e 68. Jahrgang Kastroper Zeitung M Sia Kaureler Neueste Nachrichten Rummer 78 Donnerstag, den., und Freitag, den 3. Aoril 1018 Diees Englans=kicht zulafsel.kann! Die Enthüllungen Bohles über Churchills Kriegstreibereien 1937 „Grimmiges Schweigen“ Eoen=Veroindungsinann fu=Chamderian. „Man muß Deutschland niederschlagen, ehe es zu stark wird“ Drahtbericht unseres eigenen diolomatischen Mitarbeiters Berlin war ausreichend informiert om Berlin 2. April. In seiner Pariser Rede hat Gauleiter Bohle von der Auslands=Organisation von einem Gespräch berichtet, das er im Oktober 1937, also zwei Jahre vor dem Krieg mit dem damaligen Unterhausabgeordneten Churchill hatte. Die offiziellen Beziehungen Deutschlands zu England waren damals noch leidlich. Die britische Regierung hatte die ersten Aktionen der nationalsozialistischen Außenpolitik, den Austritt aus dem Völkerbund, den Abschluß des Antikominternpaktes mit Japan und die aktive Sympathie Deutschlands mit dem Vorgehen Italiens in Abessinien und mit dem nationalen Spanien mit Mißtrauen verfolgt und gegen die Besetzung der Rheinlandzone, die Wiederherstellung der Wehrfreiheit und gegen die Rückkehr Oesterreichs in das Reich protestiert, aber schließlich„gute Miene zum bösen Spiel“ gemacht und den Flottenvertrag mit Deutschland abgeschlossen. Neben dieser amtlichen englischen Politik lief allerdings schon damals eine nicht amtliche, aber einflußreiche Politik, die offen auf den Krieg gegen Deutschland zusteuerte. Der Hauptwortführer war Churchill und sein Vertrauensmann im Kabinett Chamberlain war der Außenminister Eden, der in jener Zeit eine weitere friedliche Entwicklung der Beziehungen zu Deutschland unter anderem durch den törichten Fragebogen sabotierte, der von Berlin nie beantwortet wurde. Während die amtliche englische Politik die Kriegshetze Churchills nach außen verleugnete— Chamberlain bezeichnete ihn einmal als„gefähr— lichen Narren“— bestanden in Wirklichkeit zwischen chen den beiden Richtungen enge Beziehungen.# schills, von denen Bohle berichtete, eine Bedeutung, die man in Deutschland nicht verkennen konnte, auch wenn sie im Foreign Office mit einex entschuldigenden Handbewegung abgetan wurden. Sie deckten sich inhaltlich mit dem, was er ein Jahr zuvor einem amerikanischen Zeitungsverleger gesagt hatte, der es erst nach dem Kriegsausbruch öffentlich bekanntgab. Churchill sagte zu Bohle, daß den Engläudern das Deutschland vor 1933 viel besser gefallen habe als das nationalsozialistische Reich; denn unter der Führung Adolf Hitlers werde Deutschland so stark werden, wie es England nicht zulassen könne. Dem Amerikaner gegenüber hatte sich Churchill noch deutlicher geäußert, man müsse Deutschland niederschlagen, ehe es zu stark werde. Das amtliche England hat es damals sehr übelgenommen, daß die deutsche Politik solche Aeußerungen und Erscheinungen in England mit in Betracht zog, wenn die Beziehungen zu England zur Erörterung standen und besonders den Reichsaußenminister von Ribbentrop der Gegnerschaft zu England beschuldigt, weil er sich mit der Oberfläche der englischen Politik nicht beruhigte und als guter Kenner Englands auch die scheinbar„unverantwortlichen Stimmen“ sorgfältig zu beobachten. Als der Führer in einer Rede auf die Kriegshetze der englischen Presse und einiger Politiker hinwies und bemerkte, daß diese im parlamentarischen System morgen schon die leitenden Männer sein könnten, erhob sich in England ein wildes Geschrei über die angebliche Einmischung in die innerpolitischen Verhältnisse Englands. Die spätere Entwicklung hat gezeigt, wie richtig die deutsche Politik die in England wirksamen Kräfte beurteilte, aber auch wie unklug vom englischen Standpunkt die frühzeitige Kriegshetze und die Offenherzigkeit Churchills waren, durch welche Deutschland rechtzeitig gewarnt wurde. Offenbar rechnete man in England mit einer „schlafmützigen Harmlosigkeit der Berliner Wilhelmstraße“, ohne zu beachten, daß die Führung der deutschen Außenpolitik seit 1933 sehr hellhörig geworden war und daß die Leitung der gesamten deutschen Politik in einer Hand lag, die auch solche Gespräche, wie die Bohles mit Churchill, richtig zu bewerten wußte. Badamerkaruo Hasageinichreingehatten Der Bilseruf Knor bestättgt die schwere Transportkrise der 182 Drahtbericht unseres eigenen ständigen Korrespondenten 98 verlorene Schiffe zugegeben kb Ein nach längerem Aufenthalt im Ausland in die Heimat zurückkehrender Engländer stellte damals erschreckt fest, daß sich die Stimmung des Landes völlig geändert habe und daß besonders die Jugend den nahen Krieg als etwas Selbstverständliches betrachte. In dieser Situation hatten die Aeußerungen des Abgeordneten ChurLissabon, 2. April. Der gegenwärtig in Washington tagende Pauamerikanische Verteidigungsrat steht ganz im Zeider nicht eingehaltenen Versprechungen, die Staatssekretär Sumner Welles im Januar auf der Konferenz in Rio de Janeiro den übrigen amerikanischen Ländern machte. Damals übernahmen die USA die„feierliche Verpflichtung“, mit ihrer Flotte die atlantischen und pazisischen Gewässer der westlichen Hemisphäre zu schützen; jetzt aber ruft Marineminister Knox die Hilfe der südamerikanischen ReynGesoigreicher Angeiss in Kaum von Drei Erneute Aktion starker feindlicher Kräfte wurde zerschlagen Bei Tag und Nacht gegen Malta dnb Führerhauptquartier, 2. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern bekannt: „Im Donez=Gebiet wurden erneute Angriffe starker feindlicher Kräfte zerschlagen. Auch im mittleren und nördlichen Froutabschnitt wurden feindliche Angriffe in harten Kämpfen abgewehrt. Bei einem eigenen Angriff im Raume nordostwärts von Orel warfen Truppen einer motorisierten Infanterie=Division den Feind aus seinen Stellungen, brachten Hunderte von Gefangenen ein und erbeuteten sieben Geschütze sowie 65 Granatwerfer beziehungsweise Maschinengewehre. Italienische Jäger griffen im Südteil der Ostfront einen überlegenen feindlichen Jagdverband an und schossen ohne eigene Verluste von 12 Sowietflugzeugen vier sicher und zwei wahrscheinlich ab. In wochenlangen härtesten Abwehrkämpfen haben die Oberbayerische 97. leichte Insanteriedivision und die Braudeuburgische 257. Insanterie= division zahlreiche von Panzern unterstützte Angriffe überlegener feindlicher Kräfte abgeschlagen und den Sowjets hohe Verluste an Menschen und Material zugefügt. In Nordafrika wurde ein Vorstoß britischer Aufklärungskräfte abgewiesen. Erfolgreiche Luftangriffe richteten sich gegen Flugplätze in der Marmarica und im ägyptischen Küstengebiet. Die Wüstenbahn wurde mit guter Wirkung bombarviert.„„„„— M 2 Auf der Insel Malta wurden die Staatswerften und Unterseebootliegeplätze in La Valetta sowie die britischen Flugplätze bei Tag und Nacht mit Bomben belegt. In Luftkämpfen schossen deutsche Jäger zwei feindliche Flugzeuge ab. An der englischen Südküste beschädigten deutsche Kampfflugzeuge ein größeres Handelsschiff durch mehrere Bombentreffer. Am gestrigen Tage und in der vergangenen Nacht führten einige britische Flugzeuge Störflüge im westlichen Reichsgebiet durch. Einzelne Bombenabwürfe verursachten geringen Sach= und Personenschaden.“ bliken für die Einrichtung eines Geleitzugsystems zwischen Nord= und Südamerika an! Die Entwicklung hat also gezeigt, daß Argentinien und Chile richtig gefahren sind, als sie trotz schwersten Drucks aus dem Norden der Neutralitätspolitik treu blieben. Eine argentinische Militärmission, die kürzlich in Washington war, mußte erfahren, daß die Verpflichtungen der Vereinigten Staaten gegenüber ihrer eigenen Wehrmacht, England und der Sowietunion zu groß sind, um ihnen auch noch den Verkauf von Waffen an Argentinien zu erlauben. Auch die Waffenlieferungen an Brasilien bleiben weit hinter den in Aussicht gestellten Mengen zurück. Ein hoher USA=Offizier erklärte dem Mitarbeiter einer vielgelesenen nordamerikanischen Zeitschrift in Rio de Janeiro, die Vereinigten Staaten seien aus Mangel an Waffen und anderem Kriegsmaterial nicht in der Lage, die auf der Rio=Konferenz übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen. Die Atmosphäre auf der jetzigen Tagung des Verteidigungsrates der amerikanischen Länder erhielt noch ihren besonderen Charakter durch die Veröffentlichung der Vereinigten Marineausschüsse des nordamerikanischen Parläments über die Schiffsverluste. 98 Handelsdampfer geben die USA jetzt in der Zeit von ihrem Eintritt in den Krieg an gerechnet als versenkt zu und machen so kein Hehl mehr daraus, daß für sie eine schwere Trausportkrise besteht. Die dem Lande zur Verfügung stehende Tonnage muß in erster Linie zur Versorgung der eigenen Truppen Portsetzung 2. politische Seite om Berlin. 