S 68. ahrgang Kastroper Zeitung AK Gu Raureler Neueste Nachrichten 1943 Rummer 53 Rr R c A FA Schwerer Kreuzer Im Gelecht Ein Bild vom Marsch der schweren deutschen. Seestreitkräfte durch den Kanal. Britische Bomber sind im Anflug. Die schwere Flak des Schweren Kreuzers„Prinz Eugen“, jagt ihnen Salve auf Salve entgegen und zwingt sie vorzeitig zum Abdrehen. Kriegsberichter Schöppe B Zaon seinem=Tchiafm arLeiassen! Wawensfeige Slacht aus Nieseriane nsa Sudten Drabtbericht unseres eigenen diplomatischen Mitarbeiters Teostuugsdersach des zionenchesrveradA Spiel mit den Dollarmilliarden macht selbst in der Union keinen Eindruck mehr Drahtbericht unseres eigenen ständigen Korrespondenten Reison- auf dem Papier dp Stockholm, 4. März. Der amerikanische Kongreß hat schon wieder einmal einen Rekordhaushalt für die Aufrüstung angenommen. 32 Milliarden Dollar haben Senat und Repräsentantenhaus der Regierung für den Ausbau der Wehrmacht bewilligt. Die amertkanische Presse geht indessen nicht mehr mit der gleichen Bereitwilligkeit wie früher auf das Jonglieren mit Dollarmilliarden ein. Sie hat begriffen, daß die Einstellung der gesamten Nation zu den Anforderungen dieses Krieges wichtiger ist als die formelle Geldbewilligung und ist beunruhigt über die Führungslosigkeit auf militärischem und politischem Gebiet, die trotz der Kongreßrevolutionen unverkennbar ist. Der Chef der amerikanischen Flotte, Admiral King, dem diese Stimmung wohl bekanpt ist, hat in einem Telegramm gesagt:„Wir können doch heute nicht mehr mit Wundertaten rechnen, die Anstrengungen der amerikanischen Marine sind einstweilen nicht darauf angelegt, effektvoll nach außen hin zu wirken, dennoch aber sind sie von großer Bedeutung. Wir müssen unsere Verbindungslinien zur See und in der Luft aufrecht erhalten, es müssen auch diejenigen Punkte, auf denen die Verbindungslinien beruhen, verstärkt werden, damit wir einmal eine Offensive durchführen können, langsam, aber sicher". Das klingt wie eine Trostrede. Der Chef des amerikanischen Amtes für die Kriegsproduktion, Nelson, hat eine Serie von Rundfunkansprachen begonnen, in der den einzelnen Berufszweigen gezeigt werden soll, welche Anforderungen der Krieg an sie stellt. Nelson wandte sich zunächst an die Industriellen und verlangte sich zunächst an die Industriellen und verlangt eine Erhöhung der Produktion um 25 Prozent bereits in diesem Jahre. Er teilte mit, daß er selber an verschiedene Betriebsleiter und Arbeiterführer geschrieben habe um zu erreichen, daß sie in den Fabriken nach englischem Vorbild jene Komitees von Unternehmern und Arbeitern errichteten, die den Produktionsgang beschleunigen sollen. „Das Land kann sich nicht damit zufrieden geben, sagte Nelson, daß wir unsere Anstrengungen verdoppelt haben, solange nicht unsere Kriegsindustrie dafür garantiert, daß jede Maschine 168 Stunden in der Woche tätig ist. Erst wenn wir solchen ununterbrochenen Arbeitsgang aufrechterhalten, bin ich gewiß, daß wir unsere Produktion mit mindestens 25 Prozent erhöhen können und mit Hilfe derjenigen Maschinen= und Fabrikanlagen die wir jetzt besitzen“. Europas Presse zum Manifest □ Berlin, 4. März. Das Freiheitsmanifest des indischen Nationalistenführers Subhas Chandra Bose findet weiterhin stärkstes Echo. In der ungarischen Presse wird der unter großen Schlagzeilen wie„Indien will die Ketten der Knechtschaft zerbrechen“ oder„Die Befreiung der Völker Indiens“ veröffentlicht. Die slowakischen Blätter weisen auf die große Bedeutung des Aufrufs im Zusammenhang mit den kommenden Ereignissen in Ostasien hin. Die Bukarester Blätter betonen, daß mit diesem Aufruf Boses, der zu den markantesten Persönlichkeiten der neueren indischen Geschichte gehöre, eine Lage geschaffen sei, deren Bedeutung überhaupt nicht unterschätzt werden könne.„Curentul stellt fest, daß das Unabhängigkeitsmanifest von allen Indern bejaht werden müsse. Nach dem Zusammenbruch der englischen Front vor Rangoon, schreibt das kroatische Blatt„Hrvatski Narod“, hätten die indischen Freiheitskämpfer nun ihre Köpfe erhoben, und wie ein fernes Donnergrollen kündige sich der Aufstand des indischen Volkes an. Das Kopenhagener Blatt„Politiken“ bezeichnet die Proklamation als einen Meilenstein im Kampf gegen England und als eine wichtige Station auf dem Wege zum Zerfall des britischen Imperiums. Inder sollen ins sa Rom. 4. März. Drahtbericht unseres Miterbeiters Nach der Meldung einer Agentur hat die englische Regierung beschlossen, eine größere Zahl von Indern nach Sowjet=Rußland zu schicken, damit sie das„bolschewistische Klima“ kennenlernen. „Anspruch auf den Oberbefehl“ gehört jetzt plotzlich den holändern om Berlin, 4. März. Die schwere Niederlage, welche die verbündeten Plutokraten in den Gewässern von Java erlitten haben, wird am besten dadurch gekennzeichnet, daß die ganze strategische Organisation gebrochen ist, die man erst vor wenigen Wochen zur Verteidigung Ostasiens geschaffen hatte. Damals wurde General Wavell nach Java gerufen, wo er den Oberbefehl im westlichen Pazisik mit dem Hauptstützpunkt auf diesen niederländischen Inseln erhielt, während das Kommando in Australien, Neuseeland und im östlichen Pazisik in amerikanische Hände überging. Wavell, dem man den hochtrabenden Titel eines„Napoleon der Wüste" verliehen hatte, war die größte Hoffnung, die nach dem Fall von Singapur in Ostasien noch übria blieb. Jetzt ist er zum zweiten Male ruhmlos von dem Schauplatz seiner unausgeführt gebliebenen Taten verschwunden und überläßt es den betrogenen Niederländern, ihr Blut in den aussichtslos gewordenen Kampf um ihr Kolonialreich einzusetzen. Nach dem schmählichen Verrat an den Franzosen drz#n# frankreich und an den Norwegern in Auvalsues ist diese seige Flucht Englands aus der Verantwortung nur eine Fortsetzung der britischen Politik, Verbündete ihrem Schicksal zu überlassen. Die holländische Emigranten=Regierung mit ihrer törichten Königin an der Spitze und mit Herrn van Kleffens als„Außenminister“ der Europa durch einige saubere Morde an führenden deutschen Persönlichkeiten„organisieren" wollte, haben nun in überraschend kurzer Zeit die Früchte ihrer Verblendung und Unfähigkeit geerntet. Daß man in England dem Verrat noch den offenen Hohn hinzufügt, indem man erklärt, die Holländer hätten den„Anspruch auf den Oberbefehl“, gehört ebenfalls zur Methode der britischen Politik. Vatavia bereits verlassen □ Stockholm, 4. März. Nach einer Reutermeldung hat die niederländisch=ostindische Regierung wegen der starken Verwundbarkeit der Hauptstadt am Dienstag Batavia verlassen. Der Regierungssitz ist, wie Reueter weiter berichtet, vorläufig Bandung, wo vor einiger Zeit das militärische Hauptquartier aufaeschlagen wurde. Schon in Sehweite von Bandung □ Tokio, 4. März. Nach einem Sonderbericht von„Tokio Nitschi Nitschi“ hat die Vorhut der japanischen Streitkräfte auf Java am Montagabend einen ungenannten Punkt in Sehweite des militärischen Hauptquartiers Bandung erreicht. „Bis zum letzten Holländer“ sa Rom, 4. März. Drahtbericht unseres Mitarbeiter# Nach Mitteilung japanischer Kreise macht die Besetzung von Java ständig Fortschritte. Als bezeichnend für die Lage wird herausgestellt, daß Churchill jetzt kurz vor der neuen Katastrophe beschlossen hat, das Oberkommando über HolländischIndien zu Wasser, zu Lande und in der Luft den Holländern zu überlassen, denen man wie üblich nahelegt, bis zum letzten Mann zu kämpfen. Uaf der nen und um Voneg urgeschiagen Bombenvolltreffer in die Dockanlagen von La Valetta Angriffe des Gegners gebrochen Finnische„Anleihe des Vaterlandes“ □ Helsinki, 4. März. Von der als„Anleihe des Vaterlandes“ ausgeschriebenen neuen finnischen Staatsanleihe in Höhe von 2 Milliarden Finnmark wurde bereits am ersten Zeichnungstage nahezu ein Viertel gezeichnet. „Gerder rapire und dacchgreisenr... Das rasche Vorrücken der Fapaner auf Java versetzt London in Erstaunen Drahtbericht unseres eigenen ständigen Korrespondenten Vier Divisionen gelandet U Genf. 4. März. Demoralisierende Nachrichten kommen aus Batavia nach denen die japanischen Einheiten sich keine 60 Kilometer von dem niederländischen Haupinun.= tier entferut befinden. Selbst an den Stellen, wo der niederländisch=indische Wi len sei, haben die Japaner ius Innere des Laudes vorbringen können. Wie Erchange Telegreze) zu melden weiß, kei der Ersolg der Velozu, panischen Truppen„herart ravide und vokumreileuv- gewesen, daß die sapanische Luftwasse von einem starken Einsatz in die Kampfhandlungen auf dem Boden habe absehen können und nur eine geringe Tätigkeit zu entfalten brauchte. Wie gering die noch vorhandene Stoßkraft der Gegner ist, geht deutlich aus der Tatsache hervor, daß die Japaner Truppen auf Java landen konnten, die auf vier Divisionen geschätzt werden. Man bezeichnet in Tokio diesen großen militärischen Erfolg als ein Ergebnis langjähriger Schulung gemischter Verbände, die es ermöglichte, daß eine gewaltige Transportflotte über große Entfernungen ungehindert vom Gegner ihre Aufgabe mit geringsten Verlusten durchführen konnte. dnb Füherhauptquartier, 4. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern bekannt: „Auf der Krim und im Donezgebiet wurden starke, von Panzern unterstützte Angriffe des Feindes in erbitterten Kämpfen abgeschlagen. Durch unsere Luftangriffe auf die Stadt Kertsch und einen benachbarten Hafen entstanden größere Auch an den übrigen Abschnitten der Ostfront scheiterten zahlreiche feindliche Angriffe. Eigene Augriffsunternehmungen brachten örtliche Erfolge. In Nordafrika führten deutsche Sturzkampf= und leicht Kampfflugzeuge erfolgreiche Angriffe gegen britische Fahrzeugansammlungen und Zeltlager in der Marmarieo. 