T Der düstere Bußprediger om Berlin, 29. April. Von unserem diplomatischen Vertreter Präsident Roosevelt hat sich in einer Botschaft an den Kongreß gewandt. um auf diesem Wege dem amerikanischen Volk die Bedeutung des Krieges klar zu machen, den er leichtfertig heraufbeschworen hat. Wenn man diese neue Proklamation mit den früheren prahlerischen und siegessicheren Tiraden Roosevelts vergleicht, wird man auch in Amerika den Eindruck gewinnen, daß er selbst erst jetzt zu begreifen beginnt, was er angerichtet hat. Auch er stand wie die englischen Staatsmänner im Banne der Vorstellung, daß der zweite Weltkrieg genau denselben Verlauf nehmen müsse wie der erste und daß der Eintritt der Vereinigten Staaten dieselben Folgen haben würde wie im Jahre 1917. Jetzt jammert er darüber, daß dieser Krieg Probleme aufgeworfen habe, die im ersten Weltkrieg unfaßbar gewesen wären und daß eine radikale Aenderung der Strategie und Taktik entstehen müsse. Wenn Roosevelt nicht ein unverbesserlicher politischer und strategischer Dilettgnt wäre. so hätte er spätestens in den ersten beiden Kriegsjahren nach dem Zusammenbruch Frankreichs. nach dem Eintritt Italiens in den Krieg. den Hinauswurf Englands aus Eurova und dem Abschluß des Dreimächtepaktes, in welchem sich Japan auf die Seite der Achsenmächte stellte, erkennen müssen, daß es diesmal nicht möglich war. eine Weltkoalition gegen Deutschland zusammenzubringen. Es bedurfte erst des„Zwischenfalls von Pearl Harbour“ wie Noosevelt die Katastrophe der amerikanischen Flotte vor Hawaii zart umschreibt. und dann der Schlacht in Ostasien und der Aufräumearbeit der deutschen =Boote an den amerikanischen Küsten. um dem heillosen Schwätzer auf dem Präsidentenstuhl die Augen zu öffnen. ihn zu zwingen, dem amerikanischen Volke den Ernst der Lage vorzustellen, ihm zu sagen, daß es schwere Steuern aufzubringen habe. und 100 Millionen Dollar an täglichen Kriegskosten zu zahlen, die sich bald verdoppeln werden: daß das reiche Amerika mit seinen angeblich unerschöpflichen Hilfsquellen den Verbrauch des täglichen Lebens rationieren müsse und daß alle jene Maßreaeln durchgeführt werden. welche der totale Krieg den europäischen Völkern auferlegt und auf welche man in Amerika mit verständnisloser Ueberlegenheit herabgesehen hat. So ist aus dem fröhlichen und unbeschwerten Kaminplauderer Franklin Roosevelt ein düsterer Bußprediger geworden, der das Volk zur Sparsamkeit auffordert, die ihm allerdings keine Sorgen bereitet, da er soeben aus dem Testament seiner Mutter eine neue Million Dollar zu denen geerbt hat, die er schon besitzt oder durch seine Börsenspekulationen erworben hat. Amerikanische Blätter berichten, daß das GallupInstitut eine Abstimmung veranstaltet habe über den Namen, den dieser Krieg in der Geschichte tragen wird. Der berühmte Vorschlag Roosevelts, ihn „Kriea des Ueberlebens" zu taufen, sei abgelehnt worden. Dagegen seien Vorschläge aufgetaucht, wie „Das Uebel“ und andere. die für Roosevelt weniger schmeichelhaft wären und die nicht veröffentlicht werden dürfen, weil der Oberste Bundesrichter die Beleidigung Roosevelts unter schwere Strafen gestellt hat. Die Vereinigten Rauten sparen den Nrleg Ao M Srrntuirgl. furxt. **"•e Wrr•Wrs..."* Drahtbericht unseres eigenen ständigen Korrespondenten Roosevell siehl sich zu erheblichen Kurzungen gezwangen kb Lissabon, 29. April. Eine Reihe drastischer Einschränkungsbestimmungen bringt dem Nordamerikaner wieder einmal zum Bewußtsein, daß dieser von seinem Präsidenten gewollte und herbeigeführte Krieg auch für ihn persönlich etwas anderes bedeutet als der Weltkrieg, den er zu Hause so gut wie gar nicht gespürt hat. Von heute an wurde in den USA der Verkauf von Zucker eingestellt. Im Laufe der nächsten acht Tage werden die etwa 1,5 Millionen Lehrer und Lehrerinnen des Landes die Zuckerkarten verteilen. Von der nächsten Woche an hat jeder Bürger der USA nur noch ein Anrecht auf ein halbes amerikanisches Pfund, wöchentlich also 230 Gramm. Viel härter in ihren Wirkungen auf das gesamte Wirtschaftsleben sind aber die vom Preisdiktator Henderson erlassenen Bestimmungen über die Rationierung des Benzius. In ihnen spiegeln sich die schweren Tankverluste der USA=Handelsmarine wider, die nach der Zeitschrift„Time“ 45 Prozeut betragen. Vom 15. Mai ab wird die Beuzinkarte eingeführt, die in dem größten Benziuproduktionsland der Welt nur ein Anrecht aus.5 bis 5 Gallonen pro Woche gibt, das sind neun bis achtzehn Liter. Was diese Einschränkung für den Verkehr in einer Stadt wie New York bedeutet, die mit ihren Vororten beinahe auf zehn Millionen Einwohner mit etwa zwei Millionen Automobilen besitzt, läßt sich heute noch gar nicht abschätzen. Aus der Innenstadt von New York sind seit Jahren die Straßenbahnen entfernt, und auch der Autobus= verkehr ist relativ schwach. Hoch= und Untergrundbahnen sind jetzt bereits stets überfüllt und in den Hauptverkehrsstunden völlig unzureichend. Weitaus der größte Teil des Verkehrs vollzog sich mit Automobilen und mit den etwa dreihunderttausend Taxen der Stadt. Der Automobilklub von New York, die Gewerkschaft der Taxichauffeure, die Vereinigung der Taxenbesitzer, die Organisation der Treibstoffhändler und andere Verbände haben gegen die Entscheidung Hendersons bereits die heftigsten Proteste losgelassen und eine Verkehrskatastrophe größten Ausmaßes vorausgesagt, wenn die Rationierung in dem angeordneten Umfang wirklich eingeführt wird. Einst prahlten alliierte Sachverständige, so schreibt die Wochenzeitschrift„Time“, daß das Oel der Verbündeten den Krieg gewinnen werde, unn aber habe es ein rauhes Erwachen gegeben, denn heute müßten sie zugeben, daß das Oel der Alliierten in salsche Hände fließe. Weiter hat Roosevelt, um der drohenden Inflation zu begegnen, einen Preisstop angeordnet, von dem etwa dreißigtausend Waren betroffen wurden. Die höchsten Marktpreise galten dabei als Grundlage. Schließlich wurde auch noch die Einkommensteuer erhöht, um die Kriegsgewinne bis zu 90 Prozent zu erfassen, von denen bisher nur 75 Prozent weggesteuert wurden. Tanker für die USA. versenkt Berlin, 29. April. Der 7500 BRT große mexicanische Tanker„Tamaulipas“, der mit einer Oelladung nach einem nordamerikanischen Hafen unterwegs war, wurde an der amerikanischen Küste versenkt. Der Tanker gehörte einer Gesellschaft, die einen regelmäßigen Oeltransportdienst nach nordamerikanischen Häfen unterhält. USA.=Zerstörer„Sturtevant“ gesunken □ Stockholm, 29. April. Der nordamerikanische Zerstörer„Sturtevant“ wurde in Höhe der Küste von Florida versenkt. Das amerikanische Marinedepartement, das jetzt den Verlust des Zerstörers zugibt, führt als Grund der Versenkung eine„Unterwasserexplosion" an. Die Zahl der-Boote wächst ständig Auf allen deutschen Wersten wird heute mit Hochdruck gearbeitet. Eben ist wieder ein neues=Boot ins Wasser geglitten und pendelt, von den Trossen noch gehalten, langsam aus. PK-Kriegsberichter Schenk Bergenungsungerff auch gegen=Körwich Britische Lustwasse verlor am Montag und in der Nacht 38 Flugzeuge! Erfolgreiche Kämpfe im Osten Kriegshysterie um jeden Preis Mit solchen albernen Schaustellungen soll der Amerikaner einen Anschauungsunterricht erhalten, wie blutrünstig die„Juvasoren“ in den biederen Städten hausen würden. Studenten des Clemson College entblöden sich nicht, den Unfug mitzumachen. Das Objekt in der Mitte ist der Bürgermeister von Anderson in South Carolina. dnb Führerhauptquartier, 29. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern bekannt: „Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront brachten eigene Augriffsunternehmen örtliche Erfolge. An einzelnen Abschnitten wurden stärkere Angriffe des Feindes unter hohen Verlusten für den Gegner abgeschlagen. Hierbei wurden an einer Stelle 13 feindliche Panzer vernichtet. Kampfflugzeuge bombardierten bei Tage feindliche Schiffe in Leningrad und an der Küste des Asowschen Meeres. An der Eismeerfront wurden fünf Sowjetbomber, die einen deutschen Flugplatz angriffen, vollzählig vernichtet und weitere drei Jagdflugzeuge vom Muster Hurricane abgeschossen. In Nordafrika wiesen deutsch=italienische Truppen britische Aufklärungsvorstöße ab. Starke Verbände der Luftwaffe setzten die Augriffe auf militärische Anlagen der Insel Malta fort. In La Valetta wurden an Kasernen und Versorgungsanlagen weitere schwere Zerstörungen hervorgerufen. Ueber der Küste der besetzten Westgebiete verlor die britische Luftwasse am gestrigen Tage in Luftkämpfen, durch Flak= und Marineartillerie 19 Flugzeuge. Kampffliegerverbäude führten in der Nacht zum 28. April einen Vergeltungsangriff gegen' die Stadt Norwich durch, die mit zahlreichen Soreng= und Brandbomben belegt wurde. Britische Bomber griffen in der letzten Nacht ausschließlich nichtmilitärische Ziele in Köln an. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und Verletzten. Zahlreiche Wohnhäuser, Kirchen und Wohlfahrtseinrichtungen wurden zerstört oder beschädigt. Ein einzelnes britisches Flugzeug führte einen Störflug nach Süddeutschland und in das Protektorat durch. Nachtjäger und Flakartillerie schossen 12 der angreisenden Flugzeuge ab. Mehrere britische Bomber wurden bei einem Nachtaugriff auf die norwegische Küste zum Absturz gebracht. Die britische Luftwasse verlor damit am gestrigen Tage und in der letzten Nacht bei ihren Einflügen in die besetzten Gebiete und in das Reichsgebiet mindestens 38 Flugzeuge. Oberleutnant Schönert errang seinen 15. Nachtjagdsieg.“ * Nach bisher vorliegenden Meldungen wurden bei dem Angriff auf Köln, der sich wiederum ausschließlich auf nichtmilitärische Ziele beschränkte, 112 Bombenflugzeuge abgeschossen. Aeid Hörkel Börse reugterrinn Kurssiarzen stehen vor schweren Kämpfen um sozialpolitische Selbstverständlichkeiten Punkmeldung unseres eigenen Südamerika-Vertreters Washingtons Spiel mit Zahlen mp Buenos Aires, 29. April. Sahen die USA.=Wirtschaft und die Finanz schon der Sonderbotschaft des Präsidenten an den Kongreß mit gemischten Gefühlen entgegen, so läßt sich das in gleichem Maße auch im Hinblick auf eine für den 1. Mai angekündigte RooseveltRede sagen. Gewöhnt, den Krieg als ein Geschäft zu betrachten, ist man betroffen von der AnWolke aus Rauch und Staub über Malta! Der dichteste Londoner Nebel nichts dagegen- sagt ein Reutraler Drabtbericht unseres eigenen ständigen Korrespondenten Boden zitterte wie beim Erdbeben en Kom, 29. April. Die täglichen Bombenangrisse auf Malta haben, wie die Lektüre neutraler Blätter zeigt, jede Bewegung der britischen Flotte im Mittelmeer lahmgelegt. Einer dieser Jourualisten vergleicht Malta mit einer Hölle, in der es niemand läuger als einige Wochen aushalten könne. Die ganze Jusel sei mit einer riesigen Wolke überzogen, die aus Rauch und Staub bestehe. Der dichteste Londoner Nebel sei nichts dagegen. Die Wirkung dieser Bombardierungen sei, so heißt es in diesem Bericht, fürchterlich. Der Boden zittere wie bei einem Erdbeben. kündigung, es sei mit einer Festsetzung der Preise auf den Stand von Anfang März und mit einer erhöhten Kriegsbesteuerung zu rechnen. Es überrascht denn auch nicht, zu hören, daß die New Yorker Börse— abgesehen von den Notierungen der Südamerika=Anleihe— unter dem Eindruck so schlechter Meldungen mit den niedrigsten Kursen seit 1934 reagierte, da man ein erhebliches Absinken der Industriegewinne befürchtet. Ueberhaupt machen sich die Auswirkungen der Kriegswirtschaft immer stärker bemerkbar; das USA=Kriegsbudget 1942 lautet, einer Erklärung des Unterstaatssekretärs Taylor zufolge, über 47 Milliarden Dollar gegenüber 3 Milliarden Rüstungsausgaben im Jahre 1940. Nun entscheiden ja USA=Budgets noch nicht den Krieg, und das Spiel mit Zahlen, das Washington betreibt, vermag nicht über die tatsächlichen Schwierigkeiten hinwegzutäuschen, denen sich Roosevelt gegenübersieht. Immerhin ist es als ein Zeichen dafür, zu welchen drakonischen Maßnahmen der Prästdent sich dem Lande gegenüber gezwungen sieht, bemerkenswert, daß Taylor erklärte, die Kriegsausgaben würden im Jahre 1943 78 Milliarden Dollars betragen. Inzwischen nimmt die Rationierung in den VerVeinigten Staaten immer größere Ausmaße an. Man spricht davon, daß die Einschränkung des Benzinverbrauchs einschneidend sein werde. Die Regierung des„Arsenals der Demokratien“ man genötigt, das Legen neuer Telephonanschlüsse zu verbieten, da alles vorhandene Material dringend für Heereszwecke gebraucht werde. Zur gleichen Zeit spitzen sich die Arbeitsverhältnisse in der Industrie von neuem zu. So haben die intensiv betriebenen Bemühungen um die Erneuerung der Arbeitsverträge für 150000 Arbeiter der General Motors=Werke bisher keinen Erfolg gehabt. Die Arbeiter verlangen den Gewerkschaftszwang für alle Betriebsmitglieder, Lohnzulagen, Frühstückspause von 20 Minuten Dauer, Sonderbezahlung von Ueberstunden und Zuwendung von 100 Dollar in Form einer Kriegsanleibezeichnung als Entschädigung für den Ausfall des Urlaubs. Die Forderung und vor allem der Augenblick, in dem sie gestellt wird, beleuchten schlagartig die Behauptung des Präsidenten, daß seine Politik die der gesamten USA=Bevölkerung sei. Die Botschaft an den Kongreß Urbenbeinsag Veschleunigi den dieg Unterredung mit Sauleiter Sauckel über die Mobilisierung der Arbeitsreierven Die gewaltigste Arbeitsaufgabe do Stockbolm, 29. April. Drahtbericht unseres Mitarbeiters Roosevelt hat gestern mit seiner Botschaft an den Kongreß den entscheidenden Schritt zur Umstellung des gesamten inneramerikanischen Wirtschaftslebens auf die Kriegswirtschaft vollzogen. Er zeigte dem Kongreß an, daß die Preise der Lebenshaltungskosten in den Vereinigten Staaten seit dem letzten März um 15 Prozent gestiegen seien und daß jetzt etwas Ernsthaftes geschehen müsse, wenn nicht die katastrophale Preiserhöhung in einem oder zwei Jahren das Niveau auf 80 oder 90 Prozent treiben solle. Mit dieser Verkündung verlangte Roosevelt vom Kongreß sieben Vollmachten für: 1. weitere Steuererhöhungen, 2. Höchstpreise für den Groß= und Einzelhandel, 8. Lohnstabilisierung, 4. Preisfestsetzung für die landwirtschaftlichen Produkte, 5. eine neue Werbeorganisation für den Kauf von Staats=KriegsObligationen ins Leben zu rufen, 6. alle weiteren Lebensmittel rationieren, die nicht im Ueberfluß vorhanden sind, 7. der Bevölkerung abraten, Abzahlungskäufe künftig zu tätigen und sie dafür aufzufordern, ihre Hypotheken zurückzuzahlen. Roosevelt mußte zugeben, daß den Vereinigten Staaten Kriegskosten in Höhe von täglich 100 Millionen Dollar erwachsen; das ist ungefähr das Doppelte der englischen Kriegskosten. Kein Amerikaner soll daher unter solchen Umständen eine Einnahme an Kriegszinsen haben, die nach Abzug der Steuern über die Summe von 25000 Dollar hinausgeht. Heftige Angriffe auf Malta dnd Rom, 29. April. Der italienische Wehrmachtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut:„Vereinzelte Vorstöße feindlicher Panzer wurden in der Cyrenaika durch Artilleriefeuer zurückgewiesen. Auch die Aufklärungstätigkeit der Luftwaffe war lebhaft. Die Engländer verloren im Luftkampf eine Curtiß. Verbände der Luftwasfe führten heftige Angriffe auf Malta durch, wo militärische Ziele und Anlagen und Flugplätze getroffen wurden. Eine Spitfire wurde abgeschossen. Im östlichen Mittelmeer wurde ein Dampfer mittlerer Tonnage, der in einem von Flugzeugen und Ueberwassereinheiten gesicherten Geleitzug fuhr, bei einem Angriff unserer Torpedoflugzeuge versenkt." Ein vergeblicher Versuch Molotows □ Berlin, 28. April. Auch jetzt wieder hat der Massenmörder Stalin den Augenblick für gekommen erachtet, den in Kuibyschew noch anwesenden diplomatischen Vertretern ausländischer Staaten durch den Außenkommissar Molotow eine „Note“ überreichen zu lassen, die überschrieben ist: „Die ungeheuren Verbrechen, Grausamkeiten und Gewalttätigkeiten der deutschen Behörden in den besetzten sowjetischen Bezirken und Gebieten". Das monströse Pamphlet füllt in der„Prawda“ ganze 8½ Seiten(!). Es gibt wohl keinen Menschen auf der Welt der die Anklagen der bluttriefenden bolschewistischen Schergen nicht richtig einschätzte. Jeder weiß, daß hier die eigenen Untaten auf den Feind übertragen werden sollen. Israels„Trümpfe“ in den ## Berlin, 29. April. Die wirtschaftliche und politische Machtstellung des Judentums in den Vereinigten Staaten, die internationale Verflechtung jüdischer politischer Einflüsse und die engen Beziehungen zwischen dem internationalen Judentum und der Regierung der französischen Republik werden durch ein Dokument belegt, das das Auswärtige Amt der Oeffentlichkeit übergibt. Bei dem Dokument handelt es sich um den Bericht des französischen Botschafters in Brüssel vom 18. Januar 1926 über eine Unterredung mit dem Großrabbiner Ginsburger. Ginsburger, der soeben das Ordensband der französischen Ehrenlegion erhalten hatte, schlägt vor, den Einfluß der Juden in den Vereinigten Staaten zugunsten einer Regelung der französischen Kriegsschulden an die USA zu mobilisieren. Er schildert in offenherziger Weise die überragende Stellung des Judentums im Wirtschafts=, Finanz= und Pressewesen der USA und erklärt, daß durch den Einsatz dieser Kräfte ein wirksamer Druck auf die amerikanische Regierung und auf den amerikanischen Senat ausgeübt und selbst ein so erbitterter Gegner wie Senator Borah neutralisiert werden könne. Der französische Botschafter legt zugleich seiner Regierung eine„ernste Prüfung dieser beachtenswerten Vorschläge des Großrabbiners" nahe. Genegal=Reger meuterten gegen de Gaulle Rom. 29. April. Drahtbericht unseres Mitarbeiters Nach einer Mitteilung aus Damaskus hat eine Division Senegalesen gemeutert. Vierzig deGaulle=Offiziere wurden, wie über Beirut gemeldet wird, getötet und schwer verwundet. Die Unruhen seien noch nicht beendet. Richt würdig, sich Faszist zu nennen! 