Lokal- und Heimatzeitung für Stadt und Amtsbezirt Lippspringe Erscheint an allen Werktagen und kostet durch die Post ober durch unsere Boten monatlich 1.80 RM einschließlich Bestellgeld. Bestellungen nehmen alle Postanstalten und Briefträger, unsere Geschäftsstellen in Lippspringe und Paderborn sowie unsere Boten entgegen. Fernsprecher: Amt Paderborn 3213, PostscheckKonto: Hannover Nummer 14342, Telegramm=Adresse: Anzeiger Paderborn Tageszeitung für Jedermann Publikationsorgan vieler Behörden Anzeigenpreise: Die 30 Millimeter breite Millimeterraumzeile 10 Pfennig. für Anzeigen aus dem Verbreitungsbezirk 8 Psennig, amtliche Anzeigen 10 Pfennig, Sammelanzeigen 15 Pfennig. Im Reklameteil die 89 Milli. meier breite Millimeterraumzeile 30 Pfennig. In Konkurssällen oder bei Zwangsbeitreibung erlischt jeder Preisnachlaß. Gerichtsstand: Paberborn Badezeitung Zwangsbeitreibung erlischt jeder Preisnachlaß. Gerichtsstand: Gratisbeilagen: Illustrierte Wochenschau, Sonntagsglocken, Heimatbote, Sport vom Sonntag. Am stillen Herd, Frauenwelt, Landwirtschaft Nr. 280— 1. Blatt Kleine Zeitung für eilige Leser denz, Abschluß der außenpolitischen Debatte im Veichsiosg##len dem Vernehmen nach ernsthafte Verhand####er die Bildung einer festen Großen Koalition in der Reichsregierung begonnen haben. uder Koaliton in zuge gangen... Landtag ist der Haushalitsplan für 1929 * Baldwin ließ eine Erklärung im Englischen Unterhaus verlesen, nach der eine uneingeschränkte Freigabe des im Frisss zörsch ag ahmien deutschen Eigentums nicht stattregelungskonferenz ib dam Lezeicenr, endaültigen Schuldensbersten wornent i. den Guichen Freitag, den 23. November 1928, Das Echo. Nach den Schritten, die von den verschiedenen Regierungen in London, Paris, Brüssel und Berlin getan worden sind, um allmählich der Reparationskonferenz näher zu kommen, ist die StresemannRod sri, Deutschen Reichstag sozusagen die erste öffentrn9-, Terurung gewesen über die Beurteilung, mit der die deutsche Regierung das bisher Geschehene ansieht. Da ist es denn erklärlich, daß das Echo, das durch die Ausführungen Stresemanns in Paris und London ausgelöst wurde, vorläufig recht zurückhaltend geblieben ist. ErFeulich ist an dem englischen Echo die Erkenntnis der 1 T r e u e, S t r e s e m a n n h a b e i n k l a r s t e n W o r t e n D e u t s c h l a n d s 1 Standpunkt nicht bloß zur Abrüstung und den Repara1# tionen, sondern vor allem zur Frage der RheinlandDautschland der wichigste! Ien dritte Bunkt ist für englische Prassekammzentaren den Auskührr. v#egerommentaren stehen natürlich die 1 Rafitir zungen; die in der Ministerrede über Englands T######et selbst gemacht worden sind und die jenseits des Kanals anscheinend einiges Unbehagen erregen. Der Vertreter einer englischen Zeitung findet in den Ausführungen Dr. Stresemanns sogar den Vorwurf der versuchten Illoyalität Frankreichs und Englands gegenüber der ganzen Welt— wegen des französisch=englischen Flottenpaktes nämlich. Infolgedessen wird nun von allen Seiten versichert, daß von diesem Flottenabkommen ja gar keine Rede mehr sei. Man geht in London übrigens auch nicht daran vorüber, daß der Zentrumsredner Dr. Hearssnigteslich noch schärfere Angriffe auf die UnzuLnu#p# der englischen Politik gerichtet hat als der deutsche Außenminister. Im ganzen genommen aber kann man aus den englischen Zeitungsstimmen zum mindesten das eine entnehmen, daß man drüben vorläufig von einer allzu starken Betonung oder gar Verschärfung der Gegensätze in der Reparations= und der Teit der“eierten Fositur.. d verwundbarsten Te# der auttechen Politik, nämlich die Abrüstungsfrage, geht man vorsichtiger=, aber bezeichnenderweise überhaupt gerade hierüber Dr. Stresemann mehr wie ausführlich gesprochen hat. Echo der Rede des deutschen Außenministers auch in Frankreich. Dort verweist man vor allem darauf, daß er die volle Verantwortung für das Auftreten und die Entschlüsse des Reichskanzlers Müller in Genf übernommen habe; man glaubt feststellen zu können, daß Dr. Stresemann daher in Übereinstimmung mit der Meinung des gesamten deutschen Volkes deutlichere Töne als bisher gefunden habe, um der Enttäuschung Deutschlands über die bisherige Entwicklung der Räumungsfrage Ausdruck zu geben. Mehr noch. In den politisch rechts stehenden Blättern der Boulevards folgert man aus der Reichstagsrede des deutschen Außenministers, er wolle von einem bisher theoretisch gebliebe„Seiste, von Locarno“ nicht mehr so recht eiwas wissen. #volle endlich Taten sehen. Diese Folgerung ist durchaus nicht unrichtig: man braucht sich ja nur an das zu halten, was hierüber der Reichskanzler Müller in übereinstimmung mit den Ansichten Dr. Stresemanns im SepGenfer Konferenz geäußert hat. Bei den anzgsen stebt überhaupt im Rittelpunkt des Interesses lung der Rheinlandräumung in der Rede des Außenministers. Es wird unangenehm genug Füräszepten Dr. Stresemann den amerikanischen Sruidenten Coolidag und den englischen Ministerpräsidenten Baldwin als Schwurzeugen für die Notwendigkeit einer schnelleren Räumung ebenso heranholte wie dafür, daß diese Räumung mit dem Ausgang der Reparationskonferenz nichts zu tun haben dürfe. Man glaubt in Paris, darin den Versuch zu erblicken, Frankreich gegenüber England, vor allem auch gegenüber Amerika politisch zu isolieren und diese Isolierung bis zum Zufammentritt der Konferenz aufrechtzuerhalten. Ein wenig schaut aus. diesen Befürchtungen das schlechte Gewissen der französischen Politik heraus, die sich wohl bewußt ist, durch das Scheitern des englisch=französischen Flottenpaktes ziemlich viel von der äußeren Bindung verloren zu haben, die dieses Abkommen nicht bloß in den Augen der Welt hergustellen schien. Es fehlt infolgedessen auch nicht an Stimmen, die es für völlig hoffnungslos halten, Deutsch„land und Frankreich erfolgreich auf der Reparationskonferenz zusammenzubringen, zumal auch nicht vorbeigegangen wird an dem grundlegenden Satze in den Aus23. Jahrgang Kufgaben der Reparattonsronserenz. Reparationskonferenz. Amtliche Mitteilung aus England. „.Die,„Ritteilung der britischen Regierung an Deutschlung, dir den britischen Standpunkt in der Reparations= tage, ggrlegt, wurde dem deutschen Botschatter in London übergeben. Nach den Vereinbarungen der Ententeregierungen wollen diese die deutsche Anregung zur SachverCäpbisensengerenz zweaks endgülliger Regelung der 2c enshreisten. einzeln beantworten, und zwar Zu der in Frage gestellten Entscheidung, ob Amerika an der gonsexenz teilnehmen soll oder nicht, braucht man guch auf diese Weise noch nicht zu äußern. In Deutsch= land betrachtet man die Teilnahme der Vereinigten Sius ten seigaste Shesch während England und Frankteich eine zweiselhafte Steuung dazu einnehmen. bae 345 Pariser offiziöse Havasbureau weiß zu melden, #####e allierten Regierungen den verschiedenen Memo. randen, in denen jede für sich ihren Standpunkt gegenüber der bevorstehenden Sachverständigenkonferenz dar„#t eine gemeinsame Rote folgen lassen, worin sie sich einderstashulg murgentret der Sachverständigenkommission einverstanden erklären. Diese Note wird außerdem die zsanen der alliierten Sachverständigen und Vorschläge als Ort wehare.. 448 sagt, das Feuge senant, Banis uch London, sondem Herkin Die Aufgaben der Reparationskonferenz. Ein englischer Fühler. „Die konservative Londoner Zeitung„Times“ beschäftigt sich in einem längeren Artikel mit der kommenden Reparationskonferenz. Das Blatt, das der Regierung Baldwins nahesteht, schreibt, scheinbar offiziell inspiriert, zu der Reparationsfrage: Die Denkschriften der Alliierten zur Reparationsfrage einschließlich des Memorandums der britischen Regierung sind in Berlin eingetroffen, und es wird jetzt möglich sein, die Antworten der alliierten Mächte auf die Mitteilung vom Oktober zu entwerfen, in der die deutsche Regierung die Bildung eines Sachverständigenausschusses für die Vorbereitung eines Plancs zur endgültigen und vollständigen Regelung des Reparationsproblems in übereinstimmung mit dem Beschluß der Mächte in Genf vom 16. September vorgeschlagen hat. Zwischen den alliierten Regierungen besteht, wie verlautet. ein enges Einvernehmen über ihre Antwort auf die deutsche Note. Wahrscheinlich wird der Wortlaut der einzelnen Noten, die zu gleicher Zeit in Berlin überreicht werden, im wesentlichen übereinstimmen. Allgemeine und uneingeschränkte Zustimmung wird, wie verlautet, der Vorschlag erhalten, hervorragende amerikanische Finanz= und Geschäftssachverständige zur Teilnahme an den Arbeiten des neuen Ausschusses einzuladen. Jedes Land wird durch nicht mehr als drei, möglicherweise auch nur zwei Sachverständige vertreten sein. Gegen die(von Deutschland geforderte) Unabhängigkeit der Sachverständigen werden Einwände nicht erhoben werden, wenn die Sachverständigen zwar ihren Reaierungen verantwortlich sind. jedoch durch irgendeine ständige offizielle Kontrolle nicht behindert werden und nicht Beschlüsse anzunehmen gezwungen sind, die sie nicht billigen. Die Beschlüsse des Ausschusses werden nur ratenden Charakter haben und an die verschiedenen Regierungen zur Berichterstattung gehen. Als Tagungsort kommt nur Brussel und Paris in Betracht, wobei man Paris aus technischen Gründen bevorzugt. Die Zuständigkeit des Ausschusses wird„Times" zufolge wahrscheinlich folgende Punkte umfassen:„Festsetzung der Anzahl und Höhen der Annuitäten, die Deutschland künftig zur vollständigen und endgültigen Begleichung seines Schuldbetrages an die alliierten und assoziierten Mächte für die aus dem Kriege entstandenen führungen Stresemanns. es kume bei der Neuregelung der deutschen Zahlungsverpflichtungen vor allem darauf an, sie nicht höher zu bemessen, als die deutsche Zahlungsfähigkeit dies gestatte. So hat bisher die Rede Dr. Stresemanns jedenfalls eine schärfere Stellungnahme der Gegenseite nicht ausgelöst, wird sie auch kaum auslösen. Vielleicht will man warten, was Amerika dazu sagen wird. Alles ist nur ein Vorpostengefecht und man vermeidet es daher sich auf einzelne Punkte unabänderlich festzulegen. Und schließlich kann man auch dem Zentrumsredner Dr. Kaas nicht so ganz unrecht geben, wenn er sagte, der Außenminister habe nur dunkle Andeutungen gemacht über die Wege, die die deutsche Regierung bei den kommenden Reparationsverhandlungen zu gehen gedenke. Allseitig scheinen also die Vorbereitungen für den Endkampf noch nicht so weit gediehen zu sein, daß man den Vorhang heben will. Kosten zahlen soll.— Form und Bedingung dieser Zahlungsverpflichtungen.— Abschluß einer Vereinbarung darüber, wie die Kapitalisierung und Kommerzialisirung erfolgen soll.— Anpassung des Dawes=Planes an die zu empfehlende endgültige Regelung.“ . Von besonderem Interesse für Deutschland sind noch Ausführungen des Blattes, die sich mit der Räumungsfrage beschäftigen.„Times" betont, es sei tatsächlich keine Rede davon, daß die deutsche Regierung ersucht werden solle, die Räumung deutschen Gebietes zu erkaufen. Es ist, so bemerkt„Times“, ein Ziel der britischen, der französischen und der belgischen Politik, Vorkehrungen für das Ende der Besetzung vor der im Versailler Vertrag angesetzten Zeit zu treffen. Die Besetzung ergab sich aus gewissen grundlegenden Bedingungen des Friedens. Zwar veralten diese Bedingungen, und es herrscht allgemeines Wohlwollen für Deutschland in Großbritannien. Aber das Vorhandensein eines Wohlpollens, wie es politisch in Locarno zum Ausdruck kam, ist an sich noch kein entscheidender praktischer Grund für die Streichung eines wichtigen Teiles des Friedensvertrages. Das Blatt versucht dann, im Gegensatz zu der deutschen Auffassung, den Beweis zu führen, daß zwischen der Reparations= und der Räumungsfrage eine innere Beziehung besteht, und schließt seine Ausführungen: Der beste Weg. um die Räumung zu beschleunigen, ist, so meint das Blatt, die Verhandlungen über die Reparaionen, möglichst zu beschleunigen. Dies ist, wie„Times“ der Wunsch des britischen Volkes und die Absicht der britischen Regierung. Die kommende Ehamverlain kommt wieder nach Genf. „Times“ zufolge wird Chamberlain Ende der Woche in London eintreffen und, wie verlautet, seine Arbeit auf dem Foreign Office am Montag wieder aufnehmen. Man nimmt an, daß er an der Sitzung des Völkerbundrates teilnehmen wird, die am 10. Dezember beginnt. Zu den aus der auswärtigen Presse nach Genf gelangten Gerüchten über eine Verlegung der Dezembertagung des Völkerbundrates nach Berlin kann auf Grund hier eingezogener Erkundigungen gesagt werden, daß im Völkerbundsekretariat über einen dergrtigen Plan nichts bekannt ist. der Päiz, grundsätzlich liegt die Frage so, daß der Rat, iederholt Tagungen außerhalb Geufs abgehalten hat, selostverständlich auf besonderen Antrag oder Einladung oder Wunsch seiner Mitglieder einen anderen Tagungsort als Genf bestimmen kann. a Jesemariser Ministerrat beschloß, nach einem Erpose ninisters Briand, den durch den Rücktritt PaulBongaurs freigewordenen Posten in der französischen Vorterbunddelegation vorläufig nicht neu zu besetzen. Der englische Botschafter bei Briand. 