68. Jahrgang! Castroper Zeitung W Raureler Neueste Nachrichten Rummer 81 Mittwoch, den 8. April 1942 Unzulängliche Antwort om Berlin, 8. April. Drahtmeldung unseres diplomatischen Vertreters Der neue englische Kriegsminister Sir James Grigg hat sich durch die heftigen Angriffe gegen die Armee veranlaßt gesehen, diese öffentlich in einer Rede in Cardiff in Schutz zu nehmen. Er wandte sich dabei zwar an die englischen Zeitungen und Kreise, in Wirklichkeit aber galten seine Warnungen der amerikanischen Presse und amtlichen Persönlichkeiten der Sowjetunion, welche die englische Armee bekanntlich beschuldigten, den bevorstehenden Entscheidungen dieses Jahres untätig zuzuschauen und wenig Neigung zur Bildung einer zweiten Front und zur Offensive zu zeigen. Er habe festgestellt, so sagte Grigg, daß dadurch bei den Truppen ein„gewisses Mißbehagen“ hervorgerufen worden sei und daß sie das Vertrauen in sich selbst und in ihre Führer zu verlieren beginnen. Die Armee sehne sich zwar nach dem Tage der Schlacht, verstehe aber sehr wohl, warum sie warten müsse. Aus diesen Aeußerungen ist zu entnehmen, daß die bolschewistische Propaganda bereits in die britische Armee eingedrungen ist, und daß die Moskauer Parole von der zweiten Front einen zersetzenden Einfluß auszuüben beginnt. Grigg verwies demgegenüber auf die Notwendigkeit, strategische Pläne vor dem Feind geheim zu halten; es ist jedoch unwahrscheinlich, daß eine solche Selbstverständlichkeit oder andere Wahrheiten, die er zum Besten gab— indem er zum Beispiel versicherte, daß der Krieg nur durch einen Sieg gewonnen werden könne—. die Moskauer Hintermänner der Propaganda für eine zweite Front zufriedenstellen werden. Auch was Grigg über den Zustand der britischen Armee erklärte, daß sie „ziemlich gut ausgerüstet oder auf dem Wege zu ihrer vollständigen Aufrüstung sei“ und daß er sich mit einem Plan beschäftige, Männer der Wissenschaft noch stärker zur Erfindung neuer Waffen und neuer Methoden heranzuziehen, dürfte in Moskau nicht als befriedigende Antwort auf die ungedeckte Frage angesehen werden, was England außer den Bemühungen, den Rest seines Empires in Indien zu schützen, zu unternehmen gedenkt, um den bolschewistischen Bundesgenossen vor dem sicheren Untergang zu retten.... Gerenm die Tarkei die Hinlergraner! ****„.*••*• Cfachte die Altentater Drahtbericht unseres eigenen ständigen Korrespondenten Sogar auf Staatspräsiden! Inönü war ein Anschlag geplant re Istanbul, 8. April. In politischen und diplomatischen Kreisen hat es starkes Befremden erregt, daß der Sowjetbotschafter in Ankara, Winigradew, in Begleitung seiner Frau am Ostermontag den beiden sowjetischen Angeklagten in dem Attentatsprozeß im Untersuchungsgefängnis einen langen Besuch abstattete und ihnen bei dieser Gelegenheit zugleich verschiedene Geschenke überreichte. Man erfährt weiter, die Untersuchung habe den schlüssigen Beweis erbracht, daß der Anschlag aus Papen nur der Anfang von einer Reihe von Attentaten auf führende Persönlichkeiten der Türkei bilden sollte. Es war unter anderem auch ein Attentat auf den türkischen Staatspräsidenten Inönü selbst geplant gewesen. Schließlich wird noch bekannt, daß im Zusammenhang mit der Untersuchung die Existenz kommunistischer Terrorgruppen festgestellt worden sei, die vor allem in Ankara, Istanbul und Izmir gewisse Aktionen vorbereiteten und deren enge Beziehungen zu den Sowjets außer Zweisel stehen. Es sind auch mehrere hundert Personen verhaftet worden, die zum großen Teil in ein Einhaltelager nach Ost=Anatolien gebracht wurden. Das vom türkischen Außenministerium bereits angekündigte Rote Buch, das für alle auf den Anschlag auf Papen Wentere Angeisss Gefoige un der Osisront Jagdgeschwader Mölders erzielte 3000. Luftsieg- Sendeanlage getroffen Wieder Tag und Nacht gegen Maltasstörer dnb Führerhauptquartier, 8. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern bekannt: „An der Ostfrout brachten eigene Augriffsunternehmungen weitere Erfolge. In mehreren Frontabschnitten wurden örtliche Angriffe des Feindes abgewiesen. Die Bekämpfung kriegswichtiger Anlagen in Leningrad durch schwere Artillerie des Heeres wurde fortgesetzt. Am gestrigen Tage wurden an der Ostfront 29 seindliche Panzer vernichtet und 60 sowjetische Flugzeuge abgeschossen oder am Boden zerstört. In Nord=Afrika lebhafte beiderseitige Aufklärungstätigkeit. Kampf= und Jagdfliegerverbände griffen britische Flugplätze in der Marmarica sowie im ägyptischen Küstengebiet an und zersprengten Kraftfahrzeugansammlungen südostwärts von Mechili. In Lufkämpfen schossen deutsche Jäger sechs britische Flugzeuge ab. Starke Verbände deutscher Kampf=, Sturzkampfund Jagdflieger setzten die Angriffe gegen militärische Anlagen der Insel Malta bei Tag und 4 Stukas greifen britische Kraftfahrzeuge an PK.-Aufnahme: Kriegsberichter Krempl Zerfort. Ein im Dock liegender britischer wurde in Brand geworfen. An der englischen Südküste erzielten deutsche Kampfflugzeuge Bombentreffer in einer Sendeanlage. Britische Bomber führten in der letzten Nacht Störangriffe gegen das westliche Reichsgebiet. Die Zivilbevölkerung hatte geringe Verluste. Nachtjäger und Flakartillerie schossen drei der angreifenden Bomber ab. Das Jagdgeschwader Mölders errang am gestrigen Tage den 3000. Luftsieg.“ Insel Suur=Tytärsaari besetzt □ Helsinki, 8. April. Der finnische Heeresbericht vom Montag meldet u..: Unsere Truppen haben am 2. April die Insel Suur=Tytärsaari, südlich der kürzlich eingenommenen Insel Suuar= saari, im Finnischen Meerbusen besetzt und, unterstützt von der Luftwaffe, zwei feindliche Gegenangriffe zurückgeschlagen, wobei der Feind schwere Verluste erlitt. bezugnehmende Dokumente der Oeffentlichkeit mitteilen soll, wird, wie jetzt verlautet, noch während des Prozesses herauskommen. belastet die Angeklagten □ Ankara, 8. März. Ein Polizist, der im Gesandtschaftsviertel Dienst tut, hat, wie„Cumhuriyet“ meldet, der Untersuchungsbehörde mitgeteilt, daß er am Vorabend des Attentats auf Papen den Angeklagten Suleyman in Gesellschaft des Angeklagten Kornilow gesehen hat. Bei ihnen habe sich eine dritte ihm unbekannte Person befunden, die er auf Grund der Beschreibung und der am Tatort gefundenen Bekleidungsstücke mit Sicherheit als den Attentäter Oemer Tokat bezeichnet. Die Straßen im Osten verwandeln sich jetzt in Seen PK-Aufnahme: Kriegsberichter Wette Der Arbeitsausschuß des indischen Kongresses lehnt ab A Stockholm, 8. April. Der Arbeitsausschuß des Kongrosses hat beschlossen— wie Reuter aus Neu=Delhi erfährt— den Rat zu erteilen, die britische Erklärung nicht anzunehmen. Eine schiörte Kraßenschiacht in Beiron Roosevelt gibt Regern neue Wohnungen, aber den Weißen armselige Baracken! Verschärfte Rassengegensätze kb Lissabon, 8. April. In Detroit hat sich, wie verspätet bekannt wird, eine schwere Straßenschlacht zwischen Weißen und Negern abgespielt. Die Rüstungsverwaltung hatte einen neuen Häuserblock mit 300 Wohnungen den farbigen Rüstungsarbeitern zur Verfügung gestellt. Dagegen protestierten die weißen Arbeiter energisch, die in Baracken und armseligen Notwohnungen hausen müssen. Sie organisierten eine Wache, die den Häuserblock besetzte und Tag und Nacht die nähere Umgebung abpatrouillierte. Als die schwarzen Rüstungsarbeiter die ihnen zugewiesenen Wohnungen beziehen wollten, kam es zu schweren Ausschreitungen. Die Wachtposten verwehrten ihnen den Eintritt, den sich die Schwarzen nun mit Gewalt erzwingen wollten. Vergeblich versuchte die Polizei, die Streitenden mit dem Gummiknüppel auseinanderzutreiben. Dann wurde berittene Polizei eingesetzt, die sich mit Gasbomben und Schußwaffen ihren Weg in die beiden ineinander verbissenen Parteien bahnen mußte. Es gab auf allen Seiten zahlreiche Schwerund Leichtverletzte. 20 Personen wurden verhaftet und vom Schnellrichter zu empfindlichen Gefängnisstrafen verurteilt. Aber der Einzug der schwarzen Rüstungsarbeiter in den Häuserblock ist bis jetzt noch nicht möglich gewesen, weil die darin verbarrikadierten Weißen die Wohnungen unter keinen Umständen freigeben wollen. Der Berichterstatter einer Zeitung erzählt, ein schwarzer Rüstungsarbeiter habe ihm gesagt:„Die Armee will mich einziehen, damit ich für die Demokratie kämpfe, aber ich würde mich lieber in Detroit dafür einsetzen, denn hier kämpfen wir Neger für unsere eigenen Interessen.“ Neuer Großungeif, der Lastlbasse auf Malta Werke, Arsenale, Tanks, Flak, ein Ga swerk und ein Schwimmkran getroffen Erfolgreiche Sturzkampfflieger * Berlin, 8. April. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, erfolgte Montag abend ein neuer Großangriff deutscher Kampf= und Sturzkampfflugzeuge auf La Valetta. Eine Stunde lang lagen die Docks und Versorgungseinrichtungen unter schwerstem Bombenhagel. Besonders schwer getroffen wurden die am Grand Harbour gelegenen Werke und Arsenale. Mehrere Tausend=Kilo=Bomben schlugen im Gaswerk ein und verursachten unmittelbar bei den großen Gasometern außerordentlich starke Explosionen und Brände. Vier Reihen schwerer Bomben trafen die Tanks im Marsa Creek, dem westlichen Ausläufer des großen Handelshafens, und lösten dort gleichfalls heftige Brände aus. Der Schlachthof und die Kühlhäuser La Valettas, die für die Versorgung der Besatzung sehr wichtig sind, erhielten schwere Treffer. Gegen 18 Uhr erschienen Sturzkampfflugzeuge über den Befestigungen von Floriana und stürzten sich auf die Forts und Flakstellungen. Bomben schweren Kalibers detonierten in den Arsenals und Kasernen. Mehrere Flakbatterien von Floriana stellten nach Volltreffern ihr Feuer ein. Der groh: Schwimmkran an dem Dock„Jagd Creek“, in der Nähe der Staatswerften wurde gleichfalls von einer Tausend=Kilo=Bombe getrofsen. Bombentreffer beschädigten einen Zerstörer im Dock. Sturzkampfflugzeuge brachten Flakbatterien zum Schweigen. Bei diesem Großangriff wurden ferner zahlreiche Treffer in den Lagerschuppen in der Nähe der Staatswerft erzielt. Nach anderen Berichten hat die Aufstellung von schwarzen Divisionen die Rassenspamnung in USA verschärft. Ein schwarzer wegen Gehorsamsverweigerung gegenüber seinem Sergeanten verhafteter Rekrut erklärte:„Dieser Krieg ist eine Angelegenheit der Weißen und er geht mich nichts an.