„*" für Castrop=Rauzel und Umgebung 60 Jahre Castrayor oityn“ Der Stadtanzeiger erscheint wöchentlich, 7mal. Wochendezugsprets Anzeigenpreis: 1 mm hoch und 22 mm breit 4 Pfg, Text02. Jähig. Eastl opel Jeitung 50 Pfg. Postbestellpreis 2 RM. monatlich. Ersatzansprüche können anzeigen 1 mm hoch und 72 mm breit 25 Pfg. Nachlaß nach G. Ac#1# bei Störungen im Erscheinen infolge höherer Gewalt nicht gestellt, den vom W. d. D. W. herausgegebenen Richtlinien. 3. 3t. gili Raureler Noueste namrichten werden Drus und Verlag: Geschw. Schmitz in Castrop=Rauxel. Preisliste Nr. 2. Für Platzwünsche, auch für die durch Fernsprecher Kauxeiei Keueste Nacheühten Hauptschriftleiter, verantwortlich für den Textteil: Franz aufgegebenen, sowie für undeutlich geschriebene Aufträge wird Bogftas Tagoblatt Josef Pruos in Castrov=Rauxel. Anzeigenleiter: Wilhelm keine Gewähr übernommen. Schluß der Anzeigen=Annahme 4 Uhr Bladenhorftel Tagleolalt Welter in Castrop=Rauxel. DA. V. 36 1767. Sa.=Nr. 2151 Castrop. nachm. tags zuvor. Erfüllungsort u. Gerichtsstand Castrop=Rauxel. Amtliches Veröffentlichungsblatt für den Landgerichtsbezirk Dortmund. Allgemeines Kreisblat für den Stadttreis Castrop=Rauxel. Nr. 166 Montag, den 22. Juni 1936 Keichslagung der norbischen Geseilschaft Rede des Reichsministers Dr. Frick auf der Reichstagung der nordischen Gesellschaft dnb. Lübeck, 21. Juni. Auf der Reichstagung der Nordischen Gesellschaft in Lübeck sprach am Sonntag Reichsminister Dr. Frick über„Das nordische Gedankengut in der Gesetzgebung des Dritten Reiches". Der Minister führte u. a. aus: Man hat es im Auslande häufig nicht verstanden, daß man sogar die Gesetzgebung eines Landes auf den Rassegedanken abstellen kann. Ich möchte aus diesem Grunde betonen, daß unsere Auffassung von der Rasse für kein anderes Volk der Erde etwas Aggressiv=Feindliches aufweist. Unsere Rasseidee ist von uns nicht als Exportartikel gedacht, wir vertreten vielmehr lediglich die Auffassung, daß die nordische Rasse für uns Deutsche das beste und reinste Element der Volkwerdung darstellt. Wenn wir das aber erkannt haben, so wollen wir uns auch zu den Vorzügen dieser Rasse bekennen und danach leben. Wir haben dem Volk Gesetze gegeben, die diesem nordischen Gedankengut entsprechen. Die Geschichte der nordisch bestimmten Völker ist nur zu verstehen, wenn wir wissen, wie diese ihre Prägung durch die nordische Rasse erhalten haben. Der nordische Lebensstil und die Auffassung vom Leben zeigten sich im Recht dieser Völker, in ihrer Einstellung zu den Grundfragen menschlichen Lebens: Freiheit und Ehre, Heimat und Arbeit, Brauchtum und Gesittung, Volk und Familie. Alle großen Deutschen der Vergangenheit sind darum Vorkämpfer für diese Erkenntnis geworden, die im Laufe der Geschichte immer wieder imstande waren, unser Volk wach zu rütteln! Nur aus dieser Weltanschauung heraus sind die Taten des Nationalsozialismus— mögen es nun solche der Staatsführung, insbesondere der Gesetzgebung, der Verwaltung, der Rechtsprechung oder der Bewegung sein— zu verstehen. Freiheit und Ehre sind die Leitgedanken des Nationalsozialismus. Freiheit und Ehre sind Wesenseigenheiten, wie sie nur bei Völkern zu finden sind, die das Bauerntum als Urquell ihres Volkes empfinden. Bauer sein heißt jedoch nicht nur der Gegenwart leben, sondern auch an die Zukunft denken. Der nordische Mensch und die von ihm geprägten Völker haben stets den Boden nicht als eine Ware angesehen, über die jeder einzelne nach freiem Belieben verfügen kann. Diesen Gedanken hat der Nationalsozialismus durch das Reichserbhofgesetz vom 29. September 1933 aufgegriffen und damit die Forderung von Blut und Boden verwirklicht. Der nordische Mensch weiß, daß das Leben Kampf bedeutet und hat auch zur Arbeit eine andere Grundeinstellung als der Nomade. Deutlich wird das durch das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit vom 20. 1. 1934 und durch das Arbeitsdienstgesetz vom 26. 6. 1935, das ist auch der Sinn der vom Führer geschaffenen Deutschen Arbeitsfront und der Nationalsozialistischen Betriebszellenerganisation, die die Aufgabe hat, das deutsche Arbeitertum im Sinne der nationalsozialistischen Weltanschauung zu erziehen. Brauchtum und Gestaltung tragen dazu bei, die Zukunft unseres Vorkes sicherzustellen. Erb- und Rassenpflege sind der Mittelpunkt der nationalsozialistischen Gesetzgebung geworden. Dem gleichen Ziel dienen die Bestimmungen über die Förderung der Eheschließungen im Gesetz zur Verminderung der Arbeitslosigkeit, durch welche Hunderttausende von Eheschließungen ermöglicht wurden. Hand in Hand damit geht eine Erziehung des deutschen Volkes zu Rassebewußtsein und Rassepflege, wie durch das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums, das den verheerenden rassefremden jüdischen Einfluß in unserem öffentl chen Leben zurückgedrängt hat und durch zahlreiche analoge berufsständische Bestimmungen. Diese Gesetzgebung hat ihre Krönung erfahren durch die sogenannten Nürnberger Geletze, das Reichsbürgergesetz und das Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre. Auch die deutsche Gemeindeordnung vom 30. 1. 1935 ist ein Beweis nationalsozialistischen Staatsaufbaues. Gerade dieses Gesetz trägt der Tatsache Rechnung, daß der nordische Mensch ein Freiheitsmenich ist, der nicht nur nach dem Grundsatz:„Gemeinnutz vor Eigennutz" leben, sondern auch seine Angelegenheiten selbst regeln will. Er soll beweisen, daß er solcher Freiheits= und Lebensauffassung würdig ist. Der kurze Ueberblick über die Verankerung nordischen Gedankengutes in den nach der Machtergreifung erlassenen Gesetzen zeigt, daß die nationalsozialistische Regierung gewillt ist, eine sinnvolle Lebensordnung zu schaffen, wie sie früher bei unseren Vorfahren üblich war. Wir sind bereit, das Recht anderer Völker zu achten und fühlen uns verbunden allen, die bereit sind, mit uns zu verteidigen Haus und Hof, Heimat und Volk und seine von der nordischen Rasse bestimmte Kultur. „Nordische Rede des Reichsleiters Rosenberg Reichsleiter Alfred Rosenberg hielt bei der Kundgebung der Nordischen Gesellschaft eine große Rede, die unter dem Leitgedanken„Nordische Verpflichtung" stand. Einleitend führte der Reichsleiter aus, daß neben der politischen und sozialen Aufbauarbeit auch die kulturellen Werte immer mehr ins Zentrum des deutschen Lebens gestellt würden. „Wir wollen an dieser Stelle die Hoffnung aussprechen, daß, mag man über politische Formen im Auslande verschieden denken, doch dieses innere Streben eines tiefen Gestaltungswillens nicht mehr von den Gutwilligen übersehen werden kann.“ Wir haben gewußt, daß das Entstehen der nationalsozialistischen Revolution, die vieles, was andere glaubten verehren zu müssen, beiseite schob, naturnotwendig zunächst auf heftige Ablehnung stoßen mußte. Wir sind darüber hinaus der Ueberzeugung, daß unsere Revolution auch nicht wirklich groß gewesen wäre, wenn sie nur Liebe und Verständnis gefunden hätte, denn die Umstände, in denen Deutschland lebte, waren außerordentlich und forderten deshalb auch ein entschiedenes Denken und entschlossenes Handeln. Ein altes, überall gültiges Gesetz vollzog sich auch an uns. Unter einem ungeheuren außenpolitischen Druck war das deutsche Volk gezwungen, Entwicklungsstadien schneller zu durchschreiten als ein anderes. Es hatte nur die Wahl, unter diesem Druck zusammenzubrechen oder aber geeignete Mittel zu finden, um ihm zu widerstehen. Nach allen mißlungenen Methoden hat sich die Methode unseres Führers, der Appell an die höchsten Werte des deutschen Volkes, verbunden mit einer innerlich anerkannten und deshalb besonders festen Disziplin, als jenes Mittel erwiesen, die drohenden Mächte des Unterganges niederzuringen und neue Grundlagen für ein zukünftiges Leben zu schaffen. Kabinekt van Zeeland gefährdet? Schlichtungsverhandlungen in Brüssel dnb. Brüssel, 20. Juni. Die aus Arbeitgeberund Arbeitnehmervertretern der einzelnen Industriezweige zusammengesetzten Ausschüsse sind zusammengetreten, um zu den Vereinbarungen Stellung zu nehmen, die die Vertreter der Spitzenorganisationen der Industrie und der Gewerkschaften unter dem Vorsitz der Regierung für eine Beilegung des Streiks getroffen haben. Während über eine Reihe von Punkten bereits Einigkeit herrscht, stehen sich die Parteien insbesondere in der Frage der Lohnerhöhung und der Neuregelung der Arbeitszeit noch unversöhnlich gegenüber. Die Sozialdemokraten sind entschlossen, ihre sechs Minister aus dem Kabinett van Zeeland abzuberufen, wenn die Forderungen der Gewerkschaften nicht erfüllt werden. Am Sonntag wird das Kabinett zusammentreten, um zur Lage Stellung zu nehmen. Die Aufnahme der Verhandlungen hat bisher auf die Streiklage nicht den geringsten Einfluß gehabt. Auch am Sonnabendvormittag sind wieder neue Streiks ausgebrochen. Generalstreik in Valladolid onb. Madrid, 20. Juni. In Valladolid wurde auf Grund von blutigen Zusammenstößen in der vergangenen Nacht, bei denen eine Person getötet und mehrere verletzt wurden, der Generalstreik erklärt. Der gesamte Verkehr liegt still. Die Züge blieben auf der Strecke liegen und mußten umgeleitet werden, da das Personal auf dem Bahnhof Valladolid ebenfalls in den Ausstand getreten ist. Bei Zusammenstößen in der Stadt zwischen politischen Gegnern gab es vier Verletzte. Iiniler noch anrahsen in Huels Ein Toter, mehrere Verletzte dnb. Paris, 21. Juni. In Paris und verschiedenen Provinzstädten kam es am Sonnabend zu Schlägereien zwischen politischen Gegnern. So haben etwa 30 junge Leute mit den Besuchern eines bekannten Kaffeehauses auf dem Montparnaß politischen Streit bekommen, wobei Tische und Geschirre zerschlagen wurden. Beim Eintreffen der Polizei waren die Unruhestifter verschwunden. In einem anderen Pariser Café, das von den streikenden Angestellten besetzt worden war, kam es zwischen diesen und dem Kaffeehausbesitzer, der sich einige Freunde geholt hatte, darunter auch einen Pariser Stadtrat, zu einer Schlägerei. Flaschen und Stuhlbeine traten in Tätigkeit. Eine große Schauscheibe wurde eingeschlagen und vier Personen durch Glassplitter verletzt. Zwei davon erlitten schwere Verletzungen und mußten in ein Krankenhaus gebracht werden. Am Schluß der Schlägerei mußten die Streikenden das Feld räumen. Anschließend demonstrierten zahlreiche Mitglieder der Volksfront, die sich mit den streikenden Kellnern solidarisch erklärt hatten, vor dem Kaffeehaus und sangen die Internationale, was von dem Besitzer des Kaffeehauses und dessen Freunden durch den Gesang der Marseillaise beantwortet wurde. Nachdem die Ruhe eingetreten war, verließen der Pariser Stadtrat und seine Freunde das Kaffeehaus in einem Mietwagen. Wenige hundert Meter weiter wurde der Kraftwagen von Mitgliedern der Volksfront erkannt und angehalten. Es entwickelte sich wieder eine Schlägerei, bei der auch einige Schüsse fielen. Die sofort herbeigeeilte Polizei konnte die Insassen befreien. Eine erste Untersuchung der Polizei konnte keine Spuren der Kugeln finden. Verletzt wurde auch niemand. Auch im Elysee=Viertel und am Etoile=Platz kam es in den Abendstunden des Sonnabend zu Zwischenfällen. Etwa 300 Personen, die meist das Abzeichen der Feuerkreuzbewegung und blauweißrote Bändchen trugen, hatten sich an dem Denkmal des Unbekannten Soldaten versammelt, um der Wiederanzündung der Gasflamme an diesem Denkmal beizuwohnen. Plötzlich erhob sich der Ruf„Es lebe de la Rocque. Es leben die Feuerkreuzler".— Polizeilicher Ordnungsdienst wollte die Kundgeber zerstreuen, worauf diese die Marseillaise anstimmten. Wenige Minuten später war die Ruhe wiederhergestellt. Zahlreiche Verhaftungen wegen Widerstandes gegen die Polizei wurden durchgeführt. Auch in der Provinz sind zahlreiche Zwischenfälle zu verzeichnen. So haben in Mülhausen zwei Feuerkreuzler im Verlaufe einer Schlägerei zwischen ihren Parteifreunden und Anhängern der Linksorganisationen leichtere Verletzungen erlitten. In Amiens kam es zu einem Handgemenge zwischen Vaterländischer Jugend und etwa 200 Streikenden. Die Polizei trennte die Parteien. In Nantes ereigneten sich ebenfalls einige Zusammenstöße zwischen Mitgliedern der französischen Solidarität und Anhängern der VolksfrontParteien, die aber keine schwereren Folgen hatten. In St. Etienne wurden einige Personen bei einer Schlägerei zwischen Verkäufern der„Action Francaise" und Verkäufern eines kommunistischen Jugendblattes verletzt. In Bordeaux sind zwei Personen nach einer politischen Aussprache in Streit geraten, der handgreiflich wurde. Der eine der beiden wurde dabei so schwer verletzt, daß er im Krankenhaus verstarb. Der Mörder wurde verhaftet. Der Völkerbund im Meinungsstreit Gegensatz der Auffassungen in Paris und London? Frankreichs Stellungnahme am Dienstag Wie wir hören, wird in Pariser politischen Kreisen den Ausführungen, die Außenminister Delbos am Dienstag vor der Kammer machen wird, eine recht beträchtliche Bedeutung beigemessen. Man scheint sich von diesen Ausführungen so etwas wie ein Gegenstück zur Eden=Rede zu versprechen. Vor allem dürfte in der Rede aber eine Darstellung der Folgerungen gegeben werden, die Frankreich aus dem Ausgang des Abessinienkonfliktes zu ziehen gedenkt. Wenn die bisherigen Aeußerungen über die Stellungnahme der französischen Regierung— Verstärkung des kollektiven Sicherheitssystems— wirklich zutreffend sind, so scheint es nicht ausgeschlossen, daß sich zunächst ein völliger Gegensatz zwischen den Auffassungen der englischen und der französischen Regierung ergibt. Soeben erst hat der bekannte englische Politiker Conwell=Evans in einem Vortrag gesagt, die Vorstellung von dem universalen Beistandspakt, wie sie bisher dem Völkerbund zugrunde gelegen habe, habe sich jetzt endgültig als Utopie erwiesen, und das Wort Litwinows von der Unteilbarkeit des Friedens, das gerade in Frankreich mit so lebhafter Begeisterung ausgenommen worden ist, bedeute im Grunde nichts anderes als die Unteilbarkeit des Krieges. Als die Folgerungen, die man in England aus dem Ausgang des Abessinienkonfliktes für die künftige Gestaltung des Völkerbundes gezogen habe, bezeichnete Conwell=Evans die beiden Tatsachen, daß einmal kein Volk, das auf Eroberungen aus ist, daran anders als durch Krieg gehindert werden kann und daß zweitens kein Volk Kriegsmaßnahmen gegen einen Angreifer unternehmen wird, wenn nicht seine eigenen Lebensinteressen dabei im Spiel sind. Diese englischen Schlüsse aus dem Abessinienkonflikt und seinem Ausgang klingen beträchtlich anders als das, was man aus den Pariser Gerüchten bezüglich einer Verstärkung des kollektiven Sicherheitssystems entnehmen kann. Der Dienstag der kommenden Woche kann unter diesen Umständen insoweit zu einem politischen Tag erster Ordnung werden, als er womöglich eine grundverschiedene Auffassung über das künftige Schicksal und die künftige Bedeutung des Völkerbundes zwischen London und Paris enthüllt, wenn man nicht noch in letzter Stunde sich dazu versteht, eine Abstimmung dieser Standpunkte vorzunehmen. Daß aber dies erfolgt, ist nicht unbedingt wahrscheinlich. Man hat in der letzten Zeit in London immer weniger Wert darauf gelegt. Paris in die Verhandlungen mit Rom einzuschalten. Der englische Standpunkt, der oben angedeutet ist, würde sich dem italienischen beträchtlich stärker nähern als der französische. In Rom wie in London hat man offensichtlich das Bedürfnis, durch das Gewebe juristischer Spitzfindigkeiten hindurchzustoßen und wieder auf die nackten Tatsachen zu kommen, um dementsprechend eine vernünftige und gesunde Politik der Tatsachen machen zu können. Wie lange man gegenüber einer solchen Haltung in London und Rom von Paris aus den Versuch machen wird. den alten formaljuristischen Standpunkt gegen die praktische Wirklichkeit durchzusetzen, wird davon abhängen, wie rasch man diese Tatsache einsieht und wie bald man einen gangbaren Weg findet, um eine solche Erkenntnis in die Tat umzusetzen. Der Dienstag dürfte auch in dieser Hinsicht die eine und andere Aufklärung bringen. Ueberschwemmungen in Urnguay onb. Montevideo, 21. Juni. Der Uruguaystrom, der seit einigen Tagen Hochwasser führt, beginnt die Ufer bedrohlich zu überschwemmen. In Salto und Paysunda stehen die tiefer gelegenen Stadtteile vollkommen unter Wasser. Die Stadt Conception del Uruguay ist von jedem Verkehr mit der Außenwelt abgeschlossen, ebenso die auf dem argentinischen Ufer gelegene Stadt Concordia. Da die bedrohten Gebiete von den Bewohnern geräumt sind, herrscht große Obdachlosigkeit. Das Hochwasser, das noch immer im Steigen begriffen ist, hat bereits einen Stand von 9 Meter über dem normalen Wasserspiegel erreicht. Auch der Santa=Lucia=Fluß ist weit über die Ufer getreten, wodurch der Verkehr zwischen Montevideo und verschiedenen Städten im Innern des Landes unterbrochen ist. Aufparender Farunst Dr. Goebbels auf dem Gautag der Kurmark dnb. Potsdam, 21. Juni. Auf dem Appell aller Gliederungen des Gaues Kurmark der NSDAP. sprach am Sonntagmittag Reichsminister Dr. Goebbels. Er rechnete unter der begeisterten Zustimmung der Zehntausende nun mit denen ab, die mit geringschätziger Miene sagen:„Der Führer— sawohl. Aber die kleinen Hitler.“ „Hier sind die„kleinen Hitler“ des Gaues Kurmark aufmarschiert, und wage einer, den ersten Stein auf sie zu werfen. Wie Ihr Euch zum Führer bekennt, bekennt der Führer sich zu Euch. Er wird es niemals vergessen, daß es die„kleinen Hitler“ waren, die mit ihm die Stufen bauten, auf denen wir zur Macht emporsteigen konnten.“(Lang anhaltende Heilrufe.) Dr. Goebbels beschäftigte sich nun mit dem Einwand, daß es in Deutschland keine Freiheit der Meinung mehr gebe. Früher habe es allerdings eine sogenannte Freiheit der Meinung gegeben, so sagte er, und was Deutschland davon profitierte, habe man schaudernd feststellen können.„Es ist besser, das Volk wird gerettet, als daß ein paar Schwätzer das Recht haben, gegen das eigene Volk zu hetzen. Wenn die Besserwisser sagen„Kritik tut not“, so sagen wir: Es tut not, daß wir arbeiten, daß wir den Armen zu essen, den Arbeitslosen Arbeit geben, daß wir eine Armee aufbauen, damit wir uns wehren können. Weil das„noter tut“ als Kritik, deshalb haben wir die Kritikasterei abgeschafft und mit der Arbeit angefangen. Und ich habe den Eindruck, daß das deutsche Volk damit ganz einverstanden ist.“(Lang anhaltende, stürmische Zustimmung.) Auseinandersetzungen schlimmster Art in der ganzen Welt, sei Deutschland ein Block der Ordnung, der Lebensbejahung und der Lebensfreude, des Idealismus und des nationalen Enthusiasmus. Dr. Goebbels grüßte den Führer, als das Vorbild dieser großen Tugenden, als den Herold und Vordermann der Bewegung im Kampf um die Macht wie auch im Kampf um den Aufbau des Staates mit dem von den Zehntausenden begeistert aufgenommenen Ruf:„Das Reich, der Führer und die Bewegung: Sieg=Heil!“ Staatssekretär von Bülow gestorben onb. Berlin, 21. Juni. Der Staatssekretär im Auswärtigen Amt Dr. Bernhard Wilhelm von Bülow ist am Sonntag um 11 Uhr an den Folgen einer Lungenentzündung in Berlin gestorben. Anläßlich des Ablebens des Staatssekretärs von Bülow im Auswärtigen Amt hat der Führer und Reichskanzler an die Stiefmutter des#### Verstorbenen, Frau von Bülow, ein Beileids=#i telegramm gerichtet. ohne den es nicht möglich gewesen wäre, daß der Nationalsozialismus zur Macht kam und das Werk der Erneuerung in Deutschland begann. Wenn das begonnene Werk vollendet werden solle, dann könne es nur in diesem Geist der nationalsozialistischen Weltanschauung, der Opferbereitschaft, und ihn gelte es immer weiter hinauszutragen in das Volk, bis er auch den letzten Volksgenossen erfaßt habe. Mit dem Gelöbnis, daß die SA. in diesem Geiste stets weiterarbeiten werde in unwandelbarer Treue zu ührer, Volk und Reich, schloß Stabschef Lutze seine Ansprache an die Männer der SA. Beileidstelegramm gerichtet. Regierungserklärung Des Dunziger=Eennieprasterinen boven nach Duisburg, wo im Rathaus ein kurzer Empfang zu Ehren des Stabschefs stattfand, um sich anschließend nach Düsseldorf zu begeben. hohe im Kattowitzer Hochverratsprozeß Scharfe Kennzeichnung der verbrecherischen hetze der Opposition— Verbat politischer Versammlungen Während sich in Deutschland ein Volk wieder seines Lebens freue, seien andere Völker zerfressen von Streik und Aufruhr, von sozialen und wirtschaftlichen Krisen.„Die Wirren der Welt berühren uns nicht, denn wir sind mit unseren eigenen Problemen vollauf beschäftigt. Wir haben über unsere inneren Aufgaben hinaus keinerlei imperialistischen Ehrgeiz, denn unser Aufbau ist auf ganz weite Sicht eingestellt. Wir haben es nicht nötig, aus Popularitätshascherei Flickarbeit zu machen, um für kurze Zeit damit zu imponieren. Rein, wir führen den Aufbau nach großen Grundsätzen durch. Wir brauchen auch keine außenpolitischen Abenteuer und Experimente, um unsere Position im eigenen Volke zu festigen. Das deutsche Volk will, wie seine Regierung, den Frieden, weil beide ihn bitter nötig haben, aber wir wollen einen Frieden, der uns die Ehre und das Leben läßt. Da wir der Ueberzeugung waren, daß dieser Friede mit den alten Völkerbundsmethoden nicht garantiert werden konnte, haben wir neue Methoden angewandt. Der Völkerbund hat den abessinischen Krieg nicht beenden können, sondern er ist gewissermaßen mit gedämpftem Trommelklang hinterhermarschiert. Der abessinische Krieg selbst aber ist mit Bombengeschwadern entschieden worden. Da wir nicht Lust haben, einen provozierten Konflikt gegen Deutschland in Zukunft etwa auf gleiche Weise lösen zu lassen, haben wir uns selbst mit Bombengeschwadern eingedeckt. Das deutsche Volk verfolgt dabei keine aggressiven Absichten, sondern hat nur den Willen, in Frieden seiner Arbeit nachzugehen.(Starker Beifall.) Denen, die in Deutschland noch glauben, sich polemisch mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzen zu müssen, rief Dr. Goebbels zu, sie möchten doch einmal einen Blick auf das außerdeutsche Europa werfen.