W„„B.omf“inA Ima für Castrop-Räuher ultd ungr Gela: verden Drus und B97. Peus. 46, P böberer Gewalt uicht gestel Schmis in Cakcov=Rau in Caktrov=Kauxel Gnzetgenleiter Wilbsele Welter in Castrop=Rauxel. DA. X. 36 1627. Sa.=Nr. 2151 Castrop. Nr. 321 Se. Schng Lohrover Zeiung Rauxeler Neueste Nachrichten Bladenhorster Lager# für den Landgerichtsbezirl Dortmund. Allgemeines Donnerstag, den 26. Rovember Kussunde. denr fun i Pat Pce Bähed i don D. P, Heren.teacdenen Riclulen.3i.41: v. N. 2. Zu. Patetlsct anic ur die erz, Heiztrestet eusegebenec bolt Ve v,Galus.f Kusehgern anneins 4 U: Kreisblau für den Stadttreis Castrop=Rauxel. 1936 Semteinsunnss Anmp, Zegen den Weihsenn.! Deutsch-japanisches Abkommen gegen die kommunistische Internationale— Ein neuer Beitrag zum Frieden der Wei Das Ronemmen im Workaut gu. gugg mimm e 5 b. den as 909 eutio uu, gamigten Klare Fronten! Dr. Goebbels über das Abkommen Reichsminister Dr. Goebbels wandte sich am Mittwoch um 19 Uhr über alle deutschen Sender an das gesamte deutsche Volk und darüber hinaus an die Welt, um den neuen Beitrag des Führers zum Frieden der Welt, das zwischen der Regierung des Deutschen Reiches und der Kaiserlich=Japanischen Regierung abgeschlossene „Abkommen gegen die kommunistische Internationale“, der Oeffentlichkeit bekanntzugeben. Der Reichsminister verlas zunächst den Wortlaut des Abkommens und fügte dann im Namen des Führers und der Deutschen Reichsregierung noch folgende Erklärung hinzu: 9 Mit diesem Abkommen, das zwischen der Regierung des Deutschen Reiches und der Kaiserlich=Japanischen Regierung abgeschlossen wurde, wird nun endlich Klarheit in den trüben Dunst hineingebracht, den die kommunistische Internationale über Europa und die ganze Welt zu lagern versucht hat. Zwei Großmächte haben sich damit zusammengeschlossen zu einer starken und festen Erklärung, vor den Drohungen der roten Anarchie weder weichen noch kapitulieren zu In diesem Abkommen wird mit aller Deutlichkeit zum Ausdruck gebracht, daß es sich dabei um ein defensives Vorgehen handeln soll. Denn nicht die beiden hohen vertragschließenden Mächte haben die kommunistische Internationale herausgefordert, sondern die kommunistische Internationale hat durch eine ununterbrochene Folge von Provokationsakten, revolutionären Aufstandsversuchen, anarchistischen Umsturzbewegungen und gewissenlosen, volkszerstörenden tendenzen die ganze Welt auf das tiefste zu beunruhigen und in schwerste, kaum noch übersehbare Wirren zu stürzen versucht. Wenn sich die Regierung des Deutschen Reiches und die Kaiserlich=Japanische Regierung gegen diese Versuche mit den ihnen geeignet erscheinenden Mitteln zur Wehr setzten, so ist das nicht nur ihr gutes Recht, sondern ihre staatspolitische und moralische Pflicht. Denn die umstürzlerischen Tendenzen der kommunistischen Internationale bedrohen auf das ernsteste die gesamte Kulturwelt und treiben mit den heiligsten Gütern der Völker ein frevelhaf** Spiel.„.##.#h J. Aam Kurte 16. Ausdrücklich wird deshalb in dem heute abgeschlossenen Abkommen betont, daß es zur Wahrung des inneren Friedens, des sozialen Wohllebens, aber auch des Weltfriedens dieven Joh. au: I. 9. bckin vertrasschrl. Wenn im Artikel II die hohen vertragschließenden Staaten dritte Staaten, deren innerer Friede durch die Zersetzungsarbeit der kommunistischen Internationale bedroht wird, gemeinsam einladen, Abwehrmaßnahmen zu ergreifen oder an diesem Abkommen teilzunehmen, so wird damit in aller Deutlichkeit zum Ausdruck gebracht, daß dieses Abkommen sich gegen niemanden richtet, sondern nur den einen Sinn und Zweck hat, den Umsturzversuchen der Moskauer Internationale ein klares und unmißverständliches Halt entgegenzusetzen. 161144 6 Die nationalsozialistische Bewegung hat vom ersten Tage ihres Bestehens an den Kampf gegen den Kommunismus in aller Konsequenz durchgefochten. Sie hat dem Mordtreiben der kommunistischen Internationale über 200 Tote und Zehntausende von Verletzten opfern müssen. Sie kennt den Bolschewismus. Und der Bolschewismus kennt hoffentlich auch sie. Seit der Machtübernahme durch den Führer hat das nationalsozialistische Deutsche Reich in breitester Front diesen Kampf der nationalsozialistischen Bewegung zu seiner Sache gemacht. Beide, Bewegung und Reich, haben die akute Gefahr, in die die Kulturvölker durch die kommunistische„Internationale, hineingebracht werden sollen in aller Klarheit erkannt und alse, Entschlossenheit und Mut genug aufgebracht, sie dnb. Berlin, 25. Nov. Am Mittwochmittag wurde von dem Kaiserlich=Japanischen Botschafter in Berlin, Vicomte Mushakoji, im Auftrage des Kaisers von Japan und dem Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafter des Deutschen Reiches, Joachim von Ribbentrop, im Auftrage des Führers und Reichskanzlers ein Abkommen gegen die kommunistische Internationale unterzeichnet. Das Abkommen hat folgenden Die Regierung des Deutschen Reiches und die Kaiserlich=Japanische Regierung, in der Erkenntnis, daß das Ziel der kommunistischen Internationale, Komintern genannt, die Zersetzung und Vergewaltigung der bestehenden Staaten mit allen zu Gebote stehenden Mitteln ist, in der Ueberzeugung, daß die Duldung einer Einmischung der kommunistischen Internationale in die inneren Verhältnisse der Nationen ,Zöhf, pun deren inneren Frieden und soziales Wohlleben gefährdet, sondern auch den Weltfrieden überhaupt bedroht, sind in dem Wunsche, gemeinsam zur Abwehr gegen kommunistische Zersetzung zusammenzuarbeiten, in folgendem übereingekomArtikel I. Die hohen vertragschließenden Staaten kommen überein, sich gegenseitig über die Tätigkeit der kommunistischen Internationale zu unterrichten, über die notwendigen Abwehrmaßnahmen zu beraten und diese in enger Iulammenarbeit burchzuführe pertrgschließende Artikel II. Die hohen vertragschließenden Staaten werden dritte Staaten, deren innerer Friede durch die Zersetzungsarbeit der kommunistischen Internationale bedroht wird, gemeinsam einladen, Abwehrmaßnahmen im Geiste dieses Abkommens zu ergreifen oder an diesem Abkommen teilzunehmeg.., 866 4 Artikel III. Für dieses Abkommen gelten der deutsche wie auch der japanische Text als Urschrift. Es tritt am Tage der Unterzeichnung in Kraft und gilt für die Dauer von fünf Jahren. Die hohen vertragschließenden Staaten werden sich rechtzeitig vor Ablauf dieser Frist über die weitere Gestaltung ihrer Zusammenarbeit Zu Urkund dessen haben die Unterzeichneten, von ihren betreffenden Regierungen gut und richtig bevollmächtigt, dieses Abkommen unterzeichnet und mit ihren Siegeln versehen. So geschehen in zweifacher Ausfertigung zu Berlin, den 25ten November 1936, d. h. den 25. November des 11ten Jahres der Showa=Periode. gez.: v. Ribbentrop, Außerordentlicher und Bevollmächtigter schafter des Deutschen Reiches. gez. Mushakoji, Kaiserlich=Japanischer Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter. Ein Zusatzprotokoll Anläßlich der heutigen Unterzeichnung des Abkommens gegen die kommunistische Internationale sind die unterzeichneten Bevollmächtigten in ! a) D i e z u s t ä n d i g e n B e h ö r d e n d e r b e i d e n h o h e n vertragschließenden Stagten, werden in bezug guf den Nachrichtenaustausch über die Tätigkeit de kommunistischen Internationale sowie auf die Aufklärungs= und Abwehrmaßnahmen gegen kommunistische Internationale in enger Weise 5) Die zuständigen Behörden der vertragschließenden Staaten werden im Rahmen der bestehenden Gesetze strenge Maßnahmen gegen diejenigen ergreifen, die sich im Inland oder Ausland direkt oder indirekt im Dienste der kommunistischen Internationale betätigen oder deren Zersetzungsarbeit Vorschub leisten. c) Um die in a) festgelegte Zusammenarbeit der zuständigen Behörden der beiden hohen vertragschließenden Staaten zu erleichtern, eine ständige Kommission errichtet werden. In dieser Kommission werden die weiteren zur Bekämpfung der Zersetzungsarbeit der kommunistischen Internationale notwendigen Abwehrmaßnahmen erwogen und beraten. Berlin, den 25ten November 1936, d. h. den 25ten November des 11ten Jahres der ShowaPeriode. gez.: von Ribbentrop, Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter des Deutschen Reiches. gez.: Mushakoji, Kaiserlich=Japanischer Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter. Bei der Unterzeichnung waren zugegen von deutscher Seite: Gesandter von Erdmannsdorf und Dr. von Raumer. Von japanischer Seite: Botschaftsrat Inous und General Oshima. rücksichtslos und radikal aus Deutschland zu entfernen. Reich und Volk sind heute gegen den schewismus gefeit.„ Die Moskauer rote Internationale ihrerseits hat seit der Machtübernahme durch den Führer kein Mittel unversucht gelassen, die ihr durch den Sieg des Nationalsozialismus verlorengegangene Position in Deutschland mit anderen Mitteln zurückzuerobern. In einer großangelegten, infamen Welthetze versucht sie, die Völker der ganzen Erde gegen Deutschland aufzustacheln; sie wäre jederzeit bereit, wenn sie es könnte, in einem blutigen Kriege das nationalsozialistische Deutschland zu Boden zu zwingen. Diese Einkreisungsversuche sind auf der ganzen Linie mißlungen. Eine starke Armee schützt jetzt die Grenzen unseres Reiches. Die propagandistischen Erdrosselungsmanöver der Moskauer roten Internationale aber sind von Deutschland mit mutiger und beharrlicher Zähigkeit zurückgewiesen worden, ja, wir sind auf unseren Parteitagen in Nürnberg nun unsererseits zum Angriff gegen diese Versuche vorgegangen. Wie notwendig es war. von Deutschland diese Gefahr fernzuhalten, dafür sind die entsetzlichen und grauenerregenden Vorgänge, die sich jüngst in Spanien abgespielt haben und noch abspielen, ein blutiges Beispiel und ein furchtbarer Beweis. Was den Völkern, die vom Bolschewismus überrannt werden, droht, dafür zeugen die ungezählten geschändeten spanischen Frauen, die zahllosen gequälten und gemarterten Kinder, die ermordeten Familien, brennenden Kirchen und verwüsteten Städte. Deutschland hat diesen roten Zerstörungsabsichten einen unübersteigbaren Wall entgegengesetzt. Die tiefgehende praktische Auswirkung unseres konsequenten Kampfes gegen den Bolschewismus aber ist das heute zwischen Deutschland und Japan abgeschlossene Abkommen. Zwei Kulturstaaten setzen sich damit in aller Offenheit gegen die teuflischen Versuche der kommunistischen Internationale zur Wehr. Sie zeigen der Welt, wie dieser Gefahr mit aller Klarheit und Festigkeit begegnet werden muß. Dieses Abkommen ist dazu bestimmt, einen wertvollen Beitrag zum Friegen der Welt zuzusteuern, der durch die gewissenlosen kommunistisch=internationalen Treibereien auf das ernsteste bedroht ist. Es bringt mit aller Deutlichkeit zum Ausdruck, daß die hohen vertragschließenden Staaten nicht provozieren wollen, sich aber auch nicht mehr provozieren lassen. Das deutsche Volk aber kann allen kommenden Entwicklungen mit ruhiger Sicherheit entgegenschauen. Seine Regierung steht auf der Wacht und wird jede auftauchende Gefahr mit den richtigen Mitteln abzuwehren wissen. Hier ist der kommunistischen Internationale ein erstanden, der den Kommunismus kennt und ihn deshalb auch wirksam trifft. Das deutsch=japanische Abkommen gegen die Komintern Mit dem deutsch=japanischen Abkommen gegen die kommunistische Internationale hat der Führer und Kanzler einen neuen Markstein in der Geschichte der Beziehungen der Völker untereinander gesetzt. nach dem auch andere Staaten, die ihre nationalen Ideale pflegen wollen, sich ausrichten können. wenn, wie es im Artikel II des Abkommens heißt. ihr innerer Friede durch die Zersetzungsarbeit der kommunistischen Internationale bedroht wird. Alle Welt weiß und hat es zum Teil auch offe anerkannt, daß die nationalsozialistische Revolution Europa von der Ueberflutung durch den Kommunismus gerettet hat. Eine ähnlich führende Rolle auf weltanschaulich=politischem Gebiete wie das Deutsche Reich in unserem Erdteil hat das von stärkster nationaler und kultureller Tradition erfüllte japanische Kaiserreich im Fernen Osten übernommen und die praktischen Folgerungen aus tiefster Besorgnis um die Erhaltung aller nationalen und kulturellen Werte gesogen...4161. Dank der unermüdlichen nationalsozialistischen Aufklärungsarbeit, die einen Höhepunkt im Reichsparteitag in Nürnberg erlebte, sind wir Deutsche uns über das wahre Wesen der kommunistischen Internationale klargeworden. Und auch im Ausland hat man sich da und dort diese notwendige Erkenntnis zu eigen gemacht. Leider aber noch nicht überall. Selbst die menschenunwürdigen und schauerlichen Vorgänge in Spanien scheinen noch nicht auszureichen, das wahre Gesicht wismus vor aller Augen zu enthüllen. Und das ist eigentlich erstaunlich, nachdem auf dem 7. Kominternkongreß von der kommunistischen Internationale klar und deutlich aller Welt der Kampf angesagt worden ist. Viel von dem, was auf jenem Kongreß angekündigt wurde, ist bereits in Erfüllung gegangen. Führten nicht seit Monaten natiorzjegenpigage vaterlandsliebende Spanier einen beldengütisen Kampf. so wären die auf dem Komintern=Kongreß gefaßten Pläne zur Errichtung einer zweiten Sowjetrepublik im Südwesten Europas wohl schon verwirklicht worden, und das spanische Land würde unter der bolschewistischen Geißel ausbluten, wie das in den Städten und Gebieten dieses Landes nahezu geschieht, die sich noch in der Gewalt der roten Machthaber befinden. Wie man sieht, ist es der kommunistischen Internationale auch gelungen. den Absichten ihres Kongresses entsprechend in verschiedenen Ländern Volksfrontregierungen ins Leben zu rufen, um auf dieser Basis diese Staaten in dauernde politische Unruhe zu versetzen. Strenge Maßnahmen haben laut Zusatzprotokoll zum Abkommen gegen die kommunistische Internationale alle diejenigen zu erwarten, die sich selbst oder indirekt im Dienste der Komintern betätigen oder deren Zersetzungsarbeit im In= und Auslande Vorschub leisten. Kein Staatsangehöriger der beiden vertragschließenden Länder wird alsg nicht nur im eigenen, sondern auch im ungestraft der bolschewistischen Provaganda als Werkzeug dienen können. So stellt sich das deutsch=japanische Abkommen als eine weltpolitische Großleistung dar. die Deutsche ihrem Schöpfer, dem Führer, danken und die Welt ihm einst wird danken müssen. Mögen andere Völker daraus lernen, damit dieses Abkommen wirklich ein Anfang sein kann im Kampf gegen die Bedrohung der Menschheit in ihren höchsten Kulturgütern und damit für den wahren Frieden der Welt. Stickling begnadigt Das Todesurteil in 10jährige Freiheitsstrafe umgewandelt Berlin, 25. Nov. Nach offizieller sowjetrussischer Mitteilung hat der Präsident des Zentralexeeutivkomitees dem Gnadengesuch des Reichsdeutschen Stickling stattgegeben und die Todesstrafe in eine 10jährige Freiheitsstrafe umgewandelt. Moskau, 25. Nov. Wie verlautet, sind außer dem deutschen Staatsangehörigen Ingenieur Stickling noch zwei weitere im Nowosibirsker Schau=Prozeß zum Tode verurteilte Angeklagte begnadigt worden. Die unterzeichner des Konomntens Erklärungen der Botschafter von Ribbentrop und Graf Mushakosi Der japanische Botschafter Botschafter von Ribbentrop gab dem Vertreter des DRB. zum deutsch=japanischen Abkommen folgende Erklärung ab: Auf dem siebenten Kominternkongreß hat der Bolschewismus allen ordnungsliebenden Staaten den Kampf auf Leben und Tod angesagt und als Ziel die Durchführung der Revolution in allen Staaten und die Aufrichtung der bolschewistischen Weltdiktatur proklamiert. Das jüngste Opfer dieses Vernichtungswillens bolschewistischer Unheilstifter ist Spanien. Dieses Land alter europäischer Kultur ist heute vom Bürgerkrieg verwüstet, seine Städte und Dörfer liegen überall in Schutt und Asche, und das spanische Volk ist Heimsuchungen und Qualen ausgesetzt, die in der Geschichte kaum ihresgleichen finden. Dies sind die furchtbaren Folgen der Einmischung der kommunistischen Internationale in Durchführung der auf dem 7. Kominternkongreß gefaßten Beschlüsse. Die Komintern hatte nichts anderes im Sinn, als durch Propaganda und Gewalt die„Sowjetrepublik Spanien“ aufzurichten, um von hier aus Europa weiter zu unterwühlen. Wer soll das nächste Opfer sein? Manche Staaten, so Amerika, haben seinerzeit gegen die Beschlüsse des siebenten Kominternkongresses schärfste Proteste erhoben— sie sind wirkungslos geblieben. Deutschland und Japan, nicht gewillt, das Treiben der kommunistischen Hetzer länger zu dulden, sind nunmehr zur Tat geschritten. Der Abschluß des heute von Deutschland und Japan unterzeichneten Abkommens gegen die kommunistische Internationale ist ein epochales Ereignis. Es ist ein Wendepunkt in dem Abwehrkampf aller ordnuns= und kulturliebenden Nationen gegen die Mächte der Zersetzung. Mit dem Zustandekommen dieses Vertrages haben unsere Führer und S. M. der Kinser von Japan eine geschichtliche Tat vollbracht, die erst von kommenden Generationen in ihrer vollen Tragweite gewürdigt werden wird. Am heutigen Tage ist eine starke Abwehrfront von zwei Nationen geschaffen worden, die in gleicher Weise entschlossen sind, jeden Einmischungsversuch der kommunistischen Internationale in ihren Ländern zum Scheitern zu bringen. Japan wird eine Ausbreitung des Bolschewismus in Ostasien niemals zulassen. Deutschland bildet das Bollwerk gegen diese Pest im Herzen Europas. Schließlich wird Italien, wie der Duce der Welt erklärt hat, das antibolschewistische Banner im Süden hochhalten. Ich bin der Ueberzeugung, daß die Länder, die heute die bolschewistischen Gefahren noch nicht sehen, eines Tages unserem Führer für das klare und rechtzeitige Erkennen dieser einzig dastehenden Weltbedrohung dankbar sein werden. In dem Abkommen ist vorgesehen, weitere Staaten zur Teilnahme an diesem Kampf einzuladen. Wir wünschen und hoffen, daß die übrigen Kulturstaaten die Notwendigkeit des Zusammenschlusses aller gegen die Arbeit der kommunistischen Internationale erkennen und sich diesem Abkommen anschließen mögen. Auf diese Weise wird es gelingen, diesen Weltfeind endgültig abzuwehren, den inneren und äußeren Frieden zu erhalten und unsere alte Kultur zu retten.“ Der japanische Botschafter, Graf Mushakoji, erklärte einem DRB.=Vertreter folgendes: „Ich gebe hiermit meiner aufrichtigen Freude Ausdruck, daß das Abkommen gegen die kommunistische Internationale am heutigen Tage zwischen Japan und Deutschland abgeschlossen worden ist. Die kommunistische Internationale ist, wie allgemein bekannt, eine internationale Organisation, die überall in der Welt ihre Zellen besitzt und die Zersetzung und Vergewaltigung der bestehenden Staaten als ihr Ziel aufstellt. Da die Einmischung der kommunistischen Internationale in die inneren Verhältnisse der Nationen nicht nur deren inneren Frieden und soziales Wohlleben gefährdet, sondern auch den Weltfrieden überhaupt bedroht, ist es für jeden Kulturstaat aus Selbsterhaltungstrieb eine Selbstverständlichkeit, das Leben und Wohl des eigenen Volkes gegen diese Gefahr zu schützen. Dabei ist zu betonen, daß es gegen diese internationale kommunistische Organisation nur eine einzige wirksame Abwehrmöglichkeit gibt, nämlich das Zusammenwirken der Staaten. Japan und Deutschland. gegen die der Beschluß des siebenten Kominternkongresses im besonderen gerichtet ist, fühlen sich durch die Zersetzungsarbeit der kommunistischen Internatiomale am stärksten bedroht und sind deshalb als erste zum Entschluß gekommen, sich gegen diese Gefahr zusammenzuschließen. Ich bin überzeugt, daß das japanische Kaiserreich unter dem glorreichen Regime S. M. des Kaisers und das neue Deutschland unter der heroischen Führung des Führers und Reichskanzlers als Garanten des Weltfriedens im Osten und Westen mit diesem Schritt ihren Teil zur Befriedung der Welt beitragen werden.“ Ecstes Eindrumk in der Wen Ueber das zwischen dem Deutschen Reich und Japan abgeschlossene Abkommen gegen die kommunistische Internationale lagen bereits am Mittwochabend die ersten Stellungnahmen aus dem Auslande vor. Sofern solche noch fehlen, kommt doch wenigstens aus der Art der Aufmachung und aus den Ueberschriften klar zum Ausdruck, eine wie große Bedeutung man der neuen Friedenstat des Führers beimißt. Volle Zustimmung in Wien Wien, 25. Nov. Die Nachricht von dem Abschluß des deutsch=japanischen Abkommens zur Abwehr der kommunistischen Internationale hat hier ungeheures Aufsehen hervorgerufen. In politischen Kreisen wird versichert, daß dieses Abkommen herzliche Zustimmung finde. Man hebt die eindringliche und klare Sprache des Wortlauts des Abkommens hervor, der wohl geeignet sei, den heute noch vielfach in Lethargie Verharrenden die ungeheure Weltgefahr der kommunistischen Internationale vor Augen zu führen. Selbstverständlich lasse sich über die Stellungnahme Oesterreichs zu jenem Abschnitt des Abkommens, der andere Staaten zum Beitritt einlade, noch nichts sagen. Bekannt sei allerdings der Standpunkt der österreichischen Regierung, daß sie sich innenpolitisch vom Kommunismus nicht bedroht fühle. In Erkenntnis der Gefahr aber, welche Europa und damit auch Oesterreich durch die außenpolitische Vorstöße des Kommunismus drohe, habe sich Oesterreich schon längst in die Front der Staaten eingereiht, die die Abwehr des Marxismus auf ihre Fahnen geschrieben hätten. In der Bevölkerung bildet das Ereignis den ausschließlichen Gesprachsstoff. Immer wieder kann man die Meinung hören, daß der Führer und Reichskanzler der Retter Europas vor dem Bolschewismus sei. Starke Beachtung in Paris Paris, 25. Nov. Die Pariser Abendpresse meldet in riesigen Ueberschriften die Unterzeichnung des deutsch=japanischen Abkommens, dessen einzelne Artikel von verschiedenen Blättern in Fettdruck wiedergegeben werden. Die Zeitungen enthalten sich vorläufig noch einer eigenen Stellungnahme und bringen nur zum Ausdruck, daß es sich um den gemeinsamen Kampf gegen den internationalen Kommunismus handele. Der Der Reichsnahesland an die Iromt Darré eröffnet den 4. Reichsbauerntag Goslar, 25. Nov. In feierlichem Rahmen wurde am Mittwochabend nach Beendigung der internen Fachberatungen der 4. Reichsbauerntag in der festlich geschmückten Stadthalle der Reichsbauernstadt Goslar vom Reichsbauernführer Darré eröffnet. Als der Reichsbauernführer, infolge seiner Sportverletzung noch leicht auf einen Stock gestützt, nach allen Seiten grüßend, den Saal durchschritt, empfingen ihn begeisterte Heilrufe. Reichsbauernführer Darré wies darauf hin, daß der Reichsnährstand heute in der Erzeugungsschlacht nicht mit jungen Rekruten in den Kampf gehe, sondern daß die Bauern als alte Soldaten in die dritte Erzeugungsschlacht träten, getragen von den Erfahrungen zweier großer Schlachten und entschlossen, sie zu gewinnen, weil sie wüßten, daß sie sie gewinnen müßten, um dem Führer zu ermöglichen, was er mit dem deutschen Volke will. „Die Durchführung des zweiten Vierjahresplanes hat“, so fuhr Darré fort,„der Führer Hermann Göring übertragen.