68. fhrgang Kastroper Zeitung Nummer 33 Montag, den 9. Februar 1942 Keiehsmiinster Bi. Feut tSdhenVerungideh! Der Führer ordnete ein Staatsbegräbnis an dob Berlin, 9. Februar. In soldatischer Pflichtersüllung ist gestern Reichsminister Dr. Todt bei Durchführung seiner militärischen Aufgaben durch Flugzeugabsturz tödlich verunglückt. Der Führer hat für Reichsminister Dr. Todt ein Staatsbegräbnis angeordnet. * Der Tod Dr. Todts hat eine kaum zu schließende Lücke gerissen. Mit ihm ist einer der ersten Männer des nationalsozialistischen Deutschland und einer seiner größten Organisatoren dahingegangen. Unvergängliche Werke und Leistungen in Krieg und Frieden sind für alle Zeiten mit dem Namen Todt unlöslich verknüpft. Das deutsche Volk verliert in ihm einen seiner genialsten Organisatoren, das Reich seinen technischen Minister und Waffenschmied, die Partei einen fanatischen Vorkämpfer und der Führer einen treuen Gefolgsmann und schöpferisch begabten erfolgreichen Mit arbeiter.„Das Schicksal hat durch den Tod Dr Todts das deutsche Volk eines seiner Besten beraubt, dessen Name durch seine Werke un sterblich ist. Ganz Deutschland trauert um diesen schweren und schmerzlichen Verlust, der eine Lücke reißt, die kaum zu schließen ist. Am 4. September 1891 wurde Fritz Todt in Pforzheim in Baden geboren. Er studierte in München und Karlsruhe Ingenieurwissenschaften und promovierte zum Dr. Ing. Im Weltkrieg war er vom ersten bis zum letzten Tage an der Westfront, von 1916 ab bei den Fliegern. 1922 stieß Todt zur NSDAP. Die vielseitigen Kenntnisse, die er sich von der Pike auf durch die praktische Arbeit als einfacher Bauarbeiter erworben hat, wurden durch ausgedehnte Reisen durch alle deutschen Länder und darüber hinaus fast ganz Europa erweitert. So wurde Fritz Todt der Mann. den der Führer am 5. Juli 1933 zum Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen bestellte. Durch den Krieg wurden die Arbeiten unterbrochen. Immerhin waren bis zu seinem Beginn bereits 4000 Kilometer Reichsautobahn vollendet und weitere 1600 Kilometer im Ausbau begriffen. 346 Millionen Kubikmeter Erde waren bewegt worden, 126 Millionen mehr als beim Bau des Panamakanals. Auf Grund seiner Bewährung beim Bau der Reichsautobahn beauftragte der Führer Dr. Todt mit der Durchführung eines neuen gewaltigen Bauvorhabens, als es sich im Frühjahr 1938 als notwendig erwies, zum Schutze der deutschen Grenze den Westwall zu errichten. Auch diese Aufgabe wurde vorbildlich gelöst. Immer neue Pflichten erweiterten das Arbeitsgebiet Dr. Todts, bis schließlich die gesamte Verantwortung für die deutsche Technik in seiner Hand vereinigt wurde. Noch im Dezember 1938 wurde er Generalbevollmächtigter für die Regelung der Bauwirtschaft. Fast gleichzeitig erfolgte seine Ernennung zum Hauptdienstleiter der NSDAP. Im Rahmen des Vierjahresplanes lenkte Dr. Todt als Generalbevollmächtigter für die Regelung der Bauwirtschaft den Einsatz der Bauwirtschaft, während er als Generalinspektor für Sonderaufhaben zur raschen Verwirklichung des Vierjahresplanes entscheidend beiträgt. Am 17. 3. 1940 wurde er durch die Ernennung zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition in den Kreis der Männer um den Führer berufen, die die höchste Verantwortung für die Entscheidung in diesem Kriege tragen. Mit der Ernennung zum Generalinspektor für Wasser und Energie wurde ihm am 29. 1941 ein weiteres wichtiges Gebiet der deutschen Technik und Wirtschaft übertragen. Zugleich war er Leiter des Hauptamtes für Technik in der Reichsleitung der NSDAP., Leiter des Amtes für technische Wissenschaft in der DAF. und Vorsitzender im NS.=Bund Deutscher Technik, so daß er in Partei und Staat alle Aufgabengebiete der deutschen Technik betreute. Auf dem Parteitag im Jahre 1938 verlieh der Führer Dr. Todt den Deutschen Nationalpreis. In Anerkennung der hervorragenden Leistungen beim Ausbau der Luftverteidigungszone West wurde Dr. Todt am 1. 10. 1938 zum Mator d. R. in der Luftwaffe befördert. Im Oktober 1939 wurde ihm der Charakter eines Generalmajors verliehen. Im Dezember 1938 bekam Dr. Todt den Siemensring, am 23. November 1939 erhielt er als Erster das Schutzwall=Ehrenzeichen. Auf der internationalen Ausstellung Paris 1987 wurde Dr. Todt in der Klasse„Oeffentliche Arbeiten“ ein Grand Prir zuerkannt. In der SA. in die er lange vor der Machterareifung als einfacher SA.=Mann eintrat, bekleidete Dr. Todt den Rang eines Obergruppenführers. Horlbäder der schwbeten=Kowehelampfe Fünf britische Flugzeuge in der Deutschen Bucht abgeschossen 239 Sowjet=Maschinen vernichtet dnb Führerhauptquartier, 9. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern ekannt: „Im Osten dauern die schweren Abwehrkämpfe u. Mehrere Kräftegruppen des Feindes wurden urch Gegenangriff vernichtet. Kampfe gegen vielfache feindliche Ueberlegeneit hat sich die nordwestdeutsche 269. Infanterie= ivision besonders bewährt. Innerhalb von vier Wochen hat sie mehr als 120 feindliche Angriffe abgewiesen und in zahlreichen Gegenangrisfen starke feindliche Kräfte vernichtet. In der Zeit vom 31. Jannar bis 6. Februar verlor die sowjetische Luftwasse 239 Flugzeuge. Davon wurden 117 in Luftkämpfen und 18 durch Flakartillerie abgeschossen. Der Rest wurde am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 13 eigene Flugzeuge verloren. In Nordafrika beiderseitige Aufklärungstätigkeit. In der Deutschen Bucht schossen am gestrigen Tage Jagdflugzeuge ohne eigene Verluste aus einem britischen Bomberverband fünf Flugzeuge ab.“ Nur eine beschränkte Seit! Drahtung unseres Berliner Vertreter: * Berlin, 9. Februar. Ein Sprecher des englischen Nachrichtendienstes— Robert Johnston— sagt:„Den Sowiets steht nur eine beschränkte Zeit zur Verfügung, ehe andere Witterungsverhältnisse eine andere Lage schaffen. Das wissen auch die Deutschen. Es liegen Berichte darüber vor, daß sie jetzt noch hartnäckigeren Widerstand leisten, vielleicht auf einer vorbereiteten Linie. Es ist den Sowiets nicht gelungen, an irgendeiner Stelle einen größeren deutschen Truppenverband einzukreisen. Die deutsche Kriegsmaschine ist nicht zusammengebrochen. Der nächste Sommer wird kritisch sein, denn er wird entscheiden, wer der Sieger in diesem Kriege sein wird". Johnston gibt auch gleich den Grund seiner Offenheit an: „Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, daß die Waffen denen. die die Entscheidungsschlacht liefern wollen, nicht fehlen“. Spanien=einporl ader den neden Vörsan Geiten=schult.Ih.... Manikion Kauf son!... Bisher 14 Todesopfer der schweren Exp osion □ Madrid, 9. Februar. Der Vizesekretär für Volkserziehung übergab der Presse folgende Nachricht aus Tanger: „Unter den Reisenden, die im Postdampfer aus Gibraltar am Freitag in Tanger eintrafen, besand sich ein Eugländer mit diplomatischen Kuriergepäck. Am Kai erwartete ihn ein Spanier namens Sixto Silva, der beim Verladen des Kuriergepäcks vom Dampfer in die Autodroschke hals. Einer der Kurierkoffer explodierte beim Verladen im Auto. das von dem Araber Mohammed Ven el Hazan geführt wurde. Nach der Explosion war die Umgebung des Autos mit englischem Propagandamaterial bedeckt. Das Unglück verursachte 14 Tote und über 36 Verwundete. Mit dem Ableben verschiedener Verletzter muß gerechnet werden. Wie die in Tanger erscheinende Zeitung pana“ mitteilt, waren die Kisten, die die Explosion verursachten, von dem englischen Schlepper„Rescue“ von Gibraltar nach Tanger gebracht worden. Nach Löschung der Ladung trat dieser britische Schlepper sofort die Rückreise an. Daraus, wie auch aus anderen Berichten geht einwandfrei hervor. daß der gefährliche Sprengstoff nicht mit einem spanischen Postdampfer, sondern mit einem britischen Marinefahrzeug befördert worden war, das sich nach dem Absetzen seiner zweifelhaften Ladung in Tanger schleunigst. aus dem Staube gemacht hatte. Fortsetzung 2. politische Seite Schidletige Unstenang der udd Wielschaft Der Facharbeitermangel macht der Rüstungsindustrie schwer zu schaffen Drahtbericht unseres ständigen eigenen Korrespondenten Dazu Mangel an Rohstoffen do Stockholm, 9. Februar. Das Arbeitstempo der britischen Werften hält auch nicht die versprochenen Ziffern ein. Fraglich bleibt, ob und inwieweit die amerikanische Handelsschiffsproduktion helfend einspringen kann. Die Ankurbelung der amerikanischen Kriegswirtschaft wird nicht nur durch den Mangel an Rohstoffen. sondern durch die jetzt immer dringender werdende Nachfrage nach Qualitätsarbeitern beleuchtet. Im Laufe des Februar werden in den USA große Untersuchungen über die Facharbeiter in allen Geschäftszweigen abgeschlossen werden. Eine Menge von Beamten und Statistikern ist augenblicklich in allen Bundesstaaten tätig und beschäftigt sich damit. Angestellte im Alter von 20 bis 45 Jahren nach ihrem beruflichen Können und ihrer Fachausbildung zu prüfen. Alle Personen, die nicht für die Kriegsindustrie in Frage kommen, werden kartothekmäßig erfaßt, um anderen wichtigen Betrieben zugewiesen zu werden. Nach einem Bericht, der vor dem Arbeitsausschuß des Repräsentantenhauses in Washington erstattet worden ist, sollen im Verlaufe des Jahres 1942 innerhalb der amerikanischen Kriegsindustrie 15 Millionen Arbeiter untergebracht werden, gegen 21,8 Millionen in anderen Industriezweigen. Auch Teheran muß unter britischem Druck mit Frankreich brechen! re Istanbul, 9. Februar. Drahtbericht unseres Mitarbeiters In Durchführung des jetzt unterzeichneten sogenannten Allianzvertrages zwischen Iran einerseits und Großbritannien und der Sowjetunion anderseits hat die iranische Regierung die divlomatischen Beziehungen zu Frankreich abbrechen müssen. Dem französischen Gesandten in Teheran wurden bereits die Pässe zugestellt. und der iranische Gesandte in Vichy erhielt den Auftrag zur Abreise. In politischen Kreisen der Tieser Vindrach in die Feins Sienungen Zahlreiche Bunker nach schweren Einzelkämpfen genommen Die Kämpfe dauern an In Mitte Zuge □ Berlin, 9. Februar. einem größeren Waldgebiet in der der Ostfront, das deutsche Truppen im erfolgreicher örtlicher Angriffe während der letzten Tage in den Bereich der deutschen Linien brachten, werden gegenwärtig harte Kämpfe mit starken bolschewistischen Kräften durchgeführt. Am 6. 