„Wir haben die Kirchen von der roten Gefahr befreit, und sie müßten dankbar sein, daß in Deutschland noch Altäre stehen. Allein die nationalsozialistische Bewegung hat sich dieses Verdienst um die Nation erworben und das Land zu einer Zelle der Ordnung und der Disziplin gemacht. Deshalb steht und fällt das Reich mit der Partei. Sie ist die Lehrmeisterin unseres politischen Lebens. Sie erzieht die Jugend und das Volk und schenkt ihm in ununterbrochener Folge seine politischen Führer. Es ist deshalb keine leere Demonstration, wenn sich an diesen Sonntagen in unseren Gauen die alten Parteigenossen zusammenfinden, um ihr Bekenntnis zu Reich, Führer und Bewegung abzulegen. Hier trifft sich die Alte Garde, die davon überzeugt ist, daß auf ihren Schultern die Nation ruht. Sie schützt den Staat im Innern, und die Armee schützt den Staat nach außen. Um diese beiden Träger von Volk und Staat schlingt sich ein festes Band der Verbundenheit und Kameradschaft.“ Dr. Goebbels umriß nun in knappen Worten die gewaltigen Aufgaben, die in Zukunft der Lösung harren: 1. die Arbeitsschlacht ruft unsere Hände, 2. der Kampf um die vollkommene Gleichberechtigung des deutschen Volkes erfordert unsere ganze Kraft und Kühnheit, 3. große soziale Werke harren der Lösung, 4. die innere Form des Staates und die Angleichung des Staates an die Partei muß weitergetrieben und fortgesetzt werden, 5. darüber steht als größte Aufgabe die systematische Erziehung des deutschen Volkes für die kommenden Generationen. dnb. Danzig, 21. Juni. Der Danziger Senatspräsident Greiser gab am Sonnabendabend anläßlich einer großen Sonnenwendfeier der Danziger Hitler=Jugend, an der sämtliche Gliederungen der NSDAP. teilnahmen, eine Regierungserklärung ab, in der er insbesondere auch zu den jüngsten Vorgängen in Danzig Stellung nahm. Er erinnerte dann mit großem Nachdruck und unter stürmischer Zustimmung der unter freiem Himmel versammelten Massen, daß die zersetzenden Kräfte, die in ihrem Haß gegen das Dritte Reich kein ruhiges Danzig gebrauchen könnten, nach ihren Mißerfolgen bei den internationalen Instanzen nunmehr versucht hätten, durch Provokationen Unruhen hervorzurufen. Man habe sich bekannte und strafgesetzlich bewährte kommunistische Messerstecher engagiert und anständig und ruhig arbeitende Nationalsozialisten überfallen. Wenn dann Nationalsozialisten sich zur Wehr gesetzt hätten, so habe man sich über einen Terror der Nationalsozialisten beschwert. Verwunderlich sei es nur, daß man von nationalsozialistischem Terror spreche, die Nationalsozialisten dabei aber drei Toie und einige Schwerverletzte zu beklagen haben. Angesichts der Berichterstattung der Danziger Oppositionspresse zu diesen Vorgängen hätten die Danziger Behörden ein übergroßes Maß von Duldsamkeit aufbringen müssen, um der sogenannten freien Meinungsäußerung zuliebe diesen Presseerzeugnissen gegenüber nicht eine andere wohlverdiente Haltung einzunehmen. Präsident Greiser brandmarkte dann die ungeheuerliche Unverschämtheit der Oppositionspresse, die anläßlich der Staatstrauer um die gefallenen nationalsozialistischen Kameraden wieder versucht habe, die Ideologie der nationalsozialistischen Bewegung als für Danzig nur parteimäßig gebunden hinzustellen, während jeder Mensch in der ganzen Welt wisse, daß diese Idee heute die Schranken einer parlamentarischen Partei längst gesprengt und die Einigungsformel für das gesamte deutsche Volk innerhalb und außerhalb der deutschen Reichsgrenzen geworden sei. Wenn Männer wie Deskowski, Fressonke und Ludwig in Danzig fallen, so stehe, wie das äußerlich sichtbar bei ihren Begräbnissen zum Ausdruck gekommen sei, der Fühcer und das ganze deutsche Volk an der Bahre dieser Kämpfer. Präsident Greiser teilte zum Schluß noch mit, daß er zur Beruhigung der durch die innerpolitischen Auseinandersetzungen etwas erhitzten Gemüter und im Interesse einer ruhigen Entwicklung der Wirtschaft und des Fremdenverkehrs den Polizeipräsidenten angewiesen habe, mit sofortiger Wirkung ein politisches Versammlungsund Demonstrationsverbot für Groß=Danzig einschließlich Zoppot auszusprechen. Ausgenommen hiervon seien lediglich sportliche Veranstaltungen. Eingeschlossen in das Verbot seien alle Kundgebungen nicht nur öffentlichen, sondern auch geschlossenen Charakters. Damit fallen auch die Mitgliederversammlungen der Oppositionsparteien, zu denen großzügige Karten an alle möglichen verbrecherischen Elemente ausgegeben worden seien, unter dieses Verbot. Der Präsident schloß mit einem Appell an die Danziger Bevölkerung, diese Maßnahme richtig zu verstehen. Er sei überzeugt, daß nunmehr in kurzer Zeit die Lage völlig befried gend sein werde. dnb. Lattowitz, 20. Juni. Am Sonnabend sprach das Gericht im Kattowitzer Hochverratsprozeß das Urteil, das unerwartet hoch ausgefallen ist. Von den vor Gericht stehenden 113 Angeklagten wurden 99 für schuldig befunden. In 14 Fällen erkannte das Gericht auf Freispruch. Drei Angeklagte, und zwar Zajonz, Vernecker und Blinda, erhielten auf Grund des§ 97 je sechs Jahre und nach§ 98 je acht Jahre schweren Kerkers. Die Strafen wurden auf je zehn Jahre schweren Kerkers zusammengezogen. Die Angeklagten Merdzil, Wawrornek und Betnarski wurden nach den gleichen Paragraphen zu je acht Jahren Gefängnis verurteilt. Ein Angeklagter erhielt auf Grund des§ 97 sieben Jahre Gefängnis. Sechs weitere, darunter der oftgenannte Polizeispitzel Pielort, erhielten wegen des gleichen Verbrechens(Hochverrat) je sechs Jahre Gefängnis. Gegen 13 andere Angeklagte wurde auf je vier Jahre Gefängnis erkannt, während 60 mit je zwei Jahren Gefängnis davonkamen. Die 13 Angeklagten, die auf Grund des§ 165 wegen Geheimbündelei verurteilt wurden, erhielten je ein Jahr, sechs Monate Gefängnis. Bei sämtlichen Angeklagten, außer denen, die wegen Geheimbündelei schuldig gesprochen worden sind, erkannte das Gericht auf Aberkennung der bür gerlichen Ehrenrechte für je zehn Jahre. Die 99 Verurteilten wurden zur gemeinsamen Tragung der Gerichtskosten verurteilt. Die Freigesprochenen und die nach§ 165 Verurteilten wurden sofort auf freien Fuß gesetzt, die anderen 72 Angeklagten bleiben in Haft. Mussolini auf der Jahrhundertfeier der Versaglieri-Truppe Ca. ftels einuhberen Große Katastrophenschutzübung im Ruhrtal— Stabschef Lutze besichtigt die Gruppe Niederrhein Zum Schluß seiner Rede überbrachte Dr. Goebbels die Grüße und den Ausdruck der Verbundenheit des Führers mit den Parteigenossen der Kurmark. Der Führer wisse, was er an seiner Partei habe, genau so, wie die Partei wisse, was sie am Führer habe. In einer Zeit europäischer Wirren, sozialer, wirtschaftlicher und politischer rwd. Essen, 20. Juni. Zum Abschluß der großen Besichtigungsreise, die den Stabschef des Führers, Viktor Lutze, zu den einzelnen SA.=Gruppen im Reich führte, weilt Stabschef Lutze in diesen Tagen zur Besichtigung der Gruppe Niederrhein im Rhein=RuhrGebiet, dessen erster Gausturmführer der jungen SA. er bekanntlich in der Zeit des sozialistischen Kampfes um die Macht in Deutschland war. Von ganz besonderer Bedeutung war im Rahmen dieser Besichtigung die große Einsatzübung, die die SA.=Brigade 73 am Samstag vor ihrem Stabschef im Ruhrtal zwischen Mülheim und Kettwig durchführte. Diese vielseitige Katastrophenschutzübung der Essener, Mülheimer und Oberhausener SA. und die Art ihrer Durchführung vermittelten einen hervorragenden Eindruck von dem Ausbildungsstand und der Einsatzbereitschaft der SA. im Ruhrgan und von dem Geist, der die Männer der SA. bescelt. Die erste Aufgabe galt der Errichtung einer ausfahrbaren Notbrücke über die Ruhr bei den Mintarder Höfen, da ein Tagesbruch die Hermann=Göring=Brücke bei Menden so stark gefährdet hatte, daß sie gesperrt werden mußte. SA. und Reiter=SA. sorgten für die erforderlichen Straßensperrungen und Verkehrsumleitungen. Spezialtrupps der Pionierstürme waren mit Eifer bei den Aufräumungsarbeiten an der Bahnlinie Mülheim—Broich—Kettwig, wo durch den Tagesbruch ein Personenzug entgleist war. Männer des Sanitätstrupps waren bei der Bergung der Verletzten und ließen ihnen die erste Hilfe angedeihen. Inzwischen war auch die Notbrücke durch einen Pioniersturm fertiggestellt worden. Gefahren und Störungen waren beeltigt..„. u. 18 8e An der Straße Mulheim—Brocch—nettwig hatte sich eine Kohlenhalde entzündet. Rauch und Geruch, giftige Dämpfe und Kohlenoxydgase gefährdeten Leben und Gesundheit der Bevölkerung. Mit Umsicht und Eifer entlevigten sich ein Sprengtrupp und ein SA.=Trupp der Aufgabe, den Brand zu löschen und wettere Gefahren von den Volkogenossen abzuwenden. In der Nähe des Bahnhofo Mintard war durch die Unvorsichtigkeit von Wanderern ein Waldbrand entstanden. Der Förster hatte die SA. um Unterstützung aufgerufen. Schnell waren 60 Männer des Pioniersturms eingesetzt, die mit Aexten und Spaten anrückten und durch Auswerfen von Gräben und Fällen von Bäumen eine weitere Ausdehnung des Brandes verhinderten und bald den gefährlich drohenden Waldbrand eingedämmt hatten. An einer anderen Stelle im Ruhrtal hatte ein Pioniersturm angesichts des Fehlens von Brücken und anderer Mittel zum Uebersetzen auf das andere Ufer aus Benzolfässern, Stangen usw. einen Tonnensteg über die Ruhr zu legen. Auch diese Aufgabe wurde mit Geschick und Schnelligkeit erledigt. Schließlich hatte ein Nachrichtensturm die Aufgabe, sämtliche Uebungsstellen miteinander zu verbinden. Fernsprechleitungen wurden gelegt, Winker, Blinker und Meldehunde eingesetzt mit dem Ergebnis, daß die Verständigung unter den einzelnen Stellen ganz vorzüglich klappte. Sämtliche Uebungen zeigten, daß wie in der Zeit des Kampfes die gleiche Einsatz= und Opferbereitschaft die Männer der SA. im Ruhrgau beherrscht und daß dank einer planvollen Ausbildung die SA. stets einsatzbereit ist, wo und wann immer die Sicherheit des friedlichen Aufbaues es erfordert. Die SA. hat mit dieser bedeutsamen Einsatzübung bewiesen, daß sie allen Aufgaben gewachsen ist, die auch immer im Dienste der Allgemeinheit, im Dienste von Volk und Staat an sie gestellt werden. Höchstes Lob und höchste Anerkennung verdienen Führer und Mann für die Leistungen, von denen sie ihrem Stabschef einen Beweis geben konnten. Nach kurzem Imbiß aus der Feldküche schritt der Stabschef die zum Appell angetretenen Formationen der Brigade 73, soweit sie an den Uebungen beteiligt waren, ab. In einer Ansprache gab er seiner Freude und Anerkennung über das Geleistete Ausdruck. Es sei ihm dabei, sagte er, nicht so sehr auf die Technik angekommen, nicht so sehr auf das, was gemacht wurde, sondern darauf, wie es gemacht wurde, aus welchem Geist Arbeit und Dienst geleistet werden. Das sei der Geist der Freiwilligkeit, der Uneigennützigkeit und der Einsatzbereitschaft, der Geist, der die SA. stets bis zurück in die ersten Jahre der Bewegung beseelt habe, der Geist, dnb. Rom, 21. Juni. Zur ersten Jahrhundertfeier der Bersaglieri=Truppe hatten sich am Sonntag 40000 Angehörige dieser beim italienischen Volk beliebten Truppe in Rom eingefunden. Den Höhepunkt erreichte die Feier, als die Bersaglieri nach dem Vorbeimarsch an Mussolini vor dem Kriegsministerium und nach einer begeisterten Kundgebung zu Ehren des Königs auf dem Quirinalplatz sich auf der Piazza Venezia versammelt hatten und Mussolini, mit dem wehenden Federbusch des Bersaglierihutes auf dem Kopf, auf dem Balkon erschien. Mussolini, der selbst in den Reihen eines Bersaglieri=Regiments gedient hat, feierte die Lieblingstruppe des italienischen Volkes besonders mit dem Hinweis darauf, daß ihr Jahrhundertfest in das Jahr eines unbestreitbaren und ausschließlichen italienischen Sieges falle. Aus der Kriegszeit kenne er den Mut und die Ausdauer der Bersaglieri. Aber er wisse auch, was sie und mit ihnen die italienische Wehrmacht und das ganze italienische Volk zu leisten vermögen, falls jene, die als die „Mittsommertollen“ gekennzeichnet worden seien, nicht zur Vernunft oder wenigstens zur Ohnmacht gebracht werden können. Amerika exportiert nach Vor der Aufhebung des amerikanischen Ausfuhrverbots gegen Italien und Abessinien dub. Washington, 20. Juni. Die Frage, ob die Vereinigten Staaten das Ausfuhrverbot gegen Italien und Abessinien vom 5. Oktober 1935 aufheben sollen, wird, wie im Weißen Haus am Freitag verlautet, bald, und zwar in bejahender Form, entschieden werden. Offenbar ist man bemüht, die amerikanische Entscheidung vor den Entschlüssen des Völkerbundes zu treffen, um die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Genf zu betonen. 120 000 Francs Arbeitslosenunterstutzungsgelder geraubt dnb. Paris, 20. Juni. Einen Raubüberfall auf zwei Beamte der Stadtkasse von Saint=Quen, die 120 000 Francs Arbeitslosenunterstützungsgelder in Säcken in das Unterstützungsbüro des Rathauses trugen, verübten am Sonnabendvormittag zwei Unbekannte. Die Angreifer schlugen die beiden Beamten nieder, entrissen ihnen die Geldsäcke und entkamen in einem gestohlenen Auto mobil, das sie einige Zeit später in einer Straße in Paris stehen ließen. Von beiden Tätern fehlt bioher noch jede Spur. Schlagwetterkatastrophe bei Sevilla dub. Madrid, 21. Juni. In Vilkanueva de las Minas bei Sevilla ereignete sich in einem Grubenschacht eine Schlagwetterkatastrophe. Bei den sofort aufgenommenen Rettungsarbeiten wurden die Leichen von 12 Vergleuten geborgen. Nr. 166 Dar! Die japa ten Tagen besetzten, h in der frü Umgebung in der Um wissermaße bildet, obg vom Meer paner umf tungen get Der javanische B Jahren einmal sein Javans zu China Ar großes Interesse an tischen Stand der D Fällen unser Land i nur in passiver Unt Umständen ist es fü Vorbereitungen zu möglich den Finan geben Nach dieser Richti Zeit eine zielbewuß Schritt ist es von de Die Augen blieben und ein Halt hat es Aber wo winkt de Auch dieser Frage Zeit nahgetreten. in geben. in denen w können. dem nation wir uns trotzdem ni Daher sind wir genö deln: besonders mü schätzung unserer m wenn wir dieses tu lage erleiden, würd leiden, es würde au sich bringen Jetzt ist Peivin uralte Hauptst Chinareisende sagen zen Erdball kaum Hauptstadt so wenig wenn China schon bekannt ist, so ist d Stadt selbst. 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Auch in der Umgebung von Tientsin, das gewissermaßen den Vorhafen von Peiving bildet, obgleich es noch fünfzig Kilometer vom Meere entfernt liegt, haben die Japaner umfangreiche militärische Vorbereitungen getroffen. Der javanische Bismarck, Marquis Ito, hat vor Jahren einmal seiner Meinung über die Stellung Javans zu China Ausdruck gegeben:„... Wir haben großes Interesse an den Veränderungen am politischen Stand der Dinge Chinas. so daß in manchen Fällen unser Land in die Lage kommen könnte, nicht nur in passiver Untätigkeit zuzusehen. Unter diesen Umständen ist es für uns nötig, unsere militärischen Vorbereitungen zu vervollständigen und sobald wie möglich den Finanzen eine sichere Grundlage zu geben Nach dieser Richtung hin hat Javan in der letzten Zeit eine zielbewußte Politik getrieben. Nicht einen Schritt ist es von dem gesaßten Plan zurückgewichen. Die Augen blieben immer auf ein festes Ziel geheftet und ein Halt hat es bisher nicht gegeben. Aber wo winkt das Ziel und wie sieht es aus? Auch dieser Frage ist Marquis Ito schon zu seiner Zeit nahgetreten, in dem er sagte:„Es wird Fälle geben. in denen wir der Gefahr ausgesetzt sein können. dem nationalen Ansehen zu schaden. wenn wir uns trotzdem nicht am Vorgehen hindern lassen. Daher sind wir genötigt, mit großer Vorsicht zu handeln: besonders müssen wir uns vor einer Ueberschätzung unserer militärischen Macht hüten: denn wenn wir dieses tun und eine vollständige Niederlage erleiden, würde nicht nur unser Ansehen arg leiden, es würde auch den Ruin unseres Landes mit sich bringen Jetzt ist Peiving daran, früher Peking, die uralte Hauptstadt des chinesischen Reiches. Chinareisende sagen allerdings, daß es auf dem ganzen Erdball kaum einen Ort gibt, der den Namen Hauptstadt so wenig rechtfertigt wie Peiving. Und wenn China schon selbst als Land der Widersprüche bekannt ist, so ist der auffälligste unter ihnen diese Stadt selbst. Man könnte Peiping eher mit der Hauptstadt eines Nomadenvolkes vergleichen, nur daß seine Zelte nicht aus Leinwand oder Tierfellen, sondern aus Holz und Ziegeln erbaut sind. Peiving ist nun allerdings keine Hauptstadt mehr. Nanking hat ihm den Rang abgelaufen; aber es liegt an einem Wege, der von größter strategischer Wichtigkeit ist, weil er ins Innere des Landes führt. Es ist auch nicht schön dort. Von Tientsin nach Peiving weist der Peiho den Weg. Der Weg ist entweder mit fußhohem Staub bedeckt oder grundlos vor Nässe und Schlamm. Karawanen von Kamelen und Mauleseln ziehen durch die uralten. halbzerfallenen Stadttore. Sobald man die Tore hinter sich hat. wird man die Stadt vergeblich suchen. Auf weite Strecken ziehen sich Sümpfe hin, zwischen denen hier und da ein kleines Häuschen steht. Man sieht keine Paläste, keine Pagoden, und erst nach einem langei, ermüdenden Weg beginnt ein Gewirr schmutziger, von kleinen Häusern gebildeter Straßen. Auch die sogen. Tatarenstadt, die wieder gesondert von Mauern umschlossen ist, macht davon keine Ausnahme. Besonders verhängnisroll sind die Sommermonate Juli und August, in denen gewöhnlich sehr heftige Regengüsse auftreten. Zuweilen hört dann der Verkehr von selbst auf. da er vor allem für Fußgänger unmöglich geworden ist. Eine besöndere Rolle spielte früher der Palast des Kaisers in der ehemaligen Kaiserstadt, genannt der friedliche Palast des Himmels. Der gewöhnliche Sterbliche bekam diesen Teil der verbotenen Stadt überhaupt nicht zu sehen. Ja selbst die Gesandten der Großmächte machten davon keine Ausnahme. Der größte Teil dieser verbotenen Stadt wird noch heute von den wundervollen Anlagen eines Parks eingenommen, mit einem künstlichen See. über den hohe Marmorbrücken führen. Aber außerhalb Peivings bietet sich die Fülle jener Sehenswürdigkeiten, die die Stadt selbst vermissen läßt. Nördlich erheben sich die Ausläufer des mongolischen Hochlandes und verborgen zwischen den stellenweise bewaldeten Abhängen gibt es zahllose Klöster. Pagoden. Grabstätten und Tempel. Noch weiter gegen Norden liegn die bekannten Gräber der Mingdynastie, und den Abschluß des großartigen Landschaftsbildes bringt die ungeheure chinesische Mauer mit ihren gewaltigen Türmen und Toren. Tientsin, die Hauptstadt der Provinz Chili, hat das alte Peiving schon früher an Bedeutung und Größe weit überflügelt. Von der Küste aus dauert es noch einen Tag Flußjahrt, bis die eigentliche Stadt erreicht ist. In grenzenloser Eintönigkeit zieht sich das Band des schmutzig=gelben Peihos nach Norden. Kein Baum. kein Strauch unterbricht diese Ebene. Grabhügel sind streckenweise die einzigen Erhebungen über dem Boden. Die Stadt selbst zeichnet sich von anderen chinesischen Städten durch ihre breiten Straßen aus und durch das ungemein rege Leben, das in ihnen herrscht. Hier beginnt auch die Bahn nach Peiving. das etwa 110 Kilometer von Tientsin entfernt liegt. Der Meldung nach sind wohl alle Eisenbahnstationen auf dieser Strecke jetzt von den Japanern besetzt, die sich damit den Weg ins Innere des Landes nach Norden sichern... Der neue Hafen am Japanischen Meer Etwa 150 bis 200 Kilometer östlich von Tientsin beginnt die Grenze Mandschukuos und jenseits der nachtigen Koreanischen Halbinsel liegt der viel umstrittene russische Hasen Wladiwostok, unmitteldar am Japanischen Meer, daß die Japaner als ihre onteressensphäre betrachten. Er ist gewissermaßen ein Dorn im Fleische Japans und man hat schon küher alles mögliche versucht, den Verkehr von ihm abzulenken und auf andere Wege zu weisen. Das war nicht möglich, so langs die ostchinesische Bahn sich in russischem Besitz befand. Nach dem Verkauf im vergangenen Jahr geht Japan jetzt daran, seine Pläne zu verwirklichen, die sich vor allem auf die Ausschaltung Wladiwostoks beziehen. Das war natürlich nur möglich, indem man in nächster Nähe des russischen Stapelplatzes auf dem Gebiete Mandschukuos einen eigenen Hasen anlegte. Das Projekt hat längst Gestalt angenommen. Etwa 150 Kilometer südlich von Wladiwostok ist der japanische Hafen Rashin im, Entstehen, den man mit Fug und Recht einen Konkurrenzhafen nennen kann. Ursprünglich bestand dort eine kleine Kolonie von Fischerdörfern. Sie wurden zusammengesaßt und bereits im vorigen Jahr wurde mit erheblichem Kostenaufwand der Bau der neuen Hafenanlagen in Angriff genommen. Ein großer Teil der projektierten Geleisanlagen ist in der letzten Zeit fertig geworden, und der Verkehr läßt nicht auf sich warten. Alles, was aus Mandschukuo eingeführt wird, geht bereits über Rashin. Wladiwostok wird von japanischen Gütern nicht mehr berührt. Natürlich ist auch der Personenverkehr dieselben Wege gegangen. Zur Unterstützung Rashins dienen die zum Teil mustergültig ausgebauten japanischen Häfen in Korea. Natürlich stehen die Sowjets dieser Situation machtlos gegenüber. Ihr großer östlicher Hasen Wladiwostok, einst genannt die „Herrscherin des Ostens“, wird sich in Zukunft nur unter sehr großen Kosten aufrechterhalten lassen. Aber vielleicht liegt das gerade in der Absicht Japans, das bekanntlich schon lange mit dem Gedanken umging. Wladiwostok für sich zu gewinnen. Da man in Rußland augenblicklich in Fragen des Fernen Osten sehr zu einer Politik des Nachgebens neigt, ist immerhin mit der Möglichkeit zu rechnen, daß es mit Wladiwostok ähnlich geht wie mit dem Erwerb der ostchinesischen Bahn. Nur als Kriegshafen ist Wladiwostok für die Sowjets schwer zu entbehren: aber um verhängnisvolle Komplikationen zu vermeiden, wird man vielleicht auch hier eines Tages in den sauren Avfel beißen müssen. Das Sonnenbanner hat seine Einzug auf dem asiatischen Kontinent gehalten. Es ist nicht damit zu rechnen, daß die Japaner es wieder einziehen. Mir Vondampf in den Sommer! Rund um das Wochenende Nun hatten wir das erste„hitzige Wochenende“ dieses Jahres. Vielen Zeitgenossen gefällt das„neue Tempo“ des Wettergottes nicht; sie meinen, er hätte nicht gleich den„dritten Gang" nehmen brauchen, um uns in den Sommer zu bringen. Du lieber Himmel, wer könnte es allen recht machen! Aber, erinnern wir uns doch daran, wie wir ohne Ausnahme vor ein bis zwei Wochen auch bei klatschenden Regen und kühlen Nordostwinden auf den„verkorksten Sommer“'schimpften. Erstaunlich, wie schnell uns die letzten Tage vergessen ließen, daß wir gefroren haben, wenn wir in den Schaufenstern der Modehäuser die hauchdünnen Sommerkleidchen und die neuesten Bademodelle, die dem Sommer vorauseilten, beim Vorübereilen mit einem flüchtigen Blick streiften. Inzwischen ist ja zwar der Wärmemesser(früher Thermometer genannt) von 13 auf 33 Grad geklettert, und diese 20 Grad haben es mit sich gebracht, daß wir vom Paletot zur Badehose und vom Kohlenhändler zum Eismann kamen. Aber immerhin— wenn man den Volksgenossen auch nicht ganz Unrecht geben mag, die da im Hinblick auf das tropische Klima meinen, daß man es auch zu doll machen könnte— man sollte doch nicht so unzufrieden mit der Witterung sein und jeden Tag den Stoßseufzer„Oh diese Bullenhitze!