(Starker Beifall.) Ich darf dazu etwas sagen. So erkläre ich heute als Reichsbauernführer, daß ich und mit mir der ganze Reichsnährstand — das weiß ich— glücklich sind, im neuen Vierjahresplan des Führers einen Hermann Göring zum Kommandanten zu haben.(Bravo=Rufe und Händeklatschen.) Im zweiten Vierjahresplan des Führers gibt es für uns nur einen Befehl: Der Reichsnährstand an die Front.“(Lang anhaltender Beifall und Händeklatschen.) Darré schloß:„Ich darf aber darauf hinweisen, daß, wenn wir heute so glücklich in dieser Stunde zusammenkommen können, um diese Gedanken auszusprechen, wenn wir heute voll Stolz von dem Abkommen mit einem starken und mächtigen Volk im Fernen Osten hören, wir das alles letzten Endes nur unserem Führer verdanken: Adolf Hitler. Was wir sind, sind wir durch ihn. Er hat uns den Gedanken der Volksgemeinschaft geprägt und eingehämmert, er hat uns den Gedanken der Volksgemeinschaft vorgelebt. Er hat aber auch die Volksgemeinschaft erreicht, und er hat uns durch diese Volksgemeinschaft wieder zu einem freien Volk in der Welt gemacht.“ Mit einem Sieg=Heil auf den Führer eröffnete Darré dann den Reichsbauerntag. Der Gesang der Nationalhymnen leitete zu einem Heeresgroßkonzert zum Besten des WHW. über. Bei den Beratungen über den Arbeitseinsatz auf dem Lande sah es der ostpreußische Landesbauernführer Spickschen ebenso wie der thüringische Landeshauptamtsleiter Reinhardt als selbstverständlich an, daß der Landarbeiter voll und einschränkungslos in die Gemeinschaft des Volkes eingegliedert werde. Die Lebenshaltung der Landarbeiter müsse besonders durch Deputat, Wohnung und Landnutzung erhöht werden. Zwang zur Frauenarbeit dürfe es in Zukunft auf dem Lande nicht mehr geben. Auch die Frau des Landarbeiters gehöre ins Haus. Verwaltungsamtsführer Freiherr von Kanne beschloß die Sondertagung mit dem Hinweis darauf, daß die Marktordnung nicht gemacht werde, weil Mangel herrsche, sondern, daß sie notwendig sei, wenn eine ruhige Entwicklung gewährleistet werden solle. Das gelte besonders für die Einrichtung einer organischen Vorratswirtschaft. Temps legt besonderen Wert auf diese Feststellung und betont, daß das Abkommen nicht gegen Sowjetrußzland, sondern gegen den internationalen Kommunismus, wo immer er auch auftauchen möge, gerichtet sei. In amtlichen Kreisen mißt man der Angelegenheit eine zu große Bedeutung bei, als daß man die Stellungnahme überstürzen möchte. In parlamentarischen Kreisen legt man sich hingegen weniger Zurückhaltung auf. Man erklärt, daß dieses Abkommen zwar den Zweck verfolge, den man ihm amtlicherseits beilege, daß aber keine unbedingte Notwendigkeit für seinen Abschluß bestanden habe, weil der Kampf gegen den Kommunismus Sache jeder einzelnen Regierung innerhalb ihrer Landesgrenze sei. Man befürchte außerdem, daß dieses Abkommen mit jenem Geist des Kreuzzuges übereinstimme, dessen Gefahren oft dargelegt worden seien(!). Frankreich und England, die die Blockpolitik und die Weltanschauungskrenzzüge ablehnten, könnten diesem Pakt gegenüber nicht gleichgültig bleiben. Giornale'Italia „Eine defensive Vereinbarung“ Rom, 25. Nov. In unterrichteten italienischen Kreisen wird vorerst zu dem deutsch=japanischen Uebereinkommen keine Stellung genommen und zugleich betont, daß zwischen Italien und Japan eine vollkommene Uebereinstimmung der Auffassungen bestehe. Die römische Spätabendpresse meldet das Ereignis in großer Aufmachung. Das halbamtliche Giornale'Italia schreibt in einer kurzen redaktionellen Note, aus dem Wortlaut ergebe sich klar und deutlich der ausgesprochen defensive Charakter der Vereinbarung. Die Frage der Abwehr des Kommunismus habe, wie Giornale'Italia betont, infolge der vom Kommunismus seit geraumer Zeit eingeleiteten Offensivaktion aktuelle und tatsächliche Bedeutung erlangt und müsse von allen Kulturnationen der Welt mit steigender Aufmerksamkeit beachtet werden. Für Deutschland und Italien sei dieses Problem bei den Berliner Besprechungen des italienischen Außenministers geprüft und bereits geregelt worden. England zurückhaltend London, 25. Nov. Preß Association berichtet über den ersten Eindruck des deutsch=japanischen Abkommens u.., daß der Vertrag einigermaßen harmlos sei. In Londoner diplomatischen Kreisen werde es als äußerst unwahrscheinlich angesehen, daß England auf die Einladung eingehen wird, die, wie erklärt, an andere Mächte entsandt wird, sich an dem Vertrage zu beteiligen. Es sei häufig festgestellt worden, daß Großbritannien endlich bestrebt ist, eine Aufteilung der Länder der Welt in zwei Blocks, nämlich einen kommunistischen und einen antikommunistischen, zu vermeiden. Großbritannien setze weiterhin seinen Einfluß ein, um eine solche Aufgliederung der Länder der Welt zu verhindern. Aehnlich urteilt auch Reuter. Amerikas Interessen nicht berührt Washington, 25. Nov. Nach Veröffentlichung des Inhalts des deutsch=japanischen Abkommens wurde der stellvertretende Staatssekretär des Aeußeren, Moore, sofort von Pressevertretern gefragt, was die amerikanische Regierung über diesen Schritt denke. Moore erwiderte, daß, soweit er es übersehen könne, irgendwelche amerikanische Interessen durch das Abkommen nicht berührt würden und ein Kommentar sich daher erübrige. Die in hiesigen Blättern seit Tagen zum Ausdruck gebrachte Nervosität wird im Staatsdepartement nicht geteilt. Man sieht die Dinge sehr ruhig an und glaubt nicht an irgendwelche Verwicklungen. Zwei Todesurteile in Zweibrücken Zweibrücken. Das Zweibrücker Schwurgericht verurteilte am Dienstag nach zweitägiger Verhandlung den 46 Jahre alten Christian Riechmann und die 30jährige Ehefrau Anna Bißbort geb. Veith, beide aus Vontwig in der Westpfalz, wegen Mordes zum Tode und zum Verlust der Ehrenrechte auf Lebenszeit. Damit hat ein schweres Verbrechen seine Sühne gefunden, das im Herbst 1935 in der ganzen Rheinpfalz größtes Aufsehen erregte. Deutschlands Standpunkt unverändert Zur Begnadigung Sticklings Wie die an anderer Stelle veröffentlichte amtliche Meldung besagt, ist zwar der Deutsche Stickling zu zehn Jahren Gefängnis begnadigt worden. Der deutsche Standpunkt zu dem Prozeß und zu dem Urteil wird dadurch aber in keiner Weise geändert. In einem ausgesprochenen Schauprozeß ist in Sowjetrußland ein Deutscher unschuldig verurteilt worden. Ob es sich um zehn Jahre Gefängnis oder um den Tod handelt, Urteil bleibt Urteil. Nach wie vor muß Deutschland ganz entschieden dagegen Einspruch erheben, daß deutsche Reichsangehörige nur deshalb, weil die Sowjets das Reich treffen und herausfordern wollen, als Freiwild behandelt werden. An dieser bekannten deutschen Stellungnahme ändert die Tatsache, daß unter dem Druck der gesamten Weltöffentlichkeit das Todesurteil in eine Gefängnisstrafe umgewandelt wurde, ganz und gar nichts. Japanische Erklärung Tokio, 25. Nov. Anläßlich der Unterzeichnung des deutsch=japanischen Abkommens hat die japanische Regierung am Mittwoch eine Erklärung abgegeben, in der es u. a. heißt, daß seit der Errichtung der kommunistischen Internationale, die mit ihrem Hauptquartier in Moskau die Vernichtung der nationalen und sozialen Struktur jedes Landes zum Ziele habe, die Komintern entsprechend ihren Grundsätzen der Weltrevolution Aktionen ausgelöst habe, die in hohem Maße den Weltfrieden bedrohten. Auf dem 7. Komintern=Kongreß sei die Bildung einer Einheitsfront zur Bekämpfung des Faschismus und Imperialismus beschlossen worden, die sich hauptsächlich gegen Japan, Deutschland und Polen richte. Das gleiche gelte hinsichtlich der Unterstützung kommunistischer Armeen in China zum Kampfe gegen Japan. Ein Blick auf die Ereignisse in Spanien genüge, um jedermann von der außerordentlichen Bedeutung von dem fluchwürdigen Einfluß der Komintern auf das Wohlbefinden der Völker und auf den Frieden der Welt zu überzeugen. Die japanische Regierung habe zwar schon immer eine eindeutige Politik gegen die Komintern geführt. Angesichts der wachsenden Gefahr aber sähe sich Japan nunmehr gezwungen, im Interesse der Gewährleistung seiner Sicherheit und der Aufrechterhaltung des Friedens in Ostasien schärfere Notwehrmaßnahmen zu ergreifen. Da die Organisation und die Tätigkeit der Komintern internationalen Charakter trügen, müsse jede Gegenmaßnahme in internationaler Zusammenarbeit getroffen werden. Deutschland sei seit 1933 scharf gegen den Kommunismus vorgegangen. Japan und Deutschland sähen sich der Komintern gegenüber in ähnlicher Lage. Die japanische Regierung gibt ihrem Wunsche Ausdruck, daß sich möglichst viele Staaten den Abwehrmaßnahmen gegen die Gefahr der Komintern anschließen mögen. Sie betont zum Schluß ausdrücklich, daß neben diesem Abkommen, Vereinbarungen anderer Art nicht bestehen, daß Japan nicht die Absicht habe, irgendeinen besonderen internationalen Block zu bilden, und daß sich die Vereinbarung gegen kein drittes Land richte. Weihnachtszuwendungen nicht mehr sozialversicherungspflichtig Berlin, 25. Nov. Wie wir hören, kann noch für das diesjährige Weihnachtsfest mit einer Neuregelung gerechnet werden, wonach Weihnachtszuwendungen bei der Berechnung der Beiträge zur Reichsversicherung im allgemeinen unberücksichtigt bleiben. Künftig werden solche Zuwendungen als Entgelt nur dann noch anzusehen sein, wenn sie schriftlich oder in einer Tarif=, Betriebs= oder Dienstordnung festgelegt sind. Soweit sie ein Monatsgehalt übersteigen, sind sie stets Entgelt. Im übrigen sind alle einmaligen Zuwendungen, soweit sie zum Entgelt gehören, bei der Berechnung der Beiträge nicht mehr auf das Jahr zu verteilen, sondern nur noch in dem Zeitabschnitt zu berücksichtigen, in dem sie gewährt werden. Paul Walter Der neue Leiter des deutschen Handwerks in der DAF. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley hat den stellvertretenden Reichsbetriebsgemeinschaftsleiter Pg. Paul Walter als Nachfolger des zurückgetretenen Pg. Schmidt zum Leiter des deutschen Handwerks in der DAF. ernannt. Pg. Paul Walter, Inhaber des Goldenen Ehrenzeichens der RSDAP., der in diesen Tagen auf eine zehnjährige Parteizugehörigkeit zurückblickt, und erst anläßlich der Zehnjahresfeier des Gaues Groß=Berlin mit dem Gauehrenzeichen ausgezeichnet wurde, hat seit der Machtergreifung an hervorragender Stelle für das deutsche Handwerk gewirkt. Die italienische Regierung hat der englischen neuerlich Versicherungen abgegeben, daß Italien nicht beabsichtige, einen ständigen Flottenstützpunkt auf den Balearen zu errichten. Der Londoner Sowjetbotschafter Maisky und Botschaftsrat Kagan sprachen Dienstag abend im englischen Außenamt vor. wo sie mit Eden etwa eine Stunde lang die Lage im Mittelmeer erörterten. Nr. 321 entelerete caltes=Kautel und Unsebung Donnerstag, den 26. November 1936 Bermer-Konsrahan Mei Peleisburg Wie die Ermitage zu ihren Sckätzen kam— Gotskausku zahlt seine Schulden mit Bildern warb kosteten sie kaum 100 Goldgulden. mals schon zu den Schätzen und wird auch heute im Katalog geführt. Von diesen dreigohtzppgren#ie timmt die 1655 gemalte, Frau ogzig veinerzezeein einem gleichnamigen Bilde. Berlin besand, überein. Das kleine Bild vom Unglauben des Thomas stammt aus Rembrandts Sturm= und Drang=Periode 1634 und der Türke, der heute verschollen ist, aus dem Jahre 1636. Die sachverständigen Besucher der kürzlich in Moskau eröffneten RembrandtAusstellung mußten zu ihrer Enttäuschung feststellen, daß von den Werken des niederländischen Meisters, soweit sie sich Sowietbesit belinden, ein Teil sehlte, Die der heute verscholen ist, aus dem Jabre. 130. evioten de ezrugischen Zembrandschäte Heute Verdeza hsteriäger po, Gegehhenit vungrt stammt, und zwar wurden kowfky die Bilder sie im Jahre 1763 nach der Ermitage in St. Petersburg überführt. waro, togeten sie raum 100 Goldgulden. Für den „Thomas“ soll Gotzkowiky sogar nur 17½ Goldgulden bezahlt haben.— Es ist anzunehmen, daß Gotzkowsky auch die übrigen Bilder damals sehr billig erworben hat und vielleicht mit ihrer Abtretung für 180 000 Taler noch ein gutes Geschäft machte. * Nach einer jüngst veröffentlichten Untersuchung des Kite=Mhiuseume.., Nemhrandtsenälde in. ette verden Vergber vor Len-Legren, als Goz= des Riüs=Museums in Amsterdam konnten fu. kowfky die Bilder bei Versteigerungen im Haag er= in Rußland verschwundenen Rembrandtgemälde Eine seltsame Geschichte rankt sich um die 317 Biler, die im Herbst 1763 aus Berlin nach St. Petersburg wanderten. Sehr wertvolle Bilder besanden sich unter ihnen, auch Rembrandts und es ist zu bedauern, daß es damals nicht gelang, diesen Kunstder preußischen Hauptstadt zu erhalten. Aber in Preußen brauchte man damals alles andere nöti ger als Gemälde. Der Siebenjährige Krieg hatte vüigend an tun, um auf Verwaltungs, und Wirt, Dder Sisbericd uig. hin in. Btage de Sechste damals entgangen sein. Der Verlust dieses Kunstschatzes hängt wenigstens seitlich mit dem damals erfolgten Azeganderr dem Kaufmann und Fabrikanten Johann„Ernst Zelkanmanufaktur zusammen. Gottowsty bedamals in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Auf seine Bitten unternahm Friedrich der Große am 8. September 1763 den Ankauf der Manufaktur. Aste be die ihn zuweilen auch mit dem großen König zusammenführten. Gemälde für Getreidelieferungen Also, Gotzkowsky war durch mißglückte Spekulation in große finanzielle Bedrängnis geraten. Zu seinen drückendsten Verbindlichkeiten gehörte eine Summe von mehr als 200 000 Talern, die er dem Hof in St. Petersburg schuldete. Gotzkowsky hatte nämlich aus russischen Magazinen für die preußische Armee große Getreidemengen bezogen. Es lag in seiner Absicht, einer infolge des Krieges drohenden ungersnot rechtzeitig— und natürlich nicht zu seinem Schaden— vorzubeugen. Plötzlich war Frieden im Lande und Gotzkowfky konnte das Getreide. das sich auch nicht durch gute Beschaffenheit auszeichnete, wider Erwarten nur schwer loswerden. Die Rechnungskammer in St. Petersburg ließ nicht locker und drängte energisch auf Bezahlung der Schuld. Gotzkowskys Lage war veinlich. Erst nach dem Verkauf der Porzellanmanusaktur konnte er den unangenehmen Gläubiger in Petersburg befriedigen und zwar auf Grund eines Vergleiches. nach dem er 30 000 Taler bar bezahlte und den Rest der Schuldumme im Petrase, von 19hgglig, Eine Gemäldesammlung veglich. Eine dieser Bilder war eigentlich für Friedrich den Großen bestimmt, konnte aber von dem König, wegen der durch den Krieg veranlaßten gewaltigen Ausgaben. nicht abgenommen werden. Das Ganze geschah eigentlich auf Veranlassung Katharinas II., die zwei Jahre vorher als Kaiserin den russischen Thron bestiegen hatte und eifrig bemüht war, ihre Residenz mit dem Glanz westlicher Kultur auszustatterg„Die. Gemäldegglerje der Er mitage im alten Winterdalals zu St. Petersburg, B — Photo: Erich Günther(Deile.) Rammrer=Iorse karn Scharschlirup zwischen aufgespürt werden. Zwei befinden sich in Amsterdam, zwei in Paris und das ursprünglich aus dem Berliner Besitz Gotzkowskys(1763) stammende Gemälde„Potivhars Frau“ ist jetzt bei einem Kunsthändler in Neuyork aufgetaucht. Stadttreis Castrop=Kausel Castrop=Rauxel, den 26. November 1936. Sechs Gebote für das WhW. Das WHW. muß immer ein Mahnmal für dich sein! * Beurteile die Not deiner Volksgenossen mit dem umgekehrten Maßstab deines Wohlergehens! * Härter als Not und Hunger ist der Wille, sie zu brechen. Gib freudig für das W5W.! * Sage nicht: Ich habe schon gegeben. Nur dein Opfer ist wertvoll! * Der Führer sagt: Ich verlange von jedem Deutschen. der Anstand und Charakter besitzt, daß er sich den Kolonnen des W5W. anschließt. * Der Maßstab deiner Treue zum Führer ist dein Opfer für das Neugliederung der Gauinspektion in Westialen=Guo Castrov=Rauxel gehört zur Gauinspektion 1 Auf Einladung des stellv. Gauleiters Pg. Vetter sand im Parthaussaale zu Bochum eine Tagung der Gauamtsleiter und Kreisleiter des Gaues Westfalen=Süd statt. Nach einleitenden Worten gab Pg. Hein die Neugliederung der Gauinspektionen bekannt, die in Annäherung an die Richtlinien der Reichsleitung notwendig geworden sei. Die Neuorganisation innerhalb unseres Gaugebietes ist nunmehr wie folgt durchgeführt worden: Die insgesamt vier Gauinspektionen umfassen folgende Kreise: Gauinspektion I: Bochum. Enneve=Ruhr, HerueCastrov=Rauxel, Wanne=Eickel, Wattenscheid und Witten. Gauinspektion II: Altena=Lüdenscheid, Arnsberg. Brilon. Hagen, Iserlohn und Meschede. Gauinspektion III: Dortmund, Lünen, Unna, Hamm. Soest und Lippstadt. Gauinspektion IV: Olve, Siegerland und Wittgenstein Pg. Dr. Schwarzschulz hielt alsdann ein Referat über die politische und praktische Schulungsarbeit in den Ortsgruppen. Nachdem die Parteigenossen Stein und Hütwohl über andere interne Themen Vortrag gehalten hatten, berichtete Parteigenosse Meister über seine Reise als Bundesführer des Deutschen Sängerbundes nach Oesterreich. Seine von Humor gewürzten Ausführungen waren für die Teilnehmer der Tagung sehr interessant und fanden stärksten Beifall. Das Schlutzwort nahm dann der stellv. Gauleiter. Aus seinen Darlegungen trat der alte kämpferische Geist ganz besonders hervor. Seine derben, aber zu Herzen gehenden Worte versteht jeder Nationalsozialist und so bietet gerade die schlichte Westfalenart des Parteigenossen Heinrich Vetter volle Gewähr für ein ausgezeichnetes Arbeitsverhältnis mit den nachgeordneten Stellen des Gaues Westfalen=Süd. Die letzte Fahrt e aned ueg vte Mirter glais uu St. vetersburg.„Onkel habter'n Bild 2. Mit einer, alchen ovos gent Pilderschaßz, von Verlin wäre das ium gegangen. Die Kaiserin war also hocherfreut, ls ihr diese 317 Bilder durch Gotzkowsky angeboten surden: es waren zwar nicht durchweg Weistez: derke, aber etwa 50 Bilder darunter galten als sehr vertvoll. Großer Kunstkenner konnte sich Petersurg damals nicht rühmen. Zwar besaß die kaisersche Galerie zusammen mit dem stattlichen Zuwachs us Berlin jetzt schon über 2000 Oel bemälde in Miniatur=Schmelz= und Wasserfarben, aug# ber viele waren nur aufs Geratewohl aufgigg sich ig Kamen eines großen Meisters getauft, der Nachwerke mit Schaudern abgelehnt hätte. Eine gründliche, kritsche Augmutgruns„gurde muß, um das Gewünschte.. 1. 1e de wicher vorgenommen und ihr sielen wohl auch eine„üihrig Nachdem es schon mal zuzen, uis ro vie Vint der Gostowikyschen Bilder zum Opfer. Wos Abges sammelwut sich etwas legen würde, hat sie durc, das dlieb an erstlassigen Werken, war immer noc) Er; Erscheinen der Olympia=Alben wieder neuen Aufträchtlich genug. Vor rund 30 Jahren wies die Er, trieh beiommen. Zu den„ganzel. Wrerr, eue iebt witage noch 20 Werke aus der Gos'ariniterr auch„halbe“ getreten und da mo bbne euereuen, Beu n, AenA, Begzelgeliles Gieder Päeie ders hoch im Kurs stehen die„Freischecks“, die für eine beliebige fehlende Nummer eingereiht werden können. Es soll sogar schon junge„Bilder=Börgeben, die ihre Ehre darin setzen,„nur mit ben, 48 Album voll zu kriegen“! Das Rotgeld, das in und kurs„nach der InflaEin großer Leichenzug geleitete den Oberkontrol= #leur i. R. Hugo Krautmacher der Straßenbahn Herne—Castrov=Rauxel zur letzten Ruhestätte auf dem Friedhose in Sodingen. Der Verstorbene hesf bcet Dreikäsehoch überrascht asce escechice vorden., 1441, Lann Mu4 Ueberrascht ist nicht einmal richtig, denn angefangen von den Knirvsen, die kaum den ersten Hosenboden durchgerutscht haben, bis zu den Burschen größeren Formats, wurde man mit jenem„Onkel habter...“ überfallen. Und was die richtigen routinierten Sammler von Schecks und Bildern sind, Das Rotgeld, das in und kurs nach der Infla= sollte sich des Ruhestandes, in den er am 1. Januar ionszeit ebenfalls beliebter Sammlergegenstand der d. Is. nach 25jähriger Vienstzeit bei der genannten Jugend, war, ist heute von der Liste der„Jugend= Straßenbahn getreten war.)..####u erfreuen Jugend gr, ist heute von der Liste der„JusendBörsen"„gestrichen", während es sich bei den ernsthaften älteren Sammlern nach wie vor der wohlverdienten Wertschätzung erfreut. Dafür wird die„Jugend=Börse" eben in diesen Tagen zwei neue„Werte“ zum Handeln bekommen, was die richtigen routinierten Sammler von das sind einmal die schönen und lehrreichen Sammel= die Gefolgschaft, der Straßenbahn Herne—Cast Bildern sind, die lassen es nicht mit bilder des deutschen Handwerks und dann die neuen Rauxel, während hinter der Kapelle Paul Zim bescheidenen Frage gut sein, 1o gisg Schen unß W5W.=Spenden=Karten der Reichsbaihrg gielg, ton die Abordnungen, per Kriegerkameradschaften, Sestserien Vuer ient Gasie, Griader Aautau, Kaleiatericanlten urtanten Aates ur Ger eaiang engercdter Kaniet den Sesheuser eieten vor ihrem Opfer, daß dies in die Tasche greisen lich in diesem Jahre eine recht raffinierte Neue muß, um das Gewünschte hervorzuholen. auf., Außer dem Aufdruck„Spendenkar bd un.