Se. Johng, Kohrader Zeitung Rauxeler Neueste Nachrichten Bladenhorster Tageblatt für Castrop=Rauzel und Umgebung Der Stadtanze'serrscheint wächentlich 7mal. Mocherbezuss#reis Gr:5o usg ezanten cheint wöchentlich, 7mal,, Wochenhgzngsprete 50 Pig. Postbestellpreis 2 RM. monatlich. Ersatzansprüche können bei Störungen im Erscheinen infolge höherer Gewalt nicht gestellt und Verlag: Geschw. Schmitz in Castcop=Rauxel. Haugt Hritleiter, verantwortlich für den Textteil: Frau; Pruns in Castrop=Rauxel. Anzeigenleiter: Wilhelm Welter in Castrop=Rauxel. DA. IX. 36 1633. Sa.=Nr. 2151 Costrop. Anzeigenpreis: 1 mm hoch und 22 gim breit anzeigen z.#####e, heagegeen 25 Big. Nachlaß nach den vom W. v. V.#, berausgegedenen Richtlinien. 3. Pfo, TextNachlaß nach insche auch für die durch 23. Dt. Sit inen n i# kus Fungg, Kuch für die durch Fernsprecher aufgegebenen, sowie für undeutlich geschriebene Aufträge wird keine Gewähr übernommen. Schluß der Anzeigen=Annahme 4 Uhr nachm. tags zuvor. Erfüllungsort u. Gerichtsstand Castrop=Rauxel. Preisliste Nr. 2. Für Platzwünse für ande Veröffentlichungsblatt für den Landgerichtsbezirk Dortmund. Allgemeines Kreisblatt für den Stadttreis Castrop=Rauxel. Nr. 289 Samstag, den 24. Oktober der Alsrenn. um GleesahseeSplan Erster Eriaß vorings zür Bacchsahrung des Planes „Ich werde den Auftrag allen etwaigen Hemmnissen und Schwierigkeiten zum Trotze ausführen— Nur bei ernster Pflichterfüllung und bereitwilliger Zusammenarbeit aller Beteiligten kann das gesteckte Ziel erreicht werden“ Die Oeganisation dnb. Berlin, 23. Oktober 1936. Im ersten Erlaß über die Durchführung des Vierjahresplanes bestimmt Ministerpräsident Generaloberst Göring folgendes: „Der Führer und Reichskanzler hat mir die Durchführung des von ihm auf dem Parteitag der Ehre verkündeten neuen Vierjahresplanes übertragen. Ich werde den Auftrag allen etwaigen Hemmnissen und Schwierigkeiten zum Trotze ausführen. So wie ich dem Führer und Reichskanzler für das Gelingen des Planes im ganzen verantwortlich bin, tragen mir gegenüber die Personen, die ich zur Mitarbeit berufe, für das ihnen unterstehende Arbeitsgebiet die Verantwortung. Nur bei ernster Pflichterfüllung und bereitwilliger Zusammenarbeit aller Beteiligten kann das gesteckte Ziel erreicht werden. Die Bearbeitung der mir gestellten Aufgabe erfolgt unter weitmöglichster Heranziehung der zuständigen Dienststellen, deren Verantwortung uneingeschränkt fortbesteht. Neue Aemter werden nur soweit als unbedingt notwendig eingerichtet. Alle am Vierjahresplan beteiligten Personen und Organisationen in Partei und Staat unterstehen meinen Weisungen. Meine Befugnisse werde ich unter der Amtsbezeichnung „Ministerpräsident Generaloberst Göring, Beauftragter für den Vierjahresplan“, ausüben.“ Im zweiten Abschnitt des Erlasses bestimmt Ministerpräsident Generaloberst Göring, daß er für die zu treffenden grundsätzlichen Entscheidungen sich der Mitwirkung der in einem Ministerrat zusammengeschlossenen beteiligten Fachminister bediene. Diesem Ministerrat werden der Staatssekretär und Chef der Reichskanzlei Dr. Lammers und Dr. Keppler als Generalsachverständiger für den Aufbau der deutschen Rohund Werkstoffe angehören. An diesen Beratungen nehmen weiter teil: der Vertreter des Ministerpräsidenten in allen laufenden Geschäften, Staatssekretär Körner, und die Leiter der Geschäftsgruppen des Vierjahresplanes. Im dritten Abschnitt des Erlasses wird die Organisation geregelt, mit welcher Ministerpräsident Generaloberst Göring die Aufgaben bewältigen wird, die ihm durch die Vollmacht des Führers übertragen sind. Die Bestimmungen hierüber im einzelnen lauten: I. In allen den Vierjahresplan betreffenden laufenden Geschäften werde ich durch den Staatssekretär Körner vertreten. Persönlicher Referent des Staatssekretärs ist Ministerialrat Marotzke. II. Die Geschäfte werden in folgende Gruppen eingeteilt: 1. Erzeugung deutscher Roh- und Werkstoffe, 2. Rohstoffverteilung, 3. Arbeitseinsatz. 4. landwirtschaftliche Erzeugung, soweit sie mit dem Vierjahresplan im Zusammenhang steht, 5. Preisbildung, 6. Devisenangelegenheiten. Die Presseangelegenheiten werden für sämtliche Geschäftsgruppen einheitlich durch den Ministerialdirigenten Dr. Gritzbach als Leiter meiner Pressestelle bearbeitet. III. Die Geschäfte der Gruppe„Erzeugung deutscher Roh= und Werkstoffe“ bearbeitet 1a. das Amt für deutsche Roh- und Werkstoffe; ihm liegt ob: 1. Die Steigerung der Produktion deutscher industrieller Rohstoffe, 2. Die Planung und Durchführung der Fabrikation deutscher Werkstoffe mit Ausnahme der zu b genannten, bei der Auswahl der Standorte der Fabrikation ist auch die Reichsstelle für Raumordnung zu beteiligen, 3. die Förderung der für die genannten Aufgaben nötigen Forschungsaufgaben, 4. die Mineralölwirtschaft einschließlich der Bewirtschaftung eingeführter und sonst außerhalb des Vierjahresplanes gefertigter Stoffe. Amtschef ist der Oberstleutnant des General= stabes Löb. Die finanziellen Fragen des Aufbauprogramms sind in Verbindung mit dem Reichsfinanzministerium und dem Reichswirtschaftsministerium zu bearbeiten. 1b Dr. ing. Keppler. Ihm obliegt: die Planung und Durchführung der Fabrikation industrieller Fette. Weiter hat Ministerpräsident Generaloberst Göring Dr. Keppler, dessen bisherige Vollmachten in den umfassenderen Auftrag des Ministerpräsidenten übergegangen sind, zu seinem persönlichen Berater für die Fragen des Aufbaues der deutschen Roh= und Werkstoffe berufen und ihm als besonders wichtigen Auftrag die Sonderaufgabe gestellt, die geophysikalische Erforschung des deutschen Bodens neu zu organisieren und aufs tatkräftigste zu fördern. Die finanziellen Fragen des Aufbauprogramms sind ebenfalls in Verbindung mit dem Reichsfinanzministerium und dem Reichswirtschaftsministerium zu bearbeiten. 2. Die Rohstoffverteilung bearbeitet Ministerpräsident Köhler, Baden, als Beauftragter für die Rohstoffverteilung in Verbindung mit dem Reichswirtschaftsministerium und der Reichsdepisenstelle(unter Beibehaltung seiner Aufgaben im Lande Baden). Ministerpräsident Köhler ist mir für die sachgemäße Verteilung der Rohstoffe auf die verschiedenen Bedürfnisse unter Berücksichtigung ihrer Dringlichkeit und für eine entsprechende Arbeit der Ueberwachungsstellen verantwortlich; er bearbeitet in meinem Auftrage und im Zusammenwirken mit den zuständigen Ressorts bezw. mit den Stellen, die ich mit der Durchführung besonderer Geschäfte zur Beschaffung ausländischer Rohstoffe einrichte, auch die mit der Einfuhr ausländischer Rohstoffe zusammenhängenden Fragen. 3. Den Arbeitseinsatz bearbeiten Ministerial= direktor Dr. Mansfeld als Beauftragter für den Arbeitseinsatz in Verbindung mit dem Reichsarbeitsministerium sowie Präsident Dr. Syrup. (Beide unter Beibehaltung ihrer Aufgaben im Reichsarbeitsministerium bezw. in der Reichsanstalt.) 4. Die landwirtschaftliche Erzeugung, die mit dem Vierjahresplan im Zusammenhang steht, bearbeitet Staatssekretär Backe(unter Beibehaltung seiner Aufgaben im Reichsernährungsministerium). 5. Die Preisbildung bearbeitet Oberpräsident und Gauleiter Josef Wagner, Breslau, nach Maßgabe des zu erlassenden Gesetzes(unter Beibehaltung seiner bisherigen Dienstgeschäfte). Ciano nach Berchtesgaden abgereist Herzlicher Abschied auf dem Anhalter Bahnhof Berlin, 23. Okt. Der italienische Außenminister Graf Ciano verließ am Freitag die Reichshauptstadt, um dem Führer und Reichskanzler in Berchtesgaden den bereits angekündigten Besuch abzustatten. In seiner Begleitung befinden sich die Gesandten Buti, Graf Vitetti und Grazzi, der stellvertretende Protokollchef Graf Cittadini, der Vizekabinettschef Commendatore Anfuso sowie die Vizekonsuln Marquis Lanze'Ajeta, Marquis Saufelice di Monteforte und Cavaliere de Lia. 6. Die Devisenangelegenheiten leitet Ministerialdirektor Staatsrat Neumann. Er bearbeitet ferner die anfallenden Geschäfte allgemeiner Art, sorgt für die Aufrechterhaltung der Verbindung zwischen den einzelnen Gruppen und wirkt bei dem Erlaß von Gesetzen und Verordnungen mit. Ihm steht Ministerialrat Gramsch zur Verfügung. Der letzte Abschnitt des Erlasses regelt die Zusammenarbeit der einzelnen Geschäftsgruppen untereinander. * Mit diesem Erlaß sind die organisatorischen Vorbereitungen für die Durchführung des Vierjahresplanes abgeschlossen. Die Arbeit wird nun ungesäumt aufgenommen werden. Ueber den Inhalt und das Ausmaß der Sachaufgaben, die im Vierjahresplan zu lösen sind, wird Ministerpkäsident Generaloberst Göring in Kürze in einer öffentlichen Rede im Sportpalast, die über alle deutschen Sender übertragen werden wird, Mitteilung machen. Mosnau zerschingt die Nichteinnihäfuug Offene Unterstützung der spanischen Marxisten durch Sowjetrußland Scharfe Auseinandersetzung mit dem deutschen Vertreterim Nichteinmischungsausschuß opsetrustise Vatschafter in Landon Paifta.mner ix keinsowsgrrussische Borschafter in ronvon, Maisky, am Freitag dem Vorsitzenden des internationalen Ueberwachungsausschusses ein Schreiben überreicht, das die offene Zurückziehung Sowjetrußlands von der Politik der Nichteinmischung bedeutet. Der Brief stellt fest, daß die Sowjetregierung in Uebereinstimmung mit ihrer Erklärung vom Die italienische Botschaft in Berlin gab einen Empfang Zu Ehren des italienischen Außenministers Graf Ciano gaben der italienische Botschafter und Frau Attolico in den Räumen ihrer Botschaft einen großen Empfang. an dem auch führende Männer des Reiches teilnahmen. Dieser Schnappschuß zeigt Graf Ciano im Gespräch mit Ministerpräsident Generaloberst Göring und Frau Emmy Göring.(Scherl—.) kommen in keinem größeren Maße für gebunden erachte als die anderen Mitglieder des Ausschusses(!). Der internationale Ausschuß zur Ueberwachung des spanischen Nichteinmischungsabkommens trat am Freitagnachmittag um 17.15 Uhr MEZ. zu seiner mit großer Spannung erwarteten Sitzung zusammen. Die Vertreter sämtlicher dem Ausschuß angehörenden 27 Staaten waren anwesend, darunter auch der Vertreter Portugals, der bekanntlich die letzte Sitzung aus Protest gegen das Verhalten der Sowjetrussen verlassen hatte. Deutschland war in der Sitzung durch seinen Geschäftsträger, Botschaftsrat Fürst Bismarck, vertreten. Besonders zahlreich war die sowjetrussische Abordnung, die aus Botschafter Maisky und nahezu dem gesamten übrigen Stab der hiesigen Sowjetbotschaft bestand. Beim Betreten des Foreign Office lehnte Maisky den englischen Pressevertretern gegenüber es ab, sich zu den Ansichten seiner Regierung zu äußern. Die Sitzung war gegen 20 Uhr MEZ. beendet. An die eigentliche Sitzung schloß sich eine eingehende Protokollsitzung, in der der Wortlaut der Presseverlautbarung ausgearbeitet wurde. Der Ausschuß wird am Sonnabendvormittag 11 Uhr wieder zusammentreten. Es wird bestätigt, daß der sowjetrussische Botschafter eine Mitteilung überreicht hat, die praktisch die Ankündigung enthält, daß Sowjetrußland in Zukunft an die spanischen Marxisten Waffen liefern werde. Dagegen scheint die Sowjetunion aus dem Ausschuß selbst nicht ausscheiden zu wollen. In der Sitzung des Ausschusses ist es, wie es heißt, zu einer Auseinandersetzung zwischen dem deutschen und dem sowjetrussischen Vertreter über die letzte deutsche Note gekommen. Dem Sowjetbotschafter konnte in dieser Aussprache ohne weiteres die Unhaltbarkeit seines Standpunktes nachgewiesen werden. Die italienische Note ist erst am Freitag in London eingetroffen und in letzter Minute von der Tagesordnung abgesetzt worden. Desgleichen konnte die portugiesische Note noch nicht behandelt werden, da sie noch auf dem Wege nach London et. De. Gorddeis Einpfing Eech Clano Zusammenarbeit zwischen Faschismus und Nationalsozialismus Berlin, 23. Okt. Am Freitagmittag gaben Reichsminister Dr. Goebbels und Frau Goebbels zu Ehren des Königlich=Italienischen Außenministers Grafen Ciano di Cortellazzo in den Gesellschaftsräumen des Reichspropagandaministeriums ein Frühstück. Es waren u. a. Botschafter Attolico und seine Gattin erschienen, die Gesandten Gino Buti, Graf Leonardo Vitetti und Emanuele Grazzi sowie Botschaftsrat Magistrati und die anderen Herren aus dem Gefolge des italienischen Außenministers. Von deutscher Seite nahmen an dem Frühstück teil Generalfeldmarschall von Blomberg, die Staatssekretäre Dr. Meißner, Dr. Lammers und Funk, der stellvertretende Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Dieckhoff, Botschafter von Hassell, die Gesandten von BülowSchwante und Aschmann, der Präsident der Reichsfilmkammer Staatsminister a. D. Professor Dr. Lehnich, die Generalintendanten Klöpfer und Rode, der Reichsbühnenbildner Benno von Arent, der Präsident des Reichsverbandes der deutschen Presse, Hauptmann Weiß, sowie eine Reihe der namhaftesten Berliner Künstler und Künstlerinnen und die Sachbearbeiter des Reichspropagandaministeriums. Nach dem Frühstück hatten Außenminister Graf Ciano und Reichsminister Dr. Goebbels Gelegenheit zu einer längeren angeregten Unterhaltung. * Im Sonderzug nach Berchtesgaden, der kurz nach 20 Uhr den Anhalter Bahnhof in Berlin verließ, begleiten Reichsminister Frhr. von Neurath, der Chef des Protokolls, Gesandter von Bülow=Schwante, der deutsche Botschafter in Rom von Hassell und der Staatssekretär der Reichskanzlei Lammers die italienischen Gäste. Von italienischer Seite begleiten den italienischen Außenminister der italienische Botschafter Attolico und Botschaftsrat Graf Magistrati. Auf dem Bahnsteig hatten sich zum Abschied eingefunden der stellvertretende Staatssekretär Dieckhoff, zahlreiche Herren des Auswärtigen Amtes sowie fast sämtliche Mitglieder der italienischen Botschaft und zahlreiche Mitglieder der italienischen Kolonie. Graf Ciano in Gatow Besichtigung der Einrichtungen der Luftfahrt Berlin, 23. Okt. Der italienische Außenminister Graf Ciano besichtigte Freitagvormittag unter Führung von Staatssekretär der Luftfahrt General der Flieger Milch und des Kommandeurs der Luftkriegsakademie General der Flieger von Stülpnagel die Einrichtungen der Luftwaffe in Gatow. In Begleitung von Exz. Ciano befand sich der italienische Luftattaché in Berlin Oberstleutnant Teucci und eine größere Anzahl von Vertretern des italienischen Auswärtigen Amtes und der faschistischen Partei Italiens. Das Auswärtige Amt war durch den Chef des Protokolls, Gesandten von Bülow=Schwante, vertreten. Der Rundgang erstreckte sich auf alle Dienststellen in Gatow, und zwar auf die Luftkriegsschule, den Flugplatz, die Lufttechnische Akademie und die Luftkriegsakademie, wobei Graf Ciano lebhaftes Interesse für die verschiedenen Einzelheiten in den Lehrsälen und Unterkunftsräumen zeigte. Der zweistündige Rundgang endete mit einem kameradschaftlichen Zusammensein im Offiziersheim. Empfang in der italienischen Botschaft Berlin, 23. Okt. Der italienische Botschafter und Frau Attolico gaben zu Ehren des in Berlin weilenden italienischen Außenministers Grafen Ciano am Donnerstagabend einen großen Empfang in den prächtigen Räumen der Botschaft. Die meisten Reichsminister und Reichsleiter waren, zum Teil mit ihren Gattinnen, erschienen. Man sah ferner die namhaftesten Vertreter der Partei, der Reichsbehörden und der Wehrmacht. Nach Darbietungen aus italienischen Opern durch den bekannten Bariton de Lucca, die Sängerin Caniglia und den Pian'sten Negrelli blieben die Gäste noch lange in angeregter Unterhaltung zusammen. Die bolschewistische Lawine Der offiziöse Mailänder„Popolo'Italia“ weist im Zusammenhang mit seinen Ausführungen über den Berliner Aufenthalt des italienischen Außenministers erneut auf den Bolschewismus als den störenden Faktor hin, der sich allen Bestrebungen zum Aufbau Europas und zur Zusammenarbeit widersetze und den Kontinent in ein Chaos stürzen wolle. Die wahre Gefahr für den Frieden sei die bolschewistische Lawine, die in die große Zahl von nationalen Organisationen einzudringen und sie zu zerstören suche. Der energischen deutschen Antwortnote an den Nichteinmischungsausschuß für Spanien komme die größte Bedeutung zu, weil sie einen Angriff zunichte mache, der praktisch die Nichteinmischungsgemeinschaft wirkungslos machen sollte. Ausführliche Schilderungen widmet das Blatt anläßlich der Unterredung mit Ciano der Persönlichkeit und den Werken des preußischen Ministerpräsidenten Göring, den das Blatt einen der volkstümlichsten und einflußreichsten Männer Deutschlands nennt. Göring habe in diesem Augenblick alle Macht in Politik, Wirtschaft und Rüstung in Händen, jener Dreiheit im nationalen Leben zur Verteidigung gegen die Erscheinungen der Krise. Bedeutungsvoll sei es auch, daß Göring einer der allerersten Freunde einer Zusammenarbeit zwischen Faschismus und Nationalsozialismus gewesen sei. Belgisches Militär gegen Rex Scharfe Maßnahmen zur Verhinderung des Rex=Aufmarsches Brüssel, 23. Okt. Der Kriegsminister hat sämtlichen Truppenteilen Befehl erteilt, von Sonntag früh 9 Uhr bis Montag in den Kasernen zu bleiben und sich marschbereit zu halten. Diese Maßnahme zeigt, wie ernst die Regierung die Lage sieht, die einerseits durch das Verbot der Rex=Versammlung, andererseits durch die Ankündigung Degrelles, daß die Versammlung trotz des Verbotes stattfinden werde, geschaffen worden ist. Ueber die Maßnahmen, die die Regierung vorbereitet, um die Versammlung unter allen Umständen zu verhindern, wird noch bekannt, daß die 62 Sonderzüge, die die Rex=Bewegung bei der Eisenbahn angefordert hatte, auf Weisung der Regierung nicht genehmigt worden sind. Der Oberbürgermeister von Brüssel hat die Maueranschläge der Bewegung überkleben lassen. Gendarmerie zu Pferd und zu Fuß wird aufgeboten werden, um den Zuzug der Rexisten auf Kraftwagen und sonstigen Fahrzeugen zu verhindern. Von einer bestimmten, bis jetzt noch nicht bekanntgegebenen Stunde an soll der gesamte Verkehr mit Fahrzeugen, die eine größere Anzahl von Personen befördern können, in der gesamten Provinz Brabant verboten werden. Der Führer der Rex=Bewegung, Leon Degrelle, hat heute in seinem Organ„Le Pays Reel“ seinen Anhängern erneut die Weisung gegeben, zu der Versammlung am nächsten Sonntag trotz des Regierungsverbotes in Massen zu erscheinen. In seiner Erklärung heißt es, das von der Regierung ausgesprochene Verbot sei reine Diktatur. Gegen diese rote Diktatur, die das Land zu vernichten drohe, müsse ein gewaltiges nationales Aufbäumen entstehen. Kleitihandetshbässiperi. sue Flehsa, und Wurstwaren Eine wichtige Verordnung des Reichsernährungsministers Berlin, 23. Okt. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat am 22 Oktober 1936 eine Verordnung über Fleisch= und Wurstpreise erlassen, die soeben im Reichsgesetzblatt erscheint. Durch diese Verordnung werden für Rind= und Schweinefleisch, Talg, Schmalz, Speck und Schinken Kleinhandelshöchstpreise für die größeren Städte des Reichsgebietes nach einheitlichen Grundsätzen festgesetzt. Die Festsetzung der Kleinhandelshöchstpreise außerhalb der größeren Städte sowie für Wurstwaren wird den Preisüberwachungsstellen im Zusammenwirken mit den Viehwirtschaftsverbänden übertragen. Bisher wiesen die Preise für Rind= und Schweinefleisch in den einzelnen Städten außerordentlich hohe Unterschiede auf, ohne daß hierfür ausreichende wirtschaftliche Gründe vorlagen. Die Preisunterschiede waren vielmehr weitgehend durch Zufälligkeiten bedingt. Sie erschwerten sogar die regelmäßige und gleichmäßige Versorgung aller Teile des Reiches mit Fleisch. Bei einer Regelung der Fleischpreise nach einheitlichen Grundsätzen ließ es sich leider nicht umgehen, daß einer Senkung der Fleischpreise in einer großen Zahl von Gemeinden eine Erhöhung der Preise in einer kleineren Zahl von Gemeinden gegenübersteht. Nach den Berechnungen des Statistischen Reichsamtes bewirken die neuen Preise im Reichsdurchschnitt beim Schweinefleisch eine Senkung um.57 Reichspfennig und beim Rindfleisch eine Erhöhung von 0,11 Reichspfennig je 500 Gramm gegenüber den vom Statistischen Reichsamt am 22. Juli 1936 ermittelten Preisen. Da Schweinefleisch am Gesamtfleischverbrauch normalerweise mit 64 v. H. und Rindfleisch nur mit 28 v. H. beteiligt ist, bedeutet die Neuregelung im Reichsdurchschnitt gegenüber den Julipreisen 1936 eine geringe Preissenkung. Soweit die Kleinhandelspreise erhöht werden, war dies bei Die starhsts-Vdol Jonls der Wen Scharfe englische Kritik an dem Flottenvertrag mit Moskau Riesenflotte der Sowjels London, 23. Okt. Unter der Ueberschrift „Eine neue rote Drohung“ veröffentlicht die bekannte englische Wochenschrift„Saturday Review“ eine scharfe Kritik des englisch=sowjetrussischen Flottenvertragsentwurfs. Das Blatt geht dabei von einer Erklärung Woroschilows aus, der während eines Flottenmanövers in der Östsee geäußert hatte, daß Sowjetrußland nach erfolgter Aufrüstung zu Lande und in der Luft nunmehr seine Aufmerksamkeit der Flotte zuwende und die stärkste Unterseebootsflotte der Welt bauen werde. „Saturday Review“ ist nunmehr in der Lage, auf Grund von Mitteilungen von vertrauenswürdiger Seite Einzelheiten des Moskauer Bauprogrammes mitzuteilen, aus dem einwandfrei hervorgeht, daß die von Woroschilow angekündigten Pläne durchaus keine leere Drohung darstellen. Danach sieht das sowjetrussische Flottenbauprogramm einen Gesamtbestand von 147-Booten vor, von denen 127 entweder bereits fertig oder in Bau sind, bzw. in Kürze auf Kiel gelegt werden. Es verbleiben demnach 20 Boote, die erst in späterer Zukunft gebaut werden sollen. Von den bereits fertiggestellten Fahrzeugen sind 40 bis 50 für den Fernen Osten vorgesehen. Das Verhältnis der für Hochseezwecke bestimmten=Boote zu den kleineren Typen ist, der „Saturday Review“ zufolge, erheblich größer als in irgendeiner anderen Marine, wobei die japanische Flotte vielleicht eine Ausnahme bilde. Selbst Frankreich, dessen-Bootflotte sogar von britischen Flottensachverständigen als eine Drohung angesehen werde, besitze wenig mehr als 100 Einheiten. Kein vernünftiger Mensch, so schreibt die Zeitschrift, könne behaupten, daß dieses gewaltige =Boot=Programm der Sowjetrussen keine Gefahr für das Britische Reich bedeute, und dennoch habe die britische Regierung in dem neuen Meerengenvertrag Sowjetrußland das ausschließliche Recht zugestanden, gegebenenfalls=Boote durch die Dardanellen vom Schwarzen Meer nach dem Mittelmeer und umgekehrt zu senden. Schärfste Kritik übt die Zeitschrift ferner daran, daß in dem englisch=sowjetrussischen Flottenvertragsentwurf Moskau die Bestückung von mindestens von zwei Schlachtschiffen mit 16zölligen Geschützen zugestanden worden sei, während Eng. land entsprechend dem mit den Vereinigten Staaten und Frankreich abgeschlossenen Flottenvertrag seine Bestückung für alle neuen Großkampfschiffe auf 14 Zoll begrenzen müsse. Aehnlich lägen die Dinge bei den kleinen Kreuzern, die Sowjetrußland mit 7,1zölligen Geschützen ausstatten cürfe während England sich verpflichtet habe, das Kaliber von 6,1 Zoll nicht zu überschreiten. der Lage des Fleischergewerbes und bei der Unmöglichkeit, ohne Störung der Fleischversorgung in einzelnen Gebietsteilen ohne Rücksicht auf die Preisgestaltung im ganzen Reich etwa die Lebendviehpreise zu senken, unvermeidbar. Das in der vorliegenden Verordnung aufgestellte Preisgebäude muß also als ganzes gewürdigt werden. Die neue Preisverordnung schafft die unentbehrliche Grundlage für eine einheitliche Preisüberwachung und die Voraussetzung für einen glatten Ausgleich zwischen den Ueberschuß= und den Bedarfsgebieten. Im einzelnen enthält die Verordnung u. a. folgende wichtige Bestimmungen. Es werden im ganzen Reichsgebiet nach Maßgabe der von der Hauptvereinigung der deutschen Viehwirtschaft festgesetzten Preise für Rinder und Schweine sowie Rinder= und Schweinehälften bei den Rindfleischpreisen fünf, bei den Schweinefleischpreisen sechs Preisgebiete vorgesehen. Die Preisüberwachungsstellen werden angewiesen, im Zusammenwirken mit den Viehwirtschaftsverbänden die sich örtlich auf Grund der Verordnung ergebenden Kleinhandelshöchstpreise festzustellen bzw festzusetzen und bekanntzumachen. Insbesondere gilt dies auch für Wurstsorten, die für die Volksnahrung von besonderer Bedeutung sind. Soweit die Fleischereien und Fleischwarenfabriken die preisgebundenen Wurstsorten nicht in einem ausreichenden Umfange herstellen können die Viehwirtschaftsverbände zusammen mit den Preisüberwachungsstellen den Umfang der Herstellung bestimmen. Die Preisüberwachungsstellen werden ferner ermächtigt, Kleinhandelshöchstpreise für Kalb= und Hammelfleisch festzusetzen. Durch besonderen Runderlaß sind die Preisüberwachungsstellen gleichzeitig angewiesen worden, von der Ermächtigung zur Festsetzung von Kleinhandelshöchstpreisen für Kalbfleisch Gebrauch zu machen. Für die Festsetzung der Kleinhandelspreise für Kalbfleisch sind ebenfalls einheitliche Grundsätze für das Reichsgebiet festgelegt worden. Kleinhandelshöchstpreise für Hammelfleisch werden demnächst folgen. Hervorzuheben ist ferner, daß die neue Verordnung bis auf wenige Ausnahmen alle Fleischsorten erfaßt. Sie ist also erheblich umfassender als die bisherigen Vorschriften für die Kleinhandelspreise von Fleisch. So werden beispielsweise beim Schweinefleisch auch die Preise für frischen Schinken, Kotelett. Kochschinken, rohen Schinken, Rollschinken, Schmalz, Speck usw. festgesetzt. Soweit Preise nicht gebunden sind, werden Preisüberwachungsstellen keinesfalls eine ungerechtfertigte Steigerung der Preise zulassen. Der Verordnung liegen eingehende Verhandlungen mit allen zuständigen Stellen zugrunde. Für die Einhaltung der sich nach der vorliegenden Verordnung ergebenden Preise wird Sorge getragen werden. Insbesondere wird dafür gesorgt werden, daß in den Gebietsteilen, in denen die geltenden Kleinhandelshöchstpreise gesenkt werden, diese Preissenkung auch tatsächlich durchgeführt wiro. Fur Preisgebiete, in denen im Rahmen der nach einheitlichen Grundsätzen durchgeführten Preisbindung eine Preiserhöhung vorgesehen ist, haben die Preisüberwachungsstellen im Zusammenwirken mit den Viehwirtschaftsverbänden das Recht, die vorgesehenen Kleinhandelshöchstpreise um bis zu 5 v. H. zu senken. Moskau ohne Maske Die Sowjets sind mit ihrer Methode des„Haltet den Dieb!“ nicht sehr weit gekommen. Es hieß wirklich, die Dreistigkeit auf die Spitze treiben, wenn ausgerechnet der Staat sich zum Ankläger erhob, der ganz unverhüllt von Anbeginn an den Grundsatz der Nichteinmischung durchbrochen hat. Das Frankreich der Volksfront hat zwar auch gegen die Verpflichtungen verstoßen, für die es selbst als Werber auftrat, aber immerhin war das Bemühen zu erkennen, die linke Hand nicht wissen zu lassen, was die rechte tat. Die sowjetrussischen Gewerkschaften dagegen, die doch durchaus staatlichen Charakter tragen, haben ihre Mitglieder ganz offen zu dem ausgespcochenen Zweck besteuert, Mittel für Hilfssendungen an die roten Horden in Spanien zu beschaffen. Der italienische Botschafter Grandi hat sofort, nachdem der Sowjetvertreter seine frechen und völlig unbegründeten Anklagen erhob, eine Gegenrechnung über die sowjetrussischen Einmischungsaktionen aufgemacht, die eine niederschmetternde Wirkung haben mußte. Der englische Vorsitzende des Nichteinmischungsausschusses, Lord Plymouth, hat durchaus korrekt gehandelt, als er die beschuldigten Staaten um eine Stellungnahme zu den erhobenen Vorwürfen bat. Deutschland hat durchaus keinen Wert darauf gelegt, den Sowjets überstürzt entgegenzutreten. Deswegen aber dürfte die deutsche Gegenrechnung umso gründlicher, ausführlicher und beweiskräftiger ausgefallen sein. Einzelheiten aus der deutschen Note sind zunächst nicht veröffentlicht worden. An Material hat es aber gewiß nicht gefehlt. Es ist in der ausländischen Presse und vor allem in offiziellen Moskauer und Madrider Kundgebungen in Hülle und Fülle geboten. Man braucht nur auf die Bilder zu schauen, die die ausgelassene Begrüßung des Sowjetdampfers„Ziryanin“ in Barcelona darstellen, um zu erkennen, daß dieses Schiff keine Reise etwa nach dem Vorbild der KdF=Fahrten unternommen hat. Seine Fracht ist auch nicht auf Lebensmittel und Kleider beschränkt gewesen. Die nationalistischen Truppen haben auf ihrem Vormarsch Waffen sowjetrussischer Herkunft erbeutet und in vielen Fällen Flugzeuge abgeschossen, die von den Sowjets geliefert wurden. Auf die Entsendung erprobter Organisatoren des Bürgerkrieges braucht man in diesem Zusammenhang gar nicht zurückzukommen. Die Liste der Verstöße ist durch die eigenen Mitteilungen Moskaus, in denen die offene Unterstützung der spanischen Marxisten immer wieder gerühmt wurde, fortdauernd erweitert worden. Dagegen waren die Beschuldigungen, die gegen uns erhoben wurden, vollkommen aus der Luft gegriffen. Man müßte schon, wenn man ihnen überhaupt eine Berechtigung zuerkennen wollte, es als einen Verstoß gegen die Verpflichtung zur Nichteinmischung bezeichnen, wenn unsere Kriegsschiffe nicht nur eigene Volksgenossen, sondern auch Angehörige fremder Staaten aus den Gefahren der roten Hölle in Spanien befreit haben. Für solche Rettungstaten sind uns von seiten der beteiligten Staaten bisher nur Dankesbezeigungen zuteil geworden. Die nachdrücklichen Feststellungen der deutschen Note bedeuten jedenfalls eine gründliche Abfuhr für die Sowjets. Ihrem Vorstoß in London ist jetzt der Boden unter den Füßen entzogen. Mit Lügen kann man nur vorübergehend politische Wirkungen erzielen. Wenn jetzt die Sowjetvertreter vom Ausschuß aufgefordert werden sollten, eindeutige Beweise für ihre Behauptungen zu erbringen, so werden sie vollkommen hilflos dastehen. Jedenfalls ist ihre Aktion, mit der sie die Unruhe in Europa vermehren wollten, nun gegenstandslos geworden. Sie ist es umso mehr, als die Sache der Roten in Spanien inzwischen verzweifelt steht. Wenn die Sowjets ihre Drohungen mit der offenen Einmischung aufrechterhalten, so können sie jetzt nur noch von dem Gedanken geleitet sein, Katalonien als einen unabhängigen Staat anzuerkennen und sich mit ihm gegen die neue nationalistische Regierung, wenn diese in absehbarer Zeit ihren Sitz nach Madrid verlegt haben wird, offen zu verbünden. Daraus könnte natürlich eine gefährliche Zuspitzung der gesamteuropäischen Lage erwachsen. Denn es ist doch sehr die Frage, ob beispielsweise Italien ruhig zusehen könnte, wenn Kriegsschiffe der Sowjets als kriegführender Macht im westlichen Mittelmeer erscheinen würden. Der Verlauf der Vorgänge im Nichteinmischungsausschuß hat jedoch allen Mächten zeigen müssen, worauf es den Moskowitern in Wahrheit ankommt. Es hat sich doch schon eine einheitliche Abwehrfront aller anderen Staaten gebildet. Wenn sie mit der notwendigen Energie auftritt, wenn vor allem auch Frankreich jede Zweideutigkeit in seiner Haltung aufgibt, so wird es doch sehr die Frage sein, ob die Herrschaften im Kreml einer solchen Einheitsfront zu trotzen wagen und den Versuch machen werden, die London. Wie aus Kalkutta gemeldet wird, sind die deutschen Bergsteiger Dr. Bauer=Wien, Happ und Goettner, die am 10. Oktober den Gipfel des bisher unbestiegenen Himalaja=Berges Simoe bezwungen hatten, in Darjeeling eingetroffen. Bereits am 23. September hatten die erfolgreichen deutschen Kletterer den Siniolchum im Gebiete des Zeme=Gletschers bestiegen. Alle Mitglieder der deutschen Expedition sind wohlauf und gesund. Sie berichten, daß sie während des ganzen Unternehmens schlechtes Wetter und viel Schnee hatten. Brandfackel des Krieges nach Westeuropa zu schleudern. Französische Front gegen den Kommunismus Paris, 23. Okt. Zwischen dem Nationalverband ehemaliger französischer Frontkämpfer, der von Jean Goy geführt wird, und der sozialen französischen Partei des Obersten de la Nocque ist ein Abkommen getroffen worden, um in Zukunft gemeinsam gegen die Gefahren des Marxismus und Kommunismus zu kämpfen. Eine diesbezügliche Verlautbarung liegt bereits vor. In bestimmten Abständen oder bei besonderen Vorkommnissen werden zwischen Jean Goy und Oberst de la Rocque Zusammenkünfte stattfinden, um genaue Richtlinien für die weitere Bekämpsung der kommunistischen Gefahr aufzustellen. Nr. 289 Zweites Blatt des„Stadtanzelersfür Castrop=Nauzel und Umgebung“ aske e des„Halmmen. Es Spitze treih zum AnAnbeginn sung durchlksfront hat i verstoßen, aber immer1, die linke e rechte tat. dagegen, die agen, haben ausgesprofssendungen beschaffen. hat sofort, frechen und ob, eine Geischen Eineine nieder! Der engngsausschuskorrekt geStaaten um n Vorwürfen in Wert darentgegenzudeutsche Geührlicher und Einzelheiten st nicht vertes aber geausländischen en Moskauer lle und Fülle se Bilder jrüßung des arcelona darSchiff keine KdF=Fahrten ist auch nicht änkt gewesen. en auf ihrem Herkunft eruge abgeschoswurden. Auf iisatoren des iesem Zusamen. Die Liste Mitteilungen erstützung der der gerühmt den. gen, die gegen mmen aus müßte schon, Berechtigung Verstoß gegen schung bezeichcht nur eigene hörige fremder oten Hölle in sche Rettungsligten Staaten steil geworden. der deutschen gründliche . Ihrem Vorn u n t e r d e n man nur vorerzielen. Wenn schuß aufgeforeweise für ihre berden sie vollnfalls ist ihre n Europa verslos geworden. sache der Roten lt steht. Wenn iit der offenen können sie jetzt itet sein, Katataat anzuerkenneue nationaliabsehbarer Zeit ben wird, offen natürlich eine amteuropäischen sehr die Frage, zusehen könnte, als kriegführenmeer erscheinen jänge im Nichtallen Mächten Moskowitern in doch schon eine nderen Staaten endigen Energie Frankreich jede aufgibt, so wird die Herrschaften front zu trotzen en werden, die Westeuropa zu gen den 5 dem Nationalr Frontkämpfer, , und der sozigObersten de la ffen worden, um ie Gefahren des us zu kämpfen. ung liegt bereits r bei besonderen Jean Goy und ünfte stattfinden, weitere Bekämpraufzustellen. Tusteop=Kaußel Castrop=Rauxel, 24. Oktober 1936 Bacherschau im Heimarmaseum Jeder 10. Besucher erhält eine Vierteljahrs=Freikarte zum Benutzen der Städtischen Volksbücherei Besuch des Provinzialkonservators Haus Noever und Schloß Bladenhorst wurden besichtigt Am vergangenen Samstag weilten der Provinzialkonservator der Provinz Westsalen und der Vorstand des Preußischen Staatshochbauamtes in Dortmund in Castrov=Rauxel. Ihr Besuch galt dem Hause Roever Mühlenstraße 17, und dem Wasserschloß Bladenhorst. Die Gäste besichtigten die beiden aus dem 16. Jahrhundert stammenden Bauwerte eingehend und waren einhellig der Meinung, daß versucht werden müsse, sie zu erhalten. Wegen des Hauses Roever, des ältesten Bürgerhauses in Castrov=Rauxel, wurde das Stadtbauamt Castrov=Rauxel mit dem Anfertigen eines Kostenanschlages betraut. Sollten die jur die Erhaltung des Hauses aufzuwendenden notwendigen Kosten mit dem Werte des Gebäudes in Einklang zu bringen sein, so soll sodann weitere Bestimmung über die vorzunehmenden Arbeiten und über das Aufbringen der Mittel getroffen werden. Das Wasserschloß Bladenhorst, welches in seiner jetzigen Gestalt im Jahre 1580 erbaut wurde, sahen der Provinzialkonservator sowohi als auch der Vorstand des Staatshochbauamtes als ein Bau= und Kulturdenkmal ersten Ranges an. Es wurden jedoch die Schwierigkeiten nicht verkannt, die sich der Erhaltung eines solchen mächtigen Bauwerkes entgegenstellen. Um aber alles zu tun, was in der Macht der maßgebenden Stellen liege, diesen stolzen Zeugen ritterlicher Baukunst zu erhalten, soll mit der jetzigen Eigentümerin des Schlosses, den Klöckner=Werken AG., die Verbindung ausgenommen werden. Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß der KdF.=Kursus Gymnastik und fröhliche Spiele immer des Montags von 20—23 Uhr in der Turnhalle des Städt. Gymnasiums stattfindet. Verlegung eines Wochenmarktes Aus Anlaß des Reformationstages wird Wochenmarkt in der Altstadt von Sonnabend. 31. Oktober auf Freitag, den 30. Oktober 19 verlegt. Zur Woche des Deutschen Buches veranstaltet das Städtische Verkehrsamt in Raum 1 des Heimatmuseums eine Buchausstellung, und zwar gleichzeitig neben der Volksabstimmung über das Preisausschreiben„Bastler und Kleinkunstgewerbier an die Front“. Die Buchausstellung wird aus den Beständen der Städtischen Volksbücherei bestritten. Bei der unendlichen Fülle des Materials war es selbstverständlich notwendig, nach einer bestimmten Richtung hin eine Auswahl zu treifen. Und so kam eine Ausstellung zustande, die den Volksgenossen das neueste politisch orientierte Schrifttum näher zu bringen versucht. Die ausgestellten Bücher stehen unter dem Titel der„Nationalsozialistisches Deutschland“. den Unter dieser Ueberschrift sind die Bücher wieder gegliedert in folgender Richtung:„Ewiges Deutschland“.„Kampf und Sieg der Bewegung"„Die neue Volkordnung". „Wehrmacht und Wehrpolitik".„Rassenlehre",„Grenz= u. Auslandsdeutsch tum“. Innerhalb dieser Gruppen können selbstverständlich jeweils nur wenige Werke dem Besucher vorgeführt werden. Die Buchausstellung im Heimatmuseum anläßlich der Woche des Deutschen Buches ist also nur eine kleine Auslese aus den Tausenden von Werken, die den Abonnenten der Stadtischen Volid bücherei zur Verfügung stehen. Um dem Besucher Gelegenheit zu geben, das Werk nicht nur äußerlich oder auf der zufällig aufgeschlagenen Seite zu betrachten, kann jedes der ausgestellten Bücher in die Hand genommen und somit eingehend angesehen und sofort an Ort und Stelle einiges aus ihnen gelesen werden. Die Ausstellung verfolgt den Zweck, das Buch dem Volke näher zu bringen und besonders die an dem öffentlichen Geschehen teilnehmenden Personen mit dem neuesten Schrifttum dieser Richtung bekannt zu machen. Gleichzeitia soll es naturgemäß der Werbung für die Städtische Volksbücherei, also einer öffentlichen gemeinnützigen Einrichtung dienen. Zur stärkeren Betonung dieses Zieles ist daher mit der Ausstellung gleichzeitig für jeden 10. Besucher ein kleines Geschenk verbunden. Es erhält nämlich jeder 10. Besucher der Ausstellung eine Freikarte zum Benutzen der Städtischen Volksbücherei für ein Vierteljahr. Die Ausstellung wird heute, Samstag. 15 Uhr, geöffnet. Sie ist heute bis 19 Uhr und morgen, Sonntag, von 10—13 Uhr offen. Weitere Besuchstage sind dann nur noch Mittwoch, der 28., Samstag, der 31. Oktober, und Sonntag, der 1. November. Es versäume daher niemand, sich schon sofort diese kleine sehenswerte Schau neuesten nationalsozialistischen Schrifttums anzusehen. „Woche des Deutschen Buches“ Wieder geht es um das eine große, sich immer gleichbleibende Ziel: das Volk dem Buche und das Buch dem Volke zuzuführen, damit das aus der Gemeinschaft geschöpfte dichterische Werk in der Gemeinschaft und für die Gemeinschaft seine seelischen und geistigen Kräfte voll entfalten kann. Möge jeder, der es vermag, auch in diesem Jahre Helfer am Werk sein. D r. Goebbels. I Der Stand der Arbeiten auf der Verdanstate Die Klöckner=Zechenbahn befährt schon die neue Strecke In der Nacht vom 21. zum 22. Oktober erfolgte di Belastungsprüjung der im Zuge der Verbandsstraße NS VIII für die Ueberführung der Zechenanschlußbahn der Klöckner=Werke AG. neu errichteten Brücke durch die Reichsbahn. Da sie gut aussiel, wurde noch in derselben Nacht die Einschwenkung der beiden Enden der Gleise vorgenommen. Am anderen Morgen um.10 Uhr wurde der erste Zechenzug über die neue etwas südlicher als das alte Gleis liegende Strecke geleitet. Jetzt ist man auf der Verbandsstraße noch mit Befestigungsarbeiten und mit dem Aufnehmen des alten Zechenbahnkörvers beschäftigt. Man hofft diese Arbeiten so durchführen zu können, daß die Fertigstellung der seit 3 Jahren im Bau befindlichen Verbandsstraße NS VIII gegen Ende November erwartet werden darf. Verkehrsunfall Am 21. Oktober wurde auf der Kaiserstraße ein Radfahrer von einem Motorradfahrer angefahren und derart verletzt, daß seine Ueberführung in ein Krankenhaus erforderlich wurde. Festnahme Eine Frau aus Castrov=Rauxel wurde am 21. Okt. festgenommen, weil sie sich in mehreren Fällen des Vergehens gegen§ 218 StGB. schuldig gemacht hatte. Sie wurde dem Gerichtsgesangnis zugeführt e. Gon 0 e O Ssem eei 8% 49en F“ g. 79Ste U tstefte G ###.