräsidenten und gegen die Regierung 231 000 BRT sowie drei Transvortsealer. südlich hätten zurückziehen müssen. Diese Formulierung sucht die Illusion aufrechtzuerhalten, daß Timoschenko offenbar in größter Ordnung jeder Feindberührung ausweicht, und daß es sich mithin also um einen der sogenannten„strategischen Rückzüge handelt, daß es im Effekt also noch von Vorteil für die Sowiets sei. Die Tatsachen liegen auch hier anders und der deutsche Vormarsch, den die Sowiets nicht aufzuhalten vermochten, wird sich noch weniger von britischen Verlegenheits=Kommuniques aufhalten lassen. Großer Erfolg der letzten Straßensammlung □ Berlin, 20. Juli. Die am 27. und 28. Juni durchgeführte erste Straßensammlung des Kriegshilfswerkes für das Deutsche Rote Krenz hatte ein vorläufiges Ergebnis von 29 338 904.12 RM; gegenüber der gleichen Sammlung des vorjährigen Kriegshilfswerkes ist eine Zunahme von 7 451 289,45 Reichsmark, das sind 34,04 Prozent, zu verzeichnen. versenkten in einer Woche 321 000 SRT □ Berlin, 20. Juli. Nach dem beim Oberkommando der Wehrmacht vorliegenden Nachrichten erlitt die feindliche Versorgungsschiffahrt auch in der abgelaufenen Woche wiederum schwere Schläge. Deutsche Unterseeboote vernichteten 35 Schiffe mit Spanien=deging den Kunsnatselertag General Franco sprach im Senatspalast über innen und außenpolitische Fragen Gegen die bolschewistische Gefahr bis v. Wiliarhenhmten 7 bis 10 Milliarben sfeindlichen Eigentums ∆ Tokio, 20. Juli. Das gesamte feindliche Eigentum, das seit Ausbruch des Krieges in Großostasien und nach Besetzung der Südgebiete von der japanischen Regierung beschlagnahmt wurde, kann, nach der Wirtschaftszeitung„Tschugai Schogio Schimpo“, wertmäßig auf 7 bis 10 Milliarden Yen beziffert werden. Zapan versenkte seit Kriegsbeginn 366 Feind=Schiffe mit 1 9350 0008RT ∆ Tokio, 20. Juli. Wie das japanische Hauptjuartier gab am Sonnabend um 16 Uhr bekannt, daß die japanische Marine seit Kriegsbeginn bis jum 10. Juli 366 Feindschisse mit insgesamt 1 935000 BRT. versenkt oder beschädigt hat. Davon haben Kriegsflugzeuge 194 Schisse,=Boote 99 und Ueberwasser=Kriegsschiffe 78 Fahrzeuge versenkt oder beschädigt. Dr. e. h. Wiihelm Kissel gestorben □ Stuttgart, 20. Juli. Der Vorsitzer des Vorstandes der Daimler=Benz AG., StuttgartUntertürkheim, Dr. ing. e. h. Wilhelm Kissel, ist plötzlich im 57. Lebensjahre gestorben. Die Daimler=Benz AG. verliert durch den mitten aus seinem Schaffen heraus Verstorbenen ihren führenden Mann, die deutsche Wirtschaft, insbesondere die Automobil= und Motorenindustrie, eine ihrer markantesten Persönlichkeiten. + Madrid, 20. Juli. Anläßlich der Wiederkehr des Tages, an dem vor sechs Jahren die nationale Revolution in Melilla startete, trat am Freitagabend um 20 Uhr im Madrider Senatspalast der Nationalrat der Falange unter dem Vorsitz von General Franco zusammen. An der feierlichen Sitzung nahmen alle Mitglieder der Regierung und die bedeutendsten Männer von Wehrmacht, Partei und Politik teil. General Franco traf in Begleitung von Serrano Suner ein, der in dem Sitzungssaal zu seiner Rechten Platz nahm, während Parteisekretär Arese zu seiner Linken saß. Nach Begrüßung durch den Heeresminister Varela und der Ehrenbezeigung durch eine Infanteriekompanie und eine Falange=Centurke verlas der Parteiminister ein Gesetz über die Gründung und Einberufung der Cortes(alte spanische Bezeichnung für eine gesetzgebende Versammlung). Dann nahm General Franco das Wort, um über innen= und außenpolitische Fragen zu sprechen. Er wies zunächst auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten hin, mit denen Spanien zu kämpfen habe und betonte, daß bereits in nächster Zukunft Erleichterungen zu erwarten seien. General Franco würdigte dann die Arbeit der staatlichen Organisationen, die erfolgreich dazu beigetragen hätten, die schweren Folgen des Bürgerkrieges auszugleichen. Dann kam Franco auf die bolschewistische Gefahr zu sprechen, die jetzt durch die deutsche Wehrmacht und ihre Verbündeten gebannt ist, und hob hervor, daß 1½ Millionen Spanier bereits erfolgreich die Freiheit ihres Landes gegen diese Bedrohung verteidigt hätten. Heute sei die Sicherheit Spaniens gewährleistet. Der Grundstein hierzu sei vor sechs Jahren gelegt worden. General Franco schloß seine Rede mit einem Gedenken an die Gefallenen des spanischen Freiheitskampfes. Madrid im Zeichen des Nationalfeiertages * Madrid, 20. Juli. Aus Anlaß des Jahrestages des Beginns der nationalen Erhebung fand am Sonnabend auf dem Madrider Stadtfelde eine vaterländische Massenkundgebung statt, an der 60 000 Verktätige, alle Mitglieder der Reaierung und die fuhrenden Männer von Partei, Wehrmacht und Staat teilnahmen. Nach der Grundsteinlegung für die Große Nationale Berufsschule, die auf den Trümmern des zerstörten Paloma=Colleaiums errichtet wird, hielt General Franco eine Ansprache, die auf alle spanischen Sender übertragen wurde. Der Staatschef ging besonders auf die umfangreichen Wirtschaftspflichten der Regierung ein. Die Straßen Madrids prangten im Schmuck der nationalen Fahnen. Die letzten von der Ostfront eingetroffenen Siegesmeldungen tionalfeiertag, der gleichzeitig das Fest der Arbeit ist, in diesem Jahr mit dopvelter Freude begangen werde. Canossa=Gang des Präsidenten von Eruador □ Berlin, 20. Juli. Wie wir bereits voraussagten, war Columbien nur das erste. und infolge seiner Nachbarschaft zum Panama=Kanal nächstliegende, füdamerikanische Land. dem Roosevelt die Pistole auf die Brust gesetzt hat. Die Reihe ist jetzt an Ecuador. Aus Santiago kommt die Nachricht, daß Roosevelt den Präsidenten von Ecuador zu einem Besuch nach Washinaton eingeladen habe und dieser im August nach den Vereinigten Staaten abreisen werde. Der CanossaGang dieses ibero=amerikanischen Staatsmannes zum Weißen Haus wird zweifellos genau so verlaufen, wie der des kolumbischen Präsidenten Lovez. Und auch er wird nicht der letzte sein. U6A=Handelsschiff im Persischen Golf vernichtet rlin, 20. Juli. Aus einer Mitteilung des USA=Marineministeriums wird bekannt, daß die Achsen==Boote im Indischen Ozean weiterhin die englisch=amerikanische Versorgungsschiffahrt nach Indien und den Nachschub über den Persischen Golf in die Sowjetunion angreifen. Hier wurde ein usu=Handelsschiff durch Torpedoschuß vernichtet. Wieder„Marsbewohner“ in USA gesichtet □ Berlin, 20. Juli. Die Marsbewohner haben im Staate New York einen neuen Landungsversuch unternommen. Sie sind dieses Mal nicht in einem Raketenschiff gelandet, sondern mit Fallschirmen, und zwar taktloserweise in Rhinebeck, in der Nähe von Roosevelts Besitz Hyde Park. Die New Yorker Staatspolizei wurde mit aufgeregten Telephonanrufen überschüttet und hat nun eine eingehende Untersuchung der feindlichen Fallschirmlandungen angeordnet. In der ganzen Gegend wurden Bluthunde losgelassen, auch ist Militär dorthin entsandt worden. Einen Tag, nachdem sich die erste Panik der Bevölkerung gelegt hatte, sprachen einige ruhiger veranlagte Bewohner von Rhinebeck die Vermutung aus, daß die Fallschirme in Wirklichkeit Kinderballons waren, die eine lustige Gesellschaft, die am Abend vorher weiter unten am Hudson ein Fest veranstaltet hatte, steigen ließ. Das bei dieser Gelegenheit verschossene Feuerwerk war offenbar von den Einwohnern Rhinebecks für Flak, bzw. für das Feuer der Invasionsfallschirmarmee gehalten worden. Der kleine Vorfall kennzeichnet wieder einmal der deutschen die hysterische Geistesverfassung der Wehrmacht tragen dazu bei, daß der spanische Na-]rikanischen Bevölkerung. ameNeues in Kürze □ Wels, 20. Juli. Auf einer Kundgebung des Gaues Oberdonau der NSDAP. sprach am Sonntag der Leiter der gesamten deutschen Ernährungswirtschaft und Agrarpolitik, Staatssekretär Herbert Backe. □ Oslo.