geschosse gegen iben nach NahBaumfrüchten. ffen, wenn das toch ein zweites iß Affen in der d Kasten wegeine Art Leiter el hackt, bohrt, st versteht aber Astlöcher eindem Schnabel aß verschiedene inzette, Sonde sind. Für die gutes Vorbild, langen. Beim iß er sich zum ient. Er steckt res, wenn dies chel wird dem n SchützenWassertropfen sitzen, und in Südameriko inge als Leimnoch andere bel und Füße r:„Bringer tüchtiger Ven a jetzt gerade gern loswen hi möglich, denn erkauft!“ München:„Und weltberühmten ärten zwei miter erfahren, das lutofahrt unterdaß wir unter. war mein „RTTMobeneerenzeiger Hoimatzpituno Mprmmmmmm Gogoeoit*** Loral= und Heimatzenung füir das gesamte Paberdorner Land Erscheint an allen Werktagen und kostet durch die Post oder durch unsere Boten ins Haus gebracht monatlich.00 RM. Bestellungen nehmen unsere GeschäftsSeschsecesein gepie alle Postanstalten und Briesträger entgegen. Rebakion, Reoches aie u Verlag Paderbgxp, Bahnbostraße 13. Fernsprecher 3213, Postscheck=Konto: Hannover 14392, Telegramm=Adresse: Anzeiger Paderborn Amtliches Kreisblati Lägeszeilung für Jevermann Publkalionsorgan vieler Behörden Anzeigenpreise: Die 30 Millimeter breite Millimeterraumzeile 10 Pfennig. so Hezigr au dem Verbreitungbeziek 8 Diennig, amtliche Auzeigen meter breite Milmetenengen. 8 Demto. Im Relametel die 80 MillSemongsrschur eur eraumzeile 30 Psennig. In Konkursfällen oder bei Zwangsbeitreibung erlischt seder Preisnachlaß. Gerichtsstand: Paderborn Gratisbeilagen: Illustrierte Wochenschau, Sonntagsglocken, Heimatbote, Sport vom Sonntag, Am stillen Herd, Frauenwelt, Landwirtschaft Nr. 235— 1. Blau Donnerstag, den 2. Oktober 1030. 44. Jahrgang e dem umtafenden Vrgean, daes sei. Eagen T Venburgs 83. Geburtstag. angekündigt ist und das eine Waggon laoter üben üße Ware 4 Pfd. 45 25 Pfd. billiger 's Zeit für mm-Kuren Fruchthaus mimeger Schildern 9 m 3425 erten Preuß.-Südd. rie habe ich ichtrage Lose ngen vorrätig unsch.- Lospreis: 20. 1, 40.-RM 9 Ihr Los bei Mit ihrem umfassenden Programm, das seit Tagen angerundigt ist und das eine Beseitigung des großen Defizits bringen soll, ist die Regierung nun vor die Offentlichkeit getreten. über die nun natürlich sofort anhebende Diskussion hinaus hat man aber schon bald nach der Reichstagswahl oft genug die Frage erörtert, wie denn nun eigentlich die Regierung eine parlamentarische Mehrheit für die Annahme ihres Programms zusammenbringen wolle, besser gesagt: zusammenbringen könne. Ob eine Möglichkeit hierfür überhaupt vorhanden sei, da doch einige Parteien schon erklärt hatten, mit einigen anderen nicht zusammenarbeiten zu wollen. Ob— und das ist eine ganz neue Frage— die Regierung unbedingten Wert auf die Schaffung einer Mehrheit legt oder nicht denselben Weg weitergehen will wie bisher, nämlich den der Notverordnungen, also praktisch ohne den Reichstag regieren wird— wenn man will: gegen den Reichstag. Veranlassung dazu, eine solche Frage zu stellen, bietet das Erscheinen eines Zeitungsartikels, der um so größere Beachtung finden mußte, als er in der Kölnischen Volkszeitung, einem Organ des Zentrums, also der Partei des Reichskanzlers veröffentlicht wurde, mithin wohl sicherlich die Ansichten und die Absichten Dr. Brünings wiedergibt. In dem Artikel ist nun nicht bloß gesagt, daß der Kanzler für sein Programm eine Mehrheit im Reichstag suchen will und sich deswegen sowohl mit den Sozialdemokraten wie mit den Nationalsozialisten in Verbindung setzen wird, nachdem er versucht hat, zunächst erst einmal die bisherigen Regierungsparteien zu einer Art Block zusammenzubringen. Darüber hinaus wird sehr deutlich gesagt, daß es dem Reichskanzler nur darauf ankomme, sein Programm durchzusetzen, für dieses eine„Mehrheit zu bilden", also nicht etwa zunächst an den Bau einer irgendwie gearteten Koalition Mühe, Zeit und Arbeit zu verschwenden. Daß des nach der rechten Seite hinüber gelingen sollte, die ##Nationalsozialisten zu einem Entgegenkommen zu be##wegen, bzw. ob eine derartige Mehrheitsbildung nun anldererseits die Zustimmung der Mittelparteien finden vürde, stößt in jenem Artikel der Zentrumszeitung auf starke, aber doch vorsichtig formulierte Bedenken. Gleich groß sind diese aber auch beim Blick nach links hinüber, zur Sozialdemokratie, obwohl eine persönliche Fühungnahme zwischen Dr. Brüning und Dr. Braum, dem spreußischen Ministerpräsidenten, bereits erfolgt ist. Ob und wo der Reichskanzler nun auf diesem„Weg der parlamentarischen Mehrheitsbildung" Erfolg hat oder ob er auf das„Nein“ einer Mehrheit stößt, werden natürlich erst die kommenden Tage zeigen. Das sind Absichten des Reichskanzlers nit denen man in der politischen öffentlichkeit gerechnet hat und rechnet. Aber nun liest man in jenem Artikel, daß Dr. Brüning„die Frage prüfen wird, ob mit diesem Peichstage regiert werden kann“; daran schließt sich der Pessimismus, daß„der Glaube an diesen Reichstag auf ehr schwachem Grunde ruhe“, und dann folgt der aufFallende Satz:„Eine vorübergehende Ausschaltung des Reichstages ist noch nicht das Ende des parlamentarischen Systems in Deutschland... und wenn es mit dem Reichsage nun einmal nicht geht, muß der Versuch der Rettung Deutschlands auf anderem Wege unternommen werden.“ Es wird in schärfster Form unterstrichen, daß die Regieung nicht nachgeben wolle, nicht nachgeben werde, sich auch sticht vor jenem„anderen Wege“ scheue. Und daß daher die Parteien, mit denen jetzt in Verhandlungen über die Ppiehrheitsbildung eingetreten werden soll,„das nächste Schicksal der parlamentarischen Demokratie in Deutschund" noch einmal in ihren Händen haben; mißglückt dieser Versuch, den Dr. Brüning jetzt mit den Parteien machen berde, dann sehe man„keinen Weg mehr, der parlaentarisch aus der Notlage herausführe". Ansicht und Absicht der Regierung ist es offenbar, daß Sann nur der nichtparlamentarische Ausweg #us der Notlage, also die Notverordnung, allein noch „Hangbar ist und beschritten werden muß. Und man findet such Andeutungen, daß die Regierung Brüning dann bei en„staatstreuen“, den„grundsätzlich parlamentarisch einbestellten Parteien“ nicht auf„unnötige Schwierigkeiten" # stoßen hoffe. Die jetzige„oder eine erweiterte" Regieung werde auch dafür sorgen, daß Ruhe und Ordnung m Lande herrschen. Um diese Erklärungen nun zusammenZufassen: Brüning wird versuchen, die Parteien der Ritte zu einer Mehrheit zu erweitern durch Verhandlungen mit rechts oder links auf dem Boden eines Arbeitsprogramms. Gelingt das nicht, so will das abinett nicht abtreten, sondern den Reichstag„in die Ferien schicken". Das wäre ein versteckter Konflikt, für anche Parteien des Reichstages sogar der Anlaß, von nem offenen Konflikt zu sprechen und das Kabinett recht gewagtes Spiel unternehmen. ber zunächst will man ja den parlamentarischev Bea icht— noch nicht— verlassen. 4 1 Anserem Hindenburg! So zeigt sich uns dein Bild in edler Reinheit, So bist du unser: wahr und echt und schlicht, Der Kleinheit Feind, ein Paladin der Einheit. Der Mann der Cat, der held der Bürgerpflicht. Du botest dich dem Dolk in schwersten Lagen. Du wurdest ihm Symbol des harten Muß. Du hast die Last, das Leid mit ihm getragen Und bliebst ergeben bis zum bitt'ren Schluß. Aus tausend Wunden blutend, ward's bezwungen, Du bliebst sein Sohn im Unglück wie im Glück. Das Schwert, mit dem du Sieg um Sieg errungen. Du gabst es still in seine hand zurück. Doch als es rief, dich rief zu höchster Würde, Du schwanktest nicht, und eisern und gestrafft Standst du am Platz und nahmst die neue Bürde #### Und baust am neuen Reich mit Jugendkraft! 9355„Peichspräsitbent von Hindenburg vollendet am „. aber das 83. Lebensjahr. Mitten in den Irrungen und Wirrungen unserer Zeit, mitten in diesen Tagen der „Leidenschaften und der Parteikämpfe steht ein Charakterbild unverrückbar und unbeirrbar fest— es mehr in der Geschichte! Geradlinig und aufrecht, ein„rocher de bronze“, ein Fels von Erz, inmitten der Brandung, die uns umtobt, so erscheint der zreise Reichspräsident bis zum heutigen Tage der ganzen die sein Bemühen, auf einer höheren Warte zu stehen als auf den Zinnen der Partei, aufrichtig und bewundernd anerkennt. Weder nach links noch nach rechts hin„abzubiegen“, unparteiisch zu sein und zu bleiben, sich weder durch der Parteien Gunst noch durch der Parteien Haß— ein rechtlicher Mann wie dieser überhaupt irgendeines Menschen„Haß“ auf sich laden könnte— beeinflussen zu lassen, das war seit dem Tage, da ihm vom Volke das höchste Staatsamt verliehen wurde, sein Bestreben, und das ist es bis heute geblieben. Ein treuer Diener seines Volkes zu sein— das erschien ihm allzeit als oberste der Pflichten. Das Jahr, das hinter ihm liegt, hat dem Reichspräsidenten, wie dem ganzen deutschen Volke, neben großer Freude auch großes Leid gebracht. Es war das Jahr der lange ersehnten und endlich erfüllten Rheinlandbefreiung, aber es war auch das Jahr, in dem fast unter den Augen des Reichspräsidenten das furchtbare Koblenzer Brückenunglück geschah, das Jahr, das uns harte wirtschaftliche Nöte und in ihrem Verfolg die Auflösung des Reichstages und in ihren Ausmaßen und Auswirkungen noch gänzlich unübersehbare Kämpfe im Innern gebracht hat. Möge dem Reichspräsidenten in dem neuen Lebensjahre, in das er nunmehr eintritt, alles Schwere und Harte und Grausame erspart bleiben, möge ihm ein gütiges Geschick einen ruhigen, von wilden Stürmen unberührten Lebensabend bereiten— zu seinem Heile und nicht zuli zum Heile des ganzen Deutschlands! Deutsche Beschwerde vor dem Kein ernster Wille zur Abrüstung. Dr. Curtius über die Beunruhigung der Welt. Rallnar uumbung Genf, den 1. Oktober. In der Vollversammlung des Völkerbundes ergriff Reichsaußenminister Dr. Curtius in Erwiderung auf eine 99s bie Pentigg. Wort. Zunächst wies er darauf hin, i Irheüstntschau zierung sich bei der Abstimmung über die Abrüstungsentschließung der Stimme enthalten habe, seanad Srartinghe der Entschließung zu ermöglichen. Dann nochmals kurz den deutschen Standpunkt in der Abrüstungsfrage dar. Die deutsche Regierung werde 1931 einaubernien, festatte die Abrüstungskonferenz für Voiterbuns 11 Abonniert den Anzeiger! Die Strafanträge gegen die Almer Reichswehroffiziere. seiner heitigen Antigg Reichsanwalt gab am Schlusse Einer heutigen Antlagerede seine Strafanträge bekannt. Gegen die drei Angeklagten Ludin Scheringer und Wendt beantragte der Reichsanwalt je 2½ Jahre Festungshaft. Oberbürgermeister Böß im Berufungsverfahren„Sieger“. s sce sesschece rost ig PHerges umme verurteit. Die daren Auslagen günstiggr wien all tragen. Das Urteil ist aber erheblich Spruch#die der erste auf Dienstentlassung erkennende „Dex, Weg Briands ist: Schiedsgericht, Sicherheit und dann Abrustung. Der deutsche Weg ist umgekehrt. Die Sicherheit ist voll zu erreichen, wenn man die Abrüstung durchführt. Ohne Abrüstung gibt es keine Sicherheit. Das bedeutet aber nicht, daß Deutschland sich negativ zur Sicherheitsfrage einstelle. Deutschland hat und wird immer an erster Stelle in dem Kampf um die Aufrechterhaltung des Friedens stehen und vor allem um die Beseitigung aller Kriegsursachen. Man darf heute nicht verkennen. daß eine große Welle der Beeunruhigung nicht nur durch Europa, sondern durch die ganze Welt gehe. Jede Regierung muß zuerst im eigenen Hause Ordnung schaffen und die sozialen und wirtschaftlichen Ursachen der Unruhen be„Dgrüber hinaus besteht aber eine gemeinsame Verpflichtuug aller Mächte an der Beseitigung der inter. nationalen Ursachen der Unruhen mitzuwirken. " Nicht auf dem Wege der Nichterfüllung der Verträge sind diese Unruhen zu beseitigen. Ich muß ausdrücklich fest. stellen, daß die Hauptursache dieser Unruhen, von denen in seiner Rede so oft gesprochen habe, in der Tatsache besteht, daß heute noch kein ernster Wille zur Abrü. stung vorhanden sei. Die Erklärungen von Dr. Curtinz wurden mit starkem Beifall aufgenommen. Kompromisse in der Memelfrage. Die deutschen Beschwerden vor dem Völkerbundsrat. Genf, den 1. Oktober. Im Völkerbundsrat gab Dr. Curtius zu den deut schen Memelbeschwerden die Erklärung ab, daß über die Memelbeschwerde in den letzten Tagen Unterhaltunger zwischen ihm und dem Vertreter Litauens stattgefunder haben. Auf Grund gemeinsamer Erklärungen seien folgende Maßnahmen im Memelgebiet in Aussicht genommen: Das zurzeit amtierende Direktorium des Memelgebiete: wird in der Weise umgebildet, daß an Stelle der beiden bis. herigen Landesdirektoren zwei Angehörige der Mehrheits. parteien des bisherigen Landtages treten. Dieses Direk. toriun tritt nach dem Wahltage zurück und bleibt bis zur Brland Aber die Kol Beutschlauds. „Ein vernichtetes Deutschland K einte Gesahr für den FreventBriand über die Rot Deutschlands. Sranseh, ertand pa gs von Vertretern großer internationaler Frauenverbande hal Briand bemerkenswerte Ausführungen die beutzige Lage Deutschlands und die Stellung Frank: Griands bisu chland gemacht. In diesen Ausführungen beite# u.0n einem Genser Blatt wiedergegeben werden, Erklärung für die in den deutschen Reichstagswahlen zutage getretene Bewegung nach rechts schwierigen, fast tragischen Lage Deutschlands zu sucher, Zach einem unabweisbaren Gesetz stießen das Elend den die Völker zu radikalen Lösungen. In Deutschland werde es diesen Winter vielleicht vier Millionen z. bett##ose geben. aver ein vernichtetes Deutschland sei eine Gefahr für den Frieden. Wenn ein Land eine derartig schwere Fiuanz= und Wirtschaftskrise durchmache, die sogar sein Dasein beorohe, so müßten die übrigen Länder sich davon enthalten, schlechte Ratschläge zu geben, sondern sofort zu Hilfe eilen. Ihm schwebe ein europäischer Finanzierungsmechanismus vor, der fähig, wäre, den Nationen, die sich in schwerer Lage beEinsetzung des neuen Direktoriums als geschaftsfuhrendes Direktorium im Amt. Alsbald nach dem Zusammentritt des neuen Landtages ernennt der Gouverneur einen Präsidenten des Direktoriums, der das Vertrauen des Landtages genießt. Im allgemeinen ist eine neue Zusammen. setzung der Wahlkreiskommission und der Stimmbezirkscommissionen in Aussicht genommen, die den Grundsätzen parlamentarischer Parität Rechnung trägt. Auch bezüglig des Kreises der wahlberechtigten Personen sind die erforderlichen Maßnahmen getroffen zu dem Zweck, daß ledig. lich Personen, die memelländisches Bürgerrecht besitzen, zur Wahl zugelassen sind. Ebenso ist auch das Notwendige in Aussicht genommen zur Sicherstellung der Presse=, Rede. und