Ei## Paltond-Aape,P Nah!. dar Casksptäutel und ungesung 62. Jahrg, Castroper Zoitun“ Der Stadtanzeiger erscheint wöchentlich Zmal, Wochendezugsprets Anzeigenpreis: 1 mm hoch und 22 mm breit 4 Pfg. Text(g. Castroper=Henung 50 Pfg. Postbestellpreis 2 RM. monatlich. Ersatzansprüche können anzeigen 1 mm hoch und 72 mm breit 25 Pfg. Nachlaß nach Paurolor Dauosfo Pachrichton dei Störungen im Erscheinen infolge höherer Gewali nicht gestelli, den vom W. d. D. W. herausgegebenen Richtlinien. 3. Zt. gilt Kauxetei Neueste Aautfrichlten gerden.“ Deus un,„exarigggßschw. Schmitz zn Castrov=Rauxel. Preisliste Nr.=Fs; Foyzwhteng guch für die dur g. Fezgsprecher Teler Geueste Euchet#gr“: Hauptschriftleiter, verantwortlich für den Textteil: Franz zufgegebenen, sowie für undeutlich geschriebene Aufträge wird Bladonhorster Tagehlatt Sese Prus; in Celtopsauzel, Aneigenteuer: witzeln Leine Gevihe übernonnen Scluh ut krzseigen=Knnechns 4 Uhe Viabenhörfrer Taßeolalt Welter in Castrop=Rauxel. DA. VII. 36 1680. Sa.=Nr. 2151 Castrop. nachm. tags zuvor. Erfüllungsort u. Gerichtsstand Castrop=Rauxel. Amtliches Veröffentlichungsblau für den Landgerichtsbezirk Dortmund. Allgemeines Kreisblat für den Stadttreis Castrop=Rauxel. Nr. 234 Samstag, den 29. August 1936 Beuischee Runssann inntiten in Voln Feierliche Eröffnung der Rundfunkausstellung durch Dr. Goebbels Tcho des küges Der deutsche Rundfunk ist Volksgut Mit einer erfreulichen Eindeutigkeit und Offenheit hat Reichsminister Dr. Goebbels in seiner großen Rede bei der Eröffnung der diesjährigen Großen Deutschen Funkausstellung in Berlin das Grundproblem des Rundfunks klargelegt. Seine Worte über die Programmgestaltung beweisen, wie man im nationalsozialistischen Deutschland auch auf dem so wichtigen Gebiete des Rundfunkwesens an erste Stelle die Durchführung des Grundsatzes setzt: Alles was geschieht, geschieht für das Volk. Es ist erst wenige Jahre her, seitdem auch bei uns im Deutschen Reiche das Rundfunkprogramm etwas Wertloses. Zerrissenes. Eindrucksloses und daher auch von fast allen Seiten Abgelehntes war. Der Rundfunk unter dem liberalistischen Einfluß war vor allem richtungslos. Ein volksfremdes ästhetisierendes Literatentum und ein snobistisches Salonmusikantentum gab sich in den Senderäumen ein Stelldichein, wo man unter sich blieb und trotz der Uebertragung der Darbietungen durch den Aether keine Wirkung nach außen erzielte. Dieses war die eine Komponente des Rundfunks von einst und die damals für das deutsche Funkwesen Verantwortlichen hatten selbst das Gefühl. dieser volksfremden Einseitigkeit ein Gegengewicht setzen zu müssen und so entstand die zweite Komponente des Programms von damals— ein untünstlerisches Reißertum, das sich nur oft in geschmacklosen Verkrampfungen austobte Der Rundfunk begann unvopulär zu werden. die Teilnehmerschaft wurde immer unzufriedener und die Kritik an den meist negativen Leistungen immer lauter und schärfer. Wie wurde es aber anders, als der Nationalsozialismus mit der Machtübernahme im Reich auch das gesamte deutsche Rundfunkwesen in seine Hände nahm. Jetzt konnte die Vielfalt der Einflüsse beseitigt, das geistig und oft auch rassisch Volksfremde aus den Senderäumen verjagt werden. In mühsamer Arbeit wurde das Rundfunkwesen auf eine neue Grundlage gestellt und diese Grundlage war wie bei allem, was im neuen Reiche an Aufbau= und Reformarbeit geleistet wird. das Volk und nichts anderes als das Volk. Es war nicht leicht. etwas grundsätzlich Neues zu schaffen. Aber der Weg. den man nun beschritten hatte, war der richtige und mit Ausdauer und Zielbewußtsein näherte man sich immer mehr jenem Punkte. von dem aus das neue Gesicht des deutschen Funkwesens endlich in voller Klarheit zu erkennen war. Ein Beweis dafür, daß der Weg, auf dem man den deutschen Rundfunk wieder dem ganzen Volke näherbringen wollte, richtig war, liegt vor allem in dem äußeren Erfolg. den das Rundfunkwesen in den letzten drei Jahren zu verzeichnen hat. Die Ziffern über die Entwicklung der Zahl der deutschen Rundfunkteilnehmer, der Besucher der Rundfunkausstellungen usw., die Reichsminister Dr. Goebbels in seiner Rede genannt hat, sind eine deutliche Illustration für diesen Wandel. Der Grundsatz„Gib dem Volke, was des Volkes ist“ hat sich jedenfalls außerordentlich bewährt. Dabei darf man etwa nicht annehmen, daß das Rundfunkvrogramm durch diese Reform einfach nur„leichter“ geworden sei und mit der wachsenden Volkstümlichkeit eine größere Entfernung vom wirklich Künstlerischen gefunden habe. Im Gegenteil: gerade aus den grundsätzlichen Erklärungen des Reichsministers Dr. Goebbels geht das Verantwortungsbewußtsein hervor, mit dem man heute gerade die künstlerische Seite der Programmgestaltung behandelt. Volkskunst, die hier geschaffen wird. ist Kunst fürs Volk und wird zur Kunst aus dem Volke. Das ist der Grundsatz, um den es geht. * Der Sowjetsender von Barcelona an der Arbeit Der von den Sowjetrussen in Barcelona aufgestellte und in Betrieb gesetzte„Kurzwellensender der antifaschistischen Miliz“ läßt nunmehr auch den letzten Schleier von dem blutigen Eingreisen der Moskauer Internationale in Spanien fallen. In der vergangenen Nacht sprach dieser bolschemistische Sender auf spanischem Boden von der revolutionären Ordnung in dem spanischen Staat. für dessen demokratische Verfassung angeblich die rote Miliz dort kämpft. Der Sender berichtete weiter, daß in Barcelona ein Bataillon„Karl. Maar“ gegründet worden sei, dessen eine Hundertschaft den Namen„Ernst Thälmann“ erhalten habe. Der Bolschewistensender war harmlos genug. diese eindeutige Sendung mit dem Ruf„Es lebe die Demokratie" zu beschließen. Ein interessantes Schlaglicht auf die jetzt in Barcelona herrschenden Zustände werfen einige Ermahnungen, die dieser kommunistische Sender wiederholt seinen Hörern ans Herz zu legen für notwendig sand. Die revolutionären Milizsoldaten des Bataillons„Karl Marx“ werden nämlich darüber aufgeklärt, daß ein Maschinengewehr an die Front gehöre und nicht ins Kaffeehaus. Das schicke sich nicht für einen revolutionären Kämpfer. Außerdem wird beiont, daß der Milizsoldat nur dann mehr gelte. Blick über eine große Leistung dnb. Berlin, 28. August. Die 13. Große Deutsche Rundfunkausstellung Berlin 1936, eine Schau technischer Wunder und Erfindungen, ist Freitagvormittag in Gegenwart von Mitgliedern der Reichs=, Staats- und Städtischen Behörden, sowie der Partei, von ausländischen Diplomaten und von Vertretern aus Handel und Industrie, Kunst und Wissenschaft durch den Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, feierlich eröffnet worden. Nach einleitendem Fanfarenmarsch auf das Pausenzeichen„Freut euch des Lebens“, der Begrüßungsansprache des Staatskommissars der Hauptstadt Berlin, Dr. Lippert, sprach Dr. Goerz, der Leiter der Fachgruppe Rundfunk der Wirtschaftsgruppe Elektroindustrie, der den ungeheuren Aufstieg der gesamten deutschen Rundfunkwirtschaft sowie der Erfolge des Volkssenders beleuchtete. Dr. Goebbels spricht In seiner Eröffnungsansprache erteilte Dr. Gocbbels einleitend jenen Propheten eine deutliche Absage, die bei der Machtergreifung des Nationalsozialismus einen völligen Zusammenbruch Deutschlands in kurzer Frist vorausgesagt hatten. Die damals nicht müde wurden, schwarz zu sehen und zu schmähen, hielten heute die immer wiederkehrende Reihe nationalsozialistischer Erfolge für geradezu selbstverständlich. Tauche aber igendwo ein Hindernis auf, dann sei bei diesen Kritikern das Gesamtwerk des nationalsozialistischen Aufbaues schnell vergessen und man sehe nur noch die entstandene Schwierigkeit. Es tue daher gut, sich hin und wieder auf bestimmten Spezialgebieten einen Generalüberblick zahlenmäßiger Erfolge zu verschaffen, um an ihnen zu erkennen, wie klein und bedeutungslos gelegentliche Rückschläge dnb. Berlin, 28. August. Der Führer und Reichskanzler hat befohlen, daß die demnächst zu bildende 2. Unterseebootsflottille zum ehrenden Gedächtnis des am 2. 12. 1917 gefallenen-Boot=Kommandanten Oberleutnant z. S. Saltzwedel den Namen„Unterseebootsflottillle Saltzwedel“ erhält. * Oberleutnant z. S. Saltzwedel stammte aus einer pommerschen Pfarrerfamilie und verbrachte seine Jugendjahre in Stettin. Am 1. April 1908 trat er in die Kaiserliche Marine ein. Er erhielt die planmäßige Seeoffiziersausbildung. Zu Beginn des Krieges befand er sich auf dem Linienschiff„Kaiser", wurde aber schon im Sommer 1915 der=Boot=Waffe zugeteilt. Am 29. September erhielt er sein erstes Kommando als =Boot=Kommandant auf dem Unterseeboot„UB “, das er zwei Monate lang führte. Im Januar 1916 übernahm er das Unterseeboot„UB 10“ und führte in den folgenden Jahren die Unterseeboote„UE 10“,„UB 17“,„UC 11“,„uC 21“, „UC 71“ und„UB 81“, die sämtlich der-BootFlottille„Flandern“ zugeteilt waren. Mit diesen Booten führte Saltzwedel erfolgreiche Minenunternehmungen im Englischen Kanal durch. In zahlreichen Unternehmungen gegen den feindlichen Handel versenkte er bis Ende 1917 wenn er dem Feinde gegenüberstehe, daß er aber auf den Straßen der Stadt Barcelona nichts mehr bedeute als jeder andere Arbeiter. Die Bedienungsmannschaft des sowjetrussischen Senders in Barcelona scheint überhört zu haben. daß vor acht Tagen sein Stammsender in Moskau in sieben verschiedenen Sprachen feierlich aller Welt versicherte. die Behauptung, die 3. Internationale habe in Spanien irgendwie eingegriffen, sei eine faschistische Lüge. Sowjetrußland verhalte sich„streng neutral"(h. seien, die hier und da im Verlauf einer Entwicklung immer wieder verzeichnet werden müßten. Olympia-Leistung des Kundfunks Am deutschen Rundfunk, der sich heute zum vierten Male in einer großen Gesamtschau dem nationalsozialistischen Deutschland zeige, könne man das besonders deutlich erkennen. Er habe in dem hinter uns liegenden Rundfunkjahr allein mit seinem Olympia=Weltsender eine Leistung vollbracht, die einzigartig in der Welt dastehe. Durch die umfassenden technischen Vorbereitungen des deutschen Rundfunks habe die ganze Welt an den Olympischen Spielen 1936 teilnehmen können. „Allein in 28 Sprachen wurde vom OlympiaWeltsender gesendet, 140 Sprecher gelangten zum Einsatz, von denen 70 von ausländischen Nationen nach Berlin gesandt worden waren. In den 16 Tagen der Olympischen Spiele kamen über 3000 Berichte zur Sendung. Davon gingen 500 über die deutschen und 2500 über die ausländischen Sender. Allein 10000 Schallplatten wurden in den Hauptsprachen der Welt ausgenommen. 320 Mikrophone fanden auf den olympischen Kampfstätten ihren Einsatz. Es erwies sich als notwendig, 17 Rundfunkzentralen einzurichten, die von 29 europäischen und außereuropäischen Sendegesellschaften benutzt wurden. Die Hauptschalttafel mit einer Länge von 21 Meter und einer Höhe von 2½ Meter wies 10000 Eingangsbuchsen auf und ist geradezu als ein Wunderwerk der Technik zu bezeichnen. Es konnten zur gleichen Zeit 70 Sendungen auf Platten genommen werden und 30 verschiedene Sendungen nach allen Erdteilen zur Aussendung gelangen.“ Die Zahl der deutschen Rundfunkteilnehmer sei in den hinter uns liegenden Jahren wieder um fast eine Million von 6516 732 auf 7404 144 erhöht worden. Damit marschiere Deutschland in bezug auf die Höhe der Rundfunkteilnehmer mit England an zweiter Stelle. Das außerordentliche Anwachsen der Besucherzahl der Rundfunkausstellungen insgesamt etwa 179000 Tonnen Schiffsraum, eine Leistung, die um so höher einzuschätzen ist, als sie mit verhältnismäßig kleinen und schwachen Unterseebooten erzielt wurde. Nachdem Saltzwedel am 29. März 1917 mit dem Ritterkreuz mit Schwertern des Hausordens von Hohenzollern ausgezeichnet worden war, wurde ihm am 20. August 1917 der Orden Pour le mérite verliehen. Am Abend des 2. Dezember 1917 lief„UB 81“ im Englischen Kanal auf eine tiefstehende Mine. die schwere Zerstörungen im Boot hervorrief. Es gelang, das Boot für kurze Zeit an die Oberfläche zu bringen. Sieben Mann der Besatzung konnten sich durch das aus dem Wasser ragende Torpedobugrohr retten und sich auf einem in der Nähe befindlichen englischen Bewachungsfahrzeug in Sicherheit bringen. Die übrige Besatzung fand mit ihrem Kommandanten den Seemannstod. Der Führer in Bayreuth dub Bayreuth, 28. Aug. Der Führer traf heute vormittag in Bayreuth ein und wohnte am Nachmittag der Lohengrin=Aufführung im Festspielhause bei. In seiner Begleitung befanden sich Reichspressechef Dr. Dietrich und Brigadeführer Schaub. Trotzki wird interniert Oslo, 28. August. Wie der norwegische Justizminister bekanntgibt, hat die norwegische Regierung beschlossen, Trotzki und seine Ehefrau zu internieren. Der Grund für diesen Beschluß liegt in der ausdrücklichen Weigerung Trotzkis, die ihm für einen weiteren Aufenthalt in Norwegen auferlegte Bedingung, sich nicht mehr politisch zu betätigen, anzunehmen. Die beiden Sekretäre Trotzkis werden aus dem norwegischen Staatsgebiet ausgewiesen. Forderungen an das Programm in Berlin von 114000 Menschen im Jahre 1933 auf 480 000 Menschen im Jahre 1935 beweise das erhöhte Interesse am deutschen Rundfunk, das auch nicht ohne Einfluß auf den Absatz von Rundfunkempfängern geblieben sei. Im Rundfunkgeschäftsjahr 1932=33 seien 1340 000 Geräte, im vorigen Rundfunkgeschäftsjahr 1939.000 Geräte und in diesem Jahr bis zum 30. Juni schon 1300 000 Geräte abgesetzt worden. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß das Hauptgeschäft erst in den kommenden Wintermonaten einsetzt. Von zwei Millionen Volksempfängern„VE 301“ seien bereits 1 944886 verkauft. Die Zahl der im deutschen Rundfunk angestellten Personen sei von 2019 Festangestellten im Januar 1933 auf 3166 im Jahre 1935 und 3395 bis zum 30. Juni dieses Jahres gestiegen. Während im Rundfunkjahr 1932=33 260000 Mitwirkungen zu verzeichnen waren, seien es im Jahre 1935=36 650000 Mitwirkungen gewesen. Auch. gemessen am vorigen Rundfunkjahr, sei bereits wieder eine Steigerung um 180000 Mitwirkungen zu verzeichnen. Während— wie Reichsminister Dr Goebbels betonte— früher für Honorare und Sendegebühren jährlich.5 Millionen ausgeworfen wurden, stehen heute für den gleichen Zweck 17 Millionen zur Verfügung. Von besonderer Bedeutung ist hierbei die Feststellung, daß von den gesamten, dem Rundfunk zur Verfügung stehenden Mitteln 74 v. H. auf die Sendungen. 16 v. H. auf die Technik und 10 v. H. auf die Verwaltung entfallen. Reichsminister Dr. Goebbels gab ferner bekannt, daß auch die Leistungen des für die Verbindung des gesamten Auslandsdeutschtums mit der gesamten Volksgemeinschaft so wesentlichen deutschen Kurzwellensenders eine außerordentliche Steigerung erfahren haben. Es werden zur Zeit sechs Zonen erfaßt, und zwar Afrika, Südasien mit Australien, Ostasien. Südamerika, Mittelamerika und Nordamerika. Die Zahl der augenblicklich betriebenen Richtstrahler beträgt 12. Während im Jahre 1934 der deutsche Kurzwellensender 17•325 Darbietungen aufzuweisen hatte, waxen es im Jahre 1935 25 657 und es sind bis zum 30 Juni dieses Jahres allein 13 755 gewesen. Das Fernsehen Neben dem Fernhören habe der deutsche Rundfunk auch im Fern sehen einen außerordentlichen Ausbau erfahren. Am 15. Januar 1936 wurde der regelmäßige Fernsehbetrieb des Fernsehsenders Paul Nipkow=Berlin ausgenommen. Neben der täglichen Sendezeit von zwei Stunden wurden während der Olympischen Spiele zusätzlich weitere sechs Stunden gesendet, so daß der deutsche Rundfunk mit einem achtstündigen Fernsehsendebetrieb aufwarten konnte. Neben den 10 in Betriel befindlichen Fernsehstuben in Berlin standen während der Zeit der Olympischen Spiele zusätzlich weitere 15 Fernsehstuben zur Verfügung, so daß während der 16 olympischen Tage in 25 Fernsehstuben über 150000 Volksgenossen an den Olympischen Spielen unmittelbar teilnehmen konnten. Der Minister würdigte dann die großen kulturellen Leistungen des deutschen Rundfunks in dem hinter uns liegenden Rundfunkjahr, so z. B. die Sendungen des großen Mozart=Zyklus. in dem in 25 Einzelsendungen nicht nur die Werke Mozarts und die Stationen seines äußeren Lebens, sondern auch ein Einblick in die großen seelischen Entscheidungen dieses einzigartigen Menschen und Künstlers gegeben wurde, die Meisterkonzerte des deutschen Rundfunks, in denen lebende deutsche Künstler von Weltruf zur Sendung gelangten und die Uebertragung der Festaufführung Lohengrin aus Bayreuth in fast die ganze Welt. Die Volkssenderaktion Einen gebührenden Anteil an den Rundfunk. programmen des hinter uns liegenden Jahres habe auch die Volkssenderaktion gehabt, die bewirken solle, daß in den breiten Massen des Volkes wieder ein Gefühl für künstlerisches Schaffen überhaupt entsteht. Dadurch, daß ein Volksgenosse sich laienhaft und primitiv künstlerisch betätige, erwachse in ihm nicht nur eine bisher nicht gekannte Freude am Dasein, sondern er wird im Laufe der Zeit auch aufnahmebereit für die große Kunst selbst Es sei also falsch, wenn in gewissen Teilen der Künstlerschaft sich die Auffassung breit mache, durch die Volkssenderaktion würden die berufstätigen Künstler in ihren Schaffensmöglichkeiten eingeengt. Die Volkssenderaktion beabsichtige nicht. Kunst für das Volk zu bringen, sondern eine neue Volkskunst zum Leben zu erwecken. „unterserebolsstoninle Salhwedel Ehrung eines tapferen-Boot-Kommandanten des Weltkrieges Befehl des Führers Sechs Punkte zum Programm Reichsminister Dr. Goebbels gab dann eine Reihe von Gesichtspunkten für die Programmgestaltung: 1. Bei einer Teilnehmerzahl von fast 7½ Millionen, die einer regelmäßigen Mithörerzahl von etwa 30 Millionen entspricht, muß das Programm des Rundfunks nach der unterhaltenden wie nach der künstlerischen Seite entsprechend seiner Massenzuhörerschaft möglichst vielseitig sein. Für ihn gilt in der Tat das Goethewort„Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen". 2. Es ist selbstverständlich, daß bei einem Tagesprogramm eines einzigen Senders, das meistens von morgens 6 bis nachts 1 Uhr ununterbrochen abrollt. im Laufe der Zeit auch manche Minderwertigkeit mit unterlaufen muß. Es ist ungerecht, vom frühen Morgen bis in die Nacht hinein ein Rundfunkprogramm abzuhören, seine Höhepunkte zu vergessen, und seine Tiefpunkte zu kritisieren. 3. Das Niveau des Rundfunkprogramms darf nicht zu tief gesenkt, aber auch nicht zu hoch geschraubt werden. Jede Sendung muß darauf Bedacht nehmen, daß sie von Millionen Teilnehmern nicht nur gehört, sondern auch verstanden werden will. Es ist etwas anderes, in einem Konzertsaal oder Theater mit einer immerhin begrenzten Teilnehmerzahl höchste Kunst in Ton und Wort zu bringen oder im Rundfunk, ohne daß durch unmittelbares optisches Teilnehmen das Verständnis erleichtert wird, Millionen Menschen, die aus allen Volksklassen und Bildungsschichten stammen, zum Mithören aufzufordern. 4. Das Programm des Rundfunks muß so gestaltet werden, daß es den verwöhnteren Geschmack noch interessiert, und dem anspruchsloseren noch gefällig und verständlich erscheint. Es soll in einer klugen und psychologisch geschickten Mischung Belehrung, Anregung, Entspannung und Unterhaltung bieten. Dabei soll besonderer Bedacht gerade auf Entspannung und Unterhaltung gelegt werden, weil die weitaus überwiegende Mehrzahl aller Rundfunkteilnehmer meistens vom Leben sehr hart und unerbittlich angesaßt wird, in einem nerven= und kräfteverzehrenden Tageskampf steht und Anspruch darauf hat, in den wenigen Ruhe= und Mußestunden nun auch wirkliche Entspannung und Erholung zu finden. Demgegenüber fallen die wenigen, die nur von Kant und Hegel ernährt werden wollen, kaum ins Gewicht. 5. Es ist nicht wahr, daß Rundfunk oder Film der Kultur Schaden zugefügt hätten. Gewiß entspricht es den Tatsachen, daß die reine Schauspielkunst, künstlerisch gesehen, der filmischen Wiedergabe überlegen ist. Genau so wie ein Musikstück bei unmittelbarem Hören auch unmittelbarer wirkt als bei mechanischer Wiedergabe durch den Rundfunk. Das aber steht ja gar nicht zur Debatte. Es steht zur Debatte, ob es für die Millionen Menschen, weit verstreut im Lande, besser ist, niemals Beethoven oder Wagner oder sie wenigstens über den Rundfunk zu hören, und niemals einen großen Schauspieler oder ihn wenigstens im Film zu sehen. Nur blasser, weltfremder Aesthetizismus kann sich der Dringlichkeit dieser Fragestellung entziehen. Die Millionen Menschen aber, weit verstreut in den deutschen Städten und Dörfern, auf einsamen Gehöften, irgendwo im Schwarzwald, in Mecklenburg oder in Ostpreußen, werden es dem technischen Mirakel des Rundfunks zu danken wissen, daß es ihnen in ihrer Einsamkeit und Weltabgeschlossenheit das Wunder des Lebens ins Haus bringt, sie mit Städten und Provinzen verbindet und die Klammer festigen hilft, die das deutsche Volk geistig und seelisch umschließt. 6. Für die Bildung eines Volkes darf niemals der Grundsatz gelten:„Alles oder nichts“. Man muß im Gegenteil im ewigen eifrigen Bemühen das Bildungsniveau eines Volkes zu heben und zu befestigen suchen. Verwerflich aber ist jener Standpunkt geistigen Hochmutes, der mit Verächtlichkeit auf ein niedrigeres Bildungsniveau herunterschaut. Auch der Rundfunk hat sich in seiner Programmführung vor diesem geistigen Hochmut zu hüten. Er darf nicht im luftleeren Raum eines überspitzten und damit massenfremden Bildungsideals wirken. Er soll im Gegenteil seine Zelte mitten im Volke aufschlagen, den Geschmack des Volkes durch systematische Arbeit veredeln, sein Bildungsniveau nicht mit Hochmut belächeln, sondern mit Liebe und eifernder Hingabe heben.