68. Jahrgang! Kastroper Zeitung Nummar 145 urto Alltg Kaureler Neueste Nacheichten Donnerstag, den 7. Mal 1943 8 Ad Kauo zlanzesischen Besiher! Eine scharfe Note Vichys an den Präsidenten Roosevelt Washington Sroht. Maeninigde Aeversan! Pierd als Vorspann für den Kradfahrer Eine Aufnahme aus den Sumpfgebieten südlich des Ilmensees, wo die Operationen durch das Hochwasser besonders erschwert waren. Ein Kradmelder läßt sich hier mit seinem Krad von einem Pferd durch das tiefe Wasser ziehen. Es war die einzige Möglichkeit, ans jenseitige Ufer zu gelangen. PK. Mauch. Die englische Presse feiert bombastisch den„Sieg von Madagaskar“ Drahtbericht unseres eigenen diolomatischen Mitarbeitere London:„Offensivkraft erwiesen“. om 7. Mai. Iunsel MaEin Vierlehage abgeschnitten jehr desten. Mit beispielloser Tapferkeit wichtigen Stützpunkt an der Ostfront gehalten Britische Zerstörer beschädigt dud Füherhauptquartier, 7. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern bekannt: „Im Osten waren eigene Augriffsunternehmungen erfolgreich. Mehrere örtliche Angriffe des Feindes wurden abgewehrt. Im nördlichen Abschnitt der Ostfront stellten deutsche Truppen in kühnen, plaumäßig vorbereiteten Augriff die Verbindung zu einem vom Feinde eingeschlossenen wichtigen Stützpunkt wieder her. Die unter dem Kommando des Generalmajors Scherer stehende Besatzung hat seit dem 21. 1. 1942 in hartem Abwehrkampf zahlreichen Augrissen überlegener feindlicher Kräfte mit hervorragender Tapferkeit standgehalten. In Leningrad entstanden bei der Beschießung von Rüstungswerken langanhaltende Brände. Im rückwärtigen Gebiet der Ostfront wurden an verschiedenen Stellen bewaffnete bolschewistische Banden vernichtet. Die Kämpfe in Lappland und an der MurmauskFrout nehmen ihren Fortgang. Nach Abwehr der seindlichen Angriffe sind unsere Truppen an vielen Stellen zum Gegenaugriff angetreten. Kampfflugzeuge bombardierten mit guter Wirtung militärische Anlagen in Sewastopol, auf der Halbinsel Kertsch und im kaukasischen Hinterland. In Nordafrika bei andauernden. Sandstürmen geringe beiderseitige Aufklärungstätigkeit. Die Angriffe auf La Valetta und Flugplätze der Zusel Malta wurden mit guter Wirkung fortgesetzt. In der Nacht zum 5. Mai gerieten im Kanal verierende leichte Seestreitkräfte in Gesechtsbeuhrung mit fünf britischen Zerstörern, von denen einige durch Artillerietreffer beschädigt wurden. Leichte deutsche Kampfflugzeuge griffen am gestrisen Tage Eisenbahn= und Fabrikanlagen der engischen Küstenstadt Folkestone erfolgreich ar. Planlose Störflüge britischer Bomber führten n der Nacht zum 6. Mai nach Süddeutschland. Einelne Bombenwürfe auf kleinere Städte und Landiemeinden verursachten geringen Sachschaden. Nachtäger und Flakartillerie schossen drei der angreifenden Bomber ab.— Leutnant Köppen errang an der Ostfront seinen 85. Luftsieg.“ Eines der stolzesten Ruhmesblätter # Berlin, 7. Mai. Wie das OKW. ergänzend aug ine die Verteidigung des ein Vierteljahr Abschnitter chlossenen Stützpunktes im nördlichen miyuut der Ostfront eines der stolzesten Blätter „ der Geschichte der Kämpfe im Osten dar. Am Jannar war die Gruppe vom Feinde eingechlossen worden. Dreieinhalb Monate lang verleidigte sich die Gruppe des Generalmajors „Herer aufs tapferste gegen eine seindliche u vernacht Selbst als den Sowjets ein Einbruch verteidig“ selungen war, wurde Haus um Haus #n#p, und so gelang es dem Gegner nicht, seim2. PrOlg auszunntzen, der schwerste Verluste an „schen und Material erlitt. Weder Panzer= noch ## Püllen der Sowjets war ein Erfolg beschieEingesc;, minder schwierig als die Aufgabe der i. 2½lossenen war die der Entsetzungsverbände, verökeig!“ ebenso wie die deutschen Lustwassenvorragendes leisteten. Mut, Tapferkeit und Widerstandskraft des deutschen Soldaten haben sich hier wieder einmal aufs glänzendste bewährt. Eichenlaub für Generalmajor Scherer dub Führerhauptquartier, 7. Mai. Der Führer verlieh dem Generalmajor Scherer, Kommandeur einer Kampfgruppe, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Berlin, Der Ueberfall auf die französische dagaskar hat der englischen Presse endlich Gelegenheit gegeben, den von der Regierung sehnlichst gewünschten„Sieg" zu verkünden. Wenn man in Londoner Blättern liest, daß nun die „Offensivkraft Englands erwiesen“ sei und daß die Eroberung der Insel, die übrigens noch nicht vollendet ist, weil die schwache französische Besatzung von der Regierung von Vichy den Befehl erhalten hat, Widerstand zu leisten, eine gewonnene Schlacht aufwiege, so erkennt man daraus den vorwiegend propagandistischen Charakter der von Churchill befohlenen Aktion. Weder die nächtlichen Sportveranstaltungen von Saint Nazaire und Boulogne noch das blinde Wüten der britischen Luftwaffe gegen deutsche Kulturstädte haben genügt, das ramponierte militärische Prestige Englands wieder aufzufrischen und die offen zur Schau getragene Verachtung des bolschewistischen Bundesgenossen zu besänftigen. Eine Wolke der Unzufriedenheit lagert über England und droht gegen Churchill loszubrechen, für dessen strategische Fähigkeiten niemand auch nur AA Bersten erreichen dus Dempo nicht Die Stahlindustrie leidet unter einer großen Schrottknappheit Drahtbericht unseres eigenen ständigen Korresvondenten Waggonmangel bei Bahnen kb Lissabon, 7. Mai. ben. Jede nicht direkt mit dem Kriege zusammenhängende Verwendung von Stahl und Eisen ist nunmehr verboten und unter strenge Strafen gestellt worden. Häuser dürfen von jetzt an nicht =Die Schiffswersten der Vereinigten Staaten zei= mehr gebaut werden und neue Telefonanlagen gen sich außerstande, das Roosevelt=Programm werden nicht mehr geliefert. Der durch den Ausdurchzuführen. Diese Tatsache wird jetzt von dem fall der Automobile gewaltig ansteigende EisenPräsidenten selbst nicht mehr bestritten, obwohl bahnverkehr erfordert die Einstellung von Hundertin USA. sowohl wie in England die Bedeutung tausenden neuer Waggons. Die Eisenbahngesellder Tonnage für die gesamte Kriegsführung der schaften verlangten als erste Rate in diesem Jahre Alliierten allgemein erkannt ist. Die Leistungsfähigkeit der Hochöfen hält mit den Anforderungen nicht mehr Schritt, die der Schiffsbau und die Rüstungswerke an sie stellen. Die Stahlproduktion leidet unter einer großen Schrottknappheit; um sie abzustellen sollen die Straßenbahnschienen von New York und einigen anderen großen Städten— die seit Jahren die Straßenbahnen abgeschafft haben— herausgerissen und verschrottet werden. Das gleiche gilt für die Schienen von Eisenbahnlinien, die nicht mehr unbedingt gebraucht werden. Von den 30 Millionen privaten Automobilen verlangt das Kriegsproduk= tionsamt 18 Millionen zur Verschrottung bis Ende dieses Jahres, um daraus 15 Millionen Tonnen Schrott zu gewinnen. Die sogenannten „Auto=Friedhöfe“ müssen ihre Schrottvorräte bis zum 30. Juni an die Stahlwerke abgeliefert ha1 300000 neue Eisenbahnwagen und 1200 neue Lokomotiven. Aber das Kriegsproduktionsamt verweigerte sie ihnen wegen des immer drückender werdenden Stahlmangels. Die in Lissabon eintreffenden New Yorker Zeitungen geben neue Informationen über die Einführung der Zuckerkarte in den USA., die das ganze Land offensichtlich in eine starke Erregung versetzt hat. Die danach gewährten Zuckerationen betragen pro Kopf und Woche ein halbes USA.= Pfund; für Einmachzwecke werden nur 5 Pfund jährlich bewilligt. Wer seine Zuckerkarte verliert, erhält erst nach zwei Monaten vom Ausstellungs= datum an berechnet eine andere. In Todesfällen oder bei der Einziehung zum Militärdienst müssen die Karten sofort abgeliefert werden. Alle Verstöße gegen diese Bestimmungen werden mit Geldund Gefängnisstrafen bis zu einem Jahr belegt. Alleinnehindur: Jupaner in Sörregidde! Der letzte amerikanische Stützpunkt auf den Philippinen gefallen Eine der stärksten Festungen De die gi. dier vor al Eingeschlossenen □ Saigon, 7. Mai. Das australische Hauptquartier teilte gestern amtlich mit, daß Corregider sich ergeben hat. In Washington traf der letzte Funkspruch aus der amerikanischen Inselfestung Corregidor am Mittwochfrüh ein. Der Nachfolger Mac Arthurs, General Wainwright, gab damit bekannt, daß japanische Streitkräfte auf der Inselfestung gelandet seien. Der Sturm habe kurz nach Mitternacht begonnen und bis zum Morgen mit Fr3#m# machsender Stärke angehalten. Später wurde von allem die Transportverbände, Washington aus mitgeteilt, daß weitere Meldunaus der Luft versorgten) Her=gen aus Corregidor ausgeblieben seien und daß daher angenommen werden müsse, daß die Festung gefallen sei. Mit dem Fall der Inselfestung ist der letzte amerikanische Stützpunkt auf den Philippinen in japanische Hand