4..#l umt: tant. Der Hafen La Valetta uus Maltn wurde fortgesetzt von deutschen Kampfverbäuden mit Bomben belegt. Volltreffer in die Dockanlagen verursachten umfangreiche Zerstörungen und ausgedehnte Brände. Die Flugplätze der Insel wurden bei Tag und Nacht bombardiert. Bei bewaffneter Seeaufklärung wurden im englischen Seegebiet ostwärts Dundee zwei größere britische Handelsschiffe durch Volltreffer schwer beschibigt“. Wirkungsvoller Kampf gegen die Kriegsschisse des Geleitdienstes dnb Berlin, 4. März. Die deutsche Unterseebootwaffe bedroht in Zusammenarbeit mit der Luftwafse in ständigen, planvollen Einsätzen die Versorgungswege des Feindes. In den 28 Tagen des Februar wurden nicht weniger als 79 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 525 400 BRT. versenkt, hiervon entfallen auf die=Bootwaffe 66 Schiffe mit 448400 BRT. Außer diesen feststehenden Versenkungen wurden weitere 44 feindliche Handelsschiffe als zum Teil schwer beschädigt festgestellt, von denen zumindest ein Teil für die weitere Verwendung im Dienst der feindlichen Versorgung ausfällt. Im Kampf gegen Kriegsschiffe des feindlichen Geleitschutzes, bei Gefechtsberührungen im Kanal und im Verlauf sonstiger Kampfhandlungen wurden durch Unter= und Ueberwasserstreitkräfte in den verschiedenen Seegehieten drei Zerstörer, drei Korvetten, ein Unterseeboot, zwei Schnellboote und zwei Bewachungsfahrzeuge versenkt und drei Zerstörer und zwei Schnellboote schwer beschädigt. Getroffen und ebenfalls schwer beschädigt wurden zwei Einheiten eines aus einem Kreuzer und drei Zerstörern bestehenden Verbandes. Die Beschädigungen waren auch hier so schwerer Art, daß mit dem Verlust eines Teils dieser Schiffe gerechnet werden kann. Zeindliches=Boot..— von italienischen Flugbooten versatt dnb Rom, 4. März. Der italienische Wehrmachtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut:„In der Cyrenaika normale beiderseitige Spähtrupptätigkeit. Verbände unserer Luftwaffe führten wiederholt heftige Angriffe auf feinoliche Kolonnen, die trotz ihrer heftigen Abwehr erfolgreich mit den Bordwaffen beschossen und mit Bomben belegt wurden. Viele Kraftwagen wurden vernichtet, andere mit Munition beladene flogen in Das Unterseeboet wird erwartel Von der Organisation Todt sind aus meterdicken Betonwänden und=decken UnterseebootGaragen an der Atlantikküste gebaut worden. Nun wird das erste Unterseeboot erwartet. PK.-Kriegsberichter Schwarz PBZ. * Alles Veranlagung In den USA, wo die Leute auf uns allerdings leicht einmal komisch wirken, hat kürzlich ein Militärsachverständiger, der Major Elliot. große Worte gesprochen mit denen er begründete, warum nur die Yankees und kein anderes Volk in diesem Kriege siegen würden.„Wir Amerikaner“. so sagte dieser Mann, und er meinte es ganz ernsthaft,„wurden noch nie besiegt und werden auch immer siegen weil— wir so veranlagt sind“. Hawai und Philippinen— alles vergessen, wahrscheinlich auch aus Veranlagung Dafür schwelgen sie drüben über dem Ozean jetzt in den Siegen früherer Generationen, die erfochten wurden, als es noch wirkliche Männer in Amerika gab. Freilich bilden sie sich auch ein, sie hätten uns 1918 im Felde besiegt. Jeder alte Frontsoldat, der damals die langen. dichten Wellen amerikanischer Greenhorns gegen die deutschen Stellungen anlaufen sah. weiß es besser: aber wir wollen doch ruhig die damaligen Verbündeten der Amerikaner über deren soldatischen Leistungen befragen; sie sind unvoreingenommener als wir. Hören wir, was der alte„Tiger“ Clemenceau als französischer Präsident in einem Brief an seinen Marschal! Foch über die amerikanische Waffenhilfe schrieb:.... unsere lieben amerikanischen Bundesgenossen treten nach dem Vorstoß des ersten Tages auf der Stelle und es gelingt ihnen trotz bedeutender Verluste nicht, das ihnen als Ziel zugewiesene Gebiet zu erobern.“ Und Foch spricht in seiner Antwort von der Unfähigkett der obersten amerikanischen Führung. Das ist 24 Jahre her. Wir haben nicht den Eindruck, daß sich irgend geändert hat. Die Leistung der amerikanischen Waffen ist auch heute noch nicht sehr überzeugend; ja. die Yankees haben es nicht einmal geschafft, wenigstens auf der Stelle zu treten. Allerdings blieb auch die amerikanische Großmäuligkeit die gleiche. Es ist eben alles Veranlagung... P. A. S. Quillant Kobanah und Fatsaraus Bagous gestachter Widerstand der irakischen Bevölkerung gegen den Druck der Engländer Drabtbericht unseres eigenen ständigen Korrespondenten Die Spannung wächst zusehends re Istanbul, 4. März. Nach den alarmierenden Meldungen aus Iran, die von einer bedrohlichen Verschlechterung der dortigen Situation berichten, liegen jetzt auch ähnliche Nachrichten aus dem Irak vor. Der wachsende Druck der britischen Besatzungsbehörden und der dadurch ausgelöste Widerstand der Bevölkerung, der täglich stärker in Erscheinung tritt, haben zu einer derartigen Anspannung der Lage geführt, daß jeden Augenblick mit dem Ausbruch von Unruhen gerechnet werden müsse. Die Dinge haben sich so zugespitzt, daß sich auch die königliche Familie nicht mehr sicher fühlt. Der Regent Abdullah hat in Begleitung des jungen Königs, Faisals II. und der anderen Mitglieder des Königshauses die irakische Hauptstadt fluchtartig verlassen. Sein jetziger Aufenthaltsort wird offiziell nicht mitgeteilt, doch heißt es, daß er sich unter dem Schutze britischer Truppen in einer im Süden des Landes gelegenen kleinen Stadt befinden soll. 25 hohe Offiziere wurden verhaftet za Rom. 4. März. Drahtbericht unseres Mitarbeiters Radio Bagdad meldet, daß die Lage im Jrak so kritisch geworden sei, daß der Regent Abdullah mit dem„König" Faisal aus der Hauptstadt flüchtete und sich in den Schutz einer englischen Garnison begaben. 25 Offiziere sollen unter Auschuldigung eines Komplotts gegen die Regierung verhaftet worden sein. Tnreuzer, 8 Hersioker,7=Bödie bersentt! Die Verluste des Feindes in den Seegefechten von Eurabaya und Vatavia die Luft. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. Starke Verbände der deutschen Luftwaffe warfen Bomben größten Kalibers auf den Flottenstützpunkt von Manoel(Malta), wo an den Zielen Explosionen und Brände beobachtet wurden. Jagdflugzeuge schossen im Kampf zwei Hurricane ab. Feindliche Flugzeuge griffen in der vergangenen Nacht zweimal Palermo an. Es wurden einige Wohnhäuser im Zentrum der Stadt getroffen und im Hafen einige Handelsschiffe beschädigt, von denen eines gesunken ist. Nach den bisherigen Feststellungen betragen die Opfer unter der Zivilbevölkerung zwei Tote und etwa zehn Verletzte. Eines der englischen Flugzeuge wurde von der Bodenabwehr getroffen und stürzte brennend ab. Unsere Fluaboote versenkten ein feindliches=Boot der=Klasse“. 27 brtische Flugzeuge ab □ Berlin, 4. März. Ein Fla=Bataillon des deutschen Heeres hat in Nordafrika in der Zeit vom 14. 11. 41 bis 11. 1. 42 drei britische Bomber und 24 Jäger abgeschossen, also insgesamt 27 britische Flugzeuge vernichtet. Ritterkreuzträger des Geeres □ Berlin, 4. März. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Generalmajor Werner Saune, Kommandeur einer leichten Division: Hauptmann Ewald Mertens, Kompaniechef in einem Infanterie=Regiment; Oberfeldwebel Wilhelm Reinhardt, Zugführer in einem Insanterie=Regiment. Ritterkreuz für einen Jagdflieger □ Berlin, 4. März. Der Führer verlieh auf Vorschlaa des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Leutnant Hanz=Joachim Marseille. Flugzeugführer in einem Jaadgeschwader. Britischer 4000 BRS=Dampfer versenkt □ Berlin, 4. März. Der britische Dampfer „Mac Gregor“ wurde in der Nähe der Küste von San Domingo torpediert und versenkt. Ueber das Schicksal der Besatzung ist nichts bekannt. Die „Mac Gregor“ war ein Schiff von 4000 BRT. Ein USA=Frachter vernichtet □ Berlin, 4. März. Der amerikanische Frachter„Marone“ ist unweit der amerikanischen Küste torpediert und versenkt worden. 39 Mitglieder der Besatzung konnten den Hafen von Norfolk erreichen. Die„Marone“ hatte eine Wasserverdrängung von 8215 BRT. Der„Lag der deutschen Polizei“ brachte 57 299 626,52 Mark □ Berlin, 4. März. Die am„Tag der deutschen Polizei“ am 14. und 15. Februar durchgeführte Sammlung für das Kriegswinterhilfswerk hat als Gesamtergebnis den Betrag von 59299626,52 RM. erbacht. Am„Tag der deutschen Polizei 1941“ wurde ein Ergebnis von 32 861 509.48 RM. erzielt. Die Zunahme gegenüber dem Vorjahre beträgt also 24 438 117,04 RM., das sind rund 74 Prozent. Nahas Pascha entläßt politische Gesangene re Istanbul. 