22. Nov. Der englische Botschafter hatte gestern im auswärtigen Ministerium mit dem französischen Außenminister Briand eine längere Besprechung, der von der Presse große Bedeutung beigelegt wird. Auch ein Londoner Blatt erblickt in der Tatsache, daß die Konferenz bei Briand und nicht bei Poincare stattsand, von einer wichtigen Aussprache. Aus den verschiedenen Meldungen scheint festzustehen, daß sich die Unterredung um die Reeaxationsverhandlungen und namentlich um die Frage der Rheinl andbesatzung drehte. Beide Regierungen wären dabei bei der Beurteilung Sinnes gewesen. ilung der Rede Stresemanns eines Die Rede Stresemanns. Paris, 22. Nov. Der Führer der französischen Sozialdemokratie Leon Blum wendet sich gegen die Kritit der Rede Stresemanns. Er könne nichts finden, was darin für Frankreich verletzend gewesen sei. Dr. Stresemann habe doch nichts anderes getan, als sich auf Locarno stützend Deutschlands Forderungen klarzulegen. Festigung der deutscherussischen Gelbescheschengen. Deutsche Sektion der sowjetistisch=westlichen Handelskammer. S. In. Zeisein von Mitgliedern der sowjetrussischen Außenhandelsstellen sowie der Vertreter der deutschen Botschaft fand in Moskau die Eröffnung der deutschen Sektion der sowjetistisch=westlichen Handelskammer statt. Der Vorsitzende des Rates der Handelskammer, Tschintschuk, betonte in einer Ansprache, die deutsche Sektion sei die erste der ausländischen europäischen Sektionen der Handelskammer, was der besonderen Stellung Deutschlands im Außenhandel der Sowjetunion entspreche. Nach einem Hinweis auf die Steigerung der deutschen Ausfuhr nach #, so#n“ unton, die von 175 Millionen Rubel an.2½3,„Millionen Rubel im verflossenen Rerung der Samietrunne.. cintschul, die Industriali= #####6 der Sowbferunion werde den deutschen Export Seition der Handesss Tschintschul betonte, die deutschSeinon der Hanveiskammer werde auf beiden Seiten. die Lenntnis und das gründliche Erfassen der Formen dern-osterze, des, Handels zwischen beiden Ländern förzwischen den Lans= einer Festigung der Beziebungen Zwischen beiven Lunvern in konkreter Weise beitragen. Schweres Explosionsunglück in Vincennes Jar Sags inn Siseilronstirt Ausgesetzt, nicht abgebrochen. ie Verhandlungen i: F### eusternung Eihioson, Die so besig war, daß uie 66 1gng Ahaitperionen Beichslial. Itvilprrzenen vesczaftigt, vie unter Leitr. Pionieroffizieren arbeiten. Es wurt und geuerwehr alarmiert. die n esort Miliähr und geuern.. imitet, vie mit den Aufräy begannen. Außer Ministerpräsident Poincaré und Innenminister Tardien has ug Voineare Painlevé an die Unglücksstelle begeben. Nach offiziösen Meldungen wurden:. Sesehschcte ece, esec Nachprüfung vornehmen. Heimatlicher Teil Nach den letter= u. d im essenkonftitt. Busleldor ungen im Eisenkonflikt beim Gemerrichte Regierungspräsidenten sind die Vertreter der ihnen von dem bisherigen Ergebnis machen und sich Weisungen zu dolen. daß die Verhandlungen(0 beide Pareien darüber einig, richtes ausgeie:: bis zur Entscheidung dieses Gerichtes ausgesetzt werden. Beide Parteien legen Wert darauf, die Verhandlungen nicht abzubrechen. Die Unterstützungssätze der Ausgesperrten. ## Nach„Verhandlungen, die unter Leitung des preußischen Wohlfahrtsministers Dr. Hirtsiefer in Essen stattgutpentzsriglet die Unterstützung der von der Aussperrung crund der aus der öffentlichen Fürsorge einheitlich au ## der Richtlinien, die der besonderen Lage des Falles uhnung tragen. Nach diesen Richtlinien erhalten die untersützung für. Anterstagung für die Woche: Alleinstehende Personen eigenen Haushalt 8 Mark, alleinstehende Personen n eigenem Haushalt 12 Mark, Ehepaare 16 Mark, alle im Haushalt des Hauptunterstützungsempfängers zu verumtrnt Personen je 3,.50 Mark. Die Rückzahlung der Unternutzung darf nicht verlangt werden. * Merkblatt für den 22. November. 1ce Monduniergang ge 8. Aifred Frupp ges.“ geb— 1902: Der Industrielle Was hilft gegen Schnupfen? Scherise#3 sind die charakteristischen Merkmale eines im algemeinen keine ernsiasen Gewißz, der Schnupsen it aumesscieguns des Schnupfens hat die praktische Medizin bageren Sestens und Gatens u. Sigs ud Buasd und ai. Familse bie Ausbreitung. Innerhalb der Sem ausgen Sd und Triutgerten. Zu Kause uu wechslte man möglicht häusig und lase es nie oder entfalte es umständlich vor jeder Benutzung. Denn gein die Lust. verstreut und von anderen eingeatmet. Am besten Re### man zur Schnupfenzeit Taschentücher aus sach weowersen kann sorge und Rückschrnahme.; einsache gesundbeitliche Fürals“ ale Mittel an zai., unseren Nächsten wird besser geeignet sein, der Weiterverbreitung des Schnupfens Einoalt zu tun. 06 28 Wer aber trotz aller Vorsicht doch einen Schnupfen beSampien, sonbern ten Nasenarztes:„Eimn licd mit dem Ausspruch eines berühm. ion behandelt drei an richtiger Schnupsen dauert, wenn man an Tagg##et, drei Wochen, wenn man ihn nicht behandelt, Wer hat schuld? Erklärungen zum Ruhxkonflikr. breitet, die die Schuld am Scheitern au Peiker haseise sich hnrieiger sene Gewerschaftsperteter rrssrägigen.. Man hätte somit nach Die erireter der Aebseisehnter enge Schuld an der Scheitern der Verbands ihrer Seite liege. Das Entgegenkommen Gescheckele. Schiedsspruches vom 26. Okrober betragen. Grundsätz(verständlich. Bischof Dr. Klein zum Eisenkonflikt genige, Hietenicheiben Klasen. dr. Stein dat bt. ist vor mehr als 14 Tagen in der Eisenindustrie ausgeInzwischen isre 5 Kar igun erzielt werden! telmitihi Rot in den Familien einer Viernachtsfested doppelt bitter empfunden. Wärmste Oberhirtliche sanen drückt mir die Feder in die Hand und läßt mich euch inständig und vertrauensvoll um Hilfe bitten. Wer Fürwahr, jezt gilt es, durch gemeinsame wertätte Zusanerenbruchg, der. lüitlichen Willenstratt bei längeren der aussperrung zu beseitigen. In einer solchen Lage wieder gegenwärtigen ist es aber auch Christenpflicht und Herzensdrang, zu den Quellen höherer Kraft zu eilen mit Gott unser Kose der un Zuflucht zu nehmen, dar##### unser Volr vor neuen Prüfungen in seinem großen Ervarmen bewahre und es mehr und mehr erfülle und mit, dem Geiste der Pahrhgkt,„Zerechtigleit und Liebe. Erönung. Sie allein sind imstande Erichatterungen ähnlicher Art im Wirschaftsleben von uns verordne sch holgendes stehenden kurzen Darlegungen Pög#rr, Iilial= und Klosterkirchen in allen hl. Messen eine collerte zur Linderung der infolge der Aussperrung entstangesier Rot zozuhalten, die am 1. Adventssonntage poder am anzuründigen ist8 Marick den Gläubigen 2. In allen Gemeinden des Aussperrungsgebietes ist Hilsaktion einsurichten Familien eine katholische die vir ringgruchun mit der besonderen Aufgabe, für Iutraganm übise Durchführung einer Kinderspeisung Sorgetogen## zur Beendigung des Streites ist an den Sonnnach der Schulmesse ein„Vater Vaterlande abwende. und unhel von unseren Volte Oberhirt euch SC äte Veispiel die Holen mit sgoreisteen seht und durch sen Paderborn, am Feste der hl. Elisabeth(19.)Nov. 1928. vonsiche uuu Steuereinnahmen der Gemeinden nach den Gemeindegrößene 8i uns Sseisch=eistenlassen für die Jodre 1913 Nehrei nnahmen in Höhe von 13184 Kändeentschuldungssteuer oamem 118.4 Mill. M.(9.0) v. H. der Gesamtmehreinwerte Unterschiede. Bei der Einkommensteuer betragen die auf den Kopf der Bevölkerung 1913/14 in den Gemeinden bis zu 2000 Einwohnern 4.16 M. sprin 1ogang hei den Gemeinden von 2001—5000 Einwohnern aeringer M. und steigen von da ab verhältnismäßig PI Ru Heebee Aubirstersehuer rung des Teuischen Funtechni tut wegen Störung des Rundfunkemfo senr Prozeß um die Flatzer dandelte sich wahrnehmhare Einwirss zu gegen sinnlich unmitelbar ten müssen, und daß den Rungse Jundtunkteilnehmern daher die Besitzstörungsklage zusteht. Das Dresdener Landgericht ist beschlasten esesesauslegung jetzt beigetreten und hat zesses zugunsten der Kläger hängt niy nuchk von der Pre eus e esceiden euten de uer ud uri en. Vollversammlung der Einzelhandelsausschüsse der Industrie= und Handelskammer für das südöstliche Westfalen(Sitz Arnsberg) in Neheim am 15. November. Sasesechntg Abeaigr. Saisieheun gesche, Pradoer 3. Siasdhur al. al Gadantan ür be be b. eten e#erng ver Einzerhanoewausschüsse er= sowie 1,17“ Tilgung. Wegen der (Pis Pra eseizset in. Einzeshandel Vor allen. Deistel inu Hergde uelug hud die Krodte. uitie. Aun. jedoch besteht Aussichr3 bedr schärften Einspruch kürzung der Arbeitszeit, gegen die beabsichtigte Verlurgung der Albellszeit im Einzelhandel. Vor allem ist in den Kleinstazt flacheg, Lande und auch in den Kleinstuoren eine längere arbeitszeit als 8 Stunden erforderlich, wenn nicht seine Notlage verGräsfich Perd Fa1o“:. Die Vollversammlung stellte ausFraulich fest, buß eine achtstündige Arbeitszeit in dieihrer Festsetzung die Autortät vor dem Gesetz leiden Forderung, bei ihren Besch der Sesceche besce eche heche zeit von mindestens 9 Stunden und durch Verücksiche petegei Sesungen, enen et tuugu 1925/26 hat sich das Bild bei der Einkommensteuer wesentlich geänvert. Für die Gemeinden insgesamt brachte die Einkummensteuer 1913/14 12,75 M.; 1925/26 12,19 M. auf den Kopf. In den einzelnen Größenklassen haben sich die Verhältnisse jedoch sehr verändert. Bei den Gemeinden mit mehr als 10000 Einwohnern ergibt sich ein Rückgang, bei den Gemeinden bis zu 10000 Einwohnern eine Steigerung der Einnahmen. Der Rückgang bebei den der Großstädten etwa 18 v. H., die Steigerung euwg 48 v. gleinden bis zu 2000 Einwohnern Hilfe der Provinz Westfalen für die Landwirtschaft. Ven Pisief die Kasigesant Seis Micklonen Kiteages, dich Nachdem der Landwirtschaftsminister die schon lange mitteinden“ Kenschaft oder Bank) beantragt werden. Die verKreotte sind 71 Rrg;-Dinkau F.4 g9 8go ngungen für die Fredite sind 7g, Prog, Iinsen 5.) 6, eodtuagzrgeag lür de Krevite mirs je einem beverberin Hasse in Merhoff In de Lehrerin Köhler in Leiban... den Ruhestand versezt: von Gesenäßer heni shereitichet Rechnung zu tragen.“ mai'a sür eenen befühigungs= 0 Männersodalität Deittein gefördert werden. iche wies Herr Pfarrer geu war: Legrerin Köhlet in Leiberg, Lek, in Krohrie Ausgeschieden: Lehrerin Linnemann in Holzhausen, Nieheim erteilt. 8un6 zur Leitung der Rerktoratschule in Mitteln gefördert werden. wesenzlschen Teilen zugestimmt. uernberg warde in den Anzahl von eintragungspflichtigen Betrieben noch nicht im Mitglieder ver. masiche geston Deshald wurde beschlossen, das Mitgliederverzeichnie neu Hie Padhier in Pader wurden abgew stark aufeinan! auch heute n neue Wasser so berühmten vor 2 Jahren bringen versu bestimmt nicht borner Brot lichkeit ist, so müßten. Diese Chemie mit A würde sagen 2 Bodenverhältn tig, aber da d Praxis bewei Zeit erfahren, brauerei dazu entkalken, um einen noch be ich glauht udte, di namentlich das Wochen erfahr des Wassers t und bat um e zunächst nicht, bekam ich aber nicht einladen! des alten bewi meinem Erstat reife des„Ne einigen Tagen wurde, daß de ich wieder dor war. Aber auf Keller ein Gla probieren konn Ich muß Qualitätsbier Wenn mir dan dieses Exportb gleichgültig, d Geschmack schor besser wohl ni dürfen alle, d essiert sind, Teutoburger 1 essiert es die L kalkung des W jeden, der sei gesteckt hat, ist ohne Zweifel rie“ mit der P Paderborner 2 die Wasserfrag Da in de den ist, daß all so muß darauf ist, denn z. B. Quellen, die Damm hervorg Quellen, die bi rührung gekomi aufzustellen. Di lich alle bishe und ein einschr glieder zu gewi nis seines Rer Schriftführer,§ liste einträgt ausfertigt. Am Andacht, ist au bei Menneken. 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Verhandeites haben erfreuErfolg haben werese Zeilen an euch inser aller Wunsch t werden! nilien einer Vierkürzlich zersönlich im Industriegeidige Mitteilungen jeworden; sie wird vorstehenden Weihrmste Oberhirtliche ingezählter Diözeid und läßt mich Hilfe bitten. Wer (ummer und Leid ern vorübergehen! werktätige Liebe ufzurichten, Mutdie Gefahr des aft bei längerem In einer solchen ich Christenpflicht er Kraft zu eilen zu nehmen, dan in seinem grond mehr erfülle tigkeit und Liebe. d Eckpleiler wie er wirtschaftlichen ende Kraft unter Inwendung ihrer irannten Kampfe und in Zukunft ftsleben von uns sen Darlegungen ber) ist in allen hl. Messen eine perrung entstaninntage wder am den Gläubigen gebietes ist zueine katholische n Aufgabe, für speisung Sorgean den Sonnden Werktagen i beten in der erem Volke und e die Pflichten, nd an die der Pflichten echt esanklerus rfüllung dieser ind durch sein 9. MNov. 1928. : Caspar. 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Namentlich fürchtete auch— und fürchtet auch heute noch— die hiesige Bäckerinnung, daß das neue Wasser aus dem Teutoburger Walde dem mit Recht so berühmten Paderborner Brote schaden könne. Schon vor 2 Jahren habe ich an dieser Stelle den Nachweis zu bringen versucht, daß der Kalkgehalt des Wassers ganz bestimmt nicht allein die Ursache sei, daß unser Paderborner Brot so hervorragend im Geschmack und Bekömm lichkeit ist, sondern daß da andere Faktoren mitwirken müßten. Diese seien in der Hauptsache das, was man in der Chemie mit Atmosphärilien(Onkel Bräsig bei Fritz Reuter würde sagen Asmusphärilien) bezeichnet, nämlich Luft= und Bodenverhältnisse. Theoretisch ist das zweifellos sehr rich tig, aber da die Theorie„grau" ist, so muß man durch die Praxis beweisen. Nun hatte ich zufällig vor längerer Zeit erfahren, daß die hiesige Aktien= und Vereins. brauerei dazu übergehen wollte, ihr Brunnenwasser zu entkalken, um ihrem hochwertigen Bier, wenn möglich, einen noch besseren Geschmack zu verschaffen. Wenn ich ehrlich gestehen soll, war ich persönlich etwas skeptisch, da ich glaubte, daß das Bier im Charakter verlieren würde, namentlich das Exportbier. Nachdem ich nun vor mehreren Wochen erfahren hatte, daß die Anlage zur Entkalkung des Wassers tatsächlich gemacht sei, ging ich zur Brauerei und bat um ein Glas Exportbier zur Probe. Man wollte zunächst nicht, da das Bier noch nicht reif sei. Schließlich bekam ich aber doch etwas, das noch trübe war und daher nicht einladend aussah. Aber obwohl ich vorher ein Glas des alten bewährten Exportbieres getrunken, mußte ich zu meinem Erstaunen ehrlich gestehen, daß— trotz der Un reife des„Neuen" der Geschmack vorzüglich war. Vor einigen Tagen nun, als mir irrtümlicher Weise gesagt wurde, daß das Exportbier nunmehr im Anstich sei, ging ich wieder dorthin, erfuhr aber, daß die Nachrichi verfrüht war. Aber auf wiederholte Bitte bekam ich dann aus dem Keller ein Glas Exportbier, das ich neben dem bisherigen probieren konnte. Ich muß ehrlich gestehen: ich war überrascht. Ein Qualitätsbier allerersten Ranges. Direkt eine Delikatesse! Wenn mir dann auch von den Fachleuten gesagt wurde, daß Exportbier noch nicht ganz reif sei, so war mir das gleichgültig, denn ich konnte den hervorragenden guten Geschmack schon beurteilen und erklärte als Laie, daß es besser wohl nicht werden könne. Nach diesen Erfahrungen dürfen alle, die wirtschaftlich an der Wasserfrage inter essiert sind, ganz beruhigt dem kalkarmen Senne= bzw. Teutoburger Waldwasser entgegensehen. Vielleicht interessiert es die Leser dieser Zeilen nebenbei noch, daß die Ent kalkung des Wassers— durch Kalk— bewirkt wird! Für jeden, der seine„Nase“ etwas in die Chemie hinein gesteckt hat, ist das weiter nicht verwunderlich. Aber es ist ohne Zweifel ein„heller Kopf“ gewesen, der diese„Theorie“ mit der Praxis verbunden hat. Jedenfalls gebührt der Paderborner Aktien= und Vereinsbrauerei das Verdienst, die Wasserfrage— praktisch gelöst zu haben! Da in den letzten Debatten wiederholt bemerkt worden ist, daß alle Paderquellen bei Regenwetter sich trübten, so muß darauf hingewiesen werden, daß dieses ein Irrtum ist, denn z. B. der Rothoborn, die Warme Pader und die Quellen, die