##ene Porm 8g. 98 9- 59•* 39— S..8 * ##F G agt u. e g m che O# oe tetten#. 55“ 95-3“" PAN vom men-ergea S r S MOe on W (Slt R S7S H. 29 nS 0 Si SR e eeht roen W. 44-5: g Se 6 44Stteleg den RER Sonntag, den 25. Oktober, sind unsere Geschäftsräume von ½2-6 Uhr geöttnet. 10 Zühre Schwimmverein Gastrop=Kauxer 20r. B. enekran Warenlager erbrochen In der Nacht zum 21. Oktober wurde das Warenlager einer hiesigen Firma an der Widumerstraße erbrochen und aus demselben Margarine, Dauerwurst. Honig und Käse im Werte von ca. 90 RM. gestohlen. Vor Ankauf der Ware wird gewarnt. Lokaler Sport Der Schwimmverein Castrop=Rauxel 26 c. V. versammeli am Sonntag dem 25. Oktober, seine Mitglieder in den oberen Räumen des Kolvinghauses Castrop, Münsterstraße, um das Fest des 10jährigen Bestehens in schlichter und doch festlichet Weise zu feiern. Hier im Kolvinghause wurde am 30. Oktober 1926 der Verein aus der Taufe gehoben. und zwar kurz nach der Eröffnung des Städtischen freibades. Die Vereinsmitglieder— ansänglich nur eine kleine aber für ihre Sache desto begeistertere Schar haben es nicht leicht gehabt. Sie mußten gegen viele Widerstände hart ankämpfen, bis sie sich durchsetzten. Aber sie nahmen das Ringen um den Platz an der Sonne mit Eifer und Mut auf: vor allem galt ihre Arbeit der Förderung des Schwimmsports in der Stadt Castrov und den damaligen Gemeinden Holthausen und Börnig. Mit aller Zähigkeit gelang den Gründern durch Werbeveranstaltungen die junge Vereinssamilie noch im Laufe des Winters und des Frühlings so zu stärken, daß im Sommer 1927 der Schwimmbetrieb in der Städt. Badeanstalt Castrov ausgenommen werden konnte. Um gegen Vereine. denen ein Hallenbad zur Verfügung stand, nicht in das Hintertreffen zu geraten, wurde während der Wintermonate das Training im Hallenschwimmbad zu Dortmund durchgeführt. Als das Schwimmbassin des Städt. Freibades für die Ziele des Vereins nicht mehr ausreichend erschien. trat der derzeitige Vorsitzende Julius Echterhoff. der auf Grund seiner Verdienste um den Schwimmsport die Goldene Gau=Ehrennadel erhielt, mit dem übrigen Vorstand an das Wasserbauamt in Münster mit der Bitte heran, dem Verein eine Schwimmstrecke im DortmundEms=Kanal zur Verfügung zu stellen. Das Gesuch war von Erfolg gekrönt. Der Schwimmverein bekam eine 500 Meter lange Strecke im Kanal am Schloß Bladenhorst zuerkannt. auf der sich nun der Vereinsbetrieb abwickelte. In den Jahren 1929/30 wurde unter schweren finanziellen Opfern der Mitglieder ein Umkleideraum gebaut, der dann der Stolz des Vereins wurde. Einen bösen Rückschlag erlitt der Verein in den Jahren 1932/33. Er wurde dadurch in seiner Arbeit um Jahre zurückgeworfen. Aber der treue Stamm von Mitgliedern nahm den Neuaufbau des Vereins unverdrossen in Angriff. So wurde die schwere Zeit überwunden. Dazu lam die Belebung. die der Sport im Dritten Reich jand. So steht der Verein nach 10 Jahren seinet Tätigkeit als ein kräftiger Sproß am Bau der deutschen Vereine, die Leibesübungen treiben, da. Aus besonderem Grunde feiert er seinen Geburtstag nicht öffentlich, sondern im Kreise der Vereinsfamilie. Die Vereinsführung will nämlich, daß der Tag ganz dem Verein und seinen Mitgliedern gehören soll. Am Nachmittage werden die Jugendlichen mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Am Abend kommen dann die übrigen Mitglieder mit ihren Angehörigen zu ihrem Recht. Sie sollen sorglose, von Frohsinn und Humor überstrahlte Stunden verleben und im trauten Beisammensein alle Alltagssorgen vergessen, um nach dem Jubelfest mit frischem Mut die Arbeit für den Verein und für das deutsche Schwimmwesen wieder auszunehmen und somit ihr Scherflein zur körverlichen Ertüchtigung des deutschen Volkes beitragen. Wir nnd die Feizer vom Lhu Ein Gespräch, das alle angehl Spielbetrieb der 02er Da in Marten am Sonntag die Einweihung des Kriegerehrenmals stattfindet, hat man das fällige Meisterschaftsspiel gegen Arminia Marten aus einen späteren Termin verlegt. Urania Lütgendortmund— Reserve Castrop 02 Durch die Mitwirkung einiger Spieler der Stamm=Mannschaft stellt sich die Reserve 02 gegen den Kreisklassenvertreter Urania Lütgendortmund. Sie sollte wohl imstande sein, einen Sieg mit nach Hause zu bringen. Jungliga Bövinghausen 04— Jungliga Castrop 02 Sportgem. Erin=Castrop 11— Dortmund 08 Am Sonntag hat die Sportg. ihren langjährigen Rivalen Dortmund 08 zu Gast. Die augenblickliche Stärke der Castroper ist im letzten Kampf gegen Lütgendortmund deutlich an den Tag getreten. Wenn sie diese Leistung wiederholen, dann haben auch die Dortmunder nichts zu bestellen, zumal in all den Jahren der Meisterschaftskämpfe, die sich diese beiden Gegner lieferten, stets der Sieger Castrop 11 hieß. Aber trotzdem ist es für die Sportg. ratsam, den Gegner nicht zu unterschätzen, denn auch die Mannschaft von 08 hat am vergangenen Sonntag den Beweis geliefert, daß sie zu spielen versteht, indem sie die Lindenhorster in einem großen Kampf sicher niederhielten. Wenn die Tradition gewahrt bleiben soll, werden die Grün=Weißen am Sonntag schon alles daran setzen müssen. Vorher spielen: 2. M. Sportg. Erin=Castrov 11— 2. M. Dortmund 08 Vormittags spielen die 1. und 2. Jugend gegen die gleiche von Sportfreunde Schwerin Edelstahlwerke Dortm.— Sportfr. Schwerin Die Schweriner Sportfreunde müssen Sonntag einen schweren Gang tun, denn sie haben gegen die Mannschaft der Edelstahlwerke in Dortmund anzutreten, die ihnen nicht unbekannt ist. Allerdings ist die Erinnerung an das gegen sie ausgetragene Gesellschaftsspiel nicht ungetrübt, denn die Sportfreunde unterlagen damals:5. Da sie auch am vorigen Sonntag gegen Alemannia Rauxel nur ein Unentschieden(:1) herausholen konnten, ist zu befürchten, daß die Sportfreunde, ohne die Punkte heimkehren. Wenn die Sportfreunde sich aber auf die gute Form besinnen, mit der sie in den Punktekampf eintraten, dann dürften sie auch gegen die Mannen von Edelstahlwerke noch etwas zu bestellen haben. MANDERBACH-DKW. Verlangen Sie bilte Vorführung durch den General-Vertreter Willy Holtkotte, Castrop-Rauxel 1, Bahnhofstr. 44, Ruf 2940 Dreirad-Lieferwagen Automobi.- Anhänger billig" gut daternat! Den ganzen langen Abend haben wir über das Thema„Treppauf— treppab“ gesprochen und neue Erfahrungen ausgetauscht. Um es gleich zu sagen: wir sind alle miteinander keine Reisenden. Auch keine Zeitungsboten. Brötchenjungen oder Briefträger. Wir sind nur WHW.=Helfer, alle zwölf, die wir um den runden Tisch saßen. Und weil ja nun das WHW schon im vollen Schwung ist, und die meisten unter uns heuer das erstemal mithelfen, hat es allerhand zu reden gegeben. Vielleicht kennst du sogar den einen oder anderen von uns. Es ist ja auch kein Geheimnis, wer da alles zusammensaß Da ist Mennicke, der um die Ecke wohnt und in Nummer 16 und 17 die Pfundspenden einsammelt und die Eintopfspende abholt. Jänicke war auch da, der alte Herr. der nächste Woche siebzig wird Da geht's immer lustig zu, wenn der mit am Tisch sitzt und seine Scherze zum besten gibt. Eberle wirst du kaum kennen, der wohnt auch nicht lange hier und hilft heuer auch das erstemal mit. Voriges Jahr ist er noch selbst unterstützt worden. Schon vor vier Wochen war er gekommen und hatte mich ganz dringend um einen Posten als Helfer gebeten. Das WHW. hätte ihm drei Jahre lang geholfen, und nun wolle er auch dem W5W. einmal helfen. Wenn sie alle so wären, hätte ich mit meiner neuen Zelle nicht soviel Arbeit gehabt. Aber von den andern hat keiner so recht als Helfer herangewollt, bis auf die Alten natürlich. Außer denen waren noch ein paar da. die du sicher nicht kennst. Höchstens Dietz, den Kohlenfahrer. der von morgens bis abends schwer schuftet, aber am Abend noch Pfundsvenden zusammenschleppt und auf der Ortsgruppe hilft. Eberle meinte, wenn er ganz ehrlich sein wolle, dann müsse er sagen, daß ihn seine neue Tätigkeit etwas bedrücke. Er hat uns auch verraten, warum Weil viele Leute vor ihm die Türen zumachen und nur durch den Türspalt mit ihm verkehren.„Ich bin doch kein Gauner. bei dem man die Kette vor die Türe macht", fuhr er auf. und ich kann ihm seine Empörung gut nachfühlen. Ich weiß genau, daß es keiner böse meint, sonst würde er ja gar nicht erst eine Spende geben. Aber man kommt sich da wirklich manchmal wie ein Schnorrer vor. Dietz sagt, er habe beim Kohlentragen einen so breiten Buckel bekommen, daß ihn so was gar nicht drücken könne. Aber von wegen der Lauferei, da müßte er ja schon dem Eberle recht geben, daß mancher Weg nicht nötig sei. Bei ihm wohnt nämlich eine Dame. die Meisterschaften seinen Mann zu stellen. Die gegnerische Mannschaft stellt Horst=Emscher. Sie soll gut durchtrainiert sein und viel vom Ringen verstehen. Die Ringer vom KSV.„Arminius“ werden sich daher schon tüchtig anstrengen müssen, wenn sie die Punkte sicherstellen wollen. Geschäftliches Alemannia Rauxel— Arminius Marten Am Sonntagmorgen empfangen die Alemannen auf eigenem Gelände die spielstarken Martener. Durch Zuwachs von Kirchlinde hat die Gästemannschaft an Spielstärke gewonnen. Besonders das Hinterdreieck der Martener ist schlecht zu überwinden Wie ist es denn mit den Alemannen? Sie haben am letzten Sonntag auf Schwerin gezeigt, daß sie zu kämpfen verstehen. Nach Entlassung aus dem Arbeitsdienst übernimmt Horst den Mittelläuserposten. Er hat am letzten Sonntag unter Beweis gestellt, daß er diesen Posten auszufüllen versteht. Der Vorteil des eigenen Platzes sollte einen Sieg der Alemannen nicht ausgeschlossen erscheinen lassen. Ringen K6V.„Arminius“ Deininghausen gegen Horst=Emscher Da der schon seit 1895 bestehende Kraftsportverein „Arminius" Deininghausen einen Lotalwechsel vorgenommen hat, ist den Sportanhängern von Castrop= Rauxel Gelegenheit geboten, am morgigen Sonntag schwerathletischen Kämpfen beizuwohnen. Im Saale der Wirtschaft Degwer auf Schwerin werden ab 18.30 Uhr spannende Amateur=Ringkämpfe zur Durchführung gelangen. Nach einigen Freundkämpfen heißt es in den jetzt beginnenden Der heutigen Ausgabe unserer Zeitung ist eine vierseitige Beilage der Firma L. Heumann u. Co., Nürnberg, beigefügt, die unseren Lesern die kostenlose Zusendung des Heumann=Buches zusichert. Kirchlicher Anzeiger Sonntag, den 25. Oktober 1936 Katholische Gottesdienstordnung St.=Lambertuo=Pfarre(Altstadt) 6 Uhr erste hl. Messe mit Predigt;.30 Uhr Gemeinschaftsmesse mit Predigt und gem. hl. Kommunion der ganzen jugend und der Kinder des 7. und 8. Jahrganges:.45 Uhr Kindermesse. Mit Rücksicht auf das Pontisikalamt beginnt die Kindermesse eine Viertelstunde früher, also um 8,45 Uhr..30 Uhr Pontifikalamt des Hochw. Abtes Ildefons aus der Abtei Siegburg: 11.15 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt:.30 Uhr feierliche Kinderandacht nachher Taufen; 7,30 Uhr große feierliche Jugendfeier mit Festpredigt des Hochw. Abtes Ildefons. Werktags sind die hl. Messen um.30,.10 und 8 Uhr. Dienstag und Donnerstag abend um 8 Uhr ist Rosenkranz für die Gemeinde: Mittwoch nachmittag um 1 Uhr für alle Kinder. Kapelle des St.=Rochus=Hospitals Sonntag.30 Uhr hl. Messe mit Predigt:.15 Uhr hl. Messe mit Predigt. In der Woche.30 Uhr hl. Messe. St.=Elisabeth=Psarrvikarie(Obercastrop) 7 Uhr erste hl. Messe; 8,30 Uhr zweite hl. Messe mit gem. hl. Kommunion: 10.30 Uhr Hochamt mit Predigt:.30 Uhr Andacht St.=Franziskus=Gemeinde Schwerin .30 Uhr Frühmesse mit gem. hl. Kommunion der Mädchen vom 5—8. Schuljahr und der Frauen und Mütter:.30 Uhr Hochamt:.30 Uhr Andacht. jedesmal vergißt, daß am Dienstag Dietz zu ihr kommt, um die Spende zu holen.„Aber morgen bestimmt!", heißt es dann immer. Am andern Tag ist sie aber nicht da und Dietz muß am Donnerstag nochmal rennen.„Ach. Sie habe ich ja ganz vergessen! Nächste Woche gebe ich Ihnen zwei Pfund.“ Und nächste Woche muß er wieder zweimal laufen. „Die Frau wohnt ja nur im vierten Stock“. meint Dietz.„In Neuyork in so’nem Wolkenkratzer von 60 Stockwerken, da— ein Glück, daß es die nicht bei uns gibt!“ Ja. aber nun Scherz beiseite. Es sei schon so, daß der Helfer oft und umsonst seine Gänge macht. Es ist von den Spendern nicht beabsichtigt. gewiß nicht! Man denkt nur manchmal nicht daran, daß die Pfundspende fällig ist. Oder man muß im letzten Augenblick weg, bevor der Sammier kommt. Das kann man nicht ändern und ist auch weiter nicht schlimm. Aber schau, du hast ja meist einen Nachbar neben, unter oder über dir. Der wird dein Pfund gern mit abgeben, wenn der Helfer kommt. Du mußt halt immer dran denken, daß der WHW.=Helfer ja nicht bezahlt wird. Er macht die vielen Gänge nicht für sich, sondern für andere. Und du darist es schon glauben. wenn man abends müde und zerschunden von der Arbeit nach Hause kommt, dann streckt man lieber seine zwei Beine längelang unter den Tisch. als daß man noch einmal losläuft und treppaus. treppab an den Türen klingelt. Und doch tun es die Helfer, und tun es gern. weil sie wissen, daß sie bei einem großen Werk helfen, und mit jedem Gang, den sie machen, andern das Leben erleichtern helfen. Deswegen ist es aber auch so deprimierend. wenn du auch nur durch den Türschlitz mit dem Helfer verkehrst, ohne die Kette abzunehmen. Deswegen ist es so deprimierend. wenn er dreimal bei dir klingeln muß. Siehst du, so meinte ich das, wenn ich aus dem Kameradschaftskreis plauderte. Du bist mir sicher auch nicht böse, daß ich davon gesprochen habe, denn ich habe das doch nur getan, damit wir uns besser verstehen. Schließlich ist es dir ja auch nicht angenehm, wenn wir beide aneinander vorbeilaufen, nur„Heil Hitler!“ sagen und eine Quittung unterschreiben. Denn das ist nicht der Sinn deiner Spende und nicht der Sinn der Arbeit dessen, der sie bei dir abholt. Aus den Vereinen: Kolvingsfamilie. Mittwoch, den 28. Oktober. abends 8 Uhr. Zusammenkunft. Jungfrauenverein. Dienstag. den 27. Oktober, abends 8 Uhr. Zusammenkunft und Handarbeit. Kirchenchor. Donnerstag, den 29. Oktober, abends .30 Uhr Gesangstunde. Vorromäusverein. Die Bücherausgabe in der Pfarrbücherei ist Sonntag. den 25. Oktober, vormittags von 10.30—12 Uhr. Pfarrvikarie„Zu den hl. Schutzengeln“(Frohlinde) 7,30 Uhr Frühmesse mit gem. hl. Kommunion;.30 Uhr Hochamt;.30 Uhr Andacht. Herz=Jesu=Pfarre(Bahnhof Rauzel) 7 Uhr Frühmesse mit gem. hl. Kommunion;.30 Uhr Hochamt; 2,30 Uhr Andacht. St.=Joseph=Psarre(Habinghorst) .30 Uhr erste hl. Messe; 7,30 Uhr zweite hl. Messe mit Predigt; 8,45 Uhr Hochamt;.30 Uhr Andacht. St.=Antonius=Pfarre(Ickern) .30 Uhr hl. Messe;.45 Uhr Frühmesse mit Predigt und gem. hl. Kommunion;.45 Uhr hl. Messe mit voln. Gesang; 10 Uhr Hochamt mit Predigt;.30 Uhr Andacht. „St. Marien“(Merklinde) 7,20 Uhr Frühmesse; 10 Uhr Hochamt; 2,30 Uhr Andacht. Kiechlinde. 6,30 Uhr hl. Messe; 8 Uhr hl. Messe mit Predigt: 10 Uhr Hochamt: 2 Uhr Andacht. Morten. 7 Uhr Frühmesse: 8,30 Uhr zweite hl. Messe; 10,30 Uhr Hochamt..30 Uhr Andacht. Evangelische Gottesdienstordnung Castrop. Sonntag 8 Uhr Frühkirche Pfarrer Nelle: 10 Uhr Hauptgottesdienst, Pastor Rothe; 11,30 Uhr Kindergottesdienst: 2 Uhr Kindergottesdienst. Sonntag.30 Uhr Blautreuzverein. Dienstag.30 Uhr Frauenhilfe, 8 Uhr Kirchenchor, 8 Uhr Bibelstunde in Frohlinde. Mittwoch 8 Uhr Bibelbesprechung im Wichernhaus. Donnerstag 3 Uhr Frauenhilfe 1 Castrop. 1 Uhr Frauenhilfe Schwerin, 8 Uhr Vorbereitung zum Kindergottesdienst. Freitag 5 Uhr und 8 Uhr Gemeindejugend Bidelstunde, 8 Uhr Bibelstunde. Resormationsfest(31. 10. 36).30 Uhr ReformationsSchulgottesdienst. Gagent Aus der westfälischen 53. Tagung der westfälischen HJ.=Führer Nach Ablauf eines 8tägigen Sport=Lehrganges der Bannführer und Abteilungsleiter im Gebiet Westfalen(). fand am 20. Oktober 1936 in der Jugendherberge Oer bei Sinsen eine Tagung der westfälischen Bann= und Jungbannführer statt, auf der Gebietsführer G. A. Langanke Ziel und Richtung der Winterarbeit herausstellte. 5.=Aerzte=Tagung in Dortmund Am 25. Oktober 1936 findet im Aerztehaus Westfalen. Dortmund. Westsalendamm 45. eine 5J: Aerzte=Tagung statt. an der sämtliche Aerzte der westjälischen HJ. teilnehmen werden. Die Leitung dieser Tagung obliegt dem Gebietsarzt Dr. Schwarze. Pressetagung der westfälischen 53. Die Presse= und Provagandaabteilung der 55.= Gebietsführung Westsalen führt am 25. Oktober in der Hochschule für Lehrerbildung. Dortmund. eine Pressetagung durch, an der alle Pressestellenleiter der Banne. Jungbanne sowie die Untergaupresse=Reserentinnen des Gebietes Westfalen teilnehmen werden. Der Sonntagvormittag ist für eine interne Zusammenkunft vorgesehen, bei der die Rejerenten der Presse= und Provagandaabteilung die Notwendigkeiten der HI.=Presse= und Provagandaarbeit herausstellen werden. Anschließend findet eine allgemeine Aussprache statt. Am Nachmittag wird Bannführer I Weistenfeld grundsätzlich über die HI.=Pressearbeit sprechen. Unmittelbar danach spricht der Leiter des Presse= und Provagandaamtes in der Reichsjugendführung. Oberbannführer Erich Fischer. Habinghorst. Sonntag 10 Uhr Hilfsprediger Engau; 11,15 Uhr Kindergottesdienst: 12.15 Uhr Taufen und Trauungen in der Kirche. Dienstag 20 Uhr Jugendbidelstunde im GustavHaus. Freitag 20 Uhr Helfertreis im Gustav=Adolf=Haus. Bladenhorst. Sonntag 10 Uhr Gottesdienst. Pastor Fritsch, 11 Uhr Kindergottesdienst. Ickern. Sonntag.30 Uhr Gottesdienst. Pastor Becker: 11 Uhr Kindergottesdienst und Tausen. Donnerstag 20 Uhr Bibelstunde. Bövinghausen. Sonntag 10 Uhr Gottesdienst(Dankopfer): 11.15 Uhr Kindergottesdienst; 12 Uhr Tausen. Mittwoch 20.15 Uhr Gemeindebibelstunde. Bodelschwingh. Sonntag 10 Uhr Gottesdienst. Pastor Brink; 11 Uhr Kindergottesdienst. Freitag 20 Uhr Gemeindebidelstunde. Mengede. Sonntag 9,30 Uhr Gottesdienst; 10.30 Uhr Kindergottesdienst. Nette, Waterloostraße 3. Sonntag 8 Uhr Gottesdienst. Kiechlinde=Rahm. Sonntag.30 Uhr Gottesdienst: 10.45 Uhr Kindergottesdienst. Mittwoch 20 Uhr Bibelstunde für die wetbliche Jugend Donnerstag 20 Uhr Helferkreis. Freitag 20 Uhr Gemeindebibelstunde. Marten. Sonntag.30 Uhr(nicht.30 Uhr) Gottesdienst(zur Denkmalsweihe): 10.45 Uhr Kindergottesdienst. Mittwoch 20 Uhr Gemeindebibelstunde; Donnerstag 20 Uhr Jungmädchenkreis. Lütgendortmund. Sonntag.30 Uhr Gottesdienst. Pastor Dienemann; Gottesdienst im Krankenhaus, Pastor Nolting: 11 Uhr Kindergottesdienst. Komplette Wohnungseinrichtungen sowie Einzelmöbel liefert das Spezial-Möbelhaus Guslav Grale Ehestendsderieten Sonstige religiöse Veranstaltungen Christliche Versammlung, Viktoriastraße Sonntag 2,30 Uhr Sonntagsschule; 5 Uhr Verlündigung des Wortes Gottes. Mittwoch 7 bis 8 Uhr Gebelsstunde; 8 bis 9 Uhr Wortbetrachtung. Kirchl. Gemeinschaft und Jugendbund für Entsch. Christentum, Castrop=Rauxel 1(Konfirmandensaal, Biesenkampstraße) Sonntag 16 Uhr Evangelisationsvortrag! 