2a Rom, 29. April. Drahtbericht unsers Korrespondenten Einem Multimillionär in Pesaro ist die Mitgliedskarte der Faszistischen Partei entzogen worden, weil er sich weigerte, zu der Wollsammlung tür die Wehrmacht einen Beitrag zu geben. nek Berlin, 29. April. Der vom Führer ernannte Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz, Gauleiter und Reichsstatthalter Fritz Sauckel, gab in einer Unterredung, die er für die„Nationalsozialistische Parteitorrespondenz“ mit Gaupresseamtsleiter Haus Hertel führte, einen ersten Einblick in die ihm gestellte Aufgabe und die Maßnahmen, die zu ihrer Lösung führen werden. Die Ausführungen des Generalbevollmächtigten lassen erkennen, daß der vermehrte Arbeitseinsatz der Heimat in Zukunft in noch viel stärkerem Maße als bisher das Gesicht der inneren Front prägen wird. Gauleiter Sauckel erklärte u..: „Im Zusammenhang mit der Versorgung von Wehrmacht und Heimat mit allen auch im Kriege unentbehrlichen Lebensgütern und angesichts der heute von Deutschland und seinen Verbündeten zu versorgenden Großräume, ist nun auch das gewaltigste Arbeits= und Arbeiterproblem aller Zeiten entstanden. Voraussetzung für seine Lösung ist der einheitlich geregelte und gesteuerte Arbeitseinsatz des deutschen Volkes und aller in Europa unserer Kriegswirtschaft zur Verfügung stehenden Reserven. Dieses Ziel schnell, energisch und unter gerechter Verteilung der Arbeitslast zu erreichen, ist die mir gestellte Aufgabe. Mit ihrer Erfüllung wird die Heimat ihre selbstverständliche Dankesschuld an die Front abstatten. Selbstverständlich müssen in dieser großen Zeit friedensmäßige Planungen und Wünsche, auch wenn sie noch so berechtigt sind, zurückstehen. Die Notwendigkeiten der Rüstung und Ernährung stehen für mich unwiderruflich an erster Stelle. Das bin ich dem kämpfenden Soldaten und der Gesundheit unseres Volkes schuldig. Für kriegsentscheldende Aufgaben Mein erster Grundsatz ist, daß Arbeitskräfte ausschließlich für kriegsentscheidende Aufgaben eingesetzt werden. An der Spitze steht daher die Durchführung der Programme des Führers, des Reichsmarschalls und des Reichsministers für Bewaffnung und Munition, für die jederzeit und unter allen Umständen die erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen werden. Nicht minder wichtig ist die Sicherstellung der Ernährung und schließlich die Erzeugung lebensnotwendiger Bedarfsgüter, die auch in dem Umfange erhalten bleiben wird, der im Rahmen der Kriegsnotwendigkeiten möglich ist und verantwortet werden kann. Das Vertrauen zur Gerechtigkeit in der persönlichen Behandlung, Entlohnung und Fürsorge für ihre Gesundheit und Unterbringung wird den vorhandenen Einsatzwillen aller deutschen Arbeiter und Arbeiterinnen festigen und steigern. In diesem Zusammenhang werde ich meine besondere Aufmerksamkeit der Betreuung der Dienstverpflichteten und derjenigen Volksgenossen widmen, die sich freiwillig zum Arbeitseinsatz zur Verfügung gestellt haben. Die Gerechtigkeit im Innern sehe ich als die beste Garantie für den Sieg an. Namens der Partei wird hier die DAF segensreich wirken. Welchen großen Wert gerade der Führer auf die Erfüllung dieser Aufgabe legt, ist erkennbar aus der Anerkennung, die er in seiner letzten großen Rede der Deutschen Arbeitsfront für die Betreuung der schaffenden Menschen aussprach. Mit Zustimmung des Leiters der Parteikanzlei, Reichsleiter Pg. Martin Bormann, habe ich die Gauleiter der RSDAP als Bevollmächtigte für den Arbeitseinsatz in den Gauen eingesetzt. Ich bin an die Lösung meiner Aufgabe ausschließlich als Nationalsozialist herangegangen. Die Gauleiter werden durch die der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei innewohnenden Kraft, durch die Einrichtungen der Deutschen Arbeitsfront und die entsprechenden Organisationen der Partei auf dem landwirtschaftlichen Sektor sich auf das wirkungsvollste unterstützen und vor allem das sinnvolle Zusammenwirken von Partei, Staat und Wirtschaft sicherstellen. Ich will keine neue Organisation schaffen und keine neuen Behörden, sondern ein kleiner Führungsstab wird sich der bereits vorhandenen Dienststellen von Partei, Staat und Wirtschaft bedienen. Mobllislerung aller Arbeitsreserven Es werden selbstverständlich eine ganze Reihe von Maßnahmen kommen, die im wesentlichen in zwei Gruppen gegliedert sind: Nach besten ökonomischen Grundsätzen Mobilisierung aller noch einsetzbaren Reserven der deutschen Arbeitskraft und der uns in Europa zum Kampf gegen den Bolschewismus und die internationale jüdische Plutokratie noch zur Verfügung stehenden Arbeitsreserven. Jeder deutsche Betriebsführer muß nun einmal aus eigener Verantwortung unter Anlegung schärfster Maßstäbe seine Gefolgschaft überprüfen. Wer jetzt noch Arbeitskräfte für nicht kriegsentscheidende Aufgaben zurückhält, begeht die schwerste Pflichtverletzung, deren er sich im Kriege überhaupt schuldig machen kann. Ich bin überzeugt, daß allein die Maßnahme ein beachtlicher Prozentsatz von Arbeitskräften für kriegsentscheidende Aufgaben freigemacht werden kann. Im Ernteeinsatz der Landwirtschaft werden Hitler=Jugend und BdM. in einem bisher noch nicht dagewesenen Ausmaße zusammen mit den Schulen und Lehrern im Einverständnis des Reichserziehungsministers und des Reichswalters des NSLB. zur Verfügung stehen. Eine große Reserve an Arbeitskraft verkörpern heute noch immer die deutschen Frauen. Selbstverständlich sind in dieser Frage eine ganze Reihe von Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Es ist der Wunsch des Führers und des Reichsmarschalls, daß besonders die kinderreichen, aber auch die werdenden und zukünftigen Mütter unter allen Umständen so vor Ueberanstrengung und den Gefahren der Kriegszeit behütet werden, daß dieser Krieg ohne bleibende schädliche Rückwirkung auf das Leben unseres Volkes beendet wird. Trotz aller häuslichen Pflichten haben jedoch Millionen deutscher Frauen freiwillig den Weg in die deutschen Rüstungsbetriebe oder in die Landwirtschaft gesunden und arbeiten dort für den Sieg. Sie sind die guten Kameraden der an der Front stehenden Männer. Ich werde es nach den Weisungen des Führers und des Reichsmarschalls mit als meine vornehme Pflicht ansehen, den im Kriegseinsatz stehenden Frauen und Mädchen den größten Schutz und die höchste Fürsorge angedeihen zu lassen. Im Einsatz fremdländischer Arbeitskräfte stehen uns Kriegsgefangene und daneben Zivilarbeiter und Arbeiterinnen aus den meisten europäischen Ländern zur Verfügung. Wir werden in steigendem Maße europäische Arbeitskräfte in Deutschland für den deutschen Sieg einsetzen und auch auf diesem Gebiet beweisen, daß die Solidarität Europas kein leerer Begriff ist, sondern eine Tatsache, die sich als härter erweisen wird als alle Bestrebungen des kontinentalfremden britischen Empire. Ständige Stelgerung der Wattenerzeugung Die deutsche Wehrmacht ist hervorragend mit Waffen und Munition ausgestattet. Hierfür sorgt schon der Reichsminister für Bewaffnung und Munition. Wir werden aber in keinem Falle eine Unterlassungssünde begehen. Lieber wollen wir bei Kriegsende noch über umfangreiche Vorräte an Waffen und Munition verfügen, als daß auch nur an einer einzigen Stelle der Front der Soldat über mangelnde Ausstattung zu klagen hat. Die höchste politische Verantwortung erfordert gerade auf diesem Gebiet lieber eine zu große Vorsicht als Fahrlässigkeit, die draußen nur zu vermeidbaren Blutopfern führen müßte. Als im Weltkrieg 1917 von den Landesverrätern in der Heimat der Munitionsarbeiterstreik organisiert wurde, lernten unsere Frontsoldaten diese Zusammenhänge auf die traurigste Weise kennen. Der Mangel an Material führte schließlich mit zum Zusammenbruch von 1918. Diesmal werden wir die Erzeugung von Waffen und Munition bis zum Kriegsende dauernd steigern und werden dadurch den Sieg beschleunigen. Je mehr die Heimat arbeitet, um so schneller kommt der Sieg! Verlegung der Lohnzahlungen vom 1. Mai auf den 30. Aoril dnb Berlin, 29. April. In einer Reihe von Betrieben werden Löhne und zum Teil auch Gehälter am Freitag, dem 1. Mai, ausgezahlt. Da in diesem Jahre der Nationale Feiertag des deutschen Bolkes auf den 2. Mai fällt, wird es den Gefolgschaftsmitgliedern oft kaum möglich sein, mit den am 1. Mai ausgezahlten Verdiensten die üblichen Einkäufe für die nächsten zwei Tage durchzuführen. Der Reichsarbeitsminister empfiehlt daher allen Betriebsführern, die am 1. Mai fälligen Lohn= und Gehaltszahlungen bereits am 30. April 1942 zu leisten. Bauernabordnungen aus dem Osten banken Rosenberg □ Berlin, 29. April. Der Reichsminister für die besetzten Ostgebiete Rosenberg empfing am Dienstagmittag in den Amtsräumen seines Ministeriums je eine ukrainische, weißruthenische und weißrussische Bauernabordnung, die sich zu diesem Besuch angemeldet hatten, um den Dank der Landbevölkerung der befreiten Ostgebiete für die Erlösung vom bolschewistischen Joch und zugleich auch für die im Osten geschaffene Agrarordnung auszusprechen. Den Abordnungen ist Gelegenheit gegeben, auf mehrtägigen Reisen deutsche agrarwirtschaftliche Einrichtungen, u. a. Bauernhöfe in Westfalen, sowie die Reichshauptstadt kennenzulernen. So toird zegl Schlag auf Schlag bergonten! Bath hat zuerst die Antwort der deutschen Lustwaffe zu spüren bekommen Reinhardt: Finanskraft und Währung bleiben unerschütterlich! # Berlin, 29. April. Staatssekretär Reinhardt sprach gestern in einer längeren Rede über Probleme der Kriegssinanzierung. Er betonte, daß Finanzkraft und Währung ohne Rücksicht auf die Kriegsdauer unerschütterlich seien. Der Staatssekretär teilte bei dieser Gelegenheit einige weitere Vereinsachungsmaßnahmen in der Finanzverwaltung mit. Funkmast zum Einsturz gebracht □ Berlin, 29. April. Am Montag nachmittag unternahmen leichte deutsche Kampfflugzeuge einen erfolgreichen Angriff auf eine britische Funkstation westlich von Brighton. Der Funkmast stürzte ein. Ritterkreuz für einen Fernaufklärer □ Berlin, 29. April. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwafse, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Leutnant Scheidig, Flugzeugführer in einer Fernaufklärerstaffel. Kraftwagen für unsere Schwerversehrten # Berlin, 29. April. Im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht hat die Heeres=Sanitätsinspektion neuerdings ein Gerät entwickeln lassen, das den doppelt beinamputierten und gehbehinderten Schwerversehrten in hohem Grade zugute kommt: Es ermöglicht, Kraftfahrzeuge lediglich mit den Händen zu bedienen, ohne die Beine zu Hilfe zu nehmen. Das Gerät kann an der Lenksäule des Serinewagens zusätzlich angebaut werden, ohne seine normale Verwendung zu beeinträchtigen. Es ist denkbar einfach zu handhaben; Kupplung und Fußbremse werden durch einen Handhebel betätigt, der neben dem Lenkrad liegt, und mit einem weiteren Handhebel wird das gegeben. Die Zulassung im Straßenverkehr ist gesichert. Die zurzeit handwerksmäßige Herstellung des Geräts hat ein Spandauer Werk übernommen, das es später serienweise herausbringen wird. Praktisch hat sich die Einrichtung bereits ausgezeichnet bewährt, obwohl sie in den Einzelheiten noch lausend weiterentwickelt wird. Schwerversehrten Soldaten, die auf die Benutzung eines Fahrzeuges angewiesen sind, wird laut Verfügung des OKW auf Reichskosten ein mit dem Gerät ausgestatteter Kraftwagen geliefert, damit sie ihrer Berufsarbeit nachgehen können. Der Wagen bleibt bis zum Ablauf einer vorher festgesetzten Zeit Eigentum des Reiches. Für Unterhalt, Betriebsstoff, Reparaturen und Versicherungen werden monatliche Zuschüsse gezahlt. Durch alle diese Maßnahmen werden die beinamputierten und schwer gehbehinderten Versehrten in die Lage versetzt, am motorisierten Straßenverkehr teilzunehmen, und sie können ihrem Beruf genau so nachgehen wie ihre Kameraden, die das Los der Verwundung nicht so hart getroffen hat. Und später, wenn einmal die Treibstoffschwierigkeiten überwunden sind, werden die Schwerversehrten durch Fahrten in ihren Wagen auch die Erholung in der Natur finden, die ihnen sonst verschlossen bleiben würde. Der Führer gratulierte dem Tenno Berlin, 29. April. Der Führer sandte dem Tenno aus Anlaß seines Geburtstages ein in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschtelegramm. Alle strategischen Punkte in der Sand □ Tokio, 29. April. Wie das Hauptquartier bekanntgibt, haben die japanischen Marinestreitkräfte, die am 21. März mit ihren Operationen gegen die Molukken und am 19. April gegen die nördliche Hälfte Holländisch=Neuguineas begannen, inzwischen alle strategischen Punkte dieser Gebiete besetzt. Indien protestiert gegen USA.=Soldaten 1 Genf. 29. April. Drahtbericht unseres Mitarbeiters Die Ankunst amerikanischer Soldaten in Indien hat die gegenteilige Wirkung dessen gehabt, was man in London und Washington erwartete. Der Aufruf des persönlichen Sonderdelegierten des Präsidenten Roosevelt, Johnson, die amerikanischen Truppen liebenswürdig zu empfangen, wurde mit allgemeinem Unwillen beantwortet, der in verschiedensten Kundgebungen seinen Ausdruck fand. Die große Sensation ist ein Zeitungsartikel Gaudhis der Zeitung„Harijan“, in dem er die Ankunft ausländischer Soldaten in Indien auf das schärfste mißbilligt. Es blieb aber keineswegs bei diesen Protesten in Wort und Schrift. In Allahabad kam es zu stürmischen Kundgebungen gegen anglosamerikanische Persönlichkeiten. Zur gleichen Zeit wird aus den großen indischen Industriezeutren ein neues Aufflackern der von den Behörden mit Mühe und Not niedergehaltenen Streiknuruhen gemeldet. Leftiges Erdbeben in Portuaal □ Lissabon, 29. April. In Portugal wurde Montag morgen ein heftiges Erdbeben verspürt, das vom Observatorium in Serra to Pilar um 6 Uhr 33 Minuten 25 Sekunden verzeichnet wurde und dessen Epizentrum nur 25 Kilometer von jenem Ort entfernt war. Schäden sind nicht zu verzeichnen. Die Observatorien von Lissabon und Coimbra haben trotz ihrer seinen Instrumente das Beben nicht verzeichnet. Das ist Churchills Schuld! Stockbolm. 29. April. Der Londoner Korrespondent von„Nua Daglight Allehanda" berichtet, daß die deutschen Flugzeuge, die in der Nacht zum Montag Batb augrifsen, diesmal schwere Bomben verwandten. Man erwarte eine lange Liste von Toten und Verletzten. Bei dem von hellem Mondschein begünstigten Augriff soll so gut wie jedes Geschäft zerstört worden sein. Automobile, die in den Straßen standen, seien vom MG.=Feuer durchlöchert worden. Im übrigen biete Bath das Bild der vielen anderen bombardierten britischen Städte, Obdachlose, mit ihrer Habe beladen, strömen in den vom Bombenstaub grauen Straßen dahin, Wagen mit Lebensmitteln, Lautsprecher, die den Obdachlosen Wohnungen auweisen und fahrbaren Kochämtern fahren durch die Straßen. Viele verbrachten die letzte Nacht in den Parks(da auch die Obdachlosenheime zerstört wurden), wo sie Zelte aus Laken aufschlugen; audere schlafen auf den Bänken. * Das ist die Qutttung für Churchills nächtlichen Bombenkrieg gegen die deutsche Zivilbevölkerung. Und so wie in Bath. Exeter und Norwich wird jetzt Schlag auf Schlag zurückgegeben. Bis man in London unter dem Zwang der Ereianisse zur Einsicht kommt. 4 52 Grad unter Rull — Verlin, Ende April. Der tiefste Kältegrad, der im Winter 1941/42 an der Ostfront gemessen wurde, war 52 unter Rull, wie der Führer in seiner Rede mitteilte. Eo wird sehr schwer sein, die absolut tiefsten Kältegrade zu registrieren, die es auf unserer Erde gibt. Aus dem einfachen Grund, weil solche Kältegegenden nicht gerade die Menschen anzuziehen pflegen. Sicher ist aber, daß die kältesten Gegenden nicht am Meer oder in der Nähe des Meeres zu suchen sind, weshald man auch den „Kältepol“ von dem„geographischen Pol“(genauso wie von dem „magnetischen Pol“) unterscheidet. Als Kältevol, also als kältester Punkt der ganzen Erdoberfläche, gilt der Ort Werchojanfk in Nordostsidirten, wo im Januar 1885 63.2 Grad unter Rull gemessen wurden, also nur 11,2 Grad weniger als an der Ostfront in diesem Jahr. Das war aber ein einmalig verzeichneter Rekord an Tie stkälte vor 57 Jahren in diesem besonders ungünstig gelegenen Kälteloch, während für die Beurteilung des deutschen Ostheeres entscheidend ist, daß es monatelang stündige Kälte zwischen 25 und 40 Grad angesichte des Feindes ertrug— ein Umstand, der auch jeden Vergleich mit Entdeckungsfahrten engschlichs Währung ich! kretär Reineren Rede über Er betonte, e Rücksicht auf u. 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V. am Sonntag dus gemeinsame„Anrudern“ an der Wartburg, zu dern außer den Mitgliedern des Vereins zahlreiche Gäste erschienen waren. Im Mittelpunkt des Tages stand die um 11.30 Uhr über den Großdeutschen Rundsunk gesendete Feierstunde aus Wien mit Ansprachen des Reichssportführers und der Fachamtsleiter Rudern und Kanu. Bereits um 11 Uhr waren sämtliche aktiven Ruderer und Ruderinnen zum Vereinsaprell angetretn, bei dem der Vereinsführer die Trainingsverpflichtung der diesjährigen Rennmannschaften vornahm und einigen besonders verdienten Ruderern für besondere Leistungen bei dem Fabrtenrude rwettbewerb 1941 das vom RS.