unter dem Sanderschen Hause auf dem Damm hervorquellen, trüben sich niemals, sind also echte Quellen, die bis dahin mit der Erdoberfläche nicht in Berührung gekommen sind. aufzustellen. Die Vertrauensmänner werden sobald als mög. lich alle bisherigen Mitglieder ihres Bezirkes aufsuchen und ein einschrelben, und namentlich recht viele neue Mitglieder zu gewinnen suchen. Dieses neu aufgestellte Verzeichnis seines Reviers bringt jeder Vertrauensmann zum Schriftführer, Herrn Georg Jüde, der es in die Gesamtliste einträgt und jedem Vertrauensmann sein Heftchen ausfertigt. Am 2. Adventssonntage, nachmittags nach der Andacht, ist außerordentliche Generalversammlung bei Menneken. rhagg Michael Kramer. Schauspiel in 4 Akten von Gerhart Hauptmann. Man könnte dieses Schauspiel, das sicherlich nicht zu den unbedeutenden Werken Hauptmanns gehört, mit Fug und Recht ein Familien= und Künstle.drama nennen. Auch hier spannt der Dichter eine bewegte Handlung in den Rahmen eines eigen Familienkreises ein. Arnold Kramer ein talentierter Maler, an Körper und Charakter aber ein gebrechlicher Mensch, ist das volllommene Gegenteil seines fleißigen, arbeitssamen und pflichtgetreuen Vaters, Michael Kramer, der als Maler an einer Kunstschule wirkt. Die Lebensführung Arnolds bildet de Sorge der Eltern und führt zu steten Reibereien und Streitigkeiten in der Familie. Arnold entzieht sich allen Bitten und Ermahnungen mit dem Hinweise, daß er nicht anders handeln und leben könne, so setzt er allen liebevollen Zusprüchen eine mit verstockter Ironie gepaarte Ab ehnung entgegen. Er ist häufig Gast in der Restauration von Bänsch, wo er den Spotnamen Marabn führt, von der Tochter Luise Bänsch verschmäht und von den Gästen verulkt wird. Arnold endet sein Leben durch Ertränken. Seine Leiche wird im Atelier des Vaters, vor dessen großem Gemälde, den Gekreuzigten darstellend, aufgebahrt. Jetzt kommt die Vater die Erkenntnis, von dem ineren Werte und dem verkannten Seelenleben seines Sohnes, zu dem er nun wie zu einem höheren verklärten Geiste aufschaut. Stärker als die Handlung selbst, wirken in diesem Stücke die Gestalten, denen unsere Künstler durchweg Geist und Leben verliehen. Allen voran unser Gast Harry Moß, vom Berliner Neuen Theater. Ein abgewogenes Maß haltend, Sicherheit und eine überzeugende Natürlichkeit in Sprache und Bewegung, das waren die hervortretenden Züge, die uns an seinem Michael Kramer besonders gesielen. Harry Moß ist zweifellos ein gereifter Künstler, der sich auf den Brettern hinlänglich austennt. Wir freuen uns daher, daß er sich unserm Theaterpublikum am nächsten Dienstag, und zwar im Totentanz von Strindberg, nochmals zeigen wird. Nächst ihm gebührt unsere Anerkennung Alfons Eckwert. Man merkte es deutlich: diese körperliche Gebrechlichkeit, innerliche alHtlosigkeit und Unentschlossenheit hatte er dem Arnold Kramer sein abgelauscht und wußte sie zu einem trefflichen Charakterbilde nachzugestalten. Es war eine Rolle die dem Künstler lag. Else Hähnel(Frau[Kramer) wußte den ihr eigenen herinnigen Ton vorteilhaft herauszukehren. Unsere junge Naive Gerta Behrendt die in ihrem munteren Spiel niemals einige Wärme vermissen läßt, mußte diesmal ein merkwürdiges Mixtum=Kompositum liefern, worin sich Aerger, Hingabe und Abneigung zusammenfanden. Ein Genuß war es, das gutabgestimmte Zusammenspiel von Tini Endres(Michaline) und Paul Wiese(Maler Lachmann) zu verfolgen. Im übrigen sorgte die Spielleitung von Hugo Klafft dafür, daß sietz der Abend zu einem künstlerischen Erfolge gestaltete. Kriegergedächtnisfeier in Neuhaus Auf dem herrlich gelegenen Ehrenfriedhof der Gemeinde Neuhaus galt es am gestrigen Buß= und Bettage der Heldensöhne der Gemeinde des großen Weltkrieges würdig zu gedenken. Nach einem feierlichen Gedächtnisgottes dienst in der Pfarrkirche, versammelten sich die Vereine mit ihren Fahnen kurz nach 8 Uhr auf dem Marktplatz. Unter Vorantritt der Neuhäuser Arbeitervereinskapelle ging es im geschlossenen Zuge zum Ehrenfriedhof. Inmitten des Ehrenhains nahmen die Fahnen, ebenso Abordnungen des Reiterregiments 15, Neuhaus, Aufstellung. Nach einem der Feier angepaßten Musikstück und dem stimmungsvollen Lied„Heilig, heilig, heilig“ des Gesangvereins Sennelager, sprach Gemeindevorsteher Adrian nachstehenden Prolog: Viel Tausend Kreuzlein stehn im weiten, fernen Land. und unsere Liebe heut' den Pfad zu ihnen fand. Soldatengräber... eng und schmal und schlicht, um die die Treue heute grüne Reiser flicht. Soldatengräber. stiller Schläfer letzte Ruh, Als blutger Tod schloß müde Kämpferaugen zu. Und können heut' wir auch nicht bei euch knien, Doch Lieb und Treue euch entgegenziehn. Zu euch ein inniges Gedenken geht, ein still Erinnern und ein fromm Gebet. Und manche Frauenträne um euch klagt, Uno manche Kinderlippe nach euch fragt. Ihr seid vergessen nicht... und werdet es nie sein, um euern Namen strahlet heller Glorienschein. Und jenes Kreuzlein, das auf fernem Grabe wacht, es leuchtet wie ein Hoffnungsstern in dunkler Nacht. Und wenn nicht Kreuz, noch Stein je euren Namen nennt, doch euer Heldentum ein ganzes Volk bekennt. Und euer hartes Sterben tröstend zu uns spricht: „Wohl könnte Deutschland sinken.... doch versinken nicht!“ Im Anschlusse hieran führte der Redner u. a. aus: Diese dem Kriegergedächtnis geweihten Verse sollen am heutigen Gedenktage für unsere lieben gefallenen Heldensöhne uns Leitfaden sein, und uns in jene wehmutsvolle Stimmung versetzen, die dem Buß= und Bettag eigen ist. Wieder jährt sich der Trauertag, wo wir in wehmütiger Erinnerung und Dankbarkeit das Andenken der gefallenen Helden am Fuße unseres Ehrenmals feiern. Hier im Ehrenhain unseres so stimmungsvoll angelegten Friedhofes werden wir in Gedanken zurückversetzt in jene Jahre, wo auf allen Fronten der Weltkrieg tobte, als in unzähligen blutigen Schlachten 2 Millionen unserer Besten dahinsanken. Hier wird uns am heutigen Tag in unserer so schnell vergessenden Zeit die Mahnung ans Herz gelegt:„Halte stille und schau rückwärts!“ Schauen wir im Geiste zu den Heldengräbern, die zerstreut liegen in den vielen feindlichen Ländern; Schauen wir hin zu dem deutschen Kriesgerfriedhof am Hartmannsweilerkopf, der jahrelang im Mittelpunkt der erbittertsten Kämpfe stand. Weiter wandern unsere Blicke zu den großen Sammelfriedhöfen, wo in gewaltigen Massengräbern die tapferen Soldaten ausruhen von ihren Kämpfen und Entbehrungen. Von treuen Kameraden ein Grab geschaufelt, so wurdet ihr als Held zur letzten Ruhe gebettet in weiter, weiter Ferne. Wenn auch der Kältehauch der Fremde über eure Gräber weht, vergessen seid ihr nicht. Im Geiste, ihre Tapferen, weilen heute die Lieben daheim an euren Gräbern, beugen sich ehrfurchtsvoll und rufen euch zu:„Tot seid ihr, doch ihr lebet fort in unseren Herzen. Seid ihr auch entrissen unserem Auge, doch nicht entrissen unserer Gedanken. Euer Heldentum ist mit eisernem Griffel eingeschrieben in die Seele eurer Angehörigen, in die Seele des gesamten deutschen Volkes. Wenn wir auch nicht siegend aus dem schwersten aller Kriege hervorgegangen sind, wenn wir auch nach jahrelangem Kämpfen der Uebermacht der Feinde weichen mußten, trotzdem ist euer Blut nicht vergebens geflossen. Mittlerweile ist eure Saat aufgegangen, und selbst der erbitterste Gegner muß heute zugestehen, daß deutsche Arbeitsfreude und Schaffenskraft nicht niederzuzwingen ist, Deutschland konnte wohl sinken, aber nicht versinken. So sind wir euch zu heißem Dank verpflichtet, die ihr für uns gekämpft und geblutet, und in manch heißen Schlacht, die Heimat, Weiv und Kind geschützt habt. Das Beste, euer Leben, gab ihr für das Vaterland. Aeußerlich wollen wir unsern Dank zum Ausdruck bringen, in dem wir am Ehrenmal unserer gefallenen Helden einen Kranz niederlegen und ihnen zurufen:„Schlafet wohl, als ruhtet ihr im warmen Schoße der Heimaterde, wir gedenken euer allezeit in dankbarer Liebe, ruhet sanft bis zum Wiederseh'n in lichten Höhen. Während der Redner am Ehrenmal einen Kranz niederlegte, verhallte durch die stille Morgenluft das Lied vom guten Kameraden. Noch einmal erklangen die getragenen Weisen der Musikkapelle und die schlichte aber würdige Feierstunde erreichte ihr Ende. * = Neuhaus. Der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge teranstaltet heute, Donnerstag abend im Volkenrathschen Saale einen Vortrag mit Lichtbildern über„Die Fürsorge für die deutschen Kriegsgräber im Ausllande“, den Oberstleutnant und Regierungsrat a. D. Freiherr von Blomberg hält und auf den wir auch an dieser Stelle nochmals hinwelsen und zur Teilnahme empfehlen. — Paderborner Stadtchronik vom 22. November 1928. Buß= und Bettag.1!! Gestern herrschte so eigentlich gar kein Buß= und Bettagswetter und doch wurde es dem Wettermacher nun hoch angeschrieben, daß er auf die Sturm= und Regentage wieder einmal einen schönen und sonnigen Feiertag bescherte, der viele hinauslockte in die, wenn auch sterbende, so doch stimmungsvolle Natur. Am Vormittag fanden in allen Gotteshäusern starkbesuchte Gottesdienste statt. Der Buß= und Bettag##ar nie ein katholischer Feiertag, bildete vielmehr einen Gtaasselertag mit gesetzlicher Sonntags= und Arbeitsruhe. Früher wurde der Bußtag am dritten Mittwoch nach Östern begangen. Dieser Termin lag aber für die Landwirtschaft höchst ungünstig und in dieser Einsicht nahm man dann auch die Verlegung in den Spätherbst vor, wenn alle landwirtschaftliche Arbeiten beendet sind. Seitdem der Bußtag auf den dritten Mittwoch des Monats November verlegt worden ist, wurde das Fest Maria Opferung, das kalendermäßig auf den 21. November fällt, an diesem Tage geseiert. Vor zwei Jahren ist dieses Fest als Feiertag gestrichen worden und seitdem ist der Tag dem besonderen Gedenken der Kriegsgefallenen gewidmet. In allen katholischen Kirchen ein feierliches Requiem statt. An der Feier im Dom nahmen auch die Kriegervereine mit zihren Fahnen tei. Den Gottesdienst hielt Domzfarrer Gabriel, der auch die Gedächtnispredigt hielt. Im Anschluß an die Feier begaben sich die Vereine zu den Ehrenmalen ffür die 158er und die Husaren und legten dort unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden Kränze nieder. Der Gedenkgottesdienst der Garnison wurde in der Kapizinerkirche gehalten und besonders feierlich ausgestaltet. Im übrigen ist der Tag gemäß seines Charakters, still verlausen. In den Lichtspielhäusern durften ebenfalls nur dem Tage angepaßte Filme gezeigt werden. Vom Donnerstag bis 13 Uhr. Errichtung einer Irischen Gesandtschaft in Berlin. Die Regierung des Irischen Freistaates hat die Einwilligung der Reichsregierung zur Errichtung einer Irischen Gesandtschaft in Berlin erbeten. Die Reichsregierung hat ihre Zustimmung hierzu erteilt. Fünfzehn Jahre Zuchthaus für einen Totschläger. Stendal, Nach vierzehnstündiger Verhandlung verurteilte vus Allmartische Schwurgericht den 30 Jahre alten Arbeiter Max Krüger wegen Totschlages in Verbindung mit schwerem Raube zu der vom Staatsanwalt beantragten Strafe von 15 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrenrechtsverlust. Krüger, der unter der Anklage stand, eine 70jährige Frau im Walde getötet und beraubt zu haben, beteuerte bis zuletzt seine Unschuld. Heinrich XXVII. Reuß gestorben. Gera. Heinrich XXVII., vormals regierender Fürst Reuß jüngere Linie, dessen Förderung und Fürsorge insbesondere das reußische Theater und die reußische Kapelle in Gera viel verdanken, ist im Alter von 71 Jahren an einer Herzlähmung gestorben. Erderschütterung in Beuthen. Beuthen. Die Einwohner der Stadt wurden durch eine starke zehn Sekunden dauernde Erderschütterung, die Möbel und Einrichtungsgegenstände zum Schwanken brachte, aus dem Schlafe geweckt. Besonders stark wurde der nördliche Stadtteil betroffen. Man versucht festzustellen, ob der Vorgang durch das Zubruchgehen alter Stollen der in der Umgegend Beuthens liegenden Bergwerke zurückzuführen ist. Eisenbahnfrevel. Großenbaum(Rheinprovinz). Auf der Strecke Düsseldorf — Duisburg wurde in der Nähe des Bahnhofs Großenbaum auf fahrende Personenzüge geschossen und mit Steinen geworfen. Tabei wurden Fensterscheiben zertrümmert. Personen wurden aber nicht verletzt. Die Reichsbahndirektion Elberfeld hat auf die Ermittlung der Täter eine hohe Belohnung ausgesetzt. Riesenkohlenbrand in München. München. Bei einem hiesigen Gaswerk geriet durch Selbstentzündung ein großer im Freien lagernder Kohlenhaufen in Brand. Die in Brand geratenen Kohlenvorräte sollen mehr als 100000 Zentner umfassen. Trotz tatkräftigen Eingreifens mehrerer Feuerwehren konnte der Brand am Mittwoch noch nicht gelöscht werden. Einberufung der österreichischen Bundesversammlung. Wien. Da der Vorschlag des Bundeskanzlers, die Amtsdauer des amtierenden Bundespräsidenten Hainisch zu verlängern, von den Sozialdemokraten abgelehnt worden ist, hat der Bundespräsident auf Antrag der Bundesversammlung die Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten auf Mittwoch, den 5. Dezember, einberufen. Die Wiedergutmachung des Zwischenfalles in Nanking. Paris. Havas meldet aus Schanghai, daß die chinesische Regierung 50000 Dollar als erste Rate zur Wiedergutmachung der bei den Zwischenfällen in Nanking Frankreich zugefügten Schäden entrichtet hat. Aufhebung des Belagerungszustandes in Rumänien. Bukarest. Der Regentschaftsrat unterzeichnete den vom Ministerpräsidenten Maniu vorgelegten Erlaß, durch den im ganzen Lande die Pressezensur beseitigt und der Belagerungszustand in allen Bezirken, in denen er durch frühere Erlasse verhängt worden war. aufgehoben wird, mit alleiniger Ausnahme einer Zone an der Grenze von 10 bis 15 Kilometern Breite, wo er als Übergangsmaßnahme bestehen bleibt. Auch hier sind jedoch die wichtigsten Städte bereits vom Belagerungszustand ausgenommen. Fin Bombenanschlag in Melbourne. Melbourne. Auf das Haus des Direktors der Schifffahrtsgesellschaft Crosby. eines der bekanntesten Reeder, wurde eine Bombe geworfen. Das Haus wurde stark beschädigt, aber die Familie Swautons, die in einem der oberen Stockwerke schlief, blieb unverletzt. Swanton selbst war nicht zu Hause. Da die Polizei überzeugt ist, daß das Attentat von sehr gefährlichen Verbrechern aus dem Hafenvierte! verübt worden ist, so sind alle verfügbaren Detektive in Bewegung gesetzt worden, um die Schuldigen zu fassen. Kleine Funkmeldungen. Im Prozeß gegen Eisenbahnoberrat Schulte wegen Bestechung wurde heute das Urteil gesprochen. Es lautere auf Freisprechung. Die belgische Regierung verhandelt mit Amerika wegen einer Anleihe von 42 Millionen M. zur Erweiterung des Hafens Antwerpen. Die italienische Arbeitslosenzahl ist in diesem Jahre von 332000 auf 282000 zurückgegangen. Der kommende Präsident Amerikas, Hoover, wird auch den mittelamerikanischen Staat Nicaragua besuchen um die Frage des Baues eines Entlastungskauals für den Panamakanal zu studieren, zur schnelleren Verbindung der beiden Ozeane. Der Bau des Kanals wird auf 3 Milliarden M. beziffert. Zur Versorgung der ausgesperrten Arbeiter haben die Konsumvereine besondere Gutscheine eingerichtet. Darüber hinaus gewähren sie bis 10 Proz. Gratisbelieferung. Wetterbericht. Während das gestrige Hochdruckgebiet über Mitteleuropa sich ostwärts zurückgezogen hat, breitete sich ein nördliches Tiefdruckgebiet über die Nordsee und oNrddeutschland aus. Wettervorhersage für Freitag: Ziemlich bewölkt, Regenfälle, mild, westliche Winde. Sein 83. Lebensjahr vollendete in seltener Rüstigkeit im Altersheim der Pensionär Josef Gebel. Wünschen wir dem alten Herrn einen noch langen und sonnigen Lebensabend. 