P•*"„ für Castrop=Rauzel und Umgebung 62. Jahrg. Castroper Zeitung 50 vsa Vonbestelpreis 2 FR. nonatlich. Ersayansorüche können anzeigen 1 um hreit 25 Pig, Nachlaß nach 50 Go Dachrschton.““ Störungen im Erscheinen infolge höherer Gewalt nicht gestellt, den vom W. d. O. W. herausgegebenen Richtlinien. 3. Zt. gilt Neueste Nalhrihten berden Drus und Verlag: Geschw. Schmitz in Castrop=Rauxel. Preisliste Nr. 2. Für Platzwünsche, auch für die durch Fernsorecher Raufeler Keueste Kachtüchten Haupischriftleiter, verantwortlich für den Textteil: Franz aufgegebenen. sowie für undeutlich geschriebene Aufträge wird Pladonhorster Tagoblatt Feles Pruns in Castrov=Rauxel. Anzeigenletter: Wilhelm keine Gewähr übernommen. Schluß der Anzeigen=Annahme 4 Uhr Hiabenhörfkel Tageblatt Welter in Castrop=Rauxel. DA. VIII. 36 1630. Sa.=Nr 2151 Castrop. nachm. tags zuvor. Erfüllungsort u. Gerichtsstand Castrop=Rauxel. Amtliches Veröffentlichungsblau für den Landgerichtsbezirk Dortmund. Allgemeines Kreisblau für den Stadtkreis Castrop=Rauxel. Seun von den Aattonalen Eingenommten Ueberraschender Sturmangriff— Von den fliehenden Anarchisten in Brand gesteckt— Die koten ziehen die Sicherheit auf französischem Boden dem„heldenhaften Kampf“ in Spanien vor Wilde Flucht über die Grenze dub. Front vor Irun, 4. September. (Vom Sonderberichterstatter des DRB.) Am Freitagfrüh um 7 Uhr ist es den Truppen General Molas gelungen, die heiß umkämpfte Stadt Irun zu erobern. Unter Ausnutzung des unsichtigen Wetters konnten die nationalistischen Streitkräfte überraschend aus den etwa 800 Meter vor der Stadt gelegenen provisorischen Stellungen vorbrechen. Nach kurzem Infanterie= und Maschinengewehrfeuer wurden die roten Verteidiger zurückgeworfen, die in wilder Flucht sich über die internationale Brücke bei Hendaye auf französisches Gebiet zu retten suchen. Nach dem erfolgreichen Vorstoß, der Irun in die Hände der Nationalisten brachte, standen die Streitkräfte General Molas kurz nach 8 Uhr vormittags unmittelbar vor der internationalen Brücke bei Hendaye. Einige rote Gruppen versuchen dort noch einen letzten verzweifelten Widerstand zu leisten. Die internationale Brücke liegt im Sperrfeuer der Maschinengewehre der Nationalisten, so daß der Zustrom der Flüchtlinge, die in den Morgenstunden des Freitags noch zu vielen Hunderten eintrafen, plötzlich abgestoppt ist. Aber nicht nur Frauen, Kinder und Kampfunfähige haben das sichere französische Gebiet aufgesucht. Auch Hunderte von Angehörigen der roten Miliz haben sich in wilder Flucht über den Grenzfluß in Sicherheit gebracht, wobei sie zum Teil Lastkraftwagen und Raupenschlepper, die noch die roten Fahnen tragen, benutzten. Die roten Flüchtlinge werden auf der französischen Seite der Brücke von Gendarmerie sorgfältig auf Munition und Waffen untersucht und dann in Kolonnen zum Abtransport bereitgestellt. Auf den Gesichtern der Roten malt sich Panik und Schrecken. Von den stolzen Kämpfern Moskaus. die„lieber sterben wollten, als die unbesiegte Stadt Irun in die Hände der Weißen fallen zu lassen“ ist nicht viel mehr übrig geblieben als ein trauriger Haufen verängstigter Menschen. An der Brücke und vor dem Bahnhof in Hendaye herrscht eine unbeschreibliche Aufregung. Ein starker Regen macht das ganze Bild noch trostloser. Die Flüchtlinge sitzen auf ihren Decken und Kleiderballen im Freien, da in der Gegend am Bahnhof für sie nicht Obdach genug vorhanden ist. Flüchtlinge überfluten hendaye Unverschämtes Auftreten der roten„Freiheitshelden“ Hendaye, 4. Sept.: Die Zahl der nach Frankreich flüchtenden Rotgardisten nimmt imLondon, 4. Sept. In Verbindung mit der geplanten Entsendung von Verstärkungen nach Palästina hat das englische Kriegsministerium auch einen Teil der Reservisten zur Dienstleistung aufgerufen. Hierüber liegt folgende Mitteilung des Ministeriums an die Presse vor:„Wie bereits verkündet, erwägt die Regierung die Frage einer Verstärkung der militärischen Garnison in Palästina. Aus diesem Grunde ist die Uebung der ersten Division abgebrochen worden. Die Division ist auf dem Manövergelände nach Aldershot zurückgekehrt. Zu dem ausschließlichen Zweck, gewisse Einheiten, die für eine derartige Verstärkung wahrscheinlich angefordert werden, auf ihre volle Stärke zu bringen, wird eine Anzahl Reservisten des Teiles A der Armeereserve aufgerufen. Teil A der Armeereserve besteht aus einer begrenzten Anzahl von Leuten, die sich zur Dienstleistung im Falle ihrer Aufrufung ohne die Veröffentlichung einer Proklamation verpflichtet haben. Die in Frage kommenden Personen erhalten ihre Aufforderung auf dem mer noch zu. In ihren blauen Monteuranzügen, mit Gewehr und Pistole, roter Binde am Arm, stehen sie in langen Reihen vor den Güterschuppen des Bahnhofs von Hendaye und warten auf ihre weitere Bestimmung. Russische und deutsche Laute klingen aus dem Haufen der Flüchtlinge heraus. Die kommunistische weibliche Frontkämpferformation ist, wie sich jetzt herausstellt, schon um 6 Uhr morgens geschlossen über die Grenze marschiert, also noch eine Stunde vor dem Einrücken der Nationalisten in Irun. Ein tragisch=komischer Anblick diese angstverzerrten Gesichter jener Mannweiber, die sich nicht gescheut haben, aus dem Hinterhalt zu morden und im entscheidenden Augenblick doch zu feige waren, den offenen Kampf zu wagen. Kaum haben sich die„Verteidiger von Irun“ Paris, 4. Sept. Wie Havas aus Hendaye meldet, sollen mehrere hundert Marxisten, die von Irun über die Grenze nach Frankreich geflüchtet sind, in Extrazügen nach der anderen Seite der Pyrenäen auf die Grenzstation Cerbere befördert werden, um sich dort den katalanischen Anarchisten anschließen zu können. Wie das Petit Journal hierzu meldet, soll es in diesem Zusammenhang zu einem Zwischenfall gekommen sein. Die Marxisten seien ohne Erlaubnis des Präfekten in ihre Kraftwagen gestiegen und in Richtung Barcelona abgefahren. Der Departementspräfekt habe daraufhin strenge Anweisung erteilt, daß alle Milizsoldaten sofort auf französischem Gebiet entwaffnet werden und durch einen Extrazug auf die andere Seite der Grenze befördert werden sollen. dnb. Warschau, 4. Sept. Ueber die Erntekatastrophe in der Sowjetunion liegen nunmehr genauere Einzelheiten vor. Das Jahr 1936 war für Sowjetrußland ein ausgesprochenes Dürrejahr. Ein Gebiet, das fast die Hälfte der Aussaatstrecke der Sowjetunion umfaßt, hat eine Mißernte, wie sie seit 15 Jahren nicht vorgekomPostwege, und nur diejenigen Reservisten, die derartige Mitteilungen erhalten, sollen sich bei ihrem Truppenteil melden. Der Armeerat fordert alle Arbeitgeber dringend auf, den eingezogenen Reservisten nach ihrer Abmusterung wieder die Möglichkeit zur Bekleidung ihrer Posten zu geben.“ * Der Beschluß der englischen Regierung, die Armee=Manöver in Sussex abzubrechen, um neue Truppenverstärkungen nach Palästina zu entsenden, hat in der englischen Oeffentlichkeit beträchtliches Aufsehen hervorgerufen. Es ist dies das erste Mal seit 1914, daß englische Manöver aus dringenden militärischen Gründen abgebrochen worden sind. Ein großer Teil der ersten Armeedivision, die sich an den Manövern beteiligt hatte, wird voraussichtlich im Laufe der nächsten Woche nach Palästina verschifft werden. Die Verstärkungen dürften in der Hauptsache aus Infanterietruppen und Panzerwagenabteilungen bestehen. von ihrem ersten Schrecken erholt, und schon kommt wieder die ganze marxistische Frechheit bei ihnen zum Durchbruch: sie legen ihre roten Armbinden nicht ab, halten den Vorübergehenden drohend die erhobene Faust unter die Nase, beschimpfen Gott und die Welt und tun so, als ob sie bei sich zu Hause wären. Die französische Polizei ist zwar unermüdlich tätig, aber sie ist zu schwach, um gegen diesen frechen Mißbrauch des Gastrechtes einzuschreiten. Die Ueberläufer erzählen, daß sie von den nationalen Truppen völlig überrascht worden seien. Diese wären unter Vorantritt von Regulares und der Fremdenlegion am Grenzfluß Bidassoa vorgegangen, mit der Absicht, durch Einnahme der internationalen Brücke Irun völlig von Frankreich abzuschneiden. Als die Verteidiger dieses Manöver im letzten Augenblick erkannt hatten, Die bereits abgefahrenen Kraftwagen sollen angehalten werden. Zuchlhäusler als Oberbefehlshaber Generalmobilmachung der roten katalanischen Streitkräfte Hendaye, 4. Sept. Der Sender Burgos teilte Freitagnachmittag mit, daß die katalanische Regierung sämtliche wehrpflichtigen Männer im Alter von 18 bis 45 Jahren mobilisiert habe, um die Verteidigung Kataloniens gegen etwaige Angriffe sicherzustellen. Zum Oberbefehlshaber der katalanischen Streitkräfte sei Garrido Diaz, ein alter Zuchthäusler, ernannt worden. Er führe den Titel„General Katalonien“. men ist. Dabei setzte nach der letzten Mißernte im Jahre 1921 die Hungerhilfe Nansens ein, die heute nach Lage der Dinge nicht wiederholt werden kann. Bereits in der Umgebung von Moskau fallen auf den Straßen Hunderte von Bauern auf, die ihr Vieh aus Futtermangel zum Schlachten in die Stadt treiben. Die gleiche Erscheinung beobachtet man in der Umgebung der Städte Tula, Minsk, Twer, Kirow, Saratow u. a. Das Dürregebiet umfaßt diesmal fast das gesamte europäische Rußland mit nur kleinen Ausnahmen. In diesem riesigen Gebiet hat das widerstandsfähige Wintergetreide durchschnittlich nur die Hälfte der Normalernte erbracht. Das Sommer= getreide dagegen erbrachte fast überhaupt keine Ernte, weil sich in vielen Fällen nicht einmal das Mähen lohnte. Hier setzt jetzt der Alarm der bolschewistischen Partei und der Regierung ein, die zur Aberntung auch der spärlichen Reste auf solchen vertrockneten Feldern aufruft. Die Sowjetunion steht zum ersten Mal in ihrer Geschichte vor der Notwendigkeit, den Versuch zu machen, aus eigener Kraft eine Dürrekatastrophe zu überwinden. Als Hilfsmitte stehen 10 Millionen Tonnen Getreide zur Verfügung, die als Reserve für die Rote Armee aufgestapelt wurden. Die Sowjetregierung will der vom Hunger bedrohten Bevölkerung diese verfügbare Reserve vorenthalten. Moskau ist, wie aus den hier eintreffenden Nachrichten eindeutig hervorgeht, entschlossen, lieber Millionen der arbeitenden russischen Bevölkerung dem Hunger zu opfern, als durch Angreifn der Heeresbestände die Schlagkraft der Roten Armee sei von ihnen sofort die gesamte Rote Miliz alarmiert worden, die nur im Laufschritt und mit Mühe und Not die Grenze hätte erreichen können. Viele Leute schimpfen auf die Madrider Regierung, die sie getäuscht und jämmerlich im Stich gelassen hätte. Andere wiederum behaupten, sie würden sich unmittelbar nach Barcelona begeben, um dort weiterzukämpfen für die„Sache der Freiheit". Man wird erwarten dürfen, daß Frankreich einen derartigen Neutralitätsbruch durch die Roten nicht zulassen wird. Im Zentrum Iruns stehen ganze Häuserblocks in Flammen. Es handelt sich in der Hauptsache um Großgaragen französischer Firmen, die von den Marxisten vor ihrer Flucht in Brand gesetzt worden sind, damit die zahlreichen neuen Wagen nicht in die Hände ihrer Gegner fallen. Einige der Flüchtlinge haben gestohlene neue Wagen mitgebracht in der Hoffnung, sie in Frankreich verkaufen zu können. Diese noch nicht einmal zugelassenen Wagen werden ihnen aber sofort abgenommen und zu Dutzenden auf den Ladeplätzen sichergestellt. An den Straßen liegen die Waffen in hohen Stapeln, von Vogelflinten und Jagdgewehren bis zu den modernsten Militärgewehren, alte Revolver und moderne Pistolen, Munitionstaschen und Patronengürtel. Gegen Mittag ist der erste Sonderzug mit marxistischen Flüchtlingen nach Innerfrankreich abgegangen. Auch von den roten Minenarbeitern aus Bilbao, den sogenannten„Dynamiteros“, sind viele nach Hendaye geflüchtet. Ihre angebliche Gefährlichkeit hat sich in der Hauptsache als Großsprecherei herausgestellt. Sie haben mit ihren Dynamitpäckchen überhaupt nicht entscheidend in den Kampf eingreifen können. Auch im Süden Sieg Lissabon, 4. Sept. Nach einer hier vorliegenden Meldung des Senders von Horta hat die Südarmee der spanischen Nationalisten einen beachtenswerten Sieg über die roten Truppen bei Talavera de la Reina errungen. Nach dem ersten Angriff leisteten die Roten kaum noch Widerstand und suchten ihr Heil in regelloser Flucht. Die Roten ließen Hunderte von Toten, fünf 10,5 Zentimeter=Geschütze, zahlreiche Kraftfahrzeuge große Mengen Munition und eine Unmenge Sanitätsmaterial zurück. zu gefährden, die man besonders mit Rücksicht auf die anwachsenden inneren Unruhen nicht entbehren zu können meint. Die feigen Mörder haben Angst London, 4. Sept. Ueber die Lage in Malaga sind in London einige bemerkenswerte Berichte eingelaufen. Wie Reuter aus Gibraltar meldet, stehen die Flugplatzanlagen in Malaga nach einer Mitteilung des nationalistischen Senders in Tetuan immer noch in Flammen, nachdem sie am Donnerstagmorgen von Flugzeugen der Nationalisten bombardiert worden waren. Daily Telegraph meldet, die roten Behörden von Malaga hätten in Gibraltar angefragt, ob die britischen Behörden eine Anzahl Flüchtlinge aufnehmen könnten, falls die Stadt geräumt werde. Es bestehe jedoch nicht die geringste Aussicht, daß Gibraltar auf diesen Vorschlag eingehen werde, da es bereits von Flüchtlingen überfüllt sei. Es handle sich bei der Anfrage im übrigen weniger um den Wunsch, die Bevölkerung Malagas in Sicherheit zu bringen, als um die Absicht gewisser Beamten der kommunistischen Regierung in Malaga, sich noch rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Wahrscheinlich seien es Beamte und andere Persönlichkeiten, die für die Massenhinrichtungen verantwortlich waren und befürchten, von der Bevölkerung angezeigt zu werden, wenn die Nationalisten die Stadt erobern. Italien hat seine Teilnahme an dem in London zusammentretenden Kontrollausschuß für die Einhaltung der Nichteinmischungsverpflichtungen zugesagt. Die italienische Regierung wird in diesem Ausschuß durch Botschafter Grandi vertreten sein. Die Englischen= Reservisten Eindrrcsen Einberufung englischer Reservisten wegen der ernsten Lage in Palästina Leuteumutsverichung sondergleichen Jruner Marxisten werden durch Frankreich nach Katalonien geschafft Arttotten=schussenos=Rassen dem Hungerios Preisgegeden Gewaltige hungerkatastrophe in der Sowjekunion— Die Bestände der Roten Armee werden nicht angegriffen Böllige Mißernte Behobia im Sturm genommen Nachdem die nationalistischen Streitkräfte durch ihr Umgehungsmanöver unter Vermeidung der unterminierten Straße entlang des Bidassoa nach Irun eingedrungen waren, gingen sie am späten Vormittag zu einem scharfen Angriff gegen das etwa drei Kilometer flußaufwärts gelegene Dorf Behobia vor. Nach hartem Kampf wurde das Dorf von den Nationalisten genommen. Da den Roten der Rückzug nach Irun abgeschnitten war, durchschwammen sie, nachdem jeder weitere Widerstand vergeblich erschien, den Bidassoa und begaben sich auf französisches Gebiet. Dort wurden sie von französischen Gendarmen in Empfang genommen, entwaffnet und nach Hendaye transportiert. Aus Irun hört man immer noch heftiges Infanterie= und Maschinengewehrfeuer. In einigen öffentlichen Gebäuden, wie im Postamt, leisten einzelne Posten der Roten immer noch einen verzweifelten, aber aussichtslosen Widerstand. Lcon Blums Rsirengs Reuleumtal 1 Immer neue französische Waffenlieferungen für die Roten Auf Anweisung der Regierung auszuliefern.— Am anderen Morgen um 8 Uhr Paris, 4. Sept. Die Meldungen französischer über kudren desellen beiden Lastraftwagen Sep.. Die Velbungen ganzesischer, über die Brücke von Behobia, und zwar volllätter über stänoige neue Neutralitätsperlet, boladan mit gn. ven Bezsbia, und zwar volBlattk. der. ftundige nene Reutralitalsbertel. zungen Frankreichs reißen nicht ab. Die genauen Angaben der Blätter lassen an der Echtheit der Nachrichten keinen Zweifel. So berichtet„Jour“, daß am 1. September Die„Dynamiteros“ wüten in Jrun Seit Freitag mittag schießen haushohe Flammen aus der im Zeichen der letzten Kampfe stehenden Stadt Irun hervor. Gewaltige Detonationen geben Kunde von der teuflischen Vernichtungsarbeit der in der Stadt verbliebenen Anarchisten, die vor ihrem Rückzug alles zerstören, was ihnen in den Weg kommt. Die berüchtigten„Dynamiteros“ aus Bilbao und Asturien lassen ihren„Heldenmut“ an Palästen, Kirchen und Klöstern aus und verschonen dabei auch nicht die bescheidenen Wohnungen des arbeitenden Volkes. Große Dynamitladungen bringen die Gebäude zum Bersten; zahllose Brände wüten in dem Ort. Keine der Zerstörungen ist irgendwie militärisch=taktisch zu rechtfertigen. Mit Tränen der Wut in den Augen stehen auf der anderen Seite der internationalen Brücke die baskischen Separatisten, die bis heute Schulter an Schulter mit den verbrecherischen Horden zusammen gegen die nationalen Kräfte gekämpft haben und nun selbst ihren Irrtum mit unheimlicher Deutlichkeit einsehen.„Verraten und verkauft“ ist bei ihnen die verzweifelte Losung. Starkes Maschinengewehr= und fanteriefeuer hallt durch die Straßen Iruns. Vereinzelte Handgranaten dröhnen dazwischen. Von den Höhen von San Marcial herab steigen die Kolonnen der Nationalisten, deren Aufgabe es ist, Irun von der Straße nach San Sebastian abzuschneiden. Das flußaufwärts etwa 2 Kilometer entfernt liegende Dorf Behobia, ebenfalls am Freitagmorgen von den Weißen genommen, liegt jetzt ruhig und verlassen inmitten der Landschaft. Der Kampf ist in den Nachmittagsstunden innerhalb der Stadt Irun auf die wenigen Punkte konzentriert, die von den Anarchisten noch im verzweifelten Widerstand gehalten werden. Immer neue Explosionen gehen hoch, Mauern stürzen ein, Flammen schießen auf. Dichte graugelbe Rauchschwaden legen sich über Irun und entziehen den Fortgang der Verwüstung den Blicken des Beobachters. dan angegeben worden. Der Begleitzettel sei in französischer Sprache abgefaßt. In Paris seien 30 000 Franken Vorschuß gezahlt worden. Diese Waffenladung sei in Verdon in Gegenwart eines Vertreters der spanischen Botschaft in Paris und zweier Personen der spanischen „Volksfront“ ausgeladen und in zwei Waggons eingeladen worden, die folgende Nummern tragen: PLM. 185052 und PLM. 181 833. In dem einen Waggon befänden sich 24 große Kisten, in dem anderen 23. Als Empfänger sei ein Herr Maczon in Hendaye angegeben. Diese Waggons befänden sich zur Zeit auf dem Bahnhof von St. Louis in Bordeaux und sollten noch in der Nacht zum Freitag abgefahren werden. Das„Echo de Paris“ meldet von der spanischfranzösischen Grenze: Abends seien zwei Lastkraftwagen mit spanischen Marxisten in Hendaye angekommen und fragten nach für sie eingetroffener Munition. Die Grenzbeamten hätten ihnen erklärt, daß es unmöglich sei, sie ihnen beladen mit Munition. Das Blatt fragt: Woher kommt die Munition? Wer hat sie gebracht? Kein Mensch wisse etwas! Auch die„Action Francaise" berichtet erneut über Munitionstransporte, die von Cerbère aus über französisches Gebiet nach Irun geleitet wurden. Die französische Eisenbahn=Gesellschaft, schreibt das Blatt, habe diese Beförderungen erst durchgeführt, nachdem sie von der französischen Regierung die ausdrückliche Anweisung dazu erhalten habe. Diese schriftlichen Anweisungen seien jedesmal vom Finanzminister Vincent Auriol gezeichnet gewesen. Erst am Donnerstag habe der Finanzminister wieder Anweisung gegeben, zwei Batterien 75er mit 1600 Schuß für jedes Geschütz als Eilgut von Cerbère nach Irun zu befördern. Es treffe nicht zu, daß die Strecke von Pau nach Spanien von der französischen Eisenbahn=Gesellschaft gesperrt worden sei. Die Initiative dazu habe in Wirklichkeit der französische Minister für öffentliche Arbeiten ergriffen, und zwar deshalb, weil das spanische Gebiet von den Nationalisten besetzt sei. Auf der einen Seite versorge also die Volksfront die spanischen Marxisten auf Anweisung des Finanzministers, und auf der anderen unterbräche sie jeden Verkehr mit dem nationalen Spanien. Isesten Jochseispaltten! Neues Kabinekt mit Kommunisten unter dem Sozialistenführer Caballero Eine Kampfregierung Paris, 4. Sept. Wie Havas aus Madrid meldet, ist die Regierung Giral am Freitagnachmittag gegen 18 Uhr zurückgetreten. Unter dem Sozialistenführer Largo Caballero wurde ein neues Ministerium gebildet, das sich wie folgt zusammensetzt: Ministerpräsident: Largo Caballero(sozial), Außenministerium: Alvarez del Vayo(sozial), Marine= und Luftfahrtministerium: Indalecio Prieto(sozial), Innenministerium: Angel Galarza(sozial), Finanzministerium: Dr. Juan Negrin(sozial), Unterrichtsministerium: Jesus Hernandez(Kommunist), Industrie und Handel: Anastasio de Gracia(sozial), Oeffentliche Arbeiten: Aguirre(baskischer Nationalist), Justiz: Mariano Ruiz Funes(Linksrepublikaner), Landwirtschaftsministerium: Luis Uride(Kommunist), Verkehrsministerium: Bernardo Einer de Los Rios(Republikanische Union), Arbeitsministerium: Tomas y Piera(Katalanische Linke). Der frühere Ministerpräsident Giral gehört dem neuen Ministerium als Minister ohne Portefeuille an. Wie am Freitagabend aus politischen Kreisen in Paris verlautet, sieht man in dem neuen spanischen Kabinett eine Kampfregierung, die der Zusammensetzung der an den verschiedenen Fronten kämpfenden marxistischen Milizen entspricht. Sämtliche Minister sollen selbst an dem Bürgerkrieg teilgenommen haben. Ueberrascht hat die Abwesenheit der Syndikalisten und Anarchisten in der Regierung. Die Ernennung des neuen Außenministers Alvarez del Vayo, der früher längere Zeit als spanischer Journalist in Paris tätig gewesen ist, wird mit einer gewissen Genugtuung verzeichnet. Auslanddeutsche berichten Nr. 241 Lange Wochen hatte die Führung der Militärgruppe gezögert, den Befehl zum endgültigen Angriff auf Irun zu geben. Mit allen