#e ab die Bilder=[Peichshahn“ trägt die Vorderseite jetzt noch Potivhars Weib“, das bei der augenblickichen Ausstellung in Moskau nicht mehr vorhanen ist. ebenso wie der heute Türke“ von Rembrandt. Das Rembrandtsche Genälde der„Ungläubige Thomas“ gehörte daesen nämecht raffinierte Neuerung auf. Außer dem Aufdruck„Spendenkarte der Reichsbahn" trägt die Vorderseite jetzt noch eine besondere Kennzeichnung, z. B. Bild II/4. Dreht wieder neuen Aufe man die Karte um, so erblickt man einen Teil des en Schecks“ sind jetzt! Bildes, das sich aus insgesamt 12 Spendenkarten zunan letztere zweimal sammmensetzt. Zwölf Svendenkarten ergeben auf 15, hat der Fgtsch= diese Weise ein Bild=Legespiel. Die Reichsahn hat deren jetzt im ganzen acht herausgebracht. Fünster Rot fürs Backen: Nehmen Sie zum Rührteig nur so viel Flüssigkeit, daß der Teig schwer vom Löffel ält! Ist der Teig zu weich bereitet, so kann die Flüssigkeit nicht genügend vom Mehl aufgesogen werden oder beim Backen verdunsten. Die Joige wäre dann ein Gebäck mit Wasserstreifen. Das ist unmöglich bei richtiger Beachtung der Rezeptvorschriften und Verwendung von Dr. Oetker's Backpulver„Backin“! Freischecks ein ganses atpun von zu rriegen Vielleicht werden auf dem hübschen Schnappschußbild. das wir heute veröffentlichen, auch gerade solche Freischecks“ verhandelt? Oder sollte das große In= setzen wird. e. di, fünf Jungen an dem Tauschhandel gegen das die was nach der terelse, bog o„zz1 auch bei der Jugend recht haften„blauen Mauritius“ haben, einem anderen, Jep.—., giakmarkan.] In zeitlicher Reihensoladiese Weise ein Bild=Legespiel, bahn hat deren jetzt im ganzen acht herausgebracht. Alles in allem gilt es also 8 X 12— 96 verschiedene Spendenkarten zu sammeln! Die Bilder sind bunt und so hübsch, so geschmackvoll. und. da von Künstlerhand entworsen und ausgeführt, so wertvoll, daß sie die Sammelwut zur Weißglut steigern werden. Somit steht zu erwarten. daß eine„Hausse“ in Reichsbahnspendenkarten einsetzen wird. Das gibt ein Tauschen und ein Jagen, ben p.: Haß nach der berühmten, fast sagen; nur ein Hinkespiel ist! haben, einer anderguxte zestap Dem Briefmarken= In zeitlicher, Reihenfolge lassen die Zusammenmodernen Somme. Jugend die„wil= setzbilder der Reichsbahn den Werdegang des Versammeln? Während in un ee zmarken“ am höch kehrs erleben. Von den Germanenzügen angesangen en oder Werschätzung star d heute viel= süber die Postusche bis zum„Fliegenden,Kälner“ vten iv de Deutschland gesammelt:. Das Gebiet lzeigen sie die Entwiclung des Reisens. Diehr jei ist ja auch durch die Inslations=, Gedenk= und nicht verrater, denn sanst, wird die Sache zu leicht: ist ja auch durch die Inslations=, Gedenk= und Wohlfahrtsmarkenserien nachgerade so groß geworden, daß man unter Berücksichtigung der mehr oder einige Hundert von verschiedenen deutschen Briefmarken zusammen bringen muß, um„Deutschland Meiter werden an diesen JugenzSamplerbözsen auch die verschiedenartigen Plaketten und WoW.= icht verraten, denn sonst wird die Sache zu. seicht Muß nun auch noch erwas über den Iwen der Spendenkarten gesagt werden? Wohl kaum! Ihr Ertrag ist für das WHW., für den Kampf gegen Hunger und Kälte bestimmt! Das genüge! Aufgepaßt! Am 1. Dezember geht's los! Auch an den Fahrkartenschaltern von Castrop und Rauxel werden dann die hübschen Kärtchen zu haben sein. Straßenbahn getreten war, nicht lange zu erfreuen haben Eine tuaische Krankheit setzte iym im Alter von 66 Jahren ein jähes Ziel. Der Trauerzug wurde vom Spielmannszug und der Kavelle der Bochum=Gelsenkirchener Straßenbahn geführt. Hinter den Fahnenträgern gingen die Betriebsleitung und die Gefolgschaft der Straßenbahn Herne—Castrop= d hi tor dar Hayolla Paul Zimmer die Abordnungen der Kriegerkameradschaften mit ihren umflorten Fahnen marschierten. Der mit der Hakenkreuzfahne bedeckte Sarg wurde von Kriegerlameraden flankiert. Dem Leichenwagen schlossen sich die Leidtragenden und ein großes Trauergefolge an. Einrichtung einer handelsschule in Castrop-Kauxel: Seit längerer Zeit sind Bemühungen im Gange. die auf Angliederung einer Handelsschule an die Städtische Berufsschule in Castrop=Rauxel hinzielen. Vor allen Dingen wird dieses Ztel auch von der hiesigen Ortsleitung der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel als erstrebenswert bezeichnet, weil durch eine solche Schule der Nachwuchs für den Handel eine bessere Ausbildung in den in Betracht kommenden Sonderfächern erhalten würde, als es jetzt am Orte möglich ist. Ob und wann die Verhandlungen zum gewünschten Erfolg führen werden, steht zur Zeit noch dahin. Im Interesse des Handels, wie vor allem auch der Jugend. wäre es angebracht. wenn ein derartiger Ausbau der Berufsschule erfolgte, daß ihr eine zweijährige Handelsschule angegliedert würde, die vom Handelsnachwuchs zwischen Abschluß der Volksschule und Eintritt in den Berufsbetrieb durchzumachen wäre. heule Langemarckfeier des Jungvolks Wir weisen noch einmal auf den Langemarckabend des Jungvolks in Ickern und Rauxel hin, der heute. Donnerstag, den 26. November, um 20 Uhr. im Saale Wessels stattfindet. Programme zum Preise von 10 Pfg. sind noch an der Kasse zu haben. Es wäre zu wünschen, daß unsere Pimpie für ihre die Vorhereitung des Abende Mühen, die sie auf die Vorbelentung des abenos verwandten, einen vollbesetzten Saal hätten. Elternabende von Jungmädelgruppen in der 53. Mehrere hiesige Jungmädelgruppen in der HitlerJugend hielten in diesen Tagen Elternabende ab. die erfreulicherweise, namentlich von den Müttern, gut besucht wurden. So konnte ihnen in Wort. Gesang. Tanz und Sviel gezeigt werden. welch froher und ungezwungener, in Blut und Boden verwurzelter. volkstumhafter, lebensnaher und der Volksgemeinschaftsbildung dienender Geist in den Reihen der Jungmädel herrscht. Während am Dienstag, dem 24. November, in der Wirtschaft Wessels die Jungmädelgruppe 26/259 einen derartigen Elternabend in seiner Weise aufzog, folgten am gestrigen Mittwochabend die Jungmädelgruppen 28/259 und 38/259 diesem Beispiele mit einem Elternabend in der Aula der Vinckeschule im Stadtteile Ickern. Uebereinstimmend dari von beiden Veranstaltungen gesagt werden, daß sie dank der guten Vorbereitung und der straffen Durchführung und nicht zuletzt auch der begeisterten Mitwirkung aller, ihren Zweck voll erreicht haben. Mogart und Weder Gedentstande der Mastrschafe Herme smann Ein wohlgelungener Schüler-Vorspielabend Wer Musik nicht liebt, verdient nicht Ein Mensch genannt zu werden: Wer sie liebt ist ein halber Mensch, Wer sie treibt. Der ist ein ganzer Mensch. Johann Wolsgang von Goethe. Jum Brand auf haus Bladenhorst Am gestrigen Tage wurde die noch immer stark rauchende und mit einer Brandwache besetzt gewesene Brandstätte am Haus Bladenhorst von vielen Neugierigen besucht und besichtigt. Es ist besonders tragisch, daß sich der Brand ausgerechnet zu einer Zeit ereignete, in der unter Führung des Provinzialkonservators Bestrebungen im Gange sind. die Erhaltung dieses historischen Bauwerks für die Zukunft zu sichern. Wir berichteten bereits vor einiger Zeit, daß die für die Provinz Westfalen zuständigen Herren dieserhalb zu einem gemeinsam mit den berusenen Vertretern der Stadtverwaltung Castrov=Rauxel abzuhaltenden Lokaltermin herüberkommen. Hoffentlich erfahren die Absichten des Provinzialkonservators durch den Brand keine Durchkreuzung! Auf alle Fälle hegen alle Freunde der Heimat den dringenden Wunsch, daß das abgebrannte Gebäude wieder in seiner altüberlieferten Form ersteht und so der vertraute Gesamteindruck von Haus Bladenhorst keine Beeinträchtigung erjährt Zu unserem gestrigen Brandbericht wird uns ergänzend mitgeteilt, daß der Löschzug I an der „Panne“ bzw. Verzögerung seines Eintreffens an der Brandstelle schuldlos ist. Er erlitt unterwegs einen ca. 7 Minuten währenden Aufenthalt vor der geschlossenen Schranke des Bahnüberganges beim Hause Bladenhorst. Die Schließung der Schranke erfolgte, weil ein Güterzug infolge des Nebels längere Zeit auf der Köln=Mindener Strecke zur fraglichen Stunde Halt machen mußte. Ueber die Brandursache gehen die Ansichten noch auseinander Während man zunächst mehr dazu neigte. Kurzschluß anzunehmen, glaubt man jetzt eher, daß der Brand seinen Ausgang durch Selbstentzündung des Heues nahm. Der inzwischen herausgekommene amtliche Polizeibericht enthält über die Brandursache nichts. Er besagt: „Am 24. November, gegen 13 Uhr, entstand in einem Stallgebäude des Schlosses Bladenhorst ein Schadenseuer, durch das der Dachstuhl vernichtet wurde. Dem Feuer fielen ferner landwirtschaftliche Maschinen, gedroschenes Getreide. Heu und Stroh in erheblichen Mengen zum Opfer.“ Wir haben schon oft darauf hingewiesen, daß die Programme der Hermesmannschen Musikschule, seten es Lehrer= oder Schülerabende, durch die umfassende Beweglichkeit ihres Leiters immer den Stemvel der Aktualität tragen. Auch heute haben wir Gelegenheit, in besonderem Maße erneut diese Tatsache hervorzuheben. Diese Mozart—Weber=Gedenkstunde zeigte wieder einmal, daß den Vorspielstunden der Anstalt ein immer neues Gesicht abzugewinnen ist. Sympathisch an dieser musikantischen Ehrung: Ein wirklicher Gedenkabend, der durch überraschende Leistungshöhe. Intensität der Vorbereitung und Hingabe der einzelnen Mitwirkenden eine Geschlossenheit erhielt, wie sie sonst in Schülerveranstaltungen selten anzutressen sind. Die prismatische, von innen leuchtende Musikalität Mozarts und Webers wirkt auch heute noch fruchtbar und schöpferisch. Im Programm nichts Verödetes und Verkrampftes. Alles Leben und jede Anregung ausgetan und voller Initiative es durchzuführen. Ueberall Elastizität. Bester Beweis dafür war trotz der gegenwärtigen Fülle der Veranstaltungen der beidemale vollbesetzte Köllmannsche Saal. Futtermittel und Abfallstoffe Die beiden Vorspielstunden wurden geboten von der Unter=. Mittel= und Oberklasse: doch soll aus prinziviellen Gründen und in Anbetracht des gegenwärtig in unserem Musikleben ohnehin starken Konzertbetriebes an dieser Stelle etwas eingehender nur von den Schülerleistungen aus der oberen Mittelund Oberstufe die Rede sein. Die Kleinsten, die im ersten Teil mit ansprechendem Können und sicherem Auftreten sich ihrer Aufgabe entledigten, mögen sich für dieses Mal mit dem Gesamtlob begnügen, das wir ihnen ebenso gerne zollen, wie das dankbare Haus mit seinem reichen Beifall. Ursula Perrey eröffnete ohne Vorlage mit dem Es=dur=Klavierstück von Mozart den Reigen der Darbietungen und zeigte beherzte und anerkennenswerte Fortschritte. Technisch sauber gab sich Inge Nelle mit dem ersten Satz von Mozarts=durSonate. der sich Aloys Kaufmann bei guter musikalischer Einfügung mit dem zweiten Satz anschloß. Eine nicht minder sehr erfreuliche Leistung hatte die technisch und musikalisch recht gewandte Hilde Buse mit den beiden Sätzen aus Mozarts =dur=Sonate zu vier Händen unter Assistenz von Magda Bayer aufzuweisen. Der temperamentvolle Vortrag von Mozarts=dur=Klavierkonzert mit Bayer am zweiten Klavier durch Maria Nowick: bestach durch verlende und elegante Sauberkeit Mit geschlissener Technik und strafsem. klarem rhythmischen Empfinden blieb Hede Hurel bei dem ersten Satz von Mozarts=dur=Klavierkonzert mit Hermesmann am zweiten Flügel auch musikalisch nicht hinter dem von ihr Erwarteten zurück Eine sehr hochstehende Schülerleistung! Die Singeschar unter Westermanns verständiger Leitung lockerte die Vortragsfolge auf mit dem Der Herr Regierungspräsident in Arnsberg hat in einer Rundverfügung die Landräte, Oberbürgermeister und Veterinärräte angewiesen. im Kampf gegen den Verderb dafür zu sorgen, daß die für Menschen ungenießbaren Schlachtabfälle sowie bei der Fleischbeschau beanstandeten Teile restlos den Tierkörververwertungsanstalten zur Herstellung von Tierjutter überwiesen werden, soweit sie nicht unter polizeilicher Ueberwachung in anderer Weise zu Futterzwecken Verwendung finden. Das in den Tierkörververwertungsanstalten aus solchen Abfällen hergestellte Futter ist infolge hoher Erhitzung vollständig ungefährlich für Tiere. Es stellt aber ein hochwertiges Eiweisfutter dar. das den teuren ausländischen Fleischfuttermehlen gleichwertig ist. Der Regierungspräsident ermahnt die Bevölkerung. ebenfalls dafür zu sorgen, daß möglichst alle Kadaver und Schlachtabfälle den Tierkörververwertungsanstalten zugestellt werden. Kein Stück Vieh darf mehr vergraben werden, wenn eine Abdeckerei zur Verfügung steht. Die Kadaver aus dem Stadtgebiet Castrov= Rtuxel werden bis zum 31. Dezember 1936 von der städt. Abdeckerei in Dortmund, und nach diesem Zeitpunkt von der Abdeckerei W. Hooß in Bochum=Langendreer kostenlos abgeholt. Anmeldung gefallener Tiere beim Stadtvolizeiamt. Ringstraße 29. oder bei den Verwaltungsstellen Bladenhorst, Kaiserstraße 20. und Ickern, Kirchstraße 47. Von hier aus wird dann sofort die Abdeckerei benachrichtigt, die die Tierkörper unverzüglich abholt. „Nachtigallen=Kanon" und„Komm lieber Mai und mache die Bäume wieder grün". Sie sanden, wie immer bei diesen Gelegenheiten, vielen wohlverdienten Beifall. Mit Arien. Liedern und Duetten seiner Schüler gab Ludwig Matern im Verlaus des Abends einen Arbeitsbericht über die Erfolge und den augenblicklichen Bestand seiner Ausbildungsklasse. Emmi Zapka erbrachte mit der Arie des Aennchen aus dem„Freischütz“ den Beweis, daß ihr heller, leichtflüssig aufgebauter Sopran überraschend an Tiesenwirkungen gewonnen hat. Vielleicht bedarf die etwas dünne Tiefe noch vermehrten Ausbaues. Die Koloraturen sitzen sicher ansprechend und sind recht geschmeidig. Nach dieser Arie und den Duetten„Bei Männern, welche Liebe fühlen" und„Reich mir die Hand. mein Leben" zu urteilen, wird sie ihren Weg schon machen. Frau Irene Schumacher verfügt über eine sympathische Farbe in der Stimme, die warm und biegsam Mozarts „Abendempfindung" trug und bei dem schwierig zu intervretierenden„Veilchen" recht geschickt eingesetzt wurde. Das wertvolle. gesunde und höhenstrebige Material von Lutz Jostmann ersang sich mit Kaspers Arie aus dem„Freischütz",„Schweig, schweig" bei registerweiter Tongebung und gut gestuftem Vortrag einen vollen Erfolg. Die ganz besonders in der Mitten= und Tiefenlage materialschöne Stimme hat nach Seiten müheloser Intonationssicherheit in der Höhe ganz Beträchtliches gewonnen und vor allem ausdrucksmäßig erfreuliche stimmliche Positionen aufzuweisen, wie die Arie des Levorello bewies. Mit Zavka sang er die obigen Duette in schöner stimmlicher Ergänzung. Bei Herta Gibson war die Begleitung in denkbar besten Händen. Bleibt noch übrig dreier Violin=Nummern zu gedenken, deren tüchtige Intervreten der Violinklasse Feyertag angehören. Der kleine Eberhard Nelle zeigte mit Mozarts=moll=Sonate, daß sein musikalisches Wachstum seinem körperlichen längst die Siegesplame entwand. Anton Maciei sehr begabt, erstaunlich reif, saßt den ersten Satz des =dur=Violon=Konzerts von Mozart unter Begleitung von M. Bayer beherzt am Schopse an, verblüfft im Lagenspiel und durch lockere Bogenführung. Eine der Schule nahezu entwachsene Leistung. Josef Feyertag bot im Verein mit seinen beiden Zöglingen die musikantisch gelockerten. herrlichen Variationen über„Ade zur guten Nacht“. von Albert Weckauf, bei derem Schluß unter Mitwirkung des ganzen mitsingenden Hauses, gestützt durch Hermesmann am Klavier, echter Zauber gemeinschaftsbildender Wirkung Mitwirkende und Zuhörer mit einem einigenden Band umschloß. Wahrlich„Wer sich die Musik erkiest, hat ein himmlisch Werk gewonnen, denn ihr erster Ursprung ist von dem Himmel selbst gekommen, wo die lieben Engelein selber Musikanten seien". Solange so gehaltvolle, durchgearbeitete und aufgelockerte Vorspielstunden abgehalten werden, braucht man um den Musikernachwuchs nicht zu bangen. Es ist vortrefflich, daß dem Kunstkritiker so ab und zu Gelegenheit geboten wird. die Enge des Berufsund Fachgehäuses zu sprengen, um auch einmal da den künstlerischen Betätigungsdrang abzuhorchen, wo er so spantan zutage springt.—.— dann auch die Butter schimmelig machen. Damit die Butter nicht talgig und ranzig wird, muß sie außerdem vor Licht und Luft und aus dem Transvort vor zu großer Wärme geschützt werden. In die Schaufenster gehören Butterattrappen. Im übrigen ist größte Sauberkeit im Betrieb ausschlaggebend für die Haltbarkeit. Wenn auf diese Weise Verarbeiter. wie Verteiler der Butter mithelfen, wird der Erfolg nicht ausbleiben. Kaufmannsgehilfenprüfung im Frühjahr 37 Die Frühjahrsprüsungen 1937 für Kaufmannsgehilfen im Bereiche der Industrie= und Handelskammer zu Dortmund finden mit Rücksicht auf den im Februar 1937 beginnenden Reichsberufswettkampf und angesichts des frühen Ostertermins bereits im Januar 1937 statt. Kampf dem Verderb der Butter! Im Kampf dem Verderb gilt es, der deutschen Volkswirtschaft alle die Werte ungeschmälert zu erhalten, deren es zur Erhaltung seiner Existenz bedarf Dazu gehört in erster Linie auch die Butter. Sie kann gegen Verderb dadurch geschützt werden. daß man zunächst bei ihrer Herstellung alle Fehlerquellen ausschaltet, die zu Verlusten führen können. Dazu gehört vor allem, daß sämtliche Nahmreste. die an den Kühlrohren. in den Leitungen und Pumpen. owie in der Zentrifuge verbleiben, durch gründliches Nachspülen der Butterung zugeführt werden. Ferner muß die Butterungstemperatur so gewählt werden. daß eine Butterungszeit von ungefähr 35 bis 40 Minuten eingehalten wird, damit man nach dem Buttern nur eine möglichst fettarme Buttermilch bekommt. Schließlich müssen auch alle Buttcrreste aus dem Fertiger, dem Buttermilchbehälter und der Formmaschine entsernt werden. Bei Beachtung dieser Dinge kann man schätzungsweise in jeder Molkerei etwa ½ Kliogramm Butter und in ganz Deutschland rund 3000 Kilogramm Butter mehr erzielen. Eine unter Vermeidung genannter Fehlerquellen hergestellte Butter ist haltbar, vorausgesetzt, daß sie orgfältig verpackt und aufbewahrt wird. Das Verpackungsmaterial muß neu sein und troden aufbewahrt werden, damit die Schimmelflecken vermieden die sch durch das Holz hindurchfressen und Anmeldungen zu den Prüfungen sind auf vorgeschriebenen, bei der Kammer(Dortmund. MärkischeStraße 120) erhältlichen Vordrucken, spätestens bis zum 19. Dezember 1936, mittags 12 Uhr, einzureichen. Merkblätter über die Durchführung der Prüfung sind ebenfalls bei der Kammer erhältlich. Zugelassen zu den Prüfungen werden alle Kaufmannslehrlinge. die Ostern 1937 ausgelernt haben. Es wird erwartet, daß jeder Lehrling die sich ihm bietende Gelegenheit, seine Lehre durch ein Abschlußexamen zu beenden, wahrnimmt. Die Ablegung der Kaufmannsgehilfenprüfung erleichtert das berufliche Vorwärtskommen, zumal sämtliche Industrie= und Handelskammern des Reiches die Kaufmannsgehilsen=Prüfungen eingeführt haben. Es wird auch an die Lehrherren appelliert, ihren Einfluß auf ihre Lehrlinge zur Teilnahme an der Prüfung geltend zu machen Ferner wird darauf hingewiesen, daß Voraussetzung für die Zulassung der Nachweis der Beherrschung der Kurzschrift und des Maschinenschreibens. 120 Anschläge in der Minute verlangt. Die Lehrlinge des Einzelhandels sind ausnahmsweise bei der Frühjahrsprüfung 1937 von dieser Verpflichtung freigestellt. Anzeigen über Bauvorhaben Nach der Vierten Anordnung des Ministerpräsidenten und Beauftragten für den Vierjahresplan vom 7. November 1936(Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger Nr. 262 vom 9. 11. 1936) sind vom 1. Dezember 1936 ab alle privaten und össentlichen Hoch= und Tiefbauvorhaben vor dem Baubeginn anzuzeigen. Von der Anzeigepflicht ausgenommen sind private Bauvorhaben, die nicht mehr als 5000 RM. und össentliche Bauvorhaben, die nicht mehr als 25000 RM. Arbeitslöhne an der Baustelle erfordern. Die Anzeigen sind unter Verwendung eines amtlich vorgeschriebenen Formblatts innerhalb von 3 Monaten vor dem Baubeginn, spätestens aber vier Wochen vorher von dem Bauherrn oder der Bauverwaltung in dopvelter Ausfertigung an das für die Baustelle örtlich zuständige Arbeitsamt zu richten. Sie können wirksam auch bereits vor dem 1. Dezember 1936 erstattet werden. Bauvorhaben, die im Dezember begonnen werden sollen, sind spätestens am 1. Dezember 1936 anzuzeigen. Die für die Erstattung der Anzeigen vorgeschriebenen Formblätter sind bei den Arbeitsämtern erhältlich. Organisationsabkommen zwischen handwerk und Einzelhandel Zwischen der Reichsgruppe Handwerk und der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel ist eine neue Vereinbarung über das Organisationsverhältnis zwischen Handwerk und Einzelhandel getroffen worden Danach sind Handwerksbetriebe, die einen Einzelhandelsumsatz von mehr als 3000 RM. jährlich aufweisen, oder bei denen dieser Umsatz mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes beträgt. Mitglieder der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel. Das Meldeverfahren und die organisatorische Erfassung wird von der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel durchgeführt, das Handwerk und seine Organisationen stellen sich jedoch zur Mitarbeit zur Verfügung. Von solchen Betrieben, die sowohl zur Wirtschaftsgruppe Einzelhandel als auch zur Reichsgruppe Handwerk gehören und deren Gesamtumsatz 10000 RM. jährlich nicht übersteigt, erheben die beteiligten Organisationen nur die Hälfte des Betrages. Versorgungsanwärter müssen ihre Bewerbungsgesuche erneuern Der Reichstreubund ehemaliger Berufssoldaten weist die Versorgungsanwärter darauf hin, daß sie im Laufe des Monats November spätestens aber bis zum 1. Dezember ihre Bewerbungsgesuche um Vormerkung für Beamten= und Angestelltenstellen bei den Behörden erneuern müssen. Diese Pflicht besteht nicht für die im Laufe des Jahres 1936 erstmalig vorgemerkten Versorgungsanwärter. Die Behörde. an die das Erneuerungsgesuch unter Angabe des Akten=(Vormerkungs=) Zeichens zu richten ist, ersieht der Versorgungsanwärter aus der ihm übersandten Vormerkungsbestätigung. Die Bewerbungserneuerung muß im übrigen neben voller Anschrift des Versorgungsanwärters auch genaue Bezeichnung der Laufbahnen enthalten, für die Weitervormerkung gewünscht wird. Versorgungsanwärter, die ihre Bewerbung nicht bis zum 1. Dezember erneuert haben. werden in den Listen gestrichen und bei späterer neuer Bewerbung an letzter Stelle vorgemerkt. Immer wieder: Feuer durch Bulldogg und Lokomobilen Durch die Erfolge der nationalsozialistichen Erzeugungsschlacht sind die Erträgnisse des deutschen Bodens in den letzten Jahren wesentlich gesteigert worden. Ein großer Schritt aus dem Wege zur Nahrungsmittelfreiheit des deutschen Volkes ist damit getan, auf manchen Gebieten ist der Volksbedarf aus eigener Erzeugung bereits sichergestellt. Nun hängt alles davon ab, das durch den Fleiß der Bauern und Landwirte Erreichte auch zu erhalten und zu sichern. Nachträgliche Vernichtung landwirtschaftlicher Erzeugnisse durch Verderb oder Schadenbrände muß unbedingt vermieden werden Leider ist in dieser Hinsicht noch längst nicht alles so. wie es sein sollte. In den letzten Monaten sind zahlreiche Schadenbrände in landwirtschaftlichen Gehöften durch Selbstentzündung von Heu entstanden. Ferner sind durch Kinder, die mit Streichhölzern und Feuer spielten, manche Gehöfte. Scheunen, Schuppen, Schober usw. in Schutt und Asche gelegt worden. Neuerdings haben sich mehrere Brände ereignet, die durch Bulldoggs. Trecker oder Lokomobilen beim Dreschen. Holzschneiden usw. entstanden sind. Große Erntevorräte— dazu Gebäude. Maschinen. Vieh u. a. m.