0) Schadensener. Die Feuerwehr wurde Dienstag nachmittag 3 Uhr in die Fürstenbergstraße gerufen, wo im Hause 31a in der Wohnung des Eisenbahnschlossers Gockeln Feuer ausgebrochen war. Das Feuer war auf diem Boden vermutlich durch einen schadhaft gewordenen Schornstein ausgebrochen. Dank dem schnellen Eingreifen der freiwilligen Feuerwehr konnte der Brand in kurzer Zeit erstickt werden und dies glücklicherweise, denn in dem betr. Hause wohnen 11 Familien. Der Boden ist indeß ausgebrannt. Lage wie der gegenwärtigen ist es aber auch Christenpflicht :: Der Redaktionsmaikäser bildet, wenn er im Februar oder März bereits der Redaktion vorgeführt werden lann, stets ein wichtiger Künder des nahenden Lenzes. Und das bleibt so auch, wenn es dann im Mai noch friert und schneit. In diesem Jahre kommt der braune Geselle aber schon noch in diesen Novembertagen an die Oberfläche. So wurde uns vorgestern ein Exemplar überbracht, das in einem Garten beim Nordbahnhof sich vorwitzig herustollte. Ob er nun ein Frühreifer oder ein Langlebiger war, hat uns der Braunröckler nicht verraten. Daher werden die Wetterpropheten mit diesem„Boten“ auch nicht viel ausrichten können. :: Unter der Anklage des Straßenraubes standen der Arbeiter Heinrich A. und der Arbeiter Franz B. von dem hiesigen erweiterten Schöfsengericht. Der Invalide G. aus Benhausen wollte sich vor einigen Wochen abends nach * Ein neuer Schubertbrunnen in Wien. Brunnen, dessen Figur ein lauschendes Mädchen darstelltzist ein Werk von Prosessor Theodor Stundl. K Hause begeben. In der Nähe seiner Wohnung standen zwei Personen, die ihn anhielten, ihm einige Faustschläge versetzten und ihn dann seiner Barschaft beraubten. Der Ueberfallene ging sofort zu dem Polizeidiener in Benhausen und meldete den Ueberfall. Als Täter bezeichnete er die beiden Angeklagten. Man ging sofort zu der Wohnung dieser beiden, die den Raubüberfall bestritten. Wohl hatte A. einen größeren Geldbetrag in der Tasche. Er bezeichnete diesen aber als verdienten Arbeitslohn. Da G. jedoch dabei blieb, daß dieses die beiden Täter seien, wurde Anklage vor dem erweiterten Schöffengericht erhoben. Die Angeklagten bestreiten auch jetzt die Tat. Der Zeuge G. erklärt, daß nur die beiden Angeklagten die Täter sein „ könnten. Auf die Frage des Vorsitzenden muß der Zeuge jedoch zugeben, daß er ihr Gesicht nicht habe sehen können. Der Staatsanwalt ist der Ansicht, daß ein klarer Beweis gegen die Angeklagten nicht erbracht sei und beantragte deshalb ihre Freisprechung. Der Vorsitzende erklärte, daß trotz dringender Verdachtsmomente das Gericht nicht habe zu einer Verurteilung kommen können, da die Aussage des Zeugen zu unbestimmt seien. Das Urteil lautete auf Freisprechung. Eterarisches —Der große Brockhaus, Band 1. Nachschlagewerke gehören zu den meistbenutzten Büchern, nicht nur in öffentlichen Bibliotheken und Lesesälen. Der Griff nach dem Lexikon in Fällen des Zweifels oder Nichtwissens ist für jeden modernen Menschen zuu# Selbstverständlichkeit geworden.— Doch in Abwandlung eines alten Spruches kann man sagen: andere Zeiten, andere Konversations=Lexika, d. h. die Anforderungen, die man heutzutage an ein mustergültiges Nachschlagewerk stellen muß, sind— im Hinblick auf unser erweitertes Wissen und Können und auf die ganz andere Einstellung zum Leben— von Grund aus andere als noch vor zehn oder zwanzig Jahren! Da die vorhandenen Vorkriegslexika, längst von den Tatsachen des vorwärtsjagenden Lebens überholt sind, so ist es zu begrüßen, daß der älteste deutsche LexikonVerlag Brockhaus nach jahrelangen mühevollen und kostspieligen Vorarbeiten ein völlig neues großes Nachschlagewerk herausbringt, von dem der erste Band soeben erschienen ist. Ein Gang durch den Band, dessen geschmackvolles Aeußere Erich Gruner Leipzig entworfen hat, gibt eine flüchtige Vorstellung von der Vielgestaltigkeit des Werkes: es ist ein Gang durch unsere Zeit, ein Gang durch alle Gebiete zwischen Himmel und Erde. Die Artikel sind kürzer und übersichtlicher, dafür aber wesentlich zahlreicher, die Sprache ist knapper und klarer geworden. Nichts ist von Lebensfremdheit, von einseitiger wissenschaftlicher Sprödigkeit zu merken, die früheren Nachschlagewerken oft anhingen; überall enge Verbindung mit Leben und Praxis. In der Tat, dies ist einer der leitenden Grundsätze bei der Neugestaltung: den„Großen Brockhaus“ zu einem wahren Volksbuch zu machen, einem Buch, in dem man sich Rat und Belehrung in allen Fragen des täglichen Lebens holen kann— sei es aus Beruf oder Familie, sei es aus Kunst oder Wissenschaft, sei es für eine Liebhaberei oder zu ernstem Studium. Ein wahrhaft großes Ziel und wie ist es erreicht! Es ist nicht möglich, Beispiele anzuführen, die auch nur annähernd all das Neue und die Mannigfaltigkeit des Bandes zeigen. Darüber unterrichtet man sich am besten durch die Ankündigung des Verlages, die in jeder größeren Buchhandlung kostenlos zu haben ist. Wie sehr der„Große Brockhaus“ gerade für das tägliche Leben unentbehrlich sein wird, zeigen z. B. die umrandeten, also schnell auffindbaren Ratschläge für Unglücksfällen, Rätschläge bei Krankheiten, für die Hausfrau und Mutter(Stichwörter wie Abstillen, Amme), Winke für Bastler oder Aquarimusliebhaber mit praktischen Anleitungen, Berufsberatungsartikel(Apotheker, Arzt), Aufklärung über brennende wirtschaftliche und juristische Tagesfragen(z. B. Altbesitz). Mit einem Wort: ein Werk, das in die Hand von jedermann gehört! Daß dabei alle Artikel trotz ihrer volkstümlichen Fassung den Anforderungen der modernen Wissenschaft standhalten, ist bei einem„Brockhaus" selbstverständlich. Besondere Erwähnung verdienen die überaus zahlreichen Bildbeigaben, die das Werk zu einem unvergleichlichen Bilderbuch unserer Zeit machen. Diesen Band zu durchblättern und seine Abbildungen zu beschauen, bietet allein schon ästhetischen(genuß. Zum ersten Male in einem großen deutschen Lexikon finden wir Autotypien— also die Wiedergabe von Photographien— im Text. Shr zu begrüßen sind die zahlreichen Bildnisse sowie die technisch vollendeten Landschafts= und Städtebilder(z. B. die Tafeln Alpen und Alpinistik). Diagramme, Notenbeispiele, technische Zeichnungen Handschriften berühmter Persönlichkeiten, Landkarten, Tier= und Pflanzenbilder, Abbildungen aus Kunst= und Literaturgeschichte — wer wollte sich vermessen, in wenige Zeilen eine auch nur annährend vollständige Uebersicht zu geben! Dazu hat der Verlag einen ermäßigten Subskriptionspreis für diejenigen geschaffen, die sich bald entschließen; er soll nur beschränkte Zeiten gelten.(In Glanzleinen 22,50 Mark statt mindestens 25 Mark). Auch alte Lexika aller Verlage können in Zahlung gegeben werden und ermäßigen den Bandpreis abermals. In Lieserungen erscheint das Lexikon nicht, die Erfahrungen haben gezeigt, daß die Ausgabe in einzelnen Heften und Heftchen zuviel Nachteile für die Bezieher mit sich bringt; dafür sind aber Monatsraten von nur fünf Mark an die für die Suskribenten möglich das ist selbst heute erschwinglich! Es mag eine schwierige Rechenaufgabe für den Verleger gewesen sein, solche Zahlungsbedingungen möglich zu machen. Also schneller Entschluß ist anzuraten. Der Band verdient es, einen Ehrenplatz unter dem Weihnachtsbaum dieses Jahres einzunehmen. Familien=Nachrichten geb. Vermählte: Anton Düsterhus, Tony Düsterhus Niggemann, Bad Lippspringe=Bochum. Gestorben: Lilly Schwarze, 33 Jahre, Paderborn.— Louis Werfel, 70 Jahre, Paderborn.— Schuhmachermeister Ferdinand Jacobsmeier, 76 Jahre, Paderborn. Druck und Verlag der Paderborner Anzeiger und Verlagsdruckerei A.=G. in Paderborn, Geschäfts= und Schriftleitung: Martin Wagner, in Padervorn. Heute mittag 11 Uhr entschlief infolge schweren Herzleidens sanft und ruhig im Herrn, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, im Alter von 33 Jahren meine innigstgeliebte Tochter, unsere gute Schwester, Schwägerin, Nichte und Tante Lilly Schwarze Reichs-Kristall-Verbewoche Beachten Jos. Suchs. Sie bitte meine Auslagen Coldschmied, Rosenstraße 5 Landkrankenkasse Paderborn Um ein stilles Gebet für die liebe Verstorbene bittet Familie Wilh. Schwarze Paderborn, den 20. November 1928. Die Beerdigung findet statt Freitag, 23. November, nachmittags 3½ Uhr vom Trauerhause Liboristraße 5 aus Das Seelenamt ist am gleichen Tage, morgens 8¼ Uhr in der Gokirche. Freitag, den 30. November, vormitt. 10 Uhr findet im Kassenlokale eine Ausschußsitzung statt, wozu die Herren Ausschuß= Mitglieder hiermit eingelaben werden Tagesordnung: 1. Voranschlag 2 Wahl d. Rechnungsrevisoren Desseklliche Ausschreibuug. Die Ausführung folgender Arbeiten soll vergeben werden: 1. Erd=, Beton= und Maurerarbeiten zum Neubau von 3 Zwölffamilienhäusern nebst den zugehörigen Nebengebäuden, 2. die Zimmerarbeiten zu den vorstehenden Gebäuden. Verdingungstermin am Samstag, den 1. Dezember 1928, vormittags 11 Uhr, im Stadtbauamt, Grube 1, Zimmer 20. Die Zeichnungen können während der Dienststunden daselbst eingesehen werden. Angebotsformulare könen zum Preise von 1,50 RM. für die Erd=, Beton= und Maurerarbeiten und 1.— RM. für Zimmerarbeiten in Empfang genommen werden Paderborn, den 20. November 1928. Der Magistrat. Gemeindesteuer. Der Beschluß der Stadtverordneten=Versammlung vom 3. Oktober:928 über die Erhebung von Realsteuerzuschlägen für das Rechnungsjahr 1928 ist am 7. November 1928 durch den Bezirksausschuß in Minden genehmigt worden. Die Zustimmung des Oberpräsidenten in Münster ist ebenfalls erfolgt. Es gelangen danach an Zuschlägen zu den Realsteuern für das Rechnungsjahr 1928 zur Erhebung: zur staatlichen Grundvermögenesteuer, 350% zur Gewerbesteuer nach dem Ertrage und 700% zur Gewerbesteuer nach dem Kapitals Bad Lippspringe, den 19. November 192: Der Bürgermeister: Dr. Pint. Resselasche Hochofenschlacke, Grau wacke u. Basalt liefert billigst u. frachtgünstig in allen für Wege= u. Betonbau gewünschten Körnungen. Heiarich Dalhoft Hiltrus I. W Telefon 22 und 61. Bei Husten Heiserkeit Verschleimung nur Werthin-Bonboas Keine eppetitstörenden Nebenwirkung n. Erhältlich: Drogerie Theed Starp,Badllspspringe 141 Paderborn, den 22. November 1928 Der Vorsitzende Rickert Eine kleine Anzeige Volksbund Deutsche Kriegsgräbertürsorge Oberstleutnant u. Regierungsrat a. D. Freiherr von Blomberg spricht(mit Lichtbildern) über: „Die Fürsorgefür die deutschen Kriegergräber im Auslande“ am Donnerstag, 22. 11. 28, 20 Uhr, in Neuhaus, Volkenrathscher Saal. Jedermann ist herzlichst eingeladen. KATTEL ur teinste Qualltäten Preise: #d. 3.60 4.0. 4..1 Paul Rutz Westfälisches Kaufhaus Paderborn Oroßabnehmer Vorzu#### preise Setfast S0 Jahrn. Siebiaetih -ü u Brchwälun. JJucfaunden In. Mar KN SANITATSHAUS FÜR SANTT BEDART PARERRORN elsch ee! Abzeich-, vereinsbed. CASSELERS“R. 3 De INBENIEUR-SCHULE technikhock u. Heföst, Toninousirie. 6e# Wer smeister-A btellengen Stad-Kasins lehrpläne krei ist besser als keine Anzeige Strickmaschinen Neue zu Fabrikpreis., alte, in gutem Zustand, sehr billig. Beste StrumpfWoll= u. WirkwarenBezugsquelle f. Wiederverkäufer. A. Mock, Handelsg., Strickwarenfabrik. Lippstadt. A. Mock, Handelsg., Paderborn, Westernstraße 34. Leupin-Creme gesetzlich gesch. vorzügl. Hautpflegemittel, wird in tausenden Familien mit bestem Erfolg angewandt bei Flechten, Krätze, Hautausschlag, Hämorrhoiden, Beinschäden usw. Erhältlich in den Drogerien. 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Ein Verzeichnis der Eigentümer und der zu belastenden Geundtücke siegt in der oben angegebenen Zeit in der Wohnung des Vorstehers der betreffenden Gemeinde zu jedermanns Einsicht aus. Die beteiligten Grundeigentümer, soweit sie sich nicht unmittelbar mit dem Unternehmer über die Höhe der Entschädigung geeinigt haben, erhalten besondere Ladung. Soweit sich die Grundeigentümer mit dem Rheinisch=Westfälischen Elektrizitätswerk geeinigt haben, ist ein Eischelnen nicht arforberlich. Alle übrigen Beteiligten werden gemäß§ 25 des Enteignungsgesetzes vom 11. Juni 1874(G S.S. 2217) aufgefordert, ihre Rechte im Termin wahrzunehmen. Beim Ausbleiben wird ohne ihr Zutun die Entschädigung festgestellt und wegen Auszahlung oder Hinterlegung der Entschädigung verfügt werden.: untschädigung Minden, den 16. November 1928 Der Enteignungskommissar gez Schwemann. Berlin, 2 kerrechtlichen eigentum verletzlich die Haßpsych keid mit sold ter Stelle wi Barbarei ein rung ablehnt wenigstens in standpunkt de sonst haben von den berü ges, welche si deutschen Eig gemacht oder stimmungen 4 entgegenkomm versönlichster 30. Oktober 1 sich bei einen deutschem Na Am so peir rechnet En hat, diese n den Akten hause der eng frage, wie sie auf Grund der ges und der verträge mit Freigabe! drücklich abg Eigentum zur zur Entschädig werde, soweit einen Verlust Forderungen Reparationsve Herr Bald Vorschlagsbeft Komitees abzu findlicher Gutt lichen Staaten träge unter 50 sche oder erbve es aufs äußer tung der englis die Herstellu Deutschland zu englische Regie spruch gesetzt m Südafrika und diesbezügliche Wirku Im Rahm Anhalt erklärte wirkung der A daß die Auslat umgewandelt h denjenigen Pro Hilfe der Kred Ausland einen port nicht entgegenständen. deren Produktio Jahren eine U wesen. Begünf Überschüsse den deutschen Landt Grund dafür, d lich seien, währ fänden. Der h habe zu Verlust Steigerung der Die Für Weitere M Das Reich Mittel zur Ve über 40 Jahl werden können, schaftlich selbsté lich, daß auch Weise die älter volkswirtschaftl können. nicht e kleinen Teil de bringen würde währt. Um il Reichsarbeitsm bereitgestellt.: der Kreditgeme sationen in Ber wirken mit der Arbeitslosenver bisher bei de (Landeswohlfah Keine sofortige Im Reichs einer Reichstag Besteuerung na gesetzte Kommis Die Abstimmun fassungen. Für täglichen Lebens Familie, sei es eine Liebhaberei großes Ziel ch, Beispiele ans Neue und die rüber unterrichdigung des Vering kostenlos zu us“ gerade für d, zeigen z. B. Ratschläge für bei Krankheiten, er wie Abstillen, iusliebhaber mit etikel(Apotheker, tliche und juristiinem Wort: ein hört! Daß dabei ung den Anfordhalten, ist bei dere Erwähnung igaben, die das ch unserer Zeit nd seine Abbilhetischen(menuß. sen Lexikon finibe von Photodie zahlreichen andschafts= und Alpinistik). Diagen HandschrifTier= und Pflaniteraturgeschichte eilen eine auch eben! Dazu hat spreis für dieer soll nur be2.50 Mark statt Verlage können den Bandpreis Lexikon nicht, usgabe in einle für die Beonatsraten von aten möglich eine schwierige in, solche Zahschneller Enteinen Ehrens einzunehmen. en Isterhles geb. Paderborn.