Se. ohng Kohtrover Lelung Rauxeler Neueste Nachrichten Bladenhorster Tageblatt für Castrop=Rauzel und Umgebung Der Stodeanzeiger erscheint wöchentlich 7mal. Wochendezugspreis Buzeigegan: 1 Der Staggnrge, uge gegentlich inal. 50 Phg, Postbesteugrete 2 RM. monatlich Er centtich Imat., Womhengge gtn 50 Pfg. Postbesteuprets 2 RM. monatlich. ersatzansprüche können bei Störungen im Erscheinen infolge höherer Gewalt nicht gestellt werden. Drus und Verlag: Geschw. Schmitz in Castrop=Rauxel. Hauptschriftleiter, verantwortlich für den Textteil: Fran; Pruns in Castrop=Rauxel. Anzeigenleiter: Wilhelm Welter in Castrop=Rauxel. DA. VII. 36 1680. Sa.=Nr. 2151 Castrop. Anzeigenpreis: anzeigen mmn hoch und 22 mm breit 4 Pfg. Text1. mm„hoch und 72 mm breit 25 Pfg. Nachlaß nach den vom W. d. D. W. herausgegebenen Richtlinien. 3. Zt. gilt Preisliste Nr. 2. Für Platzwünsche, auch für die durch Fernsprecher aufgegebenen, sowie für undeutlich geschriebene Aufträge wird keine Gewähr übernommen. Schluß der Anzeigen=Annahme 4 Uhr nachm. tags zuvor. Erfüllungsort u. Gerichtsstand Castrop=Rauxel. Amtliches Veröffentlichungsblau für den Landgerichtsbezirk Dortmund. Allgemeines Kreisblan für den Stadttreis Castrop=Rauxel. Nr. 231 1936 Die rois Keinles waler in einlein Vialoue Würger Stalin Obessa, 25. Aug. Die Hungerrevolten in der Ukraine haben trotz der Verhängung des Alarmzustandes für zahlreiche Truppenteile der roten Armee in diesen Tagen weiter um sich gegriffen. Im Bezirk Poltawa, wo es bei der Plünderung eines Militärmagazins durch die Bevölkerung zu blutigen Kämpfen zwischen Arbeitern und Bauern einerseits und den Soldaten der roten Armee andererseits gekommen war, bei denen 23 Personen getötet wurden, haben sich erneut Unruhen ereignet, die blutig unterdrückt worden sind. Von den Demonstranten sind über 200 verhaftet und dem Gefängnis in Poltawa zugeführt worden. Ebenso sind in der Gegend von Konotop erneut Hunderte von hungernden Arbeitern und Bauern, die ihrem Unmut über die Beschlagnahme aller Lebensmittelvorräte durch die rote Armee Luft gemacht hatten, von der Arbeit weg verhaftet und in ein Stacheldrahtlager übergeführt worden. Inzwischen haben die Hungerrevolten auch auf das Gebiet der nordkaukasischen Sowjetrepublik und die Bezirke Kursk und Saratow übergegriffen. So haben in Jelansk am Don Hunderte von Arbeitern und Bauern die mit der Beschlagnahme der Lebensmittel beauftragten Kommissare der roten Armee überfallen und gelyncht. Die daraufhin eingesetzten Truppen haben rücksichtslos die Bevölkerung ganzer Dörfer mit dem Dorfsowjet an der Spitze verhaftet und 16 Personen, die Widerstand leisteten, erschossen. Auch in Kamensk wurden umfangreiche Verhaftungen von Kulaken, wie es in dem amtlichen Bericht heißt, wegen Sabotage vorgenommen. In Dielenkoje am Onjepr spielten sich dramatische Vorgänge ab: Als eine Kompagnie der roken Armee aus. rückte, um wegen der Weigerung, die Lebensmittel abzuliefern Verhaftungen vorzunehmen, versuchten etwa 100 Personen in Booten über den Dr.jepr zu flüchten. Die Truppen eröffneten auf die Boote, in denen sich auch zahlreiche Frauen und Kinder befanden, ein Schnellfeuer. Bei der darauf entstandenen Panik kenterten zwei Boote und etwa 40 Personen ertranken in den reißenden Fluten. Nleues Ablenkungsmanöver Massenverhaftungen in der Sowjetunion— Tausende nachts aus den Häusern geholt Die Gpu. sucht neue Opfer Leningrad, 25. August. Der Beendigung des nach dem Beispiel der früheren großen sowjetrussischen Schauprozesse aufgezogenen Theaterprozesses gegen die— politisch seit Jahren ausgeschaltete— sogenannte Sinowjewgruppe ist eine neue Verhaftungswelle gefolgt, wie sie ebenfalls schon früher mehrmals beobachtet werden konnte, wenn die maßgebenden Männer der Komintern und des Kreml Ablenkungsmanöver größeren Stils für notwendig hielten. Noch bevor die Nachricht der TASS. über die Hinrichtung der 16 vom Moskauer Militärgericht wegen angeblicher Verschwörung zum Tode Verurteilten bekannt geworden war, war durch die kommunistischen Organisationen mit Hilfe von rasch anbefohlenen„Arbeiter=Versammlungen und entsprechenden Entschließungen die Stimmungsmache gegen die in dem Moskauer Prozeß von den Angeklagten als mitschuldig bezeichneten Personen eingeleitet worden. Die Verhaftungen dehnen sich aber nicht nur auf die jetzt ebenfalls als Anhänger der Sinowjew=Gruppe Verdächtigen aus. In Moskau und auch hier in Leningrad erschienen am Montagabend, in der Nacht und Dienstag früh in zahllosen Wohnungen Beamte der für die politischen Vergehen zuständigen wPU., um die offenbar für neue Schauprozesse Bestimmten festzunehmen und abzuholen. Wie man hört, betrug die Zahl der Verhaftungen in Moskau, Leningrad und anderen Städten insgesamt bis Dienstag bereits mehrere Tausend. Aaeristische Zinleichlungen in Ridlorio Parteiführer und andere leitende Persönlichkeiten hingerichtet Hendaye, 25. August. Nach einer amtlichen Mitteilung aus Madrid wurden dort in einem Schnellprozeß mehrere Todesstrafen verhängt. Unter den Verurteilten befinden sich der ehemalige Minister Melquiades Alvarez, Führer libe ige Minister Melquiades Alvarez, Führer der libera#demokratischen Partei; der ehemalige Minister Martinez de Velsco, Führer der Agrarpartei; Miquel Primo de Rivera, der Bruder des Faschistenführers; der bekannte faschistische Fliegeroffizier Ruiz de Alda und der Nationalistenführer Albinana. Die Anklage behauptet, die Genannten hätten eine führende Rolle bei dem Brand im Madrider Gefängnis vor wenigen Tagen gespielt, ein Brand, der künstlich von den Faschisten gelegt worden sei und ihrer Befreiung hätte dienen sollen. Die Todesstrafe ist bereits vollstreckt worden. In Barcelona wurden Madrider Meldungen zufolge am Montag vier Offiziere, in San Sebastian sechs Offiziere von Roten erschossen. In Madrid ereilte das gleiche Schicksal vier Kavallerieoffiziere. Geiseln von den Roten ermordet Paris, 25. August. Zu dem Angriff der roten Milizen auf Cordoba meldet der Sonderberichterstatter von Havas aus Burgos, daß der Führer der Südarmee rechtzeitig von dem bevorstehenden Angriff der Marxisten benachrichtigt gewesen sei und alle ihm zur Verfügung stehenden Flugzeuge habe einsetzen können. Durch das Bombardement seien die starken roten Kolonnen fast ganz vernichtet worden. Der Rest, etwa 1000 Mann, habe sich den nationalistischen Truppen von Cordoba ergeben müssen. Wie Havas weiter aus Burgos meldet, sollen die in der Provinz Caceres operierenden Nationalisten Navalmoral de la Mata und La Puebla eingenommen haben. Die nationalistischen Truppen befänden sich nunmehr auf dem Marsche nach Der Reichskeiegsnnnister bestint Die Ausführungsbestimmungen zum Erlaß des Führers Der Reichskriegsminister bestimmt onb. Berlin, 25. Aug. Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht hat folgende Ausführungsbestimmungen zu dem Erlaß des Führers und Reichskanzlers über die Dauer der aktiven Dienstpflicht in der Wehrmacht vom 24. 8. 1936 erlassen: I. Zum allgemeinen Entlassungstag Herbst 1936 werden nach einjährigem aktiven Wehrdienst entlassen: a) die Freiwilligen des Geburtsjahrganges 1913 und älterer Geburtsjahrgänge, b) die in Ostpreußen zur Erfüllung der aktiven Dienstpflicht herangezogenen Wehrpflichtigen des Geburtsjahrganges 1910, soweit sie sich nicht freiwillig auf ein zweites Jahr verpflichten wollen oder schon für eine längere Dienstzeit verpflichtet sind. Für sie gilt die aktive Dienstpflicht im Sinne des Wehrgesetzes vom 21. 5. 1935 mit einem Jahr aktiven Wehrdienstes als erfüllt. II. Es bleiben vom Herbst 1936 an zur Erfüllung ihrer aktiven Dienstpflicht ein zweites Jahr im aktiven Wehrdienst: Die im Herbst 1935 eingestellten Wehrpflichtigen des Geburtsjahrganges 1914 und jüngerer Geburtsjahrgänge, die zur Zeit ihre aktive Dienstpflicht erfüllen, einschließlich der Freiwilligen dieser Geburtsjahrgänge. III. Die Oberbefehlshaber der Wehrmachtteile erlassen die hierzu noch erforderlichen Zusatz. bestimmungen. Talavera la Reina und hätten sich mit der Kolonne unter dem Kommando von Oberst Yaaue vereinigt. Ihr Ziel sei Toledo. Der Sonderberichterstatter von Havas meldet zur Einnahme von Azualcalla durch die Nationalisten, daß die Roten, bevor sie sich ergeben muß20 Geiseln durch die Entzündung von Dynamitpatronen ermordet hätten. Einer der acbanden und gnicgn Füßen an ein Lastauto und durch die Straßen der Stadt geschleift worden. Dann habe man ihn mit Petroleum übergossen und verbrannt. „Menschenrechte“. Eine scharfe Abrechnung des„Popolo'Italia“ mit dem Kommunismus und seinen Freunden Mailand, 25. Aug. Der Mailänder„Popolo veröffentlicht einen Aufsatz mit der Ueberschrift„Menschenrechte“, in dem das Blatt scharf gegen das Treiben der kommunistischen ZerStellung nimmt. Während man mit der üblichen Heuchelei über die unsterblichen Grundsätze der Selbstbestimmung der Völker und der Nichteinmischung im Namen der Freiheit herumrede, unterstütze man mit Geld und Waffen Menschen, die sich gegen jedes menschliche und göttliche Gesetz auflehnen und sich selbst in sonderbarer Umkehrung der Werte als„Legalisten" bezeichneten. Parteien, die sich so sehr um das„höchst zivilisierte“. Abessinien erregt hätten, zollten nun der Hinmardung derjenigen Beifall, die als„Rebellen“ hingestellt würden, weil sie sich zu den Grundsätzen von Familie, Eigentum, Religion, Moral und Patriotismus bekennen. Die Regierungen, die sich rühmten, die höchst zivilisierten Staaten zu leiten, wüschen die Hände in Unschuld und schlimmer noch, sie unterstützten die Kommunisten und Anarchisten nur deshalb, weil sie die natürlichen Feinde des Faschismus seien, ohne zu bedenken, daß das gegen die Humanität und die tausendjährige europäische Zivilisation gehe. 143 Tote, 4318 Verletzte dub. Berlin, 25. Aug. Der Reichs= und Preußische Verkehrsminister gibt bekannt, daß in der vergangenen Woche im Reiche 143 Tote und 4318 Verletzte als Opfer des Straßenverkehrs zu beklagen sind. Von unterrichteter kirchlicher Seite in Rom wird die Nachricht über die angebliche Ermordung des Erzbischofs von Tarragona als falsch bezeichnet. Dem Erzbischof sei es gelungen, nach Italien zu flüchten. kod el Keinn zur Boichsloßurden gegen Genernt Frunes eingesehl Mit Wissen französischer Stellen nach Spanisch-Marokko unterwegs? Paris, 25. August. Der„Matin“ gibt ohne Quellenangabe das Gerücht wieder, daß Abd el Krim, dem die französische Regierung im August 1926 die Réunion=Insel als Zwangsresidenz angewiesen hatte, die Insel verlassen habe und in unbestimmter Richtung geflüchtet sei. Während das französische Kolonialministerium bestreitet, daß Abd el Krim die ihm als Zwangsaufenthalt angewiesene Insel Réunion verlassen habe, kann die„Deutsche Allgemeine Zeitung" in einer eigenen Meldung auf die in maßgebenden Pariser Kreisen sich hartnäckig haltenden Gerüchte verweisen, die davon sprechen, daß Abd el Krim, der von Frankreich vor etwa 10 Jahren unterworfene und dann eingekerkerte Führer der Rifkabylen, zwar nicht„entflohen“ ist, aber im Auftrage französischer Kreise auf einem französischen Schiff die Insel Réunion verlassen konnte, um nach Marokko gebracht zu werden.„Man sieht hier“, so sagt die Meldung weiter,„in diesen Gerüchten eine neue Bestätigung der Meldungen, daß nämlich hinter dem Rücken Francos in Spanisch=Marokko ein Aufstand der Mauren angezettelt werden soll, um damit der Militärbewegung einen Dolchstoß in den Rücken zu versetzen.“ Bereits ein Bericht des linksstehenden Londoner„News Chronicle“ hatte daran erinnert, daß die Madrider Regierung und„andere Stellen“ durch ihre Agenten riesige Summen unter den Eingeborenen Spanisch=Marokkos verteilen ließen, um erstens die Anwerbung von Rekruten für das nationalistische Heer zum Stillstand zu bringen und zweitens die maurische Bevölkerung zum Aufstand gegen Franco aufzureizen. Ueber die Tätigkeit der Kommunisten in Spanisch=Marokko hieß es in dem Bericht des englischen Blattes:„Obgleich die Komintern in keiner Weise Frankreich Schwierigkeiten bereiten will, erzählt man, daß kommunistische Agenten aus Barcelona vor wenigen Monaten Geld an die maurischen Nationalisten ausgegeben haben. Jetzt könnten sie ihr Geld an eine Sache wenden, die, wenn sie nicht zu weit geht, sich zum Besten ihrer französischen Freunde auswirken würde.“ * Die Nachricht von der Freilassung Abd el Krims mit dem Zweck der Aufwiegelung der Marokkaner gegen Franco wirft auf das Zusammenspiel zwischen Madrid, Paris und Moskau ein neues und sehr bezeichnendes Licht. Franzosen bei den roten Fliegern Demonstrativer roter Flugtag in Moskau Moskau, 25. Aug. Der bereits für den 18. August geplant gewesene Flugtag der roten Luftfahrt fand nunmehr am Montag auf dem Moskauer Flughafen Tuschino statt. Unter den vielen Zuschauern, die die Tribünen bevölkerten, fielen zahlreiche französische Offiziere und die Mitglieder einer vor kurzem in Moskau eingetroffenen Abordnung französischer Flugzeugindustrieller und eingenieure auf. Von besonders demonstrativem Charakter waren die Vorführungen der Militärflieger, mit denen man die französischen Gäste wohl am meisten zu interessieren gedachte. So war auf dem Flugplatz u. a. das Modell einer Eisenbahnstation errichtet, die durch ein Bombengeschwader vernichtet wurde. Flakgeschütze und Jagdflieger=Luftkämpfe wurden weiter vorgeführt. Großes Interesse fanden neueste Jagdflugzeuge mit einziehbarem Fahrgestell, die eine sehr beachtliche Geschwindigkeit entwickelten. Fallschirmabsprünge, aus acht großen Maschinen sprangen 200 Soldaten ab, Vorführungen weiblicher Fallschirmpiloten und das Erscheinen zweier ganzstarter Luftschiffe, bildeten den Abschluß des Programms, das den Eindruck von einer sehr erheblichen Stärkung der sowjetrussischen Luftrüstungen gegenüber dem vergangenen Jahr vermittelte. Der Führer und Reichskanzler hat Korpsführer Hühnlein telegraphisch für die Meldung des Sieges der deutschen Wagen im„Großen Preis der Schweiz“ gedankt. Felix von Weingartner ist von seinem Posten als Direktor der Wiener Stuatsoper zurückgetreten und hat mit dem 25. August die Direktionsleitung niedergelegt. Nr. 231 arberan Kühs und Jaruckhanung Auslandsstimmen zur Einführung der zweijährigen Dienstzeit in Deutschland Ungarn Budapest, 25. August. Die gesamte ungarische Presse nimmt mit größter Aufmerksamkeit die Einführung der zweijährigen Dienstzeit in Deutschland zur Kenntnis. In allen maßgebenden Kreisen hat der deutsche Beschluß größtes Aufsehen erregt. Er wird als die zwangsläufige Folgeerscheinung der großen europäischen Spannungen und besonders der gewaltigen Rüstungen Sowjetrußlands in der letzten Zeit beurteilt. Während die Morgenblätter nur die amtliche Mitteilung und den Bericht der RSK. ohne eigene Stellungnahme bringen, nehmen die Abendblätter bereits in längeren Kommentaren zu dem Schritt der deutschen Regierung Stellung. Der„Pester Lloyd“, schreibt, Deutschland habe durch diesen Schritt und das am Vorabend der Diensterhöhung erfolgte deutsche Ausfuhrverbot für Waffen nach Spanien seinen Friedenswillen dokumentiert. Es habe zeigen wollen, daß trotz äußerster Sorgfalt, die es auf die Landesverteidigung legt, Deutschlands militärische Maßnahmen nur defensiven Charakter haben. Das neue Abendblatt der Regierung„Esti Ujsaj“ begrüßt die Einführung der zweijährigen Dienstzeit in Deutschland. Das durch Krisen erschütterte und durch Kämpfe der Weltanschauung untergrabene Europa könne durch nichts anderes von der gänzlichen Vernichtung und der bolschewistischen Flut gerettet werden als durch die nationalistischen Staaten, die bereits bewiesen hätten, daß die sozialen Fragen auch auf nationaler Grundlage zu lösen seien. Das Blatt wirft zum Schluß die Frage auf, wie wohl heute Europa aussehen würde, wenn es keinen Hitler und keinen Mussolini gäbe. England „Evening News“:„Deutschland hat klug gehandelt" London, 25. August. Die amtlichen Londoner Stellen waren am Dienstag nicht geneigt, zu der Einführung der zweijährigen Dienstpflicht in Deutschland eingehend Stellung zu nehmen. Man erklärte lediglich, daß die Angelegenheit mancherlei technische Erwägungen mit sich bringe. Im übrigen halte man es für wahrscheinlich, daß die deutsche Verordnung auf den ersten Blick gewaltiger aussehe, als sie tatsächlich sei.„Preß Association“ meldet, daß die britische Regierung von der deutschen Verordnung vorher nicht unterrichtet gewesen sei. Das Rothermere-Blatt„Evening News“ meint, Deutschland habe nach dem klugen Grundsatz gehandelt, für jeden Notfall gerüstet zu sein. Die deutsche Grenze sei von einer ungeheueren Ausdehnung. Auch sei Deutschland von einem Ring ausländischer Staaten umgeben, von denen viele schwer gerüstet seien. Niemand könne leugnen, daß die Gefahr einer Einkreisung heute so greifbar sei, daß Deutschland klug daran tue, jede Vorsichtsmaßnahme zu ergreifen. Das mächtige Sowjetrußland sei natürlich das Land, das Deutschland am meisten fürchte, nachdem Sowjetrußland kürzlich sein Dienstpflichtalter und seine Armee verstärkt habe. Der französisch=sowjetrussische Pakt und die Machtergreifung einer roten Regierung in Frankreich hätten Hitler überzeugt, daß keine Zeit verlorengehen dürfe, um Deutschland in einen möglichst starken Verteidigungszustand zu versetzen. Die Möglichkeit, daß es zwischen zwei kommunistischen Staaten leben müsse, sei an sich schon reichlich Grund genug für Deutschland, die mächtigste Armee in Europa zu unterhalten. Abschließend erklärt die Zeitung. die Engländer hätten sicherlich keinen Grund, sich über die Verlängerung der Dienstpflicht aufzuregen. Wenn Frankreich kommunistisch würde, dann könne die englische Grenze nicht der Rhein sein, Baldwin müßte sich dann nach einer anderen umsehen. England sollte dem guten Beispiele Deutschlands folgen und sich in einen angemessenen Verteidigungszustand für alle etwaigen Notfälle versetzen. In einem Leitartikel der„Times“ heißt es nach dem Hinweis, daß der amtliche Kommentar das Dienstzeitverlängerungsgesetz als notwendige Vorsichtsmaßregel gegen das Ueberhandnehmen des kriegerischen Kommunismus rechtfertige, u. a. weiter: Die beiden deutschen Schritte müßten kalten Blutes und vor allem als Ganzes betrachtet werden, und England müsse angesichts der größeren Schwierigkeiten seine Bemühungen vervoppeln, um der Auflösung Europas Widerstand zu leisten und die Methode der Beratung und Vereinbarung weiterhin aufrechtzuerhalten. Und es sei klarer als jemals, daß Großbritanniens Streitkräfte seinen Verantwortlichkeiten als Mittler entsprechend gestärkt werden müßten. Frankreich Paris, 25. August. Die allgemeine Haltung, die die Pariser Morgenpresse in ihren politischen Betrachtungen zu den gestrigen Ereignissen einnimmt, kommt in folgenden Gedankengängen zum Ausdruck: Der gestrige Tag kann in zwei Teile geschieden werden, die sich die Waage halten und einander vervollständigen und die beide zusammengehören, nämlich das deutsche Waffenausfuhrverbot nach Spanien und die Erhöhung der Dienstzeit in Deutschland, beides Maßnahmen, die das Reich mit seinem Friedenswillen begründet, die aber die Folge haben, daß Deutschland über das stärkste Heer des Festlandes verfügt. Auch wird hervorgehoben, daß die deutsche Heeresstärke nur dank der guten sportlichen Vorbereitung der Jugend erzielt werden könne, die die Zahl der Dienstuntauglichen auf ein geringes Maß beschränke. „Echo de Paris“ schreibt. Reichskanzler Hitler zwinge Frankreich, in allen Punkten das Nichteingreifen einzuhalten. Es dürfe unter diesen Umständen für Frankreich keine halbe Neutralität geben. Hitler überwache Frankreichs Haltung und werde das geringste französische Versagen ausnutzen. Der Friede in Europa hänge von der hundertprozentigen Neutralität Frankreichs im spanischen Streit ab. Das Wirtschaftsblatt„Agence Economique et Financiere" verweist auf die günstigen wirtschaftlichen Rückwirkungen, die die Verordnung des Führers für Deutschland haben müsse. Die deutsche Industrie werde wieder neue Arbeit bekommen. Die Pariser Abendpresse nimmt— mit Ausnahme des Boulevardblattes„Paris Soir“— die Tatsache der Dienstzeitverlängerung in Deutschland verhältnismäßig ruhig auf.„Temps“ schreibt, die beiden deutschen Maßnahmen vom Montag erklärten sich eine aus der anderen. Durch das Waffenausfuhrverbot habe die deutsche Regierung ihren Wunsch bezeugen wollen, international zusammenzuarbeiten. Durch die Dienstzeitverlängerung habe die deutsche Regierung sich für die nächsten Verhandlungen Autorität und Ansehen gesichert. Auf jeden Fall seien, die beiden Maßnahmen nicht derart. Frantreich von seiner Haltung in der spanischen Angelegenheit abzulenken; im Gegenteil. Dieser Standpunkt wird von dem angesehenen Blatt in einer Art begründet, die erkennen läßt, wie sehr man auch in manchen Pariser Kreisen die Gefahr einer bolschewistischen Weltrevolution erkannt hat. — Das Blatt schreibt, zwei Grundsätze müsse man gelten lassen: 1. Alle Ideologie beiseite gelassen, habe Frankreich kein Interesse an einem allgemeinen sozialen Umsturz Europas. In einem Europa, wo die Massen ohne Gegengewicht und ohne Tradition regierten, sei Frankreich großen Gefahren ausgesetzt. Außerdem sei das Kolonialreich für Frankreichs Wohlergehen unentbehrlich wie auch für seine Existenz als unabhängige Nation. Was aber würde— im Falle einer europäischen Revolution— aus dem Kolonialreich werden? Es genüge, die letzten Entschließungen zu lesen, die der letzte kommunistische Weltkongreß angenommen habe. 2. Frankreich könne keine brutale Aenderung des gegenwärtigen europäischen Gleichgewichts wünschen. Obwohl Frankreich friedlich sei und in seinen gegenwärtigen Grenzen befriedigt, könne es nicht bei einem europäischen Konflikt großen Umfanges beiseite bleiben. Frankreich wisse, daß die Tendenz jeder europäischen Nation zu einer Vorherrschaft für Frankreich eine große Gefahr bedeute. Deutschlands Zustimmung zum französischen Vorschlag der Nichteinmischung liefere den Beweis, daß die Vernunft doch siegen könne, wenn ein starker Wille hinter ihr stehe. „Paris Soir“ glaubt im 24. August einen„Wendepunkt in der europäischen Geschichte" erblicken zu können und faselt von einer„Herausforderung im Namen der Gleichheit an die benachbarten Länder". Wenn die Aoten slegen Die gefährlichste Lösung für ganz Westeuropa Vernünftige Schweizer Stimme 1 Genf, 25. August. Unter der Ueberschrift „Wenn die Roten siegen" untersucht das„Journal de Genéve“, in einem Leitartikel die unseligen Folgen, die ein solcher Ausgang des spanischen Krieges für ganz Europa haben würde. Die Annahme eines endgültigen Sieges der Marxisten sei zwar unwahrscheinlich, aber wenn die Regierung Blum, obgleich sie nachdrücklich ganz Europa Neutralität empfehle, fortfahre, die Roten zu begünstigen— und die spanischen Kriegsmaterialschiebungen auf französischem Gebiet zeugten davon—, so dürfe man die Möglichkeit einer Unterdrückung des Aufstandes nicht völlig außer acht lassen. Ein roter Sieg wäre die gefährlichste Lösung des Konfliktes nicht nur für Spanien selbst, sondern für Westeuropa. Die religiösen Verfolgungen, die schon vor dem Aufstand des Generals Franco betrieben worden seien, hätten seitdem ein kaum vorstellbares Maß an Grausamkeit erreicht. Die Rache der Nationalisten in den von ihnen eroberten Gegenden sei auch furchtbar. Aber es bestehe ein grundlegender Unterschied: die Roten seien von der Gier nach Zerstörung getrieben, während die Nationalisten trotz ihrer augenblicklichen Gewalttaten ihr Vaterland wieder aufbauen würden, wenn sie siegen. „Wir leben heute nicht mehr in einer Zeit, wo die Staaten Zuschauer der Umwälzungen in anderen Ländern bleiben können.