Lokal- und Heimatzeitung für das gesamte Paderborner Land an allen Werktagen und kostet durch die Post ober durch unsere Boten 2 Haue gebracht monalich.0 RM. Besellungen nebmen unsere Geschäfte. sowie alle Postanstalten und Briefträger entgegen. Redaktion, Verlag Paberborn, Bahnbosstraße 13, Fernsprecher 3213. Potschek-Konto: Hannoour 11 362, Telagramm Aöresso: Auzeiger Paderbom—5 Amtliches Kreioblat Geatisbeilagen: Illustrierte 1ochenschau, Sonntagsglocken. Heimatbote, Sport Tageszeitung für Jedermann Publikationsorgan vieler Behörden Awzeigenpreife: Die 30 Milimste breite Millimeterraumyelle 10 Pfenntg. für Anzeigen aus dem Verbreitungsbezirk 8 Pfennig, amtliche Anzeigen 10 Pfennig, Sammelanzeigen 18 Psonnig. Im Reklameteil die 89 Millimeter breite Millimeterraumzeile 50 Pfennig. In Konkurssällen oder bei Zwangsbeitreibung erlischt joder Preisnachlaß. Gerichtsstand: Paderbom vom Sonntag. Am stillen Herd, Frauenwelt, Landwirtsch 129/130— 1. Blatt Keine Zeitung für eitige Leser n# Magdeburger Parteitag der Sozialdemokratie Donnerstag, Freitag, den 30./31. Mai 1929. 43. Jahrgang Iintkler toirder teur Zotberattgei * Die Komtesse v. Monroy wurde in Berlin wegen großer Juwelendiebstähle verhaftet. Ihr Verlobter, Rittmeister a. D. v Wedell, erschoß sich. * Der mit großer Spannung erwartete neue Prozeß Jakubowski hat in Neustrelitz begonnen. * In Berlin begann der Prozeß gegen Stinnes jun. und Genossen, die des Anleihebetruges beschuldigt werden. * Die chinesische Polizei unternahm eine Haussuchung im sowjetrussischen Konsulat in Charbin und verhaftete den russischen Generalkonsul. Künstlicher Nebel. Sogar den primitiven Gasschutz hatte— in überschreitung selbst der Versailler Friedensbestimmungen— die Entente für Deutschlands kleines Heer verboten und es bedurfte erst langer Verhandlungen, um nach Aufhebung der Militärkontrolle es zu erreichen, daß Gasschutzapparate für das Militär zugelassen wurden. Schließlich sind das doch reine Verteidigungsmittel, von denen man nicht einmal weiß, ob sie im Ernstfalle nützen würden; denn rings um Deutschland arbeitet man ja in allen Staaten an der Herstellung immer neuet, immer gefährlicherer Kampfgase, die dann durch Bombengeschwader ins Hinterland befördert nicht bloß die Bevölkerung, sondern auch die industriellen Hilfsmittel des feindlichen Landes vernichten sollen. Hiergegen besitzt Deutschland nicht den geringsten Schutz, den ja in der Hauptsache nur die Luftwaffe im sofortigen Gegenangriff darstellen könnte. * Man wird ja wohl im Auslande wieder allerhand „meckern“, wenn man dort jetzt hört, daß Deutschland begonnen hat, endlich einmal ein Schutzmittel gegen Angriffe aus der Luft auszuprobieren, das man von Weltkriege her noch gut kennt: die Vernebelung. Oder, wie man in Erinnerung an des Zwergenkönigs Laurin unsichtbar machender Kappe auch sagt: die Tarnung. Zu dem Experiment wurde ein wichtiges Elektrizitätswerk in Ostpreußen ausgesucht, das einen großen Teil der Provinz mit Licht und Kraft versorgt, für die dortige Industrie von Bedeutung ist und daher im Ernstfall vornehmstes Ziel feindlicher Bombenangriffe aus der Luft her sein würde. Natürlich wird nicht bloß das zu schützende Werk selbst„vernebelt“, sondern die Umgebung in weitem Umkreis dazu. Die Sache glückte sehr gut, denn überaus schnell wurde das Werk und die ganze Gegend in weitem Umkreis mit einer dichten künstlichen Nebeldecke belegt, und zwar so erfolgreich, daß die Führer von drei Flugzeugen, die während des Experimentes hoch oben in der Luft kreisten und sozusagen das feindliche Bombengeschwader„markierten", hinterher erklärt haben, daß sie die Lage des Werkes auch nur einigermaßen genau festzustellen nicht vermocht hätten. Der„Nebel" war übrigens unschädlich, verursachte nur einen leichten Hustenreiz, und das Ganze ist auch deswegen als besonders gut gelungen zu bezeichnen, weil die dicke und ziemlich lang anhaltende Tarnung des Werkes bei einem ziemlich starken Wind durchgeführt wurde und trotzdem erreicht werden konnte. Teils hatte man in weitem Halbkreis um das Werk die aus dem Weltkriege her wohlbekannten„Nebeltöpfe“ eingebaut, teils diente ein auf einem unmittelbar benachbarten See fahrendes Motorboot als Träger für diese Töpfe. * Dieses Experiment ist nach dem Urteil aller Teilnehmer, trotz schwieriger Umstände, ausgezeichnet gelungen. Ubrigens muß man erwähnen, daß unsere lieben Nachbarn in Ost und West nicht bloß derartige Versuche gleichfalls veranstaltet haben, sondern, wie z. B. die Polen, sogar einen regelrechten Gasbombenangriff auf die Warschauer Vorstadt Praga, natürlich unter Verwendung eines recht harmlosen Gases, aber auch begleitet von Tarnungsexperimenten usw. Und über London hat ja im vergangenen Jahr sogar ein Luftangriff nebst Verteidigung, also ein Manöver sozusagen„mit allen Schikanen der Neuzeit", stattgefunden. In Frankreich hat man ebenfalls schon nach dieser Richtung hin alles mögliche ausprobiert— kurz, was deutscherseits jetzt in sehr kleinem Maßstab in Ostpreußen veranstaltet wurde, ist nur ein sehr zurückhaltendes, sehr langsames Vorwärtsgehen auf einem Wege, von dem unsere lieben Nachbarn— übrigens auch Amerika, obwohl es dort vorläufig wohl ganz unnötig ist— ein sehr großes Stück mit schnellem Fortschreiten zurückgelegt haben. * Der Völkerbund hat sich ja bisher aks unfähig gezeigt, den Gaskrieg gegen die Zivilbevölkerung zu verhindern, ebenso wie er es geradezu abgelehnt hat, den Angriff von Bombengeschwadern auf das Hinterland des Gegners zu verbieten. Mit den geringen Mitteln, die Deutschland verstattet sind, sich dagegen zu schützen, dürfte uns nich untersagt werden. Solange der Krieg und seine immer Anersättlich! Aus Paris wird gemeldet: Die Pariser Sachverständigenberatungen förderten seit ihrem Beginn an Zumutungen gegenüber Deutschland sicherlich die unglaublichsten Ungeheuerlichkeiten, zurage. Was die Alliierten sich aber seit Dienstag vormittag leisten, übersteigt sicherlich alle ErSie verlangen nämlich, daß Deutschland sich verpflichten soll, außer den im Young=Plan vorgesehenen Zahlungen auch noch die Kosten für die Rheinlandbesatzung und für die interalliierte Rheinlandkommission, sowie für die verschiedenen anderen Kontrollkommissionen zu übernehmen, die fortbestehen sollen. Offiziell wurde die deutsche Abordnung von diesem Plan noch nicht verständigt, aber der unermüdlich zwischen dem Hotel Georg V und Royal Menacau einherwandelnde Herr Eberstedt machte heute vormittag offiziöse Mitteilungen. In der Oeffentlichkeit verlautet nichts darüber, daß man ihm ein für allemal die Tür der deutschen Abordnung verschlossen hätte. Man könnte sagen, daß Deutschland auch nach dem Dawesplan die Besatzungskosten bezahlt habe, und zwar in den letzten Jahren in der Höhe von 34 Millionen Mark. Aber dieser Betrag war in den Zahlungen nach dem Dawesplan eingeschlossen. Jetzt aber möchte man, daß Deutschland Reparationsannuitäten durch 58 Jahre übernehme und sich außerdem zur Zahlung von vollkommen unproduktiven, überflüssigen und aufreibenden Besatzungskosten verstehe. Schon die Tatsache, daß die Alliierten noch einmal über die im Young=Plan vorgsehenen Zahlungen hinausgehen wollen, bedeutet eine Herausforderung Deutschlands; denn die deutsche Abordnung erklärte wiederholt, daß sie die in dem Young=Plan ausgenommenen Ziffern anerkenne, aber auch nicht einen Pfennig mehr bewilligen würde. Die Alliierten möchten rund 50 Millionen Mark mehr aus Deutschland herausholen, 34 Millionen für die Besatzungskosten und 16 Millionen für die überflüssigen Kommissionen. Nachdem ihr Betrugsversuch, den Dawesplan und den Youngschen Plan für neun Monate lang gleichzeitig bestehen zu lassen, gescheitert ist, wollen sie 50 Millionen Mark auf andere Weise für sich herausschlagen und wollen den Deutschen zumuten, daß Deutschland sich zur Tragung furchtbarer werdenden Mittel nicht aus der Welt geschäfft sind, müssen Vorkehrungen getroffen werden, die einen wenn auch noch so zweifelhaften, aber doch immerhin möglichen Schutz gewähren. Die Wirtschaft der öffentlichen Hand. von Geh. Reg. Dr. Quaatz, M. d. R. Ein Fünftel des gesamten Volksvermögens befindet sich nach Professor Hirsch für 1925 im Eigentum der öffentlichen Hand. Vor dem Kriege war der Anteil der öffentlichen Hand am Volksvermögen nach Helfferich etwa ein Zwölftel. Mit diesen Zahlen stimmen die Berechnungen des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes überein, wonach sich der Anteil der Unternehmungen der öffentlichen Hand in den meisten Produktionszweigen ungefähr verdoppelt hat. „Vortrefflich“, werden die Freunde des Sozialismus sagen,„um so größer sind also die Staatseinnahmen, also brauchen wir um so weniger Steuern zu zahlen.“ Leider stimmt das nicht. Berechnet man nach den Haushaltsplänen die Reinüberschüsse der öffentlichen Verwaltungen unter Außerachtlassung der Eisenbahn und der Post, so ergibt sich nach den Berechnungen der Darmstädter= und Nationalbank eine Gesamtreineinnahme von 640,4 Millionen Mark, das ist nach heutigem Geldwert über 1 Mlliarde. Im Rechnungsjahr 1925=26 betrugen die Ueberschüsse insgesamt 713,4 Millionen Mark. Dabei ist diese Ziffer noch besonders günstig. Von ihr sind eigentlich noch 131 Millionen abzusetzen, die nicht als dauernd anzusehen sind. M. a..: Der Besitz der öffentlichen Hand hat sich zwar mehr als verdoppelt und der freien Wirtschaft höchstens nur noch vier Fünftel des Produktionsvermögens übriggelassen, der Ertrag dieses Teiles des Volksvermögens ist aber erheblich gesunken. M. a..: Der Staatssozialismus hat einen erheblichen Teil des deutschen Volksvermögens entwertet. Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß vor kurzer Zeit die Verwaltung der königlichen Schlösser in Preußen in die staatliche Hand übergegangen ist. Der Erfolg war sofort eine wesentliche Vergrößerung der Ausgaben. Es ist das ein netter Beitrag für das Argument, das man an Stammtischen so häufig hört: Die Monarchie sei zu teuer. Zum Beweis für die Kostspieligkeit der Monarchie pflegt man die Zivilliste des Kaisers und Königs von Preußen, die 16 Millionen betrug, anzuführen. Die Ministerien, die das replublikanische System neu eingerichtet hat, verschlingen ein Vielfaches der Summe. Früher liefen die Minister zu Fuß, heute haben sie Autos, Flugzeuge, Respräsentationsgelder, Geheimfonds. Alles wirtschaftet aus dem Vollen. Gesamtergebnis. Vor dem Kriege machte der öffentliche Bedarf etwa ein Sechstel des Gesamteinkommens aus. Heute verlangt er mehr als zwei Fünftel. Das heißt von 100 Mark die der Deutsche durch seine Arbeit verdient, muß er mehr als 40 Mark an die Republik abgeben. Besatzungskosten verpflichtet möge, nicht etwa für eine Reihe von Jahren. Vermittlungsversuche Owen D. Youngs. berichtet: Die Besprechungen unter den verschiedenen Delegationen gehen weiter. Der Vorsitzende der spaetigshgee Owen Boung, der meuerdings wieder austausch auch rein....s hatte, hat einen Reinungs. ich mit den Sakverständigen der Gläubigermächte um zu versuchen, als Vermittlex die von den bexschisgerte Beleggtionen, eingenommenen Ständpunkte auszußreichen. Infolgebessen scheine nicht jede Hoffnung, zu einer Verständigung zu gelangen, aufgegeben zu sein. Owen Young will nach Hause fahren. Der„Temps“ will wissen, daß Owen Young angekündigt habe, er beabsichtige, Paris in allernächster Zeit zu verlassen, um nach nahezu viermonatiger Abwesenheit wieder nach Amerika zurückzukehren. * Schacht muß ausspannen. Der Reichsbankpräsident Dr. Schacht hat sich genötigt gesehen, aus Gesundheitsrücksichten seine Arbeit in der Pariser Sachverständigenkonferenz einige Tage auszusetzen. Er hat sich nach Versailles begeben, wo er sich erholen will. Tschechisch=französisches Militärabkommen gegen den Anschluß? Wie aus Moskau gemeldet wird, veröffentlicht das Militärblatt„Krasnaja Swesda" nach den Verträgen zwischen Polen, Rumänien und Frankreich einen weiteren Vertrag zwischen der Tschechoslowakei und Frankreich, nach welchem erstere im Falle einer Vereinigung zwischen Deutschland und Oesterreich verbündete Macht soll dann Klagenfurth besetzen. Die Oberleitung dieser Aktionen soll in die Hände des französischen Generalstabes gelegt werden. Aman Allah bleibt in Indien. Ein neuer Emir von Afghanistan. König Aman Ullah von Afghanistan hat seine Absicht. sich Mitte nächster Woche nach Italien einzuschiffen, mit Rücksicht auf den Zustand der Königin einstweilen aufschieben müssen. Die Königin wird bis nach ihrer Entbindung im Hotel Tadsch Mahal in Bombay verbleiben. Das Hotel steht unter polizeilichem Schutz. Der frühere afghanische Kriegsminister Nadir Khan, der bisher gemeinsam mit Aman Ullah gegen die. Truppen Habib Ullahs operierte, hat sich zum Emir von Afghauistan ausrufen lassen. Wie es heißt, soll er zunehmenden Einfluß auf die Stämme des südlichen Afghanistan gewinnen. Habib Ullah soll sich bemühen, mit dem Emir Verhandlungen anzuknüpfen, und soll zu diesem Zweck eine kleine Delegation an ihn geschickt haben. von Spanien an Hindenburg. Die großartige deutsche Ausstellung. In Erwiderung des Glückwunschtelegramms, welches der Reichspräsident anläßlich der Eröffnung der deutschen Abteilung auf der Internationalen Ausstellung in Barcelona an den König von Spanien gerichtet hatte, hat der König von Spanien an den Reichspräsidenten nachstehendes Telegramm gerichtet: „Ich empfing soeben Ihre liebenswürdige Kundgebung, für die ich von ganzem Herzen danke. Es war mir ein wirkliches Vergnügen, zusammen mit der Königin den großartigen deutschen Pavillon auf der Internationalen Ausstellung in Barcelona zu eröffnen, und ich beeile mich, Eurer Exzellenz mit meinen aufrichtigen Glückwünschen den Ausdruck meiner und meines Volkes Dankbarkeit für die so glänzende Mitarbeit Ihres edlen Vaterlandes an dieser Ausstellung zum Ausdruck zu bringen. Ich verbinde damit die wärmsten Wünsche für das Gedeihen und Glück Ihres Landes und für die Festigung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen unseren Ländern.“ Rleine Meibungen Spionage der Fremdenlegion in Deutschland. " Leipzig. Vor dem 4. Strafsenat des Reichsgerichts hatte ich der Elektrotechniker Walter Potas aus Magdeburg wegen Lergehens gegen das Spionagegesetz zu verantworten. Der Jahre alte Angeklagte war von 1923 bis 1925 bei der SchutzRizei in Magdeburg, wurde aber wegen mehrerer Nachlässigen entlassen. Da er in der Folge arbeitslos wurde. fuhr er zweimal, im Herbst 1925 und im Herbst 1926, nach Mainz, um sich für die Fremdenlegion anwerben zu lassen. Er wurde jedoch nicht eingestellt, sondern von den Offizieren des französischen Nachrichtendienstes beanftragt. Angaben über die Schutz* Verband der Westfältschen Krankenkassen. 