“ Bomben auf den sowjetischen Nachschub □ Berlin, 8. April. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, waren deutsche Kampfund Sturzkampfflugzeuge im mittleren Frontabschnitt wieder bei Bekämpfung bolschewistischen Nachschubs erfolgreich. Auf freier Strecke und in Bahnhöfen wurden nach bisher vorliegenden Meldungen insgesamt 21 Lokomotiven zerstört und drei Güterzüge vernichtet, sowie zehn weitere Züge durch gutliegende Bombenreihen schwer beschädigt. Volltreffer in Betriebsanlagen einiger Verschiebebahnhöfe verursachten Zerstörungen großen Ausmaßes. Auf den Straßen im rückwärtigen Gebiet des Gegners blieben über 40 Kraftfahrzeuge zerstört liegen. Unruhen in Ulster=Irland? sa Rom. 8. April. Drahtbericht unseres Mitarbeiters In Belfast und anderen irischen Städten haben sich in den letzten Tagen schwere Unruhen ereignet. Hunderte von britischen Soldaten sollen getötet worden sein. Tiefangriff auf britische Radiostation □ Berlin, 8. April. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, unternahmen leichte deutsche Kampfflugzeuge vorgestern einen Tiefangriff auf eine britische Radiostation an der Südküste Englands. Es wurden Bombentreffer in den Sendeanlagen erzielt. Nach Bordwaffenbeschuß geriet ein Gebäude in Brand. Ritterkreuz für einen gefallenen Staffelkapitän ∆ Berlin, 8. April. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberleutnant Rieger. Staffelkapitän in einem Sturzkampfgeschwader. Oberleutnant Joachim Rieger, am 9. 3. 1914 in Berlin geboren, war einer der hervorragendsten Vertreter der Sturzkampfwasse und hat sich auf allen Kriegsschauplätzen durch seinen beispielhaft tapferen Einsatz besonders ausgezeichnet und außergewöhnliche Waffentaten vollbracht. Durch seine große fliegerische Begabung und Erfahrung, seinen mitreißenden Schwung und heldenhafte Tapferkeit hat er Erfolge erzielt, die für die Entwicklung und den Ausgang bedeutender Angriffsschlachten von größter Wichtigkeit waren. Vor allem um die Erprobung des Nachteinsatzes der Sturzkampfwaffe hat er sich bahnbrechende Verdienste erworben. U. a. ist es ihm gelungen, vor Bengast einen Schweren englischen Kreuzer durch Volltreffer außer Gefecht zu setzen Bei Angriffen auf feindliche Geleitzüge im Kanal und an der Themsemündung vermochte er trotz schwerster Abwehr 30000 Tonnen Schiffsraum zu versenken. Nach seinen Teilnahme an dem Kreta-Unternehmen flog er 137 Einsätze im Feldzug gegen die Sowjet=Union. Insgesamt hat er als Sturzkampflieger 257 Feindflüge aufzuweisen. Bei einem Angriff in der Gegend Naro Fominsk fand Oberleutnant Rieger zusammen mit seinem Vordschützen den Heldentod. Abschüsse am laufenden Band □ Berlin, 8. April. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, waren deutsche leichte Kampfflugzeuge bei den bereits gemeldeten Angriffen auf britische Kraftfahrzeugansammlungen in der Marmarica besonders erfolgreich. Auf einem britischen Feldflugplatz in der Marmarica wurden Bombentreffer zwischen abgestellten Flugzeugen erzielt und mehrere Flakgeschütze außer Gefecht gesetzt. Deutsche Jäger schossen bei freier Jagd über der Libyschen Wüste eine Hurricane und drei Curtiß ab, während zwei weitere britische Flugzeuge von deutscher Flakartillerie zum Absturz gebracht wurden.— Deutsche Jäger stellten gestern über dem Seegebiet südlich Kreta einen britischen Aufklärer vom Muster Beaufighter, der abgeschossen wurde.— Bei dem japanischen Luftangriff auf Port Darwin(Nordaustralien) am 4. April wurden, wie ergänzend mitgeteilt wird, fünf australische Flugzeuge am Boden zerstört. Im Luftkampf über der Stadt wurden weitere drei feindliche Flugzeuge abgeschossen.— Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, waren am Montag deutsche Jagdflugzeuge im Kampfgebiet des Ilmensees besonders erfolgreich eingesetzt. Nach bisherigen Meldungen schossen die deutschen Jäger 24 Flugzeuge in Luftkämpfen über dem nördlichen Frontabschnitt ab.: Sechstausend=Tonner an der USA. Küste gesunken □ Berlin, 8. April. An der amerikanischen Atlantikküste wurde ein etwa 6000 BRT großer Frachtdampfer torpediert. Das Schiff ist, wie das nordamerikanische Marinedepartement jetzt zugeben muß, gesunken. Zahlreiche Flugzeuge auf Malta beschädigt □ Rom, 8. April. Infolge der wiederholten starken Angriffe deutscher und italienischer Flugzeuge auf Malta konnten, wie„Popolo di Roma“ berichtet, Aufklärungsflugzeuge mehrere Dutzend feindlicher Maschinen beobachten, die schwerbeschädigt am Boden lagen. Zerstörer„Havock" versenkt ∆ Rom, 8. April. Der italienische Wehrmachtbericht vom Dienstag teilt u. a. mit: Während eines Einfluges auf Bengasi, der nur leichte Schäden verursacht, brachte die Bodenabwehr zwei Kampfflugzeuge brennend zum Absturz. Bei einem Angriffsversuch auf den Flugplatz von Derne wurden sieben feindliche Flugzeuge ohne eigene Verluste abgeschossen. Zahlreiche Bombenangriffe richteten sich gegen die Flugplätze, die Flottenstützpunkte und die Flakstellungen von Malta. Die Angriffe hatten umfangreiche Zerstörungen zur Folge. Im Luftkampf verloren die englischen Jäger eine Spitfire. Unsere Marinestreitkräfte haben den britischen Zerstörer„Havock“ in Brand gesetzt und versenkt. Cripps=Erklärung erneut verschoben □ Neu=Delhi, 8. April. Wie Reuter aus Neu=Delhi meldet, hat Cripps die Konferenz, auf der er eine Erklärung über den Indien=Plau abgeben wollte, noch einmal bis Donnerstagmittag verschoben.— Die Erklärung war ursprünglich für den gestrigen Dienstag angekündigt und dann auf Mittwoch vertagt worden. Schwere Explosion in einer Werft bei Suez □ Stockholm, 8. April. Infolge einer Explosion in einer Werft in der Nähe von Suez kamen, wie Reuter aus Kairo meldet, am Sonntag acht ägyptische Soldaten und 22 ägyptische Arbeiter ums Leben; annähernd 80 weitere werden vermißt. Die Explosion entstand, als Munition ausgeladen wurde. Ostlandvölker wollen Deutsch lernen Berlin, 8. April.„Wir müssen die deutsche Sprache so schnell wie möglich und so gut wie möglich erlernen. Die deutsche Sprache öffnet die weiten Gefilde der europäischen Kultur und führt uns in ein neues inhaltvolles Leben“, schreibt die lettische Zeitung„Daugavas Vestnesis“ und charakterisiert damit, in welchem Ausmaße im Ostland zur Zeit die Jahrhunderte alten sprachlichen und kulturellen Beziehungen zum deutschen Raum wiederaufleben.„Großes Interesse für die deutsche Sprache,“ überschreibt auch das führende estnische Blatt„Eesti Sona“ in Reval einen Artikel, in dem berichtet wird, daß allein an den augenblicklich laufenden Deutschkursen der Organisation„Erholung und Lebensfreude“ 1500 Personen teilnehmen, 500 weitere besuchen die deutschen Sprachkurse der estnischen Volksgemeinschaftshilfe. Darüber hinaus bestehen noch zahlreiche private Kurse. Dieser Tage hat, wie das estnische Blatt berichtet, eine Beratung stattgefunden, deren Zweck es war, dem deutschen Sprachunterricht noch einen wesentlich breiteren Rahmen zu geben. Unter anderem wollen alle größeren Betriebe und Firmen deutsche Sprachkurse einrichten. Auf diesem Wege sind bereits die genossenschaftliche Zentralorganisation, die Großfirma„Butterexport“ und seitens der Behörden Post und Straßenbahn vorangegangen. 2000 neue Freiwillige aus Svanion □ Madrid, 8. April. Während der Östertage sind aus mehreren spanischen Provinzen über 2000 neue Freiwillige zur Blauen Division an die Ostfront abgerückt. Verzliches Eche za Rom. 8. April. Drahtbericht uneeres Mitarbeiters Die Ernennung des Kronprinzen zum Oberkommandierenden der italienischen Streitkräfte in Mittel= und Sübitalien und das italienische Inselsystem wird von der hiesigen Oeffentlichkeit mit großer Sympathie ausgenommen. Zwischen dem Duce und dem Königl. Haus bestehen bekanntlich seit dem ersten Tage der faszistischen Machtergreing sehr herzliche Beziehungen und der Prinz von iemont gilt als einer der besten und befähigsten akstabsoffiziere des italienischen Heeres. Inbiens Ssirafts ii mic Zuschägen Nach Malaya und Burma heitzt es setzt:„Schlacht um Indien hat begonnen“ Drahtbericht unseres eigenen diplomatischen Mitarbeiters Gute Ratschläge aus London April. dp Stockholm, 8. Das Hin und Her über die indische Verfassung ist unterbrochen worden durch die heftigen Explosionen von den japanischen Bombardierungen auf Ceylon und auf indische Hasenstädte. An drei strategisch wichtigen Punkten zugleich hat die japanische Luftwasse angesetzt, wie bei dem Kampf um Niederländisch=Indien und die Philippinen, die es versteht, überall dort in großen Räumen zu operieren, wo der Gegner sich nur mit kleinen Verteidigungskontingenten sammeln kann. Für General Wavell beispielsweise ist es unmöglich, die ganze indische Ostküste von Kalkutta bis Ceylon zu schützen mit den wenigen ihm zur Verfügung stehenden Streitkräften. In Indien gibt es auch keine Heimatwehren, wie die Holländer sie auf Sumatra und Java errichteten. Falls die Japaner mit raschem Handstreich ihrer Flotte an den nicht geschützten Punkten der indischen Ostküfte landen, könnten sie ohne besondere Schwierigkeiten einen Brückenkopf besetzen. Hierüber ist sich London im klaren. Englische Zeitungen stellen am Ostermontag fest:„Die Schlacht um Indien hat begonnen.