“ Man habe einst zugeschaut, als Deutschland das Experiment des Feathzosische Sehorden Fsteeng neutent Frankreich am Pranger 1 Spartakismus machte, Italien Fabrikbesetzungen erlebte und Ungarn von dem bolschewistischen Stiefel niedergetreten war. Heute scheine es sicher, daß die Staaten mit starken Regierungen es nicht dulden werden, daß sich Spanien endgültig in eine bolschewistische Zweigstelle im Westen verwandeln lassen werde. Am entschlossensten in dieser Hinsicht seien diejenigen, die selbst zu sehr unter dem Kommunismus gelitten hätten, um nicht alles zur Vermeidung eines zweiten Experimentes dieser Art daran zu setzen. Dies sei ein Grund für die energische Haltung Deutschlands gegenüber der spanischen marxistischen Regierung. Die Reise Horthys, des Befreiers eines von den Abgesandten Moskaus in Blut und Feuer getauchten Landes, sei ein Zeichen für die Annäherung der antibolschewistischen Staaten. So läuft Spanien im Falle eines roten Sieges in eine äußerst ernste Gefahr. Aber auch Portugal würde darunter zu leiden haben. Der bolschewistischen Propaganda würde es ein leichtes sein, Eifersucht und Haß und alle Leidenschaften aufzustacheln und das Volk durch tolle Versprechungen eines kommunistischen Paradieses auf Erden zu betören. Auch Frankreich gehe der politischen und sozialen Auflösung entgegen, wenn es nicht eine plötzliche Aufwallung der nationalen Energie wie schon so oft vor diesem Schicksal rette. Schon würden die Begriffe von Recht und Pflicht unter Mittäterschaft der Regierung gefälscht. Die spanischen Unruhen wirkten wie das rote Tuch im Stierkampf. Die Pazifistischsten unter den Pazifisten schrien im Namen des Pazifismus nach Waffen, um den spanischen Bürgerkrieg mitmachen zu können. Siegten die Roten, so geriete die Schweiz zwischen zwei feindliche Lager, ein bolschewistisches und ein antibolschewistisches. Queipo de Llano stellt fest Lissabon, 25. August. In seiner üblichen Rundfunkansprache über den Sender Sevilla bestätigte General Queipo de Llano am Montagabend das erfolgreiche Luftbombardement der Madrider Flugplätze durch nationalistische Flugzeuge und teilte anschließend mit, daß das von den Roten in Tolosa zurückgelassene Kriegsmaterial zu einem großen Teil französischen Ursprungs gewesen sei. Auf die parteiische Stellungnahme eines Teiles der französischen Presse eingehend, erinnerte der General an den Weltkrieg, wo die Franzosen wegen jeder durch feindliche Granaten beschädigten Kirche die ganze Welt in Bewegung gesetzt hätten. In Spanien könnten jetzt sämtliche Kirchen zerstört werden, ohne daß Frankreich auch nur ein Wort der Verurteilung finde. * Wie„Echo de Paris“ aus Casablanca berichtet wird, sollen die französischen Marokkobehörden zehn bewaffneten Spaniern, die am 15. August mit einem gestohlenen französischen Verkehrsflugzeug in Casablanca angekommen waren, nur vorläufig ihre Waffen abgenommen haben. Die Spanier, deren Papiere nicht in Ordnung waren, hätten sich auf dem spanischen Konsulat in Casablanca gültige Pässe ausstellen lassen und seien dann mit dem Petroleumdampfer„Campero“ abgefahren, nicht ohne daß ein Zollboot der französischen Marokkobehörde dem Dampfer die in dem Flugzeug beschlagnahmten und zunächst sichergestellten Waffen— Revolver, Gewehre, leichte Maschinengewehre— auf hoher See nachgebracht habe. Gemeinsame Sammelaktion der französischen Kommunisten und Sozialisten Paris, 25. August. Das Sekretariat der französischen kommunistischen Partei will mit dem der französischen sozialistischen Partei in Verbindung treten, um die Veranstaltung von Sammlungen in Frankreich für die spanische Linksregierung gemeinsam fortzusetzen. Die kommunistische„Humanité“ gibt den bisherigen Ertrag der Sammlungen mit 1989000 Franken an. Die deutschen Kriegsschiffe in spanischen Gewässern dub Berlin, 25. Aug. Die von dem Kreuzer „Leipzig“ und den Torpedobooten„Wolf" und „Jaguar“ abgelösten Schiffe der Nordgruppe, der Kreuzer„Köln“ und die Torpedoboote„Albatros“ und„Seeadler“, standen am 25. morgens auf der Höhe der Insel Wight im Englischen Kanal mit Kurs auf die Heimat. Bei der Südgruppe hat das Panzerschiff„Admiral Graf Spee“ inzwischen den Dienst von dem Panzerschiff„Admiral Scheer“ übernommen. Die Ablösung des Panzerschiffes„Deutschland“, Flaggschiff des Befehlshabers der Linienschiffe, durch den Kreuzer„Nürnberg“, Flaggschiff des Befehlshabers der Aufklärungsschiffe, sowie der Torpedoboote „Luchs" und„Leopard“ durch„Greif“ und„Falke“ erfolgt im Laufe des 25. und 26. August, worauf die abgelösten Schiffe der Südgruppe gemeinsam den Rückmarsch nach der Heimat antreten. Unter dem Schutz der jetzt heimkehrenden Schiffe des Befehlshabers des Linienschiffsverbandes sind in 62 Transporten 4550 deutsche und 4750 ausländische Flüchtlinge von 40 Nationen, darunter vorwiegend Italiener, aus Spanien abbefördert worden. Garant des Friedens Bereit sein ist alles. Dieses alte Wort gilt auch heute noch, und wer den Frieden will, der muß auch heute noch dafür Opfer bringen. Gerade weil die deutsche Politik eine Friedenspolitik im besten Sinne des Wortes ist, gerade weil unser fester und unbeugsamer Wille darauf hinausgeht, über den Frieden zu wachen, unsere Grenzen und den wirtschaftlichen und sozialen Aufbau zu sichern, gerade deshalb war es für uns, die wir das Herz Europas bilden, zuerst und vor allem anderen notwendig, Wächter des Friedens zu sein. So muß die vom Führer angeordnete Einführung der zweijährigen Dienstzeit für alle drei Wehrmachtsteile verstanden werden, und wir sind gewiß, daß das deutsche Volk dieser friedenssichernden Tat auch seine Anerkennung zollen wird. Wenn wir im Innern dafür gesorgt haben, daß der friedliche Aufbau nicht gestört wird, so werden wir auch nach außen dafür Sorge tragen müssen, daß unsere Heimat von Kriegsfackeln und Revolutionsfurien verschont bleibt. Wer gesehen und erlebt hat, was in Spanien und in der Sowjetunion vor sich gegangen ist, der wird und muß diese Auffassung teilen. Das Wehrgesetz der Sowjetunion hat eine grundlegen, de Umgestaltung dadurch erfahren, daß durch die Verordnung vom 11. August die Dienstpflicht um zwei Jahre vorverlegt ist. Innerhalb von vier Jahren wird das stehende Herr der Sowjetunion verdoppelt sein. Diese Maßnahme zwingt zu friedenssichernden Gegenmaßnahmen, und wenn diese Maßnahmen auch den Opfergeist einzelner bedingen, so wird sich dieser Opfergeist, dessen sind wir gewiß, voll bewähren. Wenn wir über die deutschen Grenzen blicken, so müssen wir feststellen, daß eine große Anzahl von Staaten bereits eine längere als die zweijährige Dienstzeit eingeführt hat. Viele von ihnen kennen bereits eine zweijährige Dienstzeit und eine Dienstzeit, die über diese Zeit noch weit hinausgeht. Wir holen jetzt nur nach, was andere vor uns veranlaßt haben. Selbstverständlich trägt diese Verordnung des Führers alles andere als einen Angriffscharakter, sondern sie hat nur einen vorbeugenden Charakter, und sie wird in ihrer Wirkung in allen Schichten unseres Volkes das Gefühl der Beruhigung schaffen, das uns eine weitere Friedensarbeit ermöglicht. Diese Friedensarbeit verdient schon, daß dafür gern und freudig Opfer gebracht werden, denn diese Opfer stehen in keinem Verhältnis zu den Schrecknissen, die ein Angriff auf die deutschen Grenzen bringen würde. Dabei muß festgestellt werden, daß schon jetzt bei der Marine und bei anderen Spezialtruppen eine längere als eine einjährige Dienstzeit durchgeführt wurde. Was jetzt erfolgl ist, ist also im Grunde nichts anderes, als eine generelle Angleichung dieser Tatsache für alle drei Wehrmachtsteile. Außerdem hat sich gezeigt, daß die einjährige Dienstzeit nicht dazu ausreicht, um die gründliche Ausbildung zu gewährleisten, die notwendig ist. Wir wollen keine Halbheiten, sonvern wenn wir eine Wehrmacht aufbauen, so muß gute und ganze Arbeit geleistet werden, und die Verlängerung der Dienstzeit gewährleistet eine schlagkräftige Wehrmacht als ein Instrument des Friedens. Die deutsche Jugend, im nationalsozialistischen Geist erzogen, wird dafür am ehesten Verständnis aufbringen, denn in ihr ist der Gemeinschaftswoille lebendig. Wo sich bei der Durchführung Härten zeigen, werden diese selbstverständlich vermieden werden, grundsätzlich aber gilt gleiches Recht für alle. Es gibt kein Einjährigenprivileg auch bei der zweijährigen Dienstzeit mehr. Der Student muß die gleiche Zeit dienen wie der Arbeiter. An der deutschen Jugend ist es nun, zu zeigen, daß sie weiß, was das Vaterland von ihr verlangt. Sie muß und wird auch daran denken, welche Opfer die Teilnehmer des Weltkrieges gebracht haben, die oft fünf, sechs und sieben Jahre unter den Fahnen standen. Gemessen an diesen Opfern, ist das, was jetzt verlangt wird, gering. Das Vaterland schaut mit Stolz auf seine jungen Söhne, und unsere Jugend darf gewiß sein, daß der graue Rock, den sie trägt, von allen als ein Ehrenkleid angesehen wird. Die Soldatenehre wird jetzt und in Zukunft ein bestimmendes Wesensmerkmal der deutschen Nation sein, und der Gedanke, daß der Wehrdienst Ehrendienst ist, wird jetzt mehr als je seine lebendige Ausprägung erfahren. Diese jungen Soldaten sind uns Garanten des Friedens, und das deutsche Volk wird ihnen stets die Ehre erweisen, auf die sie Anspruch haben, und ihnen den Dank abstatten, den sie verdienen. Spanische Fischdampfer angehalten Von britischem Kriegsschiff bei Gibraltar durchsucht und wieder freigelassen London, 25. August. Wie Reuter aus Gibraltar meldet, sind am Dienstag zwei spanische Fischdampfer auf der Höhe von Gibraltar von einem britischen Kriegsschiff aufgehalten, durchsucht und nach Gibraltar gebracht worden. Zuerst wurde vermutet, daß die spanischen Schiffe Kriegsmaterial an Bord hatten. Es wurde jedoch festgestellt, daß dies nicht der Fall war, und die Fischdampfer wurden wieder freigelassen. Zuchthausrevolke in Amerika Ein Zuchthäusler getötet, 15 verwundet Milledgeville(Georgia), 25. Aug. Eine Anzahl von Sträflingen des hiesigen Staatszuchthauses wollte nachts aus einem Schlassaal ausbrechen, indem sie unter lautem Toben die Saaltüren mit eisernen Bettstellen einzuschlagen und den Schlafsaal in Brand zu stecken versuchten. Die Wärter schossen schließlich auf die Tobenden mit Schrotgewehren, wobei ein Sträfling getötet und 15 verwundet wurden. * Bc Am 26. Au und Ludendor Spitze der deut Weltkrieg berusen den Oberbefehl. durch ein Schreibe geheure Steigerut erzeugung: Die verdreifacht, an Munition verdopi briken gebaut we des„Hindenb die beiden Heerfül und arbeitsfähigen Verdun und an di das Material gerungen. Das Folge dieser Tatsa Was die Oeffe krieges über die Erfüllung des H hat. Die lebenswich Zeit gezogen werd kleine Kreise der! z. B. eine wie en Richtung die un der Verkehrs kann kaum ein wi Ausbau der Wasse der Reichsautobah tung von Wissen ü um das Hindenbur Die Forderunge hatten zur Voraus der Kohlenför und Stahlerze Zusammenfassu westfälischen I Steinkohlen von dem eine Erhö rung von 310 000 wurde. Das erschie bis zum 10. Augus leistungsfähigsten legschaft, zum Heer daß die sofort eing gen schon ausreiche fehlte es an Sore pferden und vielem Die neue Oberste überzeugen, daß Ruhrbergbau in wirtschaft gerückt vom Standpunkt hoch bewertet mi Nach einer Verhand dorf, Stinnes schleunigt 14000 Ri ausziehen und sagte gefangenen sowie v Die Bemühungen förderung und Kol zum zweiten Viert folge gezeitigt. Tr die arbeitstägliche 320000 Tonnen. die 73000 Tonnen. übe werden. Aber dies Anstrengungen für zweiten Halbjahr n Die Schuld daran bewegungen, die reichen Zechen au das Versag Die Eisenbahnen. mäniens besonders st unspruch genommen. Hindenburg=Progran sich schon im Septemb nach Kohle riefen. e im Ruhrgebiet an K und an Koks von brachte. Was nutzt die Kohle nicht abe Unglück wollte es, da ter folgte, der den! lichen Wasserstraßen Rhein stark hemmte. Mitte Januar 191 so weit zugespitzt. d gebiet belegt, alle waren und der hei Güterve Die Kohlen standen an eine Abfuhr ge waren schon in der suzen, bewesen, bis lw einzulegen. So waltmaßnahme entsch sverre die am 24 von 10 Tagen für all sen„Hüter verhän Kohlenverkehr wieder die höchste Zeit, da erschöpft waren, inso die an Hausbrandkohl Im Jahre 1917 wi Ruhrbergbau Man hatte sich entsch Grade Raubbau zu tr arbeiten möglichst a snnengelest werden vereichnete am 19. 2 einer Zechenbesitzerv# scherzeugung, daß i landes ohne Rücksicht Zachzeile im Vorderg rer reistung des rhei bergbaues die Ueber abhänge. Nr. 231 Zweites Blatt des„Etadtanzeigers für Castrov=Rauxel und Umgebung“ Mittwoch, den 26. August 1936 Un Mealbb aet Arbre Eine Erinnerung an ale Bell dor 20 Jahren Bc Am 26. August 1916 wurden Hindenburg Ludendorff die Besieger Rußlands. an die Spitze der deutschen Obersten Heeresleitung im Weltkrieg berufen. Am 29. August übernahmen sie den Oberbefehl. Zwei Tage danach forderten sie durch ein Schreiben an den Kriegsminister eine ungeheure Steigerung der Wassen= und Munitionserzeugung: Die Herstellung an Geschützen sollte verdreisacht, an Flugzeugen. Minenwerfern und Munition verdoppelt. eine große Zahl neuer Fabriken gebaut werden usw. Zwecks Durchführung des„Hindenburg=Programms“ forderten die beiden Heerführer die Heranziehung aller wehrund arbeitsfähigen Männer. In den Schlachten um Verdun und an der Somme hatte zum ersten Male das Material um die Entscheidung im Weltkrieg gerungen. Das Hindenburg=Programm war die Folge dieser Tatsache. Was die Oeffentlichkeit während des Weltkrieges über die industriellen Anstrengungen zur Erfüllung des Hindenburg=Programms erfahren hat, war nur Stückwerk. Die lebenswichtigen Lehren, die aus jener Zeit gezogen werden müssen, sind deshalb nur an kleine Kreise der Nation herangetreten. Wer weiß ., eine wie entscheidende Rolle in ungünstiger Richtung die unzureichenden Leistungen der Verkehrsmittel gespielt haben? Es kann kaum ein wirksameres Mittel geben, für den Ausbau der Wasserwege. der Eisenbahnen und auch der Reichsautobahnen zu werben, als die Verbreitung von Wissen über die gigantischen Anstregungen um das Hindenburg=Programm. Die Forderungen der Obersten Heeresleitung hatten zur Voraussetzung eine mächtige Steigerung der Kohlenförderung sowie der Eisenund Stahlerzeugung: sie bedingten also die Zusammenfassung aller Kräfte im rheinisch= westfälischen Industriebezirk, namentlich im Steinkohlenbergbau des Ruhrgebiets. von dem eine Erhöhung der arbeitstäglichen Förderung von 310000 auf 340 000 Tonnen verlangt wurde. Das erschien fast als eine Unmöglichkeit, da bis zum 10. August 1914 bereits rund 117000 der leistungsfähigsten Bergleute, rd. 27 v. H. der Belegschaft, zum Heeresdienst eingezogen waren, ohne daß die sofort eingeleiteten Reklamationsbestrebungen schon ausreichenden Erfolg gehabt hatten. Dazu fehlte es an Sprengmitteln, Grubenholz, Grubenpferden und vielem anderen. Die neue Oberste Heeresleitung ließ sich davon überzeugen, daß mit ihrem Programm der Ruhrbergbau in den Mittelpunkt der Kriegswirtschaft gerückt war, daß die Arbeit in ihm vom Standpunkt der Kriegsführung aus gleich boch bewertet werden mußte, wie der Dienst an der Front. Nach einer Verhandlung mit Hugenberg. Kirdorf, Stinnes und Winkhaus ließ sie beschleunigt 14000 Ruhrbergleute aus der Front herausziehen und sagte die Gestellung von 21 000 Kriegsgefangenen sowie von 600 Pferden aus Belgien zu. Die Bemühungen um eine Erhöhung der Kohlenförderung und Kokserzeugung hatten vom ersten zum zweiten Vierteljahr 1916 beachtenswerte Erfolge gezeitigt. Trotz aller Schwierigkeiten konnte Förderung von 311000 auf 32%99 Tonnen, die Kolserzeugung von 66000 auf Tonnen, über den Friedensstand, gebracht werden. Aber diese Ziffern ließen sich trotz aller für das Hindenburg=Programm im Halbjahr nicht halten. Die Schuld daran trugen nicht nur die Streikbewegungen, die seit Anfang August auf zahlreichen Zechen aufflammten, sondern noch mehr das Versagen der Verkehrsmittel. Die Eisenbahnen, seit der Kriegserklärung Rumäniens besonders stark durch Truppentransvorte in Anspruch genommen. waren den Anforderungen des Bärcsap in Prosramms nicht gewachsen. Das zeigte September, der, während alle Industrien nach Kohle, riefen, eine Erhöhung der Lagerbestände im Ruyrgeoiet an Kohle von 71000 auf 661 000 To. und an Koks von 512000 auf.3 Millionen To. die Kohte nicht obgeiahten werden konites Das Unglück wollte es, daß ein langer und strenger Winter, folgte, der den Kohlentransvort auf den künstlichen Wasserstraßen unmöglich machte und auf dem Rhein stark hemmte. Mitte Januar 1917 hatten sich die Verhältnisse zugespitzt, daß das Schienennetz im Ruhrgebiet belegt. alle Ausfall=Bahnhöfe verstonft waren und der heimkehrende wie herausgehende Güterverkehr völlig stockte. Die Kohlen standen an der Verladestelle, ohne daß #. eine Abfuhr gedacht werden konnte. Dabei muns von Jg., der Zeit vorher einige Zechen gedwungen gewesen, bis zu zehn Feierschichten monatlich einzulegen. So mußte man sich zu einer Gewaltmaßnahme entschließen, zu einer Verkehrsperre, die am 24. Januar 1917 auf die #.10 Tagen für alle nicht lebens= und kriegswichverhängt wurde. Damit kam der Sebsagse pieder in Fluß. Es war aber auch da überall die Vorräte gänzlich erschöpft waren, infolge des strengen Winters auch die an Hausbrandkohlen. Im Jahre 1917 wurden die Anstrengungen des Ruhrbergbaus von Erfolg gekrönt. Nax hatte sich entschlossen, bis zu einem gewissen arse„ Raubbau zu treiben, inde mdie Gewinnungssammensamöstichst auf die mächtigsten Flöze zusammengelegt werden sollten. Hugo Stinnes inzichnete, am 19. April 1917 als das Ergebnis Nahamn##enbesitzerversammlung die gemeinsame ueberzeugung, daß jetzt das Interesse des Vaterauf finanzielle und sonstige Nachteile im Vordergrund stehen müsse und daß von Leistung des„rheinisch=westfälischen Steinkohlenabbanag. 4indung der kritischen Lage Im ersten Vierteljahr 1917 hatte die arbeitstägliche Förderleistung infolge der Verkehrsnot und von neuen Streikwellen nur 30000 To. betragen. Am 1917 konnte eine Steigerung auf 318000 To. gemeldet werden. Im Durchschnitt des zweiten Vierteljahres kam man auf 340000 To., die vom HindenburgProgramm verlangte Ziffer. Schon am 7. Juni 1917 konnte der Handelsminister von Sydom bei einem Besuch des Ruhrbezirks erklären, daß der Bedarf der unmittelbaren Kriegsindustrie, der Eisenbahn sowie der Gas= und Wasserwerke sichergestellt sei Die Lehre aus diesen Erinnerungen: Die Verkehrskrise im Winter 1916/17 hat durch ihre Auswirkungen auf die Kriegsindustrie die Schlagkraft der Front ungünstig beeinflußt. Das für alle Zukunft unmöglich zu machen, ist die Aufgabe von Eisenbahnen, Kanälen und Autostraßen. Die Sicherstellung der Abfuhr aus dem großen deutschen Steinkohlenrevier nach allen Richtungen und unter allen Umständen ist, wie sich vor 20 Jahren gezeigt hat, für uns alle lebenswichtig. Es war ein Abgeordneter des Ruhrbezirks. Wilhelm Hirsch(Essen), der noch im Winter 1913/14 in den Kommissionen des Landtages der Eisenbahnverwaltung für den Kriegsfall das voraussagte, was drei Jahre später gefährliche Wirklichkeit wurde. Photo: Grimm(Deike,). und erleben noch an solchen Tagen zum ersten Male das Wunder des Fliegens, sei es nur als Zuschauer oder sei es bei einem Rundfluge im Kabinenflugzeug oder, was das Schönste ist, im offenen Sportflugzeug. Aber nicht nur das Motor ugzeug und der Fallschirm sind heute mehr die Beherrscher des Programms eines Flugtages. Auf dem kommenden Flugtage wird der Besucher auch mit dem jüngsten Zweige der deutschen Fliegerei bekannt. Das Segelflugzeug, das sich mehr und mehr die Herzen der deutschen Jugend erobert hat, ist von den Hängen der Gebirge heruntergekommen ins Flachland. So bildet heute bei Flugtagen die Vorführung von motorlosen Flugzeugen eine wertvolle Bereicherung des Programms, die dem Beschauer einen eindringlichen Begrisi voi der Schönheit des Fliegens gibt. Darüber hinaus wird er aber auch die erzieherischen Werte dieses schönen Sports erkennen, wenn er das Zusammenarbeiten der Mannschaft beobachtet und wenn er sieht, mit welcher Pünktlichkeit und Sorgjali selbst der jüngste Pimpf sein selbsterbautes, in vielen Fällen sogar selbstersonnenes Flugzeugmodell an den Start bringt. Flugtage sind so im wahrsten und schönsten Sinne des Wortes Volksflugtage, die künden von dem kameradschaftlichen und sportlichen Streben deutscher Jugend. die aufbaut auf den Erkenntnissen der Männer, die den Grund legten für Deutschlands Luftgeltung und deren Geist diese Jugend in sich trägt und ihn hineintragen will und wird ins deutsche Volk. Das ist der höhere Sinn der Flugtage, die von den Ortsgruppen des Deutschen Luftsport=Verbandes veranstaltet werden. Vorverkaufskarten sind zu haben bei allen Kreisämtern und Geschäftsstellen der Deutschen Arbeitsfront. RSG„Kraft durch Freude“ für die Kreisämter: Bochum, Witten, Herne. Castrov= Rauxel, Wanne. Wattenscheid und Enneve=Ruhr, sowie bei allen Betriebsführern in den Betrieben. Castrop=Rausel Castrov=Rauxel, den 26. August 1936 Jeder Volksgenosse trägt das Zeichen des Reichsparteitages Die Plaketten für den Reichsvarteitag 1936 in Pürnbers, sind nicht nur für die Teilnehmer des Reichsparteitages bestimmt, wie dieses irrtümlicherweise oft angenommen wird. Es ist eine selbstverständliche Ehrenpflicht jedes deutschen Volksgenossen. daß er sich dieses wertvolle Abzeichen erwirbt und somit auch äußerlich seine Verbundenheit mit dieser einzigartigen Veranstaltung der nationalsozialistischen Bewegung zum Ausdruck bringt. Also: Kein Volksgenosse ohne die Plakette des Reichsparteitages. Zwei weitere Entsendungen von nsp.