Mitteln wollte sie die Zerstörung der Stadt vermeiden, was ihr tatsächlich bis Freitag morgen auch gelungen war. Weder ihre Artillerie noch ihre Flugzeuge haben wesentlichen Schaden in der Stadt angerichtet. Dem verbrecherischen Zerstörungswillen der Anarchisten blieb es vorbehalten, in wenigen Stunden die Werte zu vernichten, die die nationalen Truppen schonen wollten und geschont haben. Die Rinnestie in Oesterreich Verwaltungsstrafamnestie wird ab 1. September durchgeführt Systematische Brandstiftung Marxistische Flüchtlinge überschwemmen Hendaye Hendaye, 4. Sept. Um 16 Uhr steht halb Irun in Flammen. Detonation folgt auf Detonation. Das Feuer wütet von Stunde zu Stunde heftiger. Ein lebhafter Nordostwind beschleunigt das Vernichtungswerk der Anarchisten. Es ist deutlich zu erkennen, daß die fliehenden Brandstifter Haus für Haus systematisch anzünden. Dicke, schwarze Rauchwolken, die in der Nähe des Bahnhofs von Irun aufsteigen, lassen auf einen Brand von Oel oder Benzin schließen. Die Stadt war bei Einbruch der Dämmerung fast gänzlich in der Hand der Nationalisten. In Irun selbst machen die nationalistischen Truppen weitere Fortschritte. Starke Reserven werden über die den Ort begrenzenden Höhenzüge herangezogen. Nur unmittelbar an der internationalen Brücke können sich die Roten noch halten, ihre Bekämpfung ist dort außerordentlich schwer, da jeder von den Nationalisten auf sie abgegebene Schuß die französischen Polizeiposten treffen kann. Rote Ueberläufer erzählen in Hendaye, daß in San Sebastian bei den Volksfrontlern Munitionsmangel herrschen soll. Die Anarchisten seien entschlossen, auch diese Stadt ebenso wie Irun zu zerstören, bevor sie sich in Sicherheit bringen. Die französische Hilfe, d. h. die Hilfe der französischen Volksfront, sei nicht genügend gewesen. Man habe noch viel mehr von ihr erwartet. Nachdem die Versprechungen nur zum Teil erfüllt worden seien, hätte man den Widerstand Iruns nicht mehr aufrechterhalten können. dub. Wien, 4. Sept. Wie die„Amtliche Politische Korrespondenz“ mitteilt, wird die infolge der Ereignisse des 29. Juli nicht zur Durchführung gekommene Verwaltungsstrafamnestie in Anbetracht des Umstandes, daß im Monat August die innere Befriedung weitere Fortschritte gemacht hat, vom 1. September 1936 an schrittweise durchgeführt werden. Die Verwaltungsstrafamnestie betrifft alle jene politischen Häftlinge, die von den Polizeistellen oder Bezirkshauptmannschaften zu sogenannten Verwaltungsstrafen in der Höchstdauer von einem Jahr verurteilt oder in ein Konzentrationslager übergewiesen worden waren. Die Verwaltungsstrafen konnten auch zusätzlich zur gerichtlichen Strafe verhängt werden. Auch diese zusätzlichen Strafen werden von der nunmehr zur, Durchführung kommenden Strafamnestie geIm ganzen dürften etwa 5000 Personen von der Verwaltungsstrafamnestie erfaßt werden, so daß mit der schon seinerzeit durchgeführten Amnestierung der gerichtlichen Häftlinge im ganzen 10000 politische Häftlinge in Freiheit gesetzt werden dürften. begann am 2. September ein Prozeß gegen Bocek u.., die angeklagt sind, Anschläge gegen die tschechoslowakische Republik unternommen zu haben. Wie sich aus der von dem Staatsanwalt von Mährisch=Ostrau verfaßten Anklageschrift ergibt, die im Verlaufe des Prozesses verlesen wurde, wird darin versucht, das polnische Konsulat in Mährisch=Ostrau sowie die ehemaligen Konsuln Malhomme und Klotz in den erwähnten Prozeß hineinzuziehen. Die polnische Regierung protestiert auf das nachdrücklichste gegen die unbegründeten beleidigenden Verdächtigungen, die sich aus der Anklageschrift ergeben, und stellt fest, daß sie in dem oben erwähnten Protest einen neuen Beweis für das Bestreben auf tschechoslowakischer Seite erblickt, die polnisch=tschechoslowakischen nachbarlichen Beziehungen zu vergiften. Die Reichstagung in Erlangen— Reichsleiter Buch sprach Erlangen, 4. Sept. Am Freitag begann die Reihe der Vorträge und Veranstaltungen des zweiten Tages der Reichstagung der Auslanddeutschen mit dem Bericht des Hauptamtsleiters Selzner über Leistungen der Auslandsorganisation der Deutschen Arbeitsfront vor den Politischen Leitern der Auslandsorganisation. Der Redner stellte zunächst die weltanschaulichen Grundlagen der Arbeitsfront heraus und erläuterte dann die besonderen Aufgaben, die der Arbeitsfront bei den Auslanddeutschen gestellt sind. Eine besondere Bedeutung fiel dem Vortrag zu, den der Vorsitzende des Obersten Parteigerichts der NSDAP., Reichsleiter Buch, hielt: „Ein ganzes Jahrhundert und ein Weltkrieg mußten vorbeiziehen“, so führte Reichsleiter Buch u. a. aus,„bis wir endlich erkannten, daß genau das Gegenteil der bei der französischen Revolution verkündeten Lehre von der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit richtig ist. Wo Leben ist, gibt es keine Gleichheit; denn erst aus der Spannung der Kräfte aller Wesen entsteht allein Leben. Darum ist Leben Kampf, und diesen Kampf bejaht der Nationalsozialismus mit ganzer Leidenschaft. Auch das Recht muß diesem Kampfe dienen. Wenn wir die verschiedene Art der einzelnen Völker und ihre Daseinsberechtigung bejahen, werden wir erkennen, daß es auch kein allgemein gültiges Recht für alle Menschen geben kann, sondern daß jedes Volk nach seinen Artgesetzen leben und seine eigenen Rechtsgrundsätze zur Erhaltung seiner Art sich geben muß. Wir betrachten den Einzelnen nicht als eigenes Ich, sondern nur als ein Glied der Volksgemeinschaft. Jeder Deutsche muß lernen, daß er mit dieser Gemeinschaft unlöslich verbunden Die Frage der Zugehörigkeit zu einer Rasse ist nicht eine Frage des Willens, sondern eine Frage des Blutes. Am Nachmittag sprachen die Amtsleiter der Auslandsorganisation über ihre Arbeitsgebiete. Frau Wera Behr sprach über Aufgaben der deutschen Frau im Ausland. Ihre wichtigste Aufgabe sei es, die deutschen Kinder zu deutschen Menichen zu erziehen, ihnen die deutsche Sprache und deutsche Art zu erhalten und die Liebe zur Heimat zu wecken. Der stellv. Landesgruppenleiter von Argentinien, Dr. Kraneck, hob in seinem Referat über Rechtsfragen des Auslandsdeutschtums hervor, daß dem Verlangen der Reichsdeutschen, die Verbindung mit dem politischen und geistigen Leben in der Heimat aufrechterhalten und sich in nationalsozialistischen Gliederungen zusammenschließen zu können, in der überwiegenden Mehrzahl der fremden Staaten Rechnung getragen worden sei. Zum Thema„Auslandsdeutschtum und Außen. handel“ sprach Hauptstellenleiter Schwarz. Er forderte, daß der deutsche Außenhandel wieder reinen Händen übergeben werde. Wie groß und gewaltig der Gedanke Volksgemeinschaft unter den Deutschen im Auslande ist, brachte der Vortrag des Hauptstellenleiters Weidenstraß nahe.„Das Ergebnis des Winterhilfswerks im Auslande war im letzten Jahre“, so führte er aus,„fast 60 v. H. höher als im Jahre 1934/35. Dieses Ergebnis ist umso höher einzuschätzen, als sich die wirtschaftliche Lage der Auslandsdeutschen nicht gebessert hat. Da in den meisten Staaten soziale Einrichtungen nicht vorhanden oder für Fremde nicht anwendbar seien, greift auch hier die Organisation der RSDAP. ein, um diese deutschen Volksgenossen zu betreuen. In diesem Jahre konnten in Zusammenarbeit mit der RSV. der Auslandsorganisation mit dem Hauptamt für Volkswohlfahrt mehrere tausend Kinder aus dem europäischen Ausland in die Heimat zu einem Erholungsaufenthalt geschickt werden.“ Mti dem Referat des Amtsleiters Dr. Klingenfels über Fragen deutscher Kulturpolitik fanden die öffentlichen Arbeitstagungen ihren Abschluß. 120 000 englische Bergarbeiter im Streik? Polnischer Protest in Prag Warschau, 4. Sept. Der polnische Geschäftsträger in Prag überreichte am Donnerstag im tschechoslowakischen Außenministerium folgende Protestnote: Vor dem Bezirksgericht in Mährisch=Ostrau Unmenschliche rote Banditen Die Grenzbrücke war am Freitagnachmittag Schauplatz eines aufregenden Vorfalles. Von dem spanischen Zollgebäude löste sich plötzlich ein Mann, der ein kleines Kind auf dem Arm trug, um im Laufschritt die französische Seite zu gewinnen. Unmenschliche rote Banditen eröffneten auf den Flüchtling das Feuer. Trotzdem gelang es ihm, das französische Zollgebäude zu erreichen. Auf der anderen Seite schrie die Frau des Mannes, die ihr zweites Kind in den Armen hielt. Kurz entschlossen lief der Hauptschriftleiter der Agentur Havas, trotz der ihm entgegenschlagenden Kugeln über die Brücke, riß der Frau das Kind aus den Armen und brachte es heil und sicher auf die französische Seite, von lautem Bravo begrüßt. Einige andere französische Zivilisten bestiegen darauf einen mit Matratzen dicht gepolsterten Kraftwagen, fuhren— ebenfalls im dichten Kugelregen der Roten— rückwärts auf die spanische Seite und brachten die vor Schreck halb wahnsinnige Mutter ebenfalls in Sicherheit. Bei diesem unerhörten Zwischenfall haben die Roten unbestreitbar auch französisches Gebiet beschossen. Ankündigung des Generalstreiks in Südwales für Montag London, 4. Sept. Der Vollzugsausschuß des Bergarbeiterverbandes von Süd=Wales teilte gestern abend mit, daß nach dem Fehlschlag der Vermittlungsbemühungen die gesamte Bergarbeiterschaft von Süd=Wales in Stärke von rund 120000 Mann am Montag in den Streik treten wird. Die Streikbewegung griff am Freitagmorgen weiter um sich. 180 Bergleute, die die Nachtschicht in der Bute=Zeche in Rhondda versahen, beschlossen, in einen Sympathiestreik mit den Arbeitern der Bedwas= und Fernhill=Zeche einzutreten und unter Tage zu bleiben. Auch in der Cwaparc=Zeche haben 38 Bergarbeiter beschlossen, in einen Untertagestreik zu treten. Inzwischen sind die 62 Untertagestreiker in der Fernhill=Grube in Glamorgan im Begriff, einen neuen„Rekord“ aufzustellen, da sie bereits seit sieben Tagen nicht mehr an die Oberfläche gekommen sind. Die Bemühungen der Abwendung des drohenden Streiks wurden am Freitag in ausgedehnten Verhandlungen, die der englische Bergbauminister Crookshank im Direktorium der Bedwas=Grube mit den Vertretern des Bergarbeiterindustrieverbandes führte, fortgesetzt. Eine amtliche Mitteilung besagt, daß die Verhandlungen völlig auf dem toten Punkt angelangt Der Führer dankt Auslanddeutschen Telegramm an Gauleiter Bohle Berlin, 4. Sept. Der Führer und Reichskanzler hat an Gauleiter Bohle folgendes Telegramm geschickt: „Ihnen und den zur IV. Reichstagung in Erlangen versammelten Parteigenossen aus dem Auslande und der deutschen Seefahrt danke ich für Ihr mir telegraphisch übermitteltes Treuegelöbnis. Ich erwidere Ihre Grüße herzlichst in der Ueberzeugung, daß die Nationalsozialistische Auslandsorganisation auch weiterhin ihre Aufgabe, die Deutschen im Auslande als Einheit zusammenzufassen, erfüllen wird.“ Todesurteil gegen Frauenmörder Berlin, 4. Sept. Das Berliner Schwurgericht verurteilte am Freitag den 35jährigen Bruno Busse, der am 17. März 1936 die 49jährige Gastwirtsfrau Berta Krafft hinterrücks erschossen hatte, wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Bei der Urteilsverkündung brach der Angeklagte in Tränen aus. Saarknappen spenden für Bochum Berlin. Wie die Reichsbetriebsgemeinschaft Bergbau mitteilt, spendeten Betriebsführungen und Gefolgschaften des Saarbergbaues für die Hinterbliebenen der verunglückten Bergmännet der Zeche„Vereinigte Präsident“ in Bochum 10000 RM. An Spenden für die Hinterbliebenen und Verletzten des Grubenunglücks sind bis jetzt insgesamt 72.500 RM. zur Verfügung gestellt. Eine halbe NSK Wenn n in Verbindung Freude" auft geht in Ordnun So wird den teitag das vom von Pg. Reir provagandawalt ein starker An Leben und d Großveranstaltu zeitig beweisen, „Kraft durch Fl kaum zu überbi zeigt und Kun dargeboten. 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Die d mannschaft eine starke südd Zur gleichen in der Mitte Olymviasieger wichtler Mur wichtler Vogt ler und Olymp feld gegen kam: Wer möchte Auf der Mi rett des R tausend Zusche Reitbahn kann jedermai Sportvar auf der sich al vergnügen kön karrenrennen. ballzielwerfen. werden danel sorgen. Vier Kegelb 1 Marionetten zur freien Bei svielen usw. zur Verfügung Leinwand vor Meter entsern — gute Filmoder Durst ha stände. Kaffee Verfügung. Nr. 241 Zweites Blatt des„Stadkanzeigers für Castrov=Nauxel und Umgebung“ Samstag, den 5. September 1936 richten — Reichsleiter tag begann die staltungen des der Auslandauptamtsleiters Auslandsorgant vor den Poganisation. Der eltanschaulichen aus und erläugaben, die der eutschen gestellt l dem Vortrag rsten Parteigee Buch, hielt: ein Weltkrieg te Reichsleiter erkannten, daß r französischen n der Freiheit, chtig ist. Wo denn erst aus Wesen entsteht i Kampf, und nalsozialismus as Recht muß ir die verschieihre Daseinserkennen, daß Recht für alle aß jedes Volk seine eigenen seiner Art sich nicht als eigejed der Volksiß lernen, daß lich verbunden zu einer Rasse sondern eine Umtsleiter der Arbeitsgebiete. aben der deutstigste Aufgabe schen Menschen Sprache und Liebe zur Heisgruppenleiter hob in seinem slandsdeutscher Reichsdeutsolitischen und ufrechterhalten Gliederungen r überwiegenten Rechnung n und Außen. schwarz. Er sandel wieder inte Volks chen im AusHauptstellendas Ergebnis war im letzten höher als ist umso höher liche Lage der hat. Da in htungen nicht t anwendbar anisation der Volksgenossen inten in Zuer Auslandsr Volkswohldem eurou einem ErMti dem ngenfels k fanden die Abschluß. deutschen sohle Reichskanzs Telegramm igung in Eren aus dem hrt danke ich eltes Treueherzlichst in lsozialistische in ihre Auf3 Einheit zumörder schwurgericht igen Bruno jährige Gasts erschossen d zum dauenrechte. Bei ngeklagte in Bochum gemeinschaft bsführungen es für die Bergmänner in Bochum in und Verjetzt insgesteil. Sechszerl=undberurheren! Eine kalbe Million Tuschauer dewundert 2500 Mitwirkende— Fünf Stunden Köhepunkte— Der Spoct im Mittekpunkt— Wer wickt mit?— Vorbilclich für alle Volksseste NsK Wenn man von einem Volksfest spricht, und in Verbindung damit der Name„Kraft durch Freude“ auftaucht, dann weiß jeder: Die Sache geht in Ordnung! So wird denn auch beim diesjährigen Reichsparteitag das vom Gausportamt Franken unter Leitung von Pg. Reim und Pg. Geiger, dem Reichsprovagandawalter der DAF., veranstaltete Volksfest ein starker Anziehungspunkt bilden. Deutsches Leben und deutschen Lebensstil wird diese Großveranstaltung widerspiegeln und auch gleichzeitig beweisen, welche Arbeit die NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude" zu leisten in der Lage ist. In kaum zu überbietender Form wird uns Sport gezeigt und Kunst in Spiel, Darstellung und Film dargeboten. Gleichzeitig beginnt in der Kampfbahn auf dem Zeppelinfeld. auf der Mittelwiese und auf der Waldwiese der Programmablauf dieses Volksfestes, das sich wesentlich durch den Rang seiner Darbietungen weit über alle ähnlichen Veranstaltungen dieser Art erhebt. Wie im Olympiastadion Nach einer„KdF.“=Schau, die allen Zuschauern die Eigenart des„Kraft=durch=Freude"=Sports klarmachen wird, wickeln sich die Deutichen Staffelmeisterschaften unter Teilnahme deutscher Olymiasieger ab, und zwar: 4mal 100 Meter Männer, 4mal 100 Meter Frauen, 4mal 400 Männer Männer, 4mal 1500 Meter Männer. Unter Teilnahme von Stöck, Woellke und Hein werden Konkurrenzen im Sveerwersen. Hammerwersen und Weitsprung durchgeführt, während bei den beiden Frauenwettkämpfen(Diskus und Speer) Frl. Fleischhauer und Mauermayer mitwirken. Die Darbietungen der Deutschlandriege der Turner— die Weltbesten auf ihrem Gebiet— mit Schwarzmann, Frey und Winter werden nehen der Nationalmannschaft der Turnerinnen ein sportlicher Höherunkt sein. Anschließend folgt das allerseits erwartete Fußballwettspiel Schalke 04— FC. Nürnberg. Allein 24 Volkstanzgruppen Das Zevvelinfeld hat vier Großvodien in einem Ausmaß von 25 mal 35 Meter. Je 200000 Zuschauer können den darauf sich abwickelnden Vorführungen folgen. Da findet man im Programm: Radkunstfahren, Radballspiel, Rollschuhkunstlaufen, Keulenschwingen und Barrenturnen. Kugel=, Hantel=, Seil= und Baumstammgymnastik. Einen Annenvolka, ausgeführt von 300 Turnerinnen, werden wir neben der Körverschule von 300 Werkscharmännern sehen, wir werden serner die Rundgewichtsriege aus Stuttgart, die besten deutschen Amateurartisten. Röhnradfahrer aus Würzburg und die Kreisbesten aus Franken an Barren und Pferd erleben. Darüber hinaus wollen wir nicht die 24 Volkstanzgrupven aus Franken. Mainfranken, Oberbayern, Schwaben, Kurbessen. Pommern, Holstein und Westfalen vergessen. Das sind 60 Vorführungen auf vier Podien in einer Zeit von fünf Stunden— Darbietungen. wie sie in dieser Größe und Durchführung wohl noch nirgends auf der Welt einer so großen Masse von Volksgenossen zugänglich gemacht wurden. Die besten Reiter, Handballer, Voxer Unter der Teilnahme der Olympiasieger werden Reiter des Reichsheeres, der SA. und der SS. ein Hürdenspringen vorführen, während die Turner Tischspringen. Turnen am Pferd und Freiübungen zeigen. Die deutsche National=Handballmannschaft— Olympiasieger 1936.— wird gegen eine starke süddeutsche Auswahlmannschaft spielen. Zur gleichen Zeit boxen im Boxring, der sich in der Mitte des Zevpelinfeldes befindet, der Olymviasieger Kaiser-Gladbeck, der Weltergewichtler Murach=Gelsenkirchen, der Halbschwergewichtler Vogt und nicht zuletzt der Schwergewichtler und Olymviasieger Weltmeister Runge=Elberjeld gegen kampfstarke Gegner. Wer möchte da fehlen? Auf der Mittelwiese wird das Wunderkabarett des Reichstheaterzuges vor mehreren tausend Zuschauern seine Künste zeigen. Auf einer Reitbahn— 20 Pferde stehen zur Verfügung— kann jedermann für 20 Pfg. reiten. Ein einziges Svortvaradies wird diese Mittelwiese sein, auf der sich alle an den verschiedensten Sportständen vergnügen können. Volksbelustigungen, wie Schubtarrenrennen. Nagelschlagen, Lanzenstechen, Medizinballzielwersen. Handballzielwurf, Kletterbäume usw. werden daneben für die notwendige Stimmung sorgen. Vier Kegelbahnen. Schießstände mit 200 Gewehren. 1 Marionettenbühne, 1 Kasverletheater. Sportvodien zur freien Beteiligung im Boren, Tauziehen, Ballvielen usw. stehen daneben den Volksfestbesuchern zur Verfügung. Ein Großkino wird auf einer Leinwand von 12 mal 12 Meter— Hunderte von Meter entfernt, kann man den Vorführungen folgen — gute Filme zeigen. Und wenn jemand Hunger oder Durst hat, so stehen zahlreiche Bierzelte, Bierstände. Kaffee= und Verpflegungsbuden zur Verfügung. Und dann: Feuerwerk und Tanz Bei Anbruch der Dunkelheit werden die deutschen Olympiaturner auf einer erhöhten Tribüne im Scheinwerserlicht Vorführungen am dochreck machen, während die Oiympiaturnerinnen an der Schwebekante ihre Künste unter Beweis stellen. Punkt 20 Uhr setzt dann ein Riesenseuerwerk ein, das man als das größte Werk der deutschen Pyrotechnik ansprechen kann. Es beginnt mit einem Salut von 21 Schuß. Dann setzt ein lebhaftes Farbenspiel der schönsten Schöpjungen der Kunstseuerwerkerei ein, das in stetem Wechsel immer neue Bilder schafft. Am Schluß des halbstündigen Höhenfeuerwerks wird die Abwehr eines Fliegerangriffs gezeigt werden. Wenn die letzte Rakete durch den Nachthimmel gezischt ist, dann beginnt der zweite Teil des Volksjestes. Schlagartig setzen die Dutzende von Musikkapellen ein und auf sämtlichen Podien, aufsämtlichen Wiesen wird Tanz und Frohsinn anheben. Deutsche Trachtengruppen aus dem ganzen Reich werden zwischendurch mit ihren. Darbietungen die Zuschauer erfreuen. Vorbild aller Volksfeste Dieses größte Volksfest aller Zeiten wird gegenüber dem Vorjahre infolge des veränderten Zevpelinfeldes den Besuchern ein ganz neuartiges Bild bieten. Im Jahre der Olymvischen Sviele werden gerade bei diesem Fest des Volkes die Leibesübungen besonders gewürdigt 80 v. H. sämtlicher Darstellungen gehören in dieses Gebiet. Es soll auch dem Führerkorps der Bewegung gezeigt werden, daß man heute eben durch die Organisation„Kraft durch Freude" sehr wohl in der Lage ist. dem Volksfest ein neues Gepräge und einen neuen Stil zu geben, ohne jenen überflüssigen Tingel=Tangel. Dieses Volksfest wird in seiner Art der Durchführung auch maßgebend sein für die entsprechenden Veranstaltungen im Reiche. Alle Zuschauer und Teilnehmer werden die hier geleistete Volkstumsarbeit als Richtschnur für ihr Wirken mitnehmen. Fest des ganzen Volkes Es sei nur noch erwähnt, daß neben 5000 Mann Absperrung und dem für sanitäre Hilfe eingesetzten Roten Kreuz allein 2500 Mitwirkende bei dieser Veranstaltung tätig sind. abgesehen von den 250 Kampfrichtern für die Volkssportstände, den Lehrkräften, den Schiedsrichtern und dem sonstigen Helferstab. Allein die organisatorische Leistung, die in wenigen Wochen bewältigt werden mußte— die meisten Kräfte waren ja während der Olymvischen Sviele aktiv oder organisatorisch eingesetzt— ist ein Meisterwerk. Jedenfalls wird das Fest, in dessen Mittelpunkt der Sport steht, ein Fest des ganzen Volkes werden. Gesa. Photo: Deike(.) „Nür, 3Mug aben Kun! Da war die Ruth in den Ferien irgendwo auf dem Lande gewesen, ganz weit weg von Castrop=Rauxel natürlich, wo es keine Zechen, aber dafür umso fabelhaftere andere„Dinge“ gab. Eine Badeanstalt zum Beispiel! Gegen die war unser städtisches Schwimmbad— wie Ruth vor ihren Kameradinnen prahlte— nur so ein besserer Ententeich. Das war Sache, meine Lieben! Da konnte man schwimmen wie ein Schwan. Und ein Sprungturm war da, der sederte so elastisch, daß man ganz automatisch heruntergeschleudert wurde. Da lernte man springen! „Eine Saison müßte ich da trainieren können und ich würde es mit jedem Olyvianiken aufnehmen!"— „Bestimmt!— Ihr glaubt mir wohl nicht?