“ Um so größer ist ihr Eifer, durch gute Ratschläge, den Verhandlungen zwischen Cripps und den indischen Führern in letzter Stunde noch zu einem positiven Ausgang zu verhelfen. Die„Daily Expreßz“ möchte Indien herzlich gern zu einem eigenen Kriegsminister verhelfen in der Annahme, daß dann alle Schwierigkeiten beseitigt sein würden. Das ist natürlich zweifelhaft; denn die indische Opposition bezieht sich auf die Tatsache, daß die englischen Vorschläge eine Aufsplitterung Indiens in verschiedene Reiche nach sich ziehen würden. Feindreste auf Sumatra kapitulierten □ Tokio, 8. April. Das Hauptquartier gab am Dienstagmittag die am 27. März erfolgte Kapitulation der restlichen Feindkräfte auf Sumatra bekannt. Damit befindet sich das gesamte Gebiet Sumatras unter der Kontrolle des japanischen Militärs. Gefangen wurden in Nord= und Mittelsumatra insgesamt 3100 gegnerische Kräfte, darunter etwa 900 Engländer und 1000 Niederländer. Internierte Sumatra=Deutsche befreit □ Tokio, 8. April. In Tokio vorliegenden Berichten aus Medan(Nordsumatra) zufolge befreiten japanische Streitkräfte am 4. April auf der Insel Nias an der Nordwestküste Sumatras 60 deutsche Männer und Frauen, die dort von den Holländern interniert waren. kutta Fliegeralarm gegeben. In indischen Kreisen Bangkoks verweist man darauf, daß dieser Luftalarm in Kalkutta von den Briten absichtlich inszeniert worden sein dürfte, um die Beschlüsse des Kongreß=Exekutivausschusses zu beeinflussen. „Diplomatische" Fliegeralarme □ Bangkok, 8. April. Während Cripps unter Assistenz und Kontrolle von Roosevelts Sonderbeauftragten Johnson in Neu=Delhi die indischen Parteiführer zu übertölpeln versucht, setzt die britische Agitation die verwegensten Mittel ein, den Gang der Verhandlungen zu beeinflussen. Hetzmeldungen, zur Schau gestellte militärische Uebungen und vor allem Fliegeralarme sollen dazu beitragen, die Inder gefügig zu machen und die Bevölkerung in eine Panikstimmung zu versetzen. So wurde am Freitagnachmittag in KalWie stark ist die indische Armee? * Berlin, im April. Im Frieden besteht die Wehrmacht, die die Engländer in Vorderindien unterhalten, aus rund 310000 Mann. Dieser Truppenbestand ist aber sehr ungleichartig. Die Elitetruppen sind 65000 Mann=Engländer. Sie stellen 46 Infanteriebataillone, 6 Kavallerieregimenter, 48 leichte, 9 mittlere und 7 schwere Batterien.(Dazu kommt die Luftwaffe.) Ferner haben die indischen Territorialtruppen eine Stärke von 165000 Mann. Es ist eine Söldnertruppe, die hauptsächlich Infanterie= und Kavallerieregimenter bildet, während die technischen Truppen stark mit englischem Personal besetzt sind. Der Besuch der Kriegsakademie ist nur Engländern vorbehalten, was zur Folge hat, daß indische Offiziere nur bis zum Regimentskommandeur aufrücken können. Gute Soldaten liefern die nordindischen Gebirgsstämme. Die Fürstenstaaten stellen den Engländern weitere 80000 Mann zur Verfügung. Schließlich bilden die jüngeren Engländer, die als Zivilisten in Indien tätig sind, ein Korps von Zeitfreiwilligen. Delfrage für Japan gelöst □ Tokio, 8. April. Bis Ende März wurden aus den Südgebieten bereits 220000 Tonnen Lebensmittel und 100000 Tonnen Zucker nach Japan gebracht, wie Oberst Okada vom Kriegsministerium der Presse gegenüber erklärte. Künftig könne man damit rechnen, daß jährlich etwa drei Millionen Tonnen Güter verschiedenster Art einschließlich Oel aus dem Süden im Mutterland Japan einträfen. Oberst Okada versicherte, daß von nun an die Oelverteilung an die Industrie um ein Drittel erhöht werde, da die Armee überzeugt sei, daß in naher Zukunft alle mit der Oelfrage zusammenhängenden Probleme für Japan gelöst seien. antikommunistische Kampagne in Portugal □ Lissabon, 8. April. Im Rahmen der antikommunistischen Kampagne hielt am Montagabend Professor Dr. Carlos Moreira einen vom vortugiesischen Staatssender übertragenen Vortrag, in dem er die Methoden des Bolschewismus behandelte. Wenn die Kommunisten der Sowjetunion in ihren Methoden wie authentische Verbrecher handelten, dann handelten die Kommunisten in anderen Ländern wie Dummköpfe, die, einer Chimäre nachlaufend, nicht merkten, daß sie die Opfer einer plumpen Mystifikation seien. „Die Nacht in Venedig“ Vonunserem Filmmitarbeiter pao Berlin. im April. Melodienselig verteilt sich im breit dahinrauschenden Finale alles, was da schwärmt, singt verliebt tut, sich in den Hüften wiegt, auf zahllose venezianische Gondeln: voran das Ballett zu zierlich sich drängendem Spitzentanz unter kunstvoll verschnör. kelten Girlanden aus Glühbirnen und Rankengeflecht, die Mitglieder des Orchesters mit ihren Instrumenten, die beiden wieder. vereinten Stars des Operettenensembles— und dazwischen allein im versunkenen Glück in einer Gondel noch ein zweites Liebes. paar. Zur nächtlichen Sihouette wird langsam das Panorama der Kanäle. Benedig triumphiert— als Operettenbühne von gigantischem Dimensionen. Wenn sich schließlich die unzähligen Lichtkreise auf pechschwarzem Wasser zu einem Zauberreigen vereinen, ist es, als gäben sich all die vielen Glanzilitterchen des Witzes, der Ironie und der Musik zum Abschied ein Rendezvous, die zuvor den ganzen Film so freundlich und erheiternd illuminiert hatten. Muß man von dieser„Nacht in Venedig" berichten, daß sie auch eine Handlung hat, die von dem versierten Gespann Wasser. mann=Dilier stammt? Heidemarie Hatheyer, die seit dem aufwühlenden Aerzte=Film„Ich klage an“ in die allererste Linie unserer Filmdarstellerinnen gerückt ist fügt sich hier mit blutvoller Lebensheiterkeit sehr natürlich in den mehr künstlerischen Trubel eines deutschen Operettengastspiels und den Wir. bel eines großstädtischen Hotels. Sie kommt als Sekretärin auf dem nicht gerade unbekannten Wege eines Preisausschreibens nach Venedig. Dort begegnet sie einem jungen Mann, der eigentlich die Soubrette des Operettenensembles zu lieben sich vorgaukelt. ahns Nielsen überrascht in dieser Rolle mit der sehr erheiternden Kopflosigkeit eines zerstreuten Sternguckers. Harald Paulsen beherrscht als Peter Laurentz die Berufssprache des Tenors von Grund auf— zugleich auch die immer ein wenig überpointiert wirkende Parkettsicherheit des Operettenstars. Eine faszinierende Erscheinung aus der prickelnden Welt Straußscher Melodien ist Lizzi Waldmüller. Erich Ponto, hier ein liebenswürdiger Verwandter seiner Komödien. gestalt aus„Das lebenslängliche Kind“, Paul Henckels und Erika von Thellmann, das sind nur einige aus der langen Reihe vertrauter Namen. Und noch einer erscheint in dieser Reihe: Paul Verhoeven, der Spielleiter dieses leichtfüßigen Operettenfilme, der mit unsicherem Schritt und erstauntem, rundem Blick einen kleinen Buchhalter aus Köln spielt. Die Zuschauer sind angesteckt von der Musik des Zauberers Johann Strauß. P. A. Otte. Ulbracht, die BewunLebenswahr bis ins Goethe=Medaille für Walter Petersen □ Berlin, 8. April. Der Führer hat dem Maler Professor Walter Petersen in Düsseldorf aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebensjahres in Würdigung seiner hervorragenden Leistungen auf dem Gebiete der Bildnismalerei die GoetheMedaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Sadumernain den Mäden=Aöosedens Versorgungsschwierigkeiten in Venezuela durch Kautschukmangel Rovseern mast Eruador O Genf, 8. Apvil. Wie aus Washington gemeldet wird, haben die Vereinigten Staaten nunmehr auch mit Ecuador ein sogenanntes Pacht= und Leihabkommen abgeschlossen. Ecnador ist das achte der zehn südamerikanischen Länder, das sich damit in die Finanzknechtschaft der Wallstreetjuden begibt. In Washingtoner unterrichteten Kreisen wird erklärt, daß der Kredit wahrscheinlich 10 Millionen Dollar nicht übersteige. Ein Abkommen größeren Umfanges erscheine nicht notwendig, so wird zynisch hinzugefügt, weil ja USA=Truppen bereits in Ecnador stationiert seien.— Ganze 10 Millionen, das ist also der Iudaslohn für den Verrat der eigenen wohlverstandenen Interessen an dem Dollar=Imperialismus. Und dafür erntet das Land noch offenen Hohn der Kriegsverbrecher um Roosevelt. In welche Schwierigkeiten die südamerikanischen Länder durch Roosevelts Kriegstreiberei geraten, zeigt ein Beispiel aus Venezuela. Die dortige Oeffentlichkeit beobachtet mit großer Besorgnis die rasche Verringerung der Kautschukbestände, da die Zufuhr nahezu aufgehört hat. Die Presse fordert Einführung einer staatlichen Kontrolle, welche den dringendsten Bedarf sicherstellen müsse. Beschaffung von Rohgummi für die einzige Autoreifenfabrik in Caracas ist kaum noch möglich. Diese ist für eine Jahresproduktion von 80 000 Stück eingerichtet, um den Gesamtbedarf des Landes decken zu können. Die Regierung hat bereits in Ecuador 100 Tonnen Kautschuk gekauft und verhandelt mit Brasilien über einen weiteren Abschluß. Dennoch sei zu befürchten, schreiben die Blätter, daß der Reifenmangel schwere Störungen des gesamten Kraftwagentransportes herbeiführen werde. Dieser ist jedoch von größter Wichtigkeit, da das Bahnnetz nicht ausreicht, um die Personenund Frachtbeförderung im notwendigen Umfang zu übernehmen. Das ist um so weniger möglich, als die Hauptbauzone der wichtigsten Lebensmittel, Weizen, Mais und Kartoffeln in der Nähe der Andenregion liegt und nur durch Landstraßen ge mit den aroßen Konsumzentren in Verbindung solgreich fortgesetzt. steht. Der schlechte Zustand der Wege bedingt einen starken Reifenverbrauch bei allen Transportunternehmen, welche die Lebensmittelanfuhr besorgen. Die gleichen Schwierigkeiten machen sich erst recht für die Verbindung von Caracas mit den Gebieten um den Orinoco geltend, wo die Straßen nur in der trockenen Jahreszeit einigermaßen passierbar sind. Kohlenmangel in Argentinien □ Buenos Aires, 8. April. In Argentinien macht sich seit einigen Monaten ein wachsender Kohlenmangel bemerkbar. Die Regierung hat sich zu scharfen Rationierungsmaßnahmen entschließen müssen. Sues=Kanalgesellschaft stellt Zahlungen ein sa Rom. 8. April. Drahtbericht unseres Mitarbeiters Die Suez=Kanalgesellschaft, die bis kurz vor dem Krieg ungeheure Dividenden an ihre Aktionäre zahlen konnte, hat jetzt ihre Zahlungen eingestellt. Sehe Auszeichnung für Marschall Rvaternik □ Berlin, 8. April. Der Führer hat kroatischen Feldmarschall Slavko Kvaternik Großkrenz des Deutschen Adlerordens verliehen. Alle Angriffe im Amensee=Gebiet abgschlagen □ Berlin, 8. April. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, wurden am 5. April im Gebiet des Ilmensees zahlreiche bolschewistische Angriffe zum Teil in harten Nahkämpfen abgeschlagen. Ein Verband der Waffen=f führte in der Nacht zum 5. April ein erfolgreiches Stoßtruppunternehmen durch, bei dem durch Geländegewinn eine Verbesserung der eigenen Stellung ermöglicht wurde. Die im Wehrmachtbericht vom Sonntag gemeldeten deutschen Angriffe im mittleren Frontabschnitt wurden erdem das Edgar Kahn: Die ewige Kette wd Bremen, im April. Edgar Kahn, der erfolgreiche Verfasser männlich=kräftiger Stücke wie„Langemarck"(1933) und Oberst Vittorio Rossi“(1940) schenkt uns in seinem neuesten Bühnenwerk„Die ewige Kette“ eine Dichtung, die nicht nur Fortsetzung, sondern darüber hinaus Steigerung seines Schaffens ist. Er nennt sein neues Stück„ein Schauspiel aus unseren Tagen“ und widmet es der Truppe der er selbst angehört: der Panzerwaffe. Ein Panzeroffizier des ersten Weltkrieges hat durch eine schwere Schädelverletzung die Erinnerung an die Begebenheit jener Zeit verloren. 20 Jahren sind seitdem vergangen. Wieder ist Krieg, wieder ist er bei seiner Panzerwaffe. Das seltsame Walten des Schicksals läßt ihn in einem jungen Panzersoldaten seinen Sohn finden, von dessen Dasein er nichts abnte und führt ihn wieder mit der Frau zusammen, deren Erinnerung in ihm ausgetilgt war, die ihn tot glaubte, aber nie aufgehört hat, ihn zu lieben. In das Wiederfinden hinein dröhnt das Brausen der Motoren und der Lärm der ewigen Kette und ruft zu neuem Kampf. Dieses Geschehen hat der Dichter mit starker dramatischer Spannung gestaltet. Die Menschen, die er zeichnet, sind Charaktere großen Ausmaßes und der Zeit, in der wir leben, würdig. Das Theater der Hansestadt Bremen bereitete dem Stück eine glanzvolle Uraufführung. Richard Dornseiffals Spielleiter hat eine Leistung vollbracht, die derung erregt und keinen Wunsch offen lätzt. Lebe kleinste sind die Bühnenbilder von Erich Schüler. Aus der Fülle der Darsteller, die alle rühmend erwähnt zu werden verdienten, seien der Oberst(Heinz Lorscheidt), der Hauptmann(Intendant Curt Gerdes), der junge Panzermann(Benn Sterzenbach) und die Aerztin Dr. Rettberg(Grete Holtz) hervorgehoben. Ein besonderes Lob gebührt dem Unteroffizier Schwitzke(Hermann Speelmans a..); es ist das eine Rolle, die dem bekannten und beliebten Filmschauspieler gleichsam auf den Leib geschrieben ist. Dieser rauhe Krieger mit dem goldenen Gemüt und dem sonnigen Humor ist der Hauptträger der Handlung er füllte seine Menschengestaltung mit praller Lebenskraft. Das festlich gestimmte Haus folgte dem durch eine herrliche Aufführung gehobenen Werk mit starker Spannung und großer Anteilnahme und bereitete allen Beteiligten Kundgebungen reichen Beifalls. Der Dichter vor allem, aber auch der Spielleiter und der Gast des Abends wurden lange und lebhaft gefeiert. Dr. WIll Dewald. Einweihung des Stadttheaters Thorn khs Thorn, im April. Das im Jahre 1904 unter deutscher Herrschaft erbaute Theater Thorns wurde nach den zwanzig Jahren polnischen Regimes nach eingehender Neugestaltung des Zuschauerraumes durch Professor Baumgarten=Berlin— der Umbau der Bühne und der dazugehörenden Räume folgt— festlich eröffnet. Eine schlichte und vornehme Architektur, mit Gold und Rotschmuck, gibt bei dem warmen Licht dem rund 700 Besucher fassenden Hause eine gediegene Behaglichkeit. Für die Eröffnungsvorstellung hatte der aus Guben kommende Intendant Fiala die Reufassung der Tragödie„Annke von Skoepen“ von Bethge gewählt. Das Bühnenwerk(Jeanne'Arc-Thema) ist die Fortsetzung des kürzlich am Danziger Staatstheater in Uraufführung herausgekommenen Dramas„Heinrich von Plauen“ und teilt mit ihm alle Vorzüge und Schwächen. Um seine Erstaufführung im Osten Deutschlands, die vor wuchtiger, gleichbleibender Marienburg. Inszene in Gegenwart des Dichters und von Vertretern des Staates, der Wehrmacht und Partei über die Bretter ging, machten sich Jo Hager(Annke), R. Merkentin(Küchmeister) und andere verdient. Sie wurde freundlich ausgenommen. Dr. Karl Heinrich Schmidt. Wagner-Festspiele in Wuppertal hgf Wuppertal. Anfang April. Schon mehrfach ist das Stadttheater in Wuppertal der Schauplatz festlich=repräsentativer Wagner=Aufführungen gewesen. Nun sind sie, mitten im reichen Reportoire=Ablauf der ausklingenden Winterspielzeit und mitten im Kriege, wiederum künstlerischer Höhepunkt im Kulturleben des Bergischen Landes gewesen. Mit Kräften erster deutscher Bühnen wurde die Ring=Tetralogie Wagners in mustergültiger Vermittlung geboten, und viermal war das Theater Sammelpunkt kunstinteressierter Kreise nicht nur der Stadt und des Bezirks, sondern weit darüber hinaus. Dirigent der vier Abende war Hans Knappertsbusch. Musikalische Großzügigkeit und Herausarbeiten feinster Einzelheiten zeichneten hervorragende Wiedergabe aus, welche die Grundlage für die Besonderheit und Festlichkeit der Anlässe schuf. Carl Hartmann(München) als Siegmund und Siegfried, Hilde Konetzny als Sieglinde und Anny Konetzny(beide Staatsoper Wien) als Brünnhilde, Hans Hermann Rissen(München) als Wotan und Ludwig Hofmann(Staatsoper Berlin) als Hunding, Fasolt und Hagen seien vorab als glänzende Gestalter ihrer Rollen genannt. Zu ihnen traten als Träger der übrigen Solopartien Erich Zimmermann(Berlin) als Mime und Adolf Vogel (Wien) als Alberich, Josef Witt(Wien) als Loge sowie Elisabeth Höngen(Staatsoper Dresden) als Fricka(in„Rheingold)" und 1 Elsa Schürhoff(in„Walküre"), Käthe Heidersbach(Berlin) als Freia, Gutrune und 3. Norne, ferner Margarete Klose(Berlin) als Waltraute und 1. Norne. Mit solcher Besetzuig wurden höchste Ansprüche erfüllt. Haus Georg Fellmann Kommt das Ein=Mann=Auto? X Paris, im April. Der französische Ingenieur Henry Laney aus Bron(Rhone) hat ein elektrisch betriebenes EinMann=Auto konstruiert, das sich auf den Probefahrten gut bewährt haben soll. Das Fahrzeug, das einen Paris=Rhone=Motor enthält, ist 1,96 m lang. Der Strom wird durch eine FulmenBatterie von zweimal 12 Volt geliefert, die durch den Anschluß an das Lichtnetz geladen werden kann. Die Geschwindigkeit des Autos beträgt 25 km in der Stunde. Es wiegt ohne Batterien 40 kg und mit Batterien und Apparaten 120 kg. Wer hören im Ründsunle: Mittwoch: Reichsprogramm:„Musikalische Kurzweil“ Königsberg von 14,15—15 Uhr.—„Der große König". Einen mustkalischen Querschnitt durch den gleichnamigen Film von 18—18,90 Uhr. Der Komponist Otto Bergmann dirigiert. Elisabeth Schwarz= kopf singt„Wenn der Tag zu Ende geht“ von 20,20 bis 21,00 Uhr, Heinz Gödecke sagt Melodien für Front und Heimat an. Deutschlandsender: Graf Hidemaro Konoye, der japanische sterdirigent, leitet„Musik zur Dämmerstunde“ von 17,30 Uhr. Deutsche, italienische und sapanische Musik, darunte sapanische Hofmusik, und die„Japanische Festmusik“ von Richard Strauß. □ 905 e beiter i. im April. auschenden Finale ich in den Hüften an das Ballett zu unstvoll verschnör. ngeflecht, die Mit. die beiden wieder. d dazwischen allein ein zweites Liebes. im das Panorama ettenbühne von giich die unzähligen Zauberreigen verBlanzilitterchen des ed ein Rendezvous, erheiternd illumiberichten, daß sie n. Gespann Wasser. theyer, die seit n“ in die allererste fügt sich hier mit den mehr künstleri#ls und den Wir. als Sekretärin auf Preisausschreibens ungen Mann, der bles zu lieben sich ser Rolle mit der ten Sternguckers. r Laurentz die Beleich auch die immer rheit des Operettener prickelnden Welt müller. Erich er seiner Komödien. #aul Henckels nd nur einige aus ich einer erscheint in Spielleiter dieses eem Schritt und erter aus Köln spielt. 's Zauberers Johann .A. Otte. se Kette en. im April. männlich-kräftiger ittorio Rossi“(1940) er?„Die ewige fortsetzung, sondern st. Er nennt sein Tagen" und widmet Panzerwaffe. Ein durch eine schwere Begebenheit jener gangen. Wieder ist Das seltsame Wal. ngen Panzersoldaten r nichts abnte und deren Erinnerung in aber nie aufgehört hinein dröhnt das vigen Kette und ruft r Dichter mit starker chen, die er zeichnet, er Zeit, in der wir dt Bremen bereitete Richard DornUhracht, die BewunLebenswahr bis ins Uler. Aus der Fülle u werden verdienten, der Hauptmann(Ininzermann(Benno serg(Grete Holt) rt dem Unteroffizier .): es ist das eine ilmschauspieler gleichsuhe Krieger mit dem ist der Hauptträger taltung mit praller olgte dem durch eine arker Spannung und teiligten Kundgebun. llem, aber auch der en lange und lebhaft . WIII Dewald. ters Thorn rn. im April. schaft erbaute Theater polnischen Regimes terraumes durch Pronbau der Bühne und röffnet. Eine schlichte Rotschmuck, gibt bei fassenden Hause eine svorstellung hatte der die Reufassung der n Bethge gewählt. t die Fortsetzung des aufführung herausgeund teilt mit, ihm staufführung im Osten eibender Marienburg= von Vertretern des e Bretter ging, mach. entin(Küchmeister) ausgenommen. einrich Schmidt. Nunpertel Anfana April. Wuppertal der Schaurungen gewesen. Nun auf der ausklingenden ziederum künstlerischer en Landes gewesen. e die Ring=Tetralogie geboten, und viermal ressierter Kreise nicht weit darüber hinaus. knappertsbusch. ten feinster Einzelheius, welche die Grunder Anlässe schuf. 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Speisekartoffelversorgung Bezüglich der ab 6. 4. 1942 gübtigen Bestimmungen wegen der Speisekartoffelversorgung verweisen wir auf die Bekanntmachung des Herrn Obervräsidenten der Provinz Westfalen im Anzeigenteil der vorliegenden Ausgabe. Ausgabe von Trockengemüse Ab sofort bis 3. Mai 1942 gelangt Trockengemüse zur Ausgabe. Die näheren Bestimmungen sind aus der Bekanntmachung in der heutigen (Sadtanzeiger erschtlich Ausgabe des Jagdpachtverlängerung In diesem Jahre sind die Kartosfeln häufig in nassem Zustand eingelagert worden: die Gefahr des Faulens ist daher bei diesen Kartosseln besonders groß. Die faulen Kartosseln müssen deshalb von Zeit zu Zeit ausgelesen werden, damit sie die guten nicht anstecken. Das muß aber vorsichtig geschehen, denn durch Wersen oder zu festes Anfassen entstehen ebenfalls Druckstellen, die dann Fäulnis verursachen, die durch das Auslesen ja gerade vermieden werden sollen. Programmaustausch zwischen Deutschlandsender und Reichssender Um diejenigen Hörer des Großdeutschen Rundfunks, die wegen der unterschiedlichen Empfangsverhältnisse im Reichsgebiet entweder nur den Deutschlandsender oder die Reichssender hören können, auch in den Gemnit Witang on I. Vortid.)