— sind dabei vernichtet worden. Es muß unbedingt darauf geachtet werden, daß bei der Verwendung von Bulldoggs. Treckern und Lokomobilen größte Vorsicht waltet. Bei Bulldoggs usw. liegt die Hauptgefahr in dem Austreten von Funken u. Stichflammen(bei Fehlzündungen usw.) Immer wieder sieht man, daß solche Maschinen mit eigener Kraft in Scheunen, Tennen oder Schuppen fahren oder in deren Nähe im Betrieb sind. wo Heu, Stroh und dergleichen herabhängt oder herumliegt und also leicht Feuer fangen kann. Bei Lokomobilen kommt außer dem Funkenflug aus dem Schornstein auch noch die Gefahr eines Brandes von der Feuerung oder dem Aschenkasten in Betracht. Bei starkem Winde stegt die Brandgefahr ungeheuer. Auch das Schleisen von Treibriemen an Stroh oder Heu hat oft Brand verursacht. Für die Hausfrau Pflege der herrengarderobe Theater. Konzerte, Vorträge Heute„Penthesilea“ in Bochum Deshalb: Größte Vorsicht mit Kraftmaschinen! Beachtet die polizeilichen Sicherheitsvorschriften! An den Kleidungsstücken des Mannes ist eigentlich immer etwas zu reinigen, zu säubern, auszubessern. Die Hausfrau muß sich daran gewöhnen, daß ein sehlender Knopf. ein abgerissener Aufhänger. losgelöstes Futter selten im Hause entdeckt werden. sondern stets erst auf der Straße. an der Arbeitsstelle. Das ist nicht Nachlässigkeit des Mannes, das hat seinen Grund ganz einfach darin, daß er nicht daran denkt, wenn er zu Hause ist. Umso mehr Veranlassung liegt für die Frau vor. öfters nach dem Zustand der Herrengarderobe zu sehen und Schäden auszubessern. ehe sie so groß wurden, daß der Schneider in Aktion treten muß. Wenn nämlich erst andere entdecken. daß hinten am Kragen die Ende des zerrissenen Aufhängers hervorstehen, wenn der Paletot offen getragen werden muß, weil ein Knopf fehlt, wenn Flecken und blanke Stellen auf mangelhafte Pflege hinweisen, dann fällt es letzten Endes doch auf die Frau zurück, die schließlich als nach lässig verschrien wird. Da ist zum Beispiel der Rockkragen vom Haar fettig geworden. Es sieht häßlich aus. besonders auf dunklen Anzügen. Die Beseitigung ist recht einfach: Man braut eine Mischung aus 6 Teilen Wasser. einem Teil Spiritus und einem Teil Salmiak zusammen, bürstet die Stellen damit ab, dämpft im Wasserdampf(über dem offenen Kochtopf) und bürstet noch einmal während des Dämpfens. Der Kragen wird dann auf eine mäßig harte Unterlage gelegt und von links gebügelt, wobei ein feuchtes Leinentuch über den Stoff gelegt wird. Es ist gar keine schwere Arbeit, aber der Kragen wird für einige Zeit wieder sauber sein. Vorsichtig sei man allerdings mit der Beimengung des Salmiaks. Ein Zuviel kann der Stoffarbe schaden! W WE A SES Außen sieht der Herrenhut noch gut aus, aber das Schweißband innen ist durchgeschwitzt und unsauber. Peinlich so etwas, wenn der Herr einmal den Hut mit dem Kopfloch nach oben hinlegt. Hier tut wieder eine Wassersalmiaklösung im Verhältnis von 10 Teilen Wasser und einem Teil Salmiak gute Dienste. Das Lederband wird damit tüchtig bearbeitet, der Erfolg zeigt sich auf dem Lappen. mit dem man rieb. Uebrigens können durch verschmutzte und schweißdurchtränkte Hutleder Hautkrankheiten entstehen, deren Ursachen ganz wo anders gesucht werden. Vorsorgliche Menschen lassen sich vom Schneider bei der Anfertigung der Kleidungsstücke ein Stück Futter und einige Reste vom Stoff geben. Sie leisten bei Ausbesserungsarbeiten wertvolle Dienste. Das Gleiche trifft auf die Knöpfe zu, die man doch nie passend nachkaufen kann. Wenn man bisher von Kleists„Penthesilea“ sagte. daß sie zu den unverständlichsten und fernliegendsten der Kleist=Dramen zähle, so straft der große Erfolg. den das Werk in der neuen Inszenierung des Bochumer Stadttheaters vor und während der KleistWoche fand, diese Behauptungen Lügen. Es dürfte in der Geschichte der Aufführungen dieses Werkes wohl ziemlich vereinzelt sein, daß— wie es bei der Bochumer Premiere geschah— das Publikum nicht daran dachte, das Theater zu verlassen, sondern unaufhörlich und immer erneut die Darsteller an die Rampe rief. Auch die heutige„Penthesilea"=Aufführung wird im gleichen Zeichen stehen wie die Premiere und die Aufführung während der Kleist Woche in Anwesenheit des Reichsleiters Alfred Rosenberg und des Präsidenten der Reichstheaterkammer Ministerialrat Dr. Rainer Schlösser. Die Besetzung ist die der Premiere und der Kleist=Woche mit Heidi Kuhlmann in der Titelrolle und Horst Caspar als Achill. Die Spielleitung liegt in den Händen von Dr. Schmitt. Die Bühnenbilder entwarf Dr. Mänz. Musik und musikalische Leitung: Emil Poetters. AS Der Mensch gen der Technik. Man den Südamerika=3 Reederei geben 1 Kleingeld hat un verkauft ist, für Janeiro. Dann vo den nötigen Wäs kann, wenn man gen wieder in De Mensch von heut dern dank der 2 Zeppeline hält e der normale Sch zwei Monate br ständlichkeit. Ankun Wir sitzen in Verwaltungsgebi Frankfurt am M fee durch die gre lichen Lokals au Weit drüben sie autobahn Bruck Vom Feld herüb Verkehrsmaschin sie auf, rollen ar Verwaltungsgeb Betonfeld. Um die Mitta hafen. Da landflugzeuge zur g cher über das F nover und Han nach Köln. Am zu dem Flugn geht mit einer Die Nervosität nen Ruhe und alles geschieht. Alle Passagie ist im kleinen Trevve weggen Bremsklötze fli toren auf. 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Flugkalle-„Rindenburgs Ichwesterschist bis August 1931 gelng Ein Sonderbericht von Robert Oberhauser Der Mensch gewöhnt sich schnell an die Wunder der Technik. Man geht in ein Reisebüro, läßt sich den Südamerika=Fahrplan der Deutschen ZeppelinReederei geben und löst, wenn man das nötige Kleingeld hat und das Luftschiff nicht schon ausverkauft ist, für morgen eine Karte nach Rio de Janeiro. Dann packt man seinen kleinen Koffer mit den nötigen Wäschestücken und Toilettesachen und kann, wenn man es eilig hat, bereits in zwölf Tagen wieder in Deutschland sein. Das alles faßt der Mensch von heute nicht als ein Wunder auf, sondern dank der Tatkraft und Tüchtigkeit deutscher Zeppeline hält er diese Schnellverbindung, für die der normale Schiffsverkehr immerhin noch rund zwei Monate braucht, für eine glatte Selbstverständlichkeit. Ankunft im Weltflughafen Wir sitzen in dem schönen Kaffee draußen im Verwaltungsgebäude des neuen Weltflughafens bei Frankfurt am Main und sehen bei einer Tasse Kaffee durch die großen modernen Fenster des gemütlichen Lokals auf die Riesenfläche des Flugfeldes. Weit drüben sieht man die Autos auf der Reichsautobahn Bruchsal—Bad Nauheim vorbeiflitzen. Vom Feld herüber dröhnen die Motoren der großen Verkehrsmaschinen der Lufthansa. Ganz sachte setzen sie auf. rollen aus, drehen bei und kommen bis zum Verwaltungsgebäude auf das große, viereckige Um die Mittagsseit herrscht Hochbetrieb im Flughafen. Da landen und starten oft drei, vier Großflugzeuge zur gleichen Zeit. Da ruft der Lautsprecher über das Feld: Einsteigen zum Flug nach Hannover und Hamburg. Platz nehmen zu den Flügen nach Köln. Amsterdam und Brüssel. Fertigmachen zu dem Flug nach Stuttgart und Zürich. Und alles geht mit einer wunderbaren Ruhe und Sicherheit. Die Nervosität der Fluggäste wird vor dieser eisernen Ruhe und Selbstverständlichkeit, mit der hier alles geschieht, schnell gebändigt. Alle Passagiere haben Platz genommen. Die Post ist im kleinen Geväckraum verstaut. Nun wird die Treppe weggenommen und die Tür verschlossen. Die Bremsklötze fliegen weg und dann brülleg. die Motoren auf. Langsam wendet die Maschine, dreyr oann bei und jagt mit heulenden Motoren über das Feld. fertig sein wird. Aber damit ist das Bauprogramm der Zeppelin=Reederei noch nicht abgeschlossen, denn auch hier hat die deutsche Reichsregierung im Rahmen des großen deutschen Wiederaufbaues ein auf längere Sicht berechnetes festes Bauprogramm geAuch die zweite Halle auf dem Weltflughafen. von der seit längerer Zeit die Rede ist, ist nun eine beschlossene Sache. Seibert(Homburg), der die erste Halle baute, wird auch diese zweite Riesenhalle ausführen.„Er hat sie phantastisch gebaut“, sagt der Major. Die beiden Hallen und eventuell noch zu errichtende weitere Hallen werden im Halbkreis um eine riesige Drehscheibe angeordnet, ähnlich wie ja auch die Lokomotivhallen der Reichsbahn angelegt Alle technischen Einrichtungen des Weltflughafens sind mustergültig.„Das kann uns eben niemand nachmachen“, meint der Major.„Als neulich unser großer Kollege aus Lakehurst, Kommandant Rosenthal. hier war, blieb ihm über die selbütverständliche Ruhe, mit der hier alles erledigt wird, die Spucke weg. Im Zeppelinbau sind wir führend, denn es kommt nun einmal nicht nur auf die Theorie an. Die können andere noch besser verstehen, die Praxis allein ist ausschlaggebend. Und so ein Zeppelin, der fährt nicht allein, der Mensch fährt ihn. Das richtige Gefühl für so ein technisches Wunder muß einer haben, und das haben unsere Jungens. weiß Gott! Der ganze Apparat funktioniert halt, weil jeder kleinste Arbeiter weiß, was er macht, weil jeder das Verständnis für das Ganze hat!“ Alle Jahrten ausverkauft Ein echter„Luftbär“. Major Buttlar erzählt... Was den neuen Großflughafen bei Frankfurt am Main in aller Welt berühmt gemacht hat, das ist aber nicht sein großer Flugverkehr. sondern die große Luftschiffhalle, von der aus die Amerikaflüge unserer deutschen Zeppeline unternommen werden. Am Abend sitzen wir mit dem Kommandanten des Flughafens, Major Freiherr von Buttlar, zusammen und erwarten die Ankunft des„Hindenburg“ von seiner Südamerikafahrt. Der Kommandant ist ein alter Kriegsflieger und hat sich den Pour le mérite bei den berühmten Englandflügen der deutschen Zevveline geholt. Nun sitzt er uns gegenüber, ein echter alter Seebär,„Luftbär“ müßte man eigentlich sagen, und erzählt uns in einem frischen, rauhen Landsknechtston, was wir wissen wollen..1g.. Nachdem er uns einleitend freundschaftuim erklärt hat, daß die Journalisten alle erschossen gehörten, weil sie immer so viel wissen wollten und einen nie in Ruhe ließen, hat er uns dann bei einem Glase Bier doch tapfer Rede gestanden und uns überaus interessant von den Amerikaflügen der Zeppeline angenen erzählt. Als ich den Major frage, wann der Zepvelin wieder abfliegt, sagt er strafend:„Junger Mann, der Zeppelin fliegt nicht, der Zeppelin fahrr. Nur das Flugzeug fliegt. Der Zeppelin startet auch nicht. sondern steigt auf. Das können Sie ruhig schreiben, damit es die„Zivilisten“ endlich mal lernen. Wissen Sie, der Zeppelin ist nichts anderes als ein Schiff. er fährt nur eine Etage höher.“ Um nicht die Todsünde der Fliegersprache zu begehen habe ich vom fliegenden Zeppelin gesprochen. Nun fliegt der Zeppelin nicht, sondern fährt, da soll sich einer auskennen. Aber dem Wuzsehgoge, So gen Majors sei hier entsprochen und wrt, wolleg, ihn versprechen, nie wieder gegen die heitigen Gesetze der Fliegersprache zu verstoßen. Zwei Zeppeline über dem Ozean Während es langsam Nacht wird und die letzten Standortmeldungen des„Hindenburg„schon aus Deutschland kommen, erjählt uns beg gpeigggg dem Südamerikadienst der Deizifahrten, die regel. derei. Nachdem die Nordameriks)., Jr: bis, 66, mäßig ausverkauft waren und sich in Amer ter Beliebtheit erfreuten, fahrvlanmäßig abgeschlossen waren, nahmen die beiden Luftschiffe ihre Südamerikafahrten auf. Die,e gtez, ighi,.8 ten wurden vom„Graf Zevpelin.,„hurg4 dann zu 21. Oktober stieg L. 3. 129„Hinvenvurr Faneir seiner ersten Südamerikafahrt nach Rio de I auf. Auf der Rückfahrt begegnete„Hindenburs" dem Luftschiff„Graf Zeppelin", das auf seiner vierten Fahrt war. Damit begegneten sich zum ersten Male in der Geschichte der Luftschiffahrt zwei Hepveline auf dem Ozean. Ein neues Zeitalter des Verkehrs hat begonnen. Das neue Bauprogramm Zehn Jahre versieht das Luftschiff„Graf Zeppelober 85 000 Menschen wurden bisher mit dem ZeyUeber 85000 Menschen wurden bisher mit dem Je velin befördert und keinem einzigen ist je ein Le eine erten Koiten Fahrten aigageise Ggbeier. ein veue, Lhenburg e zis zum 15. August 1937 schiff von„Hindenburg bis dum 15. August 193 Das wissen auch die Ausländer, deshalb vertrauen sie sich dem Zeppelin auch bedingungslos an. Das Luftschiff„Hindenburg“ hat 25 Kabinen zu je zwe Betten. aber der Andrang zu den Fahrten war so groß, daß noch einige Notkabinen eingerichtet werden mußten. Zu den bisher durchgeführten Nordamerika=Fahrten waren die Karten regelmäßig ausverkauft. Und doch bedeuten die Fluggäste garnicht die Haupteinnahme für den Zeppelin: rentabel wird er erst durch die Postbeförderung. Denn für den Zeppelin bedeutet das Gewicht alles. Und zu dem Gewicht eines Passagiers mit seinem Geväck kommt noch so und so viel Aufwand an Lebensmitteln. Wasser und Bequemlichkeit, daß für dieses Gesamt gewicht auf Briefpost umgerechnet ein Mehrfaches der Kosten für die Ueberfahrt herauskäme. Deshalb führt die Deutsche Reichspost neben den Zeppelinfahrten noch reine Postflüge nach Südamerika durch. Jeden Donnerstag früh um 5 Uhr starten in Frankfurt die schnellen Heinkel=Maschinen zum Postflug über Marseille. Lissabon, Las Palmas. Natale nach Santiago de Chile. Um eine Pgchzeschenigungen erreichen, schickt man dem Luftsang mit schnellen Maschinen die letzte Post nach Las Palmas nach. wo sie vom Zeppelin dann in der Luft übernommen Während der Major erzählt meldet eine neue Standortmeldung das baldige Eintreffen des Luftschiffes über Frankfurt. Es ist einhalb elf Ap/gu; Wir — Für el,. Ap, nipd.vie Homt nangem„u. HilfswerkEs sind 250 Mann aus dem nahen Sa.=Hilfswell Auf dem riesigen Feld brennen nun die roten Signallampen: rundum auf etwa zwanzig Meter hohen Masten die Lampen. die die dung, macht das Luftschiff noch einen kleinen Umweg nach Frankfurt. Hinter der Barriere bei der riesigen Halle stehen etwa 200 Menschen, die in dieser kalten Nacht dem Landungsmanöver zusehen wollen. Nach ein paar Minuten kommt„Hindenburg" zurück. Das Luftschiff liegt völlig im Dunkeln, nur ein Scheinwerfer strahlt senkrecht herunter zur Erde. Langsam geht der mächtige Leib des Schiffes herunter. Jetzt ist er noch hundert Meter über der Erde. Man sieht, wie die Fluggäste neugierig das Landungmanöver beobachten. Die beiden mächtigen Räder am Bug und Heck des Schiffes werden herabgelassen, die Halteseile fliegen herab, geübte Hände greifen nach ihnen, ein vaar Kommandos ertönen und schon setzt sich das Luftschiff. von hundert Händen gezogen und gestützt, zum Ankermast hin in Bewegung. Ganz langsam und behutsam geht das. Zwanzig. dreißig Mann stützen die Führerkabine ab, auf jeden leisen Zug reagiert der mächtige Leib des Zeppelin. Langsam zieht eine Winde die Nase des Luftschiffes zum Ankermast. Zwanzig Meter, zehn Meter, jetzt muß er am Ankermast anstoßen. Aber die Haltemannschaft bringt das Luftschiff auf den Millimeter genau zum Mast, mit einem Ruck schnappt es in die Haltevorrichtung ein. Nun ist alles andere nur mehr eine Kleinigkeit bei dem geringen Wind, der heute herrscht. Das Heckrad steht auf einem kleinen Transvortwagen und der Zeppelin wird auf dem großen äußeren Schienenkreis um den Mittelpunkt des Ankermastes so lange gedreht, bis er genau die Richtung der Halle hat. Dann wird wiederum auf den Transvortschienen der ganze Ankermast mit dem Luftschiff nach vorne in die Halle geschoben. Das ganze Landemanöver hat kaum länger als zwanzig Minuten gedauert. Ich habe mich längst unter die Haltemannschaft gemischt, da man auf dem Feld als„Unbefugter“ nicht herumlaufen darf. und drückte nun mit den anderen den Zeppelin in die Halle. Sonderbar ist es im Zilm... daß Handtaschen nie umgepackt werden und all das, was eine Frau braucht, immer fir und fertig drinnen liegt.„..2 meder anf. daß Autofahrer ihren Wagen weder anlassen noch in den ersten Gang gehen, sondern gleich im dritten Gang davonbrausen. daß alle Männer auf der Leinwand immer gut rasiert sind. 944.1 Line B. cpme 6. daß, wenn ein Gast im Loral eine Rechnung bezahlt, der Kellner nie etwas wieder herausgibt. daß alle Leute, die telefonieren, jede gewünschte Telefonnummer im Gedächtnis haben und nie im Buch nachzusehen brauchen.„ daß keine Frau, mag sie im Urwald oder in der Sahara gewesen sein, ohne ondulierte Haare und manikürte Fingernägel zurückkommt. daß, wenn jemand eine Taxe braucht, auch immer eine vorbanden ist. ine vorhanden ist. daß ein gefülltes Theaterparkett immer nur Besucher zeigt, die im Frack oder Abendkleid erschienen sind, auch wenn es sich um die dreihundertste Serienaufführung handelt. Mawein. Im Innern des Luftschiffes Flushafens sichtbar machen und Axte g. jezz 6he Boden breite Leuchtstreifen, die ore Aufsetzfläg Glatte Landung Die Motore machen so wenig Lärm, erst die Lichter des Luftschiffes auftauchen sehen. und dann erst das Motorengeräusch hören. Schnell kommt„Hindenburg“ näher, er ist kaum dreihundert mieter über dem Boden. Eis alles tlar it zur Lane Lampe und Licht Brauchtum, Volksglaube, Weisheiten Von Albin Michel In der hell beleuchteten Riesenhalle erkennt man erst richtig die Riesendimensionen des Luftschiffes. Eine Falltreppe wird heruntergeklappt, die ersten Passagiere tauchen auf und betreten nach dreitägiger Fahrt von Kontinent zu Kontinent euroväischen Boden. In allen Sprachen werden Abschiedsgrüße getauscht. Es sind meist Ausländer. die mit dem Luftschiff kommen: Wirtschaftler, Vertreter, Gelehrte. Staatsmänner. Die Reisenden werden in den Zollraum geleitet. Höflich und zuvorkommend versehen die Beamten ihren Dienst Und erst nach Erledigung dieser Formalitäten dürfen die wartenden Angehörigen die Amerikareisenden begrüßen. In allen Sprachen erzählen sie von der unbeschreiblich schönen und bequemen Reise und sind voll des Lobes über die deutschen Zeppelinleute. Auch Kavitän Prust und seine tüchtigen Jungs steigen nun aus und werden von ihren Kameraden herzlich begrüßt. Langsam leert sich die Halle, die Reisenden werden mit Omnibussen zu ihren Hotels nach Frankfurt gebracht und bald liegt der große Platz wieder in Am nächsten Tag holt mich Major von Butitlar ab und fährt mich hinüber zur Halle. Ich dar##s Luftschiff besichtigen, das morgen wieder nach Amerika aufsteigen wird. Zuerst sehen wir uns die Passagierräume an. Diese mit erlesenem gerichteten Räume überraschen jeden Besucher. Wir treten in das weinrote Speisezimmer. Alles ist unendlich prattisch eingerichtet. Ohexs=pöste platten in läßt sich durch Herausnahme der Miltelslatten in mehrere viereckige Spieltische verwandeln, an denen nen Finger hochheben. An den Füßen der Tische sind Ventilatoren eingebaut. Die Kabinen sind bequem eingerichtet, ähnlich wie die Schlafwagenkabinen unserer Schnellzüge. Das Gesellschaftszimmer enthält sogar einen Flügel, der, eine weitere Eigenart. nicht aus Holz. sondern aus Leder ist. Oberstes Gesetz beim Zeppelin ist nun einmäl die Gewichtsersparnis. Auch ein hübsches Schreib= und Lesezimmer ist vorhanden. Der große Fortschritt des„Hindenburg“ ist das Rauchzimmer. Hier eine kluge technische Einrichtung dafür, daß mit brennenden Zigarren oder Zigaretten kein Mißbrauch getrieben wird. Man geht durch einen kleinen Gang und eine Drehtüre am Barkeever vorbei in das Rauchzimmer. Jeder kann hinein, aber die Drehtür läßt keinen mehr heraus. Nur der Mann an der Bar kann den Gast wieder herauslassen, und das tut er nach genauer Kontrolle. So werden die Raucher vor Vergeßlichkeit und alle Reisenden vor Schaden geschützt. „Hindenburg“ kankt Helium Dann gehen wir auf dem schmalen Laufbrett durch den gewaltigen Leib des Luftschiffes bis zum Heck. Man kommt sich wie verzaubert vor. Die„Haut des Luftschiffes“ ist durchsichtig, man glaubt, man befindet sich als Däumling des Märchens in einer riesigen Wurst. Rechts und links vom Laufbrett stehen in langer Reihe die großen Treibstofftanks. Die Luft ist erfüllt von einem Zischen und Rauschen. Es wird gerade Heliumgas in die Zellen gefüllt. Da die Zellen erst halbvoll sind, sieht man noch bis hoch hinauf in das Gestänge und das Geripve der mächtigen Stahlkonstruktion. Das heißt, es ist ja alles Aluminium, und es scheint einem unfaßbar. daß das alles hält, ja heftigsten Stürmen zu trotzen vermag. Das ist eben das große Geheimnis der Technik.