„Der Nachwuchs des neuen Norwegen hat sich vor dem Feind im Osten bewährt.“ So äußerst sich der norwegische Parteiminister und Generalsekretär von Nasional Samling in der Osloer Presse. □ Stockholm. Einem Bericht aus London zufolge waren Maiskv und Churchill am Sonnabend zu einer längeren Besprechung zusammengetroffen. Das Hauptthema in dieser Besprechung war eine Entlastungskampagne für die Sowjets in Europa. □ Berlin. Der Kampf gegen die Banden in Bosnien schreitet, wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, weiterhin planmäßig fort. * Madrid. Am Jahrestage der nationalen Erhebung gedenkt„Informaciones“ der deutschspanischen Waffenkameradschaft im Kampf gegen den Bolschewismus und veröffentlicht die Namen der deutschen Freiwilligen, die als Kämpfer in der Legion Condor für Spaniens Freiheit ihr Leben ließen. V Agram. Das kroatische Wirtschaftsministerium hat eine Preisstop=Verordnung erlassen. y Bukarest. Aus allen Teilen Rumäniens kommen Nachrichten, die erkennen lassen, daß die Ernteaussichten bedeutend besser sind als bisher angenommen wurde. ∆ Tokio. Am Samstag wurden in Saigon die Wirtschaftsverhandlungen zwischen Japan und Französisch=Indochina mit einem Abkommen im Geiste gegenseitiger Zusammenarbeit abgeschlossen. X Istanbul. Das türkische Unterseeboot „Atilay“ ist mit seiner gesamten Besatzung untergegangen. ∆ Tokio. Vom Kriegsbeginn bis zum 10. Juli wurden von japanischen Marinestreitkräften 59 feindliche=Boote versenkt und 38 schwer beschädigt. Wuchtige Luftangriffe gegen den bolschewistischen Nachschubverkehr □ Berlin, 20. Juli. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, griffen Sonnabend deutsche Kampfflugzeuge wiederholt den Nachschubverkehr der Bolschewisten im Raume von Moskau an. Bomben schweren Kalibers setzten mehrere Transportzüge in Brand und unterbrachen an verschiedenen Stellen die Gleise der von Moskau nach Südwesten führenden Eisenbahnstrecke. Auch die Bahnhofsgebäude und Betriebsanlagen wichtiger Verkehrsknotenpunkte erlitten durch Bombentreffer erhebliche Beschädigungen. Auf einem Güterbahnhof flogen mehrere mit Munition und Treibstoff beladene Güterwagen in die Luft. Im Laufe der Nacht wurden die deutschen Luftangriffe auf die Eisenbahnstrecken dieses Kampfabschnittes fortgesetzt. Bombentreffer rissen an mehreren Stellen die Schienenstränge aus den Bahndämmen und zwangen dadurch zahlreiche feindliche Transportzüge, die sich auf dem Wege zur Front befanden, zum Halten. Die angestauten Züge wurden darauf von deutschen Kampfflugzeugen in den frühen Morgenstunden mit schweren Bomben belegt, in Brand geworfen und zerstört. Bolschewistische Flugplätze im Süden von Moskau waren im Laufe der Nacht erneut das Ziel deutscher Kampffliegerverbände, die mit ihren abgeworfenen Bomben schwere Zerstörungen auf Rollfeldern, in Hallen und Unterkünften hervorriefen. Panzerwagen bei el Alamein vernichtet * Rom, 20. Juli. Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonntag gab u. a. bekannt: Gefechte örtlichen Charakters im Gebiet von El Alamein. In den Kämpfen der letzten Tage wurden 30 feindliche Panzerwagen vernichtet. Dr. Ley und Gauleiter Eimon sprachen in Esch □ Luxemburg, 20. Juli. Abschluß und Höhepunkt des Kreistages im Industriegebiet Esch war eine Großkundgebung von 8000 schaffenden Volksgenossen, auf der Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und Gauleiter Simon sprachen. Vor Ueberschwemmung des Riltals 7. Istanbul, 20. Juli. Daß im Gebiet des Niltals die Regenzeit eingesetzt hat, ist nach Meldungen aus Kairo amtlich bekanntgegeben worden. Im Gebiet des Niltales werden die üblichen Jahresüberschwemmungen erwartet. In welchem Grade diese auf die militärischen Operationen einwirken können, läßt sich schwerlich abschätzen, da der Umfang der Ueberschwemmungen jährlich wechselt. setgeker: Gesatz über gesehürbende Versammlung in Spanien + Madrid. 20. Juli. Anläßlich des Jahrestages des spanischen Revolutionsbeginns wurde ein Gesetz über die Schaffung einer gesetzaebenden Versammlung(Cortes) erlassen, in dem die Zusammensetzung und Befugnisse festgelegt werden. Türkei ohne 18A=Zufuhren I. 20. Juli. Es bestätigt sich, daß die Türkei seit längerer Zeit schon keinerlei Zufuhr aus den Vereinigten Staaten über den Suez=Kanal ergesperrt sein. soll für alle Wer hören im Ründunie: Larunter,„Mozarte Variationen für Gitarre, gespielt von Marga Baumi=Nowotny. Von 15—16 Uhr Klavierstücke, von Schumann. Von 16—17 Uhr Werke von Weber und Violinkonzert von Bruch. Aufa. aug dem Jahressplegel von Gerhand Maaz, den altfümschen landsender: Pfitzner, Geüner und Resposaht erscheinen auf dem Programm der Sendung von 17,15—18,30 Uhr. Von 20.15—21 Sieder zund Kammermusik=WVerks.„Musik großer Reister“ Reisemöglichkeiten nach burchlaßscheinpflichtigen Gebieten □ Berlin, 20. Juli. Der Reichsführer## und Chef der Deutschen Polizei gibt bekannt: In weiten Kreisen der Bevölkerung herrschen immer noch falsche Vorstellungen über die Reisemöglichkeiten nach durchlaßscheinpflichtigen Gebieten. Beinahe täglich kommt es vor, daß Reiselustige sich Fahrkarten nach Zielorten in durchlaßscheinpflichtigen Gebieten kaufen, ohne sich vorher darüber erkundigt zu haben, ob ihnen die Reise gestattet werden kann. Ebenso häufig sind die Fälle, in denen Reisende oft nach langen Bahnfahrten beim Ueberschreiten von Binnengrenzen zurückgewiesen werden müssen, weil sie nicht das vorgeschriebene Grenzübertrittspapier besitzen. Zur Vermeidung solcher Unzuträglichkeiten wird auf folgendes hingewiesen: 1. Das Betreten und Verlassen des Protektorats, des Generalgouvernements. Oberkrains, des Bezirks Bialystok sowie der Reichskommissariate Ostland und Ukraine ist nur mit einer besonderen behördlichen Erlaubnis in Form des Durchlaßscheines gestattet. 2. Anträge auf Ausstellung eines Durchlaßscheines sind ausschließlich bei der für den Wohnsitz des Antragstellers zuständigen Kreispolizeibehörde (Landrat, Polizeidirektion usw.) zu stellen; unmittelbare Gesuche bei anderen Dienststellen, insbesondere bei Obersten Reichsbehörden, sind zwecklos. 3. Durchlaßscheine werden grundsätzlich nur beim Nachweis eines kriegswichtigen Grundes erteilt. Die Kreispolizeibehörden sind angewiesen, bei der Entscheidung von Einzelfällen einen strengen Maßstab anzulegen. 4. Wer unbefugt eine Binnengrenze überschreitet, wird nach Paragraph 1 der Paßstrafenverordnung vom 27. 5. 1942 mit Geldstrafe, Haft oder Gefängnis, in besonders schweren Fällen mit Zuchthaus bestraft. Es liegt im Interesse aller Beteiligten, wenn sich jeder Reiselustige rechtzeitig vor Antritt seiner beabsichtigten Reise nach durchlaßscheinpflchtigen Gebieten bei der zuständigen Kreispolizeibehörde darüber erkundigt, ob seinem Antrag auf Erteilung eines Durchlaßscheines stattgegeben werden kann. Die Betriebsführer werden gebeten, ihre aus den vorerwähnten Gebieten stammenden Gefolgschaftsmitglieder vor Antritt von Urlaubsreisen auf den Durchlaßscheinzwang hinzuweisen. Blinder macht in 1½ Jahren Abitur — Oslo, im Juli. Nach nur anderthalbjähriger Vorbereitung bestand zu Arna bei Bergen ein 22jähriger Blinder das Abitur. Gleichzeitig legte er die Mittelschulprüfung ab. Im Herbst muß er die Prüfung in Mathematik nachholen, da jetzt kein Unterrichtsmaterial zu beschaffen war. Bereito 1989 hatte er die Organtstenprüfung mit Auszeichnung bestanden. Petri=Pech — München, Mitte Juli. Ein Angler aus Ried am Inn hatte in einem Bach bei Obernberg 120 Forellen gefangen. Den ganzen Tag hatte er„Petri=Heil“ gehabt, als er aber abends die Kiste, die seinen Fang barg, auf ein Fuhrwerk heben wollte, löste sich der Boden und seine Beute fiel ins Wasser und schwamm blitzschnell