Versammlungsfreiheit. Unter diesen Umständen glaubt Dr. Curtius die Punkte, die in seinem an den Rat gerich teten Antrag als dringlich bezeichnet waren, als erledigt ansehen und auf ihre weitere Diskussion im Rate verzichten zu können. „Nach der Erklärung Dr. Curtius betonte der Bericht. erstatter für die Memelbeschwerde im Völkerbundsrat, Hambro=Norwegen, daß es sich bei der zwischen Deutschland und Litauen erzielten Verständigung nur um eine Teillösung handele. Er hoffe, auf der Januartagung des Rates abschließend berichten zu können. Treviranus Minister ohne portefeuille. Die Auflösung des Rheinministeriums. Nach der Auflösung des Ministeriums für die besetzten Gebiete wird Reichsminister Treviranus Minister ohne Geschäftsbereich. In politischen Kreisen wird angenommen, daß Treviranus als solcher keine Bezüge erhalten wird. Bei den Kabinettsberatungen wird er voraussichtlich wohl Sitz, aber keine Stimme haben. Eine endzültige Entscheidung hierüber ist aber noch nicht gefallen. Der Reichskommissar für die besetzten Gebiete, Freiherr Langwerth von Simmern, tritt infolge Üiberschreitung der Altersgrenze in den Ruhestand. Staatssekretär Schmid, Ministerialdirektor Miller und Präsident Collatz sind mit dem 30. September in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden. Der Personalbestand des Ministeriums und der Außenverwaltung ist im übrigen mit geringen Ausnahmen zu anderen Verwaltungen übergetreten. Dank des Reichspräsidenten. Aus Anlaß der Auflösung des Reichsministeriums für die besetzten Gebiete am 30. September hat Reichspräsiden! von Hindenburg an den Reichsminister für die besetzten Gebiete, Treviranus, ein Schreiben gerichtet, in dem es u. a. heißt: In zäher und entsagungsvoller Arbeit stand Ihr Amt den Rheinländern bei ihrem heldenmütigen Kampf um die Freiheit führend und fürsorglich helfend zur Seite, dis das heißersehnte Ziel der Wiedervereinigung mit dem übrigen deutschen Vaterlande erreicht war. Gewiß liegt in der Genugtuung über den erreichten Erfolg der beste Lohn für die pflichtgetreue Arbeit. Darüber hinaus ist es mir eine angenehme Pflicht, Ihnen und allen Ihren Mitarbeitern für Ihre pflicht. treue und hingebende Arbeit, die im besetzten Gebiet viel Not gelindert hat und ihm in seiner schweren Zeit eine wertvollStütze war, den wärmsten Dank und die vollste Anerkennung Vaterlandes auszusprechen.“ Hindenburg in der Anekdote. Der volkstümlichste Deutsche. Als im Weltkriege die großen Schlachten an der Ostgrenze des Reiches geschlagen waren, war Hindenburg der populärste Mann nicht nur Deutschlands, sondern— man darf das ruhig behaupten— der ganzen Welt. Als damals ein Mann bei der Post eine Feldpostkarte aufgab mit der Adresse„An den volkstümlichsten Mann Deutschlands“, wurde diese Karte selbstverständlich dem Generalfeldmarschall von Hindenburg zugestell: Die Russen sollten„gepfeffert“ werden. Einem Berichterstatter gegenüber äußerte Hindenburg damals:„Es kommen unaufhörlich Briefe, die mir sichere Mittel angeben, den Krieg zu gewinnen. Da schreibt mir z. B. einer, ich solle immer am Ufer eines gewissen Flusses entlang ziehen, immer geradeaus bis Petersburg. Die Idee ist nicht schlecht, und wenn mir die Russen versprechen würden, immer am anderen Ufer zu bleiben, so täte ich's vielleicht...“ Während der Generalfeldmarschall solches erzählte, kam ein neuer Brief, dessen Schreiber dringend empfahl, die Russen aus Gewehren und aus Kanonen mit Pfeffer zu beschießen. Mädchenbriefe an Hindenburg. Besonders interessant aber waren die Briefe, die junge Schulmädchen an Hindenburg richteten. Eine Käthe z. B. schrieb so:„Sehr geehrter Herr Hindenburg! Sie sind nun schon sehr alt und fangen noch so viel Russen. Ich freue mich sehr, wenn Russen gefangen sind. Als damals die 40000 Russen gefangen wurden, hatten wir keine Schule. Ich habe dieses nur Ihnen zu verdanken. Fangen Sie, bitte, recht bald wieder Russen, und lassen Sie sich, bitte, nicht von den dummen Russen totschießen. Ich grüße Sie auch vielmals.“ Eine Elfriede aber möchte nicht nur Russen, sondern auch Portugiesen haben.„Ich finden, sofort Dienste zu leisten. Heute wünsche zweifellos keine Regierung den Krieg; aber die Lage sei dadurch heute außerordentlich erschwert, daß zu viele Interessen gegen den Frieden arbeiteten. Die großen Fabrikanten von Munition und Rüstungen arbeiteten fortgesetzt gegen den Völkerbundpakt; sie wären es, die den fortgesetzten Pressefeldzug gegen den Frieden finanzierten. Von französischer Seite bemühe man sich um eine Verständigung der Industrien und Finanzen der einzelnen Länder untereinander. Der Öffentlichkeit sei es unbekannt, daß bereits zwischen den maßgebendsten französischen und deutschen Industrien über zwanzig Kartelle abgeschlossen seien, die im Interesse der europäischen Solidarität arbeiteten. Briand betonte dann, daß er heute nicht die Absicht habe, das Ruder aus der Hand zu legen. Die deutschen Wahlen hätten die Angriffe der Nationalisten gegen ihn verstärkt. Dennoch stände auf seiner Seite der Wille des französischen Volkes. Die Erklärungen Briands über Deutschland haben überall Staub aufgewirbelt und wegen ihres ungewöhnlich offenen Charakters vielfach Aufsehen hervorgerufen. Briand selbst erklärte, es handele sich um eine private Unterredung. Aus der Unterredung seien einzelne Bruchstücke richtig, einzelne Teile in falscher Form wiedergegeben. Der wesentliche Inhalt der Erklärungen wird jedoch von französischer Seite nicht dementiert. Merkblatt für den 2. Oktober. Sonnenaufgang 6° Mondaufgang Sonnenuntergang 17“ Monduntergang— 1847 Reichspräsident Paul v. Hindenburg in Posen geb. Minderheitsregierung in Oesterreich. Der Heimwehrführer als Innenminister. Die Kabinettskrise in Österreich hat jetzt ihren Abschluß gefunden in der Bildung folgender Ministerliste: Bundeskanzler und Heerwesen: Vaugoin, Vizekanzler 10 Kartosselfeuer. gehende Männerwelt in der fröhlichen Schar lann u di.— man sich aus einer das erste Pleislein zu proeinem Stück Rohrhalm selbst gefertigt und mit Sesesleser nuischr sachkundie gesiopft hat. So sind wer selbst in ihrer Rähe eitel Jugendlust umgeben. und vermitteln sie nach Jahrzehnten noch in jedem neuen Herhbst ein heimatseliges Grüßen aus der Lindbeit durnen — Der beschränkte Untertanenverstand ist eine Wortdie aus einem Erlaß des preußischen Ministers des vom 15. Januar 1838 entstanden ist. Als im Jahre 1837 der König von Hannover die Verfassung seines Landes aufhob, protestierten 7 Göttinger Pros fessoren, dagegen, unter ihnen Professor Albrecht aus Elving. Viele Einwohner Elbings sandten an Albrecht eine Zustimmungsadresse. v. Rochow mißbilligte dies in jenem Erlaß, in dem es heißt:„Es ziemt dem Untertanen nicht, die Handlungen des Staatsoberhauptes an den Maßstab seiner beschränkten Einsicht anzulegen und sich in dünkelhaftem Uebermut ein öffentliches Urteil über die Rechtmäßigkeit derselben anzumaßen.“ stellenlose Akavemiker gibt es augenblicklich in Deutschland. Da der jährliche Bedarf von 10000 neuen Akademikern durch die Verhältnisse weit überschritten wird, soll runftiig die Berechtigung zum Besuch der Universität von einer Reifeprüfung des Abiturienten abhängig gemacht werden, die mindestens mit dem Prädikat„Gut" bewertet wird. Man hat ausgerechnet, daß durch die Verwirklichung dieses Vorschlages der Zugang zum Hochschulstudium auf etwa 9000 Studenten herabgesetzt werden könnte. !) Die Viersteuereinnahme im August. Wie von seiten der Industrie vorhergesagt, hat der Monat August eine sehr erhebliche Steigerung der Biersteuereinnahmen gebracht. Im August nämlich muß die Steuer für das im Juni abgesetzte Bier gezahlt werden. Der Monat Juni hat dank seiner äußerst günstigen Witterung ferner dank der Tatsache, daß in diesem Jahr das Pfingstfest in diesen Monat fiel, einen verhältnismäßig guten Bierabsatz gehabt. möchte mich sehr freuen,“ schrieb sie,„wenn die Russen, Franzosen, Engländer und Portugiesen gefangen werden möchten. Hoffentlich wird der Krieg nicht lange dauern, und alle Väter, Onkels, Cousins und Brüder kommen gesund zurück. Lieber Herr Hindenburg, wenn Sie meinen Vater oder meinen Onkel treffen, so sind Sie so freundlich und geben Sie dem Vater oder dem Onkel das Eiserne Kreuz. Ich wünsche Ihnen und der ganzen Armee fröhliche Weihnachten und zugleich ein neues Jahr!“ Auf Kriegsfuß mit der Grammatik— wer stand damals aber nicht mit irgendwem auf Kriegsfuß!— stand ein anderes kleines Fräulein, das sich also vernehmen ließ: „Hindenburg, wir sind Dir alle sehr dankbar, denn Du hast die Feinde aus Ostpreußen erreitet. Es lebe durch des höchsten Gnade der General von Hindenburg. Haue nur die olschen Russen und Engländer tüchtig durch. Ich wünsche Dir ein fröhliches Weihnachtsfest und ein gutes Abendbrot.“ Zum Schluß ein Sendschreiben der achtjährigen Else G. Der Brief ängt so an:„Ich möchte Sie um einen kleinen Russen bitten, vie sieht es denn auf dem Felde aus? Sind Sie schon vervundet? Ich habe gehört, Sie sollen sehr tüchtig sein. Hat Rußland noch viel Militär? Bitte schreiben Sie bald.“ Die„Gallensteine" des Reichspräsidenten. Einmal plauderte Hindenburg mit mehreren Herren über die vielen Alterskrankheiten, die man ihm andichte.„Am neisten,“ sagte er,„machen mir die Gallensteine zu schaffen. Nie im Leben habe ich Gallensteine gehabt, aber man glaubt mir das einfach nicht. Alle wissen das besser als ich, und so vergeht denn kaum ein Tag, an dem ich nicht Rezepte gegen Gallensteine erhalte. Manche schicken gleich das betreffende Pulver mit. Ich bin all den guten Menschen ja sehr dankbar, daß sie sich so mit meinen Gallensteinen beschäftigen. Aber es zeht mir ausgezeichnet, und ich kann doch um der Leute willen sicht all das Zeug schlucken!“ Der Heimwehrführer Fürst Starhemberg. und soziale Verwaltung: Schmitz, Außeres: Seipel, Inneres: Fürst Starhemberg(Heimwehrführer), Justiz: Hüber(der Salzburger Landesführer der Heimwehren), Landwirtschaft: Thaller, Handel: Heinl, Unterricht: Professor Dr. Czermak, Finanzen: Dr. Juch. Der Absatz hat sich, wie die Steuereingänge zeigen, auf der Höhe des gleichen Monats im Vorjahre gehalten. Es an Steuer ein um 50 Proz. höherer Betrag ein als im Vorjahre, weil sich die Biersteuererhöhung voll guswig't Vereinnahmt wurden 53 224000., gegenüber 36 960 000., im gleichen Monat des Vorjahres. Das sind genau 44 Proz. mehr, was bis auf 1 Proz. dem Ausmaß der Biersteuererhöhung entspricht. verschiedenen Vierarten. Die Einführung der neuen Gemeindebiersteuer, die für die verschiedenen Biert arten verschieden hoch ist, hat in Biertrinkerkreisen das Augenmerk wieder darauf gerichtet, daß man unter Bier nicht etwa ein in ganz Deutschland einheitliches Geträng, sondern Getränke verschiedener Schwere, verschiedenen Alkoholgehalts und verschiedenen Geschmackes zu verstehen hat. Eine kleine Aufklärung mag daher von Interesse sein. Nach dem Gehalt an Stammwürze unterscheidet man Einfachbier, Schankbier, Vollbier und Starkbier, 95 Proze der deutschen Bierproduktion entfallen auf Vollbier. Außere dem wird zu bestimmten Zeiten noch ein Starkbier zum Ausschank gebracht, in der Regel unter dem Namen„BockMar firnett glssnamntee Schankbier ist eigentlich nur noch „Berliner Weiße verrreten. (:) Kunstseide aus Torf herstellen will ein tschechitscher Ingenieur. Die Gestehungskosten für die daraus fabrizierte Kunstseide würden um 50—60 Prozent niedriger sein, als die der bisherigen Kunstseide. Morphiumsüchtige können durch Dauerschlaf sicher geheilt werden, erklärte in einer Versammlung vor geladenen Gästen der praktische Arzt Dr. Meyer in Berlin. Der Morphiumsüchtige muß sich in eine Heilanstalt begeben, und sich dem Arzt gegenüber schriftlich verpfliche daß der Arzt alle die Kur beeinträchtigenden Gegenstände, Rauschgifte und Instrumente aus der Umgebung des Kranken entfernt. Das Schlafmittel wird abends getrunken; damit auch nach der Spritze keine Sehnsucht entsteht. Die erste Dosis des Schlafmittels bewirkt, daß der Betreffende erst nach 12 Stunden erwacht. Während der auf 120 Stunden bemessenen Schlafkur wird der Schläfer geweckt, zum Essen angehalten, er darf rauchen. Das geschieht alles im Dämmerzustand. Wenn nach 120stündiger Schlafzeit der Kranke erwacht, ist er ein ganz anderer Mensch. Wichtig ist, daß der Patient wieder an ein Leben mit der Gemennschaft gewöhnt wird. Im Speisezimmer nimmt er mit dem Arzt und seinen Angehörigen oder mit den Krankenschwestern gemeinsam die Mahlzeiten ein. Spazierengehen in Parks, durch die Straßen, auch durch solche, in denen sich Apotheken befinden, schließen sich an; später wird der Geheillte zu Besorgungen in die Apotheken hineingeschickt. Dabei hat sich stets erwiesen, daß der Genesene kein Bedürfnis mehr nach Gift und Spritze hat. :: Als Schonzeit für die Fischerei wird die Zeit vom 20 Oktober bis zum 14. Dezember einschl. festgesetzt. Sie Kleines Allerlei = Enthüllungen über Kolumbus. Daß die Isländer Amerika schon 500 Jahre vor Kolumbus entdeckt haben, weiß man längst. Daß aber Kolumbus selbst Amerika vor— Kolumbus entdeckt haben soll, das ist eine sensationelle Neuigkeit von gestern. Das ist so zu verstehen, daß der Mann, der uns in der Schule als der Entdecker der Neuen Welt gepriesen wurde, lange Zeit vor der„offiziellen“ Entdeckung, die in den Geschichtsbüchern steht, sozusagen schon„inoffiziell“ drüben gewesen sein soll, und zwar ganz einfach als— Seeräuber! Auf dem Amerikanistenkongreß, der dieser Tage in Hamburg tagte, hat das der peruanische Gelehrte Professor Ulloa ans Licht gebracht. Ulloa hat zahlreiche Dokumente durchgesehen und aus ihnen ermittelt, daß dieser Kolumbus mit dänischen Piraten über Irland, Grönland, Labrador und Neufundland nach Florida gefahren ist. Später erst soll er ein gesitteter Mensch geworden sein und in spanischem Auftragdie„amtliche“ Entdeckung vorgenommen haben. Auf einem Wege, der ihm längst bekannt war, soll er zu den Amerikanern, die damals noch Indianer waren, gelangt sein, und daraus wurde dann die historische Entdeckung. die wir alle kennen, fabriziert. Außerdem soll es dem Kolumbus gar nicht eingefallen sein, aus Genua zu stammen, und Mussolini wird ihn aus den Listen der großen Italiener streichen müssen. Das Testament des Kolumbus, aus dem die Italiener die genuesische Herkunft des Entdeckers herleiten, soll gefälscht sein. In Wirklichkeit stammte Kolumbus, wie der Professor Ulloa feststellt, aus einem katalonischen, also spanischen Geschlecht. Lange Zeit sei er ein Korsar und Rebell gewesen, und seine wandtschaft war auch in Korsarenkreisen zu suchen. „Die beste und billigste Reklame ist das Zeitungsinserat erklären die Lichtspieltheaterbesitzer. einer gut besuchten Tagung der Lichtspieltheaterbesitzer von Hessen und Hessen=Natsau wurde gegen ein Flugblatt Stellung genommen, das der Deutsche Musikerverband verbreitet. In diesen Flugblättern wird das Publikum aufgefordert, den Tonfilm zu boykottieren, weil er der Ruin des Musikergewerbes sei. Weiter wurde über Reklame beraten. Die Verbandsleitung hat bei der Städtischen Reklamestelle eine Ermäßigung der Plakatierungsgebühren herbeizuführen gesucht und erhielt eine grundsätzliche Zusage für den Fall, weit mehr Lichtspieltheaterbesitzer wie bisher die Dienste der Städtischen Reklamestellen in Anspruch nehmen würden. Dafür schien aber recht wenig Meinung. Die Versammtlung war vielmehr der Ansicht, daß eine Plakatreklame an Litfaßsäulen usw. zwar eine gewisse Bedeutung haben könne, daß die beste und billigste Reklame aber nach wie vor das Zeitungsinserat in der Tagespresse bedeute. Durch die Tagespresse würden alle Schichten der Bevölkerung erfaßt, und Zehntausende greifen am Donnerstag oder Freitag zu ihrem Leibblatt, um die Programmveränderung der Lichtspieltheater festzusteller.