=Reichsbund für Leibesübungen verliehene Leistungsabzeichen in Bronze überreichte. An die Feierstunde schloß sich die Tause eines neuen Gigvierers der Oberschule für Jungen in Castrop=Rauxel an, wozu Oberstudiendirektor Dr. Schöner die einleitenden Worte sprach. Sodann nahn Oberbürgermeister Dr. Anton die Tause des Vierers auf den Namen„Günter Prien“ vor. Unser Stadtoberhaupt gedachte dabei in begeisternden Worten unserer Seehelden sowohl im Weltkriege wie im jetzigen Kriege, vor allem aber der Heldentaten des Mannes-dessen Namen der prachtvolle Vierer nun trägt. Seine Ausführungen waren ein eindrucksvoller Avvell an die jungen Ruderer, diesem Manne nachzueifern und ihn sich stets als leuchtendes Beispiel vor Augen zu halten. Nach Beendigung des Tausaltes starteten sämtliche Boote zu einer Fahrt nach Waltrov— ein schönes Bild. als 18 Boote in Kiellinie an den Zuschauern vorbeifuhren. Am Nachmittage fanden sich die Mitglieder mit ihren Angehörigen und Gästen zu einem gemütlichen Beisammensein im Bootshaus ein. Von Wien erklang das Startkommando Ueber den oben im Bericht vom Anrudern des Rudervereins Rauxel erwähnten Wiener Auftakt des Rudersportjahres 1942 ging uns noch folgende anschauliche Schilderung zu: „Bunte Fahnen hauschten sich im zarten Frühlingswind, Wimpel zurrten und zerrten an den Leinen. Der Tag des deutschen Rudersports bat an der Alten Donau zu Wien eine erwartungsfrobe Menge versammelt. Hinter der Rednertribüne, ebenso wi die Tribüne der Ebrengäste mit vielfarbigem Fachren tuch bespannt, rauschte ein Wald von Fahnen. An den Ufern der Alten Donau standen dichte Reihen von Zuschauern, auf der Tribüne Ebrengäste der Partei, des Staates und der Wehrmacht. Unter Marine=Marschklängen steigt um Punkt 11.30 Uhr auf Kommando des Fachamts#ressewarts Maack, das Hakenkreuzbanner, flankiert von der Flagge der Hitler=Jugend und des Reichsbundes für Leibesübnn gen. entsaltet sich im Frühlingswind das erste Zeichen der neuen Sportsaison! In schlichten Worten umreißt der Reichssvortführer von Tschammer und Osten die Aufgaben der Ruderer und Kanuten in der Heimat. Er gedenkt unserer Wehrmacht, vor allom der toten Kameraden, denen der Sport immer nachzueisern die beiligste Verwflichtung habe. Ein besonderr Nachruf gilt Oberst Mölders, der selbst Ruderer war. Reichsfachamtsleiter Dr. Eckert (Kanu) gelobt mit den zur Verfügung stehenden Kräften in über hundert Wettkompfveranstaltungen und Wanderfahrten mit Hilfe des Nachwuchses die Leistungshöbe des deutschen Kannsports zu halten, bei alledem aber die toten Kameraden nicht zu vergessen Reichsfachamtsleiter Regierungspräsident a. D. Pauli gibt für den großdeutschen Rudersport das Gelöbnis treuer Mitarbeit an den Zielen der deutschen Leibesübungen. Der Rudersvort habe auf allen Seen und Stvömen des Großdeutschen Reiches Fuß gefaßt und werde seine Sorge neben der Erhaltung der Leistungskraft und der Stählung des Körpers durch sportliche Uebungen auf die Erhaltung der Bootsbäuser legen, die die Soldaten ihnen zu treuen Händen in Pflege gegeben hätten. Währenddes haben unten vom Steg einige FrauenVierer losgemacht ein anderer Vierer zieht gerade an. Nach dem Fübrergedenken und den Liedern der Deutschen gibt der Reichssportführer das Startkommando und wie an einm Strick gezogen, senken sich die Blätter der vereinsweise in Richtung obere Alte Donau ausgereihten Boole ins Wasser. In Vieverreiben geht es los vorne die Schülerinnen und Schüler der Wiener Schulen, anschließend 14 Achter und 22 Vierer der Wiener Rudervereine. Den Schluß bilden 50 Kanuten. In gleichmäßig ruhigem Schlag wird die Kograner Brücke passiert, dahinter in großem Bogen gewendet. In gestaffelter Kiellinie gebt es wieder unter der Brücke hindurch an der Regattatribüne vorbei, über die ganze Regattastrecke, an den flaggengeschmückten Bootsbäusern entlang, bis zur Silbererecke, dem unteren Ende der Gänsehäuselinsel, wo sich die Flotte auflöst. Und während sich zur gleichen Stunde im ganzen den Bootsstegen lösten, um in gemeinsamer Auffahrt Reich 80.000 bis 100000 Ruderer und Kanuten von in die neue Saison zu starten, klang in Wien eine Feierstunde aus, die an die alten großen Winer Regatten um die Jahrhundertwende erinnerte als Wien im Zenit seines wassersportlichen Ruhmes stand. Wer den Nachwuchs allerorts bei dieser Feierstunde sah, wird um die Zukunft des großdeutschen Rudersports nicht bange sein.“ Frühjahrsgeländelauf der Ritler=Jugend Am Sonntag wurde als erste sportliche Gemeinschaftsveranstaltung der Frühjahrsgeländelauf der Hitler=Jugend durchgeführt. Die Ausschreibung sah vor: Hitler=Jugend: Jahrgänge 1927/28: 1000 Meter mit einer Laufzeit von—.30 Minuten, 1926: und älter: 1000 Meter in.30—.50 Minuten. Bund deutscher Mädchen: Jahrgänge 1927/26: 900 Meter nicht über 4 Minuten, 1925/26: 1000 Meter in —6 Minuten, 1824 und älier: 1200 Meter in—7 Minuten. Zu lausen war in Gruppen von 20—30 Teilnehmern unter Führung eines Sprotwarts bzw einer Sportwartin. Die Ergebnisse können für das H.=Leistungsabzeichen gewertet werden. Die Jungen starteten um 8 Uhr und die Mädel um 10.30 Uhr Vom Schweriner Sammelplatz wurden durch Stammführer Schweppe und Mädelgruppenführerin Gisela Fährenkämver Gefolgschaft 12, Jungsamm 3 Mädelgrmpße 12. Jni Töllsvark Ickern durch Stammjuhrer Adolf Schacht und Mädeigruppenführerin Maria Zimmer die Gefolgschaften 11 12 und 18, Mädelgruppe 15 und Motorgefolgschaft 12. im Castroper Holz durch Stammführer Schweppe und GD.= Mädelführerin Erna Nornschat die Gefolgschaften 16, 17. 18, Jungstamm 2, Marinegefolgschaft 2. Fliegergefolgschaft 2, Mädelgruppen 11 und 18„auf die Reise" geschickt. Allen Teilnebmern fah man die Freude an der sportlichen Betätigung und die Begessterugg für die in sportlicher Dößiolin durchgeführte Veranstaltung an. Alle Gefolgschaften, Fähnlein und Mödelgrupven, die teilnahmen, erhalten eine reichseinheitliche Erinnerungs= und wenn sie mit über 50 ob ihrer Gesamtstärke den Bedingungen genügten, auch eine Leistungs=Urkunde. Die Meldungen über die Beteiligung und Durchführung des Geländelaufs sind bis zum 29. Avril 1942 an die Stelle für Leibeserziehung im Bann 259 abzugeben. Arbeitshände— Kameradenhände Sorgsam sind die Verdunkelungsbehänge herabgelassen vor den breiten Fenstern des Gemeinschaftsraumes. In greller Sachlichkeit strahlt die Leuchte von der Deckenmitte der nüchternen. geräumigen Stube. Die Belegschaft der SHD.=Unterkunft ist versammelt zum abendlichen Unterricht: Hinter den langgestreckten nackten Holztischen sitzen die Männer in ruhigem Aufmerken. Müde die Gesichter. Die Augen in beherrschter Achtsamkeit auf den Vortragenden gerichtet. Die Hände rasten die viel geschafft haben heute wie gestern und ehegestern. In kameradschaftlicher Arbeit. Irdenwo an einem Luftschutzbunker gewerkt haben, auf daß Frauen und Kinder eine sichere Bleibe finden bei heimtückischem nächtlichen Fliegerüberfall. Oder Getreidesäcke geschleppt haben unermüdlich viele Stunden hindurch, ungewohnt und ungeübt. Kartoffeln geschaufelt die winterliche Versorgung der dichtbevöllerten Großstadt sichern zu helfen. Vielgestaltige Hände sehe ich da vor mir auf den blankgescheuerten Bohlentischen derweilen ich, Führer meiner Mannschaft, Kamerad vor meinen Kameraden. sitze beim Darbieten des diensterforderlichen Wissensstoffes— Kameradenhände— Die schmalgliedrigen des ehemaligen Goldschmiedes fallen mir auf. die sicherlich früher weißer waren und ohne die Schwielen des jetzigen derben Zupackens.— Breit wuchten die gutmütiger Pranken des früheren Maurers auf der spreche. Eine Landkarte spannt sich da aus, davor ihr wohl manchmal euch drängt zur Freizeit, den jeweiligen Stand des Kriegsgeschehens als bewährte Strategen erwägend Schautafeln sind aufgerollt, mit sachlicher Erklärung den notwendigen Unterbau eurer Einsatzfähigkeit zu begründen. Grell von der Deckenmitte strahli die Leuchte. Stumm sitzen die Männer in strebendem Bemühen, den ihnen im bürgerlichen Dasein doch so fernliegenden Lehrstoff in sich aufzunehmen. Gedämpft schrillt ein Telefonruf nebenan aus dem Wachtraum. Bereithalten. Ständiges. selbstverständliches Einsatzbereitsein. SHD.=Rettungsstelle. Dr. Herm. Müller-Blessem. Aus der Bewegung NS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk Castrop=Rauxel=Mitte Am heutigen Mittwoch(29..) um 16 Uhr, bei Haller Gemeinschaftsnachmittag mit Film. Es wird erwartet, daß die Mitglieder zahlreich erscheinen. Gäste sind willkommen. Anschließend kurze Besprechung der Mitarbeiterinnen. hr 290 1 Das ist der neue Einheits=Straßenbahnwagen Aufnahme: Kohler achum=Gelsenkirchener Straßenbahnen=AG. stellt diesen Wagen=Typ jetzt ein. Wir berichteten darüber ausführlich in unserer Ausgabe vom 25. Avril 1942. bretternen Fläche.— Die unruhigen Finger des geschickten Barbiers fahren spielerisch hin und her.— Des Heizers gedrungene Fäuste ballen sich spröde und hart, die sonst leichthin den fröhlichen Malerpinsel geführt und den Anstreicherquast— Schämig fast sucht dort die blaßhäutige Hand des Kaufmanns sich zu verstecken, weil die Spuren des heutigen Schuttabfahrens noch nicht restlos fortzuscheuern waren. Ich kenne eure Hände Kameraden. Eure Gesichter sind mir vertraut, euer schon grauendes Haar. Ich lese in euren Augen die so gleichmütig schauen aus ihrer erfahrenen Lebensreise Eure Uniform ist mir lieb geworden die schlichte schmucklose Montur der SHD.=Männer. Der Kriegsehrenzeichen achte ich mit Stolz die fast alle ihr tragt auf eurer fliegerblauen Bluse Ihr Feldsoldaten des Weltkrieges; zu alt jetzt Aus der Heimal Castrov=Rauxel, 29. April Nicht auf bie Art der Arbeit kommt es an, nein, men lann den Respekt nur abhängig machen von dem, wi# einer seine Arbeit vorrichtet. Adelf Hitler. Im Ehrendienst der RSB. Mit der Durchführung der Schulung der Amtswalter und Amtowalterinnen der NS.