gefallen. Corregidor ist eine der stärksten Naturfestungen der Welt. Die ganze Insel ist durch ausgedehnte Verteidigungsstellungen, Magazine, Befehlsstellungen usw. unterminiert. Die unterirdischen Galerien, die die einzelnen Verteidigungsstellungen miteinander verbinden, seit breit genug, um eine doppelgleisige Transportbahn aufnehmen zu können. Selbst das Haspital befindet sich unter der Erde. Die schweren japanischen Bombenangriffe der letzten Wochen zerstörten fast sämtliche Tunneleingänge und Wasserreservoire. Corregidor galt in den amerikantschen mikitärischen Kreisen als„uneinnehmbar“, noch einen Heller gibt. Das ganze Land verlangt, daß die militärischen Entscheidungen diesem Dilettanten weggenommen werden und in die Hand eines Fachmannes gelegt werden. Diese Forderung wurde von dem Kriegsminister Grigg im „Manchester Guardian" erhoben und in der letzten Sitzung des Oberhauses besprochen und allgemein gebilligt. In dieser Stunde, in der Churchill im Kern seiner Machtposition bedroht ist und er in der neuen Niederlage in Nord=Burma die ganze militärische Machtlosigkeit Englands enthüllt, hat er sich zu“ dem neuen Banditenstreich gegen den Kolonial= besitz des ehemals Verbündeten entschlossen. Eine Ueberraschung bedeutete er weder für Frankreich noch für die übrige Welt, denn die Notwendigkeit, sich aus strategischen Gründen der Insel zu bemächtigen, wurde seit Wochen in der englischen und amerikanischen Presse erörtert und bildete sogar den Gegenstand diplomatischer Aussprachen zwischen Vichy und Washington, in denen die französische Regierung die Grundlosigkeit des Gerüchtes von einer bevorstehenden japanischen Aktion gegen Madagaskar nachwies. Dies hat Roosevelt nicht gehindert, auch dieser englischen Bölkerrechtsverletzung zuzustimmen, wie er die Ueberfälle auf Dakar, Oran, Syrien und die französischen Inseln an der Neufundländischen Küste und im Pazifik deckte und guthieß. Die amerikanische Note an die Regierung von Vichy geht in der schamlosen Verdrehung der Rechtslage so weit, Frankreich die Verteidigung der Insel zu verbieten und zu drohen, daß diese sie als einen auch gegen die Vereinigten Staaten gerichteten Angriff betrachten werden. Der berüchtigte Begriff der„Aggression“ hat damit eine gerade zu klassische Auslegung erfahren. Daß Roosevelt diese Unverschämtheit, die in der Geschichte der Diplomatie einzig dasteht, wie gewöhnlich in einen Nebel moralischer Phrasen hüllt, von der Aufrechterhaltung der Zivilisation redet, an der auch Frankreich interessiert sei, und die Rückgabe der Insel verspricht, wenn ihre Besetzung nicht mehr„wesentlich“ sei, versteht sich von selbst. Die französische Regierung hat diese Aumaßung in einer Antwortnote zurückgewiesen und erklärt, daß sie„dem Präsidenten Roosevelt den Teil der Verantwortung überlasse, der ihm bei den Folgen zufallen wird, die sich aus dem Augriff ergeben können". An den in Ostasien und im indischen Raum Zug um Zug fallenden Entscheidungen wird dieser Griff des englischen Langfingers in die französische Tasche und die Begünstigung durch den amerikanischen Hehler nichts ändern können. New York erinnert an Dakar dp Stockholm. 7. Mai. Drahtbericht unseres Mitarbeiters Die Vereinigten Staaten drohen weiter offen der französischen Regierung, daß, falls auf Madagaskar Widerstand geleistet werde oder die englischen Angriffe durch französische Aktionen erwidert würden, die Insel Martinique und andere im Bereich der amerikanischen Flotte befindlichen Kolonien besetzt werden. Einige New Yorker Blätter erinnern auch an Dakar. Dennoch leisten die allerdings schwachen französtschen Kräfte Widerstand. Wie gestern in London erklärt wurde, schlagen sich die Franzosen mit großer Zähigkeit und englische Zeitungen warnen davor, anzunehmen, Madagaskar könnte im Handumdrehen erobert sein. Auf den 687 327 Quadratkilometern Madagaskars wohnen ins. gesamt etwa vier Millionen Menschen, darunter 23 000 Franzosen. Die Hauptstadt Tananarivo weist etwas über 100.000 Einwohner auf. Gie ist mit ihren lehmroten Straßen und spitzgiebeligen, mehrstöckigen Ziegelhäusern überaus malerisch über Berggelände gebreitete und in dem mit Läden geschmückten Geschäftsviertel von einem Gewimmel weißgekleideter Gestalten durchpulst. Auch in den anderen Landschaften führen die Autostraßen an freundlichen sauderen Städtchen und ansehnlichen Hotele vorüber. Frankreich hat diesen kleinen Kontinent wirtschaftlich noch kaum erschlossen. Ee hat erst 1885 die Schutzherrschaft über Madagaskar erlangt. Wie zumeist bei unserem westlichen Nachbar waren hierbei weniger wirtschaftliche Erwägungen als Prestigegelüste ausschlaggebend. Frankreich hat es niemals verwinden können daß es in dem Ringen um Indien den Engländern unterlegen ist. Madagaskar und Indochina waren tröstliche Ersatzstücke— aber eden nur Ersatz— bei dem französischen Streben nach Weltherrschaft. Erst 1896 ist die Annexion gelungen, nachdem Bündnisse und Verträge allmählich einem fwundlicheren Verhältnis zu den Einwohnern vorgearbeitet hatten. 1957 wurde die letzte Königin Ranavalo Manyakg III. nach Algier neebannt. Sie hat sich dört aus Heimwe) zu Tode getrunkon. Za denauchen des kawauf Japans Taktik in Burma I Von unserem außenpolltischen Mitarbeiter tbr Berlin. im Mai. Nach dem Fall Mandalays, mit dem die von den Tälern des Jrawadi und des Sittana aus geführte japanische Operation ihr vorläufiges Ziel erreicht, hat sich die britisch=indische Burma=Armee unter Generalleutnant Alexander und die tschunkingchinesische Armee fluchtartig nach Norden zurückgezogen. Es blieb für beide Grupven offensichtlich nur noch die Frage offen, wie der„heimatliche Bohöchstem Alarm geführt. Der Oberkommandierende in Indien, Sir Archibald Wavell und der Kommandeur der amerikanischen Luftwaffenabteilungen in Indien. Generalmajor Lewis Brereton haben bereits über den Rundfunk einen Aufruf zur Verteidigung Indiens verlesen. Tschiangkaischek aber schickte nach der Katastrophe in Burma sofort einen seiner fähigsten Generale. den Oberbefehlshaber der Szechwan=Provinz, der Kernvrovinz des 100 K FAAN K engolen Vonangenche Bed # Donmeng 28 * er hat nicht nur seine besten Divisionen und vermutlich sein gesamtes in Burma eingesetztes Material verloren sondern steht obendrein vor der völligen Isolierung und damit dem beainnenden Ende seines Kriegspotentials. Dr. Franz B. Zons. Die Bedeutung der Eroberung Akyabs sa Rom, 7. Mai. Drahtbericht unseres Mitarbeiters In japanischen Kreisen in Rom wird der Besetzung des Flughafens Akyab im Bengalischen Golf größte Bedeutung beigemessen, da Kalkutta, das nur 500 Kilometer von diesem Stützpunkt entfernt ist, nun relativ leicht durch die japanische Luftwaffe erreicht werden kann. In Tschungking=China= eingedrungen □ Shanghai, 7. Mai. Nach in Tschungking pen von Burma aus in die chinesische Provinz veröffentlichten Meldungen sind japanische TrupDuennan eingedrungen. Die japanischen Truppen haben in der Nähe von Wanting, etwa 100 Kilometer nördlich von Lahiv. die chinesische Grenze überschritten. „Wir werden zurückkehren“ □ Rom, 7. Mai. Im Haushaltsausschuß und Ausschuß für Italienisch=Afrika der Kammer der Fasci und Korporationen erklärte Nationalrat Fossa unter dem Beifall aller Anwesenden, daß die kolonialen Probleme für Italien heute einen irredentischen Charakter angenommen haben, da Italien in sein Gebiete zurückkehren werde. Regus=Orden für Wavell sa Rom, 7. Mai. Drahtbericht unseres Mitarbeiters Der britische Rückzugsgeneral Wavell hat anläßlich des ersten Jahrestages der Rückkehr des „Negus“ von Haile Selassie den Orden vom Siegel Salomons erhalten. den“ am sichersten zu erreichen sei. Dabei ist für die Außenstehenden noch nicht klar zu übersehen, wie die Rückzugslinie letzten Endes verlaufen wird. Die Engländer, das steht fest, marschieren zur Zeit in Eilmärschen im Tal des ChinowinFlusses, eines Nebenflusses des Jrawadi, nach Norden. Alexander hatte bereits seit dem Fall von Lashio, als das Umgehungsmanöver der Japaner eindeutig wurde, es vorgezogen, sich von dem rechten Flügel der chinesischen Bundesgenossen abzulösen und mit einer leichten Schwenkung nach Westen, eben in das Chindwin=Tal hinein, das er nun nach Norden weiter abtastet, mit seinen Leuten westlich an Mandalan vorbeizuziehen und die Verteidigung dieses alten burmesischen Heiligtums den Tschnugking=Chinesen zu überlassen. Dabei mag nicht nur die Angst, in die javanische Umklammerung hineinzugeraten, sondern auch einen Briten bezeichnende Ueberlegung mitgespielt haben, für den Fall einer Besetzung Mandalays durch die Japaner die Schuld am Verlust dieser Stadt den Bundesgenossen zuschieben zu können. Aus dieser Ueberlegung