— chuhmachermeierborn. ger und Ver= und Schriftdervorn. Jahren aftes urhere N Vellen AUS K panr* DRN K 3 nieuR-SCHULE EHOGR-LMEISSE S ssias fehrpians frei sechs Einräumung fälischen Elektriziier 220 000 Voltn Osnabrück nach reise Paderborn, Grundeigentum Verzeschnie der Eigentümer liegt aus bis 26. XI. 28 astenden Geundohnung des Vortsicht aus. nicht unmittelbar digung geeinigt Brundeigentümer einigt haben, ist is Enteignungs. ert, ihre Rechte tschädigung festr Entschädigung kommissar 17. Nr. 280 Zweites Blatt Lippspringer Anzeiger Freitag, * den 23. November 1928 Keine Freigabe des beschlagnahmten Vermogens durch England. Berlin, 20. Nov. Während nach den allgemeinen völkerrechtlichen Begriffen vor dem Weltkriege das Privateigentum der kriegführenden Nationen stets als unverletzlich galt, haben bekanntlich der Siegerwahn, die Haßpsychose und schließlich wirtschaftlicher Konkurrenzkeid mit solchen Kulturmethoden Schluß gemacht. An erter Stelle waren es dann die Vereinigten Staaten, die die Barbarei einer solchen Kriegsführung und Nachkriegsführung ablehnten und in der bekannten Freigadebil! wenigstens in großen Zügen den internationalen Rechtsstandpunkt der Vorkriegszeit ausdrücklich anerkannten. Auch sonst haben die meisten der ehemaligen Feindbundländer von den berüchtigten Bestimmungen des Versailler Vertrages, welche sich auf die Beschlagnahme und die Liquidation deutschen Eigentumes beziehen, entweder keinen Gebrauch gemacht oder doch später auf die Anwendung dieser Bestimmungen ausdrücklich verzichtet, mindestens jedoch eine entgegenkommende Haltung eingenommen. Sogar unser unversönlichster Gegner Frankreich hat mit Wirkung vom 30. Oktober 1926 auf das Recht Verzicht geleistet, lich bei einem Verzug in den Reparationsleistungen an deutschem Nachkriegseigentum schadlos zu halten. Am so peinlicher muß es daher berühren, wenn ausgerechnet England sich bisher hartnäckig geweigert hat, diese niederträchtigen Bestimmungen zu den Akten zu legen, sondern daß soeben im Unterhause der englische Premierminister Baldwin auf eine Anfrage, wie sie sich zu einer Aufhebung der Beschlagnahmen auf Grund der Artikel 296 und 297 des Versailler Vertrages und der entsprechenden Artikel der anderen Friedensverträge mit den ehemaligen feindlichen Ländern stellt, die Freigabe des beschlagnahmten deutschen Eigentums ausdrücklich abgelehnt hat. Er hat hinzugefügt, daß dieses Eigentum zur Begleichung deutscher Vorkriegsschulden und zur Entschädigung englischer Staatsangehöriger rerwanot werde, soweit etwa letztere durch die Kriegsmaßnahmen einen Verlust erlitten hätten. Ein nach Befriedigung dieser Forderungen etwa verbleibender Aeberschuß werde auf die Reparationsverpflichtungen gutgeschrieben werden. Herr Baldwin ging sogar soweit, die Verlängerung der Vorschlagsbefugnisse des von Lord Blanesburgh geleiteten Komitees abzulehnen, wonach die Freigabe in England befindlicher Guthaben von Angehörigen der ehemaligen feinolichen Staaten dann empfohlen wird, wenn es sich um Beträge unter 500 Pfund und um ausdrückliche testamentarische oder erbvertragliche Bestimmungen handelt. Man muß es aufs äußerste bedauern, daß eine so intransigente Haltung der englischen Regierung nicht dazu angetan sein kann, die Herstellung normaler Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland zu erleichtern. Im übrigen hat sich damit die englische Regierung auch weiterhin in entschiedenen Widerspruch gesetzt mit der Haltung eines Teiles seiner Dominien. Südafrika und Australien haben bekanntlich längst auf das diesbezügliche„Recht“ aus den Friedensdiktaten verzichtet über Auslandskredite. Wirkungen auf die Landwirtschaft. er Generalversammlung des Landbundes Anhalt erklärte Minister a. D Schiele zur Frage der Auswirkung der Auslandskredite auf die Landwirtschaft u. a., daß die Auslandskredite sich in Einfuhr von Agrarprodukten umgewandelt hätten. Eine Mehreinfuhr erfolge entweder bei denjenigen Produkten, die das kapitalempfangende Land mir Hilfe der Kredite kaufe, oder bei denjenigen, an denen das Auslaud einen Überfluß habe, vorausgesetzt, daß dem Imstarke Zölle entgegenständen. Bei den landwirtschaftlichen Erzeugnissen, deren Produktion sich nicht beschränken ließe, sei in den letzten Jahren eine Überproduktion in der Welt zu beobachten gegesen.„Begünstigt durch die Auslandskredite hätten diese averschusse den Weg nach Deutschland genommen und der deutschen Landwirtschaft den Markt verdorben. Das sei der vielfach deutsche Agrarprodukte unverkäuflich seien, während zur selben Zeit Auslandseinfuhren stattfänden. Der hieraus entstehende Druck auf die Agrarpreise habe zu Verlusten, d. h. zur Verschuldung, geführt und die Steigerung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse verhindert. Die Fürsorge für ältere Angestellte. Weitere Mittel zur Verfügung gestellt. Das Reichsarbeitsministerium hat im März d. I. Mittel zur Verfügung gestellt, aus denen arbeitslosen, über 40 Jahre alten Angestellten Darlehen gegeben werden können, die es ihnen erleichtern sollen, sich wirtschaftlich selbständig zu machen. Es war selbstverständlich, daß auch diese Maßnahme das Problem, in welcher Weise die älteren arbeitslosen Angestellten wieder einer volkswirtschaftlich wertvollen Tätigkeit zugeführt werden können, nicht endgültig lösen konnte, sondern nur einem kleinen Teil der betroffenen Berufsangehörigen Hilfe bringen würde. Immerhin hat sich die Maßnahme bewährt. Um ihre Auswirkung zu verstärken, hat der Reichsarbeitsminister daher weitere erhebliche Mittel bereitgestellt. Die Maßnahme wird auch weiterhin von der Kreditgemeinschaft Gemeinnütziger Selbsthilfeorganisationen in Berlin N 24, Monbijouplatz 3, im Zusammenwirken mit der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung durchgeführt. Anträge sind wie bisher bei den Landesstellen der Kreditgemeinschaft (Landeswohljahrtsämter) einzureichen. Politische Rundschar Deutsches Reich Keine sofortige Besteuerung nach 3jährigem Durchschnitt. Im Reichsfinanzministerium trat die auf Grund einer Reichstagsentschließung zur Prüfung der Frage der Besteuerung nach dem dreijährigen Durchschnitt zusammengesetzte Kommission zu ihrer Schlußbesprechung zusammen. Die Abstimmungen ergaben keine Einhelligkeit der Auffassungen. Für die sofortige Einführung des dreijährigen Sontik die Großse Rbaltklon! Der Reichstag vertagt. Hinter den Kulissen. Berlin, 20. November. Weiter brausen im Reichstag die Wogen der Beredsamkeit über die Aussichten und Ziele für die deutsche Außenpolitik hinweg. Manches kräftige Wort wird noch gesprochen, aber doch gewinnt man den Eindruck, daß nach den grundlegenden Erklärungen des ersten Debattetages kaum noch eine neue überraschende Richtungslinie gefunden wird. Es ist stets Schicksal der Späterkommenden, zur Wiederholung verdammt zu sein. Das Interesse wird lahmer, wenn es über die gleiche Materie zum zweiten oder dritten Male hinwegschreiten muß. Und auch das Bekanntwerden des von den Nationalsozialisten, den Mitgliedern der Christlichnationalen Bauernpartei und dem früheren volksparteilichen Abgeordneten und Landbundführer Hepp gegen Dr. Stresemann eingebrachten Mißtrauensantrages ruft keine Spannung wach. Niemand glaubt an eine Wirkung. Dafür unterhält man sich in den Wandelhallen, während drinnen der Redestrom vor halbleeren Bänken plätschert, über die Aussichten der festgegründeten Großen Koalition in der Reichsregierung, die nunmehr das zwar auch koalitionsmäßige, aber, wie man gesehen hat, mitunter heftig schwankende jetzige Gebilde ablösen oder festigen soll. Hinter den Kulissen sollen die Geister schon heftig schwitzen. 1o. * Die Aussprache über die Außenpolitik Dienstag fortgesetzt. Von den Nationalsozialisten ist ein Mißtrauensantrag gegen den Reichsaußenminister Dr. Stresemann eingegangen. der auch von sieben Mitgliedern der Christlichen Bauernpartei mitunterzeichnet ist. Abg. Münzenberger(Komm.) verwahrte sich dagegen, daß der Reichskanzler als Führer der Genfer deutschen Delegation sich über die Genfer Mißerfolge ausschweige. Der Redner warf der Reichsregierung vor, daß sie den Rapallovertrag völlig ignoriere und sich eifrig an der Einkreisungspolitik gegen Rußland beteilige. Abg. von Rheinbaben(D Vp.) gab die Erklärung av, daß seine Fraktion den Darlegungen des Außenministers zustimme. Die Forderung nach Revision des Versailler Vertrages, Abrüstung, Revision der Ostgrenze. Widerruf der Kriegsschuldlüge usw. würde auch von der Deutschen Volkspartei unterschrieben. Durch die Locarnopolitik sei Deutschland gegen eine Wiederholung des Ruhreinbruchs gesichert worden.„Es wäre die größte Dummheit, wenn Deutschland verrlaufutiert oder nicht verklausuliert sich von der Locarnopolitik zurückziehen würde. Die deutschen Beziehungen zu Rußland, Polen, Rumänien und China bewiesen, daß die Locarnopolltit Deutschland durchaus nicht einseitig an England und Frankreich binde. ) w i e s d a r u f h i n, d a ß s e i t e i n i g e n Jahren die außenpolitischen Debatten in Inhalt und Grundform immer dieselben geblieben seien. Auch die Deutschnationalen, die heute so entschieden gegen die Locarnopolitik nähmen, hätten diese mit unterschrieben, als sie sich den Richtlinien über die Außenpolitik bekannten. Die jetzige Regierung sei die erste, welche die klare Forderung der Rheinlandräumung vor dem Völkerbund erhoben habe. Bic##brüstungsfrage sähe er nicht die Kardinalfrage. #ise sei die Ivee der internationalen Schiedsgerichtsgisher#eine Partei erwarte, daß Dr. Stresemann von dem ## beschrittenen Weg der Außenpolitik nicht: abweichen Abg. Emminger(Bayer. Vp.) hob hervor, daß die deutsche stauße nbög heueg.... Vonaten in einer schweren Krise vie heute noch nicht überwunden sei. Der Gedanke des Friedens habe in der Welt noch nicht die Fortschritte gemacht. ernstes Wort geredeit Dit der Tschechoslowakei sollte ein kanzler für seine tapfere, den deutschen Umstände is den Transferschutz verzichtet werden. Abg. Graf Reventlow(Nat.=Soz.) erklärte, in Genf oie Locarnopolitik begraben worden Der Kellogg=Pali nds in der Welt ernst genommen worden, nur vom Abg. v. Spbel(Christl=Nak. Bauernpartei) wandte sich Lontsfrage. Der Redner forderte, dat in den Sachber: ständigenausschuß auch ein Vertreier der Landwirischaft ausgenommen werde Als letzter Redner sprach Dr. Schreiber(Ztr.), der die Personalpolitik des Auswärtigen Amtes zum Gegenstand grundsätzlicher Ausführungen machte. Er sagte u. a.: Die kulturellen Momente müssen im Auswärtigen Amte mehr als bisher betont werden. Es muß hier festgestellt werden, daß wir nicht allein weltanschau. plädieren, sondern daß wir gleichzeitig das Moment oer persönlichen und sachlichen Eignung mit aller Schärfe herausarbeiten. der Schär Gerade in den Grenzlanden sind wir mit unserer Weltanschauung stark vertreten. Wir bejahen das Grenzlanddeutschtum mit heißer Kraft, aber Sie dürfen uns dann auch nicht verargen, daß wir auch dieses dem Grenzland vorgelagerte Glacis nicht nur rein politisch, sondern auch mit Weltanschauungen betrach1 ten.(Beifall im Zentrum.) Im Einverständnis mit meiner Fraktion erkläre ich: Wir sind und bleiben der Auffassung, daß für die Außenpolitik des Deutschen Reiches auch die Weltanschauung als Hebel und Arm eingesetzt werden soll, und daß die Freiheit und der Wiederaufstieg des Reiches nur errungen werden kann mit Einsatz aller staatspolitischen Kräfte und auch der Bestrebungen auf weltanschaulichen Kontakt mit dem Auslande.(Zustimmung im Zentrum.) Auch das Auslandsdeutschtum muß seine Zusammenhänge zwischen Religion und Volkstum wahren. Deshalb ist es nötig, immer wieder zu betonen, daß die deutsche Außenpolitik die großen weltanschaulichen Zusammenhänge zu pflegen hat, wenn sie nicht wesentliche Einbuße erleiden soll, natürlich bei aller Wertung der rein politischen und rein wirtschaftlichen Elemente. Wenn Möglichkeiten für die deutsche Außenpolitik bestehen, auch in der Außenpolitik weltanschaulich Kontaktpunkte herauszubilden und zu benutzen, so dürfen diese Gelegenheiten nicht verpaßt werden.