15. Hauptversammlung der westfälischen Kranponi Pransentaßf Iserlohn bei zachlreicher Teibnohme tatete dar Paisenve n. stat: Nach der Begrühat das Jahr 1927 einen Fortschritt sehracht, dieser hielt 1928 zunächst an, kam um die watte des Jahces zum Stillstand, und gegen Ende des war sogar ein Rückgang zu verzeichnen. Einen gssmrülfenz„Fradmesser„für die wirtschaftlichen Verhältnisse Zahlen der Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung und in der Krisenfürsorgel. Immerhin kann gesagt werden, daß das Jahr 1928 ein leidlich gutes Konjunkturjahr gewesen ist. Die Löhne wiesen Verbandstrans i=Tendenz auf. Die Reineinnahme der Verbandverantentassen ist auf den Kopf des Kassenmitgliedes umgerechnet, von 75,99 M. im Jahre 1927 auf 85.51 gestiegen. In gleicher Weise sind aber die Ausgaben gestiegen, und zwar entfällt über die Röslenen Jak u auf das Krankengeld.— Im verPrütungen für Pordere itungskurse auf die verschiedenen# die jüngeren Kassenangestellten an sechs verschievenen Orten der Provinz abgehalten, die von 160 waren. Davon wurden 79 zu den Prüfungen zugelassen, 70 Teilnehmer haben diese bestanden.— Das Genesungsheim des Verbandes in Driburg war im Berichtsjahr an 354 Tagen geöffnet, es Pisor Ron den 431 Tagen verlich 124 belegt,. Phen..3 Betten waren durchschnittUnterbelegung entsteht durch die zu geringe Inanspruchnahme des Heimes in den Wintermonaten. Auch die Winterkuren in Driburg haben vollen Exfels Bedauerlich, ist., daß das Heim nur von etwa der Haifte der Vervanosrassen in Anspruch genommen wird. „Dem Verbande gehörten zu Anfang des Jahres 1928 #####sen mit rund ½ Million Mitgliedern an, am Jahiss auß waren es 154 Krankenkassen mit 574.000 Mitmenmehrheit Bocholt gewähitr. wurde mit Stim### Es wurden dann eine Reihe von Referate erstattet. Tegtsanwalt Vormann von der Arbeitgebervereinigung Düsseldorf, sprach über„Wirtschaft in der Sozialversicherung". Vielleicht könne man auch den Versuch denjenigen Versicherten, welche ein volles Geschäftsjahr hinourc keine Leistungen beansprucht hätten, einen Teil der von ihnen bezahlten Beiträge als Prämie zurückzugeben und diesen auf ein gesperrtes Sparkassenbuch zugunsten des Versicherten einzuzahlen. Abhebungen dürfen nur für ganz bestimmte Fälle erfolgen. Das Korreferat hielt Reichstagsabgeordneter Behreus. Er konnte die Ansichten seines Vorredners nicht Wenn dieser ausgeführt habe, daß die Ebbe im Reichsyaushalt wirtschaftlich durch die Saziallasten verursacht sei, so wäre das nicht richtig, es seien daran vielmehr ganz andere Dinge schuld. Eine gründliche Reform der So zialversicherung sei allerdings notwendig und man müsse ernsthaft prüfen, ob die eingebrachter„Vorschläge möglich und durchführbar seien. Die beutsche Wirtschaft und Sozialversicherung seien miteinander auf Gedeih und Verderb verbunden, und es sei zu erstreben, beide in steten Einklang miteinander zu bringen. Am zweiten Tage sprach Verbandsdirektor Weber, Aachen über„Die Hetze gegen die deutsche Krankenversicherung" und Kochskämper, Iserlohn, über„Die Jugendherbergen als Vorbeugungsmittel für die Gesundheit". An die Referate schlossen sich längere Debatten. Der Redner wies auf gewisse Ueberspannung in der Krankenfürsorge hin und forderte u. a. daß Kassenmitglieder, die während der Krankheit vollen Lohn oder Gehalt erhielten, von dem Bezug von Krankengeld ausgeschlossen werden. Tichigs Sihung des bereistages. Wg. Padervorn, 29. Mai 1929. uin dr Freistgs trat heute vormittag, unter dem Vor# von Lanorat von Laer im Kreishause zu einer tar- e ände dau haltplan un·9 und anveren wichtigen, Vorlagen beschaftigr zusammen. Auf der Tagesordnung stehen nicht 21 Punkte. Die Beratung wird sich daher bis in die späten Nachmittagsstunden hinziehen. 1. Einführung des Kreistagsabgeordneten Siemens, Saude „Stelle des verstorbenen Abgeordneten Disselnin der örsichen#ie de führte das neue Kreistagsmitglied e: Winen Weise ein. 4 Kreistagsmitglied Die beiden folgenden Punkte: 2. Uergruchur, von Gemeindestraßen in die Unterhaltung 3. Aufnahme einer Anleihe von 95 360 M. zur Unterstützung von Gemeindewegebanten. standen miteinander im Zusammenhang. Der Kreisausschuß machte dazu folgende Vorlage: Der Kreistag hat am 14. Juni 1928 folgenden Beschluß gefaßt:„Nach eingehender Diskussion des anliegenden Vorschlages(vom 26. April 1928) bewilligt der Kreistag die notwendigen Mittel mit der Maßgabe, daß über die Deckungsfrage noch beschlossen werden soll.“ Es handelt sich hierbei um einen Betrag von 57 360 M. Weiter zu berücksichtigen wird sein, ein Betrag von 12000 M. für den Ausbau des Holzweges in der Gemeinde Stukenbrock. Die Kosten für den Ausbau der Straße innerhalb der Gemeinde Stukenbrock betragen nach dem Kostenanschlage, 40 500 M. An Zuschüssen aus der produktiven Erwerbslosenfürsorge dürfte rund 4500 M. zu erwarten sein; es verblieben also rund 36000 M. zu deckende Baukosten, mithin eine Kreisbeihilfe von 36000= 12000 Mark. gnestreten. Der Kreisausschuß hat nunmehr beschlossen dem auch die Berücksichtigung der Stadt Lippspringe durch Gewährung einer Beihilfe von 25000 Mk. unter ##stingung vorzuschlagen, daß auch die privaten InZuschuß leisten Aushau des Weges einen angemessenen ohr ammerinen.— Hinzu kommt ein Betrag von 1000 Mk. Kreisoeihilfe für die Gemeinde Dörnhagen zu dem Hauseerzäßigen Ausbau des Weges von Busch nach Ebbingaie#####m die die Provinzialbeihilfe bereits bewilligt ist. Die Gesumranleihe betragt danach 95 360 Mk. #„„„Der Kreisausschuß schlägt dem Kreistage die Aufnahme einer Anleihe von 95360 Mk. bei der KreisEsslalse#n einem Zinssatz von 8 Prozent und einem Tügungssatz von 2 Prozent vor. Ueber diese Anträge setzte eine längere Aussprache ein. 5. Desgl. von 200000 M. zwecks Abdeckung des Fehlvetrages aus dem Rechnungsjahr 1928 und Bereitstellung eines Betriebsfonds für die Kreiskommnwalkasse. Eine weitere wichtige Vorlage betrifft die aus 1928 zu erwartenden Deckung des Fehlbetrages. Die Deckung foll auf dem Wege der Anleihe erfolgen. Dazu liegt folgende Vortage des Kreisausschusses vor: dem Rechnungsjahre 1928 bleibt, hauptsächlich entstanden aus der sehr starken Steigerung der Fürsorgelasten, ein Fehlbetrag von 130—140000 M. zu decken. Die läßt sich naturgemäß erst nach endgültigem Abschluß der Rechnung feststellen. Im einzeln handels es sich um folgenoe Ueberschreitungen: a) Gegenüber dem Etat fehlende bzw. geringere Einnahmen: 1. Fehlender Kassenbestand aus 1927 12000 M. Baurevisionsgebühren„ 2000 M. 3. Unvorhergesehene Einnahmen(Titer VIIl/7) 1 500 M. der Gemeindevertretung Stukenbrock hat folgenden Wortlaut: „Im östlichen Teile der Gemeinde Stukenbrock befinden sich große Oedlandflächen, die sich zu Kultivierungs= und Siedlungszwecken sehr gut eignen. Auch die von Bodelschwingschen Anstalten besitzen daselbst, sowie in den Nachbargemeinden Hövelhof, Haustenbeck und Augustdorf größere Oedlandflächen, deren Kultivierung vorgenommen werden soll, sobald der sogenannte Holzweg von der Gemeindestraße Timmermeister—Staumühle hierselbst aus bis zur Lippischen Staatsstraße Augustdorf—Haustenbeck chausseemäßig ausgebaut worden ist. Der Ausbau dieser Wegestrecke liegt in erster Linie in volkswirtschaftlichem Interesse: ist aber auch für den öffentlichen, durchgehenden Verkehr von großer Bedeutung, zumal eine Verbindung obiger Straßen hergestellt wird und die Reichsbahnstation Hövelriege leicht zu erreichen ist. 4. Kreiskino b) Gegenüber dem Etat höhere Ausgaben: 5. Reisekosten pp. 6. Porto= und Fernsprechgebühren 7. Zinsen für kurzfristige Kassenkredite 8. Verzinsung der neuen Pesagaktien, 2000 M. die im Etat Mittel nicht bereitstan1000 M. 1 500 M. 14 000 M. für den 9. Unvorhergesehene Ausgaben(Zinsen für Darlehen betr. Ankauf von Landeseisenbahnaktien, Aktien der Ferngasver4 000 M. forgung, usw.) forgung usw.) 10. desgl.(Titel VII/18 Durchführung des Ge1 800 M. Ien erigen Fasigdschen Verbände in Magdeburg zu erhielt er 135 Mark und im zweiten Falle 180 Mark, ohne jedoch dafur etwas zu leisten. Beidemal seiner Posie enszei, P%# ograpbien abgenommen, die in verurteilte Leidignzest gemacht worden waren. Das Gerich den Angerlagten wegen zweier Vergehen gegen§ 6 zu einer Gefängnistrase mildernder Umstände von neun Monaten, für die fün Monate durch die Untersuchungshaft verbüßt sind. Das Geständnis der Komtesse Monroy. verhaftete Kamnteg oe des Juwelenraubes an ihrer TantKomtesse Monroy hat nunmehr ein umfassendes Geständnis abgelegt. Sie behauptet, daß sie sich an ihrer Tante gafur have rächen wollen, daß diese anderen Personen Bessng anste während sie selber leer ausgegangen sei. Der Die Verhaftete aab des Schmuckes ist sichergestellt worden sobter, der Ritmeisten. an; daß ihr Verbei Kenntnis gehabt haber Ve den Wir beschließen daher auch mit Rücksicht darauf, daß ein chaussierte Straße die von Osten nach Westen verläuft, im weiten Umkreise nicht vorhanden ist, hierdurch den chausseemäßigen Ausbau des sogenannten Holzweges, soweit er in dem Gemeindebezirke Stukenbrock liegt. Da jedoch die Gemeinde Stukenbrock infolge der hohen Schuldenlast und ihres ausgedehnten Wegenetzes die Baukosten aus eigenen Mitteln nicht bestreiten kann, bitten wir um Bewilligung einer möglichst hohen Kreis= und Provinzialbeihilfe, sowie eines Zuschusses aus den Mitteln der produktiven Erwerbslosenfürsorge.“ Die Gemeinde Stukenbrock verpflichtet sich hierdurch, die vorbezeichnete Chaussee, soweit sie im Gemeindebezirke Stukenbrock liegt, dauernd im ordnungsmäßigen Zustande zu erhalten und erkennt dem Provinzialverbande gegenüber an, daß die Bewilligung der Beihilfe nicht auf einer Rechtspflicht beruht, sondern eine freiwillige Zuwendung Zu diesem Punkte fand auf dem Kreistage am 17.(Dezember 1928 eine Anregung des Abgeordneten Hachmann Zustimmung, wonach die Gemeinden die notwendigen Mittel zunächst selbst beschaffen und ihnen die Zinsen erstattet werden sollen. Der Gewährung des Kreisdrittels zum Ausbau des Holzweges in Stukenbrock stand der Kreistag wohlwollend gegenüber, endgültige Beschlußfassung blieb indes vorbehalten.— Bekanntlich ist nun auch die Stadt Bad Lippspringe wiederholt an den Kreis wegen Gewährung einer Kreisbeihilfe zum Ausbau des sog. Sandweges hersetzes betr. Geschlechtskrankheiten) 1 500 M. 11. Zuschuß für den Arbeitsnachweis 1 400 M. 12. Steuern für Gebäude 2 300 M. 13. Unvorhergesehene Ausgaben(Titel XI/19 4300 M. 14. Fürsorgelasten(voraussichtlicher Mehrauf85 000 M. Summa, 134 300 M5. Um nun den neuen Haushaltsvoranschlag nicht noch mehr zu belasten, haben Kreisausschuß und Verwaltungsund Rechnungskommission beschlossen, dem Kreistage vorzuschlagen, den Fehlbetrag aus dem Vorjahre durch eine aufzunehmende Anleihe, die die Kreissparkasse zu einem billigen Zinsfuß(6 Proz.) hergeben würde, zu decken. Weiterhin wurde die Bereitstellung eines Betriebsfonds für die Kreiskommunalkasse als dringend erforderlich bezeichnet. Die Kreiskommunalkasse ist gezwungen, dauernd einen hoch zu verzinsenden Kredit in Anspruch zu nehmen, da der früher vorhanden gewesene Betriebssonds durch die Inflation verloren gegangen ist. Durch die Aufnahme einer festen Anleihe würden jährlich erhebliche Zinsbeträge erspart, da die Anleihezinsen nur 6 Proz., die Kreditzinsen jedoch 9½ Proz. betragen. Dem Kreistage ist unter dem 6. Dezember 1928 bereits ein entsprechender Vorschlag unterbreitet, der Punkt ist jedoch auf dem Kreistage am 17. Dezember 1928 von der Tagesordnung abgesetzt worden. Die Bereitstellung eines Betriebsfonds in Höhe von zunächst 60—70000 M. ist aber nunmehr dringend erforderlich, ohne einen solchen Fonds ist eine geordnete Finanzwirtschaft nicht möglich. Der Kreisausschuß schlägt dem Kreistage die Aufnahme einer Gesamtanleihe von 200,000 M. zu einem Zinssatz von 6 Proz. und einem Tilgungssatz von 4 Proz. hiermit vor. * Ueber den Verlauf der Sitzung werden wir in der nächsten Ausgabe berichten. Schweres Gewitter über Klingenthal. ## Klingenthal. Der Klingenthaler Bezirk wurde von einem schlag Heimgesucht. Die okenbruchartigem Regen und Hagelnicht zu fassen, so daß sich diese über viel Schaden auf Feldern und in Gärten anrichteten. Schweres Anwetter im Netzekreis. Kongresse und Versammlungen bunden war, richtete in mehreren Orten des Kreises großen Smagen an. Durch den Hoggie gente igz poständig vernichtel. Großfeuer auf einem Gut. Anwesen des Guisbesitzers R. Burkthard. gesearg Reichsausschusses für hygienische Volls. gesundbeitg Vorsitz des Präsidenten des Reichs. ##greusamtes sand in Bad Mergentheim die Tagung Reichsausschusses für hygienische Volksbelehrung statt. Austrage des„ Reichsministeriums des Innern überbrachte dos###; Berlin Grüße und Wünsche. Er wies darau gu Segeeräste in den Schulen für die hygienische Be##ung der Schüler genügend vorbereitet werden sollten. Die beichsregierung wolle Mittel hierzu zur Verfügung stellen. Heimatlicher Teil Merkblatt für den 30. Mai. Sonnenaufgang 3% s Mondaufgang 059 Sonnenuntergang 20° Monduntergang 9“ Po9i#aler Peter Paul Rubens gest.