2 begann eine deutsche Angriffsgruppe mit der Säuberung dieses Waldgebietes und stieß dabei auf die bolschewistischen Kräfte, die in gut ausgebauten Waldbunkern dem deutschen Vordringen einen hartnäckigen Widerstand entgegensetzten. Zusammen mit Pionieren haben die deutschen Infanteristen seit dem 6. 2. Bunker nach Bunker und Stellung nach Stellung in schweren Einzelkämpfen genommen. Die Bolschewiken hatten in den bisherigen Kämpfen, die bereits zu einem tiefen Einbruch in die seindlichen Stellungen geführt haben. überaus hohe Verluste gehabt. Bisher wurden außerdem mehrere Geschütze des Feindes erbeutet. Die Kämpfe dauern noch an. Türkei weist man darauf hin, daß Irau nach dem Jrak und nach Aegypten unnmehr bereits der dritte Staat im Nahen Osten sei, der von Eugland gezwungen wurde, seine diplomatischen Beziehungen zu Frankreich ohne jeden Grund abzubrechen. Das bisher größte WsW=Ergebnis □ Berlin, 9. Februar. Die im Januar durchgeführten Gaustraßensammlungen im KriegsWHW. 1941/42 brachten das bisher günstigste Ergebnis von 37 210 766,43 RM. Das sind 15 140 388,58 RM.= 68.60 Prozent mehr als im Vorjahr. Internierte aus Niederländisch=Indien verschleppt ab Tokio, 9. Februar. Funkbericht unseres Vertreters Von zuverlässiger Seite wird uns bestätigt, daß die männlichen Reichsangehörigen, die seit dem Mai 1940 interuiert waren, von den niederläudisch=indischen Behörden verschleppt worden sind, wie es heißt, zum größten Teil nach Britisch=Indien. Die Frauen dieser Deutschen leben seit etwa einem halben Jahre in Japan. Neue Truppenlandungen bei Samarinda ∆ Tokio, 9. Februar. Die Besetzung Borneos durch die Japaner vollzieht sich planmäßig. Nachdem Britisch=Borneo so gut wie vollständig von den japanischen Truppen besetzt ist. ist durch die Landungen bei Balik=Papan Pontianak und an anderen Stellen auch Niederländisch=Borneo bis auf den äußersten Süden in japanischer Hand. Soeben wird eine weitere Landung japanischer Truppenverbände bei Samarinda in Ost=Borneo gemeldet. Japanische Streitkräfte besetzten einem Domei=Bericht zufolge die Hafenstadt Lahat Datu in der Darvel=Bucht an der Ostküste von Britisch= Nordborneo. 29 A Boote und 310 000 BRS versenkt ∆A Tokto. 9. Februar. Das Kaiserliche Hauptquartier gab am Sonnabend bekannt, daß durch Operationen der Marine und der Luftwaffe seit Kriegsausbruch 29 feindliche-Boote sowie 52 Handelsschiffe mit einer Totaltonnage von 310.000 BRT. zerstört wurden. Beide schwer getroffenen Kreuzer nicht reparierbar ∆ Tokio. 9. Februar.=Wie das Kaiserliche Hauptquartier bekannt gibt, sind nach dem Luftangriff der japanischen Marinestreitkräfte auf die niederländisch=indische und nordamerikanische Flotte in der Java=See am 4. Februar Meldungen eingelaufen, wonach der Leicht USA.=Kreuzer vom „Marblehead“=Typ und der niederländische Kreuzer der Java=Klasse, die als beschädigt gemeldet worden waren. so schwer getroffen wurden, daß sie nicht mehr repariert werden können. Es ist fernen festgestellt worden, das auch ber niederländische Kreuzer„Tromp“(3450 Tonnen) während der gleichen Schlacht ebenfalls schwer beschädigt wurde. Ferner wurde ein seindlicher Zerstörer versenkt. 10 Millionen Tonnen Del! Starke Teile von zwei Sowiet=Divisionen eingeschlossen und geschlagen aa Rom, 9. Februar. Drahtbericht unseres Miterbeiters In sapanischen Kreisen wird erklärt, daß die Rohstoffversorgung des japanischen Reiches durch die bis jetzt besetzten Gebiete sich so gebessert habe, daß auch ein jahrelanger Krieg ohne weiteres tragbar sei. während die anglo=amerikanischen Mächte immer mehr in Schwierigkeiten geraten. Der javanische Handelsminister schätzt z. B. nach einer Meldung aus Tokio die Petroleum=Produk= tion auf 10 Millionen Tonnen. Der Reichsgründungstag in Japan za Rom, 9. Februar. (Drahtbericht unseres Mitarbeiters) Am 11. Februar feiert Japan den 2601. Tag der Begründung seines Imperiums. Der jetzige Herrscher ist der 124. Tenno der kaiserlichen Familie, die Japan ohne Unterbrechung seit dem Jahr 660 v. Chr. regiert. Admiral Kimmel bittet um Beurlaubung □ Washington, 9. Februar. Wie Reuter aus Washington meldet. hat Adiiral Kimmel, der Oberbefehlshaber der USA.=Pazisikflotte zur Zeit des Angriffs auf Pearl Harbour, um seine Beurlaubung nachgesucht. Nach dem Angriff wurde er bekanntlich seines Kommandos enthoben. Marineminister Knor erklärte, daß das Marinedepartement das Gesuch„in Erwägung ziehe“. Briten schmuggelten Munition! Portsetzung von der.polltisch. Seite Bei der Explosion brach auch eine Kiste auseinander, die umfangreiches und aufhetzerisches arabisches Propagandamaterial enthielt, mit dem der Intelligence Service und die britischen militärischen und zivilen Provagandaorganisationen die muselmanische Bevölkerung gegen die spanische Regierung aufzubetzen und für ihre Zwecke zugänglich zu machen suchen. Auf diese Weise wurde festgestellt, daß die Briten die ihnen großzügigerweise von Spanien eingeräumten und weiter zugestandenen alten Privilegien in Tanger verletzen. Die Polizei hat bei ihren ersten Untersuchungen ermittelt, daß Sprengstoff— wie aus den Resten erkennbar war— auch in diplomatischen Kuriersäcken enthalten war. Es steht zu befürchten, daß auch Wassen und Munition an unzuverlässige Elemente geschmuggelt wurden. Der Vorfall von Tanger, der seine Parallele in dem unglaublichen Ueberariff in dem spanischen Hafen Fernando Po vor Monatsfrist findet, wo britische Kriegsschiffe dort friedlich vor Anker liegende deutsche Schiffe unter Verletzung der spanischen Neutralität beschossen, hat überall in Spanien, besonders aber in Tanger eine Riesenempörung hervorgerufen. In Tanger kam es zu einer Massendemonstration. Tausende von Arabern * und Spanier durchzogen mit marokkanischen und spanischen Fahnen die Straßen der Stadt und brachten Hochrufe auf General Franco und auf den Kalisen und Niederrufe auf die britischen Attentäter aus. Einzelne Gruppen der Menge, darunter, die Angehörigen der bei der Exnlosion getöteten Araber demonstrierten später noch vor britischen Geschäften. wobei Steine gegen die Schausenster geschleudert wurden und die Polizei einschreiten mußte. Die emnörte Menschenmenge 2og auch zum britischen Konsulat und den Amtsräumen des britischen Geheimdsenstes. Nachdem der Versuch, die Gebände in Brand zu stecken, fehlgeschlagen war. riß die Menge die Schilder usw. herunter, warf die Fenster ein und zerstörte einige britische Kraftwagen. Die spanischen Behörden haben angesichts dieser starken Empörung der Bevölkerung und zur Vermeidung von Ansschreitungen den Belagerungszustand über den Stadtbezirk von Tanger verhängt. britischer in Gibraltar eingelaufen □ Rom, 9. Februax. Im Hafen von Gibraltar ist, wie Stefani aus Tanger erfährt. ein englischer Zerstörer in schwerbeschädigtem Zustand eingelaufen. Die Revaraturarbeiten werden voraussichtlich mehrere Monate in Anspruch nehmen. „Vortugals Sosdaten stehen auf der Macht“ □ Lissabon, 9. Februar. Ministerpräsident Salazar richtete an alle Portugiesen eine Rundfunkansprache, in der er die Gründe aufführte, die die Wiederwahl General Carmonas zum Staatspräsidenten wünschenswert machen. Bei dieser Gelegenheit erklärte er auch. die Soldaten Portugals ständen an allen gefährdeten Punkten auf der Wacht. füie die Aioren □ Lissabon, 9. Februar. Mit dem vortugieischen Dampfer„Lima“ ist Sonntag mittag ein #eiteres Truppenenkontingent nach den Azoren bgegangen, um die dortigen Garnisonen aufs * neue zu verstärken. Eemeinsamer Kriegsrat Englands-USA A Genf, 9. Februar. Es ist jetzt ein gemeinsamer Ausschuß der Stabschefs der Vereinigten Staaten und Englands mit dem Sitz in Washington gebildet worden, der unter der etwas langatmigen amtlichen Bezeichnung„Kombinierte Gruppe der Stabschefs beider Länder“ seine Tätigkeit aufnehmen wird. In diesem gemeinschaftlichen Kriegsrat sind die USA. durch die Admirale Stark und Kimmel vertreten, zwei bekannte Namen seit der Seeschlacht von Hawaii, sowie durch den Stabschef der Armee, Marshall und den Generalstabschef der Luftwasse Arnold. Die Vertreter Englands sind Feldmarschall Dill, Luftmarschall Harris und General Wempß. Die englische Flotte hat ibre Ernennung noch nicht bekanntgegeben. Ain ei Gazala erreicht dud Führerhauptquartier, 9. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gab Sonnabend bekannt: „Im Osten dauern die Kämpfe bei großer Kälte und Schneeverwehungen an. Im mittleren Frontabschnitt wurden starke Teile von zwei sowjetischen Divisionen eingeschlossen und zerschlagen. Dabei sielen 15 Geschütze sowie#4 Maschinengewehre und Granatwerfer in unsere Hand. Bei den Kämpfen der letzten zwei Wochen wurden allein im Bereich einer Armee 80 Panzer, über 300 Geschütze, 1000 Maschinengewehre und Grauatwerser sowie mehr als 400 Kraftfahrzeuge und 850 Schlitten erbeutet oder vernichtet. Der Feind verlor außer zahlreichen Gesangenen über 18000 Tote. Im nördlichen Froutabschnitt fügten die deutschen Truppen dem Feinde bei mehreren Stoßtruppunternehmungen schwere blutige Verluste zu und zerstörten eine große Anzahl feindlicher Kampfstände. An der karelischen Frout bekämpften deutsche und finrische Luftstreitkräfte mit Erfolg Eisenbahnanlagen der Murmanstrecke sowie Barackenlager des Feindes. Am gestrigen Tage wurden ohne eigene Verluste 34 sowjetische Flugzeuge in Luftkämpfen abgeschossen oder am Boden zerstört. Im Seegebiet um England versenkten Kampfflugzeuge zwei feindliche Handelsschisse mit zusammen 10000 BRT. Fünf weitere große Frachter wurden durch Bombenwurf zum Teil schwer beschädigt. Westlich von England versenkte ein Unterseeboot einen britischen Zerstörer. Au der Ostküste Nordamerikas versenkten deutsche Unterseeboote sechs feindliche Handelsschiffe mit zusammen 38000 BRT. Dabei zeichnete sich das Unterseeboot des Kapitäulentnants Rasch besonders aus. In Nordafrika wurde im weiteren Vorstoß nach Often Ain el Gazala erreicht. Deutsche Kampffliegerkräfte unterstützten die Verfolgungskämpfe der verbündeten Trunpen und bombardierten Materiallager westlich Marsa Matruk. Ein deutsches Unterseeboot griff einen britischen Geleitzug vor der Cyrenaika an und erzielte einen Torpedotreiser. Auf der Insel Malta trafen Bomben schweren Kalibers wiederum Unterseeboot=Liegeplätze und Dockanlagen des Hasens La Valetta. Weitere Luftangrisse richteten sich gegen den Flugplatz Halfar. In Luftkämpfen über der Insel verlor der Feind vier Flugzeuge“. Wieder ein USA=Tanker versenkt □ Berlin, 9. Februar. Ein deutsches Unterseeboot versenkte in Höhe der nordamerikanischen Küste den 11SA.