17,13 Uhr Jugendbundstunde. Donnerstag 20 Uhr Bibelbesprechung und Gebetsstunde. Gemeinde gläubig getaufter Christen(Baptisten), Castrop=Rauxel 1, Bahnhofstraße 33(Baracke) Versammlungen. Sonntag.30 Uhr Bibelstunde. Sonntag 11 Uhr Sonntagsschule. Sonntag 16 Uhr Heilsverkündung. Donnerstag 20 Uhr Bibel= und Gebetsstunde. Neuapostolische Gemeinde Castrop=Rauxel 1, Herner Straße 16 (Hinterhaus) Sonntag morgen 9 Uhr. Sonntag nachmittag 4 Uhr. Mittwoch abend 7 Uhr.— Kinderuntereicht Sonntag. 2 Uhr Sonntagsschule. Mittwoch nachmittag 5 Uhr Konfirmanden= und Katechumenen=Unterrichtsstunde. Freie engl. Gemeinde Castrop=Rauxel 1, Schubertstraße 33 Sonntag vormittag 9,30 Uhr Bibelbesprechstunde; 11 Uhr Kindergottesdienst; nachmittags 4 Uhr Evangeliumsverkündigung. Mittwoch abend 8 Uhr Bibel= und Gebetsstunde. Freie evgl. Gemeinde Castrop=Rauxel 4, Friedhofstraße 11 Sonntag vormittag 9,30 Uhr Bibelbesprechstunde. 11 Uhr Kindergottesdienst. 16 Uhr Predigt. Donnerstag abend 7,30 Uhr Bibel= und Gebetsstunde. Castrop=R. 3, Adolf=Hitler=Straße 53(Eing. Henrichenbg. Straße) Sonntag morgen 9 Uhr. Sonntag nachmittag 4 Uhr. Mittwoch abend 7 Uhr. Kindergottesdienst Sonntag nachmittag 2 Uhr. Dortmund=Bövinghausen. Sonntag morgen 9 Uhr Gottesdienst. 1,30—2,30 Uhr Sonntagsschule. 3 Uhr Gottesdienst. Mittwoch 7 Uhr Gottesdienst. Die-HW Briefmarken Nr. 289 Drittee Blatt des„Stadtanzetgere für Castrov=Raurel und Umgebung“ 53. .=Führer =Lehrganges der m Gebiet Westin der Jugending der westfäliatt. auf der Geel und Richtung rtmund lerztehaus West45, eine 5J: liche Aerzte der n. Die Leitung zt Dr. Schwarze. sen 53. eilung der 53.= 25. Oktober in Dortmund. eine estellenleiter der ergaupresse=Reseteilnehmen werür eine interne die Rejerenten na die Notwengandaarbeit herndet eine allgettag wird Bannätzlich über die ar danach spricht ndaamtes in der er Erich Fischer. r Engau; 11,15 Uhr Trauungen in der de im Gustav=AdolfAdolf=Haus. enst. Pastor astor Becker: 11 Uhr 20 Uhr Bibelstunde. sdienst(Dankopfer): en. Mittwoch 20.15 enst, Pastor Brink; Gemeindebidelstunde. ; 1 0. 3 0 U h r K i n d e r Gottesdienst. tesdienst: 10.45 Uhr stunde für die weibis. Freitag 20 Uhr hr) Gottesdienst(zur st. Mittwoch 20 Uhr ungmädchenkreis. dienst. Pastor Dieneor Nolting: 11 Uhr ichtungen fert das " Wittener Straße 40 G Ehestardsdarieken taltungen riastraße #r Verkündigung des ehetsstunde; 8 bis 9 Entsch. Christentum, Biesenkampstraße) 17.13 Uhr Jugendrechung und Gebets(Baptisten), 3(Baracke) libelstunde. Sonntag hr Heilsverkündung. e , Herner Straße 16 sag 4 Uhr. Mittwoch g. 2 Uhr Sonntagsrmanden= und KateSchubertstraße 33 hstunde; 11 Uhr Kingeliumsverkündigung. stunde. Friedhofstraße 11 sstunde. 11 Uhr Kinstag abend 7,30 Uhr Henrichenbg. Straße) tag 4 Uhr. Mittwoch nachmittag 2 Uhr. „30—2,30 Uhr SonnUhr Gottesdienst. ace marken Reheitiisch Wbostfaltsch. Zild ufnisgeöter Das Wihw Afald teit mit: Es wurde gespendet für das Winterhilfswerk 1936 37 im Gau Westsalen=S. Accumulatoren=Fabrik AG., Hagen, Dieckstraße 42 12000 RM. Asbeck. Brennereibesitzer, Hamm, Nordstraße 13 600„ Bank d. Dtsch. Arb. Bochum, Wilhelmsplatz Martin Bickenbach. Prokurist. Siegen A. Bredt u. Co., AG., Witten, Ruhrstraße 95 Casino=Gesellschaft Dortmund. Betenstr. 18 J. F. Collin, AG., Dortmund. Westsalendamm Commerz= u. Privatbank AG., Bochum Conen Frz., Siegen, Adolf=Hitler=Str. Dortmund=Hörder Hütten=Casino. Hörde Eick. Wilh., Dortmund, Kaiserstr. 35 Felix Fiand. EmbH., Eisengroßhandlung. Hagen C. F. Funcke Sohn, Hagen. Eckeseyer Straße 195 Dr. Gerstein. Rechtsanwalt. Hamm, Hagener Gußstahlwerte Remy u. Co., Hagen Hammer gemeinn. Bauges.. Hamm Hemsoth, Wilhelm, Dortmund. Krimstraße 2 Hesse u. Co., Lackfabr., Hamm Holstein u. Kappert. EmbH., Dortmund Wilh. Holtschmidt, Wirtschaftsspr. Dortmund W. Hüttenhain Lederfabrik. Netphen Rechtsanwalt Dr. Mar Kaiser, Hamm Klöckner=Eisen=AG., Duisburg, für Verkaufsbüro Hagen E. Lintzmeyer. Castrov=., Münsterstr. 80 Lunke u. Sohn. EmbH., Witten, Blücherstraße 32 600 1 600 300 840 1 300 1 400 450 600 1 800 3 000 600 1000 1 600 2 000 600 500 450 1 000 600 4 000 360 Zuchthaus und Sicherungsverwahrung für einen gemeingefährlichen Schandbuben Bochum. Die hiesige Strafkammer hatte sich mit dem 63jährigen Josef W. aus Ertenschwick zu befassen wegen unzüchtiger Handlungen an Kindern in drei Fällen. Es handelt sich hier um einen Kinderschänder allerübelster Sorte, den auch seine einschlägigen Vorstrafen nicht von seinen Liederlichkeiten abhalten konnten, die ein geradezu erschütterndes Bild von der Schändlichkeit dieses doch schon an der Grenze des Greisenalters stehenden Menschen gaben. Der ärztliche Sachverständige bezeichnete ihn als einen ganz niederträchtigen Menschen, der stets eine Gefahr für die Kinder seiner Umgebung sein werde. Das Gericht verurteilte ihn gemäß dem Antrage des Staatsanwalts zu 5 Jahren Zuchthaus. 5 Jahren Ehrverlust und verhängte über ihn nach Verbüßung der Zuchthausstrafe die Sicherungsverwahrung, um diesen Schandbuben in Zukunft von der menschlichen Gesellschaft fernzuhalten. herzliche patenschaftliche Beziehungen Kochem stellt Freistellen für 75 hilfs= und erholungsbedürftige Bochumer Volksgenossen Bochum. Ein schöner Beweis von Volksverbundenheit sind die Beziehungen, die sich aus der Weinvatenschaft der Städte Bochum und Kochem entwickelt haben. Bochum hat nicht nur während der Weinwerbewoche größere Mengen Patenwein abgenommen, sondern auch für den Besuch der Patenstadt Kochem geworben. So wurden von der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" verschiedene Fahrten nach Kochem durchgeführt. Aber auch andere Bochumer Vereine und Organisationen und zahlreiche Volksgenossen haben es sich nicht nehmen lassen. der schönen alten Moselstadt einen Besuch abzustatten. Jetzt hat sich die Stadt Kochem für die ihr zuteilgewordene Förderung erkenntlich gezeigt. Sie hat unentgeltlich 37 kinderreiche Familienväter für eine Woche ausgenommen und 38 Freistellen durch die „Adolf=Hitler=Freiplatz=Spende“, für erholungsbedürftige Bochumer zur Verfügung gestellt. Der Dank gebührt vor allem dem Kochemer Gaststättengewerbe. das den Bochumer Volksgenossen Unterkunft und Verpflegung gewährt und sich bemüht, ihnen den Aufenthalt in Kochem so angenehm wie möglich zu gestalten. Dank aber auch den Familien, die in uneigennütziger Weise Freiplätze zur Verfügung stellten. Für die Dauer des Aufenthaltes war durch die Kreisleitung der NSDAP. ein umsangreiches Programm vorgesehen. So hatten die Bochumer Gelegenheit, die Stadt Kochem und ihre herrliche Umgebung ausgiebig kennen zu lernen. Gemeinsame Ausflüge wurden nach dem romantischen Ueßbachtal. dem Laacher See und anderen reizvoll gelegenen Punkten unternommen. Unter sachkundiger Führung erfolgte auch eine Besichtigung der Kochemer Burg, die wohl die schönste Moselburg und ein Wahrzeichen der Stadt ist. Der Mittwochabend vereinigte alle Bochumer zusammen mit zahlreichen Kochemer Volksgenossen zu einem großen kameradschaftlichen Moselabend. Sicher werden die Teilnehmer an der Fahrt, die am Freitag wieder in Bochum eintrafen. lange an die schön verlebten Tage und an das gastfreundliche Kochem zurückdenken. Todessturz in den Schachl Horst(Emscher). Der Schachthauer Godlinjki. verheiratet und Vater von zwei Kindern, hatte im Schacht 4 der Zeche„Nordstern“ gemeinsam mit den Schachthauern Grams und Bollenkamp von einer Arbeitsbühne aus Revaraturarbeiten auszuführen. Dabei löste sich aus dem Schachtstoß eine größere Erdmasse und drückte gegen die Bühne, wodurch diese in eine schiese Lage geriet. Godlinski konnte sich nicht halten, stürzte in den Schacht und wurde auf der Stelle getötet. Seine beiden Arbeitstameraden kamen mit Verletzungen davon. von denen man annimmt, daß sie nicht lebensgejährlich sind. Samstag, den 24. Oktober 1933 auf dem Gelände des im Weltkriege angelegten Munitionslagers entstanden ist, wurde am vergangenen Sonntag feierlich eingeweiht. Es ist ein von dem Osnabrücker Divl.=Ingenieur Burlage geschaifener, für etwa 900 Sitz= und Stehplätze eingerichteter moderner Kirchenbau, der gerade durch seine edle Schlichtheit allgemeine Aufmerksamkeit verdient. Vor dem niedrigen, breit gelagerten, dreischiftigen Langhaus erhebt sich der in das Dach hineingezogene breit gestellte, mit Satteldach geschlossene Turm auf. dessen oberes Stück von füni Glockensensterachsen über der Hauptfront belebt wird. Ueber dem dreiteiligen Tödlich verunglückt Gelsenkirchen. Am Dienstag gegen 14 Uhr verunglückte der bei der Bergwerks.=G. Dahlbusch als Zimmerhauer tätige 47jährige Josef Lesniak. L. stürzte im unterirdischen Betriebe in einen Stapel ab und erlitt einen Genick= und mehrere Rivvenbrüche, die seinen sofortigen Tod herbeiführten. Der Bedauernswerte hinterläßt seine Frau und vier unmündige Kinder. I. Meißner. Burbach Wilh. Müller. Soest Neumann u. Co. Siegen, Kölner Str. Oellrich. Ernst. Fabrikant. Herne Rühren=Schweißwerk vorm. G. Kuntze, GmbH., Herne „Ristia“, GmbH., Vertrieb von Erzeugnissen aus Kruppschem Edelstahl Paul Schmeck. Fotohandlung. Siegen C. Hermann Schmidt Nachf., Inh. W. Vitting. Hagen Schüchtermann=Schillersche Familien= stiftung. Dortmund Schuß. Gebr., Siegen 1 Otto Schuß. Fabrikant. Siegen Seilindustrie. Deiffuß. Hamm Siegener Gas=Avvaratebau GmbH., Siegen „Siemag“. Siegener Maschinenbau AG. Siegen Dr. med. dent. Huto Specht. .=Lütgendortmund Dr. Stegemann. Dortmund. St.=Johannis=Hosp. Tücking.., GmbH., Hagen. Herdecker Straße Verein der techn. Grubenbeamten, Dortmund Verkehrsverein Dortmund I. Vorster. Emb., Papierfabrik. Hagen 1 Westf. Bergbau u. Kohlenverwertungs, AG., Dortmund Westfalenbank AG., Bochum. Wilhelmstraße 15/17 Gebr. Wilms. Dortmund. Schlienstr. 12 F. W. Woolworth., GmbH., Hagen Woolworth. Kaufhaus. Hamm. Hitlerstr. 1 F. W. Woolworth u.., GmbH., Herne 1 Märkische Seisenindustrie. Witten (Waren) 500 000 000 500 .000 750 450 1 000 200 300 501 450 000 420 500 600 Velk Kunsterkatts 300 400 080 300 000 900 500 500 500 .000 Geheimrat Prof. Dr. Krückmann 70 Jahre alt Münster. Geh. Justizrat Pros. Dr. Paul Krückmann. der seit dem 3. Juli 1902 mit dem Lehrstuhl für römisches Recht und für deutsches Bürgerliches Recht betraut, mittlerweile jedoch wegen Erreichung der gesetzlichen Altersgrenze von seinen amtlichen Verpflichtungen entbunden worden ist. lann am 25. Oktober die Vollendung seines 70. Lebensjahres seiern. Vertretungsweise mit der Nachfolgeschaft von Scillys beauftragt Münster. Dem n. b. a. o. Professor an der Universität München. Dr. Oswald Marchesani, wurde vom Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung der Auftrag erteilt, die durch das Ausscheiden des Professors Dr. v. Scilly freigewordene Professur für Augenheilkunde in der Medizinischen Fakultät der westfälischen Landesuniversität vertretungsweise wahrzunehmen. Westsalens Moore werden wissenschaftlich untersucht Münster. Unter dem Vorsitze des Rechtsanwaltes Koenen hielten der Westfälische Botanische Verein, der Westfälische Zoologische Verein und der West fälische Naturschutzverein im Saale des Provinzialmuseums für Naturkunde eine gemeinsame Sitzung ab. Dabei gab der Vorsitzende bekannt, daß in den Vorträgen dieses Winterhalbjahres die westfälischen Moore in botanischer, zoologischer, geographischer. wirtschaftlicher und naturschützlerischer Richtung behandelt und die wesentlichsten wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden besprochen werden sollen. Im Anschluß daran hielt den ersten Vortrag dieser Reihe Dr. Budde(Dortmund) über„Die Entwicklung unserer Moore und ihre Bedeutung für die nacheiszeitliche Klima= und Waldgeschichte". Zwei Wohnhäuser und 15 Schweine verbrannt Herbern. Durch den Schornstein des Hinterhauses der Gastwirtschaft Stoffer in der Bauerschaft Stokkum war ein Schadenfeuer entstanden, das sich bei dem starken Südwestwinde mit ungeheurer Schnelligkeit auf die anliegenden Wohnhäuser der Familien Bennemann und Kreienbaum ausbreitete. Zwar waren die Feuerwehren Stockum. Herbern und Werne wie auch die Dortmunder Berufsjeuerwehr rasch zur Stelle, doch konnten sie nicht daran denken. die Häuser zu retten. Die gesamten Baulichkeiten verbrannten bis auf die Umfassungsmauern. und mit ihnen kamen 15 Schweine in den Flammen um. Wie schwer die geschädigten Familien getrofsen werden, beweist schon die Tatsache, daß allein die Familie Kreienbaum 11 unversorgte Kinder hat. Die neue Kirche in Reckenfeld Greven. Die neue Kirche der zur volitischen Gemeinde Greven gehörenden Kolonie Reckenfeld. die Eingange gibt ein großes Rundsenster dem Langhause rückwärtiges Licht. Bemerkenswert ist vor allem die massige, gedrungene Bauweise des ganzen Bauwerkes, die den Bauernhäusern des Münsterlandes sinnvoll angepaßt ist. Von Rhein, Mosel und Saar Zwei Pferde rennen zusammen Neuß. Die Besucher des Neußer Mittwochrennens erlebten in einem Hindernisrennen einen Unglücksfall, wie er bisher bei Pferderennen noch nie zu verzeichnen gewesen ist. Am zweiten Sprung des dritten Rennens wurde der sechsjährige Hengst Voluntas reiterlos und galopvierte mit dem Rudel weiter. Plötzlich war das Pferd bei dem starken Nebel, der am Mittwoch herrschte, nicht mehr zu sehen und das Feld tauchte ohne das reiterlose Pierd in der Zielgeraden auf. Die Entscheidung des Rennens lag nur zwischen den Stuten Lertha u. Musca. die sich etwa 100 Meter vor dem Ziel einen scharfen Endtampf lieferten. Aus entgegengesetzter Richtung wurde auf einmal wieder Voluntas gesichtet, der den Kämpfenden entgegen lief. Der reiterlose Heugst hatte den Kovf nach unten und sah die beiden angalopvierenden Stuten nicht herankommen, wie auch die beiden Jockens der kämpfenden Pferde im Eiser des Endlampfes die Gefahr nicht bemerkten. So kam es zu einem einzigartigen und gräßlichen Zusammenstoß zwischen Voluntas und Lertha, die krachend mit den Kövfen gegeneinander rannten und sofort tot umsielen. Wie ein Wunder kam der Jocken Rößler nur mit geringen Verletzungen davon. Er wurde in hohem Bogen auf die weiche Bahn geschleudert und zog sich nur eine Schulter= und Knieprellung zu. konnte aber später wieder in den Sattel steigen. Lange Zeit noch standen die Besucher der Bahn unter sich wohl kaum bisher auf einer Rennbahn der Welt ereignet haben dürfte.—„Es ist ein Wunder zu nennen, daß ich sozusagen ohne Verletzungen davongetommen bin". meinte Rößler bei einer Unterredung.„Ein Ausweichen war nicht mehr möglich, denn ich sah den reiterlosen Voluntas erst aus dem Nebeldunst auftauchen, als es zu spät war. Der Unfall vassierte etwa 100 Meter vor dem Ziel. als ich gerade im schärfsten Engkampf mit Musca lag. die in Höhe der Tribünen bereits einen klaren Vorsprung erlangt hatte. Ich wollte gerade mein Pferd. das geschlagen war, aufvullen, als ich plötzlich den mir entgegenkommenden Voluntas bemerkte. der zuerst nach rechts galopvierte, dort aber Musca sah und dann wieder nach innen ging. Der Zusammenprall war fürchterlich. Beide Pferde stießen mit voller Wucht mit den Kovfen zusammen, wobei sich Voluntas das Genick brach. während Lertha an inneren Verblutungen einging. Ich selbst flog über den Kopf von Lertha hinweg in hohem Bogen ins nasse Gras zwischen beide Pferde. die auf der Stelle tot waren. Es hätte viel schlimmer kommen können. aber„Glück muß man haben", meinte der Reiter, als er sich. wieder sichtlich erholt, verabschiedete, um sich auf den nächsten Ritt vorzubereiten. Verlegung von Wochenmärkten Aus Anlaß des Rejormationstages(31. Oktober) werden der Hauptwochenmarkt und der Ostmarkt sowie die Märkte in den Stadtteilen Lütgendortmund und Mengede auf Freitag. den 30. Oltober. verlegt. Der Markt auf dem Viehmarktplatz fällt am 30. Ottober aus. ist es schon Tradition geworden, daß sich die ganze Familie in der Stadt für den Winter neu einkleidet. Was Vater und Sohn gebrauchen, kauft man dann natürlich mit Vorliebe im maßgebenden Spezialhaus, denn dort ist man wie man aus Erfahrung weiß, was Qualität und Preis anbetrifft, in besten Händen. Auch Ihr erster Weg am Sonntag vor Allerheiligen ist sicher der Castrop-Rauxel 1, Münsterstraße 24 5 22 UeL Wecforr Koman von Kurt Uartin Radbund nerbeten e Copyright dy Verlag Neues Beden, Bayrisch=Gmain „Was du da sagst, versteh ich einfach nicht. Und wenn das der Vater hört—. Du bildest dir doch nicht etwa ein, uns etwas Unrechtes nachweisen zu können? Und schlimm ist das: Mich willst du heiraten—.“ Er sagte hart: „Wenn ich dich nicht so sehr begehrte— es wäre dann manches anders gekommen. Und das weißt du auch, Elise.“ Sie wollte ihm wieder heftig antworten; aber da ging die Tür auf, und Anna Zacker fragte: „Stört es, wenn Herr Ramm einmal hereinkommt? Er ist in einer dienstlichen Angelegenheit da— der junge Herr Ramm.“ Draußen im Flur stand Georg Ramm. Die beiden Männer grüßten sich mit kühler Zurückhaltung. Es gab etwas, das sie trennte, und Deinler wußte das. Georg Ramm hätte es am liebsten gesehen, auch jetzt noch irgendwelche Beweise aufzuspüren, die Matthias Riedauer entlasteten und er sowie sein Vater würden vieles darum geben, wenn sie den schweren Verdacht von Lorenz Lang nehmen konnten. Diese beiden aber, den Matthias Riedauer und den Lorenz Lang, hatte er, der Vorgesetzte Georg Ramms, schwer belastet. Mit knappen Worten erstattete Georg Ramm seinen Bericht. Dann hob er die Hand grüßend zur Mütze und ging. Und während er wieder über den Hof schritt, ließ er seine Augen forschend über die Umgebung gleiten. Barg der Moorhof größere Geheimnisse, als es den Anschein hatte? Was trieben diese Menschen, wenn sie unter sich waren? Er schritt den schmalen Fahrweg hinaus, der am Moor vorbeiführte zum Grenzrevier. Es war ein schöner, warmer Tag, und langsam schritt er dahin. Ja, nun kam der Herbst, und im Herbst hätte eigentlich seine Hochzeit mit Maria stattfinden sollen. Und nun? Jetzt saß ihr Bruder schon so lange in Untersuchungshaft. Maria ging traurig einher, ihr Vater zeigte einen tiefen Ernst, und ihre Mutter hatt immer verweinte Augen. Ja, Maria hatte ganz recht, das war nicht die Zeit, an ihre Hochzeit zu denken. Er blieb stehen und ließ die Augen über das Moor gleiten. Eigentlich war das ein gefahrvoller Weg hier entlang! Noch nie war ihm das in den Sinn gekommen. Wenn einer einen Feind hatte, und er traf hier mit ihm zusammen—. Da zur Rechten war der Hang des Hügels, der die Häuser dahinter verbarg; drüben die Weiden= und Buchenwildnis, die Haselhecke hier. Wenn da zwei hart aneinander gerieten—. Es war dann um den geschehen, der unterlag. Seine Augen hatten mit einem Male ein festes Ziel. Sie glitten nicht mehr weiter, sie verharrten an einem bestimmten Punkt im Moor. Was war das dort? Aus Wasser und sumpfigem Gras ragte etwas heraus. Ganz unauffällig. Wie die Mündung eines Büchsenlaufes sah das aus. Er sann und sah sich suchend um. Vielleicht ging es so! Er wählte aus der Haselhecke die höchste Rute und schnitt sie ganz unten ab. Dann richtete er sie sich zu, daß an dem einen Ende etwas wie ein Widerhaken entstand. Und nun versuchte er damit das Ding, das drüben hervorragte, heranzuziehen. Erst ging es nicht, aber als er dann kurz entschlossen weiter vortrat und nicht danach fragte, daß ihm der Schlamm bis über die Stiefel reichte, hatte er Erfolg. Behutsam zog er seinen Fund näher und näher, und endlich hielt er ihn in der Hand und trat wieder zurück auf festen Grund. Ja, das war ein Büchsenlauf, noch gut erhalten. Er sah ganz so aus, als ob er noch gar nicht lange dort im Moor lag. Mit seinem Funde schritt er rasch zum Forsthaus weiter. Er traf den Vater daheim. Der saß mit dem Jäger Facker, der sich nun gut erholt hatte, beisammen und sah fragend auf den Sohn. „Du, Georg? Hast du jetzt nicht Dienst?