(Lebhafter Beifall im Zentrum.) Mißtrauensantrag gegen Stresemann abgelehnt. namamti: Heih..d Nationalsozialisten wurde in Abstimmung mit 219 gegen 98 Stimmen der Deutschnationalen, Kommunisten und der Shristlich=Nationalen Bauernpartei bei 3 Stimmenthaltungen Nächste Sitzung Dienstag, den 27. November. Fürchichzät Inde aus technischen Gründen nach übereinbeschränkt inung auf buchführende Steuerpflichtige Minderbei ust“, sprach sich nur eine kleine aus Das umfangreiche Material wird begelegt werden Reichstag vorDer preußische Etat. Landtag ist der Haushaltsplan für 33igsgangen. Die Gesamtziffern im sogenannten Ausgaben um seweig Anwachsen der Einnahmen und Nach Abzug dek in E 645 auf 4172 Millionen Mark. den Beträge und Ausgabe durchlausenvalanciert der Haushalt mit 2267,3 Millionen; davon sind laufende Einnahmen 2209 und einmulige Einnahmen 58 Millionen, das ist gegenüber dem! Vorjahre mehr 30 bzw. 4 Millionen. Sachsch und Steuervereinheitlichung. Das sächsische Gesamtministerium hat beschlossen, in Otto von Habsburg, der älteste Sohn Kaiser Karls, wurde am 20. November 16 Jahre alt und damit nach den habsburgischen Hausgesetzen graßjährig. Dieser Tag wurde von den ungarischen Legiti1, die Otto als ihren rechtmäßigen König betrachten, mit feierlichen Messen und Festversammlungen begangen. der bevorstehenden Vollsitzung des Reichsrates die Vertagung der endgültigen Beschlußfassung zu dem Gesetz über die Steuervereinheitlichung zu beantragen. Inzwischen soll eine Klärung über die Gestaltung des Reichsfinanzausgleiches herbeigeführt werden, insbesondere darüber, ob die Länder und Gemeinden mit ihren bisherigen Einnahmen rechnen können. Sollten vom Reichsfinanzministerium keine befriedigenden Erklärungen in dieser Beziehung abgegeben werden. so werde Sachsen im Reichsrat gegen das Gesetzgebungswerk stimmen. Sazialdemokratische Stellungnahme in der Panzerkreuzerfrage gutgeheißen In Berlin traten Parteiausschuß. Parteivorstand und Kontrollkommission der Sozialdemokratischen Partei zu einer Sitzung zusammen. Nach längerer Debatte, in der das Einverständnis mit der Reichstagsrede von Wels festgestellt wurde, hieß man die Haltung der Reichstagsfroktion in der Panzerkreuzerfrage gut. Von der Fassung besonderer Beschlüsse wurde abgesehen. Frankreich. Neue Heimatspartei für Elsaß=Lothringen. .„In Saargemünd wurde in Anwesenheit von etwa hundert Vertrauensmännern aus allen Kreisen Lothringeus die Christlichsoziale Partei gegründet und der bekännte Heimatbundier Antoni, Generalrat des Kantons Pfalzburg, einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Zugleich wurden die allgemeinen Richtlinien des Programms festgelegt und angenommen. Die neue Parteil will energische Wahrung des elsaß=lothringischen Volks= und schiedenes Zus. Die neue Partei beabsichtigt ein entschievenes Zusummengehen mit der Elsässischen Volkspartei mit der Tendenz zur Schaffung einer gemeinsamen heimattreuen elsässisch=lothringischen Volkspartei. Großbritannien. Freigabe des beschlagnahmten deutschen Eigentums abgelehnt. Auf eine schriftliche Anfrage über das beschlagnahmte deutsche Eigentum im Unterhause erwiderte der Premierminister, daß dieses Eigentum zur Begleichung deutscher Vorkriegsschulden und zur Entschädigung englischer Staatsangehöriger verwandt werde, die durch Kriegsmaßnahmen in Feindesland Verluste erlitten hätten. Ein etwaiger Überschuß werde dem deutschen Reparationskonto gutgeschrieben werden. Eine Freigabe des beschlagnahmten deutschen Eigentums komme jedoch für die englische Regierung nicht in Betracht. Aus In= und Ausland Berlin. Reichspräsident von Hindenburg empfing den Universitätsprofessor Geh. Regierungsrat Dr. Hans Delbrück, der anläßlich seines 80. Geburtstages Eine seltene Jagdbeute. Der Pächter der Neuendorfer Jagd bei Koblenz hatte das überaus seltene Glück, einen weißen Hirsch lebend zu fangen und in seinem Anwesen unterzubringen. Der weiße Hirsch war vorher schon einmal gesehen worden, kam an den Rhein und wurde so gehetzt, daß er ins Wasser sprang und die Fluten von Vallendar bis Neuendorf durchschwamm. Hier war das Tier so matt, daß es ohne Muhe eingefangen werden konnte. am 11. November durch die Verleihung des Adlerschildes ausgezeichnet worden ist. Berlin. Als zweite Veranstaltung des Komitees für internationale Aussprache findet am 24. November im Plenarsaal des Reichstages der Vortrag des ungarischen Grafen Albert Apponvi über die Grundlagen eines dauernden Friedens statt. Berlin. Die Abgeordneten der Bayerischen Volkspartei und der Deutsch=Hannoverschen Partei im Reichstag haben sich zwecks stärkerer Beteiligung an den Ausschußsitzungen zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Karlsruhe. Hier wurden ein 41 Jahre alter Kaufmann aus Mannheim und ein 30 Jahre alter Schlosser aus Ludwigshafen unter dem Verdacht der Spionage festgenommen. Sie hatten versucht, einen Reichswehrsoldaten gegen Angebot von mehreren hundert Mark über militärische Dinge auszufragen. Hamburg. Wie die Polizeibehörde mitteilt, wurden etwa 30 Angehörige einer Sportabteilung des Reichsbanners, als sie die Turnhalle in der Grundstraße verlassen wollten. von etwa 50 Kommunisten angefallen und mit Schlagringen, Gurmiknüppeln sowie Stahlruten mißhandelt. London. Der Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt, Locker Lampson, teilte in Bestätigung privater Nachrichten mit, daß die britische Regierung ihre Ansprüche auf die Insel Bouvet aufgegeben und das alleinige Besitzrecht Norwegens anerkannt habe. Tokio. Wie die jopanische Presse aus Mukden meldet, soll Marschall Tschanghsueliang in Mukden ermordet worden sein. Räuber am Werk. Piratenüberfall am Yangtse. In der Yangtsemündung wurde nach einer Meldung aus Schanghai eine Dschunke von 60 Seeräubern überfallen, die die aus 18 Mann bestehende Besatzung nach hartem Kampf überwältigte, sie bis auf drei ermordete und die Leichen über Bord warf. Die Dschunke wurde erst nach Zahlung eines Lösegeldes von 16000 mexikanischen Dollar freigegeben. Bankraub in China. Zwei große chinesische Banken, die im belebtesten Teil des Geschäftsviertels von Nanking liegen, wurden am hellen Tage von Banditen überfallen, die im Automobil vorfuhren, das Personal mit dem Revolver in Schach hielten und die Handkassen ausleerten. Es wurden im ganzen etwa 10000 Dollar geraubt. Raubüberfall im Teschener Wald. In den Waldungen bei Lachowitz wurden mehrere Teschener Kaufleute von drei schwerbewaffneten Banditen überfallen, mißhandelt und völlig ausgeraubt. Die Täter wurden später in einem Dorfgasthaus bei einem Gelage von der Polizei überrascht. Es kam zu einem Feuergefecht, bei dem ein Polizeibeamter schwer, zwei leicht verletzt wurden. In der Verwirrung gelang es den Banditen, zu entkommen. Das Heer der Sonnen. (Schluß.) Wo viele Sterne eng zusammen stehen, da ist ein Sternhaufen. Im Sternbilde des Stieres befinden sich 2 Sternhaufen, das Siebengestirn, auch Plejaden genannt, und die Hyaden, die Form eines lateinischen V um das sogenannte„Auge“ dies Stieres sich finden. Im Sternbilde des Krebses befindet sich ein anderer Sternhaufen, der Krippe genannt wird. Alle diese Sternhaufen sind mit bloßem Auge zu finden. Es gibt auch kugelförmige Sternhaufen, die abgezählt je 6000 Sterne ergaben. Im Fernrahre sehen sie aus, als hätte man Nadeln mit goldenen oder silbernen Knöpfen eng neben einander auf ein rundes, dunkles Kissen gesteckt. Es gibt viele Sternhaufen und einige erscheinen nicht größer als Glaskugeln mit denen die Kinder spielen und doch sind es Sonnen, die Millionen Meilen von einander stehen. Sternsysteme sind solche, wo sich 3 und mehrere Sonnen um einander bewegen. Im Orionnebel bilden 16 Sonnen ein System. Auffallend sind die farbigen Sterne. Mit bloßem Auge können wir die weißen, gelben und roten Sonnen erkennen; aber es gibt auch grüne und blaue Sonnen. Die Gelehrten haben diese bunten Sterne abgeblendet und gefunden, daß jede farbige Sonne ihre„Eigenfarbe“ hat. Das ist stets der Fall, wenn sich eine weiße Sonne um eine blaue, grüne oder rote dreht oder wenn zwei blaue und zwei rote Sonnen sich umkreisen. Bei dem Doppelstern im Sternbilde des Schwans(Kreuz des Nordens) ist der Hauptstern rot; der Begleiter blau. Es gibt Doppelsterne, bei denen die eine Sonne lila, die andere weiß ist. Im Sternenbilde der Andromeda befindet sich ein dreifacher Stern. Der einen von ihnen ist grün, der zweite blau und der dritte Stern ist goldfarbig. Alle diese Sonnen haben wahrscheinlich auch ihre Planeten. Wenn wir nun statt auf unserer Erde auf einem Planeten mit den farbigen Sonnen wären. Statt unser gelben Sonne würde im Osten eine grüne oder rote aufsteigen. Am Mittage gingen diese im Westen schon unter Vermischtes 0 Tödliches Unglück beim Wettschießen. Bei einem Wettschießen der tschechoslowakischen Schützengilde in Aussig versagte einem Schützen das Gewehr. Als der Vorsitzende des Vereins nach der Ursache des Versagers sehen wollte, entlud sich plötzlich das Gewehr und die K drang seinem 16jährigen Sohn, der an der Scheibe b gt war, in den Kopf, so daß der Knabe sofort ge* urde. Lit dem Auto in einen Gebirgsbach gestürzt. In der von Grenoble stürzte ein mit fünf Personen bese Auto in eine acht Meter tiefe Schlucht, durch die ein C sbach fließt. Zwei Insassen ertranken, die drei ai en konnten gerettet werden. Ein Elternmörder fühnt seine Tat auf dem Scheiterhau fen. In Molfetta hat ein Bauer in einem plötzlichen Wahnsinnsanfall seine greisen Eltern erdrosselt. Er errich ete dann einen Scheiterhaufen, zündete ihn an, bestieg ihn und verbrannte mit dem Hause und den beiden Flugzeugabsturz bei einer Dentmalsenthüllung. Bei der Feier einer Denkmalsweihe in dem litanischen Ort Loko#tschiai ereignete sich ein Flugzeugunfall. Während der Feierlichkeit kreisten über dem Denkmal drei aus Kowno beorderte Flugzeuge, wobei eines bei Ausführung eines Kunstfluges aus 200 Meter Höhe abstürzte. Der schwerverletzte Führer des Flugzeuges, ein Fliegerhauptmann. wurde nach Kowno übergeführt. Tragischer Tod eines Ingenieurs. Der Leiter des ranskaukasischen Bureaus für Hafenbau in Moskau, Ing. Waledinski, ist auf tragische Weise umgekommen. Als der Ingenieur an einer seichten Stelle einen Nebenfluß der Kura durchwaten wollte, glitt er aus und wurde von der reißenden Strömung mitgerissen, wobei er den Tod fand. Waledinski war einer der tüchtigsten Ingenieure der Sowjetunion und hatte viele wissenschaftliche Werke versaßt. (0 Gedenkgottesdienst für einen tapferen Funker. In der Old=Trinity=Kirche in Newyork wurde zum Gedenken des Funkers der untergegangenen„Vestris". O'Loughlin, ein Gottesdienst abgehalten, an dem 2000 Personen einschließlich der geretteten Mitglieder der Besatzung sowie Vertreter des Vereins ehemaliger Funker, Offiziere der Armee, der Küstenwachen und der britische Generalkonsul teilnahmen. (2 Zehn Todesopfer einer überschwemmung. Die Überschwemmungen in den Staaten Missouri und Kansas haben der Landwirtschaft großen Schaden zugefügt. Bisher wurden zehn Todesopfer der Hochflut gezählt. Tausende von Flüchtlingen ziehen nach den höher gelegenen Gebieten. (0 20 Millionen Menschen vom Hungertode bedroht. Nach den letzten Berichten sind 12 Millionen Menschen im mittleren und nördlichen China vom Hungertode bedroht. Man fürchtet, daß diese Zahl auf 20 Millionen anwachsen wird, wenn die Not den Gipfelpunkt erreicht. Der Hilfsausschuß bedarf zur Milderung des Elends einer Summe von mindestens 40 Millionen mexikanischer Dollar. Bunte Tageschronik Münster. Der Rheinische Bauernverein hat beschlossen, der Vereinigung der Deutschen Bauernvereine, aus der er vor zwei Jahren ausgetreten ist, wieder beizutreten. München=Gladbach. In Duisburg erschoß ein früherer belgischer Soldat eine Frau. Auf Grund der Personalbeschreibung konnten in München=Gladbach Beamte einer Streife den Täter beim Umsteigen in den Aachener Zug festnehmen. Paris. In Ivry bei Paris fuhr ein Lastautomobil in ne Abteilung eines Kolonialregiments hinein, wodurch sechs Mann so schwer verletzt wurden, daß sie in ein Krankenhaus gebracht werden mußten S kholm. Der polnische Kohlendampfer„Robur II“ ist an der schwedischen Küste bei Skelleftea gestrandet. Die Bemannung konnte sich in Rettungsbooten in Sicherheit bringen. Aus dem Gerichtssaal s Endgültige Liquidierung des Mordprozesses Böhme. Durch den 4. Zivilsenat des Reichsgerichts ist der Mordprozeß gegen den Sanitätsrat Dr Böhme aus Groß=Röhrsdorf endgültig liquidiert worden Böhme war beschuldigt, seine dritte Ehefrau auf einem Kirchgang ermordet zu haben. Er wurde jedoch von der Anklage des Mordes freigesprochen. Der Bruder der Verstorbenen, Kaufmann Johann Landrock in Dresden=Neustadt. hatte dann vom Gericht gefordert, daß der Sanitätsrat als erbunwürdig erklärt werden müsse. Dieses Verlangen wurde vom Landgericht Dresden und vom Oberlandesgericht Dresden abgewiesen und das Reichsgericht hat nun die Revision ebenfalls zurückgewiesen. —— und eine blaue ginge wieder auf um den Nachmittag zu herrschen. Erdreich, Meer, Pflanzenteppich und Wald würden in den Farben der bunten Sonnen prangen. Das wäre eine unbeschreibliche Schönheit, aber unsere Augen könnten diese Farbenpracht, diesen Zauber der folgenden Mondnacht nicht ertragen. Es kommt uns aber eine leise Ahnung von dem, was der Heiland mit den Worten sagen will:„Kein Auge hat es gesehen, kein Ohr hat es gehört" usw. Was erwartet uns, wenn wir einmal unsere irdische Hülle abstreifen! Zu beneiden sind die Astronomen, die in sternheller Nacht mit ihren Fernrohren unter diesem Zauber der diamanten Topasen, Rubinen und Smaragden weilen. Die märchenhafte Pracht der Sternnacht muß ihre Herzen zum Schöpfer ziehen. Tatsächlich findet man bei den Astronomen wenige oder gar keine Ungläubigen. Das Sternenheer sagt ihnen nur zu deutlich: es gibt einen allmächtigen Gott. Die neuen Sterne, die plötzlich erscheinen und ihre Karte abgeben, sind Sonnen, die sich aus dem Urnebel oder Weltenstoff, gebildet haben. Dieser Nebel ist an vielen Stellen des Himmels angesammelt und noch unverbraucht. Wie aber in der Natur nichts still steht, alles dem Wechsel unterworfen ist, so gährt und arbeitet es auch in diesen Nebeln und neue Sonnen formen sich. Einer der schönsten Nebel, der mit bloßem Auge zu sehen ist, befindet sich unter dem Gürtel des Orion. Ist bei der neuen Sonne noch eine Art Glorienschein, aus dem sich später die Planeten und Monde bilden, verblieben, so nennt man diese Sonnen— Nebelsterne. Wenn zwei Sonnen zusammenstoßen, so wird Weg gebahnt für andere Sonnen, damit die Harmonie sich einstellt, die der Schöpfer über seine ganze Schöpfung gelegt hat. Unsere Sonne gehört auch zu einem Sternhaufen, der„Unser Sternhaufen“ genannt wird. Er befindet sich an dem sogenannten„Wirbelpunkte“ der Milchstraße, also gefähr dort, wo sich die beiden Aeste von ihr vereinigen. Die Wanderung unseres Tagesgestirns über das Himmelszelt ist eine scheinbare, denn es bewegt sich nicht in Spiel und Sport sp. Reichspräsident von Hindenburg hat für die Große Staffel über 25mal zwei Runden anläßlich des 17. Berliner Hallensportfestes im Sportpalast für den Sieger sein Bild mit eigenhändiger Unterschrift gestiftet. Für den Sprinterkampf hat der Dortmunder Jonath gemeldet. Houben hingegen dürfte kaum am Start erscheinen, da er sich nicht im Training befindet. v. Fußballvereinsfusionen werden aus Nord= und Süddeutschland gemeldet. Im Süden wollen Wormatia und Alemannia=Worms sich vereinigen, in Norddeutschland Rostock 95 und Rostock 99. Sp. Nationalspende für Marathonläufer! Das Beispiel Kanadas, das seinen Olympiasiegern Catherwood und Williams Geld und Autos schenkte, hat Schule gemacht, denn Chile hat dem Marathonzweiten Plaza eine Nationalspende in Höhe von 20000 Mark übergeben. * Wien schlägt Berlin. Fußballwettkampf Wien—Berlin, der in Berlin vor 40000 Zuschauern ausgetragen wurde, sah Wien mit 4:1 großem Pech.iese“: Die Berliner Mannschaft spielte mit Weitere Fußballspielergebnisse. burg 3:2(2.1. 