— 1918: Vorstoß der Deutngen bis zur Marne. birgt der Juni in sich: den Johannistag samt der gehörigen Nacht, in der allerlei Wunderbares geschieht, den Tag Petri und Pauli, der ein Lostag ist, weil er ausschlaggebend sein soll für die Witterungsgestaltung einer ganzen folgenden Periode, und vor allem einen der größten Wetterschicksalstage des Kalenderjahres, den„gefürchteten“ Siebenschläser. Wil man den Juni, dessen Namen wir selbstverständlich von den alten Römern haben— nach den einen soll die Göttin Juno,, nach andern L. Junius Brutus. Roms erster Konsul, bei der Namengebung Pate gestanden haben—, verdeutschen, so nennt man ihn, wie das früher üblich war, Brachmonat, weil dort, wo Dreifelderwirtschaft getrieben wird, im Juni das Brachsekd zur Bearbeitung gelangt. Aber auch als Heumonat wird er gekennzeichnet, weil die wichtigste landwirtschaftliche Verrichtung im Juni die Heuernte ist. Für die Kinderwekt in vielen Provinzen Deutschlands aber bedeutet der Juni die Vorfreude auf die Zeit der Ungebundenheit und fast schrankenlosen Freiheit, die Zeit der Großen Ferien! Juni. Das ist nun wirklich der Sommer, der offiztelle Sommer— darüber können wir uns, wenn es Juni wird in der Welt, nicht mehr hinwegtäuschen. In diesem Jahre weniger als sonst, denn es läßt sich, nachdem wir schon geglaubt hatten, es würde nie wieder Sonne werden auf Erden, seit den letzten Maientagen alles so unerhört sommerlich an, daß wir den weiteren Verlauf des Monats, in dem es die Rosen gibt und den Flieder und neue Obstherrlichkeit weit und breit, mit großem Vertrauen entgegensehen. Die Wettergelehrten haben allerdings nach jahrzehntelangen Berechnungen herausbekommen, daß der Juni„im Durchschnitt“ in den ersten zwei Dritteln infolge von Regentagen und Nordwinden oft noch ziemlich kühl sei und meist erst im letzten Drittel beständiger und wärmer werde. Aber wir brauchen uns von den Wetterkennern unsern Juni nicht verleiden zu lassen, da alle Wetterregeln, selbst die ehrwürdigen„Bauernregeln". Ausnahmen zulassen. Nicht wegzuleugnen ist jedenfalls die Tatsache, daß uns der 21. Tag des Juni den amtlich abgestempelten Sommer bringt und daß es des Jahres längster Tag, der Tag ohne Nacht sozusagen, ist. Aber noch andere bemerkenswerte Daten :: Verteuerung und Einschränkung des Kommunalkres dits und der Baugelder. Die Direktion der Landesbank in Münster i. W. schreibt uns: Die Verknappung und Verteuerung auf dem Geld= und Kapitalmarkt hat einen hohen. Grad erreicht. Der weiteren Entwicklung muß mit großer Sorge entgegeengesehen werden. Die Mittel der Sparkassen sind beschränkt, vielfach mußte die weitere Kreditgewährung bereits gesperrt werden. Auch die Landesbank und das Pfandbriefamt in Münster i. W. haben die Kreditgewährung fast vollständig einstellen müssen. Eine erhebliche Zinserhöhung auch für die laufenden Kridite ist unvermeidlich und in Kürze zu erwarten. ..: Urver eine Million Handwerksmeister. Gegenwärtig zahlt das deutsche Handwerk 1271000 Meister. Davon sind 63 Prozent oder 829000 sogenannte Alleinmeister. Die Zahl der Betriebe mit Gesellen beläuft sich auf 286000, die Zahl der Betriebe mit zwei oder drei Gesellen erreicht immerhin noch 123000, und die Zahl der Betriebe —5 Gesellen beträgt 33000. Im Jahre 1907 betrug die Zahl der organisierten Handwerker in Deutschland 467000. Diese Zahl stieg im Laufe von 18 Jahren, unterbrochen durch den Weltkrieg, bis zum Jahre 1925 auf 910000. Die Gesamtzahl der im Handwerk beschäftigten Meister, Gesellen und Lehrlinge beläuft sich nach Erhebungen des Deutschen Handwerks= und Gewerbekammertages auf 3,7 Millionen, denen noch etwa 400000 mitarbeitende Familienmitglieder zuzuzählen sind. 9 Ueberb fälischen Erfolg in der Jugend ohne weiter geregt wurd hat sich ein auf der 2 möchten hoff Heimatbund zeigt. Von d gemein sage Kritik hätte bare Wegee Mit der Ju recht mehr z gasse führt i grammen ur letzten Jahrz Karl Wagen den Zeilene Erfahrungen neuer Arbeit lichkeit, die sonders wert deutung dr artung. Das soll ja in n beginnen. Sehr un gungsteilnehn drazheim. zweifellos ge auch nicht ein des Sehens, Lichtbildmater Normen nicht läßt sich nich die Deutunge hat sich bein gedacht als d. dessen, die Bi Betrachtung Hauptsache, so das Sehenkön schließlich die auf die Fülle begegnen und Daß man Führungen re Lage und bede lich. Immerhin so einzuengen Tagungen etw. schränkung in Wir verspreche von dem nächs das dankbare stellt hat. 2a0 — Ostfri farre wird de 1889—1895 al Siehe Bekannt * Preissch Llich, veranstalt Samstag, den ab und Sonnta Uhr und nachm schießen. Um Wanderpreisen gestifteter Ehre Einzelpreise zur den im Schaufe sternstr. am De des Schießens ab, ein großes des Kreis=Krieg veilnehmenden, dürfte namentl Mitglieder rats zum Schießen z. 0 Konzerte tag werden wie dem Schützenpla hiesigen Infante lichen Maienwet den. 0 Volkskon ist, findet das e Agung Jahn, leichnam, an der ist dafür bekani gute Literatur tragsfolge, die bei Zittau Wagen des Schleudern ges. ehr beschlossen dem Stadt Lippspringe 25000 Mk. unter die privaten Innen angemessenen Betrag von 1000 nhagen zu dem Zusch nach Ebbingreits bewilligt ist. 0 Mk. n Kreistage die k. bei der Kreissozent und einem re Aussprache ein. ckung des Fehlve928 und Bereit* Kreiskommumele fft die aus 1928 Die Deckung foll zu liegt folgende eibt, hauptsächlich ug der FürsorgeM. zu decken. Die nach endgültigem einzeln handelt igere Einnahmen: 12000 M. 2000 M. VIII/7) 1 500 M. 2000 M. 1000 M. 1 500 M. 14 000 M. n. für eitstan4 000 M. n für eseisengaüder= 1 800 M. es Ge1 500 M. 1 400 M. 2 300 M. XI/19 4 300 M. ehrauf85 000 M. ma, 134 300 25. chlag nicht noch d VerwaltungsKreistage vorahre durch eine rkasse zu einem zu decken. eines Betriebsngend erforderdauernd einen nehmen, da der surch die Inflahme einer festen äge erspart, da ditzinsen jedoch ter dem 6. Desorschlag unterage am 17. Detzt worden. Die e von zunächst nd erforderlich, ite Finanzwirt= Kreistage die 0 M. zu einem itz von 4 Proz. vir in der nächmi der dazuschieht, den Tag ausschlaggebend inzen folgenden terschicksalstage nschläser. Wil ndlich von den. Göttin Konsul, bei der tschen, so nennt nat, weil dort, das Brachseld monat wird er schaftliche VerKinderwekt in der Iuni die fast schrankenKommunaltre: Landesbank in ing und Vertt einen hohen. nuß mit grotel der Sparweitere Kreie Landesbank aben die Kresen. Eine eren Kridite ist Gegenwärtig r. Davon sind inmeister. Die auf 286000, Gesellen erder Betriebe 1907 betrug Deutschland ahren, unterre 1925 auf beschäftigten nach Erheverbekammer10 000 mitarRückblick auf den Arnsberger Wesialentag man die Arnsberger Tagung des Westschlischen Heimatbundes, so wird man ihren wesentlichen Tatsache der Aussprache mit Vertretern der Jugend sehen. Praktische Ergebnisse konnte man nicht ohne weiteres erhoffen. Die Arbeitsgemeinschaft, die angeregt wurde und in Bälde wohl ins Leben treten wird, eingehend mit all jenen Fragen zu befassen, die nur angedeutet werden konnten. Wir möchten hoffen, daß sie auch fruchtbare Ergebnisse hat. Der Heimatbund hat für seinen Teil den besten Willen gezeigt. Von den Referaten der Jugendvertreter läßt sich alldaß sie etwas illusionär waren. Manche Kritik hätte man liever hingenommen, wenn zugleich gangWege einer besseren Praxis aufgezeigt worden wären. Mit der Jugendbewegung ist es heute so, daß sie sich nicht zu helfen weiß. Der einzige Weg aus der Sackgasse führt in die Syhäre konkreter Arbeit. Mit neuen ProManifesten ist es nicht getan, es sind im letzten Jahrzehnt ihrer genug verkündet worden. Die Rede Karl Wagenfelds enthielt in dieser Beziehung zwischen den Zeilen eine gesunde Kritik. Sie verriet aber auch die Erfahrungen des Praktikers, zeigte die Ansatzpunkte zu tte im ganzen jene sorgfältige Gründlichkeit, die wir bei wagenfald stets geschätzt haben. Besonders wertvoll halten wir seinen Hinweis auf die Bedeutung dr biologischen Forschungen für die Volksaufartung. Das Fachinstitut der Kaiser=Wilhelm=Gesellschaft soll ja in nächster Zeit in seinen Arbeiten in Westfalen beginnen. Sehr umstritten war bei einem großen Teil der Tagungsteilnehmer der Vortrag des Prof. Schwindrazheim. Dieser Streit bezog sich weniger auf die zweifellos geistvolle und fesselnde Form des Vortrages, auch nicht einmal auf die Formulierung seiner sieben Arten Sehens, sondern auf die Ausdeutung des vorgeführten Lichtbildmaterials. Man kann zugeben, daß hier feste nicht aufzustellen sind. Das Spiel der Phantasie läßt sich nicht einfangen. Erlebnisse sind subjektiv, und die Deutungen des Redners waren es ebenfalls. Mancher hat sich beim Anblick der Bilder etwas ganz anderes gedacht als das, was der Professor nachher vortrug. Indessen, die Verschiedenheit der Empfindungen, die bei der Betrachtung der Natur ausgelöst werden, ist nicht die Hauptsache, sondern das Vorhandensein der Empfindungen, das Sehenkönnen und Sehenwollen. Und das war doch schließlich die Absicht des Vortrages: aufmerksam zu machen auf die Fülle von Schönheiten, die uns in der Natur begegnen und sie mit den Augen zu trinken. Daß man in Arnsberg das Maß der Ausflüge und Führungen reichlich bemessen würde, ist bei der schönen Lage und bedeutenden Geschichte des Ortes recht verständlich. Immerhin hätte man den Vortragskreis deshalb nicht so einzuengen brauchen, wie es geschehen ist. Wenn frühere Tagungen etwas überladen waren, so hatte man die Beschränkung in Arnsberg vielleicht etwas zu weit getrieben. Wir versprechen uns in dieser Beziehung gute Fortschritte von dem nächstjährigen Westfalentag in Bielefeld, der sich das dankbare Thema„H eimat un d Geschichte“ gestellt hat.(M..) Paderborner Stadtchronik vom 29. Mai 1929. Ostfriedhof. Auf dem Begräbnisplatz der Dom1383.—8c, gegmngenin. e cderfeld aus den Jahren „Joo abgeraumt und zur Neubelegung freigegeben. Siehe wekanntmachung. * P r e i s s c h i e ß e n. W i e a u s d e m A n z e i g e n t e i l e r s i c h t lich, veranstaltet der Kreis=Krieger=Verband Paderborn am Samstag, den 1. Juni 1929, nachmittags von 2 Uhr uo und Sonntag, den 2. Juni 1929, vormittags von 10—1 Uhr und nachmittags von 2 Uhr ab das diesjährige Preisschießen. Um 6,30 Uhr ist Preisverteilung. Außer den Wanderpreisen wird ein von der Stadt Paderborn gestifteter Ehrenpreis und eine große Anzahl wertvoller Einzelpreise zur Verteilung gelangen. Die Hauptpreise werden im Schaufenster der Firma Wilhelm Schweer, Westernstr. am Donnerstag und Freitag ausgestellt. Während des Schießens findet Sonntag nachmittag von 3,30 Uhr ab, ein großes Gartenkonzert statt, wozu alle Kameraden des Kreis=Krieger=Verbandes, auch die nicht am Schießen veilnehmenden, mit ihren Familien eingeladen sind. Es namentlich für die Paderborner und Neuhäuser Mitglieder ratsam sein, schon den Sonnabendnachmittag zum Schießen zu benutzen. 0 Konzerte auf dem Schützenplatz. Am Fronleichnamstag werden wie alljährlich nachmittags zwei Konzerte auf dem Schützenplatz stattfinden, die von der Militärschule des hiesigen Infanterieregiments gegeben und sich bei dem herrlichen Maienwetter sicher regen Zuspruches erfreuen werden. 0 Volkskonzert. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich ist, findet das erste Volkskonzert der Sängervereini'gung Jahn, Paderborn, am morgigen Abend, Fronleichnam, an den Fischteichen statt. Die Sängervereinigung ist dafür bekannt, daß sie bei gutem Stimmaterial auch gute Literatur bietet, wofür schon die Namen der Vortragsfolge, die am Konzertabend bei den Mitgliedern für abend puntsch.5 ühr.ir die Vereinomtgleder ist heute !! Ein Wettersturz hat sich über Nacht eingestellt. Die Saßslunnge isr aie Posan coft 20 Grad zurück. Die starke Abin mess.“######e schwerer Unwetter, die Dienstagabend, in mehleren Bezirken niedergingen. Besonders schwer wurde Stuttgart und Württemberg überhaupt dabei heimgesucht. Dort wurde großer Schaden angerichtet. In drei Orten haben Wolkenbrüche ebenfalls stark gehaust. Da das Barometer weiter steigt, ist mit weiterem trocknen Wetter zu rechnen. Einheitskurzschrift. Der Deutsche Stenographenbund a0 undes T, Anuig gezeitiat bgehaltenen Wettschreiben ein mzendes Ergepur## zeitigt. Mit 41000 Arbeiten haben Iinheitskurzschriftier eine Massenleistung vollbracht, wie sie die stenographische Welt bisher noch nie gesehen hat. SPosostrschr n ni 8° Silben begann, wurden Arbeiten aogeliefert. Der Paderborner Reichsbahnkurzschriftverein gab 54 Arbeiten ab, die restlos mit ersten Preisen ausgezeichnet wurden. Die Preisträger bei 80—160 erhielten das Bundesdiplom, bei 180—200 Silben als Ehrengabe das Jahrbuch des Bundes, bei 220—260 Silden gußerdem, das Bundesabzeichen mit silbernem Kranze. Die besten Leistungen zeigten: 140 Silben: Hans PfitzenRüsing; 160 Silben: Josef Schulte; 200 Silben:Heinrich Struck, Wilhelm Diermann; 220 Silben: Wilhelm Buschmeier; 260 Silben: Hans Bölte. und Fern :: S a l z k o t t e n, 2 9. M a i. M o t o r r a d u n f a l l. A m Her“ Propinzsastraßs nac 8 Uhr, fuhr ein Motorrad auf rend das aim einz„nach Salzkotten eine Kuh an. WähTier eine große Fleischwunde davontrug, stürzte der Fahrer und sein Sozius vom Rade und zogen sich Kopfwunden zu. Sie konnten nach Anlegung eines Verbandes die Reise nach Dortmund im Zuge fortsetzen. Büren, 29. Mai. Mit dem Motorrad gegen die Lokomotive. Als am Sonntag morgen der Bürener Personenzug der gegen 6,30 Uhr auf der Station Geseke eintrifft, die Provinziallandstraße nach Salzkotten passierte,„fuhr ein Motorrad direkt auf die Lokomotives Wie ein Augenzeuge den Vorfall, der leicht Menschenopfer hätte fordern können, schildert sind die Motorradfahrer, trotz vorschriftsmäßigen Läutens des Zuges und trotz des warnenden Zurufes des Augenzeugen direkt auf die komotive gefahren und haben erst im letzten Augenblick zu bremsen versucht. Das Motorrad hing erst am ersten Rade der Lokomotive, wurde ein Stück mitgeschleift und schlug dann um, die beiden Fahrer blieben dann einen Augenblick besinnungslos mit dem Kovf dicht am Geleise liegen, um sich unversehrt, nur mit einigen Rißwunden an den Händen, zu erheben. Auch das Motorrad hatte nur unbedeutende Schäden abbekommen. „Exonau, 29. Mai. 30 Drillinge in einer Nachr: Was für ein Mißverständnis ein fehlendes Komma anrichten kann, haben dieser Tage die„Gronauer Nachrichten" bewiesen, als sie u. a. mitteilten:„... In der Nacht vom 1. zum 2. Pfingsttag wurden in der Familie Zant Tannenstraße 30 Drillinge geboren...