— Na wartet, da werde ich Euch morgen mal ein Bild von mir zeigen auf dem ihr mich in vollem Dreß hoch oben auf dem Turm sehen könnt. Staunen werder Ihr! Staunen!"——— —— Und am anderen Nachmittag in der Badeanstalt, als Ruth das Bild zeigte, staunten die anderen wirklich. Gar so„sabelhaft“ sah der Turm nicht aus Jedenfalls konnte der unseres Städtischen Schwimmbades sich ruhig daneben sehen lassen, ohne von Neid und Eisersucht gezwickt zu werden. „Wenn Du von dem aus Rundhölzern zusammengebastelten Instrument so wunderbare Absprünge gemacht hast. Ruth, dann solltest Du doch eigentlich uns hier auch mal eine Naht vorlegen!“ „Na. spring doch Ruth!“ meinte selbst die „beste Freundin“! Aber Ruth sprang nicht, denn sie hatte, wie das ja auch andere Zeitgenossen nach der Rückkehr aus der Sommerfrische zu tun belieben, ein wenig aufgeschnitten. Und das Bild? Ja. das hatte sie knivsen lassen, weil gerade jetzt im Olymvia=Jahr„sportliche Pose“ Mode ist. Daß böse Lästerzungen das Bild auch schon in der Sommerfrische mit der Unterschrift:„Na, spring doch. Ruth!“ versahen, hat sie den Kameradinnen schamhaft verschwiegen. Stadttreis Tusteop=Kaufer Castrov=Rauxel, den 5. September 1936. Kein Appell am Sonntag! Der Appell sämtlicher uniformierten Politischen Leiter des Kreises Herne—Castrov=Rauxel, der am Sonntag, dem 6. September, auf dem Marktplatz in Ickern stattfinden sollte, fällt aus. Statt dessen finden innerhalb der Bereitschaften Appelle statt und zwar nur für die Marschteilnehmer für Nürnberg. Sie haben sich am Montag in Castrop=Rauxel=Süd um 19 Uhr bei Haller und in Castrop=Rauxel= Nord um 20 Uhr bei Wessels„seldmarschmäßig" einzufinden. Die Avvelle werden abgehalten durch den Kreisausbilder. Die Abreise der Nünbergjahrer von Castrov=Rauxel erfolgt am Mittwoch ab Bochum. Ehrenvolle Auszeichnungen Gauwalter Stein bei der DAF.=Kreiswaltung Am Dienstag abend weilte Gauwalter Stein bei der Herner DAF., um an einem Kameradschaftsabend der Kreiswaltung Herne=Castrop=Rauxel teilzunehmen. Der Kreiswalter der DAF., Krumbholz. widmete dem Gauwalter herzliche Begrüßungsworte und gedachte dann des Opsertodes der bei dem Bochumer Grubenunglück ums Leben gekommenen Arbeitskameraden. Darauf nahm Gauwalter Stein das Wort, um über die Fragen der Wirtschafts= und Sozialpolitik zu sprechen, wobei er die Aufgabe der Deutschen Arbeitsfront besonders würdigte. Je größer die Aufgaben sind. umso größer sind auch die Pflichten der verantwortlichen Männer. Der Gau Westsalen=Süd marschiert in Deutschland mustergültig voran, das hat Reichsorganisationsleiter Dr. Ley erst kürzlich wieder betont. 700 000 Mitglieder und 50 000 Amtswalter sind in der DAF. des Gaues Westfalen=Süd zusammengesaßt. Auch die Kreiswaltung HerneCastrov=Rauxel hat stets die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt. Zum Schluß seiner Ansprache überreichte Gauwalter Stein den verdienstvollen Mitarbeitern des Kreises Herne=Castrov=Rauxel als äußeres Zeichen seiner Anerkennung eine Ehrengabe in Gestalt eines Buches. Es waren dies: Kreisjugendwalter Willi Korsfeld: Kreisbetriebsgemeinschaftswalter Karl Lüttich: Kreisbetriebsgemeinschaftswalter Willi Rosigkeit: Kreisbetriebsgemeinschaftswalter Karl Dunsche: Organisationswalter Heinrich Niehaus; Provagandawalter Emil Weitz; Amtswalter August Steinberg: stellv. Ortswalter Julius Sareika; KdF.=Ortswart Peter Ratajczak und Berufswalter August Milleg. In gemütlichem Kreise blieben die Teilnehmer dann noch einige Stunden zusammen, wobei der Pianist Nattermann=Castrop=Rauxel und der Baritonist Schäfer=Bochum zur Unterhaltung beitrugen. Wohltätigkeitsabend für minderbemittelte Blinde Die Ortsgruppe Castrov=Rauxel des Westfälischen Blindenvereins weist noch einmal auf den am Sonntag, dem 6. September, im Saale des Wirtes Bökenkamp, im Stadtteil Schwerin, stattfindenden Theaterabend hin. Zur Aufführung gelangt„Der blaue Heinrich“. Karten im Vorverkauf sind zu haben bei Otto Hupfer, Bodelschwingher Straße 84, und bei dem Wirt Bökenkamp. Dortmunder Straße 162. Da der Ueberschuß der Veranstaltung zu Gunsten minderbemittelter Blinder verwandt wird, sei ihr Besuch empfohlen. Das Berühren der Ware ist verboten!„ Bei einem Gang über den Wochenmarkt muß man immer noch die Feststellung machen, daß viele Hausfrauen bei ihren Einkäufen es nicht lassen können, jegliche Ware in die Hand zu nehmen und auf ihre Güte zu untersuchen. Gerade auf dem Obstmarkt nimmt diese Unsitte augenblicklich immer mehr zu. Jeder einzelne Apfel. jede Birne oder Pflaume wird in die Hand genommen, auf Härte oder Weiche untersucht und das Nichtgefallende wieder in die Körbe geworsen Daß die Dauerhaftigkeit des Obstes dadurch gemindert wird, ist noch das kleinere Uebel, zu verurteilen ist aber dies unsaubere Gebaren vom gesundheitlichen Standpunkt aus ganz besonders. Zu wünschen wäre es, wenn seitens der Händler in Zukunft jegliches Berühren des Obstes streng untersagt würde. Wattäuche Lichle, Koat.= und kühlonlagen. Raologeräte u. Beleuchtungskörper Ruf 2429 Zahlungserleichterung Ruf 2429 Im Fachgeschäft Otto Schrammen Begräbniskostenbeihilfe der Justizbeamten im Oberlandesgerichtsbezirk Hamm Unter der Leitung des Vorsitzenden dieser so segensreichen Wohlfahrtseinrichtung. Justizsekretärs Lödding(Hamm), fand kürzlich in Hamm eine Gesamtvorstandssitzung statt. an der die Vertrauensmänner der verschiedenen Ortsgruppen u. a. Arnsberg. Bochum, Dortmund, Gelsentirchen, Gelsenkirchen=Buer. Hagen, Recklinghausen teilnahmen. Der Vorsitzende trug in ausführlicher Weise die Gründe vor, die auf Verlangen der Regierung eine Umstellung der Kasse erforderlich machten. Bisher sei ein monatlicher Beitrag von 40 Pfennig für jedes Mitglied erhoben worden(bis auf weiteres wird dieser Beitrag auch eingezogen), man könne sich aber der Tatsache nicht verschließen, daß eine Sicherstellung der Leistungen eine Heraussetzung der Beiträge nötig mache. Das neue Versicherungsgesetz verfolge in erster Linie den Zweck, den Hinterbliebenen der Mitglieder die sogenannten Sierbegelder zu sichern. Dieses werde künftighin nach dem derzeitigen Lebensalter gestaffelt. Der künftige Beitrag werde monatlich 75 Pfg. betragen. Ganz besonders der Umstand, daß die im hohen Alter stehenden Mitglieder, die bis jetzt die Sterbegelder der verstorbenen Mitglieder finanziert hätten, und nirgend mehr ausgenommen würden, sollte allen Mitgliedern schon die moralische Pflicht auferlegen, dieser Wohlfahrtseinrichtung treu zu bleiben. Neu sei die Bestimmung, daß für die Kinder der Mitglieder ein gestaffeltes Sterbegeld gezahlt werde, und zwar für Kinder bis zu 15 Jahren— Auf Anfrage wurde noch mitgeteilt, daß die Mindestleistung aller Voraussicht nach 200 Mark betrage.— Nachdem die einzelnen Vertrauensmänner ihre Stellungnahme zur Tagesordnung bekannt gegeben hatten, wurde nach eingehender Besprechung und Beratung einmütig beschlossen, die Kasse fortbestehen zu lassen,—. Die Mitglieder dieser Begräbniskostenbeihilfe(genannt„Hammer Sterbekasse“), die sich über den gesamten Oberlandesgerichtsbezirk Hamm Ferscheran achricht, sobald das neue Trerungsaussichtsgesetz veröffentlicht ist und damit die neuen Satzungen genehmigt werden. Von diesem Zeitpunkt an wwird der erhöhte Beitrag erhoben. Beitrag Nr. 241 Schahzen Wald sest it Iaerit Das Volksfest der 10 000— Ausmarsch des gesamten Schützenregiments Castrop-Kaurel-Nord— Königsparade auf dem Ickerner Markt— Preisschießen— Lanz im Freien Die Waldfeste des Stadtteiles Ickern haben seit ieher ihre besondere Note gehabt und ihre Anziehungskraft erweist sich als ständig steigend. So hatte das im Juli geseierte Waldfest der Krieger= und Landwehrkameradschaft Ickern eine Teilnehmerzahl von über 4000 Personen gesunden. Beim Waldjest der Schützengilde Castrop=Rauxel= Nord rechnet man entsprechend der wesentlich größeren Mitgliederzahl mit einer weiteren erheblichen Vermehrung der Teilnehmer. Der Ausschuß. der seit Wochen das Fest mit aller Sorgfalt als Volksfeit größten Stils vorbereitet hat, lichtet sich auf eine Beteiligung von rund 10000 Personen ein. So wurden, um die nötigen Sitzgelegenheiten zu schaisen, vier Wag gons Holz zu Bänken und Tischen verarbeitet. Des weiteren wurde auf dem großen Festplatz ein geräumiges Tanzpodium geschaffen, um dem so beliebt gewordenen„Tanz im Freien" zu dienen. Da die Schützen naturgemäß auf ihrem Feste auch dem Schießsport huldigen wollen. so wurden auf dem Festplatz, der wieder beim Schießstand der Krieger= und Landwehrkameradschaft Ickern hinter der Försterei Westphal liegt. 15 Schießstände für Luftbüchsen angelegt, auf denen ein Preisschießen der Kompagnien veranstaltet wird, an denen sich alle Festteilnehmer, bei den hübschen, in großer Zahl zur Verfügung stehenden Preisen. gewiß recht fleißig beteiligen werden. Gleichzeitig findet auch auf dem Kleinkaliberstand ein Sport= und Werbeschießen statt, bei dem dem besten Schützen die offizielle Nachbildung der Olympia=Glocke aus der Staatl. Porzellan=Manusaktur Berlin winkt. Während die Spielmannszüge der Bataillone und die Musiker der Kapelle Dreier die Konzertunterhaltung übernommen haben, sorgen eigens erbaute Kaffee=, Bier=, Kuchen= und Schnittchenstände für des Leibes Atzung. Mit eintretender Dunkelheit wird der ganze Festplatz seenhaft beleuchtet werden. Man sieht also, daß das Bataillon Ickern, dem die Ausrichtung des Waldfestes obliegt, wirklich alles getan hat, um der Veranstaltung einen möglichst angenehmen und schönen Verlauf zu sichern. Man darf somit schon heute sagen, daß dieses Waldfest alle seine Vorgänger weit übertreisen wird. Deshalb seien nicht nur die gesamte Bevölkerung des nördlichen Stadtteiles, sondern auch die Volksgenossen aus dem Süden, die Interesse und Sinn für eine derartige große Volksfestveranstaltung haben, herzlich willkommen geheißen. Von der Altstadt und von Schwerin her ist der Festplatz auf schönen Wegen durch den Wald hinter Schulte=Rauxel und über den Deininghauser Bachübergang bequem zu erreichen. Es wird bestimmt keinen Volksgenossen gereuen, am Sonntag sich das Ickerner Schützen=Waldfest zum Ziel seines Spazierganges gesetzt zu haben. Erwähnt sei auch noch, daß natürlich bei dieser Großveranstaltung des nördlichen Schützenregiments auch der Kirmesbetrieb nicht fehlen wird. Schau=, Verlosungs=, Verkaufsbuden, Karussels usw. sind zur Stelle, so daß auch die Freunde derartiger Volksbelustigungen auf ihre Kosten kommen. Der große Regiments=Ausmarsch der ganzen Nördlichen Schützengilde, der mit dem Waldfest des Bataillons Ickern verbunden ist, beginnt um.30 Uhr mit dem Abmarsch des Bataillons Rauxel vom Zecheneingang „Victor 1/2". Mit klingendem Spiel der Dreier= schen Kapelle wird von dort zunächst zum Kronprinzenplatz im Stadtteil Habinghorst gerückt. wo sich inzwischen das Bataillon Habinghorst in Marschordnung aufstellte, um sich hier dem Zuge der Schützen einzugliedern. Gemeinsam marschieren die beiden Bataillone dann zum Marktvlatz Ickern, wo in der Zwischenzeit das Bataillon Ickern bereits Aufstellung nahm. Um.15 Uhr ist auf dem Ickerner Marktplatz Königsvarade vor den Majestäten. König Karl der Große und Königin Lina die Gütige. Gegen.30 Uhr erfolgt der geschlossene Abmarsch des GesamtRegiments zum Waldfestgelände. Hoffentlich ist das Wetter der mit so viel Liebe und Sorgfalt vorbereiteten Veranstaltung günstig. damit alles den gewollten schönen Verlauf nehmen kann. Den Nördlichen Schützen und ihren Gästen in diesem Sinne an dieser Stelle ein kräftiges„Horrido“! Die Meisterschaft slampfe Leginnen Castrop 02— Bövinghausen 04 Mit dem morgigen Sonntag fangen an allen Fronten die Meisterschaftsspiele an und die Jagd nach den Punkten beginnt von vorn. Die alten Castrover hat man in diesem Jahre abwechselungshalber mal wieder der Dortmunder Gruppe zugeteilt. Ueber die Einreihung der Castrover mal in die eine oder andere Gruppe, macht man sich hier kein Kopfzerbrechen mehr, denn man hat sich langsam daran gewöhnt. Castrops erster Gegner in der Dortmunder Gruppe ist der benachbarte BC. 04 Bövinghausen. Das Spiel in der Kampfbahn wird bei den nachbarlichen Verhältnissen ganz den Charakter eines Lokalkampfes tragen. So wird schon das erste Sviel seine Anziehungskraft bestimmt nicht verfehlen. Dadurch das verschiedene abgewanderte Svieler wieder mitwirken, hat Bövinghausens Elf sich wesentlich verstärkt. Es ist nicht mehr die Mannschaft, die vor kurzem den 02ern ein Unentschieden abtrotzte! In ihren beiden letzten Svielen gegen den Tabellenführer und Tabellenzweiten der Gruppe Bochum hat sie ihre gute Form eindeutig unter Beweis gestellt. Castrops Elf trifft aus einen Gegner, der gut gerüstet ist. Gerade dieser Gegner wird sie zur Hergabe des Letzten auffordern. Aber auch die CsVer gehen gut gerüstet in diesen Kampf. Wenn alle elf Spieler den nötigen Siegeswillen und Kampfgeist mitbringen, muß es gelingen, daß die ersten beiden Punkte in Castrov bleiben. Unsere heimische Elf hat in der neuen Serie stets nur das eine Ziel im Auge zu haben: Zum 35jährigen Bestehen muß der große Wurf gelingen! Jungliga Castrop 02— Jungliga Bövinghausen 04 Zum erstenmal tritt die Jungliga auf den Plan. Jeweils vor dem Spiel der ersten Mannschaften messen sie ihre Kräfte. Man darf gespannt sein, wie es mit dem Nachwuchs der 02er bestellt ist. wähnen, der die Seele der Mannschaft darstellt. Wie ist es nun mit den Alemannen bestellt? Sie haben am vergangenen Sonntag gegen Urania gezeigt, daß bestimmt mit ihnen zu rechnen ist. Wenn Alemannia ein so einheitliches Gefüge darstellt wie gegen Urania. dann werden auch die Tore nicht ausbleiben. Alemannia 2. M.— Viktoria Somborn 2. M. Boxsport Faustkämpfer Castrop-Kauxe! gegen Boxklub Köln„Norden“ Am morgigen Sonntag findet vorgenannter Boxkampf=Abend im Lokale Thimm statt. Es ist gelungen, in Köln„Norden“ eine der bekanntesten Boxstaffeln vom Rheingau nach Castrop=Rauxel zu bringen. Es finden an dem Boxabend 10 Kämpfe statt Castrop=Rauxel tritt mit seiner besten Staffel an. Von Köln starten u. a. der bekannte Fluhs. der den Bezirks= und Gaumeistertitel besitzt. Ferner stellt sich Mertens als Bezirksmeister vor. Den Castrover Boxanhängern wird mit diesem Boxabend etwas ganz Besonderes geboten. Windhund-Rennen in herne Auf der Kampfbahn„Germania“ Herne(am Herner Bahnhof) findet am Sonntag ein großes Windhund=Renen statt. 60 der besten Hunde Deutschlands stellen sich dem Starter. 24 Flach= und Hürdenrenen, hinter dem Mechanischen Hasen, geben jedem Besucher Gelegenheit, die Schnelligkeit dieser Hunde zu bewundern. Den Besuchern ist Gelegenheit geboten, durch den Sieg eines angegebenen Hundes sich Barprämien zu verdienen. Der Herner Polizeihundeverein füllt die Pausen mit Dressurvorführungen aus. Während der Rennen Platzkonzert. Germania Lütgendortmund 1. M.— Castrop 02 2. M. Castrops zweite Mannschaft hat man der 3. Kreisklasse zugeteilt und sie hat ebenfalls ihre Meisterschaftsspiele zu absolvieren. Castrops Reservisten haben in ihren letzten Svielen gezeigt, was in ihnen steckt und sie werden in ihrer Gruppe einen nicht zu unterschätzenden Gegner abgeben. Hagen 72— Arminia Marten Das erste Meisterschaftsspiel haben die Martener in Hagen auszutragen. Sie treffen auf einen Gegner, der ihnen gut bekannt ist. Mit Ausnahme des letzten Meisterschaftsspieles haben die Martener alle Spiele gewonnen. Das letzte Sviel sah die Martener in schlechter Verfassung. Die Arminen haben jedoch in letzter Zeit das Vertrauen zu ihrem Können wiedergefunden. Ein guter Trainer betreut die Mannschaft. und die Früchte dieser Arbeit sollten sich bald zeigen. Der Gegner vom Sonntag ist allerdings aus hartem Holz geschnitzt. Er kann nur bezwungen werden, wenn man ihn nicht zur Entfaltung seiner wuchtigen, hohen Spielweise kommen läßt. Wir haben zu den Martenern das Vertrauen, daß sie ihre Farben würdig vertreten werden. Alemannia Rauxe!— Vikloria Somborn Zum fälligen Meisterschaftsspiele haben die Alemannen am Sonntag einen Vertreter zu Gaste. der noch im vergangenen Jahre zur ersten Kreisklasse gehörte. Die Mannschaft ist nicht so schlecht, wie man wohl annimmt. Es sind gute Könner unter ihr. Vor allen Dingen ist der Linksaußen zu erVereinskalender Mitgliederversammlung der Sportvereinigung 02 Am heutigen Samstag, abends 8 Uhr, findet im Vereinslokale Ehlert eine wichtige Mitgliederversammlung statt. U. a. erfolgt die Bekanntgabe des Führerringes. Kein Mitglied darf fehlen! Reise und Verkehr Sauerland, dein Fahrten= und Reiseziel Das ist der Titel des neuen vom Landesfremder verkehrsyerband Westsalen herausgebrachten Fali blattes für die Bergwelt Südwestsalens. Diese Faltblatt stellt in übersichtlicher Form die 12 anen kannten Luftkurorte des Sauerlandes zusammen un bringt weiter eine Zusammenstellung der Höhler Naturdenkmäler und Stauseen des Sauerlandes Aus zwei, weiteren Seiten sind die Burgen un Schlosser des Sauerlandes sowie einige der Jugen! Heimstätten(Jugendherbergen) des Sauerlandes zu Darstellung gebracht Ebenfalls ist auf das Sauer land als Wintersportgebiet in geeigneter Weise hir gewiesen und die größeren Städte des Sauerlande sind besonders namhaft gemacht. Dem Faltblatt eine Uebersichtskarte beigefügt, außerdem erleichter auf jeder Seite kleinere Kartenskizzen das Auffinde der besonderen Sehenswürdigkeiten des Sauerlaf des. Im Gegensatz zu den gewöhnlichen Prospekte enthält dieses Faltblatt keinen fortlausenden Tex sondern bringt die wichtigsten Angaben in übersich licher Form. dierdurch wird eine beachtenzwerte Werbewirkung erzielt, die das Faltblatt in kurzer Zeit zu einem unentbehrlichen Hilfsmittel für jeden machen wird. der sich über das Sauerland und seine Sehenswürdigkeiten zu unterrichten wünscht. Theater, Konzerir, Vorkragr Ehrenvolle Einladung der Bochumer Bühne Auf besonderen Wunsch des Propagandaministeriums Berlin soll bekanntgegeben werden, daß die Grabbe=Festwoche in Detmold(vom 26. September bis zum 2. Oktober) unter besonderer Beteiligung des Stadttheaters Bochum im Rahmen anderer westdeutscher Schauspiele stattfinden wird. Bekanntlich steht die Festwoche unter dem Protektorat von Reichsminister Dr. Goebbels. Das Stadttheater Bochum wird hier noch einmal die Inszenierung des „Napoleon“ zeigen, mit der die vorige Spielzeit begonnen wurde. Das Gastspiel der Bochumer Bühne im Rahmen der Festwoche findet am 28. September statt. Wenige Tage vorher beginnt die Bochumer Spielzeit mit Kleists„Käthchen von Heilbronn", zu dessen Neueinstudierung bereits die Proben begonnen haben, und mit den beiden Neueinstudierungen der Kölner Over:„Elektra“ von R. Strauß und„Don Juan“ von Mozart. Redner auf der Bochumer Kleist-Woche Auf der Bochumer Kleist=Woche 1936, die unter dem Gesamttitel„Kleists Vermächtnis“ in Zusammenarbeit mit der Kleist=Gesellschaft sämtliche Dramen Kleists herausbringen wird, und die unter der Schirmherrschaft von Reichsleiter Alfred Rosenberg steht. werden neben bekannten Persönlichkeiten der Kleist=Forschung der Präsident der Reichstheaterkammer Dr. Rainer Schlösser in einer großen Kundgebung für Jugend und Volk sowie der Staatsschauspieler Friedrich Kayßler, Staatstheater Berlin, in einer Morgenveranstaltung sprechen. Radio=Rundschau Sendungen, die man hören muß! Sonntag, 6. September: Der Sonntag bringt um 10 Uhr eine Morgenseier der Hitler=Jugend„Das Jahr überm Pflug“. Um 15 Uhr gibt es ein Streitgespräch des deutschen Obstes:„Die Fruchtschale". Die Hörfolge wurde geschrieben von Dr. Heinrich Kirschner: Sprecher ist Dr. Karl Holzamer: die Leitung hat Albert Oettershagen. Unter der Spielleitung von Josef Kandner hören wir um 17.45 Uhr„Ferdinand Raimund“. ein Sviel zu seinem 100. Todestag am 5. September von Eduard Reinacher. Um 19 Uhr vermittelt der Deutschlandsender als Reichssendung die Verkündung der Sieger und die Preisverteilung im Rundfunksprecher=Wettbewerb mit anschließendem Zavfenstreich. Montag, 7. September: Der Reichssender Köln übernimmt um 10 Uhr von Hamburg ein abenteuerliches Sviel von A. Diessenbach:„Peter will Schiffsjunge werden" und um 13.15 Uhr ebenfalls von Hamburg(aus Hannover) ein Schloßkonzert. ausgeführt vom niedersächsischen Sinsonie=Orchester unter Leitung von Otto Ebel von Sosen.„Die bunte Stunde" um 16.50 Uhr bringt Plauderei und Musik zum Nachmittag in reicher Abwechslung. Um 18 Uhr folgt von Stuttgart unter dem Titel„Fröhlicher Alltag“ ein buntes Konzert. Um 19.45 Uhr ruft das„Nürnberg=Echo des Reiche parteitages 1936“ alle Volksgenossen an die Lautsprecher. Die von Hermann Probst zusammengestellte„Westdeutsche Wochenschau" um 21.10 Uhr macht uns mit den wichtigsten Vorgängen der vergangenen Woche auf allen Gebieten bekannt. Um 22.20 Uhr wird wieder„Das Schatzkästlein“ geöffnet. Es birgt eine kleine Auswahl aus Hölderline Briesen und die Sonate für Cello und Klavier, Werk 102/3 von Beethoven. Dienstag, 8. September: Die Reichsrundsunkschar des BDM. bietet um 16 Uhr Bilder aus dem Fahrtenbuch:„Ueber die Berge wollen wir wandern...“ Um 17.30 Uhr wird ein Bericht vom Reichsparteitag 1936 gegeben. Die Hauptsendezeit des Abends ist ausgefüllt durch ein „Festliches Konzert“ in dem u. a. Werke von Händel. Brahms, Mozart, Richard Strauß, Pfitzner und# Reger zur Aufführung gelangen. Dirigent ist Heinrich Knapstein: es spielt das Große Orchester des Reichssenders Köln: außerdem ist auch der Kammerchor an dieser Sendung beteiligt. Mittwoch, 9. September: Vom Reichssender München übernehmen wir um 10 Uhr ein Hörspiel„Der Schneider von Ulm“ von F. Meingast. Um 10.45 Uhr sowie um 19.45 Uhr werden wieder Berichte vom Reichsparteitag 1936 gegeben. Das Städtische Orchester Herne unter Leitung von Bruno Hegmann spielt um 16.30 Uhr in einem Kurkonzert, das aus Bad Driburg übertragen wird. Donnerstag, 10. September: „Vom alten Nürnberg im„Grünen Heinrich“ ist eine Lesung aus Gottfried Keller betitelt mit einer Einleitung von Eduard Reinacher: wir hören diese Lesung um 16 Uhr und anschließend um 16.20 Uhr „Musik. die für den Rundsunk geschrieben wurde". Die erste Folge dieser Reihe bietet Werke von Leo Justinus Kauffmann. Dem Nachmittagskonzert um 17 Uhr folgen um 18 und um 20 Uhr wiederum Berichte vom Reichsparteitag 1936. Allen Schallplattenfreunden sei die Sendung„Schöne Stimmen“ um 22.20 Uhr empfohlen. Freitag. 