-Kindern Woche werden noch einmal von Der. RsB., in Rahmen des Hilfswerkes Mutter und Kino Entsenoungen von erholungsbedürftigen Kindern aus dem Stadtkreis Castrov=Rauxel in größerem Umfang vorgenommen. Insgesamt wird auf diese Weise weiteren 140 Kindern unserer Stadt ein mehrwöchiger Erholungsaufenthalt in ländlichen 70 Kinder stammen aus dem nördlichen und südlichen Stadtteile. Die Kinder kommen zu den Gauen Weser=Ems und Kurhessen. Für Weser=Ems kommen 90 Kinder in Frage. Ihre Abreise erfolgt am Dienstag. dem 1. September. Die Mnlzis, für Kurhesen bestimmten Kinder jahren am wahl des des“ September, von hier ab. Die AusKinder für diese Entsendungen ist bereits erfolgt, auch sind deren Eltern schon benachrichtigt, werden önnen Sb sich das Weiter wöhr halt! Straßensperrungen Unsere„Wasserratten" und„Wassernixen“ sind ja so dankbar für jeden Sonnenstrahl, der in diesem regenreichen Sommer in ihr Dasein fällt! Deshalb ist ihre Freude denn doppelt groß, daß seit Montag das Tagesgestirn groß aufblendet und endlich ein den Zeit verhältnissen angepaßter Himmel sich über Castrop=Rauxel spannt. Das haben sie lange nicht mehr erlebt! „Da ist im Städtischen Freibad wieder Hochbetrieb. Photomann hat mit seiner Kamera ein Paar „Wassernixen“, festgehalten, wie sie eben aus dem Schwimmbassin kletterten und ihnen noch das erfrischende Naß am Körper herunterverlte. Sie schauen gerade ins Wetter und führen dabei folgendes Zwiegespräch:„Ob es morgen auch wohl wieder so schön ist?"—„Aber klar! Regen kann doch nach all den Wolkenbrüchen gar nicht mehr in den Wolken sein!“—„Na, wollen das Beste hoffen. Auf alle Fälle geht's morgen wieder zur Badeanstalt. Etwas will man doch schließlich von seinem Urlaub haben, wenn man schon nicht verreisen kann.“ Da entdeckt die eine„Nixe" unseren Kameramann: „Huch nee!— Sie haben uns geknipst?"—„Danke ja; hoffentlich haben Sie nicht's dagegen?“— „Warum denn? Aber ein„Bild müssen wir haben, wenn es gut geworden ist!"—-——— Bitte hier ist es! Das Polizeiamt Herne teilt mit: Aus Anlaß der Vornahme von Ausbesserungs= ist die Römerstraße in Castrov=Rauxel zwischen der Oberschlesien= und der Borghagener Straße bis zum 10. September 1936 Fahrzeugverkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt durch die Oberschlesien=Adolf=Hitler=Borg= hagener Straße und umgekehrt. st Ragtage sins Bollblags Zum Großflugtag am 30. August in Bochuw-Weitmar In den Jahren, als durch die Fesseln des Versailler Vertrages und der als Kometenschweif hinter ihm kommenden Klauseln und Verbote für das deutsche Volk. u. a. auch seine ruhmreiche fliegerische Ueberlieferung fortzuführen, hatte es zunächst den Anschein, als läge nun alles am Boden zerschmettert, was noch an eine deutsche Fliegerei erinnern konnte, als sei niemals wieder an ein Auferstehen des fliegerischen Gedankens in Deutschland zu denken. Und doch ist, Deutschland wenige Jahre später die Nation. die als erste eine verkehrssichere und fahrplanpünktliche Verkehrs= und Frachtfliegerei geschaffen hatte. Waren es zunächst auch nur einige wenige Männer. die sich unter großen Opfern an die Verwirklichung des Gedankens der deutschen Verkehrssliegerei machten, so begann nach und nach dieser Gedanke auch in breitere Kreise des deutschen Volkes zu dringen. Vor allem die Jugend gesellte sich bald zu den kampferprobten ehemaligen Kriegsfliegern, die die Träger und praktischen Förderer der jungen Verkehrsflieger wurden. Mit den wenigen unserem Volke verbliebenen, mitunter ältester Bauart angehörenden Flug5— aen eue as elene ede aeseee. war nicht leicht, für das neue Verkehrsder Jeutischen Luitiag nicht erlaubt war au“ inlolge der Vertragsseseln laubt##, große Verkehrsflugzeuge zu bauen. Trotzdem war das Interesse für dieses neue Verkehrsmittel im deutschen Volke bald geweckt. Nicht zuletzt durch die Flugtage. Bei diesen war es den deutschen Fliegern möglich, ihr Können zu beweisen. Hier . Führer und Flugzeug geprüft und das deutsche Volk erkannte und erkennt, was deutscher Erund was der Mut und die Geschicklichkeit deutscher Männer vermögen. So sind die Flugtage alles andere. als Schaustellungen mit sensationellem Einschlag, sie sind vielmehr ebenso wie die großen Wettbewerbe im Kraftwagensport— Lage ernster Prüsung für Mensch und Maschine. Das deutsche Volk soll an diesen Tagen erkennen, auf welch hoher Entwicklungsstufe sich die deutsche Fliegerei befindet und soll Vertrauen zur deutschen Fliegerei gewinnen. Im sportlichen Wettbewerb erproben die Flieger dort ihre Kräfte. Tausende und Zehntausende deutscher Volksgenossen erlebten Aus dem gleichen Anlaß ist die Cotenburg= # k s!. Lostrov=Rauxel zwischen der Witener. hat durch die Bittoriagste geverrt. Die Umleitung gelehrt zu erfolgen.=sitener Straße und umVeranstaltung von Suchtagen zur Abwehr des Kartoffelkäsers Auf Grund des§ 30 des Feld= und Polizeigesetzes vom 1. 4. 1880 in der Fassung vom 21. Januar 1926 wird seitens der Arnsberger Regierung für den Enneve=Ruhr und die Stadtkreise Bochum, Dortmund. Hagen, Herne, Castrop=Rauxel, Lünen. Wanne=Eickel, Wattenscheid und Witten solgendes angeordnet: Witter § 1.(1) Um ein etwaiges Auftreten des Kartoffel2r5, unverzüglich festzustellen, werden besondere zur Abwehr des Kartoffelkäsers festgesetzt. (2) Wer zur Nutzung von Grundstücken berechtigt ist, die mit Kartoffeln oder Tomaten bestellt oder vewachsen sind, ist verpflichtet, an den örtlich bekanntzugebenden Tagen diese Grundstücksflächen entvog Filskrästen abzusuchen. ni0 ier Suiehuns 2. Gegen die Nichtbefolgung der vorstehenden Verordnung drohe ich die Festsetzung eines Zwangsim Nichtbeitreibungsfalle Zwangshaft bis zu 3 Wochen, an. dem Tage ihrer Ein paar kleine Wünsche an die liebe neichspost gleichzeitig flattern uns aus unserem Leserkreis ein paar„Würiche an die liebe Reichspost“ auf den Tisch. die wir hiermit an die zuständige Stelle weiter geben. Der erste„Wunschzettel“ kommt aus dem Stadtteil Schwerin. Er betrifft zunächst einmal die zugleich mit der Verlegung der Posthilfsstelle der Wirtschaft Kruse nach der Bismarckstraße erfolgte Abmontierung des Briefkastens von der seit Jahrzehnten üblichen Stelle an der Dortmunder Straße. Einsender betont, daß man den Anwohnern der Bismarckstraße keineswegs die„neue Errungenschaft eines Briefkastens“ mißgönne, aber er ist dann doch der Ansicht, daß der alte Standort für die Allgemeinheit günstiger gewesen ist.„Die Reichspost sei daher höflichst gebeten, auch an der Dortmunder Straße etwa bei Kruse oder an der Wirtschaft zur Kottenburger Schlucht(Buse) einen weiteren Briefkasten anbringen zu lassen". Eine weitere Bitte des Schweriner Wunschzettels betrifft die Aufstellung eines Fernsprechhäuschens(öffentliche Fernsprechstelle) im Stadtteil Schwerin. Der Stadtteil Schwerin, so wird zur Begründung ausgeführt, wird von zirka 5000 Volksgenossen bewohnt. Er erfreut sich trotzdem bisher noch nicht der unbestreitbaren Vorteile einer solchen Fernsprechzelle. Die Einrichtung dürfte sich bestimmt lohnen. Ebenso wäre zu überlegen, ob nicht an geeigneter Stelle automatische Postwertzeichengeber angebracht werden können, damit auch nach Schluß der Geschäftsstellendienststunden die gebräuchlichsten Marken, zum mindesten die=Pig.=Marken, zu erstehen sind. Für den auf der Höhe liegenden Stadtteil Schwerin würde die Aufstellung der Fernsprechzelle und des Postwertzeichengebers um so mehr einem wirklichen Bedürfnis entsprechen, als im Winter bei Frost der Weg zu den nächsten Einrichtungen gleicher Art in der Altstadt wegen der Glätte nur sehr schwer zurückzulegen ist. Auch ein Wunschzettel aus dem Stadtteil Obercastrov will von der Reichspost die Aufstellung eines Fernsprechhäuschens in der Nähe der Bochumer Straße. Es werden hier als Platz der alte Friedhof oder der Bürgersteig beim Bruneschen Saalbau an der Kottenburgstraße vorgeschlagen. Doch ist auch jeder andere Platz angenehm. die Hauptsache ist, daß die Reichspost auf den Wunsch eingeht und ihn in absehbarer Zeit erfüllt. Die gefährliche„Radrennbahn“ auf dem Altstadtmorkte Radrennen ist Trumpf! Das ist Tag für Tag die Losung von ungezählten halbwüchsigen Burschen. die den Marktplatz der Altstadt für eine Radrennbahn ansehen und dort mit ihrem Drahtesel unbekümmert um alles, was um sie herum vorgeht,„Mannschaftsfahren nach Art der Sechstagerennen“ veranstalten. Das Treiben ist bestimmt nicht ungejährlich weder für die Marktvassanten noch für die„Rennfahrer" Letztere sind überdies noch in besonderer Gefahr, weil sich am Markte bekanntlich zwei Plakatstellen (Köllmann und Haller) befinden. Es wäre also angebracht, wenn„Kurzschluß“ mit der Radrennbahn auf dem Altstadtmarkt gemacht würde. Platz für den Rollschuhsport! Der Rollschuhsport erfreut sich auch in Castrov= Rauxel immer größerer Beliebtheit. Namentlich unter der Schuljugend hat er viele Anhänger gefunden. Die von der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ veranstalteten Rollschuhkurse haben nicht wenig dazu beigetragen, diese Sportart in allen Bevölkerungskreisen heimisch zu machen. Während nun im Norden der Stadt aus dem asphaltierten Marktplatz von Ickern den Rollschuhläufern eine Uebungsfläche, wie man sie sich nicht besser denken kann, zur Verfügung steht, fehlt eine solche im Süden der Stadt ganzlich. Man kann es verständlich finden, wenn da die Kinder gerade jetzt in den Ferien häufig mit untergeschnallten Rollschuhen auf den Straßen und auf den Bürgersteigen angetrossen werden. Ebenso verständlich muß man es aber auch finden, daß die Polizei dagegen einschreitet, denn der auf den Verkehrsstraßen und belebten Bürgersteigen ausgeübte Rollschuhsport bedeutet zweifellos eine höchst überflüssige Verkehrsgefährdung. Aber man braucht deshalb das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten und den Rollschuhsportanhängern des südlichen Stadtteils nicht jede Möglichkeit zum Rollschuhlausen zu nehmen. Es wäre nämlich denkbar, daß die Polizei, ähnlich wie sie im Winter auf gewissen verkehrsarmen Straßen den Rodelsport zuläßt, im Frühling. Sommer und Herbst für die Ausübung des Rollschuhsports einige besonders verkehrsarme, asphaltierte Straßen freigibt. Sie würde damit der Rollschuhsport pflegenden Jugend bestimmt eine große Freude machen. Das Ideal wäre ja, wenn seitens der Stadt ein geeigneter Platz hergerichtet werden könnte, aber das dürfte wohl an den erforderlichen Mitteln scheitern. Deshalb muß man sich einstweilen mit der vorgeschlagenen Behelfslösung zufrieden geben. Auch der Rollschuhsvort dient der körperlichen Ertüchtigung. auch er verdient daher alle Förderung. die mögbich ist. Polizeiliche Ueberprüfung der Feuerstellen Auf Grund der Verordnung über das Schornsteinsegerwesen vom 15. April 1933 sind mindestens einmal im Jahre sämtliche Feuerungsanlagen auf ihre Feuersicherheit zu prüfen. Zur Durchführung dieser Prüfung ist jeweils der zuständige Bezirksschornsteinsegermeister verpflichtet, der insoweit als Beauftragter der Polizeibehörde tätig wird. Jeder Inhaber von Wohnungen oder gewerblichen Räumen ist daher verpflichtet, dem Bezirksschornsteinsegermeister den Zutritt zu allen Räumen zwecks Prüfung der Feuerungsanlagen zu gestatten. Der Bezivksschornsteinjegermeister hat die vorgesundenen Mängel dem Hausbesitzer bzw. Hausverwalter schriftlich mitzuteilen, die für die Abstellung der Mängel innerhalb der ihnen gesetzten Frist Sorge zu tragen haben. Nach fruchtlosem Ablauf der Frist hat der Bezirksschornsteinsegermeister die Mängel der Ortsvolizeibehörde zu melden. Mängel an Kochherden, Oefen usw. hat der Eigentümer zu beseitigen. Die Abstellung von seuergefährlichen Mängeln an Schornsteinen ist dagegen Sache des Hausbesitzers oder Verwalters. Bei dieser Gelegenheit wird noch besonders darauf hingewiesen, daß mit Papier. Putzwolle oder dergleichen verschlossene sowie mit Tavete überklebte Ofenrohranschlüsse einen jetergefährlichen Mangel des Schornsteins darstellen. Zweck der Feuerstellenschau ist. der Brandgefahr vorzubeugen und damit der Allgemeinheit zu dienen. Das Publikum wird deshalb gebeten, dem Bezirksschornsteinsegermeister bei der Ausübung seiner Berufspflicht keine Schwierigkeiten zu bereiten und die festgestellten Mängel schleunigst abzustellen. Sornurarenort für die., 2. und 3. Kreisklasse des Kreises Dortmund 1. Kreisklasse, Gruppe 1 6..: Habinghorst— Eichlinghofen: Westerfilde geg. Merkur: Castrov 11— Lindenhorst: Hansa gegen Huckarde: Hombruch— Lütgendortmund. 13..: Westerfilde— Hansa: Castrov 11— Vestag: Merkur— Lütgendortmund; Hombruch— Habing= horst: Eichlinghofen— Lindenhorst. 20..: Habinghorst— Mrekur: Lütgendortmund gegen Hansa; Huckarde— Castrov 11: Bestag geg. Eichlinghosen: Lindenhorst— Hombruch. 27..: Westerfilde— Castrop 11: Lindenhorst gegen Merkur: Hansa— Vestag: Hombruch— Huckarde: Eichlinghofen—. Lütgendortmund. 4. 10.: Huckarde— Eichlinghofen: Castrov 11 gegen Habinghorst: Hansa, Lindenhorst: Merkur gegen Vestag: Hombruch— Westersilde. 11. 10.: Habinghorst— Hansa: Lütgendortmund geg. Castrov 11: Bestag— Hombruch. 18. 10.: Merkur— Huckarde: Eichlinghofen gegen Westerfilde. 25. 10.: Westerfilde— Huckarde: Bestag— Lütgendortmund: Lindenhorst Habinghorst: Hansa gegen Hombruch: Eichlinghofen—.Merkur. 1. 11.: Lütgendortmund— Lindenhorst: Westerfilde gegen Vestag: Huckarde— Habinghorst: Castrop 11 gegen Hansa: Hombruch— Merkur. 8. 11.: Habinghorst— Westerfilde: Huckarde gegen Lütgendortmund: Lindenhorst— Vestag: Merkur gegen Castrov 11: Eichlinghosen— Hombruch. 15. 11.: Lütgendortmund— Habinghorst: Westerfilde— Lindenhorst: Vestag— Huckarde: Hansa gegen Eichlinghofen: Hombruch— Castrov 11. 22. 11.: Habinghorst— Vestag: Lütgendortmund gegen Westerfilde: Lindenhorst— Huckarde: Castrov 11— Eichlinghofen: Merkur— Hansa. 2. Kreisklasse, Gruppe 2 6..: Schwerin— Castrop=Nord: Urania Eintracht Rauxel: Werksport Somborn— Eintracht Dortmund: Westfalia Eving— Edelstahlwerke. 13..: Urania— Alemannia Rauxel: Westfalia Eving— Werksport Somborn: Arminius gegen Schwerin; Castrop=Nord— Edelstahlwerke. 20..: Schwerin— Eintracht Rauxel: Edelstahlwerke— Arminius; Werksport Somborn gegen Castrop=Nord: WV. Eintracht— Urania. 27..: Urania— Westfalia Eving: Edelstahlwerke geg. Eintracht Rauxel: WV. Eintrach.— Schweein: Castrop=Nord— Dorstfeld 08. 4. 10.: Westfalia Eving— Schwerin: Alemannia Rauxel— Edelstahlwerke: Eintracht Rauxel gegen Werksport Somborn; Arminius— Urania. 11. 10.: Eintracht Dortmund— Edelstahlwerke. 18. 10.: Werksport Somborn, Arminius: Castrop= Nord— Urania: Schwerin— Alemannia Rauxel. 25. 10.: Edelstahlwerke— Schwerin: Westfalia Eving— WV. Eintracht: Alemannia Rauxel geg. Arminius: Castrop=Nord— Eintracht Rauxel. 1. 11.: Urania— Werksport Somborn: Westfalia Eving— Alemannia Rauxel: WV. Eintracht geg. Castrop=Nord: Arminius— Eintracht Rauxel. 8. 11.: Schwerin— Urania: Edelstaalwerke gegen Werksport Somborn: Alemannia Rauxel gegen WV. Eintracht: Castrop=Nord— Arminius: Eintracht Rauxel— Westsalia Eving. 15. 11.: Urania— Edelstahlwerke: Eintracht Dortmund— Eintracht Rauxel: Alemannia Rauxel geg. Castrov=Nord: Arminius— Westfalia Eving. 22. 11.: Schwerin— Werksport Somborn: Westfalia Eving— Castrop=Nord: TV. Eintracht—. Arminius: Eintracht Rauxel— Alemannia Rauxel. 3. Kreisklasse, Gruppe 1 6..: Germania Lütgendortmund— Castrop 02 II.: Arminia II.— Mengede II.: Fortuna Dorstfeld gegen Kirchlinde: Hansa Huckarde— Deusen: Bövinghausen 1I.— SC. Rahm. 13..: Hansa Huckarde— Reichsbahn: Deusen gegen Lütgendottmund: Castrop 02 II.— Fortuna Dorstfeld: Kirchlinde— Rahm: Bövinghausen II. gegen Marten II. 20..: Marten— Kirchlinde: Rahm— Castrop 02 II; Fortuna Dorstfeld— Deusen: Reichsbahn gegen Lütgendortmund: Bövinghausen II.— Mengede. 27..: Lütgendortmund— Hansa Huckarde: Reichsbahn— Fortuna Dorstfeld: Deusen— Rahm: Castrov 02 II. Marten II.: Mengede II. gegen Kirchlinde. 4. 10.: Marten II— Deusen: Rahm— Reichsbahn: Hansa Huckarde— Fortuna Dorstfeld: Kirchlinde gegen Bövinghausen II.: Mengede II gegen Castrop 02 II. 11. 10.: Reichsbahn Marten II.: Rahm gegen Hansa Huckarde: Fortuna Dorstfeld— Lütgendortmund: Deusen— Mengede II.: Castrov 02 II. gegen Bövinghausen II. 18. 10.: frei. 25. 10.: Marten II.— Hansa Huckarde: Lütgendortmund Rahm: Kirchlinde— Castrop 02 1I.: Bövinghausen II.— Deusen: Mengede II. gegen Reichsbahn. 1. 11.: Hansa Huckarde— Mengede II.: Rahm gegen Fort. Dorstfeld: Lütgendortmund— Marten II.: Reichsbahn— Bövinghausen II.: Deusen gegen Kirchlinde. 8. 11.: Marten II— Fortuna Dorstfeld: Hansa Huckarde— Bövinghausen II.: Castrop 02 II. geg. Deusen: Kirchlinde— Reichsbahn: Mengede 1I. gegen Lütgendortmund. 15. 11.: Rahm— Marten II.: Fortuna Dorstfeld gegen Mengede II.: Reichsbahn— Castrop 02 II.: Kirchlinde— Hansa Huckarde: Bövinghausen II. gegen Lütgendortmund. 22. 11.: Fortuna Dorstfeld— Bövinghausen II.: Lütgendortmund— Kirchlinde: Deusen— Reichsbahn: Castrop 02 II.— Hansa Huckarde: Mengede II.— Rahm. Die 2. Mannschaft von Castrop 02 ist in diesem Jahre der 3. Kreisklasse zugeteilt worden und bestreitet da ihre Meisterschaftsspiele. Jeder Familie ein Eigenheim Jedem Volksgenossen ein Stück Heimatboden zum Eigenbesitz Den Weg zum schuldenfreien Eigenheim wies Herr O. Gölitzer in einem am Dienstag. dem 25. August 1936. in Castrop=Rauxel 1, im Restaurant Köllmann, am Markt, abgehaltenen Vortragsabend, der von der Bausparkasse Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot, dem ältesten deutschen Unternehmen dieser Art, veranstaltet wurde. Den interessanten Ausführungen des Redners entnehmen wir, daß die Bausparkasse sich auch in der Zeit der Wirtschaftskrisen erdrückendster Art als unbedingt krisenfest erwiesen habe. Auf dem Weg der organisierten Selbsthilfe haben sie in den wenigen Jahren ihrer Tätigkeit schon über 80000 Volksgenossen über 750 Millionen RM. zur Eigenheimfinanzierung zur Verfügung gestellt. Die Bausparkasse Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot hat allein an rund 16 900 Bausparer etwa 239 Millionen RM. als unkündbares Darlehen zur Verfügung stellen können. Der Redner führte weiter aus, daß jedem Eigenheiminteressenten die gesamte Finanzierung seines Vorhabens ermöglicht wird mit zinsbilligem, unkündbarem Geld, das bei tragbaren Tilgungsbedingungen die Versicherung jeweils des halben Darlehensrestes gegen den Todessall vorsieht. Der Bausparer genießt, was auch zu beachten ist, steuerliche Vorteile, weil seine Bauspareinlagen bei der Einkommen= oder Lohnsteuer je nach seinen Familienverhältnissen in entsprechender Höhe abgezogen werden können. Viele Einzelfragen fanden das besondere Interesse der Zuhörer. Nicht nur ein Neubau einschließlich der Finanzierung des Bauplatzes und aller Nebenkosten, sondern auch Hauskauf. Anbau, Umbau und Hypothekenablösung sind möglich. Jeder baut oder bringt sein Vorhaben zur Durchführung, wo. wie und mit wem er will. Die Bausparkasse übernimmt die Betreuung und Beratung ihrer Mitglieder bei Inanspruchnahme des Darlehens und schafft damit größte Sicherheit für die Geldanlage. Niemand soll glauben, daß er ohne eigenen Einsatz zu einem Eigenheim kommen könne. Aber in der Vereinigung mit Gleichgesinnten ist das Ziel eher erreichbar, als wenn der Einzelne auf sich allein angewiesen wäre. Die Bausparkassen leisten beste Arbeit im Sinne nationalsozialistischer Bestrebungen. Sie fördern die Wiederverwurzelung breitester Kreise mit der Scholle. Dem Bausparer verhelsen sie damit zu einem bleibenden Wert. der Volksgemeinschaft bedeutet ihre Tätigkeit zugleich Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Die Veranstaltung dürfte bei vielen Besuchern den Entschluß, einmal ein Eigenheim zu besitzen, sehr gefördert haben. Ein kiesen-Champignon Auf einer Bladenhorster Wiese wurde von Herner Pilzsammlern an einem kleinen Sandhügel, unter Brennesseln versteckt, ein Riesen=Chamvignon gefunden, der an Größe eher einem Kürbis als einem Pilze gleichsah. Er hatte einen Durchmesser von 30 Zentimeter und eine Höhe von 25 Zentimeter. Sein Gewicht betrug nicht weniger als 3½ Pfund. Tödlicher Verkehrsunfall Am Sonntagmorgen ereignete sich auf der Henrichenburger Straße in Suderwich ein Verkehrsunfall, der wieder ein Menschenleben forderte. Amtlich wird darüber gemeldet: Gegen 10.30 Uhr befuhr ein Motorradfahrer aus Castroo= Rauxel mit seinem Kraftrade die Henrichenburger Straße in westlicher Richtung. In gleicher Richtung gingen auf der linken Straßenseite drei Fußgänger. unter denen sich auch der 74jährige Invalide Josef Disselkamp von der Henrichenburger Straße besand. Etwa 30 Meter hinter der Mittelstraße ging plötzlich Disselkamp über den Fahrdamm auf die rechte Straßenseite. Hierbei wurde er von dem Kraftrade erfaßt, zu Boden geschleudert und blieb besinnungslos liegen. Der Motorradfahrer verlor die Gewalt über sein Fahrzeug, streifte einen Straßenbaum und landete im Straßengraben. Glücklicherweise wurde er aber nur am linken Arm leicht verletzt. Disselkamp zog sich bei dem Sturz dagegen schwere Verletzungen zu und mußte in das Knappschaftskrankenhaus in Recklinghausen geschafft werden. Hier wurde ein Unterarmbruch und ein Schädelbasisbruch bei ihm festgestellt. An den Folgen der schweren Verletzungen ist Disselkamp um 14.30 Uhr im Krankenhaus gestorben. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Die Untersuchung hierüber ist eingeleitet. Erledigte Suchmeldung Durch den Reichssender Köln wurde am Montagabend 10 Uhr eine Suchmeldung durchgegeben, die einen jungen Mann aus Castrov=Rauxel betraf. Die Suchmeldung ist inzwischen erledigt, da der Betrefsende noch im Laufe des Montagabends seine hiesigen Eltern telegraphisch von seiner Ankunft in Bielefeld verständigte. Mit„Kraft durch Freude“ zur Jusel Jnist vom 27. 8.— 5. 9. Fahrpreis: 40.— RM. Aus dem dichtbevölkerten Industriegebiet fährt der Zug bereits nach wenigen Stunden durch die saftigen Grünflächen des Weser=Emslandes bis zur Küstenstation Norddeich. In festlichem Flaggenschmuck liegen die Dampfer, nur wenige Meter vom Zuge entfernt, an der Hasenmauer zur zweistündigen Seefahrt bereit. Zum ersten Mal nimmt das weite Meer die landgewohnten Urlauber auf. Ueber die sonnenbeschienene, silberne Meeresfläche ziehen die Dampfer ihre gewohnte Wasserstraße entlang. von kreischenden Möven begleitet dem Ziel entgegen, zur Insel Juist. Nach Anlandgehen bringen schmucke. gelbe Wagen der Inselkleinbahn die Urlauber über die drei Kilometer lange Mole zum eigentlichen Ankunftsbahnhof. Juist ist eine schmale Insel, an deren sandigen Hängen die oft stürmische Brandung verrauscht. Einzigartig wirkt der 17 km lange. von Buhnen unterbrochene Strand und die unschätzbare Weite des ewigen Meeres. Trotz der ausgedehnten Länge von 17 km hat die Insel Juist nur eine Breite von rund 500 Meter, so daß man von allen Häusern in zwei bis drei Minuten zum Strand gelangen kann. Der schmale Landstreisen läßt die Wunder des Seeklimas unbehindert heilkräftig wirken. Abstecher mit Motor= und Segelbooten sind auch für die„Kraft=durch=Freude"=Urlauber erschwinglich. Mit Wagen und Reitpferden kann sich jeder durch einen Ausflug zur Vogelinsel Memmert einen interessanten Ferientag verschaffen. Zu dieser Hitleres Jugend Adolf=Hitler-Marsch 1936 Ein Marschteilnehmer gibt uns einen kurzen Ausschnitt des Adolf=Hitler=Marsches: Die westfälische Einheit des Adolf=Hitler=Marsches hat am 19. August die bessische Grenze überschritten. Vor wenigen Tagen marschierten wir noch durch das Sauerland. Siegerland, durch Wittgenstein, über das Rothaargebirge. Der Marsch durch das Wittgensteiner Ländchen erinnert uns daran, daß hier der Kampf für den Nationalsozialismus schon verhältnismäßig früh eingesetzt hat. Bei der Wahl im Jahre 1930 standen bereits 60 Prozent der Bevölkerung zum Führer. Der Boden in diesem Ländchen ist karg— die Bevölkerung lebt in den bescheidensten Verhältnissen. Dieser Fall zeigt wieder einmal, daß Deutschlands ärmste Söhne seine treuesten sind. Wir lagerten an den Stellen, die im Kampfe um die Führung des Nationalsozialismus historische Bedeutung haben: hier. wo Rotmord wütete und fast sprichwörtlich jeder Zollbreit Bodens hart erkämpft werden mußte— standen unsere Fahnen, die wir nach Nürnberg tragen. Wenige Kilometer hinter der Stadt Laasphe nahm uns schon Kurhessen auf. Anders ist der Volksschlag hier. verschieden von uns Westfalen, doch gleich herzlich wurden wir ausgenommen. Der Adolf=Hitler= Marsch hat schon dadurch eine besondere Bedeutung. daß uns durch die private Einquartierung Gelegenheit gegeben ist, mit der Bevölkerung anderer Gaue in Berührung zu kommen. So lernen wir denn unsere Volksgenossen jenseits unserer engeren Heimat kennen und umgekehrt sie uns. Freilich gibt es auch Leute, die den Kopf schütteln. die den Sinn unseres Marschierens nicht begreifen können: nicht verstehen, warum wir marschieren. warum wir die Strapazen eines solchen Marsches auf uns nehmen. Doch der größte Teil des deutschen Volkes weiß, daß die Jugend nicht nur die Fahnen. die Zeichen ihres Symbols, sondern ihre ganze junge Kraft, die Herzen und ihre Liebe zum Führer trägt. „Wer sich unserer Fahne verschreibt. muß ihr folgen, wohin sie auch treibt. Wer sich unserer Fahne verschwört.1 hat nichts, was ihm selber gehört" Veranstaltungsring der 53. Nur noch wenige Wochen trennen uns von dem Beginn der Veranstaltungsveriode im Theater. Mu sik= und Vortragssaal. Die Arbeit der Programm aufstellung ist bereits mehr oder weniger beendet und die Besprechung in vollem Gange. Neben die Vermittlungsorganisationen für kul turelle Veranstaltungen der Erwachsenen. NS.=Kulturgemeinde und„Kraft durch Freude". ist neuerdings für die gesamte Jugend der„Veranstaltungs ring der HI.“ getreten. In diesem sind alle Jugendlichen. auch Nichtmitglieder der HJ., zusammengeschlossen, die am organisierten und damit verbilligten Besuch kultureller Veranstaltungen teilnehmen wollen. Mitglied kann jeder junge nationalsozialistische Volksgenosse allgemein bis zum 21. Lebensjahr werden. Anmeldungen haben bei den Leitern der Veranstaltungsringe den Kulturstellenleitern der Banne(Banndienststelle) bzw. ihren Beauftragten in den einzelnen Standorten zu erfolgen. Dort kann auch alles Nähere über Art der Veranstaltung. Preise usw. erfragt werden. letzten Nordseefahrt des Gaues Westfalen=Süd müssen die Anmeldungen sofort bei allen Dienststellen sowie Orts= und Betriebswarten der RS.=Gemein schaft„Kraft durch Freude" erfolgen. Lotaler Sport 55. harkortbergfest Erfolge des Turnerbundes Rauxe! Fast 2500 Wettkämpfer aus Westfalen und Rheinland stritten am Sonntag auf dem Harkortbergfest um den Siegerkranz Diese Veranstaltung war doch von jeher eines der schönsten Bergieste Deutschlands. Sie ist auch heute noch ein Gradmesser für unseren Nachwuchs und ebenso für das Können der Altecsturner. Besonders in den Altersklassen sah man im Lausen. Springen und Stoßen noch beachtenswerte Leistungen, an denen sich noch mancher junger Sportler ein Beispiel nehmen kann. So stießen den 30=Pfd.=Stein noch Schaefer=Essen.10 m. Trappmann=Hagen.70 m. Teubler, Turnerbund Rauxel.50 m. Moll=Hamm.10 m. Bei unseren jungen Alten sah man so richtig wieder, daß Leibesübungen den Körper bis ins hohe Alter stark. gesund und widerstandsfähig hält. Vom Turnerbund Rauxel wurden auf dem Harkortberg Sieger im Vierkampf: August Hild; im Dreikampf: Mathias Teubler, Heinr. Gras, Fritz Langguth, Aug. Schade. Theater, Konzerte, Vortragt Würdiger Auftakt der neuen Spielzeil im Stadttheater Bochum Der neue Spielplan. der Ihnen durch die zahlreichen Artikel an dieser Stelle und durch unseren Vormiete=Prospekt bekannt sein dürfte, bekommt seinen würdigen Auftakt in der zweiten Hälfte des September mit Kleists„Käthchen von Heilbronn"; es folgen Shaws„Pygmalion" und als Uraufführung gleich zum Beginn des Oktober.„Die Romanze“ von Ebermayer. Die Kölner Oper beginnt ihre Akbeit im Stadttheater Bochum auch bereits im September, und zwar mit der„Elektra“ von Richard Strauß, dem großen Aufführungserfolg am Ende der vorigen Spielzeit in Köln, und dem„Don Juan von Mozart. Füni große Ereignisse— willst Du alle miterleben, dann werde Vormieter im Stad theater. Der 150 Jahre si Erzählungen# vergangen. 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Ueber Nacht floh er nach England. Um sich über Wasser zu halten, versuchte er, einen Verleger für die von ihm nach den Erzählungen des Barons aufgezeichneten Lügengeschichten zu finden. Er fand nicht nur den gesuchten Verleger, sondern machte obendrein sein Glück. Der Ruhm des Aufschneiders, der selbst vollkommen verarmt starb, wurde bald in alle Welt getragen. Der Dichter Gottfried August Bürger, der begabteste des Göttinger Hainbunds, verdeutschte das Buch Raspes und gab damit die Abenteuer dieses Helden der absinkenden Rokokowelt dem deutschen Volke zurück. So besitzen wir in Bürgers Buch, das erstmalig 1786 erschien, die Erzählungen Münchhausens in demselben Zeitstil, in welchem sie der Lügenbaron, der 1797 starb, selbst zum besten gegeben hat. August Straub macht im Deutschen Bücherfreund darauf aufmerksam, daß das Münchhausen=Museum des Magistrats zu Bodenwerder erschreckend wenig enthält: das alte Pulverhorn des Barons und einen wurmstichigen Schrank voll Prozeßakten; denn nach dem Tode seiner Gattin heiratete der Freiherr ein liederliches Weib, welches sein ganzes Vermögen mit jungen Liebhabern durchbrachte. H. W. Im Klammenden Morgenrot Rechtzeitig zum Siebzigsten unseres Hermann Löns legt der Verlag Friedrich Gersbach, Bad Pyrmont(Hannover) ein neues Lönsbuch vor, Erzählungen und Dichtungen, Tier= und Jagdgeschichten, Schilderungen aus Wald, Feld und Heide. Dies ist um so verdienstlicher, als die Tage jenes Lönskultes, der mehr Nahrung an dem Privatleben des Dichtersmannes als an seinen unvergänglichen Werken und an seinem Sterben als 48jähriger Freiwilliger vor dem Feinde fand, nun endgültig vergangen sind. „Im flammenden Morgenrot“ nennt sich diese Auswahl aus dem„Goldenen Buch“, dem „Lönsbuch",„Junglaub",„Frau Döllmer" und dem letzten Buche des Dichters„Einsame Heidfahrt; und der alte Heinrich Sohnrey erinnert in einleitenden Sätzen an das Morgenrot, das schon um die Jahrhundertwende über den Anfängen unseres Löns gelegen habe Wurde dieses Morgenrot denn gesehen? Die Forderung des Tages hieß Beruf und Brot für den Werdenden. Rosige Wolken standen nicht über seinem Leben. Nur im Geiste war ihm gegeben, und so konnte er geben und geben, obwohl die Glücksgöttin ihm sonst alles vorenthielt. Das neue Buch hat mit 180 Tier= und Landschaftsbildern eine würdige Ausstattung erfahren. Aus 2200 Naturaufnahmen wurde die Auswahl getroffen. Dieses Buch hat vorweg für Jugend und Volk eine Aufgabe: Es soll den Dichter Löns seinem Volk und unserer Jugend bringen. Denn Löns führt nicht nur an die Natur heran, sondern tief in sie hinein. Denn nun ist Alapilähtilen zur Anterfiahuug der Jumiiehfbeschung in Miedersäussell Niedersachsen ist auf dem Gebiet der Familien= forschung eigentlich seit je vorbildlich gewesen. Vorab sei daran erinnert, daß Professor Johann Christoph Gatterer an der Universität in Göttingen 1788 den ersten systematischen„Abriß der Genealogie" herausgab und auch Professor Pütter der Genealogie als Wissenschaft hold war, wie sie ehedem als erläuternde und begründende Hilfswissenschaft der politischen Geschichte auf dem Lehrplan der Gymnasien und der Universitäten stand. Ja, Johann Sebastian Bach lernte in seiner Lüneburger Schulzeit um 1700 auf dem Johanneum bereits neben Didaktik, Rhetorik und Geschichte u. a. Geschlechter= und Wappenkunde. Eigentlich ist aber erst nach dem Weltkriege und besonders nach der nationalen Erhebung die Familienkunde recht aufgelebt. 1919 wurde die Zentralstelle für Niedersächsische Familienkunde in Hamburg mit einer eigenen Zeitschrift gegründet. Im Jahre 1927 wurde unter Führung von Oberregierungsrat Dr. Burchard die Ostfälische Familienkundliche Kommission mit ihrem Sitz in Braunschweig ins Leben gerufen, die eine ganze Fülle wichtiger Publikationen für die Familienforschung herausgebracht hat, so einen Gesamt=Bildnis=Katalog, alte Adreßbücher von Bremen und Wolfenbüttel, Schulmatrikel usw. Der Vorsitzende selbst ist eine anerkannte Größe auf dem Gebiete der Familienkunde und hat einige wesentliche Bücher veröffentlicht, wie „Die Bevölkerung des Fürstentums Calenberg= Göttingen gegen Ende des 16. Jahrhunderts“ an Hand der Musterungsrollen. Wir haben in Niedersachsen auch ein ausgezeichnetes Material in den Staatsarchiven, in der Provinz Hannover gibt es davon nicht weniger als drei, nämlich Hannover, Osnabrück und Aurich, dazu Bremen, Wolfenbüttel, Hamburg, Oldenburg und Bückeburg, weiter die Stadtarchive zu Braunschweig, Celle, Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Göttingen u. a. Außerdem haben wir in Niedersachsen die größten Sammlungen von Leichenpredigten in ganz Deutschland, Bremen hat 12.000, Hamburg 21.000, Hannover 10.000, Stolberg 20 000 Stück aufzuweisen, daneben gibt es nur Danzig, Stuttgart und Zwickau mit ähnlichen Ziffern. Ganz wesentlich ist aber das in kirchlichem Besitz befindliche Material, vor allem die Kirchenbücher, wozu allerdings alle anderen Pfarrarchivakten kommen, in denen für Familien= zwecke etwas enthalten sein kann, Rechnungsbücher, Kirchenstuhl=, Gefälleregister usw. Die Sicherung der Kirchenbücher und der kirchlichen uns Löns nicht mehr der Mensch nur, von dem man sagen konnte:„Ich mag den Löns nicht!“ — nun ist er uns schlecht und recht wie keiner — Bruder des Tieres, Bruder der Pflanze, Bruder des Steins. Johannes Schräpel. Nliederdeutscher Rumor Wozu der Rechtsanwalt gut ist In die Stube eines Rechtsanwalts tritt ein Bauernknecht: „Ick bün jo nun verklagt vun den verdreihten Jagdupseher vun wegen Wilddeberie.“ „So? Na, dann vertellen Se mi mal de Sak.“ „So vör’n Dagener veerthein gah ick to Fell', dor liggt dor in'n Knick'n Flint. S, denk ick, wen mag de Flinte tohören?" „Ja“, meint der Rechtsanwalt,„dat weer ja ok merkwürdig.“ „Sallst se leewers liggen laten, denk ich, den se tohört, de ward se woll sülwen halen.“ „Dat weer ja ok wahrscheinlich“, sagt der Rechtsanwalt. „Den andern Dag gah ick wedder hen, dorr liggt de Flint noch dor up den sülwigen Platz. Dat Ding verrust ja, denk ick bei mi. Sallst se man leewers mitnahmen und so nah'n Ortsvorsteher dragen.— Weer denn dat nicht recht?“ „Natürlich sünd Se een ganz rechtschaffener Mann, wenn Se de Flint nah'n Ortsvorsteher dragen wullen.“ „Dat meen ick ok! Ich gah dor also mit af und as ick so äwer de Koppel gah, ward ick wis, dat uns Nawer Knecht up de anner Koppel plögen deiht. Dunnerslag, denk ick, dat kunn di doch heiplich in Ungelegenheiten bringen, wenn di hier een mit de Flint öwer de Koppel gahn siehst, sallst se man leewers wedder hinleggen. Ick slick mi also so recht en beten vörsichtig achter de Knick lang un bin jüst dorbi. de Flint, so as se leggen hadd, mit Bläd un Gras totodecken, dor Aus einen Sommerzrieden Von Heinrich Dröge Wie heiße Hände hängt der Himmel viele Wochen über der Weite. Es ist, als ob kein Leben mehr wäre. Die weißen Stämme der Birken verglühen. Und wie ein schmaler Silberstreifen läuft der weiße Weg in die endlose Versunkenheit. Die Fuhrenwand in der Tiefe versinkt. Es ist nichts als ein glühender Himmel. Auch kein Lied ist da. Sogar der Häher schaukelt stumm von Baum zu Baum. Nur manchmal ist hoch im Brand des Himmels der verlende Klang der Lerche und ist wie Tropfen und macht dann die brennende Stille golden und glänzend mit seinem trunkenen, jubelnden Verzücktsein. Und je höher das Lied steigt, um so unirdischer wird der metallene Ton, um so süßer, schmelzender perlt er nieder. Da nun aber der Sommer milder brennt, das Feld hinter dem Heidberge goldener leuchtet und die satten Sommerwolken tief und schwerer wandern, wird das Land ringsum rosenrot, purpurn, violett. Die weglose Stille wächst durch Verklärung einer Farbe, deren Zauber unaussprechlich ist, sie wird zu einem roten Meer, über dem die Wolken wuchtige Segel werden und in das der Abend aufbrechend hinsinkt, unerlöschlich in roter Glut, trunken, unendlich verblutend, rätselvoll. Nun ist das Land Tal erfüllter Sehnsucht, erblüht der Stunde Seligkeit. Unter leise verbergenden Schatten der Birke glüht die Liebe füße Feier: Silber, Gold, Purpur und Duft von Honig. Und in diesem Abend ungeheuren blutenden: Brandes, alle Weite überflutend, horche ich still dem Abendläuten aus einem fernen Dorf. Dann steigt auch wieder über meinem Heimgang das leise Klingen, dem alles Verworrene fehlt, in dem schon die nahende Klarheit der Sterne und der sanfte Friede einer kühlen Heidenacht ist. Aus der Glut der sterbenden Schönheit tönt eine Glocke verborgenen Friedens. Und so wird das Lied der kleinen trunkenen Vogelkehle nichts als dankbare Seligkeit. Die Lerche fällt und steigt und schwebt dahin über der gewaltigen Weite, über dem Saum erlöschender Wälder, über der reifen Stille einsamer Felder. Da die Glut sanft erlischt und das Dunkel unsagbar tröstlich mit duftenden Schatten naht, werden neben dem Lerchenlied tausend wispernde Stimmen wach und halten Abendsprache. Seltsam ist die Verwandlung aller Dinge, die in Blau und Grau zerfließen und denen alles brennende Bunte nun genommen ist. Als ob mich nichts mehr berührte, ein Bild, das entschwindet, ein Ahnen aus der Verlorenheit und stilles Fragen und ferne Antwort, erfüllt mit tausend Rätseln und tausend Wundern. Siehe, diese blaue Ruhe ist für den Schöpfer da, für Gott und seine Sterne, um alle Wunder der Erde in Frieden zu lösen. Und voll Frieden und göttlicher Ruhe schreite ich, allem Lärm des Lebens fern, in den köstlichen Schatten eines Dorfes. Auf den Wiesen und über der Schwere der Julifelder heben sich Nebel wie kühle Schleier. Sterne stehen feierlich und klar über einem Wald. Und oben im Esch beginnt eine Wachtel zu schnarren, unermüdlich und kümmt de Jagdupseher. Is dat denn nur Wilddeberie?“ „Nee— dat is keen Wilddeberie." „Dat meen ick ok, un denn kunnen Se min Sak jo prächtig föhren.“ „Gott sall mi bewahren!“ sagt der Rechtsanwalt.„De Geschicht is so wunnerschin, de kann keen anner Minsch beter vertellen, dor gah'n Se man sülwen mit to Gericht.“ „Je ja... ja ja... ob se bi't Gericht mit dat woll glöben?“ „Nee, glöben dohn se dat nich.“ „Det hew ick mi ok all dacht. Denn weer't doch wull beter. Se güngen dormit vör.“ „Nee“, sagt der Rechtsanwalt,„ick will dormit nix to dohn hebben, dat is ja allens lagen.“ „Ja, dat ist's! Aewer wofür sünd Se Advokat?!“ Eine Grabse=Wocke in Detmokc Am 12. September werden es 100 Jahre her sein, daß der Dichter Christian Dietrich Grabbe in Detmold, erst 35jährig, starb. Aus diesem Anlaß will die Stadt Detmold das Gedächtnis des vaterländischen und revolutionären Dichters, der einem seit den ältesten Zeiten in Lippe=Detmold ansässigen Bauerngeschlecht Niedersachsens entstammte und der fast sein ganzes Leben in seiner Heimat Detmold verbracht hat, durch die Veranstaltung einer Grabbe=Woche ehren. Ein Personenkreis hat sich gebildet mit der Aufgabe, das Verständnis für die Werke Grabbes zu fördern. Die RS.=Kulturgemeinde veranstaltet zu diesem Zweck eine Reihe von Vorträgen. Die Bühnen der engeren Heimat Grabbes, die Stadttheater Münster. Düsseldorf, Bochum, Hannover, Bielefeld und Detmold werden im Herbst die bedeutendsten Werke des Dichters zur Aufführung bringen.— Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels hat die Schirmherrschaft über die Grabbe=Woche in Detmold übernommen. hw. feierlich, als spräche sie im Traum vor unendlichen Kornfeldern. So kommen die Nächte, so werden sie immer noch sein, auch wenn schon die Gensen schwirrten und die Früchte schwer werden. Dann werden sich die Arme, welche mich jetzt in einem mondbeglänzten Zimmer empfangen, weiß und freundlich um meine Schultern legen. Und ein reifer roter Mund wird leise Worte Georg Trakls sagen: „Verflossen ist das Gold der Tage, Des Abends braun und blaue Farben: Des Hirten sanfte Flöten starben, Des Abends blau und braune Farben: Verflossen ist das Gold der Tage!“ 74 95 Ungestrast ibt du mich nicht!“ Hermann Löns auf Forscherpfaden Der Dichter, der uns ewig jung erscheint, beginge am 29. August den Siebzigsten. Der Dichter Hermann Löns war auch Faunist und Systematiker.„Laienbiologe“— sein Studium hatte er nicht zu Ende gebracht. Ein gewisses Draufgängertum begünstigte sein Forscherglück. Willkürlich stelle ich ihm einen anderen Biologen, durch mehr als ein halbes Jahrhundert von ihm getrennt, gegenüber: den Anatomen und Physiologen Johannes Müller. Der Anatom, den Emile du Bois=Raymond den Haller des 19. Jahrhunderts und den deutschen Cuvier nannte, ertrug den Anblick von Spinnen selbst zu einer Zeit noch ungern, wo man ihm über den Gang und die Augen dieser Geschöpfe bereits umfängliche Aufschlüsse verdankte. Vielleicht reizte den Forscher das Studium gerade Archivalien ist seit Errichtung des Landeskirchenarchivs in Hannover im Jahre 1933 eine stärkere geworden. In den rund 1100 Kirchengemeinden ist in den meisten Fällen seither die Verkartung oder Namensregistrierung der Kirchenbücher durchgeführt, an verschiedenen Orten sind Kirchenbuchämter zur Erleichterung der Nachschlagearbeit errichtet, so in Harburg, Uelzen, Osnabrück, Einbeck usw. Andere Aemter sind im Entstehen begriffen, wie Hildesheim und Göttingen. Zwei Sippenkanzleien haben wir im Hannoverschen, von der Kirche eingerichtet und der Reichsstelle für Sip. penforschung Berlins unterstellt. Es sind dies Lüneburg und Stadt Hannover Letztere ist vorbildlich. Berlin richtet jetzt nach dem Muster von Hannover eine solche Kanzlei ein. In einem dem Evgl.= luth. Gesamtverband Hannover gehörigen Kirchenbucharchiv ruhen 530 Kirchenbücher der Stadt Hannover, aus 30 städtischen Gemeinden. Von 1770 an bis 1875 ist eine Verkartung in Zetteln durchgeführt, die auf den Schlag das nötige Material zu liefern imstande ist. So sind bislang 700 000 Zettel ausgeschrieben und in Kapseln gebracht. Ein persönlicher Einblick wird empfohlen und gern gestattet. Die für ganz Deutschland maßgeblichen Gebührenfragen, das Merkblatt: Pfarramt und Sippenforschung, die Maßnahmen zum kirchl. Archivalienschutz usw. sind stets in engster Zusammenarbeit mit Hannover entstanden. Allein für 50000 RM. sind feuersichere Schränke in den Gemeinden beschafft, ohne die Einrichtung in Hannover selbst, etwa 1200000 Urkunden für Zwecke der arischen Abstammung sind in der Provinz Hannover ausgestellt. Das Landeskirchenarchiv selbst ist immer mehr im Aufbau begriffen. Hier sind in den letzten Monaten etwa 6000 Personalakten von Geistlichen, zurückreichend bis 1750, in Repertoiren gebracht. Hinzu tritt neben der mehr amtlichen die freie Forschung. Erstaunliches haben die Arbeitsgemeinschaften für bäuerliche Erbhof= und Familienforschung geleistet. Hier ist der Celler Kreis mit seinem Leiter, dem Rektor Barenscheer in Wietze besonders vorbildlich. Demnächst wird der Reichsnährstand überhaupt stärker an der Verkartung der Kirchenbücher beteiligt werden: das hat wiederum zur Folge, daß auch die Forschung vorwärtsschreiten wird. Der beste Beweis dafür wie stark der Familiensinn gerade in Niedersachsen ausgeprägt ist, ist die Fülle von Sippen= und Familientagen im Hannoverschen. Wenn man die Zeitung aufschlägt, springen einem die Berichte über milientage entgegen. Aus der letzten Zeit seien nur genannt die Familientage der Sippe Fitschen in Harsefeld, der Grotefends in Reppner mit Gründung eines Familienverbandes, der Sippe Brammer aus dem Lüneburgischen in Kiel(100 Angehörige), der Fricken in Gr.