“ seden Densag und Donnerstag zwischen 20 und 22 Uhr ein Programmaustausch zwischen dem Programm des Deutschlandsenders und der Reichssender stattfinden. Die Hörer des Deutschlandsenders haben also am Dienstag und Donnerstag die Möglichleit, am leichten Unterhaltungsprogramm teilzunehmen, während die Hörer der Reichssender sich an diesen Tagen auf das gehobene Programm einstellen können. Damit hat ein Wunsch zahlreicher Hörer Ersüllung gefunden. Die Jagdgenossen des gemeinschaftlichen Jagdbezirks Nr. 2 seien auf die ihre Interessen betreffende Bekanntmachung des Oberbürgermeisters in der vorliegenden Ausgabe unserer Zeitung besonders aufmerksam gemacht. Landarbeit an Sonn= und Feiertagen Wegen des lang anhaltenden Winters wird die Frühjahrsbestellung auf besonders kurze Zeit zusammengedrängt. Auch sonstige landwirtschaftliche Pflegeund andere Arbeiten häufen sich gegenwärtig. Sämtliche Arbeitskräfte in der Land= und Gartenbauwirt= schaft sind daher wie der Reichsinnenminister durch Erlaß mitteilt, nach näherer Weisung ihres Betriebsführers verwflichtet, auch an Sonn= und Feiertagen zu arbeiten. Das Verbot der Veroidnung über den Schutz der Sonn= und Feiertage ist für die erwähnten Arbeiten daher als nicht bestehend anzusehen. Die Sicherung der Volksernährung darf nicht durch enghewige Auslegung von Vorschriften gefährder werden. Vierteljährliche Erhebung der Grund= und Hauszinssteuer Der Reichsminister des Innern hat den Gemeinden empfohlen, die Grunosteuer und die Gebäudeentschuldungssteuer zur Vereinfachung der Verwaltung nicht mehr monatlich, sondern vierteljährlich zu erheben. Demgemäß wird auch die Hauszinssteuer vierteljährlich erhoben. Wer darf Reisemarken eintauschen? Wie von amtlicher Seite mitgeteilt wird, kann der Umtausch von Lebensmittelkarten in Reisemarken nur in dringenden Fällen erfolgen, in keinem Falle werden die Karten für Vergnügungsreisen umgetauscht. Die Notwendigkeit des Umtausches ist glaubhaft nachzuweisen. Es ist selbstverständlich, daß ein Umtausch für berufstätige Volksgenossen erfolgt, die gezwungen sind, außerhalb des Wohnortes, also in Gasthäusern zu essen. Die Zulagen für werdende Mütter Der Reichsernährungsminister hat zu der teilweisen Herabsetzung der Nationen an Brot, Fleisch und Fett, wie sie mit Wirkung vom 6. April 1942 bestimmt worden ist, die erforderlichen Anweisungen getroffen, um weiterhin den besonderen Anforderungen bestimmter Verbrauchergruppen gerecht zu werden. Nach diesem neuen Erlaß wird für werdende und stillende Mütter sowie Wöchnerinnen die Nährmittelzulage auf täglich 100 Gramm festgesetzt. Die den werdenden Müttern, Wöchnerinnen und stillenden Müttern gegebene Möglichkeit vom siebenten Monat der Mutterschaft an bis sechs Wochen nach der Entbindung statt Nährmittel auf Antrag Butter zu beziehen, bleibt aufrechterhalten. Das Umtauschverhältnis wird auf 200 Gr. Nährmittel zu 125 Gr. Butter wöchentlich festgesetzt. Allgemeine Krankenhäuser bekommen gleichfalls weiterhin pauschale Höchstzuschläge von Fleisch und Fleischwaren. Dieser Zuschlag wird auf 10 Gramm für einen Krankenverpflegungstag festgesetzt. Bei Tuberkuloseheilanstalten beträgt der Zuschlag 40 Gr. Fleisch oder Fleischwaren je Krankenverpflegungstag. Vegetarier, die das sechste Lebensjahr vollendet haben, können unter Verzicht auf den Fleischbezug, wie der neue Erlaß weiter bestimm: wöchentlich 100 Gramm Nährmittel, 62,5 Gramm Butter und 75 Gramm Quark zusätzlich erhalten. Veranstaltungskalender der 9A3 8.., 18.00 Uhr: Arbeitstagung der Werkfrauengruovenführerinnen Kreis Herne Castrop=Rauxel im Café Funke, Herne, Bahnhofstraße 46. Kartoffeln nicht entkeimen! Zur Lagerung und Ueberprüfung der Kartoffelvorräte Jede gute Hausfrau hielt es früher für ihre Pflicht, im Frühjahr einmal in den Keller zu steigen und die Kartosfeln zu entkeimen. Aber nicht alles, was früher einmal als zweckmäßig aalt, hielt einer späteren Ueberprüfung stand. Die Versuchsstelle für Hauswirtschaft des Deutschen Frauenwerks in Leipzig, die mit wissenschaftlicher Exaktheit und gründlicher hausfraulicher Erfahrung schon lange mit großem Erfolg arbeitete, wandte sich— wie die Gaufrauenschaftsleitung Düsseldorf mitteilt— selbstverständlich auch der Frage zu, ob man die Kartosseln im Frühjahr entkeimen soll. Sie kam zu dem Ergebnis, daß die beste Pflege der eingelagerten Kartoffeln die ist, sie bei 2 bis 4 Grad aufzubewahren, bei steigenden Temveraturen gut zu durchlüsten und nicht zu entkeimen. Durch das Entfernen der Keimlinge werden die Kartosseln immer wieder zeer Atmung und somit zum neuen Keimen angeregt und zudem entstehen durch das Abkeimen leicht Druckstellen, die zur Fäulnis suhren. Aus der Bewegung NS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk Castrov=Rauxel=Süd Nationalsozialistische.Gesetzgebung bezügl. unserer Bevolkerungspolitik Die Ortsgruppe Castrov=Rauxel=Süd hält am Donnrestag, dem 9. April, ihren Gemeinschaftsnachmittag um 16 Uhr bei Haller am Markt ab. Parteigenossin Duns, die bereits aus früheren Vorträgen bekannt ist, spricht über„Nationalsozialistische Gesetzgebung bezügl. unserer Bevölkerungspolitik“. Wegen der Wichtigkeit dieser gesetzlichen Bestimmungen sollte es sich keine deutsche Frau entgehen lassen, diesen Vortrag zu hören. Anschließend wird noch ein schöner Kinderfilm vorgeführt. Alle Mitglieder und alle Frauen sind recht herzlich dazu eingeladen. Fußball Volkmer A. jetzt als dritter Verteidiger. Als Mittelläuser stand jetzt der unermüdliche Mittelstürmer Mackowiak. Die Börniger setzten jetzt alles auf eine Karte und bedrängten das Cust roper Tor. Sie blieben aber immer an der samosen Abwehrmauer der Castrover hängen. Nach einem blitzschnellen Durchbruch des Mittelstürmers Jankowiak konnte im letzten Moment nur die Latte retten. Immer wieder versuchten die Börniger das Castrover Tor zu überfallen und 10 Minuten vor Schluß wäre bald die Entscheidung gefallen. Aber hier war es wieder der Torhüter Ringburger, der abermals durch Hechtsorung abwehrte. Jetzt waren nur noch 10 Minuten zu spielen. Sie brachten keine Aenderung des Ergebnisses und der Sieg der Castrover stand fest. Die Helden des Kampfes waren: Volkmer A. Adamski und Ringburger. Der Schiedsrichter Schürmann von Germania Herne leitete stets richtig. Hossen wir, daß für die Schwarzroten der gute Auftatt die Einleitung einer Siegeskette ist! Castrop 02— Reichsbahn Wanne:3 Eine Riesenüberraschung gabs in Castrov. Der Spitzenreiter Reichsbahn Wanne wurde von Castrov 02 einwandfrei geschlagen. Wanne zeigte sich nur in den ersten 20 Minuten überlegen, dann wurden die Einheimischen zusehends besser. Es war kein Versager in der Mannschaft, und auch das Zusammenspiel klappte. Das Führungstor der Wanner wurde bald ausgeholt, und als Castrov bis kurz vor Schluß mit:2 führte, konnten die Gäste einen Elsmeter ver wandeln, über dessen Berechtigung man stark im Zweifel sein konate. Bei Castrov 02 wirkten Ishorst und Sasse von der Betriebssportgemeinschaft Erin als Gastspieler mit, da Erin seine erste Mannschaft von den Meisterschaftsspielen zurückgezogen hat. Beide Spieler zeigten sich von der besten Seite und fügten sich der Mannschaft gut ein. Constantin Herne— Fortuna Herne:2. 125 Jahre Bergschule Bann=Auswahlspiel 1. Jgd. Castrov 02— 1. Jgd. BfB. Börnig:0 Am 1. Ostertag sah man in Sodingen ein BannAuswahlspiel, das von Castrop 02 mit:0 gewonnen wurde. Mit dem Wind spielend, hatten die Schwarzroten in der ersten Halbzeit es besser als die Börniger. Nach 20 Minuten gelang es dem Rechtsaußen Bäcker, eine Vorlage des Mittelläusers durch Schrägschuß zum:0 einzusenden und damit auch zugleich das siegbringende Tor für die Schwarzroten zu erzielen. Bis zur Halbzeit sah man wohl noch spannende Momente vor dem Castrover Tor. Aber hier stand der nicht zu überwindende Torhüter, der z. B. einen Bombenschuß des Mittelläufers durch Hechtsorung meisterte. Zwei Minuten vor Schluß der Halbzeit schoß Cast rops Mittelstürmer noch ein Tor, das aber nicht anerkannt wurde. Nach der Halbzeit stellte Castrop 02 seine Mannschaft um. So spielte der Mittelläufer Bochum. Unter den deutschen Bergbaubezirken nimmt das Ruhrgebiet zweifellos die bedeutendste Stellung ein, denn nicht weniger als 208 Schachtanlagen sind hier vorhanden, von denen wiederum allein 83 im Gau Westfalen=Süd liegen. Entsprechend der Bedeutung der Ruhrkohle hat man der Ausbildung des deutschen Bergmanns größte Sorgfalt gewidmet. Um sie hat sich die Bergschule der Westfälischen Berggewerkschaftskasse in unserer Nachbarstadt Bochum größte Verdienste erworben. Sie ist nicht nur die bekannteste Bergschule Deutschlands, sondern auch gleichzeitig die älteste, kann sie doch jetzt auf ein 125jähriges Bestehen zurückblicken. In diesen 125 Jahren wurden 100 Lehrgänge durchgeführt, von denen der hundertste am 11. April beendet wird. Die Bergschulen, für deren Besuch ein Schulgeld nicht erhoben wird, bieten allen Volksgenossen eine Aufstiegsmöglichkeit zu den höchsten Aemtern im Bergbau. Die Bochumer Bergschule unterhält in Essen und Hamborn weitere Bergschulen und außerdem noch Außenklassen in Dortmund und Recklinghausen. An ihr bestehen Klassen für die Ausbildung zu Grubenund Maschinensteigern, Unter= und Uebertagesteigern, Elektro= und Vermessungssteigern. In der Oberklasse erhalten Grubenbetriebsführer, Tagesbetriebsführer und Elektrobetriebsführer ihre erweiterte Ausbildung. 