„Daß es hält. und zwar unbedingt hält, das ist ja das große Wunder, das wir geschaffen haben". meint der Major. Sechzig Mann Besatzung hat das Luftschiff„Hindenburg". Sie alle haben ihre Schlafkabinen rechts und links von dem Laufsteg. Bei der Küche ist ihr Eß= und Aufenthaltsraum. Da und dort ist Platz gelassen für ein Ersatzteillager, oder eine kleine Drehbank. Kleine niedere Höhlengänge führen hinauf zu den Motorengondeln, die während der Fahrt von den Monteuren betreten werden können. der Führergondel Zuletzt sehe ich mir die Führergondel an. Man will es kaum glauben, daß das mächtige Schiff von hier aus, mit den vaar Avparaten. die man hier sieht, bedient und gelenkt werden kann. Da sind zwei Steuerräder mit einem Durchmesser von knapp ein Meter, davor stehen zwei kleine leichte Aluminiumbocker, und doch wird von hier, dieser unscheinbaren Kommandobrücke aus, das Luftschiff sicher durch Stürme und Wetter gesteuert. Eine kleine Telefonzentrale hält die Verbindung zwischen der Führerkabine, dem Heck. den Passagierräumen, den Monteuren, der Wache usw. aufrecht. Auch eine kleine Rohrvostanlage ist eingebaut. Die Funkanlage ist auf einen denkbar kleinen Raum zusammengedrängt. Mit einem gewaltigen Respekt vor der Tüchtigkeit unserer Ingenieure und dem großen Können unserer Luftschiffkapitäne verlassen wir die Kommandobrücke des Zeppelins. Lampe und Licht spielen auf mancherlei in das deutsche Brauchtum hinein. Nach einem der in fast des deutschen Sprachgebietes anzutreffen ist, wird man bald eine Braut im Hause haben, wenn zufällig drei Personen mit angezündeten Lampen an einer Stelle zusammenkommen. Wird eine Lampe auf den Fußboden gestellt, so soll bald ein Trauerfall im Hause vorkommen. Angezündete Lampen schützen vor Teufeln und Hexen, denr, wie es in einem alten Spruch heißt:„Wo ein Licht brennt, traut sich der Teufel nicht hin“. In katholischen Gegenden werden Sterbende„weggeleuchtet“, man zündet um das Sterbelager Lichter an oder umgeht das Bett damit. In bäuerlichen Kreisen ist es vielfach Brauch, nach Aufbahrung eines Toten Lampen oder Kerzen um den Sarg oder auf den SargIn entlegenen Gegenden win es der, daß nach der Geburt eines Kindes ein Licht angezündet wird; dadurch soll das Neugeborene vor bösen Geistern geschützt werden. Besonders in einigen Gegenden der deutschen Gebirge ist noch der Brauch anzutreffen, bei Aufziehen eines Gewitters ein Licht an die Fenster zu stellen. Alte Schatzgräbergeschichten wissen zu berichten, daß ein Schatzgräber, wenn er vor Geistern geschützt sein will, die die unterirdischen Schätze bewachen, beim Graben stets ein Licht anstecken müsse. So blieben die geheimnisvollen Wächter in ihr Versteck gebannt. Lampe und Licht kommen auch in Sprichworten und Redensarten vor. In alten Sprüchen heißt es:„Solange die Lampe Oel hat, brennt sie“. „Viele wollen die Lampen putzen, aber keiner will Oel dreingießen".„Ist die Lampe ausgelöscht, so ist alles gleich schwarz“.„Die wird ausgelöscht, wenn die Sonne aufgeht". „An einer Lampe kann man tausend Lichter anzünden". Der Kapuziner in„Wallenstein" donnerte los: Wer bei Soldaten sucht Die Furcht Gottes und die gute Zucht Und die Scham, der wird nichts finden, Und tät er auch hundert Laternen anzünden! In Goethes„Faust“ heißt es: Ach, wenn in unserer engen Zelle Die Lampe freundlich wieder brennt! Jemanden hinters Licht führen, heißt soviel, wie ihn betrügen wollen. Sein Licht nicht unter den Scheffel stellen, soll darlegen, daß allzu große Bescheidenheit falsch ist. Mit der Redensart„sich selbst im Lichte stehen“, soll ausgedrückt werden, daß man sich durch eigene Ungeschicklichkeit Schaden zufügen kann. Einem ein Licht stecken heißt, jemandem etwas Unerwartetes sagen, um ihn von einer vorgefaßren Meinung abzubringen suchen. Damit verwandt ist die Redewendung:„Ihm geht ein Licht auf“, ebenso „Ins rechte Licht rücken". Mit der Redensart: „Bei Tage Laternen anzünden“, soll gesagt werden, daß es sich um eine Verkehrtheit oder um etwas Ueberflüssiges handelt. Wapten Die das schon: „Mit Netzen in die Tiefe“— unter diesem Motto bereitet William Beebe, der berühmte Tiefseetaucher, eine neue Expedition vor, die über eine Meerestiefe von 1000 Meter hinaus vorstoßen soll Der Schaden, der im Jahre in den Vereinigten Staaten durch Feuer angerichtet wird, wird auf 250 Millionen Dollar geschätzt. Den Schaden, den das Staatsvermögen durch Erkältungskrankheiten erleidet, berechnet man jedoch auf 1,6 Milliarden Dollar. Bei einem Festessen in Tokio ließ Graf Ijuin Rattenbraten servieren. Es handelt sich um Ratten von der Insel Formosa, die hier mit Zuckerrohr kugelrund gefüttert werden und bis zu 60 Zentimeter Länge erreichen. In Kairo konnten zwei Affen überführt werden, im Auftrage einer Bande von Taschendieben systematisch die Aufmerksamkeit des Publikums so abgelenkt zu haben, daß die„Mitarbeiter“ der Affen in aller Ruhe den Zuschauern die Taschen leeren konnten. In Chikago verlor ein gewisser Willy Gustavson sein Vermögen dadurch, daß er das Geld in einem alten Telephonbuch aufbewahrte, das während einer Geschäftsreise von seiner Gattin an einen Althändler abgegeben wurde. Dänische Aerzte versichern, daß Personen mit kleiner Körperstatur ein viel glücklicheres Eheleben haben und seltener Grund zu Scheidungen geben und finden. Nicolettes Körper regt sich, die Glieder lösen sich aus der sanften Erstarrung. Zögernd gleitet Leben in die traumverhangenen Züge, die Lider zittern, zucken hoch, aus den Augen glänzt erdentrückte Seligkeit— sie ist wach. Schräg gegen das Fenster fallen die Morgenstrahlen der Sonne, die schon die allererste zarteste Kraft des werdenden Frühlings in sich trägt. Nicolette sieht in das von dünnen Vorhängen gedämt##e Licht, bis ein Flor die Augen trübt. Sie wendet den Blick. Er fällt auf einen Busch Rosen, der in einer hohen schwarzblauen Vase auf dem Toilettentisch steht. Es sind die Rosen, die ihr gestern abend der Page auf die Bühne brachte, und sie bildet sich ein, Ernst Florian habe sie ihr geschickt. Sie können auch von Bornstetts, sie können auch von einem wildfremden Menschen sein, der sie verehrt— eine Karte war nicht dabei, aber sie hält fest an dem Glauben, daß sie von Ernst Florian sind, obwohl sie nicht einmal weiß, ob er da war. Die Gedanken kehren zurück aus der Versunkenheit, in die sie der Schlaf hüllte. Der gestrige Abend steht wieder vor ihr. Sie ist also jetzt eine große Künstlerin. Camphausen hat sie zu einer großen Künstlerin gemacht. Alle Zeitungen werden das schreiben, viele Menschen werden ihr das in Briefen sagen, viele Menschen werden es sich zur Ehre anrechnen, ihre Bekanntschaft zu machen. Alle Wege sind eben, sie kann eine große Rolle in der großen Gesellschaft spielen. Wie leicht das alles ging! Wie nebensächlich das alles ist!—— Sie erhebt sich und geht in das schmale Badezimmer. Steht unter der milden Dusche. Der blanke Körper ist übersprüht von einem zerstäubenden, glitzernden Perlenschleier. Sie läßt das Wasser kälter werden, rollt die Schultern unter der rieselnden Frische, legt den Hebel herum und hüpft elastisch aus der Wanne Sie reibt sich mit dem Frottiertuch, das Blut glüht durch die Haut, die Wangen röten sich, die Augen glänzen. Das kalte Bad hat sie erquickt. Auch ihre Gedanken sind klarer, sicherer. Im leichten japanischen Kimono sitzt sie am Frühstückstisch, den Flori schon gedeckt hat. Ein Stapel Post liegt da— wie gewöhnlich. Sie durchwühlt ihn, findet eine Karte von Grix. Er schreibt wegen des 1. März. Aus den wenigen Zeilen liest sie seine Angst, daß sie im letzten Augenblick noch vertragsbrüchig werden könne. Der 1. März ist in drei Tagen! Ihr graut davor. Sie schiebt die Karte zwischen die Postsachen, ohne sie ganz gelesen zu haben. Nicht daran denken heute!— Nach Frankreich mit Grix! Was soll sie in Frankreich? Dort ist nicht die Luft, die Ernst Florian atmet. Sparsam, spielerisch frühstückt sie, mit fernen Gedanken. Flori deckt ab. Nicolette gibt ihr den Auftrag, keinen Menschen vorzulassen, wer es auch sei! Höchstens Doktor Camphausen und... Sie schreibt einige Namen von Personen auf einen Zettel, die heute Ausnahme sind. Margit, Ernst Florian sind dabei. Da läutet auch schon Camphausen an. Als erster bietet er ihr den Morgengruß. Meine liebe, liebe Nicolette, heute gibt es in Berlin zwei restlos glückliche Menschen— Sie und ich. Die giftige Blase ist, ohne Schaden zu tun, zerplatzt. Die Opposition krümmt sich am Boden und ist geblendet vom Licht, das Sie ausstrahlen...“ So poetisch ist er. Er hat schon die ersten Kritiken, die er ihr nachher gleich bringen will. Nicolette bleibt sinnend an dem kleinen Tisch, auf dem der Apparat steht, sitzen. Camphausen — ein prachtvoller Mensch. Man wäre gut geborgen bei ihm. Ein Charakter! Hinter dem Spott, der manchmal schon an Zynismus grenzt, versteckt sich eine Seele. Er meint es lauter mit ihr. Ob aber nicht auch in ihm das begehrliche Feuer brennt? Doch. Selbstverständlich. Eben weil er ein Mensch ist. Wie sie, genau wie sie.— Camphausen?— Sie schüttelt den Kopf und erhebt sich energisch. Kleidet sich an. Ein ganz schlichtes dunkelblaues Wollkleid mit schmalem, schottisch gemustertem Kragen und ebensolchen Manschetten wählt sie. Die Klingel des Fernsprechers wechselt ab mit der im Flur. Hochbetrieb heute! Flori muß hin= und herlaufen und abfertigen. Das macht ihr Spaß:„Das gnädige Fräulein wird sehr bedauern, das gnädige Fräulein ist schon ausgegangen.“ Und regelmäßig hinterher zu Nicolette:„Ich möcht“ nur wissen, woher die Leute unsere Straßen= und Telephonnummer haben!“ Endlich läutet jemand an, der auf dem Zettel steht: Margit. Nicolette ist schon am Apparat:„Margit...! Margit...l Guten Morgen, Margit.“ Die Stimme ist freudig erregt. Maigit sendet ihre ganze Begeisterung durch den Draht. Nicolette lächelt, kommt nicht zu Wort und wartet nur auf den einen Namen. Und Margit sagt:„Ernst Florian ist ebenso begeistert wir wir alle. Natürlich war er mit uns. Du, Kleinchen, den kannt' ich ja überhaupt nicht wieder.“ Nicolettes Herz klopft beschwingt: Nicht wirder?“ „Er saß während der Vorstellung neben mir und ich dachte, er müsse jeden Augenblick explodieren! Also ich sage dir— vor Freude natürlich explodieren! Gestern nachmittag noch, als wir mit ihm und seinem Onkel in der Ausstellung beisammen waren, hat er den Mund nicht aufbekommen. Und abends... wie verwandelt! Eine Nervosität ist in ihm! Hans sagte,„wie ein Vollblüter vor dem Start". Er redete das tollste Zeug an mich hin. Ich wurde nicht klug daraus. Wie im Delirium. Und nach der Vorstellung— plötzlich war er von meiner Seite verschwunden. Ohne Abschied! Einfach heidi! Ich dachte schon, du...!“ Nicolette trinkt die Worte in sich hinein wie ein Verdurstender. Glut liegt auf ihren Wangen. Ein paarmal senken sich die Lider sekundenlang, wie um die innere Beseligung einzuschließen. Jetzt sagt sie, da Margit abbricht:„Nein, bei mir war er nicht. Wann— wann ist denn sein Onkel gekommen?" Nur diese Frage ist ihr noch wichtig. „Vorgestern abend. Aber Ernst Florian hat ihn erst gestern nachmittag begrüßt, und abends vor der Vorstellung haben sie zusammen gegessen. Nicolette hält den Hörer noch, als sich Margit schon lange verabschiedet hat. Sie haben eine Zusammenkunft verabredet, aber Nicolette weiß kaum wann und wo. Ernst Florian war in ihrem Film. Ernst Florian war— wie sagte Margit?— wie im Delirium. Er war vom Nachmittag zum Abend ein anderer— nachdem er seinen Onkel getroffen hat. Nachdem er mit seinem Onkel gesprochen hat!— Nicolette wandert durch die drei Zimmer, in keinem kann sie auch nur eine Minute rasten. Dies und das nimmt sie in die Hand und preßt den Sturm ihres Herzens hinein. Dann wieder bemüht sie sich, diesen Strom der Hoffnung, di. ganz nah die Erfüllung sieht, einzudämmen. Manchmal bleibt sie sogar stehen und stampft heftig mit dem Fuß auf, wie um ihrem Kampf gegen das Glück größeren Nachdruck zu geben. Aber das ist nur eine kindliche selbstbetrügerische Spielerei. Da ist in ihrem Blut ein Pochen, das ihr Gewißheit gibt. Es ist dieselbe zuversichtliche Gewißheit, die sich aus kindlichem Vertrauen und ernster Entschiedenheit zusammensetzte, als sie vor einem Jahr fast Paris verließ, um ihren Vater zu suchen. Sie wußte damals, sie würde ihn finden. Sie weiß jetzt, in dieser Stunde, daß er ihr nahe ist. Wenn jetzt mnur Camphausen da wäre, damit er sie etwas ablenken könnte! Sie versucht, es selbst zu tun, indem sie ihre Kakteen begießt. Und tatsächlich beruhigt sich dieses ungestüme Warten auf etwas Unbestimmtes. Als nach einem Klingeln im Flur Flori eintritt, sieht sie nicht einmal von ihrer Arbeit auf. Aber da sagt Flori:„Gnädiges Fräulein, ein Herr Ringh von Einödshoff...!“ Nicolette dreht sich langsam herum und starrt das Mädchen an, als habe sie nicht richtig gehört. Flori hält eine Besuchskarte in spitzen Fingern:„Aber es ist nicht der junge Herr von damals.“ Sie hat den Namen, den ihr Ernst Florian bei seinem überraschenden Besuch nannte, behalten, und sie mag vermuten, daß es eine besondere Bewandtnis mit dem Namen hat, denn er steht auch heute auf ihrem Zettel. Nicolette nimmt die Karte, liest die paar Worte, ohne sie zu fassen, sagt mechanisch:„Ich lasse bitten...“ Flori verschwindet. Nicolette setzt die Kanne mit der langen dünnen Tülle zwischen as bizarre Gewirr von Knollen und stacheligen Blättern. Ihre Knie sind unsicher. Sie stützt sich auf den Kakteentisch. Aus ihrem Gesicht ist alles Blut gewichen, über das ganze Zimmer breitet sich ein Flor. Jetzt denkt sie erschreckt...! Durch den Flor tritt der Rittmeister auf sie zu, bleibt einige Schritte vor ihr stehen.„Ich bin Florians Onkel.“ Ernst und freundlich ist die Stimme. Der Flor gleitet und versinkt. Deutlich sieht sie das klar geprägte, edelmännische Gesicht. Die Augen ruhen inetnander— Augen von dem gleichen ernsten Graublau, erfüllt von gleichgearte om Fühlen. .s Nicolette tastet sich eine Gebärde— der eine Arm hebt sich langsam dem Mann entgegen, fällt plötzlich schlaff wieder herab. Erneut verschwimmt das Zimmer, sie wankt. Da ist er bei ihr mit gebreiteten Armen. Mit einem Seufzer, als ob sie verlöschen wolle, sinkt sie hinein— aber es ist, weil Unruhe und Zweifel in diesem Augenblick für immer ihr entflohen sind. „Ma petite Nicolette...!“ sagt eine erschütterte Stimme. Da schlingt sie den Arm um den Nacken des Mannes. Das Leben kehrt zurück, das Kind wird wach.„Mon papa..!“ lächelt sie, und mit einem Aufschluchzen:„Sie sind mein Vater, nicht wahr?" Er läßt sie weinen in seinen Armen. Aber die Tränen versiegen bald. Sie löst sich ein wenig von ihm und betrachtet ihn unverwandt. „Nun Nicolette?“ „Vater...!“ lächelt sie wie im Traum. Sie tastet nach seiner Hand, um sie inbrünstig an die Brust zu drücken. Da bemerkt sie den Siegelring. „Der Ring...!" flüstert sie. Andächtig drückt sie die Lippen auf Ring und Finger:„So habe ich ihn immer geküßt. Die Mutter hat ihn mir gegeben. Sie hat ihn in der Hand gehalten, und ich habe ihre Hand geküßt. Jetzt küsse ich deine Hand.“ „Du segnest damit nach achtzehn Jahren einen Bund, Nicolette,“ sagt er bewegt. Dann macht er sich frei von der Rührung. Er hat schon das Telephon entdeckt. Er geht zu dem Tischchen. „Darf ich?“ Nicolette nickt mit glänzenden Augen. Er nimmt den Hörer, sagt zu ihr hin:„Du wirst sprechen— drei Worte nur.“ Er drehte die Scheibe. Sie ist neben ihn getreten:„Was für drei Worte?“ „Komm zu mir— nicht mehr, noch weniger, aber die drei Worte deutlich und mit all deiner Liebe.“ Er lächelt herzlich. Der Teilnehmer meldet sich. Der Rittmeister bittet seinen Neffen an den Apparat und reicht Nicolette den Hörer. Sie lauscht. Ernst Florians Stimme kommt. Und sie spricht Wort für Wort:„Komm zu mir — Ernst Florian...!“ Da hat er ihr den Hörer schon abgenommen. „Das Letzte war schon zu viel.“ Ohne selbst ein Wort mit dem Neffen gesprochen zu haben, legt er den Hörer auf. Sie sitzen nebeneinander auf der Couch. Es ist, als ob sie sich schon lange kennen würden, als ob sie schon oft so nebeneinander gesessen hätten. Immer wieder überprüfen sie sich mit Blicken, die zu schmeichelnden Liebkosungen werden. „Wie du deiner Mutter gleichsiehst, Nicolette,“ sagt er. „Aber deine Augen sind wie die meinen.“ Einmal, als sie in kleinen scheuen Sätzen vom Tod der Mutter berichtet, unterbricht er sie mit einer nüchternen Frage:„Dein— dein Pflegevater lebt also noch?“ Sie nickt. Sieht ihn mit einer kleinen Bänglichkeit an. Er sagt:„Ich weiß nicht, wie der Rechtsfall liegt. Ich werde mich erkundigen. Ich möchte hier von vornherein eine reinliche Scheidung. Auf jeden Fall gehörst du mir.“ „Auf jeden Fall!“ wiederholt sie entschieden. „Auf jeden Fall bleibe ich bei dir! Es gibt nichts, was mich jetzt noch von Ernst Florian und dir trennen könnte.“ Und flüchtig denkt sie: Den Vertrag muß ich lösen. Es wird Geld kosten— meinetwegen. Nur Grix tut mir leid. Armer Grix „Wie rasch du dich in mich gefunden hast," sagt der Rittmeister auf ihre letzten Worte hin. „Wundert dich das? Ein ganzes Jahr fast hab' ich an dich gedacht. Ein Jahr lang lebst du schon in mir. Ich kannte dich schon ganz genau. Du konntest gar nicht anders sein, als so wie du bist. Ich habe mir nie vorzustellen versucht, wie du aussehen magst, aber jetzt, wo du bei mir bist, könnte ich mir kein anderes Bild mehr von dir machen.“ „Ah, Nicolette...!“ Er ist verwundert. Eine Ahnung vom Reichtum ihrer Seele steigt in ihm auf. Draußen klingelt es, es ist noch nicht eine halbe Stunde seit dem Telephongespräch mit den drei Worten verflossen. Nicolette fährt auf. „Das ist er...!“ Da tritt er ein:„Nicolette...!“ „Ernst Florian...!“ Sie stürzen aufeinander zu. Die dünne Wand, ron der Ernst Florian in seinem Brief geschrieben hat, ist vernichtet. Der Rittmeister räuspert sich leise und streicht mit dem Nagel seines Mittelfingers über die Schnurrbartwulste. Er erhebt sich und tritt ans Fenster, steht mit dem Rücken gegen die beiden jungen Menschen. Nach einer Weile weckt ihn die Flurklingel. Dr. Camphausen ist es, der mit einem Pack Zeitungen unterm Arm eintritt und wie versteinert stehenbleibt. Er sieht Nicolette in den Armen eines jungen Mannes, den er noch nie gesehen hat— die beiden haben sowohl die Klingel wie jetzt seinen Eintritt überhört, sie sind der Welt entrückt und schweben der Sonne zu. Der Rittmeister übernimmt an Stelle der Tochter den Empfang, nennt seinen Namen und fügt mit einem gewissen Stolz hinzu:„Ich bin nämlich Nicolettes Vater.“ Camphausen ist zum ersten Mal in seinem Leben in größter Fassungslosigkeit, die seinem Asketengesicht nicht gerade den Stempel von Klugheit aufdrückt.„Ich bin nämlich Nicolettes Regisseur...“ setzt er dem andern Wort gedankenlos gegenüber.„Ich habe die Kritiken..“ Der Rittmeister nimmt ihm lächelnd den Wust Zeitungen aus der Hand:„Kritiken? Ueber Nicolette? Brauchen wir über Nicolette Kritiken?" Er spricht gedämpft, um das Paar nicht zu stören. Langsam löst sich Camphausens fassungsloser Dlick von den beiden Glücklichen, er wendet sich dem Rittmeister zu:„Sie haben recht, sie braucht keine Kritiken.“ „Nun also.“ Der Rittmeister schiebt seine Hand unter Camphausens Arm.„Kommen Sie! Hier sind wir überflüssig.“ Er zieht den leise Widerstrebenden durch die offene Schiebetür ins Nebenzimmer. Sie sind der Regisseur des gestrigen Films? Dann beglückwünsche ich Sie zu Ihrem Scharfsinn, mit dem Sie zu Nicolettes Lebensgeschichte das richtige Ende gefunden haben.“ „Zu Nicolettes Lebensgeschichte?“ Camphausen zeigt sich von seltener Begriffsstutzigkeit. „Ja. Oder sollten Sie wirklich nicht wissen, daß der Film, den Sie da mit Nicolette gemacht haben, einen wirklichen Lebensabschnitt von ihr darstellt? Nur ein Mensch, der alles selbst erlebt hat, kann es so menschlich darstellen.“ „Ich wußte es nicht...“ murmelt Camphausen, noch immer verstört. Allmählich aber begreift er die Zusammenhänge. Und da tut er denn das Klügste, was man in einer solchen Lage tun kann: Er reicht dem Rittmeister die Hand und sagt in herzlichem Tone:„Ich freue mich, daß ich der erste bin, der Ihnen zu einer solchen Tochter gratulieren darf.“ Der Rittmeister nimmt die gebotene Hand „Ich kenne Nicolette noch kaum,“ sagt er langsam.„Aber ich weiß bereits, daß ihr eine große Vollkommenheit innewohnt, soweit man bei Menschen überhaupt von einer solchen sprechen darf.“ Er geht ein paar Schritte nach einem fahrbaren Glastischchen hin. Camphausen sieht zu, wie er eine Flasche und zwei flachschalige Gläser herausnimmt. Dabei sagt er nachdenklich:„„Jetzt, wo ich die Zusammenhänge kenne, verstehe ich Nicolette noch viel besser. Ihr Wesen wird mir mit einem Schlag klar. In ihr vermengen sich in glücklicher Harmonie französische Leichtigkeit und Anmut mit dem tiefen Ernst des Deutschen.“ Und in einem Einfall seines immer suchenden Geistes und scharfen Verstandes fährt er lebhaft fort:„Könnte man nicht sagen, daß sie die fleischgewordene Erfüllung der Sehnsucht zweier Völker ist?“ Der Rittmeister gießt jetzt vorsichtig den leichten Frühstückswein ein.„Die fleischgewordene Erfüllung der Sehnsucht zweier Völker...?