davon. Wir hören vom Film, daß... ... der neue Bavaria=Film„Paracelsuo“ eine außergewöhnlich gewählte Besetzung aufweist: Werner Krauß, Matthias Wiemann, Annelies Reinhold, Harald Kreutzberg, Fritz Rasp, Karl Skraup. Josef Sieber, u. a. mn. ... Ruth Lommel für den Bavaria=Film„5000 Mark Belohnung" verpflichtet wurde. ... die Terra mit den Aufnahmen zu dem Flim„Der Flachs. acker" begonnen hat. ... Irma und Emma Grammatica Hauptdarstellerinnen des neuen italienischen Films„Die Schwester Materassi" sind. Emma Grammatica wurde in Deutschland durch den deutsch=italienischen Gemeinschaftsfilm„Mutter" bekannt. ... ein finnischer Filmverband gegründet wurde, dessen eine Hauptaufgabe darin besteht, den Einfluß des amerikanischen Films zu begegnen. ... unter Spielleitung von Paola Mossa ein neuer italienischer Film„Räuber der Sahara“ entsteht. ... ein französischer Film„Einmal im Jahr“(Caprices) mit Danielle Darrieux und Albert Prejean in den Hauptrollen dem. nächst mit deutschem Untertitel bie der deutschen Filmvertriebsgesellschaft erscheint. Ansten Kentenrausen Ein heiterer Roman von Rudolf Ander! Copyright by Knorr u. Hixth KG. München 1940 32. Fortsetzung. Ich fühlte sehr deutlich, daß die Augen aller auf mich gerichtet waren. Wahrscheinlich wurde ich sogar rot, und das ärgerte mich außerordentlich. War ich denn ein Schuljunge? Ich hob mein Glas und trank dem Obersten zu. Er gab lächelnd Bescheid.„Ja, ja. die jungen Leute!“ sagte er dazu. Niemand fragte ihn, was er damit meinte— sicherlich wußten sie es auch so alle. Und ich wußte es auch. Briefe und Gespräche Am nächsten Morgen erhielt ich zwei Briefe. Der erste kam aus Agram und enthielt die mehr als dringende Bitte der jugoslawischen Firma, mich nun endgültig über meinen Dienstantritt zu äußern; man billige mir noch einmal drei Tage zu, müsse dann aber, wenn ich noch keinen definitiven Bescheid gegeben habe, anderweitig zusagen. Nach wie vor lege man großen Wert auf meine Anstellung. Ich müsse aber selbst einsehen, daß man nun fest disponieren wolle und darum auch die erbetene Auskunft brauche. Mit den hochachtungsvollsten Grüßen... Der Oberst, der neben mir auf der Terrasse saß, klopfte geräuschvoll seine Pfeise auf dem Geländer aus.„Ungenehme Nachrichten? Sie sehen so nachdenklich aus!“ „Wie man es nimmt. Die Agramer drängen auf meine Entscheidung. Ganze drei Tage geben sie mir noch Zeit!“ „Dann warten Sie wenigstens noch diese drei Tage“, er lächelte. Der zweite Brief, von einer mir unbekannten Hand adressiert und aus einem niederbayerischen Orte kommend— mehr konnte ich aus dem Stempel nicht entziffern— hatte folgenden Wortlaut: „Sehr geehrter Herr Bergmeier! Sie haben sich in liebenswürdiger Weise zum Vermittler zwischen mir und Herrn Waldem. Brügel geDeutseher TüllsalLeien in Jolia Die deutsche Mannschaft zeigte keinen schwachen Punkt und siegte mit:0 -Sofia. 20. Juli. Wenn das gestrige Fußball=Länderspiel nicht den erhofften Erfolg für die Bulgaren brachte, so lag das an dem zu starken deutschen Gegner. Die bulgarische Mannschaft mußte sich der besseren Mannschaft deugen. Das Junok=Stadion war mit 30 000 Zuschauern zum Bersten gefüllt, darunter viele deutsche Soldaten, die selbstverständlich die Gelegenheit nicht verpaßzten, ihre Landsleute auf dem Kampffelde stürmisch und herzlich zu begrüßen. Auf der Ehrentribüne waren der Vizepräsident des bulgarischen Parlaments, Dr. Kisseiwannofs und der deutsche Gesandte Dr. Weckerle erschienen. Die am Fuße des Kitosch gelegene Anlage machte im Schmuck der deutschen, bulgarischen und slowakischen Fahnen und der grü. nen Girlanden einen festlichen Eindruck. Es war ein hartes aber stets in den Grenzen des Erlaubten stehendes Kampfspiel, das sich beide Mannschaften lieferten. Der Höhepunkt des Spiels war schon frühzeitig in der ersten Spielhälfte, in der alle drei Tore fielen. Dagegen war die zweite Spielhälfte wesentlich schwächer Das Tempo ließ merklich nach und die Angriffe konnten sich gegen die nun sehr aufmerksame Abwehr des Gegners nicht mehr erfolgreich durchsetzen. Schon wenige Minuten nach Anpfiff wurde der deutsche Angriff blitzschnell durchgesetzt und Decker schoß den ihm vorgeleg. ten Ball genau, sicher und unhaltbar ein. Nach Ablauf der ersten halben Stunde war es Gauchel, der das zweite von Arlt geschossene Tor vorbereitet hatte. Zwar mußte Bulgariens Mittelläufer Nebelkopf nach einem Zusammenprall verletzt ausscheiden. Für ihn trat ein neuer Spieler ein. Drei Minuten vor der Pause schoß Decker mit Walter erfolgreich den dritten Zähler ab. Die deutsche Elf hatte keinen schwachen Punkt. Walter gefiel wieder ausgezeichnet, wenn er auch diesmal keine Treffer erzielte. Bulgariens gefährlichster Stürmer war der Linksaußen Sielemoff, der zusammen mit Atanofkoff wiederholt dem deutschen Tor gefährlich wurde. Ungarns Schwimmer überlegen Mit einem Sieg mit 27:17 Punkten im 18. Schwimm=Länder= kampf zwischen Deutschland und Ungarn konnten die Ungarn am Sonntag in Darmstadt die Erfolgoserie der Deutschen in den letzten Jahren unterbrechen. Hatten sie schon am Sonnabend mit einer 17:11=Führung durch Erfolge von Tatos über 400 m. Kraul und in den Mannschaftswettbewerben— Staffel und Wasserball— die Grundlage für den Sieg errungen, so konnten sie am Sonntag den Vorsprung noch unerwartet vergrößern. Sie entschieden durch ihre hervorragenden Kraulschwimmer Tatos und Elomeri nicht nur die Rennen über 1500 und 100 m für sich, sondern nahmen den Deutschen auch die Punkte auf ihrer ureigensten Strecke, dem 200=Brustschwimmen, durch Szigedi gegen Temke ab. Nur Kitzig brachte am Sonntag den deutschen Farben einen Sieg im Turmspringen. Elemeri gewann die 100 m Kraul in:013 gegen den zum dritten Mal eingesetzten Ulli Schröder, der:02,0 benötigte. Tatos war auf der 1500=Strecke dem jungen deutschen Meister Hans Lehmann um eine Klasse überlegen. Tatos kam mit 19:45,5 nahe an den ungarischen Landesrekord, Lehmann brauchte mit 21:31,9 fast zwei Minuten mehr Entscheidend für den Ausgang des Brustschwimmens war der geringe Vorsprung, den Szigedi auf der ersten Bahn gegen Temke herausholte und den er mit :49,0 bis ins Ziel zäh verteidigte. Temke erreichte mit:51,0 nicht einmal internationale Klasse. Das Turmspringen endlich ergab durch Kitzig mit 123,74 Punkten einen klaren deutschen Sieg. Hidvegi mußte dem jungen Deutschen mit 114,87 Punkten vor allem in den Kürsprüngen den Vorrang lassen. Deutsche Wasserballsieben besser Am zweiten Tag des Schwimmländerkampfes in Darmstadt traten sich die Wasserballmannschaften von Deutschland und Ungarn in einem Freundschaftskampf mit veränderten Mannschaften gegenüber. Die deutsche Sieben spielte diesmal wesentlich freier und daher auch besser. Sie gab so einen gleichwertigen Gegner ab und gab sich mit:5(:3) geschlagen. Frauentennis Deutschland— Ungarn Im Tennisländerkampf der Frauen Deutschland— Ungarn auf der Berliner Blauweiß=Anlage siegten die Ungarinnen mit :2, also mit genau dem gleichen Ergebnis von 1941. Am Wochenende kämpfen die Deutschen auf italienischem Boden gegen Italien. Schanr Vrschätterhamdden ST in.8 aus Ueberraschungen im Reich: Rapid Wien geschlagen Um den Tschammerpokal dern Ganz. Ueberlegen war der Erfolg der deutschen Mannschaft Saager, Chylik, Voggenreiter und Egerland im Mannschaftsrennen über 4000 m, wo die Schweizer über 100 m zurück. blieben. Im Punktefahren waren Saager mit vier von fünf Wertungen und Bunzel die stärksten Fahrer. Schindler bedrängt Lohmann Auf der Erfurter Radrennbahn wurde am Sonntag zum 20. Male das„Goldene Rad“ der Steher über eine Stunde ausgefahren. Der Chemnitzer Schindler lieferte Walter Lohmann einen hartnäckigen Kampf, der bis kurz vor Schluß des Rennens auch aussichtsreich erschien. Beim 58. Kilometer jedoch nahm der Bochumer endgültig die Spitze, um bis zum Ablauf der Stunde 69,150 km zurückzulegen. Schindler(Chemnitz) brachte 69,140 km hinter sich, dagegen hatte der stärker eingeschätzte Schweizer Meister Heimann seine Kräfte in vielen Angriffen überspantn. Er gab den dritten Platz an Danholt(Dänemark) mit 68.750 im ab. Das Hamborner Stadion war am Sonntag der Schauplatz des großen Tschammerpokalspiels zwischen dem Niederrhein=Meister SV Hamborn 07 und dem sechsfachen Deutschen Meister, FC Schalke 04. Obwohl die äußeren Vorbedingungen am Sonntag nicht besonders günstig waren, hatte sich eine große Zuschauermenge auf den Rängen eingefunden die den neuen und alten Deutschen Meister in der Heimat spielen sehen wollten. Beide Mannschaften mußten mit Ersatzleuten antreten. Aus dem Reich liegen folgende Ergebnisse vor: Blau=Weiß Berlin— Lufthansa Berlin:0, RSTG Falkenau—. SC Planitz:1, Obbelner SC— RSTG Prag:1. SV Dossau 05— Eintracht Braunschweig:0. Werder Bremen— Viktoria Ham. burg:1. TSV Eimsbütte!