“ Will man da noch von Geburtenrückgang sprechen, wenn eine einzige Familie in einer Nacht um 90 Köpfe vermehrt wird? Hamm, 29. Mai. Wenn man nicht auf den Verkehr achtet. Auf der Wilhelmstraße überquerte ein Mann den Fahrdamm, ohne, der Verkehrsregel gemäß, erst nach rechts und links Ausschau zu halten. Er wurde plötzlich von einem Personenwagen erfaßt und zur Seite geschleudert. Mit schweren Kopfverletzungen brachte man ihn in seine Wohnung, !! Elverfeld, 29. Mai. Ein Auto vom Zug überfahren. Der von Hagen kommende Güterzug 8808 überfuhr auf dem Ueberweg bei dem Haltepunkt GevelsbergNirgena ein von Milspetal kommendes zweisitziges Personenauto. Es wurde etwa 60 Meter mitgeschleift und vollzertrümmert. Der einzige Insasse, Dr. Frankenhaus aus QQuerfurt, wurde dabei getötet. Die Schuld trifft den Getöteten. Der Ueberweg ist übersichtlich. Meldungen Vom Mittwoch bis 13 Uhr. Das Endergebnis der belgischen Wahlen„##„ Die Wahlen in Belgien haben nunmehr endgültig bigendes Ergebnis gehabt: 75 Katholiken(bisher 78), 29 Liberale(bisher 23), 70 Sozialisten(78), 12 flämische und nationale Vertreter(6) und einen Kommunisten(bis). #### Amerika baut neue Dampfer. Fur die Reisen um die Welt, will Amerika 6 besondere Aufenthalt von je 350 Passagieren bauen. Die Baukosten werden mit 200 Millionen Mark genannt, Zwei Ozeanflüge. Newyork, 29. Mai. Sowohl die beiden amerikanischen Sessac Förig Rom wollen, wie die beiden Franzosen auf heute Mittwoch festgeseze,a i Amerie Italieus Nationalität. In Italien soll für Schilder mit nichtitalienischer Schrift, in Zukunft 5 mal so hohe Steuer genommen werden, wie für Schilder mit italienischer Schrift. wersin Selbstmord eines Schrifttellers. Leben geschieden, indem er sich aus dem vierten Vollswacht und des kommunistischen Vollsecho bat namens der schwerde bei dem gerichs aingelegt. ändigen Vierten Srassenat des Reichs BeKundgebung für Vögler. beitsgemeinschaft der Deutschen Volspartei, der zu „Porstzenden Dr. Vögler seinen aufrichtar se6 fut vie mannhafte Art der Verteid 8 in Paris und versicherte ihm sein volles Vertrauen. Vergiftungserscheinungen nach einem stebt noch nicht sest. 9r. Die Ursache der Vergifiung . eschr mehr. Die ursache der Vergsung aus der Schweiz abgeschoben. deutsche Kommunist Mar Hölz sesigenommen. wurde über die deutsche Grenze abgeschoben. Manig Sturmiatastrophe auf den Phillppinen. Ranila ist dieser Tage von einer Sturmiotage sucht worden, bei der nach den setzt obuu odde beimnde Ermittelungen zehn Personen geröterosenen amtiche uver das Schicksal von 33 Personen aheeen sahrung zu bringen war. Sechs Dörser u in er zufhörlich strömenden Regen unter Waß 15 Häuser von den Fluten weggesheder desett, wobei eime Frute bat gelitten. ggespult wurden. Auch vit Retterbericht. g# beier vorhersage für Donnerstag: Temperaturen wieder ansteigend.) Später Aind die Cohen, Salzkotten. dem Ludvig Cohn und Frau Eise O Sprechsaal (Für Form und Inhalt von Sprechsaalartikel übernimmt die Redaktion keine Verantwortung.) sr a. be Sas g, eseacet en in Schäce erträglichkeit gesteigert worden. Bei dem sehr starken FIT S es N bei Zitau wo beim Rennen am 26. Mal der Bugaltsz Sückendorfer Bergrennens Autoverkehr, der sich dort jetzt abwickelt werden fast un ausgesetzt große Staubwolkken, auf die gentlichen Promenaden und gegen die Häuser geTarstern zur Perzalntieger klagen, daß das Oeffnen von .n en uumvglichkeit geworden ist. Wohl kommen #. anveren verkehrsreichen Straßen ähnliche Klagen, aber vie Promenaden sollen doch die Wege der Erholung und der Ausspannung, vielfach auch der Gesundung Se es ür die älteren Leute und mit den Kindienen. Man kann stark in den Hintergenügt da nicht den Verkehr um die Stadt zu legen, sondern es müssen auch die Folgen dieser Umlegung wenig drückend für Publikum und Anwohner geDie Fahrstraßen neben den Promenaden mithin aus gesundheitlichen Gründen ersten Anspruch auf regelmäßige Besprengung. Wassermangel wird Umnachst ja vollkommen ausgeschaltet sein, und wenn der #ogenpar des Fuhrparkes da nicht ausreicht, dann hilft eoen nichts, dann muß die Stadt in den sauren Apfel beißen und einen weiteren Sprengwagen sich beschaffen; und wenn dann muß es eben ein Motorsprengwagen Ein, dessen umfassende Tätigkeit man in der Nachbarstadt Eippspringe bewundern kann und der auch billiger im Bewürde es sich hier um neue Ausgaben handeln, aber auch um eine höchst wichtige und Gesumdheitehe Angelegenheit. Was nützen alle sie und sscen und alle Aufklärungswochen, wenn die Städt..#nher da nicht mit dem guten Beispiel poxangeyen.g#gerschaft glaubt zudem auch ein Anrecht auf möglichsten Schutz gegen die die Gesundheit schädigenden Staubwolken und Verstaubungen, durch die Bakterien millionenhaft aufgewirbelt werden, und dies schon auf Grund des keineswegs kleinen Steuen— Krone. und Wissen hinaus. In den fast 40 Hahren seiner Bübneniht er Klassisches und Modernes, immer mit. 3 gteit wielte schaft. Auch als Schriftsteller und gueu der=stelchen Meinerer bekanntgeworden.— wisiger Gedichte 18 zum Teil der schwer Opfer. Marienloh. glisshafß Pes. Schnurbusch, 84 Jahre, Rolfzen.— Frau mann Jop. 3 Jetz. Velle, 7 Zahre, Plänster. Kaufmann Johannes Wiemers, 49 Jahl-, Münster. Gooobrucee Piderdorner Anzeiger und Leitung:##“ in Buderdorn,„Geschäfts= und e Ierung: utertin Wagner, in Paderborn. Schrife= D S K1ss14 Am Fronleichnamstage Große Militär-Konzerte 1. lusgef. v. d. ges. Kapelle d. Iinf.-Rats. 18, unter pers. Leitung des Herra Obermusikmeisters Plaschke II NachmitlagsKonzert Anfang 3 Uhr I. Tell: I. Germania-Marsch v 2. Ouvertüre z. Op.„Tannhäuser“.... 3. Brautlied a. d. Symph.„Ländl. Hochzeit“ 4. Walzer a. d. Op.„Der Rosenkavalier“.. Kreil Wagner Goldmark R. Straus II Teil: 5. Fautasie a. d. Op.„Ein Sommernachtstraum“ 6. 0 Maienzeit, o Liebestraum(f. Trompete. Solo) 7. Rhapsodie 8. Melodien a.„The Geishe“..... Mendelssoha v. Brandt Reinde! v. Jones III. Teil: 9. Friedrich-Faniare(für Heroldstrompeten u. Pauken) v. 10. Dankgebet(Atniederländisches Volkslied) v. 11. Potp. über beliebte Militärmärsche.. v. 12. a) Kinderlieder-Marsch v. b) Wanderlieder-Marsch v. c) Jägerlieder-Marsch v. v. Priedemann Kremler Pargel Ziehrer Lindemann Reckling AbendKonzert Anfang 8 Uhr I. Teil: 1. Armeemarsch 118 a. d. Oper„Die Hugegotten“...... 2. Rakoczy-Ouvertüre 3. Walther's Preislied aus der Oper„Die Meistersinger von Nürnberg“....„ 4. Vineta-Glocken, Walzer v. Meyerbeer v. Keler-Beiv. Wagner v. Lndeay-Theimer II. Teil: 9 5. Fantasie„Ein Sommertag in Norwegen“ C. Internationale historische Musk 1. England(16 Jahrhundert). 2. Niederland(Wilhelmine). 3. Oesterreich(Prinz Eugen). 4. Böhmen(Hussiten-Lied). 5. Ungarn(National-Marsch. 6. Italien(Oersagherie). 7. Bulgarien(Schumé Maritze). 8. Türkei(Janitscharen-Märsche). 9. Deutschland(Pridericus Rex) 7. Lied„Der Lenz ist da“(Solo f. Tromp.): 8. Freut euch des Lebens(Potpourri) v. Willners veftildach v. Lake In1 Teil: 9. Hindenburg-Marsch 10. a) Lied a. d. Operette Paganini ich die Frau'n geküßt“.. b) Aber heut' sind wir fidel 11. Potp.„Wir bleiben die Alten“ 12. Reichsadler-Marsch „Horn badd v. Kersten v. Lehar v. Ebeler v. Bohne v. Priedeman Eintrittspreis für jedes Konzert 50 Pfg. Schützen Die Konzerte und deren Angehörige zahlen bei Vorzeigung der Mitgliedskarte 1929/30 25 Pfg. finden auch bei ungünstiger Witterung statt Tischler-Innung, Paderborn selbstgefertigter Wohnungseinrichtungen im Kaiserhof, Kampstraße, vom 30. Mai bis 2. Juni 1929 Günstige Einkaufsgelegenheit Geöffnet von 9 Uhr bis 20(8) Uhr Eintritt frei Bau- und Möbeltischlerei Gebr. Frischemeier Inhaber Stephan Frischemeier Paderborn Glashüttenstr. 4 Telefon 2897 Ausgestellt im Kaiserhof: kleines Wohn- und Speisezimmer(Eiche) — Joh. Kohrs, Tischlermeiste, Paderborn, Hathumarstraße 14 Bau- u. Möbeltlschlerei Innenausbau Lieferung ganz. Wohnungs. ausstattungen nach eigenen und gegebenen Entwürfen Billige Vonderjahrt Nach Kotderneh dder Vörram Ecfahrener Bachhatter vom 22.—25. Juni 1929. Jedem Teilnehmer ist die Wahl zum Besuch einer dieser Inseln freigestellt; Besuch beider Inseln ist nicht möglich. Fahrplan und Fahrpreise: am 22. 5. am 25. 6. Norderney Vorkum 835 ab Altenbeken an 2330 36,90 RM 37,60 RM 906 927 941 1003 Paderb. Hbf. Geseke Lippstadt Soest 2307 2246 2232 2210 36,70 RM 35,70 RM 35,10 RM 34,10 RM Bitie beachten Sie meinen Aussteilungsraum Veranntmachung. Auf dem Ostfriedhofe soll der alte Gräberblock der Dompfarre, auf welchem in den Jahren 1889—1895 beerdigt wurde, zur Wiederbelegung abgeräumt werden. Ansprüche auf Denkmäler und dergleichen müssen bis zum 15. Juni 1929 der Friedhhofsverwaltung, Grube 1, Zimmer Nr. 18 gemeldet sein. Paderborn, den 28. Mai 1929 Der Magistrat. 36.00 RM 35,00 RM 34,40 RM 33,40 RM Im Preise sind enthalten: Eisenbahn= und Schiffahrt, 3 Uebernachtungen mit Frühstück und Bedienung, Kurtaxe. Ausführliche Drogramme kostenlos am Fahrkartenschalter. Verkauf der Fahrkarten vom Sonnabend, den 1. Juni, bis Sonnabend, den 15. Juni. Etwaige Rückgabe gekaufter Karten ist nur innerhalb der Verkaufszeit möglich. Bei ungenügender Beteiligung fällt die Sonderfahrt aus; die gelösten Karten werden dann gegen Erstattung des gezahlten Betrages zurückgenommen. Kassel, im Mai 1929. Die Reichsbahndirektion. mit sämtl. kaufm. Arbeiten vertraut, empfiehlt sich zum Bei tragen u. Ordnen der Bücher, Aufstellung von Bilanzen etc Gefl. Anfr u. Nr. 693 an den Paderborner Anzeiger, Paderborn. Biehmartt Reisekoffer in allen Größen und Qualitäten, Tennisschläger und Bälle, Fudbälle, Rucksäcke, Aktenmappen, Damentaschen llen C sowie sämtliche Lederwaren in großer Auswahl empfiehlt billigst Wald u. Meer erwarten euch in Varel Am 3. Juni 1929, nachmittags 3 Uhr werde ich in der Wirtschaft Ising zu Dahl bei Paderborn eine kleine Landwirtschaft (früher Dören, jetzt Ww. Bentfeld) in einzelnen Plänen oder auch im Ganzen zum Verkaufe aussetzen. Bei annehmbarem Gebote wird der Zuschlag sofort erteilt. Der Besitz ist 32 Morgen groß mit aufstehendem Gebäude. Theodor Beckers, beeid. Auktionator, Paderborn, Thisant 10, Fernruf 2369. Herm. Linder, Sattlermeister, Paderborn, Kamp 41, Telef. 3011 verkauferinnen nicht unter 25 Jahre alt, vollkommen unabhängig, die in der Lage sind, eine Filiale selbständig zu leiten, per sofort gesucht. Norddeutsches Chocoladenhaus, G. m. b. H. Magdeburg. Volkswohl=Lotterie. Ziehung 12.—18. Juni Einzellos Mh..- Doppellos Mh..48.098 Gewinne u. 2 Prämien im Werte von 430 0 00 Mark Höchstgewinn auf ein Doppellos im Werte von 150000 Murk Hauptgewinn auf ein Doppellos im Werte von 100000 Mark Höchstgewinn auf ein Einzellos im Werte von 75000 Mark Alle Gewinne auf Wunsch 90% bar. Lose sind zu haben in der Geschäftsstelle des Paderborner Anzeigers Padervorn, Bahnhofstraße 13 Prospekt und Wadnungsverzeichnis durch den Verkehrsausschuß des Luftkur -ortes Varel in Odenburs Pension von 4 bis 6 RM. zu Paderborn auf dem Turnplatze am Dienstag. den 4. Juni 1929. Auftriebszeit für Schweine von 6¼—8 Uhr, für Pferde und Rindvieh v.—9 Uhr Die Polizeiverwaltung Kreis=Krieger=Verband Paderborn Das diesjährige Verbands=Preis=Schießen findet am 1. und 2. Juni 1929 auf den Scheibenständen der Wilhelmshöhe bei Paderborn statt. Beginn: Sonnabend nachmittag 2 Uhr Schluß: Sonntag abend 6 Uhr. PreisVerteilung 6½ Uhr. Am Sonntag nachmittag findet den Anlagen der Wilhelmshöhe großes Gartenkonger: statt. Wir erwarten von allen Vereinen zahlreiche Beteiligung. in ein Der Vorstand und die Schieskommissier Große Nachlaß=Auklion 3 Minuten von in weiß u. Terrazzo, Closetts Waschbecken Dach= u. Isolierpape sowie sämtliche Baumaterialien. Herm.Bach Lippstadt Danksagung. 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Ferner an Einzelmöbeln: 4 Kleiderschränke, Waschkommoden mit Marmor andere Kommoden, Notenständer, 1 Wäscheschrank, 4 Füllöfen, 1 große Partie afrikanischer Jagdtrophäen, ein Posten Tisch=, Bett= und Leibwäsche, 1 Truhe, 2 Ledersessel, 1 BiedermeierKaffee= und Teeservice, mehrere Kaffee= und Eßservice, 1 Partie Wein=, Bier= und Wassergläser, hochwertige Römer, Vasen, Porzellan und 2 prima Brillantringe. Die Sachen sind sehr gut erhalten sund können ½ Stunde vor dem Verkaufe besichtigt werden. Theodor Beckers, beeid. Aukl. Paderborn, Thisaut 10. Fernruf 2369 Donnerstag(Fronleicheam) Sportplatz Behrenteich Ausscheidungs-Spiel esch Fusbalmeisierschatt! Arminia-Bielefeld gegen Kurhessen-Kassel Anstos 7 Uhr Leitung: Guyenz Essen Verkehrs=Verein Paderborn Mittwoch, den 5. Juni, nachmittag4,30 Uhr, im Gasthof zur Post Hauptversammlung. wozu alle Mitglieder und Freunde de# Vereins ergebenst eingeladen werden. Der Vorstand: Schrader, Vorsitzender. .=.: 4. Geschäfts= und Kassenbericht, 2. Beratung der neuen Satzung, 3. Vorstand=Ersatzwahl, 4. Werbetätigkeit, 5. Fahrplanwünsche, 6. Verschiedenes. eeeen eeen Restaurant „Fischteiche“ Fronleichnam nachm. ab 3½ Uhr Instrumental-Konzert abends 8 Uhr Volks-Konzert Mitwirkende: * Sänger-Vereinigung Jahn, Paderbore, * Paderborner Solo-Quartett. * Paderborner Streich-Orchester. * Aus der Vortragslolge: Männerchöre von Wilhelm Gellert, Wengert, an Sund denr un buck. Viergesänge von Spreckeisen, Roschat. Mühlberg, und Wylarch. Nr. Swoel Der Ein glanzvo Feste feiert die Gedächtnis tett. Das ist Prang=Tag, das “„ L a F e t e- D i e u“, das öffentlimystischen Verwe das Blut des Er Höchsten gew aller Dinge, der um dessen Haup geheimnisvoller über die unter neigt sich huldvol den Gläubigen,: Ereignis in alle Altars lischen Kirche, w in der Leidensw Jüngern hinterle und Bekennermi Bedrängnissen ur Woche der Betri verbietet sich lau In den Wonneze Gedenken an den quellender Seele errn, des Sünde und Fin die Diener der## scheint die Geme werden geziert m Choräle erschalle rauscht empor wi Fronleichnan vom althochdeut frönen= dem§ ein in den Gegen der heiliggesprock zu Lüttich, und z bis 1264), vorher seines Pontifikat und in der Nachl Amzüge tatsächli Konzil von Vien leichnamstag zu ordnete Papst I Monstranz mit di entsprechenden W waltige Scholastit offiziums. Im schluß an die Fe stellend das Jüng zu Bethlehem. A fanden namentlich gestaltung. Aus ziehung noch die Soweit die( von frommen Sit den Emblemen, Deutschlands heut dieses in der Reg m dem des Herr Flur getragen wi träuft auf Mense ühren— Fronl gesegnetes Fest. Die Jubel Ponnnensnmimmmmeen Krätze, Hautausschlag, Hämorrhoiden Beinschäden usw. Erhältlich in den Drogerien. Fahnen Baaaster Me In großartig anderer Pracht, Geburtstag. Eir soll die Festherrl berühmt über S aus, denn es ist alten chinesischen zellan hergestellt Porzellanstadt bi Man hat sich dung der Stadt sich da nichts so Meißen, um die gründet worden. die Burg darste Schöpfung Hein diese Burg, die n gilt, allerdings 1. stalt: das späte Albrechtsbu Ernst und Herzo neue Burg in de bauen lassen. M Stadt Meißen während des sie einmal von de der genommen ur Kriege von Kriege von 1866. wie ein Phönix Leben emporgest Wir haben wannt, aber sie hoch ragt neben ompor. Kaiser Meiten gestiftet Nr. 129/130 Zweites Blatt n0 Eronleicheam) atz Behrenteich ungs-Spiel meisterschaft! Bielefeld -Kassel Leitung: Guyenz Essen =Verein Paderborner Anzeiger Sen s5-31. Ma Gant Hochhelngoll=Hrelndichniamnsfost. Der Tag des Herrn. glanzvolles und glorreiches, eines ihrer lieblichsten feiert die katholische Christenheit am Donnerstag nach dem Gedächtnis an die göttliche Dreifaltigkeit und Dreteinig lett. Das ist Fronleichnam, der Sakraments= oder Prang=Tag, das Festum Corporis Christi, von den Franzoser „La Féte-Dieu“, das„Fest Gottes“ genannt. Es schließt in ###t das öffentliche Bekenntnis zur Transsubstantiation. der mystischen Verwandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut des Erlösers durch die Konsekration des zum Dieuf des Höchsten geweihten Priesters, den Triumph des Schöpfers aller Dinge, der an seiner Hand die Welten kreisen läßt und um dessen Haupt Myriaden von Gestirnen aufleuchten. In geheimnisvoller Weise wandelt er heute in sichtbarer Gestal über die unter dem Hauch des Frühlings aufgewachte Erde neigt sich huldvoll zu den andachtsvoll ihre Ehrfurcht bezeugenden Gläubigen, während singende Glocken die Kunde von den Ereignis in alle Welten hinausrufen. Das Altarssakrament, dieses tiefste Mysterium der katholischen Kirche, wurde kurz vor seinem Scheiden vom Heiland in der Leidenswoche am Gründonnerstag eingesetzt und den Jüngern hinterlassen als sein Vermächtnis, aus dem sie Kraft und Bekennermut schöpfen sollten bei allen bevorstehenden Bedrängnissen und Anfeindungen. Doch die Karwoche ist eine Woche der Betrübnis und stiller Eingezogenheit, von selbst verbietet sich laute Freude und Bezeugung fröhlichen Jubels. In den Wonnezeiten des Lenzes aber darf der Christ sich den Gedenken an den außerordentlichsten Gnadenbeweis mit überquellender Seele hingeben— dies ist der wirkliche Tag des Herrn, des Herrn, der erschien, das Gebundene zu lösen Sünde und Finsternis zu verscheuchen. Deshalb hüllen sich die Diener der Kirche in die gestickten Gewänder, deshalb erscheint die Gemeinde in festlicher Kleidung, Haus und Kirche werden geziert mit Blumen und Zweigen, Fahnen wehen und Choräle erschallen, Gottes Herrlichkeit ist da und Anbetung rauscht empor wie eine Weihrauchwolke zu den Firmamenten. Fronleichnam heißt nichts anderes wie des Herrn Leib, vom althochdeutschen frön licham(Frön= Herrendienft, fronen= dem Herrn dienen). Zuerst bürgerte sich die Feier ein in den Gegenden um den Niederrhein infolge einer Vision der heiliggesprochenen Reklusennonne Juliane von Retinnes zu Lüttich, und zwar um 1240 herum. Papst Urban IV.