“ sein goldenes Dienstiubiläum feiern lassen. Ja. wenn man wie das gestern und vorgestern viele Volksgenossen aus Castrop=Rauxel taten, am großen Gautag von Westfalen=Süd in Dortmund aktiven Anteil nahm, so hätte man dazu schließlich noch wohl Grund und Berechtigung gehabt. Es war wirklich keine Kleinigkeit, was der Besuch der dichtest gefüllten Versammlungs= und Kundgebungsräume sowie die Aufmärsche an Anforderungen stellten. Daß sie aber trotzdem so riesenhafte Teilnehmerzahlen fanden, ist der beste Beweis dafür, daß unser südwestfälischer Gau treu zur Sache unseres Führers steht und es als seine Ehrenpflicht betrachtet, dafür auch unter persönlichen Opfern öffentlich Zeugnis zu geben. Da waren die Schützen der vierten Kompagnie des Altstädter Bürgerschützenvereins entschieden besser daran. Der Appell. zu dem Hauptmann Seibert seine Getreuen„aus dem Holz“ ams Samstagabend zusammentrommelte, nahm zuerst den Charakter eines Uebungsmarsches an. Aber die Schützen wußten daß das nur zwecks Erfüllung des Wortes der ollen Griechen geschah, nach dem schon die olymvischen Götter vor den Genuß den Schweiß setzten. Was man an Flüssigkeit durch die unter dem sedergeschmückten Schützenhut hervorquellenden„feuchten Perlen“ verlor, konnte man sich nachher im Biwack auf der Steinhardt wieder holen. Und das wurde reell besorgt! Man machte wacker„Bierlein rinn!", zumal für Stoff reichlich gesorgt war. Die alte Schmiede erwies sich als das echte romantische Oertlein, zum Singen und zum Trinken gleich gut geeignet. Hoch her ging es im Festzelt an der Karlstraße, in dem BV. 11 Obercastrov mit seinen zahlreichen Freunden und Anhängern sein 25jähriges Bestehen beging. Auf die Einzelheiten der Jubelfeier, insbesondere des offiziellen Festaktes mit der Ehrung der Jubilare und Gründer. werden wir in der nächsten Ausgabe noch zurückkommen. Für heute sei aber schon eindeutig festgestellt, daß bei der Hitze innerhalb und außerhalb des Festzeltes die Nachfrage nach kühlen Getränken und Speiseeis alle Vorstellungen überstieg. Ueberhaupt„Eis— Eis!!!“ Man verzeihe, daß das Wörtchen Eis mit drei Ausrufungszeichen versehen wurde. Aber wer ist so kühl in diesen Tagen. um das Wort Eis nüchtern und sachlich wie ein Konditor oder Eisdielenbesitzer auszusprechen! Es gibt keinen derartigen Sterblichen. es sei denn, er hätte eine Mandelentzündung oder— infolge Eis— einen Magenkatarrh. Man kann kaum einen Gang im Städtlein machen. ohne mindestens einen halben Dutzend Volksgenossen „eiswandeund“ zu begegnen. Sie lutschen Eiswaffeln, und das ist eine Form von Schizophrenie, oder sagen wir deutlicher Idiotie, die nur jetzt im Sommer vorkommt. Solche Leute sehen weder den Weg. noch die entgegenkommenden Menschen. Sie stoßen gegen Fensterscheiben und rennen gegen Laternenpfähle, sie wersen kleine Kinder und Radfahrer um, beinahe ohne das zu bemerken oder sich zu entschuldigen. Sie sehen nur die Eiswaffel, die sie verzückt und leidenschaftlich zwischen Daumen und Mittelfinger balanzieren, und ihre Zunge leckt bald links bei den Erdbeeren und bald rechts bei der Vanille, und weiter hat das Leben keine Reize für sie. Aehnliche Krankheitserscheinungen kann man in den Konditoreien beobachten. Es gibt hier zwei Arten von Besessenen: die vornehm Löffelnden und die volkstümlich Lutschenden. Die einen holen bei zärtlicher Rundfunkmusik aus flachen Schalen, die mit Schlagsahne verziert sind. delikate Eishäuscheni hervor und lassen sie mit genießerischem Ausdruck zwischen Zunge und Gaumenwand zerschmelzen. Die anderen beginnen mit der halben Portion zu 5 Pfg. und lutschen sich im Laufe des Tages bis zu den Tüten für 10 und Waffelkörbchen für 20 durch. Sie tragen vielfach noch Schulranzen, und die Finanzierung geschieht meist auf dem Umweg über Hefte, die angeblich gekauft werden müssen. Besondere Erholungsstätten dieser„Kranken“ tragen den voetischen Namen„Eisdiele“., Anderenorts haben sie oft eine rotierende Drehscheibe im Fenster, deren unermüdlich sich wandelndes Bild angenehme Vorstellungen von den Vorgängen im Magen der Eisesser erweckt. Zur Bemäntelung dieser Erscheinungen haben übrigens diese Eisdielen künstliche Blumen in Vasen auf den Tischen stehen. Manche dieser Gewächse erinnern an Vanillestangen und leiten damit wieder zu dem eigentlichen Zweck der verlängerten, sommerlichen Eisheiligentage herüber. Neben dem Schrei nach Eis hallt in diesen Tagen der Schrei nach Wasser durch die Straßen unserer Stadt. Teils gilt er den Sprengwagen — größtenteils aber dem Wasser im Städtischen Freibad. das zur Zeit eine nie gesehene Hochkonjunktur hat 500—700 Besucher sind durchaus an der Tagesordnung. Die 10 Grad die die Wasserwärme unter der Luftwärme liegt, bringt dann auch die gewollte Erfrischung. Der gestrige Sonntag dürfte in jeder Hinsicht für unser im Kranze der schönen Anlagen so herrlich gelegenes Freibad ein Rekordtag gewesen sein. Auch die Gartenwirtschaften hatten endlich einen guten Sonntag. Er war ihnen nach all den vielen Enttäuschungen, die ihnen die sogenannte „Saison" bisher gebracht hat, wohl zu gönen.(—) Gastrop=Kauxei deim Weillressen der Regier Fräulein Luise Stehmann, die mehrfache deutsche Meisterin, nimmt teil In wenigen Wochen beginnt in der Reichshauptstadt das Welttressen der Meister von Bohle. Vierpaß und Kegel. Aus 15 Nationen kommen die Meister der geschobenen Kugel nach Berlin. Der Treff der Könner der weißen Kugeln ist die Deutschlandhalle, wo in knappester Frist 40 Bahnen gebaut werden, um für alle Arten des Kegelns ausreichend Raum zu bieten. Das Treisen der Kegler beginnt am 22. Juli. es dauert bis zum 26. Juli. Aus Castrop=Rauxel wird sich, wie wir hören. Frl. Luise Stehmann am Welttreisen der Kealer beteiligen. Frl. Stehmann war bekanntlich mit 666 bzw. 695 Holz in den Jahren 1928 bei den deutschen Kampfspielen in Nürnberg und 1931 beim deutschen Bundeskegeln in Hamburg deutsche Meisterin auf der Scherenbahn. Möge ihr auch in Berlin ein günstiges Abschneiden vergönnt sein! Für das Keglerwelttressen werden nicht nur die in Deutschland üblichen„Bohlenbahnen“ und die „Scherenbahnen", sondern auch die„=Bahnen". d. h. die„Internationalen Bahnen“, aufgebaut werden. Jede der Bohlenbahnen hat eine Länge von 23.5 Meter bei einer Breite der Lauffläche von 35 Zentimeter. Die Lauffläche ist gekehit. d. h. vertieft. Jede„Scherenbohn“ ist hingegen 18½ Meter lang. die ersten 9½ Meter sind als Bohle gebaut, dann schließt sich eine asphaltierte Lauffläche an. die 1½ Meter breit ist. Die=Bahn ist 19½ Meter lang und 1½ Meter breit, die Lauffläche besteht hier aus sauber aneinandergefügten Parkettstäben. Die Kugel ist für die Bohlenbahn und die Scherenbahn 16 bzw. 16.5 Zentimeter groß. Für die=Bahnen werden weitaus schwerere Kugeln verwendet. die einen Durchmesser von 22 Zentimeter und Grifflöcher haben. Die am Ende der eigentlichen„Kegelflächen". der Lauffläche befindliche Aufstellfläche für die Kugel nennen die Kegler„Vierpaß". Die Kugeln werden in Abständen von 15 Zentimeter aufgestellt. Die Kunst des Keglers besteht darin, der Kugel einen so guten Lauf zu geben, daß sie nicht bloß einen oder zwei Kegel umwirft, sondern einen Kegel so trifft. daß dieser im Fallen„gute Aufräumarbeit“ leistet und alle anderen Kegel im Fallen mit umwirft Trotzdem ist nicht überall der Schlachtruf„Alle Neune" richtig. Auf den=Bahnen werden nämlich zehn Kegel ausgestellt, und zwar nicht, wie auf den Bohlenbahnen oder den Scherenbahnen, im hochgestellten Viereck. sondern im gleichschenkligen Dreieck. auch in größerem Abstand. Das„Geheimnis des zehnten Kegels“ hängt mit einem Kegelverbot in den Vereinigten Staaten zusammen. Vor langen Jahrzehnten nahmen aus Süddeutschland ausgewanderte Schwaben das Kegeln mit in ihre neue Heimat. Dort gewann das neue Spiel einen derartigen Anklang, daß schnell überall Bahnen entstanden. Da aber das Kegeln in den Vereinigten Staaten mit Wetten verbunden wurde. erließ die Regierung eines Tages ein Kegelverbot. Die Kegler in USA. wußten das Verbot jedoch zu umgehen. In dem entsprechenden Gesetz hieß es, daß das Spiel mit neun Kegeln unter Strafe gestellt sei. Man nahm nun einfach den 10. Kegel hinzu, schuf statt der viereckigen eine dreiseitige Lauffläche, und die eigentlich in Deutschland beheimatete„Internationale Bahn“ war gesunden Wenn in der Deutschlandhalle die„Deutschen Meisterschaften". die„Eurova=Meisterschaften" und die„Weltmeisterschaft" ausgetragen werden, dann werden ganz achtbare körverliche Leistungen, gevaart mit großer technischer Fertigkeit, gezeigt. Die 18 deutschen Gaumeister beispielsweise müssen je nach den Vorschriften im einzelnen 100mal. 150mal bzw. 200mal die weißen Kugeln über die Bahn werfen. Wer als Nichttegler die feststehenden Regeln der Kegelmeisterschaften nicht kennt, kann die körverliche und geistige Anstrengung im Kampf um das Ziel natürlich nicht würdigen. Wer 200mal die Kugel über die Bahn jagt, muß 200mal den Fünsernhalbmeter=Anlauf nehmen, 200mal die gleiche Entfeinung wieder zurückiedern. 200mal die 16 oder 16½: Zentimeter im Durchmesser fassende und dementsprechend schwere Kugel so abwersen, daß sie gute Führung mit auf den Weg bekommt. Wer gar auf der„=Bahn" wersen muß. hat außerdem noch eine ganz andere Art der Wurftechnik zu beherrschen. Castrop=Rauxel, 22 Juni 1936 Dienst für die Gemeinschaft Wir alle kennen den steten unerhörten Einsatz der SA. während der Kampfzeit. Diese Männer, die ihre freien Abende und die Nächte opferten, hatten tagsüber in der Fabrik. in der Maschinenhalle oder im Kontor gestanden und dort mit starken Händen Arbeit für Deutschland geleistet. Kaum aber hatte sich hinter ihnen das Tor ihrer Arbeitsstätte geschlossen, als sie auch schon den staubigen Arbeitsrock mit dem Braunhemd vertauschten, um zum Sammelort zu eilen und bereit zu stehen zum Einsatz für Adolf Hitler. Und nach der Machtübernahme waren es wiederum die Männer der SA., der SS. und des RSKK., die sich allabendlich in den Dörfern und Städten. in allen Gauen des Reiches zu schwerem Dienst zusammenfanden. Und mit ihnen kämpfen die politischen Leiter, die Frau der NS.=Frauenschaft. das BDM.=Mädel, der Hitler=Junge und die ganze große Gefolgschaft des Führers für die Erreichung des großen Zieles: Wir wollen ein starkes ewiges Reich bauen! Jede einzelne Organisation ist eine Säule, die den Bau des Reiches tragen muß, einen Bau, der bestimmt ist, Jahrhunderte zu überdauern. Das ist das Große und Gewaltige unserer Zeit: Millionen stehen zum freiwilligen Einsatz für die Bewegung und für den nationalsozialistischen Staat bereit. So steht in Deutschland eine Gemeinschaft zusammen, die zäh und beharrlich ihre verantwortungsvolle Arbeit verrichtet. Die Organisation. die in einem besonderen Maße Verantwortung und große Aufgaben übertragen erhielt. ist die Ne=Volkswohlfahrt. Wir rufen Dich heute auf Volksgenosse der Du noch abseits stehst. daß Du Dich eingliederst in diese Gemeinschaft des freiwilligen Einsatzes, in diese Gemeinschaft für den nationalsozialistischen Staat, für den Führer Adolf Hitler. Werde Mitarbeiter oder Mitglied der NSV.! Die Kinder aus dem Gau Kurhessen kehrten zurück „Am Freitag, dem 19. 6. kehrten 350 Kinder aus Castrov=Rauxel, die im Gau Kurhessen, im Rahmen der Kinderlandverschickung der NSV. zur Erholung weilten, zurück. Es war eine helle Freude festzustellen, wie sich diese Mädel und Jungen in den fünf Wochen erholt hatten. An jeder Einsteigestation sah man immer wieder das gleiche Bild: Prächtig erholte Kinder mit sonnenverbrannten, pausbackigen Gesichtern und strahlende Augen. Bei dem herzlichen Abschied von den Pflegeeltern, die es sich nicht hatten nehmen lassen. ihre kleinen Schutzbefohlenen bis in den Zug zu bringen, gewann man die feste Ueberzeugung, daß diese Mädel und Jungen all das Gute, daß ihnen von ihren Pflegeeltern gezollt wurde, nie vergessen werden. Ist es nicht wahre Volksgemeinschaft in unserer Großstadtjugend, die doch fast ausschließlich zwischen hohen Mauern. Fabrikschornsteinen und Kohlenschächten aufwächst, durch die Freiplatzspende der Kinderlandverschickung die Liebe zur schönen deutschen Heimat zu wecken und aus kleinen Bleichgesichtern kräftige Mädel und Jungen zu machen. Verkehrsunfall An der Ecke Recklinghauser und Vinckestraße stießen eine Radfahrerin und 1 Personenkraftwagen zusammen. Hierbei wurde die Radfahrerin verletzt. Sie mußte dem Krankenhaus zugeführt werden. Londerpostwerkzeichen zum„Weltkongreß für Freizeil und Erholung“ Vom 268. bis 30. Juli hält der durch die NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ einberufene Weltkonferenz für Freizeit und Erholung in Hamburg seine Tagungen ab. Die Deutsche Reichspost gibt aus diesem Anlaß zwei Freimarken zu 6 und 15 Rpf., die von dem Kunstmaler und Graphiker Sepp Semar in Berlin=Wilmersdorf entworsen sind. in beschränkter Auflage heraus. Die Marken sind auch im Verkehr mit dem Ausland zugelassen. Der Verkauf beginnt bei allen Postanstalten am 30. Juni. 120 Zigarren und 571 Zigaretten je Einwohner Nachdem nunmehr die Tabaksteuerstatistik veröfsentlicht ist, kann man sich ein Bild über den Verbrauch an Zigarren und Zigaretten im Rechnungsjahr 1935/36 machen. Insgesamt wurden in Deutsch= land.85 Milliarden Zigarren gegen.85 Milliarden im vorhergehenden Rechnungsjahre und 37.42 gegenüber 36.08 Milliarden Zigaretten in der gleichen Zeit geraucht. Legt man diese Mengen auf den Kopf der Bevölkerung. Raucher und Nichtraucher. Kinder und Greise eingerechnet, um, dann hat jeder Deutsche 120 Zigarren und 571 Zigaretten geraucht. Das ist eine Zigarre und 21 Zigaretten mehr als im vorangegangenen Rechnungsjahr. Gegenüber der steigenden Beliebtheit von Zigarette und Zigarre hat die Pieise eingebüßt, der Verbrauch an Pfeisentabak ist auf 17.4 Millionen Kilogramm gegen 18.5 Millionen Kilogramm zurückgegangen. Bis katteir=Freadent Vom Sommerdurst. Eis und kühlen Getränken Aus Westbeatschiand Tödlicher Grubenunfall Dortmund. Auf der Schachtanlage der Zeche Kaiserstuhl II geriet im Untertagebetrieb der 28 Jahre alte Schlepper Max Schulz. Neue Straße wohnhaft, während der Frühschicht auf bisher noch ungeklärte Weise zwischen Förderwagen und Stapelschacht. Er wurde zu Tode gequetscht. Sch., der jung verheiratet war. hinterläßt seine Frau und ein Kind. Dreijähriger Knabe vom Straßenbahnwagen überfahren und getötet Recklinghausen. Am Donnerstagnachmittag wurde auf der Dortmunder Straße vor dem Hause Nr. 133 der dreijährige Friedrich Lehnert. Dortmunder Straße 140, von einem aus Erkenschwick kommenden Straßenbahnwagen der Linie 2 überfahren. Der Knabe geriet zwischen Schienenräumer und Straßenpflaster und wurde noch mehrere Meter mitgeschleift. Die Straßenbahn mußte hochgewunden werden, dann erst konnte der Junge aus seiner schrecklichen Lage befreit werden. Der Tod trat kurz nach der Bergung ein. Die polizeiliche Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang Essen. Auf der Bismarckstraße wurde der 38 Jahre alte Radfahrer Julius Beyer von einem Kraftradlieserwagen angefahren und so schwer verletzt, daß der Tod bald eintrat. In der Bonisatiusstraße in Essen=Schonebeck geriet in den Abendstunden des gleichen Tages ein Trecker mit zwei Hängern ins Schleudern. Der Trecker und der erste Anhänger schlugen um, wobei der Fahrer Heinrich Muschat aus Velsen, Kreis Borken. unter den Anhänger geriet. Der Unglückliche trug so schwere Verletzungen davon. daß der Tod auf der Stelle eintrat. 13jähriger Junge beim unerlaubten Baden ertrunken Bottrov. Am Donnerstagnachmittag gegen 18 Uhr spielte sich im Fiskalischen Hasen am Rhein=HerneKanal eine traurige Tragödie ab, bei der ein junges hofinungsvolles Menschenleben vernichtet wurde. Der jast 14 Jahre alte Hans Klein„In der Feuerwerkerei“ 25 wohnhaft, hatte sich mit seiner Mutter zum Fiskalischen Hafen begeben und trotzdem er des Schwimmens unkundig war. an verbotener Stelle im Rhein=Herne=Kanal gebadet. Der übermütige Junge turnte an einem Seil, das auf einer Länge von 25 Metern von der Kaimauer zu einem Kahn gespannt war. Als er in der Mitte des Seiles angekommen war und etwa 30 Zentimeter über dem Wasserspiegel hing. verliesen ihn plötzlich die Körverkräfte. Er rief laut den Matrosen eines Schiffes. der in seiner Nähe badete, heran. Aber schon im gleichen Moment rutschte der unglückliche Junge. den alle Kräfte verlassen hatten, ab und fiel in das Wasser, wo er schnell unterging. Der Matrose eilte herbei, konnte aber erst nach einer Viertelstunde den Jungen bergen. Die Feuerwehr der Firma Krupp, die schnell zur Stelle war sowie auch ein rasch hinzugezogener Arzt bemühten sich lange um den unglücklichen Knaben. Aber alles war vergebens. De Arzt konnte nur noch den Tod des Jungen feststellen. Die Mutter, die vom Ufer aus dem Trauerspiel zugesehen hatte, erlitt einen schweren Nervenzusammenbruch. Der Schmerz der Anverwandten ist, zumal es sich um einen sehr fähigen und kräftigen jungen Mann handelt, begreiflich. Bei dieser Gelegenheit wird noch einmal mit aller Eindringlichkeit darauf hingewiesen, daß das Baden an verbotenen Stellen mit Lebensgefahr verbunden ist und daß natürlich auch, wie dieses Baden. Uebungen der vorerwähnten Art am Kanal und den sonstigen Anlagen strengstens untersagt sind. Schüler gegen ein Auto gelausen und getötel Hagen. Als der hier an der Marktstraße wohnende 13jährige Lothar Schmidt gleich hinter einem Straßenbahnwagen die Frankfurter Straße überquere wollte, achtete er nicht darauf, ob auch ein Wage herankomme und rannte infolgedessen gegen ein aus entgegengesetzter Richtung kommendes Personenauto. Er zog sich dadurch einen komplizierten Schädelbruch zu und ist wenige Stunden später gestorben. Bremser überfahren und getötet Iserlohn. Auf dem Güterbahnhofe der Westfälischen Kleinbahnen hatte der Bremser Ewald B. aus Hüingsen eine Weiche umgelegt und dem Lokomotiv= führer das Zeichen zum Anfahren gegeben. Wahrscheinlich wollte er gleich darauf noch eine zweite Weiche umlegen, kam jedoch zu Fall, wurde überfahren und so schwer verletzt, daß er kurz darauf im Krankenhause stard. In den heißen Gegenden der Erde hat das durch Eis gekühlte Getränk schon in den frühesten Zeiten eine sehr wichtige Rolle gespielt, da man dort meist mehr Schnee zur Verfügung hatte als Eis, so behalf man sich, indem man den Schnee während des Winters in tiefen Gruben sammelte und ihn zudeckte, um ihn während des Sommers zur Kühlung der Getränke verwenden zu können. So machte es z. B. Alexander der Große, wenn er im Sommer eine Stadt belagern wollte, und so blieb es in vielen Ländern fast bis auf die heutige Zeit. Was aber den Alten recht war ist uns auch billig geblieben. Der getneue Begleiter des Sommers, der Sommerdurst, hat sich wieder eingestellt, und die ausgedöurte Kehle verlangt gebieterisch nach dem so viel besungenen„kühlen Trunk“. Auch in Europa hat man sich in den letzten Jahren immer mehr den amerikanischen Eisgetränken zugewandt. Das hat seinen guten Grund; denn drüben verstand man es besser, diese Dinge herzustellen, weil in den Städten jenseits des Ozeans die Sommersonne noch viel unbarmherziger herniederbrennt ils bei uns. Auch der amerikanische Winter ist viel unerbittlicher als unser Winter, daher der amerikanische Durst nach eiskalten Sommergetränken und glutheißen Wintergetränken; daher die Kunst der amerikanischen Mixer, die diesen Durst nach dem Behagen jedes Geschmackes zu stillen weiß. Nach dem Kriege hat man die Erzeugnisse dieser Kunst auch bei uns schätzen gelernt. Wer wenig Geld hat, kann auch zuhause mischen und einige Anzegungen mögen für diesen Zweck willkommen sein. Neben den Cocktails, die etwas schwieriger herzustellen sind, stehen die Flips und Fizz obenan. Zuerst sei ein in Amerika sehr aktuell gewordenes Getränk erwähnt, zu dem die großen Fahrten der Zeppelinluftschiffe die Anregung gaben. Zur Herstellung eines„Zeppelins“ wird ein kleines Sträußchen von Pfefferminzblättern in ein Glas gelegt, wozu der Saft einer halben Zitrone, ein Gläschen Wacholdergeist oder Ein kommt. Dan wird das Glas halb mit feinem Eis gefüllt und das ganze mit Einer Ale(Ingwer Bier) aufgefüllt. Da die Beschaffung von Ingwer Bier hier auf Schwierigkeiten stoßen dürfte, wird man sich mit einem leichten Sherry begnügen müssen. Ein sehr angenehm und leicht herzustellendes Sommergetränk ist der Der Saft einer halben Zitrone wird in ein Glas gedrückt, dazu kommt ein wenig Zucker und ein kleines Gläschen Wacholder(Gin). Das Ganze wird dann mit Eis tüchtig durchgeschüttelt, durch ein Sieb gelassen und mit Selterwasser aufgefüllt; fügt man der Mischung noch ein Eigelb hinzu, so wird daraus ein„Golden=Fizz“. Allgemein bekannt ist die gewöhnliche Mischung von Whisky oder Kognak mit Selter oder Mineral= wasser. Etwas schwieriger sind die„Rickeys“, die mit Löffeln in mittelgroßen Gläsern ohne Fuß vorgesetzt werden. Man tut zwei Stücke Eis in das Glas, drückt etwas Zitronensaft darauf, gießt ein Gläschen Whisky, Gin oder Weinbrand darauf und schließlich zwei Tropfen Himbeersaft, worauf das Ganze mit Selter aufgefüllt wird. Die„Slings“, die in kleineren Gläsern serviert werden, bestehen aus einem Stück Würfelzucker, das mit etwas Wasser völlig zerrieben wird. Ein wenig Eis kommt hinzu und ein Glas Gin. Whisky oder Weinbrand. Zum Schluß wird die Mischung mit Selterwasser aufgefüllt. Die„Cobbler“ gehören zu den schwierigen Mischungen. Sie werden mit Strohhalmen in großen Spitzgläsern dem Gast vorgesetzt. Etwas Zitronensaft, erwas Weinbrand. ein Glas Portwein, Sherry, schließlich Eis