2. April. Von unserem diplomatischen Vertreter Im Lager der Gegner streitet man sich seit Wochen darum, ob man die Achsenmächte noch in diesem Jahre oder erst im Jahre 1943 oder 1944 endgültig besiegen soll. Die beiden Hauptstrategen Churchill und Roosevelt wollen den Genuß noch etwas verschieben, weil sie sich länger darauf freuen wollen, bis sie mit ihrem Freunde Stalin „in Berlin zusammentreffen und mit ihm Unter den Linden spazieren gehen können". Auch die englischen und amerikanischen Generale und Admirale stehen neuerdings auf der Seite ihrer kriegerischen Chefs. nachdem Auchinleck in Nordafrika und Wavell in Java ihre siegreichen Rückzüge angetreten haben. Nur MacArthur. der„heldenhafte“ Verteidiger der Philippinen, ist, nachdem er nach Australien überwechselte, noch im Zweifel. ob er sofort„siegen oder sterben“ will. Auf der anderen Seite stehen die Leute in England und Amerika. die zum Unterschied zu den großen Praktikern der Strategie Churchill und Roosevelt„Schreibtischstrategen“ genannt werden, an ihrer Spitze Crivvs, der als britischer Botschafter in Moskau einen Schnellkursus in der bolschewistischen Blitzstrategie genommen hat. Er ist der Erfinder des Planes. Europa durch den Bolschewismus von Berlin aus„neu zu ordnen“. Da die Achsenmächte ihrerseits darin schon weit vorgeschritten sind. will er keine Zeit verlieren und schon in diesem Frühjahr siegen. Darin liegt soviel Bestechendes, daß auch die meisten enalischen Zeitungen und ihre„militärischen Sachverständigen“ seiner Forderung auf Bildung einer„zweiten Front“ zustimmen. Sie sprechen es neuerdings klipp und klar aus, daß der Krieg nicht durch ständige Rückzüge gewonnen werden könne und ziehen sogar den geschichtlich bewährten Grundsatz der britischen Strategie in Zweifel. nach dem England geradezu genötigt ist, sämtliche Schlachten eines Krieges zu verlieren, um die letzte gewinnen zu können. Welche von diesen beiden Richtungen schließlich das Rennen machen wird, ist noch unentschieden. Aber es wird Zeit. sich schlüssig zu werden, denn der Winter ist vorbei, und das Brausen des Frühlings ist auch militärisch schon deutlich zu hören. Vor ihm haben vor allem die Beherrscher des Kremls Angst, denn sie können nicht verlangen, daß alle Jahreszeiten die geheimen Verbündeten des Bolschewismus sind. Schon der Winter hat sich als höchst unzuverlässig erwiesen, indem er zwar Deutschland und seinen Verbündeten hart zusetzte, aber vorzog, dies vor Leningrad. Moskau und Sewastovol zu tun, nicht, wie von ihm verlangt worden war, an der Oder oder gar an der Elbe. Mit dem„Marsch auf Berlin“ steht es also schlecht, wenn erst die Deutschen anfangen werden, zu marschieren. Stalin hat seinen beiden Freunden durch die Botschafter Maisky in London und Litwinow in Washington deutlich in aller Oeffentlichkeit sagen lassen, daß der„Sieg“ nicht mehr aufgeschoben werden darf. weil sonst die Sowiets verhindert sein könnten. daran teilzunehmen. Jetzt sind Franklin und Winston in größter Verlegenheit: man müsse einen Angriff auf Deutschland sorgfältig vorbereiten, sonst wäre er zum Scheitern verurteilt, antwortete jener, und der gerissene Churchill ließ schnell einige Leuchtraketen am westlichen Himmel aufsteigen, um eine fieberhafte Tätigkeit vorzutäuschen. Seinen konservativen Freunden riet er, sich mit der reizvollen Aufgabe zu befassen, über die Nachkriegszeit nachzudenken, und schickte den unbequemen Mister Cripps nach Indien. wo 370 Millionen nur darauf warten, für England zu bluten; mit den rund 300 Millionen Chinesen tür Berrater! Feendinig in Eugland! Subhas Ehandra Bose entlarvt den Cripps=Betrug an Indien Der voreilig gemeldete Tod □ Berlin, 2. April. Subhas Chandra Bose, der bekannte indische Nationalistenführer, richtete am Mittwoch über einen Rundfunksender einen neuen Appell an das indische Volk, in dem er den Betrug der Cripps=Vorschläge an Indien entlarvt. In dem Aufruf Boses heißt es u..: „Britische Nachrichtenagenturen haben verbreitet, daß ich auf dem Wege nach Tokio ums Leben gekommen sei. Ebenso wie die britische Propaganda im letzten Jahr immer wieder widersprechende Meldungen über meinen Aufenthalt und meine Ziele verbreitet hat, so haben sie auch jetzt meinen Tod gemeldet; hier dürfte der Wunsch der Vater des Gedankens sein. Ich kenne noch nicht die Einzelheiten über das gemeldete Flugzeugunglück und weiß deshalb nicht, ob dieses Unglück auf Sabotage seitens meiner Feinde zurückzuführen ist. Jedenfalls möchte ich mich vor denen verneigen, die ihr Leben bei diesem tragischen Unglücksfall lassen mußten. Nach Prüfung des Angebots der britischen Regierung und der diesbezüglichen Ausprachen von Stafford Cripps komme ich wie jeder objektiv denlende Mann zu dem Ergebnis, daß Cripps sich als Werkzeug der jahrhundertelangen Politik des britischen Imperialismus hat ausnutzen lassen— nämlich der Politik des„divide et impera“. Besser hätte der konservative Herr L. S. Amery es auch nicht machen können. Der Sieg Englands würde für uns die Verewigung der indischen Sklaverei bedeuten, während unsere Hoffnung auf Freiheit nur auf den Portsetzung 3. polltische Seite Ein Drama im Allantik Das deutsche=Boot hat einen seindlichen Frachter im Atlantik gestellt und durch Artillerie vernichtet. Hochauf steigen dabei die Wasser= und Qualmfontänen in den Himmel, ehe das Schiff in die Tiefe versinkt. PK-Kriegsberichter-Boot-Waffe Tschiangkaischeks ein ansehnliches Stück Menschenfleisch, das nach der Tradition Enalands erst verbraucht sein muß, ebe die Stunde der„letzten Schlacht" gekommen ist. „Mit grimmigem Schweigen“ sehen Deutschland und seine Verbündeten den Ergebnissen der verschiedenen„vazifischen, atlantischen und nahöstlichen Kriegsräte“ entgegen, die in Washinaton. London und Kairo den unfehlbaren Weg zum Sieg ausfindig machen sollen. Der Ausdruck stammt aus einem englischen Blatt aber er trifft den Nagel auf den Kopf. Der russische Winter hat den Mut des deutschen Soldaten und die Moral der Heimat nicht gebrochen. aber hart und grimmia werden lassen. Ueber Strategie wird nicht gesprochen. weil sie die Sache derer bleiben muß, die etwas davon verstehen. Die anderen arbeiten und tun ihre Pflicht. So war es nach jedem Kriegswinter, und so muß es nach diesem erst recht sein, der nicht nur hart, sondern erfolgreich war und zum ersten Mal die innere Zuversicht der Gegner erschüttert hat. Denn die Front im Osten steht fest und ist allen Aufgaben gewachsen, die ihr gestellt werden: in Nordafrika ist die englische Offensive zusammengebrochen, die den Weg nach Italien und das französische Kolonialreich öffnen sollte; die Javaner haben in den 90 Tagen, in denen man sie schlagen und aushungern wollte, ganz Ostasien vom Feinde gesäubert und stehen vor den Toren Indiens und Australiens die Schlacht im Atlantik ist zur Schlacht auf den sieben Weltmeeren geworden, und deutsche und italienische=Boote verrichten an den Küsten Amerikas ihr unheimliches Werk. Vor zwei Jahren um diese Zeit wußten wir nicht, daß unsere Soldaten im Frühjahr in Norwegen und im Sommer an der französischen Küste stehen würden, vor einem Jahre nicht, daß der Balkan bis hinunter nach Kreta zum Kriegsschauplatz werden würde und daß im Sommer die Abrechnung mit dem geheimen Feinde im Osten kommen mußte. In Skandinavien, auf dem Balkan und in Osteurova hatten die Feinde ihre Plänchen diplomatisch geschickt vorbereitet und konnten eine Zeitlang davon reden, daß sie die„Initiative“ ergriffen hätten. Aber die deutsche Kriegsführung war schneller und verfügte vor allem über die Kräfte, jeden strategischen Entwurf des Gegners zu Niederlagen zu wandeln. Auch jetzt wissen wir nichts anderes, als daß es keine feindliche Strategie gibt, sei es die Stalins oder die Churchill= Roosevelts, auf die Deutschland und seine Verbündeten nicht vorbereitet wären, und daß es in einigen Monaten wieder aussehen wird. als ob alles so und nicht anders hatte kommen müssen. Freiwillig mit England? Nur Verräter! Fortsetzung von der I. polit. Seite Sieg der Dreierpaktmächte gegründet sein kann. Aus meiner guten Kenntnis der Dreierpaktmächte darf ich meinen Landsleuten versichern, daß sie in ihrem Kampf gegen den britischen Imperialismus Verständnis für die indische Freiheit haben. Nach der Kriegslage steht der Zusammenbruch des britischen Empires vor der Tür. Mit dieser Macht jetzt noch verhandeln wollen, ist nicht nur Narrheit, sondern Wahnsinn. Neuter meider. Blalige Unrahen in Indten soll ausgerechnet Erivvs„die Leidenschaften beschwichtigen“! Drahtbericht unseres eigenen ständigen Korrespondenten Auch Roosevelt läßt drohen dp Stockbolm. 2. April. Die Lage in Indien ist jetzt so gespannt, daß Reuter die ersten Meldungen über blutige Unruhen in verschiedenen Teilen Indieus hat bringen müssen. Die Agentur gibt nicht an, wo sie stattfanden, noch will sie sich darüber aussprechen, was der äußere Anlaß gewesen wäre. Aber daß es an verschiedenen Plätzen Tote und Schwerverpersönlichen Wünschen voranstehen. Ich richte daher an alle Schaffenden den dringenden Appell, nicht unbedingt erforderliche Reisen während der Österzeit zu unterlassen. Der Verzicht auf die Erfüllung eines persönlichen Wunsches steht in keinem Verhältnis zu den einmaligen Leistungen unserer Soldaten an der Front, die seit langem ihren verdienten Urlaub nicht antreten können.