“ wiederholt er sinnend und nickt dann Einverständnis. Er dreht den Blick flüchtig nach dem Nebenzimmer, das erfüllt ist von seligem Geflüster. Dann nimmt er sein Glas und hebt es Camphausen zu:„Möge diese Sehnsucht einmal erfüllt werden!" Ende. Ein brutaler Sänger Von Herbert Paal, Auf der Buche war Konzert angesagt. Die Singvögel schmetterten im Wettbewerb ihre Preislieder, daß die Steine weich wurden. Un.) unter den Sängern saß ein harmloser Bursche. Ein glänzender Flieger ist er gerade nicht, dachten die Singvögel, aber vielleicht kann er singen? Lange wollte der Döskopp dazu sich nicht entschließen, aber dann sang auch er. Kein ernsthafter Bewerber, Ausschuß! Der singt außer Konkurrenz. Wir wollen gerecht sein, schlecht singt er nicht, aber er hat keine eigene Weise. Er singt anderen Sängern die Melodien fort und singt sie schlechter weiter. Beachten wir den Burschen nicht, er ist ein Notendieb und kein Künstler. Das Konzert auf der Buche ging weiter... Plötzlich aber hieb der schlechte Sänger auf seinen Nachbar ein, erwürgte ihn, zerrte ihn davon und spießte ihn auf einen großen Dorn auf. Nanu, was ist denn das? Ist so etwas unter Künstlern üblich? Noch dazu mitten in einem Konzert. Die hehre Kunst ist entheiligt, der Würger ist mitten unter uns, rette sich wer kann! Der Würger aber fraß ein Stück nach dem anderen vom Sänger auf. Die Kunst ist brotlos, dagegen schmecken Singvögel vorzüglich. Sonst muß ich mich mit Insekten begnügen, das ist schmale Kost. Eine Maus scheint schon eher ein Braten für vornehme Leute. Aber ein Singvogel erst, den fresse ich doch für mein Leben gern. Sänger gibt es ja genug. Unter den Künstlern ist die Not so groß, man muß ein bißchen aufräumen unter ihnen!— Aber der Kunstbanause ist nicht nur frech, sondern auch mutig. Es ist ihm gleich, welcher Feind sich ihm naht. Auf ihn mit Gesang! Manchmal jedoch verrechnet sich der kühne Stürmer. Habicht und Sperber verstehen keinen Spaß und machen kurzen Prozeß mit dem Psendo=Sänger. Die Menschen fanden Gefallen an dem sonderbaren Kauz und hielten ihn in Käfigen. Solange er seine Parodien pfeift, ist er unterhaltsam, aber andere Sänger dürfen nicht in seinen Käfig hinein. Und wenn die Vögel doppelt so groß sind wie der Würger, er kriegt sie alle klein, Drosseln und Stare. Wenn er sein blutiges Spiel mit den Spatzen treibt, dann mag ihm verziehen werden,— ohne Nahrung muß jeder verhungern. Aber unter Künstlern soll der brutale Sänger gesitt ter auftreten. Eine doch aufgespieste Künstlerleiche macht die Menschen mißmutig. Würger, nimm dich in acht! Bücher vom deutschen Leben und Weben Unsterbliches Deutschland. Völkischer Durchbruch in der Geschichte von Friedrich Frhr. v. d. Goltz u. Theodor Stiesendoser. Lex.=Form. 310 Seit. Leinen.80 RM. Verlag Georg Westermann. Braunschweig. Der Sohn des Feldmarschalls Colmar Frhr v. d. Goltz und der Reserent der Abtlg. Wissen und Weltanschauung am deutschen Kurzwellensender Theodor Stiefenhoser haben in Gemeinschaftsarbeit in diesem Band ein lebenswahres Geschichtsbild auf völtisch=heldischer Grundlage gezeichnet, das von der germanischen Vorzeit bis zur Gegenwart reicht. Nicht trockene Wissenschaft, sondern mitreißende Handlung ist es, wie hier das deutsche Schicksal in seinen Höhen und Tiefen von der Warte der in Rassenseele und Blut liegenden Kräfte unseres Volies geschildert wird. Die ganze Geschichtsbetrachtung ist so in das Blickseld des völkischen Aufbruchs gerückt. Das historische Geschehen und Werden wird, wie schon der Tite!„Unsterbliches Deutschland“ andeutet, zur Basis der Gegenwart und Zukunft. Daß den Verfassern ihre Absicht, den„Mytbos von Volk und Reich“ gemeinverständlich werden zu lassen, gelungen ist, wurde ihnen dadurch bescheinigt, daß das Werk von der Parteiamtlichen Prüfungskommission zum Schutze des NS.=Schrifttums in die NS.=Bibliographie ausgenommen wurde. Man kann Rudolf Paul= sen nur zustimmen, wenn er von diesem Buche sagt, daß es uns bereichert und erhebt.„weil es mit seiner Darstellung des völkischen Durchbruchs in der Geschichte uns selbst zu diesem Durchbruch hilft oder uns darin befestigt, sodaß wir mitweben, mitschaffen am„unsterblichen Deutschland", jeder auf seinem Posten. Deshalb Volsksgenosse: Nimm und lies! Dus Weiter im Brtddet 1000 zu Gastke, Naager a) Meteorologische Einzelheiten: b) Verlauf der Witierung: Die große Unruhe. Ein Tilman=Niemenschneider= Roman von Felix Wilhelm Beielstein. 342 Seiten. Leinen.80 RM. Verlag Georg Westermann, Braunschweig. Der in der Nachbarstadt Bochum geborene Verfasser wurde 1930 weiteren Kreisen bekannt, als er für seinen Roman„Rauch an der Ruhr' für den besten deutschen Industrieroman erhielt. Mit diesem neuen Roman voll dramatischen Geschehens führt er die Leser in die Zeit„der großen Unruhe' um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert, in der Renaissance und Reformation auseinanderstoßen. Er gewährt fesselnden Einblick in den Gesamtorganismus der Stadt Würzburg an der Schwelle der Neuzeit, in das Spiel und Gegenspiel zwischen Kaiser und Bürgern. Rittern und Bauern, uralter Bischofsherrlichkeit und geistiger Revolution. Eine Verschwörung löst die andere ab. Mitten hinein platzt der schware Tod. Inmitten des Romans ragt der Hauptmeister der unterfränkischen Plastik, der um 1460 in Osterode am Harz geborene Tilman=Riemenschneider, dessen vierhundertjähriger Todestag vor 5 Jahren aller Augen wieder besonders auf sein Lebenswerk richten ließ. 1520 wurde der Künstler Bürgermeister der Stadt am Main, die ihm so manchen Kunstschmuck verdankt. Neben ihm steht sein Freund Ferdinand von Geyer. der Vater des Florian(eyer aber auch der Eva Geyer. um die der an eine sehr viel ältere Frau gebundene junge Tilman in heftiges Liebesweh gerät, das sich erst mildert, nachdem Eva dem Hexennrozeß zum Opfer gefallen ist und sich die„Venus" auch bildnerisch zur„Madonna" wandelt. Der Dichter, der z. Zt. als Landesleiter der Reichsschrifttumskammer in Essen kulturpolitisch tätig ist, hat hier die deutschste Sehnsucht der Kunst in Romanform gestaltet.—5. Männer. Ein Buch des Stolzes von Erhard Wittek. 95 Seiten. Leinen.80 RM. Frankhsche Verlagshandlung. Stuttgart. Der Verfasser von„Durchbruch anno achtzehn“ hat in diesem kleinen Bändchen 12„heroische Anekdoten“ aus dem Weltkrieg vereint, die sich als dichterisch sein durchformte Berichte wahrer Begebenheiten erweisen Das tragische, erschütternde, erhebende Antlitz des Krieges. das hier gestaltet wird, mahnt an Hölderlins Wort:„O du, der Menschenkräfte gewaltigste, du löwenstolze Liebe des Vaterlandes" zu denken. Das ist für die heutige Zeit besonders wertvoll, die ja uns alle erleben läßt, wie sehr unser ganzes Denken und Handeln noch immer von jenem großen Ringen der Völker beeinflußt und bestimmt wird. Wenn dieser Krieg so der„Vater aller Dinge“ ist, dann muß man einem solchen Buche, das nicht nach der Seitenzahl, sondern nach seinem Gehalt an dichterischer Kraft und Eingebung geschätzt werden muß, weiteste Verbreitung wünschen, weil es die menschlichen Kräfte neubeschwört, die aus unserem Blute zu ungeheurer Wirkung herausquellen. —.— Der Oktober dieses Jahres hatte eine mittlere Wärme von 7,4 Grad, war somit für unser Klimagebiet 2½ Grad zu kalt. Die höchste Temperatur wurde am Nachmittag des 23. Oktober erreicht und betrug 14.5 Grad. Die niedrigste Wärme, 2 Grad unter Null, wurde am 3. und 6. Oktober frühmorgens gemessen. Der kälteste Tag war der 10. Oktober mit nur 2,2 Grad Mittelwärme. Demgegenüber brachte es der wärmste Tag, der 23. Oktober, auf 12.6 Grad Durchschnittswärme. Das mittlere Minimum betrug 4 Grad. das mittlere Maximum 10.6 Grad: normal sind.7 bzw. 12.8 Grad. Das wärmste Minimum wurde mit 12 Grad morgens am 23. Okt., das kälteste Maximum mit.5 Grad am 6. Oktober nachmittags gemessen. Die mittlere Veränderlichkeit der Tagesmittel betrug.8 Grad. Der größte Unterschied, 4,1 Grad. bestand zwischen den Durchschnittstemperaturen des 11. und 12. Oktober. der kleinste, je.1 Grad, zwischen denen des 2. und.. des 10. und 11. sowie des 28. und 29. Oktober. Zu kalt waren 22 Tage, zu warm nur 5. normal 4 Tage. Frost trat bereits an 7 Tagen ein, während es ein normaler Oktober nur auf zwei Frosttage bringt. Der mittlere Barometerstand betrug reduziert 762 Millimeter. Den niedrigsten Stand hatte das Barometer am 27. Oktober morgens mit 749 Millimeter, den höchsten am 29. Oktober abends mit 771 Millimeter reduziert. Der Wind wehte an 15 Tagen aus südwestlicher bis westlicher Richtung. an 8 Tagen aus nordöstlicher bis östlicher, an 6 Tagen aus nordwestlicher bis nördlicher Richkung: ein Täg verlief windstill. An 9 Tagen war die Luftbewegung stark: darunter waren 3 Tage mit Stürmen. Der Himmel war völlig trübe an 8 Tagen. vorwiegend trübe an weiteren 12 Tagen, wechselnd bewölkt an neun Tagen, meist heiter nur an 2 Tagen. Die relative Luftseuchtigkeit betrug im Mittel 86½ Prozent. Die Luftfeuchtigkeit schwankte zwischen 98 Prozent am 23. Oktober morgens und 45 Prozent am 2. Oktober nachmittags. Der Oktober brachte 56.4 Millimeter Niederschlag. d. s. 83 Prozent der Normalmenge. Meßbare Niederschläge sielen an 17 Tagen in Form von Regen, nicht meßbare an 5 Tagen; darunter brachte ein Tag. der 6. Oktober, die ersten Schneeslocken. Den stärksten Regenfall brachte der 28. Okt. in Höhe von 11 Millimeter, den geringsten,.4 Millimeter, der 2. Oktober. Neblig und diesig war die Witterung an 6 Tagen. Der 1. Oktober war bei nördlichen Winden kühl und veränderlich mit.7 Millimeter Regen am Morgen. Nach leichtem Regen des Nachts(.4 Millimeter) war der 2. Oktober meist heiter und noch kühler. Der 3. Oktober brachte nachts 2 Grad Frost und war tagsüber veränderlich, kühl und trocken. Am 4. Oktober war es 3 Grad wärmer mit nicht meßbarem Regen des Abends. Vom 5. bis zum 11. Oktober herrschte bei nordöstlichen Winden eine für die Jahreszeit ungewöhnliche Kälte mit 5 Frostnächten und sehr niedrigen Tagestemveraturen. Aehnlich niedrige Temveraturen waren in der ersten Oktoberhälfte seit 1912 nicht mehr vorgekommen. Nach einem Nachtfrost von 1½ Grad war das Wetter am 12. Oktober wärmer, trübe und diesig mit nicht meßbarem Sprühregen. Am folgenden Tage war es noch etwas wärmer und meist bedeckt: nachmittags gab es einen Schauer mit.8 Millimeter Niederschlag. Noch wärmer, wenn auch noch immer nicht normal, war das Wetter am 14. Oktober. Bei starken Südwestwinden trat am 15. Oktober weitere Erwärmung ein: das Wetter war trübe und diesig mit zeitweiligem Sprühregen(.3 Millimeter). Am 16. Oktober herrschte bei normaler Wärme meist trübes, windiges und trockenes Wetter. Der nächste Tag verlief völlig trübe sowie mild und stark windig. Bei Weststurm war der 18. Oktoder normal warm: nachts und morgens fielen.6 Millimeter Regen. Die drei folgenden Tage brachten kälteres Wetter mit Regenfällen. die.4 Millimeter,.9 und .1 Millimeter Niederschlag lieferten. Vom 22. bis 24. Oktober war die Witterung mild, trübe und diesig bis neblig mit Regenfällen, die 4 Millimeter..6 und.9 Millimeter Niederschlagshöhe ergaben. Die beiden nächsten Tage brachten etwas kälteres, starkwindiges, zeitweise stürmisches Wetter mit.5 bzw. .5 Millimeter Niederschlag des Nachmittags. Nach stürmischer Nacht verlief der 27. Oktober bei veränderlicher Bewölkung trocken und kälter. In der Nacht zum 28. Oktober und am Nachmittag gingen bei Nordwestwind und ziemlich rauhem Wetter ergiebige Regenfälle nieder, die den stärksten Niederschlag des Monats in Höhe von 11 Millimeter lieferten. Am 29. und 30. Oktober herrschte kühles Metter mit je.1 Millimeter Regen des Nachts bzw. des Nachmittags. Der letzte Tag des Monats brachte wieder stärkere Erwärmung und war völlig trübe: abends fielen.5 Millimeter Regen. Kn. Westodutschrans Kölnische Illustrierte Zeitung Wer im Herbst die bunten Papiervögel am Himmel hochsteigen sieht, der denkt bestimmt nicht daran, daß Drachen von ganz ähnlicher Form im großen Krieg zu ernsten militärischen Zwecken verwandt wurden. Sie trugen damals, zu mehreren aneinandergekoppelt, den Beobachter hoch über die Trichterfelder der Materialschlachten emvor. Wertvolle Aufklärungsarbeit und Hilfe beim Einschießen der Artillerie wurde mit den leichten Avvaraten geleistet. Die Kölnische Illustrierte Zeitung zeigt in ihrem neuesten Heft unbekannte Aufnahmen von dieser vergessenen Wasse der Westfront.— Wir nennen weiter aus dem Inhalt: Hochzeitsmonate November. Dezember: Eheschließungen in Javan: Pelzmarkt am Polarkreis: Ein Monat— 16 Millionen Fliegen. Außerdem enthält diese Ausgabe die erste Fortsetzung des spannenden Kriminalromans„Spurlos verschwunden?", der nach der Idee des Präsidenten Roosevelt geschrieben worden ist. Münchner Illustrierte Presse Was macht Lilian in Indien? Es ist nicht alltäglich, daß eine Frau hinaus in die weite Welt kommt. in den fernen Orient. womöglich nach Indien. Wer möchte so etwas nicht erlebben? Und doch, man kann es miterleben, wenn man den neuen Roman in der neuesten Nummer der„Münchner Illustrierten Presse“(Nr. 48) liest. Er stammt aus der Feder der bekannten Romanschriftstellerin Katrin Kolland. Schon das erste Kapitel ist erfüllt von einer sieberhaften Spannung, die uns neugierig macht, wie die Geschichte weiter geht.. Die gleiche Nummer der Münchner Illustrierten Presse wartet noch mit einem zweiten Leckerbissen auf. Es ist der große Tatsachenbericht„Der letzte Cowboy“. der uns in die Welt der wilden Reiter führt, um die bis zum heutigen Tage ein Hauch von Romantik und Abenteuer weht. Arbeitstagung„Eisen und Mekall“ in Dortmund Dortmund. Einen ausgezeichneten Besuch hatte die Tagung der Gaubetriebsgemeinschaft„Eisen und Metall“ in Dortmund aufzuweisen. Gaubetriebsgemeinschaftswalter Pg. Viebach begrüßte zahlreiche Gäste und sprach dann über die Unfallverhütungsaktion in der deutschen Eisen= und Metallindustrie. Der Gedanke der Unfallverhütung müsse so stark propagiert werden, daß er allen Gefolgschaftsmitgliedern und Betriebsführern in Fleisch und Blut übergehe. Kreisobmann Pg. Poganatz stellte anschließend heraus, daß alle Unfallverhütung von dem Gesichtspunkt getrieben werden müsse, daß der einzelne Volksgenosse nicht sich selbst, sondern der Nation gehöre, der sich zu erhalten er jederzeit bestrebt sein müsse. Ueber„Gesundheitsführung im Berufsleben“ sprach Gauamtsleiter Pg. Dr. Lotz. Er wies darauf hin, daß jeder Mensch sich in körperlicher Beziehung gesund erhalten müsse, wenn er den ihm im Leben gestellten Aufgaben gewachsen sein wolle. Gaujugendsachbearbeiter Pg. Grevecoeur sprach über die Bedeutung des Reichsberufswettkampfes, während Pg. Werthmann als Betriebsführer, die Bedeutung der Eisen= und Stahlindustrie im Rahmen des Vierjahresplanes des Führers herausstellte. Inzwischen war der Gauobmann Pg. Ernst Stein eingetroffen, der in einem eindrucksvollen Appell an die Mäner aus den Eisen= und Metallbetrieben des Gaues auf die Aufgaben der nächsten Zeit hinwies. Er gab Erklärungen darüber, warum manche Dinge bisher noch nicht in Ordnung gebracht wurden, obschon ihre Erledigung sehr dringlich sei, erinnerte an die einzelnen Etappen des Kampfes um die Freiheit unseres Volkes und um das Bemühen. das Leben der deutschen Nation für alle Zukunft zu sichern. Zum Schluß seiner interessanten Ausführungen betonte der Gauobmann, daß wir heute den Endkampf zweier großer Weltanschauungen erleben, den des Idealismus gegen den Bolschewismus. Der Kampf, den wir führen führten wir nicht für uns. sondern für die Wiedergenesung der ganzen Welt von der alles Leben vernichtenden Krankheit des Bolschewismus. Zum Schluß sprach der Reichsbetriebsgemeinschaftsleiter Pg. Jäzosch(Berlin). Er führte aus. daß das, was in den Jahren des Aufbaues in Deutschland erreicht wurde, nur ein Bruchstein in dem Gefüge des neuen schönen deutschen Hauses sei, das uns der Führer erstellen will. So müßten wir auch den neuen Vierjahresplan des Führers sehen. lichen weltanschaulichen Festigung sei. Wir im NSKK. sind glücklich, daß der Führer uns mit der großen Aufgabe betreut hat, Banner= und Willensträger der Motorisierung zu sein. In der Erfüllung dieser Aufgabe wollen wir nicht Sklaven des Motors werden die Maschine soll uns vielmehr Freund und Helfer sein in der praktischen Betätigung echter nationalsozialistischer Gesinnung, in der Durchführung der uns vom Führer gestellten aufgaben. Weihnachtsäpfel in Dortmund Dortmund. Am Donnerstag, dem 26. November. wird um 11 Uhr. in Dortmund. im Saale des Kölnischen Hofes in der Beetenstraße eine Obstschau eröffnet. Da infolge der geringen Obsternte eine Verknappung der Aevfel zur Weihnachtszeit zu erwarten war, hat die deutsche Hauptvereinigung der deutschen Gartenbauwirtschaft sich entschlossen, aus Oesterreich. Italien, Jugoslavien. Bularien und Belgien preiswerte Aepfel einzuführen. Diese Aepfel sollen zu niedrigen Preisen an die Verbraucher abgegeben werden.— Die Schau gibt nun einen Ueberblick über Menge, Sorten. Qualität und Preise der für Westsalen zur Verfügung stehenden Aepfel. Jeder kann sich also ein Bild darüber machen, welche er zu Weihnachten einkaufen kann und will. Nikolauszug und Wyw. Recklinghausen. Auch in diesem Jahr gibt es in Recklinghausen einen Rikolauszug, den siebenten in ununterbrochener Reihenfolge. Prächtig, wie in den Vorjahren, soll dieses gest der Kinder gestaltet werden. Er wird aber in diesem Jahre eine besondere Note erhalten. Der Nikolauszug, das Sinnbild des allezeit hilfreichen Bischofs aus alten Zeiten, soll in Verbindung gebracht werden mit dem großen Werk der Nächstenliebe unserer Tage, dem Uralter Brauch wird verknüpft mit lebendigen Erfordernissen der Zeit. Zunächst veranstaltet das WHW. aus Anlaß des Nikolauszuges eine Haussammlung, bei der die schöne Nikolauskarte des Zeichners Otto Kolbe vertrieben wird. Diese Haussammlung ist bereits seit einigen Tagen mit gutem Erfolg im Gange. Im Zuge selbst aber werden die farbenprächtigen Herolds= u. Ruprechtsgruppen nicht mehr die Rute schwingen, sondern die Sammelbüchsen des WHW. Dem werden hoffentlich die Großen die wie alljährlich auch in diesem Jahre die Straßen säumen werden, um sich den gewaltigen Kinderzug anzusehen.auch Verständnis entgegenbringen und nach dem Goethewort handeln:„Mann mit zugeknöpften Taschen. Dir tut niemand was zulieb: Hand wird nur waschen: Wenn du nehmen willst, so gib!“ Kinder mit brennenden Fackeln und Laternen werden durch die Straßen der Altstadt ziehen. 30 Musikkapellen werden sie begleiten und die frohen Nikolaus= und Weihnachtslieder spielen. Am gleichen Abend werden sich die Großen auf Einladung der NS.=Frauenschaft in allen Räumen des Städtischen Saalbaues zu einer frohen, ungebundenen Nikolausfeier zusammenfinden, auf der es an Ueberraschungen nicht fehlen wird. Und auch aus dieser abendlichen Feier wird das WHW. seinen gut zugemessenen Anteil zur Linderung der allgemeinen Not erhalten. Der von den kussen zum Tode verurleilte Stickling stammt aus Wanne-Eicke Wanne=Eickeckl. Der von der sogenannten„Konterrevolutionären trotzkistischen Schädlingsgrupve des Kemenowoer Bergwerks“ gemeinsam mit noch acht anderen in der übelsten Weise zum Tode verurteilte Ingenieur Emil Stickling ist in WanneEickel geboren und hat hier noch Verwandte wie auch zahlreiche Freunde und Bekannte. Er hat hier auf mehreren Zechen gearbeitet, dann sein Bergingenieurexamen gemacht und 1913 geheiratet. Dann machte er den Krieg von Anfang bis zum Ende mit, wurde mehrmals verwundet und arbeitete nach dem Kriege wieder auf der Zeche„Westerholt", wo er schon früher tätig gewesen war. Seine Frau wurde ihm 1923 durch den Tod entrissen. Da Stickling eine Reihe von Verbesserungen an Kohlengewinnungsmaschinen erfunden hat, nahm ihn eine deutsche Firma im Jahre 1929 mit nach Rußland. wo er später durch seine hervorragenden Kenntnisse und Fähigkeiten zu leitender Stellung kam. Sticklings Eltern zogen inzwischen nach Aachen. Dort ist seine Mutter vor vier Jahren und sein Vater vor kaum einem Jahre gestorben. Sein Bruder unterhält dort noch ein Klempner= und Installationsgeschäft. Ehrenvoller Auftrag Gelsenkirchen. Auf Ersuchen des Oberbürgermeisters der Stadt Breslau wird der Direktor des Instituts für Hygiene und Bakteriologie zu Gelsenkirchen, Prof. Dr. M. Gundel in dieser Woche mit Genehmigung des Reichsministers des Innern die Organisation und Propaganda der in Breskau an 100000 Kindern durchzufuhrenden Massenschutzimpfungen gegen Diphtherie übernehmen. 800 Jahre alter Efeustamm Vlotho. Zwar findet man an alten Bauwerken und Ruinen alte Efeustämme. Einer der allerstärksten in Westfalen aber dürfte doch der sein, der die Reste des Bergfrieds der alten Burgruine Amtshausberg umklammert. Dieser gewaltige Stamm mißt noch in Brusthöhe 1 m Umfang. Man schätzt sein Alter auf 800 Jahre. Die Fußbautermine der zweiten Berie Gruppe Dortmund 20. Weltanschauliche Schulung im N5RR. Arbeitstagung der Motorbrigade Westfalen Dortmund. Die Sachbearbeiter aus dem ganzen westfälischen NSKK. für weltanschauliche Schulung versammelten sich zu einer Arbeitstagung im Gewerbeverein in Dortmund, bei der zunächst die Standartenreferenten über das in ihren Einheiten bisher Erreichte berichteten. Dann folgte im Anschluß an die von zahlreichen Kameraden bereits durchgemachten weltanschaulichen Schulungskurse auf der Schulungsburg Hirschberg in Schlesien sowie auf den Gauschulen in Hagen=Hohenhof, Arnsberg und Nordkirchen ein reger Gedankenaustausch über einschlägige Fragen. Abschließend gab der Verbindungsführer für die weltanschauliche Schulung der Motorbrigade Westfalen, Obergruppenführer Heinrich. Richtlinien für die weltanschauliche Schulungsarbeit in den kommenden Wintermonaten, eine Arbeit, die nur in engster Fühlungnahme mit der politischen Leitung durchgeführt werden darf Dabei ist innerhalb der Motorbrigade eine gewisse Einheitlichkeit hinsichtlich des Lehrstoffes zu erstreben. Besonders muß aber erreicht werden, daß die äußere Haltung jedes NSKK.=Mannes immer ein Abbild seiner inner! 10. 17. Dezember: Alemannia— Marten(Skiba, Herne) Mengede— Unna(Mirbach. Gelsenkirchen) Haspe— Bövinghausen(Selbach. Lübenscheid) Castrop 02— DSC. Hagen(Götze, Gerthe) Hörde— Brambauer(Bodde. Hattingen) Sportfreunde— Hagen 72(Bauschuß, Kamen). Dezember: Marten— Sportfreunde(Rosenkranz Gelsenk.) Hagen 72— Hörde(Horn. Hüsten) Brambauer— Castrov 02(Tinz. Massen) DSC.