=Volkswohlfahrt im Kreise Herne Castrov=Rauxel wurde als KreisFeldsoldaten des Weltkrieges; zu alt jetzt schulungsbeauftragter Rektor Schröder=Castrov= für den neuen, wieder schon Jahre andauernden Waf= Rauxel betraut, der schon lange Zeit ehrenomtlich an sengang draußen an den Fronten; aber jung genug besonderer Stelle im Dienst der Organisation der noch und einsatzfreudig für den nicht minderen Dienst RSV. steht. des ständigen Hilfsbereitseins in der gefährdeten Ausfall einer DAF.=Arbeitstagung während der langsam rinnenden Nachtstunden der Die für den 29. April im Lokale Möller, Herne, wachen Alarmbereitschaft. Eure blühenden Geschäfte von=der=Heydt=Straße, vorgesehene Arbeitstagung der verließet ihr euren Beruf ohne Aufhebens davon zu Ortsschulungswalter und Stoßtruppführer des Kreises machen, soldatisch und pflichtbewußt. Eure Frauen und Herne Castrop=Rauxel fällt aus. Kinder warten daheim. Eure Söhne stehen vielleicht draußen irgendwo inmitten der feldgrauen Kolonnen. Ihr habt schon euer Sorgenpäcklein, das ihr männlich und herbe ertragt. Wie ernst nehmt ihr die Ungelegenheiten eures Dienstes auf euch. Kameraden. Eines Dienstes, der kaum je der Oeffentlichkeit sichtbar wird und darum kaum je mit Anerkanntwerden oder Beachtetsein zu rechnen hat. Mit gelassener Selbständigkeit tut ihr eure Pflichten Tag um Tag. Nacht um Nacht. Kame= Der festlich gesch nückte Saal Punge in Hiltrov war raden, ohne euch irgendwie ermüden zu lassen oder gar am Sonnabend nachmittag der Ort, an dem die zermübt zu werden vom nüchternen Einerlei des War= Schachtanlage IV der Bergbau=AG.„Lothringen", auf tenmüssens. Ist doch dem Manne das stumpfende War= der auch manche Castrop=Ranxeler beschäftigt sind, im tenmüssen, das Immer=nur=bereitsein schwerer und Rahmen einer größer ausgezogenen Jubilarseier ihre nsfremder als irgendein wechselvolles Handeln= 40= und Bjähr#ven Jubilar= ahrte. Es wer die erstNSDAP.=Kreisarbeitstagung in Rauxel Am nächsten Dienstag findet im Schulungsraum der Ortsgruppendienststelle in Rauxel(Bahnhofstraße) eine Kreisarbeitotagung der Partei statt. Ehrung von Jubilaren der„Lothringen=AG.“ Der festlich gesch nückte Saal Punge in Hiltrov am Sonnaherd nachmittag der Hrt, an dem 926: wesensfremder als irgenbein weufelvouer Hasvelne 10= und Ma#rigen Juollare ehre. Es war die erne 2000 Meter in—9 Minuten, 1925: 3000 Meter in dürfen und fruchtreiches Tun. Feier dieser Art, die diese Anlage einschließlich der 12—14 Minuten, 1924 und älter: 3000 Meter nicht Ueber die nüchternen Wandflächen des Unterrichts= Zentraltokerei selbständig durchführte. Von der über 14 Minuten. Deutsches Jungvolk: Jahr= raumes hinweg huscht zuweilen mein Blick, während Hauptverwaltung wohnte Direktor Bergassessor Lobgänge 1930/31: 800 Meter in.30—4 Minuten, 1929 sich unterweisend von den Erfordernissen des Dienstes mann der Feier bei. Der Gefolgschafteführer Divl.= Ing. Schröfeler konnte folgende Ardettetudtlare auszeichnen: 40 Jahre: Otto Schulte. Friedrich Konetzta, Michael Wawcziniak, 25 Jahre: Wilhelm Imort, Walter Lücker, Gustav Hofmann, Friedrich Jakob, Anton Maniak. Wilbelm Beiderbeck. Heinrich Probst Hermann Dombrowski, Johann Swinzik, Georg Ullrich, Fritz Wieschmeier Paul Eckert, Franz Haremsa, Hugo Burkat. Wilhelm Grollmann, Heinrich Beck. Johann Harvers. Withelm Sawatzki. Albert Schulz, Heinrich Tonnemacher, Heinrich Harde. Georg König, Hermann Remmert und Rudolf Bröker. Rütterschule Castrop=Rauxel Neue Kurse beginnen! Im Lause der nächsten Woche beginnen Kurse in Säuglingsvilege. Krankenvflege und Ewiebungsfragen mit Anleitung zum Basteln. Anmeldungen werden noch entgegengenommen in den Sorechstunden Montags. Dienstags und Donnerstags vormittags von 10—12 Uhr. Teleson 2372. Zum eigenen Schaden der Hausfrau Die Vorbestellungen dürsen nicht versäumt werden Das Wirtschaftsamt gibt jedesmal den Termin bekannt, wann für zusätzliche Lebensmittel wie konservierte Milch, Honig. Heringe Fischkonserren. Schnavs usw. eine Vorbestellung der Hausfrau bei ihrem Kaufmann erforderlich ist. Der Kaufmann seinerseits hat wiederum seinen Termin gegenüber dem Wirtschaftsamt genau einzuhalten. Er bekommt nur Ware auf seine abgelieserten Abschnitte und bei solchen Extrazuwendungen nur auf die Vorbestellungen. Es ist also unbillig, wenn Hausfrauen Ware von ihrem Kaufmann verlangen, die den genauen Termin der Vorbestellung nicht eingehalten oder gar überhauvt keine Vorbestellung gemacht oder sogar die dafür bestimmten Abschnitte weggeworsen haben. Der Kaufmann kann ihnen ja gar keine Ware geben, da er diese ohne Vorbestellung in Verbindung mit den Abschnitten selbst nicht erhält. Diese Einsicht und Disziolin muß von jeder Hausfrau und Volksgenossin verlangt werden. Wer die Anordnungen nicht beachtet, darf sich nicht wundern, wenn er zu kurz kommt. Es ist seine eigene Schuld. Also: Vorbestellungen stets rechtzeitig zum bekanntgegebenen Termin machen und die in Frage kommenden Abschnitte bis zur Lieserung ausbewahren! Frisches Brot ist ungesund Auf gutes Kauen kommt es an Manche Menschen essen gern frisches Brot und behaupten, es bekomme idnen ausgezeichnet. Aber wie wirkt zu frisch genossenes Brot auf den Organismus? Der Magen muß ununterbrochen gegen das zu Klümochen geballte Brot angehen, d. b. er ist ständig belastet. Auch können die im Brot enthaltenen Nährstoffe nicht genügend ausgenutzt werden, da die Verdauungssätte von Magen und Darm diesen dicken Speisebrei nur schwer durchdringen. So gebt ein Teil der Nährstosse verloren und verläßt ungenutzt den Körver. Sei Wegsneenee Hinzukommt, daß frisches Brot im allgemeinen schlecht gekaut wird. Dann ist die Ausnutzung durch mangelnde Zerkleinerung noch geringer. Wer einmal im Röntgenbild gesehen hat, welche Riesenhappen schlecht gekaut in den Magen wandern, wird sich gewundert haben, daß so große Bissen überbaupt binuntergeschluckt verden können. Es ist für die Gesunderhaltung dos Körvers unbedingt notwendig, daß das Brot nicht zu frisch gegessen und gut gekaut wird. Das setzt allerdings voraus, daß man das Brot rechtzeitig einkauft, damit es noch etwas liegen kann. Wie wird Brot am besten aufbewahrt? Sehr frisches Brot läßt man erst etwas trocknen, ebe es in einen Brotkasten oder Steintovf gelegt wird, den man mit einem Deckel gut abschließt. Wichtig ist es das Gesäß mindestens alle zwei Wochen mit beißem Wasser auszuwaschen und an der Luft gut trocknen zu lassen. ebe das Brot wieder hineingelegt wird. Tapferer Oberfeldwebel mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet Kamen. Für mehrfache besondere Tapferkeit bei den Kämpfen an der Ostfront wurde dem in Kamen geborenen Oberfeldwebel Karl Wiescheloh aus Kamen. Zugführer in einem westfälischen Insanterieregiment, das Deutsche Kreuz in Gold verliehen. Der Oberfeldwebel, der bereits für seine beispielhaften Tapferkeitstaten während des Frankreich=Feldzuges das Eiserne Kreuz 1. Klasse erworben hatte. zeichnete sich auch im Feldzug gegen die Sowjetunion als Zug= und Stoßtruppführer wiederholt aus Beim Angriff auf eine auch als Eisenbahnknotenpunkt wichtige Stadt drang Oberfeldwebel Wiescheloh mit der vordersten Infanteriespitze in die ersten Häuserreihen ein. Unbekümmert um das starke seindliche Abwehrfeuer arbeitete er sich mit wenigen Insanteristen bis an den Bahnkörper heran und drang als Erster eines Stoßtrupps im kühnen Sprung in ein zu einem starken Stützpunkt ausgebautee Haus ein, in dem er durch eine geballte Ladung ein bolschewistisches schweres Maschinengewehrnest vernichtete. Hierdurch hatte. er den Weg zur Hauptstraße freigekämpfpt. Von Haus zu Haus drang er mit seinen Infanieristen weiter vor. Noch drei weitere Stützpunkte der Bolschewisten hob der Oberfeldwebel mit nur drei Infanteristen seines Zuges aus und erreichte als Erster einen die Stadt durchziehenden Flußlauf. Sein todesmutiges Verhalten ermöglichte das schnelle Vorziehen von Infanteriegeschützen, die auch den Widerstand am jenseitigen User brechen konnten so daß die ganze Stadt sich bald in deutscher Hand befand Auch in zahlreichen anderen Gefechten zeigte Oberfeldwebe! Wiescheloh die gleiche Entschlußkraft, mit der er seinen Zua von Erfolg zu Erfolg führte. Durch sein tapferer Verhalten konnte sein Zug viele Wafsen erbeuten und zahlreiche Gefangene einbringen. 1 DIE 6 STANDARD-HELFER FUR DIE HAUSFRAU ben #4 Mit Bildergutschein und Wertmarke SSS Pocha IN ZIRKUS VAN BUREN) ROMAN VON HERBERT STRINMANN O 32. Fortsetzung „Ja, verrückt kann man dabei werden— das verstehe ich! Aber warum regen wir uns darüber auf. warum, lieber Freund? Kommen wir doch zu unseren Geschäften zurück. Oder wollen wir erst einen Kaffee nehmen. Es war ziemlich frisch heute morgen auf dem Friedhof.“„ „Ja“, sagt Rahden mit trockener Kehle,„eine Auffrischung könnte uns nichts schaden. Herr Grusius.