4. März. trahtbericht unseres Mitarbeiter: Wie die Blätter aus Kairo melden, hat Ministerpräsident Nahas Pascha eine Uebervrüfung der von seinem Vorgänger im Auftrag der britischen Militärbehörden politischen Verhafteten angeordnet. Diese Ueberprüfung hat ergeben, daß die Verhaftungen seinerzeit ohne jede rechliche Grundlage erfolgt sind. Der Ministerpräsident hat deshalb die Freilassung von mehr als 200 Personen verfügt, die seinerzeit als politisch verdächtig in Haft genommen worden waren. Japanische Verluste unerheblich □ Tokio, 4. März. Ein Kommuniqué des japanischen Kaiserlichen Hauptquartiers, das am Dienstag abend herausgegeben wurde, berichtet, daß die feindliche Flotte in Ostindien in den Seegefechten von Surabaya und Batavia in der Zeit vom 27. Februar bis 1. März so gut wie vernichtet wurde. Dem Kommuniqué zufolge sind 6 feindliche Kreuzer, 6 Zerstörer, 7=Boote, 1 Kanonenboot und 1 Minensuchboot versenkt worden. Zwei feindliche Zerstörer wurden gestrandet zurückgelassen. Die sechs versenkten Kreuzer sind folgende: der amerikanische Schwere Kreuzer„Houston", 9050 t, der britische Schwere Kreuzer„Ereter“, 8390 t, der australische Leichte Kreuzer„Perth“ 7040 t, der australische Leichte Kreuzer„Hobart“, 6890 t, der holländische Leichte Kreuzer„De Ruyter“, 6470 t, der holländische Leichte Kreuzer„Java“, 6670 t. Ferner wurde festgestellt, daß der amerikanische Schwere Kreuzer vom„Houston"=Typ, dessen Versenkung im Seegefecht bei Java früher gemeldet worden war, der amerikanische Schwere Kreuzer „Augusta“, 9050 t, war. Der holländische Kreuzer „De Ruyter", dessen Versenkung im Gefecht von Java gemeldet worden war, war in Wirklichkeit der Torpedokreuzer„Tromp“, 3450 t. In dem Kommuniqué wird ferner gesagt:„Obwohl vier Kreuzer in der Seeschlacht bei Surabaya als schwer beschädigt gemeldet worden war, stellte es sich später heraus, daß zwei dieser Kreuzer vor Batavia versenkt wurden, während die zwei anderen ein Zerstörer und ein Kanonenboot waren, die in der Dunkelheit für Kreuzer gehalten wurden". Schließlich gibt das Komuniqué bekannt, daß ein japanischer Minensucher versenkt und ein Zerstörer leicht beschädigt wurde. Kampf bis zur Riederringung der USA und Englands □ Tokio, 4. März. Sämtliche Provinzgouverneure Japans treten am Dienstaa in Tokio zu einer fünftägigen Beratung kriegswichtiger Fragen zusammen. Ministerpräsident Toto betonte, daß der Großasienkrieg erst im Anfangsstadium sei und weitere Kämpfe bevorstünden. weshalb sich die gesamte Nation zur Ueberwindung aller dem Endsieg noch im Wege stehenden Schwierigkeiten ganz eng zusammenschließen müsse. Javan sei entschlossen weiter zu kämpfen, bis durch die Sicherung aller strategischen Stützpunkte in Ostasien, durch die Beherrschung der wichtigen Rohstoffquellen und durch die enge Zusammenarbeit mit Deutschland und Italien die beiden Hauptwidersacher, die USA und England. auf die Knie gezwungen seien. Anschlag auch auf Mozambiaue? w Lissabon, 4. März. Nach einer Meldung aus Lorenzo=Marqnez hat der Burenabgeordnete Conroy von der afrikanischen Nationalpartei im südafrikanischen Parlament erklärt, daß zahlreiche Anzeichen dafür bestünden, daß die Regierung beabsichtigte, außer Madagaskar auch Mozambique zu besetzen. Ministerpräsident Emnts hat bekanntlich vor kurzem im Parlament erklärt, nicht in der Lage zu sein, zu versprechen, daß die Südafrikanische Union diese französischen und vortugiesischen Kolonien nicht besetzen werde. In portugiesischen politischen Kreisen glaubt man daher, daß England um jeden Preis den Verlust von Singapur dadurch ausgleichen will, daß es neue Stützpunkte im Indischen Ozean sich schafft, und daß die Drohung gegen Mozambiqne und Madagaskar sich mehr und mehr verdichtet. Der Aufmarsch gegen Zentralburma □ Shanghai, 4. März. Die seit etwa zwei Wochen an der burmesischen Front herrschende Waffenruhe wird in hiesigen japanischen Militärkreisen mit den Vorbereitungen zum zweiten Abschnitt der japanischen Offensive gegen Burma erklärt. Der erste Abschnitt stellte die Besetzung des südlichen, etwa tausend Kilometer langen Zipfels dar, der das Einfallstor nach Thailand und zur malaiischen Halbinsel bildete. Nach der Beseitigung dieser Gefahr habe der Aufmarsch gegen Zentralburma begonnen. Rangoon ein einziges Fammenmeer □ Tokio, 4. März. Wie der Korrespondent von„Asahi Schimbun“ von der Burma=Front berichtet, ist Rangoon ein Flammenmeer, da die Briten angesichts des unmittelbar bevorstehenden japanischen Angriffs die Stadt in Brand gesteckt haben. Weiter berichtet der Korrespondent, daß die Unabhängigkeitsbewegung in Burma immer mehr um sich greift. Plünderungen und Ausschreitungen □ Tokio, 4. März. Wie Domei aus Bangkok meldet, teilte der britische Rundfunk in Rangoon am Dienstag mit, daß Rangoon sich infolge des japanischen Drucks jetzt in einem Zustand höchster Verwirrung befinde. Plünderungen seien ungehindert im Gange. und die Stadt habe sich in eine „Stadt der Verbrechen" verwandelt. Gleichzeitig wurde mitgeteilt, daß die Inder am meisten unter den Greueltaten zu leiden hätten. Appell Hertzogs an das Burenvolk # Berlin. 4. März. Vor einigen Tagen richtete der ehemalige Ministerpräsident der Südafrikanischen Union. General Hertoa. in der südafrikanischen Zeitung„Vaterland“ einen„Offenen Brief an das Afrikanertum". Als Ursachen der über Südafrika hereingebrochenen Katastrophe nennt Hertzoa vor allem zwei Faktoren, die er als„Todfeinde des Afrikanertums“ bezeichnet: Die primäre Ursache seien die Bestrebungen, das Land an das britische Emvire zu ketten, eine Politik, die von Smuts und seinem britischen Minister Stallard, dem Leiter der Dominenvartei. in absoluter Englandhörigkeit verfolgt werde. Als zweiten Todseind des Afrikanertums bezeichnet Hervog weiter„die Parteikrämer, die innerhalb der eigenen Partei Ehre und Gewinn suchen". Wörtlich fährt Hertzog fort:„Die Zeit ist gekommen, um dem hohlen, lächerlichen Geschrei über die heilige Unantastbarkeit des sogenannten demokratischen Regierungssystems ein Ende zu machen. Während eine Revolution von weltweiten Ausmaßen mit dem Ziele einer neuen Ordnung vor sich gebt und die Völker Europas ihre Tapfersten und Besten hingeben, um Christentum und Menschheit zu retten, wird das Volk der Union vervflichtet, seine Söhne für deren verbissenste Feinde zu opfern. So weit hat uns die heilige demokratisch=parlamentarische Regierungsform gebracht!" Die Beseitigung des Krebses der Volkszersolitterung könne nicht länger aufgeschoben werden, erklärt General Hertzog abschließend. Aus diesem Grunde wende er sich an alle nationalen Afrikaner, vor allem aber an diejenigen, die genau wie er die Notwendigkeit der nationalen Sammlung, unabbängia von Parteibestrebungen. eingesehen bätten. Wegen Landesverrats hingerichtet □ Berlin, 4. März. Die Justizpreffestelle beim Volksgerichtshof teilte gestern mit:„Die durch Urteil des Volksgerichtshofes vom 19. November 1941 zum Tode verurteilte 42jährige Johanna Kursatz, geb. Dombrowski aus Kirchdorf(K. Wollstein) ist heute hingerichtet worden. Die Verurteilte hat aus Gewinnsucht im Auftrage einer fremden Macht Spionage gegen Deutschland getrieben. Weiter ist heute morgen der durch Urteil des Volksgerichtshofes vom 2. Dezember 1941 wegen Landesverrats zum Tode verurteilte 36= jährige Josef Kroll aus Türkwitz(Wygode (Warthegau) hingerichtet worden. Der Verurteilte, der schon früher wegen Landesverrats zu einer mehrjährigen Zuchthausstrafe verurteilt worden war, hat nach seiner Entlassung aus der Strafhaft im Auftrage einer fremden Macht erneut gegen Deutschland Spionage getrieben und schwere Nachteile für mehrere Reichsdeutsche herbeigeführt“. Neun Todesurtefle gegen bolschewistische Terroristen in Bulgarten u Sofia. 4. März. Drahtbericht unseres Mitarbeiters In einer vor dem hiesigen Militärgericht durchgeführten mehrtägigen Verhandlung gegen eine kommunistische Geheimorganisation. der die Vorbereitung von Sabotagehandlungen und Terrorakten nachgewiesen wurden, sind 9 von den 35 Angeklagten zum Tode und die übrigen zu hohen Zuchthausstrafen verurteilt worden. Nationalistische Kundgebungen in Teheran re Istaubul, 4. März. Drahtbericht unseres Mitarbeiters Nach den hier vorliegenden Nachrichten aus Iran hat die Lage dort nach dem aus Protest gegen die britisch=sowjetische Unterdrückung erfolgten Rücktritt deer Regierung Furughi eine neuerliche Verschlechterung der Lage erfahren. In der Hauptstadt kam es zu wiederholten nationalistischen Kundgebungen. Als besonders bemerkenswert wird die Tatsache vermerkt, daß die Gemahlin des Schahs mit ihren Kindern das Land verlassen hat um sich zu ihrem Bruder, dem Könia Farnk von Aegypten, in Sicherheit zu bringen. Das tapfere Herz Von Helmut Sündermann Was bringt der Krieg nicht an aber tausend wunderbaren Heldentaten mit sich. von denen die Heimat spricht, und die die Welt bewundert. Der kühne Mut entschlossener Männer ergreift täglich Situationen, packt Gelegenheiten beim Schopf, überrennt den überraschten Feind, wendet zähen Kampf zum Sieg. ! Eine fast unübersehbare Reihe kühner Taten ist in den zweieinhalb Jahren dieses Krieges schon in die Geschichte des deutschen Soldatentums eingegangen. eine Fülle von Namen sind als leuchtende Sterne aufgestiegen und weisen einer tatendurstigen Jugend den Weg. Jeder der großen Feldzüge dieses Krieges hat eine neue Seite in dem Buche der kühnen Einzelleistung aufgeschlagen und ruhmreich beschrieben. Dieser Seite gegenüber aber steht ein anderes Blatt, auf dem vielleicht keine so spannende Sprache spricht, das aber dennoch das tiefste Geheimnis des Siegeszuges der deutschen Wehrmacht enthüllt: das Heldentum des kriegerischen Alltags, die namenlose, millionenfache Tapferkeit all derer, die als deutsche Soldaten. als feldaraue Marschierer einer Millionenarmee Taa für Tag, Monat für Monat und nun schon Jahr für Jahr ihre Pflicht mit der gleichen Bereitschaft zum heldischen Handeln tun. Jeder aus dieser grauen Front kann morgen vor einer Aufgabe stehn. die seine Haltung. seinen Mut und seine Entschlossenheit vor eine gleiche Prüfung stellt, wie