=Tanker„India Arrom“ von rund 8 300 Tonnen. Das 11S=Marineministerium muß den Verlust auch dieses Tankers eingestehen. Zwölf Ueberlebende des Tankers wurden in einem Hafen der USA. gelandet, 26 weitere Mitglieder der Besatzung werden vermißt. Hundert Sowietpanzer vernichtet A Berlin, 9. Februar. Eine rheinisch=westfälische Panzertägerabteilung hat am 5. Februar drei Somietpanzer abgeschossen und damit im Ostfeldzug ihren hundertsten Feindvanzer vernichtet. Unter den von ihr zur Strecke gebrachten Panzern befinden sich 36 schwere und zwei überschwere Ritterkrenztrüger Friedmann seinen Altenburg. 9. Februar. Der Altenburger Ritterkrenzträger Hauptmann Friedmann erlag seiner im Osten erlittenen schweren Schußverletzung. Ritterkreuztrücer Kaldrack gefallen A Berlin, 9. Februar.. Der Ritterkreuzträder Hauptmann Rolf Kaldrack. Gruppenkommandeur in einem Zerstörergeschwader, ist im Kampf an der Ostfront unbesiegt den Fliegertod gestorben. Ritterkreuz für einen Feldwebel □ Berlin. 9. Februar. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe. Reichsmarschall Göring. das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Feldwebel Georg Fanderl. Flugzeugführer in einem Kampfgeschwader. Gewdunige Marschleistungen in Kordusena 1 220 britische Fahrzeuge bei Bengasi erbeutet und vernichtet Dem Feinde keine Zeit gelassen □ Berlin, 9. Februar. Ueber die erfolgreichen Kämpfe in Nordafrika werden fortlausend neue Einzelheiten bekannt. Der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht vom 5. Februar gab bereits eine Uebersicht über die gewaltigen Meugen vernichteten oder erbeuteten britischen Kriegsmaterials. Zu den schon genannten 3500 Gefangenen. 307 Panzerfahrzeugen und 192 Geschützen kommen jetzt noch 1220 Kraftfahrzeuge aller Art hinzu, die die Briten auf ihrem schuellen Rückzug aus Bengasi und Derua zurücklassen mußten und die von den deutschen und italienischen Truppen erbeutet oder bei der Verfolgung der Briten vernichtet wurden. Diese 1220 Kraftfahrzeuge bilden den Fahrzeugpark nahezu einer ganzen Division. Daß die Briten eine solche Menge Fahrzeuge zurücklassen mußten, beweist die große Eile ihres Rückzuges vor dem unaushaltsamen Nachdrängen der deutschen und italienischen Verbände, die dem Feind keine. Zeit ließen, beschädigte Fahrzeuge zu reparieren oder abzuschleppen. Gerade diese Schnelligkeit, mit der Generaloberst Rommel sein ersolgreichen Vorstoß führte, hat einesteils die britische Führung überrascht, zum anderen aber auch gewaltige Marschleistungen von den deutschen und italienischen Soldaten gefordert. Die Spitze der vorrückenden Achsenstreitkräfte legte an manchen Tagen 100 bis 150 Kilometer in ständiger Fühlung mit den Nachhuten des Feindes und in ununterbrochenem Kampf zurück. In der gleichen Schnelligkeit, in der die Kampftruppen den Briten nachstießen, wurden die rückwärtigen Dienste. vor allem der Nachschub an Munition oder Verpflegung. aufgebaut und durchgeführt. Die Kampferfolge der Achsentruppen erfahren dadurch eine Steigerung, daß allein von Heeresverbänden im Laufe des Januar über 50 britische Flugzeuge aller Typen abgeschossen oder am Boden zerstört wurden. Feindliche Ansammlungen in Nordafrika gründlich mit Bomben belegt dnd Rom, 9. Februar. Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut:„An der Cyrenaika=Front Spähtrupptätigkeit. Im Gebiet von Tobruk, Bardia und Marsa Matruk belegten deutsche Luftstreitkräfte Kraftfahrzeugansammlungen, Truppen= und sonstige Lager gründlich mit Bomben und Maschinengewehrfeuer. Sie erzielten Treffer auf Truppen, zerstörten Kriegsmaterial und riefen zahlreiche Brände hervor. Ein englischer Einflug auf Syrte verursachte geringen Schaden und tötete sechs Personen. Flugzeugverbände der Achse griffen in Tag= und Nachtangriffen Flugplätze und Flottenstützpunkte auf Malta an. Ein von deutschen Flugzeugen mit Bomben schwersten Kalibers getroffenes -Boot wurde mit Sicherheit zerstört. Ein Kreuzer erhielt Treffer. In Luftkämpfen über der Insel wurden drei Bristol=Blenheim von deutschen Jägern abgeschossen. Bei dem Luftangriff auf Palermo vom 4. Februar stürzte ein drittes feindliches Kampfflugzeug bei Palazzo Adriano ab. Einer unserer Geleitzüge wurde in der vergangenen Nacht auf der Fahrt von Torpedoflugzeugen angegriffen. Er schoß eines ab und setzte seine Fahrt fort, ohne Schaden gelitten zu haben“. Die Dase Oschalo wieder besetzt dnd Rom, 9. Februar. Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonnabend hat folgenden Wortlaut:„Vorgeschobene Einheiten erreichten gestern Ain el Gazala. In der libnschen Sahara wurde die Oase Dschalo wieder besetzt. Italienische und deutsche Flugzeuge griffen feindliche Kraftfahrzeugansammlungen an. setzten einige in Brand und beschädigten sie. Eine Hurricane wurde im Luftkampf abgeschossen. Auf der Insel Malta belegten italienisch= und deutsche Verbände Fabriken der Kriegsprosuktion. Werstanlagen und Flottenstützpunkte mit zahlreichen Bomben mittleren und schwersten Kalibers. Heftige Brände wurden henvorgerufen. Kriegsschiffe wurden getroffen. In Kämpfen mit dem Jagdschutz verlor die englische Luftwaffe vier Flugzenge. Eines unserer Flugzeuge kehrte nicht zurück. Nächtliche Einflüge auf Tripolis und Benngast verursachten den Tod von acht Eingeborenen. Einse= andere wurden verwundet. Die gemeldeten Schäden sind nicht schwer Unsere Seestreitkräfte versenkten ein großes feindliches Untersceboot. Ein italienisches Unterseeboot kehrte nicht an seinen Stützpunkt zurück“. I Istanbul.9 Februar. Der bisherige Abgeordnete des türkischen Parlaments Rauf Orbay ist zum türkischen Botschafter in London ernannt worden. Der bisherige Botschafter Rüschtü ist in den Rubestand versetzt worden. Cripps will„furchtloser Kritiker“ sein A Genf 9. Februar. Der bisherige britische Botschafter in Moskau. Sir Stafsord Cripps, kündigte in der„Daily Mail“ seine Rückkehr ins Unterhaus. und zwar, wie er sagt, als die eines „furchtlosen Kritikers“ an. Las neue ägyptische Kabinett □ Rom, 9. Februar. Das neue ägyptische Kabinett hat, wie der ägyptische Rundsunk meldet, folgende Zusammensetzung: Mustafa Nahas Pascha Ministerpräsident, Außen= und Innenministerium, Makram Ebeid Pascha Finanzen, Ahmed Hamdi Seif en Nasr Verteidigung. Osman Moharram Pascha öffentliche Arbeiten. Ali Hilali Pascha Erziehung. Abdul Sallam Duma Landwirtschaft. All Seki Arabi Pascha Verkehr. Mohammed Fabri Abn Alam Justiz, Abdel Fattach Pascha Gesundheit. Ali Hussein Pascha religiöse Stiftungen und Halil Pascha Handel. Die deutsche Volksgruppe im ungarischen Parlament pa Budapest, 9. Februar. Drahtbericht unseres Mitarbeiters Die Reglerung hat jetzt aus den rückgegliederten ehemals jugoslawischen Gebieten eine Anzahl von Vertretern in das Abgeordnetenhaus bzw in das Oberhaus berufen. Unter den neuen Mitgliedern des Abgeordnetenhauses befinden sich drei Volksdeutsche, unter den neuen Oberhausmitgliedern ein Volksdeutscher. Die deutsche Vosksgruppe in Ungarn ist also jetzt im Parlament durch insgesamt 6 Abgeordnete und 2 Mitgliedern des Oberhauses vertreten. Frau Roosevelt gegen Krlegstrauungen * Berlin, 9. Februar. Kriegstrauungen sind nun auch in den Vereinigten Staaten ein aktuelles Thema geworden. Aber da bläst ein kalter Wind aus einer Ecke. aus der es niemand erwartet hätte. Frau Roosevelt als Landesmutter hat an die weibliche Jugend der Vereinigten Staaten folgende Ansprache gehalten:„Hütet Euch vor unüberlegten Kriegstrauungen! Heiratet nicht etwa nur aus patriotischen Uebereifer irgendeinen Solduten. den Ihr nicht wirklich liebt!“ Das bisberige amerikanische Wehrpflichtgesetz trug dieser „antimilitaristischen“. Einstellung Rechnung. indem es„Familienväter“ von der Wehrpflicht befreite. Familienvater im Sinne des amerikanischen Gesetzes aber wird man durch eine Heirat. Und hier liegt der Hase im Pfeffer. sonnt sich der Mops und liegen die psychologischen Antriebe für Frau Roosevelts Heiratswarnung. Sie will mehr Soldaten und weniger...„Familienväter“, die wehrpflichtfrei sind. Prestige Unternehmungen gegen die norwegische Küste? ∆ Stockholm, 9. Februar. Die bevorstehende, von Churchill angekündigte Geheimdebatte des englischen Unterhauses über die Lage der britischen Schiffahrt hat bereits setzt— wie aus London eingetroffene Berichte erkennen lassen— in der englischen Hauptstadt lebhafte Diskusfionen ausgelöst. In sonst gut unterrichteten divlomatischen Kreisen Londons nimmt man an, daß im Verlauf dieser Geheimsitzung eine Frage von weitreichender Bedentung für die britische Seekriegsstrategie zur Aussprache kommen wird. Im Hinterarund des zur Debatte stehenden und von zahlreichen Mitgliedern des Unterhauses als außerordentlich prekär angesehenen Tannagenroblems soll. wie man hört. die Absicht Churchills stehen. die Stimmung des Hauses für die Durchführung einer von ihm geplanten britischen Landungsoperation an der normegischen Küste zu gewinnen. Wie es heißt, beabsichtige Churchill. bei dieser Unternehmung etnige amerikanisch= Einheiten zu beteiligen, da er hoffe. auf diese Weise eine demonstratine Wirkung auf die gegen ihn im eigenen Lande anwachsende Opposition auszuüben. Kommansant der Are Noyal“ wurde verhört w Stockholm. 