“ „Einen Kaffee sollen Sie bekommen. Herr Rahden einen Kaffee, der— hähähä— sich nicht gewaschen hat. Leider kann ich einem Diener nicht klingeln. Ich hab keinen. Ich bin ein einsamer Mann. Also müssen Sie schon eine kleine Weile warten. Erst den Kaffee und dann das Geld hähähähä!“ Er ist schon zur Tür hinaus und Erich Rahden sitzt immer noch da, tief in Gedanken versunken. Er sieht den Schreibtisch voller Papiere und Zeitungen. Dann hebt er den Blick wieder zu dem seltsamen Landschaftsbild. Es ist kitschig und bunt, und doch zieht es Erich Rahden magisch an. Er steht auf und nun weiß er es auch, was ihm an diesem Bild aufgefallen ist. Es hängt nicht an seinem ewöhnlichen Platz oder vielmehr— da hat früher ein inderes Bild gehangen. Die Sonne hat jahrelang die Tapete in diesem Zimmer gebleicht. Nur die Stellen auf denen die Bilder hängen, sind dunkler geblieben Und hier, wo jetzt das Landschaftsbild hängt, da ragt das Dunkel unter und neben dem Bild hervor. Da ist mal ein anderes größeres Bild gewesen. und vielleicht ist das aar nicht lange her. Vielleicht ist es erst herabgenommen worden, als man einen Besucher erwartete. Und wo würde man es in der Hast verstecken? Erichs Blick folgt dem Paneel. das den unteren Teil der Wand verdeckt, und er sieht, daß es hinter der Wand des mächtigen Bücherschrankes verschwindet. Dann erblickt er auch die Leiste des Bildes, das da hineingeschoben ist zwischen Paneelrand, Bücherschrank und Wand. Jetzt heißt es— handeln! Er zieht das Bild hervor: es sagt ihm vieles. bestätigr ihm manches von dem was er in den wenigen Stunden dieser letzten Nacht gedacht und kombiniert hat. Er zeigt Grusius, einen jüngeren Grusius inmitten einer prächtigen Tigergruppe. Grusius als Dompteur — welch eine Ueberraschung! Und da ist auch eine Widmung:„Für Gerda Harrens.“ Hier ist die Spur, die er gesucht, um derentwillen er hierher gekommen ist. Rahden hört draußen Grusius mit dem Geschirr klappern und läßt das Bild wieder an seinen alten Platz hinter den Schrank gleiten. Er setzt sich in seinen Sessel und schließt die Augen, um nachzudenken. Gerda Harrens! Gerda Harrens! Einen Namen hat ihm Pettkoff in der Kantine genannt: Gerda! „Die Frau, die du suchen mußt— die Frau, die alles weiß!“ so hat Pettkoff gesagt. Nur ihren Mädchennamen wußte er nicht mehr. Nun weiß Rahden, wie sie heißt, die er suchen muß: Gerda Harrens. Aber weiß diese Gerda Harrens wirklich etwas in dieser dunklen, verworrenen Sache? Konnte sich dieser alte Mann der sonderbar und zeitweise dem Trunk ergeben war, nicht auch geirrt haben? Konnte das nicht alles nur die Ausgeburt des Alkohols oder der Prahlsucht sein? Nein. Erich Rahden will sich nicht beirren lassen. Er hat jetzt die Spur der unbekannten Gerda Harrens gefunden— gefunden in dem Zimmer des Herrn Grusius! Und Herr Grusius hat diese Spure verwischen wollen— warum hätte er sonst das Bild hinter dem Schrank versteckt? Jetzt gilt es noch, diese Frau selber zu finden. Gerda Harrens! Gerda Harrens! „Ihnen ist doch nicht schlecht. Herr Nahden? Oder schlafen Sie sich ein wenig aus?“ Rahden öffnet die Augen, die während des Nachdenkens geschlossen waren, und sieht Herrn Grusius vor sich stehen der ihn mit einem wohlvollenden Lächeln betrachtet. Die knochige Hand schiebt ihm eine Tasse duftenden Kaffees hin. „Milch und Zucker nach Belieben! Greifen Sie zu!“ Erich Rahden greift zu und trinkt mit tiefem Behagen den braunen Trank. Dann wirft er einen Blick auf die Armbanduhr. „Mein Gott! Schon ein Uhr! Es ist bald Nachmittagsvorstellung, und ich hätte noch gern ein paar Stunden geschlafen! Wenn Sie es mir nicht übel nehmen, Herr Grusius schließen wir morgen ab! Ich kann heute wirklich nicht mehr.“ Herr Grusius sieht ihn mit einem langen Blick an. „Denken Sie daran, mein Junge. die Freiheit ist besser! Ich stehe immer zu Ihrer Verfügung!“ Er führt ihn durch den Flur zur Ausgangstür. Als er Rahden zum Abschied die Hand gibt, geht ein seltsames Lächeln über seine Züge. „Glauben Sie nun, daß ich der Mörder nicht bin, Nahden?“ Als Erich ihn verständnislos und ein bißchen unsicher ansieht, knarrt Grusius: „Na. wenn ich ein Mörder wäre, so hätte ich doch eben bildschön Ihren Kaffee vergiften können! Hähähä, Wiedersehen, mein Junge! Kümmern Sie sich nicht um das Gerede und die Witze des alten Grusius! Heute abend sehen wir uns im Zirkus!“ Erich Rahden eilt schnell die Treppe hinunter, im Vorbeigehen liest er noch ein Schild:„Pension Milenz“ und dann ist er auf der Straße. Dort bleibt er stehen. Vor Staunen; denn den Mann, der da unweit der Haustür steht, gesenkten Kopfes und gelassen den kennt er. „Herr Kriminalkommissar, was machen Sie denn hier?“ Henkel verzieht keine Miene. Er schiebt seinen Arm unter den des anderen. „Herr Rahden— Sie suche ich gerade!“ Zum zweiten Male innerhalb 24 Stunden hat Erich Rahden das Zimmer der Mordkommission Bratsch=Henkel betreten Henkel hat ihn, kaum daß sie die ersten Worte bei ihrem Zusammentreffen vor dem Hause Grusius gewechselt, mitgenommen. Und nun hat Erich Rahden alles erzählt, frei und offen! Von der Kantine von Pettkoffs Andeutungen, und wie er den Namen„Harrens“ auf dem Bild im Zimmer des Herrn Grusius gefunden hat. Dieser Name ist nicht ganz unbekannt, es ist der Name einer Sängerin von Ruf. Henkel. der Kunstinteressen mit seinem Kriminalberuf zu vereinbaren weiß, hat sich sofort entsonnen, daß Gerda Harrens' Cepyright by Hore-Verlag. Berile W 30 Rückkehr von einer Amerikareise nach Hamburg in den Zeitungen gemeldet worden ist. Bratsch hat ein paar Worte auf einen Zettel geworfen und hat sich zur Polizeifunkstelle begeben. Er ist sehr bald wieder zurück Sein Gesicht leuchtet. „Nette Kerle in Hamburg! Hier haben wir schon die Anschrift dieser Sängerin Gerda Harrens und geschiedenen Frau Grusius.“ „Man müßte mit der Frau selber reden", meint Henkel leichthin. Bratsch zuckt unmutig die Achseln „Ich halte es nicht für richtig, daß wir uns auf die Grusiusgeschichte festbeißen Grusius ist ein gerissener Geschäftsmann, der es offenbar auf die Tiger der Frau Baggesen abgesehen hat Nicht mehr! Wer verrennen uns mit dieser Sache, die eine Lappalie ist im Vergleich mit dem Mord!“ „Herrgott!“ fährt Henkel auf.„ich sage ja auch nicht. das Grusius der Mörder ist.— aber diese Frau weiß vielleicht etwas, wenn wir Pettkoff ernst nehmen wollen.“ „Der ist ein notorischer Säufer. ein Querulant und ein Klatschmaul“, sagt Bratsch. „Wir müssen die Spuren nehmen, wir wir sie bekommen“, entgegnet Henkel„Und Frau Grusius ist eine Spur in die Vergangenheit dieses seltsamen Herrn Grusius. Grusius ist unbedingt in irgendeiner Weise belastet durch leinen Auftrag an LehmannPieske.“ „Also halten Sie Grusius eines Mordes für fähig?“ fragt jetzt Erich Rahden. Liegt nicht die Gefahr vor. daß man ihn verkennt? Wer so aussieht gilt ja wohl von vornherein als gezeichnet. Ich glaube er hat ein sehr gutes Herz. Irgend etwas muß ihn verbittert gemacht haben.“ „und das möchte ich gerade herausbekommen" beharrt Henkel.„Ich habe eine Bitte an Sie, Herr Rahden: wollen Sie mir eine gute Logenkarte für heute abend, möglichst in der Nähe von Loge 2 besorgen?" Rahden nickt, wenn ihm auch die Sache ein bißchen seltsam vorkommt. Bratsch hält mit seiner Meinung nicht hinter dem Berge. „Und was soll das werden?“ Henkel sinnt noch immer nach, dann sagt er entschlossen:„Ich fliege sofort nach Hamburg, ich muß diese Gerda Harrens unbedingt sprechen. Und es könnte ja sein, daß ich Frau Harrens Herrn Grusius oder irgendeinem anderen Beteiligten konfrontieren muß. Die sind aber heute abend alle im Zirkus, und vor Vorstellungsbeginn könnte ich kaum mit dem Flugzeug zurück sein. Lieber Nahden es ist das Beste. Sie nehmen die Karte an sich und erwarten mich zu Anfang oder wenn ich dann noch nicht da bin, etwa zur Großen Pause in der Vorhalle. Sie müssen natürlich gegen jedermann schweigen. Wollen Sie das tun?" Rahden verspricht es Dann ist er entlassen. Als er vor dem Präsidium nach der Uhr sieht, erschrickt er. Die Nachmitatgsvorstellung hat schon begonnen. Kurz danach trägt ein Flugzeug den Kommissar Henkel nach Hamburg. Es ist um die vierte Nachmittagsstunde, als in einem Büro der Innenstadt sich zwei Männer an einem breiten dunklen Schreibtisch gegenübersitzen. Das Gesicht des Besuchers ist verdeckt durch den Schatten der hohen Aktenschränke Aufmerksam ruht der Blick des ergrauten Anwalts auf dem Mann, dessen Stimme in dem hohen Raum widerhallt. „Nach dem Ihnen Herr Doktor vorliegenden Testament des Herrn Baggesen ist also Frau Ilona fast vollständig enterbt. Die Ersparnisse des Dompteurs seine Tigergruppe, sollen in andere Hände übergehen Wer nun ist dieser Glückliche?“ Eine große Spannung liegt in der Frage des Besuchers. Der Anwalt zögert mit der Antwort. „Sie verstehen, daß ich ungern darüber Auskunft gebe. Ihr Besuch kommt mir ein wenig überraschend. Ich bin erst heute mittag von der Reise zurückgekehrt.