sie die großen Helden der Nation bestanden haben. Den meisten wird wohl kaum eine solche Stunde schlagen. aber daß sie alle, ohne ein Wort darüber zu verlieren, diesen Geist im Herzen tragen— das ist es, was unsere Soldaten in ihrer Gesamtheit unüberwindlich macht. Das tapfere Herz ist es, das in ihnen allen schlägt, ihnen die Kraft gibt, sei es ohne jedes Zaudern anzugreifen und nochmals anzugreiten, sei es in rastloser Verfolgung dem Feinde auf den Fersen zu bleiben, oder auch in unerbittlichem Ringen mit Sturm und Eis gegen einen hinterhältigen Gegner hart und fest ihren Mann zu stehen. Wem dieses tapfere Herz nicht in der Brust schlüge— wie könnten sie über all die Härte und all die Opfer so triumphieren, wie es der deutsche Soldat in den gewaltigen Kämpfen getan hat und tut, die uns mit diesem großen Kriege aufgezwungen worden sind? Immer, wenn der Körper schwach zu werden scheint, oder der Verstand sich vor einem Schrecknis sieht— dann ist es dieses tapfere Herz, das zu vochen beginnt. die Kräfte zusammenreißt und den Instikt wachruft. auf daß er den Weg durch die Finsternis zeige. Und wie es kein Gefecht gibt, in dem nicht der Soldat während mancher Minute dieser Hilfe bedarf, so gibt es auch keine Schlacht, die nicht vor allem durch dieses Fluidum des tapferen Herzens zum Siege gewendet wird! Was aber von den Schlachten der Front gilt, hat es nicht gleiche Bedeutung für das Ringen der Heimat? Gewiß— sie marschiert nicht wie der Soldat auf dem Wege zwischen Leben und Tod, sie hat es um vieles leichter als er. aber doch gibt im Leben des einzelnen zu Hause manche Stunde, in der es gut ist, wenn er sich des Gleichnisses erinnert, die kleinen Beschwernisse des Tages vergißt und der Stimme der Tapferkeit allein das Wort überläßt. Wieviel Trübsal wird vergessen, wieviel unnütz düsterei Gedanken werden verjagt, sich ebenso tapferen Herzens zu zeigen, wie dies der Soldat draußen täglich tut! Auch der Kampf der Heimat für das Leben unseres Volkes und den Sieg seiner Waffen ist millionenfach und namenlos. Gerade deshalb bedarf des ununterbrochenen Antriebs aus eigener Kraft, eines Antriebs, der ohne die Svannung des Kampfes, ohne das aufpeitschende Mitwirken eines gegenüberstehenden Feindes dennoch alle Schwäche überwindet und die Kräfte zur letzten Wirkung entfaltet. Nicht Verordnungen allein. nicht nur die leitende Kraft der Volksführung sichern der kämpfenden Front diesen letzten Einsatz der Heimat— der millionenfache Schlaa aller tavferen Herzen der Nation ist es, der das Blut durch unseren Körper jagt, die Sinne anspornt. die Muskeln steift und die Fäuste bewegt und der die Hirne mit jenem glühenden Fanatismus erfüllt. der die Heimat mit ihren Soldaten Schritt halten läßt. Rom zu Riom: Eine Posse Rom, 4. März. Drahtbericht unseres Mitarbeiters Der Prozeß von Riom wird in einer kurzen Note des„Giornale'Italia“ als eine Posse bezeichnet, die keinerlei Interesse verdiene. Es habe sich schon während den ersten Sitzungen gezeigt, daß die Angeklagten ja nur beschuldigt werden, den Krieg nicht mit der notwendigen Energie geführt und daß sie ihn deshalb verloren haben. Ganruus Twdapest erkennt Lonhuchs Staatsangehörigkeit ab pa Budapest, 4. März. Drahtbericht unseres Mitarbeiters Die ungarische Regierung hat gestern den Grader früher der ungarischen Gesandtschaft in Washington zugeteilt war, die Staatsbürgerschaft aberkannt mit der Begründung, daß er eine die Interessen der ungarischen Nation auf das schwerste gefährdende Tätigkeit entfalte. Graf onyay gehört jener Gruppe ungarischer Emigranten an, die schon im Sommer des vorigen Jahres unter Führung des ehemaligen Abgeordneten Tibor von Eckardt ihre staatsfeindund zugleich auch antideutsche Agitation in den Vereinigten Staaten ganz offiziell ausgenommen hat. Er wurde deshalb schon vor einiger Zeit aus der ungarischen Armee ausgestoßen. Tibor von Eckkardt hatte in Washington bereits eine sogenannte unabhängige ungarische„Regierung“ aufgezogen, der auch Graf Lonvay angehörte. Reichsintendank Glasmeier 50 Fahre alt „S. Hexlin, 4. März. Reichsintendant De Heinrio Glasmeier begebt am 5. März seinen 50. Geburtstag. Taden der Zatanst Betriebsrationalisierung im Lebensmittel=Einzelhandel Die Lage des Arbeitseinsatzes legt es dem Lebensmittel=Einzelhandel nahe, Ueberlegungen darüber anzustellen, wie die zur Versorgung der Venbraucher zu leistende Arbeit mit möglichst geringem Aufwand an Arbeit, Zeit, Kosten und Personal zu volbbringen ist. Deshalb hat der Leiter der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel, Dr. Havler einen Arbeitsausschuß zusammengerusen, der die Fragen der Rationalisierung im Einzelhandel ersorschen soll. Der Arbeitsausschuß der Fachgruove Nahrungs= und Genußmittel der Wirtschaftsgrupve Einselhandel, der unter Leitung des Kaufmanns Herbert Eklöb(Dresden) aus zehn erfahrenen Lebensmittelkaufleuten aus allen Teilen des Reiches bestebt, hat zunächst drei besondere Arbeiten herausgestellt: Schasfung von Beispielläden in den größeren deutichen Städten: Aufnahme des Arbeitsgebietes„Rationalisierung“ in den Lehrplan des Hauses für Verussgestaltung des Lebensmittel=Einzelhandels in Neuwied unter gleichzeitiger Errichtung einer ständigen praktischen Darstellung aller Rationalisierungsmöglichkeiten: Durchführung eines Wettbewevbs unter allen im Lebensmittel=Einzelhandel tätigen Menschen, alle solche Maßnahmen darzustellen und zu erläutern, die bereits als Einselmaßnahmen getrossen sind und nun der Allgemeinheit nutzbar gemacht werden sollen. Beispielläden für die Kaufmannschaft Das erste praktische Ergebnis der Rationalisierungsarbeiten im Lebensmittel=Einzelhandel ist die in diesen Tagen in Berlin gestartete Eröffnung von zwei Beispielläden, die, wohlgemerkt, ausschließlich zu Anregungen für Einzelkaufleute bestimmt sind, also keine Waren an das Publikum abgeben. Der eine Beispielladen ist für zwei Mann BediePeasd Kür. Dise Surasceregteicen dae Aden K 5ie einziges hinter der Thele ssehendes Regal. Die Seitenwände sind von Regalen frei, so daß der Verkäuser es nicht nötig bat, den Platz hinter der Theke zu verlassen. Die Theke läuft schnurgerade varallel zum Regal. Dieses ist in der Tiefe gestaffelt. Diese Lösung bat zur Folge, daß die Ware hinter dem Ladenlokal nachgefüllt und im Ladenlokal ausschließlich von vorn berausgenommen werden kann. Im Ladenregal sind berausnehmbare Schiebekasten, die gleichzeitig Lagerund Transportbebälter sind. Domit fällt das viele Ampacken der Ware weg. Ist ein Schiebekasten leergekauft, dann wird er hinter dem Ladenlokal berausso daß der Verkäuser nicht nach hinten zu rennen braucht, um neue Wore ins Ladenlokal zu holen. Mitarbeit des Käufere Die allergangbarsten Waren— etwa 100 Artikel— liegen sertig verpackt auf der 100 Zentimeter breiten Theke, so daß sie vom Kunden selbst genommen werden können. Diese Einrichtung erspart dem Verkäuser das Bedienen. Um die Warenausgabe braucht sich der Verkäuser überhaupt nicht zu kümmern. Unter der Theke befinden sich nämlich zwei Rutschen mit je einem Korb. In diese Körbe legt der Verkäufer sämtliche vom Kunden gekauften und bezahlten Waren hinein, der sie dann selbst herausnehmen und verwacken kann, so daß der Verkäufer unierdessen weitere Kunden zu bedienen vermag. Die Raumausnutzung ist so günstig, daß etwa 50 Prozent des bisherigen Raumes gespart werden. Auch die Arbeitsersparnis beträgt gut 50 Prozent. Der Einmann=Selbstbedienungsladen Der zweite Beispielladen, der Einmann=Selbstbedienungsladen, der nur einen Kassierer hat, ist nur in der Friedenswirtschaft möglich, wird dann aber sicher das Rennen machen. Das Hauptkennzeichen dieses Ladens besteht darin, daß alle Wege im Lokal dem Ladeninhaber erspart und ausschließlich vom Kunden zurückgelegt werden. Der Käuser betritt den Laden durch das Drehkreuz, das ihn zwar hereinläßt, aber nicht mehr hinausläßt Der Kunde ist somit geswungen, am ganzen Ladensortiment entlangsugehen. Er kann die in Zellophantüten sertig abgepackten Waren herausnehmen, die er gerade wünscht. Auch ein elektrisch gekühlter Schrank ist da, dem man Butter und sonstige leicht verderbliche Waren entnehmen kann. Verlassen kann der Käufer den Laden nur an der Kasse. Die Gefahr des Mißbrauchs(Diebstahl) wird schon deshalb als minimal eingeschätzt, weil der Kassierer den in der Regel nur kleinen Laden ohne weiAus der Castrop=Rauxel, 4. März Die wahre Aniversität unserer Tage ist eine Süche. 