— Fortuna Leipzig:0. Schwarz= Weiß Esch— Stadt Düdelingen:5, FC Schweinsurt 05— FC Hanau:2, SV Waldhof— BfR Mannheim:1, Borussia Neunkirchen— Sportgem. Straßburg:3, 1. F0 Kaiserslautern — Kickers Offenbach:5, BfB Stuttgart—. TSG 61 Ludwigshafen:1 SG Böblingen—. Stuttgarter Kickero:3. Eintracht Frankfurt—. SpBg Fürth 431, München 1860— Rapid Wien :3, Wiener AC— Vienna Wien:2, Rot=Weiß Essen—. BfL 99 Köln:5 Borussia Fulda— Westende Hamborn:6, Arminia Bielefeld— LSV Gütersloh:0, Viktoria Köln— SpBg Sülz :3, BfV Königoberg— SB Ponath:0, Hannover 96— Fortung Magdeburg 313 n. Verl. D6E Lagen überraschend geschlagen Die Spiele um den Aufstieg zur Gauklasse in Westfalen wurden gestern mit zwei Begegnungen in der Gruppe 2 fortgeführt, während in der Gruppe 1 ein Ruhetag eingelegt war. OSC Hagen mußte nach dem 11:.Sieg über Olpe im Rück. spiel in Olpe eine überraschende:=Niederlage hinnehmen, nachdem die Olper in der Pause bereits mit:1 geführt hatten. Preußen Bochum hatte einen verheißungsvollen Start und bezwang im ersten Spiel die Martener Arminia glatt mit :1, obwohl sich der unverwüstliche Kunze und Piontek mächtig gegen die Riederlage stemmten. Preußen Bochum führt die Tadelle mit:0 vor OSC Hagen und SpBg Olpe mit je:2 Punkten. * Radamateure besiegten die Schweiz Der Länderkampf, der„Radamateure Deutschlands und der gewicht unterlag der Wanne=Eickeler Stach aber Schweiz auf der Wiener Stadionbahn fiel mit:3 Punkten dies. tener Brand während sein„Landsmann“ Pries nur zu Pektor wart den Speer über 70 Meter Der erste Tag der leichtathletischen Meisterschaften von DonauAlpenland im Wiener Praterstadion stand im Zeichen der hervorragenden Speerwurfleistung von Uffz Erwin Pektor, der mit 70,68 m nicht nur eine deutsche Jahresbestleistung erzielte, sondern zugleich in der Weltrangliste hinter dem Finnen Rik. kanen sich an die zweite Stelle setzte, der in Helsinki mit 71,24 m eine Weite erreichte, die in diesem Jahre auf der ganzen Welt noch nicht geschafft worden ist. siegt im Preis von Westfalen Das gute Programm hatte der Gelsenkirchener Trabrennbahn auch am Sonntag einen sehr guten Besuch beschert. Mit beson. derer Spannung wurde das Hauptereignis, der mit 10.000 RM. ausgestattete Preis von Westfalen, ein Rennen für die beste Klasse über die Strecke von 2600 m verfolgt. Leider war Kurier dem Start ferngeblieben. In seiner Abwesenheit legte Überraschenderweise Ibis aus dem Stall Tausendfeuer auf die von Pferden bestrittene Prüsung Beschlag. Nachdem Hageno fast den ganzen Weg geführt hatte verfügte Ibis zum Schluß noch über die meisten Reserven, so daß er noch sicher mit drei Längen vor dem abgekämpften Hageno das Ziel passierte. Dritter wurde Lux vor Mario. 1. Rennen: 1. Banus(E. Koshold), 2. Ankunft, 3. Heidemarie. 140.— Sieg 38, Pl. 16, 13, 16, EW 120. Ferner: Mykene, Haupt. mann Kiel, Raufbold, Feldblüte.— 2. Rennen: 1. Herbert(R. Hartseil), 2. Aachen, 3. Jurist. Sieg 36, Pl. 13, 13, 16. EW 140. Ferner: Madras, Datum, Abbazia(disg.), Evan, Bertel, Schellentin.— 3. Rennen: 1. Hexenmaid(R. Hardtseil), 2. Neuß, 3. Grafschafterin. Sieg 97, Pl. 19, 14, 16. EW 460, Ferner: Magna charta Ingomar(angeh.), Fladius, Antigone, Rimbus— 4. Rennen: 1. Maharadscha(Middeldorf), 2. Waldkauz, 3. Florentine. Sieg 74, Pl. 15 17, 17, EW 248. Ferner: Lucia, Rodena, Petri, Aprilmädel.— 5. Rennen: 1. Ibis(J. Fellermeier), 2. Hageno, 3. Lux, 4. Mario. Sieg 93, Pl. 22, 15, 49, 20, EW 384. Ferner: Heiderose, Gerta, Miky Williams, Hexenjunge, Rell Rose, Lasur, Peter v. Wedel(disg.) Ministrator.— 6. Rennen: 1. O. R(J. Fellermeier), 2. Guy Martin, 3. Egbrecht. Sieg 28 Pl. 12, 12, 32. EW 44. Ferner: Not very well, Iron, Fellow Zephir, Hamal.— 7. Rennen: 1. Dominikus(H. Schürmann), 2 Rothäubchen, 3. Kleopatra. Sieg 13, Pl. 12, 15, 20, EW 60. Ferner: Mona Vesper, Enkel(disg.), Siegeswille, Globetrotter(disg.).— 8. Rennen: 1. Ende(K. Janczyk), 2. Natango, 3. Lindenwirt. Sieg 30, Pl. 13, 14, 17, EW 124. Ferner: Amenophis(disg.), Ernica(disg.). Rupprecht(angeh.), Winzerin.— 9 Rennen: 1. Damsbrück(R. Hartseil), 2. Zollern, 3. Mein Stolz, 4. Arrak. Sieg 49, Pl. 18, 22, 19, 17, EW 328. Ferner: Gerold Feldjäger. Gladbeck, Henni Mochester. Petrovsky fr., Belisar, Diskont. Stolzenfeld knapp vor Piast Auch der Ausklang der Krefelder Julirennen stand unter keinem günstigen Stern. Aber bei starken Feldern gab es wieder vorzüglichen Sport so daß die Besucher reichlich entschädigt wurden. Das überragende Ereignis bildete das Rudolf Oetker=Rennen, eines der bedeutendsten deutschen Zweijährigen-Prüfungen. Nach dem Hochschnellen der Bänder führte Piast vor Stolzenfeld und Osterinsel. Letzter war Ordensjunker. An den Tribünen hatte Stolzenfels einen Vorteil. Der Hengst brach unter der Peitsche zwar mehrmals zur Seite, vermochte aber dennoch Piast und Osterinsel knapp zu schlagen. 1. Rennen: 1. Fatme(L. Cataruzza), 2. Sorgenkind, 3. Ginster, 4. Pincio. Sieg 19, Pl. 13, 26, 14, 29, EW 436.— 2. Rennen: 1. Taconnet(Kornberger), 2 Manzanares, 3. Amulett. Sieg 36, Pl. 14, 17 12 EW 286.— 3. Rennen: 1. Ingo(K. Buge), 2. Saima, 3. Thammo. Sieg 112, Pl. 19. 14, 24 EW 308.— 4. Rennen: 1 Stolzenfels(E. Böhlke), 2. Piast, 3. Osterinsel. Sieg 15. Pl. 10, 10. 10, EW 34. Filmentdeckung durch ein Bild Auf der gegenwärtig in Wien gezeigten Ausstellung„Das schöne Wiener Frauenbild“, fanden Regisseure der Wien=Film besonderes Gefallen an einem Mädchenbildnis des Malers Franz Windlager. Sie luden die auf dem Bilde dargestellte junge Wienerin Liesl Weißenberger zu Probeaufnahmen im Rosenhügel=Atelier ein. Der Versuch verlief zur vollen Zufriedenheit der Regisseure und jetzt wird Liesl Weißenberger von der Wien=Film ausgebildet. Aile und neue westsalsche Sögmeister Pries wieder Gaumeister- Ackermann siegte im Lagener„Lokalkampf“ Strangfeld 2 knapp vor Hoog vo Bochum. 20. Juli. Der umgebaute Bochumer Schützenhof hat sein„Milieu" verloren. Dieser Umstand und die Tatsache, daß so mancher westfälischer Klasseboxer im Felde steht, ließen gestern bei den westjälischen Endkämpfen trotz der mit 3000 Zuschauern vollbesetzten Halle keine richtige Großkampfstimmung aufkommen, zumal einige Kämpfe nicht das hielten, was sie versprachen. Lediglich die Auseinandersetzung zwischen den beiden Hagener Lokalrivalen Ackermann und Kraft, die der erstere durch Einsatz für sich entschied, und der Federgewichts=Endkampf zwischen Strangfeld 2 und dem deutschen Jugendmeister Hoog fanden ungeteilten Beifall. Strangfeld gewann knapp n. P.