„. K 4665 Diese Würdigung der Hessen=Rassauer Licht###elhausbesitzer aus der eignen Erfahrung heraus ist jedenfalls nicht allein für die Lichtspielhäuser, sondern allgemein beachtenswert. Immerhin darf, zumal dies offenkundig in Paderborn hervortritt, gesagt sein, daß die Paderborner Lichtbühnen äußerst zurückhaltend inpunkto Reklame durch die Zeitung sind. Man findet in Paderborn nicht nur die kleinsten Kinoanzeigen in ganz Deutschland, sondern von einer Seite werden die Programmwechsel dazu nur noch einem Teile der Bevölkerung bekannt gegeben. Wir wollen indes nicht behaupten, daß man dort auf den Besuch aus diesen Kreisen der Bevölkerung keinen oder weniger Wert legt, aber so eine kleine Zurücksetzung werden empfindliche Leute darob doch als vorliegend erachten. Die in Paderborn geübte Zurückhaltung stimmt jedenfalls mit der Meinung der Hessen=Nassauer nicht überein, und daß sie auch nicht im Selbstinteresse der Unternehmungen liegen kann, darob dürften keine Zweifel bestehen. mittag einen Zusammenstoß zwischen einem Fuhrwerk der Speditionsfirma Hartmann und der Straßenbahn, die auf dem Wege vom Hauptbahnhof zum Westerntor war. Der Anpral war ziemlich heftig, so daß die Eingangstür zur Straßenbahn ziemlich demoliert wurde. Das Pferd konnte noch zur Seite genommen werden. Auch sonst kamen Personen nicht zu Schaden. Bei dem sehr regen Fahrverkehr durch diese Einfahrt, sie führt zu den Lägern mehrerer Großhandlungen, ist besondere Sorgfalt, namentlich auch seitens der Straßenbahnführer, dringend geboten. Wer an diesem Zusammenstoß die Schuld trägt, steht nicht genau fest. Die Meinungen dazu gehen wie immer auseinander. § Meisterprüfung. Im Bezirk der Handwerkskammer zu Bielefeld, Abt. Paderborn, bestanden im Monat September 1930 auf dem Handwerksamt zu Paderborn die Meisterprüfung im Schneidergewerbe: Franz Fraune, August Hörnschemeyer, Helmuth Kocziot, Johann Scherf, Johannes Hogefeld, Bernhard Niehues, Jakob Fenners, Josef Klaußener, Erhard Schweickl, Hermann Schnabel, Christoph Grohe, Hermann Wibbeke, Erwin Friedmann, Alfred Bönisch, Walter Wawersig, Rudolf Lechner und Franz Heitmann, sämtlich aus Paderborn, Konrad Junkernheinrich=Hövelhof; im Bäckergewerbe: Franz Münster=Bredenborn, im Tischlergewerbe: Heinrich Hagenhoff und Liborius Stamm, beide aus Dorfbauerschaft, Stefan Kückmann und Stefan Stamm, beide aus Delbrück, Franz Marx und Josef Heck, beide aus Paderborn; im Stellmachergewerbe: Heinrich Steinmetz=Delbrück. Genannte haben hiermit das Recht erworben, nach Vollendung des 24. Lebensjahres Lehrlinge auszubilden und den Meistertitel zu führen. gilt a) für sämtliche Nebengewässer der Weser von der Porta Westfalika an aufwärts; b) für die Lippe oberhalb Neuhaus und alle linksseitigen Nebenflüsse. — Reichskampfbund für Gewässerschutz. In diesem Jahre hat sich ein Reichskampfbund für Gewässerschutz, Sitz Sprottau(Schlesien) gebildet, dem bereits zahlreiche Behörden, Organisationen, Vereine und Private angehören. Die Organisation ist aus der Not der Zeit und besonderen Mißständen heraus entstanden. Es mehrten sich mehr und mehr die Klagen über zunehmender Schädigung der Fischerei im ganzen Deutschen Reiche. Vor allem nimmt die Verunreinigung der Gewässer bedenklich zu, da die vorhandenen Kläranlagen vielfach nicht den Anforderungen entsprechen oder nicht genügend kontrolliert werden. Die Reinhaltung der Gewässer ist aber nicht nur im Interesse der Fischerei, sondern auch in demjenigen der Landwirtschaft(Wiesenwässerung, Viehtränke usw.) sowie der menschlichen Gesundheit, insbesondere wegen der Trinkwasserversorgung durch Grundwasser und Brunnen sowie wegen Erhaltung der Badegelegenheit dringend notwendig. Der Reichskampfbund für Gewässerschutz setzt sich für den Schutz der Gewässer vor Verschmutzung und Verunstaltung für die Erhaltung der Uferlandschaft und die Schaffung und Erhaltung von Uferwegen usw. ein und strebt, baldmöglichst die Schaffung von Landesanstalten zur ständigen Ueberwachung der Reinhaltung der Gewässer an. Diese Bestrebungen sollten durch Zusammenarbeit aller beteiligten Steklen gefördert werden. Vabervorner vom 1. Oktober 9130. Bühnenvolksbund. Die Theaterspielzeit steht bevor, und damit beginnt auch wieder die besondere Arbeit des hiesigen Bühnenvolksbundes. Nach längerer Unterbrechung tagte er gestern abend wieder im Bürgerverein unter der Leitung seines Vorsitzenden Dr. Thoma zur Erledigung der laufenden Geschäfte und zur Vorbereitung der Theaterspielzeit.— Zunächst wurden die in den letzten Monaten neu beschafften oder umgearbeiteten Bühnenausstattungen berichtigt. Sie ist in den letzten Jahren planmäßig vermehrt und nachgerade so reichhaltig geworden, daß das Anleihen von Gegenständen, das früher die Regel bildete, jetzt nur noch ausnahmsweise nötig sein wird. Trotz der durch die Neubeschaffungen erforderlich gewordenen Ausgaben ist die Vermögenslage des Bühnenvolksbundes durchaus befriedigend. — Einem mehrfach geäußerten Wunsche Rechnung tragend, soll in der bevorstehenden Spielzeit das klassische Drama besonders gepflegt werden. In diesen Stücken werden vorzugsweise die Gäste auftreten, von denen einige schon von früher her hier bekannt sind. Neben den klassischen Stücken werden auch die Neuerscheinungen hinlänglich berücksichtigt werden, so daß der Spielplan seine frühere Höhe behaupten wird und jeden Vergleich mit anderen Theatern aushalten kann.— Wenn sich auch diesmal die Vereine und Körperschaften um ein geringes weniger am Abonnement beteiligt haben als im vorigen Jahre, so steht doch schon jetzt fest, daß das Theater Abend für Abend hinreichend besetzt sein wird. Einige gute Abonnements=Plätze sind noch zu haben. Ein Sängerjuliläum. 40 Jahre lang in tätiger Mitgliedschaft ein und demselben Gesangchore anzugehören, ist immerhin eine bemerkenswerte Seltenheit und ein außergewöhnliches Jubiläum. Ein solches kann heute unser in weiten Kreisen bekannte und geschätzte Mirbürger, Domküster Heinrich Gembris begehen. In den vier Jahrzehnten seiner Domsängerschaft hat er die künstlerische Entwicklung des Domchores miterlebt und— wir sagen da bestimmt nicht zuviel— zu seinem Teile mitgefördert. Verfügt der Jubilar doch über zwei wertvolle kantorale Eigenschaften, die in der gesamten Sängerwelt im höchsten Ansehen stehen, ja das Alpha und Onegea aller Sangeskunst bilden: eine geschulte, wohllautende Stimme(Tenor) und eine in langjähriger Uebung erworbene große Sicherheit im Notenlesen und in der Intonation, beides unerläßliche Vorbedingungen für jeden Solosänger.— Obgleich es sicherlich dem Wunsche des Jubilars entsprochen hätte, wenn sein Ehrentag unbemerkt vorübergegangen wäre, ließ es sich der Domchor unter Leitung seines rührigen Dirigenten, Professors Schauerte, nicht nehmen, sein altes Mitglied durch eine schlichte, aber überaus herzliche Kundgebung zu ehren. Unter den sonstigen Gratulanten stand obenan der hochw. Weihbischof, der dem Jubilar die Glückwünsche des Metropolitan=Kapitels schriftlich übermittelte. Auch wir wünschen dem bewährten Mitbürger eine lange und erfolgreiche Sängerschaft zur Ehre Gottes und zum Besten des Domchores! (?) Fuhrwerk gegen Straßenbahn. An der Ausfahrt in die Bahnhofstraße bei Stratomeyer gab es heute vordun.7 OPo#### Nah und Fern ):( Geseke, 1. Okt. Umwandlung unseres Fern sprechamtes. Noch in diesem Rechnungsjahre soll das Fernsprechamt Geseke in ein Selbstanschlußamt umgewan delt werden. ! L e m g o i. L., 1. O k t. E i n g r o ß e r B a u e r n h o f vollständig eingeäschert. In der zum Stadtbezirk gehörenden Bauernschaft Hasenbrede wurde der große Bauernhof des Gutsbesitzers Karl Redeker vollständig über Nacht ein Raub der Flammen. Die Lemgoer Feuerwehr konnte mit der Motorspritze nicht eingreifen, da die Anfahrtswege zu schlecht waren. Vom Inventar und den landwirtschaftlichen Maschinen konnte ebenfalls nichts gerettet werden. Mit knapper Not gelang es, die Frau des., die ihrer Niederkunft entgegensieht, aus dem Hause zu bringen. R. selbst wäre beinahe bei dem Brande von dem eine stürzenden Hausgiebel erschlagen worden. X Dortmund, 1. Okt. Ablehnung einer Bier und Bürgersteuer. Nach langer Pause trat am Montag zum ersten Male wieder das Dortmunder Stadtparlament zusammen. Im Mittelpunkt stand ein Antrag des Magistrats auf Einführung einer Biersteuer und Bürgersteuer, die eine Besserung der Finanzlage um 500 000 bzw. 1,3 Millionen Mark bringen sollte. Redner sämtlicher Parteien kamen ausführlich zu Worte, so daß sich die Beratung über diesen einen Punkt allein über 4 Stunden erstreckte. In einem eindringlichen Appell wies Finanzdezernent Kaiser auf die schwierige Finanzlage der Stadt Dortmund hin, die ohnehin in den nächsten Tagen einen Zwangsetat erhalte, nachdem die Entscheidung in Berlin darüber getroffen ist. Dr. Kaiser betonte, daß er die Einführung der Bier= und Bürgersteuer für unbedingt erforderlich halte, denn man müsse aus allen irgend möglichen Quellen schöpfen in der Hoffnung, daß die Lage sich bessern werde. Die Mehrzahl der Diskussionsredner vertrat jedoch die Ansicht, daß die wirtschaftliche Lage keine neue Belastung ertrage. Schließlich wurde die Biersteuer mit 46 gegen 29 Stimmen und die Bürgersteuer mit 42 gegen 30 Stimmen abgelehnt. (=) Hamm, 1. Okt. Altertumsfunde. Bei Ausschachtungsarbeiten für die beiden neuen Kirchtürme in Heeßen fand man in einer Tiefe von 1,50 Metern einen guterhaltenen Baumsarg. Ferner wurden laut„W..“ Teile von Skeletten, eine Anzahl guterhaltener Schädel, darunter einer mit vollständigem Gebiß und rötlichem Haar sowie eine Kassette und Scherben gefunden. Leider sind die Funde von Kindern mutwillig zertreten worden. Der Konservator des Provinzial=Museums in Münster hat den Baumsarg beschlagnahmt. * Quelle, 1. Okt. Untreue im Amt. Am Samstag wurde der Angestellte Gustav., der bei der Gemeinde in Quelle tätig war, von der Brackweder Polizei festgenommen. H. hatte Ausgabeanweisungen der Gemeinde Quelle mit dem Namen des Gemeindevorstehers Tönsgöke gefälscht und sich darauf Geld von der Kasse zahlen lassen. Außerdem hat er noch verschiedene andere Gelder unterschlagen. H. hat das Geld auf Rennplätzen vertippt. el. Hagen, 1. Okt. Ein schwerer Unfall der durch leichtsinniges Verhalten eines Arbeiters einen tödi lichen Ausgang nahm, ereignete sich am Harkortsee. Are beiter waren damit beschäftigt, Rohre in einen Schacht zu legen. In dem Schacht befand sich der Arbeiter Emil Mehl, der aufgefordert wurde, den Schacht wegen der bestehenden Gefahr zu verlassen. Dieser Aufforderung kam er jedoch nicht Zum Programm des Reichskabinetts. Auslandsstimmen zum Finanzplan. Sowohl die englische wie die Pariser Presse gibt dem Finanzplan der Reichsregierung großen Raum. Man liest aber noch wenig Kommentare. Ein Londoner Blatt sagt kurz, daß das Programm großes Vertrauen erwecke. Auch Pariser Blätter betonen, daß durch das Programm der deutsche Haushalt in Ordnung komme. Reichsminister Stegerwald zum Finanzprogramm. Berlin, 1. Okt. Reichsminister Stegerwald erklärte zur Lage, daß es sich bei dem Regierungsprogramm nicht um Be= und Entlastungen handele, sondern es ginge um die Rettung des Staates. Dies sei heute leider nur möglich durch die Abstriche an den Beamtengehältern und durch Abstriche sozialer Art. Höhere Steuern aus der Wirtschaft sei ein Ding der Unmöglichkeit. * Der erste Protest. :) Essen, 1. Okt. In einer Versammlung von Vertretern westdeutscher Beamtenbanken und Beamtengenossenschaften wurde Stellung genommen zu den Absichten der Regierung, eine allgemeine Kürzung der Beamtengehälter vorzunehmen. Die Vertreter der geldwirtschaftlichen Selbsthilfeeinrichtungen der Beamten erklärten einmütig, daß ein solcher Gehaltsabbau angesichts der wirtschaftlichen Notlage vieler Beamten ganz unmöglich sei. Weite Kreise der Beamtenschaft seien stark verschuldet. Eine Verminderung ihrer gegenwärtigen Gehälter und Pensionen würde diese Lage unerträglich verschärfen, die Kaufkraft der Beamtenkreise abermals verringern und damit zum allgemeinen Niedergang der Wirtschaft beitragen, Es wurde darauf hingewiesen, daß die Regierung offenbar nicht wage, die wirklich leistungsfähigen Kreise Deutsch lands, die in zunehmendem Maße ihre Ueberschüsse in das Ausland abführten, zu entsprechenden Leistungen heranzuziehen und daß sie statt dessen erneute Lasten auf die Schultern der Schwachen lege. Dieses Verhalten der Regierung habe in allen Kreisen der Beamtenschaft große Erbitterung hervorgerufen. Der erste Protest wäre also bereits da. Ob er etwas nützt? Das Neuestt vom Tage. Vom Mittwoch bis 13 Uhr. Kleine Funkmeldungen. Der geheime Rat von Japan hat heute endgültig dem Londoner Flottenabkommen zugestimmt, sodaß dessen Annahme nun gesichert ist. In London beginnen morgen Verhandlungen zwischen England und Rußland wegen Regelung der Schulden. England fordert für Kredite an die Zarregierung vor dem Kriege und die Enteignung von Engländern im SowjetRußland eine Summe in Höhe von 28 Milliarden Marks Rußland erhebt ebenfalls Forderungen. Frankreichs Kriegsminister Maginot besuchte mit dem Chef der Heeresleitung und anderen führenden