und nach gutem Durchmischen das übliche Selterwasser. Hinein gehören frische Früchte: entkernte Kirschen, Erdbeeren oder Pfirsichstücke. Die Zahl der Cocktails geht bekanntlich hoch in die Hunderte. Ihre Mischungsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Sie sind für den Amerikaner unentbehrlich und haben in immer stärkerem Maße bei uns Eingang gefunden. Bekannt und beliebt ist der„Rosecocktail", eine Mischung aus etwas Himbeersaft, Wermuth, Ein und drei Tropfen Kirschwasser, das Ganze mit Eis tüchtig durchgeschüttelt. Von den zahllosen„Fancy=drinks" mit ihren schönen Namen, wie„Engelstraum", „Mädchenkuß“", sind in erster Linie die prächtigen Farbenmischungen zu erwähnen. Vier, sechs, acht. ja zehn verschiedene„Stoffe“ werden so kunstvoll zusammengegossen, daß sie sich nicht vermischen, sondern in farbigem Ring übereinander lagern. Sie bestehen aus verschiedenen Likören, von denen je zwei durch eine Lage Schlagsahne getrennt sind. Oberpräsident Frhr. v. Lüninck spricht in der Sie fand ihren Mann tot in der Transmission Verwaltungsakademie Münster. In der Westfälischen Verwaltungsakademie wird am nächsten Donnerstag(25. Juni) der Oberpräsident der Provinz Westfalen. Ferdinand Freiherr von Lüninck einen Vortrag halten über das Thema:„Staatshoheit und Selbstverwaltung". Der zu erwartenden großen Besucherzahl wegen wird für diese bedeutungsvolle Veranstaltung der Aula=Hörsaal der Universität genommen. Lebensgefährliche Verbrennungen erlitten Münster. Als die an der Scharnhorststraße wohnende Frau H. in der Waschküche mit dem Reinigen der Wäsche beschäftigt war, kam sie mit ihrer Kleidung der Feuerung im Waschkessel zu nahe und stand plötzlich in hellen Flammen. Auf ihr Hilfegeschrei kam ihr jüngster Sohn eiligst herbei, um die Mutter zu retten. Die Frau aber erkannte die Unmöglichkeit des Jungen, die Flammen zu ersticken, und in der Besorgnis, auch die Kleidung des Jungen könne in Brand geraten. zeigte sie noch Geistesgegenwart genug, den Jungen zurückzustoßen. Bevor Hilfe herbeikam, hatte die Frau furchtbare Verbrennungen am ganzen Körper erlitten und wurde mit dem Städtischen Krankenwagen ins Hospital gebracht. Die Verbrennungen sind jedoch so schwerer Art, daß die Frau wohl kaum mit dem Leben davonkommen wird. Aus der evgl. Kirchenprovinz Westfalen Münster. Nach Mitteilung des Evgl. Konsistoriums der Kirchenprovinz Westfalen sind zu besetzen je eine Pfarrstelle der Johannis=Kirchengemeinde zu Herford durch die Kirchenbehörde, ferner der Kirchengemeinden Gerthe(Kreis Bochum) und Ohle (Kreisgem. Lüdenscheid) durch freie Gemeindewahl. Gelddiebstahl im Pfarrhaus Heessen. Ein Mensch. der sich bettelnd hier im Dorfe herumgetrieben hatte, sprach auch im hiesigen Pfarrhaus vor. und da er niemanden antraf, ging er in das Arbeitszimmer, wo er auf dem Schreibtisch die Geldschrankschlüssel liegen sah. Es gelang ihm, den Geldschrank zu öffnen und ihm einen größeren Geldbetrag zu entnehmen. Dabei wurde er zwar von der Nichte des Pforrers überrascht, stieß diese jedoch zur Seite und entkam auf seinem vor dem Hause bereitstehenden Fahrrade. Man nimmt an. daß es sich um den gleichen Dieb handelt, der vor einigen Tagen hier einem Briefträger die in seiner Wohnung in der Trägertasche liegenden Tagesgelder gestohlen hat. Unter die umkippende Lokomotive geraten Neubeckum. Auf dem Zementwerk„Mark entgleiste eine Lokomotive mit mehreren Ainnwagen. Dabei geriet der Lokomotivführer unter die umstürzende Maschine und mußte nach längerer, mühevoller Rettungsarbeit mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Mit der Gense die Pulsader durchschnitten Dolberg. Alo ein hier beschäftigter Landwirtschaftsgehilfe beim Mähen seine Sense schärfte, rutschte er mit der rechten Hand aus, und die Schneide der Sense durchschnitt ihm die Pulsader. Glücklicherweise war schnell Hilfe zur Stelle, und dann brachte man ihn ins Krankenhaus. Harsewinkel. Als die Frau des erst 23jährigen Kaffeerösters Josef Samberg ihrem Manne das Frühstück brachte, sah sie zu ihrem furchtbaren Entsetzen ihren Mann leblos an der Transmission hängen. Samberg war wahrscheinlich beim Schmieren der in Betrieb befindlichen Transmission dieser mit der Arbeitsjacke zu nahe gekommen und zu Tode gewürgt worden. Denn nach dem Urteile des herbeigerufenen Arztes war der Tod durch Abschnüren der Luftröhre eingetreten. In selbstgemachten Steigbügeln hangen geblieben und getötet Blotho. Als die Familie des Bauern Niehage in der Kirche war holte sich der 17jährige Landwirtschaftsgehilfe Stickdorn ein Pferd aus dem Stalle, machte sich aus Stricken ein Paar Steigbügel und ritt in rasender Eile über Weiden und Felder. Plötzlich verlor er den Halt, stürzte ab, blieb aber in den selbstgemachten Steigbügeln hängen und wurde eine ganze Strecke von dem Pferde mitgeschleift. Kurz darauf erlag er den Verletzungen, die er sich durch seinen Leichtsinn zugezogen hatte. Die Deichsel drang ihm in den Leib Lübbecke. Als in dem benachbarten Eilshausen der Arbeiter B. ein Gespan auf die Diele fahren wollte, drang ihm die Deichsel in den Leib und verletzte ihn schwer. Man brachte den Verletzten ins Krankenhaus. Die Schwiegermutter erschlagen Preuß. Oldendorf. Zwischen der in einem Kotten der Nachbargemeinde Lashorst wohnenden Witwe Glauert und ihrem 27jährigen Schwiegersohne Kakenbrink bestanden schon seit längerem sehr erhebliche Meinungsverschiedenheiten, die dahin führten. daß K. seine Schwiegermutter mit einem Kartoffelstamper erschlug. K. wurde noch am gleichen Nachmittage festgenommen, gestand aber nach längerem Leugnen den Totschlag ein. Man brachte ihn nach Minden ins Gefängnis. Auch Rinder können gefährlich werden Werlte. Ein 10= und ein 11jähriger Junge waren auf eine Weide gegangen, auf der Jungvieh graste, das tagelang keinen Menschen zu sehen bekam. Die Rinder wandten sich sogleich gegen die Jungen. Dem einen der beiden gelang es, sich noch soeben durch den Stacheldraht in Sicherheit zu bringen. Der andere aber schwebte gerade in Gefahr, von den Tieren mit Hörnern und Hufen bearbeitet zu werden, als ein Fuhrmann vorbei kam und den Jungen rettete. Aber da wandte sich die Wut der Tiere gegen diesen, und nur mit großer Mühe gelang es ihm, sich selbst in Sicherheit zu bringen. Zwölffährige beim Baden gestorben Nordhorn. Das 12jährige Töchterchen der Familie Warrink aus der Bußmaate ging in der von der Vechte gespeisten Städtischen Badeanstalt an einer seichten Stelle ins Wasser, siel dann aber plötzlich hin, wurde zwar noch lebend geborgen, ist dann aber einige Stunden später gestorben. Eine verwerfliche Tat Eine 400 Jahre alte Linde in Brand gesetzt Adenau. Am Donnerstag in den frühen Morgenstunden wurde hier die Feuerwehr alarmiert. An einem vielbesuchten Ausflugspunkt in unmittelbarer Nähe des Ortes stand eine mehr als 100 Jahre alte Linde lichterloh in Flammen. Nur mit großer Mühe gelang es den Feuerwehrmännern, an den Brandherd des Baumes heranzukommen und das Feuer zu ersticken. Man stellte fest, daß. wahrscheinlich durch Bubenhände. am voraufgegangenen Abend im Innern des hohlen Baumes Feuer angelegt worden war. In der Nacht hatte sich dann der Brand entwickelt, der nach einigen Stunden zum Ausbruch kam. Die Brandbeschädigungen des uralten Baumriesen. der unter Naturschutz steht, sind so stark, daß man in seine weitere Lebensfähigkeit Zweisel setzen muß. Die Polizei hat die Ermittlungen nach den Tätern ausgenommen. In eine Schreinersäge gestürzt Trier. Ein 14jähriger Schreinerlehrling. der eine Schreinersäge über die Schulter gelegt hatte. fuhr mit einem Fahrrad eine steile Straße hinunter. Einem ihm unterwegs in den Weg laufenden kleinen Kind konnte er nicht mehr ausweichen, da er nur mit einer Hand steuerte. und stürzte auf die Straße. Dabei siel er mit dem Hinterkopf in die Säge und dann wieder beim Ueberschlagen des Körvers mit dem Gesicht in diese hinein. Mit schweren Verletzungen mußte er besinnungslos in ein Krankenhaus geschafft werden. Gepanzertes Schmuggelauto gestellt 4300 Paar Seidenstrümpse waren darin Aachen. Von Beamten der belgischen Zollstation Ternell wurde in den Abendstunden ein Kraftwagen gestellt. der von Deutschland kommend die Grenze passiert hatte. Als die Inlassen des Wagens die Zollbeamten bemerkten, setzte der Fahrer das Auto zurück und bog in eine Waldschneise ein. Hier blieb jedoch der Wagen in dem ausgeweichten Boden stecken. Die beiden Insassen ließen daraushin den Wagen im Stich und brachten sich in der Dunkelheit im nahen Walde in Sicherheit. Die Zollbeamten konnten feststellen, daß der Wagen gevanzert war und 1300 Paar Seidenstrümpfe geladen hatte. Der Wagen, dessen Nationalität noch nicht feststeht, sowie die Ladung verfielen der Beschlagnahme. Brutaler Raubüberfall auf eine alte Frau Aachen. Ein brutaler Raubüberfall wurde in den Vormittagsstunden in dem in der Nähe von Vaals gelegenen holländischen Ortchen Gülven=Wulre verübt. Ein ziemlich gut gekleideter Mann. der sich als Beamter ausgab. sprach in verschiedenen Häusern vor, wo er sich nach diesem und jenem erkundigte. Von einer schon ziemlich betagten Frau erfuhr er dabei, daß diese von etwa zwei Tagen eine Kuh verkauft hatte. Der Fremde fiel dann plötzlich über die völlig überraschte Frau her und zwang sie unter ständigen Drohungen. den Aufbewahrungsort des Geldes zu zeigen. Der Verbrecher jesselte nun die Frau, band sie am Bett fest und steckte ihr noch einen Knebel in den Mund. Unter Mitnahme des Geldes entfernte sich dann der Bursche. Der Ueberfall wurde erst bemerkt. als nach 20 Minuten der Mann der Ueberfallenen vom Felde nach Hause zurückkehrte. Die von der gleich benachrichtigten Polizei aufgenommene Verfolgung des Verbrechers verlief ergebnislos. Die alten Leute sind durch diese Beraubung sehr geschädigt worden. Das Glück überrascht einen Hitlerjungen Bingen. Zwei Aßmannshauser Jungen unternahmen am Donnerstagnachmittag mit einem Motorboot eine Fahrt nach Bingen. Einer der beiden. der 14jährige Hitlerjunge Werner Schunk. besaß eine Reichsmark. Als er eines braunen Glücksmannes ansichtig wurde, trat er kurz entschlossen auf ihn zu und holte aus dem Kasten ein Los. Es war eine Niete. Nun opferte er auch den zweiten Fünfziger. Der Junge konnte es kaum fassen, daß ihm das Los einen Betrag von 500 RM. verhieß. Der Vater des so vom Glück bedachten Jungen. ein 57= jähriger Küfer, ist halb erblindet und daher in der Arbeitsausübung schwer behindert. Für ihn freut sich der Junge, daß er dem Pater einen so schönen Betrag überbringen kann. Ein schwimmendes Rheindenkmal Mainz. Die letzte der sogen.„Schiffsmühlen“ auf dem Rhein soll in der Nähc von Einsheim verantert werden. Sie ist längst außer Betrieb und sollte bereits vor 10 Jahren durch ihren Besitzer auf Abbruch verkauft werden. Die staatliche Denkmalpflege verhinderte das, und die Stadt Mainz kaufte die Mühle und übernahm die Sorge für ihre Erhaltung. Die Schiffsmühle besteht aus einem großen Tragkahn, auf dem sich das Mühlenhaus befindet. Die breiten Schaufelräder auf beiden Seiten werden. sobald die Mühle verankert ist, durch die Strömung angetrieben. Im Innern des Mühlenhauses befindet sich der Mahlraum mit Walzenstühlen. Mühlstein und Schrotmühle. Darüber befand sich der Speicher und eine Wohnung für den Müller. Die Mühle konnte bald hierhin, bald dorthin geschleppt werden, wo ihre Dienste gerade benätigt wurden Heute ist die letzte Schiffsmühle bei Mainz nur noc eine Sehenswürdigkeit, die Kunde gibt von einen einst blühenden Gewerbe. Drillinge angekommen Landau(Pfalz). Die Ehefrau Luitpold Statl schenkte Drillingen— drei kräftigen Buben— das Leben. Die Mutter, die sich wohlauf befindet, hat schon einmal Zwillinge geboren, von denen einet nach der Geburt starb. Die Drillinge, dagegen sind frisch und munter und wiegen 5½. 5½ und 5¾ Psd. Lokaler Sport Zub. Mengede— Castrop 02:1 Genau wie am Vorsonntag in Rheine, mußten die 02er am Samstag in Mengede eine unverdiente Niederlage hinnehmen. Wenn man auch auf Lewastdomski verzichten mußte, so wäre dennoch bei einer besseren Leitung ein Sieg herausgesprungen. Die unnötige Härte, die vom Gastgeber ins Sviel hineingebracht wurde. trug viel zu Benachteiligungen der Castrover bei. Trotzdem war das Spiel flott. Schol in den ersten Minuten geht Mengede im Anschluß an eine Ecke überraschend in Führung. Noch ist keine Minuter vergangen und Castron kann durch Kopfbalt gleichziehen. Die Entscheidungen des Leiters lassen viel zu wünschen übrig, so wertet er Handspiel in 16=Meterraum nicht als Elfer, sondern gibt außerhalb der Strafraumlinie Freistoß. Mit:1 geht in die Pause. Auch in der zweiten Hälfte Castrops Spiel in technischer Beziehung weit besset als das der Mengeder. Man glaubt schon, daß?? beim:1 bleiben würde, als in den letzten den Mengedern der Siegestreffer aus einem Gedränge heraus glückte. Ant Slack slegis der 1. Je. Aurnderg Die Nürnberger eroberten zum sechsten Male die Viktoria— Fortuna nicht mit Fortuna— Der„Club“ siegte nach Verlängerung mit:1(:1—:1)— 50 000 im Berliner Poststadion Fußball=Deutschland hatte am Sommeranfang die Blicke zur Reichshauptstadt gerichtet, wo das Entscheidungsspiel um die„Viktoria“, die höchste Trophäe, die der Deutsche Fußball=Bund zu vergeben hat, zwischen dem 1. FE Nürnberg und Fortuna Düsseldorf zur Durchführung kam. Die„Viktoria", die 1932 zum letzten Male in Süddeutschland weilte, wandert jetzt vom Westen zum ersten Male wieder nach Nürnberg. Wir gratulieren dem sechsfachen Deutschen Meister zu diesem schönen Sieg, vergessen aber nicht den wackeren Fortunen für ihren ausgezeichneten Kampf ebenfalls unseren Glückwunsch auszusprechen. Rund 50000 Zuschauer hatten sich im Berliner Poststadion zum Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft eingefunden, darunter etwa 20 000 auswärtige Besucher. Den 2000 Schlachtenbummlern aus dem Westen standen etwa—5000 Süddeutsche mit lustig flatternden Wimpeln des 1. FC Nürberg in braunen Lederhosen und den vergnügt hin= und herschunkelnden Kuhglocken entgegen. In der letzten halben Stunde vor dem großen Kampf herrschte unter den 50000 fabelhafte Stimmung. Punkt 16 Uhr stellen sich dem Berliner Schiedsrichter Birlem die Mannschaften in folgender Aufstellung: 1. FE Nürnberg: Köhl Munkert Billmann Oehm Carolin Uebelein Schwab Schmitt Friedel Eiberger Gußner Albrecht Wigold Nachtigall Zwolanowski Kobierski Mehl Bender Czaika Janes Vornefeld Fortuna: Pesch Erste halbzeit:1 Nachtigall und Eiberger Fortuna Düsseldorf stößt an. Der Düsseldorfer Sturm geht sofort vor, Zwolanowski gibt hoch zu Wigold. doch Köhl stürzt aus dem Tor und fängt den Ball ab, somit eine schöne Chance vernichtend. Der Ball wird weit ins Feld befördert, und Nürnberg unternimmt sofort einen Gegenstoß. Pesch kann leicht abwehren. Ueberraschend fällt in der 3. Minute das erste Tor für Düsseldorf. Kobierski hat den Ball. Billmann greift an und wird von Kobierski hart gerempelt. Billmann bleibt stehen und hebt die Hand, währenddessen zieht Kobierski das Leder auf das Nürnberger Tor. Nachtigall springt nach dem Ball und lenkt ihn mit kurzer Drehung in die oberste Ecke an dem herausgelaufenen Köhl vorbei ins Nürnberger Tor. Jubel braust auf. Fortuna Düsseldorf liegt nach 180 Sekunden Spielzeit mit:0 in Führung. Die Nürnberger sind im ersten Augenblick verwirrt, so daß auch in den nächsten Minuten Fortuna das Tor der Nürnberger stark in Gefahr bringt. Die nächsten Minuten sehen die Nürnberger im Angriff. Sie versuchen mit aller Macht, den Vorsprung möglichst aufzuholen. Das Sviel wird mitunter reichlich hart. In der achten Minute kommt der Club zur ersten Ecke. Gußner schießt. Pesch wehrt, hoch in die Luft steigend. gut ab. Einen scharfen Schuß des Halblinken Schmitt meistert Pesch ebenfalls ausgezeichnet. Die zweite Ecke wird wiederum von Gußner getreten und bleibt ergebnislos. Nürnberg zeigt sich nun im Feldsviel leicht überlegen. In der 19. Minute ergibt sich für Fortuna eine große Chance, mit:0 in Führung zu gehen. Wigold spielt Zwolanowski glänzend frei, der in guter Schußstellung vor dem Nürnberger Tor steht. Aber Köhl wirft sich ihm in den Schuß und verhindert somit ein todsicher scheinendes Tor. Tosender Beifall. Der Kampf wird überaus scharf. In der 24. Minute wird Fortunas linker Läufer Czaika verletzt und muß für sieben Minuten vom Platz. Fortuna spielt auch mit zehn Mann ausgezeichnet. Drei Minuten später hat der Club eine große Ausgleichschance. Friedel erhält den Ball, gibt diesen weiter zu Schwab, der aus fünf Meter Entfernung den Ball haushoch über das Tor jagt. Durch eine wundervolle Einzelleistung des Halbrechten Eiberger erzwingt Nürnberg den Ausgleich. In hartem Kampf umspielt Eiberger Bender. Janes und Czaika und kann dann an Pesch vorbei scharf einschießen. Auf beiden Seiten sind angeschlagene Leute. Carolin bei Nürnberg und Czaika bei Fortuna sind verletzt. Düsseldorf wird dadurch zur Umstellung gezwungen, und zwar geht Albrecht auf den Posten des linken Läufers. In den restlichen Minuten bis zur Pause müssen beide Torhüter des öfteren in letzter Sekunde rettend eingreifen, und so werden die Halbzeiten mit:1 gewechselt. Es bleibt bei:1 bis zum Ablauf der regulären Spielzeit Mit stürmischem Kuhglockengeläute wird die Mannschaft des 1. FE Nürnberg empfangen. Beide Einheiten nehmen in veränderter Aufstellung die zweite Halbzeit auf. und zwar haben bei Nürnberg Carolin und Uebelein die Plätze gewechselt. Bei Fortuna Düsseldorf tritt der Sturm in der abgeänderten Aufstellung an, die kurz vor Halbzeit vorgenommen wurde.— In der dritten Minute erringt der Club den dritten Eckball. aber Pesch hält. Nürnberg wird immer härter im Sviel und wird vom Publikum wiederholt ausgepfiffen. Die Gluthitze hängt über dem Feld. Nachtigall muß leicht verletzt ausscheiden. Trotzdem hat Fortuna das Spiel vollkommen in der Hand. Die Angriffe sind immer noch gefährlich. Die Rheinland=Mannschaft wird von den Zuschauern lebhaft angefeuert. Die Nürnberger scheinen ziemlich abgekämpft und das Spiel wird durchweg in der Nürnberger Hälfte durchgeführt. Sogar mit vier bis fünf Mann verteidigen die Süddeutschen hinten. Fortunas Verteidigung spielt auf der Mittellinie, Pesch an der Strafraumgrenze. Die Westdeutschen diktieren das Spiel vollkommen. Fortuna hat wieder umgestellt und spielt jetzt im Angriff mit folgender Besetzung: Czaika, Kobierski, Wigold, Zwolanowski und Nachtigall. Nachdem Czaika und Nachtigall zweimal mit ihren Schüssen Pech gehabt hatten, erzwingen die Süddeutschen allmählich wieder offenes Feldspiel. Beide Mannschaften sind reichlich abgekämpft, die Leute von der Gluthitze erschöpft. Der Linksaußen Schwab wird dann für drei Minuten verletzt. Es gibt ein Kampf auf Biegen und Brechen. Beide Mannschaftsführer reichen ihren Leuten Zitronen und Erfrischungen. In den letzten zehn Minuten muß Nürnberg wieder stark verteidigen. Uebelein zeigt als dritter Verteidiger und Mittelläufer ein großes Spiel und ist sehr erfolgreich. Die Zuschauer jubeln den Düsseldorfern zu, die sich durch schneidiges Spiel die Sympathien der 50000 erobert haben. Nürnberg hat sich bei den Zuschauern durch allzu harten Körpereinsatz die Zuneigung der Massen verscherzt.— Die reguläre Spielzeit ist zu Ende. Der Kampf steht nach 90 Minuten 111.— Nach zehn Minuten Pause wird weitergespielt bis zum ersten Tor, längstens aber zweimal 15 Minuten. Gußner sichert die Meisterschaft für Nürnberg Die Verlängerung beginnt. Nürnberg hat umgestellt, und zwar: Carolin, Eiberger, Gußner, Enat 2os Nieler Staffel„cscnn Laropa=Render Erste Freiwasser-Prüfung der Schwimmer Ein Eurova= und ein Deutscher Rekord, auf der ganzen Linie prächtige Kämpfe und ausgeglichene Leistungen, wobei sich besonders der Nachwuchs hervortat, das sind die Ergebnisse der ersten Freiwasserprüfungskämpfe der Schwimmer, die in Hannoper bei prächtigem Wetter vor 4000 Zuschauern abgewickelt wurden. Die 800=Meter=Staffel startete gegen eine BMannschaft, die mit 13 Sekunden Vorgabe abgegangen war. Nüßke(:22.), Gaucke(:21.8) und Heibel:20.2) ließen das Gelingen des Versuchs in greifbare Nähe rücken. Den Vogel aber schoß der junge Berliner Platz ab. der im schärfsten Kampf den Vorsprung der=Mannschaft aufholte und mit :19 die beste Zeit herausschwamm.:23.5 lautet die neue Eurova=Bestleistung, die die von den Ungarn im Vorjahr in Budapest beim Länderkampf aufgestellte Marke um.3 Sekunden übertrifft. Ueber 1500 Meter gab es nach zwei Wochen schon wieder eine Verbesserung der Bestleistung. Freese blieb mit 20:09.9 um fast 10 Sekunden unter seinem erst am 6. Juni aufgestellten Rekord. Helmuth Fischer war über 100 Meter klar überlegen. 58.3 und 58.9 stoppten die Uhren für seine beiden Rennen, die er jeweils vor seinem Klubkameraden Heibel gewann. Auf der gleichen Strecke blieb auch Gisela Arendt Dovvelsiegerin, die:09.5 bedürfen aber noch der Verbesserung. Eine prächtige Leistung zeigte noch der junge Dortmunder Rekord=Brustschwimmer Balke. der im zweiten Lauf im schärfsten Kampf gegen Altmeister Sietas mit:44.8 die beste auf einer 50=Meter=Freiwasserbahn in Deutschland erzielte Zeit herausholte. Platz zeigte sich auch in seinem Einzelrennen über 200 Meter Kraul mit:19.7 Heibel und Gaucke klar überlegen. Doppelsiege holten in den Wettbewerben der Frauen nach Christel Rupke über 100 Meter Rücken mit der Bestzeit von:22,3 und Martha Genenger über 200 Meter Brust(:05,5 und:04.1) heraus. Die Springer und Springerinnen wurden noch einer zweiten Prüfung unterzogen. Wie schon am Vortage, blieb im Turmspringen der Frauen abermals Käthe Köhler vor Anneliese Bingel erfolgreich. Ohne Weiß war beim Männer=Kunstspringen in Leo Esser der Sieger gegeben. Mit gewohnter Sicherheit ersprang sich Eurovameisterin Frau Olga Jensch=Jordan im Kunstsoringen den ersten Rang. Die kleine Gerda Daumerlang hielt sich prächtig gegenüber ihrer großen Gegnerin. Schmitt, Schwab und rechter Läufer spielt Friedel. Die Hitze hat sich etwas gelegt, die leichten Windstöße wirkten erfrischend. Bei Fortuna ist Nachtigall ein richtiger Pechvogel. In der 4. Minute schießt er aus vollem Lauf knapp am Tor vorbei. In der 5. Minute erzwingt Fortuna ein Tor, das jedoch wegen Abseits nicht gegeben werden kann. Fortung, das nach Torchancen bei offiziellem Spielschluß mit:1 hätte führen können, ist frischer und schneller und auch gefährlicher im Nahkampf. Der Klub kann sich während der ersten zehn Minuten nach der Verlängerung der Angriffe der Westdeutschen kaum erwehren, Nürnberg verteidigt mit K Zweimal Weltrekord unserer Frauen 4X100=Meter=Staffel in 46.7 und 46.5 Sek.