“ „Das schon, Vater! Aber auf einem Gang zur Mellach am Moor vorbei fand ich etwas, was ich nicht liegen lassen wollte.“ Der Förster gewahrte, was Georg in der Hand hielt, und er bemerkte auch den Schlamm an dessen Schuhzeug. Er griff schon nach dem Büchsenlauf. „Ist in der Tat recht interessant, was du da bringst, Georg." Er rief Renate und ließ sich einen Lappen bringen, mit dem er den Lauf reinigte. Währenddem erzählte Georg Ramm, wie er den Fund entdeckte. Josef Facker sah neugirig auf das Ding in des Försters Hand. „Wird der Lauf einer Wildererbüchse sein! Die schrauben gern den Lauf vom Kolben ab. Lange lag der Lauf nicht im Wasser!“ Der Förster hielt den Fund prüfend in den Händen. „Das ist recht sonderbar! Da ist ein Buchstabe eingraviert, ein„“!“ Josef Facker rief aufgeregt: „Zacker!— Wen gibt es denn sonst noch hier, dessen Name mit einem„3“ beginnt? Ich weiß keinen!" Der Förster sann. „Sosol„3“— Zacker! Und im Moor, das zum Grund des Bürgermeisters gehört, lag das Ding da.— Wird der Bürgermeister sich äußern müssen. Das Ding werden wir dem Gericht zustellen. Am Ende ging Karl Zacker doch nicht nur in den Wald, um Schwammerl zu suchen.“ Josef Facker fuhr hastig fort: „Dann wäre bewiesen, was ich längst mutmaßte: Der Bürgermeister wildert! Ich habe ihm das einmal im Wirtshaus vor allen Bauern, die in der Stube saßen, angedeutet." Hubert Ramm nickte. „Ja, und deshalb wird der Bürgermeister auf den Jäger Josef Facker nicht gut zu sprechen gewesen sein!" Der Jäger seufzte:„Daß ich doch damals nicht schärfer auf alles achtete! Wenn ich den Bürgermeister gesehen hätte!“ „Ja, wenn! Und nicht zu rasch bei der Hand sein mit dem Verdacht!" „So, und war man nicht schnell dabei, den Lorenz Lang zu verdächtigen?" „Gewiß, und wir wollen ja auch alles tun, um irgendwie Licht in die Angelegenheit zu bringen.“ Renate hatte einen Blick durchs Fenster geworfen. Sie rief:„Vater, Hans Zacker kommt schon wieder. Ich gehe!" Und eilig lief sie aus der Stube. Sie sprang zur Küche und trat hinten aus dem Haus, glitt durch den Garten in den Wald hinein. Nur nicht da sein, wenn er kam! Dort am Berghang stand eine Bank, ganz in Grün versteckt, und Renate ließ sich aufatmend darauf nieder. Sie lauschte, und hastig wandte sie den Kopf, als Schritte hinter ihr erklangen. Doch als sie den Nahenden gewahrte, lächelte sie. „Ach, Sie sind es! Ich bin so schnell gelaufen. Ich sah den jungen Zacker kommen, da wollte ich nicht im Haus sein!" Otto Veit grüßte, und seine Augen verrieten deutlich die Freude, daß er sie wieder einmal traf. „Aus dem Haus sind Sie gelaufen, Fräulein Renate?“ „Ja, weil der junge Zacker stets mich sucht. Und ich mag ihn nicht.“ Er ward c#st. „Ihr Vater sollte es ihm einmal offen sagen, daß Sie—. Wenn ich könnte, wie ich wollte, wenn ich ein Recht hätte—. Aber ich bin doch nur ein armer Jäger. Sie sah ihn fragend an. „Sie sind unzufrieden mit Ihrem Schicksal?“ „Ja, manchmal, manchmal bin ich's schon.“ Sie rückte zur Seite. „Setzen Sie sich doch!“ „Ich? Nein, das schickt sich nicht! Ich— und Sie?“ „Ja, was denn? Soll das heißen, daß Sie etwas sehen, das uns scheidet?“ Er lächelte wehmütig. „Uns scheidet viel, Fräulein Renate. Sie sind die Tochter des angesehenen Försters Ramm— ich bin ein armer Jäger. Sie sind reich— ich habe nichts.“ Sie sah ihn ernst an. „Und da reden Sie sich nun solche Dinge ein? Wissen Sie auch, daß Sie mir wehe tun, wenn Sie so sprechen?“ Er erschrak. „Ich— Ihnen?— Das will ich aber wahrhaftig nicht. Ich will doch, daß Sie immer froh und glücklich sind.“ „Wenn Sie das wollen, da— dürfen Sie mir aber vor allem nicht mehr Dinge sagen, die— nicht richtig sind!“ Er hob hilflos die Hand. „Aber es ist doch nun einmal so.— Etwas anderes wäre es, wenn ich—. Oder wenn Sie arm wären." Nun fand sie wieder ein Lächeln, und es war ein schelmisches, ein glückliches Lächeln. „Nun möchte ich wissen, was dann wäre, wenn —. Soll ich raten? Also: Dann würden Sie sich jetzt zu mir auf die Bank setzen. Und wenn es mein Wunsch ist, dann tun Sie es auch jetzt, trotzdem—.“ Er sah sie wieder an. Und dann saß er neben ihr, sorgsam Abstand wahrend und ein wenig hilflos. Er griff nach seinem Hut. Es schien ihm eine Erleichterung, daß ihm das einfiel. „Da hab ich wieder ein paar Blumen oben am Hohen Rist gefunden. Wenn ich die Ihnen schenken dürfte—. Er hielt sie ihr hin, und Renate faßte danach. „Wie schön! Ich danke Ihnen.“ Ile Hände berührten sich. Sie sagte leis: „Und ich— wünschen Sie nicht auch einmal etwas von mir?" „Ich?— Ja, ist das denn nicht schon viel, wenn ich die Blumen Ihnen schenken darf?" „Nein, das ist nicht genug. Wer etwas schenkt, darf sich dafür auch etwas erbitten.“ „Erbitten?“ „Gibt es gar nichts, was Sie sich von mir wünschten?“ Er senkte den Kopf. Er seufzte: „Herrgott, wenn's anders wäre—! Dann—. Renate hatte sich erhoben. Sie fragte erregt: „Dann—? Dann hätten Sie vielleicht gesagt: Für jede Blume einen Kuß! Ist's so?" Sein Kopf fuhr in die Höhe. Er hob die Hände, und es sah aus, als wolle er nach ihr fassen. Aber gleich darauf ließ er sie wieder sinken. Da sagte sie:„Wenn zwei sich gut sind, dann sollen sie nicht nach Dingen fragen, die sie trennen. Es darf sie eben dann nichts trennen. Und einen Kuß für jede Blume—. Der dumme Jäger mag ihn aber nicht.“ Und schnell sprang sie den Hang hinab. Otto Veit aber stand da wie angewurzelt. Er sah ihr nach. Und auf einmal schrie er in einem Ahnen seines Glücks: „Renate! Renate!" Zwei hörten seinen Ruf: Das Mädchen bekam glühend rote Wangen, als sie den stürmischen Jubel seiner Stimme vernahm. Hans Zacker aber ballte in Wut die Faust.— 15. Der Untersuchungsrichter ließ den Bürgermeister hereinrufen. „Sie haben an das Gericht geschrieben, daß Sie betreffs der Jacke und des Knopfes Ihre Aussage zu machen wünschen, Herr Zacker. Auch mir liegt viel daran, in dieser Angelegenheit klar zu sehen.“ Karl Zacker nahm auf dem ihm angewiesenen Stuhl Platz. „Es ist mir sehr lieb, daß Sie mich endlich vorgeladen haben, Herr Untersuchungsrichter. Die Sache muß in Ordnung kommen. Und dann will ich gegen den Ludwig Lang vorgehen wegen Hausfriedensbruchs, und gegen ihn und Monika Riedauer wegen Verleumdung. Die zwei behaupten, ich müßte etwas wissen, was an jenem Morgen war, als der Lorenz Lang den Jäger niederschoß. Und das ist eine unverschämte Lüge!“ Der Untersuchungsrichter blickte in die vor ihm liegenden Akten. „Sie urteilen da wohl zu scharf, Herr Zacker. Herr Lang ist der Vater des Untersuchungsgefangenen Lorenz Lang, und wenn er im Interesse seines Sohnes den Fall irgendwie zu dessen Gunsten zu klären sucht, so ist das verständlich. Und das Mädchen ist seine Braut.“ Karl Zacker trumpfte auf. „Ja, und gerade das beweist, daß die Aussagen der beiden nichts gelten.“ „Sie klagen ja auch gegen den Schuster Riedauer wegen Beleidigung.“ „Freilich! Der Lump hat mich in der Verhandlung gegen seinen Sohn verdächtigt.“ „Er nannte Sie wohl meineidig, nicht wahr? Na, deswegen habe ich Sie aber jetzt nicht geladen, Herr Zacker! Wir wollen zur Sache kommen.— Fräulein Riedauer hat also dort, wo ungefähr der Mensch gestanden haben muß, der auf den Jäger Facker schoß, einen Knopf gefunden einen Knopf mit einem Rest ausgerissenen Tuchs daran, fest in das Geäst des Dickichts eingeklemmt. Der Knopf gehört zu einer grünen Jacke, die Ihr Eigentum ist und die in Ihrem Schrank gefunden wurde. Das bestätigt der Gendarm Tremmel." Karl Zacker nickte. „Ja! Ich hätte doch gar keinen Grund, das in Abrede zu stellen. Aber Sie hätten nur sehen sollen, Herr Untersuchungsrichter, wie der Ludwig lang sich in meinem Amtszimmer aufgeführt e% „Ich habe ihn vernommen. Er sagte, daß er das Gefühl gehabt habe, die Jacke zu dem gefundenen Knopf bei Ihnen zu finden.“ Karl Zacker fuhr auf. „Das ist schon wieder eine Verdächtigung! Ich laß mir das nicht gefallen!" „Aber bleiben Sie doch ruhig! Schließlich hat Herr Lang doch recht vermutet, er fand wirklich die Jacke bei Ihnen.“ „Er hat meinen Schrank durchstöbert! Fortgestoßen hat er mich!“ „Aber er fand doch tatsächlich die Jacke! Und nun hören Sie, Herr Zacker: Warum erregt Sie das alles so? Hätte Herr Lang Sie nur fragen sollen, ob Sie solch eine Jacke besäßen? Hätten Sie das dann zugegeben?“ „Was geht das den an?— Aber ja— freilich! Selbstverständlich hätte ich gesagt: ich will nachsehen, ob der Knopf etwa von meiner Jacke fehlt. „Sie haben nach Aussage Herrn Langs versucht, ihm die Jacke zu entreißen.“ „Weil sie mir gehört und nicht ihm! Ist doch mein Eigentum!" „Sie sollen es gar nicht gern gesehen haben, das Herr Lang die Jacke bei Ihnen fand. Der Gendarm Tremmel hat auf Befragen zugegeben, daß er auch diesen Eindruck gewonnen habe.“ Karl Zackers Antlitz rötete sich. „So. der also, der! Ja, was versteht denn der? Dann hat er mich eben mißverstanden! Und daß ich nicht damit einverstanden war, daß der Lang in meinen Schrank eindrang, das ist doch am Ende wohl begreiflich! Warum hat er mich denn nicht gefragt und mir den Knopf gezeigt?“ „Er sagte, dann hätte er nie diese Jacke zu sehen bekommen.“ Karl Zackers Stimme schwoll an. „Das ist wieder eine Beleidigung! Und ich möcht überhaupt wissen, weshalb ich hierher gekommen bin! Ich will meine Aussagen machen, und beeiden will ich Sie, wenn Sie es verlangen.“ Der Untersuchungsrichter runzelte die Stirn. „Es ist mir ganz unbegreiflich, warum Sie das so aufregt, was ich Ihnen sage!— Aber nun berichten Sie mir, was Sie über diese Jacke zu sagen haben.“ Mürrisch, mit finster grollender Stimme gab Karl Zacker Auskunft. Schließlich fragte der Untersuchungsrichter:„Sie versichern also, daß Sie nicht an jenem Morgen, als der Schuß auf den Jäger fiel, sondern erst später dort oben waren, daß Sie Pilze suchten und dabei mit der Jacke im Dickicht hängen blieben." „Ja, ganz recht, und es hat mich so aufgeregt, daß der Ludwig Lang in meiner Amtsstube so unverschämt redete, als ob er mich nun gar verdächtigen möchte.“ „Er kam wohl deshalb auf den Gedanken, weil Sie ja den Jäger Facker auch nicht leiden mögen.“ „Ich?— Wer sagt das?“ „Das sagt der Jäger selbst.“ „Der Facker?" Karl Zacker beugte sich weit vor; seine Augen beobachteten mißtrauisch den Untersuchungsrichter.„Was fällt denn dem Facker ein, über mich zu reden? Frech ist er ein paarmal gewesen, und da hab ich ihm die rechte Antwort gegeben. Das ist alles.“ „Sie behaupten also, dem Jäger Facker nie feindlich gegenübergestanden zu haben?“ „Das ist mir ja nie im Leben eingefallen!" Karl Zacker forderte lauernd: „Aber das will ich nun schon wissen: Wie kommt denn der Facker überhaupt zu der Behauptung?“ „Ja— es ist das eine rätselhafte Geschichte. Offen gestanden, Herr Zacker, ich bin noch nicht fest davon überzeugt, daß Sie Ihre grüne Jacke nur im Wald trugen, als Sie Pilze suchten. Gingen Sie nicht auch wegen etwas anderem in den Wald?“ „Wie meinen Sie denn das nun wieder?“ Der Richter sah ihn prüfend an. „Sagen Sie mal, wer von den männlichen Bewohnern des Moorhofes wildert eigentlich?“ Diese Frage kam Karl Zacker allem Anschein nach überraschend. Er zeigte ein sehr erstauntes Gesicht, er fand gar nicht gleich Antwort. „Wildern? Auf dem Moohof? Wer da—?“ Dann brauste er drohend auf:„Da muß ich aber schon sehr bitten— solch eine Zumutung! Auf dem Moorhof wohnt kein Wilderer!“ „Ich kann aber Ihre Versicherung nicht in Einklang bringen mit einem Fund, den jetzt der Grenzaufseher Georg Ramm im Moor, das zu Ihrem Grund gehört, gemacht hat.“ Es entging dem Untersuchungsrichter nicht, daß Karl Zackers Hände leis zitterten, daß er seine Augen unruhig in alle Winkel gleiten ließ. „Gefunden? Im Moor? Was hat der Georg Ramm dort zu schaffen?" „Auf einem Dienstgang am Moor vorbei gewahrte er etwas. Und es ist etwas Sonderbares, was er dem Gericht übergab.“ Bei diesen Worten entnahm der Richter einem Fach seines Schreibtisches den Büchsenlauf und reichte ihn Karl Zacker. „Sehen Sie sich das einmal genau an. Das wurde in Ihrem Moor gefunden, Herr Zacker.“ Zögernd, widerwillig griff der Bürgermeister nach dem Büchsenlauf. „So, das soll im Moor gelegen sein?“ „Es lag drin! Erkennen Sie es wieder?“ „Ich—?“ Karl Zackers ganze Gestalt straffte sich, Abwehr sprach aus seinem ganzen Wesen. „Wie soll ich das Ding denn wieder erkennen? Wer weiß, wem es gehört! Wer weiß, wie lange das schon dort lag!“ „Ich bin der Ansicht, wenn Sie sich den Lauf einmal recht genau anschauen, soll er Ihnen nicht ganz fremd vorkommen.“ „Aber ich kenn ihn nicht! Und überhaupt— was soll denn dies ganze Fragen bedeuten?“ „Wenn Sie genau hinsehen, finden Sie in dem Metall ein„8“ eingraviert.“ Scheinbar sehr interessiert beugte sich Karl Zacker über den Lauf. Und als er sich wieder aufrichtete, erklärte er: „Und was soll's? Will der Georg Ramm vielleicht behaupten, der Büchsenlauf gehöre auf den Moorhof, deshalb, weil er ihn in meinem Moor sand und ein„8“ drauf steht? Da haben viele einen Namen, der mit„3“ beginnt.“ „Man muß annehmen, daß jemand diesen Büchsenlauf ins Moor warf, weil er irgendeine unangenehme Entdeckung befürchtete.“ „So scheint'!“ „Herr Zacker, Sie sollen aber schon selbst mit dieser Büchse geschossen haben!“ „Wer sagt das?“ Karl Zacker brauste auf. „Gleich will ich wissen, wer das gesagt hat! Auch wohl der Lang?“ „Sie fragen bei jedem Anlaß, ob Herr Lang der Angeber sei. Das ist merkwürdig.“ „Wenn man von einem Menschen so gehaßt wird, wie ich von dem Lang, dann ist das nicht merkwürdig.“ „Es erweckt aber den Eindruck, als ob Sie selbst Herrn Lang hassen.“ „Da mißverstehen Sie mich!“ „Nun, Herr Lang war es auf alle Fälle nicht, der Sie mit der Büchse sah. Es war jemand anders.“ „Wer?“ „Diesen Namen werde ich Ihnen nicht nennen. Sie stellen Fragen an mich in einem Ton—.“ „Herrgott, dann erzählen Sie mir nicht solch Zeug, über das man sich ärgern muß.“ (Fortsetzung folgt.) **** P Nutter Viertelfinale um den Tschammer-Pokal— Vier Großkämpfe— Die Westdeutschen spielen auswärks Nach den beiden Länderspielen in Glasgow und Dublin lenkt nun die Fortsetzung der Kämpfe um den Tschammer=Pokal das fußballsportliche Interesse auf sich. Der Wettbewerb ist jetzt so weit vorgeschritten, daß die„letzten Acht“ ermittelt sind, die am kommenden Sonntag die Vorschlußrundengegner ermitteln., Der Süden ist mit Waldhof. Wormatia Worms und Schweinfurt 05 zahlenmäßig am stärksten vertreten, der Westen hat noch Schalke 04 und VfL. Benrath im Rennen, während sich Mitteldeutschland auf VfL. Leipzig stützt. Werder Bremen und VfB. Peine kämpfen für den Norden weiter. Die Auslosung für das Viertelfinale ergab folgende Paarungen: Bremen: Werder Bremen— Schalke 04 Worms: Wormatia Worms— BfL. Benrath Mannheim: SV. Waldhof— SC. Schweinfurt 05 Peine: VfB. Peine— VfB. Leipzig. Wer qualifiziert sich für die Vorschlußrunde am 8. November? Mit ziemlicher Sicherheit ist anzunehmen, daß sich Schalke in Bremen und Waldhof gegen Schweinfurt erfolgreich durchsetzen werden. Dann sollte Leipzig in der Lage sein, den Kampf in Peine zu seinen Gunsten zu entscheiden. obwohl man hier schon in der Wahl des Siegers etwas vorsichtig sein muß. Die ausgeglichenste Paarung ist jedoch Worms— Benrath. Man weiß nur zu gut, was Wormatia auf eigenem Platz zu leisten imstande ist Die Benrather stehen hier jedenfalls vor einer sehr schweren Aufgabe, vielleicht vor der schwersten überhaupt, wenn man einmal von Schalke 04 absieht. Immerhin braucht sich Benrath nicht hinter der Wormatia zu verstecken, der zweifache Niederrheinmeister hat schließlich einen„Club“ aus dem Rennen geworfen und in der Wiederholung die alte Berliner Festung„Hertha“ im Sturm erobert. Werder Bremen— Schalte 04 Man wird bei dieser Begegnung an die Kämpfe der Gruppenspiele um die Deutsche Meisterschaft erinnert. Allerdings liegen diese Spiele schon drei Jahre zurück, und Schalke hatte wenig Mühe, sich dem Niedersachsenmeister überlegen zu zeigen. Wird diesmal Werder den Knappen mehr Widerstand entgegensetzen können? Die Frage ist vielleicht dahingehend zu beantworten, daß die Norddeutschen sich zwar etwas verbessert haben und sich in ihrer Mannschaft ebenfalls Schalker Blut befindet, daß Bremen aber bei allem technischen Rüstzeug nicht über die Mittel verfügt, um die Westfalen ernstlich in Verlegenheit bringen zu können. Schalke gibt sich alle Mühe, die Pokalmeisterschaft zu erringen, die ihm im vergangenen Jahre im Endspiel durch den 1. FC. Nürnberg streitig gemacht wurde. Und auf diesem Wege wird Werder die Westdeutschen kaum aufhalten können und dem spielerisch klar überlegenen Gegner wahrscheinlich sogar einen sicheren Sieg überlassen müssen. Alles andere wäre als eine große Ueberraschung zu bezeichnen, wenn auch in Erwägung gezogen werden muß, daß die„Seefahrer“ Szepan, Gellesch und Urban von den schweren Spielen gegen Schottland und Irland noch ermüdet sein könnten. Wormatia Worms— VfL. Benrath Die Benrather haben zweifellos ein schweres Los gezogen. Die Mannschaft muß nach Worms zur Wormatia, die gerade zu Hause als äußerst stark bezeichnet werden muß und die auf eigenem Platz stets zu einer großen Leistung fähig ist. Noch am vergangenen Sonntag wurde im Meisterschaftsspiel Eintracht Frankfurt überlegen abgefertigt. Allerdings muß Wormatia immer noch auf den verletzten Nationalspieler Fath verzichten, eine Schwächung, die den Benrathern unter Umständen gut zustatten kommen könnte. Aber auch ohne Fath verfügt Worms über einen durchschlagskräftigen Sturm, der die schärfste Waffe der Süddeutschen ist. Benrath trifft im großen und ganzen einen Gegner an. der mit den gleichen Mitteln kämpft wie er selbst, so daß es in dieser Auseinandersetzung in erster Linie darauf ankommen wird, wer von den beiden Mannschaften zuerst die richtige Einstellung findet. So leicht wie Hertha es den Benrathern machte, wird Worms es bestimmt nicht tun, dafür sind die Wormser in der Abwehr zu stark. Man darf jedenfalls Wormatia in der Hintermannschaft einige Vorteile einräumen, glauben aber, bei den Benrathern trotz der großen Durchschlagskraft der Wormser den besseren Sturm zu sehen, der mit seinem unorthodoxen Spiel auch die gegnerische Hintermannschaft zur Kapitulation zwingen und einen knappen Sieg herausholen sollte. SV. Waldhof— FC. Schweinfurt Man soll sich nur gar nicht in der Leistung des FC. Schweinfurt täuschen. In Kitzinger, der in Glasgow und Dublin sehr gute Spiele geliefert hat, besitzt die Mannschaft einen großen Halt, an dem sich die übrigen Spieler emporranken können. Wenn auch in der technischen Durchbildung die Gäste mit dem SV. Waldhof noch nicht gleichen Schritt halten können, so wird Schweinfurt mit seiner Kampfkraft den Mannheimern doch erheblich zusetzen und ihnen den Exfolg nicht leicht machen. Vielfach hat man ven#. Waldhof in seinem Können unterschätzt, und Schweinfurt wird sicherlich die Siffling=Mann= schaft ganz energisch auf den Zahn fühlen und schon herausbekommen, wo der Gegner verwundbar ist. Und wenn Schweinfurt einmal richtig Tritt gefaßt hat, ist die Mannschaft in ihrem Tatendrang nicht so leicht zu bändigen. Trotzdem wird man mit einem knappen Sieg des SV. Waldhof als eben die taktisch und technisch bessere Mannschaft rechnen müssen. BfB. Peine— VfB. Leipzig Alle Achtung vor VfB. Peine, der es so weit gebracht hat, sich für die Vorschlußrunde qualifizieren zu