Offizieren die Ostgrenze um die Befestigungen zu besichtigen(!) Die Heimwehren in Oesterreich erklären, daß sie durch Uebernahme des Justiz= und des Innenministeriums nichts von ihren Zielen preisgeben würden. Wetterbericht. Die Weterlage zeigt gegen gestern nur wenig Aenderung. Das nordische Hoch wird durch ein Teiltief nach OOsten verdrängt, sodaß das über Volen liegende Tief weichen dürfte, was eine Besserung herbeiführen sollte. Wettervorhersage für Donnerstag: Zunächst veränderlich und meist trocken, strichweise Nebel, im allgemeinen aber zufriedenstellendes Herbstwetten. ** Münster, 1. Okt. Der Ueberfall auf die Essener Frauen gesühnt. Zwei Frauen aus Essen wollten am 15. August d. J. an der Beerdigung eines Verwandten in Amelsbüren teilnehmen. Sie trafen mit dem Zuge auf der Bahnstation Hiltrup ein und erkundigten sich dort nach dem Wege. Sie wurden dann von einem Manne verfolgt, der sie bereits vorher beobachtet hatte. An der Böschung des Dortmund=Emskanals fiel dieser Mann plötzlich über die Frauen her, warf eine von ihnen in den Straßengraben und versuchte ein Notzuchtverbrechen. Die Frauen wehrten sich verzweifelt mit ihren Regenschirmen. Schließlich kam Hilfe, und der Täter flüchtete. Er wurde aber erkannt und verhaftet. Der Zimmermann Karl Schürhoff aus Hiltrup hatte sich jetzt wegen dieses scheußlichen Verbrechens zu verantworten. Er ist bereits wegen ähnlicher Sachen vorbestraft. Eine der überfallenen Frauen mußte als Folge des Ueberfalles drei Wochen im Krankenhaus liegen. Das Gericht diktierte dem Unmenschen ein Jahr und einen Monat Gefängnis zu. Der Angeklagte nahm das Urteil an. im Krankenhaus verstarb. )( Detmold, 1. Okt. Typhus fordert ein Todesopfer. Im benachbarten Hohenhausen ist vor kurzem Typhus ausgebrochen. Die 11jährige Tochter des Arbeiters Kruse ist jetzt das erste Todesopfer diezer Epidemit geworden. Trotz aller Vorsichtsmaßregeln sind zwei weitere Familien inftziert worden. !! Osnabrück, 1. Okt. 6 Kinder bei einer Explosion verletzt. In einem Hofraum im benachbarten Stockum spielten mehrere Kinder mit einem Sprengkörper. Plötzlich kam dieser zur Explosion. Nicht weniger als 6 nnver wurden verletzt. 2 Kinder wurden sogar sehr schwer verletzt, sodaß sie in bedenklichem Zustande dem Krankenhause zugeführt werden mußten. * Melle i.., 1. Okt. Der Heilkundige Bals festgenommen. Wie das Kriminal= und Grenzkommissariat Bentheim mitteilt, ist der Heilkundige Franz Bals aus Melle, der am Sonntag vor acht Tagen einen verbotenen Eingriff an der Lina Klockenbrink in Melle vorgenommen hatte, an dessen Folgen, wie wir berichteten, das Mädchen starb, festgenommen worden. Bals hatte die Leiche des Mädchens bekanntlich auf der Landstraße nach Buer niedergelegt. Er war seit Dienstag voriger Woche flüchtig. Einer Person war Bals bei einer zufälligen Unterhaltung aufgefallen. Diese teilte der Kriminalpolizei ihre Vermutungen mit mit dem Ergebnis, daß die Kriminalpolizei in Bentheim die Spur des Bals verfolgen und seine Festnahme vornehmen konnte. Unreines Gesicht Pickel, Mitesser werden in wenigen Tagen durch das Teintverschönerungsmittel Venus(Stärbe A) Preis##.75 unter Garantie beseitigt. Gegen Sommersprossen (Stärke B) Preis .75. Nur zu haden bei Westfalia=Drog Kamp 8. Zacke Ceminnnermehsung bei geicher Lopenahl. vellengmmng verweistht Wer, wagt— gewrinnt " Staatliche Lotterie-Einnahme, Padecborn IA !2 Adenau, 1. Okt. Spottbillige Kartoffeln. Am Bahnhof Adenau wurden 1,90 Rm. für den Zentner Kartoffeln gezahlt. Dieser Preis steht 33 Prozent unter dem Preis in der Vorkriegszeit. Es wurde festgestellt, daß auch in anderen Erzeugergebieten dieser niedrige Preis zahlt wird. 883 :: Kamen, 1. Okt. Ein Bulle stürzt sich auf eine Frau. Auf einer Weide bei Haus Bölng in Decne Riß###e Frau des Kuhschweizers ihrem Manne zur Hand. . wurde ein Bulle wild, jagte auf die ahnungslose Frau zu und verletzte sie sehr schwer. U. a. wurden ihr mehrere Rippen gebrochen. 1. Okt. Mit der Eisenstange in Rceshöst: sche Leitung. Beim Abmontieren einer ####e geriet ein Händler mit einer Eisenstange in die elektrische Starkstromleitung und erhielt einen heftigen Schlssni#r eine sofortige Ueberführung ins Krankenhaus n machte. Der Zustand des Verunglückten ist ##clinghausen, 1. Okt. Todessturz beim Nach#hen einer Antenne. Ausgerechnet in den späten Abendstunden wollte der 16jährige Schüler Wilhelm Jung in Suderwich eine Radio=Antenne in Ordnung bringen. Dabei tat er einen Fehltritt und stürzte aus 8 Metern Höhe in die Tiefe. Ein Leber= und Milzriß führte bald Tode. Eröffnung der Welfenschatz=Ausstellung. Mistrach=chu den in Berlin der Oesfentlichleit Deuschen Geselschaf stützt von dem Bergführer Carlo Medici aus Castione, zum Unter ien Papieren des Führers Mediel Tellm e. Teffenlllichkeit zugänglich sein. Die abend wurde die Ausstellung vor geladenen Gasten den Reichskunstwart Dr. Redslob eröffnet. Diensta dur Bielefeld. Untreue eines Gemeindebeamten. Wegen Unterschlagungen und Urkundenfälschungen wurde der Angestellte der benachbarten Gemeinde Quelle, Gustav., verhaftet. Er hatte fortgesetzt Ausgabebescheinigungen der Gemeinde mit dem Namen des Gemeindevorstehers versehen und sich an der Kasse auszahlen lassen. Außerdem hat er noch verschiedene andere Gemeindegelder unterschlagen. Das Geld hat er auf Rennplätzen verwettet. Osnabrück. Der„Heilkundige" Bals verhaftet. Der Heilkundige Franz Bals aus Melle, dessen Opfer die Klockenbrink wurde und der geflüchtet ist, konnte jetzt durch die Bentheimer Grenzpolizei verhaftet werden. Wie berichtet, hatte er im Zuge nach Bentheim ein eGspräch angeknüpft, das einem Mitreisenden, der später von der Tat erfuhr. verdächtig erschien. Der Reisende machte der Polizei davon Mitteilung, die Bals, wie neuerdings mitgeteilt wurde, verhaften konnte. Große neue Bohrerfolge im hannoverschen Oelgebiet. Harburg=Wilhelmsburg. Bluttat eines chinesischen Heizers. Ein chinesischer Heizer des im hiesigen Hafen liegenden englischen Tankdampfers„Bullmouth", tötete seinen Landsmann durch mehrere Messerstiche in den Rücken. Der Täter ist dann geflüchtet. Der Heizer soll die Tat begangen haben, weil sein Landsmann ihm ein Kartenspielschuld nicht bezahlen wollte. Die Nachforschunge nach dem Täter sind aufgenommen worden Ergiebige Funde in der Staatsforst Berkhöpen und in Nienhagen. Neben der erfolgreichen Bohrung der Gewerkschaft Elwerath bei Nienhagen hat auch Dr. Anton Raky=Salzzitter, und zwar vor allem in dem geschlossenen großen Hebiete der preußischen Staatsforst Berköpen, in letzter Zeit große neue Bohrerfolge erzielt. Bei diesen neuen Liefbohrungen, deren Zahl sich auf drei beläuft, stehen nehrere Tanks, die aber bereits überfüllt sind, und ein neues Reservoir von 4500 Kubikmeter Inhalt ist dort jetzt im Bau und der Vollendung nahe. Von sachverständiger Seite wird dazu geschrieben: . Die neuen Bohrungen in der staatlichen Forst Berkropen, die von Dr. Raky gemacht werden, schreiten immer weiter nach Süden, also nach Oedesse und dem seit Jahren verlassenen Oelheim zu. Sie haben vollkommen wasser= und salzfreies Oel angetroffen. Im Gebiete von Nienhagen, wo auch die neuen Erfolge der Gewerkschaft Elwerath liegen, haben die Rakyschen Unternehmungen in dem soeben zu Ende gegangenen Monat September aus vier Schöpssonden etwa 1100 Tonnen Erdöl gewonnen. Dort ist eine weitere Tiefbohrung an günstiger Stelle im Betriebe, und weitere Bohrtürme aus der Rakyschen Maschinenfabrik werden nächstens in Betrieb gesetzt. Im Oberger Gebiete hat die Firma drei neue Tiefbohrungen nordostlich des Ortes stehen. Sonde 1 förderte im September 1930 210 Tonnen benzinreiches Oel, Bohrung 2 hat das Oel vor einigen Tagen erreicht, Bohrung Oberg 3 ist zurzeit über 200 Meter tief. Auch in diesem Gebiete liegt ein zusammenhängender, genau bekannter Oelhorizont. Anter den alten Papitends Fahler. Mront fand man nun kürzlich ein Notizbuch, das über die verschiedenen unter einer Zahrung unternommenen Bergbesteigungen auf der führt. Aus der Eintragung, die des 18. Jahrestages der ersten Bergbesteigung gemacht wurde, ergibt sich, daß damals eine Gesellschaft, der egenwärtige Papst angehörte, den Gipfel bei Priester Protesfarden erstieg. Mit eigener Hand hatte der Achille Ratti unter den Bericht des folgendes Zeugnis geschrieben:„An diesem Tage #„ Erinnerung an die erste Besteigung der Presolana erteichten vie Unterzeichneten unter der Führung Carlo Meden Gipfel des hadent grei der ersten Besteigung gewesen, stione frühmor und hatteg um dreiviertel fünf Uhr aufgebrochen eine Kast um dreiviertel zehn Uhr den Gipfel erreicht, wo Führung durch arner dalben Stunde gemacht wurde. Die Fuhrung durch Tarto Medici und seinem Sohne Giuseppe war in jeder Hinsicht über alles Lob erhaben. Die Leistung „ um so höher zu schätzen, als der Aufstieg bei schlechtem Weiter und in dichtem Nebel erfolgte, der während der Sug-Spaenanziet. gez. Priester Professor Achille Ratti pollen Aufi: Zur Erinnerung an die beiden bedeutungst, Wtiellusstiege wird die Sektion Bergamo des italienischen Alpenllups einen Gedenkstein am Stadthause zu Castione Sar Pesteigung dusdtum ds ersten Aufstieges und jenss burch den gegenwärtigen Papst verzeichnet. Sporen als Alpinist verdienk. Presolana seine Kleine telearaphische Meldungen Oberleutnant a. D. Fuhrmann aus der Haft entlassen. Berlin. Oberleutnant a. D. Fuhrmann ist nach den achten, die mehrere beamtete Arzte auf Grund eingehender ntersuchungen und Beobachtungen im Verein mit einem Proder Berliner universital abgegeben haben, zurzeit nicht haftfähig. Die Staatsanwaltschaft hat daher die Strafvollnleuung zunächst auf die Dauer von drei Monaten verboten. Der Heilige Vater als Alpinist. Die erste alphnische Großtat des Papstes im Tagebuch eines 3 Ortober Versführers. S###### Ondver jährt sich zum 60. Male der Tag, an dem der Ingenieur Curo mit dem Advokaten Fizzoni, unterGeldbriefträger beraubt. i. Pr. In der Nähe von Groß=Raum wurde geraubt. Die Täter verschwanden im Walde ermittelt werden. und konnzen bisMachen Sie einen Glücksversuch in def Preuß.-Südd. Klassenlotterie, deren Neubeginn bevorstcht. Vielleicht können Sie dieses Mal Das große Los Eden=Pflanzen Balter und Verlag der Paderborner Anzeiger und Verlagsdruckerei.=G. in Paderborn. Geschäfts= und Schriftleitung Martin Wagner, in Paderborn. nach Hause tragen. Gesamtgewinnsumme RM Pilanzen-Fleisch Plianzen-Sälte Apfel-Salt empfiehlt Reformhaus Albert Dammeyer, Paderborn, Wester nstr. 15, Ne Mrtköhen Lospreise: 1/8 pro Klasse 5 RM, ¼ 10 RM usw. Porto u. Gewinnlisten besonders Phorbech Füllhalter das moderne Schreibgerät für jedermann. Nur echte 14 Kar. Goldfedern. Auch in den billigen Haltern zu Mk..—,.50,.50, .50 usw. Auch Breit= oder Schrägfedern für die neue Schreibart. Moderne Selbstfüller zu Mk. 6,50 usw. Pelikanfüller 15 Mk Mit dem heutigen Tage übergab ich mein seit 50 Jahren bestehendes photographisches Geschäft bei Fr. Pommer, Paderborn. meinem Neffen Herrn B. Schack. Für das mir von meiner treuen Kundschaft in der langen Zeit erwiesene Vertrauen danke ich herzlich und bitte, dieses auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen. Alois Ophoven Bezugnehmend auf nebenstehende Mitteilung bitte ich, auch mir allseitiges Vertrauen entgegen zu bringen. Meine langjährige Tätigkeit in führenden Häusern des In- und Auslandes gibt Ihnen die Gewähr, nur allerbeste Wertarbeit zu erhalten, und werde ich mich den Aufgaben und Wünschen meiner Kundschaft jederzeit mit Hingabe widmen. Bernhard Schack Paderborn, 1. Oktober 1930. Staatl. Lotterie-Einnahme, Paderborn Fürstenbergstraße 20, Fernspr. 2032 Postscheckkonto Hannover 65253 Bad Lippspringe. Meine Wohnung befindet sich von heute ab bei Herrn Niewels Arminiusstraße Frau Zimmermann, Hebamme. Lagerschuppen, Anlogalug., Wochenenbhäuser Achtung! Achtung!= Drober-Ladch-Motire. Der neue am 5. Oktober in Kraft tretende große Winter= „„*un des Paderborner Anzeigers ist erschienen Der Bezug unseres Plakatfahrplanes ist infolge der vielfachen amnfeblen, die mit 5. Oktober in Krast treten besonders zu Unser Plakatfahrplan ist Radio Zentrall In unserem Geschäfts-Hause Bahnhofstraße 13 ist großer Laden mit Büro zu vermiet.(Zentralheizung) Paderbörner Anzeige. Aktien-Gesellschaft. Fechtler Karlstr 13 Ruf 256 etc. in moderner zerlegbarer EisenBeton=Bauweise billigst ab Lager lieferbar. Geeignete Branchekundige Herren als Vertreter gesucht. Christmann& Co. Wiesenbach77 Kreis Biedenkopf. unentbehrlich für alle Kontore und Läden für alle Wirtschaften und Hotels. Unser Plakatfahrplan erspart seinem Besitzer viel Zeit und damit viel Geld. EMSTeuh im Schnitt PARU KAFFEE Er macht das lästige und zeitraubende Nachschlagen des Kursbuches überflüssig. Mit einem Blick orientiert für alle Zwecke .STEINER Rothoborn 2/4 Paderham Tel. 2747 Ragout Pfund 60 Pfg. Blatt. RückenKeule Pfund.00 u..20 Bekanntmachung. Die städtische Bekanntmachung vom 26. September ds. Is. Eetrefend die Einreischung der Vorschlags#isten über Beisitzer und Stellvertreter zum örtlichen Mieteinigungsamt wird auf Grund des Ortsbesetzes über öffentliche Bekanntmachunden dadurch veröffentsicht, daß dieselbe vom 1. Oktober ds. #s. ab vierzehn Tage ang im Zimmer 21 des städtischen Vervaltungsgebäudes in der Grube zu jedernanns Einsicht offen legt. Paderborn, den 26. Sept. 1930 Der Magistrat. Wer verkauft Wohn= od. Geschäftshaus, Villa, Landwirtschaft, Gasthof, Fabrik od. sonst. Betrieb, auch Bauterrain. Sof. Angebote an K. Lahmeyer Bremen Reuterstraße 22. Gerhard Lange, Ledergroßhandig. Paderborn, Paderberg 1 Schlieder SohliederAusschnitt, Gummi-Absätze er. über alse in Paderborn an= und abfahrenden Züge und der schnrusten Ankunft= und Abfahrtszeiten in bezw. von Aachen— Köln— Essen—Dortmund—Hamm— Münster—Soest usw. in u. von Kassel Leipzig—Frankfurt— Berlin—Hamburg—Hannovec— Hildesheim— Minden—Herford usw. Unser Plakatfahrplan enthält weiter die Sondervläne der ###ch Bad Lippspringe—Brilon—Bielefeld—Wiedenbrück und Gulersloh, den Winterfahrplan der Straßenbahn in allen Richtungen wie die der Autokraftlinien und dies alles in übersichtlichster Anordnung .. Den Wünschen der Kaufmannschaft folgend, bringt unser Wandsahrplan erstmalig auch die Kennzeichnung aller Postzüge der Haupt= und Nebenstrecken. Meiner werten Kundschaft zur gefl Preißelbeeren Kenntnisnahme, daß ich mich auf letzte Sendung nandarbeit umgestellt habe. gf.ung Auf Karton gedruckt. Versand nach Auswärts! Nur zu haben durch den Preise wie bisher: Herren-Sohlen u. Absätze Damen-Sohlen u. Absätze .50 .50 K. Nüsse, Weberstr. 