7aut. „Was man aus Liebe int.. Den Kleingärtner, der nach des Tages Last und Arbeit sein Stückchen Land bebaut und Gemüse und Obst ziebt, bat man in schmungelnder Anerkennung seines„nahrhaften“, Steckenpferdchens zuweilen den „Gärtner aus Liebe“ genannt. Bei ihm bewahrheitet es sich tatsächlich, daß das was man aus Liebe tut, nochmal so gut gebt. Die kleinen Gärten erzielen erstaunlich große Ernten. Zumal wenn man bedenkt, daß es meist Urland, Baulücken oder gar Müllabladeplätze waren, die durch Fleiß und Arbeitseiser zu ertragreichen Kulturen gemacht wurden. Obwobl den 900 000 organisierten Kleingärtnern Deutschlands nur .25 o5. der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Reiches zur Versügung steht, wird davon ein Drittel der deuvichen Gesamtgemüseernte des Sommers gewonnen. Trotz des Krieges und der Tatsache, daß viele Kleingärtner als Soldaten ihre Pflicht tun oder in der Heimat verstärkte Leistungen zu vollbringen haben, sind die Erträge aus den Kleingärten gans erheblich gestiegen. Auch in diesem Jahre werden die wespfälischen Kleingärtner alles daransetzen, die Erträgnisse weiter zu steigern und, soweit sie über den Eigenbedarf hinaus Ueberschüsse erzielen, durch Lieserung an die Besirksabgabestellen sich am Reichsleistungswettbewerb für Obst= und Gemüsebau beteiligen. So stehen sie in gemeinsamer Front mit den Bauern, Landwirten und Berufspartnern um die Gemüseerzeugung zu vermehren und zur Entlastung des Marktes zeitweilig mit beizutragen. Die Liebe zum Garten und zur Planze wird vervielfacht in den Dienst der Nation gestellt! Morgen Lebensmittelkartenausgabe Wegen Ausgabe der Lebensmittelscheine bleiben teres zu überschauen vermag und der Kunde geswun= e:(5..) die städtischen Dienststellen mit Ausgen wird, die von ihm dem Regal entnommene Ware nahme, des Standesamts und der Sparkasse=: aus dem Baumbestand verschwindet, endgültig gehannt. Im großen Umsang werden die neuen insektionssesten Ulmen gezüchtet und auch bereits angepslanst. Bei den verhältnismäßig langsamen Wachsen der Ulme wird es zwar eine gute Weile dauern, bis die jetzt entstandenen Schäden wieder beboben sind, aber unsere Forstwirtschaft rechnet ja überhaupt im Werden und Vergeben unserer Baumwelt mit gans anderen Zeiträumen, als unsere schnellebige Generation gewohnt ist. Stillgelegte Bauten vordringlich Der Reichskommissar für den sozialen Wohnungsbau tritt in einem Erlaß für die vorzugsweise Vollendung stillgelegter Wohnungsbauvorhaben ein. Bei der angespannten Arbeitseinsatz= und Baustofflage ist es nicht vertretbar, mit neuen Wohnungsbauvorhaben zu beginnen, solange stillgelegte Bauten vollendet werden könnten, die nach ihrer Lage und Beschaffenheit geeignet sind, bei entsorechender Aenderung ihrer bisherigen Zweckbestimmung der Befriedigung des im Zusammenhang mit der Kriegswirtschaft auftretenden Wohnungsbedarfs zu dienen. In akken geeigneten Fällen soll nachdrücklich auf die vorzugsweise Förderung solcher stillgelegten Bauten dingewirkt werden. Behandelt Stecker und Steckdosen schonend! Mehr als je verlangen es die heutigen Zeitverhältnisse, Stecker für elektrische Leitungen vor dem Herunterfallen oder gar vor dem Darauftreten zu bewahren. Niemals darf ein Stecker an der Schnur aus der Dose gesogen werden. Die Anschlußschnur läßt sich nach der einen Seite, nach der sie ihren„Drall“ hat, nach der auch die Drähte im Innern angeordnet sind. leicht drehen und legen. Die andere Richtung bewirkt die allmähliche Auflösung eines heute vielleicht unersetzlichen Gebrauchsstückes. oierberetischant hat Deutschland vor dem Untergang gerettet. Ovserbereitschaft wird uns zum Siege führen. 7. Opfersonntag am 8. März! genommen und der volle Schiebekasten nachgeschoben, angeregt werden. in eines der vielen dem Regal entlang auf einer Rolle lausenden offenen Körbchen zu legen. Die Besichtigung der beiden Beispielläden hat bei der Berliner Kaufmannschaft großen Anklang gesunden. Die Beispielläden sollen demnächst in Hamburg, Wien, München und Wesldeutschland gezeigt werden. Die Kaufleute sollen durchaus nicht ohne weiteres kovieren, was sie im Beispielladen sehen. Wohl aber sollen sie das von den gezeigten Läden übernehmen, was sich in ihren Betrieb einfügt. und zum eigenen Nachdenken über betriebsvereinsachende Maßnahmen 95 0s it ja Krieg?. Ein vielgesprochener Satz, richtig und falsch angewendet Vom Zusammennehmen und Sechcsehenasen De oate alke Bschen. auch ehe uasone nahme des Standesamts und der Sparrasse geschlossen.(Siehe auch die amtliche Bekanntmachung in der vorliegenden Ausgabe des„Stadtanzeiger“. Die Laboranten Nach einer 3jährigen schulischen Ausbildung. die durch Gewerbe=Oberlehrer Temme erfolgte, wurden aus der Laboranten=Oberstuse als Laboranten entlassen: Günter Knaak Friedhelm Pfingst. Willi mann. Karl=Heins Welsel. Karl=Heins Weltz, Kurt Wallbaum, Fritz Krüll, Alfred Döndt, Alfred Mever, Ernst Wolf, Woldemar Begier, Werner Cube und Günter Bauer. Den neuen Laboranten ein kträftiges „Glückauf“ für ihre künftigen Berufs= und Lebensjahre! Die Frauenschaft weiß Rat Die Erfüllung des Wunsches von Verwundeten, Anschörige au— Byn—lonkrtt zu seben wird aft durch die Sport 2 Ortssportgemeinschaften in Castrop=Rauxel Der Unterkreis Herne Castrov=Raurel des NSRL ist entsprechend der im Vorjahr ergangenen Anordnung des Reichssportführers nach Erledigung der Vorabeiten jetzt in 5„Ortsgrupvengemeinschaften“ eingeteilt worden, von denen 3 auf Herne und 2 auf Castrop=Rauxel entfallen. Handel Lebhafte Nachfrage nach gutem Milchvieh Paderborn. Der hier abgehaltenen 93. Milchviehversteigerung der Westsülischen Provinzial=Viebverwertungsgenossenschaft waren 192 Stück Vieh(96 Kübe und 34 Rinder), im ganzen gesehen Tiere von guter Qualität, zugeführt worden. Die Nachfrage war Die Erfüllung des Wunsches von Verwun#cien, XI sehr lebhaft. Verkauft wurden insgesamt 114 Tiere gehorige am Kranrenverr zu seheg, wiro oft burch drs(80 Kühe und 25 Rinder). Genossenschaften Südschwierige Unterbringung des Besuches unmöglich, deutschlands und Besitzer von Abmelbwirtschaften des t K. Mt ia Kries“ sosen din zimen guh deyn anhe in dem Mainstus Diugen weum d u Gegcichuch uaf Hotelzimmer sind in den wenigsten Fällen verfügbar rheinisch=westsälischen Industriegebiets ersteigerten nak.„Es ist ja Krieg“, sagen die einen, und dann rade in den keinsten Dingen, wenn der Nachschuo mat und verursachen gegebenenfaus besondere Kosten. etwa 80 Prozent des Auftriebs. Die Preise, die denen psen de dis Schultum aeroße menn nach ain monig nicht llavot, mung die maurpendigen Werkzeuge nicht Mancher Volksegenosse Hat sich in boichen Füllen. gern der Vorversteigerungen gleichowsetzen sind, bewegten bereit gefunden, den Besuch des Verwundeten unter sich auf einer normalen Basis. Zwei Kühe erzielten recken sie die Schultern gerade, wenn noch ein wenig nicht klavot, wenn die notwendigen mehr Arbeit zu der schon reichlich vorhandenen ausge= zur Hand sind, das wissen wir alle. laden wird. Und sie meinen damit: was wir bier tun, ist immer noch wenig im Vergleich zu dem, was draußen geleistet wird. Wenn die Wohnung nicht recht warm wird, beißt der Trost:„Es ist ja Krieg. Die Soidaten irieren ganz anders als wir und jammern auch nicht!“ Die Mutter ermahnt die Kinder mit dem Aber wir alle sind im Grunde nicht schlechter als unsere Soldaten, wenn wir uns nur als solche fühlen wollten, auch ohne Uniform Wird nicht der schwierigste Querkopf, sobald er die Uniform trägt, vlötzlich ein bemundernswert stählernes Glied in der grauen Kette ta rer Männer? Aber bedarf es der Unosorm, um gleichen Satz, wenn sie am Essen mökeln wollen; einer tavier zu sein? Gewiß nicht. Wir sind alle, alle nötig, und otmon zzumzgist iadur einaasug am kainem Platz zum diesen Kriag zu Das sagt es dem anderen, wenn irgend etwas— zumeist jeder einzelne an seinem Platz, um diesen Krieg zu sehr Entbehrliches— gerade nicht zu haben ist. Mit gewinnen, der einsach gewonnen werden muß. Das solcher Betonung gesagt, enthält der Satz die Bereit= ist heute doch wohl jedem klar Wir gewinnen ihn, willigkeit zum kleinen Heldentum des Alltags und wenn wir unsere eigenen Kräfte mit innerem bilft, den Krieg in Sieg und Frieden zu verwandeln. Schwung einsetzen und anderer Menschen Kräfte nicht Leider aber wird der gleiche Satz auch allazu oft in unnötig aufreiben und mißbrauchen.„Es ist ja gans anderem Zusammenhang angewendet.„Es ist ja Kvieg“, das darf ja nicht Vorwand werden, um sich Krieg“, damit wird so vieles entschuldigt, was nicht gehenzulassen, das kann nur Anlaß sein, sich noch mehr so glatt läuft, wie es lausen sollte, was nicht so sorg= zusammeneunebmen und sich im großen Einsatz zu befäll fältig getan wird, wie es getan werden könnte. Verzögerungen, Ungepflegtheit, Unbereitwilligkeit, ja selbst krasse Unfreundlichkeit verbergen sich manchmal binter der Entschuldigung„Es ist ja Krieg“. Nun ist der Krieg eine zu ernste Sache, um als währen. D. H. Veranstaltungskalender der 923 des Kreises Herne Castrop=Rauxel zubringen. Diensistellen der Frauenschaft haben die den häcsten Preis von 890 RM. Es waren die Herdhölfsbereiten Familien listenmäßig ersaßt und eine buchstuh„Dolde“ da: Bauern Johann Dirkes in Abschrift der Liste den Lazaretten übergeben. Auf Menne(Krs. Warburg) und die„Alma“ oder Wwe. diese Weise ist schon so mancher Besuch erleichtert Nenne(Kgg, Warhurg) und, die.