“ 27 Sowiet=Flugzeuge abgeschossen Berlin, 2. April. Wie das OKW mitteilt, Sofortige Vorbestellung von Speiseöl erforderlich □ Berlin, 2. April. Um irrtümlichen Auffassungen entgegenzutreten, wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Verbraucher, deren Reichsfettkarten den mit dem Aufdruck versehenen Abschnitt„Vorbestellung von Speiseöl für die 37. bis 39. Zuteilungsperiode“ enthalten, diesen Abschnitt bis spätestens 4. April bei ihren Kleinverteilern abgeben müssen. Unterbleibt dies, so kann in der 37. bis 39. Zuteilungsperiode anstelle der für jede dieser Zuteilungsperioden vorgesehenen 50 Gramm Speiseöl auch kein anderes Fett, auch keine Margarine, bezogen werden. Die Verbraucher haben kein Wahlrecht zwischen Margarine und Speiseöl, sondern können auf den entsprechenden Abschnitt der Reichsfettkarte in der 37. bis 39. Zuteilungsperiode anstelle von 62,5 Gramm Margaletzte gegeben hat, ist anzunehmen. 50 Meilen von### Berlin, 2. April. Wie das ORW mittellt, ie Verteiler Bombay entfernt soll es bei einem Kampf zwischen schossen deutsche Jäger am 31. März im mittleren für die erforderlichen Schmeruse, Mehammedanern zwei Tote und 5 Abschnitt nach bisherigen Meldungen insgesamt 27schaffen, ist die sofortige Vorbestellung von Speise. Schwerverlente gegeven haben. Sowjetflugzeuge ab. ö1 erforderlich. Nach Londoner Ausichten muß sich die KongreßPartei„schnell entscheiden".„damit die Leidenschaften in Indien nicht noch mehr erhitzt werden.“ Gandhi hat sich nach einer Meldung aus New Delhi vollständig ablehnend über Crivps Vorschläge geäußert. Er erklärte, es sei nicht mit der Würde Englands zu vereinbaren, derartige Pläue vorzutragen, auch könne sich Indien nicht dazu herablassen, sie zu diskutieren. Ein Drittel Indiens würde, wenn der englische Plon in Kraft trete, in die Gefahr geraten, sich zu zersplittern. In London ist man ratlos. Alle britischen Zeitungen schlagen in ihren Berichten aus Indien einen pessimistischen Ton an. und in Amerika droht die„New York Times“. die Inder würden „die Freundschaft der Vereinigten Staaten verlieren“, wenn sie diese„Gabe der Freiheit“ nicht entgegennähmen. Nach amerikanischen Meldungen aus Delhi soll die Rundfunkrede Crivvs die letzten Einigungsmöglichkeiten zerstört haben. Ich appelliere deshalb an meine indischen Landsleute, sich jetzt endgültig zu entscheiden: Auf der einen Seite steht die alte Ordnung, die uns mit hohlen Worten und leeren Versprechungen abspeist; auf der anderen Seite steht eine neue Welt, die Indien unmittelbare Befreiung aubietet. Jeder Inder, der jetzt freiwillig mit England zusammenarbeitet, ist ein Verräter an Indien. „Abschließend fordere ich meine Landsleute auf, ####gcampf, der jetzt kommen muß, bereit zu ein. Wir indischen Nationalisten außerhalb Indiens bereiten jetzt die letzte entscheidende Phase unseres Kampfes um die Freiheit vor. Wenn die Stunde schlägt,— und sie wird bald schlagen— werden wir an Eurer Seite sein, entschlossen zum Kampf und zum Sieg. Wir kommen dann weder allein noch mit leeren Händen. Die Gefängnistüren werden sich dann öffnen, und die Sonne der Freiheit geht wieder über unserem alten Land an: Rio=Zusagen nicht eingehalten Fortsetzung van der I. oolit. Seite in Australien, Irland, Island und Ostafrika, zur Sicherung der eigenen Rohstoffbasis und dann weizur Unterstützung Englands, der Sowjetunion und des Tschungking=China benutzt werden. So gerät der vor zwei Monaten in Rio de Janeiro aufgestellte Plan einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Nord= und Südamerika aus Mangel an Schiffsraum in Gefahr, niemals zu werden. Denn alle Waren müssen zwischen den beiden Teilen Amerikas auf dem Wasserwege befördert werden, solange Panamerikanische Höhenweg von New York nach Buenos Aixes noch nicht fertiggestellt ist, und das wiro noch Jahre dauern! .. und altes Theater hgf Dortmund, Anfang April. G)-einkomi, Jes zinben Einsoniekonzert erzielte eine neue —gr ges einhelmischen„Komponisten Albert Weckauf Foses„Intezeng und lebhafte Zustimmung. Professor Wilhelm der das Werk mit dem„Städtischen, Orchester in spürbos Lorier zuss2= e.,sleichen Zonzert muste eln so problenlos konzertantes Werk wie die Ouvertürer zu einem heiteren Berden, wenn ihr eine angefülte dochgestelgerte KomFas s. Fos N Jdas Hommen venigsteng in der Einletung iner Tuedruckezichte unschließen ste einen langsamen Satz von dieser Unmitteskartei, di sehz aushorchen läßt und die man in Unmittelbarkeit bei Peeters bisher nicht kannte. Ein großes Formtalent wie er bezeugt damit auch die geheime uiche Spunen nchig nüts de uocd se großes handwerk. liches Können nichts nüzen kann, wenn es nicht der künstlerisch zwingenden Aussage dienstbar gemacht wird. Das heißt im Falle Peeters, eines charaktervoll starken Formkünstlers, ein weniger starkes Hervortreten der formalen zugunsten jener ausdrucksmäßigen Elemente, von deren Besitz er in dem langsamen Satz seiner ehrlichen Arbeit so eindrucksvoll überzeugen konnte. Petere Lirioierte sein Werk selbst. Daß eo, mit der tüchtigen Leistung des Bochumer Orchestero, nicht groß einschlug, ist für seinen Wert nicht entscheidend. Dafür glbt es nur ein Keiterium: Wille und Können. Im weiteren Verlauf der mit Liedern von Mozart. Schubert, Wolf und Grieg gefüllten Veranstaltung(Solistin: Annelies Küpper, Staatsoper Hamburg) hörte lehnen Cripps=Vorschläge ab Stockholm, 2. April. Der Ausschuß aller Sikh=Parteien gab nach einer Reutermeldung aus Neu=Delhi Cripps gegenüber die Erklärung ab, daß die britischen Vorschläge unannehmbar seien. Auch die Hindu=Mahafabha dagegen Stockholm, 2. April. Wie Reuter aus New Delhi meldet, hat eine weitere indische Partei, die Hindu=Mahasabba den Cripps=Plan abgelehnt. „Straßenkampfübungen in Deutschland“ A Berlin, 2. April. Der Moskauer Sender hat etwas„Neues" in Erfahrung gebracht: SA und Polizei führen in Deutschland Straßenkampfübungen durch, zu welchem Zweck in den Morgenstunden in Neukölln Barrikaden errichtet und auf den Dächern MG.s aufgestellt werden. Diese Maßnahmen dienen zur Einschüchterung der Bevölkerung. Rundfunk Moskau:„In den letzten Tagen wurden Feldhaubitzen in dem Regierungsviertel in Stellung gebracht.“ Es ist ihnen nichts zu dumm! „Von Eckhäusern und Feldhaubitzen“ □ Berlin, 2. April. Ist die Moskauer Kunde nicht köstlich, daß„die deutsche Polizei sämtliche Eckhäuser in den großen Städten beschlagnahmt hat, um sie... zur Bekämpfung des Volkes zu richtigen Festungen zu machen"? Wie wir erfahren, wurden in den letzten Tagen Feldhaubitzen im Berliner Regierungsviertel in Stellung gebracht“. Na, und die Berliner? Verkrochen sie sich ängstlich in ihren Wohnungen oder stürmten sie den Wilhelmplatz? Sie stürmten.... die Sammelbüchsen am„Tag der Wehrmacht", denn aus diesem Anlaß wurden bekanntlich die Geschütze gezeigt. Der Prozeß von Ankara begann Ankara, 2. April. Vor der 1. Strafkammer begann gestern der Prozeß gegen die Angeklagten, die bisher im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den deutschen Botschafter von Paven verbaftet werden konnten. Ley: Unterlaßt nicht unbedingt erforderliche Retsen! □ Berlin, 2. April. ReichsorganisationsleiDr. Ley erläßt folgenden Aufruf:„Der Deutschen Reichsbahn ist es in Erfüllung ihrer kriegswichtigen Aufgaben nicht möglich, während der kommenden Österzeit eine Verstärkung des planmäßigen Verkehrs vorzunehmen. Der Transport lebenswichtiger Güter, die Versorgung der Front und die Beförderung der Soldaten müssen allen Loibzeilscher noreidor zam Peesischen Gols Moskau erzwingt Verwirklichung einer alten Absicht: Ausgang zum Meer Drahtbericht unseres eigenen ständigen Korrespondenten Briten räumen das Terrain re Istanbul, 2. April. Der Vormarsch der in Irau stehenden bolschewistischen Truppen in der Richtung zum Persischen Golf geht nach hier vorliegenden Meldungen ohne Unterbrechung weiter. Die Vorhut befindet sich augenblicklich nur noch etwa 150 Kilometer von der Hafenstadt Basra entfernt. Es ist anzunehmen, daß die Bolschewisten spätestens in einer Woche den angestrebten Korridor von der Sowjetunion im Norden durch ganz Irau bis zum Persischen Golf hergestellt und damit den Ausgang zum Meer erreicht haben. In dem gleichen Maß, wie der Vormarsch der Sowjets vor sich geht, vollzieht sich auch der Abtrausport der britischen Truppen, von denen heute nur noch wenige im Iran stehen: der weitaus größte Teil ist bereits über die Häfen des Persischen Golfes nach Indien abtrausportiert worden. Italienisches=Boot torpedierte Kreuzer dnb Rom, 2. April. Der italienische Wehrmachtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut:„Einer unserer Spähtrupps stieß östlich von Mechili mit Panzerabteilungen, die durch Artillerie unterstützt waren, zusammen und griff sie erfolgreich an. Der Feind verlor einige Panzer, und die Besatzung eines der Panzer, unter der sich ein Offizier befand, wurde gefangengenommen. Deutsche Jagdflugzeuge schossen über Maxtuba zwei Curtiß ab. Unsere Torpedoflugzeuge versenkten bei einem erfolgreichen Angriff auf einen Geleitzug im östlichen Mittelmeer einen großen Dampfer. Eines unserer zu seinem Stützpunkt zurückgekehrten=Boote bestätigte, am 23. März im östlichen Mittelmeer einen Kreuzer torpediert und mit Sicherheit beschädigt zu haben.