15. Pfund 42 Pfg. Westfälisches Kaufhaus Paderborn, Tel.2792 Kaffee-Rösterei und Import Paul Rutz Faderbornt Nr. Zweites Brünings Vom Re Die Reichs: Offentlichkeit da programm über längerer Zeit b# lichung hat der Besuch abgestatt zutragen und heißt, soll der Ministerpräsider habt haben. gramms wird! lungen mit den suchen, eine p# gramm zustand ganzen annehm keine Abandern regierung hat! lichkeit eine tigste Punkte f. Die Reichs tag eine umfas finanzen und z machen. Diese breitet ihre Vi nahmen stellen, in einer Bespi Sie sind in er blick finanz möglich ist. auf das, was forderten Ma sind geboren a aller Preise d Produkte auf daß die w zeit, welche da lich höheren P Goldes eine v Zwar ist die bis zu allen drungen. Die Steuern und kosten steht starke Lähmu# wirtschaft und griffen, die z geführt hat. Revolution 1 in den verga winden, daße zufuhren liarden geher und an die S ausfuhr, Verpflichtung des verloren Die Kapital, sind Wirtschaft, und die ste wurde die La um die Zuk licher, die N ihr Vermöge Das E ständig steig wachsenden der Rückgan Aufgabe erg die Ursache, lämpfen und wegzukomm Eine u Steuerwesen *** so1 Steuern. Wiederherst die uns fül aufgebaut. 76 Für das von 750—90 etwa 300 M Fürsorge fü den Rückgan rung der W wird in den sonderen Fo Gesetz wird wird die 2 und seine 1 Durch d die Ausgab Jahre 1930 die Einnah# Sühe rechne Ohe 6e ters sowie der Abgeor Reichsbeam empfänger Senkung er Jahren. Von der K sonen, vere lich nicht u Senkung d Millionen Reichsban! SchuhmacherBedarisartikel. Die e Ländern: weisungen aus Castione, zum solana bezwangen. Medici fand man verschitdenen unter steigungen auf der er Eintragung, die Bergbesteigung gene Gesellschaft, der e, den Gipfel bei nd bitterer Kälte er Hand hatte der den Bericht des „An diesem Tage der Presolana ihrung Carlo Meesteigung gewesen, e waren von CaUhr aufgebrochen Gipfel erreicht, wo macht wurde. Die i Sohne Giuseppe ben. Die Leistung tieg bei schlechtem der während der ssor Achille Ratti eiden bedeutungst o des italienischen sause zu Castione fstieges und jenas Papst verzeichnet. : P r e s o l a n a s e i n e Nr. 235 Zweites Blatt aderborner Anzeiger Donnerstag. den 2. Oktober 1930 dungen Haft entlassen. ist nach den Gutrund eingehender in mit einem Proaben, zurzeit nicht zer die StrafvollNonaten verboten. roß=Raum wurde en Männern überie er bei sich hatte.) und konnten bisseiger und Verts= und Schriftsaderborn. stehende Mitmir allseitiges ngen. in führenden des gibt Ihnen Wertarbeit zu den Aufgaben schaft jederzeit Schack Radios Zenirald Fechtler Karlstr 13 Ruf 256 PARU MAFFEE Kaffee-Rösterei und Import Paul Rutz Paderbernt „Srorten aus der Rol der Gen! Brünings Samierungsprogramm. Vom Reichspräsidenten gebilligt. Die Reichsregierung hat am Dienstag abend der an dem, os Verchere pierztegt. längerer Zeit bereits gearbeit: Vor der Verosseatlichung hat der Reichskanzler dem Reichspräsidenten einen Besuch abgestattet, um ihm das Sanierungsprogramm vorzutragen und sein Einverständnis einzuholen. Wie es heißt, soll der Reichskanzler auch mit dem preukischen Ministerpräsidenten Braun vorher eine Besprechung gehabt haben. Nach Bekanntgabe des Sanierungsprogramms wird Reichskanzler Brüning nunmehr Verhandlungen mit den Parteiführern aufnehmen, um zu versuchen, eine parlamentarische Mehrheit für sein Programm zustande zu bringen, das, wie es heißt, er nur im ganzen annehmen lassen will. Den Parteien soll also keine Abänderungsmöglichkeit gegeben sein. Die Reichsregierung hat über ihr Sanierungsprogramm der Ossentlichkeit eine Verlautbarung übergeben, der wir als wichtigste Punkte folgendes entnehmen:. 81 Die Reichsregierung hat zugesagt, dem neuen Reichstag eine umfassende Vorlage zur Sanierung der Reichsfinanzen und zur Gesundung der deutschen Wirtschaft zu machen. Diesem Versprechen kommt sie nach. Sie unterbreitet ihre Vorschläge dem deutschen Volk. Die Maßnahmen stellen, so führte Reichsfinanzminister Dietrich in einer Besprechung aus, einen einheitlichen Plan dar. Sie sind in erster Linie auf das gestellt, was im Augenblick finanziell geboten und wirtschaftlich möglich ist. Der Plan gibt aber zugleich den Ausblick auf das, was in Weiterführung der vom Augenblick geforderten Maßnahmen geschehen muß. Die Vorschläge sind geboren aus der Not der Zeit. Der Zusammenhruch aller Preise der Rohstoffe wie der landwirtschaftlichen Produkte auf dem Weltmarkt hat gezeigt, , d a ß d i e w i r t s c h a f t l i c h e n A n s c h a u u n g e n d e r N a c h k r i e g s. zeit, welche davon ausgingen, daß die Völker unter wesentlich höheren Preisen leben würden, also die Kaufkraft des Goldes eine verringerte sein werde, einer Revision bedarf. Zwar ist die Rückwirkung jener Umwälzung noch nicht bis zu allen Bedarfsartikeln unseres Volkes durchgedrungen. Die Höhe der von Gehalt und Löhnen, von Steuern und Soziallasten bedingten Gestehungskosten steht hemmend im Wege. Wohl aber hat eine starke Lähmung in der Aufwärtsentwicklung der Weltwirtschaft und der einzelnen Boltzpirschahenr,###e geführt hat. Deutschland schien außerdem die aus Krieg, Revolution und Insgthzren steigend hadurch zu überder Einnahmen tritt voraussichtlich eine weitere Kürzung dei Überweisungen für Länder und Gemeinden um rund 288 Milin Mark lionen Mart ein. Arbeitslosenversicherung. Der Ausgleich von Einnahmen und Ausgaben der Arbeits. losenversicherung soll künftig ohne Inanspruchnahme des Reichshaushalts sichergestellt werden. Der Anteil des Reiches an dem Aufwand für die Krisenfürsorge wird im Haushalt auf 420 Millionen Mark begrenzt. So werden die Schwierigkeiten beseitigt, die bisher stets dadurch entstanden sind, daß die Belastung des Haushalts für die Zwecke der Arbeitslosenversicherung und der Krisenfürsorge nicht von vornherein bestimmt waren. Eine grundlegende Reform der Arbeitslosenversicherung wird vorbereitet. Abstriche am Die Ausgabensätze bei den Einzeletats werden gegenüber dem Jahre 1930 um rund 300 Millionen Mark vermindert. Die Abstriche sind bereits mit Zustimmung der beteiligten Reichsministerien durchgeführt. Wenn auch an einzelnen schmerzhaften Abstrichen selbst bei den sozialen und kulturellen Aufgaben nicht vorbeigegangen werden konnte, so liegt doch der Schwerpunkt der Einsparungen bei den reinen Verwaltungsausgaben. Der Ausgleich im Haushalt 1931 setzt voraus, daß Ledigensteuer und der fünfprozentige Zuschlag zur Einkommensteuer aufrechterhalten bleiben. Durch stärkere Belastung des Tabaks unter Schonung der deutschen Erzeugung soll ein Mehrbetrag an Zöllen und Steuern von 167 Miklionen Mark gewonnen Im übrigen werden neue Steuerbelastungen vermieden. Wenn trotzdem der Einnahmeausfall auf insgesamt eine Milliarde Mark angenommen wird, so wird verhindert, daß der Haushalt wieder durch Steuerausfälle erschüttert werden kann. Länder und Gemeinden. beschränkt werden. Das Steuermilderungsgesetz läuft, soweit es steuerliche Erleichterungen für wirtschaftlich gebotene Betriebszusammenschlüsse betrifft, am 30. September 1930 ab. Zur Erleichterung und Verbilligung der deutschen Kreditversorgung und zur Verhinderung von Gründungen im Ausland schlägt die Reichsregierung auf Grund des Ermächtigungsgesetzes vom 9. Juni 1930 eine Sentung der Verkehrssteuer vor. Neuregelung der Wohnungswirtschaft. Die Reichsregierung wird die Linie der Wohnungsbaupolitik, die in ihrem zusätzlichen Bauprogramm des Jahres 1930 vorgezeichnet ist, grundsätzlch weiterverfolgen. Öffentliche Mittel werden nur noch da eingesetzt werden, wo ein wirklicher dringender Bedarf vorhanden ist, und sie werden ausschließlich zur Beseitigung der Wohnungsnot und des Wohnungselends der bedürftigen Schichten unseres Volkes verwendet werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Neubauwohnungen unter Wahrung der gesundheitlichen und sozialen Mindestforderungen dem allgemeinen Notstande unseres Volkes angeGleichzeitig wird sich die Reichsregierung die Erhaltung des Altwohnraumes in Stadt und Land durch Bereitstellung sentlv.sZführung Hieser Grundsätze werden im Haushaltsjahr 1931 bis. zu, 215 00 Wohnungen erstellt werden, und zwar werden 165000 Kleinwohnungen einfachster Art mit Hilfe von Hauszinssteuermitteln, und bis zu 50 000 schließlich aus dem Kapitalmarkt finanziert. 400 Millionen Mark werden aus Hauszinssteuermitteln zur Verfügung gestellt und ausschließlich in den Orten dringenden Bedarfs ein W ineam geordneten werden wie Die Bezüge der Beahnten und Abgeordneten werden beim Reich gekürzt. Soweit heute noch Länder, Gemeinden und andere Körperschaften des öffentlichen Rechts günstigerre Bezuge als das Reich gewähren, wird eine entsprechende Revision der Gehaltsregelung erfolgen. Um die Durchführung einheitlicher Spargrundsätze in Reich und Ländern zu sichern, sollen mit den Ländern Vereinbarungen über eine Mitwirkung des Reichs bei der Haushaltsaufstellung der Länder getroffen werden. Das Haushaltsrecht der Länder und Gemeinden soll den strengen Grundsätzen des Reichs angepaßt werden, soweit dies bisher nicht geschehen ist. Soweit die Gemeinden nicht bis zum 31. März 1931 eine von der Gemeindeverwaltung unabRevolution und Inslaten, ezteigeng Hagurch„. äherin den vergangenen Jühren steigeno vadurch zu überwinden, daß es seine Wirtschaft mit gewaltigen Kapitalzufuhren aus dem Auslande, die in die Milliarden gehen, entwickelte. Diese Periode ist abgelaufen und an die Stelle der Kapitaleinfuhr trat die Kapitalausfuhr, welche notwendig war, die ausgenommenen Verpflichtungen zu verzinsen und zu tilgen und die Lasten des verlorenen Krieges abzutragen... Manges an Die Folge dieser Umkehrung in der„#nel Kapital, sind die hohen Zinsen, weiterhin orzunntahznten hängige Rechnungsprüfung eingeführt haben, wird eine solche Prüfung durch reichsgesetzliche Vorschrift geschaffen werden. Ein Gesetzentwurf über Ersparnismaßnahmen auf dem Gebiete der Rechtspflege wird vorbereite: Die Bestrebungen auf eine Verminderung der lokalen Verwaltungs= und Gerichtsbehörden in den Ländern unter Anpassung ihre: Bezirke an die modernen Verkehrsverhältnisse werden mit Nachdruck gemeinsam mit den Ländern betrieben werden. gesetzt werden. Weitere 400 Millionen mart werden im Wege der Einzelbeleihung oder durch Anleihen aufgebracht werden. Wohnungen werden mit diesen Mitteln nur in den Orten drinDie Verwendung öfsentlicher Pitzel für den Wohnuggshan soll im Rahmen des Gesamtplunes bis zum 1. April 1936 im Die auf dem Gebiete des Wohnungsbaues und der Sieolung durchgeführten, Maßnahmen gestatten es dann auch, die Wohnungszwangswirtschaft weiter zu lockern und schließlich ganz aufzuheben. Das Reichsmietengesetz(die zwangsweise Festsetzung der Miete) und das Mieterschutzgesetz(der Kündigungsschutz) sollen alsbald für solche Räume aufgehoben werden, für die das Wohrnicht meßr giltet HierHon soslen sedoch die bisffen werden; die Aufhebung soll nur neuvermietet Räume frei und neuvermietet Senkung der Realsteuern. werden Durch die neuen Methoden der Finanzierung im Wohbisher für den Wohnungsbau verWirtschaft, trgendweiche„Jautzesetzun gnnzigr verschärt und die steigende Arbeitslosigteit. unnung verschärft wurde die Lage dadurch, daß deutsche Staatsbürger in Sorge um die Zukunft in unverständiger und unverantwortlicher, die Nation und ihre Wirtschaft schädigender Weise ihr Vermögen und Geld in das Ausland geschafft haben. Das Ergebnis der zurückgehenden Wirtschaft ist ständig steigender Aufwand für die immer noch an Zahl wachsenden Arbeitslosen und hartnäckiger und andauernder Rückgang der Steuereinnahmen. Die vor uns stehende Aufgabe ergibt sich aus diesen Tatsachen. Es geht darum, die Ursache, das Daniederliegen der Wirtschaft zu bekämpfen und über den Tiefpunkt, an dem wir stehen, hinEiae untaende Vereinsachung u— eguaghl-hohete Steuerwesens— ist eine Rotwendigkeit, gotag### Steuern, sondern allein Sparmaßnahmen, Entlastung, die Wiederherstellung des Vertrauens sind die Grundideen, die uns führen müssen. Darauf sind unsere Vorschläge aufgebaut. Reichshaushalt 1930 und 1931. Für das Haushaltsjahr 1930 muß mit einem Fehlbetrage von 750—900 Millionen gerechnet werden. Hiervon entfallen etwa 300 Millionen auf die kommenden Anforderungen der Fürsorge für die Arbeitslosen, etwa 450—600 Millionen auf den Rückgang der Einnahmen infolge der weiteren Verschlechteuna der Wirtschaftslage. Die Abdeckung dieses Fehlbetrages Vereinfachung des Steuersystems. Die Reichsfinanzverwaltung kostet über 500 Millionen Reichsmark, die Unkosten betragen mehr als 4½ Prozent. Aus diesen Gedankengängen heraus wird ein Gesetzentwurf zur Vereinfachung des Steuersystems vorgelegt, aus dem folgendes hervorgehoben sei: Die Landwirtschaft hat heute Einkommensteuer, Reichsvermögenssteuer und Grundvermögenssteuer zu zahlen. Die Reichsvermögenssteuer soll künftig für Vermögen bis zu 20000 Mark allgemein fortfallen. Dadurch wird ein nicht unerheblicher Teil der Landwirtschaft reichsvermögenssteuerfrei werden. Künftig sollen die Grundvermögenssteuer, ote Reichsvermögenssteuer und die ersten 10 Prozeni der Einkommensteuer(also für die ersten 8000 Mark des Einkommens) durch die Einheitssteuer abgegolten sein. Eine Erhöhung der heutigen Gesamtsteuerlast der Landwirtschaft kommt ebensowenig in Frage wie eine progressive Flächensteuer. In ähnlicher Weise wie bei der Landwirtschaft ist auch bei den Kleingewerbetreibenden eine Vereinheitlichung ihrer Steuern in Aussicht genommen. Die Grundlage muß hier natürlich der Gewerbeertrag bilden. Die Vermögenssteuerfreigrenze soll auf 20000 Mark erhöht werden. Dadurch wird sich die Zahl der vermögenssteuerpflichtigen Personen von 1708000 um 854000, also um mehr als die Hälste ermäßigen. Für das landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Vermögen und für das Grundvermögen soll die Einheitsbewertung kunftig nur in Zeitabständen von sechs Jahren vorgenommen werden. Für das landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Vermögen sowie für das Grundvermögen soll die Zustellung der Einheitswertbescheide durch die Offenlegung der Einheitswerte ersetzt werden. Die Neufeststellungen des Vermögens sollen unter Erleichterung ihrer Voraussetzungen künftig nur noch auf den Schluß eines Jahres vorgenommen werden. Unternehmungen mit einem Gesamtumsatz von nicht mehr als 5000 Reichsmark sollen fortah der Umsatzsteuer, nicht