heraus darf man auch verstehen, daß die amtliche Mitteilung vom Fall. Mandalavs aus Tschungking und nicht aus Lonoon kam. Mittlerweile wird aber den Generalleutnant Alexander eine andere Sorge bedrücken. nämlich, wie er aus dem Tal des Chindwin. in das er sich flüchtend rettete, nun wieder hinausfindet. Es bleiben ihm zwei Möglichkeiten, einmal kann er von dem Flußtal aus das dieses Tal nach Westen begrenzende Gebirge mit seinen Leuten überseigen und sich auf Bengalen zurückziehen, oder er mag den Lauf des Chindwin weiter nach Norden, bis zu den Quellen dieses Flusses und des Jrawadi verfolgen und sich dann durch die engen Seitentäler nach der indischen Provinz Assam Der Londoner„Dail Mail“ hat diese beide Möglichkeiten bereits den britischen Lesern aufgezeigt und dabei ganz nüchtern festgestellt: wenn Alexander die britisch=indische Burma=Armee über das Gebirge nach Bengalen führen will. kann er das nur als alpinistische Leistung vollbringen, das heißt, unter Zurücklassung der gesamten, ja auch der kleinsten Ausrüstung. und das bedeutet wieder ein Verlust des gesamten vor den Javanern noch geretteten britischen Kriegsmaterials in Will er aber andererseits den Weg über die Irawadi=Quellen jenem anderen vorziehen, so mag er vielleicht mit seinen Kanonen entkommen. aber es läßt sich dann nicht vorausbestimmen, wann die Armee Indien erreichen wird. Drei irakische Freiheitskämpfer hingerichtet □ Stockholm, 7. Mai. Nach einer ReuterAbschneidung Tschungkings droht. Tschiangkaischek trifft der Schlag in Burma zunächst am fühlbarsten: den. Tschungkinger Machtbereichs, Genreal Chang, den Weg nach Indien. Er soll fragen, wie Wavell sich nach der Niederlage in Burma die weitere ZuWieder fünf Spitfire abgeschossen Berlin, 7. Mai. Bei heitigen Luftgesechten wurden gestern mittag bei Le Havre fünf Spitfire abgeschossen. Trauen sie den Sowjets nicht mehr? U Genf. 7. Mai. Drahtbericht unseres Mitarbeiter: Ein diplomatisches Wettrennen zwischen England und den USA auf der einen und der Sowjetunion auf der anderen Seite in Tschungking erfüllt die Londoner diplomatischen Kreise mit Besorgnissen. London befürchtet auf Grund von Anzeichen die außerordentliche rege unterirdische Arbeit der Bolschewisten auch in Indien. Jetzt wird mit den Banden aufgeräumt Bericht unserer Berliner Vertretung * Berlin, 7. Mai. In dem Plan Stalinscher Kriegführung spielt der Bandenkrieg im Rücken der deutschen Front eine ziemlich betonte Rolle. Von bolschewistischer Seite ist gleich zu Beginn des Krieges erklärt worden, daß diese Banden nach ganz bestimmten Anweisungen ihre mordende Tätigkeit ausüben. Sie setzen sich aus vorher bestimmten und für den Bandenkrieg besonders ausgebildeten Zivilisten, aus versprengten Sowjetarmisten in Zivilkleidern und aus jüdischem Gesindel zusammen. Geführt werden sie von besonders verschlagenen Kommissaren, die sich auf dem Gebiet des Räuberwesens gegen die eigene Bevölkerung hervorgetan haben. Diese Banden führen nicht Krieg, sondern betätigen sich als schützen, Straßenräuber und Mordbrenner. Sie terrorisieren die Bevölkerung und versuchen, die deutschen Nachschublinien zu stören. Ihr Einsatz in der Kriegführung ist also Rückfall in die schwerste Barbarei des finstersten Mittelalters, paßt aber in die Kampfmethoden des bolschewistischen und plutokratischen Judentums. Von deutscher militärischer Seite wird jetzt eine systematische Aufräumung der Gebiete hinter der deutschen Front durchgeführt. Es wird hart und rücksichtslos durchgegriffen, wie es dieser jüdische Auswurf und seine Söldlinge verdienen. Modelle aus der Reichskanzlei Fanes beldandeer neue dedische Baatanst In Madrid wurde gestern eine Architekturausstellung eröffnet Drahtbericht unseres eigenen ständigen Korrespondenten des Schreibtisches des Führers. Besonderes Interesse des spanischen Stabschefs fanden außerdem die Modelle der gewaltigen Nürnberger Reichsparteitagsbauten sowie des Königlichen Platzes in München. Der Caudillo bewunderte den neuen Bauwillen des nationalsozialistischen Staates, der bemüht ist, die Stilfrage, das rein Aesthetische vom Inhaltlichen her zu lösen, auch in den militärischen Bauten, den Ordensburgen sowie den Autobahnen und ihren Brücken, die sowohl in Modellen wie in Photographien einen großen Platz in dieser Ausstellung gefunden haben. Vor der Hermann=Göring=Siedlungsanlage blieb der Staatschef voll Interesse in längerem Gespräch mit seiner nächsten Umgebung stehen. Nachdem der Caudillo und sein Außenminister sich in das Gästebuch eingetragen hatten. eröffnete General Franco die in dem gegenüberliegenden Gebäude ausgestellte Schau der spanischen Wiederaufbauarbeiten. Auch diese Ausstellung ist ein Beweis der neuen aufblübenden Kraft der jungen spanischen Nation. Und die Chinesen? Was zur Verteidigung dieser Stadt um Mandalya stand, hat sich. nach dem Kommunique aus Tschungking, ebenfalls fluchtartig nach Norden zurügezogen und liegt bereits wieder in Kämpfen mit der japanischen Vorhut nördlich von Lashio. Das Gros der tschungking=chinesischen Armee aber liegt eingekesselt im Raum von Taunggy, südöstlich von Mandalay, an dem vorbei die Japaner von Loikow kommend im kühnen Marsch vorstoßend Lashio erreichten. General Stillwell, der amerikanische Oberkommandierende der chinesischen Burma=Truppen, hatte offenbar einen japanischen Frontalangriff von Loikow her erwartet und seine im Sittanggebiet kämpfenden Trupven in Tuchfühlung mit dem linken Flügel der im Frawadigebiet stehenden britisch=indischen Verbände gebracht— ein Manöver, das ihm auch nur vorübergehend glückte. Durch die Ueberrennung von Taunggy und den Marsch der Japaner nach Lashio, der ein Blitzmarsch trotz trovischer Hitze gewesen sein muß, durch die Schwenkung dann nach Mandalan sahen sich die Chinesen, die glaubten Mandalan in der Frontlinie zwischen Yametin und Taunggy verteidigen zu müssen, plötzlich vom Rükken her bedroht. Das amtliche Tschunaking=Kommuniqué meldet bereits die erfolgte Einschließung, die nur noch ein Schlupfloch offen läßt, den Saumpfad durch die Dschungel der Schan=Staaten, durch die diese geschlagene Truppe die südchinesische Provinz Yünnan ereichen könnte. nach einem Marsch allerdings von über 1000 Kilometer. Ueber die erstaunliche fapanische Taktik müßte noch besonders geschrieben werden. Hier steht nur ihr Ergebnis: Neben der Besetzung eines wichtigen Vorgeländes der indischen Staaten die militärische und taktische Katastrophe für den Geaner. In New Delbi und in Tschungkina hat das Ereignis zu en Madrid. 7. Mai. In Anwesenheit des spanischen Staatschefs, des Außenministers Serrano Suner. der Generale Moscardo und Valiquet, der revräsentativsten Persönlichkeiten des spanischen Militärs, der Partei und Behörden sowie des deutschen Botschafters von Stohrer, des Vertreters von Reichsminister Dr. Goebbels, Ministerialrat Biebrach, wurde gestern mittag in einem feierlichen Akt die deutsche Architekturschau im großen Madrider Ausstellungspalast Retiro eröffnet. Diese im Auftrag von Generalbauinspekteur Reichsminister Albert Speer und von Dr. Rudolf Wolter organisierte Ausstellung moderner Bauten des neuen Deutschland ist die größte, die bisher im Ausland gezeigt wurde; sie aibt einen umfassenden Ueberblick über die seit der nationalsozialistischen Revolution in Deutschland entfalten Bautätigkeit. In dieser Ausstellung sind in erster Linie die offiziellen Partei=Bauten berücksichtigt worden, die den politischen Willen und das Grundsätzliche: den Inhalt des neuen Lebens in Deutschland— am sichtbarsten machen. Zwei Säle sind allein der neuen Reichskanzlei gewidmet worden. Als erster Repräsentativbau in der Reichshauptstadt, der durch den Hintergrund der volitischen Ereignisse bereits eine historische Bedeutung erreicht hat, erregte er die besondere Aufmerksamkeit und Bewunderung des Caudillo, der von dem Kulturattaché der deutschen Botschaft geführt, lange Zeit vor dem Modell des Arbeitszimmers des Führers und der repräsentativsten Säle der Kanzlei verweilte. Um dem spanischen Publikum ein Bild von der großzügigen Inneneinrichtung zu geben, hatte man sich nicht gescheut. Kovien von einzelnen Möbeln zu versenden. u. a. eine Kopie Ernennungen für den Rüstungsrat dnb Berlin, 7. Mai. Der Reichsminister für Bewaffuung und Munition hat in diesen Tagen den Rüstungsrat gebildet, dem Generalfeldmarschall Milch, Generaloberst Fromm, Generaladmiral Witzel!, Veyepot Feziuleri, fauterie Thomas und Generat der Arnitiette Leeb angehören. Aus der Rüstungsindustrie hat der Reichsminister für Bewaffnung und Munition Geheimrat Hermann Bücher, Generaldirektor Philipp Keßler, Generaldirektor Paul Pleiger, Generaldirektor Dr. Ernst