(1261 bis 1264), vorher Erzdiakon von Lüttich, begründete während seines Pontifikats das Fest, nachdem es in der Diözese Lüttich und in der Nachbarschaft schon vorher durch Prozessionen und Amzüge tatsächlich Gewohnheit geworden war. Auf dem Konzil von Vienne erhob 1311 Papst Clemens V. den Fronleichnamstag zu allgemeiner Bedeutung und Geltung. 1316 ordnete Papst Johann XXII. das öffentliche Tragen der Monstranz mit dem Opfer in einer der Würde des Vorgangs entsprechenden Weise an. Nach Papst Sixtus IV. ist der gewaltige Scholastiker Thomas von Aquino der Vater des Festoffiziums. Im späteren Mittelalter entwickelten sich im Anschluß an die Feier dramatische und symbolische Spiele, darstellend das Jüngste Gericht, die Hirtenanbetung an der Krippe zu Bethlehem. Adam und Eva im Paradiese. Diese Spiele fanden namentlich in England und in Spanien reiche Ausgestaltung. Aus der englischen Literatur sind in dieser Beziehung noch die„York Plays“ erhalten. Soweit die Geschichte. Es wäre noch vieles zu erzählen von frommen Sitten, von schmückenden Zeichen und verehrenden Emblemen, die das Volk in den katholischen Gegenden Deutschlands heute noch als unerläßlich ansieht beim Anbruch dieses in der Regel auch von der Sonne begünstigten Tages, z dem des Herrn Leib über sprossende Felder und grünende Flur getragen wird und an dem erbarmende Fülle hernieden cräuft auf Menschen und Natur. Doch das würde zu wer ühren— Fronleichnam ist, wie gesagt, ein liebliches und gesegnetes Fest. Frieden! Hoch am Himmel stand die Sonne, Von weißen Wolken umwogt, Meer war still, And sinnend lag ich am Steuer des Schiffes Träumerisch sinnend- und, halb im Wachen; And halb im Schlummer schaute ich Christus Den Heiland der Welt. Im wallend weißen Gewande Wandelt er riesengroß Aeber Land und Meer; ragte sein Haupt in den Himmel, Die Hände streckte er segnend Aeber Land und Meer; And als ein Herz in der Brust Trug er die Sonne, Die rote, flammende Sonne, Und das rote flammende Sonnenherz Goß seine Gnadenstrahlen And sein holdes, liebseliges Licht Erleuchtend und wärmend Aeber Land und Meer. Glockenklänge zogen feierlich Hin und her, zogen wie Schwäne, An Rosenbändern, das gleitende Schiff And zogen es spielend ans grüne Afer, Wo Menschen wohnen, in hochgetürmter, Ragender Stadt. C Friedenswunder! Wie still die Stadt! Es ruhte das dumpfe Geräusch Der schwatzenden, schwülen Gewerbe, And durch die reinen, hallenden Straßen Wandelten Menschen, weißgekleidete, Palmzweigtragende, And wo sich zwei begegneten, Sahn sie sich an, verständnisinnig And schauernd in Liebe und süßer Entsagung Küßten sie sich auf die Stirne And schauten hinauf Nach des Heilands Sonnenherzen, Das freudig versöhnend sein rotes Blut Hinunterstrahlte, And dreimal selig sprachen sie: Gelobt sei Jesu Christ! Heinrich Heine(1797—1856) erborn 5. Juni, nachmittag sof zur Post sammlung. er und Freunde de# eingeladen werden. Der Vorstand: Schrader, Vorsitzender. id Kassenbericht, neuen Satzung, twwahl. sche. Main ionunnmrmnie aurant teiche“ sichnam b 3½ Uhr tal-Konzert s 8 Uhr Konzert rkende: v. Jahn, Paderbore, Quartett. ich-Orchester. slolge: Männerchöre Gellert, Wenzert, t, Bren und Jüngst. m Spreckeisen, RoI, und Wylarch. wnnmne u. schnell nzeiger 6. Die Jubelwoche der Vorzellanstadt. Meißens Tausendjahrfeier. In großartiger Weise, mit Festspielen und Festzügen und anderer Pracht, feiert die Stadt Meißen ihren tausendsten Geburtstag. Eine ganze Woche lang, vom 2. bis zum 9. Juni, soll die Festherrlichkeit dauern. Meißen an der Elbe ist hochberühmt über Sachsen, über Deutschland. über Europa hinaus, denn es ist die Stadt, in der zuerst in Europa das dem alten chinesischen Porzellan vollkommen ähnliche harte Porzellan hergestellt wurde, und es hat von seinem Ruhm als Porzellanstadt bis zum heutigen Tage nichts eingebüßt. Man hat sich in Meißen auf 929 als das Jahr der Gründung der Stadt geeinigt, aber mit absoluter Sicherheit läßt sich da nichts sagen: nach einigen nämlich ist die Burg Meißen, um die sich bald eine Stadt bildete, schon 928 gegründet worden. Ganz sicher ist es, daß der Markgrafensitz, den die Burg darstellte, um 930 bereits bestanden hat. Eine Schöpfung Heinrichs., des großen Städtegründers, war diese Burg, die noch heute als eines der Wahrzeichen der Stadt gilt, allerdings längst nicht mehr in ihrer ursprünglichen Gestalt: das spätgotische Schloß auf dem Schloßberg, die Albrechtsburg, hat ihren Platz eingenommen. Kurfürst Ernst und Herzog Albrech; der Beherzte haben diese neue Burg in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbauen lassen. Mancherlei Schweres haben dann Burg und Stadt Meißen im Laufe der Jahrhunderte durchgemacht: während des Hussitenkrieges, im Dreißigjährigen Kriege, wo de einmal von den Kaiserlichen, ein andermal von den Schweder genommen und gebrandschatzt wurden, im Napoleonischen Kriege von 1813 und zuletzt im preußisch=österreichischen Kriege von 1866. Aber aus allen Fährlichkeiten ist die Stadt, wie ein Phönix aus der Asche, immer wieder zu neuem Leben emporgestiegen. Wir haben die Albrechtsburg Meißens Wahrzeichen gevannt, aber sie ist nicht das einzige Wahrzeichen der Stadt: hoch ragt neben ihr der gotische Dom der Bischofsstadt ompor. Kaiser Otto I. hatte, nachdem er 968 das Bistum Meiten gestiftet hatte. einen Dom bauen lassen, aber diese Die Albrechtsburg, das Wahrzeichen der Stadt Meißer Kirche brannie zu Anfang des 13. Jahrhunderts ab, und es wurde ein neuer Dom erbaut mit einer Fürstenkapelle und mit zahlreichen Statuen. Abgebrannt, in einzelnen Teilen vom Blitz zerstört, wieder aufgebaut und zu Beginn unseres Jahrtausends erneuert— das war das Schicksal dieser Domkirche, neben der noch andere wertvolle Kirchenbauten in Meißen zum Himmel ragen. Und dann ist da das Augustinerkloster St. Ifra, das seit 1543 der Sitz der im vorigen Jahrhundert neugebauten Fürstenschule ist. Diese Fürstenschule hat zu Meißens Ruhm mindestens ebensoviel beigetragen wie die Porzellanmanufaktur. Der Herzog, spätere Kurfürst Moritz von Sachsen hat sie zugleich mit den Schulen Pforta bei Naumburg und Grimma begründet. Bis ins 19. Jahrhundert waren die Fürstenschulen vorbildlich wirkende Pflegestätten humanistischer Bildung, und auch jetzt noch bewahren sie den Ruhm besonders gründlicher Schulung ihrer Zöglinge durch die altklassischen Studien. Was aber die Meißener Fürstenschule betrifft, so zählte sie einst die Dichter Gellert und Lessing, den Satiriker Rabener und den Homöopathen Hahnemann zu ihren Schülern. Und nun noch ein Wort über die Porzellanmanufaktur. Bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts wurde in Europa nur ein weiches Porzellan, das sogen. Frittenvorzellan, das mit dem echten Porzellan fast nur das schöne Aussehen gemein hat, hergestellt. Dann erfand ein Deutscher, Johann Friedrich Böttger, das harte Porzellan. Böttger, der aus Schleiz stammte, kam als Lehrling in eine Berliner Apotheke, wo er eines Tages in Gefahr geriet, als Goldmacher verhaftet zu werden. Er floh nach Sachsen, trieb anfangs auch hier allerlei alchimistischen Unsinn, wandte sich dann aber nützlichen Dingen zu und brachte aus einem braunroten Tone der Meißener Gegend ein wunderschönes Porzellan zustande. Weil man aber die Anfertigung des Porzellans als Gegeheimnis behandelt wissen wollte, sperrte man ihn einfach ein: mit drei Gehilfen wurde er nach dem Königstein gebracht. Schließlich aber wurde er freigelassen, und auf der Leipziger Ostermesse von 1709 wurde zum erstenmal von Böttger verfertigtes glasiertes und unglasiertes Porzellan zum Verkauf ausgestellt. 1710 richtete man auf der Albrechtsburg in Meißen die erste Porzellanfabrik ein. Im Jahre 1863 wurde diese Porzellanmannsaktur in dem südlich von der Stadt gelegenen Triebischtal in eigenen Gebäuden untergebracht. Böttger wurde kurz vor seinem 1719 erfolgten Tode rasch noch einmal verurteilt, weil er sich mit Männern in Berlin ist eine geheime Korrespondenz, in der er für Geld sein Porzellangeheimnis verraten wollte, eingelassen hatte. 1892 wurde ihm in Meißen ein Denkmal errichtet Was immer aber auch gewesen sein mag: wir sehen, daß Meißen, das man die Wiege Sachsens genannt hat, nicht nur von historischer, sondern auch von großer kultureller Bedeutung ist, und so sollte ihm in der bevorstehenden Jubiläumswoche ganz Deutschland seinen Gruß entbieten! Politische Rundschau Deutsches Reich Erleichterter deutsch=dänischer Verkehr. In Lübeck haben Besprechungen zwischen deutschen und dänischen Vertretern stattgefunden, bei denen eine Vereinbarung über wesentliche Erleichterungen im deutschdänischen Ausflugsverkehr getroffen worden ist. Im Falle der Zustimmung der beiderseitigen Regierungen werden diese Erleichterungen noch für die diesjährige Reisezeit in Kraft treten. Notstandsbeihilfe für Ostseefischer. Schon seit längerer Zeit sind Bestrebungen über die Durchführung einer Notstandsaktion zugunsten der Fischer an der schleswig=holsteinischen Ostseeküste im Gange, die durch den strengen Winter in große Notlage geraten sind. Die preußische Staatsregierung hat sich bereit erklärt, einen Betrag von 50000 Mark als Zuschuß zur Verfügung zu stellen, jedoch nur unter der Bedingung, daß auch seitens der Provinz Schleswig=Holstein ein Betrag von 50000 Mark zur Verfügung gestellt wird und außerdem die beteiligten acht Kommunalverbände den gleichen Betrag hergeben. Die Provinz hat die Bereitstellung des verlangten Betrages in Aussicht gestellt. Die Beteiligung der Kreise wird bestimmt zu erwarten sein. Auf Kiel entfällt für seine 133 Fischer insgesamt ein Anteil von über 5000 Mark. Schulanmeldungen in Ostoberschlesien. Das Ergebnis der Schulanmeldungen in GroßKattowitz veröffentlicht jetzt die polnische Presse. Danach wurden für die polnischen Schulen 2216 Kinder angemeldet. Es ist gegenüber dem Vorjahre ein Zuwachs von 377 Kindern zu verzeichnen. Für die deutschen Schulen wurden 566 Kinder angemeldet, davon entfallen auf die Volksschule 466, der Rest auf die höheren Schulen. Hier ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahre von fast 200 Kindern zu verzeichnen. Die polnische Presse behauptet natürlich dazu, die Eltern hätten die Vorteile der polnischen Schule eingesehen, was wenig überzeugend klingt. Immerhin verdienten die Ursachen des Rückganges aufgeklärt zu werden. Minister gehen nicht nach Meißen. .. Wie man aus ziemlich sicherer Quelle erfährt, wird die jachsische Regierung an der Jahrtausendfeier in Meißen nicht teilnehmen. Ebenso sollen der Reichskanzler und der Reichswirtschaftsminister ihre Zusagen zurückgezogen haben. Der Grund dafür soll darin zu sein, daß die Stadt Meißen kürzlich die beantragte Verleiyung des Ehrenbürgerrechts an den Reichspräsidenten von Hindenburg abgelehnt hat. Jugoslawien. Der Mordprozeß gegen Ratschitsch. . I n B e l g r a d b e g a n n d e r P r o z e ß g e g e n R a t s c h i t s c h und seine Mitangeklagten Popowitsch und Jovanovitsch. Sie sind beschuloigt, am 20. Juni 1928 jene Schießerei veranstaltet zu haben, der verschiedene kroatische AbgeordWrr g Baschiielen, darunter der Bauernführer Radirsch. Rutschiisch gibt zu, die Abgg. Pernar und Raditsch, niedergeschossen zu haben, weil er als serbischer Abgeordneter angenommen habe, selbst durch ein Attentat bedroht gewesen zu sein. Die Mitangeklagten bestreiten, an der Schießerei beteiligt gewesen zu sein. Aus In= und Ausland Berlin. Am 27. Mai fand der Austausch der Ratifikationsurkunden zum deutsch=polnischen Vertrage über volaische landwirtschaftliche Arbeiter vom 24. November 1927 statt. Der Vertrag ist damit formell in Kraft getreten. Peking. Die chinesische Polizei hat eine Haussuchung im sowjetrussischen Konsulat in Charbin veranstaltet und das ganze Personal einschließlich den Generalkonsul festgenommen. Die Polizei war auf der Suche nach Beweisstücken gegen den für einen Empörer erklärten christlichen Geveral Fengjuhsiang, dem man Beziehungen zu Rußland nachsagt. . Perlin. Die Goodyear=Zeppelin=Corporation, die Tochtergesellschaft der 1921 durch Dillon. Read u. Co. reorganisierten Soslalbentorraten und Haltzerkreuzer Mehrheit für die Minister. aufsehenerregende Entschließung brachte der. Reichsparteitag der Sozialdemokratie in Magdeburg am Dienstag. Der Antrag des Vorstandsmitgliedes Vogel, über den Berliner Antrag zur Ablehnung der zweiten Rate den Panzerkreuzer„A“ zur Tagesordnung überzugehen, wurde mit 256 gegen 138 Stimmen angenommen. Damit entfällt auch das weitere Berliner Verlangen, den sozialdemokratischen Ministern Fraktionsdisziplin aufzuerlegen, d.., die Minister zu bestimmen, sich einer AbIhnzzug des Weiterbaues für den Panzerkreuzer anzu# Deit dieser Entscheidung sind alle vorliegenden untrage über den Panzerkreuzer und über die etwaige Zurückziehung dei sozialdemokratischen Minister aus der Reichsregierung erledigt. eine der grundlegenden Meinungsverschiedenheiten, über die man stürmische Auseinandersetzungen auf dem Parteitage erwartete einstweilen im der. Parteileitung beigelegt. Die sozialdemorratischen Minister werden wieder wie bei Bewilligung der ersten Rate für diese mit dem