9. Jebruar. Wie der britische Nachrichtendienst meldet wurde der Kommandant des versenkten Flugzenaträgers„Arc Royal“, Kapitän Mound. vor dem Marinekriegsrat in Portsmouth verhört lernen Deutshland kennen ih Brüssel., Anfang Februar. Der Zug. der kürzlich den 250000. belaischen Arbeiter seiner neuen Wirkungsstätte enfaegkn tragen sollte, war mit frischem Tannenarün alschmückt. Der Flame heißt Jan Arns. ist Gießereiarbeiter und stammt aus Ganshoren bei Brüssel. Der junge Brabanter Arbeiter. der mit anderen Arbeitskameraden nach Deutschland fuhr. war auf dem Brüsseler Nordbahnhof Gegenstand einer kleinen Feier. Arns hat den Krieg mitgemacht und war vier Monate Kriegsgefangener in Deutschland. In den letzten Monaten seiner Gefangenschoft war er in einem Betrieb beschäftigt und sernte dort die deursche Arbeit und die deutschen Menschen kennen und schötzen. Vor einem Jahr waren es noch hunderttausend. die in Deutschland Arbeit und Brot fenden. im August das daynelte und wenn inzwischen die deutsche Industrie in Belasen wie in einem unerschönflichen Reservoir der Arbeitswilligkeit schöpsen konnte. so sagt das mehr als Worte von den Grenzen überbrückender Gemeinsamkeit der Industrie. Am Wagen. in dem der junge Flame Platz nehmen sollte, war vor einem Hinterarund junger Tannen ein mit der Reichskriegsflagge geschmücktes Rednervult aufgebant. Von hier aus richtete Militärverwaltungschef Reeder Worte des Abschieds an den jungen Flamen: er sagte u. a.„Schon das beiderseitige Kennenlernen zwischen den Menschen des Reichs und dieses Gebietes durch gemeinsame harte Arbeit in ernster Zeit werden zweifellos ihre auten Früchte tragen bei dem sväteren Aufbau des neu areinten und geordneten Eurovas. in dem der Arbeiter seine Rangstellung einnehmen wird, wie sie das neue Deutschland in den Jahren nach der Machtübernahme vorbereitet hat und nach siegreicher Beendigung dieses Krieges durchführen und krönen wird“. Zu dem jungen Flamen gewandt, der etwas unbeholfen vor ihm stand. sagte er dann:„Ganz besonders beglückwünsche ich Sie. Herr Arns, der Sie als der 250000. Arbetter aus Belaien und Nordfrankreich ins Reich aehen wollen und dürfen". Als Geschenk überreichte er ihm darauf im Namen des Militärbefehlshabers eine goldene Uhr. drückte ihm kräftig die Hand und entließ ihn mit herzlichen Worten. Großfahndung nach einem Doppelmörder □ Berlin, 9. Februar. Die Berliner Kriminalpolizei beschäftigt sich mit der Aufklärung des aufsehenerregenden Kapitalverbrechens, das am vergangenen Mittwoch in Berlin=Dahlem verübt worden ist. In einer Villa in der HittorfStraße 9 erschlug der 32 Jahre alte Walter Lüdtke aus Berlin=Zehlendorf die 56jährige Ehefrau Anna Mollath sowie deren 77jährige Mutter Gertrud Schuster. Der Mörder raubte Schmucksachen und Pelze im Gesamtwert von 100000 Mark. Trotz eifriger Fahndung ist es bisher leider noch nicht gelungen, den Täter, der möglicherweise versuchen wird, über die Reichsgrenze zu entkommen, zu fassen. Auf seine Ergreisung ist von der Kriminalpolizeileitstelle Berlin eine Belohnung von 10000 Mark ausgesetzt worden. Vor dem ende des Soussleurkastens? w Prag. Ansang Februar. Im Theater der füdböhmischen Stadt Pisek wird als bemerkenswerte technische Neuerung anstelle des Soufleurkastens im Theater auf der Bühne eine Lautsprecberanlage mit mehreren kleinen, auf die niedrigste Tonstärke eingestellten Geräten eingebaut werden. Der Souffleur wird von einer Kabine aus in ein M krophon sprechen, und je nach dem Gana der Hau lung diejenigen Lautsprecher einschalten. in deren Näbe sich die Schauspiele gerade befinden. Obrteber ahretttborhbeeoberbee echerherneng Versetzung— Aussenseitersten == Paris. 9. Februar. Im vollbesetzten Pariser Sportpalast fand am Wochenende ein weiterer Boxkampftag für die Wehrmacht statt. 17000 Seldaten waren zeugen spannender Kampfe und zollten den Boxern sturmischen Beisall. Der Hauptkampf zwischen Walter Neusel urd dem Rederländer Rhiuus de Doer nahm einen unerwarteten Ausgang. Der klar überlegene Reusel wurde in der dritten Runde im Rahkampf an der linken Augen brau: verletzt und mußte schließlich wegen der stark diutenden Rißzwunde in der Baue zur vierten Runde den Kampf aufgeben. De Boer wurde dadurch mehr als glücklicher Gieger. Zu schnellen K. o. Siegen kamen die beiden Wiener Misterboxer Ernst Weiß und Karl Blado im Feder= und Leichtgewicht. Blaho gewann gegen den alten Fritz Reppe!(Herne) schon in der ersten Runde entsch=idend und Weiß besiegte den Berliner Schiller in der zweiten Runde nach mehreren Riederschlägen entscheidend Größsch(Augsburg) punktete in einem Qualisikationskampf den Berliner Leopo d aus und Wiskandt(Königsberg) gewann über Modr(Düsseldorf) ebenfalls nach Punkten. Leopold und Mohr standen nach mehrjähriger Pause hier zum erstenmal wieder össeatlich im Ring. Kölblin stoppfe Tandberg Eine schwere Prüsung wurde nach den bieherigen AufbauLämpfen für den Schweden Olle Tandberg die Begegnung mit Arno Kölblin in Stuttgart. Der Kampf der beiden mit je.21 m übergroßen Schwergewichtler endete nach zehn Runden unentschieden. Kölblin, der sich diesmal nicht als Zauderer zeigte sondern zu Beginn beherzt angriff, hatte über die ersten sechs Runden eine leichte Führung dann kam aber Tandberg mit Herzhaken und linken Kopftressern mehr und mehr aus und erzielte noch ein verdientes Unentschieden. Durch die Absage des Rumänen Alexander Petreseu gab es einige Umbesetzungen im Rahmenprogramm. Fliegengewichtsmeister Schiffers traf mit Offermanne(Neuß) zusammen und errang nach einem mitreißenden Gesecht einen sicheren Punktsieg. Die beiden Ubrigen Kämpfe brachten k..=Siege. Deimling(Karlsruhe) schlug Brauburger(Darmstadt) in der dritten Runde, und Michaei Petreseu benötigte zwei Runden gegen Rüppe(Mühlhausen) Neuer k..-Sieg von Vogt Den am Freitagabend in Hamburg veranstalteten Berusbox. kämpfen für unsere Soldaten war ein voller Erfolg beschieden. Die gebotenen Kämpse waren so recht nach dem Geschmack unserer braven Feldgrauen, die Max Schmeling und den Hamburger Europameister der Ainateurdoxer Ferdi Raeschke bei ihrer Vorstellung im Ring stürmisch begrüßten. Den einzigen entscheidenden Sieg gab es im Schlußtressen durch unseren Halbschwergewichtsmeister Richard Vogt(Hamburg), der in der dritten Runde mit zwei harten Rechten den bis dahin sehr tapferen Düsseldorfer Siepmann weit über die Zeit hinaus zu Boden brachte Im einleitenden Schwergewichtskampf vergab Werner Seile(Köln) die Möglichkeit zu einem K. o Erfolg über Thiee(Ludwigshafen) und degnügte sich mit einem allerdings hohen Punktsieg. Der Münchener Ludwig Schmidt erwies sich in der gleichen Klasse als ein guter Techniker, der die körperliche Ueberlegenheit des einstigen Meisters Hower(Köln) sicher überwandt und einen verdienten Punkterfolg davontrug. Werner Riethdorf und Willy Seisherslie erton sich im Leichtgewicht ein lebhafteres Gesecht als bei ihrer letzten Begegnung: Seisler erhielt die Punktentscheidung. Bessau os meidei höhen 10.0 Neg Blau=Weiß Berlin rückt der Meisterschaft immer näher Der Westen ohne Spiele V 9. Februar. Der Spielbetrieb im Fußball war am zweiten Februar Sonntag nitzer BC:2, Dresdner SC— Freital(Ges Sp.):3.— Mitte: Cricket Viktoria Magdeburg— SB Dessau:16 1. SV Gera= 1. SB Jena:3.— Nordmark: Altona 98— Wilhelmsburg:1 Holstein Kiel— B/9 Kiel 61,#a St. Pauli Hamburg— Sport,01 Hamburg 23;1 Nasenspoxt Harburg— Hamburger SB (Ges.=Sp.):4.— Reidersachsen: Arminia Hannover— Reichs ##. den Bereichen sehr runig. In Westialen Kiederrhein, bahn Eintracht Hannover:2 Linden 07.— Werder Hannover:3. Köln-Aachen und Moselland herrschte vollständige Ruhe, wozu Ostmark: Rapid Wien— Wiener Sportklub:2. sich in letzter Stunde noch weitere Gaue entschlossen hatten. In Uruguay Meister von Südamerika Das Fußballturnier in Montivideo um die südamerikanische Minden siegt in Sütersloh In der Biererrunde zur Westsalen Handballmeisterschaft trafen lich am Sonntag in Güiersloh der heimische LSB und Hindenburg Minden, der Favorit. Die Pioniere von der Weser siegten mit .4(.). 1000 Zuschauer sahen den 2SB ansange st. rmisch im Zuge, aber jedesmal nahm ihm Minden die Führung wieder ab und nach:2 zog Hindenburg haltlos zum Siege weg. Bei:9 reichte es für Gütersloh noch zu einem Treffer. Sülberg(Hamm) leitete gut. Schröder schwimmt:00.7 Die Hallenschwimmeisterschaften des Gaues Köln Nachen am Sonntag in Aachen ergaben bei starker Beteiligung gute Leistungen. Als die beste sei die 100.Kraulzeit des für seinen Verein startenden Ulli Schröder(Schwimmsport'reunde Bonn) erwähnt der 1·00,7 Minuten denöligte. Schröder gewann auch die 100 m. Rückenmeisterschaft in:13.6 Min und verhals seinem Verein dazu noch zu: Erringung der Gautitel über:I mal 100 mKraul in:28 7 Min, wo er ale Schlußmann den Nachener Lenkitsch im Ziel abfing und in der Lagenstafsel(:41.). Legge siegte vor Am Sonntag kam in Bochum mit dem Lauf Rund um den Stadtpark“ der zweite Lauf der dritten Waldlausserie zum Austrag Die Beteiligung war wieder recht rege. In der Klasse A ber 6500 m siegte Legge vom ASV Köln(Wehrmacht) in 19:34.— Rinuten während Sievers vom'2 Bochum in 20:35,4 Min. den zweiten Platz belegte.— Die Ergebnisse: Klasse A 6500 m: 1. Legge(ASB Köln=Wehrmacht) 19 34.— Minuten, 2. Sievers('2 Bochum) 20·35 4: 3. Urban(Bs2 Bochum) 20:45—: 4 Buhmann(BfL Bochum), 5. Fischer(Hoesch Dortmund).