(Die Aktion wurde im Wehrmachtbericht vom 24. März erwähnt.)" Große Militärparade in Madrid □ Madrid. 2. April. Der Tag, an dem vor drei Jahren die nationale Erhebuna in Spanien siegreich zu Ende geführt worden ist, wurde in Madrid am Mittwoch durch eine großartige Militärparade gefeiert. Formationen der spanischen Wehrmacht und die Milizen der Falange marschierten unter dem Jubel der Bevölkerung an General Franco vorbei. Umgeben von den Generalen der nationalen Erhebung, den Mitgliedern der Regierung und den ausländischen Missionschefs grüßte General Franco seine Soldaten. „Heldentat“ nach Saint Nazaire" a Vichv, 2. April. Drahtbericht unseres Mittarbeiters Ein weiterer britischer Ueberfall auf ein französisches Fischerboot als„Endeffekt" des mißglückten englischen Landungsversuchs von Saint Nazaire wird gemeldet. Der Dampfer„Alice Anne“ wurde am 28. März von einem britischen Kanonenboot angegriffen; das französische Schiff hatte einen Toten und einen Schwerverletzten zu beklagen. Samelin macht Zwischenrufe a Vichv, 2. April. Drahtbericht unseres Mittarbeiters Der Prozeß von Riom hat auch in seiner 22. Sitzung keine wesentlichen Enthüllungen gebracht. Die Verhandlungen drehten sich in der Hauptsache um das Verhör der Generäle Martin und Keller, die nacheinander während des Krieges 1839/40 den Oberbefehl über die französischen Panzerarmeen führten. Die Diskussionen, die zweimal durch Zwischenrufe General Gamelins, der sich bisher in vollkommenes Schweigen gehüllt hatte, unterbrochen wurden, bezweckten lediglich die Feststellung der Zahl der vorhandenen Panzerwagen sowie der in Qualität und Schnelligkeit überlegenen des Gegners. Seinen 100. Luftfieg erungen □ Berlin, 2. April. Hauptmann Philipp, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, errang seinen 100. Luftsieg. 2r Holen=warden Zam=Töde Verartent Das Urteil im Prozeß wegen des Thorner Blutmarsches Eine gerechte Sühne □ Bromberg, 2. April. In dem Strafprozeß vor dem Bromberger Sondergericht gegen eine Anzahl polnischer Begleitmannschaften, die den Thorn=Warschauer Blutmarsch begleitet hatten und die sich zahlreiche Bluttaten und Mißhandlungen der deutschen Internierten zuschulden kommen ließen, wurde nach vierwöchiger Verhandlungsdauer am Mittwoch das Urteil verkündet. Es wurden zum Tode verurteilt: Der Hauptman unter Führung des Bochumer Städt. Musikdirektors Klaus Rettstraeter die ausdrucksschöne Sinfonie Nr. 3(=Dur) des finnischen Meisters Jean Sibelius, der heute mehr und mehr im deutschen Konzertsaal anzutreffen ist. So spielte die junge und glänzend begabte Italienerin Guila B5# bo, das 1Biolinkonzert von Sibelius, ein vorzugsweise gerichtetes Werk von nordischer Prägung. Die Wiedergabe durch die italienische Geigerin, von der Sibelius bekanntlich außerordentlich viel hält, war ein ganz großer Erfolg für das Konzert und seine Solistin. Das gehaltvolle Vorspiel für Orchester des Essenener Komponisten Erich Sehlbach hatte bise Longert Haraterol eingelstet. 28 buei Am leichten Opern= und Operetten=Repertoire pflegt man bei der Würdigung der Theaterleistung gemeinhin vorÜberzugehen, weil sie in ihrerm künstlerischen Wert einmal abgestempelt und für die Wirkung kaum noch diskutabel sind. Trotz= dem sei auf zwei neue Inszenierungen des Essener OpernZandenzznn Bereich des unterhaltsamen Theaters wenigstens kurz hingewiesen, die sich durch außerordentliche Sorgfalt der musikalischen und szenischen Führung und durch jenes Maß an Phansasts und Laune guszeichneten, das jedem Repertoire=Schlendrian zuwider ist. Es handelt sich um die Aufführung des„Zigennon Alhee## Johann Strauß und deo„Wildschut“ FaRugi. in überaus dingebungsvollen NeuelnVorasa, Jag Getahg.. d; Werner Kelch) die besonderen in diesem Bereich so lebendigen Essener Theaters nachdrücklich unterstrichen. Sie leiten sich weniger von großen Stimmen her, trotzdem gesanglich recht Gutes geleistet einer nicht häufig anzutreffenden Hingabe an 333. Gesentliche der Verke, das auch im kleinen nichte über. und im großen einen prachtvollen Schwung hat. So blitzblank wirkt solchez, Repextoire sast wie neu. Musikalisch waren diese beiden wirklichen Treffer von Hans Dietrich Kindler roth zwei vom Chor herkommenden Kapellmeistern, denene die Einstudierung der Ensembles natürlich besonders am Herzen lag. Eine derart verantwortungsvolle Haltung auch dem„gängigen“ Theater gegenüber wirkt sich für das Theaterleben in Essen äußerst vorteilhaft aus: es gibt nur noch vollbesetzte Häuser. Dr. Hans Georg Fellmann „Der tolle Markgraf“ mh Hildesheim, Anfang April. Die beiden Autoren Oskar Felix und Johann Müller haben es unternommen, der zweifellos vorhandenen Ver lachung unserer heutigen Operettenproduktion ein Werk entgegenzusetzen, das sich auf die eigentlichen Verpflichtungen der Kunst form Operette wieder besinnt und das dabei doch die auf diesem Gebiet heute gegebenen Tatsachen nicht ganz vergißt. Oskar Felix hat in seinem Buch die Historie von dem Badischen Markgrafen zugrundegelegt, der, eine landesherrliche Kraftnatur, zwischen Pascha-Möglichkeiten und einer frischen Natürlichkeit und Unbekümmertheit der Freude am Leben die Beziehungen zwischen s2 g seinen Landesindern zurchibiegt. und so ninmt er denn frisch von der Verlohung weg den Bräutigam der bnen und anregenden Lotte Freydank und steckt ihn unter seine Grenadiere. Er spekuliert richtig: Lotte kommt daraufhin zu ihm auf das Schloß und ist sogar bereit, auf gewisse merkwürdige Gebräuche einzugehen, die dort herrschen— aber sie ist dem Markgrafen in der Taktik des Spiels überlegen. Markgraf Carl Wilhelm muß das am Schluß anerkennen und so findet denn— das ist die klug bis zum Ende aufgesparte Ueberraschung— die württembergische Prinzessin, die dem Markgrafen längst zugedacht war, doch den Eingang in das markSchloß als dessen und des Markgrafen Herrin. Das Buch ist flott geschrieben und der Autor bleibt(immer innerhalb gewisser Grenzen) der lustigen Seite einer Operettenhandlung gewiß nichts schuldig. Die Musik von Johannes Müller ist flüssig und klangfroh. Sie scheut sich auch nicht, melodibs zu sein und macht von dieser Möglichkeit gern Gebrauch, sie bringt sogar manche der wertvollen Formungen aus der ehemale geistigen Operette wie z. B. Ensemblebildungen, wieder in Erinnerung, ohne sie einsach zu übernehmen. Sie greift auch nicht zu angeklagte Drzewiecki, ehemals polnischer Hauptmann und Schriftsteller aus Thorn, und zwanzig weitere Angeklagte. Ein Angeklagter erhielt fünf Jahre verschärftes Straflager. Die übrigen 16 Angeklagten wurden freigesprochen. Damit fand eine der schlimmsten Mordtaten volnischer Soldateska ihren Abschluß. Auf dem Blutmarsch von Thorn nach Warschau wurden unschuldige deutsche Volksgenossen nach schlimmsten Mißhandlungen mit Maschinengewehren und Baionetten ermordet. Die freigesprochenen 16 Mitglieder der Begleitmannschaften hatten sich an den Mordtaten nicht beteiligt. Sparnslätren, weiß aber aus der musikalischen Sprache der die hier nützlichen dramatischen Akzente mit göhotener Vorsicht anzuwenden— und sie in mit großem GeJngs##n sicherer orchestraler Kenntnie instrumentiert. In zudem einsalereig is zine ehelich und gutgefinnte Musik, die aufführrrng kastistanu zu gekonnt ist. Die Hildesheimer Ur. gullshrung bestsitigte die starke Wirkung der Werte des neuen Spielleitung hatten Intendanr Mühlinghaus und, Otfried Breiholz gemeinsam sehr schöne Bühnenbilder sudierung hatte sch 3. I=chassen, um die muskalische EinW. Oertel verdient gemacht. In den Hauptpartien sah man ausgezeichnete Leistungen von Gretel Hütter(Lotte), H. S. Bunsel(Markgraf) u. a. m. Max Höhne. Ballett-Uraufführung in Leipzig al Leipzia. Anfang April. Von unserem Korrespondenten PSsseng. 8ie heit an für Leipzig neu veroflichtete iher choreggranhic geire.es brachte im Rahmen eines die von ihr entmarsene zur Urauftührung. In scde Lanzdichtung„Daphnis und Chloe“ ührung.„In diesem bukolisch=barockem Stoff fügt sie Seenen nachen Spiels, dockhafte Kaprlolen eine kleine Zlegenschar und einen Tanz um eine Brummerfliege organisch aneinSuderga u hann in einem abschließenden, groß angelegten Bas de slepiert pieia va: Par zu schildern. Die Musitk für pressionigtische###te und eine Alistimme schrled Leo Spies. Im. ., Klang arben, anakreontische Verteäumtheit und barocke Arabesken kennzeichnen die sein empfundene Musik. Cabor Orban und Suse Preißer gaben die Titelpartien in technisch vollendetem Können wieder. Das Werk sand sehr starken Beifall, wie Abend, der noch Ballets nach Musiken von Julius Weißmann, Cranados und Dvorak brachte, überhaupt eine schöne Augenweide bedentets. De Alfred Ledmann. Dei dem Antionar Ihne Mitonen Das Valeriand statter seinen Baut db .. 