Pönsgen, Kommerzienrat Dr. Röchling, Generaldirektor Hellmuth Röhnert, Generaldirektor Albert Vögller und Generaldirektor Wilhelm Zaugen in den neugebildeten Rüstungsrat berusen. „Wenn die Sowsets am Rhein sind“ □ Stockholm, 7. Mai. In einem Aufsatz der Zeitschrift„Nineteenth Century“ enthüllt der Herausgeber der Zeitschrift, der berüchtigte Voigt vom„Manchester Guardian" das anglobolschewistische Programm zur Terrorisierung Europas im Falle eines anglo=bolschewistischen Sieges. Die englische Zeitschrift bekräftigt ausdrücklich die Pläne Stalius und erklärt sich mit der Bolschewisierung Europas einverstanden. Das Programm übertrifft in seiner Brutalität und in seinem Zynismus alles, was bisher über den Verrat Englands an Europa bekannt geworden ist. Wenn die Sowjets in Berlin sind und ihre politische Ordnung aufzuzwingen beginnen, würde eine Defensivgrenze längs des Rheins geschaffen". würde die historische Gelegenheit für Frankreich sein für die Restauration des römischen Limes und eine Union mit dem neuen Rheinstaat". Die Front des neuen Europas wird diese anglobolschewistischen Hirngespinste zerschlagen. Sandstürme an der Eyrenaiea=Front dnd Rom, 7. Mai. Der italienische Wehrmachtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: „An der Cyrenaika=Front schränkten Sandstürme die Kampftätigkeit auf beiden Seiten ein. Italienische und deutsche Luftverbände führten hintereinander Bombenangriffe auf die Flottenstützpunkte und die Flugplätze auf Malta durch. Deutsche Jäger schossen eine Spitfire ab.“ Ritterkreuz für Stuka=Staffelkavitän dnb Berlin, 7. Mai. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberleutnant Georg Jakob, Staffelkapitän in einem Sturzkampfgeschwader. e a BV 141 Die Flugzeugwerke der weltbekannten Schiffswerft Blohm& Voß haben für die deutsche Luftwaffe mit der BV 141 ein in Aufbau und Formgebung vollkommen neuartiges Flugzeugmuster entwickelt, das bei seinen ersten Einsätzen im Ostfeldzug überragende Erfolge verbuchen konnte. Dieses erste unsymetrische Flugzeug der Welt ist eine Schöpfung des Chefkonstrukteurs der Flugzeugwerke Blohm & Voß, Wehrwirtschaftsführer Dr. Ing. Vogt. Die auf Grund der taktischen Forderungen notwendige Sonderheit der Konstruktion hat gleichzeitig einen überaus günstigen Einfluß auf die Flugeigenschaften und Leistungen des Flugzeuges ergeben. PK.-Luftwatte. Die Wiener Woche zeitgenössischer Musik rwp Wien, 7. Mai. Drahtbericht unseres Mitarbeiters Die vollendet schöne Aufführung der„Elektra“ von Richard Strauß an der Wiener Staatsoper am zweiten Abend der„Woche zeitgenössischer Musik“ war unter der sicheren Stabführung Moralts— von der Kunst des Orchesters der Wiener Philharmoniker getragen. Von den großartigen Einzelleistungen seien Gertrud Rünger in der Hauptpartie, Hilde Konetzny und Margarethe Klose— letztere als hochwillkommener Gast— mit besonderem Dank verzeichnet. Es war ein unvergeßlicher Abend und eine begeisterte Huldigung für Richard Strauß. Neben der„Elektra“Aufführung gab es am gleichen Tag ein Komvonistenkonzert von Grazer und Wiener Komponisten. Erwähnt sei schließlich noch ein interessanter Vortrag Dr. Ruppels über die Probleme des modernen Bühnenbildes, der viel Aufmerksamkeit fand. Der dritte Taa der Woche gehörte in der Wiener Staatsoper Hans Psitzner, der mit seinem persönlichen Werk„Palestrina“ zu Wort kam. Die prachtvoll ausgeglichene Aufführung, die Rudolf Moralt in kongenialer Einfühlung in die Musik leitete, beherrschte bis zur letzten Szene die willig folgenden und aufnahmebereiten Hörer. Das vollbesetzte Haus spendete am Schluß dem Komponisten und allen Helfern am Werk stürmischen Beifall. Ein interessanter Abend mit Kompositionen für Streichorchester und Chorgesängen machte mit einer an melodischen Einfällen reichen und pregnanten Streichmusik des Heidelbergers Wilhelm Maler bekannt. Auch von Armin Kaufmann und Max Heger, die als Träger eines Komponistenpreises der Stadt Wien bereits einen guten Namen hatten, hörte man neue Werke deren eindringliche Impulsivität starken Beifall erzwang. Der Konzertchor der HJ. brachte klangschöne Chöre von Heinrich Spttt; und Felix Molzer und wurde ebenso, wie Wiener Frauen=Sinsonieorchester unter der Leitung von Milo von Wamak für seine Darbietungen herzlichst bedankt. Richard Wilhelm Pollika. gchglan u Luftgesechten e fünf Spitsire cht mehr? enf. 7. Mai. larbeiter: vischen England er Sowjetunion king erfüllt die it. Besorgnissen. Anzeichen die Arbeit der Bolaufgeräumt Vertretung lan Stalinscher rieg im Rücken betonte Rolle. zu Beginn des e Banden nach ihre mordende aus vorher bebesonders ausingten Sowjetjüdischem Gesie von besondie sich auf dem die eigene Bese Banden fühsich als Heckenordbrenner. Sie versuchen, die Ihr Einsatz in in die schwerste ters, paßt aber hewistischen und deutscher milistematische Aufdeutschen Front icksichtslos durchswurf und seine Rhein sind“ inem Aufsatz der tury“ enthüllt der berüchtigte an" das anglorrorisierung Enchewistischen Sieräftigt ausdrückärt sich mit der landen. Das Prolität und in seir über den Vert g e w o r d e n i s t. nd und ihre poliunen, würde eine geschaffen". 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Man bekommt es so oft zu hören, wenn sich ein Anschluß nicht im Augenblick vollziehen läßt als eine sanfte Mahnung, sich in Geduld zu fassen und vertrauensvoll das weitere abzuwarten:„Ein Momenterl bitte!“. Ich meinerseits muß sagen, ich habe mich in dieses „Momenter!“, geradezu verliebt. Es gehört meiner Ansicht nach zu den erfreulichsten Erscheinungen unserer gegenwärtigen amtlichen Welt Wer mag es wohl erfunden haben? Ich rate auf eine junge Dame von Herz und Gemüt, die den großzügigen Entschluß gefaßt hat. an ihrem inneren unverwüstlichen Gleichgewicht auch andere teilnehmen zu lassen. Das„Momenterl“ als ein Kind des großen Moments, wirkt, wie Kinder oft sind. als ein liebenswürdiges vertrauliches und zugleich auch ein wenig neckisches Wesen, das im ersten Augenblick gewiß überraschend an die Seele des ungeduldig wartenden Fernsprechlers herantritt. Und indes er die Wirkung bedenkt, hat sich schon vieles in ihm beruhigt. es ist eine Art von Höflichkeit des Herzens, die ihn überfallen hat und es wäre ihm auch gar nicht mehr möglich, eine nervöse Ungeduld oder sonst eine Unzufriedenheit zur Schau zu tragen. Bedenken wir, was das heißt. Ein einziges Wort kann derart hundertmal im Tage segensreich wirken und es wird wohl kaum jemals eine Ablehnung erfahren, ebenso wenig, als es etwa einem Kinderlächeln geschieht Und es trägt in seiner Herzenshöflichkeit auch ein wenig bei zum großen allgemeinen inneren Zusammenhang. Mich freut, daß es ein Wiener Kind ist, das Momenterl. Die Macht nach außen kann im Innern gar nicht besser begleitet werden, als durch die Macht des Gemüts. Wir erleben jetzt wahrhaft Großes von Moment zu Moment. Gott erhalte uns aber auch das Momenterl! Franz Karl Ginzkey, Wien. 85 Jahre alt“ Unsere Mitbürgerin Bernhardine Wenge, Frohlinder Straße 24, kann in diesen Tagen ihr 80. Lebensjahr vollenden. Der allverehrten Altersiubilarin zu ihrem Ehrentage die herzlichsten Glückwünsche, verbunden mit einem kräftigen„Glückauf“ für einen noch recht langen und recht glücklichen Lebensabend! was kommt dann — wenn einer ohne Fahrschein angetrossen wird? Am 1. Mai sind die bisherigen Besörderungsbedingungen, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft der Straßen= und Kleinbahnen in den Bezirken der Reichsbahndirektionen Essen, Köln, Wuppertal=Elberfeld ungültig geworden. An ihre Stelle traten die Allgemeinen Beförderungsbedingungen für Straßenbahn= und Omnibusverkehr, die hinsichtlich der Fahrgeldbinterziehung insosern eine wichtige Aenderung bringen, als die Mindestnachlösegebühr mit Genehmiaung der zuständigen Preisbildungsstelle von.50 RM auf 3 RM erhöht wurde. Erholungskuren auch für Hausgehilfinnen Dringend erholungsbedürftige Hausgehilfinnen, die Mitglieder der DAF sind können im Rahmen des Reichserholungswerkes der DAF an einer Erholungskur teilnehmen. Sie wollen sich umgehend bei der Deutschen Arbeitsfront. Kreiswaltung Herne Castrop= Rauxel. Abteilung„Berufstätige im Privathaushalt“. Herne, Schulstraße 28, melden. Heimlich, still und leise — trat der Sommerfahrplan in Kraft Zu dem am 4. Mai d. Is. in Kraft getretenen Sommerfahrplan sind die neuen Kursbücher soeben erschienen. Die Reichsbahn macht besonders darauf aufmerösam, daß die in den Fahrplänen durch eine Wellenlinie und das Zeichen eines liegenden Kreuzes oder einer Raute kenntlich gemachten Reisezüge nur auf besondere Anordnung verkehren. Bei der Darstellung der Anschlüsse an und von Zügen. die im Fahrplan die vorexwähnten Zeichen