“ „Leider— denn das hat mich um einen ganzen Tag zurückgeworfen! Zeit bedeutet für mich alles!" Der Anwalt macht eine bedauernde Handbewegung. „Ich fürchte auch. die Auskunft, die ich Ihnen geben kann, bringt Sie nicht viel näher zu Ihrem Ziel.“ „Nur heraus damit!“ sagt der Besucher rauh, wer ist der Erbe des Herrn Baggesen?" Der Jurist beugt sich vor. Behutsam, fast geflüstert spricht er den Namen aus:„Grusius, ein gewisser Herr Grusius.“ Fortsetzung folgt. Tanz auf dem Baltan „Remember Pearl Harbour“.] Auswüchse der nordamerikanischen Jazz=„Kultur“ In den Vereinigten Staaten herrscht gegenwärtig ein ausgesprochenes Tanzsieber, durch das man die Kriegsniederlagen der jüngsten Zeit leichter vergessen will. Um das Jahr 1914 entstand in den USA eine neue Art der Tanzmusik die, angeregt durch die Negermusik rhythmische Elemente vor allem die Synkove, einseitig bevorzugt und aft ins Triviale verfällt. Kennzeichnend ist ferner für diese„Kunstgattung" die übermäßige Verwendung von Jasztrompeten und sposaunen, sowie der verschiedensten Saxophone und des Schlagzeugs. Die geschmacklose Aufmachung der Jaszkavellen und die fast ausschließlich auf Erotik eingestellten Texte zeigten einen völligen Kulturverfall, herbeigeführt von Juden und Negern, die den Jasz industrialisiert nach Eurova verpflanzten. Doch ließ sich Europa nur kurze Zeit von den amerikanischen Uebertreibungen blenden und schuf bald einen gemäßigteren Stil, der oft der älteren Salonmusik nahesteht. Die deutschen Kapellen haben den einseitig rhythmisch aufpeitschenden Stil des„Hot" verlassen, die Melodie in den Vordergrund ihrer Darbietungen gestellt und im Schlager des Tonfilms die beliebteste und verbreitetste Art der modernen Tanzmusik gefunden. : Ein wilder„Jazztaumel“ herrscht dagegen nach wie vor in den Vereinigten Staaten. Er ist dort durch die Kriegsereignisse keineswegs gemildert, sondern eher noch gesteigert worden. Die Erinnerung an die Tatsache, daß vor annähernd zwanzig Jahren ein Mister Allan Whitman aus St. Louis mit dem„weltberühmten“. Song„Ausgerechnet Bananen“ die Kleinigkeit von 4500000 Mark nach deutscher Währung verdienen konnte brachte unzählige jüdische Schlagerdichter=komponisten und=sänger auf die Beine. Die New Vorker Jazzmusik=Zentrale„Tin Pan Alley“, die im Volksmund„Blechtopfgasse“ genannt wird, erlebte hierdurch eine neue Blütezeit. Noch am Abend der vernichtenden Niederlage von Pearl Harbour konnte man in dem feudalsten Nachtklub der Millionenstadt den aufrüttelnden“ Schlager hören:„We will knock ihe Japs right into the laps of the Nazis“(Wir wollen die Japaner den Nazis vor die Knie schmettern). Später verfiel man dann mit dem Tanzsong „We always remember Pearl Harbaur". in dem man dem verlorenen Südseevaradies nachtrauerte, in eine etwas wehmütigere, aber auch zeitgemäßere Tonart. Die Ankunft Churchills in Washington wurde mit dem langsamen Walzer— diese Musikart wurde seinerzeit von den Engländern aus Deutschland übemnommen und nur im Zeitmaß etwas verändert—„The white ccliffs of Dover“ oder„Die weißen Klivven ausstampfen, noch Kastagnettengeklapper und Verbimmlung der angebeteten Senoritas.„ Die Amerikaner halten diese und ähnliche Schlager für äußerst wichtig zur Beeimlussung der öffentlichen Meinung. Sie sollen angeblich die Kriegslust bis zur Siedehitze steigern können. Für uns aber sind sie nichts weiter als charakteristische Symptome eines traurigen Kulturverfalls, von dem die USA erfaßt zu sein scheinen.— Kleves Siebenhundertjahr=Feier Kleve. Kleve gedachte am Samstag, in einem Rahmen, der dem Ernst der Zeit angepaßt war, seiner Erhebung zur Stadt durch den Grafen Diedrich VI. vor nunmehr 700 Jahren. Das äußere Bild der Stadt spiegelt das denkwürdige Ereignis durch reichen Flaggenschmuck wider. Im Mittelpunkt der Jubiläumsseier stand am Vormittag eine Ratsherrensitzung im festlich geschmückten Saale des alten Heimatmuseums. an der viele Gäste aus Partei Staat Wehrmacht und aus der Wirtschaft teilnahmen. Bürgermeister Ebel hieß die Anwesenden herzlich willkommen und gab nach der Verlesung der Stadterhebungsurkunde aus dem Jahre 1242 im Urtext und in hochdeutscher Sprache einen Abriß der wertvollen Klever Geschichte, die ein Stück niederrheinischer und darüber hinaus preußischer und deutscher Geschichte ist. Die große Tradition der einst so berühmten Stadt so sagte er, verpflichte die heutige Generation im Geiste der Väter weiterzuschaffen und erst recht in schwerer Zeit ihre Pflicht zu tun, eingedenk der Jahre da auch in Kleves Geschichte nach Schicksalsschlägen Jahre des Wiederaufstiegs folgten. Regierungspräsident Dr. Kammerer(Düsseldorf) überbrachte die Glückwünsche der Staatsregierung, des Regierungspräsidenten und des Landeshauptmanns Gauamtsleiter Knell(Essen) machte sich zum Dolmetsch der Glückwünsche des Gauleiters Terboven und des ganzen Gaues Essen. Der Vertreter des Deutschen Gemeindetages West. Dr. Kottenbera überreichte Bürgermeister Ebel die Freiherrn=vom=Stein=Plakette. Kreisleiter Hartmann entbot den Glückwunsch alss Hoheitsträger der Partei und Ratsherr Hans Jansen als Mittler der Anteilnahme der Ratsherren und der Bürgerschaft Kleves. Ein seierlicher Augenblick war es als am Ende der Sitzung der Bürgermeister das aus dem Hauptquartier eingelaufene Telegramm des Führers verlas, in dem der Führer für die Grüße der alten Herzogsstadt mit einem herzlichen Glückwunsch zum Stadtjubiläum dankte. 125 Jahre Landkreis Kleve Kleve. Nach den Befreiungskriegen im Jahre 1816 wurde das Rheinland in preußische Verwaltung übernommen. Aus diesem Anlaß erfolgte damals eine neue Kreiseinteilung. aus der auch der Landkreis Kleve hervorging, der am 1. Mai 1941 125 Jahre bestand. Die Kreisverwaltung hat angesichts des Krieges auf eine besondere Feier verzichtet. Der Deutsche Gemeindetag jedoch hat dieses Jubiläum zum Anlaß genommen, dem Kreis Kleve die Bildplakette des Freiherrn vom Stein zu verleihen, die dem Landrat Hoven mit einem Glückwunschschreiben des Vizepräsidenten des Deutschen Gemeindetages Berlin in diesen Tagen überreicht wurde. Geseke. Vier Zicklein auf einen Wurf Eine besonders brave Ziege überraschte von Dover“ geseiert, während man die Konserenz von ihren Besitzer, einen hiesigen Eisenbahner morgens Rio mit einer Hochflut seuriger Tangos begleitete. mit der Geburt von vier Geißlein. Leider ist das eine Es fehlte darin weder an temperamentvollem Fuß= kurz nach der Geburt eingegangen. — #cim ginäbens, aben el ett tnbtäs##ih tv. c ercc B auche Oesaußgsber: Nsichsarbeitsgsmeinschaft Schabenverbötung Gott, dem Herrn über Leben und Tod, hat es gefallen, nach kurzem, schwerem Leiden meinen lieden Mann, unseren guten, treusorgenden Vater, Bruder, Schwager und Onkel Karl Oestrop im Alter von 53 Jahren zu sich in die Ewigkeit nehmen. In tiofer Trauer: Elise Westrov, geb. Becker Kinder und Anverwandte Castrop=Raugel, den 28. April 1942. Die Beerdigung findet statt am Freitag, dem 1. Mai. 16.30 Uhr, vom Trauerhause Franzstraße 31 aus. Danksagung Für die vielen Beweise der Anteilnahme und die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden beim Hinscheiden meines geliebten Mannes, des treusorgenden Vaters unserer Kinder, meines Sohnes, Bruders, Schwiegersohnes, Schwagers, Onkels, Vetters und Neffen, danken herzlichst Frau Wwe. Wasielak, Kinder und Verwandte. Castrop-Rauzel 2, im April 1942. Für die anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten, die zahlreichen Kartenund Blumenspenden danken wir herzlichst. Friedrich Wilhelm Filshaut Lieselotte Filshaut sch. Kodtede Castrop-Rauzel 4(Ickerner Str.), im April 1942. „Heriaster., gehen sparsam mit Peri-Erzeugnissen um, weil sie den Wert zu schätzen wissen. Der„Stadtanzeiger“ erscheint wochentlich omar Wod,enbezugspreis 30 Vig. Postdezugsorete 2 RD monatt Druck u Verlag 4 Z1 C ky Kartenberg Herne Hauotschrittleiter aud verantwortlich für Poltett Kunst u Wissenschaft Erich Wagnei Herne verantwortlich für die betlichen wortlichen und orovinziellen Mitteilungen Franz Joses Pruoo Castroo=Rauxel Sa.=Nr 2151 Castroo— Anzeigenoreis. 1 mm doch u 72 mm breit 25 Pie Nachlaß nach den vom.oD.: derausgegebenen Richtlinten 3. 3t. gilt Preislike Nr. 1. Alle Bilder. soweit nicht andere angegeden Scher# Jüngere männl. oder weibl. Millskräfte sofort gesucht. Federnwerk Castron Marktstraße 20 Hechrauchier Kocfemerd RM 50.—. zu verkaufen. Wo, sagt der„Stadtanzeiger“. Khauf“ weitz=hraun, auf den Namen „Blitz“ horend, am Sonntag entlaufen. Vor Ankauf wird gewarnt. Wiederbringer erhält Belohnung. Clemens Felling, Castrov=R. 4 Adolf=Hitler=Straße 160. bist bu i del Not.. DR· KORTHAUS ·FRANKFURT A·M Gesucht wird zum 1. Mai eine nicht zu junge, umsichtige und gesuunde Nausgenmn Einige Kochkenntn. erwünscht. Ruhiger, kleiner Haushalt. Zu erfragen in der Geschäftsstelle des„Stadtanzeiger". Srobieren gedi über Studieren. Also probieren Sies endlich mal mit einer kleinen Anseige im Stadtanzeiger, ste bringt Ihnen