11. September: Um 10 Uhr berichtet der Deutschlandsender von einem„Besuch der Reichs=Segelflugzeug=Bauschule Friedrichshagen".„Frauen um Richard Wagner“ ist eine Senoung venannt, die uns einen Gang durch die Richard=Wagner=Gedächtnisstätte in Bayreuth vermittelt. Das Manuskrivt schrieb Lisa Peck: die musikalische Umrahmung bilden Schallplatten. Samstag, 12. September: Mit dem Geschehen auf dem Reichsparteitag 1936 in Nürnberg macht uns um.45 Uhr ein Bericht bekannt. Der Reichssender Stuttgart bietet um 12 Uhr ein„Buntes Wochenende“. Es spielt die Kavelle Theo Hollinger. Um 15 Uhr folgt wieder ein Bericht vom Reichsparteitag 1936. Das frohe Wochen ende von Stuttgart„Und morgen ist Sonntag“ von 22.30 bis 24 Uhr beschließt die Sendefolge des Samstag und damit der ganzen Woche. Wie die Khenllische Sisenbahlt ent Berrehtdinlonopol=Brach Ein großer Tag vor 70 Jahren Bo Im Anfang der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts hatte die Bergisch=Märkische Eisenbahngesellschaft in Elberfeld im Anschluß an ihre Mutterlinie Wuppertal—Dortmund dem Ruhrgebiet die große Querverbindung von Duisburg über Mülheim. Essen und Bochum nach Dortmund gegeben, die heute die befahrenste Schienenstraße Europas ist. Obwohl im Jahre 1857 die erste große Gründerzeit an der Ruhr durch einen schlimmen Zusammenbruch beendet worden war, hatte die„Bergisch=Märkische" nicht einmal eine Rentabilitätsberechnung ausgestellt.„Uns genügt zu wissen, daß diese Eisenbahn von etwa zehn Meilen Länge durch die ganze Bahnlänge schwerste Lasten aufzunehmen und nach verschiedenen Richtungen zu befördern bestimmt ist und daß ihrer ein Verkehr wartet, dessen Erträgnisse das aufzuwendende Anlagekapital ausreichend zu verzinsen versprechen.“ Die Wirklichkeit hatte diese Hoffnungen vollkommen gerechtfertigt. Nicht nur die ältere Köln—Mindener Bahn. die vom geradezu amerikanischen Wachstum der Städte und Gemeinden im Emschertal großen Nutzen zog, auch die Bergisch=Märkische Bahn, die vom älteren Wohlstand der Städte am Hellweg profitierte, erfreuten sich einer mächtigen, fast monopolartigen Stellung gegenüber den Güterverfrachtern und dem reisenden Publikum. Der Kölner Kommerzienrat Gustav Mevissen, der schon starke wirtschaftliche Interessen im Ruhrgebiet hatte(Hörder Verein, Bochumer Verein. Kölner Bergwerksverein) erkannte klar, daß der Steinkohlenbezirk weiterer Eisenbahnlinien bedurfte, vor allem einer Strecke, die den Raum zwischen den beiden großen Ost=Westlinien unterteilte. Die Bergwerke und Hütten in diesem Raum waren auf die älteren Eisenbahngesellschaften bis zu einer oft veinlichen Abhängigkeit angewiesen. Nicht selten mußten sie ernstlich mit dem Bau unnötig langer Anschlußbahnen zur„Konkurrenz“ drohen. um auch nur ein mäßiges Entgegenkommen der einen oder anderen Gesellschaft zu erreichen. Hier einen durchschlagenden Wandel angebahnt zu haben, ist die Bedeutung des Ereignisses, dessen wir uns heute erinnern. Vor 70 Jahren, am 1. Setember 1866. erfolgte der erste wohlvorbereitete Vorstoß der Rheinischen Eisenbahngesellschaft in das Ruhrgebiet. und zwar durch Eröffnung der Linie von Osterath. halbwegs zwischen Neuß und Krefeld gelegen. über Rheinhausen und Speldorf nach Heißen, wo sich ein Sammelbahnhof für Kohlen besand. Damit hatte Mevissen das Ansangsziel erreicht, eine eigene Abfuhrlinie für die Ruhrkohle nach dem schon stark ausgebreiteten linksrheinischen Eisenbahnsystem der Rheinischen Gesellschaft. Die Ruhr war zwischen Mülheim und Speldorf überbrückt worden, während den Uebergang über den Rhein ein Trajekt besorgte. Die Stadt Duisburg wurde durch eine Zweigbahn von Hochfeld an die neue Linie angeschlossen. Auf Grund einer schon älteren Konzession verlängerte die Rheinische Gesellschaft ihre Linie zunächst von Heißen über Essen=Nord nach Wattenscheid und baute auch die Linie von Heißen über Rüttenscheid nach Rellinghausen, sowie in nördlicher Richtung die von Heißen über Frintrop nach Oberhausen. Die Fortsetzung von Wattenscheid in östlicher Richtung. die zunächst nicht gestattet wurde. konnte im Herbst 1874 dem Verkehr übergeben werden. Sie gab Bochum=Nord. Langendreer und Dortmund=Süd Anschluß an das System der Rheinischen Gesellschaft. Diese Bauten der Mevissenschen Gesellschaft wurden zu ihrer Zeit im ganzen Ruhrgebiet mit großer Genugtuung begrüßt. Der Erfolg zeigte sich denn auch sehr schnell. Die beiden älteren Gesellschaften besannen sich auf das Wesen einer weitschauenden Eisenbahnpolitik, die nicht mit Tagesvorteilen rechnen darf. Die Zechenbahnen wurden von nun an von ihnen kostenlos oder gemeinsam mit den Werken gebaut. Der wachsende Wettbewerb der Rheinischen Bahn zwang auch zu weitgehenden anderen Vergünstigungen, wie Unkündbarkeit der Anschlußverträge. kostenlose Unterhaltung der Anschlußbahnen und sogar deren unentgeltlicher Betrieb. Die ungeheure Spannkraft der Ruhrgebietswirtschaft zeigte sich in den nächsten Jahren befähigt. allen drei Gesellschaften eine angemessene Verzinsung der im Kohlenrevier angelegten Kapitalien zu schaffen und noch zahlreiche neue Linien mit ausreichendem Verkehr zu belegen. Keine spätere Eisenbahnplanung aber hatte gleich starke Auswirkungen für den ganzen Bezirk, wie dieser Vorstoß der Rheinischen Bahn, der mit großem Geschick überall dorthin traf. wo der Verkehr zum Spielball von Launen und übermäßiger Gewinnsucht der alten Gesellschaften geworden war. Komplette Wohnungseinrichtungen sowie Einzelmöbel liefert das Spezial-Möbelhaus Guslav Grale Ehesandsderisehen Wettbewerb für wests. Bildhauer Münster. Wie seit einer Reihe von Jahren. so schreibt der Westfälische Kunstverein auch für das kommende Jahr 1937 einen Wettbewerb für junge westfälische Künstler aus. Wieder hat er einen 500 RM. bereitgestellt, der dieses Mal zur Förderung junger westsälischer Bildhauer verwendet werden soll. Die Wettbewerbsarbeiten sollen im kommenden Februar in einer Sonderausstellung im Landesmuseum vereinigt werden. Zul Beteiligung an dieser Ausstellung sind alle in West falen gevorenen oder ansässigen Bildhauer im Alter bis zu 35 Jahren zugelassen. Bildhauer, die an dem Wettbewerbe sich beteiligen wollen, müssen die fur die Ausstellung bestimmten Arbeiten unter Angabder Größe in Photographien dem Westfälische Kunstverein in Münster(Landesmuseum) bis#### testens zum 10. Januar n. J. einreichen. Shet Ehru Dortmund. dusttie= und H August an folge 1. für 50jährig Firma Heinrich 25jährige Dien Rudolf Will. b mer=Baum. Do bereitung: Wil der Firma Friniederlassung 3 Firma Klosterb.., Hamm i. Staatliche Dortmund. lehrerorüfung am 26. Septem. Dortmund am Tagen. Meldu der Prüfungso Unterlagen(Li zeugnisse, poliz der arischen A denten. Abtei Münster, Schlo Brilla Dortmund. Ausflug gemac angekommen. v ring. Im Hal überall wurde man kann sich über das verl war. Bis eini Backstube kam zurück brachte. gesunden, als wollte. Gerne Kurzgeschichte einen anständi Warn Bochum. Ar Familie im C Rektor., die Schüler. der studiert habe 1 werbelehrer bi schlecht im Zei vertretung erst dung verhelfen Durch diesen? ten Schulleiter bei der betr. abzusetzen. Da der Täte sei vor ihm ge Beschreibung dung. Personen. w abgekauft habe Täter machen Kriminalvoliz Uhlandstraße: Man soll Recklinghaus überraschte ei die auf die springen vom den linken Un hüter in die Tödlicher Hamm. 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Die ausgefüllt durch ein a. Werke von Hänstrauß, Pfitzner und gen. Dirigent ist as Große Orchester dem ist auch der beteiligt. bernehmen wir um ider von Ulm“ von wwie um 19.45 Uhr bsvarteitag 1936 gederne unter Leitung 16.30 Uhr in einem ig übertragen wird. künen Heinrich". ist r betitelt mit einer er: wir hören diese ßend um 16.20 Uhr geschrieben wurde". tet Werke von Leo hmittagskonzert um 20 Uhr wiederum 936. Allen Schall„Schöne Stimmen“. utschlandsender von Aflugzeug=Bauschule Richard Wagner“ s einen Gang durch itte in Bayreuth rieb Lisa Peck: die Schallplatten. leichsparteitag 1936 5 Uhr ein Bericht tgart bietet um 12 s spielt die Kavelle lgt wieder ein BeDas frohe Wocheni ist Sonntag“ von ndefolge des SamsFit Eitt von Heißen über sowie in nördlicher rintrov nach Obersattenscheid in östht gestattet wurde. ihr übergeben werzendreer und Dortem der Rheinischen n Gesellschaft wurRuhrgebiet mit jüßt. 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Gustav Heyne, Rudolf Will, bei der Firma Schüchtermann u. Kremer=Baum. Dortmund. Aktiengesellschaft für Aufbereitung: Wilhelm Frieschmann. Eugen Wickel, bei der Firma Friemann u. Wolf G. m. b.., Zweigniederlassung Dortmund: Richard Flacke, bei der Firma Kloster=Brauerei. F. u. W. Prörsting G. m. b.., Hamm i. W. Staatliche Privatmusiklehrerprüfungen Dortmund. Die nächste staatliche Privatmusiklehrerprüfung für Westfalen findet statt für Münster am 26. September 1936 und an folgenden Tagen, für Dortmund am 17 Oktober 1936 und an folgenden Tagen. Meldungen sind mit den in den§§ 3 und 4 der Prüfungsordnung vom 2. Mai 1925 genannten Unterlagen(Lebenslauf. letztes Schulzeugnis. Fachzeugnisse, polizeiliches Führungszeugnis. Nachweis der arischen Abstammung usw.) an den Oberpräsidenten. Abteilung für höheres Schulwesen. in Münster, Schloßplatz 7, zu richten. Brillantenring im Kohlenkasten Dortmund. Ein hiesiger Bäckermeister, der einen Ausflug gemacht hatte, vermißte, wieder zu Hause angekommen, plötzlich seinen wertvollen Brillantenring. Im Hausflur, in den Zimmern, im Wagen. überall wurde Nachschau gehalten. Vergebens, und man kann sich denken, daß der Aerger des Meisters über das verlorene Kleinod nicht gerade gering war. Bis einige Stunden später ein Geselle aus der Backstube kam und dem Meister den verlorenen Ring zurück brachte. Er hatte ihn in dem Kohlenkasten gesunden, als er Kohlen in den Backosen schütten wollte. Gerne wollen wir dieser nicht alltäglichen Kurzgeschichte anfügen, daß der ehrliche Geselle einen anständigen Finderlohn erhielt Herford, daß an die in seinem Bereiche wohnenden Bauerngeschlechter nicht weniger als 13 Schilde verteilt wurden, also ein Drittel aller Schilde in den Kreis Herford sielen. Was das bedeutet, kann man auch aus der Tatsache ermessen, daß Bauerngeschlechter aus 40 Kreisen Westsalens und Lippes in den Wettbewerb um diese Ehrung eingetreten waren. Es mag dies auch, wie die WZ. schreibt, eine schöne Anerkennung für die rührigen Ahnenforscher dieses Gebietes bedeuten. Ehepaar durch Schrotschüsse verletzt Höxter. Ein Ehepaar, das auf einem Felde dicht an der Kreisstraße nach Drenke beschäftigt war. wurde durch mehrere Schrotschüsse verletzt. Während die Frau mit einem Streifschuß am Arme davonkam, drangen dem Manne mehrere Schrotkörner ins Gesicht. Man brachte ihn zunächst ins hiesige Krankenhaus. Da aber durch ein Schrotkorn auch ein Auge gefährdet ist, hielt man es für zweckmäßig, den Verletzten nach Göttingen in die UniversitätsAugenklinik zu bringen. Wie es heißt wurden die Schüsse aus nächster Nähe von einem unvorsichtigen Jäger abgegeben. Tödlicher Sturz von der Treppe Wiedenbrück. Als in Avenwedde der vensionierte Eisenbahnbeamte Wittenstein eine Trevve hinaufstieg, wurde er anscheinend von einem Schwindel befallen, stürzte rücklings die Treppe hinab und blieb besinnungslos liegen. Am folgenden Tage starb er, ohne wieder zum Bewußtsein gekommen zu sein. Furchtbares Unglück am Bahnübergang Hameln. Zwischen Selzen und Aerzen ereignete sich ein Unglücksfall, bei dem zwei Menschen ihr Leben lassen mußten. Die landwirtschaftlichen Arbeiter Waßmann und Waiowski fuhren mit einem Gespann auf der Landstraße und wollten Heu holen. Der Wagen kam an einen unbewachten Bahnübergang. Wohl hörten die Fahrer den herannahenden Zug. konnten ihn aber nicht sehen, da in der Richtung ein Haus steht. Arbeiter am Wegrande winkten und schrien, aber die beiden Fahrer verstanden die Kameraden nicht. Der heranbrausende Güterzug ersaßte den Wagen, als er mitten auf dem Gleis war, warf ihn um und zertrümmerte ihn vollkommen. Waßmann und Wajowski wurden vom Wagen geschleudert und schwer verletzt, wahrend die Pferde unverletzt blieben. Die beiden Verunglückten verstarben bereits auf dem Wege zum Krankenhaus. 31 Pfund Hecht auf einmal Salzbergen. In der Bauerschaft Neumehringen ging ein gewisser Bernhard Möller mit der Löffelangel an die Ems, um Hechte zu fangen, und er hatte das Glück, zwei Hechte zu erbeuten, den einen von 19, den anderen von 12 Pfund. Aus dem Sauerland Feldhacke aus der Steinzeit gejunden Neheim. An der Möhnetalsverre fand eine Schülerin eine sogenannte Feldhaue oder Feldhacke. die der ältesten Periode der jüngeren Steinzeit angehört und zum Aufreißen des zur Beackerung bestimmten Bodens diente. Das Alter dieses seltenen Fundstückes der„Pick=Technik“ von denen es in ganz Deutschland nur 40 Stück gibt, wird auf—8000 Jahre geschätzt. Hitlerjunge auf einer Radwanderung zu Tode gekommen Warstein. Mittwochnachmittag ereignete sich am Stimmstamm oberhalb des Gasthofes Widey ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem ein Hitlerjunge, der sich auf einer Radwanderung durch das Sauerland besand, ums Leben kam. Auf der ansteigenden Straße zum Stimmstamm war er mit seinem Fahrrad auf den zweiten mit Schiefer beladenen Anhänger einer Zugmaschine gestiegen. Bergab löste sich plötzlich wahrscheinlich infolge Versagens der Bremse der Anhänger und rannte auf der stark abschüssigen Straße aus den vorderen Wagen auf und kivpte um. Der Hitlerjunge konnte sich nicht mehr durch Abspringen retten. Er wurde unter den Steinmassen begraben und fand dabei den Tod. Aus demn Munsterkantd Warnung vor einem Schwindler Bochum. Anfangs August 1936 wurde bei einer Familie im Ehrenfeld angerufen, am Teleson sei Rektor.. dieser schicke gleich mal einen früheren Schüler, der als stellenloser Junglehrer weiterstudiert habe und demnächst eine Anstellung als Gewerbelehrer bekäme. Der junge Mann sei aber schlecht im Zeuge und wolle sich durch eine Seifenvertretung erst wieder zu einer anständigen Kleidung verhelsen Man möge ihn doch unterstützen. Durch diesen Mißbrauch des Namens eines bekannten Schulleiters in Ehrenfeld. gelang es dem Täter. bei der betr. Familie für 10 RM. Toilettenseife abzusetzen. Da der Täter wahrscheinlich weiter auftreten wird. sei vor ihm gewarnt. Beschreibung: klein, schwarzhaarig, schlechte Kleidung. Personen, welche auf gleiche Art dem Täter Seife abgekauft haben, oder sachdienliche Angaben über den Täter machen können. werden gebeten, sich bei der Kriminalvolizei in Bochum, Polizeipräsidium, Uhlandstraße 35. Zimmer 77. zu melden. Man soll nicht auf die Bäume klettern Recklinghausen=Süd. Am Mittwochnachmittag überraschte ein Feldhüter im Volkspark 5 Jungen. die auf die Bäume geklettert waren. Beim Abspringen vom Baum brach sich ein 11jähriger Schüler den linken Unterschenkel. Er wurde von dem Feldhüter in die elterliche Wohnuns gebracht. Tödlicher Unfall durch falschen Hebeltritt Hamm. Ein mit Fahrlehrer und Fahrschüler besetzter Kraftwagen wollte von der Ost= in die Brüderstraße einbiegen. Dabei nahm der Fahrschüler, der am Steuer saß. die Kurve nicht richtig. Anscheinend verwirrt, trat der Fahrschüler nun statt des Bremshebels auf Vollgas. und der Wagen sauste auf zwei Frauen los. die gerade des Weges kamen. Während es der einen gelang, sich in Sicherheit zu bringen. geriet die andere mit dem rechten Bein zwischen die Stoßstange des Wagens. Das Bein wurde in Kniehöhe vollständig zerschmettert. Man brachte die Verunglückte, eine Witwe Hein, zum Stadtischen Krankenhause: doch ist sie dort bald ihrer surchtbaren Verletzung erlegen. Aus dem Weser- und Emsland Elektrische Tötungsanlage für Haustiere Detmold. Dem gerade in Städten oft empfundenen Mangel an geeigneten Tötungsanlagen für kranke oder überzählige Haustiere wird hier durch Hand=in=hand=gehen des hiesigen Tierschutzvereins mit der Stadtverwaltung durch Einrichtung einer elektrischen Tötungsanlage abgeholfen. Die Stadt hat den Bauplatz kostenlos zur Verfügung gestellt. und die Mitglieder des Tierschutzvereins haben den größten Teil der Anlagekosten aus freiwilligen Spenden ausgebracht. Unbemittelten wird gegebenenfalls die an sich schon sehr mäßige Gebühr entweder entsprechend ermäßigt oder sogar ganz erlassen. Kräftige Stoßstange oder schwacher Geseke. Mitte des Hellweges zwischen hier und Salzkotten fuhr ein Personenwagen, dessen Fahrer oisenbar nicht mehr Herr der Steuerung war. mit voller Wucht gegen einen etwa 25 cm starken Baum. Dabei aber geschah das Unglaubliche: Die Stoßstange rosierte den dicken Baum glatt ab. wurde swat ein wenig verbogen: aber niemand kam zu Schaden und kurz nach dem Unfall konnte der Wagen die Fahrt sortsetzen, als sei nichts geschehen. 13 Ehrenschilde für Bouern im Lande Wittekinds verford. Gelegentlich der Ehrung alter westfälides 5a#augrngeschlechter auf dem Westsälischen Lanerobauerntag in Detmold wurden 41 Schilde verleilt. Besonders ehrenvoll aber ist es für den Kreis Landeshauptmann Kolbow zum Vorstandsmitglied des Deutschen Gemeindetages berufen Münster. Nachdem der Landeshauptmann der Provinz Westsalen, Pg. Kolbow im März d. J. zum Vorsitzenden der Provinzialdienststelle Westfalen des Deutschen Gemeindetages ernannt wurde. hat ihn der Reichs= und Preußische Minister des Innern nunmehr auch zum Vorstandsmitglied des Deutschen Gemeindetages berufen. Neuer Landesrat und neuer Provinzialbaurat Münster. Der Leiter der Hauptfürsorgestelle der Provinzialverwaltung. Landesoberverwaltungsrat Dr. Pork. wurde zum Landesrat ernannt. Pork wurde am 12. Avril 1900 in Dortmund geboren, trat mit 17 Jahren ins Heer ein, um am Weltkriege teilzunehmen, diente beim 2. Garde=Fußartillerie= Regiment. widmete sich von 1919 ab dem Studium der Rechts= und Volkswissenschaft und nahm an den Kämpfen verschiedener Freikorvs im Osten und im Ruhrgebiete teil. Im Jahre 1922 promovierte er zum Dr. jur. und bestand 1926 die zweite juristische Staatsprüfung. Nach kurzer Tätigkeit als Hilfsrichter war er in den verschiedensten Zweigen der Provinzialverwaltung tätig. Als Leiter der Hauptfürsorgestelle gilt seine besondere Sorge den Kinderreichen. Blinden und Taubstummen. Regierungsbaumeister Schwarzinger wurde zum Provinzialbaurat ernannt. Im Jahre 1896 geboren. trat er mit 18 Jahren ins Heer ein und machte den ganzen Weltkrieg mit. zuletzt als Leutnant d. Res. Er studierte dann das Bauingenieurwesen und war nach Absolvierung der entsprechenden Prüfungen als Regierungsbaumeister für Wasser=, Straßen= und Brückenbauten in Ostvreußen, Hannover und Schleswig=Holstein tätig. Im November 1934 wurde er in die westfälische Provinzialverwaltung berusen und arbeitet dort seit April d. J. in der Straßenbauverwaltung. Eine Pressefahrt zu den Erholungsheimen der NSB. Münster. So mancher betrachtet heute das Bestehen der zahlreichen Erholungsheime für unsere Mütter und Kinder als eine Selbstverständlichkeit. ohne weiter darüber nachzudenken, daß hier der vom Führer gewollte Nationalsozialismus der Tat verwirklicht ist. Um nun einmal der Presse des Gaues Westfalen=Nord Einblick zu geben in das, was auf diesem Gebiete im östlichen Teile des Gaues geschaffen worden ist, hatte die NSV. die Presse des Gaugebietes zu einer Besichtigungsfahrt eingeladen. Die Besichtigung begann mit dem Besuche des dem Fürsten zu Bentheim=Steinfurt gehörenden Hauses Bosfeld bei Rheda, das als Erholungsheim für Mütter und Frauen unseres Gaugebietes eingerichtet ist und augenblicklich vornehmiich Frauen aus Gronau und Umgegend beherbergt, die daheim in Spinnereien und Webereien arbeiten und für ihre Familie Brot schaffen helfen. Wohl die meisten von ihnen, die sich hier in den herrlichen Parkanlagen erholen können, haben seit ihren Schulferien keinen Erholungsurlaub mehr genossen. In der HeideWaldschule Paderborn, dem einzigen NSV.=Heim, das aus Garten und Feld die für die Verpflegung nötigen Erzeugnisse selbst aufbringen kann, sind rd. 90 Jungen des Gaugebietes untergebracht, die in dieser gesunden Gegend eine sechswöchige Kur durchmachen. Sogar für 120 erholungsbedürftige Jungen bietet das NSV.=Heim in Bad Livnipringe Platz. Gegenwärtig ist ee mit Kindern aus Warendorf und Schaumburg=Livpe belegt. die Kinder aus Freckenhorst und Bocholt abgelöst haben. Eine besonders ideale Welt für die Jugend ist das RSV.=Heim Pivitsheide mit seiner herrlichen Umgebung. besonders dem Postteich, in dem sich die Jugend austollen kann. Augenblicklich bietet es 200 Jungen aus Bocholt. Wiedenbrück und Schaumburg=Lipve die ihnen zu gönnende Erholung und Kräitigung. Mädel aus Bottrov. Gelsenkirchen. Warburg und Warendorf. achtzig an der Zahl, hat das NSV.