übrigen Kabinett stimmen, wenn auch etwa die Fraktion im Reichstage eine gegenteilige Entscheidung trifft. Da die Mehrheit der Parteivertreter in Magdeburg Verständnis für die Haltung der Minister gezeigt hat, wird auch die nachherige Kritik an dem Auseinanderfallen von Fraktion und Ministern nichts ändern. Für die innere Politik bedeutet diese Stellungnahme die Aufrechterhaltung der Großen Koalition, wie sie jetzt im Reiche besteht, die also unter Einbeziehung der übrigen an ihr beteiligten bürgerlichen Parteien anscheinend noch auf längere Zeit hinaus in Wirksamkeit bleiben soll. Der Abstimmung war natürlich eine längere, zum Teil heftige Debatte vorausgegangen. Nach den Berichten über die Tätigkeit des Parteivorstandes griff eine Anzahl von Rednern den Eintritt der Sozialdemokraten in die Reichsregierung an, während andere ihn verteidigten unter dem Gesichtspunkt, daß es immer noch besser sei, den Einfluß der sozialdemokratischen Minister in der Koalitionsregierung einzusetzen, als tatenlos bei einer rein bürgerlichen Regierung beiseitezustehen. Besonders der Reichstagsabgeordnete Sollmann setzte sich für die bisherige Parteipolitik ein, äußerte sich gegen jede Erstarrung und verteidigte Toleranzübung auch gegenüber anderen Meinungen. Reichstagsabgeordneter Dr. David meinte, auch heute bekenne sich die Partei geschlossen für die Forderung: Nie wieder Krieg! Doch der Panzerkreuzer sei aulerhöchstens ein Mittel zur Küstenverteidigung. Wolle man wegen dieses Kreuzers eine Neuwahl veranstalten, so würde diese zu einer Niederlage für die äußere und innere Stellung der Partei führen. Reichskanzler Müller führte aus, man würde die geübte heftige Kritik verstehen, wenn die Partei während des ab gelaufenen Jahres der Regierungstätigkeit ihrer Minister an Kraft und an Zahl ihrer Mitglieder verloren hätte. Sie selbst, die Minister, seien viel zu gute Sozialisten, um Freude an der Koalitionspolitik zu haben. Diese sei aber gegenwärtig eine politische Notwendigkeit. Auch das Zentrum müsse seine Wünsche in bezug auf das Konkordat modifizieren, denn die Zentrumsleute seien viel zu klug dazu, um mit dem Kopf durch die Wand zu rennen und zu verkennen, daß in einer Koalitionsregierung auf die anderen Rücksicht zu nehmen ist. Zum ersten Male sei es dem jetzigen Kabinen gelungen, den Wehretat herabzusetzen. Es sei nicht der Mühe wert, die Panzerkreuzerfrage zu einem Neuwahlobjekt zu machen. Nachdem die Abmachungen für die Große Koalition in Kraft sind, ist es nicht geraten, davon abzusehen. Wenn die Partei es verlange, sei er jederzeit bereit, alle Konsequenzen zu ziehen. Sozialdemokraten und Wehrprogramm. Auf der Sozialdemokratischen Parteitagung sprach der Reichstagsabgeordnete Wilhelm Dittmann als Berichterstatter über das Wehrprogramm. Er gab eine kurze Darstellung der Einstellung der vom Parteivorstand eingesetzten Kommission zur Feststellung eines Wehrprogramms und betonte, daß das Programm eine Fortsetzung der bisherigen Haltung darstelle. Er verwahrte sich gegen die Behauptung, daß der Parteivorstand die Frage jetzt unbedingt zur Klärung und Erledigung bringen wolle. Der Parteivorstand lasse dem Parteitag völlig freie Hand. Die Kommission empfehle Annahme des Entwurses in der abgeänderten Form und Ablehnung aller dazu gestellten Anträge. Dittmann sprach dann über die allgemeine Stellung der Partei zur Heeresfrage. Anfänglich sei die Partei mit dem Liberalismus konsorm gegangen. Dann sei das Schlagwort aufgekommen: „Diesem System keinen Mann und keinen Groschen!" Besonders habe Bebel den preußischen Militarismus heftig bekämpft. Auch im kapitalistischen System der Vorkriegszeit wäre die Partei bereit gewesen, Mittel zu bewilligen, wenn eine Anderung des Heeressystems eingeleitet worden wäre. Im Kriege sei dann die Spaltung gekommen. Heute bestimme der vom Volke gewählte Reichstag die Heeresform. Der preußische Militärstaat habe sich selbst umgebracht. Die Lösung müsse auf demokratischem Wege geschehen. „Gewalt.“ so erklärte der Redner u..,„werden wir nur anwenden, wenn Gewalt hemmend auf die Demokratie einwirkt. Eine solche Möglichkeit ziehen wir in Rechnung und stellen uns darauf ein. Die Gründung des Reichsbanners ist ein Beweis dafür. Wir Sozialdemokraten lehnen das Rezept der Kommunisten, die Zertrümmerung des Bestehenden ab.“ Zu dem Begriff des Bestehenden gehöre auch das Heer und die Polizei. Die Sozialdemokratie betrachte die bestehenden Einrichtungen vom Standpunkt des kommenden Besitzenden aus. Warum solle die Wandlung, die sich bei der Justiz vollziehe beim Heere unmöglich sein? Die Entwickelung der Waffentechnik habe eine Anderung der Geistesverfassung der Soldaten herbeigeführt. Der Mißbrauch der Soldaten gegen das eigene Volk sei erschwert. Die Partei würde falsch handeln, wenn sie einen künstlichen Gegensatz zu dem Heere schaffen würde. Die Opposition will die Landesverteidigung ablehnen. Während des Referats über das Wehrprogramm ging ein von Levi, Rosenfeld, Seydewitz und weiteren 80 Delegierten unterzeichneter neuer Programmentwurf ein, in dem es u. a. heißt, daß die Partei im kapitalistischen Staat die Landesverteidigung ablehnen müßte. Weiter heißt es:„Wird ein Land, in dem das Proletariat die politische Macht erobert hat, und in der Übergangszeit zur klassenlosen Gesellschaft von anderen, noch von der Bourgeoisie beherrschten Staaten angegriffen, so ist das Proletariat verpflichtet, seine Klasseninteressen gegen alle Angriffe mit allen Mitteln zu verleidigen.“ An diesen Antrag, der vom Abgeordneten Levi begründet wurde, knüpfte sich eine längere Debatte, die schließlich abgebrochen wurde, ohne daß es zu einer Beschlußfassung gekommen wäre. Goodyear=Tire u. Rubber Co., erhielt einen Auftrag für den (in Amerika auszuführenden) Bau von zwei Zeppelinen in Länge von je 235 Metern für die amerikanische Marine. Barcelona. In Anwesenheit des Königs und der Infanten sowie Primo de Riveras erfolgte die feierliche Eröffnung des deutschen Pavillons auf der Weltausstellung. Auch der deutsche Botschafter von Welczeck sowie andere hervorragende deutsche Persönlichkeiten nahmen teil. Arbeiter und Angestellte Berlin.(Reichstarif für das deutsche Bank arbeitsminister hat auf Antrag des Deutschen Bankbeamtenwurde aufrechterhalten. Ilonas Befreiung. Kriminalroman von Hans Hyan. Copyright by Greiner& Co., Berlin NW 6. (Nachdruck verboten.) 32. Fortsetzung. Er ging. Die Zurückgebliebenen begannen wieder ihre flüsternde, absichtlich leise Unterhaltung. Hugo v. Zeinfeld faßte Dr. Splitts Arm und raunte ihm zu: „Ich halte diese Spannung nicht aus, ich werde verrückt!“ Dr. Splitt nahm die fiebernde Hand des andern und drückte sie stark. Es war, als gäbe er so sich selbst und seinem Nachbarn Festigkeit und Ruhe. Da trat der Hausherr mit be Vert ein. Ein großer, schlanker, brustbreiter Mann, in ganz schwarzer Kleidung. Selbst der Stehkragen war bis auf einen weißen Strich von der schwarzen Krawatte bedeckt. Seine glatten, leichten Bewegungen standen im Widerspruch zu den weißen Locken, die ihm fast bis auf die Schultern fielen. Diese ebenso wie der bis zur Brust reichende, weiße Bart waren— daran zweifelte der Kommissar nicht einen Augenblick— aus der Hand eines allerdings sehr geschickten Perückenmachers hervorgegangen. Den Wangenansatz des falschen Bartes, der am schwersten zu verdecken ist, kaschierten hier die weißen Jupiterlocken so vollkommen, daß, wer nicht argwöhnisch hinblickte, kaum auf die Idee einer Verkleidung kam. Aber der Kommissar sah noch mehr. Als sich jetzt der Geisterbeschwörer verneigte, fiel das Licht spiegelnd auf die goldene Brille, die er trug. Und da spiegelte sich der helle Schein nur in dem einen, dem rechten Glase, die Fassung des linken war leer... Weshalb?... Dafür konnte es nur die eine Lösung geben: der angebliche Greis war gewöhnt, nur rechts ein Glas zu benutzen, er trug sonst das Einglas... Daß er nicht an die Brille gewöbnt war, verriet außerdem sein häufiges Dranrücken... „Leider,“ die Stimme des Hausherrn klang noch feierlicher, noch somnambuler als vorher,„konnte das Medium, Madame Sirrah, unseren Freund nicht begleiten. Ihr zarter Körper will immer weniger in dieser sterblichen Hülle bleiben, will sich loslösen von dem, was an uns Fleisch und, ach! so nichtig ist... So bringt denn Baron de Vert heute eine ganz neue Art von Jenseitsforschungen, zu denen ihm die Kinematographie als Helferin dienen mußte... Wir werden so alles schon heute sehen, was, wenn die Geister und ihr allmächtiger Herr es gestatten, in der nächsten Sitzung Madame Sirrah selbst uns bezeugen will.. Das Licht erlosch gänzlich, nachdem sich die Gäste auf den weichen Sesseln vor der kleinen Bühne niedergelassen hatten. Dann war’s, als ob es sich vorn herniedersenkte mit seinem Säuseln, wie Seidenfittiche, und gleich darauf ging ein heller Schein auf die Wand, die jetzt von den weißen Wolken umrahmt schien. Ein Surren wurde hörbar. Der Apparat, dachte der Kommissar; er blickte sich um nach der Rückwand und sah aus einem kleinen, viereckigen Wandloch den milchigen Staubstrahl der elektrischen Lichtquelle scheinen. Auf der Wand gegenüber erschien eine Kulisse, ein Schlafgemach darstellend. Ein großes, kostbares Himmelbett in der Mitte, dessen Brokatvorhänge dicht geschlossen waren. Sie zogen sich langsam zurück. Eine wunderschöne Frau lag auf dem Lager; ihr Gesicht, zur Wand gekehrt, blieb noch unsichtbar. Nun schien sie zu erwachen. Sie griff in die Luft und nahm, aus Geisterhänden schien es, ein Kind mit blonden Ringellöckchen an ihr Herz und küßte es. Das Licht erlosch. Irgend jemand spielte auf dem Harmonium eine fromme Weise. Dann wurde es hell im Zimmer. Der Kommissar sah sich vergeblich nach Baron de Vert um. Als sein Blick auf das Gesicht v. Zeinfelds fiel, meinte er in das eines Sterbenden zu schauen. „Sie ist es, Doktor, sie ist es!“ flüsterte Zeinfeld. „Ruhe, lieber Freund, Ruhe!... Sie verderben uns sonst das Spiel... wir müssen den Kerl ruhig gewähren lassen!.. Das Zimmerlicht erlosch abermals. Auf der Silberleinwand erschien eine Landschaft, roh und schlecht gemalt. Er wagt es nicht, seine Bilder draußen im Freien aufzunehmen, dachte der Kommissar. Da wankte ein Weib daher, in Trauergewänder gehüllt und den Kopf in tiefer Kapuze. An einem kleinen Grabhügel kniete sie, schluchzte und schrie und hob die gerungenen Hände zu Gott. Aber plötzlich trug ein Engel im lichtfallenden Gewand sie empor und stützte und führte sie— da stand, aus der Erde in Flammen hervorwachsend, der Teufel an ihrer anderen Seite— de Vert selber! ... Der Engel verschwand, der Teufel im schwarzen Samtwams hob sie, der die Kleider wie Zunder abfielen, langsam empor——. Das ist glänzend gemacht, fand der Kommissar, dieser Kerl ist wahrhaftig ein Tausendkünstler!— Der Boden sank unter den beiden fort, sie schwebten in lichten Höhen... Nur ihr Angesicht blieb immer verhüllt... Sie langte hinab mit den Armen einer Göttin, und in ihren Händen waren Rosen. Die streute sie aus... Was... was war das?... Auf die Zuschauer hernieder rieselte es in der Dunkelheit— Rosen fielen von oben, von den Seiten, von vorn... Die Rosen, die die Frau dort von der Leinwand streute, senkten sich mit ihrem Wohlgeruch auf die, die im Zimmer saßen... Und auf einmal entschleierte sich die Schöne auf dem huschenden Bilde. Sie zeigte die Züge, die zu der Holdseligkeit ihrer Glieder gehörten... Ein Märchenantlitz, eine wehmütige Anmut, ja, die rührende Schönheit selber lächelte aus dem Bilde... „Ilona!“ schluchzte es auf aus der Dunkelheit. Mit hartem Griff packte Dr. Splitt v. Zeinfelds Arm. „Stille!... Kein Wort jetzt!... Ich bitte Sie, Herr v. Zeinfeld!... Sie verderben uns alles!“ Das Bild verblaßte, es wurde hell im Raum. (Fortsetzung folgt.) 10SS und das teitagung sprach Dittmann als n. Er gab eine u Parteivorstand ng eines Wehrcamm eine FortEr verwahrte arteivorstand die Erledigung brinParteitag völlig nnahme des orm und Ablehiann sprach dann frage. ilismus konsorm aufgekommen: 1 Groschen!" Beitarismus n der Vorkriegsel zu bewilligen. ngeleitet worden ung gekommen. e Reichstag die habe sich selbst kratischem Wege .,„werden wir auf die Demoziehen wir in e Gründung des Zir Sozialdemonisten, die Zerehöre auch das itie betrachte die kt des kommenindlung, die sich glich sein? Die Anderung der ihrt. 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Vor dem Erweiterten Schöffengericht des Amtsgerichts #äl##=Ritte begann unter dem Vorsitz des Landgerichtsdirettors Arndt der große Anleihebetrugsprozeß scge„Hugo Szinnes und Genossen. Unter den Schoffen befindet sich eine Frau. Mehrere Vertreter von Behörden wohnen der Verhandlung bei. Dem Hauptbeschuldigten, Hugo Stinnes, stehen acht Verteidiger zur Seite, den übrigen sieben Beschuldigten zwölf. Man rechnei mit einer Prozeßdauer von vier Wochen.4 Bald nach dem Eintritt in die Verhandlung entspann sich eine Auseinandersetzung zwischen der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung. Sie betraf einen von der Verteidigung geladenen Sachverständigen, den die Staatsanwaltschaft wegen Besorgnis der Befangenheit ablehnte. Der Gerichtshof beschloß jedoch die Zulassung des Sachverständigen. Bald darau gab es eine zweite Auseinandersetzung. Einer der Verteidiger ptoiestierte gegen die Absicht der Staatsanwaltschaft. den Schöffen eine Abschrift der Anklageschrift zur Verfügung zu stellen,„Ex bezeichnete ein derartiges Vorgehen als ungesetzlich, „Die„Beisitzer sich allein aus der Hauptverhandlung ein Urteil burden sollen. Wenn der Plan zur Ausführung gelangte, würden die Anwälte den Schöffen Abschriften ihrer Schutzschriften für die Angeklagten übergeben müssen. Nach dem Einspruch des Verteidigers erklärte der Vorsitzende, daß er es für besser halte, wenn den Schöffen keine Abschrift der antageschrift übergeben werde. Die Vernehmung der Angeklagten beginnt. Nachdem der Vorsitzende dann einen kurzen Überblick über die Grundsätze des Anleiheablösungsgesetzes geerklärt hatte, den Angeklagten werde vorgeworfen, daß sie durch Strohmänner Markanleihen als Altbesitz angemeldet hätten die in Wirklichkeit nicht Altbesitz gewesen, zu diesem Zwecke erst herangeschafft worden seien. wurde als erster Angeklagter der 39jährige Leo Hirsch versommen. Er war vor dem Kriege als Bankfachmann in England, Frankreich und Holland tätig und beschäftigte sich dem Kriege mit Finanzierungsgeschäften. Im August 1926 habe er, so führte er aus, seinen alten Regimentskameruben und Mirangeklagten Schneid getroffen. Dieser habe klärt, es wäre eine ganz interessante Transaktion durchzuführen, wobei es sich um die im Gange befindliche AufHirsch, solle wegen sein den Anleihen handele. Er. egen seiner guten ausländischen Beziehungen die Finanzleure vufür interessieren. Schneid habe zu ihm sei eine Lücke im Gesetz, die sehr interessant sei und die man natürlich ausnützen könne. Was für eine Lücke das sei, das habe Schneid damals noch nicht gesagt. Schneid vom Delphi=Palast. Nach der Vernehmung des Kaufmanns Leo Hirsch wird der durch seine Affären mit dem Berliner Delphi=Palast bekanntgewordene Kaufmann Schneid vernommen. Er hat während des Krieges große Heereslieferungen für die österreichische Armee getätigt und will dabei 20 Millionen Kerenski=Rubel verdient haben. Die Anklage wirft ihm vor, daß er die Seele des ganzen Kriegsanleihegeschäftes gewesen sei: er soll es gewesen sein, der zuerst von der„Lücke im Gesetz“ gesprochen habe. Er behauptet aber, daß das nur ein Geschäftstrick gewesen sei; er habe von der ganzen Sache nichts verstanden und habe nur nicht ausgeschaltet werden wollen. Es habe sich nur um eine Beleihung von Anleihe=Altbesitz gehandelt, und man habe nur wissen wollen, ob durch eine solche Beleihung der vom Gesetz vorgeschriebene ununterbrochene Besitz unterbrochen würde. Das habe man ihm aber nicht einmal in der Reichsschuldenkommission sagen können. Der Jakubowski=Nogens=Prozeß. In Neutreign ernen Verdandtungstage ein neues, selbständiges Verfahren handele. Eine Angeklagte, die der Begünstigung bezichtigte Frau Lübcke bevorstehenden Niederkunft nicht erschienen. Das Verfahren gegen sie wird daher abgetrennt. Als Nebender Eltern Jakubowskis der Vertreter der.