nicht führen, sind die auf besondere Anordnung verkehrenden Züge nicht berücksichtigt. Es wird daher empfohlen, vor Antritt der Reise festzustellen, ob durch Zugeinlegungen bessere Anschlüsse entstanden sind. Ferner muß mit weiteren Einschränkungen des Reiseverkehrs an Sonntagen gerechnet werden. Diese Zugeinschränkungen werden jeweils auf den Bahnhösen durch besondere Anschläge bekanntgegeben. Lohnende Jagd in Keller und Stall Wer auf die Jagd geht, will etwas erlegen. Eine Jagd, die nicht lohnt, verdrießt den Jägersmann und das mit Recht. Wenn wir nun dazu auffordern, eine Jagd in Keller und Ställen zu unternehmen, so müssen wir erst einmal beweisen, daß dieses Unternehmen, das mit dem edlen Waidwerk ja nur den Namen gemeinsam hat, doch ein lohnendes Untersangen ist. Worauf macht man Jagd im Keller und im Stall? Doch nur auf Ratten! Gans richtig die Jagd auf Ratten ist eine durchaus lohnende Sache, wenn der Nutzen auch nicht durch das erlegte Viehzeug repräsentiert wird, sondern vielmehr durch die Erhaltung der Nahrungsmittel und anderer Sachwerte, die von Dank des Besehishader zim Wehrtreis Vi .6 Millionen Reichsmark am Tage der Wehrmacht für das Kriegs=W5W gespendet Heimat und Front ein Wille Im Wehrkreis VI konnten für das Kriegswinterhilfswerk 1941/42 durch die Maßnahmen der Wehrmacht RM 8696 385,32 aufgebracht und den mit der Durchführung des großen sozialen Hilfswerkes des Führres beauftragten Dienststellen der RSDAP übermittelt werden. Diese Summe übertrifft das Sammelergebnis des Vorjahres um über 3 Mill. RM. Wenn in ihr auch nicht unerhebliche Spenden der Angehörigen der Truppenteile und Dienststellen der Wehrmacht enthalten sind, so ist das stattliche Ergebnis doch zum größten Teil den deutschen Männern und Frauen im Bereich des Wehrkreises VI zu verdanken, die an den W5W=Konzerten und sonstigen Veranstaltungen der Wehrmacht in diesem Winter so zahlreich teilnahmen. Insbesondere gilt das vom „Tag der Wehrmacht“, an dem allein— mit der an diesem Tag durchgeführten Straßensammlung — RM 6349 561,58 aufkamen. Der so erneut erbrachte Beweis der engen Verbundenheit von Bevölkerung und Wehrmacht im Wehrkreis VI erfüllt uns Soldaten mit Stolz und Freude. Ich spreche namens der Wehrmacht allen Beteiligten, den Sammlern wie den Spendern, für ihre Einsatzfreudigkeit und Opferbereitschaft hierimt meinen besonderen Dank aus! Glokke, General der Insanterie. Opferfreudige Soldaten Ein westsälisches Regiment sammelte 73 000 RM für das W5W Ein westfälisches Regiment. das im Osten steht sammelte für das Winterhilfswerk 73.000 RM. Das Regiment liegt in vorderster Stellung und hat zahlreiche Kräfte der Sowjet=Russen abgewehrt. Sein neben einem vorbildlichen Kompfgeist bewiesener Ovfergeist verdient hervorgehoben zu werden. Annahme=Untersuchung für die Waffen# Die Wassen= stellt ein: Kriegsfreiwillige(Arbeitsdienstpilichtige nach Ableistung der verkürzten Arbeitsdienstpflicht) und Freiwillige mit Dienstzeitverpflichtung vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 45. Lebensjahr Körvergröße mindestens 170 Zentimeter(bis 20 Jahre 168 Zentiweter). Der Dienst in der Wasseneff gilt als Wehrdienst. Ferner werden eingestellt Freiwillige für die =Polizei=Division und Anwärter für den Dienst in der Deutschen Polizei. Die Annahmeuntersuchung findet statt am Freitag, dem 15. Mai 1942, in Bochum, im Evgl. Vereinshaus, Mühlenstraße. Beginn 8 Uhr. Geeignete Bewerber melden sich bei der Annahmeuntersuchung. Von der Wehrmacht Gemusterte können sich melden, dürfen aber noch nicht ausgehoben sein. Ferner erteilt Auskunft die##=Ergänzungsstelle West(VI). Düsseldorf, Graf=Recke=Straße 72, sowie sümtliche 1= und Polizei=Dienststellen. Freiwillige für das IR.„Großdeutschland“ Das Infanterieregiment„Großdeutschland" stellt lausend Freiwillige im Alter von 17 bis 25 Jahren und einer Mindestkörvergröße von.70 Meter ein Bewerber erhalten weitere Auskunft über Einstellungsbedingungen beim Evsatzbataillon InsanterieRegiment Großdeutschland, Neuruppin, und bei allen Wehrersatzdienststellen. Die Arden un der Inneren Front Aus der Kreisstabbesprechung der N6DAP in Castrop=Rauxel Erhebender Kriegs=Wym=Abschluß Am Dienstagabend fand im Schulungsraum des! Parteihauses der Ortsgruppe Rauxel die angesagte Kreisstabbesprechung der NSDAP des Kreises Castrop=Rauxel statt, in der u. a. eine Ausstellung über das Gesamtergebnis des Kriegs=WHW in unserem Kreisgebiet wie auch in den einzelnen Ortsgruppen bekanntgegeden wurde. Das Gesamtaufkommen des letzten Kriegs=WHW beläuft sich demnach auf 1281 800 RM. Im Hinblick auf dieses gute Ergebnis werden die Volksgenossen ausgefordert, dafür Sorge zu tragen, daß die Sammlungen für das Deutsche Rote Kreuz ebenso erfreulich abgeschlossen werden können Eindringlich wurde dabei an die Pflicht heißesten Dankes und unverbrüchlicher Treue erinnert, die von der Heimat gegenüber der kämpfenden Front zu erfüllen ist. Weiter kam die Durchführung des totalen Krieges im Arbeitseinsatz im weitesten Umfange eingehend zur Besprechung. Es wurde u. a. ausgeführt, daß Gauseiter Sauckel den Auftrag des Führers, den er betr. des Arbeitseinsatzes erhielt, an die Gauleiter weitergegeben hat. Die Gauleiter haben im einzelnen die Kreisleiter mit der speziellen Ausführung beauftragt. Die Kreisleiter haben Kreisausschüsse gebildet. Nach der Bestimmung von Kreisleiter Niever gehören dem für unser Hoheitsgebiet zuständigen Arbeitseinsatz= Ausschuß an: Arbeitsamtsdirektor Pg. Mertens, Kreisgeschäftsführer Pg. Günther Kreisobmann der DAF. Pg. Baum, Kreiswirtschaftsberater Pg. Boldte. Pg. Kovvenberg und Kreisfrauenschaftsleiterin Pan. Bauer. Die Ausgabe besteht darin, sämtliche Arbeitskräfte einzusetzen, wo sie gebraucht werden. Ein Arbeitsplatz= wechsel, so wurde vom Kreisleiter ausdrücklich ausgeführt, sei ohne Genehmigung des Arbeitsamtes nicht zulässig. Ferner betrafen Ausführungen des Kreisleiters die Ausgestaltung von Feiern der Bewegung. U. a. wurde auch die Feier des bevorstehenden Muttertages besprochen und die aufgestellten Richtlinien wurden bekanntgegeben. Als erfreulich bezeichnete der im Rechtsschutzwerk tätige Pg. Assessor Fricke, daß der Krieg auf die innere Gemeinschaft sehr stark förder nd eingewirkt habe. Man habe die Zeichen der Zeit recht verstanden und das private Kriegsbeil so häufig begraben, daß die Zahl der Rechtsuchenden in den Rechtsberatungsstunden erheblich zurückgegangen sei. Insbesondere sei das auch im Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Betriebsführer der Fall, daß sich eine zufriedenstellende Lösung finden ließ. Diese Entwicklung, die der große Lehrmeister Krieg anbahnte, verdiene auch in kommenden Friedenstagen weiter gefördert zu werden. Beide Teile müßten zu einer Familie zusammengeschweißt werden in dem Bewußtsein, daß keiner ohne den anderen leben kann. Kreisringführer Pg. Nagel gab einen Ueberblick über die für das Zustandekommen und Funktionieren des Kreisringes geleistete Arbeit und wies auf die Zukunftsaufgaben hin. den erlegten Ratten ja nicht mehr gefressen oder vernichtet werden können. Es hat schon Zweck, beispielsweise ein Rattenpaar zu töten, denn dieses Rattenpaar hat nach einwandfreien Feststellungen bis zu 800 Nachkommen im Jahre, die einen Nahrungsbedarf von rund 500 Zentnern Brot haben. Diese Nahrungsmittel unserem Volke zu erhalten, ist aber eine Sache, die durchaus lohnt. Dazu kommt, daß die Ratten ja nicht nur Nahrungsmittel fressen und verschleppen, sondern darüber hinaus erhebliche Schäden an Gas= und Wasserrohren, Fundamenten, Dämmen und Wällen anrichten können. Rattenoekämpfung ist also mehr denn je eine Aufgabe, die nicht vernachlässigt werden darf. Die Ratte ist aber nicht dumm, und es bedarf einer sorgfältigen Vorbereitung und einer planmäßigen Ansetzung aller Kampfmittel um einen vollen Erfolg zu sichern. Es hat wenig Zweck, die Rattenjagd allein zu veranstalten. Die Ratte merkt, daß sie verfolgt wird und rettet sich in die ruhige Nachbarschaft. Rattenbekämpfungstage müssen deshalb immer in Gemeinschaftsarbeit mit allen Einwohnern einer Ortschaft durchgeführt werden. Der Erfolg wird nicht ausbleiben. Ratten bekämpfen heißt Nahrungsmittel und Werte erhalten! Achtet auf die polizeiliche Anordnung! Vertilgungsmittel erhält man in den zugelassenen Verkaufsstellen— Drogerien und Avotheken— in den erforderlichen Mengen. Keine Schwerarbeiterzulagen für Lehrlinge Der Reichominister für Ernährug und Landwirtschaft erklärt in einem Erlaß, daß er sich außerstande sieht, allgemein solchen Lehrlingen Schwerarbeiterzulagen zu gewähren, die in Berufen arbeiten, in denen von erwachsenen Arbeitern in großem Umfange Schwerarbeit geleistet wird. Nur in besonders gelagerten Fällen kann den Lehrlingen allenfalls etwa vom 16. Lebensjahre ab eine solche Zulage bewilligt werden. Beendigung des Arbeitsverhältnisses dei Venlsoldaten Nach dem§ 1 der Verordnung zur Abänderung und Ergänzung der Vorschriften auf dem Gebiete des Arbeitsrechts vom 1. 