=Heim in Altenhagen bei Bielefeld in Pflege genommen, wie denn auch das Heim in Bad Driburg sich gleich den anderen ganz in den Dienst der gemeinnützigen Sorge für unser Volk stellt. um Deutschland die gesunde Jugend und lebenfrohen Mütter zu schaffen. wie der Führer es will. Ein Bulle sperrt den Bohnbetrieb Ibbenbüren. Daß der normalspurige Ausbau unseren ehemaligen„Pengelanton“ nicht vor Zwischenfällen schützt, wie sie ihm böse Zungen aus der Zeit seiner Schmalspurigkeit nachsagen, davon liefert ein Vorkommnis das sich dieser Tage in der Nähe von Recke=Steinbeck ereignete. einen drastischen Beweis. Dort hatte ein starker Bulle, der aus einer Weide ausgebrochen war, es für angebracht gehalten. sich's auf dem Bahnkörver bequem zu machen. Vergebens versuchte der Lokomotivführer durch langames Schieben. Läuten. Zischen und Drohen an dem Tierkoloß vorbeizukommen. Erst als man auf den Gedanken kam. allgemein kräftig in die Hände zu klatschen, machte sich das Tier aus dem Staube. Praktische Lehren aus einem tödlichen Unfall Ibbenbüren. Jahr für Jahr hort man von todlichen Unfällen, die sich dadurch ereignen, daß der betreffende Arbeiter die senkrecht anstehende Sandwand nicht nur unterhöhlt, sondern an deren Fuße sogar noch ein tiefes Loch gräbt. So kam auch in unserer Gemeinde vor etwa vierzehn Tagen ein verheirateter Mann und Vater zahlreicher unmündiger Kinder dadurch zu Tode, daß er in eine solche senkrechte Sandwand ein 1½ Meter tiefes Loch grub. Die Sandbank brach zusammen, und ehe man den Mann. der von ihr verschüttet wurde, retten konnte, war er bereits elendiglich erstickt. Dieser traurige Unfall gibt uns Veranlassung, immer wieder auf die Gefahr hinzuweisen, die mit einer solchen, an Leichtsinn grenzenden Arbeitsweise verbunden sind. Mag das Matcrial auch noch so fest anstehen, so kann man doch niemals übersehen, was in einer solchen Sandbank vor sich geht. Witterungsverhältnisse, besondere Adern und dergleichen spielen dabei eine sehr wesentliche Rolle. Man kann daher niemals wissen. wann die Sand massen zusammenbrechen, um in den natürlichen Böschungswinkel von 45 Grad zu kommen. Das möge doch jeder bedenken, der in nicht unter einem halben rechten Winkel anstehenden Böschungen Sand und sonstiges nachschiebendes Material entnimmt. Die Hengstvarade fällt aus Warendorf. Die augenblicklich auf dem Gelände des Westfälischen Landgestüts betriebene Tätigkeit zur Schaffung neuer Stallungen wie auch Umbau der alten macht es leider in diesem Jahre unmöglich. die gewohnte große Hengstvarade abzuhalten. Dafür aber darf man damit rechnen, daß im Herbst nächsten Jahres die Warendorfer Hengstvarade auf dem dann bedeutend vergrößerten Reitplatze abgehalten wird. Den Folgen schwerer Kriegsverwundung erlegen Havisbeck. Nach mehr als zwanzigjährigem Siechtum und beldenhaft getragenen Leiden starb im Alter von 57 Jahren der Majoratshert des freiherrlich Droste zu Stapelschen Besitzes. Friedrich Freiherr Droste zu Hülshoff aus Haus Stapel. ein Großnesse der größten deutschen Dichterin Annette Droste von Hülshoff. Ritter des E. K. 2. und 1. Kl. Als Hauptmann d. Res. des Feldartillerie=Rgt. Nr. 22 hatte er sich im Jahre 1914 eine schwere Verwundung zugezogen, die ihn lange Monate hindurch dem Tode nahe brachte. Doch erholte er sich langsam wieder. war, ob seines biederen, herzlichen Wesens weit und breit beliebt. vor allem in der Pflege der ländlichen Reiterei tätig bis er jetzt nach monatelangem Siechtum den Heldentod in der Heimat starb. Mädchen getötet, das den Radfahrweg nicht benutzte Rheine. Vor einem Lastzuge, der vorschriftsmäßig rechts die Ibbenbürener Straße befuhr, besand sich auch ein 18jähriges hiesiges Mädchen vorschriftsmäßig als Radjahrerin auf der Fahrbahn. Als der Lastzug das Mädchen überholte, wurde es von dem Wagen erjaßt und zu Boden geschleudert. Die Verletzungen waren so schwer, daß es auf der Stelle starb. Der Führer des Lastzuges suchte zwar schleunigst das Weite, wurde jedoch nach kurzer Zeit eingeholt und nebst Begleiter dem Amtsgerichte zugeführt. Das Mädchen aber wäre nicht getötet worden, wenn es den Radfahrweg benutzt hätte. der die Fahrbahn der Ibbenbürener Straße entlang läuft. Großer Bauernhof beim Dreschen niedergebrannt Vreden. Der große Esselingsche Erbhoj. einer der größten Bauernhöfe des Grenzgebietes. geriet während des Dreschens in Brand und wurde, obgleich sich die Feuerwehren von Vreden und Ammeloe die größte Mühe gaben, mit der gesamten Ernte und einem großen Teile des Eingutes und der Wirtschaftsgeräte vollständig eingeäschert. Mehr als in früheren Jahren hört man in diesem Jahre, daß gerade während der Damvfdrescharbeiten Bauernhöfe durch Feuer vernichtet werden. Peinlichste Beobachtung der Feuerverhütungsvorschriften kann hier nur eine noch weitere Vermehrung solcher Brandfälle verhüten. Von Khein, Mosel und Saal 950 Patenweinstädte Bonn. Im Sitzungssaal der Hauptabteilung 8 der Landesbauernschaft Rheinland. Sitz Bonn, fand eine Besprechung über die Vorbereitung der Weinwerbewoche statt. An dieser Besprechung nahmen Vertreter der Gauvresseämter. der Landesstellen des Ministeriums für Volksaufklärung und Provaganda. der RSG.„Kraft durch Freude“ und der beteiligten Verbände des Rheinlandes teil. Die zur Provagierung der Weinwerbewoche im Rheinland und im ganzen Reich notwendigen Werbemaßnahmen, die nach Beendigung des Reichsvarteilages einsetzen werden, sind in diesem Jahre besonders umjangreich. da gegenüber 450 Patenweinstädten im Vorjahr in diesem Jahr 950 Patenweinstädte in die Werbung einbezogen werden. Eine Liebestragödie Solingen. Als die Eheleute F. aus der Wupvertaler Straße von einer kurzen Reise zurückkehrten. fanden sie ihre Tochter gasvergiftet in einem Raume, auf. ihren Bräutigam erschossen in einem anderen Zimmer. Die Tochter wurde in besorgniserregendem Zustand ins Krankenhaus gebracht. Ueber die Ursachen dieser unseligen Tat verlautet noch nichts. 31 000 besuchten die Ruine Rheinfels St. Goar. Die Ruine Rheinsels. die durch Ausgrabungsarbeiten in den letzten Jahren besonders gern besucht wird, hat Retordbesuche aufzuweisen. Schon im vergangenen Jahre wurden rund 31 000 Besucher gezählt. In dieser Zahl sind die Besucher. die auf Grund besonderer Vergünstigungen, ohne Eintritt bezahlt zu haben. nicht berücksichtigt. Im Jahre 1936 ist bis Juli die Besucherzahl von 1935 bereits erreicht, so daß man dieses Jahr mit einer Besucherziffer von 40 000 rechnet Allein im Juli wurden 9880 Eintrittskarten verkauft. Erinnerungsstein an den Besuch des Führers „Vallendar. Zur Erinnerung an den Tag, an dem vor zwei Jahren der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler anläßlich der großen Saartreuekundgebung in Vallendar weilte, wurde in feierlichem Rahmen ein Gedenkstein eingeweiht. Unter großer Teilnahme der Bevölkerung und der Organisationen gab Bürgermeister Hillebrand dem Stein die Weihe. An den Führer wurde ein Huldigungstelegramm gesandt. Das Erinnerungsmal, das in den Rheinanlagen aufgestellt wurde, erheht sich aus einem schönen Steingarten und ist ein 80 Zentner schwerer Findling aus dem Feisternachtal. Ihn ziert außer dem Hakenkreuz die Inschrift:„Hier landete unser Führer und Reichskanzler Adolf Hitler anläßlich der Saartreuekundgebung auf dem Ehrenbreitstein am 26. August 1934. Die Stadt Vallendar.“ Tod durch einen hauhechel-Stache! Baumholder. Dem 64jahrigen Adam Scherc#el aus dem Nachbarorte Freisem drang bei Arbeiten auf dem Felde ein Stachel der sogen. dornigen Hauhechel in die Hand. Die Verletzung verschlimmerte sich und es gab eine Blutvergiftung. an deren Foigen Sch. im Krankenhause starb. Das Todesurteil gegen die Mainzer Giftmischerin Die Revision vom Reichsgericht verworsen Mainz. Der Erste Strassenat des Reichsgerichts hat am Dienstag die von der 42 Jahre alten Angeklagten Frieda Vogler. geb. Zorn. gegen das Urteil des Schwurgerichts Mainz vom 9. Juli 1936 eingelegte Revision als unbegründet verworien. Damit ist die Angeklagte wegen zweier Verbrechen des Mordes zweimal zum Tode und wegen zweier Verbrechen des versuchten Mordes zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Außerdem wurden der Angeflagten die bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit aberkannt. Die Angeklagte hatte bekanntlich im Jahre 1930 älteren Ehemann ermordet, indem sie ihm Gift unter die Speisen mischte Der Mitangeklagte Ludwig Seitz, der nach Annahme des Schwurgerichts von dem Verbrechen der Angeklagten gewußt hat, wurde ebenfalls von der Vogler vergiftet. Ein lästiger Liebhaber der Vogler. AndreaKeim. und der Stiessohn Georg Vogler entgingen wie durch ein Wunder dem gleichen Schicksal. Die Giftmordversuche sind jedoch entsetzlich, denn beide Männer sind nahezu erblindet Ein Strandroman von Hermann Weick * 12 Noch eine Weile beobachtete Margot die beiden. Es war, als könne sie ihre Blicke nicht von der Stelle wegwenden, wo Laurens und die Dame sich gerade aufhielten. Die beiden scheinen sich überhaupt nicht mehr trennen zu wollen! dachte Margot, und Eifersucht keimte in ihr auf. Sie zürnte sich, als sie sich plötzlich dieser Regung bewußt wurde. Was war mit ihr los? Wollte sie sich gar über Laurens ärgern? Das fehlte gerade, daß sie sich wegen dieses Herrn Gedanken machte! Lächerlich! „Grüßen Sie Fräulein Smith!“ rief jemand hinter Laurens her, als er das Hotel verließ. Er drehte sich um. Trude Wenckhaus kam auf ihn zu; sie schien nicht in der besten Laune zu sein. „Nehmen Sie mich bis zur nächsten Ecke mit?“ fragte sie.„Ich muß noch etwas besorgen!“ „Selbstverständlich!“ „Sie sind in Galauniform“, meinte Trude dann angesichts des Gesellschaftsanzuges, den Laurens unter dem Sommermantel trug.„Gehen Sie mit Fräulein Smith zum Kurhausball?“ „Zum Kurhausball gehe ich, aber nicht mit Fräulein Smith“, antwortete Laurens widerstrebend. „Nicht?...“ kam es sehr verwundert zurück. Und nach einer Weile, in bissigem Tone:„Sie sind ein sehr vielseitiger Herr, das muß ich sagen!“ „Erlauben Sie, Fräulein Trude!" „Sie scheinen neuerdings für die schöne, schwarzhaarige Dame, in deren Gesellschaft ich Sie schon mehrmals am Strand bemerkt habe, Feue: gefangen zu haben!“ „Ich habe zwar für die Dame kein Feuer gefangen,“ entgegnete Laurens, der sich über Trudes zurechtweisende Art ärgerte, etwas von oben herab,„trotzdem werde ich mit ihr ins Kurhaus zum Tanz gehen!“ „Viel Vergnügen!“ „Heißen Dank!“ Plötzlich blieb Trude stehen. Ihre blauen Augen funkelten Laurens empört an. „Darf ich Ihnen etwas im Vertrauen sagen, Herr Laurens: Sie sind der dümmste Mensch, der mir jemals vorgekommen ist!“ „Sie haben es heute abend wohl darauf angelegt, mir Komplimente zu sagen!“ begehrte Laurens auf. Er glaubte zu wissen, was Trude mit ihren Worten hatte sagen wollen; gerade deswegen lehnte er sich dagegen auf.„Darf ich vielleicht erfahren, wieso Sie zu diesem nicht sehr schmeichelhaften Urteil über mich kommen?“ „Wenn Sie das selbst nicht wissen, können Sie mir leid tun! Das eine sage ich Ihnen aber: Wenn ich an Maud Smiths Stelle wäre, würde ich Sie überhaupt nicht mehr ansehen!“ Laurens lachte; es klang aber unfrei. „So, meinen Sie das?... Das lassen Sie getrost Fräulein Smiths Sorge sein! Fräulein Smith ist über meinen Verkehr mit der anderen Dame längst orientiert; sie findet nicht das geringste dabei!“ „Das verstehe, wer mag!“ antwortete Trude resigniert. Dann brauste sie wieder auf:„Wenn man einen solchen Unsinn hört, möchte man drein. schlagen!“ „Sie sind ja heute sehr kampfeslustig!“ „Das bin ich heute abend auch! Ich habe wahr lich Grund genug dazu!“ „Wenn Sie derart in Rage kommen, kann es sich nur um Herrn Völker drehen!“ „Das ist auch der Fall!“ „Macht Ihre Mutter wieder Schwierigkeiten? Es hatte doch den Anschein, als ob sie und Herr Völker ein Herz und eine Seele seien!“ „Von Mama ist nicht die Rede, die ist ganz auf unserer Seite! Aber mein Vater, dieser Unmensch, lehnt nach wie vor Fritz Völker glatt ab!“ Mit raschen, erregten Worten berichtete Trude, daß ihre Mutter vorhin telephonisch mit ihrem Vater gesprochen habe. In vorsichtiger Weise habe sie einfließen lassen, daß Fritz Völker sich ebenfalls in Norderney aufhalte und daß sie hin und wieder mit ihm zusamengetroffen seien. Völker habe sich tadellos verhalten, nicht den geringsten Versuch, sich Trude zu nähern, habe er unternommen; trotzdem glaube sie, die Mutter, daß er nach wie vor Trude gerne habe, vielleicht sollte man doch, zumal Trude nun einmal für keinen anderen Mann Interesse und nur Gedanken für Völker habe, sich die Sache nochmals überlegen— schließlich habe man doch die Pflicht, Trude glücklich zu machen... „Wissen Sie, was Papa geantwortet hat? Gerade, weil er die Pflicht habe, mich glücklich zu machen, deshalb gebe er nicht die Zustimmung zu dieser Heirat!“ schloß Trude aufgebracht. „Das ist bedauerlich!“ „Eine Gemeinheit ist es!“ Trude stampfte mit dem Fuß auf den Boden.„Aber jetzt habe ich es satt! Jetzt wird ein Gewaltstreich unternommen; wir wollen sehen, wer Recht behält, Papa oder sch)“ „Was wollen Sie tun?“ „Ich weiß es noch nicht, alles Mögliche ist mir schon durch den Kopf gegangen, irgendetwas ganz Tolles muß es sein, durch das wir Papa kleinkriegen... Sie stockte. Ein neuer Gedanke schien jäh in ihr erwacht zu sein. Das Zornige in ihren Zügen wich und machte einem spitzbübischen Ausdruck Platz. „Jetzt habe ich es!“ Und da Laurens sie fragend ansah: „Ich habe soeben eine fabelhafte Idee bekommen!" „Darf ich sie wissen?“ „Wenn Sie niemand etwas davon verraten!“ „Das ist selbstverständlich!“ „Also hören Sie!“ Hastig entwickelte sie Laurens den Plan, der plötzlich in ihr aufgestiegen war. Je länger sie redete, umso mehr ereiferte sie sich; sie schien nun ganz Feuer und Flamme für ihr Vorhaben zu sein. „Wenn Fritz mir vor aller Welt das Leben gerettet hat, kann Papa einfach nicht mehr anders, als ihn mir geben!“ schloß sie, ihres Sieges im voraus bewußt. „Ist Ihr Plan nicht zu gefährlich?" wandte Laurens ein. „Keine Spur! Fritz Völker und ich haben im starnberger See schon ganz andere Sachen gemacht als das, was wir jetzt hier zum Besten geben wollen!“ „Ich werde jedenfalls aufpassen, damit ich Ihnen oder Herrn Völker beispringen kann, wenn es gefährlich werden sollte!" „Sehr freundlich von Ihnen, aber es wird nicht nötig sein!“ Sie lachte.„Fritz wird sich freuen, wenn er hört, was ich im Schilde führe; das wird so recht ein Streich nach seinem Geschmack!“ Laurens traf gerade bei der Thomaschekschen Villa ein, als Thomaschek und seine Tochter sowie Baron von Pregen das Haus verließen. „Ich dachte schon, Sie kämen nicht!“ sagte Margot bei der Begrüßung zu Laurens. „Ich wäre schon früher bei Ihnen gewesen, gnädiges Fräulein, wenn ich nicht auf dem Herweg eine Bekannte getroffen hätte, die mich etwas aufgehalten hat.“ Margots Augen zogen sich unmerklich zusammen.— „Kommen Sie, Baron!“ rief sie von Pregen zu und ging in betont absichtlicher Weise mit diesem voraus; Laurens folgte an Thomascheks Seite. Auch im Kurhaus begegnete Margot ihm dann anfangs sehr von oben herab, während sie den Baron sichtlich bevorzugte. Die schöne Dame hatte anscheinend wieder ihre hochmütige Laune! dachte Laurens ärgerlich. Da hätte er ebensogut zu Hause bleiben können! Er würde ihr aber nicht den Gefallen tun, sie merken zu lassen, daß ihre Reserviertheit ihn irgendwie bekümmere... Von einem Augenblick zum anderen schien dann Margots Laune umzuschlagen. Nun unterhielt sie sich fast ausschließlich mit Laurens, sie tanzte häufig mit ihm, eine erregte Lustigkeit hatte von ihr Besitz ergriffen, das Kühle, Gemessene, das sie sonst an sich hatte, war ihr ganz abhanden gekommen. Laurens hätte kein Mann sein müssen, wenn ihm die unverkennbare Art und Weise, wie Margot Thomaschek ihn auszeichnete, nicht geschmeichelt hätte. Er vergaß für eine Weile, daß er nur sehr widerstrebend zu diesem Balle gegangen war und lieber den Abend mit Maud Smith verbracht hätte; etwas von Margots sprühender Laune sprang auf ihn über. „Ich vergaß bisher ganz, zu fragen, ob mein tänzerisches Können Sie nicht allzu enttäuscht, gnädiges Fräulein!“ sagte er, als sie wieder einmal miteinander tanzten. „Sie tanzen sehr gut!“ Laurens stach der Uebermut. „Aber nicht so gut wie Baron von Pregen, nicht wahr!" „Lassen Sie mich jetzt mit dem Baron in Ruh:!“ entgegnete sie, es klang etwas unbeherrscht. „WJas haben Sie gegen den Baron? Er ist noch ein ausgezeichneter Gesellschafter!" „Er ist langweilig!“ „Ich glaube, daß Sie da übertreiben, gnädiges Fräulein! Würden Sie sich sonst soviel mit dem Baron abgeben?“ Margot zuckte ärgerlich mit den Schultern. „Ich kann ihn doch nicht immer fortschicken, wenn er kommt!“ „Nein, das können Sie nicht! So hartherzig dürfen Sie nicht sein!“ „Ich glaube gar, Sie treiben Spott mit mir!“ sagte Margot darauf, es klang aber nicht tadelnd oder vorwurfsvoll, eher wie in einem Einverständnis mit Laurens.„Spott würde sich der Baron mir gegenüber sicher nicht erlauben!“ „Davon bin ich felsenfest überzeugt, gnädiges Fräulein!“ pflichtete Laurens ihr bei. Nun lachten sie beide. Das Lachen stand noch in ihren Zügen, als sie gleich darauf an den Tisch zurückkehrten. „Du scheinst ja heute gut aufgelegt zu sein, Margot!“ meinte Thomaschek bei ihrem Erscheinen. „O ja..“ Pregen, der sie um den nächsten Tanz bat, bekam eine ablehnende Antwort. „Ich bin etwas müde,“ sagte sie, aber ihre lebendigen Mienen straften die Worte Lügen, „nachher tanzen wir wieder zusammen.“ Als sie sich dann nach einer Weile mit dem Baron entfernte, sah Thomaschek ihr mit zärtlichen Blicken nach. „Ich kenne eine Tochter nicht mehr,“ wandte er sich an Laurens, der bei ihm sitzen geblieben war. „Sie ist wie ausgewechselt, in einer so guten Stimmung wie heute habe ich sie noch selten gesehen!“ „Das ist ja sehr erfreulich,“ erwiderte Laurens, der nicht wußte, wohin der andere mit seinen Worten zielte. „Ich freue mich auch rechtschaffen darüber! Sie müssen wissen, daß ich mir schon oft Sorgen wegen meiner Tochter gemacht habe! Margot war früher ein frisches, natürliches Mädchen, ganz anders als heute! Wahrscheinlich habe ich sie dann, als meine Frau nicht mehr lebte, zu sehr verwöhnt, vielleicht ist es ihr auch nicht gut bekommen, daß alle Welt ihr den Hof machte und ihr Schmeicheleien sagte— jedenfalls hat sie sich nach und nach ein sehr launisches und blasiertes Wesen zugelegt. Ihre Launen hätte ich ertragen, vielleicht würden sie mir fehlen, wenn ich Margot nicht mehr um mich hätte... aber daß sie an nichts mehr, was auch geschah, eine innere Teilnahme zeigte, daß sie sich über nichts mehr recht freuen konnte, das wollte mir nicht in den Kopf hinein. War dieses Benehmen nur Ueberspanntheit von Margot? Oder fehlte ihr wirklich die Fähigkeit, sich für etwas zu ereifern und zu begeistern, konnte sie keine Freude mehr empfinden, so wie andere Menschen sie empfanden?“ Thomaschek machte eine kurze Pause. „Seit einigen Tagen bemerke ich, daß mit Margot eine Veränderung vor sich gegangen ist! Schon äußerlich; ihr Gesicht ist aufgeschlossener geworden, ihre Züge haben das Hochmütig=Starre verloren. An Dingen, die sie vorher nicht beachtet hatte, nimmt sie Anteil, sie kann sich mit einem Male wieder freuen, sie kann wieder herzlich lachen...“ Thomaschek sah den Jüngeren dankbar an.„Ich glaube, daß Sie, Herr Laurens, sich ein gutes Teil an dieser Veränderung zuschreiben dürfen.“ Laurens war im ersten Augenblick fassungslos. „Ich?... „Sie scheinen einen guten Einfluß auf meine Tochter zu haben!“ bekräftigte Tomaschek seine vorherige Behauptung. Laurens hatte die Verlegenheit, in die die Worte des anderen ihn versetzt hatten, einigermaßen überwunden. „Sie überschätzen mich, Herr Thomaschek!“ „Warum so bescheiden? Warum sollte ein Mann wie Sie nicht fertigbringen, was mir als Vater nicht gelungen war? Jedenfolls bin ich froh, Margot heute in dieser zufriedenen Stimmung zu sehen!“ Er hob sein Glas Laurens entgegen. „Auf Ihr Wohl, Herr Laurens!“ „Verbindlichsten Dank!“ antwortete Laurens und wollte gerade seine Gedanken, die angesichts der Worte Thomascheks etwas durcheinander geraten waren, in Ordnung bringen, als Margot Thomaschek mit ihrem Tänzer wieder am Tische erschien. „Gut unterhalten?“ fragte sie, während sie sich niederließ. „Ausgezeichnet! Wir haben ausschließlich von dir gesprochen!“ antwortete Thomaschek. Ein feines Rot kam in ihre Wangen. „Von mir?“ Sie blickte Laurens fragend an. „Hoffentlich war es nur Gutes!“ „Selbstverständlich! Wie könnte es auch anders sein!“ erwiderte Laurens eifrig. Er war nachher nicht sehr gesprächig. Die Unterhaltung mit Thomaschek wollte ihm nicht mehr aus dem Sinne gehen. Wenn Thomaschek ihm einen so günstigen Einluß auf seine Tochter zuschrieb, wenn er über diesen Einfluß sich so erfreut äußerte, wie es gechehen war, dann bewies dies doch nichts anderes, als daß er ihm wohlgesinnt war... daß er sich vielleicht schon mit der Zukunft seiner Tochter beschäftigt hatte, wobei er, Peter, eine nicht unwichtige Rolle spielte... Bei Herrn Thomaschek schien seine Sache ja gut zu stehen Und bei Margot Thomaschek?... Antwort auf diese Frage erhielt Laurens auf dem Heimweg, den sie sehr spät antraten, da Mar. got immer wieder gebeten hatte, noch eine Weile zu bleiben. Sie hatte, als sie aus dem Kurhaus ins Freie traten, wie selbstverständlich Laurens' Arm genommen. Nun schritten sie durch den nächtlichen Ort, in einiger Entfernung folgten Thomaschek und Baron von Pregen. „Alles liegt schon in tiefem Schlafe!“ sagte Margot und wies auf die dunkeln Häuser. „Sind Sie nicht müde, gnädiges Fräulein?“ „Nicht im geringsten! Ich hätte noch lange weiter tanzen können!“ Nach einer Weile sprach sie: „Ich möchte Sie etwas fragen, Herr Laurens!“ „Bitte!" „Was haben Sie und mein Vater heute abend, während ich mit dem Baron tanzte, über mich gesprochen?“ „Sind Sie so neugierig?“ „Im allgemeinen nicht—— aber ich wüßte gerne, was über mich geredet wurde!“ „Ihr Herr Vater äußerte seine große Befriedigung darüber, daß Sie, gnädiges Fräulein, neuerdings sehr gut gelaunt und lebensfroh seien, was nicht immer der Fall gewesen sei, und daß Sie vor allem heute abend sich in so vorzüglicher Stimmung befanden!