wollen. Wenn auch die Niedersachsen bisher nicht allzu starke Gegner hinter sich gelassen haben, so haben sie doch überall einen guten Eindruck hinterlassen. Und schließlich kann man nicht mehr tun, als gewinnen Die Aufgabe gegen VfB Leipzig wird nicht so leicht zu lösen sein. Die Gäste sind weitaus erfahrener und technisch besser, aber Peine genießt immerhin den Vorteil des eigenen Platzes und der heimischen Zuschauer. Volles Programm am Niederrhein Acht Mannschaften im Kampf in der Niederrhein-Gauliga Westdeutsche Bezirksklasse Mit mehr Schwung geht es am Sonntag in der niederrheinischen Gauliga weiter. Das Programm fällt endlich einmal etwas kräftiger und umfangreicher aus als bisher und bringt darüber hinaus einige wichtige Entscheidungen. Von diesen steht der Düsseldorfer Lokalkampf zwischen Fortuna und Turn im Mittelpunkt der Geschehnisse. Für beide Mannschaften steht viel auf dem Spiel: Fortuna kann durch eine Niederlage leicht aus der Spitzengruppe verdrängt werden, und für die Jonier geht es darum, den Anschluß nicht zu verlieren, was bei einer neuen Niederlage bestimmt der Fall sein würde. Schwarz=Weiß Essen prüft den SSV Elberfeld. Die Bergischen haben sich der Führung bemächtigt und sollten das Zeug dazu haben, die Spitze in Essen erfolgreich zu verteidigen. Allerdings wird der Neuling erst zeigen müssen, was er„draußen" zu leisten imstande ist. Der Duisburger FV 08 setzt sich mit Duisburg 99 auseinander, zwei Mannschaften, die sich nicht viel nachgeben. Ein Unentschieden liegt sehr nahe. V. f. L. Preußen Krefeld und Homborn 07 bilden die„rote Laterne". Die Hamborner haben allerdings erst ein Spiel ausgetragen, während die Krefelder schon vier Kämpfe hinter sich haben. Man wird die Gäste in Front erwarten müssen. V. f. L. Benrath muß zum Pokalspiel nach Worms. wird also wieder einen Sonntag mit den Meisterschaftsspielen warten müssen. Gau Mittelrhein „Im. Gau Mittelrhein sind alle Mannschaften beschäftigt. Der Tabellenführer. V. f. R. Köln, steht gegen Köln 99 vor einem neuen Sieg, dagegen wird es zwischen dem Kölner C. f R. und Rhenania Würselen einen harten Kampf geben, in dem ein Unentschieden am nächsten liegt. SV Beuel wird am Vormittag Sülz 07 auf eine schwere Probe stellen. Tura Bonn ist zu Hause über die Sv. Vag. Andernach in Front zu erwarten. Der Bonner FV muß nach Neuendorf. Ein Unentschieden liegt hier am nächsten. Gau Westsallen hul Natse Aber Ostholland— Westdeutschland in Enschede Der 25. Oktober reißt in die westfälische Meisterermittlung eine Lücke Die„Waffen des Punktekampfes“ ruhen vollkommen. Der Grund ist der Repräsentativkampf Ostholland— Westdeutschland in Enschede, in dem heuer eine reine Westsalen=Elf mit der Vertretung der westdeutschen Interessen betraut wurde Die besten Leute aus sieben westfälischen Vereinen wurden zu einer recht spielstarken Elf zusammengetan, die das in sie gesetzte Vertrauen sicherlich rechtfertigen wird. So geht der Blick natürlich in erster Linie nach Enschede. Bremen ist kaum ein Problem: man rechnet mit einem klaren Siege des königsblauen FC. Schalke 04 und niemand glaubt daran, daß Werder Westfalens beste Einheit auf ihrem Wege ins Pokalfinale wird aufhalten können Anders ist die Sache schon mit dem Kampf gegen Ostholland Die Spiele mit unserem westlichen Nachbarn haben eine schöne Tradition. Jahr für Jahr sind die Repräsentativspiele Ostholland— Westdeutschland im Terminkalender zu finden und es sind ihrer schon eine gar stattliche Zahl. Und immer wieder haben sie ihren neuen Reiz. Freilich überwogen in der jüngsten Zeit die westdeutschen Siege— aber immer wollten sie erkämpft sein. Osthollands unbekümmertes Spiel war noch allemal für jede Westelf— und mochte sie sich auf dem Papier noch so stark ausnehmen— stets eine Gefahr. Der 25. Oktober wird keine Ausnahme machen und niemand darf sich darüber täuschen, daß es für die elf Westfalen sehr schwer sein wird, in Enschede den Sieg herauszuspielen. Mit Sorgfalt haben die Niederlande ihre Vertretung ausgewählt und es finden sich viele Leute mit einem klangvollen Namen. Vor allem die Deckung erscheint sehr stark Halle von Go Ahead Deventer im Tor ist ein Mann, auf den immer Verlaß war und der auch Westfalens Stürmer vor eine große Probe stellen wird. Weber und Koldewijn vor ihm sind zwei starke Verteidiger und besonders Koldewijn versteht von seinem Handwerk sehr viel. In den vorderen Linien kann man sich für die Gäste schon ein Plus ausrechnen— trotzdem Schalkes Spitzenkönner fehlen. Auch Westfalens Deckung steht gegen die der Holländer nicht zurück, und so wird Osthollands Angriffslinie gegen die Krüger, van Haaren und Klodt einen sehr schweren Stand haben. Hinzu kommt, daß Westfalens Elf in technischer Beziehung den Gastgebern voraus sein wird und so hoffen wir voller Zuversicht auf einen Sieg der Westdeutschen. Wir lassen nun die 22 Spieler und den„Ersatz“ folgen: Ostholland: Halle Weber„ Koldewijn Enties Freeze„, Roelofs Nagels Bennink Schuyt Heetjans Gerritsen Gocke! Sylla Philipp Zeidler Annanias Andreas Przetak Piotrowski van Haaren Krüger Klodt Westdeutschland: Für den„Sprung in die Bresche“ stehen bereit: Westfalen: Stein(SV. Höntrop), Niederhausen (Sp. Vgg. Herten), Schaar(Sp. Vag. Herten), Menski(Tus. Bochum).— Ostholland: Goldenbelt, Gielding, Mellink. Westfalen Gelsenkirchen: Sp. Vag. Röhlinghausen— SC Hassel: Gelsenkirchen 07— Schwarz=Gelb Gladbeck; Union Gelsenkirchen—. Viktoria Recklinghausen: Sportfreunde Gladbeck—. V. f. B. Bottrov: T. B. Eicke!— BV 12 Gelsenkirchen. Bochum: T. G. Ehrenfeld— Witten 92: F. C. Schwelm— SC Dahlhausen: MBV Linden— Westfalia Bochum: Sportring Gevelsberg— Tura Altenvoerde; Wattenscheid 09/30— Preußen Bochum. Dortmund: Castrop 02— Arminia Marten; Union Haspe— SC Hörde: Unna 08— Sportfreunde Dortmund: Alemannia Dortmund— Hagen 72; T. u. B. V. Mengede—. BV Brambauer: BC Bövinghausen— DSC Hagen. Münster: Preußen Münster— BV Rheine: S. u. S. 13 Recklinghausen— S. u. S. Hüls: Borussia Rheine— Rheine 09: Westfalia Ahlen— Münster Minden: Paderborn 08— Westfalia Brackwede: S. u. S. Gesecke— S. u. S. Herford: Bielefeld 06/07 — Teutonia Lippstadt: Borussia Lippstadt— V. f. B. Bielefeld: Union Herford— Sv Vag Schildesche: Sp. Vag. Beckum— Arminia Bielefeld. Arnsberg: S. u. S. Menden— Sp. Vag. Olve: Arnsberg 09— Hemer 08: Sportfreunde Siegen— V. f. B. Weidenau: Klafeld=Geisweid—&a Siegen: Jahn Werdohl— SV Herdringen: Lüdenscheid=Höh— RSV Eiserfeld. * Handball: Eintracht Dortmund— Hindenburg Minden: DSC Hagen— Preußen Münster: Westfalia Somborn— Schalke 04: Jahn Werdohl — TV Svenge. Niederrhein Gruppe 1: Sportfreunde Krefeld— Eintracht Gladbach: Grün=Weiß Viersen— SC Gladbach; Odenkirchen 051/07— Lürrip 1910; Viktoria Rheydt — Rheydter Sv..: Sv. V. Dohr— Viktoria Mennrath. Gruppe 2: S. Sp. Vag. Barmen— SSV Velbert: Tura Essen— V. f. B. Hilden: Eller 04— SC Cronenberg: Ratingen 04— Germania Küllenhahn: SSV Haan— BV Altenessen: TSG Langerfeld— BC 04 Düsseldorf. Gruppe 3: BV Lüttringhausen— Bayer Leverkusen: Tus Helene Essen— Germania Elberfeld; Eintracht Düsseldorf—. Schwarz=Weiß Barmen: Düsseldorf 99— Solingen=Gräfrath: Tus Ronsdorf— BV Stopvenberg. V. f. R Ohligs— Sv. V. Langenberg. Gruppe 4: V. f. B. Lohberg— Meiderich 06: Kray 04— Duisburger Sp. V: SV Lintfort— 1. FC Styrum: V. f. B. Speldorf— SC Osterfeld; Union Krefeld— Kleve 63: SV Düssern—. V. f. v. B. Alsum. Gruppe 5: Meidericher Sp. V.— Sp. Vag. Sterkrade: Thyssenhütte Hamborn— Borussia Rheinhausen: Homberger Sv. V.— Rot=Weiß Essen: Preußen Essen— Westende Hamborn: V. f. v. B. Ruhrort— Union Hamborn: Kleve 03— Viktoria Oberhausen. * Handball: Rhenania Düsseldorf— SC Barmen: Tura Barmen—. T8 Stovvenberg: SB Lintfort— Rasensport Mülheim: Tura Bergheim— Kunferhütte Duisburg: BV Solingen 98— Rasensport Gerresheim 08. Mittelrhein Gruppe 1: Jugend Kalk— Nivves 1912; Viktoria — Wolsdorf: Allianz— Kölner BV 07:.=Gladbach— Vingst 05: Sieaburg— Blauweiß: Troisdorf— Oberlar. Gruppe 2: Kölner BE— Union 05: Phönix— Friesdorf; Köln=Nord— Preußen: Bonner BC Rhenania: Hennef— V. f. L. Poll: Godesberg 08 — Bayenthal. Gruppe 3: SV Höhe— Brachbach: Herdorf Betzdorf: Bruche— Eitorf: Mudersbach— Gummersbach; Waldbröl— Daaden. Was der Sonntag bringt Das kommende Wochenende bringt wieder eine Fülle von Veranstaltungen. Im Fußball und Handball herrscht wieder Hochbetrieb. Die Meisterschaftskämpfe sind in allen Gauen in vollem Gange. Im Fußball sind die Länderkämpfe zwischen Ostholland und Westdeutschland in Enschede. Italien— Schweiz in Mailand und Schweiz B— Italien B in Luzern hervorzuheben. Die westdeutsche Elf in Enschede setzt sich ausschließlich aus westfälischen Leuten zusammen, aber ohne die Spieler von Schalle. Das Viertel=Finale um den Tschammer=Pokal weist interessante Paarungen auf. In der Leichtathletik kommen am Sonntag die Waldlauf=Gaumeisterschaften zur Durchführung. In Siegburg bringt der Mittelrhein seine Titelkämpfe zum Austrag. während die des Niederrheins in Ohligs und die Westfalens in Dortmund durchgeführt werden. Außerdem dürfte noch der Länderkampf zwischen Italien und Oesterreich in Rom interessieren. Der traditionelle Städtekampf der Kunst=Turner zwischen Leipzig=Hamburg=Berlin kommt in Leipzig zum Austrag, ferner sind noch die mittelrheinischen Gerätemeisterschaften in Köln=Mülheim hervorzuheben. Im Radsport bietet die Dortmunder Westfalenhalle als Auftakt ein 100=Kilometer=Mann= schaftsfahren mit so guten Mannschaften wie Kilian=Vopel, Funda=Pützfeld und Schön=Pelenaers. Die Kölner Rheinlandhalle eröffnet allerdings schon am Vortage mit einem gut besetzten 100=Kilometer=Mannschaftsfahren ihre diesjährige Winterzeit. Der Verbandstag des Deutschen RadfahrerVerbandes wurde für Samstag und Sonntag nach Hannover einberufen. Die deutsche Galopprennzeit wird mit Pferderennen in Krefeld, Karlshorst, Leipzig und Hannover fortgesetzt. Vor allem wird es in Krefeld nochmals guten Sport geben, wo der mit 12 640 RM. dotierte Preis der Jährlingsauktionen und der Preis der Rheinprovinz, für den 7500 RM. ausgeworfen wurden, im Mittelpunkt der TurfGeschehnisse stehen. Gruppe 4: Koblenz 1900— Klotten: Lützel— Niedermendig: Kottenheim— Mil. SV Koblenz: Plaidt— V. f. L. Koblenz. Gruppe 5: Viktoria Neuwied— Engers: TV Mayen— SC Neuwied; Heimbach=Weiß— Neuenahr: Saffig— Rheinland Mayen. Gruppe 6: Sportfreunde Trier— Konz=Karthaus: Post Trier— Neumagen; Ehrang— Westmark: Kürenz— Trier=Süd: Zewen— Wittlich. Gruppe 7; 1. FC Idar— Kirschweiler: Tiefenstein— Eintracht Kreuznach; Schwarz=Weiß— Algenrodt: Kirn— Sobernheim. Gruppe 8: Düren 1899— Stolberg(vorm.): Kellersberg— Palenberg; Dürener SV— Alemannia Aachen: Grün=Weiß Eschweiler— Jugend Düren: Mariadorf— Birkesdorf: Kreuzau— Baesweiler. * Handball: Mülheimer SV— TV Rieden: TV Kalk— Mil. SV Koblenz: Siegburg=Mülldorf — Obermendig: Niederseßzmar— Alemann. Aachen; V. f. B. 08 Aachen— TV Ehrenfeld. Die Verpflichtungen zum 100=Kilometer=Mannschaftsfahren in der Westfalenhalle Nach dem neuen großartigen Sieg der„Sechs. tagekönige“ Kilian=Vovel in Berlin erhält das 100.. Kilometer=Mannschaftsfahren in der Dortmunder Westfalenhalle am Sonntag. 25. Oktober, durch das Zusammentreffen dieser besten Mannschaftsfahrer der Welt mit den Sechstagesiegern von Paris. Schön und Pellenaers. eine enorme Spannung. Dennoch sind die übrigen teilnehmen Mannschaften so stark. daß nicht ohne weiteres mit einem reinen Zweikampf dieser beiden Favoritenvaare zu rechnen ist. Das ganze Feld besteht aus so erprobten und starken Fahrern, daß die Favoriten mit jeder einzelnen Mannschaft als einem überaus hartnäckigen und schwer zu schlagenden Gegner rechnen müssen. Für das 100=Kilometer=Mannschaftsrennen wurden folgende Mannschaften verpflichtet: Kilian Vovel (Dortmund). Schön Pellenaers(Wiesbaden=Holland). Piinenburg Slats(Holland). Deneef Debruyker(Belgien). Croßley Walthour(Amerika), Funda Pützfeld(Berlin=Dortmund), Bremer Markuse(Bochum=Gelsenkirchen). Goebel Bautz(Dortmund). Schenk Sagurna(Hemer=Dortm.), Schmidt Tertilte(Dortmund=Bielefeld), Weckerling Wengler (Bielefeld). schwimmen Am Samstag in Oberhausen, am Sonntag in Düsseldorf Am Wochenende werden im Gau Niederrhein zwe. internationale Feste gestartet, die sich sehen lassen können. Die gesamte Wettkampfmannschaft des Amsterdamer Damen=Schwimmklubs— an der Spitze die Olymviasiegerin im Rückenschwimmen Nida Senff— kommt mit dem Bruderverein De Delfiin. der seine Staffelschwimmer und Wasserballer mitbringt. Außerdem konnte die Weltrekordlerin Willie den Ouden verpflichtet, werden. die den DSC Rotterdam vertritt. Im Brustschwimmen startet zum ersten Male die neue holländische Rekordschwimmerin Jovie Waalberg gegen Trude Wollschläger und Leni Lohmar(Bonn) hat als schnellste Westdeutsche eine schwere Aufgabe gegen Willie den Ouden zu lösen. Die Olympiasiegerin Nida Senff. die noch vor einigen Tagen in Amsterdam Weltrekord über 150 Vards Rücken schwamm. tritt mit ihrer Klubkameradin Oortgysen gegen Stolte(Düsseldorf) und Heilina(Dortmund) an Gespannt ist man auf die Wasserballspiele. In Oberhausen tritt die Stadtmannschaft gegen die Amsterdamer an. während in Düsseldorf wieder Düsseldorf 98 einen Klubkampf gegen die bolländische Gäste bestreitet. Fort mit der hetze! Vorschlag deutscher Buchhändler und Verlage an die Welt Weimar, 23. Okt. Der Bund reichsdeutscher Buchhändler als die Gesamtorganisation des deutschen Buchhandels und Verlage hat am Freitag zur „Woche des deutschen Buches“ in Weimar folgende bedeutungsvolle Entschließung gefaßt: In der augenblicklichen Verwirrung der Welt versuchen gewissenlose Hetzer, Europa in eine Entwicklung hineinzutreiben, die unvermeidlich zur Katastrophe und damit zu einer Gefährdung der abendländischen Kultur führen muß. Während die Verantwortungsbewußten aller Nationen den Frieden erstreben, wird jede Kunst der Lüge und Verdrehung ausgewandt, um die Völker Europas gegeneinanderzuhetzen. In dieser Schicksalsstunde des Abendlandes gedenken die in der Goethestadt Weimar anläßlich der„Woche des deutschen Buches“ zusammengetretenen Vertreter aller deutschen Verleger und Buchhändler der großen Verantwortung, die sie als Mittler unvergänglichen Geistesgutes tragen. Sie verpflichten sich, keine Bücher zu verlegen und zu vertreiben, die unter böswilliger Verzerrung der historischen Wahrheit das Staatsoberhaupt eines Landes oder ein Volk beleidigen oder die Einrich= tung und Ueberlieferungen, die einem Volke heilig sind, verächtlich machen. In der Gewißheit, hierdurch dem europäischen Frieden einen Dienst zu erweisen, erklären sie sich bereit, mit ausländischen Verlegern und Buchhändlern, die vom gleichen Geiste der Verantwortung getragen sind, in einen Meinungsaustausch über eine internationale Vereinbarung zu treten. Das Eifelland dankt Dr. Goebbels Berlin, 23. Okt. Reichsminister Dr. Goebbels empfing am Freitagnachmittag eine von Gauleiter Simon und Kreisleiter Kölle geführte Abordnung des Kreises Daun(Eifel), die dem Minister als Dank des Kreises für die durch eine Auftragserteilung für das Winterhilfswerk erzielte Wirtschaftsbelebung mehrere Kunstwerke eifelländischer Künstler überreichte, und zwar ein Gemälde„Eifellandschaft“ von Pitt Kreuzberg, eine Plastik„Mütter“ von Georg Heller, meyrere Märchenfriese von Frau Heller sowie eine Handarbeit aus der Heimweberei Schalkenmehren. Der Minister bat den Kreisleiter, dem Kreise seinen herzlichen Dank auszusprechen und dankte auch den Künstlern, die ihre Werke persönlich übergaben Daluege besucht polnische Polizei Berlin, 23. Okt. Am 2. November d. J. wird der Chef der Ordnungspolizei, SS.=Obergruppenführer, General der Polizei Kurt Daluege, in Stellvertretung des Reichsführers SS. und Chefs der deutschen Polizei den im Mai 1936 erfolgten Besuch des Hauptkommandanten der polnischen Staatspolizei General Zamorski erwidern und mit einer Abordnung der deutschen Polizei zu einem viertägigen Aufenthalt nach Warschau starten. Der Besuch der deutschen Polizeiabordnung soll die seinerzeit von General Zamorski in Berlin angeknüpften freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Polizeien der beiden Nachbarstaaten festigen und zu einer verständnisvollen und zweckentsprechenden Zusammenarbeit vertiefen. Prag unterstützt die Juden Juristische Fakultät der Prager deutschen Universität geschlossen Prag, 23. Okt. Eine vom tschechischen Unterrichtsministerium an den Rektor der Prager deutschen Universität, deren Dekane und die Hörerschaft gerichtete Drohung, die juristische Fakultät der Prager deutschen Universität zu schließen, falls sich die Kundgebungen gegen den jüdischen Hochschullehrer Kelsen wiederholten, ist schnell Wirklichkeit geworden. Professor Kelsen fand bei dem Versuch, seine Vorlesung aufzunehmen, wiederum einen leeren Hörsaal. Daraufhin erklärte der Dekan Professor Dr. Foltin gegen Mittag. daß der Vorlesungsbetrieb an der juristischen Fakultät der Prager deutschen Universität bis auf weiteres gesperrt bleiben wird. Mailand. Wie aus Triest gemeldet wird, hat der Schwede Tamm, der am 18. September d. J. im Sternbild des Adlers einen neuen Stern gefunden hatte, im selben Sternbild einen weiteren Stern siebenter Größe entdeckt. Geienire Machwert der Sewfrte Das sowjetrussische Schreiben an den Ueberwachungsausschuß London, 23. Okt. Das Schreiben des sowjetrussischen Botschafters Maisky an den Vorsitzenden des Ueberwachungsausschusses, Lord Plymouth, das den tatsächlichen Gegebenheiten in der spanischen Angelegenheit geradezu Hohn spricht, hat folgenden Wortlaut: „Durch den gemeinsam mit anderen Staaten erfolgten Beitritt Sowjetrußlands zum Nichteinmischungsabkommen glaubte die Sowjetregierung, erwarten zu können, daß das Abkommen von seinen Teilnehmern erfüllt werden und daß infolgedessen die Dauer des Bürgerkrieges in Spanien verkürzt und die Zahl der Opfer vermindert werden würde. Die seither verstrichene Zeit hat jedoch gezeigt, daß das Abkommen von einer Reihe seiner Teilnehmer systematisch verletzt wird und daß die Waffenlieferungen an die „Rebellen“ ungestraft fortgesetzt werden. Einer der Teilnehmer des Abkommens, Portugal, ist der Hauptstützpunkt für Lieferungen an die„Rebellen“ geworden, während die„gesetzliche Regierung“. Spaniens praktisch boykottiert und der Rechte beraubt wird, außerhalb Spaniens zur Verteidigung des spanischen Volkes Waffen zu kaufen. Daher ist infolge der Verletzungen des Abkommens für die„Rebellen“ eine bevorzugte Lage geschaffen worden, die nicht im Sinne des Abkommens lag. Als Ergebnis dieser anormalen Lage wird der Bürgerkrieg in Spanien verlängert und die Zahl seiner Opfer vermehrt. Die Bemühungen des Vertreters der Sowjetregierung, praktisch den Abkommensverletzungen ein Ende zu bereiten, haben im Ausschuß keine Unterstützung gefunden. Der letzte Vorschlag des Sowjetvertreters hinsichtlich einer Kontrolle der Häfen Portugals, das ein Hauptstützpunkt für die Lieferungen der„Rebellen“ ist, hat ebenfalls keine Unterstützung gefunden und ist nicht einmal auf die Tagesordnung der heutigen Sitzung gesetzt worden. Infolgedessen hat sich das Abkommen als ein leerer, zerrissener Fetzen Papier erwiesen. Es hat praktisch zu bestehen aufgehört.