— Haspe(11 Uhr)(Westschulte. Arnsbg.) Bövinghausen— Unna(Cibien, Herne). Januar: Mengede— Marten Alemannia— Bövinghausen Unna— DSC. Hagen Haspe— Brambauer Castrop 02— Hagen 72 Hörde— Sportfreunde. Januar: Marten— Hörde Sportfreunde— Castrop 02 Brambauer— Unna DSC. Hagen— Alemannia Bövinghausen— Mengede. 7. Januar: Mengede— DSC. Hagen Alemannia— Brambauer Unna— Hagen 72 Haspe— Sportfreunde Castrop 02— Hörde. 24. 31. Januar: Bövinghausen Marten Alemannia — Hörde Castrop 02 Baspe Mengede Hagen 72 Januar: Marten Hörde— H Sportfreunde— Unna Hagen 72— Alemannia Brambauer— Mengede. 7. Februar: DSC. Hagen— Marten Bövinghausen— Brambauer Mengede— Hagen 72 Alemannia— Sportfreunde Unna— Hörde Haspe— Castrop 02. 14. Februar: Marten— Haspe Castrop 02— Unna Hörde— Alemannia Sportfreunde— Mengede Hagen 72— Bövinghausen Brambauer— DSC. Hagen. 1. Februar: Brambauer— Marten DSC. Hagen— Hagen 72 Bövinghausen— Sportfreunde Mengede— Hörde Alemannia— Castrop 02 Unna— Hörde. 28. Februar: Marten— Unna Haspe— Alemannia Castrov 02— Mengede Hörde— Bövinghausen Sportfreunde— DSC. Hagen Hagen 72— Brambauer. 7. März: DSC. Hagen— Bövinghausen Alemannia— Unna. 14. März: Marten— Hagen 72 Brambauer— Sportfreunde DSC. Hagen— Hörde Bövinghausen— Castrop 02 Mengede— Haspe. Die Castrover spielen viermal(20. 12.— 3. 1.— 14. 2.— 28..) auf eigenem Platze, während sie sechsmal(27. 12.— 10. 1.— 31. 1.—. 7. 2. 21. 2. und 14..) nach auswärts müssen. An zwei sonntagen(24. 1.— 7..) sind die Castroper nach RcoisDieZweima=Kiederthein Westsalen Die Repräsentativkämpfe in Düsseldorf und Elberfeld Nach den zwei Vergleichskämpfen 1935 kommen Anfang Dezember die Amateurboxer vom Niederrhein und aus Westfalen erneut zu zwei Repräsentativkämpfen zusammen. Sie steigen heuer auf niederrheinischem Boden, und zwar am 4. Dezember im Düsseldorfer Planetarium und am 6. Dezember in der Elberfelder Stadthalle. Die zwei Gaue haben bereits ihre Staffeln aufgestellt. Westfalen wird erst an Ort und Stelle über die endgültige Aufstellung entscheiden: der Niederrhein hat seine Leute für die einzelnen Kämpfe schon fest bestimmt. Es kämpfen (vom Fliegen= bis zum Schwergewicht): Westfalen: Kaiser=Gladbeck(Strangfeld=Herten); SchmitzDortmund(Röttger=Herne); Gänserich=Bochum (Jung=Gladbeck); Jakubowski=Bochum(DixkesHamm); Murach=Schalke(Pries=Wanne=Eickel); Blum=Altena(Schütz=Bottrop); Babski=Bochum (Dammert=Gladbeck): Schnarre=Recklinghausen (Knorr=Gladbeck). Niederrhein: Düsseldorf; Palussek(Essen), Madrak(Essen). Heese(Düsseldorf), Bracht(Düsseldorf), Knoth (Düsseldorf), Isenburg(Düsseldorf), Kloth(Düsseldorf). Hoffmann(Altenessen). Elberfeld: Spannagel(Barmen), Westhoff (Elberfeld), Heese(Düsseldorf), Batz(Ruhrort), Schumacher(Neuß). Isenburg(Düsseldorf), Rosenkranz(Barmen), Runge(Elberfeld). Auf westfälischer Seite ist allerdings der Start von Kaiser noch fraglich. Neue westfälische Fußballtermine Die„restlichen“ Hinspiele der westfälischen Fußball=Gauliga wurden wie folgt angesetzt: 29. November: Tus Bochum— SV Höntrov. SV Rotthausen— Borussia Dortmund, Schalke 04— SV Erle 08. 6. Dezember: Germania Bochum— Schalke 04. SV Höntrop— SuS Hüsten 09. Erle 08— SV Rotthausen. 13. Dezember: Westfalia Herne— Schalke 04. 20. Dezember: Schalke 04— Borussia Dortmund... 10. Januar: SD Honirop— Schalke 04. 17. Januar: Schalke 04— SvVg Herten. Damit würde also Schalke 04 Mitte Januar seine Hinspiele unter Dach und Fach gebracht haben. Bereits am 20. Dezember beginnen aber die anderen Vereine mit den Rückspielen. Richtlinien für Kraftfahrsport Die Oberste Nationale Sportbehörde für die Deutsche Kraftfahrt(ONS.) gibt folgende Richtlinien des Führers des deutschen Kraftfahrsports für das Sportjahr 1937 bekannt: „Ich verfüge hiermit für das Sportjahr 1937 folgendes: .) Der gesamte Kraftfayrsport wird wie bislang nach meinen Richtlinien durch die Oberste Nationale Sportbehörde für die Deutsche Kraftfahrt geleitet. Die Durchführung aller öffentlichen Kraftfahrsportveranstaltungen— seien es Geländefahrten oder Rennen— wird ausschließlich den Gliederungen des RSKK. vorbehalten. .) Der Deutsche Automobil=Club pflegt den Kraftfahrsport ausschließlich in seinen eigenen Reihen. Aufbau und Durchführung der einzelnen Veranstaltungen ist so zu gestalten, daß frischer Sportgeist unter seinen Mitgliedern geweckt und lebendig erhalten wird. Träger dieser Veranstaltungen sind die Ortsgruppen des Clubs mit ihrer eigenen Gefolgschaft. .) Den Schwerpunkt des gesamten Kraftfahrsports in der Breitenorganisation bildet nach wie vor der Kraftfahrgeländesport. Die Einheiten des Korps haben ihn nach meinen Richtlinien mit allen Mitteln zu pflegen und weiter zu entwickeln. .) Neben dem reinen Kraftfahrgeländesport sind Orientierungsfahrten bei Tag und Nacht zur Durchführung zu bringen, bei denen es weniger darauf ankommt, hohe Anforderungen im Geländefahren zu stellen, als den Kraftfahrer in der Benutzung der Karte und Orientierungsmittel zu schulen. Außerdem sollen sie diejenigen an unseren Sport heranführen, die mit Rücksicht auf die Schonung ihres Kraftfahrzeuges sich noch scheuen, am Kraftfahrgeländesport teilzunehmen. .) Zu allen Kraftfahrsportveranstaltungen ist mehr als bisher unsere in den Motorsportscharen 1. der H3. zusammengefaßte sportbegeisterte Jugend heranzuziehen. Die in diesem Jahre zum dritten Male durchgeführte„Motor=HJ.=Fahrt im Harz“ wird als traditionelle Veranstaltung auch 1937 wiederholt. Die für die Ausbildung der Jugend besonders geeigneten kleinen und billigen Krafträder bis 125 ccm sind bei allen Veranstaltungen in einer Klasse zusammenzufassen. .) Die näheren Anweisungen für den Aufbau des Sportterminkalenders und die Uebernahme der notwendigen Arbeiten durch die Gliederungen des RSKK. werde ich durch Korpsbefehl geben. Der Führer des Deutschen Kraftfahrsports. (gez.) Hühnlein, Korpsführer.“ Pferdesport Strausberg Lampos=Jagdrennen: 1. Palladio, 2. Conte, 3. Castor. Sieg 21, Platz 14, 22. Einlaufwette 72. — 2. Laland=Jagdrennen: 1. Mattiacum, 2. Eiche, 3. Mailänder, 4. Al Raschid. Sieg 34, Platz 12, 11. 15, 12. Einlaufwette 104.— 3. Graf=IsolaniRennen: 1. Paxheim, 2. Walküre, 3. Juist, 4. Gracias. Sieg 29, Platz 13. 17, 16, 49. Einlaufwette 402.— 4. Graf=Ferry=Jagdrennen: 1. Isolde, 2. Gnade, 3. Scapa Flow. Sieg 34, Platz 14, 12. Einlaufwette 88.— 5. Lord=Nelson=Rennen: 1. Elmar, 2. Rolanda, 3. Liguster. Sieg 50. Platz 32, 21. Einlaufwette 112.— 6. Freibeuter=Rennen: 1. Tylophon, 2. Glücksstern, 3. Wilderer. Sieg 41, Platz 17. 18. 25.— 7. Landgraf=Ausgleich: 1. Blason, 2. Amaranta, 3. Felddienst. Sieg 127. Platz 41, 25. 24. Enghien 1. Prix’Oloron: 1. Royal Conde(Danesi), 2. Norah, 3. Mont Chauvel. Sieg 50:10. Platz 20, 21:10.— 2. Prix de Puymorens: 1. Estafette(Pelat), 2. Caro 3. Maitland. Sieg 20:10, Platz 12. 19, 15:10.— 3. Prix’Orthez: 1. Ivanoete(Dubus). 2. Belle Olympe, 3. Navarin. Sieg 87:10, Platz 20. 14, 16:10.— 4. Prix Fragilite: 1. Servolet(Le Fur), 2. Ange Pitou, 3. Maunganui. Sieg 30:10. Platz 14, 18. 20:10.— 5. Prix de'Adour: 1. Beau Gosse(Cames), 2. Sagar, 3 Gabalka. Sieg 65:10, Platz 14, 17, 13:10.— 6. Prix du Tech: 1. Julie (Fishben), 2. Farfadette, 3. Canathos. Sieg 28:10. Platz 12, 14, 16:10. Im Auftrage des JOK. nach Tokio Der Leiter der Sportabteilung im Organisationskomitee der 11. Olymvischen Spiele Berlin 1936. Werner Klingeberg. ist vom Internationalen Olymvischen Komitee als ständiger Vertreter nach Tokio. dem Schauplatz der 12. Weltspiele, berufen worden. Diese ehrenvolle Einladung stellt zugleich eine Würdigung der deutschen Arbeiten für die Olymvischen Spiele dar. Die ersten Rekorde Caracciolas anerkannt Bei den ersten Versuchsfahrten von MercedesBenz auf der Reichsautobahn im Spätherbst stellte Rudolf Caracciola am 26. Oktober drei internationale Rekorde der Klasse B(5000 bis 8000 ccm) auf. Diese wurden jetzt mit folgenden Leistungen von der AJACR. offiziell anerkannt: 1 Kilometer mit fliegendem Start.88 Sek. gleich 364,4 Stundenkilometer; 1 Meile mit fliegendem Start 15.79 Sek. gleich 366.9 Stundenkilometer: 5 Kilometer mit fliegendem Start 52.86 Sek. gleich 340.5 Stundenkilometer. Hondel und ondustell Starke Reichsbankentlastung in der dritten Novemberwoche Die Entlastung der Reichsbank hat sich in der dritten Novemberwoche wieder in verstärktem Tempo fortgesetzt. Während in der ersten Monatswoche 63,4 v. H. und in der zweiten Woche 19,1 v. H. der zusätzlichen Ultimobelastungsspitze wieder abgebaut wurden, erreichte der weitere Abbau in der dritten Novemberwoche nochmals 32,3 v. H. Damit ergibt sich insgesamt bis zum 23. November eine Entlastung von 114,8 v. H. gegen 105,8 v. H. im Vorjahr, in der die starke Geldflüssigkeit zum Ausdruck kommt. Diese wird auch noch unterstrichen durch die verhältnismäßig starke Zunahme der Giroguthaben um 90,25 auf 712,6 Mill. RM., die entsprechende Vorbereitungen für die Anleihezeichnung erkennen läßt. Dabei haben sowohl die privaten als auch die öffentlichen Giroguthaben zugenommen. Was den Rückgang der Kapitalanlage anbelangt, so haben sich die Bestände an Wechseln und Schecks, Lombards und Wertpapieren insgesamt um 178,8 Mill. RM. auf 4909,3 Mill. verringert. Im einzelnen sind die Wechsel= und Scheckbestände um 177,6 auf 4354,2 Mill. RM. und die Bestände an Reichsschatzwechseln um 3,8 auf 0,1 Mill. RM. zurückgegangen. Die Lombard= forderungen sind dagegen um 4,7 auf 33,4 Mill. RM. gestiegen, während sich die Bestände an deckungsfähigen und sonstigen Wertpapieren nur unwesentlich verändert haben. Andererseits zeigen die sonstigen Aktiva eine größere Zunahme um 65,6 Mill. RM., bei der es sich in der Hauptsache um eine Vermehrung der Bestände an Rentenbankscheinen, um eine verstärkte Inanspruchnahme des dem Reich eingeräumten Betriebskredites und endlich um die Verbuchung durchlaufender Posten handelt. Entsprechend den veränderten Kontenveränderungen sind an Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen 170,6 und an Scheidemünzen 42,8 Mill. RM. aus dem Verkehr abgeflossen. Der gesamte Zahlungsmittelumlauf stellt sich am Schluß der dritten Novemverwoche auf 6130 Mill. RM. gegen 6343 in der Vorwoche, 6171 am gleichen Stichtag des Vormonats und 5788 Mill. RM. am entsprechenden Zeitpunpt des Vorjahres. Die Gold= und Derisenbestände haben weiter, wenn auch geringfügig, zugenommen. Insgesamt ergibt sich ein Zugang um 0,1 auf 70,8 Mill. RM. Im einzelnen stellen sich die Goldbestände bei einer Zunahme um 0,144 auf 65,6 Millionen RM. und die Bestände an deckungsfähigen Devisen bei einer Abnahme um 0,061 auf 5,2 Mill. RM. Warenmärkte Rheinischer Großmarkt für Getreide und Futtermittel zu Köln. Abteilung Krefeld Großhandelspreise je 100 kg. Krefeld, 25. Nov. Weizen, rhein., 76=77 Kilo. ab Erzeugerstation W XIV 20.00 W XIX 20.40: Roggen. rhein., 69/71 kg. ab Erzeugerstat. R XV 16.30. R XVIII 16.70: Futtergerste. rhein. 59160 kz. ab Erzeugerstation G XII 17.10. G XIV 17.40: Futterhafer. rhein., 48/49 kg. ab Erzeugerstat. H XIII 15.80. H XVI 16.20 H XVIII 16.40. H XIX 16.50: Weizenmehl. Type 790. für W XVI 28.10. W XIX 28.10: Roggenmehl. Type 997. für R XV 22.95, R XVIII 23.15: Roggenschrot. Type 1800. für R XV 19.45. R XVIII 19.65: Weizenkleie Grundvreis W XVI 11.45, W XIX 11.65: Weizenkleie Handelsvreis 12.00: Weizenfuttermehl W XIX Handelspreis 14.50: Roggenkleie. Grundpreis R XV 10.55. R XVIII 10.80: Roggenkleie. Handelsvreis 11.15: Roggenvollkleie. Handelsvreis 12.15. Mehl zuzügl .50 RM Frachtausgleich bei Abnahme von 10 To. frei Empfangsstation gemäß Anordnung 9 der W. V. Auf= und Abschläge gemäß Anordnung 8 der.=V. Kleie ab Mühle. Roggen= und Weizenstroh. gevr., .70—.80; Haferstroh gepr., ab rhein. Station.60. Viehmärkte Dortmunder Zucht= und Faselviehmarkt Dortmund, 25. Nov. Zum heutigen Zucht= und Faselviehmarkt wurden aufgetrieben: Großvieh 622 Stück, Ferkel 114, Läufer= und ältere Futterschweine 29. Kälber 23. Schafe 1. Der Handel war in Großvieh ruhig. voraussichtlich Ueberstand. Hochtragende und frischmelkende Kühe 1. Sorte 500—530, 2. Sorte 450—490, 3 Sorte 350—440; Rinder kosteten 380— 480(beste Tiere über Notiz). Der Handel war am Schweinemarkt mittel(Durchschnittsqualität und Durchschnittsvreise). Es wurden bezahlt:—6 Wochen alte Ferkel—9.—8 Wochen alte Ferkel 10 —15,—10 Wochen alte Ferkel 16—20, 10—12 Wochen alte Ferkel 21—28: Läuferschweine.—5 Monate alte, kosteten 30—70. Abfallende Ware entsprechend niedriger, ausgesuchte Spitzentiere entsprechend höher. Sämtliches zum Markt aufgetriebenes Vieh ist gegen Maul= und Klauenseuche geimpft. Nächster Markt am 2. 12. 36. Osnabrücker Zucht= und Nutzviehmarkt Osnabrück, 25. Nov. Auftrieb: Kühe und Rinder 107. Schweine 702. Milchkühe: 1. Sorte 430— 530, 2. Sorte 360—430, 3. Sorte 300—360, 4. Sorte 240—300; Rinder: 1. Sorte 380—430, 2. Sorte 300 —380, 3. Sorte 250—300, 4. Sorte 180—250: Ferkel: —8 Wochen alte—11.—13 Wochen alte 11—15. Läuferschweine 15—28 RM. per Stück. ½ kg Lebendgewicht 0,30—.40 RM.— Tendenz: mittel, ausgesuchte Tiere über Notiz. Nächster Markt am 2. 12. Amtliche Berliner Devisenkurse Berliner Börsenkurse vom 25. November 1935 25 11[2411 186. 19955 93. 113 58% 162½ Ges. t. el. Untern. Gödhardt Gebr. Goldschmidt Harpener Berg Hoesch Kall Aschersieben Klöcknerwerke Köln. Gas u. Elekt. W Krefft Kromschröder Kronprinz Metall Küppersbusch Lahmeyer Mannesmann Mansfelder Masch Unternehm. Mülheimer Berg Phönix Bergbau Rhein Braunkohlen Rhein Elektr. Rhein Spiegel Rheinstabl R E W. Rhein-Westt. Kall Roddergrube Salzdetfurth Schwelmer Eisen Siemene& Halske Stolberger Zink Stollwerck Westd Kaufhof Ver Otsch Nickel Ver Glanzstoft Ver Stahlwerke Warsteiner Gruben Wasserw. Gelsenk —+ bedeutet ohne Angebot und Nachtrage S 11-4 134. 136 130¾ 94 ½ 9315 137 116½ 151. 133¾ 164½ 228 129% 149 138 137. 116% 150¼ 128% 164½ 227. 129¾ 148% 137¼ Westeregeln West-Drabt Hamm Westfälische Landesbankanl.: 4½% Feingold 25 95¼ 4½% dito 26 95¼ dto. 27 R 11 94½ 4½% dto. Komm 2 u. 3 4½% dto Komm 4 4½% dto. Gold 1 und 2) 96%I 96½ Westf. Provinz.Auslosun 119.- 1191 Festverzinsliche Werte: 4½% Pr Ld-Pid Br-Aust. 10 4½% dito 4 4½% dito 11 4½% dito 13, 15 4½% dito 21 4½% dito 24 4½% dto Komm 20 4½% dito 16 4½% dito 6 4½% dito 8 4½% Pr. Central a. Pfandbr 433 dito Komm Steuer-Durchschnittekur Deei Jatsee„Reaft ducch Feeude Dr. kobert Ley übergibt den Rechenschaftsbericht Arbeit und Kunst 1 Berlin, 25. Nov. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley übergab am Mittwoch der Presse einen Bericht„Drei Jahre nationalsozialistische Gemeinschaft Kraft durch Freude“, in dem die Ziele und Leistungen dieses großen Werkes dargelegt werden. Dr. Ley, der am Freitag auf der Jahrestagung der Reichskulturkammer ausführlich sprerichtet, 3500 Grünanlagen in Werkhöfen und annähernd 200 Schwimmbäder sowie 1500 Waschräume geschaffen. Die Mittel für die Verbesserung der deutschen Betriebe betrugen fast eine halbe Milliarde RM. Zur Organisierung des inneren Betriebes in den Unternehmungen wurden die„Werkscharen“ gebildet, die vom RSG.=Amt gleichen Namens verwaltet werden. Es haben heute 2150 tagung der Reichskulturkammer ausführlich spre= Perkschaxen, einen Personalbestand von 90,.00 chen wird, machte bei dieser Gelegenheit langere Mann. Schließlich wurde auch durch ein##### Ausführungen über die Grundsätze der RSc. men zwischen dem Reichsorganisationsleiter## „Kraft durch Freude". Er hob hervor, welch ge- Ley und dem Reichstriegsminister Generalfeld waltige Ausmaße dieses Werk in knapp brei Jahr goescal, von Blomberg begresgestg, Ktastirne se ren erfahren hat. Der Arbeiter sei durch den greuve vie außerdienstliche, P#r##7## Marxismus heimatlos geworden, er habe aber Soldaten anvertraut. Auf Grun= irste„Abz der englischen und der nie seine große Sehnsucht nach seinem Volke und kommens wurde das Amt„Wehrmachtheime“ enge Zusammenarern erstehen werde. seiner Heimat verloren. ferrichtet, Der Nationalsozialismus habe dem deutschen Arbeiter die Möglichkeit gegeben, an den kulturellen Gütern Deutschlands teilzunehmen, die seine Vorväter geschaffen hätten. An dem Klafsenkampf und Klassenhaß sei die Unvernunft des Englische Kasernen am Suez-Kanal 1 Madrider Königspalast Punt den erolictgpriche Brennpunkt des Kalupges London, 25. Nov. Das Unterhaus nahm am Talavera dela Reina, 25. Nov. Nach Dienstagabend den Antrag auf Ratifizierung glaubwürdigen Berichten eines aus Madrid zudes englisch=ägyptischen Vertrages ohne Abstimmung an. Die Abgeordneten aller Parteien erklärten sich mit den Grundzügen des Bündnisvertrages einverstanden. Außenminister Eden hatte vorher erklärt, das ägyptische Gebiet gegen jeglichen Einfall zu schützen. Mit Rücksicht auf den Suez=Kanal sei die Unantastbarkeit sowohl für Aegypten wie für das britische Reich ein Lebensinteresse. Britische Truppen würden noch etwa acht Jahre in Alexandrien bleiben. Diesen Zeitraum halte man für notwendig, um die neuen Kasernen und sonstigen Bauten am Suez=Kanal zu errichten. Aus diesen Ausführungen ging hervor, daß zwischen rückgekehrten Offiziers der Regulares haben die nationalen Truppen nach der Einnahme des sogenannten Mustergefängnisses alle Häuserblocks der Calle Princesa erobert und sich bis zur Plaza Espana und zur Plaza Oriente durchgekämpft. Der Hauptkampf ist nunmehr um den von den Bolschewisten in eine Festung verwandelten Königspalast entbrannt. kote Waffentransporte gekapert Paris, 25. Nov. Kriegsschiffen der spanischen Nationalregierung ist es, wie der Sender von Teneriffa meldet, gelungen, auf der Höhe von Barcelona einen norwegischen Frachtdampfer Beuischiand proiestiert in 8310 Der nobelpreis-Skandat Bürgertums mit schuld gewesen. Alles Gute und Schöne in Deutschland werde jetzt auch dem deutschen Arbeiter zugänglich gemacht. Die gemein=I dnb. Berlin, 25. Nov. Der Reichsminister same Tagung der Reichskulturkammer und der des Aeußern, Freiherr von Neurath, hat den RSG.„Kraft durch Freude“ am Freitag solle deutschen Gesandten in Oslo telegraphisch diesen Ausführungen, ging berzghens PHaehrsichen Barelona einen norwegischen„Frochtompf, ver englischen und der ägyplischen Weyrmach: abzufangen, der Kriegsmateriat zu die Roten enge Zusammenarbeit bestehen werde. an Bord hatte. Ein griechischer Dampfer, der gleichfalls Munition geladen hatte, wurde gezwungen, den Hafen von Ceuta anzulaufen. Aus einer weiteren Mitteilung des Senders ergibt sich, daß in der nächsten Zeit mit einem Angriff der nationalen Kriegsflotte auf die Häfen von Barcelona und Valencia zu rechnen ist. offenbaren, daß Arbeit und Kunst zusammengehörten, daß sie nicht mehr zwei verschiedene Begriffe seien. Die Tagung werde auch zeigen, daß der deutsche Arbeiter für alle Zeit aus dem Nebel des Marxismus erlöst sei. Der die außerordentlichen Erfolge aufzählende Bericht„Drei Jahre NS.=Gemeinschaft Kraft durch Freude“ ist von Reichsamtsleiter Horst Dreßler=Andreß verfaßt und bietet reiches statistisches Material. In der Einleitung wird betont, daß der Gemeinschaft in 32 Gauen mit 800 Kreisdienststellen und 18000 Ortsdienststellen 78097 Betriebswarte zur Verfügung stehen. Das Amt„Feierabend“ hatte insgesamt 142 670 Veranstaltungen mit 52766029 Besuchern aufzuweisen. Es wurden Musikstunden sowie Singstunden abgehalten, Laienspiele und Tanzvorführungen veranstaltet, 4 850000 Besucher ins Theater geführt und 16 886 477 Volksgenossen der Besuch von 40 756 Kabarettabenden ermöglicht. Das 90 Mann starke RS.=Reichssinfonieorchester wird bis zum Jahresschluß 220 Konzerte gegeben haben. 700 Lager der Reichsauftragt, das äußerste Befremden der Reichsregierung zu dem Beschluß des Storting=Ausschusses hinsichtlich der Zuteilung des FriedensRobel=Preises zum Ausdruck zu bringen. Wenn auch die norwegische Regierung als solche nicht unmittelbar an diesem Beschluß beteiligt ist, so handelt es sich doch andererseits um einen Beschluß der norwegischen Landesvertretung, die eine bewußte und beleidigende Herausforderung Deutschlands darstellt. Der Gesandte hat den Auftrag mitzuteilen, daß sich die deutsche Regierung vorbehalten muß, alle Schlußfolgerungen aus diesem Vorfall zu ziehen. In der verantwortungsbewußten norwegischen Presse kommt die Erkenntnis zum Ausdruck, daß das Nobel=Komitee mit seiner Entscheidung für Ossietzky nicht nur der Idee des Friedenspreises einen schweren und nicht wiedergutzumachenden Schlag versetzt, sondern auch außenpolitisch Norwegen große Schwierigkeiten bereitet habe. Man fürchtet die Antwort Deutschlands.„Tidens Tegn“ schreibt:„Wir beklagen die Entscheidung. schwere Fehlentscheidung. Ossietzky hat nichts für den Frieden Bedeutendes getan. Wir befürchten, daß durch diesen Schritt das Ansehen des Friedenspreises bedenklich sinken wird.“ Das Blatt der Partei Konrad Henleins, „Die Zeit“, wirft in betonter Ironie die Frage auf, warum man unter diesen Umständen den österreichischen Putschisten Deutsch und Männer wie Stalin, Largo Caballero und Heinrich Mann nicht auch bedacht habe, zumal sie alle„Friedensmänner“ im bolschewistischen Sinne seien. Das der ungarischen Regierung nahestehende Abendblatt Esti Ujsag nimmt jetzt eingehend zu dem Fall Ossietzky Stellung und betont, die„Weltbühne“, die Ossietzky geleitet habe, sei ein ganz gewöhnliches hetzerisches kommunistisches Konzerte gegeben haben. 700 Lager der Reichs Tegn“ schreibt:„Wir beklagen die Entscheidung. autobahngefolgschaft wurden ebenfalls von der war nicht die Liebe zum Frieden, sondern der NS.=Gemeinschaft Kraft durch Freude betreut. gegen den Nationalsozialismus.“„Aftenposten“ RS.=Gemeinschaft Kraft durch Freude betreut. Das Amt„Deutsches Volksbildungswerk" weist 36 194 Veranstaltungen mit 6 109 269 Teilnehmern auf. U. a. wurden 6742 Führungen, 2688 Volksbildungsveranstaltungen, 10 280 Volksbildungsabende auf dem Lande und 6249 Sonderveranstaltungen durchgeführt. Auch bestehen zurzeit 200 Wanderbüchereien mit je 250 Bänden. Aus der Statistik des Amtes„Reisen, Wandern, Urlaub“ ist ersichtlich, daß sich die Zahl der KdF.