“ „Ist das alles?“ „Ja!“ antwortete Laurens prompt. Er konnte Margot Thomaschek doch nicht gut sagen, daß ihr Vater diese gute Laune auf seinen, Peters, Einfluß zurückführe... „Papa hat recht, ich habe mich heute abend wirklich glänzend amüsiert, schon lange hat mir keine derartige Veranstaltung so gut gefallen, wie diese!“ Sie plauderte angeregt weiter, eine junge Dame, die am Tanzen, am heiteren gesellschaftlichen Treiben Vergnügen findet und sich bereits jetzt auf den nächsten Ball freut. Nichts mehr von der früheren zugeknöpften, hoheitsvollen Art, sich zu geben, war nun an Margot; sie benahm sich ganz natürlich und ungezwungen. Dann aber wurde sie unvermittelt schweigsam. Als hänge sie einem Gedanken nach, der sie nicht loslasse. Sie näherten sich schon der Thomaschekschen Villa, da fragte Margot leichthin: „Wer war eigentlich die Dame, mit der Sie heute vormittag im Wasser zusammen waren?“ Durch Laurens ging es wie ein elektrischer Schlag. Etwas, das er während der letzten Stunden gewaltsam zurückgedämmt hatte, brach mit übermächtiger Gewalt wieder über ihn herein. Mardlb..b. schrie seine Sehnsucht. Maud.. ihr Name lag auf seinen Lippen. ihr Bild erschien ihm aus der Nacht, die um ihn war Zorn auf sich selbst erfaßte ihn plötzlich. Wie kam er dazu, hier mit der anderen zu gehen? Was hatte er mit dieser zu schaffen? War es nicht Verrat an Maud, an seiner Liebe zu ihr, wenn er den Abend mit Margot Thomaschek verbrachte, mit dieser tanzte und flirtete?... „Warum antworten Sie mir nicht?“ sagte da mit hörbarer Ungeduld Margot in seine tobenden Gedanken hinein. „Es war eine Bekannte...“ „Wohl Ihre Freundin?“ Etwas in Margots Stimme ließ Laurens auffahren. „Nicht in dem Sinne, wie Sie meinen, gnädiges Fräulein!“ entgegnete er erregt.„Die Dame ist Amerikanerin, ich lernte sie kennen und freundete mich mit ihr an. Mehr weiß ich Ihnen darüber beim besten Willen nicht zu erzählen!“ „Aber, Herr Laurens, warum ereifern Sie sich derartig?“ kam es gereizt zurück.„So genau wollte ich über die Art Ihrer Beziehung zu der Dame nicht Bescheid wissen!“ Margots Worte brachten Laurens wieder zur Besinnung. Er gestand sich ein, daß er sich soeben bei seiner Antwort im Tone schwer vergriffen hatte. War es denn etwas Unerlaubtes, wenn Fräulein Thomaschek sich nach Maud Smith erkundigte? Warum tat sie das eigentlich? War sie auf Maud eifersüchtig?— Der Ton, in dem sie ihn vorher gefragt hatte, ob Maud seine Freundin sei, hatte doch stark nach Eifersucht geklungen, das kam ihm jetzt erst zum Bewußtsein.— Wenn Margot aber auf die andere eifersüchtig war, so besagte das doch nichts anderes, als daß sie nicht unerhebliches Interesse für ihn hatte... Laurens hätte somit von dem Ergebnis dieses Abends befriedigt sein können. Nicht nur, daß er bei Herrn Thomaschek einen Stein im Brett hatte — auch Margot hatte, wenn auch ungewollt, ihm soeben verraten, daß er ihr nicht gleichgültig war. Trotzdem war Laurens alles andere eher als froh gestimmt darüber. Er beherrschte sich zwar jetzt und sagte Margot ein paar freundliche Worte, um seine vorherige ausfällige Antwort zu verwischen. Margot schien auch schnell wieder versöhnt zu sein; aber er war doch froh, als er endlich sich von den anderen verabschiedet hatt und allein seines Weges gehen konnte. (Fortsetzung folgt.) FK.FPTr, Aoee uiebOntoo Hotlelil in die Kantkesplele Am Sonntag Beginn der Meisterschaftsspiele— Westfalen und Mittelrhein mit vollen Segeln— Daneben noch acht Begegnungen um den Pokal des Reichssportführers— Benrath und Schalke auswärts Dritte Schlußrunde um den Tschammer-Pokal Benrath in Berlin gegen Hertha— BfB Stuttgart trifft auf Schalke Der Kampf um den Tschammer=Pokal ist in ein entscheidenes Stadium getreten. 16 Bewerber sind aus der großen Anzahl übriggeblieben, und wer von diesen wird die dritte Schlußrunde überstehen? Westdeutschland ist in diesem Pokal=Wettbewerb noch durch Schalke 04 und VfL Benrath vertreten und hat damit noch zwei starke Eisen im Feuer, zumal der Titelverteidiger, der 1. FC Nürnberg, von den Benrathern in Düsseldorf mit:2 ausgeschaltet wurde. Es ist jetzt natürlich sehr nahe. Schalke 04 als voraussichtlichen Pokalgewinner anzusehen. aber der Weg der Knapven wird noch viele und schwere Hindernisse aufweisen, und wer weiß, ob nicht schon am Sonntag den Schalkern ein Schwabenstreich gespielt wird. Rein zahlenmäßig ist der Süden noch am stärksten vertreten, und zwar mit den sechs Mannschaften SV Waldhof. VfB Stuttgart, 1. FC Pforzheim, Wormatia Worms. SSV Ulm und 1. FC Schweinfurt. Mitteldeutschland hat noch Polizei Chemnitz. BfB Leivzig und BfB Peine im Rennen, der Westen stützt sich bekanntlich auf Schalke 04 und VfL Benrath, für den Gau Brandenburg sind Hertha=BSC Berlin und Wacker 04 Berlin sowie der Berliner SV 92 die Hoffnungen. Norddeutschland ist noch durch Werder Bremen vertreten, und von Ostoreuken macht Hindenburg Allenstein die weitere Runde noch mit. Die Paarungen für die dritte Schlußrunde am kommenden Sonntag haben folgendes Aussehen: in Berlin: Hertha=BSC Berlin— VfL Benrath in Berlin: Wacker 04 Berlin— Werder Bremen in Stuttgart: BfB Stuttgart— FE Schalke 04 in Chemnitz: Polizei Chemnitz— SV Waldhof in Leipzig: BfB Leipzig— Berliner SV 92 in Pforzheim: 1. FC Pforzheim— Worm. Worms in Ulm: SSV Ulm— 1. FC Schweinfurt in Allenstein: Hindenbg. Allenstein— BfB Peine Beide westdeutschen Mannschaften müssen reisen. Und diesmal sind sie sogar mit großen Gefahren verbunden. Unser Tiv für die„letzten Acht" aber lautet: Schalke, Benrath, Wacker 04 Berlin, Polizei Chemnitz. VfB Leipzig, Wormatia Worms, 1. FC Schweinfurt und Hindenburg Allenstein. Hertha=BSC Berlin— VfL Benrath Die Benrather sind nach ihrem Siege über Nürnberg ganz erheblich im Kurs gestiegen. Man wird zwar gut daran tun, den Erfolg über den Titelverteidiger nicht allzu hoch zu bewerten, da er immerhin zu Beginn der Saison erzielt wurde. Das soll beileibe keine Herabsetzung der Leistung der Benrather sein, sondern sie nur zur Vorsicht gemahnen, das Spiel in Berlin nicht zu leicht zu nehmen. Denn Hertha verfügt immer noch über eine technisch gute und auch schlagstarke Einheit, die zudem in solchen Kämpfen große Routine besitzt, die nicht zuletzt ausschlaggebend sein kann. Die Berliner sind im Sturm zwar nicht mehr so gefährlich wie in früheren Jahren. aber die Hintermannschaft ist doch noch immer recht zuverlässig, und der Benrather Angriff wird schon einen guten Tag haben müssen, um sich gegen diese Abwehr erfolgreich durchzusetzen. Benrath hat den„Club“ verdient geschlagen, allerdings in seiner Leistung nicht restlos überzeugt. Wir wissen aber, daß die Benrather noch mehr zu leisten imstande sind, wenn sie dazu aufgefordert werden. Und gewiß wird Hertha den Westdeutschen alles abverlangen. Es wird ein harter Kampf werden, aus dem Benrath als knapper Sieger hervorgehen sollte. BfB Stuttgart— Schalke 04 Es ist nicht das erste Mal, daß diese beiden Mannschaften zusammentreffen oder sich in einem entscheidenden Kampf begegnen. Vor zwei Jahren standen BfB Stuttgart und Schalke 04 im Finale der deutschen Meisterschaft, aus dem die Knappen als 614=Sieger hervorgingen. Auch in der späteren„Revanche" zeigte Schalke sich den Schwaben mit:2 glatt überlegen, doch sollte der zweimalige deutsche Meister sich hüten, nach diesen Ergebnissen vielleicht seinen Pokalgegner am Sonntag zu unterschätzen. Wenn auch Schalke bisher die Stuttgarter zweimal einwandfrei schlagen konnte, so hat der Kampfverlauf doch jedesmal bewiesen, daß die Schwaben mit ihrem Spiel den Westdeutschen oft gefährlich geworden sind. Schalke weiß, worum es geht, und es wird seine Chance nach dem Ausscheiden von Fortuna Düsseldorf und 1. FC Nürnberg bis zum Letzten wahrnehmen. Gaunampf in Balsburg Gau Niederrhein spielt gegen Gau Mittelrhein Die beiden Gaumannschaften von Nieder= und Mittelrhein haben für den kommenden Sonntag nach Duisburg einen Repräsentativ=Freundschaftskampf abgeschlossen. Es kommt hier also zu einem interessanten Kräftevergleich zwischen zwei benachbarten Gau=Vertretungen, die schon mehrmals aufeinandergetroffen sind, wobei„die vom Niederrhein" durchweg etwas günstiger abgeschnitten haben. Auch diesmal halten wir einen Erfolg der Niederrheinelf eher für möglich, als einen Sieg der Gäste, obwohl die Mittelrheinischen in der vergangenen Saison als Gaumannschaft sowohl gegen gute deutsche als auch ausländische Mannschaften beachtenswerte Ergebnisse herausgeholt haben. Die Aufstellungen lauten voraussichtlich: Gau Niederrhein: Jürissen(Rot=Weiß Oberhausen): Janes(Fortuna Düsseldorf), Busch (Duisburg 99); Mehl, Bender(beide Fortuna DüsDeei tressen in Westsaten Fußball-Westfalen starket in die neue Spielzeit # so weit. Die ersten Spiele in aller nach der„Großen Halbzeit". der Somseldorf), Rodzinski(Hamborn 07); Albrecht(Fort. Düsseldorf), Graf(Turn Düsseldorf), Hoffmann (Duisburger SpV), Zwolanowski(Fortuna Düsseldorf), Günther(Duisburg 99). Gau Mittelrhein: Mombre(Mülheimer SV); Münzenberg(Alemannia Aachen), Ahrweiler (Mülheimer SV): Kuckertz(Kölner CfR), Hoofs (Mülheimer SV), Klein(Beuel): Elbern(Beuel), Dahmen(Kölner CfR), Gauchel(Koblenz=Neuendors), Euler(Sülz 07). Weyer(Kölner CfR). Nachdem der Bezirk Aachen dem Mittelhrein angegliedert wurde, kann die Gaumannschaft natürlich erheblich verstärkt werden. Und sicherlich ist auch durch diese Eingliederung die mittelrheinische Mannschaft erheblich stärker geworden, denn jetzt steht immerhin in der Verteidigung der internationale Münzenberg, der zusammen mit Ahrweiler und dem vorzüglichen Torhüter Mombre vom MSV eine ausgezeichnete Abwehr bildet. Doch kann der Niederrhein mit seinem Schlußdreieck Jürissen, Janes und Busch einen Vergleich in jeder Hinsicht mit den Gästen aushalten, die höchstens im Angriff etwas höher einzuschätzen sind. Der gefährlichste Stürmer der Mittelrheinischen ist der Koblenzer Gauchel. der sich zu einem äußerst schußgewaltigen und auch ideenreichen Spieler entwickelt hat, der die niederrheinische Abwehr vor nicht geringe Aufgaben stellen wird, zumal er in Euler und Dahmen zwei anpassungsfähige Spieler zur Seite hat. Von den beiden Außenstürmern ist Elbern besser als Weyer. In der Läuferreihe wrd man aber dem Gau Niederrhein wiederum einen Vorzug einräumen müssen, denn so gut auch Kuckertz, Hoofs und Klein sein mögen, in der Gesamtheit reichen sie doch nicht ganz an das Können der beiden Düsseldorfer Fortunen Mehl und Bender sowie des Hamborners Rodzinski heran. Der Sturm vom Niederrhein hat in dieser Besetzung noch nicht zusammen gespielt wenn sich die Spieler auch nicht mehr direkt fremd sind. Hoffmann=Duisburg, der den Angriff führen soll, soll leicht verletzt sein, so daß vielleicht hier noch eine Aenderung vorgenommen wird. Gegen die übrigen vier Svieler ist nichts einzuwenden, sie haben den Gau Niederrhein schon oft und gut vertreten. Sie sollten auch diesmal ihre Aufgabe zur Zufriedenheit lösen. Mehr als ein knapper Sieg wird für den Gau Nieder= rhein aber kaum herausspringen. Städtekampf Essen— Duisburg Am Sonntag am Uhlenkrug Die besten Leichtathleten von Essen und Duisburg messen am kommenden Sonntag erneut im Städtekampf die Kräfte. Vor etlichen Wochen unterlagen die Gäste im Duisburger Stadion mit 78:81 Punkten und werden alles daransetzen, um nun im Rückkampf auf der Max=Ring=Kampfbahn am Uhlenkrug an den Sieg zu kommen. Die Mannschaften stehen wie folgt: Essen: 100 Meter: Melles, Vogelsang. 200 Meter: Melles. Kirchhoff. 400 Meter: S. Lettau. Winter. 800 Meter: Göhlitz. Ahlhorn. 1500 Meter: Seiffert, Blumensaat. 5000 Meter: Klus. Schlothane. 4X100 Meter: Kirchhoff. Vogelsang, Lameck. Melles. 1600=Meter=Staffel: Göblitz, S. Lettau, Lameck. Winter. Hochsprung: Hellerforth, Goike. Weitsprung: Hellerforth: Huffels. Dreisprung: Hellerforth. Huffels. Stabhoch: Lindhorst, Behne. Kugel: Bartels. Gottschalk. Diskus: Bartels. Kettgen. Speer: Bartels. Kletzin. Hammer: Zöller, Trumpa. Duisburg: 100 Meter: Sauernborn. Becker. 200 Meter: Sieweck, Hoeke. 400 Meter: Sieweck, Breske. 800 Meter: Begowic, Burscheid. 1500 Meter: Gerull, Breuer. 5000 Meter: Spohr. Ziegelscheck. 4X100 Meter: Sieweck, Sauerborn, Becker. Clemeur. 1600=Meter=Staffel: Gerull. Hoeke, Clemeur, Begowi. Hochsprung: Primm. Biesolt. Weitsprung: Primm. Holz. Dreisprung: Primm. Stemmler. Stabhoch: Kinast. Schmidt. Kugel: Frochte. Großfengels. Diskus: Frochte. Großfengels. Sveer: Bender, Theune. Hammer: Brouwers, Schmidt. Westfälisches Jugendschwimmfest in Werne Nach dem großen Japanermeeting ist das Freibad in Bochum=Werne am ersten Septembersonntag der Schauplatz eines westfälischen Jugendschwimmfestes. Der Nachwuchs wird hier in stattlichem Aufgebot zu Wort kommen. Die einzelnen Wettbewerbe haben eine sehr starke Besetzung erhalten und sicherlich werden sich auch die Leistungen sehen lassen können. Es ist wieder Freundschaft nach merspielsperre, sind vorüber und nun kämpfen die deutschen Fußballgaue wieder um die Punkte. Westfalen leitet die neue Meisterschaftssaison am kommenden Sonntag mit drei Spielen ein. Vier Mitglieder der Gauliga können noch einmal mit„Gewehr bei Fuß" erste Siege und Niederlagen abwarten, später werden auch sie im Kampf um die Zähler dabei sein. Gleich am ersten Spielsonntag gibt auch einer der„Novizen". Borussia Dortmund, die Antrittsvorstellung: Borussia Dortmund— Westfalia Herne Tus Bochum— SuS Hüsten 09 Spielvgg. Herten— Germania Bochum Immer noch hat der Fußball seine große Gefolgschaft. Lange schon wartet sie auf das Einsetzen des Punktekampfes und nun wird sie wieder lange Monate hindurch aus der Spannung nicht herauskommen. Mit lebhafter Anteilnahme wird sie dem Auf und Ab„ihres“ Vereins in der Tabelle folgen und mit alter Leidenschaft alle Möglichkeiten, die sich für diesen oder jenen Bewerber um die Meisterschaft ergeben, erwägen. Bislang war es noch immer so in Westfalen: die überragende Spitzenstellung von Schalke 04 hat das Rennen in der Gauliga schon von vornherein entschieden. Keiner seiner Mitbewerber hat den Exmeister gefährden können und heuer wird es nicht anders sein. Schalke hat nun mal eben sozusagen ein Primat auf die Meisterschaft und so schnell wird sich bei der Gründlichkeit. mit der sich die„Königsblauen“ um ihren Nachwuchs kümmern, auch nichts daran ändern. Ueber Nacht wird keiner die Elf aus der„Glückauf=Kampfbahn" aus dem Sattel heben können... Um so heißer wird aber der Kampf um den besten Rang hinter dem Exmeister und das Vermeiden des Abstiegs entbrennen. Wir haben in der letzten Saison gesehen, wie Recklinghausen seinen letzten Gauligaverein verlor und auch die starken Preußen aus Münster ihren Abschied nehmen mußten. Es wird eben keinem etwas geschenkt und wer weiß, wer im nächsten Frühjahr zum guten oder besser gesagt zum bösen Ende an der Reihe sein wird, seinen Platz in der Gauliga für einen anderen freizumachen? Mit den ersten Spielen setzt natürlich auch das große Rätselraten ein, wie es werden wird. Sagen läßt sich zur Stunde aber noch gar nichts. Man muß sich eben gedulden, bis die ersten Auseinandersetzungen geschlagen sind und dann wird man schon klarer sehen. Alles in allem ist die Situation recht reizvoll. Dortmund hat in der Borussia endlich wieder einen Gauligaverein und es ist sicher, daß Lenz und seine Kameraden alles daransetzen werden, um ihrer Heimatstadt recht lange die Spiele der höchsten Klasse zu erhalten... Aittleirheins kungsamtter Villel Kleisterschäfteil in Koltschatsspoel Rekordbeteiligung an den Düsseldorfer Wettkämpfen vom.—7. September Mit dem Eissport hat auch der Rollschuhsport jetzt im Westen große Fortschritte gemacht und beginnt mehr und mehr die breite Sportmenge zu erfassen. Mit über 160 Meldungen aus allen Teilen des Reiches hat der Veranstalter, die Düsseldorfer Eislaufgemeinschaft e.., schon von vornherein einen Erfolg zu verzeichnen, denn bisher hatten die Meisterschaften noch nie ein so großes Meldeergebnis zu verzeichnen, ein Beweis, wie sehr sich der Rollschuhvort in Deutschland verbreitet hat. Vom Freitag. 4. September, bis Montag, 7. September, wird es auf der Rollfläche des Düsseldorfer Eisstadions, das zurzeit durch den Bau einer zweiken Eislauffläche vergrößert wird, in den verschiedenen Rollauf=Wettbewerben zahlreiche Kämpfe geben, die jeder auf seine Art die Besucher fesseln dürften. Die Meisterschaftskämpfe sind ausgeschrieden für den Rollkunstlauf. Rollhockey und den Rollschgellauf. Besonderes Interesse dürften die Kämpfe im Nollhockey finden, das dem beliebten Eishockey in seiner Art verwandt ist. Zehn Mannschaften, unter ihnen der Titelverteidiger Stuttgarter RSC. die Düsseldorfer EG. Vereine aus Dortmund, Krefeld, Frankfurt, Hannover und Remscheid, haben gemeldet. Es wird in der Vorrunde in drei Gruppen (eine Gruppe zu vier Mannschaften) gespielt. Die Sieger jeder Gruppe tragen dann im Rundenkampf die weiteren Entscheidungskämpfe aus. Die Entscheidung dürfte zwischen Stuttgart. Nürnberg und Berlin liegen. In den Rollkunstlauf=Wettbewerben sind die Titelverteidiger Hans Schmitz(Nürnberg), Frl. Paula Renner(Nürnberg) und das Paar Inge Selmair=Willy Pfister zur Stelle, haben aber mit einer großen Konkurrenz zu rechnen. Im Rahmen der Kunstlaufmeisterschaft wird es noch Wettbewerbe in verschiedenen Klassen geben, von denen besonders die Kämpfe des kleinsten Nachwuchses, der am eifrigsten bei der Sache ist, gefallen dürften. Wie im Eislauf wird es auch hier ein Pflicht= und ein Kürlaufen geben. Schließlich wird auch die Meisterschaft im Schnellauf ausgetragen. Meister wird, wer in den Rennen über 500. 1500 und 5000 Meter durch seine gute Plazierung die beste Punktzahl erhalten hat. Diese Meisterschaft wird erstmalig ausgetragen. — Große Aussichten werden dem durch seine Eisgrotesken bekannten Benno Faltermeier eingeräumt. der ja auch als Eisschnelläufer bekannt ist. Es ist nur zu verständlich, daß das übrige Gauprogramm im Hinblick auf das Treffen in Duisburg leiden muß. Nach anfänglichem Tasten und Sich=Beschnuppern am vorigen Sonntag soll nun Ernst gemacht werden und zwar spielen: Kölner SC 99— Rhenania Würselen VfR Köln— Bonner 8B Also ein mageres Programm und die vielen, die endlich ihren Verein wieder einmal in hartem Kampf sehen wollen, müssen sich noch eine Weile gedulden. Ueber die Begegnung des KSC mit Würselen dürfte kein Zweifel bestehen. KSC muß der Sieger heißen. Anders ist es schon mit BfR und den Gästen aus Bonn. Gerade die Bonner waren es. die alle kunstvoll aufgestellten„absolut sicheren" Berechnungen mit einem Schlage über den Haufen werfen konnten. Nun wird aber der MittelrheinGaumeister aus der vorjährigen Spielzeit seine Lehren gezogen haben und nicht die Absicht haben, gleich beim Start zu stolvern. * Am Niederrhein eröffnet nur die Bezirksklasse die Saison, während die Gauliga durch das Treffen in Duisburg voll beansprucht ist, oder aber, wie Benrath, noch im Rennen um den Pokal liegt. Bis zur Drucklegung der Zeitung wurde nur das Treffen zwischen Rot=Weiß Oberhausen und Eintracht Frankfurt bekannt, das die Oberhausener auch ohne Jürissen, der zur Gaumannschaft abgestellt werden mußte, gewinnen sollten. Westdeutsche Bezirksklasse Westfalen: Gruppe Gelsenkirchen: SC Hassel gegen Viktoria Recklinghausen. SG Gladbeck— BV 12 Gelsenkirchen, Gelsenkirchen 07— Sportfr. Gladbeck. Union Recklinghausen— Union Gelsenkirchen. Gruppe Bochum: Westfalia Bochum— BfB Börnig. SC Dahlhausen— Tura Altenvoerde, Witten 92— Preußen Bochum, Ehrenfeld— Sportring Gevelsberg. Gruppe Dortmund: Hagen 72— Arminia Marten, Sportfreunde Dortmund— Brambauer. SC Hörde— DSC Hagen, Castrop 02— Böving= hausen, Unna— Alemannia Dortmund. Gruppe Münster: SuS Ablen— Westfalia Ahlen, Gronau 09— SuS 13 Recklinghausen. BV Rheine— Münster 08. Preußen Münster— Borussia Rheine. Gruppe Minden: BfB Bielefeld— Westf. Brackwede. Teutonia Lippstadt— Schildesche. Paderborn— Spygg. Beckum. SuS Geseke— Union Herford. Bielefeld 06=07— Borussia Lippstadt. Gruppe Arnsberg: Sppgg Olve—&a Siegen, BfB Weidenau— Herdringen. Hemer 08— Eiserfeld, Menden— Lüdenscheid. Arnsberg 09— Jahn Werdohl, Sportfreunde Siegen— KlafeldGeisweid. Niederrhein: Gruppe 1: Rheydter SvV— SpV Dohr, SV Lürrip 1910— Viktoria Rheydt, SC.=Gladbach gegen Sportfr. Krefeld. Gruppe 2: SSyVg Barmen— SSV Haan, Ratingen 04— Eller 04. Germania Küllenbahn— TSG Langerfeld. Tura Essen— BV Altenessen. Gruppe 3: Düsseldorf 99— Tus Ronsdorf. Germania Elberfeld— Schwarz=Weiß Barmen, BV Lüttringhausen— Eintracht Düsseldorf. Bayer Leverkusen— VfR Ohligs. Solingen=Gräfrath— SSV Oberkassel. Tus Helene Essen— BV Stoppenberg. Gruppe 4: Kleve 63— BfB Speldorf. Duisburger SvV— VfvB Alsum. Union Krefeld— SC Osterfeld. Kray 04— BfB Lohberg. Meiderich 06— 1. FC Styrum, SV Düssern— SV Lintfort. Gruppe 5: Preußen Essen—. VfvB Ruhrort. Borussia Rheinhausen— Viktoria Oberhausen. Handball: Kupferhütte Duisburg— Rasensport Mülheim. Mittelrhein: Gruppe 1: Nippes 1912— Vingst 05. Jugend Kalk— Wolsdorf. Viktoria— Troisdorf, Kölner BV 07—.