“ „Man schmäle uns nicht die Errungenschaften der modernen Zivilisation; sie haben die Menschen nicht ärmer, sondern reicher gemacht und vor allem sind die Völker durch sie glücklicher geworden. Das 20. Jahrhundert hat uns wieder die Augen geöffnet für die Schönheiten und Reichtümer des Lebens Es ist ein Jahrhundert ungeheurer, revolutionärer technischer Entwicklung, ein Jahrhundert, das die angespannteste Hingabe jedes einzelnen Menschen an sein Tagewerk fordert, ihm aber auch die moderne Technik als Helferin und Ueberwinderin eines atemberaubenden Tempos und eines mitreißenden Lebensrhythmus zur Seite stellt. Es ist nicht wahr, daß die ungeheueren dynamischen Kräfte dieses Jahrhunderts Feinde des Menschen seien; sie sind seine Diener und Freunde, wenn eine kluge und überlegene Staatsführung die Kunst beherrscht, sie zu regulieren, zu führen und planmäßig einzusetzen. Was früher das eisersüchtig bewachte Vorrecht der sogenannten oberen Zehntausend war, das beginnt nun unter tatkräftiger Mithilfe der modernen Technik Gemeinbesitz eines ganzen Volkes zu werden.“ Aorpeeschafissieuer Wied Erhoht Fiskalisch bedingt, allgemein=politisch notwendig und steuerpolitisch gerechtfertigt— Durchsetzung nationalsozialistischer Grundsätze dnb. Berlin, 28. August. Die Reichsregierung hat soeben ein Gesetz verabschiedet, wonach die Körperschaftssteuer für das Jahr 1936 um ¼ und ab 1937 um die Hälfte der bisherigen Sätze erhöht wird. Um die Vorauszahlungen, die noch in diesem Jahre zu entrichten sind, der voraussichtlich endgültigen Jahressteuerschuld für 1936 anzupassen, erhöhen sich die am 10. September 1936 und am 10. Dezember 1936 fällig werdenden Vorauszahlungen je um die Hälfte. Mit Rücksicht auf die kurze Frist, die zwischen der Veröffentlichung des Gesetzes und dem Vorauszahlungszeitpunkt vom 10. September 1936 liegt, wird ein Säumniszuschlag nicht erhoben, wenn der Betrag, um den die Vorauszahlung auf den 10. September 1936 durch das neue Gesetz erhöht ist, bis zum 24. September 1936 entrichtet wird. Die Vergünstigung gilt nicht für den Teil des Vorauszahlungsbetrages, der nach den bisherigen gesetzlichen Vorschriften bis zum 10. September 1936 zu entrichten gewesen wäre. Die Erhöhung der Körperschaftssteuer ist fiskalisch bedingt, allgemein=politisch notwendig und steuerpolitisch gerechtfertigt. Formen in Politik und Wirtschaft Das alles erfordere auch neue Formen in Politik und Wirtschaft. Der sozialistische Volksstaat nationalsozialistischer Prägung sei das sinn= und augenfällige Ersahnie dieser nolitisch=renelutienären fanige Ergeonis dieser politisch=revolutionären Umgestaltung. Im Rahmen einer ganz neuartigen Menschenführung, wie sie vom Nationalsozialismus zum erstenmal praktisch eingeleitet wurde, ist der Rundfunk dazu eines der modernsten und wichtigsten Volkserziehungs=, Volksführungsund Volksbildungsmittel. Darum ressortiert auch der Rundfunk von uns nicht wie in allen anderen Ländern bei einem Fach=, sondern bei einem politischen Ministerium. Reichsminister Dr. Goebbels schloß: „Wiederum stehen wir am heutigen Tage vor dieser großen Schau der Wirtschaft, der Technik, Das Steueraufkommen hat sich in den letzten drei Jahren in Verbindung mit den umfassenden Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Reichsregierung und der starken Wirtschaftsbelebung durchaus günstig entwickelt. Die laufenden Steuereinnahmen haben den Voranschlag überstiegen. Die Ausgaben des Reiches zur Abdeckung von Fehlbeträgen früherer Jahre, zur Abdeckung der Vorbelastungen aus den verschiedenen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und zur Durchführung der großen nationalpolitischen Aufgaben, die durch das Lebensrecht der Nation bedingt sind, erfordern jedoch große Mittel. Das finanzpolitische Ziel der Reichsregierung ist, die Deckung dieser Ausgaben auf eine völlig gesicherte Grundlage zu stellen. Diesem erstrebten Ziel, die laufenden Ausgaben zu decken und sicherzustellen, das in den vergangenen Jahren für die Etats der Länder und Gemeinden bereits in weitestem Umfang erreicht worden ist, dient in Verbindung mit der allgemeinen Entwicklung des Steueraufkommens die jetzt beschlossene Steuererhöhung. Konnte dieses Ziel endgültig nur durch eine Lastenerhöhung erreicht werden, so kam es darauf an, die sozial gerechteste und wirtschaftlich zweckmäßigste Form der Mehrbelastung zu finden. Diese Form war in der Erhöhung der Körperschaftssteuer zu erblicken. Die Körperschaftssteuer ist die Einkommensteuer der Kapitalgesellschaften, der Personenvereinigungen und Vermögensmassen, insbesondere also der Aktiengesellschaften und der Gesellschaften m. b. H. Diese Einkommensteuer der Körperschaften bestimmt sich nach den Vorschriften des Körperschaftssteuergesetzes und betrug bisher 20 v. H. Demgegenüber ist die Einkommensteuer der natürlichen Personen, die sich nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes bestimmt, bis zu 50 v. H. gestaffelt. Infolgedessen sind schon beim Steuersatz die Körperschaften gegenüber den natürlichen Personen begünstigt. Daneben zahlen die natürlichen Personen noch Bürgersteuer und Kirchensteuer. Auch bei den Offenen Handelsgesellschaften, deren Gesellschafter persönlich(uneingeschränkt) haften, und den Kommanditgesellschaften, bei denen ebenfalls ein Teil der Gesellschafter persönlich haftet, unterliegt— ebenso wie beim Einzelkaufmann— der gesamte Gewinn den gestaffelten Steuersätzen der Einkommensteuer. Daraus ergibt sich auch den Offenen Handelsgesellschaften und den Kommanditgesellschaften gegenüber die Begünstigung der in anonymer Form befindlichen Kapitalgesellschaften. Es ist zwar nicht zu verkennen, daß die Besteuerung der Körperschaften zu einer doppelten Belastung führt. Diese tritt ein, wenn der Gewinn, der bei der Kapitalgesellschaft bereits besteuert ist, an die Gewinnberechtigten ausgeschüttet wird und dann bei den Empfängern der Einkommensteuer unterliegt Tatsächlich sammeln jedoch viele Kapitalgesellschaften in einer Zeit des Wirtschaftsaufschwunges einen sehr erheblichen Teil ihrer Gewinne an. Sie schütten sie zu einem großen Teil nicht aus. Nicht ausgeschüttete Gewinne werden jedoch nur durch den einheitlichen Steuersatz von 20 v. H. erfaßt. Bei Einzelkaufleuten, Offenen Handelsgesellschaften und Kommanditgesellschaften werden die Gewinne, und zwar auch die nicht ausgeschütteten, restlos durch den Einkommensteuertarif erfaßt, der bis zu 50 v. H. gestaffelt ist. Diese Tatsache verleitet Einzelkaufleute, Offene Handelsgesellschaften und Kommanditgesellschaften, immer mehr zu dem Gedanken, ihr Unternehmen in eine GmbH. oder AG. umzuwandeln. Solche Umwandtungsbestrebungen laufen jedoch den Grundsätzen des Nationalsozialismus zuwider. Der Anreiz, aus Steuerersparnisgründen die Form der anonymen Gesellschaft zu wählen, soll durch die Erhöhung der Körperschaftssteuer sehr erheblich abgeschwächt werden. Die Form der Kapitalgesellschaft und damit die Form der Anonymität und der Ausschließung der persönlichen Haftung der Gesellschafter soll nur in denjenigen Fällen gewählt werden, in denen sie aus volkswirtschaftlichen Gründen gerechtfertigt ist. Die meisten Kapitalgesellschaften gehören zu denjenigen Unternehmen, die in der letzten Zeit bedeutende Gewinne erzielt haben die sich vielfach auch noch im Steigen befinden. Das zeigt sich zum Teil auch in der Erhöhung von Bezügen, die sich in vielen Fällen nach der Höhe des Gewinnes bestimmen. Die Erhöhung der Körperschaftssteuer wird in Verbindung mit den zur Vermeidung einer ungesunden Dividendenpolitik, getroffenen Maßnahmen einer unerwünschten Entwicklung der Aktienkurse entgegenwirken. Die Maßnahme dient mithin der Herstellung steuerlicher Gleichmäßigkeit, sie widerspricht nicht den Belangen der deutschen Volkswirtschaft, und sie ist notwendig, um die Erfüllung der großen, dem Reich obliegenden Aufgaben finanziell zu sichern. Dr. Goebbels nach Venedig Reichsminister Dr. Goebbels besucht die Biennale dnb Berlin, 28. Aug. Auf Einladung des italienischen Propagandaministers Alfieri wird Reichsminister Dr. Goebbels sich am Sonnabend, dem 29. d.., im Flugzeug für zwei Tage zum Besuch der Biennale nach Venedig begeben. Roch keind Entscheldung un der korofton heftige Kämpfe um jeden Schritt Boden Roter Bomber über Frankreich Hendaye, 28. August. In den Mittagsstunden des Freitag nahm die Artillerietätigkeit der roten Miliz an der Front bei Fuenterrabia und Irun wesentlich zu. Die Einschläge der 15=cm.=Granaten auf den im Rücken der nationalistischen Truppen liegenden Höhenzügen waren deutlich erkennbar. Gleichzeitig lebte auch das Infanterieund Maschinengewehrfeuer zu beiden Seiten von San Mercial auf. Starke Handgranatendetonationen sind unmittelbar westlich von Behobia zu hören. Die Angreifer müssen das Gelände Schritt für Schritt in ihren Besitz bringen, da die Verteidigungsstellungen der Roten außerordentlich geschickt angelegt sind. Das Vorgelände ist mit Tretminen und elektrisch geladenen Leitungen sowie mit Stolverdraht gesichert. In Anbetracht dieser hartnäckigen Verteidigung dürfte auch der Freitag den Nationalisten lediglich einige hundert Meter Geländegewinn bringen. Großes Aufsehen erregte in Hendaye am Freitagmittag ein den roten Truppen gehörendes Kampfflugzeug, das, von San Sebastian kommend, die Küste entlang bis vor den 13 Kilometer weit entfernt liegenden französischen Badeort St. Jean de Luz flog, dort umdrehte und bis auf 100 Meter über Hendaye niederging, um nach einigen scharfen Kurven wieder in Richtung San Sebastian zu verschwinden. Die französische Luftpolizei ist gegen diese neuerliche Grenzverletzung durch rote spanische Flugzeuge nicht eingeschritten. Die Meldung über den Bombenabwurf eines spanischen roten Flugzeuges auf französisches Gebiet wurde am Freitag amtlich der Kultur und der Politik auf einem der wichtigsten Teilgebiete unseres öffentlichen Lebens. Was ehedem nur Angelegenheit der daran unmittelbar interessierten Kreise war, ist nun Sache der Nation und wird von der Welt respektvoll und vielfach mit Neid beachtet. Möge auch von der diesjährigen Schau des deutschen Rundfunkschaffens ein starker Impuls ausgehen. Möge auch sie mithelfen, die deutsche Volksgemeinschaft zu zimmern und die Kraft und die Fähigkeit des Rundfunks selbst zu vermehren, Glück und Frieden dem deutschen Menschen bringen. Ich verbinde mit diesem Wunsche meinen und des Volkes Dank an alle die, die an der Gestaltung des deutschen Rundfunks mitarbeiten, vom Intendanten bis zum letzten Arbeiter. Das ganze Volk ist täglich Zeuge dieser Arbeit und es gilt, daß sie getan werde im Geiste der Freude, die alle Deutschen am Werk= und Feiertag verbindet. „ In diesem Sinne erkläre ich die Große Deutsche Funkausstellung 1936 in Berlin für eröffnet.“ Nach dem Gesang des Deutschland= und des Horst=Wessel=Liedes brachte ein gemischter Chor zwei Kompositionen von Bruno Stürmer=Kassel zum Vortrag:„Nun ist die Arbeit wieder Segen“ und„An Deutschland“ Reichsminister Dr. Goebbels wurde bei seiner An= und Abfahrt stürmisch begrüßt. bestätigt. Außerdem hat am Donnerstagabend auch noch ein zweites spanisches Marxistenflugzeug zwei Bomben in der Nähe des französischen Ortes Biriatu abgeworfen. Auch mehrere Granateinschläge der roten Artillerie auf der französischen Seite der Grenze konnten festgestellt werden. Durch Infanteriegeschosse wurden im Laufe des Donnerstag drei Personen französischer Staatsangehörigkeit leicht verwundet. Spaniens Botschafter in London zurückgetreten London, 28. August. Dem Beispiel zahlreicher diplomatischer Vertreter Spaniens im Ausland folgend, ist nunmehr auch der Londoner spanische Botschafter Lopez Olivan von seinem Posten zurückgetreten. Lopez Olivan, früher spanischer Gesandter in Bern, hatte erst vor etwa sieben Wochen seinen Londoner Posten angetreten, und dem englischen König kurz vor dem Ausbruch des spanischen Bürgerkrieges am 14. Juli sein Beglaubigungsschreiben überreicht. Der zurückgetretene Botschafter wird als einer der führenden Köpfe im spanischen diplomatischen Dienst betrachtet. Er war seinerzeit Generaldirektor der Marokkoverwaltung in Madrid und Vertreter Spaniens auf der Weltwirtschaftskonferenz und beim Völkerbund.— Andere Mitglieder der Londoner spanischen Botschaft sind schon früher zurückgetreten. Weitere Mitglieder haben ihren Rücktritt angekündigt. Ohne Zweifel hat sich die Leitung der Angreifer hinsichtlich der Stärke des roten Gegners verrechnet. Man glaubte nicht, auf einen derartigen hartnäckigen Widerstand zu stoßen, der auch rein technisch mit den modernsten Mitteln von den bei den Roten befindlichen ausländischen Kommunisten organisiert worden ist. Diese Tatsache erklärt das langsame Vorwärtskommen der Nationalisten. Hinsichtlich der Verluste am Donnerstag steht ziemlich einwandfrei fest, daß sie bei den Nationalisten etwa 20 Tote und bei den Roten 130 Opfer betragen haben. General Franco Oberbefehlshaber Protest gegen die Goldausfuhr nach Frankreich Hendaye, 28. August. Der Radiosender Burgos protestierte gegen die andauernde Goldausfuhr der Bank von Spanien nach Frankreich, die allmählich nicht mehr zu verantwortende Beträge erreichte, und fragt Frankreich, was es denn eigentlich mit diesem Gold vorhabe und was die Gegenleistung sei? Ferner teilte Burgos mit, daß General Franco von dem nationalen Verteidigungsausschuß in Burgos zum Oberbefehlshaber sämtlicher nationalen Streitkräfte Spaniens ernannt worden sei. Preissteigerungen in Frankreich Paris, 28. Aug. Ab 1. September wird in Paris der Milchpreis um 10 Centimes erhöht werden. In Bordeaux wird der Brotpreis ab 31. August von 1,90 Frank auf 2 Frank erhöht werden. In Paris wird der Gaspreis ab 1. September von 95 auf 98 Centimes erhöht werden. Treschworung in der Aoten Keiner Unbegrenzte Vollmacht für die GPU—. Bemerkenswerte Enthüllungen Aufruhr in ganz Rußland? London, 28. August.„Daily Expreß“ bringt auf der ersten Seite unter größter Aufmachung eine Meldung ihres Berichterstatters aus Warschau, wonach der Chef der GPU nach einer Geheimkonferenz mit Stalin Vollmacht erhalten habe, nach eigenem Gutdünken jedermann zu verhaften, den er für einen Gegner Stalins halte. Es handelt sich um die größte Säuberungsmaßnahme in der Geschichte der Sowjetrepublik. Vier hohe Offiziere, die Generale Schmidt, Sapojnikow, Kusnezow und Tulijn seien gleichfalls verhaftet worden. Es bestehe der starke Verdacht, daß innerhalb der Roten Armee eine Verschwörung vorbereitet werde, um den Kriegsminister Woroschilow zu ermorden. Berichte seien im Kreml eingetroffen, daß in ganz Rußland in den Garnisonen Flugblätter verteilt würden, die zum Aufruhr auffordern mit den Worten: Trotzki, Euer Führer, der die Armee geschaffen hat, ist verbannt, kämpft für ihn. Rache für Sinowjew und Kamenew“. Lenins Witwe wird verbannt? Konflikt zwischen Stalin und der Krupskaja? Moskau, 28. August. In Moskau sind Gerüchte verbreitet, daß zwischen Stalin und der Witwe Lenins, Krupskaja, ein ernster Konflikt ausgebrochen sei. Die Krupskaja, auf deren Fürsprache bei Stalin im Januar 1935 Sinowjew, Kamenew, die der„moralischen Schuld an der Ermordung Kirows“ angeklagt waren, nur zu einer Gefängnis= und Verbannungsstrafe verurteilt wurden, habe heftige Kritikan dem Todesurteil gegen Sinowjew und Kamenew, die zu den engsten Mitarbeitern Lenins gehörten, geübt. Darauf soll es nach einer Lesart zu einer hitzigen Aussprache zwischen ihr und Stalin gekommen sein, in deren Verlauf Stalin der Witwe Lenins schärfstens untersagt hat, sich in die politischen Angelegenheiten seines Regimes einzumischen. Nach einer anderen Lesart hat Stalin es überhaupt abgelehnt, die Krupskaja zu empfangen, worauf sie eine Beschwerde an die Parteileitung gerichtet habe. Es wird mitgeteilt, daß der Witwe Lenins die Verhaftung und die Verbannung aus Moskau drohe. Italienisches Waffenausfuhrverbot für Spanien Rom, 28. August. Ueber das Verbot der Ausfuhr von Waffen und Kriegsmaterial ist im Laufe des Freitag ein Dekret unterzeichnet und veröffentlicht worden. Das Ausfuhrverbot zieht sich auf die direkte oder indirekte Ausfuhr, vie wieverausfuhr oder den Transit von und nach Spanien, den spanischen Besitzungen oder der spanischen Marokkozone bestimmten Waffen, Munition und Kriegsmaterial, wie auch von montierten oder auseinandergenommenen Flugzeugen und Kriegsschiffen. Nr. 234 SReH Besichtigung der und Stadtbaurg 2 Am gestrigen Nach sich die Ratsherren d Unterführung der der Emschertalbahn. von Oberbürgermeist sachlichen Darlegungdas Hochwassergebiet Wassermassen am sch zogen wurde, zu besi Oberbürgt hieß einleitend alle Er teilte mit, daß mungskatast rophe schi in Mittenwalde dur angeforderte Bericht heute nicht zur Ausst liegt höhere Gewalt wer keins. 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Juni 1 entsprechende Orts 1 Grundsätzen gründen die wählen, soll iftssteuer sehr form der Kai der Anonysönlichen Hafnjenigen Fälus volkswirthören zu dentzten Zeit bee sich vielfach zeigt sich zum jügen, die sich Gewinnes beerschaftssteuer meidung einer offenen Maßwicklung der r Herstellung erspricht nicht irtschaft, und der großen, finanziell zu nedig die Biennale ladung des alfieri wird Sonnabend, ei Tage zum begeben. London seispiel zahlpaniens im er Londoner ivan von besandter in ochen seinen m englischen s spanischen zlaubigungswird als ischen diploar seinerzeit valtung in if der Weltkerbund.— spanischen treten. Weitritt angelshaber Frankreich sender Burde Goldausankreich, die nde Beträge is es denn ind was die eral Franco ausschuß in licher natioworden sei. nkreich er wird in imes erhöht rotpreis ab rank erhöht ab 1. 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Um die Tikunft der Verbandssparkasse in Dortmund Am gestrigen Nachmittag um 4 Uhr versammelten sich die Ratsherren der Stadt Castrov=Rauxel an der Unterführung der Tiergartenstraße unter der Emschertalbahn, um von dort unter Führung von Oberbürgermeister Dr. Anton an Hand von sachlichen Darlegungen von Bürgermeister Schulze das Hochwassergebiet, das am 11. August von den Wassermassen am schwersten in Mitleidenschaft gezogen wurde, zu besichtigen. Oberbürgermeister Dr. Anton hieß einleitend alle Erschienenen herzlich willkommen. Er teilte mit, daß er sich über die Ueberschwemmungskatast rophe schon bei seinem Urlaubsaufenthalt in Mittenwalde durch von der zuständigen Stelle angeforderte Berichte unterrichtet habe. Es stehe heute nicht zur Aussprache, wer hat die Schuld, oder liegt höhere Gewalt vor, wer bekommt Geld und wer keins. Die Besichtigung und die Beratung der Ratsherren solle vor allem der Aufklärung dienen und salsche und schiefe Auffassungen beseitigen. Bürgermeister Schulze stellte zu Eingang seiner Ausführungen fest, daß er die Besichtigung und Beratung der Ratsherren ohne das Wissen des Oberbürgermeisters(Zuruf des Oberbürgermeisters: Aber ganz in meinem Sinne!) einberufen habe. Auch er betonte dann, daß es sich heute nicht darum handele festzustellen, daß die Stadt Schuld habe oder nicht. Das sei Sache der Versicherung, von deren Entschluß auch die Regelung der Entschädigungsfrage abhängig sei. Er erklärte weiter, daß der den Geschädigten zugestellte Versicherungsbescheid nicht von der Stadt beeinflußt sei, sondern ganz selbständig von jener herausgegeben sei. Redner ging dann näher auf das Unwetter vom 11. August ein. Das Vorgewitter hat den Boden gesättigt, so daß die späteren Wassermassen überraschend schnell in die Niederungen flossen und dort Ueberschwemmungen verursachten. Das Unwetter hat den Süden der Stadt weit stärker betroffen als den Norden. Es ist von hier über Bövinghausen. Marten, Dortmund nach Unna weitergezogen und hat dort überall mehr oder minder große Schäden verursacht. Nach weiteren allgemeinen einleitenden Bemerkungen kam Redner dann auf das Verhalten der Wassermassen vor den einzelnen Durchlässen im Verlause des Landwehr= baches zu sprechen, um im Verein mit der Inaugenscheinnahme der Flutreste darzutun. daß der Wassereinbruch in die Keller nicht allein oder auch nicht einmal vorwiegend durch die Abstauung beim Krankenhaus hervorgerufen wurde. Die Wasser haben nämlich einen Teil des Bachtales hinter der Abstauung nur bis zum Drittel ausgefüllt, sie sind aber schon weiter aufwärts über die Ufer getreten und haben über die Wiesen und Aecker hinweg sich einen Weg gesucht. Dabei vereinigten sie sich mit weiter unterhalb ebenfalls über die Ufer gekommene Wassermassen, die dann in starken Wogen in die Keller und schließlich über die Wittener Straße weg zum Viehmarktplatz und weiter strömten. Besonders eingehend wurde die Stelle besichtigt. die zwecks Vornahme der Reparaturarbeiten an der Bachsohle am Montag, dem 10. August, mit Schienen und Bohlen abgestaut worden war. Die Abstauung war so vorgenommen, daß noch ein Ueberlauf von 20 cm blieb. Er ist in der höchsten Gefahr durch städtische Arbeiter bzw. Feuerwehr durch die Beseitigung von zwei Bohlen auf 40 bzw. 60 cm erweitert worden. Weitere Bohlen ließen sich leider nicht mehr entfernen. Außerdem war ein Umlaufwehr von 50 cm Durchmesser an der Stelle zur Aufnahme des ablaufenden Wassers frei. Allerdings war gegen die Wasserflut des 11. August alles umsonst. Mit solchen Naturgewalten hat man ja auch normalerweise nicht zu rechnen. In diesem Falle langten auch die Straßenkanalisationen vielsach nicht. So kam das Wasser von der Ringstraße, dem Schellenberg usw. hinzu, um das Unheil zu vermehren. Nachdem die Ratsherren auch noch die Spuren der Ueberschwemmung, die allenthalben noch in der Wittener. Glückauf=, Schlageter=, Viehmarkt=, Markt=, Am Stadtgarten und Viktoriastraße zu sehen sind. besichtigt und besprochen hatten, begab man sich zur Aula der Städt. Frauenschule, in der anschließend eine Beratung der Ratsherren abgehalten wurde. Leider wurde die Erwartung. daß sich viele Interessenten als Zuhörer einfinden würden, nicht erfüllt. Nur ein einziger Hochwassergeschädigter wohnte der Verhandlung bei. Von den Ratsherren fehlten fünf, die durch Krankheit. Dienstübung. Teilnahme am Bauerntag, Reise usw. entschuldigt waren. Man trat dann in die Tagesordnung der Beratung ein: 1. Erlaß einer Satzung über Quartier= und Natural= leistungen für die bewaffnete Macht im Frieden. In den Erläuterungen heißt es: „Nach Wiederherstellung der Wehrhoheit des Deutschen Reiches ist in der Folge häusiger mit militärischen Uebungen und den damit verbundenen Einquartierungen zu rechnen. Aus diesem Anlaß hat der Herr Regierungspräsident In Arnsberg durch Verfügung vom 5. Mai 1936 mitgeteilt, daß aus Grund des§ 7 des Gesetzes vom 25. Juni 1868(Bundesgesetzblatt S. 523) entsprechende Ortssatzungen zu erlassen sind. Der Entwurf(Mustersatzung) einer Satzung für die Stadt Castrov=Rauxel über Quartier= und Natural= leistungen für die bewaffnete Macht im Frieden wird vorgelegt.