3. Zt. stehen 27 Lehrgänge mit über 1000 Bergschülern in Ausbildung. Das gesamte Ruhrkohlengebiet nimmt an diesem Jubiläum starken Anteil. Wien der bekanntlich noch gute Aussichten geltend machen konnte mußte Ostern seinen Traum begraben; denn nach dem Unentschieden gegen Rapid verlor er am zweiten Ostertag gegen den Florisdorfer ASC. mit :1. Hingegen brachte es die Wiener Vienna auf drei Punkte. Sie spielte am Ostersonntag gegen Austria:1 und fertigte am Tage darauf die Wiener Post mit•0 ab. Damit braucht Vienna aus den noch ausstehenden Spielen nur noch einen Punkt um Meister zu werden, was ihr bestimmt gelingen wird. Am Niederrhein mußte der Tabellenführer Hamborn 07 am Karfreitag zwar eine:=Niederlage durch den SSV. Wuppertal hinnehmen, doch hielt sich die niederrheinische„Fohlenelf“ Ostern durch einen :=Sieg über Fortuna Düsseldorf schadlos. Damit ist der Abstieg dieser früher so stolzen Elf. die nach dem :=Sieg, den sie am Karfreitag über den EXB. Schwarz=Weiß Essen errungen hatte, wieder etwas Hoffnung schopfte, besiegelt. Aber, da bekanntlich mit Ende des Krieges der„Status quo“ von 1939 Geltung hat, wird die Fortuna wieder kommen. Es ist also nur ein vorübergehender Abschied den man von Schalkes langjährigem großen Rivalen nehmen muß. Da Wuppertal sich Ostern von Rot=Weiß Oberhausen mit:1 schlagen ließ, liegt das Ende nur noch zwischen Hamborn 07 und Duisburg 48/99 die über den VfL. Benrath mit:0 die Oberhand behielten. Die Hamborner stehen einen Punkt günstiger als die Duisburger, so daß das Zusammentreffen der beiden Mannschaften, das erst für Ende April vorgesehen ist, die Entscheidung bringen wird. Während also am Niederrhein und am Mittelrhein die Abstiegsfrage bereits geklärt ist und neben Fortung Düsseldorf Turn Düsseldorf und der Bonner Fußballverein den Weg in die erste Klasse antreten müssen, sind im heimischen Westfalengau die Dinge am Tabellenende noch in der Schwebe. Doch haben auch hier die Österspiele die Klärung angebahnt. Als erster der beiden absteigenden Vereine dürfte der VfB. Bielefeld feststehen, der gegen Westfalia Herne mit einer :=Niederlage seine letzten Hoffnungen einbüßte. Neben den Bielefeldern kommt in erster Linie die Spielv. Herten in Frage, die auf eigenem Platz gegen Gelsenguß mit:0 verlor und wohl noch von der Spielv. Röhlinghausen überholt werden wird. Die Röhlinghauser sind wieder recht stark geworden. Sie fertigten nach dem Sieg über Gelsenguß auch die Bielefelder Arminia sicher mit:0 ab und werden wohl noch zu weiterem Punktegewinn kommen. Die nächsten Sonntage werden hier die Lage völlig klar stellen, so daß auch in dieser Hinsicht der Schlußstrich unter die mit so vielen Hindernissen verbundene diesjährige westfälische Meisterschaft gezogen werden kann. Als Meister von Niedersachsen stellt sich, wie ja nicht anders zu erwarten war, Werder Bremen vor. Die Elf hat in ihrem Bereich in großem Stil das Rennen gemacht und brachte auch das letzte Treffen gegen Hannover 96 vor 10000 Zuschauern mit:1 erfolgreich unter Dach und Fach. Sicherlich werden die Bremer bei dem Tanz um die Viktoria eine gewichSport=Inlung der Istertage Deutsche Fußballmeisterschaft stark gefördert Auch Schalke 04 bereits Bereichsmeister Ein vielumstrittener Elfmeter in der„Glückauf“=Kampfbahn Herbergers Kandidaten stellten sich vor unserem kg=Sportmitarbeiter Castrop=Rauxel, 8. April Die Östertage haben die Meisterschaftskämpfe in den deutschen Fußballgauen um ein gut Stück gefördert, so daß sich zu den Bereichsmeistern, die bereits feststanden, weitere gesellten. In unserem heimischen Bereich Westfalen setzte sich, wie nicht anders zu erwarten war, wieder einmal der FC. Schalke 04 in den Besitz des Titels. Die Knappen schlugen am Karfreitag den Ortsrivalen BSG. Gelsenguß weit sicherer als es das knappe:=Ergebnis besagt, bereiteten aber am Ostermontag ihren Anhängern in der Glückauf=Kampfbahn eine nicht geringe Enttäuschung. Denn es hätte nicht viel gefehlt und der in letzter Zeit so stark nach vorn gekommene VfL. Bochum 48 hätte beide Punkte mit nach der Gußstahlstadt genommen. Die Bochumer Elf, die eine gesunde Mischung von alten erprobten Kämpenp wie dem wuchtigen Verteidiger Trawny, dem stämmigen Gockel und dem tüchtigen Tormann Laskarski und talentierten Nachwuchsspielern darstellt, kannte auch in der„Höhle des Löwen“ keine Scheu vor dem großen Namen. Als die Schützlinge Hochgesangs merkten, daß mit dem Schalker Sturm diesmal nicht viel los war, legten sie ihrerseits beherzt los, schossen schon vor der Pause ihr Führungstor und hielten das :0 bis zur letzten Minute fest. Der Schiedsrichter hatte bereits zum Schlußpfiff angesetzt und man hatte sich selbst im Schalker Lager bereits mit der Niederlage der Knappen abgefunden, als es bei einem unübersichtlichen Getümmel im Bochumer Strafraum eine„Hand“, gab. Die Elfmeterentscheidung des Schiedsrichters stellte auch unser Erachtens eine Härte für die tapfere Elf dar, die auch stürmischen Protest bei einem großen Teil der Zuschauer auslöste. Da auch die Bochumer Spieler Einspruch erhoben, gab es eine minutenlange Debatte, ehe sich Schalkes Mannschaftskapitän Ernst Kuzorra den Ball auf der Elfmetermarke zurecht legen konnte. Inzwischen war auch die Zeit verstrichen, so daß der Elfmeter, der mit glashartem Schuß verwandelt wurde, praktisch erst„nach dem Spiel“ ausgeführt wurde; eine Angelegenheit, die auch beim Ablaufen der Zuschauermasse noch Gegenstand mehr oder minder hitziger Diskussionen war. sie auch mit dem Abstieg nichts mehr zu tun hatte. Imerhin gestattete das:1 den Schalkern, sich schon am Ostermontag in die Liste der Teilnehmer am diesjährigen Endkampf um die„Deutsche“ einzutragen; denn am gleichen Tage knöpfte der ehrgeizige Neuling aus dem Hammer Revier, der VfL. Altenbögge der Dortmunder Borussia mit:2 die beiden Punkte ab, so daß die Dortmunder jetzt gegen Schalke 04 mit fünf Punkten im Rückstand liegen und die beiden Spiele, die die Königsblauen noch auszutragen haben, gegen Röhlinghausen und Herten, auf die Tabellenpitze keinerlei Einfluß mehr haben. Also Schalke ist wieder einmal Westfalens Repräsentant, wenn demnächst die Bereichsmeister zum Kampf um die„Vikto.“ aufmarschieren. Welche Rolle die Mannen um Praktisch hatte dieser eine Punkt den Schalke auf so eigenartige Weise rettete, allerdings nicht viel zu bedeuten; denn den Bochumern konnte er weder schaden noch nützen. Die Elf konnte von sich aus die Spitzenstellung der Knappen nicht mehr bedrohen wie ria aufmarschieren. Welche Rolle die Mann Szepan und Kuzorra diesmal dabei spielen werden, steht auf einem anderen Blatt. Mit Leistungen, wie man sie in den drei letzten Punktetreffen Schalkes sah. werden sie diesmal wohl kaum weit kommen. Das gilt insbesondere von dem Spiel gegen Bochum, bei dem der Schalker Angriff völlig daneben und von dem vielgerühmten„Kreisel“ nichts zu sehen war. Allerdings mußten die Knappen dieses Spiel mit zwei Außenstürmern bestreiten, die einfach unmöglich waren. Aber, wie man sieht, kann nun auch Schalke 04 nicht mehr aus dem„Vollen“ schöpfen, sondern muß auch seinerseits die Sorgen teilen, die so viele andere Mannschaften hinsichtlich der Mannschaftsaufstellung haben. Es bleibt also abzuwarten, mit welchem Aufgebot der Westfalenmeister die diesjährigen Endspiele bestreiten kann, ehe man sich mit seinen Aussichten auf die Wiedererringung des stolzen Titels, den er bisher fünfmal in seinem Besitz hatte, beschäftigen kann. Seine beiden vorjährigen Endspielgegner, den derzeitigen deutschen Meister Rapid Wien und den gegenwärtigen Inhaber des Tschammer=Pokals, den Dresdener SC., sieht der FC. Schalke 04 in diesem Jahre nicht wieder. Beide befinden sich diesmal in der wenig beneidenswerten Rolle des Zuschauers. Der Dresdener SC. mußte die Sachsenmeisterschaft dem SC. Planitz überlassen, der Ostersonntag sein vorletztes Punktetreffen gegen Guths=Muths Dresden mit:1 gewann und damit unbeschadet des Ausganges des letzten Treffens gegen den BfB Leipzig den Titel sicher hat. In der Ostmark mußte sich Rapid Wien gegen den FC. Wien mit einem:2 zufrieden geben und geriet dadurch weiter ins Hintertreffen. Aber auch der FC. remer bei dem Tanz um die Viktoria eine gewichtige Rolle spielen. Der Sportgau Kurhessen stützt sich wieder auf Borussia Fulda, die sich mit:1 gegen Kassel 03 den Punkt holte, den sie noch benötigte um Kurhessen Kassel endgültig auf den zweiten Platz zu verweisen. Am Ziel ist auch der 1. FC. Kaiserslautern, der ohne den in Wuppertal weilenden Fritz Walter in Mundenheim mit:3 gewann und damit bereits die Meisterschaft der Westmark sicher hat. Auch im Bereich Baden braucht man sich über den neuen Meister nicht mehr den Kopf zu zerbrechen. MannheimWaldhof fertigte den Freiburger FC mit:1 ab, während sich der VfL. Neckarau und der VfB. Mühlburg mit:0 trennten, so daß die Mannheimer nun einen Vorsprung von drei Punkten vor Mühlburg haben und nur noch einen Punkt benötigen. Im Elsaß geht das Duell SS. Straßburg— RSC. Straßburg weiter. Der RSC. hat sich bis auf zwei Punkte an die SS.