— Im Fliegengewicht unterlag der Wanne=Eickeler Stach abermals dem Witmal weit sicherer aus als die letzte Begegnung im vergangenen Jahr in Zürich, wo der:=Sieg hart erkämpft werden mußte. Alle drei Teilwettbewerbe, Fliegerkampf, Verfolgungsrennen und Punktefahren, sahen diesmal die Deutschen siegreich. Der Fliegerendlauf siel an Wölfl vor Bunzel und den Schweizer Gebrüeinem hauchdünnen Punktsieg über Steinberg kam. Der Sauerländer hatte mit größerem Körpergewicht und seiner Schlag. kraft sogar manchmal Vorteile, doch entschieden sich die Punktsieger für Pries, weil dieser dauernd den Kampf„machen" mußte.— Im Leichtgewicht hatte Killmer in der 2. Runde mit Wirkungstreffern Glück und gewann somit gegen einen technisch besseren Gegner. Im Halbschwergewicht kam Kraska (Buer) durch einen Tiefschlag des Bochumers Schneider zur Meisterschaft, und im Schwergewicht scheiterte der veranlagte Rudek (Buer) an der großen Erfahrung des Dortmunders Roski.— Die Ergebnislse: Fliegengewicht: Brand(Witten) Punktsieger über Stach(Bochum 19. Federgewicht: G. Strangfeld(Herten) Punktsieger über Hoog (Hagen). Leichtgewicht: Ackermann(Hagen) Punktsieger über Kraft(Hagen). Weltergewicht: Killmer(Dortmund) Punktsieger über Puchalski(Dortmund). Mittelgewicht: Pries(Wanne=Eickel) Punktsieger über Steinberg(Reheim). Halbschwergewicht: Kraska (Buer) Sieger durch Disqualifikation von Schneider(Bochum 19) in der 2. Runde(Tiefschlag). Schwergewicht: Noski(Dortmund) Punktsieger über Ruda(Buer). Theo Kublak vertritt Berlin Bei den deutschen Amateurboxmeisterschaften in Magdeburg und Hannover ist Berlin durch 14 Titelanwärter vertreten. Im Mittelegwicht vertreten Theo Kubiak(Herne) und Schellin(Hermes) die Farben des Bereiches Berlin=Brandenburg. macht. Sie wissen schon, was ich meine. Ich bin nun kurzerhand hierher nach Pfeffenhausen gefahren und habe mir den Buben angesehen. Er ist recht nett und ordentlich und gefällt mir ganz gut, wird auch von seinem Vater ausreichend versorgt und scheint recht gescheit zu sein. Wie mir die Verwandte, bei der er hier untergebracht ist, erzählte, nimmt sich der gute Brügel seines Buben auch recht an und fährt oft heraus. Das gefällt mir. Ein Mann, der gegen sein Kind gut ist, wird das auch gegen seine Frau sein. Ich habe da in meiner ersten Ehe allerhand Enttäuschungen erlebt und bin darum vorsichtiger geworden.— Nun sind Sie so gut und sagen es Brügel, daß ich zu einer Heirat bereit bin, aber unter der Bedingung, daß wir den Buben zu uns nehmen. Er braucht sich seiner nicht zu schämen. Den Leuten bringe ich schon bei, was es mit dem Kind für eine Bewandtnis hat. Ich freu mich schon darauf, ihm Mutter sein zu dürfen, nachdem ich ja selbst keine Kinder habe und wir auch kaum mehr welche haben werden.— Wenn Waldemar einverstanden ist, dann soll er möglichst schnell hierher nach Pfeffenhausen kommen. Er weiß dann schon. wo er mich findet. Ihnen selbst, sehr geehrter Herr Bergmeier, danke ich schön für Ihre guten Bemühungen und bitte Sie heute schon, zu unserer Hochzeit zu kommen und den Trauzeugen zu machen. Hochachtungsvollst Apollonia Ebersberger." Beinahe war ich gerührt. Wie nett und natürlich doch diese Frau schrieb! Allem Anschein nach würde Brügel eine ganz ausgezeichnete Gattin an ihr bekommen! Sie war also tatsächlich zuerst zu ihrem künftigen Stiefsohn gefahren und hatte sich den angesehen, ehe sie sich zu einer Ehe mit dem Vater entschloß. Ich traf Brügel in seinem Zimmer, er war noch beim Anziehen. Allen Anzeichen nach litt er noch etwas unter den Nachwirkungen der stattlichen Alkoholmengen, die er sich während und nach„Thereses Opfergang“ einverleibt hatte.„Ich habe eben einen Brief bekommen, der mehr für Sie als für mich bestimmt ist", begann ich.„Es ist am besten, Sie lesen ihn selber durch. Haben Sie eine Ahnung, von wem er kommt?“ „Wann i scho was Gschriebns siech—“ „Das hier ist aber doch was Besonderes. Die Absenderin heißt Frau Ebersberger.“ Der Hosenträger, den er eben in der Hand hielt, blieb uneingeknopft. In seiner Aufregung merkte er gar nicht, daß sich die Anaussprechliche, ihrer Gummistützen beraubt, mählich niedersenkte.„Gebens her!" schrie er mir zu, obgleich ich doch kaum einen Meter von ihm entfernt saß.„Des is ja... was schreibt's denn—“ Er las. An seinem Gesicht merkte ich deutlich genug, wie er sich freute.„Jetzt die schaug o! Fahrt die zu mei'm Buam und schaugt'n o! Die werd ja amoi guat... und des is überhaupts no net gsagt, daß mir net aa jetz no Kinder kriagn könna...i hab die bestn Vorsätz'—“ „Und was machen Sie nun?“ „Was wer i scho toa? Fahrn halt!“ Er fingerte aufgeregt an seinem Anzug herum.„Jetz verlier i koa Zeit nimmer. Und des oana sag i dir aa: Die Sauferei hört jetz aa auf. I wer a ganz a anderer Mensch. Und zu unserer Hochzat muaßt kemma, des is klar. Gis ma amoi mein Kragn her—“ Als ich ihn verließ, leuchtete sein rundes Antlitz wie eine aufgehende Sonne. Kein jugendlicher Liebhaber konnte aufgeregter sein als er. Ich selbst hatte so etwas wie leichten Stolz im Herzen: Hatte ich nicht meinen Teil dazu beigetragen, das Paar zusammenzubringen? Als ich kurz vor Mittag von einem kleinen Spaziergang zurückkam, war er schon zur Abreise bereit. Das Essen nahm er noch mit uns ein. Er konnte sich nicht genug tun, die trefflichen Eigenschaften seines Freundes, des„Inscheniers“, zu rühmen, der es verstanden habe, ganz„diplamatisch“ die Geschichte einzufädeln und zu einem guten Ende zu führen. Jetzt, da alles in Ordnung ging, erzählte er auch in aller Ruhe die Geschichto seines bis dahin so ängstlich geheim gehaltenen Buben. Frau Wallenöffer sah wieder einmal die Moral heftig erschüttert; sie erstarrte zur Bildsäule und verließ vorzeitig die Tafel. Fräulein Bill dagegen erklärte, daß der gute alte Brügel doch ein ganz verdammter Schwerenöter sei, dem man solche Scherze gar nicht zugetraut habe! Jawoi, betonte der Privatier geschmeichelt, das gehöre sich auch. In seiner Jugend sei er ein ganz„Durchtriebener“ gewesen. Gegen zwei Uhr nahm er Abschied. Beinahe wäre es zu rührenden Szenen gekommen. Namentlich Frau Fischbacher ließ es an herzlichen Worten und Ermahnungen, den Alkohol zu lassen und seine künftige Frau gut zu behandeln, nicht fehlen. Lissy und ich gaben ihm das Geleit zum Bahnhof. Brügel war darüber sehr gerührt. Niemals werde er mir vergessen, was ich für ihn getan habe. Er winkte noch aus dem Abteilfenster, solange er uns sehen konnte. Auf Lissys Bitte gingen wir noch in die Konditorei des Herrn Jand. Der dichtende Valentin begrüßte uns mit verschwenderischer Liebenswürdigkeit. Ob wir die glänzende Kritik in der Zeitung gelesen hätten? Nein? Ob es nicht ein bedeutendes Ereignis gewesen sei, das vortreffliche Spiel, der rasende Beifall! Er müsse nur noch rasch den Mürbeteig fertigmachen, dann hole er uns ein Exemplar der Zeitung. Wenn wir uns so lange gedulden wollten.— Wir drückten uns still und heimlich und wanderten durch den blühenden Nachmittag gegen den See zu. Bei einer Bank, über der die Zweige der Birken gleich zarten grünen Schleiern hingen, machte meine Begleiterin halt.„Setzen wir uns ein wenig“, bat sie, und es fiel mir auf, wie leise sie sprach.„Ich möchte noch einmal in aller Ruhe das Bild dieser Landschaft sehen, ehe ich abreise—“ „Sie wollen reisen?“ „Gewiß. Haben Sie geglaubt, ich würde ewig hierbleiben?“ Ihre Augen wanderten nachdenklich in die Ferne.„Meine Ferien gehen zu Ende. Außerdem braucht mich Mama im Geschäft. Und dann ist ja auch noch Fred da, der, wie er schreibt, großen Wert darauf legt, daß er mich wieder einmal sieht. Dieser Fred ist nämlich so etwas wie mein Bräutigam... wußten Sie übrigens, daß ich verlobt bin?“ „Ja Sie haben es mir erzählt.“ „Das wundert mich fast. Sonst habe ich nämlich die merkwürdige Gewohnheit, es zu vergessen. Das würden Sie verstehen, wenn Sie Fred kennen würden. Zugegeben, er ist tüchtig in seinem Beruf, Großkaufmann, aus bester Familie, tadellose Vergangenheit, fast zu tadellos.