“ Wortmeldungen erfolgten nicht. nachdem Oberbürgermeister Dr. Anton kurz zur Sache gesprochen hatte. ? Genehmigung einer außerplanmäßigen Ausgabe bei Abschnitt IV Nr. 83a des Haushaltsplanes für das Rechnungsjahr 1936 in Höhe von 126.— RM. Hierzu besagen die amtlichen Erläuterungen: „Für die Einnahmen aus der Vermietung der Anschlagsäulen hat die Stadt rückwirtend vom Beginn des Kalenderjahres 1935 ab Umsatzsteuer zu entrichten. Die Umsatzsteuer beträgt 2 Prozent der Einnahmen. Für die im Haushaltsplan 1936 veranschlagte Einnahme von 3500 RM. wären somit 70 RM. Umsatzsteuer zu entrichten. Der für das Rechnungsjahr 1935 nachzuentrichtende Steuerbetrag beträgt 55.45 RM. Da im Haushaltsplan für das lausende Rechnungsjahr für diesen Ausgabenzweck keine Mittel vorgesehen sind, sind diese nach Genehmigung durch den Leiter der Gemeinde als außerplanmäßig in der Rechnung zu verbuchen.“ 3. Genehmigung einer überplanmäßigen Ausgabe bei Abschnitt I Nr. 62 des ordentlichen Haushaltsplanes 1936 in Höhe von 75.— RM. Die den Ratsherren zugestellten Erläuterungen führen hierzu aus: „Im Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1936 sind unter Abschnitt 1 Nr. 62 zur Beschaffung von Plaketten und dal für Vereine und Veranstaltungen 200.— RM. vorgesehen. Im Rahmen des Haushaltsplanes— bzw. mit besonderer Genehmigung— sind bis einschl. 14. Juni 1936 187.80 RM. verausgabt, so daß noch zur Verfügung stehen 12.20 RM. Zur Begleichung der Ausgabe zur Beschaffung von 40 Etuis zu den Stadtvlaketten werden jedoch noch weitere 75 RM. benötigt. Diese Mehrausgabe ist unabweisbar erforderlich und unaufschiebbar. weil die Platetten ohne Etuis nicht verliehen werden können. Eine Berücksichtigung des Mehrbetrages war bei der Aufstellung des Haushaltsvlanes nicht möglich, da die Höhe der Kosten zur Beschaffung nicht vorauszusehen war. Die Mehrausgabe bedarf nach§ 91 Abs. 1 der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 als überplanmäßig der besonderen Genehmigung des Oberbürgermeisters, nachdem sie vorher mit den Ratsherren beraten worden ist. Es wird um Erteilung dieser Genehmigung gebeten.“ 4. Erlaß eines 3. Nachtrages zum außerordentlichen Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1936. „Die 3. Nachtragshaushaltssatzung der Stadt Castrop=Rauxel für das Rechnungsjahr 1936 hat folgenden Wortlaut: „Auf Grund des§ 88 Abs 1 der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Jan. 1935(RGBl. 1 S. 49) wird nach Beratung mit den Ratsherren folgende Nachtragshaushaltssatzung festgestellt: S 1. Der dieser Satzung als Anlage beigefügte 3. Nachtragshaushaltsplan wird im außerordentlichen Nachtragshaushaltsplan in den Einnahmen auf 14 800 RM. (gegenüber bisher 673 165.75 RM. Einnahmen im außerordentlichen Haushaltsplan) in den Ausgaben auf 14 800 RM. (gegenüber bisher 673 165.75 RM. Ausgaben im außerordentlichen Haushaltsplan) festgesetzt.“ In dem Entwurf zum 3. Nachtrag zum außerordentlichen Haushaltsplan der Stadt Castrov= Rauxel für das Rechnungsjahr 1936 werden zunächst 800 RM für den Grunderwerb für den Ausbau des„Schwarzen Weges“ von der KlöcknerWerke=.=G. in Ansatz gebracht, die dem Straßenbausonds zu entnehmen sind. In der Erläuterung dazu heißt es: „Um die Kanalisation eines Teiles des Schwarzen Weges als Notstandsarbeit durchführen zu können. muß von dem Metzgermeister Vietor, hier 2. Grund und Boden erworben werden, der in das Gelände des Schwarzen Weges fällt. Da Vietor nur im Tauschwege zur Hergabe des Grund und Bodens bereit ist, muß das Tauschgelände von den KlöcknerWerken erworben werden, und zwar 179 am mit je 4,23 RM.= 757.17 RM. dazu Grunderwerbsteuer usw.— 42.83 RM. 800.— RM.“ Weiter setzt der Entwurf 14000 RM. für die Kanalisierung im Stadtteil Dingen zwischen der Heidestraße und der Straße„An der Fuckmühle" ein. 5882 RM. sind Förderungsbetrag des Landesarbeitsamtes Dortmund. Der Rest soll dem Kanalisationsrücklagesonds entnommen werden. Die Erläuterungen besagen hier: „Die Vorflut der Kanalisation im Stadtteil Dingen ist jetzt unzulänglich. Die Abwässer gelangen in einen offenen Straßengraben an der Westheidestraße und fließen von dort durch einen durch verschiedene Privatgrundstücke führenden Graben in den Deininghauser Bach. Dieser Graben hat einen unregelmäßigen Lauf, wodurch des öfteren schon Ueberflutungen des angrenzenden Privatgeländes verursacht worden sind. Aus diesen und aus hygienischen Gründen ist die Herstellung eines geschlossenen Vorfluters von der Westheidestraße bis zur Straße„An der Fuckmühle“ mit Einmündung in den Deining= hauser Bach ersorderlich. Die Kanalisation wird als Notstandsarbeit durchgeführt.“ Zu den Punkten—4 der Tagesordnung sprach kurz Bürgermeister Schulze. Zu weiteren Wortmeldungen kam es nicht. Die Besprechung der Zochwasserkalastrophe Stadtbaurat Schmitz ergänzte die Ausführungen. die Bürgermeister Schulze bei der Begehung des Hochwassergeländes gemacht hatte, zunächst in einer längeren Rede. Er wies darauf hin, daß am 11. August Obercastrov. Merklinde, Bövinghausen, Spredey, Cottenburg und der südliche Teil der Altstadt am schwersten getroffen wurden. Besonders in Spredey sei festzustellen gewesen, daß die Wassermassen größer waren als 1917. Damals wurde der Eisenbahndurchlaß nicht überflutet, was jetzt aber der Fall war. Im Altstadtgebiet war allerdings damals der Niederschlag größer. Das Ueberschwemmungsgebiet wird durch den Landwehrbach entwässert. der seine Quelle mehr bei Hovemann hat und durch den Tiergartendurchlaß den Weg zur Altstadt nimmt. Nachdem er früher in seinen Ausmessungen unzulänglich war, wurde er von der Herner Straße aufwärts bis zur Wittener Straße in den Jahren 1926 bis 1928 ober= und unterirdisch von der Emschergenossenschaft ausgebaut. Oberhalb erfolgte im Anschluß daran der Ausbau durch die Stadt nach den Plänen des Landeskulturbauamtes, das den neuen Bachlauf in der Zusammenlegung ausgewiesen habe, jedoch keine Mittel zum Ausbau hatte. Seitens der Stadt wurden damals die Querschnitte und sonstige technischen Einzelheiten mit der auf diesem Gebiete maßgeblichen Emscheegenossenschaft erörtert. Es ist deshalb nicht berechtigt, daß gesagt wird, daß hier die Querschnitte zu gering seien. Sie beruhen auf der Praxis der Emschergenossenschaft, die von der Aussichtsbehörde immer als Vorbild hingestellt wird Die Durchlässe haben Eiprofil 1X1.50 m und ein Längsgefälle von:100. Unterhalb der Wittener Straße ist das Prosil größer, weil dort der Obercast rover Bach in den Landwehrbach einmündet und er ebenso auch noch drei Kanäle der Wittener Straße aufnimmt. Abwegig erscheint es mir auf die Ursache der Schäden in der Absperrung des einen Durchlasses wegen der Erneuerungsarbeiten zu sehen. Die Notwendigkeit der Absperrung für die Vornahmen der Arbeiten an der Bachsohle, die am 25. 5. 36 beschädigt wurde, ist unbestreitbar. Die vorhandene Umleitungsvorrichtung mußte normalerweise genügen, ebenso der über den Bohlen gelassene Ueberlauf Auf ein Unwetter von soichem Ausmaß konnte man sich nicht einrichten. Redner machte dann ähnliche Ausführungen wie Bürgermeister Schulze über die Beseitigung der beiden obersten Bohlen und schloß dann, daß man seiner Ansicht nach nicht sagen könne, daß diese Absperrung eine wesentliche Verschlimmerung der Wasserflut gebracht habe. Nachdem der Redner dann noch Einzelheiten über das Verströmen des Wassers berichtet hatte, tat er den Einwurf, daß größere Durchlässe an der Schlageter= oder Tiergartenstraße den Wasserabfluß beschleunigt und somit die Anstauung und die Ueberflußgefahr vermindert haben würden, mit dem Hinweis. daß dann der Wasserzufluß zur Altstadt und damit zu den Kellern noch stärker geworden wäre. Das Wasser würde dann selbst noch in die Erdgeschosse eingedrungen sein. Seiner Ansicht nach könne man die Schäden auf ein Naturereignis ungewöhnlicher Art zurückführen. Bürgermeister Schulze behandelte dann in längeren Ausführungen das Verhalten der Stadtverwaltung. Er habe die Feuerwehr alarmiert, um den ersten Notstand durch Leerpumpen der Keller zu beseitigen. Die Anforderung von Leuten für die Schlammbeseitigung habe er aber ablehnen müssen, da man darin schon ein Zugeben von Schuld seitens der Stadtverwaltung habe erblicken können. Das hätte aber die Regelung der Haftpflichtfrage nicht unwesentlich erschweren können. Er habe dann an den folgenden Tagen die städtischen Arbeiter aus den Anlagen, Friedhösen usw. herausgezogen, um die Schäden an den Straßen und Bürgersteigen möglichst rasch zu beseitigen. Bezüglich der Schadenersatzpflicht führte der Bürgermeister aus: Die Stadt ist gegen Haftpflichtschäden versichert. Die Hastpflicht tritt aber nur ein, wenn ein Verschulden seitens der Stadt vorliegt. Naturkatastrophen führen nicht zum Haftpflichtfall. Die daraus entstandenen Schäden haben die Bürger selbst zu tragen, wenn nicht eine Schuld Dritter vorliegt. Die Versicherungsgesellschaft hat sich die Prüsung selbst vorbehalten. Sie lehnt es ab, daß die Stadt in dieser Sache irgendwelche Schritte macht. Liegt ein Verschulden vor, so hat die Versicherung den Schaden also auch die Kosten der Reinigung zu zahlen. Nach dem Bürgermeister Schulze am Tage nach dem Unwetter zunächst die Regierung in Arnsberg in Kenntnis gesetzt hatte, benachrichtigte er die Versicherung von dem Schadenfall unter gleichzeitigem Ersuchen, Sachverständige nach Castrop= Rauxel zur Feststellung zu entsenden. Die Ankunft der Versicherungsvertreter verzögerte sich aber. Bürgermeister Schulze setzte sich, um Klarheit zu erhalten, mit der Emschergenossenschaft in Verbindung, doch lehnte diese die Abgabe eines Gutachtens ab, da sie öffentliche Behörde sei, die sich mit derartigen Sachverständigengutachten nicht zu befassen habe. Als er darauf um Beratung gebeten habe, was zu tun und was zu lassen sei, habe Ingenieur Möller ihm gegenüber geäußert, daß seiner Ansicht nach keine Schuld der Stadt, sondern Naturgewalt vorliege. Als dann die Vertreter der Versicherungsgesellschaft kamen, habe er Stadtbaurat Schmitz und Stadtbaumeister Neufeld, die die Herren begleiteten, gesagt. daß die Stadt kein Interesse daran habe, der Versiechrung einzureden, daß kein Verschulden der Stadt vorliege. Wenn eine Schuld da sei, müsse man den Vorwurf einstecken, damit die Geschädigten zu ihrem Gelde kommen. Als er gemerkt zu haben glaubte, daß die Vertreter der Versicherung zu der Ansicht kommen würden. daß kein Verschulden der Stadt vorliege, habe er in Vorschlag gebracht, sich gütlich zu einigen und es nicht aus Prozesse ankommen zu lassen, die Zeit. Geld und Aerger kosteten. Uebrigens sei seiner Ansicht nach der Schaden nicht so hoch, wie man ihn in der Presse beziffere. Die Versicherungsvertreter gaben aber keine Erklärung ab. Sie sagten nur, daß sie den Geschädigten direkt Nachricht zukommen lassen wollen. Dieser Bescheid ist am letzten Samstag erfolgt, und zwar entgegen dem früheren Brauch nicht durch Vermittlung der Stadt. Der Bescheid der Versicherung der von Bürgermeister Schulze in seinen wesentlichen Grundsätzen verlesen wurde, hat folgenden Wortlaut: „Wie uns von der bei uns versicherten Stadtverwaltung Castrop=Rauxel mitgeteilt wird, haben Sie auf Grund des in der vergangenen Woche zu verzeichnen gewesenen Unwetters Schadenersatzansprüche an die Stadtverwaltung gerichtet und zwar mit der Begründung, daß die Stadtverwaltung zu einem ungeeigneten Zeitpunkt die Durchführung des Landwehrbaches durch ein Straßenrohr versperrt habe, so daß die Wassergänge keinen geeigneten Ausweg gefunden hätten und sich dementiprechend über die Aecker und Wiesen bis in die Häuser hätte ergießen müssen. Wir können Ihnen heute schon mitteilen, daß Ihre Ansicht aus einem doppelten Grunde irrig sein dürfte: Zunächst ist festzustellen, daß die Absperrung des Landwehrbaches an der zum Eisenbahndamm führenden Straße vollkommen ordnungsgemäß erfolgt ist. Die Absperrung selbst war unbedingt notwendig, um auf der gegenüberliegenden Seite der Straße Regulierungsarbeiten vornehmen zu können. Es war im übrigen aber für einen ordnungsgemäßen Abfluß des Baches Sorge getragen insofern, als die Wassergänge die Möglichkeit hatten, durch ein Nebenrohr in einen Straßengraben abzufließen, der später wieder in den Bach einmündete. Dieses Nebenrohr vermochte selbst übermäßige Wassergänge zu fassen und. ohne eine Stauung zu verursachen, in den Straßengraben zu leiten. Bei dem um die Mittagszeit vorausgegangenen Gewitter konnte auch festgestellt werden, daß dieses Nebenrohr tatsächlich ausreichte, um auch bei einem wolkenbruchartigen Regen eine Ueberflutung zu verhindern. Wenn bei der späteren Unwetterkatastrovhe das Fassungsvermögen nicht ausreichte, so ist dafür nicht mehr die Stadtverwaltung verantwortlich zu machen, da die Stadtverwaltung für derartige Katastrophen, die sich in Jahrzehnten vielleicht erst wiederholen, im voraus keine geeigneten Maßnahmen treffen kann. Im übrigen haben wir aber bereits auf Grund einer vor kurzem vorgenommenen Besichtigung feststellen können, daß die Absperrung des Baches mit der Ueberflutung des ganzen Geländes auch nicht das geringste zu tun hat. Die Ueberflutung war darauf zurückzuführen, daß die Wassermengen, die aus dem höher gelegenen Stadtteil jenseits des Eisenbahndammes mit einer gewaltigen Strömung heruntergeflossen kamen, nicht schnell genug einen Ausweg durch das unter dem Eisenbahndamm gelegene Rohr finden konnten. Die Wassermengen stauten sich deshalb schon vor dem Eisenbahndamm und bildeten dort bekanntlich einen ausgedehnten See. Dadurch aber, daß diese Wassermengen sich in das Rohr, das normalen Verhältnissen unbestritten genügen dürfte, hereinzwängen mußten, entstand bei diesen Wassermengen eine derartige Stauung, daß die Kraft zu groß war, um die Wassermengen nach Durchflutung des Rohres sofort in einem scharfen Bogen nach rechts zu leiten. Der größte Teil dieser Wassermengen stürzte sich deshalb sofort unter Ueberflutung des ganzen, geradeaus liegenden Geländes nach vorn in die Richtung der Straße und der dahinter gelegenen Häuser. Noch Tage später ließ sich der Lauf dieses Stromes ganz einwandfrei festlegen. Während das unmittelbar am Landwehrbach gelegene Gelände überhaupt nicht überschwemmt war— der Landwehrbach selbst war in dem Stück zwischen diesem Eisenbahndurchlaß und dem Straßendurchlaß nur etwa zur Hälfte gefüllt— konnte man auf dem Gelände, das in der Richtung des Eisenbahndurchlasses lag, noch deutlich die Spuren einer Ueberflutung feststellen. In der gleichen Richtung wurden auch an der Straße große Schäden verursacht, während die Straße in der Höhe des Landwehrbaches selbst gar keine Schäden aufwies, die auf eine Ueberflutung zurückzuführen waren. Wir sind deshalb bereits auf Grund einer schon rein laienmäßigen Ueberlegung zu der Schlußfolgerung gekommen, daß die leider sehr tragischen Folgen dieser Unwetterkatastrophe mit den zeitigen Maßnahmen der Stadtverwaltung, die Komplette Wohnungseinrichtungen sowie Einzelmöbel liefert das Spezial-Höbelhaus Guslav Grafe Hessnsutarchen zur Ausbesserung des Baches getroffen waren. gar nichts zu tun haben. der Stadtsverkasse für das Geschäftsjahr 1935 ist durch den Westfätischen Sparkassen= und Giroverband Es handelt sich um nichts anderes als um die Folgen einer surchtbaren Naturkatastrophe, für die natürlich keiner verantwortlich gemacht werden kann. Es wird Ihnen ja auch bekannt geworden sein, daß an dem gleichen Tage nicht nur Ihre Gegend von dieser Katastrophe heimgesucht worden ist. sondern z. B. auch die Stadt Dortmund, wo ebenfalls die Straßen weithin überschwemmt waren und die Fluten in die Keller der anliegenden Häuser eingedrungen waren. Ein ähnliches Bild hätten Sie noch vor wenigen Tagen hier in der Stadt Münster bzw. im Münsterland beobachten können, wo ein ähnlicher Wolkenbruch plötzlich ausgetreten war und auch hier größere Schäden, wenn auch nicht in dem gleichen Umfang wie dort, verursacht hat. In all diesen Fällen, die sich leider gerade in diesem Sommer mehrsach gezeigt haben, können Sie weder die städtischen Betriebe, noch auch sonst irgendeinen verantwortlich machen. Es wird Ihnen doch auch sicherlich bekannt sein, daß in Fällen, wo ebenfalls derartige Naturereignisse große Schäden angerichtet haben. im Regelfalle seitens des Reichsnotstandes Maßnahmen ergriffen wurden, um die dem Einzelnen entstandenen Härten zu mildern. Derartige Maßnahmen sind eben darin begründet, daß im übrigen keiner für derartige Schäden verantwortlich zu machen ist. Wir werden selbstverständlich unsere zunächst laienmäßige Ansicht durch einen auf diesem Gebiete erfahrenen Sachverständigen eingehend prüfen lassen, da wir uns selbstverständlich verpflichtet fühlen, in einem solch tragischen Fall etwaige Ansprüche nach allen Richtungen hin untersuchen zu lassen. Wir wollen Ihnen deshalb hiermit noch nicht unsere endgültige Stellnungnahme mitteilen, sondern möchten Sie bitten, sich noch kurze Zeit zu gedulden, bis wir in der Lage sind. Ihnen das Ergebnis, zu dem der Sachverständige gelangt ist, mitzuteilen. Einstweilen möchten wie Sie aber bitten, sich unter allen Umständen einer gegen die Stadtverwaltung gerichteten Haltung zu enthalten, da Sie sonst der Stadtverwaltung gegenüber wirklich sehr unrecht handeln würden. Denn darüber können wir uns jetzt schon klar sein, daß die Ansprüche zum mindestens derart zweifelhaft sind, daß die Stadtverwaltung nur allzu richtig handelt, wenn sie sich einstweilen aller Maßnahmen in der Zeit vom 19 März bis 4. April d. J. nachgeprüft worden. Wesentliche Beanstandungen sind dabei nicht gemacht worden. Der Sparkassenvorstand hat sich mit dem Revisionsbericht eingehend besaßt und seine Stellungnahme zu den einzelnen Punkten des Berichts dem Revisionsverband übermittelt. Letzterer hat darauf mitgeteilt, daß er die Stellungnahme des Sparkassenvorstandes als befriedigend ansieht. Vor der Erteilung der Entlastung an die Sparkasse seitens der Aussichtsbehörde sind noch die Ratsherren zu dem Ergebnis des Jahresabschlusses und der Revision zu hören.“ Der Geschäftsbericht der Sparkasse für 1935 ging den Ratsherren zu. Oberbürgermeister Dr. Anton verlas aus dem 40 Seiten starken Bericht die wesentlichsten Stellen. Er richtete an die Kreditnehmer der Sparkasse den Appell. den Kredit in der vorgeschriebenen Weise zurückzuzahlen, damit auch andere Volksgenossen in den Kreditgenuß kommen könnten. Der letzte Punkt der Tagesordnung betraf die 6. Kenntnisnahme von der Erteilung der Entlastung zu der Jahresrechnung der Stadtkasse für das Rechnungsjahr 1934 und von dem Ergebnis der Prüsung durch das Gemeindenrüfungsamt. Die Berichterstattung hatte Bürgermeister Schulze übernommen. Aus dem 64 Seiten' starken Bericht verloren gehen. Diese Stellung nehmen auch Lünen und Herne ein. Er beschränke sich heute auf die Mitteilung des Dortmunder Vorschlages. Mehr könne er erst sagen, wenn das umsangreiche Material eingehend geprüft sei. Zum Schluß eröffnete Oberbürgermeister Dr. Anton noch, daß keine Aussicht für einen günstigen Verkauf des Gemeindegasthauses Gremme bestehe. Man müsse es also bei der Verpachtung belassen. Stadttreis Castrov=Rauxel, den 29. August 1936 Wir müssen das Wetter loben! Viel Veranlassung hat der diesjährige Sommer zu dieser lobenden Ueberschrift bisher nicht gegeben, aber es ist jedenfalls anerkennenswert, daß er wenigstens das bringt, was man von ihm immer erwartet hat: nämlich einen schönen Spätsommer. Es ist eine Eigentümlichkeit unseres Klimas, daß das Sommerwetter zum Schluß sehr schön wird. wenn der Hauptsommer verregnete. Alle diejenigen. die ihren Urlaub aus dienstlichen Gründen(oder hob er vor allem den einen Satz heraus, daß im allgemeinen ein günstiges Bild über die Haushaltsführung und die Organisation der Stadtverwaltung gewonnen wurde. Leider konnte aber trotzdem der Ausgleich des ordentlichen Haushaltes nicht erreicht werden, so daß die Stadt auch weiterhin sparsamst wirtschaften muß und in absehbarer Zeit keine neuen Anleihen aufnehmen darf. Den Ratsherren wurde abschließend Kenntnis von der dem Oberbürgermeister von der zuständigen Stelle erteilten Entlastung gegeben. Außerhalb der Tagesordnung teilte Oberbürgermeister Dr. Anton noch mit, daß der Kämmerer der Stadt Dortmund an ihn mit dem Vorschlag herangetreten sei. die Verbandssparkasse in Dortmund zu liquidieren. enthält, ganz abgesehen davon, daß die Stadtverwal. Diese Sparkasse wird bekanntlich von den Städten Vortmund angeregte Frage nächsten Woche in dieser Angelegenheit zum Ab= bedarf einer gehörigen Prüfung. Er persönlich sei schluß kommen zu können.