— Olympiaprüfung in Köln Eine hervorragende Leistung vollbrachte am Sonntag unsere Frauen=Nationalmannschaft, der es im Rahmen der Olympiaschulungskämpfe im Kölner Stadion gelang, in der 4X100=Meter=Staffel einen neuen Weltrekord mit 46.7 Sekunden aufzustellen. Die deutsche Staffel lief in der Besetzung Albus, Krauß, Dollinger und Winkels. Der bisherige Weltrekord wurde von USA mit 46.9 Sek. gehalten. Beim zweiten Lauf neuer Weltrekord Unsere famosen Frauen starteten nach dem erfolgreichen Versuch zur Unterbietung des Staffelweltrekords über 4X100 Meter noch ein zweites Mal und brachten eine neue Welthöchstleistung heraus. Mit der famosen Zeit von 46.5 Sek. beendete die Staffel das Rennen in der gleichen Besetzung. Eine wunderbare Leistung bei der enormen sommerlichen Temperatur. Aber auch in den übrigen Wettbewerben waren die Leistungen ganz ausgezeichnet. Das Speerwerfen der Frauen brachte einen weiteren Höhepunkt. Frl. Krüger=Dresden wartete mit einem neuen deutschen Rekord auf, sie verbesserte den Rekord auf 45.27 Meter, der alte Rekord wurde von Ellen Braumüller(Berlin) mit 44.64 Meter gehalten. Mertens(Wittenberg) gewann die 800 Meter in :55,8 Min. Einen harten Kampf lieferten sich der Oberhausener Schaumburg und Böttcher über 1500 Meter. den Schaumburg knapp in:57.6 mit 2 Zehntelsekund. Vorsprung für sich entschied. Hamann erreichte über 400 Meter die Jahresbestzeit. warf 54,18 Meter hammer Olympiaprüfungskämpfe in Hamburg Aus der Fülle der Wettbewerbe bei den Olympiaprüfungskämpfen der Leichtathleten in Hamburg ragte das Hammerwerfen hervor. Den Zweikampf des alten und des neuen deutschen Rekordhalters, Blask=Königsberg und Hein=Hamburg entschied Hein mit der fabelhaften Weite von 54,18 Meter gegen 51,85 Meter von Blask für sich. Leider kann aber die neue Bestleistung nicht anerkannt werden, da aus einem unvorschriftsmäßigen Ring geworfen wurde. Bei den übrigen Kämpfen stellte Scheele im 400=Meter=Hürdenlauf eine neue Jahresbestleistung mit 54,8 auf. Weiter erreichte Voigt über 400 Meter die Jahresbestleistung von Hamann mit 48,6. Nebenher wurden noch einige Hamburger Meisterschaften, die am 14. Juni verregneten, nachgeholt. Radbialel dor Beend=Rosenieher Auto-Union auf dem., 3. und 5. Platz— Mercedes-Benz ausgeschieden Das sechste internationale Rennen des Jahres 1936, der erste große Preis von Ungarn, endete mit einem Siege der Scuderia Ferrari durch ihren Meisterfahrer Tazio Nuvolari auf Alfa Romeo.— Durch die Tatsache, daß nunmehr Alfa Romeo, Auto Union und Mercedes=Benz je zwei Siege errangen, ist eindeutig bewiesen, daß die Rennen dieses Jahres in sportlicher Hinsicht nichts zu wünschen übrig lassen. Dem für uns bedauerlichen Umstand, daß Mercedes=Benz nicht mehr so auf der Höhe ist, steht die erfreuliche Zuverlässigkeit der Auto=Union gegenüber. Wie schon ani dem Nürburgring brauchte auch in Budapest keine einzige der Motorhauben auch nur einmal aufgehoben zu werden. Rosemeyer belegte den zweiten Platz. Barzi den dritten und von Delius, der Stucks Wagen übernahm, den fünften. Von den drei Mercedes=Benz 0 warde Beinee Gleiwitz in Berlin:1(:0) geschlagen Schalne Die in der Vorschlußrunde unterlegenen Mannschaften von Schalke 04 und Vorwärts=Rasensport Gleiwitz kämpften am Samstag auf dem Berliner Hertha=Platz am Gesundbrunnen vor 12000 Zuschauern um den dritten Platz. Die Westfalen waren dem schlesischen Meister mit Ausnahme der ersten sehn Minuten klar überlegen und siegten nach Gefallen. Bereits in der Pause lagen die Gleiwitzer mit:0 im Hintertreffen, und das Endergebnis lautete schließlich:1 für Schalke. Die Gleiwitzer haben Anstoß und werden sofort gefährlich. Schalke aber behält Ruhe und schont sich bei der großen Hitze. Bald ist denn auch die Ueberlegenheit der Schlesier vorüber, und Schalke gibt der Ton an. Technisch und taktisch sind die Westfalen ihrem Gegner turmhoch überlegen, und mit Eifer allein können die Gleiwitzer gegen den ExMeister nichts ausrichten. In der 30. Minute heißt es durch Szepan.0, der eine Flanke von Kalwitzki mit dem Kopf einlenkt. Bald darauf stellt Kuzorra durch schönen Flachschuß auf:0, und in der 43. Minute kann Pörtgen zum dritten Male für Schalke erfolgreich sein. In der zweiten Halbzeit wird die Ueberlegenheit der Knappen noch größer. Durch Strafelfmeter von Szepan wird der Vorsprung auf:0 ausgedehnt. Urban und Kuzorra erhöhen auf:0, und bei diesem Stande erzielt der Gleiwitzer Linksaußen Cyrannek für seine Mannschaft den Ehrentreffer. In der 32. Minute läßt Kuzorra das siebente Tor folgen, während der Linksaußen Urban mit einem achten Treffer den Torreigen beendet. hielt nicht einer durch. Nach Chiron und Caraccio= la mußte wenige Minuten vor Schluß auch noch von Brauchitsch aussteigen, der bis dahin den dritten Platz hielt. 50000 Zuschauer fanden sich im„Volkswäldchen“ von Budapest ein. Mehr noch als sie wurden die Reifen von den 28 Grad im Schatten und der Bodentemperatur von 39 Grad mitgenommen. Daß unsere Conti trotz hohem Tempo von Anfang bis Schluß durchhielten, schafft Zuversicht für die nächsten RenAus der Startrunde kam Rosemeyer als Erster zurück, dicht gefolgt von Stuck, Brauchitsch, Carac= ciola. Nuvolari. Bis zur achten Runde blieb der Stand unverändert, dann drehte Caracciola auf und setzte sich in der 11. Runde an die Spitze. Die Reihenfolge war jetzt: Caracciola, Rosemeyer, von Brauchitsch, Nuvolari, Stuck, Varzi, Chiron, Tadini. Martin, Dobson, Hartmann. Nach der 25. Runde. als mit 125 Kilometer die halbe Strecke zurückgelegt war, übernahm Rosemeyer die Spitze. Caracciola gab wegen eines Kompressorschadens auf. In der 30. Runde ereignete sich ein aufregender Zwischenfall. Brauchitsch hatte stark aufgedreht, um an Rosemeyer vorbeizukommen, da drehte sich der Mercedes=Benz. doch ohne Unfall überstand von Brauchitsch die gefährliche Situation. allerdings blieb ihm der Motor stehen. Jetzt hielt der Italiener seine Zeit für gekommen. Mit seinem geschmeidigeren Alfa Romeo kam er besser durch die Kurven, doch erst in der 35. Runde glückte es ihm. sich vor Rosemener zu setzen. Die letzten 15 Runden schienen keine Veränderung mehr zu bringen, zumal es Rosemeyer nicht vergönnt war, die 14 Sekunden Vorsprung Nuvolaris wettzumachen. Zur großen Ueberraschung aller verlor v. Brauchitsch nicht nur seinen dritten Platz, sondern mußte wenige Minuten vor Schluß Winkel sogar überhaupt aufgeben. Als sicherer Sieger durchfuhr Nuvolari die Ziellinie, zweiter wurde Rosemeyer. Alle übrigen lagen zwei oder mehr Runden zurück. 100 Meter in 10.2 Der Schlußtag der amerikanischen Studentenmeisterschaften in Chicago brachte wieder hervorragende Leistungen. Den Vogel schoß Jesse Owens ab, der nicht weniger als vier Wettbewerbe gewann. Ueber 100 Meter erreichte er die neue Weltrekordzeit von 10,2 Sekunden, deren Anerkennung allerdings wohl Schwierigkeiten machen dürfte, da der Windmesser starken Rückenwind anzeigte. Die 200 Meter holte sich Owens in 21,3, die 220 Dards Hürden in 23.1 und den Weitsprung mit seiner Vorkampfleistung von 7,896 Meter. Henneth Carventer hingegen verbesserte seine Vorkampfleistung im Diskuswerfen auf 52,73 Meter, womit er eine Jahresbestleistung erzielte. Stabchoch: Earl Meadows und Bill Sefton je.31 Meter. 1 sechs Mann, die ganze Läuferreihe steht fast an der Strafraumgrenze. Erst in den letzten fünf Minuten der Spielverlängerungshalbzeit kommt Nürnberg etwas auf. Vor allem ist es Gußner, der als Mittelstürmer in Alleingängen sich versucht, aber in Janes, der in Hochform ist, seinen Meister findet. Pesch hat kaum etwas zu halten. Auch in der zweiten Verlängerung beschränkten sich beiden Mannschaften darauf, das Ergebnis zu halten. Die Spieler sind vollkommen abgekämpft, sie können kaum noch laufen. In einer kurzen Zwischenpause, Janes war mit einem Wadenkrampf zusammengebrochen, trinken Freund und Feind aus einer Flasche erfrischenden Sprudel, um sich etwas zu stärken. Die Zuschauer haben sich in den letzten Minuten schon von ihren Plätzen erhoben, sie glauben immer noch, daß eine Entscheidung fallen wird. Nürnberg ist in den letzten Minuten etwas kampffreudiger. Endlich, die letzte Spielminute bringt überraschend die Entscheidung für den 1. FE Nürnberg. Gußner hat sich den Ball geholt. spielt sich bis auf 30 Meter vor das Düsseldorfer Tor frei und bevor es einem Fortunen gelang, ihn am Schuß zu hindern, flog eine Bombe auf das Tor, die im ooeren Minkel landete.:1 für Nürnberg. Die Deutsche Meisterschaft war für Nürnberg unte; dem Jubel der Zuschauer gewonnen. Das Publikun. spendete aber der tapferen unterlegenen Düsseldorfer Elf den größeren Beifall. and doan, Aol Maddce ung Tide er!. ROMAN VON HANS HEUER James hatte sich wieder in der Gewalt. Er grüßte devot, aber mit jener unnachahmlichen Würde vermischt, die ihn auszeichnete. „Wo ist Mister Carson?“ fragte John Arlt ohne jede weitere Einleitung. James zog unmerklich die Brauen hoch. „Mister Carson? Verzeihung, Mister Arlt, ich kenne keinen Mister Carson!" „So, Sie kennen keinen Mister Carson!— Nun— kennen Sie diesen Herrn hier?“ John Arlt deutete auf Helmut Hartmann. James schüttelte bedächtig den Kopf. „Bedauere sehr, nein!“ „Dieser Herr ist der echte Neffe Mister Hartmanns, James! Und Mister Carson, von dem ich eben sprach, ist ein Betrüger. Wo ist er?“ „Seit Stunden schon Aber...“ Jupp Anders zuckte es in allen Fingern, während er den Diener, der wie ein Unschuldslamm dastand, betrachtete. Am liebsten hätte er den Kerl gepackt und auf den Kopf gestellt und ihn so stehen lassen bis... na ja, bis... „Mister Hartmann bleibt jetzt hier!“ fuhr John Arlt fort.„Und Sie, James, stellen mit dem heutigen Tage Ihre Tätigkeit in diesem Hause ein!“ James markierte Ueberraschung. „Ich, Mister Arlt?“ „Ja, Sie sind von dieser Minute an Gefangener, der keine Gelegenheit mehr haben wird, mit Buck Dymon in Verbindung zu treten!“ James entpuppte sich als Charakterspieler von Format, der jedem Hollywoodianer seines Fachs Konkurrenz oätte machen können. Er trat einen Schritt zurück. „Ich verstehe nicht, Mister Arlt...“ Jupps Temperament ertrug diese langsame Entwicklung nicht. Er stand auf einmal so dicht vor James, daß er ihm beinahe auf die Fußspitzen .. Ztig mein Sungel Die 60 „Ist auch nicht nötig, mein Junge! Die Hauptsache, daß wir verstehen, was du für ein Kaliber bist! Komm, Jungchen, dich nehme ich in meine persönliche Obhut!“ „Wir haben vorzügliche Kellerräume,“ lächelte John Arlt.„Wer dort eingeschlossen wird, kommt von selbst nicht wieder heraus!“ „Ausgezeichnet!“ lachte Jupp.„Rufen Sie die anderen Diener, Arlt— die können mich führen! Den Burschen bringe ich aber selbst hin!“ Fünf Minuten später war James versorgt, der sich willenlos, mit einer Miene, wie sie nur ein gekränkter Ehrenmann aufzusetzen vermag, abführen lieb,. g war in.r Oiese Das Personal des Hauses war in der Diele versammelt und erfuhr durch John Arlt, was es wissen mußte..6. f. 8..stre 8. Einer der Gärtner erhielt den Auftrag, den Eingang von der Straße aus nicht eine Sekunde aus dem Auge zu lassen und jede verdächtige Bewegung von dort aus zu melden. Ein anderer wurde auf der Terrasse der Hinterfront des Hauses stationiert, um auch von dieser Seite aus Ueberraschungen sofort beobachten zu können. Jeder männliche Bewohner des Hauses hatte eine Waffe, um im Notfalle gerüstet zu sein. „Wer den Sachverhalt kennt, wird ja nicht verstehen, warum wir uns mit einer Arbeit abplagen, die eigentlich Aufgabe der Polizei ist!“ sagte John Arlt, nachdem alle notwendigen Anordnungen getroffen waren. „Das liegt ja nicht an uns!“ erwiderte Helmut Hartr inn.„Es liegt in der Hauptsache an den ameenanischen Verhältnissen, mein lieber Arlt! Und dann— verschaffen Sie mir Gewißheit über Mister Walkers' Schicksal, und ich bin bereit „Ich wollte, ich könnte es!“ seufzte John Arlt und sah heimlich Elinor Walkers an. „Rufen Sie doch einmal im Büro oder in der Wohnung meines Vaters an— vielleicht weiß man dort etwas!“ sagte Elinor. „Richtig!“ meinte Jupp.„Mithören kann ja niemand mehr— die Gefahr habe ich beseitigt!“ John Arlt war schon aufgestanden und schritt zu dem Tisch, auf dem der Telephonapparat stand. Er hatte ihn noch nicht erreicht, als es plötzlich läutete. John Arlt nahm den Hörer ab nachdem Helmut Hartmann zustimmend genickt hatte. Meldete sich. Unmittelbar danach trat in seine Züge sein Ausdruck höchster Unberraschung. „Wer ist dort?“ Er lauschte und wandte sich dann aufgeregt um, die Hand über die Muschel legend. „Buck Dymon!“ flüsterte er. „Donnerwetter!“ platzte Jupp heraus. „Interessant!“ sagte Helmut Hartmann.„Und wos will er?“ „Er will Sie unbedingt sprechen!“ „Weher weiß er, daß wir hier sind?“ „Vielleicht...“ „Der großartige Diener hat uns sicher kommen sehen und Dymon verständigt!“ mutmaßte Jupp. Helmut Hartmann hielt den Hörer schon in der Hand. Elinor Walkers war ihm gefolgt und stand mit Jupp Anders und John Arlt dicht am Tisch, den Blick gesponnt auf Helmut gerichtet. „Ja, ich din es selbst!“ sagte Helmut Hartnann. Buck Dymons Stimme war da, eine Stimme, rauh, mit zischendem Unterton, als falle es dem Sprecher ungeheuer schwer, ruhig zu bleiben: „Ich mache Ihnen ein Friedensangebot, Mister Hartmann!“ „Das freut mich, Mister Dymon! Und unter welchen Bedingungen? Ich nehme an, Bedingungen sind dabei!“ „Ja! Ich verpflichte mich, den Kampf gegen Sie aufzugeben und Sie in Zukunft in Ruhe zu lassen. Die Höhe der Erbschaft wird auf etwa zwanzig Millionen geschätzt. Ich fordere fünfundzwanzig Prozent...“ „Sie sind sehr bescheiden, Mister Dymon!“ lächelte Helmut. „Unterlassen Sie das! Sie wissen genau, daß nicht mehr im Hausel es besser ist, auf meinen Vorschlag einzugehen. Andernfalls.“ „Andernfalls?“ „Andernfalls geht es hart auf hart: Lehnen Sie meinen Vorschlag ab, mache ich die Chikagoer Unterwelt mobil! Ein paar tausend Mann.“ „Ist das nicht ein bißchen viel, Mister Dymon, ein paar tausend Mann wegen einer einzigen Person“ „Mit Ironie erreichen Sie bei mir nichts, Mister.“ „Sie wollen ja bei mir etwas erreichen, Mister Dymon!“ „Nehmen Sie mein Friedensangebot an oder nicht?“ „Dies Friedensangebot macht den Eindruck einer Kapitulation, Mister Dymon!“ „Da irren Sie sich gewaltig! Falls Sie ablehnen, geht der Kampf weiter... und ich bin noch immer Sieger geblieben, wenn ich alle Minen springen ließ! Sie kennen die amerikanischen Verhältnisse nicht...“ „O ja, ich habe sie in den paar Tagen meines Aufenthaltes zur Genüge kennengelernt und muß Ihnen sagen, daß mir die deutschen Verhältnisse lieber sind! Wir haben wenigstens eine Polizei, die mit Ihresgleichen kurzen Prozeß macht!“ „Das können Sie sich ersparen!— Ja oder nein?“ „Bevor ich mich äußere, eine Gegenfrage: Wo ist Walkers?“ „Walkers befindet sich in meiner Gewalt und bleibt es auch.. gewissermaßen als Geisel, verstehen Sie?“ „Ich verstehe! Und wenn ich mich weigere, auf Ihre Bedingungen einzugehen, oder die Polizei benachrichtige...“ „Ist Walkers ein toter Mann, bevor ihn jemand retten kann! Außerdem würde Ihnen auch die Polizei nicht helfen können! Gehe ich drauf durch Fehler Ihrerseits, ist's um so schlimmer für Sie. In diesem Falle wären Sie keine Minute mehr Ihres Lebens sicher!“ „Diese Drohungen verfangen nicht bei mir! Ich mache Ihnen einen Gegenvorschlag, Mister Dymon: Ich verspreche Ihnen, weiter mit Ihnen zu Helmut winkte ab. „Das ist ganz nebensächlich dabei!“ sagte er. „Die Hauptsache ist die endliche Erledigung. Ich habe viel Zeit verloren— in Deutschland wartet man auf mich. Also...“ Er nahm den Hörer wieder auf. „Halloh? Mister Dymon, ich nehme Ihren Vorschlag an... unter einer Bedingung: Ich wünsche, daß Walkers die Regelung der Erbschaftsangelegenheit vornimmt. Dann sind wir alle zusammen... Sie können die Anweisung auf Ihren Anteil in Empfang nehmen und...“ Buck Dymon unterbrach ihn: „Walkers bleibt aus dem Spiel! Ich verlange, daß die Sache an neutraler Stelle abgewickelt wird“ „Und warum?“ „Weil ich es so will!“ „Ich bedauere sehr, von meinem Vorschlag nicht abgehen zu können!“ sagte Helmut Hartmann fest. Eine Pause am anderen Ende der Leitung. Dann kam Buck Dymons Stimme wieder: „Also gut, Mister Hartmann... einverstanden! Kommen Sie morgen früh um neun Uhr in kers Büro!“ „Hier im Hause meines Onkels können wir die Angelegenheit viel ruhiger in Ordnung bringen, Mister Dymon!“ lächelte Helmut Hartmann und sah auf die vor ihm stehende Elinor Walkers. Wieder dauerte es einige Sekunden, bevor die Antwort kam: „All right! Ich bin um nenn Uhr morgen früh dort!“ Helmut legte den Hörer auf. „Er will morgen früh mit Mister Walkers hierber kommen!“ sagte er. John Arks Gesicht zeigte einen bedenklichen 319 „Da stimmt etwas nicht, Mister Hartmann, das lasse ich mir nicht ausreden. Dymon ist verwegen, fürchtet sich vor nichts, aber daß er allein mit Walkers hier in dies Haus kommt, in die Höhle des Löwen gewissermaßen... das glaube ich nicht!“ „Warten wir es ab!“ meinte Helmut Hartmann und zündete sich eine Zigarette an. Buck Dymon konnte Helmut Hartmanns Forderung nicht erfüllen. Sidney Walkers war tot. Die Kugel Tom Marsons war ihm ins Herz gedrungen. Diese Tatsache, die Buck Dymon das letzte Mittel aus der Hand wand, den Lauf der Ereignisse zu seinen Gunsten zu verschieben, hatte ihn bewogen, Helmut Hartmann jenes„Friedensangebot“ zu machen. Das Telephongespräch mit dem Neffen Heinrich Hartmanns hatte ihm aber gezeigt, daß auch dieser Weg nicht zum gewünschten Ziele führte. Erfuhr Hartmann, daß Walkers nicht mehr lebte, fiel auch der letzte Beweggrund zu einer Rücksichtnahme. Buck Dymn kalkulierte ganz richndeln und glaube, daß wir eine beide Telle Ha, Hortruffig egepngr age#ezi der Begteie befriedigende Lösung finden, wenn Sie Walkers frei lassen!“ Ein Lachen war die Antwort. „Auf den Dreh falle ich nicht herein! Walkers ist augenblicklich meine beste Waffe, Mister Hartmann! Sagen Sie ja, so verpflichte ich mich, die Regelung der Erbschaftsangelegenheit von Ihrer Seite nicht zu stören...“ „Walkers ist der Testamentsvollstrecker!“ „Jeder andere Anwalt erledigt die Sache! Sie können sie aber auch gerichtlich regeln. Ich wünsche nur, daß ein von mir bestimmter Mann der Geschichte beiwohnt und dann von Ihnen die vereinbarten fünfundzwanzig Prozent in Empfang nimmt. Sowie ich das Geld in Händen habe, wird Walkers freigelassen!“ „Wer garantiert mir, daß es so sein wird, wie Sie sagen?“ fragte Helmut.„Und wer von Ihrer Seite würde der Abwicklung der Sache beiwohnen“ „Ich selbst!“ „Warten Sie einen Augenblick. Mister Dymon — ich möchte die Angelegenheit kurz mit meinen Freunden besprechen!“ Helmut legte den Hörer auf den Tisch und unterrichtete Elinor, Jupp und John Arli von Dymons Bedingungen. Es bedurfte nur einiger Worte, sie hatten sich das Meiste schon aus HelDank verpflichtet und hatte bisher die Polizei nur aus dem Spiele gelassen, weil er Sidney Wakers schonen wollte. Nun aber. Ja, unn blieb nur noch eine Möglichkeit übrig: Er mußte versuchen, Helmut Hartmann die Dokumente abzunehmen. Mit List oder mit Gewalt. Der Tod Walkers' war kein Hindernis zur Abwicklung der Erbschaftsangelegenheit im gedachten Sinne. Man konnte die Leiche spurlos verschwinden lassen, wie man schon so manchen Toten, der irgendwie verräterisch wirken könnte, verschwinden ließ. Im Besitze der Papiere konnte Jack Carson seine Rolle als Reffe ungehindert zu Ende spielen, wenn. .... wenn Hartmann, Arlt und der unbekannte Dritte und auch Elinor Walkers ausgeschaltet waren. Es blieb nichts anderes übrig: Buck Dymon mußte mit Gewalt vorgehen. Mit brutaler, rücksichtsloser Gewalt, die jedes Mißlingen ausschloß. Er traf. nachdem er mit Helmut Hartmann telephoniert hatte, seine Anordnungen. „Nun?“ fragte Jack Carson, der dem Gespräch mit Spannung gefolgt war und aus Buck Dymons Worten Erfolg oder Mißerfolg herauszulesen sich bemühte. „Der Boy ist zäh wie Leder! Er will absolut (Nachdruck verboten) will! Die Sache muß richtig angepackt werden. Mißlingen muß ausgeschlossen sein!“ „Die Bande wird auf alles gefaßt sein!“ „Sie warten um neun Uhr morgen früh auf mich! Wenn wir heute nacht um zwei Uhr kommen, sind sie unvorbereitet. Fünfzig Mann setze ich ein... es wäre doch gelacht, wenn ich mit den Jungens da nicht fertig werde. Wir öffnen ohne Schwierigkeit das Gartentor und stürmen. Alles muß so schnell und reibungslos ablaufen, daß ihnen gar keine Zeit zur Gegenwehr bleidt. War uns in die Wege kommt, wird niedergemocht— ganz gleich, wer es ist. Und möglichst Lärm! Alle Ausgänge werden doppelt und dreifach besetzt, um das Entkommen eines von ihnen zu unterbinden.“ Jack Carson schlug mit der Faust auf den Tisch. „Dann los— ich bin dabei!“ Im Hause Heinrich Hartmanns in der Fultonstreet war alles ruhig. Nächtliche Stille lag über Garten und Gebäude. Nirgends ein Licht. Die Straße selbst war einsam und menschenleer.— Matt nur erleuchtet von einigen Glühlampen, deren Schein hier und da von den dichten Baumkronen abgefangen und durch langgestreckte Schatten ersetzt wurde. Plötzlich aber begann es in der Fultonstreet lebendig zu werden. Eine unheimliche, lautlose Lebendigkeit. Schemengleich glitten Gestalten an den Gittern der Häuser entlang. Kein Wort fiel. Geschickte Hände hantierten an dem Schloß Tores. Mit kaum hörbarem Knirschen sprang es uf. Der Strom der schweigenden Gestalten ergoß sich in den Garten. Alles vollzog sich schnell, wie nach einem vorher genau festgelegten Plan. Ein halbes Dutzend der Männer verschwand im hinteren Teil des Gartens. Andere vostierten sich längs der Hausfront unter den Fenstern. In jeder Faust blitzte ein Browning. Ein Knäuel stand vor dem Hauseingang. Wieder ein leises Knacken. Langsam schob eine breite, wuchtige Gestalt die Tür auf und trat ein. Die übrigen folgten. Leise schloß sich die Tür hinter ihnen. Sie standen in völliger Dunkelheit. Ein Flüstern wurde hörbar. Der Strahl einer Taschenlampe flammte auf. Plötzlich flutete eine grelle Lichtquelle über die Eindringlinge hin, übergoß sie, dlendete sie Von irgendwo schrie eine helle, scharfe Stim: me:„Hände hoch!