9. 1939 ist dem Einberufenen zur Wehrmacht der Weiterbestand seines Arbeitsverhältnisses gewährleistet, aber nur bei den Einberufungen, bei denen mit einer Beendigung der Einberufung spätestens im Zeitvunkt der Rückführung der Wehrmacht auf den Friedensstand zu rechnen ist. Wird ein Gesolgsmann, der sich zu einer 12jährigen Dienstzeit bei der Wehrmacht als Berufssoldat verpflichtet hat, einberufen, so kommt für sein Arsbildungsverhältnis die Arbeitsrechtsänderungsverordnung nicht in Anwendung. Mit der auf die Verpflichtung folgenden Einberufung hat der Gefolgsmann seinen früheren Beruf ausgegeben und insosern einen Berufswechsel vorgenommen. Sein Arbeitsverhältnis ist mit der Einberufung bendot. Mit dem Eintritt des Gefolgsmannes in die Wehrmacht als Berufssoldat hat die gegenseitige Fürsorge=und Treuepflicht ihren sachlichen Inhalt verloren. Auch die Erwägung, daß der Einberufene durch Dienstbeschädigung oder aus anderen Gründen dienstunfähig wird, führt zu keinem anderen Ergebnis, zumal es fraglich ist. ob der Einberusene im Falle seiner Untauglichkeit für den Wehrdienst übrhaupt noch in der Lage wäre auch seinen früheren Arbeitsplatz ausfüllen zu können. Mit Versorgungsansorüchen muß er sich an die Wehrmacht halten. Aus Westdeutschland Todbeingender Sturz von der Treppe Datteln. Im benachbarten Meckinghoven siel ein 42jähriger Invalide in seiner Wohnung die Trevvo hinunter und zog sich dadurch einen so schweren Schädelbruch zu, daß er ihm am nächsten Tage im Krankenhause erlag. Brand durch fehlerhaften Kaminschieber Recklinghausen=Süd. Infolge sehlerhaften Kaminschiebers entstand in inem Anbau des Hauses Bochumer Straße 77 ein Brand. Die Feuerschutzpolisei griff zwar rasch ein, konnte jedoch nicht verhindern, daß außer dem Bodenbelag auch die Heuvorräte vernichtet wurden. Ein Iserlohner erhielt das Deutsche Kreuz in Gold Iserlohn. Der Führer verlieh dem Feldwebe! Hans Timmermann aus Iserlohn das Deutsche Kreuz in Gold Feldwebel Timmermann trat 1936 in die Luftwasse ein; nach dem Polenseldzug wurd; ihm das Eiserne Kreuz 2. Klasse und nach dem Westfeldeug das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen. Als Flugzeugführer fliegt er gegen England. Vier Monate Gefängnis für Umgang mit Kriegsgesangenen Hagen. Hier wurde eine Frau zu vier Monaten Gejängnis verurteilt, die sich trotz aller Ermahnungen und Warnungen mit einem jranzösischen Kriegsgesangenen eingelassen hat. Sie war 10 Minuten allein mit dem Kriegsgesangenen in einer Badezelle Vor Gericht stellte sie den Fall so dar, als habe sie Angst gehabt, in ein schiefes Licht zu kommen. Als der Kriegsgefangene gegen ihren Willen ihr bis zur Zelle gefolgt war, habe sie ihn nur in die Zelle hineingezogen, um nicht gesehen zu werden. Das Gericht schärfte es der Angeklagten mit aller Deutlichkeit ein, wie sehr sie sich gegen die Würde einer deutschen Frau vergessen hat. Die 109 fast erreicht Soest. In Schwelm vollendete Karl Schnivvering sein 99. Lebensjahr. Der alte Herr, der noch recht rüstig ist, der vor 10 Jahren noch Motorrad fuhr bat die feste Absicht, auf 100 Jahre zurückzublicken. Nach einer starken Erkrankung vor einigen Jahren äußerte er, daß ihm die ja nichts ausmache, weil er seinen 100. Geburtstag erleben wolle. Geburtstage zwischen dem 90. und 100. Lebensjahr sind an sich in Westfalen=Süd keine Seltenheit. In der Soester Börde, in der die Luft besonders gesund sein soll, begingen jetzt allein im Kreise Soest fünf Leute Geburtstage von über 90 Jahren Der Aelteste, Landwirt Wilhelm Hilgenfeldt in Eineckerholsen, ist 96 Jahre alt geworden, Altveteran Andreas Rosenbaum in Lendringsen hat es auf 95 Jahre gbracht, Frau Wwe. Marie Brotte in Balbsen ist 94 Jahre alt und dabei noch recht rüstig, Rangiermeister Andreas Tolksdorf in Werl und Wwe. Lisette Kappelhoff in Meverich vollendeten das 90. Lebensjahr. Veranstaltungskalender der 9A5. Stadtkreis Castrov=Rauxel 8. Mai. 18 Uhr: Ortsstabbesprechung der Ortswaltung Castrop= Rauxel=Ost im Büro der Ortswaltung, Bismarckstr. 7.— 8. Mai, 18 Uhr: Arbeitstagung der Werkfrauengruppenführerinnen Kreis Hersse=auzet in Calse Fule, Heine, Lahahoestr. 414.2 Har-13 Uhr: Kreisstabbesprechung in der Kreiswaltung der DAF., Herne, Schlst. 28.— 12. Mai. 15 Uhr: Betriebstabber sprechung„Zeche Ickern 112“ im Betrieb.— 12 Mai. 17 Uhr: Betriebsstabbesprechung„Stadverwaltung Castrop=Rauxel“. Fachabt. „Energts,.„Verkehr—Verwaltung“ im Betrieb.— 12. Mal. 19.15 Uhr: Schulung der Orts=, Betriebswalterinnen und Werkfrauens312ga, mit Fligxgrishrung bei Haller(Aittadtmari). der Werkschar„Rütgerswerke“. Fachabt. chemie“, im Vetrieb.— 14. Mal. 18 Udr: VetrlebskabbesoreLung,„Vezeinigte Helzgeselschaft. Adt. Sägewerk, in Betrled.— 14. Mai, 19 Uhr: Filmoorführung Berufserziehungswerk. Abteilung „Technisches Zeichnen“, im Lokal Dorlöchter, Herne, Vinckekr. 1. KöF.=Reranstaltungskalender für den Monat Mai Stadtkreis Castrov=Rauxel Achtmal„Froher Mai“ und eine Arbeitstagung Achtmal läuft die Varieté=Darbietung„Froher Mai“, die heute zum ersten Male über die Breiter der Bühne von Felling geht und zwar als Betciebsveranstaltung der Klockner=Werke. Am gleichen Ort gibt es diese Darbietung ein halbes Dutzendmal für das genannte Werk, nämlich am 8. 10., 12., 13., 18. und 20. Mai, jeweils um 19 Uhr. bzw. am 10. Mai um 19.30 Uhr. Die achte Vorstellung„Froher Mai“ gehört am 10. Mai ab 17 Uhr der Gefolgschaft der Rütgerswerke(auch bei Felling). Die Arbeitstagung der KdF.=Ortswarte aus CaßropRauxel findet am 15. Mai, 18 Uhr, im Hotel Kappe, Bahnhof Rauxel, Ratt. Aus der Bewegung NSDAP., Ortsgruppe Rauxel Die NSDAP., Ortsgruppe Rauxel hält am heutigen Donnerstag. dem 7. Mai, um 18.45 Uhr, Schießen der Politischen Leiter auf dem Schießstand Klein=Alstede(Stadtteil Habinghors) ad. Bünktder dem liches Erscheinen ist Pflicht. Konzerte, Theater, Vorträge Helmut Zernick spielt in Bochum Helmut Zernick, der Nationalpreisträger für Violine in 1940, der bereits wiederholt in Castrop=Rauxel als Gast weilte, Wpiel: jetzt in Bochum in dem 11. Haupt=Konzert des Städtischen Hrchesters am Donnerstag, 7. Mai, 19 Uhr, im Stadttheater das Violiakonzert in=moll von Hans Pfitzner. Als Auftakt bringt das Städtische Orchester unter Leitung von Klaus Rettsraeter eine Uraufführung: Die 4 phantastischen Präludien für Orchester von Wolfgang Riederste=Schee. Der Komponist is 1910 in Frankfurt am Main geboren und lebt als Kapellmeister in Dortmund. Der 2. Teil des Programme beginnt mit der 3. Somxhonie von Franz Schubert und schließt mit der Wiedergabe der Böcklin=Suite von Max Reger. *Oerorer U Unolacgero kann man mit hilfe der zeitgemälsen. Jür viele Gebäcke reicht ½ Backpulver vollkommen, manchmal noch weniger. Verlangen Sie die Zeitgemälten Rezepte bei Ihrem Kaufmann oder direkt von Dr August Oetken Bielefeld. Vom Dieg einesGebuntens Erwägungen zur Erneuerung des Kohlensyndikats Be. Die soeben erfolgte glückliche Erneuerung des Rheinisch=Westfälischen Koblen=Syndikats auf zehn Jahre weckt manche für den Ruhrbezirk bemerkenswerte Erinnerungen. Ist es doch jetzt 25 Jahre her, als, auch in einem Krieg. der an den deutschen Steinkohlenbergbau die höchsten Anforderungen stellte, der Syndikatsvertrag unter Begleiterscheinungen erneuert wurde, durch die ein triumphaler Sieg des Kirdorsschen Syndikatsgedankens deutlich gemacht wurde. Als im Jahre 1889 nach dem großen Streik der Ruhrbergarbeiter eine starke Nachfrage die Kohlenvreise schnell steigen ließ, trat Kirdovf als Generaldirektor der großen deutschen Bergbaugesellschaft energisch für ein Maßhalten in der Preisgestaltung ein.