mehr unterliegen. Das Zwischenhandelsprivileg des§ 7 des Umsatzsteuergesetzes soll estimmung gemäß aus den Großbandel nungsbau wird aus dem bisher für den Wohnung wendeten Teil der Hauszinssteuer ein Betrag von etwa 400 Millionen Mark frei. Dieser Betrag soll für die Senkung von Steuern, und zwar der Realsteuern verwendet werden. Die Steuern haben zwar allgemein die erträgliche Grenze vielfach überschritten. Bei den Realsteuern ist dies aber in ganz besonderem Maße der Fall. Die Senkung soll bereits zum 1. April 1931 eintreten. Unter den gegebenen Verhältnissen ist allerdings nur die schematische Senkung, d. h. die Sentung um einen bestimmten Prozentsatz möglich. Für die Wirtschaft bedeutet diese Art der Senkung insofern einen sehr beachtlichen Vorteil, als jeder Betriebsinhaber genau weiß, um wieviel sich seine Realsteuerbelastung senkt und er nicht von dem Ermessen des Landes oder der Gemeinde, in der er wohnt, abhängig ist. Die Senkung soll nicht nur bei der Gewerbesteuer, sondern auch bei der Grundsteuer eintreten. Insbesondere ist auch die Senkung der landwirtschaftlichen Grundsteuer wegen des dauernden Absinkens der Weltpreise für landwirtschaftliche Produkte erforderlich. Agrargesetze und Finanzausgleich. Das Osthilfegesetz wird in vollem Umfang in dem ursprünglich vorgesehenen Rahmen durchgeführt. Die Standardisierung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse wird gesetzlich geregelt. Weitere Gesetze sind vorbereitet, die deutschen landwirtschaftlichen Erzeugnissen in verstärktem Maße den Absatz sichern Unter der Voraussetzung, daß das Steuervereinheitlichungsgesetz alsbald verabschiedet wird, soll der endgültige Finanzausgleich zum 1. April 1932 in Kraft treten. Unter angemessener Verteilung der Aufgaben zwischen und Gemeinden soll den Ländern für sich und ihre Gemeinden das Aufkommen aus der Belastung von Bier und Brauntwein nach einem noch zu bestimmenden Schlüssel und dafür dem Reich in entsprechend veränderter Beteiligung das Aufkommen aus Einkommen= und Körperschaftssteuer zufallen. Höchstgrenze für die öffentliche Hand. sollen forte chcel le. seiner ursprunglichen Besti Durch ein besonderes Gesetz wird sichergestellt, daß die unter dem Druck der Not auf ein Mindestmaß herabgesetzten Ausgaben für die Dauer dreier Jahre in Reich, Ländern und Gemeinden keine Erhöhung erfahren dürfen, sondern daß alle * Eingang höherer Einnahn etwa durm Einnang höherer Einnahmen erzielten überschütte rung wird in den Haushalten der nächsten drei Jahre aus einem besonderen Fonds erfolgen. Durch ein sofort zu verabschiedendes Gesetz wird die Bildung dieses Fonds sichergestellt. Dadurch wird die Beschaffung eines Überbrückungskredits ermöglicht und seine Verzinsung und Rückzahlung gewährleistet. Durch die Gesamtheit der zu treffenden Maßnahmen wird die Ausgabenseite des Reichshaushalts 1931 gegenüber dem Jahre 1930 um rund eine Milliarde gesenkt. Dadurch werden die Einnahmerückgänge, mit denen das Reich etwa in gleicher Höhe rechnen muß, aufgewogen. Gehaltskürzung der Beamten. Die Gehaltsbezüge des Reichspräsidenten, des Reichskanz: ters sowie der Rsichsminister und damit gleichzeitig die Diaten der Abgeordneten werden um 20 Prozent, die Per gegrigg,##r Kürzungen der überweisungen. Die Senkung der Beamtengehälter in gleichem Maße bei Ländern und Gemeinden gestattet eine Kürzung der Überweisungen um etwa 100 Millionen Mark. Durch den Rückgana Der lehie Att der Oberammergauer Passonspiele durch steuerliche Entlastung wird ein Spargesetz die# bilden, denen a zu verwenden sind. Für das Reich zurzeit gesetzliche Bindungen entersparnisse veegieseg vrseu griezigr Binzungn ent des deutschen Voltes Opser, Deutischland Anschluß an die Entwicklung in der groben P dder rechtiette wirtschaft finden, die durch die Sen e gekennzeichnet ist. Was durch die Saruu des PreisniveauIserntsche Wirschaft angebadm ig uuund der Gedäter für dut Virychaft weiterwirken zum Wohle des Ganzen. * Warum die Beiträge zur ArbeitslosenMitarben in ein agt werden. Verselalsueri Herus verlauter noch über die unsangteiche ab 6. Oktober, einem Montag, von 42 auf 6ia Proo; Veiträge Die Hundertjahrfeier des Alten Museum Eröffnung breier neuer Museen. gesetzt werden. auf Grund der Sx CSZ4ste von der Reichstegierung auszugleche Millionen Mark Schatzanweisungen, beträgt 125). Im laufenden Jahr insgesamt 2175 PAde###e uuser-vreie b jeder Reichshaust punkt, daß von dieser=Kaieuvninikter, Reht auf dem Stand schuttert werden auf sich selbs gestellt wied. Dies sel „ine üir des Beskareienen der Aberwpesünden an die Känder starden Rarr ahrs ur eim Haushalt von vier Mllwird in ier fütr das Kesch sihen er Zhekeasengen an ui. rin stecken aber fast zwei Sese ui die Bislande ie sensent. beushehl Baih bie gem des Reichsarbeitsminister iums verVeasae soste, bei Pesimnistischer Einschihung der— ahrle für forge deren Felue“n. uud Wohl: sammenhang steht mit den vorger a. uun iu engstem Zuund Steuerermäßigungen. edenen Steuervereinfachungen c Der Kampf um das Gefrierfleisch. Die unbeliebten Gutscheine. Kriegsmethoden zurückehre. Die Me Hort(Soz.) angenommen, in dem die Reichsregierung Eine einheitliche Balkanwährung? Zusammentritt der Balkankonferenz. Zu den zahlreichen behandelnden Ausgaben, die du Balkankonferenz auf die Tagesordnung gesetzt hat, gehört und Kunsfreunde imn Verlimn einger Ausenmsleiter im 1. und 2 Ottober anläßlich des hunh der Statlichen Rusen veranstalter re udertährten Veitchens zunder Jahren bestecht das sogenannte „Altes Museum“ erhielt es erst, als 1855 das“““ Stüler erbaute„Neue Museum“ eröffnet wurd. königlichen Schlosse gegenüber am Lustgarten Exerzierplatz war) sich erhebt und das jeder g. inmal in.elin gewesen ist, mindestenz Obwohl Preußen nach den Rapoleonischen armt, war, hat es doch, getreu seinem alten Gn turaufgaben dürsen nicht leiden;, schon fos:: uphape: ecute beträchtliche Mittel eingesetzt, um seine unnelbar nachber vernachlässgten Bildungsinstute auszugeste entstand auch der Plan zum Bau eines Musuu. undts den Jahren 1825 bis 1830 von Schinie dus dann in breite Freitreppe, deren Treppenwan zieren, führt zu einer von 18 sonischen halle, deren Wände Frestogemälde Vorsieren; hier sind auch die Marmorstandbilder us, Winckelmann, Schinkel, Schadow, Andreas aufgestellt. Hinter dem Alten Museum, durch Straße geführten Gang mit diesem verbu. Museum und öflich von diesem. in.. von einer dorischen Säulenhalle— d der Meite eines Närz 1876 eröffnete Natonalgalerie man dann auf den Gedanten, die ganze sogenonn. iusete an der Spre mit uoch mehsr Musen. die vielen neu., Kunstschätze, die sich inzwich gehäuft hatten, würdig unterzubringen— mehr als zwei Jahrzehnte, bis der an wvder e dauere nach eigentlich nur ein Teil der Tat: 190.0 u olegie ober andern Musen, das Kaiser=Friedrich=Mut erst 1907 arbeitete Alfred Messel mit Wilhelm von Bode, dem neue Museumbauprojekte aus. Wegen des sumpfi des in Aussicht genommenen Baugeländes zwischen den beiden anwährung befassen... Politische Rundschau Die Rheinlandreise Hindenburgs. Reiznardrezse nur in Begleitung von Statssekretci sintreffene, dort die Nacht verbringen und dann mit der Beslonestostale s deu wieber in Verin entreen. ü— umd oienstog eröffnet. Bei der Wahl des Präsidenten wurden ee cer deniem wrrag enthielten sich der Stimme. Als Bizebräst. venten wurden Abgeordneter Rieke von der Sozialdemo. kratie und der Abgeordnete Wessel von der hate, vertagte sich das Haus auf Mittwoch“ Wbeischsen vos uri, Sreberteunten abschies des beutschen Botschafters. deutsche Botschafter in London, J. Otober der matischen Dienst, um in seine Hamb zukehren. Dr. Sthamer war als erster deimat zurück schafter nach London gekommen, In allen Partei) und in der Diplomatie wird das Scheiden Stpeandern bedauert. Der Staatssekretär des gab ein Abschiedsfrühstück für den dentschen und Frau Sthamer. Henderson des Abschieds an den deutschen Botschafter Sthamer. In seiner Antwort hracht: der schafter zum Ausdruck, mit wie g d d Vordem Felde seiner zehnjährigen Tätigkeit scheide. In= und Ausland sein Erschelnen zu Surd Keikeälhent pen Sinden dur vih Sle esachng eu. Beiseteungseterlichielten ud.. des Doktor Hella Wellin auf der Anklagebank et e e.-ü- eeune Mein heißester Wunsch war erfüllt: wir waren verbergah.:: Praxis gefunden. Run ging es für mich noch in der e cmutzis und erniedrigend sind sie e ase ee ues eneung, dbemtehien hab n. Sscen zweites machte mein Leben und meine Arbeit zur watientin, geradezu kranthafte Eisersucht auf jede slanbtef Zuerst vielicht. Bald aber wurde mitr lar, daß biese Eifersucht nichts war als eine bis zur Groteske gesteigerte Ichvergötterung. Bei ihrem hemmungslosen gab es Auseinandersetzungen, Vorwürfe, Zeschimptungen, die schließlich unmittelbar an die Patienkunen gerichtet wurden, so daß meine Praxis vernichtet an Pein ansehnliches Vermögen, das ich bei der Flucht Se####bland sichergestellt und später durch Freunde erhatte, zerrann. Denn Marion spielte viel und setzte Kanden vor dem Richta. duten ales Hinterlassung beträchtlicher Schulden verließen wir Indien. Irgendwo wollte ich für uns eine Existensuchen, unser Leben neu aufbauen. — Arbeiten“ Marion lachte mich aus. Der Gedanke, zum zweiten dale eine bürgerliche Praxis zu gründen, schien Sushetsice buch sorst ge ihr unmöslich. Ihr erfinderisches Hirn hatte andere Pläne Ihre Sehnsucht strebte von jeher nach der großen Welt, gach, Eleganz, Vornehmheit, einer Rolle als GesellschaftsArbeiten war ihr plebejisch. uich Fesherg iuei Fälscherzentrale verschaffte sie Thutteryee, und ich erfuhr bei dieser Gelegenheit zufällig, Agenin der englischen Polizei war. „Mir wurde kurzerhand die Rolle als Arzt der Prinreten war sicher u.. Karr nahm sie an. unser Aufgiegleicht v“ Sroparig und anspruchsvol. utels Gent war s auch der Glanz des Prinzessinnencher nug, wir stiegen nur in den besten Hotels ab; uberau gab man uns einen fast unbeschränkten Kredit, den wir Zäutis in Anspruch nehmen mußten, wenn unser Geld Doch selbs die grsten Arghde, Linden wie Sand in Ner. Moton I. muttons Taktik, in Verbindung mit großen Namen zu 3#swährte sich vorzüglich. Ueberall fanden wir vornehme Beziehungen, trafen uns mit der großen Welt an dertes Opfer auf. War es dennoch der Fal und einen geeigneten Ersatz. Je höher der Gewinn, desto Gase Veiskrig de uni Keruischen Lestern aus 9 Tod unde. di; Neubauten auf der Musenmsinsel, Mittelalters enthält— rechts das Vorderasiatische guste sein Museum auf einemn umeran eine gewaltige untertrdische Veionbrücke den auch sept, wo die drei neuen Musen— das Vergan uu 1— das Deutsche Museum und das B.onmuseum. eröfnet werden sollen, ist der Baud Ruteum— sehlt ihm sozusagen der eigene Eing noch nicht gand fericg: es auf Umwegen zu ihm gelangen. uud nan kann nur erst untergebracht waren, werden in den neuen Nuseum Schau gestellt. Wir nennen nur den welstherühme altar, der um 180 v. Chr. in Pergam und 1878 bis 1880 ausgegraben wurde Festungstor) aus Habnon, die beson, as Iichtartor(ein zahl großer deutscher Künstler(Albrechi Dürer.. Endsteg, der sich nicht grsog nung aus den Manipulationen:... ust: Durch geschikte gleischmätig fanz tlich die Wende; nicht blump und geeichmupig, sonvern mit verdeckter Eleganz geschah die Kralen entgangen. kaum einer ist unseren ein Opier tasthlütig ses mmg##r kaltnng sezuhalten und unter der Maske von winleid und aufpeitschendem Hoffen ins Verderben Gr srmgg Paben, wir gehandelt, ohne Mitleid, ohne Riesensummen gingen an manchem Spielabend um, und unser Gewinnanteil war stets ein entsprechender. Auf die Dauer galt es allerdings, die häufigen Gewinne unsichtbar zu machen. Auch hier wußte Marion=Awad einen Ausweg. Wir durften um keinen Hesrshotene ae dacht kommen, das Spiel irgendwie zu mamm eir.. So kam sie auf den Gedanken, einen Strohmunn für uns gewinnen zu lassen. Meist waren es umehmeie Vorschlag einer Eristenzmöglichteit anuichon meit verin... ctig, wubte die UnglückVerizeug waren.. 10 zu keten, bis sie ihr blindes Falschpiel. Kam einer auf leit, wurde er beseligt. Sedanten folcher Möglich das Wie will ich nichts sagen. Oder nein. pill beichten, was mein Schuldkonto im besonderen belastet. Durch meine nie versagende Methode der Suggestion habe ich manche dieser Schwächlinge zum Selbstmord gebracht. Zwei unserer Provisionsspieler sind ebenso zugrunde gegangen. Ein Argwohn konnte uns nicht treffen. ines Tages geriet Baron Malward in unseren Kreis. Liebte Marion=Awad ihn, oder wollte sie auch mich legentlich beseitigen und ihn an meine Stelle setzen? Ich weiß es mit Bestimmtheit nicht zu sagen. Doch faßte sie en besraten. (Fortsetzung folgt.) luseum seumsinsel, des deutschen serasiatische Museum. keiten(schon Schinkel u von Pfahlrosten erwand, daß man durch den gefährlichsten Teil eg und Inflation been für den Bau und Pergamonmuseum, isiatische Museum— nicht ganz fertig: es id man kann nur erst dunklen Magazinen Museumsbauten zur rühmten Pergamon(Kleinasien) errichtet. von Wiegand, dem Markttor von Milet, das Ischtartor(ein Säle, die einer Antrer, Lukas Cranach, usw. tbinetts verkündet g6 im 1. Oktober der hamer, den diploer Heimat zurücker Nachkriegsbotlen Parteilagern en Sthamers sehr zeren, Henderson, tschen Botschafter e warme Worte after und Frau ser deutsche BotBedauern er ne# cheide. Leopold vor orden. Mit Rück. Hindenburg Hinbanflast hat Lebenburg, dei am 3. Oktober in erlin zurückreisen das Direktoriun nern aus den ierten Kündigun Reisgys unter. en. Durch seinen Staatsmänner niversität Glasellen bei andeuen ig auf den h geschickte plump und geschah die ist unseren ion=Awad. Maske von derben zu leid, ohne em Spielein entdie häuier wußte im keinen endwie zu en Stroh= nes ausing bereit hkeit anUnglückr blindes unserem Mögsiche ein. Ich belastet. ion habe gebracht. unde gen Kreis. nich gen! Ich saßte sie ern und tolgt.) Bomben. Sachverständige im Im Bombenlegerprozeß wurde der Berckholz=Hamburg vernommen; er sprach über die AhnPer“ Themiser Seronnshlages mit einer Romperkwpatron Bombenlegerpro:#. Kunstfeuerwerker als Sachverfändiger über die Hamburg wurde dann Einrichtung der Bomben sie für unfachmännisch und unzweckmäßig. Der Zeuge Lorenzen aus Katharinenherd sagte, er wisse genau, daß weder Heim noch Hamkens mit den Anhlägen irgend etwas zu tun hatten. Hamkens habe ihm öfter er wolle mit der ganzen Knallerei nichts zu schaffen aben, das seien keine Mittel, die die Bewegung anwenden Bürks: Der Zeuge Pauls erklärte, er sei verschiedentlich mit legen in Berlin vorstellig geworden, u. a. im Oktober 1928 beim Reichsernährungsminister. Der Zeuge Gutsbesitzer Boser##t aus, in den Versammlungen der Wachvereinigung Not der Landbevölkerung gesprochen worden. Von Sprengstoffanschlägen und Schreckschüssen sei nicht die Rede gewesen, wohl aber indirekt von passivem Widerstand. Der Sachverständige Dr. Rundshagen äußerte sich dann noch einmal über die Beschaffenheit der Sprengkörper. Nach seiner Ansicht läßt sich nicht genau feststellen, ob bei der Herstellung dieser Bomben ein Laie oder ein Fachmann mitgearbeitet hat.