=Mannschaft herangearbeitet, nachdem er Ostern den Tabellendritten, Spielv. Kolmar, mit•0 schlug während SS. Straßburg aus Schweighausen mit einem:=Sieg heimkehrte. In Bayern büßte der Vorjahrsmeister München 1860 an den Östertagen durch zwei unentschiedene Spiele zwei wertvolle Punkte ein. Hingegen brachte die Spielv. Fürth nicht weniger als vier Punkte auf ihr Konto. Nachdem sie Karfreitag beim Traditionsspiel gegen den 1. FC. Nürnberg mit:1 die Oberhand behalten hatte setzte sie sich auch gegen den BC. Augsburg sicher mit:1 durch. Das Rennen dürfte jetzt nur noch zwischen Fürth und dem 1. FC. Schweinfurth liegen, der über Reichsbahn Weiden mit:2 triumphierte. Die„Kleeblättler“ führen mit einem Punkt Vorsprung vor den Gluten aus der Stadt der Fahrradnarben. Im Sportgau Hessen=Nassau brachte das erste Zusammentreffen der beiden Staffelsieger keine Entscheidung. Reichsbahn Rotweiß Frankfurt spielte zu Hause gegen Offenbacher Kickers:0 und wird es recht schwer haben, sich beim Rückspiel auf dem gefürchteten Bieberer Berg durchzusetzen. Im Wartheland lieferten sich die Staffelsieger DSC. Posen und Ordnungspolizei Litzmannstadt den ersten Kampf. den die Litzmannstädter sicher mit:0 für sich entschieden, so daß man ihnen auch beim Rückspiel den Sieg zutrauen kann. Wie man also sieht, sind die Dinge doch schon weiter gediehen, als man vor kurzem noch zu hoffen wagte, und es ist auch noch daran zu zweifeln, daß auch in diesem Jahre der Kampf um die deutsche Fußballmeisterschaft in der bisherigen Form zur Durchführung gebracht wird. Im Augenblick aber sind die Blicke der deutschen Fußballfreunde auf etwas anderes gerichtet. Während der Östertage stellten sich auch die Kandidaten. die Herberger nach Wuppertal beordert hat, vor. In dem Spiel in Duisburg war die Niederrheinelf ein recht ehrgeiziger„Trainingspartner“, der ganz gehörig aufdrehte und den Schützlingen Herbergers, die ohne jeden Kampfgeist bei der Sache waren, mit:2 das Nachsehen gaben. In Wuppertal selbst gab es dann einen :=Sieg der Spanien=Kandidaten über eine Auswahlelf des Sportgaues Köln=Aachen. wobei Walter wieder einmal der Schützenkönig war. Es gab bei diesen Spielen nicht geringe Ueberraschungen. So sah man den Hamburger Verteidiger Dörfel auf dem Rechtsaußenposten, während sich der Stuttgarter Innenstürmer als Außenläufer präsentierte. Es fehlt denn auch nicht an mancherlei Kombinationen und Vermutungen, zu welcher Elf sich der Reichstrainer entschließen wird. Wir möchten unsererseits darauf verzichten, schon jetzt bestimmte Namen aufmarschieren zu lassen, sondern erwarten und hoffen, daß Herberger diesmal die richtige Wahl trifft und den Spaniern am kommenden Sonntag im Olympia=Stadion eine Elf entgegenstellt, die ihrer schweren Aufgabe im vollen Umfang gewachsen ist. DIE 6 STANDARD-HELFER EUR DIE HAUSERAU. Staot Mit Bildergutschein und Wertmarke * Dees Rrtates IN ZIRKUSVAN BUREN) ROMAN VON HPRBERT STBINMANN• 15. Fortsetzung. Van Burens Rechte ballt sich zornig zur Faust. „Nun sage nur noch, daß du mich für verrückt hältst, dann werde ich es wirklich Anny! Anny! So nimm doch Vernunft an!“ Er will sich ihr nähern aber da liest er in ihrem Blick die blanke Angst, die Sorge um ihn und Furcht vor ihm zugleich ist. Und plötzlich wendet sich Anny um. Er will ihr den Weg verstellen. „Laß mich gehen. Papa! Es ist wirklich besser, man spricht nicht von diesem Furchtbaren. Man wird ja selber verrückt durch diese furchtbaren Dinge. Verzeih mir—— aber ich kann nicht mehr!“ Er gibt ihr den Weg frei. Anny springt die wenigen Stufen hinunter auf den weichen, regendurchnäßten Boden. Sie atmet tief. Es ist eine mondlose Nacht. Die dunkle Masse des Zirkus ist mehr zu ahnen als zu sehen. In den meisten Woynwagen ist das Licht schon erloschen. Mechanisch, wie einem unsichtbaren Befehl gehorchend, wendet sie sich dem Zirkus zu. Und plötzlich weiß sie warum sie diese unbewußten Schritte unternommen hat. In ihrer Garderobentür steckt noch der Schlüssel! Sie hat vergessen, umzuschließen und den Schlüssel mitzunehmen. Da ist der unverschlossene Schminkkasten und sein furchtbarer Inhalt: der Dolch mit den dunklen Flecken, den sie mit genommen hat aus dem Mordraum, um ihren Vater zu schützen. Diesen Dolch muß sie an sich nehmen, vielleicht ihn besser verbergen... Anny stürmt vorwärts durch das Dunkel. Vor ihr klappt eine schwere Eisentür. Eine Taschenlampe blitzt auf. Der Lichtbalken fängt sie ein. Dalkewitz' Stimme kommt aus dem Dunkel „Fräulein Anny— eben wollte ich zu Ihnen. Sie haben den Schlüssel stecken lassen.“ „Ich merkte es gerade. Ist etwas vorgefallen?" „Nein, was soll denn nun noch vorfallen? Sie sehen schlecht aus, Fräulein Anny, lenkt Dalkewitz ab. Anny ist zu ihm getreten Das kalte Metall des Schlüssels ruht jetzt in ihrer Hand. „Ich habe Kopfschmerzen. Dalkewitz. Wundert Sie das?“ „Nein, eigentlich nicht, Fräulein Anny!“ Seine Stimme ist ganz ruhig. „Gute Nacht, Dalkewitz!“ Anny macht ein paar Schritte vorwärts. „Gute Nacht, Fräulein van Buren!" Aber er bleibt stehen. Da kehrt sie zurück und sucht im Dunkeln den Ausdruck seiner Züge zu enträtseln „Onkel Kurt——.“ Dalkewitz sieht sie unsicher an. Sie legt ihn die Hand auf die breite Schulter. „Nein, sagen Sie mal wieder„Anny“ oder„KleinAnny“, wie sie früher zu mir sagten, ehe die Zirkusdisziplin es verbot, daß ich„Onkel Kurt“ zu Ihnen sagte. Denken Sie doch mal daran, wie ich noch ein ganz, ganz kleines Mädchen war, und wie Sie mich damals auf die Knie nahmen und mir das erste holzgeschnitzte Schulpferd schenkten.“ Copyright by Hora-Verlag. Berlla W 3s Ganz wie einst als sie noch ein kleines Mädchen war, schaut Anny van Buren zu der breitschultrigen Gestalt des alten Schaumannes empor, der so manches mal der getreue Eckehart ihrer jungen Tage gewesen ist. Sie sieht seine Züge nicht, aber sie fühlt die Ruhe. geboren aus Erfahrung, und die unerschütterliche Treue dieses Mannes für die beiden van Buren. „Es sollte nur ein ganz gewöhnliches Ponny sein, Anny!“ Sein warmes, gedämpftes Lachen tut Anny wohl. „Ja, ich weiß, aber für mich war es natürlich ein Zirkuspferd ein Schulpferd. Onkel Kurt wissen Sie das noch?“ „Gewiß doch. Anny, wir waren damals gerade dabei, den Zirkus van Buren so richtig auszubauen. Und jetzt geht, scheint es, der Zirkus van Buren vor die Hunde. Jetzt bringt man Menschen darin um!“ „Onkel Kurt!“ „Anny. das hätte ich vielleicht nicht sagen sollen Aber mir geht das wider den Strich. Das ist ein Unglücksgastspiel hier. Ihr Vater ist wie umgewechselt. Mir ahnt von Anfang an nichts Gutes. damals als er die Ilona in der Manege erkannte.“ Da ist in Anny wieder die große, wilde Angst aufgeflammt. „Wollen Sie— auch Sie damit sagen——? Onkel Kurt, raten, helfen Sie mir doch! Glauben Sie. daß er—— daß er es getan hat?!“ Die große rissige Rechte des alten Schaumanns legt sich beruhigend auf die zuckende Hand Annys, die sich in seinen Rockkragen krampft „Aber, Anny— kleine Anny, was glauben Sie nur?“ poltert Dalkewitz grollend hervor,„denken Sie im Ernst, daß Ihr Vater imstande ist, einen Menschen umzubringen? Anny. das ist gemein das ist——— Mädel, sind Sie denn ganz von Gott verlassen? Ihr Vater mag vielleicht diese Ilona lieben— vielleicht ist er da zu weit gegangen aber das andere bringt er nicht fertig. Mit kaltem Blut morden, einen Menschen totschlagen? Er wäre der Erste, der zur Polizei ginge und sagte: Ich war es!“ Anny atmet erleichtert auf. „Onkel Kurt,— wenn Sie doch recht hätten.— Es bleibt ja noch so viel Schlimmes, Häßliches, aber das will ich gerne tragen, wenn sich nur weiß, er hat es nicht getan!“ „Ich glaub's nicht. Anny. Verlassen Sie sich darauf. Und werden Sie vor allem erst einmal ruhig und vernünftig. Es wird Zeit, daß Sie Schlaf bekommen. Anny. Morgen früh sieht schon alles wieder anders aus. Kopf hoch, Mädel. Gute Nacht! Der Herr Dalkewitz wird sich aber erst mal einen ehrlichen steifen Grog einverleiben.“ Anny drückt ihm herzlich die Hand. „Gute Nacht. Onkel Kurt!“ Sie wartet, bis die hohe Gestalt des Direktionsstellvertreters in der Kantinentür drüben verschwindet. Trotz des schweren Ganges, den sie vor sich hat, ist ihr freier und wohler zumute. Dann schlüpft sie durch die eiserne Pforte in den Zirkus. Der Gedanke an die Mordwaffe treibt sie vorwärts durch das Dunkel, die eisernen Treppen hinauf, dem Garderobengang zu. Der Schlüssel klirt im Schloß. Die Tür geht auf. Anny steht wie angewurzelt in dem hellen Licht des Raumes. Sie sieht auf den Mann, der da vor ihrem Schminkkasten steht, sie sieht den Stahl in seiner Hand wie er in dem unbarmherzigen Licht funkelt und glitzert. Aber auch der Eindringling hat beim Oeffnen der Tür aufgeschaut und im Spiegel vor sich Annys Gesicht erkannt. Nun dreht er sich um. Anny schließt die Tür Angst ist in ihrer Stimme. „Erich! Um Gotteswillen! Was machen Sie hier? Wenn uns hier einer überrascht, wenn man Sie und diesen Dolch findet und mich dazu! Erich. Sie müssen nicht bei Verstand sein!" „Fräulein Anny, ich habe Ihnen helfen wollen!" Bittend, schuldbewußt steht Rahden vor ihr. Da packt sie der Zorn. Hart und hell fährt sie ihn an. Ihr verwundeter Stolz. ihr verdecktes Schuldbewußtsein läßt sie alles vergessen.“ „Warum spionieren Sie mir nach? Sie halten mich für die Mörderin, was? Und nennen es dann Hilfe! Wünschen Sie die Telefonnummer der Mordkommission? Die Herren werden sicher erfreut sein!“ „Nun ist es genug. Anny!“ Rahden ist zu ihr getreten und sieht sie ernst an Vielleicht war es verkehrt von mir was ich getan habe. Aber haben Sie recht gehandelt. als Sie den Dolch aus der Garderobe nahmen?“ Anny muß sich an die Lehne des Stuhles klammern, der neben ihr steht. „Das wissen Sie——?“ „Ja. das weiß ich.“ Rahden ist nun auch nahe daran die Beherrschung zu verlieren.„Als ich verhört wurde, als man mich nach der Mordwaffe fragte, daß ist mir auf einmal klar geworden, was ich in Ihrem Schal plitzern sah, als wir uns vor der Garderobe trafen. heute abend kurz vor der Pantomime. Das war es!“ Sein Finger weist auf die Mordwaffe. Seine Worte jagen sich. „Nein. ich will Sie nicht anklagen. Anny! Aber wissen Sie, daß ich Ihretwegen gelogen habe vor der Kommission, daß ich es nicht fertigbrachte, zu sagen: Fräulein van Buren kam. noch ehe der Mord entdeckt wurde, aus der Garderobe, in der Baggesen tot lag. und hatte den Dolch in ihrem Schal.“ „Hätten Sie es doch gesagt, hätten Sie es doch gesagt!“ Verzweiflung und Trotz ist in Annys Stimme. „Nein. Anny niemals wäre das über meine Lippen gekommen. Ich bin auch froh, daß ich auf den Gedanken kam. in ihrer Garderobe nachzusehen ob Sie ihn hier verborgen hatten. Ich wollte das gefährliche Ding an mich nehmen. Hätte man es bei mir gefunden, es wäre nicht so schlimm gewesen, geschah es aber bei Ihnen, hätte man gleich den wirklichen Täter herausfinden können.