“ Sie nickte ein wenig wehmütig. „Er ist der korrekteste Mensch, den ich kenne. Er steht jeden Tag um sechs Uhr auf und legt sich um elf Uhr schlafen. Er ißt punkt eins zu Mittag und punkt sieben zu Abend. Er geht dreimal in der Woche aus und besucht jeden Sonntagnachmittag ein Fußballspiel. Er sagt Ihnen die Kursziffern der letzten Tage auswendig herunter. Er ist reich. Aber er hat keinen Schimmer von Nomantik..., er versteht von Frauen überhaupt nichts, und er würde sich eher den Mund zukleben lassen, als einmal anders zu mir sagen als Klobeih!—“ Fortsetzung sohnt, Aus der Heimat Wenn Phosphor-Brandbomben sielen... Castrop=Rauxel, 20. Juli Kriegsschicksal Der Krieg ist seinem Wesen nach ungerecht, sobald man auf das Einzelschicksal blickt. Die Gerechtigkeit des Krieges liegt in der Zielsetzung und in der großen Linie. Im Kriege gibt es nur ein Ziel: den Sieg.] Auf dieses Ziel konzentrieren sich alle Anstrengungen, ihm dient die ganze Leidenschaft der Nation. Der Einzelmensch ist nur noch Organ des großen Geschehens. So tritt die Gerechtigkeit der Sache des Vaterlandes an die Stelle der Ansprüche an gerechte Verteilung der Lasten, wie sie im bürgerlichen Leben gefordert wird. Das muß jeder Soldat als ein Grundgesetz des Krieges hinnehmen. Den einen Mann verschlägt das Kriegsschicksal an eine ruhige Front: mit dem Urlaub hat es keine Schwierigkeiten, die Feldpost kommt regelmäßig, die Gefahren und Verluste sind gering. Ein Austausch mit anderen, die zur selben Zeit unter härtesten Bedingungen gekämpft haben, ist aus Transportgründen in den riesigen Räumen dieses Krieges nicht möglich. Gerechtigkeit? Nein, Kriegsschicksal. Dem anderen ist das Los zugefallen, mit einer Kampfdivision seit Anbeginn des Krieges immer wieder im Brennpunkt der Schlachten eingesetzt zu werden. Auf Erholung und Ablösung, auf Feldpost und Urlaub muß er lange vergeblich warten. Als endlich die Zeit herannaht, wo er an der Reihe gewesen wäre, auf Urlaub zu fahren, kommt für seinen Frontabschnitt eine Urlaubssperre, und wieder ist es aus. Ein anderer Kamerad aus demselben Dorf, der vielleicht zu Hause lange nicht so nötig gebraucht würde wie er gerade jetzt, hat Glück gehabt und noch reisen können. Gerechtigkeit? Ungerechtigkeit? Nein, Kriegsschicksal. Die Zahl der Beispiele ließe sich beliebig vermehren. Der Kampf gegen das Chaos, welches der Bolschewik uns bereiten möchte, ist eine so ungeheuerliche Aufgabe, stellt so schwierige Anforderungen, daß die in Friedenszeiten maßgebenden und erwünschten Gesichtspunkte, Erwägungen und Rücksichtnahmen zurücktreten und verstummen müssen gegenüber dem einzigen wesentlichen Ziel, stärker zu sein als das Chaos und das Schicksal zu meistern, welches uns zugedacht war.(„Wacht im Norden.") Halbmast im RWJ. Am Verwaltungsgebäude der Gesellschaft für Teerverwertung weht die Flagge auf Halbmast. Das Beiratsmitglied Generaldirektor Dr. Gust. Dechamps vom Concordia=Bergbau in Oberhausen ist gestorben. Das RWS. verlor mit ihm einen seiner markantesten Köpfe, der sich namentlich auch auf dem wichtigen Gebiete der Kohlechemie betätigte und sich bei der Gründung und dem weiteren Ausbau der Gemeinschaftsunternehmungen des Ruhrbergbaus auf chemischem Gebiete führend beteiligte. Geboren als Sohn eines Aachener Tuchfabrikanten am 20. 1. 1878 war der Verstorbene von Haus aus Jurist. Seine Praxis als Rechtsanwalt in seiner Vaterstadt gab er 1918 auf, um Justitiar bei den Rombacher Hüttenwerken zu werden. Als deren Generalbevollmächtigter und Aufsichtsratsvorsitzender war er maßgeblich 1921 an der Uebernahme der ConcoriaBergbau AG. Oberhausen beteiligt, deren Leitung er 1927 übernahm, nachdem die Eisenwerke des Konzerns an die Vereinigten Stahlwerke übergegangen waren. Sehr lebhaft war auch die Mitarbeit des Verstorbenen im Rheinisch=Westfälischen Kohlensyndikat, so zuletzt noch bei der Erneuerung des Ruhrkohlensyndikats um weitere zehn Jahre. Auch mit den Fragen der Energiewirtschaft soweit sie den Ruhrbergbau insgesamt betreffen, hat sich Dr. Dechamps intensiv beschäftigt, was auch in seiner Mitgliedschaft beim Aufsichtsrat der Steinkohlen=Elektrizität AG. zum Ausdruck kommt. Dr. Dechamps gehörte außerdem dem Vorstand des Bergbau=Vereins in Essen und dem Beirat der Bezirksgruppe Ruhr in der Wirtschaftsgruppe, Bergbau sowie dem Vorstand der Berggewerkschaftskasse an. Mehrere Jahre hatte er auch den Vorsitz in der Treibgas=Vereinigung inne. Ferner war er Vorsitzender der Vereinigung zum Studium der Steinkohlenschwelung sowie der Verkaufsvereinigung für Teererzeugnisse und des Ausschusses beim KaiserWilhelm=Institut für Kohlenforschung in MülheimRuhr. Schließlich war der Verstorbene noch Vorsitzer des Aufsichtsrates der Aachen=Leipziger VersicherungsAG., Aachen, und Mitglied des Aufsichtsrats der Schering=AG., Berlin. Grüße aus dem Osten Obergefreiter August Diederich bittet uns, alle Verwandten, Bekannten und Freunde in Castrop= Rauxel recht herzlich zu grüßen. Seit 2 Jahren wird ihm der„Stadtanzeiger“ ins Feld nachgesandt. Er schreibt, daß mit ihm noch viele Kameraden seiner Kompanie aus Castrop=Rauxel die Heimatzeitung mit Sehnsucht erwarten, und daß der„Stadtanzeiger“ als Gruß der Heimat und liebste Lektüre stets von Hand zu Hand wandert. Die Heimatgrüße werden herzlichst erwidert. 90 Jahre alt Am heutigen Montag kann unser Mitbürger der Rentner Ernst Hasse, Im Scheiten 22. die Vollendung seines 90. Lebensjahres begehen. Dem allverehrten Altersjubilar auch an dieser Stelle die herzlichsten Glück= und Segenswünsche zum heutigen Ehrentage und ein kräftiges„Glück auf“ für recht viele weitere Lebensjahre in Gesundheit und Zufriedenheit! 300 000 Reichsmark mehr gespendet Das vorläufige Ergebnis der 4. Haussammlung des Deutschen Noten Kreuzes Die Sammlungen für das Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz sind nicht nur eine Prestigesache für das gesamte deutsche Volk, sondern sind in gleichem Maße eine Herzenssache. Es ist erfreulich, daß auch die letzte Sammlung wiederum ein gutes Ergebnis aufweist. Nach den vorläufigen Feststellungen wurden im Gau Westfalen=Süd rund 1360·000 .4 gespendet. Dieser Betrag wird sich noch um einige tausend Reichsmark erhöhen. Das sind 300000.c mehr, als bei der 4. Haussammlung des vergangenen Kriegshilfswerkes gespendet wurden. Geldbetrag gefunden In Castrop=Rauxel wurde in einer Wirtschaft ein größerer Geldbetrag gefunden. Der Verlierer kann sich auf Zimmer 67 des Polizeidienstgebäudes in Herne, Hermann=Göring=Straße 11, melden. Was hat dann jeder Volksgenosse zu beachten? nsg Neben der hohen Brandwirkung der PhosphorBrandbombe können die Spritzer den Menschen und dem Vieh auf der Weide gefährlich werden. Durch den Zusatz von Kautschukmasse haften die Spritzer überall an Bewährt haben sich in der Praxis folgende , Gegenmaßnahmen: 1. Bei Spritzern aus Kleidern, Schuhwerk usw.: Spritzer auf Kleidern. Schuhwerk usw. sofort naßmachen oder mit nassen Tüchern bzw. nassem Zeitungspapier bedecken. Hierdurch wird die Flamme sofort erstickt. Kleidungsstücke sosort ausziehen. Unter Wasser mit 10 bis 20 Prozent Sodazusatz kann die Masse abgeschabt werden. Schuhzeug ist durch Abbürsten mit einer Soda=Permanganat=Lösung oder dünnen Chlorkalkaufschwemmung zu säubern. 