— Mannschaften: 1. Bf2 Bochum 9 Punkte.— B. Mannschaft 2000 m: 1. Kramer('L Bochum) 4·218 Minuten: Klasse C Frauen 1200 m: 1. B36 Hüttenverein Dortmund Hörde.— HJ 3000 m: 1. Karaß(Post Bochum) 11:31.— Minuten, 2. Segieth(Tus 25 Bochum) 11:31,8 und Muth(XV 77 Gelsenkirchen). Praktische Winke für Leserinnen Bügeln und Plätten geht noch einmal so schnell. wenn das Plättbrett recht stark und dick gepolstert ist. Alte Stoffreste aneinandergenäht und mit Rägeln festgemacht, dazu zehn Minuten Zeit— und fertig ist das schönste, selbstgepolsterte Schneiderbügelbrett. Hartgewordene Lederschuhe werden durch Einpinseln mit etwas Rizinuebl wieder geschmeidig außerdem wasserdicht. Wollene Wäsche darf immer nur in leichtem Salmiakgeistwasser vorgenommen werden. Wasserslecke auf Möbeln werden durch Einreiben mit etwas feuchtem Salz entfernt Flecke auf Spiegeln werden am besten mit leicht verdünntem Salmiakgeist entsernt. Strohmatten werden mit kräftigem Salzwasser gereinigt. Wir bürsten oder wischen mit dickem Lappen und reiben zuletzt nach Schmuzentsernung mit klarem Salzwasser nach. Osenlacheln werden ab und zu mit Schlemmkreide gereinigt und blank gerieben. Bexlin=Brandenburg steht die Fußballmeisterschaft kurz vor ihrer Etscheidung Die besten Aussichten hat nach wie vor der mit 24:6 führende EB Blau=Weiß 90 Berlin, der allerdings noch drei Spiele auszutragen hat. Zwar ist der Titelverteidiger Tennis Vorussia mit 28:7 Punkten den Blau=Weißen hart auf den„Das Fußballturnier in Montivideo um die. südamerikanische guge#####uict 8e2 Lia:.s fankunn miniat sie Fersen, aber die automatische Sperre der an diesem Sonntag her. Meisterschat erreichte mit dem Schlußkampf seinen Höhepunkt.] nucherbleche wäscht man nicht ab, sondern reinigt sie in ausgestellten Spieler Kästner und Wilde schwächt in den beiden Im Endspiel siegte vor über 100000 Personen die Mannschaft erhitztem Zustand mit sauberem Papier und Salz. Ebenso sollte Eetten Etappen die Kampstraft der„Beilchen“ außerordentlich von Aruguay. man, die flachen Stielpannen reinigen. Ende der Tabelle ist der Abstieg des Brandenburger SC 65 und des SC Union Oberschöneweide unvermeidlich In Riederschlesten liegt das Rennen noch zwischen drei Vereinen. Während Reinecke Brieg und WSs diesmal kampflos zu weiteren Punkten kamen holte sich Breslau 02 im Ortskampf durch einen klaren.0 Ersolg über Hertha eben alls die wichtigen Punkte. Durch einen knapgen:=Sieg über Rasensport Gleiwitz kann in Oberschlesien Germania Königshütte der SpBg.smarckhütte den Titel noch im Endspurt entreißen. In Sachsen erwies sich der Tabellenführer SC Planitz wieber als sehr stark er fertigte den Chemnitzer BC sicher mit:2 ab, während der Bresdner SC sich im Freundschaftstreffen gegen Freital mit einem mageren:3 zufrieden geden mußte. SB Dessau 05 hat den Meist=rtitel im Gau Mitte bereits erobert und unterstrich gestern in Magdeburg durch einen hohen 16:0 Sieg über Cricket Viktoria seine gute Verfassung. Im Bereich Nordmark bleibt die Lage unverä: dert da der Hamburger EB nur ein Gesellschaftsspiel austrug, das er bei Rasensport Harburg mit:2 gewann und das angesetzte Trefsen von Eimsbüttel bei Viktoria Hamburg aus iel. Da die Begegnungen Wacker Wien— Austrio und FC Wien— Admira vertagt wurden konnte sich Rapid Wien durch einen:=Sieg über Wiener EC mit 17:9 Punkten an die Tabellenspitze setzen doch liegen Bienna mit 16.6 und FC Wien mit 15•5 Punkten relativ besser im Rennen. Den höchsten Sieg des Tages errang FC St. Pauli Hamburg mit 23:1 über Sport 01 Hamburg. Fukball aus dem Reich Pommern: Stettiner SC— LSB Stettin:4, Germania Stolp — Stern Fortung Stolp 111.— Beelin=Brandenburg: Ordnungspolizei— Tennie Borussia:2, Minerva 93— Union Oberschö neweide:2, Blau Weiß—. SB Marga:1. Lusthansa— Hertha BSC:1 Wacker 04— Branderburger SC.3.— Niedeischselten: Breslau 02— Hertha Breslau:0 Breslau 06 =B Schweidnitz:0.— Oberschlesien: Tus Schwientochlowitz— RSG Myslowitz:2. Germania Königshütte—. Rasensport Gleiwis 211.— Sachlen: B B Leipzig— Risaer SB:1. Fortung Leipzig— Ordnungspolizei Chemnitz:3, SC Planitz— Chem. Voltael tam zu Einlem Zwenen Erfoig Starke Felder und gute Quoten bei dem Gelsenkirchener Trabrennen Cinnia und Petrovsky jr. die Lungerwarketen * Gelsenkirchen, 9. Februar. Die Gelsenkirchener Trabrennen standen am Sonntag im Zeichen sehr starker Felder. Der Tuja=Ausgleich mußte sogar aus diesem Grunde in zwei Abteilungen gelaufen werden. Auf der ganzen Linie gab es sehr guten Sport, so daß die zahlreich erschienenen Zuschauer voll auf ihre Kosten kamen. Trainer H. Schürmann kam am Sonntag zu zwei Siegen. Im Bernhardus=Preis siegte er mit Latz und im Preis von Lohmannsheide war er mit Volkart erfolgreich. Günther Krämer konnte ebenfalls einen Doppelerfolg verbuchen. Im Hauptrennen, im Preis von Lohmannsheide legte sich Volkart erst Reserve auf und zog in der Geraden in Front. Admiral Dew konnte zum Schluß den Angriff von Peter Jones abweisen, so daß Volkart ganz überlegen mit zwei Längen das Rennen gewann. Nachstehend die Ergebnisse: 1. Rennen: 1. Latz(H. Schürmann), 2. Rauhreif, 3. Willy; Sieg 38. Pl. 17. 18 24. EW 108:10. 2. Rennen: 1. Silbermädel(Günther Krämer), 2. Militte, 3. Filia: Sieg 188, Pl. 45, 31, 41 EW 1384:10. 3. Rennen: 1. Kapoleon(Moesgen) 2. Christoph, 3. Mohamedanerin 4 Ausbund; Sieg 31 Pl. 12. 13. 11, 20, EW 120:10 4. Rennen: 1. Mandarin ir(W. Dahl), 2. Starost 3. Marsilius., 4. Kammerdiener; Sieg 19 Pl. 13, 33, 16 EW 316:10. 5. Rennen: 1. Volkart(H Schürmann). 2. Admiral Dew 3. Peter Jones: Sieg 43 Pl. 15. 17. 14 EW 280:10. 6. Rennen: 1. Cinnia(Krämer). 2. Derwisch, 3. Willkür 4. Rheinmädel: Sieg 41, Pl. 19 14, 20. 16. EW 340:10. 7. Rennen: 1. Abteilung: 1. Lord Byng(C. Pütz), 2. Weihnachtsmann, 3 Baron Ducon: Sieg 169 Pl. 35. 29, 14, EW 1436:10.— 2. Abteilung: 1. Rena(F. Knies) 2. Eremit, 3. Henni Mochester: Sieg 396. Pl. 24, 11, 12 EW 2492:10. 8. Rennen: 1 Petrovsky jr.(Schleyer), 2. Mein Stolz, 3. Gerold, 4. David W: Sieg 84. Pl. 13, 18, 15, 42, EW 212:10. Japoner-.5 Zentimeter gewachsen Ein kleines Kapltel Volkskunde Die Statistik hat die erstaunliche Tatsache enthüllt, daß die jungen Menschen Nivvons innerhalb eines Menschenalters, verglichen mit ihren Eltern, um fast 2½ Zentimeter an Körvergröße zugenommen haben, und daß sie in soaar noch schnellerem Ausmaße größer werden. Heute sind 75 Prozent der achtzehnjährigen Kinder größer als ihre Eltern. Namentlich in den Städten. in denen die Lebensverhältnisse mehr verwestlicht sind als in den ländlichen Bezirken, ist die Schnelligkeit der Zunahme der Körverlänge viel größer, als es bei den Eltern der Fall war. und jeder, der auf der Ginza, der Hauptaeschäftsstraße Tokios, spazieren aeht, wird ohne viel Schwierigkeit schlagende Beweise hierfür finden. insbesondere unter den Mitgliedern des weiblichen Geschlechts. In vielen Fällen sind kaum ins zweite Lebensjahrzehnt eingetretene Töchter größer als ihre neben ihnen gehenden Mütter. Diese Erscheinung ist aber nicht auf das schöne Geschlecht beschränkt. Knaben und junge Männer wachsen auch mehr in die Höhe. und die für die ganze Nation geltende durchschnittliche Größenzunahme von etwa 2½ Zentimeter trifft für die großstädtischen Gebiete nicht zu, da in den Städten die Fälle, in denen Söhne gar—10 Zentimeter größer als ihre Väter sind. nicht außergewöhnlich sind. Die Korbballmannschaft, die Japan zu den Olymvischen Spielen entsandte, bestand aus über.80 Meter großen Männern. und die Durchschnittsgröße ihrer Mitglieder war die nächste unter allen am Wettkampf beteiligten Mannschaften. Die Japaner gehören zu den kleinwüchsigen Völkern der Erde. Durchschnittsgröße des japanischen Mannes ist.63 Meter und die der Frau kaum 1,52 Meter. Wenigen ist vielleicht bewußt, daß die Völker der östlichen Rasse nicht alle kleinwüchsia sind. Die Chinesen z. B. die mehr als die Hälfte der gelben Rasse bilden, sind fast ebenso groß wie die Bewohner des Westens. Die Chinesen hocken nicht mit untergeschlagener Beinen, sondern sitzen auf Stühlen und schlafen ir Betten. Von der Hüfte aufwärts sind die Javaner nut wenig kürzer als die Völker der kaukasischen Rasse Die kurzen Beine sind es, die sie zu einen kleinen Rasse machen. Das Hocken auf dem Fußboden all die Menschenalter hindurch und das Fehlen von Leibesübungen haben bewirkt, daß ihre Gliedmaßen immer kürzer geworden sind, so daß es jetzt schwer fallen würde, eine Menschenrasse zu finden, deren Beine im Verhältnis so kurz sind wie die der Japaner. Zum Beweis für die Behauptung, daß sie hauptsächlich von den Hüften abwärts kleiner sind als andere Völker, braucht man nur darauf hinzuweisen, daß sich in Eisenbahnwagen oder an anderen öffentlichen Stellen, wo man Menschen verschiedener Nationalität beisammen sehen kann, die Köpfe der anwesenden Javaner fast auf gleicher Höhe mit denen von Euroväern oder Amerikanern befinden; blickt man aber nach unten, so sieht man, daß die Füße einer großen Anzahl Japaner kaum den Boden berühren, während die Füße der Abendländer fest auf dem Boden ruhen. Blut in Pulverform Dem schwedischen Prosessor Tiselius, der an der Universität Upsala einen Lehrstuhl innehat, ist es nach jahrelangen Studien.d Experimenten gelungen, das Blut von Personen, die zur Butgruppe 0 gehören, in ein lösliches Pulver zu verwandeln und zwar ist es das eigentliche Blutplasma nicht das flüssige Serum, das in diesen Pulverzustand überführt wird. Dieses Pulver kann unbegrenzte Zeit konserviert werden und steht also in Fällen, wo eine Blutübertragung bei Verwundungen erforderlich ist, jederzeit zur Verjügung. Gegenwärtig wird daran gearbeitet, dieses Verfahren auch au, die übrigen Blutgruppen auszudehnen denn nur die Angehörigen gleicher Blutgruppen kommen bei einer Uebertragung in Frage. ROMAN VON ROLAND MARWITZ Copyright by Verlag Knorr& Hirth Kommanditgesellschaft, München 1940 Tagerr Rassen Sie mich keiraten! 