=Fahrer seit dem letzten Jahre mehr als verdoppelt har. Sie betrug im Jahre gegen den Nationalsozialismus.“„Aftenposten“ schließlich erklärt:„Wir betrachten es als eine ganz Ein düsteres Bild „Echo de Paris“ über die Lage in Frankreich Paris, 25. Nov. Die Ernennung des sozialdemokratischen Unterstaatssekretärs Dormoy zum Nachfolger Salengros als Innenminister wird von den Blättern der Volksfront mit Genugtuung, von der rechtsstehenden Presse dagegen mit großer Skepsis aufgenommen. Das„Echo de Paris“ fragt, ob Dormoy der Aufgabe, die ihn erwarte, überhaupt gewachsen sei. Von einem Augenblick zum anderen könnten überSchmutzblat gewesen und habe der Menscheit nicht Iur Gäden schafte, Hie sseberschwemmung des Lanvokation. Baxestontat geworden, wo sse Anarchie unter Die Pariser kommunistische Humanité und einige den Augen der ohnmächtigen Behörden und zur andere Pariser Linksblätter veröffentlichen am großen Verzweiflung der Bevölkerung sich einniste. Dienstag folgende Mitteilung, die für sich selbst spricht:„Mit großer Freude hören wir, daß unser Feldzug für die Verleihung des Friedens=NobelPreises an Ossietzky Erfolg gehabt hat. Wir legen Wert darauf, allen denen zu danken die auf unseren Aufruf geantwortet haben. Wir erwähnen in erster Linie folgende Namen: Eduard Herriot, Léon Blum, Maurice Thoréz, Raoul Auband. Vincent Auriol, Fernand Brunot, Marcel Cachin, Pierre Cot, Georges Monet und Marius Moutet (der Kolonialminister), der Schriftsteller Romain Rolland, Léon Jouhaux und viele andere mehr.“ Expreß raft auf Tonatzag Furchtbares Hochbahnunglück in Chikago Jahlreiche Tote und Verwundete C hikago, 25. Nov. Auf dem Hochbahnhof werden auch die Namen der Täter bekannt. Bei „hitagr ezanste sich am Dionstag den Verhafteten handelt es sich durchwea um Granville in Chitago ereignere sich am Dienstag ein schweres Hochbahnunglück. Ein in voller Fahrt befindlicher Expreßzug fuhr auf einen auf mehr als verdoppel, hat. Sie betrug im Jahre Fahrt befindlicher Expreßzug fuhr auf einen au 1936 mehr als 6 Millionen, darunter 150000 dem Bahnhof haltenden Loralzug auf. Die WirSeefahrer. Zu Jahresbeginn standen acht große kung war furchtbar. Die letzten Wagen des LoUeberseedampfer der Gemeinschaft zur Verfü= kalzuges, die in einer veralteten Holzkonstruktion den Verhafteten handelt es sich durchweg um Ostjuden, wie sich hier überhaupt in den letzten Monaten die jüdischen Verbrechen unheimlich zu häufen beginnen. Schon die Namen der Anführer: Harsch Wolf=Fink, Chaim Meschel=Mehl, Lemel Jakobowicz, Osias Riebler recte Sommer, Ueberseedampfer der Gemeinschaft zur Verfü kalzuges, die in einer veralteten Holzkonstruktion Lemel Jakobowicz, Dsias gung, zu denen in Zukunft die neuen Dampfer gebaut waren, wurden vollkommen zertrümmert. Simon Lieber, Sime Wang, Markus Rotenlanten KdF.=Flotte hinzukommen werden.] Durch der Zusammenprall wurden die In= berg, Markus Landau, Moses Löffelstiel... der geptanten Kog.=Flolle hinzatommen werden. Die von den KdF.=Zügen zurückgelegte Gesamtstrecke beträgt 2 160 000 Klm. und entspricht damit dem 54fachen Umfang der Erde. Der Umsatz, einschließlich der Nebenausgaben, betrug in diesem Tätigkeitsabschnitt rund 110 Millionen Mark. Die Statistik des Sportamtes lehrt, daß in diesem Jahre 275 307 Sportkurse mit 5880000 Teilnehmern veranstaltet wurden. Die Zahl der hauptamtlich beschäftigten staatlich geprüften Sportlehrer beträgt 2800. Das Amt„Schönheit der Arbeit“ setzte seine im Vorjahr begonnene Aktion„Gutes Licht— gute Arbeit“ fort und begann dann besonders die Gerbereien, Ziegelesen, Schuhfabriken und Hotels gründlicher Untersuchungen zu unterziehen. Dabei wurden schon mehr als 2500 Hotels und Gaststätten besichtigt. Außerdem wurden bisher gegen 1000 Kameradschaftshäuser und 3000 neue Kantinen und Aufenthaltsräume erebaut waren, wurden vollkommen zertrümmer Dulch, ern Hasummenpinn wurden die Insassen viele Meter weit auf die Gleise und die sechs Meter tiefer liegende Straße geschleudert. Bisher konnten zehn Tote und 75 teilweise Schwerverletzte, darunter zahlreiche Frauen und Kinder, geborgen werden. Die Polizei fürchtet, daß unter den Trümmern noch eine größere Zahl weiterer Todesopfer begraben liegt. Ostjüdische Devisenschieberbande in Wien dingfest gemacht Wien, 25. Nov. Vor einigen Tagen hat die Wiener Polizei eine Bande festgenommen, die Valuten im Werte von mehreren Millionen Schilling ins Ausland verschoben hat. Es handelt sich um die größte Devisenschiebung, die sich seit der Einführung der Devisenzwangswirtschaft im Jahre 1932 ereignet hat. Nunmehr berg, Markus Lanbau, Moses Loffelstiel. muten wie die Chronik aus dem Ghetto an. Es spricht Bände, daß am selben Tage, an dem diese Namenliste bekannt wird, die Blätter den Urteilsspruch gegen ein anderes, nicht minder sauberes Konsortium bringen. Die Familie des Ostjuden Lazar Ulreich, der jüdische Student Samuel und der Arzt Norbert Hirsch wurden wegen mehrfachen schweren Versicherungsbetruges zu Kerkerstrafen von 2½ bis 3½ Jahren verurteilt. Außerdem wurde die Landesverweisung gegen die Galizier ausgesprochen. Jeocher ardergeiff der Aoten Die spanischen Bolschewisten„beschlagnahmen“ deutsche Amtsgebäude Jüdische Bodenspekulation in Palästina London. Nach Berichten aus Jerusalem beschäftigt sich der englische Untersuchungsausschuß zur Zeit besonders mit der Frage der jüdischen landwirtschaftlichen Siedlung. In der gestrigen öffentlichen Sitzung wurde die bemerkenswerte, Tatsache enthüllt, daß die Juden seit 1920 170000 Acres Land(etwa 68000 Hektar) im Werte von annähernd acht Millionen Pfund gekauft haben, während bisher ein Siebtel der jüdischen Bevölkerung tatsächlich Landwirtschaft betreibe. Aus allen Ländern ergieße, sich über Frankreich nach Spanien ein wahrer Abschaum der Menschheit, der oft Halt mache und keine Lust zeige, den Weg über die Pyrenäen zu nehmen. Man befürchte seit einiger Zeit in Marseille sogar das Eintreffen der Kabylen, die zum Teil nach Paris Leiter wanderten. Außerdem stehe fest, daß überall im Lande ein regelrechter Waffenschmuggel betrieben werde und man allenthalben Munitionslager anlege. In der Pariser Gegend, so schreibt das Blatt weiter, könnten die Schwierigkeiten besonders groß werden. Binnen acht Tagen werden die marxistischen Gewerkschaften eine neue Streik= und Besetzungswelle entfesseln unter dem Vorwand, daß die Löhne den Lebenshaltungskosten angepaßt werden müßten. Man könne mit neuen„Juni=Tagen“ rechnen, nur mit dem Unterschied, daß die Kommunisten diesmal die Entwicklung beschleunigen würden, um die Einmischung in Spanien durchzusetzen. Achter Sowjetkongreß Innerpolitische Rede Stalins Moskau, 25. Nov. Der achte Rätekongreß der Sowjetunion hat am Mittwochnachmittag seine außerordentliche Tagung im Kreml begonnen. Stalin hielt eine zweistündige Rede über die neue Sowjetverfassung, die in dem Versuch gipfelte, sich mit den Kritikern seiner Verfassung auseinanderzusetzen. Stalin, der sich nur wenig mit Außenpolitik beschäftigte, glaubte u. a. die scharf kritisierenden und ablehnenden deutschen Stimmen mit Scherzworten und humoristischen Vergleichen abtun zu können, ohne eine sachliche Entgegnung auch nur zu versuchen. In außenpolitischer Hinsicht bezeichnete Stalin lediglich zum Schluß seiner Darlegungen den Entwurf seiner Verfassung als eine moralische Unterstützung für alle jene in der Welt, die gegen den Faschismus kämpften. Er erklärte, daß das, was in der Sowjetunion Tatsache sei, auch überall in der Welt vollkommen verwirklicht werden könnte. Lindbergh wohlbehalten gelaudet London. In London war am Mittwochvormittag das Gerücht verbreitet, daß der bekannte Fliegeroberst Lindbergh bei einem Flug über der Irischen See verschollen sei. Es stellte sich jedoch später heraus, daß Lindbergh nach seinem Aufstieg in einem kleineren Ort sicher gelandet war. Madrid, 25. Nov. Die roten Machthaber haben mit der Begründung, daß die„spanische Republik ihre diplomatischen Beziehungen zu Deutschland abgebrochen habe“, die Gebäude der deutschen Schule und des deutschen Konsulats in Cartagena widerrechtlich mit Beschlag belegt. Das Schulgebäude wird als Quartier für rote Milizen, das Konsulat als Sitz einer roten Kommission benutzt werden. Einer Meldung der in Madrid erscheinenden Zeitung„Sindicalista" zufolge, die der rote Madrider Sender wiedergibt, haben sich die dortigen bolschewistischen Machthaber eine unerhörte Verletzung der Exterritorialitätsrechte der deutschen Botschaft geDas Blatt schreibt von einer„genauen Durchsuchung" der deutschen Botschaft, wobei angeblich„wertvolles Material“ beschlagnahmt worden sei. Es liegt auf der Hand, daß mit dieser Darstellung eine nur als Einbruch zu wer tende Tat als sogenannte Amtshandlung der Rotgardisten bemäntelt werden soll. Auch Italiens Botschaft geplündert Rom, 25. Nov. Das frühere italienische Botschaftsgebäude in Madrid, das bereits seit einigen Monaten wegen Verlegung des Botschaftsnach Alicante geschlossen worden war, ist, wie von unterrichteter italienischer Seite verlautet, nach der Anerkennung der Regierung des Generals Franco von den roten Terrorbanden geplündert worden. In zuständigen römischen Kreisen wird darauf hingewiesen, daß der exterritoriale Charakter der diplomatischen und konsularen Gebäude selbst von den Abessiniern gegenüber dem italienischen Konsulat in Dessie, Gondar und Harrar geachtet worden ist und daß die Plünderung der italienischen Botschaft in Madrid nur ein neuer Beweis für die in der spanischen Hauptstad herrschende Anarchie uen tcerterg ATEANTISCZ * KALHLANN OZEAN Lassten Wner Ter 9 85 wich 806 panien: Dao Mittelmeer als sowjetrussische Etappenstraße In gesteigertem Maße schicken die Sowjets Waffen, Munition, Tanks und neuerdings sogar ganze Truppenteile nach Spanien, um den Zusammenbruch der roten Front hinauszuschieben. Unsere Karte zeigt den Weg, den die Sowjetlieferungen nehmen.(Gliese .) Vem Wöser und Eintslautd Brennender Räucherschrank im Schlafzimmer Gütersloh. Ein hiesiger Einwohner ist Besitzer eines Räucherschrankes und hat für diesen— die Frage„Warum?“ soll hier unerörtert bleiben— keinen besseren Platz finden können als in seinem Schlafzimmer. Nun war aber auf den Räucherbrand Fett von den in dem Schranke ausgehängten etwa zwei Zentner Würsten geträufelt, die Flammen waren hochgeschlagen und dadurch die leckeren Würste in Brand geraten. Glücklicherweise aber wurde er wach und entdeckte das Feuer. Aber die zwei Zentner Würste waren hin. Ja wofür es gut ist, wenn man den Räucherschrank— ins Schlafzimmer stellt! Elternpaar von 22 Kindern feierte goldene Hochzeit Lohne. Allgemein ist ja bekannt, daß das oldenburgische Münsterland, also das ehemalige Niederstift des Fürstbistums Münster, auf die höchste Geburtenzahl in ganz Deutschland stolz sein kann. Hier aber hat sich doch ein ganz besonderer Fall ereignet. Denn in der vergangenen Woche konnte hier der Heuermann Johann Brinkmann mit seiner Gattin Katharina geb. Meyer, aus deren Ehe nicht weniger als 22 Kinder hervorgegangen sind, in bester Gesundheit das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Die beiden Alten haben stets in der schönsten ehelichen Gemeinschaft gelebt, sich brav und bieder durchs Leben geschlagen und dem Vaterlande eine überreiche Nachkommenschaft hinterlassen. Tod auf den Schienen Bohmte. Ein Verkehrsunglück ereignete sich am Dienstag gegen 15 Uhr auf der Reichsbahnstrecke nördlich des Bahnhofs Bohmte. Hier wurde der Vorarbeiter August Müller aus Wagenfeld, der sich auf dem Heimwege von der Arbeitsstätte befand und die Eisenbahnstrecke benutzte, von dem aus Richtung Osnabrück kommenden Schnellzug überfahren und auf der Stelle getötet. Das Unglück ist wahrscheinlich infolge des dichten Nebels geschehen. Der Verunglückte war 30 Jahre alt und wollte in Kürze heiraten. Schwerer kaubüberfall in Sittensen Sittensen. Am Montagabend wurde auf der Straße vor dem Postamt Sittensen(an der Reichsautobahn Hamburg—Bremen) ein schwerer Raubüberfall verübt. Der Täter bedrohte einen 17= jährigen Lehrling mit einem Revolver und raubte 11000 RM. Das geraubte Geld befand sich in einer abgetragenen dunkelbraunen geriffelten ledernen Aktentasche mit Bügel und Ringverschluß. Das Schloß war defekt. Der Inhalt der Aktentasche bestand aus: 2000 RM. in 100=RM.=Scheinen, 2000 RM. in 20=RM.=Scheinen, 6000 RM. in 50=RM.= Scheinen und 1000 RM. in=RM.=Stücken. Außer- dem enthielt die Tasche ein Postquittungsbuch des Sittensener Postamtes. Das Geld war gebündelt und die Streifen mit dem Aufdruck„Sparkasse Sittensen, Zweigstelle der Kreissparkasse Bremervörde" versehen. Der Täter, ein etwa 1,55 Meter großer, 25 Jahre alter Mann, war bartlos und hat ovales Gesicht mit vorstehenden Backenknochen. Er trug dunkles Jackett ohne Schlips und Kragen. Auf seinem Fahrrad ist er in Richtung Zeven geflüchtet. Superinlendent D. Schaaf-Potshausen f Leer. Superintendent D. Schaaf in Potshausen im Kreise Leer ist im 75. Lebensjahre unerwartet gestorben. Von seiner Gemeinde Potshausen hatte er sich am vergangenen Sonntag in einem letzten Gottesdienst verabschiedet, um als 75jähriger in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen. Aus dem Sauerland „Werkpause“ auf Biegen oder Brechen Witten.„Wenn Sie zum=Werk wollen, müssen Sie gleich rechts abbiegen, unter der Bahnunterführung her und noch etwa 200 Meter weiter, dann stehen Sie direkt vor dem Fabriktor“, sagte man bereitwilligst dem Fahrer des roten RundfunkUebertragungswagens vor der Stadtgrenze von Witten, als er dort zu einer„Werkpause“ fahren wollte. Der=Wagen, wie ihn die Rundfunkmänner einfach nennen, schlug den angegebenen Kurs ein. Doch wer hatte beim Bau der Ueberführung im vorigen Jahrhundert daran gedacht, daß es einmal Rundfunk geben würde, und daß dieser Rundfunk zur Durchführung seiner Außenübertragung einen UWagen gebrauchen muß, der eine Höhe von 2,20 m hat? Jedenfalls niemand; denn sonst hätte man sicher 20 Zentimeter mehr ausgeschachtet. Einen Augenblick standen die Männer der Technik ratlos vor der Ueberführung. Was tun? Die Hörer konnte man nicht warten lassen. Aber Hindernisse sind eben auch für den Rundfunk nur da, um überwunden zu werden. Wenn es also nicht unter der Bahn hergeht, muß es eben drüber gehen. Darum schnell zurück zum naheliegenden Güterbahnhof. Glücklicherweise stand dort gerade eine Rangier= lokomotive und ein Planwagen zur Verfügung. Gedanke und Durchführung waren nun eins. In Sekundenschnelle ging es über die Verladerampe auf den Planwagen. Dann rasselten die Fernsprecher, um den Verkehr für die Zeit des Herüberrangierens über vier Geleise still zu legen und ein paar Minuten später lotse die Lokomotive die seltene Last auf das andere Ufer. Planmäßige Güterzüge und ein Personenzug mußten warten, aber auch unzählige Hörer warteten; denn es war trotz aller Eile bereits 12 Uhr geworden. 12.05 Uhr verließ der=Wagen mit eigener Kraft seine Helfer. 12,11 Uhr meldete sich der Sprecher des Reichssenders Köln mit der Uebertragung der„Werkpause“ aus Witten und entschuldigte sich für die kleine Verspätung, hervorgerufen durch einen„unvorhergesehenen kleinen Zwischenfall“. sich durch Lausen zu erwärmen. Man nimmt an, daß er dann wieder aufsteigen wollte und dabei ausgerutscht ist. Jedenfalls wurde er von dem Lastzuge überfahren und so schwer verletzt, daß der Tod nach ganz kurzer Zeit eintrat. Beim Abladen von Langholz lödlich verunglückt Enniger. Auf dem hiesigen Bahnhof lud der bei dem Bauern Bockey beschaftigte 27jährige Knecht Mertensotto Langholz von einem Eisenbahnwaggon ab. Dabei löste sich die Verschraubung der Holzladung am Eisenbahnwaggon und das Holz kam ins Rutschen. M. erhielt von einem Stamm einen so heftigen Schlag gegen das Kinn, daß er das Bewußtsein verlor, und dann rutschte die ganze Holzladung auf ihn. Der Mann wurde von den schweren Stämmen erdrückt. Kind vor einen Kraftwagen gelaufen Bockum=Hövel. In der Kolonie wollte ein Kaufmann von auswärts seinen Kraftwagen zurücksetzen. Ohne daß er es bemerkte, lief ein kleines Kind von hinten her gegen das Fahrzeug, wurde überfahren und mußte mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Von Rhein, Mosel und Saar Die älteste Mammutjagdstelle der Welt Mayen. In einer Versammlung des Eifelvereins sprach der Geologe Dr. Mautz über die Polcher Mammutjagdstelle, die vor etwa Jahresfrist bei der Durchführung von Landeskulturarbeiten von Arbeitsdienstmannern aufgedeckt worden ist. Die durch Lichtbilder reich illustrierten interessanten Ausführungen des Redners gipfelten in der Feststellung, daß es sich bei dem Polcher Mammutfund um die älteste nachgewiesene Mammutjagdstelle der Welt handelt. Durch diesen Fund wurde erstmalig auf der ganzen Welt der Beweis erbracht, daß tatsächlich der Mensch das Mammut, dieses gewaltige vorzeitliche Riesentier, erlegt hat. Radfahrer von Fahrzeugen geblendet und überfahren Werdohl. Als der 60jährige Fabrikarbeiter Söhnchen auf seinem Fahrrad zu seiner in Borbecke gelegenen Wohnung heimwärts fahren wollte, wurde er nicht weit von seiner Wohnung von mehreren Fahrzeugen' geblendet, die ihm entgegenkamen. Dabei aber verlor er die Aufmerksamkeit auf den ihm gleichfalls entgegenkommenden Personenzug der Altenaer Kreisbahn, wurde überfahren und auf der Stelle getötet. Aus dem Münsterland Bauernfrau ködlich angerannt Ennigerloh. In der Bauerschaft Ahmenhorst wurde die Mutter des Bauern Ahrens von einem Auto aus Rheda angerannt und so schwer verletzt, daß sie ein paar Stunden später starb. Beim Aufsteigen auf den Lastwagen tödlich verunglückt Ascheberg. Der in Rünthe beheimatete, etwa 18jährige Willi Guttzeit fuhr als Beifahrer auf einem Lastzug, bestehend aus Zugmaschine und zwei Wagen, die Sand geladen hatten und nach ihrem Standort Nordkirchen zurück wollten. Auf der Kunststraße zwischen der Hammer Chaussee und hier scheint der junge Guttzeit abgestiegen zu sein, um Der„Wandernde Berg“ von Willmenrod Willmenrod. Seit Jahren machten sich an dem nördlichen Ausläufer des Watzenhahn, an der Verkehrsstraße Millmenrod=Bergzahn, starke Erdbewegungen bemerkbar. Seit drei Jahren wanderte der Berg in steter Bewegung zu Tal. Im Laufe der Zeit wurde die angrenzende Verkehrsstraße und das darüber hinausragende Wiesengelände vollständig verschüttet. Menschenhand konnte den in Bewegung geratenen Erdmassen keinen Widerstand entgegensetzen. da die vorkommenden Ton= und Sandschichten keinen festen Halt boten. Seit etwa einem halben Jahre ist ein gewisser Stillstand in die unruhigen Erdmassen gekommen. Es ist daher nicht ausgeschlossen, daß der„Wandernde Berg“ endlich zur Ruhe gekommen ist. Vier Brände durch Fahrlässigkeil Gelsenkirchen. In einem Hause der von=der=ReckeStraße waren glühende Kohlen in einen mit Papier gefüllten Kohlenkasten gefallen und hatten einen Brand verursacht; in einem Hause der Horst=WesselStraße entstand in einem Keller in einem Lager von Lumpen und Altpapier ein Brand; in einer Tischlerei an der Wilhelminenstraße wurde ein Brand hervorgerufen durch Inbrandgeraten zu dicht am Ofen liegender Holzteile; und in einem Wanne=Eickeler Schwemmsteinwerke entstand in einer Holzbude, die als Aufenthaltsraum diente, infolge Ueberheizens des Ofens ein Brand. Wenn auch in keinem Falle größerer Schaden entstand, so beweist allein schon die Zahl der Fälle, wie leicht gerade bei der augenblicklichen kalten Witterung aus irgendeiner Fahrlässigkeit heraus mehr oder weniger große Brande entstehen können. Von Motorradfahrer angefahren und gekötel Hamm. Einer Frau, die in Begleitung ihres Sohnes auf der Werler Straße einen Handwagen schob, kam ein Motorradfahrer entgegen. Bei dem Versuche, ihm auszuweichen, wurde sie von dem Motorrade angefahren, zu Boden geschleudert, mußte besinungslos ins Krankenhaus gebracht werden, und ist dort jetzt gestorben. Zeitschriftenschau Sirene Nr. 23 Luftschutz in der Kleinstadt Es gibt heute immer noch 21½ Millionen deutsche Volksgenossen. also fast ein Drittel unseres gesamten Volkcs, die in Gemeinden von weniger als 2000 Einwohnern leben. Wenn auch diese Gemeinden im Ernstfall nicht in dem gleichen Maße Luftangriffen ausgesetzt sein werden, wie Großstädte und Industriegebiete, so darf jedoch die Bedeutung des Luftschutzes für die Kleinstadt nicht unterschätzt werden. Hiermit beschäftigt sich das neue Heft der„Sirene". der illustrierten Zeitschrift mit den Mitteilungen des Reichsluftschutzbundes, in einem großen interessanten Bildbericht. Die sehr lehrreiche Artikelreihe„Unser Haus wird luftgeschützt" wird mit dem Beitrag„Unsere Laienhelferinnen werden ausgebildet" fortgesetzt. Des historischen 9. Novembers wird auf einer Bildseite gedacht. Für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes wirbt eine ganzseitige eindrucksvolle Zeichnung. Humor Das ist deutlich Ein Verkehrsschild war umgefahren worden. Der Gemeindevorsteher des Dorses sah sich also veranlaßt, folgende Bekanntmachung am Schwarzen Brett zu veröffentlichen.„Derjenige, der den Täter. der das Schild„Hier parken“, das auf dem Gelände, das an dem Wege. der nach Breslau führt, liegt. steht. umgefahren hat, anzeigt, erhält 20 Mk. Belohnung!“ Für die uns beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen erwiesenen Aufmerksamkeiten danken herzlich Familie Christian Heintz Castrop-Rauxel 2, den 25. November 1936 llandstraße 21 Frisch geschossene 14. bis 15jähr. HASEN Junge eingetrolfen im Fell... ½ kg.75 RM Rücken u. Keulen ½ kg.30„ Täglich frische Bückinge Karl Hülder Münsterstr. 5 Teleion 2487 für leichte Arbeit gesucht. 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