2. Bei Spritzern auf unbedeckten Körperteilen: Betroffene Stellen mit nassen Tüchern oder nassem Zeitungspapier bedecken und naß halten, damit die Flammen erstickt werden. Wenn möglich. in Wasser eintauchen und versuchen, die Brandmasse von der Haut abzulösen. Dem Wasser werden auf 100 g Wasser 1 g Kaliumpermanganat und 20 g Soda zugesetzt. Die anhaftenden Teile der Brandmasse können auch mit nassem Papier und Einheitsseife abgerieben bzw. abgewaschen werden. Durch die Behandlung mit Permanganat werden die Hautstellen braun gefärbt. Diese Braunfärbung wird durch Verwendung von Fixiersalz beseitigt. Nach Entfernen der Brandmasse kann eine Tannin=Salbe verwandt werden. Grundsatz: so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen. 3. Bei Lebens= und Futtermitteln: Brandmassenteile in Lebens= und Futtermitteln sind an dem intensiven Phosphorgeruch erkennbar. Aeußere Zeichen: graugelbliche bzw. rot=gelbe Spritzer. Mittels Zange, Pinzette oder dünnen Holzstäbchen kann die Masse entfernt werden. Die Entscheidung über die Genußfähigkeit der Lebensmittel bzw. Verwendbarkeit der Futtermittel fällt der Chemiker. 4. Bei Weidevieh: Die auf Wiesen gefallene Brandmasse wird von dem Weidevieh mitgefressen und bewirkt Eingehen der Tiere. Außerdem kann die Brandmasse durch Anhaften an den Hufen der Tiere oder an dem Schuhzeug der Leute in die Ställe und Scheunen verschleppt werden, wo Brände entstehen können. Wo der Abwurf von Phosphor=Brandmitteln beobachtet worden ist, sind die Wiesen und Flder sorgfältig abzusuchen. Die aufgefundene Brandmasse ist zu sammeln und unter Aufsicht zu verbrennen. Gesandheit sfarforge für den Bergmann Verbilligte Eintrittspreise für die Bäder Die Schwere der Arbeit, die von dem Bergmann zu leisten ist, erfordert besondere Maßnahmen, um ihn gesund und leistungsfähig zu erhalten. Deshalb sieht auch die im vorigen Jahre erlassene Verordnung des Reichsmarschalls Hermann Göring über den weiteren Ausbau der knappschaftlichen Versicherung eine verstärkte planmäßige Gesundheitsfürsorge für den Bergmann und darüber hinaus für seine gesamte Familie vor. In der Erkenntnis, daß die bereits seit geraumer Zeit durchgeführten Erholungskuren in ihrer Wirkung durch regelmäßiges Schwimmen und Luftbaden noch wesentlich verstärkt werden und daß Schwimmen und Luftbaden besonders geeignet sind. einen Ausgleich für die Belastung durch die Arbeit unter Tage zu bieten, hat jetzt der Präsident der Reichsknappschaft genehmigt, daß die auf Grund der Verordnung des Reichsmarschalls zur Verfügung gestellten Mittel auch dazu herangezogen werden eine Ermäßigung der Eintrittspreise für die bergmännische Bevölkerung bei Benutzung der Hallenschwimmbäder, der Freibäder und der Licht= und Luftbäder zu ermöglichen. Mit den Stadt= und Gemeindeverwaltungen im Bezirke der Ruhrknappschaft, die entsprechende Einrichtungen besitzen, ist ein Eintrittspreis von.10 J. für Erwachsene und von.05 für Kinder bis zu 14 Jahren vereinbart worden, der von den Badenden zu entrichten ist. Den Unterschied zwischen dem vollen Preis für eine Karte und dem Betrag von.10.A bzw..05.l trägt die Knappschaft. Die Grubenverwaltungen stellen auf Antrag der bei der Ruhrknappschaft gegen Krankheit versicherten Belegschaftsmitglieder besondere Ausweise aus. Rentenempfänger, die nicht arbeiten, erhalten die Ausweise durch den zuständigen Knappschaftsältesten. Es ist zu hoffen, daß von dieser neuen Maßnahme die der Hebung der Gesundheit in der bergmännischen Bevölkerung dienen soll und als ständige Einrichtung gedacht ist, reger Gebrauch gemacht wird. Mit größeren Freibädern, die sich in Privatbesitz befinden, sollen entsprechende Abmachungen noch getroffen werden. Unfall= und Knappschaftsrente bei Staublungenerkrankten Bei Bergmännern, die eine Unfallrente erhalten, ruht ein Teil ihrer Knappschaftspension. Das Ruhen tritt nicht ein, wenn sich der Unfall nach der knappschaftlichen Pensionierung ereignete. Bei Unfallrentenbeziehern wegen Staublungenerkrankung gilt als Tag des Entstehens der Krankheit(Unfalltag) der Tag, der im Unfallrentenbescheid genannt wird. In der Regel ist in diesen Fällen Berufsunfähigkeit im Sinne des Reichsknappschaftsgesetzes nach der neuen Rechtslage schon von einem früheren Zeitpunkt an anzunehmen, z. B. wenn ein Hauer nicht mehr im stande war, seine Hauerarbeit zu verrichten und zu einer geringer entlohnten Arbeit übergehen oder aus der Arbeif ausscheiden mußte. Liegt dieser Sachverhalt vor so ist die volle Knappschaftspension neben der Unfallrente zu zahlen. Staublungenerkrankte Knappschaftspensionsempfänger, deren Knappschaftsrenten wegen Bezuges einer Unfallrente zum Teil ruhen, bzw. deren Hinterbliebene müssen bei ihrer zuständigen Bezirksknappschaft den Antrag stellen, daß ihre Knappschaftspension nach den angegebenen Gesichtspunkten neu berechnet wird. Die Knappschaftspension wird von dem Ersten des Antragmonats an unverkürzt ausgezahlt. Es empfiehlt sich also, die Anträge unverzüglich zu stellen. Schädliche Wirkung von Sonnenbädern Immer wieder wird von ärztlicher Seite vor den Folgen falsch angewandter Sonnenbäder, vor allem vor dem stundenlangen Braten in der Sonne, gewarnt. Nun hat Dr. Cramer Untersuchungen durchgeführt, die sehr deutlich die Berechtigung solcher Warnungen zeigen. 65 Gesunde und Leichtunfallverletzte setzten sich längere Zeit hindurch täglich—5 Stunden im Liegen den Sonnenstrahlen aus. Bei fast allen trat hiernach eine Blutarmut ein. der Blutfarbstoffgehalt sank bis auf 65 Prozent. Die meisten klagten auch über Magenbeschwerden, Appetitlosigkeit und Aufstoßen, Bei ihnen ergab die Untersuchung des Magensaftes Veränderungen des Säuregehaltes. Zum Vergleich wurden 15 Kontrollpersonen untersucht, die sich teils noch länger in der Sonne aufgehalten hatten, jedoch bei Sport und Spiel und bekleidet mit Sporthemd und Sporthose. Von diesen hatte keiner herabgesetzte Blutfarbstoffe, mit einer einzigen Ausnahme, und dieser hatte sich, da er als Torwart eingeteilt war, zeitweise entkleidet und in die Sonne gelegt. Einbruchsdiebstahl Am 15. 7. 1942 wurde einem Volksgenossen auf der Arbeitsstelle(Teerverwertung in Castrop=Rauxel) nach Aufbrechen des Spindes eine Geldbörse mit 30.K und eine Raucherkarte, auf den Namen Joh. Kurz, Bladenhorster Straße 41, lautend, gestohlen. Sachdienliche Angaben, die zur Ermittlung des Täters führen können, erbittet die Kriminalpolizei oder jede andere Polizeidienststelle. Schweriner Betriebsversammlung um vier Wochen verlegt Die für den 21. d.., morgens.30 Uhr und mittags 13.30 Uhr, vorgesehenen Betriebsversammlungen im Rahmen der Aktion Steigerung der Leistung" der Zeche„Graf Schwerin". Castrop=Rauxel 1. mußte aus technischen Gründen auf den 20. August 1942, um dieselbe Zeit verlegt werden. Ein Wille— das ist Sieg! Am Freitagnachmittag fand im Lokale Rembold an der Gerther Straße in Herne eine Betriebsversammlung für die Gefolgschaften der Betriebe der Milchverwertungs=Gesellschaft Herne— Wanne=Eickel und der Molkerei EmbH. Castrop=Rauxel statt, in der der Kreisfachabteilungswalter Weitz und der Kreisfachabteilungswalter Rück zu den betrieblichen Angelegenheiten Stellung nahmen. Ausgehend von der Tatsache, daß die geladenen Betriebe im ernährungswirtschaftlichen Leben eine große Rolle spielen, ermahnten die Redner alle Gefolgschaftsmitglieder in der schweren Zeit ihre Pflichten so zu verrichten, daß sie immer mit gutem Gewissen für ihr Tun und Lassen Rechenschaft ablegen können. Die Gefahren des Spielens der Kinder ul der Falsrtahe Durch Spielen von Kindern auf der Fahrbahn ist es in der letzten Zeit trotz erheblichen Rückganges des allgemeinen Fahrzeugverkehrs und starken Einschränkung des Kraftfahrzeugverkehrs wiederholt zu schweren Verkehrsunfällen, in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang gekommen. So wurden innerhalb einer Woche allein in Gelsenkirchen=Buer zwei 4jährige Kinder von Kraftwagen, ein weiteres 4jähriges Kind von einer Straßenbahn überfahren und getötet. Ein 9jähriger Schüler wurde durch ein Kraftrad lebensgefährlich verletzt. Bei mehreren anderen Unfällen kamen die Kinder mit leichteren Verletzungen davon. Die näheren Feststellungen haben dann ergeben, daß diese bedauerlichen Unfälle zumeist auf die Unaufmerksamkeit der Kinder selbst zurückzuführen sind, die blindlings die Fahrbahn zu überqueren versuchten oder diese als Spielplatz benutzen. Den Eltern und Erziehungsberechtigten kann somit der Vorwurf nicht erspart bleiben, daß sie ihrer Aufsichtspflicht nicht in dem erforderlichen Maße nachgekommen sind, wie es der Straßenverkehr erfordert. Es ist zu verstehen, wenn in vielen Fällen die Erziehungsberechtigten während des Krieges nicht in der Lage sind, ihre Kinder hinreichend zu beaufsichtigen. Der Reichsführer 4 und Chef der Deutschen Polizei hat deshalb die Polizeibehörden ersucht, mehr als bisher darauf zu achten, daß spielende Kinder von der Fahrbahn ferngehalten werden. Die NSV.