„Algna“ der Pag oder sogar erst ermöglicht worden. Linen den Aslbachen Kodom grecd werden, de ue. beitskröfte, Ersatzteile, Rohstoffe für den„zioilen Sektor“— wie es so schön heißt— sind knapp. Aber gerade darum sollte sich jeder doppelt bemüchen, im imen des Möglichen das Beste zu tun, domit das e komplizierte Getriebe der menschlichen Beziehungen — seien sie wirtschaftlicher oder persönlicher Art— so reibungslos wie möglich weiterläuft. Jede Reibrna frißt Energie, das lernt man schon in den ersten Physihstunden. Und wir brauchen unsere Energien wahrhaftig für bessere Dinge, als uns gegenseitig das Leben unnötig schwer zu machen. Bekriebsführer werden heute bestraft, wenn sie der Rüstungsindustrie Arbeitskräfte entziehen und das mit Recht, denn sie gefährden den Sieg. Genau so sträflich handeln aber auch alle die ihrer Mitmenschen Seelen= und Nervenkräfte schädigen, dadurch, daß sie eine Pflicht versäumen, eine Freundlichkeit unterlassen, eine Arbeit nachlässig tun mit der Entschuldigung:„Es ist ja Krieg“. Hand aufs Hers— wer hat noch nicht geschwindelt, ein Brief, der nie geschrieben wurde, sei verloren gegangen, wie das„jetzt im Krieg“ öster passiere? Wer bat dieses oder jenes absolut Ueberflüsfige gekauft, eben nur weil Krieg ist? Wer bat nicht schon seine kleinen oder groben Schwächen mit dem Mantel des Krieges zuzudecken versucht? Im Krieg unserer Zeit sind allerdings die Grenzen zwischen dem kriegführenden und dem nichtkviegführenden Teil der Bevölkerung nicht mehr so scharf wie früher. Das bedeutet aber höchstens, daß auch von den Nichtkriegführenden stärkere soldatische Disziolin verlangt werden muß. Würden unsere Truppen solche Siege erlämoft haben, wenn sie mit einem Achselzucken„Es öt ja Krieg“ die Dinge bätten lausen lassen, sobald sie anfingen, lästig zu werden? Und gerade in bezug auf Benehmen können wir noch vieles von unseren Soldaten lernen. Wo bervscht die bereitwilligste Kameradschaft, auch im vollsten Abteil? Wo die selbventändlichste Verhundenheit, Hilsohereiz schaft, ja ausgesprochene Höflichkeit? Jedem aufmerksamen Beobachter wird sie bei unseren Soldaten eher auffallen als bei den zwoilen Volksgenossen. Und daß dem deutschen Soldaten nichts unmöglich ist, auch gesecian cenichiet id shnscescersen im Lokal Dorlöchter, Herne, Vinckestr. 1. Redner: Gauhandwerkswalter Schulte=Bochum. 5. März 1942, 10.15 Uhr: Ortsstabbesprechung der Ortswaltung Castrop=Rauxel=Süd im Büro der Ortswaltung, Vikkoriastdaße 10. Die Ulme hat wieder Zukunft Kein Aussterben mehr zu befürchten Insektionsfeste Ulme gezüchtet Die Ulme zeigte, wie bekannt in den letzten Jahren plötzlich in weiten Gebieten Westdeutschlands. reichs Hollands und Belgiens Krankheitserscheinungen, denen man zunächst ratlos gegenüberstand. Die Bäume stavben auch in Castrop= Raurel von den Zweigen ber ab, obne daß man dafür eine vassende Erklärung sand. Inswischen machte das Ulmensterben Fortschritte. Es griff auf Mitteldeutschland und darüber hinaus nach Osten und Norden immer weiter aus. Dann nahm sich die Wissenschaft des Rätsels an und stellte fest, daß es sich beim Ulmensterben um eine Insektionskrankbeit handelt. Ein durch den Ulmensolintkäser übertragener Svaltvils, der Graphium Almi, wurde als Unsache des Uebels entdeckt. Aber schon mit dieser Entdeckung war man einen Schritt weiter, denn nun ging man in Holland daran, eine vilzfeste Ulme zu züchten. Wenn nun auch inzwischen das Ulmensterben gans Ostdeutschland ergrifsen hat, so ist doch die Gefahr, daß die Ulme gans Ein Testameni mir iähtigem Ginschlag Die Tegernseer Bauernbühne erntete auf„Schwerin“ mit dem Schwank „Der ewige Spitzbua“ stürmischen Beifall Jeuig ung die 18 Sarrazin in Atteln(Krs. Büren). Das beste Rind der Versteigerung, von der Genossenschaft StörmedeGeseke angeliesert, war die„Rosa“ des Bauern Franz Degener in Langeneicke(Krs. Liopstadt). der mit 600 RM den höchsten Preis in dieser Klasse erzielte. Der niedrigste Preis war bei den Kühen 330, bei den Rindern 270 RM der Durchschnittspreis bei den Küben 551, bei den Rindern 428 RM und der Gesamtdurchschnittspreis 524 RM. Die nächste Milchriebversteigerung in Paderborn ist am 26. Märs. Die Meldungen dazu müssen zwölf Tage vorber in Münster vorliegen. Große Frühjahrs=Zuchtviehabsatzveranstaltung Am Freitag, dem 13. März, werden von der„Westfälischen Herdbuchgesellschaft für die Zucht des schwardweißen Tieflandrindes“ auf der 163. ZuchtviehVersteigerung in Hamm wieder über 400 schwarzbunte Zuchttiere zum Verkauf gestellt, darunter 250 gekörte Bullen mit Deckerlaubnis bis zur Hauptkörung 1943 und 150 hochtragende Kühe und Rinder sowie Kühe in Milch Die zum Verkauf stehenden Kühe und Rinder sind ebenfalls von bester Zuchtqualität. Die Zuchtviehabsatzveranstaltungen geben weitestgehende Sicherheiten hinsichtlich Dechfähigkeit, Fruchtbarkeit und Trüchtigkeit.. Die räumigen, großen Versteigerungshallen in Hamm gestatten dazu eine bequeme Besichtigung und Auswahl der Tiere. Bei dem reichlichen Angebot ist mit mäßigen Preisen zu rechnen. Auktionskataloge mit Abstammungs= und Leistungstaseln werden auf Wunsch kostenlos zugestellt. An die Tegernseer Stippvisite, die auf Veranlassung der NSG.„Kraft durch Freude“ und der Zeche„Graf Schwerin“ für die Gefolgschaftler und deren Angehörigen im Bökenkamoschen Saale erfolgte, werden alle, die mit dabei waren, noch lange denken. So eine fidele „Hatz“ war das. Bis auf den letzten Platz war der große Saal besetzt, und Anderl Schultes mit seinen Darstellern verdiente wirklich die Aufmerbsamleit, die man ihm entgegenbrachte. Der derbe dreiaktige Bauernschwank aus dem bayerischen Voralvenland hat seine Zug= und Schlagkraft schon so of: bewährt, daß selbst vor der Gesellschaft der allergrößten Tran= und Trauergäste noch ein Heiterkeitserfolg gesichert ist. Was wunder, wenn sich da das Schweriner Publikum, das vor den weltbedeutenden Brettern sat, um sich seinen Feierabend so fröblich wie möglich zu gestalten, sich nach Strich und Faden köstlich amüsierte. „Der ewige Spitzbua“ spielte zwar gar nicht mit, und doch drehte sich alles um ihn, lesser gesagt. um das geheimnisvolle Testament, das er hinterlassen hatte. Und dieses Testament brachte drei alte habrige Weiber auf den Trab, die sich einbildeten, willigste Kameradschaft, auch im vollsten Abteil? Wo als Erbe auf dem Hof des verstorbenen Bauern vom sovenständlichste Verbundenheit. Hilssbereit= Jochenhof eingesetzt zu werden. Darum tun sie schön mit dem Wirtschaftler, weil sie glauben, daß er vielleicht der Erbe sein könnte. Ja, ihre Habgier treibt sie sag, sa wgzg dus N. dag spauctgrln', gstig statt sogar so weit, daß sie das„Fensterln" aktio statt rassiv betreiben und dem alternden Mann nachstellen. Aber schließlich kommt dann bei der Testamentsöffnung doch alles anders. Keines der drei vor Neid und Habgier fast platzenden Weiber wird Erbin, sondern die Jungdirn Midei(Seffi Schultes). die schon als Kind auf den Hof kam und die den Jungknecht Flori liebt. Und so zeigt sich dann zuguterletzt, daß wicht im Geld und in der Sucht nach ihm das wahre Glück der Menschen liegt, sondern in der treuen Arbeit und in der Freude an ihr. Lore Keres, Anna Bernbard und Nelly Winkowitsch müssen, weil sie die Rollen der habgierigen alten Tanten so gar vorzüglich soielen, in den Mond gucken. Das halbe Dutend Darsteller entledigte sich seiner Aufgabe mit viel Humor und gutem Können. Die Bederrschung der Mundart war einwandfrei, da alle Schauspieler wohl in den bayerischen Bergen bebeimatet sind,„wann i mi net täusch“.— Unter des Spielleiters Anderl Schultes Führung hat sich die Truppe schon seit sieben Jahren in den Dienst der Kd.=Arbeit gestellt. Seit Kriegsbeginn stellte sich die Bauernbühne für die Truppenbetreuung zur Verfügung. Als Frontiheoter kaom sie bis an die vorderste Linie und man kann sich gut vorstellen, wie erheiternd solche derben, von echtem Volkshumor getragenen Schwänke auf unsere Soldaten drauben wirken müssen. Der„ländliche Schwank“ rief mit seinen drei flot#! Unsere Anekdote Arnold Böcklin lernte einmal einen alten Mannkennen, der ungeheure Mengen von Alkohol verkonsumieren konnte. Erstaunt fragte er ihn, wo er das gelernt habe. „Zu lernen ist das nicht!“ entgegnete ihm der Alte „Das ist genau so eine Begabung wie zum Beispiel das Malen!“ Einmal war der Fürst eines kleinen deutschen Staates erkrankt, wie es schien, ernstlich. König Friedrich Wilhelm IV. schickte einen seiner Räte an sein Krankenbett, um sich nach seinem Befinden zu erkundigen. Als der Betreffende zurückehrte, war des Königs erste Frage: „Nun, was macht unser lieber Fürst? Ist er sehr ernsthaft erkrankt?“ „Allerdings, Majestät! Mit seinem Zustand ist nicht zu waßen!“ war die Antwort. „Soso! Kann er nicht mehr regieren?“ fragte der König. „Na, so schlimm ist es wieder nicht— regieren kann er immer noch!“ * Der alte Wrangel ließ sich einmal über die Hauptersordernisse eines guten Purademarsches aus. Dabei sagte er: „Meine Herren! Merken Sie sich: Hauptsache beim Larademansch ist und bleibt: Sitzsomkeit der Hosen, gespielten Akten den kräftigen Beifall der zablreichen Weißheit des Lederzeuges. Aufrichtigkeit der Gewehre Zubörer dervor. und vor allem. Hinblick usf mirk“. Sre ROMAN VON ROLAND ITAPWITZ Copyright by Verlag Knorr& Hirth Kommanungeselischast, adunchen 1944 orgen müssen Se men nerraten! „Allerdings, Sefiorita Carlson war gestern bei mir.:„Ganz recht. Dies Protokoll gibt es Es fragt sich Eine bezaubernde Frau. Sie interessierte sich keines= nur wem Sie mehr glauben?" wegs für Ihr Protokoll lieber Snnor Ulferto son„Ich hatte keinen Zweifel an Ihren Worten. Ich dern sie kam nur um die Erbschaftsangelegenheit zu hielt Sie für einen Ehrenmann, denn es bestand kein regeln. Professor Carlson hatte sein Testament bei uns Anlaß für Sie hierherzukommen und mir mein Geld hinterlegt. Ich wußte nichts davon aber mein Sekretär zurückzugeben, aber wenn Sie behaupten der Verwar im Bilde In zwei Stunden hatten mir allos ge= lobte Sozarite Carlsone eu soin Sie der Sie gostern " 2 6. F o r t s e t z u n g. Da leuchtete das Wappenschild. Die goldenen Kronen auf blauem Grunde. Das aber war wohl das einzig Schwedische an diesem kuriosen Konsulat, das irgendein Ehrenkonsul inne hatte, ein braunhäutiger Herr, der sein Geld mir Nohrzucker oder Baumwolle verdienen mochte. „Ich wünsche den Hern Konsul persönlich zu sprechen, Sekor.. Es war der gleiche grämliche, blasse Sekretär, der einst Utz Ulferts Protokoll ausgenommen hatte der jetzt vor ihm stand und der natürlich bedauernd erklärte, daß der Herr Konsul leider... Utz Ulferts Hand ballte sich zur Faust. Aber das war sinnlos. „Es ist eine sehr dringende Angelegenheit, Sekor.