126 Millionen Lire sind kein Pappenstiel- wenn sie nur erst da wären Von unserem eisenen ständigen Korrespondenten Das Glück des Schusters Petralia 2a Rom, Anfang April. Der Postdampfer, der Neavel mit der Insel Capri verbindet, ist seit einigen Tagen so überfüllt, daß man nur bei Voranmeldung Platz findet. Bei der Ankunft im Hafen von Capri geht eine wilde Jagd auf die Einspänner los, mit denen man den höher gelegenen Ort Anacapri erreichen kann, denn ein anderes Beförderungsmittel aibt es nicht, es sei denn zu Fuß. So sieht man denn zweimal am Tage eine wahre Völkerwanderung den Berg hinaufziehen, wo in einem der kleinen weißen Häuschen der Schuhmacher Lorenzo Petralia mit seiner Frau und sechs Kindern wohnt. der Erbe von 126 Millionen Lire. Die Mehrzahl der Besucher (gestern traf der.500. ein) besteht aus Bank= und Geschäftsleuten, Erfindern. Bittstellern und Deugierigen, darunter einige Journalisten, die sich gleich für einen längeren Aufenthalt eingerichtet haben, denn jeder Tag kann eine Neuigkeit bringen. Lorenzo hat sich inzwischen bei einer befreundeten Familie versteckt und überläßt es seiner energischen Frau, die unerwünschten Gäste abzufertigen. Ein Bekannter auf Capri übernahm es für mich, den Schuhmacher ausfindig zu machen und in meinem Namen über die Erbschaftsgeschichte zu befragen. Der Bericht traf heute ein und lautet: Ich fand Lorenzo Petralia, der in Bälde einer der reichsten Männer Italiens sein wird, in einem Weinberg beim Holzsägen. Er empfing mich wider Erwarten sehr vergnügt und war aern bereit, Ihnen die gewünschten Auskünfte zu geben.„Vor allem“, sagte er,„fühle ich mich noch längst nicht als reicher Mann, denn die 126 Millionen sind in Argentinien und es bleibt abzuwarten. ob und wann ich sie bekomme. Deshalb habe ich auch nicht die Absicht, irgend einen Geschäftsmann zu empfangen oder einen der rund 4000 Briefe zu öffnen, die in meinem Hause liegen. Noch bin ich der Schuhmacher Lorenzo und damit bastal“ „Die Sache verhält sich ganz einfach: Mein Bruder Biagio wanderte im Jahre 1902 nach Argentinien aus, eröffnete ein Pfandhaus, hatte Glück und wurde ein reicher Mann. Hin und wieder schrieb er mir eine Postkarte, dann hörte ich nichts mehr von ihm. Vor einigen Wochen erbielt ich plötzlich einen Brief von meiner Schwester, die ihm in Buenos Aires den Haushalt führte. Ich möchte ihr. so schrieb sie, doch eine Generalvollmacht ausstellen. Fällt mir nicht im Traum ein, sagte ich zu meiner Frau. Am folgenden Tage kam auch schon die Mitteilung des argentinischen Generalkonsuls in Rom, daß mein Bruder gestorben sei und mich zum alleinigen Erben eingesetzt habe. Das ist alles“.„Viel Geld“, meinte ich nachdenklich.„Ja, viel zu viel für einen armen Teufel“, antwortete er,„auf den man nun eine Hetzjaad veranstaltet, obwohl er noch keine hundert Lire in der Tasche hat. Meine Verwandten haben zudem schon einen Prozeß gegen mich eingelettet, meine Frau, mit der ich zwanzig Jahre glücklich gelebt habe, will in die Stadt ziehen, ich kann nicht mehr in meinem eigenen Haus wohnen, weil mir die Leute die Türe einrennen— alles wegen 126 Millionen, die ich noch nicht habe, und wenn ich sie habe, nicht brauche. „Und was werden Sie tun, wenn Sie das Geld nach Italien bringen können?", fragte ich weiter. Lorenzo hatte wieder zu sägen angefangen und sagte so beiläufig:„Ich werde in Anacapri ein riesiges Hotel errichten, das modernste, was es gibt, denn bei uns hier oben ist es ja viel schöner als in Capri selbst. Die Preise werden so gehalten sein, daß sie nur die Unkosten decken. Außerdem will ich eine Straße von unserem Ort bis zur Blauen Grotte bauen lassen, denn es ist ungerecht, daß wir Canapresen zuerst nach Cavri aeben müssen, um diese Wunderhöhle zu besuchen, die zuerst einer der unsrigen entdeckt hat. Wenn diese beiden Projekte vollendet sind, werde ich noch Geld genug haben, um gemeinnützigen Unternehmungen zu helfen. Nur den Beruf will ich wechseln und Bauer werden“.„Wo?“, fragte ich.„In Anacavri natürlich, denn es ist der schönste Ort, den ich kenne“. August Alexander Salzmann. Delzentrum von Einou schwer bedroht □ Tokio, 2. April. Die Lage auf dem Kriegsschauplatz in Burma wird für die Briten von Tag zu Tag kritischer. Sie versuchen Prome unter allen Bedingungen zu halten. Ist Prome gefallen, so liegt das Oelzentrum von Singu offen vor den Japanern. Die Umfassungsbewegung der Japaner westlich und ostwärts von Prome droht zu einer Einschließung der britischen Truppen zu führen, die auf beiden Flanken von überlegenen japanischen Streitkräften angegriffen werden. Die britischen Verluste sind gerade im Kampfabschnitt bei Prome besonders hoch. Neuer Lustangriff auf Port Darwin □ Tokio, 2. April. Das Kaiserliche Hauptquartier gab bekannt, daß japanische Marineflugzeuge am 30. März einen schweren Angriff auf Port Darwin ausführten, wobei sie die militärischen Einrichtungen des Flugplatzes zerstörten. In der Zeit vom 24. bis 30. März wurden bei den Angriffen auf Port Darwin und Port Moresby 22 feindliche Flugzeuge vernichtet. Robert=Koch=Institut Reichsanstalt □ Berlin, 2. April. Das Preußische Institut für Infektionskrankheiten„Robert Koch“, das gestern am 1. April vom Reich übernommen wurde, führt nunmehr den Namen„Robert=KochInstitut, Reichsanstalt, zur Bekämpfung der übertragbaren Krankheiten“. Die Uebernahme erfolgte im Rahmen einer Feier, an der zahlreiche Vertreter von Partei, Staat, Wehrmacht und Wissenschaft teilnahmen, durch den Reichsgesundheitsführer, Staatssekretär Dr. Conti. Sowjets am Ilmensee zurückgeschlagen □ Berlin, 2. April. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, schlugen deutsche Truppen im Gebiet des Ilmensees am 30. März feindliche Angriffe unter schwersten Verlusten der Sowiets zurück. Zwei Autobusunglücke: 26 Todesopfer Madrid, 2. April. Zwischen Mazagan und Settat stürzte nach einer Meldung aus Tanger ein Autobus in einen Fluß; 17 Personen wurden getötet. In der Nähe von Luga in Nordwestgalicien wurden bei einem Autobnsunglück 9 Personen getötet. dazu: Sie reden auf lange Sicht Ein Schwede, der aus England über Lissabon in seine Heimat zurückkehrte, wurde über seine Eindrücke befragt. Er antwortete:„In Enaland plant man eigentlich nicht auf lange Sicht; man redet nur auf lange Sicht. Die englische WortemacherMentalität ist außerdem eine Sache, die sich gegen die Wortemacher selbst wendet". Der Schwede nannte als Beispiele die letzte englische Libyenoffensive und die Widersprüche zwischen Ruhmredigkeit und Tatsachen auf Malaien. in Singapur, auf Java und in Rangoon. Man möchte meinen: „Gebranntes Kind scheut das Feuer". Allein weit gefehlt. Die Engländer sagen heute selbst sehr häufig, daß sie die Narren ihrer eigenen Hoffnungen gewesen sind. Sie verwarnen sich geradezu öffentlich. Aber fast in dem gleichen Atemzug treiben sie wieder ihre Zeigefinger=Strateaie rings um den Globus. Vor vier Monaten haben sie die „Tirpitz" nach Japan dampfen lassen: jetzt zerbrechen sie sich den Kopf, ob die„Tirvitz" in Drontheim ist. Der Führer hat eine ganze Menge von Offensiven gemacht; aber so viel Offensiven, als die Engländer den Führer für dieses Frühjahr planen und machen lassen, kann selbst ein Adolf Hitler nicht schaffen. Deutsche, die England und die Engländer aus dem Augenschein kennen, müssen sich— das liegt in ihren Kenntnissen begründet— oft beruflich sehr ausführlich mit dem befassen, was die Engländer denken und sagen. Das sind keine England=Enthusiasten. Dazu denken sie viel zu sachlich und zu zweckgebunden. Aber auch diese Deutschen fragen sich manchmal ganz verzweifelt, ob die Engländer, die geradezu unanständig viel quasseln, noch die Engländer sind, die sie selbst gekannt haben, oder ob die Engländer von heute etwas gemein haben mit den Engländern, die das British Empire aufgebaut haben. Sie waren gewohnt, im englischen Bereich etwas Festes zu greifen und greifen jetzt nur Qualliges. Es bleibt nur die Erklärung, daß der Engländer in Worte flüchtet. Umfassende Fürsorge für versehrte wehrdienst= und einsatzbeschädigte Soldaten Die Maßnahmen des Reiches dnd Berlin, 2. April. Umfassend sind die Fürsorgemaßnahmen für unsere Soldaten, die vor dem Feinde verwundet worden sind und nicht mehr im vollen Besitz ihrer Arbeitskräfte in das Zivilleben zurückkehren. Sie brachten für das Vaterland nebst denen, die ihr Leben gaben, das größte Opfer. Es ist die Pflicht der Nation, daß sie ihren Ehrenbürgern— wie Reichsminister Dr. Goebbels einmal die Verwundeten genannt hat— alles zugute kommen läßt, was