“ „Und wer, wer ist das Ihrer Meinung nach, Erich Rahden?“ Ihre Blicke richten sich mit einem seltsamen Ausdruck von Angst und Zweifel auf seine Lippen. Werden sie den Namen jetzt formen, dessen Nennung sie mehr fürchtet als alles andere? Aber Rahden lenkt ein. „Anny, wir wollen doch das nicht aussprechen, wir wollen doch sehen, wie wir ihm helfen können.“ „Sagen Sie es doch! Sie denken an meinen Vater?“ Erich Rahden zögert. „Anny, es ist das alles so furchtbar schwer. Ich kann es kaum glauben. Aber wen anders können Sie decken wollen, als ihn? Und, wenn Sie selber es glauben——. Anny richtet sich straff auf. Niemals darf gerade Rahden wissen, was jetzt in ihrem Herzen vorgeht. „Ich sagte es Ihnen heute schon einmal: mischen Sie sich bitte nicht in die Angelegenheiten der van Burens, Herr Rahden! Ich will und mag Ihre Hilfe nicht, verstehen Sie es doch endlich. Nichts aber auch nichts gibt Ihnen das Recht, zu behaupten, daß mein Vater ein Mörder ist!“ Kühl und abweisend klingt es. Erich Rahdens Gesicht ist tiefbekümmert. „Anny! Wie soll ich Ihnen bloß erklären. Ich weiß doch noch mehr als die andern——.“ „Noch mehr?“ Schreck ist wieder in Annys Augen. „Als wir uns an der Garderobentür dort unten trafen, da kam. als Sie schon im Geben waren. Ihr Vater den Gang entlang.“ „Ich habe ihn nicht gesehen!“ Anny sieht nun eine Hoffnung. „Nein. das konnten Sie auch nicht Sie wendeten ihm den Rücken zu. Aber ich sah ihn!“ „Und? Und? Darf Herr Direktor van Buren nicht mehr durch seinen eigenen Zirkus gehen?" „Doch, Anny. aber die Herren fragten mich, ob ich ihn vor der Garderobe gesehen hätte ehe. ehe— die Mordkommission im Hause war?“ Anny kämpft immer noch tapfer. Sie will die durch Dalkewitz gestärkte Hoffnung nicht wieder hingeben. „Das kann doch nichts auf sich haben.“ „Doch, Anny!“ Tiefes Mitleid ist in Rahdens Stimme, in seinen Blicken, die nicht von Anny lassen. „Die Leute, die Verbrechen verfolgen, sehen das anders. Und darin ist eine furchtbare Gefahr. Sie wollten offenbar feststellen ob Ihr Vater das getan hat, was Sie wirklich getan haben— die Mordwaffe beseitigt! Mir scheint es jetzt klar, daß er auf dem Wege dazu war!“ Anny lacht feindselig auf. Was will dieser Rahden eigentlich von den van Burens? „Und Sie sind auf dem besten Wege einen vorzüglichen Polizeispitzel abzugeben. Erich Rahden! Spitzfindig und fragelustig genug sind Sie dazu. Was wollen Sie noch?“ Fortsetzung folgt. Kun“ und Wis'enschaft Maler des Bergmanns und seiner Arbeit Hermann=Kätelhön=Gedächtnisschau Die Welt der Kumpels die Zechen an der Ruhr, waren auch die Welt des im Jahre 1940 verstorbenen Radierers Hermann Kätelhön. Sein Werk, das mit dem harten Tagewerk. dem Leben und der Lebensart des Bergmanns identisch ist, rückt das Städtische Museum Wuppertal=Elberfeld im Rahmen einer Gedächtnisschau in das Blickfeld der Oeffentlichkeit. Auf dem Wege über Hessen und Marburg kam Kätelhön 1920 nach Essen. In fleißiger Arbeit entstanden unter seinen Händen Radierungen Holzschnitte und Lithographien, den Kumpel an seiner Arbeitsstätte, die Fördertürme, die Ruhrlandschaft in ihrer Eigenwilligkeit zeigend. Diese Gedächtnisschau des BergmannMalers Kätelhön beschenkt sehr reich. Hitler=Jugend und Theater Auch in diesem Jahre, in der Zeit vom 19. bis 26. April, werden das Deutsche Volkstheater Erfurt in Gemeinschaft mit dem Standort der Hitler=Jugend die Erfurter Kulturtage„Hitler=Jugend und Theater“ durchführen. Obergebietsführer Dr. Rainer Schlösser, der Chef des Hauptamtes Ill der Reichsjugendführung, hält die Festansprache. Wieder stehen drei Werke aus dem Dramatikerkreis der Hitler=Jugend auf dem Spielplan: das Schauspiel„Maximilian von Mexiko“. von Fritz Helke, Eberhard Wolfgang Möllers Spiel „Das Opfer“ und die Komödie„Die beiden Könige“ von Herbert Reinecker. Am Geburtstag des Führers wird Verdis Oper„Aida“ in der Inszenierung des Intendanten Geer gespielt. In einem Dichterabend wird der Dramatiker Friedrich Wilhelm Hymmen eigene Werke sprechen. Die Hitler=Jugend wird sich mit Aufführungen der Laiensvielschar um Paul Ernsts Schauspiels„Preußengeist" und um Körners„Nachtwächter" bemühen. An mustkalischen Veranstaltungen sind ein Sinfoniekonzert unter Leitung von Generalmusikdirektor Franz Jung mit einer B0=Kameradin als Solistin und ein Kammermusikabend des Streichorchesters der Standortspielschar unter Leitung von Kulturstellenleiter Dr. Ernst Ziller vorgesehen. Wir erhielten die erschütternde Nachricht, daß mein innigstgeliebter Mann. meiner zwei Kinder treusorgender Vater, unser lieber, unvergeßlicher Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel August Laumann Gefreiter in einem Ins.=Regt. am 7. gebruar 1942 im Alter von 29 Jahren bei den schweren Kämpfen im Osten den Heldentod fand nachdem er den Feldzug im Westen glücklich überstanden hatte. Er wurde von seinen Kameraden auf einem Heldenfriedhof zur letzten Ruhe gebettet. Sein sehnlichster Wunsch, seine Lieben in der Heimat wiederzusehen, sollte nicht in Erfüllung gehen. In tiefer Trauer: ran Martha Laumann, geb. Abt krua und Maria Laumann Familie Heinrich Laumann Familie Engelbert Abt und Anverwandte Castrop=Rauxel 1(Karl=August=Straße). Waldsee (Friedhofstraße 12) und Brilon=Wald, 4. April 1942 Das Seelenamt ist am Mittwoch dem 15. April 1942, .05 Uhr, in der St.=Elisabeth=Pjarrkirche, Obercastrop. * Am ersten Ostertag um 9 Uhr starb nach schwerer Krankheit, wohlvorbereitet und gestärkt mit den hl. Sterbesakramenten, meine gute Mutter, Schwiegermutter, unsere Großmutter, Schwägerin und Tante Frau Ww. Wilhelmine Schwarzhoff im Alter von 66 Jahren. Um ein silles Gebet bitten die Hinterbliebenen: H. Grawe und Frau geb. Schwarzhoff nebst Kindern Costrop=Reugel, den 5. April 1942 Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 9. April, um 16 Uhr, vom Trauerhause, Castrop=Rauxel 5, Gerther Straße 113, aus statt. Das Requiem ist em Freitag, dem 10. April,.10 Uhe, in der Pfarrkirche St. Marien, Merklinde. Der„Stadtanzeiger“ erscheint wochentlich omar Wedenbezug. preis 50 Pfg., Poskdezugepreto 2 RM monatl. Druck u. Verla# z. 31 C. Th Kartenberg Herne Hauptschriftietter nud veran! wortlich für Politik. Kuns a. Wissenschaft Erich Wagner. Herne verantwortlich für die öetlichen. iportlichen und orovinzteller Mitteilungen Franz Joset Pruvo. Castroo=Rauxel. Ga.=Nr 215 Castrop.— Anzeigenpreis: 1 mm doch u. 72 mm dreit 25 Pie Nachlaß nach den vom...9 verausgegebenen Richtlinten 3. 3t. gilt Preisliste Nr. 1. Able Bilder. soweit nicht ander: angegeben. Schert. Amtliche Bekanntmachung Betrifft: Speisekartoffelversorgung 1. Verbraucher Vom 6. 4. an werden bis auf weiteres im Bereich des Provinzial=Ernährungsamtes Westsalen auf den jeweils gültigen Wochenabschnitt des Bezugsausweisses für Speisekartoffeln 2,5 Kilogramm Speisekartoffeln ausgegeben. Die Bezugsausweise berechtigen zum Einkauf nur bei den Kleinverteilern, bei dem der Versorgungsberechtigte in die Kundenliste eingetragen ist. Die Kleinverteiler haben den Gesamtabschnitt (Speisekartoffeln)(Ausgleich) abzutrennen und die belieferten Abschnite auf Bogen aufgeklebt mit einer Zusamenstellung dem Großverteiler einzureichen. 2. Großverbraucher Die Zuteilung von Speisekartosseln an Großverbraucher(Gemeinschaftseinrichtungen und Gaststätten, Pensionen usw.) erfolgt jeweils für den Zeitraum von 14 Tagen— erste und zweite Woche und dritte und vierte Woche jeder Zuteilungsperiode— im Rahmen von Höchstsätzen nach dem tatsächlichen Bedürfwis. Bezugsberechtigt sind nur die Großverbraucher, die für die angegebenen Bedarfszeiten über keine Vorräte verfügen, was jeweils nachzuweisen ist. Anträge sind rechtzeitig bei dem zuständigen Ernährungsamt zu stellen, das Bezugsausweise unter Angabe des selbstgewählten Lieseranten, der nur mit Zusrimmung des Gruppenverteilers des Kartoffelwirtschaftsverbandes gewechselt werden darf, ausstellt. Die belieferten Bezugsausweise sind gebündelt mit einer ausgerechneten Liste dem Gruppenverteiler des Kart. W. V. 3 Tage nach Ablauf der Gültigkeit einzureichen. Andere Ausweise sind ungültig und dürfen von den Verteilern nicht beliefert werden. Verstöße gegen diese Anordnungen werden gemäß Verbrauchsregelungs=Strafverordnung verfolgt. Münster, den 7. April 1942. Der Oberpräsident der Provinz Westfalen Provinzialernährungsamt— Abt. B Betrifft: Ausgabe von Trockengemüse Die Ausgabe des im Februar d. I. bestellten Trockengemüses an die Bevölkerung erfolgt ab sofort bis zum 3. Mai 1942. Der Verbraucher kann das Trockengemüse nur bei dem Kleinverteiler, bei dem er es bestellt hat, einkaufen. Der Verbraucher hat keinen Anspruch auf Lieferung einer bestimmten Sorte Trocken= gemüse. Die Ausgabe des Trockengemüses kann nur nach Maßgabe der Belieferung der Kleinverteiler erfolgen. Die Kleinverteiler haben die Bezugsabschnitte für Trockengemüse von der Konservenkarte abzutrennen, aufzukleben und dem Ernährungsamt spätestens bis zum 12. Mai 1942 gegen Empfangsbescheinigung abzugeben. Verstöße gegen diese Bestimmungen werden nach der Verbrauchsregelungsstrafordnung bestraft. Castrop=Rauxel, den 7. April 1942 Der Oberbürgermeister. gewürzte Fulterkalkmischung ZWERG-MARKE für alle Tiere Gut erhaltener Kindetwagen zu verkaufen. Von wem, sagt der„Stadtanzeiger". Aeltere Witwe sucht ein großes 1801es Eirtihei Näheres im„Stadtanzeiger“. Von unten aufrollen! Die Tube soll man nicht erst in der Mitte, sondern gleich am Anfang breit aufrollen. Das hilft mit eum eparnameren Verbrauch von ∆ PER ZAHNCREME Da-kOnT MAUS FRANEFURT A 22 bist Du I der Nof.! Wegen Heirat des jetzigen ein Mädchen für alle Hausarbeiten gesucht, welches zu Hause schlasen kann, nicht unter 18 Jahren. Paul Schulz, Eisenwarenhdlg. .=R. 2, Herm.=Wegner=Str. 6. Verkäufern! gesuucht Fritz Argleb, Buch= u. Schreibwaren..=R. 1. Münsterstr. 3.