“ „Alle Angelegenheiten sind hier dringend.“ „Verständlich, Senor, wie? Denn freiwillig kommt wohl kaum einer in Ihren Laden. Also.. Er trat nur einen halben Schritt vor aber der Mann wich zurück als hätte ihn schon die Faust getroffen, die doch sehr friedfertig in der Hosentasche steckte. „Darf ich um Ihre Karte bitten, Sekor?" Zum Teufel, man hatte keine Visitenkarten. Visitenkarten waren hier wichtiger als saubere Fingernägel. „Ich heiße Ulfert.“ „Schwede?“ „Deutscher. Und hier meine Karte.“ Die Hand war nicht mehr zur Faust geballt. Utz Ulfert hatte einen der Scheine gegriffen, die in seiner Tasche staken. Vielleicht, daß dies Sesam öffne dich. Verdammter Halunke! Der lächelte ietzt und dienerte, und zwei Minuten später schätzte sich der Konsul glücklich, den Herrn Ulfert persönlich begrüßen zu dürfen. „Guten Morgen, Seior Ulferto!“ „Guten Morgen. Senor Pascual.“ In der Tat, es war der Mann, der weder Strümpfe noch Schuhe trug. 6 „Ich freue mich, Sie zu sehen, Sekor Ulferto“, sagte Pascual und er betrachtete mit einem leisen Lächeln den Rockaufschlag des wundervollen HundertfünfzigPeso=Anzugs.„sind Sie gekommen, um mir den Ausgang des Kampfes mitzuteilen? Hat Kukuclan gesiegt?“ „Rahau=Huyup hat gesiegt. Seßor Pascual, und ich möchte mir erlauben, Ihnen die 350 Pesos zurückzugeben. Ich hätte es gern gleich getan. aber Sie waren gegangen...“ „Ja. Da die Gefahr bestand, daß nach dem Siege erneut die Chichaflasche umgehen würde.. Sie hätten sich um dieser Kleinigkeit willen nicht selbst zu mir zu bemühen brauchen. Senor Ulferto..“ Senor Pascual wies auf einen amerikanischen Schaukelstuhl vor seinem Schreibtisch, der offenbar der Ehrenplatz war und Utz Ulfert ließ sich ein wenig zu heftig hineinfallen. Er war so müde, daß jede Gelegenheit, sitzen zu können. willkommen war. Der Schaukelstuh! machte seinem Namen alle Ehre. Pascual sah es mit lächelndem Stolz, er holte Zigaretten und Likör, während Utz Ulfert, durch das Auf und Ab des Stuhles ein wenig behindert. Schein auf Schein auf den Schreibtisch legte. „Eigentlich war dies nicht der Zweck meines Besuches“, sagte Utz, nachdem Pascual mit einem Dankeswort und ohne nachzuzählen die Banknoten in die Rocktasche geschoben hatte „Es hätte auch keine Eile gehabt. Sefior.“ „Danke. Mein Zweck war— es muß ein Irrtum sein—, den schwedischen Konsul zu sprechen“ „O. Sie sind Schwede?“ „Deutscher, Seßor. Aber es handelt sich doch darum. den schwedischen Konsul persönlich zu sprechen.“ „Der bin ich Senor Ulferto. Allerdings nur ehrenhalber. Schweden unterhält kein eigenes Könsulat in Quiotta. Ich bin dem Generalkonsul in Lima unterstellt...“ „Interessant".“. murmelte Utz Ulfert, aber es erschien ihm keineswegs sehr interessant, es war nur, daß man mit einer derartigen Phrase Zeit gewann. sich von seinem Erstaunen zu erholen. in Seühr Pascual den schwedischen Konsul zu begrüßen. „Ich habe gute Geschäftsverbindungen zu Schweden“. fuhr Pascual fort,„ich genieße das Vertrauen schwedischer Firmen. Wie gesagt, es ist mehr ein Titel als ein Amt. Handelt es sich um eine politische Angelegenheit?“ „Nein.“ „Vielleicht kann ich Ihnen dann doch behilflich sein, wenn Sie mir die Ehre Ihres Vertrauens erweisen, Senor Ulferto.“ „Ich hoffe es. Seßor Pascual“ Pascual griff eines der flachschaligen Gläser, die er auf den Schreibtisch gesetzt hatte. „Ihr Wohl, Seior Ulferto oder, wie wir Schweden sagen„Ska!“!“ Utz Ulfert lächelte. Seßor Pascual schien ein Mann von Humor zu sein. „Prosit!“ rief er ihm zu. und Pascual zeigte dankend seine wunderschönen Zähne. „Es handelt sich um die Expedition und das Ende Professor Carlsons“, fuhr Utz Ulfert fort, nachdem sie die Gläser geleert hatten.„Ich hoffe, daß Ihnen Professor Carlson ein Begriff ist?“ „Er nicht, aber seine Tochter. Er hat eine sehr schöne Tochker, Senor Ulferto.“ Utz nickte. „Bis gestern kannte ich von Professor Carlson nicht pantana gekommen war und er zog wie zur Bestätigung die Pfeilspitze aus dem Chininröhrchen hervor und legte sie auf den Tisch. Pascual rückte ein wenig vom Schreibtisch ab. Er schien vor Giftpfeilen einen ungeheuren Respekt zu empfinden. Recht so, so dürfte es den Herrn Konsul wohl interessieren, was weiter geschehen war. „Aber natürlich. Sekor Ulferto, ich bin ganz Ohr.." Utz Ulfert brannte eine der Zigaretten an. die ihm Pascual zuschob, er machte ein paar tiefe Züge, dann beendete er seinen Bericht. „Das alles“, schloß er„habe ich seinerzeit auf Ihrem Konsulat zu Protokoll gegeven.“ „Ich bin noch gar nicht dazu gekommen, Sekor Ulferto, Ihr Protokoll zu lesen Wir haben Karneval. Der dauert hierzulande vier Wochen und er darf nicht durch allzuviel Arbeit gestört werden. Im übrigen geht das ganze wohl weit über meine Befugnisse. Ich werde Ihr Protokoll an das Generalkonsulat in Lima weiterleiten...“ „Damit ist wenig gewonnen, Konsul Pascual. Sagten Sie nicht, daß Sie Carlsons Tochter kennen?" wr in Unlde. on zwer Stunden hatten wit aues geregelt. Auch die Bank war so entgegenkommend. Sekorita Carlson durch meine Vermittlung einen nicht ganz kleinen Betrag vorzustrecken. Mein Gott, sie ist eine große Dame und ich habe gefunden daß es die Eigenart großer Damen ist, meist in kleinen Geldschwierigkeiten zu sein.. „Sind Sie sicher, Herr Konsul, daß es Dagmar Carl= son war, die gestern zu Ihnen kam?“ Konsul Pascual sah Utz Ulfert erstaunt an. „Selbstverständlich. Senorita Carlson hat sich vor mir legitimiert.“ „Mit ihrem Paß?“ „Allerdings mit ihrem Paß.“ Sie sind das Opfer einer Betrügerin geworden, einer Hochstaplerin, wollte Utz Ulfert erwidern aber er sagte es nicht. Er nahm nur ein paar neue tiefe Züge. „Dagmar Carlson ist meine Verlobte...“. sagte er dann. Seior Pascual blickte ihn verwirrt an, dann sprang er auf seine nackten Füße. ging mit ausgestreckter Hand auf Utz Ulfert zu, doch er reichte ihm diese Hand nicht und es war keine Gratulation was er da sagte.... „Sie haben mich zur rechten Zeit an den Fall Carl= son erinnert. Senor. Es gibt noch ein zweites Protokoll über die Affäre. Es wurde vor dem Ihren abgegeben, ich habe es eben erst gelesen, und in diesem Protokoll heißt es, daß auch Professor Carlsons Begleiter getötet wurde. Dieser Begleiter hieß Ulferto..“ Abernia 20 Zahre Ntautsbesih Zur Geschichte des westfälischen Staatsbergbaus Be. Schon im Jahre 1876 beschäftigte sich der preu= gehabt. Er brachte bei Erschließung der Felder bald iche Bergfiskus auf Grund eines Gutachtens Hein= große Enttäuschungen, die dem Minister Möller zum Bis richs von Dechen mit dem Plan, durch Tiefbohrungen im Norden des damals erschlossenen Ruhrkohlengebiets staatseigene Steinkohlenbergwerke in Westfalen zu schaffen. Etwa gleichzeitig bot der Essener Handelskammersyndikus Dr. von Heyden dem Bergsiskus fünf ihm vom Herzog von Arenberg verliehene Steinkohlenfelder in der Gegend von Kirchhellen im Kreise Recklinghausen zum Kauf an. Das Oberbergamt Dortmund sprach sich damals aus zwei bemerkenswerten Gründen gegen die Annahme des Heydenschen Angebots aus. Es sollte vermieden werden, daß der preußische Staat dem Herzog von Arenberg gegenüber realabgabepflichtig werde. Desgleichen sei in der Inangriffnahme fiskalischen Bergbaus in der Recklinghauser Gegend kein Vorteil zu sehen, da der Privatbergbau eines Beispiels nicht bedürfe und ihm eine„unerwünschte Konkurrenz“, erwachsen würde. Erwägt man, daß die Betriebs= und Haushaltsfül rung der Ruhrzechen bis 1851 in den Händen staatlicher Bergbeamter gelegen hatte, so darf man sagen, daß die Leistungen der privaten Bergbauunternehmer im Ruhrgebiet innerhalb von 25 Jahren mit der Stellungnahme des Dortmunder Oberberg= amts eine überaus hohe Anerkennung gefunden haben. Der Plan eines westfälischen Staatsbergbaus wurde damals nicht weiter vorwärtsgetrieben. Dann aber 1889 kam der große Streik der Ruhrbergarbeiter, der als eine seiner Folgen den Sturs des Reichskanzlers Fürst Bismarck nach sich zog. Unter dem Einfluß des jungen, staats= und kathedersozialistischen Tendenzen zugänglichen Kaisers Wilhelm II. vollzog sich eine tiefgehende Wandlung in den Beziehungen der hohen nreußischen Ministerialbürokratie zum privaten Ruhrbergbau. Der von Bismarck wenig geschätzte, neuernannte Handelsminister von Berlepsch, griff die alten Pläne wieder auf. Das Dortmunder Oberbergamt wandte sich nicht mehr grundsätzlich gegen sie, sondern erklärte nur, daß, wenn man Abgaben an den Arenberger vermeiden wolle, zwei voneinander getrennte Felderbesitze westlich und östlich der Grasschaft Recklinghausen in Frage kämen. Obwohl schon im März 1890 durch Bekanntgabe einer Regierungsdenkschrift betr. den Bergarbeiterstreik die Grundlosigkeit der gegen den Ruhrbergbau erhobenen Vorwürfe offensichtlich geworden war, trug Berlepsch der verhetzten öffentlichen Meinung durch einen Erlaß vom 13. Juni 1890 Rechnung, in dem er als Zweck des Erwerbs staatlicher Bergwerke in Westfalen bezeichnete,„durch einen ausreichend großen staatlichen Grubenbesitz im dortigen Bezirk gegenüber den Privatgrubenbesitzern einen bestimmten Einfluß auf die Arbeitsverhältnisse sowie auf die Preisgestaltung der Kohle zu gewinnen und nötigenfalls in der Lage zu sein, die für den Bedarf der Staatseisen, bahnen, des Heeres und der