(!) Da die Sowjetregierung nicht in der Lage von Personen zu bleiben wünscht, die wissentlich einer ungerechten Sache beistehen, sieht sie nur einen Ausweg aus der geschaffenen Lage, nämlich der spanischen Regierung die Möglichkeit des Waffenkaufes außerhalb Spaniens zu gewähren, ein Recht, dessen sich die Regierungen der ganzen Welt erfreuen und den Teilnehmern des Abkommens das Recht zuzugestehen, Waffen an Spanien zu verkaufen oder nicht zu verkaufen. Auf jeden Fall ist die Sowjetregierung nicht gewillt, noch länger die Verantwortung für die offensichtliche ungerechte Lage in bezug auf die „legale“, spanische Regierung und das spanische Volk zu tragen. Sie ist daher jetzt gezwungen, zu erklären, daß sie in Uebereinstimmung mit ihrer Erklärung vom 7. Oktober sich durch das Nichteinmischungsabkommen in keinem größeren Ausmaße für gebunden erachtet, als die übrigen Teilnehmer des Abkommens.“ Dieses Schreiben wurde in der Sitzung des Ausschusses auf Wunsch des sowjetrussischen Botschafters Maisky den übrigen Mitgliedern des Ausschusses zur Kenntnis gegeben. Stalins bestätigte Einmischung Neue Botschaft Stalins an Largo Caballero St. Jean de Luz, 23. Okt. Den spanischen Nationalisten ist es gelungen, eine neue Radio=Botschaft Stalins an Largo Caballero aufzufangen. Aus dieser Botschaft ergibt sich, daß die Hilfeleistung Sowjetrußlands für die spanischen Marxisten die Niederwerfung des Faschismus bezwecke. An diesem Kampf. der keine innerspenische Angelegenheit darstelle, sei die gesamte„fortschrittliche" Menschheit interessiert. Stseie Teischewisterung Raluteileite Zusammenarbeit mit Madrid— unter Vorbehalt Nach Moskauer Vorbild Paris, 23. Okt. Die Vertreter der katalanischen marxistischen und kommunistischen Gewerkschaften, der marxistischen Partei Kataloniens und der iberisch=anarchistischen Vereinigung haben am Donnerstag ein Aktionsprogramm aufgestellt, das sofort verwirklicht werden soll und die Sowjetisierung von Katalonien, die ja praktisch schon längst besteht, nun auch ganz offen zum Programm erhebt. Das Programm beginnt mit der Feststellung, daß die Beschlüsse der katalanischen Generalidad geachtet und durchgeführt werden sollen, vermutlich, weil bisher die einzelnen Gruppen getrieben haben, was ihnen paßte. Ein weiterer Programmpunkt sieht die Enteignung aller Erzeugungsmöglichkeiten der Provinz vor und erklärt ausdrücklich, daß die bisherigen Besitzer der betreffenden Betriebe nicht entschädigt werden sollen. Der Besitz und alles, was für die Führung des Krieges notwendig ist, soll ebenfalls„kollektiviert“, das heißt enteignet werden. Der Form halber wird die sogenannte Kleinindustrie ausgenommen; aufschlußreich ist aber, daß auch hier ein Hintertürchen offen bleibt. Wenn der Betrieb nämlich verdächtig ist,„umstürzlerisch“ zu sein, das heißt gegen die roten Machthaber eingestellt, so erfolgt die entschädigungslose Enteignung. Wichtig ist, daß auch ausländische Unternehmungen einbezogen sind. Hierbei soll„von Fall zu Fall“ über die Entschädigung beschlossen werden. Sämtliche Wohngebäude mit Ausnahme kleiner Landbesitze sollen den Stadtverwaltungen unterstellt werden— kurzum, es wird alles nach Moskauer Muster eingerichtet. Der gesamte Außenhandel soll einer Kontrolle der Regierung unterstehen. Genossenschaften sollen sich der Kollektivisierung anpassen und die Banken verstaatlicht werden. Für die„siegreiche" Beendigung des Krieges, so heißt es in dem Programm weiter, sei die Sir Opfer zum Fenster hinausgewersen Neue unerhörte Greueltaten der roten horden in Spanien London, 23. Okt. Die„Times" berichtet aus Gibraltar neue Aufsehen erregende Einzelheiten über den roten Terror in Cartagena, Malaga und anderen Städten. In Malaga, Cartagena, Valencia, Alicante und Almeria hätten die Roten alle Frauen verhaftet, die im Verdacht stehen, religiösen oder konservativen Verbänden anzugehören. Man hege größte Befürchtungen für ihre Sicherheit. In Malaga hätten rote Horden am Sonntag wegen der Bombardierung der Stadt und der Flotte durch die Nationalisten auf alle„verdächtigen“ Personen geschossen. Zwischen den Roten, die in den Straßen vatrouillierten, und einzelnen Personen auf Hausdächern seien ununterbrachen Schüsse gewechselt worden. Die rote Miliz lei in viele Häuser eingedrungen und habe über 100 Opser von den Balkonen, Fenstern und Hausdächern auf die Straßen hinuntergeworsen, wo die meisten nag ihnen unter großen Qualen starben. Einige habe u. an erschossen, um ihren Leiden ein Ende zu machen. .: den vor wenigen Tagen eroberten Orten Belmez und Villanueva del Rey wurden, wie jetzt bekannt wird, zahlreiche nationale Bürger durch rote Sorden sra der msam ermordet. In Villanueva del Rey Iu#######usler(!) Eduar?, Moreno das Kommando, während in Belmez ein erst 20 Jahre alter Kommunist an der Spitze der Roten stand. Der grausamen Ermordung Nationaler gingen stets schwerste Mißhandlungen voraus. Ganze Jamilien als Geiseln Lissabon, 23. Okt. General de Llano berichtete in seiner Ansprache über den Sender Sevilla, daß in Madrid nunmehr ganze Familien einschließlich der Kinder als Geiseln festgesetzt worden seien. Wahrscheinlich würden sie vor der Einnahme Madrids erschossen werden. Die koten nehmen Reißaus Panikstimmung in Madrid In Anbetracht der immer gefährlicher werdenden Lage für die Roten in Madrid ziehen hohe„Staatsbeamte“ es vor. aus der Hauptstadt zu verschwinden. Um den Haupträdelsführern der Madrider Sowjetregierung zur Flucht zu verhelfen, greifen die Roten häufig zu dem Mittel, die am meisten Belasteten zu Missionschefs im Auslande zu ernennen. Schaffung eines einzigen Oberkommandos notwendig, außerdem die Einführung der Wehrpflicht, die Aufstellung eines großen Volksheeres und verschärfte Disziplin. Auch soll eine große Kriegsindustrie geschaffen werden. Die Unterzeichner des Programms erklären sich schließlich liebenswürdigerweise für Zusammenarbeit mit der spanischen„Regierung“ auf politischem, wirtschaftlichem und militärischem Gebiet. Sie deuten aber sichtlich einen gewissen Vorbehalt an, indem sie die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Madrid von der Formulierung abhängig machen,„wenn in dieser Regierung dieselben Organisationen vertreten sind“, die von ihnen vertreten werden. Für 100 000 Gulden Gold, Pfundund Dollarnoten gefunden Jüdischer Händler wegen Steuerhinterziehung verhaftet Danzig, 23. Okt. Der 41 Jahre alte jüdische Händler Georg Prinz aus Oliva bei Danzig wurde von Beamten der Fahndungsstelle des Steueramtes festgenommen. Seit langer Zeit stand er bereits im Verdacht der Steuerhinterziehung. Bei Prüfung seiner Geschäftsbücher stellte man fest, daß diese falsch geführt worden waren. Bei einer darauf erfolgten Durchsuchung sand man an mehreren Stellen versteckt für rund 50000 Gulden Gold in ausländischer Währung sowie Pfund= und Dollarnoten Die Hausangestellte des Juden, die sich während der Durchsuchung unbemerkt mit einer Geldkassette auf und davon gemacht hatte, konnte auf dem Danziger Hauptbahnhof festgenommen werden. In der Kassette fand man weitere 50000 Gulden Geld= und Banknoten in ausländischer Währung. In einem Schrank versteckt fand man ferner einen Beutel, in dem sich für 5000 Gulden in Silber befanden. Das Geld, das aus nichtversteuerten Einnahmen herrührt, wurde beschlagnahmt und sichergestellt. Der Jude wurde wegen Verdunkelungsgefahr in Haft genommen; er wird sich wegen Steuerhinterziehung zu verantworten haben. Aus den Krallen eines Tigers befreit Deutscher Tierbändiger rettet dänische Artistin Paris, 23. Okt. Zu einem vor kurzem gemeldeten Zwischenfall im Pariser Winterzirkus, bei dem ein dänisches Tierbändigerehevaar von einem Tiger angefallen und schwer verletzt wurde, erfahren wir jetzt nähere Einzelheiten. Bei der Abendvorstellung fiel der als hinterlistig bekannte Tiger Prinz die die Tiergruppe vorführende Frau Schirow an und brachte ihr schwere Verletzungen an Arm. Brust und Rücken bei. Der zu Hilfe eilende Ehemann wurde ebenfalls von einem Prankenhieb schwer verletzt. Während alle anderen Zirkusangestellten. von Entsetzen gelähmt. tatenlos dem heimtückischen Anfall des Tigers gegenüberstanden, sprang in diesem Augenblick höchster Gefahr der deutsche Tierbändiger Max Stolle aus Dresden, der in dem gleichen Programm eine Elefantengruppe des Zirkus Sarrasani vorführt, unter Einsatz des Lebens kurz entschlossen in den Käfig. Es gelang ihm auch. den Tiger von seinen Opfern abzudrängen und die bewußtlose Frau Schirow aus dem Käfig zu bergen. Dem mutigen und tapferen Eingreifen des jungen Deutschen ist es zu verdanken, daß bei dem Zwischenfall keine Menschenleben zu beklagen waren. Da das dänische Ehevaar infolge seiner Verletzungen nicht imstande war, aufzutreten, führte Stolle an den nächsten Tagen ohne vorherige Probe neben der Elefanten= auch die Tigergruppe der Dänen unter dem tosenden Beifall der Pariser vor. Die Pariser Zeitungen widmeten der mutigen Tat des deutschen Artisten breite Spalten an bevorzugter Stelle und lobten insbesondere sein unerschrockenes Eingreifen. Heringe als Wurfgeschosse London. In Yarmouth brach ein wilder Streik von 2000 schottischen Fischermädchen aus. Sie verlangten eine Zulage von 2 Penny für jedes Faß Heringe. Die Mädchen, die das Reinigen und das Trocknen der Fische zu besorgen haben, marschierten mit dem Ruf„Wir wollen einen Schilling für jedes Faß" durch die Stadt. Dabei bewarfen sie alle Streikbrecherinnen mit Heringen. Da am Donnerstag große Heringsfänge in Yarmouth gelandet wurden, ist der dortige Heringshandel durch den Streik ernstlich bedroht. Dus neni Tiam Richteinninhschung Frankreichs Waffenlieferungen an die spanischen Roten Eine Liste des„Echo de Paris“ Paris, 23. Okt. Das„Echo de Paris" veröffentlicht am Freitag eine Liste der von Frankreich an die spanischen Marxisten und Kommunisten gelieferten Flugzeuge. Die französische Regierung, so schreibt das Blatt, behauptet, daß sie die Verpflichtung der Nichteinmischung in die spanischen Angelegenheiten strikt innegehalten habe. Demgegenüber sei jedoch festzustellen, daß der französische Luftfahrtminister an die Madrider„Regierung" nachstehende Apparate geliefert habe: 16 Dewoitine, 6 Potez 540, 1 Bloch=Hispano 210, 1 Potez=Hispano 12 Y, 6 Loire, 7 Potez 542, 2 Dewoitine 371, 1 Lockheed=Orion(dies sei angeblich der frühere Apparat des bekannten Fliegers Detroyat), 7 Latecoere(Air France, von denen jeder einzelne mit 543000 Francs bezahlt worden sei), 25 Potez, 10 Hanriot 182,(die ursprünglich für das französische Heer bestimmt gewesen seien). An diese Liste seien noch anzufügen 45 Caudron=Renault, die angeblich von der französischen Luftfahrtgesellschaft Air France bestellt worden seien. Bei der letzten Lieferung bestünden jedoch noch einige Zweifel. Die Verstöße gegen das Richteinmischungsabkommen in der spanischen Angelegenheit beschränkten sich jedoch nicht nur auf diese Lieferungen. Es sei endlich an der Zeit, einmal die Frage aufzuwerfen, ob es zutreffe, daß der Sohn Roland des französischen Ministerpräsidenten Blum, der der bekannten Flugzeugmotorenfirma Hispano=Suiza angehört, sich kürzlich nach Perpignan begeben habe, wo er mit Vertretern des katalanischen„Präsidenten“ Companys über die Lieferung von 20 Eisenbahnwagen mit Waffen verhandelt habe. Das gleiche Blatt ließ sich aus Amiens melden, daß sieben Potez=Bomber, die am Sonntagmorgen Meaulte verlassen hätten, über Bordeaux und Toulouse in Barcelona eingetroffen seien. Die Besatzung von zweien dieser Apparate sei inzwischen nach Paris zulückgekehrt. Ueber das Verbleiben der anderen sei man noch ohne Nachricht. Geheimnisvoller Munitions-Diebstahl in einer französischen Kaserne Paris, 23. Okt. In der Kaserne von Forbin bei Aix=en=Provence ist man einem riesigen Munitionsdiebstahl auf die Spur gekommen. Etwa 60 Kisten mit Maschinengewehrmunition sind spurlos verschwunden. Obwohl die Zivil- und die Militärbehörden strengstes Stillschweigen bewahren, weiß man, daß die bisherigen Ermittlungen noch zu keinem Ergebnis geführt haben, so berichtet wenigstens Havas, aber es dürfe wohl klar sein, daß diese Munition den spanischen Roten zugedacht ist. In wenigen Zeilen Der Leiter der Auslandsorganisation, Gauleiter Bohle, traf in Wien ein und nahm als Gast des Botschafters von Papen in der Gesandtschaft Wohnung. Der österreichische Staatssekretär des Aeußern, Guido Schmidt, traf am Donnerstag zu einem offiziellen Besuch bei der ungarischen Regierung in Budapest ein. Am 22. Oktober ist in Montreal ein vorläufiges deutsch=kanadisches Handelsabkommen und zugleich ein Abkommen zur Erleichterung der Zahlungen im Warenverkehr zwischen Kanada und Deutschland unterzeichnet worden. In der Sitzung der radikalsozialistischen Jugend auf dem Parteitag in Biarritz kam es zwischen den Rechts= und Linksgruppen zu einer regelrechten Saalschlacht. Eine spätere Sitzung, die die Auseinandersetzungen beilegen sollte, verlief ergebnislos. Es wurden drei Entschließungen zur Abstimmung eingebracht, die sich völlig widersprechen. Auf einer faschistischen Kundgebung im Londoner Stadtteil Hampstead kam es zu einer Saalschlacht mit Kommunisten, in deren Verlauf mehrere Personen verletzt wurden. Vier Kommunisten wurden verhaftet. Kowno, 23. Okt. Die litauische Bischofskonferenz. die dieser Tage in Kowno zusammentrat, beschloß im Hinblick auf das unmenschliche Verhalten der roten Machthaber in Madrid, den Kampf gegen den Kommunismus auch in Litauen aufzunehmen. Prodiens des neden Geewaltungseechts Reichsminister Dr. Frick spricht vor der„Akademie für Deutsches Rechl“. München, 23. Okt. Auf der Vollsitzung der dritten Jahrestagung der Akademie für Deutsches Recht hielt Reichsinnenminister Dr. Frick einen Vortrag über das Thema„Probleme des neuen Verwaltungsrechts". Der Minister führte u. a. folgendes aus: „Das gesamte Recht, ganz besonders das Verwaltungsrecht, ist der Ausdruck des völkischen und staatsrechtlichen Neuaufbaues. Wir haben nach der Machtübernahme die schärfsten Kanten des unter anderer Weltanschauung geschaffenen Verwaltungsrechts abgeschliffen, soweit es unseren staats= und verwaltungsrechtlichen Neuaufbau störte, haben der Verwaltung ganz allgemein einen neuen Gehalt, ein neues Ziel gegeben und haben— dies ist das Wichtigste— diejenigen mit neuem Geiste erfüllt, deren Aufgabe die Handhabung des Verwaltungsrechts ist. In allen einzelnen Maßnahmen beginnen sich bereits bestimmte Verwaltungsgrundsätze des Dritten Reiches abzuzeichnen. Reichsinnenminister Dr. Frick gab einen Ueberblick über die schwebenden Probleme des Verwaltungsrechts, an deren Lösung die Akademie für Deutsches Recht lebhaft mitarbeitet. Er führte hierzu u. a. aus: „Kernpunkt aller mit der Verwaltungsreform zusammenhängenden Probleme ist die Persönlichkeitsfrage; der Wert der Verwaltung für die Volksgemeinschaft, deren Wohl der eigentliche Bewertungsmaßstab für die Verwaltung ist, hängt nicht von der aus dem neuen Geist zu schaffenden Verwaltungsorganisation, sondern vor allem von der in der Verwaltung lebendigen und tätigen Kraft ab. Das neue Verwaltungsrecht muß so gestaltet werden, daß es der schöpferischen Persönlichkeit weiteste Auswirkungsmöglichkeiten gibt und daß es die Vollzugsorgane des Staates durch die Gewährung ausreichenden Ermessensspielraums zu selbstverantwortlicher Entscheidung zwingt.“ Dr. Frick kam dann auf die einzelnen Probleme zu sprechen: Der Führergrundsatz in der Verwaltung Um den Führergedanken als Problem des Verwaltungsrechts richtig zu verstehen, muß man sich die Entwicklung des nationalsozialistischen Führergedankens vergegenwärtigen; dieser Führergedanke hat zweierlei zur Voraussetzung: wo ein Führer ist, muß auch eine Gefolgschaft, eine Gemeinschaft sein, oder umgekehrt: eine vorhandene Gemeinschaft, die dieser Führer zum Kampf für die Verwirklichung seiner Idee mitreißt, bildet die Grundlage für sein Führertum. Weil die Partei von Anbeginn eine Gemeinschaft darstellt und diese Gemeinschaft im Kampf um Ideen und Ideale sich gebildet hatte, findet sich in der Partei der Führergedanke am vollkommensten und reinsten verwirklicht. Bei der Verwaltung ist, so fuhr Dr. Frick fort, die Gemeinschaft nur etwas Mittelbares. Ein Apparat wird bedient— und einen solchen Apparat stellt letzten Endes die nach unzähligen Gesichtspunkten aufgespaltete öffentliche Verwaltung dar. Auf sie kann daher nicht ohne weiteres angewendet werden, was sich für die Führung von Menschen und zur Verwirklichung weltanschaulicher Ideen als richtig erwiesen hat. Was uns in der Verwaltung als Führergedanke gegenübertritt, ist in Wirklichkeit nichts anderes als die monokratische Entscheidungsform, das EinMann=System, gegenüber dem Kollegial=System. Die Entscheidung des monokratischen Behördenleiters ist zwar äußerlich dem Führerbefehl außerordentlich ähnlich, ihrem innersten Wesen nach aber etwas völlig anderes. Denn sie beruht nicht auf der aus Führer und Gefolgschaft bestehenden Gemeinschaft, sondern hat die Aemterapparatur mit Vorgesetzten=Verhältnis und mit konsequenter Abgrenzung zum Zweck des präzisen Funktionierens des Verwaltungsapparates zur Voraussetzung. Selbstverständlich gibt es dabei in der Verwaltung auch echte Elemente der Führung. Die Schaffung eines soldatischen, politischen Beamtentums, eines in Willen, Gesinnung und Haltung einheitlichen nationalsozialistischen Beamtenkorps macht es notwendig, daß jeder Behördenleiter zugleich Führer dieser seiner Gemeinschaft ist. Im übrigen gilt im Grundsätzlichen das Prinzip der Trennung der politischen Führung von der Verwaltung in dem Sinne, daß Verwaltung und Organisation nie Selbstzweck sein dürfen, sondern daß sie unentbehrliches Hilfsmittel und Voraussetzung der politischen Führung zum erfolgreichen Bestehen des Lebenskampfes der Nation sind. Die Grenzen zwischen politischer Führung und verfassungsmäßigem Vollzug sind daber durchaus flüssig. Bei der Neugestaltung des Verwaltungsrechts muß es es sich daher vor allem darum handeln, die Verwaltung in allen ihren Teilen wieder zu einer politischen Funktion, zu einem schlagkräftigen Instrument in der Hand der Führung zu machen und, soweit dies bei der Art der Aufgabe und nach Maßgabe der Bindung an Führerbefehl und Gesetz jeweils möglich ist, der schöpferischen Initiative des verantwortlichen Verwaltungsbeamten weiten Raum zu schaffen. Denn in Führung und Verwaltung ist die persönliche Verantwortungsfreudigkeit, die es ablehnt, ängstlich nach Paragraphen zu suchen, wo gehandelt werden muß, die letzte tragende Grundlage. Der Grundsatz der Rechtmäßigkeit in der Verwaltung In enger Verbindung mit der Frage der Anwendbarkeit des Führergrundsatzes in der Verwaltung steht die Frage, ob der Grundsatz der „Gesetzmäßigkeit und Rechtmäßigkeit“ der Verwaltung auch im nationalsozialistischen Staat Geltung besitzt. Den Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung des liberalistischen Staates, unter dem die Bindung des Verwaltungsbeamten durch ein engmaschiges Netz von Rechtsvorschriften verstanden wurde, die das Persönlichkeitsmoment beseitigte, selbstverantwortliche Entscheidung ausschaltete, die Verwaltung zu einer mechanischen Maschinerie herabdrückte und den Verwaltungsbeamten in die unselbständige Rolle eines unverantwortlichen Vollzugstechnikers drängte, müssen wir heute bei der Betonung des Persönlichkeitsmomentes und des Verantwortlichkeitsprinzips ablehnen. Diejenige Gesetzmäßigkeit oder richtiger„Recht. mäßigkeit der Verwaltung“ jedoch, die wir nicht nur anerkennen, sondern die für uns einer der wichtigsten Grundsätze im nationalsozialistischen Volks- und Staatsleben ist, sieht wesentlich anders aus: Der nationalsozialistische Staat beschränkt sich nicht darauf, die Verwaltung an bloße Rechtsnormen zu binden; die Bindung ist vielmehr dadurch, daß die Verwaltung allenthalben im Dienst einer Weltanschauung steht und bis in die letzten Ausläufer auf die Politik der Staatsführung ausgerichtet ist, weit enger, als wenn sie nur auf formellen Rechtsnormen beruht. Das der Erhaltung und Gestaltung der Gemeinschaft dienende Recht bestimmt auch die Grenzen der Verwaltung, die ihrerseits kein anderes Ziel hat, als die Erhaltung und Entfaltung des Lebensrechts der Nation. Eine sich in diesen Grenzen bewegende und nach diesem Ziel ausgerichtete Verwaltung ist zwar nicht mehr in dem engen gesetzesstaatlichen Sinn„gesetzmäßig", aber sie ist in einem höheren völkischen Sinn „rechtmäßig". Die Verwaltungsgerichtsbarkeit im nationalsozialistischen Führerstaat Von drei Gesichtspunkten her entsteht die Frage nach der Vereinbarkeit dieser vom liberalistischen Gesetzesstaat uns überlieferten Verwaltungsform mit der nationalsozialistischen Staatsidee: 1. fragt man sich, ob die Verwaltungsgerichtsbarkeit mit dem Führergrundsatz in Einklang steht. 