„Diese Preissteigerung“, so sagte er in der Hauptversammlung des Bergbauvereins, fällt uns in keiner Weise zur Last. Sie ist in dem Maße, wie sie stattgesunden hat, von allen, die einsichtsvoll die Lage beurteilen, am wenigsten freundlich begrüßt worden". Er wehrte sich damals förmlich gegen die„schicksalhaften Preissteigerungen". Schon seit 1875 hatte Kirdorf einer Verständigung unter den Bergwerksbesitzern an der Ruhr über die „Anvassung der Produktion an die Konsumtion" und einer Kohlenvreispolitik zugestrebt, deren Aufgabe es sein sollte, bei guten Industriekonjunkturen mit den Kohlenpreisen nur langsam und mäßig dem allgemeinen Preisanstieg zu folgen und bei sinkenden Konjunkturen und allgemein fallenden Preisen den Kohlenpreis möglichst stabil zu erhalten, um nicht auch den Bergbau, den Großabnehmer zahlreicher Industrieerzeugnisse, in den unheilvollen Strudel geraten zu lassen. Der Kohlenpreis als ein besonders wichtiger Faktor der industriellen Produktionskosten sollte gewissermaßen die Barriere sein, an der die Koniunkturwellen sich brächen. Er sollte das Mittel sein, die Höhen und Tiefen der Wellen zu mäßigen. Als=Kirdorf 1893 mit der Errichtung des Kohlensyndikats zu dem viele Jahre lang angestrebten Ziele kam, hieß es in dem Syndikatsvertrag, daß er der Beseitigung des ungesunden Wettbewerbs auf dem Kohlenmarkt" dienen solle. Das war gewiß ein von der gesamten Bevölkerung des Ruhrgebiets zu begrüßendes Ziel nach einer Evoche, in der SchleuderWettbewerb der Bergwerke sich in Arbeitslosigkeit und erschreckend tiefem Lohnstand, wie auch in der Vernichtung vieler Unternehmungen ausgewirkt hatte. Aber Kirdorf sah die Syndikatsaufgabe doch noch viel weiter gespannt. etwa so:„Durch eine maßvolle Kohlenvreispolitik zu einer Milderung der gefährlichen industriellen Konjunkturschwankungen“. Für ein volles Verständnis einer solchen Betrachtungsweise war die Zeit damals noch nicht reif. Mußte doch der Schöpfer des Kohlensyndikats in den ersten Jahren sogar dem Drängen vieler Zechen auf leicht durchzusetzende Preissteigerungen wehren, was er in einem Fall auf Kosten einer alten Freundschaft tat. Und wurde ihm doch gar vorgeworfen, daß er seine Kohlenpreispolitik vor seiner eigenen Gesellschaft nicht verantworten könne. Dem kurzsichtigen Blick konnte das wohl oft so erscheinen, wenn das Syndikat bei stürmischer Kohlennachfrage die mäßigen Preise aufrecht erhielt.„Wiederholt habe ich“, so sagte er Jahr: zehnte später.„die Interessen der eigenen Gesellschaft zurücktellen müssen gegenüber dem allgemeinen Interessenstandpunkt, immer davon ausgehend, daß die Wahrung der allgemeinen Interessen auf die Dauer am wirksamsten auch die der eigenen sei“. Eine solche Betrachtungsweise der Führung des Kohlensyndikats zuzutrauen, lag der deutschen Offentlichkeit in jener Zeit denkbar fern. Man hatte ihr während des Streiks von 1889 die„Kohlenbarone“ an der Ruhr als profitgierige Gewaltmenschen vorgestellt. Wie sollte man da glauben, daß diese„großen Herren“, die Preise ihres Haupterzeugnisses vom Standvunkt der allgemeinen Interessen festsetzten? Man sah— Ausnahmen bestätigten die Regel— in dem Syndikat ein zur Ausbeutung der Kohlenverbraucher geschaffenes Machtinstrument, weiter nichts. Die Weigerung Kirdorfs bei sinkender Konjunktur dem Drangen nach Preissenkungen zu willfahren, verstärkte noch, weil man den Sinn dieser Haltung nicht verstand, das allgemeine Mißtrauen, das auch auf die Reichsregierung und die preußische Regierung übergriff. Die Kartell=Enquete zu Anfang des 20. Jahrhunderts und der Kampf um die Hibernia Bergwerks=AG. waren im tiessten Grunde nichts als Ausflüsse des Mißtrauens gegen eine vermeintiche Machtpolitik des Kohlensyndikats. In der kohlenverbrauchenden Industrie freilich wurde der wahre Sinn des Syndikats doch früher kannt. Geheimrat Jencke von Krupp konnte schon 1898 von den„sozusagen hoffähigen Sondikaten sprechen, und die Aussagen von Kohlenverbrauchern in der Kartell=Enquete bedeuteten den ersten großen Triumph des Kirdorsschen Gedankens. Die preußische Regierung aber, mehr und mehr unter staatssozialistische Einflüsse geratend, verbiß sich förmlich in den Streit mit dem Ruhrbergbau und seiner organisation. Erst der Krieg von 1914/18 brachte Wandel. Bei den Verhandlungen über die Erneuerung des Syndikatsvertrages im Jahre 1916 machte der Staat den Beitritt des Bergfiskus für seine inzwischen geschaffenen westfälischen Steinkohlenzechen davon abhängig, daß ihm die noch nicht im Staastbesitz befindlichen Aktien der Hibernia überlassen würden. Vorher aber schon hatte sich die veränderte Bewertung des Kohlensyndikats durch den Staat dadurch bekundet, daß er bei Ablauf des 1903 auf 12 Jahre erneuerten Syndikatsvertrags zum 31. Dezember 1915 für den Fall der Nichterneuerung mit einem Zwangssyndikat drohte eine Drohung die 99.5 vH. der privaten Ruhrzechen zur Unterzeichnung eines Uebergangsvertrags veranlaßte. Der Fortbestand des Syndisats erschien im Jahre 1915 durchaus fraglich, so daß man sagen darf. er sei wahrscheinlich durch das Eingreisen der Staatsregierung erhalten geblieben. Am 1. Avril 1917, vor 25 Jahren, trat dann der erneuerte Syndikatsvertrag in Kraft, den auch der Bergfiskus für die Bergwerksdirektionen Recklinghausen und die Hibernia Bergwerks=AG. unterzeichneto. Die Gedanken Emil Kirdorfs hatten sich endgültig durchgesetzt. Als man 1921 sein 50jähriges Bergmannsjubiläum feierte, sagte er:„So sehr ich auch meine Aufgabe zu erfüllen suchte, die Interessen der mir anvertrauten Gesellschaft nach Kräften zu vertreten, so habe ich sie doch rücksichtslos zurückgesetzt, ohne vor meiner Verantwortung zurückzubeben, wenn ich sie im Widerspruch zu den allgemeinen Interessen erkannte. Und das ist der Geist, den ich hineingelegt hobe in das Koblensondikat versucht babe hineinedegen Das Erbe Kirdorfs vaben seine Nachfolger in der Leitung des Syndikats treulich gehütet. Kann es dafür ein besseres Zeugnis geben, als die Tatsache, daß ein Staat, für den der Gemeinnutz oberstes Gesetz ist, die Erneuerung des Kohlensyndikatsvertrags in diesen Tagen geduldet hat, obwohl es an Versuchen nie gefehlt hat, das längst erloschene Mißtrauen zu beleben? Räuehien Kaer Wörke ROMAN VON ERIKA LEFFLER 1 Fortsetzugn Sie hatte dafür gesorgt, daß er es nicht sah. denn sie glaubte es vor lieblosen Blicken schützen zu müssen. Das Kind wuchs und kannte niemanden als sie. Die Leute in Haus und Hof blickten es mit freundlichem Mitleid an und taten ihm alles zuliebe, was sie konnten. Es spielte mit den grauen Katzen der Mamsell und kroch mit Vorliebe auf allen Vieren mit den mächtigen Boxerhunden des Barons umher, die dieses seltsame Gebaren eines Menschenkindes mit herablassender Freundschaft hinnahmen. Das sah Apollonia nicht gern, denn die Hündin Jutta. ihrer Häßlichkeit wegen mehrfach preisgekrönt, sabberte unentwegt. Aber hier wollte sich kein Verbot als gültig erweisen; wenn es um seine Zuneigung zu den Tieren ging, zeigte sich das Kind ganz gegen alle Gewohnheit widerspenstig, ja, es biß sogar in die Hand, die es vom Boden aufheben wollte. „Foi!“ rief Apollonia dann mit gerunzelter Stirn. Während sich früher dies willkülich behandelte Pfui, das in ihrer Sprechart die ganze Schwärze der Missetat schonungslos aufdeckte, als wirksames Urteil bewiesen hatte, verpuffte es in solchem Falle gleich einer Knallerbse. 1 zin äuiig u 45 Die Kleine umarmte die Hunvin zarklich, ried ihre Wange an deren freundlich schniefender Stülpnase und erklärte lächelnd:„Jutta is nich soi!“ Apollonia sah allmählich ein, daß dagegen nichts zu machen sei. Jetzt war das Kind drei Jahre alt und seiner Zierlichkeit zufolge unglaublich flink im Laufen; da kam sie mit ihren Fünfzig nicht mit. Außerdem aber gab es im Augenblick wichtigere Sorge. Sie mußte zu erreichen versuchen, daß es endlich getauft wurde. Diese schwer zu lösende Aufgabe verursachte ihr viel schlaflose Nächte.„ 66—* Es hatte sich so gefugt daß Jutta zur selden Zeit fünf Junge warf und ihre Besuche im Kinderzimmer aus diesem gewichtigen Grunde schon seit vierzehn Tagen entbehrt werden mußten. Die immer noch ungetaufte Sabine zeigte sich darüber ungnädig war leicht zum Weinen geneigt und machte ihrer Umgebung das Leben schwer. Eines Tages jedoch, als Apollonia in der Mittagshitze am Fenster sitzend ein wenig einnickte und nach kurzem Schlummer mit einem Ruck emporfuhr, fand sie ihren Pflegling nicht mehr im Zimmer.(1. u. 91: Wamien Vor Schrea stotterno. krommelte sie die Mamsen, die Hühnerfrau und den Schweizer zusammen, denn sie alle waren Freunde des Kindes, das nun gesucht werden mußte. Sie berieten, wer hier= und wer dorthin gehen solle, und stellten allerlei Vermutungen an. „Sie ist ja im Nachthemd". seufzte Apollonia verzweifelt.„Ich hatte sie eben zum Mittagsschlaf hingelegt. Mein Gott wo kann sie nur hingelaufen sein?“ Die Hühnerfrau konnte beschwören, das Kind nicht gesehen zu haben der Schweizer aber, ein kerniger Ostpreuße, kratzte sich mit der Pfeise, die er eben ausgeklopft hatte am Ohr und meinte grinsend:„Ihr Wäibär säid doch räin dammlich! Wo wird se säin? Natihrlich bäi de Hundchäns!“ Die Aussicht das Kind bei den Hunden zu finden. versetzte Apollonia in einen Zustand. der ihre Beine mit übernatürlicher Schnelligkeit begabte. Sie eilte allen anderen voraus um das Haus herum und pflanzte sich mutig vor der Hundehütte auf. „Na, zu sehen is sie nich“, meinte die Hühnerfrau kopfschüttelnd. Der Schweizer grinste noch immer:„Bann wiro se woll drin ins Hittchen säin.