„Liga. für Menschenrechte, Rechtsanwalt Dr. Brandischaffenburg=Khin. Zwei Angeklagte geben Mordbeihilfe zu. .. Auf Befragen des Vorsitzenden gibt die Angeklagte Frau ruhter, die Mutter der Brüder Nogens, zu, daß sie im Verjahren gegen Juruvowski einen Meineid geleistet habe. Sie sei im Einvernehmen mit Jakubowski am Mordtage aus Palingen(dort wohnt die Familie Nogens) abgereist, da sie von dem Mordplan gewußt habe und Jakubowski die Wege zur Beseitigung des kleinen Jungen ebnen wollte. Auch die Angeklagten Fritz und August Nogens und Blöcker mußten zugeben, einen Meineid geleistet zu haben. Fritz Rogens erklärte, er habe den kleinen Ewald beseitigen helfen. August Rogens aber bestritt im Gegensatz zu einem früheren Geständnis, zusammen mit Jakubowski den Ewald beiseitegebracht zu haben. Er räumte jedoch ein, daß er Jakubowin eaerachz,. des kleinen Ewald Vorschub geseistei habe. Kleine Krise im„Menschenfresserprozeß“. Die Verteidiger drohen mit Mandatsniederlegung. Im Kaschauer Zigeunerprozeß liegen die Dinge nach wie vor so, daß über Menschenfresserei nicht gesprochen werden darf. Die Verteidiger sind aber der Ansicht, daß gerade diese Frage restlos geklärt werden müsse, im Interesse der Zigeuner selbst und vor allem im Interesse der zivilisierten Welt. Wenn sie mit ihrer Ansicht nicht schließlich doch noch durchdringen, wollen sie, wie es heißt, zum Zeichen des Protestes gemeinsam ihr Mandat niederlegen, womit aber den Zigeunern wenig gedient wäre. Inzwischen ist man bei der Untersuchung des dritten Mordes, der den Angeklagten zur Last gelegt wird, angelangt. Es handelt sich um die Ermordung eines vierzehn jährigen Gymnasiasten. Drei Zigeuner, unter ihnen Filke und Paul Ribar, sollen den Knaben ermordet und die Leiche in den Straßengraben geworfen haben. Alle drei aber leugnen und behaupten, daß sie von der Tat überhaupt nichts wüßten. Vermischtes Der gutmütige Jakubowsti. Bei der Vernehmung der Angeklagten Kähler, verwitweren Nogens, wurden erschütternde Familienverhältnisse aufgerollt. Frau Kahler schilderte auf die Frage des Vorsitzenden den hinJakubowski als einen gutmütigen Mann, der mit den Kindern gut umgegangen sei. Nebenkläger Dr Brandt: „Sie haben den Jakubowski in früheren Verhandlungen gerade srusssengge ses: geschildert.“ Für diesen Widerspruch kann die igte keine Erklärung geben. Es werden dann die verschiedenen Heiratspiane des Jakubowski erörtert. Die Vernehmung der Brüder Nogens. Im weiteren Verlauf der Verhandlungen im JakubowskiNogens=Prozeß wurde der Angeklagte Fritz Nogens vernommen. Er gab an, daß der hingerichtete Jakubowski über die Übernahme der Kinder Ewald und Anni Nogens mit ihm gesprochen und ihm angeboten habe, er könne alles von ihm bescenden wenn er für Ewald sorge. Auf die Frage des Vor ##rnven:„Haben Sie in dieser Aufforderung Jakubowskis, Ewald zu übernehmen, eine verschleierte Andeutung gesehen, daß Sie Ewald ermorden sollten?“ antwortete der Angeklagte mit nein.„Auf die weitere Frage des Vorsitzenden an den Angerlagten August Nogens, wer zum ersten Male davon gesprochen habe, daß Ewald Nogens von ihnen umgebracht werden solle, er oder Jakubowski, antwortete dieser, daß Jakubowski am Pfingsttage den Mord angeregt habe. August Nogens verwickelte sich aber in Widersprüche. Er wurde hierauf befragt, ob er noch andere des Mordes beschuldigt habe. er schwieg, wurde festgestellt, daß der jetzt wegen Meineides angeklagte Blöcker und andere von August des Verbrechens beschuldigt worden sind. Nebenkläger Dr. Brandt stellte dann folgende Frage an Fritz Nogens:„Sie haben früher zugegeben. Sie hätten mit Ihrem Bruder eine Unterredung gehabt, und damals hätten Sie den Mord genau durchgesprochen. August Nogens hat bei dieser Unterredung gesagt, daß man vereinbaren müsse, alles auf Jakubowski abzuschieben, da er ja tot sei. Sie haben dabei abgemacht, daß Sie sich gegenseitig möglichst schonen wollten bei den Aussagen vor Gericht.“ Fritz Nogens gab zu, daß die Vereinbarungen in der von Dr. Brandt geschilberten Art getroffen worden sind. August Nogens bestritt das aber ganz entschieden.— ganz Ein Auto in einen Kindersestzug gefahren. In der Kinzigtalgemeinde Unterharmersbach fuhr ein Personeiktraftwagen in einen Kinderfestzug. Sechs Kinder wurden überfahren, eins war sofort tot, ein zweites ist seinen schweren Verletzungen erlegen. Die Verletzungen der vier anderen Kinder sind gleichfalls schwer. Der Fahrer war auf den Umzug aufmerksam gemacht worden, hat aber auscheinend statt der Breuse den Gashebei getreten. Auch soll er angetrunken gewesen sein. O Hohe Sterblichkeitsziffer in England infolge der Jufluenza. In England war die Sterblichkeitsziffer für das erste Viertel des laufenden Jahres mit 204 293 um 67978 höher als die für den gleichen Zeitraum des Vorjahres. Es ist, mit einer einzigen Ausnahme, die höchste Sterblichkeitsziffer, die für das erste Jahresviertel jemals in England verzeichnet wurde. Die Höhe der Ziffer ist auf die Influenza, die zu Anfang des Jahres in England wütete, zurückzuführen. O Ein italienisches Bombenflugzeug abgestürzt. Bei Corniglia in der Nähe von Genua stürzte ein italienisches Bombenflugzeug ab. Die Maschine war in einen plötzlich auftauchenden Sturm geraten, so daß der Pilot die Herrschaft über das Flugzeug verlor. Alle fünf Insassen wurden getötet. O Bestialisches Verbrechen in einem galizischen Dorfe. In einem Dorfe bei Lemberg drangen mehrere Personen in das Haus des Gastwirts Mensch ein und forderten Schnaps. Als er ihnen verweigert wurde, begossen sie die Wirtschaft mit Petroleum und zündeten sie an allen vier Ecken an. Mensch und seine dreiköpfige Familie kamen in den Flammen um. Der Polizei ist es noch nicht gelungen, die Täter zu ermitteln. 0 Riesenexplosion bei Oslo. In einer in der Nähe von Oslo liegenden Sprengstoffabrik erfolgten kurz nacheinander drei Explosionen, deren Gewalt so groß war, daß noch in einer Entfernung von 15 Kilometern sämtliche Fensterscheiben zertrümmert wurden. In den umliegenden Wäldern entstand durch weggeschleuderte brennende Balken Feuer. Getötet wurde ein Arbeiter; die anderen konnten sich retten. O Lindbergh unter dem Pantoffel. In Englewood (New Jersen) fand ganz überraschend die Hochzeit des Obersten Lindbergh mit Annie Morrow, der Tochter des amerikanischen Botschafters in Mexiko, statt. Die Familie Morrow, die Mutter Lindberghs und einige Freunde wohnten der Feier bei. Die Plötzlichkeit der Hochzeit wie die einfache Form überraschten allgemein, da man mit einer großen öffentlichen Feier gerechnet hatte. Unmittelbar nach der Trauung kündigte Botschafter Morrow an, daß das neuvermählte Paar die Hochzeitsreise angetreten habe. OSchweres Verkehrsunglückin Havanna. In Havanna stieß eine Dampfspritze, die sich auf dem Wege zu einer Feuersbrunst befand, mit einem Privatautomobil zusammen und stürzte um. Sechs Feuerwehrleute wurden getötet und vier lebensgefährlich verletzt. Die Insassen des Automobils kamen mit leichteren Verletzungen davon. 0 Riesenbrand in London. In einem sechsstöckigen Lagerhaus in der Londoner Vorstadt Rotherhithe brach ein Feuer aus. Erhebliche Vorräte an Lebensmitteln, besonders Getreide, und Oltanks wurden zerstört. Feuerwehrspritzen aus ganz London beteiligten sich mit Hunderten von Schlauchleitungen an der Bekämpfung des Brandes. Auf Anordnung der Polizei wurden die von den Flammen bedrohten Häuser in der Nähe der Branddtte, van den Einwohnern, im ganzen ungefähr 100o Männer, Frauen und Kinder, in aller Eile geräumt. ** Bunte Tageschronik Dessau. Die genaue Höhe, die der Flugzeugführer Neuenhosen bei seinem Rekordflug erreichte, ist vom Deutschen Luftrat nach Prüfung der Instrumente mit 12739 Metern festgestellt worden. München. Wegen Vernntreuung von Mandantengeldern in Höhe von etwa 50000 Mark wurde hier der Berliner Rechtsanwalt Kröck verhaftet. Hamm(Westfalen). Im Germaniabad ertranken bei Tauchübungen zwei Brüder Pollmann. Die Leichen wurden gevorgen. Bielefeld. Hier erschoß der Landwirt Wellmann seine Braut und richtete dann die Leiche mit einem Beil übel zu. Der Täter wurde verhaftet. Hamburg. In ihrer Küche wurde die 76jährige Frau Mathilde Schlörke ermordet aufgefunden. Aber das Motiv und die Persönlichkeit des Täters herrscht noch völliges Dunkel. Beuthen. Auf der Beuthengrube verunglückten ein Füller und ein Lehrhäuer beim Pfeilerabbau. Sie wurden von abstürzenden Kohlenmassen erschlagen. Wien. Bei Hinterriß in Tirol ist die Studentin Kick aus München 300 Meter tief abgestürzt. Sie blieb mit mehreren Schädelbrüchen tot liegen. Die Leiche konnte geborgen werden. tegebracht zu haben. bei der Ermordung Der deutsche Eroberer des Höhenweltrekordes. der Pilot Willi Neuenhofen, mit seiner Junkers=Maschine vom Typ der„Bremen“ wenige Stunden vor dem Start zu seinem Rekordflug, bei dem er— wie die Prüfung der Instrumente durch den Deutschen Luftrat ergab eine Höhe von 12739 Meter erreichte.— Rechts oben: Professor Junkers beglückwünscht Neuenhofen zu seinem Siege. Die Komtesse als Juwelendiebin. Eine Urenkelin des„alten Renz“. Eine sensationelle Aufklärung fand sem ein großer Juwelendiebstahl, der vor einigen Monaten in BerlinSichterselde(Ost) bei der Gräfin Antoinelre Hermersberg verübt worden ist Der Gräfin waren Juwelen im Werte von etwa 100 000 Mart verschwunden. Nachdem alle möglichen Angestellten und Bekannten der Gräfin verdächtigt worden waren, ist ganz plötzlich die Richte der Gräfin, die 23 Jahre alte Komtesse Heigo Monroy verhaftet worden. Sie hat bereits ein Geständnis abgelegt Weitere Vernehmungen können vorläufig nicht erfolgen weil die Komtesse einen nervösen Zusammenbruch erlitt. Sie hat die Inwelen entwendet und zu verkaufen versucht, um einen Rittmeister a. D. von Wedel heiraten zu können. Ihre Mutter und ihre Taute waren gegen diese Heirat, was die Komtesse veranlaßte, das Haus zu verlassen und in einem be kannten Berliner Hotel Wohnung zu nehmen. Rittmeister von Wedel hat sich, als er von der Verhaftung der Komtesse hörte, im Grunewalderschossen, offenbar, weil er sich mitschuldig fühlte und fürchten mußte. ebenfalls verhaftet zu werden. Besonderes Interesse gewinnt die ganze Angelegenheit dadurch, daß die junge Gräfin Monroy eine Urenkelin des„alten Renz“ ist, jenes Zirkusdirektors, der einst in ganz Deutschland bekannt und populär war. Ihre Mutter und deren Schwester, die bestohlene Gräsin Hermersberg, sind Töchter des verstorbenen, einst sehr berühmten Schutreiters Hager, der mit einer Tochter von Ernst Renz verheiratet war. Die beiden Damen waren in ihren jungen Zahren als Oceana und Klothilde Hager selbst berühmte Schulreiterinnen und wegen ihrer Schönheit gefeiert. Ocrana heiratene dann den Prinzen Hugo zu Hohenlahe Öhringen, der infolge der„unebenbürtigen Ehseinen Namen in Graf Hermersberg verwandette. Klothilde aber wurde die Frau des halb italienischen, halb spanischen Grafen Giuseppe Lucchesi=Paiit von Monroy, der eines Tages wegen Scheckbeires=: festgenommen, nach einigen Wochen aber freigelosser wurde, weil sein Schwager, Graf Hermersberg. anSchulden für ihn bezahlte. Helga Monroy ist die einn### Tochter dieses Lucchesi=Palli. Ein Nachkomme Schillers unter Betrugsanklage. ]. Die Maus als Perlenhalsband. Gegen den in München lebenden. 63 Jahre alten Schriftsteller Karl Alexander von Gleichen=Rußwurm, einen Nachkommen Friedrich von Schillers, begann vor dem Großen Schöffengericht in Würzburg eine Verhandlung wegen Betrugsversuches. Achtzehn Zeugen und vier ärztliche Sachverständige sind geladen. Die Anklage legt dem Baron zur Last, daß er am 17. Oktober 1925 von seinem Gut in Unterfranken aus an eine Münchener Juwelierfirma einen mit 1300 Mark Wert deklarierten Wertbrief sandte, in dem sich angeblich ein Perlenhalsband, das bei einer Kölner Versicherungsgesellschaft mit 65000 Mark versichert war, befinden sollte, in dem aber bei der Ankunft in München eine— tote Mans vorgefunden wurde. Der Angeklagte soll das Tier in lebendem Zustand statt des Perlenhalsbandes eingepackt haben in der Erwartung, daß sich die Maus des Transports durchnagen und so eine Beschädigung der Sendung und den Verlust des Inhalts vortäuschen werde. Turnen, Sport und Sviel Arminia Bielefeld— Kurhessen Kassel. Ein Ausscheidungsspiel in der Runde der Zweiten in Paberborn, auf dem Sportplatz Behrenteich. Nachdem am vergangenen Sonntag Kurhessen Kassel über Köln=Sülz mit:1 siegreich blieb, ist vom Westdeutschen Spielverband gestern ein weiteres Ausscheidungsspiel um die Runde der Zweiten, zwischen Arminia Bielefeld und Kurhessen Kassel, für morgen festgesetzt. Zur tragung dieses Spiels wurde Paderborn gewählt. Das Spiel findet aber nicht, wie wir gestern meldeten, auf der Wilhelmshöhe statt, sondern auf der neuen Sportplatzanlage des Sportvereins 13 am Behrenteich und die Organisation und Ausführung wurde dem Sportverein 13 übertragen. Wir haben somit morgen die Gelegenheit zwei Fußballmannschaften von Namen und Klang in Paderborn spielen zu sehen. Welcher Mannschaft die größeren Chancen einzuräumen sind, kann man noch nicht voraussagen. Sowohl Arminia Bielefeld als auch Kurhessen Kassel vermochten in ihren letzten Ausscheidungsspielen nach der angenehmen Seite hin zu enttäuschen und gerade bei so wichtigen Spielen wie auch das morgen, wird jede Mannschaft bestimmt ganz aus sich herausgehen, um den Sieg an sich zu bringen. Daß wir dann hierbei mit einem ebenso spannenden wie interessanten Spiele zu rechnen haben, braucht nicht mehr erwähnt werden. Wir werden dabei auch den bekannten internat ionalen Verteidiger Weber=Kassel, der durch sein prächtiges Spiel in dem Länderwettkampf Deutschland—Italien noch in bester Erinnerung steht, morgen in der Mannschaft der Kurhessen sehen. Weber bildet im Verein mit seinem Nebenmann und dem Torhüter ein glänzendes Abwehrtrio, auf der anderen Seite verfügen die Arminen aber ebenfalls über eine starke Verteidigung. Auf den Ausgang des Spieles kann man daher mit Recht gespannt sein. Der Anstoß ist auf morgen abend 7 Uhr festgesetzt. Die Leitung des Spieles liegt in den Händen von Guyenz=Essen.