=Hilligsfeld, der Sippe Kayßner in Soltau mit Gründung eines Verbandes, der Brunottes auf der Marienburg bei Nordstemmen, der Sippe Rühmkorf in Hannover, der Rehm in Völksen, der Mundhenken in Bad Pyrmont, der Schwekendiest oder=diek in Aerzen usw. Daraus erhellt, daß praktische Familienpflege immer die beste Familienforschung ist. Diese verkörpert sich am treffendsten auf einem Familientage. Deshalb ist es Pflicht der Träger eines bestimmten Namens, sich zusammenzuschließen, um so für die Enkel die Grundlage für einen blutsmäßig gebundenen und darum unzerstörbaren Zusammenhang innerhalb der Familie zu legen W. L. dieser Geschöpfe, weil er seinem Widerwillen durch Betrachtung, Versuch und Zergliederung den Boden zu entziehen wünschte. Ein tierisches Wesen, das ebenso unverschuldet und ganz unverdientermaßen wie die Spinne die Abneigung der Menschen erntet, ist die Wegschnecke. Gerade nun die Nacktschnecken waren neben der wunderbaren kleinen Welt der Bücherläuse ein wissenschaftliches Spezialgebiet unseres Hermann Löns. Ein Stück gerechten Naturforschertums offenbart sich in der nachfolgenden, nahezu völlig unbekannt gebliebenen kleinen Begebenheit. Löns hatte im Zoo in Hannover den verschiedensten Tieren Wegschnecken vorgeworfen; überall aber waren die Schnecken, mochten sie noch so fett sein, verschmäht worden. Da warf Löns dem Strauß, der doch wahrlich kein Kostverächter ist, nacheinander mehrere Stückchen Brot zu, die der Vogel geschickt auffing und verschluckte; hierauf — unvermutet für den Strauß— eine Wegschnecke, die natürlich auch aufgefangen, aber sofort in hohem Bogen unter allen Anzeichen des Ekels wieder ausgespien wurde. Der Strauß kehrte sich vergrämt ab und nahm auch kein Stück Brot von Löns mehr, so verlockend dieser es ihm auch zuwerfen mochte. Löns wollte nun hinter das Geheimnis des Ekelerregers kommen. Er strich deshalb mit dem Finger über eine Wegschnecke und schmeckte den Schleim. Dieser hatte einen so widerwärtigen und höllischen Geschmack, daß Löns ihn trotz aller Mundwässer drei Tage lang nicht wieder loswerden konnte und während dieser Zeit auch von seiner Braut entsetzt gemieden wurde. Johannes Schräpel. 0000e kurg. Ner gerng. Ein Strandroman von Hermann Weick 2 Da Trude vorgeschlagen hatte, noch das Abendkonzert im Kurgarten anzuhören, hatte man sich dorthin begeben. Eine große Menschenmenge erging sich bei den Klängen der Musik in den Anlagen. Man kam auf den Wegen nur langsam vorwärts; es schien, als hätten sich sämtliche Fremden des Kurortes hier ein Stelldichein gegeben. Wenn es ani Badestrand ebenso voll ist wie hier, dann müssen ja die Leute wie die Heringe nebeneinanderliegen!“ meinte Laurens zu Trude Wenckhaus. „Sind Sie so menschenscheu?“ „Nein, ich habe nur gern Ellbogenfreiheit, auch am Badestrand!“ „Ich auch!“ entgegnete Trude; ein geheimer Sinn schien hinter diesen zwei Worten zu stecken. „Wann gehen Sie morgen baden?“ wollte Laurens darauf wissen. „Um zehn oder elf Uhr, je nachdem, wann ich ausgeschlafen habe.“ „Darf ich.. Laurens sprach nicht weiter. Eine schlanke Dame war soeben an ihnen vorbeigegangen. Trotz der schwachen Beleuchtung durch eine entfernte Lampe hatte Laurens die Dame doch sofort wiedererkannt. Es war die Fremde vom Schiff. Ob sie ihn gesehen hatte? Unbewußt drehte sich Laurens um; aber er gewahrte nichts mehr von der Dame. „Haben Sie Bekannte entdeckt?“ fragte Trude Wenckhaus, der Laurens' unvermitteltes Schweigen und die ungestüme Art, mit der er sich zurückgewandt hatte, nicht entgangen war. „Ich... Nein...“ antwortete Laurens sehr hastig. Er befand sich in seltsamer Erregung. Unablässig sah er, während sie kreuz und quer durch den Garten wandelten, suchend umher; die Scharen der Leute, die ihm entgegenkamen, durchforschten seine Augen... immer wieder wähnte er, die Fremde nochmals auftauchen zu sehen. Aber sie blieb verschwunden. Laurens war, ohne es selbst zu merken, schweigsam geworden. Trude, die ihn mehrmals forschend von der Seite betrachtet hatte, sagte plötzlich, als sie sich schon auf dem Rückweg zum Hotel befanden: „Was ist mit einem Male in Sie gefahren, Herr Laurens, daß Sie so wortkarg sind?“ Er lachte verlegen. „Wortkarg? Aber keine Spur!“ „Herr Laurens wird von der Reise müde sein!“ meinte Frau Wenckhaus. Laurens widersprach eifrig, er gab sich auch redlich Mühe, die beiden Damen zu unterhalten — aber immer wieder kreisten seine Gedanken um die Fremde, die vorhin an ihm vorübergegangen war. Eine leise, zarte Sehnsucht war in ihm aufgeblüht und ging mit ihm in den Schlaf. Am Badestrand herrschte Hochbetrieb. Zahllose Menschen lagen im sonnenheißen Sand; es gab kaum mehr ein freies Plätzchen. Und im Wasser tummelten sich unübersehbare Scharen, die sich den heranbrausenden Wellen entgegenstellten und in ihnen manchmal zu verschwinden drohten. Immer wieder erschallten ausgelassene Rufe, Es war ein Lachen und Scherzen unter den Badenden, als seien sie eine große, übermütige Familie. Frau Wenckhaus, die im Sand lag, ergötzte sich an dem abwechslungsreichen Treiben. Ihre Augen suchten ihre Tochter. Nun entdeckte sie Trude, neben der Peter Laurens stand, der am Vormittag prompt die beiden Damen zum Badebesuch abgeholt hatte. Laurens schien ja bereits tüchtig in Trude verschossen zu sein. Er wich kaum einmal von ihrer Seite. Und die ganze Art, wie er sie behandelte, bewies, daß Trude gleich gestern einen starken Eindruck auf ihn gemacht hatte. Frau Wenckhaus war mit dieser Wendung der Dinge zufrieden. Ihr gefiel Laurens; so hatte sie sich den Mann vorgestellt, den sie sich für ihre Tochter zum Gatten wünschte. Hoffentlich würde Trude vernünftig sein! Es war an der Zeit, daß die andere Sache, die ihr und ihrem Manne schon so viel Aerger und Aufregung verursacht hatte, endlich vorbei war! Während Frau Wenckhaus sich wieder der Lektüre ihres Romans hingab, vergnügten sich Trude und Laurens in den Wellen. Ein burschikoser Ton herrschte zwischen ihnen, sie trieben allerhand Schabernack und fühlten sich sichtlich wohl im kühlenden Wasser. Ein großer, breitschultriger Herr war schon mehrmals in ihrer Nähe aufgetaucht, nun stand er etwas von ihnen entfernt und sah, wie es schien, mit finsterem Gesicht herüber. „Kennen Sie den Herrn dort drüben?“ fragte plötzlich Laurens, dem das absonderliche Verhalten des anderen aufgefallen war, zu Trude Wenckhaus. „Wen meinen Sie?“ „Jenen Herrn im hellblauen Badeanzug!“ Trude kniff die Augen zusammen, als werde sie von der Sonne geblendet. „Nein... Warum interessieren Sie sich für den Herrn?“ „Er fiel mir vorhin schon auf, als er sehr aufdringlich um uns herummarschierte; seit ein paar Minuten fixiert er uns ununterbrochen.“ „Lassen Sie ihm sein Vergnügen!“ „Er soll andere Leute angaffen, nicht uns! Wenn er jetzt nicht bald verschwindet, werde ich ihm etwas erzählen!“ Ueber Trudes Gesicht huschte ein spöttisches Lächeln, das Laurens aber nicht bemerkte. „Donnerwetter, gehen Sie gleich scharf ins Zeug, Herr Laurens! Der arme Kerl dort drüben! Wenn er ahnt, welche Gefahr ihm von Ihnen droht! Ein Glück, daß er sich davongemacht hatt: Sie blickte angestrengt zum Strand hinauf, in dessen Richtung der Herr im hellblauen Badeanzug geschritten war. Nun sah sie, wie ihre Mutter sich jäh aufrichtete und unentwegt auf einen Punkt starrte. Jetzt hat es eingeschlagen, dachte sie. Das ist mir aber ganz egal! Wir wollen sehen, wer den größeren Dickschädel hat, meine alten Herrschaften oder ich! „Mama winkt mir!“, sagte sie zu Laurens. „Kommen Sie mit?“ „Selbstverständlich!“ Leichtfüßig sprang sie voraus; Laurens folgte ihr. Als sie sich schon in der Nähe von Frau Wenckhaus befanden, die einen sehr echauffierten Eindruck machte, stockte Laurens' Fuß. Droben auf der Strandpromenade stand die Fremde vom Schiff. Für Laurens versank alles umher. Er vergaß Trude Wenckhaus, er wußte nichts mehr von den vielen Menschen ringsum... nur die schlanke Erscheinung im weißen Kleid sah er, zu der eine rätselhafte Gewalt ihn hinzuziehen schien. Unbewußt schritt er den Strand hinauf. Nun war ihm, als erkenne die Fremde ihn wieder; einen grüßenden Blick aus ihren Augen wähnte er zu empfangen. Dann ging die Fremde langsam weiter. Bei dem im Flüsterton geführten Wortwechsel, der sich unterdessen zwischen Frau Wenckhaus und ihrer Tochter abgespielt hatte, war diesen beiden das merkwürdige Benehmen Laurens' entgangen. „Weißt du, daß Herr Völker hier ist?“ sagte Frau Wenckhaus erregt zu Trude, als diese neben ihr im Sande Platz genommen hatte. Trude tat maßlos überrascht. „Fritz...2“ „Ich sah ihn vorhin im Wasser. Er trägt einen hellblauen Badeanzug.“ Trude markierte weiter die völlig Ahnungslose „Kann das nicht ein Irrtum von dir sein, Mama?“ Aber Frau Wenckhaus war ihrer Sache sicher; sie sah ihre Tochter streng an. „Du mußt ihn im Wasser gesehen haben; ich lasse mir nichts vormachen! Hast du Völker erzählt, daß du hierhin reisen würdest?" Trude zuckte gleichmütig mit den Schultern. „Warum sollte ich es ihm nicht erzählen? Wir brauchen doch vor anderen Leuten kein Geheimnis aus dieser Sommerreise zu machen!“ „Ich spreche nicht von anderen Leuten, sondern von Herrn Völker! Du müßtest nachgerade wissen, wie Papa und ich gerade über diesen Herrn denken!“ Trude warf trotzig den Kopf zurück. „Die Hauptsache ist doch wohl, wie ich über ihn denke.. „Schweige!" flüsterte Frau Wenckhaus aufgeregt.„Herr Laurens kommt; er braucht von dieser unerquicklichen Sache nichts zu erfahren.“ Sie lächelte Laurens entgegen. „War es schön in den Wellen?“ „Ja...“, antwortete Laurens abwesend und träumte sehnsuchtsvoll der Fremden nach. Es entging ihm auch die Verstimmung, die merkbar zwischen Frau Wenckhaus und ihrer Tochter herrschte; nur ein Gedanke beseelte ihn, als sie dann zum Hotel zurückgingen: Er mußte die Fremde kennenlernen! .gendwie mußte sich dies erreichen lassen; vielleicht würde sie zum nächsten Kurhausball kommen, dann würde er sie um einen Tanz bitten... vielleicht kam ihm ein glücklicher Zufall auch schon vorher zu Hilfe... Hastig verabschiedete er sich im Hotel von den beiden Damen und ging, seltsam aufgewühlt, in sein Zimmer. „Ich werde noch die Bilder beim Photographen holen“, sagte Trude zu ihrer Mutter. „Das können wir heute nachmittag besorgen. Jetzt möchte ich ein paar Worte mit dir reden! Bitte, komme mit hinauf!“ „Gerne!" erwiderte Trude bereitwillig, aber der trotzige Ausdruck in ihrem hübschen Gesicht vertiefte sich noch. Als die Zimmertür sich hinter ihnen geschlossen hatte, sagte Frau Wenckhaus, die sich mit zorniger Miene auf einen Diwan gesetzt hatte: „Ich will eine klare Antwort von dir haben, Trude: War es zwischen dir und Herrn Völker abgemacht, daß er dir hierher nachreise?“ Trude war stehen geblieben. Sie schüttelte den Kopf. „Nein! Fritz wußte wohl von unserer Reise, ich ermunterte ihn aber absichtlich mit keinem Wort, ebenfalls hierherzukommen, da ich weiß, wie du— leider Gottes— über ihn denkst und ich dir die Ferien nicht verderben wollte!“ „Dann finde ich es eine Frechheit von ihm, wenn er uns trotzdem nachgefahren ist!“ „Du solltest nicht gleich ein so hartes Wort gebrauchen, Mama! Wir können doch nicht Norderney für uns reserviert haben, es steht schließlich jedem anderen ebenfalls frei, sich hier aufzuhalten!“ „Ich will aber nicht, daß dieser Völker nun auch hier ständig hinter dir her ist, wie er es in München getan hat! Ich werde dem einen Riegel vorschieben, darauf kannst du dich verlassen!“ Trude machte eine gleichmütige Geste. „Tue, was du für gut findest, Mama! Ich kann dir aber auch heute nur wiederholen, was ich dir schon mehrmals gesagt habe: Ich habe Fritz Völker lieb und lasse mich durch nichts von ihm abbringen!“ In Trudes Worten war eine starke Entschlossenheit, die Frau Wenckhaus noch mehr erregte. Ihr sonst gutmütiges, lebensfrohes Gesicht zeigte nun die Spuren großer Empörung. „Und ich sage dir: daß wir eine Heirat mit Völker nicht zulassen werden! Du kennst Papa und weißt, daß, wenn er etwas nicht will, es auch nicht geschieht! Völker mag ein ganz talentierter Maler sein, vielleicht hat er auch eine große Zukunft, wie du mir immer wieder erzählst—— aber sicher ist dies heute noch keineswegs! Und wir wollen unser einziges Kind nicht einem so ungewissen Schicksal preisgeben; es gibt wahrlich genug andere Männer, die besser zu dir passen...“ Trude lachte spöttisch auf. „Herr Laurens ist wohl einer dieser sogenannten passenden Männer!“ „Warum nicht? Mir gefällt er ausgezeichnet, und ich betrachte es als einen glücklichen Umstand, daß wir uns hier zufällig getroffen haben!“ „War dies wirklich so zufällig, Mama?“ Frau Wenckhaus, die ihre Verlegenheit nicht verbergen konnte, gab nicht gleich Antwort. „Offenheit gegen Offenheit, Mama,“ fuhr Trude fort. Ich habe dir vorhin wahrheitsgemäß versichert, daß ich mit Fritz Völker kein Zusammentreffen in Norderney verabredet hatte! Nun will ich aber auch wissen, ob es wirklich ein Zufall war, daß Herr Laurens ausgerechnet zur gleichen Zeit wie wir in Norderney sich aufhält und zudem auch noch im gleichen Hotel wie wir wohnt! Von dem Augenblick an, als Herr Laurens mir erzählte, daß ihm unsere Anwesenheit hier bekannt sei, war mir die ganze Sache verdächtig.“ Trude machte zwei Schritte auf ihre Mutter zu.„Wußtest du, daß Laurens hierherkommen würde, Mama?“ „Frau Munck erwähnte neulich in einem ihrer Briefe etwas davon...“ „Also eine abgekartete Sache!" stieß Trude höhnisch hervor. Frau Wenckhaus war angesichts dieser von ihr nicht vorhergesehenen Wendung, die das Gespräch genommen hatte, sichtlich unbehaglich zu Mute. Im Grunde war sie eine gutmütige und nachgiebige Mutter; trotzdem Völker ihr nicht als das Ideal eines Gatten für Trude erschien, hätte sie doch schließlich eingewilligt, daß ihre Tochter den Maler heirate, den sie nun einmal gerne hatte——— aber ihr Mann war in diesem Punkte starrköpfig. Mit aller Deutlichkeit hatte er Trude zu verstehen gegeben, daß sie sich Völker aus dem Sinne schlagen solle, es war deshalb schon einige Male zu heftigen Szenen in der Familie Wenckhaus gekommen, und Frau Wenckhaus, die gerne geschlichtet hätte, war nichts anderes übriggeblieben, als den Willen ihres Mannes zu respektieren... Ein warmer Ton von mütterlicher Sorge war nun in ihren Worten, als sie sagte: „Du darfst meine Handlungsweise nicht mißverstehen Trude! Ich dachte dabei nur an dein Wohll Die Sache mit Völker muß einmal ein Ende haben; Papa würde doch niemals nachgeben. Warum solltest du da nicht auch andere Männer kennenlernen? Vielleicht würdest du, so dachte ich, einen finden, der dir noch besser gefallen würde wie Völker! Du hast ja bisher noch so wenig Herrenbekanntschaften gemacht; Völker war sozusagen der erste, der dir nähertrat, wahrscheinlich warst du deswegen gleich so stark von ihm eingenommen... ein solches Erlebnis hat jedes junge Mädchen einmal, aber der Rechte kommt meist erst später.. „Herr Laurens ist also im Bilde, um was es sich hier handelt?“ fragte Trude in schroffem Tone ihre Mutter. Frau Wenckhaus wehrte erregt ab. „Wohin denkst du, Trude!... Laurens wußte von Frau Munck nur, daß wir jetzt hier seien; sie wird dich in den schönsten Farben geschildert, Laurens vielleicht auch zu verstehen gegeben haben, daß du eine passende Frau für ihn sein würdest... du weißt, daß Frau Munck gerne Ehen stiftet... warum sollte Laurens da nicht Lust bekommen haben, dich nach so langer Pause wiederzusehen, dich näher kennenzulernen... und daß du ihm gefallen hast, wirst du selbst schon bemerkt haben...“ Ich will ihm garnicht gefallen! wollte Trude trotzig erwidern. Aber sie behielt ihre Worte für sich. Wenn sie sich nicht täuschte, war ihre Mutter, was Fritz Völker betraf, im Augenblick bei weitem nicht mehr so ablehnend wie daheim. Vielleicht lag dies daran, daß sie hier dem beherrschenden Einfluß von Papa entrückt war. Wenn sie, Trude, diese Gelegenheit nützte? Wenn sie versuchte, nach und nach ihre Mutter umzustimmen? Ganz langsam und unmerklich müßte es geschehen——— wenn dann Mama ganz auf ihrer Seite wäre, würde es vielleicht doch gelingen, auch den Vater ihren Wünschen willfährig zu machen... Jedenfalls würde sie nun einmal gute Miene zu dem Spiel, das man mit ihr treiben wollte, machen. Sie hatte auch wirklich keine Lust, sich die Ferienwochen durch Mißstimmungen und Streit vergällen zu lassen. Wozu auch? Fritz Völker war ja in der Nähe —— und mit Herrn Laurens würde sie schon fertig werden! Sie setzte eine gehorsame Miene auf. „Obwohl mir diese ganze Art, mich an den Mann zu bringen, nicht sympathisch ist, so will ich dir doch zugestehen, Mama, daß du es gut mit mir gemeint haft. Wenn du es also wünschest, so werde ich mir von Herrn Laurens weiter den Hof machen lassen. Vielleicht gefällt er mir mit der Zeit so gut, daß ich ihn heiraten möchte... um so besser! Warten wir also ab, wie sich die Dinge entwickeln werden!“ Frau Wenckhaus schien bei Trudes Worten ein schwerer Stein vom Herzen gefallen zu sein. „Ich freue mich, daß du so vernünftig über die Sache denkst! Ich bin überzeugt, daß du, wenn du Herrn Laurens erst näher kennenlernst, einsehen wirst, daß du bei ihm in guten Händen wärest!“ Bei Fritz Völker bin ich in noch besseren Händen! dachte Trude und überlegte, wie sie es anstellen sollte, um den Geliebten bald wieder ungestört für eine Weile sprechen zu können. Als ahne Frau Wenckhaus etwas von diesen Gedanken Trudes, sagte sie: „Du wirst selbstverständlich jeden Verkehr mit Herrn Völker abbrechen, und wenn er sich dir dennoch wieder nähern sollte, ihm bedeuten, daß er dich in Ruhe lassen soll!“ „Du kannst ganz ruhig sein, Mama; ich werde Fritz Völker nicht im unklaren darüber lassen, wie die Dinge jetzt liegen!“ * Im Hotel war es stille; die meisten Gäste hielten ihren Nachmittagsschlaf. Peter Laurens hatte ebenfalls versucht, etwas zu ruhen; aber die Unrast, die seit diesem Morgen in ihm war, ließ ihn nicht lange an derselben Stelle verharren. Er ging in seinem Zimmer umher, nun trat er auf den Balkon hinaus, aber da stach die Sonne scharf hernieder; gerade wollte er wieder ins Zimmer zurückgehen, als er in der Ferne eine weibliche Gestalt erblickte. Sein Herz schlug plötzlich rascher. Täuschte er sich... oder war es wirklich die Fremde vom Schiff? Laurens überlegte nicht lange. Er eilte die Treppe hinab, hastete durch die Hotelhalle und ging. so schnell er konnte, die Strandpromenade hinab. Ganz in der Ferne sah er die weißgekleidete Gestalt. Laurens hätte nicht sagen können, verrum er der Fremden folgte, was er eigentlich bezweckte, als er jetzt hinter ihr herlief. Wie ein Zwang war es über ihn gekommen, dem er willenlos gehorchte. Die Promenade lag wie ausgestorben in der Mittagssonne; nur ganz selten einmal begegnete Laurens einem Menschen. Nun war er schon näher an die Fremde herangekommen, die den Weg in die Dünen einschlug. Jeden Augenblick fürchtete er, daß sie sich umwenden und ihn entdecken würde—— dann müßte er, wenn er nicht aufdringlich oder lästig erscheinen wollte, seine Verfolgung aufgeben. Aber, die Fremde ging unentwegt weiter, auf einem schmalen Wege, der durch die Dünen lief. Der Sand gleiste in der Sonnenglut, die Luft war von silbernem Glitzern erfüllt. Tiefe Stille herrschte ringsum. (Fortsetzung folgt!) KtoiDte Um den Tschammer-Fußball-Pokal „ Die Paarungen der dritten Schlußrunde Am 6. September wird der Kampf der Vereinsmannschaften um den Tschammer=Pokal mit den Spielen der dritten Schlußrunde fortgesetzt. Für diesen Tag sind sieben Begegnungen angesetzt, während das achte Spiel acht Tage später zum Austrag kommt. Die Paarungen lauten: BfB Leipzig— Berliner SV 92, Hertha=BSC Berlin— VfL Benrath, VfB Stuttgart— FE Schalke 04, Polizei Chemnitz— SV Waldhof, Wacker 04 Berlin— Werder Bremen, 1. FC. Pforzheim— Wormatia Worms, SSV Ulm— 1 FC Schweinfurth 05, Hindenburg Allenstein—. VfB Peine(13. Sept.). Unsere beiden letzten westdeutschen Vertreter haben schwere, aber nicht unlösbare Aufgaben erhalten, ebenso wie auch Waldhof und Werder Bremen es nicht leicht haben werden, in die nächste Runde zu gelangen. Kund um den Boxring Adolf Heuser boxt auch in Köln Um den rheinischen Schwergewichtsboxer Adolf Heuser war es in den letzten Monaten recht still. Mit Beginn der neuen Saison wird der schlagstarke frühere Europameister aber wieder häufige durch die Seile klettern. So bestreitet er neben seinem Kampf mit Joe Zeeman, der am 4. September in Stuttgart steigt, auch den Hauptkampf der am 3. Oktober in der Kölner Rheinlandhalle stattfindenden Veranstaltung. Hier wird der italienische Schwergewichtsmeister Santa de Leo des Bonners Gegner sein. Karl Beck verteidigt seinen Titel Der Deutsche Federgewichtsmeister Karl Beck wird am 2. Oktober in der Düsseldorfer Rheinlandhalle seinen Titel gegen den offiziell als Herausforderer anerkannten Leipziger Kurt BernhardtLeipzig verteidigen. Beide standen sich bereits zweimal im Ring gegenüber, ohne einen Sieger ermitteln zu können. Zwei Rahmenkämpfe der Düsseldorfer Veranstaltung stehen bereits fest. Fliegengewichtsmeister Hubert Offermanns=Neuß trifft auf List=Zwickau und Siepmann=Düsseldorf stellt sich im Halbschwergewicht dem Krefelder van der Rheydt. Weltrekord im 3000-Meter=Gehen Der seit dem Jahre 1918 von dem Dänen Rasmussen gehaltene Weltrekord im 3000=Meter=Gehen mit 12:53,8 ist in der letzten Zeit verschiedentlich unterboten worden, doch ist den neuen Bestleistungen bisher stets die Anerkennung versagt geblieben. Bei der in Mjölby durchgeführten schwedischen Meisterschaft im 3000=Meter=Bahngehen siegte E. Jönning in der hervorragenden Zeit von 12:35,9 vor seinen bekannten Landsleuten I. Mikaelssin und Sixteen Borg, die beide noch unter der alten Rekordmarke blieben. Es muß abgewartet werden, ob die neue Bestleistung einer kritischen Prüfung standhält. Viermal henkel Wiesbaden vor dem Abschluß Das Wiesbadener Tennisturnier brachte am Montag für die Teilnehmer einen wirklich anstrengenden Tag. Bei herrlichem Wetter, aber nur sehr schwachen Besuch wurden an die Spieler nicht geringe Anforderungen gestellt. Henner Henkel mußte nicht weniger als viermal antreten und gewann alle Spiele. Ein Beweis für die Zähigkeit und Ausdauer unseres Davispokalspielers. Zuerst hatte er Kaj Lund zum Gegner, den er mit:2,:3 abfertigte; dann traf er auf den spielstarken Chinesen Che Sin Kio, über den er mit:2,:2 triumphierte, so daß er im Finale auf Metaxa trifft, der in der Vorschlußrunde Plougman:3,:1 ausschaltete. Auch im Fraueneinzel steht nur noch das Endspiel aus. Marieluise Horn schlug in der Vorschlußrunde die Ungarin Szomogy:2,:0 und spielt im Finale gegen Frl. Kovacs, die die Holländerin Rollin=Couquerque nach harter Gegenwehr mit:6, :2,:2 bezwang. Im Männerdoppel kommen Henkel=Denker nach ihrem Siege von:5,:9 und :5 über Taroni=Quintavalle mit Metaxa=Olliff zusammen, die Jamais=Lund:4,:1 schlugen. Im Frauendoppel wurde bereits ein Spiel der Vorschlußrunde ausgetragen, in dem Schneider=Peitz Rollin=Couquerque über Krauß Szomogy mit:2, :0 siegreich blieben. Nur drei Fahrer mit Strafpunkten Welch geringe Schwierigkeiten die vierte Tagesstrecke der 8. Internationalen Alpenfahrt den Teilnehmern bereitete, ergibt sich aus der Bewertung nach Ankunft aller Teilnehmer in Lausanne. Lediglich drei Fahrer wurden mit Strafpunkten belegt, so daß immer noch 29 Mann„unbestraft" im Wettbewerb liegen. Der Schweizer Alfa=RomeoFahrer Dreyer erhielt beim Start 4 Strafpunkte, und von den Deutschen wurde Lukas(Adler) gleich mit zehn Strafpunkten belegt, da der elektrische Anlasser versagte und der Wagen angeschoben werden mußte. Beide lagen bisher strafpunktfrei im Rennen. Der Franzose Legre hatte das Pech, Strafpunkte wegen zu früher Ankunft auf einer Kontrollstelle hinnehmen zu müssen. Westdeutsche Traber erfolgreich Am Sonntag, dem 16. August, hatte die westdeutsche Traberzucht auf den Rennbahnen BerlinMariendorf und Hamburg=Farmsen einen außerordentlich erfolgreichen Tag. In Berlin gelangten zehn Rennen zur Entscheidung. von denen fünf von in Westdeutschland gezogenen Pferden gewonnen wurden, darunter das Hauptereignis, der mit 12000 Mark ausgestattete Jugendpreis für Zweijährige. In dieser wertvollen Prüfung waren in der Siegerin Barke und der Dritten Bonne zwei Produkte der Zucht von Frau A. Alkemade Gestüt Elten erfolgreich. Außerdem siegten noch Annette Loh(Züchter: B. Lohmann, Kapelle, Kreis Lüdinghausen), Diabolo(Züchter: W. Büchel jr.,.