6. Fortsetzung. „Ach, und war ist dann geschehen?“ „Ich schätze, daß der Kerl noch heute mit einer schiesen Kinnlade herumläuft. Es war drüben auf der anderen Seite in Buenos Aires In einer Kaschemme.“ „Nsie gut, daß ich trotz meiner Reithosen kein„Ker!“ din. Wie gut daß wir hier auf der anderen Seite sind, und daß dies keine Kaschemme, sondern ein noch immer ganz reipektabler Speisewagen ist lieber Gringo.“ Utz Ulsert antwortete nicht Er war entschlossen. diesem halben Kind das kein Mann ernst nehmen konnte. nicht mehr zu antworten. Sie ist erfreulicher, wenn sie nicht ihren schöngeschminkten Mund öffnet, dachte er, und er verfolgte genau Pilars Bewegungen, wie sie jetzt einen blutroten chilenischen Wein aus einer geschlissenen Karaffe in die Gläser goß Es waren zwei verschiedene Gläser, ein Südweinglas und eine Champagnerschale. Pilars Hände waren jetzt ganz in dem spärlichen Licht der Windaerne die an der Decke hing und von zwei großen Nachtfaltern umkreist wurde. „Sie müssen die Gläser entschuldigen. Gringo. Es waren die beiden einzigen die bei der Geschichte nicht zu Bruch gingen.“ Utz Ulfert antwortete nicht, er aß schweigend und übersah es, daß Pilar ihr Glas erhoben hatte. „Ihr Wohl, Gringo!“ „Finden Sie nicht, daß man etwas übertreiben kann?“ „Sie haben recht, Ihr Wohl Sesor Ulferto!“ Als Ulsert jetzt sein Glas erhob und ihr in die Augen blickte sah er, daß diese großen dunklen Augen sehr ernst geworden waren. „Wenn es Ihnen Spaß macht Pilar, so können Sie mich weiter Gringo nennen" „Es macht mit keinen Spaß mehr“ „Weil ee mich nicht mehr ärgert?“ „Weil es Sie immer wieder ärgen!“ „Ader deshalb haben Sie es doch getan Sie haben so überhaupt noch nichts anderes gean seit ich die: din Jergern Sie Mister Baker auch so viel?“ „Nie" „Aha, die berühmte Ausnahme!“ „Ja, die berühmte Ausnahme.“ Sie hielten ihre Gläser noch immer erhoben. Die Gläser glichen zwei seltsamen Biumen, einer knospenhaften, kaum geöffneten und einer anderen die sich voll erschlossen hatte. und doch waren sie voll des aleichen Dufts und der gleichen Farbe. Blutrot.— Pilar schien auf etwas zu warten. Ihr Wohl, Senor Ulferto hatte sie gesagt „Ihr Wohl Pilar.“ „Ich glaube daß Ihnen das ziemlich gleichgültig ist“, sagte Pilar leise, als sie getrunken hatten und die Gläser wieder auf dem weißgedecken Tisch standen „Vielleicht, Pilar. denn man weiß ja zuvor, wie alles kommt. Sie werden noch ein wenig hier hausen Sicher nicht sehr angenehm aber doch angenehmer als müßten Sie jetzt in einem Spital der Stadt Dienst tun. Sie werden sich mit Mister Barker verloben und vermutlich in den Staaten ein sehr angenehmes und verwöhntes Leben führen.“ „Wie gut Sie über meine Zukunft Bescheid wissen, und über die Mister Bakers.“ „Steht es wirklich so ernst mit ihm? Verzeihen Sie Pilar. Ich hatte es vergessen. Es ist wahr Mister Baker sagte mir daß er nicht durchkommen würde. Es war sehr töricht, was ich eben prophezeite.“ „Mister Baker ist bereits durchgekommen. Sekor Ulferto. Ich würde sonst nicht so ruhig bei Ihnen sitzen ondern bei ihm sein" „Auch Sie jassen an Aufrichtigkeit nichts zu wünschen übrig, liebe Pilar“. „Vielleicht doch Baker gegenübe:. Ich habe ihm noch nicht gesagt, daß er es überstanden hat Er würde mir keinen Tag mehr länger ruhig im Bett liegen ohne sich zu rühren Er würde eilen um zu seinen Geschäften zu kommen und dann allerdinge könnte er lein daß lein Leben ernen wirklich gefährdet wäre.“ S; also ist oas“ Ulfert griff einen Piirsich und jegte das Obstmesser an. Eine Sekunde spürte er ein Zögern Ee war schwer die Spitze in diese zarte unberührte Frucht zu Koßen Seltiamerweile erinnerte ihn die Frucht an Pilar. Ader hatte sie ihn nicht immer und immer wieUr der gekränkt auch dann noch, als es schien, sie würde es nicht mehr tun? Mr. Baker! Der ehrenwerte Rasiercreme=Fabrikant F. C. Baker!„Ich würde sonst nicht so ruhig bei Ihnen sitzen, sondern bei ihm sein!“ Die Sorge um das kostbare Leben dieses Mannes. dessen Hosen zu weit und zu kurz waren! Zudem hatte Pilar mit keinem Wort Un Ulferts Annahme widerlegt, daß sie sich mit Baker verloben würde. „Sie haben mir kaum etwas von Ihrem Leben erzählt. Seior Ulferto.“ Sehr freundlich. Pilar war eine wohlerzogene junge Dame die auch einen unerwünschren Gast höflich behandelte, „Das Leben eines Gringo dürfte kaum sehr interessant für Sie sein. Pilar. Meinen Namen und meinen Beruf kennen Sie.“ „Ihren Beruf, nein“ Weil es Sie gleichgültig ließ wissen Sie es nicht mehr. Ich sagte es aber schon das ich Orchideenjäger bin, zuweilen schieße ich allerdings auch Schlangen und zuletzt war ich Dolmetscher und Karawanenführer der Carlsonschen Expedition, die nach den Quschuatempeln suchte.“ Pilar nickte. Sie rauchte und löste einen Zigarettenring von ihren Lippen. Ein paar Sekunden behielt der bläuliche Ring die Form ihres Mundes bei während er über den Tisch auf Atz Ulfert zuschwebte dann weitete er sich zu einem Herzen um schließlich als ein Fragezeichen, dem der Punkte fehlte zu vergehen. „Ja, das alles=sagten Sie bereits“, sagte Pilar. als sich der Ring aufgelöst hatte Sie entsann sich dunkel. irgendwie von der Carlsonschen Expedition gehört oder gelesen zu haben. Wahrscheinlich gelesen. Seit sie hier saß mit Mr. Baker, der alles erfahren mußte was in der Welt geschah, hatte sie sogar sehr genau die abgeworfenen Zeitungen gelesen. So genau daß sie sich jetzt kaum entsann, was alles darinnen gestanden hatte. „Dolmetscher, Karawanenführer. Entdecker von Tem. pelresten“. sagte sie lächelnd„das alles aber das alles ist doch kein Beruf.“ „Es ist eine ganze Menge Berufe denke ich.“ „Sie irren Sesor Ulferto. Das sino keine Berufe und schon gar nicht für einen Mann, wie Sie es sind. Wie alt sind Sie? Fünfundtwanzig?“ „Achtundzwanzig und alt genug. liebe Pilar. um allein deurteilen zu können was der Beruf eines Mannes ist und was nicht.“ „Ist das so sicher?“ „Ganz sicher“ „Aber das ist doch kein Lehenoinhalt Ulferto. Monatelang in den Urwäldern herumstreifen Blumen zu pflücken und Schlangen zu schießen" „Immerhin besser, als auf einem Büroschemel zu hocken und blödsinnige Briefe zu lesen und zu diktieren. Zwölf Stunden täglich. Glauben Sie daß das besser war?" „Nein, das auch nicht.“ „Nun. und zu etwas anderem langt es nicht, liebe Pilar. Ich din nicht so gescheit wie Sie. Ich bin von der Prima davongelaufen. Ich habe weder ein Maturum noch studiert.— Die einzigen Fächer in denen ich mehr konnte als andere, waren Sportturnen und Chemie. Ein bißchen wenig in Ihren Augen, wie? Und Geld, um mir eine Hazienda kaufen zu können, habe ich auch nicht. Ich danke Ihnen also vielmals für Ihre guten und völlig überflüssigen Ratschläge!" „Ich wüßte nicht, daß ich je ungebeiene Ratschläge gegeben hätte, und Sie haben mich bisher um keinen ersucht.“ „Nein. und ich denke es auch nicht zu tun.“ Sie saßen sich jetzt schweigend gegenüber. Pilar war sehr ernst geworden, aber es schadete nichts, wenn sie einmal ihr spöttisches Lachen ließ und darüber nachdachte daß kleine Mädchen nicht in die Sachen der Männer hineinzureden haben. Man war kein Parient ihrer Säuglingssprechstunde man war auch nicht Mr. Baker, man war immer noch und Gott sei Dank Utz Ulfert. Ein Gringo vielleicht aber einer, der keines andern Hilfe je erbeten noch seine Ratschläge gebraucht hätte. Aber dies spitzfindige kleine Mädchen behauptete ja sogar, überhaupt keine Ratschläge gegeben zu haben! Pilar rauchte ihre Zigarette langsam zu Ende, dann drückte sie den Rest sorgfältig aus. „Einen verdorbenen Abend“. sagte sie dann.„soll man nicht unnötig in die Länge ziehen. Ich glaube. wir wünschen uns gute Nacht.“ Sie stand langsam auf. Auch Ulfert erhob sich. Als sie nach der Lampe nahe der Decke griff. kam er ihr zuvor. „Schließlich“, sagte er,„war es ja nicht meine Schuld. daß der Abend verdorben wurde.“ „Nein die meine.“ Gut daß sie es einsah aber dazu war es nun zu spät. Schweigend gingen sie die hundert Schritte zum Schlafwagen Sie machten jetzt keinen Umweg. aber als sie an die gestürzten Stämme kamen, blieb Ulfert vlötzlich stehen. Pilar auch Im Schein ihrer Laterne sahen sie ein Chinchillanärchen dis durch den Lichtstrahl gebannt schien. Aus klugen ängstlichen Augen blickten sie auf das Unbekannte da vor ihnen. Es waren zarte und sehr schöne Tierhen Männchen und Weibchen. Erst als unter Pilars Fuß ein Zweig knackte, huschten sie aus dem magischen Lichtkreis davon. „Schade, daß Sie sie verscheuchten“, sagte Ulfert. „Chinchillas sind sehr selten in dieser Gegend" „Hatten Sie die Absicht, die Chenchillas zu schießen?“ fragte Pilar,„dann sind Sie eben nicht schnell genug genasen.