“ nicht ohne weiteres für die Liquidation. Vor allem Der angekündigte Gutachter war inzwischen da. dürfte Castrov=Rauxeler Bürgern keine Kreditquelle Auch er hat keine Andeutungen gemacht, die auf den Fortgang der Entwicklung schließen lassen könnten. Bürgermeister Schulze ist dann am Mittwoch zur Regierung in Arnsberg gewesen, um dort zu fragen. ob man nach der Ablehnung des Versicherungshatten sie Privatinformationen von Petrus?), in den August und September legen mußten, registrieren heute am Strand, auf dem Lande und im Gebirge strahlenden Sonnenhimmel. Nachts ist es zwar schon recht kühl, auch ist es abends um 8 Uhr schon dunkel, aber um so herrlicher sind die Tagesstunden mit ihrer mäßigen Wärme und den frischen Winden. Zurzeit spielt der Hoch= und Nachsommer seine besten Trümpse aus: England. Frankreich. Belgien. Holland, ganz Deutschland sowie die Nordsee und der südliche Teil der Ostsee melden heiteren Himmel. Mehr kann man von unserem ozeanisch eingestellten Petrus nicht verlangen. Das steht fest: im nächsten Jahre gehen wir auch erst im Spätaugust auf Urlaub, denn die Wetterfreuden der „Hochsaison“ wurden doch zu verwässert, als daß man auf das Risiko im nächsten Jahre wieder einlassen könnte. Hitleress Jugend Werkstättenbrand In den gestrigen Nachmittagsstunden entstand in der Werkstatt der Möbelwerkstätte Becker an der Kaiser=Friedrich=Straße ein Schadenfeuer, das solchen Umsang annahm, daß die Feuerwehr eingreisen mußte. Sie konnte das Feuer auf den Herd beschränken. Die Schadenhöhe und die Ursache sind noch nicht bekannt. falles den Geschädigten durch Einleitung einer Notstandsaktion helfen könne. Er ist aber nicht mit viel Hoffnungen von dort wieder zurückgekommen. Bei einer derartigen Aktion, die aber nur bei großen Katastrophen üblich ist, werden die Entschädigungen zu je einem Drittel von der Stadt, der Provinz und dem Staat getragen. Für die Schadenvergütung kommen aber nur solche Volksgenossen in Frage, die von sich selbst aus über den Schaden nicht hinwegkommen können. Die geldliche Hilse kann als Geschenk oder als Darlehen gegeben werden. Aber wenn diese Notstandsaktion nicht einmal für die durch die Schneebruchkatastrophe im Sauerland Geschädigten eingeleitet wurde, besteht für Castrov= Rauxels Hochwassergeschädigte leider wenig Aussicht. Wenn nun sonst niemand da ist, der zahlt, dann muß nach Ansicht des Bürgermeisters Schulze die Stadt eintreten und den notleidendsten Geschädigten helfen. Sie muß dazu Geld aufnehmen. Woher? Alles sei noch in der Schwebe, bis der Entscheid der Versicherung vorliegt. Er habe mit Absicht über alle seine Maßnahmen nichts in die Oeffentlichkeit gelangen lassen, da es nicht im Interesse der Sache gelegen habe. Die Sitzung habe er eigentlich schon 8 Tage früher abhalten wollen, doch habe er gewartet, bis die Versicherung sich geäußert habe und man somit klarer sehen könne. Der Oberbürgermeister habe sich mit seinen Maßnahmen und Anordnungen einverstanden erklärt. Was auf ben Grofntaglag i Bochun. altes geböten=woits das ausführliche Vorführungsprogramm Reichsjugendführer Baldur v. Schirach spricht auf der Ostlandkundgebung des LanddiensteAm 5. und 6. September findet in Tilsit(Ostvr.) das 1. Reichsführertrefsen des Landdienstes der 5J. statt. 700 Landdienstgruppenführer aus dem Reich und 900 Landdienstler von Ostvreußen werden an der Memel ein Zeltlager beziehen. Sonntag, den 6. September, wird vormittags in Tilsit eine Arbeitstagung der Landdienstführer abgehalten, an dem die Vertreter aller Gliederungen der Bewegung und die Vertreter des Reichsnährstandes und der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung teilnehmen werden und der Leiter des Sozialen Amtes. Obergebietsführer Armann, sprechen wird Nachmittags findet am Thingplatz die große Kundgebung statt, bei der Reichsjugendführer Baldur von Schirach spricht. Anschließend Vorbeimarsch am Rathaus. Guter Erfolg des Missionsfestes der Luthergemeinde Oberbürgermeister Dr. Anion fügte diesen technischen und verwaltungsmäßigen Ausführungen über den Stand der Dinge noch hinzu, daß er mit innerlicher Anteilnahme die Berichte über die Hochwasserschäden in Mittenwald gelesen habe. Die Ortsbesichtigung und der Verlauf der Dinge habe ihn, so führte er aus, sich seiner Pflicht als Wahrer der Interessen der Bürgerschaft voll bewußt werden lassen. Er fühle die moralische Verpflichtung, den Notleidenden zu helfen. Man könne nicht verlangen, daß ein Verschulden des Bauamtes konstatiert würde, damit die Versicherung zahlen müsse, aber er würde sich auf der anderen Seite doch freuen, daß der Versicherungsfall eintrete, ohne daß man irgend einer Stelle einen Vorwurf machen brauche. Sonst müsse man daran denken. Hilfe auf andere Weise zu schaffen. Er denke hierbei dann natürlich nur an die Geschädigten. die nicht in der Lage seien, ihren Schaden selbst zu Der Bochumer Volks=Großflugtag, das größte flugsportliche Ereignis des Jahres 1936, startet morgen! Nun ist es soweit! Am morgigen Sonntag um 15 Uhr steigt der Großflugtag auf dem Gelände in Bochum=Weitmar an der Zeche„PrinzRegent". Als Veranstalter zeichnet neben der Ortsgruppe Bochum der Luftsvort=Landesgruppe 10 Westfalen des Deutschen Luftsport=Verbandes die das Fallen und Steigen des Ballons zu regulieren. Der Erfinder führt den Ballon selbst. 16.20—16,45 Uhr: Ballonjagd. 16.45—17.00 Uhr: Fallschirmabsprung(automatisch) Dieser Fallschirm öffnet sich automatisch beim Abspringen des Fallschirmpiloten von selbst. 17.00—17,15 Uhr: Luftrennen. 17.15—17.35 Uhr: Lustige Einlage:„Musik aus dem Aether".„Schießübung des Ritters Falkenauge“. Das Missionsfest, das von der Luthergemeinde Castrov am vergangenen Sonntag veranstaltet wurde, hatte vormittags in der Kirche und nachmittags auf Schwerin eine zahlreiche und andächtig lauschende Gemeinde versammelt. Missionar Bregenstroth legte im Gottesdienst durch seine Predigt über Hebr. 2. 14 und 15. Zeugnis ab von der Kräften des Evangeliums gegenüber einer Welt vol Geisterangst und Todesfurcht bei den Heiden. In der Nachversammlung. die durch die Mitwirkung des Posaunenchores und des Gemischten Chores verschönt wurde, erzählte Missionar Bregenstroth von den ovferreichen Anfängen und Fortschritten der Batakmission auf Sumatra, die aus eine 75 Jahre lange Geschichte voller Leiden und Kämpfe. aber auch voller Erfolge und Hoffnungen zurückblickt. Daß diese Verkündigung die Herzen der Versammelten bewegt und zum Helsen willig gemacht hat, bewiesen äußerlich die Gaben, die am Morgen und am Abend des Missionsfestes zusammengelegt wurden. Sie betrugen die schöne Summe von 172.32 RM., ein verheißungsvoller Anfang der neuen Liebe zur Heidenmission in der Gemeinde. Rentenzahlung Reerun eene Die Post zahlt die Heeresrenten am 29. August, die Invaliden=, Witwen=, Waisen= und Unfallrenten am 1. Septemer zu den bekannten Zahlstunden Diese Zahltermine gelten auch für die Postämter in Merklinde, Bövinghausen, Kirchlinde und Marten. Der Verkauf von Trauringen Schon seit längerer Zeit ist vom Reich eine Ueberwachungsstelle für edle Metalle eingerichtet, die für deren rationellere Bewirtschaftung sorgt. Aus Gründen der Sparsamkeit dürfte da auch bei den Trauringen. die immerhin noch mit 14 Karat(585 gestempelt) zu kausen waren, kein Hehl gemacht werden. So dürfen von den einschlägigen Geschäften nach dem 1. Oktober derart hochgestempelte Ringe nicht mehr zum Verkauf angeboten werden. Urlaubsanspruch nach dem Austritt kann durch Zahlung abgegolten werden Das Reichsarbeitsgericht hatte die Frage zu entscheiden, was geschehen solle, wenn ein Arbeitsverhältnis beendet wird, ehe der ausscheidende Arbeiter seinen Urlaub genommen hat. Der Urlaubsanspruch war entstanden ehe der Arbeiter seinen Austritt erklärte. Lediglich der Zeitpunkt des Urlaubs war noch offen geblieben. Die Firma meinte. der Arbeiter habe seinen Urlaubsanspruch verloren, weil er selbst ausgetreten sei. Diese Ansicht wird vom Reichsarbeitsgericht mißbilligt. In der grundsätzlichen Entscheidung(Gerichtliche Wochenschrift S. 2 426) wird festgestellt, daß, wenn die Gewährung von Freizeit wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr möglich ist, mangels entgegenstehender Tarisbestimmungen die Verwandlung des ursprünglichen Urlaubsanspruches in den Abgeltungsanspruch ohne Rücksicht auf die Art der Beendigung des Arbeits verhältnisses eintrete. Das ändere natürlich nichts daran, daß abgesehen von solchen Sonderfällen. Betriebsführer und Gefolgschaftsmitglied darauf Bedacht zu nehmen hätten, die Verwirklichung des Urlaubs in seiner ursprünglichen Form nach Möglichkeit sicherzustellen. Bestellungen auf Sammlermarken „Deutsche Arbeitsfront". NS.=Gemeinschaft„Kraft tragen. Dabei brauche man sich natürlich nicht auf durch Freude“, Gau Westfalen=Süd. den Kreis der Wohlfahrtsempjänger zu beschränken. DAF. und Flieger haben zusammen gearbeitet, Die Not könne bei anderen noch größer sein. Er und man darf hofsen, daß die Volksgenossen am habe immer noch Hoffnung auf günstigen Bescheid Sonntag zu vielen Zehntausenden zum Flugplatz durch die Persichorung Haifontlich morde daran eilen und daß nahen harnarragenden sl: 17.35—17,50 Uhr: Kunstflug. Deutscher Kunstflugmeister Stör. 17.50—18.05 Uhr: Bombenabwürse. Die Maschinen wersen im Sturzflug ihre Bomben auf die Häuserattrappen. Gersicherung. Bossentlich wetbe veren seilen und daß neben hervorragenden flugsportlichen 18.05—18.20 Uhr: Fallschirmabsprung(maEntscheidung bald vorliegen. Leistungen auch der Massenbesuch die Krönung einer Nachdem sich die Ratsherren Mückenheim, überaus umjangreichen Arbeit darstellt. Keiner Bohe, Becker und Hutzel noch zu einzelnen wird enttäuscht werden, denn das Programm des Fragen, die mit dem Hochwasserschaden in Verbin= Tages bietet alles Erdenkliche, was ein Flugtag dung stehen, geäußert und sich übereinstimmend für überhaupt zeigen kann: die bestmöglichste Schadensregelung ausgesprochen 15.00—15.20 Uhr: Begrüßungsflug hatten. versicherte Oberbürgermeister Dr. Anton noch einmal, daß er alles unternehmen werde, was nur möglich sei, um den besonders hart Betroffenen zu helfen. 5. Bekanntgabe und eotl. Stellungnahme zu dem Jahresabschluß der Stadtsvarkasse für 1935 sowie zu dem Nevisionsbericht. In den- Erläuterungen wird hierzu folgendes bemerkt: Bianz und Gewinn= und Verlustrechnung ßungsflug(Massenflug sämtlicher teilnehmenden Maschinen). 15.20—15.40 Uhr: Segelflugvorjührungen (gleichzeitig Start von 2 Flugzeugschleppzügen). 15.40—16.00 Uhr: Verbandsfliegen.(Die Maschinen exerzieren in der Luft die verschiedensten Formationen Dreier=Ketten, Staffel usw.) 16.00—16.20 Uhr: Start eines Heißluftballons(System Baumgart). Der Ballon wird von 6 Brennern mit Petroleum geheizt. Durch diese Petroleumbrenner ist der Pilot in der Lage, durch Regulierung dieser Brenner die Höhe bzw. nuell). Die Fallschirmvilotin springt aus der Maschine, läßt sich einige 100 Meter frei fallen und zieht dann erst selbst mit der Hand die Reißleine des Fallschirms. 18.20 Uhr: Massenstart sämtlicher teilnehmenden Maschinen. Die gesamte Luftsportkapelle unter Leitung von Musikzugführer Fred Roy wird für die nötige Stimmung sorgen. Der Bochumer Großflugtag am 30. August beschließt eine umsang= und erfolgreiche fliegerische Tätigkeit im Jahre 1936 und zu seinem Erfolge sehlt nur noch— noch einmal sei es gesagt— daß Zehntausende begeisterte Volksgenossen, daß hunderttausend Menschen aus Bochum und Umgebung kommen. Hier darf keiner sehlen, er würde zuviel versäumen! Die Herausgabe der Sondermarke Braunes Band und der Olymvia=Markenblocks haben die Versandstelle für Sammlermarken in Berlin W 30 vor ungewöhnliche Aufgaben gestellt weil viele Tausende von Bestellungen eingegangen sind. die nur allmählich entsprechend dem Vorrat erledigt werden können Besonders erschwerend wirken die vielen Anfragen und Erinnerungsschreiben, die täglich an die Versandstelle gerichtet werden. Es wird dringend gebeten, von weiteren Anfragen abzusehen. Die Versandstelle für Sammlermarken ist mit allen Kräften bemüht, den vielseitigen Wünschen aller Auftraggeber. insbesondere auch solcher auf Abstempelung mit dem Sonderstempel. gerecht zu weiden. Auf den Abdruck von Sonderstempeln können jedoch nur solche Besteller rechnen, deren Aufträge rechtzeitig eingegangen sind. Die Erledigung allet vorliegenden Bestellungen wird sich voraussichtlich noch auf mehrere Wochen hinaus erstrecken. Die Auflage der Olymvia=Blocks ist beschränkt, so daß die vorliegenden Aufträge leider erheblich gekürzt weiden müssen. Neue Bestellungen auf Olympia=Marken= blocks und auf die Sondermarke Braunes Band werden von der Versandstelle für Sammlermarken nicht mehr entgegengenommen. Was der Auf deutschen un es auch am letzten haft zu. Höhepunkt sind die Radweltme 21 Nationen nach: athletik und im Fu Wunsch offen lassen Gäste in den verschi zu Gast weilen. D setzende Fußball bereitungen zum Be Reich. Interessante u. a. V. Karlsri Stuttgart— 1. F 1. FC. Nürnberg, Sport, Tura Leipz Vorwarts Rasenspo dorf. 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Auch in der Leichtathletik und im Fußball wird die Aktivität keinen Wunsch offen lassen, zumal immer noch olympische Gäste in den verschiedenen Ländern des Kontinents zu Gast weilen. Der jetzt schon wieder stärker einsetzende Fußballsport bringt die letzten Vorbereitungen zum Beginn der Meisterschaftssaison im Reich. Interessante Privatspiele zieren die Karte, u. a. V. Karlsruhe— Turn Düsseldorf, VfB. Stuttgart— 1. FC. Nürnberg, SV. Waldhof— 1. FC. Nürnberg, 1. FC. Pforzheim— Lausanne Sport, Tura Leipzig— Fortuna Düsseldorf und Vorwärts Rasensport Gleiwitz— Fortuna Düsseldorf. Auch tragen einige Gaumannschaften repräsentative Begegnungen aus. So stehen sich in Braunschweig Niedersachsen und Südwest und in Hamburg Nordmark und Südwest gegenüber.— In der Leichtathletik ragen einige größere und vorzüglich besetzte internationale Sportfeste aus dem Programm heraus, so in Hamm, Köln, Kehl und Straßburg, wo auch deutsche Spitzenklasse an den Start geht.— Im Tennis ist nach Wiesbaden Bad Homburg an der Reihe und veranstaltet ebenfalls ein internationales Turnier mit vorzüglicher Besetzung.— Im Schwimmsport herrscht mit Abschluß der internationalen nacholympischen Veranstaltungen ziemliche Ruhe. Lediglich in Köln stehen die Turmsprung=Meisterschaften Westdeutschlands zur Entscheidung.— Im übrigen aber steht das Wochenende im Zeichen des Radsports und lenkt alle Aufmerksamkeit nach Zürich, wo die Schweiz die Radweltmeisterschaften startet. Großartig ist die Beteiligung ausgefallen. 21 Nationen meldeten nicht weniger als 231 Fahrer. Auch Deutschland entsendet sein bestes Material. Das sich bis zum 6. September erstreckende Programm bringt am Samstag die Flieger=Vor= und=Hoffnungsläufe und am Sonntag die Zwischenläufe und Entscheidungen sowohl bei den Amateuren als auch bei den Berufsfliegern. Daneben werden noch unbedeutende Bahnradrennen in Nürnberg. Halle und Dülken ausgetragen, während auf der Landstraße für uns lediglich der Große Preis des Teutoburger Waldes von Bedeutung erscheint.— Der Motorsport ist zurzeit wieder in seinem Element. Nach den zahlreichen Bergprüfungen und Dreiecksrennen des Vorsonntags haben die Veranstaltungen des nächsten Wochenendes noch eine größere Bedeutung, da es hier um Punkte für die Deutschen Meisterschaften geht. Auf der Schauinsland=Strecke bei Freiburg wird der Große Bergpreis von Deutschland entschieden. 180 Meldungen für die einzelnen Rennen besagen genug, nimmt doch nur die allererste Klasse den Kampf auf. Von den Ereignissen im Ausland verdienen der Große Motorradpreis von Schweden mit starker deutscher Beteiligung und das Stilfser=Joch=Bergrennen Erwähnung, da auch bei diesen Prüfungen bestes Material am Ablauf erwartet wird.— Der Turniersport bringt den Abschluß des in seiner Besetzung einzigartigen Turniers in der Soers. Noch einmal werden die Massen die internationalen Kräfte über die schweren Sprünge verfolgen und bewundern können Sowohl für die-Berufsreiter als auch für Amateure steht ein schweres Springen auf dem Programm.— Im Galopprennen aeht die Internationale Rennwoche in BadenBaden zu Ende. Weiter veranstalten Karlshorst, Leipzig, Düsseldorf und Zoppot.— Mittelrhein- Niederrhein- Westfalen Leichtathletischer Wettkampf der westdeutschen Gaue in Köln Die besten Leichtathleten und Leichtathletinnen der drei westdeutschen Gaue Westfalen, Niederrhein und Mittelrhein bestreiten am Sonntag im Kölner Stadion einen Wettkampf, der sicherlich viel Anklang finden wird. Die Besetzung der einzelnen Wettbewerbe läßt keinen Wunsch offen, zumal auch die Olympiakämpfer am Start sein werden. Für jede Konkurrenz stellen die einzelnen Gaue zwei Teilnehmer, während zu den Staffeln nur mit einer Mannschaft angetreten wird. Die Bewertung erfolgt nach englischem Muster, so daß also das Gesamtergebnis der beiden Vertreter eines Gaues in den einzelnen Wettbewerben maßgebend ist und nicht die Placierung. Die siegreiche Mannschaft erhält drei, die zweite zwei und die dritte einen Punkt Durch diese Bewertung wird eine Voraussage sehr erschwert, ist doch die Leistung des Siegers allein nicht mehr maßgebend. In den beiden Kurzstrecken über 100 und 200 Meter sind bei den Männern die Vertreter des ASV. Köln in Front zu erwarten, die jedoch in Voß(Elberfeld) und Melles(Essen) ernsthafte Gegner erhalten, von denen namentlich Voß eine Ueberraschung bringen kann. Ueber 400 Meter ist der Niederrhein durch den Düsseldorfer Kisters sehr stark vertreten, der in erster Linie mit dem Kölner Nöller rechnen muß. Ueber 800 Meter ist der Mittelrhein mit Dielefeld kaum zu schlagen, es sei denn, der Düsseldorfer Schumacher würde wieder einmal mit einer prächtigen Leistung aufwarten. Einen sicheren Sieg darf man dem Niederrhein über 1500 Meter voraussagen, denn Schaumburg wird auch von dem Kölner Nastansky nicht zu schlagen sein. Auch der Oberhausener Raff wird über 1500 Meter antreten. In der langen„Strecke wird den niederrheinischen Vertretern Sander und Surma in dem Kölner Berg ein ernsthafter Rivale entstehen. In den beiden Hürdenstrecken stützt sich der Mittelrhein in der Hauptsache auf den Kölner Nottbrock, der es über 110 Meter mit Pollmanns, über 400 Meter mit Kürten(beide Düsseldorf) zu tun haben wird Interessant zu werden versprechen die beiden Staffeln über 4mal 100 Meter und 10mal ½ Runde. Im Hochsprung hat der Mittelrhein in Weinkötz eine allererste Kraft, dafür darf der Niederrhein im Weitsprung durch Rauch, im Stabhochsprung durch Born und im Dreisprung durch Hellerforth auf gute Leistungen rechnen. Auch in den Wurfkonkurrenzen sind die Chancen ziemlich verteilt. Der Mittelrhein hofft auf Debus, Niederrhein stellt in Bender und Großfengels recht gute Leute. Auch bei den Frauen läßt die Beteiligung keine Wünsche offen. So wird es über 100 Meter zwischen Albus und Freitag(beide Barmen) und der Kölnerin Winkels zu einem großen Rennen kommen. Auch der 80=Meter=Hürdenlauf ist mit Steuer (Duisburg), Busch(Wuppertal) und Schlarp (Köln) erstklassig besetzt. Busch und Link vertreten den Niederrhein in den Wurswettbewerben, in denen der Mittelrhein von der Kölnerin Herrmann sehr viel erwartet. Auch bei den Frauen dürfte die abschließende 4mal=100=Meter=Staffel den Höhepunkt bilden. Die Mannschaften für Köln 100 Meter: Voß, Melles(.); Vollmert, Vogelsang(.); Menze, Suden(.). Rumpf um die Beehmeisterschaft Motorräder und Wagen auf dem Schauinsland bei Freiburg Der letzte Augustsonntag versammelt die Elite unserer Motorrad= und Wagenfahrer zum vorletzten Lauf zur Deutschen Bergmeistetschaft. Schauplatz ist die herrliche Rennstrecke auf dem Schauinsland bei Freiburg mit ihrer mundervollen badischen Umgebung. Sie wird wie in allen voraufgegangenen Jahren wieder Abertausende hinauslocken, um so mehr, als es diesmal unter den Wagen einen erneuten heißen Kampf zwischen den führenden Marken Auto=Union, Mercedes=Benz und Alfa=Romeo gibt. Das Ringen um die Punkte verspricht den Besuchern also die fesselndsten Kampfmomente. Die Nennungsliste weist insgesamt 180 Unterschriften aus, wovon natürlich der überwiegende Teil sich auf die Rennen der Motorräder verteilt. Für die Rennen der Solomaschinen gingen allein 72 Meldungen ein, während in den SeitenwagenKlassen insgesamt 33 Fahrzeuge den Kampf aufnehmen. In der Klasse bis 250 ccm bleiben die schnellen DK.=Maschinen weiter unerreicht. Kluge und Geiß kommen für die ersten Plätze in Frage. In der Elst startet auf einem Rudge=Fabrikat. Das Rennen der 350er=Maschinen scheint in umgekehrtem Verhältnis nur eine Angelegenheit der NSU.= Fahrer zu sein. Allerdings ist hier das Ausland mit Andersen=England, Binder=Holland und Bizzozero=Italien nicht chancenlos vertreten. In der Halbliterklasse sollte es zu einem Kampf zwischen den deutschen Marken DKW. und NSU. kommen. in den aber noch die Italiener Bizzozero und Binz eingreifen können. Müller und Mansfeld fahren die Maschinen der Zwickauer Werke, während Eleischmann und Petruschke die Reckarsulmer Interessen wahrnehmen. Bei den Seitenwagen sind bekannte Gegner wie Braun, Kahrmann(beide *KW.). Schumann, Stärkle, Schneider, Zimmermann(alle RSU.), Bock(Norton), Wenres(Harley) und der Oesterreicher Mack(Sarolea) unter sich, die wohl auch in beiden Klassen aufeinandertreffen. Die Wagenrennen versprechen eine besondere Delikatesse zu werden. In der Rennwagen=Klasse fällt die Besetzung zwar gering aus, aber die Besten Europas, Rosemeyer und Stuck(beide Alfa=Romeo), Caracciola und Lang(beide Mercedes=Benz) und Tazio Nuvolari(Alfa=Romeo) werden hier ihre Schalt= und Steuerkunst beweisen können. Der wendige Alfa des italienischen Meisterfahrers wird unseren siegreichen Fahrzeugen gerade bei solch schwierigen Prüfungen immer gefährlich sein. In der Klasse bis 1500 ccm streiten Maserati, Era und Bugatti um den Sieg. In der kleinsten Klasse bis 1100 ccm dürften unsere Fahrer Kohlrausch und Bäumer nur schwerlich zu schlagen sein. Deutsche Motorräder in Schweden Der am Sonntag auf der 4,5 Kilometer langen Rundstrecke von Saxtorp in der Nähe von Malmö zur Durchführung gelangende Große Motorradpreis von Schweden hat eine gute internationale Besetzung erfahren. Auch Deutschland hat ein stattliches Aufgebot entsandt und stützt sich auf die bewährten Maschinen der Zwickauer und Bayerischen Motoren=Werke. Auto=Union meldete W. Winkler Hans Häusler für die 250 ccm, K. Bodmer und O. Steinbach für die 500=ccm=Klasse Für BMW. starten Otto Ley und Karl Gall. Außer diesen haben auch noch mehrere Privatfahrer ihre Meldung abgegeben. England nimmt mit Guthrie, White und Frith wieder die Favoritenstellung ein, während sich Schweden auf seine Husquvarna=Fahrer Sundgvist, Strömberg und Gülich stützt. Belgien entsendet Milhoux und Charlier, die mit ihren schnellen FN. eine Außenseiterchance geltend machen. 