4:1(3:1).— Braunschweig-—HarBörse und Handel Amtliche Berliner Notierungen vom 20. November. * Börsenbericht. Tendenz: Schwächer. Nach der eher schwächeren Tendenz des vorbörslichen Freiverkehrs. zeigte der offizielle Börsenbeginn eine freundlichere Haltung. Die weitere Entspannung am Geldmarkt und einzelne Spezialbewegungen gaben der Tendenz eine Stütze. Das Geschäft hatte aber im Vergleich zu den Vortagen an Lebhaftigkeit und Umfang nicht unerheblich abgenommen. Die Spekulation nahm verschiedentlich Glattstellungen vor. Am Geldmarkt ging der Satz für=Tagesgeld auf 5—7 Prozent zurück, während der Satz für Monatsgeld mit 7,75—8.75 und für bankgirierte Warenwechsel mit 6 7/8 Prozent unverändert blieb. Im Verlaufe war die Tendenz schwankend und uneinheitlich. &* Devisenbörse. Dollar 4,19—4,20; engl. Pfund 20,33 bis 20,37; holl. Gulden 168,33—168,67: Danz. 81,31—81,47; franz. Frank 16,37—16,41; schweiz. 80,73—80.89; Belg. 58,27—58,39: Italien 21,97—22,01; schwed. Krone 112.07--112.29; dän. 111,78. bis 112,00: norweg. 111,75—111,97; tschech. 12,42—12,44; österr. Schilling 58,91—59,03; poln. Zloty(nichtamtlich) 46,92—47,12; Argentinien 1,76—1,77; Spanien 67,57—67,71. Produktenbörse. Nordamerika batte seine Cifforderungen für Manitoba II um etwa 5, für Manitoba III bis zu 15 holländischen Cents erhöht, trotzdem die Terminmärkte von drüben billiger tendierten Umsatz wurde in Auslandsbrotgetreide kaum bekannt. Heimische Weizenzufuhr schien eher gebessert zu sein, wenn auch teilweise höhere Preise für schnell greifbare Ware beim Export zu erzielen waren. Lieferung leicht abgeschwächt. Für Roggen war das Angebot wieder besser. * Berliner Schlachtviehmarkt. Auftrieb: 1406 Rinder, darunter 357 Ochsen, 322 Bullen, 727 Kühe und Färsen; 2328 Kälber, 3028 Schafe, 11 440 Schweine, zum Schlachthof direkt seit letztem Viehmarkt 2637 Schweine, 1531 Auslandsschweine. Verlauf: Bei Rindern und Schafen ruhig, bei Kälbern ziem lich glatt, bei Schweinen glatt Preise: Ochsen a) vollfleischige, ausgemästete 51—54, b) sonstige vollfleischige 48 bis 50, c) fleischige 43—47, d) gering genährte 36—41; Bullen a) 52—54, b) 48—51. c) 43—47, d) 40—42; Kühe a) 40—43, b) 32—38, c) 24—29, d) 17—20; Färsen a) 48—50, b) 42—47, c) 36—41; Fresser 33—43; Kälber a)— b) 82—95, c) 65—85, d) 45—60; Schafe a) 69—70, b) 60—65 c) 45—51 d) 40—52, e) 30—38; Schweine a) 84. b) 84, c) 82—83, d) 780—81, c) 75—771 Sauen 73—75. Getreide und Olsaaten per Kilogramm 1000 Kilogramm. in Reichsmark sonst der 100 seinem Reiche. Aber die Gelehrten behaupten, daß die Sonne mit ihrem Reich, also mit dem Planeten usw. auf eiligem Marsch sich befindet; sie eilt auf das Sternbild des„Herkules“ und die Wega im Bilde der„Leier“ hat ihren Kurs auf unsere Sonne genommen. Die Sonnen haben also alle ihre„Eigenbewegung". Die Astronomen sprechen von zwei Sternenströmen oder zwei Sternenkarawanen,(Milchstraße und die übrigen) die auf der großen Himmelsau schweigend aneinander vorüber ziehen. Aus der Hand des Allmächtigen entquoll dies Sternenheer, der Fingerzeig des Schöpfers zeigt ihm die Wege. Die Zahl der Sterne wird immer schätzungsweise angegeben, genau weiß man sie sie nicht. Die Milchstraße ist stückweise photographiert worden und dann hat man die kleinen Pünktchen(Sterne) mit einem starken Mikroskop) gezählt. Jetzt beschäftigen sich 16 Sternwarten der Welt damit, auch den übrigen Sternhimmel zu photographieren. Und alle diese Größe und Pracht wird noch mal untergehen? Sicher wird unser Sonnenreich untergehen, denn Gott hat es gesagt. Werden da auch die andern Sonnenreiche untergehen oder wird der Schöpfer sie noch bestehen lassen? Wird sich alles wieder in Urnebel verwandeln und wird Gott wieder neue Sonnen aus dem Urnebel rusen? Wir wissen das nicht, denn der Ewige hat sich seine Absichten vorbehalten. Nicht einmal das Jenseits der Milchstraße können die Menschen ergründen. Da wollen wir in Demut unser Haupt vor dem Schöpfer beugen, der unsern Geist bis zur Grenze empor fliegen ließ. Aber wir wollen auch aufschauen zum gestirnten Himmel, wo es flammt und glüht und sich uns zeigt in einer Pracht, die kein Mensch hervorzaubern kann. Ein Gebot könnte man das Betrachten der Schöpfung Gottes nennen, eine Huldigung für ihn, der sie und die Ewigkeit hält. Sehen wir da nicht gleichgültig über diese großartige Sternenwelt hinweg! Machen wir es wie der Dichter Claudius, der so schön sagt: „Sie funkeln alle weit und breit, Und funkeln rein und schön; Ich seh die große Herrlichkeit, Und kann nicht satt mich sehn. Freitag, den 23. November 1928 Oen Totensonntag. Was ist Wahrheit? Was ist Seie? Ist alles Leben nur Verweh'n? Ist Dunkel oder Sternenschein Um uns, wenn wir zur Ruhe geh'n? Wird allem unsern heißen Fleh'n Niemals Erfüllung, oder bricht Dereinst ein selig Wiederseh'n Uns an im ew'gen Sternenlicht? Was zweifelst du, du armes Herz, Was haderst du mit dem Geschick Und sendest klagend himmelwärts, Mit wehem Schluchzen deinen Blick? Sieh, alles, was ringsum geschieht, Ist nur ein Werden und Vergeh'n; Es kennt der Schöpfung ewig Lied Aus Nacht und Grab nur Aufersteh'nt Was tut es, daß es der Verstand Nie fassen und erforschen kann, Daß niemals eines Menschen Hand ZZerreißt den erdgebund'nen Bann? Mach' frei dein Herz von aller Last Und glaube sel'gen Wissens voll! Gott will, daß, was der Geist nicht faßt, Das Herz inbrünstig glauben soll! G. T. L. Beiloge zu Nr. 280 des Anzeigers Glück und Anglück im roten Rock. Von Alfred Günther. (Nachdruck verboten.) Die Stalljungen striegeln und putzen an den Pferden. Das Kopfzeug blinkt und glitzert: in strahlenlender Frische glänzt das Vorderzeug. Im Klubzimmer aber vorm Spiegel steht Oberkeutnant Mertens und knüpft und knotet an seiner weißen Kran“e, um ihr den richtigen Schwung zu geben. Dann macht er kurz kehrt, ergreift die Reitpeitsche und geht zum Stall. Während er Sattelgurt und Steigbügellänge prüft, fährt noch schnell der Bursche mit der Wichsbürste über die Hufe, um auch ihnen den rechten Glanz zu verleihen, wenn auch nur für die ersten Augenblicke. Denn Pfützen und Lehm werden den Spiegelglanz bald verschwinden lassen. Und nicht viel anders wird's den roten Röcken gehen und den weißen, frisch gebügelten, Reithosen. Ein kurzer Ruck — und Oberleutnant Mertens sitzt im Sattel. Dann klappern hell und scharf die Eisen übers Pflaster durch die Straßen, bis sich das Geklapper auf den Reitwegen verliert. Unterwegs gesellt sich noch Oberleutnant von Stiller zu ihm; übrigens ein brillanter Reiter, der sich schon Jahr um Jahr die Lunte geholt hatte. Ein kurzer Gruß, und unter leichtem Geplauder erreicht man das Freie. Dann tritt eine Pause ein. Der Redestrom ist verfiegt und gleichmütig und verschlossen trabt Oberleutnant von Stiller neben Mertens her. Mertens hat ihn schon eine ganze Weile beobachtet. Plötzlich sieht er ihn scharf von der Seite herauf an, der Schall sitzt ihm im Nacken. „Kamerad— an was denkt man?... Lunte... oder.. Liebe!“ Stiller blickt auf. Wirft den Kopf zurück und zeigt ein üverlegenes Lächeln: „Sieg... Kamerad! Immer nur Sieg!“ Mertens quittiert mit einem Nicken, ohne ein Wort zu verlieren. Und schweigend reiten die beiden weiter, jeder mit seinen Gedanken beschäftigt. Mertens ist fest entschlossen, sich diesmal um jeden Preis vor Stiller den Erfolg zu ersagen. Aber er hütet sich, diesen Gedanken auszusprechen So erreichen sie mit der Zeit, kaum oaß sie es merken, das alte Bauernhaus, wo unter hohen Eichen das Stelldichein ist. Wiehernde Pferde— frohe Begrüßung, und über all herzerfrischende, fröhliche Gesichter, Oberleutnani von Stiller nimmt noch schnell einen Bügeltrunt. Kaum aber hatte er sich gestärkt, bittet ihn Eva von Harden ihr den Bügel etwas zu kürzen und den Sattelgurt nach zuziehen. Eifrig springt Stiller zu. Mertens, der gleich Stiller in die kleine Harden verliebt ist, lächelt vielsagend in sich hinein und murmelt vor sich hin:„Heute werde ich bestimmt dafür sorgen, daß ihm die Felle wegschwimmen. Eben hilft Oberleutnant von Stiller seiner Dame in den Sattel, da naht auch schon der Master. Leben kommt in die Gesellschaft. Ein paar kernige Begrüßungsworte, dann klingen die Hörner; die Jagd wird angeblasen. Master und Jagdherr führen, von den Pikören rechts und links geleitet, das Feld in den frischen Herbsttag hinaus. Ersterer vierzig Gänge voraus, und dann die anderen. Kaum sind sie am Niederholz angekommen, da ist der Rotrock, der Fuchs, schon hinter dem Buschwerk verschwunden. Ihm nach geht's über Gräben und Hindernisse, über Sturzacker und Koppel, hinein in den herbstlichen Wald und vorbei an Seen und Tümpel wieder hinaus ins freie und weite Land. Selten ist der Fuchs zu sehen. Nur die weißen Papierschnitzel, die er mit rascher Hand hier und da bei Wegbiegungen verstreut, zeigen die Richtung, die er genommen. Die Pferde greifen schärfer aus als vorher. Die Wangen der Reiter glühen. Von den Pferden stieben Schaumflocken auf Brust und Hals. Puller werden in Volten links und rechts herausgenommen und schließen sich wieder an. Ab und zu flitzt Freund Lampe in windender Eile davon, sich vor den Hufen der Plerde in Sicherheit zu bringen. Denn es ist gar nicht so selten, daß so ein Langohr bei solchem Treiben unter die Hufe kommt. Doch da, was ist das! Ein Hindernis— ein Pferd scheut— und schon liegt Eva von Harden am Boden. Dicht hinter ihr reitet Oberleutnant von Stiller. Mit einem einzigen Satz ist er vom Pferde. Bemüht sich um die Reiterin. Aber das Laufen und Aufsetzen will nicht gehen, und das herrenlose Tier ist bereits über alle Berge. In Stillers Augen wetterleuchtet es.„Auch ein Halali—“ geht's ihm blitzschnell durch den Sinn. Das Glück kommt jedem Menschen nur ein einziges Mal, und — und nur in einer einzigen Minute.“ Kurz entschlossen schnallt er seinen Sattel ab und bereitet Eva von Harden einen Sitz. Diese ist wahrhaft gerührt von soviel Sorgfalt. Ein dankbares Leuchten geht über ihre Züge. Impulsiv reicht sie Oberleutnant von Stiller die Hand. „Herr Oberleutnant... herzlichen Dank!“ Zwei Menschenkinder voller unerfüllter Sehnfüchte reichen sich die Hand. Und halten die Hände ger tneinander, als es sonst einem Dankesdruck geziemt. Eva von Harden wurde verwirrt. Zögerte. Fühlte, daß sie noch etwas sagen mußte, und fuhr dann weiter fort: „Sie haben— zum ersten Male— die sichere Trophäe preisgegeben. Und das erfordert besonderen Dank... Wenn Sie einen Wunsch haben— ich meine einen besonderen Wunsch— dann soll er im Voraus erfüllt sein. Auf diesen Moment hatte der Oberleutnant. der sich nehen ihr niedergelassen hatte, gewartet. Jetzt sotik die Einner kommen, nach weicher die Seele des Mannes gedürstet hatte schon seit vielen Monaten. Näher rückte er zu Eva von Harden heran. Tiefer beugte er sich zu ihr nieder. Und in seinem Blick lag die Weihe der Liebe als er erwiderte: „Fräulein von Harden— es gibt Wünsche, die werden mehr mit dem Herzen als mit den Lippen gesprochen.“ Ernst nickte Eva von Harden. Und dann kam es hervor mit einer ganz sonderbaren Warme im Ton: „Und das sind die innigsten. Einen solchen möchte ich Ihnen ja erfüllen.— Schwer atmete der Oberleutnant. Er wußte, daß jetzt die Stunde des Mannes geschlagen hatte. Eine große Klarheit ließ ihn seinen Weg deutlich erkennen. „Fräulein von Harden— ich— bitte um die Erlaubnis, um Ihre Hand anhalten zu dürfen.“ Eine Blutwelle schoß in ihr Gesicht. Unwillkürlich griff sie mit der Hand nach dem Herzen. Etwas Sonderbares, etwas von unbändiger Lebensfreude lag in ihren Zügen, ehe sie sich beherrschen konnte. Dann aber war sie wieder ganz die Dame. Ernst und gemessen kam es hervor: „Herr Oberleutnant, eine Eva von Harden— hält ihr Wort!“ Aber sie konnte nicht verhindern, daß ein tiefer innerer Aufruhr ihre Stimme durchzitterte.— „Und ihr Herz,— Eva von Harden?“, forschte der Oberleutnant. Ein bezauberndes, sinniges Lächeln huschte für einen kurzen Moment über ihr Gesicht. „.... wird Ihnen antworten, wenn Sie bei uns sind!“ Dankbar küßte der Oberteutnant ihre Hand. Im Rausch der Seele vergißt man alles. Vergessen hatte Eva von Harden den Schmerz des Sturzes und beide hatten nicht einmal der Rückkehr des herrenlosen Tieres geachtet. Schnell wurde wieder aufgesattelt und eiligstging es unter den alten Bäumen dahin. Es gelang ihnen, ein gutes Stück des Weges abzuschneiden, so daß sie gerade noch zurecht kamen, als die Jagd freigegeben wurde. Sofort ist— nach Regel und altem Brauch— die rechte Hand vom Handschuh befreit. Von links wird herangeritten und dahin gefegt. Der Fuchs schlägt Halen und Bogen und Schleifen. Immer wieder schießt man in vollen Zügen an ihm vorbei. Auch Oberleutnant von Stiller schießt mit vorbei. Sonderbarerweise. Kopfschüttelnd, erstaunt registrieren es die anderen. Oberteulnant Mertens ist ganz gewitzigt. Er hat sich lange zurückgehalten, überschaut die Lage— aha, jetzt muß er herumkommen— prescht heran, Seite an Seite, greift zur Lunte, ein Ruck— und fröhlich klingt übers Feld das Halalt. Halali: Halali: Jagd aus! Fröhlich klingt das Horn durch den goldenen Herbstabend über Wald und Feld. Die Reiter springen aus dem Sattel und führen an der Hand die dampfenden Tiere hin und her. Dann sammeln ste sich an der Eiche, die ihre breiten, herbstlich geschmückten Aeste in den leuchtenden Abend reckt, zur Verteilung der Brüche, die zarte Damenhand den Jüngern Sankt Georgs ins Kopfloch steckt. Herbstliche gelbgrüne Eichenblätter auf roten Röcken. Unauffällig tritt Oberlentnant Mertens auf von Stiller zu. Klopft ihm siegesdurchglüht auf die Schulter. „Na— Kamerad— Sieg... oder... Künstler= pech?“ Lächelnd erwidert Oberleutnant von Stiller: „Steg— Kamerad— immer nur Sieg!