ihnen ihr Los erleichtert. Das Wort vom Dank des Vaterlandes wird diesen Männern gegenüber nicht nur ein Wort bleiben, immer sollen sie wissen und empfinden, daß es Herzenssache des ganzen deutschen Volkes ist, für die verwundeten Soldaten alles nur Erdenkliche zu tun. Nicht nur für die Soldaten ist es von Bedeutung zu erfahren, in welcher Weise für sie, wenn sie einmal verwundet werden sollten, gesorgt ist. Auch die Heimat hat ein brennendes Interesse daran, das große Fürsorgewerk kennenzulernen. Die Betreuung der Versehrten bis zu ihrer Entlassung aus dem Wehrdienst obliegt den Wehrmachtsfürsorge= und=versorgungsdienststellen, im engsten Einvernehmen mit den Chefärzten der Lazarette. Die Grundlage für die Betreuung der versehrten wehrdienst= und einsatzbeschädigten Soldaten bilden das Wehrmachtsfürsorge= und=versorgungsgesetz vom 26. August 1938 und das Einsatzfürsorge= und=versorgungsgesetz vom 6. Juli 1939. Auch die Berufsberatung üben die Wehrmachtsfürsorgeoffiziere im Einvernehmen mit den Aerzten aus. Ihnen stehen die Arbeitseinsatzbehörden, die Hauptfürsorge= und Fürsorgestellen sowie die Sachverständigen der Berufsorganisationen zur Seite. Der Arbeitseinsatz nach der Genesung erfolgt im wesentlichen durch die Hauptfürsorgestellen. Das Ziel ist, die Beschädigten möglichst ihrer früheren Berufstätigkeit wieder zurückzugeben. Ist dies nicht möglich, so strebt man die Einschulung in einen verwandten Beruf an, damit der Versehrte die bisherigen Berufskenntnisse ausnutzen kann. Nur in Ausnahmefällen, wenn die Verwendung in dem alten oder die Einschulung in einen verwandten Beruf aussichtslos ist, wird der Verwundete in einen neuen Beruf übergeführt. Man wählt dabei selbstverständlich einen Beruf, für den er sowohl die körperliche wie die geistige Eignung besitzt. Eine sorgfäitige Berufsberatung zeigt dem Verwundeten den Weg, den seine Ausbildung zu gehen hat. Sie ebnet ihm den Weg zu den Fachschulen seines künftigen Berufes. Tausende und aber tausende von Verwundeten sind mit Hilfe der zuständigen Wehrmachts= und Fürsorgestellen diesen Weg gegangen. Sie haben umgelernt, sie haben als Verwundeté wieder neu angefangen und vielen, denen nach einer schweren Verwundung die zukünftigen Jahre dunkel erschienen, haben neuen Mut gefaßt, als sie sahen, daß es ihnen möglich ist, einen neuen Arbeitsplatz voll auszufüllen. Auf einem kleinen Sektor, auf dem Gebiet der Landwirtschaft, soll die Art dieser Betreuung in kurzen Zügen geschildert werden. Im Einvernehmen mit dem OKW hat der Reichsnährstand in der Nähe der Reichshauptstadt einzelne seiner Institute für die Umschulung und Einschulung versehrter Wehrdienst= und Einsatzbeschädigter aus landwirtschaftlichen Berufen zur Verfügung gestellt. Wenn irgend möglich, wird jeder aus der Höher darf der Schlamm nicht steigen— sonst läuft der Dreck in die Stiefel hinein PK-Kriegsberichter Schambortzky Landwirtschaft stammende Versehrte noch vor seiner Entlassung aus dem Wehrdienst zur Einschulung kommandiert. Nach der Entlassung aus dem Wehrdienst erfolgt die Heranziehung im Einvernehmen mit der zuständigen Hauptfürsorgestelle. Bei den Einschulungsstätten der Landesbauernschaft Kurmark werden zur Zeit folgende Lehrgänge abgehalten: Auf dem Versuchsgut Oranienburg=Luisenhof ein dreiwöchiger Kursus, in dem die Fähigkeiten, die Einsatzmöglichkeiten des einzelnen Versehrten geprüft werden. Die Ueberführung in Spezialberufe der Landwirtschaft ist für diejenigen, die dafür geeignet sind, durch besondere weitere Kurse gegeben. Andere können umgeschult werden für landwirtschaftliche Buchführung und Rechnungsführung. Die Möglichkeiten sind so zahlreich wie die Arbeit auf dem Lande auf größeren und kleineren Gütern in der berufsständischen Arbeit abwechslungsreich und vielseitig ist. Die Lehrkräfte wie auch die Verwundeten sind, das bestätigt leicht ein Besuch an Ort und Stelle, mit Eifer am Werk. Der einzelne Verwundete findet durch diese Fürsorge den Weg zurück zum Alltag. Er fühlt sich mitten wieder hineingestellt in den ihm vertrauten Lebenskreis. Für ihn selbst, für seine Angehörigen, bedeutet dieses große Fürsorgewerk der Wehrmacht unendlich viel. Die Erfahrung hat gezeigt, daß die größte Zahl der Verwundeten durch die Ein= und Umschulung eine soziale Besserstellung erfahren. Die Ueberführung an neue Arbeitsplätze erfolgt zumeist im Einvernehmen mit der Wehrmacht und den Hauptfürsorgestellen, die alles tun, um das Fortkommen des einzelnen Verwundeten zu fördern. Japanischer Luftangriff auf Laschio □ Tokio, 2. April. Japanische Kampfflieger griffen in mehreren Wellen die Stadt Laschio in Ober=Burma an und beschädigten die dortigen Bahnanlagen. Zwei Kasernen wurden zerstört. Die in Laschio beginnende Burma=Straße wurde an mehreren Stellen durch Volltreffer unterbrochen. Schallee O½t erwartet Gelzenguß Der Spoet am Karsreitag lisar— Mein Stolz: 6..: Chef— Peter v. Wedel— Gelkönig: 7..: Damobrück— Natange—(Liebeoglüch) Gebe. Gewichtheben und Federgewichtsturnier in Bochum Europameister Jansen, Schormann(Wanne=Eickel), Saldering(Essen) und Kockemann(Banne=Eickel) bamühen sich Karfreitag in Bochum unter der Regie der Deutschen Eiche Germania Bochum um einen wertvollen Heberkampf. In Westfalen hat Schalke 04 den Lokalgegner Gelsenguß: Der Zweikampf Jansen—Schormann wird in der deutschen zu Gast, gegen den der vielmalige Meister kein Risiko eingehen Fachwelt besonderes Interesse bekommen, liegen doch die Leit Herne. 2. April. Das schmale Sportprogramm für den Karfreitag hat durch die Ansetzung einiger Fußball Meisterschaftsspiele in Westdentschland, wo der durch die lange Pause entstandene Rückstand aufgeholt werden muß, eine interessante Bereicherung erfahren. „Inlenigenzpeafungen Eines Ichloindlees Psychometer stellte allen gläubigen Kunden ein gutes Zeugnis aus Ein Falscher wollte zur Polizei pw Lissabon. Anfang April. Wie aus Buenos Aires gemeldet wird, wurde dort einem seltsamen„Menschenfreunde“ jetzt von der Polizei das Handwert gelegt. Ein gewisser Luis Rolari hatte sich einen neuen Betrugstrick ersonnen, der ihm reichen Gewinn einbrachte. Er stellte gegen hohe Gebühren Intelligenzzeugnisse aus. Seine Kunden prüfte er mittels eines„Psychometers“ und ließ sie verschiedene kinderleichte Aufgaben lösen. Dann bescheinigte er ihnen eine Intelligenz., 2. oder 3. Grades. Die Zeugnisse waren durchsichtige, in hochtrabende Worte gesaßte Lobhudeleien, versehen mit den Unterscheiften angeblich hervorragender Gelehrter, die in der Phantasie des Rolari erstierten, sonst aber nirgende. Rolari versandte Reklamerundschreiben. die den Wert seiner vorgeblich wissenschaftlichen und unsehlbaren Methode herausstrichen. Ge hieß darin:„Jeder sollte den Grad seiner Inielligenz kennen, damik er se geschäftich und im Liebesleben gebührend auswerten kann. Rolari mißt Sie und sagt Ihnen, wieviel Ihre Intelligenz wert ist, was Sie davon mit Recht erwarten können uso.“ Ein Klient dem der Schwindler Rolari die Intelligenz als erstklassig bescheinigt hatte, beward sich daraufhin bei der Polizeibehörde um einen Vertrauensposten. Dabei war er ein ausgemachter Einfaltepinsel. Alg er nato das Zeugnis, das ihm Rolari gegeben hatte, vorwies, sah sich die Poltzei den Geschäftebetrieb des verschmitzten Intelligenzpeüfers einmal gnnauer an. Go dellte sich deraus, daß Rolari großen Zuspruch und sehr hohe Einnahmen gehabt hatte. Ratürlich wurde er hinter Schloß und Riegel gebracht. Schadenfeuer vernichtet Schwedens größte Nelkenzucht X Stockholm, Anfang April. Infolge Ueberhitzung sprang der Kessel der Heizung der großen Gärtnerei= und Treibhausanlagen zu Möllendal nahe Gotenburg. Es entstand ein großes Schadenfeuer. Um die große Relkenzucht, die größte ihrer Art in Schweden, die nicht vom Feuer ergeiffen worden war, vor dem Untergang durch die Kälte zu schützen, heizte man einen Reservekessel. Doch auch dieser platzte. So war es unmöglich, die wertvollen Blumen zu retten. Der erlittene Schaden berund 100 000 Kronen. Auch ein„Meisterstück“ X Oelo, Anfang April. In einer kleinen Ortschaft der Losoten war nach langem Sturm der erste Fischfang gelandet worden. Im Hafen wimmelte eo von Käufern. Einer, der einen großen Kabellau erstanden hatte, klemmte diesen zwischen seige Beine, um seine Gelddörse aus der Lasche zu holen. Plözlch fühlte er, wie lemand ihm den sich nun um, um den Dieb zu sassen. eine andere Hand den„Tabakbeutel und wieder eine andere die Otz, norwegische Zeitung„Lofoten“ meint sollte. Am Riederrhein gibt es vier Punktespiele. Die beiden aussichtsreichsten Mannschaften, Hamborn O7 und Duisburg 48/99, stehen in Wuppertal bezw. gegen Tus Helene Essen vor schwerea, aber lösbaren Aufgaben. Fortuna Düfseldorf hat gegen den Essener KB Schwarz=Weiß, der sich auch noch berechtigte Hoffnungen machen kann, einen aussichtslosen Stund, während zwischen Rot=Weiß Essen und Rot=Weiß Oberhausen ein ausgeglichener Kampf zu erwarten ist. Auch im Gau Köln=Nachen steht ein Meisterschaftsspiel auf dem Programm, das den Meistee BfL 99 Köln gegen Viktoria Köln voraussichtlich noch vor elner ersten Probe sehen wird.