200 Meter: Konze, Robens(.); Vollmert, Vent (.); Bienold, Goldhausen(.). 400 Meter: Kisters, Klewer(.); Dielefeld, Nöller(.); Goldhausen, Glagowski(.). 800 Meter: Stieglitz, Schumacher(.); Dielefeld, Büll(.): Mertens, Telge(.). 1500 Meter: Schaumburg, Raff(.); Nastansky, Zenner(.); Falke, Ludwig(.). 5000 Meter: Sander, Surma(.); Berg, Meyer (.): Stein, Bachstein(.). 110 Meter Hürden: Pollmanns, Herr(.); Nottbrock, Kumpmann(.); Kumpmann, Kozikowski (.). 400 Meter Hürden: Kürten, von Chmielewski am tottbrock, Gengler(.): Löber, Vogelsang Hochsprung: Hellerforth. Althoß(.); Weinkötz, Deum(.); Behrendt, Stauß(.). Weitsprung: Lettau, Rauch(.); Rasky, Nittinger(.); Flug, Völmke(.). Dreisprung: Hellerforth, Giesen(.); Sälzer, Debus(.); Scholz, Stein(.). Stabhochsprung: Born, Schmidt(.): Lohmar, Rodenkirchen(.); Wicke, Regener(.). Diskuswersen: Dr. Großfengels, v. d. Weck(.); Debus, Leitges(.); Hoffmeister, Buschey(.). Speerwerfen: Bender, Bartels(.); Wolff, Schute(.); Janetzki, Kozilowski(.). Hammerwerfen:——(.); Grimm, Degen (.): Lörring, Harwig(). 4mal 100 Meter: Konze, Robens, Melles, Voß (.): Steffes, Vogelsang, Vent, Vollmert(.); —(.). 10mal ½ Runde: Melles, Konze, Robens, Voß, Kisters, Pollmanns, Kürten, von Chmielewski, Lettau, Rauch(.);—(.);—(.). Frauen: 100 Meter: Albus, Freitag(.); Winkels, Mosel (.); Schulte, Heßmann(.). 80 Meter Hürden: Steuer, Busch(.); Schlarp, Benkelberg(.): Volkhausen, Siewing(.). Jreundschaftsspiele am Wochenende Schalke in Vonn Der letzte Sonntag vor dem Einsetzen des langen Kampfes um die Punkte wird von etlichen Vereinen noch fleißig zu Svielen in aller Freundschaft genutzt, andere ziehen es vor. sich die letzte„Ruhe vor dem Sturm“ zu gönnen. Der Exmeister Schalke kommt einem Ruse nach Bonn nach und spielt dort am Sonntag gegen den FV. Was bis jetzt bekannt wurde: „Samstag: Tus Bochum— Köln=Mülheimer SV: BV Altenessen— Germania Bochum; Westfalia Bochum— SV Höntrop; V. f. R. Ohligs— Rot=Weiß Essen: Kohlfurterbrücke Kronenberg komb. — Schwarz=Weiß Essen. Sonntag: Bonner 3V— Schalke 04: Kray 04 — SSV Velbert: Preußen Essen— Eintracht Gladbach: Tus Helene Altenessen—. Rot=Weiß Essen. Schwacher Spielbetrieb am Niederrhein Die niederrheinischen Fußballer haben für den letzten August=Sonntag ein sehr kleines Programm aufgestellt. Das kommt in erster Linie daher, daß die Spitzenmannschaften auswärts weilen.— Von den Spielen im Gau hebt sich nur die Begegnung V. s. L. Benrath— V. f. V. Hilden hervor. Die Benrather brachten am Sonntag. das Kunststück fertig, den sechsfachen deutschen Meister und Pokalverteidiger 1. FC Nürnberg aus dem Pokalwettbewerb auszuschalten. Nachdem der Weggang von Rasselnberg so ziemlich überwunden ist und man in Benrath vor allem den Rechtsaußen Lenzki wieder zur Verfügung hat, sieht man den kommenden Dingen mit Zuversicht entgegen. Den Hildener Bewegungsspielern war es nicht vergönnt, zur Gauliga aufzurücken, dennoch werden sie auch für Benrath ein erst zu nehmender Gegner sein, dem ein ehrenvolles Abschneiden zuzutrauen ist. Hochsprung: Ruthenkolk, Hölscher(.); Schlösser.—(.); Höffgen, Heßmann(.). Diskuswerfen: Sireni=Schumann, Busch(.); Hermanns, Kotschenreuther(.); Volkhausen, Graul(.). Speerwersen: Sireni=Schumann. Link(.); Pastoors, Benkelberg(.); Graul, Volkhausen(.). 4mal 100 Meter: Albus. Freitag. Witte, Busch (.); Winkels, Mosel, Erfling, Kubach —(.). (.): Wenehsleeschaft der Rabfatsere 21 Nationen meldeten 231 Teilnehmer für Zürich Die Organisation und Ausrichtung der Radweltmeisterschaften im Olympiajahr hat die Schweiz übernommen, die die besten Amateure und Berufsfahrer der Welt für die Tage vom 29. August bis 6. September nach Zürich eingeladen hat. Das Interesse erfuhr eine erneute Steigerung, meldeten doch nicht weniger als 21 Nationen insgesamt 231 Teilnehmer für die fünf zu vergebenden Meisterschaften im Straßenfahren(Amateure, Berufsfahrer), im Bahnfahren(Amateure, Berufsfahrer) und Dauerrennen(Berufsfahrer). Traditionsgemäß bildet der Sommer=Kongreß der Union Cycliste International(U. C..) den Auftakt der Weltmeisterschaften, die in ihrer eigzigartigen Besetzung der großen Masse der eidgenössischen Radsportfreunde Höhepunkte des internationalen Sports auf Bahn und Straße vermitteln. Zur Einleitung sei noch kurz die Programmfolge bekanntgegeben. Samstag(29..): Sommerkongreß der UCI., Flieger=Vor= und=Hoffnungsläufe der Amateure und Berufsfahrer: Sonntag(30..): Zwischen= und Endläufe der Amateur= und Berufsflieger: Dienstag(1. Sept.): zwei Vorläufe über je 100 Kilometer zur Steher=Weltmeisterschaft; Donnerstag(3. Sept.): Endlauf zur Steher=Weltmeisterschaft(sämtliche Bahnrennen werden in Oerlikon entschieden). Die beiden Straßenrennen der Amateure und Berufsfahrer bilden am 6. September den Abschluß und werden im Berner Bremgartenwald durchgeführt. Die Amateure haben 20 Runden— 145 Kilometer, die Berufsfahrer 30 Runden= 220 Kilometer zurückzulegen. Der Deutsche Radfahrer=Verband hat wieder seine besten Vertreter in beiden Lagern gemeldet und erwartet von allen den restlosen Einsatz. Seit jeher spielten unsere Amateure und auch Berufsfahrer bei den Weltmeisterschaften eine vorzügliche Rolle. Während uns im Wettbewerb der Berufsflieger das Glück weniger günstig gesinnt war und wir in den letzten Jahren in Meister Albert Richter hinter dem mehrfachen Weltmeister ScherensBelgien stets den zweitstärksten Fahrer stellten, blieben unsere Amateure wesentlich erfolgreicher. Nachdem sich 1932 Albert Richter in die Liste der Meister eintragen konnte, gelang es seinem Landsmann Tony Merkens nach einem vergeblichen Ansturm auf die Krone im Jahre 1934, ein Jahr später den Holländer Arie van Vliet zu bezwingen. Deutschland stellte zum zweitenmal. den Meister und wäre auch mit den größten Hoffnungen nach Zürich gekommen, wenn nicht der Kölner nach seinem großartigen Triumph bei den Olympischen Spielen den Uebertritt ins Berufsfahrerlager vollzogen hätte. Unser unbestritten bester Amateur wurde am letzten Sonntag in Frankfurt in Carly Lorenz ermittelt, dem nunmehr unser Vertrauen für die nächste Zeit gehört.— Im Lager der Steher behaupten unsere Aktiven nach wie vor eine Spitzenstellung zusammen mit den Franzosen. Auch Telgien tritt seit dem Vorjahr wieder stärkee in den Vordergrund, vor allem durch Ronsse. der nun den Anschluß an die Spitze erreicht hat. Auf der Landstraße standen unsere Fahrer stets einer Uebermacht belgischer und französischer Spezialisten gegenüber und werden auch in diesem Jahre wohl im Spitzenfeld und vielleicht auch auf den Plätzen zu finden sein, aber zum Erfolg kann es hier nur mit etwas Glück reichen. Die großen internationalen Prüfungen haben bewiesen, daß unsere Vertreter stets im Endspurt ihre guten Chancen einbüßten. Der letzte Einsatz, für den immer noch einige Reserven aufzuheben sind, fehlte und so kam, daß sie sich vielfach mit Plätzen begnügen mußten. Die Flieger=Rennen Deutschland stützt sich bei den Amateuren auf Meister Lorenz. Hasselberg, H. Born, E. Ihbe und K. Klöckner. Von diesen sind sowohl Lorenz als auch Hasselberg vielfach Formschwankungen unterworfen. Wir hoffen, daß sie sich in Zürich in Bestform vorstellen und gegen so chancenvolle Gegner wie Collard=Belgien, Pedersen=Dänemark, ChaillotFrankreich, Sandtorp=Norwegen, Pola=Italien. Dusika=Oesterreich, Gyöffii=Ungarn, Wägelin=Schweiz und vor allem Arie van Vliet, dem Tony Merkens durch seinen Abgang den Weg zur Weltmeisterschaft frei machte, ihr ganzes Können einsetzen. Bei den Berufsfahrern gilt der Titelverteidiger J. Scherens=Belgien auch diesmal wieder als Favorit. In vielen internationalen Begegnungen stellte er immer wieder seine große Klasse unter Beweis. Wenn er auch hin und wieder einmal unterlag. aber in Rennen, wo es um Titel ging, war er stets vorne zu finden. Unser Meister Albert Richter konnte nach seiner Krankheit nicht wieder den richtigen Anschluß finden. Er war wohl ständig unter den Placierten, aber zu Erfolgen langte es selbst nicht mehr gegen Gerardin und Michard, die ihm vorher kaum Schwierigkeiten bereiteten. Weiter vertreten Engel, Steffes und Rieger unsere Farben. Stille Hoffnungen hegen wir für Tony Merkens, der sich hier erstmalig gegen die Elite der Welt versuchen will. Neben den Franzosen kommen für die engere Entscheidung noch Arlet=Belgien, Falck=Hansen=Dänemark, van Egmond=Holland, Martinetti= Italien und der Schweizer Dinkelkamp in Betracht. Wer wird Steher=Weltmeister? Diese Frage wird in diesem Jahre nur sehr schwer zu entziffern sein. In großartiger Form befinden sich unsere zurzeit stärksten Vertreter Erich Metze und Lohmann. Die Hauptgegner unserer Fahrer sind in Lacquehay. Raynaud Paillard(Frankreich), G. Ronsse(Belgien), Severgnini(Italien) und den Schweizern Gilgen, H. Suter und Wanzenried zu suchen. Von den Franzosen hat sich der Titelverteidiger Lacquehay bereits in eine großartige Form gebracht und wird allen Teilnehmern eine keineswegs leichte Aufgabe zu lösen geben. Nde dr..„. Unie...“ Ein Strandroman von Hermann Weick 3 Zwei Lieder mußte der Sänger zugeben, ehe das begeisterte Publikum Ruhe gad. Gann dauerte es reichlich lange, bis die Menschenmassen sich aus dem Saale geschoben hatten. Als man endlich in die Garderobe kam, sah Laurens gerade, wie Maud Smith ihren Mantel anzog. Beim Weggehen kam sie wenige Schritte von den Dreien entfernt vorüber. Sie grüßte höflich, aber merklich reserviert, dann verschwand sie im Gewühl der sich entfernenden Konzertbesucher. In dieser Nacht saß Peter Laurens lange auf dem Balkon seines Hotelzimmers. Er hätte jetzt doch nicht schlafen können, zu viele Probleme beschäftigten ihn, er mußte endlich Klarheit gewinnen! So konnte es ja nicht weitergehen! Er dachte wieder an die Bemerkung, die Trude Wenckhaus im Konzertsaal zu ihm gemacht hatte. So stand es also mit ihm, daß andere sein großes Interesse für Maud Smith bemerkten! Vielleicht hatte auch Frau Wenckhaus sich schon Gedanken über sein Verhalten gemacht... dann wäre er ja bei ihr in eine sehr schiefe Stellung geraten... Laurens fuhr sich nervös über die Stirne. War es denn seine Schuld, wenn es ihn mit aller Macht zu der Amerikanerin zog? In ihrer Nähe hatte er stets ein Glücksgefühl, wie er es bisher noch niemals erlebt hatte. Liebte er Maud? Er sprang auf. In einer Erschütterung, die wie eine Urgewalt in ihm tobte, umklammerten seine Hände die Brüstung des Balkons. Ja, er liebte Maud! Seit diesem Augenblick war es ihm klar geworden! Seine Lippen sagten leise, zärtlich ihren Namen, aus der Dunkelheit, die um ihn war, schien ihr Bild aufzustrahlen und alles mit zauberischem Licht zu erfüllen. Wie in einem schweren, süßen Banne versank Laurens. Träume, beseligende, verführerische Träume nahmen ihn gefangen. Plötzlich kam er zur Wirklichkeit zurück. Das war ja Wahnwitz, was er sich da ausgemalt hatte! War ihm ganz der Zweck entfallen, der ihn nach Norderney geführt hatte? Eine reiche Frau sollte er von hier heimbringen... Maud Smith war sicher nicht die, die soviel Geld besaß, als nötig war, um das väterliche Werk zu sanieren... Und er verliebte sich Hals über Kopf in sie, und sein ganzer Plan geriet dadurch ins Wanken! Gab es für ihn aber noch ein Zurück? Würde er Maud je vergessen können? Laurens ertrug die Nacht nicht mehr, die um ihn war. Er kehrte in sein Zimmer zurück; erregt, aufgewühlt ging er darin hin und her. Verzweifelt rang er um einen Entschluß. Er durfte das Wort, das er seinem Vater gegeben hatte: mitzuhelfen, damit das Laurenswerk nicht in fremde Hände kam, nicht brechen! Er mußte auf Maud verzichten! Am besten würde sein, wenn er bald die entscheidende Aussprache mit Trude Wenckhaus herbeiführte. Wenn die Zeichen nicht trügten, hatte sie ihn gerne; warum sollte er da noch länger zuwarten? Je schneller die Sache zu einem Abschluß kam, umso besser; dann hörten alle dummen Gedanken von selbst auf. Jedenfalls würde er, sobald er mit Trude ins Reine gekommen war, unter irgend einem Vorwand abreisen; dann würde Maud Smith ohnehin seinem Gesichtskreis entschwinden. Bis dahin würde er ihr eben aus dem Wege gehen; wenn er sie nicht mehr täglich sah, würde er am raschesten über diese Episode hinwegkommen. Laurens wußte, daß er sich belog: aber er wähnte, stark genug zu sein, um das Opfer, das von ihm verlangt wurde, bringen zu können. * „endlich!“ sagte Trude Wenckhaus bei Laurnes' Erscheinen; sie saß am Frühstückstisch und rauchte eine Zigarette.„Ich dachte schon, Sie kämen heute überhaupt nicht mehr herunter!“ „Verzeihen Sie die Verspätung! Ich hatte aber heute nacht starke Kopfschmerzen und fand erst gegen Morgen Schlaf; der zog sich dann etwas länger in den Tag hinein als sonst.“ „Es lohnt sich jetzt kaum mehr, ins Bad zu gehen,“ meinte Trude darauf. „Ich habe nichts dagegen, wenn wir heute pausieren,“ antwortete Laurens eifrig; nur deswegen war er ja so lange im Zimmer geblieben, um nicht zu einer Zeit an den Strand zu kommen, zu der er Maud Smith dort wußte. „Dann bleiben wir, wenn es Ihnen recht ist, noch eine Weile hier sitzen; zum Spazierengehen ist es doch schon zu heiß!“ Laurens war heute kein aufmerksamer Gesellschafter. Er machte einen unzufriedenen Eindruck und sah übernächtigt aus. Das heitere, übermütige Geplauder Trudes, das ihm zu Anfang ihrer Bekanntschaft gefallen hatte, ging ihm heute an die Nerven. Urbewust stellte er Vergleiche zwischen ihr und Maud Smith an; sie fielen nicht zu Gunsten Trudes aus. Er fand nun allerlei Tadelnwertes an ihr; ihr ganzes Wesen war ihm zu laut und lärmend, eigentlich war sie auch etwas klein von Wuchs, sie würde wahrscheinlich, wenn sie älter wurde, ebenso rundlich werden wie ihre Mutter. Ob er nicht doch warten sollte, bis die andere junge Dame, die man ihm für die Ehe präsentieren wollte, hier ankam, Margot Thomasschek, die Tochter des oberschlesischen Bergwerksbesitzers? Wenn er sich doch einmal verkaufte, dann wollte er sich immerhin die Beste auswählen... Viel Bitterkeit war in Laurens' Gedanken, mit denen er sich in einer wollüstigen Selbstverhöhnung quälte. Vielleicht hoffte er, so am ehesten das Gleichgewicht wiederzufinden, das ihm völlig verlorengegangen war. Er war auch beim Mittagessen schweigsam, so daß Frau Wenckhaus, die insgeheim fürchtete, daß zwischen ihm und ihrer Tochter etwas nicht in Ordnung sei, ihn deshalb zur Rede stellte. Laurens gab ausweichend Antwort. Am Nachmittag lief er, von seinen zwiespältigen Gedanken getrieben, stundenlang in den Dünen umher. Mochten die beiden Damen heute ohne ihn ausgehen! Er ertrug den Anblick von Menschen nicht!“ Aber auch draußen wurde sein Zustand nicht besser. So sehr er sich mühte, die Gedanken an Maud Smith zu verbannen—— sie kehrten immer wieder. Wohin soll das führen? dachte er in wildem Aufbäumen und wußte sich keinen Rat. Als er schließlich, erschöpft von dem langen Wandern in der Mittagsglut, den Heimweg einschlug, sah er eine Dame und einen Herrn sich entgegenkommen. Er beachtete sie anfangs nicht weiter. Plötzlich blieb er wie angewurzelt stehen. Maud... durchfuhr es ihn. Und der große Herr an ihrer Seite... das war doch Kolander, der Sänger... Etwas brach in diesem Augenblick in Laurens entzwei. Er wußte, in blitzschneller Erkenntnis, daß, wenn er diesem Anblick nicht entfliehen würde, er jetzt etwas Sinnloses tun würde. Alls habe er die beiden nicht bemerkt, wich er vom Wege ab. Er sah nicht zurück, er sah nichts mehr von dem, was um ihn herum war. Nur hassende, verachtende Gedanken waren noch in ihm. So eine war also diese amerikanische Miß! Einmal spazierte sie mit ihm, das andere Mal mit diesem Sänger in der Gegend umher! Sie schien die Abwechslung zu lieben! Warum auch nicht? Und er hatte ihretwegen eine schlaflose Nacht gehabt, mit Gott und der Welt war er beinahe zerfallen gewesen, nicht viel hätte gefehlt. so wäre es mit Trude Wenckhaus einer solchen Farce wegen zum Bruche gekommen! Jetzt aber Schluß mit diesen abwegigen Gedanken! Mochte Maud Smith mit dem Sänger glücklich werden! Der berühmte Herr sollte ja, wie Trude erzählt hatte, eine ausgedehnte Praxis im Verkehr mit hübschen Damen hinter sich haben— da war Maud ja in den allerbesten Händen! Eifersucht, wahnsinnige Eifersucht tobte in Laurens. Er wollte sie zum Schweigen bringen, er wollte nicht mehr an Maud denken; aber wie ein Gaukelspiel, das ihn narrte, sah er immer wieder das Bild von vorhin vor sich: als Maud, an die er gerade sehnsuchtsvoll gedacht hatte, mit Kolander ihm entgegengeschritten kam. Er haßte Maud. In seinem blinden Wüten dachte er nicht daran, daß Maud ja nichts anderes getan hatte, als was von seiner, Peters, Seite immer wieder geschehen war, wenn er so oft in Trudes Gesellschaft sich, vor ihr gezeigt hatte. Seine Liebe zu Maud, die wie ein Frühlingssturm über ihn gekommen war, wähnte er, von ihr verraten worden zu sein... war Maud ihm nicht immer freundlich, ja herzlich begegnet?... hatte es nicht den Anschein gehabt, als ob sie ihn gerne habe?... er hatte ihr vertraut, in ihrer Nähe hatte er sich glücklich gefühlt wie bei keinem anderen Menschen zuvor... Nun hatte er aber genug von dieser Sache! Er würde Maud zeigen, daß er sie nicht brauche! Noch heute würde er mit Trude Wenckhaus reden! Wozu noch länger warten? Mochte Trude auch nicht ganz nach seinem Geschmack sein — so flatterhaft wie diese amerikanische Dame war sie jedenfalls nicht, daß sie sich gleichzeitig mit zwei Männern abgab! * „Was ist eigentlich mit Herrn Laurens los?“ fragte Frau Wenckhaus in ärgerlichem Tone Trude, als sie nach der Abendmahlzeit in ihre Zimmer hinaufgegangen waren.„Seit zwei Tagen ist er wie umgewandelt. Hattet ihr Streit?“ „Nicht die Spur, Mama!“ „Vorhin saß er wieder bei Tisch, als ob er nicht bis drei zählen könne! Man könnte meinen, es sei ihm irgend etwas Unangenehmes passiert!“ „Vielleicht hat er Liebeskummer.“ „Liebeskummer... Deinetwegen?...“ Trude machte ein bekümmertes Gesicht. „Das glaube ich weniger; eher fürchte ich, daß er anderwärts Feuer gefangen hat.“ „Bei der Amerikanerin?“ fragte Frau Wenckhaus rasch. Trude zuckte mit den Schultern. „Genaues weiß ich nicht, man hat aber so seine Vermutungen. Schön wäre es ja nicht von Laurens, wenn er sich immer mit uns in der Oeffentlichkeit zeigen würde, und eines Tages würde er abschwenken und mich als die Blamierte sitzen lassen!“ Das war der erste Streich! Er hat gesessen! dachte Trude mit Genugtuung, als sie die Betroffenheit in den Mienen ihrer Mutter sah. Nur so weiter, dann würde Mama nach und nach mürbe werden... „Ich will nicht hoffen, daß Herr Laurens sich derart unfair benehmen wird.“ erwiderte Frau Wenckhaus erregt.„Jedenfalls werde ich meine Augen offenhalten! Vielleicht bist du auch nicht freundlich genug zu ihm gewesen...“ „Ich kann mich ihm doch nicht an den Hals werfen, Mama!“ „Das verlange ich auch gar nicht! Aber wenn du es darauf angelegt hättest, daß Laurens sich dir gegenüber erklärte, so hätte er es sicher schon getan! Ein junges, hübsches Mädel wie du kann da, wenn es einigermaßen geschickt ist, viel erreichen, ohne daß der Mann das geringste merkt!" „Ich werde mich hüten! protestierte Trude innerlich; laut sagte sie: „An mir soll es nicht fehlen, Mama!“ Sie griff nach ihrer Mütze. „Wenn du nichts dagegen hast, mache ich noch einen kleinen Bummel.“ Und mit vielsagendem Lächeln:„Vielleicht treffe ich zufällig unten Herrn Laurens...“ Sie dachte aber dabei nicht im Schlafe an Laurens, sondern an Fritz Völker, dem sie versprochen hatte, heute abend, wenn es sich irgendwie ermöglichen lasse, mit ihm am Strand zusammenzutreffen; die Gelegenheit war nun sehr günstig; Mama mochte ruhig annehmen, daß sie mit Laurens spazieren gegangen sei—— dann konnte sie länger als sonst bei Fritz bleiben. Als Trude dann aber aus dem Hotel trat, kam Laurens, der dort gewartet zu haben schien, auf sie zu. „Wollen Sie noch einen Spaziergang machen?" fragte er. „Nur ein paar Schritte, ich bin gleich wieder zurück“, antwortete Trude hastig und wollte an Laurens vorbeigehen. Dieser blieb aber an ihrer Seite. „Nehmen Sie mich mit, Fräulein Trude?“ Das hatte ihr gerade gefehlt. Blitzschnell überlegte sie, auf welche Weise sie Laurens am schnellsten loswerden könne. „Ich wäre gerne allein geblieben“, antwortete sie ausweichend.„Ich habe heute, was selten bei mir vorkommt, das Bedürfnis nach Alleinsein!" „Bitte, lassen Sie mich ein Stück Weges mit Ihnen gehen: ich möchte gerne über etwas, das mich sehr beschäftigt, mit Ihnen sprechen!“ Trude sah ihn überrascht an. Auch jjetzt machte Laurens wieder einen verstörten Eindruck. Er hat Sorgen oder einen schweren Kummer! stellte sie bei sich fest. Sicher war dabei die Amerikanerin im Spiel; wäre er gestern abend im Kurhaus sonst so verlegen gewesen, als sie ihm auf den Kopf zusagte, daß er lieber bei Maud Smith sitzen würde als bei ihr? Und jetzt wollte er wahrscheinlich ihr, Trude, sein Herz ausschütten—— vielleicht glaubte er, ihr gegenüber irgendwelche Verpflichtungen zu haben, und nun sollte sie wohl schonend darauf vorbereitet werden, daß sein Herz ihn zu einer anderen ziehe... Da blieb ihr nichts anderes übrig, als Laurens' Geständnis anzuhören. Je früher Klarheit geschaffen wurde, um so besser für ihre eigenen Pläne. Fritz Völker mußte heute abend eben vergebens auf sie warten; wenn sie ihm morgen erzählte, wie die Dinge standen, würde er schon zufrieden sein. „Wenn Ihnen meine Gesellschaft heute abend so wertvoll ist, Herr Laurens“, sagte sie freundlich,„dann kommen Sie mit!