=Gladbach. Tus Oberlar— Blau=Weiß. Siegburg— Allianz. Gruppe?: Kölner BC— Hennef. Godesberg 08— Phönix, Köln=Nord— Friesdorf, Preußen— Union 05, Rhenania— VfL Poll. Bonner BC— Bayenthal. Gruppe 3: Eitorf— Betzdorf. Bruche— Herdorf. Brachbach— Gummersbach, Waldbröl— Mudersbach. Daaden— SV Höhe. Gruppe 4: VfL Koblenz— Urbar, Kottenheim gegen Lützel. Niedermendig— Koblenz 1900. Gruppe 5: SC Neuwied— Rheinland Mayen. FV Engers— Neuenahr. TV Mayen— HeimbachWeiß. Saffig— Viktoria Neuwied. Gruppe 6: Westmark Trier— Trier=Süd, Zewen— Eintracht Trier, Ehrang— Post Trier, Kürenz— Moselland Trier, Konz=Karthaus— Wittlich. Gruppe7: Eintracht Kreuznach— 1. FC Idar. Oberstein— Schwarz=Weiß Kreuznach. SV Idar— Kirchweiler, Sobernheim— Algenrodt. Tiefenstein gegen Kirn. Gruppes: Jugend Düren— Birkesdorf. GrünWeiß Eschweiler— Baesweiler, Palenberg— Düren 99. Alemannia Aachen— Kreuzau, Dürener SV gegen Stolberg. Kellersberg— Mariadorf. Handball: TV Ehrenfeld— Alem. Aachen, Mülheimer SV— Niederseßmar. TV Gummersbach gegen TV Kalk. BfB Aachen— Obermendig. TV Rieden— DV Siegburg=Mülldorf. Wirrichten; Phantäftischer uls die Phaläste Magische Gifte aus der neuen Welt Es gibt eine reiche Anzahl gruseliger Geschichten, in denen mit der üppigen Wirkung bekannter oder unbekannter Gifte in der Darstellung nicht gegeizt wird. Es gibt auch ein paar seltsame Berichte aus Mexiko, in denen ernsthafte Reisende von Zaubertränken und unbegreiflichen Rauschzuständen Mitteilung machen. Aber was heute die Forschung darüber berichten kann, übertrifft. so lückenhaft es vorläufig ist, dennoch die ausschweifendste Phantasie noch um ein beträchtliches. Im Ferdinand Enke Verlag Stuttgart 1936 ließ Professor Reko ein Buch über„Magische Gifte“ erscheinen, das in seiner sachlichen Darstellung aufregendere Wunder schildert als jedes Werk der Phantasie. Peyotl: ein Kaktus, der Gespenster sehen läßt Peyotl ist der altmexikanische Name für einen kleinen grau=grünen kugelförmigen Kaktus, der einen bitteren, unangenehmen Geschmack hat. Er war den Eingeborenen schon seit langer Zeit bekannt, und einer der alten Geschichtsschreiber sagt von ihm:„Dieser Wurzel werden wunderbare Eigenschaften zugeschrieben, wenn man dem Glauben schenken will, was darüber gesagt wird. Diejenigen, die sie nehmen, bekommen die göttliche Gabe der Vorhersehung und können künftige Dinge wie Propheten vorauswissen.“ Und ein anderer:„Die, die sie essen oder ein daraus bereitetes Getränk zu sich nehmen, sehen lächerliche oder mitunter auch schreckhafte Dinge.“ Allgemein wurde bemerkt, daß dabei nach dem Genuß erst der Katzenjammer und dann erst der Rausch kam, ohne zunächst weitere Folgen zu hinterlassen. Nach dem Volksglauben wurde durch den Peyotlgenuß der Verkehr mit den Göttern vermittelt, darum wandten sich nach der Eroberung die katholischen Priester scharf dagegen, so daß er in Mexiko fast aufhörte; dafür drang er in den letzten Jahrzehnten nach Norden in die Vereinigten Staaten. In Oklohama tat sich sogar 1911 eine„Peyotlkirche" auf. Bei der wissenschaftlichen Untersuchung hat man Mescalin in dem Kaktus gefunden, das in der Tat u. a. farbige Visionen erzeugt, und ein Deutscher, der an sich ihre Wirkung ausprobierte, sah nach vorbeigegangenem heftigen Katzenjammer grauenhafte Gestalten, mit denen er in seinen Delirien erbitterte Kämpfe ausfocht. Marihuana oder Rosamaria, der berauschende Hauf Unter dem Namen Haschisch sind Hanfprodukte aus Marokko und Indien schon in unheilvoller Weise bekannt geworden. Mexiko hat einen anderen Namen dafür, und sogar einen sehr zärtlichen(Mari=huana, Maria Juana oder Maria Johanna), aber es ist dieselbe Sache. Wie gefährlich der Mißbrauch wurde, zeigt sich darin, daß der Anbau von Hanf im ganzen Lande verboten wurde. Das Gift sitzt in der weiblichen Blütenstaude, insbesondere in einem abgesonderten Harz; gegessen, getrunken oder geraucht entfaltet das Narkotikum seine verderbliche Wirkung. Nach dem Genuß stellen sich Halluzinationen ein, dann folgt eine Zeit der Niedergeschlagenheit, dann Schlaf, dann Aufwachen mit oder ohne Katzenjammer. Wer dem Gift verfallen ist — und es scheint eine erschreckend große Anzahl zu sein— verliert jeden Willen und treibt dem Untergang zu. Der so teuer erkaufte Glückszustand ist verschieden, je nach der Natur des Menschen; man hat herrliche Erscheinungen, fühlt sich leicht und allen Schwierigkeiten überlegen, gleitet in ungekanntem Wohlgefühl dahin— und richtet sich durch Wiederholungen zugrunde. „Eine Knolle, die den Todestag voraussagt“ Unter dieser Ueberschrift berichtet Prof. Reko von dem Camotillo, einer unscheinbaren wilden Kartoffel mit furchtbaren Wirkungen.„Der Camotillo bewirkt keinen plötzlichen Rausch, sondern einen latenten Dämmerzustand, der sich erst längere Zeit nach der Einverleibung manifestiert.“ Die Betroffenen werden immer gleichgültiger, ihr Gedankenkreis verengert sich immer mehr, es folgen Dämmerzustände, eine kürzere Wiederholung und nach Monaten das Ende. Die Ueberlieferung behauptet, daß sich dieses Ende vorausberechnen, ja in gewisser Hinsicht regeln lasse. Das Gift wirkt indirekt durch hervorgerufene innere Verletzungen. Und so wird es gelegentlich zu Racheakten mißbraucht, man kennt einige Fälle, in denen politische Gegner damit erledigt wurden. Ein salvadorischer Arzt berichtete in einer Zeitung von einem Fall, in dem ein Präsidentschaftskandidat in Honduras, der sich äußerster Beliebtheit erfreute, ihm einmal in einer Hafenstadt kerngesund begegnete. Er hatte sich aber den Haß eines der inneren Indianer= stämme zugezogen, und dem Arzt kam von einem Indianer aus diesem Stamm das Gerücht zu Ohren, in 6 Monaten sei es mit dem„Teufel" aus, er habe den Camotillo bekommen. Ein halbes Jahr darauf, mitten im Wahlkampf, starb er an einem plötzlich unerklärlichen Lähmungsanfall. Sinienichi, der vergeßlich machende Zaubertrank Ein Trank aus Blättern der Pflanze gleichen Namens wird in bestimmten Gegenden Mexikos Erstaunliche Leistungen Hochbetagter Der Hundertführige Hehl nicht zu Selt Die 78jährige Seiltänzerin— 80 Jahre im selben Beruf Wenn die Mehrzahl der Menschen im hohen Alter hinfällig wird, so gibt es doch auch erstaunlich viele, für die dies in keiner Weise gilt. So führte der älteste Bewohner Südslawiens, 116 Jahre alt, regelmäßig bei Volksfesten den Nationaltanz, den „Kolo“, an. Sein Partner pflegte sein jüngster Sohn zu sein, ein Achtzigjähriger, der über zwei Meter groß war. Geradezu wunderbare Leistungen vollbrachte die Königin der Arena, Frau Saqui, die schon mit zwei Jahren auf dem Hochseil tanzte. Später wuchs ihr ein Bart. Noch mit 70 Jahren übte sie ihre Kunst auf dem Seil aus. Eine Chilenin brachte es auf das erstaunliche Alter von 140 Jahren, und sie konnte sich dann deutlich erinnern, daß ihr Mann im chilenischen Freiheitskrieg gefochten hatte, der 107 Jahre zuvor ausgekämpft worden war. Ein Inder behauptete, dies Alter noch übertroffen zu haben, und zwar um zwei Jahrzehnte. Bei einer Volkszählung wurde amtlich festgestellt, daß der Mann keinesfalls unter 130 Jahre alt sein könnte. Das Sonderbarste hierbei war, daß der Inder niemals Zeit fand, zu Bett zu gehen: fühlte er Müdigkeit, so legte er sich auf ein hölzernes Lager nieder. Eine Frau Horwatowitsch in Südslawien fühlte sich niemals zum Arbeiten zu alt Noch mit 106 Jahren verdiente sie sich ihren Lebensunterhalt durch Flicken und Ausbesserung von Kleidern. Von einem Engländer ist bekannt, daß er, neun Jahrzehnte alt, öffentlich die Flöte zu spielen pflegte und bis zu seinem dreiundachtzigsten Jahre das Fahrrad benutzte. Er wurde 97 Jahre alt. Ein gewisser Halvarßen, ein Schwede, hat in seinem hundertvierten Jahre das Zeitliche gesegnet. Er arbeitete den größten Teil seines Lebens auf einem Bauernhof, bis man ihm sagte, er sei doch nun wirklich alt genug, um sich noch länger abzurackern. Er müsse sich daher zur Ruhe setzen. Aber das Nichtstun sagte dem Alten keineswegs zu. Er machte sich ans Fischen und Jagen und brachte es darin zu solcher Vollkommenheit, daß er bei einem Schießwettstreit nicht allein den ersten Preis davon trug, sondern ohne Beschwer auf Schneeschuhen heimkehrte. Er war noch ein totsicherer Schütze, als er sich schon den Hunderten näherte. Es sind verschiedene Mittel bekannt, welche die Langlebigkeit fördern sollen. Ein Londoner Mann erklärte, das Geheimnis, sehr alt zu werden, liege darin, daß man sich immer mit etwas Neuem beschäftige, esse, sobald man hungrig sei, und trinke, wenn einen der Durst quäle. Dieser Lebenskünstler erreichte ein Alter von 108 Jahren. Jede Nacht nicht länger als sieben Stunden zu schlafen, war das Geheimnis eines Revaler alten Mannes, und er brachte es auf fast 110 Jahre. Eine Stockholmerin, die gar 116 Jahre alt wurde, schrieb ihr langes Leben ihrem täglichen Kaltwasserbad zu.„Es ist die kalte Abbrausung", meinte sie.„die das zuwege bringt.“ Ein Fünfundachtzigjähriger sprang bei Plymouth Tag für Tag in die eisigen Wasser, im Sommer und im Winter. Nur wenn es regnete, blieb er am Lande. Er erklärte dies damit, daß er es nicht ertragen könnte, wenn— seine Haut naß würde. Und dann sind da noch die staunenswerten Fälle von Leuten, die ein außergewöhnlich langes Leben in ein und demselben Beruf geblieben sind. Ein gewisser Robert Harrison begann als Handarbeiter in einer Fabrik zu Nottingham. Er war damals 13 Jahre alt. Mit neunzig arbeitete er noch immer bei derselben Firma in derselben Stellung. Ein gewisser Flitkroft ist seit 62 Jahren in einer Fabrik in Bolton beschäftigt. Günther Erlenbeck. von den Bauern hergestellt und als„Sorgenbrecher" nach der Plage der Tagesarbeit eingenommen; es handelt sich dabei also um eine harmlosere Droge. Aber sie enthält dennoch ein seltsam wirkendes Gift: der Trinker vergißt allmählich Zeit und Raum, erzählt nacheinander dieselben Dinge als völlige Neuigkeit oder behauptet, sich genau an Vorfälle zu erinnern, die er vielleicht seinen Vater oder Großvater hat erzählen hören. Daher kommt es, daß der Volksglaube dem Sinicuichi=Trinker eine überirdische Gedächtniskraft zuschreibt, während er in Wirklichkeit an einer besonderen Schwächung leidet. Gelegentlich genommen scheint das Kraut keine großen Schäden hervorzurufen, die Menschen werden mild betrunken, dämmern sachte dahin, fühlen alles weit entfernt und befinden sich in „angenehmer Dösigkeit". Mitunter stellt sich Gelbsehen ein. Bei regelmäßigem Genuß aber kommt das Erinnerungsvermögen gänzlich durcheinander. Ololiuqui, der hypnotisierende Pflanzensamen Der Samen der„Schlangenpflanze“ hat bei den Aztekenpriestern eine große Rolle gespielt. „Die Indios“, sagt ein alter Geschichtsschreiber, „schreiben ihm Wunderkräfte zu. Sie befragen ihn(den eingenommenen Samen) wie ein Orakel und halten Zwiesprache mit ihm, um zu erfahren, was sie zu wissen begehren, oft Sachen, die man mit dem menschlichen Verstande garnicht zu erkennen vermag. Darunter sind aber merkwürdigerweise manchmal ein paar Körnchen Wahrheiten". Es scheint zu stimmen, daß im Piulrausch(wie er heute meist genannt wird) vorhandene Hemmungen wegfallen, so daß einer auf Befragen alles ausplaudert, was man von ihm wissen will. F. Uhl. Eine Kirche, die schwimmt Gottesdienst in den Gewässern von Patagonien (Buenos Aires. In Patagonien sowie auf den im südlichsten Teil Argentiniens liegenden schwer erreichbaren Inseln, hat die dort lebende christliche Bevölkerung bis vor kurzem kaum die Möglichkeit gehabt, Sonntags in die Kirche zu gehen. Es existierten zwar, ganz verstreut liegend, kleine anspruchslose Kapellen, aber diese konnten bei weitem die Gläubigen, die zum Gottesdienst eilten, nicht fassen. Nun ist der Erzbischof von Buenos Aires, zu dessen Diözese Patagonien gehört, auf einen originellen Gedanken gekommen. Er hat einen Dampfer käuflich erworben, der inzwischen zu einer schwimmenden Kirche umgebaut worden ist. Dieser Dampfer, der auf den Namen„Christkönig“ getauft wurde, wird nun also an jedem Sonntag die Gewässer im äußersten Süden Argentiniens besuchen und dort den Gläubigen das Wort Gottes bringen. Die Messe wird jeweils an Bord des Schiffes zulebriert werden. Außerdem befindet sich außer der Kirche auch noch eine Schule auf dem„Christkönig“, sowie ein kleines Spital und ein Matrikelamt für Taufen, Trauungen u. a. Nürnberg rüstet für den Reichsparteitag 1936 Die Vorbereitungen für das größte politische Ereignis dieses Jahres, den Reichsparteitag, sind so gut wie abgeschlossen. Au unserem rechten Bild sieht man das Lager der Wehrmacht in der Rothenburger Straße. Das linke Bild zeigt die von Pionieren erbaute Straßenbrücke am Hauptbahnhof, die den Fußgängerver kehr bei den Aufmärschen ungehindert ermöglicht.(Scherl— M. Rechts: Die Fahne des NSStudentenbundes Unser Bild(rechts) zeigt die neue Fahne des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes. Die Fahne besteht aus hochrotem Flaggentuch und zeigt zwei weiße Längsstreifen und eine im weißen Feld senkrecht stehende Hakenkreuzraute. In der oberen Ecke, dicht an der Fahnenstange, befindet sich auf beiden Seiten ein Fahnenspiegel, der auf, schwarzem Grund in weißer Schrift den Namen des Gaues trägt.(PresseBild=Zentrale—.) Links: Spanische Bauern von der Roten Miliz eingezogen. Die Roten Truppen machen verzweifelte Anstrengungen, um den Vormarsch der Militärgruppe auf Madrid aufzuhalten. Hier sieht man Bauern von Navalmoral, die zwangsweise zur Regierungsmiliz eingezogen sind und sich hinter Steinen und Säcken verschanzen.(Presse=Bild=Zentrale—.) Rechts: England braucht Rekruten. Mit allen Mitteln versucht England, seinen Rekrutenmangel zu beseitigen und die jungen Engländer zum Eintritt in die Armee aufzufordern. Neuerdings können sich die Rekruten zunächst nur für ein halbes Jahr verpflichten und dann reguläre Soldaten werden oder aus dem Heer wieder austreten und dafür in den nächsten fünf Jahren je 14 Tage Dienst tun. Hier sieht man einen Rekrutierungssergeanten, der jungen Leuten die neuen Bestimmungen erklärt, um sie damit zum Eintritt in das Heer zu bewegen. Die Inschrift auf dem Plakat lautet: Freies Essen, freie Wohnung. freie Kleidung, freier Besuch von Spielen.(Presse=Bild=Zentr.—.) Die Berünstanungen des Parienages Das Programm des Reichsparteitages 1936 Nürnberg Entte Wouse Pol Die großen Tage von Nürnberg.— Nationalsozialistische Musterbetriebe.— Tagung der Auslanddeutschen.— Der spanische Bürgerkrieg.— Sowjetrußland draußen und drinnen Der Reichsparteitag der NSDAP ist schon lange keine reine Parteiangelegenheit mehr. Obzwar die Gliederungen der Partei daran teilnehmen, obzwar vor allem Fragen der Partei zur Erörterung stehen, ist diese große Heerschau über den Parteirahmen hinausgewachsen und eine Sache des Staates, eine deutsche Sache geworden. Das erhellt auch aus der Teilnahme des Heeres, des Arbeitsdienstes und anderer Gruppen, die nicht unmittelbar Parteieinrichtungen sind. Sache Deutschlands ist dieses Treffen, weil in ihm über die reinen Parteifragen Fragen des deutschen Volkes, der deutschen Politik angeschnitten und festgelegt werden. Auf einem durch große, unerreichte Bauten historisch gewordenen Boden läuft die Heerschau der Getreuen ab, von einer Stätte, die zum großen Mittelpunkt des neuen Deutschland geworden ist, wird ein Schritt weiter getan in der Durchführung der lange schon gesteckten Ideen des Nationalsozialismus. Und nicht das deutsche Volk allein weiß, welche Bedeutung die Nürnberger Tage haben, nein, auch das Ausland sendet seine Vertreter, Vertreter der Diplomatie und der Presse, um über das alljährlich einmalige Ereignis zu berichten. Die nächsten Tage nicht nur der deutschen Interessen, sondern auch die der ausländischen werden erfüllt sein von dem, was sich in Nürnberg abspielt. * Immer ist von dieser großen Tagung der Partei ein gewaltiger Schritt in der Neugestaltung Deutschlands weiter getan worden. Wieweit wir heute bereits mit dem nationalsozialistischen und damit dem Aufbau des neuen Deutschland sind, erhellt am besten aus der Verfügung des Führers, nach der Betrieben, die im Geiste des Nationalsozialismus geführt werden und die in ihm arbeiten, die Bezeichnung als„Nationalsozialistische Musterbetriebe“ verliehen werden kann. Diese Verfügung ist dahin zu werten, daß heute für jeden Betrieb und für jeden Betriebsführer und Betriebsangehörigen es eine Ehre ist, in einem nationalsozialistischen Musterbetriebe zu arbeiten. Eine Umstellung von zwei Seiten hat also stattgefunden: die von der Unternehmerseite aus. Unternehmer wollten früher etwas ganz anderes, als sich einen Titel verdienen, sie wollten selbst verdienen. Die Arbeiter aber girrten nach anderen Loben, als sie noch im Klassenkampf verfangen waren und mit dem Unternehmer durchaus nicht zusammen arbeiteten, um einen Musterbetrieb aufzubauen. Eine Ehre ist es, nationalsozialistischer Musterbetrieb zu sein— ein weiter Weg ist in kurzer Zeit zurückgelegt! * Freilich, in einem so einmütig arbeitenden, unter neuen Ehrbegriffen stehenden, ruhigen und doch starken Deutschland lebt's sich gut. Das wissen auch die Auslanddeutschen, die heute mehr denn je ihrer Heimat anhängen und jedem Rufe freudig folgen, irgend an einer deutschen Veranstaltung teilzunehmen. Sie sind zur Olympiade gekommen, sie kamen zur Rundfunk=Ausstellung, sie besuchen die deutschen Messen und die deutsche Heimat auf örtlichen Festen, sie sind aber auch zu der vierten Reichstagung der Auslanddeutschen, die von der Auslandorganisation der NSDAP in Erlangen veranstaltet wird, in einer Zahl gefolgt, wie es noch nie der Fall war. Jeder Auslanddeutsche weiß heute, daß er seine Heimat lieben, aber auch achten muß, denn das neue, das nationalsozialistische Deutschland weiß seine Glieder im Ausland zu schützen. Die Deutschen im Ausland sind nicht mehr so verloren und verlassen, wie ehedem. In der Not ist das Reich mit seinen Miteln, und wenn es not tut, mit seinen Machtmitteln da, um ihnen beizustehen. Das hat sich eben erst bei der Befreiung der Deutschen im spanischen Hexenkessel erwiesen. Deutsche Transportschiffe, gedeckt durch deutsche Kriegsschiffe, holten den Letzen, alle, die heimwärts wollten, in die Heimat zurück, und die Heimat hat sie mit offenen Armen begrüßt, sie als Freunde, als Deutsche aufgenommen und versucht, ihre Verluste und ihre Leiden zu erleichtern. * Trotzdem behauptet der Moskauer Sender, daß der Bolschewismus in einem zwar schweren, aber siegreichen Kampf den Faschismus zerschmettern werde. Mit Hilfe der Menschen und Gelder selbstverständlich, die aus Rußland fließen, die auch heute allem Anschein nach über Frankreich das Ziel erreichen. Sowohl Sowjetrußland als auch Frankreich haben sich der Neutralitätserklärung angeschlossen, beide lassen indessen nicht gerade erkennen, daß sie das Abkommen auch zu halten bereit sind. Und es kann, wenn noch weiter Verstöße gegen die Abmachungen zwischen den Mächten festgestellt werden, dazu führen, daß es zu ernsten diplomatischen Auseinandersetzungen kommt. Soweit Frankreich in Frage kommt, könnte man annehmen, daß dort eine Hand nicht weiß, was die andere tut, daß zwei Richtungen dort gegeneinander angieren. Was aber Moskau anlangt, so erscheint es heute bereits als erwiesen, daß es nicht daran denkt, sich neutral zu verhalten. Nicht nur die gesamten Unternehmungen zur Unterstützung der roten Mordbrenner in Spanien geben davon Zeugnis, sondern auch die Rüstung und das Säbelrasseln Sowjetrußlands, das sich nicht scheute, mit einem militärischen Eingriff den lange schon vorbereiteten Kampf gegen die bürgerliche Welt anzukündigen. Freilich ist den Moskowitern inzwischen etwas in die Quere gekommen: die Unruhe im eigenen Lande, das Erwachen namentlich der jungen Generation, die den Terror der Stalinisten für unerträglich hält. In allen Teilen des Landes gärt es, und in allen Teilen des Landes beginnt die GPl mit dem radikalen Mittel der Massenerschießungen, um die unbotmäßigen Elemente niederzuhalten. Man scheut sich sogar nicht einmal, Diplomaten und führende Persönlichkeiten aus dem Auslande heimzurufen, um ihnen den Prozeß zu machen oder sie im Auslande selbst bepitzeln oder untersuchen zu lassen. * Ob nun Stalin oder Trotzki die Führung i Sowjetrußland hat, bleibt sich gleich. Beider Methoden sind verschieden, aber im Endeffekt wollen beide den Triumph der roten Flut über die Welt. Langsam nur dämmert es hier. Dann und Berlin, 4. Sept. Die NSK teilt mit: Das Programm des diesjährigen Reichsparteitages der NSDAP. der vom 8. bis 14. September in Nürnberg stattfindet, sieht für die einzelnen Tage folgenden Ablauf der Veranstaltung vor: Dienstag, den 8. September: 15.30 Uhr: Empfang der Presse im Kulturvereinshaus durch den Reichspressechef der NSDAP. Pg. Dr. Dietrich: 16 Uhr: Einholung der Fahnen der alten Armee und Marine zum Wehrmachtslager: 17.30—18 Uhr: Einläuten des Parteitages durch die Glocken sämtlicher Kirchen Nürnbergs: 18 Uhr: Empfang des Führers und Reichskanzlers in Anwesenheit der Vertreter der NSDAP und der Reichsbehörden im großen Rathaussaal: 19.30 Uhr: Im Overnhaus Festaufführung:„Die Meistersinger von Nürnberg". Mittwoch, den 9. September: .30 Uhr: Vorbeimarsch der HI=Bannfahnen vor dem Führer am„Deutschen Hof“; 11 Uhr; Feierliche Eröffnung des Parteikongresses der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeitervartei in der Luitvoldhalle: 16 Uhr: Eröffnung der Ausstellung:„Das politische Deutschland". Schirmherr: Pg. Rudolf Heß; 16 Uhr: Tagung des Hauptamtes NSBO und des Hauptamtes„Handwerk und Handel" im großen Rathaussaal: 16 Uhr: HI=Führertagung im Sitzungssaal des Rathauses: 16—20 Uhr: Das Zeltlager des Reichsarbeitsdienstes ist zur Besichtigung freigegeben; 20 Uhr: Kulturtagung im Opernhaus: 20—21.30 Uhr: Standkonzert am Adolf=Hitler=Platz. Donnerstag, den 10. September: 10 Uhr: Vorbeimarsch und Appell des Reichsarbeitsdienstes vor dem Führer auf der Zeppelinwiese: anschließend Abrücken zum Marsch durch die Stadt durch folgende Straßen: Zeppelinfeld—Herzogstraße—Bayernstraße—Regensburger Str.—Marientunnel—Bahnhofstr.—Königstor— Königsstr.—Hallplatz—Kornmarkt—Jakobstr. — Färberstr.—Färbertor—Frauentorgraben—Bahn= hofsplatz—Bahnhofstraße—Allersberger Str.