=Kindergärten sind gern bereit, die Aufsicht über die Kleinkinder zu übernehmen. Die Eltern und Erziehungsberechtigten, besonders die beruflich tätig sind, werden gebeten, diese Einrichtung nach Möglichkeit in Anspruch zu nehmen. Jugend sorgt für Sauberkeit der Stadt Einen nachahmenswerten Weg zur Pflege und Sauberhaltung der Straßen hat die Stadt Soest eingeschlagen. Sie hat die Jugend, die oft selbst gedankenlos zur Unsauberkeit des Straßenbildes beiträgt, für die Pflege und Sauberhaltung der Straßen und Anlagen interessiert. Jede Schule erhält eine Anlage zur eigenen Betreuung, in der sie unter polizeilicher Hilfe dafür sorgen soll, daß die Anlagen sauber bleiben und auch ein Augenmerk auf den Schutz der Grünanlagen gelegt wird. Die Jugend hat sich dieser schönen Aufgabe mit Freude angenommen. Wie wäre es, wenn man den gleichen Versuch unternehmen wollte? Man darf wohl annehmen, daß unseren Jungen und Mädeln die Sauberkeit und Schönheit der öffentlichen Anlagen und der Straßen mehr am Herzen liegen würden als das bisher leider auch der Fall ist. Materialersparnis in elektrischen Anlagen Die Industrieabteilung der Wirtschaftskammer Westfalen und Lippe führt in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsausschuß für die Anwendung von Austauschstoffen und für Einsparung von Nichteisenmetallen in elektrischen Anlagen(AAnF)" Lehrgänge zur Metallersparnis durch. Diese Lehrgänge finden ihre Unterstützung durch den Reichswirtschaftsminister, durch die verantwortlichen Stellen der Wehrmacht, des Staates, der Partei und der Wirtschaft. Am 14., 15. und 16. Juli fanden auch in Dortmund Kurzlehrgänge dieser Art für Betriebselektriker und Elektro=Ingenteure Dortmunds und der Umgebung statt. Ober=Ing. Seyboldt aus Stuttgart gab wertvolle Richtlinien und zeigte eine Reihe von Möglichkeiten zur Einsparung von Nichteisenmetallen beim Bau, bei der Erweiterung und bei der Instandsetzung elektrischer Anlagen in Industriebetrieben auf. Er sprach über die Anwendung von Austauschstoffen und ihre Verwertung unter Berücksichtigung der dafür ergangenen Bestimmungen und Vorschriften. Der KdF.=Wagen von—3 Um einen lebendigen Kontakt zwischen den Sparern und ihrem KdF.=Wagen schon jetzt zu schaffen, hat das Volkswagenwerk ein Händbuch herausgegeben unter dem Titel„Der KdF.=Wagen von—“, das in seiner Anordnung und Aufmachung als vorbildlich bezeichnet werden muß. Dieses Handbuch ist in der KdF.=Verkaufsstelle in Herne. Bahnhofstraße 45, zum Preise von.50.# erhältlich. Es kann aber auch durch die Castrop=Rauxeler Dienststellen bezogen werden. Westdeutschland Feuerbestattungsanlage in Bochum Bochum. Der neue Bochumer Zentralfriedhof hat auch eine Feuerbestattungsanlage erhalten, die am 18. Juli in Betrieb genommen wird. Sie ist als die modernste Anlage ihrer Art in Westdeutschland anzusprechen. Eingebaut ist sie im Kellergeschoß der großen Trauerhalle. In der Nähe der großen Trauerhalle, die an der Kopfseite die Aufbewahrungsempore für den Sarg enthält, ist ein besonderer Urnenfriedhof angelegt. Dortmunds Wochenmarktzeiten erneut geändert Dortmund. Nachdem die Gründe, die für die Verlegung der Wochenmärkte auf den Nachmittag maßgebend waren, entfallen sind, finden die Wochenmärkte von Sonnabend, dem 18. Juli, an zu folgenden Zeiten statt: von—15 Uhr. Durch diese Regelung ist es vielen erwerbstätigen Frauen möglich, namentlich an Sonnabenden ihre Einkäufe besser besorgen zu können. Backwaren=Ausschuß Dortmund. Eine zeitgemäße Einrichtung wurde durch die Preisbehörde beim Polizeipräsidium in Dortmund geschaffen. Anter Zuziehung des Bäckerund Konditorenhandwerks und der NS.=Frauenschaft wurde ein Backwaren=Ausschuß ins Leben gerufen, dessen Aufgabe es ist, laufend Brot, Backwerk, Torten usw. auf Güte, Gewicht und Preis zu überprüfen. Vom Sturm in einen Steinbruch geschleudert Westerkappeln. Als eine hier wohnende Ehefrau von etwa 26 Jahren in der Bauerschaft Metten an einem Steinbruch vorüberging, wurde sie von einer plötzlich auftretenden Sturmböe in den Steinbruch geschleudert. Kurz nachdem man sie dort fand, erlag sie den schweren Verletzungen, die sie durch den Sturz erlitten hatte. Drei Brüder trafen sich im Osten Ibbenbüren. Drei Brüder einer hier wohnenden Familie, von denen der eine bei der Infanterie, der andere bei der Nachrichtentruppen und der dritte bei den Panzern dient, konnten an der Ostfront ein freudiges Wiedersehen feiern. Infolge Schreckens einem Herzschlag erlegen Salzkotten. Als ein hier wohnender Bauer mit seinem Fuhrwerk an einem Bienenstande vorbeifuhr, setzten sich mehrere schwärmende Bienen in seinem Nacken fest. Der Mann, der wahrscheinlich herzleidend war, wurde infolgedessen von einem solchen Schrecken befallen, daß ihn ein Herzschlag traf und er tot zusammenbrach. Aus acht wurden elf Schöppingen. Die in der Bauerschaft Ramsberg wohnende Ehefrau Gehlich, Mutter von acht Kindern, schenkte Drillingen das Leben, drei prächtigen Knaben, von denen zwei sechs und der dritte fünf Pfund wiegen. Unsere Anekdote Der Fabeldichter Christian Fürchtegott Gellert pflegte als Student in Leipzig regelmäßig des Nachmittags ein Kaffeehaus zu besuchen, in dem er mit einigen Freunden Billard spielte. Dabei hatte er einmal das Mißgeschick, einen in das Lokal eintretenden jungen Mann mit dem Spielstock anzustoßen, weil er im Augenblick des Zustoßens gerade mit dem Rücken zur Tür stand. Gellert war sehr betroffen und suchte sich in aller Form zu entschuldigen. Aber der blasierte junge Mann ließ ihn gar nicht erst zu Worte kommen und sagte in barschem Ton:„Für wen halten Sie mich, mein Herr?“ Gellert, der unliebsame Auseinandersetzungen immer möglichst zu vermeiden suchte, entgegnete:„Für einen braven und rechtschaffenen Herrn, den ich ob meiner Unvorsichtigkeit vielmals um Entschuldigung bitte.“— Und ich halte Sie für einen ungehobelten Flegel!“ schnauzte der Angestoßene. Gellert blieb ruhig:„Dann bedauere ich außerordentlich, daß wir uns beide so geirrt haben.“ Der„Stadtanzeiger“ erschein wöchentlich 6mat. Wochendezugspreis 50 Pfg. Pokbezugspreis 2 RM. monatl. Druck u. Verlag chaft&.p G. Otto Hohle. Wanne=Eickel, verantwortlich für die örtlichen, sportlichen und provinziellen Mitteilungen Franz Jose Pruys, Castrop=Rauxel. Sa.=Nr. 2151 Castrop.— Anzeigenpreis mm hoch und 72 mm breit 25 Pfg. Nachlaß nach den vom N. d..W. herausgegebenen Richtlinten. 3. Zt. gilt Preisliste Nr. 1. Alle Bilder, soweit nicht anders angegeben. Scherl. Statt Karten— Danksagung Für die herzliche Anteilnahme und die schönen Kranz= und Blumenspenden beim Heimgange meiner lieben Frau, unserer guten Mutter, Schwiegermutter, sprechen wir allen, besonders Herrn Pastor Nelle für die trostreichen Worte unseren innigsten Dank aus.(E188 Wilhelm Eckardt und Kinder. Castrop=Rauxel 1(Hochstr.), im Juli 1942. Annahme von Wassermotor-Reparaturen Ickern. Recklinghauser Str. 252. Bist Du Mitglied der