“ Sie wartete gespannt darauf, daß er zu sprechen beginnen würde, aber Laurens ging schweigend, mit gesenktem Kopf, neben ihr her. Wie lange sollte diese stumme Wanderung eigentlich noch dauern? überlegte Trude, als sie schließlich zum Badestrand gelangt waren, ohne daß Laurens den Mund aufgetan hatte. Sie überlegte gerade, ob sie ihn fragen solle, was er auf dem Herzen habe, als ein breitschultriger Herr im hellgrauen Mantel, dessen Schritte sie schon eine Weile hinter sich vernommen hatte, an ihr vorbeiging. Trude fuhr, als sie ihn erkannte, erschreckt zusammen; sie winkte kurz mit dem Kopf. Laurens, dem diese Bewegung nicht entgangen war, sah flüchtig auf; es huschte ihm durch den Sinn, daß er das Gesicht des Herrn, der rasch weiterging, schon einmal gesehen haben müsse. Dann vergaß er über seinen grüblerischen Gedanken diesen Zwischenfall. Gleich darauf sagte er, als sie zu einer Banz kamen: „Wollen wir uns ein wenig setzen?“ „Gerne!" Es war eine warme, mondhelle Nacht. Der weite Platz vor ihnen, auf dem zahllose Strandkörbe standen, war von hellem Licht übergossen. „Ich möchte Sie fragen, Fräulein Trude, ob Sie meine Frau werden wollen“, sprach Laurens plötzlich. Trude wäre beinahe von der Bank gefallen. Alles andere hatte sie erwartet—— diese Frage nicht! In ihrem Kopf war ein großes Durcheinander; war sie nicht felsenfest davon überzeugt gewesen, daß Laurens die Amerikanerin liebe und deshalb von ihr weg wolle... und nun kam diese Erklärung... Jetzt gab es kein Auswei##en mehr für sie, jetzt mußte sie Farbe bekennen! Sie lachte kurz auf. „Das sagen Sie mit dieser Leichenbittermiene, Herr Laurens? Wissen Sie, daß das nicht sehr ermunternd für mich ist?" „Ich habe Sie lieb, Fräulein Trude und kenne nur den einen Wunsch, Sie zur Frau zu gewinnen...“ Trude schüttelte den Kopf. „Ich fürchte, daß Sie sich da etwas Falsches eingeredet haben, lieber Herr Laurens! Wenn ich mich nicht sehr irre, haben Ihre Gefühle und Ihre Wünsche ein ganz anderes Ziel...“ Laurens wollte sie unterbrechen, aber Trude fuhr beharrlich fort: „Doch selbst wenn Ihre Worte den Tatsachen entsprechen— ich kann Ihre Frau nicht werden!" „Warum nicht?“ „Weil ich bereits einen Freund habe, den ich heiraten werde!" Etwas wie Befreiung wehte bei Trudes letzten Worten über Laurens hin; er wollte sich dieses Empfinden aber nicht eingestehen und fragte kurg: „Ist das wahr?“ „Ja, Sie kennen übrigens den Herrn vom Sehen. Er fiel Ihnen neulich im Bad auf, als er uns fixierte, und ging vorhin an uns vorbei. Er ist Kunstmaler, ein sehr begabter Mensch, aber meine Eltern widersetzten sich bisher unserer Heirat. Als nun Mama mit mir hierher fuhr, ging Fritz Völker uns nach. Laurens hätte beinahe hinausgelacht. Wie hatte er noch am Mittag gedacht: Trude Wenckhaus sei anders geartet als Maud Smith, sie gebe sich nicht gleichzeitig mit zwei Männern ab. Nun hatte Trude es ebenso getrieben! Er hatte wahrlich Pech mit seinen Badebekanntschaften! Trude lehnte sich zu ihm hinüber. „Sind Sie mir böse, Herr Laurens?“ „Dazu fehlt mir jedes Recht, gnädiges Fräulein!“ erwiderte er schroff. „Nun seinen Sie einmal nicht so kratzbürstig! Glauben Sie vielleicht, diese Heimlichtuerei, dieses Versteckspiel sei nach meinem Geschmack gewesen? Meine Mutter ist allein daran schuld! Ich ahnte gleich, als Sie hier plötzlich in unserm Hotel auftauchten, daß da eine abgekartete Sache vorlag, und als ich deswegen Mama zur Rede stellte, gestand sie auch ein, es sei ihr Wunsch, daß ich Sie heirate. Sie hatte von der Anwesenheit meines Münchener Freundes erfahren und war darüber äußerst empört. Sie stellte mir noch einmal vor Augen, daß mein Vater niemals seine Einwilligung zu einer Heirat mit Völker geben würde, ich solle doch zunächst Sie einmal näher kennenlernen, vielleicht würden Sie mir besser gefallen als Fritz Völker—— so redete meine Mutter auf mich ein, damit ich ihr keinen Strich durch die Rechnung mache.“ Trude sah Laurens an, als erwarte sie eine Erwiderung von ihm: aber er sagte nichts und sah mit verbissenem Gesicht vor sich hin. „Was sollte ich tun? Hätte ich mich meiner Mutter widersetzt, so wäre sie wahrscheinlich postwendend mit mir nach München zurückgefahren, und dort hätte es wieder die üblichen Mißstimmungen gegeben. So ging ich zum Schein auf Mamas Wünsche ein, ich rechnete bestimmt damit, sie über kurz oder lang hier, wo Mama nicht so wie daheim unter Papas Einfluß steht, umzustimmen... Es war zwar keine Kleinigkeit, meinen Freund für den Plan zu gewinnen, er ist ein sehr eifersüchtiger Herr, und der Gedanke, mich nun immer in Ihrer Gesellschaft zu wissen, wollte ihm anfangs gar nicht in seinen bayerischen Dickschädel...“ Trude lachte auf.„Es ist sogar nicht ausgeschlossen, daß er jetzt drüben in einem der Strandkörbe sitzt und darauf aufpaßt, was hier zwischen uns vor sich geht...“ „Sie können ja zu ihm hinübergehen und ihm sagen, daß seine Sorge unberechtigt ist!“ „Sie werden jetzt unartig, Her Laurens! Sie werden mich, so wie Sie mich hierhergebracht haben, auch schön brav wieder nach Hause bringen! Fritz Völker kann ich morgen früh noch berichten, was wir uns auf dieser Bank erzählt haben!“ „Dann können wir ja gehen!“ (Fortsetzung folgt.) Lokaler Sport Großes Lokaltreifen auf der Kampfbahn Castrov 02— BV. 11 Um den letzten Sonntag vor Beginn der Meisterschaftsspiele noch auszunutzen, messen morgen auf der Kampfbahn an der Ludwigstraße die beiden spielstärksten Fußballmannschaften Castrop=Rauxels ihre Kräfte in einem Freundschaftskampf. Durch diesen Kampf holt man das Versäumte anläßlich des 25jährigen Jubiläums des BV. 11 nach. Wer von beiden Gegnern der Stärkere ist, soll das morgige Spiel beweisen. Wenn auch die 02er in einer höheren Klasse spielen, so ist damit noch nicht gesagt, daß sie den Kampf schon gewonnen haben. Wohl spielen sie unstreitig den besseren technischen Fußball; aber dafür ist die Spielweise der BVer weit wuchtiger und durchschlagskräftiger. und dieser Spielweise sind die 02er mehr als einmal zum Opfer gefallen. Auf Grund ihres vorsonntäglichen hohen Sieges über die spielstarken Börniger, sind die 02er morgen mehr savorisiert als ihr Gegner. Wir wollen nicht weiter vorgreisen, aber eins ist gewiß: die Kampfbahn an der Ludwigstraße erlebt am Sonntag einen Großkampftag. 2. Castrop 02— 2. BV. 11 Alte Herren Castrov 02— Alte Herren BV. 11 Vormittags spielen: 1. Jgd. Castrop 02— 1. Jad. BV. 11 2. Jgd. Castrop 02— 2. Jad. BV. 11 Sportfr. Schwerin— Schalke 04(Reserve) Die Sportfreunde haben Mut und auch Vertrauen zu ihrem Können: haben sie doch Schalles Reservemannschaft als Gegner zu einem Freundschaftsspiel verpflichtet. Von Schalke ist man nur Gutes gewöhnt. seine Reserven sind darin eingeschlossen. Die erste Reservemannschaft hat etwa Kreisklassenstärke. Von Schwerin hat man in der letzten Zeit wieder etwas Besseres gehört, hoffentlich hält der Aufschwung an. Ein Sieg über die Schaller Reservisten ist daher nicht ausgeschlossen. VfL. Habinghorst— Germania Herne Die Habinghorster treten am Sonntag auf eigenem Platze gegen Germania Herne an, und wird ihnen aus diesem Grunde der Sieg kaum zu nehmen sein. denn auf heimischem Boden konnte VfL. Habinghorst ihre meisten Spiele siegreich gestalten. Aus Westbeutschrautd Westerfilde— Eintracht Rauxel Eintracht Rauxel muß Sonntag nach Westerfilde. um einer Einladung nachzukommen. Das Freundschaftstreffen soll zugleich ein Gradmesser sein für die Stärke beider Mannschaften. Doch geben wir Eintracht Rauxel die Siegeschancen. Theater. Konzerte, Vorträge Bald beginnt das Bochumer Stadttheater mit seiner Arbeit Die Künstler des Bochumer Stadttheaters kehren am 1. September von ihrem Urlaub zu neuer Arbeit zurück. Die bevorstehende Kleist=Woche und der würdige Svielbeginn erfordern eine besonders eindringliche Probenarbeit. Voraussichtlich wird die Spielzeit am 23. September, und zwar mit Kleists „Käthchen von Heilbronn“ eröffnet; es folgt kurz darauf Shaws ewig lebendige Komödie„Pygmalion"“ und dann, als Uraufführung. Ebermayers „Romanze“, ein Werk. das leitmotivisch drei Generationen behandelt. Auch die Kölner Oper ist schon im September im Bochumer Stadttheater zu Gast. und zwar mit dem großen Erfolg zum Schluß der vorigen Svielzeit im Kölner Hause: mit Strauß' „Elektra“ und kurz darauf mit Mozarts„Don Juan". Also ein Auftakt, wie man ihn sich besser und großartiger nicht wünschen kann Wollen Sie alle diese Vorstellungen sehen, dann: Werden Sie Vormieter im Bochumer Stadttheater! Kind zu Tode gekommen Herne. Am 25. d. Mts. ceriet ein 3½jähriges Kind auf einem Holzlagerplatz an der Hertener Straße unter einen dort lagernden umgefallenen Holzstapel und wurde dabei tödlich verletzt. Nordversuch an der geschiedenen Ehefrau Durch 15 Messerstiche schwer verletzt Gelsenkirchen=Buer. Am Dienstagabend trug sich in Buer=Erle eine gräßliche Bluttat zu. Der von seiner Ehefrau seit Mai geschiedene Heinrich Dorin aus Horst hat seine ehemalige Frau in der Wohnung seine Schwiegereltern überfallen und mit einem Messer schwer mißhandelt. Die Frau Dorin hielt sich seit ihrer Scheidung bei ihren Eltern in Buer=Erle auf. Von ihrem geschiedenen Manne wurde sie seit längerer Zekt verfölgt und bedroht. Am Dienstagabend gelang es Dorin. in die Woynung der Schwiegereltern einzudringen, und er überraschte seine ehemalige Frau in der Küche. Er stürzte sich gleich mit einem Messer bewaffnet, auf sie und stach blindlings auf sie ein. Die auf die Hilferufe herbeieilende Mutter der Ueberfallenen riß den Täter von ihrer Tochter zurück. Es gelang ihm aber, sich nochmals auf die schon Schwerverletzte zu stürzen und brachte ihr noch weitere Stiche bei. Als die Mutter fortlief. um Hilfe zu holen, rief der Verbrecher sie mit den Worten zurück:„Komm herauf, ich bin mit ihr fertig!" Daraufhin ergriff er die Flucht und entkam in Richtung des Kanals. Als die Mutter in die Küche zurückeilte, lag ihre Tochter mit dem Messer noch im Rücken auf dem Fußboden Die Schwerverletzte wurde sofort in das Marienhospital überführt, wo sie schwer daniederliegt. Der Verbrecher hat ihr insgesamt 15 Messerstiche am ganzen Körper beigebracht. Sie schwebt in höchster Lebensgefahr. Bei dem Täter handelt es sich um einen schon sechzehnmal wegen Eigentums= und Rohheitsdelikten. darunter auch wegen Raubes vorbestraften Menschen. In der vergangenen Woche hat er bereits seiner ehemaligen Frau angedroht, sie und ihr Kind umzubringen. Er ist seit Verübung der grausigen Tat flüchtig und konnte leider noch nicht gesaßt werden. Dei Verbrecher ist am 24. Februar 1903 in Gelsenkirchen geboren und wohnte zuletzt in GelsenkirchenHorst. Er ist.63 Meter groß, von kräftiger Gestalt. hat dunkelblondes Haar. blasses rundes Gesicht und ist am ganzen Körper tätowiert. Vierzig Jahre münsterischer Geigenbau Münster. Vor genau vierzig Jahren kam auf Anraten des damaligen Leiters der 13er Kapelle und späteren Armee=Musikinspizienten Pros. Theodor Grawert. der selbst ein tüchtiger Geiger war. der damals erst 22jährige Franz Hellriegel nach Münster und richtete hier eine Werkstatt für Geigenbau ein. Hellriegel ist ein Sohn des verdienstvollen Custos des berühmten Markneukirchener Instrumentenmuseums und Oberlehrers Franz Hellriegel wie auch Schüler des aus altem Markneukirchener Geigenbauergeschlecht stammenden Albert Robert Hammig. In vierzigjähriger Arbeit erwarb sich Hellriegel durch sein tüchtiges Können auf dem Gebiete des Geigenbaues und vor allem auch der Tonverbesserung einen so geachteten Namen, daß kein geringerer als der große Josef Joachim. der Freund von Johannes Brahme und des„alten Grimm“ Metster Hellriegel den vorbildlichen Geigenarzt genannt hat. Hellriegel widmet sich heute fast nur noch dem Bau hochwertiger Geigen. deren jede— was auch wohl nur wenigen bekannt sein dürfte— eine Zeit von zwei bis drei Monaten sorgfältigster Handarbeit verlangt. Preisträger in einem Kunstwettbewerb der Provinz Münster. Zur Förderung und Unterstützung der bildenden Kunst hatte die Provinzialverwaltung für die künstlerische Ausgestaltung des neuen, vor wenigen Tagen gerichteten Verwaltungsgebäudes an der Fürstenbergstraße mehrere Wettbewerbe veranstaltet, an der auf Vorschlag der Reichskammer der bildenden Künste Gau Westsalen=Nord und Süd verschiedene westsälische Künstler teilnahmen. Bei den Arbeiten handelte es sich um ein Wandbild im Erdgeschoß des neuen Gebäudes, um das schmiedeeiserne Treppengeländer, um zwei Glassenster als Abschluß der Hauptflure im Erdgeschoß und im ersten Obergeschoß sowie um die künstlerische Ausgestaltung des Portals. Wie bereits mitgeteilt, erhielt für die Ausstattung des Portals der Bildhauer Hermann Kissenkötter(Münster) den ersten Preis. Zur Beurteilung der übrigen Entwürse ist in diesen Tagen das Preisgericht nochmals zusammengetreten und hat folgende Künstler mit ersten Preisen ausgezeichnet; für den Entwurf der beiden Glassenster Glasmaler Theodor Junglas(Münster), für den Entwurf des Wandgeländers Kunstschmied Erich Friedemann Werner(Dortmund=Brünninghausen). Die eingegangenen Entwürfe werden in den Tagen vom 29. August bis 6. September im Landesmuseum ausgestellt Schwerer Brandschaden auf Haus Loburg Coesfeld. In dem großen Saale des dem Fürsten zu Salm=Salm=Anholt gehörenden Hause Loburg. das 2 km westlich unserer Stadt liegt und zur Zeit von dem Prinzen Salm=Salm bewohnt wird. brach aus bishei noch nicht geklärter Ursache Feuer aus. durch das die alten Möbelstücke und vor allem auch die dort aufgehängten wertvollen Gemälde zerstört wurden Doch brauchte die hiesige Feuerwehr nicht mehr in Tätigkeit zu treten, da die Hausangestellten durch kräftiges Zupacken das Feuer bereits gelöscht hatten. Bei der Loburg handelt es sich um eine uralte Kulturstätte, auf der die Hauptburg als zweiflügeliger, zweistöckiger Bau aus der Renaissancezeit stammt. Die Stuckarbeiten im Innern entstammen dem 17. und 18. Jahrhundert. Wieder fällt ein altes Fachwerkhaus Paderborn. Unsere Paderstadt hat vor allem ihren ehrwürdigen Charakter außer durch die vielgestaltigen Kirchen durch ihre Hauser, deren eine Art durch wechselvolle Renaissancegiebel geziert ist. während die andere die alte westfälische Bauweise des in den oberen Stockwerken leicht vorgekragten schwarz=weißen Fachwerks mit buntbemalten Gesimsen und Balkenkövsen ausweist. Gerade die letztere Art verschwindet leider immer mehr aus unserem Stadtbilde. Auch jetzt wieder soll das Haus Rosenstraße 12 fallen, weil es baufällig geworden ist und seine für unsere Zeit nicht mehr geeignete innere Einrichtung nicht mehr umgebaut werden kann. Das Alter des Hauses wird auf 300 Jahre geschätzt. Todessturz vom Kran Osnabrück. Der Kranführer Adolf Wurm hatte beim Besteigen des zwölf Meter hohen Krans auf den Klöcknerwerken nicht den vorgeschriebenen Weg gewählt und auch nicht das angeordnete Schuhwerk angezogen. Infolgedessen stürzte er aus der vollen Kranhöhe ab und ist einige Stunden später an den erlittenen Verletzungen gestorben. Aus den Vereinen Männerverein. Sonntag. den 30. August. nachm. 3 Uhr. beginnt das Familienfest in den Anlagen „Zur Kottenburgschlucht"(H. Buse). Zutritt haben nur die Mitglieder des Männervereins und deren Familienangehörige. Kolvingssamilie. Mittwoch, den 2. September, abends 8 Uhr, Zusammenkunft. Jungfrauenverein. Dienstag. den 1. September, abends 8 Uhr. Zusammenkunft und Handarbeit. Kirchenchor. Donnerstag. den 3. September, abends .30 Uhr. Gesangstunde. Pfarrvikarie„Zu. den hi Schutzengeln“(Frodlinde) .30 Uhr Frühmesse mi“ gem hl. Kommunion,.30 Uhr Hochamt:.30 Uhr Andacht Herz=Jeiu=Pfarre(Bahnhof Rauzel) 7 Uhr Frühmesse mit gem. bl Kommunion:.30 Uhr Hochamt: .30 Uhr Andacht St.=Joseph=Pfarre(Habinghorst) .30 Uhr erste hl Messe;.30 Uhr zweite dl Messe mit Predigt:.45 Uhr Hochamt:.30 Uhr Andacht. St.=Autonino=Pfarre(Icern) .30 Uhr h1 Messe:.45 Uhr Frühmesse mit Predigt und gem. hl. Kommunion;.45 Uhr hl. Messe mit voln. Gesang: 10 Uhr Hochamt mit Predigt..30 Uhr Andacht „St. Marien“(Merklinde) .30 Uhr Frühmesse; 10 Uhr Hochamt: 2 30 Uhr Andacht. Kirchlinde..30 Uhr hl. Messe: 3 Uhr hl Messe mit Predigt: 10 Uhr Hochamt; 2 Uhr Andacht. Marten. 7 Uhr Frühmesse; 8 30 Uhr zweite hl. Messe; 10.30 Uhr Hochamt;.30 Uhr Andacht. Evangelische Gottesdienst-Ordnung Castrop. Sonntag 7,30 Uhr Frühgottesdienst. Pfarrer Nelle; .30 Uhr Hauptgottesdienst, Vitar Rohlsing. Sonntag.30 Uhr Blaukreuzverein. Dienstag.30 Uhr Frauenhilfe 2 im Gemeindehause auf Schwerin. Dienstag 8 Uhr Bibelstunde in Frohlinde Mittwoch 8 Uhr Bibelstunde im Wichernhause. Donnerstag 4 Uhr Frauenhilfe Schwerin. Freitag 8 Uhr Jugendbibelstunde. Bladenhorst. Sonntag 10 Uhr Gottesdienst. Pastor Fritsch 11 Uhr Kindergottesdienst Habinghorst. Sonntag.30 Uhr Gottesdienst, Pastor Engau: 11 Uhr Kindergottesdienst: 12 Uhr Taufen und Trauungen in der Kirche. Jugendbibelstunde Montag 20 Uhr im Gustav=Adolf=Haus. Ickern. Sonntag.30 Uhr Gottesdienst, Pastor Becker: 11 Uhr Kindergottesdienst und Taufen. Donnerstag 8 Uhr Bibelstunde. Bövinghausen. Sonntag 10 Uhr Gottesdienst. 11,15 Uhr Kindergottesdienst; 12 Uhr Taufen. Mittwoch 20.15 Uhr Gemeinde* bibelstunde Marten. Sonntag 9,30 Uhr Gottesdienst; 11,45 Uhr Kindergottesdienst. Mittwoch 20 Uhr Gemeindebibelstunde. Mengede. Sonntag.30 Uhr Gottesdienst; 10,30 Uhr Kindergottesdienst. Kirchlinde. Sonntag.30 Uhr Gottesdienst; 10,45 Uhr Kindergottesdienst. Mittwoch 20 Uhr Jugendbibelstunde. Freitag 20 Uhr Gemeindebibelstunde. Mittwoch 16 Uhr Frauenhilfe Rahm. Der nächste Taussonntag ist der 6. September. Lütgendortmund. Sonntag 8 Uhr Frühgottesdienst. Pastor Homann; 11 Uhr Kindergottesdienst. Dienstag 18 Uhr Jugendbibelstunde: 20 Uhr Gemeindebibelstunde. Mittwoch 15.30 Uhr Frauenhilfe Lütgendortmund: 20 Uhr Fortbildungsunterricht in Religion., Donnerstag 15.30 Uhr Frauenhilfe Somborn. Freitag z uhr Jungmütterabend. Kirchlicher Anzeiger Sonntag, den 30. August 1936 Katholische Gottesdienstordnung St.=Lambertus=Psarre(Altstadt) Sonntag gem. hl. Kommunion;.05 Uhr erste hl. Messe mit Predigt: 7,30 Uhr zweite hl. Messe und gem. hl. Kommunion; 9 Uhr Kindermesse mit Predigt und gem. hl. Kommunion; 10 Uhr Hochamt mit Predigt: 11,15 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt; 2,30 Uhr Andacht. nachher Taufen; 8 Uhr Abendandacht. Werktags sind die hl Messen um 6,30 Uhr, 7,10 und 8 Uhr. Kapelle des St.=Rochus=Hospitale Sonntag.30 Uhr hl. Messe mit Predigt;.15 Uhr hl. Messe mit Predigt. In der Woche 6 30 Uhr hl. Messe. St.=Elisabeth=Psarrvikarie(Obercastrop) 7 Uhr erste h1 Messe;.30 Uhr zweite hl. Messe mit gem. hi Kommunion: 10.30 Uhr Hochamt mis Predigt..30 Uhr Andacht. St.=Franziskus=Gemeinde Schwerin .30 Uhr Frühmesse mit gem. hl. Kommunion der Frauen und Mütter:.30 Uhr Hochamt; 2 Uhr Andacht. Sonntag, den 30. August 1936, großes Paul-Linke-Konzert in den Garten-Anlagen der Brennerei Klein- Alstede, Kaiserstr. Es spielt der Musikzug der SA.-Standarte 98, Dortmund, unter Leitung von SA. Obersturmführer Notz. Anf. 16 Uhr Nach dem Konzert Tanz. Sonstige religiöse Veranstaltungen„ Christliche Versammlung. Viktoriastraße Sonntag.30 Uhr Sonntagsschule: 4 Uhr Verkündigung des Wortes„Hettes Mit woch—8 Uhr Gebetsstunde:—9 Uhr Worlbetrachtung. Kirchl, Gemeinschaft und Jugendbund für Entsch. Christentum. Canrop=nauxel 1(Konsirmandensaal. Biesenkampstraße) Sonntag 16 Uhr Evangelisationsvortrag: 17.15 Uhr Jugendhundstunde Donnerstag 20 Uhr Bibelbesprechung und GebetsGemeinde gläubig getaufter Christen(Baptisten). Castrop=Rauxel 1 Bahnhofstraße 33(Baracke) „Versammlungen Sonntag.30 Uhr Bibelstunde. Sonntag 11 Uhr Sonntagsschule. Sonntag 16 Uhr Heile erkündung. Donnarstag 20 UhrBibel= und Gebetsstunde. Neuapostolische Gemeinde Castrov=Rauxel 1. Herner Straße 16 (Hinterhaus) Sonntag nachmittag 4 Uhr. Mittwoch 7 schr.* Kinderunterricht Sonntag, 2 Uhr Sonntagsschule mittwoch nachmittag 5 Uhr Konfirmanden= und Katechumenen=Unterrichtsst und: Freie evgl. Gemeinde Castrop=Rauxel 1. Schubertstraße 33 „Sonntag vormittag.30 Uhr Bibelbesprechstunde; 11 Uhr Kinwinltesdienst:„nachmittags 4 Uhr Evangeliumsverkündigung. miwoch abend 8 Uhr Bibel= und Gebetsstunde. Freie evgl. Gemeinde Castrop=Rauxel 4, Friedhofstraße 11 Sonntag vormittag.30 Uhr Bibelbesprechstunde. 11 Uhr KinBibel= und Gebeisstunde. Vreoist. Donnerstag abend.30 Uhr Castrop=N. 3. Adolf=Hitler=Straße 53(Eing. Heuricheubg. Straße) #Sonntag, morger I. 245;,„Jonntag nachmittag 4 Uhr Mittwoch abend 7 Uhr. Kinvergonlesvienst Sonntag nachmittag 2 Uhr. Dortmund=Bövinghausen. Sonntag morgen 9 Uhr Gottesdienst..30—.30 Uhr Sonntagsschule. 3 uhr Gottesdienst. Mittwoch 7 Uhr Gottesdienst. Dss Wortuer 0 J. Moosgnee Von Kirsch’ne Miele sagte Tante, die was von Waschmaschinen kannte Münsterstraße 21 Ausstellungsraum Münsterstraße 16 Alles türs Auto FACHGESCHAFT NEUGUMMIEREN VULKANISIEREN K HERNE„ KAISER-WILHELM-STRASSE 15 Annahme Großtankstelle Soika, Castrop-R. 1. Münsterstraße n. MiMor Zuten4000 M Junge von 14—16., zum Brotjahren gesucht. Näheres sagt der Stadtanzeiger.(B99 Wohnung 3 große Zimmer mit allen Bequemlichkeit. im Zentr. d. Altst., beste Wohnlage, an kl. ruh Fam. zu verm. Evtl. die ganze 1. Etg (6 Zimmer) zu vermieten. Angebote unt. Nr. 719 a. d. Stadtanzeiger.