—Lager Langwasser: 18 Uhr: Fortsetzung des Parteikongresses: 20.30 Uhr: Antreten zum Fackelzug der Politischen Leiter durch folgende Straßen: Deutschherrnstraße—Praterstraße—Spittlertorgraben — Frauentorgraben: 22 Uhr: Vorbeimarsch des Fakkelzuges vor dem Führer am„Deutschen Hof". Freitag, den 11. September: Sondertagungen:.30 Uhr: Reichsrechtsamt der NSDAP im Kulturvereinshaus: 8 Uhr: NS=Studentenbund im Katharinenbau:.30 Uhr: Hauptschulungsamt im Opernhaus: 9 Uhr: Weihestunde der Auslandsorganisation im Herkulessaal; 10.30 Uhr: Fortsetzung des Parteikongresses; 13 Uhr: Tagung der Presseamtsleiter und Pressereferenten im Bochum, 4. Sept. Noch steht Bochum ganz unter dem Eindruck des schrecklichen Grubenunglücks auf der Zeche Vereinigte Präsident, als uns wiederum die Kunde von einem bedauerlichen Bergwerksunglück erreicht, bei dem zwei brave Bergknappen den Tod fanden. Auf der Zeche Dahlhauser Tiefbau der Essener Steinkohlenbergwerk A6. ging am Donnerstagabend gegen 20 Uhr ein Streb zu Bruch. Unter den hereinbrechenden Gesteinsmassen wurden die beiden Bergleute Wilhelm Plöger(verheiratet und Vater von einem Kind) und Heinrich Hohaus (verheiratet und Vater von drei Kindern) aus Dahlhausen begraben. Die Rettungsmannschaften fuhren sofort ein, doch nahmen die Bergungsarbeiten längere Zeit in Anspruch. Es gelang erst am Freitagmittag 12.30 Uhr, die beiden Knappen als Leichen zu bergen. Der Tod war durch Erstickung eingetreten. An der Unglücksstelle hatte sich auch sofort der Kreiswalter der Deutschen Arbeitsfront, Meinert, eingefunden. Noch wölben sich nicht die Grabhügel über den Opfern der Explosionskatastrophe auf der Zeche „Vereinigte Präsident“ in Bochum=Hamme, als die Kunde von einem neuen Unglück auf einer anderen Bochumer Zeche kam Wohl handelt es sich hierbei um ein Unglück anderer Art, das auch nicht ein solches Ausmaß wie auf Präsident hatte. Aber es berührt uns angesichts des Schicksalsschlages, das den deutschen Bergbau am 31. August traf, besonders tragisch. An den Rettungsarbeiten, die sich die ganze Nacht hindurchzogen, beteiligte sich auch der Zellenobmann der Zeche „Dahlhauser Tiefbau", als er von der Beerdigung der Kameraden von„Vereinigte Präsident" zurückkehrte, bis er gegen Mitternacht erschöpft zusammenbrach und hinausgeschafft werden mußte. Generaldirektor Dr. Tengelmann der Essener wann ein Lichtblick, so das Bekenntnis einer englischen Zeitung, man könne Deutschland auch weiter als das beste Bollwerk gegen den Bolschewismus ansehen. Aber es gibt dennoch Anzeichen, die eine leise Umorientierung erkennen lassen. Dahin ist z. B. die rumänische Kabinettskrise zu deuten. Immer schon hat Sowjetrußland um die Gunst Rumäniens gebuhlt, das, stark frankofil orientiert, sich außerordentlich als kommunistisches Sprungbrett ins Herz Europas eignen würde. Titulescu aber, der Außenminister, der sein Ohr den Moskauer Einflüsterungen neigte und sich von den Sowjetfreunden in Paris stark beeindrucken ließ, hat Platz machen müssen. Die neue Regierung in Bukarest kann nicht mehr so leicht für ein Zusammengehen mit Moskau gewonnen werden. Vielleicht und wahrscheinlich ist diese Kabinettsänderung eine Folge der zu deutlichen Gewaltpolitik, die von Moskau aus in der letzten Zeit offenbar wurde. großen Rathaussaal: 14.30 Uhr: Hauptpersonalamt im Katharinenbau; 14.30 Uhr: NS=Kriegsopferversorgung im Kulturvereinshaus: 14.30 Uhr: Finanzwesen und Verwaltung im Sitzungssaal des Rathauses: 14.30 Uhr: Parteigerichtsvorsitzende im Overnhaus am Ring: 14.30 Uhr: Hauptamt für Volksgesundheit im Herkulessaal: 16 Uhr: NSFrauenschaft in der Kongreßhalle: 20 Uhr: Avpell der Politischen Leiter auf der Zeppelinwiese vor dem Führer. Samstag, den 12. Sepetmber: 18 Uhr: Tagung des Hauptorganisationsamtes im Katharinenbau: 10 Uhr: Avpell der Hitlerjugend in der Hauptkampfbahn des Stadions vor dem Führer: 11.30 Uhr: Vierte Jahrestagung der Deutschen Arbeitsfront in der Kongreßhalle: 12 Uhr: Tagung der NS=Volkswohlfahrt im Herkulessaal: 15 Uhr: Fortsetzung des Parteikongresses; 14 Uhr: Einlaß zum Volksfest im Stadiongelände: 15 Uhr: Veranstaltung der NSGemeinschaft„Kraft durch Freude“ in der Hauptkampfbahn auf der Zeppelinwiese und auf der Mittelwiese: Sportvorführungen und Wettkämpfe. Auf der Waldwiese und den anderen Plätzen: Filmvorführungen und Volksbelustigungen: 20 Uhr: Feuerwerk. Sonntag, den 13. September: 8 Uhr: Avpell der SA. SS und des RSKK in der Luitpoldarena vor dem Führer. Anschließend Marsch durch die Straßen: Wodanstraße— Allersberger Str.—Bahnhofsplatz—Frauentorgraben Plärrerstraße—Ludwigstraße—Kaiserstraße—Fleisch= brücke: 11.30 Uhr: Vorbeimarsch am Adolf=Hitler= Platz: 18.30 Uhr: Fortsetzung des Parteikongresses. Montag, den 14. September: 8 Uhr: Erste Vorführung der Wehrmacht: Sondertagungen:.30 Uhr: Gauamtsleiter des Amtes für Technik im Sitzungssaal des Rathauses: 9 Uhr: Gau= und Reichsprovagandaleiter im Herkulessaal; 9 Uhr: Agrarpolitisches Amt im Katharinenbau: 9 Uhr: Kommission für Wirtschaftspolitik im Kulturvereinshaus; 9 Uhr: Gau= und Kreisleiter im Opernhaus am Ring: 10 Uhr: Amt für Kommunalpolitik in der Kongreßhalle: 10.30 Uhr: Amt für Technik im großen Rathaussaal: 12 Uhr: Amt für Beamte im Kulturvereinshaus: 14 Uhr: Vorführung der Wehrmacht unter Mitwirkung von Truppenteilen des Heeres, der Luftwaffe und der Marine. Der Führer spricht zu den in Paradeaufstellung angetretenen Truppen: 17 Uhr: Vorbeimarsch der Truppen vor dem Führer auf der Zeppelinwiese: 19.30 Uhr: Fortsetzung und Schluß des Parteikongresses: 24.00 Uhr: Großer Zapfenstreich der Wehrmacht, ausgeführt von sämtlichen am Reichsparteitag teilnehmenden Musikkorps vor dem Führer am„Deutschen Hof“. Anschließend: Abtransport aller Formationen. Steinkohlen AG., zu der die Zeche„Dahlhauser Tiefbau“ gehört, beauftragte den Vertrauensrat, an die Familien der beiden Verunglückten sofort je 200 RM. als erste Hilfe auszuzahlen. Besonders tragisch ist das Schicksal des zu Tode gekommenen Bergmanns Hohaus, dessen Frau erst vor 14 Tagen Zwillingen das Leben schenkte. Wieder einmal hat der schwarze Tod zwei blühende Leben ausgelöscht und das Glück zweier Familien jäh zerstört. Drei Vergleute eingeschlossen Nach 24 Stunden lebend geborgen Recklinghausen, 4. Sept. Von der Zeche„Waltrop“ in Waltrop bei Recklinghausen kommt die Nachricht, daß dort drei Bergleute in einer zu Bruch gegangenen Strecke verschüttet wurden. Es gelang, mit den drei Knappen Verbindung durch Klopfzeichen herzustellen. Danach sind die dreiEingeschlossenen noch am Leben. Man hegt die begründete Hoffnung, sie gesund bergen zu können. Nach 24 Stunden unermüdlicher Rettungsarbeiten, die die ganze Nacht hindurch mit Nachdruck betrieben wurden, gelang es am Freitagabend gegen 18 Uhr, die drei eingeschlossenen Bergleute lebend und unverletzt zu bergen. Die Bergleute arbeiteten auf der 610=MeterSohle, als am Donnerstagabend plötzlich eine Strecke von etwa 25 Meter zu Bruch ging. Da die Wetterrösche aufrecht stehengeblieben war, wurde die Luftzufuhr nicht abgeschnitten. Drei Vergleute verschüttet Oelsnitz(Erzgebirge). Auf dem Kaiser=AugustaSchacht der Gewerkschaft„Gottessegen“ in Oelsnitz im Erzgebirge sind am Donnerstag in der Nachmittagsschicht gegen 17 Uhr vor einem Kohlenort durch plötzlich hereinbrechendes Dachgebirge drei Bergleute verschüttet worden. Einer davon konnte nach drei Stunden geborgen werden. Die angestellten Wiederbelebungsversuche waren leider ohne Erfolg. Die beiden anderen Bergmänner wurden erst nach mehrstündiger schwieriger Bergungsarbeit aufgefunden. Auch bei ihnen dürfte der Tod sofort eingetreten sein. Alle drei Bergleute sind verheiratet Vertreter des Bergamtes und der Reichsbetriebsgemeinschaft Bergbau wurden umgehend verständigt und fuhren sofort an die Unfallstelle, um die Bergungsarbeiten mit zu überwachen und an der Aufklärung des bedauerlichen Unglücks mitzuarbeiten. Das Luftschiff„Hindenburg“ ist am Freitagfrüh.50 Uhr MEZ in Rio de Janeiro zum Rückflug nach Frankfurt a. M. gestartet. Wieder kum der rod in die Grade Wieder ein Vergwerksunglück in Bochum— Zwei Tote Lloyd George beim Führer onb. Berchtesgaden, 4. Sept. Der Führer und Reichskanzler hat am Freitag Lloyd George in seinem Landhaus in der Nähe von Berchtesgaden empfangen. Lloyd George traf gegen 16 Uhr mit Botschafter von Ribbentrop ein, und beide Herren verließen das Haus zusammen gegen 19 Uhr. Im Laufe der Unterhaltung wurde die allgemeine politische Lage in Europa besprochen. Besonders stark haben Lloyd George die Mitteilungen des Führers über die in Deutschland in Angriff genommenen wirtschaftlichen Aufbaupläne, wie Straßenbau und Siedlung usw., interessiert. Italien gegen eine Erweiterung der geplanten Fünfmächte=Konferenz durch Sowjetrußland Rom, 4. Sept. Von maßgebender italienischer Seite wird erklärt, daß die in einigen ausländischen Kreisen verbreiteten Gerüchte, wonach Italien einer Teilnahme Sowjetrußlands an der geplanten Fünfmächte=Konferenz günstig gegenüberstehe, grundlos sind. Die Konferenz müsse, so wird hinzugefügt, erst noch einberufen werden. Das Problem einer Erweiterung der Einladungen stehe also nicht zur Aussprache, auch sei es zweckdienlich, darauf hinzuweisen, daß es sich um eine Fünfmächte=Konferenz handele, nämlich eine Konferenz, an der Belgien, Frankreich, Deutschland, England und Italien teilnehmen sollten. Spoel Reynaud-Frankreich SteherWeltmeister In einem selten dramatischen und kampfreichen 100=Kilometer=Rennen eroberte sich am Donnerstagabend auf der Radrennbahn in Zürich=Oerlikon der Franzose André Reynaud den Titel eines Steherweltmeisters. Mit:32:29,4 siegte der Franzose vor seinem Landsmann und Titelverteidiger Charles Lacquehay mit zehn Meter Vorsprung. Dritter wurde der Belgier Gustave Ronsse, der unseren Meister Erich Metze und den Italiener Severgnini auf die Plätze verwies, während der junge Bochumer Walter Lohmann noch durch Raddefekte aufgehalten wurde und weit abgeschlagen nur Sechster wurde. Unsere beiden deutschen Fahrer hatten mit Nummer 5 und Nummer 6 die ungünstigsten Startplätze erwischt. In fünfzig Runden währendem Kampfe versuchte Metze, noch Lacquehay zu passieren, doch wies dieser den Deutschen zurück. In der 77. Runde wurde Lohmann das erste Mal von Severgnini überholt. Dann schob sich Metze an dem französischen Titelverteidiger vorbei auf den zweiten Platz. den er aber bald darauf wieder an den Franzosen abgeben mußte. Immer wieder versuchte unser Meister, unter den tosenden Anfeuerungsrufen der Zuschauer, nach vorne zu kommen. Gegen die zusammen fahrenden Franzosen war er jedoch machtlos. 25 Runden vor Schluß schien er endlich Erfolg zu haben. Unter dem Jubel der Massen erkämpfte Metze sich die Spitze, doch bei diesem Gewaltangriff hatte er seine Kräfte zu stark verausgabt. Der Franzose Reynaud, der die taktisch klügste Fahrweise an den Tag legte, schob sich nun langsam nach vorne. passierte einen nach dem anderen und legte sich hinter Metze. In der 285. Runde ging er auch an dem Deutschen vorbei, der vollständig geschlagen mehr und mehr zurückfiel und den zweiten Platz schließlich noch an Lacquehay und den dritten auch noch an Ronsse=Belgien abtreten mußte, der in den letzten Runden noch stark nach vorn gekommen war. Walter Lohmann war durch Reifendefekte aussichtslos zurückgefallen. Und so sehr sich der junge Bochumer auch mühte, er konnte das durch Pech verlorene Terrain nicht mehr wettmachen. Gesiegt hat in Oerlikon nicht der spurtschnellste Fahrer, sondern der Mann mit der besten Taktik. der warten konnte. bis seine Zeit gekommen war. 1. und Weltmeister André Reynaud=Frankreich :32:29,4; 2. Charles Lacquehay=Frankreich 10 Meter; 3. Gustave Ronsse=Belgien 90 Meter: 4. Erich Metze=Deutschland 280 Meter: 5. Eduardo Severgnini=Italien 960 Meter; 6. Walter LohmannDeutschland 2660 Meter zurück. Gewinnauszug 5. Klasse 47. Preußisch=Süddeutsche (273. Preuß.) Klassen=Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 23. Ziehungstag 3. September 1936 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 RM gezogen 14 Cewinne in 2000 RM. 1247. 63164 184868 207433 241153 40 Gewinne zu 1000 RM. 2787 45603 105030 109659 118903 162675 213710 214044 267133 371816 379100 388232 389892 36 116 Gewinne zu 500 RM. 6359 6436 11141 1529 18262 21473 25892 29639 31192 40224 6844 62022 82237 98647 101012 118680 123030 1261 146887 156149 167147 170047 171040 1853 196325 206376 208609 220111 222665 2281 242309 259640 259703 261401 285908 288824 306161 320505 343322 345886 347992 352709 363566 365499 366005 376024 383282. 386368 396567 398518 In der heutigen Nachmittagsziedung wurden Gewir über 150 RM gezogen 11272 152008 270141 391400 280326 337513 361298 378726 4248 16650 35024 28113 34267 36217 88103 4 Gewinne zu 4 Gewinne zu 56 Gewinne zu 53141 58274 80 124611 129212 205352 206261 244009 275391 80 Gewinne zu 91928 102097 129007 130712 183441 188983 215749 216209 256146 278828 332064 350754 383930 3000 RM. 139655 393255 2000 RM. 2910 338472 1000 RM. 14756 38948 4065 304 80964 115075 116269 11804 164316 192074 197111 20398 207329 217787 224094 22497 310553 329320 352512 38499 500 RM. 19841 37964 6020 108431 175162 123044 12793 146955 154995 167020 17170 193306 194998 199095 20724 222252 233706 236673 24668 281446 282523 283713 30602 364581 360658 361581 3638: Kirchlicher Anzeiger Sonntag, den 6. September 1936 Evangelische Gottesdienst-Ordnung Castrop. Sonntag,.30 Uhr Frühgottesdienst, Pastor Rothe; .30 Uhr Hauptkirche. Pfarrer Nelle, anschließend Beichte und Feier des hl. Abendmahls; 11 Uhr Kindergottesdienst: 2 Uhr Kindergottesdienst auf Schwerin. Vereinskalender: Sonntag,.30 Uhr: Blaukreuzverein; Montag 8 Uhr: Kirchenchor; Mittwoch 8 Uhr: Bibelstunde im Wichernhaus; Donnerstag 8 Uhr: Vorbereitung zum Kindergottesdienst: Freitag 5 Uhr und 8 Uhr: Bibelstunde, bzw. Gemeindejugendbibelstunde. Bladenhorst. Sonntag 10 Uhr Gottesdienst, Pastor Fritsch; 11 Uhr Kindergottesdienst. Habinghorst. Sonntag.30 Uhr Pastor Obermeier; 11 Uhr Kindergottesdienst: 12 Uhr Taufen und Trauungen in der Kirche. Jugendbibelstunde: Dienstag 20 Uhr im Gustav=AdolfHaus. Freitag 20 Uhr: Vorbereitung des Helferkreises im Gustav=Adolf=Haus. Ickern. Sonntag.30 Uhr Gottesdienst, Pastor Becker; 11 Uhr Kindergottesdienst und Taufen. Donnerstag 20 Uhr Bibelstunde. Bövinghausen. Sonntag 10 Uhr Gottesdienst: 11,15 Uhr Kindergottesdienst; 12 Uhr Taufen. Dienstag 20 Uhr weibliche Gemeindejugend. Mittwoch 20.15 Uhr Gemeindebibelstunde. Donnerstag 20 Uhr männliche Gemeindejugend. Bodelschwingh. Sonntag.30 Uhr Gottesdienst, Pastor Brink; .30 Uhr Kindergottesdienst. Freitag 20 Uhr Gemeindebibelstunde. Marten. Sonntag.30 Uhr Gottesdienst; 10.45 Uhr Kindergottesdienst. Montag 20 Uhr Jungmütterabend. Mittwoch 20 Uhr Gemeindebibelstunde. Donnerstag 20 Uhr Bibelkreis der Jungmädchen. Mengede. Sonntag.30 Uhr Gottesdienst; 10.30 Uhr Kindergottesdienst. Lütgendortmund. Sonntag 8 Uhr Frühgottesdienst, Pastor Dienemann;.30 Uhr Hauptgottesdienst. Pastor Homann;.30 Uhr Gottesdienst im Krankenhause, Pastor Dienemann; 11 Uhr Kindergottesdienst: 12.45 Uhr masurischer Gottesdienst. Katholische Gottesdienstordnung St.=Lambertus=Pfarre(Altstadt) 6 Uhr erste hl. Messe mit Predigt;.30 Uhr zweite hl. Messe mit Predigt und gem. hl. Kommunion aller Männer der Gemeinde; 9 Uhr Kindermesse mit Predigt und gem. hl. Kommunion der Kinder des 4. Jahrganges; 10 Uhr Hochamt mit Predigt: 11.15 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt; 2 Uhr Taufen. Wegen der Prozession zum Kreuz in Rauxel fallen die Andachten aus. Werktags sind die hl. Messe um.30,.10 und 8 Uhr. Kapelle des St.=Rochus=Hospitals Sonntag 6,30 Uhr hl. Messe mit Predigt;.15 Uhr hl. Messe mit Predigt. In der Woche.30 Uhr hl. Messe. St.=Elisabeth=Psarevikarie(Obercastrop) 7 Uhr erste hl. Messe;.30 Uhr zweite hl. Messe mit gem. hl. Kommunion: 10.30 Uhr Hochamt mit Predigt:.30 Uhr Andacht. St.=Franziskus=Gemeinde Schwerin .30 Uhr Frühmesse mit gem. hl. Kommunion der Knaben und Mädchen vom 4. Schuljahr und der Männer..30 Uhr Hochamt;.30 Uhr Andacht. Aus den Vereinen Kolvingsfamilie. Mittwoch, den 9. Sept., abends 8 Uhr: Zusammenkunft. Jungfrauenverein. Dienstag, den 8. Sept., abends 8 Uhr: Zusammenkunft und Handarbeit. Kirchenchor. Donnerstag, den 10. Sept., abends 8 Uhr: Gesangstunde. Aloysiusverein. Sonntag, den 6. Sept., nachmittags 4 Uhr: Monatsversammlung im Vereinssaal. Rosenkranzbruderschaft. Donnerstag, den 10. Sept., nachmittags 4 Uhr: Monatsversammlung im Vereinssaal. Borromäusverein. Bücherausgabe in der Pfarrbücherei: Sonntag, vormittags von 10.30—12 Uhr. Grabhilfe. Sonntag. Zahlungstermin, vormittags von 10.30—12 Uhr im 2. Vereinssaal. Kirchensteuerhebetermin. Sonntag, vormittags von 10.30—12 Uhr im Vereinssaal. Pfarrvikarie„Zu den hl. Schutzengeln“(Frohlinde) .30 Uhr Frühmesse mit gem. hl. Kommunion;.30 Uhr Hochamt:.30 Uhr Andacht. Herz=Jesu=Pfarre(Bahnhof Rauxel) 7 Uhr Frühmesse mit gem. hl. Kommunion;.30 Uhr Hochamt: .30 Uhr Andacht. St.=Joseph=Pfarre(Habinghorst) .30 Uhr erste hl. Messe;.30 Uhr zweite hl. Messe mit Predigt:.45 Uhr Hochamt;.30 Uhr Andacht. St.=Antonius=Pfarre(Ickern) .30 Uhr hl Messe;.45 Uhr Frühmesse mit Predigt und gem. hl. Kommunion;.45 Uhr hl. Messe mit voln. Gesang: 10 Uhr Hochamt mit Predigt:.30 Uhr Andacht. „St. Marien“(Merklinde) .30 Uhr Frühmesse: 10 Uhr Hochamt;.30 Uhr Andacht. Kirchlinde..30 Uhr hl. Messe: 8 Uhr hl. Messe mit Predigt: 10 Uhr Hochamt: 2 Uhr Andacht. Marten. 7 Uhr Frühmesse: 8 30 Uhr zweite hl. Messe; 10.30 Uhr Hochamt;.30 Uhr Andacht. Sonstige religiöse Veranstaltungen Christliche Versammlung, Viktoriastraße Sonntag.30 Uhr Sonntagsschule: 4 Uhr Verkündigung des Wortes Gottes. Mittwoch—8 Uhr Gebetsstunde:—9 Uhr Wortbetrachtung. Kirchl. Gemeinschaft und Jugendbund für Entsch. Christentum. Castrop=Rauxel 1(Konzirmandensaal, Biesenkampstraße) Sonntag 16 Uhr Evangelisationsvortrag: 17.15 Uhr Jugendbundstunde. Donnerstag 20 Uhr Bibelbesprechung und Gebetsstunde. Gemeinde gläubig getaufter Christen(Baptisten), Castrop=Rauxel 1 Bahnhofstraße 33(Baracke) Versammlungen Sonntag.30 Uhr Bibelstunde. Gonntag 11 Uhr Sonntagsschule. Sonntag 16 Uhr Heile erkündung. Donnerstag 20 Uhr Bibel= und Gebeiostunde. Reuapostolische Gemeinde Castrop=Rauxel 1. Heruer Straße 19 (Hinterhaus) Sonntag morgen 9 Uhr. Sonntag nachmittag 4 Uhr. Mittwoch abend 7 Uhr.— Kinderunterricht Sonntag. 2 Uhr Sonntagsschule. Mittwoch nachmittag 5 Uhr Konfirmanden= und Katechumenen-Unterrichtsstunde Freie evgl. Gemeinde Castrop=Rauxel 1. Schubertstraße 33 Sonntag vormittag.30 Uhr Bibelbesprechstunde; 11 Uhr Kindergottesdienst; nachmittags 4 Uhr Evangeliumsverkündigung. Mittwoch abend 8 Uhr Bibel= und Gebetsstunde Freie evgl. Gemeinde Castrop=Rauxel 4, Friedhofstraße 11 Sonntag vormittag.30 Uhr Bibelbesprechstunde. 11 Uhr Kindergottesdienst. 16 Uhr Predigt. Donnerstag abend.30 Uhr Bibel= und Gebeisstunde. Castrop=R. 3. Adolf=Hitler=Straße 53(Sing. Heuricheubg. Straße) Sonntag morger 9 Uhr Sonntag nachmittag 4 Uhr. Mittwoch abend 7 Uhr. Kindergottesdienst Sonntag nachmittag 2 Uhr. Dortmund=Bövinghausen. Sonntag morgen 9 Uhr Gottesdienst..30—.30 Uhr Sonntagsschule. 3 Uhr Gottesdienst. Mittwoch 7 Uhr Gottesdiens. Humor Redeblüte .. die Aktion unserer Herren Gegner, die einen Floh zum Elesanten machen wollten, entvuppte sich schließlich als ein totgeborenes Kind, das so lange mit dem Bade ausgeschüttet wurde, bis es sich im Sande verlief!" Am Mittwoch verschied plötzlich und unerwartet infolge Unfalles in Niederense(Kr. Soest) unser lieber, unvergeßlicher Sohn, unser guter Bruder. Enkel. Schwager. Onkel und Vetter. der im Alter von 27 Jahren, vorher gestärkt mit den Tröstungen unserer hl. Kirche. Dies zeigen in tiefer Trauer an: Familie Friedrich Grüning. Castrop=Rauxel 1, Herne=Holthausen. Lübeck. Langenfeld(Rhld.). Speckholzerheide(Holland), den 4. September 1936.(46 Die Beerdigung findet statt am Sonntag, dem 6. September 1936, nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Bochumer Straße 137 aus. Das Seelenamt ist Montag, den 7. September. morgens.10 Uhr in der St.=Elisabeth=Kirche zu Obercastrop. Sollte jemand aus Versehen keine besondere Nachricht erhalten haben, so diene diese als solche. 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Den wendigen Arbeitst derarbeiter konnte Arbeit und Brot Städten Millionen Damals war d hatte keinerlei Ve deutung des Baue In dieser Zeit. übernahme, wurd Arbeitsleistung au städtische Jugend winnen, in der I quente Verfolgung stets scheitern an schen Zerrissenheit bündische Jugend splitterung und Jugend entgegenzu Bemühungen verso Jugend— zurück Durchbruch zu ner und Ringens um eben von allen. die eine eindeutige 1 ebensolches Ziel. Allein der„Bu tionalsozialisten di Grundlage einer tion eine zielbem Dienst der deutsche Diese Leistungen anerkannt, als der Oktober 1934 in 1 finden ihre Erfüllu In 20 Gruppen Aufbau des Lan kleinsten Anfänger sichts der Schwieri# und die heute noch grenzenlosen Idea Sache verschworen Ran stand der immer mit ebenso ohnmächtig der L daher kein Wundwirte dem Landdis seten, was auch he Landdienst zum e liegt durchau hat doch mit den gemacht; wenn siWochen aufs Land zeistert, helfen sog für das Leben dra und untauglich. Landdienstes gar mus ist recht schöt Prgris Dieser Zweifel braucht Menschen, dern auch können. Is, daß er sich Diese Bedenken kö herstreut werden. heute 500 Landdier beweisen hundert einige Jahre in de beweisen letzten führer, die alle ihr beschäftigten Land und hervorheben. anderen Landarbe stehen. Nun ist das Lan nismäßig jung, so daß man sich über machen kann. Ma . den Ersatz sül whander= und Sais daß es dem Land arbeitslosen Juger Monate unterzubr dringung der Ern salsch. Der Land Bauernstand bei Parole des#