“ Kortsetzung folgt. Aus des Heimal und versuchee dann tätlich zu werden. Dabei scheute ser auch vor dem gewaltsamen Entreißen von den Opfern gehörigen Sachen nicht zurück. So konnte ihm nachgewiesen werden, daß er einmal einer 27jährigen Castrop=Rauxel, 9. Februar Frau die Armbanduhr und ein andermal einem 21= jährigen Mädchen die Handtasche entriß. Daß er diese, Der Däumling unter den Monaten Der Februar ist uns wegen seiner Kürze sehr sympathösch. Wir bekommen zwei bzw. drei Tage geschenkt und erhalten doch unser volles Gehalt. Zudem bringt nachdem er ihren Inhalt an sich genommen hatte, wegwarf, wurde ihm zum Verhängnis. Erst nach Leugnen kam der schlimme Zeitgenosse mit der Wahr=; heit heraus. Der Staatsanwalt betonte die unbedingte Notwendigkeit der Sicherung der Straße durch strenger uns schneller an den März heran, der als Früh= ste Bestrafung der schuldigen Frevler wider die öffentingsmonat immer sehnlichst willkommen geheißen liche Ordnung und Sitte. Er beantragte gegen Pl. vird. Warum aber ist der Februar so sympathisch die Todesstrase. Das Urteil lautete auf zehn Jahre Angerlagren nochmal Gelegenheit zur Besserung geben. Hoffentlich weiß er die letzte ihm gebotene Gelegenheit auch zu nutzen. irz? Aus Liebe zu unserem mageren Geldbeute! Gesängnis. Angesichts seiner Jugend wollte man dem hon mal nicht. Die Gründe liegen tieser.. An wlegt#c( H F Im Ansang war die Natur. Sie gab den Menschen is sichtbare Zeitabschnitte den Tag und das Jahr. in Jahr mit seinen 365 Tagen aber ist ohne weitere inteilung reichlich lang und wenig übersichtlich. Da hob sich denn der Mond als zweitmessender Zwischenihler ein. Aus dem Mondumlauf ergab sich der Nonat. Zwar ist es nicht gans einfach, Monat und fahr, die Hauptzeitmesser, in Uebereinstimmung zu ringen. Denn der Monat zählt nicht ganz dreißig lage, das Jahr aber hat fast zwölseinhalb Mondgonate. Die Dinge verwirrten sich als die Menschen darangingen, die Zeitmäße in einen Kalender zu ringen. Manche Völker wurden es bald leid, sich vom alender an der Nase herumführen zu lassen und arfen ihn einsach wieder über Bord. Die orientaschen Völker aber legten aus rituellen Gründen auf in Neumond Wert: so blieb der Monat uns erhalten. Die Astronomen haben ausgerechnet, daß sich der kond in fast genau 29½ Tagen erneuert. So kam es, iß bei der Zählung der Mondwechsel abweselnd 29 ind 30 Tage angenommen wurden. In Wirklichkeit der dauett der Monat drei Viertelstunden länger: n drei Monaten entsteht somit ein Minus von einem lag. Das astronomische Jahr zählt aber zwölf volle Kondomonate und elf Tage. Wir kommen alsso mit dem Mondjahr gegenüber unserem wirklichen Jahr rheblich zu kurz. Da man sich früher nicht anders zu selsen wußte, benutzten die Griechen und Römer(und die Mohammedaner noch heute) das Mondjahr und chalteten nach den Kalendervorschriften des Numa in jedem zweiten Jahre abcheselnd 22 oder 23 Tage als Schaltmonat zwischen dem 23. und 24. Februar ein; das war der sogenannte Mercedonis. Julius Cäsar ging endlich daran, durch eine umfassende Kalenderreform dem Jahr und der Zeit zu ihrem Rechte zu verhelfen. Die Reform, die im Jahre 47 v. Chr. zustande kam und dem griechischen Astronomen Sosigenes zu verdanken ist, mußte zunächst das Jahr mit der Sonne wieder in Uebereinstimmung bringen. Darum wurden jenem ersten Reformjahr 85 Tage angehängt. Dann wurde das Mondjahr endgültig ausgegeben. Die alten Monate blieben zwar bestehen, sie wurden aber alle um einen Tag verlängert, so daß sie nunmehr 30 und 31 Tage zählten. Der Februar, damals der letzte Monat des Kalenders, mußte sich mit den übrigbleibenden 28 Tagen begnügen. Damit kommt das Jahr aber auch wieder etwas zu kurz. Zum Ausgleich dienen die Schaltjahre, in denen der Februar dann 29 Tage hat. Bei der Umlegung des Jahresbeginns auf den astronomischen Jahresansang rückte der Februar von der letzten an die zweite Stelle, aber er hat seine besondere Mission, das Jahr mit der Sonne in Uebereinstimmung zu halten, bis zum heutigen Tage nicht zugegeben. Ueber eine halbe Million wurde gesammelt Das vorläufige Ergebnis der 5. Reichsstraßensammlung im Gau Westfalen=Süd Die Gebefreudigkeit auch der südwestfälischen Bevölkerung wächst, je schwerer der Kampf und je stärker das Bewußtsein wird, daß wir alle mithellfen müssen, um den Endsieg im Freiheitskampf des deutschen Volkes herbeizuführen. Diese starke Gesinnung wird auch durch das Ergebnis der 5. Reichsstraßensammlung bewiesen. Trotz der Unbilden des Wetters haben die Männer und Frauen des Reichsluftschutzbundes im Gau Westfalen=Süd über 500000 Reichsmark gesammelt. Das vorläufige Ergebnis lautet 503 985,58 RM. Das sind gegenüber dem Ergebnis Gefährliche Einbrecherbande unschädlich gemacht! In Gladbeck wurde eine 6köpfige Einbrecherbande gefaßt, die in mehreren Städten des Industriegebietes, u. a. in Buer Essen, Castrop=Rauxel, Recklinghausen und Gladbeck, laufend Schaufenster= und Stalleinbrüche verübt hat. Sogar bis Köln erstreckte sich das„Arbeitsgebiet“ der Einbrecher. Insgesamt kommen 13 Schaufenstereinbrüche und etwa 8 andere EinBrüche auf ihr Konto. Gestohlen wurden Schuhe in großen Mengen, Herrenkleiderstoffe in Ballen Herrenwäsche Binder, Schals und Strümpfe sowie Damenpelze. Bei den 8 Stalleinbrüchen. die im Münsterland und in der Soester Börde ausgeführ; wurden. nahmen sie Gänse, Enten und Hühner mit. Die gestohlenen Gegenstände wurden fast ausschließlich in Dortmund zu Ueberpreisen verkauft. Ein großer Teil des Diebesgutes konnte ermittelt und sichergestellt werden. Die Nachforschungen in dieser Richtung sind aber noch nicht abgeschlossen. Es wird deshalb den Geschädigten empfohlen, mit Nachfragen beim 13. Kriminal=Kommissariat in Gladbeck, Krim.=Polizeiamt, Zimmer 78. noch einige Tage zu warten. Außer den gemeinschaftlich ausgeführten Einbrüchen verübten die einzelnen Mitglieder der Bande noch 6 einfache Diebstähle, einen Kameradendiebstahl und einen Betrug. Zeugen gesucht Am 27. 1. 1942, gegen.45 Uhr, erlitt ein 71jähriger Mann auf der Marktstraße in Castrov=Rauxel vor dem Büro eines Rechtsanwalts vermutlich einen Herzschlag und wurde von zwei bisher unbekannten männlichen Personen sowie von einer Frau in das Büro des Rechtsanwalts geschafft. Die betreffenden Personen werden gebeten, sich umgehend bei der Kriminalvolizei in Castrop=Rauxel, Zeopelinstraße 11, zu melden. Heute Viehmarkt Am heutigen Montag, dem 9. Februar 1942, findet auf dem Städt. Viehaustriebsplatz in Castrov=Rauxel (Altstadt) ein Schweinemarkt statt. Erfassung ehemaliger Offiziere * In der Zeit vom.—28. Februat werden laut Bekanntmachung des Polizeipräsidenten von Bochum auch in Castrop=Rauxel die deutschen Staatsangehörigen, deutschen oder artverwandten Blutes erfaßt, die als ehemalige Offiziere oder Wehrmachtbeamte im Offiziersrang(aktiv oder des Beurlaubtenstandes) aus der österreichisch=ungarischen Wehrmacht, dem österreichischen Bundesheer, ober aus der italienischen, tschecho=slowakischen, polnischen, belgischen, jugoslawischen oder litauischen Wehrmacht entlassen wurden.(Siehe Bekanntmachung.) will zur Leibstandarte„Adolf Hitler“? Die Leibstandarte 1„Adolf Hitser“ stellt Freiwillige ein. Das Merkblatt über die ausführlichen Einstellungsbedingungen ist anzufordern beim Ergänzungsamt der Waffen=. Ergänzungsstelle West, Düsseldorf, Graf=Recke=Straße, oder bei der Ergänzungsder Reichsstraßensammlung im Februar 1941 130 000 stelle Fulda=Werra(IX), Kassel=Wilhelmshöhe, LöwenReichsmark mehr. Auch das Ergebnis der Januar= Straßensammlung 1942, das in seiner endgültigen Höhe 422 956,48 RM betrug, ist um über 80000 RM übertrossen worden. Zehn Gebote zur Höchstleistung Allen Volksgenossen zur Beherzigung Denke morgens, mittags und abends daran daß du nicht für dich, sondern für die kämpfende Front 1. burgstraße 10, sowie bei allen Dienststellen der Allgemeinen 11. der Polizei und der Gendarmerie. Die Tagung des Reichsbundes„Deutsche Familie“ Die an dieser Stelle in der Vorwoche bereits angekündigte wichtige Kreistagung des Reichsbundes „Deutsche Familie“ findet am kommenden Sonntag (15..) im Schulungsraum des Hauses der Parte: am Bahnhof Rauxel statt. Bekanntlich hat u. a. auch Gauamtsleiter Thiemann sein Erscheinen zugesagt und ein Reserat in Aussicht gestellt. arbeitest und daß von deiner Arbeitsleistung das Gauamtsleiter Thiemann Leben vieler Kameraden vor dem Feind abhängen kann. Ueberlege dir jeden Tag, ob deine Arbeit nicht noch besser und schneller erledigt werden kann. Behalte deine Erfahrungen nicht für dich, sondern teile sie deinen Kameraden und dem Betrieb mit; du hilfst damit die Produktion steigern. Vermeide jeden Leerlauf im Arbeitsgang. Konzentriere dich auf deine Arbeit und laß dich nicht ablenken. Nimm dir immer die Besten im Betrieb als VorEin sonderbarer Zeitgenosse Das Sondergericht befaßte sich in einer Verhandlung mit einem älteren Mann aus Gerthe. Der Angeklagte konnte es nicht begreisen, daß das Rauchen im Straßenbahnwagen untersagt ist Als ihn der Schaffner gebührend zurecht wies, machte er seinen Aerger dadurch Luft, daß er sich zu gehässigen heimtückischen Aeußerungen hinreißen ließ. Obwohl dem Mann mildernde Umstände zugebilligt wurden, wurde er zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Die Wertscheine des Kriegs=WHW Aus gegebener Veranlassung wird nochmals darauf hingewiesen, daß Wertscheine des Kriegswinterhilfswerkes nur zur Bezahlung von Lebensmitteln, Bekleidung, Brennstoffen, Miete. Gas und Strom berechtigen. Die Wertscheine müssen mit eigener Unterschrift und Anschrift des Betreuten versehen sein und sind in voller Höhe in Zahlung zu nehmen. Eine Differenzvergütung in bar oder durch Wertscheine niedrigeren Wertes darf nicht erfolgen. Die Wertscheine des Kriegswinterhilfswerkes 1941/42 dürfen wur bis zum 31. März 1942 in Zahlung genommen werden. Die Erstattung des Gegenwertes erfolgt spätestens bis zum 30. April 1942 bei allen Zahlstellen der in der Reichsgruppe„Banken" zusammengeschlossenen Kreditanstalten(Banken, Sparkassen, Kreditgenossenschaften usw.). Weitere Einschränkung des Reiseverkehrs Die Pressestelle der Reichsbahndirektion Essen teilt mit: Die Reichsbahndirektion Essen macht darauf aufmerksam, daß ab Sonntag, 8. Februar, eine weitere Einschränkung im Reiseverkehr eintrat. Die Aenderungen sind aus den Aushangstaseln auf den Bahnhösen zu ersehen. Ein Verzeichnis der bestehengebliebenen Züge sowie eine neue Beilage zum Kursbuch werden in einigen Tagen bei den Fahrkartenausgaben erhältlich sein. Nähere Auskünfte geben die Fahrkartenausgaben und die Auskunftsstellen de: Reichsbahn. Sammelsport Neue Norwegenmarken mit Quisling=Bild Am 1. Februar wurden in Norwegen zwei neue Briefmarken herausgegeben, die erstmalig das Bildnis von Vidkun Quisling tragen. Die Marken werden mit einem Zuschlag verkauft, der Nasjonal Samlings Hilfsorganisation zugute kommt. Aus Benlbeutschlatts Seinem Arbeitskameraden das Leben gerettet Dortmund. Hoch klingt das Lied vom