— Durch dieses angesetzte Verbandsspiel herrscht für die Vereine des Westdeutschen Spielverbandes in diesem Bezirk am morgigen Tage Spielverbot, sodaß auch das Lokaltreffen Verein für Jugendpflege 08— Sportverein Preußen, das für morgen nachmitatg auf der Wilhelmshöhe vorgesehen war, ausfällt. * Deutsche Turnerschaft. (Kreis 8a, Ostwestfälischer Turngau.) Vom herrlichsten Wetter begünstigt, fanden am Sonntag, den 26. Mai die Endspiele um die Gaumeisterschaft im Faustball statt. Das Ergebnis war nach zähem Kampfe folgendes: Turnverein Brakel 6, Turnverein Germania=Pavervorn 4, Turnverein Germania=Lipppstadt 2 und Turnverein 1848 Lippstadt keinen Punkt. Turnverein Brakel ist somit Gaumeister geworden. Abonniert den Anzeiger! Börse und Amtliche Berliner Notierungen vom 28. Mai. * Börsenbericht. Tendenz: Gut behauptet. Nach dem eher schwächeren und lustlosen vorbörslichen Freiverkehr setzte der offizielle Verkehr gut behauptet, zum Teil sogar leicht befestigt, ein. Neue Hoffnungen auf einen günstigen Ausgang der Pariser Konferenz und das Vorliegen einiger Auslandskäufe boten der Tendenz eine Stütze. Andererseits verhinderten der flaue Verlauf der letzten Newyorker Börse und die Unsicherheit auf dem dortigen Geldmarkt sowie die schwachen Londoner Kurse eine regere Beteiligung den Spekulation. Daher wirkte sich auch die Übernahme der deutschen FordEmission durch eine unter Führung der J. G. Farben stehende Gruppe nur ganz geringfügig aus. Es fehlte auch nicht an Stimmen, die eine weitere Verschärfung der Krise in der deutschen Automobilindustrie befürchteten. Der weitere Verlaus war allgemein freundlich, da man das Prolongations. geschäft als im großen und ganzen für erledigt ansiehr. Außerdem lagen zuversichtlichere Nachrichten aus Paris vor, die anregten. &* Devisenbörse. Dollar 4,19—4,20; engl. Pfund 20,32 bis 20,36; holl. Gulden 168,48—168,82; Danz. 81,26—81,42; franz Frank 16.38—16,42; schweiz. 80.68—80,84; Belg. 58,21—58,33 Italien 21,93—21,97; schwed. Krone 112,04—112,26; dän. 111,64 bis 111,86; norweg. 111.67—111,89; tschech. 12,40—12.43; österr Schilling 58,86—58.98: Argentinien.757—.761: Spanien 59.20—59.32. * Produktenbörse. Die größeren Glattstellungen seitens der Provinz hatten zur Folge, daß die Eröffnungsnotierungen der Berliner Produktenbörse um etwa 5 Mark zurückgingen, zumal die Aufnahmefähigkeit der Mühlen infolge des stockenden Mehlabsatzes minimal war. Dazu traten schwache Auslandsmeldungen und das der Entwicklung der Saaten andauernd günstige Wetter. Am Lokomarkt war das Geschäft durchaus irrequlär. Einige Angebote zu letzten Preisen lagen zwar vor, fanden jedoch keine Beachtung. Das Mehlgeschäft blieb weiter vollkommen leblos, auch Hafer hatte ausgesprochen flaue Tendenz. Getreide und Olsaaten per 1000 Kilogramm. sonst per 100 Kilogramm in Reichsmark. Weiz., märk. pommersch Rogg., märk pommersch westpreußz. Braugerste Futtergerste Hafer., märk. vommersch westpreuß. Weizenmehl p 100 kg fr. Bri br inkl Sack(feinst. Mrk. u. Not. Roggenmehl p 100 kg fr. Berlin br. inkl. Sack Weizkl. s. Bln. Rogkl. s. Bln. Raps Leinsaat Vikt.=Erbsen A Speiseerbs. Futterekbsen Peluschken Ackerbohnen Wicken Lupin., blaue Lupin., gelbe Seradella Rapskuchen Leinkuchen Trockenschtzl. Soya=Schrot Torfml. 30/70 Kartofselflck 28. 5. 27.5. 12.-12.5s12,5-12,7 12.7,1 13.0 41.-48.0 28.•34.0 21.-23.0 25.-265 22.•24.0 28.-30.0 17.-185 23.-25.0 60.-64.0 18-18.9 21.-22.0 12.-12.0 18.-19.7 43.-50,0 28.•34.0 21.-23.0 25.-26.5 22.-24.0 28.-30.0 17.-18,0 22.•24.0 60.-64.0 18.-18.9 21.-22 12.-12.0 19.•197 15.-16 0s15.-16.2 * Heu= und Strohnotierungen. Roggenstroh(drahtgepr.) 1,40—1,70; Weizenstroh(drahtgepr.) 1,30—1,60; Haferstroh (drahtgepr.).50—1,65; Gerstenstroh 1,40—1,60; Roggenlangstroh 1,60—1,85; Roggenstroh(bindfadengepr.).45—1,65; Weizenstroh(bindfadengepr.) 1,35—.55; Häcksel.40—2,50; Heu, handelsüblich.50—4,00; Heu, gutes, 4,00—5,00; MielizHeu, Warthe.25—.50; Mieliz=Heu. Havel.70—.00: Heu (drahtgepr.) 40 Pfg. über Notiz. * Berliner Schlachtviehmarkt.(Amtlicher Bericht.) Bezahlt wurden für 50 Kilogramm in Mark: Ochsen: 1. vollfl. ausgemäst. höchst. Schlachtw., jüng.— ältere— 2. sonstige vollfleischigs jüng. 58—56 „ öltere— 3. fleischige 6 4. gering genährte Bullen: 1. jüngere vollfleischige, höchst. Schlachtwertes 2. sonstige vollfleischige oder ausgemästete 3. fleischige 4. gering genährte Kühe: 1 jüngere, fleischige, höchsten Schlachtwertes 2. sonstige vollfleischige oder ausgemästete 3 fleischige 4. gering genährte Färsen: 1. vollfleisch., ausgemästete, höchsten Schlachtw. 2 vollfleischige 3. fleischige Fresser: 1. mäßig genährtes Jungvi“ Kälber: 1. Doppellender bester Man beste Mast= und Sauglämmer 2. mittlere Mast= und Sauglämmer 3. geringe Kälber Schafe: 1. Mastlämmer u. junge Masth.(Weidemast) 2. Mastlämmer und jüngere Masthammel(Stallmast) 3 mittlere Mastlämmer, ältere Masthammel und gut genährte Schafe Schweine: 1. Fettschweine über 300 Pfd. Lebendgewicht 2. vollfl. Schweine v. etwa 240—300 Pfd Lebendgew. 3 vollfl. Schweine v. etwa 200—240 Psd. Lebendgew. 4 vollfl. Schweine v. etwa 160—200 Pfd Lebendgew. 5 fleischige Schweine v. etwa 120—160 Pfd. Lebendgew. 6. fleischige Schweine unter 120 Pfund Lebendgewicht 7. Sauen 47—50 41—44 52—64 50—51 47—49 45—46 42—47 35—41 29—34 23—26 52—55 48—51 42—46 40—48 80—90 62—77 48—60 62—65 57—60 72—74 72—74 71—73 69—71 66—68 Auftrieb: 1336 Rinder, darunter 293 Ochsen, 395 Bullen, 738 Kühe und Färsen, 3300 Kälber, 4714 Schafe, 715 Schase zum Schlachthof direkt, 13546 Schweine, zum Schlachthof direkt seit letztem Viehmarkt 2432 Schweine, 227 Auslandsschweine. Verlauf: bei Rindern, Kälbern und Schafen ruhig, bei Schweinen ziemlich glatt; fette Schweine vernachlässigt. * Deutsches Kapital bei Ford. Wie bekanntgegeben wird. hat die I. G. Farbenindustrie 40 Prozent der Deutschen FordAktien, die etwa 15 Millionen betragen, übernommen. Diese Aktien sollten ursprünglich öffentlich zur Auflegung gelangen. Der Vorsitzende des Vorstandes der I. G. Farbenindustrie. Geheimrat Bosch, ist gleichzeitig in den Aufsichtsrat bei Ford eingetreten. Das erhohte Kapital wird zur Erweiterung des Geschäfts in Deutschland verwendet werden. Dieses entwickelt sich, wie die Ford=Gesellschaft mitteilt, gegenwärtig sehr befriedigend. Die Errichtung einer zweiten Fabrik in Deutschland ist noch für dieses Jahr vorgesehen. * Schwarzer Tag an der Newyorker Börse. Die Newyorker Börse hatte am Montag einen schwarzen Tag zu verzeichnen. Die Verluste der Spekulanten werden mit etwa 10 Milliarden Mark angegeben. Zehntausende von Personen wurden durch die ungeheuren Kursstürze, die in einer großen Anzahl von Fällen bis zu sechzig Punkten erreichten, ruiniert. (:) Apotheken=Nacht= und=Sonntagsdienst hat vom Mittwoch, den 29. Mai, abends 7 Uhr, bis zum Samstag, den 1. Juni, morgens 8 Uhr, die Hirsch=Apotheke. — Aerztlichen Sonntagsdienst haben die Herren Dr. Eickhoff Westernstraße 13 und Sanitätsrat Dr. Brüning, Friedrichstraße 15. Golkesvienstordnung am Fronkeichnamsseste Hoher Dom. Mittwoch nachm. 2 Uhr feierliche Fronleichnamsvesper mit sakr. Sagen. Donnerstag, 30. Juni— Hochheiliges Fronleichnamsfest Hoher Dom. 5,45 und 6,45 Uhr hl. Messen, 7,15 Uhr Kommunionmesse in der Krypta, 7,30 Uhr Levitenamt, 8 Uhr Prozessionsmesse am Liborialtar, 9 Uhr Auszug des Allerheiligsten, 11 Uhr hl. Messe ohne Predigt. Nachm. 2,30 Uhr feierliche Vesper mit sakr. Segen, abends 8 Uhr Fronleichnamsandacht mit sakr. Segen.— An den Wochentagen der Fronleichnamsoktav 9 Uhr Levitenamt mit sakram. Segen, abends 8 Uhr Fronleichnamsandacht mit sakr. Segen. Gokirche. 6,15 u. 7 Uhr hl. Messen, 8 Uhr Hochamt mit Segen, 10 Uhr Singmesse. Die Nachmittagsandacht fällt aus, abends 8 Uhr Fronleichnamsandacht mit Segen. Während der Oktav morgens 7,15 Uhr Sakramentsmesse mit Segen, abends 8 Uhr Sakramentsandacht mit Segen. Universitäts= und Markkirche. 6 6,30 und 7 Uhr hl. Messen, 7,30 Uhr Gymnasialmesse, 8 Uhr Pfarrmesse mit Segen, 11 Uhr hl. Messe. Abends 8 Uhr Fronleichnams= und Maiandacht.— Während der Oktav abends 8 Uhr Fronleichnamsandacht.— Freitag abend Schluß der Maiandacht. Busdorfkirche. 6,30, 7. 7,30 und 8 Uhr hl. Messen, 8,30 Uhr Ausgang der Prozession Aufstellung vor der Busdorfkirche. Nachm. 6 Uhr Maiandacht mit Oktavandacht. herz=Jesu=Kirche. 6 Uhr hl. Messe..30 Uhr hl. Messe für die Schulkinder(nicht 7 Uhr!), 8,.30 und 11 Uhr hl. Messen. Die Andacht um.30 Uhr fällt aus. Abends 8 Uhr während der ganzen Oktav Sakramentsandacht. St. Bonifatiuskirche. 6 Uhr Frühmesse, 7,45 Uhr Hochamt, danach Auszug zur Fronleichnamsprozession. Abends 7 Uhr Sakramentsandacht mit Segen. Franziskanerkirche. 5, 5,30 und 6,15 Uhr hl. Messen, 7 Uhr Levitenamt, 8,15 und 10 Uhr Singmessen ohne Predigt.— 3,30 Uhr feierliche Vesper. Generalabsolution für den 3. Orden. — In der Fronleichnamsoktav ist morgens in der Konventsmesse Aussetzung des Allerheiligsten, abends 8 Uhr Andacht. — Freitag abend 8 Uhr Schluß der Maiandacht mit Predigt und Segen. Ordnung für die Prozession am hochheiligen Fronleichnamsfeste Gruppe 1: Dompfarre (Sammelplatz 8,15 Uhr am Domplatz an der Domseite.) Kreuz mit zwei Akolythen. Schweizer des Domes. A. 1. Engelchen, 2. Knabenklassen der Dompfarre, 8. Junggesellensodalität und die übrigen Jünglinge der Pfarre, .Gesellenverein, 5. Meisterverein, 6. St. Johannes=Bruderschaft, 7. die übrigen Männer der Dompfarre. B. 1. Mädchenklassen der Dompfarre, 2. höhere Mädchenschule von Pelizäus, 8. Jungfrauenkongregation und die übrigen Jungfrauen der Pfarre, 4. der Mütterverein, 5. die übrigen Frauen der Pfarre. Gruppe 2: Gokirchpfarre (Sammelplatz vom Bogen bis zur Dompropstei um 8,15 Uhr.) Kreuz mit zwei Akolythen. Meßdiener A. 1. Knabenklassen der Gokirche, 2. Kath. kaufm. Verein mit Jungmänner und Jugend=Abteilung, 3. Jünglings=Soda= lität und die übrigen Jünglinge der Pfarre, 4. Männer= Pruderschaft, 5. die übrigen Männer der Pfarre. B. 1. Engelchen, 2. Mädchenklassen der Gokirche, 3. höhere Mädchenschule des Michaelsklosters, 4. Jungfrauenkongregation und die übrigen Jungfrauen der Pfarre, 5. Mütterverein, 6. die übrigen Frauen der Pfarre. Gruppe 3: Busdorspfarre (Sammelplatz vor der Busdorfkirche 6,20 Uhr.) Kreuz mit zwei Akolythen. Meßdiener A. 1. Oberrealschule, 2. Gymnasium, 3. Sakramentsbruderschaft, 4. Kath. Beamtenverein, 5. die Jünlinge der Busdorfpfarre, 6. die Männer der Busdorfpfarre. B. 1. Engelchen, 2. Jungfrauenkongregation und die übrigen Jungfrauen der Pfarre, 3. Mütterverein, 4. die übrigen Frauen der Pfarre. Sondergruppe 1. Theologische Akademie, 2. Barmherzige Brüder, 8. Franziskanerkonvent, 4. Domchor, Domklerus, das Allerheiligste die Schützen als Ehrengarde begleiten das allerheiligste Sakrament, 5. Magistrat, Stadtverordnete u. Behörden, 6. densschwestern. Gruppe 4: Herz=Jesu=Pfarre (Sammelplatz am Domplatz an der Gokirche um 8,45 Uhrr Kreuz mit zwei Akolythen. Meßdiener A. 1. Knabenklassen der Herz=Jesu= u. Theodorschule, 2. Jünglingssodalität und die übrigen Jünglinge der Pfarre, 3. Männer=Apostolat, 4. die übrigen Männer der Pfarre. B. 1. Engelchen, 2. Mädchenklassen der Herz=Jesu= und Theodorschule, 3. Jungfrauenkongregation und die übrigen Jungfrauen der Pfarre, 4. Mütterverein, 5. die übrigen Frauen der Pfarre. Gruppe 5: Bonifatius=Gemeinde (Sammelplatz am Markt vor der Buchhandlung Kleine, 9 Uhr.) Kreuz mit zwei Akolythen. Meßdiener A. 1. Knabenklassen der Bonifatius=Schule, 2. Jünglinge der Gemeinde, 3. Männer der Gemeinde. B. 1. Engelchen, 2. Mädchenklassen der Bonifatius=Schule, 3. Jungfrauen der Gemeinde, 4. Frauen der Gemeinde. Gruppe 6: Markkirchpfarre (Sammelplatz am Markt vor der Buchhandlung Thiele, 9 Uhr.) Kreuz mit zwei Akolythen. Meßdiener A. 1. Knabenklassen der Karlsschule, 2. Jünglings=Sodalität und die übrigen Jünglinge der Pfarre, 8. Pius=Arbeiter= Bund, 4. die übrigen Männer der Pfarre. B. 1. Engelchen, 2. Mädchenklassen der Karlschule, 3. Jungfrauenkongregation u. die übrigen Jungfrauen der Pfarre, 4. Mütterverein, 5. die übrigen Frauen der Pfarre. Bemerkungen: 1. Die Spitze der Prozession setzt sich um 8,30 Uhr in Bewegung. Die Teilnehmer werden gebeten, sich rechtzeitig auf den oben gekennzeichneten Plätzen einzufinden.— Die Prozession geht in Reihen zu vier Gliedern. 2. Während des Aufenthaltes beim Segen wird der Gesang und das gemeinsame Beten unterbrochen. Das Zeichen zum Segen wird durch Schellen gegeben. 8. Das Zeichen zum Beginn des Gesanges oder Gebetes gibt der Gruppenführer. Während die Männergruppe(.) singt, betet die Frauengruppe(B) und umgekehrt. Gleichzeitiges Singen von zwei aufeinander folgenden Gruppen ist nicht gestattet. Es werden jedesmal nur drei Strophen gesungen und zwar in der Weise, daß die Musik jede einzelne Strophe spielt. 4. Reihenfolge der Lieder:: Nr. 204— 209— 94— 207 290— 218— 215— 301— 295— 206— 205— 267— oder 167— 358. 5. Es wird gebeten, den Weisungen der Gruppenführer: und Ordner zu folgen und nach Möglichkeit die Prozession unterwegs nicht zu verlassen, da sonst die oft beklagte Zerreißung der Prozession kaum zu vermeiden ist. 6. Die Teilnehmer der Prozession werden gebeten, in ihrem ganzen Verhalten dem Grundgedanken der Prozession Rechnung zu tragen. Die Prozession soll sein eine Huldigung an den im Sakramente gegenwärtigen Heiland, ein Bekenntnis unsers Glaubens und eine Abbitte für begangene Lauheit und Gleichgültigkeit.