“ Oberleutnant Mertens hält die Siegestrophäe hoch; BTNLATEN, Koman von Ernst Seorgy 5] Deutscher Provinz=Verlag. Berlin W8. Ihre Absicht, sich nach diesem unberufenen Zuschauer zu erkundigen, wurde vereitelt. Kaum erschien sie hinter dem Vorhange, so schleppte man sie in die Garderobe, wo schon eine Ankleidefrau und der Stück schlecht und recht von willigen Dilettanten heruntergehaspelt und fand durch seine bezüglichen Anspielungen den gewünschten Erfolg. Da die Darsteller auch auf der Bühne Champagner zu trinken hatten und dies reichlich besorgten, hob sich ihre Stimmung in unheimlicher Weise. Darum wurde der letzte Akt, in dem Aenne in der Hosenrolle als frecher Berliner Laufbursche fungierte, mit fast übermäßiger Verve gespielt. Sie sah in dem Männeranzug viel kleiner aus. Eine rote Perücke, ein breitgeschminkter Mund, eine frech aufgestülpte Nase verschönten sie nicht gerade; aber mit ihren lachenden Augen und glänzenden Zähnen verkörperte sie den unverschämten Bengel so prächtig, daß sie zuweilen nicht weitersprechen konnte, weil erst die Lachsalven der Zuschauer sich legen mußten. Als sie ein Weilchen stumm auf einer Karre zu sitzen und einen„jemopsten Hellmerschen Ziehjarn“ zu versuchen hatte, hörte sie hinter dem Prospekt aufgeregtes Durcheinandersprechen, laute Ausrufe. Sie horchte nach hinten, vernahm aber nur: „Na, solch eine Ueberraschung!“ „Er wird ja selig sein! Das ist einmal wieder ein Originalstreich von dir!“ Dann antwortete eine fremde Stimme und schien etwas zu fragen. Aenne hörte noch bie Antwort: Dann fiel das Stichwort, und ste mußte nach einem bekannten Gassenhauer die Schlußverse singen. rücke abgerissen, die aufgeriebte Nase abgenommen und hastete über die Bühne nach der Garderobe, als ihr von dort ein schlanker Herr in tadellosem Frack, eine Gardenia im Knopfloch, entgegenkam. Sein hübsches Oberleutnant von Stiller nickt Zustimmung. Aber in seiner Zustimmung liegt tiefste Befriedigung und ein seines Gemisch von Schadenfreude, als er erwidert: „Und ich— habe— Eva von Harden!“ Interessante Wesenszüge. Die Betrachtung des Lebens großer Männer wird vom erzieherischen Standpunkte mit Recht als eine Quelle überaus nützlicher Anregungen geschätzt und empfohlen. Ebenso amüsant ist es aber auch, von zuweilen höchst seltsamen. Eigenarten zu hören, die sich im Charakterbilde hervorragender Geister als rein menschliche Schwächen darstellen. So war es den Freunden Beethovens bekannt, daß der große Meister im Reiche der Töne um seinen Anzug wenig besorgt war. Von Zeit zu Zeit aber erschten Beethoven in auffallender Eleganz: blauer Frack mit gelben Knöpfen, tadellos weiße Beinkleider, #### Weste und ein neuer Kastorhut, wie gewohnlich auf dem Hinterkopf. Wer sich nun darüber erstaunt zeigte, wußte eben nicht, daß Beethovens Freunde ihm in der Nacht die alten Kleider weggenomund an deren Stelle neue gelegt hatten. Beethoven selbst fiel das gar nicht auf. Ohne etwas zu merken, zog er die vor ihm liegende festliche Gewandung ganz seelenruhig an. Etne ebenso ergötzliche wie rührende Begebenheit wird aus dem Leben eines anderen, nicht minder großen Komponisten erzählt. ..„Im Laden einer altbekannten Kunst= und Musttaltenhandlung Wiens befand sich ein Kunde mit dem Geschäftsinhaber und Verleger im Gespräch, als die Tür ganz wenig und leise geöffnet wurde und durch den Spalt nur gerade einen schwarzen Ringellockenschädel einließ, dessen demütige Züge wortlos fragend auf den Chef des Hauses gerichtet waren. „Nein, nein, mein lieber Herr Schubert," rief der Verleger über den ganzen Laden zur Tür hinüber. „Ein anderes Mal vielleicht, heute brauche ich nichts.“ Darauf zog sich der Schädel wieder zurück und verschwand. " Der Verleger aber erklärte seinem Besucher:„Das ist ein Komponist, ein armer Teufel, begabt, ich habe von ihm Lieder gedruckt, aber wo käme ich hin, wenn ich alles nähme, was er mir bringen möchte.(Wenn derselbe Musikverleger die Franz Schubert=Feier dieses Jahr in Wien noch hätte erleben können!) Von Josef Haydn erzählt man, daß er nur komponieren konnte, wenn er sich zuvor sorgfältig angezogen und frisiert hatte. Außerdem mußte er dabei unter allen Umständen den Brillantring, den ihm einst Friedrich der Große geschenft hatte, auf den Finger ziehen. Zudem wählte er das allerfeinste Notenpapier, und die Noten schrieb er auf das sorgfältigste. Im Gegensatz zu der Behauprung, daß eine Dichtung nicht auf Kommando entstehen könne, ist von einigen Dichtern doch festgestellt, daß sie verschiedene hervorragende Werke zu besonderen Anlässen herausgebracht haben. So schrieb Dostojewsky seine besten Romane auf Bestellung, um sich von seiner furchtbaren Schuldenlast zu befreien. Die Bühnenwerke Oskar Wildes sind das Ergebnis von Wetten gewesen. Honore de Balzuc schrieb seine Romane, um ungeheuren Reichtum zu gewinnen. Soviel er aber auch geschrieben haf— seine Hand ist im Balzac=Museum in Paris in Gips als„die fleißigste Hand“ zu sehen— er mußte wegen verfehlter Spekulationen alle 14 Tage, auf der Flucht vor seinen Gläubigern, die Wohnung wechseln. Shakespeare hat den Sommernachtstraum“ gedichtet, weil zu Königin Elisabeths Geburtstag ein heiteres Bühnenspiel gebraucht wurde. groge Zühl der nationalen Feiertage, die seit der Vereinisind, ergeben als etwas dürftigen Restbestand je einen urbeitstag auf etwa vier Festtage. * Die Lokomotive ist von dem Engländer George Stephenson 1825 erfunden. Am 27. September 1825 wurde auf der Strecke zwischen Stockton und Darlington die erste Eisel vahn eröffnet und dem Verkehr übergeben. Bei der Einrichtung der ersten Bahnlinie wurde(vom dortigen zuständigen Ministerium) die Bedingung gestellt, daß ein Mann zu Fuß mit einer Glocke vor dem Dampfwagen einherschreiten müsse, um Unglück zu verhüten. * Die billigen„Marabufedern" stammen fast alle von Truthähnen. * Die Riesenameisen in Afrika gehören zu den gefürchtetsten Raubtieren. Sie marschieren in dünnen, aber meilenlangen Reihen, deren Vorüberzug manchmal 12 Stunden lang währt. Alles Lebende, was ihnen in den Weg kommt, wird überfallen und gefressen. Die Eingeborenen versuchen sich vor ihnen in den nächsten See oder Fluß zu retten, nicht immer mit Erfolg. Ajaz. Ajax war verkauft! Das stand unauslöschlich fest. ahnte es das Tier, saß es ganz still in der Ofenecke und blinzelte nur traurig verstohlen zu seinem Herrn hin. Das Hundehirn konnte den Grund nicht erfassen, und auch sein kleiner Freund Udo grübelte mit seinem dreijährigen Köpfchen vergeblich herum, weshalb sein vierbeiniger Freund fort mußte. Aber Vati hatte es gesagt, da durfte niemand fragen, das wußte der Kleine geatt Der Tag des Abschieds kam heran. Eine feste Männerhand griff in das zottige Fell und im Nu saß Ajax auf dem Jagdwagen, der sich schnell in Bewegung Hundeaugen sahen traurig zurück, eine kleine Kinderhand winkte dem vierbeinigen Spielgefährten nach, helle Tränen kollerten aus den großen Blauaugen. Am Nachmittag trottelte der kleine Bursche zum ersten Mal allein zum Weiher hinunter. Heute wollte es ihm gar nicht gefallen. Wenn... wenn doch der Ajax da wäre. Dort die Seerose würde er ihm bestimmt holen.— Sehnsüchtig ging der Blick des Kleinen dorthin. Mechanisch setzten sich die Füße in Bewegung, achteten nicht des kühlen Rasses. Ein Schrei! Ein kleiner Körper verschwand. Hoch spritzte das Wasser auf, dann blieb es still.— In mächtigen Sätzen kam atemlos ein Hund angejagt, schoß in das nasse Element, tauchte, schwamm, tauchte abermals und schleppte einen triefenden kleinen Körper vor aber, Dann war er am Ufer. Ein kurzes Vertrug das häßliche schwarze Vierbein seine Bürde den altbekannten Weg nach Hause. rauhes kurzes Kläffen. Erbost fuhr der Hofbesitzer herum,„ist das Tier etwa ausgekniffen?" Aergerlich griff seine Hand zur Peitsche, doch die Worte erstarben ihm auf den Lippen, in der Schnauze hielt der Getreue wie leblos einen kleinen schmächtigen Körger, Rolf Jansens ganzen Stolz. Da kniete der Mann nieder und drückte sein Gesicht in das struppige Fell, als könnte er so dem getreuen Hausgenossen Abbitte leisten. Ajax und Klein=Udo aber brauchten sich nie mehr zu trennen. Ein gütiges Schicksal hatte dem Vierbein die Heimat gesichert. Gutschow. Allerlei Wissenswertes. etwa 100 Arbeitstage im Jahre bleiben den Rumänen nuch Abzug aller Feiertage. Die kirchlichen Feiertage sowie die aus religiösem Aberglauben von den untersten Volksschichten festlich begangenen Tage und dazu die Die Westen des Prinz von Wales dürfen nicht nachgeahmt werden. Ein amüsantes Geschichtchen hat in den Londoner Salons und Klubs die Runde gemacht. Dort hatte ein junger, sehr beliebter Schauspieler in einer Privataufführung mitgewirkt, unter deren Zuschauern sich auch der Prinz von Wales befand. Der Erbe der britischen Krone legt, wie man weiß, großen Wert auf sein Aeußeres, und seine Art, sich zu kleiden, gilt als vorbildlich. Jenem Schauspieler fiel nun die weiße Frackweste des Prinzen durch ihren aparten Schnitt auf. Er sah sie sich genau an, zeichnete sie sich auf und begab sich am nächsten Tage in eines der ersten Londoner Geschäfte, um sich eine ebensolche Weste anfertigen zu lassen. Aber man erkannte sogleich aus der Zeichnung, daß es sich um eine Nachbildung der Westen des Prinzen von Wales, der zu den Kunden des Geschäfts gehört, handelt, und lehnte den Auftrag ebenso höflich wie bestimmt ab. Denn die Lieferanten des Prinzen von Wales sind, wenn sie seine Kundschaft nicht verlieren wollen, verpflichtet, die für ihn hergestellten Modelle niemand anders zu liefern. Fest, flüssig und gasförmig, die sogenannten„Aggregatzustände“ der verschiedenen Körper erscheinen uns gemeiniglich als sehr wichtige Unterschiede in den Eigenschaften der verschiedenen Substanzen. Aber diese Auffassung die sich aus den oberflächlichen Erfahrungen des täglichen Lebens ergibt, ist ganz falsch, denn viele feste Körper können auch flüssig und gasförmig sein, die Flüssigkeiten fest oder gasförmig und die Gase auch flüssig oder fest. Man denke nur an das Wasser, das als Eis fest wird und als Dampf in Gasform auftritt. Am Beispiel des Wassers sehen wir auch sehr schön, wovon der jeweilige Aggregatzustand bestimmt wird, nämlich von der Temperatur: Bei hoher Temperatur (über 100 Grad) ist es gasförmig, während es bei liefer Temperatur(unter 0 Grad), fest wird,„gefriert“ wie wir sagen. Die Temperaturen allerdings, bei denen die verschiedenen Flüssigkeiten fest werden(Gefrierpunkt) oder verdampfen(Siedepunkt), sind sehr verschieden und ganz charakteristisch für sie. Wieviel Aspirintabletten verträgt ein Mensch ohne Lebensgefahr? In London hatte ein Arbeiter Selbstmord begangen, indem er 75 Aspirintabletten zu sich nahm. Der Tod trat nach wenigen Stunden ein. Die gerichtliche Leichenschau führte zu einer Erörterung der Frage, welche Dosis Aspirin genüge, um einen Menschen zu töten. Nach dem Gutachten des vernommenen Arztes reichen 25 Aspirintabletten aus, um bei einem Menschen von normaler Konstitution den Tod herbeizuführen. Selbsterkenntnis.„Sieh zu, liebe Tochter,“ sagte der Finanzmann mit väterlicher Würde,„daß du einen gefühlvollen, klugen und ehrenhaften Mann bekommst. Deine Mutter hat nur aufs Geld gesehen.“ dem Brief des Schwiegersohnes:„Alle die Eisenbahnunglücke der letzten Zeit, teure Mama, lassen es ratsam erscheinen, daß deine Tochter auf den Besuch bei dir verzichtet: aber schreibe uns doch, ob du nicht zu uns kommen willst!“ Anetdote um Mirabeau. Mirabeau, ewig in Geldverlegenheit, kam zu Beaumarchais und bat um Geld gegen einen Wechsel. Beaumarchais wollte nicht.„In drei Monaten, sagte er,„werden wir uns doch verzanken— zanken wir uns also lieber gleich!“ Probieren.„Ich bin der Schneider, kann ich den Hausherrn sprechen?“—„Ah, Sie kommen wohl proccg fragt das Mädchen.—„Ja, ob ich mein Geld Auffassung.„Hier siehst du, mein Junge, wie die alten Aegypter auf ihre Denkmäler schrieben. „Und man hat sie nicht an den Ohren gezogen?“ „Logisches“ Essen. Ein Mann, der sich verheiraten will, geht zu einem Heiratsvermittler und bittet u cfunges Mädchen aus gutem Hause und mit ensprechendem Vermögen nachzuweisen. Der HeiEisan eingslage en: nach kurzer Zeit zu einem Esseneingelaten, dei dem er das junge Mädchen treffen soll. Mit einem Mal sieht der Vermittler, daß sich der junge Mann mit einem ungeheuren Appetit auf das Essen stürzt und sich eine Portion nach der andern Er winkt ihm zu: ohne Erfolg. hn an und macht ihn auf die Ungehörigkeit seines Benehmens aufmerksam. Der Betreffende läßt munde Kaur. sie ia doch nicht: e ihm die Antwort:„Ich nehme Auslassungs=Aufgabe. Aus den neun Wörtern: Malter Orange Pot Klause Panter Taft Miene Horst Kurt soll durch Auslassung je eines Buchstabens ein neues Wort gebildet werden, während die ausgelassenen Buchstaben, aneinandergereiht, einen christlichen Gedenktag ergeben. Auszähl=Aufgabe. sich Herr niemand frei über nicht ist. Vorstehende Wörter sind in bestimmter Reihenfolge aus. zuzählen. Die ausgezählten Wörter sind stets wieder mitshähs Esaudius. ergibt einen Einnspruch von MatProblem. Der Inhalt der Blätter vorstehenden Kranzes ergibt, richti.„usammengestellt, einen Spruch. Wie lautet dieter? Rätsel. Mit 1 da ist's ein wackrer Mann, Mit m hingegen zieht man's ar Und wird geschrieben es mit r, 's in der Küche nötig sehr. Rösselsprung. Silben=Rätsel. gind##machstehenden 26 Silben sind neun Wörter zu eilben, deren Anfangsbuchstaben von oben nach unten und Endbuchstaben von unten nach oben gelesen ein Sprichwort ergeben. at vor burg da din e eh gi her ho ko la preis ra ren# „rett ro se ser ta tat ten ti was wegh za. Die Wörter haben folgende Bedeutung: 1. Naturshtcie in Schottland, 3. Stadt in Schlesien. 4. Banktechnischer Vermerk. 5. Felvotume. 6. Krankenhaus. X. Amerikanischer Staat. 8. Deutscher Dichter. A. Gewa Scherz=Bilder=Rätsel. Welche ähnlichen Charaktereigenschaften weinen die beiden jungen Leute auf? Kopf=Wechsel=Rätsel. D Flache Büchse. „ G Bierart. „ H Kleidungsstück. „ P Körperstellung. „ R Blume. * Auflösungen aus voriger Nummer: Schach=Aufgabe: 1. Sf 3— e 5, Ke4Ke 5,2. 9 u. 1. g 8, 54i hig. 3. D e 3— 9.5 oder e 7 matt. e 5, 3. Se 5— d 7 matt. B. 1. e 3— e 2, 2. S e 5— g 4, beliebig, 3. De 1— e 3 matt. Scharade: Morgengabe. 4. Tisch. 5. Fert., 8. Stugl. Sosa: 2: Bank. 3. Schrank. am, der Steinen vermerkten Buchstaben ergeben dann. zu eenem Wort vereinigt,„Nationalversammlung“. Minden. Sehzeabuch.3 Pegel. 4 9. Tibet. 10. Stauer. 11. Pinne. 12. Isidor. 13. Stöszer. 18. Mette.— Gleichheit ist die Seie 1: Ostriesland. Bilder=Kätel: Gedenket der Vögel im Winter. können. 3. Husten und 425 Oeser. Inserieren bringt Gewinn!