— Eingeworfene Fensterscheiben. Nach der Mittagspause sagte Schriftleiter Spangenberg aus Heide u. a. aus, daß zwischen der Landvolkbewegung und seiner Zeitung gewisse Differenzen bestanden hätten. Winter 1928 seien einmal die Fensterscheiben der Schriftleitung eingeworfen worden und am nächsten Tage hätte die Zeitung ein Schreiben erhalten, in dem sie aufgesorder worden war, in Zukunft besser ihre Pflicht gegenüber der Landwirtschaft und deren Nöten auszuüben, da ihr sonst noch mehr geschehen werde. Von wem dieses Schreiben stamme. habe nicht ermittelt werden können. „Ingenieur Scharf“. Dieser Zeuge soll jedoch nach der Behauptung der Anklage über. haupt nicht existieren. Mosch soll vielmehr an Gerichtsstellen handen ist. Spmüchtes Unter der Anklage des„Massenmeineides“ Der Angeklagte als sein eigener Zeuge. beschuldigt 15 Meineide geleistet, 21 falsche eidesstattliche Versicherungen abgegeben und Urkundenfälschung und Betrug in vielen Fällen verübt zu haben. Neben ihm haben sich noch drei Mitangeklagte, darunter seine Frau, zu verantworten. Mosch, der, da er schwer leidend ist, auf einer Tragbahre in den Gerichtssaal gebracht wurde, hatte sich mit dem Erwerb von Kohlenfeldern und mit erfolgreichen Erdölgeschäften ein großes Vermögen erworben. Dieses Vermögen legte er nach dem Kriege zum großen Teile in Hypotheken auf Bauerngrundstücke in der Gegend von Gotba an. Zu Beginn der Inflation zahlten die meisten seiner Schuldner das Geld zurück. Später machte Mosch jedoch auf Grund der sog. Vorbehaltsklausel im Aufwertungsgesetz Aufwertungsansprüche geltend. Der Prozeß dreht sich nun hauptsächlich darum, ob der Gläubiger bei Abschluß der Hypothekengeschäfte tatsächlich die Vorbehalte getroffen hat. Er hat das immer wieder mündlich und schriftlich beschworen und auch beschwören lassen. Sein „Zeuge“ war ein angeblicher Weltreise mit einem Motorboot auf Rädern. Kiel. In Rochefort sur Mer sind drei Kieler mit einem„Motorimphibium“ eingetroffen. Es ist ein Motorboot, da sauf Rädern montiert wird, sobald der Weg über Land geht. Die Reienden beabsichtigen Europa und Afrika zu durchreisen. Sie saben mit dem Boot bereits die Meerenge von Gibraltar durchO Zugzusammenstoß auf der Strecke Plauen—Greiz. Auf der Eisenbahnstrecke Plauen—Greiz stieß ein Personenzug auf einen Güterzug mit solcher Wucht auf, daß der Schlußwagen des Güterzuges zertrümmert wurde. Die Lokomotive des Personenzuges bohrte sich in den Wagen hinein. Bei dem Unglück wurden neunzehn Personen leicht verletzt. Die Strecke mußte gesperrt werden. Von dem Güterzug waren infolge des Zusammenstoßes mehrere Wagen entgleist und umgestürzt. O Schweres Unglück auf einer Kokereianlage. Auf der Kokereianlage des Eschweiler Bergwerksvereins in Mariadorf bei Aachen kamen vier Arbeiter, die an der Schaltbretterreinigungsanlage beschäftigt waren, mit einer 500=Volt=Leitung in Berührung. Sie fielen bewußtlos zu Boden. Die Wiederbelebungsversuche hatten bei zwei Arbeitern Erfolg; über den Zustand der beiden anderen liegen Nachrichten nicht vor. ( Späterer Schulanfang wegen spinaler Kinderlähmung. Zahlreiche neue Fälle von spinaler Kinderlähmung in der französischen Provinz Sarthe haben den Präfekten in Übereinstimmung mit dem Gesundheitsrat der Provinz veranlaßt, den Schulanfang bis zum 13. Oktober hinauszuschieben. Ob eine weitere Hinausschiebung des Schulbeginns notwendig sein wird, soll noch geprüft werden. O Autgunglück im Dombrowaer Kohlenrevier. In der Nähe von Sosnowiec im Dombrowaer Kohlenrevier ereignete sich ein furchtbares Autounglück. Das Privatauto des katholischen Priesters Bamojski, das sich mit vier Insassen in voller Fahrt befand, stieß bei der Eisenbahnstation Maczek in dem Augenblicke, als es den Eisenbahndamm zu überqueren im Begriff war, mit einem Zuge zusammen und wurde zwanzig Meter weit mitgeschleift. Als der Zug zum Stehen gebracht wurde, war das Auto völlig zertrümmert; die vier Insassen, zwei Priester, eine Dame und der Fahrer, waren bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. O Acht Verletzte bei einem Bauunglück. Ein sckweres Bauunglück ereignete sich bei einem Hausneubau im Stadtteil Marienthal in Zwickau. Beim Abputzen der Fassade brach plötzlich ein Teil des Gerüstes zusammen, und acht Maurer stürzten aus der Höhe des dritten Stoc' werkes bis auf das Kellergerüst hinab. Sie kamen zun Teil unter Bretter und Pfosten zu liegen und erlitten schwere Verletzungen. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht festgestellt. ( Großes Radiumvorkommen entdeckt. In der Nähe von Wilwirworth in Kanada ist ein großes Vorkommen von Radium entdeckt worden. Sachverständige nehmen an, daß die Erze einen größeren Radiumgehalt haben als die Radiumvorkommen in Belgisch=Kongo. Es soll möglich sein, den gesamten Bedarf des britischen Weltreichs aus diesem Vorkommen zu decken. Blutige Krawalle bei einer Frauenkundgebung in Tokio. Infolge der Schließung einer Musselinfabrik veranstalteten in den Straßen Tokios 8000 Arbeiterinnen der Textilindustrie eine Kundgebung. Zu den streikenden Frauen gesellten sich weitere Menschenmengen hinzu. Infolge des starken Andranges auf den Straßen mußte der gesamte Verkehr stillgelegt werden. Es kam zu Zusammenstößen mit der Menge, wobei mehrere Polizisten und viele Frauen verletzt wurden.—.—— Halsmann begnadigt. Wegen Vatermordes verurteilt. chische Rundagun— Wien, den 1. Oktober. Der österreichische Bundesvrasident hat 120 Sträflingen, die sich während ihrer Strafhaft ordnungsgemäß führten, die weitere Strafdauer erlassen. Unter den Begnadigten befindet sich auch der junge Halsmann, der wegen Ermordung seines Vaters in Innsbruck verurteilt worden war Welt und Wissen g. Hohe Preise für Bilder und andere Kunstgegrennande. In Berlin fand die Versteigerung der Kunstsammlung des Wieners Dr. Albert Figdor statt. Sie brachte bei einem internationalen Publikum von Museumsdirektoren, Kunsthändlern und Sammlern ungeahnt hohe Preise. So brachte„Der verlorene Sohn“, ein Gemälde des Niederländers Hieronymus Bosch, 385.000 Mark. Für 100000 Mark erwarb ein Münchener Kunsthändler — wie es heißt, für den Großindustriellen Thyssen— den heiligen Augustin von Giovanni di Paolo, eine Tonstatue des heiligen Sebastian von Riccio erzielte 150000 Mark usw. Eine geschnitzte italienische Laute vom Ende des 14. Jahrhunderts wurde mit 43000 Mark bewertet. Am ersten Tage der Versteigerung wurden drei Millionen Mark erzielt. Ein Teil der Kunstsammlung wurde vor einiger Zeit in Wien versteigert und brachte damals vier Millionen Mark, wovon der Österreichische Staal eine Million als Steuer einbebielt. Baid seiets Freaunde, dan Lalscef- Bldaise urgz hreien basi Sse ehe. eptien in. Serabugh Ard. u eer Uu TaTOSTFMTTOSENUNS Börse und Handel Imtliche Berliner Notierungen vom 30. September. * Börsenbericht. Tendenz: Freundlicher. An der sich weiterer Abgabedruck, vornehmlich aus dem Dagegen hatten einige Großbanken Kauferders aus dem Auslande. Die Haltung war abgeschwächt. Der reivungslose Verlauf des Zahltages konnte keine Angeben. Die Spekulation verhielt sich reserviert. Tagesgeld versteifte sich auf 5,50—7,50 Prozent. Teils wurden 5 Prozent bewilligt. Monatsgeld erforderte—6 Prozent. Im konnte sich auf allen Gebieten eine kräftige Erholung durchsetzen, so daß die Stimmung allgemein freundlicher wurde. Die Allgemeintendenz war Abschwächungen sestzustelen. de dalten Vereinzelt Frank 16,47—16,51; schweiz. 81,45—81,61; Belg. 58,50—58,62; Italien 21.97—22.01; schwed. Krone 112,73—112.95; dän. 112.34 Schilessnorweg. 112.31—11253; tschech. 12.45—1247;; österr. 59,22—59,34; Argentinien.480—1,482; Spanien 43.96 bis 44.04. Berliner Börse vom 30. September 1930. und auf Zeit gehandelte Werte(Schlußkurse.) Kitgeteilt von der Commerz= und Privat=Bank, Aktiengesellschaft, Filiale Paderborn. „. Commerzbank 120½.— Deutsche Bank 118½.— neichsbank 224½.— A. G. Verkehrswesen 58¼.— Hapag 78¾.— Nordd. Lloyd 79.— Aku. 66.— A. E. 120¼.— Bergmann Electr. 150½.— Conti Gummiwerke 119½=Rgtler, 26.— Dt. Erdöl 66½.— Fahlberg List Röhren 73 M. 18“ Farben 140— Mannesmann F. Buckeau—.— Max Hütte—. Norddwolle 65 ¾— Oberkoks 76.— Phoenix Bergwerke 76.— Rheinstahl 77.— R. W. E. 153.— Rütgerswerke — Schuckert 139.— L. Tietz 122.— Verein. Stahll Bossf 7935.— Wickzng—.— Otavi 27¾.— Dt. Anl. mit ausl. 59.— Dr. Ani. ohne Ausl. 6,80.— Kahla 34½. — Martini 86.— Mechan. Linden 79½.— Poppe u. Wirth 56.— Westf. Draht 78½.— Wintershall 139.— 8proz. westf. landsch. Pfandbrfe. 94.— 5proz. Westf. Abfind. Pfandbrfe. 82,10. Getreide und Olsaaten per 10000 Kilogramm, sonst per 100 Kilogramm in Reichsmark. Börsenschluß erholt. #urs vor Börsenschluß machte die Aufwärtsbewegung weitere Fortschritte. Die offiziellen Schlußkurse lagen durchweg ein bis zwei Prozent unter den höchsten Tagesnotierungen. über 10 Milliarden Mark Sparkasseneinlagen. Ende August 1930 beliefen sich die Spareinlagen bei den Sparkassen auf 10 094,28 Milliarden gegen 10 008,45 Milliarden Mark Ende Juli 1930. Der Berichtsmonat weist mithin eine Zunahme von 85,83 Millionen Mark auf. Einzahlungen: 531,13 Millionen Mark(davon aus Aufwertung 0,68 Millionen Mark und aus Zinsgutschriften 2,07 Millionen Mark). Auszahlungen: 445,30 Millionen Mark, DepositenEirg= und Kontokorrentzahlungen 1536.02 Millionen Mark (1520,64 Miuionen Mark Ende Juli). Zwei Milliarden Kursverluste an der Börse. ##. In seinem neuesten Wochenbericht gibt das Bankhaus Geor. Arnhold, Dresden=Berlin, eine Tabelle, aus der die Kursbewegung der am Berliner Terminmarkt gehandelten Werte im laufenden Kalenderjahr zu ersehen ist. Danach ergeben sich Ermäßigungen des gesamten Kurswertes um weitere zwei Milliarden Mark gegenüber dem Stande vom Ende des Jahres 1929. Ungewißheit lähmt die Wirtschaft Die Unsicherheit über die Lösung des Arbeitslosen= und des damit verknüpften Finanzproblems und die Unklarheit über Parteigruppen zu diesen e79 damit verknüpften Fi die Stellungnahme großer oe Seeg get er Ptiritzluppen,##gdiesen rebensfragen Deutschlands sind nach dem neuesten Wirtschaftsbericht der Commerz= und Privatbank in erster Linie die Ursache für die an manchen Tagen geradezu trisenhafte Gestaltung an den deutschen Börsen. Nur aus dieser Ungewißheit sei es zu erklären, daß manche Kreise nicht nur Aktien der besten und führenden Gesellschaften auf den Markt geworfen, sondern auch Bestände allererster festverzinslicher Werte verkauft haben. Ebensowenig wie bezüglich der Stabilität der deutschen Reichsmark, dürften aber nach Ansicht der Bank Befürchtungen bedie sich auf die Erschütterung der Grundlagen der deutschen Wirtschaft beziehen. Wie immer, erweise sich das Stadium der Ungewißheit als überaus lähmend. Getreidefinanzierung durch Sparkassengelder. .. Die Geldschwierigkeiten der Sowjetregierung nehmen ständig zu, der Rat der Volkskommissare beschloß kurzlich, in verstärktem Maße die Sparkasseneinlagen zur Finanzierung der Getreidelieferungen heranzuziehen. Wie nunmehr Weiz., märk. pommersch. Rogg., märk. Braugerste Somme Sommergerste Wintergerste Hafer, märk. neue Ernte alte Ernte Weizenmehl . 100 kg fr. Brl. dr. inkl. Sack(seinst. Mrk. u. Not. ggenmehl Gelde r inkl. Sachk 29.9. .•.7 .•.2 19,021,0 20,021,0 17.•180 lac 98•10,1 16/9-17/2 13,6-148 Die Kreditgemeinschaft des Einzelhandels. Gesellschaft für Finanzierung von Kreditinschaften m. b.., Berlin, die sich im Besitz eines Großbankkonsortiums unter Führung der Deutschen Bank und Disconto=Gesellschaft befindet, hat ihren Geschäftskreis durch Gründung der Kreditgemeinschaft Münchener Spezialgeschäfte exweifert, der 14 führende Firmen des Münchener Einzelhandels angehören. Damit ist das von der„Gefi“ finanzierte und orggnüsserte Kreditsystem für den Einzelhandel, das sior eingeiihri.“ zut bewährt hat, in 22 Städten Deutschlands Heu= und Strohnotierungen. Roggenstroh, drahtgepreßt .10—0,90: Weizenstroh, drahtgepreßt.60—0,70; Haferstroh, rahtgepreß,.80—.95: Gerstenstroh.70—0,85; Roggenlangsroy 0,75—0,95; Roggenstroh, bindsadengepießt 0,65—0,80; Weizenstroh, bindfadengepreßt 0,60—0,70; Häcksel 1,40—.50; Heu, handelsüblich, 1. Schnitt 1,45—1,85, 2. Schnitt 1,20 bis .50: Heu, gutes 1. Schnitt 2,00—2,20, 2. Schnitt 1,60—1,90; Timothy 2,70—3,10; Kleeheu, lose 2,40—2,80; Mielitzheu, lose Warthe) 1,65—1,85, Mielitzheu, lose(Havel) 1,20—1,50. Drabtgepreßtes Heu 40 Pfennig über Notiz. Berliner Schlachiviehmarkt.(Amtlicher Bericht.) Bezahlt aus Bau gewoldet wird mar 5..“. Wie Kunmegt Mosrau gemelder wiro, war die Folge dieses Beschlusses, das die Einzahlungen, insbesondere der bäuerlichen Bevölkerung in die Sparkasse stark gesunken sind. Um die Möglichkeit zu erhalten, die Spareinlagen weitergehend heranzuziehen, hat die Sopsetregierung beschlosen, den bargeldiosen Veriehr Sewietregierung beschlossen, den bargeldlosen Ger#ehr einzu fuhren und Maßnahmen einzuleiten, die auf der einen Seite die steuerliche Sparwilligkeit steigern, auf der anderen Seite aber die Entnahme der Gelder aus der Sparkasse erschweren sollen. Sanl###pen jett ab die gesamte Abrechnung sowohl mit den Frurvvoirtschaften wie mit den Eigenbauern bei Verkauf von „(geide usw. durch die Sparkasse auf bargeldlosem Wege er* Produktenbörse. Weizen und Roggen lagen bereits am Vortage nachbörslich matter. Tiefste Vormittagsdepression zu Börsenbeginn leicht aufgebessert. Weizenpreise behaupteten sich ziemlich. Roggen weiter matt. Weizenmehlgeschäft heute wieder ruhiger. Roggenmehl ohne Interesse. Guter Hafer gefragt, anderer vernachlässigt. Gerste regungslos. wurden für 50 Kilogramm in Mark:1 Ochsen: 1 vollfl ausgemäst höchst Schlachtw., ig. 2 sonstige vollfleischige jüng. #ltere 3 fleischige 4 gering genährte Bullen: 1 jungere, vollfl., höchst. Schlachwwertes 2. sonstige vollfleischige oder ausgemästete 3. fleischige 4. gering genährte Kühe: 1 süngere, fleischige, höchsten Schlachtw. 