(20 Lingt Ihr Vogel nicht? so versuchen Sie mein Vogelfutter stets frisch für alle Vögel. Zoologische Handlung Heinr Heihe Münsterstraße 35. Rul 2757 Zur Kur- Zur Ertrischung naturreiner alkoholfreier Traubensaft Fl. RM..00 naturreiner alkoholfreier Edelapfelsatt Fl. RM..70 Badesal: 50 kg RM..80 Viehsalt... 50 kg RA..80 Georg Bies, Herner Str. 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Juli 1934 über Umwandlung von Kapitalsgesellschaften derart umgewandelt, daß ihr Vermögen auf den Gesellschafter Wilhelm Köster jun in Castrop=Rauzel übertragen worden ist. Die Gesellschaft ist alsdann aufgelöst worden; die Firma ist erloschen.(20 Amtsgericht Castrop=Rauxel. kinderlieb, nach Köln gesucht. Zu melden: Wittener Straße 217. Unser Stoiz ist die Qualitäts-Drucksache für alle lwecke. Verlangen Sie bemustertes Preisanebot von Druckere Geschu. Schmit estroo-Rausel W Inserieren sichert Erlolg! Dauerwellen, Wallerwellen, Färben, Biondieren W. Wagener, Damen- und HerrenFeiseurgescnäft Castrop-R. 1 Wittener Str. 36 (beim Amtsgericht) Rut 239. Reparaturen sauber und preiswert Schuhmachermstr Heinr. Brüggemann Castrop-Rauxel 1. Im Ort 11, Ruf 2026 * erichfh AIE Flaschen zu RM 1,95, RM.70. RM 4,65, Ooppelherz-Dragee: RM.50. Centtal-Drog. O. Hennewic, Willenerstr. 3 Stern-Drogerie Ruberg. Münsterstraße 4 Habinghorat:(. Goosmann: WestlaliaDrog.(l. Schönewolf, icker-: Drog. A. 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Zweitens sei da ein ungeheuerlicher Wasserdruck, der alles plattwalzen müsse. Und drittens sei es entsetzlich kalt; der Franzose Péron habe ja auch schon um 1804 den Beweis geführt, daß alle Ozeane am Boden dick vereist sein müßten... Um diese Zeit hatte man Wassertiefen bis zu etwa 2200 Meter gemessen. Obwohl man es bei den verhältnismäßig wenigen Messungen nicht geradezu gefunden hatte, stellte man sich vor, daß der Boden der Ozeane wild zerklüftet sei. Dann begann man Kabel zu legen und mußte zu diesem Zwecke viele weitere Messungen anstellen, die den Eindruck ergaben, daß das Meer flach wie eine Suppenschüssel sei. Schließlich riß ein solches Kabel nach drei Jahren treuer Dienste. Man fischte es aus rund 3000 Meter Tiefe auf und sah zum größten Erstaunen, daß lebende Tiere daran saßen, fünfzehn Arten zählte man in wissenschaftlicher Ehrfurcht. Also gab es doch in 3000 Meter Tiefe noch Tierleben, Forbes mußte sich irgendwie geirrt und Perons Theorie ein Loch haben. Um 1850 fischte der Pfarrer Michael Sars dann bei den Lofoten sogar ein„Meerwunder“ aus der Tiefe, den Wurzelhaarstern Rhizocrinus lofotensis. Das war eine Seelilie, ein ganz und gar pflanzenhaft aussehendes und dennoch echtes Tier. Man hatte geglaubt, diese Sorte wäre seit der Kreidezeit ausgestorben. Nun ließen sich die Zoologen aber nicht mehr halten..“ wenn es da unten nicht nur Lebewesen, sondern sogar noch lebende Urwelt gab, Das Schauspiel des Regenbogens wird gern gesehen. Man erblickt darin gleichsam eine Verbindung des Himmels mit der Erde. Auch bringt man naturgemäß das kommende Wetter mit dem Regenbogen in Zusammenhang. So heißt es, daß er, über dem See aufsteigend, gutes Wetter ankündigt, schlechtes dagegen, wenn er über dem Lande aufleuchtet. Eine alte Wetterregel besagt: Regenbogen am Morgen macht dem Schäfer Sorgen, Regenbogen am Abend erquickend und labend. Das trifft bei uns auch öfters ein, denn die Winde kommen hier meistens aus dem Westen. Regenbogen am Morgen bedeutet also, daß schlechtes Wetter— es regnet nämlich im Westen— zu uns noch kommen wird. Regenbogen am Abend bezeichnet gutes Wetter im Westen und Regen im Osten, so daß also die häßliche Witterung im Abzuge ist. Durchschnittlich kann man im Frühsommer und Hochsommer pro Monat je zwei bis drei Regenbogen, im August und September je fünf und im Oktober vier sehen. Bekanntlich liegt die rote Farbe beim Hauptregenbogen oben oder außen, die violette unten oder innen; umgekehrt folgen einander die Farben beim darüberstehenden Nebenregenbogen. Es läßt sich aus den Farben des Regenbogens dann mußte man hinunter. Wenn auch nicht körperlich, was ja nicht möglich war, so doch wenigstens mit Tiefseethermometer, Schleppnetz und anderen Fanggeräten. Das Zeitalter der Tiefseeforscherfahrten begann. Ein Engländer verbrach noch rasch eine falsche Theorie, die vom „Fortbestehen der Kreidezeit“. In dieser Hinsicht wurden die Forscher enttäuscht, in jeder anderen ihre kühnsten Hoffnungen weit übertroffen. Die Präparate häuften sich, das Abbildungsmaterial schwoll an, die Fachschriften und volkstümlichen Bücher füllten bald eine kleine Bibliothek. Die Tiefseeforschung blühte, und die anfänglichen Fehler wurden bald erkannt. Der Tiefseegrund war keine flache Suppenschüssel, aber auch nicht so wild zerrissen, wie man zuerst gefabelt hatte. Es gab Gebirge und sogenannte Gräben, aber es hielt sich in bescheidenen Maßen. Finster war es zwar vollkommen, aber eine geradezu endlose Reihe von Lebewesen hatte das Leuchten gelernt, teilweise mit dem ganzen Körper, teilweise mit besonderen Leuchtorganen, die mit Linse und Hohlspiegel ganz wie ein moderner Autoscheinwerfer gebaut waren und die durch besondere Lider auch ganz nach Wunsch abgeblendet werden konnten. Es )( Newyork. Es ist eine alte Tatsache, daß es in den Vereinigten Staaten Menschen gibt, die sonderbare Auffassungen von dem Wesen der Ehe haben. Er ließen sich dicke Bücher über dieses nicht gerade sehr erfreuliche Thema schreiben. Einer Mrs. Bercumes aus Boston blieb es vorbehalten, den zahllosen Ehegrotesken eine weitere hinzuzufügen, die sicher einzig dasteht. Mrs. Bercumes hat nämlich in des Wortes wahrster Bedeutung versucht, ihren Ehemann an seine Geliebte für eine nette Summe zu verkaufen. Gut zehn Jahre war sie mit dem Besitzer einer auf die Größe der beteiligten Wassertropfen schließen; denn alle Verschiedenheiten, welche die Regenbogen an Breite, Farbe und Leuchtkraft zeigen, sind von jener Größe abhängig. Man hat folgendes gefunden: Ein auffallend starkes Violettrosa mit einem lebhaften Grün weist auf Tropfen von einem bis zwei Millimeter Durchmesser hin, während vom Blau nur eine Spur oder nichts vorhanden ist. Sind die Farben der sekundären Regenbogen, die sich manchmal dem Hauptbogen nach innen anschließen, nur grün und violett, fehlt Gelb ganz, so haben die Tropfen ein halbes Millimeter Durchmesser. Tritt dagegen Gelb in diesem inneren Bogen auf, so weisen die Tropfen einen Durchmesser von zwei bis drei zehntel Millimeter auf. Ist keine Absonderung weder vom Hauptregenbogen noch der Sekundärbogen untereinander zu beobachten, so sind die Tropfen im Durchmesser größer als zwei zehntel Millimeter. Läßt sich eine Abtrennung unter den Sekundärbogen, nicht aber des obersten Sekundarbogens vom Hauptbogen beobachten, so beläuft sich die Tropfengröße auf zwei zehntel Millimeter. Besteht zwischen dem ersten Sekundärbogen und dem Hauptbogen eine deutliche Trennung, so ist der Tropfen kleiner. Ja, was so ein Regenbogen zu denken gibt! Dr. Zirchow. war zwar kalt da unten, zwischen Gefrierpunkt und vier Grad, aber das Wasser war nicht vereist, und die Tiere hielten es augenscheinlich aus. Auch der Druck schien ihnen nicht zu schaden, obwohl man Stellen fand(östlich der Philippinen), wo er rund tausend Atmosphären betragen muß. Und schließlich hatten die Tiefseetiere nicht nur sich selber zum gegenseitigen Auffressen— das würde wirklich nicht auf die Dauer gehen—, sondern sie bekamen von oben her einen dauernden Nahrungsregen, das Futter fiel hier buchstäblich vom Himmel, in Stücken von der Größe eines Mohnkorns angefangen bis zum toten Walfisch. Aber so viel man auch fing und maß und beobachtete, es blieben doch immer noch einige Geheimnisse übrig. Zunächst das Leuchten. Man wußte zwar von leuchtenden Landtieren, aber während jeder wenigstens das Wort„Meerleuchten“ kannte, hatte es doch noch nie einer gewagt, auch bei der größten Versammlung von Glühwürmchen von einem Feldleuchten zu sprechen. Es war aber nicht nur das Massenauftreten und es waren auch nicht die raffinierten augenähnlich gebauten Leuchtorgane, es war noch etwas anderes. Was man nun langsam fand, noch langsamer glaubte und was man auf gar keinen Fall vorausgeahnt hätte: Alles tierische Leuchten wurde von Bakterien verursacht! Nur diese Bakterien leuchteten wirklich und lebten mit den großen Tieren in einer Schicksalsgemeinschaft, Symbiose, wie man es mit einem griechischen Wort nennt. Ob es ein Leuchten mit dem gangroßen Autoreparatur=Werkstatt verheiratet, als sie feststellte, daß ihr Mann für seine Sekretärin mehr Aufmerksamkeit bezeigte, als sie es ihm gestatten konnte. Mrs. Bercumes verfiel nun aber nicht, wie es Millionen ihrer Geschlechtsgenossinnen getan hätten, in rasende Eifersucht, sondern setzte sich hin und schrieb an ihre Rivalin einen Brief. „Liebe Miß Jones“, so hieß es darin,„ich kann es begreifen, daß Sie in meinen Mann verliebt sind, ich war es ja auch vor zehn Jahren. Er ist ein schmucker, stattlicher Bursche, der in seinem Geschäft sehr tüchtig ist und mit dem es sich sehr gut leben läßt. Da ich ihn nun verloren habe, will ich Eurem Glück nicht im Wege stehen und freiwillig den Platz für Sie freimachen. Aber Sie werden verstehen, daß ich dabei an meine Zukunft denken muß. Ich muß Sie also bitten, mir viertausend Dollar zu überweisen, dann wird sich alles Weitere auf das Beste regeln lassen!“ Bemerkenswert ist nun, wie der auf diese Weise zum Verkauf angebotene Ehemann auf den Brief reagierte, denn er bekam ihn natürlich sehr bald zu Gesicht. Geriet er in Wallung? Beschloß er zornschnaubend, den ihm angetanenen Schimpf zu rächen, oder kehrte er reumütig zu seiner„geschäftstüchtigen“ Ehefrau zurück? Nichts dergleichen! Kein Zorn, kein Aerger, keine Betrübnis. Lediglich Freude, über die Tatsache, daß ihm jetzt endlich seine Frau mit ihrem„unmoralischen“, Brief einen Scheidungsgrund in die Hände gespielt hatte, der ihn von allen seinen finanziellen Verpflichtungen der betrogenen Ehefrau gegenüber befreien sollte. Der Gemütsmensch hatte jedoch die Rechnung ohne den Richter gemacht. Dieser erklärte in seinem Urteil: Der Brief der Mrs. Bercumes sei zwar wirklich im höchsten Grade unmoralisch und verwerflich, aber dasselbe müsse man auch von dem Verhalten des Ehemannes sagen, der zu dem in Frage stehenden Brief den Anlaß gab. Aus diesem Grunde sei die Scheidungsklage abzuweisen. zen Körper war, ob es sich nur um besondere Leuchtorgane handelte, es waren Bakterien. So wie die Seerose und der Einsiedlerkrebs zusammen leben und sich gegenseitig helfen, so lebten diese Leuchtbakterien mit den anderen Tieren zusammen. Nur, wegen des Größenunterschiedes, der eine in den Zellen des anderen. Die Sache mit dem Wasserdruck war auch nicht so ganz klar. Die einen hatten einmal verkündet, er müsse alles plattquetschen, die anderen hatten gesagt, daß er gar nicht in Erscheinung treten könne, denn er wirke ja von allen Seiten und, genau wie bei Landtieren die Luft und der Luftdruck, sogar von innen. Trotzdem aber, irgendwie mußte er sich äußern. Wenn ich einen Kessel, der zwanzig Atmosphären Ueberdruck hat, so tief ins Wasser versenke, daß der Außendruck auch zwanzig Atmosphären beträgt, dann besteht zwar keine Gefahr mehr, daß der Kessel platzt, weil die Spannung der Kesselwände unter dem inneren Ueberdruck wegfällt. Deswegen drücken aber immer noch zwanzig Atmosphären von jeder Seite auf die Kesselwand selbst. So muß auch auf das Zellgewebe immer noch eine Kraft wirken. Diese wichtige Frage ist letzthin von einem deutschen Fachgelehrten, Professor Dr. Ulrich Ebbecke von der Universität Bonn, mit Versuchen näher nachgeprüft worden. Er ließ sich eine druckfeste, mit einem Fensterchen versehene Stahlbombe bauen, deren Inhalt unter regelbaren hohen Druck gesetzt werden kann. Die Versuchstiere waren die sogenannten Wasserflöhe.(Daphinen), — sie werden wegen ihrer Durchsichtigkeit zu derartigen Versuchen benutzt. Das erstaunliche Ergebnis der Versuche hat Professor Ebbecke selbst beschrieben: „Durch die Fenster der Druckbombe mit schwacher Vergrößerung betrachtet oder projiziert, sind sie in munterem Hinundherschwimmen begriffen zu sehen, ein Druck von 100 bis 200 Atmosphären beschleunigt ihre Bewegungen zu lebhafter Eile, ein Druck von 500 Atmosphären lähmt sie, so daß sie wie tot zu Boden sinken. Aber sobald der Druck wieder abgelassen wird, sind sie munter wie zuvor.“ Diese Versuche sind erst im Anfangsstadium. Aber sie sehen ganz so aus, als ob man von ihnen sehr viel Neues und Ueberraschendes lernen wird. Es ist möglich, daß sie uns den Schlüssel zum Verständnis eines der größten Geheimnisse des Tiefseelebens geben werden: die Antwort auf die Frage, wie sich lebendes Gewebe eigentlich unter den dort unten herrschenden Wasserdrücken benimmt. Der vergessene Hausierer Wenn die Haftzelle als Hotelzimmer dient ( Eine lustige Geschichte wird aus dem kleinen holländischen Aalsmeer berichtet. Am letzten Sonnabend erschien dort ein Hausierer, der zu Fuß von Utrecht gekommen war und sich auf dem Wege nach Zandvoort befand, wo er am Sonntag auf ein gutes Geschäft hoffte. Da er über keine Barmittel mehr verfügte, ging er zum Polizeibüro und bat dort um Unterkunft, die ihm auch gewährt wurde. Man sperrte ihn in eine Zelle und versprach seinem Wunsche gemäß, ihn am andern Morgen um vier Uhr zu wecken, damit er noch zeitig genug nach Zandvoort käme. Die Polizisten hatten am Sonntag keinen Dienst. Als am Nachmittag Passanten an dem kleinen Polizeigefängnis vorüberkamen, hörten sie laute Hilfeschreie. Sie benachrichtigten den in der Nähe wohnenden Bürgermeister, der einen Schlüssel zum Gefängnis besaß. Er eilte sofort herbei und befreite den Hausierer aus seiner unfreiwilligen Haft. Es stellte sich heraus, daß man ihn vollkommen vergessen hatte. Um den Schaden wieder gut zu machen, durfte sich der vergessene Hausierer auf Kosten des Bürgermeisters im nächsten Gasthause satt essen und wurde dann im Auto nach seinem Ziele Zandvoort gebracht. Wie groß sind die Tropsen im Regenbdgen! „Ich will Iynen gern Meinen Mann verkäausen. Eine„geschäftsküchtige“ Ehefrau Der herk des Kornbobens Morgenbesuch in der Futterkammer Von Helmut Nassauer=Ziesar. Viel genannt und doch wenig bekannt ist der bäuerliche Kornboden, über dessen Namensgebung, Bedeutung und Aufgaben die seltsamsten Vorstellungen herrschen. Während die bäuerlichen Betriebe im allgemeinen in einer Futter=Kammer die für die Fütterung notwendigen Futtermittel aufbewahren, geschieht dies in großen Gutsbetrieben auf dem Kornboden oder besser gesagt auf dem ButterBoden. Dieser Unterschied in der Benennung ist wichtig. Denn auf dem Kornboden wird das Korn, das verkauft werden soll, also das Saatkorn gelagert, der Futterboden dagegen dient der Zubereitung der für das Vieh erforderlichen Futtermischungen. Wenn man sich nun überlegt, was in größeren landwirtschaftlichen Betrieben tagtäglich zentnerweise an das Vieh zur Verfütterung gelangt, dann wird klar, daß der Futterboden oder wie er meist, wenn auch nicht richtig, benannt wird, der„Kornboden“ den Magen des Gutsbetriebes darstellt. Hier ist gewissermaßen die Sparkasse, denn die Futtermittel müssen auf das genaueste abgewogen und verteilt werden. Und Fehler, die hier gemacht werden, können nicht nur rechnerisch der Lebensfähigkeit des Betriebes schaden, sondern auch— wenn das Futter nicht von Fachleuten gemischt wird— unmittelbar dem Vieh. Besuchen wir einmal den„Kornboden“ eines etwa 4000 Morgen großen Gutes. In der Frühe steht der Bodenmeister in seinem Arbeitsbereich inmitten von Mühlen, die ihr eintöniges Lied singen: Die Schrotmühlen fangen an zu klappern, gefräßig schlucken sie den Hafer, um ihn zu quetschen. Zuckerschnitzel werden nebenan in eng aneinander laufenden Walzen fein gemahlen, um ein leicht freßbares Pferdefutter zu liefern. In den Mühlen sitzt tief an den Walzen ein kräftiger Magnet, der die Eisenteile aus dem Schrotkorn zieht. Und was zieht er nicht alles heraus: Nägel und Schrauben, metallene Hosenknöpfe, Eisenteile vom Dampfpflugseil werden sichtbar... Im Korn gelassen, hätten diese Dinge dem Vieh schwer schaden müssen.— Unentwegt schnurren die Mühlen ihr Lied, und wenn wir ihnen eine halbe Stunde zugesehen haben, sind sechs und sieben Zentner Gemenge oder Roggen geschrotet. Nun ist es 4 Uhr morgens. Pferdeknechte poltern über den weiten Vorplatz, wischen sich den letzten Schlaf aus den Augen und lassen sich vom Bodenmeister die Futtermenge für den Tag geben. In der arbeitsreichen Erntezeit erhält jedes Pferd 15 Pfund Futter, das sich in der Hauptsache aus Roggen, Hafer, Gemenge, Flocken und Zuckerschnitzeln zusammensetzt. Bei den sechzig Pferden unseres Betriebes macht das in der Sommerzeit täglich neun Zentner Futter aus. Im ganzen Jahre werden hier 2500 Zentner Futter allein für die Pferde verbraucht. Sind die Pferdeknechte abgezogen, so ist auch schon die Ablösung da: der„Schweinemeister“ kommt. Er braucht für seine 300 Borstentiere täglich rund sechs Zentner Futter. Das setzt sich nun wieder anders zusammen als das der Pferde. Während die Mastschweine ein Maisgemenge, teilweise mit Roggen gemischt, erhalten, bekommen die Zuchtschweine ein leichteres Futter aus einem Gemenge von Gerste, Weizenkleie und Hafer. Und die kleinen rosigen Ferkel erhalten eine Zugabe Holzkohlenasche— zum Zwecke leichter erdauung... Dann ist es Zeit geworden, den Futtertransport nach dem Vorwerk für die Schafe fertig zu machen. Lecker duften die Zuckerschnitzel. Sie müssen mehr noch als alles andere Futter peinlich sauber gehalten werden, schon geringe Staubmengen verursachen Schimmelansatz. Ueberhaupt muß der Bodenmeister auf genaueste Futterberechnung bedacht sein. Wieviel Kopfschmerzen macht da allein schon die auf den verschiedenen Nutzungszweck abgewogene Bereitung des Rindviehfutters! Die Kälber, das Mast= und Jungvieh beanspruchen ganz verschiedene Mischungen, jedes seiner Eigenart entsprechend. Wenn man bedenkt, daß in vielen landwirtschaftlichen Betrieben täglich etwa 30 Zentner Futter, das sind jährlich über 10000 Zentner, den Futterboden verlassen, dann kann man sich vorstellen, mit welcher Genauigkeit und Sorgfalt die einzelnen Mengen gewogen sein müssen, um der Kalkulation der Betriebsführung gerecht zu werden. Der Bodenmeister und seine Helfer müssen also kleine Hexenmeister und Rechenkünstler sein. Auch auf dem Futterboden wird ein Teil der Erzeugungsschlacht geschlagen. „Ritschewo“ Des Eisernen Kanzlers eiserner Ring Fürst Bismarck trug stets einen breiten eisernen Ring mit der seltsamen Inschrift:„Nitschewo“. Das ist ein russisches Wort und heißt auf deutsch so viel wie: Es hat nichts zu sagen— es schadet nichts. Dieser eiserne Ring hat seine Geschichte, die ich hier erzählen möchte: Im Jahre 1862, als Bismarck noch Gesandter am russischen Hofe war, empfing er eine: kaiserliche Einladung zur Jagd, die etwa 100 Werft von St. Petersburg stattfand. Er war ein leidenschaftlicher Jäger und fuhr einige Stunden vor der festgesetzten Zeit ab, um vor der Ankunft des Kaisers und der Jagdgesellschaft schon ein wenig jagen zu können Nachdem er die Eisenbahn verlassen hatte, verirrte er sich auf dem durch dicken Schnee unkenntlich gemachten Wege nach dem Jagdgebiet und kam in ein ihm unbekanntes Dorf. Da er der russischen Sprache mächtig war, war es ihm möglich, sich mit den Bauern zu verständigen. „Wie weit ist es von hier nach dem kaiserlichen Jagdschloß?“ wandte er sich an den ersten besten. „Zwanzig Werft“ erhielt er zur Antwort. „Wollen Sie mich dorthin fahren?“ „Gern.“ Der Bauer ging und kam nach einigen Minuten mit einem Schlitten wieder, der von zwei gerade nicht besonders aussehenden Pferden gezogen wurde. „Werden Sie mich auch schnell hinbefördern?“ fragte Bismarck bedenklich.„Ich habe es nämlich sehr eilig.“ „Nitschewo“, sagte der Russe seelenruhig. Und Bismarck stieg ein. Als die Fahrt anstatt schneller immer langsamer wurde, war seine Geduld erschönft. „Das sind ja Schnecken, aber keine Pferde!" schrie er. „Nitschewo“, antwortete der Bauer ruhig. Gleich darauf hieb er mit der Peitsche auf die Pferde ein. Bismarck, dem das auch ein bißchen zu bunt wurde, sagte:„So wahnsinnig brauchen Sie die Tiere auch nicht zu schlagen.