Marine erforderlichen Kohlen aus den eigenen Gruben zu entnehmen". Berlepsch wurde in seinen Bestrebungen unterstützt von Oberberghauptmann Huyssen und Oberbergrat Freund(unseres Wissens Jude). Auf ministerielle Anforderung brachte nunmehr der Dortmunder Berghauptmann Eilert für den geplanten Staatsbergbau verschiedenartigste Gruppierungen von schon erschlossenem oder noch zu erschließendem Felderbesitz in Vorschlag, darunter bemerkenswerter Weise auch die Bergwerksgesellschaft Hibernia sowie die Felder Waltrov, Gladbeck, Bergmannsglück, Berlin und Gute Hoffnung, auf denen später die staatlichen Bergwerke der Möller= und Rheinbabenschächte, von Scholven, Zweckel, Bergmannsglück und Westerholt entstanden. Durch diese und andere Pläne von Berlevsch' machte Finanominister von Miquel mit seinem Veto einen dicken Strich. Er fürchtete von einem ausgedehnten Staatsbergbau ungünstige Auswirkungen auf den Staatshaushalt, wie sie spater ja denn auch viele Jahre lang auftraten. Erst nachdem am 1. November 1900 Gustav von untaß wurden, sich nach einem bereits ausgebauten, erfolgreichen großen Ruhrbergwerk umzusehen. Er zog den leitenden Direktor der Dresdner Bank, den Juden Guttmann, ins Vertrauen, und mit dem heimlichen Ankauf von Aktien durch die genannte Bank begann Anfang 1904 der denkwürdige Kampf um die Bergwerksgesellschaft Hibernia. Es ist bekannt, daß der Plan Möllers am Widerstand des gesamten privaten Ruhrbergbaus scheiterte, der Grund hatte zu fürchten daß Möller trotz gegenteiliger Versicherung der Verstaatlichung des Bergbaus zustrebte, um der wachsenden Sozialdemokratie ein sehr unangebrachtes Entgegenkommen zu zeigen. Die„Herne Vereinigung von Hibernia=Aktionären E. m. b..“ von Emil Kirdorf geistig geführt, hielt mit 54 vH. des Aktienkapitals die Mehrheit in der Hand, während Guttmann dem Staat nur 46 vH. hatte in die Hand spielen können. Je mehr sich im weiteren Verlauf die kluge und mäßigende Preispolitik des Kohlensyndikats durchsetzte, um so besser wurden die Beziehungen des Staates zum Ruhrbergbau. Der Bergfiskus selbst nahm für seinen Besitz bei Recklinghausen eine Be* teiligungsziffer beim Kohlensyndikat in Anspruch, und als im Jahre 1915 der 1903 geschlossene Syndikats=kvertrag ablief, hatte die Kirdorsische Politik auch in der Regierung so fest Wurzel geschlagen, daß der Bundesrat für den Fall einer Nichterneuerung des Syndikatsvertrages mit der Bildung eines Zwangssyndikats für den Ruhrbergbau drohte. Die Verhandlungen über die Syndikatserneuerung boten dem Staat die günstige Gelegenheit, den Hibernia=Streit zu bereinigen, indem er seinen Beitritt von der Überlassung der in Privathand befindlichen Aktien abhänlodie Senorita Cartsons zu sein, Sie der Sie gestern nacht noch in einem sehr wenig korrekten Aufzug in einer Kellerkaschemme steckten..“ Utz Ulfert lachte. „In dieser Kellerkaschemme bin ich dem Konsul Pascual begegnet, dessen Anzug man vielleicht auch als sehr wenig korrekt bezeichnen dorf" Pascual schien verwirrt. „O. Sie meinen, weil ich weder Schuhe noch.. Aber das ist etwas anderes. Kennen Sie die Geschichte meines Gelöbnisses?“ „Nein. Vielleicht zwingt Ihr Gelöbnis Sie auch, in Kellerkaschemmen herumzustehen. Möglich.“ „Das nicht. Gewiß nicht. So wenig, wie es mir verwehrt, einen guten Tropfen zu trinken. Ich muß Ihnen erzählen, Senor... Ja wie ist Ihr wahrer Name?“ „Utz Ulfert. Hierzulande Ulferto Entschuldigen Sie. Konsul, wenn Sie für die Lektür meines Protokolls keine Zeit hatten, so habe ich keine für Ihre sicher sehr interessante Geschichte. Zudem soll man derlei nicht Leuten anvertrauen, die man für Betrüger hält.“ „Ich würde Sie keineswegs für einen Betrüger halten, wenn Sie nicht behauptet hätten. Dagmar Carl= sons Verlobter zu lein. Sie hat mir nichts davon erzählt und dabei hat sie mir so ziemlich alles aus ihrem Leben erzählt.“ „So? Mir nichts. Aber ihr Verlobter bin ich dennoch. Allerdings konnte Ihnen Dagmar das nicht sagen, denn gestern um diese Stunde kannten wir einander überhaupt noch nicht.“ „Bitte? Was sagten Sie?“ „Es hat keinen Zweck, es zu wiederholen. Ich war gekommen. Sie zu fragen ob diese Papiere hier echt seien. Ob es sich um ein echtes Testament handelt, dessen Abschrift ich hier habe, ob es stimmt, daß mir Professor Carlson 7000 Dollar vermachte, neben den 2800, die er mir schuldete. Danke Es wird schon stimmen. So stimmen, wie Daamar Carlsons Paß stimmte. Leben Sie wohl. Senor Pascual!“ Ricardo Pascual machte eine sehr höfliche Verbeugung. aber er begleitete seinen Besucher nicht zur Tür. Er griff. nachdem sich diese Tür hinter Utz Ulfert geschlossen hatte, zum Telefon und ließ sich mit dem „Alhambra“ verbinden. Nein. Senorita Carlson sei leider nicht anwesend, lautete die Auskunft, ob man statt ihrer mit ihrem Verlobten, dem Marquis Delaporte verbinden dürfe? „Bitte“, sagte Ricardo Pascual; aber als sich Delaporte meldete, legte er wortlos auf. Es war nicht vergessen, daß dieser Mann gestern nacht Madame Yvette in sein Auto gewinkt hatte. Es war verschiedenes nicht vergessen, und vielleicht hätte man Seforita Carlson nicht so bereitwillig geholfen und ihre Angelegenheiten in zwei Stunden geregelt, wenn sie gesagt hätte, daß sie Delaportes Verlobte sei. Seltsam daß sie es verschwiegen hatte... Immerhin genügte die Auskunft der Portierloge zu wissen, daß dieser junge Herr ein Betrüger war. Fortsetzung folgt. Amtliche Bekanntmachung einmal den Namen, doch sprechen Sie was es damit[Velsen an die Spitze der preußischen Bergbehörde für eine Bewandtnis hat...?“(getreten war, wurden die Staatsbergbau=Pläne erWas hatte Seßor Pascual gesagt? Bis gestern neut aufgegriffen, übrigens wiederum in einer Zeit kannte er nicht einmal den Namen? Aber war man verstärkter Hetze gegen den privaten Ruhrbergbau, nicht hier gewesen um ein Protokoll aufnehmen zu die diesmal vor allem der Preispolitik des 1893 gelassen? Waren Professor Carlsons Wertsachen nicht gründeten Kohlensyndikats galt. Wiederum wurden, hier deponiert? Sollte nicht doch ein anderes Protokoll durch die vom Staat angeordnete Kartell=Enquete, existieren? Es war unmöglich in diesem verrückten Schaukelstuhl, der jede Bewegung mit einem Auf=undAb begleitete, zu debattieren. Utz Ulfert sprang auf und ging im Zimmer hin und her. Und jetzt endlich fand er die Worte, von denen er hoffte, daß sie diesen sehr höflichen und schrecklich gleichgültigen Seßor Pascual veranlassen könnten, sich etwas besser des Falls Carlson zu entsinnen. Utz Ulsert sprach von der Expedition, vom Aufbruch und dem erfolgreichen Vordringen bis zu dem Tage, da die Ausläufer des großen Erdbebens die abergläubischen Indios und Mestizen zur Rebellion trieben. Er erzählte von dem Pseil, der zweisellos aus einer Serdie Vorwürfe gegen den Ruhrbergbau als unberechtigt erwiesen. Aber die staatssozialistischen Tendenzen hatten in der preußischen Regierung schon so große Fortschritte gemacht, daß sie sich jetzt nicht mehr von ihren Plänen abbringen ließ. In Möller=Brackwede hatte Berlevsch 1901 einen Nachfolger gefunden, der mit Zähigkeit dem Ziel zustrebte und auch den neuernannten Finanzminister von Rheinbaben dafür gewann. Durch Gesetz vom 21. März 1902 wurde der Ankauf eines Felderbesitzes bei Recklinghausen verfügt, der im wesentlichen dem Eilertschen Vorschlag entsprach. An diesem Erwerb, der 58 Millionen Mark kostete, hat der Staat viele Jahre lang wenig Freude gig machte. Der Krieg, der an den Ruhrbergbau gewaltige Anforderungen stellte, hatte ohnehin das Begraben der Streitaxt nahegelegt. So konnte auf Grund einer Verständigung am 26. Februar 1917 das Gesetz betr. den Erwerb der Aktien der Bergwerksgesellschaft Hibernia durch den Staat erlassen werden. Der Staat zahlte mit rund 74,5 Millionen Mark 254% des Nennwertes der Aktien und wurde damit Alleinbesitzer eines der erfolgreichsten Ruhrbergwerke, auf das 27 Jahre vorher Berghauptmann Eilert bereits hingewiesen hatte. Wegen. Ausgabe der Lebensmittelbezugscheine für die Zeit vom 9. 3. bis 5. 4. 1942 bleiben die städtischen Dienststellen mit Ausnahme des Standesamtes und der Sparkasse am Donnerstag, dem 5. März 1942, geschlossen. Die Bevölkerung wird darauf hingewiesen, daß das Standesamt an diesem Tage lediglich Beurkundungen für Sterbefälle, Totgeburten und Eheschließungen vornimmt. Castrop=Rauxel, den 2. März 1942. Der Oberbürgermeister. Pag Der„Stadtanzeiger“ erscheint wöchentlich 6mar Wochenbezugspreis 50 Pfg.. Postbezugsoreis 2 RM monatl. Druck u. Verlag z. Zt. C. Th. Kartenberg Herne Hauptschriftteiter und verantwortlich für Politik. Kunst u. Wissenschaft Erich Wagner Herne: verantwortlich für die örtlichen, wortlichen und provinziellen Mitteilungen Franz Josef Pruns. Castrop=Rauxel. Sa.=Ni 2151 Castrop.— Anzeigenpreis: 1 mm hoch u 72 mm dreit 25 Pfg. Nachlaß nach den vom.d..W. herausgegebenen Richtlinten. 3. 31 gilt Preisliste Nr. 3. Alle Bilder. soweit nicht anders angegeben. Scher! anns gewürzte Fulterkalkmischung ZWERG-MARKE für alle Tiere ∆ Eot echaltener zu kaufen gesucht. Von wem, sagt der„Stadtanzeiger“. Suche zu sofort oder 1. April tüchtige, saubere 2ss. gesione Gehalt nach Uebereinkunft. Zeugnisabschriften erbeten an Frau P. Schürmann, Rauxel Juliusstraße 3, Tel. 2541. Rausgenm für meinen Haushalt wegen Verheiratung der jetzigen zum 15. März oder 1. April gesucht. Wirtschaft Hugo Baack .=R. 1, Münsterstraße 23. Bist Du in der A80. SSKT In unveränderter Qvalität und Mischung 3