2. sonstige vollfleischige oder ausgemästete 3 fleischige 4. gering genährte Färsen: 1. vollfl., ausgemäst., höchst. Schlach#w 2. vollfleischige 3. fleischige Fresser: 1 mäßig genährtes Jungvieh Kälber: 1. Doppellender bester Mast beste Mast= und Saugkälber 2. mittlere Mast= und Saugkälber 3 geringe Kälber Schafe: 1. Mastlämmer u. 1g. Masth.(Weidemast) 2 Mastlämmer und junge Mastham.(Stallmast) 3. mittlere Mastlämmer, ältere Masthammel und gut genährte Schafe Schweine: 1. Fettschweine über 300 2. vollfl Schweine v. etwa 240—300 Pid 3 vollfl Schweine v. etwa 200—240 Pfd 4. vollfl. Schweine v. etwa 160—200 Pid 5. fleisch Schweine v. etwa 120—160 Pfl 6 fleischige Schweine unter 120 Pfd 7. Sauen Auftrieb: 1093 Rinder, darunter 351 Ochsen, 213 Bullen, 529 Kühe und Färsen; 2200 Kälber, 3873 Schafe, zum Schlacht30. 9. 58—59 55—57 51—56 47—50 57—59 54—56 51—53 49—50 48—48 96—40 30—34 25—28 54—56 48—52 48—46 48—49 75—85 70—88 55—68 70—71 68—68 56 54—55 54—56 58—54 50—52 47 26.9. 57—58 54—66 50—55 46—48 57—68 54—56 51—63 48—50 44—49 36—41 90—84 25—28 58—55 48—51 43—46 40—48 78—80 70—81 55—68 57—61 67—70 58—66 56—58 58—60 59—60 57—60 56—56 61 gute Stallämmer gesucht, sonst ruhig, bei Schweinen ruhig. Palmlilien. Je mehr der Blütenflor im Garten und im Freien zurückgeht, desto mehr wird der Blumenfreund daran gemahnt, für den Wandschmuck seines Zimmers zu sorgen Unter den Pflanzen, die bei einigermaßen guter Behandlung auch den weniger erfahrenen Züchter nie enttäuschen, nimmt seit langerZeit die Gattung der Palmlilien oder Yucca=Arten eine hervorragende und wohlverdiente Stelle ein. Die Palmlilien gewähren einen sehr schönen Schmuc als Blattgewächse, wie schon ihr treffender Name sagt, der die Ahnlichkeit zwischen Palme und Lilie richtig andeutet. Daneben bringen mehrere Arten auch ganz besonders schöne Blumen und verdienen also die Pflege in doppelter Hinsicht. Dazu kommt dann noch, daß sie leicht durch Ableger zu vermehren und daß sie mühelos zu überwintern Die hier abgebildete Art ist die aloeblättrige PalmBehandlung der anderen Arten ist aber ganz ähnalle diese Gewächse einen ziemlich großen Nähr. stoffbedarf haben, so gibt man ihnen sehr große Töpfe oder noch besser von Anfang an Holzkübel. Man mischt die Erde aus noch nicht zu stark verrottetem Dung und faulendem Fallaub. Im Sommer stellt man die Palmilien ins Freie, und zwar recht sonnig, und läßt den Erdballen niemals völlig austrocknen. Ganz anders verfährt man im Winter. Hier kann man die Palmlilie ziemlich dunkel stellen, also in eine Zimmerecke oder auf einen Treppenabsatz, nur darf die Wärme nie unter vier Grad sinken. In dieser Zeit ist das Begießen äußerst gefährlich und selbst gelegentliche mäßige Befeuchtungen sind auf das geringste Maß zu beschränken. Im Herbst treibt diese aus Westindien stammende Pflanze einen großen rispenartigen Blütenschaft mit sehr schönen weißen Blüten. Undere Arten haben auch farbige Blätter, so eine gelb und grün gestreifte, eine andere vierfarbige in grün, gelb, weiß und rosenrot. Sie eignen sich aber mehr für Gewächshäuser, obwohl sie sich bei guter Wartung ebenso wie die hier genannte Art halten lassen und dann ein besonderer Schmuck des Wintergartens sind. Die sonst so empfehlenswerte Palmlilie hat nur einen Fehler: sie wird leider gerade bei guter Pflege leicht zu groß für das Zimmer und nimmt einen baumartigen Wuchs an. In diesem Falle hilft es nichts: man muß die Pflanze köpfen. Das geschieht mit geradem scharfen Schnitt, wobei man den Kopf nicht zu lang nimmt. Der abgeschnittene Kopf wird auf trockenen Sand gelegt, dem man etwas Holzkohlenpulver beimischt. Nachdem die Schnittfläche getrocknet ist, setzt man sie auf mäßig feuchte sandige Erde, worauf sie sich wieder bewurzelt und man nun wieder eine schöne, nicht ausgewachsene Palmlilie hat. Der Stamm aber wird in eine Kiste mit sandiger Erde gelegt und nur so wenig gegossen, daß er nicht vertrocknet. Nach kurzer Zeit sprießt an ihm hinter den meisten Blättern und Schuppen, welch letztere aus den vertrockneten Blättern zurückbleiben, eine Menge von Ablegern. Diese kann man alle abnehmen und als eigene Pflanzen großziehen. Davon abgesehen, bilden sich aber bei jeder Palmlilie oder Yucca ständig kleine Ableger unter den alten Blättern, die man ebenfalls nur vorsichtig loszulösen und aufzuziehen braucht. Schließlich lassen sich Palmlilien aus eingeführtem Samen auch durch Keimung großziehen, was aber bei der leichten Art der Ablegervermehrung eigentlich mehr eine unterhaltsame Spielerei für fortgeschrittene Blumenliebhaber ist. Freilandhyazinthen. Hyazinthen zieht man im freien Lande, indem man die Zwiebeln im September Oktober in leichtes, sandiges aber nahrhaftes, gut umgegrabenes Erdreich legt. Soller sie ihre volle Wirkung ausüben, so legt man sie eine vor der andern 12 Zentimeter weit entfernt. Die Zwiebel: werden in eine mit der Hand bereitete Grube gelegt und sechs bis acht Zentimeter hoch mit Erde bedeckt. In rauher Lagen bedeckt man über Winter das ganze Beet mit eine zehn bis fünfzehn Zentimeter hohen Schicht von Schilf Laub oder Stroh. Für die Zimmerkultur der Hyazinther wählt man Töpfe mit zehn bis zwölf Zentimeter oberer Weite für je eine Zwiebel. Will man mehrere in einen Topf pflanzen, so müssen die Töpfe natürlich entsprechend weiter sein. Unter das Loch des Topfes legt man zum Drainieren eine Topfscheibe. Die Erde muß auch leicht sein, aber etwas kräftiger als die des Gartens. Die Zwiebel setzt man so in die Mitte des Topfes, daß ihr Hals gerade mit Erde bedeckt ist. Man setzt die Töpfe in einen frostfreien Keller und bringt sie ins nicht zu feuchte Zimmer, wenn sie zu trocknen beginnen. Soll das nach und nach geschehen, so setzt man alle acht bis zehn Tage neue Hyazinthentöpfe wie oben in den Keller. Später als etwa Anfang November darf man das jedoch nicht mehr tun. Sollen die ersten Zwiebeln ziemlich bald ausschlagen, so setzt man , ü b e r e i n i g e T ö p f e z u e r s t W a s s e r g l ä s e r, n a t ü r l i c h m i t d e r offenen Seite nach unten. Die abgetriebene Zwiebel tue man im nächsten Frühjahr oder schon im Herbst in den Garten. Die Gartenhyazinthenzwiebeln nimmt man etwa im Oktober aus der Erde und überwintert sie trocken und frostfrei. Die Rauchkammer. Nicht jede Rauchkammer ist zweckmäßig eingerichtet. Vor allen Dingen muß sie eine genügend hohe Decke haben, damit der Rauch abgekühlt an das Fleisch herankommt. Zu warm geräucherte Wurst wird weich, das Fett läuft am Darm herab, die Wurst wird hohl, der Darm faltig und in den hohlen Zwischenräumen bilden sich Schimmelstellen. Zu warm geräucherte Schinken und Speckseiten werden weich, der Speck wird leicht gelb, die Schinken sind nicht schnittig. Die Hauptbedingung beim Räuchern ist: ein Tag Rauch, mehrere Tage Zugluft. Jeder Rauchboden muß mit genügend Gegenzug, das heißt Luftklappen oder Fenstern nach zwei verschiedenen Seiten hin, versehen sein. Der dauernde Luftzug hält die Fleischwaren trocken, sie werden nicht schmierig. Zugluft konserviert das Fleisch so gut wie der Rauch. Es gibt Gegenden, wie z..= Oldenburg, wo Wurst, Speck und Schinken fast nur mit Zugluft haltbar gemacht werden. Jedoch zieht man in anderen Gegenden einen leichten, angenehmen Rauchgeschmack vor. Zum Räuchern ; s o l l e n n u r B u c h e n= u n d E i c h e n s p ä n e v e r w e n d e t w e r d e n. Späne von Tannenholz geben einen Teergeruch, der dem Fleisch einen widerlich scharfen Geschmack gibt. Einen besonders feinen, aromatischen Rauchgeschmack erzielt man, wenn einige getrocknete Wacholderbeeren zwischen die Späne geworfen werden. In vielen Landhäusern liegt die Rauchkammer am Schornstein, durch eine Klappe in diesem wird der Rauchzug reguliert. Man muß jedoch dann streng darauf achten, daß nur Buchen= oder Eichenholz im Ofen und im Herd verbrannt werden. Man darf keine Lumpen oder ähnliche schlechtriechende Sachen ins Feuer werfen; die Rauchentwicklung solcher Stoffe würde dem Geschmack des Fleisches und der Wurst sehr schaden. Häufiges Umhängen während der Rauchperiode ist sehr zu empfehlen. Haben das Fleisch und die Wurst genügend Rauchsarbe(Schinkenbrauchen längere Zeit als Wurst und Speckseiten), dann lege man nur noch Wert auf Zugluft. Die Klappen müssen aber mit Fliegendraht versehen sein; auch achte man darauf, daß sich kein Ungeziefer, wie Mäuse usw., in der Rauchkammer aufhält. Eine alte Hausfrauenregel:„Am ersten Maientag sind alle Schinken mit Beuteln zu versehen," beachte man pünktlich. Als übriges streue man an die Stelle, wo der Gelenkknochen sitzt, etwas gestoßenen Pfeffer, ebenfalls oben in das Schnittloch am Beinknochen. Reifeprüfer. Wenn die Pfirsiche so schön reif aussahen, daß man sie am liebsten angebissen hätte, sich aber dann bei einem Geschmacksversuch zeigte, daß der Schein trog und daß die Früchte trotz ihres verlockenden Aussehens noch ungenießbar, hart und sauer waren, dann haben wir alle uns als Kinder wohl gelegentlich auf die Härteprüfung verlassen. Wir haben nämlich die Frucht angedrückt und nur solche vom Baum genommen, bei denen wir uns darauf verlassen konnten, daß sie auf der Zunge schmolzen. Die anderen ließen wir noch am Baum; nicht zu Vaters Freude. Denn, wenn sie später abgenommen wurden, dann zeigten sie nur zu verräterisch die Stelle, wo wir unsere Finger eingedrückt hatten, und hier war dann meist eine bittere Stelle; außerdem ließ sich die Frucht nicht aufbewahren, denn von der Druckstelle her ging sie in Verderbnis über. Das sahen wir denn auch ein und unterließen, als wir vernünftiger wurden, diese gewaltsame und verderbliche Art der Gechmacksprüfung. Und nun stellt es sich heraus, daß der allernodernste Obstbaubetrieb mit denselben Mitteln verfährt, die man uns als unzulässig verboten hatte. In den großen Obstplantagen Kaliforniens nämlich wird das Obst, wie insere Abbildung es erkennen läßt, vor der Sortierung auf seine Härte geprüft. Allerdings verläßt man sich dabei eicht auf das bloße Gefühl der Hand, sondern man hat dazu sehr seine Instrumente, welche den Härtegrad auf einer Skala genau aufzeichnen. Der Druck ist außerdem so gering und die Druckstelle so klein, daß sie auf der Frucht keine irgendwie auffallende Spur hinterläßt. Diese Prüfung ist darum nötig, weil das überseeische Obst wegen der langen Dauer seines Frachtweges meist in nicht ganz ausgereiftem Zustand verpackt wird, sondern unterwegs nachreifen muß. Damit aber die Früchte einer Packung ganz gleichmäßig reif ankommen, werden sie in der angegebenen Weise vorher verglichen und es kommen nur Stücke von ganz gleicher Beschaffenheit zusammen. Diese Art der Behandlung ist freilich auch der Grund; warum das überseeische Obst trotz seines für das Auge bestechenden Aussehens niemals ganz die Köstlichkeit einer bei uns am Zweige vollreif gewordenen Frucht erreichen kann. Blumenwicken. Die Wicke ist eine einheimische Pflanze, die in einer Menge von Arten als Kraut und sogai als Strauch in den verschiedensten Teilen unseres Vaterlandes und auf den verschiedensten Bodenarten vorkommt. Ihre Größe und ihre Blütenfarbe unterliegen den mannigfaltigsten Abwandlungen; man braucht nur an die kleine Vogelwicke mit ihren winzigen violetten Blüten und daneben an die Pferdebohne oder Puffbohne zu denken, die auch weiter nichts ist als eine Wickenart. Unter den vielen Arten gibt es nun auch eine seltenere, ursprünglich gelbweiß blühende, sogenannte großblumige Wicke, die in Kärnten, in Schlesien und an einigen anderen Orten wild vorkommt und die die Unterlage zu den prächtigen Züchtungen gegeben hat, mit denen uns unsere Gärten erfreuen. Durch Kreuzung mit ausländischen Arten hat man ganz wundervoll leuchtende große Blüten geschaffen, violett, purpur, feuerrot, gelb und in allen Farbenspielen dazwischen. Dazu haben diese Wicken die erfreuliche Eigenschaft, daß ihr Blütenflor sehr lange anhält und uns weit bis in den Herbst hinein begleitet. Die Wicken haben außerdem auch einige empfehlende Nutzeigenschaften. Allgemein bekannt ist die Rolle, welche die gewöhnlichen Arten in der Landwirtschaft als Futtergewächse und zur Erzeugung von Samen als Geflügelfutter spielen. Auch in der Heilkunde haben diese Samen eine gewisse Bedeutung gehabt und üben sie als gutes Hausmittel noch heute aus. Wir möchten darauf hinweisen, daß auch die Blumenwicke als Nutzgewächs verwendet werden sollte, und zwar in folgender Weise. Es gibt im Garten immer einmal ein Stück, welches man vorläufig liegenlassen möchte, um es zu einer bestimmten Bestellung rechtzeitig zur Hand zu haben. Solche Stücke bepflanzt man mit der schnellwüchsigen Blumenwinde. Als Schmetterlingsblütler bereichert sie den Boden mit Stickstoff, was jeder nachfolgenden Anbaufläche zugute kommt. Sie beschattei den Boden und erhält seine Gare. Sie läßt durch ihren dichten Wuchs das Unkraut nicht aufkommen. Man gewinnt von ihr, solange man das Stück noch nicht anderweitig braucht, Schnittblumen, die immer guten Absatz finden. Schließlich mäht man das Stück ab und verfüttert die Pflanzen, die von allen Tieren, auch vom Kleinvieh, gern gefressen werden. Auf leichten Böden, wo allerdings diese Blumenwicken nicht zu trocken werden dürfen, sondern öfter einen Guß brauchen, können sie die nur als Gründüngung angebauten Lupinen auf kleineren Beeren und, falls man sich selbst Samen zieht, sogar auf größeren Streifen, sehr nutzbringend ersetzen, eine Verwendung, die man bisher noch viel zu selten sieht. Die Benutzung des Briefkastens ist für unsere gerehrlichen Besei gegen Einsendung der Abonnementsquittung kostenlos Die Beantwortung erfolgt mit tunlicher Schnelligkeiz nach der Reihenfolge der Eingänge Nur Auskünfte, die allgemein belehrend sind, werden hier abgedruck:. Die übrigen Antworten gehen den Fragestellern brieflich Nr. 446. R. P. in D. Die gefährliche Zeit für die Putenaufzucht ist, nachdem die erste Anfälligkeit der Kükenzett überwunden ist, die Periode, in der sich die Halswarzen roi zu verfärben beginnen. Dann sind die Puten in einem geschützten Aufenthaltsort unterzubringen und sehr kräftig zu ernähren. Sind die Warzen erst verfärbt, so ist die Pute nicht mehr zärtlich, sondern sie kann dann als eine sehr widerstandsfähige Geflügelart gelten. Da in der Verfärbungszeit die Tiere schon schön herangewachsen sind so ist der Verlust für den Züchter immer besonders schmerzlich. Darum gilt es, diesen kleinen Wink wohl zu. beachten.