“ Ein Fluch antwortete. Der Knall eines Schusses übertönte ihn. Im Nu war die Diele erfüllt von Leben. Von allen Seiten quollen Gestalten hervor. Umringten die einen Moment lang verblüfften Gangster. schlossen sie ein. Buck Dymon übersah die Situation zuerst. „Die Waffen weg, Buck Dymon!“ drang die scharfe Stimme wieder durch den Lärm. Haus ist von dreihundert Polizisten besetzt und umstellt. Jeder Widerstand ist zwecklos!“ Buck Dymon brüllte auf. „Hunde!" Dann war nur noch das betäubende Peitschen, Knattern, Krachen ganzer Kugelsalven hordar. Ab und zu preschte ein Fluch auf. Ein Stöhnen. Ein Schrei. Die Gangster, umringt von allen Seiten, drängten dem Ausgang zu. Aber auch von draußen drang das Krachen von Schüssen herein. Die als Posten im Garten aufgestellten Jangster kämpften ebenfalls mit der Polizei. Menschen stürzten. Menschen waren zu Knäueln verwürgt ineinander. Buck Dymon war rasend vor Wut. Er schoß die Kammer seines Brownings leer und schlug dann, da ihm keine Zeit zum Laden dlied, mit dem Kolben wie ein Wahnsinniger um sich. Es gelang ihm, eine Tür zu erreichen. Er stieß sie auf. Polizisten folgten ihm. Im dunklen Nedenraum entspann sich ein furchtbarer Kampf. Bie auch hier Licht aufflammte. Buck Dymon lag überwältigt am Boden. Jack Carson war es ebenfalls gelungen, sich muts Erwiderungen zusammenreimen können., Walters sehen! Was sagst du dazu?“ Buck Oy= durchzuschlagen. Er durchraste zwei, drei Zim„Es ist, wie ich Aymon selbst schon sagte, eine wairers, I2%—#r g.-g:.n—. stieß im#en zuf Menschen, Art Kapitulation. Dymon sieht ein, daß er auf dem bisherigen Wege nicht zum Ziele kommt...“ John Arlt schüttelte den Kopf. „Ich finde diesen Schritt sehr eigenartig! Dymon ist sonst nicht der Mann, der einen Weg zur Verständigung sucht. Bei ihm heißt es biegen oder brechen. Wenn er jetzt plötzlich seinem Prinzip untreu wird, so müssen noch andere Gründe mitsprechen... „Was bleibt ihm denn weiter übrig!“ rief Jupp Anders.„Wir haben die Papiere, also muß er klein beigeben!“ „Warum läßt er auf einmal die Sache nicht durch Walkers ordnen? Wenn Sie mit seinem Vorschlag einverstanden sind, Herr Hartmann, und er der Abwicklung beswohnt, wäre das die beste Lösung. ich weiß allerdings nicht, ob Sie bereit sind, ihm fünf Millionen...“ mon lachte kurz auf.„Ich kann ihm nicht einen toten Walkers zeigen!“ Er setzte sich. „Er will morgen um nenn Uhr in Walkers' Büro kommen?“ fragte Jack Carson. „Ich wünschte es, weil dort eine gute Gelegenheit gewesen wäre, ihn verschwinden zu lassen— aber er ist schlau! Er bestand darauf, daß die Sache im Hause Hartmanns erledigt wird!“ „Was ist aus James geworden?“ „Weiß ich nicht. Interessiert mich auch nicht!“ knurrte Buck Dymon.„Also— heute nacht greisen wir an!“ Jack Carson starrte seinen Komplicen an. „Was heißt: Greifen wir an?“ „Esel! Willft du Walkers' Rolle spielen? Wir müssen in das Haus eindringen und uns mit Gewalt holen, was er uns nicht gutwillig geben mer und stieß im vierten auf Menschen. Ihm blieb keine Zeit zur Besinnung. Er hod den Browning und schoß. Das Mädchen schrie gellend auf... einer der Männer stürzte getroffen zu Boden. Dann fiel auch Jack Carson, von ein paar Kugeln aus Jupp Anders' Browning getroffen. Eine halbe Stunde dauerte der furchtdare Kampf. Dann hatte die Polizei die Gangster üderwältigt. Es war nicht ohne blutige Opfer abgegangen. Vierzehn Polizisten waren verwundet. Einer getötet. Von den Gangstern waren nur siedzehn unverletzt geblieben. Neun waren tot, die unerg### hatten mehr oder weniger etwas aus dem Kampt davongetragen. (Fortsetzung folgt.) Rlachte dnee Benennns ja Julseer und Sont Der Gautag Westfalen=Süd der IISDfP in Dortmund Nach der feierlichen Eröffnung des Gautages Westfalen=Süd am Freitagabend im Dortmunder Stadttheater lag am Samstagvormittag wieder glanzvoller Sonnenschein über Dortmund. Fast zu gut meinte es die strahlende Sonne... Durch eine Akt ganz besonderer Art wurde der zweite Tag des großen politischen Ereignisses des Gaues eingeleitet. Schon lange vor dem ofiziellen Beginn der Feierstunde zur Grundsteinlegung des neuen Gauhauses marschierten die einzelnen Ehrenstürme der SA, SS, des RSKK, Abordnungen der H3, der Politischen Leiter und der anderen Gliederungen der Bewegung zum Hindenburgdamm, wo in der Nähe der Westfalenhalle das Gauhaus erstehen soll, um hier den Rahmen abzugeben für die feierliche und den ganzen Gau Westfalen=Süd so bedeutsame feierlich=symbolische Handlung. Die feierliche Grundsteinlegung Der Platz, auf dem die Feierstunde der Grundsteinlegung vor sich ging, war mit zahlreichen Flaggen geschmückt, die von hohen Masten wehten. Vor der festlich bekränzten Rednertribüne am Grundsteinfundament waren die Formationen der Bewegung aufmarschiert. Ein Fanfarenmarsch der Hitlerjugend leitete die eindrucksvolle Feierstunde ein..... Tenestrg 6 Der Stellvertreter des Gauleiters, Pg. Stürtz, hielt die Begrüßungsansprache, in der er die Notwendigkeit des Neubaues betonte. Gauleiter Staatsrat Pg. Wagner wies einleitend auf die symbolische Handlung der Grundsteinlegung hin; mit diesem Tage solle ein Werk beginnen, das, so sagte er, nach unserem Willen Jahrzehnte, ja Jahrhunderte überdauern soll. Er erinnerte dann daran, daß die Zeit der gezwungen und mit dem deutschen Empfinden nichts gemein habenden Bauformen überwunden sei. Von all diesen Einflüssen befreit werde dieser Bau aus dem Geist unserer Zeit für eine große Zukunft geschaffen werden. In der Beherrschung des Baustoffes solle der Geist der Bewegung hier seinen Ausdruck finden. Das Volk müsse zurückfinden zum arteigenen Wesen, das nicht primitiv sei um des Primitiven willen, sondern primitiv als Ausdruck des Natürlichen. Groß und lebenswahr sei die Kunst, denn sie schaffe aus dem arteigenen Empfinden des Volkes, sei gebunden an den Boden, an das Volk und sein Wesen. Sinnvoll solle der Bau den Gedanken„Schönheit der Arbeit“ für alle die Wirklichkeit werden lassen, die darin arbeiten sollen. Ausdruck des Vorwärtsstrebens und der Aufwärtsentwicklung unseres Volkes solle der Bau sein. Er solle davon künden, daß ein Geschlecht, das eine zerbrechende Epoche zu stürzen vermochte, auch das Volk zu einem neuen Aufstieg in Kultur und Kunst zu führen imstande sei. Nach Verlesung der Urkunde durch Stadtoberbaurat Pg. Pabst(Dortmund) und ihre Unterzeichnung durch den Gauleiter und die anwesenden Ehrengäste, wurde sie in einer Kapsel verschlossen und mit Hammerschlägen und Begleitworten der Ehrengäste in den Grundstein eingemauert. 8 r 1 8. Das Siegheil auf den Führer und die Lieder der Deutschen beschlossen den festlichen Akt. Ehrung der Ehrenzeichenträger Kameradschaftliches Beisammensein in der Kronenburg Im Nahmen des Gautages hatte die Gauleitung alle Träger des Goldenen Ehrenzeichens der Partei aus dem Gau Westfalen=Süd eingeladen, um ihnen in kameradschaftlichem Beisammensein Gelegenheit zu geben, sich in Erinnerung an die gemeinsamen Freuden und Leiden der Kampfjahre wiederzusehen. Unter den rund 900 Trägern und Trägerinnen des Goldenen Parteiabzeichens sah man viele, die im Kampf für den Führer und das neue Deutschland schwere Wunden davongetragen haben. Aber alle waren gern dem Ruf nach Dortmund gefolgt. Immer und immer wieder hörte man in der Kronenburg einen freudigen Ausruf, wenn sich alte Kameraden entdeckten. Im großen Saal der Kronenburg sprach der Stellvertretende Gauleiter Pg. Emil Stürtz im Namen des Gauleiters Worte herzlicher Begrüßung. Er wies darauf hin, daß das kameradschaftliche Zusammensein neue Kraft für die kommenden Zeiten geben solle. Und, so sagte er, wenn wir mit dem Goldenen Parteiabzeichen heute abend an der Spitze des Fackelzuges durch Dortmund marschieren, dann werden wir der Oeffentlichkeit zeigen, daß wir noch die Alten sind, die wir vor 10 und 15 Jahren waren, jederzeit ohne Ansehen der Stellung nichts anderes und weiter gar nichts zu sein als Parteigenossen. Das war es, was uns befähigte, das zu leisten, was von uns verlangt wurde. Später erschien noch Gauleiter Staatsrat Pg. Vagner mit SA.Gruppenführer Poligsiurgsident Schramme. SS=Brigadeführer Polizeipräsident Schleßmann, SA=Brigadeführer Bauer und einem großen Stab und nahm unter seinen Kameraden Platz, um mit ihnen manche Erlebnisse aus der Kampfselt auszuarsosane, geren fahr Im Anschluß an das gemeinsange Essen(auren die alten Kämpfer der Bewegung in vielen Autobussen zur Hohensyburg, dieser historischen Stätte an der Ruhr, wo sie einen schönen Nachmittag verlebten. Schafsenden Westsallen=Suos Hinaden un den Juister Die Großkundgebung der Deutschen Arbeitsfront in der Westfalenhalle.— Gauleiter Wagner und Reichsorganisationsleiter dr. Ley sprachen Am Nachmittag fand in der Westfalenhalle, die so oft schon Schauplatz machtvoller Kundgebungen der Bewegung gewesen war, eine Großkundgebung der Deutschen Arbeitsfront statt. Wieder einmal bot die riesige Halle ein überwältigendes Bild zusammengeballter, Geschlossenheit. Fahnen mit den Hoheitszeichen der Bewegung und dem Zeichen der Deutschen Arbeitsfront grüßten in bunter Fülle und aus Tannengirlanden leuchteten brennende Grubenlampen, ein stimmungsvolles und symbolisches Bild vermittelnd. Wenige Minuten nach 16 Uhr betrat Reichsorganisationsleiter Dr. Robert Ley und Gauleiter Wagner in Begleitung des Gauwalters der DAF Westfalen=Süd, Ernst Stein, die Halle, von brausendem Jubel der Tausende schaffender Volksgenossen, Betriebsführer und Gefolgschaftsmann kameradschaftlich geeint, empfangen, nahmen sie ihren Weg durch das Spalier der frischen Jungmannen der Werkscharen zur Ehrentribüne. Nach dem Einmarsch der Fahnen eröffnete Gauwalter Pg. Ernst Stein die Kundgebung der Deutschen Arbeitsfront im Rahmen des Gautages Westfalen=Süd der RSDAP 1936 mit einer kurzen Ansprache, in der er alle Schaffenden der Arbeit herzlich willkommen hieß. Sein besonderer Gruß galt Dr. Robert Ley, der im Rahmen seiner Deutschlandreise jetzt auch den Gau Westfalen=Süd besuche, als dem Schöpfer der Deutschen Arbeitsfront und der RSc„Kraft durch Freude". Herzlich grüßte er auch den Gauleiter Staatsrat Wagner. Wenn wir hier in WestsalenSüd nationalsozialistisch geworden sind, so rief er unter orkanartigem Beifall der Massen aus, so ist das nicht zuletzt Ihr Werk, Gauleiter Wagner. Gauleiter Staatsrat Wagner führte dann in seiner packenden Art und rhetorischen Beherrschung der Materie die Aufgaben und Richtlinien für die Zukunft vor Augen. Er wies einleitend auf den wirtschaftlichen Wiederaufstieg Deutschlands hin, der allein aus innerer Kraft erfolgt sei. Was heute sei, das sei tatsächlich geschaffen unter der genialen Führung Adolf Hitlers im Banne der nationalsozialistischen Idee. durch die Fähigkeiten dieser Politik und durch den Mut, scheinbar Unmögliches zu wagen und zu vollbringen. Die Weltwirtschaft draußen mit ihren Wechselbeziehungen und Wechselwirkungen als Volkswirtschaften sei ein Spiegelbild der inneren Zerrissenheit und Verworrenheit bei den meisten Völkern Europas. Zugleich sei diese gesamte Weltwirtschaft aber auch eine Mahnung an uns, nicht zu glauben, daß unsere Gesundung etwa auch für die Folge gebunden sein könnte an den guten Willen anderer. Vorwärtsschreiten liege an uns, an unserer Stetigkeit, an unserer Klarheit, unserer Zähigkeit und Entschlossenheit. Es bleibe uns überlassen, in welcher Weise wir als Nation es verstünden, die uns zur Verfügung stehenden Werte zu verwerten und zugleich hieraus uns eine neue Zukunft zu schaffen. Diese Aufgabe bliebe einzig und allein uns gestellt. Aus dieser Größe der inneren Kraft heraus werde in einem bestimmten Maße unser Verhältnis zur übrigen Welt bestimmt. Unser Wirtschaft sei auf das deutsche Schicksal abgestellt. Ein Volk sein, heiße Gemeinschaft zwischen den einzelnen und von den einzelnen zu der Gesamtheit und umgekehrt sicherstellen. Und somit sei als Inhalt dem hohen ethischen Begriff zu dienen, um dem ganzen Leben Sicherheit und Zukunft zu gewährleisten. Das sei die Basis, auf der die verpflichtende Gedankenwelt der Gemeinschaft in der Wirtschaft beruhe, denn nur in dieser Gemeinschaft liege äußere Freiheit. Die Freiheit, so wie sie der Nationalsozialismus verstünde, sei einzig und allein die Basis les Lebens dieser Zukunft. So sei das Verbundensein zwischen dem Einzelnen zu dem Ganzen und vom Ganzen der Ausdruck der höchsten Kraft und Macht, die zu stellen wir in der Lage seien. Der schaffende Volksgenosse sei nicht mehr eine Nummer, vergessen, auf sich allein gestellt, sondern er sei ein Kumpel, ein Kamerad unter Schaffenden, die für Deutschland ihre Pflicht erfüllten. Sicher blieben noch viele Wünsche unerfüllt; aber an dem Tage, an dem wir keine Wünsche mehr hätten, seien wir tot, oder aber wir seien ein totes Volk, das untergehen und sterben müsse. Wünsche würden uns ewig beseelen. Unsere Schicksalsgestaltung liege nur bei uns und in unserer eigenen Kraft, zu der der Letzte von uns beitragen könne. Die Lösung des materiellen Problems sei unlöslich gebunden an die innere Einheit und verknüpt mit der äußeren Freiheit des deutschen Volkes. Der Nationalsozialismus sei keine Bilderstürmerei und noch weniger eine tote Theorie, er sei nichts anderes, als daß die deutschen Menschen von seiner Kraft des Glaubens ergriffen wurden. Von stürmischem Beifall begrüßt sprach dann Oben: Dr. Robert Ley auf der Großkundgebung der DAF in der Westfalenhalle nachmittag.— Unten: Der Vorbeimarsch der Soldaten des Führers vor dem Stadttheater Dortmund.(Busch=Bilder) am SamstagGauleiter am Reichsorganisationsleiter Dr. Ley Er wies einleitend auf die Unruhen in Spanien, Frankreich und Belgien hin und stellte demgegenüber die begeisterten Aeußerungen englischer Arbeitsführer über die lachenden und freudigen Menschen in Deutschland. Er erklärte dann u. a. weiter, daß wir das Paradies auf Erden noch nicht hätten. Er wolle auch nicht nach dem Vorbild der bürgerlichen und marxistischen Parteien Versprechungen machen. Die Nationalsozialisten seien der Ansicht, daß sie ihr Leben lang kämpfen müßten; sie glaubten daran, daß das Leben erst schön sei, wenn es erkämpft worden ist. Er könne den Arbeitern die Sorgen nicht abnehmen, die ihr Schicksal selbst durchkämpfen müßten. Er, Dr. Ley, aber könne sie stark machen, in diesem Kampfe helfen und ihnen die Waffen dazu in die Hand geben. Sollten sie in diesem Kampfe fallen oder niedergeschlagen werden, dann würden sie nicht allein stehen, sondern ein 70=Millionen=Volk würde bereit sein, ihnen zur Seite zu stehen. Dr. Ley sprach dann von der Liebe des Volkes zum Führer. Diese Liebe sei nur dadurch zu erklären, daß der deutsche Arbeiter sich heute sagt, du bist nicht allein mit deinen Sorgen, der Führer sorgt und bemüht sich um jeden einzelnen. Der Reichsorganisationsleiter führte dann an Hand eines Beispiels an, wie sich der Führer um die Unterkunft der Arbeiter bei den Reichsautobahnen kümmere, und als er Kenntnis von einer nicht ganz zureichenden Unterbringung dieser Arbeiter auf einer Baustelle erfahren hatte, persönlich Vorschläge und Entwürfe ausgearbeitet habe, um die Lebensgestaltung der in Frage kommenden Arbeiter zu bessern. Ein derartig schnelles und sicheres Eingreifen wäre unter den früheren Systemregierungen nicht möglich gewesen, da in einem solchen Falle gesagt worden wäre, man habe weder Zeit noch Geld dafür, Heute sei es nicht mehr möglich, daß der Arbeiter als ein Staatsbürger zweiter Klasse betrachtet werde. Der Arbeiter habe jetzt das Glücksgefühl, die Sehnsucht seines jahrzehntelangen Kampfes um seine Ehre im Volke verwirklicht zu sehen. Im heutigen Deutschland könne keiner mehr von dem„dreckigen“ Arbeiter reden und den Handarbeiter mißachten. Das wage jetzt keiner mehr. Es sei unmöglich, das Volk heute in höhere, mittlere und untere Klassen zu teilen. Wenn der deutsche Arbeiter heute immer wieder zu großen Massenkundgebungen aufmarschiere und damit seine freie Zeit am Sonnabend und Sonntag, die er so nötig für eine Entspannung und Kräftesammlung brauche, opfere, und sich damit seiner Familie entziehen müsse, so tue er dies aus einer tief inneren Ueberzeugung heraus. Dr. Ley hob die Notwendigkeit der Gautage hervor, die eine unbedingte Notwendigkeit darstellten und eine Heerschau der Nationalsozialisten der einzelnen Gaue seien. Als er dem Führer davon Mitteilung machte, daß er dem Gautag in Dortmund beiwohnen würde, habe ihm dieser Grüße an den Gauleiter und die schaffenden Volksgenossen mit auf den Weg gegeben. Es drängt einen innerlich etwas, und dieses Opfer, das wir hier bringen— nach bürgerlichen Begriffen ein Opfer— ist uns Freude. Es ist unser Glaube, unser herrlicher Glaube. Der Führer habe in seiner Reichstagsrede anläßlich des Wiedereinmarsches der deutschen Truppen in die Rheinlande gesagt:„Ich habe mir 1919 geschworen, ich werde den Versailler Vertrag brechen, und ich habe ihn gebrochen.“ Das ist der Glaube. 1919— ein einzelner halb erblindeter Soldat in einem abgetragenen grauen Feldrock, nichts auf Erden, kein Geld, keine Partei, keine Zeitung, nichts, nichts, nichts, verwundet und ein zerbrochenes Deutschland, und der Mann spricht:„Ich werde den Versailler Vertrag brechen, ich glaube an Deutschland, an den deutschen Arbeiter.“ Das ist unser Glück, daß der Führer uns diesen Glauben gegeben hat. Dieser bergeversetzende Glaube hat Deutschland gerettet. Sollten einmal Krisen und Zweifel kommen, dann müßt ihr stark sein, ihr Betriebswalter, ihr Unternehmer, ihr Amtswalter, ihr alle, die ihr das Glück habt, in diesem Deutschland führend mitzuarbeiten, dann müßt ihr erklären, ich glaube an Adolf Hitler, ich glaube, daß der Herrgott uns diesen Mann gesandt hat. Gauwalter Stein dankte dem Reichsorganisationsleiter für seine Ausführungen und brachte ein dreifaches Sieg=Heil auf den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler aus, in das die Menge begeistert einstimmte. Die Lieder der Nation beschlossen die Kundgebung. Die große Juisternundgedung un. Buntslagadens Große richtungweisende Rede des Gauleiters Josef Wagner Der Eemag Mit dem„großen Wecken begann am Sonntag der letzte Tag des Gautages Westfalen=Süd. Bereits in den frühen Morgenstunden setzte im strahlenden Sonnenschein ein reges Leben und Treiben ein. Auf allen Straßen Kolonnen marschierender und singender Abteilungen uniformierter Formationen, die sich zu ihren Sammelplätzen begaben. Es herrschte überall eine fröhliche Stimmung, Gautagsfeststimmung, der sich niemand entziehen kann. Und das ist ja letzten Endes der tiefere Sinn des Gautages, daß er jeden Volksgenossen im Gaugebiet irgendwie erfaßt und berührt. Unaufhaltsam speien die Bahnhöfe Tausende von Teilnehmern aus. Rund 35 Sonderzüge liefen zum Gautag in Dortmund=Süd und im Hauptbahnhof ein. Daneben brachten die fahrplanmäßigen Züge noch viele Tausende, die schon in den Vormittagsstunden und mehr noch am Nachmittag dicht die Straßen umsäumten, um den Marsch der rund 60000 Uniformierten durch die Stadt zu erleben. Einzeltagungen am Vormittag Der Sonntagvormittag brachte im Rahmen des Gautages zahlreiche Einzelveranstaltungen der Aemter des Gaues, während als Großveranstaltung des Vormittags die Kundgebung der Hitler=Jugend in der Kampfbahn Rote Erde stattfand, auf der die Weihe der Fähnlein und Gefolgschaftsfahnen durch den Stellvertreter des Reichsjugendführers, Stabsführer Hartmann Lauterbacher, erfolgte. Ein richtiges Lagerleben in der Zeltstadt auf der Volkswiese, auf der bekanntlich 4000 Hitlerjungen aus dem gesamten Gaugebiet zelten, entwickelte sich schon am Samstag mit dem Eintreffen der ersten Bewohner dieser„Stadt“. „Nationalsozialistische Weltschau“ Kundgebung der RS.=Frauenschaft Im Goldsaal der Westfalenhalle hielt Sonntag vormittag die RS.=Frauenschaft eine Kundgebung ab. Nach Grußworten der Gaufrauenschaftsleiterin Frau Anna Luise Bruckner, sprach der Gauschulungsleiter der Bayerischen Ostmark, Pg. Dr. Kolb. Er ging in seinen Ausführungen von dem Wort des Führers aus, daß der Nationalsozialismus allen deutschen Menschen gebracht werden müsse. Der Deutsche wolle hin zur Verwurzelung und zur Volksgemeinschaft. Volk sei ein Begriff, der alle umfasse, die aus dem ewigen Blutstrom des Deutschen stammen. Der deutsche Blutstrom komme aus dem Ewigen und münde in das Ewige. Der Dienst am Volke sei Dienst an Gott. Auch von der Frau erwarte man heute stilles, opferbereites und entsagendes Heldentum. Der Kampf sei noch nicht zu Ende, wenn der Feind auch nicht mehr sichtbar auf den Straßen sei. Wer den Blutstrom des Volkes nicht rein zu halten bestrebt sei, wer dem Internationalismus und der Erbkrankheit das Wort rede, sei ein Feind der Nation. Das heilige Zeichen des Hakenkreuzes leuchte aus jeder Fahne und diese Fahne sei das Zeichen der neuen Zeit. Die Frau solle Verkünderin sein dieser frohen Botschaft vom Heil des deutschen Volkes durch den Führer Adolf Hitler. Ehrung der gefallenen Parteigenossen Im Vorraum des Gebäudes der SA.=Gruppe Westfalen legten am Vormittag Gauleiter Wagner, stellvertretender Gauleiter Stürtz und SA.= Gruppenführer Schramme zwei große Kränze an dem Ehrenmal nieder, auf dessen Tafeln die 20 Namen der im Kampfe um Deutschlands Wiedergeburt Gefallenen des Gaues Westfalen=Süd verzeichnet sind.