— Auch im Reich wird es einige Punktespiele und natürlich auch das eine oder andere interessante Freundschaftsspiel geben. Im Handdell hat der Bereich Riederrhein gleichfalls Meisterschaftsspiele angesetzt.— Der Radsport beingt neben den gut besetzten Berutorennen in der Berliner Deutschlaudhalle (mit Arie van Vliet, Derksen, Lohmann, Krewer usw.) auch die erste Bahnveranstaltung im Westen, nämlich in Viersen. Aus dem Borsport sind die niederschlesischen Endkämpfe in Breslau zu nennen, bei denen im Schwergewicht Olympiasieger Herberr Runge und Meister Heinz ten Hoff die Gegner sino. Erster 10 000 Preis in Gelsenkirchen Am Karfreitag kommt das erste diesjährige ZehntausendmarkRennen auf einer westdeutschen Bahn zur Entscheidung. Ee ist dies das„Feitz Geldbach=Erinnerungsrennen“. Wie aus der Starterliste zu ersehen ist, hat der langjährige deutsche Meister J. Frömming es übernommen, Bardler zu steuern wodurch die Chaneen dieses ohnehin schon aussichtsreichen Hengstes, der das gleiche Rennen im vorigen Jahr auch gewonnen hat, noch besser werden. Trainer Schleyer, der Barbier arbeitet, fährt selbst Glückauf, mit dem er am vorigen Sonntag in ganz ausgezeichneter Zeit gewinnen konnte. Auch Hageno fiegte bei seinem einzigen Start in diesem Jahr und stellte damit seine hervorragende Versafsung unter Beweis. Mario, der hier allerdings sehr hohe Zulagen auszunehmen dat, gab sein Jahresdebut am vorigen Sonntag: er wurde in guter Zeit Dritter. Marsiliue W. gewann zwei Rennen hintereinander und scheint letzt wieder seiner früheren Form nahezukommen. Ratrlum lief am vorigen Sonntag zum ersten Ral in diesem Jahr: er wurde Dritter und wird durch diesen Start sicherlich gefördert sein. Zeder zeigte in diesem Jahr schon einige nette Leistungen, während Lindenwirt, Zephie und Anwalt wohl aug der Fasche au dolen, kaum für den Sieg, ernstlich in Frage kommen. Die übrigen Eisch wegzog. Er drehte Reunen des Tages sind ebenfalls sehr gut besetzt und gewinnen Aber schon hatte ihm noch durch die katsache, daß Weltmeister Frömming einige weivis„sede elne ander, Ase sere ausschtereiche Fahrten übernommen hat.— Unsere Answahi: 1..: Rebel— Colleoai— Massia; 2..: Agal— Mahaelfit Holimer— Kia.— GHere Lazu,„Io, etwag passiere sonst uur in nordamerstanischen Nün sodsche„ Kdler; 2..: Follagr.—. File„(Haraut) Feli: bargischichten..—.—44 in vordanterltanschen Vvv., 4. Lo; Ladser 2..92n, uk Mateinm: L..: Mania). De. stungen Schormanns zur Zeit nur 10 Pfund unter denen von Jansen Ein Federgewichtsturnier der besten westfälischen Ringer diefer Klasse wird endlich den lange erwarteten Kampf zwischen Bischoff(Heros Dortmund) und Bykoll(BfB Alemannia Dortmund) bringen. Neusel als Gegner von Tandberg Nach schwedischen Meldungen kann das Zustandekommen einer Begegnung zwischen Walter Neusel und dem schwedischen Schwergewichtsboxer Olle Tandberg ale gesichert gelten Landberg hat sein Einverständnis zu einem Antreten gegen Neusel in einem deutschen Ring gegeben und nur die eine Bedingung gestellt, daß Walter Neusel sich verpflichten muß, im Falle eines Sieges einen Rückkampf in Schweden zu bestreiten. Mit dem Kampf gegen Walter Neusel wied Tandberg vor der schwersten Prüfung seines Könnens stehen. Der schwedische Schwergewichtler hat, im Februar in Stuttgart gegen Arno Kölblin ein gutes Unentschieden erzielt und damit seine Klasse unter Beweis gestellt, aber Neusel ist mit seiner großen Ringerfahrung und seiner taktisch geschickten Kampführung ein Gegner, der Landberg noch mehr abverlangen dürfte. Bertsch slegte In Warschau Im Warschauer Agricola=Park wurde ein Frühjahrsgeländelauf ausgetragen, der Altmeister Bertsch Gelegenheit zum Siege gab. Der Stuttgarter gewann in der Altersklasse 1 den.1 km langen Lauf in:12.4. In der Hauptklasse bebielt Gluding(SS Warschau) in 12:548 für die 35 km lange Strecke die Oberhand vor 53 weiteren Bewerbern. Deutsches Kreuz in Gold für Kurt Münch Reichsdietwart Kurt Münch wurde vom Führer in Anerkennung seiner hervorragenden Leistungen bei der Führung einer ihm unterstellten Einheit mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Hauptmann Münch erhielt nach den Feldzügen in Polen, im Westen und im Südosten die Spangen zum EK II und 1. Seit dem Kampf gegen den Bolschewiemus stebt der Reichsdietwart Münch, der einer der kliesten Mitarbeiter des Reichssportführers ist, als Hauptmann einer Artillerie=Einheit in Osten. Ludwig Galm 30 Jahre alt Flugkapitän Ludwig Gaim wurde am 1. Apeil 50 Jahre allt. Zu den vielen, Gratulanten zählt am Ehrentage des Flugkapitäng in der Fliegerstaffel des Führers auch der deutsche Sport. Besonders herzlich beglückwünscht die Leichtathlette ihren alten Meiste und Rekordmann. Aus Westdeutschland Geschenke an die Stadt Dortmund Dortmund. Der Dortmunder Wohltätigkeitsverein, der seit dem Jahre 1879 zum Wohle der Dortmunder Jugend segensreich wirkte, beschloß, sich aufzulösen und sein gesamtes Vermögen der Stadt als Stiftung zu übertragen. In der Hauptsache handelt es sich um das Kinderheim Wittbräucke. Das Haus soll in seiner bisherigen Form weitergeführt werden und zur Erinnerung an seinen verdienten Leiter Stadtrat Dr. Ruben. in Zukunft den Namen„Albert=Ruben=Kindergene= sungsheim" tragen. Kranke und erholungsbedürftige Kinder werden hier Aufnahme finden. Weiter wurde die Stadt als Erbin des Nachlasses des verstorbenen Juweliers Friedrich Wagener eingesetzt. Hier handelt es sich neben den sonstigen beachtlichen Vermögenswerten um verschiedene wertvolle Kunstgegenstände, u. a. um ein Kaffeeservice, das König Friedrich Wilhelm IV. dem Großvater des jetzigen Erblassers zum Geschenk gemacht hatte. Der Erlös aus den der Stadt gemachten Vermögenswerten soll zur Förderung des Hauses der bildenden Künste Verwendung finden. Eine Ratsherrensitzung nahm von den Schenkungen Kenntnis und stimmte ihnen zu. Das Amt für Technik verlegt Dortmund. Die Leiter im Gau und im Kreise sind die ständigen Berater der Hoheitsträger in allen technischen Fragen. Ab 1. April wird dieser Aufgabenkreis erheblich erweitert. Das Hauptamt für Technik übernimmt mit diesem Tag die Aufgaben des Amtes für technische Wissenschaften ganz. Infolge dieser erhevlichen Steigerung der verantwortungsvollen, vielseitigen Arbeit ist die Gaudienststelle Westfalen=Süd. Amt für Technik, nunmehr gezwungen, ihre Diensträume ab 1. April zu verlegen. und zwar von Dortmund, Rosental 11, nach Dortmund, Kuhstraße 12, Fernruf 22920 und 22820. In diesem Gebäude befinden sich folgende Dienststellen unter einheitlicher Leitung: Gauamt für Technik, Westfalen=Süd, Gauwalrung des NS.=Bundes Deutscher Technik, sowie die Kreisgeschäftsstelle Dortmund des Amtes für Technik und die Kreiswaltung des RSBOT. Unter dieser Anschrift ist auch Gauhauptstellenleiter Jahn als Vertreter des Wehrkreisbeauftragten VI des Reichsministers für Bewaffnung und Munition und als Gaureferent der RSDAP. für das Gaugebiet Westfalen=Süd zu erreichen. Vergiftung durch Kohlenoxydgas Wattenscheid. Am 25. 3. 1942 gegen 4 Uhr wurden 4 Familienangehörige in ihrer Wohnung in Wattenscheid, Hansastraße 36, infolge Einatmens von Kohlenoxydgas vergiftet und bewußtlos aufgefunden. Die Personen wurden in das kath. Krankenhaus in Wartenscheid gebracht. Lebensgefahr besteht nicht. Die Feststellungen haben ergeben, daß das Kohlenoydgas aus einem undichten Ofen ausgeströmt war. Bohnenkaffee mit 400 Prozent Aufschlag Recklinghausen. Nachdem hier erst vor kurzem zwei Schleichhandler festgenommen worden waren, die Bohnerwachs mit 320 Prozent Aufschlag verkauften, konnte die Polizei zwei weitere Leute dieses Schlages festnehmen, die in größerem Umfange im Hausierhandel Bohnenkaffee, minderwertige Kleiderstoffe und Damenwäsche ohne Punkte mit einem Ueberpreis von 400 Prozent verkauften So wurde festgestellt, daß Sie Bohnenkaffee je Pfund mit 65 RM. an den Mann (oder die Frau) zu bringen suchten. Mutige Tat eines Bergmannes Oberhausen. Auf einer Schachtanlage in Oberhausen war durch unglückliche Umstände eine Grubenlokomotive unbemannt ins Fahren geraten so daß sie mit immer schnellerem Tempo durch die Strecke sauste. Durch das mutige Eingreifen des Bergmanns Johann Maus, der auf die fahrende Lokomotive sprang und sie zum Stehen brachte wurde ein großes Unglück verhütet. Maus wurde vom Gefolgschaftsführer öffentlich belobt und erhielt eine geldliche Belohnung. Zeitschriftenschau Erdteil in Nöten Die Operationen der Javaner haben sich bis an die Grenzen Indiens und die Küsten Australiens ausgedehnt. Der von den Philippinen geflohene Amerikaner MacArthur soll Australien schützen. Wie bereitet sich der ferne Kontinent zur Verteidigung vor? Bilder in dem neuen Heft der Kölnischen Illustrierten zeigen, wie man in letzter Stunde Befestigungsanlagen schafft und neue Straßen baut. Es sind interessante Dokumente aus dem ostasiatischen Krieg.