braven Mann. Wie oft könnte man gerade im deutschen Bergbau dieses sagen, wo tagtäglich in der Gefahr des dunklen Schachtes ungenannte Heldentaten der Kameradschaft von namenlosen deutschen Bergmännern vollbracht werden, wo einer auf den anderen in der Stunde der Gefahr angewiesen ist und unter Einsatz des eigenen Lebens die Arbeitsgemeinschaft ihre Bewährung findet. Erst jetzt wieder hörten wir von einem Fall, wie sie sich wohl Tag für Tag ereignen Es war auf einer Schachtanlage der Hoesch=AG Auf der 4. Sohle waren zwei Hauer mit dem Ausbessern des Ausbaues beschäftigt. Beim Schlagen der Mittelstempel unter dem zweiten Ausbau brach dieser zusammen und beide Leute wurden von den hereinbrechenden Gesteinsmassen verschüttet. Der Hauer Heidelbach bestand seine Probe. Nachdem er sich freigemacht hatte versuchte er dem Arbeitskameraden der bereits bewußtlos war, das Leben zu retten. Es gelang ihm Diese selbstlose Hilfsbereitschaft des Kumpels fand jetzt ihre Anerkennung durch eine Belohnung der Betriebsleitung. Patzmann=Gedenkseier der Bergschüler Bochum. Seit Jahren pflegen sich Lehrer und Schüler der Bochumer Bergschule zu einer Gedenkstunde für Paul Paßmann zusammenzufinden der leine Liebe zum Führer 1933 durch den Tod besiegelte Paul Paßmann trat als Bergmann und Bergschüler nicht nur im Kreise. seiner Arbeitskameraden, sondern auch in der Oeffentlichkeit mutig und selbstlos für die deutsche Wolksgemeinschaft ein, bis ihn kurz nach der Machtübernahme die Mörderkugel traf In diesem Jahre wurde am Todestag an der Gribstätte des Toten ein Kranz niedergelegt Die Gedenkstunde wurde mit einer kurzen Ansprache des Direktors der Bergschule eingeleitet. Gauschulungswar: Dr Lebrecht stellte die Verpflichtung heraus die sich aus dem Tode des Mitschülers Paul Paßmann ergibt. Das Ende eines üblen Volksschädlings Unna. Mit dem Todesurteil, das das Sondergericht in Dortmund gegen einen üblen Volksschädling aussprach. wird eine üble Verbrecherlaufbahn ihr Ende finden. Der Verbrecher hatte schon eine ganze Reihe von Straftaten hinter sich als er das Ernährungsamt Unna auffuchte, wo er Lebensmittelkarten stahl. Im Oktober vorigen Jahres verübte er einen weiteren Einbruch in einer Bezirksstelle des Wirtschaftsamtes Köln. Hier erbeutete er mit einem Komplizen 251 Sätze Lebensmittelkarten und mehrere hundert Kleiderkarten. Die Karten wurden in übel beleumundeten Gaststätten zu Preisen von—15 RM. abgesetzt. Ein Glückunsch des Führers Meschede. Generalmajor a. D Max v. Stockhausen, der auf Haus Stockhausen(Meschede) im Ruhestand lebt. konnte am 1. Februar auf den Tag zurückblicken, an dem er vor 60 Jahren in die Armee eintrat. Der Führer sandte dem im 80 Lebensjahr stehenden Jubilar telegraphisch seine Glückwünsche Während des Weltkrieges kommandierte der verdienstvolle Offizier das Reserve=Infanterie=Regimen: Nr. 7 und die 37. Infanterie=Brigade. Unsere Anekdote Virchows Rezept Eine täglich mit neuen eingebildeten Krankheiten gesegnete Dame erschien wieder einmal bei Virchow und redete, ohne aufzuhören, auf den Professor ein. Virchow holte schließlich rief Atem, griff zum Rezeptblock, schrieb etwas auf und sagte:„Dies ist das sicherste Mittel für Sie! Besorgen Sie es sich nur (gleich!“ Die Dame enteilte Wie ein Heiligtum überreichte sie den Schein dem Apotheker. Der las verzog hohnlächelnd das Gesicht und sagte:„Wissen Sie, was Ihnen verordnte ist?" „Nein!" erklärte die Dame verdutzt.„Wie kann ich das wissen?" „Hm, hier steht: Täglich acht Stunden Schweigen!" Auch eine Vorbereitung Vor Gottfried Wilhelm Leibniz, dem berühmten vielseitigsten Gelehrten seiner Zeit, stand einmal ein Kandidat, der sich durch besondere Unwissenheit auszeichnete. Leibniz hiedelte unwillig:„Herr Kandidat, warum haben Sie sich nicht vorbereitet?“ „Ich habe mich vorbereitet!" behauptete der Unglückliche. „So, so“, meinte Leibniz,„da sind Sie aber bloß auf das Schlimmste vorbereitet.“ Schlimmer als Liebesschmerz Wilhelm Buschs Freund Bornemann war einmal recht niedergeschlagen. Busch erkundigte sich teilnehmend:„Hast du eine unglückliche Liebe?" Bornemann seufzte nur schwer:„Nein!" „Du Armer“, sagte Wilhelm Busch.„dann hast du also kein Geld? Ja. das ist freilich viel schlimmer!“ Der Beginn der B9M.=Woche Am gestrigen Tage wurde die BDM.=Woche des Werkes„Glaube und Schönheit“ mit einer Kundgebung in Herne eröfnet. Die 17= bis 21jährigen an die sich die Veranstaltungsreihe der Woche vor allem wenden, um den Leitgedanken der Mädelführerin Jutta Rüdiger zu verwirklichen helfen. Er lautet:„Wir wollen Mädel, die bedingungslos an Deutschland und den Führer Nach Gottes hl., Willen entschlief Samstag morgen ½5 Uhr Herl vienniül Ditnl nach langer, schwerer Krankheit, im Alter von fast 71 Jahren. Im Namen der, trauernden Hinterbliebenen: Frau Wwe. Thomas Castrop-R. 1(Münsterstr. 49), den 7. Febr. 1942 Die Beerdigung findet statt am Dienstag, dem 10. Februar 1942, nachm. 3½ Uhr vom evgl. Krankenhaus aus. und suche selber Vorbild zu werden. Mit der glauben und diesen Glauben einst in das Herz Leistung steigt auch die Freude an der Arbeit. ihrer Kinder legen, denn dann wird der NationalLaß dich nicht durch Stimmungen beeinflussen sozialismus und dadurch Deutschland für immer beoder von der schlechten Laune anderer anstecken; stehen." gute Arbeit fördert gute Stimmung.] Diesem Zweck dienen im Obergau Westfalen bereits Klage nicht über Entbehrungen oder Beanspru= über 1000 Arbeitsgemeinschaften mit rund 40000 chung, murre über kein Opfer, denn vom Solda= Mitgliedern, die sich zum Leistungsprinziv des BDM.= ten an der Front wird hundertmal mehr ver= Werkes bekennen und sich darin auf die in Beruf und langt.(Familie liegenden Lebensaufgaben vorbereiten. Der Sei zu stolz, weniger zu leisten als dein Nachbar, Rahmen dieser Betätigungsmöglichkeiten in den Arund zu ehrgeizig, nur„guter Durchschnitt" zu beitsgemeinschaften ist recht weit gespannt. Er um sein. Rähen, Fremsgorachen und Sppohi, wie Kochen und Leibe dein Ohr nicht den Kleinmütigen und Zag= kutesse Rusggßen. haften, sondern sei Vorbild der Zuversicht und Auch in Castrop=Nauxel gibt es derartige des Muteg: er. hictt dadurch dir und den anderen Arbeitsgemeinschaften und weitere sollen bei Bedarf erstehen. Als erste von ihnen tritt innerhalb der BDM.=Woche am heutigen Montag um 20 Uhr die Arbeitsgemeinschaft„Kochen“ in der Lehrküche des HJ.=Heims in Castrov und in der Lehrküche der Goelheschule in Ickern(Markt) zusammen, um unter Leitung der Studienassessorinnen Bäcker und Kersting(sowie der Lehterin Növer vor den Gästen Ausschnitte aus den Arbeitsgebieten ihrer GemeinDem noch recht jugendlichen Angeklagten Karl= schaft in Theorie und Praxis vorzuführen. Als Gäste Heinz Plewka, der sich jetzt vor dem Dortmunder sind alle Mädels zwischen 17 und 21 Jahren sowie Sondergericht zu verantworten hatte, wurde zur Last deren Eltern herzlich willkommen. gelegt, daß er in den Stadtteilen Castrov und Habing.! Wie der„Stadtanzeiger“ dieser Tage schon mithorst sich unter Ausnutzung der Dunkelheit mit unsitt= teilte. werden auch andere Arbeitsgemeinschaften der lichen Absichten Frauen und Mädchen näherte, die Werks in ähnlicher Weise an die Oeffentlichkeit treallein nach Haus gingen. Er bot ihnen seine Beglei= ten, um für die Ziele des BOM.=Werks„Glaube und tung an unter Benutzung eines fremden Namens Schönhett" zu werben. auch in schweren Stunden. Erwarte vom Siege nicht mehr als du für ihn einzusetzen gewillt bist. Handle so, als hinge von deiner Arbeit und Haltung allein der Ausgang des Krieges ab. Sühne für zwei Ueberfälle Kompf,Veraufkelungstohes In allen Breiten natürlich im Fachgeschäft KäfterCastrop-Rausel! Marktstraße 20 Bekanntmachung Erfassung ehemaliger Offiziere und Wehrmachtbeamten im Offizierrang In der Zeit vom.—28. 2. 1942 werden in den Stadtbezirken Bochum, Castrop-Rauxel, Herne, Wanne-Eickel, Wattenscheid und Witten alle deutschen Staatsangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes erfaßt, die als ehemalige Offiziere- oder Wehrmachtbeamte im Offizierrang(aktiv und des Beurlaubtenstandes) entlassen wurden: a) aus der österreichisch-ungarischen Wehrmacht und dem österreichischen Bundesheer, b) aus der italienischen, tschechisch-slowakischen, polnischen, belgischen, jugoslavischen und litauischen Wehrmacht. Ausgenommen von dieser Erfassung sind Fehrpflichtige: al in einem dem Rang eines Generalmajors oder höheren Rang der deutschen Wehrmacht entsprechenden Rang; b) die das és. Lebensjahr vollendet haben oder bis zum 28. 2. 1942 vollenden, c) die bereits in Wehrüberwachung bei einer Wehrersatzdienststelle stehen oder zum aktiven Wehrdienst einberufen worden sind. Die Wehrpflichtigen haben sich in der genannten Zeit täglich von—12 und 15—17 Uhr (Sonnabends von—12 Uhr) in ihren zuständigen Polizeirevieren zur Anlegung einer Wehrstammkarte zu melden. Mitzubringen sind die Geburtsurkunde oder das Familienbuch und die Militärpapiere über den früheren aktiven Wehrdienst. Wer sich durch Nichtanmeldung der Dienstpflicht zu entziehen versucht, hat Strafen zu erwarten. Bochum, den S. Februar 1942. Der Pollzeipräsident. Mutti ppors Autter u. feih Nur 36 Pfg. E SOR sahrhaft und höstlich schmeckend. sander und appetitlich von Ihnen selbet mit Reichelt’s Kunsthonigpolver e. Tecker gekocht. auch verzügl. zup feiterkechenbacken. Alles lobtl 8 Stück(für 6 kg reichend) I RM.(Markschein eder Briefmarten. B. Reichelf, Breslau S, Schliebtech 38307/8 Berufstätige Frau sucht nach Wuppertal zur selbst. Führung ihres Haushaltes nicht zu junge Rausgemmn Gute Erfahrungen im Kochen, Backen, Einmachen usw. erforderlich Angebote unter 7865 an Anzeigenmittler Baumgarten, Wuppertal=Barmen biet Gu I der Not.. Wer Kauft Plantdeuische Dücher von Vür Nion! Mitteilungen erbeten unter Nr. 2065 an den„Stadtanzeiger“. Loel den Stadfunzeiger