— In Bochum fand zur gleichen Zeit ebenfalls eine Kranzniederlegung am Ehrenmal im Gaugebäude statt. Zu einer imposanten Jugendkundgebung gestaltete sich am Sonntagvormittag in der Kampfbahn Rote Erde das Treffen der 20000 Jungen und Mädel, die Zeugnis ablegten defür, daß die Jugend der Garant der Zukunft ist. Die drükkende Hitze socht die jungen Menschen nicht an, denn an diesem Tage wollten sie innerhalb der großen Heerschau der Bewegung des Gaues wieder einmal ein eindrucksvolles Bekenntnis zum Führer und zum deutschen Volke ablegen. Im Rahmen der Kundgebung sprach Gauleiter Staatsrat Josef Wagner. Die anwesende Jugend wüßte, daß das Leben noch vor ihr liege, das Leben, das von jedem einzelnen ganzen Einsatz fordere. In die Größe unserer Zeit hineinwachsen— das müsse das Bemühen der Jugend sein, die lernen und begreifen müsse, was eigentlich seit Jahr und Tag geschehe, denn nur so sei die Schaffung eines echten Volkstums möglich. Die Ehre Deutschlands müsse die Ehre jedes einzelnen unter den Jungen und Mädeln sein. Die deutsche Jugend lebe in einer großen GeDer Höhepunkt des Gautages am Samstag bildete die große Führerkundgebung in der Westfalenhalle, in deren Mittelpunkt die große richtungweisende Rede des Gauleiters Josef Wagner stand. Die Westfalenhalle war überfüllt, als Gauleiter Josef Wagner das Wort zu seiner großangelegten Rede nahm, in der er u. a. ausführte: Adolf Hitler sei der größte Erzieher, der größte Führer, der diesem Volke beschert wurde. Wir würden immer vor uns sehen können das Beispiel, die Idee und das Leben. Diese drei Dinge gehörten zusammen. Die nationalsozialistische Idee bestimme unsere Haltung, unsere Richtung und das Maß des Einsatzes. Sie basiere auf dem Bekenntnis zur Rasse. Aus diesem Bekenntnis solle unsere Ordnung werden. Tausendfältig träten immer neue Probleme an uns heran. Wir müßten uns als politische Führer klar sein, daß wir mehr noch als der einfache Parteigenosse verpflichtet seien, alles daran zu setzen, um nach Möglichkeit gerecht zu werden im großen Gedanken des lebendigen Beispiels. Der Redner stellte die Frage: Umfaßt diese nationalsozialistische Idee die Schau dieser Welt oder ist sie zugleich auch die Schau der übersinnlichen Welt? Die nationalsozialistische Lehre sei gegründet auf der biologisch=wissenschaftlichen Ertenntnis von der Rasse. Die Folgerungen aus dieser Erkenntnis seien für die naturwissenschaftlichen, staatlichen, gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Belange eindeutig bestimmt. Die Gesundung des Volkes sei ein Prinzip, das aus diesen Erkenntnissen wird, denn sie schließe zugleich in sich eine ganze Summe von ethischen Forderungen. Es sei eine Selbstverständlichkeit, daß gesetzliche Bestimmungen des Staates erlassen werden müßten, um Erscheinungen, die geeignet sind, von Geschlecht zu Geschlecht in der Erbschaft fortwirkend zerstörend aufzutreten, auszumerzen oder zum mindesten soweit zu reduzieren, daß eine ernstliche Gefährdung des gesamten Volkskörpers nicht mehr möglich sei. Daraus erwachse eine Staatsordnung, die in den Maßnahmen der Nürnberger Gesetze ganz eindeutig zum Ausdruck komme. Das sei nicht Theologie, hier spreche keine Gegensätzlichkeit zur übersinnlichen Religion, das letzte sei doch die tiefe Gottgläubigkeit als die Voraussetzung der Bejahung dieser unserer rassischen Bestimmung. Wenn eine Nation sich so kristallklar zu ihren aus der Natur gesetzten Bestimmungen gefunden hat und wenn sie daraus ihre gesamten gesellschaftspolitischen Folgerungen zieht, dann hat sie gleichzeitig eine ethische Haltung, die nicht im Widerspruch stehen könne zu einer wirklich religiösen Ethik. Staat und Volk seien berechtigt in ihrer Existenz, seien Schöpfungen vor der Ewigkeit. Nationalsozialismus sei der Glaube an dieses hohe Recht. Eine Kirche, die politische Religion verkünde und daher staatspolitische Machtansprüche Zum großen Gauappell auf der Volkswiese, der den Höhepunkt der Veranstaltungen des Sonntags und wohl auch rein äußerlich und ziffernmäßig des Gautages überhaupt bildete, waren rund 37·000 Mann aller Formationen der Bewegung vor der mit Fahnen und frischem Grün geschmückten Tribüne aufmarschiert, mit einem schier unübersehbaren Wald von Standarten und Fahnen. Die Wehrmacht und die Schutzpolizei hatten Ehrenabteilungen entsandt. genwart und müsse sich stets klarmachen, daß sie nicht für sich, sondern für die Zukunft, für unser Volk schaffe. Wir liebten mit unserem Führer eine mutige Jugend, die immer wieder den Ernst des Schicksals fühle. Die Jugend müsse im Wesen und in ihrer Verantwortung echt sein, und an ihr selbst würde es einmal liegen, daß sie die Herrschaft im Sinne Adolf Hitlers zu übernehmen in der Lage sei. Von der Jugend stürmisch begrüßt, überbrachte Stabsführer Hartmann=Lauterbacher die Grüße des verhinderten Reichsjugendführers. Aufmarschtage wie diese seien für die nationalsozialistische Jugend Bekenntnistage. Die Jugend gehöre dem Führer und damit dem Reiche, und sie wisse, welch ungeheure Verantwortung auf dem Führer ruhe. Aus der Jugendbewegung solle auch die Frau herauswachsen, die Hüterin der deutschen Familie und der deutschen Kulturgüter und die Jungen sollten werden zu Männern und Trägern der großen Idee und der gesamten Arbeit. Die Jugend Deutschlands sei der Träger von Gegenwart und Zukunft. stelle, werde immer bei den Nationalsozialisten auf den entschiedensten und erbittertsten Widerstand stoßen. Ein Volk könne nicht glücklich sein, das nicht zutiefst glaubt an eine letzte und höchste Autorität, die über allem Menschlichen stehe. Ein Nationalsozialist könne nicht aus Atheistik von diesen letzten und höchsten Dingen nichts wissen wollen. Wir hätten in 20 Jahren mehr erlebt, als einmal in ein= und zweihundert Jahren überhaupt geschehen sei. Dazu benötige man allerdings Männer und Frauen, die so wurzelecht in ihren Gedanken, in ihrer Scholle und in ihrem Volke ständen, daß selbst der gewaltigste Sturm sie nicht umwerfen und zerbrechen könne. „Gewiß, das Schicksal könnte uns unser Leben nehmen, unseren Glauben kann uns nichts auf dieser Welt mehr rauben. Auch Du in Deinem kleinen Bereich, der Dir überantwortet ist, vergiß nie, daß Du für das Lebendige bist.“ Niemals, so führte der Gauleiter in seiner mitreißenden Rede weiter aus, dürfe es einer Clique oder sonst jemandem gelingen, diesem Volk Schützengräben in die Seele unserer Nation zu legen. Das dürfe unter keinen Umständen sein! Es dürfe aber nicht so sein, daß wir vielleicht aus Torheit heraus selber mitwirkten, Schützengräben entstehen zu lassen. Der Mensch sei innerlich, darüber gebe es keinen Zweifel, bedingungslos mit seinem Volk verbunden, und dieser deutsche Mensch, das sei seine Größe und seine Schwere, er lebe aus einem tiefen Gefühl heraus. Und unsere Größe müsse es sein, dieses letzte tiefe Gefühl zusammenklingen zu lassen mit dem letzten großen politischen Wollen, das wir bewußt über diese ganze Nation hingestellt hätten. Dann seien wir unbesiegbar auf dieser Erde.(Stürmischer, lang anhaltender Beifall.) Der Redner stellte dann ein Prinzip auf: Die Familie! Ein Staat ohne diese ganz gesunde begründete Keimzelle werde bald bankrott sein. Ein nationalsozialistischer Führer hätte sich auch in diesen wie in tausend anderen Dingen unbedingt klar zu sein. Ebensowenig wie er Atheist sein könne, ebensowenig könne er einen Teil der deutschen Nation verneinen oder ihm eine Stellung zudiktieren, die einfach eine Unmöglichkeit sei. Niemand in Deutschland respektiere die Mutter und Frau höher als der Führer. Nationalsozialismus sei ein Verflochtensein mit der Volksgemeinschaft und Bejahung dieser Gemeinschaft. Das Leben des deutschen Volkes werde bestimmt aus der Grundhaltung der nationalsozialistischen Idee. Ein nationalsozialistischer Führer kenne keine Strömungen, er kenne nur einen nationalsozialistischen Grundsatz, so wie ihn Adolf Hitler gefühlt und gepredigt hätte. Ein Charakter, der wisse, daß Kameradschaft und Treue Dinge sind, um die man nicht deuteln könne, offenbare sich immer erst dann, wenn Menschen in Not seien oder aber wenn die Gesamtumstände so erscheinen. Was der Nationalsozialismus von seinen Führern verlange, das sei nichts Uebermenschliches. Die Stellv. Gauleiter Pg. Emil Stürtz eröffnete die Kundgebung. Dieses Bild des Aufmarsch= feldes sei ein Sinnbild der Einheit zwischen Partei, Wehrmacht und Staat. Staatsrat Wilhelm Meinberg nannte die aufmarschierten Männer die geballte Kraft der Nation und erinnerte im Verlauf seiner Ausführungen an die schwere Zeit vor der Machtergreifung. Der Herrgott habe dem deutschen Volke den Führer Adolf Hitler gegeben und wie auch das künftige Schicksal Deutschlands sein möge, immer würden wir in treuer Gefolgschaft hinter unserem Führer Adolf Hitler marschieren. Gauleiter Staatsrat Wagner erklärte, daß Deutschland eine drohende Gefahr in Mitteleuropa gebannt habe und daß seine Wehrhaftigkeit heute wieder der beste Bürge für die Sicherung des Friedens in Europa sei. Die Ordnung, die in Deutschland hergestellt sei, bilde die beste Garantie für Verträge und Abkommen. Ehre, Freiheit und Souveränität über unser Land, unsere Kraft und unser Leben seien die Voraussetzungen. Alles bei uns geschehe um des deutschen Volkes willen, unsere Tore seien geschlossen vor dem Bolschewismus und dem jüdischen Geist der Zersetzung. Eine Kompagnie junger deutscher Soldaten sei wohl eine bessere Sicherheit für Deutschland, als zehn schöne Redensarten findiger Diplomaten. Deutschland wolle nicht der Wolf sein, der ein friedliches Schaf anfalle und reiße, aber Deutschland werde sich heute auch nicht mehr die Rolle des Schafes aufzwingen lassen. Der Gauleiter schloß mit einem Bekenntnis zum Führer des Deutschen Reiches, Adolf Hitler, der Deutschland verkörpere. Der Marsch durch Dortmund Nach dem großen Gauappell setzten sich die Formationen in langen endlosen Kolonnen zum Marsch durch die Straßen der Stadt in BeweRundgedung der 99. in der Kumpfbahn=Kole=Eror Ansprachen von Gauleiter Wagner und Stabsführer Hartmann-Lauterbacher Die geounns=Neuft der Katton 37 000 beim Großen Gauappell auf der Volkswiese nationalsozialistischen Führer müßten immer wieder darum ringen, um jene Stärke zu besitzen, die auch das große Verstehen des einzelnen Volksgenossen in sich einschließe und das einzig und allein wurzele in der Verbundenheit mit all diesen Menschen. Wahre Stärke könne großmütig sein, das beweise der Führer und das beweise die Gesamtheit der Bewegung durch diesen Mann. Sie könne aber auch und müsse, wenn es um das Leben geht, unerbittlich hart sein. Führung und Volk müßten immer wieder ineinander verkoppelt sein. Um unser ganzes Tun und unsere ganze Kraft zu verjüngen, müsse sie aus unserem Volke immer wieder aufs neue herauswachsen. Das Volk stehe zum Nationalsozialismus, wenn es sieht und fühlt, daß er gar nichts anderes wolle als die sichere Gestaltung seiner Zukunft. Darum werde man immer wieder um jeden einzelnen um dieses Vertrauen ringen müssen. Der Gauleiter verlangte von seinen politischen Führern, gleichgültig, wo sie im Dienste stehen, daß sie ein einziges Bestreben in sich tragen, immer wieder zu beweisen, daß es ihnen ernst ist, als Persönlichkeiten dieses Vertrauen des Volkes im kleinen zu erringen. Wenn die Führung von der Liebe des Volkes getragen sei, werde sie für die Ewigkeit dauern. Führung und Volk müsse eine Einheit sein, um so mehr müsse aber die Führung in sich eine unerhörte Gemeinschaft sein, und zwar eine Gemeinschaft, die das Menschliche auch im Gemeinschaftlichen versteht und bejaht, die aber hart und unerbittlich ist, wo diese Gemeinschaft gefährdet würde, weil sie dann nicht mehr als Vorbild und Beispiel wirken könne in der großen Gemeinschaft der deutschen Nation. Der Weg Deutschlands ist der des Friedens und unser Wille ist der Wille zur Freiheit zum Leben, aber unsere Entschlossenheit zu diesen Dingen erlischt, wenn der Tod der müden Hand die Fahne entreißt. Der Gauleiter schloß, im Vorwärtsmarschieren von heute wird unser Glaube noch größer, weil uns das Auge geöffnet ist für die große Mission, die dem deutschen Volk als dem jüngsten von heute, in Jahrtausenden genau so jung wie heute, gesetzt ist. Darum, Nationalsozialisten, vorwärts mit Gott für Adolf Hitler und die Größe unseres Reiches! Das Sieg=Heil auf den Führer und die Lieder der Nation beendeten die gewaltige Kundgebung. Der Jackelzug Nach Beendigung der Führerkundgebung in der Westfalenhalle traten die einzelnen Gliederungen und die Politischen Leiter vor der Halle an, wo zunächst Pechfackeln in Empfang genommen wurden, und dann setzte sich der lange Zug im Scheine der Fackeln nach der Stadt zu in Bewegung, vorab die Ehrenzeichenträger. Die Straßen, die von dem Zug passiert wurden, waren dicht von Zuschauern umlagert und die Tribünen am Stadttheater und vor der Reichspostdirektion konnten niemand mehr fassen, als endlich der Vorbeimarsch begann, der von Gauleiter Wagner, Gruppenführer Schramme, SS.= Brigadeführer Schleßmann u. a. m. abgenommen wurde. Besonderen Jubel löste die SS. und der Arbeitsdienst aus, die einen Parademarsch„hinlegten“, der zeigte, daß jeder sein Bestes geben wollte. gung. Am Stadttheater erfolgte der Vorbeimarsch vor dem Gauleiter und seinen Ehrengästen, unter denen sich seit Samstagnachmittag auch der Chef der Reichskanzlei des Führers, Reichsleiter SS.= Obergruppenführer Bouhler befand. Unzählige Tausende von Volksgenossen bildeten auf den Anmarschstraßen Spalier und bereiteten den Formationen der Bewegung und ihrer Gliederungen herzlichen Empfang. Ein herrliches Bild boten die einzelnen Formationen, die angeführt wurden von Angehörigen der Wehrmacht, Luftwaffe und der Polizei. Dann beherrschte das braune Tuch der Soldaten des Führers die Straße. Immer wieder wurden die braunen Kämpfer in Zwölferreihen von den Tausenden von Zuschauern lebhaft begrüßt. Trotz Sonne und drückender Hitze marschierten sie in tadelloser Verfassung an dem Gauleiter vorbei. Politische Leiter, Männer der Deutschen Arbeitsfront, Hitler=Jugend und braungebrannte Jungen des Jungvolks, die in gleicher straffer Ordnung herankommen, zeigen die Disziplin der nationalsozialistischen Bewegung. Hell leuchteten die Spaten des Arbeitsdienstes auf, der in tadellosem Gleichschritt seinen Weg an den Ehrengästen vorbei nimmt, besonders jubelnd begrüßt. Den Schluß des Vorbeimarsches bildet die SS., die einen guten Eindruck hinterläßt, insbesondere die Kompagnie der motorischen SS.= Verfügungstruppe, die einen Extrabeifall des Publikums einheimste. Mit diesem Vorbeimarsch endete der Gautag Westfalen=Süd 1936, der ein glanzvolles Bild von der Geschlossenheit und der Schlagkraft der nationalsozialistischen Bewegung bot. Und so wird dieser Gautag verkünden, daß das junge Deutschland in Westfalen=Süd sich seiner Aufgaben für das kommende Jahr voll bewußt ist. Mit neuer Kraft, geschöpft aus den Erlebnissen, die der Gautag bot, werden die Männer der Bewegung in ihre Heimatorte zurückkehren und von neuem an ihre Arbeit für die Idee des Führers gehen. Glückwu an n dnb. München,: Max Schmeling fol „Max Schme Sie zu Ihrem gro lichsten Glückwunsa An Frau Schm gendes Telegramm „Frau Schmelin wunderbaren Sieg ten deutschen Boxk ganzem Herzen gre Wie wir hören, Erhalt der Nachric Schmeling einen? Reichsminister Berlin. Reichsm als der für den d nister, hat an Ma, folgende Telegran Hocherfreut ub spreche ich Ihnen aus. ReichsDr. Goebbels Berlin. Reich sandte an Max ßen Sieges übe wunschtelegramm: „Max Schm ihren wunderbart am Rundfunk er Glückwünsche. Ich gekämpft haben. Wir sind stolz au Mit Hitler=Hei Der Reichs Berlin. Der R und Osten richte Schmeling: „Dem Pionier dank seiner eiser lichen Einsatzes Mann einen gro ich namens des wünsche aus. Re Ein Tele an den 3. Deut dnb. Berlin,: Reichskanzler Al Tagen in Stutt Apothekertag fol „Den zum 3. gart versammel ich für ihre Grü schen für ihre? Tagesbe Der Stabsche vom 20. Juni b lich im Bereich sichtigt in einer 73(Essen) und seldorf), 71(Kö standarte 21. Ich erwarte Können in di stellt und durch ihr SA.=Männe Niederrheinis der Bewegung Marschschritt kl und Maschinen Rhythmus der Selbstlos un Stabschef des nehmen, daß h SA. steht, auf und die sich ir und der Treue treffen läßt. Der Die de dnb. Berlin, kanzler hat au Justiz Dr. Gi 1936 den Rich zum Tragen amten der R zeichen verliel der Robe anz In dem Er Amtstracht Reichsgerichte Volksgerichtsl der Präsident das Hoheitsze und Reichska Dr. Gürtner amten der anwälte für Paris. 400 mit ihren hafen von R auf der Seit Glückwunsch des Führers an Max Schmeling onb. München, 20. Juni. Der Führer hat an Max Schmeling folgendes Telegramm gesandt: „Max Schmeling, Newyork. Nehmen Sie zu Ihrem großartigen Erfolg meinen herzlichten Glückwunsch entgen=., g17 g4t1er. An Frau Schmeling sandte der Führer folgendes Telegramm:„„„ „Frau Schmeling, Berlin=Bahlem. Zu dem wunderbaren Sieg Ihres Mannes, unseres größten deutschen Boxkämpfers, muß ich Ihnen aus ganzem Herzen gratulieren, ,g1f gitter Wie wir hören, übersandte der Führer nach Erhalt der Nachricht von Schmelings Sieg Frau Schmeling einen Blumenstrauß. Reichsminister Dr. Frick an Schmeling Berlin. Reichsminister des Innern, Dr. Frick, als der für den deutschen Sport zuständige Minister, hat an Max Schmeling nach Newyork das folgende Telegramm gerichtet: Hocherfreut über Ihren großartigen Sieg spreche ich Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche Gelf G1Pan Hell Vikler! Dr. Frick, Reichs= u. preuß. Minister des Innern. Dr. Goebbels beglückwünscht Schmeling Berlin. Reichsminister Dr. Goebbels sandte an Max Schmeling anläßlich seines großen Sieges über Joe Louis folgendes Glückwunschtelegramm: „Max Schmeling, Newyork.— Für ihren wunderbaren Sieg, den wir heute Nacht am Rundfunk erlebten, meine allerherzlichsten Glückwünsche. Ich weiß, daß Sie für Deutschland gekämpft haben. Ihr Sieg ist ein deutscher Sieg. Wir sind stolz auf Sie. Mit Hitler=Heil und herzlichen Grüßen Ihr Dr. Goebbels.“ Der Reichssportführer an Schmeling Berlin. Der Reichssportführer von Tschammer und Osten richtete nachstehendes Telegramm an Schmelingz..... Lustisan, Parsportes, der „Dem Pionier des beutschen Vorspolles, der dank seiner eisernen Energie und seines vorbildlichen Einsatzes über einen bisher unbesiegten Mann einen großen Erfolg errungen hat, spreche ich namens des deutschen Sports herzliche Glückwünsche aus. Reichssportführer von Tschammer.“ Enthelllichs undsdem jue die Honzel dnb. Berlin, 20. Juni. Der Reichs= und Preußische Minister des Innern, Dr. Frick, der Chef der deutschen Polizei, Reichsführer SS. Himmler und der General der Polizei Daluege wurden vom Führer und Reichskanzler zum Vortrag empfangen, um ihm die endgültigen Vorschläge für die einheitliche Neuuniformierung der gesamten deutschen Schutzpolizei, Gemeindepolizei und Gendarmerie zu unterbreiten und ihm gleichzeitig die neuen Uniformen vorzuführen, an deren Entwürfen der Reichsbeauftragte für künstlerische Formgebung, Pg. Schweitzer(Mjölnir) hervorragend beteiligt war. Bei der neuen Uniform ist man von der alten blauen Polizeifarbe, die damals auf den Druck der Entente hin eingeführt war und die in besonderem Maße eine stete Erinnerung an die Systemzeit darstellte, bewußt abgegangen. Durch die einheitliche Neuuniformierung wird zum Ausdruck gebracht, daß die Polizei lm nationalsozialistischen Reich als Organ des Führers auch schon an der äußeren Erscheinung als ein Instrument des neuen Staates zu erkennen ist. Mit der Einführung der neuen Uniform wird jenes Sinnbild des marxistischen Staates, das die alten Kämpfer oft noch in der blauen Polizeiuniform gesehen haben, nun endgültig verschwinden. Die neuen Uniformen bestehen für alle Polizeiarten aus einem hellen grünmelierten Grundtuch, wie es bisher die Landespolizei getragen hat. Um auch die besondere Verbundenheit mit der Partei darzutun, sind Kragen, Aermelaufschläge und Mützenband in brauner Farbe ausgeführt. Die Vorstöße, Kragenspiegel und Aermelabzeichen sind für die Schutzpolizei grün, für die Gemeindepolizei rot und für die Gendarmerie orange gehalten.=Auf dem linken Aermel wird unter der Namensbezeichnung der Polizeiverwaltung das Hoheitszeichen getragen. Die Hosenfarbe ist bei der Schutzpolizei und Gemeindepolizei schwarz, während sie bei der Gendarmerie in braun gehalten wird. Der Tschako erhält in seinem mittleren Teil einen Ueberzug in der Farbe des Grundtuches und an die Stelle der früheren Polizeisternes tritt das Reichshoheitsabzeichen in weißem Kranz. Die Wasserschutzpolizei erhält eine Jackettuniform nach dem Schnitt der Reichskriegsmarine aus marineblauem Tuch mit dem Abzeichen der Polizei.„. Muzitshaften(mtnt Die Gendarmerie=Bereitschaften(motorisierte Siragenponzen)) agenengenmhrn Feldjägerkorps mit den Abzeichen von Seebach zum Kommandanten des Linienschiffes Schlesien,. M 4# Riedel zum Kommandanten des Kreuzers„Nurnberg Schmidt zum Vorstand der Zentralabteilung des Marinearsenals, Ciliax zum Kommandanten des Panzerschiffes „Admiral Scheer“, Hanke zum Abteilungsleiter im Reichskriegsministerium, Lohmann zum Kommandanten des Kreuzers Kndert. 1 Maertens zum Chef des Stabes der Inspektion des Torpedo= und Minenwesens. Die Kapitäne zur See(Ing.): Zieger zum Abteilungsleiter im Reichskriegsministerium, Thäter zum Flotteningenieur, Schirmer zum Kommandeur der Marineschule Weermünde,. W# Stieringer zum Stationsingenteur der Nordseestation. Die Fregattenkapitäne: Weichold zum Chef der 1. Zerstörerdivision, Wurmbach zum Abteilungsleiter im Reichskriegsministerium, Leycke zum Chef der Unterseebootsflottille Weddigen. Burchardi zum Vorstand der Wassen= und Navigationsabteilung des Marinearsenals Kiel, zugleich Leiter für die Artilleriewaffe, Langsdorff zum Admiralstabsoffizier beim Stabe Lange(Werner) zum Marineattachée bei der Botschaft in Rom. Thiele zum Kommandanten des Segelschulschiffes „Horst Wessel“, Lindenau zum Admiralstabsoffizier bei der Kriegsmarinedienststelle Hamburg, Schirlitz zum Chef des Stabes des 2. Admirals der Nordsee, zugleich Vorstand des Abwicklungsamtes der Kriegsmarine, von Goetze zum Kommandanten des Artillerieschulschifses„Bremse“. Hoffmann(Kurt) zum Kommandeur der Küstenartillerieschule, zugleich Leiter des Artillerieversuchskommandos Land. Die Fregattenkapitäne(Ing.): Bornemann zum Direktor des Ausrüstungsressorts der Marinewerft Wilhelmshaven, Stiegel zum Stationsingenieur der Marinestation der Ostsee, Kühn zur Verfügung der Schiffsmaschineninspektion unter Belassung in dem bisherigen Standort, Kaufmann zum Abteilungsleiter im Reichskriegsministerium, Steiner Reichskriegsministerium. Normale Wohnverhältnisse Zesandes Vom Bedeutung der Wohnungs= und Baugenossenschaften Es gibt in Deutschland etwa 32 Millionen Einkommensempfänger. Diese verteilen sich Ende 1935 auf etwa 18,8 Millionen Haushaltungen, die in etwa 17,3 Millionen Wohnungen untrgeblacht##nv. Von diesen sind durch Erlaß des Reichsarbeitsministers vom 14. Mai 1936 die Gemeinden mit größerer Wohnungsnot angewiesen worden, die Möglichkeit zur Errichtung von Altersheimen zu prüfen. Es wird angenommen, daß, wenn ältere alleinWohnungen untergebracht sind. Von diesen Es wird angenommen, daß, wenn ältere Haushaltungen umfassen etwa 7 v. H. Haushal= stehende Personen in billigen, gut ausgestatteter ter Person, etme 175 v. H. sind und zweckmäßig eingerichteten Altersheimen untergebracht werden können, andere Wohnungen frei werden.