— Aus dem weiteren Inhalt des Heftes: März an der Ostfront: Union Jack und Sowjetfahne: Schöpserische Filmarbeit: USA.=Ladies im reizenden Krieg:"heitere Tierbilder und die Fortsetzung des spannenden neuen Tatsachenberichtes: Titanic fährt in den Tod. Was tust du, wenn... Im Praktischen Luftschutz kommt es in erster Linie auf Entschlußfreudigkeit und Entschlußkraft an. Wenn die Fliegerbombe dich und dein Eigentum bedroht, ist keine Zeit mehr für Erörterungen. Die notwendigen Maßnahmen müssen schnell und mit fast mechanischer Sicherheit getroffen werden. Das bedingt eine durchgreifende Beherrschung der Materie, wie sie in der Ausbildung des Reichsluftschutzbundes gelehrt und von der„Sirene“, der großen deutschen Luftschutz=Illustrier= ten, auch in ihrem neuesten Heft in einprägsamen Anschauungsbildern zusammengefaßt wird. Pferdesport Frauen im Rennsattel Die große„Deutsche Sankt=Georg=Svortzeitung“ Berlin, das offizielle Organ des Reichsverbandes für Zucht und Prüfung deutschen Warmbluts, veröffentlicht in dem illustrierten Teil des Märzheftes das Bild der 1941 mit an der Spitze der erfolgreichsten Rennreiterinnen stehenden Frl. v. Glinski. Das Bild ist im Schaukasten des Städt. Nachrichten= und Verkehrsamtes zum Aushang gebracht. Diese illustrierte Sportzeitung„Sankt Georg“ liegt ständig in der Städt. Lesehalle auf. Handel Lebhafte Nachfrage nach Milchvieh Ahaus. Die hier abgehaltene 53. Milchviehversteigerung der Westf. Provinzial=Viehverwertungsgenossenschaft war mit 136 Tieren(90 Kühen und 46 Rindern) sehr gut beschickt. Die Qualität der Tiere hatte allerdings gegen die vorhergehenden Versteigerungen etwas nachgelassen. Insbesondere waren einige Rinder aufgetrieben, die den Anforderungen der Käufer bei weitem nicht entsprachen und daher trotz der lebhaften Nachfrage im Ueberstand blieben. Auch bei den Kühen konnte der Bedarf nicht ganz gedeckt werden, obgleich einige Tiere nicht verkauft werden konnten. Insgesamt wurden 105 Tiere(78 Kühe und 27 Rinder) umgesetzt. Die Preise sind denen der vorhergehenden Versteigerungen gleichzusetzen und als durchaus normal zu bezeichnen. Die Wwe. Brüggemann in Nienborg erzielte für ihre Kuh„Dora“ den höchsten Preis von 720 RM. Das beste Rind der Versteigerung hatte die Wwe. Oeing=Wening in Quantwick hergesandt. Infolge der sehr hohen Leistungen des Muttertieres von annähernd 7000 Litern wurde es dem neuen Besitzer für 650 RM. zugeschlagen. Der niedrigste Preis war bei den Kühen 290 RM. bei den Rindern 230 RM., der Durchschnittspreis bei den Kühen 527 RM. bei den Rindern 396 RM. der Gesamtdurchschnittspreis 494 RM. In den einzelnen Klassen wurden verkauft: 210 bis 250 RM. 2 Rinder. 260—300 RM. 2 Kühe. 3 Rinder, 310 350 RM. 1 Kuh, 6 Rinder, 360—400 RM. 11 Kühe, 5 Rinder. 410—450 RM. 12 Kühe. 5 Rinder, 460—500 RM. 10 Kühe. 1 Rind 510—550 RM. 12 Kühe, 1 Rind, 560—600 RM. 8 Kühe. 3 Rinder. 610 bis 650 RM. 7 Kühe. 1 Rind. 660—700 RM. 13 Kühe, 710—750 RM. 2 Kühe. Die nächste Versteigerung in Ahaus ist am 30. April. Gute Qualitätstiere auf der Milchviehversteigerung Paderborn. Zur 94 Milchviehversteigerung der Westfälischen Provinzial=Viehverwertungsgenossenschaft waren insgesamt 162 Tiere(134 Kühe und 28 Rinder) hergesandt worden in beiden Klassen durchschnittlich gute Qualitätstiere von denen bei lebhafter Nachfrage 137 Stück(111 Kühe und 26 Rinder) ihre Käufer fanden. Die meisten von ihnen waren frischmolk Den größten Teil von ihnen ersteigerten die Abmelkwirtschaften des rheinisch=westfälischen Industriegebietes und süddeutsche Genossenschaften. Die Durchschnittspreise lagen mit 541 RM. für Kühe und 447 RM für Rinder bei einem Gesamtdurchschnittspreise von 524 RM. niedriger als auf den Vorversteigerungen Den höchsten Preis erzielte die Wwe. Jakobs in Wewer für ihre Kuh„Lieschen“ mit 820 RM. Das beste Rind ein Herdbuchtier der Genossenschaft Hörter erbrachte 610 RM. Der niedrigste Preis war bei den Kühen 270 RM., bei den Rindern 200 RM. In den einzelnen Preisklassen wurden verkauft: 200—250 RM. 1 Rind, 260—300 RM 2 Kühe 310—350 RM. 3 Kühe, 4 Rinder. 360—400 RM. 14 Kühe. 2 Rinder. 410—450 RM. 14 Kühe. 5 Rinder 460—500 RM. 13 Kühe 6 Rinder 510—550 RM. 13 Kühe 4 Rinder 560—600 RM. 16 Kühe. 3 Rinder. 610—650 RM 17 Kühe 1 Rind, 660 bis 700 RM. 8 Kühe. 710—750 RM 5 Kühe. 760—800 RM. 5 Kühe. 810—850 RM. 1 Kuh. Die nächste Versteigerung ist am 23. April. Geisenkirchen ale Traberzentrale des Westens# Trabrennen Kartreitag, 3. April, 14.30 Uhr Fritz Geldbachrennen RM 10000 Straßenbahn-Verb.: L 27 ab Gelsenkirchen Hbf. ca. 8 Minuten, ab Essen ca. 30 Minuten Kirchenzettel Sottesdienstordnung für Karfreitag, 3. Auril 1942 Castrov .00 Uhr: Frühgottesdienst, bei Fliegeralarm nach 24.00 Uhr, 18.00 Uhr Gottesdienst, Pfr. Nelle: .45 Uhr: Hauptgottesdienst mit anschließendem Abendmahl bes. für die Konfirmanden u. deren Angeh., Pfr. Rothe: 16.00 Uhr: Lit. Karfreitags=Andacht mit Abendmahlsseier, Pfr. Rothe. Bladenhorst .45 Uhr: Gottesdienst, anschl. Beichte und Abendmahlsfeier. Habinghorst .45 Uhr: Vikar Leiwe(Kirchenchor), anschl. Beichte und Abendmahlsseier. Amtliche Bekanntmachung Ausgabe der Reichsverbilligungsscheine an die minderbemittelte Bevölkerung Die Ausgabe der Reichsverbilligungsscheine an die minderbemittelte Bevölkerung für den Ausgabezeitraum April bis Juni 1942 erfolgt am Mittwoch, dem 8. April 1942, von—13 Uhr in den Ausgabestellen, in denen sonst die Ausgabe der Lebensmittelkarten stattfindet. Für die Prüfung der Bedürftigkeitsfrage sind Einkommensnachweise(Gehalts= und Lohnabrech= nungen, Rentenbescheide usw.) vorzulegen. Die Scheine müssen von dem Bezugsberechtigten persönlich abgeholt werden. Der festgesetzte Ausgabetag ist streng einzuhalten, da eine Ausgabe für Nachzügler nicht stattfindet. Für Bezugsberechtigte, die im ersten Vierteljaht 1942 innerhalb des Stadtgebietes verzogen sind, erfolgt die Ausgabe in dem Bezirk der alten Wohnung. Personen, die im ersten Vierteljahr 1942(Januar bis März 1942) von anderen Gemeinden zugezogen sind und in der hiesigen Gemeinde noch keinen Antrag auf Bezug der Reichsverbilligungsscheine gestellt haben, haben den polizeilichen Abmeldeschein und eine Bescheinigung ihrer bisherigen Gemeinde, daß sie dort keine Reichsverbilligungsscheine erhalten haben. neben den Lohnausweisen usw. vorzulegen. Castrov=Rauxel, im Avril 1942. Der Oberbürgermeister. Statt Karten Ihre Vermählung geben bekannt Helmut Risikat Anita Risikat geb Senibäner Gelsenkirchen, Bertastraße 16 Castrop-Rauxel 1, Ringstr. 27 2. April 1942 Suche zum 1. Mai eine Hausgehillin für halbe Tage oder dreimal wöchentlich. Frau Trockel, Bochumer Str. 9 Zum baldigen Eintritt suchen wir ein ehrliches, sauberes Maschen für Hausarbeit. Hotel Vereinshaus,.=Barmen Oette aller Art kauft und zahlt Hachhwreihe Mar WDitkiewiez Castrov=R. 1, Grüner Weg 7 4 Rausgentn f. halbe od. ganse Tage gesucht. Castrop=Rauxel 1 Kaiser=Friedrich=Str. 15 pt. Junge Kriegerfrau sucht 2 Zimmerwohnung in Castrop=Rauxel. Dortmunder Straße 121. Rahdwagen zu verkaufen oder als Entgelt für das Umgraben eines mittl. Gartens abzugeben. Von wem, sont der Stattoneeiger. Pon von alleinstehender Person gesucht. Angebote unter Nr. 2124 an den„Stadtanzeiger“. Tbehr. Zchlöhge Bensiche m. Matratze zu verkaufen. Von wem, sagt der„Stadtanzeiger“. PKafte Buniger (Stallmist) zu kaufen gesucht. Castrov=Rauxel 1 Bochumer Straße 44. Frobieren anzschule Die! bei Haler- Castroo-Raunel 1: Markisioße 14 Anfängerkursus: Donnerstag, 9. Apr., 19.30 Uhr Fer schrittkursus: Dienstag, 7. April, 19 Uhr Step: Dienstag, den 7. April, 18 bis 19 Uhr Lenbezugs sreig 350 Vig., Gokoszugooteie: 3M aonall Deua& Caerla, 4. 3t. C. Th Kartenberg Herne Hauptschriftleiter uud verantwortlich für Politik Kuns u. Wissenschaft Erie Wagnet Herne verantwortlich für die betlichen. sportlichen und provinziellen Mitteilungen Franz Joses Pruso Castrov=Raurel Ga.=Nr 2131 Caktrov— Anzeigenoreis: 1 um doch a 72 um breii 25 Nachlaß nach den vom...2 verausgegebenen 3. 3t. gilt Preisliste Ne. 1. Alle Bilder, soweit nicht anders eupegeden, Scherl. geht über Studieren. Also probieren Sie es endlich mal mit einer kleinen Anzeige im Stadtanzeiger, sie bringt Ihnen was Sie suchen. MietVerträge stets zu haben im Stadtanzeiger Casirng-Kaunot) b 0% KHASANA KOSMETIK An beiden Osterlagen, das große Erlebnis Zaubermeister Von Sentedern mit seiner Revue der 1000 Wunder. von Schledorn, die gute Entspannung für jung und alt. Eintrittspreise: Sperreitz.50 RM., 1. Platz.— RM. Anfang Punkt 18.30 Uhr. Vorverkauf: Zigarrenhaus Karl Walter, Castrop-Rauxel 3, Adolf-Hitler-Straße 85. Ostermontag nachm. 3 Uhr: Erwachsene zahlen 1.—RM. auf allen Plätzen Kinder 1. Platz.50 RM., 2. Platz.30 RM. 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