=Gladbach). Ferner Ysabel und Tiphias, die ebenfalls von Frau Alkemade, Gestüt Elten gezogen sind. Tiphias stellte bei seinem Siege auch noch mit der Kilometerzeit von:18,2 einen neuen Inländerrekord über die Strecke von 2000 Meter auf. In Hamburg wurden von neun Konkurrenzen vier von Vertretern der westdeutschen Zucht gewonnen. Auch hier traten die Zweijährigen besonders in den Vordergrund. In der dem jüngsten Jahrgang vorbehaltenen Prüfung waren drei Produkte Westdeutschlands vorne, und zwar Hamal(Züchter: A. Bellerich, Harle b. Koesfeld), Handball(Züchter: I. Berger, Waltrop) und Hannes(Züchter: H. Niehues, Alverskirchen). Ferner konnten noch folgende Produkte des rheinisch=westfälischen Zuchtgebiets ihre Rennen siegreich beenden: Peter S (Züchter: Ww. H. Schulte, Billerbeck), Aquarium (Züchter: Frau W. Büschken, Oberhausen) und Xantippe(Züchter: Frau A. Alkemade, Gestüt Elten). Auf Plätzen kamen weiterhin 14 Pferde ein, die in Westdeutschland beheimatet sind, so daß insgesamt 2200 Mark Züchterprämien an den beiden Renntagen in Berlin und Hamburg den westdeutschen Traberzüchtern zuflossen. Alchimist und Dakota Dritter Tag des Aachener Reitturniers Bei herrlichem Sommerwetter, aber überraschend schwachem Besuch wurde das Internationale Aachener Reitturnier fortgesetzt. Im Mittelpunkt der Geschehnisse stand diesmal ein Jagdspringen Klasse Sb um den Ehrenpreis des Reichskriegsministers. Von den 39 Bewerbern, unter denen sich wieder zahlreiche Ausländer befanden, kamen insgesamt sechs in die engere Entscheidung. Drei Stechen waren notwendig und schließlich blieben nur noch der Vorjahrssieger Alchimist unter Rittmeister Brandt und Dakota unter dem Amerikaner Capt. Raguse übrig, deren Reiter auf einen weiteren Stichkampf verzichteten und sich in den Sieg teilten. Acht Hindernisse bis zu einer Höhe von.60 Meter waren zu nehmen, die, auf einem 450 Meter langen Kurs aufgebaut, mehr oder weniger große Schwierigkeiten bereiteten. Im Stechen wurden nur die Mauer und der Oxer gesprungen, die beide immer wieder erhöht wurden. Zum dritten Stechen, als die Mauer bereits eine Höhe von 2 Meter hatte, traten neben Alchimist und Dakota noch Drakustic unter dem rumänischen Oberleutnant Apostel und Wange unter Oblt. Schlickum an, nachdem vorher Baron und Ernika bereits ausgeschieden waren. Drakustic und Wange vermochten die ihnen gestellte Aufgabe nicht mehr zu lösen und schieden im dritten Stechen aus, während Alchimist und Dakota die beiden Sprünge abermals ohne Fehler bewältigten. Rittmeister Brandt und Kapt. Raguse einigten sich in sportlichem Geist und teilten sich in den Sieg. Der Ehrenpreis des Reichskriegsministers wurde Kapt. Raguse überreicht, da Rittmeister Brandt zugunsten des Gastes auf die Anwartschaft verzichtete.— Einen Doppelerfolg hatte Frl. Mülhens zu verzeichnen. Auf Podesta gewann sie die Eignungsprüfung für Reitpferde und belegte auf Spitzbub und Podesta wenig später in der Dressurprüfung die beiden ersten Plätze. 17. Rhön Es fehlte zwar auch am neunten Wettbewerbstage der 17. Rhön nicht an regem Start= und Flugbetrieb— nicht weniger als 53 Starts wurden durchgeführt— aber trotz allem Bemühen und dauernder Versuche der Wettbewerbsteilnehmer konnten weder Höhen= noch Streckenflugleistungen erzielt werden. Die Wettbewerbsleitung gab am Montag ein vorläufiges Wertungsergebnis der ersten acht Tage bekannt, das besonders in bezug auf die Wertungsfolge der Landesgruppen, die ja die eigentlichen Wettbewerber sind, interessant ist. Den ersten Platz nimmt die Landesgruppe Stuttgart mit 372,48 Punkten ein, 2. Gruppe Lufthansa mit 361,11., 3. Landesgruppe Breslau mit 355,3 Punkten, 4. Landesgruppe München mit 240,25., 5. Landesgruppe Dresden mit 221,3 P.— In den Einzelleistungen ergibt sich folgendes Bild: 1. Späthe=Chemnitz 643,86., 2. Helm=Gruppe Lufthansa, 3. Steinig=Breslau, 4. Hanna Reitsch, 5. Kraft=Hornberg, 6. Blech=Breslau. Trabrennen zu Recklinghausen Der zweite Tag des Schlußzmeetings auf der Trabrennbahn in Recklinghausen am Donnerstag bringt wieder guten und interessanten Sport. Die Nennungen sind auch für diesen Tag wieder zahlreich abgegeben worden, so daß mit starken Feldern zu rechnen ist. Unsere Voraussagen: 1..: Arrak— Else Lee— Miß Morgan, 2..: Adda— Otti Anvil— Lohengrin, 3..: Derby— Volly— Dina Loh, 4..: (Luitpold)— Patschuli— Baumberger, 5..: Hexenmeister— Dina— Fiedler, 6..:(Patschuli) — Baumberger— Erker, 7..:(Luitpold)— Vogel— Tuja Guy. Handel und onbästrle Märkte Berliner Metall=Notierungen Berlin, 25. Aug.(Amtlich.) Elektrolytkupfer (wirebars). prompt. cif Hamburg. Bremen oder Rotterdam 55½: Original Hütten=Aluminium. 98 bis 99 Proz., in Blöcken 144: dal. in Walz= oder Drahtbarren 148: Reinnickel. 98 bis 99 Proz., 269 RM für 100 kg: Silber in Barren. ca. 1000 fein. per kg 38—41 RM. Berliner amtliche Notierung für Rauhsutter Berlin, 25. Aug. Drahtgepr. Roggenstroh(Quadratballen) ab Station 1,70—.80, frei Berlin.35 .45: drahtgeor. Weizenstroh(Quadratballen) ab Station.60—.70, frei Berlin.25—.35; drahtgepr. Haferstroh(Quadratballen) ab Station.60— .70, frei Berlin.25—.35; drahtgeor. Gerstenstroh (Quadratballen) ab Station.60—.70. frei Berlin .25—.35: Roggen=Langstroh(zweimal mit Stroh gebunden) ab Station 1,40—1,65, frei Berlin.30 —.50: Roggen=Langstroh(mit Bindfaden gebündelt) ab Station 1,30—1,45, frei Berlin.00—2,10; bindfadengepreßtes Roggenstroh ab Station 1,201,35, frei Berlin 1,90—2,10; bindfadengepreßtes Weizenstroh ab Station.15—.30. frei Berlin.90 —.10; Häcksel ab Station 2,65—2,90, frei Berlin „30—3,50. Tendenz: ruhig.— Handelsübl. Heu, gesund und trocken, nicht über 30 Prozent Besatz mit minderwertigen Gräsern, alt. ab Station.30—.50. frei Berlin.90—.40; gutes Heu. dgl. nicht über 10 Prozent Besatz, alt. ab Station.30—5,70. frei Berlin.10—6,40; dto., neu, ab Station.80—.20. frei Berlin.40—.00: Luzerne, lose, alt. ab Station—; dito, neu, ab Station 5,10—5,40, frei Berlin 6,00—6,30; Thymotee, lose, neu. ab Station .50—5,90, frei Berlin 5,80 br.; Kleeheu, lose, neu, ab Station 5,30—5,70, frei Berlin.20—6,60; Mielitz=Heu, lose(Warthe). ab Station.00. frei Berlin.80—.00; drahtgevr. Heu 60 Pfg. über Notiz.— 1. Erzeugervreise„ab märk. Stationen“ frei Waggon: 2. Großhandelsvreise waggonfrei „Berliner Stationen“.— Die Preise verstehen sich für 100 kg in RM. Rheinischer Großmarkt für Getreide und Futtermittel zu Köln Köln, 25. Aug. 100 Kilo Frachtlage Köln, soweit nichts anderes vermerkt: Weizen, rhein.. 76/77 kg. Preis für den Landw. ab Erzeugerstation W XIX 20.00. W XVI 19.60: Handelspreis Frachtlage Köln 20.40: Futterweizen 20.40: Roggen. rhein., 69/71 kg. Preis für den Landwirt ab Erzeugerstation R XVIII 18.30, R XV 17.90. R XIV 17.80. R XIII 17.70. Handelspreis, Frachtlage Köln 18.70: Futterroggen 18.70: Futterhafer, rhein., Preis für den Landwirt. 48/49 kg. H XIII 15.60, H XIV 15.80 H XVI 16.00. H XVIII 16.20, H XIX 16.30: Handelspreis 17.30: Futtergerste, rhein., 59/60 kg. Preis für den Landwirt G XII 18.70, G XI 18.50. G XIV 19.00: Futterhafer 19.30 bis 19.40.— Die nachfolgenden Notierungen für Weizen. und Roggenmehl sowie Roggenschrot verstehen sich gemäß Anordnungen der Wirtschaftl. Vereinigung bei Abnahme von mindestens 10 To. frei Empfangsstation zuzüglich.50 RM Frachtausgleich. Weizenmehl mit einer Beimischung von 20% Austauschweizen.00 RM höher die 100 kg. mit einer Beimischung von 10%.50 RM höher die 100 kg. Auf= u. Abschläge gem. Anordnungen der W. V. Weizenmehl, inl., Grundtype 790, für WXIX und W XVI 28.90; deutscher Weizengrieß(Mühlenpreis einschl. Frachtausgleich) 35.40: Roggenmehl. Grundtype 997. für R XVIII 23.15. R XV 22.95. R XIV 22.85, R XIII 22.75; Roggenschrot. inl.. Grundtype 1800. R XVIII 19.65, R XV 19.45. R XIV 19.35, R XIII 19.25; Weizenkleie. Grundvreis W XIX 12.15. Handelsvreis 12.50: Weizenvollkleie 13.00: Weizenfuttermehl R XIX 15.00: Roggenkleie. Grundvreis R XVIII 10.80; Handelspreis 11.15: Roggenvollkleie 12.15; Roggenfuttermehl R XVIII 13.65: Wiesenheu. lose.60—.80; Luzernkleehen.80—.20: Roggen= und Weizenstroh gepreßt. rhein. Station.00—.10: Hafer= und Gerstenstroh.40—.60 RM.— Stimmungsbericht: Weizen und Roggen waren etwas mehr angeboten, jedoch blieb bei den Mühlen Deckungsbedarf. Futterhafer und Futtergerste fehlten weiter. Man erwartet in Futtergerste Zuteilung aus dem Osten. In Industriegerste war in Ermangelung von Bezugsscheinen kein Verkehr. Mehl und Mühlenabfälle blieben rege gefragt. Viehmärkte Schlachtviehmarkt in Berlin Berlin, 25. Aug.(Amtlich.) Auftrieb: Rinder (Großvieh) 593, darunter Ochsen 75, Bullen 66, Kühe, Färsen, Fresser 452; Kälber 2227; Schafe (Lämmer und Hammel) 6684; Schweine 7492, Ausland 28. Marktverlauf: Rinder verteilt, Spitzentiere über Notiz, Kälber u. Schafe glatt, Schweine verteilt. Preise: Ochsen: vollfleisch, ausgemästete höchst. Schlachtwerts 44, sonstige vollfleischige 40; Bullen: jüngere, vollfleisch. höchst. Schlachtwerts 42, sonstige vollfleisch, oder ausgemästete 38, fleisch. 33; Kühe: jüngere, vollfleisch, höchst. Schlachtwerts 42, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 38, fleischige 32. gering genährte 22—24. Färsen(Kalbinnen): vollfleischige, ausgemästete höchst. Schlachtwerts 43, vollfleischige 39, fleischige 34; Kälber: Doppellender bester Mast 100—115, beste Mast= und Saugkälber 85—92, mittlere Mast= und Saugkälber 75—83, geringere Saugkälber 66—72, geringe Kälber 60—65; Schafe: beste Stallmastlämmer 66—67, beste Weidemastlämmer 64—65, beste Stallmasthammel 63—65, beste Weidemasthammel 55, mitte lere Mastlämmer und ältere Masthammel 58—62, geringere Lämmer und Hammel 46—57, beste Schafe 53—55, mittlere Schafe 50—52, geringe Schafe 38—47; Schweine: Fettschweine über rd. 300 Pfd. Lebendgewicht 54,50, vollfleisch. Schweine von 270—300 Pfd. Lebendgew. 53.50, vollfl. Schweine von etwa 240 bis etwa 270 Pfd. Lebendgew. 52,50, vollfleisch. Schweine von etwa 200 bis etwa 240 Pfd. Lebendgew. 50,50, vollfleisch. Schweine von etwa 160—200 Pfd. Lebendgew. 48.50, fette Specksauen 53.50. andere Sauen 50.50. Die Preise sind Marktpreise für Irbend gewogene Tiere und schließen sämtliche Spesen des Handels ab Stall für Fracht=, Markt= und Verkaufsunkosten, Umsatzsteuer sowie den natürlichen Gewichtsverlust ein, müssen sich also wesentlich über die Stallpreise erheben. Schlachtviehmarkt in Hamburg Hamburg, 25. Aug.(Amtlich.) Auftrieb: Kälber, 959, Schweine 3812. Marktverlauf: Kälber sehr flott, Spitzentiere über Notiz, Schweine zugeteilt. Preise: Kälber: Doppellender bester Mast 100—118, beste Mast= und Saugkälber 84—88, mittlere Mastund Saugkälber 78—83. geringere Saugkälber 68 bis 76, geringe Kälber 50—62; Schweine: Fettschweine über rund 300 Pfd. Lebendgewicht: fette Speckschweine 55. vollfleisch. Schweine 54. vollfleisch. von etwa 240—300 Pfd. Lebendgew. 53, von etwa 200—240 Pfd. Lebendgew. 51 von etwa 160—200 Pfund Lebendgew. 49, fette Specksauen 54, andere Sauen 51. Die Preise sind Marktpreise für Irbend gewogene Tiere und schließen sämtliche Spesen des Handels ab Stall für Fracht=, Markt= und Verkaufsunkosten, Umsatzsteuer sowie den natürlichen Gewichtsverlust ein, müssen sich also wesentlich über die Stallpreise erheben. Amtliche Berliner Deuisenkurse Argent.(Buen.-Air.) Belg.(Brüss u HAntw.) Dänem.(Kopenhag.) Danzig(Danzig) England(hondon) Frankreich(Paris) Holland(Amsterdam und Rotterdam) Italien Rom u. Mail.) Jugosl. Belg., Zagr Berliner Börsenkurse vom 25. August 1935 —# bedeutet ohne Angebot und Nachfrage Blick in die Forschung Rrunnnenen werden autm masin andrarden geneit Juteressante vorsehung sergebnisse zweier Wiener Gelehrter Zwei Wiener Gelehrte— Prof. Bauer und Dr. Urbautschisch—, die sich, von einander unabhängig, seit Jahren mit der Heilung von Krankheiten durch Musik bezw. Farbenbehandlung befassen, haben die gewonnenen Erfahrungen soeben veröffentlicht. Ihr Bericht ist außerordentlich interessant und ein bemerkenswertes Kapitel auf dem Gebiete der Krankheitsbehandlung durch seelische Beeinflussung. Der Gedanke hat eine sehr große Kraft, das sehen wir auf Schritt und Tritt auch im Alltag. Die Heilwirkung von Gefühlen wie Zuneigung und Liebe ist ebenso bekannt wie die entgegengesetzte Wirkung von Neid, Haß und Zurücksetzung. Ist es da nicht selbstverständlich, daß, wie schlechte Gedanken und böse Gefühle den Menschen leidend machen, künstlerische Gedanken und künstlerische Formen ihn edel und gesund werden lassen? Man kann also durch Kunst heilen. Von allen Künsten war es aber schon immer die Musik, die die stärkste Wirkung auf den Menschen ausübte. Die Erklärung ist folgende: Die in das Ohr gelangende stark geordnete rhythmische Atherschwingung ruft in dem menschlichen Körper eine ähnliche geordnete rhythmische Schwingung hervor, und die Ausgeglichenheit der Schwingung des Körpers verursacht wohliges Gefühl, Beruhigung und Glück. Das alles ist aber nur graue Theorie. Ohne praktische Versuche bliebe es eine bloße Annahme. Nun, man hat die Sache eingehend geprüft— es geschah in einem Irrenhaus— und kam zu verblüffenden Ergebnissen. Zunächst stellte es sich heraus, daß auf die Kranken verschiedene Stimmen ganz verschieden wirken. Es gibt Stimmen, die gewisse Kranke aufreizen, andere dagegen beruhigen. Ebenso ist es mit gewissen Melodien, Harmonien, Tonarten, Musikinstrumenten und-stükken, ja sogar— Kompositionen. Vielleicht ist die Zeit nicht mehr fern, da der Arzt gegen eine bestimmte Krankheit Beethoven verordnen wird. Gegen Schlaflosigkeit ist angeblich Flöte die beste Arznei, wogegen Geige die Verdauung fördern soll. Daß die Musik bei der Verdauung bezw. Appetitanregung eine Rolle spielt, ist ja längst bekannt, siehe: Tafelmusik. Die Versuche sind im Laufe und noch lange nicht abgeschlossen. Das Kapitel Farbenbehandlung ist womöglich noch interessanter. Schon früher hatten die amerikanischen Universitäts=Professoren Maynard und Bablitt eine genaue Tabelle der Wirkung einzelner Farben auf verschiedene Krankheiten zusammengestellt. In Krankenhäusern hat bis jetzt die weiße Farbe dominiert. Weiße Wände, weiße Möbel und ebensolche Bettwäsche. Heute wissen wir bereits, daß die weiße Farbe bei vielen Krankheiten die Genesung verzögert. Man kann jedoch die Farben nicht einfach in gute und schlechte einteilen. Die gleiche Farbe, die dem einen hilft, kann dem andern schaden. So ist z. B.— nach Meinung von Prof. Bauer— in Irrenhäusern Weiß geradedas Leete Von Mario Heil de Brentani Mit seinem(in der Hanseatischen Verlagsanstalt erschienenen) Roman „Spiel unter Fahnen“ hat Mario Heil de Brentani der Kriegsjugend ein Denkmal gesetzt. Ja, man darf wohl sagen, er hat das Buch der Kriegsjugend geschrieben. Wir bringen mit frdl. Erlaubnis des Verlages daraus die Geschichte vom Lorle. Lorle, die Dreizehnjährige, trägt eine blitzSchürze, viel zu lang für das Lorle; Schwester Kläre vom Sanitätsdienst hat den Saum eine Handbreit eingeschlagen und festgenäht. Ein großes rotes Kreuz ist auf die Schürze genäht. Ordentlich ernst und ein wenig mütterlich sieht das Lorle drein, wenn es in der großen Schürze mit dem Kreuz einhergeht, und ich mag es gar nicht mehr glauben, daß das meine Spielkameradin vom Sternwald ist mit den lehmigen Schuhen und den baumelnden Zöpfen. Läpples Hans hat inzwischen eine neue Sammelwut entfacht: Lebensmittelkarten! Die Marken von Baden haben eine andere Farbe als die von Württemberg, und die von Schlesien wieder eine andere als die von Hannover. Das gibt ein buntes Sammelalbum... Nach der Regenwoche aber gibt es wieder Granatsplitter. Fast Tag um Tag heulen die Alarmsirenen durch das Städtchen. Lorles weiße Schürze fliegt. Sie hat einen kleinen Stab von Kameradinnen angeworben und macht es wie bei den Pfadfindern, sie arbeitet Tag und Nacht für die Militär= und Lazarettbehörden. Wir wissen alle schon, wie man Wunden verbindet und Bahren trägt. Wir spielen nicht mehr„Soldatsein", wir wollen dienen wie unsere Väter und Brüder; zu Gift, weil es die Kranken erregt. Versuche ergaben, daß in Sälen, deren Wände blaugrün gestrichen waren, sich die Kranken viel ruhiger benahmen. Im Maße, wie die Heilung fortschritt, wurde die blaue Tönung verringert und immer stärkeres Grün angewandt. Die Patienten wurden in Säle verlegt, in denen nicht nur Wände, Tische und Stühle, sondern auch die Bettüberzüge grün waren. Die grüne Farbe ist der beste Weg zur völligen seelischen Ausgeglichenheit, zur Harmonie und zur guten Laune. Dies konnte man übrigens auch bei Gesunden feststellen. Es ist kein Zufall, daß die meisten Schreibtischlampen grün sind, es läßt sich eben bei grünem Licht am ruhigsten arbeiten. Oder warum gehen erholungsuchende Menschen ins„Grüne“? Weil die grüne Farbe der Blumen und Wiesen sie erfrischt. Die blaue Farbe stärkt im allgemeinen die Lebenskraft. Genesende soll man in blauen Räumen unterbringen; Kranke, die viel Schlaf brauchen, dagegen mit Orangegelb umgeben. Es ist bekannt, daß diese Farbe schläfrig macht.. Viel weniger Leute würden über Schlaflosigkeit klagen, wenn sie ihren Schlafraum orangegelb tapezieren ließen. Allerdings muß man auf die Farbabstufungen genau achten, denn nur eine kleine Abweichung, und man erzielt eine ganz andere Wirkung als die gewünschte. So dient z. B. Zitronengelb bereits anderen Zwecken. Kranke, die nach einer Operation stark im Gewicht abnehmen und eine kräftige Nahrungsaufnahme benötigen, werden durch zitronengelbe Wände dazu angeregt. Die Farbe der Zitronen fördert den Appetit. Diese Feststellung deckt sich übrigens mit der Beobachtung eines der erwähnten amerikanischen Gelehrten, der an Verdauungsstörungen Leidenden den Rat gab, aus gelbem Glase zu trinken. Obschon nach ihm die Lieblingsfarbe von Magen und Leber— Purpur ist. Aber nicht nur für Heilzwecke dient die neue Farbenwissenschaft. Ihr Verwendungsgebiet ist groß. Da ist gleich die„Farbenpädagogie“. Es ist für die Erziehung der Kinder ganz und gar nicht gleichgültig, welche Farbe der Schulraum hat. Es war, dem Wiener Gelehrten nach, völlig irrig, daß man die Wände der Schulräume einfarbig und möglichst gleichgültig weiß anstrich. Das beste ist, die Klassenräume mehrfarbig auszustatten und die Farben so zu wählen, daß diese die Aufnahmefähigkeit des Schülers steigern. Also viel Blau, damit Willensstärke, Ehrgeiz und Streben zur Entfaltung kommen. Auch in Werkstätten und Fabrikräumen haben Versuche mit Farben günstige Ergebnisse gezeitigt. Arbeitslust und Leistung stiegen merklich. Im Grunde genommen fußen also Chromotherapie— Farbenbehandlung— wie Musicoteraphie— Musikbehandlung— auf demselben Grundsatz. Die rhythmischen und geregelten Atherschwingungen von Ton und Farbe wirken auf den Organismus des Menschen ein, in dem sie ebenfalls geregelte Atherschwingungen erwecken. Und so entstehen ruhige und angenehme Gefühle. Dr. A. P. Das schöne Deutschland Ein Blick auf Bernkastel, dem malerischen Städtchen im mittleren Teil des Moseltales. das viele berühmte Rebenhänge hat.