(5. Bei der Belebung des Woynungsmarktes spiel die Spartätigkeit des deutschen Volkes insofern eine Rolle, als die Hauptförderer der Wohnungstungen mit einer####i etwa 175 v. H. sind Haushaltungen mit zwei Personen, rund 42 v. H. der Haushaltungen enthalten 3 bis 4 Personen, und der Rest sind Haushaltungen mit 6 und mehr Personen. die der Zahl nach über 90 v. H. aller deutschen Genessenschaften Gemeinden ausmachen. In diesen Gemeinden kann man für jede Haushaltung eine eigene lupilat sinv den privaten Hausbesitzern anvertraut. Die rund 3700 Wohnungs= und BaugenosEin Telegramm des Führers an den 3. Deutschen Apothekertag in Stuttgart dnb. Berlin, 20. Juni. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hat an den in diesen Tagen in Stuttgart stattfindenden 3. deutschen Apothekertag folgendes Telegramm gesandt: „Den zum 3. deutschen Apothekertag in gart versammelten deutschen Apothekern danke ich für ihre Grüße, die ich mit den besten Wünschen für ihre Arbeit erwidere.“ Tagesbefehl der SA.-Gruppe Niederrhein! Der Stabschef des Führers weilt in der Zeit vom 20. Juni bis zum 23. Juni 1936 einschließlich im Bereich der Gruppe Niederrhein und besichtigt in einer Einsatzübung Teile der Brigade 73(Essen) und geschlossen die Brigade 75(Düsseldorf), 71(Köln), 76(Aachen) und die Marinestandarte 21.. Jaß I6r M Ich erwarte von euch, daß ihr euer ganzes Können in dieser Besichtigung unter Beweis stellt und durch Haltung und Auftreten zeigt, daß ihr SA.Männer sei,.53, Niederrheinische SA. steyr seit den Anfänger der Bewegung in vorderster Front. In eurem Marschschritt klingen und dröhnen die Hämmer und Maschinen der Fabriken, schwingt der ganze Rhythmus der niederrheinischen Landschaft mit. Selbstlos und treu tatet ihr eure Pflicht. Der Stabschef des Führers darf die Gewißheit mitnehmen, daß hier am Niederrhein eine prächtige SA. steht, auf die er sich jederzeit verlassen kann und die sich in ihrer Geschlossenheit, Festigkeit und der Treue zum Führer von iemand überev. Der Führer der Gruppe Riederrhein: Knickmann, SA-Gruppenführer. Die deutschen Richter tragen das Hoheitszeichen onb. Berlin, 20. Juni. Der Führer und Reichskanzler hat auf Vorschlag des Reichsministers der Justiz Dr. Gürtner durch Erlaß vom 19. Juni 1936 den Richtern, Staatsanwälten und sonstigen zum Tragen einer Amtstracht verpflichteten Beamten der Reichsjustizverwaltung das Hoheitszeichen verliehen, das auf der rechten Brustseite der Robe anzubringen ist.I.„ 126# In dem Erlaß wird ferner bestimmr, vaß die Amtstracht des Volksgerichtshofes der des Reichsgerichtes entspricht. Die Richter des Volksgerichtshofes tragen daher eine der Präsident trägt eine Amtskette in Gold, die das Hoheitszeichen trägt. Zugleich hat der Führer und Reichskanzler den Reichsminister der Justiz Dr. Gürtner ermächtigt, die Amtstracht der B amten der Justizverwaltung und der Rechtsanwälte für das ganze Reich zu vereinheitlichen. Paris. 400 Flußschiffer haben am Sonnabend mit ihren Flußkähnen die Einfahrt hafen von Rouen versperrt und die Verbindung auf der Seine mit Paris abgeschnitten. Straßenpoliel) tragen die olivarine Uniform städtischen Gemeinden, die zwei Drittel gm eignentg des frugeren deizschetetr= ut ven urgeugen der dentschen, Bohnbevöternxggeur Eläzte, 9o z,1 Fremdiapital gusge der Polizei weiter. ballen sich, besonders in den geogen Stoten mit gremmpital ausge der Polizei weiter. Die Verkehrsbeamten der Polizei versehen ihren Dienst in weißer Mütze; hierzu wird im Sommer zum Braunhemd mit schwarzem Binder ein weißer Rock und im Winter ein weißer Mantel getragen. Außerdem sind auch für heiße Sommertage allgemein im Straßendienst weiße Röcke in Aussicht genommen. Die Einheitsuniform der Polizei bringt durch die Vereinheitlichung der Beschaffung erhebliche Ersparnisse für Länder und Gemeinden mit sich und bedeutet auch nicht zuletzt für die Polizeibeamten selbst in mancher Hinsicht eine Erleichterung. So wird die Einheit des Dritten Reiches auf dem Gebiete der Schutzpolizei, die ihre nationalsozialistische innere Form im Anschluß an die Machtübernahme bereits erhalten hat, nunmehr auch äußerlich in Erscheinung treten. Personalveränderungen in der Kriegsmarine dub Berlin, 20. Juni. Zum Herbst 1936 sind folgende Personalveränderungen in der Kriegsmarine verfügt worden: Es sind ernannt Kapitäne zur Marschall zum Abteilungsleiter im Reichskriegsministerium, Aantag Ae: Merinaareinet. Ancker zum Kommandanten des Marinearsenats Faber zum Leiter der Kriegsmarine=Dienststelle Straehler zum Abteilungsleiter im Reichskriegsministerium, n„„ 7 8 Braune zum Kommandanten von Stralsund, ischen Wohnbevölkerung umfassen. Dort. iregien# 6. Mg ballen sich, besonders in den großen Stdten mir Fremskapital ausgewiesen. Dnse Genossenschaffast ein Viertel aller Einwohner Deutschlands,s#ten sind besonders tätig auf einem vom Natiodie Haushaltungen in großen Wohnkomplexen nalsozialismus stets geförderten Gebiete: dem zusammen. Es ist eine Frage nicht nur unserer zweckmäßigen Klein= und Kleinstwohnungs= und Bevölkerungspolitik und der fortschreitenden He Eigenheimstättenbau. Im Jahre 1936, beabsichtig: bung unserer Gehurtenzahl, sondern, auch ein ten diese Genossenschaften über 1 ment von großer wirtschaftlicher Bedeutung, Kleinwohnungen yerzustellen. den Wohnungs= und Wohnstättenbedarf so zu] Neben diesen decken, daß die Mieten im Rahmen des einzelnen die Sparkassen mit ihren über 14 Milliark Einkommens erschwingbar sind, daß die Woh Sparkasseneinlagen eine wichtige, Hilsggelg, für nung eine wirkliche Heimstätte und die Förderung der Wohnungs####schaft durch nicht nur ein Notbehelf für den Aufenthalt ist, Hypothekenhergabe. Allein im Jahre 1935 wurund daß die vielen Hunderttausende, die nach gn ven vengi, zu, zig Mintchstionen dem Kriege bei Verwandten oder Bekannten als Untermieter lebten, in selbständigen Luft und Licht enthaltenden Eigenwohnungen untergebracht werden. Die Bedeutsamkeit dieser wirtschaftlichen Frage ergibt sich daraus, daß der, ohne Berücksichtigung der„verborgenen“ Haushaltungen(Untermieter) berechnete nicht gedeckte Wohnungsbedarf etwa 1½ Millionen Wohnungen beträgt. Errechnet man den Bauwert einer Wohnung nur mit 2000 RM., so zeigt sich, daß allein durch die Beseitigung dieses Wohnungsmangels eine Umsatzwelle von drei Milliarden RM. durch sämtliche Kreise von Industrie, Handel und Handwerk hindurchrollen und überall neue wirtschaftliche Anregungen verbreiten würde. Einen wohlbemessenen Anteil dieses Umsatzes nimmt dann die Volksgemeinschaft über die Verwaltung des Reiches ein, um sie in Form von Steuern und Abgaben dem Wirtschaftskreislauf wieder nutzbar zu machen....ameinen Goh. Um Altwohnungen für den augemeinen Wohnungsbedarf nach Möglichkeit frei zu bekommen, den von den Sparkassen über 1100 M Reichsmark als Kredite für die Wirtschaft bewilligt, von denen etwa die Hälfte Hypothekenanlagen waren. Eligiische Schisse nir Annenneer Starker Ausbau der englischen Stellung im Mittelmeer dub. London, 20. Juni. Die„Morning Post“ beschäftigt sich mit der Mitteilung Edens, daß die britische Regierung in Zukunft eine stärkere Verteidigung im Mittelmeer unterhalten werde, als vor Beginn des abessinischen Krieges. Das Blatt, das britischen Flottenkreisen nahesteht, teilt mit, daß die Regierung zur Zeit die Frage prüfe, ob neue Flottenstützpunkte im Mittelmeer gebaut werden sollen. Ferner sei eine allgemeine Ueberprüfung der britischen Verteidigungsmaßnahmen im östlichen Mittelmeer vorgesehen. Die Regierung wolle die Welt wissen lassen, daß England keine Einmischung in seine Belange dulden werde. Der Beschluß, eine stärkere Verteidigung zu unterhalten, beziehe sich auf sämtliche drei Waffengattungen. Die Regierung werde sich daher nicht beeilen, die Flotten=, Heeres= oder Luftwaffen=Einheiten aus dem Mittelmeer abzuberufen. Der Flotten=Korrespondent des Blattes teilt auch mit, daß in Zukunft acht von den 15 britischen Großkampfschiffen im Mittelmeer stationiert sein werden. Ferner werde die Mittelmeerflotte Reichsminister Dr. Goebbels an die Witwe des Dichters Lersch dub. Berlin, 20. Juni. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels hat an die Gattin des verstorbenen Dichters Heinrich Lersch, Frau Erika Lersch, Bodendorf im Rheinland, das folgende Beileidstelegramm gesandt: „Zum unerwarteten Tode Ihres Gatten spreche ich Ihnen mein herzliches und aufrichtiges Beileid aus. Dem deutschen Volke, zu dem er sich stets aus ganzem Herzen betannt hat, wird Heinrich Lersch und sein dichterisches Werk unvergessen bleiben“. 150. Geburtstag General v. Reyhers dub. Berlin, 20. Juni. Am heutigen Tage jährt sich zum 150. Male der Geburtstag des Generals der Kavallerie, Karl Friedrich Wilhelm von Reyher.— Noch nicht 16 Jahre alt, begann dieser hervorragende Soldat 1802 seine außergewöhnliche militärische Laufbahn von der Pike an als einfacher Grenadier. Als Korporal zeichnete er sich bei Kolberg aus und wurde nach Teilnahme an den Streifzügen des Schillschen Korps als Wachtmeister im Jahre 1810 zum Offizier befördert. In den Befreiungskriegen erwarb er sichdurch hervorragende Tapferkeit in vielen Gefechten und Schlachten bewährt, das Eiserne Kreuz beider Klassen. Im Jahre 1848 wurde er Chef des Generalstabes der Armee und behielt e n P o s t e n b i s z u seinem Tobe im Bahre 1851 inne. Wenn der Name des Generals von Reyher außerhalb der Armee weniger bekannt wurde, so ist dies darauf zurückzuführen, daß seine Tätigkeit als Chef des Generalstabes der Armee in die in den Befreiungskriegen folgenden langen Jahren des Friedens fiel. Durch seine Arbeit * flagur daubt nicht ab aber hat er die einzigartigen Erfolge der preuDer negus danni nicht ao[ßischen Armee unter seinem großen Nachfolger, 20. Juni. In einem Interview Generalfeldmarschall Graf Moltke, mit der„Daily Mall“ hat der Negus erneut ragender Weise vorbereitet. versichert, es könne nicht die Rede davon sein, Der Chef des Generalstabes des Heeres wird daß er jetzt oder in Zukunft die abessinische Kronel am 21. Juni auf dem Invalidenfriedhof am aufgebe. Seine Abdankung wäre Feigheit gegen- Grabe des Generals der Kavallerie von neyher über seinem Vaterland. einen Kranz niederlegen lassen. durch kleinere Fahrzeuge, besonders durch -Boote verstärkt werden. Der Flotten=Mitarbeiter des„Daily Tele graph“ berichtet, daß die Großkampfschiffe „Hood“,„Repulse“ und„Renown“ in Zukunft ständig dem Mittelmeergeschwader zugestellt werden. Wahrscheinlich werden auch die ersten vier Kreuzer der im Bau befindlichen„Southampton: Chef des Generalst Klasse“(9000 To. mit zwölf 15 cm. Geschützen) diesen verantwortungsvollen Posten bis ins Mittelmeer gesandt werden. Ursprünglich seinem Foda im Jahre 18.7 war beabsichtigt, diese in die Heimatflotte einzureihen. Der Flottenstützpunkt Malta werde besonders für die Luftabwehr weitgehend ausgedehnt werden. Die Errichtung eines neuen Flottenstützpunktes in Cypern werde folgen. Bolschewismus— der Totengraber der Volter Folgen einer Wahnsinnpolitik Mit viel Geschrei wurden in der Sowjet=Union die Pläne zu einer gigantischen Steigerung der Getreideerzeugnisse bekanntgegeben. Mit Hilfe des 5Jahres=Planes sollte eine Erzeugung erreicht werden. die Rußland in ein einziges gewaltiges Getreidelager verwandeln sollte. Wie die Wirklichkeit aussieht, haben wir bereits festgestellt und zwar dadurch, daß am Ende der Laufzeit dieses=Jahres=Planes, mit dessen Hilfe die Steigerung erreicht werden sollte, ein Hungerwinter stand, wie ihn die Welt außer in Rußland noch nie zu verzeichnen hatte und in dem sich die Schätzungszahlen der am Hunger gestorbenen Russen zwischen 6 und 10 Millionen bewegen, also einer Bevölkerungszahl, die größer ist als die Bevölkerung von Schweden und Norwegen zusammen genommen. Welchen Widerhall in der Welt würde eine Nachricht finden, die besagte, daß infolge einer Katastrophe usw. die Bevölkerung von Schweden und Norwegen umgekommen ist. Und wie wenig hat sich die Welt darum gekümmert, als als Folge einer Wahnsinnspolitik eine gleiche Millionenzahl in Rußland in wenigen Monaten am Hungertode dahinstarb. Diejenigen, die für diese Tat verantwortlich sind. sitzen heute in der sogen. Liga der Nationen, sprechen dort von Kultur und Zivilisation und feiern üpvige Festmahle. Der Mörder eines Menschen wird, wenn schon seinem Leben nicht auch ein Ende bereitet wird. aus der menschlichen Gesellschaft ausgestoßen, ist geächtet, die für den Massenmord in Rußland Verantwortlichen aber sitzen heute als tonangebende Größen unter den Nationen und versuchen sich, wie die Erfahrungen der jüngsten Wochen gezeigt haben, zum Richter über Deutschland aufzuspielen. Wie zahlenmäßig infolge der„gewaltigen Leistungen“, des=Jahres=Planes die Getreideerzeugung sich in Rußland entwickelt hat, ergibt sich aus dem folgenden: Vor dem Krieg betrug in Rußland die Getreideerzeugung je Hektar—8 Dz. Der=Jahres=Plan forderte eine Steigerung der Erzeugung von 7,7 Dz. je Hektar im Jahre 1928 auf.5 Dz. im Jahre 1932. Wie aber sah die Wirklichkeit aus? 1928, also im ersten Jahre des=Jahres=Planes betrug der Ertrag im Durchschnitt je Hektr.9 Dz., am Ende des FünfJahres=Planes, also nach dem großen Ausschwung im Jahre 1932, betrug der Ertrag je Hektar.2 Dz., damit also um.7 Dz. je Hektar weniger als 1928. Wie schon in der Schule gelehrt worden ist, gehört Rußland mit zu jenen Ländern, die über den besten Getreideboden verfügen. Deutschland ist von der Natur nicht so verschwenderisch ausgestattet, aber der deutsche Bauer bringt es fertig, einen durchschnittlichen Ertrag von 15 Dz. je Hektar bei Roggen und von 19 Dz. je Hektar bei Weizen zu erzielen. Man stelle sich vor, in welches Geschrei die roten Machthaber in Moskau ausbrechen würden, wenn es ihnen nur gelingen würde, diese Zahlen zu erreichen. Das ist das wirkliche Ergebnis der viel gerühmten Kollektivierung der Landwirtschaft in der Sowjet=Union in die bis zum Februar 1935 rund vier Fünftel aller bäuerlichen Wirtschaften gewaltsam zusammengefaßt worden waren. Um dieses traurige Ergebnis zu erreichen, ist die Sowjet=Regierung, ist die kommunistische Partei nicht davor zurückgeschreckt, unzählige Menschen zu vernichten. Die Kollektivierung der Landwirtschaft stellt einen Gewalt= und Terrorprozeß dar, wie er seinesgleichen in der Geschichte aller Völker und Staaten sucht. Die Bauern wurden seinerzeit mit der verlogenen Parole für die bolschewistische Revolution gewonnen, daß sie den Boden zur freien Nutzung erhalten sollten. Nur dank der Parole:„Alles Land den Bauern“ ist es den Bolschewisten gelungen, aus dem Bürgerkrieg siegreich hervorzugehen. Jedoch sofort nachdem dieses Ziel erreicht war. setzte der neue agrarpolitische bolschewistische Kurs ein. nicht mehr unter der Parole„Alles Land den Bauern", sondern unter der Parole„Sozialisierung des Grund und Bodens". Die Kollektivierung der Landwirtschaft hatte die Enteignung der Bauernschaft zu ihrer Voraussetzung. Und da die Bauern naturgemäß wenig Neigung zeigten, ihre„Errungenschaften der Revolution" wieder preiszugeben. wurden sie mit Hilfe des organisierten Massenterrors von ihrer Scholle vertrieben und zwangsmäßig in den bolschewistischen Kollektivwirtschaften zusammengenfercht. Der Papst warnt Die Versprechungen Moskaus Rom. Der Papst warnt in einem Rundschreiben sämtliche Katholiken der Welt davor. den Versicherungen der Sowietregierung zu glauben, daß durch die neue Räteverfassung der Sowjetunion die religiöse Freiheit eingeführt würde. Den Versprechungen sei nicht zu trauen bis nicht andere elementare Versprechungen eingelöst worden seien. In dem Rundschreiben heißt es weiter: Bis die immer noch in sowietrussischen Gefängnissen befindlichen tatholischen Bischöfe freigelassen werden und die verbannten katholischen Priester die Erlaubnis erhalten, wieder aus ihren Exilen zurückzukehren. steht die katholische Kirche den Versicherungen der Sowietregierung steptisch gegenüber. Mehrere Priester befinden sich bereits seit Jahren wegen Betätigung ihres Glaubens in Haft. Die Kirche kann ihre Einstellung zu Sowjetrußland nicht ändern. wenn ihr nicht Beweise für die veränderten Absich ten der Sowietunion etwa durch Wiedereröffnung der tatholischen Kirchen gegeben werden. Ein unrühmliches Ende Paris. Das von aus Deutschland Emigrierten in Paris geründete„Pariser Tageblatt“ ist eingegangen, wozu der„Berliner Lokal=Anzeiger“ folgendes bemerkt: „Niemand nahm das„Pariser Tageblatt" erns Es war längst gestorben, nur sein Chefredatten### Georg Bernhard wußte es noch nicht. Nun hat der Verleger. Herr Poliatoff. die Rechnung seines üblen Geschäftes gezogen, und der Schluß war, daß er seinem Chefredatteur Georg Bernhard und dem Geschäftsführer des Blattes mit sofortiger Wirkung kündigte. Der Verlag erklärte gleichzeitig in der letzten Nummer des„Pariser Tageblattes“, daß an seiner Stelle die„Pariser Zeitung" erscheinen werde Er verspricht, daß der neue Chefredatteur einen anderen Kurs der Zeitung einschlagen und sich gegenüber Hitler und dem Deutschen Reich lonaler einstellen werde. Dies ist wenig wahrscheinlich. Aber die Erklärung ist bezeichnend.“ 1309 Streiks in einem Jahre Paris. Genau vor 30 Jahren machte Frantreic eine Streikwelle durch, die an Umfang den jetzigen Streik noch überbot. 1906 fanden nämlich im Gebiete der französischen Renublik nicht weniger als 1309 Streiks statt. Ein Wirtschaftler errechnete damals, daß die Arbeitsniederlegungen insgesamt zehn Millionen„Feiertage“ hervorriesen. Bei einem Durchschnittslohn von 5 Goldfrancs ergaben sich al Lohnausfälle in Höhe von 50 Millionen. Weit harter aber wurde die französische Industrie noch betroffen. die ihre Felle nach der ausländischen Konkurrenz sortschwimmen sah. Würde man also den Gesamtschaden errechnen, den das Streikjahr 1906 hervorrief. so würde sich die Summe auf hundert von Millionen Goldfrancs belaufen. Täglich 50 Waggon Erdbeeren Trier. Die Beeren. und Obstzucht hat in den letz ten Jahren im Bezirk Trier. besonders an der Obermosel, sehr erheblich erweitert werden können. Insbesondere sind große Erdbeerkulturen angelegt worden. aus denen jetzt schon viele tausend Zentner Früchte geerntet werden können. Zur Zeit gehen durch den Großmarkt Trier täglich 40—50 Waggons Erdbeeren. die durchschnittlich mit 40 Zentner beladen sind. nach allen Großstädten Deutschlands. Nach Gottes heiligem Willen entschlief heute morgen um 6 Uhr unser lieber Bruder. Schwager. Onkel und Vetter Hermann Graskamp nach kurzer Krankheit, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten der röm.=kath. Kirche, im Alter von 65 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Theodor Graskamp Castrop=Rauxel 1(Luisenstr. 80), den 20. Juni 1936. Die Beerdigung findet statt am Dienstag, dem 23. Juni 1936, nachmittags.30 Uhr vom Sterbehause Luisenstraße 80 und 4 Uhr von der St.= Lambertus=Kirche in Castrop. Das feierliche Seelenamt ist am gleichen Tage morgens 8 Uhr in der St.=Lambertus=Pfarrkirche zu Castrop. Sollte jemand aus Versehen keine besondere Nachricht erhalten haben. so diene diese als solche. Auch Sie müssen sparen! Darum sofort den neuen Juno-DauerbrandSparherd für jede Kohle von Kirsch (astrop. Münsterstr. 21 Elwas, das Imer angenehm unter der täglichen Post aufist dertschönggedruckte Briefbogen! Grches Parten, Mbhgrvolle Textanordnung und sauberer Druck sind Verkmale dafür, daß man Sion für guten GeSchmack und Qualität hat. 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Wiederholung der zweiten Abendnachrichten .30 Raus aus der Falle, der Sommer ist da! .00 Kalenderblatt, anschl.: Zeit, Wetter, Wasserstandsmeldungen .10 Frauenturnen .25 Ratschläge für den Küchenzettel der Woche .45 Zeit, Nachrichten, Wasserstandsmeldungen 10.00 Das Spiel vom glücklichen Hans 10.30 Was brachte der Sportsonntag? 11.50 Bauer merk auf! 12.00 Die Werkpause 13.15 Schloßkonzert 14.00 Mittagsmeldungen 14.15 Konzert auf der Kinoorgel 14.45 Schlachtviehmarktberichte 15.00 Trarira, der Sommer ist da... 15.45 Wirtschaftsmeldungen 16.00 Musik am Nachmittag 16.50 Die Plauderstunde 17.55 Gemüsenotierungen 18.00 Fröhlicher Alltag 19.00 Lustiger Rätselfunk 19.10 Gautreffen des Gaues Westfalen=Süd 20.00 Erste Abendmeldungen 20.10 Die Westd. Wochenschau 21.00 Unterhaltungskonzert 22.00 Zeit, Wetter, Nachrichten 22.20 Das Schatzkästlein 23.00 Musik zur„Guten Nacht“. Dienstag. 23. Juni .45 Morgenlied— Wetter bericht für den Bauer .55 Leibesübungen, anschl. Wiederholung der zweiten Abendnachrichten .30 Frühkonzert .00 Nachrichten, anschließend: Morgenlied— Morgenruf .00 Kalenderblatt, anschl.: Zeit, Wetter, Wasserstandsmeldungen .10 Frauenturnen .15 Zeit, Nachrichten, Wasserstandsmeldungen 10.00 Hurra, das Hänneschen ist da! 11.50 Hier spricht der Bauer 12.00 Die Wertpause 13.00 Mittagsmeldungen— Glückwünsche 13.15 Mittagskonzert 14.00 Mittagsmeldungen 14.15 Allerlei von Zwei bie 15.45 Wirtschaftsmeldungen 16.00 Neue Kammermusik 16.10 Ernstes und Heiteres der Tücke des Objekte von der Liebe zu den Dingen 17.40 Berühmte Opern=Ductte 18.10 Politische Zeitungsschau 18.30 Olympia Hoffnungen 19.00 Musik zum Feierabend 19.45 Momentaufnahme 20.00 Erste Abendmeldungen 20.10 Alle Mann an Bord! 22.00 Zeit. Wetter, Nachrichten 22.20 Kurzschriftdiktat 22.30 Englische Unterhaltung 22.50 Spanische Unterhaltung 23.05 Funkstille. Drei von und 7 Würdi Waffe Die vier Bündder französischen haben mit ihrer binettsbeschluß ü hissen, in einer se tische Gefühl viel Rote Fahnen 1 bolen beherrschte und dann auch i Unruhen das Bil dieser Agitation vatriotischen Fah suchte nicht, ihr Da hat nun 3 der Führer der 8 Aufruf erlassen. des Protestes ge triotischen 2 nationalen Fran schloß sich dann a Jugend. 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