2. Wird bei einer Unterwerfung eines Verwaltungsaktes unter eine Art gerichtlicher Kontrolle die Frage akut, ob der Gegenüberstellung von Verwaltung und Rechtsprechung nicht der einer vergangenen Ideenwelt angehörige Gedanke der Gewaltenteilung innewohnt. 3. Werden Bedenken daraus hergeleitet, daß der Hauptbereich verwaltungsgerichtlichen Einsatzes im Schutz von„subjektiv öffentlichen! Rechten“ liegt, für die es im nationalsozialistiKöln, 23. Okt. Der Staatssekretär des Reichsernährungsministeriums Backe eröffnete am Freitag in Vertretung des infolge seines Unfalls verhinderten Reichsernährungsministers Darré die Ausstellung„Kampf um 1½ Milliarden“ mit einer Ansprache, in der er u. a. ausführte: Trotz aller Anstrengungen der deutschen Landwirtschaft kann bei dem heutigen Stand der Erzeugung nach den neuesten Berechnungen des Instituts für Konjunkturforschung nicht mehr als 83 v. H. unseres Bedarfs aus der eigenen Scholle gedeckt werden. Wie gewaltig diese Leistung ist. wird klar, wenn wir uns demgegenüber vor Augen halten, daß im Jahre 1927 nur 56 v. H. unseres Bedarfs im eigenen Lande erzeugt wurde, daß seit der Machtübernahme mehr als sechs Millionen arbeitslose Volksgenossen wieder Arbeit bekommen und dadurch ihre Kaufkraft vergrößert haben und daß außerdem die jährlich steigende Bevölkerungszahl allein für die gleichbleibende Deckung des Bedarfs des einzelnen eine beträchtliche Erzeugungssteigerung notwendig gemacht hat. Die Beschaffung der uns jetzt noch fehlenden Lebensmittel durch Einfuhr aus dem Ausland ist aber bei den begrenzten Ausfuhrmöglichkeiten eine schwierige Aufgabe. Die uns zur Verfügung stehenden Nahrungsgüter werden nicht nur von 68 Millionen Deutschen verzehrt, sondern auch von dem großen Heer der Feinde unserer Nahrung: Frost, Bakterien, Insekten. Ratten, Mäuse, und wie sie alle heißen mögen. Diese vielen Feinde fressen jährlich Nahrungsgüter im Werte von rund 1½ Milliarden Reichsmark, was fast genau den Wert unserer Nahrungsmitteleinfuhr im Jahre 1935 ausmacht. Wir machen also Jahr für Jahr einen ungeheuren gefräßigen. aber völlig unnützlichen Verbraucher mit satt, der etwa ein Achtel des gesamten Wertes der heutigen landwirtschaftlichen Erzeugung für sich in Anspruch nimmt. Ich gebe mich zwar nicht der Hoffnung hin, durch einen noch so großzügig angelegten Kampf den Verderb in unserer Ernährungswirtschaft restlos zu beseitigen. Wenn aber in jeder Küche, in jedem Keller, in jedem Gewerbebetrieb und in jeder Gaststätte, auf jedem Speicher, in jedem Kühlhaus und nicht zuletzt auf jedem Bauernhof der Kampf gegen den Verderb energisch ausgenommen wird, und es damit nur gelingt, den Verderb um vielleicht ein Drittel zu senken, so ist damit schon ein Erfolg erzielt, der sich auf unsere Außenhandelsbilanz bereits recht günstig auswirken muß. schen Rechts= und Gemeinschaftsdenken keine Daseinsmöglichkeit mehr gibt. Bei der Prüfung dieser Frage der Verwaltungsgerichtsbarkeit müssen wir die nationalsozialistische Staatsidee überhaupt und den von ihr geprägten Begriff der Verwaltung zugrunde legen: Für eine dem liberalistischen und individualistischen Denken entsprechende Zweiteilung: Staat und Individuum fehlen in der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft des Dritten Reiches die Voraussetzungen; es ist daher auch nicht möglich, das Verhältnis zwischen dem Staat und dem Einzelnen als Rechtsverhältnis zu begreifen. Stellen wir jedoch den Einzelnen als lebendiges Glied in das Verhältnis zur Gesamtheit, zur Volksgemeinschaft, dann ist die Fragestellung die, ob Maßnahmen des öffentlichen Verwaltungsapparates auf Rechtmäßigkeit oder Zweckmäßigkeit dann nachgeprüft werden können, wenn der Einzelne als kleinste Einheit sich durch eine solche Maßnahme beschwert fühlt. Wenn es sich also weder um einen Schutz subjektiv öffentlichen Rechts noch um eine Kontrolle der öffentlichen Verwaltung zum Schutz einer„staatsfreien Sphäre“ des Volksgenossen handelt, dürfte kein Anlaß bestehen, die Verwaltungsgerichtsbarkeit von vornherein abzulehnen. Die Verwaltungsgerichtsbarkeit in diesem Sinne wird nicht tätig, um im Hinblick auf verletzte Interessen des Einzelnen Rechtsschutz zu gewähren, sondern sie greift ein, wenn und soweit durch einen Verwaltungsakt infolge der Beeinträchtigung der Belange Einzelner zugleich die Volksordnung gestört ist. Bejaht man hiernach grundsätzlich die Zulässigkeit einer verwaltungsgerichtlichen Institution im nationalsozialistischen Staat, so entstehr die Frage nach dem Umfang des Verwaltungsschutzes. Dabei ist selbstverständlich, daß staatspolitische Ermessensentscheidungen unter keinen Umständen einer verwaltungsgerichtlichen Prüfung unterzogen werden können; die Akte der Staatsführung und die Maßnahmen der obersten Reichsbehörden müssen jeder Anfechtbarkeit enthoben sein, weil die politische Führung in der Verfolgung ihrer politischen Ziele nicht gehemmt werden dürfe. Die Verwaltungsgerichtsbarkeit soll immer nur der Helfer zu einer sicheren, gleichmäßigen, stetigen und gerechten Verwaltungsführung sein. Probleme des Verwaltungsaufbaues Die wichtigste Forderung für die gesamte Verwaltungsreform ist die Wiederherstellung der Einheit der Verwaltung. Der Volksgenosse hat kein Verständnis für die Vielheit der Behörden; aus gleichem Anlaß muß er oftmals die verschiedensten Dienststellen aufsuchen. Auch die Verwaltung selbst leidet unter der Vielheit der unabhängig voneinander bestehenden Behörden. Die Forderung der Verwaltungsreform hat daher zu lauten: radikale Wiederherstellung der Einheit Diese Ausstellung steht in vorderster Front der Mitkämpfer gegen den Verderb. Sie ruft nicht nur zum Kampf gegen den Verderb an Nahrungsgütern auf. sondern die Ausstellung sagt gleichzeitig dem Verderb und der Verschleuderung von industriellen Werkstoffen den Kampf an, durch den im Verfolg des Vierjahreplanes auch auf dem Gebiet der gewerblichen Wirtschaft zu einer besseren Ausnutzung des Vorhandenen und zu einer Verringerung der Einfuhr beigetragen werden soll. Diese Erweiterung der Ausstellung auf das industrielle Gebiet muß im Hinblick auf die großen Aufgaben des neuen Vierjahreplanes besonders dankbar begrüßt werden. Möge die Ausstellung. die ich hier zu eröffnen die Ehre habe, unser Volk erziehen helfen. Mit diesem Wunsch eröffne ich die Ausstellung „Kampf um 1½ Milliarden“. Verbraucherhöchstpreise für Speisekartoffeln Bonn. Der Kartoffelwirtschaftsverband Rheinland teilt mit: Die Verbraucherhöchstpreise für Speisekartoffeln werden in diesem Jahre dieselbe Höhe wie im Vorjahre haben. Sie betragen also: a) in Großstädten und Industriegebieten: für gelbe Sorten: je Itr..50 RM frei Keller. je 10 Pfund.41 RM., für weiße, rote und blaue Sorten: je Itr..20 RM frei Keller, je 10 Pfund.38 RM. b) in Mittelstädten: für gelbe Sorten: je Itr..40 RM frei Keller. je 10 Pfund.40 RM. für weiße, rote und blaue Sorten: je Itr.10 RM frei Keller. je 10 Pfund.37 RM. c) auf dem flachen Lande:: für gelbe Sorten: je Itr..95 RM frei Keller. für weiße, rote und blaue Sorten: je Ztr..65 RM frei Keller. Will der Verbraucher sich die Kartoffeln am Waggon oder Lager des Händlers selbst abholen, so ermäßigen sich die oben angegebenen Zentnervreise um.15 RM. Ob eine Gemeinde zum Preisgebiet). b) oder c) gehört, ist bei den örtlichen Preisüberwachungsstellen, den Kreisbauernschaften oder beim Kartoffelwirtschaftsverband Rheinland in Bonn. Koblenzer Straße 141, Tel. 3658 Bonn, zu erfahren. der öffentlichen Verwaltung durch Zusammenfassung möglichst aller Fachverwaltungen in einer einzigen Behörde. Soweit aus besonderen Gründen Verwaltungszweige selbständig bleiben müssen, sind sie in enger Beziehung zur allgemeinen Verwaltung zu bringen, indem sie wenigstens einheitlicher politischer Führung unterstellt werden. Führerstaat und Selbstverwaltung Die kommunale Selbstverwaltung hat die deutsche Gemeindeordnung verwirklicht. Den hie und da aufgeworfenen Bedenken, ob sich das Prinzip der kommunalen Selbstverwaltung mit der Idee des Führerstaates überhaupt vertrage, kann immer nur entgegengehalten werden, daß Führerstaat und Selbstverwaltung keine Gegensätze sind, sondern daß im Gegenteil nur ein Führerstaat mit starker Machtkonzentration in den Händen der Staatsführung es sich leisten kann, wichtige Teilgebiete der öffentlichen Verwaltung der gebietskörperschaftlichen Selbstverwaltung zu übertragen. Umgekehrt aber muß einer starken gemeindlichen Selbstverwaltung eine starke Staatsführung entsprechen, die über das Gute für die gemeindliche Selbstverwaltung hinaus zum Besten für das Volksganze führt. Dr. Frick sprach weiter über die„Dezentralisation“, d. h. die Uebertragung von Zuständigkeiten auf besondere Körperschaften als Träger dezentralisierter Verwaltungsaufgaben, und über die Bedeutung der Stände als Träger und Organe öffentlicher Selbstverwaltung. In den Ständen sollen alle schaffenden deutschen Volksgenossen auf dem Gebiet ihres täglichen Lebenskampfes so eng wie möglich zusammengeführt werden. An Stelle des Durcheinander und Gegeneinander einer vergangenen Zeit soll aber das Miteinander des Nationalsozialismus, der Gemeinschaftsgedanke in allen seinen Ausstrahlungen treten. Planung im Verwaltungsrecht Bei der Neugestaltung des Verwaltungsrechtes kommt der Planung besondere Bedeutung zu. Es besteht nämlich nicht nur im Verwaltungsaufbau, sondern auch für das Verwaltungsverfahren und im materiellen Verwaltungsrecht aufden Einzelgebieten der Verwaltung heute noch große Verschiedenheit; neben einem in sich bereits uneinheitlichen Reichsverwaltungsrecht steht ein 16fach verschiedenes Länderrecht. Im Zuge Vereinheitlichung, d. h. der„Verreichlichung“ des Verwaltungsrechtes, müsse, so erklärte Dr. Frick, durch planvolle Vorarbeit Vorsorge geschaffen werden, daß Verwaltungsaufbau und Verwaltungsrecht in allen Sparten der in der Reichsspitze zusammengefaßten öffentlichen Verwaltung nach einheitlichen Gesichtspunkten ausgestaltet wird. In einem allgemeinen Reichsverwaltungsgssetz muß eine Zusammenfassung und Regelung derjenigen Bestandteile des Verwaltungsrechtes vorgenommen werden, die einer einheitlichen Gestaltung zugänglich sind. Ziel der Regelung ist die Schaffung von einheitlichen Typen des Verwaltungswerkzeuges und ihre Bereithaltung für den Bedarf der Verwaltungsbehörden und des Gesetzgebers. Solche Planungsmaßnahmen stellen nicht eine abschließende Regelung dar, sondern bahnen lediglich eine Entwicklungsreihe an. Der Erfolg eines so geplanten Reichsverwaltungsgesetzes wird wesentlich von der richtigen Abgrenzung seines Stoffes abhängen. In allen Zweifelsfällen ist von der Uebernahme eines Gegenstandes in die Einheitsregelung abzusehen. Abschließend betonte Reichsminister Dr. Frick noch einmal, daß die große Aufgabe der Neugestaltung des Verwaltungsrechtes im Dritten Reich sich nicht in der Anpassung der verwaltungsrechtlichen Normen an die nationalsozialistische Volksidee erschöpft. Erst dann sind die an das neue Verwaltungsrecht zu stellenden Anforderungen erfüllt, wenn es die Gewähr gibt, daß jeder Verwaltungsakt nationalsozialistischem Fühlen und Denken und damit dem Willen dessen entspricht, der allein in Deutschland Ziel und Richtung gibt und damit auch die deutsche Verwaltung führt. Belgiens Antwort zum Westpakt London, 23. Okt. Der belgische Botschafter überreichte Freitagmorgen im Foreign Office die belgische Antwortnote auf die englische Note vom 18. September. Die belgische Note begegnet in englischen Kreisen beträchtlicher Aufmerksamkeit, da von der belgischen Haltung die weitere Entwicklung der Fünfmächtebesprechungen in hohem Maße abhängt. Ueber den Inhalt der Note wird an zuständiger Stelle wie auch über die übrigen Noten strengstes Stillschweigen gewahrt. Das englische Nachrichtenbüro Preß Association will jedoch über den Inhalt wissen, daß die Aufnahme von Verhandlungen über einen neuen westeuropäischen Sicherheitspakt vorgeschlagen werde und daß die vorläufigen Verhandlungen in London geführt werden sollen. Anfang Januar Hochzeit der holländischen Kronprinzessin Den Haag, 23. Okt. Wie verlautet, wird die Hochzeit der Kronprinzessin Juliana und des Prinzen Bernhard von Lippe=Biesterfeld Anfang Januar stattfinden. Schon jetzt werden im ganzen Lande umfassende Vorbereitungen zu dieser Feier getroffen. Das Gemeinschaftsgeschenk der holländischen Bevölkerung an das junge Paar wird aus einer großen Jacht bestehen, mit der auch westeuropäische Gewässer befahren werden können. In fast allen Städten des Landes haben sich Ausschüsse gebildet, um die örtlichen Feiern des Hochzeitstages vorzubereiten. Ramp, am M Ainlnlarden Eröffnung der Kölner Ausstellung durch Staatssekretär Backe * Unser Haus ist am Sonntag, dem 25. Okt. 1936, Nachhinags von 1 bis 8 Uhr KN K HERNE i.., Bahnhofstraße 65—67 früher Gebr. Kaufmann...H. .::.: Ober 13S ZIMMER Gigel-Möfer Nein-Mover Günstige Zahlungsweise Vor den schlimmen Folgen vitaminarmen Jutters, wie Lähme Krampf, Kümmern, schützt sicher M. Brockmanns vitaminstarkes Osteosan Für Qualität dieses Dorschlebertran=Emulsion=Mischfutters bürgt diese Garantie. marke Unentbehrlich bei der Aufzucht! Die überraschende Wirkungerklärt M. Brockmanns„Ratgeber“. Neue(10.) Ausgabe mit neuzeitlichen Fütterungsratschlägen kostenlos in den Verkaufsstellen. Castrop=Rauxel 1: Drog. Hennewig, Wittener Straße; Drog. Holtmann, Kaiserstr.; Hethey. Futterm., Münsterstraße: Lambertz, Futterm., Bochumer Straße. Castrop=Rauxel 3: Drog. Goosmann. Castrop=Rauxel 4: Drog. Stoick; Drog. Sümpelmann. HERNE-BAHNHOFSTR·N2 3 Von Kirsch ne Miele sagte Tante, die was von Waschmaschinen kannte Münsterstraße 21 Ausstellungsraum Münsterstraße 16 Guslav Ennigkeil Schneidermeister Herren- u. Damenschneiderei Wittener Straße 76 Alles türs Auto FACHGESCHAFT 1 NEUGUMMIEREN VULKANISIEREN TEE Ie HERNE/ KAISER-WILHELM-STRASSE 15 Annahme Großtankstelle Soika, Castrop-R. 1, Münsterstraße Wo kaufe ich Möbel? Brechtmann Dortmund, I. Kampstraße 117-119 liefert ihnen Speisezimmer, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küchen, Einzelmöbel sehr preiswert. Große Auswahl in Polsterwaren, Kleinmöbeln, Betten Annanme von Kinderbeinilten, Ehestandsdarichen Miele die bekannte Elektro-Waschmaschine, deren günstiger Preis es gestattet. in jedem Haushalt elektrisch zu waschen jetzt schon für R M 145.- 80 Liter Jnhalt RM 150.- 100" mit dem Miele Anwurf-Moter zum Anschluß an die Lichtleitung eines Wechselstromnetze: lieferbar. Stromverbrauch am Waschtag 20-30 Pfg. Auf Wunsch Retenzehlung. zu haben in den Fachgeschäften. Mielewerke A. G. Gütersloh Westf. Größte Weschmaschinenfabrik Deutschlands. H. F. Wendort geneniber detatlirche Senking u. a. örei Gasherde Herne- Wanne-Eidtel- Dortmund Trauer=Drucksachen liefert schnellstens Druckerei Geschw. Perz ist Mode! Füchse in allen Preislagen Echt Skunks, Persianer, sowie sonslige Fellarten Anterligung von Jacken u Mänteln Pelz-Kauf Vertrauenssache! Sämtl. Pelzarbeiten saub u preiswert Besuchen Sie uns bitte, Sie werden reell und gut bedient! Herne, Bahnhols raße 49 Pe-Fachgeschäl! Beach en Sie unsere Schautenstei 19 und nechmals Rute nochn „Nute zu niedrigen Preisen und hoher Güte! Zeine Kaacküte Echte Velourküte WDokChüte in gleit u. rauh in allen Preislagen Die neuen Kerbstmoden bei Car. Schluckestei Horne, Bahnhofstraße 49 Raus der schönen Rüte Sonntag, den 25. Okt., von —6 Uhr geöffnet. REINRE, STEHNANN SCHNEIDERMEISTER Bochumer Str. 74 feine Mahschneiderei Ger Zeitung La#4 mnn aus dum reine Herrenund Damenschneiderei Wilhelmstraße 18 Reichhaltiges Stotflager Werdebumen für Castrov mit guter Garderobe für Markenartikel bei hohem Verdienst. sof. Ausz., ges. Zu melden: Café Nattmann Samstag von 15—16 Uhr b. Herrn Horsthofe. Iheo Reder Schneidermeister, Münsterstr. 8 Feine Haßschmeiderei Sämtliche Ungezieler-, Obstbaumpflege- u. Schädlingsbekämpfungsmillel H. Helhey Münsterstr. 35 i Hoinleyy Fernrul 2757 Josef Borgerding sen. Josef Borgerding jr. Schneidermeister Anterfigung elegant. Herrenund Damen-Kleidung Bochumer Str. 76 Werkstatt für erstk assige Man-.erniopaule Reparaturen sauber und preiswert Schuhmachermstr Heinr. Bröggemann Soston-aasat t. in dd 11. tot s Reinrich Seipp Münsterstraße 35 Jeine Mlaßschneiderei Fabrikneue MarkenNähmaschinen RM. 98.-versenkb. schöne Husstattung Willy Witthoft, Dortmund, Am Körnerplatz, Ecke 1. Kampstraße Kinderbeihilfe Abgeschlossene =Zimmer= Wohnung einschl. Küche. 1. Etage(Neubau), in d. Altstadt zum 1. 11. oder später zu vermiet. Preis 70 RM.(B119 Von wem, sagt der Stadtanz. Pianos vom billigsten StudierPiano bis zum erstklassigen Marken-Instrument. Zahlungserleichtg. Mief-Pianos und gebr. Instrumente stets am Lager. Planohaus Marks Bochum Kaiser- Wilhelm-Straße Leihporzellan stets vorrätig. C. Platzmann Widumerstr. 17. Suche ver sofort in Castrov=R. 1. Mittelpunkt der Stadt(W78 großes Zimmer od. kl. Werkstatt mit Gas, Wasser u. Licht zu mieten. Zuschr. an Leo Wasko Dortmund Münsterstr. 42. Feine Herren- u. UnitormSchneiderei Aostä#srbe Bernhard Meyer, Bochumer Str. 26 Dauerwellen, Wallerwellen, Färben, Biondieren in feinster Ausführung W. Wagener, Damen- und HerrenPriscurgescnäft Castrop-R. 1 Wittener Str. 36 (beim Amtsgericht! Rut 239. Wilhelm Drees Bahnhofstraße 41 Feine Hatschneiderei d Stotlsger Kungtetopferel Vetsteaße 11 Wirb für den„Stadtanzeiger für Castrop-R. u. Umgb. denn seit über 60 jahren setzt er sich für die Inter. essen Deiner engeren Heimat in besonderer Weise ein Treue um Treue Die ist der Schlüssel zu Tausenden von Wohnungen, in die der Kaufmann seine Angebote bringen muß, um seinen Umsatz zu steigern Lost uch Stautanzeiger Unser Tell. zahlungssystem macht Wintera Kleidungs-Kauf bequem Schon jetst sollren Sie Ihre Wintergerderebe anschaffen. Die Auswahl lst groß, die Preise eind klein und die Anschaffung ist leicht. Sie wissen doch: Kleine Anzahlung genügt! Anzöge: 35.- 45.- 60.und höher Möntel: 40.- 50.- 60.und höher Dortmund- Westenhollweg 103 Sonntag ist unser Geschäft von ½22— 6 Uhr geöffnet 2 — ladon. Kauft-sse der Roichslotterte für Orbeitsbeschanung Gau:SRGEWINNE UND ROPRRMIEN KU.600. 0 O O. Die Verlobung Vermählung und andere Familiencreignisse gebe man im „STADTANZEIGER“ bekann Preis dieser Anzeigengröße .80 Mark Miet-Verträge stets vorrätig Druckerei Geschw. Schmitz Wollen Sie geschmackvolle Mober preiswert kauten dann versäumen Sie nicht, unsere große Auswahl in allen Preislagen ohne Kautzwang zu besichtigen Möbel-Fachgeschäft Bahnhol Herne Ehestandsdarlehen werden angenommen Schreiber Herne, Bahnhof- Ecke Bismarckstr. 2 Bohnholst. 2— * Mlauten vom Bchahe! nech Recklinghaus