“ Apollonia bückte sich rasch, um in die Hundehütte blicken zu können. Darauf schien Jutta. die breit in deren Eingang lag, nur gewartet zu haben. Sie sprang jäh mit den Vorderbeinen heraus, zeigte ihr ganzes, achtungsgebietendes Gebiß und knurrte drohend. „Das nutzt nuscht!“ erklärte der Schweizer sachverständig.„Wänn ihr räinkucken wollt, dänn mißt ihr dem Hund was zu schlabbärn jeben, damit er rauskommt. und dänn will ich schon zusehen ob se drin is.“ Apollonia wich vor der gereizten Hündin zurück, die Hühnerfrau holte Milch, die sie unweit der Hütte auf den Boden stellte, und begann in beweglichen Tönen zu locken, aber Jutta rührte sie nicht an. Sie saß am Eingang ihrer Wohnung, den ihr breiter Rücken jedem Blick verschloß schielte verächtlich auf den Milchnapf und knurrte zähnefletschend die drei Versammelten an Sie versuchten es auf des Schweizers Rat hin noch einmal mit einem saftigen Knochen dann, als auch das nichts half. mit einem Rest Kalbsbraten. der eigentlich dazu bestimmt gewesen war. kalt aufgeschnitten zu werden... Binz, aar vicht i Jutta schien alle diese guten Linge gar nicht zu sehen. Sie sah nur die drei Menschen an, deren Manöver sie längst durchschaut hatte. und ihr Grollen wuchs langsam zum Wutgehul. während ihre blutunterlaufenen gelben Augen haßerfüllt zwischen den drei ratlosen Gesichtern hin und her wanderten. Da bellte im Innern des Hauses der Rüde auf. Jutta antwortete mit weithallendem Heulen. Das Bellen kam näher, erklang plötzlich dicht hinter Apolonia. die sich erschrocken uwandte und steif wie ein Stock stehen blieb. g9.. Der Baron von Meister den Hund sen am Halsband haltend, stand vor ihr. „Alle guten Geister", seufzte sie ermattet. „Was haben Sie hier zu suchen?“ erkundigte sich der Baron mit nervöser Schärfe„Weshalb regen Sie das Tier so auf? Es ist ja ganz außer sich!“ Apollonia sah sich hilfesuchend nach dem klugen Schweizer um, aber er und die Hühnerfrau hatten es vorgezogen, das Weite zu suchen. Sie allein mußte nun Rede stehen. Da wandelten sich in ihrem Innern alle ausgestandenen Aengste in Kraft. Sie starrte finster in des Barons feine Züge, über denen jetzt immer ein Schleier der Müdigkeit hing, und wußte plötzlich, daß dies die Gelegenheit zum Reden sei. Deshalb holte sie tief Atem und sagte nichts als: „Die Baroneß ist verschwunden.“ Der Baron bändigte den Hund an seiner Seite mit festem Griff. dann rief er besänftigend:„Ruhig. Jutta!“ Apollonia mühte sich vergebens in seinem Gesicht zu lesen, es stand nichts als kühle Abwehr darin. „Seit wann?" fragte er, auf die Hundehütte zuschreitend, ganz nebenbei. Seit einer halben Stunde etwa", erwiderte Avollonia gepreßt.„Und weil sie immer mit den Hunden gespielt hat, glauben wir, daß sie zu Jutta in die Hütte gekrochen ist.“ 6 Der Baron blickte stumm vor sich hin und strich sich über die Stirn, wie wenn er sich auf etwas besinnen müsse.„Das ist ausgeschlossen“. kopfschüttelte er dann. „Jutta ist sehr böse, seit sie geworfen hat.“ Der Avollonka begannen die Knie zu Riern. „Ich werde nachsehen“, sagte der Baron. Er bückte sich, um die immer noch knurrende Hüindin zu streicheln, hielt aber jäh inne. Unter Juttas breiter Brust wurde in diesem Augenblick ein nicht gerade sauberes Kindergesichtchen sichtbar. Es schob sich zwischen weit gespreizten Vorderpfoten des Tieres und vungelte den fremden Mann aus schlaftrunkenen Augen, deren dunkles Leuchten seinem eigenen Blick glich. ver„Kind!“ schrie Apollonia erlöst.„Wie haben wir uns gesorgt um dich! Komm her mein Kleines!“ Ach nein“, lächelte das reizende Gesicht unter dem tiefschwarzen Haar das von Juttas Zunge liebevoll gegen den Strich beleckt, himmelan zu streben begann. „Laß mich hierbleiben!“ Der Baron stand stumm vor der Hunoehutte uno so., auf sein Kind herab. Wiederum vermochte Avollonia es nicht, in seinen Zügen zu lesen, denn er wandte ihr den Rücken zu. Er streckte behutsam die Hand vor. aber es zeigte sich, daß die Hündin auch ihm den Besuch nicht ausliefern wollte. Sie drückte ihren breiten Kopf fest in das weiche, schwarze Kinderhaar und knurrte „Komm heraus!“ forderte der Baron gemessen. „Jutta muß jetzt ein Weilchen mit ihren Jungen allein sein.“ Wider Erwarten kam sie sofort und stellte sich in ihrem zerknüllten NachtHemdchen vor ihm auf.„Wer bist ou denn?“... Jg7. Sein Glis Hlge en Au Der Baron sah von chr forl. Sein Blid flog un der Hauswand herauf, von windbestrichenen wilden Weinblättern bewachsen durch deren Auf= und Niederwogen lebendig zu atmen schien. „Dein Vater“, sagte er dann leise. Vater?“ wiederholte das Kind„Was ist das?“ Sein Kopf flog zu ihr herum, wie wenn ihn eine unsichtbare Hand dahin geschlagen habe. „Avollonia mag es dir erklären“ meinte er rauh. Während der atemlosen Stille, die nun eintrat, hob Apollonia das Kind auf ihre Arme und wollte rasch mit ihm davongeben... 21.6 g6.— „Sie muß endlich getauft werden, ries cchr der Baron im Ton rügender Strenge nach.„So ein großes Mädchen schon! Das geht ja nicht!“ „Jawohl“, hauchte Apollonia stehenbleibend. Er sah jetzt wieder auf die Hauswand, so daß ihr seine Züge verborgen waren. „Sabine soll sie heißen— wie meine Mutter, deren Augen de bot:„ Apollonia neigte verschuchtert den Kopf.„Jawohl, Euer Gnaden. Als sie langsam ins Haus trat, befand sie sich in einem Zustand restloser Verwirrtheit. Nun schien es ja fast, als ob sie daran schuld wäre, daß das Kind noch nicht getauft war. Denn gegen wen konnte der Vorwurf in des Barons Stimme sonst gerichtet gewesen sein? Es stand ja niemand weiter da als sie! Langsam ins Leben hineinwachsend und ihre Umgebung mit immer sicherer Bewußtheit wahrnehmend, entdeckte Sabine ihre Heimat Hohenbühl. Der Vater war schon zu Beginn des Frühjahres fortgereist was der nun Fünfjährigen Gelegenheit gab. das ganze Haus ungehindert zu durchforschen Apollonia hielt sie nicht mehr ängstlich zurück, wenn sie sich den Wohnräumen des Hausherrn näherte. der nach wie vor nichts von seinem Kind wissen mochte. Sabine ging also, wie sie wollte, durch all die Zimmer mit den schönen, alten Möbeln, staunte und tastete mit schüchternem Grifs, versuchte sogar im Badezimmer des Vaters eine silberumwickelte Stange, die auf der unter dem Spiegel befindlichen Glasplatte lag. anzuknabbern, weil sie vermutete, daß Marzipan darin sei, das dann allerdings einen so unverkennbaren Seifengeschmack offenbarte, daß sie es angeekelt mitten in die Badewanne spie. Pgritung.041 Vvlbsegung loihr Heute morgen 6¾ Uhr entschlief nach kurzer, schwerer Krankheit, gestärkt mit dem hl. Abendmahl, mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, unser guter Großvater, Schwager und Onkel Lenthels Silestler Er starb nach einem arbeitsreichen Leben im Akter von 69 Jahren. In tiefer Trauer: Frau Maria Bliefner, geb. Steuber Ww. Else Klöpping, geb. Bliefner Päule Becker, geb. Bliefner Paul Becker und Enkelkinder nebst Anverwandten Castrop=Rauxel 5, den 5. Mai 1942 Die Beerdigung findet statt am Freitag, dem 8. Mai, 16 Uhr, vom Trauerhause aus. In der Recke 11. gehen sparsam mit Peri-Erzeugnissen um, weil sie den Wert zu schätzen wissen. Kt OR · KORTHAUS · FRANKFURT A· M Ihre Kriegstrauung geben bekannt: Edmund Knauf Uffz. in einem Art.-Regt. Emmy Knaut geb. Hartz Castrop-R. 2, Holzstraße 182 Recklinghausen Hans-Schemm-Straße 87 7. Mai 1942 auch ohne Röhre zu kaufen gesucht. L. Bandulet, Castrov= Rauxel 1, Hochstraße 5. Kut erhaltener Virlcanstlera zu verkausen(RM 120,—) Näheres zu erfragen in der Geschäftsst. d.„Stadtanzeiger“. In Spalsuntnii 1 Paket reicht für 10—12 Elmer Einweichwasser. PEnmter wernlung gegen=Zimmerwohnung zu tauschen gesucht. Schriftl. Angebote unter Nr. 2150 an den „Stadtanzeiger“. erochtenen) Reiche Beschriftung! Preis 10 Rpf. Zuhaben in unserer Geschäftsstelle sowie durch unsere Zeitungsboten. 4 Sesbst wie Gansen Kossseusse verw. im driefl. VertedBriefblätter. Postkarten Umschlüge dte den eigenen Firmenaufdeug traei ter bich onl auch in den Drucksuchen gut wirken Ein breisw. Lieferant für kaufm. Drucksachen ist die Druckerei Geschw. Schmit Castrop=Raurei 1. Ruf: Sa.=Nr. 2151. Der„Stadtanzeiger“ erschein: wochentlis 6mal Wochenbezugsoreis 30 Gfg. Polldezugsprete 2 RM monat: Druck u Verl#### 31 C Id Kortenberg. Herne schriftletter u verantwortlich für Politik Kunn und Missenichaft Erich herne, verantwortlich zur sie ertlichen. sportl ven a provinziellen Mitteilungen Franz Joser Pruoo Caktrop=Raurel Se. ir 2151 Castroo— Unzeigenprett doch u 72 mm breit 25 Vfa, Nachlaß na#h den vom W 9 P. 9 verausgegebenen Richtlinien 3. Ju. gili Breislise Nr. k. #ke Bilber, lemett ntet enbens aug“ teben. Scherl.