“ „Nitschewo“, sagte der Bauer, und die tolle Fahrt ging weiter. „Sie werden gleich erleben, daß der Schlitten umkippt“, sagte Bismarck ärgerlich. „Nitschewo“, antwortete der Russe. Und dann geschah es, Bismarck wälzte sich neben dem Bauern im Schnee, der Schlitten bestand nur noch aus Trümmern. Bismarck, der wütend geworden war, sprang auf, griff nach der Peitsche, und war nahe daran, den unvernünftigen Russen tüchtig durchzuprügeln. Da fiel ihm das Wort Nitschewo ein. Und er sagte sich: Es muß doch etwas Großes sein, sich durch nichts aus der Fassung bringen zu lassen und allen. auch den widrigsten Lebensumständen ein kaltblütiges Ritschewo entgegenzusetzen. Er steckte ein Stück von dem Eisenbeschlag des zertrümmerten Schlittens ein und ließ sich dara: den eisernen Ring mit der Inschrift:„Nitschews“ anfertigen, den er nicht mehr vom Finger ließ. J. Kwen. Eine Wöuse Ponnn Die Verlängerung der aktiven Dienstzeit— Vor dem Parteitag— Spanien und die deutsche Haltung— Moskaus Schauprozesse— Bauern, die die Magazine stürmen— Warum die Schranken nach Oesterreich fielen Das größte politische Ereignis der Woche, das auch in der Welt unzweifelhaft die meiste Resonanz gefunden hat, stellt die Verlängerung der aktiven Dienstzeit in der deutschen Wehrmacht um ein weiteres Jahr dar. Diese Maßnahme hat ihre Ursache in der Aggressivität des russischen Bolschewismus, der, nachdem er vor einiger Zeit seine Armee verdoppelte, nun ganz unverblümt daran geht, Europa zu bolschewisieren. Rußland entfesselt seit einiger Zeit eine wüste Hetze gegen Deutschland, es macht sich bewußt zum Handlanger der Marxisten in Spanien, es schürt überall in Europa und versucht durch sein Bündnis mit Frankreich die europäischen Nationen für den Kommunismus„reif“ zu machen. Deutschland aber dient dem Frieden am besten, wenn es sich auf Pläne und Absichten anderer Staaten beizeiten einstellt; aus der Erkenntnis heraus, daß Deutschland das Herz Europas ist, fällt uns die besondere Aufgabe zu, auch besondere Wälle gegen das Eindringen des Bolschewismus zu errichten. Es ist die große Stärke des nationalsozialistischen Staates, daß er umsichtig genug war, sich von jeher gegen irgendwelche Angriffe von innen oder außen zu schützen. Der Nationalsozialismus baut im Innern seines Landes auf, wie wohl kein anderer Staat in gleichem Maße auf dieser Erde. Er will und muß aber auch dafür sorgen, daß dieses Aufbauwerk von keiner Seite gefährdet sein soll. * Tage nur trennen uns von dem diesjährigen großen Reichsparteitag in Nürnberg. Wieder, wie schon so oft, werden die Soldaten Adolf Hitlers in Nürnberg versammelt sein, Diese Männer sind die Garanten für die weltanschauliche Pflege und Stärkung des deutschen Volkskörpers. Ohne sie wäre die Erreichung des einst so hoch gesteckten Zieles nicht möglich gewesen. In einer von außenpolitischen Ereignissen stark umbrandeten Zeit wird den grundsätzlichen Ausführungen des Führers und Reichskanzlers auf diesem Parteitag besondere Bedeutung zukommen. Die Welt wird selbst mit Spannung und Interesse die Erklärungen verfolgen, die hier von so hoher Warte gegeben werden * Ueber diese Dinge hinaus ist die Welt mit den blutigen Ereignissen in Spanien beschäftigt. Man weiß nicht, ob früher oder späler hier noch der zündende Funke ins Pulverfaß fallen kann, der größeres Unglück in Europa entjacht. Man ist auf der Hut, möglichst keinen Konfliktsstoff zu schaffen, der Konsequenzen im Gefolge haben könnte. Wenigstens sollte dies wohl der tiefere Sinn des Neutralitätsplanes sein. Die deutsche Haltung ist eindeutig: In der Frage des Waffenembargos nach Spanien hat der Führer entschieden, daß keinerlei Transporte nach Spanien abgehen dürfen. Er hat der Welt ein erneutes Beispiel für seinen Friedenswillen geliefert. Was die Haltung der übrigen europäischen Staaten in dieser Frage anbelangt, so wäre zu wünschen, daß Neutralitätspläne auch wirklich als solche respektiert werden und nicht von ihren Urhebern bei passender Gelegenheit selbst, oder unter dem Druck irgend welcher politischen Kreise umgangen werden. * Daß Moskau dabei aus der Reihe tanzen wird, liegt in der Struktur des sowjetistischen Haß= und Hetzregimes. Dabei ist bemerkenswert, daß sich die Anbeter der Internationalen in ihrem Eifer in der letzten Zeit zu überschlagen schienen. Soeben ist ein großer Prozeß in Moskau vorbeigegangen, der sich gegen die Verfechter der sog. Vierten Internationale, der Trotzkigruppe, bzw. der Sinowjewgruppe richtete. Diese Sinowjewgruppe stand unter der Anklage, das Stalinsche Programm geändert und Terror gegen die bestehende Ordnung in Rußland geübt zu haben. Das ganze war natürlich mehr ein Schaustückchen für die übrige europäische Welt, was dennoch nicht hinderte, daß man sechzehn der Angeklagten zum Tode verurteilte und sie schon Tags darauf hinrichtete. Nun setzt in ganz Rußland eine planmäßige Aktion der GPU gegen vermeintliche Terroristen ein. Man hat bereits Tausende von Menschen in den Betrieben verhaftet. Sie sollen neue Opfer für künftige Schauprozesse werden, wobei wiederum Herr Stalin ganze Arbeit macht und alle diejenigen ebenfalls aus dem Wege räumt, die ihm früher oder später einmal gefährlich werden könnten. Andererseits hat Herr Trotzki aus Skandinavien mit aufsehenerregenden Enthüllungen gedroht, und man darf gespannt sein, was sich die feindlichen Brüder einander vorzuwerfen haben. Inzwischen gärt es in der russischen Bevölkerung wie noch nie. Die russischen Bauern zahlreicher Distrikte, die nichts mehr zu essen hatten, erbrachen die sowjetistischen Militärmagazine, die bis zu den Decken vollgepfropft waren. Dabei gab es sofort Schießereien, bei denen viele Bauern den Tod fanden. Das sind die paradiesischen Zustände des roten Rußlands, nach denen sich vielleicht irgendwo in der Welt immer noch ein paar armselige Toren sehnen. Die bedischen Hausbesches tagen in Nier Die nationalsozialistische Zinssenkungsgesetzgebung— Aktuelle Steuerfragen Kiel, 28. Aug. Der Zentralverband deutscher Haus. und Grundbesitzervereine e. V. hält am Wochenende in Kiel seine 57. Jahrestagung ab, zu der über 1500 Teilnehmer aus allen Teilen des Reiches eingetroffen sind. Nach einer Kranzniederlegung am Ehrenmal durch den Präsidenten des Zentralverbandes, Erich Tribius, fand Freitag vormittag vor Beginn der internen Sitzung des Reichsausschusses im Kieler Rathaus eine Begrüßung durch den Kieler Oberbürgermeister Behrens statt. Ein Telegramm an den Führer, in dem die Einsatzbereitschaft des deutschen Hausbesitzes betont wird, und das darauf eingegangene Antworttelegramm des Führers wurden von der Versammlung mit großem Beifall aufgenommen. Ferner wurde ein Telegramm des Reichshandwerksmeisters Schmidt verlesen, in dem die Zusammenarbeit zwischen Hausbesitz und Handwerk gewürdigt wird Arbeitstagung am Nachmittag Am Nachmittag fand eine große Arbeitstagung statt, auf der Ministerialrat Dr. Blümich über „Aktuelle Steuerfragen des Hausbesitzes“, Ministerialrat Dr. Knoll über„Gegenwartsaufgabe der Wohnungs= und Baukunst" und Ministerial= rat Dr. Paetzold über„Die nationalsozialistische Zinssenkungsgesetzgebung“ sprachen. Ministerialrat Dr. Blümich vom Reichsfinanzministerium behandelte unter Ausschaltung der Grundsteuer, deren Reform in der nächsten Zeit bevorsteht. Fragen der Einkommensteuer. Gewerbesteuer und Bürgersteuer. Auch bezüglich des Mietswertes des Eigenheims wies der Vortragende auf eine bevorstehende Neuregelung hin, die an den zuletzt festgestellten Einheitswert anknüpfen wird. Im Mittelpunkt des Vortrages standen Fragen. die die Ausgabenseite des Hausbesitzes betreffen. Besondere Beachtung fanden die Ausführungen über die Wendung in der Rechtsprechung bezüglich der Absetzungen bei besonderen Anlagen. die künftig als Teil des Gebäudes angesehen und nur mit dem Gebäude abgesetzt werden können, während sie bisher als besondere Wirtschaftsgüter auch einer besonderen Absetzung unterlagen. Diese Wendung in der Rechtsprechung hat über den Kreis der besonderen Anlagen hinaus grundsätzliche Bedeutung für alle Aufwendungen des Hausbesitzers, durch die eine Verbesserung des Hauses für längere Zeit herbeigeführt wird. Auf dem Gebiet der Gewerbesteuer, deren Neugestaltung ebenso wie die der Grundsteuer bevorsteht, streifte der Vortragende kurz die in Aussicht genommene künftige Neuregelung hinsichtlich der Dauerschuldzinsen(Hypothekenzinsen) und der Gewerbesteuerpflicht der Grundstücksgesellschaften. Bei der Bürgersteuer hat die durch die Novelle vom Jahre 1935 eingeführte Besteuerung nach dem Vermögen bei dem Grundvermögen insofern zu Härten geführt, als hierbei die Schulden nicht abgezogen werden dürfen, so daß ein Hausbesitzer, der ein Grundstück im Werte von 100000 RM besitzt. auf dem 70000 RM Hypotheken lasten, nach einem Vermögen von 100 000 RM zur Bürgersteuer heranzuziehen ist. Für die Zukunft müssen nach Ansicht des Vortragenden die darin liegenden Härten beseitigt werden. Ministerialrat Dr. Paetzold, Reichsjustizministerium, führte über die nationalsozialistische Zinssenkungsgesetzgebung u. a. aus: Die Zinspolitik der nationalsozialistischen Regierung war bestimmt durch die Aufgaben, die der neuen Wirtschaftspolitik gestellt sind: Alle Kräfte der Wirtschaft mobil zu machen für das Aufbauwerk des Führers. So galt es. auch die natürlichen Kräfte des Kapitalmarktes wieder zu beleben. Der organische Zinsabbau führte zu dem großen Erfolge der freiwilligen Zinskonversion von Anfang 1935. die in einem weiten Bereich des Hypothekarkredits zu einer Ermäßigung des Zinses auf 4½ v. H. führte. Für die Landwirtschaft wurde der Zins durch besondere gesetzliche Maßnahmen, die auf die Sicherung der Ernährung des Volkes Rücksicht zu nehmen hatten, auf 4 bis 4½ v. H. gesenkt. Nicht erfaßt von der Zinskonversion waren im wesentlichen nur die Privathypotheken. Diese Lücke schloß das Gesetz vom 2. Juli 1936. Auch dieses Gesetz erstrebt eine freiwillige Ermäßigung des Hypothekenzinses auf den angemessenen Satz, für dessen Berechnung Richtlinien gegeben sind. Den Aufwertungsgläubigern bleibt grundsätzlich der bisherige gesetzliche Zinsfuß von 6 v. H. wegen des Kapitalverlustes. den sie durch die Geldentwertung erlitten haben, erhalten. Doch greift das Gesetz in den Fällen ein, in denen der Aufwertungsgläubiger — obwohl er keinen erheblichen Kapitalverlust erlitten hat— den Schuldner in unbilliger Weise an dem Aufwertungszins festhält. So ist nun der Zins im ganzen Bereich der langfristigen Bodenverschuldung auf ein der gegenwärtigen Wirtschaftslage entsprechendes Maß gesenkt. Jedes einzelne Schuldverhältnis, jede Bodenbeleihung, jedes Kapital, mag es groß oder klein sein, ist in irgend einer Weise mit der Gesamtwirtschaft des Volkes verbunden und dadurch in den Dienst des großen nationalen Aufbauwerkes gestellt. Der Leiter der Hauptabteilung des Reichs= und Preußischen Arbeitsministeriums für Siedlungswesen, Wohnungswesen und Städtebau, Ministeult den Nichteinnischungspant Englisch-französische Bemühungen um eine Konferenz London, 28. August. Wie amtlich verlautet, nimmt die britische Regierung gemeinsam mit der französischen zur Zeit mit allen denjenigen Staaten Fühlung, die den französischen Plan der Nichteinmischung in die spanischen Verhältnisse bisher noch nicht in Kraft gesetzt haben. Gleichzeitig wird bestätigt, daß die französische Regierung sich mit dem Gedanken trage, für die Einsetzung eines Ausschusses einzutreten, der die von den einzelnen Ländern ergriffenen Maßnahmen zur Durchführung eines Waffenausfuhrverbots in Uebereinstimmung bringen und alle etwaigen weiteren Vorschläge erörtern soll. Als Tagungsort für diesen Ausschuß wird London genannt, womit die britische Regierung, wie verlautet, zweifellos einverstanden sein dürfte. Es wird ferner für möglich gehalten, daß diesem Ausschuß auch die Aufgabe der Humanisierung der Kriegführung in Spanien übertragen wird. Die erneuten Vorstellungen Englands und Frankreichs, unverzüglich das Nichteinmischungsabkommen in Kraft zu setzen, sind in folgenden Hauptstädten erhoben worden: Rom, Lissabon, den Haag, Brüssel, Wien, Budapest, Belgrad, Bukarest, Sofia, Ankara, Athen, Warschau, Prag, Riga, Stockholm, Kopenhagen, Wien und Helsingfors. Die portugiesische Regierung hat der französischen Regierung hauptsächlich auf englisches Drängen hin mitgeteilt, daß sie bereit sei, Maßnahmen in Uebereinstimmung mit der Nichteinmischungspolitik zu treffen. Sowjetschiffe für Malaga? Hendaye, 28. August. Wie vom Sender Burgos gemeldet wird, soll ein russisches Transportschiff die Meerenge von Gibraltar durchquert und Kurs auf Malaga genommen haben. In der Meldung Es ist unbedingt ein erfreuliches Zeichen, wenn es in der heutigen Zeit gelingt, Völker durch freundschaftliche Abmachungen und freundschaftliche Verträge einander näherzubringen. Wer hätte das besser empfunden als Deutschland. Wir erinnern an den Vertrag, der einst mit Polen zustande kam, wir erinnern an das Freundschaftsabkommen, das erst in jüngster Zeit zwischen Deutschland und Oesterreich getroffen wurde. Nunmehr sind nach jenem Freundschaftsabkommen die wirtschaftlichen Hindernisse, die seit dem Jahre 1933 bestanden, gefallen. Die Tausend-Mark=Freigrenze ist aufgehoben, die Paßfrage und die des Grenzüberganges ist geregelt. Ueber die Mitnahme von Wertpapieren, Gutscheinen und Reiseschecks sind, erneute Ausführungsbestimmungen ergangen, die für beide Seiten eine Ueberbrückung der bisher bestehenden Hindernisse darstellen. Durch diese Maßnahmen ist die Gewähr dafür gegeben, daß die Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern in Zukunft besser sein werden, daß aber auch die Beziehungen der Menschen untereinander sich vertiefen und damit eine künstliche, hemmende Schranke gefallen ist, die im Grunde genommen der praktischen Annäherung entgegenstand. twird übrigens die noch nicht nachprüfbare Behauptung aufgestellt, daß dieser Dampfer von zwei französischen Torpedobooten begleitet gewesen sei. „Miguel Cervantes“ tauchte auf Französischer Kreuzer schützte das Piratenschif vor der Beschießung? In seiner Rundfunkansprache stellte General de Llano fest, daß die Marxisten nur noch in einem Drittel Spaniens herrschten. In wenigen Tagen würden sie nur noch ein Fünftel besitzen. In Madrid stritten sich jetzt drei kommunistische Organisationen um die Macht An der Spitze Sowjetrussen, jüdische Emigranten und der Kommunist Hans Neumann.— Das Madrider Volksgericht, das über Leben und Tod politischer Gegner urteile, setze sich aus sechs ehemaligen Zuchthäuslern zusammen, die noch vor zwei Monaten hinter Schloß und Riegel saßen. Ueber die französische Grenze seien übrigens von neuem Waffen für die Marxisten in Irun eingetroffen. Der spanische Militärattachee in Paris habe Paris, weil er die Waffenausfuhr nicht gutgeheißen habe, verlassen müssen. Nach wie vor sende die französische Volksfront Waffen und Munition nach Madrid. Im Hafen von Sevilla wurde am Donnerstag, nachdem sich die Nebel verteilt hatten, der Piratenkreuzer„Miquel Cervantes“ gesichtet. Die Hafenbatterien eröffneten sofort das Feuer. Gleich zu Beginn der Beschießung tauchte ein französischer Kreuzer auf, der sich schützend vor das Piratenschiff legte. Das Blutbad in Madrid Zahlreiche Generäle und ehemalige Minister erschossen Poris, 28. Aug. Wie erinnerlich, war in Madrid nach dem Brande des„Modellgefängnisses“ am 24. August eine Reihe von Häftlingen unter der Beschuldigung erschossen worden, Urheber dieses Brandes gewesen zu sein. Aus Schilderungen von Reisenden, die aus Spanien jetzt in Toulouse eingetroffen sind, geht hervor, daß die Zahl der Erschossenen erheblich höher ist, als ursprünglich angenommen wurde. Erschossen worden sind u. a. General Capaz, der unter der Regierung Lerroux Ifni erobert hatte; der ehemalige Minister Meilquik des Alvarez; der frühere Außenminister Martinez De Velasco; der frühere Marineminister Admiral Salas; der ehemalige Oberkommissar in Marokko Rico Avello, der ehemals verschiedene Ministerposten bekleidet hat; der Marquis von Urquijo, einer der größten Bankiers in Madrid; Ferdinand Primo de Rivera, ein Vetter des Führers der spaniichen Faschisten, und außerdem mehr als 100 andere Personlichkeiten. rialrat Dr. Knoll. sprach über„Gegenwartsaufgaben der Wohnungs= und Baupolitik“. Er führte aus, daß das Siedlungs=, Wohnungs= und Bauwesen nicht schlechtweg der„freien Wirtschaft" überlassen werden könne, da hier wichtigste allgemeine bevölkerungspolitische, soziale und hygienische Belange berührt würden; ebenso verkehrt sei es aber auch. das gesamte Bauwesen lediglich in die öffentliche Hand zu überführen. Vielmehr sei auch hier der Grundsatz der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik anzuwenden. Privatwirtschaft gelenkt und geführt vom Reich im Sinne der Einordnung in die Ziele der Volksgemeinschaft. Gebeisonntag für Spanien in Oesterreich Wien, 28. August. Die„Reichspost“ veröffentlicht an erster Stelle in großer Aufmachung einen Aufruf des Kardinalerzbischofs von Wien, Dr. Innitzer, worin dieser für den 30. August einen Gebetsonntag für Spanien anordnet. In dem Aufruf heißt es, daß man in Spanien Strafmittel anwende, die sich mit dem Namen des Kaisers Nero verknüpfen. Gläubige stelle man vor die Wahl, Gott zu lästern oder zu sterben. Klosterfrauen schlachte man hin. Auf Priester würden Kopfprämien ausgesetzt. In alledem liege— das müsse klar heraus gesagt werden— System. Die Feuerbrände sind von auswärts angezündet worden, und wenn es in Spanien jetzt lichterloh brennt, so ist es nur das Ende von dem, was allenthalben in Europa zu bemerken ist: Systematisch kämpft man gegen die bestehende Ordnung, kämpft man gegen Religion und Glaube. Die Gottlosenbewegung enthüllt in erschreckender Art ihre höllische Fratze. Dr. Schacht wieder in Berlin Paris, 28. Aug. Reichsbankpräsident Dr. Schacht hat am Freitagnachmittag kurz nach 14 Uhr die Rückreise nach Berlin im fahrplanmäßigen Flugzeug angetreten. Vor seiner Abreise stattete der Reichsbankpräsident dem französischen Ministerpräsidenten einen längeren Abschiedsbesuch ab. Auf dem Pariser Flughafen Le Bourget hatten sich neben dem deutschen Botschafter GrafWelczeck und verschiedenen Mitgliedern der Botschaft der französische Wirtschaftsminister Paul Bastid sowie der Direktor der Bank von Frankreich, Labeyrie, eingefunden. Der Führer und Reichskanzler hat den Generalkonsul i. e. R. Freiherrn von Ow=Wachendorf zum Gesandten in Kairo ernannt. Der Führer und Reichskanzler hat für das Ende August zur Durchführung kommende Reichs=Gebrauchshunde=Turnier einen Ehrenpreis preis gestiftet. Der„Berner Bund“ erhebt angesichts der Aufhetzungs= und Täuschungsmanöver der roten Volksfront in der Schweiz seine Stimme zu einem dringlichen Warnruf. Der Generalinspekteur der volnischen Armee hat am Freitag um 17 Uhr mit dem Wiener Zuge Warschau in Richtung Wien verlassen. In seiner Begleitung befinden sich der Chef des Generalstabes und der Cbef des Inspektionsbüros. Der bisherige deutsche Geschäftsträgerin Addis Abeba, Dr. Strohm, stattete in Begleitung des Kreisleiters Dr. Bruns dem faschistischen Parteihaus in Addis Abeba einen Besuch ab. Die Beratungen über den Abbruch des Araberstreiks sind am Freitag in ein entscheidendes Stadium getreten. Im ganzen Lande herrscht größte Erregung, die zu verschiedenen blutigen Zwischenfällen geführt hat. Gewinnauszug 5. Klasse 47. Preußisch=Süddeutsche (273. Preuß.) Klassen=Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf sede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Rummer in den beiden Abteilungen I und II 17. Ziehungstag 27. August 1936 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 RM gezogen 2 Gewinne zu 10000 RM. 2 Gewinne zu 5000 RM. 8 Gewinne zu 3000 RM. 327661 85653 319266 140676 178250 238078 .39, Gewinne zu 2000 RM. 12698 13059 27255 841. 188256 193857 199565 291599 330421 60 3ss 53 83ä Vii- ed! 38900f 39433s 394433 94 Gewinne zu 600 RM. 215006 345942 22764 347744 32384 83333 42834 64728 76007 79246 91783 43138 So3 105678 118110 119364 138332 7791"22752 1S001 TOITO 19600 151919 198775 266980 368519 28433 91783 95138 221940 262250 301876 328965 150349 222149 261555 81183 344027 154824 224274 262233 312939 344764 164143 241854 266274 313078 366121 168496 248853 274848 314603 374867 194529 260074 291137 314937 376829 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 RM gezogen 2 Gewinne zu 300000 RM. 101896 2 Gewinne zu 10000 RM. 82963 2 Gewinne zu 5000 RM. 102530 6 Gewinne zu 3000 RM. 31979 36670 80420 „#### Sepinne zu 2000 RM. 16765 16745 23690 60/63.76391 162038 158333 264883 94son" 8885 1999 NM. 54643 54944 76652 112096 118664 149012 208934 881393 387333 307463 318199 31806i 337604 zu 500 RM 5790 7103 8405 17065 17160 19465 23120 29048 33846 34057 35414 65120 92771 117252 12226 172938 177259 177329 189352 221695 225641 357848 261983 308136 310479 317207 376637 33594t 33939s 36027s 364630 368500 Jugendliches Kleid neuart. 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Farben n, kleidFormen in moc Farben Formnen DORTMIUND Nr. 235 Basren u Die Unabhängigkeitsl nischen Bürgerkrieges Entwicklung der Pror NSK Die breite Oe Beschäftigung mit de nicht immer Rechensch nicht ein Staat aus e dern daß die Könige oberungen. teils durch den Ländern. erst das es kennen, geschaffen! zentralisierung der# Gegensätze zwischen der auszugleichen vermoch durch die spanischen L ihrer ganzen Schroff Verwunderung, daß den anderen. und tro stellung auch an der lämnft. weil ihnen d kleinen Vaterlande. hören von der Regie nichts, oder doch nur Regierung gemein hal die volle Unabhängig Die sevaratistischen wurden zur Zeit der unterdrückt. Erst die A darin einen Wandel. wurde erst möglich. we San Sebastian tatalanischen und den niens zustande gekomn der Katalaner gerech 1931 wurde dann der lonien mit der Ha früheren Separatisten seierliche Proklamati schaffene Staat umsaf lona. Gerona. Lerida eine Ausdehnung von fähr 3 Millionen Ein dessprache, das Katal 'oc der Troubadure lichen Spanien nicht: an dem die Autonom dahin als Volkstraue 1714 hatte Philipy V. einem blutigen Aufsta tionäre. nationale Schnitter), unter de gegen die Kastilierk gesungen, und der je wurde noch 1934 zu d urteilt, weil er sich a Losreißung Kataloni gestellt hatte. Unterscheiden sich di Spaniern, so tun es Sie bilden in der Tat Sprache und Ueberlief zurückreichen. Das is Baskenland umschließt Guivuzkoa, Alava un nicht ganz anderthalb der Losung„Jaunkoi deutet„Gott und das Basken unter ihrer rot Gebirgsabhängen und Hymne und fordern ih der vier Provinzen ha in Irun Konserenzen Regierung ein sehr: vorgelegt. Navarr Konserenzen eine Son unter der Parole„es alle Verhandlungen m die antiklerikale Poli solange nicht eine Ver gesunden hat. Die T soben ihren entschlosser vort in Navarra wu Enzkadi Azkatuta" d. land. die baskische Im Bürgerkriege seh Basken einen Pakt m der Hoffnung, die vol vinzen zu erlangen, w mit dem„Teufel" ein mit ganzem Herzen an sampft. Ein kleiner 2 auf stanzösischem nischen Basken in freu saßt sich gerne mit Kol keine besondere Rolle Auch Galic en ve Republik autonome R sang zwischen Spani Galicische ist eine span in Viga sand vor krieges ein Kongreß der aber ziemlich befindet sich im Miner dochburgen der rötest die sich nicht um nati