(Scherl—.) wir sind keine dummen Mädle und Büble mehr, wir tun unsere Pflicht wie die Großen. Das Lazarett an der alten Dreisambrücke ist in diesen Tagen überfüllt. In Flandern ist eine große Schlacht geschlagen worden, und viele Verwundete sind ins Städtchen gekommen. Am Bahnhof werden sie ausgeladen, junge und alte Soldaten, und alle sind ruhig und haben geschlossene Augen. Ich bin mit einem kleinen Wägelchen, auf dem Erfrischungen stehen, auf dem Bahnsteig und eile immer dorthin, wo eine Schwester oder ein Arzt winkt. Ich höre, was diese kranken Soldaten sagen und sage deshalb dem Läpplehans gerad heraus, wie dumm er mir vorkommt mit seiner kindischen Sammelei, und daß er lieber in den Hilfsdienst eintreten soll, statt abends heimlich mit dem Bock nach hölzernen Franzosen zu schießen. Und auch Lorle Rieß sagt ihm die Meinung. „Dumm's Mädle, dumm'!“ höhnt da der Hans, aber da hat er auch schon eine Maulschelle und noch eine, und als er recht zur Besinnung kommt und sich auf das Lorle stürzen will, der große, vierkantige Bub, springe ich ihm an die Brust und falle mit ihm zu Boden und schlage ihm die Fäuste in das verdutzte Gesicht. Seit dem Tage ist der Läpplehans zum Gespött der Menschen geworden. Aber eines Abends schleicht er sich durch die Hintertüre in den Garten des Franzosenschießers Bock und schlägt die bunten Holzfeinde entzwei und wirft Schwefelleber in den Heimatunterstand und gießt zwei Eimer Wasser drauf. Jetzt stinkt der Unterstand zum Himmel, und die Leute, die auf der Straße vorübergehen, halten sich erschrocken die Nase zu. Zwei Tage darauf ist auch der Läpplehans in Ehren in den Dienst ausgenommen. Wir geben ihm die Hand und sagen„Kamerad“ zu ihm wie zu jedem andern vom Dienst, und das ist viel! Der Bock aber läuft von Behörde zu Behörde und bringt ellenlange Beschwerdeschreiben mit. Doch es kriegt keiner den Missetäter heraus, das ist Ehrensache für uns! Im Blättle steht etwas über einen„verwerflichen Bubenstreich“, aber Lorle und ich und auch der Läpplehans, wir haben ein gutes Gewissen. Am frühen Nachmittag heulen die Alarmsirenen auf. Knappe Kommandos, dann fegt unsere Hilfsmannschaft aus der Kommandantur um die Ecke, verteilt sich in den Nebenstraßen, hilft, wo zu helfen ist und... Heilii, Heiiiioooohhhh! Wie aus tausend Hundekehlen wimmerte es schon wieder auf, Senkt sich lähmend auf Hirn und Herz.— Das zweite Alarmsignal folgt heute unmittelbar auf das erste!!! Die Flieger hatten sich eine List erdacht und waren doppelt so schnell wie sonst überm Städtchen. Auch das Mädelskommando im Lazarett jagt die Treppen herunter und packt die Hilfsgeräte. Sie sind sprungbereit, tragen Gasmasken und sind entschlossen, sofort nach Abwurf von Gasbomben auf die Straße hinauszulaufen und Chlorkalk zu streuen, damit das Gift nicht ins Lazarett dringen kann. Lorle steht an der Eingangstür. Wie ausgestorben liegt das Dreisamufer, auch die alte Brücke mit dem wunderschönen schmiedeeisernen Geländer und mit Heiligenfiguren darauf ist verlassen. Auf der anderen Seite steht ein Handkarren, dahinter blitzt— man kann es durch die Radspeichen sehen, ein helles Tuch in der Herbstsonne. Vielleicht ist es ein Wäschekorb, den der Karrendrücker in der Eile hat liegen lassen... aber nein— das Tuch bewegt sich im Wind, aber es ist ja gar kein Tuch— es ist, es ist... „Haaalt!“ schreit das Lorle, sie hat die Gasmaske abgerissen und rennt mit fliegenden Schürzenbändern aus dem Tor, stürzt über einen liegengebliebenen Sandsack, bleibt einen Das Karusselenperd Du bist wieder ein kleines Kind— mit deinen kleinen Fäusten hältst du dich krampfhaft fest in der weißen Mähne des Apfelschimmels, der sich sanft nach dem Takte der kreischenden Drehorgelmusik wiegt. Vor dir und hinter dir schaukeln die breiten Rücken der grauen und schwarzen Pferde mit den roten Ledersätteln und dem prächtigen Zaumzeug. Aber deines ist am schönsten— es ist ganz weiß und hat eine glänzende, silberweiße Mähne. Die gute Tante hat dich auf dein Quengeln hin ängstlich in den blauen Sattel gehoben— du strampeltest ein wenig ärgerlich mit den Beinen. Dann aber saßest du fest und fürchtetest dich gar nicht! Die kleinen Fäuste klammerten sich fest— o so fest, und nun begann die Musik zu orgeln— alles sich leise um dich zu drehen: die gute Tante mit dem roten, aufgeregten Gesicht, die lärmende Menge um das Karussel, alle die Zauberbuden und Windmühlenräder, die Schiffsschaukeln und Brathühner an den langen Spießen vor den Hühnerbratereien, die Stände mit den blauen und roten Wolken der Luftballons. Schneller und schneller drehte sich das Karussell mit allen seinen Elefanten, Kamelen, Postkutschen und den herrlichen Schaukelpferden, die mit den schlanken Vorderbeinen graziös in die Luft stiegen und die Köpfe warfen— unbeweglich und doch wie überaus lebendig in deiner kleinen, munteren Phantasie! Die bunten Flitter und Lichter glühten im Abend auf— Wind fuhr durch dein Haar — immer schneller glittest du dahin— die kleinen Fäuste verkrampft in die weiße, starke Mähne, ein bißchen blaß— aber ohne Furcht. Viel zu früh begann das Karussell, sich langsamer zu drehen. Die Pferderücken schaukelten sanfter im Kreise, bis die Runde stillstand, die schönen Pferde immer noch mit aufgeworfenen Hälsen und steif in die Luft gereckten Vorderbeinen! Du saßest ganz still in deinem blauen Sattel— ein wenig wirbelig im Kopf von all dem Lärm, den Lichtern und Leuten ringsherum— und atemlos von dem kühnen Galopp des weißen Apfelschimmels mit der silberweißen Mähne und dem blauen Zaumzeug! Die kleinen Fäuste ließen ihren Halt los— strichen dem Schimmel zärtlich über den Hals— die festen, von Honigkuchen und Bonbons verschmierten kleinen Fäuste über die glänzende, rauhe Mähne und den blanken Hals—, dann hob dich die Tante mit dem gutmütigen roten Gesicht herab. Du standest wieder auf festem Boden— die kleinen Beine waren etwas zitterig—, dennoch standest du ganz fest und sahst dem Apfelschimmel nach, der sich bei dem lärmenden, klingelnden und kreischenden Spiel der Drehorgel wieder in Bewegung setzte und sanft zu schaukeln anfing, mit den Vorderbeinen in der Luft. Und heute, nach vielen Jahren, stehst du nun jäh still inmitten der bunten, laut und heftig lärmenden Budenstadt vor einem alten, mit Flitter und Lichtern festlich geschmückten Karussell! Du hast den weißen Apfelschimmel wiedererkannt mit dem blauen Zaumzeug! Du bleibst eine Weile stehen und lächelst und vergißt den Lärm und die Leute um dich herum. Du hörst nur die heitere, schrille und leiernde Drehorgelweise, wenn das Karussell anfängt, sich zu drehen— zu drehen, und es dabei nach Honigkuchen und Staub und Sägemehl riecht. Genau so wie damals... winzigen Augenblick regungslos am Boden liegen, springt stöhnend, mit zerschundenen Armen, wieder auf die Beine und rennt, rennt, keucht über die Brücke in das abermalige Heulen der Sirenen und das erste Aufbellen der Abwehrgeschütze hinein. An dem Handkarren drüben spielt ein Kind, ein kleiner Bub, der sich hierher verlaufen hat. Er streckt das Hälschen in die Höhe und sieht das Mädchen in der weißen Schürze mit dem roten Kreuz auf sich zurennen. Da bekommt das Büble Angst und läuft, läuft, was es die kleinen Beinchen tragen können, am Ufer entlang, und läuft und fällt hin und steht wieder auf, und das Lorle jagt schluchzend vor Entsetzen hinter ihm her, fünf Meter noch, vier, drei, zwei...„Büble!!!" Ganz ruhig ist sie dann, als sie das Kind auf den Arm nimmt. Aber weiter, weiter, Lorle! Die Luft bebt und brüllt vom Platzen der Geschosse. Droben am Himmel stehen drei Staffeln. Es ist so, als sollte das ganze Städtchen in Schutt und Asche versinken heute. Weiter, weiter, Lorle, da, trag das Kind in den Kellerladen der Frau Beckerle, er ist offen, die Frau sitzt im hinteren Zimmer; wenn sie das Kind schreien hört, wird sie es holen... Das alles fliegt dem Lorle durch den Kopf. Sekunden später läuft sie ohne das Kind den Kai wieder hinauf zur Brücke. Da drüben wird sie gebraucht, dort sind die Kameradinnen auf dem Posten, und die Türe... die Türe des Lazaretts ist ja offen geblieben, die muß sie schließen, gleich, gleich... Hell, wie Zimbelnschlag, löst sich aus dem Getöse der Geschütze und Maschinengewehre ein kurzer Klang heraus. Der Dachstock des Militärgebäudes gegenüber dem Lazarett loht rot und golden in den hellblauen Himmel, die Fassade wankt einen Augenblick unschlüssig, dann bricht sie wie eine Felswand auf das Pflaster nieder. Da wirft das Lorle die Arme hoch und versinkt in einer rauschenden Woge zerrissenen Gesteins. Dr. Schacht in Paris Paris, 25. Aug. Reichsbankpräsident Dr. Schacht traf am Dienstag um 20.55 Uhr mit dem Flugzeug der Deutschen Lufthansa in Le Bourget ein. Wenn auch der Besuch als Erwiderung des kürzlichen Besuches des Gouverneurs der Bank von Frankreich, Labeyries, in erster Linie ein Akt der Höflichkeit ist und Verhandlungen über aktuelle Probleme mit ihm nicht verbunden sein werden, so ist er doch('s ein Zeichen des Bestrebens auf deutscher wie auf französischer Seite zu werten durch Aufrechterhaltung und Vertiefung persönlicher Beziehungen zur friedlichen Förderung der internationalen Lage beizutragen. Der Besuch Dr. Schachts wird in wirtschaftlichen und politischen Kreisen der französischen Hauptstadt mit größtem Interesse verfolgt. Man nimmt an, daß Dr. Schacht neben dem Leiter der Bank von Frankreich auch zahlreiche französische Politiker und Wirtschaftler treffen werde. Das Stahlhelm-Traditionsabzeichen Berlin, 25. Aug. Reichsinnenminister Dr. Frick hat an die nachgeordneten Behörden folgenden Runderlaß gerichtet: „Auf Grund des§ 1 Absatz 2 der Verordnung zur Ausführung des Gesetzes über Titel, Orden und Ehrenzeichen vom 14. 11. 1935(Reichsgesetzblatt 1, Seite 1341) habe ich das Tragen des StahlhelmTraditionsabzeichens mit der Maßgabe gestattet, daß 1. die Bezeichnung des Abzeichens und seiner Träger als„alte Garde“ unterbleibt; 2. der Beliehene über das Abzeichen eine ordnungsgemäß ausgestellte Urkunde besitzt, 3. nachträgliche Verleihungen des Abzeichens nicht mehr stattfinden dürfen, und 4. das Abzeichen nur zum Zivilanzug getragen werden darf. Auch gegen das Tragen der den Mitgliedern des früheren Stahlhelm=Frauenbundes verliehenen Schleife als Brosche habe ich keine Einwendungen erhoben. Nürnberg ist bereit Der Schlußstein der Haupttribüne auf dem Zeppelinfeld gesetzt Rürnberg, 25. August. Auf der Nürnberger Zeppelinwiese wurde am Dienstag der letzte Stein in die 360 Meter lange Haupttribüne, die von einem mächtigen Säulengang gekrönt ist, eingefügt. Damit ist das wichtigste Bauwerk für den Reichsparteitag 1936 vollendet. Aus diesem Anlaß sprach am Abend Oberbürgermeister Liebel, während die Arbeit für einen kurzen Augenblick unterbrochen wurde, zu der Belegschaft. aeberan hehr mosnau Kommunistische Sabotageakte sogar bei tschechoslowakischen Manövern Chrudim, 25. August. Das tschechoslowakische sozialdemokratische Morgenblatt„Ranni Noviny“, ein gewiß unverdächtiger Zeuge, berichtet aus Chrudim, daß bei den Manövern eine Reihe von Drähten der Telefonleitung durchschnitten worden sei. Dadurch sei nicht nur der Militärverwaltung ein Schaden erwachsen, sondern es hätte die Durchführung der Manöver bedroht werden können, weil Chrudim der Mittelpunkt der Schlußübungen gewesen sei. Der Fall sei selbstverständlich streng untersucht worden, da es sich im wahrsten Sinne des Wortes um ein Verbrechen handele. Tatsächlich wurden einige. Uebeltäter gefunden, die der Kommunisten=Partei angehören. Das Blatt bemerkt dazu:„Wir glauben nicht, daß diese Kommunisten auf eigene Faust handelten. Sie haben vielmehr einen Wink von jemand erhalten, der sich unter einfachen Parteimitgliedern verbergen will. Auf dem Abend, der im Pardubitzer Grand=Hotel abgehalten wurde, wurde auch ein Trinkspruch auf das Wohl des Vorsitzenden des Sowjetverbandes ausgebracht, aber trotzdem bedrohen die Kommunisten das Ergebnis der Schlußmanöver der tschechoslowakischen Armee, die auch dazu vorbereitet sein muß, Sowjetrußland, wenn es nötig ist, zu verteidigen(!). Damit haben die Kommunisten ihre Feindschaft zur tschechoslowakischen Armee unter Beweis gestellt.“ Roter Geheimbund in Mandschukuo Neun Russen standrechtlich erschossen Schanghai. Nach einer verspätet aus Hsinking hier eingetroffenen Meldung sind am 20. August in Hailar neun Russen standrechtlich erschossen worden. Sie hatten gestanden, an terroristischen Akten beteiligt gewesen zu sein die der Vorbereitung eines bewaffneten Aufstandes für den Fall von russisch=japanischen Feindseligkeiten dienen sollten. Weitere 28 Russen wurden zu Gefängnisstrafen von zwei Jahren bis lebenslänglich verurteilt. Durch die Untersuchung wurde das Vorhandensein eines etwa 300 Mann starken kommunistischen Geheimbundes aufgedeckt, der seinen Mitgliedern unter Todesandrohung Schweigepflicht auferlegt hat und schon seit Jahren in der Mandschurei tätig ist, um kommunistische Ideen zu verbreiten. Politische Kreise weisen im Zusammenhang mit der Aufdeckung dieses bolschewistischen Unruheherdes auf die Gefahren hin, die für Mandschukuo beständen und bezeichnen die Erschießung von neun Sowjetagenten als aufschlußreichen Kommentar für das angebliche friedens= und verständigungsbereite Moskau, das gerade jetzt mit dem Vorschlag eines Nichtangriffspaktes Mandschukuo in Sicherheit wiegen wolle. Sowjetfahnen in Barcelona Hendaye, 25. August. Die in San Sebastian erscheinende marxistische Zeitung„Frente Popular“ meldet aus Barcelona, daß dort eine Abteilung„Rote Kavallerie" aufgestellt worden sei. Sie sei am Montag durch die Hauptstraßen der Stadt geritten, wobei sie ihre Fahnen mit sich führte. Die Farbe der Fahnen sei rot, sie trugen in goldenen Buchstaben die Inschrift„USSR.“. Aufgestellt sei diese„Kavallerie“ von der kommunistischen Partei in Barcelona. Rote Kundgebungen in Preßburg Vor dem deutschen Konsulat Prag, 25. August. Nach einer Vorführung des Sowjetpropagandafilms„Wir aus Kronstadt" in Preßburg begaben sich etwa 100 Kommunisten, meist junge Leute, in zwei Gruppen vor das deutsche Konsulat, wo es zu Lärmkundgebungen kam. Unter den Demonstranten bemerkte man zahlreiche Juden. Im Verlauf der weiteren Ausschreitungen wurden Hochrufe auf die spanischen Marxisten und auf Sowjetrußland ausgebracht. Die Polizei, die kurz nach Beginn der Kundgebung zur Stelle war, säuberte energisch die Umgebung des Konsulats und verhaftete zwei Personen. Heren Blam ins Glamdach Moskau meldet die Hinrichtung Schweizer Strafbestimmungen gegen Einmischung in Spanien der 16 Verurteilten Moskau, 25. Aug. Das Präsidium des Zentral= exekutivkomitees der Sowjetunion hat, wie die „Taß“ meldet, die Begnadigungsgesuche der vom Militärgerichtshof wegen angeblicher Verschwörung zum Tode Verurteilten abgelehnt. Das Urteil sei gegen alle 16 Verurteilten bereits vollstreckt worden. Die mit ungewöhnlicher Eile erfolgte Hinrichtung der 16 Angeklagten im Moskauer Sinowjew= Prozeß wird von der gesamten Budapester Presse als kennzeichnend für die wahren Verhältnisse in Sowjetrußland beurteilt. Der„Pester Lloyd“ schreibt, seit einigen Jahren habe in zahlreichen europäischen Kreisen die Bereitschaft bestanden an eine Normalisierung der Verhältnisse in der Sowjetrepublik zu glauben. Die summarische Hinrich= tung der 16 Angeklagten werse Rußland jedoch in dem Urteil der Welt in die blutigsten Zeiten des Tscheka=Terrors zurück. Unter der Ueberschrift„Das blutige Moskauer Theater“ schreibt der bekannte völkische Reichstagsabgeordnete Dr. Rajniß in„Uj Magyarsag“, es sei für Europa unmöglich, die Geheimnisse der Moskauer Politik zu verstehen. Zweifellos seien die großen innerpolitischen Spannungen, die schweren wirtschaftlichen und finanziellen Schwierigkeiten und die drohende internationale Verwicklung die Ursache gewesen, die die Moskauer Regierung veranlaßte, die nervöse Spannung im Innern in eine andere Richtung abzulenken. Eine neue Entwicklung bereite sich in Sowjetrußland vor. Die alte Garde Lenins werde jetzt brutal von Stalin niedergemetzelt. Dieser blutige Machtwahnsinn, diese blutige Komödie und diese rein asiatische Herrschaft würden jedoch von Paris als europäischer Kulturstaat und Verbündeter angesehen. Chronik der Unglücksfälle Schlagwetterunglück in Bulgarien Sofia. In einem zwei Kilometer langen Stollen der Kohlengrube„Schwarzes Meer" bei Burgas kam es durch Kurzschluß zu einer Explosion schlagender Wetter. Von den im Stollen arbeitenden Bergleuten konnten sich neun retten. Elf blieben eingeschlossen. Von ihnen wurden später zwei mit schweren Brandwunden geborgen. Die übrigen neun, die noch einige Stunden lang Klopfzeichen gaben, wurden in den Abendstunden tot aufgefunden. Erdbeben auf Sumatra Batavia. In der Nähe von Koetaradja auf der Insel Sumatra hat sich nachts ein heftiger Erdstoß ereignet. Neun Eingeborene, darunter drei Soldaten, sind dabei ums Leben gekommen, während 20 weitere Personen mehr oder minder schwer verletzt wurden. Unter den Verletzten befindet sich kein Europäer. Der vom Erdstoß verursachte Sachschaden soll sehr groß sein, obwohl die Bodenbewegung nur eine Minute dauerte. Ein Kinotheater, eine Limonadenfabrik und eine Kaserne sind eingestürzt. Verheerende Ziffern über die Unwetterkatastrophe in Korea Tokio. Nach neuen amtlichen Berichten über die Schäden der Unwetterkatastrophe in Korea vor zwei Wochen beträgt die Zahl der Toten 413. die Zahl der Vermißten, die ebenfalls als tot gelten müssen. 156 und die Zahl der Verwundeten 563. 32.000 Häuser wurden zerstört oder beschädigt. Ueber 100 Schiffe sind gesunken oder gestrande:. Ein Beispiel für Frankreich Bern, 25. Aug. Da von gewissen schweizerischen Linksorganisationen das kürzlich erlassene Verbot der aktiven Teilnahme an militärischen Operationen in Spanien zu umgeben versucht wurde, hat der Bundesrat am Dienstag einen neuen Beschluß gefaßt, in dem die Uebertretung dieses Verbotes und die Aufforderung und Anreizung hierzu unter Strafe gestellt wird. Außerdem sind administrative Maßnahmen zur Durchführung des Verbots vorgesehen. Der Beschluß des Bundesrates bestimmt insbesondere, daß, wer zur Teilnahme an den Feindseligkeiten in Spanien aus der Schweiz ausreist oder hierzu Anstalten trifft, wer die Feindseligkeiten in Spanien von der Schweiz aus irgendwie unterstützt oder begünstigt, wer Geldsammlungen zu anderen als zu wohltätigen Zwecken vorbereitet oder durchführt, oder wer öffentlich zu einer Zuwiderhandlung gegen den Bundesratsbeschluß auffordert oder anreizt, mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Buße bis zu 10000 Franken bestraft wird. Der Beschluß sieht ferner die Beschlagnahme widerrechtlich gesammelter Gelder und herausgegebener Druckschriften vor. Kundgebungen, insbesondere Umzüge zugunsten einer der an den Feindseligkeiten in Spanien beteiligten Parteien bedürfen der Bewilligung durch die zuständige kantonale Behörde. Der Beschluß tritt sofort in Kraft. Aandsunnspeecher in Volnssender Die Bezirkssieger in Berlin— Empfang im Junkhaus dub Berlin, 25. Aug. Im großen Sitzungssaal des Funkhauses empfingen am Dienstagvormittag Reichssendeleiter Hadamowski und Direktor Voß die zurzeit in Berlin weilenden aus den Bezirksausscheidungen als Sieger hervorgegangenen acht Teilnehmer am Rundfunksprecher=Wettbewerb. In seiner Begrüßungsansprache erinnerte der Reichssendeleiter daran, daß die Sieger aus den vorjährigen Kämpfen heute zum großen Teil entweder als Rundfunksprecher beschäftigt oder in der Funkpresse tätig seien. Mehrere Sieger aus früheren Wettbewerben gehörten heute zu den besten Funkberichtern, die bei politischen Großkundgebungen und letzthin auch beim Olympia=Weltsender in Garmisch=Partenkirchen und in Berlin mit Erfolg eingesetzt werden konnten. Reichssendeleiter Hadamowski betonte weiter, daß man mit diesen Sprecher=Wettbewerben dem Rundfunk immer wieder frische Kräfte zuführen wolle. Es werde Wert darauf gelegt, Mitarbeiter zu erhalten, die aus der Jugend und aus dem Volke kommen. Während der Fernseh=Uebertragungen von den olympischen Spielen konnte festgestellt werden, daß auch für den Bildfunk der Sprecher ebenso notwendig sei, wie für den Rundfunk Er erschließe dem Funkberichter reiches Neuland. Ausgeprägtes Verantwortungsgefühl, so schloß der Reichssendeleiter, sei unbedingte Voraussetzung für den Beruf des Rundfunksprechers, ein Beruf, der ebenso wichtig sei, wie der des Journalisten. Die acht Bezirkssieger werden in Berlin in der Zeit vom 25. bis 27. August zunächst einer eingehenden Schulung unterzogen, um dann bis zum 6. September als Rundfunksprecher am Volkssender tätig zu sein. Am letzten Tage des Volkssenders wird schließlich im Rahmen einer Reichssendung die öffentliche Urteilsverkündung und Preisverteilung erfolgen. Die rur einer Geistesnrunnen Ihre vier Kinder in einem Brunnenschacht ertränkt Stutkgart, 25. Aug. Wie aus Leutkirch(Oberschwaben) gemeldet wird, ereignete sich dort eine furchtbare Familientragödie. In einem Anfall geistiger Umnachtung ertränkte die Ehefrau Theresia Blattner aus Urlau ihre vier Kinder im Alter von 1 bis 5½ Jahren in einem Brunnenschacht. Die Frau warf zunächst die drei älteren Knaben im Alter von 2, 4. und 5½ Jahren einzeln in den zwei Meter tiefen Schacht. Dann sprang sie mit ihrem einjährigen Kind Reni auf dem Arm nach. Die Geisteskranke besann sich dann jedoch und arbeitete sich mit dem Kleinen, das jedoch bereits tot war, wieder heraus. Sie stieg auf den Scheunenboden, wo sie weinend. ihr totes Kind auf dem Arm. von ihrem Manne aufgefunden wurde. Nachbarsleute bemühten sich zunächst um die noch im Schacht befindlichen Kinder. Alle Wiederbelebungsversuche waren jedoch vergeblich. Das älteste Kind. ein achtjähriges Mädchen, befand sich zur Zeit der Schrektenstat in der Schule. Die Frau wurde einer Heilanstalt zugeführt. Personenzug streift Autobus Köln, 25. Aug. Wie die Reichsbahndirektion Köln mitteilt, kam es Dienstag nachmittag kurz nach 16 Uhr oberhalb des Bahnhofes Niederzissen (Brohltal) zu einem Zusammenstoß eines Zuges mit einem Autobus. An einem unbeschrankten Bahnübergang streifte ein Personenzug einen mit 36 Personen besetzten Autobus aus Köln, der unmittelbar vor dem Zuge die Strecke zu kreuzen versuchte. Drei Insassen des Autobus wurden schwer verletzt und mußten in das Krankenhaus von Burgbrohl gebracht werden. Weitere 14 Leichtverletzte konnten nach Anlegung von Notverbänden die Weiterreise antreten. Nach den bisherigen Feststellungen trifft die Schuld an dem Unglück den Kraftwagenführer. der mit übermäßiger Geschwindigkeit die Gleise zu überqueren versuchte, ohne sich zu überzeugen, ob irgendeine Gefahr im Verzuge war. Kurz und bündig Der Erzbischof von Canterbury wendet sich in einer Erklärung gegen die bolschewistische Schreckensherrschaft in Spanien. Der volnische Unterrichtsminister Siwentoslaski hat sich nach Czenstochau begeben, um als Vertreter der Regierung an der ersten Bischofssynode im neuen Polen teilzunehmen. Der frühere stellv. japanische Außenminister Schigemitsu ist an Stelle des bisherigen Botschafters Ota zum japanischen Botschafter in Moskau ernannt. Die Reichsbank hat auch in der dritten Augustwoche noch eine Entlastung von der Ultimobeanspruchung um 7,9 v. H. zu verzeichnen, womit 86,6 v. H. der Beanspruchung von Ende Juli abgedeckt sind. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen verminderten sich um 1,9 auf 75.9 Mill. RM. Gewinnauszug 5. Klasse 47. Preußisch=Süddeutsche (273. Preuß.) Klassen=Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verdoten Auf jede gezogene Rummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Rummer in den beiden Abteilungen I und II. 13. Ziehungstag 22. August 1936 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 RM gezogen Sgg#a vinne zu 3000 RN. 75509 188555 196625 2000 RM. 4674 83564 168108 210255 226338 234537 347204 363903 Gewinne zu 1000 RM. 18626 37303 68939 81295 126273 126862 132144 147379 148887 156459 167462 169319 184410 184651 18575 190543 198121 199622 220115 227089 227335 33631: 33952s 38134 26167e 284830 300048 27862„ 339971 354683, 367g06 180, bepinne u 500 RM. 3839 8334 26673 30035 gaues J3s5 57571 59613 72776 81860 82398 88388,90767 93810 99237 110961 120217 127061 167346 182339 196447 206727 223734 225629 31863 314838 242776 24303), 255548 27049 318818 323112 341544 342958 347427 358033 376618 384754 390181 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 RM gezogen 4 Gewinne zu 5000 RM. 133406 287758 6 Gewinne zu 3000 RM. 10685) 269354 381944 166706 2Böoes 31193. 46662 123776 lhd Wdec Wrd gorr arrrc 333 3586 395sss 3 633s 313245 B6ifst 80 Gewinne zu 500 RM. 5242 13767 15282 20066 20749 24714 30679 33437 35679 41613 44216 64576 66384 72805 74466 90673 99932 107448 93553 18541 182650 184066 267ss6 233738 397433 3937sg SSizs 36424s S54iss 14. Ziehungstag 24. August 1936 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 RM gezogen 4 Gewinne zu 5000 RM. 134800 173967 a7099H s 3000. 12930 97038 143397 zu 2000 RM. 598 38860 50948 92073 156255 368587 374547 378212 72 Gewinne zu 1000 RM 3631 4196 31042 41249 52184e 89877 92944-96284 96916 107818 12338 66353 183633 163564 167948 176768 186006 196467 229112 250194 265141 331333 373988 328212 299902 308788 318565 331594 342598 354079 358349 366720 389235 897704 8364 12681 21417 37506 55533 57262 67847 5840) 77305 79613 82965 84411 88369 95994 109917 126928 139896 153911 165870 179410 194362 198863 217584 232189 243832 261571 264823 266479 267832 289950 338992 388333 373127 375704 391722 396004 392 Gewinne zu 300 RM. 495 757 830 1647 4896 38333 28336 29013 16839 17116 18118 35786 38084 40030 41133 43091 43394 43517 43878 3327s 88350 67672 G35gg 8016s 50586 51120 67457 S76Is 86838 93599 84012 66951 67034 Oreof 57ols 68938 72262 73720 75226 76449 83620 84918 85889 88283 88596 89435 89477 88879 90340 92725 93845 102434 103119 198068 110547 111912 124832 124922 129468 130326 134978 135158 140482 44548 145728 145753 148079 150333 192461 153372 153636 153747 154628 154882 156831 87393 157594 158077 160067 160736 164299 94488 166906 167110 170052 175674 176397 179758 179760 181896 181904 184321 188031 88885 190547 195369 195619 200025 200142 200909 200931 201091 203270 204083 204573 209535 209805 213202 213234 213528 219159 220948 221853 231400 232483 233760 235147 235521 239741 241480 241535 247673 247709 250762 253299 267127 257558 258950 259707 261283 261730 262293 263359 266408 267711 276760 278086 280022 286618 288436 289409 295355 295415 298405 300540 302079 303024 303710 304677 305095 306122 308097 311133 311222 311538 311869 313612 315464 317233 318165 318512 320844 323203 324393 325779 331568 334846 336373 340312 342584 343558 343727 343836 345387 345900 347284 34885 349448 35086] 350969 356778 363756 364374 366760 369427 371602 375637 379489 387698 391449 396330 396475 398667 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 RM gezogen 2 Gewinne zu 50000 RM. 287917 2 Gewinne zu 10000 RM. 335985 4 Gewinne zu 5000 RM. 43863 343428 23757 26673) 289027 387633 13138 171604 196 Olaigs 388693. 33572 130218 1000 RM. 65112 74377 79950 ∆ 3 373643 262667 30896 317528 320867 32108 63916 76396 S4as4 87002 83275 109230 11023 33508 188738 190919 196598 193889 206191 222549 236158 256479 285487 297663 3 C. ie Bust Sisze Bäcs 8676 8546 9693, B84s 12501 16576 17276 22368 45863 4790s 3609) 57333 57842 88422 60006 60273 63908 64969 67476 69390 86704 87847 88568 89028 91389 92894 94014 95868 98690 100204 101036 333 13333 140242 14367 146346 152633 99233 198336 202110 206475 208557 209595 210467 218323 39384 234627 23396] 33364) 234067 38 3As6 388917 28027s 383297 333786 397366 396662 29960s 302463 304836 312384 3177es 318419 32073s 326433 329308 336274 337454 337816 338946 340048 342955 345634 348524 350437 353030 353135 356208 360169 361897 36252] 364427 368958 373650 376824 379347 379920 380967 38149 Sasses 396124 397895 399962—. 390967 Ausscheidungs-Gepäckmarsch Der Sx Giupps Westsalen Großartige Leistungen für die Brigade 67 Dortmund. Der Reichsparteitag naht, auf dem die Besten der Bewegung zusammenkommen, um sich für die kommende Arbeit durch den Führer Kraft und Anregung zu holen. Jede SA.=Gruppe hat einen Marschblock zu stellen, der sich an den großen Aufmärschen beteiligt, denn es sind große Anforderungen, die an den Körper und die Haltung der Mannschaft hierbei gestellt werden.. Nun hieß es auch für die Gruppe Westfalen innerhalb der einzelnen Brigaden die beste Brigademannschaft zu ermitteln. Innerhalb der Brigaden waren schon die Besten ermittelt worden, die sich jetzt zum Ausscheidungskampf in der Gruppe stellten. Die Brigademannschaften der Brigade 67. 69 und 70 traten am Sonntagmorgen in aller Frühe in Dortmund am Hilfswerklager Eving an. wo Start und Ziel des 25=Kilometer=Mannschaftsgeväckmar= sches war. während die Brigaden 65. 66 und 68 den gleichen Gepäckmarsch in ihrem Standort durchführten. Es galt die 25 Kilometer in möglichst kurzer Zeit und in tadelloser Haltung zurückzulegen und doch noch frisch zu sein. Insgesamt nahmen 726 SAMänner aus der Gruppe an diesem Ausscheidungsmarsch teil. Die Führer der drei Brigaden richteten jeweils vor dem Abmarsch. nachdem das Gepäck durch Stichproben nachgewogen worden war. Worte der Ermahnung an ihre Mannschaft. Man habe viel trainiert und jetzt heiße es zu zeigen, was man gelernt habe und nicht zu versagen, denn alle wollten doch wohl gern die beste Mannschaft sein, die in der zweiten Septemberwoche am Führer vorbeimarschieren dürfe. Bis jetzt hätte man gut abgeschnitten und dürfe deshalb auch nicht wieder zurückfallen. Unter frohen Marschgesängen wurden die drei Mannschaften auf die lange Reise geschickt, die über Eving. Lindenhorst. Holthausen. Schwieringhausen. Brambauer, Brechten Altenderne. Derne und wieder zurück nach Eving ging. Es war eine Freude, die braunen Soldaten des Führers auf diesem Marsch zu beobachten, wie einer dem anderen half, wenn es einmal etwas schwer wurde, denn durch das Nachlassen eines einzelnen wollte natürlich keine der Mannschaften um ihren Sieg kommen. Als das Ziel in der Ferne winkte, raffte man sich noch einmal auf und unter frischem Gesang ging schließlich die Brigade 69 in der unglaublich kurzen Zeit von 3 Stunden und 18 Minuten in vorbildlicher Haltung durchs Ziel und dürfte damit wohl Sieger geworden sein, wenn nicht eine der drei Brigademannschaften 65. 66 oder 68 noch eine bessere Zeit gelaufen sein sollte. Schlägerei um Mitternacht Westerholt. Am Sonnabend entstand um Mitternacht in einer Wirtschaft in Westerholt zwischen mehreren Männern ein Wortwechsel. Die Streitigkeit wurde in der Wirtschaft aber beigelegt. Nachdem die seindlichen Parteien das Lokal verlassen hatten, flackerte der Streit auf der Straße erneut auf und führte zu Tätlichkeiten. Im Verlauf der Tätlichkeiten wurde einer der Beteiligten mit einem Messer in den Hals gestochen. Der Schwerverletzte. ein Mann aus Buer=Hassel, mußte mit dem Unfallwagen dem Bergmannsheil in Buer zugeführt werden. Ein Schutzvolizeibeamter, der auf seinem Streisengange zufällig des Weges kam, nahm zwei Raufbolde fest, die dringend verdächtigt wurden, den gefährlichen Messerstich ausgeführt zu haben. Sie wurden der Kriminalpolizei übergeben und ins Polizeigefängnis eingeliefert. Die weitere Untersuchung ist noch im Gange. Ein peinlicher Vorfall Hamm. Die Nachbargemeinde Wiescherhösen ist ein altes Sumpfgebiet und hat infolge unterirdischer Unterspülungen fortgesetzt unter Senkungen zu leiden. Sehr stark zeigt sich das auch aus dem katholischen Friedhof. von dem es schon einmal hieß, daß er geschlossen werden sollte. Jetzt ist es dort vorgekommen, daß ein Mann, der über den Friedhof ging, bis zu den Särgen einbrach Gefaßte Schmuggler Erkenschwick. Von der Kriminalpolizei in Erkenschwick in Verbindung mit der Zolljahndungsstelle Dortmund wurde ein vierblättriges Schmugglerkleeblatt festgenommen Zwei der Festgenommenen, eine Frau und ein Mann, wohnen in Erkenschwick, die beiden anderen Männer sind aus Herne. Die Verhafteten haben seit längerer Zeit einen lebhaften Handel mit geschmuggeltem und unverzolltem Tabak betrieben. Den Tabak selbst hatten sie in einem Raum hinter der Diele eines Kötters in Erkenschwick versteckt. Es ist aber gelungen, eine erhebliche Menge des dort verborgenen Tabaks noch zu beschlagnahmen. Die Festgenommenen leugneten hartnäckig, konnten aber an Hand des zusammengetragenen Beweismaterials ihrer Straftaten überführt werden. Das Kleeblatt wurde dem Amtsgericht vorgeführt, das gegen alle vier Haftbefehl erlassen hat. Auf der Straße vom Tode ereilt Gelsenkirchen. Hier brach der Schauspieler Artur Cimburek auf der Litzmannstraße bewußtlos zusammen. Der hinzugezogene Arzt konnte nur noch den Tod des 56jährigen feststellen. Ein Herzschlag hatte seinem Leben ein Ende bereitet. Die Leiche wurde in die Leichenhalle des evangelischen Friedhofes geschafft. Personenauto vom Zuge erfaßt Der Führer getötet Lüdenscheid. Ein mit vier Menschen besetzter Personenwagen wurde auf dem Lösenbacher Bahnübergang von einem Zuge erfaßt und etwa 250 m weit mitgeschleift. Der Führer wurde sofort getötet, die übrigen drei Insassen mußten mit schweren Verletzungen ins hiesige Krankenhaus gebracht werden. 28 000 RM. für die evangelische Kirchengemeinde Plettenberg. Der hier in Plettenberg geborene Adolf Hohage wanderte nach den Vereinigten Staaten aus und kam dort zu Vermögen. Unlängst ist er im Staate Jersey City gestorben und hat aus alter Anhänglichkeit an seine Heimat der hiesigen Kirchengemeinde die schöne Summe von 28000 RM. vermacht. Westfalens Bauernhaus soll maßstäblich aufgenommen werden Münster. In der Erkenntnis, daß das in vielen Jahrhunderten westfälischer Kultur gewordene westfälische Bauernhaus durch die Neuerungssucht und Unkenntuis mancher Kreise in der Gefahr schwebt, immer mehr zu verschwinden, um willkürlichen Bauschöpfungen zu weichen, arbeitet die hiesige Höhere Technische Staatslehranstalt im Auftrage des Ministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung im Einvernehmen mit dem Provinzialkonservator Dr.=Ing. Rave und dem gerade auf dem Gebiete der Erforschung des westfälisch=niederdeutschen Bauernhauses besonders erfahrenen Assistenten Josef Schepers vom Provinzialinstitut für westfälische Landes= und Volkskunde daran. nach und nach in dem ganzen Raum Westfalen das Bauernhaus maßstäblich aufzunehmen und damit ein Gebiet zu erfassen, dessen bedeutungsvolle Kultur bisher noch nicht genügend erkannt und gewertet ist. Mit Rücksicht darauf, daß gerade die Gegend von Haltern durch die Nähe des Industriegebietes besonders gefährdet erscheint, hat man dort mit den ersten Arbeiten zur Verwirklichung dieser großen Kulturarbeit begonnen. Die Ergebnisse dieser Arbeit sind jetzt zu einer Ausstellung in der Höheren Technischen Staatslehranstalt vereinigt worden, die am Samstagvormittag durch den Oberstudiendirektor dieser Anstalt, Höppner, in Anwesenheit einer Anzahl geladener Gäste eröffnet wurde. Studiendirektor Schmitt gab dabei eine Erläuterung über diese wichtige und wertvolle Arbeit, die in Zeichnungen. Lichtbildern und Modellen eine möglich getreu der Wirklichkeit nachgebildete Anschauung des westsälischen Bauernhauses zu geben bestrebt ist. Im Segelflugzeug von Holland nach Münster Münster. Auf einem Stoppelfelde zwischen Kinderhaus und Münster landete ein junger Holländer. der mit seinem Segelflugzeug innerhalb zweieinhalb Stunden von Holland nach hier geflogen war. 441 Hengste zur Hengste=Hauptkörung gemeldet Münster. Wie wir bereits früher mitgeseilt haben. ist in diesem Jahre die Prämiierung. Hauptkörung und der Ankauf der westfälischen Hengste durch die Preußische Gestütsverwaltung auf die Tage vom 28. bis 30. Oktober angesetzt, und wie in den früheren Jahren wird dieses bedeutendste Ereignis der westfälischen Pferdezucht wieder in der Münsterlandhalle abgehalten. Von gut unterrichteter Stelle hören wir, daß hierzu nicht weniger als 441 Hengste angemeldet sind, 356 Kaltblüter und 95 Warmblüter. Landstallmeister i. R. Holtmann=Hamerlef Beckum. Oekonomierat Holtmann=Hamerle. der die zehn Jahre von 1919 bis 1929 das Westfälische Landgestüt in Warendorf mit der sicheren Hand eines der westfälischen Scholle entstammenden und verbundenen Bauern und vassionierten Pferdezüchters leitete, ist wenige Tage nach Vollendung seines 75. Lebensjahres nach mehrjähriger Krankheit am Freitagvormittag in Beckum gestorben. Am 14. August 1861 aus dem urkundlich schon im Jahre 880 genannten Stammhofe des Bauerngeschlechts Holtmann=Brüggemann in Diestedde geboren, vermählte er sich mit der Erbtochter der Familie Hamerle in Beckum, deren Vorfahren vor 150 Jahren aus Tirol nach dort übergesiedelt waren. und fügte seinem Familiennamen den seiner Gattin bei. Holtmann gewann durch sein mit Klugheit und Weitblick gepaartes natürliches Führertalent schon früh Einfluß in der heimatlichen Landwirtschaft. sei es zum Wohle der gerade durch die Zementindustrie im Kreise Beckum besonders zahlreichen„kleinen Leute" durch vorbildliche Förderung der Ziegen zucht, sei es durch richtungweisende Maßnahmen zur Hebung der Schweinezucht, namentlich aber— und darin ist vor allem sein Lebenswerk zu erblicken— durch Unterstützung alles dessen, was der Pflege und Erhaltung der einheimischen Pferdezucht diente. Und hier war es ebenso sein entschiedenes Eintreten für die Einrichtung und Förderung der ländlichen Reiterei wie seine langjährige Mitgliedschaft an leitender Stelle des Westfälischen Pserdestammbuches wie auch des Verbandes der westfälischen Hengstzüchter und Hengsthalter und als Preisrichter auf den DLG.=Schauen. Gerade in der Zeit, da die Pferdezüchter von der Konkurrenz der Maschine eine Zertrümmerung der mühsam erworbenen Frucht ihrer jahrzehntelangen Arbeit befürchteten, wußte Holtmann=Hamerle. der ob seiner Verdienste um die Landwirtschaft schon vor dem Kriege durch die Verleihung des Charakters eines Oekonomierats ausgezeichnet worden war, durch seine kiar und scharf denkende Art. wenns not tat auch mit Temperament. den Pferdezüchtern den Mut zu erhalten und in der Erkenntnis der Bedeutung einer zielbewußen Pferdezucht für das deutsche Volk und Wirtschaftsleben sie anzuspornen zu nicht erlahmender Arbeit auf diesem wichtigen Gebiete, auf dem er sich bahnbrechend einsetzen konnte und eingesetzt hat durch seine richtungweisende Arbeit als Direktor des Westf. Landgestüts. geleitet von dem Gedanken:„Pferde werden in der Landwirtschaft nie durch Maschinen zu ersetzen sein. und darum sei uns die Liebe zum Pferde ein heiliges Vermächtnis unserer Vorfahren." Zuchthaus für Opferstockdiebe Kleve. Das Klever Schössengericht verhandelte gegen die bereits erheblich vorbestraften Burschen Franz Schmidt und Fritz Gleich aus Dortmund. Die Angeklagten. die mit Leimruten die Opferstöcke in der Cristus=König=Kirche in Kleve geplündert hatten, wurden des schweren Diebstahls überführt. Das Gericht verurteilte den Angeklagten Schmidt zu zwei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus und Gleich zu zwei Jahren Zuchthaus. Außerdem wurden beiden Angeklagten die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von zehn Jahren aberkannt. Zehn Schafe durch Blitzschlag getötet Limburg. Bei dem schweren Unwetter im Lahntal gab es auch viele Blitzeinschläge. In Berod schlug ein Blitzstrahl in eine Schafherde und tötete zehn Schafe. Der Schäfer blieb unverletzt. Ein Stück Draht brachte den Tod Kreuznach. Als der 56 Jahre alte Kaufmann und Landwirt Heinrich Menges auf der abschüssigen Dorfstraße in Neu=Bamberg fuhr. geriet ein Stück Draht in das Hinterrad seines Fahrrades. In einer Kurve verlor er dadurch die Gewalt über das Rad. stürzte, prallte mit dem Konf gegen einen Eisenbahnbrückenpfeiler und fiel bewußtlos in den Apvel bach. Von Passanten wurde er bald darauf gesunden und in ein Kreuznacher Krankenhaus gebracht. wo er nach einigen Stunden einem schweren Schädelbruch erlag. „Nachhilfeunterricht“ für Verkehrssünder Auch für rücksichtslose Fußgänger Frankfurt. a. M. Die Verkehrsunfälle haben in Frankfurt am Main in den letzten Monaten trotz zahlreichen Verwarnungen. Bestrafungen und Aufrusen der Polizei in einem Ausmaße zugenommen. daß sich der Polizeipräsident veranlaßt sieht, in der Zeit vom 24. bis 30 August in Frankfurt am Main eine sogenannte Verkehrserziehungswoche durchzuführen. Die Schutzvolizei wird in diesen Tagen. verstärkt durch SA.= und NSKK.=Männer, zu einer scharsen Verkehrskontrolle eingesetzt, die sich auf Fußgänger und alle anderen Verkehrsteilnehmer erstreckt. Einen besonders guten Erfolg verspricht man sich auch von einem sogenannten Nachhilfeunterricht für Verkehrssünder. der jeweils Sonntags morgens in einem Saale des Polizeipräsidiunns durchgeführt wird. Die Verkehrssünder werden hierzu volizeilich aufgefordert und haben bei Nichterscheinen mit einer erheblichen Strafe zu rechnen. In diesem Nachhilieunterricht werden sie in anschaulicher Weise mit den bestehenden Verkehrsbestimmungen vertraut gemacht. Bau eines Warndt=Dorfes Großzügiges Arbeitsbeschaffungsprogramm im Saargebiet Sämtliche Einkochartike! Za Tach Dr. Mues Zahnarzt Victorstr. 2 In großer Auswahl zu günstigen Zahlungsbedingungen irgol Castrop-Rauxel SCn Münsterstraße 21 HalbtagsTanzschule Diel Eigener Unterrichtsraum Kaiser-Friedrich-Str. 16 Neuer Abend-Kursus Donnerstag, den 3. September 20 Uhr Fortschritt-Kursus Donnerstag, den 10. September 20.30 Uhr Einzelslunden sowie Oymnastik au se aus gut. Fam., 14—16 Jah. alt, gesucht. Wo sagt d. Stadtanzeig. Morgen18 Jah =Zimmer= Wohnung Saarbrücken. Auf einer Veranstaltung in Großrosseln im Warndtgebiet hielt Kreisleiter Weber eine Rede, in der er zukunftweisende Projekte ankündigte, die für die Bevölkerung des Warndt von allergrößter Bedeutung sind. Er betonte, daß vor allen Dingen ein Wandel im Gastwirtsgewerbe vor sich gehen müsse, um die landschaftlich chönsten Teile des Warndt dem Fremdenverkehr zu erschließen. Dann gab Kreisleiter Weber einen Ueberblick über die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, die in kürzester Zeit in Angriff genommen werden: Es sind dies Straßenbauarbeiten, u. a. von Ludweiler nach Karlsbrunn(Kostenaufwand 373000 RM.). von St. Nikolaus nach Karlsbrunn(58000 RM.). der Bau einer Zufahrtsstraße zu einer neuen Siedlung (50000 RM.). Ueberquerung der Rossel(250 000 RM.). Bau einer Freilichtbühne bei Karlsbrunn (30.000 RM.), Bau eines Ehrenmals mit dem Namen„Warndttreue" bei Karlsbrunn als Erinnerung an die Abstimmung(190000 RM.), Bau eines Schwimmbades(500000 RM.), Bau einer Obergauführerinnenschule des BDM. bei Lauterbach(200 000 RM.), Ausbau des Frauenarbeitsdiensttager= bei Karlsbrunn(15 000 RM.). Fertigstellung der Karlsbrunner Turnhalle(32 000 RM.) sowie der Bau eines Warndtdorfes mit ungefähr 500 Siedlerstellen Gesamtkostenaufwand 2900000 RM., ferner eine Gemeinschaftsanlage durch Dr. Ley mit 108 000 Erwerbslosen=Tagewerken. Das neue Warndtdorf dient in erster Linie zur Aufnahme von Arbeitern aus dem Gebiet Völklingen und dem Stadtteil Saarbrücken=Burbach. Für die Inangriffnahme dieser großen Projekte ist ein weiterer Beweis, mit welch rastloser Energie von den Stellen der Partei und des Staates im Saargebiet gearbeitet wird, um die Folgen der langjährigen Abtrennung vom Reich nach und nach zu beseitigen. abgeschl. 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Glückwünsche Mittagskonzert Mittagsmeldungen Sendevause Wirtschaftsmeldungen Musik am Nachmittag Werke von Franz Schubert Das Ahnenerbe in Her17.55 18.00 19.00 19.45 20.00 20.10 mann Löns Gemüsenotierungen Lieder und Tänze Zur Unterhaltung Momentaufnahme Erste Abendmeldungen Reitermärsche— Reitertaten Britische Musik der Vergangenheit und Jetztzeit Zeit, Wetter. Nachrichten Das Schatzlästlein Nachtmusik Werbriul den Siadlänzerger! Nr. 232 * Ein Auslat Revoluti# Die in Prag „Snamja Rossii“ ausländischen Ko Sowjetunion zur wortungsvolle P legenheit hatte, nisse in vielen kasus, Karelien, tralrußland—0 lernen. In dem Das feindselige zur Sowjetregier nicht gemildert,s Hinter dem Wal migen“. 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